Bassenge Buchauktion 119: Fak simile!

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BA S S E N G E

Fak simile! Eine Privatbibliothek der bedeutendsten Handschriften und Drucke aus Spätantike, Mittelalter und Neuzeit in originalgetreuem Nachdruck

Auktion 119 | 5. April 2022

Bassenge Buchauktionen GbR . Erdener Straße 5a . 14193 Berlin-Grunewald Telefon +49 30 893 80 29-0 . Fax +49 30 891 80 25 . E-mail: books@bassenge.com . www.bassenge.com


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T ER M I N Ü BER SICH T

AU KT ION 119

W ERTVOLLE BÜCHER Geschichte, Geographie und Reisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Varia Medizin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Naturwissenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pflanzen- und Tierbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Haus- und Landwirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Technik und Verkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Asiatica . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gastrosophie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Genealogie, Heraldik und Sphragistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . Judaica . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kultur- und Sittengeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Studentica und Masonica . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Moden und Kostüme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Militaria . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Musik, Theater und Tanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Okkulta . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Politik 20. Jahrhundert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Recht, Staat und Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Buchwesen und Lexika . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kunstliteratur und Kunstgewerbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachmittag 15.00 Uhr Handschriften, Alte Drucke, Theologie Handschriften, Einzelblätter und Orientalia . . . . . . . . . . . . . . Alte Drucke vor 1600 und Inkunabeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bibeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Theologie, Gebet- und Gesangbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . Architektur, Kunstaltertümer und Archäologie . . . . . . . . . . . . DIENSTAG, 5. APRIL 2022 Vormittag

Abend

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1-227

Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr.

301-313 314-333 334-351 352-359 360-374 375-425 426-430 431-441 442-457 458-466 467-474 475-485 486-490 491-499 500-506 507-516 517-531 532-547 548-551

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1001-1013 1014-1065 1066-1073 1074-1094 1095-1135

„FAK SIMILE!“ Faksimiles – Eine Privatbibliothek . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1301-1718

LITER ATUR, SPAZIERSTÖCKE U ND AUTOGR APHEN Literatur, Buchillustration und Sprachwissenschaft . . . . . . . . . . Philosophie und Pädagogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kinder- und Jugendbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Papierantiquitäten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MITTWOCH, 6. APRIL 2022 Vormittag 10.00 Uhr

Nr.

Nr. Nr. Nr. Nr.

2001-2171 2172-2186 2187-2222 2223-2228

Sammlung Spazierstöcke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2301-2379 Mittag

12.00 Uhr

Autographen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2501-2635

Nachmittag

15.00 Uhr

„M ARE AETER NU M“ Reisen ober- und unterhalb der Wasseroberfläche . . . . . . . . . . . Nr. 2801-2951

DONNERSTAG, 7. APRIL 2022 Vormittag 10.00 Uhr Nachmittag 14.00 Uhr

VORBESICHTIGUNG

MODER NE LITER ATUR U ND KU NSTDOKU MENTATION Moderne Literatur A-K mit Sammlung John Hunov . . . . . . . . . Nr. Moderne Literatur L-Z . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Architektur, Design, Plakate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Foto, Film . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr.

3001-3362 3363-3522 3523-3555 3556-3578

Dienstag, 29. März bis Freitag, 1. April 2022, jeweils 10.00-18.00 Uhr, Samstag, 2. April, 10.00-14.00 Uhr, Montag, 4. April, 10.00-16.00 Uhr, Sonntag geschlossen. Wir bitten um telefonische Anmeldung Ihrer Besichtigung


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„Fak simile!“ Die Welt ein Buch? Jedenfalls in den Büchern die Welt! Seit Beginn der Schriftlichkeit gibt es Geschichte – und diese tradierte sich über Jahrhunderte, ja über Jahrtausende im Buch – sei es nun als Codex oder als Rotulus. Dass unser Weltwissen erstmals in einem alternativen Medium, einem digitalen, gespeichert wird, ist ganz neu, eine Errungenschaft am Ende des 20. Jahrhunderts. Vielleicht bricht damit wirklich ein vielfach prophezeites „digitales Zeitalter“ an. Vielleicht wird uns aber irgendwann das Problem der Aufbewahrung und Konservierung sowie der Zugrifflichkeit digitaler Daten zwingen, wieder zurück zu einem analogen Speichermedium zu kommen, dem Buch, das weitgehend unverwüstlich die Zeitläufte übersteht. Quod erat demonstrandum: Ist es nicht erstaunlich, wie viele Tausende, ja Millionen Exemplare von Handschriften und Drucken immer noch in unseren Bibliotheken vorhanden sind, nach Erdbeben, Sturmfluten, Bränden, nach Seuchen und verheerenden Kriegen? Die wertvollsten Handschriften und Drucke wurden allerdings schon immer besonders sorgsam aufbewahrt, gepflegt und gehütet, auch lange vor den heutigen Möglichkeiten, mit denen sie in hochtechnisierten, klimakonstanten Magazinen oder erdbebensicheren Atomkellern gelagert werden. Benutzen durfte der Laie die Handschriften ohnehin nicht, sie waren Königen und Kaisern, Fürsten und Geistlichen vorbehalten. Das ist heute nicht viel anders, nur dass an die Stelle der hohen Herren die Wissenschaftler und Bibliothekare traten, die die seltenen Originale studieren, um ihnen weitere Geheimnisse der Vergangenheit unserer Welt zu entlocken: Il mondo è un bel libro. Aber man muss sie lesen können, die alten Schriften, um die Texte deuten zu können, um Erkenntnisse aus ihnen zu gewinnen. Dazu wurden Handschriften schon immer kopiert, reproduziert, sprich faksimiliert. „Fak simile! – Mach’s ähnlich, mach’s nach!“. Vor der Erfindung der Druckkunst hatte dieser Imperativ eine ganz andere Bedeutung. Er galt schließlich als Grundsatzverpflichtung eines jeden Schreibers im mittelalterlichen Skriptorium. Jede Handschrift, die dort eintraf, sollte abgeschrieben werden, und zwar so ähnlich, wie irgend möglich. Nur durch die meist überaus gewissenhafte Arbeit der Schreiber, der „Scriptores“, gelingt es uns heute, die Urtexte aus Antike und Mittelalter weitgehend originalgetreu zu rekonstruieren.

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Il mondo è un bel libro, ma poco serve a chi non sa leggere Carlo Goldoni

Mit der Erfindung der Druckkunst im 15. Jahrhundert bekam das „Fac simile!“ wiederum eine neue Bedeutung. Auch hier sollten die Texte natürlich so exakt wie irgend möglich in den Letterndruck übernommen werden. Der Buchschmuck mit der Rubrizierung und der Illumination trug das seine bei, um das Erscheinungsbild der Erstdrucke dem der Handschriften anzugleichen. Prima vista sind so die frühen Inkunabeln kaum von den Handschriften zu unterscheiden. Gutenberg hatte ja nicht die Absicht, eine neue Buchästhetik zu schaffen, er wollte einfach nur die Technik verbessern, das Herstellen von Büchern erleichtern und vor allem beschleunigen. Die Bedeutung des Wortes „Faksimile“ hat sich im heutigen Sinne dann noch einmal verändert. Mit Aufkommen der sich stets optimierenden Reproduktionstechniken, gelang es im 19. Jahrhundert, vor allem durch die Erfindung der Lithographie durch Alois Senefelder, nicht nur Texte, sondern auch Bildseiten originalgetreu – und sogar farbig und mit Golddruck – zu reproduzieren. Hierdurch erhielt die Möglichkeit der Faksimilierung einen ganz neuen Schub. Ähnlich wie der Text, der seit dem Frühchristentum per se als „heilig“ galt, da er durch die Vermittlung von Zeugen, von Botschaftern, nämlich den Evangelisten, die Worte Christi wiedergab, so war es vor allem im ostchristlich-byzantinischen Kulturraum das Bild, das als Ikone das Antlitz Christi, der Muttergottes oder eines Heiligen wiedergab. Wie die im Codex bewahrten göttlichen Worte das Buch selbst zu etwas Heiligem, ja Anbetungswürdigem machten, so übertrug sich die heilige Aura bei Bildern auf ähnliche Weise, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Ikonen den „Urbildern“ vollständig ähnelten, also zum Faksimile derselben wurden. Dahinter stand der Glaube an das Acheiropoíeton, das nicht von Menschenhänden gemalte Abbild, das wie das „vera ikon“ als ein Abdruck der Züge Christi im Leichentuch auf uns gekommen war. Vielleicht liegt hierin auch eine Erklärung für die andauernde Leidenschaft zum Sammeln von Faksimiles. In der Herstellung dieser „Kostbarkeiten“ scheinen sich die Verlage gegenseitig überbieten zu wollen. Die Drucktechniken verbessern sich ständig, so dass die Farben nicht selten schon haptischen Charakter bekommen, Blattgold zu 24 Karat wird nicht nur flächendeckend für Miniaturgründe oder Initialen aufgebracht, sondern auch mit feinsten Prägemodeln oder -maschinen


_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ punktiert, reliefiert, ziseliert und punziert. Dazu liefert die Papierindustrie immer weiter verbesserte Pergament-Imitate, die in Farbton, Textur, Oberfläche, Festigkeit, Klang und sogar der mit Fingern fühlbaren Temperatur kaum noch von der Tierhaut zu unterscheiden sind. So werden die Strukturen und Flecken im Original, die Unebenheiten und Knautschungen des Pergaments genauso nachgeahmt wie die unterschiedlichen Größen der Blätter, ihre Konturen, mögliche Schäden wie Wurmgänge, Ausrisse oder Knorpellöcher, die der Skriptor sorgsam mit seinem Text umgangen hatte. Die Sucht zur Perfektion in der Nachahmung geht so weit, dass ursprüng­ liche Pergamentspalten auch im Faksimile mit Hanffäden genäht wurden – oder dass der Verlag gleich entschied, mehrere Schafherden zu opfern, um die gesamte Luxusausgabe etwa des Libro de los juego, das Buch der Spiele des spanischen Königs Alfons von Kastilien, auf Lammpergament zu faksimilieren: „elaborada en auténtico pergamino natural de piel de cordero“. Für die 400 Exemplare zu 100 Seiten (= 50 Blätter) der Vorzugsausgabe wurden bei einer Blattgröße von 40 x 28 cm mindestens 2240 m² feinstes Lammpergament gebraucht (konservative Schätzung ohne Verschnitt) das ist fast ein Viertel Hektar. Ist das noch ein Faksimile? Oder wird das Buch zu einem eigenen Kunstwerk für sich? Diese Frage stellt sich, denn die Verlage gehen meist weit über die wissenschaftlich basierten Ansprüche an einen der Forschung dienlichen Nachdruck hinaus. Die Herstellung von Faksimiles ist sehr teuer, die Reproduktion des Originals, die Materialkosten, aber vor allem die handwerkliche Arbeit muss sich auch wirtschaftlich lohnen. Aus dem Service, unikatäre Bücher Bibliotheken und Institutionen weltweit als Quellen der Forschung zur Verfügung zu stellen, wurde ein Geschäftsmodell in der Bedienung des bibliophilen Sammlermarktes. Hier trägt die Phantasie nicht selten sonderbare Blüten, wenn etwa ein Faksimile des Perikopenbuchs Heinrichs II. aus der Bayerischen Staatsbibliothek München nicht nur mit der Nachahmung seines kostbaren Prunkeinbands angeboten wird, sondern für die Luxusausgabe auch noch eine Prunkkassette bekommt, die mit einem Deckelaufsatz aus vergoldetem gegossenen Metall mit 23 gefassten Halbedelsteinen überfangen wird. Der Aufsatz zeigt eine detailgetreue Nachbildung des Zentralstücks aus dem Basler Antependium „mit Echtgoldauflage und originalnahen Schmucksteinen“ (so die Verlagswerbung). Nun hat das Basler Antependium, das sich im Pariser Musée de Cluny befindet, mit der Reichenbacher Buchmalerei des Perikopenbuchs überhaupt gar nichts gemein, außer dass diese metallene Altarbekleidung ebenfalls unter Heinrich II., also ungefähr in derselben Zeit, entstanden war. Für Forscher ist dieses Kombinieren strenggenommen

ein unlauteres Verfahren, das jeglicher wissenschaftlichen Rechtfertigung entbehrt, denn es erweckt einen völlig falschen Eindruck des Buches als Gesamtobjekt. Und genau dieses konterkariert den Zweck, den Sinn und die Bedeutung eines Faksimiles. Gerade mit der Treue zum Original und mit dem Hinweis auf die wissenschaftliche Seriosität ihrer Arbeit bewerben jedoch die Verlage ihre Faksimiles. Das kann problematisch werden, wenn der Sammler mit Faksimiles zu spe­ kulieren versucht. Die gewaltig großen Auflagen – von meist nicht weniger als 1000 Exemplaren – bringen einzig dem Verlag eine Dividende, niemals dem Sammler, der sich des an einen Autokauf ähnelnden Wertverlusts zwischen Ladenpreis und Wiederverkaufswert gewärtig sein sollte. Steht jedoch bei dem Sammler das Interesse für die mittel­ alterliche Buchkunst an oberster Stelle, hegt und pflegt er seine Schätze, vertieft er sich in die Kommentare und forscht gar weiter in seiner Bibliothek, so ergibt sich ein anderes Bild, das uns der Sammler der hier angebotenen Bibliothek eindrucksvoll vor Augen führt. Wo sonst gibt es jemals die Möglichkeit, sich mit dermaßen bedeutenden Büchern zu um­ geben, die das gesamte Weltwissen in allen Gebieten, von der Astrologie bis zur Zoologie umfassen? Sie in Händen zu halten, sie zu berühren, sie zu durchblättern, sie zu lesen und zu besitzen? Auch die Erkenntnis, wie unendlich reich die Kultur der Menschheitsgeschichte ist, wird sich schwerlich irgendwo leichter einstellen, als beim Eintauchen in die Faksimile-Bibliothek. Während die Originale über den ganzen Erdball verstreut aufbewahrt werden, kommen sie hier in einer haptisch erfahrbaren Sammlung zusammen. Und sieht man einmal von den marktwirtschaftlich-spekulativen Dimensionen ab, so wird man nicht leugnen können, dass die Kunst der Faksimile-Herstellung alles bei weitem übersteigt, was die Buchproduktion der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute charakterisiert. Selbst wenn dem Faksimile die Aura des Originals fehlt, so sprechen doch die wertigen „Originalmaterialien“ ihre eigene Sprache, wenn wertvolle Schöpf­papiere, Pergamente mit Blattgoldauflagen, Naturpigmentfarben, erlesene Hölzer der Eiche, Esche, Eibe, Kirsche oder Zeder verwendet werden. Versilberte oder vergoldete Beschläge, massive Silberschmiedearbeiten in Hand- und Feuervergoldung, Seidenstickereien, Brokatgoldgewebe, Reliefplatten mit der Aufbringung von Gemmen und Intaglios oder der Einfassung von Edelsteinen wie Lapislazuli, Rubinen oder gemugelte Opalen – entstehen dadurch nicht selbst wieder Kunstwerke, die mit Recht ihre eigene Aura beanspruchen dürfen? Das Buch – eine Welt! Markus Brandis

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3.-8. Jahrhundert – Spätantike und Frühchristentum 1301 Beati Petri Apostoli Epistulae ex Papyro Bodmeriana VIII transcriptae. 2 Bände und 1 Heft. Faksimile, Kommentar und die deutsche Übersetzung. 15 x 14 cm bzw. 19 x 17,5 cm. OHolzdeckelband (Olivenholz; minimal bekratzt) mit Lederschließbändern bzw. braunes OLeder mit schwarzgepr. Deckeltitel bzw. OUmschlag, zusammen in brauner OLederkassette (minimal berieben) mit schwarzgepr. RTitel. Rom und Tandern, 1978-1984. 250 € Bedeutendes Faksimile des Papyrus Bodmer VIII. Der älteste Text auf Papyrus, der in fast vollständiger Form die zwei Petrusbriefe überliefert hat. Mit dem Textheft in deutscher Sprache. – Neuwertig.

1302 Vergilius Vaticanus. Codex Vaticanus lat. 3225 aus dem Besitz Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 22,5 x 20cm. Rotes OLeder mit Golddruck (minimal berieben) in OPappschuber mit goldgeprägtem RSchild bzw. OPappband. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1980-1984. 450 € Codices selecti, Vol. LXXI und LXXI* und Codices e Vaticanis selecti, Vol. XL. Die Handschrift ist eine der ältesten Überlieferungen von Vergils berühmtem Nationalepos Aeneis. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: David H. Wright. Der Vergilius Vaticanus. Ein Meisterwerk spätantiker Kunst. 4 Bl., 141 S. 31 x 23,5 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag (minimale Gebrauchsspuren). Ebenda 1993. 1304

1303 Biblia de Tours. Ashburnham Pentateuch: Die Bibel von Tours. N.A.L. 2334 der Bibliothèque National de France in Paris. Faksimile, 1 Band. 37,5 x 32 cm. OHolzdeckelband mit Maroquinrückenstreifen mit goldgepr. RTitel in OVelourslederkassette. Valencia, Patrimonio, 2004. 3.000 € Eines von 999 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Bei der Handschrift, die heute unter dem Titel ‚Ashburnham-Pentateuch‘ bekannt ist, handelt es sich um die älteste lateinische Bibelübersetzung. Auftraggeberin dieses frühmittelalterlichen Codex aus dem Abendland ist wahrscheinlich Prinzessin Galla Placidia, die diesen für ihren Sohn, den späteren Kaiser Valentinian III. anfertigen ließ. – Neuwertig. Abbildung

1304 Codex purpureus rossanensis. Rossano Calabro des Museo dell‘ Arcivescovado. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 30,5 x 25,5 cm. OHolzdeckelband mit breitem blindgeprägtem Lederrücken in OHalblederschuber mit 2 goldgeprägten RSchildern bzw. OHalbleder in OPappschuber. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1985-1987. 1.500 €

Der Codex Purpureus Rossanensis ist im 6. Jahrhundert entstanden und enthält auf den heute noch 386 erhaltenen Seiten mit griechischem Text auch 15 Miniaturen. Über die Hälfte der ursprünglich 800 Seiten umfassenden Schrift ist verlorengegangen. Erhalten ist nur noch das vollständige Matthäus-Evangelium und das fast vollständige MarkusEvangelium. – Neuwertig. – Codices selecti, Vol. LXXXI. Abbildung

1305 Wiener Genesis. Codex theol. Gr. 31 der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34,5 x 28 cm. OKunstleder bzw. OLeinen. Frankfurt, Insel 1980 und Berlin, Fröhlich und Kaufmann, 2010. 450 € Sonderbindung der Restauflage. Der Codex theol. Gr. 31 ist heute nur noch als Fragment erhalten, dennoch aber von größter Bedeutung. „Die ‚Wiener Genesis‘ gehört zu einer Gruppe antiker Prachthandschriften, die aus purpurgefärbtem Pergament hergestellt und mit Metalltinten ... beschrieben worden sind“ (Kommentar, S. 11). Die ‚Wiener Genesis‘ ist das älteste erhaltene Dokument eines Genesiszyklus. – Neuwertig.

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Spätantike und Frühchristentum _________________________________________________________________________________________________

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1306 Das Buch von Lindisfarne. Cotton Ms. Nero D.IV der British Library in London. Faksimile, Kommentar, Dokumentation sowie Videokassette (VHS). 3 Bände und 1 Mappe. 34 x 25 cm. OSamteinband mit gesticktem RTitel und zahlreichen Beschlägen in versilbertem und vergoldetem Metall sowie 33 gefassten (tlw. echten) Edelsteinen in OLederkassette (Plexiglas auf dem Vorderdeckel minimal berieben) bzw. OLeinen in OLeinenkassette (leicht angeschmutzt) bzw. OPappmappe. Luzern, Faksimile-Verlag, 2002. 1.800 € Eines von 290 arabisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in einem getreuen Replikat des viktorianischen Prachtbandes von 1852 (Gesamtauflage: 1040). „Das Buch von Lindisfarne ist einer der bedeutendsten Meilensteine menschlichen Kulturschaffens. Dieses Evangeliar in lateinischer Sprache entstand um das Jahr 700 im England des ausgehenden Frühmittelalters und prägte einen bemerkenswerten neuen Stil, in dem keltische, germanische und mediterrane Formen verschmolzen und der manchmal als ‚insular‘ bezeichnet wird“ (Kommentar I, S. 11). – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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1307 Codex Epistolaris Carolinus. Codex 449 der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 36,5 x 28 cm. OHalbleder. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1962. 120 € Codices Selecti, Vol. III. „Als ‚Codex Carolinus‘ bezeichnet die Geschichtsforschung eine handschriftlich erhaltene Sammlung von Briefen der Päpste Gregor III., Stephan III., Zacharias, Paul I., Stephan IV., Hadrian I. sowie des Gegenpapstes Konstantin II. an Karl Martell, Pipin und Karl d. Gr. Diese Sammlung ist nur in einem Exemplar erhalten, das in der Österreichischen Nationalbibliothek unter der Signatur Cod. Vindob. 449 aufbewahrt wird“ (Einleitung, S. VII). – Nahezu verlagsfrisch.

1308 Das Lorscher Arzneibuch. Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 31,5 x 22,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel in OLeinenkassette (leicht berieben). Stuttgart, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1989. 120 €


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Das Lorscher Arzneibuch ist in der Zeit Karls des Großen um 785 entstanden. Es handelt sich bei der Handschrift um das älteste erhaltene Buch zur Klostermedizin aus dem Frühmittelalter. – Neuwertig.

Johannes. Die Faksimilierung ist ebenso sorgfältig wie überzeugend. Mit Kommentaren und Beiträgen von Franck Cinato, Peter K. Klein, Fabien Laforge. – Kaum Gebrauchsspuren, sehr schönes Exemplar. Abbildung

1309 Apocalipsis Valenciennes. Handschrift Ms. 99 der Bibliothèque municipale von Valenciennes. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27 x 20 cm. Blindgepr. OLeder in goldgepr. OLederkassette mit goldgepr. Rücken- und Vorderdeckeltitel bzw. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Madrid, Orbis Mediaevalis, 2009-2012. 450 €

1311 Aratea. Ms. Voss. lat. Q. 79 der Bibliothek der Rijks­ universiteit Leiden. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 22,5 x 20 cm. OWildleder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild bzw. OHalbwildleder, zusammen in OLederkassette. Luzern, Faksimile Verlag, 1987-1989. 800 €

Die Apokalypse von Valenciennes entstand im ersten Viertel des neunten Jahrhunderts. Ihr genauer Herkunftsort ist nicht bekannt, allerdings zeigt das Werk starke Einflüsse der mittelalterlichen Buchkunst aus Flandern und dem Rheinland. Die Miniaturen des Manuskripts bilden den ersten vollständigen biblischen Illustrationszyklus. – Neuwertig.

Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Die ‚Aratea‘ ist eine astronomische Lehrschrift, die sich an der antiken Schrift ‚Phainomena‘ orientiert. Grundlage bildete dabei die griechische Mythologie. – Nahezu verlagsfrisch.

1310 Die Apokalypse von Cambrai. Ms. B 386 der Médiathèque d’Agglomération de Cambrai. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 31 x 23 cm. Blindgeprägtes OLeder bzw. OLeinen, zusammen in OPlexischuber (mit kleinem Aufkleber). Luzern, Quaternio, 2017. 1.200 €

1312 Capitulare de villis. Cod. guelf. 254 Helmst. der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Faksimile und Kommentarband. 2 Bde. 30,5 x 13 cm. Originalwildlederband und OBroschur. Zusammen in OPappschuber. Stuttgart, Müller und Schindler, 1971. 300 €

Eines von 680 arabisch nummerierten Exemplaren für den Handel (Gesamtauflage: 740). Die in der Schule von Tours wohl im 9. Jahrhundert entstandene frühe illuminierte Apokalypse-Handschrift in Karolingischer Minuskel und mit 46 ganzseitigen Miniaturen, gehört zu den frühesten mittelalterlichen Manuskripten der Offenbarung des

Wohlerhaltenes Faksimile dieser fränkischen Kapitularie aus dem 9. Jahrhundert, die die einzige ist, die sich ausschließlich mit Fragen der Verwaltung der königlichen Domäne befasst. Der Beiband mit Transkription und wissenschaftlichem Apparat wurde verfasst von Carlrichard Brühl.

Abbildung

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9. Jahrhundert – Buchmalerei der Karolingischen Renaissance 1313 Codice de Metz. Codex 3.307 der Nationalbibliothek in Madrid. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. Mit zahlreichen gezeichneten Sternenbildern, Figuren, Tabellen, Tieren und Personen. 30 x 24 cm bzw. 23,5 x 16,5 cm bzw. 45,5 x 30,5 cm. Blindgeprägtes OLeder (Rücken gering verblasst) mit 8 metallischen Eckebeschlägen und 2 kleinen metallischen Blumenvignetten im Mittelfeld der Deckel in OHalblederkassette bzw. illustrierter OUmschlag (leichte Knickspuren) mit illustriertem OSchutzumschlag bzw. OMappe. Madrid, Testimonio Ediciones, 1993-1996. 1.200 € Wiedergabe einer astronomischen und kalendarischen Handschrift in karolingischer Minuskel, die bei der renovatio imperii Karls des Großen eine bedeutende Rolle inne hatte und wohl um 810 von Drogo, dem Bischof von Metz in Auftrag gegeben wurde. Die Handschrift enthält einen astronomischen und liturgischen Kalender, Diagramme von Gewichten und Maßeinheiten sowie astronomische und astrologische Fragmente und Abhandlungen, die von eindrucksvollen Illustrationen flankiert werden. Bei der Reproduktion der Handschrift wurde nicht nur dem Original-Randbeschnitt, sondern auch der Grammatur und Struktur der Originalseiten besonderer Aufmerksamkeit gewidmet. – Nahezu verlagsfrisch.

1316 Hrabanus Maurus, Liber de laudibus Sanctae Crucis. Codex Vindobensis 652 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 40 x 30 cm. Blindgepr. OLeder btw. OBroschur. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1973. 450 € Codices selecti Vol. XXXIII Der Codex Vindobonensis 652, der sich bis ins Jahr 1576 als Besitz der Wiener Nationalbibliothek nachweisen lässt, gehört zu den zahlreichen Abschriften eines Werkes, das bereits zu Lebzeiten seines Verfassers große Berühmtheit und eine planmäßige Verbreitung erlangt hatte. Verfasser der Schrift ist der Fuldaer Mönch und spätere Bischof von Mainz, Hrabanus Maurus. Unter den Bildgedichten unserer Handschrift lassen sich zwei verschiedene Typen in den insgesamt 28 Bildgedichten feststellen: Zum einen finden sich „Figurengedichte“ mit geometrischen Schemata, zum anderen solche, deren innere Sinnzeilen menschliche und tierische Gestalten füllen. Beide Formen können auf spätantike Traditionen zurück­ geführt werden. Zur Erleichterung der Lesung der in Bogen oder oft auch gegenläufig angeordneten inneren Gedichte dient der jedem Bild unmittelbar gegenübergestellte, in Minuskeln ausgeführte Prosatext auf der Recto-Seite. Er erläutert den Sinn und wiederholt - meist in roter Tinte besonders gekennzeichnet - die hervorgehobenen Wortgruppen der Verso-Seite. – Sehr wohlerhalten.

Abbildung Seite 12

1314 Drogo Sakramentar. Ms. lat. 9428 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile und Kommentar. 1 Band und Kommentarheft. 27 x 20,5 cm. OLeder mit goldgedrucktem Vorderdeckeltitel bzw. OBroschur. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1974. 350 € Codices selecti, Vol. XLIX.*. Der Codex ist um 850 in Metz im Auftrag des Bischofs Drogo (823-855), dem illegitimen Sohn Karls des Großen entstanden. Besonders ist, dass die Handschrift für Drogos eigenen episkopalen Gebrauch von mehreren Künstlern konzipiert wurde und zwar nicht als Produkt eines klösterlichen Skriptoriums, sondern als Hofkunst. – Neuwertig.

1315 Einhard. Vita Karoli Magni. Aus dem Codex Vin­ dobonensis 529 (Folio 1-13) der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 24 x 17,5 cm. OLeinen mit schwarzgepr. RTitel und montiertem Vorderdeckelschild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1991. 60 € Die von Einhard verfasste Biographie von Kaiser Karl dem Großen stammt aus der Zeit nach 830. Karl war folglich bereits zwei Jahrzehnte tot. Die „Vita Caroli Magni“ ist das erste historisch orientierte biographische Werk seit der Antike. Einhard war als Berater des Kaisers sowie als sein Baumeister und Lehrer an der Hofschule in Aachen tätig und verband eine Feundschaft mit dem Regenten. – Neuwertig.

1317 Karolingisches Sakramentar. Fragment. Codex Vindobonensis 958 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Hefte. Ca. 28,5 x 22,5 cm. Flexibles OPergament (minimal knitterfaltig) bzw. OKarton, zusammen in OLederkassette mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1971. 220 € Codices selecti, Vol. XXV. Das ‚Karolingische Sakramentar‘ entstand um 870 und wurde vermutlich für einen Bischof gefertigt. Enthalten ist neben dem Messkanon der fast vollständige Text der Subdiakonatsweihe. – Wohlerhalten.

1318 Das Lorscher Evangeliar. Ms. R II I der Biblioteca Documentara Batthyaneum der Rumänischen Nationalbibliothek und Codex Vaticanus palatinus 50 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile, Kommentar und Dokumentationsmappe. 37 x 27 cm bzw. 28,5 x 20,5 cm. Ca. 39 x 31 cm. Replikat der geschnitzten Elfenbein­ tafeln über Holzdeckeln mit Silberkanteneinfassung in OLederkassette mit Deckelillustration bzw. OHalb­ leder mit Rückentitel in Schuber (gering berieben) bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile Verlag, 2000. 3.000 € Codices e Vaticanis selecti, Vol. XLIV. Das Faksimile ist die originalgetreue Nachbildung und Zusammenführung aller Teile des Lorscher Evangeliars. Die Replikate der Elfenbeintafeln wurden nach den Origi-

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Buchmalerei der Karolingischen Renaissance ____________________________________________________________________________________________ Kassette (leicht bestaubt, minimal bestoßen) mit goldgeprägtem Titelschild. bzw. OLeinen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1994 bzw. 2004. 90 € Codices Selecti IC* Die einzige liturgische Schriftrolle aus der Karolingerzeit, ist nicht nur wegen ihrer Form, sondern auch wegen der mit 534 Namen äußerst ungewöhnlichen Anzahl von Heiligennennungen in der Litanei und ihrer erlesenen Ausstattung höchst außergewöhnlich. Auftraggeber war wohl Ludwig II. (ca. 806-876), der mit seiner Familie in der Handschrift aufgeführt wird. – Nahezu neuwertig.

1321 Manuale (Psalterium) St. Ruperti. Handschrift a.I.0 der Stiftsbibliothek St. Peter in Salzburg. Faksimile und Kommentar. 1 Bändchen und 1 Band. 3,7 x 2,9 cm 18 x11,5 cm. OHolzdeckelband in goldbedruckter OLederkassette über Holzdeckeln mit 2 silbernen Schließen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz und Salzburg, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2007. 600 € Codices selecti, Vol. CXII, CXII*. Eines von 99 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in einer originalgetreuen Reproduktion der Originalschatulle (Gesamtauflage: 980). – Nahezu verlagsfrisch.

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1322 Sakramentar von Metz. Ms. lat. 1141 der Bibliothèque Nationale von Paris, Fragment. Faksimile und Kom­mentar. 2 Hefte. 27 x 20,5 cm. OPergament bzw. OUmschlag in OLederkassette mit goldgepr. Rücken- und Vorderdeckeltitel mit mont. Vignette auf dem Deckel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1972. 180 €

nalen aus dem Besitz des Viktoria & Albert Museums (Christustafel, Inv. Nr. 138-1866), London, und der Biblioteca Apostolica Vaticana, Museo Sacro, Pal. Lat. 50 (Marientafel), realisiert. Der wissenschaft­ liche Kommentarband mit Beiträgen von K. Bierbrauer, G. Denzinger, A. von Euw, M. Exner, H. Filitz, A. Häse, T. Jülich, H. Schefers, J. Semmler und V. Trost. – Nahezu verlagsfrisch.

Codices selecti, Vol. XXVIII. Die Handschrift umfasst zehn Blätter, die in der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts für Karl den Kahlen (823-877) von der für ihn tätigen Hofschule geschaffen wurden. Sie stellen heute eines der kostbarsten Zeugnisse spätkarolingischer Buchmalerei dar. – Nahezu verlagsfrisch.

Abbildung Seite 10

1319 Das Lorscher Evangeliar. Faksimile der Handschrift hrsg. v. W. Braunfels. 37,5 x 27,5 cm. OHalbpergament in OPappschuber. München, Prestel, 1967. 150 € Erstes vollständiges Faksimile aller Teile des Evangeliars, die anlässlich der Ausstellung „Karl der Große“ in Aachen 1965 zusammen ausgestellt waren. – Nahezu verlagsfrisch.

1320 Lorscher Rotulus. Ms. Barth. 179 aus dem Besitz der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 254 cm x 24 cm bzw. 15,5 x 19,8 cm. Rolle mit Stabaufhängung in OLeinen12

1323 Wandalbert von Prüm. Das Reichenauer Martyrologium für Kaiser Lothar I. Handschrift Codex Reginensis latinus 438 der Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 19,5 x 14,5 cm. OHolzdeckelband mit breitem, blindgeprägten Schweinslederrücken und eingelegtem Porträtmedaillon auf dem Vorderdeckel und OLeinen, zus. in OPlexiglasschuber. Zürich, Belser 1997. 220 € Eines von 900 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 980). Das Reichenauer Martyrologium wurde um 855 für Kaiser Lothar I. angefertigt. Neben einem Verzeichnis zu den Festtagen der Heiligen ist darin auch ein Kalendergedicht enthalten, das den Jahresablauf anhand des Lebens auf dem Land schildert. Verfasser und Gestalter war der Benediktinermönch Wandalbert von Prüm (813-870), der für zahlreiche der schönsten liturgischen Handschriften des frühen Mittelalters bekannt ist. – Verlagsfrisch.


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10. Jahrhundert – Ottonische Buchkunst und Malerei der Reichenau Der Codex Escorialensis des „Beato“ in San Lorenzo 1324 Beatus de Liébana. Codex Escorial. Cod. & II. 5 der Real Biblioteca del Monasterio in San Lorenzo de El Esco­ rial. Faksimile. 34 x 21 cm. Reich blindgeprägtes OMaroquin mit goldgeprägtem RTitel und 2 Silberbeschlägen in blindgeprägtem OHalbmaroquinschuber. Madrid, Testimonio, 1994. 2.200 € Die Beatus-Handschrift, die in der Real Biblioteca del Monasterio in San Lorenzo de El Escorial aufbewahrt wird, ist einer der ältesten Codices. Die Buchmalerei wurden wahrscheinlich um das Jahr 950 im Skriptorium von San Millán de la Cogolla in Rioja ausgeführt. Die reiche Verzierung der Handschrift wird den berühmten Buchmalern Florencio und Sancho zugeschrieben. Der Codex escurialensis enthält den berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana (gest. nach 798), der das Hauptwerk des asturischen Mönchs und Theologen bildet. Sein Kommentar zur Offenbarung des Johannes bildete die Grundlage für den bedeutendsten Buchtyp des Mittelalters in Nordspanien: die sogenannten BeatusHandschriften. Auf 304 Seiten finden sich insgesamt 52 Miniaturen, streng zweidimensional und dennoch besonders ausdrucksstark, die dem Miniaturisten Florentinus zugewiesen werden. – Tadellos. – Beiliegend: José Antonio Fernandez Florez. Beato de Liébana. Introducción y traducción. Transcripción de Marta Herrero de la Fuente y José Antonio Fernandez Florez. 867 S., 4 Bl. 23 x 16,5 cm. OBroschur mit Goldprägung. Madrid, Testimonio Compañia Editorial, 1995.

lederschubern bzw. OLeinen (leicht lichtrandig und bestoßen, oberes Gelenk etwas stärker) mit goldgeprägtem RTitel. Valencia, Scriptorium, 2001. 500 € Eines von 490 Exemplaren, der etwas unbekannteren, aber sehr umfassenden und beeindruckenden Faksimile-Edition von 2001 in zwei Bänden. Der spanische Kommentarband mit Beiträgen von u. a. Umberto Eco, Leslie Freeman und William Voelke. – Nahezu verlagsfrisch.

Der „Beato Emilianense“ aus der Biblioteca Nacionál in Madrid 1327 Beatus de Liébana. Beato Emilianense. Der Beatus ‚Aemilianensis‘. Vit. 14-1 der Biblioteca Nacionál in Madrid. Faksimile und Kommentare. 3 Bände. 36 x 25 cm bzw. 30 x 23 cm. OPergament über Holzdeckeln mit Metallschließen sowie 10 montierten Metallapplikationen bzw. gelbes OLeinen (davon einer mit illustriertem OUmschlag) mit geprägtem Vorderdeckeltitel. Burgos, Siloé, Arte y Bibliofilia, 2007. 2.200 €

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Der Codex Urgellensis des „Beato“ in La Seu d‘Urgell 1325 Beatus de Liébana. Codex Urgellensis. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Mit 90 großformatigen mozarabische Miniaturen und zahlreichen Farbinitialen. 40 x 27 cm. Blindgeprägtes OLeder mit goldgeprägtem RTitel, Stehkantenvergoldung und 2 Schließen bzw. illustriertes OLeinen. Madrid, Testimonio Compania Editiorial, 1997. 1.800 € Die Bilderhandschrift ist um 980 in Rioja entstanden. Autor ist der Mönch und Theologe Beatus von Liébana (gest. nach 798), der Künstler der prächtigen Miniaturen ist unbekannt. 1996 wurde der Codex spektakulär bei einem Raubüberfalls gestohlen, konnte jedoch schon im folgenden Jahr wieder zurückgegeben werden und ist seitdem wieder im Museo Diocesa de La Seu d‘Urgel zu bestaunen. – Nahezu verlagsfrisch.

Der „Beato“ in der Pierpont Morgan Library in New York 1326 Beatus de Liébana. Apocalypsis. M. 644 aus dem Besitz der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile in 2 Bänden und Kommentar. 3 Bände. 37 x 27 cm. OPergament auf Holzdeckeln mit Rücken- und Vorderdeckeltitel sowie jeweils 2 Lederschließen in 2 OVelours1330

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Ottonische Buchkunst und Malerei der Reichenau ___________________________________________________________________________________

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_________________________________________________________________________ Ottonische Buchkunst und Malerei der Reichenau Eines von 898 Exemplaren (Gesamtauflage). Der sogenannte Beatus ‚Aemilianensis‘ ist eine der frühesten Beatus-Handschriften und entstand um 930 im Skriptorium des Klosters von Sahagún im Norden Spaniens. Etwa 150 Jahre bevor die Arbeit an diesem Codex begann, hatte Beatus von Liébana um 776 sein berühmtes Hauptwerk verfasst. Sein Kommentar zur Apokalypse des Johannes in zwölf Büchern fand im Mittelalter und insbesondere in Nordspanien weite Verbreitung. Die Handschrift wurde lange im Kloster von San Millán de la Cogolla aufbewahrt, gelangte im 19. Jahrhundert nach Burgos und später in die Spanische Nationalbibliothek. Mit dem deutschen sowie dem spanischsprachigen Kommentarband. Nahezu neuwertig.

