Jahresbericht 2020-2021

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GESCHÄFTSBERICHT STUDIENJAHR 2020/2021


Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Präsidenten

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Leitbild

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Grundsätze der Ausbildung

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Bericht des Geschäftsführers und künstlerischen Leiters

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Erfolge im Studienjahr 2020/2021

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Unterricht im Studienjahr 2020/2021

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Professorinnen und Professoren im Studienjahr 2020/2021

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Korrepetitorinnen und Korrepetitoren im Studienjahr 2020/2021

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Dozent der Music & Experience Week im Studienjahr 2020/2021

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Studierende im Studienjahr 2020/2021

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Weitere Stipendiatinnen und Stipendiaten

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Alumni

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Stipendiatinnen und Stipendiaten nach Herkunftsländern

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Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Europa

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Jubiläumsjahr

30

Hagen-Haus

32

Streaming

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Konzerte

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International Classical Music Awards (ICMA)

40

Ausblick

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Unser Team

44

Presse und Medien

46

Internetpräsenz

47

Finanzierung der Musikakademie

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Spenden (Könner brauchen Gönner)

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Jahresrechnung

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Revisionsbericht

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Stiftungsrat

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Sie finden in unserem diesjährigen Geschäftsbericht QR-Codes, die interessante Einblicke in die Konzertdarbietungen unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten bieten. Um die Informationen abzurufen, halten Sie die Kamera Ihres Smartphones auf den QR-Code oder verwenden Sie eine entsprechende App (QR-Code-Scanner).

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Vorwort des Präsidenten

Liebe Freundinnen und Freunde der guten Nachwuchsförderung, das Studienjahr 2020/2021, dessen Aktivitäten und Ereignisse Gegenstand des vorliegenden Geschäftsberichts sind, begann ungeachtet vieler Hoffnungen so, wie das vorangegangene zu Ende ging – nämlich unter den restriktiven Vorzeichen einer weltweiten Corona-Pandemie. Unsere Musikakademie, die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus aller Welt willkommen heisst und eine offene, persönliche Lehrund Lernkultur zu ihrem Markenkern zählt, sah sich infolge der vielerorts verordneten Reise- und Einreisebeschränkungen vor grosse Herausforderungen gestellt. Den Erfahrungsgewinnen aus dem letzten Studienjahr verdanken wir allerdings auch ein deutliches Plus in Sachen Resilienz und Krisenerprobtheit. Und so hielten wir dem Ausnahmezustand Improvisationswillen, Innovation und eine positive Grundhaltung entgegen. Dies mündete beispielsweise in der Online-Liveübertragung der Virtuoso Konzerte und der Residenzkonzerte, durch die zahlreiche Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber in den Genuss hochklassiger Musikdarbietungen kamen – und das bequem in den heimischen vier Wänden. Ferner durfte die Musikakademie im Dezember 2020 ihr 10-jähriges Jubiläum begehen. Ein Galakonzert mit aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus der Region – inzwischen allesamt zu etablierten Künstlerpersönlichkeiten avanciert – ging zwar ohne Festpublikum im Konzertsaal vonstatten,

erreichte dafür aber im Livestream zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer im Land und der Region sowie in nah und fern. Nicht ganz ohne Stolz blicken wir auf eine vollendete Dekade erfolgreicher musikalischer Nachwuchsförderung zurück! Eine in jeder Hinsicht zukunftsweisende Weichenstellung stellte die Vertragsunterzeichnung über die Sanierung und Nutzung des Hagen-Hauses am 15. Dezember 2020 dar. Die Einigung zwischen der Eigentümerfamilie, der Stiftung Hagen-Haus und unserer Musikakademie ebnet den Weg hin zu einer neuen Wirkungsstätte für unsere Talentschmiede und eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Entstehung eines überregionalen Kultur- und Begegnungszentrums. Das geschichtsträchtige Gebäudeensemble bekommt damit wieder neues Leben eingehaucht. Den Mitgliedern des Stiftungsrates danke ich für die stets engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Der Geschäftsleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt mein Dank für die hohe Einsatzbereitschaft in diesen herausfordernden Zeiten. Ein aufrichtiges Dankeschön gilt zudem allen Gönnerinnen und Gönnern, Freundinnen und Freunden sowie den Förderern der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Als gemeinnützige Stiftung ist diese wesentlich auf Förderungen durch private Institutionen und Personen angewiesen. Ohne ihre wertvolle Unterstützung wäre die Arbeit der Musikakademie nur schwer vorstellbar. Otmar Hasler Präsident des Stiftungsrates 3



Leitbild

Die Internationale Musikakademie in Liechtenstein strebt die Position einer führenden Institution in der internationalen Musikwelt mit fester Verankerung im Fürstentum Liechtenstein an und möchte eine anerkannte Institution für die Heranbildung der jungen Musikerelite durch die Grössen ihres Fachs sein. Die Musikakademie stellt die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen in den Mittelpunkt und bietet ihnen zusätzlich zur musikalischen Förderung einmalige Entwicklungserfahrungen. Dazu gehören das Lernen von Vorbildern und insbesondere das Auftreten bei hochkarätigen Konzertanlässen in verschiedenen Formationen.

Die Internationale Musikakademie in Liechtenstein fördert hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 10 bis 28 Jahren, davon bis zu 20 % aus der Region, durch mehrmals jährlich durchgeführten, intensiven Instrumentalunterricht (Einzelunterricht) von einer Woche Dauer bei Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten von höchster internationaler Reputation. Mit Engagement und Leidenschaft werden die Studentinnen und Studenten auf den Beginn einer eigenen Künstlerlaufbahn vorbereitet.

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Grundsätze der Ausbildung

Eine ausgezeichnete solistische Ausbildung allein ist für professionelle Künstlerinnen und Künstler von morgen kein Erfolgsgarant mehr. Dem Wissen um die Prinzipien einer ganzheitlichen Ausbildung kommt eine immer stärkere Rolle zu, wenn es um den Aufbau einer soliden künstlerischen Laufbahn geht. Die Internationale Musikakademie in Liechtenstein trägt dieser Erkenntnis Rechnung und bemüht sich – neben dem weiterhin unerlässlichen musikalischen Intensivunterricht – um die Vermittlung möglichst weit gefasster Aspekte der Persönlichkeitsbildung. Gerade das gemeinsame Musizieren als wichtigster sozialer Aspekt ist ein zentrales Anliegen der Musikakademie. Ausserdem bietet sie den jungen Künstlerinnen und Künstlern zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten.

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Beispielhaft für die Breite des Ausbildungsprogramms der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein stehen die Aktivitäten und Module des vergangenen Studienjahres: • EINZELUNTERRICHT • ENSEMBLE-BILDUNG • ZUSAMMENARBEIT MIT DEM SINFONIEORCHESTER LIECHTENSTEIN • REGIONALE UND INTERNATIONALE AUFTRITTSMÖGLICHKEITEN • GESUNDHEIT, EMOTIONALER UND KÖRPERLICHER AUSGLEICH • KOMMUNIKATION UND PUBLIC RELATIONS • MEDIENKUNDE UND AUFTRITTSTRAINING • MUSIKWIRTSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN


Bericht des Geschäftsführers und künstlerischen Leiters Die Zahlen für das Studienjahr 2020/2021 der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein sprechen f ür sich. Wir konnten unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten insgesamt 15 Intensiv-Wochen für Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Dražen Domjanić Querflöte sowie eine GESCHÄFTSFÜHRER UND KÜNSTLERISCHER LEITER Music & Experience Week für Violoncello hier in Liechtenstein ermöglichen, welche dank eines etablierten Schutzkonzepts durchgeführt werden konnten. Mit Stolz erfüllt uns die Anzahl der jungen aufstrebenden Musikerinnen und Musiker, die uns im letzten Studienjahr besucht haben: 79 Nachwuchstalente aus 27 Ländern nahmen daran teil, darunter 13 Violinistinnen und Violinisten, 6 Bratschistinnen und Bratschisten, 25 Cellistinnen und Cellisten, 29 Pianistinnen und Pianisten und 6 Querflötistinnen und Querflötisten.

Bei den über 500 abgehaltenen Unterrichtseinheiten (einige Studierende besuchten mehrere Kurse) lag der Anteil der aus der Region stammenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Liechtenstein, Vorarlberg, Schweiz) bei rund 21,5 %. Diese Entwicklung und die damit verbundene Förderung junger Talente aus der Region erfreuen uns ganz besonders. Auch unsere renommierten Professorinnen und Professoren, die wir teils schon seit vielen Jahren bei uns ins Liechtenstein begrüssen dürfen, sind gern gesehene Gäste und sorgen für Kontinuität. Die Erfolge, Auszeichnungen und Preise bei internationalen Wettbewerben zeigen uns, dass unsere musikalische Spitzenförderung weltweit Früchte trägt und dass die aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler von dieser intensiven Musikausbildung enorm profitieren. Genau darin liegt unsere Motivation und unsere Leidenschaft – nämlich junge Menschen auf ihrem Weg in die Musikwelt nicht nur musikalisch zu unterstützen, sondern ihnen auch persönliche Kompetenzen mit auf den Weg zu geben. In der kommenden Auflistung wollen wir den Stipendiatinnen und Stipendiaten, die im Studienjahr 2020/2021 auf internationalem Parkett besonders herausragten, ihren Tribut zollen und eine Auswahl dieser grossartigen Erfolge dokumentieren.

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Erfolge im Studienjahr 2020/2021 Orchestra Award

Orchestra Award

Discovery Award

Marc Bouchkov

Kian Soltani, Alumnus, Dozent Cello, Stiftungsrat

Maya Wichert, Violine

Dozent Violine

Young Artist Award

Special Achievement Award

Special Achievement Award

Baroque Instrumental CD

Can Çakmur, Klavier

Dražen Domjanić, Gründer

Ingolf Turban

Chouchane Siranossian

Stipendiat

und künstlerischer Leiter

Professor Violine

Konzertmeisterin ENSEMBLE ESPERANZA

Wir gratulieren!

Stipendiatin

www.musikakademie.li

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International Classical Music Awards 2021

www.icma-info.com

Leonhard Baumgartner (Prof. Ingolf Turban, Violine) 1. Preis bei der „Odin International Music Competition“ (online) 1. Preis bei der „ISCART International Online Music Competition“ (online) 1. Preis bei der „Wiener Klassiker International Online Music Competition“ (Ungarn) 2. Preis beim internationalen Wettbewerb „Il Piccolo Violino Magico“ (Italien) „Manfred-Grommek-Sonderpreis“ der Kronberg Academy (Deutschland)

Roman Fediurko (Prof. Milana Chernyavska, Klavier) 1. Preis, „Grand Prize“ und „True Art TV Artists Award“ beim internationalen Klavierwettbewerb „#StayHome Young“ (Grossbritannien) 2. Preis bei der „Neapolitan Masters Competition“ (Italien) 1. Preis bei der „Franz Liszt Center Piano Competition“ (online) 2. Preis beim „Euregio Piano Award" (Deutschland) 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Champion‘s Keyboard“ (Italien)

Marc Bouchkov (Dozent Violine) „Orchestra Award” bei den „International Classical Music Awards” (ICMA) „Violin Channel Artist 2021”

Sebastian Fritsch (Prof. Jens Peter Maintz, Prof. Ivan Monighetti, Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello) 2. Preis bei der „George Enescu International Competition“ (Rumänien)

Felix Brunnenkant (Prof. Thomas Grossenbacher, Violoncello) 3. Preis beim „Pablo Casals International Award for Young Cellists“ (online)

Alexander Gadjiev (Prof. Pavel Gililov, Klavier) 1. Preis bei der „Sydney International Online Piano Competition“ (Australien)

Can Çakmur (Prof. Claudio Martínez Mehner, Klavier) „Young Artist Award” bei den „International Classical Music Awards” (ICMA)

Eva Gevorgyan (Prof. Pavel Gililov, Klavier) 1. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb für Kinder und Jugendliche „Jeune Chopin“ (Schweiz)

Dmytro Choni (Prof. Milana Chernyavska, Prof. Pavel Gililov, Prof. Claudio Martínez Mehner, Klavier) 1. Preis in der Kategorie „Virtuoso“ bei der „Manhattan International Music Competition 2020“ (USA) „Manhattan Concert Artists‘ Award“ bei der „Manhattan International Music Competition 2020“ (USA)

Anna Isabella Handler (Prof. Pavel Gililov, Klavier) „Maria-Ladenburger-Förderpreis für Musik“ der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk (Deutschland)


Caterina Isaia (Prof. Jens Peter Maintz, Violoncello) 1. Preis bei der „Rudolf Barshai International Strings Competition“ (online) 1. Preis bei der „ISCART International Online Music Competition“ (Schweiz) Su Yeon Kim (Prof. Pavel Gililov, Klavier) 1. Preis beim „Concours musical international de Montréal “ (Kanada) Anastasiia Kliuchereva (Prof. Pavel Gililov, Prof. Ruben Dalibaltayan, Klavier) 1. Preis in ihrer Altersklasse beim internationalen Wettbewerb „Città di Barletta“ (Italien) 1. Preis beim internationalen Musikwettbewerb „Pietro Argento“ (Italien) Takehiro Konoe (Prof. Coosje Wijzenbeek (†), Viola): 1. Preis beim „Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb“ (Österreich) Pavle Krstic (Prof. Pavel Gililov, Klavier) 1. Preis in seiner Altersklasse bei der „Franz Liszt Center Piano Competition“ (online) 1. Preis bei der „International ArtePiano E-Competition“ (online) Benjamin Kruithof (Prof. Jens Peter Maintz, Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello) 1. Preis bei der „Cello Biennale Amsterdam 2020“ (Niederlande) 1. Preis bei den „Verão Clássico Academy Awards 2021“ (Portugal) Ingmar Lazar (Prof. Pavel Gililov, Klavier) 1. Preis in seiner Altersklasse bei der „Franz Liszt Center Piano Competition“ (online)

Adela Liculescu (Prof. Milana Chernyavska, Klavier) 2. Preis bei der „George Enescu International Piano Competition“ (Rumänien) Nikita Lukinov (Prof. Ruben Dalibaltayan, Klavier) 2. Preis in seiner Altersklasse bei der „Franz Liszt Center Piano Competition“ (online) Tetiana Lutsyk (Prof. Ana Chumachenco, Prof. Leonid Sorokow, Prof. Ingolf Turban, Violine) 1. Preis bei der „Agustín Aponte International Music Competition“ (Spanien) Lovre Marušić (Prof. Pavel Gililov, Prof. Arie Vardi, Klavier) 2. Preis bei der „Cleveland International Piano Competition“ (USA) Evelyne Medvedko (Prof. Dmitri Bashkirov (†), Prof. Pavel Gililov, Prof. Ruben Dalibaltayan, Klavier) 2. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb „WPTA-IPC“ (Finnland) Illia Ovcharenko (Prof. Milana Chernyavska, Klavier) 2. Preis bei der „Campillos International Piano Competition“ (Spanien) 2. Preis bei der „Singapore International Piano Competition“ (online) 1. Preis bei der „Viseu International Piano Competition“ (Portugal) Aristotelis Papadimitriou (Prof. Milana Chernyavska, Klavier) 1. Preis in seiner Altersklasse beim internationalen Wettbewerb „Città di Barletta“ (Italien) 1. Preis in seiner Altersklasse bei der „Franz Liszt Center Piano Competition“ (online) 9


