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GRÜNE GABE 2/2014 S U A STA DT h Ing. Köck OG Zugestellt durc

TT ER GRÜNE BLA DAS MÖDLING

Ulrike Lunacek

Michel Reimon

JOBS STATT JOBS JO STATT SPAREN

INHALT ......................................................................

EUROPA VERÄNDERN

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EDITORIAL

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SKA KELLER & JOSÉ BOVÉ

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EUROPAPARLAMENT

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ULRIKE LUNACEK

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MICHEL REIMON

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SEITE DES VIZE

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PARTEIEN IM GEMEINDERAT

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ENERGIEKONZEPT

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Fördern wir Jobs, die allen EuropäerInnen langfristige Beschäftigungsperspektiven sichern. Stellen wir die Wirtschaft auf eine Basis von Innovation und inspirierenden Ideen und bekämpfen wir den Klimawandel mit Hilfe ökologisch effizienter Erneuerung. Investieren wir in Bildung und Gesundheit.

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SÜDTIROLERSIEDLUNG

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AK-WAHL

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GRÜNER FUSSABDRUCK

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BLUMENWANDERUNGEN

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MÖDLINGER HÜTTE

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BILDUNG

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HANDY-RECYCLING

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CULT-UHR

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EUROPA VERÄNDERN, GRÜN WÄHLEN

Jeder Bürger und jede Bürgerin hat das Recht zu entscheiden, was mit seinen/ ihren Daten geschieht. Setzen wir uns für die Verankerung digitaler Grundrechte ein, die in dem digitalen Zeitalter, in dem wir leben, unverzichtbar sind. Unternehmensinteressen und Staatssicherheit können nicht Vorrang vor persönlicher Freiheit und individuellen Rechten haben.

Verändern wir unsere Heimat Europa zum Besseren. Nur gemeinsam kann Europa erfolgreich sein. Verantwortung für Umwelt und Ökologie, nachhaltiges und innovatives Wirtschaften, soziale Gerechtigkeit und Schutz der persönlichen Freiheiten kennzeichnen unsere Grüne Vision. DU kannst Grün wählen und damit Europa verändern! Wir wollen, dass DU das Sagen hast – nicht die Banken, Bürokraten oder Lobbyisten. DU bist Europa.

DIE ZUKUNFT IST JETZT

Quelle: http://campaign.

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tiven, schaffen sc wir Jobs und ein gutes Geschäftsklima für jene, die ein Unternehmen gründen. Verschaffen wir jungen Menschen eine starke Stimme und Vertretung bei Entscheidungen und überall in der Gesellschaft.

ENTSCHEIDE ÜBER DEINE DATEN

Bieten wir jungen Menschen Perspek-

europeangreens.eu


EUROPAWAHL

SKA KELLER UND JOSÉ BOVÉ: „WIR VERÄNDERN EUROPA“ Die beiden bei europaweiten Online-Vorwahlen gewählten SpitzenkandidatInnen stellen sich vor.

SEHR GEEHRTE LESERINNEN & LESER! Noch vor der Wahl zum Europäischen Parlament, die natürlich Hauptthema dieser Zeitung ist, sind die niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen aufgerufen, die Vollversammlung ihrer Interessensvertretung zu wählen. Wenn es schon im Arbeitsleben in der Regel wenig demokratisch zugeht, ist es umso wichtiger, dass es eine demokratisch organisierte Körperschaft gibt, die nicht nur bei Gesetzgebungsvorhaben und Verwaltungsakten im Sinne der ArbeitnehmerInnen aktiv wird, sondern auch wichtige Forschungs- und Beratungstätigkeit im Interesse der Beschäftigten leistet. Die niederösterreichischen Grünen unterstützen bei dieser Wahl wieder die parteiunabhängigen „Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen – AUGE/UG“ (nachdem sich die bei der letzten AK-Wahl aufgestellte Grüne Parteiliste „GGNÖ“ nicht im Sinne der Grünen entwickelt hat). Erfreulich ist auch, dass bei AUGE/ UG gleich zwei KandidatInnen mit MödlingBezug an aussichtsreichen Positionen kandidieren: Renate Partei (Betriebsrätin im Mödlinger eNu-Büro) auf Platz 2 und Mustafa Delice (Aktivist bei den Mödlinger Grünen) auf Platz 5. Näheres dazu auf Seite 11. Neben den WählerInnen erwacht auch die Natur aus dem Winterschlaf. Mit Blumenwanderungen auf dem Anninger und einem Bericht über die Mödlinger Hütte im Gesäuse tragen wir dem Rechnung. Die Gemeindepolitik kommt natürlich auch nicht zu kurz. Erfrischende Lektüre und einen grünen Frühling wünscht Ihnen Alfred Trötzmüller

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Ich kämpfe für ein Europa, dem Menschen wichtiger sind als Banken, das Flüchtlinge schützt, das sich für globale Gerechtigkeit einsetzt und das auf seine EinwohnerInnen hört. Derzeit gelingt es Europa nicht, jenen Menschen Hoffnung zu geben, die ihre Arbeitsplätze verlieren, die jung oder ohne Perspektive sind. Wir Grünen streben nach Veränderung. Wir müssen unsere Hoffnung und unsere Zukunft zurückgewinnen, wir müssen ein Europa bauen, das für die Menschen da ist, nicht nur für die Banken.

Ska Keller Ska Keller ist an der deutsch-polnischen Grenze aufgewachsen, hat Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik studiert und war Sprecherin der Jungen Europäischen Grünen. 2009 wurde sie ins Europaparlament gewählt und ist Mitglied der Ausschüsse für internationalen Handel und für bürgerliche Freiheiten.

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Austeritätspolitik war eine politische Option, die zum Misserfolg wurde. Wer ein Europa will, das hochwertige Arbeitsplätze bietet und gegen globale Erwärmung und soziale Ungleichheit kämpft, muss sich den Grünen anschließen. Als Grüner Spitzenkandidat werde ich zur Debatte über eine Abkehr von der strikten Sparpolitik und die Schaffung eines demokratischeren Europas auffordern.

José Bové José Bové kämpfte als Student zusammen mit Bauern erfolgreich gegen die Ausweitung eines Truppenübungsplatzes, war Gründer und Sprecher des alternativen französischen Bauernbundes und nahm an Greenpeace-Aktionen gegen Atomwaffenversuche und gegen Gentechnik in der Landwirtschaft teil. Seit 2009 ist er EuropaAbgeordneter und arbeitet in den Ausschüssen für Landwirtschaft und für internationalen Handel.


EUROPAWAHL

WÄHLEN WIR UNSER PARLAMENT! ROPE. U E E G N A H C VERÄNDERN WIR EUROPA! Die konservativ-liberale Mehrheit muss abgelöst werden.

Die EU ist nicht perfekt. Ihre Mängel legen gerade wir Grüne schonungslos offen. Den Schlüssel zur Beseitigung dieser Mängel stellt das Europäische Parlament dar, von dem schon jetzt viele positive Impulse ausgehen und in dem gerade die Grünen Abgeordneten konstruktive und viel beachtete Arbeit leisten.

mit der konservativen ECR eine Mehrheit von 54 % der Europaabgeordneten, die häufig die Interessen der Konzerne und des Finanzkapitals über jene der BürgerInnen stellt. Bei der letzten Europawahl wurden diese Gruppen leider gestärkt, obwohl die von ihnen vertretene Politik eine Hauptursache der Finanzkrise war, durch die die positive Entwicklung Europas behindert wird.

DAS PARLAMENT MUSS SICH DURCHSETZEN

NEOLIBERALE POLITIK BEENDEN

Das Parlament, in dem eine Art „Dreierkoalition“ von EVP (christlichkonservativ), ALDE (liberal) und S&D (sozialdemokratisch) herrscht (die auch im Jahr 2009 gemeinsam den derzeitigen Kommissionspräsidenten Barroso gewählt und die Kommission bestätigt haben), vertritt stärker als die Europäische Kommission („Regierung“) oder der Europäische Rat (Versammlung der EU-Mitgliedsländer) die Interessen des Konsumentenschutzes, Datenschutzes, Umweltschutzes und einer Stärkung der Demokratie in der EU. Leider setzt es sich oft nicht durch, weil bei der konservativ-liberalen Mehrheit, aber auch bei den Sozialdemokraten der Durchsetzungswille gegen ihre Parteifreunde und -freundinnen in der Kommission und im Rat nicht ausreichend vorhanden ist.

Von dieser konservativ-liberalen Mehrheit wurden zum Beispiel eine Rahmenrichtlinie für Mindesteinkommen abgelehnt, der Weiterbetrieb von Risiko-Atomreaktoren befürwortet, ein „Energiefahrplan 2050“ ohne verbindliche Klimaschutzziele durchgesetzt (zusammen mit den Sozialdemokraten) und das SWIFT-Abkommen zur Übermittlung von Bankdaten an die USA beschlossen (ebenfalls mit den Sozialdemokraten). ALDE und ECR wollten auch verhindern, dass das Parlament EU-Regeln zur Eindämmung des Steuerdumpings bei der Unternehmensbesteuerung zustimmt, und sie lehnen die Finanztransaktionssteuer ab.

Europa ist unser Zuhause. Wir reisen ohne Grenzkontrollen, wir bezahlen mit dem Euro, wir arbeiten international, lernen und studieren europaweit. Europa ist zu einem Symbol für Frieden, Freiheit und Wohlstand geworden. Doch zugleich wird die europäische Idee bedroht: von skrupellosen Lobbys, Großkonzernen und einer entfesselten Finanzindustrie.

Ein zweites Problem stellt die politischideologische Ausrichtung der konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament dar: Die EVP (der die ÖVP angehört) und die ALDE (der sich in Zukunft die Neos anschließen wollen) haben zusammen

EIN BESSERES EUROPA BRAUCHT NEUE MEHRHEITEN Ein Europa, das für die Bürgerinnen und Bürger da ist, ein Europa, wo Solidarität und Menschlichkeit die Politik bestimmen, ein Europa, das ökologischer Vorreiter in der Welt ist, ein Europa, das weltweit für Menschen- und Grundrechte eintritt, ein Europa, das unseren Kin-

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dern und Jugendlichen Chancen bietet, braucht mehr Grüne im Parlament!

Alfred Trötzmüller

GRÜNE KANDIDATiNNEN FÜR DAS EUROPAPARLAMENT 1. ULRIKE LUNACEK Dolmetscherin, Vizepräsidentin der Grünen Fraktion im Europaparlament 2. MICHEL REIMON Autor und Journalist, ehem. Grüner Landtagsabgeordneter im Burgenland 3. MONIKA VANA Europasprecherin der Grünen im Wiener Landtag 4. THOMAS WAITZ Biobauer, Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern in der Steiermark 5. MADELEINE PETROVIC Juristin, Betriebswirtin und Dolmetscherin, Grüne Landessprecherin und Landtagsabgeordnete in Niederösterreich 6. JAKOB C. SCHWARZ Physiker, Klimaforscher, Aktivist der Jungen Grünen, GRAS und Europäischen Jungen Grünen

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EUROPAWAHL

ULRIKE LUNACEK: „EU FÜR DIE EU-BÜRGER/INNEN“ Interview mit unserer Europaabgeordneten über die Europawahlen im Mai, Lampedusa, Snowden und die Zukunft Europas Wie kommt Europa endlich aus der Krise? Welche Folgen hat die Merkel‘sche Sparpolitik? Was bringt die Bankenunion? Es muss endlich Schluss sein mit Kaputtsparen! Wir brauchen einen grünen Investitionspakt und eine Sozialunion. Die verheerenden Folgen der EU-Sparpolitik à la Merkel & Co. sieht man in Griechenland: Obdachlosigkeit, Prostitution, Drogen in einem Ausmaß wie nie zuvor und ein rasanter Anstieg der Kindersterblichkeits- und HIV-Rate. Auch die Jugendarbeitslosigkeit übersteigt in Griechenland, Portugal, Spanien oder Zypern traurige Rekordmarken und ist in ganz Europa deutlich gewachsen.

