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Greamtipslar

Generationen im D ialog

contact + communication

€ 2,–

www.generationen-im-dialog.de

WALDWICHTEL-KINDERGARTEN HELFENDE HÄNDE IM FOCUS JUBILÄUM: 90 JAHRE BAUHAUS KREISSENIORENRAT AKTIV SCHMUCKWELTEN: GOLDBUS

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! t i m h c i r p

Diese Zeitschrift wird in Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. und mit Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw hergestellt.

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2009


Sprechen Sie mit uns…

wenn Sie …wenn Sie …wenn Sie …wenn Sie …

den Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims planen eine preiswerte und provisionsfreie Mietwohnung suchen die Verwaltung von Hausbesitz oder Eigentumswohnungen wünschen bei der Erstellung Ihres Wohn- oder Gewerbeprojektes betreut werden wollen

…wir sind für sie da.

P FOR Z H EI M E R B A U & G R U N D

G M B H

Erbprinzenstr. 20 • 75175 Pforzheim • Tel 0 72 31/93 02-0 • Fax 0 72 31/93 02-11 I n t e r n e t : w w w. p f o r z h e i m e r. d e • E m a i l : i n f o @ p f o r z h e i m e r. d e


Editorial

Inhalt Seite

Liebe Leserinnen und Leser, das erste Heft im Jahr 2009 – etwas verspätet, aber immerhin. Wie ist die Stimmung? Definieren wir uns neu? Sind wir krisengerecht umgestellt? Haben wir die optimistische Stärke eines Gewinners? Oder ist das Klagelied unser Wegbegleiter? Wo stehen wir in einer Zeit, in der sichtbar wird, dass wir munter dabei sind, unsere Welt, in der wir leben, zu vernichten? Hier geht es nicht ums Geld – das werden wir schon schaffen – es geht um die Werte, die durch Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Brutalität zerstört werden. Unsere Gesellschaft ist nicht wirklich tragfähig, weil sie die Ressourcen der Zukunft verbraucht, den nachfolgenden Generationen die Lebensmöglichkeiten nimmt.

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer: Stammen wir vom Affen ab?

4–5

Waldwichtel Kindergarten

6–7

Bechteins Flügelgeschichte

10 – 12

Bauvorhaben der Region: • Nordstadt-Salierpark • Wohnen mit Service • Kreisseniorenzentrum Keltern

14 – 15 16 – 17 18 – 19

Helfende Hände im Focus

20 – 32

Kreisseniorenrat aktiv

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AOK Nordschwarzwald informiert: Menschen suchen nach Sicherheit

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Hans Georg Pompe: Der neue Markt – die alte Zielgruppe

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Das Ehrenamt

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Seniorenresidenz Bergdorf

42 – 43

Hierfür trägt jeder die Verantwortung, die Jungen ebenso wie die Alten. Durch Hygiene, Medizin und soziale Sicherheit leben wir länger als unsere Vorfahren, Da war das erreichte Alter von 70 Jahren eine große Gnade. Heute sieht das anders aus. Nur müssen wir auch etwas dafür tun. Unsere Teilnahme am Leben, am Tagesgeschehen geht weiter. Und auch die Erfüllung von Aufgaben, die der Gemeinschaft dienen. „Ich habe meine Ruhe verdient“ ist nicht mehr der Einstiegsslogan in das Rentenalter, denn Seele, Geist und Körper verlangen Anteilnahme, und Leistungsbestätigungen, um wach und aktiv am Tagesgeschehen teilzunehmen. Die Senioren-Generation steht mit in der Verantwortung mitten im Geschehen. Sie ist aufgerufen, sich hilfreich einzubringen mit all ihren Erfahrungen, ihrer Liebe, ihrem Verständnis, um Mensch und Natur vor der Zerstörung zu schützen und mitzuhelfen, einen neuen Weg in ein harmonisches Miteinander zu finden.

Dr. Dieter Kissel: TCM – Teil III

44 – 45

In diesem Sinn viel Erfolg und herzliche Grüße

Der fahrende Kochtopf

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Ihre Gerda Görnemann

Das Wiener Kaffeehaus

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Sparkasse Pforzheim Calw informiert

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Bücher • Bücher • Bücher

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Thalia Buchhandlung – Verlosung

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IMPRESSUM:  Herausgeber: Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim Telefon: 0 72 31/15 53 44 ISDN (Leo): 0 72 31/15 53 46 Telefax: 0 72 31/15 53 43 E-mail: ccgg@s-direktnet.de  Redaktion: verantwortl.: Gerda Görnemann Mitarbeit: Dr. Ursula Mayer  Anzeigen: Eva Hannemann

 Grafik + Satz: Simone Bok, Agentur für Mediengestaltung, Horb a.N., Daten an: Simone.Bok@t-online.de  Bildbearbeitung: Repro-Mayer, Birkenfeld  Druck: Mayer & Söhne, Druck- und Mediengruppe GmbH  Erhältlich beim Herausgeber, über die Geschäftsstellen der Sparkasse Pforzheim Calw und den Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. Ebersteinstraße 25, 75177 Pforzheim

Dr. H. Dekant: Die Grundzüge der Mikroimmuntherapie

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RA Hutter-Vortisch: Die neue Erbschaftssteuer

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin: 90 Jahre Bauhaus

48 – 49

Schmuckwelten

50 – 51

Schmuckmuseum

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Bunz – die Premiumkollektion

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Königin Luise – Rezepte und mehr...

Der Pforzheimer Hauptfriedhof

56 – 58

64 – 65

Theodor Weißenborn: „Die Sache mit Dad“

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Kartenbüro Veranstaltungskalender

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Titel: Die Waldwichtel – der Waldkindergarten Pforzheim. Foto: Wolfgang Vortisch

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Prof. Dr. Ernst Peter Fischer

Stammen wir vom Affen ab? Als der Gedanke der Evolution aufkam, stellten sich die Menschen, die davon hörten, sofort eine Frage: Stammen wir tatsächlich von Affen ab? Hierauf kann man inzwischen gute Antworten geben, die überraschend ausfallen. Der Plural ist angemessen, da man zwei Arten von Auskünften geben kann und die zweite wiederum zweiteilen muss, und zwar unabhängig davon, dass in beiden Fällen dasselbe herauskommt, nämlich ein „Ja“: Ja zum einen – wir stammen selbstverständlich von Affen ab, aber nicht von den heute existierenden Menschenaffen wie etwa den Schimpansen, die uns im Zoo so viel Freude bereiten. Denn diese Tiere haben – wie unsere und andere Spezies auch – seit Millionen von Jahren eine eigenständige Entwicklung erlebt bzw. ihre besondere Selektion durchgestanden. Wir teilen aber mit ihnen gemeinsame Vorfahren, die vor einigen Millionen Jahren gelebt haben, was zur nächsten Antwort auf unsere Frage führt: Ja zum zweiten – wir stammen von Affen ab, wir sind eng mit ihnen verwandt, aber nicht mit einer Spezies, sondern mit zwei Arten. In uns steckt in Wirklichkeit ein Duo an äffischen Vorfahren. Wir sind – mit einem Wort des niederländischen Verhaltensforschers Frans de Waal – der bipolare Affe, und unsere beiden Verwandten aus dem Reich der Primaten könnten auch beim besten Willen verschiedener nicht sein: „Der eine ist ein bärbeißiger, in Aggressionsbewältigungsangelegenheiten ambitionierter Geselle“, und der andere „ein egalitärer Anhänger eines lockeren Lebensstils“, wie de Waal es einprägsam in seinem Buch „Der Affe in uns“ ausdrückt. Der eine – das meint die Schimpansen, die zur Ge-

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walt neigen und viel auf Kriegspfaden unterwegs sind, und der andere – das meint die Bonobos, die früher (fälschlich) als „Zwergschimpansen“ vorgestellt wurden. Sie leben als fröhlicher Haufen „mit einem gesunden Appetit auf Sex“ und verdeutlichen mit ihrem Wesen, wie unsinnig die Behauptung ist, „dass wir Menschen ausschließlich blutrünstige Ahnen gehabt hätten.“ Der bipolare Affe Der derzeit akzeptierte Stammbaum des Menschen kommt mit Hilfe von genetischen Daten zustande, die erkennen lassen, dass Schimpansen und Bonobos zusammen eine Gattung ausmachen, die den Namen Pan trägt – wie das Mischwesen aus der griechischen Mythologie. Die Gattung Homo – die menschliche Linie – hat sich von dem Pan-Vorfahren vor rund 5,5 Millionen Jahren getrennt – was manchem Primatenforscher so kurz erscheint, dass er oder sie die Ansicht vertritt, das genannte Trio – Mensch, Schimpanse, Bonobo – gehöre eigentlich zu einer Gattung des Lebens.

Auf jeden Fall legt die genetisch aufgespürte Verwandtschaft nahe, dass Schimpansen und Bonobos für die menschliche Evolution gleichermaßen relevant sind. Wir haben sowohl den Schimpansen ins uns, der freundschaftliche Beziehungen zu anderen Gruppen ausschließt, als auch den Bonobo, der sexuelle Beziehungen und Groomen über die Grenze zu anderen Gruppen hinweg zulässt. Möglicherweise kann man diese Feststellung mit dem Satz des Philosophen Friedrich Nietzsche zusammenführen, in dem der Mensch als „das noch nicht festgestellte Tier“ bezeichnet wird. Zwar eiern die Nietzsche deutenden Kollegen gerne ohne Blick auf das Biologische um diese Worte herum, aber wer die Angst vor Affen abstreift, kann dem von Nietzsche hingeschriebenen Satz ohne weiteres einen Sinn zuweisen – der Mensch kann seiner Gestimmtheit nach Kriege führen und/oder Liebe machen, was gerade so kommt bzw. angemessen passt. Das „Make Love Not War“ der 1960er Jahre und ihrer Friedensbewegungen war so gesehen die Aufforderung an die Zeitgenossen, mehr dem Bonobo als dem Schimpansen in uns zu folgen, was offenbar sogar in unserer Macht steht. Wir sind tatsächlich nicht festgestellt, sondern können flexibel reagieren. Die beiden Seelen in unserer Brust Das Schöne an der vorgestellten Polarität besteht darin, dass es mit ihr im Hintergrund bzw. als Folie nahezu ausgeschlossen ist, mit einfachen Erklärungen zu fassen, was (wir) Menschen sind. Wir sind tatsächlich nicht einfach, wir sind im Wortsinne zweifach. Zwei Seelen wohnen – jetzt gar nicht mehr so ach! – in unserer Brust, wie schon


Der Mensch und sein tierisches Erbe die Klassiker wussten, und wir finden den Januskopf der menschlichen Natur, wo immer wir hinschauen, wenn wir uns nicht blind stellen: Wir stehen zum Beispiel sowohl vor der Notwendigkeit, im eigenen Interesse zu handeln, als auch vor der Verpflichtung, mit anderen gut auszukommen. Unser Handeln wird sowohl von unserer sich kühl gebenden Intelligenz (Rationalität) als auch von unseren uns heiß machenden Bedürfnissen (Emotionalität) beeinflusst. „Den uralten Drang nach Macht, Sex, Sicherheit und Nahrung können wir nur schlecht kontrollieren, aber gewöhnlich wägen wir das Für und Wider unseres Handels ab, bevor wir ans Werk gehen“ (de Waal). Da Verhaltensforscher, die über Krieg und Frieden bzw. über Aggression und Versöhnung forschen und schreiben, gewöhnlich rund 90% ihrer Zeit bzw. ihrer Seiten dem Kämpfen und der Ausübung von Gewalt widmen, wollen wir einmal mehr die Gegenseite beleuchten und auf das Lieben eingehen, ohne uns die Mühe zu machen, es ständig sauber von der Aktivität zu trennen, die vielen Menschen Spaß macht. Die Rede ist natürlich von Sex, für das wir im Deutschen ein sehr abstoßendes Wort haben – nämlich Geschlechtsverkehr, den man offenbar durch eine Verkehrsordnung in ruhige Bahnen lenken muss. Es hat sich vielleicht herumgesprochen, dass die Bonobos – im Vergleich zu den Schimpansen – ein reichhaltiges Sexleben praktizieren, bei dem Varianten zu beobachten sind, die dem evolutionären Denken ein Rätsel aufgeben. Nach Schätzungen der Primatenforscher haben nämlich drei Viertel der sexuellen Aktivitäten von Bonobos nichts mit der Hauptaufgabe der Evolution, der Reproduktion, zu tun.

Zumindest nicht direkt. Häufig finden sexuelle Handlungen zwischen Angehörigen desselben Geschlechts statt oder während der unfruchtbaren Tage des weiblichen Zyklus. Und dann gibt es noch viele [andere] erotische Verhaltensweisen, die nichts zur Fortpflanzung beitragen, wie die Verhaltensforscher berichten. Ein evolutionäres Problem, das dabei auftritt, haben wir früher auf der Schule durch den Satz „Pater semper incertus est“ kennengelernt, und in der Tat weiß ein Bonobomännchen nicht, ob er – oder ein anderer – der Vater eines Kindes ist, schließlich haben alle in einem Rudel mit so gut wie allen möglichen Partnern Sex. Ein zweites evolutionäres Problem steckt in der offenkundig lustvoll ausgelebten Homosexualität der Bonobos, die ja keine Reproduktion zur Folge haben kann. Wie konnte sich dieses Verhalten auf darwinischen Pfaden entwickeln? Wir lassen den zweiten Punkt auf sich beruhen, um über die die evolutionär relevante Frage nachzudenken, wie es um die Gewissheit eines Affenmännchens bestellt ist, eigene – von ihm gezeugte – Kinder zu versorgen. Bei den Bonobos kann er darüber allein deshalb nicht verfügen, weil die Weibchen zum einen keine äußerlichen Zeichen (etwa Genitalschwellungen) mehr für ihre Fruchtbarkeit geben und (wie es die Damen unserer Art ebenfalls tun) weil sie zum zweiten den ganzen Zyklus über für Sex zu haben sind. Dadurch und mit der erwähnten Promiskuität hat die Evolution bei den Bonobos gründlich dafür gesorgt, dass Männchen auf keinen Fall ihre Nachkommen kennen können, und wir müssen fragen, was mit diesem Nichtwissen erreicht wird. Kann diese Unkenntnis irgendeinen Vorteil bringen? Eine gute Antwort darauf ist schon länger bekannt, wenn sie auch gewöhnungsbedürf-

tig bleibt. Sie lautet – zur allgemeinen Überraschung auch der Wissenschaft –, dass durch die ungewisse Vaterschaft bei den Menschenaffen verhindert wird, was sonst im Tierreich – Gottes großartiger Schöpfung – systematisch exerziert wird, nämlich Kindsmord. Wir finden dieses Verhalten zum Beispiel bei Löwen, das ein Männchen gnadenlos – ohne Rücksicht auf die Bemühungen der Muttertiere – und zielgerichtet praktiziert, nachdem es ein Rudel übernommen hat. Der König der Tiere erreicht damit, dass die zu ihm gehörenden Weibchen schneller furchtbar werden können – von ihm natürlich. „Kindsmord gilt als ein Schlüsselfaktor der sozialen Evolution“, wie de Waal schreibt, „da dabei Männchen gegen Männchen und Männchen gegen Weibchen“ stehen, die nun überhaupt nichts zu gewinnen haben. Es liegt also in ihrem Interesse, dafür zu sorgen, dass die Vaterschaft unklar bleibt (und der Kindsmord keinen Gewinn mehr bringt). Aus diesem Grund vor allem gehen Bonoboweibchen auf die Angebote all der vielen Männchen ihrer Gruppe ein. Die weibliche Sexbereitschaft schützt die bereits geborenen Kinder davor, getötet zu werden. Die Schimpansen haben diesen Schutz nicht zustande gebracht. Bei ihnen ist Kindsmord gut dokumentiert – wie bei uns Menschen leider auch. Was machen wir falsch, das die Bonobos richtig machen?

Das große Buch der Evolution von Ernst Peter Fischer (Gebundene Ausgabe, September 2008) EUR 39,95 Fackelträger-Verlag

Die Evolution ist eine großartige Idee; sie bleibt aber vor allem großartige Aufgabe.

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Wolfgang Vortisch, Pforzheimer Waldkindergarten

Ab in den Wald, Draußen in der Natur: Im Wald können die Waldwichtel viele Fähigkeiten entwickeln. Selbstsicherheit und Mut, eine differenzierte Wahrnehmung, Empathie, Flexibilität und Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und Ausdauer. Sie lernen, Visionen zu entwickeln, Neugier und Kreativität werden angeregt.

oben: Waldwichtel machen Pause. rechts: Miniwichtel, Ausflug zur Maihütte.

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Beim Springen über kleinere Bäche, die Frage: Schaff´ ich das bis ans andere Ufer? Wieviel Anlauf werde ich brauchen? Und wenn die Herausforderung gemeistert ist, das gute Gefühl, es geschafft zu haben, es richtig gemacht zu haben. Beim täglichen Ausprobieren ihrer Kräfte erfahren die Kinder ihre eigenen Grenzen jeden Tag ein Stück weit mehr. Die Grenzerfahrungen geben Halt und innere Balance und schaffen Raum für eine gesunde Ich-Entwicklung. Beim Beobachten von Spinnen, Mistkäfern und anderen Tieren lernen sie, die Unterschiedlichkeit der Lebewesen zu erkennen. Während des Jahreslaufs erleben sie den sanften Frühlingsregen auf dem Gesicht, die erste Sonne nach einem nebligen Herbstmorgen, aber auch die

hen. Sie spielen im Schnee, wärmen sich die Hände an ihren Handwärmern, bauen zusammen den Schneemann oder beobachten die Schneeflocken, wie sie sich sanft auf den Boden setzen. Dadurch, dass es im Wald kein vorgefertigtes Spielzeug gibt, die Kinder aber trotzdem Kaufladen spielen wollen, müssen sie gemeinsam überlegen, welche Blätter könnten Geld sein, was könnte Ware sein. Sollen vielleicht die Kastanien Brotlaibe in einer Bäckerei sein? Jeder Schritt im Wald ist unterschiedlich, da der Boden nicht eben und glatt ist, wie in einem Gebäude. Mal ist eine Baumwurzel im Weg, mal das bereits erwähnte Bächlein zu überwinden. Bei jedem Schritt wird das kindliche Gehirn aufs Neue angeregt. Was gibt es sonst noch? Der Pforzheimer Waldkindergarten am Wildpark hat sich, über den geschilderten waldpädagogischen Ansatz hinaus, zum Ziel gesetzt, Kinder musisch zu fördern, ihnen durch den regelmäßigen Besuch des nahe gelegenen Wildparks die ein-

eisige Kälte des Winters, vor der die Wichtel für eine kurze Weile in der Waldhütte am Bollerofen Schutz suchen, um dann wieder hinaus zu ge-

heimische Tierwelt zu erklären und durch Besuche im August-Kayser-Stift den Kontakt zu der älteren Generation herzustellen.


Kinder! Wildpark An einem Tag in der Woche, geht die gesamte Gruppe von 20 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren zusammen in den Wildpark. Jeden

Musikprojekt Gemeinsam mit dem Musiklehrer Hubert Bürkle, und gefördert von dem Verein ObenAuf sowie durch weitere Spenden, wurde das Musik-

Monat wird ein anders Wildparktier zum Tier des Monats gemacht, und die Erzieherinnen vermitteln den Kindern Wissenswertes über dieses Tier. Im Januar war – der Jahreszeit angepasst – die Schneeeule Tier des Monats.

projekt im Waldkindergarten am Wildpark aus der Taufe gehoben. ObenAuf ist ein Verein zur Förderung der musischen Jugendbildung in der Region Nordschwarzwald.

Alt und Jung Viele Kinder haben heutzutage in ihren Familien nicht mehr die Gelegenheit, die Großelterngeneration zu erleben, sei es, dass die Großeltern nicht in der Nähe leben, sei es, dass man sich ganz von einander entfremdet hat. Großeltern sind in ihrer Art der Zuwendung für Kinder wichtig. Sie können andere Geschichten erzählen, Lieder singen, haben genügend Zeit, um geduldig mit Kindern zu basteln oder Gedichte zu lernen. Aber auch die Senioren profitieren von der ungebändigten Fröhlichkeit der Kinder, deren anderer Sicht der Dinge und deren Wissbegier. Deshalb besuchen die Kinder des Waldkindergartens am Wildpark ein Mal monatlich das August-Kayser-Stift, um dort zusammen mit den Senioren einen Vormittag zu verleben.

das Spielen auf der Melodica, für die kleineren Kinder wird frühkindliche Musikerziehung auf Orffschen Instrumenten angeboten. Die Kinder werden durch den Unterricht in der Feinmotorik gefördert. Durch das Notenschreiben üben sie auch die Fertigkeit mit dem Stift umzugehen. Da im Waldkindergarten Wahrnehmung und Bewegung im Vordergrund stehen, ist diese ausgewählte Form der musikalischen Erziehung eine sinnvolle Ergänzung. Mit der Melodica erlernen sie zum einen ein Tasteninstrument zum anderen ein Blasinstrument, so dass sie in die Lage versetzt werden, später auszuwählen, welche Art von Instrument ihr Interesse findet. Wer sind wir? Der Träger des Pforzheimer Waldkindergartens am Wildpark ist der Verein Menschenskinder Jung und Alt e.V. Als weiteres Angebot bietet der Verein für Schulkinder regelmäoben links: Waldwichtel im Wildpark – für alle spannend: ein Rehkitz wird mit der Flasche gefüttert.

links: Die Waldwichtel machen Musik mit ihrer Melodica.

Durch ein Netzwerk von Förderern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur wird die Anschubfinanzierung von Musikprojekten für Kinder und Jugendliche sichergestellt, so dass sich das jeweilige Projekt nach der Anlaufphase aus eigener Kraft selbst tragen kann. In dem Musikprojekt erlernen die Vorschulkinder ein Mal wöchentlich

ßige Ferienangebote im Wald unter pädagogischer Aufsicht. Außerdem betreibt der Verein den Werk- und Spielhof in Tiefenbronn und bietet Müttern mit Kindern zwischen 2 und 31⁄2 Jahren einen halben Tag Waldspielgruppe. Aufgekommene Fragen beantworten wir Ihnen gerne. Kontakt: info@pforzheimerwaldkindergarten.de

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Die Sparkasse Pforzheim Calw informiert:

ObenAuf – „Aus Verantwortung für die Region setze ich mich für die frühestmögliche musische Jugendbildung und dadurch für die Förderung aller Fähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen ein.“ Eine Initiative des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw Dr. Herbert Müller. „Singen im Kindergarten“ wurde im Oktober 2008 ins Leben gerufen.

Wir berichteten hierüber ausführlich in der Ausgabe „Generationen im Dialog“ 2/2008. Nach einem Jahr und nahezu Abschluss der Pilotphase haben wir nachgefragt, wie sich diese Aktion auf das Verhalten der Kinder auswirkt -- sind Veränderungen im Wesen, im Verhalten festzustellen. Nachfolgend bringen wir einen Ausschnitt aus den Berichten der die Aktion begleitenden Erzieher/innen und Stimmbildner/-innen. Bei der Frage nach den erkennbaren Fortschritten fällt auf, dass in allen Antworten von großer Freu-

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de, Aufgeschlossenheit, Spaß und Motivation berichtet wird. Mehrfach wird auch eine spürbare Steigerung der Sing- und Bewegungslust, und zunehmende Stimmsicherheit festgestellt. Bei der Frage nach den Altersgruppen ist festgestellt, dass bei den jüngeren Kindern der 4-6-jährigen auf eine passende Übermittlung geachtet werden muss, während bei den Älteren schnellere Fortschritt zu erkennen sind. Natürlich ist nicht nur das Alter, sondern der jeweilige Entwicklungsstand maßgebend. So hat eine Einrichtung nur 3 – 4jährige, bei denen eine Überforderung festzustellen ist, eine andere hat ohne Rücksicht auf das Alter aus mehreren Gruppen nur stille, in der Entwicklung etwas zurückgebliebene Kinder und solche mit Problemen in der altersgemäßen Verwendung der deutschen Sprache ausgewählt und hier erstaunliche Fortschritte gemacht. Das bei dieser Aktion verwendete Buch „Singen im Kindergarten“, das von ObenAuf allen Kindergärten für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt wurde, wird von allen Erzieherinnen als gut und äußerst hilfreich beurteilt. Wenn bei künftigen


Singen im Kindergarten Projekten auch Kinder unter 3 Jahren beteiligt werden, wäre entsprechende Literatur hilfreich. Bei der Frage nach den positiven und negativen Eindrücken aus dem Projekt sind nur wenige negative Meldungen eingegangen. Genannt wird der zu geringe Austausch zwischen den Erzieher-/und Stimmbildner-/innen und die manchmal etwas schwierige Integration in den Tageslauf. Positiv sind die zahlreichen Hinweise auf die Freude der Kinder, die neuen Impulse, die Fortschritte, das gewonnene Selbstvertrauen, das spontane Singen der Kinder, das erfahren der eigenen Stimme, der kindgerechte Instrumenteneinsatz, Effekte mit einfachen Mitteln etc. ... Alle am Projekt Beteiligten weisen auf die Fortsetzung des Projekts auf eine mögliche stärkere Nutzung der Angebote der Musikschulen hin und halten ein dauerhaftes Angebot für wichtig.

Zusammenfassung: Positiver Gesamteindruck. In Verbindung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln stellen die Rahmenbedingungen einen akzeptablen Kompromiss dar. Festzustellen sind u.a.: • deutliche Fortschritte bei den Kindern in der Freude am Singen,

• Integration der stillen und schüchternen Kinder, • positive Wirkung im Sprachförderbedarf, • erfreuliche Akzeptanz der eingesetzten Gesangspädagogen – und – Fachleute sind gefragt. • Plan zur Weiterführung in der nächsten Ausgabe.

Das Albert-Schweitzer-Jugendorchester Hamburg ehemaligen Mitgliedern – meist Bundespreisträgern von „Jugend musiziert“ – übertragen. Viele ehemalige Mitglieder sind hervorragende Orchestermusiker geworden, einige haben sich als Solisten oder Kammermusiker internationales Ansehen erworben. Frühere Konzertmeister waren u.a. Christian Tetzlaff und Michael Mücke. Der Dirigent Manfred Richter wurde 1953 in Hamburg geboren. Nach Klavier-, Orgel-, Geigen- und Kompositionsunterricht während seiner Schulzeit studierte er in Hamburg zunächst Schulmusik, Physik und Geschichte. Das Dirigier-Studium absolvierte er anschließend bei Prof. W. Brückner-Rüggeberg und Prof. Klauspeter Seibel. Von 1984 bis

1991 arbeitete Manfred Richter als Studienleiter und Kapellmeister am Schleswig-Holsteinischen Landestheater und an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Seit 1991 leitet er das Albert-Schweitzer-Jugendorchester. Foto: www.albert-schweitzer-jugendorchester.de

Das Albert-Schweitzer-Jugendorchester ist das Orchester für den künstlerischen Nachwuchs Hamburgs. Mehr als 40 Orchestermitglieder sind Landes- oder Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert". Das ASJ ist ein vollbesetztes Sinfonieorchester mit circa 70 Mitgliedern im Alter von 13 – 23 Jahren. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 17 Jahren. Außer den zweimal jährlich stattfindenden Konzerten in der Großen Laeiszhalle Hamburg führt das ASJ Konzertreisen und Austauschbegegnungen mit anderen Jugendorchestern wie dem Chicago Youth Symphony Orchestra durch. Die solistischen Aufgaben werden in der Regel ASJ-Mitgliedern oder

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Bechsteins Flügelgeschichte – Die berühmte Flügelgeschichte dieses Hauses beginnt mit Friedrich Wilhelm Carl Bechstein. Gotha ist sein Geburtsort, und er ist der Neffe des berühmten thüringischen Schriftstellers, Märchensammlers und Sagenforschers Ludwig Bechstein. Unter dem strengen Regime des Stiefvaters wächst er auf und genießt bei ihm einen soliden Unterricht in Geige, Cello und Klavier. Mit 14 Jahren wird er zu einem jähzornigen alkoholsüchtigen Klavierbauer nach Erfurt in die Lehre geschickt. Glücklich und unbeschwert waren diese ersten Lebensjahre sicher nicht, und es ist nicht erstaunlich, dass er 1849 nach seiner weiteren Station in Dresden ein für sein Alter ungewöhnlich ernsthafter junger Mann nach Berlin kam, sparsam und von ausgesuchter Liebenswürdigkeit.