1. Preis beim internationalen Musikwettbewerb für junge Musiker „Città di Massa“ (online) „Platinum Award“ bei der „Grand Metropolitan International Music Competition“ (online) 1. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb „Cap Ferret“ (online) 1. Preis bei der „Clara Schumann International Piano Competition“ (Deutschland) 2. Platz beim „Concours International Léopold Bellan“ (Frankreich) Ivan Petrović-Poljak (Prof. Ruben Dalibaltayan, Klavier) 1. Preis bei der „International Liszt – Bartók Piano Competition“ (Bulgarien) Tassilo Probst (Prof. Ana Chumachenco, Violine) 3. Preis bei der „George Enescu International Competition“ (Rumänien) Polina Sasko (Prof. Milana Chernyavska, Prof. Claudio Martínez Mehner, Klavier) 2. Preis beim „Concorso Internazionale Pianistico Fausto Zadra“ (Italien) Philipp Schupelius (Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello) 1. Preis bei der „Manhatten International Music Competition 2020“ in der Kategorie „Young Artist“ (USA) Clara Shen (Prof. Ana Chumachenco, Prof. Ingolf Turban, Violine) „Violin Channel Rising Star 2021” (online)

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Chouchane Siranossian (Konzertmeisterin ENSEMBLE ESPERANZA) „Baroque Instrumental CD Award” bei den „International Classical Music Awards” (ICMA) Kian Soltani (ehemaliger Stipendiat, Dozent und Stiftungsrat, Violoncello) „Orchestra Award” bei den „International Classical Music Awards” (ICMA) Lucija Stilinović (Prof. Philippe Bernold, Querflöte) 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für junge Musiker „Ferdo Livadić“ (Kroatien) 1. Preis bei der „Boris Papandopulo National Competition for Young Musicians“ (Kroatien) Zuzanna Sosnowska (Prof. Jens Peter Maintz, Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello) 2. Preis bei der „Agustín Aponte International Music Competition“ (Spanien) Ingolf Turban (Professor für Violine) „Special Achievement Award” bei den „International Classical Music Awards” (ICMA) Maya Wichert (Prof. Ana Chumachenco, Violine) „Discovery Award” bei den „International Classical Music Awards” (ICMA) Simon Zhu (Prof. Ana Chumachenco, Prof. Ingolf Turban, Violine) „Grand Prix“ bei der „International Chamber Music Competition“ in Bydgoszcz (Polen) 2. Preis bei der „Menuhin Competiton Richmond“ (USA)


Unterricht im Studienjahr 2020/2021 Intensiv-Wochen Violine 14.09.2020 – 18.09.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ana Chumachenco 08.12.2020 – 12.12.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ingolf Turban 24.05.2021 – 28.05.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Ingolf Turban Violoncello 21.09.2020 – 25.09.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ivan Monighetti 05.10.2020 – 09.10.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Thomas Grossenbacher 31.01.2021 – 04.02.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Ivan Monighetti 23.03.2021 – 27.03.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Jens Peter Maintz Viola 23.10.2020 – 27.10.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Thomas Riebl Klavier 16.10.2020 – 20.10.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ruben Dalibaltayan 21.11.2020 – 25.11.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Pavel Gililov 06.02.2021 – 10.02.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Milana Chernyavska 07.03.2021 – 11.03.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Pavel Gililov

02.05.2021 – 06.05.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Claudio Martínez Mehner 16.05.2021 – 20.05.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Milana Chernyavska Querflöte 04.06.2021 – 08.06.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Philippe Bernold

Music & Experience Week Die vor drei Jahren eingeführte Unterrichtsreihe „Music & Experience Week“ bietet unseren Nachwuchstalenten die einzigartige Möglichkeit, von jungen aufstrebenden Klassikstars unterrichtet zu werden. Nicht zuletzt findet diese innovative Art der Musikausbildung bei den Stipendiatinnen und Stipendiaten so viel Anklang, da die jungen Dozenten ihnen nicht nur auf musikalischer Ebene eine Förderung auf höchstem Niveau ermöglichen, sondern auch mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen über die Branche einen Wettbewerbsvorteil liefern. Für diese Art der Musikausbildung werden Musikerpersönlichkeiten ausgewählt, die mit führenden Agenturen, Ensembles, Orchestern und Labels zusammenarbeiten. Die Stipendienanforderungen sowie die allgemeinen Regelungen sind identisch mit denen der Intensiv-Wochen. Violoncello 26.04.2021 – 30.04.2021 Music & Experience Week mit Kian Soltani (Violoncello)

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14.09.2020 – 18.09.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ana Chumachenco

21.09.2020 – 25.09.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ivan Monighetti

05.10.2020 – 09.10.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Thomas Grossenbacher

16.10.2020 – 20.10.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ruben Dalibaltayan

23.10.2020 – 27.10.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Thomas Riebl

21.11.2020 – 25.11.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Pavel Gililov

08.12.2020 – 12.12.2020 Intensiv-Woche mit Prof. Ingolf Turban

31.01.2021 – 04.02.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Ivan Monighetti


06.02.2021 – 10.02.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Milana Chernyavska

07.03.2021 – 11.03.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Pavel Gililov

23.03.2021 – 27.03.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Jens Peter Maintz

26.04.2021 – 30.04.2021 Music & Experience Week mit Kian Soltani (Violoncello)

02.05.2021 – 06.05.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Claudio Martínez Mehner

16.05.2021 – 20.05.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Milana Chernyavska

24.05.2021 – 28.05.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Ingolf Turban

04.06.2021 – 08.06.2021 Intensiv-Woche mit Prof. Philippe Bernold

M&E

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Professorinnen und Professoren im Studienjahr 2020/2021

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Prof. Philippe Bernold Querflöte

Prof. Milana Chernyavska Klavier

Prof. Ana Chumachenco Violine

Prof. Ruben Dalibaltayan Klavier

Prof. Pavel Gililov Klavier

Prof. Thomas Grossenbacher Violoncello

Prof. Jens Peter Maintz Violoncello

Prof. Claudio Martínez Mehner Klavier

Prof. Ivan Monighetti Violoncello

Prof. Thomas Riebl Viola

Prof. Ingolf Turban Violine


Korrepetitorinnen und Korrepetitoren im Studienjahr 2020/2021

Levon Avagyan Music & Experience Week mit Kian Soltani

Laetitia Bougnol Intensiv-Woche mit Prof. Philippe Bernold

Tatiana Chernichka Intensiv-Woche mit Prof. Ingolf Turban

Akane Matsumura Intensiv-Woche mit Prof. Ivan Monighetti

Ofelia Alina Montalván Vázquez Intensiv-Woche mit Prof. Ivan Monighetti

Mamikon Nakhapetov Intensiv-Woche mit Prof. Ana Chumachenco

Egle Staskute Intensiv-Woche mit Prof. Thomas Riebl

Keiko Tamura Intensiv-Woche mit Prof. Jens Peter Maintz Intensiv-Woche mit Prof. Thomas Grossenbacher

Dozent der Music & Experience Week im Studienjahr 2020/2021

Kian Soltani Violoncello

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Studierende im Studienjahr 2020/2021 Violine

Diana Adamyan (2000) Armenien

Leonhard Baumgartner (2007) Österreich

Mira Marie Foron (2002) Deutschland

Helene Freytag (2005) Deutschland

Elisso Gogibedaschwili (2000) Österreich

Laura Katherina Handler (1998) Deutschland

Tareq Matar (2004) Deutschland

Tassilo Probst (2002) Deutschland

Maria Sotriffer (1999) Österreich

Vicky-Lou Timmer (2005) Deutschland

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Anatol Toth (2003) Schweiz

Maya Wichert (2006) Deutschland

Simon Zhu (2001) Deutschland


Festivals

ENSEMBLE ESPERANZA

SOL

SOL-Kammermusik

weitere Konzerte

Music & Experience

Klavier

Vladimir Aćimović (2002) Serbien

Nikola Bogomilov (2003) Bulgarien

Simon Bürki (2000) Schweiz

Can Çakmur (1997) Türkei

Hyena Cho (1999) Südkorea

Arsen Dalibaltayan (2003) Kroatien

Javier de Diego Bermejo (1999) Spanien

Roman Fediurko (2004) Ukraine

Ron Maxim Huang (2001) Deutschland

Emin Kiourktchian (2004) Spanien

Anastasiia Kliuchereva (2004) Russland

Elizaveta Kliuchereva (1999) Russland

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18

Pavle Krstic (1998) Serbien

Rafael Kyrychenko (1996) Portugal

Emil Laternser (2004) Fürstentum Liechtenstein

Laura Mota Pello (2003) Spanien

Jan Nikovich (2001) Kroatien

Martin Nöbauer (1997) Österreich

Aristotelis Papadimitriou (1993) Schweiz

Ivan Petrović-Poljak (2004) Kroatien

Iren Pilikian (2003) Armenien

Clara Isabella Siegle (2000) Irland

Tabea Streicher (2004) Deutschland

Ádám Szokolay (1996) Ungarn


Festivals

ENSEMBLE ESPERANZA

SOL

SOL-Kammermusik

Kostandin Tashko (1997) Albanien

Oleksandra Totkalova (1996) Ukraine

Matouš Zukal (1998) Tschechien

Isa-Sophie Zünd (2000) Fürstentum Liechtenstein

weitere Konzerte

Music & Experience

Veronika Voloshyna (1995) Ukraine

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Violoncello

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Anna Olivia Amaya Farias (1998) Kolumbien

Felix Brunnenkant (2001) Deutschland

Willard Carter (2002) Vereinigtes Königreich

Leonardo Chiodo (1998) Finnland

Owen Davis (2006) Norwegen

Miriam Dorner (2003) Österreich

Montserrat Egea Tapetado (1997) Spanien

Anastasia Feruleva (1992) Russland

Mar Gimferrer (2002) Spanien

Ema Grčman (1996) Slowenien

Friederike Herold (2005) Deutschland

Moritz Huemer (1999) Fürstentum Liechtenstein


Festivals

ENSEMBLE ESPERANZA

SOL

SOL-Kammermusik

weitere Konzerte

Music & Experience

Caterina Isaia (2002) Italien

Jisoo Kim (2002) Südkorea

Carlo Lay (2000) Deutschland

Alina Isabel Morger (2000) Schweiz

Jonas Palm (1993) Deutschland

Jonathan Reuveni (1997) Schweiz

Bea Magdalena Sallaberger (1995) Deutschland

Maria Salvatori (2004) Italien

Grace Sohn (1999) Kanada

Romana Šimbera (1995) Slowenien

Alejandro Viana (1996) Spanien

Michael Wehrmeyer (2002) Deutschland

Arne Zeller (2006) Deutschland

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Viola

Daniel Medina Arango (1996) Kolumbien

Clara Nagl (2002) Österreich

Eva-Maria Radl (2000) Österreich

Jiliang Shi (1998) China

Jasper Sitte (2001) Deutschland

Yue Yu (1997) China

Juliette Jolain (1995) Frankreich

Anna Karanitsch (1995) Österreich

Eva Kieffer (1999) Frankreich

Maxime Paschoud (1997) Schweiz

Maria Inês Pereira Castro (1999) Portugal

Naemi Võsand (2002) Deutschland

Querflöte

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Festivals

ENSEMBLE ESPERANZA

SOL

SOL-Kammermusik

weitere Konzerte

Music & Experience

Weitere Stipendiatinnen und Stipendiaten

Hanna Bachmann KLAVIER Österreich

Johanna Bilgeri FAGOTT Österreich

Adrian Ionut Buzac OBOE Österreich

Fabio Devigili SAXOFON Österreich

Sara Domjanić VIOLINE Fürstentum Liechtenstein

Mykhaylo Duknych VIOLONCELLO Ukraine

Nadia Maria Endrizzi GESANG Schweiz

Jura Herceg KONTRABASS Kroatien

Ulrich Huemer GITARRE Fürstentum Liechtenstein

Damian Keller AKKORDEON Österreich

Isabel Pfefferkorn GESANG Österreich

Anna Schultsz VIOLINE Schweiz

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Zuzanna Sosnowska VIOLONCELLO Polen

Fabiola Tedesco VIOLINE Italien

Isidora Timotijević VIOLA Serbien

Miyuko Wahr VIOLINE Deutschland

Charlotte Woronkow VIOLINE Schweiz

Marc Bouchkov VIOLINE Belgien

Mario Häring KLAVIER Deutschland

Dagmar Korbar VIOLA Kroatien

Tetiana Lutsyk VIOLINE Ukraine

Marin Maras VIOLINE Kroatien

Victor Marin Roman OBOE Österreich

Marcel Üstün HORN Österreich / Schweiz

Alumni

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Festivals

ENSEMBLE ESPERANZA

SOL

SOL-Kammermusik

weitere Konzerte

Music & Experience

Eva Maria Morillo Muñoz OBOE Österreich

Valentina Serena Paetsch VIOLINE Schweiz

Strahinja Pavlović KLARINETTE Serbien

Aaron Pilsan KLAVIER Österreich

Robert Pogorilić QUERFLÖTE Slowenien

Maurus Schaffner HORN Schweiz

Matko Smolčić FAGOTT Kroatien

Kian Soltani VIOLONCELLO Österreich

Gustav Wocher VIOLONCELLO Österreich

Karoline Wocher VIOLINE Österreich

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Stipendiatinnen und Stipendiaten nach Herkunftsländern

Stipendiatinnen und Stipendiaten

1 Albanien Belgien Bulgarien Deutschland Finnland Frankreich Fürstentum Liechtenstein Irland

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Italien Kroatien Norwegen Österreich Polen Portugal Schweiz Serbien

21 Slowenien Spanien Tschechien Ukraine Ungarn Vereinigtes Königreich Armenien China

Kanada Kolumbien Russland Südkorea Türkei


Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Europa

Stipendiatinnen und Stipendiaten

1 Albanien Belgien Bulgarien Deutschland Finnland Frankreich

Fürstentum Liechtenstein Irland Italien Kroatien Norwegen Österreich

21 Polen Portugal Schweiz Serbien Slowenien Spanien

Tschechien Ukraine Ungarn Vereinigtes Königreich

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Jubiläumsjahr

Ein absoluter Meilenstein und ein Grund zum Feiern stellte das 10-jährige Jubiläum der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein dar. Wir blicken auf zehn erfolgreiche Jahre zurück, in denen junge Nachwuchstalente eine Musikausbildung auf höchstem Niveau, inmitten der bezaubernden Berglandschaft Liechtensteins, geniessen konnten. Zehn Jahre, in denen Qualität stets an erster Stelle stand und keine Herausforderung zu gross für das Team und die ProInland

Liechtensteiner Vaterland I Montag, 28. Dezember 2020

10. Jubiläum: Die Internationale Musikakademie führte erfolgreich ihre Jubiläumsgala durch.

Bilder: © Andreas Domjanic

Talente zum Leuchten bringen Die Jubiläumsgala der Internationalen Musikakademie musste ohne Besucher vor Ort durchgeführt werden. Es gab einen Livestream. Wieder einmal hat es das Team um Akademie-Intendant Dražen Domjanić geschafft, aus der Not eine Tugend zu machen. Musste die Jubiläumsgala zum 10. Geburtstag der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein erst verschoben werden, hätte sie in der nun ausgerufenen «Winterruhe» abgesagt werden müssen. Doch durch die gute Zusammenarbeit mit 1FLTV konnte die Gala gestern zu den vorgesehenen beiden Terminen vormittags und nachmittags stattfinden – live auf der Bühne im «Saal am Lindaplatz» von Schaan musiziert und dem Publikum via Livestream nach Hause übertragen. So entstand doch eine Konzertatmosphäre und ein Gefühl der Verbundenheit. Wie es sich für eine Gala gehört, nahmen auch drei Festredner das Mikrofon auf dem Podium zu Hand. Technisch ging diese Premiere bestens über die Bühne. Musikalisch reihte sich ein Highlight an das andere.