Was sind deine Ziele, Forderungen und Wünsche für die Wahl des Europäischen Parlaments im Mai 2014? Ulrike Lunacek: Eine höhere Wahlbeteiligung als 2009, ein besseres Grünes Ergebnis als bei der Nationalratswahl, reges Medieninteresse und eine deutliche Niederlage für jene Parteien, die einer Rückkehr der Nationalismen und einem Europa mit neuen Grenzen das Wort reden – wenn das 28-mal gelänge, wäre die EU einer besseren, sozialeren und ökologischeren Zukunft ein gutes Stück näher. Die Europäische Union muss wieder für ihre Bürgerinnen und Bürger geschaffen sein und nicht für die Gewinnmaximierung von Finanzmärkten und Großkonzernen. Die jungen Leute

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von heute sind die erste Generation, die nicht mehr die Hoffnung auf eine bessere Welt und auf soziale Sicherheit für sich und die ihren vor Augen haben. Das muss sich ändern! Das europäische Wohlfahrtssystem gehört wieder an die erste Stelle gerückt. Soziales muss in allen europapolitischen Bereichen einen zentralen Stellenwert erhalten! Und Europa braucht neben ambitionierten Klimazielen auch einen Grünen Investitionspakt für nachhaltige Entwicklung. Der Schwerpunkt eines solchen Paktes muss auf der Energiewende, auf Ressourceneffizienz und auf einer grünen Wirtschaft liegen. Dieser Pakt ist die größte beschäftigungspolitische Chance, die Europa hat. Die müssen wir für die Menschen und für die Umwelt durchsetzen.

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Die Bankenunion und dabei vor allem die zentrale Aufsicht über die Banken der Euro-Zone ist ein Sprung nach vorne für die Europäische Vereinigung. Die nationalen Kontrollmechanismen haben dramatisch versagt. Die Bankenaufseher verteidigten regelmäßig die Interessen des nationalen Bankenplatzes statt Finanzmarktstabilität und SteuerzahlerInnen. Seit 2008 mussten die europäischen SteuerzahlerInnen Banken mit rund 5 Billionen Euro vor der Pleite retten! Die gemeinsame Bankenaufsicht befreit die Finanzaufsicht jetzt aus den Zangen der nationalen Bankenverbände und wird unter demokratische Kontrolle des Europaparlaments gestellt – auch für die nationalen Parlamente haben wir stärkere Kontrollrechte herausgeholt! Wie soll die EU künftig mit Flüchtlingen und AsylwerberInnen – Stichwort Lampedusa/Frontex – umgehen? Der Tod Hunderter Menschen vor Lampedusa hat vor Augen geführt, wie


EUROPAWAHL Wenn die EU als globale Verfechterin von Menschenrechten noch ernst genommen werden will und Menschenrechten nicht implizit eine Absage erteilen möchte, MUSS Snowden bei uns Schutz finden.

unmenschlich die europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik ist. Die Abschottungspolitik der EU zwingt Menschen, die auf der Flucht oder auf der Suche nach einem würdigen Leben sind, sich in Lebensgefahr zu begeben.

Wobei das natürlich nur der erste Schritt sein kann. Es braucht eine starke Linie gegenüber den USA und innerhalb der Union, die die grundsätzliche Unantastbarkeit des Privatlebens und den Datenschutz in den Mittelpunkt stellt.

Mit den Flüchtlingen im Meer sterben die europäischen Werte. Die Mitgliedsstaaten und Frontex müssen die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen endlich zu einer Kernaufgabe des europäischen Grenzschutzes machen. Das Europaparlament fordert außerdem, dass Fischer und Kapitäne, die Flüchtlinge retten, dafür nicht mehr bestraft werden, wie es derzeit noch aufgrund der Gesetzeslage in Italien passiert.

Wie soll die EU in 10 Jahren ausschauen? Was soll und muss sich ändern, und was können die Grünen dazu beitragen?

ULRIKE LUNACEK Die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot muss endlich zur Selbstverständlichkeit werden. Die Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge darf nicht allein die Aufgabe von den Grenzländern im Süden sein. Die Standards für Asylverfahren müssen in allen EU-Staaten umgesetzt werden und wir brauchen ein europäisches Gesetz zur legalen Einwanderung. Außerdem muss die EU endlich konkrete Schritte unternehmen, um die Lebensbedingungen der Menschen in den afrikanischen Ländern zu verbessern und den Menschen dort Perspektiven zu geben. Die Flüchtlingskatastrophen beweisen erneut die Unzulänglichkeit des DublinII-Systems, gemäß dem Flüchtlinge nur in dem Land, in dem er oder sie zuerst EU-Territorium betreten, um Asyl ansuchen können. Soll die EU Edward Snowden Asyl gewähren? Was sind die Grünen Forderungen bezüglich Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung? Jemand setzt sein Leben aufs Spiel, um uns vor Augen zu führen, wie öffentlich unsere Privatsphäre mittlerweile ist; um uns zu zeigen, dass Orwells Großer Bruder es sich schon längst in unseren Wohnzimmern gemütlich gemacht hat. Wenn man einem solchen Menschen

   Dolmetsch-Studium Englisch und Spanisch in Innsbruck    Frauenhaus Innsbruck    Ab 1983 Deutschlehrerin für Flüchtlinge, Dolmetscherin, Journalistin in Wien    1999-2009 NR-Abgeordnete: Außen- und Entwicklungspolitik, Gleichstellung Lesben/ Schwule    seit 2009 Europa-Abgeordnete, seit 2013 FraktionsVizepräsidentin    Außenpolitiksprecherin der Grünen; Kosovo-Berichterstatterin des EP    Vorsitzende der LGBT-Intergroup des EP, Berichterstatterin „EU-Roadmap gegen Homophobie“    Leiterin EU-Wahlbeobachtung Honduras

kein Asyl gewährt, sagt man klar und deutlich: „Privatsphäre“ war gestern – „Staatsvoyeurismus“ ist heute.

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Grüner, sozialer, demokratischer, solidarischer! Meine Vision von der EU in zehn Jahren ist: Die EU ist von einem Konvent mit Beteiligung der europäischen Zivilgesellschaft demokratisch neu geformt worden. Die verschlossenen Türen, hinter denen Verhandlungen stattfinden, sind aus den Angeln gehoben. Der EU ist es gelungen, das Friedensprojekt Europa auf dem ganzen Kontinent umzusetzen – und als politisches Erfolgsmodell in die Welt zu exportieren. Die EU setzt weltweite Standards bei Bildung, Solidarität, humanitärer Hilfe und Menschenrechten. Die EU ist eine Sozialunion, die allen die gleichen Chancen bietet und niemanden auf der Strecke lässt. Die EU ist Vorreiterin bei Klimaschutz und erneuerbaren Energien – Atomkraft ist als Relikt einer überkommenen Zeit endgelagert. Und die EU ist zur Heimat für Europäerinnen und Europäer geworden, die die falsche Sehnsucht nach „guten alten“ Nationalstaatszeiten obsolet macht. Diese Vision von Europa trägt eine klare Grüne Handschrift, damit sie umgesetzt wird, braucht es eine starke Grüne Fraktion im Europaparlament.

Quelle: http://www.gruene.at/ themen/europa

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EUROPAWAHL

MICHEL REIMON: „FREI IST NICHT FAIR“ Der Grüne Kandidat für das EU-Parlament nimmt zu den Verhandlungen über ein Transatlantisches Freihandelsabkommen Stellung: klingt positiv, fast schon unschuldig, dahinter verbirgt sich aber ein heftiger Anschlag auf die Demokratie. Es bedeutet, dass jedes Unternehmen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, zu denen es investiert, auch garantiert bekommt. Änderungen bei Umweltauflagen, Sozialstandards, Arbeitsrecht, Mindestlöhnen etc. können dann zwar noch beschlossen werden – aber die Regierung kann auf Schadenersatz wegen Verdienstentgangs geklagt werden. Die Kosten werden also auf die SteuerzahlerInnen übergewälzt. Das ist nicht nur hypothetisch, solche Abkommen gibt es bereits. Der Energiekonzern Vattenfall hat beispielsweise die deutsche Bundesregierung geklagt, den Verdienstentgang durch den AtomkraftAusstieg zu ersetzen. Wenn ein solches Abkommen zwischen den beiden Wirtschaftssupermächten USA und Europa geschlossen wird, legen die Konzerne damit allen zukünftigen Regierungen Fesseln an.

Die USA und die EU verhandeln seit einigen Monaten ein neues Handelsabkommen, die „Transatlantische Handelsund Investitionspartnerschaft“, englisch „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, kurz TTIP. Gegen dieses Abkommen regt sich wachsender Widerstand ökologisch, sozial und demokratiepolitisch besorgter BürgerInnen und Organisationen.

an, Kern der Verhandlungen ist daher die gegenseitige Anerkennung gesetzlicher Standards. Die USA haben geringe Standards bei der Lebensmittelsicherheit (Gentechnik, Hormonbehandlung, Chlorfleisch), in Europa sind Finanzmarktprodukte deutlich weniger reguliert. US-Konzerne dürften ihre Nahrungsmittel exportieren, heimische Banken ihre Anlageprodukte. Das würde natürlich auf beiden Seiten des Atlantiks zu dem Druck führen, die Standards des jeweils anderen „Handelspartners“ zu unterlaufen, um einen Standortvorteil zu haben. Umweltschutz und VerbraucherInnenschutz wären damit ausgehebelt.

NIEDRIGE STANDARDS ANERKENNEN?

KLAGERECHT: FESSEL FÜR DIE DEMOKRATIE

Für den Handel zwischen den USA und der EU fallen kaum noch Zölle

Das zweite große Problem ist der sogenannte Investitionsschutz. Dieses Wort

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Die EU und die USA verhandeln ein Freihandelsabkommen, das massive Verschlechterungen für KonsumentInnen bringen würde. Die Europawahlen sind unsere beste Chance, es zu stoppen.

TRANSPARENZ MUSS HER Wie transparent laufen die Verhandlungen? Einfache Antwort: Praktisch gar nicht transparent. Verhandlungspartner ist auf europäischer Seite die EU-Kommission, die ein Verhandlungsteam eingesetzt hat. Das Europäische Parlament wird über den Verlauf der Verhandlungen nicht informiert. Ende Mai 2013 hat das EuropaParlament die Verhandlungen mit mehrheitlicher Zustimmung von SozialdemokratInnen, Konservativen und Liberalen genehmigt, eine umfangreiche kritische Resolution und Abänderungsanträge der Grünen dazu wurden abgelehnt. Die Verhandlungen wurden 2013 aufgenommen, man kann davon ausgehen,


SEITE DES VIZE dass 2014 das entscheidende Jahr wird und im ersten Halbjahr 2015 die Details geklärt werden sollen. Durch die Wahlen zum Europäischen Parlament gehen wir jetzt in eine kritische Phase: Es muss in den nächsten drei Monaten gelingen, TTIP und seine Konsequenzen einer breiten Bevölkerung bekannt zu machen und Widerstand zu organisieren.

SEITE DES VIZE(BÜRGERMEISTER)S Verantwortung in der Stadt bedeutet auch Arbeit nach innen. Das ist nicht gut zu verkaufen, aber wichtig für das Funktionieren des Gemeindeapparats. Seit gut zwei Jahren läuft in Mödling ein Prozess der Verwaltungsreform. Das ist auch eine Grüne Angelegenheit. ist das sogenannte „Facility Management“, die professionelle Verwaltung und Bewirtschaftung der städtischen Gebäude und Liegenschaften: Hier wird eine Bündelung der Aufgaben für den vielfältigen Besitz der Stadt angestrebt.

GRÜNE DECKEN AUF Die europäischen Grünen haben daher zu einer unüblichen Maßnahme gegriffen: Wir haben den unter Verschluss gehaltenen Auftrag der EU-Kommission an die VerhandlerInnen online gestellt: Unter www.ttip-leak.eu ist er nun in der deutschen Übersetzung für die Bevölkerung zugänglich. Wir brauchen fairen statt freien Handel, um Umwelt und Sozialstandards zu schützen.