Carl Bechstein

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G. Perau am Hausvogteiplatz war eine feine Adresse. Er war kein Tüftler, aber als solider und konservativer Klavierbauer bekannt und machte den jungen Bechstein, der ständig bemüht war, sich weiterzubilden, bereits nach zwei Jahren zum Werkstattleiter. Dann kamen die interessanten Lehrund Wanderjahre. Er sammelte Kenntnisse bei den berühmtesten Klavierbauern ihrer Zeit. Die erste Anlaufstelle war London, dann folgten Paris, Sarstedt und das Elsass.

Der bekannte Klavierbauer Kriegelstein macht ein Vermögen mit einem sensationell raumsparenden Kleinklavier. Es war berühmt für seine Tonfülle, für das Ebenmaß seiner Register und wurde professionell vermarktet. In Paris gab es den legendären Klavierfabrikanten Sébastian Érard. Franz Liszt gab vor allen anderen diesem Instrument den Vorrang. Man umjubelt das Instrument wie einen Star und die „Salle Érard“ ging als einer der bevorzugten Konzertsäle in die Pariser Musikgeschichte ein. Ganz sicher sind diese Begegnungen mit den erfolgreichen Vorbildern einprägsam und geben den eigenen Plänen kraftvolle Initiative. 1853 kehrt er endgültig nach Berlin zurück, wird Geschäftsführer bei Perau und gründet in dem gleichen Geschäftsgebäude sein eigenes Unternehmen. Er sucht neue Wege, um ein modernes Pianoforte für eine moderne Musik zu bauen, und er stellt seine Werkbank in der Beringstraße im Zentrum von Berlin auf. Es ist das Jahr, in dem Russland gegen die Türkei, Frankreich und Großbritannien in den Krieg zieht (Krimkrieg), Wagner seinen „Ring der Nibelungen“ fertig stellt, Vincent van Gogh geboren wird, es ist das Gründungsjahr der “Gartenlaube“ in Leip-

zig. London erhält die erste Rohrpostanlage, Adolf Menzel wird Prof. und Akademiemitglied in Berlin, der Dichter Ludwig Tieck wird geboren, Adolf Stifter schreibt seine Novelle „Bunte Steine“, Heinrich Steinweg gründet seine Klavierfabrik „Steinway and Sons“ in New York und der Strom der Auswanderer sucht sein Glück in dem freiheitlichen Amerika. Bechstein hat den Vorteil, dass er bereits etliche Künstler und einflussreiche Leute von Perau her kannte. Schon bald fand er Kontakt zu dem Klavierlehrer der königlichen Familie, der des Lobes voll ist von seinen ersten Instrumenten. Auch gibt es einen jungen Dresdner Pianisten, einen Lisztschüler, der gerade in dieser Zeit seine legendäre Karriere beginnt. Um die Werke und um den Klang war es ihm zu tun. 1855 geht von Bülow (Bild rechts) nach Berlin und schreibt an seinen verehrten Lehrer Liszt, dass es in Berlin einen absoluten Mangel an passablen Klavieren gebe. Die Stöcker, heute en vogue, seien das Abscheulichste auf der Welt, Perau liefert noch das Beste oder den Flügel von Klemm, für den Klara Schumann Propaganda mache. Nichts von Bechstein. Ein Jahr später fertigte er seinen ersten Konzertflügel an. Bülow lernt den


Ein Leben für die Klangwelt Flügel kennen, der mit allen modernen Ingredienzien ausgestattet ist. Das entscheidende Konzert findet am 22, Januar1857 statt. Bülow spielt im Zentrum eines gemischten Programms Liszts Klaviersonate hMoll und er befand, dass vor allem das neue Instrument der Sonate zu ihrer Wirkung verholfen habe. Denn Liszt`s hMoll-Sonate ist nicht nur für den Pianisten ein mörderisches Stück sondern auch für das Klavier. Bülow repräsentiert die authentische LisztSchule, und Carl Bechstein hat durchaus den Ehrgeiz, Instrumente für diese neue Art der emotionsgeladenen Musik zu bauen. Bechstein ist also, für Berliner Verhältnisse zumal, Avantgardist. Der erste Konzertflügel aus der Werkstatt des Carl Bechstein ist 1957 eine Sensation. Am Tag darauf schreibt Bülow einen Brief an Liszt, in dem er erwähnt, dass er ein Instrument eines „gewisssen Bechstein“ gespielt habe, das er höher als die Érards einschätze. Eine lebenslange Partnerschaft hatte begonnen. Auch im Marketing ging das junge Unternehmen einen neuen Weg: Bechstein kümmerte sich um seine Künstler. 1856 wurde die Werkstatt vergrößert und neue Mitarbeiter eingestellt. Und noch etwas passiert: Érard hat Liszt für ein Konzert in Berlin einen Flügel zur Verfügung gestellt. Und er erlebt, wie im Verlauf des Abends eine Saite nach der anderen der Belastung nicht mehr standhält und reißt. Er beschließt, den neuen und wirklich modernen Flügel zu bauen, der auch Liszts Spiel gewachsen ist. All dies fällt in eine Zeit, in der sich das Klangideal grundlegend wandelt. Vor allem die ebenso kühn wie raffiniert instrumentierten sinfoni-

schen Dichtungen, die Liszt ab 1849 für das Weimarer Orchester schreibt, spielen dabei eine bedeutende Rolle. Innerhalb weniger Jahre setzen sich neue Klangvisionen durch, die von den avancierten Klavierbauern der Zeit aufgegriffen werden. Aber Bechstein hat nicht nur das richtige Gespür für die neue Zeit, sondern er ist auch einer der erfolgreichsten bei der

Umsetzung dieser Ideale. Schon in früher Jugend hat er durch hohe Klangsensibilität auf sich aufmerksam gemacht. Freund Bülow spricht also später nicht von ungefähr vom „Bechstein’schen Farbenklavier.“ Nun gilt es, den Flügel dorthin zu transportieren, wo der Künstler sein Konzert hat. Dabei kommt der verkehrssichere Forschritt zugute. 1862 ein nächster Erfolg: auf der Londoner Industrieausstellung gibt es eine Silbermedaille mit folgendem Kommentar: Die Instrumente Bechsteins zeichnen durch immense Frische und Freiheit des Tones, An-

nehmlichkeit der Spielart und Gleichheit der verschiedenen Register aus und dürften selbst der kräftigsten Behandlung Widerstand leisten.“ Das Unternehmen floriert. Es gibt eine Preisliste aus dem Jahre 1865, der zu entnehmen ist, dass man für einen Konzertflügel von 8 Fuß Länge 700 Preußische Taler zahlen musste, ein Stutzflügel kostete ca. 450 Taler und die Pianinos liegen bei 230 und 280 Talern. Durch das Münzgebungsgesetz 1873 wurde dieser Taler = 3 Mark der neuen Reichswährung gesetzt. Richard Wagner, der 1864 von Wien nach München zu seinem Gönner Ludwig II. flieht, bedankt sich in seinem Brief an Bechstein mit folgenden Worten: „Als ich bei meinem Freund Liszt in Weimar verweilte gerieth ich eines Tages zufällig über ein Instrument, das ich durch seinen krystalligen, wonnigen Ton der Maaßen freute, dass ich meinem theuren Hans von Bülow, der mir bei einem traurigen Abschiede eine trost-

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Bechstein Flügel:

Artur Schnabel und Wilhelm Kempf spielten auch auf den legendären Bechstein-Flügeln.

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Pianisten und ihr Instrument

reiche Hoffnung erwecken wollte, den begeisterten Gedanken eingab, dafür Sorge tragen zu wollen, dass ein gleiches Instrument mich, wo ich weilen werde, erheitern solle.“ Und so setzt sich der Ruhmeszug fort. Beim Konzert in München kurz vor Weihnachten: „Der Flügel hat famos geklungen, hell, deutlich, voll. Alles ist sich darüber einig, dass man solche Pianos in München noch nicht gehört. Ich hoffe, dass auch die Augsburger (Musikzeitung) davon reden wird“. Noch bevor die Flügel eintrafen, schieb Bülow ein aufschlussreiches Notabene: „Der König kommt anfangs nächsten Monats. Das erste, was Wagner und ich ihm zu oktroyieren vorhalten, ist natürlich ein ,Bechstein’. Später erhielt Wagner einen „Pianosekretär“, ein Klavier, das zugleich Schreibtisch war und damit ein zum Komponieren besonders geeignetes Möbel. Bülow, der hervorragendste Pianist dieser Epoche, wirbt wo immer er hinkommt, überzeugend mit Entschiedenheit und großem Erfolg für die Bechstein-Instrumente, deren internationale Nachfrage weitere Produktions- und Vertriebskapazitäten verlangt. 1900 werden die Söhne Edwin, Carl und Johannes die neuen Herren des Weltunternehmens, das 1903 sein 50-jährige Bestehen feiert in vier eigenen Fabriken Klaviere höchster Qualität herstellt, neue Niederlassungen und Konzertsäle in London und Paris besitzt und mit den berühmten Pianisten der Zeit den neuen und einmaligen Klang seiner Instrumente in den großen Konzertsälen der Welt verkündet.

Zwei verlorene Kriege des 20. Jahrhunderts vernichten durch wirtschaftliche Zusammenbrüche, Enteignung und Zerstörung die Herstellungsmöglichkeiten. Einige Instrumente haben überlebt, im privaten Eigentum der Pianisten und musikliebenden Familien. Zwischen 1930 und 1935 wurden insgesamt noch 4.500 Instrumente abgesetzt. Durch Judenverfolgung der Nazis verlor Bechstein einen großen Teil seiner potenziellen Käufer. Der zweite Weltkrieg zerstörte den Rest. Die Produktionsanlagen wurden zerstört, ebenso ein Teil der lagernden Holzvorräte. 1951 kann man wieder eine Fabrik in Betrieb nehmen. Maschinen, Trockenanlagen und Werkzeuge werden beschafft, und man verfügt noch über Holzvorräte, darunter auch das kostbare rumänische Resonanzbodenholz und Stimmstöcke. Im Titaniapalast, der auch den Berliner Philharmonikern unter der Leitung ihres Chefdirigenten Wilhelm Furtwängler als Konzertsaal dient, spielt Wilhelm Backhaus am 21. November Beethoven – fünf Sonaten einschließlich der Opus 111 als tiefsinniges Finale. Es ist der Neubeginn einer erfolgreichen Zeit. Auszug aus der Firmengeschichte geschrieben von Norbert Ely Farbenreichtum und Klangstärke Geheimnis für die legendäre Klangschönheit der Instrumente liegt in einer optimalen Umsetzung der individuellen Anschlagkultur des Spielers. Dafür sorgen die Spezifika im Boden- und Fastenbau wie auch die generelle Stimmigkeit aller Details,

denn fast alle Bestandteile des Instrumentes nehmen Einfluss auf die Qualität des Klanges, auf die Haltbarkeit und Stabilität sowie au die Spielart. Je individueller und exzellenter der Verarbeitungsprozess, desto feiner und sensibler das Gesamtergebnis für den Klavierspieler. Der Resonanzboden Der Resonanzboden ist eine Holzmembrane, die, durch die Saitenschwingungen aktiviert, den Klang deutlich beeinflusst. Daher bedarf der Qualität des Bodens besondere Beachtung. Stück für Stück wird er auf seine spezielle Klangeigenschaften wie Schwingungslänge und Verhalten sowie auf den Klangcharakter geprüft. Jedes einzelne Stück wird einer speziellen Trocknung, Zwischenlagerung und Akklimatisierung unterzogen, um später den Angriffen von Klima- und Temperaturschwankungen standzuhalten. Die hier typische hochsensible und in Spannung befindliche Resonanzmembrane liegt auf dem Bodenlager bzw. der Rast und ist im Randbereich mit ihr verleimt. Unsere entwicklungstechnische Ausrüstung ist in der Lage, genaue Vorgaben zu den modellspezifischen Spannungsverhältnissen einzuhalten. Wir fräsen z.B. die Rast in einem Präzisionsbereich von 1/100 mm in Anpassung an die spezifische Wölbung des Resonanzbodens. Somit ist das Bodenlager optimal auf die Spannungsverhältnisse des aufliegenden Resonanzbodens eingestellt, es kann zu keinen entgegenwirkenden Kräften kommen, die die Freiheit der Schwingungsmembrane tangieren würde. Denn optimale Schwingungsfreiheit ermöglicht Klangentfaltung ohne Energieverlust.


BAUVORHABEN

DER REGION:

Wohnen in der Auf dem ehemaligen „Harer-Areal“ in der Nordstadt zwischen Hohenzollernstraße, Philippstraße und Salierstraße wird neuer Wohnraum entstehen. Mit insgesamt drei großen Baukörpern (Häusern) für Mietwohnungen und 6 Reihenhäusern beginnt die Arbeitsgemeinschaft Pforzheimer Wohnungsunternehmen dieses lange leer stehende Areal zu beleben und zu bebauen. Baubeginn ist noch in diesem Frühjahr, Anfang April. Bis Ende des nächsten Jahres sollen 45 Wohnungen und 6 Reihenhäuser sowie die dazugehörigen Tiefgaragenplätze fertig sein.

Die insgesamt 45 Wohnungen verteilen sich auf drei unterschiedliche Baukörper, und so unterschiedlich wie die Baukörper sind, sind auch die Wohnungsgrundrisse. Es werden standardmäßige 2- und 3-Zimmerwohnungen entstehen mit Wohnflächen zwischen 70 und 90 m²; die dazugehörigen Balkone/Loggien werden eine Grundfläche zwischen 8 und 40 m² haben. Im Weiteren wird es Maisonettewohnungen (über 2 Etagen) mit im Schnitt ca. 120 m² Wohnfläche und ca. 20 m² Freifläche geben sowie Penthauswohnungen als 3- bis 5-Zimmerwohnungen mit im Schnitt ca. 80 m² und ca. 40 m² Dachterrasse.

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Im Erdgeschoss des Hauses an der Salierstraße 60 – 60b werden drei 2-Zimmerwohnungen entstehen, die eine behinderten- und rollstuhlgerechte Ausstattung einschließlich der erforderlichen Bewegungsflächen (für z.B. Pflegepersonal) erhalten werden. Auch wird im Gebäude an der Philippstraße ein Raum entstehen, der als Kommunikationsstelle für Bewohner oder Seniorentreffen oder dergleichen Verwendung finden kann. Generell sind alle Wohnungen barrierefrei, d.h. Sie haben keinerlei Schwellen zu überwinden, weder auf dem Weg von der Straße zum

Haus, noch von der Haustüre in die Wohnung noch innerhalb der Wohnung oder raus auf den Balkon. Die Türen werden grundsätzlich breiter sein als normal, um auch im Bedarfsfall Hilfe gebenden Personen Platz zu geben oder es zu ermöglichen mit dem Rollstuhl problemlos ins Badezimmer zu gelangen. In jedem Haus (mit Ausnahme der sechs Reihenhäuser) wird es rollstuhlgerechte Fahrstühle geben, die direkt auch aus der Tiefgarage benutzbar sein werden. In der Tiefgarage steht für jede Wohnung nicht nur ein Stellplatz sondern eine abgeschlossene Garagenbox zur Verfügung.


Arbeitsgemeinschaft Pforzheimer Wohnungsunternehmen: Baugenossenschaft Arlinger · Baugenossenschaft Huchenfeld · Baugenossenschaft Familienheim Pforzheim

Nordstadt – Salierpark

Die Grünfläche zwischen den Häusern wird mit ebenen Fußwegen ausgestattet, so dass man sich auch hier barrierefrei durch ein grünes Areal bewegen kann.

Die weitere Ausstattung der Wohnungen ist wie folgt geplant: Jede Wohnung hat ein Bad mit Wanne und Dusche, meist Tages-

lichtbad, Fußbodenheizung, Bodenbelag als Massivparkett und Fliesen, zu jeder Wohnung gehört ein Balkon oder Loggia in unterschiedlichen Größen, Barrierefreiheit und großzügige Raumplanung. Die Wärmeversorgung aller Gebäude wird über Geothermie mit Wärmepumpentechnologie sichergestellt. Unsere Motivation für diese Wärmeversorgung liegt darin, dass wir von fossilen Brennstoffen weg kommen wollen. Die Kostenentwicklung für fossile Brennstoffe kann man für die Zukunft nicht voraus sagen, sie wird aber sicherlich noch weiter nach oben gehen. Wir wollen damit unseren Mietern eine kostengünstige bzw. eine Wärmeversorgung zu überschaubaren Kosten bieten. Bei Fragen und Interesse an diesem Projekt dürfen Sie sich gerne jederzeit an die Bauherren wenden.

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BAUVORHABEN

DER REGION:

Wohnen Nach dem die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Mittelrain auf Gemarkung der Gemeinde Neulingen-Bauschlott zügig voranschreiten, kommt somit auch die Realisierung des Bauvorhabens „Wohnen mit Service“ der Baugenossenschaft Eden e.G.i.G. in die entscheidende Phase. Im April trafen sich die konkreten Interessenten eines Bungalows der Wohnanlage, um sich über den weiteren Fortgang des Vorhabens zu informieren.

Zeichnungen/Plane: Kiefner und Müller, Maulbronn

Wie bereits berichtet, werden auf dem Gelände in unmittelbarer Nähe zum Seniorenzentrum Bethesda 29 behindertengerechte und ebenerdige Bungalows entstehen, die zwischen 72 qm (zwei Zimmer) und 107 qm (vier Zimmer) groß sind. Das Projekt liegt in wunderschöner östlicher Ortsrandlage mit herrlicher Aussicht auf das Stromberggebiet und ebenen Spazier- und Wanderwegen. Neulingen-Bauschlott verfügt über alle wichtigen Einrichtungen der Infrastruktur, einen Vollsortiment-Supermarkt, eine Apotheke, mehrere Ärzte, das Dienstleistungszentrum Komm-in, Massage- und Krankengymnastikpraxen, Hotelund Gastronomiebetriebe, die alle zu Fuß erreichbar sind. Bauschlott ist über eine schnelle Busverbindung

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mit den beiden Städten Pforzheim und Bretten verbunden. Angesprochen sind vor allem Menschen zwischen 60 und 70 Jahren, die sehr aktiv sind und sich überlegen, wie, wo und in welcher Form sie ihren Ruhestand verbringen wollen. Die sich vom Konzept einer weitestgehend selbständigen Gestaltung des Alltags und der trotzdem verfügbaren Sicherheit einer umfassenden Betreuung einen Vorteil dahingehend versprechen, dass ein nochmaliger Umzug in betreutes Wohnen oder ein Pflegeheim so gut wie nicht mehr erforderlich ist. Das Projekt wird etwas ganz Besonderes, zumal es bisher nichts annährend vergleichbares in der näheren und weiteren Umgebung gibt. Die Bungalows werden durch die Genossenschaft vermietet. Der Mietpreis für die Bungalows mit gehobener Ausstattung beträgt ab 10 Euro/qm/Monat. Eine Besonderheit des Projektes ist auch die innovative Energieversorgung über ein Biogas-betriebenes Blockheizkraftwerk, das Strom für den Eigenbedarf pro-


mit Service

duziert und mit der Abwärme das Warmwasser und die Heizung beliefert bzw. unterstützt. Die 29 Wohneinheiten werden voraussichtlich im Sommer 2010 bezugsfertig sein.

Links Grundriss Typ 1.1 und oben Grundriss Typ 2.

Sind Sie interessiert? Dann vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Ansprechpartner für Sie sind Herr Peter Mayer, Heimleiter und Geschäftsführer des Seniorenzentrums Bethesda, Tel. 07237 – 9970, Herr Michael Jung, Volksbank BruchsalBretten, Tel. 07252 – 501101.


BAUVORHABEN

DER REGION:

Eröffnung des dung entgegen; und bald ist es soweit: Nach Ostern wird das Seniorenzentrum seine Türen öffnen und die ersten Bewohner können einziehen. Das Seniorenzentrum Keltern, an der Pforzheimer Straße gelegen, schließt dann eine wichtige Lücke in der Ver-

In dieser landschaftlich reizvollen Gegend, von Dietlingen her kommend am Ortseingang von Ellmendingen, strebt gerade das Seniorenzentrum Keltern seiner Vollen-

sorgung der älteren Menschen im westlichen Enzkreis und vor allem in der Gemeinde Keltern. Denn vorwiegend die Bürger dieser Gemeinde sollen in dem rund 8,5 Millionen Euro teuren Seniorenzentrum eine neue Heimat finden. Für pflegebedürftige Menschen werden 60 Plätze zur Verfügung stehen. Der Einzelzimmeranteil der Einrichtung, die sich harmonisch in die Landschaft einfügt, ist hierbei groß. Mit 21,5 qm sind diese gut dimensioniert und auch die wenigen Doppelzimmer mit ihren knapp 30 qm bieten ein Umfeld, das allen pflegerelevanten Ansprüchen genügt. Der Bau und die Ausstattung insgesamt basieren auf neuesten Standards und werden allen Anforderungen, die an eine zeitgemäße Altenpflege zu richten sind, vollauf gerecht. Umrahmt wird die Einrichtung von einem ca. 3700 qm großen Gartenbereich, der auf seinen ge-

Zeichnungen/Pläne: simmank-architekten

Blickt man nach Norden, so sieht man Obstbäume und im weiteren Verlauf, die Hügel hinauf, Weinberge, das Kennzeichen der Region. Nach Südwesten, über den Arnbach mit seinem leisen Rauschen hinweg, geht der Blick in Richtung Niebelsbach.

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schwungenen Pfaden zum Laufen, aber auch zum Verweilen einlädt. Inmitten der Gemeinde, in bevorzugter Lage, sollen hier ältere, v.a. pflegebedürftige MitbürgerInnen in familiärer Atmosphäre ein Zuhause finden. Heimat bedeutet ein Stück Geborgenheit, einen Ort, mit dem man sein Leben lang verwurzelt bleibt. Das Seniorenzentrum soll dazu beitragen, dass dies auch im Alter so bleibt. Damit alle, die auf Hilfe angewiesen sind, ihren Lebensabend in einem würdigen Rahmen verbringen können. Die günstige Lage der Einrichtung, mit Kindergarten, Schule und auch mit Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe unterstützt zudem die Philosophie des Hauses, ein Ort der Begegnung zu sein. Viele Begegnun-

gen zwischen Alt und Jung und natürlich auch viele Besuche durch Angehörige, Freunde und Bekannte sollen dazu beitragen, dass das bisherige soziale Umfeld weitgehend erhalten bleibt. 14 Betreute Wohnungen, in denen insgesamt 18 Personen leben können, ergänzen das Angebot des Zentrums. Die 10 Appartements für je eine Person haben eine Größe von ca. 44,5 qm. Die 4 größeren, die sich auch für Ehepaare eignen, haben eine Fläche von etwas mehr als 53 qm. Die Wohnungen werden in Mietform angeboten. Das Seniorenzentrum Keltern reiht sich mit diesem Angebot nahtlos in den Verbund der Altenhilfeeinrichtungen unter der Trägerschaft des Evangelischen Diakonissenvereins


Seniorenzentrums Keltern ber hinaus in Zeiten großer Wandlungen knapp 60 Arbeitsplätze und fördert damit nachhaltig den Wirtschaftsstandort Keltern.

Siloah ein. „Leben und Wohnen im Alter“. Dieser Slogan verbindet und ist gleichzeitig ein Ausdruck von Qualität. Diese soll auch in der Einrichtung spür- und erlebbar sein; im Dienste und zum Wohle des Menschen. Biografieorientierte Pflege, Regelmäßige Gottesdienste und Andachten sowie vielfältige Angebote zur Aktivierung und Tagesstrukturierung sollen auf diesem Wege ebenso dazu beitragen, dass sich der Mensch wohl fühlt. Daneben ist

natürlich auch eine den Bedürfnissen älterer Menschen angepasste, altersgerechte Verpflegung mit Wahlmenüs selbstverständlich. Sonstige vor Ort erforderliche Dienstleistungen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Klinikum Siloah St.Trudpert sichergestellt. Parallel zum eigentlichen Zweck schafft das Seniorenzentrum darü-

Mit dem 25.04.09, von 11.00 – 17.00 Uhr, steht auch bereits der Termin für den Tag der offenen Tür fest. Und auch hier wird bereits gelten: Besucher sind jederzeit willkommen! Kontaktdaten: Seniorenzentrum Keltern, Heimleitung Hr. Fuchs, Telefon 0 72 36/93 36 50, www.siloah.de, seniorenzentrumkeltern@siloah.de

Der Philosoph zu unserer Zeit Der Philosoph Peter Sloterdijk sieht den Westen in mehreren fundamentalen Krisen „Europa befindet sich in einer massiven demographischen Krise. Die quantitativen Verhältnisse zwischen Alt und Jung stimmen seit langem hinten und vorne nicht mehr. Wir erleben obendrein eine riesenhafte ökonomische Krise, die innerhalb des aktuellen Krisenkomplexes gleichwohl noch vergleichsweise die mildeste Größe sein dürfte, und an der Spitze steht die anhaltende ökologische Krise. Die ist im letzten Vierteljahrhundert bagatellisiert worden und kommt nun mit Furcht erregender Dringlichkeit erneut auf die Tagesordnung. Dieses dichte Bündel an Krisen könnte man zu einer halbgöttlichen Instanz zusammenfassen: ‘Die’ Krise – sie hat für uns eine nahezu trans-

zendente Autorität. Der Mensch steht vor einer gewaltigen Aufgabe, die Verhältnisse zu ändern. Die Menschheit heute ist nicht die erste Generation, die von dem absoluten Imperativ ‘Du musst Dein Leben ändern’ angesprochen wird. Von der Antike an hörten die Eliten ihrer Zeit diese gebietende Stimme – einmal unter theologischem Vorzeichen, ein-

mel unter athletisch-virtuosem – und zu jeder Botschaft dieser Art gehörte ein starker Absender. Heute erleben wir einen erneuten Sinnwandel des absoluten Imperativs – und diesmal ist es ‘die Krise’. die sich an die Eliten von morgen wendet. Sie ist der starke Absender unserer Zeit. Sie ist es, die den neuen kategorischen Imperativ autorisiert, wie ihn etwa Hans Jonas hingeschrieben hat: Wir sollen uns stets so verhalten, dass die Folgen unseres Handelns mit authentischem menschlichem Leben auf Erden auch für die künftige Generationen verträglich bleiben Auszug aus einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Foto: Peter Sloterdijk by Adolfo Vásquez Rocca Philosophy Sloterdijk Spheres

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„Helfende Hände“ In jeder Ausgabe des Heftes gibt es einen Sonderteil, in dem sich die Pflegeheime und Seniorenresidenzen mit ihren besonderen Leistungsthemen vorstellen können. Wir finden es an der Zeit, in dieser Ausgabe dem Leser einmal die „Helfenden Hände“ zu präsentieren, die sich Tag für Tag um das Wohl alter, kranker, pflege- und hilfsbedürftiger Menschen sorgen und mühen. Auch ist es sicher für den Leser informativ, vor einem Besuch des Hauses die Gesichter der Menschen zu kennen, denen man sich oder die Liebsten anvertraut.