1328 Die Bibel des Leo Patricius. Altes Testament. Codex Reg. gr. 1 B der Biblioteca Vaticana Apostolica. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 41 x 28 cm bzw. 24 x 16,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit blindgeprägter geflochtener Bordüre auf den Deckeln in OPappschuber (mit montiertem Rückenschild) bzw. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel. Belser, Zürich, 1988. 600 € Codices e vaticanis selecti, Vol. LXXV. Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). „Die Handschrift ... ist das einzige Exemplar einer byzantinischen illuminierten Bibel, das uns in seiner ersten Hälfte in Form einer homogenen und intakten Handschrift erhalten geblieben ist ...“ (Kommentar, S. 11). – Nahezu verlagsfrisch.

1329 The Book of Kells. Ms. 58 der Trinity College Library in Dublin. Faksimile, Kommentar und Vorabdruck aus dem Kommentarband. 33 x 25 cm. Weißes OMaroquin in schwarzer OLederkassette mit Gold- und Blindprägung sowie Metallbeschlägen bzw. OUmschlag bzw. OHalbleder in OLeinenschuber. Luzern, Faksimile Verlag 1990. 1.800 € Aufwendiges Faksimile des 2011 in Irland zum Weltdokumentenerbe erklärten herrlichen Beispiels insularer Buchmalerei. Das Original wurde um 900 von irischen Mönchen geschaffen und zeigt eine Bilderhandschrift des Neuen Testaments. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: 1) Vorabdrucke. 13 passepartourierte faksimilierte Miniaturen aus dem ‚Book of Kells‘. 52,5 x 41 cm. Grüne OLeinenkassette (minimal angestaubt). Ebenda (1990). 2) Bernhard Meehan. Book of Kells. Das Meisterwerk keltischer Buchmalerei. Aus dem Englischen von Yvonne El Saman. 255 S. 32 x 24,5 cm. OPappband mit illustriertem OSchutzumschlag. Berlin, Fröhlich und Kaufmann, 2016. 3) Derselbe. Book of Kells. Das Meisterwerk frühirischer Buchmalerei. 95 S. 25 x 18 cm. Illustrierte OBroschur. London, Thames und Hudson, 2006.

1330 Der Egbert-Codex. Ms. 24 der Statdtbibliothek Trier. Das Leben Jesu. Ein Höhepunkt der Buchmalerei vor 1000 Jahren. Faksimile und Kommentar sowie Dokumentationsmappe. 2 Bände und 1 Mappe. 26,5 x 20,5 cm.

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OSeide über Holzdeckeln mit metallenen Kantenschutzstegen und aufgenagelter gegossener Zierplatte mit dem Stifterporträt aus dem Mettlacher Kreuzreliquiar, aus versilbertem Metall bzw. OLeinen, zusammen in OLei­ nenkassette mit Acrylglasfenster bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile-Verlag (Coron, Brockhaus etc.), 2005. Luzern, Faksimile Verlag, 2005. 1.800 € Eines von 980 Exemplaren für den Handel (Gesamtauflage: 1060). „Auf der Reichenau im 10. Jahrhundert im Auftrag des Erzbischofs Egbert von Trier entstanden, ist das Evangelistar der älteste Bilder­ zyklus zum Leben Jesu in der Geschichte der Buchmalerei. Die große erzählerische Kraft der Bilder zieht auch heute noch den Betrachter in ihren Bann“ (aus der tiefsinnigen Verlagswerbung). – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 13

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Ottonische Buchkunst und Malerei der Reichenau ___________________________________________________________________________________

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1331 Codex Egberti. (Ms. 24) der Stadtbibliothek Trier. Voll-Faksimile-Ausgabe. Hrsg. von Hubert Schiel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen 28 x 22,5 cm. OSchweinslederband (Rücken beschabt, winziger Lichtrand, kaum fleckig) mit blindgeprägtem Supralibros, mehrfacher Einfassungslinie und Rückentitel und OLeinen (stärker fleckig, bestoßen und angestaubt). Basel, Alkuin-Verlag, 1960. 250 € Eines von 800 Exemplaren „für den Verkauf“. Technisch hervorragender, früher Faksimiledruck, der den Pergamentcharakter des Originals besonders gut wiedergibt. Mit perfektem Gold-, Silber- und Mehrfarbendruck. – Gut erhalten. Kommentar gebräunt, Titel gestempelt. – Beiliegend: 1) Buchmalereien des Codex Egberti. 1968. - Kunst und Künstler in Rheinland-Pfalz, Band 1. - 2) Gunther Franz und Franz J. Ronig. Codex Egberti. 1984. - 3) Gunther Franz (Hrsg.). Das Leben Jesu. Der Egbert Codex. Ein Höhepunkt der Buchmalerei vor 1000 Jahren. Katalog der Ausstellung Trier. 2005.

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1332 Codex Etschmiadzin. Codex 2374 der Bibliothek Mashtots Matenadaran in Eriwan. Faksimile, Kommen­ tar und Dokumentationsmappe. 2 Bände und Mappe. 35 x 27,5 cm. OHalbleder mit reich verzierten Buchdeckeln in Elfenbeinimitat in OHalblederkassette mit goldgeprägtem Rückentitel und blindgeprägtem Vorderdeckeltitel sowie Acrylglasscheibe bzw. OHalbleder (leicht angeschmutzt und bestoßen) mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel und OLeinen mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2001. 3.000 € Codices Selecti, CV. 1 von 150 römisch numerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit getreuen Repliken der Elfenbeindeckel des Originalbandes (Gesamtauflage: 250). Mit der dazugehörigen Dokumentationsmappe. Der Codex Etschmiadzin ist eines der wichtigsten Zeugnisse des frühen und des armenischen Christentums. Er bietet den Text des im Jahre 989 im armenischen Kloster Noravank geschriebenen Evangeliars, das


_________________________________________________________________________ Ottonische Buchkunst und Malerei der Reichenau seinerseits den Text einer bereits im 5. Jahrhundert gefertigten altarmenischen Übersetzung beinhaltet. Während die Miniaturen zu Beginn zeitgleich mit dem Text im Jahr 989 entstanden, wurden die Randzeichnungen im 11. oder 12. Jahrhundert hinzugefügt, als das Evangeliar in eine einzelne Perikope aufgeteilt wurde. Die vier abschließenden Miniaturen stammen wohl aus der vorarabischen Zeit und sind ebenfalls armenische Schöpfungen. Die reich gestalteten und überaus kostbaren Elfenbeindeckel stammen nach einhelliger Ansicht aus dem 6. Jahrhundert und nach heutiger Erkenntnis aus einem Teil des Byzantinischen Reiches. – Nahezu neuwertig. Abbildung Seite 14

1333 Das Gebetbuch Ottos III. Clm 30111 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 15 x 12,5 cm bzw. 19 x 16 cm. Weinrote OSeide bzw. OLeinen, zusammen in OLederkassette mit eingelassener Elfenbeinreplique. Luzern, Faksimile Verlag, 2008. 900 € „Otto war wohl noch keine zwölf Jahre alt, als in Mainz dieses Gebetbuch [ganz in Gold] auf kaiserlich-byzantinischem Purpurgrund für ihn geschrieben wurde ... Es ist das einzig erhaltene Gebetbuch für einen Herrscher aus der Zeit der ottonischen Kaiser vor rund tausend Jahren“ (Verlagsprospekt). – Neuwertig. Abbildung

1334 Die Miniaturen des Gerokodex. Ein Reichenauer Evangelistar des 10. Jahrhunderts. Hrsg. Adolf Schmidt. 72 S., 1 Bl. Mit 10 farbigen und 28 einfarbigen Tafeln. 41 x 31 cm. Lose Bl. in Plexiglasschuber (Gelenke gelockert, mit Riss). Leipzig, Karl W. Hiersemann, 1924. 60 € Die Handschrift 1948, allgemein bekannt als Darmstädter Gerokodex, entstand im 10. Jahrhundert. Damit ist sie die älteste der mittelalter­ lichen Handschriften, die der Buchmalschule des Klosters Reichenau zugeschrieben werden. Darüber hinaus gilt sie als herausragendes Beispiel der ottonischen Buchmalerei.

Der vorliegende Text befasst sich mit ihren Darstellungen und Miniaturen. – Unaufgeschnittenes Exemplar, im Rand durchgehend etwas stockfleckig.

1335 Josua-Rolle. Codex Vaticanus Ms. Pal- graec. 431 der Bibliotheca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 32,5 x 28 cm. Rotulus auf 2 Holzrollen mit Messingstiften bzw. OBroschur, zusammen in leinenbezogener OHolzkassette (minimal berieben) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel mit 2 ausklappbaren hölzernen Präsentationsstäben. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1983-1984. 450 € Codices selecti, Vol. LXXVII und Codices e Vaticanis selecti, Vol. XLIII. Eines von 700 nummer. Ex. dieser osmanischen Schriftrolle (Gesamtauf­ lage), die sehr wahrscheinlich im Original im 10. Jhdt. unter der Regierung Kaisers Konstantins VII. entstanden ist. Der insgesamt zehn Meter lange Bilderzyklus zeigt 27 Szenen aus dem Buch Josua. – Wohlerhalten.

1336 Passio Kiliani, Ps. Theotimus, Passio Margaretae, Orationes. Ms. I 189 aus der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21 x 15 cm. Reich blindgeprägtes OLeder und OPappband in OSchuber mit 2 goldgeprägten RSchildern. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1988. 180 € Codices selecti LXXXIII*. „Die Handschrift ... vereinigt in sich drei von Haus aus nicht zueinander gehörende Stücke: Die Passio minor Kilians von Würzburg, die aus dem Griechischen übertragene Passio der Margareta aus Antiochia in Pisidien und eine kleine Sammlung von Gebeten, die für eine hochstehende Dame auf Bestellung zusammengefügt wurden“ (S. 241, Kommentarband). Die beiden Passionserzählungen sind mit vielen goldenen und ausdrucksstarken Miniaturen aufwendig bebildert. Kilian wurde 687 in Würzburg ermordet, nachdem er den Ehebruch im Herrscherhaus angeprangert hatte. Margarethe war bereits unter Diokletian im Antiochia des 4. Jahrhunderts ein Opfer der größten antiken Christenverfolgung geworden. – Tadellos.

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11. Jahrhundert – Buchmalerei unter den salischen Kaisern 1337 Der Albani-Psalter. Ms. St. God. 1 bzw. Inv. No. M694 der Dombibliothek Hildesheim bzw. des Schnütgen Museums Köln. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27,5 x 19 bzw. cm 28 x 19 cm. Reich blindgeprägtes weinrotes OMaroquin über 5 Bünden mit 2 Lederschließen an 6 geschmiedeten, vergoldeten Beschlägen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel sowie montierter farbiger Vignette, zusammen in brauner Leder­ kassette (Rücken leicht verblasst, kaum angestaubt oder lichtrandig) mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel sowie großen Goldvignetten. Simbach, Müller & Schindler, 2008. 2.400 €

Initialen, alle reich mit Blattgold verziert, was das vorliegende Faksimile auf eindrucksvolle Weise wiedergibt. Die Kommentar verfassten Jochen Bepler, Peter Kidd und Jane Geddes in deutscher und englischer Sprache. – Tadellos erhalten.

Eines von 1125 arabisch nummer. Exemplaren (Gesamtauflage 1185). Die Psalmen Davids gehören neben dem Hohelied zu den poetischen Büchern der Bibel, die im Albani-Psalter wohl ihre schönste Illumination erhalten haben. So ist der Psalter der Christina von Markyate (10961155) ein absolutes Hauptwerk der englischen Buchmalerei des Hochmittelalters, der im 12. Jahrhundert in der Abtei St. Alban in Hertford­ shire entstanden war und heute in der Dombibliothek Hildesheim im Austausch mit dem Schnüttgen-Museum bewahrt wird. Ihn zieren nicht weniger als 46 ganzseitige Miniaturen sowie über 200 großformatige

Die Bamberger Apokalypse ist der einzige vollständig erhaltene ottonische Bilderzyklus zum letzten Buch der Bibel, eine der bedeutendsten Miniaturhandschriften des Mittelalters überhaupt. Der Codex entstand zwischen 1000 und 1020 im Bodenseekloster Reichenau. - Als Vorlage für den Einbandstoff diente der Samt-Einband der Handschrift Msc. Bibl. 95 derselben Bibliothek, er wurde von der Seidenweberei Gessner in Wädenswil nachgewebt. Buchbindearbeiten durch Burckhardt in Mönchaltorf, Zürich. – Nahezu verlagsfrisch.

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1338 Die Bamberger Apokalypse. Msc. Bibl. 140 der Staatsbibliothek Bamberg. Faksimile und Kommentar sowie Dokumentationsmappe. 2 Bände und 1 Mappe. 29 x 20 cm. OSeide bzw. OLeinen, zusammen in OPlexiglasschuber (minimal berieben). Luzern, Faksimile Verlag, 2000. 2.200 €

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_______________________________________________________________________________________ Buchmalerei unter den salischen Kaisern

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Buchmalerei unter den salischen Kaisern________________________________________________________________________________________ grüner OLeinenband mit goldgeprägtem Vorderdeckel­ titel in OLeinenkassette mit Vordeckelillustration. Zürich, Belser, 1988. 300 € Originalgetreue Wiedergabe der cassinesischen Exultetrolle Barberini latinus 592 aus dem Besitz der Biblioteca Apostolica Vaticana. Sie gehört zu den schönsten illuminierten Handschriften der Romanik und wurde von Abt Desiderius (1058-1087), der Monte Cassino zu einem führenden Kulturzentrum ausbaute, in Auftrag gegeben. – Nahezu neuwertig.

Das Wildleder-Faksimile des „Beato de Fernando I y Sancha“ 1341 Beatus de Liébana. El Beato de Fernando I y Sancha. Codex Ferdinand I. und Dona Sancha. Ms. Vitr. 14-2 der Biblioteca Nacional de Espana in Madrid. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 26,5 cm bzw. 30 x 21 cm. OWildleder über Holzdeckeln mit 2 Schließen in OWildlederschuber (Rücken etwas verblasst, gering berieben) mit blindgeprägtem Rücken- und Deckeltitel bzw. schwarzes OLeinen mit goldgeprägtem Titel auf Rücken und VDeckel sowie montierter Deckelillustration. Madrid, Club Bibliófilo Versol, 2006. 2.200 € Eines von 940 nummerierten Exemplaren. Auftraggeber des Codex‘ waren Ferdinand I. (1015-1065), König von León und Kaiser von Spanien sowie seine Frau Sancha von León. Um 1047 wurde die Handschrift von dem Schreiber Facundus verfasst und behandelt die Offenbarung des Johannes. Mit dem Kommentar des Alfonso García Leal. Beato de Fernando I y doña Sancha. Madrid, Biblioteca Nacional de España, Ms. Vtr. 14-2. Libro de Estudios. Madrid 2007. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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Der romanisch-mozarabische „Beato“ im Codex Burgo de Osma 1339 Die Bamberger Apokalypse. Die Miniaturen der Apokalypse und des Evangelistars in der Staatlichen Bibliothek Bamberg Bibl. 140; A II 42). Hrsg. von Alois Fauser. 7 Bl., 41 S., 4 Bl. Mit 59 Farbtafeln. 43,5 x 31,5 cm. OHalbkalbsleder über 5 Bünden mit Schweinslederpergamentbezug der Einbanddecken und goldgeprägtem RSchild. Frankfurt, Insel, 1958. 220 € Sarkowski 94. – Die Bamberger Apokalypse ist zwischen 1000 und 1020 entstanden und stammt aus Skriptorium des Klosters Reichenau. Im Jahr 2003 wurde die Schrift zum Weltdokumentenerbe der UNESCO erklärt. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Ausgewählte Miniaturen der Bamberger Apokalypse. Zwölf Faksimile-Reproduktionen mit einem Geleitwort von Alois Fause. 7 S. 41,5 x 29 cm. OHalbleinenmappe in OPappschuber (etwas lichtrandig). Frankfurt, Insel, 1961.

1340 Barberini-Exultetrolle, Die. Barberini latinus 592 der Bilbioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 64 x 28 cm bzw. 24 x 17 cm. Lose Bl. und dunkel20

1342 Beatus de Liébana. Codex Burgo de Osma MS no. 129 der Semana Biblica Española in der Biblioteca de la Catedral, El Burgo de Osma. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 25 cm bzw. 31,5 x 23 cm. OPergament über Holzdeckeln mit Rücken- und VDeckeltitel sowie 4 Bindebändern aus Schweinslederlitzen in OSamtkassette (minimal abgegriffen, winziger Stegbruch) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckel bzw. OLeinen (bestoßen) mit Goldprägung. Valencia, Ricardo J. Vicent, 1992. 1.800 € Eines von 390 Exemplaren. Die spanische Handschrift des bedeutendsten, vielfach in Prachthandschriften überlieferten Apokalypse-Kommentars, die in der nordspanischen Kathedrale von Burgo de Osma bewahrt wird. Der großformatige Codex enthält auf 332 Seiten 71 goldgehöhte Miniaturen in leuchtender, oftmals flächiger, dem typischen romanischen Stil der iberischen Halbinsel entsprechender Farbigkeit. Entstanden ist der Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana im Jahre 1086 im Skriptorium von Sahagún, deren Charakteristikum die Fusion zwischen mozarabischen und romanischen Stil darstellte. Das vorliegende Faksimile zeichnet sich vor allem durch seinen außer­


_______________________________________________________________________________________ Buchmalerei unter den salischen Kaisern gewöhnlich schönen Golddruck aus, bei dem das Blattgold dermaßen überzeugend auf das Papier gebracht wurde, das der Schimmer kaum vom Original in der Pergamenthandschrift zu unterscheiden ist. – In sehr guter Erhaltung. Abbildung

Der „Beato“ des Fernando und der Sancha in der Biblioteca Nacional de Madrid 1343 Beatus von Liébana. Codex Ferdinand I. y Doña Sancha. Faksimile und Kommentar. Zusammen 2 Bände. Mit 114 Abbildungen nach Miniaturen in Gold und Farben. 36,5 x 27,5 cm. Hellbraunes OWildleder über 5 Bünden und mit schweren abgefasten Holzdeckeln, mit 4 Schließbändern an je 3 Metallbeschlägen in OPlexi­ kassette (wenige Kratzer, kleiner Kleber) mit 10 Messing­ beschlägen und 2 Messingknöpfen sowie goldgeprägtem Titel bzw. Schwarzes OLeinen mit Silberprägung und illustriertem OUmschlag. Barcelona, M. Moleiro, 1994. 3.000 € Für den Ferdinand I. (1015-1065), König von León und Kaiser von Spanien, und seine Gemahlin Sancha von León um das Jahr 1047 angefertigte und mit nicht weniger als 114 Miniaturen geschmückter Prachtcodex im romanisch-mozarabischen Stil mit dem Text des ApokalypseKommentars aus der Feder des Beato de Liébana (Beatus de Liébana, gest. 798) - ein Hauptwerk der frühmittelalterlichen Malerei auf der iberischen Halbinsel. Der Kommentarband mit einer „Introducción Histórica“ von Manuel Sánchez Mariana und einem Essay von Joaquin Yarza Luaces „La ilustración del Beato de Fernando y Sancha“. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 23

1344 Codex Aureus Escorialensis. Das Salische Kaiser­ evangeliar, Goldenes Evangelienbuch Heinrichs III. der Real Biblioteca, Cod. Vitrinas 17 El Escorial. Faksimile und 2 Bände Kommentar. 50,5 x 33 cm bzw. 28 x 20,5 cm. Rotes OMaroquin über schweren Holzdeckeln mit überaus reicher Rücken-, Deckel- und Innenkantenvergoldung, 8 punzierten, gehämmerten und genagelten und mehrfach durchbrochenen Eckbeschlägen sowie 2 feuervergoldeten erhabenen Wappen-Mittelbeschlägen, 2 Metall­ beschlägen und 3-seitigem Goldschnitt in üppiger, schwerer Klappkassete aus dunklem Edelholz mit goldgeprägten Ledergelenken und Magnetschließen sowie mit rotem Samt gepolsterter Innenauflage bzw. graues schillerndes Seidenkunstleinen mit Rücken- und VDeckeltitel sowie montierter VDeckelillustration in goldgeprägtem Rundrahmen. Madrid, Testimonio Compañía Editorial, 1995. 5.000 € Eines von 980 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1040). Eines der aufwendigsten, prachtvollsten Faksimiles sowohl im Druck wie in der Gestaltung und handwerklichen Durchführung ist der 1995 in Madrid entstandene Nachdruck des Codex Aureus Escorialensis. Die vollständig und durchgehend in Goldlettern geschriebene und mit 56 (davon 13 ganzseitigen) Miniaturen in Gold und Farben ausgeschmückte Handschrift enthält weiterhin „12 Kanontafeln, 44 prunkvolle Dekorseiten, 18 Seiten mit zwei Zierkolumnen, 11 Seiten

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mit einer Zierkolumne, insgesamt 141 Schmuckseiten, dazu 124 Ranken-Initialen“ und unendlich viel weiteren Buchschmuck“ (beiliegendes Doppelblatt mit deutscher Einführung). Die“Codex Aureus von Speyer“, auch „Speyrer Evangeliar“ oder „Salisches Kaiser-Evangeliar“ genannte Prachthandschrift war eine Stiftung Heinrichs III. für den Marien-Dom zu Speyer, sie war im Skriptorium des BenediktinerKlosters von Echternach im Luxemburgischen im 11. Jahrhundert (ca. 1045/1046) entstanden. „Den roten Maroquin-Einband des Codex Aureus Escorialensis ließ Philipp V. anfertigen, ein Enkel des Sonnenkönigs und erster Bourbone auf dem spanischen Thron ... Mit diesem Einband, der den sicherlich metallenen ersten und einen brokatbezogenen zweiten ersetzte, erhielt der Codex auch eine ‚Titelseite‘ mit den heraldischen Hinweisen auf das Haus Habsburg und den königlichen Hausherrn des Escorial“ Der heutige Einband ist das genaue Replikat des Rokoko-Einbandes“ (ebenda). – Nahezu druckfrisch, sehr schön erhalten. Beide Kommentarbände in deutscher Sprache. Abbildung Seite 22

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1345 Codices Mediaevales. Konvolut von 18 Nach­ drucken und Faksimiles, Probeseiten und Kommentaren zu verschiedenen mittelalterlichen Prunkhandschriften, meist reich farbig illustriert, oft mit Gold und Silber gehöht. 8°-Fol. Verschiedene OEinbände. Verschiedene Verlage 1921-2018. 800 € 1) Heinrich Wölfflin. Die Bamberger Apokalypse. Eine Reichenauer Bilderhandschrift vom Jahre 1000. 2. verm. Auflage. Mit 63 Lichtdrucken und 2 farbigen Tafeln. 33,5 x 24,5 cm. OHalbleinen (angeschmutzt). München, Kurtz Wolff, 1921. 2) Bonifatiusdarstellungen in der mittelalterlichen Buchmalerei. 2 Faksimile-Probeseiten in Gold und Farben. 40 x 33 cm. OPappmappe mit Goldprägung. München, Michael Imhof und Müller und Schindler, 2009. 3) Der Folchart-Psalter aus der Stiftsbibliothek St. Gallen. 150 faksimilierte Initialen aus dem 9. Jahrhundert. Farbig illustriert. 38 x 29,5 cm. OKunstleder mit Goldprägung. Freiburg, Herder, 1987. 4) Christoph Wagner und Klemens Unger. Berhold Furtmeyr. Meisterwerke der Buchmalerei und die Regensburger Kunst in der Spätgotik und Renaissance. Reich illustriert. 28 x 25 cm. OPappband. München, Schnell und Steiner, 2010. 5) Die Münchner Furtmeyr-Bibel. Bayerische Staatsbibliothek Cgm 8010a. Abbildungen aller Miniaturen aus der Handschrift mit einer Einführung und Beschreibungen von Béatrice Hernad. 2 Bände. 32,5 x 23 cm. OLeinen mit Goldprägung und farbigen, teils montierten Illustrationen in goldgeprägtem OSchuber. Luzern, Quaternio, 2011. 6) Die Miniaturen des Gerokodex. Ein Reichenauer Evangelistar des 10. Jahrhunderts. Handschrift 1948 der Landesbibliothek zun Darmstadt. Mit Einleitung von Adolf Schmidt. Mit 10 Farbtafeln und 28 Lichtdrucktafeln. 39 x 30 cm. Lose Blätter in OLeinenmappe mit 6

Bindebändern und Deckelschild (inkl. eines weiteren Exemplars in Halbleinenmappe). Leipzig, Karl W. Hiersemann, 1924 7) Der Landgrafenpsalter. Eine Bilderhandschrift aus dem Anfang des XIII. Jahrhunderts in der Württembergischen Landesbibliothek. Mit Einleitung von Karl Löffler. Mit 28 Lichtdrucktafeln. 31,5 x 24,5 cm. OHalbleinen mit Titeln. Leipzig, Karl. W. Hiersemann, 1925. 8) Die Reisen des Ritters John Mandeville. 28 kolorierte Silberstiftzeichnungen von einem Meister des Internationalen Stils um 1400 im Besitz der British Library London. Eingeleitet von Josef Krása. 22,5 x 17,5 cm. Weinroter, reich goldgeprägter OSamt in OPappschuber mit aufmontierter Illustration. München, Prestel, 1983. 9) Klaus Gereon Beuckers. Das Prachtevangeliar aus Mariengraden. Ein Meisterwerk salischer Buchmalerei. Die Handschrift Cod. 1001a der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln. Kommentarband und Faksimile-Doppelblatt Folio 177 und 178. 31 x 21 cm. OLeinen mit Goldprägung in OLeinenschuber. Luzern, Quaternio, 2018. 10) Otto Pächt. Buchmalerei des Mittelalters. Eine Einführung. 28 x 19 cm. OLeinen in illustriertem OUmschlag. München, Prestel, 1989. 11) Adalbert Roth. Das Weihnachtsmissale der Päpste. Feierlicher Mittelpunkt der Christnacht im Petersdom. 34 x 24 cm. OPappband in illustriertem OUmschlag. Stuttgart, Belser, 2006. 12) Das verlorene Turiner Gebetbuch. Les Heures de Turin disparues. Die Blätter im Louvre. 4 Faksimile-Blättter unter Passepartouts, Begleitheft und Kommentarband: Die Blätter im Louvre und das verlorene Turiner Gebetbuch. RF 2022-2025 und Handschrift K.IV.29. 29,5 x 20,5 cm. Zus. in OLeinenkassette mit Goldprägung. Luzern, FaksimileVerlag, 1994. - Eines von 980 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 140). 13) Der Uta-Codex. Die Handschrift Clm 13601 der Bayerischen Staatsbibliothek. Faksimile-Doppelblatt Folio 1 und 2 und Begleitbuch hrsg. von Karl-Georg Pfändtner und Brigitte Gullath. Mappe und

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Buchmalerei unter den salischen Kaisern________________________________________________________________________________________ Buch, 2 Teile. Durchgehend farbig illustriert. 38,5 x 27 cm. OLeinen mit Goldprägung in OLeinenschuber mit montierter farbiger Deckel­ illustration. Luzern, Quaternio, 2012. 14) Das Wharncliffe Stundenbuch. Ein bebildertes Gebetbuch des fünfzehnten Jahrhunderts aus der Sammlung der National Gallery of Victoria Australien. 32 Faksimile-Seiten in Farbe und Gold. Mit Einleitung von Margaret Manion. 18,5 x 13,5 cm. OPappband in OPappschuber. Kassel, Stauda, 1981. Und einige weitere Bände mit Kommentaren etc. – Meist im Bestzustand, selten mit kleinen Gebrauchsspuren.

1346 Der Darmstädter Hitda-Codex. Bilder und Zierseiten aus der Handschrift 1640 der Hessischen Landesund Hochschulbibliothek. 111 S., 4 Bl. Mit 58 montierten faksimilierten Farbtafeln. 41 x 29 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber (leicht berieben). Berlin, Propyläen, (1968). 120 € Der Hitda-Codex, ein Evangeliar, benannt nach der Stifterin, Äbtissin Hitda, entstand um das Jahr 1000 in Köln. – Wohlerhalten.

1347 Das Echternacher Evangelistar. Ms. 9428 aus dem Besitz der Bibliothèque Royale de Belgique Brüssel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20,5 x 14,5 cm. OHalb­ leder mit Metallschließe und genageltem Metallband über Holzdeckeln und OLeinen, zus. in OEichenholzkassette (leicht angestaubt) mit metallenen Kantenschutzstegen und vielteiliger aufgenagelter, teils farbig gefasster und reich durchbrochener Replik einer salischen Schmuckplatte. Luzern, Faksimile-Verlag, 2007. 1.200 €

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Eines von 980 Exemplaren. „Die kostbar ausgestatteten Bilderhandschriften aus dem Echternacher Skriptorium sind weltberühmt. Einer dieser Schätze gehört heute zu den gut gehüteten Schmuckstücken der Handschriftenabteilung der Bibliothèque Royale de Belgique in Brüssel: das Echternacher Evangelistar, eine Prunkhandschrift aus der Zeit der Salierkaiser ... Im Deckel der Kassette ist ein aufwendiges Replikat einer Schnitzarbeit aus Bein mit kunstvoll durchbrochenen, teilweise bemalten Schmuckplatten eingelassen. Dieses heute in der Erzabtei St. Peter in Salzburg verwahrte Kunstwerk schmückt den Einband eines Evangeliars aus der Salierzeit aus dem 12. Jahrhundert und bietet damit die passende Hülle für das Echternacher Evangelistar“ (Verlagswerbung). – Tadellos. Abbildung

1348 Das Evangeliar Otto III. Clm 4453 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34,5 x 25,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik bzw. OHalbleder. Frankfurt, S. Fischer, 1978. 1.500 € Die im elften Jahrhundert entstandene Handschrift ist reich illustriert mit zwölf Kanontafeln, vier Evangelistenbildern, vier Zierseiten, 29 Bildtafeln zum Neuen Testament und dem doppelblattgroßen Bildnis von Otto III., dem sogenannten ‚Kaiserbild‘: „Das erste Bild der Handschrift ist zugleich auch ihr berühmtestes: die Darstellung des thronenden Herrschers, dem die Provinzen seines Reiches huldigend ihre Gaben bringen“ (Kommentarband). – Neuwertig. Abbildung

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Buchmalerei unter den salischen Kaisern________________________________________________________________________________________ Studien zur Bibliotheksgeschichte, Vol. 6. Der Codex gehört zur sogenannten Reichenauer Buchmalerei und bidlet einen der Höhepunkte der ottonischen Buchmalerei des 11. Jahrhunderts. Die aus zwei Teilen bestehende Handschrift enthält zum einen die Canontafeln des Eusebius sowie im Anschluss 42 Miniaturen und Initialen, die ausgewählte Perikopen aus den Evangelien zeigen. – Neuwertig.

1351 Das Goldene Evangelienbuch von Echternach. Codex Aureus Epternacensis Hs 156 142 aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 136 Bl. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen und meist goldgehöhten Abbildungen und vollständig goldgehöhter Schrift auf pergamentähnlichem Papier. 44 x 30,5 cm. Taubengraues OWildleder über 4 Bünden in dreiteiliger schwerer Einbanddecke Rücken und mit beigefarbener Rohseide bezogenen Holzdeckeln und mit auf dem VDeckel aufgebrachter schwerer Prunkdeckelplatte mit 8 getriebenen vergoldeten Reliefplatten und großer Mittelrelieffplatte mit einer gefassten skulpierten Kreuzigungsszene in Nachbildung einer Elfenbeinplatte. Die vergoldeten Metallbordüren mit reichen Edelstein-, Perl- und Email-Einlagen in genauer Nachbildung des Trierer Prunkdeckels. Kommentarband in Halb­ pergament mit RTitel und Buntpapierbezug auf den Deckeln bzw. illustrierter OUmschlag. Stuttgart, Müller und Schindler für Coron Verlag u. a., sowie Frankfurt, S. Fischer, (1982). 8.000 € 1352

1349 Das Evangelistar Kaiser Heinrich III. Ms. b. 21 der Universitätsbibliothek Bremen. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20 x 15,5 cm. OPergament mit schwarzgeprägtem RTitel über Holzdeckeln bzw. OHalbpergament mit braungeprägtem RTitel, zusammen in OPappkassette mit montiertem Vorderdeckelschild, eingelegt in Leinenkassette d. Z. Wiesbaden, Reichert, 1981-1993. 600 € Die Handschrift entstand um 1040 in dem für seine Handschriften berühmten Kloster Echternach, vermutlich als Reisehandschrift für den Kaiser Heinrich III. (1017-1056), ausgestattet mit 38 ganzseitigen Miniaturen. Hier mit dem erst 1993 erschienenen Kommentarband. – Nahezu verlagsfrisch.

Eines von 250 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe C mit dem Vollfaksimile des Prunkdeckels (Gesamtauflage: 850). Originalgetreue Wiedergabe des Echternacher Evangeliars auf starken, pergamentähnlichen Blättern, von der Firma Schäufelein geschöpft; die reiche Vergoldung von Abbildungen und Schrift großenteils mit der Hand gefertigt. Im prachtvoll verzierten Metalldeckel sind neben den Perlenschnüren mehr als 40 Schmucksteine verwendet, darunter echte Edelsteine wie Smaragde, Amethyste, Rauch-Topas und Aquamarine. Es handelt sich um eine der aufwendigsten Faksimile-Ausgaben der neue­ ren Buchgeschichte. Mit dem ausführlichen Kommentar von R. Kahsnitz und E. Rücker. Das Evangeliar von Echternach gilt als Hauptwerk der ottonischen Buchmalerei. Mit Recht wird die durchgehend in Blattgoldlettern und grandiosen Miniaturen auf Goldgrund ausgestattete Handschrift als „Goldenes Evangeliar“ (Codex Aureus) bezeichnet, das mit dem überaus prachtvollen, aus purem Gold gefertigten Prunkdeckel diesem Namen noch zusätzlich Ehre macht. Es entstand im Skriptorium der Benediktinerabtei von Echternach wohl zwischen 1030 und 1050. – Kaum Gebrauchsspuren, von sehr guter Gesamterhaltung. Abbildung Seite 25

1350 Festtagsevangelistar mit Kanontafeln. Codex F.II.1 der Biblioteca Civica Queriniana in Brescia. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34,5 x 24,5 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel und montierter Vorderdeckelillustration bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RTitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1991-1992. 180 € 26

1352 Hrabanus Maurus. De rerum naturis. Cod. Casin. 132 / Archivio dell‘Abbazia di Montecassino. Faksimile und 2 Kommentare. 2 Bände und 1 Heft. 47 x 35 cm bzw. 33 x 23,5 cm bzw. 24 x 16,5 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel und schweren abgefasten Holzdeckeln, 6 seidenen Bindebändern, 2 honiggelben Seidenlesezeichen in mächtigem OGanzlederschuber bzw. OHalbleder mit


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Buchmalerei unter den salischen Kaisern________________________________________________________________________________________ Codices e Vaticanis selecti, Vol. L. Eines von 600 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 650). Die Handschrift „Codex Vat. lat. 1202“ wird in Montecassino aufbewahrt und entstand unter Abt Desiderius (1058-1086). Der Faksimileband ist hier mit großem handwerklichem Geschick und Können hergestellt worden. Durch die sorgfältige Wahl der Papiere ist sichergestellt, dass der Druck in seiner ganzen Schönheit und Brillanz erhalten bleibt. – Nahezu verlagsfrisch.

1354 Liber aureus von Pfäfers. Codex Fabariensis 2 des Stiftsarchivs Pfäfers im Stiftsarchiv St. Gallen. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Mit zahlr. (4 ganzseitigen) farbigen Miniaturen, Randleisten und Initialen. 28 x 18,5 cm. Mauvefarbener OSamt ca. 28 vergoldeten Silberbeschlägen und vergoldeten Bügelschließen in OSamt­kassete. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1993. 3.000 € Codices selecti XCIV, XCIV*. Eines von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusedition in der mit Samt bezogenen Holzkassette und den feuervergoldeten Silberbeschlägen des Originaleinbandes (Gesamtauflage: 570). Seinen Namen verdankt das „Goldene Buch“ zum einen dem sehr aufwendigen Goldschmuck der Miniaturen und Initialen, zum anderen aber auch den vergoldeten Silberbeschlägen seines prunkvollen Renaissance-Einbandes: Die um 1590 gearbeiteten, auf rotem Samt liegenden, fein ziselierten Reliefs belegen die große religiöse und politische Bedeutung, die der Abtei Pfäfers noch in dieser Zeit zukam. – Tadellos erhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 27

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goldgeprägtem RTitel in OHalblederschuber bzw. illustrierter OUmschlag in flexiblem Pappschuber. Turin, Priuli & Verlucca, 1994. 1.800 € Eines von 500 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtaufl.: 550). Der bedeutende Universalgelehrte Hrabanus Maurus (auch: Rabanus oder Rhabanus, italienisch Rabano; 780-856) diente Gott zunächst als Mönch, dann als Abt des Klosters Fulda, woraufhin er sich nach Mainz wandte, wo er erst als Priester und Prediger am Dom und dann als Mainzer Erzbischof lehrte. Nach „De Laudibus sanctae crucis“ fasste er in seinen 22 Büchern „De rerum naturis“ das medizinisch-naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit zusammen, das er auf der Basis des Werkes „Etymologiae sive origines“ von Isidor von Sevilla (560-636). Der Codex von Montecassino aus dem Jahren ca. 1022/23 gehört zu den ältesten Überlieferungen der Texte des Hrabanus Maurus, der reich mit prachvollen Textminiaturen illustriert wurde. – Nahezu tadellos erhalten. Abbildung Seite 24

1353 Lektionar zu den Festen der Heiligen Benedikt, Maurus und Scholastika, entstanden zwischen 1058 und 1086. Codex Vat. lat. 1202 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36,5 x 24,5 cm. OHolzdeckelband mit breitem Lederrücken mit goldgeprägtem RTitel bzw. OHalbleder, zusammen in OHolzschuber. Zürich, Belser, 1981. 1.500 € 28

1355 Oppian. Cynegetica. Tratado de Caza y Pesca. Cod. Gr. Z.479 (=881) der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 24 x 20 cm bzw. 33,5 x 24,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel und blindgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel in OPlexiglasschuber bzw. illustrierter OUmschlag (gering berieben). Valencia, Patrimonio Ediciones, 1999. 750 € Das Traktat der Jagd und Fischerei basiert auf den Ausführungen des griechisch-römischen Dichters Oppian von Apamea und wurde für Kaiser Caracalla verfasst. Die sehr anschaulichen Illustrationen im byzantinischen Stil des 11. Jahrhunderts zeigen die Jagd mit Hunden, zu Pferde, den Fischfang und die Vogeljagd. – Neuwertig. Abbildung

1356 Das Perikopenbuch Heinrichs II. CLM 4452 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentar, mit Prospekt, Kassette der Weihnachtsminiaturen und Begleitbuch. Zusammen 3 Bände, Prospekt und Kassette. 44 x 32 cm bzw. 49 x 36 cm und 70 x 50 x 20 cm (Kassette mit Antependium-Verschnitt). OLeinen über schweren Holzdeckeln mit gepunzten, ziselierten und feuervergoldeten VDeckelbeschägen in großer OKunst­lederkassette (beschabt und leicht berieben, wenige Druckstellen, angestaubt) mit Samtausstattung und goldgepr. Deckel sowie Deckelaufsatz aus vergoldetem gegossenen und gehämmertem Metallmit 23 gefassten Halbedelsteinen;


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OHalbleder in Pappschuber, Illustrierte OBroschur, Leinenkassette und OLeinen mit OUmschlag. Lachen, Coron, 1994-1995. 5.000 € Eines von 250 Exemplaren der Corona-Exklusiv-Vorzugsausgabe (Gesamt: 500). Anlässlich der wissenschaftlichen Neubearbeitung des berühmten Codex der Reichenauer Schule wurde das Werk komplett auseinandergenommen, in Einzelblättern in einer Ausstellung präsentiert und gleichzeitig eines der aufwendigsten Faksimilewerke überhaupt hergestellt: die 40 ganzseitigen Miniaturen und Schmuckseiten sowie 184 Großinitialien in Blattgold, der Vorderdeckel mit dem schönen in der Technik des „Opus interrasile“ gearbeiteten Beschlägen der vier Tugendallegorie um das Lamm vom Rückdeckel des Originals. Der Deckelaufsatz gibt den Mittelteil des im Musée de Cluny bewahrten Baseler Antependiums wieder mit der zentralen Christusgestalt, in deren Nimbus Gemmen und Edelsteine originalgetreu eingearbeitet wurden. Dabei sind folgende Beilagen: 1) Kommentarband: Begleitband zur Faksimile-Ausgabe. Hrsg. von Florentine Mütherich und Karl Dachs. Frankfurt, S. Fischer, und Stuttgart, Müller und Schindler, (1994). 2) Verlagsprospekt in Farbglanzdruck mit Texten und Abbildungen. - 3) Die Weihnachtsminiaturen aus dem Perikopenbuch Heinrichs II. Kassette mit 2 Leinenmappen mit jeweils einer Doppelseite des originalen Faksimiledrucks in Gold und Farben sowie Text. Frankfurt, S. Fischer, 1995. „Limitierte Weltauflage 998 Exemplare“. - 4) Zierde für ewige Zeit. Das Perikopenbuch Heinrichs II. Mit Beiträgen von Hermann Fillitz, Rainer Kahsnitz und Ulrich Kuder. Reich illustriert. Frankfurt, S. Fischer, 1994. – Nur unwesentliche Gebrauchsspuren, nahezu verlagsfrisch. Mit allen Belagen und Beigaben selten so komplett. Abbildung, auch Seite 29

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1357 Reichenauer Evangelistar. Cod. 78A2 aus dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 28 x 21,5 cm. OPergament bzw. OHalbleder. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1972. 450 € Codices selecti, Vol. XXXI. „Die Zugehörigkeit der Handschriftengruppe um das Berliner Evangelistar zur Reichenauer Malerschule ist nicht mit letzter Sicherheit nachzuweisen [...] In jedem Falle aber erweist sich das Berliner Evangelistar als charakteristisches Beispiel einer Situation des Übergangs. Die bizarr übersteigerten Gestalten wandeln den ottonischen Formenkanon ab“ (Kommentarband). – Wohlerhalten.