Michel Reimon

MICHEL REIMON    Landtagsabgeordneter im Burgenland (2010-2013)    seit 20 Jahren Journalist und Pressesprecher    hat für Magazine und globalisierungskritische Kampagnen über politische und wirtschaftliche Missstände berichtet    Buch-Autor (u. a. Die sieben Todsünden der EU, Schwarzbuch Privatisierung und der netzpolitische Roman #incommunicado)    Studien (Informatik & Organisationsentwicklung)    Lehraufträge (Politische Kommunikation/Uni Wien)

Viele Abläufe in der Stadt waren schon in die Jahre gekommen, neue gesetzliche Rahmenbedingungen, aber auch die wachsenden Erwartungen der BürgerInnen machen ständiges Überdenken der Gewohnheiten erforderlich. Bereits relativ bald nach Beginn der Arbeit der aktuellen Stadtregierung wurden die Weichen für eine Verbesserung der Abläufe in der Gemeindeverwaltung gestellt. Von Beginn weg war das Ziel klar: Effizienzsteigerung zum Wohl der BürgerInnen - aber auch der Stadtfinanzen. Die Verwaltungsreform soll(te) als kontinuierlicher Prozess gemeinsam mit den MitarbeiterInnen aufgesetzt werden, weshalb die Personalvertretung unmittelbar eingebunden war und ist. Schwerpunkte zu Beginn waren z. B. das Mahnwesen im Kammeramt, aber auch Abläufe und Arbeitseinteilungen am Wirtschaftshof. Verwaltungsreform bedeutet auch, die Anforderungen an die EDV-Abteilung sowie Fragen der Sicherheit in der Datenhaltung neu zu regeln. Eine große Herausforderung

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Eine herausfordernde Aufgabe im Rahmen der Verwaltungsreform ist die Einführung der elektronischen Aktenführung. Was beim Bund und auch in den Landesverwaltungen schon seit Jahren praktiziert wird, sind IKT-Lösungen, bei denen Verwaltungsobjekte (Anträge von BürgerInnen, Verwaltungsakten, aber etwa auch Rechnungen) nur noch elektronisch zwischen den Abteilungen weitergegeben werden. Bearbeitungen können in Form eines sogenannten „Workflows“ vordefiniert werden, womit auch Unterschriftsbefugnisse abgebildet werden. Jeder in dieser Weise automatisierte Verwaltungsprozess sollte nicht nur deutlich schneller, sondern vor allem sicherer und nachvollziehbar abgewickelt werden können. Ein irrtümliches Liegenbleiben eines Aktenstückes sollte praktisch nicht mehr möglich sein. All dies bedeutet eine Modernisierung der Stadt im Sinn der Erwartungen der BürgerInnen. Auch hier wirken Grüne im Rahmen der Stadtregierung mit. Es ist kein klassisches Grünes Thema, aber die Voraussetzung für eine moderne bürgerInnennahe, transparente und effiziente Verwaltung, wie wir sie uns vorstellen.

Gerhard Wannenmacher Vizebürgermeister

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GEMEINDERAT

WOFÜR STEHEN DIE PARTEIEN IM GEMEINDERAT? 3. Teil der Serie: die „Autofahrerparteien“ PARKRAUMBEWIRTSCHAFTUNG Parkraumbewirtschaftung ist ein heiß diskutiertes Thema. In dem noch unter SPÖ-Führung (Vzbgm. Holzmann) erstellten Verkehrskonzept MOVE war von einer schrittweisen Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung (inkl. AnrainerInnenpickerl) auf den ganzen Innenstadtbereich vom Kursalon bis zum Hyrtlplatz die Rede. Jetzt ist die SPÖ gemeinsam mit der FPÖ die schärfste Gegnerin einer Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung. Ende 2010 wurde in der SchwarzGrünen Koalition über Gebührenerhöhungen für Wasser, Kanal und Müll verhandelt. Die Grünen verlangten, diese Erhöhungen möglichst gering zu halten und gleichzeitig auch die seit rund 10 Jahren unveränderten Parkgebühren anzupassen. Dies wurde von der ÖVP kategorisch abgelehnt, sodass der Vorschlag gar nicht im Gemeinderat landete. Die FPÖ stellte sogar einen Antrag auf generelle Abschaffung der Gebührenpflicht in den Kurzparkzonen (abgelehnt von ÖVP, SPÖ und Grünen). In den letzten Jahren ging es dann einerseits um eine Vereinheitlichung bei den bestehenden Kurzparkzonen, von denen – ohne klares Konzept – manche gebührenpflichtig sind und manche nicht, und andererseits um die Einführung sogenannter „Grüner Zonen“ (mit kostenpflichtigem Parken ohne Zeitlimit und mit Sonderregelungen für die AnrainerInnen). Die Ausarbeitung eines entsprechenden Parkraumkonzepts wurde nur von ÖVP und Grünen beschlossen, bei Gegenstimmen aller anderen Parteien. Das Ergebnis – was die Vereinheitlichung der „Blauen Zonen“ betraf – wurde dann allerdings auch von der ÖVP abgelehnt, sodass alles beim Alten blieb. Zu den „Grünen Zonen“ – zu denen das

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NÖN 23. 2. 2011 in Auftrag gegebene Konzept bis heute nicht vorliegt – brachten SPÖ und FPÖ getrennte Anträge ein, mit denen die Einführung dieser Art der Parkraumbewirtschaftung generell ausgeschlossen werden sollte. Beide Anträge wurden vom Großteil der ÖVP, von den Grünen und von WIR abgelehnt. FPÖ und SPÖ starteten auch gemeinsam einen Initiativantrag (Volksbegehren auf Gemeindeebene) und sammelten eine ausreichende Zahl von Unterschriften, die – von der Anzahl her – die Gemeinde zu einer Volksbefragung zu diesem Thema verpflichtet hätte, wenn nicht Initiativanträge zu Steuer- und Abgabenangelegenheiten gesetzlich ausgeschlossen wären. (Interessanterweise initiierte in Wien die ÖVP ein ähnliches Volksbegehren zu den Rot-Grünen Parkraumbewirtschaftungsplänen, das dort aus dem gleichen Grund scheiterte.) Daraufhin stellte sich die Schwarz-Grüne Koalition auf den Standpunkt, dass „Grüne Zonen“ nur ins Auge gefasst würden, wenn dies von den betreffenden AnrainerInnen (wegen

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zu hohen Parkraumdruckes) gewünscht würde. Die Einführung einer Gebührenpflicht für die Kurzparkzonen in der Brühler Straße und der Gabrieler Straße („Leiner-Parkplatz“) wurde gegen die Stimmen der FPÖ bei Stimmenthaltung von WIR beschlossen.

ÖFFENTLICHER VERKEHR Auch der Citybus ist nicht unumstritten. Im Jahre 2011 stimmte die FPÖ gegen die Verlängerung des Citybusvertrages. Die Neuordnung des Citybusses (Einstellung der Linie 4, Reduktion am Samstag, Ausweitung nach Wr. Neudorf) wurde dann einstimmig beschlossen. Zur Übernahme erhöhter Kosten beim Ortsfahrschein durch die Gemeinde, sodass der Preis für die Fahrgäste gleich bleiben konnte, enthielt sich die FPÖ der Stimme.

Alfred Trötzmüller (Wird fortgesetzt.)


ENERGIE

EVALUIERUNG & UPDATE DES MÖDLINGER ENERGIEKONZEPTS Gute Bilanz dank Biomasse-Fernwärme und Ökostrom, kein Fortschritt beim Verkehr Im Jahr 2000, als die Grünen in Mödling das Umwelt- und Energieressort übernahmen, war eine der ersten Aktionen, die Erstellung eines Energiekonzepts, das dann im Jahr 2002 vorlag. Damals wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, mit dem die Erreichung des ursprünglichen Klimabündnisziels einer CO2-Reduktion um 50 % bis zum Jahr 2010 angestrebt wurde. (Siehe www.die-gruenen-moedling. at/14032003antraggrundsatzbesch. html) Als die Grünen im Jahr 2010 in die Koalition mit der ÖVP eintraten, wurde die Evaluierung dieses Konzepts in das Arbeitsprogramm der Koalition aufgenommen und im Jahr 2013 an die FH Wiener Neustadt / Campus Wieselburg ein entsprechender Auftrag erteilt. Nun liegen die Ergebnisse vor. Das Klimabündnis musste in der Zwischenzeit seine anspruchsvollen (aber durchaus notwendigen) Reduktionsziele adaptieren: Es soll nun die 50%ige Reduktion erst bis 2030 erreicht und pro Jahr der CO2-Ausstoß um 5 % verringert werden. Auch in Mödling wurde das hochgesteckte Ziel einer 50%igen CO2-Reduktion klar verfehlt, doch die Erfolge sind trotzdem bemerkenswert: Während im österreichischen Durchschnitt in 10 Jahren (2000 bis 2010 – neuere Daten gibt es noch nicht) die Pro-Kopf-Emissionen überhaupt nicht gesenkt werden konnten, gelang in Mödling (ohne Industrie und Gewerbe) von 2002 bis 2012 eine Reduktion um 20 % oder um rund 19.400 Tonnen pro Jahr. Von den im Jahre 2002 vorgeschlagenen Maßnahmen den bei Weitem größten Anteil an diesem Ergebnis hatte die Errichtung des BiomasseFernheizkraftwerks mit rund 28.300 t/a

CO2-Einsparung, von denen 10.800 t/a Mödling und der Rest den umliegenden Orten zugute kommen. An zweiter Stelle steht die Umstellung auf Ökostrom bei der Stadtgemeinde, bei den Bundesgebäuden und in Privathaushalten mit 2.600 t/a. Alle anderen Maßnahmen konnten entweder nicht umgesetzt werden oder sie brachten nur geringe Emissionsreduktionen. Abgesehen vom Energiekonzept verringerte sich der CO2-Ausstoß durch um 21 % geringeren Stromverbrauch (vermutlich infolge modernerer Geräte, Energiesparlampen u. Ä.) um ca. 5.300 t/a und durch geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe (Gas, Öl, Kohle) beim Heizen um rund 1.300 t/a. Beim Verkehr gab es trotz Beimengung von Biosprit zum Benzin und Diesel eine Erhöhung um 600 t/a. Der Verkehr wurde damit noch stärker als 10 Jahre zuvor zum Hauptverursacher der CO2-Emissionen. Sein Anteil stieg von 32 auf 40 % der Gesamtemissionen. Rund ein Drittel davon wird von jenen 78 % aller AuspendlerInnen verursacht, die keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern das eigene Auto verwenden. Der Anteil des Heizens mit Gas, Öl und Kohle stieg trotz absolut sinkenden Brennstoffverbrauchs relativ betrachtet von 30 auf 35 %, der Anteil des Stromverbrauchs sank von 25 auf 21,5 %, die Fernwärme ist dank Biomasse statt mit 13 nur mehr mit 3 % beteiligt.

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Das Energiekonzept 2012 enthält auch neue Vorschläge für eine weitere Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Damit wird ein Einsparungspotenzial von (nur!) ca. 1.000 t/a aufgezeigt, von dem der Hauptanteil mit 850 t/a auf bewusstseinsbildende Maßnahmen entfällt, mit denen die Bevölkerung zur Nutzung der Energie-Förderungen und zum Umstieg auf Ökostrom bewegt werden soll. Das zeigt, dass die Möglichkeiten der Gemeinde, zur Erreichung der Klimaschutzziele beizutragen, begrenzt sind und dass es unbedingt auch der richtigen Weichenstellungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene sowie globaler Maßnahmen bedarf, um die für die Menschheit überlebenswichtige Energiewende durchzusetzen.