Das neue Leitungsteam der RESIDENZ AMBIENTE Pforzheim stellt sich vor: • Fred Mahlmann, Residenzleitung Herr Mahlmann ist seit 16.11.2008 Leitung in der Residenz Ambiente Pforzheim. Von Beruf Krankenpfleger und Sozialwirt ist er nunmehr seit fast 30 Jahren in den unterschiedlichsten Funktionen in der Kranken-, Behinderten- und Altenpflege tätig. Ziel von Herrn Mahlmann ist es, für die Senioren der Residenz ein hochwertiges, behagliches Zuhause zu schaffen. Mit der Verwirklichung die-

ses Zieles ist eine hohe Anforderung an die Mitarbeiter gestellt womit er einen weiterer wichtigen Teil- die Motivation der Mitarbeiter- in seiner Arbeit sieht. Gleichrangig damit sieht Herr Mahlmann die Etablierung eines bestimmten Geistes für eine absolut vorrangige Aufgabe – gleichsam zu verstehen als eine Kultur des Miteinanders und der Zusammengehörigkeit. Herzlich aufgenommen von den Bewohnern und Mitarbeitern des Hauses werden alle zusammen ihn auf diesem Weg begleiten.

• Anke Agsten, stellvertretende Pflegedienstleitung Frau Anke Agsten ist seit 1.10.2008 als stellvertretende Pflegedienstleitung in der Residenz Ambiente tätig. Nach 14jähriger Berufserfahrung als Altenpflegerin bestand sie mit Erfolg ihre Weiterbildung als Pflegedienstund Heimleitung. Schwerpunkt von Frau Agsten ist die Palliativpflege, die Pflege von Wachkoma- und Beatmungspatienten. In Zusammenarbeit mit Herrn Mahlmann ist unser Ziel eine qualitative und quantitative, hochwertige Pflege. ARBEITER-SAMARITER-BUND Regionalverband Pforzheim Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Pforzheim in der Heinrich-Witzenmann-Str. 10 bietet im Stadt- und Landkreis ein umfangreiches Angebot an Hilfeleistungen und Pflegediensten für das persönliche Wohlergehen für alle hilfebedürftigen Menschen. Die Hilfeleistungen in der häuslichen Umgebung werden garantiert durch einen eigenen Hausnotruf, dem abwechslungsreichen Essen auf RäderService, welcher an 7 Tagen in der Woche wahlweise das Essen warm oder kalt ausliefert, sowie der ambulanten, häuslichen Krankenpflege. Ihr Spektrum reicht von der Hilfe beim Einkaufen und Putzen, über die Körper- und Behandlungspflege bis hin zur Betreuung und Pflege von intensivbedürftigen, beatmeten Patienten. Dienste in den Bereichen Betreutes Wohnen, Behindertenhilfe, Fahrdienst mit verschiedenen Spezialfahrzeugen, Sanitätsdienste, Schulsanitätsdienst, Erste-Hilfe-Kurse, Krankentransport und Rettungsdienst ergänzen das Angebot des ASB, welcher Ihnen alle Leistungen aus einer Hand bietet.


im Focus Die Abteilung Essen auf Räder bietet Ihnen die Versorgung mit sowohl warmem als auch mit tiefgefrorenem Essen an. Die Auslieferung des warmen Essens erfolgt an 7 Tag die Woche. Für alle Fragen zum Thema Essen auf Räder, sowie zur Klärung aller Unklarheiten im Bereich Zivildienst und Freies-SozialesJahr stehen Ihnen Fr. Haberstroh und ihre Mitarbeiter zur Verfügung. Die Mitarbeiter im Bereich Häusliche Pflege und Hausnotruf sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr für Sie unterwegs. Wir möchten mit unserer Versorgung dazu beitragen, dass Sie auch im Alter in Ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Neben der Beratung über Pflegeleistungen ist uns auch die Beratung über finanzielle Lösungsvorschläge wichtig. Zur Lösung aller Probleme im Bereich der häuslichen Pflege, Pflegeberatung, Versorgung durch einen Hausnotruf oder den Umzug ins Betreute wohnen steht Ihnen Fr. Nischke und ihr Team jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Für alle Rückfragen zu Transporten im Bereich der Fahrdienste mit diversen Spezialfahrzeugen oder mit Hilfsmitteln (Rollstuhlfahrten, Dialysefahrten, etc.) stehen Ihnen Fr. Gabelmann bzw. Fr. Behner zur Verfügung.

50 hauptamtliche Mitarbeiter, 34 Zivildienstleistende und 28 FSJ’ler leisten effiziente und pflichtbewusste Arbeit, bei der der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Vordergrund steht. Daher ist es selbstverständlich, dass Achtung, Akzeptanz, Offenheit und Toleranz dem Menschen gegenüber sehr wichtig sind. Ständige Aus-/Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter lassen die Leistungen auf hohen, überprüfbaren Qualitätsstandards basieren. Der ASB RV Pforzheim-Enz bietet Ihnen alle Leistungen aus einer Hand. Pflegeleitbild ATRIUM Wir stellen eine Einrichtung dar, in der der zu betreuende und zu pflegende alte Mensch im Mittelpunkt aller Bemühungen steht und auch stehen muss. In unserem Hause wird einhellig und nachdrücklich die Auffassung vertreten, dass wir den Bedürfnissen von pflegebedürftigen alten Menschen in keinster Weise gerecht werden, wenn wir sie lediglich als Summe ihrer physischen Leiden be-

trachten. Vielmehr ist es das Ziel unserer Arbeit, dem Leben des hilfsbedürftigen älteren Menschen wieder Inhalt und Zufriedenheit zu verleihen und ihm bei der Bewältigung seiner physischen und psychischen Defizite respektvoll behilflich zu sein. Die Wahrung und auch Förderung der Selbständigkeit des alten Men-

schen über das Pflegemodell von Krohwinkel ist zentraler Bestandteil unserer „Philosophie“. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass in unserem Hause Pflege und Betreuung in erster Linie als geplantes Handeln und ganzheitlich

Das Team vom Atrium von links nach rechts: Sr. Valerie, Frau Hammer, Sr. Marie-Louise, Sr. Lydia, Frau Großmüller, Frau Götz, Herr Großmüller, Sr. Doris, Sr. Helena, Sr. Christa, Frau Eschner.


„Helfende Hände“im Focus verstanden werden, als eine gute, umfassende und kompetente Betreuung von Körper, Geist und Seele. Diese ganzheitliche Pflege und Betreuung wird von uns für jeden Bewohner individuell geplant, arbeitsteilig gestaltet und durch ein modernes Dokumentationssystem unterstützt. Die pflegerische und sozialtherapeutische Arbeit soll sich dabei nicht nur am jeweiligen individuellen Grad der Erkrankung des alten Menschen orientieren, sondern ebenso die Bedeutung der Biographie des einzelnen Bewohners verstehen und in die Betreuung umsetzen. Das Haus soll für unsere Bewohner ein „Zuhause“ werden, in dem sie leben und wohnen, keinesfalls aber ein Ort, an dem sie nur „untergebracht“ sind und therapiert werden. An dieser Stelle sind die Angehörigen und Ärzte unsere Partner in der Sorge um das Wohlergehen unserer Bewohner, wobei unsere Dienstplangestaltung sowohl eine bewohner- als auch gruppenspezifische Pflege im Sinne von Gruppentherapien ermöglicht. Unsere Pflege wird nach anerkannten Pflegestandards ausgerichtet. Dabei bemühen wir uns, aktuelle Fort- und Weiterbildungsangebote wahrzunehmen und Erkenntnisse der modernen Pflegeforschung in unsere tagtägliche praktische Arbeit einfließen zu lassen. Die Kontinuität einer guten Pflege wird über interne und externe Qualitätssicherungsstandards gewährleistet. Wir wollen nicht über den alten Menschen „hinweg pflegen“. Vielmehr bemühen wir uns um eine Stabilisierung der Besserung seines Befindens, und wir setzen unsere gemeinsame Kraft in die Steigerung seiner Befindlichkeit. Nur so können wir dem Leben des alten Menschen nicht ausschließlich mehr Jahre hinzufügen, sondern den gewonnenen Jahren auch mehr Leben schenken.

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AUGUST-KAYSER-STIFTUNG

Das Bild zeigt von links nach rechts: Heidi Paseka (Bereichsleitung Schober-Haus), Roselie Tauber (Bereichsleitung Schmidt-Haus), Vera Fricke (Leitung des Sozialdienstes), Marina Möser (Bereichsleitung Kayser-Haus), Frank Kontermann (Geschäftsführende Heimleitung), Birgit John (Pflegedienstleitung), Michael Seidel (Pflegedienstleitung ambulanter Dienst und Qualitätsmanagement). Es fehlen auf dem Bild: Susanne Grosshans (Hauswirtschaftsleitung) und Klaus Heinkel (Verwaltungsleitung).

• Frank Kontermann ist als Heimleitung für die wirtschaftliche Führung des Heimes sowie für die Betreuung der Heimbewohner zuständig. Die Heimleitung hat zusammen mit dem obersten Organ der Stiftung – dem Verwaltungsrat – über wichtige Angelegenheiten der Stiftung zu entscheiden. Somit trägt die Heimleitung die operative Gesamtverantwortung. • Birgit John ist als Pflegedienstleitung des stationären Bereiches – Dauerpflege und Tagespflege – für alle Belange zuständig, die sich im Bereich der Pflege ergeben. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Bewohner, Betreuer und Angehörige und Vorgesetzte aller Pflegekräfte. • Marina Möser, Roselie Tauber und Heidi Paseka sind als Bereichsleitungen jeweils für ein Haus innerhalb der August-Kayser-Stiftung für die Pflege verantwortlich. In jedem dieser Häuser sind 2 Wohnbereiche angesiedelt. Für einen reibungslosen und professionellen Pflegealltag sorgen diese 3 Damen vor Ort in ihren Häusern. • Vera Fricke ist als Leitung des Sozialdienstes zentrale Ansprechpartnerin für Interessierte an den Dienst-

leistungen der Stiftung. Sie informiert Hilfesuchende und integriert neue Bewohner in den Heimalltag. Sie hat die Federführung über die Beschäftigungstherapie, über kulturelle Angebote im Haus und koordiniert und integriert ehrenamtlich Tätige. • Susanne Grosshans als Hauswirtschaftsleitung koordiniert die Schnittstellen zwischen der Küche, der Wäscherei und der Hausreinigung mit den jeweiligen Wohnbereichen. Sie ist für die Hygiene sowie für die Gestaltung im Haus verantwortlich. • Klaus Heinkel als Verwaltungsleitung organisiert mit seinem Team, dass alle Mitarbeiter so arbeiten können, damit sie ihrem Auftrag gerecht werden können. Die Finanzbuchhaltung, die Heimkostenabrechnung, das Personalmanagement sowie Organisation und Marketing gehören zum täglichen Aufgabenbereich. • Michael Seidel ist als Pflegedienstleitung des ambulanten Dienstes Ansprechpartner und Berater in allen Belangen für die Hilfen im Alter und speziell bei Hilfen in der Häuslichkeit. Die Pflegedienstleitung koordiniert das gesamten Spektrum der Hilfen im häuslichen Bereich unter der Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Patienten. Frank Kontermann CASA REHA • Inis Sehl ist seit 16. März 2009 die neue Pflegedienstleitung im Casa Reha Seniorenpflegezentrum Osterfeld Pforzheim. Viele ältere Menschen haben Angst vor dem Einzug ins „Heim“, da sie meinen, ihre Individualität und die Möglichkeit der selbstbestimmten Lebensweise aufgeben zu müssen. Mein größtes Anliegen ist es, ihnen dies


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„Helfende Hände“im Focus aber zu erhalten. Alle Mitarbeiter dieses Hauses sehen es als ihre Pflicht an, den älteren Menschen Wertschätzung und Respekt entgegen zu bringen, sie liebevoll zu pflegen und zu umsorgen. Mir großem Engagement haben sie das Haus österlich geschmückt und die Vorbereitungen für das Osterfest sind lange geplant. Einer der Höhepunkte wird zum Beispiel ein Auftritt des Chors der neuapostolischen Kirche am Ostersonntag 12.04.2009 11.15 Uhr mit dem „Hirten“ Herrn Nitzsche sein. Er wird eine Andacht und das Abendmahl halten. Natürlich wird jeder Heimbewohner eine Oster-Überraschung erhalten. Wir wollen hier das Osterfest so gestalten, wie es in den Familien gelebt wird. Inis Sehl, Pflegedienstleitung

Heimleiter Arnold Greilich (links) und Pflegedienstleiterin Beate Dudkiewicz vom DRK-Seniorenzentrum in Mühlacker.

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DRK-SENIORENZENTRUM Hohe Akzeptanz in Mühlacker – das DRK-Seniorenzentrum ist gut belegt 92 stationäre Pflegeplätze und 18 Tagespflegeplätze bietet das DRKSeniorenzentrum in Mühlacker, das unter der Leitung von Arnold Greilich steht. Er und Pflegedienstleiterin Beate Dudkiewicz freuen sich über die Akzeptanz, die das Seniorenzentrum genießt: „Wir haben eine durchschnittliche Belegung von über 99 Prozent erreicht“. Die Pflege wird individuell an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst, betont Dudkiewicz. Das Haus bietet den Bewohnern ein breites aktivierendes Programm: Bewegung, Kochen, Basteln, Singen und Musizieren, Heimzeitung und vieles mehr. Weitere Informationen unter 07041 – 8190.

SCHLÜSSELAUTOMAT FÜR HAUSNOTRUF-KUNDEN: Als neuen Service bietet der DRK Kreisverband Pforzheim-Enzkreis ein Ersatzschlüssel-Depot an.

Der Pforzheimer DRK-Kreisgeschäftsführer Werner Hänlein zeigt das Innenleben des neuen Schlüsselautomaten seines Kreisverbandes.

Einen neuartigen Automaten für die Aufbewahrung von Schlüsseln verwendet der DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis seit kurzem für die Aufbewahrung der Schlüssel von DRK-Hausnotruf-Kunden. Der Schlüsselautomat wurde von der sediras GmbH, Pforzheim entwickelt und auf die Anforderungen des Kreisverbandes Pforzheim-Enzkreis abgestimmt. Er ermöglicht die sichere Verwahrung von 1150 Schlüsseln. Personen, die zur Schlüsselentnahme berechtigt sind, weisen sich mit einem Chip aus und erhalten vom Automat den für den jeweiligen Einsatz bestimmten Schlüssel. Dabei werden alle Entnahmen und Rückgaben der Schlüssel lückenlos protokolliert. Der neue Schlüsselautomat bietet dem Kreisverband auch die Möglichkeit, Interessierten ein Zweitschlüssel-Depot einzurichten. „Viele Menschen befürchten, sich auszuschließen oder den Schlüssel zu vergessen und dann einen teuren Schlüsseldienst holen zu müssen“, so DRK-Kreisgeschäftsführer Werner Hänlein. Tatsächlich werden in Deutschland jährlich rund 800.000 Wohnungen von einem Schlüsseldienst geöffnet, was Kosten bis zu 500 Euro verursachen kann.

Mit dem DRK-Zweitschlüssel-Depot ist man für den Fall der Fälle gewappnet: Der Kreisverband Pforzheim-Enzkreis verwahrt den Ersatzschlüssel in dem neuen Schlüsselautomaten für eine monatliche Pauschale von 2,20 Euro. Einmalig ist außerdem eine Aufnahmegebühr von 9,90 Euro fällig. Schließt sich der Zweitschlüssel-Depot-Kunde aus, wird ihm der Schlüssel innerhalb von 90 Minuten vor die Haustür gebracht, 24 Stunden am Tag, auch sonn- und feiertags. Die Zustellkosten belaufen sich zwischen 7,90 Euro und 11,90 Euro. „Gerade älteren Menschen können wir mit diesem neuen Service die Angst nehmen, vor verschlossener Haustür zu stehen und nicht zu wissen, was sie tun sollen“, so Hänlein. SENIORENRESIDENZ GOLDENE PFORTE Wir über uns: Unsere Seniorenresidenz verfügt über 180 Plätze in der vollstationären Pflege und 31 Apartments im Bereich Betreutes Wohnen. Des Weiteren bieten wir Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie Urlaubswohnen an. Pflege und Betreuung: Wir sind eine von den Pflegekassen zugelassene vollstationäre Pflegeeinrichtung und haben einen Versorgungsvertrag mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Wir können Selbstzahlern und Empfängern von Sozialhilfe ein auf die persönlichen Bedürfnisse und Ansprüche ausgelegtes Wohn-, Betreuungs- und Pflegekonzept bieten. Die individuelle Pflege und Betreuung wird durch kompetente Mitarbeiter rund um die Uhr gewährleistet. Betreutes Wohnen/Urlaubswohnen: In unserem Betreuten Wohnen bieten wir Ein- und Zweizimmerapartments, die selbstverständlich mit einem 24-Stunden-Notrufsystem aus-


Unser Angebot f端r Sie: ** Pflege und Wohnen ** Kurzzeitpflege ** Offener Mittagstisch ** Spezialangebote f端r demenziell Erkrankte ** Sozialdienst

Erlenbachstr. 15 | 75417 M端hlacker Fon: 07041 95 34-0 Fax: 07041 95 34-32 Mail: keppler-stiftung@ st-franziskus-muehlacker.de

Wiesenweg 10 | 75428 Illingen Fon: 07042 2 89 06-0 Fax: 07042 2 89 06-22 Mail: keppler-stiftung@st-clara-illingen.de


„Helfende Hände“im Focus gestattet sind. Nichtpflegebedürftige Seniorinnen und Senioren können bei uns ihren Urlaub verbringen und die Annehmlichkeiten unseres Hauses genießen.

Die Leitungspersonen der Goldenen Pforte v.l.n.r.: Hintere Reihe – Herr Hubert Kaiser (Küchenleitung), Frau Daniela Oechsle (Residenzleitung), Herr Karel Pusch (Pflegedienstleitung). Vordere Reihe – Frau Harriet Thomas (Hauswirtschaftsleitung), Frau Ilza Marthaler (Leitung sozialer Dienst), Frau Swetlana Wilzer (Wohnbereichsleitung).

Das Führungsteam des HEIM AM HACHEL stellt sich vor: Frau Monika Metzner (links im Bild), ist die Leiterin des sozialen Dienstes im Heim am Hachel. Seit dem

1. 4. 2003 ist sie zuständig für den besonderen Prozess der Heimaufnahme, leitet den Bereich Betreuung/Aktivierung, ist Ansprechpartner für Heimbeirat, ehrenamtliche Mitarbeiter und organisiert Feste,

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Feiern und Ausflüge im Jahreslauf. Heimleiter, Stefan Hofsäß (Mitte) begleitet diese Funktion seit dem 1.1.1996. Barbara Wittenzellner (rechts), ist seit 1.10.2008 Pflegedienstleiterin In unserem Haus. Altenwohn- und Pflegeheim HAUS MAIHÄLDEN Herzlich Willkommen! Sie suchen ein neues Zuhause im Alter, weil Hilfe und Unterstützung für eine Versorgung zu Hause nicht mehr ausreichen? Vielleicht haben Sie auch den Wunsch, selbständig wohnen zu können und trotzdem unterstützende Leistungen wie Verpflegung, Reinigungsdienste, Beschäftigungsmöglichkeiten für sich in Anspruch nehmen zu können? Dann sind Sie bei uns richtig und gleichzeitig sehr herzlich willkommen! Unser 1993 erbautes Haus liegt in sonniger und ruhiger Südhanglage mit herrlichem Blick über Pforzheim und die Anfänge des Nordschwarzwaldes. Das Haus verfügt über 106 Plätze im Pflegeheim mit gemütlich und modern eingerichteten Zimmern und über 11 Einzimmer- bzw. 12 Zweizimmer-Appartements im Bereich des Betreuten Wohnens. Entsprechend unserem Leitbild haben wir das Ziel, dass unsere Bewohner ein an ihre Fähigkeiten angepasstes, selbständiges und selbstbestimmtes Leben führen. Dies bedeutet, dass wir die uns anvertrauten Menschen in ihrer Einmaligkeit respektieren und wertschätzen. Dabei legen wir Wert auf eine ganzheitliche, fördernde und aktivierende Pflege und Betreuung unter Beachtung der bisherigen Lebensgewohnheiten und der persönlichen Biographie. So wird es möglich, auch in einem neuen Lebensumfeld Geborgenheit und ein neues Zuhause zu finden. Neben der allgemeinen und pflegerischen Versor-

gung bieten wir unseren Bewohnern ein großes Angebot an beschäftigungstherapeutischen, musischen und kulturellen Veranstaltungen, Gottesdiensten, externen Dienstleistungen (Frisör, Fußpflege) und vielem mehr. Wir wissen, dass es kein leichter Schritt ist, Gewohntes und Liebgewonnenes aufzugeben. Umso mehr ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Sie sich bei der Suche nach einer für Sie passenden Einrichtung gut begleitet und unterstützt wissen. Für persönliche Beratungsgespräche und Hausbesichtigungen stehen wir Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung, auch Probewohnen ist in unserem Hause möglich. Wir freuen uns auf Sie! Ihre Ansprechpartner sind:

• Ursula Kaiser, Sekretariat und Anmeldung, Tel. 07231/9445-0 E-mail: maihaelden@siloah.de • Burkhard Neetz, Heimleiter Tel. Sekretariat 07231/9445-0 E-mail: neetz-maihaelden@siloah.de

• Karsten Hilbrecht, Pflegedienstleiter, Tel.Sekretariat 07231/9445-0 E-mail: pdl.maihaelden@siloah.de • Ingrid Auf-Dreja, Sozialdienst Tel. 07231/9445-17 E-mail: maihaelden@siloah.de


casa reha Seniorenpflegeheim »Osterfeld« Wohnqualität auf höchstem Niveau: ganz in Ihrer Nähe ö Ruhige, großzügige Gartenanlage mit Sitzgelegenheiten ö Komfortable Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad/WC ö Hauseigene Küche: täglich frisch zubereitete Wahlmenüs ö Caféteria für Bewohner und Gäste, offener Mittagstisch ö Umfangreiches Freizeitprogramm an 7 Tagen in der Woche, staatl. exam. Pflegefachkräfte, hauseigene Ergotherapie ö Andachtsraum im Haus, evangelische und katholische Gottesdienste im wöchentlichen Wechsel

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„Helfende Hände“ SENIORENZENTRUM PAUL GERHARDT e.V. Pforzheim Das Seniorenzentrum Paul Gerhardt ist ein privatrechtlicher, gemeinnütziger Verein, der sich seit 80 Jahren vorwiegend innerhalb der Stadt Pforzheim engagiert. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke. Die Tätigkeit ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Die Einrichtung agiert als selbstständiger Träger unter dem Dach des Diakonischen Werkes der evangelischen Landeskirche in Baden. Der Trägerverein wurde 1928 unter der Bezeichnung „Verein Evangelischer Jugend- und Wohlfahrtsdienst“ mit dem Ziel gegründet, die soziale Not vor Ort zu lindern.

Das Leitungsteam des Seniorenzentrum Paul Gerhardt stellt sich vor – vorne von links: Monika Tassotti (Geschäftsführung), Beate ZiajaWozniczko (Pflegedienstleitung), Stephanie Fasching (Hauswirtschaftsleitung), hintere Reihe: Margit Körner, Leitung des Sozialdienstes.

Seit dem Jahre 2006 nennen wir uns Seniorenzentrum Paul Gerhardt und blicken auf 70 Jahre Erfahrung in der Altenhilfe zurück. Das Seniorenzentrum Paul Gerhardt befand sich von Oktober 2004 bis Dezember 2007 in einer Neu- und Umbauphase. Ziel der Gesamtbaumaßnahme war es Einzelzimmer mit Dusche und WC zu schaffen sowie die Funktionszusammenhänge der Pflegegeschosse in einer lichtdurch-

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fluteten Architektur mit vielfältigen Blickbezügen in den wertvollen Grünhof einzubinden. Im Eingangsbereich befinden sich die neuen Räumlichkeiten der Begegnungsstätte MAXI des Diakonischen Werks Pforzheim-Stadt. Die Begegnungsstätte sowie die neu gestaltete Cafeteria sind ein Ort der Begegnungen innerhalb der Weststadt von Pforzheim zwischen den Generationen und ein Treffpunkt für alle Interessierte. Wir möchten, dass sich unsere Bewohner in familiärer Atmosphäre zu Hause fühlen und so lange wie möglich ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Die individuelle Betreuung unserer Bewohner nach christlich-sozialen Wertvorstellungen und den Leitsätzen der Diakonie liegt uns sehr am Herzen. Neben der pflegerischen Betreuung bieten wir auch in religiösen und seelsorgerischen Fragen Orientierungs- und Lebenshilfen durch unseren eigenen Heimseelsorger an. Die Sicherung und Steigerung der Qualität unserer Dienstleistungen ist uns eine ständige Herausforderung. Eine gute und fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. DAS SCHAUINSLAND – vom Familienbetrieb zum mittelständischen Unternehmen Frank Birkemeyer, Inhaber und Geschäftsführer des Schauinsland, hat die Einrichtung im Jahr 1990 von Frau Lintz übernommen. In sehr viel Eigenarbeit sanierte er das Schauinsland und führte gleichzeitig den

Pflegeheim-Betrieb. „Pflegen und Renovieren“ – das war für mehrere Jahre der Lebensinhalt von ihm uns seiner damals noch überschaubaren Mannschaft. Die damaligen 16 Pflegeheimplätze waren die Keimzelle für das heutige Schauinsland.

Der nächste Schritt war 1994 ein ebenfalls mit viel Eigenarbeit erstellter Erweiterungsbau mit zusätzlich 20 Plätzen. Die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes, Essen auf Rädern, eine Tagespflege und die Betreuung seniorengerechter Wohnungen in Eutingen folgten im Jahr darauf. Die starke Anfrage nach stationären Plätzen ermöglichte die Erweiterungen im Jahr 2000 um 20 Plätze und im Jahr 2003 nochmals um 50 Plätze. 2006 verdoppelte sich die Unternehmensgröße nochmals mit der Eröffnung vom Schauinsland Dillweißenstein. Und in diesem Jahr werden die Einrichtungen in Würm (37 Plätze) und Eisingen (63 Plätze) ihren Betrieb aufnehmen. Die „Köpfe“ des Schauinsland (von links nach rechts): • Daniel Gerlich: Heimleitung im Schauinsland Eutingen. Sein Motto: Zuerst kommt der Mensch. • Gunnar Wendlandt: Künftig Heimund Pflegedienstleitung im Schau-


im Focus insland Würm. Sein Motto: Theorie ist wichtig, Praxis ist entscheidend. • Markus Beihofer: Leiter der ambulanten Pflege Schauinsland. Sein Motto: Wir gestalten Pflege nicht für den Menschen, sondern mit dem Menschen. • Frank Birkemeyer: Inhaber und Geschäftsführer, zentrale Person im Bild und im Schauinsland. Sein Motto: Individualität ist unsere Stärke. • Andreas Fuchs: Stellvertretender Geschäftsführer und Heimleitung im Schauinsland Dillweißenstein. Sein Motto: Kontinuität ist wichtig für die Bewohner und für die Weiterentwicklung der Einrichtung. • Evelyn Grausam: Pflegedienstleitung im Schauinsland Dillweißenstein. Ihr Motto: Ich stehe erst einmal auf der Seite der Bewohner. • Marion Schweinfurth: Künftig Pflegedienstleitung im Schauinsland Eutingen. Ihr Motto: Zufriedenheit und Lebensqualität unserer Bewohner – das ist der Maßstab für unsere Arbeit. SPPS PFORZHEIM stellt sich vor Seit über 14 Jahren bietet unser Team Beratung, Betreuung und Begleitung für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörigen. Qualifizierte Mitarbeiter aus allen pflegerischen und hauswirtschaftlichen Berufen arbeiten in enger Kooperation zum Wohle der uns anvertrauten Menschen. Unsere Qualität erhalten wir durch regelmäßige Fortbildungen aller Mitarbeiter. Daneben arbeitet unser eigener Qualitätszirkel an weiteren Verbesserungen. Wir sind zertifiziert nach DIN ISO 9001/2000 plus und er-

füllen damit die hohen Anforderungen an Kompetenz und Qualität in unserer Arbeit. • Susanne Pletowski, geschäftsführende Gesellschafterin, gründete 1994 den ersten ambulanten Pflegedienst SPPS – Susanne Pletowski PflegeService. Heute sind es 4 Dienste in Pforzheim, Karlsruhe, Oberhausen-Rhein hausen sowie Baden-Baden, Rastatt und eine überregionale Einrichtung für die außerklinische Intensivpflege. • Dolores Rühlmann, Pflegedienstleistung, hat die fachliche Verantwortung für die Organisation und Qualität der Pflege. Bei allen Fragen, aber auch bei Problemen und Beschwerden, können Sie sich direkt an sie wenden. Frau Rühlmann ist zudem spezialisiert in der Versorgung von schwierigen Wunden, sie hat die Weiterbildung als „gerontologische Fachkraft“ und Pflegeberaterin. • Silke Frank leitet das Büroteam und hilft Ihnen bei Fragen weiter und vermittelt Sie an die Fachkollegen. Das Büroteam ist zuständig für alle in der Verwaltung anfallenden Aufgaben. Weitere Bereiche von Frau Frank sind die Betreuung der Auszubildenden „Kauffrau/-mann im Gesundheitswesen“ sowie die Weiterentwicklung als Qualitätsbeauftragte unseres Qualitätsmanagements.

