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INTERVIEW: CHRISTIAN WOLFF AKTUELLE BAUVORHABEN „MEIN LIEBSTES HOBBY“ RECHT: „DAS ENTERB T E K I ND“

Diese Zeitschrift wird in Zusammenarbeit mit dem KreisSeniorenRat Enzkreis – Stadt Pforzheim e.V. und mit Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw hergestellt.

G R O S S S TA D T- D S C H U N G E L

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2015


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Editorial

Inhalt Seite

Liebe Leserinnen und Leser,

Achtsamkeit ist angesagt! Die Zeit liefert eine neue Welt, auf die der Mensch nicht gut vorbereitet ist. Sie liefert allen, die es schwer bzw. nicht verarbeiten können, „Informationen“, die über die Grenzwerte der Verkraftbarkeit hinausgehen. Zunehmend sind Ängste angesagt, die ärztliche Hilfe benötigen. Die Hilfe von hierauf spezialisierten Einrichtungen und Hilfsmaßnahmen ist gefragt, denn der Mensch ist nicht auf eine derartige Invasion von „Einflüssen“, vorbereitet. Das fängt bei den Kindern mit dem Cybermobbing an. Hunderttausende Schüler geraten in die Spirale. Fast alle Zehn- bis Achtzehnjährigen sind online, 94 % aller Zehn- und Elfjährigen surfen täglich. 84 % aller Zwölfjährigen haben bereits ein Smartphone, so der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Weder Eltern noch Lehrer wissen, welche Internettrends ihre Schützlinge gerade ausprobieren, und welche Gefahren dort lauern. Und wie wirkt das weltweit funktionierende Informationssystem auf die Erwachsenen? Die Ängste der Menschen, die Katastrophen, von denen sie betroffen sind, beschränkte sich in jenen Tagen mehr oder weniger auf das nähere Umfeld. Heute findet sich die gesamte Welt im aktuellen Geschehen. Und wir alle nehmen daran teil. Die Gefahren rücken näher und werden erlebbar. Das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit wird brüchig. Wir brauchen neue „Waffen“, um uns gegen diese Ängste zu schützen, eine Möglichkeit, sie in hilfreiche Abwehrkräfte umzuwandeln. Die Psychiatrie hat bereits ausgebuchte Terminkalender. Aber ganz sicher gibt es in jedem von uns einen ganz persönlichen, hilfreichen „Katastrophenschutz“. Bei den Kindern sind es die Eltern und die Schulen. Und bei den Erwachsenen? Gibt es da eine Möglichkeit, sich der Angst zu stellen? So, wie wir bei den Kindern den Angreifer ausschalten? Oder eine Angst, für deren Auslöser wir nicht zuständig sind? Eine Angst, die uns nicht betrifft? Oder eine Angst, die durch Mitleid und Verständnis ihre panische Intensität verliert? Uns wurde die Angst gegeben, auf dass wir durch sie rechtzeitig eine Gefahr erkennen und kämpfend oder flüchtend handeln. Das Handeln ist hierbei die entscheidende Maßnahme. Ihre Gerda Görnemann IMPRESSUM:  Herausgeber: Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim Telefon: 0 72 31/15 53 44 Telefax: 0 72 31/15 53 43 E-mail: cucgg@t-online.de  Redaktion: verantwortl.: Gerda Görnemann  Anzeigen: Eva Rank

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 Grafik + Satz: Simone Bok, Agentur für Mediengestaltung, Horb a.N., Daten an E-mail: info@bok-medien.de  Bildbearbeitung: Repro-Mayer, Birkenfeld  Druck: Mayer & Söhne, Druck- und Mediengruppe GmbH  Erhältlich beim Herausgeber, über die Geschäftsstellen der Sparkasse Pforzheim Calw und dem KreisSeniorenRat Enzkreis – Stadt Pforzheim e.V. Ebersteinstraße 25, 75177 Pforzheim

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer: „Das öffentliche Verschwinden von Wissenschaft“ 4–5 Dr. Thomas Gesterkamp: „Der Vater als Bildungsperson“ 6–7 Im Gespräch: Schauspieler Christian Wolff 8–9 Jugend musiziert 2015 10 – 12 Bauvorhaben „Wohnen im Alter“: • Stadtbau – Tiergarten 13 • Bau & Grund – setzt auf Wind und Eis 14 • Arlinger – baut im Rodgebiet 15 • Familienheim – Projekt Postwiesenstraße 18 40 Jahre Kultur im Johanneshaus 16 Schauinsland – ein Soziales Netzwerk 17 Yoga – die Hilfe auf dem Weg zur Sinnsuche 19 „Frühlingsblühen“ bei Juwelier Leicht 20 – 21 SPPS: Die Pflegereform 2015 23 „Mein liebstes Hobby“ – Heimbewohner erinnern sich 24 – 32 BAGSO stellt vor: „Aja’s Gartenhaus“ 32 Claudia Windbiel: „Auch Hunde haben’s im Kreuz“ 33 Seniorenresidenz Bergdorf 34 – 35 Die Sparkasse Pforzheim Calw berichtet 36, 44 – 45, 56 AOK – Curaplan-Programm 37 Der KreisSeniorenRat: Aktivitäten 38 – 41 Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch: „Das enterbte Kind“ 42 – 43 Prof. Dr. Ulrike Krenzlin: Großstadt-Dschungel 46 – 51 Schmuckwelten Pforzheim 52 Schmuckmuseum Pforzheim 53 Schokoladenmarkt im VolksbankHaus 54 – 55 Bücher – Bücher – Bücher 57 – 61 A. L. Szalay: „Wir haben alle eine Rolle gespielt“ 62 – 63 Der Pforzheimer Hauptfriedhof 64 – 65 Sparkasse: Veranstaltungskalender 67 Titelbild: Schauspieler Christian Wolff mit seinem Sohn Patrick bei den Dreharbeiten zu „Forsthaus Falkenau“. Foto: © Barbara Ellen Volkmer

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Prof. Dr. Ernst Peter Fischer

Das öffentliche Versch Im Dezember 1938 bekommt die im schwedischen Exil lebende Lise Meitner einen Brief von Otto Hahn aus Berlin, in dem sie erfährt, dass das Element Uran durch Beschuss mit Neutronen zerteilt und in Barium verwandelt werden kann. Während Herr Hahn nicht versteht, was das bedeutet, erkennt Frau Meitner, dass bei diesem Spaltvorgang Energie frei wird, die durch eine Kettenreaktion von Atomkernen massiv anwachsen und letztlich für die Menschen zu einer Bedrohung werden kann. Es ist offensichtlich, dass dieser Augenblick einen Wendepunkt in der Weltgeschichte erfasst, und es ist erbärmlich und unerträglich zugleich, dass ihn hierzulande kaum jemand sinnvoll nachvollziehen kann und es noch weniger Personen gibt, die das Argument von Lise Meitner wiedergeben oder gar verstehen können. Vermutlich ist die Physikerin vom Publikum auch längst vergessen worden. Für Sozialwissenschaftler wie Jürgen Habermas und seine zahlreichen Anhänger im Feuilleton bleibt solch ein eklatanter Bildungsmangel ohne Bedeutung, denn „die wissenschaftlich erforschte Natur fällt aus dem sozialen Bezugssystem von erlebenden, miteinander sprechenden und handelnden Personen heraus“, wie der Philosoph 2001 mit gnadenlosen Worten die Idee einer öffentlich verhandelten Wissenschaft niedergemacht hat, als er – ausgerechnet – den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels überreicht bekam. Als Folge solch einer Einstellung nehmen inzwischen Soziologen auch dann in Ethikkommissionen zu Fragen der Energie Platz, wenn sie einen Reaktorkern nicht von einem Atomkern unterscheiden können und auch sonst bösartigen Unsinn über die Naturwissenschaft verbreiten, etwa dann, wenn es um die Genforschung geht. Als es in den 1980er Jahren zum ersten Mal gelang, so etwas wie einen genetischen Fingerabdruck anzufertigen, konnte man aus der sozialwissenschaftlichen Ecke das unerträgliche Wort vom „Endsieg der Genetiker“ hören, und zwar ohne dass es Stür-

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me der Entrüstung ausgelöst hätte. Es wurde im Gegenteil herzlich begrüßt, auch wenn sich heute niemand daran erinnern möchte, seit in nahezu jedem Krimi Mörder durch DNA-Analysen dingfest gemacht werden. An dieser Stelle wird die Wette angeboten, dass selbst der Regisseur und ganz sicher nicht die Schauspieler wissen, was damit gemeint ist und wie da vorgegangen wird. Müssen sie ja auch nicht, wie Habermas ihnen zugestanden hat, denn „die wissenschaftlich erforschte Natur fällt aus dem sozialen Bezugssystem von erlebenden, miteinander sprechenden und handelnden Personen heraus“. Sie können sich dafür über Alice Schwarzer und ihre Schweizer Konten oder über Politiker und ihre anstößigen Bildbestellungen unterhalten, was ja viel wichtiger ist und wenig Grips erfordert. „Heutzutage dürfen Naturwissenschaftler schon froh sein, wenn ihre Entdeckungen einmal nicht im Zusammenhang mit einer Katastrophe Erwähnung finden oder als Grundlage düster-dystopische Zukunftsvisionen herhalten müssen. Dabei wür-

den ohne Quantenphysik keine Smartphones funktionieren, ohne organische Chemie keine Autos fahren und ohne moderne Medikamente immer noch Pest und Cholera drohen. Wir brauchen die Naturwissenschaften als Grundlage für unseren Lebensstil – aber eigentlich wollen wir nichts mit ihnen zu tun haben. Als notwendiger Bestandteil einer Allgemeinbildung gelten sie schon lange nicht mehr.“ So stand es im letzten Jahr in der ZEIT zu lesen (Ausgabe 08/2014), und leider hat der Autor mehr als recht, der zudem daran erinnert, dass wir uns zwar einen Ethikrat leisten, aber dabei sorgfältig darauf achten, dass in ihm kein Naturwissenschaftler einen Platz bekommt. Und als unsere Geisteselite bei den Frankfurter Römerberggesprächen über den „Optimismus der Ingenieure“ nach Fukushima sprechen wollte, hat man erst gar nicht daran gedacht, einen Fachmann hinzuzuziehen. Überall Soziologen, Philosophen, Juristen und Theologen, die lieber unter sich bleiben und nur in seltenen Ausnahmefällen etwas über die physikalische Theorie der Atome


winden von Wissenschaft und die Konzepte der biologischen Evolution wissen, die beide unabdingbar zur Bildung gehören, auch wenn dieser Gedanke von vielen Geisteswissenschaftlern gefürchtet und deshalb abgewiesen wird. Leider werden vielfach und mehrheitlich die Redaktionen der Sendeanstalten aus ihren Reihen besetzt, was durchgängig verhindert, dass diese ihrem Bildungsauftrag nachkommen und zum Beispiel eine Talkrunde sich nicht zum x-ten Mal den politischen Quisquilien in Berlin widmet, sondern dafür einmal erörtert, was die erfolgreiche Sequenzierung des Erbguts eines Neandertalers und der dazugehörige Vergleich mit unseren eigenen Genen für die Herkunft des Menschen und sein Selbstverständnis bedeuten. Solche Gespräche kommen aber nicht zustande, weil mindestens einer der Redakteure nicht weiß, was „Sequenzierung“ bedeutet, so wie neulich ein Talkmaster in einer der Rederunden über das Ausspähen der Kanzlerin sich erkundigte, was ein Algorithmus ist. Zwar war seit Beginn des NSASkandals, wie die Medien es nennen, überall davon zu lesen, welche Algorithmen in Computern eine Rolle spielen, welche Rechenschritte sie also vornehmen, um eine Aufgabe zu lösen, und es gab auch einmal eine Zeit, da gehörte der seit Jahrhunderten verwendete Begriff zum Schulstoff, aber das heißt nicht, dass deutsche Fernsehredaktionen oder ihre Talkmaster in diesen Tagen darüber informiert sind. Warum sollen sie auch, fällt doch die wissenschaftlich erforschte Natur aus dem sozialen Bezugssystem von erlebenden, miteinander sprechenden und handelnden Personen heraus, wie Soziologen festlich und zur Freude der Ahnungslosen verkünden dürfen. Es bietet ein Bild des Jammers, was man das öffentliche Verständnis von

Naturwissenschaft nennen könnte, und dabei haben deutsche Gremien und Institutionen seit Beginn des 21. Jahrhunderts so viel Geld ausgegeben, um etwa die „Wissenschaft-imDialog“ in Gang zu bringen, um die dazugehörige Kommunikation zu verbessern und ihren Forschungen einen Platz im Bildungskanon zu verschaffen. Es hat alles nichts genützt, und es kann trotz des 50sten Geburtstag von „Bild der Wissenschaft“, der übrigens in der Gesellschaft kaum bemerkt und nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert wurde, trotz anderer Blätter wie „Spektrum der Wissenschaft“, trotz tapferer Bemühungen von Redaktionen in Tages- oder Wochenzeitungen, trotz Gründungen wie dem „Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation“ („Nawik“) in Karlsruhe und trotz einigem fröhlichen Geflimmer auf den Mattscheiben nicht einmal entfernt davon die Rede sein kann, dass Wissenschaft das öffentliche Interesse so auf sich zieht, wie sie es allein aus historischen und ökonomischen Gründen verdient hat. Wir verschenken damit nicht nur einen Riesenschatz an abenteuerlichem Wissen und aufregendem Bildungsgut, sondern ziemlich sicher auch die eigene Zukunft. Wir verschenken die Zukunft mit dem öffentlichen Verschwinden von Wissenschaft allein deshalb, weil auf diese Weise nicht ins Bewusstsein gelangt, wie sehr die Wissenschaft die Praxis der Gegenwart prägt, obwohl wir alle dies tagtäglich zu spüren bekommen – etwa wenn wir Radio hören oder fernsehen, wenn wir ein iPhone nutzen, im Auto uns durch ein GPS-Gerät leiten lassen und vieler mehr. Wer verstehen will, wie sich unsere heutige Lebensweisen durchgesetzt haben, muss die Geschichte der Wissenschaften und ihren Einfluss auf die

Gesamtentwicklung kennen, und genau dies verhindert die grunddeutsche Einstellung, die die Naturwissenschaften einfach nicht als Bildungsgut sehen. Wer wissen will, wie unser Weg in das Atomzeitalter geführt hat, und wer darüber urteilen und Vorschläge anbieten will, wie die Entwicklung weiter gehen kann, muss die Experimente von Otto Hahn und die Überlegungen von Lise Meitner kennen und ihren Satz verstehen, „Die Wissenschaft erzieht den Menschen zum wunschlosen Streben nach Wahrheit und zur Objektivität, sie lehrt Menschen, Tatsachen anzuerkennen, sich wundern und bewundern können, gar nicht zu reden von der tiefen Freude und Ehrfurcht, die die Gesetzmäßigkeit des Naturgeschehens dem wahren Wissenschaftler schenkt.“

V I TA Ernst Peter Fischer: geboren 1947 in Wuppertal; Studium der Mathematik und Physik in Köln, Studium der Biologie am California Institute of Technology in Pasadena (USA) (Promotion 1977), Habilitationsstipendiat der DFG im Bereich Wissenschaftsgeschichte (Habilitation 1987); apl. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Heidelberg; wissenschaftlicher Berater der Stiftung Forum für Verantwortung, Buchautor und Publizist. Seine zahlreichen Bücher sind unter anderem: „Aristoteles, Einstein & Co.“, München 1995; „Das Schöne und das Biest“, München 1997; „Leonardo, Heisenberg und Co.“, München 2000; „Die andere Bildung“, München 2001; „Geschichte des Gens“, Frankfurt am Main (2003); „Einstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino“, München 2005; „Das große Buch der Evolution“, Köln 2009; „Die Hintertreppe zum Quantensprung“, München 2010; „Information – eine kurze Geschichte in 5 Kapiteln“, Berlin 2010; „Die andere Leichtigkeit des Seins – Eine wissenschaftliche Autobiographie“, München 2012; „Gott und die anderen Großen – Wahrheit und Geheimnis in der Wissenschaft“, München 2013; „Wie der Mensch seine Welt neu erschaffen hat“, Heidelberg 2013; „Unzerstörbar – Die Geschichte der Energie“, Heidelberg 2014.

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Dr. Thomas Gesterkamp

Der Mann als Ob Vater oder Erzieher, Männer erweitern ihre Rollen und werden wichtiger für die kindliche Entwicklung: Ergebnisse aus Väterforschung und Väterarbeit.

Thomas Gesterkamp, Journalist und Autor.

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1. Aktive Väter Aktive Väter gehören heute zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Alltagskultur. Wenn ein Mann tagsüber mit seinem Baby unterwegs ist, fällt das nicht mehr so auf wie früher. Vielleicht arbeitet dieser Vater einfach zu anderen Zeiten, im nächtlichen Schichtdienst oder als Selbstständiger auf der Basis von Projekten. Die Arbeits- und Lebensformen sind unübersichtlich, die persönlichen Lebensstile variabel geworden. Entsprechend existieren verschiedenste Entwürfe von Vatersein nebeneinander. Es gibt moderne und traditionelle Väter, ledige und verheiratete, harmonisch getrennt lebende und im Streit geschiedene, außerdem Stief-, Pflege- und Adoptivväter. Es gibt Alleinverdiener und Haupternährer, Hausmänner oder Väter, die mit geteilter Elternschaft experimentieren. Im letzten Jahrzehnt sind die Männer als Erzieher und Bindungspersonen für die kindliche Entwicklung auch im wissenschaftlichen und politischen Diskurs in die Öffentlichkeit gerückt. Auf Veranstaltungen und Tagungen wurde die väterliche Rolle in der Familie diskutiert und neu bewertet. Ministeriale Werbekampagnen und Medienberichte bis hin zu Titelgeschichten in der Wirtschaftspresse dokumentierten das wachsende Interesse am „Mann mit Kind”. Das Bundesprogramm „Mehr Männer in Kitas” setzte sich zum Ziel, den geringen Anteil männlicher Pädagogen in den Kindertageseinrichtungen zu steigern. In der wissenschaftlichen Begleitung der beteiligten Projekte fiel auf, wie wenig eigenständige Forschungsergebnisse zum Einfluss von Männern als Er-

zieher bislang vorliegen. Häufig wurde deshalb auf Ergebnisse aus Väterforschung und Väterarbeit zurückgegriffen, um den männlichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung zu beschreiben (siehe Kapitel 2). Den Hintergrund für den männlichen Rollenwandel in der Familie vom Alleinernährer zum Miterzieher bilden tief greifende Veränderungen im Geschlechterverhältnis, die nicht von der männlichen, sondern von der weiblichen Seite ausgingen: Die meisten Frauen betrachten ihren Beruf heute nicht mehr als kurzes Zwischenspiel vor Heirat und Familiengründung. Weil sie privat Entlastung brauchen, haben Mütter höhere Erwartungen an das Engagement von Vätern. In der Debatte wurden auch Stimmen laut, die den angeblich unbeweglichen oder gar zeugungsunwilligen Mann für demografische Probleme und niedrige Geburtenraten verantwortlich machten. Doch taugt die viel zitierte „verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre“, die der Soziologe Ulrich Beck (1986, S. 169) schon vor einem Vierteljahrhundert ironisch beschrieb, noch für die derzeitige Situation? Die Familien-Ecke einer beliebigen Buchhandlung scheint die These auf den ersten Blick zu bestätigen. Schwangerschaft und Geburt, Kinderwunsch und Stillprobleme, Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Die auf Mütter zugeschnittene Ratgeberliteratur füllt im Regal mindestens einen halben Meter. Für Väter reichen ein paar Zentimeter, doch anders als früher ist überhaupt etwas im Angebot. Wohlwollender als Beck -und die meist weiblichen Kommentatorinnen, die

sich auf ihn berufen - könnte man formulieren: Der Wandel in den Köpfen der Männer hat stattgefunden, zu einem anderen Handeln führt er bisher nur in Teilgruppen bestimmter sozialer Milieus. Eine Studie von Rainer Volz und Paul Zulehner (2009) im Auftrag der beiden großen christlichen Kirchen ordnet immerhin rund 20 Prozent der Befragten den „modernen” Männern zu. Väter, die sich mit Partnerinnen Erwerbs- und Erziehungsarbeit auf Augenhöhe teilen, bilden jedenfalls noch nicht die Mehrheit. Doch besonders bei den gut ausgebildeten jüngeren Männern macht sich ein Hinterfragen herkömmlicher Rollenbilder bemerkbar. Am deutlichsten drückt sich dieser Wandel in der steigenden Nutzung der Elternzeit aus. Seit der Gesetzesnovelle von 2007 ist das Interesse der Väter deutlich gewachsen. Nach den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes stellen Männer mittlerweile fast 30 Prozent der Anträge auf Elterngeld, vor der Neuregelung waren es nur 3,5 Prozent. Immerhin ein Viertel der Väter pausiert länger als zwei Monate. „Neue Männer, alte Muster”, titelte trotzdem die Frauenzeitschrift Brigitte. Kritische Berichte zum „VäterHype” monieren stets, das seien „Mitnahmeeffekte”. Das Ziel, Rollenzuschreibungen aufzubrechen, werde verfehlt. Doch die hohe Akzeptanz der „Papamonate” belegt, dass politische Angebote durchaus Verhalten beeinflussen oder gar steuern können. Die Lohnersatzleistung von bis zu 1800 Euro monatlich macht Männern erstmals auch finanziell ein attraktives Angebot. Sie ermöglicht Vätern, trotz Babypause Wesentliches zum Familieneinkommen beizutragen. Sie müssen die Ernährerrolle als zentralen Bestandteil ihrer Identität nicht aufgeben, sind jedoch bereit zu monetärem Pragmatismus: Eher als frühere Männer-


generationen können sie ertragen, zeitweise auch weniger zu verdienen als ihre Partnerinnen. Einst waren nur die „instrumentellen“ Fähigkeiten des Vaters gefragt, heute sind emotionale Qualitäten hinzugekommen. Männer, so Wassilios Fthenakis (2008), wurden „vom Ernährer zum Miterzieher“. Um die 90 Prozent der Väter sind inzwischen bei der Entbindung ihrer Kinder dabei. Früher waren Männer im Kreißsaal unerwünscht, sie warteten nervös auf Krankenhausfluren oder verschwanden gar in der Kneipe. Mittlerweile haben sie selbstverständlichen Zugang zu dem archaischen und auch für sie beeindruckenden Erlebnis der Geburt. Schon das ist eine gewichtige kulturelle Veränderung, die allerdings nicht automatisch dazu führt, dass sich Väter auch in der Zeit danach verlässlich ihrem Nachwuchs widmen. Vorrangig liegt das an den Strukturen der Erwerbswelt (siehe Kapitel 3 und 6). 2. Ergebnisse der Bindungsforschung Studien, die die Bedeutung der Anwesenheit und aktiven Beteiligung von Männern für die kindliche Entwicklung herausstellen, liegen nahezu ausschließlich auf den familiären Kontext bezogen vor. In der Debatte um die Rolle männlicher Erzieher wird deshalb immer wieder auf diese Untersuchungen verwiesen. Die folgenden Abschnitte fassen die wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Jahrzehnte zusammen. Die Rolle des Vaters schon vor der Geburt und später bei der Kindererziehung hat Wassilios Fthenakis früh thematisiert. Im ersten Band seines Standardwerks „Väter” (1985) beschäftigt er sich ausführlich mit der „Psychologie der Vater-Kind-Beziehung”: „Zu den wichtigsten psychologischen Determinanten des Schwangerschaftsverlaufs zählt der

Vater, der jedoch zunächst nur hinsichtlich möglicher psychopathologischer Komponenten seines Verhaltens beobachtet, nicht aber in seiner Einflussnahme auf das Verhalten von Mutter und Kind untersucht wurde” (ebd., S. 104). Seit Mitte der 1970er Jahre sei ein „grundsätzlicher Wandel” feststellbar, „was die Bewertung der Rolle des Vaters während der Schwangerschaft und Geburt betrifft” (S. 105). Erst von diesem Zeitpunkt an, so Fthenakis in einer späteren Veröffentlichung, wurden Väter „als Mitglied des Familiensystems betrachtet” und ihre Bedeutung „in triadischen und komplexeren Zusammenhängen untersucht” (2008, S. 63). In seiner Langzeitstudie „Paare werden Eltern” ergänzt der Nestor der deutschsprachigen Väterforschung: „Die Befunde zeigen, dass das Ausmaß, in dem Männer ihre Verantwortung als Väter wahrnehmen, nicht nur einen Einfluss auf ihre eigene Zufriedenheit in der Vaterrolle hat, sondern sich ganz entscheidend auch auf die Partnerschaftszufriedenheit der Frau auswirkt” (2002, S. 134). „Von einem ‘guten’ Vater wird erwartet, dass er sich an der Betreuung des Kindes und an dessen Beziehung beteiligt, sich aktiv in der Interaktion mit seinem Kind engagiert und zu diesem eine enge und warme Beziehung aufbaut” (ebd.) Einen Überblick über die Erkenntnisse der Bindungsforschung liefert der Psychologe Heinz Walter in seinem umfangreichen Sammelband „Männer als Väter” (2002, S. 53 ff.). „Das Baby ist von Geburt an dafür ausgestattet, mehrere verlässliche Bezugspersonen zu haben. Es ist in der Lage, nicht nur selektiv mit der Mutter, sondern zu verschiedenen Personen unterschiedliche Beziehungen aufzunehmen” (ebd., S. 55). Walter bezieht sich vorrangig auf eine Schweizer For-

schergruppe (Fivaz-Depeursinge und Corboz-Warnnery 2001), die das „trianguläre Kind” kreiert habe: „Es ist in einem Dreieck geboren, nimmt dieses von Geburt an wahr und regelt die Interaktion in der Dreieckskonstellation aktiv durch reale und imaginierte Handlungen.” Die Art, „wie seine Eltern mit ihm im Dreieck interagieren, hat einen entscheidenden Einfluss auf seine affektive Entwicklung, weil sie dem Kind einen Raum zuweisen, in dem es Triangulierungen ausprobieren und imaginieren kann” (ebd., S. 56). Auch Horst Nickel (2002, S. 556 ff.) beschreibt den Wandel in der psychologischen Betrachtungsweise. Wurde die Aufgabe des Vaters einst „in erster Linie darin gesehen, den Lebensraum von Mutter und Kind wirtschaftlich abzusichern und emotional zu unterstützen”, so kann heute „eine emotionale Sensitivierung durch das Ereignis der Geburt und durch erste Kontakte mit dem Neugeborenen unter bestimmten Bedingungen auch bei Vätern registriert werden” (S. 557/558). Die internationale Forschung, so der Entwicklungspsychologe, lege „eindeutig die Schlussfolgerung nahe, dass Väter bei der Interaktion mit Neugeborenen und Säuglingen ebenso sensibel reagieren können wie Mütter, und dies nicht nur im offenen Verhalten, sondern auch auf physiologischer Ebene” (Nickel 2002, S. 559). Eine weitere Studie von Jean Le Camus (2001) beschreibt einen männerspezifischen Erziehungsstil, der sich von weiblichen Herangehensweisen nachdrücklich unterscheide. „Väter verlangen deutlich mehr nach einer Lösung; sie sind weniger als Mütter bereit, schnelle Hilfe zu leisten; sie weigern sich öfter, das Problem an der Stelle des Kindes zu lösen und geben stärkere Anreize zur Eigenständigkeit” (ebd., S. 71).

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe

Bindungsperson

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Titelgeschichte

Christian Wolff – Er wurde am 11. März 1938 in Berlin geboren, absolvierte 1955 bis 1957 an der Max-Reinhart-Schule ein Schauspielstudium und erhielt noch im gleichen Jahr seine erste Hauptrolle. Theater, Film, Fernsehen und Synchronisation waren seine wechselseitigen Beschäftigungsprogramme, und bis heute ist er dem Metier verbunden. Christian Wolff – wir haben mit ihm gesprochen, ihm Fragen gestellt, und im Rahmen seiner Beantwortung viele lustige Dinge aus dem Nähkästchen erfahren. Abb. rechts: bei den Dreharbeiten zu „Forsthaus Falkenau“ im Chiemgau. Abb. daneben: Hobbykoch Christian Wolff backt einen Kuchen.

Im gemütlichen Strandkorb genießen Christian und Marina Wolff die Ruhe im idyllischen Garten, zusammen mit ihrem Hund „Foxl“.