1358 Das Reichenauer Perikopenbuch. Cod. Guelf. 84.5 Aug. 2° der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Faksimile und Kommentar. 28 x 18,5 cm. OHolzdeckelband mit offenem Rücken und einem in den Vorderdeckel eingelassenem Replikat der originalen Elfenbeintafel in schwarzlackierter OHolzkassette bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2009-2010. 2.400 € Codices selecti, Vol. CXIV, CXIV*. Eines von 99 römisch nummer. Ex. der Vorzugsausgabe (Gesamtaufl.: 499). Ein Meisterwerk der ottonischen Buchmalerei aus dem Skriptorium des Klosters Reichenau, mit überaus prächtigen Illuminationen in Gold- und Purpurhöhung. – Neuwertig. Abbildung


_______________________________________________________________________________________ Buchmalerei unter den salischen Kaisern 1359 Das Sakramentar von Beauvais. Ms. Ludwig V 1 des Jean Paul Getty Museums in Los Angeles. Faksimile und Kommentar. 1 Heft und 1 Band. 23,5 x 18 cm. Flexibles OPergament (gering knitterfaltig) bzw. OPappband, zusammen in weißer OMaroquin-Kassette (Rücken mit Montierungsresten) mit goldgepr. DTitel und metallischer Vignette. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2011. 500 € Codices selecti, Vol. CXVII. Eines von 111 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe bei dem die Goldpartien des Originals in Echtgold wiedergegeben wurden (Gesamtauflage: 555). Die heute überlieferte Handschrift ist nur ein Fragment. In den Jahren 998 bis 1016 wurde der Codex von dem Bischof von Beauvais für die Kathedrale von St. Peter angefertigt. – Wohlerhalten.

1360 Das Salzburger Perikopenbuch. Clm 15713 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile, Kommentar und Dokumentationsmappe. 2 Bände und 1 Mappe. 37 x 29 cm und 41 x 32 cm. Roter OZiegenleder mit Blindfileten, 12 Elfenbein-Replikaten auf dem Vorderdeckel und 2 Metallschließen in OPlexiglas-Schuber (minimal bestoßen, mit kleinem Kleberest) und OLeinenmappe mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel (minimal bestoßen) bzw. OUmschlag. Luzern, Faksimile Verlag, 1997. 1.800 € 1360

Eines von 180 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit Elfenbein-Replikaten auf dem Vorderdeckel (Gesamtauflage: 480). Die ursprünglichen Elfenbeintäfelchen, die in den Vorderdeckel des mit rotem Leder überzogenen Bucheinbandes eingelassen wurden, stammen höchstwahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert und kommen entweder aus Südfrankreich oder Nordspanien. Das Salzburger Perikopenbuch ist ein prachtvolles Beispiel für die ottonische Buchkunst, die an die karolingische Buchmalerei nahtlos anknüpft. Es entstand um 1020 in Salzburg oder Regensburg, sehr wahrscheinlich für den Salzburger Erzbischof Hartwig. Die äußerst üppig ausgestattete Handschrift mit zahlreichen Miniaturen, Prunk- und Goldinitialen kann als Gegenstück zum Perikopenbuch Heinrichs II. gesehen werden, welches ebenfalls zu den bedeutendsten Bilderhandschriften europäischer Buchkunst zählt. – Annähernd verlagsfrisch. Abbildung

1361 Werdener Psalter. Ms. theol. lat. fol. 358 aus dem Besitz der Staatsbibliothek Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 25 x 17,5 cm. Schwarzgeprägtes OLeder über Holzdeckeln in OLeinenschuber mit Pergamentrückenschild bzw. OLeinen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1978-1979. 600 € Codices selecti, Vol. LXIII, LXIII*. Der Werdener Psalter ist in der Benediktinerabtei der Stadt Werden im 11. Jahrhundert entstan­den. Die Handschrift wurde derart prächtig ausgestattet, dass oftmals auch vom sogenannten ‚Luxuspsalter‘ gesprochen wird. – Neu­wertig. 1358

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12. Jahrhundert – Romanische und Mozarabische Buchmalerei Der Codex Manchester des „Beato“ 1362 Beatus de Liébana, Códice de Manchester. Ms. Lat. 8 der John Rylands Library in Manchester. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 44,5 x 31 cm bzw. 33 x 24 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 2 Schließen bzw. blindgeprägtes OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Valencia, Patrimonio, 2001-2002. 1.500 € Der Codex ist zwischen 1170 und 1180 in Nordspanien entstanden. Die 123 ganzseitigen Miniaturen der spätromanischen Beatus-Handschrift illustrieren die Offenbarung des Johannes. Verfasser des Kommentars zur Apokalypse ist der Mönch und Theologe Beatus von Liébana (gest. nach 798). – Neuwertig. Abbildung

1363 Bestiario de San Petersburgo. Rf. Lat.Q.v.V.1 aus dem Besitz der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20,7 x 15 cm. Blindgeprägtes OLeder bzw. Rotes OSamt mit goldgepr. Voderdeckeltitel in blindgeprägtem OLederschuber. Madrid, AyN Ediciones, (2002). 800 €

Eines von 955 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage), allerdings nicht im bekannten Pergamenteinband mit Schließbändern. Das Sankt Petersburger Bestiarium entstand wahrscheinlich um 1190 in einem englischen Kloster in den nördlichen Midlands von Lincolnshire. Die literarische Gattung der Bestiarien hatte im England des 12. und 13. Jahrhunderts eine hohe Bedeutung und zählte zu den beliebtesten Manuskripten der Zeit. Die mittelalterlichen Tierdichtungen, verbinden moralisierend und allegorisch tatsächliche oder vermutete Eigenschaften von Tieren sowie Fabelwesen, mit der christlichen Heilslehre. Das Bestiarium von St. Petersburg gehört zu den Luxusbestiarien mit Miniaturmalereien in kostbarer Blattgoldtechnik und ist zusätzlich zu seinen Tierdarstellungen mit einem Bildzyklus zur Schöpfungsgeschichte ausgestattet. Abbildung

1364 Le Codex Guta-Sintram. Manuscrit 37 de la Bibliothèque du Séminaire in Straßburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 35,5 x 26,5 cm. OLeder (als Nachbildung des aus dem 17. Jh. stammenden Originaleinbandes) über Holzdeckeln bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel. Luzern und Straßburg 1982-1983. 450 € Der aus dem 12. Jahrhundert stammende Guta-Sintram-Codex ist eine der wertvollsten Handschriften des Elsass. Er ist zugleich Totengedächtnisbuch, Arznei-, Regel- und Brauchbuch sowie Predigtsammlung. Von der Augustiner-Chorfrau Guta stammt die schöne Schrift, vom Augustiner-Chorherren Sintram der Buchschmuck. – Nahezu verlagsfrisch.

1365 Evangeliar Heinrichs des Löwen. Faksimile der Pergamenthandschrift aus dem 12. Jahrhundert. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 226 S. Mit 50 ganzseit. Miniaturen, 4 Evangelistenbildern, 9 Zierseiten, 20 Bildseiten und über 1500 Initialen im Text. 39 x 30,5 cm. Himbeerrotes OMaroquin über Holzdeckeln mit 2 Schließen in Kassette mit Brokatbezug und vergoldeter ornamentaler durchbrochener Metallarbeit auf dem VDeckel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem RSchild in OLeinenschuber (gering angeschmutzt). Frankfurt, Insel, 1988-1989. 3.000 € Das 1983 für 32,5 Millionen DM versteigerte Original befindet sich heute in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Druck im Mehrfarben-Granolithoverfahren, mit Gold- und Silberfolien, der aufwendige Einband stammt in Entwurf und Ausführung von E. Ammering, Ried und W. Pingel, Heidelberg. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1366 Das Evangeliar Heinrichs des Löwen. Faksimile der Miniaturen aus der Handschrift God. Guelf. 105 Noviss. 2° der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Clm. 30055 der Bayrischen Staatsbibliothek München. 31. S. 1363

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__________________________________________________________________________________ Romanische und Mozarabische Buchmalerei – Wohlerhalten. – Dabei: Dasselbe. Katalog zur Ausstellung. 84 S. 28 x 20 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. München, Prestel, 1988. - Zweite Auflage.

1368 Hildegard von Bingen. Hildegard Gebetbuch. Codex-latinus monacensis 935 der Bayerischen Staats­ bibliothek. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 17,5 x 12,5 cm bzw. 24,5 x 17,5 cm. OLeder mit rotgeprägtem Deckeltitel in OPappschuber bzw. OHalbleder mit rot­ geprägtem RTitel. Wiesbaden, Reichert, 1987. 120 € „Die Gebete des Hildegard-Gebetbuchs vermitteln ... Glaubenswahrheiten in Gebetform ... Das Gebetbuch steht in der Tradition einer spirituellen Bewegung, die im 11. Jahrhundert ihren Anfang nahm und eng verknüpft ist mit der Reform der Benediktinerklöster und der Gründung des Zisterzienserordens“ (Kommentar, S. 15). – Wohlerhalten.

1369 Liber Scivias. Rüdesheimer Codex der Hildegard von Bingen. Die Miniaturen im Liber Scivias. Faksimile und Kommentar. 2 Bände 32 x 23,5 cm bzw. 35 x 25 cm. Reich blindgeprägtes OSchweinsleder über abgefasten Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel, 2 Mittel- und 8 Eckbeschlägen, 2 Schließen in OHalblederkassette mit dunkelblauem Samt verkleidet bzw. dunkelrotes OLeinen mit montierter Vorderdeckelillustration in OPappschuber. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2012 [und] Wiesbaden, Dr. Ludwig Reichert, 1998. 7.500 €

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40,4 x 32 cm. Textheft (Ecken bestoßen) und 10 faksimilierte Miniaturen unter Passepartouts (mit schwachen Stockflecken), zus. in roter OSamtkassette (minimale Gebrauchsspuren) mit vier Eckbeschlägen. Lachen, Coron 1986. 240 € Große Buchmalerei des Mittelalters. Eines von 1980 Exemplaren (Gesamtauflage: 1980). Das Textheft enthält den Beitrag von Christopher de Hamel zur Entstehungsgeschichte des Evangeliars. Die vier Metallbeschläge sind dem Einband der Handschrift nachempfunden. – Wohlerhaltenes Exemplar.

1367 Das Evangeliar Heinrichs des Löwen. Miniaturen aus der Handschrift Cod. Guelf. 105 Noviss. 2° der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und Clm 30055 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. 10 passepartourierte faksimilierte Miniaturen in roter OSamtkassette mit 4 metallischen Eckbeschlägen mit den vier Evangelisten 350 € Prachtvoll und schöner Goldhöhung ausgeführten hochwertigen Reproduktion von 10 Tafeln dieser kunsthistorisch bedeutsamen Handschrift. 1365

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Romanische und Mozarabische Buchmalerei ________________________________________________________________________________

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Codices Selecti CX. Eines von 99 röm. num. Ex. der Vorzugsausgabe (Gesamt: 300), bei denen das Blattgold des Originals in Echtgold mit 23 Karat wiedergegeben wurde. Die Originalhandschrift ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschwunden, allerdings fertigten zufälligerweise von 1927 bis 1933 Schwestern der Ordensgemeinschaft des Klosters Rupertsberg eine Kopie an. Der Codex enthält Hildegard von Bingens erstes theologisch-

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kosmologisches Werk mit noch heute aktuellen prophetischen Anleitungen. Darin entwickelte sie ihre philosophisch-theologische Glaubens­lehre, in der Weltbild und Menschenbild untrennbar mit dem Gottesbild verbunden sind. Mit dem dazugehörigen Kommentarband über „Die Wucht der Vision und die Ordnung der Bilder“ von Lieselotte Saurma-Jeltsch. Abbildung


__________________________________________________________________________________ Romanische und Mozarabische Buchmalerei 1370 Marien-Homilien. Codex vaticanus graecus 1162 der Biblioteca Apostolica Vaticana, das Marienhomiliar des Mönchs Jakobos von Kokkinobaphos. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32,5 x 23 bzw. 24,5 x 17 cm. Burgunderrotes reich blindgepr. und geöltes OWildleder in OLeinenkassette (minimal angestoßen). Zürich, Belser, 1991. 2.000 € Die Marien-Homilien wurden in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts von Jakobos Kokkinobaphos in Konstantinopel angefertigt. Das griechische Werk im byzantinischen Stil enthält 82 farbige und teils reich verzierte Miniaturen auf hochwertigem Goldgrund. Mit dem Einführungsband über das „Marienhomiliar des Mönchs Jakobos von Kokkinobaphos: Codex Vaticanus Graecus 1162“ von Irmgard Hutter und Paul Canart. – Neuwertig.

1371 Perikopenbuch von St. Peter. Clm 15903 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 31,5 x 22,5 cm. Reich blingdeprägtes OLeder über Holzdeckel mit goldgeprägtem RSchild und 2 Schließen in OHalblederschuber (minimal angeschmutzt) bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Deckel­titel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 20152016. 3.000 € Codices selecti, Vol. CXXII. Ausgestattet ist das um 1150 in Österreich entstandene Perikopenbuch mit 55 farbige Miniaturen auf Goldgrund. Damit handelt es sich um das reichste Bildprogramm einer hochmittelalterlichen Evangelienhandschrift. – Neuwertig. Abbildung

1372 Vita der Mathilde von Canossa, entstanden 1115. Cod. Vat. lat. 4922 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21,5 x 16,5 cm. Rotes OMaroquin (Rücken leicht verblasst) mit goldgeprägtem RTitel bzw. OLeinen, zusammen in illustriertem OPappschuber. Zürich, Belser, 1984. 300 € Codices et Vaticanis selecti, Vol. LXII. Eines von 2000 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 2060). Die Handschrift stammt von Donizo von Canossa und entstand im Jahre 1115 und beschreibt das Leben der Gräfin Mathilde von Canossa. – Wohlerhalten.

1373 Vita Sancti Liudgeri. Ms. theol. lat. fol. 323 der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Faksimile, Kommentar und Kommentarheft. 2 Bände und 1 Heft. 30 x 13 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln bzw. OLeinen bzw. OUmschlag. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1993. 300 € Codices Selecti, Vol. XCV. Die Handschrift, die die Lebensgeschichte des Heiligen Liudger aus Utrecht, der 805 zum ersten Bischof von Münster geweiht wurde, beschreibt, entstand im 11. Jahrhundert. Trotz des schmalen Umfangs ist die Handschrift mit 23 Miniaturen geschmückt. – Neuwertig.

1371

1374 Wiener Bilderbibel. Altes und Neues Testament mit den Spätschriften des Alten Testaments. 1 Band und 1 Dokumentationsmappe. 34,5 x 24,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit goldgepr. RTitel, 4 goldenen Eckbeschlägen und goldener Schließe sowie dreiseitigem punziertem Goldschnitt bzw, OUmschlag (kleinere Gebrauchsspuren). Stuttgart, Zürich, Wien, Verlag Das Beste GmbH, 2006. 450 € Eines von 1500 nummerierten Exemplaren. Die 300 ausgewählten und hier faksimilierten Buchmalereien werden im Original in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt und stammen aus der Zeit vom frühen 12. bis zum 15. Jahrhundert. – Wohlerhalten.

1375 The Winchester Psalter Miniature Cycle. Cotton Ms. Nero C. IV, fol. 1-39 der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32 x 21,5 cm bzw. 23,5 x 15,5 cm. Rotes OLeder über Holzdeckeln mit überaus reicher Gold- und Grünprägung auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rückentitel sowie Vorderdeckelschild, zusammen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RSchild und montierter Vorderdeckelillustration. London, The Folio Society, 2015. 600 € Auftraggeber des Winchester-Psalters war der Mönch Henry de Blois (ca. 1100-1171). Das 284seitige Pergamentmanuskript entstand zwischen der Mitte des 12. und der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Winchester und enthält die Psalmen. – Neuwertig.

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13. Jahrhundert – Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters 1376 Apokalypse. Ms. Douce 180 aus dem Besitz der Bodleian Library in Oxford. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32,5 x 21 cm. Goldgeprägtes OLeder in OPappschuber bzw. OPappband. Graz, Akademische Druckund Verlagsanstalt, 1981. 350 € Codices selecti, Vol. LXXII. Hochwertiger Faksimiledruck in einer limitierten Auflage von 1000 Exemplaren. Das Manuskript entstand in London zwischen 1270 und 1274. – Nahezu verlagsfrisch.

1377 Apocalipsis de Paris. Salisbury Apokalypse. Ms. français 403 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 33 x 22,5 cm. Rotes OMaroquin (minimal berieben) mit Goldprägung bzw. OLeinen mit illustriertem Schutzumschlag, zusammen in OLeder-Kassette (leichte Gebrauchsspuren). Madrid, Millennium Liber, 2013. 900 €

Faksimile einer der ältesten Apokalypse-Handschriften aus England, die um 1250 in Salisbury entstanden ist. – Neuwertig. – Dabei: Gabriele Bartz und Dieter Röschel. Die letzte Aventiure der Welt. Die SalisburyApokalypse. 88 S. und 5 beidseitig bedruckte Blätter mit Abbildungen. 28 x 20 cm. Illustrierter OPappband. (Simbach, Pfeiler, 2013). Abbildung

1378 Der Bamberger Psalter. Msc. Bibl. 48 der Staats­ bibliothek Bamberg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 25,5 x 19 cm. Faksimilierte Hornplattendeckel mit Metallbeschlägen und Wildlederrücken bzw. rotes Leinen mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel in roter OLeinenkassette mit goldgeprägtem . Luzern, Quaternio Verlag, 2019. 8.000 € Eines von 280 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtaufl.: 320). Der Bamberger Psalter entstand um das Jahr 1230 in Bamberg oder Regensburg und ist eines der beeindruckendsten Werke der hochmittelalterlichen Buchmalerei. Schon allein sein Einband, einer von nur 18 erhaltenen Hornplatteneinbänden des Mittelalters, zählt zu einem der prachtvollsten und eindrucksvollsten in der Geschichte der mittelalterlichen Einbandkunst und Buchmalerei: Zwei mit mit farbenprächtigen Miniaturen bemalte Pergamentblätter schimmern durch lichtdurchlässige Hornplatten auf dem Vorder- und Rückendeckel, umrahmt von sorgfältig punzierten Silberbeschlägen. Die 150 Psalmen werden von ganzseitigen Prachtminiaturen und Zierinitialen auf Goldgrund eingeleitet, die den Übergang von der Romanik zur gotischen Buchmalerei repräsentieren. Insgesamt ist er ausgestattet mit 15 ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund in 3 Bilderzyklen mit jeweils 5 Miniaturen, 8 goldenen Zierinitialseiten und 3 ganzseitigen historisierte Zierinitialen, 256 einzeiligen Goldinitialen sowie 24 Kalendermedaillons. „Der Bamberger Psalter zählt zu den größten Kostbarkeiten der Staatsbibliothek Bamberg“ (S. 9, Kommentarband.) Der Kommentarband mit Beiträgen von Karin Eckstein, Sibylle Ruß und Bettina Wagner. – Neuwertig. Abbildung

Der gotische Huelga Codex des „Beato“ in der Pierpont Morgan Library 1379 Beatus de Liébana. Il Beato del Monasterio de las Huelgas MS M.429 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile und Dokumenation. 368 nn. S. Mit 116 farbigen Miniaturen mit Gold- und Silberhöhung. 52 x 36,5 cm. Dunkelbraunes OKalbsleder mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber bzw. illustrierte OPappmappe. Valencia, Scriptorium, 2004. 2.500 € Eines von 666 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 741) des Huelga Codex, des berühmten, in zahlreichen Prachthandschriften enthaltenen Kommentars zur Offenbarung des Johannes aus der Feder des 798 n. Chr. gestorbenen Mönchs Beatus de Liébana, der in der königlichen Abteil des Erzbistums Burgos, der Abbatia B.M.V. Huelguensis Burgensium im Hochmittelalter (um 1220), entstanden war und besonders reich mit vielfach gold- und silbergehöhten gotischen Miniaturen illuminiert wurde. 1377

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___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ che, der sogenannte Berthold-Meister, hob sich durch sein herausragendes Talent der Illumniation hervor. Die Miniaturen verdeutlichen den Übergang von der Romanik zur Gotik. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1381 Biblia pauperum. Armenbibel. Die Bilderhandschrift des Codex Palatinus latinus 871 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Einführung und Kommentar, Fak­simile und Transkription sowie Übersetzung in 1 Band. 35 x 26,5 cm. OLeder mit goldgepr. Deckeltitel und dreiseitigem Goldschnitt. Stuttgart und Zürich, Belser, 1995. 150 € Eines von 300 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Wohlerhalten.

1382 Breviari d´amor de Matfre Ermengaud. Ms. prov. Fr. Fv. XIV1 der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34,5 x 25,5 cm. Roséfarbener OSamtband über Holzdeckeln in roséfarbener Velourslederkassette mit blindgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie Blindprägung. Ayn Ediciones, 2003. 4.500 €

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Die Dokumentation „Portfolio documentum et introductio“ des „Beati in Apcalipsin“ als eines von 800 nummerierten Exemplaren. – Hervorragend, nahezu verlagsfrisch und durch das künstlich gewellte, unterschiedlich beschnittene und gestanzte Papier, das den Charakter des originalen Pergaments erstaunlich gut nachahmt, gehört dieses Faksimile zu den eindrucksvollsten Nachdrucken des „Beato“. Abbildung

1380 Berthold-Sakramentar. Ms. M. 710 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile, Kommentar und Interimskommentar sowie Dokumentation. 2 Bände und 1 Heft sowie 1 Mappe. 29 x 19,5 cm. 33 x 23,5 cm bzw. 40 x 48 cm. OLeder über Holzdeckeln mit silbernen, teils punzierten Stehkantenbeschlägen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel bzw. OUmschlag, Fak­ simile und Interimskommentar in OHalblederkassette (vordere untere Stehkante angeplatzt) mit goldgeprägtem RSchild und goldgeprägtem Deckeltitel bzw. OUmschlag. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1995-1999. 2.500 € Codices selecti, Vol. C, C*. Eines von 280 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 330). Auftraggeber dieses Sakramentars war der kunstliebende Abt Berthold, der das Benediktinerkloster Weingarten als eines der Zentren der Buchmalerei etablierte. Einer der dort lebenden Mön1380

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___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ Zwischenstück, Goldfilete und großer Messingmedaille auf dem Kastendeckel bzw. OPappmappe (gering berieben und bestoßen). Luzern, Faksimile Verlag, 1996-2000. 1.800 € Eines von 333 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe „in braunem Rindsleder mit Messingbeschlägen und einer Messingschließe“ (Gesamtauflage: 1060). Die ‚Sächsische Weltchronik‘ ist im deutschen Sprachraum die erste Weltchronik in Prosaform. Sie entstand im 13. Jahrhundert. Die wohl wertvollste Überlieferung dieser Handschrift hat sich in Gotha, in der Forschungs- und Landesbibliothek erhalten. – Wohlerhalten. Abbildung

1384 Das Buch der Welt. Die Sächsische Weltchronik. Ms. Memb. I 90 der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha. Faksimile, Kommentar, Wegweiser zu den Bilderfolgen und 2 faksimilierte Einzelblätter sowie Dokumentationsmappe. 2 Bände, 3 Hefte und 1 Mappe. 31,5 x 23 cm. OLeder über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen (minimal fleckig) bzw. OHalbleder bzw. OUmschlag, zusammen in OPlexiglaskassette (leicht bekratzt) bzw. OPappe. Luzern, Faksimile Verlag, 1996-2000. 750 €

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Der Franziskanermönch Matfre Ermengaud verfasste zwischen 1288 bis 1320 das hier als Faksimile vorliegende Manuskript. Er schreibt über christliche Theologie und historische Rechtslehre und verbindet diese mit der Poesie mittelalterlicher Troubadourlyrik. Mit dem Kommentarband von Dieter Röschel. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: I) Dieter Röschel. Das Sankt Petersburger Breviari d‘Amor. Begleitband zur Faksimileausgabe. 51 S. 28,5 x 20 cm. Illustrierter OUmschlag. Simbach, Pfeiler, 2006. - II) Katja Laske-Fix. Der Bildzyklus des Breviari d‘Amor. 195 S. 22 x 17 cm. OUmschlag (minimale Gebrauchsspuren). München, Schnell und Steiner, 1973. - Band fünf der ‚Münchner kunsthistorischen Abhandlungen‘. Abbildung Seite 39

1383 Das Buch der Welt. Die Sächsische Weltchronik. Ms. Memb. I 90 der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 31,5 x 23 cm bzw. 36,5 x 26,5 cm. Schweres OLeder (leicht angestaubt) über abgefasten Holzdeckeln mit dreifachen Blindfileten und Messingschließe sowie 10 Messingbeschlägen bzw. OLeinen mit Goldprägung in brauner OSamtkassette mit Leinen1384

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___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters

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Eines von 647 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Die ‚Sächsische Weltchronik‘ ist im deutschen Sprachraum die erste Weltchronik in Prosaform. Sie entstand im 13. Jahrhundert. Die wohl wertvollste Überlieferung dieser Handschrift hat sich in Gotha, in der Forschungs- und Landesbibliothek erhalten. – Wohlerhalten. Abbildung

1385 Das Buch der Welt. Die Sächsische Weltchronik. Vollfaksimile der Handschrift Ms. Memb. I 90 der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha. Faksimile, Kommentar und Wegweiser zu den Bildfolgen. 32,5 x 25 cm. ORindslederband mit 2 Messingschließen, OHalblederband mit blindgeprägtem RTitel und OBroschur, zusammen in OPlexiglas-Schuber. Luzern, Faksimile-Verlag, 1996-2000. 900 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Der wissenschaftliche Kommentarband mit Beiträgen von H. Fischer, L. Karl, K. Schneider, R. Grosse und R. Kroos. Verlagsprospekt und 2 faksimilisierte lose Tafeln in blindgeprägter OPappmappe. Der Gothaer Codex stellt die älteste erhaltene Handschrift der Sächsischen Weltchronik dar. Das universalhistorische Geschichtswerk gilt als bedeutendste Zusammenstellung der Welt-, Reichs-, Kirchen- und Landesgeschichte des Mittelalters. – Nahezu verlagsfrisch.

1386 Friedrich II. von Hohenstaufen. De arte venandi cum avibus. Codex Ms. pal. lat. 1071 der Biblioteca Apsotolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 25,5 cm. OWildleder über Holzdeckeln mit hs. Pergamentschild auf dem Vorderdeckel bzw. OHalbwildleder,

zusammen in OHalbwildlederschuber (leicht berieben) mit goldgeprägtem Pergamentrückenschild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1969. 900 € Eines von 1000 nummerierten Exemplaren. Mit mehr als 500 Vogelbildern von ca. 80 Vogelarten und 160 detaillierten Bildern zur Falknerei bis heute wohl das berühmteste Standardwerk zum Thema. Kaiser Friedrich II., der letzte Staufer, ist nicht nur als eine der faszinierendsten Herrscherpersönlichkeiten des Mittelalters in die Geschichte eingegangen, sondern gleichzeitig als Naturwissenschaftler ersten Ranges. Nach jahrzehntelangen Beobachtungen der Vogelwelt verfasste er ein Lehrbuch über die Falknerei, das unter dem Titel „De arte venandi cum avibus“ Berühmtheit erlangte und dessen schönste Handschrift, die sogenannte „Manfred-Handschrift“ mit diesem Faksimile vollständig wiedergegeben ist. – Neuwertig. Abbildung

1387 Das Geheimnis des Grals. Die berühmtesten Heldensagen des Mittelalters. 10 passepartourierte faksimilierte Miniaturen, 1 Kommentarheft. 47 x 36,5 cm. Heft und Miniaturen eingelegt in OLederkassette mit aufklappbaren Seitenteilen und Goldprägung, kreisrundes Medaillon am Deckel appliziert, in Pappschuber. Berlin, Coron bei Kindler GmbH, 2004. 180 € Eines von 1995 Ex. Die Miniaturen stammen aus dem 13. bis 15. Jahrhundert und zeigen folgende Szenen: Lancelot und Gallehant auf dem Schloss der „Isle Perdue“, Merlins Geburt und Taufe, Ritter bei der Tafelrunde, König Artus als guter Gastgeber, Hochzeit von König Artus und Königin Guinevere, Galahad wird zum Ritter geschlagen, Meliades trifft den König von Schottland, Lancelot und Guinevere, Parzival, Kondwiramur und Feirefiz, Heimkehr der Ritter vom Kampf. – Neuwertig.

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ Das Hildesheimer Kalendarium wurde wohl in der Mitte des 13. Jahrhunderts im Skriptorium des Benediktinerklosters St. Michael für den Servatiusstift in Quedlinburg gestaltet. – Nahezu verlagsfrisch.

1390 Die goldene Jahrhundert Bibel. Vollständige Ausgabe des Alten und Neuen Testaments in der Einheitsübersetzung. 1 Band und 1 Dokumentationsmappe. 35 x 25 cm. OVeloursleder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem Rückentitel und ornamentaler Vergoldung auf den Deckeln mit 2 goldenen Schließen und dreiseitigem Goldschnitt in Plexiglaskassete bzw. illustierter OUmschlag. Stuttgart und Zürich, Belser, 1997. 250 € Illuminiert wurde diese Bibel mit Meisterwerken mittelalterlicher Kodizes. – Neuwertig.

1391 Der goldene Kalender. Große Buchmalerei des Mittelalters. 41 x 29 cm. Lose Blatt in grüner OSamtkassette (minimal bestoßen) mit montierter farbiger VDeckelillustration und goldgeprägtem RTitel. Lachen, Coron, 1990. 120 €

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Der goldene Kalender beinhaltet 13 farbige Miniaturen, separat unter Passepartout montiert, sowie einen erläuternden Text. Die Faksimileblätter sind handvergoldet mit 23,5 Karat Echtgold und rückseitig nummeriert. Die Abbildung auf dem Vorderdeckel der Kassette zeigt eine Miniatur aus dem „Heidelberger Schicksalsbuch“. – Vereinzelt mit unwesentlichen Gebrauchsspuren.

1388 Getty Apocalypse. MS Ludwig III,1 des Bibliothek des Getty Museum Los Angeles. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32 x 22 cm. Dunkelrotes OMaroquin mit goldgeprägtem ROrnament und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OLeinen mit Vergoldung, zusammen in OLeinenkassette. London, The Folio Society, 2011. 500 €

1392 Der Goldene Münchner Psalter. Clm 835 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 28,5 x 19,5 cm. OWildleder (minimal berieben) über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel, zusammen in OPlexiglasschuber. Luzern, Quaternio, 2011. 1.800 €

Eines von 1000 Exemplaren im Handel (Gesamtauflage: 1020). „The book has been printed and gold foiled by Windles, Long Crendon, Buckinghampshire, on Furioso blade-coated paper. This edition has been hand bound by Smith Settle, Yeadon, West Yorkshire, in Nigerian goatkin leather with vegetable parchment sides, blocked with a design by David Eccles“ (DV). – Nahezu tadellos.

Eines von 680 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 740). Das Faksimilie stellt eine vollständige und originalgetreue Nachbildung des Psalters aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts dar. Enthalten sind neben den 150 Psalmen 91 ganzseitige Miniaturen auf Goldgrund sowie weiterer Buchschmuck. Der Codex wird drei englischen Buchmalern aus Oxford zugeschrieben. – Neuwertig.

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1389 Das Goldene Hildesheimer Kalendarium. Handschrift Cod. Guelf. 13. Aug. 2° der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 31 x 22,5 cm. OLeder mit Streicheneisen-Ornamentik bzw. OPappband, zusammen in blauer OSeidenkassette (leicht lichtrandig) mit goldgepr. Rücken- u. Vorder­deckeltitel sowie 2 Bindebändern. Stuttgart, Müller und Schindler, 2003. 250 €

1393 Goslarer Evangeliar. Handschrift B 4387 aus dem Besitz des Stadtarchivs Goslar. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34 x 25 cm. OLeder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild und hs. Pergamentschild auf dem Vorderderckel in OHalblederschuber mit goldgeprägtem RSchild bzw. OLeinen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1990-1991. 750 €

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___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters Codices selecti, Vol. XCII, XCII*. Das um 1240 entstandene Goslarer Evangeliar ist mit 30 ganzseitigen Miniaturen und zahlreichen Initialen aus 258 Seiten ausgestattet und war für das Kloster Neuwerk in Goslar bestimmt war. Die kunsthistorische Bedeutung liegt vor allem in reichen und äußerst qualitätvollen Schreib- und Malkunst begründet. – Nahezu verlagsfrisch.

1394 Das Goldene Paradies. Grosse Buchmalerei des Mittelalters. 19 S. Mit 10 farbigen Faksimiles unter Passepartout. 40,5 x 30 cm. Lose Bl. in illustrierter OKassette (gering bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und Holzrahmen. Zürich, Coron, 1985. 120 € Eines von 1495 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Das Motiv der Kassette mit farbigem Stoffbezug stammt von dem sechsten Teppich aus der Bildteppichfolge. Die Faksimiles sind mit 23 1/2 Karat Echtgold illuminiert. – Tadellos.

1395 Goldenes Hildesheimer Kalendarium. Cod. Guelf. 13. Aug. 2° der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Faksimile und Kommentar von H. Härtel, H. W.-v. d. Knesebeck, W. Hohl. 31 x 22,5 cm. Reich blindgeprägtes chamoisfarbenes OZiegenleder bzw. OBroschur in nachtblauer OSeidenkassette mit goldgeprägtem Rücken- bzw. Vordeckeltitel. Stuttgart, Müller und Schindler, 2003. 220 €

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Eines von 980 nummerierten Exemplaren. Die Handschrift Cod. Guelf. 13. Aug 2° enthält zwei blattgroße Miniaturen und zwölf kreisförmige Vignetten mit Tierkreiszeichen im Kalendarium. Am Ende wurde auch ein Faksimile des Schreibens von 1662 zur Trennung der Handschrift in zwei Teile sowie der faksimilierte Restaurierungsbericht der Werkstatt Schoy, Essen, von 1957 eingefügt. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1396 Große Bibliotheken der Welt. 3 Bände der Reihe. Mit zahlreichen faksimilierten Miniaturen unter Passepartouts und 2 Kommentarheften. 41 x 29 cm. Schwere, mit Samt bezogene OHolzkassetten mit gold- bzw. silbergeprägten RTiteln und jeweils einer goldenen bzw. silbernen Wappenapplikation in Metall bzw. Kunststoff auf dem Vorderdeckel. Lachen, Coron, 1995- ca. 2000. 350 € Jeweils eines von 1995 bzw. 1495 Exemplaren. Vorhanden sind die Bände: Schätze der Österreichischen Nationalbibliothek, Schätze der 1395

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ Eines von 1995 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1995). Sorgfältig ausgewählte Sammlung von Miniaturen und Initialen des 9. bis 15. Jahrhunderts aus der Berliner Staatsbibliothek bzw. dem Kupferstichkabinett. Die Vergoldungsarbeiten stammen aus der Werkstatt Richard Mayer, Esslingen. – Gut erhaltenes Exemplar.

1399 Große Bibliotheken der Welt. Schätze der Rus­ sischen Nationalbibliothek. 10 passepartourierte faksimilierte Miniaturen, 1 Kommentarheft und Mäppchen (10 Blatt) mit Kurzbeschreibungen der einzelnen Miniaturen. 42,5 x 31,5 cm. OUmschlag in OLederkassette mit goldgeprägtem Deckel mit goldener Vignette. Berlin, Coron bei Kindler, 2007. 150 € Die enthaltenen faksimilierten Miniaturen stammen von Handschriften aus dem Bestand der Russischen Nationalbibliothek. Es handelt sich dabei um herausragende Beispiele aus dem byzantinischen, russischen und persischen Kulturkreis sowie der westeuropäischen Buchmalerei mit griechischen und französischen Beispielen, vom 9. bis 19. Jahrhundert. – Neuwertig. 1397

Bayerischen Staatsbibliothek und Schätze der Staatsbibliothek und des Kupferstichkabinetts Preußischer Kulturbesitz Berlin. – Kaum ernstzunehmende Gebrauchsspuren, nahezu verlagsfrisch.

1397 Schätze aus der Biblioteca Apostolica. Litterae. Große Bibliotheken der Welt. Kassette mit Textheft 23 S. und 12 Faksimile-Einzelblättern in schweren Doppelpassepartouts. 48 x 36,5 cm. Dunkelgrüne OKunstmaroquin-Klappkassette mit goldgeprägtem Titel und Innenausstattung in braunem Seidenimitat mit ebenso bezogener massiver Pappplatte mit aufmontiertem Messingtaler eines Zodiacus und montiertem DV-Schild. Gütersloh, Faksimile Verlag, 2012. 300 € Eines von 1995 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 2035). „Die Kassette erscheint in der Reihe Codices e Vaticanis Selecti, Series minor der Vatikanischen Bibliothek (als Nummer XV) wie auch in der Reihe Grosse Bibliotheken der Welt des Faksimile Verlages“ (DV). Mit Texten von Cesare Pasini, Raffaele Kardinal Farina, Christine Maria Grafinger und Ulrich Reißer. – Tadellos. Abbildung

1398 Grosse Bibliotheken der Welt. Schätze der Staatsbibliothek und des Kupferstichkabinetts Preussischer Kulturbesitz. 20 S. Textheft (Ecken leicht bestoßen) und 10 faksimilierte Miniaturen unter Passepartouts (teils mit leichten Gebrauchsspuren). 40,7 x 29 cm. OSamtkassette (minimale Gebrauchsspuren) mit RTitel und MedaillonApplikation. Lachen, Coron, (ca. 1995). 200 € 44

1400 Große Buchmalerei des Mittelalters. Das festliche Jahr. 20 faksimilierte passepartourierte Miniaturen und 1 Kommentarheft. 41,5 x 29,5 cm. Rote velourbezogene Okassette mit Deckelvignette (Kopie der Original geschnitzten Elfenbeinplatte). Lachen am Zürichsee, Coron, 1988. 180 € Die faksimilierten Miniaturen wurden mit 23 1/2 Karat Echtgold aufgewertet. – Wohlerhalten.