Pflege mit Herz und Verstand zu günstigen Preisen Dauerpflege Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege Ambulante Altenund Krankenpflege

ATRIUM Das gemütliche Altenpflegeheim an der Enz 75172 Pforzheim • Westendstraße 2 Tel. 0 72 31/92 99-0 • Fax 0 72 31/92 99-19 Email: info@altenpflegeheim-atrium.de www.altenpflegeheim-atrium.de


„Helfende Hände“ • Daniela Skalej ist zuständig für die ständige Weiterentwicklung der SPPSMitarbeiter. Als Fachkraft für Intensivpflege und Fortbildungsbeauftragte von SPPS ist sie verantwortlich dafür unsere Mitarbeiter auf dem neusten pflegewissenschaftlichen Stand zu halten und die berufliche Entwicklung zu fördern. Zudem unterstützt sie unsere Mentoren bei der Anleitung der Auszubildenden in der „Alten-/Krankenund Kinderkrankenpflege und Hauswirtschaft. SENIORENZENTRUM KELTERN In dieser landschaftlich reizvollen Gegend, von Dietlingen her kommend am Ortseingang von Ellmendingen, strebt gerade das Seniorenzentrum Keltern seiner Vollendung entgegen; und bald ist es soweit: nach Ostern wird das Seniorenzentrum seine Türen öffnen und die ersten Bewohner können einziehen (siehe separater Artikel).

Hier die leitendenden Mitarbeiter (von links nach rechts): Martin Ehrmann, Leitung Haustechnik; Birgit Neubold, Hauswirtschaftliche Betriebsleitung; Christian Fuchs, Heimleitung; Beate Staas, Pflegedienstleitung; Tanja Eizenhammer, Sekretariat.

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Die SENIOREN-RESIDENZ BERGDORF stellt sich vor Die 2005 erbaute Senioren-Residenz Bergdorf liegt in einem verkehrsberuhigten Teil von Büchenbronn, inmitten der ersten Höhenzüge des Schwarzwaldes mit seinen weiten Wiesen und Wäldern. Gleichzeitig besteht eine gute Verkehrsanbindung an die Stadt Pforzheim, deren Zentrum nur sieben Kilometer entfernt liegt. Das Pflegehaus bietet Platz für 78 pflegebedürftige Bewohner. Drei Doppelzimmer und 72 Einzelzimmer sowie zwei Wohngruppen im Walter-Rittmann-Haus mit weiteren 14 Einzelzimmern sorgen für ein hohes Maß an Privatsphäre bei individueller Versorgung. Unsere Senioren-Residenz ist in das örtliche Leben mit seiner selbständigen Infrastruktur eingebunden - so können bestehende Kontakte zu Familie und Freunden, Nachbarn und Kirchen weiterhin gepflegt werden. Unsere Arbeit wird durch eine enge Einbindung von Kindergarten, Schillergymnasium, Kirche, Förderverein, Sozialdienst sowie den im Haus ansässigen Praxen der Ergotherapie, der Krankengymnastik und des Zahnarztes sowie des Bergdorfcafés unterstützt. Die Ergotherapeutin in unserem Hause, bietet mehrere Angebote zur Aktivierung an. Haustiere wie Vögel und ein Hund sollen die Bewohner ebenfalls stimulieren und ihnen Freude vermitteln. Großen Wert legen wir auf die Kommunikation innerhalb des Hauses und auch nach außen. Das Leitungsteam aus Heimleitung, Pflegedienstleitung und den Wohnbereichsleitungen ist gut zusammengewachsen; regelmäßige Teambesprechungen mit der Heimleitung, Schulungen und die Mitwirkung des Heimbeirates bringen neue Ideen und Anregungen für eine gute Zusammenarbeit. Wichtig ist uns auch

die Einbindung der Angehörigen. Daraus resultieren Angehörigenabende, die dem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch dienen. Hier stellt sich das Haus auch bestehenden Problemen und Konflikten. Angehörige und die Mitglieder des Fördervereins helfen bei der Heim- und Zimmerdekoration, unterstützen die Mitarbeiter bei der Versorgung der Bewohner und übernehmen kleinere Aufgaben. Seit 2006 sind wir Mitglied im RQSV, dem Regionalen Qualitätssicherungsverbund. Diese Mitgliedschaft hat viele Qualitätsverbesserungen erbracht und ist eine Bereicherung für unser Haus. Durch die Mitarbeit im Haus konnte die Offenheit und Transparenz im Haus gefördert und die Qualität gesteigert werden. Unsere Wohnbereichsleitungen: • Filiz Kaya (stv.WBL WB EG), seit fast zehn Jahren in der Pflege berufstätig, was ihr auch Spaß macht. • Ljiljana Boras (WBL WB I), gelernte Krankenschwester, In der Senioren-Residenz Bergdorf seit 2005 als Krankenschwester und WBL im Wohnbereich I – arbeitet gerne mit alten Menschen zusammen und hat dadurch einen besonderen Bezug zu dementen Bewohnern. • Marco Gilly (stv. WBL WB I), Gesundheits- und Krankenpfleger, der auch mal gerne Halbmarathon läuft und Rad fährt. • Francesco Arlotta (WBL WB II), Examinierte Pflegekraft, Erfahrung


in der Gerontopsychiatrie, Dauernachtwache, Kinderintensivbetreuung, Teamleitung in der ambulanten Intensivpflege. Herr Arlotta ist Sicherheitsbeauftragter der SeniorenResidenz. Spendet gerne alten Menschen Freude, Hilfe und Trost. • Melanie Lachstädter (stv. WBL WB II), stellvertretende Wohnbereichsleitung, examinierte Altenpflegerin – seit Kindheitstagen ihr Traumberuf. • Daniela Arend (WBL WB III), examinierte Krankenschwester in der ambulanten und stationären Pflege, Fortbildung zur Qualitätsbeauftragten, stellvertretende PDL/QMB, Fortbildung zur Hygienebeauftragten, zusätzlich Wohnbereichsleitung WB III. Die Pflegeoase im ALTENZENTRUM ST. FRANZISKUS (Siehe separater Artikel). • Jadranka Milkovic – Wohnbereichsleitung 1986 absolvierte ich die Krankenpflegeschule in Zagreb, danach arbeitete ich ca. 4 Jahre lang im Bereich der Intensivpflege an der Universitätsklinik Rebro in Zagreb, danach 8 Jahre lang als OPKrankenschwester in

der Oto-Rhino-Laryngologie und Zervikofaciale Chirurgie im Krankenhaus für Allgemeinmedizin Sveti duh Zagreb. Seit Februar 1992 arbeite ich im Altenzentrum St. Franziskus in Mühlacker als Altenpflegerin, seit 1997 im Bereich für Demenzkranke Menschen. 1999 Prüfung zur Fachschwester für Gerontopsychiatrie. 1997 Weiterbildung Integrative Vali dation. 2000 wurde ich Wohnbereichsleiterin, 2004 legte ich die Prüfung zum Wundberater an der Wundakademie Heidenheim ab. 2006 wurde ich staatlich geprüfte Fachkraft zur Leitung einer Pflege- und Funktionseinheit (PDL) mit Zusatzqualifikation Fachhochschulreife. Im gleichen Jahr bekam ich die berufspädagogische Qualifikation zur praktischen Anleitung Auszubildender in Pflegeberufen. Seit Juni 2008 mache ich eine berufsbegleitende Qualifikation zur Pflegeprozessexpertin mit voraussichtlichem Abschluss im Oktober 2009. Im Zeitraum von Februar 1982 bis April 2009 habe ich noch an zahlreichen anderen Fort- und Weiterbildungen teilgenommen.

Kurzzeitpflege Betreutes Wohnen

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im Focus

Stationäre Pflege

Seit Januar 2008 ist unser Neu- und Umbau abgeschlossen: • 145 Einzel- und 11 Doppelzimmer mit eigenem Bad und WC • 30 Betreute Wohnungen .

Mitglied der Diakonie Baden

Das Seniorenzentrum Paul Gerhardt ist seit 1938 in der Altenhilfe tätig. Wir sind aus der ev. Kirchengemeinde Pforzheim entstanden. Die bisherige Lebensgeschichte der uns anvertrauten hilfsbedürftigen Senioren

beziehen wir in unsere individuelle Pflege und Betreuung ein. Grünanlagen zum Ausruhen und Verweilen befinden sich im Innenhof der Gebäude. Die Stadtbahn hält direkt vis-à-vis vor dem Haus.

Seniorenzentrum Paul Gerhardt e.V. Frankstraße 83 · 75172 Pforzheim Telefon (0 72 31) 49 04-0 · Telefax (0 72 31) 49 04-540 info@seniorenzentrum-pg.de www.seniorenzentrum-pg.de


„Helfende Hände“im Focus JOHANNESHAUS ÖSCHELBRONN Wir sind ein gemeinnütziges Dienstleistungs-Unternehmen in der Altenhilfe. In unserer Einrichtung, die sich in einer großzügig angelegten Parklandschaft befindet, bieten wir 360 Senioren verschiedene Wohnmöglichkeiten an – vom selbstständigen Wohnen bis zur stationären Pflege. Grundlage unserer Arbeit ist das anthroposophische Menschenbild.

Leitbild: Das Johanneshaus ist eine Wohn-, Lebens- und Wirkensstätte, in der sich Bewohner und Mitarbeiter das Ziel setzen, eine menschengemäße Lebensgestaltung im Alter zu entwickeln und zu pflegen. Menschengemäße Lebensgestaltung im Alter bedeutet, dass sich Mitarbeiter und Bewohner achtsam begegnen. Dem einzelnen Menschen in seiner individuellen Schicksals-

situation gerecht zu werden heißt, dass er in seiner Leiblichkeit wie auch als seelische und geistige Persönlichkeit erkannt und begleitet wird. Dieses erweiterte Menschenund Weltverständnis ergibt sich aus der Anthroposophie. Somit orientiert sich das Johanneshaus als ein lebendiger Organismus an dem, was für die menschliche Entwicklung notwendig ist. Ansprechpartner im Johanneshaus Öschelbronn (v.l.n.r.): Ursula Weidmann (Sozialdienst), Thomas Schott (Leitung Ambulanter Dienst), Mar tina Kretzschmar (Heimleitung), Karin Drexler (Sekretariat), Werner Ochmann (Pflegedienstleitung) Unsere „Osterlämmer“ zu Besuch auf der Pflegestation.

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Aus dem Pressebericht zum Welt-Alzheimertag

Versorgung für Demenzkranke verbessern Versorgung für Demenzkranke verbessern – dies fordern Deutschlands Alzheimer-Forscher gemeinsam mit den deutschen Alterspsychiatern und den Vertretern der pflegenden Angehörigen. Im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit sind alle vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen. entwicklung und ermöglichen den Betroffenen und ihren Angehörigen, über einen längeren Zeitraum in Selbstbestimmung und Würde zu leben. Durch eine spätere Aufnahme in Pflegeheime werden zusätzlich noch Kosten gespart.

„Wir hören immer wieder von der angeblichen Überversorgung im Gesundheitswesen. Bei psychisch kranken älteren, insbesondere den Alzheimer-Kranken, herrscht seit Jahren eine klare medizinische Unter- und Fehlversorgung“, so der Vorsitzende der deutschen Alterspsychiater Prof. Hans Gutzmann. „Viele AlzheimerPatienten sind unerkannt und werden nicht behandelt. Aber auch bei jenen die erkannt werden, kommt trotz des sehr komplexen Krankheitsbildes nur etwa jeder Zehnte AlzheimerKranke im Laufe seiner Krankheit mit einem Facharzt in Kontakt. Diese Tendenz setzt sich in den Abteilungen

Die Reform der Pflegeversicherung hat einige Verbesserungen für Demenzkranke gebracht. „Wir begrüßen, dass jetzt auch Menschen mit Demenz Entlastungsangebote in Anspruch nehmen können. Auch durch die zusätzlichen Betreuungskräfte in Heimen versprechen wir uns eine Verbesserung“, so Heike von Lützow, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. „Allerdings muss dafür auch das Angebot flächendeckend sein, und bei den Betreuungskräften wird es sehr darauf ankommen, wie diese ausgesucht, geschult und begleitet werden.“

Foto: © shutterstock

„Bislang gibt es kein Medikament. das die Alzheimer-Krankheit heilen kann. Wann und ob überhaupt eine solche Arznei zur Verfügung stehen wird, lässt sich nicht vorhersagen“, so Frau Prof. Isabella Heuser vom Vorstand der Hirnliga e.V. Deutschlands Bevölkerung verändert sich, die Menschen werden immer älter. Das Alter ist aber der Hauptfaktor für die Alzheimer Krankheit. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht sie zu einer der teuersten Krankheiten. Die Krankheit bedroht dabei nicht nur jeden Einzelnen, sondern auch unsere sozialen Sicherungssysteme. „Die Forschung geht intensiv voran und es gibt vielversprechende Ergebnisse, aber auch Ernüchterungen. So ist etwa die Euphorie über eine baldig verfügbare „AlzheimerImpfung“ verflogen. Enorme Fortschritte sind dagegen bei den Biomarkern gemacht worden. Diese ermöglichen, das Risiko, an einer Alzheimer Demenz zu erkranken, sehr früh zu erkennen. Als Forscher können wir nur dringend empfehlen, alle heute schon vorhandenen Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung zu nutzen. Bei einer frühzeitigen Diagnose der Therapie ist es möglich, den Verlauf der Alzheimer-Krankheit positiv zu beeinflussen“, so Frau Prof. Heuser weiter. Dabei werden Medikamente, nichtmedikamentöse Therapien und pflegerische Maßnahmen in einem therapeutischen Gesamtkonzept eingesetzt. Die Therapien bewirken eine Verlangsamung der Krankheits-

der Alterspsychiatrie fort, waren diese in den vergangenen Jahrzehnten Motor für eine Vernetzung und Verbesserung der ambulanten Versorgung, so können heute viele wegen fehlendem und überlastetem Personal schon länger nicht mehr mit der notwendigen Intensität und Qualität arbeiten. In immer mehr Regionen stellen die Krankenkassen durch massive Sparprogramme die angemessene und kontinuierliche Versorgung von Demenzpatienten durch gerontopsychiatrische Ambulanzen in Frage. Dies betrifft in besonderer Weise demenzkranke Heimbewohner,“ so Prof. Gutzmann weiter.

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Die Pflegeoase im Altenzentrum St. Franziskus – Ausgangssituation: Die „Arche“1 ist ein Wohnbereich in dem derzeit 27 schwer demenziell veränderte Bewohner und Bewohnerinnen betreut und gepflegt werden. Da dieser Personenkreis immer älter wird, steigt die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner, die immobil, schwerstkrank, schwerstpflegebedürftig und somit auch häufiger bettlägerig werden. Diese Zahl wird auch deswegen weiter zunehmen, weil die Menschen immer hochbetagter und mit mehr Vorerkrankungen in die Einrichtungen der stationären Altenpflege kommen.

In Zahlen drückt sich dies so aus: 45% der jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner sind überwiegend bettlägerig. Das wiederum bedeutet, dass die Betroffenen die meiste Zeit in ihrem Bett verbringen und am alltäglichen Geschehen auf dem Wohnbereich allenfalls eingeschränkt teilnehmen können. Kontakte zu andern Menschen haben sie überwiegend dann, wenn Pflegepersonal ins Zimmer kommt. Sie drohen, zu vereinsamen. Um diesen Trend zu stoppen wurde die „Pflegeoase“ realisiert. Derzeit verfügt das Altenzentrum St. Franziskus für

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Demenzkranke über acht Einzelzimmer, acht Doppelzimmer und eine Oase für vier Personen. Zielsetzung: Pflegerisch werden die Bewohnerinnen und Bewohner gut versorgt, aber Pflege allein reicht nicht aus, um die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern. Da den Mitarbeitenden die Vereinsamung dieser Menschen sehr bewusst ist, haben sie nach neuen Formen der Betreuung und Versorgung gesucht. Sie haben intensiv die neuesten Entwicklungen in der Schweiz und Deutschland durch Weiterbildung, Internet, Literatur und Erfah-

rungsaustausch verfolgt sowie ihre eigenen langjährigen Erfahrungen eingebracht und weiterentwickelt. Mit diesem neuen Angebot sollte daher eine Wohnform geschaffen werden, die einen Lebensraum mit hoher Lebensqualität für den beschriebenen Personenkreis bietet. Realisierung: In Abstimmung mit der Einrichtungsleitung des Hauses und dem Vorstand der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung wurde der Entschluss gefasst, dieses Konzept im Rahmen der anstehenden Sanierung des Hauses baulich umzusetzen. Im August 2008 wurde die Pflegeoase in Betrieb genommen. In dem ca. 60 m² großen, hellen Raum mit eigenem Bewohnerbad leben vier Bewohnerinnen mit Demenz in weit fortgeschrittenen Stadien mit schwerer körperlicher Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe III), stark eingeschränkter verbaler Kommunikationsfähigkeit und starker Einschränkung der selbständigen Bewegungsfähigkeit. Diese Bewohner verbringen Tag und Nacht gemeinsam in der Oase mit einer Personalpräsenz von 14 Stunden am Tag. Diese Bewohnerinnen sind auf die vollständige Übernahme der AEDL (Aktivitäten und existenzielle Erfah-

rungen des Lebens) durch Hilfspersonen angewiesen. Dies gilt auch für die Befriedigung sozialer und psychologischer Bedürfnisse. Grundsätzlich leben in der Oase nur Bewohnerinnen, die gruppenfähig sind, vorher über einen längeren Zeitraum im Wohnbereich „Arche“ betreut wurden und dadurch miteinander vertraut und bekannt sind.


Bewohner und ihre Bedürfnisse im Blick haben Ein Einzug direkt von außerhalb ist ausgeschlossen. Grundidee der „Pflegeoase“ im Altenzentrum St. Franziskus ist es, Bewohnerinnen oder Bewohnern ein neues Zuhause zu bieten, das ihren Bedürfnissen in besonderer Form gerecht wird. Diese Wohnform soll die Teilnahme an der Gemeinschaft ermöglichen und der sozialen Isolation entgegenwirken. Folgende Überlegungen wurden bei der Umsetzung berücksichtigt: Die Oase als Lebensraum: Vier Bewohnerinnen leben in einem großen Raum zusammen. Geschützte Privatbereiche werden durch die Raumeinteilung geschaffen. Die individuelle Gestaltung des Privatbereichs mit Fotos, Stoffen, farbliche Gestaltung der Wände und Decken trägt zu einer gemütlichen Atmosphäre bei. Sitzgruppen, aber auch Wohlfühlsessel und andere Sitzmöglichkeiten ermöglichen das Verlassen des Bettes und im wahrsten Sinne des Wortes andere „Perspektiven“. Eine Raumgestaltung mit Farb- und Lichtkonzepten (Sternenhimmel), um die Sinne und Orientierung der Bewohnerinnen anzusprechen, ist ebenfalls gesichert. Pflegerische Versorgung: Im Tagesablauf sind die direkte Pflege, und die daraus entstehenden zwischenmenschlichen Kontakte, sowie spezielle Techniken der basalen Stimulation in den Vordergrund gestellt. Da in der Pflegeoase mehrere Bewohnerinnen zusammenleben ist die Kontaktzeit erheblich erhöht. Das ergibt die Möglichkeit Gemeinschaft zu erleben, das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit ist spürbar. Eingebunden ist die Oase in einen Wohnbereich für weitere 23 schwerstpflegebedürftige Menschen mit einer schweren Demenz. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, rasch Hilfe von Kollegen in Notfallsituationen zu erhalten oder Unter-

stützung für die Pflegesituationen, die alleine nicht bewältigt werden können. Arbeitswege sind kurz und die Zeit für die verbalen und nonverbalen Kontakte deutlich erhöht. Krankheitsveränderungsprozesse werden zudem schneller erfasst. Das Essen wird dem Rhythmus der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst. Die pflegerische Versorgung in der Oase findet über den Tag verteilt statt. Für die Pflegenden soll die Oase die Möglichkeit bieten, dem Bewohner unmittelbar menschlich und fachlich zugewandt sein zu können („Es ist immer jemand da“). Es gilt zu beobachten, welche Rituale, Vorlieben und Abneigungen seitens der Bewohnerinnen gezeigt werden und in der Gestaltung des Tages berücksichtigt werden müssen. Seitdem sich die Abläufe in der Oase eingespielt haben und Sicherheit im Umgang mit den BewohnerInnen vorhanden ist, ist man zu einem zweischichtigen Model übergegangen – einem Früh- und einem Spätdienst. Die Nachtversorgung ist durch die Nachtwache des Hauses gewährleistet. Angehörige sind sehr wichtig: Angehörige können auf Wunsch jederzeit in die Pflege in der Pflegeoase mit eingebunden werden. Ihre Präsenz und Mitarbeit ist jederzeit willkommen. Den Bewohnerinnen in der Pflegeoase soll ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden, bis hin zum Tod. Die Bewohnerinnen dürfen hier, an dem ihnen vertrauten Ort, auch sterben. Personalentwicklung: Für die Umsetzung dieses Konzeptes bedarf es qualifizierter und motivierter Mitarbeiterinnen, die sich dieser Herausforderung stellen. Durch die hohen Anforderungen an die Mitarbeiterinnen ist eine fachliche Begleitung sowie eine fachpsychiatrische Beratung notwendig. Es soll außerdem eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch die Fachhoch-

Derzeit wird der Wohnbereich als Wohnbereich III bezeichnet. Es ist jedoch angedacht, den Namen „Arche“ für den Wohnbereich einzusetzen.

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schule Esslingen erfolgen. Derzeit haben drei Mitarbeiterinnen die Weiterbildung in Gerontopsychiatrie absolviert. Für fachliche Fragen steht der Neurologe Werner Polster aus Pforzheim zur Verfügung. Evaluation – das hat sich durch die Pflegeoase verbessert: • Veränderung im Verhalten: Deutliche Wahrnehmung der Umgebung und Steigerung des Aufmerksamkeitsniveaus durch nonverbale Reaktionen wie Blickkontakt, Lächeln oder Mitarbeiterinnen mit den Blicken folgen und auf nonverbale Signale reagieren. • Das verbale Kommunikationsverhalten der Bewohnerinnen hat sich verändert, Mitarbeiterinnen und Angehörige berichten von einer Zunahme sprachlicher Reaktionen. • Die Ernährungssituation hat sich verbessert, die Bewohnerinnen der Pflegeoase haben an Gewicht zugenommen. • Das Engagement der Angehörigen und Mitarbeiter, sowie bürgerschaftlich Engagierten hat erheblich zugenommen. • Die Angehörigen haben ihre Zufriedenheit in mündlicher und schriftlicher Form geäußert Ansprechpartner im Haus und auf dem Wohnbereich: Einrichtungsleitung: Markus Schellinger, Tel. 07041-9534-12; Wohnbereichsleitung: Sr. Jadranka Milkovic, Tel: 07041-9534-19; Stellv. Wohnbereichsleitung: Sr. Johanna Klaile.

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Kreisseniorenrat DIE WOHNBERATUNG – EINE WICHTIGE INSTITUTION FÜR ÄLTERE UND/ODER BEHINDERTE MENSCHEN Wir von der Wohnberatung stehen für Wohnraumanpassung. Dies bedeutet, wir setzen uns dafür ein, dass Menschen egal welchen Alters, beeinträchtigt durch Erkrankung; nach einem Unfall oder mit Behinderung, in ihrem Zuhause leben können. Unsere Ziele sind: • Die Selbständigkeit der Betroffenen wieder herzustellen. • Häusliche Pflege zu ermöglichen • Die Pflegesituation zu erleichtern Durch den Einsatz von Hilfsmitteln, kann ein Umbau häufig vermieden werden. Wir sind eine neutrale und unabhängige Einrichtung. Bei uns bekommen Sie nicht nur umfassende Informationen über mögliche Produkte und derer Finanzierung. Wir begleiten und unterstützen die Menschen, die Hilfe benötigen je nach Hilfebedarf. Bei einem Hausbesuch klären wir mit IhAndrea Überall-Schulze nen gemeinsam die Problematik und erklären welche Möglichkeiten es gibt. Wenn notwendig erhalten Sie auch bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen unsere Unterstützung. Unsere Stärke ist es mit sehr viel Einfallsreichtum, Lösungen zu finden, die in den vorhandenen Räumlichkeiten und auch finanziell für die Klienten umsetzbar sind. In unseren Vorträgen erklären wir an Hand von Lichtbildern die Möglichkeit der Wohnraumanpassung leicht und verständlich. Wohnberatungsstelle Kreisseniorenrat Enzkreis – Stadt Pforzheim e. V., Ebersteinstr. 25, Tel. 07231/357714 Öffnungsz.: Mo. – Fr. 10 – 12 Uhr oder nach Terminvereinbarung

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SENIORENFREUNDLICHER SERVICE Der „Seniorenfreundliche Service“ ist eine Aktion der Seniorenräte in Baden-Württemberg. Mit der Aktion und der Zertifizierung der Geschäfte soll beim Einzelhandel auf Veränderungen hingewirkt werden, welche die immer größere werdende Kundengruppe „ältere Menschen“ berücksichtigen. In Zusammenarbeit mit der Industrieund Handelskammer, dem Einzelhandelsverband, der Handwerkerinnung und CitymarMargarete Janßen keting, Altenhilfe der Stadt Pforzheim sowie der Landratsamt-Altenhilfe wurden die ersten Überlegungen gestartet. Jetzt gibt es eine Kriterienliste, die vor Ort abgearbeitet werden kann. Auf Antrag der Geschäfte prüft ein Team vom KSR, ob die Voraussetzungen für die Auszeichnung „Seniorenfreundlicher Service“ gegeben sind. Bei erfolgreichem Ergebnis erhalten die Geschäfte in einer Feierstunde ein Zertifikat sowie ein Logo-Aufkleber für das Schaufenster bzw. die Ladentür. Das Logo wird einheitlich verwendet und gewinnt dadurch an Bedeutung. Das Zertifikat wird den Firmen für jeweils 2 Jahre überreicht und kann nach erneuter Überprüfung verlängert werden. Im April 2008 wurde eine gemeinsame Erklärung der Staatsrätin für demographischen Wandel und für Senioren, Prof. Dr. Claudia Hübner, mit dem Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V. und dem Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V. herausgegeben. Ziel der Aktion ist es, in Baden-Württemberg das Bewusstsein für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen der demographischen Veränderung zu stärken.