Alfred Trötzmüller

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GEMEINDERAT

ANDREAS-HOFER-GASSE, KALTERER GASSE EIN LANGER WEG Es hat wirklich lange gedauert: Am 9. Oktober 2009 hat der Gemeinderat – gegen die Stimmen der Grünen – die Öffnung der Verbindung von der Südtirolersiedlung in Richtung Guntramsdorferstraße beschlossen. Der Schranken wurde entfernt. Und Befürchtungen der Bewohner in der Südtirolersiedlung wurden wieder genährt, dass hier eine neue Verkehrsachse – durch das Wohngebiet – im Entstehen ist. Am 8. März 2014 wurde dies per Flächenwidmung ausgeschlossen. ter Parkplatz“ gewidmet; mit dieser Widmung ist in diesem Bereich keine Straße mehr möglich und gleichzeitig sind die existierenden Parkplätze mit der Widmung verträglich.

Damit schien ein jahrelanges, zähes Bemühen der Anrainer zunichte gemacht, ihr Viertel vom Durchzugsverkehr zu schützen.

EIN RELIKT Wenn man sich die Flächenwidmung genau ansieht, war bis vor ein paar Tagen tatsächlich die Andreas-HoferGasse als 12 m breite Verkehrsfläche gewidmet. Es war der letzte Rest eines uralten Vorhabens einer leistungsfähigen Straßenverbindung in Verlängerung der Technikerstraße, quer durch die GESIBA-Anlage durch die AndreasHofer-Gasse in Richtung B17. In den ersten Plänen bei der Errichtung der GESIBA-Anlage Mitte der 70er-Jahre war diese Straße noch eingezeichnet, mittlerweile ist die Straßenführung durch diese Wohnhausanlage natürlich völlig unmöglich, aber entlang der Südtirolersiedlung war diese Widmung tatsächlich noch aufrecht. Unabhängig wie groß man die Wahrscheinlichkeit sah, dass das jemals Realität werden könnte, aber rein rechtlich war das Risiko gegeben. Es hat in den vergangenen drei Jahren einige Anläufe gegeben, die Breite der Andreas-Hofer-Gasse in der Flä-

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chenwidmung zu reduzieren. Es war allerdings nicht ganz einfach, weil eine Rückwidmung auf Grünland vom Land nicht akzeptiert wurde und die Notwendigkeit bestand, die derzeitige praktische Nutzung – meist als Parkplätze – zu berücksichtigen.

IST-ZUSTAND FESTGESCHRIEBEN Nach vielen Diskussionen und ein biss’l Grüner Beharrlichkeit hat der Gemeinderat nun in seiner letzten Sitzung einen Beschluss getroffen, der gleichermaßen die Befürchtungen und die Bedürfnisse der AnrainerInnen berücksichtigt: Im Bereich der Griesgasse wurde die bestehende Engstelle, die de facto schon seit langem Fußgängerund RadfahrerInnen vorbehalten war, auch rechtlich im Flächenwidmungsplan als solche festgeschrieben und die Andreas-Hofer-Gasse damit dauerhaft unterbrochen.

GEH- UND RADWEG, BEGRÜNTER PARKPLATZ Und zwischen der Griesgasse und der Kalterergasse wurde die Andreas-Hofer-Gasse in der Flächenwidmung auf 6 m reduziert. Der Rest ist als „begrün-

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Ich finde, es ist ein guter und notwendiger Schritt, der nach langen und zähen Bemühungen umgesetzt wurde. Auch, wenn heute trotz Verbots das eine oder andere Auto einen Abschneider durch die Wohnsiedlung nimmt: Eine Durchzugsstraße ist nun auch theoretisch nicht mehr möglich.

Gerhard Wannenmacher


AK-WAHL

GENUG VON DER KRISE! Vor allem von der Krisenbewältigung made in EU: Sozialstaat kaputtsparen, Löhne drücken, Arbeitsrechte aushöhlen. Die Folgen sind dramatisch steigende Arbeitslosigkeit, sinkender Wohlstand, wachsende Armut. Die Verursacher der Krise schütteln sich ab. Wo bleiben Finanztransaktionssteuer und das Schließen von Steuerlöchern? Wieso wird Arbeit nach wie vor höher besteuert als Gewinne aus Vermögen? Wieso sollen wir alle für das Hypo-Desaster blechen?

WIR BRAUCHEN EINEN KURSWECHSEL!  Investitionen in Soziale Dienste, in Bildung, in Energiewende und Umweltschutz  sozial gerechte und ökologisch sinnvolle Vermögens- Kapital- und Umweltsteuern  stärkere ArbeitenhmerInnenrechte und eine Demokratisierung der Wirtschaft Der Druck muss von unten kommen: von den ArbeitnehmerInnen, den Gewerkschaften und von der Arbeiterkammer. Egal, welche Partei gerade in der Regierung ist und ohne falsche Rücksicht auf angebliche „Sozialpartner“. Eine aktive, unabhängige und regierungskritische Arbeiterkammer ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtiger denn je!

FÜR SOZIAL-ÖKOLOGISCHE ARBEITNEHMER/INNEN/POLITIK GIBT ES NUR EINE WAHL: LISTE 4, AUGE/UG! Die AUGE/UG setzt sich vehement für eine AK ein, die zukunftsorientierte, emanzipatorische, sozial und ökologisch ausgerichtete ArbeitnehmerInnenpolitik macht. Lebensqualität, Wirtschaftsdemokratie, Umweltschutz und Solidarität dürfen nicht weiter unter dem Deckmantel „der Krise“ auf dem Altar der freien Marktwirtschaft geopfert werden!

ACHTUNG VERWECHSLUNGSGEFAHR! Die GGNÖ (Grüne GewerkschafterInnen) sind eine One-Man-Show ohne Programm. Bisherige Aktivitäten in der Kammer oder gar umwelt-relevante Anträge sucht man vergebens!

DIE AUGE/UG BRINGT DIE SOZIAL-ÖKOLOGISCHEN THEMEN IM ARBEITNEHMERINNENPARLAMENT EIN, wie z.B.: gesetzlicher Mindestlohn, mehr Mitspracherecht der ArbeitnehmerInnen, sechste Urlaubswoche für alle, mehr und leistbarer öffentlicher Verkehr auch in Niederösterreich. Die AUGE/UG fordert ein, dass die AK ihre Aufgaben in der Mitgestaltung, auch auf europäischer Ebene, wahrnimmt und z. B. massiv gegen eine Aushöhlung unserer Sozial- und Umweltstandards durch das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) eintritt. Auch für Umweltanliegen machen wir uns stark: Die AK NÖ hat auf unsere Initiative als einzige Kammer in Österreich eine Vorstandsresolution zu Umwelt und Ökologie beschlossen und setzt sich beim Gesetzgeber für ein Verbot von Schiefergasförderung ein. Für MigrantInnen haben wir 2006 das Wahlrecht bei der AK-Wahl unabhängig von der Staatsbürgerschaft erkämpft.

ÄNDERN WIR, WAS GEÄNDERT GEHÖRT – MIT IHRER STIMME FÜR DIE AUGE/UG! GRÜNE STADT 02/2014

AK-WAHL 6.-19. MAI 2014 ALTERNATIV, GRÜN UND UNABHÄNGIG: AUGE/UG Die AUGE/UG agiert unabhängig von der Politik und politischen Parteien. Das unterscheidet sie von den Mitbewerbern:  Die FSG mit ihrer absoluten Mehrheit wird durch ihr Naheverhältnis zur SPÖ nur allzu oft an einer konsequenten Interessensvertretung gehindert. Wer in der Regierung für Sparmaßnahmen (z. B. im Sozialbereich) und Bankenpakete stimmt, kann sich in der AK nicht überzeugend für höhere Löhne einsetzen!  Der NÖAAB/FCG kandidiert „unter dem Dach der Volkspartei“ und ist stolz darauf, auch VertreterInnen von Wirtschafts- und Bauernkammer in die AK zu entsenden. ArbeitnehmerInneninteressen sind in der VP noch nie im Vordergrund gestanden – vorrangig geht es um „Sozialistenbashing“.  Die FA (Freiheitlichen Arbeitnehmer) verstehen sich als Vorfeldorganisation der FPÖ und übertreffen diese noch mit plumpen Parolen und Halbwahrheiten. Die FA ist auch immer für eine Abschaffung der AK eingetreten! Die alternativen und grünen GewerkschafterInnen/unabhängigen GewerkschafterInnen der AUGE/UG vertreten konsequent und unabhängig die Interessen der ArbeitnehmerInnen! Wir Grünen unterstützten die AUGE/UG, Grüne kandidieren auf der Liste der AUGE/UG, weil uns dieselben Werte verbinden. ABER: Die Statuten der AUGE/UG schließen dezitiert aus, dass Bundes- und LandespolitikerInnen auf die Politik der AK Einfluss nehmen können. Und das ist gut so! Mehr über die Arbeit der AUGE/UG finden Sie unter www.auge.or.at. Wahlprogramm und KandidatInnen der AUGE/UG finden Sie unter www.arbeiterkammerwahl2014.at.

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GRÜNER FUSSABDRUCK

GEMEINDERÄTIN SUSANNE BAUER-RUPPRECHT und Mediathek in Mödling. Derzeit gibt es, obwohl Mödling Schulstadt ist, keine adäquate diesbezügliche Institution. Es sollte im gesellschaftlichen Bildungsinteresse sein, jungen Menschen die Freude am Lesen zu vermitteln sowie ein Gefühl für qualitativ hochwertige Filme mitzugeben, indem wir Kindern und Jugendlichen bei entsprechend kurzen Verkehrswegen Raum dafür bieten. Abgesehen davon profitieren – bei entsprechendem Medienbestand – alle Generationen und könnten diese Einrichtung bei guter Erreichbarkeit ebenfalls nutzen. Die Umsetzung könnte durch einen privaten Träger erfolgen. 3. Eine weitere Vision, die sich leider nicht durchsetzen wird, weil Entscheidungen schon viel früher – lange bevor Grün in dieser Stadt politisch mitgestalten konnte – getroffen wurden, ist ein für die gesamte Region beispielgebendes Ökodorf am Gelände der ehemaligen Gendarmerie-Zentralschule. Damit meine ich die Errichtung von Häusern nach ökologischen Kriterien und die Ansiedlung kleiner regionaler Betriebe, wie zum Beispiel einer Bäckerei, einem Kaffeehaus, einer Art „Plan Bio“ – jedenfalls keine Filialen großer Konzerne. Die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Ökodorfes sollten bereit sein, weitestgehend auf das Auto zugunsten anderer Mobilitätskonzepte zu verzichten.

Grün, warum? Mödling braucht meines Erachtens dringend Grüne Perspektiven! Das bedeutet für mich unter anderem den Verzicht auf Altgewohntes, die Übernahme von Eigenverantwortung sowie die Fähigkeit und den Mut, sich auf Neues einzulassen.

bensqualität für alle Generationen, die sich aus einem Miteinander und der wechselseitigen Rücksichtnahme ergibt. Meine Vision ist ein Generationenzentrum – nach dem Vorbild des ElternKind-Zentrums – vorzugsweise in der Altstadt. Der symbolische Wert, den Menschen ins Zentrum zu stellen, würde hier sichtbar.

1. Grüne Perspektiven beinhalten für mich die Aussicht auf eine hohe Le-

2. Eine weitere Grüne Perspektive wäre die Errichtung einer modernen Biblio-

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4. Jede Baumscheibe, jedes Blumenbeet im öffentlichen Raum könnte von engagierten Menschen in Eigenverantwortung begrünt und betreut sein – das Know-how und die eine oder andere Pflanze liefert die Stadtgärtnerei … auch das ist für mich ein Grüner Aspekt. Der jährliche Blumenschmuckwettbewerb könnte ein für alle Generationen und Stadtteile attraktiver Bewerb werden – vorbildliche Straßenzüge gibt es ja schon, wie zum Beispiel in der denkmalgeschützen Arbeitersiedlung „Kolonie“.