1401 Hainricus-Sacrista-Sakramentar. MS M.711 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile, Kommentare und Dokumentationsmappen. 3 Bände und 2 Hefte. 24 x 17 cm. bzw. 30 x 24 cm. Reich blindgeprägtes rotes OKalbsleder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel und 2 Metallschließen und zahlreichen seidenen Lesezeichenbändchen in OHolzkassette bzw. goldgeprägtes OLeinen. Graz, Akademische Druck und Verlagsanstalt, 2005. 1.200 € Codices Selecti CX. Eines von 280 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 310). Das Hainricus sacrista-Sakramentar entstand um 1217 im Benediktinerstift Weingarten und zählt zu den Werken des sogenannten Berthold-Meisters. Es „ist durch seine exquisite künstlerische Ausstattung eine der interessantesten und zugleich schönsten Handschriften dieser Epoche. Der hohe ästhetische Reiz der Minia­ turen, der Schrift und auch der Neumen des Graduale-Teils macht das Hainricus-Sakramentar zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk“ (Vorwort des Verlages, Erstkommentar). – Tadellos. Mit dem Kommentar, zwei Exemplaren der Dokumentationsmappe sowie dem Erstkommentar „Das Hainricus-Missale“. Abbildung


___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters 1402 Die kleine Heidelberger Liederhandschrift. Cod. pal. germ. 357 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 19 x 14 cm. OHalbleder mit blindgeprägtem RTitel, zusammen in illustriertem OPappschuber. Wiesbaden, Reichert, 1972. 150 € Bei der vorliegenden faksimilierten Handschrift handelt es sich um die älteste Handschrift unter den drei bedeutendsten Liederhandschriften des deutschen Minnesangs. – Wohlerhalten.

1403 Heinrich von Veldeke. Eneide. Die Bilder der Berliner Handschrift. Im Auftrag der Preußischen Staatsbibliothek berabeitet von Albert Boeckler. 46 S., 2 Bl., 91 Tafelseiten. 27 x 18 cm. OHalbpergament (etwas fleckig) mit Deckelvignette. Leipzig, Otto Harrassowitz, 1939. 60 € Faksimile der Berliner Handschrift des 13.500 Verse umfassenden Eneasromans, den der niederländisch-deutsche Dichter Heinrich von Veldeke (vor 1150-1190/1200) um das Jahr 1187/89 abschloss und mit dem er zum Begründer des mittelhochdeutschen höfischen Romans wurde. – Innspiegel etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten.

1404 Historia de Alejandro Magno. Ms. 11.040 der Bibliothèque Royale de Belgique in Brüssel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 23,2 x 17 bzw. 33 x 24 cm. Dunkelgrünes OMaroquin über Holzdeckeln mit reicher Goldprägung und Bronzeschließe in dunkelgrüner OSamtkassette mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel bzw. OLeinen mit illustriertem OUmschlag. Valencia, Patrimonio, 2007. 800 € Die Historia de Alejandro Magno in altfranzösischer Prosa ist an die Historia de preliis, die Geschichte der Schlachten angelehnt, die im 10. Jahrhundert von Erzbischof Leo von Neapel geschrieben wurde. In der Geschichte Alexanders des Großen vermischen sich historische Fakten mit exotischen Reisebeschreibungen und Legenden, die den Geist der mittelalterlichen Feudalgesellschaft wiederspiegeln, für die Alexander der Große als Ideal des antiken Herrschers galt. Der vorliegende Codex wurde für den französischen König Philipp IV. von Frankreich (1268-1314) gefertigt und gilt als Meisterwerk der flämischen Miniatur- und Buchmalerei. – Tadellos. Mit notariellem Zertifikat.

1405 Die Kreuzritterbibel, The Morgan Crusader Bible - La bible des croisades. Ms. M. 638 in der Pierpont Morgan Library, New York und Ms. nouv. acq. lat. 2294 in der Bibliothèque Nationale de France in Paris, 83.MA.55 im Jean Paul Getty Museum in Los Angeles. Faksimile, Kommentar und Auszug vom Vorabdruck des Kommentarheftes. 3 Bände. 39 x 30 cm bzw. 28,5 x 20,5 cm. Reich blindgeprägtes ziegelrotes OMaroquin (minimal bestoßen) und OBroschur, zusammen in OPlexiglas-Schuber bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel in OPappschuber (leicht berieben). Luzern, Faksimile-Verlag, 1998-1999. 1.500 €

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„Die Kreuzritterbibel ist das wohl herausragendste Werk der berühmten Buchsammlung König Ludwigs des IX. (1214-1270) von Frankreich. Dieser Bildband illustriert in 283 herausragenden Miniaturen die Ereignisse des Alten Testaments. Der Codex ist weltbekannt und hatte einige bedeutende Vorbesitzer, die den Bildern erläuternde Kommentare in verschiedenen Sprachen (etwa persisch) hinzufügen ließen. So ist die Bibel auch bekannt als Schah-Abbas-Bibel, nach dem Schah von Persien, der das Werk zu Beginn des 17. Jahrhunderts geschenkt bekam, oder Maciejowsky Bibel, nach dem späteren Besitzer Kardinal Maciejowsky, dem Bischof von Krakau“ (VA). Der Hauptteil der Bilderhandschrift ist im Besitz der Pierpont Morgan Library in New York. Zwei Blätter werden in der Bibliothèque Nationale de France in Paris aufbewahrt, ein weiteres befindet sich in Los Angeles im Jean Paul Getty Museum. – Nahezu tadellos erhalten.

1406 Die Lambeth Apokalypse. Ms. 209 der Lambeth Palace Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27,5 x 20 cm. Weinrotes OLeder über Holzdeckeln mit 4 Silbereckbeschlägen und goldgeprägtem Wappen der Erzbischöfe von Canterbury auf dem Vorderdeckel sowie zwei Schließen bzw. OLeder (leicht berieben) mit goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel), zusam45


Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ Codices selecti, Vol. XCIII. Landgraf Hermann I. von Thüringen und Hessen (gest. 1217) war ein großzügiger Förderer der Künste. Die Handschrift ist ein Meisterstück der Frühgotik, verziert mit Blattgold und federgezeichneten Ranken. – Neuwertig.

1408 Le Leggende di Santa Margherita e Sant´Agnese. Legenden der Heiligen Margareta und Agnes. Ms. ricc. 453 der Biblioteca Riccardiana in Florenz. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 14,5 x 10,5 cm. Dunkelblauer OSamtband über Holzdeckeln mit Gold- und Silberbeschlägen sowie 1 Lapislazuli auf dem Vorderdeckel und 2 Schließen, eingelegt in blaue OSamtkassette (eine Kante gering angeplatzt) bzw. blauer goldgeprägter OSamt. Modena, ArtCodex, 2008. 1.800 € Die originale Handschrift stammt aus dem 13. Jahrhundert und stammt vom sogenannten Meister von Gerona. Dieser stattete die Schrift mit 33 ganzseitigen Miniaturen und unzähligen Initialen aus, die Bezüge zur byzantinischen Buchmalerei aufweisen. Mit dem italienischsprachigen Kommentar. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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men in Lederkassette mit goldgeprägtem Wappen und dem dazugehörigen Prunkdeckel (Email mit Vergoldung). Stuttgart, Müller und Schindler, Co-Edition mit dem Coron Verlag, 1990. 1.500 € Eines von 250 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer Reproduk­ tion des Prunkdeckels Inv.-Nr. 651-1889 nach dem aus Limoges stammendem Original des Victoria & Albert Museums (Gesamtauflage: 800). Die Lambeth Apokalypse ist um 1260 entstanden und stellt ein bedeutendes Beispiel der englisch-französischen Buchmalerei dar. Der zweispaltige Text über die Apokalypse wurde mit 78 halbseitigen Miniaturen auf Goldhintergründen und 28 kolorierten Federzeichnungen ausgestattet. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1407 Landgrafenpsalter. Handschrift HB II 24 der Württembergischen Landesibibliothek in Stuttgart. Faksimile, Kommentar und Dokumentation sowie Verlagsdokumentation. 2 Bände, 1 Heft und 1 Kassette. 23 x 16,5 cm. Rotes goldgepr. OLeder bzw. OLeinen mit goldgepr. Rücken- und Vorderdeckeltitel bzw. OUmschlag, zusammen in OLeinenschuber mit goldgepr. RSchild bzw. illustr. OPappkassette. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1992. 450 € 1408

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Auf Lammpergament faksimiliert und in Leder über Holz gebunden 1409 Lektionar von St. Petersburg. Codex Gr. 21, Gr. 21a der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 33,5 x 27 cm. Blindgeprägtes OLeder mit goldgeprägtem RTitel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel, zusammen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1994. 300 € Codices selecti, Vol. XCVIII. Der Codex „Lektionar von St. Petersburg“, auch bekannt als das „Evangeliar von Trapezunt“, verbindet zwei Fragmente einer griechischen Handschrift, die ursprünglich wesentlich umfangreicher war. Diese war im 13. Jahrhundert entstanden und wurde als das ‚Goldene Evangeliar‘ bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts bei liturgischen Feiern verwendet worden sein. Es gelangte 1858 als Schenkung nach Sankt Petersburg an den Hof des Zaren. – Neuwertig.

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1410 Libro de los juegos de ajedrez, dados y tablas de Alfonso X el Sabio. T.I.6 der Real Biblioteca del Monasterio de San Lorenzo de El Escorial. Faksimile auf Pergament und Kommentarband. 2 Bände. 40 x 28 cm bzw. 32 x 24 cm. Orange-hellbraunes OKalbsleder über 5 Bünden und über schweren kantigen Holzdeckeln mit ornamentaler Reliefierung des VDeckels in 2-teiligem dunkel­ blauem Samtschuber mit reicher Rückenvergoldung bzw. weinrotes OKunstleder mit goldgeprägtem Titel auf Rücken und VDeckel sowie montierter farbiger VDeckel­ illustration. Valencia, Scriptorium, 2010. 12.000 € Eines von 390 arabisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Lammpergament (Gesamtauflage: 2729), „elaborada en auténtico pergamino natural de piel de cordero, y quede limitada, sin posibilidad


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de ampliarla - a trescientos noventa ejemplares con numeración árabe del número 1/390 al 390/390“ (DV). Von dem kastilische König Alfons X. dem Weisen (1221-1284) in Auftrag gegebenes „Libro de los juegos“, das „Buch der Spiele“, das um 1283 entstanden war und nicht nur zahlreiche Spielregeln formuliert für Schach, Würfel- und Brettspiele, sondern auch zahlreiche komplizierte Schachpartien vorstellt, durchdekliniert und löst, womit es zum ersten und bedeutendsten Schachbuch des Mittelalters wurde. Die umfangreiche Kommentare beschäftigen sich somit nicht nur ausführlich mit der Kodikologie der Handschrift aus dem Escorial, sondern auch mit der Interpretation der vorgestellten Schachpartien. Mit Kommentaren von Manuel Fuertes de Gisbert y Rojo, Manuel González Jiménez, María Teresa López de Guereño Sanz, Laura Fernández, César Bordons Alba, Jesús Basulto Santo und José A. Camúñez Ruiz, jeweils in englischer und spanischer Sprache: „The beauty of this composition comes from the fact that, at the beginning of the game, the black King is placed on the Fers square, and that at the end of the game, it is on the square of its opponent Fers as the manuscript highlights: El departimiento deste iuego es que traen los trebeios blancos al Rey prieto que esta en casa de su alfferza a darle mate en casa dell otra alfferza blanca...“ (Kommentar S. 726). – Groß­artiger Gesamtzustand, kaum jemals geöffnetes, neuwertiges Prachtexemplar.

1411 Das Mainzer Evangeliar. Ms. 13 der Hofbibliothek Aschaffenburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 35,5 x 27 cm bzw. 28 x 21 cm. OLeder über Holzdeckeln mit eingelegter, reliefierter und versilberter Metallplatte und 5 darauf aufgebrachten vergoldeten Medaillons der Evangelisten bzw. des thronenden Christus bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, zusammen in OLeinenkassette (Rücken mininmal verblasst) mit goldgeprägtem RTitel und Plexiglas-Fenster auf dem Vorderdeckel. Luzern, Faksimile Verlag 2007. 1.500 €

Abbildungen, auch Seite 47 bis 49

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Dabei: Harald Wolter-von dem Knesebeck. Das Mainzer Evangeliar. Strahlende Bilder, Worte in Gold. 194 S., 1 Bl. 28 x 21 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Regensburg, Schnell und Steiner, 2007. - Zweite Auflage. Die Handschrift entstand im 13. Jahrhundert und ist mit Kanontafeln und zahlreichen großen und kleinen Miniaturen ausgeschmückt. Der gesamte Text wurde in Gold geschrieben und so auch faksimiliert. Der Begleitband enthält den Kommentar von Harald Wolter von dem Knesebeck mit Erläuterungen zu den einzelnen Miniaturen. – Neuwertig.


___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters 1412 Medicina antiqua libri quattuor medicinae. Codex Vindobonensis 93 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 27,5 x 19 cm. OLeder über Holzdeckeln mit hs. Pergamentrückenschild und Streicheneisenornamentik bzw. OHalbleder, zusammen in OLeinenschuber. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1972. 350 € Codices selecti, Vol. XXVII, XVII*. Der Codex aus dem 13. Jahrhundert enthält vier antike medizinische Werke, die in dieser Zusammenstellung in mehreren Handschriften überliefert sind. Die schönen Illustrationen zeigen Pflanzen, Tiere u. Heilbehandlungen. – Nahezu verlagsfrisch.

1413 Medicina y Farmacia de Federico II. Ms. Plut. 73.16 der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 18 x 11,5 cm bzw. 34 x 25 cm. Weinrotes OLeder über Holzdeckeln mit 8 Messingeckbeschlägen und 2 Messingmittelfeldvignetten sowie reicher Blindprägung auf den Deckeln und 2 Schließen in OPlexiglasschuber bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel und illustriertem OUmschlag. Valencia, Patrimonio, 2002-2003. 1.500 € Eines von 999 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1120). Auftraggeber dieser Medikamenten-Lehre war Kaiser Friedrich II. (11941250), der sie in Italien anfertigen ließ. Das Arzneibuch schildert die heilende Wirkung von Kräutern und anderer Medikamente sowie verschiedene Behandlungsmethoden. – Neuwertig. Abbildung

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ 1415 Neues Testament. Codex Vat. lat. 39 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar sowie Verlagsdokumentation. 2 Bände und 1 Kassette. 20 x 15 cm. Blindgeprägtes OZiegenleder über Holzdeckeln bzw. OLeinen mit goldgepr. RTitel, zusammen in OLeinen­ kassette mit montiertem Deckelschild bzw. OPappkassette mit flexiblem Plexiglasdeckel. Zürich, Belser, 1984. 1.500 € Codices e Vaticanis selecti, Vol. LXI. Das Neue Testament, der Codex Vat. lat. 39 der Biblioteca Apostolica VaticanaVatikanbibliothek entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Text wird illustriert von fast 100 Miniaturen, die den Lebensweg Christi darstellen. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1416 Die Pamplona Bilderbibel. Die Bilderbibel des Königs Sancho el Fuerte (1153-1234) von Navarra. Cod.I.2.4°15 aus der Sammlung Oettingen-Wallerstein der Universitätsbibliothek Augsburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 24 x 17 cm. OLeder über Holz­ deckeln mit Streicheisenornamentik und 2 Schließen bzw.

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1414 Misal de Reims. Ms. lat. Q.v.I 78 der Biblioteca Nacional de Rusia in St. Petersburg. Faksimile, 1 Band. 24 x 17 cm. OHalbleder (minimal berieben) über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild in reich goldgeprägter OLederkassette. Madrid, AyN Ediciones, 2007. 3.000 € Das ein Missale ist zwischen 1285 und 1297 in der französischen Stadt Reims entstanden und enthält Gebetstexte zur Lesung der Messe. Ebenso diente es als Kalendarium für die Feste und Feiertage des Kirchenjahres. Mit über 100 ganzseitigen Miniaturen wurde es ausgestattet. – Neuwertig. – Dabei: Dieter Röschel und Eberhard König. Das Reimser Missale in Sankt Petersburg. Begleitband zur Faksimileausgabe von Ms. Lat. Q. v. l, 78 der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg. 100 S. Mit 8 beidseitig bedruckten Blättern mit Tafeln. 28 x 20 cm. Illustrierter OPappband. Simbach, Pfeiler, (2007). Abbildung

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___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters

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OLeinen mit goldgeprägtem RTitel und montierter Deckelillustration, zusammen in OSamtkassette mit silbergeprägtem Deckeltitel und silbernem Deckelmedaillon. Berlin, Coron bei Kindler, 2005. 750 € Eines von 995 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage) des Fak­ similes des Cod.I.2.4°15 der Universitäsbibliothek Augsburg aus der Sammlung Oettingen-Wallerstein. Die Pamplona Bibel entstand um 1200 in der spanische Provinz Navarra und zeigt auf 542 Pergamentseiten 976 meist halbseitige Miniaturen, die den Text des Alten und Neuen Testaments sowie der Apokryphen und Heiligenlegenden illustrieren. Auftraggeber war König Sancho VII. von Navarra (1154-1234). Ihm diente die Handschrift in erster Linie als moralisches Handbuch. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1417 Die Oxforder Bilderbibel. Ms. W. 106 des Walters Art Museum in Baltimore und der Collection Wildenstein des Musée Marmottan in Paris. Faksimile, Kommentar und Verlagsdokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 14 x 10,5 cm bzw. 20 x 14,5 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit 2 Schließen und elfenbeinimitierter Vorderdeckelvignette bzw. OLeinen mit goldgeprägtem

Rücken- und Vorderdeckeltitel, zusammen OLederkassette in OPappschuber bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile Verlag, 2004. 600 € William de Brailles (um 1230-1260) zählt zu den renommiertesten Schreibern und Buchmalern der Gotik. Seine Bilderbibeln gehörten zu den beliebtesten überhaupt. Das vorliegende Faksimile gibt die 31 goldenen Miniaturen eindrucksvoll wieder. – Neuwertig. Abbildung Seite 54

1418 Preghiera alle vergine con le leggende di San Giorgio e Santa Margherita. Ms. 1853 der Biblioteca Civica in Verona. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 24,5 x 18 cm. OLeder mit zwei Schließen in Samt eingeschlagen bzw. OBroschur in OLederkassette (leicht bestoßen und mit montiertem RSchild) mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel. Modena, Il Bulino, 2006-2007. 500 € Der Codex enthält neben einem Gebet zur Jungfrau Maria die Legenden des Heiligen Georg und der Heiligen Margarete. Er stammt aus dem Besitz der Biblioteca Civica in Verona und wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Konvent der Heiligen Maria Magdalena in Verona verfasst.

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ Insgesamt enthält die Handschrift 78 Miniaturen, die ungewöhnlich stark mit den im Text erzählten Ereignissen korrespondieren. – Nahezu neuwertig. Mit beigelegtem Garantiezertifikat.

1419 Blätter aus einem Psalter von William de Brailes. Manuskript 330 des Fitzwilliam Museum in Cambridge und MS. M.913 in der Piermont Morgan Library in New York. Faksimile. 7 Bl. 25 x 18 cm (Blattgröße) bzw. 32,5 x 25 cm. Lose Bl. in schwarzer OLeinenkassette. London, Folio Society, 2012. 450 € Eines von 480 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Der englische Miniaturist William de Brailes (um 1230-1260 nachweisbar) gilt als unübertroffener Meister der englischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts. In seinen Werken treffen Inventionskraft und Kunstfertigkeit auf tiefe Gläubigkeit und wertvollste Materialien. Eines seiner herausragenden Werke ist leider nur noch in wenigen Fragmenten aus sieben Blättern erhalten: der Psalter aus Oxford, entstanden um 1240. – Neuwertig. Abbildung

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1420 Psautier d´Ingeburge de Danemark. Ingeborg Psalter. Ms. 9 Olim 1695 aus dem Besitz des Musée Condé in Chantilly. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 30 x 19 cm. OLeder über Holzdeckeln bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, zusammen in OLei­ nenschuber. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1985. 1.500 € Codices selecti, Vol. LXXX, LXXX*. Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 540). Hervorragender Faksimiledruck „einer der Schlüsselhandschriften zur abendländischen Kunstgeschichte“ (Verlag), durch einen umfangreichen Kommentarband wissenschaftlich erschlossen. Reich ausgeschmückt mit 28 großen Miniaturen, 24 Monatsdarstellungen sowie vielen Initialen. – Neuwertig. Abbildung

1421 Der Rosenroman des Berthaud d´Achy. Codex urbinatus latinus 376. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32,5 x 23,5 cm. Blindgeprägtes OLeder mit 2 Schließen bzw. OLeinen mit 2 goldgepr. RSchildern in OLeinenkassette mit montiertem Deckelschild. Zürich, Belser, 1987. 1.200 € Eines von 60 römisch nummerierten, nicht für den Verkauf bestimmten Exemplaren (Gesamtauflage 660). Originalgetreues Faksimile des von Berthaud d´Achy um 1280 in Paris verfassten Rosenromans. Die gotische Handschrift wurde um 1235 von Guillaume de Lorris begonnen und um 1280 von Jean de Meung fertig gestellt. Die prächtige Handschrift ist mit 93 goldbesetzten Miniaturen und zahlreichen farbigen Initialen geschmückt. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 56

1422 Der Rosenroman für François I. M. 948 aus dem Besitz der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26 x 18 cm. Roter OSamt 1419

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___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters

1420

mit 10 metallischen Verzierungen (8 Eckbeschläge und 1 Beschlag im Mittelfeld) und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OPappband. Graz, Akademische Druck- und Verlagssanstalt, 1993. 500 €

Codices Selecti, Vol. XCVII. Faksimile der Handschrift M 948 der Piermont Morgan Library in New York mit den 107 Miniaturen. Die Original-Handschrift entstand um 1519 für Francois I., der 1515-47 König von Frankreich war. Exemplar mit einem umfangreichen Kommentar von Margareta Friesen. – Nahezu verlagsfrisch.

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Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ Eines von 100 römisch nummerierten Exemplaren in Ganzpergament (Gesamtauflage: 900). – Neuwertig. – Dabei: Walter Koschorrek. Der Sachsenspiegel. Die Heidelberger Bilderhandschrift. 251 S. Mit zahlreichen Bildtafeln. 32 x 24 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RSchild in illustriertem OPappschuber. Ebenda 1989.

1425 Heidelberger Sachsenspiegel. Cpg 164 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 30,5 x 23,5 cm. OHalbpergament, zusammen in OPappschuber. Frankfurt, Insel, 1970. 120 € Eines von 800 Exemplaren (Gesamtauflage: 900). Der Sachsenspiegel behandelt das Land- und Lehnrecht und ist vermutlich im dritten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts. – Wohlerhalten.

1426 Heidelberger Sachsenspiegel. Cod. Pal. germ. 164 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Faksimile, Textband, Kommentar und Dokumentation. 3 Bände und 1 Mappe. 30 x 22,5 cm. OLeder in OHolzschuber bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel bzw. OHalbleinenmappe. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2009-2010. 600 €

1421

1423 Dresdner Sachsenspiegel. Mscr. Dresd. M 32 der sächsischen Staats- und Landesbibliothek Dresden. Fak­ simile, Kommentar und Interimskommentar. 2 Bände und 1 Heft. 33 x 26 cm bzw. 30 x 19 cm. OHalbleder in OHolzschuber bzw. OLeinen bzw. OBroschur. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2002-2011. 500 € Codices selecti, Vol. CVII, CVII*. Eines von 580 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 630). Die Handschrift wurde bei Angriffen auf Dresden im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und gilt als das am reichsten illuminierte Exemplar der deutschen Rechtstextgrund­ lage. Er wurde zwischen 1220 und 1235 von Eike von Repgow verfasst und behandelt das Landrecht sowie das Lehnrecht. – Nahezu neuwertig.

1424 Der Sachsenspiegel. Die Heidelberger Bilderhandschrift. Cod. Pal. germ. 164. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 31 x 24,5 cm. OPergament bzw. OHalbpergament, zusammen in OPappschuber (leicht berieben). Frankfurt, Insel, 1970. 450 € 56

Codices selecti, Vol. CXV, CXV*. Die Heidelberger Handschrift kann anhand der Textform, des Schriftbildes und der Wappen auf das nordöstliche Harzgebiet lokalisiert und auf die Zeit zwischen 1295 und 1304 datiert werden. Somit handelt es sich sehr wahrscheinlich um die früheste erhaltene Sachsenspiegel-Handschrift. Von der ursprünglich rund 92 Blätter umfassenden Handschrift ist heutzutage nur ungefähr ein Drittel erhalten. – Neuwertig.

1427 Oldenburger Sachsenspiegel. Codex Picturatus Oldeburgensis CIM I 410 der Landesbibliothek in Oldenburg. Faksimile, Textband, Kommentarband, Interimskommentar sowie Mappe mit doppelblattgroßem faksimilierten Blatt. 33,5 x 22 cm. Rotes OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik und 2 eisernen Schließen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RTitel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel bzw. OUmschlag bzw. OKarton mit Kordelbindung. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1995. 750 € Codices selecti, Vol. CI. Der Oldenburger Sachsenspiegel ist eines der bedeutendsten Exemplare des „Sachsenspiegels“. Das Rechtsbuch des Eike von Repgow (um 1180-1233) ist zwischen 1220 und 1235 entstanden und gilt als das älteste kodifizierte Rechtsbuch des Mittelalters. Besonders ist die Bildspalte, in der alle Miniaturen versammelt sind. Bei dem Oldenburger Sachsenspiegel handelt es sich um die Auftragsarbeit des Grafen Johann III. von Oldenburg. Er versuchte so der zunehmenden Rechtsunsicherheit entgegenzuwirken. Bei dem heute überlieferten Dokument handelt es sich um die Übersetzung eines verlorengegangengen lateinischen Originals. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung


___________________________________________________________________________________ Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters

1427

1428 Wolfenbütteler Sachsenspiegel. Cod. Guelf. 3.1 Aug. 2° aus dem Besitz der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Faksimile, Kommentar und Textband. 3 Bände. 35 x 28 cm. Blindgeprägtes OLeder (minimal berieben) über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel und 2 Metallschließen in Holzschuber (minimal bestoßen) bzw. beiger OLeinenband (mit geringen Gebrauchsspuren) mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2006. 800 € Codices selecti Vol. CXI*. Eines von 580 Exemplaren der faksimilierten Wolfenbütteler Bilderhandschrift des Sachsenspiegels. Sie zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Rechtsbüchern und wurde von Elke von Repgow im frühen 13. Jahrhundert aufgezeichnet. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Gott ist selber Recht. Die vier Bilderhandschriften des Sachsenspiegels. Oldenburg, Heidelberg, Wolfenbüttel, Dresden. 91 S. 26 x 21 cm. Illustrierter OUmschlag. Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, 1993. - Zweite Auflage.

1429 Schätze der russischen Nationalbibliothek. 10 Blatt Faksimiles in Gold und Farben, unter Passepartout mit Begleitbroschüre 24 S. 42 x 31 cm. Braune Klappkassette (geringe Gebrauchsspuren) mit Kunstlederbezug und goldgeprägtem Deckel, mit 2 kleinen vergoldeten Löwenköpfen und großer, ebenfalls vergoldeter, metallener Deckelapplikation des Zarenwappens. Kassette 45 x 34 x 10 cm. Berlin, Coron bei Kindler, 2007. 120 € Eines von 1995 Exemplaren der „beschränkten Weltauflage für immediaONE - Coron Exclusiv“. – Sehr frisch. – Beiliegen 2 Hefte mit Verlagsbroschur und „Kurztexte zu den einzelnen Miniaturen, welche Sie auf die Rückseiten der Bilder kleben können“.

1430 Tratado de astrología y magia de Alfonso X el Sabio. Astrologie und Magie von Alfons X. der Weise. Codex Reg. Lat. 1283 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksi57


Gotische Buchmalerei des Hochmittelalters _________________________________________________________________________________ mile und Kommentar. 2 Bände. 32,5 x 24 cm. Goldgeprägtes OLeder (Rücken leicht verblasst) bzw. OHalb­ leder (Rücken leicht verblasst), zusammen in OSchuber. Valencia, Ediciones Grial, 2000. 900 € Das Traktat zur Astrologie und Magie von König Alfons X. von Kasti­ lien, León und Galicien (1221-1284) ist zwischen 1276 und 1279 entstanden. Alfons gilt als namhafter Förderer der Künste und Wissenschaften und war besonders an Astronomie und Astrologie interessiert. Heute sind nur wenige Schriften im Original und vollständig über­liefert, die sich diesen Themen widmen. Daher ist der Codex in der Vatikanischen Bibliothek äußerst wertvoll. Er bezeugt den Wissensstand der arabischen Astronomie um das Jahr 1000. – Wohlerhalten.

1431 Trinity College Apokalypse MS. R. 16.2 Trinity College, Cambridge. 62 S. Mit 71 großformatigen, reich mit Gold verzierten Miniaturen. 43,5 x 31 cm. OKalbs­ lederband mit reicher Goldprägung in Leinenschuber (berieben). London, Eugrammia Press, 1967. 600 € Eines von 600 nummerierten Exemplaren. Wahrscheinlich im Auftrag von Eleonore von der Provence, der Gemahlin von König Heinrich III. zwischen 1242 und 1250 in Nordfrankreich oder England hergestellt. – Sehr schönes Exemplar. Innenspiegel mit montiertem Katalogausschnitt.

1432 Die Trinity-Apokalypse. The Trinity Apocalypse. Ms. R. 16.2. der Trinity College Library in Cambridge. Faksimile und Kommentar von David McKitterick. 2 Bände und Dokumentationmappe. 42,5 x 30 cm. Reich goldgepägtes crèmeweißes OMaroquin (minimal bestoßen) in OPlexiglas-Schuber (mit ) bzw. weißes OHalbmaroquin (minimal bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel in OPappschuber. Luzern, Faksimile-Verlag, 2004. 800 € Eines von 900 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 980) der Handschrift, die als „schönste aller Offenbarungsschriften“ (Kommentar, S. 9) bekannt ist. Darin wird in über 100 Einzelbildern die Offenbarung des Johannes zum Ende der Welt und dem Jüngsten Gericht in wunderschönen farbkräftigen, detailreichen Miniaturen geschildert. Da der Auftraggeber unbekannt ist, wurde die Trinity-Apokalypse, die stilistisch in die englische und nordfranzösische Kunstlandschaft ein­geordnet wird, nach ihrem Aufbewahrungsort in Cambridge benannt. Mit der Dokumentationsmappe. – Verlagsfrisch.

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1433 Wolf, Nobert. Die Galerie der schönsten Bücher Buchmalerei erleben. Hrsg. von Ingo F. Walther. 16 Bände (alles Erschienene). 32 x 23 cm. OKunstleder mit goldgepr. RTitel, RVergoldung und goldgeprägter Bordüre auf den Deckeln, dreiseitiger Goldschnitt, jeweils vier Bände in OPlexiglasschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 2004-2007. 450 € Umfangreiche und fundierte Abhandlungen zur Geschichte der Buchmalerei, erläutert an Beispielen, die der Luzerner Verlag faksimiliert hatte. Jeder Band mit einem Faksimileblatt oder mehreren Ausschnitten, in einem am Anfang des Buches eingebundenen Passepartoutkarton. Vorhanden sind: I/1. Der Herzog von Berry und die reiche Kunst der Gotik. - I/2. Deutschlands großes Erbe - Die ottonischen Bilderhandschriften. - I/3. Das frühe Christentum und die große insulare Buchkunst. - I/4. Meister deutscher Buchmalerei zwischen Spätgotik und Reformation. II/1. Kleinodien und Bücher wie Kathedralen. - II/2. Herausragende Hofkunst in Frankreich zur Zeit des Herzogs von Berry. - II/3. Karl der Große und ein neues römisches Reich. - II/4. In Konkurrenz zum gedruckten Buch: Die Meister von Gent und Brügge. III/1. Eine Hommage an Gott und die Kunst: das komplexeste Stundenbuch der Geschichte. - III/2. Der Bedford-Meister - die Apotheose der französischen Buchmalerei. - III/3. Das Büchererbe der Herzöge von Burgund - ein Teil des märchenhaften Burgunderschatzes. - III/4. Die französische Königsfamilie und ihre Bücherliebe. IV/1. Geschichte in Bildern - Die große Welt der Chroniken. - IV/2. Die italienische Buchmalerei der Renaissance. - IV/3. Deutsche Buchmalerei in ottonischer und salischer Zeit. - IV/4. Die Buchmalerei der frühen Gotik in England. – Die vier letzten Bände miteinander und dem Schuber verklebt, sonst nahezu verlagsfrisch.

1434 L‘Ystoire du bon roi Alexandre. Der Berliner Alexanderroman. Handschrift 78 C1 des Kupferstich­kabinetts Preußischer Kulturbesitz Berlin. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26,5 x 19 cm. Blindgepr. OLederband mit goldgepr. RTitel, goldgepr. Deckelornamentik, Stehkantenvergoldung, Goldschnitt und 2 Schließen bzw. OLeinen, zusammen in schwarzer OSamtkassette mit mont. Relief auf dem VDeckel. Stuttgart, Müller und Schindler, 2002. 600 € Eines von 998 nummerierten Exemplaren. Der Alexanderroman gilt als das am weitesten verbreitete Buch der Vormoderne nach der Bibel, er ist ein ‚Ritterroman‘ über das Leben Alexanders des Großen. Durch die lateinischen Übersetzungen des Julius Valerius (4. Jh.) und des Archipresbyters Leo (10. Jh.) fand er Eingang ins Französische, Deutsche, Englische und in viele andere europäische Sprachen. „Der altfranzösische Berliner Alexanderroman ist eine parallel zur französischen Versfassung entstandene Prosa-Übertragung einer lateinischen Quelle ins Altfranzösische“ (Kommentar II, 1). – Nahezu verlagsfrisch.


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14. Jahrhundert – Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil 1435 Apocalipsis Yates Thompson. Ms. 10 der British Library, London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26,5 x 17 cm bzw. 34,5 x 24 cm. Blindgeprägtes OLeder mit goldgeprägtem RSchild in goldgeprägter OLederkassette bzw. goldgeprägtes OLeinen mit OUmschlag (leicht bestoßen). Madrid, AyN Ediciones, 2008-2010. 800 € Eines von 995 numerierten Exemplaren. Die gotische Handschrift wurde nach ihrem letzten Besitzer Henry Yates Thompson benannt. Es gibt nur sehr wenige gesicherte Informationen über das geheimnisvolle Werk, so sind Auftraggeber und Entstehungsort unbekannt. Man weiß aber, dass die prächtigen und farbenfrohen Miniaturen im Stil der französischen Gotik von demselben Meister geschaffen wurden, der auch für die Gestaltung des berühmten Krönungsbuches Kaiser Karls V. verantwortlich war. Die Apokalypsenhandschrift im Besitz zahlreicher Adliger, wie etwa Jean Philipp Eugène, dem Brüsseler Reichsgraf von und zu Merode und Markgraf von Westerlo, oder der Duke of Sussex, Augustus Frederick. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangte die Apocalipsis Yates Thompson an den britischen Zeitungsmagnaten und Buchsammler Henry Yates Thompson. Nach seinem Tod vermachte seine Bibliothek mit diesem Werk der British Library. Mit dem umfangreichen Kommentarband mit Beiträgen von u. a. Patricia Stirnemann, Nigel J. Morgan, Peter Kidd. – Nahezu neuwertig.

1436 Astronomisch-astrologischer Codex König Wenzels IV. Ms. Clm 826 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Blindgeprägtes OSchweinsleder mit 8 Eckbeschlägen aus Messing mit Buckeln und kleiner goldgeprägter VDeckelvignette bzw. OLeinen mit Goldprägung. 47 x 35 cm bzw. 35 x 25 cm. In 2-teiliger jagdgrüner OSeidenkassette mit großem aufmontierten goldgeprägtem VDeckel-Titel mit Illustration sowie Innenausstattung in braunem Moiréseidenimitat. Stuttgart, Belser, 2018. 1.600 € Eines von 999 arabisch nummer. Ex. (Gesamtaufl.: 1029) des reichst im Schönen Stil mit Miniaturen ausgestattet und mit zahlreichen, teils punzierten Blattgoldinitialen geschmückt. Die Handschrift ist vor allem für die großen Sternbild-Miniaturen bekannt und so zu einer der bedeutensten astronomischen Prachtcodices geworden. – Nahezu tadellos erhalten. Abbildung, auch Seite 60

1437 Biblia pauperum. Kings Ms. 5 der British Library in London. Faksimile, Kommentar und Dokumentation sowie Verlagsdokumentation. 2 Bände, 1 Heftchen und Mappe. 18 x 38 cm. Rotes OLeder mit goldgepr. Wappen auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergold., dreiseitiger Goldschnitt und Seiden-Moiré-Vorsätzen bzw. OHalbleder bzw. OUmschlag, zusammen in OPlexiglasschuber bzw. flexible OPappmappe. Luzern, Faksimile Verlag, 1993. 750 €

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Nummeriertes Exemplar einer kleinen Auflage. Der Begleitband mit englisch-deutsch-französischem Paralleltext, mit Kommentaren von J. Blackhouse, J. H. Marrow und G. Schmidt. – Neuwertig. Abbildung Seite 60

1438 Biblia pauperum. Apocalypsis. Weimarer Handschriften. 90 S. (davon 44 S. farbiges Faksimile der Pergament-Handschrift), 1 Bl. 48,5 x 33 cm. OPergament mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel in OPappschuber (minimal berieben, eingerissen). Leipzig, Edition Leipzig, (1977). 120 € Eines von 150 römisch nummerierten Exemplaren für die IPC International Publishing Company im schwedischen Örebro (Gesamtauflage: 1150). Hervorragender Faksimiledruck der reich bebilderten Handschrift. In kleiner nummerierter Auflage erschienen. Enthalten sind auch Beiträge über die Geschichte und den Aufbau der „Armen-Bibeln“, ferner über Datierung, Lokalisierung, Sprache und Ikonographie dieser Weimarer Handschrift von R. Behrends, K. Kratzsch und H. Mettke. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________

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_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil 1439 Biblia pauperum. Apocalypsis. Die Weimarer Handschrift. 90 S. (davon 44 S. farbiges Faksimile der Pergament-Handschrift), 1 Bl. 48,5 x 33 cm. OPergament mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel in OPappschuber (minimal berieben, eingerissen). Leipzig, Edition Leipzig, (1977). 80 € Eines von 1000 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1150). Hervorragender Faksimiledruck der reich bebilderten Handschrift. Enthalten sind auch Beiträge über die Geschichte und den Aufbau der „Armen-Bibeln“, ferner über Datierung, Lokalisierung, Sprache und Ikonographie dieser Weimarer Handschrift von R. Behrends, K. Kratzsch und H. Mettke. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.