GESCHÄFTSSTELLE In der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats im Juni 1999 wurde ich als Beisitzerin gewählt. Seitdem arbeite ich Ruth König ehrenamtlich als Mitarbeiterin im KSR als Leiterin der Geschäftsstelle – und sorge dafür dass alles da hinkommt, wo es hingehört, und alles da ist, was benötigt wird. Neben den üblichen Büroaufgaben, der Korrespondenz und der internen und externen Informationsregelung gehören zu meiner Tätigkeit folgende Aufgaben: 1. Beratung von Besuchern der Geschäftsstelle – hierzu gehören im Wesentlichen Fragen zur Patientenverfügung, aber auch Fragen zur Weiterleitung an jeweils zuständige Informationsstellen. 2. Zusammenarbeit mit unserem Schatzmeister: Kontenüberwachung und Fahrkostenabrechnung. 3. Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Pforzheim für unsere Seniorenvorstellung. Kartenverteilung, Überwachung der Abrechnung. 4. Mithilfe bei unseren monatlichen Kinovorstellungen. 5. Mitarbeit bei unserer Ausstellung: „Senioren schaffen Schönes.“ 6. Mitarbeit bei unserem jährlichen „Sterntreffen“. 7. Mitarbeit bei der „AG der Ehrenamtlichen“ als Mitglied des KSR.


aktiv

FREIWILLIGEN AGENTUR PFORZHEIM-ENZKREIS Die Freiwilligen Agentur PforzheimEnzkreis (FRAG) hat seit Februar 2009 eine personelle Erweiterung erfahren. Die hauptamtliche Stelle wurde von 30% auf 50% aufgestockt. Darüber hinaus hat sich die Zahl der ehrenamtlichen FRAG-Mitarbeiter von einem auf vier erhöht. Zwei davon sind vom KSR. Die erweiterte Personalkapazität gibt uns die Chance, den persönlichen Kontakt zu den Organisationen zu intensivieren und verstärkt in die Beratung der Interessenten einzusteigen. Wir wollen nach erfolgter Vermittlung bei den Organisationen und Bärbel Grötzinger den Ehrenamtlichen nachhaken, wie die Sache läuft – wie zufrieden beide Seiten sind. Für die zukünftige Ausrichtung unserer Aktivitäten ist dieser Erfahrungsaustausch äußerst wichtig. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit sein. Wir sehen u.a. Verbesserungspotenzial bei der Pressearbeit, den Informationsveranstaltungen, dem Internetauftritt und den Broschüren der FRAG. Wir wollen mehr Bürgerinnen und Bürger erreichen und sie motivieren, ehrenamtlich tätig zu werden. Dabei ist es im Interesse des KSR, verstärkt die Erfahrung und das Potenzial der Senioren in unserer Gesellschaft zu nutzen. Es ist unser Ziel, die Senioren in Tätigkeiten zu vermitteln, die sie einerseits fordern und die ihnen andererseits Erfolgserlebnisse und Bestätigung geben. Letztendlich wollen wir, dass die Senioren möglichst lange und mit Freude aktiv sind.

DER FAHRGASTBEIRAT PFORZHEIM (FGB) Der Fahrgastbeirat Pforzheim (FGB) wurde im Sommer 2008 gegründet. Die Zielsetzung seiner neun Mitglieder ist die Berücksichtigung der Interessen der unterschiedlichen Fahrgastgruppen. Er bündelt eingereichte VerbessePeter Petrausch rungsvorschläge seiner Mitglieder und von Fahrgästen und bringt Anregungen und Vorschläge für Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrgastsituation. Er informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit und deren Ergebnisse in Form von Pressemitteilungen und im Internet. Sprecher des FGB ist Peter Petrausch. Aktuell geplante Maßnahmen sind (Auszug): • Infotainment in Bussen und dynamische Fahrgastinfo an Leopoldplatz und -straße: Die Information der Fahrgäste hat einen herausragenden Stellenwert. Sie soll u. a. dazu beitragen, Zugangsbarrieren zum Verkehrsmittel ÖPNV abzubauen und den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen. Der FGB wird bei der SVP darauf drängen, dass beide Informationssysteme, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Planungsstadium befinden, so schnell wie möglich realisiert werden sowie die Umsetzungs- und Testphase konstruktiv begleiten.

• Einsatz von Bussen für FreizeitRadfahrer: Zusammen mit der SVP prüft der FGB, ob sich im Sommer der Einsatz von speziellen Fahrradbussen lohnt, der Familien oder Einzelpersonen zu höher gelegenen Standorten rund um Pforzheim bringt. • Aufklärung von Tarif- und Nutzungsmöglichkeiten: Fahrgäste, die vom Auto in den Bus umsteigen und ältere Fahrgäste, die nicht oft mit Bussen unterwegs sind, haben Schwierigkeiten beim Erkennen der vielfältigen Möglichkeiten im Tarifwesen und in der Infrastruktur der zahlreichen Buslinien. Der FGB möchten hier helfen und in Form von Fachvorträgen und Informationsveranstaltungen zusammen mit dem Bus & Bahn-Team Pforzheim Wissenslücken schließen. • Die Arbeit mit Fahrgästen und Öffentlichkeit: Der FGB wünscht Mitteilung von Vorschlägen zur Verbesserung der Fahrgastsituation. Diese werden dann zeitnah in Sitzungen erörtert und der SVP bzw. dem EPV vorgetragen.

SO ERREICHEN SIE DEN KREISSENIORENRAT: • Ebersteinstr. 25 (Ecke Salierstraße), 75177 Pforzheim • Tel. 0 72 31/3 27 98, Fax 35 77 08 • E-Mail: info@kreisseniorenrat-pf.de • Internet: www.kreisseniorenrat-pf.de – hier können Sie sich über unser gesamtes Angebot informieren.

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Kreisseniorenrat

Gerda Görnemann

Dr. Ursula Mayer

Herta La Delfa

aktiv Dieter Müller

Konrad Weiler

Wie leben in der Zeit des demografischen Wandels. Jeder weiß es, alle Welt spricht davon. Die Menschen werden älter die Geburtenzahl ist rückläufig und der Stellenwert der „Senioren“ erhält eine neue Dimension. Dies bedeutet für eine Institution, deren Schwerpunkt in der Aufgabe der Seniorenarbeit liegt, dass Aufgabenstellungen und Pro gramme überprüft und gegebenenfalls intensiviert und/ oder ergänzt werden. Das bedeutet aber auch, dass bereits bestehende Aufgaben und Aktivitäten auf ihre aktuelle Gültigkeit überprüft und gegebenenfalls aktualisiert und neue Themen, die der Markt aufzeigt, aufgegriffen und bearbeitet werden. Auf den nebenstehenden Seiten stellen wir Ihnen die für die zur Zeit aktuellen Themen zuständigen Mitglieder vor, die jeweils mit ihrem Team spezifische Aufgaben übernommen haben. Die Mitgliederversammlung… … am 25.3. im großen Sitzungssaal des Pforzheimer Rathauses wurde von Frau OB Christel Augenstein eröffnet. Die Vorstandsrunde wurde durch einige neue Mitglieder ergänzt und verjüngt. Die Wahlen ergaben folgende Veränderungen: Gerda Görnemann 1. Vorsitzende Dr. Ursula Mayer 2. Vorsitzende Herta La Delfa 2. Vorsitzende Dieter Müller Beisitzer Ilse Kästner Beisitzer Bärbel Grötzinger Beisitzer Jutta Behrend Schriftführer Konrad Weiler Heimbeirat

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Vortragsthema und Diskussion zur Mitgliederversammlung: Hans-Michael Augenstein sprach über das Thema: „Pforzheim seniorenfreundliche Stadt – aus der Sicht der Verwaltung.“ Die alljährliche Ausstellung „Senioren schaffen Schönes“… … ist im Augenblick in den letzten Vorbereitungen und durch Presse und Plakate wirkungsvoll angekündigt. In der nächsten Ausgabe werden wir ausführlich berichten. Das Programm ist außerordentlich vielseitig, die Beteiligung an der Grenze der Annahmemöglichkeit und hinsichtlich der vorstehend bereits erwähnten Entwicklung hat die seit 30 Jahren stattfindende Veranstaltung die Chance, sich zu einem Dauerbrenner zu entwickeln. Nach wie vor erfolgreich sind die an jedem zweiten Mittwoch im Monat stattfindenden Kinoveranstaltungen im Rex-Kino. Hierfür suchen wir gemeinsam mit der Rex-Leitung einen besonders qualifizierten Film aus dem laufenden Programm. Die gleich bleibende Qualität der Auswahl hat sich herumgesprochen, und in jeder Vorstellung sind immer

Ilse Kästner

Jutta Behrendt

wieder neue Besucher. Qualität spricht sich eben doch herum. Bei anschließendem gemeinsamen Kaffee findet man sich häufig zu interessanten Kontakten. In Vorbereitung ist eine neue Vortragsreihe in den Schmuckwelten. In den nächsten Wochen werden wir gemeinsam das Thema bestimmen, das dann auch durch die örtliche Presse bekannt gegeben wird. Verbilligte Theaterkarten für Seniorenvorstellungen… … können in unserer Geschäftsstelle bestellt werden. Diese Vereinbarung mit dem hiesigen Stadt-Theater läuft bereits seit vielen Jahren erfolgreich und die Nachfrage erfreut sich steigender Tendenz. Den Termin für das traditionelle Sterntreffen sollte man sich schon rechtzeitig notieren. Es findet am Sonnabend, dem 17. Oktober in der Gemeindehalle in Ötisheim statt. Kontaktpflege der Senioren im Enzkreis Verstärkt werden wir uns in der nächsten Zeit der Kontaktpflege der Senioren im Enzkreis zuwenden. Unser Ziel ist es, dort Anlaufstellen mit örtlichen Partnern aufzubauen, um dadurch einen Informationsfluss zu entwickeln, der verstärkt die anstehenden Probleme und Lösungsmöglichkeiten transparent macht. Wir können jetzt schon sicher sein, dass der Kreisseniorenrat zur Er füllung dieser Aufgaben weitere aktive ehrenamtliche Mitarbeiter braucht.


AOK Nordschwarzwald informiert:

Die Menschen suchen nach Sicherheit Was meinen Sie damit? In Zeiten der Krise wie dieser suchen die Menschen wieder verstärkt nach Sicherheit. Die können wir bieten, denn unser Motto heißt nicht umsonst „Fest verankert in der Region“. Wir wollen unseren Versicherten das gute Gefühl vermitteln: „Du kannst Dich auf uns verlassen, wir sind immer für Dich da.“ Mit 17 KundenCentern sind wir immer in der Nähe unserer Versicherten.

Der umstrittene Gesundheits-Fonds ist jetzt seit einigen Wochen in Kraft. Was hat er gebracht? Wir sprachen darüber mit AOK-Geschäftsführer Christian Kratzke.

Herr Kratzke, wie sind bisher Ihre Erfahrungen mit dem GesundheitsFonds? Viele Versicherte, die sich in den vergangenen Jahren von der AOK zu den sogenannten „Billigheimern“ verabschiedet haben, kehren jetzt zu uns zurück. Das freut uns natürlich sehr. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe für diese Entwicklung? Das liegt hauptsächlich am einheitlichen Beitragssatz. Die Menschen schauen jetzt genau hin und fragen sich: Welcher Versicherer hat für das gleiche Geld mehr zu bieten? Und da ist die AOK absolut im Vorteil. Nicht umsonst heißt ja einer unsere Slogans „Die AOK tut mehr“. Denn wir haben neben den gesetzlich garantierten Versicherungsleistungen schon immer ein Mehr an Service und Beratung geboten. Oder denken Sie auch an unsere vielfältigen Angebote im Bereich der Gesundheitsprävention – von der Rückenschule bis zum Kochkurs. Da macht uns so schnell niemand etwas vor. Mit einem anderen Effekt habe ich aber nicht gerechnet…

Wie wirkt sich der Trend für die AOK Nordschwarzwald aus? Wir haben die Zahlen ausgewertet und festgestellt, dass wir noch nie so viele Neuanmeldungen und gleichzeitig noch nie so wenige Kündigungen hatten. Wenn das so weitergeht, und davon gehe ich aus, werden wir unsere Marktposition noch weiter ausbauen und festigen können. Schon heute ist in der Region Nordschwarzwald fast jeder zweite Krankenversicherte bei der AOK. Wir haben jetzt 220.000 Mitglieder – mit steigender Tendenz. Davon profitiert auch die Region selbst. Das müssen Sie uns jetzt aber erklären! In der aktuellen Finanzkrise haben die Menschen realisiert, dass in einer globalisierten Welt viel Geld abfließt. Die regionale Verankerung der AOK ist dagegen eine Garantie dafür, dass das Geld, das hier erwirtschaftet wurde, auch hier wieder ausgegeben wird. Wir haben einen Haushalt von rund einer halben Milliarde Euro. Zu 95 Prozent geht das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück. Vergessen Sie nicht, dass das Gesundheitswesen einer der stärksten Wirtschaftszweige in unserer Region ist. Dazu kommt, dass wir mit unseren 500 Mitarbeitern einer der großen Arbeitgeber in der Region sind. Unsere Angestellten sind auch Konsumenten, die mit ihrer Nachfrage die Wirtschaft mit am Laufen halten.

Wie wird sich Ihrer Einschätzung nach der Wettbewerb unter den gesetzlichen Kassen weiter entwickeln? Wir beobachten zurzeit eine massive Fusionswelle – gerade unter den kleinen Betriebskrankenkassen. Aktuell gibt es noch knapp 200 Kassen – es waren aber auch schon mal 450. Es läuft also alles auf „große Tanker“ hinaus. Die haben aber das Problem, dass sie erst Anker werfen müssen, wenn sie die Menschen erreichen wollen. Schließlich haben unsere Mitbewerber in den vergangenen Jahren Geschäftsstellen geschlossen, während wir unser KundenCenter-Netz kontinuierlich ausgebaut haben.

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Hans-Georg Pompe

Der neue Markt – die alte Zielgruppe Für eine jede Verkaufsaktion ist ein zugkräftiger Titel 50 Prozent des Erfolges. Ist dieser Slogan richtig gewählt? Verkaufen hat etwas mit Marketing zu tun, mit Begehrlichkeiten wecken, Aufmerksamkeit erzeugen, Appetit machen auf mehr. Und eine Überschrift, ein Slogan hat sehr viel mit einer Produktverpackung zu tun, die neugierig machen soll auf mehr. Um sich auf einem aus Kundensicht immer undurchschaubareren Markt mit austauschbaren Botschaften und Produkten noch erkennbar zu machen ist es sehr wichtig, Menschen zu berühren, zu emotionalisieren, zu begeistern. Jedoch muss dieser Slogan immer glaubwürdig sein und verstanden werden.

Hans-Georg Pompe

Wir haben eine Zielgruppe, die aus zwei Generationen besteht. Wir haben 50plus und 70plus. Kann man beide mit ihren Bedürfnissen in einem Begriff erfassen und umwerben? Ja und nein. Es geht immer um Menschen im besten Alter – mit einer facettenreichen Lebens- und Konsumerfahrung, die wertgeschätzt und glaubwürdig behandelt werden möchten. Es gibt nicht die Ziel-

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gruppe der älteren Generation. Es gibt nur Menschen oder „Mikro-Zielgruppen“, die in unterschiedlichen Lebenswelten leben, mit höchst differenzierten Einstellungen, Werten, Bedürfnissen, mit unterschiedlichsten Interessen, Kaufmotiven, Vorlieben, Erwartungen an Dienstleistungen und Produkte. Und das Alter spielt bei den meisten Produkten und Dienstleistungen zunächst nicht die entscheidende Bedeutung. Es sollten nach meiner vollen Überzeugung auch keine typischen Spezial- oder Seniorenprodukte angeboten werden und schon gar kein 50plus- oder 70plus-Produkt. Ältere Kunden/Menschen legen Wert auf Benutzerfreundlichkeit, Komfort, Funktionalität, spürbaren Nutzen, auf Sicherheit, Design, Äs-

thetik und vor allem auf charmanten Service duch sympathische Mitarbeiter in schönen ansprechenden Geschäften – von denen es leider immer weniger zu geben scheint. Fazit: Was für Ältere gut ist – hilft auch den Jüngeren.

Angebot, Service und körperliches Wohlgefühl – wie sollten diese drei Voraussetzungen strukturiert sein, um den Einkauf zu einem erholsamen Erlebnis zu gestalten? Der ältere Kunde will Angebote, die Lust auf mehr machen, die Spaß am Einkaufen anregen und die Bedürfnisse nach sozialer Kommunikation befriedigen. Der erfahrene Kunde will Vereinfachung, Entlastung, Orientierung durch Service und Bedienerfreundlichkeit, gut lesbare Informationen und Problemlösungen und er will durch den „Produktedschungel“ geleitet und begleitet werden. Er will nicht belehrt werden – und schon gar nicht mit Technikwahn, Taktlosigkeit oder mit Produktinformationen überhäuft werden. Der älter werdende Kunde will als Mensch verstanden und so akzeptiert werden wie er nun mal ist – mit all seinen Schwächen, mit all seinen Wünschen. Er will das Gefühl vermittelt bekommen, um seiner selbst Willen erwünscht und willkommen zu sein und nicht nur aufgrund seines Geldes. Wenn Qualität, Dienstleistungsservice und Begeisterung wirklich spürbar gelebt werden sind ältere Kunden extrem konsumfreudig und genießen das Leben zwar bewusster als die Jüngeren – haben aber eine weitaus höhere Kaufkraft zur Verfügung, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das Märchen von den geizigen Alten ist ein Mythos, der nicht zutrifft – oder bestenfalls nur dann, wenn man sie nicht richtig anspricht.


Freiwilligen Agentur Pforzheim-Enzkreis – FRAG:

Zahlreiche Vermittlungen durch die FRAG Die Freiwilligen Agentur Pforzheim-Enzkreis (FRAG) vermittelt Freiwillige in ehrenamtliche Tätigkeiten, sie führt Menschen und Organisationen zusammen. Mit Hilfe der FRAG haben schon viele Menschen eine Möglichkeit gefunden, ihre Kenntnisse und Erfahrungen an andere weiterzugeben und staunen, wie viel an Freude und Dankbarkeit sie zurückbekommen.

regelmäßig auf die einzelnen Gemeinden (siehe Tabelle).

Organisationen in Pforzheim, 43 % der Freiwilligen und 37 % der Organisationen im Enzkreis. Die Einsatzorte im Enzkreis verteilen sich

Allgemeine Informationen finden Sie auf www.frag-pf-enzkreis.de. Die FRAG-Angebote auf www.vhspforzheim.de/doc/Fragkurse.cfm

Grafik: H. Weißer · Stand: 25.3.2008

Engagement in Zahlen Bis Ende 2008 haben 108 gemeinnützige Organisationen in 8 verschieden Bereichen 377 Tätigkeitsfelder angeboten. Die Aufgabenbereiche sind untergliedert in Soziales, Büro und Verwaltung, Kultur, Natur und Umwelt, Handwerk, Schulen, Bildung und Sport.

Haben auch Sie Lust, sich ehrenamtlich zu engagieren? Info-Möglichkeit über die Volkshochschule, Freiwilligen Agentur, Petra Bohnenberger Tel. 07231380016 oder im Internet.

Es meldeten sich 164 freiwillige Helfer, die insgesamt 260 Fähigkeiten und Fertigkeiten anboten. 150 Personen konnten bisher vermittelt werden, einzelne haben auch mehrere Aufgaben übernommen. Die bisher erfassten Personen sind zwischen 17 und 80 Jahren alt, das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren. Drei Viertel der Freiwilligen sind weiblich, ein Viertel männlich. Die regionale Verteilung zwischen Pforzheim und dem Enzkreis zeigt 57 % der Freiwilligen und 63 % der

vhs

Volkshochschule

Bildung Die Dorn-Breuß-Methode Hagar Hartung Samstag, 25.04.2009, 10:00-13:45 Uhr vhsHaus, Zerrennerstr. 29, Raum 101 Gebühr EUR 22,00; keine Ermäßigung Kursnummer 3272 K

Pforzheim-Enzkreis

für

GmbH

Ältere

Führung durch das Biomasse-Heizkraftwerk in Pforzheim Anneliese Graf Mittwoch, 13.05.2009, 16:00-17:30 Uhr Treffpunkt: Hohwiesenweg 15, 75175 Pforzheim Gebühr EUR 4,00; keine Ermäßigung Kursnummer 1012 e

PC-Treff für Ältere Dagmar Velte Beginn: Freitag, 19.06.2009 4 Termine, Fr., 10:00 - 12:00 Uhr vhsHaus, Zerrennerstr. 29, Raum 301 Gebühr EUR 40,00 Kursnummer 5617 K

 Weitere Kurse finden Sie im vhs-Programm Frühjahr/Sommer 2009 

Z e r r e n n e r s t r. 2 9 , 7 5 1 7 2 P f o r z h e i m • Te l e f o n : 0 72 31 38 00 - 20 / 21 E - M a i l : i n f o @ v h s - p f o r z h e i m . d e • I n t e r n e t : w w w. v h s - p f o r z h e i m . d e


enioren Residenz „Bergdorf“ Büchenbronn

Im Obergeschoss des Walter-Rittmann-Hauses (Gemeinschaftshaus) unserer Seniorenresidenz ist ein neues Wohnprofil für zwei Wohngruppen entstanden – eine zukunftsweisende und bereits bewährte Wohnform. Je sieben Einzelzimmer zum Teil mit Balkon gruppieren sich um einen großen Gemeinschaftsraum mit einer Küche, einem kleinen Nebenraum für Spezialaktivitäten und einer Dachterrasse.

Warum diese neue Wohnform?

Mediziner und Gerontologen predigen es seit Jahren in Vorträgen, Büchern, Fernsehsendungen, Zeitungen etc. Einsamkeit macht alt, krank, trübt den Geist, verdunkelt das Gemüt, verhärtet die Seele. Gerade die aktivierende Wirkung durch

Unsere Angebote im Überblick: • exponierte Lage • Kombination aus Pflegeheim und Betreutem Wohnen • vollstationäre Dauer- u. Kurzzeitpflege • qualifiziertes Fachpersonal • Tag- und Nacht-Präsenz • Großzügige Gemeinschaftsräume • Therapie- und Multifunktionsräume • Dachgarten/Wintergarten • Frischkost aus eigener Küche • Schonkost/Diabetikerkost/Vegetarisch • Fahrdienst/mobiler Hilfsdienst • Wäscherei im Haus • Wohlfühlklima und vieles mehr

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern

Begegnungen mit anderen Menschen, durch gemeinsames Tun, durch den Gedankenaustausch erhält die Lebendigkeit und Elastizität, die mit zunehmenden Alter ihren wesentlichen Anteil zum Erhalt eines lebensbewussten Alterns beitragen. Wir wissen dies und haben als erste Seniorenresidenz in Pforzheim diese Möglichkeit integriert, die in anderen Ländern längst zu den bewährten und beliebten Wohnmodellen gehört. Oft hören wir bei der Besichtigung dieses Angebotes die ablehnende Bemerkung: „Ach nein, ich möchte lieber allein bleiben“. Hierbei wird offensichtlich vergessen, dass man ja mit seinem Einzelzimmer, das zu diesem Wohnprojekt gehört, stets die Möglichkeit hat, sich zu jeder Zeit zurück zu ziehen. Die Statistik zeigt uns, dass wir heute im

Schnitt 6 Jahre älter werden als unsere Eltern. Es ist ein Geschenk an unser Leben, das wir dankbar annehmen und sinnvoll gestalten sollten. Die Geselligkeit pflegen, sich mit anderen Menschen auszutauschen, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander Freude zu haben, Freude zu schenken und anzunehmen, gehört zum Leben ebenso, wie das mit sich leben und in sich ruhen. All dies sind Gründe, die für uns wichtig waren, dieses neue Wohnmodell in unsere Senioren Residenz zu integrieren. Die vorliegenden Erfahrungswerte beweisen uns, dass hier eine Wohnform zur Verfügung steht, die richtungsweisend ist für ein lebendiges, anregendes und aktives Miteinander unter dem Dach einer altersgerechten Betreuung und Versorgung.

Wohngemeinschaft Walter-Rittmann-Haus Senioren-Residenz Bergdorf, Büchenbronn 1. Beispiel: 1-Zimmer-Appartement Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt 2. Beispiel: 1-Zimmer Appartement mit Südbalkon Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt

Senioren-Residenz Bergdorf GmbH

39,30 m2 €/Monat 360,00 140,00 260,00 45,00 20,00 50,00 875,00 52,00 m2 €/Monat 450,00 160,00 260,00 60,00 20,00 50,00 1.000,00

· Siedlungsstraße 48 · 75180 Pforzheim · Tel.: 0 72 31/60 55 - 0


enioren Residenz „Nagoldblick“ Huchenfeld

In einer Bauzeit von 6 bis 8 Monaten entstand das Pflegehaus Senioren Residenz „Nagoldblick“ mit insgesamt 40 Pflegeplätzen. Die 40 Pflegeplätze verteilen sich auf zwei Geschosse, wobei in Gebäudemitte, das Pflegehaus durch die Platzierung von Kommunikations- und Gemeinschaftsflächen optisch in zwei Häuser gegliedert wird. Die Visitenkarte des Gebäudes stellt die dem Pflegehaus vorgelagerte Eingangssituation mit Mehrzweckraum/Café, Verwaltung und Wartebereich dar und repräsentiert sich mit eigenem Erscheinungsbild als der aktivere Teil. Alle 30 Zimmer des Pflegehauses haben eine Nasszelle, von denen ein Teil als rollstuhlfahrergerecht ausgelegt ist. Das Erdgeschoss, über eine Terrasse verbunden mit dem (Sinnes-) Garten wird vor allem für die an Demenz erkrankten Bewohner geeignet sein. Wegen unseres ökologischen Baukonzeptes ist ein wesentlicher Baustoff Holz. Ein Drittel der deutschen Landfläche ist mit Wald bedeckt und jedes Jahr wächst mehr Holz nach als wir verbrauchen. Holz ist ein regenerativer Baustoff. Und Holz bindet den Klimakiller CO2. In einer Zeit schwindender Ressourcen und wachsender Umweltbelastung haben wir uns um intelligente, komfortable aber auch preiswerte Energiekon-

Fax: 60 55103 · e-mail: sr.pf@freenet.de

zepte Gedanken gemacht. Wir müssen zukünftig unsere Energien regenerativ erzeugen. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, den Energiebedarf zu senken. Das heißt, vor der Überlegung Heizung kommt die Überlegung Dämmung. Angesichts dessen bedarf es des Einsatzes gut durchdachter wärmedämmender Konstruktionen um den Wärmeabfluss deutlich zu reduzieren. Eine ideale Ergänzung ist eine thermische Solaranlage. Sechs Monate sorgt die Solaranlage vollständig für die Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Photovoltaik ist unbestritten die eleganteste Art, Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Die Photovoltaikanlage bringt neben dem wirtschaftlichen auch einen bedeutenden Gewinn für unsere Umwelt. Die Sonne ist eben unsere unerschöpfliche Energiequelle. Mit unseren neuen Konzepten möchten wir nicht nur ökologische und wirtschaftliche Akzente in Huchenfeld setzen. Gewinnen sollen vor allem die Senioren. Durch Funktionalität, ein entsprechendes Ambiente mit einer modernen Ausstattung, wozu auch die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zählt, sowie natürlich fachkundige Pflege mit Herz und Qualität wird ein optimales Zusammenwirken garantiert und alle Voraussetzungen für das persönliche Wohlempfinden geschaffen.

Der Ausbau ist in vollem Gange Das Gebäude Pflegehaus Senioren Residenz Nagoldblick steht. Das Richtfest wurde gefeiert. Der Ausbau ist in vollem Gange und zur Zeit wird die Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung installiert. Im Eingangsgebäude wird die Pflegedienstleitung und Verwaltung als erster Ansprechpunkt untergebracht. Außerdem wird hier ein kleines Café eingerichtet mit einer Terrasse für die warme Jahreszeit. Hier können sich die Bewohner des Pflegehauses mit ihrem Besuch in angenehmer Atmosphäre unterhalten oder auch sonst die Zeit vertreiben. Das wohnlich gestaltete Café bietet sich für alle Besucher auf eine Tasse Kaffee und Kuchen an. Im Wohlfühlbad mit Hubbadewanne, das im hinteren Teil des Eingangsgebäudes an das Café angrenzt, können die Bewohner die stimmungsvolle Gestaltung des Raumes genießen – Ruhe und Entspannung pur unterstützt durch wohltuende Badeessenzen. Unser wichtigstes Unternehmensziel ist die Schaffung einer angenehmen Umgebung, in welcher der Lebensabend mit Freude und Würde gelebt werden kann.