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GenDia: Was muss man tun oder lassen, um eine so offensichtlich harmonische Gemeinsamkeit zu realisieren, wie sie sich in Ihrer Familie darstellt? Wenn ich die Frage so einfach beantworten könnte, würde ich Familientherapeut werden und viel Geld damit verdienen. Nein Spaß beiseite, es gibt kein Erfolgsrezept. Meine Frau und ich sind nun 40 Jahre verheiratet, sie ist meine dritte Frau,

also war ich schon ein gebranntes Kind. Meine Frau war Witwe, also auch kein Greenhorn, und für uns beide war klar, wir werden diese Ehe bis zum Ende unseres Lebens hinkriegen. Sicher ist es heute nicht mehr diese anfängliche Verliebtheit, aber es ist Liebe und der eine kann nicht ohne den anderen. Sind wir getrennt, was selten der Fall ist, wird

dreimal am Tag telefoniert, das ist sicher im Handyzeitalter ein großer Vorteil. Wir gehen sehr liebevoll miteinander um, aber wir streiten auch, was das Zeug hält. Sonst wäre es ja auch langweilig, und das ist es nie. Morgens lesen wir unsere drei Zeitungen im Bett und da wird dann schon diskutiert, danach auch am Frühstückstisch Wenn Sohn Patrick da ist, ist er natürlich auch mit von der Partie. Da gibt es dann schon unterschiedliche Meinungen, die in erster Linie mit den Generationen zusammenhängen. Wir unternehmen alles gemeinsam, also meine

Frau würde nie mit Freundinnen in ein Wellness-Hotel fahren und ich mit Kumpels zum Kegelurlaub. Jetzt spielt die nächste Frage mit rein. GenDia: Wo liegen die gegensätzlichen Schwerpunkte der Mentalitäten und wo die ausgleichenden Elemente? Und: Die erfolgreichen Aktivitäten von Vater und Sohn Patrick werden in der Vita dieser Veröffentlichung aufgeführt, es fehlen mir aber noch Informationen über die einzige weibliche Person in der Männerriege, Ihre Ehefrau Marina, und von dem offensichtlich nicht in die väterlichen Fußtapfen tretenden Sohn Sascha? Wir lassen uns gegenseitig trotzdem genügend Freiraum, mein großes Hobby ist die Küche, ich koche für meine Frau, wenn immer es die Zeit zulässt, und ich koche für Gäste. Meine Frau betritt nicht mal zum Abspülen die Küche. Sie widmet sich in dieser Zeit ihrem Hobby, dem Lesen. Manchmal ließt sie ein Buch in zwei Tagen. Sie kann übrigens auch diagonal lesen. Da ich nicht mehr so viel arbeite, gehört unsere ganze Liebe unserem Mischlingshund Foxl. Zweimal am Tag gehen wir

Gassi und genießen auch sehr die Natur, in der wir leben. Andere machen hier im schönen Chiemgau in Aschau Urlaub, für uns ist es unser Wohnsitz. Wir lieben die tiefverschneiten Hänge, das bunte Herbstlaub an den Bäumen, die Streublumen auf den Frühlingswiesen.


seine Liebe, sein Leben, seine Pläne Natürlich haben wir uns im Laufe der Zeit auch sehr miteinander arrangiert. Ich bin immer noch der sehr ordentliche Mensch- sie nennt mich manchmal Pedant-, sie ist und bleibt eine Chaotin, die den halben Tag eine ihrer Brillen oder den Schlüssel sucht. Um ein Haar haben wir einmal einen Ferienflieger verpasst,da ihr Pass nicht aufzufinden war. Ich glaube damit ist nun auch diese Frage beantwortet. Obwohl ich der Koch bin, ist meine Frau natürlich die Seele des Hauses, die zum Beispiel Weihnachten oder Ostern die Räume mit viel Liebe schmückt. Mein Sohn Sascha, der in München und bei Kitzbühel lebt, schaut an diesen Feiertagen auch immer bei uns vorbei. Die beiden Stiefbrüder lieben sich sehr. Sascha arbeitet in der Medienbranche, besitzt einen entzückenden Labrador Romeo und hat in Kitzbühel gerade eine Hundeboutique eröffnet.

kelkinder bekommen, bevor wir keine Kraft mehr für diese schöne Aufgabe haben. GenDia: Welche Pläne gibt es zum Thema Theater und Fernsehen für die nächste Zeit? Mein Sohn, seine Freunde und ich müssen in diesem Jahr den Film „Treppe-Aufwärts“ in die Kinos und

ner Spielsucht ruiniert hat. Sein Sohn, den Hanno Koffler verkörpert, will die Schulden seines Vaters mit Manipulationen von Spielautomaten zurückzahlen. Auch der Enkel, gespielt von Matti Schmidt-Schaller, gerät auf die schiefe Bahn. Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen, da die Spielsucht so noch nicht auf der Leinwand zu sehen war. Christian Wolff mit Ehefrau Marina und Söhne Patrick (links) und Sascha, nach dem Familiendreh im gemeinsamen Urlaub auf Mauritius.

Außerdem werde ich wahrscheinlich noch in einem österreichischdeutschen Spielfilm dabei sein, aber aus Aberglaube sage ich dazu nichts, bevor der Vertrag unterschrieben ist. Für meinen Sohn und mich sind wir auf der Suche nach einem Theaterstück. Vor zwei Jahren standen Vater und Sohn gemeinsam in „Das Gras ist grüner“ auf der Bühne, das wollen wir gerne wiederholen.

GenDia: Gern würden wir etwas über Ihre persönlichen Wünsche und Vorlieben erfahren. Was wünscht man sich in erster Linie, wenn man 77 Jahre alt geworden ist? Gesundheit, Gesundheit und nochmals Gesundheit. Vielleicht erleben wir ja auch noch, dass wir En-

auf Festivals bringen. Der Film, den mein Sohn mit Freunden produziert hat, ist uns ein ganz großes Anliegen. Es geht um Spielsucht, und die Drogenbeauftragten der Bundesregierung haben dieses Projekt unterstützt. Ich spiele einen dementen alten Mann, der seine Familie mit seiFotos: © Barbara Ellen Volkmer

Abb. links: Christian Wolff mit seiner Frau Marina im Urlaub am Strand.

Abb. unten: Fütterung der Ponys.


Andreas Michel, Jugendmusikschule Pforzheim

Jugendmusikschüler mit hervorragenden beim Beim vergangenen 52. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Baiersbronn und Pfalzgrafenweiler schnitten die Musikschülerinnen und Musikschüler der Jugendmusikschule Pforzheim GmbH mit hervorragenden Leistungen ab.

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Bestätigung der Qualität der Musikschularbeit 13 Weiterleitungen zum Landeswettbewerb in Mannheim, 19 erste Preise, 5 zweite Preise und 3 dritte Preise- Musikschulleiter Andreas

als 140 Regionalwettbewerben gehen die Teilnehmenden der Landeswettbewerbe hervor. Die Lehrkräfte hätten zusammen mit ihren 39 Musikschülern einmal mehr bewiesen, dass die Jugend-

Michel und Geschäftsführer Stefan Hauswirth sehen dieses Ergebnis des 52. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ als eine Bestätigung dafür, dass die Jugendmusikschule Pforzheim als eine städtische GmbH auf der Höhe der Zeit ist in Sachen Ausbildungsqualität und pädagogischer Ausrichtung und auf dem richtigen Weg sei. Aus mehr

musikschule Ansprechpartner Nummer eins in Pforzheim ist. Trotz G8 und stetig schwindender Freizeit haben Schüler und Lehrkräfte Zeit und Arbeit investiert, um vor den Fachjuroren in Baiersbronn, Pfalzgrafenweiler und Rastatt ihre hervorragenden Leistungen präsentieren zu können. Die Lehrkräfte betätigten sich in diesem Zusammenhang in

mehreren Funktionen zugleich sowohl als Pädagogen, Coachs, Motivatoren und als persönliche Berater, unterstrich Michel nachdrücklich. Musikschulen bringen den Wettbewerb „Jugend musiziert“ voran Allerdings wäre die Durchführung dieses Wettbewerbes, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, ohne die aktive Mithilfe der „öffentlichen“ Musikschulen nicht möglich, stellen diese doch den Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einerseits, andererseits sind es gerade die öffentlichen Musikschulen, die Personal,

Verwaltung und Räume bereit stellen für die Durchführung dieses über die Bundesgrenzen hinweg stattfindenden Wettbewerbes. Bestätigung für das Konzept der Jugendmusikschule Pforzheim Auf diesen Erfolg können alle unsere Musikerinnen und Musiker, die an der Vorbereitung beteiligten Lehr-


Platzierungen Regionalwettbewerb „Jugend musiziert 2015“ kräfte sowie die Schul- und Geschäftsleitung mit Recht stolz sein. Gleichwohl ist dieses Ergebnis eine Bestätigung für die objektive nachprüfbare Qualität der Jugendarbeit an der Jugendmusikschule Pforzheim und dafür, dass man sich auf dem richtigen Kurs befindet. Auch Sie können fördern Die Jugendmusikschule ihrerseits unterstützt die Zusatz- Unterrichtsstunden der Lehrkräfte zumindest teilweise aus einem Unterstützungsfonds, der über Spenden von Freunden und Förderern der Jugendmusikschule gespeist wird. Auch Sie können durch Ihre Spende die Musikschüler der Jugendmusikschule maßgeblich unterstützen. Kommen Sie gerne auf den Schulleiter Herrn Andreas Michel zu. Kontakt siehe am Ende des Artikels. Musik heißt Begegnung für Jung und Alt Im Vordergrund des Wettbewerbes allerdings stehe für Musikschulleiter Michel die Begegnung junger Menschen und deren Austausch miteinander, sowie die Bewältigung einer besonderen künstlerischen Herausforderung- das äußerst gute Abschneiden der Musikschüler jedoch sei eine Bestätigung und Motivation für alle Beteiligten, besonders für jene, die vom 18. bis 22. März in Mannheim beim Landeswettbewerb mit den besten jungen Musikern aus Baden-Württemberg um die Wette musizieren werden. Aus mehr als 140 Regionalwettbewerben gehen die Teilnehmenden der Landeswettbewerbe hervor- und dies bereits seit 52 Jahren. Doch ungeachtet dessen ist die Jugendmusikschule eine Form des „sich Begegnens“ und des Austauschs auf der kreativen Basis der Musik. Hier musizieren Menschen miteinander, unabhängig von Alter und sozialer Herkunft.

Leitlinien der Jugendmusikschule Pforzheim Die Förderung der Jugend Pforzheims und des Enzkreises, unabhängig von Herkunft und Nationalität ist einer der vielen Grundpfeiler des Selbstverständnisses der Jugendmusikschule Pforzheim und findet seinen Niederschlag in den Unternehmensleitlinien der erfolgreichen Bildungsinstitution. Dort heißt es: Unternehmensleitlinien • Seit über 50 Jahren besitzt die Jugendmusik-schule Pforzheim GmbH einen öffentlichen Bildungsauftrag. Sie ist eine öffentliche, gemeinnützige Einrichtung der musikalischen Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. • Die Jugendmusikschule fördert die musikalische Persönlichkeit sowie die soziale Kompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler und bietet eine musikalische Ausbildung von Anfang an. • Die Mitarbeiter der Jugendmusikschule motivieren und begeistern durch ihre fachliche, künstlerische, pädagogische und soziale Kompetenz der ihnen anvertrauten Musikschülerinnen und Musikschüler und begleiten diese bei Auftritten und Wettbewerben bis hin zur Ausbildung an einer Hochschule. • Die Jugendmusikschule arbeitet mit allgemein bildenden Schulen, Laienmusikvereinen, Volkshochschulen, Kirchen, freien Trägern und anderen zusammen. • Die Jugendmusikschule sieht sich als gleichberechtigter Partner in der Bildungslandschaft. • Die Jugendmusikschule vermittelt kulturelle Werte und schafft die

Verbindung zwischen Tradition und Moderne. • Durch ihr vielfältiges Angebot in der Breiten- und Spitzenförderung trägt die Jugendmusikschule maßgeblich zum kulturellen Leben in der Stadt Pforzheim und des Enzkreises bei. • Die Jugendmusikschule ist Stätte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunft auf der Ebene des gemeinschaftlichen Musizierens und fördert durch ihre pädagogische Arbeit die Integration und das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung.

Andreas Michel, Leiter der Jugendmusikschule Pforzheim GmbH.

• Die Jugendmusikschule trägt bei zu einem erfolgreichen Miteinander innerhalb der kommunalen Gemeinschaft für den Einzelnen und für die gesamte Gesellschaft. • Zur Verwirklichung unseres Leitbildes bauen wir auf eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Musikschüler/innen, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeiter.

Bleibt nur, den jungen Musikerinnen und Musikern viel Erfolg und vor allen Dingen viel Freude beim Landeswettbewerb in Mannheim zu wünschen – und viele schöne Erfahrungen und Begegnungen. Denn – Musik verbindet. Nähere Informationen Büro der Jugendmusikschule Pforzheim, Deimlingstraße 12, 75175 Pforzheim, Tel. 0 72 31/ 39 35 00, info@jugendmusikschule-pforzheim.de, www.jugendmusikschule-pforzheim.de

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Jugendmusikschule Neuenbürg

Viele Erfolge bei

„Jugend musiziert“

Die Schüler der Jugendmusikschule Neuenbürg haben sich wieder zahlreiche Preise bei „Jugend musiziert“ erspielt. Der Regionalwettbewerb fand in Baiersbronn und Pfalzgrafenweiler statt. Rund 250 Teilnehmer aus dem Nordschwarzwald nahmen in den Solo- und Duokategorien teil.

Zwei Preisträgerkonzerte mit Urkundenvergabe vor Ort rundeten den Wettbewerb ab. Solistisch waren diesmal die Bläser und Gitar-

risten dran, im Duo Gesang, Klavier und Streicher. Mit der JMS Neuenbürg kamen 30 Preisträger zum Zuge. Teilweise traten die Neuenbürger Musikschüler als einzige Teilnehmer in ihrer Kategorie an, z.B. im Fach „Kunstlied“ oder in der Kategorie Klavier vierhändig an zwei Flügeln. Sehr erfreulich ist die große Zahl an Teilnehmern der Jugendmusikschule. Zahlreiche Weiterleitungen zum Landeswettbewerb in allen Kategorien belegen die Zuverlässigkeit der musikalischen Ausbildung in Neuenbürg. Die öffentlichen Preisträgerkonzerte der JMS Neuenbürg waren am

21. März 2015, um 18 Uhr, im Rathaus Birkenfeld (Sitzungssaal) und am Sonntag, 29. März 2015, um 11 Uhr, im Vereinszimmer Schwann. Die detaillierten Ergebnisse stehen in nachfolgender Tabelle.

Städtische Jugendmusikschule Neuenbürg mit Birkenfeld, Straubenhardt und Engelsbrand

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Vorname Leonie Anthony Charis Franz Annika Joel Lena Alessa Viktoria Sven Luca Rebecca Joyce Lilly Ignacy Samuel Phil Luisa Marielle Viktoria Jannika Jessica Richard Nick Lilli Béryl Mira Julius Phoebe Daniel

Name Brauns Muresan Oelschläger Ladenburger Slatosch Oelschläger Augenstein Veile Wittmann Quickert Gengenbach Pfaff Bock Vu Brzecki Vu Gengenbach Haetscher Niedoba Waelde Botzenhardt Kibardin Babichev Gengenbach Depluet Greb Heller Dauphin Bock Salzmann

Instrument Klavier Sopran Klavier Klavier Klavier Klavier Klavier Klavier Klavier Klavier Klavier Klavier Violine Klavier Violine Klavier Klavier Kontrabass Blockflöte Blockflöte Blockflöte Klarinette Saxophon Saxophon Saxophon Querflöte Querflöte Trompete Tuba Tuba

Lehrer Knebel Wehrstein Knebel Knebel Wittösch Skoczowski Skoczowski Skoczowski Knebel Borota Knebel Knebel Brzecki Wittösch Brzecki Wittösch Knebel Noeldeke Sparn Sparn Sparn Scheiner Schmolensky Gorbachev Gorbachev Trautmann Trautmann Pietsch Pietsch Goebel

Kategorie Duo: Kunstlied Duo: Kunstlied Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Klavierduo Duo: Klavier + Streicher Duo: Klavier + Streicher Duo: Klavier + Streicher Duo: Klavier + Streicher Duo: Klavier + Streicher Duo: Klavier + Streicher Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo Bläser solo

AG III III Ia Ia Ib Ib Ib Ib II II V V Ib Ib II II III III Ia II V IV II III IV II IV II II IV

Punkte 24 24 25 25 23 23 19 19 23 23 24 24 23 23 20 20 21 21 22 21 21 23 23 23 21 20 23 23 25 25

Preis 1. LW 1. LW 1. 1. 1. 1. 2. 2. 1. LW 1. LW 1. LW 1. LW 1. 1. 2. 2. 1. 1. 1. 1. 1. 1. LW 1. LW 1. LW 1. 2. 1. LW 1. LW 1. LW 1. LW

Korrepetition

Sparn Sparn Zimmermann Knebel Goebel Knebel Theo Depluet Trautmann Knebel Goebel Goebel Salzmann, Alex

Wertungsort Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Karlsruhe Karlsruhe Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Baiersbronn Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler

Wohnort Straubenhardt Schömberg Birkenfeld Birkenfeld Straubenhardt Birkenfeld Birkenfeld Birkenfeld Engelsbrand Pforzheim Birkenfeld Pforzheim Straubenhardt Neuenbürg Neuenbürg Neuenbürg Birkenfeld Gondelsheim Birkenfeld Birkenfeld Neuenbürg Neuenbürg Straubenhardt Birkenfeld Pforzheim Neuenbürg Engelsbrand Neuenbürg Straubenhardt Engelsbrand


Wohnen mit Service Ein Konzept für Wohnen im Alter des Tiergarten Pforzheim • Naturnahes Wohnen in außergewöhnlicher Umgebung • 2–4,5 Zimmer Wohnungen mit Loggia, Balkon oder Terrasse • Barrierefreiheit, teilweise behindertengerecht • Exklusive Penthauswohnungen • Aufzug • KfW 70 Standard (EnEV 2009) • Einkaufsmöglichkeiten vor der Haustür • 60 Tiefgaragenstellplätze • Angebot an Service- und Pflegeleistungen

tiergarten Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH

Ihr Ansprechpartner für den Kauf einer Wohnung Karin Günther Stadtbau GmbH Pforzheim Telefon 07231 39 31 35 karin.guenther@stadtbau-pforzheim.de


Pforzheimer Bau & Grund:

Pforzheimer setzt auf neue Energien

Wind und Eis Windräder müssen nicht immer riesig sein. Auch kleine Rädchen können eine große Menge Energie erzeugen. Die Pforzheimer hat eines auf das Dach der Güterstraße 30 gesetzt. Zusammen mit der Eisspeicherheizung sorgt es für die Energie im Haus.

90 Kubikmeter großer Betonzylinder in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt. Dieses Wasser wird in Eis umgewandelt und mit der daraus entstehenden Energie wird geheizt. Die Wärme im Erdreich und ein Fassadenwärmetauscher tauen das Eis wieder auf, so dass der Kreislauf von vorne beginnen kann. Sollte es im Winter so kalt werden, dass die Energie für die Umwandlung von Wasser zu Eis nicht ausreicht, hilft der Strom, den das Windrad auf dem Dach erzeugt. Damit werden auch die zwei Wärmepumpen angetrieben. Wilfried Wibusch freut sich sehr über den Einsatz der innovativen Energiekonzepte in der Güterstraße 30. „Das Thema Energieeffizienz wird uns in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen“, sagt er. „Die Energiekosten stellen einen immer größeren Anteil an den Betriebskosten dar, und jede Energiesparaktion kommt letztendlich den Mietern zu Gute.“ Weitere Infos: E-Mail: info@pforzheimer.de www.pforzheimer.de

Es handelt sich um eine VertikalKlein-Windkraft-Anlage. Zu Deutsch: Ein kleines Windrad dreht sich nicht horizontal, wie die gängigen Windräder in den Windparks, sondern vertikal. Das hat den Vorteil, dass es sich dreht, egal aus welcher Richtung der Wind kommt und egal, wie stark er weht. „Wir gehen damit neue Wege und sind sehr stolz darauf“, sagt Pforzheimer-Geschäftsführer Wilfried Wibusch. Auch mit dem Einbau einer Eisspeicherheizung in das Gebäude Güterstraße 30 zeigt sich die Pforzheimer innovativ. Dabei wurde ein

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Baugenossenschaft Arlinger:

Arlinger

baut im Rodgebiet

Keine Frage: Es ist eine der schönsten Stellen unserer Stadt. Wer hier baut, übernimmt Verantwortung und sollte etwas besonders Schönes verwirklichen. Dessen ist sich die Baugenossenschaft Arlinger bewusst, wenn sie nun auf diesem wunderbaren Grundstück zwischen Straßburger Straße und Kirchbachstraße Häuser mit Mietwohnungen erstellt.

me gepflanzt, so dass die Bewohner eine parkähnliche Umgebung genießen können. Und das in dieser bevorzugten, ruhigen Lage. Gleichwohl ist die Innenstadt leicht zu Fuß erreichbar und es gibt komfortable Busverbindungen an der Schwarzwaldstraße. Die Wohnungen mit 3 bzw. 4 Zimmern werden rund 80 bis 160 m² Wohnfläche umfassen. Alle sind mit Balkonen und Terrassen ausgestattet.

Das bestechende architektonische Konzept haben die as-Planer entwickelt. Die Pforzheimer Architekten legen nicht nur großen Wert auf ansprechende, zeitlose und wertige Gestaltung, sondern auch auf die respektvolle Raumnutzung. Sprich: Das Grundstück wird nicht „zugepflastert“, sondern es entsteht ein groß-

Der Lage entsprechend wird auch die Ausstattung der Mietwohnungen bzw. -häuser hochwertig sein. Aufzüge in den Mehrfamilienhäusern und dem Einfamilienhaus, Fußbodenheizung, Parkettböden, großzügige Bäder, Hausmeisterbetreuung. Mit dem Bau wurde soeben begonnen, die Fertigstellung wird nach den Sommerferien 2016 erfolgen.

zügiges, luftiges Ensemble. So findet sich auf dem 2.795 qm großen Areal Platz für zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 5 Wohnungen und Tiefgaragen, zwei Doppelhaushälften und ein freistehendes Einfamilienhaus mit Aufzug. Jeder der vier Baukörper ist von üppigem Freiraum umgeben. Nach der Fertigstellung werden reichlich Bäu-

Visualisierung: © as-Planer Pforzheim

„Ich hab mich nach dem Abi an der Hochschule Pforzheim eingeschrieben – und schwupps, steht das Examen vor der Tür.“ Eine Arlinger-Wohnung verlässt man nicht gern.

w w w. a r l i n g e r. d e

A r l i n g e r B a u g e n o s s e n s c h a f t


Haus Öschelbronn:

40 Jahre Kultur im Johanneshaus –

Konzertsaison 2014/2015 „Wir sind im hohen Grade durch Kunst und Wissenschaft cultivirt. Wir sind civilisirt bis zum Überlästigen, zu allerlei gesellschaftlicher Artigkeit und Anständigkeit. Aber uns für schon moralisirt zu halten, daran fehlt noch sehr viel. Denn die

Idee der Moralität gehört noch zur Cultur; der Gebrauch dieser Idee aber, welcher nur auf das Sittenähnliche in der Ehrliebe und der äußeren Anständigkeit hinausläuft, macht blos die Civilisirung aus.“ (Immanuel Kant, 1784)

Hier L E B E ich! Wer im Alter tätig bleibt, erfüllt sein Leben mit neuer Kraft!

für bauen wir en In 2015 ng re Wohnu ! Sie weite en ten Wohn u e r t e B im

Im Johanneshaus Öschelbronn, Zentrum für Lebensgestaltung im Alter, finden Sie ein Zuhause, in das Sie sich einbringen können, denn freiwilliges Engagement prägt seit 40 Jahren unser Haus. Zwischen Bewahren und Entwickeln leben wir die Balance zwischen Individualität und Gemeinschaft, sozialer Verantwortung und wirtschaftlichem Handeln. Wir verstehen Alter als wichtige Lebensphase, in der wir Selbständigkeit unterstützen und Individualität Rechnung tragen. Im Johanneshaus leben künstlerisch-kulturelle, philosophisch-anthroposophische, handwerklich-lebenspraktische und viele andere Bewohnerimpulse, die z.T. weit in die Region ausstrahlen. Wir bieten Betreutes Wohnen in freundlichen Appartements und ein umfangreiches Dienstleistungsangebot der ambulanten und stationären Pflege (einschließlich Pflege demenzerkrankter Menschen). Johanneshaus Öschelbronn gGmbH Am Eichhof 20 · 75223 Niefern-Öschelbronn Telefon 07233 67-9711 info@johanneshaus-oeschelbronn.de www.johanneshaus-oeschelbronn.de

Im Sinne des Kultur- und Moralbegriffes von Immanuel Kant wird im Johanneshaus Öschelbronn seit nunmehr 40 Jahren in vielfältiger Weise nicht nur zivilisiert, sondern kultiviert. Auf Basis der anthroposophischen Welterkenntnis wird hier stetig „cultivirt“ – hin zu einem neuen Freiheits- und Moralverständnis. Im Oktober 2014 blickte das Johanneshaus Öschelbronn auf vier Jahrzehnte zurück und warf gleichzeitig den Blick auch nach vorn in die Zukunft: „Gemeinschaft bilden im Alter“, welche Zukunftsfähigkeit besitzen die Wohn- und Lebensformen, wie sie im Johanneshaus für den älter werdenden Menschen angeboten werden. Kulturelles Streben bedeutet im Johanneshaus auch Pflege, Veredelung, Gestaltung und Läuterung nach dem „Maß des Menschen“ und betrifft letztlich alle Lebensgebiete und entspricht der menschlichen Würde. Dem Johanneshaus Öschelbronn ist diese „Lebensgestaltung im Alter“ von Anfang an programmatisch eingeschrieben und setzt sich im Leitbild fort, an dem sich die Arbeit am und für den älter werdenden, pflegebedürftigen Menschen orientiert: die Balance zwischen Ideal und Alltag, Individualität und Gemeinschaft, sozialer Verantwortung und wirtschaftlichem Handeln stets neu zu finden. Menschen, die den Weg in das Johanneshaus suchen, finden dort vielfältige Wohn- und Lebensformen vom selbständig betreuten Wohnen bis hin zu verschiedenen Hilfeangeboten bei der pflegerischen Unterstützung vor. Und sie finden darüber hinaus zugleich auch die Pflege der inneren Kultur auf allen Ebenen, die für ein sinnstiftendes Leben im Alter in und für eine Gemeinschaft wichtig sind. Auszug aus den Grußworten aus dem Veranstaltungsprogramm „40 Jahre Kultur im Johanneshaus – Konzertsaison 2014/2015“. Das Programmheft kann kostenlos angefordert werden bei: Johanneshaus Öschelbronn gGmbH, Am Eichhof 20, 75223 Niefern-Öschelbronn, Tel. 0 72 33 - 670


Haus Schauinsland:

Das Schauinsland – ein soziales Netzwerk für den Stadtteil Sonnenhof, Sonnenberg & Wacholder Das Schauinsland ist in den vergangenen Jahren zu einem leistungsstarken sozialen Netzwerk herangewachsen. Seine acht Stützpunkte sind vernetzt über Pforzheim und dem Enzkreis. Von dort aus leisten fast 400 Mitarbeiter rund um die Uhr professionelle Dienstleistungen oder Beratung für Senioren. Eingeschlossen in dieses Netzwerk ist auch der Stadtteil Sonnenhof, der Sonnenberg und Wacholder. In der Carl-Schurz-Straße 75a finden Besucher und Kunden auf über 400 m2 einen Ort der Begegnung, mit Cafeteria, Tagespflege, einer Beratungsstelle, sowie einen ambulanten Stützpunkt des Sozialen Netzwerkes Schauinsland. Beratungsstelle? Die Beratungsstelle für Hilfen im Alter ist die zentrale Anlaufstelle für die Bürger des Stadtteils. Erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter stehen hier für Informationen zur Verfügung. Das Ziel: dem

Hilfesuchenden individuelle Lösungen bereit zu stellen, die an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden. Die Mitarbeiter begleiten bei Fragen zu behördlichen Anträgen, beraten bezüglich finanzieller Unterstützungsleistungen oder geben unabhängige Tipps, wo und wie den Bürgern weiter geholfen werden kann. Tagespflege? Die Tagespflege auf dem Sonnenhof ist von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 16.00 Uhr geöffnet. Sie ist eine echte Entlastung für pflegende Angehörige und bringt Abwechslung in den All-

tag der betreuungsbedürftigen Menschen. Ein Schnuppertag ist selbstverständlich kostenlos. Ambulanter Dienst? Der Ambulante Dienst kommt zu den Kunden nach Hause, um sie in ihrer gewohnten Umgebung mit den Dingen zu versorgen, die alleine nicht mehr bewältigt werden können. Neben der Grund- und Behandlungspflege, können hauswirtschaftliche Dienste, stundenweise Betreuung und natürlich auch Mahlzeiten angefragt werden. Wohnen & Service? Alleine auf dem Sonnenhof betreut das Serviceteam 120 seniorengerechte Wohnungen. Über eine Hotline ist das Schauinsland rund um die Uhr erreichbar. Neben Vorträgen, regelmäßigen Veranstaltungen und Sportangeboten, sind die Mitarbeiter jeden Tag für die individuellen Wünsche der Senioren in den Anlagen unterwegs.