1440 Codice de la Guerra de Troya. Ms. prov. Fr. Fv. XIV3 der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 41 x 28 cm bzw. 35 x 24,5 cm. Blindgeprägter purpurner OSamtband (leicht berieben) in goldgeprägtem OLederschuber (teils etwas bestoßen und lichtrandig, mit montiertem Klebeschild auf dem Rücken) bzw. illustrierter OPappband in illustriertem OPappschuber. Madrid, AyN Ediciones, 2003. 1.500 € Eines von 995 numerierten Exemplaren mit dem spanischsprachigen Kommentar. Der vorliegende Codex basiert auf dem Text des französischen Mönchs und Literaten Benoît de Sainte-Maure (gest. 1173). Sein Werk wurde im 14. Jahrhundert in Italien adaptiert und von einem anonymen italienischen Buchmaler illuminiert. Die reich bebilderte Schrift setzt in den Miniaturen die jeweils dargestellten Szenen dramatisch und expressiv in Szene. – Nahezu tadellos. Abbildung

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1441 Die Corpus-Christi-Apokalypse. Ms. 20 der Parker Library des College of Corpus Christi and the Blessed Virgin Mary in Cambridge. Faksimile, Kommentar und Interimskommentar. 2 Bände und 1 Heft. 37 x 25 cm bzw. 28,5 x 19,5 cm. OLeder in OPlexiglasschuber bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel in OLeinenschuber bzw. OUmschlag. Luzern, Quaternio, 2012-2013. 3.000 €

und goldgeprägter Bordüre auf den Deckeln bzw. OHalbleder, zusammen in OLederschuber. Scarmagno, Priuli & Verlucca, 1995. 750 €

Eines von 680 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 760). Der Codex entstand in England in der Zeit zwischen 1340 und 1350. Enthalten sind die Offenbarungen des Johannes und Paulus. Bemerkenswert ist überaus reiche Ausstattung mit Miniaturen. Des Wei­ teren enthalten ist die englische Krönungsordnung von 1308. – Neuwertig. Abbildung Seite 62

1442 Dante Estense. Dante Alighieri, Göttliche Komödie. Cod.R.4.8 (Ital. 474) der Biblioteca Estense Univer­ sitaria in Modena. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 35 x 23,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit RVergoldung

Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Die originale Handschrift dieser ‚Göttlichen Komödie‘ von Dante entstand zwischen 1380 und 1390 und ist von besonderem Wert, da es sich um eine der seltenen vollständigen Ausgaben handelt. – Wohlerhalten.

1443 El Decamerón de Boccaccio. Ms. 5070 aus dem Besitz der Bibliothèque de l‘Arsenal in Paris. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 40 x 28 cm bzw. 32 x 24 cm. OLeder mit goldgeprägtem Rückentitel und goldgeprägtem Vorderdeckelwappen in OSamtkassette (leicht bestoßen) mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel bzw. OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel und montierter Deckelillustration. Madrid, Scriptorium, 2009. 2.500 € Eines von 390 numerierten Exemplaren nach dem Manuskript in der Bibliothèque d L‘Arsenal in Paris. Madrid, Scriptorium 2009. Darin enthalten ist die französische Übersetzung von Giovanni Boccaccios

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________ vier gotische Maßwerkleisten bilden ein Innenfeld, in dessen Mitte einer von fünf Löwenköpfen prangt. Seine Mähne, so wie die der anderen, geht als Strahlenkranz in stilisierte Sonnenstrahlen über. Das Evangeliar wurde von Albrecht III., Herzog von Österreich (13491395), bei dem Priester und Kanoniker Johann von Troppau in Auftrag gegeben. Von Troppau zufolge wurde der Text im Jahr 1368 mit einer Tinte aus reinem Gold geschrieben. Jedes der Evangelien beginnt mit einer ganzseitigen Miniatur bestehend aus 12 Einzelminiaturen. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1445 Codex Gisle. Inv. Nr. Ma 101 aus dem Besitz des Diözesanarchiv in Osnabrück. Faksimile und Kom­ mentar. 3 Bände. 35,5 x 26,5 cm. Reich blindgepräg­tes OSchweinsleder über Holzdeckeln und 9 Bünden, mit 8 Messingbeschlägen und 2 Messingschliessen in OLeinenkassette it Rücken- und Vorderdeckeltitel. Luzern, Quaternio Verlag, 2014. 4.000 €

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Eines von 480 arabisch numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 540). Das Gesangsbuch Codex Gisle war über 500 Jahre im Gebrauch und ist mit zahlreichen Goldinitialen geschmückt. Es wurde von der Zisterziensernonne und Chormeisterin Gisela von Kerssenbrock für den gregorianischen Chor des Zisterzienserinnenordens in Marienbrunn bei Osnabrück verfasst. Sie zeichnete die Notation für insgesamt fast 1.500 Gesänge auf und illustrierte ihre Arbeit meisterhaft mit vergoldeten Initialen. Der Codex Gisle ist weitaus umfangreicher, als viele andere Musikmanuskripte seiner Zeit, die weniger als die Hälfte der Hymnen enthalten. Neben vielen Initialen, teils ganzseitig ausgestaltet, bunt hinterlegt oder vergoldet, finden sich ebenfalls Darstellungen von Nonnen und Mönchen in ihrer Ordenstracht. Mit dem Kommentar von Harald Wolter von dem Knesebeck, Fabian Kolb und Hermann Queckenstedt in zwei Bänden. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 64

(1313-1375) weltbekannter Novellensammlung des Dekameron. Die im 14. Jahrhundert vollendete Handschrift wurde sehr wahrscheinlich von Philipp dem Guten (1396-1467), Herzog von Burgund und Lieb­ haber prächtiger Handschriften, in Auftrag gegeben. Die Miniaturen fertigten der Meister des Guillebert de Metz, und der Meister von Mansel an. – Nahezu verlagsfrisch.

1444 Evangeliar des Johann von Troppau. Codex 1182 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Fak­ simile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und Mappe. 38 x 25 cm bzw. 20,5 x 30 cm. OLeder mit vergoldeten, mehrfach durchbrochenen Metall-Beschlägen und 5 erhabenen Löwenköpfen auf den Deckeln sowie 2 Schließen bzw. OLeinen in Vorderdeckelillustration in roter OSamtkassette mit Acrylglasdeckel (mit montiertem Klebeschild) bzw. illustrierter OUmschlag. Gütersloh, Coron, 2005. 3.000 € Eines von 333 numerierten Exemplaren der „limitierten Luxusausgabe“ (Druckvermerk) mit einer Replik des aufwendig gestalteten OriginalEinbandes mit filigranen Buchdeckeln in vergoldetem Silber. Jeweils

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1446 Die Goldene Bulle, König Wenzels Handschrift. Codex vindobonensis 338 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 42,5 x 29 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik bzw. OLeinen, zusammen in OHalblederschuber (minimal bestoßen). Graz, Akademische Druckund Verlagsanstalt, 1977. 1.200 € Codices selecti, Vol. LX, LX*. Eines von 500 Exemplaren der Gesamt­ auflage. Hervorragender Faksimiledruck dieser ältesten Abschrift der Goldenen Bulle, die seit jeher als eine der großartigsten buchkünstle­ rischen Leistungen des Mittelalters gilt. Bemerkenswert ist auch der Einband, der dem Original genausestens nachgebildet wurde, so dass die von Kaiser Friedrich III. (1441) in Auftrag gegebene Übermalung hier voll zur Geltung kommt. – Wohlerhalten.

1447 Das Graduale von St. Katharinenthal. Codex LM 26117 des Schweizerischen Landesmuseums Zürich und der Eidgenössischen Gottfried Keller-Stiftung, Kanton Thurgau. Faksimile, 1 Band. 47 x 33,5 cm. Graubraunes


_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________

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_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil OKalbsleder über schwerden Holzdeckeln mit 10 Metallbeschlägen mit Buckeln und 2 Metallschließen an breiten Lederlitzen bzw. OHalbleder. Luzern, Faksimile-Verlag, 1980. 1.200 € Das um 1312 entstandene Graduale von St. Katharinenthal ist eines der bedeutendsten gotischen Kunstwerke der Schweiz und von grossem Wert für die Kunst- und Kulturgeschichte des beginnenden Spätmittelalters. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1448 Der Hedwigs-Codex von 1353. Sammlung Ludwig. Hrsg. von Wolfgang Braunfels. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 25,5 cm. Blindgeprägtes OLeinen mit goldgepr. RSchild in OPappschuber. Berlin, Mann, 1972. 90 € Der Hedwigs Codex von 1353 ist eine Sammelhandschrift die Herzog Ludwig I. von Liegnitz und Brieg, ein Urenkel der Heiligen Hedwig, in Auftrag gegeben hat. – Nahezu verlagsfrisch.

1447

1449 Heiligenleben. Legendarium der ungarischen Anjou. Codex Vat. lat. 8541 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 28 x 21 cm. OLeder über Holzdeckeln mit 8 metallischen Eckbeschlägen sowie 2 metallischen Mittelfeldvignetten auf den Deckeln und 2 Schließen bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenkassette (leicht berieben) mit goldgeprägtem RTitel und Deckelschild. Zürich, Belser, 1990. 1.200 € Um 1330 erteilte König Karl I. von Ungarn den Auftrag zur Anfertigung der hier faksimilierten Handschrift, die er seinem dreijährigen Sohn Andreas schenkte wollte. Die Handschrift stellt eine Erweiterung der ‚Legenda Aurea‘ des Jacobus de Vorragine dar und enthält 105 ganzseitige Miniaturen. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1450 Heilsspiegel. Speculum humanae salvationis. Handschrift 2505 der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 35,5 x 1449

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________ lederfoulard in brauner geglätteter und reich goldgeprägter OKalbslederkassette (minimal berieben) mit chamoisfarbener Seidenleinenausstattung. Madrid, Piaf Productora international de arte y facsimiles, 2017. 1.600 € Eines von 510 nummerierten Exemplaren des Manuskripts Mss. 17805 der Biblioteca Nacional de España in Madrid, das mit nicht weniger als 95 Miniaturen ausgeschmückt wurde und das berühmte Epos der Ilias des Homer auch bildlich vor Augen führt. Das Manuskript war nach dem Ankauf der Pascual de Gayangos-Fonds im Jahr 1899 in die Bibliothek aufgenommen worden. Abbildung

1452 Historia Plantarum (Das Herbarium König Wenzels). Roma Biblioteca Casanatense ms. 459 „Tacuinum Sanitatis“. Faksimile und Kommentar in 2 Bänden und CD-Rom. Zusammen 4 Bände. 43,5 x 29 cm bzw. 32 x 24 cm. Dunkelgrüner OSamt über schweren abgefasten Holzdeckeln mit 9 gegossenen Messingbeschlägen sowie 2 Schließen mit weiteren 8 Beschlägen bzw. Nägeln, dreiseitiger Golschnitt, in Sindon aus beigefarbenem Velours in mächtiger grüner Holzkassette mit zwei Metallscharnieren, Ledergürtel als Schließe an 4 Lederlitzen (2 kleine Buckelnägel fehlen), mit 8 Messingbuckeln, eingefrästem Titel und aufmontierter Kachel mit dem schwarzen Adler Böhmens auf Goldgrund bzw. OLeinen in OUmschlägen in OSchuber. Modena, Cosimo Franco Panini, 2001-2004. 2.500 € 1451

20 cm. OLeinen mit weißgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel in illustriertem OPappschuber Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2006. 30 € „Der Darmstädter Heilsspiegel zählt zu den eindrücklichsten Beispielen mittelalterlicher Buchmalerei. Entstanden im 14. Jahrhundert am Niederrhein oder in Westfalen, steht der Heilsspiegel in der Tradition der Armenbibeln. Seine 68 ganzseitigen Miniaturen waren einst als didaktische Visualisierung der christlichen Heilslehre konzipiert“ (Schubertext). – Wohlerhalten.

1451 Historia Civitates Troiane. Mss. 17805 der Biblioteca Nacional de España. Faksimile und deutscher Kommentarband „Der Trojanische Krieg. Eine Bilderhandschrift des 14. Jahrhunderts aus der Spanischen Nationalbibliothek Madrid“. 2 Bände. 28 x 19 cm bzw. 21 x 15 cm. Schwarzbraunes geglättetes OKalbsleder mit 4 Doppelbünden und über kantigen Holzdeckeln mit reicher Goldprägung auf den Deckeln und dreiseitigem Goldschnitt bzw. farbig illustrierter OPappband, zus. mit adrigem Wild66

Eines von 750 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Unter und für den böhmischen Kaiser Wenceslaus IV. (1361-1419) entstandene medizinische Enzyklopädie, die auf der Grundlage des „Taqwim es-sihha“ als alphabetisches Nachschlagewerk am Ende des 14. Jahrhunderts am Hofe des Gian Galeazzo Visconti entstanden war, der es dem Kaiser überreichte. Mit dem ausführlichen Kommentar „Historia Plantarum. Ere, ore e medicina nei codici medievali“ von Vera Segre Rutz mit den „Schede descrittive di Mauro Di Vito e Vera Segre Ruth“ in der „Traduzione di Ennio Lazzarini“. Die CD-Rom enthält eine multi­ mediale Aufbereitung des grandiosen Codex. – Sehr gewichtig und nahezu tadellos erhalten. Abbildung

1453 De Lisle Psalter. Ms. Arundel 83 II, fols. 117-135v der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34,5 x 23,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 8 Messingbuckeln bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Deckeltitel, zusammen in OLeinenschuber. Madrid, Eikon Editores, 2008. 800 € Eines von 800 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 840). Der de Lisle Psalter entstand um 1310/1320 und wurde für Robert de Lisle (1288-1344) angefertigt. Es handelt sich um ein exemplarisches Meisterwerk der englischen Gotik. Heute sind noch 38 Seiten des Psalters mit 33 Miniaturen erhalten. – Neuwertig. – Dabei: Lucy Freeman Sandler. The Psalter of Robert de Lisle in the British Library. 118 S. 30 x 21 cm. Illustrierter OUmschlag. London 1999.


_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________ fasten Holzdeckeln mit großem Messingwappen und 4 Fleur-de-Lys als Messingeckbeschlägen auf dem Vorderdeckel, 2 Messingschließen in nachtblauer OSamtkassette mit goldgeprägter Deckelvignette und brauner SeidenInnenausstattung bzw. OSeide mit goldgeprägtem Deckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2008. 1.200 € Codices Selecti, Nr. CXIII. Eines von 80 römisch nummerierten Exemplaren der „Luxusausgabe“ (Gesamtauflage: 390) der im Original in der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrten Handschrift, die um 1340 entstanden ist und mit insgesamt 43 großformatigen Miniaturen ausgestattet ist. – Wohlerhalten. Abbildungen

1456 Losbuch in deutschen Reimpaaren. Codex Vindo­bonensis S. N. 2652 der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 29,5 x 20 cm. Blindgeprägtes OLeder mit hs. RSchild bzw. OUmschlag (minimal knickspurig). Graz, Akademische Verlags- und Druckanstalt, 1972. 250 € Codoces selecti, Vol. XXXVIII. Deutsches Losbuch in Versen mit Regeln und Prophezeiungen für alle 12 Monate des Jahres. – Nahezu verlagsfrisch.

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1454 Libro d´Ore di Modena. Ms. Lat. 842=áR.7.3 aus dem Besitz der Biblioteca Estense Universitaria in Modena. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21,5 x 15 cm. Bestickte rote OSeide mit dreiseitigem punzierten Goldschnitt bzw. OBroschur mit goldgeprägtem Titel in OHolzkassette (mit montiertem Klebeschild) unter OAcrylglasdeckel. Modena, Il Bulino, 2008. 2.200 € Eines von 499 Exemplaren (Gesamtauflage). Das Stundenbuch von Modena wurde um 1390 in Mailand angefertigt. Gestalter des Codex‘ war der Buchmaler Tomasino da Vimercate, ein Schüler des Künstlers Giovanni de Grassi. Das reich geschmückte Manuskript wird heute in der Biblioteca Estense Universitaria aufbewahrt. Mit notariell beglaubigten Zertifikat. – Nahezu neuwertig. – Dabei: Das Stundenbuch von Modena. Ms. lat. 842=a.R.7.3. Kommentar in deutscher Übersetzung. 62 S. 24 x 17 cm. OUmschlag. Münster, Biblioteca Rara, 2010.

1455 Das Lobgedicht auf König Robert von Anjou. Cod. Ser. N. 2639 der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile, Kommentar, Transkription und Dokumentation. 3 Bände und 1 Mappe. 50 x 36 cm bzw. 28,5 x 21,5 cm. Weißes weiches OWildleder über schweren abge1455

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_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil gen. Berlin und Hannover, Graphische Anstalt für Kunst und Wissenschaft, und Wien, Kunstanstalt Max Jaffe, 1974-1979. 4.000 € Eines von 750 nummerierten Exemplaren. In Format, Vollständigkeit und Umfang sowie kostbarer, aufwendiger Bindung folgt dieser Druck dem damals sensationellen Insel-Faksimile von 1925-1929 (auch diese Ausgabe wurde teils für den Inselverlag und in Zusammenarbeit mit demselben produziert). Der Faksimiledruck des in der Heidelberger Universitätsbibliothek aufbewahrten „Codex Manesse“, auch die „Große Heidelberger Liederhandschrift“ genannt. Der Band enthält die umfangreichste und schönste Sammlung mittelalterlicher Minnelieder von insges. 140 Dichtern und ist mit 137 großen Miniaturen versehen, deren Schönheit durch den farbigen Lichtdruck meisterhaft wiedergegeben wird. – Sehr gut erhalten. Prachtvoll gebunden. Abbildungen

1459 Menologion bizantino de Oxford. Ms. Gr. th. f. 1 der Bodleian Bibliothek in Oxford. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 13 x 10 cm bzw. 34,5 x 24,5 cm. OLeder über Holzdeckeln (Rückdeckel mit sehr kleiner Schabspur) in OLederkassette (minimal bestoßen) bzw. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag (minimal berieben). Madrid, Ayn Ediciones, 2006-2007. 1.200 €

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1457 Lothringische Apokalypse. Manuskript Oc. 50 aus dem Besitz der Sächsischen Landesbibliothek Dresden. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 24,5 x 17 cm. Blindgeprägtes OLeder (Rücken minimal verblasst) bzw. OHalbleder (Rücken minimal verblasst), zusammen in illustriertem OPappschuber. Leipzig, Edition Leipzig, 1982. 220 € Faksimilierte Ausgabe eines der Meisterwerke der gotischen Buchmalerei. Die Handschrift ist mit 72 Miniaturen mit prachtvollen Hintergründen aus schimmerndem Blattgold oder aufwändigen Mustern ausgestattet unnd veranschaulicht die wundersamen Ereignisse der Apokalypse. Bemerkenswert ist, dass das Werk nicht in Latein, sondern im mittelalterlichen lothringischen Dialekt für einen vermutlich welt­ lichen Auftraggeber in Metz verfasst wurde. – Neuwertig.

1458 Codex Manesse. Die grosse Heidelberger Liederhandschrift. Vollständiges Faksimile des Codex Palatinus Germanicus 848 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Faksimile (ohne den Kommentar). Mit Miniaturen in Gold und Farben. 36 x 244 cm. Hellbraunes, reich blindgeprägtes geglättetes OKalbsleder (unmerklich lichtrandig) über 5 Doppelbünden mit 2 Schließen mit 6 Messingbeschlä1458

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________

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Die byzantinische Handschrift ist im 14. Jahrhundert in der Türkei entstanden und in griechischer Sprache verfasst worden. Ein Menologion bezeichnet zumeist eine Sammlung ausführlicher Lebensbeschreibungen der Heiligen und ist nach den Fest- und Gedenktagen der verehrten Heiligen der orthodoxen Kirche und der katholischen Ostkirche geordnet, die im Laufe des liturgischen Jahres gefeiert werden. – Wohlerhalten.

exotische Tierwesen, einzelne Personen und Personengruppen bei typischen Tätigkeiten. Das Werk de Grassis wurde für viele spätere Künstler zur Vorlage und zum Hilfsmittel. Besondere Berühmtheit erlangte es durch die Darstellung der einzelnen Buchstaben des Alphabets aus menschlichen und tierischen Gestalten. – Nahezu verlagsfrisch.

Abbildung

1460 Modi Orandi Sancti Dominici. Die Gebets- und Andachtsgesten des Hl. Dominicus. Cod. Ross. 3 des Bib­ lioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 16,5 x 12 cm. Blind- und goldgeprägtes OLeder als Beutelbuch bzw. OLeinen in OLeinenkasstette mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckelschild. Zürich, Belser 1995. 150 € Aufwendig als Beutelbuch gestaltetes Faksimile der Folios 5r-15v des Codex Ross. 3 aus der Bibliotheca Apostolica Vaticana. Die Originalhandschrift entstand um 1330 in Südfrankreich. – Nahezu verlagsfrisch.

1461 Das Musterbuch des Giovannino de Grassi. Biblioteca Civica „Angelo Mai“, Bergamo, Cassaf. I. 21. Faksimile und Kommentar. Mit zahlreichen farbigen Miniaturen und Figurenalphabet. 26,5 x 18, 5 cm. Fadengehefteter OPappband in Velourtasche und OBroschur, zusammen in OPappkassette. Luzern, Faksimile Verlag, 1998. 350 € Eines von 333 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 999). Das Musterbuch des Giovannino de Grassi zeigt in herrlicher Ausführung

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1462 Pacino de Bonaguida. Buch der Bilder. Handschrift MS M. 643 des Morgan Library & Museums in New York. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Ca. 25 x 17 cm. Rotbraunes OKalbsleder über abgefasten, massiven Holzdeckeln mit Blindfileten und reicher Deckelvergoldung bzw. illustrierter OPappband, zus. in 2-teiliger jagdgrüner OSeidenkassette mit goldgeprägtem Deckel. Simbach, Müller & Schindler, 2015. 1.400 € Eines von 900 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 960), „Alle Blattgoldpartien des Originales [!] sind im Faksimile mit 22karätigem Echtgold wiedergegeben“ (DV). Dargestellt ist als Bilderbibel ganz ohne Text Szenen aus dem Leben Christi, die von dem Maler Pacino di Bonaguida (um 1280-1340) stammen. Mit ihm wird zum allerersten Mal die zukunftsweisende räumliche Bildauffassung des Trecento in die Buchmalerei aufgenommen - ein Meilenstein der Kunstgeschichte. – Perfekt erhalten. Abbildung

1463 Les Petites Heures du Duc de Berry. Ms. lat. 18014 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21 x 15 cm. Schwarzes OLeder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild und RVer-


_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil goldung, Steh- und Innenkantenvergoldung sowie dreiseitiger Goldschnitt bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RSchild, zusammen in OPlexiglaskassette. Luzern, Faksimile Verlag, 1988-1989. 1.200 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). „Die ‚Petites Heures‘ - wahrscheinlich in den letzten Jahren der Herrschaft von Karl V., zu Ende der 1370er Jahre in Angriff genommen - sind in ihrem heutigen Zustand das Ergebnis eines äußerst komplexen Herstellungsprozesses ...“ (Kommentar, S. 9). – Neuwertig.

1464 Les six trivmphes et les six visions messire Francoys Petracque. Die sechs Triumphe und die sechs Visionen des Herrn Francesco Petrarca. Manuskript Ms. Phill. 1926 aus dem Bestand der Deutschen Staatsbibliothek. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Goldgeprägtes OLeder bzw. OPappband, zusammen in illustr. OPapp-Schuber (etwas berieben und mit leichten Gebrauchsspuren). Leipzig, Edition Leipzig, 1988. 120 €

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Die im Original 27 Pergamentblätter umfassende Handschrift ist um 1560 entstanden und basiert auf rund 100 Versen des Florentiner Dichters und Geschichtsschreibers Francesco Petrarca (1304-1374). – Vorderer fliegender Vorsatz des Kommentarbandes gestempelt „Archiv­ exemplar VEB Edition Leipzig“ und mit hs. Nummer, sonst wohlerhalten. – Dabei: Reiner Speck und Florian Neumann (Hrsg.). Francesco Petrarca 1304-1374. Werk und Wirkung im Spiegel der Biblioteca Petrarchesca Reiner Speck. 493 S., 1 Bl. 28,5 x 19,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel und OSchutzumschlag (leicht berieben). Köln, DuMont, 2004. - Wohlerhalten.

1465 Phoebus, Gaston. Le Livre de la chasse. Das Buch von der Jagd. Manuscrit français 616. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 35 x 27 cm. OWildleder und OLeinen in OHalblederschuber. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1976. 450 € Gaston Phoebus (1331-1391) verfasste in den Jahren 1387 bis 1389 sein „Livre de la chasse“, das er dem Herzog von Burgund, Philipp dem Kühnen, widmete. Das originale Manuskript gehört heute zum Besitz der Pariser Bibliothèque Nationale. Die faksimilierte Ausgabe gibt vollständig und originalgetreu das Pariser Manuskript wieder. „Das Buch von der Jagd“ ist eines der ältesten und bekanntesten Werke über das Waidwerk und zeichnet sich durch detailliert wiedergegebene Beobachtungen und kunstvolle farbige Illustrationen aus, wodurch der Lehrbucharakter entsteht. – Nahezu tadellos. 1466

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________

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1466 Phoebus, Gaston. Das Buch der Jagd. Le livre de chasse. M.1044 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile, Kommentar und Dokumentationsmappe. 3 Bände. 38,5 x 28,5 cm bzw. 28,5 x 20,5 cm. OHalbpergament über Holzdeckeln mit goldbestickten Seiden­ bezügen in OPlexiglaskassette bzw. OLeinen in OLeinenschuber (leicht berieben, etwas fleckig). Luzern, Faksi­ mile Verlag, 2005. 1.200 € Der französische Graf Gaston Phoebus (1331-1391) verfasste zwischen 1387 und 1389 sein „Livre de Chasse“. Er widmet sich darin sehr umfassend den verschiedenen Techniken der Jagd sowie dem Umgang mit den Tieren. Die hier faksimilierte Abschrift entstand am Hofe Karls des Kühnen im Jahre 1407 und wurde im Atelier des Bedfors Meisters mit 87 Miniaturen ausgestattet. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 71

1467 Ramsey-Psalter. Codex 58/1 der Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal und Ms. M. 302 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile, Kommentar und Begleitheft. 2 Bände und Heft. 26 x 17 cm. Blindgepräg72

tes OSchweinsleder über abgefasten Holzdeckeln mit 2 Messingschließen in OPappschuber bzw. OPappand bzw. OUmschlag. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1996. 1.500 € Codices selecti, Vol. CIII. Der Ramsey-Psalter entstand in der Benediktinerabtei Ramsey nahe Cambridge und ist eines der herausragenden Beispiele für die Hochzeit englischer Buchmalerei im frühen 14. Jahrhundert, bestimmt für den Eigengebrauch des Klosters. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1468 Rudolf von Ems. Weltchronik. Der Stricker: Karl der Große. Handschrift Ms. 302 der Kantonsbibliothek (Vadiana) St. Gallen. Faksimile und Kommentar sowie Begleitheft. 2 Bände und 1 Heft. 30,5 x 20 cm. OLeder mit Streicheisenlinien-Ornamentik sowie 10 Messingbuckeln und 2 Messingschließen in OPlexiglaskassette (minimal bekratzt) bzw. OHalbleder in OPappschuber bzw. OUmschlag. Luzern, Faksimile-Verlag, 1982-1987. 500 €


_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil Eines von 980 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Die Weltchronik des Rudolf von Ems (1200-1254) und die Biographie Karl den Großen, verfasst vom sogenannten ‚Stricker‘ sind zwei der beliebtesten Handschriften deutscher Gotik. Sie wurden um 1300 zu einem Codex vereint. – Neuwertig. Abbildung

1469 Rudolf von Ems. Weltchronik. Der Stricker: Karl der Große. Handschrift Ms. germ. fol. 623 der Staatsbibliothek Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27,5 x 18,5 cm. Rotes OLeder mit Streicheisen-Ornamentik bzw. OPappband mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in OPappschuber. Stuttgart, Müller und Schindler, 1980. 300 € Faksimile des reich illuminierten Handschriften-Fragments, das von Hoffmann von Fallersleben wiederentdeckt wurde. Alle Miniaturen wurden in Echtgold (231/2 Karat) in der Werkstatt von Richard Mayer, Stuttgart, vergoldet. – Neuwertig. Abbildung

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1470 Salterio de Lisle. Ms. Arundel 83 II, fol. 117-135v der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34 x 22,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 8 Messingbuckeln bzw. OLeinen mit goldgepr. Deckeltitel, zusammen in OPlexiglasschuber. Bologna, Scripta Maneant, 2008. 800 € Der de Lisle Psalter entstand um 1310/1320 und wurde für Robert de Lisle (1288-1344) angefertigt. Es handelt sich um ein exemplarisches Meisterwerk der englischen Gotik. Heute sind noch 38 Seiten des Psalters mit 33 Miniaturen erhalten. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Lucy Freeman Sandler. Der Psalter des Robert de Lisle. 107 S. 34 x 23,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. Simbach, Müller und Schindler, 2008. Abbildung Seite 74

1471 Die Savoy Hours. Ms. 390 der Beineke Rare Book & Manuscript Library der Yale University in New Haven. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20,5 x 15 cm bzw. 27 x 21 cm. Überaus reich goldgeprägtes OLeder mit Steh1469

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________ Codices e vaticanis selecti quam simillime expressi iussu Joannis Pauli PP II consilio et opera curatorum biliothecae vaticanae volumen LXXIV. Das Schachbuch des Jacobus de Cessolis (ca. 1250-ca. 1322), eines ita­ linisches Mönches, der dem Dominikanerorden angehörte, ist die erste Abhandlung über das Schachspiel und zeigt zugleich sehr anschaulich die mittelalterliche Ständegesellschaft auf. – Nahezu verlagsfrisch.

1473 Stundenbuch der Jeanne d’Evreux. Acc. No. 54.1.2 aus dem Besitz des Metropolitan Museum of Art in New York. Faksimile, Kommentar, Einführungsband, Dokumentationsmappe und eine Lupe. 3 Bände. 9 x 6 cm. bzw. 13,5 x 9 cm. Reich goldgeprägtes OLeder mit zwei Schließen bzw. dunkelblaues OLeinen mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel sowie OBroschur in OLeinenkassette mit goldgeprägtem Titel und rote OLeinenmappe mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel. Luzern, Faksimile Verlag, 1998. 500 € Das Stundenbuch der Jeanne d’Evreux entstand im Auftrag König Karls IV. von Frankreich (1294-1328) als Geschenk für seine Ehefrau, der Urenkelin des Königs Ludwigs IX. des Heiligen. Mit einem Kommentar von Barbara Drake Boehm, Abigail Quundt und William Wixom sowie einem Einführungsband und der Dokumenta­ tionsmappe. Besonderheit bei dem Stundenbuch ist die, trotz der Miniaturhaftigkeit des Buches, meisterhaft angewandte Grisailletechnik.

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und Innenkantenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt in OLeinenkassette in OLederschuber bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Luzern, Quaternio, 2017. 1.200 € Die Savoy Hours sind um 1335 in Paris entstanden, Auftraggeberin war Blanche von Burgund, Enkelin König Ludwigs IX. Die heute noch erhalten 26 Blätter sind mit 50 Miniaturen ausgestattet. Tragischerweise verbrannte 1904 in Turin das umfangreiche Stundenbuch, bereits im Laufe der Jahrhunderte waren verschiedene Einzelblätter entfernt und die Handschrift stark beschnitten worden. Im Jahre 1910 wurde durch Zufall in der Kathedrale von Portsmouth ein Teil der Handschrift wiederentdeckt. Dieses Fragment überliefert heute noch die Schönheit der Savoy Hours. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1472 Das Schachbuch des Jacobus de Cessolis. Pal. lat. 961 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20,5 x 15 cm. Blindgepr. OLeder bzw. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in OLeinenkassette mit goldgeprägtem RSchild und montierter Vorderdeckelillustration. Zürich, Belser, 1988. 250 € 1471

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_________________________________________________________________________ Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil 1474 Tractatus de Ludo Scacorum. Schachbuch des Jacobus de Cessolis. Vit. 25-6 der Biblioteca Nacional de Espana in Madrid. Faksimile, 1 Band und 1 Paar weiße Handschuhe. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit Messingschließe in schwarzem OSamtfutteral in Holzkassette. Siloé, arte y bibliofilia, 2008. 800 € Schachtraktate sind ab dem 13. Jahrhundert überliefert. Eine der ersten Abhandlungen dieser Art stellt das Schachbuch des Jacobus de Cessolis „Liber de moribus hominum et officiis nobilium ac popularium super ludo scacchorum“, das er im Jahre 1330 verfasste, dar. Sein Schachbuch war eine wichtige Vorlage, auch für die in Madrid aufbewahrte Handschrift, die um zwischen 1400 und 1425 in Prag gefertigt wurde. – Neuwertig. Abbildung

1475 Das Turin-Mailänder Stundenbuch. Inv. N° 47 des Museo Civico d´Arte Antica in Turin. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 28 x 20,5 cm bzw. 40 x 28 cm. Blindgeprägter dunkelgrüner

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OSamtband über Holzdeckeln mit goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel bzw. dunkelgrüner OSamtband mit goldgeprägtem RSchild, zusammen in OPlexiglasschuber (leicht berieben) bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Deckeltitel. Luzern, Faksimile Verlag, 1994-1996. 900 € „Ursprünglich als Gesamtwerk mit den ‚Très Belles Heures de NotreDame‘ vom Herzog von Berry in Auftrag gegeben, wirkten ab 1380 über 70 Jahre lang verschiedenste Künstler an der Illumination der Handschrift, so dass hier unterschiedlichste Malstile der spätmittelalterlichen Bildkunst vertreten sind. Im Turin-Mailänder Stundenbuch finden wir sowohl die frühesten als auch die spätesten heute bekannten Werke des Genies Jan van Eyck. Sie zeigen die erstaunliche Fähigkeit des Künstlers, mit Hilfe des Lichts den Räumen des Alltags eine höhere Bedeutung zu verleihen. Er war auch der erste, der es verstand, wirklichkeitsgetreue Porträts zu schaffen. Darüber hinaus führte er die Malerei zu einer mikroskopisch exakten Wiedergabe der Realität. Jan van Eycks Miniaturen dokumentieren diesen Reichtum an neuen Techniken“ (Klappentext). – Neuwertig. Abbildung

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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________

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1476 Die Wenzelsbibel. Vollständige Faksimile-Ausgabe der Codices Vindobonenses 2759-2764 der Österreichischen Nationalbibliothek Wien. 9 Bände Faksimiles in Gold und Farben sowie 3 Bände Kommentar, Dokumentationsmappe und Präsentationsband. Zusammen 12 Bände und 1 Mappe und 1 Kassette. 53 x 37 cm, 32 x 23 cm, 57 x 40 cm bzw. 40 x 27,5 cm. Dunkelbraunes OLeder über 5 Bünden mit goldgeprägtem RTitel, großer goldgeprägter VDeckelvignette in OPappschubern mit goldgeprägtem RSchild (Faksimile), OLeinen (Kommentar), OLeinenmappe (Dokumentation) bzw. OBroschur und dunkelbraunes OLeder mit Goldprägung. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1981-1998. 6.000 € Codices selecti LXX. Eines von 780 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 810) von einem der größen jemals veranstalteten Faksimile-Projekte: die neun Imperialfolianten der Wenzelsbibel. Die monumentale Prachthandschrift entstand zwischen 1390 und 1400 in Prag im Auftrage des böhmischen Königs Wenzel IV. (1361-1419), geschrieben und auf kostbarste Weise illuminiert im Stil der internationalen Gotik, dem „Weichen Stil“. Bei dem Bibeltext handelt es sich um

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eine der ältesten Übersetzungen des Alten Testaments ins Deutsche. Bewahrt wird die Bibel heute in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien als „Codices Vindobonenses“. Band IX ist der „Dokumentenband“, der die nicht illuminierten Bücher des Codex enthält. Die Kommentarbände mit den 1. „Erläuterungen zu den illuminierten Seiten von Michaela Krieger und Gerhard Schmidt“ (Graz 1996), der zweite Band mit dem 2. „Kommentar von Hedwig Heger, Ivan Hlavacek, Gerhard Schmidt und Franz Unterkircher“ (Graz 1998). Dabei auch der 3. Interimskommentar: „Julius von Schlosser. Die Bilderhandschriften Königs Wenzel I. Ein Interimskommentar zur FaksimileAusgabe der Wenzelsbibel. Sonderdruck aus dem Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses“. Reprint der Ausgabe Wien 1893. Graz, ebenda, 1981. Ferner die 4. Dokumentenmappe: „Die Wenzelsbibel. Acht Dokumentationen zum Faksimile“ (Graz 1987) „Kassetten-Ausgabe“ mit acht fadengehefteten Broschüren, die jeweils eine Doppelseite des Faksimiles enthalten sowie der Begleitband von Katharina Hranitzky „Die schönsten Bilder aus der Wenzelbibel“ (1998). – Tadellos erhalten, nahzu verlagsfrisch, kaum Gebrauchsspuren, mit allen Bänden, Kommentaren und der Dokumentationsmappe (diese mit nur unwesentlichen Gebrauchsspuren bzw. minimal angestaubt) sehr selten so komplett. Abbildungen


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Illumination zwischen Gotik und dem Schönem Stil _________________________________________________________________________ Die bibliophilen Taschenbücher, 2001. Exemplar der nummerierten Vorzugsausgabe in Leder. Die in Böhmen um 1400 entstandene Bibelhandschrift ist die zweitälteste bekannte vorlutherische Bibelübersetzung. Ihr Reichtum an Miniaturen und Buchschmuck machte sie zu einem der großartigsten Werke der Buchmalerei. 1981 bis 1988 erschien in Graz ein Vollfaksimile, innerhalb der ‚Bibliophilen Taschenbücher‘ erschien die auf etwa ein Drittel des Originals verkleinerte Sonderausgabe. Deren Aufteilung folgt der Grazer Ausgabe. – Neuwertig.

1478 Vita des Heiligen Wenzel. Cod. ser. 2633 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 22,5 x 15,5 cm. OSeide mit dreiseitigem Goldschnitt bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2015. 750 € Codices selecti, Vol. CXXI, CXXI*. Eines von 99 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe bei der das Blattgold des Originals mit Foliengold reproduziert wurde (Gesamtauflage: 480). – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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1477 Wenzelsbibel. König Wenzels Prachthandschrift der deutschen Bibel. Cod. 2759 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Erläutert von Horst Appuhn, Einführung von Manfred Kramer. 8 Bände. 18 x 12,5 cm. Rotes OLeder mit RVergoldung und Kopfgoldschnitt, alle zusammen in OLeinenschuber. Dortmund, Harenberg 1990. 250 €

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1479 Wolfram von Eschenbach. Willehalm. Codex Vindobonensis 2670 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32 x 22,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik und Pergamentrückenschild bzw. OHalbleder mit schwarzgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1974. 600 € Codices selecti, Vol. XLVI, XLVI*. „Der Codex Vindobonensis 2670 zählt unter den Schätzen der Österreichischen Nationalbibliothek zu den kostbarsten Werken. Wann immer Wien seinen Besitz an illuminierten Prachthandschriften unter Beweis stellen wollte, der Codex 2670 war mit unter den auserwählten Exponaten“ (Kommentarband). Neben dem Epos Wolfram von Eschenbachs enthält der Codex auch die Vorgeschichte „Ulrich von dem Türlin“ und die Fortsetzung „Ulrich von Türheims“. – Nahezu verlagsfrisch.