Dr. med. Dr. phil. Dieter Kissel Facharzt für Allgemeinmedizin

Traditionelle Chinesische Medizin – Eigentlich ist es ein ungehöriges Unternehmen, in drei Folgen die Traditionelle Chinesische Medizin darstellen zu wollen, das was Qi ist, was YinYang bedeutet oder die Meridiane in ihrem Umlauf der Organuhr und beim Menschen oder die sieben Stufen des Heilens begreifbar zu machen. Wäre nicht da das Buch vom Lauf des Lebens von Laotse (Tao Te King). Einer seiner Verse beginnt folgendermaßen: dreißig Speichen treffen die Nabe. Die Leere dazwischen macht das Rad. Lehm formt der Töpfer zu Gefäßen. Die Leere darinnen macht das Gefäß... Diese Beiträge bilden sinngemäß nur die Speichen, der Leser aber wird aufgefordert, es zu einem Ganzen zu machen. Bei der Betrachtung der verschiedenen Meridiane im Gesicht des Menschen kann deutlich werden, dass je nach Lokalisation Kopfschmerzen vielerlei Ursachen haben können. Allein aus der Beschreibung des Patienten dazu findet der TCM-Arzt Hinweise, welche Organe gestört sein können. Ein heftiger Schmerz seitlich in der Stirn, der Richtung Hinterkopf und Ohr zieht, der vielleicht mit Tränenfluss begleitet wird, lässt auf eine Störung im Gallenblasenmeridian schließen. Der Schmerz verschwindet, wenn man einen Fernpunkt auf dem

Gallenblasenmeridian am Bein sticht. Zwar ist der Schmerz dann beseitigt, aber der TCM-Arzt sucht weiter nach der eigentlichen Ursache (der so genannten Wurzel). Die Abbildungen der Zungen zeigen einmal, wie verschiedenartig eine Zunge sein kann, sie zeigen auch, dass daraus Hinweise für eine tiefer liegende körperliche Störung oder Krankheit möglich sind. Milz-Qi-Mangel finden wir oft bei Kindern und jungen Erwachsenen mit Fehlernährung, einen Nieren-Yin-Mangel dagegen bei schweren Erschöpfungen bei chronischen Krankheiten und im hohen Alter.

Blasse, leicht geschwollene Zunge mit Zahneindrücken kennzeichnet einen so genannten Milz-Qi-Mangel (Stress, Überarbeitung und hoher Konsum von Süßigkeiten).

Meridiane von Gallenblase, Blase, Magen, Dickdarm und 3-Erwärmer mit ihren AkupunkturPunkten im Gesicht.

Rote trockene Zunge mit gelbem Belag kennzeichnet eine schwere Erschöpfung von Nieren-Yin und einen Mangel an Körpersäften (Immunschwäche, Blutarmut).

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Rückenschmerzen sind die häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht irgendwann in seinem Leben an Rückenschmerzen leiden musste. Viele Millionen Arbeitstage gehen auf das Konto von Rückenschmerzen. Hexenschuss, Lumbago, Lumboischialgie sind Schmerzen, die unterhalb der Rippengrenze hinten am Rücken auftreten. Traditionelle chinesische Medizin kann hier erhellende Beiträge zur Ursache und zur Behandlung liefern. Diese Region steht unter dem starken Einfluss des Blasenmeridians und der Nierenleitbahn. Der Blasenmeridian beginnt im Gesicht und endet am Fuß; man kann ihn aus der Sicht der TCM als die große Müllhalde des Körpers bezeichnen. Viele Störungen sammelt der Blasenmeridian am Rücken und hilft dem Organismus damit, dass er Erkrankungen nicht tiefer in die Körperschichten eindringen lässt. Das Ergebnis sind Blockaden und Schmerzen, eben Rückenschmerzen. Sehr häufige Auslöser von Rückenschmerzen sind Eindringen von äußerer Kälte und Nässe sowie übermäßige körperliche Arbeit. Die Lumbalregion ist in der TCM Sitz des Lebensfeuers und das sogenannte Tor der Vitalität. Deshalb sollte diese Region warm gehalten werden. Kälte und Nässe dringen als pathogene Faktoren in Muskeln, Sehnen und in die Leitbahnen von Blase und Niere ein. Es kommt zu einer Energiestagnation, zu einem Qi- und Blutstau, welche von akutem stechenden Schmerzen begleitet sind. Bei der Palpation findet man zahlreiche Schmerzpunkte, welche als A-ShiPunkte direkt genadelt werden können, aber auch die typischen Punkte von Bl 25 und 26 und Bl 54. Sie werden dann zusammen mit den Fernpunkten Bl 62 aber auch mit den Punkte Di 4, Le 3 und Dü 3 gena-


Schlussbetrachtung (III) delt. Waren Kälte und Nässe die Ursache so können diese Punkte oder auch die gesamte Region mit Wärme zusätzlich behandelt werden. (Bl = Blase, Punkt auf dem Blasenmeridian, Di = Dickdarm, Le = Leber, Dü = Dünndarm) Bei chronischen Rückenschmerzen richtet man seine Aufmerksamkeit auch auf die inneren Ursachen. Langjährige Überarbeitung oder auch Krankheiten schädigen das Nieren-Yin, welches dann die Rückenregion nicht ausreichend nähren kann; dann können schon kleine äußere Schädigungen Rückenschmerzen langanhaltend auslösen und unterhalten. Jetzt wird man neben der Akupunktur auch chinesische Kräuter einsetzen, welche den Funktionskreis Niere nähren können. Es sind dann meistens Kombinationen von verschiedenen Kräutern, die schon vom Namen her die Hauptwirkung ausdrücken: Pille, die die linke Niere wiederherstellt oder Pille, die zum kraftvollen Gehen gleich einem verborgenen Tiger verhilft oder das Dekokt (Aufkochung), das Blut-Stasen aus einem schmerzenden Körper vertreibt. Wichtig ist es auch den Patienten auf die geeignete Ernährung hinzuweisen. So erfährt man durch die eingehende Befragung, dass der Patient viel Kaffee und Fruchtsäfte trinkt, gerne Joghurt und Schokolade isst und sich natürlich mit viel Rohkost gesund ernährt. Ein sehr eindrucksvolles und einfaches Verfahren ist das GUA SHA, welches vor einigen Jahren im Westen durch Arya Nielsen, eine amerikanische Therapeutin, eingeführt wurde. Bei ihm wird insbesondere am Rücken (die Region des Blasenmeridians und des Lenkergefässes) die Haut z.B. mit einer rundgeschliffenen Achatscheibe strichweise unter Druck gesetzt – geschabt. Es treten punktförmige Blutungen un-

ter der Haut auf, Kreislauf- und Stoffwechselprozesse werden angeregt und Blockaden aufgelöst. Rückenschmerzen kann man auch vorbeugen. Es sind ganz einfache Verhaltensweisen, die hier greifen können. Die Lumbalregion soll immer warm gehalten werden; nach dem Joggen, verschwitzte Kleidung sofort wechseln, Rückenregion gut abreiben; nach dem Schwimmen gilt es nasse Kleidung sofort zu wechseln usw. Die Ernährung soll in unseren Breiten immer viel wärmende Nahrungsmittel beinhalten. Das mit den Grundprinzipien der TCM arbeitende Qi Gong kann als Bewegungstherapie Rückenschmerzen vorbeugen; während des Übungsprogrammes, das auch selbstständig durchgeführt werden kann, werden Blockaden in den Leitbahnen gelöst und eine körperliche und seelische Entspannung eingeleitet. Die Karrierefrau von heute geht morgens Joggen, während der Arbeit isst sie gesunde Rohkost, sie arbeitet lange in die Nacht hinein, zweimal in der Woche geht sie zur Aerobic, modebewusst trägt sie rückenfrei, zwischendurch wird auch einmal ein Milchgetränk eingenommen. Eigentlich lebt sie doch ganz gesund, und doch hat sie immer wieder Rückenschmerzen. Bisher haben wir den äußeren Ursachen von Erkrankungen das Hauptaugenmerk zugeordnet, doch kennt und berücksichtigt die TCM auch die inneren Ursachen von Krankheiten und ordnet sie bestimmten Organen zu: Zorn beeinträchtigt die Leber, Freude und Erregung bestimmen das Herz, Sorge bekümmert die Milz und die Verdauung, Traurigkeit zersetzt das Qi und beeinträchtigt die Lunge, Angst betrifft vor allem die Niere.

Wir kennen aus den Redensarten den Einfluss der Emotionen auf die Organe: Er platzt vor Wut, eine Laus läuft ihm über die Leber, das Herz springt vor Freude, er verpisst sich (vor Angst), Angst essen Seele auf: Angst wird zur unmittelbaren Bedrohung der Existenz, der Essenz des Lebens, der Nierenessenz, der Brennsubstanz unseres Organismus aus der Sicht der TCM.

Literaturempfehlung: Traditionelle Chinesische Heilkunst, Gesund und lange leben mit Chinesischer Medizin, 2001 von Dr. med. dent. Erich Wühr ISBN 3-9807-6110-X, Paperback,164 Seiten.

Traditionelle chinesische Medizin ist eine ganzheitliche Medizin, sie ist Erfahrungsheilkunde, die auf jahrhundertealte Rezepte zurückgreifen kann, sie hat auch ein philosophisches Grundkonzept, welches in den fernöstlichen spirituellen Traditionen, vor allem in dem des Taoismus liegt. Wen-tzu, ein Schüler des Lao-Tse, beschreibt in seiner Betrachtung über die drei Arten des unnatürlichen Todes, wie sich die individuellen, sozialen und politischen Dimensionen des Lebens durchdringen: Es gibt drei Arten des Todes, die keine natürlichen Ursachen haben: Wenn du unmäßig isst und trinkst und deinen Körper sorglos und geringschätzig behandelst, dann werden dich die Krankheiten töten. Wenn deine Habgier und dein Ehrgeiz grenzenlos ist, dann werden dich Strafen töten. Wenn du es zulässt, dass kleine Gruppen die Rechte der Massen verletzen und die Schwachen von den Starken unterdrückt werden, dann werden dich die Waffen töten. Traditionelle chinesische Medizin ist mehr als Akupunktur.

Dr. med. Dr. phil. Dieter Kissel ist niedergelassener Allgemeinarzt in 75223 Niefern-Öschelbronn mit einer Weiterbildung in Akupunktur und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der TCM. Seine Ausbildung darin erhielt er an der TCM-Schule der Ersten Deutschen Klinik für TCM in Kötzting/Bayern (www.tcm-klinikkoetzting.de).

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Dr. H. Dekant, Fachärztin für Innere Medizin

Die Grundzüge der Mikroimmuntherapie Die Mikroimmuntherapie (= MIT) ist ein praxisorientierter Therapieansatz, bei dem versucht wird, mit Hilfe hochverdünnter und homöopathisch potenzierter immuneigener Substanzen (Zytokine, spez. Nukleinsäuren etc.) gezielt Informationen an das Immunsystem zu übermitteln, um dessen natürliche Reaktionsabläufe wieder herzustellen. Dadurch kann ein gestörtes Immunsystem wieder besser auf seine Feinde (Bakterien, Viren, Parasiten, aber auch Krebszellen) reagieren und sie vernichten.

Dr. H. Dekant

Die MIT wurde vor mehr als 30 Jahren durch den belgischen Arzt Dr. Maurice Jenaer (damals Präsident der königlich belgischen Gesellschaft für Homöopathie) begründet. Er hatte die Idee, homöopathische Verdünnungen von unspezifischen Nukleinsäuren (DNS, RNS) als Grundinformation für Zellsysteme zu verwenden um den Allgemeinzustand bei Patienten mit Tumorerkrankungen zu verbessern. Die überraschend positiven Ergebnisse bei seinen Patienten bestärkten seine Idee, dass der Einsatz von immunkompetenten Substanzen in homöopathischer Aufbereitung, tatsächlich einen regulierenden Einfluss auf ein gestörtes Immunsystem hat. Verschiedene Faktoren untermauerten das Vorstellungsbild von Dr.

PRAXIS DRS. DEKANT • Facharzt für Orthopädie, Naturheilverfahren Tätigkeitsschwerpunkt: Osteopathie und biologische Schmerztherapie • Fachärztin für Innere Medizin, Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin Tätigkeitsschwerpunkt: Anti-Aging, Bioresonanz, biologische Tumortherapie

JETZT IN NEUEN RÄUMEN: • Zehnthofstr. 10, 75175 Pforzheim Tel. 0 72 31/12 59 20, Fax 12 59 222 www.dr-dekant.de

Jenaer und gaben damit der MIT die nötigen wissenschaftlichen Grundlagen: 1. Die Wirksamkeit hoch verdünnter Dosen von Botenstoffen und anderen von der klassischen Immunologie entdeckten Substanzen. 2. Die starke Präsenz von Lymphstrukturen und von immunkompetenten Zellen in den Schleimhäuten des oberen Respirationstraktes, vor allem im Mund-RachenRaum. Dank der rasanten Fortschritte im Bereich der biologischen Grundlagenforschung, der Immunphysiologie und der Immunologie, insbesondere durch die Entdeckung der Zytokine (Botenstoffe), erlebte die Mikroimmunologie einen raschen Aufschwung. Die hochverdünnten Zytokine, gentechnologisch (rekombinant) hergestellt und dem Patienten sublingual verabreicht, haben 3 Effekte: 1. die Anregung lokaler Immunreaktionen 2. die Informationsübertragung in die Peripherie durch das Lymphsystem und 3. explosionsartige Vermehrung von Antikörpern, da die Zytokine als Antigene wirken. Die Entdeckung und Entwicklung der spezifischen Nukleinsäuren (SNA) durch den ebenfalls aus Belgien stammenden Arzt und Wissenschaftler Dr. Bernhard Marichal stellt einen weiteren bedeutenden Schritt in der Entwicklung der MIT dar. Der aus dem Elsass stammende französische Arzt Dr. Gilbert Glady hat einen entscheidenden Beitrag zur Verbreitung der MIT im deutschsprachigem Raum geleistet. Die 7 grundlegenden Wirkungsmechanismen der MIT. 1. Die Zytokine: Bei den Zytokinen handelt es sich um hochspezialisierte Proteine, die als Botenstoffe für die Kommunikation zwischen den an der Immunantwort beteiligten Elementen des Immunsystems (Lymphozyten, Makrophagen und viele andere Zellen) verantwortlich sind.

2. Durch die Verwendung von Mikrodosen mit zusätzlich hohen Verdünnungen passt sich die Immuntherapie den physiologischen Abläufen im menschlichen Organismus an. 3. Die Verdünnungsmodulation: Die Feinabstimmung der in der MIT erzielten Wirkung erfolgt auf der Grundlage einer mehr als 200jährigen empirischen Praxis. 4. Ausrichtung auf verschiedene Ziele: Die MIT entfaltet ihre Wirkung auf verschiedenen Ebenen, z.B: Modulation der Antwort Th1/Th2. 5. Sequentielle Informationsübermittlung: Die Immunantwort läuft in zeitlich abgestufter Form ab. 6. Spezifische Nukleinsäuren(SNA): Dabei handelt es sich um einen winzigen Teil aus einem einzigen Gen eines Organismus. Ihre Funktion ist jeweils spezifisch für die Physiologie der beteiligten Immunzellen bzw. des für die jeweilige Erkrankung verantwortlichen Pathogens. 7. Absorption durch das Lymphsystem: Das Lymphsystem ist aus physiologischer Sicht die Schaltzentrale der Immunantwort und gleichzeitig Treffpunkt und Mobilisierungsort der an der Immunantwort beteiligten Lymphozyten. Zum effektiven Einsatz der MIT sind bestimmte Laboruntersuchungen Voraussetzung, z.B. eine Lymphozytentypisierung. Das Ziel der MIT ist es, den Organismus unter Einsatz der wichtigsten an der Immunreaktion beteiligten Akteure, auf schonende Weise zu einer natürlichen und wirksamen Immunantwort zurückzuführen. Die MIT entfaltet dabei eine gezielte, nicht toxische Wirkung, die dem Immunsystem wieder zur Entfaltung seines vollen Potentials verhelfen kann. Die MIT schlägt eine Brücke zwischen komplementären und konventionellen therapeutischen Verfahren und verknüpft ideal die Vorzüge beider Bereiche.


Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Die neue Erbschaftsteuer Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 31. Januar 2007 mit der das seinerzeit geltende Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz für verfassungswidrig erklärt wurde, gab es eine große Unsicherheit, ob überhaupt und, wenn ja, wann, ein neues Gesetz zur Erbschaftsund Schenkungssteuer erlassen wird. Dieses neue Gesetz ist seit dem 1. Januar 2009 in Kraft. Dies sind die wichtigsten Eckpunkte: Es gibt noch immer drei Steuerklassen, die die Besteuerung ausgehend vom Grad der Verwandtschaft mit dem Erblasser bzw. Schenker regeln. Allerdings sind die Steuerklasse 2 und 3 sowohl was den Freibetrag, als auch, was die Steuersätze angeht, gleich lautend. Der Besteuerung unterliegt alles, was durch den Erbfall oder die Schenkung erlangt ist, wobei das Erlangte komplett zum Verkehrswert bewertet wird. Damit ist das zu versteuernde Volumen zunächst größer als früher. Um jedoch – und das war das Ziel der Bundesregierung – die Steuereinnahmen auf gleichem Niveau beizubehalten und die Kernfamilie steuerlich zu begünstigen, wurden die Steuerfreibeträge zum Teil ganz erheblich erhöht. Für Ehegatten liegt der Steuerfreibetrag nunmehr bei 500.000 EUR. Das bedeutet, dass zwischen Ehegatten Vermögenstransfers bis zur Höhe von 500.000 EUR in einem Zeitraum von 10 Jahren steuerfrei sind. Sind seit der letzten Schenkung mehr als 10 Jahre vergangen, kann der Ehegatte weitere 500.000 EUR steuerfrei erben. Auch die Steuerfreibeträge für die Kinder wurden deutlich angehoben, sie liegen jetzt bei 400.000 EUR, diese Freibeträge gelten für jedes Kind und nach jedem Elternteil. Auch das Beschenken von Enkeln bzw. die Erbeinsetzung von Enkeln wird belohnt, hier ist der Freibetrag auf 200.000 EUR angestiegen. Eine interessante Neuerung betrifft das so genannte „selbst genutzte Familienheim“. Erbt der Ehegatte das bisher gemeinsam bewohnte Haus und bleibt er für einen Zeitraum von 10 Jahren in dem Haus wohnen, so ist der Erwerb des Hauses erb-

schaftssteuerlich neutral. Das Haus kann somit zusätzlich zu Vermögenswerten in Höhe des Freibetrags geerbt werden, ohne dass Steuer anfällt. Eine Übertragung des gemeinsam genutzten Hauses zu Lebzeiten beider Ehegatten an den anderen Ehegatten war bisher schon steuerneutral und bleibt es auch. Sollte im Erbfall der überlebende Ehegatte innerhalb der 10-Jahresfrist das Haus nicht mehr bewohnen können, weil er zum Pflegefall wird, wird die Erbschaftsteuer nicht nach erhoben. Auch für Kinder ist es möglich, die vormals von den Eltern selbst genutzte Immobilie zur Eigennutzung steuerfrei zu erben, zusätzlich zum Freibetrag. Auch sie müssen das Haus 10 Jahre lang selbst bewohnen. Allerdings ist hier die Steuerfreiheit begrenzt auf eine Wohnfläche von 200 m². Die darüber hinausgehende Wohnfläche ist bei der Erbschaftsteuer anzusetzen. Die Steuersätze für einen Erwerb oberhalb des Freibetrags sind in Steuerklasse 1 gestaffelt in Schritten zu jeweils 4%, beginnend mit 7% für einen Erwerb bis 75.000 EUR. So steuergünstig, wie die Weitergabe von Vermögen im engsten Familienkreis einerseits wird, um so teurer wird andererseits die Weitergabe von Vermögen an entfernter oder nicht verwandte Personen, wie Nichten oder Neffen, Geschwister oder Patenkinder. Hier gibt es einen einheitlichen Steuerfreibetrag von 20.000 EUR, die Höherbewertung von Grundeigentum wird jedoch dazu führen, dass diese Personengruppen mehr Erbschafts- und Schenkungssteuern werden zahlen müssen. Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass alles, was über den

Freibetrag von 20.000 EUR hinausgeht in den Steuerklassen 2 und 3 bis zu einem Erwerb von 6 Millionen mit 30% Erbschaft- und Schenkungsteuer belegt ist. Für die sog. eingetragenen Lebenspartner wurde eine Lösung gefunden, die den Lebenspartner deutlich besser stellt, als bisher, er erhält nämlich den Ehegattenfreibetrag in Höhe von 500.000 EUR. Allerdings muss der Lebenspartner alles, was über diesen Freibetrag hinausgeht, mit dem Steuersatz der Steuerklasse 3 der Erbschafts- und Schenkungssteuer versteuern, also dem Steuersatz, der eigentlich für die sehr entfernt oder nicht verwandten Personen gilt. Da bisher mit der Anwendung der neuen Erbschaftsteuer noch wenig Erfahrungen gemacht werden konnten, ergeben sich in einigen Bereichen noch Zweifelsfragen und Unklarheiten insoweit sollte vor der Übertragung von Vermögenswerten steuerliche und auch rechtliche Beratung in Anspruch genommen werden. Dies gilt insbesondere für die Übergabe größerer Vermögenswerte an entfernter oder nicht verwandte Personen, da hier zukünftig eine noch sorgfältigere Planung angeraten ist. Zudem gilt es grundsätzlich bei jeder Immobilienübergabe zu beachten, dass sich der Übergeber durch Wohnrecht, Nießbrauch und Rückforderungsrechte absichert. Deshalb sollte auch hier rechtliche und steuerliche Beratung eingeholt werden.


Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

90 Jahre Bauhaus – Mit dem Ersten Weltkrieg ging die Alte Welt auf allen Gebieten der Kultur unter, ein Untergang vergleichbar dem der Titanic. Expressionismus, Les Fauves, Dada, Rayonismus, Futurismo und Pittura metafisica sind Strömungen, die in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts konvulsivisch aus den Trümmerbergen hervorquollen. Die neue Kunst – bestärkt durch aufmüpfige Manifeste wie das futuristische Manifest von Marinetti – beschleunigt den Bruch mit der Vergangenheit. Übersehen werden oft die gravierenden Probleme, vor denen die Architektur und Produktgestaltung in diesem Umwälzungsprozeß standen. Auftragsabhängigkeit und kostenintensive Materialbindung haben es der Architektur schwerer gemacht als den freien Künsten. Doch auch sie schafft es. Das Bauhaus entsteht. Nur vierzehn Jahre Bestehens – von 1919 bis 1933 – waren ihm gewährt. In dieser Dekade brach für Architektur und Dingwelt ein neues Zeitalter an. 2009 jährt sich die Gründung des Bauhauses zum 90. Mal.

Walter Gropius, Direktorzimmer Bauhaus Weimar, 1923

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terlichen Bauhütte, einem Verbund von Meister, Gesellen und Werkstatt. Die Arts- und Crafts-Bewegung folgt dieser Methode, Handwerk und Gestaltung mit einem Werkstättensystem zu vereinen. 1907 geht in Deutschland aus der Kunstgewerbebewegung der Deutsche Werkbund hervor, in dem Reformer wie Henry van de Velde, Walter Gropius und Peter Behrens zusammentrafen.

Das Bauhaus in Weimar In Weimar fällt das großherzogliche Konzept der Kunstschule von 1860, seit 1910 Kunstgewerbeschule, die Henry van de Velde ab 1902 (heute Bauhaus Universität, auf der Unesco Liste des Weltkulturerbes) für ein Jahresgehalt von 1200 RM modernisiert, der Novemberrevolution zum Opfer. Die 1919 gegründete thüringische Regierung übernimmt die Kunststätten in Weimar, beruft Professoren und schließt die Arbeitsverträge ab. Sie forderte ein neues Konzept. Es entsteht das Staatliche Bauhaus, das am 1. April 1919 den Lehrbetrieb aufnimmt. Auf der ersten Meisterratssitzung am 1. Juni 1919 wird ästhetische Position bezogen. Auch hier soll die Lehre auf dem Bauhütteprinzip beruhen. Eingeführt werden der Vorkurs mit experimentellen Malmethoden, anfangs von Johanns Itten, später Theo van Doesburg geleitet. Es kommen Oskar Schlemmer, nach 1923 László Moholy-Nagy und Albers hinzu. Sie richten Meisterklassen ein. In der Bühnenwerkstatt von Lothar Schreyer entsteht das berühmte Triadische Ballett. Es gibt eine Fotowerkstatt. Das Studium schließt mit der Gesellenprüfung ab. Beabsichtigt ist, neue Produkte im Eigenvertrieb zu verkaufen sowie der Öffentlichkeit ein Diskussionsforum anzubieten.

Walter Gropius wird erster Direktor. Er holt Lyonel Feininger, Gerhard Marks und Johannes Itten an das Bauhaus. Das Drama des Bauhauses beginnt damit, dass sein Konzept auf Unverständnis in der Weimarer Öffentlichkeit stößt. Es gibt heute kein monolithisches Bild mehr von den Gründern des Bauhauses. © Bauhaus-Archiv Berlin

© Thüringer Tourismus GmbH + Bauhaus-Archiv Berlin

Voraussetzung – Vorläufer Nach 1850 nimmt die Kritik der englischen Industriegesellschaft an Architektur und Dingwelt zu. Produktgestaltung für Massen ist gefragt. Ihre Realisierung erfordert ein neues Verhältnis von Mensch und Handwerk. Die richtigen Ansätze dafür erkennt man in der mittelal-

Die Landesregierung bemängelt, dass ihre Geldzuwendungen ungenügend Früchte tragen. 1922 fordert sie Walter Gropius zu einem „Rechenschaftsbericht auf über Ergebnisse und Verbleib der finanziellen Zuwendungen. In Windeseile wird für 1923 eine Internationale Architekten-Ausstellung „Kunst und Technik – eine neuen Einheit“ vorbereitet. Im Bauhausjahr 2009 ist sie erstmals rekonstruiert worden.


gejagt von einem Ort zum anderen

© VG Bild-Kunst, Bonn 2009

Hauptergebnisse des Weimarer Bauhauses sind ist das erste (vorbildlich rekonstruierte) Musterhaus am Horn mit Frankfurter Küche, gläserner Wendeflügeltür zum Garten. Das Kinderzimmer, das größte Zimmer im Haus, gleich hinter der Küche gelegen. Erstes Beispiel für neues Wohnen mit Licht, Luft, Sonne und ohne jeden bürgerlichen Schnickschnack. Das Haus löst die große Debatte um das neue Lebensgefühl aus, die sich in Dessau fortsetzt. Auch erfolgten durch Gropius Umbauten im Hauptgebäudes des Bauhauses von van de Velde, u.a. dessen total entschlacktes Arbeitszimmer, ein 5 x 5 m Wohnwürfel mit zwei Schreibtischen. Allerdings sind die Bauhaus- Sitzmöbel keineswegs überzeugend und erst recht nicht ergonomisch. Auch

nur den Weg der Bewerbungen in anderen deutschen Ländern. Walter Gropius gibt 1928 auf. Die Leitung übernimmt Hannes Mayer unter dem Motto „Volksbedarf statt Luxus“. Dessau – Angebot der Junkerswerke Schon 1925 unterbreitet der Bürgermeister von Dessau das neue Angebot der Junkerswerke. Sie stellen dem Bauhaus ab 1925 die enorme Summe von 1 Million RM und 150 Arbeitern für den Aufbau der Werkstätten zur Verfügung. Diese Summe war bis heute nicht bekannt. Drei Bedingungen werden dafür gestellt: ein neues Bauhaus Lehrgebäude, vier Meisterhäuser, drei Doppelhäuser (rekonstruiert) und ein Einzelhaus, zu errichten

die Weißenhof-Siedlung, der deutsche Pavillon für die Weltausstellung 1929 in Barcelona. Am 4. Dezember 1926 wird das neue Bauhaus in Dessau eingeweiht. Die Ideologie des aufkommenden Nationalsozialismus bedroht den Fortbestand. Am 1. Oktober 1932 wird das Bauhaus in Dessau mit seinen vorbildlichen und großflächigen Anlagen geschlossen. Die Bauhaus-Künstler waren zur Emigration gezwungen. Sie zogen in alle Welt. Seit Mitte der 60er Jahre wurde in der DDR das Bauhaus neu eröffnet, seit 1976 stetig rekonstruiert. Das neue Zeitalter der Dinge, heute Design genannt, begann vor 90 Jahren im thüringischen Weimar. Am 1. April 2009 wird der Festakt zum 90. Geburtstag stattfinden, dem sich eine ganze Festwoche anschließt.