Die Telefonnummer direkt in das Beratungsbüro in der Carl-SchurzStraße 75a lautet: 0 72 31-2 98 43 82

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Familienheim Pforzheim Baugenossenschaft eG

Neubau Mehrfamilienhaus

in der Postwiesenstraße in Pforzheim

Heute ist vieles anders als früher. Das gilt auch für den Wohnungsbau. Während es früher darum ging ausreichend Wohnraum zu schaffen, liegen die Prioritäten heute beim sparsamen Verbrauch von Energien (Energieeinsparung), der Ressourcenschonung, d.h. möglichst keine Ausbeutung der Umwelt und bei der Barrierefreiheit. Letztere ist besonders für die älter werdende Gesellschaft von großer Bedeutung, da man lange in den eigenen 4 Wänden leben möchte, auch wenn das mit dem Laufen und Gehen nicht mehr so gut funktioniert wie früher.

Unser Haus in der Postwiesenstraße 23 a + b in Pforzheim bietet 15 Mietwohnungen auf insgesamt 4 Etagen. Die Wohnungen sind als 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen geplant. Alle Wohnungen sind barrierefrei von der Straße aus zu erreichen. Die Übergänge in der Wohnung zu Terrasse oder Balkon sowie ins Treppenhaus und in den Fahrstuhl sind jederzeit barrierefrei mit Kinderwagen, Gehwagen oder Rollstuhl ohne Probleme zu meistern. Der Fahrstuhl im Haus ist mit moderner Aufzugstechnik ausgestattet und hilft mit geringem Stromverbrauch die Betriebskosten überschaubar zu halten.

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In den Wohnungen ist Fußbodenheizung vorhanden. Sie hilft durch ihre niedrige Vorlauftemperatur zu einem wirtschaftlichen Umgang mit der Heizenergie. Mit Hilfe des vorgesehenen Blockheizkraftwerkes (BHKW) und des ergänzenden GasBrennwertgerätes wird günstiger Verbrauch, d.h. günstige Nebenkosten,

erreicht. Mit dem BHKW wird nebenbei Elektrizität erzeugt, die für den Allgemeinstrom verbraucht werden kann bzw. ins Netz eingespeist wird. Diese Anlagentechnik sowie die Dämmung des Gebäudes ist so ausgelegt, dass die aktuell geltende Energieeinsparverordnung um 30 % unterschritten wird. Zum Haus gehört eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen, wovon 16 Stellplätze als abschließbare Garagenboxen zu unserem Haus gehören, und 14 Stellplätze zum Nachbarhaus. Das Nachbarhaus, Postwiesenstraße 23, wird von der Bau und Grund GmbH erstellt. Die beiden Häuser sind in ihrer Ausstattung vergleichbar. Alle Wohnungen haben Balkone oder Terrassen, die Dachgeschosswohnungen haben großzügige Dachterrassen. Unsere Häuser zeichnen sich durch moderne Architektursprache, Wirtschaftlichkeit, Unterschreitung der neuen Energieeinsparverordnung und durch barrierefreie Bauweise aus. Es gibt schon einige Interessenten für die Wohnungen. Falls auch Sie

Interesse haben, können Sie sich gerne bei uns bereits vormerken lassen. Mit diesem Neubau gelingt es der Familienheim Pforzheim eG, Resourcenschonung, Energieeinsparung, gehobene Ausstattung und Barrierefreiheit zu vereinen. www.familienheim-pforzheim.de


Yoga –die Hilfe auf dem Weg zur Sinnsuche Seit unserer Geburt werden wir ständig von vielen Krankheiten verfolgt, bzw. heimgesucht. Schon im Alter von 30 bis 40 Jahren leiden viele von uns an verschiedenen Krankheiten, z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Asthma. Wenn wir noch älter werden, werden wir Opfer dieser Krankheiten. Um sich davor zu schützen, bzw. sich zu heilen, haben Menschen vor 5000 Jahren in Indien ein ganzheitliches System entwickelt, das sich Yoga nennt. Was ist Yoga? Yoga ist eine Art, richtig zu Leben. Das Wort Yoga stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit, einer der ältesten Sprachen der Welt. Yoga bedeutet „verbinden“ oder „eins werden“. Es ist eine Methode, die das individuelle Selbst (das Ich) mit dem höchsten Selbst (Gott) in Einklang bringt und vereint. Yoga fördert Gesundheit von Körper, Geist und Seele und wirkt vorbeugend vor Krankheiten. Durch gezielte Übungen kann man Yoga als Therapie anwenden. Yoga heilt z.B.: Arthritis, Arthrose, Asthma, Rückenschmerzen, Impotenz, Herzbeschwerden usw. Es gibt verschiedene Arten von Yoga: Hatha-Yoga, Kundaliniyoga, Poweryoga, Sivananda Yoga usw. Hatha-Yoga ist die bekannteste und verbreitetste Yoga-Art in Europa. Er ist der Ursprung aller Yoga-Arten. Der Hatha-Yoga besteht aus 4 Teilen: Körperhaltung (Asana), Atemübung (Pranayama), Entspannung und Meditation. Yoga ist keine Religion, sondern eine praktische Hilfe, die dem Anwender ein tieferes Verständnis bei seiner eigenen Sinnsuche vermitteln kann. Es ist ein überkonfessioneller Weg für Menschen aller Glaubensrichtungen, genauso wie für Nichtgläubige. Yoga ist für Jeden geeignet, egal wie alt und fit Sie sind. Für die Übungen sind keine sportlichen Voraussetzungen nötig.

den. Wenn man älter wird, werden wir anfällig für verschiedene Krankheiten. Die verschiedenen Atemtechniken können gegenüber Krankheiten vorbeugend, lindernd und schützend wirken.

Überzeugen Sie sich selbst. Sie werden durch Yogaübungen eine spürbare Veränderung in Ihrem Leben feststellen. Sie werden ruhiger, gelassener, geduldiger, flexibler, belastbarer und gesünder. Yoga verjüngt den Körper. Sie bekommen ein strahlendes Aussehen. Yoga für Senioren Leichte Körperübungen, verschiedene Atemübungen, Lachyoga, Entspannung und Meditation sind Inhalte meiner Übungen für Senioren. Die Übungen finden im Sitzen oder Stehen statt. Durch die Atemübungen kann man gesund werden und gesund bleiben. Atmung ist ein entscheidender Faktor für das menschliche Wohlbefin-

Bild oben: Lotussitz. Bild links: Wechselatmung.

Über meine Person? Mein Name ist Joseph Vellappallil. Ich komme aus dem südindischen Bundesland Kerala, an der Südwestküste Indiens. Kerala ist die Heimat der Thomas-Christen. Nach der alten Überlieferung der Christen in Indien und nach verschiedenen historischen Dokumenten, kam der Apostel Thomas im Jahre 52 n. Chr. nach Kerala. Er hatte einige Hindufamilien zum Christentum konvertiert. Wir glauben, dass unsere Ur-Ur-Großeltern aus diesen Familien stammen. Der Apostel Thomas wurde im Jahre 72 n. Chr. ermordet; sein Grab befindet sich in Madras (im heutigen Chennai). Ich unterrichte Yoga in der Volkshochschule.

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„Frühlingsblüten“ bei Juwelier Leicht

Er rief – Die Eröffnung der Frühlingszeit war angesagt, und ein hell-leuchtendes Blau war das Farbsignal. Georg Leicht und seine Frau Silke zeigten sich im harmonisch kombinierten „himmlischen Miteinander“, und alle Juwelen und Dekorationen zierten in abgestimmter Zuordnung, was sie an Schönheit, Finesse und Wertigkeit zu bieten hatten. Die Richesse an Schmuck und Edelsteinen gab sich die Ehre, und die modischen Asseccoires ergänzten das Ganze zu einem frühligs-adäquaten Gesamtbild. Das muss man erst mal können.

Georg Leicht hatte die Trendschau des Jahres zusammengestellt, die von den Models, entsprechend kombiniert mit den Farben der Modesaison, präsentiert wurde. Aus einer solchen stimmigen Kombination ergibt sich eine maximale Wirkung der zugeordneten Partner. Farbsteine ist das Thema, groß und in leuchtenden Farben. Im ersten Durchgang waren die hell-leuchtenden Aquamarine die stolzen Favoriten. Zarte Verführung: Edle Südseeperlen, zauberhaft gefasst von funkelnden Brillanten.

Beliebte Bestseller: Die flexiblen„Jolly“-Armbänder in unterschiedlichen Gold- und Brillantfarben.

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Turmaline in verschiedenen Rotund Korall-Tönen.


und viele, viele kamen… tragen in der Gewissheit, dass das edle Material nachhaltig abgebaut wurde, d.h. unter weitgehender Schonung der Natur und der Menschen. In dieser Gewissheit ist es ein unbelastetes Vergnügen, die flexiblen JollyArmbänder – in mehrfacher Ausführung und in unterschiedlichen Goldfarben – als Eyecatcher am Arm zu tragen und mit einem „Charm“, einem winzigen Anhänger, zu individualisieren. „Frühlingsblüten“ war der Titel dieses Events, und der Schmuck leistete seinen Beitrag in überbordender Üppigkeit. Um die unterschiedlichen Tragemöglichkeiten zu dokumentieren, war die Mode ständiger Begleiter und Accessoire. Denn eines ist sicher, immer ist es der Dreiklang Mode – Schmuck – Trägertyp, der die Gesamtwirkung bestimmt.

Silke Leicht ist die Stilexpertin des Hauses und zuständig für die Aktualität und Kombination von Schmuck und der Art der Tragbarkeit. Das Motto der Saison ist „nicht kleckern, klotzen“! Jetzt ist die Saison der großen Farbsteine. Und wir sollten diese Möglichkeit nutzen. Der Schmuck zu diesem Thema liegt bereit – und die leuchtenden Steine warten auf ihren Einsatz. Das grüne Gold ist eine Herzensangelegenheit des Juweliers Georg Leicht. Schmuck zu verkaufen und zu

Statement Piece: Bicolor-Anhänger mit einem farbintensiven Amethyst von über 55 Karat, eingebettet in einem Meer von Brillanten.

Aus diesem Grund sollte der Juwelier über den Berater eines passenden Schmuckstückes hinaus, Berater für die Gestaltung des Gesamtbildes sein. In diesem Sinn erhält der Schmuck seine ihm zustehende Position, als Ausdruck der Persönlichkeit.

Fotos: © Wichmann

Luxus in Farbe: Ringe „Ouvertüre“ aus prachtvollen Farbedelsteinen und Diamanten.

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Die BAGSO informiert:

„Gemeinsam in die Zukunft!“ Auftaktveranstaltung zum 11. Deutschen Seniorentag zusammen mit der Senioren-Messe SenNova

Vom 2. bis 4. Juli 2015 geht es im Congress Centrum Messe Frankfurt um ein möglichst aktives, gesundes und engagiertes Älterwerden. Schirmherrin des 11. Deutschen Seniorentages, der zum ersten Mal in Frankfurt am Main stattfindet, ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem hessischen Ministerpräsidenten und dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt eröffnen wird.

Abb. oben: Das Congress Centrum Messe Frankfurt. Foto: Tourismus + Congress GmbH Frankfurt am Main Abb. rechts: Die Besucher strömen in die Messehallen. Foto: BAGSO/ Uli Deck

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Mit dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft!“ möchte der Deutsche Seniorentag ein Zeichen setzen für mehr Gemeinschaft und Miteinander. Das Motto versteht sich als Aufruf zu konstruktivem Handeln in Gesellschaft und Politik. Und es fordert alle auf, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen – für eine lebenswerte Zukunft. An drei Tagen gibt es etwa 100 Einzelveranstaltungen zum Zuhören, Mitdiskutieren und Mitmachen. Auf der begleitenden Messe SenNova erwarten die Besucherinnen und Besucher interessante Parcours, kostenfreie Gesundheitstests, ein vielfältiges Bühnenprogramm sowie fachliche Beratung. Bundesweite und regionale Aussteller informieren über Produkte und Dienstleistungen, die den Ansprüchen einer älter werdenden Kundschaft gerecht werden. Verbände und Vereine laden ebenfalls dazu ein, ihre Angebote kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Abend des 2. Juli 2015 wird im Kaiserdom

St. Bartholomäus ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Ein Jahr vor dem Großereignis informierte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), die die Deutschen Seniorentage gemeinsam mit ihren über 100 Mitgliedsverbänden veranstaltet, über Planungsstand und Beteiligungsmöglichkeiten. Der Einladung von Oberbürgermeister Peter Feldmann in den Frankfurter Römer folgten etwa 200 Vertreterinnen und Vertreter von Seniorenverbänden, Vereinen und Organisationen.

In seiner Begrüßung sagte Feldmann: „Frankfurt ist eine Großstadt mit hoher Lebensqualität. Ältere Menschen ziehen, wenn sie in den Ruhestand gehen, nicht mehr raus aus der Stadt. Einige entscheiden sich sogar dafür, nach Frankfurt zu ziehen. Unsere gute Infrastruktur, die kurzen Wege, das breite Kulturangebot, viel Grün sowie gute Fachärzte sind entscheidende Faktoren. Die Stadt Frankfurt und ihre Partner in den Bereichen Soziales, Wohnen und Verkehr verfolgen gemeinsam innovative Ansätze in der Seniorenpolitik. Es

ist für Frankfurt eine große Freude, Gastgeber des Deutschen Seniorentags 2015 zu sein.“ Vom 11. Deutschen Seniorentag wird die Botschaft ausgehen: „Nehmen Sie, die Senioren und Seniorinnen von heute, aber auch die Seniorinnen und Senioren von morgen und übermorgen, ihr Älterwerden selbst in die Hand! Es gibt viele Möglichkeiten, sich in die Gesellschaft einzubringen, sich zu engagieren, aber auch für das eigene Älterwerden vorzusorgen. Gemeinsam werden wir es schaffen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, so die Vorsitzende der BAGSO, die Alterswissenschaftlerin und ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr. Die Deutschen Seniorentage finden alle drei Jahre – ähnlich wie die Kirchentage – jeweils an einem anderen Ort statt. Sie bieten nicht nur etwas für diejenigen, die sich hauptund ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagieren, sondern für alle, die sich mit Fragen der gesundheitlichen Vorsorge, des Wohnens im Alter oder der Pflege von Angehörigen auseinandersetzen. Im Vordergrund stehen Information, Unterhaltung und Begegnung. Viele „Mitmach-Angebote“ geben Gelegenheit, etwas für die körperliche und geistige Fitness zu tun. Ein kulturelles Rahmenprogramm sorgt für Unterhaltung. Unterstützt wird der 11. Deutsche Seniorentag vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) sowie von der Stadt Frankfurt am Main. Unternehmen sind eingeladen, sich wie Pfizer Deutschland GmbH, als Sponsor und Aussteller zu beteiligen. Unter www.bagso.de sowie www. deutscher-seniorentag.de und www. sennova.de finden Sie jeweils aktuelle Informationen.


SPPS Pforzheim:

Die Pflegereform 2015 Positive Veränderungen durch das Pflegestärkungsgesetz ab 1.1.2015 Das Pflegestärkungsgesetz verbessert seit dem 01.01.2015 die Betreuung von Pflegebedürftigen und die Unterstützung der pflegenden Angehörigen deutlich. Gerade wenn die Pflege zu Hause organisiert wird, ist es wichtig, dass pflegende Angehörige diese Pflege mit Beruf und Familie vereinbaren können. „Die hierfür notwendigen Entlastungsmöglichkeiten durch ambulante Pflegedienste wurden neben der Erhöhung der Leistungsbeträge der Pflegeversicherung durch das Pflegestärkungsgesetz ausgebaut. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung“, urteilt Frau Susanne Pletowski (Inhaberin und Geschäftsführerin der ambulanten Pflegedienste SP PS e.K. und SPPS Pforzheim GmbH). Die wichtigsten Veränderungen wurden in den folgenden Bereichen vorgenommen: Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen Seit 2015 profitieren auch Pflegebedürftige, die rein körperliche Einschränkungen haben und nicht von einer eingeschränkten Alltagskompetenz betroffen sind, von diesen Leistungen. Die Kosten für besondere Angebote zur Betreuung oder Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung durch zugelassene ambulante Pflegedienste werden monatlich in Höhe von 104 € durch die Pflegekasse erstattet. Dies gilt auch für Personen mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung. Bei Personen mit einem erhöhten Bedarf an Betreuung, erhöht sich der Betrag auf 208 €. „Diese zusätzlichen Leistungen dienen der Entlastung im Alltag. Spa-

zierengehen, Vorlesen, Spiele spielen aber auch hauswirtschaftliche Unterstützung sind mögliche Leistungsinhalte“, erklärt Frau Susanne Pletowski. Verhinderungspflege in der Häuslichkeit Zur Entlastung der Pflegeperson stehen Pflegebedürftigen (ab Pflegestufe 0) 1.612 € pro Jahr zur Verfügung. Darüber hinaus können seit 2015 50 % der Leistung der Kurzzeitpflege, d.h. bis zu 806 € jährlich, für die Verhinderungspflege übertragen werden. Somit ergibt sich ein jährlicher Gesamtbetrag von 2.418 €. Kurzzeitpflege in zugelassenen Einrichtungen Für eine kurzfristige stationäre Unterbringung eines Pflegebedürftigen stehen jährlich zusätzlich 1.612 € für eine Kurzzeitpflege (4 Wochen) zur Verfügung. Sollte dies nicht ausreichen, kann der noch zur Verfügung stehende Betrag der Verhinderungspflege übertragen werden. Der kann somit um bis zu 4 Wochen verlängert werden. Tages- und Nachtpflege Die Leistungen der Tages- und Nachtpflege werden seit 2015

nicht mehr auf die Pflegesachleistungen oder das Pflegegeld angerechnet. Jedem Pflegebedürftigen steht somit der jeweilige Sachleistungsbetrag nochmals zur Finanzierung der Tages- und Nachtpflege zur Verfügung. Seit diesem Jahr können auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Leistungen der Tages- und Nachtpflege in Anspruch nehmen. Dies unterstützt z.B. Menschen mit Demenz. Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmittel Besonders bei körperlichen Einschränkungen kann eine Anpassung des Wohnraums erhebliche Erleichterung bringen. Derartige Baumaßnahmen (z.B. Anbringen von Haltegriffen, schwellenloser Übergang in den Räumlichkeiten, etc.) werden seit 2015 mit bis zu 4.000 €, statt vorher 2.557 € bezuschusst.

Susanne Pletowski, Pflegedienst SPPS.


Eine Tätigkeit, die Freude bereitet, eine Aktivität, in der die Fantasie und Kreativität Purzelbäume schlagen, eine Vorliebe, die durch Lebendigkeit und schöpferische Gedanken dem grauen Alltag Flügel verleiht. Wohl dem, der seinem Leben mit dem Glanz dieser schöpferischen Stunden einen Schimmer von Lebensfreude vermitteln kann. Und wir haben festgestellt, dass die Freude jener Tage bis ins hohe Alter weiterleuchtet. AUGUST-KAYSER-STIFTUNG Meine Gesprächspartnerinnen haben gefragt, was ist „Hobby“? Ich habe rausgefunden, dass ein Hobby auch Steckenpferd genannt wird. Dies bedeutet, dass es sich um eine Tätigkeit handelt, die freiwillig und regelmäßig betrieben wird und zur Entspannung dient. Meistens hat es nichts mit dem Beruf zu tun. Daraufhin antwortete Frau G.: „Aha, mein liebstes Hobby war häkeln. Ich habe Topflappen, Babyschuhe, Mützchen und alles Mögliche gehäkelt.“ Auf die Frage, woher sie denn die Wolle bekommen habe, antwortet sie, etwas belustigt:

„Man hat Reste verwendet, oder alte Sachen aufgezogen. Daraus hat man dann Neues gemacht. Dann wurde abends vor dem Fernseher oder zum Zeitvertreib gehäkelt.“ „Und für wen haben sie gehäkelt, haben Sie auch Geschenke daraus gemacht?“ „Ja, natürlich wurden Geschenke an Bekannte und Freunde die Babies bekommen haben, gemacht. Die Mädchen haben rosarote Bändel und die Buben ein blaues Band gekommen. Auch meine Kolleginnen bei der Arbeit haben allerlei Wünsche geäußert und dies und jenes bestellt. Das habe ich natürlich gerne gemacht. Aber da-

für mussten sie mir dann Wolle oder Wollreste bringen. Am liebsten habe ich Mützen mit Bommel gehäkelt. Den habe ich auch selbst gemacht, über einen Pappendeckel.“ „Häkeln Sie noch heute?“ „Wenig, aber ich habe noch viele Wollwesten und Topflappen zum Anschauen. Die bringe ich Ihnen beim nächsten Mal mit.“ „Danke für das Gespräch. Wir freuen uns schon heute, die schönen Sachen zu sehen!“ Nun möchte aber Frau B. auch noch etwas über ihr Hobby erzählen. Sie berichtet, dass ihre Mutter zu Hause genäht hat. Unter anderem auch Kleider für sie. Sie hat immer bei der Mutter gesessen und beobachtet. Dadurch wurde großes Interesse in ihr wach. Angefangen hatte sie dann mit Kleidern für ihre Puppen. Mit der Nähmaschine hat es am Anfang nicht so richtig geklappt, von Hand ging es besser. So kam es, dass sie die Stoffreste von ihren Kleidern verwendet hat, um ihren beiden Puppen auch schöne Kleidchen zu nähen. Dass ihre beiden Puppen so schön angezogen waren wie sie, hat ihr die größte Freude bereitet. HAUS ATRIUM Richard Wagner erzählt: „Ich hatte früher einige schöne Hobbies. Angefangen von meinem Auto. Aber da bin ich sicher nicht der einzige Mann, der sein Auto liebte und es deshalb hegte und pflegte. Dann hatte ich das Glück, ein Haus mit einem riesigen Grundstück zu besitzen. Hierauf baute ich mit meinen eigenen Händen einen Swimmingpool. Die Planung und Umsetzung war auch ein Hobby, denn natürlich dauerte es geraume Zeit bis der Pool fertig war. Dann waren da noch die vielen Kleintiere, die meine Tochter immer wieder mit nach Hause brachte: Katzen, kleine Hun-

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Mein


liebstes Hobby de, Hasen weiß und schwarz. Ich, der Papa, „durfte“ sie pflegen. Da ich auch gerne handwerklich tätig war, baute ich den Hasenstall selbst. Wie bereits erwähnt, hatte ich einen sehr großen Garten. Mit viel Liebe legte ich ihn an und pflanzte Blumen und Sträucher. Natürlich durften auch Balkonpflanzen nicht fehlen. Ein wunderschönes Hobby, das sehr teuer war. Aber wenn es überall in den verschiedensten Farben blühte, ging mein Herz auf. Einmal bekam ich sogar einen Preis für den schönen Blumenschmuck des Hauses. Das alles waren schöne Hobbies für mich. Das schönste war jedoch für mich, wenn ich handwerklich tätig werden konnte. Ich richtete mir im Keller einen Hobbyraum ein, mit allem was ein Hobby-Handwerker benötigt. Alles was im Haus und Haushalt so angefallen ist und repariert werden musste, habe ich selbst erledigt. Sogar als die Hausfassade einen neuen Anstrich dringend nötig hatte, habe ich dies allein gemacht. Aus einem weißen Haus wurde nun ein gelbes. Das war eine Riesenarbeit auf die ich richtig stolz war. Eines Tages erlitt ich einen schweren Unfall beim Sägen. Meine linke Hand geriet in das Sägeblatt. Dadurch verlor ich alle Finger bis auf den Daumen. Zum großen Glück konnten mir die Finger wieder im Marienhospital in Stuttgart angenäht werden. Eine große Behinderung ist dennoch geblieben. Ich habe immer Schmerzen in der Hand und greifen kann ich auch schlecht. Ich bin dankbar und denke gerne an die Zeit zurück in der ich das getan habe, was mir Freude bereitet hat. SENIOREN-RESIDENZ BÜCHENBRONN Wenn ich nach meinem schönsten Hobby gefragt werde, so kann ich

mit gutem Gewissen behaupten: te auch alle Namen von Käfern, die das ist meiner Fantasie Raum ge- hier krabbelten. Nun war ich meisben und Erlebnisse aus meiner frü- tens schon richtig müde. Aber auch hesten Kindheit bis zum Alter zu Pa- hier wusste Opa guten Rat: zum Abpier bringen, in Worte fassen! Da- schluss gingen wir in die gastliche zu möchte ich berichten: Wirtschaft „Zur Waldeslust“ (heute Bis zum achten Lebensjahr wohnte Gasthaus Sonnenberg), wo die ich mit damals recht jungen Eltern freundlichen Eheleute Waidelich einoch im Hause meines geliebten ne Limonade und eine Knackwurst Großvaters Otto. Unser Haus be- für mich auftischten. Ob ich vielfand sich in Brötzingen, in der Bü- leicht mit Aussicht auf diese damals chenbronner Straße 121, oberhalb eher ungewöhnliche Zwischenmahldes Tunnels, der von Brötzingen zeit so früh und geduldig mit Großnach Dillstein führt. (Ich berichtete vater mitmarschiert bin? Schon das in der Ausgabe von „Genera- möglich. Das weiß ich heute nicht tionen im Dialog“ Nr. 3/2014. mehr! Aber gewiss nicht nur aus Thema: „Mein erster Schultag“, diesem Grunde! So selbstverständS. 20). lich wie heute ein Gasthausbesuch Schon als etwa drei bis vier Jahre ist, damals war das, bei der groaltes Enkelkind durfte ich in Opas ßen Arbeitslosigkeit, gewiss nicht! „Stübchen“ kommen und seinen Hitler ließ ja schon bald nach seiMärchen und sonstigen Kindergedichten und Erzählungen lauschen. Altenhilfeeinrichtung Der kleine runde Ofen August-Kayser-Str.23 • 75175 Pforzheim wurde mit Eierkohlen Telefon 07231/ 9660-0 • Fax 07231/650032 gefüllt, dann prasselte info@august-kayser-stiftung.de ein Feuer darin und verwww.august-kayser-stiftung.de breitete wohlige Wärme und behagliche Gemütlichkeit. Nun hingen meine Kinderaugen an Großvaters Lippen und regten meine kindliche Fantasie gewaltig an. Diese Stunden waren für mich pure Seligkeit! Mit Großvater Otto durfte ich bei gutem Wetter am frühen Sonntagmorgen hinaus in den Brötzinger und Büchenbronner Wald oder zu unserem Garten und unseren Wiesen in dieser Gegend. Zusammen lauschten wir dem Vogelgezwitscher und Großvater erklärte mir • Tagespflege die Namen der jubilie• Kurzzeitpflege renden Vögel. Er wuss-

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ner Machtergreifung 1933 die Autobahn nach dem Osten bauen. Das brachte Arbeitsplätze und Aufschwung. Sein Plan war damals schon Raum im Osten in deutschen Besitz zu bringen. Die Folgen mussten Millionen Menschen mit dem Leben und der Zerstörung vieler Städte bezahlen. Auch mein innig geliebter Papa Alois fand auf der Krim sein viel zu frühes Grab. Mein Bruder Hanspeter wurde im Juni 1939 geboren, ich bereits im Dezember 1927, also elfeinhalb Jahre Altersunterschied. Ich war mächtig stolz auf dieses hübsche Kerlchen! Und heute? Heute bin ich immer noch von Herzen froh, dass ich diesen wertvollen Bruder – heute Papa und längst auch Opa – haben darf! Wenn ich seine Hilfe brauche, ist er treu an meiner Seite. Seit Januar 2011 lebe ich nun hier in der Senioren-Residenz in Büchenbronn ganz in der Nähe des Waldes und der Wiesen, die mir schon seit meinen frühen Kindheitstagen vertraut und liebe Heimat sind und hoffe, dass mir auch weiterhin im hohen Alter von über 87 Jahren zum dann angesagten Thema wieder etwas dazu passendes einfällt. Dann werde ich mich – falls möglich – wieder zu Wort melden. Mit lieben Grüßen, herzlichen Glück- und Segenswünschen sage ich Ihnen ein herzliches „Leben Sie wohl!“. Ihre Lore Denk. BETHESDA Eigentlich bin ich in einer schlimmen Zeit groß geworden. Einer Zeit, wo man entweder keine Zeit für ein Hobby hatte oder keine Nerven…es war Krieg, als ich ein Kind war. Trotzdem – ich erinnere mich, dass ich sehr gern im Garten war. Mein Vater hat mir jedes Jahr im Frühjahr ein Stück Boden vorbereitet, so ca. 6 x 6 m: er hat es umgegraben und

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glatt geharkt, und schon als kleines Mädchen habe ich mich mit Eifer in die Arbeit gestürzt und besonders gerne Blumen gepflanzt. Ich erinnere mich an jede Menge bunte Astern, Zynien, Gladiolen und im Frühjahr natürlich auch Stiefmütterchen. In meinen Träumen habe ich mir immer vorgestellt, dass ich einen Blumenladen habe und schöne Sträuße binde und verkaufe. Aber auch Gemüse gab es in meinem Garten. Meistens habe ich Mohrrüben ausgesät, Zwiebeln gesteckt und Kohlrabi gepflanzt. Für mein Beet war ich ganz allein verantwortlich. Dazu gehörte auch das Unkrautzupfen, und ich weiß noch ganz genau, dass ich jeden Tag Ausschau gehalten und kleine Unkräuter sofort entfernt habe. Zum regelmäßigen Gießen hatten wir eine große Gießkanne. Sie war für mich manchmal fast zu schwer, um Wasser aus der Regentonne zu holen. Mein Vater lobte mich immer für meine Arbeit, und darauf war ich dann ganz besonders stolz. Ich habe auch kuriose Dinge erlebt: Einmal hatte ich 30 Kohlrabi gepflanzt und als ich am nächsten Tag aus der Schule kam, waren alle Pflanzen weg – spurlos verschwunden. Da habe ich von meinem Taschengeld noch einmal neue Pflanzen gekauft und diese gesetzt. Auch die waren am nächsten Morgen weg. Ich habe mich mit meinem Vater am Abend auf die Lauer gelegt, und als es schon dunkel war, kamen zwei Wildkaninchen und haben alle Pflanzen abgefressen. Das war eine Aufregung! Als ich dann zum dritten Mal meine Pflänzchen gesetzt hatte, gab mir mein Vater kleine Hüte aus Kunststoff. Die konnte ich darüber stülpen, und so konnten die Pflanzen gut anwachsen und sich entwickeln, und die Hasen hatten das Nachsehen.