Regierungsrätin als Gratulantin Doch zunächst blickte ein Filmporträt hinter die Kulissen der Akademie, von der die weltweit gefragte Geigenprofessorin Ana Chumachenco meint: «So was gibt es nirgends auf der Welt!» Auch für die Stipendiatin Elizaveta Kliuchereva ist es die «wundervollste Akademie in meinem Leben». Und der Weltstar Kian Soltani erinnert sich «an die offene, ehrliche Atmosphäre». Hier müsse man nicht tun, als ob. «Hier darf man einfach sein.» Der

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Internationale Musikakademie gelegt.

Musikalisches Feuerwerk

Auch ohne Besucher live vor Ort zeigten die Talente begeistert ihr Können an der Onlinegala.

ehemalige Stipendiat freut sich, jetzt als Dozent und Stiftungsrat etwas zurückgeben zu können. Die filmischen Rückblenden zeigen die Hornklasse auf der Waldlichtung genauso wie tanzende Geigerinnen und den Intendanten als Barpianist, Auftritte mit Anne-Sophie Mutter oder Thomas Gottschalk bei der Preisverleihung des Opus Classic 2018 an das Ensemble Esperanza. Der Film schliesst mit posi-

tiven Ausblicken: Seit Jahren sucht die Stiftung Hagen-Haus nach einer «Wiederbelebung» für die denkmalgeschützte Immobilie. Stiftungspräsident Marcus Büchel spricht vom «Glück, dass wir die Internationale Musikakademie in Liechtenstein gewinnen konnten». Jetzt soll im «Hagen-Huus z’Nendla» ein Campus entstehen – mit einem der modernsten Konzertsäle mit modernster Technik in der Tenne.

In ihrer Grussadresse während des Konzerts erfasste Katrin Eggenberger mit einem Sokrates-Zitat das Wesen der Akademie: «Jeder Mensch ist eine Sonne. Man muss sie nur zum Leuchten bringen.» Für sie als Kultur- und Aussenministerin ist die Akademie als Imageträger für Liechtenstein von unschätzbarem Wert. Wie Eggenberger betonte Stiftungsratspräsident Otmar Hasler die Verankerung im Gründungsort

Liechtenstein. Von hier strahle die Akademie in die Region und die Welt. Intendant Domjanić habe mit seiner Schaffenskraft eine europäisch anerkannte Talenteschmiede geschaffen. Hasler erinnerte auch an den früh verstorbenen Gründungspräsidenten Winfried Hupmann und vor allem an den gleichfalls verschiedenen Mäzen Günter Brock. Er hatte mit seiner Stiftung «Musik & Jugend» den Grundstein für die

Doch im Zentrum einer Musikakademie steht die Musik. Und die kam in dieser Onlinegala nicht zu kurz. Anna Schultsz aus Basel zeigte bei Sarasate an der Geige selbstverständliche Leichtigkeit. Isa-Sophie Zünd aus Gamprin begleitete sie einfühlsam, bestach aber vor allem mit einer kraftvoll aufrauschenden Brahms-Rhapsodie. Hanna Bachmann zeigte in einem traumversunkenen Notturno von Grieg genauso elastischen Anschlag wie als Begleiterin des Cellisten Moritz Huemer aus Mauren, der mit einem lockerungezwungenen Virtuosenstück bestach. Als Gruss an die Stiftung von Günter Brock traten die Sängerinnen Isabel Pfefferkorn und Nadia Maria Endrizzi auf. Mit Songs von Michel Legrand und Stephen Schwartz brachten sie einen Hauch Broadway in den SAL. Der Akkordeonist Damian Keller feierte im Duett und im Quartett bereits den 100. Geburtstag des Tango-Königs Astor Piazzolla. Das Finale bestritten drei ehemalige Stipendiaten, die bereits auf den Weltbühnen angekommen sind: Pianist Aaron Pilsan und Cellist Kian Soltani sind bei der legendären Deutschen Grammophon unter Vertrag. Die Geigerin Sara Domjanić spielt als Solistin mit internationalen Orchestern. Mit Walzerparaphrasen, Frank Sinatras «My Way» und Felix Mendelssohn-Bartholdy boten sie ein fulminantes akustisches Feuerwerk. (hw)

fessorinnen und Professoren war. Mit grossem Stolz und mit Freude sehen wir mit der über die Jahre noch grösser gewordenen Motivation und Gastfreundschaft auf die unvergesslichen Erinnerungen dieses Jahrzehnts zurück. Mit einem dem Anlass entsprechenden Konzert der musikalischen Extraklasse sollte dieses Jubiläum begangen werden. Die Tore zum Konzertsaal wären für alle interessierten Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber gratis geöffnet worden. Die verordnete „Winterruhe“ machte die Pläne für unsere Geburtstagsfeier jedoch zunichte. Kurzentschlossen und mit der Absicht, einen möglichst weiten Kreis der Öffentlichkeit dennoch an den Feierlichkeiten teilhaben zu lassen, starteten wir eine Konzertübertragung per Livestream – und das zu den ursprünglich vorgesehenen Zeiten am Vormittag und Nachmittag des 27. Dezember 2020. Nach den Begrüssungsworten des Akademie-Gründers Dražen Domjanić folgte ein eigens angefertigtes, zehnminütiges Filmporträt, das die vergangenen zehn Jahre unseres Hauses mit einigen filmischen Rückblenden zu bedeutsamen Höhepunkten Revue passieren liess. Auch die Aussicht auf die künftige Nutzung des Hagen-Hauses fand darin seinen Platz. Eine besondere Freude waren uns die Gruss- und Gratulationsworte von Liechtensteins Kultur- und Aussenministerin Katrin Eggenberger, die sowohl die starke regionale Verankerung als auch die internationale Strahlkraft der Musikakademie hervorhob. Unser Stiftungsratspräsident Otmar Hasler erinnerte


Brücken in die musikalische Zukunft with you» eine modern romantische, sphärisch angehauchte Liedkomposition über die Bühne. Mit Stephen Schwartz’ «When you believe» boten die beiden Sängerinnen dann ein veritabel dramatisches Popduett. Auch der Akkordeonist Damian Keller trat als Gast der Stiftung «Musik und Jugend» auf die Bühne. Zusammen mit der Violine-Stipendiatin Sara Domjanic wurde nun der kommende 100. Geburtstag des TangoKönigs Astor Piazzolla vorausgefeiert. Mit schwermütigem Schmelz und tiefgründigem Temperament erklang Piazzollas Stück «Café 1930» aus seiner Suite «L’histoire du Tango». Für Piazzollas berühmte, schwermütig glutvolle Komposition «Oblivion» formierten sich Anna Schultsz (Violine), Moritz Huemer (Cello), Damian Keller (Akkordeon) und Isabel Pfefferkorn (Gesang) zu einem gediegenen Quartett.

Jubiläum Mit der Internationalen Musikakademie hat Liechtenstein in den vergangenen zehn Jahren die Profi-Karrieren von rund 1000 talentierten Nachwuchsmusikern aus 30 Ländern nachhaltig gefördert. Und mit einem Galakonzert von Stipendiaten wurde am Sonntag im SAL klangvoll gefeiert.

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aturgemäss hätte das ZehnJahr-Jubiläumskonzert der Musikakademie im Schaaner SAL vor möglichst vollen Publikumsreihen über die Bühne gehen sollen. Aufgrund des kurzfristig erfolgten Corona-Lockdowns wurde aus dem Event dann aber ein Live-Stream via Internet, der auch auf «Volksblatt.li» übertragen wurde. Der feierlichen Atmosphäre und der Qualität des Gebotenen tat dies jedoch keinen Abbruch. Vielmehr konnte das Internet-Publikum in einem sehr abwechslungsreich gestalteten Konzert miterleben, zu welch erstaunlicher musikalischer Brillanz zehn ausgewählte Stipendiaten der Musikakademie – darunter drei Gäste der Vorgängerinstitution Stiftung «Musik & Jugend» – mittlerweile herangereift waren. An Grussworten und Glückwünschen zum Jubiläum fehlte es auch nicht. Während Altregierungschef Otmar Hasler als Stiftungsratspräsident der Internationalen Musikakademie die Herausforderungen und Erfolgserlebnisse der mittlerweile «europäisch anerkannten Talenteschmiede» mit Sitz in Nendeln erwähnte und die Kraft der universell verständlichen Sprache der Musik als Botschafterin für Glück, Hoffnung und Gemeinschaftlichkeit betonte, überbrachte Kulturministerin Katrin Eggenberger die Glückwünsche der Regierung zum Zehn-JahrJubiläum der Musikakademie. Als zugleich Aussenministerin verstand Katrin Eggenberger die Musikakademie ebenfalls als wichtige Imageträgerin und Kulturbotschafterin des

Arrivierte Profis

Sara Domjanic (Violine), Aaron Pilsan (Kalavier) und Kian Soltani (Cello) beschlossen das Galakonzert. (Foto: Andreas Domjanic) Landes weit über die kleinstaatlichen Grenzen hinaus. Nicht zuletzt befinden sich unter den vergangenen Stipendiaten der Musikakademie mittlerweile Träger des begehrten «International Classical Music Nachwuchs-Awards», und das aus den Reihen der Akademie vor fünf Jahren gegründete Ensemble Esperanza gewann vor zwei Jahren den renommierten Opus-Klassik-Preis in Deutschland.

Feinfühlig mit Temperament Nach einem zehnminütigen Imagefilm der Musikakademie, in dem einige Stationen der Talenteschmiede aus den vergangenen zehn Jahren beleuchtet wurden, ging es steil ins Konzertprogramm auf der SAL-Bühne. Die in Liechtenstein aufgewachsene Stipendiaten Isa-Sophie Zünd setzte mit einer ebenso feinfühligen wie ausgefeilt dynamischen Interpretation von Johannes Brahms’ Rhapsodie Nr. 1 am Klavier bestens gelungene Auftaktakzente. Gleich

zudem an den verstorbenen Gründungspräsidenten Winfried Hupmann und Mäzen Günter Brock, der mit seiner Stiftung Musik und Jugend den Grundstein für die Internationale Musikakademie in Liechtenstein gelegt hat. Im Mittelpunkt standen jedoch die hochklassigen Beiträge aktueller und ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten aus der Region, die inzwischen allesamt zu international gefragten Künstlerinnen und Künstlern avanciert sind. Mit ihren ausgezeichneten Darbietungen liessen sie unsere Musikakademie hochleben und sorgten bei den zahl-

anschliessend konnte die Pianistin die Geigerin Anna Naomi Schultsz bei einer farbig, temperamentvoll und keck tänzerisch vorgetragenen Habanera von Pablo de Sarasate begleiten. Nach einem Wechsel an den Pianotasten liess Hanna Bachmann Edvard Griegs Notturno aus dessen «Lyrischen Stücken» traumverloren und melancholisch erklingen, bevor der junge Cellist Moritz Huemer mit Carl Davidoffs spritzig, locker und rasant interpretierten Komposition «Am Springbrunnen» wieder für aufgeweckte Stimmung sorgte. Mit Isabel Pfefferkorn und Nadia Maria Endrizzi gastierten zwei sängerische Stipendiatinnen der einstigen Stiftung «Musik und Jugend» im Jubiläumsprogramm. Während Isabel Pfefferkorn mit F. P. Tostis romantischem Lied «Non t’amo più!» mit zartem Schmelz über ihrer kraftvollen Stimmbasis noch in der klassischen Ecke verweilte, brachte Nadia Maria Endrizzi mit Michel Legrands Komposition «I was born in love

Der Pianist Aaron Pilsan und der Cellist Kian Soltani sind als ehemalige Musikakademie-Stipendiaten mittlerweile zu gefragten Profis auf den internationalen Bühnen aufgestiegen. Ihnen gehörte zum Abschluss des Konzertprogramms die Bühne des SAL. Zunächst Aaron Pilsan, der mit selbstverständlicher Geläufigkeit und keck perlendem Spiel Alfred Grünfelds Konzertparaphrase «Soirée de Vienne» über Motive aus Johann Strauss’ «Fledermaus» vollendet zu Gehör brachte. Dann Kian Soltani, der mit einer expressiv gefühlvollen und sehr sanglichen Cello-Version von Frank Sinatras «My Way» überraschte. Zum Abschluss stiess noch einmal die Violinistin Sara Domjanic zu den beiden Musikern dazu. Zu dritt wurde das Programm mit dem Finalsatz aus Mendelssohn-Bartoldys Klaviertrio Nr. 1 mit grosser Verve, gefühlvoller Strahlkraft und reichlich Tempo beschlossen. (jm)

Medienpartner Volksblatt

reichen Freundinnen und Freunden der klassischen Musik für ein genussvolles Erlebnis in den eigenen vier Wänden. Zu hören und zu bestaunen waren dabei u. a. Hanna Bachmann, Sara Domjanić, Nadia Maria Endrizzi, Moritz Huemer, Damian Keller, Isabel Pfefferkorn, Aaron Pilsan, Anna Schultsz, Kian Soltani und Isa-Sophie Zünd, die sich Werken aus der Feder von Mendelssohn, Bartók, Piazzolla, Strauss u. a. widmeten.

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Hagen-Haus

Ein neues Dach über dem Kopf – der Umzug im Jahr 2024 in den neuen Gebäudekomplex im Herzen Nendelns stellt für die Internationale Musikakademie in Liechtenstein einen echten Meilenstein dar. Die Finanzierung für die Sanierung des geschichtsträchtigen Hagen-Hauses an der Feldkircherstrasse ist noch nicht vollständig abgeschlossen und wir freuen uns über weitere Spenden für dieses Projekt – die Sanierung ist bereits in vollem Gange. Bauherr dieses Projektes ist die Stiftung Hagen-Haus. Die Baukommission setzt sich aus einem Expertenteam zusammen

Kultur

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Mittwoch, 16. Dezember 2020

Musikakademie zieht in Hagen-Haus Nach unzähligen Vorstössen in der Vergangenheit ist es nun so weit: Das denkmalgeschützte Hagen-Haus in Nendeln wird saniert. Bettina Stahl-Frick

Pünktlich zum zehnjährigen Geburtstag der Internationalen Musikakademie gibt’s das grosse Geschenk: In knapp vier Jahren kann die Ausbildungsstätte für hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker in das Hagen-Haus an der Feldkircherstrasse in Nendeln ziehen. Bis dahin wird die denkmalgeschützte Hofstätte bedarfsgerecht saniert, bereits im Januar geht es mit der Detailplanung los. Alle strahlten sie gestern um die Wetter: Otmar Hasler als Präsident der Musikakademie, Drazen Domjanic in der Funktion als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter und Marcus Büchel, Präsident der Stiftung Hagen-Haus, der sich seit Jahren für die Renovation der Hofstätte eingesetzt hat. Um die Medien über die lang ersehnte Lösung zu informieren, haben sie gestern unweit des Hagen-Hauses in die Ofenhalle der Schaedler Keramik AG in Nendeln eingeladen. «Wir werden sichtbar und erhalten Identität», freute sich Otmar Hasler und Drazen Domjanic sprach von einer «unglaublichen Win-win-Situation». Für Marcus Büchel und die Vertreter der Stiftung Hagen-Haus ist es der Lohn für jahrelanges, intensives Engagement und auch Familienvertreter Martin Hörndlinger ist überzeugt: «Das ist eine tolle Sache!»