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15. Jahrhundert – Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit 1480 Aesopus. Vita et fabulae. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Blindgeprägtes OLeder bzw. OUmschlag in OPappschuber mit montierter Deckelillustration. Ludwigsburg, Edition Libri illustri, 1992. 280 € Eines von 80 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 880). Der ‚Ulmer Aesop‘ gehört zu den bedeutendsten Ausgaben der Fabeln des antiken Autors Aesop in der Geschichte der Buchkunst. Er wurde um 1476 von dem Ulmer Humanisten und Übersetzer Heinrich Steinhöwel herausgegeben und enthält auf 550 Seiten über 190 kolorierte Holzschnitte. Diese werden Jörg Syrlin d. Ä. zugeschrieben. – Neuwertig.

1481 Aesopus. Vita et fabulae. Faksimile, Kommentar, Informationsbroschüre und Mappe mit 2 faskimilierten passepartourierten Blättern. 2 Bände und 2 Hefte. Blindgeprägtes OLeder bzw. OUmschlag in OPappschuber mit montierter Deckelillustration. Ludwigsburg, Edition Libri illustri, 1992. 250 € Der ‚Ulmer Aesop‘ gehört zu den bedeutendsten Ausgaben der Fabeln des antiken Autors Aesop in der Geschichte der Buchkunst. Er wurde um 1476 von dem Ulmer Humanisten und Übersetzer Heinrich Steinhöwel herausgegeben und enthält auf 550 Seiten über 190 kolorierte Holzschnitte. Diese werden Jörg Syrlin d. Ä. zugeschrieben. – Wohlerhalten.

Deckelvignette und -fileten bzw. OHalbleder in OPappschuber mit Deckelillustration. Modena, Libri illustri, 1998. 300 € Die Johannes-Apokalypse von Estense ist eine Bilderhandschrift, die Mitte des 15. Jahrhunderts in der deutschen Rhein-Region oder den Niederlanden angefertigt wurde. Sie wird mit 96 Darstellungen geschmückt, die je eine ganze Buchseite füllen. Die blattgroßen bzw. zwei kleineren Szenen wurde in besonders lebendig koloriert. Mit beiliegendem Echtheits-Zertifikat. – Nahezu verlagsfrisch.

1484 Beatty Rosarium. Eine Handschrift mit Miniaturen von Simon Bening. Vollständige Faksimile-Ausgabe des Codex MS Western 77 aus dem Besitz der Chester Beatty Library Dublin. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 12,5 x 8,5 cm. bzw. 18 x 13,5 cm. Schwarzer OLederband mit reicher Goldprägung bzw. OLeinen in OLeinenkassette mit RSchild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1986. 400 €

1482 Apocalipsis Figurado de los Duques de Saboya. - Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen. Ms. Vitrina 1 aus dem Besitz der Biblioteca del Real Monasterio in El Escorial. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 42 x 26,5 cm. Reich goldgeprägtes OMaroquin über Holzdeckeln mit 2 Schließen und Stehkantenbeschlägen in tiefroter OLei­ nenkassette mit goldgeprägtem Vorderdeckel. Valencia, Patrimonio, 2008-2009. 4.500 € Eines von 666 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtausgabe; 720). Im 15. Jahrhundert arbeiteten u. a. Jean Bapteur, Peronet Lamy und Jean Colombe über 40 Jahren an der Apokalypse der Herzöge von Savoyen. Der überaus reich geschmückte und illustrierte Codex ist eine gekürzte Fassung der Johannesapokalypse und wird von einem Kommentar des Mönches Berengaudus begleitet. Mit notariell beglaubigtem Zertifikat. – Nahezu neuwertig. – Dabei: Gabriele Bartz und Christine Seidel. Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen. Mit einem Beitrag von Eberhard König. 184 S. 28 x 20 cm. Illustrierter OPappband. Simbach, Pfeiler, 2011. Abbildung Seite 80

1483 Apocalypsis Johannis. a.D. 5.22. der Biblioteca Estense Universitaria, Modena. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 29 x 22,5 cm. OLeder mit blindgeprägter 1485

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Codices Selecti Vol. LXXXII. Sorgfältig gedrucktes Faksimile des hübschen Duodezbändchens der teils auf purpurfarbenem Pergament angefertigten Miniaturhandschrift. Mit Kommentarband von Judith Testa, hrsg. von James Marrow. – Tadellos.

Das schöne Stundenbuch des Herzogs von Berry. Einleitung von James J. Rorimer. 21 S., 1 Bl. Mit 16 faksimilierten Blättern. 24 x 16,5 cm. OPappband mit goldgeprägtem RTitel in OPappschuber (leicht berieben). München und Zürich, Droemer, 1960. - Doppelt vorhanden. Abbildung Seite 79

1485 Les Belles Heures du Duc de Berry. The Cloisters 1954, acc.no.54.I.I des Metropolitan Museums in New York. Faksimile, Kommentar, Begleitband und Verlags­ dokumentation. 3 Bände und 1 Mappe. 24 x 18 cm. Überaus reich goldgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit Steh- und Innenkantenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt bzw. OHalbleder, zusammen in Plexiglaskassette bzw. OLeinen in OPappschuber bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile Verlag, 2003-2006. 1.500 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Mit den Belles Heures schufen die flämischen Malerbrüder Limburg ein Meisterwerk der Buchmalerei, kein anderes Stundenbuch aus der umfangreichen Bibliothek des Herzogs von Berry ist reicher illuminiert. Die Leidenschaft des Auftraggebers für schöne Bücher ist verantwortlich für die denkbar luxuriöseste Ausstattung. – Neuwertig. – Dabei:

1486 Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians. Faksimile und Kommentarband sowie Verlagsdokumentation. 3 Teile. 10,4 x 7,7 cm; und 29,5 x 21,5 cm; 32 x 23 cm. Karmesinroter OSamteinband mit ornamentierter, dreiteiliger massiver Schließe in vergoldetem Sterlingsilber („925“-Punze) und Goldschnitt in 2-teilligem schwarzem OLederschuber mit goldgeprägtem RTitel; schwarzes OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel sowie montiertem farbigen Deckelschild; rotes OLeinen mit Goldprägung. Lachen und Luzern, Coron, 1998. 500 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren. Faksmilie nach der Handschrift 78 B 12 im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz. Bei dem sog. Berliner Stundenbuch

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der Maria von Burgund handelt es sich um ein zwischen 1477 und 1480 in Gent im Auftrag des Kaisers Maximilians I. (1459-1519) entstandenes, reich illuminiertes Gebetbuch, das der Kaiser seiner Braut Maria von Burgund (1457-1482) als Morgengabe verehrte. Das Stundenbuch enthält 27 ganzseitige und 47 kleinere Miniaturen mit biblischen Szenen sowie 16 Seiten mit einem besonders reichen und plastischen Bordürenschmuck aus Blüten, Knospen, Akanthus und Schmetterlingen. Der Kommentar mit Beiträgen von Fedja Anzelewsky, Eberhard König, Bodo Brinkmann und Frauke Steenbock. Die beiliegende Dokumentation mit Verlagsprospekt und zwei Probe-Doppelseiten des Faksimiles. – Sehr gut erhalten.

1487 La Bibbia di Federico da Montefeltro. Mss. Urb. Lat. 1 e Urb. Lat. der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile. 2 Bände. 61 x 44 cm. Purpurroter Samt über schweren abgefasten Deckeln mit großer Seidenstickerei auf den VDeckeln mit dem Wappen der Montefeltro in Strahlenaureole, mit je 8 vielfach durchbrochenen versilberten Metall-Eckbeschlägen mit Buckeln und 2 Schließen an je 3 Metallbeschlägen sowie dreiseitigem Goldschnitt in weißen OLeinenmappen mit Bindebändern, Trageschlaufen und aufgenähmtem goldgeprägten Ledermedaillon,

sowie in 2 großen blauen OLeinenkassetten mit Gold­ prägung und montierten Deckelschildern sowie üppiger Innenausstattung in leuchtend gelber Moiréseide. Modena, Franco Cosimo Panini Editore, 2004. 8.000 € Eines der ehrgeizigsten Projekte der letzten Jahre ist die Faksimilierung der Bibel des Federico da Montefeltro (1422-1482), die zwischen 1476 und 1478 für den bedeutenden Condottiere und Herzog von Urbino als reichst illuminierte Prachthandschrift angefertigt worden war, wobei jede der 35 ganzseitigen Miniaturen zu eigenständigen Kunstwerken geriet, die den Gemälden der besten Künstler ihrer Zeit an Qualität kaum nachstanden - und somit ein letztes großes Feuerwerk der prachtvollsten Handschriftenillumination darstellten, bevor die Buchkunst vom Buchdruck fundamental verändert wurde. – In bemerkenswert gutem, nahezu verlagsfrischen Zustand. Abbildung, auch Seite 81

1488 Bible moralisée der Brüder Limburg. Biblia moralizada de los Limbourg. Faksimile der Bilderhandschrift Ms. Fr. 166 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 41,5 x 28,5 cm bzw. 33 x 24 cm. Dunkelrotes OKalbsleder mit goldgeprägtem 83


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1489

RTitel, reicher RVergoldung, großem goldgeprägtem Wappensupralibros und Goldfileten auf den Deckeln in roter OKalbslederkassette mit Goldprägung und dunkelblauer Moiréseiden-Innenausstattung, 2 Metallschließen bzw. OLeinen mit Goldprägung mit farbig illustriertem OUmschlag. Valencia, Patrimonio, 2010. 2.800 € Eines von 999 Exemplaren im Handel (Gesamtauflage: 1068). Die vom Herzoge von Burgund Philipp dem Kühnen bei den Brüdern Limburg noch vor dessen großen Projekt des Stundenbuchs, der Très Riches Heures, für den Duc de Berry, in Auftrag gegebene „Bible moralisée“ enstand zwischen 1402 und 1493 und wurde mit nicht weniger als 513 Miniaturen mit Gold und Silber sowie weiteren 255 Illustrationen von Jean Fouquet und anderen herausragenden Künstlern geschmückt und gehört somit zu einem absoluten Meisterwerk der Buchillumination des Spätmittelalters. Das Valencia-Faksimile mit den schönsten Miniaturen: „Facsímil de la parte iluminada del códice, comprendida en sus 100 primeras páginas, desde los geniales artistas hermanos Limbourg a Georges Trubert“. – Nahezu tadellos erhalten, nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 81

1489 Biblia de Alba. An Illustrated Manuscript Bible in Castilian with translation and commentaries by Rabbi Moses Arragel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Mit 334 Miniaturen in Gold und Farben. 41 x 30,5 cm. Überaus reich blindgeprägtes dunkelbraunes OKalbsleder über 5 Bünden und schweren, leicht abgefasten Holzdeckeln mit 2 Lederschließen an 4 Messingbeschlägen sowie drei84

seitigem Goldschnitt bzw. OLeder über 5 Bünden mit blindgeprägtem VDeckeltitel. Zusammen in schwerer OLeinenkassette mit 2 blindgeprägten Leder-Titelschildern und 2 Lederschlaufenschließen sowie ziegelbeigebrauner Samt-Innenausstattung samt zweier Hebebretter mit Seidenschlaufen. Madrid, Fundación Amigos de Sefarad, und London, Facsimile Editions, 1992. 8.000 € Eines von 300 auf einem Beiblatt nummerierten Exemplaren der „Subscribers’ Copies“ (Gesamtauflage: 500). Die sogenannte Alba-Bibel wurde im Auftrage des Kammerherrn des spanischen Königs Luis Enríquez de Guzmán (600-1661), Conte de Alba und Mitglied des Ordens von Calatrava um das Jahr 1430 angefertigt. Sie umfasst das Alte Testament, das direkt aus dem Hebräischen ins mittelalterliche Kastilisch übersetzt wurde, wobei die Übersetzung unter der Leitung von Moses Arra­ gel, einem Rabbiner der jüdischen Gemeinde von Maqueda in der spanischen Provinz von Toledo, angefertigt worden war. Zu Guzmáns Intention gehörte es auf dem Hintergrund der zunehmenden Verfolgung spanischer Sephardim im 15. Jahrhundert und besonders nach einer Reihe von antijüdischen Ausschreitungen in Madrid, die Kluft zwischen den beiden ältesten Weltreligionen zu überwinden und eine Brücke der Verständigung zwischen Christen und Juden zu bauen, indem er eine kastilische Übersetzung des Alten Testaments aus dem hebräischen Original in Auftrag gab, begleitet von Kommentaren jüdischer Gelehrter, die den Text interpretierten. So geriet die Guzman-Bibel zu einem Monument eindrucksvoller Toleranz, die das Faksimile durch das Menora-Symbol mehrfach zum Ausdruck zu bringen sucht. – In grandioser Erhaltung. Abbildungen


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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ 1491 Boner, Ulrich. Der Edelstein. 16. I Eth. 2° der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 29 x 20 cm. OLeder mit Pergamentdeckelschild bzw. OPappband, zusammen in OPappschuber (leicht angeschmutzt). Stuttgart, Müller und Schindler, 1972. 180 € „Die berühmte Fabelsammlung des Berner Dominikanermönchs Ulrich Boner entstand in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ... Die erste Druckausgabe erschien 1461 bei Albrecht Pfister in Bamberg und darf den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, das erste in deutscher Sprache gedruckte Buch mit einer Folge von Holzschnittillustrationen zu sein“ (Einleitung). – Neuwertig.

1492 Breviarum Grimani. Ms. Lat. I 99 (2138) aus dem Besitz der Bibliotheca Nazionale Venezia. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 28 x 20 cm. Roter OSamt über Holzdeckeln mit dreiseitigem punziertem Goldschnitt und breitem vergoldeten Bronzerahmen, das Mittelfeld mit großem Porträtmedaillons mit Wappen und Zierstücken, sowie mit 2 Schließen und Veloursledertuch in OAcrylglaskassette (leicht bestoßen, beide Deckel lose) mit Holzboden bzw. illustrierter OUmschlag. Rom, Salerno Editrice, 2009. 4.500 €

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1490 Boccaccio, Giovanni. Decamerone. Cod. pal. lat. 1989 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile, Kom­mentar und Übersetzung. 3 Bände. 30 x 23 cm. Goldbedrucktes OLeder mit goldgeprägtem RSchild in OPappschuber (gering berieben) bzw. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber. Madrid, Egeria, 2006. 900 € Dieses aufwändig illumnierte Manuskript gehörte einst den Herzögen von Burgund. Es handelt sich um das älteste erhaltene Exemplar der französischen Übersetzung des Dekameron, die der Herzog von Berry in Auftrag gab. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: I) Derselbe. Das Deka­ meron. Mit 110 Holzschnitten der italienischen Ausgabe von 1492. 955 S. 19,5 x 12,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RSchild und illustriertem OSchutzumschlag. Leipzig, Insel, 1985. - Wohlerhalten. II) Eberhard König. Boccaccio Decameron. Alle 100 Miniaturen der ersten Bilderhandschrift. 1 Band und 1 Dokumentationsmappe. 254 S., 1 Bl Mit zahlreichen, oftmals auch ganzseitigen Abbildungen. 32 x 24 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag in OPappschuber (leicht berieben). Zürich, Belser, 1989. - Wohlerhalten. Abbildung

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Dabei: Eberhard König und Joris Corin Heyder. Das Breviarium Grimani. 248 S. 30 x 21 cm. Illustrierter OPappband. Simbach, Pfeiler, 2016. Eines von 750 numerierten Exemplaren. Namensgeber der Handschrift ist Kardinal Domenico Grimani (1461-1523). Er erwarb den Codex um 1520 und vererbte ihn der Republik Venedig. Bis 1781 gehörte das Breviarium Grimani zum Schatz von San Marco und wird heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig gehütet. Er entstand zwischen den Jahren 1510 und 1520 in Brügge und Gent. Neben den zahlreichen Miniaturen auf insgesamt 1.662 Seiten ist das Breviarum reich geschmückt mit ornamentalen und figurativen Randverzierungen voller Tier-, Insekten-, Blumen-, Obst- und Architekturmotive. Der außergewöhnlich reiche Buchschmuck macht das Brevia­ rum Grimani zu einem der herausragendsten Exemplare der flämischen Buchmalerei der Renaissance. Mit dem Kommentarband von Andrea Mazzucchi in Italienisch und Englisch. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1493 Das Brüsseler Stundenbuch. Heures de Bruxelles. Ms. 11060-61 der Bibliothèque royale Albert Ier in Brüssel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 28 x 19,5 cm. Rotes OMaroquin mit goldgeprägtem RTitel und reicher Rücken- und Deckelvergoldung, Deckelblindprägung und dreiseitigem Goldschnitt bzw. rotes Halbleder mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in OPlexiglasschuber (mit kleinem Sprung). Luzern, Faksimile Verlag, 1996. 900 € Prachtvolles Faksimile der „Heures de Bruxelles“, auch bekannt unter dem Namen „Très Belles Heures du Duc de Berry“. Kommentarband von Bernard Bousmanne, Pierre Cockshaw und Gerhard Schmidt. – Neuwertig. Abbildung Seite 88


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1494 Das Buch vom erfüllten Leben. Le Livre du Chastel de Labour. Widener 1, Jacques Bruyant aus dem Besitz der Free Library of Philadelphia. 1 Faksimile und 1 Kommentar. 2 Bände. 21,5 x 15 cm. Roter OSamtband mit 4 silbernen Eckbeschlägen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltite, zusammen in OPlexi­ glasschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 2005. 750 € Die um 1430 angefertigte Bilderhandschrift, Bilderbuch einer weltlichen Dichtung, die Jacques Bruyant, ein Geistlicher aus Paris um 1342 verfasst hatte, entstand im Umfeld des berühmten Bedford-Meisters aus Paris. Das „Buch vom erfüllten Leben“ baut auf dem berühmten Rosenroman auf. – Neuwertig. Abbildung

1495 Das Buchaltärchen Philipps des Guten von Burgund. Codex ms. 1800 der Österreichischen National­ bibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 15 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln bzw. OHalbleder in gelbem OPappschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1991. 600 € „Die Besonderheit dieses Codex wird nicht so sehr in seiner künstlerischen Ausstattung gebildet, als vielmehr durch die Kombination eines Bilddiptychons und eines Buches in ein und demselben Objekt“ (Kommentar, S. 11). – Neuwertig. Abbildung

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1496 Chasonnier de Jean Montchenu. Ms. Occ. Rothschild 2973 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Herzförmiges Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Ca. 21,5 x 16,5 cm bzw. 31,5 x 22 cm. OSamtband mit Goldschnitt in OLeinenschutzumschlag in blauer OMaroquinkassette, dazu OPlexiglaskassette für Präsentationszwecke bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckel­ titel. Valencia, Vicent Garcia Editores, 2007-2010. 900 € Das herzförmige Gesangsbuch wurde von dem Bischof von Agen und Viviers, Jean de Montchenu (1442-1506), in Auftrag gegegeben und zwischen 1460 und 1477 ausgeführt. Die darin enthaltenen Liebeslieder in französischer und italienischer Sprache, stammen von den bedeutendsten Komponisten des 15. Jahrhunderts. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1497 Christine de Pizan. Epistre Othea. 100 Bilder der Weisheit. Ms. 74 G 27 der Königlichen Bibliothek der Niederlande in Den Haag. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20 x 14 cm. Blauer OSeidenband über Holzdeckeln bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel und montierter Vorderdeckelillustration, zusammen in OLeinenschuber. Simbach, Müller und Schindler, 2009. 750 €

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ nalbibliothek (Gesamtauflage: 1260). Zu den vorliegenden arabisch nummerierten kommen noch 60 römisch nummerierte und ferner „200 Stück der Auflage ... für Uitgeverij Het Spectrum Utrecht/Antwerpen ... extra gezählt“. 2018 brachte dann Scriptorium in Valencia einen neuen, im Format nahezu identischen Nachdruck in weiteren 290 Exemplaren heraus, alle natürlich „streng limitierte einmalige Weltauflagen“. Die im Herbst des Mittelalters Mitte des 15. Jahrhunderts entstandene berühmte Handschrift der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien enthält eine reich illuminierte Kreuzfahrerchronik, die den ersten Kreuzzug in Text und Bild schildert, der mit der Einnahme der Stadt Jerusalem im Jahr 1099 endete. Das unter Philipp der Guten, dem Herzog von Burgund entstandene, dem Meister des Girard de Roussillon zugeschriebene Werk war im Besitz Kaiser Maximilians I. – Tadellos. – Beiliegt: Verlagswerbeheft mit Probeseiten. 28 x 54 cm. OBroschur (leicht lichtrandig und lädiert). Abbildung

1499 Codex rotundus. Hs. 728 der Dombibliothek in Hildesheim. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 10,5 x 10,5 cm bzw. 19 x 18 cm. Goldverziertes OLeder mit 3 Messingschließen und Goldschnitt unter auf Kunststoffsockel unter Plexiglasdeckel bzw. OLeder mit gold­ geprägtem Deckeltitel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2012. 900 € Codices selecti, Vol. CXIX. Das Stundenbuch in französischer und lateinischer Sprache fällt zunächst durch seine runde Form auf. Es entstand am Hofe von Burgund im 15. Jahrhundert, möglicher Auftraggeber war sehr wahrscheinlich Adolf von Kleve. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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Faksimile der prächtig illustrierten Bilderhandschrift Ms 74 G 27 mit den Othea-Briefen der Christine de Pizan (1364-1429), die mit 98 Miniaturen ausgestattet wurde. Enthalten sind die fiktiven Briefe einer antiken Göttin, die in Zusammenhang mit moralischen Lebensweisheiten und mythologischen Erzählungen gebracht werden. Die französische Schriftstellerin und Philosophin Christine de Pizan (1364-1429) gilt als die erste Autorin der französischen Literatur, die von ihren Werken leben konnte. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1498 Les Chroniques de Jherusalem abregies. (Die Chronik des Kreuzfahrer-Königreiches Jerusalem). Codex 2533 der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. 6 Bl. und 19 Bl. Faksimile. Mit farbigen und goldgehöhten Miniaturen. 28 x 54 cm. OHalbpergament über schweren abgefasten Holzdeckeln in OLeinenschuber (kaum angestaubt). München, Idion, 1980. 900 € Eines von 950 arabisch numerierten Exemplaren des farbigen Vollfaksimiles nach dem Original (Signatur 2533) der Österreichischen Natio1499

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1500 Commentarii facsimiliae cum exemplis folii facsimiliorum. 13 Kommentarbände und wissenschaftliche Traktate zu Faksimile-Drucken, teils auch mit eingeschlossenen Teil- auch Vollfaksimiles. Ferner 10 Faksimile-Verlagsmappen und -kassetten mit 48 Faksimile-Probeseiten in Gold und Farben und mit Verlagswerbung. Verschiedene Formate, OEinbände ca. 1966-2014. 800 € Vorhanden sind meist aufwendig, bibliophil aufgemachte Kommentarbände zu häufig im gleichen Jahre erschienenen Faksimiledrucken, oft reich illustriert oder mit Beispielblättern, Proben oder Teilfaksimiles. 1) Andreas Fingernagel. Die Admonter Risenbibel. Wien, ÖNB, Cod. Ser. n. 2701 und 2702. OLeinen mit farbigem OUmschlag. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2001. 2) Das Stundenbuch Alfonsos I. d’Este (Offiziolo Alfonsino). Kurzfassung des Kommentars. OBroschur. Modena, Libri illustri il Bulino, 2002 3) Kurt Schubert. Kommentarband: Bilder-Pentateuch von Moses dal Castelazzo, Venedig 1521. Cod. 1164 aus dem Jüdischen Historischen Institut in Warschau. OBroschur. Wien, Bernthaler & Windischgraetz, 1986. 4) John Plummer. The Hours of Catherine of Cleves. Introduction and Commentaries. OPappband mit OUmschlag. New York, George Braziller, 1966.

5) Heinrich Meyer zu Ermgassen. Der Buchschmuck des Codex Eberhardi. OLeinen mit OUmschlag. Marburg, Elwert, 2009. - Veröffentlichungen der Historische Kommisssion für Hessen 58, Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda, Band IV, Der Buchschmuck. 6) Albert Boeckler. Das Goldene Evangelienbuch Heinrichs III. Mit einem Vorwort von Johannes Gottfried Mayer. Leipzig, Reprint, 2004. 7) Karl Glöckner. Codex Laureshamensis. Einleitung, Regesten, Chronik. Kopialbuch I. und II. Teil. Zus. 3 Bände. Arbeiten der historischen Kommission für den Volksstaat Hessen. Fotomechanischer Nachdruck der Ausgabe Darmstadt 1929-1936. OLeinen mit goldgeprägtem RSchild. Darmstadt 1975. 8) Jose Manuel Ruiz Asencio. El Coran de Muley Zaydan. Ms. 1340 der Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien). Kommentar auf Deutsch. OLeinen mit goldgeprägtem Deckeltitel. Madrid, Testimonio Companía Editorial, 1996. 9) Joanna Fronska, Maud Pérez-Simon und Siegbert Himmelsbach. Der Pariser Alexanderroman. Royal 20 B. XX. The British Library, London. Kommentar zur Faksimile-Edition. OLeinen mit Goldprägung . Luzern, Quaternio, 2014. 10) Johannes Rathofer (Hrsg). Das salische Kaiser-Evangeliar. Der Kommentar. Band I (von 2). OLeinen mit Goldprägung und OUmschlag. Münster, Bibliotheca Rara, 1998. - Der Codex aureus escorialensis. 11) Hermann Fillitz (Hrsg.). Das Salzburger Perikopenbuch. Kommentar zur Faksimile-Ausgabe der Handschrift Clm 15713 der Bayerischen

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ d) Das Lorscher Evangeliar. Das Vermächtnis Kaiser Karls des Großen. Verlagsprospekt mit 3 Faksimile-Probeblättern in Gold und Farben. Weinrote OLeinenmappe mit Goldprägung mit montiertem farbigem Deckelschild. e) Das Mainzer Evangeliar. Strahlende Bilder - Worte in Gott. Verlagsprospekt mit 2 Faksimile-Probeblättern in Gold und Farben. Blutrote OLeinenmappe mit Goldprägung. f) Codex Manesse. Vier Miniaturen. Verlagswerbung mit 4 FaksimileProbeblättern in Gold und Farben in Kartonumschlägen mit Text. Blaue OPappmappe mit Goldprägung. g) Das Stundenbuch der Margarete von Orléans. Bezaubernde Miniaturen. Bordüren voller Geschichten. Verlagsprospekt mit 3 FaksimileProbeblättern in Gold und Farben. Rotes OLeinen mit Goldprägung. h) Stundenbuch für Rouen. Ein Meisterwerk der Zeit um 1500 Codex Barberinianus. Verlagsprospekt mit Faksimile-Probeblatt in Gold und Farben. OMappe mit Titel. i) Das Moskauer Stundenbuch. Verlagsprospekt mit 2 Faksimile-Probeblättern in Gold und Farben. Braune OLeinenmappe mit Goldprägung. j) Das Wiener Krönungsevangeliar. Verlagsprospekt mit 2 FaksimileProbeblättern in Gold und Farben. Goldfarbene OLeinen-Präsenta­ tionsmappe mit Goldprägung.

1501 Dante Alighieri. Il Dante Urbinate della Biblioteca Vaticana. Codice Urbinate Latino 365. Faksimile. 1 Band. 39 x 23,5 cm. Purpurgefärbtes OPergament (Rücken leicht beschabt) mit breiten Pergamentecken, leinernen Deckelbezug und goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber (leicht beschabt). Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, 1965. 900 €

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Staatsbibliothek München. OHalbleder mit OSchuber. Luzern, Faksimile-Verlag, 1997. 12) Claus Weinert. Das Stundenbuch von Rouen Nationalbibliothek Lissabon. Ms Illuminado 42. Kommentar. OBroschur. Münster 2011. 13) Ferdinand Hutz. Die Vorauer Volksbibel. Faksimile-Wiedergabe aller 51 Seiten des Buches Exodus aus dem Codex 273 der Stiftsbibliothek Vorau. Rote OPappband mit farbigem OUmschlag. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1986. Enthalten sind folgende Faksimile-Verlagsmappen und -kassetten mit 48 Faksimile-Probeseiten in Gold und Farben und mit Verlagswerbung, in meist sehr kostbarer Originalausstattung. a) Das Missale der Barbara von Brandenburg-Gonzaga. Verlagsprospekt mit 2 Faksimile-Probeblättern in Gold und Farben. Himbeerrote OLeinenmappe mit Goldprägung. b) Collectión Bibliothèque Duc de Berry. Verlagsprospekt mit 1 Faksimile-Probeseite in Gold und Farben. OPappmappe mi Goldprägung. c) „Glanzlichter der Buchkunst“. Schwarze OKassette der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt Graz mit 28 eingelegten FaksimileProbeblättern in Gold und Farben, in unterschiedlichen Formaten.

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Beeindruckendes und prachtvolles Exemplar des Manuskripts von Dante Aligheris (1265-1321) Divina Commedia, das von Guglielmo Girardi auf Geheiß von Federico da Montefeltro (1422-1482), Herzog von Urbino, zwischen 1478 und 1480 am herzoglichen Hof geschaffen wurde. Mit zahlreichen farbigen doppelseitigen Tafeln, Zierleisten und mit Gold verzierten Miniaturen. – Dabei: I) Henkrik Engel und Eberhard König. Dante Alighieri. La Divina Commedia. Das Exemplar für Federico da Montefeltro aus Urbino. 242 S. 28 x 20 cm. Illustrierter OPappband. Simbach, Pfeiler, 2008. - II) Eberhard König. Dante Alighieri. La Divina Commedia. Interimskommentar. 89 S. 29,5 x 21 cm. OHalbleinen. Ebenda 2004. Abbildung

1502 Diebold Schillings Spiezer Bilderchronik. Ms. h. h. I. 16 der Burgerbibliothek in Bern. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 37 x 26,5 cm bzw. 29,5 x 24,5 cm. Blindgeprägtes OSchweinsleder über Holzdeckeln mit 8 Messingeckbeschlägen, Messingvignette im Mittelfeld der Deckel und 2 Messingschließen bzw. OHalbschweinsleder (gering lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild bzw. flexible OPappmappe (gering lichtranig). Luzern, Faksimile Verlag, 1990. 1.200 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Auftraggeber der ‚Spiezer Bilderchronik‘ war um 1480 Rudolf von Erlach (1448-1507). Ausgeführt wurde das Werk von dem Chroniksten Diebold Schilling (1445-1486), es war zugleich sein letztes. Thematisch


________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit behandelt wird die Stadtgeschichte Berns, von ihren frühesten Anfängen bis zum Jahr 1465. besodners herausgearbeitet hat Schilling dabei die Familienhistorie und Triumphe des Junkers und Ratsherren Rudolf von Erlach. – Wohlerhalten. Abbildung

1503 Diebold Schillings Spiezer Bilderchronik. Ms. h. h. I. 16 der Burgerbibliothek in Bern. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 37 x 26,5 cm bzw. 29,5 x 24,5 cm. Blindgeprägtes OSchweinsleder über Holzdeckeln mit 8 Messingeckbeschlägen, Messingvignette im Mittelfeld der Deckel und 2 Messingschließen bzw. OHalbschweinsleder (gering lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild bzw. flexible OPappmappe (gering lichtranig). Luzern, Faksimile Verlag, 1985-1990. 1.300 € Eines von 900 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 980). Mit dem umfangreichen Kommentarband: Diebold Schillings Spiezer Bilderchronik. Kommentar zur Faksimile-Ausgabe der Handschrift Mss. hist. helv. I. 16 der Burgerbibliothek Bern. Hrsg. von Hans Eberli und Christoph von Steiger. 600 S. – Tadelloses Exemplar. – Ferner beiliegend: 1) Faksimile-Dokumentation und 2) Die große Burgunder Chronik des Diebold Schilling von Bern ‚Zürcher Schilling‘ Kommentar zur Faksimileausgabe der Hs. Ms. A5 der Zentralbibliothek Zürich. 307 S. 38 x 26 cm. OHalbschweinsleder mit goldgeprägtem RSchild und Deckelbezug aus grauem Leinen. Luzern, Faksimile-Verlag, 1985. Abbildung

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1504 La Divina Commedia di Alfonso d‘Aragona re di Napoli. Ms. Yates Thompson 36 der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 3 Bände. 37 x 25 cm. Blauer OSamtband über Holzdeckeln mit 8 floralen Buckeln und goldenem teils emaillierten Wappen auf dem Vorderdeckel sowie 2 Schließen in OHalbpergamentkassette mit goldgeprägtem RTitel und mit Goldbrokatstoff bezogene Deckel mit 8 Messingeckbeschlägen bzw. OLei­ nen mit illustriertem OSchutzumschlag in illustriertem OPappschuber (leicht berieben und bestoßen, kleine Knickspur auf dem Vorderdeckel). Modena, Franco Cosimo Panini, 2006. 2.800 € Auftraggeber dieser ‚Göttlichen Komödie‘ war Alfons V., König von Aragon und Neapel. In den Jahren zwischen 1442 und 1450 entstand die Schrift in Italien, die als einziger Codex alle drei Gesänge des Gedichtes von Dante Alighieri vereint und illustriert. Beauftragt wurden mit der Illuminierung die namhaften Buchmaler Lorenzo di Pietro und Giovanni di Paolo, die 110 Miniaturen schufen. – Neuwertig. – Dabei: Dante. Die Göttliche Komödie. London, The British Library Yates Thompson Ms. 36. 44 S., 1 Bl. 22 x 14 cm. OUmschlag. Luzern, Faksimile Verlag, o. J. Abbildungen Seite 94

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ OLeinenmappe mit Goldprägung. Luzern, Faksimile Verlag, 2006. 2) Liederhandschrift Manesse. Ein lib, zwô sêle, ein munt, ein mut. Vier Bilder zum Minnesang aus der großen Heidelberger (Manessischen) Liederhandschrift im Lichtdruck. Textdoppelbl. und 4 Faksimile-Bl. unter Passepartouts. 55 x 40 cm. OLeinenkassette mit Titelprägung. Frankfurt, Insel, 1979. 3) Codex Manesse. Die große Heidelberger Liederhandschrift. Kommentar zum Faksimile des Codex Palatinus Germanicus 848 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Hrsg. von Walter Koschorreck und Wilfried Werner. 30 x 22 cm. OLeinen in OPappschuber. Frankfurt, Insel, 1981. 4) Ingo F. Walther. Sämtliche Miniaturen der Manesse-Liederhandschrift. Mit 137 farbigen, goldgehöhten Tafeln in Faksimile-Manier. 34 x 24 cm. OLeinen mit Goldprägung und farbig illustriertem OUmschlag in OPappschuber. Aachen, Rudolf Georgi, Woldemar Klein, 1988. 5) Codex Manesse. Die Miniaturen der Großen Heidelberger Liederhandschrift. Hrgs. und erläutert von Ingo F. Walther unter Mitarbeit von Gisela Siebert. Reich farbig illustriert. 27 x 19,5 cm. Illustrierter OPappband. Frankfurt, Insel, 1989. 6) Das Perikopenbuch Heinrichs II. Fol. 132r Initiale R zur Himmelsfahrtsperikope und Fol. 161v Marientod. 2 Bl. mit Kommentar-Textblatt in OLeinenmappe mit Goldgeprägung, zus. mit farbig gedrucktem, reich illustriertem Verlagsprospekt in grüner OLeinen-Kassette mit goldgeprägtem Titel auf Rücken und VDeckel. Frankfurt, S. Fischer, Stuttgart Müller und Schindler, 1994.

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1505 Dürer, Albrecht. Die Apokalypse. The Apocalypse. Faksimile der deutschen Urausgabe von 1498 „Die heimlich Offenbarung Johannis“. Faksimile und Kommentar. Mappe und Buch. 49 x 33 bzw. 24 x 16,5 cm. Schwarze OPappmappe mit illustriertem ODeckelschild bzw. illustrierter OPappband, zus. in OPappkassette. München, Prestel, 1999. 150 € Eines von 700 arabisch nummerierten Exemplaren in Kassette (Gesamt­ auflage: 750). Faksimile auf festen, schneeweißen Bütten, hrsg. von Ludwig Grote mit dessen Kommentartexten. – Wohlerhalten, kaum Gebrauchsspuren. – Beilliegt: Dasselbe. Normalausgabe. Textheft 11 S. Und Faksimile-Tafeln. Weiße OPappmappe in OSchuber

1506 Faksimiles. Verlagsprospekte, Kommentarbände, Faksimileproben. Konvolut von 14 teils aufwendig aufgemachten Verlagsproben mit Blättern aus Faksimiles in goldgeprägtem Kassetten, Mappen, mit Kommentarbänden, Verlagsanzeigen etc. OEinbände, OMappen. 1976-2016. 900 € 1) Das Bedford-Stundenbuch. The Bedford Hours. Les heures de Bedford. 3 montierte Faksimile-Probeseiten und Begleitprospekt. 38 x 28 cm. 1504

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7) Uta Codex. Evangelist Johannes. Regensburg, St. Emmeram, um 1020. Kommentar-Doppelblatt und Einzelblatt fol. 89v der Handschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek München, Clm 13601. 49 x 38 cm. Unter schwerem Passepartout in Pappmappe mit Goldprägung. Stuttgart, Müller & Schindler, 2004. 8) David H. Wright. Der Vergilius Romanus und die Ursprünge des mittelalterlichen Buches. Reich Illustrierter Kommentarband. 30,5 x 26,5 cm. OPappband mit illustriertem OUmschlag. Stuttgart, Belser, 2001. Dazu Verlagsmappe mit 1 eingeschobenem Blatt aus dem Vat. lat. 3867 (hier fehlt eine weitere Beigabe). 9) Vergilius Augusteus. Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat. Codex Vaticanus Latinus 3256 der Biblioteca Apostolica Vaticana und Codex Latinus Fol. 416 der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Textbuch und 7 Bl. Faksimile mit Broschur in Einbandtasche. 42 x 34,5 cm. OHalbkalbsleder mit Leinendeckelbezügen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1976. 10) Vergilius Maro. Aeneis. Mit den Holzschnitten der Ausgabe Basel 1502. 28 x 19 cm. OLeinen mit OUmschlag in Pappschuber. Leipzig, Edition Leipzig, 1979. 11) Die Wenzelsbibel. Codex vindobonensis 2759-2764. Acht Dokumentationen zum Faksimile der ältesten deutschen Prachthandschrift der Bibel. Kassetten-Ausgabe. 8 Faksimile Doppelblätter in Gold und Farben, jeweils mit Fadenheftung in illustrierter OKartonbroschur mit Kommentar. 56 x 38 cm. Lose in blauer OLeinen-Kassette mit goldge-

prägtem Titel auf Rücken und VDeckel sowie montiertem farbig illustriertem Deckelschild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1987. 12) Die Wenzelsbibel. Kommentar von Hedwig Heger etc. Illustriert. 32 x 22,5 cm. OLeinen mit Titel auf Rücken und Deckel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1988. 13) Der Wiener Moamin. Ein Falkenbuch für Friedrich II. Textheft und vier originalgetreue Faksimileblätter, zus. in OHalbleinen-Mappe mit Goldprägung. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2016. – Meist in sehr guter, oft in tadelloser Erhaltung. Mit weiteren Beilagen.

1507 Feliciano, Felice (Veronese). Alphabetum romanum. Codex Vat lat. 6852 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile, Kommentar und Produktion. 3 Bände. 19 x 13 cm. Blaues OMaroquin mit goldgeprägter Vignette auf dem Vorderdeckel und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OPappe, zusammen in OPappschuber. Zürich, Belser, 1985. 120 € Sorgfältig reproduziertes Faksimile mit einem Band Transkription, dt. Übersetzung und erläuternden Beiträgen sowie den Anmerkungen ReProduktion und Produktion von H. P. Willberg. – Nahezu verlagsfrisch.