Das Hauptgebäude der BauhausUniversität Weimar.

 Peter Kehler. Kinderwiege. 1922. Holz, farbig lackiert mit Geflecht, 91,7 x 91,7 x 98 cm  Wilhelm Wagenfeldt. Tischlampe (Glasversion MT9/ME1) 1923/24, Messing, vernickelt, versch. Gläser. H.38 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn 2009

 László Moholy-Nagy. NickelPlastik, 1921 MoMa New York, 35 x 17,5 x 23,8 cm

 Foto: unbekannt. Bauhäusler und Gäste, um 1922. Format: 11,1 x 8,4 cm

Im Bauhausmuseum in Weimar.

© Klassik Stiftung Weimar

sowie die Siedlung Dessau-Törten für Junkers Werkarbeiter zu bauen. Das Projekt geht mit Riesenschritten voran. Mies van der Rohe leitet die Architektenklasse. Auch von anderswo erfolgen Aufträge. In Stuttgart entstand 1927 © Bauhaus-Universität

das Theater in Jena (Totalverlust) gehört zu den Inkunabeln des Bauhauses. Die 1925 gewählte konservative Regierung missbilligt diese Ergebnisse des Bauhauses. Sie beschließt eine Mittelkürzung und kündigt die Schließung an. Es gibt

© Thüringer Tourismus GmbH

Bild oben: Bauhaus-Universität, Bauhaus-Wandmalerei von Herbert Beyer

AUSSTELLUNGEN IM BAUHAUSJAHR • „Streit ums Bauhaus“, Erfurt, 7.6. – 2.8.09 • „Feininger und das Bauhaus“, Weimar, 3.9. – 20.12.09 • „László Moholy-Nagy. Ein ungarischer Konstruktivist als Bauhaus-Meister“, Apolda, 5.4. – 21.6.09 • „Jena – neues Bauen“, Jena, 22.3. – 7.6.09

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Neues aus den Pforzheimer Schmuckwelten

Die goldenen Pforzheimer Karossen Prunkvoll glänzend vor dem Brandenburger Tor eine adäquate Repräsentantin der Goldstadt. Nein, sie ist nicht goldgelb angestrichen, blattgolden ist ihr Kleid, und das ist einzigartig auf der Welt. Das jüngste Kind der Schmuckwelten betrat güldenstrahlend am 5. März 2009 die Pforzheimer Bühne. Nun sind deren zwei, die der Welt für Marketing und Fun zur Verfügung stehen. Die Position anlässlich des ersten Besuches in Berlin vor dem Brandenburger Tor bringt seine Einmaligkeit überzeugend zur Geltung.

ßergewöhnlichen, ganz privat, und für besondere Gelegenheiten. Wir wünschen ihm, dass er als Botschafter dieser Stadt sicher und erfolgreich durch die Welt reist und vielen Menschen von einer Stadt erzählt, die so viele kostbare Dinge zu zeigen hat und darüber zu berichten weiß.

Nun wird er seine Reisen antreten, in der Welt bewundert werden und als ein weiterer Botschafter der Goldstadt diesen Namen weit über die Grenzen sichtbar machen. Ist es nicht wunderbar, mit einer kleinen oder großen Gesellschaft zu seiner Goldener Hochzeit in dieser Goldkarosse – Bus ist einfach zu profan für dieses edle Stück – gefahren zu werden, oder die Gäste damit abholen zu lassen? Die ganze Welt kann ihn buchen – auch die grüne oder silberne Hochzeit sind ein adäquater Anlass. Ja. dieses Gefährt ist von ausgesuchten Fachleuten hergestellt worden. Dipl. Ing. Dr. Konrad Auwärter, baute mit seinem Bruder ein in-

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ternationales Untenehmen auf, ist der Gründer der Auwärter Museen in Stuttgart und ist dem Busbau mit Leib und Seele verhaftet. Auch dieses goldene Juwel hat er mit einer Reihe von technischen Neuheiten und Besonderheiten versehen. Und, um es noch einmal zu sagen, man kann ihn buchen, diesen Au-

Übrigens – falls Sie es noch nicht wissen sollten – die Schmuckwelten sind offensichtlich dabei, sich einen „Goldenen Fuhrpark“zusammen zu stellen. Es existiert ja schon der goldene Porsche, der im Rahmen seiner strahlenden Laufbahn schon viel von sich reden machte und sinnvoll und erfolgreich im Einsatz war. Jetzt sollte man überlegen, wer der Dritte im Bunde ist. Wie wäre es denn mit einem Viersitzer Smart in Gold? Der würde sicher gut in den Kreis der Goldstadtrepräsentanten passen. Und damit diese goldenen Botschafter aus Pforzheim auch ständig im Glanz der Öffentlichkeit stehen sollte man bei jeder Preisverleihung die goldenen Karossen mit ins Spiel nehmen – und vielleicht die Ausgezeichneten in einem goldenen Buch verewigen.


Kreative Schmuckgestaltung Die Schmuckwelten eröffnen jedem die Möglichkeit, sich seinen Schmuck selbst zu entwerfen und herzustellen. Über das ganze Jahr laufen die Workshops sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Bevor es losgeht kann man unter den verschiedenen Möglichkeiten der zu verwendenden Materialien seine „liebsten Kinder“ auswählen, aus denen man dann mit viel Fantasie und Kreativität seinen Schmuck erstellen kann. Dem Alter der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt. Vielleicht ist es auch amüsant, so einen Teilnahmegutschein als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk einzusetzen, oder vielleicht als Großmutter mit dem Enkel eine gemeinsame kreative Stunde zu verbringen. Oder vielleicht ist so ein selbst hergestelltes Stück auch ein attraktives Hochzeitsgeschenk. Wie gesagt, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und die Individualität und die Schmuckwelten öffnen alle Möglichkeiten.

• Workshop „Endlosketten mit schwebenden Elementen“: 19.05. von 17.00 – 19.00 Uhr Weitere Workshoptermine sind bei den „Schmuckwelten“ zu erfragen, ebenso die Kosten für den Workshop und die dafür benötigten Materialien. Alle Veranstaltungen finden unter fachlicher Anleitung statt. Und – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Kreativstunde im Workshop: Hier einige Beispiele der unterschiedlichen Kettengestaltung. Mit Fantasie und Vielseitigkeit in der formalen Umsetzung entstehen individuelle Kunstwerke, die in ihren Gestaltungen und Ausdrucksformen getragen, hier ein wirkliches Spiegelbild der Trägerin sind.

Hier einige Termine und Themen • Workshop „Jahreszeitenketten“: 16.05. von 12.00 – 14.20 Uhr • Workshop „Professionelles Knoten von Perlen- und Edelsteinketten“: 09.05. von 11.00 – 14.00 Uhr • Workshop „Häkelketten“: 18.05. 16.30 – 18.30 Uhr

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Pforzheimer Schmuckmuseum:

Glanzstücke –

Schmuck der Wiener

Vom 14. März bis zum 5. Juli 2009 zeigt das Schmuckmuseum Pforzheim in Cooperation mit dem Wien Museum und der Neuen Galerie New York im Rahmen einer Sonderausstellung Schmuck der Wiener Werkstätte.

Anhänger, Entwurf Koloman Moser, 1905 Ausführung Wiener Werkstätte, 1912 Gold, Privatbesitz, Wien © Ernst Ploil

Werkstätte Halskette mit Anhänger Entwurf Josef Hoffmann, 1904, Ausführung Wiener Werkstätte, 1904, Silber, Opal, Spiegelglas Privatsammlung, USA, Courtesy Neue Galerie New York; Foto: Hulya Kolabas, New York

1903 gegründet steht sie für einen Paradigmenwechsel im Schmuckdesign. Im Vordergrund stand nicht mehr die materielle Bewertung der einzelnen Stücke. Die kreative Umsetzung rückte in den Vordergrund der Schmuckbewertung, in den Wiener Werkstätten prägten Architekten und Künstler durch neue Formgebungen und Materialien eine neue Schmuckepo-

Tintenfass aus dem Besitz von Margaret Stonborough-Wittgenstein, Entwurf Koloman Moser, 1904, Silber, Lapislazuli, Koralle Ernst Ploil © Asenbaum Photo Archiv

DAS BEGLEITPROGRAMM: • Donnerstag, 7. Mai, 19.00 Uhr: Schmuck der Wiener Werkstätte und der Salon der Emilie Flöge • Mittwoch 27. Mai, 15.00 – 16.00 Uhr: Schillernd bunte Edelsteine und Ornamente im Schmuck. Führung für Kinder und Jugendliche • Donnerstag – Samstag, 11. – 13. Juni Jugendstil und Sezession – Wien um 1900. Dreitägige Flugreise nach Wien mit Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch • Samstag 13. Juni, 14.00 – 18.30 Uhr: Wiener Feinbäckerei • Samstag, 20. Juni, ab 14.00 Uhr: Café im Schmuckmuseum – Tortenwettbewerb • Samstag, 4. Juli, 19.00 Uhr: Finissage

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Broschen: Entwurf Josef Hoffmann, 1905 + 1907, Ausführung Wiener Werkstätte; Silber, Gold foliert, Lapislazuli und Opal. Beide aus Privatsammlung, Courtesy Neue Galerie New York, © Asenbaum Photo Archiv. Bild unten: Emilie Flöge und Gustav Klimt im Ruderboot am Attersee, 1909 Fotopostkarte Wien Museum © Decorative Arts Consult. Emilie Flöge trägt zwei Muffketten, die ihr Gustav Klimt geschenkt hatte.

che. Und es entstand eine bisher ungekannte Farbigkeit. Schmucksteine wie Malachit, Opal, Lapislazuli, Koralle kamen ins Spiel und bestimmten Charakter und Gestaltung. Die Glanzstücke der Wiener Werkstätten revolutionierten das Schmuckgeschehen. In ihrer kreativen Gestaltungskraft setzten sie neue Maßstäbe gegen die Herstellung von Schmuck in Massenproduktionen und Kopien. Die Ausstellung zeigt u.a. interessante Stücke von

Josef Hoffmann, Architekt, Designer und Mitbegründer der Wiener Werkstätte, und Koloman Moser, deren hervorragende Arbeiten das Resultat einer befruchtenden Zusammenarbeit zeigen. Zum Höhepunkt der Ausstellung gehören die Arbeiten von Emile Flöge der Lebensgefährtin Muse von Gustav Klimt. Die Ausstellungsstücke stammen aus dem Wien Museum, der neuen Galerie New York und aus Privatsammlungen in Wien und den USA.

Reliefplatte aus der Originaleinrichtung des Direktionsbüros der Wiener Werkstätte, Entwurf Koloman Moser, 1904, Kupferblech, getrieben, versilbert, Siegellacktropfen, Holzrahmen, Wien Museum © Wien Museum


DIE NEUE PREMIUM-KOLLEKTION vereint zeitgemäßes Design mit glamourösen Details

Elegante Formen geben dem Thema Klassik einen Schuss Glamour, Brillanten verströmen die Aura von Luxus. Die neuen Kreationen haben eine Vorliebe für Diamanten und emotionale, weiche Formen und setzen die Kostbarkeit des Diamanten in Szene. Die exklusivste Variante dieser Kollektion ist ein Anhänger in Platin 950/–. Zentraler Mittelpunkt des strahlenden Anhängers ist ein Brillant von 2,6 Karat umgeben von mehr als 3,1 Karat Brillant-Pavé.


Der Service vom

fahrenden Kochtopf

„Wer vieles bringt wird manchem etwas bringen“. Im „Vorspiel auf dem Theater“ zu Goethes Faust spricht der „Direktor“ diese Worte zum Theaterkritiker. Dieser erfolg versprechende Grundsatz hat auch im „Kochtopf“ seit langem seinen Einzug gehalten, und so wird jedem und jeder die mund- und gesundheitsgerechte, maßgeschneiderte Mahlzeit serviert. Roswitha Kempe und ihr Sohn, Roman Kempe.

Unsere Zeit mit ihren unterschiedlichen Einflüssen auf den Menschen im Rahmen der extremen Anforderungen in der Hektik des Alltags, den gesundheitlichen Belastungen durch Umwelteinflüsse, durch seine unnatürliche und damit ungesunde Lebensgestaltung schafft Krankheiten, denen auch mit der täglichen Ernährung Einhalt geboten werden muss. Die persönlichen Bedürfnisse sind vielfältig. Ist eine Spezialkost für Dialysepatienten notwendig, der Kochtopf macht’s möglich. Und so sorgt er auch mit seinen Rezepturen und Zutaten für die Einhaltung einer Zöliakie-Diät (Gluten-Unver-

Ein so vielseitiger und individuell arbeitender Kochtopf weiß natürlich, dass bei der außergewöhnlichen Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Ernährungsbedürfnisse die Vielseitigkeit in der Zusammenstellung der Gerichte notwendig ist. Auch das Zusammenspiel von aromatischen Gewürzen und Kräutern ist erforderlich, um aus jeder Mahlzeit ein kleines festliches Erlebnis entstehen zu lassen. Und natürlich ist da das besondere Gefühl der Ruhe und Sicherheit, denn man weiß, dass die Mahlzeit, maßgeschneidert auf das Wohlgefühl und die Bedürfnisse von Köper und Gesundheit, ausgerichtet ist und - pünktlich angerichtet auf dem Tisch steht. Sollten die Aggressionen aus Umwelt und Lebensgestaltung weiter ihr Unwesen treiben, der Kochtopf bleibt wachsam. Er sammelt weiter Rezepte für die gesunde und sinnvolle Ernährung seiner langjährigen und neuen Gäste.

träglichkeit) ebenso wie für die Einhaltung der diätischen Vorschriften bei der Laktoseintoleranz. Möchte der Eine seine Kost püriert serviert haben, so braucht der An-

dere sie klein geschnitten. Ist hier Schonkost angesagt, so ist dort die leichte Vollkornkost der Renner. Vor der Herstellung der erforderlichen Diäten kann genau der hierauf genau eingestellte Ernährungsplan besprochen werden.

Täglich frisch gemacht, heiß gebracht. Der fahrende Kochtopf das „Restaurant“ zu Hause. Rufen Sie uns an und testen Sie uns. Unsere Bürozeiten sind von Mo. – Fr. 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr.

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Das Wiener

Kaffeehaus

Die Kreishandwerkerschaft macht’s möglich: Wiener Flair in Pforzheims Straßen. Das heißt: Wiener Flair in Pforzheims Volksbankhaus. Die Konditoreninnung Pforzheim Enzkreis und die Bäckerinnung Nordschwarzwald zeigen, dass auch ein badischer Konditor perfekt Wiener Spezialitäten zaubern kann. Und natürlich gehören zu einem Wiener Kaffeehaus Streichinstrumente, einschmeichelnde Geigen, die mit ihren herz-schmerzlichen Liedern und Konzertstücken nicht nur die Schokolade auf den Torten dahinschmelzen lassen. Und als Sahnehäubchen modeln Mode und Schmuck verzaubernd durch die Wiener Kaffeehauswelt. Im Gespräch mit Johannes Becker, dem Obermeister der KonditorenInnung, erfährt man, dass natürlich in ein Pforzheimer Wiener Kaffeehaus der Apfel- und der Topfenstrudel, die Sachertorte, die Punschtorte, die Makronentorte und der Marillenkuchen gehört Und natürlich auch der „Kleine Schwarze“, die „Melange“, der „Einspänner“ und vieles mehr. Das „Wiener Kaffeehaus“ geht auf G. Kolschitzky zurück und entstand 1685. Das Thema „Kaffeehaus“ hat eine lange Geschichte. Das erste Kaffeehaus in Europa entstand 1647 in Venedig, 1650 eines in Oxford und 1652 ein weiteres in London. In Paris eröffnete 1570 ein Armenier ein Kaffeehaus und ein weiteres entstand in Marseille 1671. Das erste Kaffeehaus in Deutschland soll 1677 in Hamburg gegründet worden sein. Messen in Leipzig führten zu einer besonders schnellen Entwicklung der Kaffeehäuser und sogar zu gewissen Auswüchsen die den Rat der Stadt schon 1697 zu scharfen polizeilichen Maßnahmen veranlasste. In Preußen ging Friedrich d.Gr. streng gegen den Kaffeegenuss vor. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass in Berlin und anderen großen Städten die neuen Kaffeestuben immer mehr an Beliebtheit zunahmen und sich weiter viel besuchte Kaffeegärten neben den „Caffée-Cräntzgen“ der Frauen entwickelten. Die

große Zeit der Kaffeehäuser begann Anfang des 19. Jahrhunderts, in den Hauptstädten wurden sie zu Treffpunkten von Politikern, Literaten, Künstlern und Journalisten (z.B. Kranzler und das Romanische Café in Berlin, „Fenstergucker“ in Wien, und die Konzertcafés mit zum Teil luxuriöser Ausstattung bildeten sich zu viel besuchten Unterhaltungsstätten aus. Unsere Zeit hat zur Zeit der Kaffeehauswelt – dem Treffpunkt der Elite von Kunst, Politik und Geist, dem Ort der Verabredung für ein Tête-à-Tête, ein Kaffeekränzchen und einen plauschigen Nachmittag mit seiner warmherzigen, gemütlichen Beisammenseinsatmosphäre, die kalte Schulter gezeigt. Die Zeiten ändern sich und damit die Gewohnheiten – und die Einnahmen eines Caféhauses. Heute können die derzeitigen hohen Mieten nicht mehr verkraftet werden. Kaffee wird auch heu-

te ausreichend konsumiert und in einer Vielfalt, die immer neue Varianten hervorbringt. Nur der Stil des Konsumierens ist ein anderer geworden.

Johannes Becker, Obermeister der Konditoren-Innung und seine Frau.


Wie man zur Zeit der Königin Ein gastromonischer Beitrag

Wohl zu keiner Zeit zuvor wurde das Thema „Ernährung“ in einer so vielfältigen und breit gestreuten Information vermittelt. Werbung, Presse, Fernsehen, Vorträge, Wettbewerbe mahnen, informieren, empfehlen, erklären. Wir nicht. Wohl aber schauen wir dieses Jahr in die Kochtöpfe bekannter Menschen aus anderen Zeiten und anderen Ländern. „Wie man in Berlin zur Zeit der Königin Luise kochte.“ Ein gastronomischer Beitrag nach den im Jahre 1795 niedergeschriebenen Aufzeichnungen von F. C. Fontane geb. Werner. Zu bemerken sei zu den beiden Autorinnen: Beide waren Schwestern von Theodor Fontane, dem bis zum heutigen Tag bekannten Dichter, Schriftsteller Journalisten Kritiker und Briefschreiber. „Effi Briest“, Der Stechlin“, seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ gehören noch heute zum festen Bestandteil klassischer Litera-

tur. Der besorgte Bruder schrieb 1855 an seine „geliebten Schwestern“, die in Eisenach Urlaub machten:“… Eher das Vergnügen kürzen , als es nicht voll genießen. Mehr Rationen Kalbsbraten und weniger Chokolade.“ Aus ihrem Vorwort des Buches erfahren wir: Es ist im Allgemeinen die Anschauung vertreten, als sei im armen „Preußenland“ um die Wende des 18. Jahrhunderts bis weit über die Märztage hinaus ein feinerer Geschmackssinn nicht ausgeprägt gewesen. Erst das neu erstandene Reich mit seinem Milliardense-

art 4 q u k. / 1 , ein e rüc upp 1 q u a r t Ws Weiße zu le, ein S a a laß d aum a n a u f S ch a nd Sch n i m m t m er; von 4en, von 2 die Z i m m t u i ch u e D a z er, 16 Ey den Saft t ü c k c h e n m u ß g l erS s s w n s e e t a n , h r o c W itr c k e ß g e m a n wie Z u 4 Z Von lage s sü etwa ann gesch r H a n u d den, n t i s t . ( Z mt man m n b e k a Speise ni A l l e i n n e . butt S o o ß e ) 1/2 oder d i e s e er quantité und gar d nach art Wein c h l a g e n u s 4 1/ q ä n g e r g e l s uß e c h m ird. u A s e r. ker w W a s it es dic n i e k am en, d werd

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Krebs-

S

gen hätte auch in der Kochkunst Preußens und seiner Hauptstadt erhebliche Kultur-Fortschritte geschaffen. Die hier nachstehend aufgeführten Kochrezepte sind den handschriftlichen Aufzeichnungen einer vortrefflichen Frau zu verdanken. Sie legen beredtes Zeugnis dafür ab, dass man schon um das Jahr 1800 in Berlin einen feinen Tisch mit Beigabe von Delikatessen aller Art sehr wohl kannte und zu würdigen wusste. Die Verfasserin der vorliegenden Sammlung ‘Auguste Wilhelmine Friedérique Fontane’ geb. Werner war die dritte Frau von Pierre Berrhélmy Fontane, dem späteren, 1826 in Berlin verstorbenen Kabinettssekretär der Königin Luise. Näheres darüber hat dessen Enkel, unser Altmeister Theodor Fontane, in seinem Buche „Meine Kinderjahre“ erzählt. Und so möge dieser Beitrag beim Leser des 21. Jahrhunderts in zweifacher Hinsicht freundliche Beachtung finden: als kulturhistorisches Dokument und praktischer Ratgeber in vielen Fragen der delikaten und „deliziösen“ Zubereitung von schmackhaften Speisen.

uppe Man nim mt gute F leisch-Brü Schalen, he, lässet na darin die dann nimm chdem die Butter Kre herunter t man eine ist, koche bsn Theil d darinnen n; alser Krebs-B feingehac kte Peters utter und K r e b s -S ilie. brate ch w werden ein ä n tz e u n d N a s e n Drauf hacket man t ige Eyerk le in . B e d D y m A n r ic ie S a h n e, d h te n ie Krebs otter, -Butter. d ie k le in geh z u s a m m e a ck te n N a s e n ng die siedend e q ir lt , u n d s o e Suppe d rauf gossen. W eil man die gepe recht w Supeiß die Fleisch haben. Und ist brühe rech t tig, so mu ß man die kräfSchaalen nicht m itk wenn man ochen. Im Gegenth eil kann m die Schaa an auch w le ganz ohn ie e Fleisch n recht viel kochen -Brühe m läßet, die der, aber meh Suppe achen, als r Sahne dann nim dazu. mt man


Luise kochte

Beispielbilder aus www.chefkoch.de · www.swissmilk.ch · www.paul-schrader.de · Buchabbildung: www.zvab.com

nach den im Jahre 1795 geschriebenen Aufzeichnungen

Karpfe Lürzwi n wie sie der r Er schneid zens kocht Koch bei et vie

o die ffeln, sn anrühmet a W n Sah Bartholde e r z u r B u tt Tante 2 P fu n d

Eyern ret 1/ M a n r ü h gt das Gelbe von 8 fund P lä Sahne. sch art Sahne und 1/2 li c h u ng q lä 2 in 1/ h un , dazu d ie s e s n s Zimt, eine t s I l, Meh n etwa so tut ma chaale und sehr gerühret, n-S ne Zitrone il sie sonst nicht abgeriebe we , cker dazu c h lä g t m a n d e n th u t wenig Zu t u le tz s E y e r u n d nz Z 8 . r n e e d h n e e ga a u fg W e iß Sie sind von dem en dazu. ck a S ch a u m B m rz vor de dieses ku . vortrefflich

Soße über Asperges

Ohngefähr in ein Vierthel Pfd. Butter knetet man einen Löffel voll Mehl, dann rühret man das Gelbe von 6 Eiern dazu, gießet von der Asperges-Brühe hinzu, etwas Zucker und soviel Zitronen-Saft , daß es säuerlich wird. Dieß wird kalt aufgesetzt und so lange gerühret, bis es anfängt zu kochen, dann vom Feuer genommen und nicht zu heiß über den Spargel gegoßen, sonst setzet sie eine Haut, welches häßlich. Die Sooße muß etwas dick seyn.

e w e l ch ttere, wenn i b . d Pf er; l-T andeln, 1/4 , 2 Pfd. Zuck e Schale e d n Ma Pfd. süße M eben werden 1/4 mehr, di Eyer, 2 i 1 1 / 4 h e t u n d g e r i ß e t , a u ch a m u m s , 3 ß e a b e r d e ü r ß r a b ü e Wei K abg r n e s e h r s L o t h leibt. Das e s ch l a g e n , 2 e / g 1 b n , en ma m g zusamrück Zitron iße zu S ch a u v o n 3 1 5 d a s W e n w i r d z u z u l e t z t a l l e s e Form n ge Di und wo vo e n 1 7 ü b r i ühret. m o l z e n e r r e g n n e ch me von d it ges , mit w i r d m b e s ch m i e r t u n d r Butte l b e s t r e u t g e e n Semm den Ofe n i bald setzt.

orte

le Zwie Wurzel fe ingeschnit beln, etwas Selle rie und P ten in die darauf ge etersil Castr le g g e g e g o s s e t, g e h ö r ig g e s a lz olle. Dann wird de ienen, dass rF en und so er v ie l B ie r isch ü b e r k o ch e t. W e n n g u t darauf h a lb g a h r, d a n n n im m t e r e inen guten Lö te r, lä ß e t ffel voll Buts ie s c h m e lz e u n d tu t 3 – 4 S tü n ck e n Zucker, s og sie zum K roß als man aff geschmolz ee gebraucht, dazu . Wenn s en, thut e olch re und läßet solches u inen flachen Löff er in der Butter n el te Alsdann r beständ igem Rüh voll Mehl dazu thu ren braun Butter da t man es zu den K werd arp ran nach Beli und läßet sie gehö en, legent noch ein en. eben etwa rig kochen S sZ . Auch ka tück Nelken da nn man ran thun. itronen-Saft, Eng li Die Karp candiret a en sehen sch-Gewürz und us. sehr schö n und gan z

Eine

Man n n g u t e n im Klop Keule, mt zu einer guten S s z u m s ch a b e achen t s o l ch 4 Dre ch ü s s e ye es l t i g d u r r * S e m m e l n r e ch t f e i n u n 4 P f d . R i n d ch fl d e Fischb , wie auch bst etwas fei rühret es mi eisch aus der etwas n geha rett kle t 4 Ey ck t e r S Salz. ine Ku ern un davon Al d che ch a un Butter d leget imme n, nicht voll sdann mache rlotten tüchr4–5 so dick , wori t man a nn w S het. A u l s d a n n en aber nich tück in eine S ie ein kleiner f ein t F andere c s s in h c o ü h ger, v ssel m meiß iel s n, l e g e t s weil sie gleic e m a n d i e K eyn muß, da it kochender h ie ß Schüs i m m e r a u f gahr sind un u ch e n v o n e sie überstesel bis d iner S den R eite zu sie alle and de Faseri r r ch ge l ä ß e t , t e , s o s i c h b a ck e n . D a s n i ch t s thut m an in ch r a p e brauth ein n et ch e m a d i r B r ü h e z e n T o p f u n d ur Soo n entw ße, we eder v mit Ca on lp n o n m e r n o d e r a u ch b r a u n M e h a ch e t ; l mit Ch A m a ch e n. Neh u ch k a n n m ampigm l i ch 1 Fleisch an ein 0 e br d a m i t ühe darauf g – 1 2 S a r d e l S a r d e l l e n - S len we sie ein egosse ooße d rde n, b und B a u t t e r d i s c h e n s ä u e etwas Semm n f e i n g e h a c r ü b e r r l i ch w aran g k e Butter e l, t und Z it rone ird; etha rein ab von de n. Wenn m auch wohl n-Scheiben, et r S ch u a s s e l m n a u f g i b t , g w a s Z u ck e r it den ießet m Klops an die en.