Stallscheune wird zum Konzertsaal Zu den Plänen: Das Haupthaus wird das bleiben, was es immer war: Ein Wohngebäude mit Wirtschaftsräumen. Es wird die Studentenzimmer, die gleich-

Der Baurechts- sowie Nutzungsvertrag ist unter Dach und Fach. Freude herrscht bei Otmar Hasler, Marcus Büchel und Martin Hörndlinger (von links). Bilder: Tatjana Schnalzger

zeitig als Übungsräume dienen, sowie Wohnzimmer und Büros aufnehmen. Im Dachgeschoss kann eine Bibliothek eingerichtet werden, die als grosser Mehrzweckraum dienen wird. Eine völlig neue Funktion wird die alte Stallscheune erhalten: Sie wird zu einem Konzertsaal umgebaut. Aufgrund seiner Dimension – Höhe und Grundfläche – und Materialität bietet sich das alte Tenn geradezu an, in einen Konzertsaal umfunktioniert zu werden. Die Machbarkeitsstudie untermauerte eindrücklich den ersten positiven Eindruck beim Anblick des alten Tenns, wie Marcus Büchel sagt. «In der von uns in Auftrag gegebenen Expertise gelangten die Bauphysiker zum Ergebnis, dass der Umbau zum Konzertsaal gut möglich ist, was an der viel befahrenen Strasse alles andere als selbstverständlich scheint.» Mit den üblichen technischen Massnahmen könne eine Akustik erreicht wer-

den, wie sie für Konzertsäle erforderlich ist.

Ein Neubau mit Küche und Technikraum Im Konzertsaal werden kleine und grosse Musikformationen – gedacht wird bei letzteren insbesondere an das Symphonieorchester Liechtenstein – einen idealen Ort für ihre Probearbeiten und ebenso für Aufführungen vor Publikum vorfinden. Bis zu 120 Zuhörer werden darin Platz finden. Der Saal wird mit modernem technischem Equipment ausgestattet, welches Aufnahmen und Livestreamings ermöglichen wird. Neben der Renovierung und zweckmässigen Umgestaltung des historischen Doppelgebäudes ist die Errichtung eines neuen Gebäudes gegenüber der Stallscheune geplant. Dieser Neubau soll eine Küche, den Speisesaal, weiters Sanitäranlagen, die Technikräume für die gesamte Liegen-

schaft sowie Lagerräume aufnehmen. Bei Konzertbetrieb wird der Neubau als Foyer dienen. Die Infrastruktur wird also sowohl von den Studenten und vom Personal der Musikakademie als auch von den aufführenden Künstlern und dem Publikum genutzt werden. Zudem ist im ersten Obergeschoss eine Professorenwohnung vorgesehen.

Gesamtaufwand in der Höhe von rund 9 Millionen Für das gesamte Projekt ist mit Investitionskosten in der Höhe von rund neun Millionen Franken zu rechnen. Wie Marcus Büchel sagt, wird das gesamte Bau- und Umbauprojekt mit privaten Mitteln finanziert, abgesehen von der staatlichen Förderung, die gemäss Büchel deutlich über einer Million Franken liegt. Seit Juli 2019 hatten sich die Vorstandsmitglieder intensiv auf die Suche nach finanziellen Mitteln ge-

macht. «Unser Projekt, das Hagen-Haus zu revitalisieren, fand eine sehr erfreuliche Resonanz, wir erhielten begeisterten Zuspruch.» Mittlerweile würden von Stiftungen und Privatpersonen finanzielle Zusagen vorliegen, die es erlaubten, das Bauvorhaben «gut abgesichert» in Angriff zu nehmen. «Die Stiftung HagenHaus verfolgt das Ziel, das Bauvorhaben zur Gänze mit eigenen finanziellen Mitteln zu realisieren, ohne also Fremdmittel in Form von Hypotheken in Anspruch nehmen zu müssen», so Büchel. Das Fundraising werde in den nächsten Monaten und Jahren fortgesetzt.

Was lange währt, wird endlich gut Ein Rückblick: Seit der Unterschutzstellung vor über 30 Jahren gab es zwar einige Vorstösse, die darauf abzielten, die Hofstätte zu renovieren. Aller-

dings war keiner dieser Initiativen ein Erfolg beschieden. Weder vermochte die Eigentümerfamilie das Haus zu sanieren, noch konnten sich Gemeinde oder Land dazu durchringen, die Liegenschaft in ihr Eigentum zu bringen, um es zu renovieren. Erfolglos blieben auch die Initiativen der Denkmalpflege. Einzig das Hausdach war rechtzeitig mit Mitteln des Denkmalschutzes neu eingedeckt worden, sodass keine Schäden am Gebäude aufgetreten sind. Ein Artikel von Marcus Büchel im Jahre 2013 im Seniorenmagazin «60PLUS» – «Das alte Haus von Rocky Docky» vermochte neues Interesse zu entfachen. Der Artikel lieferte Baudenkmalschützer Walter Matt die Idee zu einem Film: «S’Hagen-Huus z’Nendla». Es formierte sich ein «Freundeskreis Hagen-Haus», woraus 2015 der «Verein Pro s’HagenHuus z’Nendla» wurde. 2018 gab es Hoffnung: Eine gemeinnützige Stiftung bot an, sich an den Renovationskosten mit einem bedeutenden Betrag zu beteiligen. Und auch der zweite gordische Knoten löste sich: Die Eigentümerfamilie Hörndlinger unterstützte den Verein tatkräftig. Was noch fehlte, war eine überzeugende Nutzung der Gebäude. In Frage kam die Musikakademie, da sie an ihrem jetzigen Standort aus allen Nähten platzt. Tatsächlich waren zu jenem Zeitpunkt auch die Verantwortlichen der Akademie auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude. Das Angebot kam also genau zum richtigen Zeitpunkt – «erneut eine glückliche Fügung», sagt Marcus Büchel. Das Puzzle war damit komplett.

Erneuter Lockdown: Veranstalter suchen nach Alternativen Das TAK wie auch die Musikakademie bedauern das Veranstaltungsverbot, zeigen aber auch Verständnis für die Massnahmen. Bei der Musikakademie wär am 27. Dezember das grosse Jubiläumskonzert zum zehnjährigen Bestehen geplant gewesen. «Wir klären derzeit mit der Regierung ab, ob wir das Konzert zumindest ohne Publikum live streamen dürfen», erklärt Intendant Drazen Domjanic auf Anfrage. Dabei lobt er insbesondere die Arbeit der Kulturministerin. Katrin Eggenberger habe ihn gestern um 16.01 Uhr angerufen und die Lage geschildert. «So einen Einsatz habe ich in all den letzten Jahren nicht erlebt. Aus unserer Sicht macht sie einen hervorragenden Job. Die Art der Kommunikation und die Art, wie sie Probleme angeht, sind sehr zu loben», so Drazen Domjanic. «Ich danke ihr, dass sie so für die Kultur kämpft.» Drazen Domjanic habe zwar noch gehofft, dass bei uns kein Veranstaltungsverbot in Kraft trete, denn in den letzten drei Monaten habe es positive Zeichen für die Kultur gegeben. «Was ich nicht verstehe, warum das Veranstaltungs-

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verbot nicht ab sofort in Kraft tritt», so Domjanic. Der Intendant der Musikakademie zeigt aber auch Verständnis für die Massnahme: «Wenn die ganze Welt ihre Institutionen schliesst, müssen wir logischerweise auch mitmachen.»

Musikakademie hergerichtet wird: «Geht eine Türe zu, geht eine andere auf.»

Nachholtermine beim TAK in Abklärung Noch weniger konkrete Pläne hatte gestern das TAK bereit. «Wir gehen davon aus, dass wir vom 20. Dezember bis 10. Januar nicht spielen dürfen», so TAK-Intendant Thomas Spieckermann. Wie schon in den vergangenen Monaten würden nun die einzelnen Veranstaltungen geprüft und allfällige Verschiebedaten abgeklärt. Betroffen von der Schliessung wär das musikalische Märchen Hänsel und Gretel, das vom 20. bis 22. Dezember geplant gewesen wäre, das «Tryout» von Hazel Brugger am 9. Januar und der Auftakt der Podium Konzerte am 10. Januar. «Wir klären derzeit die Verschiebedaten ab und informieren, sobald wir mehr wissen», so Spieckermann.

Film zum Jubiläum wird auf jeden Fall ausgestrahlt Was Drazen Domjanic aber in jedem Fall am 27. Dezember zeigen möchte, ist der Film, den er zum zehnjährigen Jubiläum der Musikakademie gemacht hat. Er soll am Jubiläumstag in möglichst vielen Medien ausgestrahlt werden. Während der verordneten Winterruhe möchte er sich aber keinesfalls zurücklehnen, denn er möchte die Zeit nutzen, der Bevölkerung die vom SOL und der Musikakademie produzierte Musik näherzubringen. Was ihn gestern neben dem Dämpfer über das Veranstaltungsverbot aber doch noch freute, war die Verkündigung, dass das denkmalgeschützte Hagen-Haus für die

Drazen Domjanic prüft derzeit, ob das Jubiläumskonzert «10 Jahre Musikakademie» als Livestream ausgestrahlt werden kann. Bild: DS

Mirjam Kaiser

und die Entwicklung dieses ausserordentlichen Vorhabens schreitet mit jeder Sitzung ein Stück voran. Spannende Themen und Herausforderungen, wie zum Beispiel die Akustik des Konzertsaals, der komplett im Stall der alten Scheune entstehen wird, werden aktuell von diesem Team konzipiert. Wir sind sehr erfreut darüber, dem Hagen-Haus nach seiner Eröffnung im Jahr 2024 mit unserer erstklassigen Musikausbildungsstätte für junge Talente wieder neues Leben einhauchen zu dürfen.

Kultur

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Akademie mit leuchtenden Vorbildern Stiftungsratspräsident Otmar Hasler blickt mit Freude und Stolz auf zehn Jahre Musikakademie Liechtenstein. Interview: Bettina Stahl-Frick

Im November 2010 wurde die Internationale Musikakademie in Liechtenstein gegründet. Welchen Weg ist sie in diesen zehn Jahren gegangen? Otmar Hasler: Einen beeindruckenden – das lässt sich in aller Bescheidenheit so zusammenfassen. Bei der Gründung hätte wohl niemand zu träumen gewagt, welchen Stellenwert die Akademie einst im Bereich der musikalischen Hochbegabtenförderung einnehmen würde. Eine Dekade später können wir uns in regelmässigen Abständen über die Auszeichnungen unserer Stipendiaten bei den namhaftesten Musikwettbewerben der Welt freuen. Die Initiative für diese Gründung kam vonseiten der gemeinnützigen Stiftung «Musik und Jugend» – mit welchem Ziel? Für junge, aufstrebende Musiker stellte sich die Situation mit Blick auf die infrage kommenden Ausbildungsstätten damals recht ungünstig dar. Anfahrtswege bis zu 1000 Kilometern zur nächsten infrage kommenden Musikhochschule mussten in Kauf genommen werden. In dieser Problematik erkannte man die Chance zur Gründung einer Institution für die musikalische Aus- und Weiterbildung künftiger Musikergenerationen in der Region. Und das Fazit nach einem Jahrzehnt? Für viele junge Musikerinnen und Musiker ist die Akademie zu einem Sprungbrett auf die Bühnen bedeutender Konzertsäle geworden. Einige unserer Alumni, zum Beispiel Kian Soltani, Aaron Pilsan oder Filippo Gorini machen mittlerweile international von sich reden und sind zu leuchtenden Vorbildern für die jüngere Generation an Stipendiaten geworden. Finanziert wurde es anfangs ebenfalls von der gemeinnützigen Stiftung, mit den Jahren sind Partner und Sponsoren dazugekommen, welche die Akademie unterstützen. Wie sieht es mit der längerfristigen Finanzierung aus? Die langfristige Finanzierung ist und bleibt eine uns beglei-

Stiftungsratspräsident Otmar Hasler freut sich insbesonders, dass mit der Sanierung des Hagen-Hauses die Musikakademie künftig eine eigene Wirkungsstätte erhält. Bild: Tatjana Schnalzger

tende Herausforderung. Wenn wir alle öffentlichen Gelder von Land, Gemeinden und der Kulturstiftung zusammennehmen, macht das wohl etwas weniger als fünf Prozent des jährlichen Budgets aus. Dieses Jahr erhielten wir über die Corona-Härtefallregelung zusätzlich rund 6000 Franken zur Finanzierung des Sozialplans für das Ensemble Esperanza. Das Schaffen und Wirken der Akademie ist also einzig durch die grosszügige Unterstützung einer Reihe von Gönnern und Sponsoren möglich. Ich möchte ihnen an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement danken. Mit welchem Budget rechnet denn die Internationale Musikakademie jährlich? Das Jahresbudget beträgt mittlerweile etwa eine Million Franken. Geld hin oder her, etwas viel Mächtigeres hat dem

Programm der Musikakademie dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht: Wie haben Sie dahingehend dieses Jahr empfunden? Viele unserer «Drehbücher» wurden durch Covid-19 zur Makulatur. Zwei Dinge lassen sich festhalten: Zum einen waren und sind es insbesondere musikalische Erlebnisse, die den Menschen in der sonst schwierigen Coronazeit Halt und Freude spenden. Zum anderen bringen diese aussergewöhnlichen Umstände auch Chancen mit sich. Dank der Gestaltungskraft und dem grossen Engagement des Musikakademie-Teams kam es beispielsweise zu einer Reihe von Onlineausstrahlungen und TV-Übertragungen, die auf sehr positive Resonanz stiess. Im Rahmen solcher Ausstrahlungen waren unsere jungen Künstlerinnen und Künstler bei rund 15 Kon-

zerten online und im TV zu erleben. Könnten die ganzen Geschichten um einen Livestream künftig für die Akademie eine Rolle spielen? Ja, definitiv. Ein fester Bestandteil der Planungen für den künftigen, erfolgreichen Bestand der Akademie ist dem professionellen Auf- und Ausbau der Streaming-Infrastruktur gewidmet. Schon vor Coronazeiten war absehbar, dass die Streaming-Technologie eine gewichtige Rolle, auch – oder insbesondere – in der Kultur- und Bildungsbrache spielen würde. Doch dazu wird es von unserer Seite bald interessante Neuigkeiten geben. Unter dem Motto «Miteinander musizieren heisst voneinander lernen» möchte die Internationale Musikakademie mit dem Sinfonieorchester kooperieren. Sind bereits

konkrete Projekte angedacht? Die Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein existiert im Rahmen der Orchesterakademie bereits seit einigen Jahren. Angehende Künstler treten bei hochqualitativen Konzertveranstaltungen auf und erhalten somit wertvolle Orchestererfahrung. Inzwischen zählen sie schon zum festen Bestandteil des Orchesters und machen 20 bis 25 Prozent der Orchesterbelegschaft aus. Da auch das SOL vom Können der jungen Talente profitiert, ergibt sich eine beidseitige bereichernde Partnerschaft. Was wünschen Sie sich zum zehnjährigen Geburtstag der Musikakademie? Eine eigene Wirkungsstätte für die Internationale Musikakademie. Es freut mich, dass dieser Wunsch mit der Sanierung des Hagen-Hauses bald Wirklichkeit werden wird.