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ 1508 Die Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen. Yates Thompson Ms. 32 der British Library in London. Faksimile, Kommentar und Dokumentationsmappe. 2 Bände und Mappe. 24 x 17,5 cm. Roséfarbener OSamtband über Holzdeckeln mit 3 goldgeprägtem RSchildern und 8 silbernen Eckbeschlägen sowie 2 silbernen Mittelfeldbeschlägen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rückenund Vorderdeckeltitel, zusammen in OPlexiglasschuber. Luzern, Quaternio, 2015. 1.200 € Die Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen (1478-1506) entstand zwischen 1485 und 1490 enthält elf großformatigen Miniaturen auf 15 Blättern. Die Handschrift war als Lehrbuch für Philipp konzipiert. Mit Hilfe der Portraits sollte er seine Vorfahren und die Bedeutung seiner Familie erlernen. Zum besseren Verständnis gab es zu den elf ganzseitigen Miniaturen und den zahlreichen größeren und kleineren Initialen kurze Textpassagen, welche die notwendigen Erklärungen lieferten. Mit dem Kommentarband und der Dokumentationsmappe. – Nahezu verlagsfrisch.

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Abbildung Seite 95

1509 Das Florentiner Stundenbuch des Lorenzo de’ Medici. Ms. Ashburnham 1874 der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz. Fakismile, Kommentar, Dokumentation und Begleitband. 3 Bände und 1 Mappe. 16 x

10,5 cm bzw. 21 x 15 cm. Violetter OSamtband über Holzdeckeln mit 14 vergoldeten Silberbeschlägen und 2 vergoldeten Schließen mit 2 Zierknöpfen aus Lapislazuli und 4 herzförmigen Schließbeschlägen aus massivem Silber mit Verzierungen in Niello-Technik, 8 Ziersteinen aus Rosenquarz und 2 großen gewölbten LapislazuliEdelsteinen auf den Deckeln in rautenförmiger, vergoldeter Blattrahmung gefasst, dreiseitiger punzierter Goldschnitt bzw. reich goldgeprägter OSamteinband, zusammen in mit Chiffon ausgestatteter hölzerner OSamtkassette, auf dem Deckel eingelassenen Silberwappen der Medici mit Emaille-Einschluss bzw. flexible OPappmappe bzw. OSamtband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. Luzern, Faksimile-Verlag, 2004-2005. 2.500 € Eines von 150 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 980). Auftraggeber war Lorenzo de Medici, der das Büchlein sehr wahrscheinlich als Hochzeitsgeschenk für seine Töchter anfertigen ließ. Laut dem Zusatztitel war es für Frauen bestimmt. Mit der Ausstattung des Stundenbuches war sehr wahrscheinlich Francesco Rosselli betraut. Jede der 233 Textseiten wurde aufwendig verziert und geschmückt. Auffällig ist auch der Einband, der dem Original detailgetrau nachempfunden wurde. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1510 Franz von Retz. Von wundersamen Begebenheiten. Ms. 32,513 der National Library of Ireland. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 10,5 x 8 cm bzw. 16,5 x 11,5 cm. Goldbestickter OSamtband bzw. OUmschlag, zusammen in OLederkassette mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel. Simbach am Inn, Müller und Schindler, 2007. 500 € Der Dominikaner und Theologe Franz von Retz (1343-1427) beschreibt wundersame Begebenheiten und kuriose Geschichten und versucht 1509

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so, das Wunder der unbefleckten Empfängnis Marias zu belegen. Mit Hilfe von Miniaturen wird dies verdeutlicht. Von Retz‘ Ausführungen basieren auf Wundererzählungen der klassischen Antike sowie der Natur. Er gelangt zu der Erkenntnis, dass wenn diese Wunder wahr sind, auch die Geschichte von Marias Jungfräulichkeit wahrheitsgemäß sei. Grundlage bildeten die Texte des Albertus Magnus, von Augustinus und Isidor von Sevilla. – Neuwertig Abbildung

1511 Das Gebetbuch der Anne de Bretagne. Ms. 50 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 12,5 x 7,5 cm. Roter OSamtband bzw. OLeinen, zusammen in OLederkassette in OPappschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1999. 250 € Eines von 980 für den deutschen Sprachraum bestimmten Exemplaren (Gesamtauflage: 1980). Anne de Bretagne (1477-1514) war Königin von Frankreich und Herzogin der Bretagne. Während der Italienfeldzüge von Ludwig XII. war sie bei seiner Abwesenheit die offizielle Regentin Frankreichs. Das Gebetbuch, dessen Entstehung zwischen 1492 und 1495 liegt, beginnt mit dem Vaterunser, Ave Maria und dem Apostolischen Glaubenbekenntnis. Es folgen Tischgebete, Beichtformeln und Gebete für die Messe, Heiligenfürbitten, ein französisches Mariengebet, weitere Suffragien und ein Bittgebet für Weisheit. – Neuwertig.

1512 Das Gebetbuch der Claude de France. Ms. M. 1166 der Morgan Library & Museum in New York. Faksimile, Kommentar und 1 Lupe. 7,5 x 5,5 cm bzw. 21,5 x 15 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit 2 Gold-

schließen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckel, zusammen in schwarzer OLederkassette mit goldgeprägtem RTitel. Luzern, Quaternio, 2009. 1.000 € Die um 1517 am französischen Königshof enstandene Handschrift, auffallend klein im Format, aber umso reicher an Bilderschmuck, gehörte Claude de France. Auf 104 Seiten wurden vom sogenannten Meister der Claude de France 132 Bildszenen aus dem Neuen Testament gemalt. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1513 Das Gebetbuch Lorenzos de’ Medici 1485. Handschrift Clm 23639 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 229 faksimilierte Blätter mit zahlreichen Miniaturen und Initia­len in Gold und Farben bzw. 402 S. 17 x 11 cm. Roter OSeidenband mit prunkvollem Goldbeschlag mit mehrfarbiger rautenförmiger Miniatur auf vergoldeter Platte auf den Deckeln mit 2 Schließen, dreiseitiger Goldschnitt in schwarzer goldgepr. OLeinenkassette bzw. schwarzes OKalbsleder (gering berieben, Rückdeckel mit kleiner Stauchspur im oberen Rand) mit goldgepr. RTitel in Halblederschuber mit montiertem Deckelschild. Lachen, Coron, 1991. 1.200 € Eines von 300 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. Mit illuminierten Kalenderblättern, 5 großen und 7 kleineren historisierten Initialen und 5 ganzseitigen Miniaturen mit Bordüren, Wappen der Wittelsbacher, Medici und Dalviati. Kommentarband mit Beiträgen von Erwin Arnold, Marl L., Evans, Albinia C. de la Mare und Lorenz Selig. – Nahezu tadelloses Exemplar. Abbildung Seite 98

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ 1515 Die Goldene Bulle. Die Kupferstichwiedergabe von Codex Vindobonensis 338. Copia manuscripti Aureae Bullae Caroli IV. Aureae Bullae versio Germanica 1697. König Wenzels Handschrift 1977. Faksimile. 41 x 28 cm. Dunkles, blindgeprägtes OLeder (mit minimalen Gebrauchsspuren) mit goldgeprägtem RTitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1978. 50 € Um 20 originalgetreue Faksimile-Tafeln aus dem um 1400 entstandenen Codex Vindobonensis 338 erweiterter Nachdruck der ältesten nach dem Original angefertigten Frankfurter Wiedergabe von König Wenzels Handschrift aus Frankfurt aus dem Jahr 1697: der Goldenen Bulle. Ergänzt durch den Nachdruck der dieser Ausgabe von 1697 beigegebenen Übersetzung (Codex Vindobonensis 2873) und durch den unveränderten Nachdruck des Kommentars zur vollständigen originalgetreuen Faksimile-Ausgabe von Codex Vindobonensis 338338 (Cod. Sel. LX, LX). – Sehr wohlerhalten, vereinzelt leicht knickspurig.

1516 Gotische Bilderbibel. Cod. Ser. n. 2611, fol. 1-22 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 17,5 x 12,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik bzw. OLeinen mit goldgepr. RTitel und goldgepr. DSchild, zusammen in schwarzer OMoireeseidenkassette mit metallischer Vorderdeckelvignette. Stuttgart, Müller und Schindler, 1988. 180 €

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1514 Das Gebetbuch Lorenzos de’ Medici 1485. Handschrift Clm 23639 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 229 faksimilierte Blätter mit zahlreichen Miniaturen und Initialen in Gold und Farben bzw. 402 S. 17 x 11 cm. Roter OSeidenband mit mehrfarbiger rautenförmiger Miniatur auf vergoldeter Platte auf dem Vorderdeckel, dreiseitiger Goldschnitt bzw. OPappband in blauer OLeinenkassette (leicht berieben und angestaubt) mit goldgeprägtem RTitel und Deckelvignette. Lachen, Coron, 1991. 900 € Mit illuminierten Kalenderblättern, 5 großen und 7 kleineren historisierten Initialen und 5 ganzseitigen Miniaturen mit Bordüren, Wappen der Wittelsbacher, Medici und Dalviati. Kommentarband mit Beiträgen von Erwin Arnold, Marl L., Evans, Albinia C. de la Mare und Lorenz Selig. – Nahezu tadelloses Exemplar. Abbildung

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ 1518 Guido de Columnis. Der Trojanische Krieg. Codex 2773 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 37 x 27 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik sowie reicher Farbprägung in Gold, Grün und Blau und 4 Messingschließen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel und montierter Vorderdeckelillustration, zusammen in OHalblederkassette auf vier Metallfüßen mit Plexiglasdeckel. 1.800 € Die wunderschönen Miniaturen werden dem Regensburger Maler Martinus zugeschrieben, der den Betrachter mit seinen unzähligen Illustrationen in die Welt der höfischen Gesellschaft des Mittelalters entführt. Als Vorlage für den Einband des Faksimiles wählte der Verlag einen Einband einer spätmittelalterlichen Kalenderhandschrift von 1481 aus dem Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek, den Codex 2683 aus der Werkstatt des Salzburger Buchkünstlers Ulrich Schreier. – Neuwertig. Abbildung

Das Burgos-Exemplar der Gutenberg-Bibel 1519 Gutenberg-Bibel. Edición facsimile de la Biblia de Gutenberg de Burgos Expl. Nr. 408 Burgos, Biblioteca Pública del Estado, Inc. 66. Faksimile in 2 Bänden und 2 Kommentaren sowie Supplement-Heft. Zusammen 4 Bände und Heft. Mit zahlreichen Schmuckinitialen, teils goldgehöht oder gelatiniert. 40 x 29,5 bzw. 43,5 x 30,5 bzw.

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Die originale Handschrift entstand in Frankreich um 1460. Sie enthält keinen Text, ist aber insgesamt mit 84 Miniaturen des Alten und Neuen Testaments illuminiert. – Neuwertig.

1517 Grandes horas de Rohan. Lat 9471 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 29 x 20 cm. OLeder (leicht bekratzt) über Holzdeckeln mit Stehkantenvergoldung in OLederkassette mit goldgeprägtem RSchild, RVergoldung und goldgeprägtem Deckeltitel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel und illustriertem OSchutzumschlag. (Madrid), AyN Ediciones, 2005. 2.200 € In Auftrag gegeben wurden die ‚Grandes horas de Rohan‘ vermutlich von Jolanthe von Aragón (1380-1443). Um 1430 in Frankreich angefertigt, handelt es sich um das früheste bekannte Stundenbuch, das mit ganzseitigen Miniaturen ausgestattet wurde. Dafür wurde der sogenannte Rohan-Meister ausgewählt sowie einer seiner Mitarbeiter. Insgesamt 537 Miniaturen lassen das Stundenbuch in einem besonderen Glanz erstrahlen. – Neuwertig. – Dabei: Eberhard König. Die Grandes Heures de Rohan. Eine Hilfe zum Verständnis des Manuscrit latin 9471 der Bibliothèque nationale de France. 122 S. 28 x 20 cm. Illustrierter OPappband. Simbach, Pfeiler, 2006. Abbildung Seite 99

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________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit 29 x 20 und 32 x 22,5 cm. Reich blindgeprägtes braunes OKalbsleder über 5 Bünden mit je 2 Bügelschließen aus geschiedetem Messing und je 8 Kantenbeschlägen in OHalbleder-Schubern mit Leinenbezug bzw. OLeinen goldgepr. Leder-VDeckelschild, OLeinen mit Goldprägung und OBroschur in Innendeckellasche. München, Idion, 1979 (Kommentar zur Gutenberg-Bibel Berlin) für Münster, Bibliotheca Rara, 1995 bzw. (Kommentar zur Gutenbergbibel Burgos und Faksimile) Valencia, Vicent García, 1995. 1.200 € Eines von 690 Exemplaren der „Tirada A“ (Gesamtauflage: 1681). Die „Tirada B“ umfasst ebenfalls 690 Exemplare, worauf sich der Druckvermerk liest: „Esta edición está limitada a mil trescientos ochenta ejemplares venales“. Über diese 1380 hinaus wurden weitere 301 Exemplare aufgelegte: „“Comprende también esta edición un ejemplar con destino a S. M. El Rey Don Juan Carlos I; otros doscientos ejemplares no venales de los cuales treinta se identifican con las letras del abedecario castellano completo, y los setenta restantes con números romanos; y se completa con cien ejemplares que se identifican con las iniciales P.I. correspondientes a ‚Prueba de Impresor‘“. Danach folgt die eidesstatt­ liche Erklärung des Notars („El compromiso irrevocable de ... limitar su edición de ‚La Biblia de Gutenberg‘ al número de ejemplares indicado consta recogido y públicamente formalizado en Acta autorizada por mí, el ‚Notario autorizante ...“), dass tatsächlich nicht mehr als die folgenden Exemplare erschienen - bis zur nächsten Faksimilierung eines Exemplars der Gutenbergbibel. Um den spanischen Druck auch für das deutsche Kaufpublikum attraktiv zu machen, wurde ihm als Begleitbuch der einst zum Faksimile des Berliner Exemplars erschienene Kommentarband von Wieland Schmidt und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller beigegeben, den der Münchner Idion Verlag 1979 herausgebracht hatte. Darin schreibt Eberhard König ein ausführliches Essay „Die Illuminierung der Gutenbergbibel“ (S. 69-125), der sich allerdings nur auf Berliner Exemplar bezieht - und rein gar nichts mit der Illumination des Burgos-Exemplars zu tun hat. Und diesem editorischen Wolpertinger nun noch in ein Mäntelchen der wissenschaftlichen Seriosität zu hüllen, denn dies ist ja der Anspruch der Faksimile-Verlage - und das Feigenblatt gegenüber den Käufern -, wurde in eine dem vorderen Innendeckel des alten Kommentarbandes eingeklebter Lasche eine „Sonderausgabe des Kommentars zum zweiten Faksimile des Berliner Exemplars mit grundlegenden Beiträgen“ beigegeben, das per se ebenso wenig zu tun hat mit dem Faksimile des Burgos-Exemplars. Allerdings bedenkt hier Eberhard König auch die generelle Forschungslage und endet mit einem Kapitel „GutenbergBibeln zum Kaufen: Ein Nachwort zu den Faksimile-Ausgaben“ (Eberhard König, Zur Situation der Gutenberg-Forschung. Ein Supplement. Münster, Bibliotheca Rara, 1995). Zur Erfassung vergab der Verlag dann zwei neue ISBN-Nummern, die ebenfalls in den Innendeckel des Exemplars eingeklebt wurde, voilà! – Kaum Gebrauchsspuren, wohlerhalten.

dig) über 5 Bünden und mit schweren Holzdeckeln mit je 10 massiven, vielfach durchbrochenen geschmiedeten Messingbeschlägen mit hexagonalen Buckeln und je 2 Schließen mit je 3 Messingbeschlägen bzw. OLeinen (minimal berieben) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägtem Leder-VDeckelschild (Kommentarband). München, Idion, 1977-1979. 3.400 € Eines von 895 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 955) in dem „Einband des Erfurter ‚Meisters mit dem Lautenspieler und dem Knoten‘ um 1460, heute in der Hessischen Landesbibliothek in Fulda“ der Buchbinderei Atelier Stemmle AG in Zürich. Mit Beiträgen von Severin Corsten, Ilona Hubay, Eberhard König, Otto Mazal, Robert Weber O. S. B. u. einem Vorwort von Ekkehart Vesper hrsg. von Wieland Schmidt und Friedrich Adolf-Künsemüller. Der Kommentarband enthält zahlreiche Abbildungen und ein „Faksimile der Tabula Rubricarum nach dem Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek München“. Vorlage für die Faksimilierung der Gutenberg-Bibel war das zu den prachtvollsten zählende Exemplar mit der Signatur Inc. 1511 der Berliner Staatsbibliothek: „Die Berliner B 42, alter Besitz des kurfürstlichbrandenburgischen Hauses und damit zu den ältesten Druckschriften der heutigen Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz gehörig, gilt unter den erhaltenen Exemplaren dieses bedeutenden Werkes der Druckkunst Johannes Gutenbergs mit Recht als eines der schönsten. Mitte des 15. Jahrhunderts in Mainz gedruckt, gelangte das Buch zum Rubrizieren und Illuminieren in das Bistum Meißen, in eine damals wohlangesehene Werkstatt der Buchmalerei, der wir die künstlerisch hochwertige, farbenfrohe Ausstattung verdanken“ (Ekkehart Vesper, Kommentarband, S. 9).

Abbildung

Das Berliner Exemplar der Gutenberg-Bibel 1520 Gutenberg-Bibel. Johannes Gutenbergs zweiundvierzigzeilige Bibel. Faksimile-Ausgabe nach dem Exemplar der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin. 2 Bände Faksimile und Kommentar. Zusammen 3 Bände. Mit 100 Initialminiaturen in 4-12-farbigem Lichtdruck mit Goldfolienauflage. 46,5 x 31 cm. Überaus reich blindgeprägtes hellbraunes OKalbsleder (unwesentlich lichtran1525

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________

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„Von allen Exemplaren der B42 ist das Berliner Exemplar das bekannteste. Es ist auf schönem, fast fehlerfreiem Pergament gedruckt; nur zwei Blätter fehlen. Das Buch ist wie fast alle vollständigen Exemplare der B42 in zwei Bänden gebunden: Pentateuch bis Psalter; Parabolae Salomonie bis Neues Testament mit Apokalypse“ (Wieland Schmidt, Die zweiundvierzigzeilige Gutenberg-Bibel in Berlin, im Kommentarband). – Kaum Gebrauchsspuren, sehr frisch und nahezu tadellos schönes Exemplar eines der monumentalsten Faksimile-Projekte überhaupt. Abbildung

Das Mainzer Exemplar der Gutenberg-Bibel 1521 Gutenberg-Bibel. Faksimile des Exemplars des Gutenberg Museums Mainz Signatur 18:2°/145. Faksimile in 2 Bänden und beiliegender Kommentar von 1979. Zusammen 3 Bände. 42 x 31 bzw. 43 x 30,5 cm. Illustrierte OPappbände (leicht lichtrandig) in OLeinenschuber bzw. OLeinen goldgeprägtem Leder-VDeckelschild in Pappschuber. München, Idion, 1979 (Kommentarband) bzw. Hildesheim, Georg Olms, 2000. 250 € Der Nachdruck des Nachdrucks des Originaldrucks der GutenbergBibel, hier des Mainzer Exemplars 145. Ein reines Leseexemplar in Schwarzweißdruck „Gedruckt auf säurefreiem und alerungsbeständigem Papier“ (DV). Beim Begleitbuch handelt es sich um den einst zum

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Faksimile des Berliner Exemplars erschienene Kommentarband von Wieland Schmidt und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller, den der Münchner Idion Verlag 1979 herausgebracht hatte. – Ohne den Sonderdruck in der Einbandlasche des Kommentarbandes. Kaum Gebrauchsspuren, wohl­erhalten.

1522 Hedwig-Legende. Handschrift IV F 192 der Universitätsbibliothek in Wroclaw. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 34,5 x 24 cm. OLeder mit Streicheisen­ ornamentik in OPappschuber. Wroclaw, Wydawnictwo Dolnoslaskie, 2000. 60 € Nahezu verlagsfrisch.

1523 Das Heidelberger Schicksalsbuch. Astrolabium planum. Codex Pal. germ. 832, Bl. 36-83 der Universitätsbibliothek in Heidelberg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36,5 x 27,5 cm. Dunkelblaues OMaroquin mit goldgeprägtem Deckeltitel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rückenschild, zusammen in OLeinenkassette. Frankfurt, Insel, 1981. 350 €


________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit Eines von 700 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 750). Das Heidelberger Schicksalsbuch ist um 1491 in Regensburg entstanden, wahrscheinlich im Auftrag des Kurfürsten Philipp des Aufrichtigen von der Pfalz und seiner Frau. Für die künstlerische Ausstattung war Berthold Furtmeyr zusammen mit seiner Werkstatt verantwortlich. – Wohlerhalten.

1524 Der Heilsspiegel aus Kloster Einsiedeln. Codex 206 der Stiftsbibliothek des Klosters Einsiedeln. Faksi­mile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 27 cm bzw. 28,5 x 19,5 cm. OPergament über Holzdeckeln mit hs. RTitel und Goldschnitt in OPlexiglaskassette bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel in OLeinenschuber (gering angeschmutzt). Quaternio, Luzern, 2015. 1.800 € Der um 1450/1460 wahrscheinlich in den burgundischen Niederlanden entstandene Einsiedler Heilsspiegel gilt als einer der am reichsten ausgestatteten Heilsspiegel. In 176 Miniaturen werden Szenen aus dem Neuen und dem Alten Testament zu einem engen Beziehungsgeflecht verwoben, mit dem der Buchmaler die Geschichte des Sündenfalls und der Erlösung der Menschheit von ihrer Erschaffung bis zum Jüngsten Gericht in lebendigen Bildern vor Augen führt. – Nahezu verlagsfrisch.

1525 Hortulus animae (Seelengärtlein). Cod. Bibl. Pal. Vindob. 2706 zielentuintje photomechanische Reproductie der Keiz. Hof en Staatsdrukkery te Weenen. Faksimile (ohne den Kommentar). 2 Bände. Mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen auf 524 Tafeln (pag. 1-1048). 37 x 27 cm. Überaus reich blindgeprägte hellbraune OKalbs­ lederbände (teils leicht fleckig und berieben) mit hs. RTitel und je 4 Bindelitzen aus hellem Schweinsleder. Amsterdam, Van Holkema & Warendorf, 1907. 500 € Zotter 610. – Eines von 150 nummerierten Exemplaren „de oplage voor Nederland en zyne Kolonien“ (Gesamtauflage: 200). Frühe, meisterliche Reproduktion eines Exemplares des spätmittelalterlichen Gebetbuches, das in der Hofbibliothek zu Wien aufbewahrt wurde und prachtvoll kolorierte Holzschnitt-Miniaturen von Hans Springinklee und Erhard Schön enthält. Hier vorliegend die niederländische, für Van Holkema & Warendorf in Amsterdam gedruckte Ausgabe. – Handschriftlich als Nummer „2“ ausgewiesenes Exemplar. Minimal gebräunt, sonst wohlerhalten, imposant gebunden. Abbildung Seite 101

1526 Das Gebetbuch Karls des Kühnen. Ms. 37 aus dem Besitz des J. Paul Getty Museum in Los Angeles. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 12,3 x 9 cm bzw. 24,5 x 17 cm. Roter OSamt über Holzdeckeln mit 8 silbernen Eckbeschlägen, 2 Schließen und 2 verzierten Medaillons auf den Deckeln sowie punziertem dreiseitigen Goldschnitt bzw. OLeinen (Rücken etwas lichtrandig) in OAcrylglasschuber. Luzern, Faksimile Verlag 2007. 800 € Das Gebetbuch Karls des Kühnen gilt als eines der Hauptwerke der Buchmalerei der Renaissance. Es wurde in mehreren Arbeitsphasen

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zwischen den Jahren 1469 und 1490 in Flandern von dem Buchmaler Lieven van Lathem (1430-1493) verziert und von dem Kalligraphen Nicolas Spierinck (gest. 1500) geschrieben. Mit insgesamt 47 Minia­ turen und über 360 Zierinitialen auf ziseliertem Goldgrund auf 318 Pergamentseiten nimmt es eine besondere Stellung in der flämischen Buchkunst ein. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1527 Kolumbusbrief. Epistola de insulis nuper inventis. 56 S., 2 Bl. 17 x 11 cm. Blindgeprägtes OMaroquin in OPappschuber. Zürich, Josef Stocker, 1976. 60 € „La carta de Dom Christòbal Colòn, das Flugblatt, das seine von Erfolg gekrönte Heimkehr dem spanischen Hof und dem Abendland ankündigte, enthielt eine einfache Botschaft: Der westliche Seeweg nach Indien war gefunden und reiche, bisher unbekannte Inseln waren durch Gottes Fügung dem Königreich Spanien, nein der ganzen Christenheit geschenkt worden“ (S. 28). – Nahezu verlagsfrisch.

1528 Konvolut verschiedener Faksimiles, Teilfaksimiles und Faksimile-Kommentare sowie Werbeanzeigen für Faksimiles und Verlagsprospekte, meist farbig illustriert, mit Golddruck und mit Probeblättern als Beilagen. Verschiedene Formate 8°-Fol. OEinbände, teils in Kassetten und Schubern. 1909-2007. 450 € 103


Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ Enthalten sind: 1) Zwei Schreibbüchlein des Niklaus Manuel Deutsch von Bern. Hrsg. von Paul Ganz. Mit faksimilierten Abbildungen. 16,6 x 12,5 cm. OPergament mit hs. RSchild und 2 beinernen Schließen in Pappschuber (mit kleinen Läsuren). Berlin, Julius Bard, 1909. - 2) Les Très Riches Heures du Duc de Berry. Musée Condé, Chantilly. Introduction and Legends by Jean Lognon. Mit zahlreichen Abbildungen in Farben und Golddruck. 29 x 21 cm. OLeinen in OPappschuber. London, Thames and Hudson, 1973. - 3) Albrecht Glockendon. Kalendar von 1526. Ms. germ. oct 9. Faksimile und Kommentar, 2 Bände. Leder bzw. Halbleder mit Goldprägung in OSchuber. Rotes OLeder mit reicher Gold- und Blindprägung, dreiseitiger Goldschnitt. Stuttgart, Müller und Schindler, 1977. - 4) Die Reisen des Ritters John Mandeville. 28. kolorierte Silberstiftzeichnungen von einem Meister des Internationalen Stils um 1400 im Besitz der British Library London. 22,5 x 17,5 cm. Dunkelroter OSamtband in Pappschuber. München, Prestel, 1983. - 5) Evangeliar für die Hochfeste des Kirchenjahres mit Faksimile-Wiedergaben aus dem Codex aureus Epternacensis. St. Ottilien, Eos, 1985. - 6) M. Moleiro. Mappe mit Dokumentationen zu verschiedenen Probeblättern aus Faksimiles, darunter Libro de la felicidad. Matali al-sa adet, Theatrum Sanitatis, Apokalipse Gulbenkian, Le livres dou tresor (mit 2 Probeblättern). Ca. 31 x 21 cm. Um 1985. - 7) Vergil. Bucolica, Georgica und Aeneis. Aus der Bibliothek aus der Bibliothek Alfons des Grossmütigen und des Herzogs von

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Kalabrien. Mit 2 Faksimilie-Probeblättern in Gold und Farben. Valencia 1992. - 8) Das Salzburger Perikopenbuch. Aus der Zeit Kaiser Heinrichs II. Mappe mit 2 Probedrucken in Gold und Farben und Dokumentation. 40 x 30 cm. OLeinen mit Goldprägung. Luzern 1997. - 9) Adeva-Faksimiles Codices Selecti. Catalogus XIV. Graz 2001. 10) Dokumentation zum Hainricus Sacrista Sakramentar. Ms. M. 711 der Pierport Morgan Library. 28 x 19 cm. OLeinenmappe mit 3 Faksimile-Beispielblättern. - 11) Das Hainricus-Sacramentar Ms. M. 711. Erstkommentar von Hans Ulrich Rudolf. 30 x 24 cm. OLeinen. (Graz 2005.). - 12) Der Albani-Psalter. The St. Albans Psalter. Bilder wie Gesänge. Mappe mit 4 montierten Probeseiten in Gold und Farben. 32 x 23 cm. Stuttgart, Müller und Schindler, 2007. – Meist tadellos frisch und wohlerhalten.

1529 Kyser aus Eichstätt, Conrad. Bellifortis. Umschrift und Übersetzung von Götz Quarg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32,5 x 24,5 cm. OHalbpergament in OPappschuber. Düsseldorf, VDI, 1967. 150 € Schönes Faksimile des reich illustrierten militär- und ziviltechnischen Handbuchs. – Nahezu verlagsfrisch.


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1530 La Flora. Horae Beatae Mariae Virginis. La FloraStundenbuch. Ms. I.B.51 der Biblioteca Nazionale Vittorio Emanuele III in Neapel. Faksimile, 1 Band. 20,5 x 13,5 cm. Grünes OLeder mit reicher RVergoldung, goldgeprägten Wappen und Bordüren auf den Deckeln, Stehund Innenkantenvergoldung. Rom und Turin, De Agostini und Utet, 2008. 4.500 €

1531 Das Legendarium der Sforza. Ms. Varia 124 der Biblioteca Reale in Turin. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27 x 19 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit goldenem Wappenmedaillon auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel, zusammen in OPlexiglasschuber. Luzern, Quaternio, 2013. 1.800 €

Das ‚La Flora-Stundenbuch‘ ist im Zeitraum von 1483 bis 1505 in Flandern entstanden und wurde von verschiedenen Buchmalern wie Simon Marmion, dem Meister des Dresdner Gebetbuchs, dem Meister des älteren Gebetbuchs von Kaiser Maximilian I. und dem Meister der Gebetbücher um 1500 illustriert. Die Handschrift ist sehr wahrscheinlich ein Kompendium verschiedener älterer Handschriften. Insgesamt ist das Stundenbuch mit 102 Miniaturen ausgestattet. – Nahezu verlagsfrisch.

Den Auftrag für das Legendarium erteilte der Mailänder Herzog Galeazzo Maria Sforza im Jahre 1476 an den dortigen Hofmaler, Cristoforo de Predis. Die Handschrift beschäftigt sich mit den Legenden aus dem Leben der Heiligen Jungfrau Maria und ihrer Eltern Anna und Joachim und wurde reich illuminiert. Neben 324 beeindruckenden Vollbildern wird die Handschrift durch 107 vergoldete Initialen verziert. – Nahezu verlagsfrisch.

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ 1534 Lehrbuch für Maximilian I. Codex 2368 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27,5 x 21 cm. Zweifarbiges OWildleder mit Deckelblindprägung in OPappschuber bzw. OPappband. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2004. 400 € Codices Selecti, Vol. CIX Eines von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe bei dem die Goldpartien des Originals mit Echtgold mit 23 Karat wiedergegeben wurden (Gesamtauflage: 480). Dies hebt die prächtige Ausstattung des Lehrbuches hervor, dessen kulturhistorische Bedeutung kaum hoch genug geschätzt werden kann. Mit Kommentarband von Karl-Georg Pfändtner und Alois Haidinger. – Neuwertig. Abbildung

1535 Lehrbuch für Maximilian I. Codex 2368 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27,5 x 21 cm. Zweifarbiges OWildleder mit Deckelblindprägung in OPappschuber bzw. OPappband. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2004. 300 € Eines 480 Exemplaren (Gesamtauflage). Mit Kommentarband von Karl-Georg Pfändtner und Alois Haidinger. – Nahezu verlagsfrisch.

Leonardo auf dem Grund von Windsor Castle 1534

1532 Das Lehrbuch für Maximilian I. Codex Ser. Nr. 2617 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 30,5 x 21,5 cm. OWildleder mit 8 Messingeckbeschlägen und 2 Messingmittelfeldvignetten bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Deckel­ titel, zusammen in OLeinenschuber. Salzburg, Andreas & Andreas, 1981. 220 € Römisch nummeriertes Exemplar der Vorzugsausgabe mit den Metallbeschlägen auf dem Einband. Maximilian I. (1459-1519), bekannt als ‚letzter Ritter und erster Landsknecht‘, führte die Habsburger zu einer der mächtigsten europäischen Dynastien in die Geschichte ein. Die faksimilierte Handschrift diente dem siebenjährigen Maximilian als Lehrbuch, mit dem er Lesen und Schreiben lernte. – Neuwertig.

1533 Das Lehrbuch für Kaiser Maximilian I. Codex Ser.- Nr. 2617 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 30,5 x 21 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber. Wien, Andreas und Andreas, 1981. 90 € „Das Lehrbuch Maximilians, das etwa nach 1467 nochmals ergänzt wurde, verblieb zunächst in der Bibliothek Maximilians. Aus deren Beständen gelangte es später in die Ambraser Sammlung Erzherzog Ferdinands von Tirol“ (Kommentar).

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1536 Leonardo da Vinci. Die Zeichnungen und Miscellania von Leonardo da Vinci in der Sammlung Ihrer Majes­ tät der Königin in Schloss Windsor. Hrsg. von Carlo Pedretti. Band I Landschaften, Pflazen- und Wasserstudien (alles Ersch.). Faksimile und Kommentar. Lose Blätter in Kartondecke und OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in OHalbkalbsleder-Kassette (kaum berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Stuttgart, Belser, und Zürich, Johnson, 1984. 400 € Eines von 150 nummerierten Exemplaren der „einmaligen deutschen Ausgabe der Landschaftszeichnung von Leonardo da Vinci“ (Gesamt­ auflage: 950). „Reproduktionen und Probedrucke wurden auf dem Grund von Windsor Castle vorgenommen mit gnädiger Erlaubnis Ihrer Majestät Queen Elisabeth II.“. – In guter Erhaltung.

1537 La Leyenda de la Santa Faz. Die Legende des heiligen Antlitz. Ms. Pal. Lat. 1988 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile, 1 Band. 34,5 x 23,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit blindgepr. RTitel und 2 Schließen, eingelegt in OHolzkassette. Salamanca, CM Editores, 2008. 500 € Codices e Vaticanis Selecti, Series Maior, Vol. XCVIII. Der Codex ist um 1410 in Frankreich, vermutlich in Paris, entstanden. Thematisch wird die Legende des Heiligen Antlitz behandelt, einer im Mittelalter weit verbreiteten Geschichte über das Leben und die Verehrung Jesu Christi. Ausgestattet wurde die Handschrift mit 27 Miniaturen. – Nahezu verlagsfrisch.


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1538 Liber Chronicarum. Schedelsche Weltchronik. Faksimile und Kommentar. 45 x 31 cm bzw. 36,5 x 26 cm. Rotes blindgeprägtes OLeder (minimal bekratzt, die Schließen teils etwas oxidiert) über Holzdeckeln mit 2 Schließen in OLeinenkassette mit ledernem RSchild und Vorderdeckeltitel bzw. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag in illustriertem OHalbleinenschuber. Burgos, Siloé, arte y bibliofilia, 2003-2006. 1.500 € Eines von 898 nummerierten Exemplaren. Die Schedelsche Weltchronik, eine illustrierte Darstellung der Weltgeschichte, ist auch als Nürnberger Chronik bekannt. Sie gilt als Hauptwerk des deutschen Historikers Hartmann Schedel und erschien erstmals 1493 in Nürnberg in einer lateinischen und einer deutschen Fassung. Sie ist die bedeutendste illustrierte Inkunabel. Die das Werk illustrierenden Holzschnitte entwarf Michael Wolgemut. Das Handexemplar von Hartmann Schedel befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. – Nahezu neuwertig.

1539 Liber precum. Ms. lat. O.V.I.206 der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Faksimile, Kommentar und Verlagsdokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 13 x 9,5 cm bzw. 21 x 16,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, zusammen in OLeinenkassette bzw. OLeinenmappe. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2003. 450 €

Codices selecti, Vol. CVIII, CVIII*. Die auf Pergament geschriebene Handschrift entstand zwischen 1480 und 1490 in Köln und weist einige Besonderheiten auf: neben der Auswahl der hier verwendeten Texte ist es die Buchmalerei. Die 41 Miniaturen sind parallel zu den Gebeten aus der Vita Christi eingefügt. – Neuwertig.

1540 Libro de horas de Gulbenkian. Ms. L.A. 135 aus dem Besitz des Museu Calouste Gulbenkian in Lissabon. Faksimile. 24 x 16 cm. Dunkelblauer OSamt in blauer OLederkassette mit reicher Silberprägung und silbergeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Madrid, AyN Editiones, 2007. 1.000 € Eines von 995 Exemplaren (Gesamtauflage) des sogenannten Gulbenkian-Stundenbuchs. Es entstand zwischen 1450 und 1460 in Frankreich und enthält insgesamt über 850 Bildmotive. Seinen Namen verdankt der farbige und reich goldverziert sowie illuminierte Codex Calouste Sarkis Gulbenkian (1869- 1955) einem vermögenden Ingenieur, Ölforscher, Finanzexperten und Kunstsammler, in dessen Sammlung es sich befindet. Abbildung

1541 Libro de horas de Isabel la Católica. Das Stundenbuch der Isabel la Católica aus dem Besitz der Biblioteca del Palacio Real in Madrid. Faksimile, Kommentar, kri­ tische Studie und Dokumentation. 2 Bände, 1 Heft und 107


Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ 1542 Libro de horas de Isabel la Católica. Das Stundenbuch der Isabel la Católica aus dem Besitz der Biblioteca del Palacio Real in Madrid. 20 x 13,5 cm. Schwarzblaues OMaroquin mit überaus reicher Goldprägung und dreiseitigem Goldschnitt bzw. illustrierter OUmschlag, zusammen in dunkelblauer OVelourslederkassette. Madrid, Testimonio, 1991-1997. 1.000 € Exemplar der Normalausgabe, der Einband mit Goldprägung im Mudéjar-Stil.. Das Stundenbuch der Isabel la Católica entstand um 1460 in Belgien. Die Stadt Saragossa schenkte es ihr anlässlich ihrer Hochzeit mit Fernando von Aragon. Enthalten sind u. a. ein Marienoffizium, Horen und Offizien zur Passion Christi, Kurzoffizien zum Heiligen Kreuz und Schilderungen der vier Evangelisten, liturgische Texte, Suffragien. – Neuwertig.