Die Kohlrabis habe ich immer gerne gegessen. Es waren ja schlechte Zeiten, und es gab in der Woche keine Wurst für uns. Aber ein Butterbrot und ein frischer Kohlrabi waren immer lecker. Von meinen Blumen habe ich meiner Mutter manchmal einen kleinen Strauß auf ihren Nachttisch gestellt. Sie hat dann immer gesagt, das seien die schönsten Blumen, die sie je hatte. Das hat mich gefreut. Ja ich habe sehr gern diese Arbeiten im Garten erledigt. Es ist mein Hobby gewesen, und noch heute bin ich gern im Freien, in der Natur und schau mir schöne Blumen an. Ute Rowe mit einer Bewohnerin CASA REHA „OSTERFELD“ Ich habe einige Hobbies, doch am liebsten musiziere ich. Diesem Hobby gehe ich in meinem jetzigen Zuhause, dem CASA REHA „Osterfeld“ auch weiterhin nach. Ich spiele Flöte und Mundharmonika, außerdem singe und tanze ich leidenschaftlich gerne. Überdies verfasse ich Gedichte, dazu ziehe ich mich stets in mein schön eingerichtetes Zimmer zurück. Ab und zu gehe ich auch in den Gottesdienstraum und spiele dort Klavier. Wenn ich mich nicht der Musik widme, schreibe ich Briefe an Freunde, die in weiter Ferne leben. Dazu beschäftige ich mich gerne mit Handarbeit, ich stricke Tierformen, vor allem Katzen und Hunde. Als ich jung war, bin ich gerne im Volkstheater als Schauspielerin aufgetreten. Dieses Talent habe ich heute noch im Blut. Daher bereitet es mir besonders viel Freude, wenn ich mich bei den Veranstaltungen in unserem Haus einbringen kann. Ich plane meine Auftritte gemeinsam mit dem Sozialen Dienst und bereite mich im Vorfeld stets sorgfältig vor. An der letzten Nikolausfeier ver-

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Mein liebstes


Hobby kleidete ich mich als Nikolaus und bei der Weihnachtsfeier als Christkind. Das war sehr lustig. Was ich zu sagen habe, kommt von Herzen. Es ist mir wichtig meine Mitbewohner mit meinen Programmbeträgen zu erfreuen und hoffe noch auftreten zu können, solange ich im Haus Osterfeld bleibe. Frau Sänger, Bewohnerin HAUS HECKENGÄU Das liebste Hobby ist natürlich die Eisenbahn! Zumindest mein zweitliebstes, nach dem Fußballspiel. Und wenn man sogar noch den Traumberuf (fast) aller Jungen erlernen darf, immerhin Lokomotivschlosser, wie hier der Bewohner des Hauses Heckengäu, dann scheint das Glück vollkommen.

Aber im Krieg ging es dann auf ein U-Boot, und da musste sich der junge Mann dann um die Elektrik kümmern und erlernte somit auch dieses Handwerk. Das sollte ihm nach Ende des Krieges zugute kommen, denn er fand dadurch eine Anstellung bei der Berliner Eisenbahn in der Überwachung der Stromversorgung. Nach der Pensionierung konnte er nicht von seiner Lieblingsbeschäftigung lassen und baute sich auf einer großen Platte eine elektrische MärklinEisenbahn-Anlage auf. Dabei verlegte er selbst alle Fahrstromleitungen fachgerecht, mitsamt den dazugehörigen Signalleitungen, wozu er länger als ein Jahr brauchte. Denn nach dem Krieg mangelte es an allem, und die passenden

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elektrischen Strippen zu besorgen, war nicht einfach. Von den ehemaligen Kollegen bekam er dazu eine elektrische Lokomotive der Schweizer Bahn geschenkt. Leider konnte er infolge einer Augenerkrankung keine Landschaft dazu bauen, aber auch so stand die Anlage in der Wohnung, und selten still. Wegen des Umzugs nach Heimsheim wanderte die Anlage nach Wien und wird schmerzlich vermisst. Sein größter Traum wäre es, nochmals die Eisenbahn in Wien zu sehen. HEIM AM HACHEL Mein schönstes Hobby ist das Reisen und wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Schon im Alter von einem Jahr sind meine Eltern mit mir in den Urlaub an die Ostsee gefahren. Während der Kriegsjahre besuchten wir unsere Verwandtschaft an der See oder im Fichtelgebirge. Später reiste ich mit meinem Mann durch ganz Europa, von Italien über Frankreich nach Griechenland und Tunesien. Es hat mir immer sehr viel Freude bereitet, neue Länder und Menschen kennenzulernen. Ich war immer sehr unternehmungslustig und auch nach dem Tod meines Mannes hat es mich wieder in die Welt hinaus gezogen. Mit einer „Weltreise-Organisation“ habe ich fast alle Kontinente bereist. Dabei hatte ich das große Glück, immer sehr nette Reisebegleiterinnen zu finden. Bei meiner Reise „Flug um die Welt“ führte mich die Reiseorganisation von Los Angeles über Hawaii nach Australien und Neuseeland. Die Neugier auf andere Kulturen, wie zum Beispiel in Kenia, hat mich immer fasziniert. Heute zehre ich von den vielen Eindrücken und Erfahrungen, die ich beim Reisen machen durfte. Frau B., 88 Jahre

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JOHANNESHAUS ÖSCHELBRONN Kino? Nein! Das war die zu befolgende Meinung meiner Mutter, als ich in der Vorpubertät war. Dann plötzlich die Überraschung: „Willst du mit ins Kino, es gibt einen Film mit Hans Hass?“ Na klar, wollte ich. Mutter war begeistert vom Film, bei mir jedoch, schien wenig Eindruck entstanden zu sein. Als ich dann nach vielen Jahren die Chance bekam, tauchen zu lernen, war ich sofort begeistert. Einen Tauchkurs musste ich unbedingt mitmachen und mit bestandener Prüfung erhielt ich einen Tauchausweis. Nun durfte ich mir Sauerstoffflaschen ausleihen und meine ersten Tauchversuche im Meer beginnen. Nachdem die Technik saß, begann die Freude. Wie genoss ich die Ruhe und das Gefühl der Schwerelosigkeit! Die vielen Wunder, die bei jedem Tauchgang zu entdecken waren, erzeugten eine Euphorie, fast ein Sucht. Ich fühlte mich als Teil vom Ganzen, mit allem verbunden. Tiefe Dankbarkeit machte mich glücklich. So habe ich in Nachttauchgängen Fische schlafen gesehen und Federsterne in ihrer nächtlichen Pracht. Als ich dann auch noch begann, unter Wasser zu fotografieren, hatte ich das schönste Hobby der Welt! Danke Mutter, dass ich mit ins Kino durfte. Ingrid Striebeck, Bewohnerin HAUS MAIHÄLDEN Joachim Siedentopf, ein Bewohner unseres Hauses, berichtet von seinem schönsten Hobby, dem Reisen, das er sich jahrelang, trotz Handicap, verwirklicht hat. Sein Motto: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“. „Mit 19 Jahren machte ich meine erste Flugreise nach London – organisiert von der ortsansässigen Bank. Da mir das gut gefallen hatte, ging ich im Folgejahr mit nach

Moskau/Leningrad und ein Jahr später mit demselben Veranstalter noch nach New York. Nach einer absolvierten Uhrmacherausbildung erhielt ich die Diagnose einer schweren Muskelerkrankung, was mich zunächst für viele Jahre davon abhielt, zu reisen, weil ich es mir einfach nicht mehr vorstellen konnte. Ich war körperlich zu diesem Zeitpunkt schon etwas eingeschränkt, hatte Schwierigkeiten mit dem Laufen, war aber noch nicht auf einen Rollstuhl angewiesen. Mein Bruder war es schließlich, der mich nach zehn Jahren „Reisepause“ wieder zum Reisen brachte. Er hatte irgendwann von der Behinderteninitiative einen Katalog in die Hand bekommen mit einem Reiseprogramm „für und mit behinderten Gästen“. Zunächst war ich sehr zögerlich, aber schließlich schaffte es mein Bruder, mich zu motivieren und zu überreden. Die erste Tour mit diesem Reiseveranstalter (1990) ging für zwei Wochen nach Norwegen und hoch bis ans Nordkap. Von Dänemark ging es über Göteborg nach Oslo und an der Westküste entlang bis nach Trondheim, Tromsø und schließlich ans Nordkap. Der Rückweg ging über Finnland und Schweden. Bei dieser Tour konnte ich zeitweise noch an Stöcken laufen, meistens benutzte ich schon einen ausgeliehenen Rollstuhl. Es war alles durchweg nur positiv. Wir waren ca. 20 Reisende, jung – alt, weiblich – männlich, wunderbare Eindrücke einer großartigen Landschaft und eine tolle Stimmung und Gemeinschaft. Mir war sofort klar, als ich nach Hause kam: Ich buche sofort die nächste Reise! Dies war eine Überraschungstour im gleichen Jahr im Oktober. Ich wusste nur, dass es nach Österreich oder in die Schweiz gehen sollte. Letztendlich war es eine schöne, einwöchige Reise an den Genfer See.

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Hobby Vom Reiseveranstalter gibt es zwischen den Reisen auch immer wieder organisierte Treffen, wo Reiseerfahrungen ausgetauscht werden, neue Betreuer und Teilnehmer vorgestellt werden, etc. Da war ich dann im November desselben Jahres und ich war schnell entschieden, auch im kommenden Jahr mit diesem Veranstalter zu reisen. 1991 stand also eine zweiwöchige USA-Südwest-Rundreise an. Arizona, New Mexico, Nevada – absolutes Highlight für mich war der Hubschrauberflug über den Grand Canyon Nationalpark. 1992 ging es dann für zwei

Wochen im Sommer nach Hawaii. Faszination der Inseln Big Island, Oahu und Maui, um nur einige zu nennen. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Imposant und stark beeindruckend war für mich der Rundflug über die teils noch aktiven Vulkane. Für mich selbst, der doch immer wieder mit der Tatsache der (körperlichen) Einschränkung durch meine Krankheit konfrontiert war, waren diese Reisen ein Weg, Selbstvertrauen aufzubauen und pure Freude zu erleben (und dies auch, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt nur noch mit dem Rollstuhl reisen konnte). Das

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Vertrauen in die Reiseorganisation war da und wuchs stetig, so dass ich mich motiviert fühlte und weitere Reisen erleben wollte – getreu dem Motto des Veranstalters: „Geht nicht – gibt’s nicht…“

Joachim Siedentopf zeigt seine umfangreiche Fotosammlung seiner Reisen.

Unter diesem Motto stand auch die nächste Tour im Jahr 1993: eine Weltumrundung mit dem Hauptziel „Australien“. 23 Tage von Frankfurt nach Bangkok – Sydney – Alice Springs – Darwin – Cairns – Honolulu – Los Angeles – Chicago und zurück. Ein unvergessliches Erlebnis! 1994 ging es dann für zwei Wochen über Bangkok nach Bali/Indonesien und 1995 noch einmal nach Australien. Zwischen den Reisen gab es immer wieder die eingangs schon erwähnten deutschlandweiten Treffen, wo rege Erfahrungen ausgetauscht wurden, Interessierte eingeladen wurden etc. 1996 ging meine Reise dann nach Mauritius, beeindruckender Inselstaat im Indischen Ozean. Höhepunkt dieser Reise war für mich die Teilnahme an der Hochseefischerei. Und wir waren erfolgreich – die Fische, u.a. der Thunfisch, den wir gefangen hatten, wurden uns abends als leckere Mahlzeit von unserer Hotelküche serviert.

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Im Folgejahr bereiste ich im Februar Hongkong und im November ging es nach Südafrika. 1998 wäre ich gerne mit nach Florida, zu diesem Zeitpunkt stand aber meine Umschulung an. Ich konnte noch eine viertägige Schifffahrt auf dem Rhein von Frankfurt nach Köln genießen, bevor ich aufgrund meiner Umschulung eine mehrjährige „Reisepause“ einlegen musste. Erst 2003 war es wieder soweit und ich meldete mich für eine einwöchige Islandreise an. Im nächsten Jahr standen für mich zwei Wochen südliches Afrika – Namibia auf dem Reiseplan. Die Safaritour im Etosha-Nationalpark war für mich das größte Highlight dieser Reise. 2008 lernte ich schließlich Irland auf einer zweiwöchigen Rundreise kennen und 2010 startete ich für 14 Tage zu meiner vorerst letzten größeren Reise nach Kanada mit dem Höhepunkt einer mehrstündigen Whale-Watching-Tour. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich dankbar bin und war für die Ermöglichung dieser vielfältigen und beeindruckenden Reiseerlebnisse, der tollen Organisation und Gemeinschaft, die fast immer gepasst hat und meinem ganz persönlichen Gewinn dabei. Jede Reise bedeutete für mich, dass ich alles abgeben konnte, meine Krankheit im Hintergrund stand und ich wirklich Urlaub machen und loslassen konnte vom Alltag. Ich fühlte mich nicht behindert, obwohl ich eine Behinderung habe.“ SENIORENZENTRUM PAUL GERHARDT PFORZHEIM Ich bin sehr vielseitig, und hatte Freude an vielen Hobbies: Malen, Singen, Metallarbeiten und Kochen für Andere. So beginnt das Lieblingsgedicht von Frau D. (geb. 1943), die selbst in der eigenen Druckerei gearbeitet hat.

Ich habe sehr viele Puppen genäht für kleine Kinder. Meine Großmutter hat auch viele Handarbeiten gemacht. Ich wurde schon sehr früh von ihr beeinflusst – behauptete sie. Ich habe im Kindergarten angefangen zu stricken und zu häkeln. Die Kindergärtnerin hat mich separat an die Seite hingesetzt, weil die anderen Kinder es auch ausprobieren wollten – und ich sah ein Funkeln in ihren Augen. „Aber für die anderen Kinder sind die Nadeln zu gefährlich“, sagte die Kindergärtnerin immer. Nach dem Kriegsende, im Jahr 1947 habe ich angefangen, Puppen zu nähen für die Kinder, die kein Spielzeug hatten. Ich habe einen Stoff oder Filz genommen, und diesen habe ich in zwei Teile ausgeschnitten: eine Rückseite und eine Vorderseite und habe diese zusammengenäht. Die untere Seite ließ ich offen und habe dann alles mit Watte ausgestopft und zugenäht. Dazu fertigte ich auch noch einen Rock oder eine Schürze an und stellte Kleiderteile aus verschiedenen bunten Stoffen her und machte auch noch Holzoder Glasperlenketten dazu. Die Kinder haben sich sehr gefreut, als sie die bunten Puppen geschenkt bekamen, und sie hatten etwas zum Spielen. Heute habe ich leider keine Puppe mehr, denn ich habe alles verschenkt. Frau D. lächelte und sprach: „Wenn ich etwas tue, tue ich es für andere, denn dann habe ich auch selbst Freude daran.“ Soziale Betreuung, Aktivierung Anett Szabo-Papp, FSJ Merve Sönmez SENIORENZENTRUM SONNHALDE NEUENBÜRG Als ich vor ein paar Jahren nach Bad Wildbad zur Kur ging, lernte ich etwas ganz Neues kennen, das zu meinem späteren Hobby wurde. In

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der Kur gab es unterschiedliche Beschäftigungsangebote, hierbei wurde auch die Seidenmalerei als Batik-Technik vorgestellt. Ich wurde sehr neugierig und meldete mich zum Kurs an. Da ich schon in jungen Jahren gerne Seidenhalstücher getragen habe, dachte ich, dass es bestimmt sehr angenehm sei, mit diesem Material zu arbeiten. Es wurden verschiedene Techniken vorgeführt, die mit Gutta-Technik und

die Wischtechnik – ich jedoch interessierte mich sehr für diese BatikTechnik. Das Zerfließen der Seidenfarben hat mich sehr fasziniert. Als erstes wurden die Seidentücher oder Seidenschals farbig grundiert. Danach wurden, durch Tupfen mit dem Pinsel oder durch vorheriges Abbinden der Tücher, Muster erzeugt, dann getrocknet, ausgewaschen und später zum Fixieren nochmals nass gebügelt. Bei den vielen Seidentüchern, die ich herstellte,

wurde mir auch bewusst, dass meine Lieblingsfarbe Grün ist. Das beruhigt mein Auge. Im Laufe der letzten Jahre hatte ich viele Bestellungen von Enkelinnen, Schwiegertöchtern, Freunden usw. für meine außergewöhnlichen, farbenfrohen und immer experimentierfreudigen Batikseidenschals. Es macht mir unendlich viel Freude, sie zu erstellen und vor allem diese Kunstwerke zu verschenken. Herr Klarmann

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Aja’s Gartenhaus – ein Wohnkonzept für Menschen mit Demenz Mit Aja’s Gartenhaus wurde das vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) favorisierte Grundkonzept eines „Pflegeheims der 4. Generation“ erstmals in Frankfurt vom Träger des Pflege- und Kulturzentrums „Haus Aja Textor-Goethe“ umgesetzt. In vier kleinen, überschaubaren Wohneinheiten leben seit 2007 je acht insbesondere demenziell erkrankte Menschen in familienähnlichen Hausgemeinschaften miteinander.

Fotos: © Michael Himpel

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Im Herzen jeder Wohnung findet das Gemeinschaftsleben in der geräumigen Wohnküche bzw. im Wohnzimmer statt. Durch ein aufwändiges Brandschutzkonzept ist die Sicherheit der Bewohner auch ohne lange, unwirtliche Flure sichergestellt. Daneben hat jeder Bewohner ein Ein-

zelzimmer (mit Duschbad), das so auf den Gemeinschaftsbereich ausgerichtet ist, dass beim Öffnen der Zimmertür ein unmittelbarer Blickkontakt zu der dort tätigen Bezugsperson, der sogenannten „Lebensbegleiterin“ möglich ist. Diese ist für eine Atmosphäre von Sicherheit, Geborgenheit und Beteiligung zuständig: Sie sorgt dafür, dass so viel „normaler Alltag“ wie möglich stattfinden kann. Den Orientierungsnöten der Bewohner wird durch das aktive wie passive Miterleben sinnvoller Aufgaben sowie durch gezielte Sinnesanregungen entgegenwirkt. Neben tagesstrukturierenden Angeboten wie dem gemeinsamen Zubereiten der Mahlzeiten, dem erlebbaren Bewirtschaften des überschaubaren Haushalts oder dem täglichen Empfang von Besuch (Angehörige), kommt einer alle Sinne anregenden milieutherapeutischen

Ausstattung der Wohnungen und des Gartens eine entscheidende Bedeutung zu. Dies alles sorgt für eine möglichst individuelle Altersbegleitung und Entwicklungsförderung. Älter werden bewusst gestalten in der „Wohngruppe unter dem Dach“ Im Dachgeschoss von Aja’s Gartenhaus fanden neun „junge Alte“ als „Wohngruppe unterm Dach“ eine neue Heimat. Die Gründer der Friedrich-Schorling-Stiftung haben es sich zur Aufgabe gemacht, preiswerten Wohnraum für Menschen zu schaffen, die sich gegenseitig im Alter begleiten und ihre Lebenserfahrungen in verlässlicher ehrenamtlicher Tätigkeit fruchtbar werden lassen. Zudem sind sie maßgeblich daran beteiligt, mit rund 30 anderen Ehrenamtlichen ein Konzept zum Freiwilligenmanagement in Aja’s Gartenhaus umzusetzen, bei dem neben den hauptamtlichen „Lebensbegleiterinnen und -begleitern“ zahlreiche „Zeitschenker“ (Ehrenamtliche und Angehörige) in den Alltag eingebunden werden. Kontakt und weitere Informationen: Telefon: 069 – 53 09 30 www.haus-aja.de

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Mein liebstes Hobby


Claudia Windbiel · www.gesunde-4pfoten.de

Auch Hunde haben’s im Kreuz Gymnastik, Spiel und Sport im fortgeschrittenen Hundelebensalter Hat ein Haustier die sieben Jahresgrenze überschritten, gilt es als Senior. Die Leistung des Körpers lässt nach und die ersten altersbedingten Krankheiten erscheinen. Setzt man das Alter von Hund und Katz in Relation zum Alter des Menschen, sind diese uns um einige Jahre voraus, z.B. ein kleiner Zwergpudel, der 10 Menschenjahre alt ist, hat in Hundejahre gerechnet schon 56 auf dem Buckel. Noch gravierender ist der Unterschied bei einem deutlich schwereren Hund, wiegt er zwischen 26 und 40 kg, zählen seine Hundejahre schon 66. Da ist es selbstverständlich, dass auch hier zahlreiche gesundheitliche Probleme auftreten. Die Physiound Schwimmtherapie für Tiere verhindert wie auch beim Menschen, das Einrosten der betagten Knochen. Natürlich werden hauptsächlich altersbedingte Krankheiten therapiert, wie z. B. Arthrose, Arthritis, Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen, Ruheschmerzen, auch Bandscheibenvorfälle, Hüft- und Knieoperationen und natürlich auch das Simpelste: eine „verspannte Muskulatur“. Wie man sieht, „wie der Herr so das Gescherr“. Unsere Lieblinge leiden genau wie Frauchen und Herrchen an den gleichen Unliebsamkeiten.

sertherapie, für Patienten wie sie ist schwimmen eine perfekte Methode, um wieder fit zu werden.

einlassen kann, auch zu psychischer Entspannung und Beruhigung, sodass das seelische Wohl nicht zu kurz kommt, denn, sieht der Mensch seinen Liebling glücklich, zufrieden, schmerzfrei und entspannt, geht es auch ihm sehr gut. Als flankierende Maßnahmen zu den Behandlungen kommen noch die guten „alten Hausmittel“ zum Einsatz. Wir alle kennen Wärmflaschen, Kirschkernsäckchen, Quarkwickel, Arnikawickel, Essigwickel u.v.m. Damit kann jeder Besitzer seinem Goldstück zu Hause was Gutes tun, ihn versorgen, behüddeln und betüddeln. Welcher Tierbesitzer möchte das nicht? Wem tut das nicht selbst gut?

Hier möchte ich einen kleinen Einblick in die Schwimmtherapie geben Voller Freude – mit einer orangenen Schwimmweste ausstaffiert – paddelt die 13jährige Luna durchs 28°C warme Becken. Im Schlepptau Claudia Windbiel. Die Tierphysiotherapeutin achtet auf die exakte Haltung der betagten Hundedame und gibt hin und wieder Hilfestellung, so dass kein Schnauzhärchen nass wird. Luna planscht nicht nur zum Vergnügen, es tut auch ihren morschen Knochen gut. Der Vierbeiner leidet an einer altersbedingten Arthrose und bekommt deswegen die Was-

Im Wasser kann man sich relativ schmerzfrei bewegen, die angeschlagenen Gelenke werden bewegt, ohne belastet zu werden, das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt und bereits atrophierte Muskulatur wird gekräftigt.

Wer rastet, der rostet Zu guter Letzt nehme ich das Motto auf „wer rastet, der rostet“. Das gilt für Frauchen, Herrchen und Tierchen. Durch die Physiotherapie und Krankengymnastik wird auch der geriatrische Hund geistig und körperlich bewegt: moderat, langsam aber stetig, lieber öfter, aber nicht zu lang und weit, seinen Bedürfnissen angepasst. So kann man das Tier seinen Lebensabend genießen lassen und einer sonnigen und langen Zukunft entgegenblicken. Auf diese Weise bleibt der Liebling dem Frauchen und Herrchen lange erhalten.

Bevor der Liebling baden geht, gibt es noch eine Massage. Massagen fördern – genau wie beim Menschen – die Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. Verspannte Muskeln und das Gewebe werden gelockert, was die Schmerzen lindert. Zudem verhilft die Massage dem Tier, welches sich darauf

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enioren Residenz „Bergdorf“ Büchenbronn

Im Obergeschoss des Walter-Rittmann-Hauses (Gemeinschaftshaus) unserer Seniorenresidenz ist ein neues Wohnprofil für zwei Wohngruppen entstanden – eine zukunftsweisende und bereits bewährte Wohnform. Je sieben Einzelzimmer, zum Teil mit Balkon, gruppieren sich um einen großen Gemeinschaftsraum mit einer Küche, einem kleinen Nebenraum für Spezialaktivitäten und einer Dachterrasse.

Warum diese neue Wohnform? Mediziner und Gerontologen predigen es seit Jahren in Vorträgen, Büchern, Fernsehsendungen, Zeitungen etc. Einsamkeit macht alt, krank, trübt den Geist, verdunkelt das Gemüt, verhärtet die Seele. Gerade die aktivierende Wirkung durch

Unsere Angebote im Überblick: • exponierte Lage • Kombination aus Pflegeheim und Betreutem Wohnen • vollstationäre Dauer- u. Kurzzeitpflege • qualifiziertes Fachpersonal • Tag- und Nacht-Präsenz • Großzügige Gemeinschaftsräume • Therapie- und Multifunktionsräume • Dachgarten/Wintergarten • Frischkost aus eigener Küche • Schonkost/Diabetikerkost/Vegetarisch • Fahrdienst/mobiler Hilfsdienst • Wäscherei im Haus • Wohlfühlklima und vieles mehr

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern

Begegnungen mit anderen Menschen, durch gemeinsames Tun, durch den Gedankenaustausch erhält die Lebendigkeit und Elastizität, die mit zunehmendem Alter ihren wesentlichen Anteil zum Erhalt eines lebensbewussten Alterns beitragen. Wir wissen dies und haben als erste Seniorenresidenz in Pforzheim diese Möglichkeit integriert, die in anderen Ländern längst zu den bewährten und beliebten Wohnmodellen gehört. Oft hören wir bei der Besichtigung dieses Angebotes die ablehnende Bemerkung: „Ach nein, ich möchte lieber allein bleiben“. Hierbei wird offensichtlich vergessen, dass man ja mit seinem Einzelzimmer, das zu diesem Wohnprojekt gehört, stets die Möglichkeit hat, sich zu jeder Zeit zurück zu ziehen.

Die Statistik zeigt uns, dass wir heute im Schnitt 6 Jahre älter werden als unsere Eltern. Es ist ein Geschenk an unser Leben, das wir dankbar annehmen und sinnvoll gestalten sollten. Die Geselligkeit pflegen, sich mit anderen Menschen auszutauschen, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander Freude zu haben, Freude zu schenken und anzunehmen, gehört zum Leben ebenso, wie das mit sich Leben und in sich Ruhen. All dies sind Gründe, die für uns wichtig waren, dieses neue Wohnmodell in unsere Senioren Residenz zu integrieren. Die vorliegenden Erfahrungswerte beweisen uns, dass hier eine Wohnform zur Verfügung steht, die richtungsweisend ist für ein lebendiges, anregendes und aktives Miteinander unter dem Dach einer altersgerechten Betreuung und Versorgung.

Wohngemeinschaft Walter-Rittmann-Haus Senioren-Residenz Bergdorf, Büchenbronn 1. Beispiel: 1-Zimmer-Appartement Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt 2. Beispiel: 1-Zimmer Appartement mit Südbalkon Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt

39,30 m2 €/Monat 360,00 140,00 260,00 45,00 20,00 70,00 895,00

52,00 m2 €/Monat 450,00 160,00 260,00 60,00 20,00 70,00 1.020,00

SR Senioren-Residenz GmbH · Siedlungstr. 48 · 75180 Pforzheim · Tel.: 07231/6055-0 · Fax: 6055103 · sr.pf@web.de


enioren Residenz „Nagoldblick“ Huchenfeld

Unsere neue Senioren-Residenz Haus Nagoldblick in Pforzheim-Huchenfeld haben wir Mitte 2009 ihrer Bestimmung übergeben. Die Akzeptanz unserer Einrichtung ist sehr groß und alle haben sich gut eingelebt. Dies motiviert uns in dem Wirken für unsere Bewohner.

Eingangssituation mit freundlich gestaltetem Café,Verwaltung und Wartebereich dar. Im Wohlfühlbad mit Hubbadewanne, das im hinteren Teil des Eingangsgebäudes an das Café angrenzt, können die Bewohner die stimmungsvolle Gestaltung des Raumes genießen – Ruhe und Entspannung pur unterstützt durch wohltuende Badeessenzen.