Nendler Hagen-Haus wird zum Klassik-Zentrum

MITTWOCH 16. DEZEMBER 2020

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DONNERSTAG 17. DEZEMBER 2020

Interview Marcus Büchel, Präsident Stiftung Hagen-Haus

Neue Nutzung für das Hagen-Haus: «Wir hatten ein grosses Glück mit der Musikakademie» Wiederbeleben Seit vielen Jahren steht das Hagen-Haus in Nendeln leer. Jetzt tragen aber Bemühungen Früchte, wie Marcus Büchel, Präsident der Stiftung Hagen-Haus, dem «Volksblatt» berichtet. VON ELMAR GANGL

«Volksblatt»: Wie fühlt man sich, nachdem nun alle Verträge für die zukünftige Nutzung des Hagen-Haus unter Dach und Fach sind? Marcus Büchel: Ich persönlich bin natürlich sehr zufrieden und befriedigt. Wir sind nun schon lange an diesem Projekt dran – meinen ersten Text über das Hagen-Haus habe ich vor sieben Jahren veröffentlicht. Nach Jahren des Auf und Ab, der Stagnation und Aussichtslosigkeit, als niemand mehr glaubte, es werde je etwas aus dem desolaten Objekt, ist die Renovierung in greif bare Nähe gerückt. Wir sind natürlich sehr glücklich über diese Wende. Im Grunde können wir es selbst noch nicht ganz fassen, dass sich unser Wunschtraum entgegen jeder Wahrscheinlichkeit erfüllen wird. Was sind die nächsten Schritte, die die Stiftung zu tun hat? Der Stiftungsrat wird noch vor Jahresende den Startschuss zur Umsetzung geben. Wie bei jedem Bauvorhaben wird es als nächstes um die Detailplanung gehen. Nachdem wir eine Machbarkeitsstudie erstellen haben lassen, wissen wir auch, auf was wir uns einlassen: Wir haben Pläne im Entwurf vorliegen, und wir haben die Kosten genau kalkulieren lassen. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Haus handelt, müssen wir eine detaillierte Bestandsaufnahme machen. Wir werden erhalten, was immer möglich ist und dabei sehr respektvoll mit der vorhandenen Bausubstanz und den Materialien im Gebäude umgehen.

es, Qualitäten im Unscheinbaren aufzuspüren. Interessiert hat mich immer, wieso erleben wir etwas als angenehm und schön, also eine psychologische Fragestellung. Und dabei ist mir aufgefallen, dass besonders alte Gebäude und Siedlungsstrukturen unser ästhetischen Empfinden befriedigen. Wenn man sich geschult hat, zu schauen, gibt es bei uns im Land vieles zu entdecken. Und weil ich den Eindruck hatte, dass das, was wir bei uns an Schönem und Wertvollem haben, viel zu wenig Beachtung und Wertschätzung findet, habe ich begonnen, darüber zu schreiben und mich dabei besonders mit psychologischen und soziologischen Aspekten der Architektur befasst. Und irgendwann musste man auf das Hagen-Haus kommen. Sie wohnen in Nendeln, was verbinden Sie mit diesem alten Gemäuer an der Feldkircherstrasse? Dieses Haus hat für Nendeln, ja das ganze Unterland, eine grosse Bedeutung, wurde dort doch 1864 die erste Poststelle im Unterland eingerichtet. Ich bin in Eschen aufgewachsen und habe im Gegensatz zu meinen Nendler Kollegen, die dort noch einund ausgegangen sind, keine frühkindliche Bindung zum Hagen-Haus. Aber ich bin unzählige Male daran vorbeigefahren. Dieses historische Gebäude hat mich immer schon angesprochen. Es erschien mir immer als etwas Besonderes. Und es ist ja noch in seinem heruntergekommenen Zustand schön. Über Jahre blieb es mir ein Rätsel, wieso es denn nicht hergerichtet wird. Jahre später habe ich mich im Zuge meiner Recherchen intensiver mit dem Anwesen befasst. Die Ergebnisse sind in einen Artikel eingeflossen, der 2013 im Seniorenmagazin «60PLUS» unter dem Titel «Das alte Haus von Rocky Docky» erschienen ist. Aus meiner Recherchearbeit wurde mir deutlich, wie bedeutend dieses Haus war und ist.

Wie kam es dazu, dass Sie eine weBis es aber zu diesen Verträgen sentliche Rolle um das Hagen-Haus kommen konnte, ist viel Vorarbeit spielen? geleistet worden. Sie scheinen sich Ich konnte natürlich nicht ahnen, schon länger für ältere Häuser im was ich mit dem Artikel auslöse. ObLand zu interessieren, haben Artikel wohl mir die Erhaltung alter Subsdazu verfasst. tanz schon wichtig ist, war mit der Das Thema Architektur interessiert Ablieferung des Artikels die Arbeit mich seit meiner Jugend. Daran sind für mich an sich erledigt. Es kam anvermutlich die vielen Aufenthalte ders. Ganz begeistert meldete sich seit meiner Kindheit in Italien nicht Dr. Walter Matt bei mir, man müsse unbeteiligt, viele unbedingt etReisen in Europa «Dieses historische Gebäude was machen. Er und Übersee; meiwollte einen (...) ist ja noch in seinem ne Studienzeit in Film produzieheruntergekommenen Innsbruck; ich verren, indem ich Zustand schön.» bringe einen Teil mitwirken solldes Jahres in Südtite. Der Film rol mit seinem grossartigen Archi- wurde auch realisiert und in Nentekturerbe; da gäbe es vieles aufzu- deln gezeigt. Als nächsten Schritt zählen. Überall kann man interes- haben wir eine Interessensgemeinsante Gebäude entdecken und die schaft für die Renovierung des HaSchönheit alter Dorf- und Stadtteile gen-Hauses ins Leben gerufen. Aus studieren. Man muss aber gar nicht dieser erwuchs dann der Verein weit reisen. Vor der Haustüre haben «Pro s’Hagen-Huus z’Nendla». wir Feldkirch, das Städtchen Wer- Ich habe sozusagen die Initialzündenberg. Es sind für mich nicht bloss dung gegeben, Walter Matt hat den die berühmten grossen Bauwerke, Funken aufgefangen und damit ein besonders reizvoll finde ich es, ir- Feuer entfacht, welches heute noch gendwo, wo man es nicht erwartet brennt. hat, ein besonderes Gebäude oder Von Anfang an war ich federführend ein interessantes Gebäudeensemble beteiligt, habe gute Leute zum Mitzu entdecken. Spannend finde ich machen animieren können und

Das denkmalgeschütze Dachgebälk im zukünftigen Konzertsaal des Hagen-Hauses. (Foto: ZVG/Stiftung Hagen-Haus/K. Schädler)

konnte meine Ideen einbringen. Ich übernahm die Aufgabe, mich um die Finanzierung zu kümmern. Das Sponsoring entwickelte sich sehr gut, worauf ich vorschlug, eine Stiftung zu gründen. Es war dann naheliegend, mir das Amt des Präsidenten anzuvertrauen. Dazu gleich die nächste Frage, denn meist kümmern sich Land und Gemeinden aus eigenem Interesse um alte Häuser. Warum hier nicht? Diese Frage ist sehr berechtigt, und sie beschäftigt mich seit Jahren. Die Antwort ist komplex. Nur so viel: Wir haben bei uns nur sehr mangelhafte ökonomische Anreize für den Erhalt historischer und wertvoller Bausubstanz. Und dann hat die Abrissfreude – das muss man so benennen – auch etwas mit Identität zu tun. Im Niederreissen liegt etwas Zerstörerisches. Es gibt Leute, die sich zumindest Gedanken machen, bevor sie die Entscheidung treffen, ihr altes Haus durch ein neues zu ersetzen. Aber es gibt auch die reine Investorenmentalität. Diesen Leuten bedeutet das Erbe an Baukultur gar nichts, und sie reissen alles ohne Skrupel ab. Und leider treten auch Land und Gemeinden viel zu selten beispielgebend als Erhalter und Bewahrer auf. Es wäre nicht richtig, wenn man sagen würde, die Gemeinde Eschen hätte sich gar nicht um das HagenHaus gekümmert, Es gab mehrere Anläufe und Projekte. Auch der Denkmalschutz war aktiv. Aber all diese Vorstösse sind letztlich im Sand verlaufen. Nach meiner Auffassung wäre es anders verlaufen, wenn ein fester politischer Wille da gewesen wäre, aus dem denkmalgeschützten Objekt etwas zu machen. Dazu braucht es aber ein Verständnis, dass es sich um ein wertvolles Haus handelt und die Überzeugung, unser Kulturgut zu erhalten. So ist der Weg eben anders verlaufen. Die Renovierung und Revitalisierung der historischen Hofstätte wird als reine Privatinitiative engagierter Bürger realisiert. Es wurde ein Verein gegründet. Welche Ziele wurden und werden vom Verein verfolgt? Ursprünglich war es das Ziel des Vereins «Pro s’Hagen-Huus z’Nendla», auf die Gemeinde oder das Land dahingehend einzuwirken, dass einer der beiden das Anwesen erwirbt, um die Gebäude zu renovieren. Das steht auch so in den Statuten. Und damals haben wir nicht daran zu denken gewagt, das Projekt privat stemmen zu können. Zuletzt haben wir die Gemeinde Eschen versucht davon zu überzeugen, dass sich das Hagen-Anwesen für das geplante Vereinshaus oder Begegnungszentrum eignen würde. Doch die Gemeinde hat sich für das Projekt «Clunia» und damit für einen Neubau entschieden. Es folgte dann noch ein Intermezzo des Landes. Wie uns zur Kenntnis gebracht wurde, plante die Regierung, dort eine landesnahe Institution unterzubringen. Der Verein wurde erfreulicherweise auch eingeladen, Vorschläge einzubringen. Nach einem langwierigen Prozess liess die Regierung das Vorhaben schlussendlich fallen.

So könnte das Hagen-Haus mit Konzertsaal und Unterkünften aussehen. (Planskizze: ZVG/Stiftung Hagen-Haus)

Und dann kam eine überraschende Wende? Es ist etwas schier Unglaubliches passiert. Mein Bericht von 2013 hatte ja den Film und die Vereinsgründung zur Folge. Es gab vom Verein Aktivitäten ums Hagen-Haus. Unser Engagement wurde offenbar wahrgenommen. Vor etwa drei Jahren rief mich ein Stiftungsrat einer gemeinnützigen Stiftung an und fragte mich, ob ich Geld fürs Hagen-Haus brauchen könnte. Sie hat uns einen beträchtlichen Betrag in Aussicht gestellt. Das war schon motivierend. Aber selbst dieser Betrag hätte nicht als Grundstock gereicht. Der Durchbruch erfolgte im Sommer 2019. Die nämliche Stiftung meldete sich wieder bei mir. Sie trage sich mit dem Ansinnen, anlässlich des 300-JahrJubiläums Liechtensteins die Unterstützung für unser Projekt deutlich zu erhöhen. Der zweite ebenso wichtige Grund für den Durchbruch lieferte die Eigentümerfamilie Hörndlinger. Denn sie erklärte sich angesichts der positiven Signale bereit, uns die Liegenschaft im Baurecht zu überlassen. Ohne dieses Entgegenkommen hätte uns alles Geld nichts genützt, denn wir wären niemals in der Lage gewesen, neben der Renovierung auch noch den Boden zu erwerben. Diese beiden Faktoren bereiteten das Fundament, um loslegen zu können. Im vergangenen Sommer haben wir durchgestartet und haben von da an sehr professionell Fundraising, Projektplanung und die Ausarbeitung der Vertragswerke betrieben.

Der Denkmalschutz wird da sicher auch ein Thema sein. Gewiss, das Haus steht bekanntlich unter Denkmalschutz und das bereits seit über 30 Jahren. Den Leiter der Denkmalpflege haben wir von Anfang an intensiv einbezogen, und er wird auch das gesamte Bauprojekt fachlich begleiten. Und, was natürlich sehr wichtig ist, wir können mit einer bedeutenden Förderung nach dem Kulturgütergesetz rechnen. Das Land wird daher mit einem sehr wichtigen Beitrag schlussendlich doch an unserem Projekt beteiligt sein. Und wer ist die Trägerschaft des ganzen Projekts? Das ist doch ein grosser Wurf? Die Erarbeitung der gesamten Grundlagen ist ein Verdienst des Vereins. Beim Start der Intensivphase im vergangenen Sommer sind wir allerdings zum Schluss gelangt, dass ein Verein nicht die ideale Rechtsperson für so ein grosses Projekt darstellt. Wir wussten, dass wir alles höchst professionell vorantreiben müssen. Dafür wäre ein Verein zu schwerfällig gewesen. Deshalb beschlossen wir, eine Stiftung zu gründen. Diese, mit Namen Stiftung Hagen-Haus, wurde am 15. September dieses Jahres gegründet. Von diesem Datum an übernahm die Stiftung das Zepter vom Verein. Allzu schwierig war, das muss man hier einflechten, die Übergabe nicht, denn sämtliche Vorstandsmitglieder des Vereins sind nun auch Mitglieder des Stiftungsrates. Unsere Stiftung ist seither Trägerin des Projekts. Sie ist

Als Präsident der Stiftung Hagen-Haus kann sich Marcus Büchel über die Revitalisierung und künftige Nutzung des historischen Gebäudes durch die Internationale Musikakademie in Liechtenstein freuen. (Foto: Michael Zanghellini)

Vertragspartner der Eigentümerfa- in das Hagen-Haus ein, in ein grosmilie sowie der Musikakademie, ses Anwesen mit viel Umschwung. Bauherrin, später Vermieterin. Weiss man schon, was da alles geOhne die Zustimmung der Familie plant ist? Hörndlinger hätten wir gar nicht tä- Wir hatten ein grosses Glück mit der tig werden können. Sie war uns und Musikakademie. Wir und Otmar unseren Aktivitäten in allen Phasen, Hasler, der Präsident der Stiftung soauch den aussichtslosen, sehr wohl wie deren Geschäftsführer Drazen gewogen. Und ohne den enormen Domjanic sind auf einer Linie. Wir Einsatz meiner können uns aufeinKollegen, sei es im «Und, was praktisch das ander verlassen, Verei n svorst a nd es besteht ein Sahnehäubchen sein wird: und oder im Stiftungsgegenseitiges VerDas Tenn wird zum rat, wäre dem Untrauensverhältnis. Konzertsaal umgebaut.» So haben wir uns ternehmen kein Erfolg beschieden auch nach der ersgewesen. Wir alle sind ehrenamtlich ten Besichtigung der alten Hofstätte tätig und haben sehr viel Zeit inves- schnell gefunden. Uns war klar, dass tiert. Aufgrund des vorhandenen wir nur die Chance haben würden, Fachwissens meiner Kollegen mit ih- genügend finanzielle Mittel aufzuren verschiedenen Professionen hat- treiben, wenn wir nach der Renovieten wir die Möglichkeit, sehr vieles rung eine überzeugende Nutzung selber zu machen. Ich denke an die würden präsentieren können. Finanzierung eines Vorhabens die- Mit der Musikakademie haben wir ser Grössenordnung, an die komple- die ideale Mieterin gefunden. Sie ist xen juristische Aufgaben, die Pla- kulturell ausgerichtet, ist im Bilnung, die Textarbeit und vieles dungsbereich tätig, indem sie Musimehr. Wir haben einen guten Team- ker ausbildet, ist gemeinnützig und geist und setzen uns alle mit Freude hervorragend organisiert. Die Akaund Engagement ein. demie wird die gesamten Räumlichkeiten für ihren Betrieb benötigen, Sind da neue Aufgaben, neue Ideen und sie ist in der Lage, die Liegenfür den Verein? schaft zu verwalten. Die Akademie Der Verein bleibt erhalten. Er tritt passt zu uns und dem Objekt. zwar als Hauptakteur zurück, wird Es ist andererseits auch so, dass wir aber als Unterstützungsverein eine bei der Renovierung massgeschneinicht unerhebliche Aufgabe haben. dert auf die Bedürfnisse der AkadeAuch wird er bei der Ausgestaltung mie hinplanen. Es werden Schlafder Nebennutzung eine aktive Rolle und Übungszimmer für die Studenspielen. ten, Aufenthaltsräume, Wohnräume für die Professoren, Büros für die Die Internationale Musikakademie Verwaltung entstehen. in Liechtenstein zieht bekanntlich Und, was praktisch das Sahnehäub-

chen sein wird: Das Tenn wird zum Konzertsaal umgebaut. Neben dem Tenn wird ein Neubau errichtet, der Funktionsräume wie Küche, Speisesaal, Toiletten aufnehmen wird, und bei Konzerten werden diese als Foyer dienen. Sehr wichtig war uns, dass das Haus nicht bloss hin und wieder belebt, sondern ganzjährig genutzt wird. Ist das Haus nach der Eröffnung exklusiv für die Musikakademie reserviert? Nein. Sowohl für uns von der Stiftung Hagen-Haus wie auch für die Musikakademie ist es wichtig, das Haus zu öffnen. Die Musikakademie ist der Hauptnutzer, so ist es auch vertraglich definiert. Darüber hinaus wird es Nebennutzungen geben. Wenn die Akademie Ferien hat oder wenn sie Räume nicht benötigt, sollen diese hausexternen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Das kann für kulturelle, soziale oder auch gesellschaftliche Veranstaltungen sein. Darf denn schon mit einem Eröffnungstermin spekuliert werden? Es gibt jetzt schon einen ziemlich exakten Fahrplan, und ja, die Eröffnung ist auf das Frühjahr 2024 anberaumt. «Aus alt mach neu» oder «nicht alles muss weg»: Würden Sie noch bei weiteren Altbauten eine Notwendigkeit zum Handeln sehen? Obwohl wirklich vieles abgerissen wurde, gibt es noch etliche erhaltenswerte Altbauten, man könnte