GRÜNER FUSSABDRUCK 5. Förderung kleiner Strukturen, Achtsamkeit, Langsamkeit. Die Förderung der regionalen Wirtschaft, der Familienbetriebe und anderer kleiner Gewerbebetriebe kann nur gelingen, wenn die Bevölkerung tatsächlich die Einkaufsmöglichkeiten in Mödling nützt und auf Fahrten in Einkaufszentren verzichtet. 6. Vorrang für Fußgängerinnen, Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie den öffentlichen Verkehr. Meine Vision ist, dass Mödling ein bisschen mehr Amsterdam oder Kopenhagen wird, was das Selbstverständnis im Ausbau von Radwegen und die Benützung von Fahrrädern betrifft. Hier ist ein Umdenken beim Begriff von Bequemlichkeit gefordert. Welche sind aus deiner Sicht wichtige Grüne Fußabdrücke in Mödling?

zu sehen. Die Fotovoltaik am eigenen Hausdach produziert an Sonnentagen über 30 kWh Strom. Diese Menge deckt nicht nur unseren Eigenverbrauch an Elektrizität sondern ermöglicht auch die Energieeinspeisung in das öffentliche Stromnetz. Grüne Fußstapfen entdecke ich auch dort, wo aktiv Naturschutz betrieben wird – die Beseitigung des Silvestermülls, die Bachreinigung, die Entfernung des Mülls beim Badeteich Figur und im Felberbrunn sind nur exemplarische Spuren.

Grüne Fußspuren entdecke ich dort, wo Menschen Türen in die Gesellschaft geöffnet werden und nicht verschlossen bleiben. Die Förderung von Deutschkursen und der Familienwandertag in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Integration Mödling (KIM) im Oktober 2013 hat hier ein wichtiges Zeichen gesetzt, einander näher zu kommen sowie Vorurteile und Ängste abzubauen. Es wurden sogar Freundschaften geschlossen.

Die zahlreichen Projekte des unabhängigen Inge-Hasenöhrl-Umwelt- und Sozial-Fonds (www.inge-hasenoehrlfonds.org) wurden maßgeblich durch Spenden der Mödlinger Grünen unterstützt, viele Projekte wurden erst dadurch möglich.

Grüne Fußabdrücke sind in Mödling überall dort zu sehen wo Menschen bewusst auf das Auto verzichten, ihre Einkäufe in Mödling – zu Fuß oder mit dem Rad – und nicht außerhalb tätigen. Ich versuche mit gutem Beispiel voranzugehen und ersetze möglichst viele Autofahrten durch Transporte mit meinem Lastenfahrrad.

Zahlreiche andere Grüne Fußspuren, wie die neue energieeffiziente öffentliche Beleuchtung, die Sonnensparbücher, neue Radabstellplätze am Bahnhof sowie das Leihradsystem sind Grüne Erfolgsprojekte, die bereits in der vorigen Grünen Stadt erwähnt wurden.

Grüne Fußspuren bedeuten den achtsamen und respektvollen Umgang mit der Natur und den Mitmenschen – dazu gehört für mich die Nutzung von alternativen Energieformen wie der Sonnenenergie. Besonders optimistisch stimmt mich der Blick auf die Fotovoltaikanlage am Dach der BabenbergerVolksschule – von der Badstraße aus

Eine einzige Pflanze zu nennen fällt mir schwer, vielmehr sehe ich vor meinem geistigen Auge eine Streuobstwiese im Frühjahr. Das Erblühen der Obstbäume ist für mich Sinnbild eines zirkulären Neubeginns. Streuobstwiesen sind zwar nicht charakteristisch für den Mödlinger Raum, doch erinnern sie mich an meine familiären Wurzeln im Mostviertel. Sie

Grüne Fußspuren sehe ich generell dort, wo sich Menschen für Mödling eigenverantwortlich kulturell, sportlich oder auf andere Weise engagieren.

sind für mich Symbol der traditionellen regionalen Vielfalt im Obstbau und stammen aus einer Zeit, in der synthetische Pflanzenschutzmittel nicht verwendet wurden, dementsprechend robust sind diese alten Obstsorten gegenüber Krankheitserregern. Streuobstwiesen sichern nicht nur den Bestand alter Obstsorten, sie sind auch ökologisch wertvoll, da sie 2000 bis 5000 Tierarten, darunter vielen Vogelarten, Spinnentieren und Insekten wie Käfern und Bienen Lebensraum bieten. Leider sind zahlreiche Streuobstwiesen aufgrund mangelnder Rentabilität verbunden mit der geringen Bereitschaft der KonsumentInnen, faire Preise für Streuobst zu zahlen, sowie einer falschen Förderpolitik heute als gefährdet zu betrachten.

Das Interview führte Ingrid Kammerer

SUSANNE BAUER-RUPPRECHT susanne.bauer-rupprecht@ gruene.at

Welche ist deine Lieblingspflanze?

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Mitglied des Ausschusses für Schule, Kindergarten, Spielplätze, Familie und Soziales, Mitglied des Ausschusses für Forst, Gärtnerei, Agrar, Fuhrpark und Bauhof, Mitglied des Ausschusses für Personal, Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, Mitglied des Schulausschusses der Neue-Mittelschul-Gemeinde

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MOBILITÄT

MODERNE FORMEN DER MOBILITÄT Alle, die sich nur ein bisschen für Klimaschutz und/oder Verkehrspolitik interessieren, wissen es ohnehin: Dass jeder Mensch jeden Weg mit seinem eigenen Auto zurücklegt, ist ganz einfach nicht möglich. Ich ergänze: Es ist auch in keiner Weise erstrebenswert. Doch es gibt ein weites Feld an Möglichkeiten und immer mehr Ideen, wie man die Erfordernisse der Mobilität abdecken und die negativen Aspekte des motorisierten Individualverkehrs reduzieren kann. Und auch, wenn man ein Auto braucht, gibt‘s tatsächlich umweltfreundlichere Optionen als das eigene Gefährt. Zwei der problematischen Konsequenzen des Autoverkehrs, wie wir ihn heute gewohnt sind, sind der ruhende Verkehr, also die zugeparkten Straßen und Städte, und – natürlich – das hohe Maß an unnötigen Fahrten. Wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, Autos nicht individuell, sondern gemeinsam zu nutzen, kommt man einer Verbesserung in beiden Problembereichen ein Stück näher: Das gemeinsame Nutzen von Autos reduziert die zum Parken benötigte Fläche und die Organisation der gemeinsamen Nutzung bedingt ein bewusstes Planen der Fahrten. Dass sich daraus auch bedeutende Einsparungen ergeben, muss nicht gesondert hinzugefügt werden.

DAS ZAUBERWORT IST „CARSHARING“.

helfen. Reservieren kann man ein Auto nur sehr kurze Zeit vor Fahrtantritt, so dass es schon vorkommen kann, dass ein anderer Interessent einem das Auto unmittelbar vor der Nase wegschnappt. Wichtig ist, das Geschäftsgebiet im Auge zu behalten: Es umfasst heute den größten Teil Wiens, aber zum Beispiel nicht den Bezirk Mödling. Sie können mit einem car2go-Auto das Geschäftsgebiet verlassen, ein Auto endgültig abstellen (zurückgeben) dürfen Sie nur im Geschäftsgebiet. Aber insgesamt ist das System unkompliziert, allerdings nicht billig: Verrechnet wird nach der gefahrenen Zeit und die Minute kostet € 0,31.

So findet man ein car2go-Auto im Web

Es gibt unterschiedliche Formen des Carsharing: Auch Taxis und konventionelle Leihwagen sind schon eine gewisse Art des Carsharing. Dann bestehen natürlich viele private Formen einer gemeinsamen Nutzung von Autos zwischen Freunden und – vielleicht sogar – Nachbarn. Es gibt aber auch neue, innovative und breit nutzbare Formen der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen.

CAR2GO Seit etwa zwei Jahren sieht man in Wien jede Menge weiß-blaue Smarts auf den Straßen. Car2go ist ein kom-

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merzieller Carsharing-Anbieter des Deutschen Automobilherstellers Daimler mit dem Mietwagenunternehmen Europcar. Im Unterschied zum klassischen Autoverleih, bei dem man ein Auto an einem festgelegten Ort anbietet und typischerweise nach einer vorher vereinbarten Zeit zurückgibt, ist beim car2go die Nutzung frei gepark-

ter Fahrzeuge im Stadtbereich vorgesehen. Die einmalige Registrierung erfolgt in speziellen Stellen (zurzeit in Wien und Umgebung zehn, darunter auch eine in Mödling bei der HypoFiliale am Freiheitsplatz). Wenn Sie registriert sind, können Sie jedes freie Fahrzeug im Geschäftsgebiet nutzen: Sie öffnen die Zentralverriegelung mit ihrer Registrierungskarte und fahren los. Nach Ende der Fahrt stellen Sie den Smart irgendwo im Geschäftsgebiet auf einen freien Parkplatz (auch in Kurzparkzonen) und schließen ab. Das Problem ist höchstens, ein freies Auto zu finden: Es gibt komfortable Apps für Smartphones und auch eine Website im Internet, die bei der Suche

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Car2go gibt es mittlerweile in 31 Städten, davon 19 in Europa – in einigen Städten sogar mit elektrisch betriebenen Smarts (Berlin, Stuttgart, Amsterdam). Mehr Informationen unter www. car2go.com.

CARSHARING Das „klassische“ Carsharing gibt’s schon viel länger. Heute wird das bei weitem größte Carsharing-System von Zipcar, Teil des AVIS-Konzerns betrieben. Dieses System ähnelt mehr dem normalen Autoverleih: Man reserviert online einen Wagen, nutzt ihn und bringt ihn zum Ausgangspunkt zurück. Man muss registriert sein, kann dann aber sämtliche Stellplätze in Österreich – meist bei Bahnhöfen oder anderen


MOBILITÄT Verkehrsknotenpunkten – nutzen. Auch in Mödling gibt’s ein Carsharing-Auto vis-à-vis vom Bahnhof (beim PlanBio). Auch hier öffnet man das Schloss des Autos mit seiner Mitgliedskarte (der Autoschlüssel ist immer im Wagen). Carsharing bietet 8 verschiedene Fahrzeugtypen an (u. a. Transporter). Verrechnet wird nach Zeit: Die Stunde kostet für einen Kleinwagen € 6,-. Wie bei car2go sind auch bei Carsharing sämtliche Kosten im Mietpreis enthalten: Versicherung, Treibstoff, Service, Reifenwechsel, Vignette… Wenn man registriert ist, ist auch Carsharing in der Handhabung sehr simpel und praktisch zu handhaben.

lich eine Web-Plattform, allerdings sind alle organisatorischen und rechtlichen Fragen geklärt und die Abwicklung fast so einfach wie beim „klassischen“ Carsharing. Auch eine Versicherung wird – einfach – angeboten. Diese Plattform bietet unterschiedliche Formen des Carsharing: Man kann auf angebotene (private) Autos zugreifen, die Plattform bietet aber auch Unterstützung bei der gemeinsamen Nutzung in einem geschlossenen Personenkreis. Die Preise werden von den Fahrzeughaltern selbst festgelegt (es gibt Richtwerte) und die Palette der Wagen ist völlig offen. Insgesamt ist diese Form des Carsharings bei weitem günstiger als die kommerziellen.

www.mitfahren.at., www.mitfahrangebot.at. Alle diese Angebote und Möglichkeiten haben eines gemeinsam: Wenn man ein Auto braucht, steht eines zur Verfügung. Das Wichtigste ist aber: Die Wagen werden deutlich besser ausgenutzt und das Fahren wird sehr viel billiger. Jede Form des Auto-Teilens erfordert jedoch ein bisschen Organisation und Planung. Und das wieder lässt hoffen, dass die vielen Wege, die man auch zu Fuß oder mit dem Rad oder dem Bus unternehmen könnte, tatsächlich nicht „g’schwind-g’schwind“ mit dem eigenen Auto gefahren werden. „Weil’s eh vor der Türe steht“. Das eigene Auto ist aber vor der Türe bekanntlich kein Fahr- sondern vor allem ein Stehzeug. Ich denke: Mit ein bisschen Änderung in der Einstellung kann ohne Einschränkung der Mobilität einiges für die Umwelt und den Lebensraum gerade in den Städten erreicht werden. Versuchen Sie es einfach einmal: Keine der beschriebenen Formen des Autoteilens hat nennenswerte Fixkosten – ganz im Unterschied zum eigenen Auto.

