Hanf-Magazin | Ausgabe 01

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Ganz Österreich für Legalisierung

von Anatol Zweig

Die in Europa einzigartige Gesetzeslage, wonach Hanfstecklinge legal sind, solange man sie nicht in die Blüte schickt, hat dem Eigenanbau in Österreich zu einem ungeahnten Boom verholfen. Rund 300.000 Hanf-Stecklinge wandern mittlerweile monatlich offiziell als Zierpflanzen oder Raumluftverbesserer über die Tresen von einer mittlerweile dreistelligen Anzahl von HanfShops.Dem Trend zum Eigenanbau mit all seinen positiven Nebeneffekten wie etwa dem verringerten Straßenhandel und vor allem der in Europa überdurchschnittlichen Qualität – Eigenanbau ist die beste Qualitätskontrolle – hinkt allerdings die Politik hinterher. Nach wie vor werden österreichische

HanffreundInnen durch die aus wissenschaftlicher Sicht falsche Inklusion von Cannabis im Suchtmittelgesetz (SMG) wegen des einzigen opferlosen "Verbrechens" im österreichischen Strafrecht mit Strafe bedroht, sobald sie nur einen Joint in der Hand halten. Das doppelbödige Drogengesetz, in dem zwar der Konsum, aber nicht der Erwerb straflos bleiben, führt dazu, dass jährlich über 25.000 Cannabiskonsumenten wegen Kleinstmengen im Grammbereich einen teuren Canossagang durch die Mühlen des Gesundheitsapparats antreten müssen. Nach Schätzungen des Wiener Hanf-Instituts auf Basis der offiziellen Polizei-Statistiken wendet der Staat unglaubliche 600 Millionen Euro

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