Bücher schreiben darüber. Wenn man aufzuzählen beginnt, staunen die meisten Leute, weil sie der Überzeugung sind, bei uns gäbe es nichts. Mir fällt spontan die Hofstätte an der Landstrasse in Triesen, das sogenannte Humbi-Hus ein, das auch von Baumeister Seger im klassizistischen Stil erbaut wurde. Von diesen klassizistischen Seger-Gebäuden sind übrigens insgesamt noch vier erhalten. Und unbedingt erwähnen muss ich auf Ihre Frage hin das Triesner Oberdorf als das vermutlich schönste geschlossene Ensemble von alten Häusern im Land. Dort gäbe es viel zu tun. Das Madleni-Hus in Triesenberg zählt gewiss auch zum Kulturerbe. Leider können sich die Triesenberger nicht zu einer Renovierung durchringen. Das sind nur wenige Beispiele. Über das ganze Land verstreut findet sich viel mehr an Erhaltenswertem, als man gemeinhin denken würde. Darunter befinden sich prominente Gebäude ebenso wie bescheidenere. Es gibt darüber hinaus eine nicht unerhebliche Anzahl an Bauwerken aus dem 20. Jahrhundert, die schützensund erhaltenswert sind. Ich erwähne nur die Sommerlad-Häuser, die als Flaggschiffe der Moderne in Liechtenstein gelten. Als Präsident der Stiftung HagenHaus, was sind da Ihre Aufgaben? Man ist da sicher nicht nur der Repräsentant. Der Präsident hat die Stiftung zu führen, die strategischen Leitlinien mit den Kollegen zu entwickeln. Ich bin mit Freude an der Arbeit und verantwortlich für

das Fundraising, die Öffentlichkeitsarbeit, habe insgesamt den Überblick zu wahren und sämtliche Aktivitäten zu koordinieren. Und ich bin in die Renovierung des Hauses involviert, indem ich den Vorsitz der Baukommission selbst übernommen habe. In naher Zukunft – Worauf freuen Sie sich beim Hagen-Haus? Eigentlich auf mehreres. Ich finde es höchst spannend, die Renovation mitzugestalten. Ich freue mich darauf, das gesamte Häuserensemble eines Tages schön instand gesetzt bewundern zu können und darauf, dass dort Leben Einzug halten wird. Besonderes Vergnügen bereitet mir der Gedanke an die erste Musikdarbietung im neuen Konzertsaal. Wo sehen Sie das Hagen-Haus in zehn Jahren? Ich hoffe, dass es kontinuierlich weitergehen wird und unsere Nachfolger auch nach 2034 von der Flamme der Begeisterung zehren werden. Wir haben den Baurechtsvertrag mit einer Laufzeit über 70 Jahre sowie den Mietvertrag langfristig abgeschlossen. Wir haben die menschenmögliche Vorsorge getroffen, dass nicht nur die heute junge sondern auch künftige Generationen von dem profitieren werden, wofür wir heute die Fundamente setzen.

Informationen über die beiden Partner auf musikakademie.li und hagen-haus.li

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Streaming

Die Corona-Pandemie hat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein in vielerlei Hinsicht Steine in den Weg gelegt. Wir liessen uns davon jedoch nicht unterkriegen, sondern machten aus der Not eine Tugend. Um den Stipendiatinnen und Stipendiaten weiterhin Konzerte in Liechtenstein zu ermöglichen und gleichzeitig unserem geschätzten Publikum in diesen herausfordernden Zeiten klassische Musik bieten zu können, handelte die Musikakademie und rief das Livestreaming der Residenzkonzerte und der Virtuoso Konzerte ins Leben. Diese digitale

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Erneuerung wurde auch nach der Aufhebung des Publikumsverbots bei Veranstaltungen beibehalten. Damit haben nun nicht nur alle Interessierten in Liechtenstein und der Region die Möglichkeit, die jungen Nachwuchstalente live vor Ort zu hören und zu sehen, sondern auch Freundinnen und Freunde, Familie sowie Musikbegeisterte aus aller Welt. Die von der KULMAG Kulturmanagement AG lancierte Streaming-Plattform www.kulmag.live bietet dem Publikum klassische Musik in und aus Liechtenstein.



Konzerte

Virtuoso Konzerte im Peter Kaiser Saal in Eschen: Virtuoso Konzert am 18. September 2020 Violinklasse von Prof. Ana Chumachenco: Diana Adamyan, Mira Marie Foron, Tassilo Probst, Anatol Toth, Maya Wichert, Simon Zhu Virtuoso Konzert am 9. Oktober 2020 Violoncelloklasse von Prof. Thomas Grossenbacher: Felix Brunnenkant, Ema Grčman, Jonas Palm, Jonathan Reuveni, Bea Magdalena Sallaberger, Romana Šimbera Virtuoso Konzert am 26. Oktober 2020 Violaklasse von Prof. Thomas Riebl: Daniel Medina Arango, Clara Nagl , Eva-Maria Radl, Jiliang Shi, Jasper Sitte, Yue Yu

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Virtuoso Konzert am 3. Februar 2021 (Livestream) Violoncelloklasse von Prof. Ivan Monighetti: Willard Carter, Leonardo Chiodo, Montserrat Egea Tapetado, Friederike Herold, Maria Salvatori, Alejandro Viana Virtuoso Konzert am 10. Februar 2021 (Livestream) Klavierklasse von Prof. Milana Chernyavska: Roman Fediurko, Ron Maxim Huang, Rafael Kyrychenko, Aristotelis Papadimitriou, Clara Isabella Siegle, Ádám Szokolay Virtuoso Konzert am 11. März 2021 (Livestream) Klavierklasse von Prof. Pavel Gililov: Simon Bürki, Hyena Cho, Arsen Dalibaltayan, Eva Gevorgyan, Anastasiia Kliuchereva, Elizaveta Kliuchereva, Martin Nöbauer


Virtuoso Konzert am 5. Mai 2021 Klavierklasse von Prof. Claudio Martínez Mehner: Vladimir Aćimović, Can Çakmur, Elizaveta Kliuchereva, Jan Nikovich, Laura Mota Pello, Iren Pilikyan

Residenzkonzerte im Rathaussaal Vaduz: Residenzkonzert am 24. September 2020 Violoncelloklasse von Prof. Ivan Monighetti: Willard Carter, Anastasia Feruleva, Friederike Herold, Moritz Huemer, Maria Salvatori, Arne Zeller Residenzkonzert am 25. November 2020 Klavierklasse von Prof. Pavel Gililov: Nikola Bogomilov, Arsen Dalibaltayan, Ron Maxim Huang, Elizaveta Kliuchereva, Pavle Krstic, Martin Nöbauer

Residenzkonzert am 26. März 2021 (Livestream) Violoncelloklasse von Prof. Jens Peter Maintz: Owen Davis, Moritz Huemer, Caterina Isaia, Jisoo Kim, Alina Isabel Morger, Grace Sohn Residenzkonzert am 29. April 2021 Violoncelloklasse von Kian Soltani: Anna Olivia Amaya Farias, Miriam Dorner, Mar Gimferrer, Carlo Lay, Bea Magdalena Sallaberger, Michael Wehrmeyer Residenzkonzert am 19. Mai 2021 Klavierklasse von Prof. Milana Chernyavska: Javier de Diego Bermejo, Emin Kiourktchian, Tabea Streicher, Kostandin Tashko, Oleksandra Totkalova, Matouš Zukal Residenzkonzert am 27. Mai 2021 Violinklasse von Prof. Ingolf Turban: Leonhard Baumgartner, Helene Freytag, Elisso Gogibedaschwili, Laura Katherina Handler, Tareq Matar, Simon Zhu

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Residenzkonzert am 6. Juni 2021 Querflötenklasse von Prof. Philippe Bernold: Juliette Jolain, Anna Karanitsch, Eva Kieffer, Maxime Paschoud, Maria Inês Pereira Castro, Naemi Võsand

Freundeskreis-Konzert Das Sinfonieorchester Liechtenstein begleitete bei seinem traditionellen Freundeskreis-Konzert am 29. September 2020 im SAL in Schaan unsere Stipendiatin Isa-Sophie Zünd. Unter der musikalischen Leitung des jungen und dynamischen Dirigenten Frank Dupree begeisterte sie das Publikum mit den bezaubernden Klängen von Beethovens Rondo für Klavier und Orchester in B-Dur.

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ERLEBE SOL Im Rahmen des 4. ABO-Kammermusikkonzertes „ERLEBE SOL“ am 22. November 2020 präsentierte unser ehemaliger Stipendiat Mario Häring (Klavier) zusammen mit seinem Kammermusikpartner Benedict Kloeckner (Violoncello) als Gast musikalische „Schmuckstücke“ von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Astor Piazzolla im Rathaussaal Vaduz. Ein Konzerterlebnis, das mit Stolz als grosser Erfolg bezeichnet werden darf.

SOL im SAL Zum Jahresauftakt der Konzertsaison 2021 fand das 1. ABO-Sinfoniekonzert „SOL im SAL“ am 19. und 20. Januar 2021 in Schaan statt. Durch die zu diesem Zeitpunkt gesetzlich vorgeschriebenen Corona-Massnahmen und dem daraus resultierenden Veranstal-


tungsverbot wurde aus der Not eine Tugend gemacht und dem Publikum das Konzerterlebnis als Livestream angeboten. In einer Symbiose mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein begeisterte die Violinistin und Stipendiatin Veriko Tchumburidze mit dem Konzert für Violine und Orchester in d-Moll, op. 47, von Jean Sibelius nicht nur das Team vor Ort, sondern auch das Publikum vor den Bildschirmen.

TAK – Vaduzer Weltklassik-Konzert Als ein absolutes Highlight des vergangenen Studienjahres wurde das TAK – Vaduzer Weltklassik-Konzert am 24. Juni 2021 gefeiert. Das Sinfonieorchester Liechtenstein begleitete unter der Leitung des namhaften Dirigenten Kevin John Edusei unseren ehemaligen Stipendiaten und derzeitigen Dozenten Kian Soltani am Violoncello. Durch sein mitreissendes Spiel begeisterte er das Publikum im Vaduzer-Saal und wurde dafür mit tosendem Applaus und Standing Ovations belohnt.

ICMA-Preisverleihung und Galakonzert Für festliche Klänge sorgten ausgewählte Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein im Rahmen der Preisverleihung und des Galakonzertes der „International Classical Music Awards“ am 27. Juni 2021 in Vaduz. Die Preisverleihung wurde von den beiden Stipendiaten Friederike Herold (Violoncello) und Simon Zhu (Violine) sowie von der an der Musikakademie bekannten Korrepetitorin Tatiana Chernichka (Klavier) musikalisch umrahmt. Beim anschliessenden feierlichen Galakonzert im Vaduzer-Saal waren bekannte Musikerinnen und Musiker aus der Welt der klassischen Musik zu Gast. Ausserdem stellten die ICMA-Preisträgerinnen und -Preisträger Maya Wichert, Chouchane Siranossian, Marc Bouchkov und Ingolf Turban (allesamt Geigerinnen und Geiger) sowie der Pianist Can Çakmur im wunderbaren Zusammenspiel mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Diese prestigeträchtige Veranstaltung wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben.

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International Classical Music Awards (ICMA)

Ein ganz besonderes Ereignis stellte die Preisverleihung der „International Classical Music Awards 2021“ am 27. Juni 2021 in Vaduz dar. Es war eine grosse Ehre, diese renommierte Veranstaltung in Liechtenstein zu Gast zu haben – und es erfüllt uns mit Stolz, dass zudem sechs Künstlerinnen und Künstler, die der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein teils seit vielen Jahren eng verbunden sind, ausgezeichnet wurden. „Young Artist of the Year“ „Discovery Award“ „Orchestra Award“ „Orchestra Award“ „Special Achievement Award“

Can Çakmur, Klavier Maya Wichert, Violine Marc Bouchkov, Violine Kian Soltani, Violoncello Dražen Domjanić, Unternehmer

„Special Achievement Award“ „Baroque Instrumental CD Award“

Ingolf Turban, Violinpädagoge Chouchane Siranossian, Violine

Stipendiat der Musikakademie Stipendiatin der Musikakademie Stipendiat und Dozent M & E Week Stipendiat und Dozent M & E Week Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Musikakademie Professor an der Musikakademie Konzertmeisterin ENSEMBLE ESPERANZA

Diese Bilanz stellt unserer Institution ein ausserordentliches Zeugnis aus. Wir gratulieren den herausragenden Künstlerinnen und Künstlern ganz herzlich zu ihrem Erfolg und danken ihnen für ihr Engagement und ihre Leidenschaft für die klassische Musikwelt.