Gerhard Wannenmacher

SAATGUTVERORDNUNG ABGELEHNT!

Carsharing in Mödling

Infos zum Carsharing unter www.carsharing.at.

Infos unter www.carsharing247.com. Zurzeit werden auf dieser Plattform einige Wagen in der Umgebung von Mödling angeboten, aber keine in Mödling selbst. Es wäre schön, wenn sich auch in unserer Stadt private CarsharerInnen finden würden.

Die umstrittene EU-Saatgutverordnung, die die Erhaltung und Verbreitung alter, gefährdeter Nutzpflanzen-Sorten erschwert hätte, ist am 11. März vom Europaparlament mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden. – Die Grüne Position hat sich durchgesetzt.

CARSHARING 24/7

MITFAHRZENTRALEN

Eine neue Initiative ist carsharing24/7, die „Plattform für privates Carsharing“. Ansatzpunkt ist, sein eigenes Privatauto in einer Gemeinschaft von Registrierten anzubieten. Carsharing24/7 ist eigent-

Neben diesen Carsharing-Varianten existieren in Österreich eine Reihe von Web-basierten Mitfahrbörsen: u. a. www.mitfahrzentrale.at, www.mitfahrgelegenheit.at,

Grün-Abgeordnete Ulrike Lunacek dazu: „Die Kommission muss nun endlich eine neue Vorlage machen, die Aspekte der Biodiversität ins Zentrum stellt, statt weiter vorwiegend auf einheitliches Saatgut zu setzen.“

Zurzeit gibt es leider keine Elektrofahrzeuge bei Carsharing. Und es gibt leider keine Kindersitze (bei car2go auch nicht).

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NATUR

BLUMENWANDERUNGEN AUF DEM ANNINGER Rehgraben – Kaisergerndl – Schutzhaus – Jubiläumswarte – Anningerstraße Naturgemäß gibt es viele Stellen am Anninger, wo man zu verschiedenen Jahreszeiten interessante Blumen und Pflanzen sehen kann. Die hier vorgestellte Wanderung ist nur als Beispiel zu sehen. Die beschriebenen Wege sind großteils nicht markiert. Da die im Folgenden erwähnten Blumen nicht zur selben Jahreszeit blühen, muss man, um alle zu sehen, die Wege mehrmals im Jahr gehen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Prießnitztal. Nach dem Spielplatz zweigt nach rechts der Rehgraben ab. Wenn man interessante Blumen sehen möchte, geht man jedoch nicht direkt im Graben aufwärts, sondern auf dem linken (südlichen) oder rechten (nördlichen) Begrenzungsrücken. Der Aufstieg auf den linken Begrenzungsrücken führt über einen unmarkierten Steig, der aus dem Prießnitztal vor dem Biotop nach rechts empor führt. Am Anfang herrschen die Föhren vor. An einigen Föhren sieht man die Spuren der einstigen Arbeit der Pecher. Interessanterweise wurden die Baumstämme hier nur ein Mal angeschnitten. Einige Eichen sind zu sehen. Weiters sieht man Berberitze (spitze Dornen), Hartriegel, Felsenbirne und LorbeerSeidelbast. Das besondere an diesem Rücken ist das relativ häufige Vorkommen des Diptam. Er duftet herrlich nach Zitrone, wenn man vorsichtig am Stamm reibt. Dort wo der Weg erstmals ein paar Schritte bergab führt, kann man die gelben Blüten des Frühlingsadonis sehen. Beim weiteren Aufstieg und im nachfolgenden flachen Bereich kommt man in einen kleinen Eichenwald. Hier blüht der Türkenbund. Schließlich gelangt man zu dem Weg, der durch den Rehgraben heraufführt.

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Zu diesem Punkt kann man auch über die Friedrichshöhe gelangen, den nördlichen Begrenzungsrücken des Rehgrabens. Dazu muss man aus dem Prießnitztal am rechten Rand des Steinbruchs aufsteigen. Alternativ kann man vom Parkplatz Prießnitztal zur Anningerstraße gehen, neben der

Lerchensporn Asphaltstraße blüht der Lerchensporn. Kurz nach dem Schranken von der Anningerstraße nach links auf den deutlich sichtbaren Steig abzweigen. Man gelangt zur oberen Kante des

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Steinbruchs. Der Weg führt direkt an dieser Kante entlang, an einer Stelle direkt neben dem Abbruch. Die Vegetation hat sich dort an den trockenen, felsigen Standort angepasst. Es blühen Kuhschellen, Gelber Lauch, Sonnenröschen, Hauswurz, vereinzelt Diptam. Man sieht Felsenbirne und Föhren. Nach dem Ende des Steinbruchs, nach dem letzten Anstieg, kann man auf einem Steig nach links zum oberen Ausgang des Rehgrabens queren. Auf diesem Weg blühen besonders viele Himmelschlüssel. Auf beiden Varianten gelangt man zum oberen Ausgang des Rehgrabens, geht den hier sehr flachen Rehgrabenweg weiter aufwärts, gelangt zum Querweg, der von der Breiten Föhre zum Richardhof führt. Diesen geht man ein paar Schritte nach links, dann (noch vor dem Schranken) nach rechts auf einen deutlich sichtbaren Steig. Hier ist der Spindelstrauch (Pfaffenkäppchen) auffällig, der Lorbeer-Seidelbast wird häufiger.


NATUR Es kommt rechts ein Kahlschlag, wo nur mehr einige große Föhren stehen, links steht ein Hochstand. Beim Hochstand den rechten Steig wählen, der etwas bergauf führt. Vor dem Hochstand ist im Wald eine WildschweinSuhle, man sieht an den Baumstämmen die abgeschabten Stellen, wo sich die Tiere reiben. Allerdings sind die Wildschweine in den letzten Jahren von der Ostseite des Anningers fast verschwunden. Nach dem Hochstand kann man links im Buchenwald Orchideen sehen, und zwar die duftende Waldhyazinthe und das seltene Rote Waldvöglein. Dort wo der Weg etwas steiler wird, wächst der Waldmeister, selten am Anninger. Man überquert in der Nähe der Sulzwiese einen markierten Wanderweg (Verbindung Richardhof zur Anningerstraße) und kommt zu einem Hang, der nur locker mit Buchen bestanden ist. Hier findet man einige Maiglöckchen, und links vom Weg die Waldhyazinthe und das Weiße und Rote Waldvöglein. Waldhyazinthen wachsen hier auch manchmal direkt auf dem Weg.

Schwarzer Germer Auffällig ist hier schon der Schwarze Germer. Zeitig im Frühjahr treiben die Blätter aus dem Boden, manchmal schneit es dann noch. Bald treibt der Stängel aus, der bis zu 1 m hoch wird. Im Hochsommer kommen die dunklen Blüten, dann die Früchte. Auch im Winter sieht man noch zahlreiche der vertrockneten Stängel stehen. Der Schwarze Germer kommt vom Anninger ostwärts vor, im Westen auf den Almen der Alpen findet man hingegen

den Weißen Germer. Am oberen Ende dieses Hangs steht ein sehr schöner Kornelkirschbaum. Wichtig ist, immer dem Steigverlauf in Richtung Kaisergerndl zu folgen, nicht abzweigen. Leberblümchen und Zyklamen sind fast durchgehend zu sehen. Der Steig wird an einer Stelle etwas schmäler, führt durch Buschwerk, danach kommt links eine Kuppe mit einem Hochstand darauf. Hier ist der Schwarze Germer besonders häufig, auch der Bergkümmel wächst hier und sogar der Seidelbast (duftet wunderbar). Schließlich kommt man auf den markierten Weg, der auf das Kaisergerndl hinaufführt. Hier kann man die Vogelnestwurz sehen. Der Wald besteht hier hauptsächlich aus Buchen und Föhren, diese werden nach oben zu immer mehr durch Eschen abgelöst. Am Kaisergerndl blühen Schneeglöckchen und der Eisenhut. Der Bärlauch wird immer häufiger, stellenweise ist der Wald voll davon. Zur Blütezeit sieht es aus, als ob es nochmal geschneit hätte. Im flachen Bereich, vor dem Anningerhaus, findet man Aronstab und Türkenbund, auch auf dem Weiterweg zur Jubiläumswarte. Der Türkenbund ist hier stellenweise sehr häufig, leider werden viele Knospen vor der Blüte abgefressen, angeblich von den Rehböcken. Direkt vor dem Anningerhaus blüht in einem kleinen eingezäunten Bereich die Österreichische Gemswurz. Die Jubiläumswarte steht in einem GipfelEschenwald, hauptsächlich bestehend aus Eschen und Linden.

Beim Abstieg über die Anningerstraße, die als Weg vielleicht etwas eintönig sein mag, sind auch noch einige interessante Pflanzen zu sehen. Man geht durch einen Wald aus Buchen und Föhren, die Föhren werden nach unten zu häufiger. Ganz oben blüht der Türkenbund direkt neben der Straße. Primeln, Leberblümchen und Zyklamen sind häufig zu sehen. Im Bereich

Primeln der alten Rodelbahn kann man das Weiße Waldvöglein entdecken. Nach der Krausten Linde, beim Grenzstein Nr. 137, wächst rechts auf der Lichtung das Rote Waldvöglein, gleich am Straßenrand die Vogelnestwurz. Im Wald sind einzelne Vogelkirschbäume zu sehen, auf einem fast 100 Jahre alten Foto wird der Platz als Kirschbaumplatz bezeichnet. Neben der Straße, zum Teil direkt im Straßengraben, blüht die Stendelwurz, an einzelnen Stellen sogar der sehr seltene Violette Dingel, beides sind Orchideen. Man kommt zu dem Platz, wo einst die Breite Föhre stand. Unterhalb kann man links und rechts der Straße die Stendelwurz entdecken. Weiter unten die Schwalbenwurz. Am letzten Stück der Anningerstraße, dort wo die Böschung rechts etwas felsig ist, blühen die Österreichische Schwarzwurz und manchmal sogar das Steinröschen. Auch Kornelkischen kann man hier sehen bzw. kosten.

Josef Müller www.anninger.heimat.eu

Zyklame

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NATUR

100 JAHRE MÖDLINGER HÜTTE

In der landschaftlich besonders reizvollen Nationalparkregion Gesäuse befindet sich eine von Mödlinger Bergsteigern gegründete und vom Mödlinger Alpenverein betriebene Schutzhütte, die noch dazu ein ökologisches Vorzeigeprojekt darstellt. Bergsteiger aus Mödling planten schon zum Beginn des 20 Jahrhunderts einen alpinen Stützpunkt am Kamm des Treffnerbodens. 1911 fand die Holzschlägerung statt, wurde der Baustoff vor Ort geschnitten und mit dem Hüttenbau begonnen.

1914 wurde der alpine Stützpunkt feierlich eröffnet und die ersten Bergsteiger begrüßt. Nach den Weltkriegen wurde das Haus ausgebaut, wobei die Erhaltung bis heute genug Arbeit bietet. Der Standort der Hütte ist kaum zu überbieten: Elegant am langen Rücken der Treffneralm gelegen, bietet die Hütte nicht nur eine grandiose Rundumsicht, sondern auch mehrere Zustiege.

Neben dem Standardanstieg Reichenstein von Johnsbach aus, der bequemen Variante über die Mautstraße (Mountainbikestrecke) aus dem Paltental und dem Übergang zur Oberst-Klinke-Hütte, wäre als Anstieg die Flitzenschlucht erwähnenswert. Sie führt von Gaishorn aus bis hinauf zur ehemaligen Flitzenalm. Der Weg verläuft spektakulär durch die wilde Klamm mit ebenso wildem Gewässer und ist sowohl botanisch wie auch geologisch hoch interessant. Leider ist dieser Aufstieg derzeit gesperrt. Da geht’s dann dafür tierisch steil durch den Wald hinauf.