Das Pflegehaus bietet auf zwei Wohnbereichen, die unter dem Motto „bekannte Gebäude und Gegenden des Enzkreises“ und „Pforzheimer Schmuck“ stehen, 36 Pflegeplätze. Alle 30 Zimmer haben eine Nasszelle, von denen ein Teil als rollstuhlfahrergerecht ausgelegt ist. Das Erdgeschoss, über eine Terrasse mit dem Garten verbunden, ist auch für an Demenz erkrankte Bewohner geeignet. Die Visitenkarte des Gebäudes stellt die dem Pflegehaus vorgelagerte

In Kooperation mit ortsansässigen Kirchenund Krankenpflegevereinen sowie Besuchen des Kindergartens und der Schule freuen wir uns darauf, allen Bewohnern eine angenehme Umgebung zu schaffen, in welcher der Lebensabend mit Freude und Würde gelebt werden kann. In einer Zeit schwindender Ressourcen und wachsender Umweltbelastung haben wir uns um intelligente, komfortable aber auch preiswerte Energiekonzepte Gedanken gemacht.

Unser neues Vorhaben: Barrierefreies Wohnen im Ortskern von Bad Liebenzell

Ein Projekt der

Immobilien GmbH & Co. KG Siedlungstr. 48 75180 Pforzheim Tel. 07231-6055110 e-mail: sr.pf@web.de

Wir müssen zukünftig unsere Energien regenerativ erzeugen. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, den Energiebedarf zu senken. Das heißt, vor der Überlegung Heizung kommt die Überlegung Dämmung. Angesichts dessen bedarf es des Einsatzes gut durchdachter wärmedämmender Konstruktionen, um den Wärmeabfluss deutlich zu reduzieren. Eine ideale Ergänzung ist eine thermische Solaranlage. Sechs Monate im Jahr sorgt die Solaranlage vollständig für die Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Photovoltaik ist unbestritten die eleganteste Art, Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Die Photovoltaikanlage bringt neben dem wirtschaftlichen auch einen bedeutenden Gewinn für unsere Umwelt. Die Sonne ist eben unsere unerschöpfliche Energiequelle. Mit unseren neuen Konzepten möchten wir nicht nur ökologische und wirtschaftliche Akzente in Huchenfeld setzen. Gewinnen sollen vor allem die Senioren. Durch Funktionalität, ein entsprechendes Ambiente mit einer modernen Ausstattung, wozu auch die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zählt, sowie natürlich fachkundige Pflege mit Herz und Qualität wird ein optimales Zusammenwirken garantiert und alle Voraussetzungen für das persönliche Wohlempfinden geschaffen.


Die Sparkasse Pforzheim Calw:

„Geh aus mein Herz…“ Tenor Jay Alexander mit neuer CD Die Familienherberge Lebensweg liegt dem Tenor Jay Alexander ganz besonders am Herzen. Deshalb bedachte deren offizieller Botschafter die Initiative für unheilbar erkrankte Kinder und ihre Eltern mit einer Spende von 15.000 Euro aus dem Erlös seiner CD „Weihnachten mit Jay Alexander“. Die Sparkasse Pforzheim Calw, wo die Spendenübergabe auch stattfand, hatte den Betrag kurzerhand aufgerundet, „weil wir mit krummen Beträgen nicht leben können“, wie Vorstandschef Stephan Scholl scherzhaft anmerkte.

Generationenmanagement als Antwort auf demographische Entwicklungen

Jay Alexander (links) übergab eine 15.000 Euro-Spende an die Familienherberge Lebensweg in Schützingen. Mit ihm freuen sich Fördervereinsvorsitzende Karin Eckstein und Sparkassenchef Stephan Scholl.

„Geborgenheit, Zuversicht, Vertrauen“ soll indes nicht nur das Cover von Alexanders neuem Album „Geh aus mein Herz…“ mit den schönsten Kirchenliedern ausstrahlen, das am 13. März erschienen ist, und das der Sänger im Anschluss an die Spendenübergabe der Presse vorgestellt hatte. Diese Begriffe stehen für Jay Alexander auch über der Arbeit der Familienherberge Lebensweg, der je drei Euro pro verkauftem Weihnachtsalbum zukamen. Die Idee dazu hatte Alexanders Schwester Christina Buchtala. Karin Eckstein, Vorsitzende des 300 Mitglieder zählenden Fördervereins Familienherberge Lebensweg, ging kurz auf den Stand der Vorbereitungen für das Projekt in der Enz-

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Begleitet vom Tschechischen Sinfonieorchester Prag und unter anderem den Calwer Aurelius-Sängerknaben, hat Alexander auf seiner Kirchenlieder-CD Stücke eingespielt, die ihm einfach am Herzen liegen. Es sei „ein sehr opulentes Werk“ geworden, das mit einem 50-köpfigen Orchester übrigens in jenem Prager Studio eingespielt wurde, in dem einst auch Teile von „Pan Tau“ entstanden. Die Älteren werden sich an die populäre Fernsehserie erinnern. Dass er mit dieser Einspielung „nicht die üblichen kommerziellen Plattformen“ bedienen kann, ist dem populären Künstler indes klar. Das Presseinteresse an der Vorstellung war gleichwohl immens.

kreisgemeinde Schützingen ein. 480.000 Euro sind bereits an Spenden gesammelt worden, die Bauplanungsphase ist abgeschlossen. Jetzt sollen der Bauantrag gestellt und die Kostenverhandlungen mit den Krankenkassen geführt werden. Die anvisierte Herberge, die Familien mit schwerstkranken Kindern eine Auszeit ermöglichen, sie unterstützen und entlasten soll, könne natürlich nie kostendeckend arbeiten und sei zudem weiterhin auf Sponsoren angewiesen. Jay Alexander erklärte, dass der Bedarf für solche Einrichtungen groß sei und es sich lohne, dafür zu kämpfen. „Wir werden weiter mit vollen Kraft dieses Projekt angehen“, versprach der Tenor.

Auf Grund der bekannten demografischen Entwicklung in Verbindung mit sich verändernden gesellschaftlichen Themen, wie z.B. Patchwork-Familien, Singlehaushalte usw., wurde bei der Sparkasse Pforzheim Calw die Abteilung Generationenmanagement geschaffen. Im zentralen Fachbereich wurde die bereits vorhandene Kompetenz gebündelt. Die Betreuer der Abteilung Generationenmanagement unterstützen die Kunden der Sparkasse ganzheitlich bei der Gestaltung der Vermögensnachfolge im Bereich des Privat- und Firmenvermögens. Sie koordinieren und begleiten die Umsetzung zusammen mit spezialisierten Steuerberatern und Rechtsanwälten. Gefragt sind u. a. die Stiftungsberatung und -gründung, Mediation sowie Finanzplanung, aber auch die Ausschau nach einem geeigneten Nachfolger und/oder Übernehmer.


AOK Pforzheim:

Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ 2 – AOK-Curaplan-Programm hilft Amalie Mayer (69 Jahre) fühlt sich sei längerer Zeit abgeschlagen, ist ständig müde, hat keine Lust mehr, Freude und Bekannte zu treffen. Auch machen ihr kleine Wunden zu schaffen. Sie wollen einfach nicht mehr richtig verheilen. Die Toilettengänge haben sich verdoppelt, und dann ist da noch der ständige Durst. Amalie Mayer treibt die Angst vor einem vermeintlichen Herzinfarkt um und geht zu ihrem Arzt. Sie staunte nicht schlecht, als sie dort erfuhr, dass sie die Zuckerkrankheit – Diabetes Typ 2 – hat. Was sind die Ursachen für Diabetes mellitus Typ 2? Das körpereigene Hormon Insulin wird entweder nicht in ausreichender Menge gebildet oder die Körperzellen sind nicht mehr ausreichend empfänglich für die Wirkungen des Insulins. Diabetes mellitus Typ 2 betrifft in den meisten Fällen Menschen über 40 Jahren. Neben einem höheren Lebensalter und Bewegungsmangel, ist das Gewicht der wichtigste Faktor für das Entstehen der Erkrankung: Bei Übergewichtigen muss die Bauchspeicheldrüse viel mehr Insulin herstellen als bei jemandem mit Normalgewicht. Dies führt oft dazu, dass die Bauchspeicheldrüse diesen Mehrbedarf nicht mehr ausgleichen kann. Beim Diabetes mellitus Typ 2 erleiden Patienten etwa viermal so häufig einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, wie Patienten ohne Diabetes im gleichen Alter. Diese Risiken können stark verringert werden, indem vor allem der Blutdruck auf Normalwerte eingestellt wird – unter 140 mm Hg beim oberen (systolischen) und unter 90 mm Hg beim unteren (diastolischen) Wert. Amputationen kommen bei Diabetikern sogar 20mal häufiger vor als im Durchschnitt der Bevölkerung. Wenn der

Diabetes schon lange besteht, können Schäden an den Augen und an den Nieren auftreten. Hier besteht die Gefahr, dass die Patienten erblinden oder dauerhaft auf eine Blutwäsche (Dialyse) angewiesen sind. Menschen, die an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, können ihre Lebensqualität mit einer angemessenen Behandlung deutlich verbessern. Mit AOK-Curaplan können Diabetiker sicher sein, frühestmöglich die bestmögliche Versorgung zu bekommen. Ein Teil dieses strukturierten Be-

handlungsprogramms (auch DMP genannt) sind spezielle Patientenschulungen. Dort lernen Diabetiker, kompetent mit ihrer Erkrankung umzugehen. Bei AOK-Curaplan übernimmt der Arzt die Rolle des Koordinators. Er steuert alle Abläufe in enger Zusammenarbeit mit anderen Experten und Fachärzten. Er bekommt alle Befunde und bleibt so immer auf dem Laufenden. Zudem erinnert er seine Patienten an wichtige Vorsorge- und Untersuchungstermine. Alle Empfehlungen und Behandlungen stützen sich bei AOK-Curaplan Diabetes auf den aktuellen Stand der Wissenschaft. So werden zum Beispiel nur solche Medikamente empfohlen, deren Nutzen und Sicherheit für Typ-2-Diabetiker in Studien eindeutig belegt wurden. Bei dem Programm werden auch die Behandlungen zusätzlicher Erkrankungen, wie etwa Bluthochdruck, berücksichtigt. Dies alles dient der Sicherheit und dem Wohlbefinden des Patienten.


Aktivitäten &

Gerda Görnemann 1. Vorsitzende

Dieter Müller, Architekt 1. Vorsitzender Wohnberatung & Seniorenfr. Service

Herta La Delfa 2. Vorsitzende

DER KREISSENIORENRAT ENZKREIS – STADT PFORZHEIM E.V. ist ein Informations- und Beratungszentrum für ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Der KSR vermittelt Hilfe im Alter und fördert die Meinungsbildung und den Erfahrungsaustausch auf sozialem, wirtschaftlichem, kulturellem, politischem und gesellschaftlichem Gebiet. In der zentral gelegenen Geschäftsstelle steht ein dynamisches Büroteam für Auskünfte, Informationen und Beratungen zur Verfügung. SENIOREN SCHAFFEN SCHÖNES Die alljährliche Veranstaltung „Senioren schaffen Schönes – Zeit der Kreativität“ findet in diesem Jahr vom 4. – 8. Mai, wie bewährt im VolksbankHaus statt. Die bunten Nachmittage dieser Woche werden durch die verschiedensten Darbietungen bei Kaffee und Kuchen unterhaltsam gestaltet. THEATERGRUPPE „EULENSPIEL“ Die Theatergruppe wurde 2010 gegründet und besteht aus 12 Mitgliedern im Alter zwischen 61 und 86 Jahren.

Bärbel Grötzinger Engagement im Alter

Norbert Poff Schatzmeister

Ruth König Theater-Service

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31 Ost – Mehrgenerationen-Theater-Projekt: Kooperation zwischen Kulturhaus Osterfeld und Jugendkulturtreff Kupferdächle. Revolution eine schnelle, radikale Veränderung der gegebenen (politischen, sozialen, ökonomischen) Bedingungen. Hat das etwas mit mir zu tun? Was bedeutet dieser Begriff für mich persönlich? Spielt er eine Rolle in meinem Leben? Die Seniorentheatergruppe „EULENSpiel“ des Kulturhauses Osterfeld und die Jugendtheatergruppe des Jugendtreffs Kupferdächle gehen diesen Fragen auf den Grund. Gemeinsam sagen Sie JA – zu einem generationsübergreifenden Projekt, in dem Jung & Alt neue

PC-SCHNUPPERSTUNDEN Es ist keine Frage des Alters, mit dem Computer, dem Internet und allen gängigen Programmen wie MS Word, MS Excel und vielen anderen Software-Pogrammen umzugehen. Die PC-Schnupperstunden beim KSR bieten erste Informationsmöglichkeiten, stehen seit Jahren im Programm und sind immer gut besucht. Ansprechende Termine werden rechtzeitig in der einschlägigen Presse veröffentlicht. STERNTREFFEN Im Spätherbst eines jeden Jahres findet im Wechsel in Pforzheim oder im Enzkreis das Sterntreffen statt. Es ist ein bunter Nachmittag für allein oder in Heimen lebende Senioren. SENIORENTREFFEN IM REX An jedem 2. Mittwoch im Monat findet im Rex eine Kino-Veranstaltung mit einem speziell ausgewählten

qualitativ hochwertigen Film mit anschließender Kaffeestunde statt. THEATERKARTEN Beim Stadttheater Pforzheim gibt es pro Spielzeit vier vergünstigte Seniorenvorstellungen. Informationen hierzu beim KSR. DIE HOCHSCHULE PFORZHEIM INFORMIERT Das „Studium Generale“ der Hochschule Pforzheim ist ein interessantes Angebot, in dem sich interessierte Menschen aus der Region über aktuelle und grundlegende Themen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft informieren können. Die Hochschule weist auf den Termin mit Prof. em. Dr. Theo Wehner hin, der am Mittwoch, dem 29.4.2015, 19.00 Uhr, über das Thema „Psychologie der Freiwilligenarbeit: Sinnfindung und Gemeinwohlorientierung“ spricht.

Methoden des Theaterspielens – aber vor allem auch sich gegenseitig – kennen lernen. Im intensiven Austausch werden Lebenserfahrungen gepaart mit Lebensträumen und -wünschen in eine Bühnensprache übersetzt. Ängste, Hoffnungen, Zuversicht und Weisheiten werden mit Von links: Regisseurin und Gruppenleiterin Bärbel Gerstenäcker mit ihrer Assistentin Stefani Neuhäuser.

Mitteln des darstellenden Spiels erforscht und inszeniert. Dabei stoßen die Gruppen unweigerlich auf die Fragen: Wie will ich leben? Und wie soll die Gesellschaft, in der ich lebe aussehen? Daraus entstanden ist eine Theaterproduktion, die das Thema „wofür kämpfst Du?“ – aus Sicht von auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Generationen – beantwortet. Man darf auf dieses „Generationenspiel“gespannt sein.


Veranstaltungen AKTIV UND ENGAGIERT AUCH IM ALTER Welche Frau kennt nicht das ungute Gefühl, das sich einstellt, wenn man nach einem Theater- oder Kinobesuch bei Dunkelheit von der Bushaltestelle alleine nach Hause läuft oder in der Tiefgarage zum Auto geht. Die Angst, die sich einschleicht, wenn man nachts durch eine Unterführung muss oder alleine in einem Bahnabteil sitzt und die Tür aufgeht. Sollte man sich solchen Situationen erst gar nicht aussetzen? Für viele hieße das Verzicht auf den Besuch von kulturellen Veranstaltungen, auf die wöchentliche Gymnastik- oder Singstunde. Das würde auch bedeuten, Verzicht auf ein wesentliches Stück Lebensqualität. „Zu Hause bleiben“ kann ja wohl nicht die Lösung sein. Auch deswegen, weil wir wis-

sen, wie wichtig solche Unternehmungen und Kontakte sind, um im Alter möglichst lange fit zu bleiben. Folglich stellt sich die Frage, was können die Seniorinnen tun, um sich nicht aus Angst in ihrem Lebensstil einzuschränken. Selbstbehauptungstraining für Frauen Der KreisSeniorenRat hat dieses Thema gemeinsam mit der Kriminalprävention, Außenstelle Pforzheim, aufgegriffen und ein Training für

FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN SIND RECHTZEITIGE ANMELDUNGEN ERFORDERLICH! Geschäftsstelle KreisSeniorenRat Enzkreis – Stadt Pforzheim e.V. • Ebersteinstr. 25 (Ecke Salierstraße), 75177 Pforzheim • Tel. 0 72 31/3 27 98 oder Fax 0 72 31/35 77 08 • info@kreisseniorenrat-pf.de · www.kreisseniorenrat-pf.de

Ältere durchgeführt. In 4 aufeinander aufbauenden Veranstaltungen haben Birgit Hammer und Markus Regelmann von der Polizei mit einer Gruppe von 18 Seniorinnen das Thema „Selbstbehauptung“ mit folgenden Schwerpunkten behandelt: • Kann ich durch mein Verhalten Gefahrensituationen vermeiden? • Verfüge ich notfalls über eine wirkungsvolle Strategie? • Bin ich in der Lage, einem anderen selbstbewusst zu begegnen? • Was tue ich, wenn es doch mal „brenzlig“ wird? Die Trainer bearbeiteten die Fragestellungen mit etwas Theorie, vielen Beispielen aus ihrer Polizeitätigkeit, mit Rollenspielen, praktischen Übungen und mit zielgerichtet moderiertem Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen.

Ziel des Seminars Das Ziel des Seminars ist es, das Selbstvertrauen so zu stärken, dass man erst gar nicht Opfer wird und den Seniorinnen zu zeigen, dass jede in der Lage ist, sich zu wehren. Der Kurs will keine Checkliste liefern, nach der man idealerweise vorgeht. Er gibt den Teilnehmerinnen vielmehr einen Werkzeugkasten an die Hand, aus dem jede das für sie passende Werkzeug herausnehmen und einsetzen kann.

Rückmeldungen der Teilnehmerinnen Die Beurteilungen am Ende des Seminars waren durchweg positiv. Alle haben viel dazugelernt, eine Menge Anregungen erhalten und Handwerkszeug kennengelernt, das sie in „brenzligen“ Situationen einsetzen können. „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich zu so einer Reaktion fähig wäre.“ Durch die Trockenübungen im geschützten Raum haben die Frauen erkannt, dass sie sich wehren können – mit Worten und mit Taten. Und das gibt Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. „Ich hab mich richtig groß gefühlt, wobei ich doch sonst eher schüchtern bin.“ Mit dem Kurs ist das Thema nicht beendet. Es gilt noch viele Dinge nachzuarbeiten und jede einzelne muss für sich reflektieren, was bin ich bereit einzusetzen. Und das kann man in unangenehmen Situationen „im Kleinen“ üben, um es dann im Notfall ohne große Überlegung abrufen zu können. Der Vergleich mit dem Fahrsicherheitstraining kommt einem in den Sinn: Üben von Vollbremsung und Ausweichmanöver im sicherem Umfeld auf dem Messplatz, um bei einem Notfall im realen Straßenverkehr instinktiv richtig zu reagieren. Zusammenfassend kann man sagen: Der Kurs hat viel gebracht, vor allem einen Zuwachs an Selbstvertrauen und selbstsicheres Auftreten. Bedauerlich ist nur, dass man an diesem Training nicht schon viel früher teilgenommen hat. Vielen Dank an das tolle Trainer-Team. Seniorinnen, die sich für ein „Selbstbehauptungstraining für Frauen“ interessieren, können sich an den KreisSeniorenRat, Tel. 0 72 31 – 3 27 98, info@kreisseniorenrat-pf.de oder an die Kriminalprävention, Außenstelle Pforzheim, Birgit Hammer, E-Mail: birgit.hammer@polizei.bwl.de oder Tel. 0 72 31/186 -12 48 wenden. KSR Bärbel Grötzinger

Ilse Kästner Seniorenfr. Service

Waltraud Bopp Bürotätigkeiten

Kerstin Müller Computerhilfe

Barbara Krauß Beisitzerin

Dr. Angela Ulrich Beisitzerin

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Die Wohn

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DIE WOHNBERATUNG – EINE WICHTIGE INSTITUTION FÜR ÄLTERE UND/ODER BEHINDERTE MENSCHEN Selbstbestimmtes Leben im Alter bzw. altersgerechtes Wohnen Diese gewaltigen Aussagen beziehen sich auf 2 Hauptthemen: Technik unterstützt Wohnen und Wohnen im Alter. Und dieses wird erreicht durch: Hindernisse abbauen, d. h. überlegen – aufklären – verwirklichen! Ausgangssituation Viele Bürger wohnen in nicht barrierefreiem Wohnraum. Bei Mobilitätseinschränkungen bedeutet dies häufig, dass die Menschen in der eigenen Häuslichkeit nicht mehr zu recht kommen. Der Kreisseniorenrat Enzkreis – Stadt Pforzheim e. V. ist ein Informations- und Beratungszentrum für ältere Menschen und ihren Angehörigen, gleichwohl werden auch die Interessen von Menschen mit Behinderungen vertreten. Ziele der Wohnberatung Verbesserung der individuellen Beratung und Versorgung, denn die Wohnberatung soll durch frühzeitige Information und Beratung über die unterschiedlichen Angebote und durch die Begleitung der rat- und hilfesuchenden Menschen, zur Verbesserung einer individuellen Versorgung beitragen, auch unter Einbeziehung der Technik. Ambient Assisted Living Zur Aufrechterhaltung eines qualitativ hohen Versorgungsniveaus werden künftig verstärkt technische Unterstützungssysteme zum Einsatz kommen. Neue technologische Ansätze sollen die Umgebung (= ambient) des Menschen informationell erschließen und sie dem Menschen kommunikativ dienstbar machen. „Unter Ambient Assisted Living (AAL) werden Konzepte, Produkte und Dienstleistungen verstanden, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbin-

den und verbessern mit dem Ziel, die Lebensqualität für Menschen in alle Lebensabschnitten, vor allem im Alter, zu erhöhen. Übersetzen konnte man AAL am besten mit Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben. Technische Assistenzsysteme versprechen Sicherheit und Entlastung für altere, kranke und behinderte Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit. Als Begründung für ihren Einsatz wird meist angeführt, dass sie kostengünstiger als personale Hilfen seien, keinen Urlaub forderten, an individuelle Bedürfnisse angepasst werden könnten und nicht zuletzt die Beschämung, die mit der Inanspruchnahme personaler Hilfe verbunden sein kann, verringerten. Zudem stünden sie dort zur Verfügung, wo aufgrund von Personalmangel sonst keine Hilfe geleistet werden könnte, zum Beispiel im ländlichen Raum, der schon heute mit Ärztemangel und Defiziten in der Gesundheitsversorgung zu kämpfen hat. Beispiele für AAL-Systeme sind u. a.: Beleuchtung, die sich automatisch an die Lichtverhältnisse anpasst, Türen, die sich beim Annähern öffnen und Bodenbeläge, die registrieren, wenn eine Person gestürzt ist, und Alarm auslösen. AAL-Systeme kommen in folgenden vier Hauptanwendungsfeldern zum Einsatz: Gesundheit und Pflege (Telemedizin), Sicherheit und Privatsphäre (Alarmsysteme), Haushalt und Versorgung (Umgebungssteuerung), Kommunikation und soziales Umfeld (via Internet). Technische Assistenzsysteme ermöglichen Selbstständigkeit. Die Technik allein reicht jedoch nicht aus – ein Alarmsystem ist wirkungslos, wenn schnelle Hilfe ausbleibt. Umfassende AAL-Systeme schließen deshalb meist komplementäre Dienstleistungen wie z. B. Call-Center, Bereitschaftsdienste und Lieferservices ein. Parallel zu dem Vorgenannten werden von mobilen Hilfsdiensten oder am-

bulanten Pflegediensten Hausnotrufsysteme angeboten, sozusagen eine Vorstufe zu AAL, eine durchaus zu akzeptierende Alternative. Zusammenfassung: Auch für Senioren sind Computer und Internet nützlich und beherrschbar. Sie eröffnen neue Wege zur Teilnahme am familiären und gesellschaftlichen Leben und ermöglichen es, sich in intellektueller anspruchsvoller Weise zu betätigen. Die Informatikanwendungen, die dafür in Frage kommen, sind weit verbreitet und werden durch ausgereifte Produkte oder leicht zugängliche Dienste unterstützt. Wohnen im Alter Das Älterwerden verdanken wir u. a. der Medizin; dieses Geschenk darf nicht ignoriert werden. Nur wer sich fit hält, wird den letzten Schritt ins Pflegeheim hinaus zögern können. Selbstständig und selbstbestimmt die freie Wahl der Wohnung zu haben, ist ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis. Oberstes Ziel ist daher, den Betroffenen so wenig Verantwortung wie nötig abzunehmen, um sie dabei zu fördern, ihr Leben selbständig zu gestalten bzw. eine Unterbringung in einem Altenpflegeheim zu vermeiden, oder so weit wie möglich hinauszuschieben (Mein Vater forderte mich vor Jahren dazu auf, in diesem Sinne an ältere Menschen heranzutreten. Wie Recht er hatte!). In Würde leben und altern beweist, das Zuhause gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Die Wohnqualität bestimmt die Lebensqualität. Besonders wenn die Beweglichkeit nachlässt, entwickelt sich die Wohnung allmählich zum Lebensmittelpunkt. Demnach haben wir zu entscheiden: bleiben oder umziehen. Zu Hause wohnen bleiben erfordert: Wohnungsanpassung oder Unterstützung im Alltag oder Betreutes Wohnen zu Hause. Ein neues Zuhause bedeutet: sich gemeinschaftlichen Wohnprojekten oder


beratung Betreutem Wohnen in einer Wohnanlage oder Betreuten Wohngemeinschaften oder Betreuten Hausgemeinschaften anzuschließen. Im Einzelnen: Die meisten Menschen möchten auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben (ca. 98 % der befragten Menschen). Dafür nehmen sie häufig Unbequemlichkeiten und Einschränkungen in Kauf. Erst wenn es gar nicht mehr anders geht, ziehen sie um – dann oft in ein Pflegeheim, was sie eigentlich vermeiden wollten. Dass es auch anders geht, zeigen die neuen Wohnmodelle für Senioren. Entscheidend ist allerdings der Zeitpunkt, an dem sich jemand mit der Frage „Wie will ich im Alter leben“ auseinander setzt. Je früher jemand darüber nachdenkt, desto mehr Wahlmöglichkeiten hat er. Wer bereits pflegebedürftig ist, hat es schwerer, etwa in einer Anlage des Betreuten Wohnens unterzukommen. Kriterien für ein altersgerechtes Zuhause Was viele nicht wissen: Oft ist es möglich eine Wohnung durch kleine Baumaßnahmen altersgerecht zu verändern und den Umzug in eine andere Wohnung oder ins Heim zu vermeiden. Zu Hause wohnen: bedeutet Wohnungsanpassung nach den Richtlinien der DIN 18040, die bestehende Wohnung an die veränderten Bedürfnisse im Alter anzupassen, z. B. Anpassung der san. Räumen wie Bäder, WC etc. und sich von Hindernissen und Gefahrenquellen wie Treppenstufen, eine zu hohe Badewanne, zu enge Türen oder Stolperfallen wie lose Teppiche. usw. zu befreien. Zu Hause wohnen mit Unterstützung im Alltag, wenn wir Hilfe im Haushalt und im Alltag benötigen: Das bedeutet noch keine pflegerische Betreuung. Es sind eher die kleinen Dinge des Alltags, die mit der Zeit mühsam werden, bei denen sich viele unterstützen lassen möchten: etwa bei der Garten-

pflege, beim Hausputz, Einkaufen, Spazierengehen, bei Behördengängen, Arztbesuchen oder auch bei nötigen Reparaturen. Oft leisten Angehörige, Freunde, Bekannte und Nachbarn solche Alltagshilfe. Doch nicht jeder kann oder will bei Bedarf auf familiäre Hilfe oder auf Freundschaftsdienste zurückgreifen. Eine Alternative bieten mobile Hilfsdienste oder ambulante Pflegedienste. Sie erleichtern den Alltag und helfen, die Selbstständigkeit zu erhalten. Zu Hause wohnen mit Betreuung, um in einer altengerechten Wohnung weitgehend selbstständig leben zu können. Sie benötigen dabei kontinuierlich ein wenig Unterstützung und die Gewissheit, dass bei Bedarf schnell Hilfe zur Stelle ist. Dafür schließen sie mit ambulanten Diensten, einer Sozialstation oder einem Betreuungsverein einen Betreuungsvertrag ab. Ein neues Zuhause in Form von gemeinschaftlichen Wohnprojekten bedeutet: In selbst organisierten, gemeinschaftlichen Wohnprojekten wohnen ältere Menschen zusammen in einer Miet- oder Eigentumswohnung, einem Haus oder in einer Wohnanlage. In einer Wohngemeinschaft hat jeder Bewohner nur sein eigenes Zimmer. Bad, Küche und Gemeinschaftsraum nutzen alle. In der Hausgemeinschaft bewohnt jede Partei eine eigene, abgeschlossene Wohnung. Nur die Gemeinschaftsräume sind allen gleichermaßen zugänglich. Das Ideale des gemeinschaftlichen Wohnens ist die gegenseitige Anteilnahme und Unterstützung im Alltag sowie im Krankheitsfall – wenn nötig, mit Hilfe von ambulanten Diensten. Zu der Wohnform „Wohngemeinschaft“ gestatte ich mir persönlich anzumerken, dass bei Erstbezug einer solchen Wohngemeinschaft selten Probleme auftauchen. Hingegen gibt es Schwierigkeiten, das Zimmer eines Verstorbenen neu zu belegen, denn die Bewohner sind eine aufeinander

eingeschworene Gemeinschaft, die einem Neuankömmling das Leben sehr schwer machen kann. Ein neues Zuhause mit dem Zusatznutzen Betreutes Wohnen in einer Wohnanlage. Betreute Wohnanlagen bieten barrierefreie, altengerechte Wohnungen mit Betreuungsservice. Ein neues Zuhause, jedoch als betreute Hausgemeinschaften. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat die Betreute Hausgemeinschaft als Alternative zum herkömmlichen Pflegeheim entwickelt. Diese Wohnform heißt deshalb auch KDA-Hausgemeinschaft. Zielgruppen und Ansprüche: Barrierefreies Bauen ist für viele Menschen eine unerlässliche Voraussetzung, um überhaupt mobil zu sein und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Besondere Anforderungen stellen in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkte Menschen, Menschen mit Gehbehinderungen, Lähmungen oder fehlenden Gliedmaßen, die oft auf Hilfsmittel angewiesen sind wie Rollstühle, Rollatoren, Gehhilfen oder auch nur Haltegriffe oder Geländer. Aber auch große oder kleine Menschen, darunter auch Kinder, Menschen mit Gepäck oder Kinderwagen stellen besondere Ansprüche, um sich frei bewegen zu können. Sie benötigen vor allem ausreichend Platz, Durchgänge müssen ausreichend breit und hoch sein, Aufstellflächen ausreichend lang. Bewegungsflächen müssen eben sein, Höhenunterschiede oder Stufen sind für viele kaum überwindbare Hindernisse. Taster, Griffe o.ä. müssen in der richtigen Höhe sein, um sie z. B. vom Rollstuhl aus, gut erreichen zu können. Menschen, die in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit oder in der Informationsverarbeitung eingeschränkt sind, benötigen beispielsweise übersichtliche Raumanordnungen; Blinde und Sehbehinderte zudem Tastkanten oder Bodenindikatoren. Dieter Müller