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Ausblick

Das vergangene Studienjahr der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein hat uns zahlreiche schöne Erinnerungen beschert. Jedoch musste das Team auch spannende Herausforderungen, in erster Linie in Bezug auf die Corona-Pandemie, auf sich nehmen. Die stetigen Bemühungen und das Engagement haben am Ende Früchte getragen. Mit diesem guten Gefühl und den erreichten Zielen richten wir unseren Blick auf die Zukunft – und somit auf das Studienjahr 2021/2022. Wie gewohnt, verfolgen wir auch im nächsten Jahr unser Erfolgskonzept mit den Intensiv-Wochen sowie den Musik & Experience Weeks für junge Talente und bieten Spitzenförderung mit höchstem Qualitätsanspruch. Eine grosse Freude ist die Fortsetzung des Begegnungsforums „Kultur der Lehre“. Bei dieser Kooperation zwischen der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, der Hochschule für Musik und Theater

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München, der Musik Akademie Basel und der Universität Mozarteum Salzburg wird über eine neue Kultur der Lehre reflektiert. Gemeinsam mit renommierten Professorinnen und Professoren soll über die Stärken und neuralgischen Punkte der Hochschularbeit gesprochen werden sowie über eine neue Kultur der Lehre nachgedacht und nach interessanten Modellen und neuen Lösungen gesucht werden. Die Hochschule für Musik und Theater München wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 19.-21. November 2021 willkommen heissen, wenn es um die Verknüpfung der Studien mit dem (regionalen) Kulturleben, die Zukunft der Musikhochschulen sowie Überlegungen zu Ideen und Projekten für neue Innovationen geht. Das darauffolgende Seminar-Wochenende wird im März 2022 in Basel abgehalten. Im April 2022 wird der Abschluss der Veranstaltungsreihe bei uns an der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein stattfinden. Somit werden wir die besondere Ehre haben, die Professo-


rinnen und Professoren sowie die Rektorinnen und Rektoren der Hochschulen bei uns in Liechtenstein willkommen zu heissen und für das Forum „Kultur der Lehre“ ein gebührendes und pädagogisch anspruchsvolles Abschlusswochenende zu veranstalten. Vielversprechende Zukunftspläne hat auch das ENSEMBLE ESPERANZA. Nachdem dieses Ensemble aus jungen internationalen Musikerinnen und Musikern das erste Mal nach 17 Monaten endlich wieder gemeinsam beim Festival :alpenarte im malerischen Schwarzenberg zusammen mit Solistinnen und Solisten wie Bryan Benner (Bariton), Dmytro Choni (Klavier), Sara Domjanić (Violine), Moritz Huemer (Violoncello), Filip Merčep (Pauke) und Hanna Shybayeva (Klavier) auf der Bühne stehen durfte, sind auch für das Jahr 2022 weitere Meilensteine geplant. In Reutte in Tirol wird am 20. Juni 2022 ein Konzert mit neuem Repertoire aufgeführt. Darauf folgt eine

Auslandsreise nach Tschechien. Beim traditionsreichen Festival Smetana‘s Litomyšl werden Freundinnen und Freunde der klassischen Musik aus ganz Europa in dieser idyllischen Kleinstadt Tschechiens die Möglichkeit haben, das ENSEMBLE ESPERANZA bei seinem Konzert am 22. Juni 2022 zu erleben. Das Highlight im nächsten Studienjahr bzw. am Beginn des darauffolgenden stellt jedoch die vierte CD-Aufnahme des jungen Ensembles dar. Wurden in der Vergangenheit bereits drei der vier Himmelsrichtungen bespielt – „Nordic Suites“, „Southern Tunes“ und „Western Moods“ – schliesst sich der Kreis nun mit Blick in Richtung Osten. Mit grosser Begeisterung blicken wir auf die Revitalisierung des Hagen-Hauses in Nendeln und den damit verbundenen Umzug der Musikakademie im Jahr 2024. Für die Durchführung der dadurch neu entstehenden Aufgaben wurde zusätzlich zur Stiftung Internationale Musikakademie in Liechtenstein die Musikakademie Betreibergesellschaft Anstalt gegründet. Der Grund dafür liegt in den kommerziellen Aktivitäten, die zukünftig im Hagen-Haus stattfinden sollen. Dazu zählen beispielsweise die Vermietung des Konzertsaals in der sanierten historischen Scheune an Konzertbüros oder Konzertagenturen sowie die Beherbergung junger Stipendiatinnen und Stipendiaten aus aller Welt. Durch die Gründung der Betreibergesellschaft konnte ein weiterer wesentlicher Schritt in Richtung Weiterentwicklung der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein gemacht werden.

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Unser Team Von der Geschäftsführung über die Organisation der Intensiv-Wochen bis hin zu Livestream-Produktionen und Aufzeichnungen – für diese vielschichtigen Aufgaben ist das Team der KULMAG Kulturmanagement AG in Nendeln verantwortlich. Nicht nur gemeinsam erlebte Momente und bezaubernde Musik, sondern auch Herausforderungen sind unsere Motivation dafür, jungen Nachwuchstalenten aus aller Welt eine Musikausbildung auf höchstem Niveau inmitten einer wunderschönen und inspirierenden Bergkulisse zu ermöglichen.

Laura Domjanić Pavlin: Tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung und Betreuung unserer Intensiv-Wochen erhalten wir von Laura Domjanić Pavlin. Zudem hält sie die Online-Präsenz der Musikakademie auf dem neuesten Stand und ist Ansprechpartnerin für die Studierenden vor Ort während der Intensiv-Wochen.

Dražen Domjanić: Als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter mit zahlreichen Jahren an Erfahrung in der Kulturmanagement-Branche und einem Gespür für Innovation und Fortschritt leitet der Entrepreneur die Musikakademie.

Andreas Grabherr: Auf die fachmännische Unterstützung von Andreas Grabherr setzen wir bei der Erstellung von Filmen, Imagevideos, Werbeclips und professionellen Eventdokumentationen bzw. Aufzeichnungen.

Anna Lili Mittermeier: Als Accountant überblickt sie die Bereiche Finanzen, Buchhaltung und Personalverrechnung.

Julia Entner: Als Schriftführerin ist sie in den Bereichen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit tätig und zudem mit internationalen Kooperationen und Kulturprojekten mit Beteiligung der Musikakademie betraut.

Dražen Domjanić

Anna Lili Mittermeier

Laura Domjanić Pavlin

Geschäftsführer

Finanzen & Personal

Assistentin des CEO

Julia Entner Projekte & Internationales

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Andreas Domjanić: Vertraut mit den Feinheiten der Photographie und mit umfangreichen Kenntnissen in den Bereichen Medien- und Graphikdesign sorgt er für entsprechende Impressionen für Webseite, digitale Medien und Print.

Andreas Domjanić Multimedia & Project Supervisor

Florian Thierbach Künstlerisches Betriebsbüro

Ina Grizelj

Andreas Grabherr

Petra Polz

In Karenz

Multimedia & kulmag.live

Raumpflege



Presse und Medien

Mit einer gezielten Presse- und Medienarbeit ist es der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein gelungen, die Breitenwirksamkeit zu erweitern und immer mehr Menschen über unsere musikalischen Inland

Liechtensteiner Vaterland I Montag, 28. Juni 2021

Geigerin Chouchane Siranossian erhielt gestern ihren dritten ICMA-Award inklusive Babygruss.

Der junge türkische Pianist Can Cakmur erhielt den Preis «Young Artist of the Year».

Bilder: Albert Mennel

Der Nabel der Klassikwelt in Vaduz Mit der Verleihung der «International Classical Music Awards» (ICMA) gastierte gestern ein Grossanlass der Klassikszene in Vaduz. Mirjam Kaiser

Mit einem breiten «Hoi» begrüsste ICMA-Präsident Remy Franck die Gäste der diesjährigen Preisverleihung im Vaduzer Saal. Es sei ihm gesagt worden, dass «Hoi» hier «Willkommen» heisse, fügte er auf Englisch hinzu. In den letzten zehn Jahren hätten die ICMA insgesamt 320 Preise verliehen, sowohl an weltbekannte Künstler wie auch Nachwuchstalente. «Unsere Awards sollen die jungen Leute motivieren, weiterzukommen», so Remy Franck. Die ICMA-Verleihungen würden sich nicht nur durch aussergewöhnliche Galaabende mit hochstehenden Preisträgern auszeichnen, sondern auch dadurch, dass die Jury international und komplett unabhängig sei. «Damit ist Liechtenstein dieses Wochenende der Nabel der klassischen Musikwelt.»

Chouchane Siranossian zum dritten Mal geehrt Zügig schritt Remy Franck zur ersten Ehrung, da insgesamt 18 Preise für Audio- und Videoproduktionen sowie neun Sonderpreise verliehen werden mussten. Als erstes wurde

Chouchane Siranossian in der Kategorie «Baroque Instrumental» für ihr Violinkonzert von Giuseppe Tartini ausgezeichnet. Da dies bereits der dritte Award der Geigerin ist (einer zusammen mit dem Ensemble Esperanza, das sie leitet), bezeichnete sie Remy Franck scherzhaft als Abonnentin der ICMA-Preise. In ihrer kurzen Dankesrede zeigte sich Siranossian sehr berührt vom Preis, vor allem, weil sie nicht damit gerechnet habe. Da sie sich für ihr Album einen unbekannten Komponisten ausgesucht habe, freue sie sich umso mehr über den Preis.

«Die grösste Tragikerin seit Maria Callas» In der Kategorie «Vocal Music» wurde die Sängerin Ermonela Jaho für ihr Album «Anima Rara» prämiert. Die Jury hob ihr grosses dramatisches Können und Charisma hervor, worauf Remy Franck noch eines obendrauf setzte: «Sie ist die grösste Tragikerin seit Maria Callas», sagte er anerkennend. Um ihren Preis abzuholen und am Abend aufzutreten, reiste Jaho extra aus New York an. Der Preis in der Kategorie «Choral

Music» ging an den kroatischen Komponisten Igor Kuljeric und den Chor des Bayerischen Rundfunks. Nachdem das ausgezeichnete Programm «Glagolitic Requiem» das letzte Livekonzert vor der Coronakrise war, sei die Auszeichnung für sie ein Zeichen, dass es weitergehe, sagte ein Vertreter des Chors in seinen Dankesworten.

Hoffnung auf grosse Konzerte Den Preis in der Kategorie «Chamber Music» holte sich Franziska Pietsch für ihr DuoAlbum mit Josu de Solaun. «Dass man wirklich berührt mit Musik, hängt davon ab, wie viel Leidenschaft man hineinsteckt», war sich die Violinistin sicher. In der Kategorie «Symphonic Music» wurden die Berliner Philharmoniker und der Rundfunkchor Berlin ausgezeichnet für die Aufnahmen von diversen Sinfonien. Auch sie sagten, dass sie hofften, bald wieder vor ihrem gewohnt grossen Publikum mit bis zu 35 000 Zuschauern spielen zu können. Des Weiteren erhielt Dmitri Shostakovich für seine Aufnahme «Live in Moscow 1951–1963» den Preis in «His-

torical Recordings» und Riccardo Chailly zusammen mit dem Lucerne Festival Orchestra die Auszeichnung in der Kategorie «Video Performance» für seine Klavierkonzerte Rachmaninovs. «Maestro Chailly», wie er genannt wurde, zeigte sich sehr erfreut über diesen Preis, weil er die lange Zusammenarbeit mit dem Lucerne Festival Orchestra ehren würde. Schliesslich wurde das Label Naxos für zwei Videoproduktionen geehrt: Für «Hamlet» mit dem Champs-Elysées Orchester und für die Doku «Lucas Debargue» von Martin Mirabel.

Can Cakmur wird «Young Artist of the Year» Nach der ersten Stunde waren die Sonderpreise an der Reihe: «Young Artist of the Year» wurde der türkische Pianist Can Cakmur. Er freue sich sehr, diesen Award in Liechtenstein zu erhalten, da er der Musikakademie hier viel zu verdanken habe. Auch Maya Wichert ist Stipendiatin der heimischen Musikakademie und gewann dieses Jahr den «Discovery Award». «Label of the Year» wurden die Berliner Philharmoniker Recordings, die die Jury

gerade zwei Jahre in Folge für sich gewinnen konnten.

Mit Soltani und Bouchkov zwei SOL-Solisten geehrt Mit Kian Soltani und Marc Bouchkov wurden weiters zwei Musiker mit geehrt, die vom SOL nominiert wurden. Beide erhielten einen «Orchestra Award». Während Soltani seinen Preis bereits am Donnerstag beim Weltklassikkonzert in Vaduz erhielt, holte Bouchkov seinen Preis gestern in Vaduz ab. Während er das SOL früher gar nicht gekannt habe, spielte er mittlerweile öfters mit dem Orchester zusammen und hob dabei deren grossen Fortschritte in den letzten Jahren hervor.

«Special Achievement Award» an Dražen Domjanić Einer der beiden «Special Achievement Awards» ging dieses Jahr an Dražen Domjanić, Leiter der Musikakademie und Intendant des SOL. «Dražen hat nicht nur die Musikwelt Liechtensteins bereichert, sondern in ganz Europa», sagte Remy Franck anerkennend. Wenn man mit Dražen rede, kämen ständig neue Ideen aus ihm heraus. Auch Paul Arni, Sponsor

und CEO der VP Bank, würdigte das Wirken Domjanićs. Es sei beeindruckend, wie viel musikalische Events und Institutionen er innert kürzester Zeit aufgebaut habe. Stets im Fokus habe er dabei die Förderung junger Talente, sagte Arni. Der zweite «Special Achievement Award» ging an Geiger Ingolf Turpan für seine Wiederentdeckungen selten gespielter Werke. Nach 36 Jahren im Beruf als Musiker, Solist und Lehrer habe er alles erreicht und sei zufrieden. Umso mehr freue es ihn, diesen Preis gewonnen zu haben, weil er es überhaupt nicht erwartet hätte. Auch wurden noch Preise des Vorjahres verliehen, da der Anlass in Sevilla 2020 ausfallen musste. Darunter ein Preis für den Komponisten Iwan Boumans und den Dirigenten John Axelrod, von denen beim abendlichen Galakonzert eine Welturaufführung zu hören war. Noch einige weitere Preise wären vergeben worden, doch aufgrund der Verschiebung des Anlasses von April auf Juni waren einige Preisträger verhindert. Darunter Sopranistin Edita Gruberova, die den «Livetime Achievement Award» erhielt, und Dirigent Dmitrij Kitajenko.

Wie hoch das Niveau der «International Classical Music Awards» ist, zeigte auch das Rahmenprogramm der gestrigen Verleihung mit Stipendiaten der Musikakademie: Sowohl die 15-jährige Cellistin Frederike Herold als auch der 20-jährige Simon Zhu überzeugten mit virtuosen Darbietungen anspruchsvoller Werke. Herold mit Rossini-Variationen und Zhu mit «Caprice» von Camille Saint-Saëns. Bilder: Albert Mennel

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Aktivitäten zu informieren. Durch diese Massnahmen soll jedoch nicht nur neues Publikum gewonnen werden, sondern auch die Beziehung und das Vertrauen zum bestehenden Publikum im Land, der Region, aber auch international gestärkt werden. Für die fachliche und stets professionelle Berichterstattung möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den dafür Verantwortlichen in den Medien- und Kulturredaktionen bedanken. Ein besonderes Beispiel für die innovative Weiterentwicklung und die stetigen Bemühungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit stellen die Livestreams der Residenzkonzerte in Vaduz sowie der Virtuoso Konzerte in Eschen dar. Bei diesen musikalischen Darbietungen, die jeweils am Ende einer IntensivWoche stattfinden, kommen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 nicht nur die Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort in den Genuss klassischer Musik. In Kooperation mit unserem Partner KULMAG.LIVE bietet die Musikakademie nun allen Interessierten die Möglichkeit, die Konzerte unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten online zu verfolgen. Somit sind auch Menschen aus aller Welt herzlich dazu eingeladen, unsere musikalischen Aktivitäten per Livestream oder auch in der stetig wachsenden Mediathek zu erleben.


Internetpräsenz

Wir legen besonderen Wert auf einen interaktiven und professionellen Internetauftritt und damit auf die Markenbildung der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Die Wichtigkeit, sich als Institution im digitalen Raum sichtbar zu machen, wurde durch die von der Corona-Pandemie geprägte steigende Internetnutzung der Menschen noch essenzieller. Neben der Homepage der Musikakademie, auf

der alle wichtigen Informationen zu Konzerten, Anmeldeverfahren oder Neuigkeiten über die Erfolge unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten zu finden sind, liegt unser Fokus auch auf dem Social-MediaBereich. Diese Kanäle nutzen wir effektiv zur Vernetzung mit den jungen Studierenden, zum Informationsaustausch und zu Marketingzwecken.

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Finanzierung der Musikakademie Die Gründungsmittel stammen von der Gemeinnützigen Stiftung Musik und Jugend, die zusammen mit weiteren Partnern und Sponsoren den Aufbau der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein in Form von Stipendien für die Studierenden unterstützt. Dank der grosszügigen Finanzierung durch die unten genannten Partner, Hauptsponsoren sowie Subventionsträger konnten wir unsere Tätigkeiten erfolgreich durchführen.