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VORBILDLICH ÖKOLOGISCH Was aber uns an der Mödlinghütte auch so freut, ist die Auszeichnung mit dem „Umweltgütesiegel der Alpenvereine“ in 2010 und dem „Österreichischen Umweltzeichen“ in 2011. Und die Stadtgemeinde Mödling hat der Hütte 2012 die „Ehrenplakette für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes“ verliehen.

VORZEIGEPROJEKT ENERGIEVERSORGUNG Die Mödlinger Hütte ist nämlich nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Bisher gab’s ein altes Dieselaggregat. Aber der Alpenverein hat ja ebenso ein grünes Herz. Und so wollten die Mödlinger AVler die Energieversorgung der Hütte künftig lieber ökologisch umsetzen. Also durfte ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) ran. Mit Kraft-Wärme-Kopplung wird die bei der Produktion von elektrischer Energie anfallende Abwärme zur Warmwasseraufbereitung genutzt. Der Wirkungsgrad beträgt dadurch etwa 90 %. Eine Akkuanlage speichert überschüssigen Strom für verbrauchsarme Zeiten, in denen das BHKW abgeschaltet wird. Es muss damit nur ca. 5 Stunden täglich in Betrieb sein und läuft ständig im optimalen Bereich. Über Wechselrichter

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wird in der gesamten Hütte ein Stromnetz wie in jedem Haus aufgebaut. Weiters wurde eine Photovoltaikanlage in dieses Konzept integriert; hauptsächlich um die Pufferung der Batterie über die Wintermonate aufrecht zu erhalten. Den Löwenanteil der Energieerzeugung übernimmt aber das BHKW. Die gesamte Energie der Mödlingerhütte wird aus Rapsöl und somit CO2-neutral erzeugt.

DIE WIRTSLEUTE Helga und Hans Traxler aus Hieflau bewirtschaften seit 1992 die Hütte. Die Gastfreundschaft der beiden durfte ich auch schon erleben, die wird wohl nur noch von den kulinarischen und önologischen Hochgenüssen dort übertroffen. Nicht mal Kopfweh hatten wir am nächsten Morgen. Und das grüne Herz freut sich über die regionalen Bioprodukte, die es dort (auch beim Frühstück) zum Schnabulieren gibt.

GEFEIERT WIRD BALD Am 15. 5. 2014 erfolgt die Eröffnung der Sommersaison und am 31. 5. 2014 um 10 Uhr findet die 100-Jahrfeier der Mödlingerhütte statt. Das wird sicher ein stimmungsvolles Fest! Wir wollen jedenfalls schon mal hier gratulieren...

Klaus Hochkogler (Quellen: Alpenverein, ZT-Büro Steinbacher+Steinbacher)


BILDUNG

CONTAINER-BILDUNG IN MÖDLING Wir alle kennen sie von den großen Überseefrachtern, von den Güterzügen und der Baustelle nebenan. Container sind aus dem globalisierten Handel nicht wegzudenken. Und aus unseren Gymnasien auch nicht. Denn quer über den Bezirk sind „Container-Klassen“ Dauerprovisorium der Gymnasien in Perchtoldsdorf, Guntramsdorf und am BG Keimgasse in Mödling. Das BG Keimgasse wird im Herbst wohl wieder sieben erste Klassen voll bekommen. Das bedeutet Wanderklassen, Physik- und Biologiesaal als Klassenraum und dass einzelne Klassen in das Haus der Jugend und die NMS Jakob Thoma ausgelagert werden. Zusätzlich zu den vier Containerklassen im Hof versteht sich. Gemeinsam mit dem Gymnasium Untere Bachgasse unterrichtet das BG Keimgasse einen Großteil von Mödlings SchülerInnen zwischen 10 und 14 Jahren. Man könnte fast meinen, dass in Mödling die „Gemeinsame Schule“ in den Gymnasien gelebte Praxis ist, während die Mittelschulen immer weniger Anmeldungen haben.

NEUE MITTELSCHULE BESSER ALS IHR RUF Die Mittelschule könnte für alle Familien, die gerne auf „Container-Bildung“ verzichten wollen, die bessere Alter-

native sein. Die Europa-Mittelschule hat einen Sportschwerpunkt und die Jakob-ThomaMittelschule ist eine Schule der Vielfalt. Hier wird die Individuelle Begabung der Kinder auch individuell gefördert. Ab der 3. Klasse kann nach grundlegender und Bewegte Pause in der Neuen Mittelschule Jakob Thoma vertiefender Allgemeinbilhier besser berücksichtigt werden als dung benotet werden. Das heißt, dass in einem Gymnasium. Wer also gerade begabte Kinder in Deutsch, Englisch vor der Entscheidung steht, in welche und Mathematik ein Zeugnis eines RealSchule das eigene Kind nach der Volkgymnasiums erhalten können. In diesen schule wechseln soll, sollte sich auch Fächern sind neben den LehrerInnen das ganze Angebot in unserer Schulder Mittelschule auch KollegInnen der stadt Mödling ansehen! HTL Mödling in der Klasse. Individuelle Begabungen und Interessen sowie Florian Kolomaznik unterschiedliches Arbeitstempo können

INDIVIDUELLE BEGABUNGSFÖRDERUNG AN DER JAKOB-THOMA-NMS MÖDLING Die Jakob-Thoma-NMS ist seit dem Schuljahr 2011/12 Neue Mittelschule und somit berechtigt, neben einem Hauptschulzeugnis auch ein Zeugnis einer allgemein bildenden höheren Schule (AHS) auszustellen. Der Lehrplan der Neuen Mittelschule entspricht in der 5. und 6. Schulstufe jenem eines Realgymnasiums. Ab der 7. Schulstufe wird in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik nach grundlegender (= HS-Lehrplan) und vertiefter (= AHS-Lehrplan) Allgemeinbildung be-

notet. SchülerInnen, welche in diesen Fächern eine Benotung nach vertiefter Allgemeinbildung aufweisen, erhalten das Zeugnis eines Realgymnasiums. Zusätzlich können die SchülerInnen ab der 7. Schulstufe zwischen zwei Wahlpflichtfachbereichen (naturwissenschaftlich-ökologisch und geisteswissenschaftlich-kreativ) wählen. Dies begünstigt die individuelle Förderung unterschiedlichster Begabungen innerhalb eines Klassenverbandes auf der Basis innerer Differenzierung.

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Team-Teaching und offene Lernformen wie Planarbeit oder Projektarbeit ermöglichen den Schülerinnen und Schülern der Jakob-Thoma-NMS Lernen auf hohem Niveau. In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik unterrichten LehrerInnen der Jakob-Thoma-NMS gemeinsam mit KollegInnen aus der HTL Mödling. Individuelle Begabungen und Interessen sowie unterschiedliches Arbeitstempo können somit besser berücksichtigt werden.

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RECYCLING

WOHIN MIT ALTEN HANDYS? Alte Handys in die Schublade, einer Sammelaktion geben, verkaufen oder besser ehrlich entsorgen? Bis zu einer Milliarde Mobiltelefone sollen halb vergessen und ungenutzt in US-Schubladen herumliegen, laut der US-Umweltschutzbehörde EPA kommen jährlich bis zu hundert Millionen hinzu. Nur zehn Prozent davon werden irgendwann dem Recycling zugeführt, sagt die EPA. So entdeckt man in den USA soeben, dass Mobiltelefone und Smartphones nicht nur eine enorme Umweltbürde darstellen, sondern auch ein tolles Geschäft sein können. Dort rechnet man – allein bei den alten Geräten – mit einem Marktvolumen von mehreren Milliarden Dollar, wenn ein Gerät 15 bis 25 Dollar Restwert hat.

WERTVOLLE ALTSTOFFE In Deutschland werden pro Jahr über 35 Millionen neue Handys und Smartphones gekauft, die alten Handys verstauben zum großen Teil in Schubladen – Schätzungen zu Folge ein Mehrfaches der jährlich neu gekauften Menge. Das heißt diese in Schubladen gehorteten Handys stellen auch einen enormen Wert dar, den unterschiedlichste Unternehmen und Organisationen mit immer frecher werdenden Ideen versuchen zu schnellem Geld zu machen. Die meisten Telekommunikationsfirmen bieten ihren Neukunden an, die Handys kostenlos zurückzunehmen, um mit dem Restwert dann „schnelles Geld“ zu machen, das Motto: „Kleinvieh macht auch Mist“. Sie verbinden die Rückgabe auch mit geringen Spenden an wohltätige Organisationen, vermutlich um „das Gewissen“ der Kunden zu beruhigen. So kommen Schrotthandys zum Beispiel der Tierschutzorganisation WWF zugute und dass „Fund Raising“ oft ein modernes Feigenblatt ist, das wissen wir doch eigentlich. Bei uns in Österreich gibt es abwechselnd große Sammelaktionen von Ö3

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und der Caritas. Da gibt’s kein Geld retour, jedoch das verbale Ruhekissen, dass man eine gute Tat gemacht hat. So gerne ich Caritas und Behindertenwerkstätten unterstütze (was ich privat finanziell auch wirklich monatlich, aber direkt tue), so eindringlich muss ich alle vor solchen Sammelaktionen auffordern, sich das genau anzusehen.

PROFIT STATT RECYCLING Der tatsächlich hohe finanzielle Erlös wird bei solchen Sammelaktionen dadurch erreicht, dass die noch funktionierenden Handys – und das ist die Mehrzahl – aussortiert werden und um ca. 10 Euro nach Südasien und Afrika verkauft werden. So wird Profit gemacht und ein vielleicht zu kleiner Teil einem sozialen Zweck gespendet. Das Schreckliche daran ist, dass die Wertstoffe und seltenen Erden für Europa für immer verloren sind und die Handys in fragwürdigen Recyclingmethoden mit Umweltschäden außerhalb Europa landen. Diese Berichte kennt ja doch eigentlich jeder, warum dann aber so was unterstützen? Ähnlich, aber direkter, ja fast ehrlicher, aber nicht umweltfreundlicher, funk-

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tionieren die immer mehr werdenden Firmen im Internet, wo man sein altes Handy mittels Auswahl von Fabrikat und Typ gleich online zu fixen Preisen verkaufen kann. Aber auch bei Ebay werden circa 50 Prozent der „übertragenen Mobiltelefone“ nicht von Privaten gekauft sondern von Strohmännern und Firmen, die mit der Menge tolle Profite erwirtschaften. Alle diese Firmen exportieren die gebrauchten Geräte in die Gegenden auf unserer Erdkugel, wo man sich nicht jedes Jahr die neuesten Modelle leisten kann, sondern gebrauchte Altgeräte, die bereits mehrere Jahre alt sind. Neu sind auch Sammelboxen, die Rücknahmestellen in Ladengeschäften aufstellen. Auch hier macht’s die Menge. In Deutschland und Österreich sind die Gesetze und Regelungen für Elektroaltgeräte und deren Recycling, wie auch die tatsächliche Abfallentsorgung sehr streng geregelt. Trotzdem finden auch bei uns tonnenweise illegale Exporte von Abfällen, auch gefährlichen Abfällen, statt, vor allem wenn die Inhaltsstoffe einen hohen Wert darstellen. Leider ist es aber so, dass moderne Recyclingan-


RECYCLING lagen, die ein Maximum an Wertstoffen aus einem Handy herausholen, teuer sind und die Zerlege- und Trennvorgänge wirklich aufwendig sind. Zunächst werden die Akkus, die gefährliche Stoffe enthalten, entfernt und fachgerecht entsorgt. Anschließend werden die Althandys mechanisch zerkleinert, um die einzelnen Bestandteile besser sortieren zu können. Die aussortierten Metalle, wie z. B. Kupfer, werden recycelt. Die Kunststoffe werden, aufgrund der Vielfalt verschiedener Farben und Kunststoffarten in Handys, in der Regel nicht stofflich, sondern energetisch verwertet.