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Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Das „enterbte“

Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Immer wieder erlebe ich im Beratungsgespräch Verwunderung, wenn ich „Enterbung“ erkläre. „Enterben“ bedeutet letztendlich nur, dass eine nach der gesetzlichen Erbfolge zum Erben berufene Person durch ein Testament als Erbe ausgeschlossen wird. Bezogen auf die so genannten Pflichtteilsberechtigten bedeutet das aber nicht, dass sie im Erbfall leer ausgingen, was viele meinen, wenn sie sagen: „Ich habe meinen Sohn enterbt“. Trotz der testamentarischen Enterbung besteht das gesetzliche Pflichtteilsrecht fort. Das Pflichtteilsrecht ist das Recht des Ehegatten, der Abkömmlinge (Kinder und Kindeskinder) sowie der Eltern des Erblassers (sofern keine Abkömmlinge vorhanden sind) vom Erben die Zahlung eines Geldbetrages in Höhe des halben gesetzlichen Erbteils zu verlangen. Zu den Kindern zählen auch nichteheliche und angenommene Kinder des Erblassers. Kein Pflichtteilsrecht haben Großeltern und Geschwister des Erblassers. Beispiel: Ehepaar mit 2 Kindern. Der Ehemann verstirbt. Die Eheleute lebten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Der gesetzliche Erbteil der Ehefrau beträgt ¼, außerdem erhält sie den Zugewinn ¼, d.h. die Ehefrau ist Erbin zu ½, die beiden Kinder zu je ¼. Der Pflichtteilsanspruch der Kinder beträgt je 1⁄8. Hat der Ehemann nun mit seiner Ehefrau ein Berliner Testament gemacht, die häufigste Form des gemeinschaftlichen Testamentes unter Ehegatten, dann wird die Ehefrau Alleinerbin, die Kinder sind nicht zu Erben berufen, sind also enterbt, haben aber immer noch den gesetzlich garantierten Pflichtteilsan-

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spruch, den sie gegenüber der Mutter als Erbin geltend machen könnten. Das Pflichtteilsrecht ist zwingend, der Anspruch kann nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen durch Testament oder Gesetz entfallen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind die Voraussetzungen dafür aufgezählt, weitere Gründe können nicht geltend gemacht werden. Der Pflichtteil kann per Testament entzogen werden, weil: • ein Abkömmling dem Erblasser, dem Ehegatten oder einem anderen Abkömmling des Erblassers nach dem Leben trachtet, • der Abkömmling sich einer vorsätzlichen körperlichen Misshandlung des Erblassers oder des Ehegatten des Erblassers schuldig macht, bei der Misshandlung des Ehegatten muss der Abkömmling auch vom Ehegatten abstammen, • der Abkömmling sich gegenüber dem Erblasser oder seinem Ehegatten eines Verbrechens oder schweren Vergehens schuldig macht, • der Abkömmling seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Erblasser böswillig verletzt hat,

• der Abkömmling wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung bzw. der Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Erziehungsanstalt wegen einer ähnlich schwerwiegenden Tat verurteilt wurde. Neben diesen Fällen, in denen der Pflichtteil entzogen wird, weil sich der Pflichtteilsberechtigte dem Erblasser gegenüber unangemessen verhalten hat, gibt es auch noch die Möglichkeit, dass der Erblasser den Pflichtteil beschränkt, weil der Pflichtteilsberechtigte ein Verschwender ist oder überschuldet. Hier ist es also das fürsorgliche Element, das überwiegt und nicht das strafende, wie in den anderen Fällen. Die eben genannten Gründe zum Entzug des Pflichtteils sind abschließend, so dass es nicht die Möglichkeit gibt, einem Pflichtteilsberechtigten den Pflichtteil zu entziehen, weil zu ihm seit Jahren kein Kontakt mehr bestanden hat. Die Geltendmachung des Pflichtteils vollzieht sich in mehreren Schritten. Zunächst wird der Pflichtteilsberechtigte beim Erben ein Nachlassverzeichnis anfordern. Darin muss der Erbe dem Pflichtteilsberechtigten die im Nachlass vorhandenen Aktiva und die durch den Tod entstandenen (Bestattungskosten) oder bereits vor dem Tod des Erblassers bestehenden Schulden, also die Passiva, auflisten. Sollte sich im Nachlass ein Gegenstand befinden, dessen Wert sich nicht ohne weiteres beziffern lässt, hat der Pflichtteilsberechtigte einen Anspruch darauf, dass dieser Gegenstand geschätzt wird.


Kind In der dritten Stufe hat der Pflichtteilsberechtigte dann den Anspruch auf Auszahlung seiner Quote in Geld. Der Pflichtteilsanspruch verjährt innerhalb von drei Jahren ab Kenntnis davon, dass man enterbt wurde. Wichtig zu wissen ist für den Erben, dass er nur, um den Pflichtteil auszahlen zu müssen, niemals das von ihm bewohnte Haus verkaufen muss, wie viele Menschen meinen. Hier hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass die Stundung des

Pflichtteilsanspruchs beantragt werden kann, um zu gewährleisten, dass niemand durch die Begleichung des Pflichtteilsanspruchs in existenzielle Not gerät. Grundsätzlich gilt – sowohl beim Abfassen eines enterbenden Testamentes als auch wenn der Erbfall eingetreten ist und ein Pflichtteilsanspruch geltend gemacht oder seitens des Erben geregelt werden muss – dass hierzu anwaltliche Beratung sinnvoll ist.

Initiative „In Form“: Fit und aktiv im Alter IM ALTER INS FITNESSSTUDIO? Bewegung tut gut – in jedem Alter. Regelmäßiger Sport ist gesund und erhöht das Wohlbefinden. Als Ort für den sanften (Wieder-) Einstieg in den Sport eignen sich Fitnessstudios. Viele Fitnessstudios stellen sich immer mehr auf Sportlerinnen und Sportler jeden Alters ein und bieten so auch spezielle Angebote für Seniorinnen und Senioren. Bei der richtigen Wahl des Fitnessstudios hilft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Er vergibt das Siegel „Sport pro Fitness“ an Studios mit qualifiziertem Personal und einem gesundheitlichen Eingangs-Check. Einen ersten Anhaltspunkt über die körperliche Fitness gibt der IN FORM Fitnesstest. Vor Trainingsbeginn empfiehlt es sich, zur Sicherheit mit einem Arzt zu sprechen, um mögliche Risiken abzuklären. Bei bestehenden Vorerkrankungen kann

der Arzt ein entsprechend angepasstes Sportprogramm empfehlen. Ob Gerätetraining, Funktionsgymnastik oder Yoga zum Ausklang – der Einsatz lohnt sich. Gezielte Bewegung kann einem vorzeitigen Muskelabbau im Alter vorbeugen, die Knochen stärken und die Beweglichkeit fördern. Außerdem kann Sport dazu beitragen, mögliches Übergewicht zu reduzieren und so die Gelenke zu entlasten. Dennoch gilt, sich beim Sport beziehungsweise beim (Wieder-) Einstieg nicht zu überlasten. Wer umsichtig und maßvoll trainiert, hat mehr Freude. Und ob im Fitnessstudio oder woanders – gemeinsam macht Sport noch mehr Spaß! Viele Anregungen zu Freizeitsport, Leistungssport und Gesundheitssport im Alter gibt der Deutsche Olympische Sportbund auf der Internetseite: www.richtig fitab50.de.

DER WEG IST DAS ZIEL Raus in die Natur und das zu jeder Jahreszeit! Wandern ist gesund und eine Möglichkeit, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Sowohl beim Spaziergang als auch bei der Bergtour, ist eine passende Ausrüstung wichtig. Wandern ist die ideale Sportart für ältere Menschen, die sich bewegen wollen. Es hilft beim Abnehmen und kräftigt den Organismus, insbesondere das Herz-Kreislauf-System und die Immunabwehr. Außerdem stärkt wandern verschiedene Muskelgruppen und beugt Venenbeschwerden der Beine vor. Im Gegensatz zum kleineren Spaziergang, sollte man beim Wandern auf eine gute Ausrüstung achten. Hochwertige Wanderschuhe gehören zur Grundausrüstung für mittellange bis längere Strecken. Ein höherer Schaft schützt das Sprunggelenk, besonders im unebenen Ge-

lände. Wanderschuhe weisen außerdem ein ausgeprägtes Profil auf, das auch bei Nässe und Geröll Halt bietet. Wanderstöcke können bei Bedarf sinnvoll sein – vor allem bei abschüssigen Wanderstiegen helfen sie, die Belastung der Knie zu verringern.

In den Rucksack gehören Utensilien, wie eine Wanderkarte oder ein GPS-Gerät, Sonnenschutz und ein kleines Erste-Hilfe-Set. Ebenso sollten immer auch Getränke und Proviant dabei sein, um ausreichend versorgt zu sein.

Foto: Fotolia.com © Robert Kneschke Textquelle: In Form - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung www.in-form.de

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Die Sparkasse Pforzheim Calw:

„Großer Respekt vor dem, was hier geleistet Dr. Stickel zum neuen „Er ist jetzt der Benjamin im Vorstand“ stellte Sparkassenchef Stephan Scholl bei der Vorstellung des neuen Kollegen Dr. Georg Stickel fest. Der 46-jährige Familienvater tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Vorstandsmitglied Hans-Heiner Bouley an, der in den Ruhestand geht. Stickel selbst bekannte, er hege „großen Respekt vor dem, was hier geleistet wurde“. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz stand neben dieser Personalie jedoch die Jahresbilanz 2014, die Stephan Scholl als „insgesamt sehr zufriedenstellend“ bezeichnete. Die konjunkturelle Situation der Wirtschaft in der Region sei gut und bilde ein „solides Fundament für eine weiterhin stabile Entwicklung.“

Existenzgründungen über dem Bundesschnitt Trotz bundesweit rückläufiger Trends konnte die Sparkasse ihre Vorjahreswerte bei den Existenzgründungen weiter ausbauen. Im Jahr 2014 begleitete die Sparkasse 105 Existenzgründungen und damit 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt 268 Arbeitsplätze konnten auf diese Weise durch Neugründungen, Nachfolgeregelungen und Betriebsübernahmen in der Region geschaffen oder gesichert werden.

Dr. Georg Stickel (Bildmitte) tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Hans-Heiner Bouley (links) im Vorstand der Sparkasse Pforzheim Calw an. Mit im Bild v.l. Vorstandsvorsitzender Stephan Scholl, Pforzheims OB Gert Hager, Landrat Karl Röckinger, Vorstandsmitglieder Sieghard Bucher und Hans Neuweiler.

Dr. Stickel wird seine Tätigkeit zum 1. Oktober 2015 aufnehmen. In seine Verantwortung fallen Controlling, Zentrale Kreditbetreuung, Betreibungen/Recht, Kreditmanagement, Immobilienbewertung, ServiceCenter Dienstleistungen und Compliance. Er ist somit Überwachungsvorstand der Sparkasse Pforzheim Calw. Seit der Vereinigung der Stadt+KreisSPARKASSE Pforzheim und der Kreissparkasse Calw zur Sparkasse Pforzheim Calw im Jahr 2003 gab es altersbedingt drei Mal einen Wechsel bei der Position des Vorstandsvorsitzenden, außerdem wurde ein neues Vorstandsmitglied gewählt. Dabei waren jeweils interne Kandidaten zum Zug gekommen. Mit der Berufung von Dr. Georg Stickel hat der Verwaltungsrat nun erstmals eine externe Lösung gewählt

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zent auf sieben Mrd. Euro an. Das niedrige Zinsniveau führte bei Privatkrediten und bei langfristigen Finanzierungen zu Zuwächsen. Positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft: Die Darlehenszusagen stiegen um sechs Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Damit unterstützte die Sparkasse die konjunkturelle Entwicklung der Region 2014 und stellte Mittel für den erhöhten Kreditbedarf des Mittelstands und des Handwerks zur Verfügung, um Investitionen und Wachstumsfinanzierungen zu ermöglichen.

Stabile Geschäftsentwicklung Ihre Position als führende Bank in der Region konnte die Sparkasse Pforzheim Calw 2014 weiter ausbauen. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr wurde ein stabiler Gewinn von 15 Mio. Euro erzielt. Dabei stieg die Bilanzsumme um zwei Prozent auf 10,7 Mrd. Euro. Mit diesem Wert festigt sie ihren Platz als größte Sparkasse in Baden-Württemberg. Die 1.996 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse einschließlich der 162 Auszubildenden erwirtschafteten gemeinsam ein Betriebsergebnis vor Bewertung von knapp 100 Mio. Euro.

Besondere Kompetenz im Edelmetall-Geschäft Die Sparkasse Pforzheim Calw ist in Deutschland unter den Banken einer der größten physischen Goldhändler und damit seit Jahren ein kompetenter Partner für Privat- und Firmenkunden. Das Handelsvolumen für Gold und Silber belief sich trotz rückläufiger Marktpreise im Jahr 2014 zusammen auf mehr als 54 Tonnen. Privatanleger haben besonders das Goldanlagekonto (in Gramm geführtes Girokonto) nachgefragt. Sie unterhalten fast 2.500 Konten mit einem Goldguthaben von beinahe 2,3 Tonnen bei der Sparkasse Pforzheim Calw.

Kreditgeschäft gut vorangekommen Das Kundenkreditvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um zwei Pro-

S-Goldbarren exklusiv von der Sparkasse Pforzheim Calw Seit 2013 gibt es eigene SparkassenGoldbarren. Sie werden mit einem


wurde“ Vorstandsmitglied gewählt – Gute Jahresbilanz Echtheitszertifikat und einer laufenden Seriennummer ausgeliefert. Die Sparkasse erfüllt mit der Auflage dieser eigenen Goldbarren einen vielfach geäußerten Wunsch ihrer Kunden.

tig überzeugt die Sparkasse Pforzheim Calw als Top-Baufinanzierer der Region ihre Kunden mit hoher Kompetenz in der Baufinanzierungsberatung und fairen Preisen.

Private Wohnbaufinanzierungen legten zu Eine herausragende Entwicklung war im Geschäft mit privaten Wohnbaufinanzierungen zu verzeichnen. Das Neugeschäft privater Wohnbaufinanzierungen belief sich auf mehr als 563 Mio. Euro, verteilt auf über 5 300 Einzelabschlüsse. Auch künf-

Nachfrage nach Immobilien weiterhin auf hohem Niveau 2014 war für die Sparkasse ein sehr erfolgreiches Immobilienjahr. Dabei waren durchweg nahezu alle Immobilienarten gefragt, wobei sich die Nachfrage bei urbanen und stadtnahen Lagen weiter verstärkte. Besonders begehrt war das gut erhal-

tene Einfamilienhaus im Preissegment bis 300.000 Euro. Bei den Kapitalanlegern stand das gut erhaltene Mehrfamilienhaus hoch im Kurs. Insgesamt wurden 470 Immobilien mit einem Gesamtumsatz von annähernd 90 Mio. Euro vermittelt. Für 2015 erwarten die Spezialisten der Sparkasse Pforzheim Calw eine unverändert hohe Nachfrage. Da in Stadtlagen immer weniger Immobilien zum Verkauf angeboten werden, könnten auch bisher weniger nachgefragte ländliche Regionen in den Fokus der Käufer rücken.

Was tun mit beschädigtem Bargeld? Nur weil Ihr Euro-Schein zerrissen ist, muss er noch nicht wertlos sein. Erfahren Sie hier, ob und wo Sie ihn umtauschen können. Geldschein in der Hose mitgewaschen? Oder versehentlich zerrissen? Das kommt gar nicht so selten vor. Wertlos ist das Geld damit nicht unbedingt. Sie können es unter bestimmten Voraussetzungen bei der Deutschen Bundesbank zum Umtausch abgeben. Banknoten sind eigentlich für eine hohe Beanspruchung ausgelegt. Schließlich wandern sie im Laufe ihres Lebens durch eine Vielzahl von Händen oder Geldbeuteln und müssen sogar Geldscheinzähler aushalten. Je nach Wert sind die aus Sicherheitspapier gefertigten Banknoten zwischen zehn Monaten und fünf Jahren im Umlauf, bevor sie gegen neue ausgetauscht werden. Doch es kann auch früher dazu kommen. Wertvolle Fetzen Wenn Ihr Hund den 50-Euro-Schein zerfetzt, vielleicht einen Teil sogar gefressen hat – heben Sie die übrig gebliebenen Schnipsel gut auf. Diese tauscht die Deutsche Bun-

desbank gegen neues Geld ein, vorausgesetzt, Sie legen mehr als die Hälfte des Geldscheins vor. Haben Sie keine Hälfte mehr, können aber nachweisen, dass die fehlenden Teile vernichtet worden sind, erhalten Sie ebenfalls Ersatz. Absichtlich beschädigte Banknoten werden jedoch nicht umgetauscht. Waschen, Schneiden, Grillen Was alles mit Geldscheinen passieren kann, davon können die Spezialisten im Nationalen Analysezentrum der Deutschen Bundesbank in Mainz ein Lied singen. Die durch Waschen in Mitleidenschaft gezogene Banknote ist noch der harmloseste Fall. 20.000 Anträge auf Rekonstruktion beschädigter Scheine, aber auch Münzen, gehen Jahr für Jahr in der Abteilung „H 123“ ein. Darunter befindet sich auch schon einmal eine Plastiktüte mit geschredderten oder verkohlten Banknoten. Mit dem Einsatz modernster Technik und viel Geduld gelingt es den 20 Experten in Mainz in den meisten Fällen herauszufinden, um wie viel Geld es sich dabei handelte.

Kostenfreier Service Die zum Teil aufwendigen Arbeiten berechnet die Bundesbank dem Besitzer des Geldes nicht. Sie rät aber dazu, für den Versand der angegriffenen Banknoten oder Münzen sichere Transportwege zu nutzen. Die Adresse lautet: Nationales Analysezentrum für beschädigtes Bargeld, Hegelstraße 65, 55122 Mainz. Übrigens können Sie sogar beschädigte DM-Banknoten bei der Deutschen Bundesbank abgeben – falls Sie in Ihrem Keller noch eine alte Geldbörse mit D-Mark-Scheinen finden und die Mäuse noch nicht alles aufgefressen haben. Geringfügig beschädigtes Geld nimmt auch die Sparkasse entgegen Nicht in allen Fällen müssen Sie sich an die Bundesbank wenden. Banknoten mit leichteren Beschädigungen können Sie auch bei Ihrer Sparkasse abgeben und erhalten dann umgehend Ersatz. Weitere Infos zum Thema im Internet: http://www.bundesbank.de/Navigation/ DE/Kerngeschaeftsfelder/Bargeld/Beschae digtes_Geld/beschaedigtes_geld.html

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Großstadt-

Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Das Wort Großstadtdschungel hat Eingang in unsere Sprache gefunden. Es geht dabei um das Phänomen von immer undurchsichtigeren, gar beängstigenden Lebensstrategien in unseren großen Städten. Eigentlich kommt der Begriff aus der neuen britischen Musik. Im synthetischen Hardcore drangen schnelle und gebrochene Rhythmen, die Breakbeats, zuerst hervor. Gemeint ist in unserem Beitrag nicht die Vielfalt gegenwärtiger Lebensprozesse, sondern deren extreme Beschleunigung. Dazu könnte man einfach sagen: interessiert mich nicht. Zu bedenken ist jedoch, dass es kaum noch ein Ausweichen vor diesen Extremen gibt. Da und dort werden wir täglich davon erfasst. Wir sind unwiderruflich hineingezogen in den Jungle. Am ehesten ist die Kunst dazu in der Lage, uns die Wahrnehmung von Beschleunigungsprozessen zu erleichtern, sie wenigstens abzumildern. Drei Beispiele aus der Theater-, Unterhaltungs- und Musikkunst habe ich stellvertretend für diese Beobachtungen ausgewählt.

The Wyld – Nicht von dieser Welt

Abb. rechts: 1000 Hands. Art Direction: Manfred Thierry Mugler, Kostüme: Manfred Thierry Mugler, Stefano Canulli. Foto: © Robert Grischek

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Das große Show-Theater im Friedrichstadt-Palast bietet 2015 dazu eine eigene sehenswerte Sicht an. Für die neue Grand Show sind mehr als zehn Millionen Euro aufgeboten worden. Spitzenkräfte aus allen theatralen Branchen stellen hier ihre neuesten Konzepte vor: Showmaster, Regisseure, Choreographen Tänzer/ innen, Kostüme (Stefano Canulli), Kostümbildner Make-up, Bühnenbildner (Jürgen Schmidt), Lichtdesign für visuelle Showgestaltung. Komponiert wurde für eine hauseigene Band mit fast 20 Instrumentalisten und Sängern unter Leitung von Daniel Behrens. Regie für diese gigantische Show führen Berndt Schmidt als Produzent, der Showkonzeptionist Manfred Thierry Mug-


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Abb. oben: Nefertiti’s Party (mit Maske), Art Direction: Manfred Thierry Mugler, Kostüme: Manfred Thierry Mugler & Stefano Canulli. Foto: © Robert Grischek Abb. links Mitte: The Wyld Visuel (Plakat). © Foto Friedrichstadtpalast

ler und Roland Welke. Erkennbares Anliegen der Präsentation ist es nicht allein, die Höhe amerikanischer Unterhaltungskunst von Las Vegas nach Berlin zu bringen, sondern eher, die verrücktesten Seiten unseres Lebens künstlerisch umzusetzen. Vielleicht ist es sogar gelungen, viele Menschen mit dem Chaotischen unseres Lebens auszusöhnen. Denn die Veranstalter nennen ihre Show eine „kosmische Lovestory in futuristischem Stil“. Über 10 Millionen Euro für die „Grand Show“ Der Palast führt auf seiner Theaterbühne weltweit die größten Ensuite-Shows auf. 1919 beginnt die Geschichte des Hauses. Ab 1947 heißt es Friedrichstadt-Palast. In der DDR erhielt er 1984 einen gewaltigen Neubau mit der Adresse: Friedrichstraße 107. Nach dem Mauerfall erfolgten Investitionen in Millionenhöhe. Eingebaut wurde eine Zylinderdrehbühne mit dem Volumen von 2.200 l Wasser, 1.300 LED Scheinwerfern, Effektgeräten und eine der besten Soundanlagen. Zum 30 x 12 Meter großen „Amazing Curtin“ gehören fünf Schichten, die in Sekundenschnelle wechseln können. Die Bühne umfasst 2.854 m2. Mit dieser Ausstattung ist das Haus heute das größte europäische Show-Theater mit jährlich um 700.000 Gästen.

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin · Fortsetzung

GroßstadtWoyzeck von Georg Büchner Leander Haußmanns wilde Inszenierung Georg Büchners (1813 Darmstadt – 1837 Zürich) Schaffen mit „Dantons Tod“, „ Leonce und Lena“, dem „Hessischen Landboten“ und „Woyzeck“ (Nachlaß) ist nicht umfangreich, doch unerhört kühn. In dem Maß, wie der angesehene promovierte Mediziner in die neue Rolle des freien Schriftstellers schlüpfte, bekam die Gesellschaft seine Provokationen zu spüren. Bekämpft werden sie mit polizeilicher Gewalt. Sein kurzes Leben war wild. Der Mittellose floh von einem Ort zum anderen. In Zürich ereilte ihn 1837 der Typhus. Mit Büchner verabschiedet sich die deutsche Dramatik vom Glanz der literarischen Spätklassik und Romantik. Büchners Werk ebnet den Weg ins 20. Jahrhundert. Allerdings ist „Woyzeck“ erst 1875 gedruckt und 1913 in München uraufgeführt worden. Was war das Neue? Büchner begibt sich in die Niederungen des Alltags. Er verbindet eine banale Mordgeschichte aus der Leipziger Presse mit eigenen Erfahrungen aus seiner Studienzeit an der Gießener Medizinischen Fakultät. Knallharte Lebensrealität und erschreckende Versuche an Menschen führt er 1836 in sein dramatisches Werk ein. Außerdem brüskierte der hessische Dialekt. Alban Berg entzündet sich an diesem Stoff. Mit „Wozzek“ gelang ihm eine überzeugende moderne Oper.

Abb. 1: Marie (Johanna Griebel) amüsiert sich ungeniert mit dem attraktiven Tambourmajor (Luca Schaub). Foto: © Lucie Jensch

Im Berliner Ensemble inszeniert Haußmann Büchners „Woyzeck“. Haussmann holt Büchners Provokationen aus dem Werk heraus und stellt sie in die Gegenwart. Das geschieht mit größter Leichtigkeit. Man weiß nicht immer, ob es gerade um Theateroder Film geht. Grenzen bleiben unscharf. Das entspricht genau der Wendigkeit von Leander Haussmann, dem erfolgreichen, aber auch skandalumwitterten Schauspieler, Theaterund Filmregisseur. Ruckartig wechselt er von einer Gattung in die andere. Wenn andernorts die Personage von „Woyzeck“ reduziert wird und im Kammerspiel einfriert, geht es bei Haussmann umgekehrt zu. Woyzeck ist konfrontiert mit seinem Regiment, für das auf der Bühne 35 Soldaten aufmarschieren, exerzieren, sich gegenseitig quälen. Die Soldatenausbildung von Rainer Clemens wirkt umwerfend. Das ganze Elend, in das Woyzeck geworfen ist, das sich zwischen Befehlsnotstand, Strafaktionen, im Feldlager, auf dem Exerzierplatz und beim Arzt allmählich hochschaukelt und in die Katastrophe führt, geht hier unter die Haut wie nie zuvor. So ist es auch mit der Liebesgeschichte zwischen Marie und Woyzeck. Die Unterschiede der beiden Charaktere erzeugen beim Zuschauer vibrierende Emotionalität: Auch Marie läuft ihrem Unglück entgegen. Mit ihrem Credo „es ist alles eins“, hat die Schöne längst alle Grenzen hinter sich gelassen. Das Kind mit ihrem Liebhaber hält sie nicht davon ab, ihrer Lust auf schöne Soldaten nachzugehen. Dem Geschmeide vom Tambourmajor erliegt sie genauso wie ehemals Gretchen dem Dr. Faust. Jedoch ohne Lebensart und Geld ist sie zum Scheitern verurteilt. Damals wie heute. Denn bei Leander Haussmann tritt sie als moderne Frau auf. Ihr Versagen liegt vor allem in provokanter Untreue. Auch Woyzeck hat keine Moral. Bürgerlich kann nur leben, sagte er, wer dazu das Geld


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her konnte er sie nicht heiraten. Der Mörder wird erhängt.

hat. So sehen es alle, auch der Hauptmann (Boris Jacoby). Woyzeck lässt sich gegen Geld auf medizinische Experimente an seinem Körper ein. Drei Monate lebt er nur von Erbsen mit der Folge des Kräfteverlustes und heraus brechenden Halluzinationen (Abb.2). Woyzeck kann sich seine Situation zwar klarer machen als Marie. Doch das schützt ihn nicht davor , von den Regimentssoldaten misshandelt zu werden. Von ihnen und vor allem von Marie preis gegeben, kauft er für sein letztes Geld ein Messer (Abb.3), mit dem er die untreue Geliebte in einem Wahnsinnsakt ersticht (Abb. 4). Der historische Fall, der Büchers Drama zugrunde liegt, ereignete sich am 3. Juni 1821 in Leipzig. Das Gerichtsprotokoll sagt aus: der 41jährige Johann Christian Woyzeck stach in einem Leipziger Treppenhaus abends um halb zehn Uhr mit einer abgebrochenen Degenklinge sieben

Mal auf seine Geliebte ein. Den Mord gestand er reuelos mit den Worten: „Gott gebe nur; dass sie tot ist, sie hat es um mich verdient!“. Die 46jährige Johanna Christiane Woost hatte Woyzeck mit Soldaten hintergangen. Der Eifersüchtige war arbeitslos. Da-

In der Grand Show „The Wyld“ werden in Berlin Trends für künftige Fantasy-Produktionen gesetzt. Die hochgestylten magischen Elemente der Shownummern gründen in den Mythen und Märchen der Völker. Als bekannteste Figur tritt die ägyptische Königin Nofretete mit einem grandiosen Ballettensemble aus den Tiefen der Geschichte heraus. Der Einsatz von mehr als 10 Millionen Euro ist zweifellos dazu geeignet, Trends für fast alle Künste zu setzen. Aber auch ein einzelner Regisseur kann ein Glanzstück des Regietheaters kreieren, eben Leander Haussmann ist mit seinem Woyzeck im Berliner Ensemble.