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Um ein Weiterbestehen dieser schon in jungen Jahren sehr erfolgreichen Institution zu garantieren, möchte der Stiftungsrat der Musikakademie schon jetzt mit der Finanzplanung für die Periode von 2022 bis 2025 beginnen. Wir danken unseren Partnern und Sponsoren ganz herzlich für die wertvolle Unterstützung:


Spenden (Könner brauchen Gönner) Zu unserer grossen Freude erreichen uns des Öfteren auch private Spenden aus den Reihen unserer Freunde und Konzertbesucher. Aufgrund der geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie dem Wunsch der überwiegenden Mehrheit unserer Gönner entsprechend, verzichten wir auf namentliche Nennungen. Nichtsdestotrotz gebührt ebendiesen Freunden der klassischen Musik ein recht herzliches Dankeschön für alle Zuwendungen, die während des letzten Geschäftsjahres eingegangen sind!

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Jahresrechnung BILANZ per 30. Juni 2021

30.06.2021 CHF

30.06.2020 CHF

30.06.2019 CHF

Sachanlagen Betriebseinrichtung Beteiligung

55’083.20 30’000.00

68’854.00

57’693.00

87’116.00

108’894.00

TOTAL ANLAGEVERMÖGEN

85’083.20

68’854.00

57’693.00

87’116.00

108’894.00

Forderungen Forderungen Kautionen

353.70 11’400.00

2’860.00 11’400.00

18’950.00 6’500.00

65’000.00 6’500.00

24’400.00 6’500.00

Guthaben bei Banken, Kassabestände Kasse Bankguthaben

1’934.83 508’362.28

888.11 559’038.32

1’476.61 523’256.25

2’800.23 448’726.72

2’200.70 489’907.26

TOTAL UMLAUFVERMÖGEN

522’050.81

574’186.43

550’182.86

523’026.95

523’007.96

Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungen

46’144.25

25’144.05

61’301.05

18’313.80

-

TOTAL RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

46’144.25

25’144.05

61’301.05

18’313.80

-

653’278.26

668’184.48

669’176.91

628’456.75

631’901.96

30’000.00

30’000.00

30’000.00

30’000.00

30’000.00

505’500.00

541’500.00

572’000.00

526’000.00

391’000.00

-1’376.84

-35’239.52

-30’159.16

46’814.87

135’810.65

TOTAL EIGENKAPITAL

534’123.16

536’260.48

571’840.84

602’814.87

556’810.65

Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Rückstellung TOTAL VERBINDLICHKEITEN

628.15 20’000.00 20’628.15

38.80 0.00 38.80

22’304.52 0.00 22’304.52

810.80 31.08 841.88

125.45 165.86 291.31

Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungen

98’526.95

131’885.20

75’031.55

24’800.00

74’800.00

TOTAL RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

98’526.95

131’885.20

75’031.55

24’800.00

74’800.00

TOTAL FREMDKAPITAL

119’155.10

131’924.00

97’336.07

25’641.88

75’091.31

653’278.26

668’184.48

669’176.91

628’456.75

631’901.96

30.06.2018 CHF

30.06.2017 CHF

AKTIVEN

TOTAL AKTIVEN PASSIVEN Gezeichnetes Kapital Stiftungskapital Kapitalreserven Freie Reserven Bilanzgewinn / Bilanzverlust

TOTAL PASSIVEN

50


30.06.2016 CHF

30.06.2015 CHF

30.06.2014 CHF

30.06.2013 CHF

30.06.2012 CHF

Sachanlagen Betriebseinrichtung Beteiligung

136’118.00

1.00

1.00

1.00

1.00

TOTAL ANLAGEVERMÖGEN

136’118.00

1.00

1.00

1.00

1.00

3’000.00 6’500.00

23’000.00 1’800.00

20’000.00 1’800.00

1’800.00

1’800.00

Guthaben bei Banken, Kassabestände Kasse Bankguthaben

21.05 354’754.58

330’907.88

248’505.20

167’578.28

115’423.05

TOTAL UMLAUFVERMÖGEN

364’275.63

355’707.88

270’305.20

169’378.28

117’223.05

Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungen

25’000.00

0.00

0.00

774.35

453.90

TOTAL RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

25’000.00

0.00

0.00

774.35

453.90

525’393.63

355’708.88

270’306.20

170’153.63

117’677.95

30’000.00

30’000.00

30’000.00

30’000.00

30’000.00

Kapitalreserven Freie Reserven

277’000.00

127’000.00

89’000.00

50’000.00

-

Bilanzgewinn / Bilanzverlust

114’948.77

151’477.87

39’002.34

39’542.22

51’087.04

TOTAL EIGENKAPITAL

421’948.77

308’477.87

158’002.34

119’542.22

81’087.04

Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Rückstellung TOTAL VERBINDLICHKEITEN

6’109.30 3’979.51 10’088.81

257.80 2’376.61 2’634.41

257.80 3’551.21 3’809.01

446.00 1’585.41 2’031.41

126.20 1’023.71 1’149.91

Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungen

93’356.05

44’596.60

108’494.85

48’580.00

35’441.00

TOTAL RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

93’356.05

44’596.60

108’494.85

48’580.00

35’441.00

TOTAL FREMDKAPITAL

103’444.86

47’231.01

112’303.86

50’611.41

36’590.91

TOTAL PASSIVEN

525’393.63

355’708.88

270’306.20

170’153.63

117’677.95

AKTIVEN

Forderungen Forderungen Kautionen

TOTAL AKTIVEN PASSIVEN Gezeichnetes Kapital Stiftungskapital

51


Jahresrechnung ERFOLGSRECHNUNG vom 01. Juli 2020 bis 30. Juni 2021

01.07.2020 30.06.2021 CHF

01.07.2019 30.06.2020 CHF

01.07.2018 30.06.2019 CHF

01.07.2017 30.06.2018 CHF

01.07.2016 30.06.2017 CHF

429’076.73

427’261.46

447’749.56

369’632.66

313’828.90

13’770.80

17’213.15

14’423.00

21’778.00

27’224.00

132’687.90 391.20 1’150.30 14’803.80 46’447.59 17’428.36 24’203.03 8’696.00 32’924.00 1’301.15 1’212.68

134’261.10 5’042.35 1’883.10 23’190.29 29’694.75 2’653.45 201’413.31 14’690.00 12’595.80 14’315.09 444.05 2’001.33

126’945.12 904.30 19’980.48 36’781.38 23’510.76 397’753.00 9’261.60 69’242.30

123’767.25 1’794.16 852.80 30’091.98 30’227.00 25’779.81 282’236.35 10’833.00 42’003.00

117’010.50 97.00 700.40 22’076.50 43’195.20 38’634.81 278’706.42

480.70 1’794.67

8’250.15 1’446.53

2’214.72

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

-

-

-

46’004.22

134’861.88

724’093.54

886’659.23

1’148’826.87

994’696.91

1’059’221.77

205’000.00 31’793.00 10’000.00 308’000.00

130’000.00 0.00 10’000.00 427’000.00

240’000.00 0.00 10’000.00 444’000.00

220’000.00 5’000.00 10’000.00 433’000.00

220’000.00 30’000.00 20’000.00 354’000.00

88’139.69

70’463.27

55’791.82

56’697.44

170’870.80

35’555.80 22’739.13 20’728.60

26’927.45 150’360.60 36’327.55

45’882.56 303’557.36 18’621.10

39’228.45 225’823.72 4’947.30 -

39’214.88 216’458.19 8’677.90 -

2’137.32

35’580.36

30’974.03

724’093.54

886’659.23

1’148’826.87

994’696.91

1’059’221.77

AUFWENDUNGEN Personalaufwand Entschädigung Geschäftsführer, Support GL / Organisation inkl. Sozialleistungen, Löhne Personal Studentenhaus, Honorare Professoren sowie Korrepetitoren Abschreibungen und Wertberichtigungen Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Mietaufwand und Nebenkosten (Büro, Musikakademie und Studentenhaus) Unterhalt, Reparatur, Ersatz Versicherungsaufwand Stiftungs- und Verwaltungskosten Werbeaufwand, PR, Marketing, Reisespesen Konzerte - im SAL und weitere Ganzheitliche Ausbildung, KBB Esperanza Förderpreise / Auszeichnungen Beratungs- und Projekthonorare Ausserordentlicher Aufwand Kursdifferenzen Bankspesen Steuern Steuern Jahresgewinn TOTAL AUFWENDUNGEN

80’671.44

ERTRÄGE Unterstützungsbeiträge Partner (Musik & Jugend) Kulturstiftung Liechtenstein Bildungsressort FL Regierung Diverse Stiftungen (Alexander S. Onassis Foundation, Caritatis Stiftung*, Familie Zeller, Pancivis Stiftung, Guido Feger Stiftung, Gemeinden Eschen, Schaan, Vaduz, Hand in Hand Anstalt*, Donum Vogt Stiftung*, Musik & Jugend Förderstiftung*, Foundation for Friendship, Formentera Stiftung, Peter + Renate Marxer Stiftung, RHW Stiftung/SPS Foundation, Thea Keeler Stiftung) Gönnerbeiträge, Sponsoren Sonstige betriebliche Erträge Kurs- und Unterkunftsgebühren Erlös Konzerte Erlös aus CD-Verkauf / Media / eigene Erzeugnisse Ausserordentliche Erträge Kursdifferenzen Jahresverlust TOTAL ERTRÄGE * Stiftungen bis 2020 * Stiftungen ab 2020

Antrag über Verwendung des Bilanzgewinnes / Bilanzverlustes vom 01.07.2020 - 30.06.2021 Gewinnvortrag 01.07.2020 Jahresabschluss per 30.06.2021 Verlust per 30.06.2021

-1’376.84

./, Zuweisung an Reserven ./. Auflösung von freien Reserven ./. Ausschüttung

2’000.00 0.00

VORTRAG AUF NEUE RECHNUNG 52

760.48 -2’137.32

623.16


01.07.2015 30.06.2016 CHF

01.07.2014 30.06.2015 CHF

01.07.2013 30.06.2014 CHF

01.07.2012 30.06.2013 CHF

01.07.2011 30.06.2012 CHF

297’897.05

266’302.95

251’537.30

207’929.77

147’386.40

20’160.50

-

-

-

22’964.00

115’388.44 216.30 899.25 65’435.55 33’562.35 34’891.41 128’310.39

132’477.96 408.50 21’073.42 26’790.35 22’304.08 88’993.25

113’114.94 1’253.10 19’865.74 30’986.15 26’282.15 44’836.67

41’309.60

21’024.45

37’071.31

95’571’46 453.90 14’897.50 23’672.21 23’612.80 16’284.35 15’000.00 -

91’392.45 13’221.00 18’439.75 20’972.60 21’706.25 -

775.65 2’218.85

1’175.33

2’335.50 1’064.98

1’747.25 699.93

777.78

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

113’470.90

150’475.53

38’460.12

38’455.18

51’062.97

854’536.24

731’025.82

566’807.96

342’752.89

387’923.20

270’000.00 30’000.00 254’000.00

270’000.00 30’000.00 10’000.00 276’000.00

270’000.00 20’000.00 20’000.00 205’000.00

270’000.00 25’000.00 20’000.00 80’000.00

222’400.00 25’000.00 20’000.00 35’000.00

102’167.47

47’207.05

26’550.66

25’930.00

61’139.35

32’017.72 166’351.05 -

33’743.92 55’799.30 603.90 1’000.00 6’671.65

17’564.70 4’795.00

11’394.35 6’000.00

19’747.00 -

-

4’996.65

854’536.24

731’025.82

566’807.96

438’324.35

388’283.00

AUFWENDUNGEN Personalaufwand Entschädigung Geschäftsführer, Support GL / Organisation inkl. Sozialleistungen, Löhne Personal Studentenhaus, Honorare Professoren sowie Korrepetitoren Abschreibungen und Wertberichtigungen Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Mietaufwand und Nebenkosten (Büro, Musikakademie und Studentenhaus) Unterhalt, Reparatur, Ersatz Versicherungsaufwand Stiftungs- und Verwaltungskosten Werbeaufwand, PR, Marketing, Reisespesen Konzerte - im SAL und weitere Ganzheitliche Ausbildung, KBB Esperanza Förderpreise / Auszeichnungen Beratungs- und Projekthonorare Ausserordentlicher Aufwand Kursdifferenzen Bankspesen Steuern Steuern Jahresgewinn TOTAL AUFWENDUNGEN ERTRÄGE Unterstützungsbeiträge Partner (Musik & Jugend) Kulturstiftung Liechtenstein Bildungsressort FL Regierung Diverse Stiftungen (Alexander S. Onassis Foundation, Caritatis Stiftung*, Familie Zeller, Pancivis Stiftung, Guido Feger Stiftung, Gemeinden Eschen, Schaan, Vaduz, Hand in Hand Anstalt*, Donum Vogt Stiftung*, Musik & Jugend Förderstiftung*, Foundation for Friendship, Formentera Stiftung, Peter + Renate Marxer Stiftung, RHW Stiftung/SPS Foundation, Thea Keeler Stiftung) Gönnerbeiträge, Sponsoren Sonstige betriebliche Erträge Kurs- und Unterkunftsgebühren Erlös Konzerte Erlös aus CD-Verkauf / Media / eigene Erzeugnisse Ausserordentliche Erträge Kursdifferenzen

2’897.60

Jahresverlust TOTAL ERTRÄGE * Stiftungen bis 2020 * Stiftungen ab 2020

53


Revisionsbericht

54


Stiftungsrat

Otmar Hasler

DR.

PRÄSIDENT

VIZEPRÄSIDENT

PROF. DR. Jürg Kesselring

Günter Lampert

Olav M. Behrens

Christina Zeller

Adrian Frommelt

Kian Soltani

Stefan Sanderling

STIFTUNGSRAT DER INTERNATIONALEN MUSIKAKADEMIE IN LIECHTENSTEIN Präsident Otmar Hasler, GAMPRIN-BENDERN ALT-REGIERUNGSCHEF Vizepräsident Dr. Olav M. Behrens, LANDAU IN DER PFALZ GEMEINNÜTZIGE STIFTUNG MUSIK UND JUGEND

Günter Lampert, FELDKIRCH VIZE-LANDTAGSPRÄSIDENT UND VIZE-BÜRGERMEISTER A. D. Kian Soltani, ZÜRICH/BERLIN CELLIST, DOZENT UND ALUMNUS Stefan Sanderling, TRIESENBERG DIRIGENT

Christina Zeller, VADUZ UNTERNEHMERIN

Adrian Frommelt, TRIESEN

Geschäftsführer und künstlerischer Leiter Dražen Domjanić, NENDELN

TREUHÄNDER

Prof. Dr. Jürg Kesselring, BAD RAGAZ

Revisionsstelle NUMERI GmbH, SCHAAN

CHEFARZT KLINIK VALENS

55


Gemeinnützige Stiftung Internationale Musikakademie in Liechtenstein Keltenstrasse 20, FL-9485 Nendeln Fürstentum Liechtenstein www.musikakademie.li info@musikakademie.li Tel.: 00423 262 63 52 Fax: 00423 262 63 54

Konzept, Realisation & Redaktion: Laura Domjanić Pavlin Julia Entner Dražen Domjanić Grafik: Dvije lije Lektorat: Uta Pastowski Druck: Gutenberg AG Auflage: 1.300 Exemplare

WWW

© November 2021, Gemeinnützige Stiftung Internationale Musikakademie in Liechtenstein


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Presse und Medien

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Unterricht im Studienjahr 2020/2021

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Hagen-Haus

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Bericht des Geschäftsführers und künstlerischen Leiters

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