SELTENE METALLE Ein Mobiltelefon besteht zu rund 40 % aus Metallen. Es enthält beispielsweise 250 mg Silber, 24 mg Gold, 9 mg Palladium, 9 g Kupfer und 4 g Kobalt – alles wertvolle und zum Teil seltene Metalle. Insbesondere die Leiterplatte des Handys enthält wertvolle Edelmetalle. Diese wird deshalb in einem weiteren Recyclingschritt behandelt und die meisten Metalle zurückgewonnen. Damit stehen sie dem Rohstoffkreislauf wieder zur Verfügung. Pro Gerät sind dies zwar geringe Mengen, aber hochgerechnet auf alle jährlich gekauften Mobiltelefone kommt man schnell in den Tonnen-Bereich.

EHRLICHES RECYCLING KOSTET GELD Am Schluss bleibt die Erkenntnis, dass diese aufwendigen Recyclingverfahren es nicht zulassen, dass man für ein gebrauchtes Handy noch ein paar Euros

bekommt, sondern man eigentlich für die Fraktion und Wiederverwertung etwas zahlen müsste. Das ist „der Preis“, dass die seltenen Erden wirklich in Europa bleiben und nicht in China gehortet werden, wo man darauf wartet und spekuliert, dass die Preise durch steigende Handyproduktionen bald sprunghaft in die Höhe gehen. Ich kann und will keine Empfehlung für eine der Varianten (Verkaufen, Spenden, Entsorgen) geben. Nur soviel und den Rat, alles sehr sehr kritisch zu hinterfragen und sich genau zu informieren. Bei

ehrlichen, großen Organisationen, die sich auch sonst um nachhaltigen Umweltschutz sehr bemühen, wird man da noch am besten aufgehoben sein. Weniger gut sieht das bei tollen Werbesprüchen oder dem Versprechen hoher Spenden an soziale Projekte oder nur bunt animierten Webseiten im Internet aus. Und abschließend nochmals: Ressourcen schonend ist und bleibt nur die möglichst lange Nutzung von Elektrogeräten, nicht nur Handys.

Gerhard Metz

MÖDLINGBACH-RENATURIERUNG GEHT WEITER Nachdem mehrere Jahre auf den erforderlichen Rückbau des Gubin-Wehrs in Wr. Neudorf gewartet werden musste, gehen nun die Renaturierungsarbeiten am Mödlingbach weiter. Die Betonrinne wurde bereits abgebrochen, die Böschung wird nun durch Baumstämme und Bepflanzungen abgesichert. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wurde das Bachbett ein Stück tiefer gesetzt.

GEFÜHRTE VOGELWANDERUNG mit Dr. Johannes Frühauf SONNTAG 11. 5. 2014 Treffpunkt: 7 Uhr, Mödling, Parkplatz beim Haus an der Weinstraße (www.panoramarestaurant.at). Dauer bis Mittag. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte wetterfeste Bekleidung und wenn möglich ein Fernglas mitnehmen.

Blaumeise

(Bei starkem Regen wird die Führung abgesagt: Auskunft 0676 7099173)

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KULTUR

CULTUHR

KUNSTRAUMARCADE Hauptstraße 79, 2340 Mödling Tel. 02236/860457 arcade@artprint.at www.kunstraumarcade.at Öffnungszeiten: Fr 15–18 Uhr, Sa 10–15 Uhr Eröffnung 12. April 2014, 18 Uhr Die Frauenzimmer – Fotoarbeiten von Elfriede Mejchar und Flora Zimmeter

aus Mödling stammende Schriftsteller Reinhard Wegerth liest Episoden über seine hier verbrachten Jugendjahre, wobei er das Erzählen sprechenden Dingen oder Begriffen überlässt – „Früher und hier“. Eröffnung und 40-Jahre-Fest: 24. Mai 2014, 18 Uhr Am Teppich – Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum 2014 feiert die Arcade ihr 40-jähriges Jubiläum. Gegründet im Juni 1974 wird im Arkadenhof des Beethovenhauses seither kontinuierlich zeitgenössische Kunst gezeigt, es ist einer der Freiräume, der künstlerisches Handeln in Selbstbestimmung ermöglicht. Für die Jubiläumsausstellung „Am Teppich“ entfalten die KünstlerInnen der Arcade ihr Werk auf einem Seidenteppich. 13 KünstlerInnen aus dem Kreis des kunstraumarcade. Konzept: Ingrid Gaier Beteiligte KünstlerInnen: Kirsten Borchert, Ruth Brauner, Helga Cmelka, Babsi Daum, Judith. P. Fischer, Eva Hradil, Georg Lebzelter, Larissa Leverenz, Andrea Schnell, Robert Svoboda, Gerlinde Thuma, Elisabeth Weissensteiner, Flora Zimmeter Ausstellungsende: 5. Juli 2014

HAUS DER JUGEND RED BOX

haben 2012 den begehrten FM4-Award gewonnen Fr, 13. Juni 2014 ab 16 Uhr Connect – Fest des Diakonie-Flüchtlingsdiensts zum Weltflüchtlingstag Fest mit Präsentation der Mödlinger Flüchtlingseinrichtungen BACH und UMF-Betreuungsstelle Mödling Buffet, Musik, Ausstellung 19 Uhr Attwenger (Achtung: Auftritt pünktlich!) 21 Uhr Afghanische Band Eintritt frei!

Attwenger – die zwei besten Brachialvolksmusiker, die wir haben, werden auch da sein.

RE:FLEX Musik/Kultur Mödling Bühne Mayer, Elisabethstr. 22 Fr, 25. April 2014, 20 Uhr GINGA

Eisentorg. 5, www.redboxmoedling.at

Puppen bilden das übergreifende Sujet dieser Ausstellung. Elfriede Mejchar und Flora Zimmeter mischen ihren eigenen Cocktail aus Puppen und anderen rollenaffirmativen bzw. emanzipatorischen Attributen der Weiblichkeit. Ausstellungsende 17. Mai 2014 Mi, 7. Mai 2014, 19 Uhr Lesung Richard Weihs und Reinhard Wegerth Richard Weihs, Musiker und Schauspieler, liest Vergnügliches aus seinem Sammelband „Kleine Freiheiten“ und wird wohl auch einige darin enthaltene Liedtexte zum Vortrag bringen. Der

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Do, 15. Mai 2014, 19:30 Uhr Moonlight Breakfast/Me and Jane Doe ausufernder Red Bull Records Act aus Bukarest meets feministischen Elektro aus Wien Fr, 6. Juni 2014, 19:30 Uhr M185/Die Eternias/The Boys you know M185, die genialen PostPunker, deren live-Auftritte energetischer und intensiver nicht sein könnten,

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Goldfisch #22 – Zum dritten Mal beim Goldfisch, das muss einen Grund haben! Mit dem neuen Album YES/NO haben die superen Gin-Ga einen großen Wurf gemacht, „Dancer“ klingt in jedem Ohr, das etwas auf sich hält. Uneingeschränkte Empfehlung!


KULTUR STADTTHEATER MÖDLING Babenbergerg. 5 Tel. 02236/42999 www.theaterzumfuerchten.at Premiere: 29. April 2014, 19:30 Uhr Don Juan / Der Steinerne Gast Komödie von Moliere Inszenierung: Bruno Max Weitere Termine: 1.-3., 6., 8.-10. 5. jeweils 19:30 Uhr, 4. 5. – 17 Uhr Do, 15. Mai 2014, 19:30 Uhr Philharmonia Zyklus Mödling Küchl-Quartett Premiere: 7. Juni 2014, 19:30 Uhr Thérèse Raquin Von Paris Kosmidis nach dem Roman von Emile Zola

Inszenierung: Babett Arens Weitere Termine: 12.-14., 17., 19.-21. 6. jeweils 19:30 Uhr, 15. 5. 17 Uhr 24. und 25. Juni 2014 Theater mit Horizont Die kleine Meerjungfrau Do, 26. Juni 2014, 19:30 Uhr Philharmonia Zyklus Mödling Dua Falle Schlagwerkensemble

FILMCLUB CAPITOLINO Aufführungen im Stadttheater Mödling · www.capitolino.at Di, 15. April 2014, 19:30 Uhr Winter´s Bone R: Debra Granik USA 2010 dF

Die 17-jährige Ree begibt sich in den Wäldern Südmissouris auf die Suche nach ihrem Vater, der das Haus seiner Familie als Kaution eingesetzt hat und spurlos verschwunden ist. Großer Jurypreis beim Sundance Festival. Mit Jennifer Lawrence. Di, 13. Mai 2014, 19:30 Uhr Precious – Das Leben ist kostbar R: Lee Daniels USA 2009 dF Berührende Story über ein afro-amerikanisches Mädchen mit etwas breiteren Hüften als üblich. Mutige Mischung aus kompromisslosem Realismus, grellem Melodram und abgedrehtem Humor. 2 Oscars! Mit Gabourey Sidibe, Mo’Nique



4 GRUNES WANDERKINO Das Grüne Wanderkino feiert 10. Geburtstag. Bitte die Termine vormerken! des Publikumspreises von Cannes 2013 „Lunchbox“ des indischen Regisseurs Ritesh Batra. Ratet, was passiert, wenn eine Lunchbox mit den Öffis fährt…

SAMSTAG, 19. JULI: „FRANCES HA“ Weiter geht es mit „Frances Ha“ des US-Regisseurs Noah Baumbach, der uns eine durch das Leben tanzende junge Frau vorstellt und dafür keine bunten Bilder braucht.

Es soll nach zehn Jahren Grünes Wanderkino in Mödling Leute geben, die ihre Urlaubsplanung nach dem Wanderkino ausrichten. Also sind wir gerne bereit das Geheimnis um Datum und Filme für das heurige Open Air Kino in Mödling zu lüften. Zum 10. Geburtstag der erfolgreichen Kinoreihe machen wir euch mit einer neuen Location ein besonderes Ge-

schenk. Die Europahalle in der Lerchengasse bietet bei Schlechtwetter Platz für alle Cineasten Mödlings. Bei Schönwetter ist im Museumspark ab den Nachmittagsstunden mehr als Kino geplant, alles dazu in der nächsten Ausgabe.

FREITAG, 18. JULI: „LUNCHBOX“

Wir hoffen wir haben euch jetzt schon Appetit gemacht und ihr begleitet uns auf Reisen nach Mumbai und New York am 18. und 19. Juli. Es wird ein Fest!

Wir eröffnen den Wanderkino-Sommer mit dem Spielfilmdebüt und Gewinner

Florian Kolomaznik

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EUROPAWAHL

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: DIE GRÜNEN Mödling, c/o Teichgräber, Badstraße 19/7, 2340 Mödling · DVR: 0879771 · Druck: Donau Forum Druck Ges.m.b.H., 1230 Wien · Erscheinungsort: Mödling, Erscheinungstermin: Februar 2014 · Layout: Josef Machynka · Foto-Copyrights: Die Grünen – Bundesbüro (S. 1, 4, 6), Die Grünen Mödling (S. 2, 7, 12-13, 15-18, 21), European Green Party (S. 2, 24), Europaparlament (S. 3), Europäische Union (S. 5), Victor Grigas / GNU-Lizenz (S. 20), Elfriede Mejchar (S. 22/ Mejchar), Gerald von Foris (S. 22/Attwenger), Hannah Mayr (S.22/Ginga), Filmladen Filmverleih (S. 23).

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Gedruckt nach der Richtlinie des Österreichischen Umweltzeichens „Schadstoffarme Druckerzeugnisse“ Donau Forum Druck Ges.m.b.H. · UWNr. 785

Grüne Stadt Mödling Ausgabe 2/2014  

Das Mödlinger Grüne Blatt Ihre Meinung zu dieser Zeitung können Sie uns unter moedling@gruene.at mitteilen. Impressum: Medieninhaber und Her...