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Königin

Luise

Königin Luise war die einzige preußische Königin, die echte Popularität besaß. Sie wurde am 10.03.1776 als Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz und Tochter des Herzogs Karl von Hannover geboren.1793 wurde sie mit dem späteren König Friedrich Wilhelm III. von Preußen vermählt. Nach der Niederlage Preußens 1806 gegen die Franzosen bei Jena und Auerstädt musste sie mit ihren Kindern nach Ostpreußen fliehen. Im Juli 1807 traf sie sich in Tilsit mit Napoléon, um für Preußen weniger harte Friedensbedingungen zu erreichen. Ihre Bemühungen waren erfolglos. anlassten zeitgenössische Dichter zu literarischen Verherrlichungen. Und die Verehrung findet sich in Fontanes Beschreibung des Luisendenkmals, das nach einer Zeichnung Schinkels entstand. „Und wie Gransee durch jenes Luisendenkmal sich selber ehrte, so glänzt auch sein Name seitdem in jenem poetischen Schimmer, den alles empfängt, was

Gemälde der Königin Luise von Joseph Grassi 1802.

Denkmal für Königin Luise auf dem Schinkelplatz in Gransee, Brandenburg. Foto aus Wikipedia.de

Erst Ende 1809 kehrte sie nach Berlin zurück und starb 19.07.1810. Ihr Lebensschicksal, ihr anmutiges und freundliches Wesen, ihr früher Tod, verklärten das Andenken an die volkstümliche Königin und ver-

früher oder später in irgendeine Beziehung zu der leuchtend-liebenswürdigen Erscheinung dieser Königin trat. Die moderne Historie weist kein ähnliches Beispiel von Reinheit, Glanz und schuldlosem Dulden auf und wir müssen bis in die Tage des frühen Mittelalters zurückgehen, um

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Erscheinungen von gleicher Lieblichkeit (und dann immer nur innerhalb der Kirche) zu begegnen. Königin Luise dagegen stand inmitten des Lebens, ohne dass das Leben einen Schatten auf sie geworfen hätte. Wohl hat sich die Verleumdung auch an ihr versucht, aber der böse Hauch vermochte den Spiegel nicht auf die Dauer zu trüben. Mehr als von der Verleumdung ihrer Feinde hat sie von der Phrasenhaftigkeit ihrer Verherrlicher zu leiden gehabt. Sie starb nicht am „Unglück des Vaterlandes“ das sie freilich bitter genug empfand. Übertreibungen, die dem Einzelnen seine Gefühlswege vorschreiben wollen, reizen nur zum Widerspruch. Das Luisen-Denkmal in Gransee hält das rechte Maß: es spricht nur für sich und die Stadt und ist rein persönlich in dem Ausdruck seiner Trauer. Und deshalb rührt es.“

(Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Die Grafschaft Ruppin)

Bild oben rechts: Schloss Hohenzieritz, in welchem 1810 Königin Luise von Preußen, geborene Herzogin von Mecklenburg-Strelitz und Gemahlin von König Friedrich Wilhelm von Preußen, stirbt. Foto: www.mueritzeum.de


Generation 50plus trainiert anders Senioren, die altersgerechtes Gerätetraining betreiben, werden mit mehr Kraft, erhöhter Mobilität sowie weniger Verletzungen belohnt. Die positiven Effekte entstehen unabhängig vom Lebensalter, was zeigt: Es ist nie zu spät, mit Training zu beginnen. Neue Programme für Seniorentraining könnten das Gesundheitssystem sogar finanziell entlasten. Diese Erkenntnisse gewannen Sportmediziner der Ruhr-Universität Bochum in einer Studienreihe mit Partnern, wie der BKK VOR ORT, dem Reha-Zentrum Oberhausen und der proxomed Medizintechnik GmbH. NRWGesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) würdigte die Forschungsarbeit als "beispielhafte Bereicherung des Gesundheitswesens" und nahm das Projekt in die Landesinitiative Gesundes Land NRW auf. Europaweit einzigartig: Seniorentraining mit goldenage Ziel der Studienreihe war die Überprüfung des neuartigen Trainingsprogramms goldenage der proxomed Medizintechnik hinsichtlich der Sturzprophylaxe für ältere Menschen. Die Zeit hierfür drängt, denn ein Drittel der über 65jährigen stürzt mindestens einmal im Jahr mit gravierenden Folgen wie Bettlägerigkeit. Die Neuentwicklung goldenage ist das erste softwaregestützte medizinische Trainingskonzept in Europa für die Generation 60plus. Dessen spezielle Diagnostikmethoden, wie die Ermittlung des individuellen Sturzrisikos und des biologischen Alters vor dem Training gelten als besonders effektiv. Nach vorliegen-

den Informationen wird 2009 deutschlandweit das Programm in Einrichtungen der Seniorenpflege sowie in Kliniken und Therapiepraxen eingeführt. Gegenwärtig wird auch an einer Kosten-Nutzen-Analyse gearbeitet, um eine Finanzierung von Seniorentraining seitens der Kostenträger zu erreichen.

Fotos: © proxomed

Senioren brauchen Spezial-Training, um fit zu bleiben. Einsparungen im Gesundheitssystem durch geeignete Konzepte sind möglich.

teressante und wirksame Möglichkeit frei wird. Die Arbeit an den Geräten, die unter Anleitung von fachlich ausgebildeten Mitarbeitern in Gemeinschaft mit anderen stattfindet, ist amüsant, belebend und körperlich wirksam.

Über die proxomed Medizintechnik GmbH Das Unternehmen ist der führende Anbieter von Diagnostik- und Trainingsgeräten sowie intelligenter Gesundheitskonzepte für Therapie, Rehabilitation und Prävention. Durch den besonders engen Dialog mit Kunden und Partnern seit mehr als 20 Jahren hat sich Betreiber als zuverlässiger Partner von Krankenhäusern, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Gesundheitszentren international etabliert. Generationen im Dialog hat bereits Anfang des Jahres mit der AOK und dem Gesundheitszentrum Wagner-Ruland über dieses Thema gesprochen und auf die Dringlichkeit einer solchen Durchführungsmöglichkeit hingewiesen. Wir hoffen sehr, dass Altenpflegeheim Remchingen der Weg noch in diesem Jahr in PforzheimHauptstraße 99 · 75196 Remchingen Enzkreis für diese inTel. 0 72 32/79 78-0 · Fax 0 72 32/79 78 151 E-Mail: APH-Remchingen@t-online.de

Ein neues Zuhause mit Anschluss an das Ortsleben


Die Sparkasse Pforzheim Calw informiert:

Jetzt gibt’s Kredite zum Schnäppchenpreis – eine positive Seite der Wirtschaftskrise Keine Frage: Die Wirtschafts- und Finanzkrise und ihre Folgen beschäftigt alle. Und immer mehr Menschen sind in irgendeiner Form davon betroffen. Allerdings hat diese überaus schwierige Situation auch eine positive Seite, denn Kredite gibt es heute geradezu zum Schnäppchenpreis. Seit die Europäische Zentralbank vor kurzem den Leitzins auf 1,5 % gesenkt hat, ist Geld so billig wie noch nie seit Bestehen der Währungsunion. Mit diesen Mini-Zinsen versucht die Zentralbank die Konjunktur in Europa wieder anzukurbeln. Die Idee dahinter: Je günstiger sich Unternehmen und Privatleute Geld leihen können, desto eher investieren sie. Besonders erfreulich: Nach einer Untersuchung der Stiftung Waren-

test (Finanztest März 2009) stammen die besten Konditionen derzeit u.a. von Sparkassen. So gesehen ist jetzt also ein idealer Zeitpunkt z.B. für größere Anschaffungen oder Investitionen. Ein neues Auto (mit oder ohne Abwrackprämie), neue Möbel und Geräte oder auch eine zeitgemäße Heizung und dichte Fenster für Haus oder Wohnung: jetzt lohnt es sich, solche Pläne in die Tat umzusetzen. Denn billiger wird’s fast nicht mehr.

Sicherheit im Netz: Achtung Feind liest mit!

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Immer mehr Kunden nutzen das schnelle und bequeme Online-Banking. Wobei es viele leider an der notwendigen Vorsicht fehlen lassen und deshalb Opfer von Betrügern werden. Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie Internet-Kriminellen das Leben schwer machen: • Ihr Passwort sollte seinen Namen wirklich verdienen. Deshalb bitte keine Namen, Geburtstage oder ähnlich leicht zu erratende Kombinationen verwenden. Wechseln Sie Ihre Passwörter von Zeit zu Zeit und speichern Sie sie auf keinen Fall in Ihrem PC. • HBCI: Sehr sicher ist Online-Banking mit dem „Homebanking Computer Interface“– Gerät mit Chipkarte. Gibt’s bei uns! • Pishing, Pharming & Co: Betrüger geben sich per Mail als Sparkassen-Mitarbeiter aus und fragen nach Ihren Zugangsdaten. Vorsicht: dazu ist niemand berechtigt!!! Oder Sie werden beim Online-Banking durch eingeschleuste Schadprogramme auf eine ge-

fälschte Seite umgeleitet. Deshalb die Daten ausschließlich mit SSL übertragen. In Ihrem Browser erkennen Sie das durch den Buchstaben-Code https in der Adresszeile. Im Internet-Explorer sehen Sie zusätzlich ein gelbes Schloss im Browser-Fenster, das nach dem Anklicken ein Zertifikat mit dem Namen Ihrer Sparkasse freigibt. • Software sollte nur aus vertrauenswürdigen Quellen stammen, denn sie könnte mit Trojanern oder Keyloggern verseucht sein. Deshalb nie PIN oder TAN im PC speichern! • Mit persönlichen Daten sollten Sie zurückhaltend umgehen, weil Kontonummer oder Adresse durch unkontrollierten Datenhandel schnell in falsche Hände geraten. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und melden Sie sich bei dubiosen Abbuchungen sofort bei Ihrer Sparkasse. Mehr Infos unter www.sparkassepforzheim-calw.de/sicherheit

Zumal viele Firmen zurzeit noch mit hohen Rabatten Kunden anlocken. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass sich im 4. Quartal dieses Jahres die Wirtschaftslage wieder bessert und dann wohl auch die Zinsen steigen. Deshalb hier noch ein Tipp für Ihr persönliches Konjunkturpaket: Die im Moment historisch niedrigen Zinsen können Sie sich mit einem sogenannten Forward-Darlehen auch für die Zukunft sichern lassen. Wenn sich also eines Tages die Lage wieder entspannt hat, profitieren Sie immer noch von Ihren supergünstigen Krediten. Mehr Infos in jeder Geschäftsstelle oder unter www.sparkasse-pforzheim-calw.de

Im Ausland manchmal notwendig: die PIN Ihrer Kreditkarte Merken Sie sich deshalb Ihre vierstellige Kreditkarten-PIN! Im Ausland kann es vorkommen, dass Sie beim Bezahlen mit Ihrer Kreditkarte gebeten werden, Ihre Geheimzahl (PIN) einzugeben (anstatt Unterschrift als Zahlungsbestätigung). Dies betrifft u.a. Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Wenn Sie keine Gehimzahl (PIN) zu Ihrer Kreditkarte besitzen, kontaktieren sie uns. Die Bestellung der Geheimzahl bzw. einer neuen Kreditkarte kann etwas dauern. Bitte melden Sie sich darum frühzeitig vor einem geplanten Reiseantritt bei Ihrer Sparkassen-Geschäftsstelle.


Aufbruch in die Gotik – Vom 31. August bis zum 6. Dezember 2009 steht das kulturhistorische Museum Magdeburg ganz im Zeichen des Mittelalters. Unter dem Titel „Aufbruch in die Gotik. Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit“ wird das 800. Jubiläum des Magdeburger Domes im Jahr 2009 zum Anlass genommen, die Zeit des Übergangs von der Romantik zur Gotik im beginnenden 13. Jahrhundert zu präsentieren. Auf 1000 Quadratmeter Fläche sind kostbare Leihgaben aus Deutschland, Europa und den USA zu bestaunen, darunter Goldschmiedearbeiten, Handschriften und Skulpturen. Rund 200 Objekte thematisieren den Aufbruch in die Epoche der

telalterlichen Stadt eintauchen können. Die Ausstellung ist einer der Höhepunkte im Veranstaltungsprogramm zum 80-jährigen Jubiläum des Magdeburger Doms. Der Veranstaltungsbesuch lässt sich verbinden mit einer Domtour entlang der Straße der Romantik. Neben dem Magdeburger Dom gehören die Dome in Havelberg, Halberstadt, Merseburg und Naumburg sowie die Stiftskirche in Quedlinburg zur landesweiten Straße der Romantik und bieten Einblicke in die Kunstfertigkeit mittelalterlicher Baumeister. Die Landesausstellung SachsenAnhalt „Aufbruch in die Gotik“ ist vom 31.08. – 6.12.2009 täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet.

Gotik und vermitteln ein eindrucksvolles Bild von der Kunst, Kultur und Geschichte der späten Stauferzeit. Zu den Glanzpunkten gehört die älteste erhaltene Bilderhandschrift des Sachsenspiegels, die erstmals seit zwölf Jahren als Leihgabe aus Heidelberg im Original zu sehen ist. Zudem wird die Schau Funde aus archäologischen Grabungen im Magdeburger Dom und neue Erkenntnisse über die Vorgängerbauten der gotischen Kathedralkirche präsentieren. Im Rahmenprogramm werden Spezialführungen, Vorträge, Konzerte sowie der Besuch in der Museumsstadt „Megedeborch“ angeboten, in der Kinder und Jugendliche in den Alltag einer mit-

www.gotik2009.de

Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit

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• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher Richard David Precht: „Liebe – Ein unordentliches Gefühl“ Verlag: Goldmann Sein erstes Buch „Wer bin ich…“ steht noch heute an der Spitzer der Bestsellerliste. Bei seinem neuen Thema berichtet er uns, wie das so geht mit der Liebe, was sie ist und woher sie in uns kommt. Sie ist das Zentralrhema alles Geschriebenen, Gelebten – aber was ist sie? David Precht bringt Ordnung in diese unordentlichen Gefühle – von der Biologie unserer Gene über die Psychologie unserer Leidenschaft bis zu den persönlichen und gesellschaftlichen Problemen der Liebe heute. Es ist eine Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaften, humorvoll und verständlich. Tilman Jens: DEMENZ – Abschied von meinem Vater Gütersloher Verlagshaus Das Buch ist der Abschied vom geliebten und bewunderten Vater. Die Chronik erzählt von der Grausamkeit der Krankheit, von dem langen Weg in die letzte Stufe des Dämmerns, von einem Lebensende, das der „Virtuose des Wortes“,das so anders verläuft, als der Anwalt eines selbstbestimmten Todes erhofft hatte.

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Arnaldur Indridason: „FROSTNACHT“ Islandkrimi Verlag: LÜBBE Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem siebten Fall. Ein kaltblütig ausgeführter Mord lässt den Menschen in Island das Blut Adern gefrieren – mehr nach als die eisigen Stürme, die in diesem ungewöhnlich kalten Winter über die Insel im Nordatlantik hinwegfegen. Arnaldur, Jahrgang 1961 war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Zeitung. Heute schreibt er mit sensationellem Erfolg Kriminalromane, die sich weltweit einer großen Fangemeinde erfreuen. Jan Guillou: Der Kreuzritter – Historischer Roman Verlag: Heyne Die Kreuzritter-Saga besteht aus vier in sich geschlossenen Ausgaben: • Der Kreuzritter – Aufbruch • Der Kreuzritter – Verbannung Erscheinungstermin Herbst 2009 • Der Kreuzritter – Rückkehr • Der Kreuzritter – Erbe Erscheinungstermin Frühjahr 2010 Zum Autor: Jan Guillou wurde 1944 im schwedischen Södertälje geboren und ist einer der prominentesten Journalisten seines Landes. Seine preisgekrönten Kriminalromane um den Helden Coq Rouge erreichten Millionenauflagen. Auch mit seinen historischen Romansagen um den Kreuzritter Arn

gelang ihm ein Bestseller, die Verfilmungen zählen in Schweden zu den erfolgreichsten. Heute lebt Jan Gouillou in Stockholm. Loki Schmidt: Erzähl doch mal von früher – im Gespräch mit Reinhold Beckmann Verlag: Hoffmann und Campe Es ist ein lebendiges Frage-AntwortSpiel, in dem Loki Schmidt – Jahrgang 1919 – viele Fragen beantwortet, auf die ein Jahrgang 1956, dem Reinhold Beckmann angehört gern eine Antwort möchte. Loki Schmidt begibt sich hier auf eine ganz persönliche Reise durch ihr Jahrhundert, und es entsteht ein facettenreiches Lebensbild einer selbstbewussten, engagierten Frau, die heute vielen ein Vorbild ist. Dietmar Bittrich: Altersglück – Vom Segen der Vergesslichkeit Verlag: Hoffmann und Campe Die ersten Alterserscheinungen zeigen sich? Wie erfreulich! Das Gedächtnis lässt nach? Was für eine Erleichterung! Mir erfrischendem Witz erzählt Dietmar Bittrich, wie wunderbar es ist, die Jugend endlich hinter sich zu lassen. Es ist eine Pflichtlektüre für alle, die das zunehmende Alter nicht als einen Gewinn dieses Lebens betrachten und für solche eine liebenswerte Bestätigung die es be-


Tauchen Sie ein in die faszinierende

Welt der Bücher Highlights April bis Juli 2009: Bücher gewinnen

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Der Pforzheimer

Vorsorge ist das Zauberwort, das dem Tag Ruhe vermittelt, die Nacht mit Schlaf segnet, der Familie Vertrauen schenkt, und dem Leben einen kleinen Schimmer von Geborgenheit beschert. Zu diesem Thema gehört auch die persönliche Verfügung über den Ort der letzten Ruhe unserer materiellen, und zur Gestaltung der Verabschiedung unserer geistigen Präsenz in dieser Welt.

Thilo Meier, Pforzheimer Bestattungshaus GmbH

Und da die Verabschiedung in dieser unserer Welt stattfindet, so kostet sie Geld. Der Sarg, die Grabstätte, die Beisetzung - das sollte vorsorglich bedacht sein. Und damit wären wir am Anfang. Man sollte sich Zeit nehmen, so lange man sie noch hat - viel Zeit - und sich in Ruhe in Orientierungsgesprächen mit dem Bestattungshaus, dem Steinmetz, dem Friedhofsgärtner beraten lassen. Da gibt es eine vielseitige und ausführliche Angebotsliste, die unterschiedlichste Möglichkeiten aufzeigt und gemeinsam mit Thilo Meier zusammengestellt wird. Und sicher fällt die Entschei-

dung nicht beim ersten Gespräch. Erst dann, wenn man ein wirklich gutes Gefühl hat, sollte die endgültige Entscheidung getroffen werden.

Nutzen Sie den persönlichen kostenlosen Fahrservice mit dem Friedhofsmobil – es kann montags bis freitags von 8 – 16 Uhr über die Telefonnummer (0170) 380 280 2 gebucht werden. Fahrzeiten sind vorerst von 11 – 16 Uhr. Wir erleben zur Zeit die extremen Wechselbäder von finanzieller Sicherheit und weltweiten Zusammenbrüchen. So ist die Vorsorge zur Absicherung dieser Bestattungsvereinbarung auch eine Frage der finanziellen Sicherheit. Die Entscheidung hierüber bleibt jedem aufgrund seiner eigenen Erfahrungen und Verbindungen überlassen. In Ergänzung hierzu: Auch auf einem sicheren Spezialkonto der Genossenschaft Badischer Friedhofs-

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gärtner für Bestattungsfürsorge kann der in den Gesprächen errechnete Betrag eingezahlt werden und steht im Todesfall zur Verfügung, um alle zwischen Ihnen und dem Pforzheimer Bestattungshaus festgelegten Vereinbarungen auszuführen.

Informationen zu diesem Angebot gibt es u.a. bei Friedhofsgärtnereien und Bestattungsinstituten.


< Hauptfriedhof  BLUMEN-VOLLMER Sommerweg 21 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 47 68

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von Theodor Weißenborn

Die Sache mit Dad…

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Es war kalt und zugig im Zelt von Thompsons Zauberschau. Ein Mann mit einer Glatze und einem Teddygesicht saß neben Tom auf der Holzbank und las. Der Mann am Mikrophon draußen beschwor die Leute, doch näherzutreten, indem er ihnen versicherte, dass man gute Laune haben werde. Der Mann mit dem Teddygesicht knisterte mit der Zeitung. Tom fand, dass er Mr. Dixon ähnlich sah, einem Anglerfreund von Dad, den sie auf einer Bootsfahrt besucht hatten. Das war vier Jahre her. Damals war Ma noch dagewesen, und Dorothy war noch nicht geboren. Es würgte ihn in der Kehle, er schluckte und dachte: Es ist sinnlos, daran zu denken, absolut sinnlos. Alles ist sinnlos. Ein paar Leute kamen die Stufen am Eingang herab, Tom blickte auf und erkannte George und Mike unter ihnen. Er zuckte zusammen und dachte: Jetzt geht es wieder los. Nimmt das denn gar kein Ende? Muss man sich das immer wieder anhören? Ich will doch bloß meine Ruhe. Ich werd ja schon fertig damit. Ausrotten werd ich’s. Das ist das beste. Er machte sich klein hinter dem Rücken des Mannes mit der Watte in den Ohren, aber Mike hatte ihn schon gesehen. Er hörte, wie Mike zu George sagte: „Da ist ja Tom!“ Er sah die beiden auf sich zu kommen und dachte: Seid still! Bitte, seid still! Ich will das nicht hören, was ihr sagt. Ich will das nicht hören. „Hallo, Tom!“ Sagte Mike erstaunt. „Du hier?“ Er gab Tom die Hand. Tom sah ihn finster an. „Wie man sieht“ sagte er. Mike wurde verlegen. „Ja, du warst nicht in der Schule gestern und heute“, sagte er stockend, „Mr. Creek hat es uns dann gesagt. Ja, es tut uns

leid, Tom.“ Er schüttelte Tom die Hand. „Es tut uns leid“. Echote George. Tom entzog Mike seine Hand und sah ihn an. „Mir nicht“, sagte er. Er schluckte. Ich muss es ausrotten, dachte er, alles, was früher war, und alles, was ihr sagt. Ich muss es ausrotten, und wenn ich daran kaputtgehe. Wenn schon etwas zum Teufel geht. Soll doch alles gehen! Soll doch gleich alles gehen! Dann tut nichts mehr weh nachher. Mike sah ihn betroffen an. „Wie meinst Du?“ Sagte er, „hast Du eine Zigarette da?“ Sagte Tom. „Seit wann rauchst du denn?“ „Also hast du eine da oder nicht?“ Mike beeilte sich, Tom eine Zigarette zu geben, George gab Tom Feuer. Tom zog an der Zigarette, hustete und sagte: „Ich bin froh, dass er weg ist.“ Er sah das Entsetzen auf Mikes und Georges Gesichtern, zog an seiner Zigarette und grinste. Im gleichen Augenblick sah er deutlich Dad in Hemdsärmeln vor sich, wie er das Boot neben dem Schuppen aufgebockt hatte und den Kiel abschmirgelte. „Aber Tom!“ Sagte Mike. „Ich bin froh“, sagte Tom. „Er hat gesoffen, sag ich euch, das ganze letzte Jahr, jeden Tag, bis er seine Stellung verlor.“ Er spürte, dass er in Fahrt kam, und hatte das Gefühl, dass er so weiterreden könne, bis das Boot zum Teufel gegangen war. Aber im nächsten Augenblick fühlte er, wie es in seiner Kehle aufstieg, und er hörte Dad sagen: „Wir werden das Boot streichen für unseren nächsten Fischzug nächsten Samstag. Ich wäre für Blau. Wie findest du Blau?“ Und er hörte sich selbst sagen; „Blau ist prima! Und den Kiel weiß, dass er dann so aus dem Was-

ser hervorleuchtet, ja?“ Und Dad sagte:“ Okay“. Er ballte die Fäuste und dachte: Ich muss es ausrotten, bis es nicht mehr weh tut. Es kostete ihn große Anstrengung zu sagen: „Er ist jeden Abend besoffen nach Hause gekommen,“ „Na ja, saufen“, sagte George, „das tun viele.“ „Aber nicht so ein ganzes Jahr lang“, sagte Tom, „nicht jeden Abend !“. So krieg ich’s kaputt, dachte er. „Er hat sich überhaupt nicht mehr um uns gekümmert. Er hat Dorothy geschlagen.“ Er musste eine Pause machen. Der Kiel des Bootes leuchtete hell in der Sonne, er hatte inzwischen die blaue Farbe geholt, Dad strich bedächtig Bohle um Bohle und sagte; „Du musst jetzt sehr lieb sein zu Ma, mein Junge. Du wirst in ein paar Monaten ein Brüderchen oder ein Schwesterchen bekommen. Na, pass auf! Deshalb brauchst du doch die Farbe nicht zu verschütten!“ „Na ja“ sagte George,“ ich weiß ja nicht…“ Er dachte nach und sagte dann: „Warum bist du nicht wenigstens zu Hause?“ „Pah, da sind die Verwandten“, sagte Tom. Er sah Tante Helen, wie sie den Schreibtisch durchwühlte. Der Gedanke an Tante Helen, die den Schreibtisch durchwühlte, erfüllte ihn für Sekunden so sehr mit Hass, dass es ihm fast leicht fiel,, zu sagen: „Wenn er nur wenigstens das Auto nicht zu Schrott gefahren hätte! Dann hätte ich wenigstens den Wagen jetzt.“ So ist’s gut dachte er. Siehst du, Tante Helen, ich lerne von dir! So krieg ich’s kaputt , dachte er. Er sah, das sie ihn fassungslos anstarrten, und fügte hinzu: „Wenigstens hätte er ein paar Wochen warten können. Ausgerechnet jetzt, wo’s in ein

paar Tagen Ferien gibt! Geht hin und stirbt und versaut mir die Ferien.!“ Er war erschöpft. Ich halte das nicht mehr aus, dachte er. Es hilft nichts. Es wird ja immer schlimmer. Er fühlte, wie sein Hals ganz dick wurde. – Weinen… dachte er, – es ist ja sinnlos – plötzlich sagte Mike: „Es ist doch Dein Vater!“ Tom sah Mike an. „Mein Vater!“ Sagte er tonlos. Dann wusste er, dass er nicht mehr konnte. „Entschuldigt mich, Leute!“ Sagte er und bemühte sich, ruhig zu erscheinen, „wir sehen uns nächstens wieder.“ Er ging zwischen den Bankreihen hindurch, zwängte sich durch die Leute, schlug die Zeltplane zur Seite und stand draußen hinter dem Zelt zwischen den Wagen. Es regnete. Warum musste Ma mit Robertson weg gehen? Dachte er. Kann das ein Mensch begreifen? Mein Gott, warum ist Ma wegen diesem Robertson von Dad weg gegangen.? Er merkte plötzlich, wie ihm die Tränen die Wangen hinabliefen. Der Regen peitschte ihm so heftig ins Gesicht, dass niemand sah, dass er weinte. Er weinte, solange er ging, und allmählich wurde er ruhiger. Es war das erste Mal, dass er nach dem Tod seines Vaters geweint hatte. Ich werde Dorothy zu Onkel James bringen und dort zur Schule gehen, dachte er, dann kann ich mit ihr zusammen bleiben. Er sah auf die Uhr, es war kurz vor fünf, die Zeit, um die er Dorothy jeden Tag aus dem Kindergarten abholte. Ich werde Dorothy abholen, dachte er. Er bog in die Limestrasse ein und ging schneller, mit ganz großen Schritten. Er wollte Dorothy sehen, ganz schnell, jetzt sofort.


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Di. bis So.

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Generationen im Dialog Ausgabe 1-2009