Abb. 2 oben: Woyzeck (Peter Miklusz) erzählt seinem Freund dem Unteroffizier (Felix Lüke), die Fantasien, die ihn immer neu überfallen. Foto: © Lucie Jensch.

Abb. 3 links: Woyzeck mit Messer (Peter Miklusz und Marko Schmidt). Der konkrete Fall hat sich 1821 in Leipzig abgespielt. Foto: © Lucie Jensch

Abb. 4: Marie (Johanna Griebel) ist eng an Goethes Gretchen angelehnt. Auch Büchners Marie ist eine Gefallene. Doch hatte sie keinen angesehenen (Faust-) Liebhaber, sondern einen mittellosen Soldaten. Foto: © Lucie Jensch

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin · Fortsetzung

GroßstadtDaCapo K&K Philharmoniker Es gibt aber noch ganz andere Wege, in die Metropolen einzuziehen. Einen total ungewöhnlichen Weg hat der Produzent, Komponist und Dirigent Matthias Georg Kendlinger gesucht. Als Jugendlicher stieg der Tiroler mit seinem Hohner-Akkordeon vom Kaisergebirge herab, spielte mit seiner Band wild und leidenschaftlich auf in den Ortschaften, wo die Volksmusik ihre Wurzeln hat. 1994, vor zwanzig Jahren, gründete er DaCapo Musikmarketing Österreich. In der Folge das K&K Ballett, die K&K Philharmoniker und den K&K Opernchor.

Komponist und Dirigent Matthias G. Kendlinger. © DaCapo/Ascher

Seither dirigiert er sein eigenes Orchester. Der Erfolg wuchs. Das Unternehmen beschäftigt heute 150 Mitarbeiter. Fast alle Musiker sind Ukrainer. Mit ihnen tourt der Dirigent durch die Konzerthäuser Europas. Sein Programm umfasst im Kern die Werke der Strauß-Dynastie, die Wiener Klassik, Wagner und eigene Kompositionen, unter anderem die sinfonische Dichtung „Der Verlorene Sohn“ op. 2, die

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Sinfonie „Manipulation“ op. 4 und das Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur op. 7. Mit Feingefühl und Nachdruck hat Kendlinger daran gefeilt, seinen Musikern den artifiziellen Glanz dieser Musik abzuringen, so dass sie die Jugend unserer Zeit erreicht. Noch nie waren Musiker zu sehen, deren Berufung mit so großer Leidenschaft gepaart ist, dass sie die Zuhörer in ihren Bann reißen.

Wie sieht es aus, wenn sich der Komponist Kendlinger Konflikten unserer Zeit stellt? In seiner Sinfonie „Manipulation“ Nr. 1 op. 4 in es-Moll behandelt er ein Kernproblem der Massengesellschaft, die mediale Manipulation des Individuums. Jeder Einzelne von uns ist ihr pausenlos ausgeliefert durch Presse, Fernsehen und Film. Die musikalische Appellation ruft auf, das ausdifferenzierte Problem zu erkennen. Menschen sind der Verführung und Desinformation ausgesetzt, unter anderem wegen unzureichendem Zugang zu den Quellen, Bildungsmangel und aus Zeitnot. Fallen und Gefahren lauern hinter der Scheinwelt der Werbung. Wie können wir den Dschungel durchdringen und ans Licht gelangen? Wie erkennen wir unseren persönlichen Scheideweg, an dem zuerst Herkules gestanden hat und sich für das trügerische Vergnügen oder


Dschungel für ein sinnvolles Leben in Verantwortung für sich und den Nächsten entscheiden musste. In der Sinfonie spürt man die Anfechtungen in vibrierender Vielfalt. Sechs Molltöne b, es, as, des, ges und ces flirren hin und her. Lösungsangebote gibt es nicht. Allein das Memento mori muss jedem genügen: gedenke des Endes! Im zweiten Satz der Sinfonie „Aufstand der Seelen“ verbirgt sich eine Hilfestellung. Der erste Satz erinnert an die Millionen Toten, die auf den Schlachtfeldern der Welt und bis heute in der Ukraine, täglich in den Krisengebieten Vorderasiens gefallen sind. Kendlinger leitet aus dem Christentum Mahnung her. Der einbezogene K&K Opernchor ruft die Empfehlung aus: „Schenke und gebe uns Kraft zum Positiven, zum Guten, zur Menschlichkeit und Nächstenliebe und des wahren Gottes Werk“.

Abb links oben: Musikverein Wien: K&K Philharmoniker und das Österreichische K&K Ballett. © DaCapo/Lehmann

Quintett mit Instrumentalisten. K&K Philharmoniker. © DaCapo/ J.Kendlinger

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Schmuckwelten Pforzheim

Neue Variationen: Das Thema Schmuck hat viele Facetten Schmuck – eine unendliche Geschichte. Er ist begleitet von Symbolen und Bedeutungen, Vorlieben und Begehrlichkeiten, und spielt seit Beginn der Menschheit eine dominante Rolle. Die Bandbreite seiner Vielfalt kennt keine Grenzen. Alexandra Berger Diplom-Schmuckdesignerin (FH), 1968 in Pforzheim geboren, 1984 – 1987 Goldschmiedelehre, 1989 –1993 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung im Studiengang Schmuck und Gerät in Pforzheim, 1991 Praxissemester in der Schmuckgalerie Isabella Hund in München, 1993 – 1995 Anstellung als Designerin in der Schmuckindustrie, seit 1995 freiberufliche Tätigkeit in eigener Werkstatt.

Alexandra Berger – klare Formen Silber ist das Basismaterial ihrer Kollektionen. Sie liebt die harten, die geraden Linien mit Ecken und Kanten, die linearen Formulierungen ihrer Einzelstücke. Da finden wir die unkomplizierten aussageklaren Ringe, deren Tableau sich wie ein informatives Signal präsentiert. Diese kleinen

Tonwürfel, sich lasiert gebrannt in Mittelpunkt

die und den stel-

len, stehen, mit den Wunschfarben ausgestattet, als persönliche Information im Fokus des Schmucks. Dies gilt gleichermaßen auch für den Ohrschmuck, der in behäbiger Breite oder rombenähnlicher Spitzfindigkeit ausgewählt werden kann. Und dann gibt es doch eine weiche Linienführung, nicht nur in den Ohrringen. Da finden wir die Schüsselund die liebenswerte Schneckenform, die möglicherweise die Trägerin von Zeit zu Zeit daran erinnern sollte, das Tempo des Tages etwas zu reduzie-

Silberschmuck in klaren Formen mit farbigen Aspekten und vielseitig tragbar

ren. Die Vorlage ist ein Schneckengehäuse, das passgerecht gedreht für die linke und rechte Seite der Trägerin formuliert wird. Claudia Milic – fantasievolle Ketten Das Basismaterial ihrer Kreationen ist die Industriekette als Meterware. Hieraus entsteht, in tausenden von Teilen zerkleinert und aufgefädelt, eine völlig und in vielen Varianten ausgeführte Formulierung der Kette und ihrer Anmutung. Diese schöpferische Neugestaltung zeigt in ihrer unendlichen Vielfältigkeit ein völlig neues Produkt. Es entstehen Ketten und Handschmeichler, in Silber, diamantiert, mit hohen Lichtreflexen oder schwarz und goldplattiert. Hierzu gibt es auch passende Armbänder und Ohrringe. Diese Art der Neugestaltung bietet dem Schmuck ein völlig neues Spielfeld der Fantasie.

Claudia Milic

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Ketten mit traditionellem Basismaterial in neuer Gestaltung und Variation.

Diplom-Schmuckdesignerin (FH), 1971 in Regensburg geboren, seit 2005 eigene Werkstatt in Pforzheim, 1997 – 2000 Berufskolleg für Formgebung für Schmuck und Gerät an der Goldschmiedeschule Pforzheim, 2000 – 2005 Hochschule für Gestaltung Pforzheim, 2003 Auslandssemester an der Arts- and Crafts-School in Göteborg, seit 2005 eigene Werkstatt in Pforzheim, Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Belgien, Polen, Frankreich, USA, Japan, Schweiz, Niederlande, China.


Ausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim bis zum 14. Juni 2015

Zwischen Natur und Künstlichkeit

Schmuck von Daniel Kruger Daniel Kruger ist ein bedeutender Protagonist zeitgenössischen Schmuckschaffens. Die Ausstellung bietet einen Überblick auf nahezu vierzig Jahre Kreativität, die sich aus nie versiegender Neugier auf unkonventionelle Schmucktechniken und ungewöhnlichen Materialien speist. Kaum ein anderer Schmuckkünstler hat im Laufe seines Schaffens so frei und unbelastet zu immer neuen Bildwelten ganz persönlicher Art gefunden. In Südafrika aufgewachsen, greift Kruger häufig auf Elemente der afrikanischen Volkskunst zurück, verwendet aber ebenso gerne FundAbb. oben: Halsschmuck Silber Daniel Kruger 1981 © Schmuckmuseum Pforzheim Foto: Rüdiger Flöter/ Petra Jaschke

stücke aller Art oder zitiert historische Formen und Dekore. Anhänger Für den Betrachter bieten sich durch Silber montiert, Krugers ungewöhnliche Material- Pigment Daniel Kruger 2011 kombinationen und Neuinterpreta- Sammlung D.K. tionen von handwerklichen, oft tex- Foto: Udo W. Beier tilen Techniken immer wieder überraschend neue Perspektiven auf sei- von Tradition und zeitgenössischem Geschehen. Erwartungsgemäß falnen Schmuck. Seit den späten 1970er Jahren ist len die Ergebnisse daher ebenso Schmuck für Daniel Kruger der Aus- unterschiedlich aus: manchmal ironisch, zuweilen zurückhaldruck seiner persönlichen Wahrtend oder gar nüchtern, nehmung von Natur und Künstlichkeit, Geschichoft aber auch in großer Opulenz und te und Geschichten, Sinnlichkeit von Menschen und von Menschlichem, schwelgend. Halsschmuck Silber Daniel Kruger 2010 Sammlung D.K. Foto: Udo W. Beier

Halsschmuck Silber, Jade, Seide Daniel Kruger München, 2006 © Schmuckmuseum Pforzheim Foto: Winfried Reinhardt/ Petra Jaschke

Halsschmuck Silber-Filigran, Pigment Daniel Kruger 2010 Sammlung D.K. Foto: Udo W. Beier

Halsschmuck Silber-Filigran, Pigment Daniel Kruger2007 Privatsammlung, Italien Foto: Udo W. Beier

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Kreishandwerkerschaft Pforzheim informiert:

Zweiter internationaler Acht Konditoren und Chocolatiers aus Pforzheim, Süddeutschland und dem Ausland präsentieren am 20. und 21. April im VolksbankHaus ihre individuellen Köstlichkeiten. Dem Besucher zeigt sich eine verlockende Auswahl von ca. 200 differenzierten und handwerklich hergestellten Schokoladen-Créationen. Der Besucher hat hier die Möglichkeit, dem Chocolatier bei der Her-

stellung seiner Créationen über die Schulter zu schauen. Dann gibt es eine Schokoladen-Kinderwerkstatt, in der die kleinen Besucher selbst etwas aus Schokolade machen dürfen. Und da gibt es ein

kleines Café, in dem viele kleine Desserts verkauft werden. Zum Teil sind es altbekannte, aber auch neue, wie zum Beispiel der „Pforzheimer Kuss“, einen Schaumkuss mit verschiedenen Füllungen. Allerdings suchen wir unseren altbekannten „Mohrenkopf“ vergebens. Aufgrund sozialpolitischer Sensibilisierung musste das Kind einen neuen Namen haben.

Foto Schokolade: © stockphoto-graf · fotolia.com

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Dunkle Schokolade für das Herz Aufgrund zahlreicher neuer Studien ist die dunkle Schokolade nützlich in das Blickfeld der Ernährung gerückt. Flavanole heißen die Wunderkinder, gehören zur Familie der Flavonoide, natürlich vorkommender Pflanzenwirkstoffe, die in der dunklen Scho-

Pforzheimer


Schokoladenmarkt im VolksbankHaus

kolade zu finden sind. Eine Studie besagt, dass 7,5 Gramm Schokolade pro Tag gesund sind, und die Forscher kamen zu dem Ergebnis: Kleine Mengen von dunkler Schokolade können helfen, den Blutdruck zu senken und Herzerkrankungen vorzubeugen. Wie dem auch sei – Schokolade ist und bleibt Genuss pur!

Foto Kakaobohnen: © andriigorulko · fotolia.com

et rie b b r e t s  i e M 

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Achten Sie beim Kauf eines Gebrauchten oder bei der Reparatur Ihres Fahrzeuges stets auf das blaue Meisterschild! Nur bei Meisterfachbetrieben der Innung haben Sie das Recht auf kostenlose Inanspruchnahme der Schiedsstelle des Kfz-Gewerbes!


Die Sparkasse Pforzheim Calw:

Bescheidenheit, Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen

Filialdirektor Rentschler bei der Sparkasse in Bad Wildbad verabschiedet „Bescheidenheit, Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen.“ Drei Eigenschaften, die Sparkassendirektor Hans Neuweiler dem „langjährigen, engagierten, bewährten Kollegen Kurt Rentschler bei dessen Verabschiedung attestierte. Nach 25 Jahren als Filialdirektor der Sparkasse in Bad Wildbad übergab Rentschler die Leitung an Nicolai Rathfelder, den jetzt jüngsten Kollegen in dieser Position.

Stabwechsel bei der Sparkasse in Bad Wildbad: v.l. Vorstandsmitglieder Sieghard Bucher, Hans-Heiner Bouley, der neue Filialdirektor Nicolai Rathfelder mit Partnerin Katja Bahlke, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans Neuweiler, Ulrike und Kurt Rentschler, Sparkassenchef Stephan Scholl.

In feierlichem Rahmen im Foyer des König-Karls-Bades wurde Kurt Rentschler bei seiner Verabschiedung viel Wertschätzung zuteil. „Dass Sie es 48 Jahre bei der Sparkasse ausgehalten haben, zeigt, dass es Ihnen hier gut gefallen hat“, schlussfolgerte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans Neuweiler aus der Vita des gebürtigen Schömbergers. Von 1981 bis 1989 leitete Rentschler die Hauptzweigstelle Büchenbronn, bevor er 1990 als Filialdirektor nach (damals noch) Wildbad wechselte. Während die Sparkasse Pforzheim Calw im Geschäftsgebiet einen durchschnittlichen Marktanteil von 50 Prozent hat, beträgt dieser Wert in Bad Wildbad 61,7 Prozent. „Das ist mit ziemlicher Sicherheit Ihrem Einfluss, aber auch Ihrem Engage-

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ment zuzurechnen, mit dem Sie ihr ganzes Team motiviert und mitgerissen haben“, hob Hans Neuweiler hervor. Nachfolger Nicolai Rathfelder wurde 1980 in Pforzheim geboren und wohnt ebenfalls in Schömberg. Nach Ausbildung und Studium zum Diplom-Betriebswirt war er bereits von 2004 bis 2008 als Privatkundenberater in Bad Wildbad tätig. Nach zwei Jahren als NachwuchsGewerbekundenberater im Bereich Calw trug Rathfelder dann ab 2009 als stellvertretender Filialdirektor in Bad Liebenzell Verantwortung. Sparkassendirektor Neuweiler wünschte dem jungen Kollegen „gutes, harmonisches, erfolgreiches Arbeiten.“ Personalratsvorsitzende Edith Anselment erinnerte in ihrem Grußwort an gemeinsame Weggefährten,

auch daran, wie Rentschler sie selbst vor 37 Jahren am ersten Sparkassentag zu ihrem Arbeitsplatz geführt hatte. Für sie selbst sei Kurt Rentschler ein Vorbild, weil er für Werte wie „Fairness, Anstand, Bescheidenheit und Dankbarkeit“ stehe. Bürgermeister Klaus Mack bescheinigte Kurt Rentschler Kundennähe. Sie sei bei ihm großgeschrieben worden. Sowohl an der Finanzierung zukunftsweisender Projekte als auch an hilfreichen Geldanlagetipps für den kleinen Sparer sei ihm gelegen gewesen. „Eine gute Beratung, ein guter Service, das hat der Sparkasse in Bad Wildbad viele zufriedene Kundinnen und Kunden gesichert“, stellte das Stadtoberhaupt fest. Rentschler sei der Stadt „stets ein wichtiger Ansprechpartner und Partner“ gewesen. Diese „gute und enge Zusammenarbeit“ bot Mack auch Nachfolger Nico Rathfelder an. Nicht nur um die wirtschaftliche Entwicklung habe sich Rentschler gekümmert, sondern auch Kunst, Kultur und das Ehrenamt gefördert. Rentschler war im Freundeskreis Rossini aktiv. „Und wenn wir Sie nicht als Finanzfachmann hätten, wie hätten wir dann ein Großprojekt wie die Soirée Rossini je abwickeln können“, unterstrich der Bürgermeister. In seiner Abschiedsrede staunte der scheidende Filialdirektor, „was für ein Prachtkerl“ er laut seiner Vorredner offenbar gewesen sei. „Vertrauen, Menschlichkeit und Partnerschaft auf Augenhöhe“ habe er stets für wichtig erachtet. Rentschler dankte Ehefrau Ulrike, die manchmal auch „als Blitzableiter“ habe herhalten müssen, vor allem aber seiner „Mannschaft“, der er zurief: „Ihr seid eine tolle Truppe.“ Seiner langjährigen Mitarbeiterin Dorothea Hartmann, die Ende März ihr 50-jähriges Sparkassenjubiläum feiert, überreichte Rentschler einen Goldbarren mit Widmung.


• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher Prof. Dr. Ernst Pöppel und Dr. Beatrice Wagner: „Je älter desto besser – Überraschende Erkenntnisse aus der Hirnforschung“ Verlag: Goldmann Zehn überraschende Thesen über das Altern. Mit zunehmendem Alter arbeitet das Gehirn immer besser – man muss es nur richtig verstehen und nutzen. Ältere Menschen denken zwar langsamer als jüngere, dafür aber gründlicher. Diese und neun weitere überraschende Erkenntnisse aus der Hirnforschung legen Prof. Ernst Pöppel und Dr. Beatrice Wagner anschaulich und informativ dar. Nicht zuletzt machen sie Mut, das Altern zu bejahen und geben Tipps, wie man das Denkvermögen trainiert und dauerhaft für Neues offen bleibt. So erscheint das Älterwerden in einem ganz neuen, positiven Licht.

Roman von Kindheit und Verlust, von einem Sommertag 1976 und dem schmalen Grad zwischen Liebe und Schuld.

Pia Ziefle, geboren 1974, ist Schriftstellerin und Bloggerin. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von Tübingen. 2012 erschien ihr erster Roman, der sowohl im Buchhandel auf große Begeisterung stieß und 5 Wochen lang auf Platz 1 der Brigitte-Empfehlungsliste stand.

Der einsame Mann am Berg. Unberührt von der Globalisierung lebt er in seinem Bergdorf, das er nur verlässt, um im Gebirge die Seilbahnen zu bauen, die die Ankunft der Moderne symbolisieren. Ein ganzes Leben – es ist ein leises, ein poetisches Buch. Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Er lebt in Wien und Berlin. Edith Gloor: „Holy Shit – Meine Weltenreise von der Querschnittslähmung zum aufrechten Gang“ Verlag: Scorpio Ein Buch voll sprachlicher Leichtigkeit und voller Tiefe, das nicht nur an Betroffene, sondern auch an jene gerichtet ist, die auf der Suche sind nach seelischer Genesung und dem „aufrechten Gang“.

Robert Seethaler: „Ein ganzes Leben“, Roman Verlag: Hansen Berlin

„Dieses Buch kann man nicht früh genug lesen, am besten schon in meinem Alter, wenn man sich den Gedanken an graue Haare noch gern vom Leib hält.“ Maria Furtwängler Pia Ziefle: „Länger als sonst ist nicht für immer“, Roman Verlag: Arche Warum wir wurden, wie wir sind. Pia Ziefle erzählt in ihrem neuen

Die Autorin nimmt uns mit auf ihre einjährige Reise zur körperlichen und seelischen Genesung. Wir erfahren, welche schöpferischen und transformatorischen Möglichkeiten unser Gehirn uns schenken und wie das Zusammenspiel aus HightechMedizin, körperlicher Disziplin und mentaler Einstellung ein medizinisches Wunder bewirken kann.

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• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher Edith Gloor, Jahrgang 1942, ist Autorin von Hörspielen, Theaterstücken und Filmdrehbüchern. Sie lebt in Wien und Zürich.

Wolfgang Büscher, 1951 geboren, ist Autor der Welt, er gehört zu den Besten der Reiseliteratur und erhielt zahlreiche Preise.

Wolfgang Büscher: „Ein Frühling in Jerusalem“ Verlag: Rowohlt „Der Abendhimmel goss sein Licht verschwenderisch aus. Was steinweiß gewesen war und steingrau, also alles hier, das errötete jetzt. Alles lag dahingebreitet, Stadt und Welt, ein einziger Körper, alle Partien ausgebildet, die Täler und Hügel grandios beleuchtet, die Stadt, in ihre Mauer gegürtet, hart darunter die große Falte, das Kidrontal,

Ruediger Schache: „Herzverstand: Die größte Kraft des Lebens – Mit den vier Schlüsselfragen zu unserem größten Potential“ Verlag: Arkana

drüben am Ölberg Gethsemane, der Garten der letzten Nacht vor der Passion, hinter dem Ölberg die Judäische Wüste. Bis die Nacht kam, stand ich da oben, dann stieg ich wieder hinab ins ewige Halbdunkel der Höhlen, Tunnel, Konvente, tagsüber im immerwährenden Schatten, nun schwach beleuchtet, und frage mich, ob es wohl einen einzigen in ganz Jerusalem gibt, einen einzigen, der von sich sagen durfte, er kenne seine Stadt. Ich bezweifelte es.“

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Das menschliche Herz ist ein komplexes Wunderwerk mit einer großen Bandbreite bisher ungeahnter Möglichkeiten. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen seine große Kraft. Es besitzt seine eigene Intelligenz und eine einzigartige Wahrnehmungsfähigkeit, die weit über die herkömmlichen Sinne hinausgeht. So kann es komplexe Informationen ganzheitlich erfassen und zu Einsichten und Entscheidungen kommen, die allein mit Verstandeskraft nicht möglich wären. Stephen Emmott: „Zehn Milliarden“ Verlag: Suhrkamp Bald werden 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Kann das gut gehen? Stephen Emmott verantwortet als wissenschaftlicher Leiter eines Microsoft-

Labors weltweit führende Forschungsobjekte auf dem Gebiet der Computational Science. Außerdem lehrt er das Fach in Oxford. Er greift auf neueste, zum Teil noch unveröffentlichte Erkenntnisse zurück und zeigt, dass wir uns längst den Boden unter den Füßen weggezogen haben. Sein Buch ist drastisch, doch viel drastischer ist, was wir der Erde angetan haben. 10 Milliarden ist der Weckruf, den wir nicht überhören dürfen.

Jürgen Mathäß: „Kastanienbusch“ Verlag: EMONS Der beliebe Weinfrühling ist von einem Mord überschattet. Ein unbekannter Mann liegt erstochen im Kastanienbusch. Mitspieler sind ehrgeizige Winzer und ein Kommissar, der vom Wein keine Ahnung hat. Jürgen Mathäß ist 1951 in Landau geboren, Weinjournalist und Buchautor, studierte Volkswirtschaft, ist Wirtschaftsfachjournalist und Experte für deutsche, spanische und südamerikanische Weine. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.


• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher und Ortsangaben wurden verändert. Die Begebenheiten um die junge Anna Sophia wiederum sind nichts als ein einziger, unfassbarer Schicksalsroman. Jörg Maurer stammt aus GarmischPartenkirchen, studierte Germanistik, Anglistik, Theaterwissenschaften und Philosophie und wurde als Autor und Musikkabarettist mehrfach ausgezeichnet.

Jörg Maurer: „Der Tod greift nicht daneben“ Verlag: Scherz Spannend wie von Stephen King, bayrisch wie Garmisch-Patenkirchen: Der neue Kriminalroman rund um den Hauptkommissar Jennerwein spielt im Schatten berühmter oberbayrischer Gipfel – packender Lesespaß voller Dramatik, Wortwitz und Heimatkunde.

Die Ereignisse basieren auf einem wahren Fall. Lediglich Eigennamen

David Eberhard: „Kinder an der Macht. Die monströsen Auswüchse liberaler Erziehung.“ Verlag: Kösel Führt die liberale Erziehung dazu, dass Kinder im Leben immer weniger zurecht kommen? David Eberhards Buch ist ein Apell an die Eltern, sich die Kontrolle in der Familie zurückzuholen. Sind wir mit der liberalen Erziehung zu weit gegangen? Hat sie ausgedient? Allerdings, meint David Eberhard, schwedischer Psychiater und Vater von sechs Kindern mit seiner Warnung aus dem Land des Erziehungsliberalismus. Eltern wollen ihren Kindern möglichst viele Steine aus dem Weg räumen und sie beschützen. Das Ergebnis sind kleine Könige und Königinnen, die allen auf der Nase herumtanzen und später vom Leben enttäuscht sind, weil sie nicht auf die Spielregeln der Gesellschaft vorbereitet wurden. Wie sind wir in die Lage geraten, dass „Erziehung“ fast schon als schmutziges Wort gilt? Kinder sollen sich entwickeln, sich entfalten, gleichwürdig sein – aber um Himmels willen nicht erzogen werden. Das Ergebnis? Verzogene Fünfjährige tyrannisieren ganze Restaurants, ohne dass es jemand wagen würde, ein Wort dagegen zu sagen. Kinder trauen sich nichts mehr zu, weil ihnen jeder Stein aus dem Weg geräumt wird. Helikopter-Eltern lassen ihre Kinder vor lauter Sorge,

dass ihnen etwas passieren könnte, nicht aus den Augen und nehmen ihren Zwanzigjährigen den Termin zur Einschreibung an der Uni ab. In einer Gesellschaft, die immer ängstlicher wird und sich vor allem und jedem absichern will, bedeutet es kein Vergnügen mehr, Kinder zu haben, sondern Anstrengung, Dauerstress und stetige Besorgnis.

Mit seiner Standpauke gibt David Eberhard dem vagen Unwohlsein, das viele angesichts der heutigen Erziehungslandschaft befällt, eine Stimme. Dabei geht es ihm nicht nur darum, ein Krisenszenario zu entwerfen. Vielmehr will er die Probleme aufzeigen, die zugrunde liegenden liberalen Erziehungsmythen zu entlarven und vor allem die Eltern zu entlasten. Diese sollen sich wieder zutrauen können, die Erziehung selbstbewusst und mit Führungsstärke in die Hand zu nehmen. David Eberhard ist Psychiater am Danderyds Krankenhaus in Stockholm. In seinen Büchern – in Schweden Bestseller – greift er aktuelle Gesellschaftsthemen auf. Eberhard debattiert, provoziert und vermittelt Wissen unterhaltsam und pointiert.

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• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher „Ich kann … Mathe“ – Das brandneue Lernkonzept um Nachhilfefach Nummer eins Verlag: Klett Mathe ist angesagt – Geometrie, Algebra, Bruchrechnen. Wie die schulischen Resultate zeigen, ist Mathe das nachhilfebedürftigste Fach im Lernprogramm der Schulen. Hilfe tut not, und ganz sicher nicht nur bei den Schülern. Jetzt kommen die Eltern – und bei der beruflichen Inanspruchnahme – ganz sicher auch die Großeltern ins Spiel.

Doch da sind im Laufe der Lebensjahre so manche Kenntnisse und so manches Wissen auf diesem Gebiet auf der Strecke geblieben. Im Hinblick auf diese Notlage hat Klett-Verlag die neue Reihe „Ich kann Mathe“ herausgebracht. Sie steht allen Zahlen-Verzweifelten ab sofort mit einem brandneuen innovativen Lernkonzept hilfreich zur Seite. In vier Neuerscheinungen werden die in jeder Klasse benötigten Kompetenzen glasklar formuliert, verständlich erklärt und passgenau trainiert. Mit über 50 % ist Mathe das häufigste Nachhilfefach. Der Bedarf, über den Schulunterricht hinaus zu lernen, ist also da. Doch wie bringt man seinen Kindern Dinge bei, die man selbst in der Schule nie ver-

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standen hat? Und vor allem: welche Kompetenzen müssen in welcher Klasse sitzen? Genau hier setzt die neue Reihe „Ich kann Mathe“ an. Sie vermittelt den Schulstoff in kleinen Schritten, für jeden verständlich und genau, wie in den Vorgaben der bundesweiten Bildungsstandards formuliert. Hinweise mit „Ich kann…“ zeigen, was die Schüler in der jeweiligen Klasse können müssen, um versetzt zu werden. Im Anschluss folgen Schritt-für-Schritt-Erklärungen speziell für diese Kompetenz. Reichlich Übungsaufgaben – natürlich mit ausführlichen Lösungen, hilfreichen Beispielen und Tipps – gibt es in drei Schwierigkeitsstufen. Wer die leichten meistert, kann sich dann den schwierigeren widmen und sich so ganz individuell steigern. Der Abschlusskompetenztest zeigt, ob man das Thema bereits beherrscht oder ob noch Lernbedarf besteht. Die Reihe startet mit den vier Neuerscheinungen „Zahlen 5. – 6. Klasse“, „Größen 5. – 6. Klasse “, „Brüche und Dezimalzahlen 5. – 6. Klasse“ und „Lineare und quadratische Funktionen und Gleichungen 7. – 10. Klasse“. J. Willems/P. Appeldoorn/ M. Goyens: „Als Paar getrennt, als Eltern zusammen. Wie eine gemeinsame Erziehung nach der Trennung gelingt“ Verlag: Patmos Wenn Eltern sich trennen, leiden die Kinder oft am meisten. In vielen Fällen geht die intensive Beziehung zu einem Elternteil verloren, dabei brauchen Kinder eine vertrauensvolle Bindung an beide Eltern. Auch während und nach einer Trennung. Doch wie kann das – praktisch und emotional – gelingen? In diesem umfassenden Ratgeber stellen die Autoren verschiedene Wege vor, die zwei Menschen, die als Paar getrennt sind, dennoch als

Eltern zusammenbleiben können. Viele Fallbeispiele aus der Praxis machen deutlich, dass es auch jenseits der gängigen Betreuungsmodelle Lösungen gibt, die sich jede Familie individuell erarbeiten kann. Ein wertvolles Buch für alle Eltern in Trennung und Scheidung.

Jos Willems war Rechtsanwalt und Hochschuldirektor in Gent. Er ist Vorsitzender des Vereins „Eine neue Familie“, die sich für Stiefeltern beziehungsweise „Pluseltern“, wie es im niederländischen heißt, engagiert. Er ist Vater in einer Patchworkfamilie. Birgit Appeldoorn ist Beziehungsberaterin und Patchwork-Coach. Sie vermittelt zwischen Eltern während und nach einer Trennung und hilft bei der Gestaltung einer neu zusammengestellten Familie, mit besonderem Augenmerk auf das Wohl der Kinder. Sie hat zwei Söhne und praktiziert mit ihrem geschiedenen Ehemann ein gut funktionierendes Modell einer gemeinsamen Erziehung. Maaike Goyens war Anwältin für Familienrecht und ist jetzt Vermittlerin bei Scheidungen und Familienangelegenheiten. Auch sie stellt dabei das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt. Sie ist selbst Mutter in einer Patchworkfamilie.


TREFFPUNKT THALIA 2015

TASCHENBUCHMARKT

Thalia Aktion

Sa 11. April 2015

Bio-Aroma-Bar

Beginn: 10:00 Uhr

Düfte zum Essen und Trinken

Eintritt: frei! Ort: Thalia Pforzheim

Thalia Aktion

Sa 18. April 2015

Ingrid Ballier

Beginn: 11:00 Uhr

Roter Faden – Grüner Tee Im Dialog mit Morbus Parkinson

Eintritt: frei! Ort: Thalia Pforzheim

Thalia Autorenlesung

Mi 6. Mai 2015

Jürgen Mathäß

Beginn: 19:00 Uhr

Kastanienbusch Krimineller Weinfrühling in der Pfalz

Eintritt: € 14,50 (inkl. Spargelteller) Ort: Ratskeller Pforzheim

Thalia Aktion

7. Mai – 9. Mai 2015

Taschenbuchmarkt

Do. + Fr. 9 – 20 Uhr, Sa. 9 – 19 Uhr

Verkauf von preisreduzierten Mängelexemplaren – solange der Vorrat reicht.

Ort: Thalia Pforzheim vor der Buchhandlung Abschneiden und im Aktionszeitraum einsenden.

Mit Thalia Pforzheim Bücher gewinnen Jürgen Mathäß: Kastanienbusch

Jörg Maurer: Der Tod greift nicht daneben Scherz



© TAOASIS

DIE HIGHLIGHTS AUF EINEN BLICK

Coupon ausgefüllt bis 12.05.2015 einsenden: Contact + Communication, Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim Name Straße

Emons

PLZ, Ort

Pia Ziefle: Länger als sonst ist nicht für immer Arche

Robert Seetaler: Ein ganzes Leben Hanser

Thalia-Buchhandlung Westliche 27-29 • 75172 Pforzheim Tel. 07231 1342-0 • thalia.pforzheim@thalia.de

Telefonnummer Es entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter von Thalia und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.


von A. L. Szalay · Fortsetzung von Ausgabe 3’14

Wir haben alle Die Blutfabrik und Umgebung stank bestialisch. Die meisten Monteure waren nicht bereit, diese Arbeit zu übernehmen, die wollten lieber die Genossenschaft verlassen. Ich zählte schon einigermaßen zu den vornehmen Jungs, mit Hochschulausbildung und mit brauchbaren Ergebnissen im Säbelfechten. Die begleitenden Herrschaften hatten gehofft, mich als einen verzweifelten Versager sehen zu können. Ein bisschen Spaß muss sein. Ich ging in die Fabrik, um die Aufgabe zu erfassen und die Herrschaften blieben draußen. Die Fenster waren so schmutzig, dass man überhaupt nicht rausgucken konnte. Bei einem putzte ich einen ganz kleinen Platz sauber, um die „Bösen“ beobachten zu können. Ich wusste, wenn ich als Monteur akzeptiert werden will, und nicht nur als Neffe des Skatfreundes, muss ich diese Feuerprüfung bestehen, noch dazu locker. Ich ließ die „Skatbrüder“ warten, rauchte eine Zigarette nach der anderen und machte Gewichtsverlagerung von einem Fuß auf den anderen. Sie hofften, dass ich möglichst heulend heraus kommen würde. Nach etwa einer ¾ Stunde spazierte ich heraus und teilte ihnen mit, dass ich die Arbeit gern übernehmen würde. Eine Traumarbeit war das nicht, unter den Behältern zu liegen, die verrosteten Befestigungselemente zu lösen und dabei die wohlernährten Ratten mit dem Schraubenzieher vom Leibe fernzuhalten. Gott sei Dank, diese Arbeit dauerte nur 3 – 4 Wochen, aber ich wurde in dieser Zeit ein geschätzter Handwerker. Bevor ich die Lagersoldaten aufgefordert hatte, sich über die Arbeitsmethoden klar zu werden, führte ich die Montageabteilung einer sehr großen Fabrik mit 5 Montagegruppen

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an. Ich war also nicht ganz ohne Führungserfahrung. Langsam erfuhr ich, warum ich unsanft geweckt und zu diesem Lebensmittellager geschleppt worden war. Der Offizier, der gestern noch die Leitung inne hatte, hatte in der Nacht meiner Ankunft in Kecskemét, auf Kosten des Militärs in zu gut gelaunter Stimmung getrunken und gesungen. So wurde er von der Militärpolizei verhaftet und ins „Kittchen“ gesteckt. Sein Stellvertreter war ein Feldwebel, ein arroganter Kerl, den die 42 nicht ausstehen konnten. Mich wollte er gar nicht wahrnehmen, er organisierte und erteilte Befehle. Er störte mein Konzept. Ich wartete auf die erste Gelegenheit, ihn in den Griff zu kriegen. Die Gelegenheit kam gleich am kommenden Montag. Er hatte Wochenendurlaub und am Montag kam er in Kecskemét mit dem Zug an. Es wäre damit alles in Ordnung gewesen, wenn ich nicht mit zwei Lastzügen hätte Brot abholen sollen. Wir haben eine Kette gebildet, nahmen jeweils zwei Brote zusammen und warfen sie zum Nächsten bis zum Lastwagen. Da wir nicht genug „Werfer“ waren, mussten wir von einem zu anderen in großer Entfernung die Brote zuwerfen. Ich war auch in der Kette. Der Feldwebel kam, setzte sich gleich vorne in die

Fahrerkabine und wartete darauf, dass der Lastwagen fertig beladen werden würde. Er wollte als Mitfahrer zum Lager. Ich bat ihn, er solle mit in die Kette kommen, damit wir die Brote nicht so weit werfen müssten. Nun meinte er, dass es schließlich nicht sein Aufgabenbereich wäre. Ich hatte ihm Recht gegeben, und befahl ihm, aus dem Lastwagen zu steigen und zu Fuß zum Lager zu marschieren und sich dort wiederum bei mir zu melden. Ich sagte noch: „Ich werde feststellen können, ob Sie die 35 km zu Fuß gelaufen sind oder irgendein Auto „erwischt“ haben. Wenn ich feststelle, dass Sie nicht zu Fuß die Strecke absolviert haben, werde ich Sie zurückfahren, damit Sie die Strecke neu beginnen können.“ Einige Tage später hatte er dann angeboten, kooperativ mitzuarbeiten. Wir wurden später beide erfolgreich und wurden nach der Militärzeit sogar Freunde. Meiner Frau gefällt die Geschichte, wie uns der Befehlshaber der Militärpolizei als „christleugnende Räuberbande“ beschimpfte. Wir hatten vier Lastwagen zur Verfügung, davon ein Kühlwagen. Nachdem wir alles in Kecskemét und Umgebung beladen hatten, haben wir am Theater Pause gemacht und begannen – nicht nach den militärischen Vorschriften gekleidet – lustig zu speisen. Und dann kam er, der Oberbefehlshaber der Stadt, und brüllte: „Wer ist von diesem Sauhaufen der Befehlshaber?“ Ich meldete mich, und er kam dann mit der Räuberbande-Titulierung und schrie: „Schluckt Eure geklaute Wurst runter und verlasst die Stadt, aber in Zack-Tempo!“ Ich dürfte ihm nicht ganz unbekannt gewesen sein. Nämlich, wie bereits erwähnt, 33 % der Lagersoldaten wurden sonntagnachmittags per LKW nach Kecskemét gebracht, um sich ein bisschen zu amüsieren. Abends, so ca. um 20 Uhr, hatte ich sie immer abgeholt.


eine „Rolle“ gespielt Das Abholen war sehr einfach. In dieser Zeit waren sie schon alle einmal von der Militärpolizei verhaftet worden: entweder waren sie nicht vorschriftsmäßig gekleidet, oder sie hatten einen Offizier nicht richtig gegrüßt, oder hatten flegelhaft Mädchen angesprochen – alles „kleine Sünden“. Sie wurden im Wartezimmer der Militärpolizei platziert und mussten warten, dass ein Offizier aus der zuständigen Einheit sie abholen würde. Damit die Herausgabe der Herrschaften schnell vorangehen konnte, hatte ich den Bewachern hin und wieder ein Vesperbrot mit selten dicken Salamischeiben gegeben. Darüber war wohl der Befehlshaber informiert gewesen. Er hatte nämlich die Meinung vertreten, dass es beim Militär notwendig sein sollte, ein bisschen „Unartigkeit“ für Disziplinvergehen zu zeigen. Das Geheimnis unseres Erfolges dürfte gewesen sein, dass ich eingeführt hatte, dass die Gruppe, welche eine bestimmte Ware übernommen hatte, diese auch verantwortungsvoll ausgeben musste. Wir funktionierten so hervorragend, dass der Befehlshaber der Versorgung, ein Obergeneral, mich mehrmals darauf angesprochen hatte, ob ich nicht beim Militär bleiben wolle. Ich würde gleich den Rang eines Majors bekommen und etwa 2,5 mal soviel Geld, als ich jemals im Zivilleben verdienen würde. Ich hatte dem General gesagt, dass ich von der Außenhandelsgesellschaft als Klassenfeind rausgeschmissen worden sei. Er sagte: „Die waren doof. Unser Lager war noch nie so in Ordnung wie jetzt unter Ihrer Führung.“ Ich hatte noch kurz mit der Annahme des Angebotes gespielt. Zwar hatte ich mich unpolitisch gezeigt, aber so unpolitisch war ich dann doch nicht. Die Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung hatte nicht meiner Vorstellung entsprochen. Ich hatte lediglich

angenommen, dass diese sich auch ohne meine Mitwirkung erledigen würde. Dass die Studenten sich auf eine Demonstration vorbereiteten, hatte ich vormittags am 23. Oktober von einem jungen Mitarbeiter der Gruppe gehört. Wir fuhren mit der Straßenbahn nach der Arbeit nach Hause, zwischen Hotel Gellert und der Technischen Hochschule blieb die Straßenbahn stehen. Die Straße war voll mit Studenten. Nicht ernst, so ein bisschen spielerisch dachte ich: „Eigentlich hätten sie ruhig die Schienen frei lassen können! Soll ich denn jetzt von hier zu Fuß nach Hause laufen?“ Aber es begann, interessant zu werden, und so ging ich neben den Demonstranten als Neugieriger mit. Irgendwann früher, gelernt aus den Ereignissen des II. Weltkrieges sagte ich zu meinem Onkel, der von Anfang bis Ende Soldat gewesen war und noch zusätzlich 3 Jahre Gefangenschaft in der Sowjetunion aushalten musste: „Wenn hier in Ungarn eine revolutionäre Bewegung entstehen sollte, dann müssen wir uns verstecken, und wenn alles vorbei ist, kriechen wir aus unserem Versteck.“ Mein kriegserfahrener Onkel versprach mir, meine Ohren lang ziehen zu wollen und dass ich mich gefälligst zu der Bewegung begeben solle. Am 24sten bin ich früh zu ihm gegangen, zu Fuß 15 Minuten, und fragte: „Was ist, tun wir was oder nicht?“ Er meinte, dass er inzwischen älter geworden sei und ich auch schön zu Hause das Ende abwarten könne. Nun, ich ging. Ich war schon vor dem Tor des Hauses, in dem ich gewohnt hatte. Schräg gegenüber war eine Schule und durch das Tor war ein Kommen und Gehen von jungen Leuten. Ich war neugierig und ging immer näher zu diesem Tor. Einmal war ich im Schulhof, eben

dann, als der Organisator herumgeschrien hatte: „Wer kann Lastwagen fahren?“ Niemand meldete sich und immer wieder fragte er: „Ist denn niemand da, der Lastwagen fahren kann?“ Dann hatte ich, ohne zu überlegen, meine Hand hoch gehalten. Der Organisator: „Dann bist Du unser Lastwagenfahrer.“ Sie hatten mich ausgefragt, wo ich denn wohnen würde, was ich so tun würde, in wieweit ich die Umgebung Richtung Buda kennen würde und wo mein Ausweis sei. Er sagte: „Komme heute um 20 Uhr.“ Ich kam und dann erfuhr ich, dass ich Lebensmittel in die größte Revolutionszentrale bringen und Verwundete herausholen müsste. Pro Nacht, wenn ich mich heute richtig erinnere, bin ich etwa zweimal in diese Corvin-Passage rein gefahren, bis einmal die Revolutionäre den Lastwagen von vorne kaputt geschossen hatten. Ich sprang aus dem Lastwagen, wusste nicht, dass man hierbei so fliegen konnte und fragte mich. Wieso haben sie geschossen und warum haben sie jetzt aufgehört zu schießen? Ich nehme an, dass sie sich bei vorherigen Fahrten über die Ankunft des Lastwagens verständigt hatten und bei dieser Fahrt hatte es eben nicht geklappt. Sie hatten aufgehört zu schießen, als sie das Schreien von zwei Bauern „mein Gott, mein Gott“ gehört hatten. Diese zwei hatten in den Dörfern Lebensmittel gesammelt und sie nach Budapest gebracht. Die anderen wollten aber sehen, ob sie die Lebensmittel tatsächlich zu den Revolutionären gebracht hatten und sie nicht womöglich schwarz verkauft wurden. Meine Mitwirkung damals war reiner Zufall, aber ich kann wenigstens behaupten, dass ich etwas Nützliches getan habe. Seit diesem Vorfall bin ich noch 2 – 3 Mal dort gewesen und kann bis heute nicht verstehen, wie ich es jemals geschafft hatte, dort mit dem Lastwagen zu wenden.

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Der Pforzheimer

Wir stellen vor:

Fa. Albert Grabmale Pforzheim-Brötzingen Der Bildhauer- und Steinmetzbetrieb wurde bereits 1919 gegründet, d.h. bis zum „Hundertjährigen“ ist es nicht mehr weit. In dieser Zeit hat der Betrieb einen großen Wandel durchschritten, wobei Helmut Albert, der Vater des jetzigen Geschäftsführers Wolfgang Albert (4. Generation) durch ständige bauliche Veränderungen die jetzige Größe eingeleitet hat und bis zum heutigen Tag in der Firma aktiv ist.

Die Firmenphilosophie beinhaltet schon Jahrzehnte die Gestaltung von Grabstätten jeder Größe auf einem hohen gestalterischen und qualitativen Niveau; das bedeutet nicht, dass überall monumentale Grabanlagen entstehen – die Wünsche unserer Kunden sind sehr individuell, zumal sich die Bestattungskultur in den letzten 15 Jahren stark gewandelt hat.

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Apropos Erfahrung – unsere Mitarbeiter bilden ein schon jahrzehntelang eingespieltes Team, mit dem das „Schaffen“ eine Freude ist. Aus diesem Team gibt es bereits auch eine Nachfolgeregelung, so dass die Zukunft des Unternehmens gesichert ist. Infos: www.grabmale-albert.de

Unser Ziel ist es immer, für die Angehörigen eines Verstorbenen eine Ruhestätte mitzugestalten, die für sie Ruhe und Frieden ausstrahlt, die sie gerne besuchen, wo innere Einkehr möglich ist. Wir versuchen, durch individuelle Beratung würdevolle Vorschläge zu unterbreiten oder Ideen unserer Kunden mit unserer Erfahrung umzusetzen.


< Hauptfriedhof IHRE BESTATTUNGSPARTNER IN DER REGION  BLUMEN-VOLLMER Sommerweg 21 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 47 68  BLUMEN-SCHÄFER Hohenzollernstr. 41 Tel. 0 72 31/31 64 54 und Hachelallee 3 Tel. 0 72 31/31 34 55 75177 Pforzheim  FRIEDHOFSGÄRTNEREI HILLIGARDT Wolfsbergallee 53 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/10 69 18  H. + W. ALBERT STEINBILDHAUERMEISTER Höhenstraße 58 – 60 75179 Pforzheim Tel. 0 72 31/44 16 64

 GESTALTUNG IN STEIN ANDREAS MISSENHARDT STEINBILDHAUERMEISTER Ispringer Straße 40 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 38 78  STEINMETZ UND STEINBILDHAUERARBEITEN EUGEN MARTIN Inh. T. Schreiber Bernhardstraße 36 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 32 58  PFORZHEIMER BESTATTUNGSHAUS GMBH Thilo Meier Ispringer Straße 42 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/1 54 23 00

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Wäscherei Merz in Wurmberg

Sie waschen, sie waschen den lieben langen Tag… Am Anfang steht der Bedarf – aus ihm entsteht die Idee – am Ende steht die Zahl. Um das Rätsel auf den Punkt zu bringen: Wir sprechen von der Leistung der Wäscherei Merz.

Foto: © Syda Productions - Fotolia.com

Man kann es auch anders ausdrücken: Pro Tag wäscht die Waschanlage 13.000 kg Bettwäsche und 2.000 kg Oberbekleidung, d.h. pro Jahr – und dieses hat 242 Arbeits-

tage – durchlaufen 3 Millionen 630 Tausend Kilogramm Schmutzwäsche die Waschanlage und kommen leuchtend sauber gebügelt und sortiert, schrankfertig in die Auslieferung. Welch eine Leistung! Und das unter der Bewahrung streng ökologischer Gesichtspunkte! Die Wäscherei Merz arbeitet mit einer heute maximal möglichen technischen Ausrüstung und präsentiert einen perfekt ausgewogenen Kundenservice. Beide Faktoren ergeben ein modernes vielfältiges Leistungssystem. Wir erfahren zur Zeit eine neue Entwicklung im Bereich des Themas

„Wohnen in der dritten Lebensphase“. Es ist das Thema „Wohnen mit Service“. Es entstehen Wohnobjekte, die behindertengerecht ausgerüstet, da sie oft in unmittelbarer Nähe von Seniorenheimen sind, die Möglichkeit bieten, die Wohnung bis ins hohe Alter zu nutzen und wahlweise Serviceleistungen in Anspruch nehmen zu können. Hierzu wird ganz sicher auch die Möglichkeit des Waschdienstes gehören, zumal man davon ausgehen kann, dass es sich innerhalb dieses neuen Wohnens im Wesentlichen um ältere und alte Menschen handeln wird. Bei der bereits angewandten Logistik der Wäscherei Merz ist es da überhaupt kein Problem, die gesamte Mieterschaft eines Hauses gemeinsam und individuell zu bedienen.


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Congress Centrum Pforzheim 10.05.2015 Tanz des Ostens: Abonnementkonzert 5 14.06.2015 VOLLER FREUDE! Abonnementkonzert 6 03.10.2015 Eure Mütter 17.10.2015 Christoph Sonntag SWR 3 Comedy Live 30.10.2015 Fantasy: Live in Concert 20.11.2015 Olaf Schubert & seine Freunde Kulturhaus Osterfeld Pforzheim 10.05.2015 Gernot Hassknecht: Hassknecht-Prinzip 19.05.2015 Vita. Chronik eines Stillstandes – Gerd Dudenhöffer 26.06.2015 SLIXS 30.07.2015 Nina Hagen & Band Rock- und Gospel Tour 2015 31.07.2015 Willy Astor – Reim Time 01.08.2015 Konstantin Wecker & Band – 40 Jahre Wahnsinn 02.08.2015 SWR1 Lacht – Jazzkantine u.a. 01.10.2015 Chaostheater Oropax – Chaos Royal 04.10.2015 Michael Hatzius – Echstasy 29.10.2015 Andreas Rebers

€ 25,30 – € 18,70 – € 21,00 – € 24,50 – € 34,54 – € 29,65

49,50 41,80 27,70 30,50 48,97

€ 26,60 € 26,00 – 28,20 € 19,80 € 33,40 € 24,40 – 33,40 € 29,40 – 43,50 € 33,40 € 21,00 € 19,80 € 24,30

Schleyerhalle Stuttgart 07.06.2015 Hilsong Young & Free 12.06.2015 Farin Urlaub Racing Tour 05.07.2015 Mark Knopfler 26.09.2015 Violetta Live 10.10.2015 Mario Barth 11.10.2015 Take That 18.10.2015 Die große Schlagerparade 30.10.2015 Simply Red 05.11.2015 Eros Ramazzotti 28.11.2015 Deep Purple

€ 29,00 – 37,00 € 39,00 € 64,05 – 87,05 € 84,10 – 107,10 € 37,95 € 62,25 – 85,25 € 40,00 – 70,00 € 62,45 – 87,75 € 60,00 – 87,80 € 62,90 – 80,90

Liederhalle Stuttgart 10.05.2015 Steffen Henssler 23.05.2015 Carmina Burana 19.06.2015 Bobby McFerrin & Chick Corea 27.06.2015 An evening with Jackson Browne 18.+ 19.7.15 Red Bull Flying Bach 12.09.2015 Musical Rocks! 17.09.2015 Bryan Ferry 27.09.2015 Füenf 16.10.2015 Der Pate – live in concert 05.11.2015 Symphonic Rock 06.11.2015 Howard Carpendale

€ 31,00 – 4 2,50 € 39,25 – 64,00 € 44,95 – 101,20 € 41,70 – 74,90 € 53,00 – 73,00 € 43,50 – 65,30 € 48,35 – 87,45 € 31,00 – 40,00 € 35,90 – 75,30 € 38,50 – 63,80 € 38,60 – 98,40

Musicals: Di. bis So. Mi. bis So.

€ 56,79 – 164,89 € 49,74 – 158,99

Tarzan Chicago

Theaterhaus Stuttgart 13.05.2015 Eure Mütter 22.05.2015 Mike & the Mechanics 14.09.2015 Axel Prahl und sein Inselorchester 24.09.2015 Willy Astor 20.10.2015 Marco Rima

€ 22,90 € 47,90 € 34,00 – 37,00 € 25,90 – 32,90 € 32,05 – 38,95

Porsche Arena 25.05.2015 Def Leppard 28.05.2015 Die drei ??? – Phonophobia – Sinfonie der Angst 11.07.2015 Kaya Yanar 7. – 12.9.15 Gymnastik-WM 2015 10.10.2015 Oldie Night – das Original 17.10.2015 Imagine Dragons 21.– 25.10.15 VAREKAI – Cirque du Soleil 30.10.2015 Christoph Sonntag 13.11.2015 Sido 24.11.2015 Dr. med. Eckart von Hirschhausen 26.11.2015 Fettes Brot 28.11.2015 Bülent Ceylan

€ 37,10 € 34,55 € 11,85 – € 47,10 – € 47,90 – € 57,88 – € 26,40 – € 40,35 – € 35,15 – € 38,50 € 34,20

Karlsruhe 17.10.2015

€ 29,70

21.10.2015 13.11.2015

J.B.O.: 20 Jahre EXPLIZITE Lyrik Festhalle Durlach Donnie Munro: Sweet Surrender – Live Acoustic, Tollhaus Goldenes Herbstfest: Kastelruther Spatzen, Stadthalle – Joh.-Brahms-Saal

€ 50,90 – 60,90

34,85 80,80 50,75 97,25 34,40 44,35 46,15

€ 28,70 € 51,30 – 62,85

Substage Karlsruhe 03.06.2015 Converge – DW Fest Europe Tour 16.07.2015 Fear Factory – Kingster presents 09.10.2015 Pothead

€ 23,00 € 28,60 € 21,90

Baden-Baden Festspielhaus 22.,25.+29.5.15 La Traviata 19.+21.6.15 Saha Waltz: Orfeo 24.11.2015 Lord oft the dance – Dangerous Games 27.11.2015 Thriller – Live

€ 80,00 – 272,00 € 48,00 – 92,00 € 69,35 – 90,05 € 35,00 – 76,50

Sonstige (Auswahl) 12.05.2015 Roland Kaiser „Seelenbahnen“ Alte Oper Frankfurt 05.07.2015 Bob Geldorf, Open-Air Bühne am Mercedes-Benz Museum 11.07.2015 Zaz & Friends mit der SWR Big-Band Schlossplatz Stuttgart 13.07.2015 Simon & Garfunkel Tribute Schlosshof Ettlingen 04.08.2015 Cicero sings Sinatra, Kloster Hirsau

€ 45,50 – 68,50 € 46,00 – 76,00 € 50,00 – 161,00 € 25,20 – 32,90 € 49,90 – 59,90

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Preise incl. Gebühren und ges. Mwst. Angaben ohne Gewähr.

In Ihrem Karten Büro in den SCHMUCKWELTEN Pforzheim erhalten Sie Tickets für alle Stücke aus dem Repertoire des Stadttheaters Pforzheim. Ebenso für alle Veranstaltungen des Kulturhauses Osterfeld, die Abo-Konzerte des Südwestdeutschen Kammerorchesters, des Oratorienchors Pforzheim, für Veranstaltungen des Figurentheaters von Raphael Mürle in Brötzingen, der Volkshochschule Mühlacker, des Tollhauses Karlsruhe und viele, viele mehr!!!


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Generationen im Dialog Ausg-1'15=Apr'15  

Generationen im Dialog, Journal für kommunikative Impulse, Zeitschrift für Jung & Alt, Wissenschaft & Kunst, Seniorenheime & Soziales, Barri...

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