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1 Mappe. 20 x 13,5 cm bzw. 36 x 29 cm. Schwarzblaues OMaroquin (Buchblock leicht verschoben) über Holzdeckeln mit vergoldeten Beschlägen und gekrönten farbigen Wappen auf den Deckeln, dreiseitiger Goldschnitt bzw. illustrierter OUmschlag, zusammen in dunkelblauer OVelourslederkassette (minimale Montierungsreste eines Schildchens) bzw. illustrierter OUmschlag bzw. flexible illustrierte OPappmappe (leichte Gebrauchsspuren). Madrid, Testimonio, 1991-1997. 1.500 € Exemplar der Vorzugsausgabe mit den vergoldeten Beschlägen wie der OEinband. Das Stundenbuch der Isabel la Católica entstand um 1460 in Belgien. Die Stadt Saragossa schenkte es ihr anlässlich ihrer Hochzeit mit Fernando von Aragon. Enthalten sind u. a. ein Marienoffizium, Horen und Offizien zur Passion Christi, Kurzoffizien zum Heiligen Kreuz und Schilderungen der vier Evangelisten, liturgische Texte, Suffragien. – 2 Blätter aus der Bindung gelöst, sonst, nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ minierung fällt besonders das für ein Stundenbuch große Format auf. De Laval war ein wichtiger Politiker unter König Ludwig XI. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 109

1545 Libro de las Maravillas del Mundo (Buch der Wunder der Welt). BNF MS. fr. 22971 der Bibliothèque Nationale de France. Faksimile. 31 x 21 cm. Stauchmarmoriertes hellbraunes OKalbsleder über 6 Bünden mit goldgepr. roten RSchild und Rücken- sowie Innenkantenvergoldung. Mit braunem Samtdeckchen in kostbarer OPräsentationsvitrine (leicht angestaubt) aus braunem Sandelholz mit Klappdeckel an Messingscharnieren und großem Glasfenster sowie mit beigefarbenem Samt bezogenem Innenkasten mit Seidenschlaufe. Valencia, Gil de Siloé, 2011. 2.400 € Eines von 898 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 987). Buchkunstwerk mit Miniaturen des Robinet Testard (1470-1531), die der Künstler für den Grafe von Angoulême, Charles d´Orléans (1459-1496), Vater des späteren französischen Königs Franz I., anfertigte. Das Manuskript der Bibliothèque Nationale in Paris war um 1400 in dieser Zusammenstellung entstanden, um einen Überblick der bekannten Kontinente, Staaten, Länder und Provinzen zu geben, die von verschiedenen Autoren beschrieben wurden – inspirierende Vorlage für die Bilder des Robinet Testard. – In exzellenter Erhaltung, sehr schönes Exemplar. Abbildung

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1543 Libro de Horas de Leonor de la Vega. VrelantStundenbuch der Leonor de la Vega. Cod. Vitr. 24-2 Biblioteca Nacional de Espana in Madrid. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Blindgeprägtes OMaroquin über Holzdeckeln mit dreiseitigem Goldschnitt bzw. OHalbleder, zusammen in OLeinenschuber. Madrid, Club Bibliofilo Versol, 2000. 1.200 € Angefertigt wurde das Stundenbuch der Leonora de la Vega zwischen 1465 und 1470 in Brügge. Mit Illuminierung der 404 Pergamentseiten umfassenden Handschrift wurde der flämische Buchkünstler Willem Vrelant beauftragt, der ein Schüler Jan van Eycks gewesen ist. – Neuwertig. Abbildung Seite 108

1544 Libro de Horas de Luis de Laval. Stundenbuch des Louis de Laval. Cod. lat. 920 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile, 1 Band. 24,5 x 17 cm. Rotes überaus reich goldbedrucktes OLeder in roter blindgeprägter OLederkassette (mit montiertem bzw. partiell gelöstem Klebeschildchen). Burgos, Siloé, arte y bibliofilia, 2013. 4.500 € Auftraggeber des privaten Andachtsbuches war Louis de Laval (14111489), Seigneur de Chatillon. Um 1475 in Frankreich entstanden, wurde Jean de Colombe mit der Ausstattung betraut. Er und seine Werkstatt schufen 1.234 Miniaturen auf 700 Seiten. Neben der prächtigen Illu1552

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1546 Libri de Horas de los Reyes Católicos-Voustre Cemeure. Stundenbuch von Ferdinand und Isabella von Spanien. Ms. Vit 25-5 - 78 B 13 der Biblioteca Nacional de Espana in Madrid, des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin und des Museum of Art in Philadelphia. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 14 x 10,5 cm bzw. 33 x 23,5 cm. Grünes OLeder über Holzdeckeln mit schmalen goldgeprägten Bordüren auf dem Rücken und den Deckeln, mit metallisch-emailliertem Wappen auf dem Vorderdeckel, 2 Schließen und dreiseitigem Goldschnitt in grüner OLederkassette (Unterseite etwas berieben und mit Druckspuren mit goldgeprägtem RTitel bzw. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Valencia, Patrimonio, 2009. 4.500 € Das Stundenbuch von Ferdinand und Isabella von Spanien ist um 1475 in Belgien entstanden. Als Auftraggeberin gilt Margarete von York. Das überaus reich ausgestattete Stundenbuch hebt sich durch seine spätmittelalterlichen Miniaturen von anderen erhaltenen Handschriften der Zeit hervor. – Neuwertig. Abbildung Seite 113

1547 Libro de horas de Rouen. Ms. Il 42 der Bibiloteca Nacional de Lisboa. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 20 x 14 cm. Reich blindgeprägtes OLeder über Holzdec-

keln bzw. illustrierte und goldgeprägte OBroschur in dunkelblauer Samtkassette (minimal berieben) mit montiertem Klebeschild. Madrid, Testimonio, 1997 . 400 € Eines von 980 numerierten Exemplaren der Normalausgabe (Gesamt­ auflage 1035). Mit notariell beglaubigtem Zertifikat auf dem hinteren Vorsatz montiert. Der Kommentarband stammt von Martim de Albuquerque und wurde von Sergio Dos Santos ins Spanische übersetzt. Das Stundenbuch von Rouen ist ein Marienandachtsbuchs aus dem 15. Jahrhundert. Es wird dem Meister der Echevinage de Rouen zugeschrieben. – Tadellos.

1548 Libro de los medicamentos simples. Faskimile des Codex der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. 36 x 27 cm. Reich goldgeprägtes OKunstleder in reich goldgeprägter OKunstlederkassette. Barcelona, M. Moleiro, 2000. 1.200 € Die Handschrift stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts aus einer französischen Werkstatt und wurde für Charles de Valois seine Frau Louise von Savoy angefertigt. Sie ist nicht nur wegen der Schönheit der Illuminationen bemerkenswert, sondern auch wegen dem Inhalts. Dieser präsentiert das gesammelte europäische mittelalterliche Wissen über tierische, pflanzliche und mineralische Substanzen, die zur Heilung oder Linderung von Krankheiten verwendet werden. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ Kommentar. 2 Bände. 21,5 x 15 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik mit blindgeprägtem RTitel bzw. OHalbleder mit blindgeprägtem RTitel, zusammen in illustriertem OHalblederschuber (minimale Gebrauchsspuren). Leipzig, Edition Leipzig, 1981. 250 € Das Stundenbuch des Ludwig von Orléans (1462-1515) stammt aus der französischen Stadt Bourges aus dem Jahr 1490. Es wurde von dem Buchmaler Jean Colombe und einigen Künstlerkollegen aus seiner Werkstatt entworfen. – Kommentarband auf dem vorderen fliegenden Vorsatz gestemepelt „Archivexemplar VEB Edition Leipzig“ und mit hs. Nummer, sonst sauber und wohlerhalten.

1551 Le Livre du Roy Modus. Das Jagdbuch des König Modus. Folio 1 bis 105 des Ms. 10.218-219 der Bibliothèque Royale Albert Ier in Brüssel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 29,5 x 20 cm. OLeder über Holzdeckeln mit goldgepr. RSchild und RVergoldung bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1989. 180 € Codices selecti, Vol. XCI, XCI*. Das Jagdbuch inszenziert die Jagd als Kunstform. In Dialogform konzipiert, berichtet es von der Jagd mit Hunden und der Jagd mit Falken. – Neuwertig.

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1549 Il libro d´oro di Ferrante d‘Aragona. Riproduzione del Codice edita e stampata dalla ilte e stata condotta sull’ originale di proprietá del Conte Paolo Gerli. 247 nn. Bl. Mit zahlreichen ganzseitigen fabigen Miniaturen, Rand­ malereien, Bordüren und Intialen teils auch in Golddruck. 22,5 x 16,5 cm. OPergament mit zwei montiertern Deckelminiaturen und feinen Goldrahmen, in OPergament-Kassette (Innendeckel etwas stockfleckig mit metallischer Schließe. Turin, Officina Torinese della Ilte, 1960. 600 € Kostbarer und sehr seltener Faksimiledruck nach dem Exemplar des Grafen Gerli. Drucküberwachung von F. Postiglione, Einband- und graphische Gestaltung – Sauber und wohlerhalten.

1550 Livre d´heures de Louis d´Orléans. Kodex lat. O.v.I.N. 126 der Bibliotheque Nationale Publique SaltykovStchedrine de Leningrad (heute Nationalbibliothek von Russland, St. Petersburg: Lat. Q.v.I.126). Faksimile und 112

1552 Der Mainzer Psalter von 1457. Ink.4 B I der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 41,5 x 25,5 cm. Brauner OLederband über Holzdeckeln mit Blindprägung, Messingbeschlägen und -schließen im Stil d. Z. (minimal berieben) bzw. OHalbleder. Zürich, Dietikon 1968-1969. 800 € Eines von 295 Exemplaren des aufwendigen Faksimiledruckes, hier mit dem „Ledereinband, der auf Wunsch angefertigt wurde, ein freier Entwurf in Anlehnung an historische Vorlagen unter Verwendung eines zeitgenössischen Stempelmotivs. Die Einbandtechnik entspricht der Technik der Holzdeckelbände des 15. Jahrhunderts. Ausgeführt von Sonnfriede Scholl München“. Zum 500. Todestag Gutenbergs aufwendig in mehrfarbigen Buchdruck auf Büttenpapier hergestelltes Faksimile des Exemplars der Österreichischen Nationalbibliothek. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 110

1553 Marco Polo. Das Buch der Wunder. Ms. fr. 2810 der Bibliothèque Nationale de France in France. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 43 x 29 cm bzw. 30 x 21,5 cm. OLeder mit goldgeprägtem RSchild, RVergoldung, goldgeprägter Vignette und goldgeprägter dreifacher Filete auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt in nachtblauer ORohseiden-Kassette (minimal angestaubt) mit Goldprägung bzw. OHalbleder in OPappschuber (leicht berieben und lichtrandig) bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile Verlag, 1995-1996. 1.500 €


________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit

1546

Eines von 900 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 980). „Das Buch der Wunder entstand im Frankreich des 15. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte des Pioniers und Handelsreisenden Marco Polo. Die begabtesten Buchmaler jener Zeit stellten in packender Farbvielfalt und mit Goldeinsatz die abenteuerlichen Erlebnisse auf seinen Reisen in die entlegensten Gebiete der Welt dar“. – Neuwertig. – Dabei: Dasselbe. Übersetzung der Handschrift, Kritischer Essay, Bilderläuterungen. 223 S. 32 x 24,5 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. (Wiesbaden, VMA Verlag - Drei Lilien Edition, 2005).

1555 Medicina Rara. 10 medizinhistorische Faksimiles der „Editions Medicina Rara Ltd.“ in Vorzugsausgaben sowie einige andere Faksimiles von Hauptwerken der Medizin vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, teils reich illustriert. 10 Bände. Gr.-8° bis Folio. Verschiedene OEinbände, meist OGanz- oder OHalbleder, in OSchubern. New York, Medicina Rara u. a., ca. 1970-2001. 1.000 €

Abbildung

1) Johannes de Ketham. Anothomia. Fasciculus medicinae. Faksimile der Ausgabe Venedig, Johannes & Gregorius de Gregoriis, 1495. 32 x 21,5 cm. Schwarzes, reich blindgeprägtes OKalbsleder mit goldgeprägtem RTitel in OPappschuber. New York, Medicina Rara, um 1975. Eines von 500 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsaus­ gabe (Gesamtauflage 2800). 2) Leonhart Fuchs. New Keüterbuch. The new Herbal of 1543. Faksimile der Ausgabe Basel, Michael Isengrin, 1543. 24 x 14,5 cm. Blindgeprägtes braunes OKalbsleder über 3 Bünden mit goldgeprägtem Titel auf Rücken und VDeckel sowie 4 Messing-Eckbeschlägen und KGoldschnitt. Köln, Taschen, 2001. - Eines von 300 nummerierten Exemplaren der „limitierten Vorzugsausgabe“ in Ganzleder. 3) Andrea Vesalius. Anatomia deudsch. Ein kurtzer Auszug der Beschreibung aller Glider menschlichs Leybs aus den Buchern des Hern Andree Vesalij. Faksimile der Ausgabe Nürnberg 1551. 38 x 26 cm. OHalbleinen mit goldgeprägtem RTitel und Deckelbezügen im OSchlangenmuster-Dekor. Leipzig, Reprintverlag, 2002. 4) Georg Bartisch. Opthalmoduleia (graece). Faksimile eines Exemplars der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 1583. 31,5 x 19 cm.

1554 Margarete von Österreich. Basses danses dites de Marguerite d´Autriche. Ms. 9085 aus dem Besitz der Bibliothèque Royale Albert Ier in Brüssel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 11,5 x 19,5 cm. OHolzdeckelband mit Lederrücken mit silbergeprägtem RTitel bzw. OPappband mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1987-1988. 250 € Codices selecti, Vol. LXXXVII, LXXXVII* und Musica Manuscripta, Vol. 5. Die Handschrift diente als Erinnerung für Tänzer bei der Ausführung von 59 ‚Basses Danses‘, folglich Bodentänzen ohne Sprünge. Die Handschrift wurde nach der musikliebenden Margarete von Österreich, der Tochter Marias von Burgund (1457-1482) und Kaiser Maximilians I. (1459-1519) benannt und entstand um 1470 in Flandern. Neuwertig.

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________

1556

Dunkelbraunes OKalbsleder mit goldgeprägtem RSchild und reicher Blindprägung sowie gesprenkeltem Schnitt in OPappschuber. Ikley the Scolar Press, Editions Medicina Rara, o. J. (um 1980). - Eines von 500 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauf­ lage 2800). 5) Johannes Scultetus. Armamentarium Chirurgicum. Faksimile der Ausgabe Ulm 1655 nach einem Exemplar der Leopold Sophien Bibliothek Überlingen. 34,5 x 22,5 cm. Grünes geglättetes OKalbsleder mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung, Deckelgoldfileten, Marmorpapier-Deckelbezug und breiten Lederecken in OPappschuber. New York, Medicina Rara, 1972. - Eines von 300 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 2800). 6) Bartholomäus Eustachius. Tabulae anatomicae. Faksimile der Ausgabe Rom, Francisco Gonzaga, 1714. 35 x 23 cm. Dunkelrotes OKalbsleder über 5 Bünden mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägten Deckelvignetten sowie dunkelgrünem Kopfschnitt. New York, Medicina Rara, um 1973. - Eines von 600 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 2800). 7) John Pugh. Treatise on the Science of Muscular Action. Faksimile der Ausgabe London 1794. Auberginefarbenes OKalbsleder mit goldgeprägtem RTitel Blindprägung in OPappschuber. New York, Medicina Rara, um 1972. - Eines von 300 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 2800). 8) Jacques-Pierre Maygrier. Nouvelles démonstrations d‘accouchemens. Faksimile der Ausgabe Paris, Béchet, 1822. Schwarzes OHalbleder mit goldgeprägtem roten RSchild, RVergoldung, DFileten, breiten Lederecken und Marmorpapier-DBezügen in OPappschuber. - New York, Medicina Rara, 1970. 9) Alexander Morison. Physiognomie der Geisteskrankheiten. Faksimile der Ausgabe Leipzig 1853. 23 x 16 cm. Hellbraunes, blindgepräg1556

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________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit

1560

tes OKalbsleder mit RTitel und Deckelfileten in OPappschuber. New York, Medicina Rara, 1974. - Eines von 300 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 2800). Und: 10) De simplici medicina. Kräuterbuch - Handschrift aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts im Besitz der Basler Universitäts-Bibliothek. Faksimile und Kommentar-Begleitheft. 33,5 x 34,6 cm. OPappband (kleine Läsur am unteren Kapital) bzw. Broschur. Basel, Pfister, 1961. – Meist in Bestzustand, kaum Gebrauchsspuren, fast immer frisch. - Eine Beilage. Abbildung

1556 Messale Festivo di Giorgio di Challant (Missale magnum festivum Georgii Challandi - Das Festmessbuch des Georges de Challant-Varey). Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Mit zahlreichen Illustrationen in Gold und Farben. 49,5 x 33 cm. Dunkelbraune OHolzdeckelbände mit breitem (davon ein reich blindgeprägter) Kalbslederrücken über 5 Bünden bzw. mit goldgeprägtem RTitel und gelben Seidenlesezeichenbändern, Marmorpapiervorsätzen und jeweils 10 braunen Seidenbindebändern, zus. in schwerem OLederschuber mit blindgeprägten Deckeln und schweren Flankenteilen aus Holz. Turin, Priuli & Verlucca, 1992-1993. 1.800 € Eines von 333 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 366) „su carta Joh Ivoire 1 della Bolloré Technologies, division papier, con le reproduzioni fotolitografiche da otto a dodici colori della Sele­

offset di Torino“. Giorgio di Challant-Varey (1440-1509) war ein französischer Mönch und Kunstmäzen aus einer der mächtigsten Feudal­ familien des Aostatals. Das „Missale Magnum Festivum“ wurde von Giorgio di Challant, dem Prior der Stiftskirche von Aosta und Statthalter des Herzogtums Aosta von 1468 bis 1509 in Auftrag gegeben. Die 176 großen Pergamentblätter wurden mit Illuminationen und Miniaturen von höchster künstlerischer Qualität ausgestattet, darunter Darstellungen der Kreuzigung Christi, der Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria, der Geburt, der Feste des Heiligen Orso, der Heiligen Petrus und Paulus, des Heiligen Johannes des Täufers, von Ostern, Pfingsten, Corpus Domini, der Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau Maria, der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria und des Allerheiligenfestes. – Das prachtvolle, reich ausgeschmückte Missale in brillanter Wiedergabe, nahezu tadellos erhalten und ist in besonders dekorativen, grandiosen handgefertigten Einbänden und dem Schuber meisterhaft geschützt. Abbildungen

Mit gemugelten Opalen und Lapislazuli 1557 Das Mirandola-Stundenbuch. MS. Add. 50002 der British Library. 2 Bände. Faksimile und Kommentar. 17 x 11 cm. Dunkelvioletter OSamtband mit 9 vergoldeten, durchbrochenen Messingbeschlägen, 4 mit Grubenschmelzemaille-Elementen und 5 mit gefassten Halbedelsteinen und dreiseitigem Goldschnitt sowie OLeinen in altrosafarbener OSatinkassette. Lachen, Coron, 1995. 450 € 115


Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ Codex kam 1832 mit der Sammlung des ungarischen Bibliophilen und Kunstsammlers Miklos Jankovich in den Besitz der Ungarischen Nationalbibliothek. – Neuwertig.

1559 Das mittelalterliche Hausbuch aus der Sammlung der Fürsten zu Waldburg Wolfegg. Faksimile, Kommentar, Dokumentation und Mappe mit 3 faksimilierten auf Karton montierten Blättern. 2 Bände, 1 Heft und 1 Mappe. 30 x 20 cm. OLeder mit goldgepr. RTitel bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel in OHalbleinenschuber. München und New York, Prestel, 1997. 350 € „Ihren heute gebräuchlichen Namen erhielt die Handschrift im 19. Jahrhundert: Ralf von Retberg nannte sie 1865 ein ‚mittellterliches Hausbuch‘, weil sie allerlei enthält, was dem Besitzer eines Hauses oder auch namentlich einer Burg wichtig erscheinen mochte, und anderes was er [...] der Aufzeichnung wert achtete“ (Kommentar, S. 65). – Nahezu verlagsfrisch.

1560 Moskauer Stundenbuch. Französisches Stundenbuch aus dem 15. Jahrhundert aus der Sammlung der Russischen Staatsbibliothek Moskau (Fond 183, Nr. 446). Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 19 x 13,5 cm bzw. 27 x 20 cm. OLeder mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung bzw. OLeinen in OLederkassette (minimal berieben). Gütersloh und München, Coron, 2007. 600 €

1561

Faksimiles zum berühmten Moskauer Stundenbuch, das um 1470 in Paris enstanden ist. Zur Ausstattung gehören 17 großformatige Miniaturen und 24 Kalenderbilder. Die Forschung geht davon aus, dass zwei Meister damit beauftragt waren, die in enger Beziehung zur niederländischen und französischen Miniatur-Malerei standen. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 115

Der prachtvolle Einband folgt, ganz im Stile des Coron-Verlags, nicht dem schlichten Originaleinband des Mirandola-Stundenbuchs, sondern lehnt sich an das Medici-Gebetbuch der Laurenziana (Ashburnham 1874) an. Das Medaillon in der Mitte fasst einen großen ovalen Lapislazuli, die Eckbeschläge sind mit gemugelten Opalen verziert. Die beiden kunstvoll gearbeiteten Schließen werden von je einem kleinen Lapis­ lazuli geschmückt. Die Cabochons des Faksimiles ahmen das Original meisterhaft nach. – Verlagsfrisch.

1558 Das Missale des Grafen Asmus von Wertheim. Cod. lat. 221 der Ungarischen Nationalbibliothek in Buda­ pest. Faksimile, 1 Band. 21,5 x 16 cm. OLeder mit montierter Vorderdeckelillustration über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen in OPappkassette (Vorderdeckel mit kleiner Stauchspur) mit montierter Vorderdeckelillustration. Budapest, Helikon, 1989. 240 € Faksimile des Reisegebetbuches nach dem Original der Ungarischen Nationalbibliothek (OSZK cod. lat. 221). Zu seinem Schutz auf Reisen wurde für das Gebetbuch ein besonderen Holzkasten angefertigt. Der

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1561 Das Nibelungenlied. Die Hundeshagener Handschrift. Ms. germ. fol. 855 der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Faksimile, 1 Band. 28,5 x 21 cm. Braunes OLeder (leicht berieben) über Holzdeckeln mit Streicheneisenornamentik und 10 Messingbuckeln sowie 2 Schließen und dreiseitigem Goldschnitt. Gütersloh und München, Faksimile Verlag, 2012. 650 € Die hier faksimilierte Handschrift wird auch Hundeshagenscher Kodex genannt. Es ist eine Bilderhandschrift des Nibelungenliedes, verfasst in ostschwäbischem Dialekt. Das Original auf Papier entstand um 1440 und wurde mit 37 Miniaturen ausgestattet. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1562 Das Offizium der Madonna. Codex Vat. Lat. 10293. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 10,4 x 7,9 cm. Rotes OWildleder mit 3-teiliger, vielfach durchbrochener versilberter Metalldecke (leicht oxidiert) mit 2 durchbrochenen Bügelschließen und 2 Perlen- und 8 orange-roten


________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit Edelstein-Applikationen und mit dreiseitigem, reich punzierten Goldschnitt bzw. OLeinen, zusammen in großer roter OLederkassette (minimal bestoßen) mit Innenausstattung in weißer Seide und goldgeprägter VDeckelVignette. Zürich, Belser, 1987. 800 € Vollfaksimile des um 1500 in Flandern enstandenen und reich ausgestatteten Stundenbuches. Die einzelnen Textabschnitte werden jeweils durch eine ganzseitige Miniatur eingeleitet, die Texte sind mit zahlreichen farbigen Schmuckinitialen ausgestattet. In dem Stundenbuch lässt sich besonders schön „das Ergebnis eines kreativen Prozesses vitalen Umgangs mit der Tradition“ wiederspiegeln (Kommentarband S. 146). – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: I) Bodo Brinkmann. Offizium der Madonna. Kommentar. 184 S. 20,5 x 13,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel. Ebenda (1992). - II) Dasselbe. Einführungsband. 30 S., 1 Bl. 20,5 x 13,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem Deckeltitel. Ebenda 1987. Abbildung

1563 Offizium der Madonna. Stundenbuch des Jean Bourchidon. Codex Vaticanus latinus 3781 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 16 x 10 cm bzw. 21 x 14 cm. Goldgeprägtes OLeder bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Deckelschild, zusammen in Halblederkassette mit goldgeprägtem RTitel. Zürich, Belser, 1984. 120 € Codices e vaticanis selecti quam simillime expressi iussu Joannis Pauli PP II consilio et opera curatorum biliothecae vaticanae volumen LXVIII. Das originale Stundenbuch wird dem berühmten französischen Miniaturenmaler Jean Bourdichon und seiner Werkstatt zugeschrieben und ist vermutlich um 1485 in Flandern entstanden. – Neuwertig.

1562

1564 Le Ore Medici Rothschild. Ms. 16 der James A. Rothschild Collection di Waddesdon Manor. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 15,5 x 10 cm bzw. 21,5 x 15 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit szenischen Emailleschildchen auf den Deckeln und punziertem dreiseitigem Goldschnitt sowie mit durchbrochenem goldenem Metalleinband mit zwei Schließen bzw. goldgeprägter roter OSamtband, zusammen in roter OLederkassette (minimal berieben). Modena, Franco Cosimo Panini Editore, 2011. 6.000 € Das Medici-Rothschild-Stundenbuch wurde um 1488 von Mariano des Buono und anderen namhaften florentinischen Künstlern angefertigt. Das Werk wurde von Lorenzo di Medici für seine zweitgeborene Tochter Magdalena in Auftrag gegeben. Es wurde ihr als Hochzeitsgeschenk mit Franceschetto Cybo, dem unehelichen Sohn des Papstes Innozenz VIII., überreicht. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung, auch Seite 118

1565 Die Ottheinrich-Bibel. Faksimile-Ausgabe der Handschrift Cgm 8010/I.2 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentar in 2 Bänden sowie Begleitheft und Mappe mit Probeseite. 53 x 37 cm 1564

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ Neben dem Faksimile ist hier die vollständige Verlagsbegleitung beigegeben: 1) Kommentarband. Die Ottheinrich-Bibel. Kommentar zur Faksimile-Ausgabe der Handschrift. Mit Beiträgen von Brigitte Gullath etc. - 2) Begleitheft. Ottheinrichs deutsche Bibel. Der Beginn einer großen Büchersammlung. - 3) Probeseiten. Ottheinrich-Bibel. Fol. 40v: Das letzte Abendmahl. Fol. 50r: Der Sturm auf dem See Genezareth. Dabei 4) Verlagsprospekt. Die Königin der deutschen Bibeln. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildungen

1566 Der Pariser Alexanderroman. Ms. 20 B. XX der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände und Mappe. 28,5 x 19,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit 3 goldgeprägten RSchildern und RVergoldung, goldgeprägtem Wappen auf den Decklen und Steh- und Innenkantenvergoldung bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, zusammen in OLeinenkassette mit goldgeprägtem RSchild und goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel. Luzern, Quaternio, 2014. 1.800 € Die Handschrift ist zwischen 1420 und 1425 in Paris entstanden und eine der am reichesten ausgestatteten über das Leben Alexanders

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bzw. 28,5 x 21 cm bzw. 56 x 40,5 cm Brauner OLederband mit Blindfileten und überaus reicher Goldprägung, 4 Metallschließen und 8 Eckbeschlägen in blauer OLeinenKassette (60 x 45 cm; leicht angestaubt) mit goldgeprägtem Titel auf dem Deckel bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel. Luzern, Faksimile-Verlag, 2002. 1.800 € Eines von 980 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1040) des kostbar gestalteten Faksimile-Druckes von Cgm 8010/1.2 der Bayerischen Staatsbibliothek mit einem Einband, dem der OttheinrichEinband von 1558 des Cod. Pal. germ. 833 Pate stand. Enstanden wohl zwischen 1425 und 1430 gehört die Ottheinrich-Bibel einer Folge von Bilderhandschriften aus einem Regensburg Skriptorium. Es handelt sich um eine frühe Übersetzung des Neuen Testaments in deutscher Sprache, die auf die etwa 80 Jahre älteren Augsburger Bibelhandschrift basiert. Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559) hatte die Illumination wohl zwischen 1530 und 1532 durch Matthias Gerung im Renaissance-Stil vollenden lassen. 1565

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________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit 1927 tauchten die neun Blätter der Purpurnen Passion zum ersten Mal in einem kleinen Album auf einem Antiquitätenmarkt auf. Nachdem sie damals getrennt wurden, sind sie heute in zwei Museen auf zwei Kontinenten verteilt. In diesem Faksimile sind die bedeutsamen Zeichnungen Fra Angelicos wieder vereint. Der ursprüngliche Hintergrund lässt noch immer viel Raum für Hypothesen, in jedem Fall ist ihre Geschichte eng mit der Familie der Medici verbunden. – Neuwertig.

1568 Petrarca, Francesco. Trionfi. Vitr.22-4 der Biblioteca Nacional de Espana in Madrid. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 11,5 x 7,5 cm bzw. 21 x 15 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit Gold- und Silberstickereien, dreiseitiger Goldschnitt sowie 4 Bindebändern, in OAcrylkassette mit goldenem Zierrand bzw. OPappband. Valencia, Vincent García Editores, 1996-1998. 600 € Der italienische Dichter und Geschichtsschreiber Francesco Petrarca (1304-1374) beschreibt in „Trionfi“ in Form von allegorischen Träumen verschiedene Triumphe, u. a. die Liebe. – Neuwertig. Abbildung Seite 120

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des Großen überhaupt. Die 97 Blätter umfassende Schrift wurde mit 86 Miniaturen ausgestattet und umfangreich verziert. Bis heute sind weder der Auftraggeber noch der Buchmaler namentlich bekannt, sodass vom sogenannten ‚Alexandermeister‘ gesprochen wird. Mit einem faksimilierten Blatt des Pariser Alexanderromans in Verlagsmappe. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1567 Pasionario Púrpura de Fra Angelico. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 11 x 9 cm. Roter Samtband mit zwei versilberten Mittelbeschlägen in roter Samtschatulle bzw. OPappband. Valencia, Patrimonio, 2007. 800 € Dieses besonders kleinformatige Buch, ähnlich einem Stundenbuch, mit 9 Miniaturseiten zur Passion Christi stammt aus den Jahren 1451/1452. Die Zeichnungen, ursprünglich auf Pergament mit karmoisionroter Grundierung mit Metallstift, wurden mit roter und grauer Aquarellfarbe sowie weißer Gouache ausgemalt. Sie stammen von Fra Angelico (1395-1455), Dominikanermönch aus Florenz und bedeutender Künstler, der mit diesen Zeichnungen auf kostbarstem PurpurPergament die wichtigsten Szenen der Passion einfing. 1566

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1568

1569 Psalterium Beatae Mariae Virginis. Das Gebetbuch der Königin Beatrix von Ungarn. Cod. 2484 des Benediktinerklosters Melk. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 10,5 x 7,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Rücken- und Deckelvergoldung, 1 Schließe und dreisei­ tigem Goldschnitt bzw. illustrierter OUmschlag, zusammen in OVelourslederkassette mit goldgeprägter Illustration auf dem Vorderdeckel. Budapest, Helikon, 1991. 120 €

nom, Mathematiker und Geographen Claudius Ptolemäus im zweiten nachchristlichen Jahrhundert verfasst worden. Sie verzeichnet mehr als 8000 Orte, die in der diesem Faksimile zugrunde liegenden Handschrift visuell in Karten dargestellt wurden. Der Kommentarband enthält zahlreiche Essays: Die Cosmographia des Claudius Ptolemäus. Codex urbinas latinus 277. Eine Einführung. Hrsg. von Arthur Dürst. 1983. - Codices e Vaticanis selecti quam simillime expressi iussu Jioannis Pauli PP II consilio et opera curatorum Bibliothecae Vaticanae, Volumen LXXX. – Nrur unwesentliche Gebrauchsspuren, sehr schönes Exemplar.

Die Handschrift entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts für Beatrix von Aragón (1457-1508). Kommentar von Csaba Csapodi in ungarischer, deutscher, englischer und italienischer Sprache. – Neuwertig.

Abbildung

1570 Ptolemaeus, Claudius. Cosmographia. Codex urbinas latinus 277. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 60 x 44 cm bzw. 34 x 24 cm. Überaus reich blindgeprägtes dunkelbraunes OKalbsleder (kaum berieben) über schweren, kantigen Holzdeckeln mit großem goldgeprägtem Deckelornament 2 Messingschließen und 10 großen, durchbrochenen, geschmiedeten und mit Buckeln versehenen, an Rundkopfnägeln befestigten Messingbeschlägen bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel auf Leinenbezug. Zürich und New York, Belser, 1982. 2.200 € Eines von 500 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 550) des Ptolemaeus-Atlas‘ aus der Biblioteca Apostolica Vaticana, prachtvoll faksimiliert und in hochkarätigem Blattgold gehöht und außergewöhnlich schön gebunden. Die Cosmographia, eine Darstellung der ganzen bekannten Welt war von dem aus Alexandria stammenden Astro-

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1571 Richental, Ulrich. Das Konzil zu Konstanz MCDXIV-MCDXVIII. 2 Bände. Faksimile und Kommentarband (bearbeitet von Otto Feger). 150 farbig faksimilierte Bl. Mit zahlreichen, meist farbigen Tafeln und Textabbildungen im Kommentarband. 36 x 27 cm. OHalb­ leder (Rücken bekratzt und beschabt) mit goldgeprägter Deckelvignette in Schuber. Starnberg und Konstanz 1964. 180 € In kleiner Auflage erschienen. Erste vollständige Faksimileausgabe nach der um 1465 entstandenen Konstanzer Handschrift. – Angestaubt, sonst nur leichte Gebrauchsspuren.

1572 Rotolo Ms. 724/3 der Biblioteca Casanatense in Rom. 1 faksimilierte Schriftrolle. 700 x 23 cm. Rote OSamthülle in OPappkassette mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägter Vorderdeckelillustration. Rom, Priuli & Verlucca, 1994. 300 €


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1570

Das Exultet ist ein liturgisches Lied der katholischen Kirche, das in der Osternacht von einem Diakon oder Kantor gesungen wird. Die Handschrift besteht aus zwei Teilen, einem schriftlichen Teil, der vom Zelebranten oder Kleriker gelesen wird, und einem Teil, der mit symbolischen Figuren illustriert ist, die in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sind, so dass sie von den Gläubigen während der Lesung verfolgt werden können. Das Exultet aus der Biblioteca Casanatense in Rom entstand im 11. Jahrhundert und ist u. a. mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, Allegorien des Himmels und der Erde und Szenen aus der Liturgie selbst illustriert. – Neuwertig, ohne den Kommentar.

1573 Schedel, Hartmann. Buch der Chroniken. Faksimile, 1 Band. 45,5 x 30 cm. OLeder (leicht berieben) mit blindgeprägtem RTitel. Leipzig, F. W. Hendel, 1933. 150 € Nachdruck der Schedelschen Weltchronik. – Papierbedingt leicht gebräunt.

1574 Schedel, Hartmann. Weltchronik. Inc. 122 der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätte der klassischen deutschen Literatur in Weimar, Zentralbibliothek der deutschen Klassik. Faskimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 44 x 31 cm. OPergament mit goldgeprägtem RTitel in illustrierter OPappkassette (gering berieben und bestoßen) bzw. OUmschlag. Leipzig, Edition libri illustri, 1990. 750 € Die Weltchronik Hartmann Schedels (1440-1514) ist eine illustrierte Darstellung der Weltgeschichte enthält. Sie enthält 1809 Holzschnitte und sticht durch ihr großes Format hervor. Erstmals erschien sie 1493 in Nürnberg in einer lateinischen und einer deutschen Fassung. – Wohlerhalten. – Dabei: Derselbe. Registrum huius operis libri cronicarum cum figuris et ymagibus ab initio mundi. (Reprint der Ausgabe von 1493). 43,5 x 29 cm. OHalbleinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Ostfildern, Quantum Books, 2000. - Nachdruck der Nürnberger Erstausgabe, die 1493 bei Anton Koberger erschien. Abbildung Seite 122

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1575 Schedel, Hartmann. La chronique universelle de nuremberg. Faksimile und Kommentar (in deutscher Sprache). 1 Band und 1 Heft. 34,5 x 24 cm. OSamt mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltite sowie montierter Vignette auf dem Vorderdeckel bzw. illustrierter OUmschlag. (Köln), Taschen, (2001). 60 € Die Schedelsche Weltchronik erschien erstmals 1493 in Nürnberg in einer lateinischen und einer deutschen Fassung. Sie ist die wohl bedeutendste illustrierte Inkunabel. Die enthaltenen Holzschnitte entwarf Michael Wolgemut. – Wohlerhalten.

1576 Das Schwarze Stundenbuch. M. 493 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile, Kommentar und Verlagsdokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 17,5 x 12,5 cm. Schwarzer OSamtband über Holzdeckeln mit 10 goldenen gebuckelten Beschlägen auf den Deckeln und goldener Schließe und dreiseitigem Goldschnitt mit OLeinenschuber bzw. schwarzer OSamtband mit goldgeprägtem RSchild, zusamen in OPlexiglasschuber bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile Verlag, 2001. 1.200 € Das Schwarze Stundenbuch wurde um 1475 in Brügge im Künstlerkreis um den Buchmaler Willem Vrelant für die Herzöge von Burgund angefertigt. Es handelt es sich um eines von weltweit nur sechs über­ lieferten illuminierten Manuskripten, die auf schwarzem Pergament verfasst wurden. Enthalten sind 14 großformatige Miniaturen. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

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________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit 1577 Das Schwarze Gebetbuch des Herzogs Galeazzo Maria Sforza. Codex Vindobonensis 1856 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26,5 x 19,5 cm. OSamt (Bezug an den Ecken minimals angeplatzt) über Holzdeckeln mit 10 sternförmigen Rosetten-Beschlägen und 72 teilweise gravierten tränenförmigen Beschlägen sowie mit 2 Messingschließen mit 2 darauf aufgebrachten emaillierten Miniaturen und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel in OHalb­leder­ schuber (eine Kante leicht angeplatzt, gering berieben). Wien, Österreichische Staatsdruckerei, 1930. 1.200 € Eines von 200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Der Codex 1856 gehört zu den sogenannten schwarzen Handschriften des 15. Jahrhunderts, bei denen die Pergamentblätter tiefschwarz eingefärbt sind. Lediglich sieben Exemplare sind heute noch erhalten. Auftraggeber für das vorliegende, um 1470 entstandene Gebetbuch, war Karl der Kühne. – Wohlerhalten. Abbildung

1578 Das schwarze Gebetbuch. Codex 1856 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. (Gebetbuch des Galeazzo Maria Sforza). Faksimile, Kommentar und Begleitheft. 154 schwarzgefärbte Kartonblätter (als Pergamentimitat) in Gold- und Silberdruck. Mit 122 farbigen Miniaturen und dem Sforza-Wappen mit 2 weiteren Rundbildern. 25,5 x 17,5 cm. Kastanienbraunes OMaroquin mit goldgeprägtem Deckeltitel mit dreiseitigem Goldschnitt 1577

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bzw. OPappband bzw. OUmschlag, zusammen in schwarzer OHalblederkassette (leicht berieben und angeschmutzt) mit goldgeprägtem RSchild und montiertem Vorderdeckelschild. Frankfurt, Insel, 1982. 1.200 €

schnitt bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in schwarzem OLeinenschuber (minimal angeschmutzt). Frankfurt, Insel, 1982 und Münster, Bibliotheca Rara, 2011. 900 €

Eines von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Maroquinleder (Gesamtauflage: 850). Das um 1470 in Flandern entstandene Schwarze Gebetbuch gilt als Hauptwerk eines bis heute unbekannten burgundischen Künstlers. Die schwarzgefärbten Pergamentblätter gelten als Dokument eines neuen Stilwillens und standen schon damals in einem optischen Gegensatz zu allen „normalen“ Handschriften. Die Vollbilder aus dem Passionszyklus übertrafen durch den Realismus ihrer Darstellung die herrschende Schönbildnerei der zeitgenössischen Maler. – Bemerkenswert frisches Exemplar.

Einmalige limitierte Auflage von 850 Exemplaren. Insel-Verlag, Frankfurt a. M., 1982. Sonderedition in weinrotem Ganzleder als Teil der limitierten Gesamtauflage mit vergoldeter Nachbildung des Wappens von Galeazzo Maria Sforza, Herzog von Mailand. – Neuwertig.

Abbildung Seite 123

1579 Das schwarze Gebetbuch. Codex 1856 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. (Gebetbuch des Galeazzo Maria Sforza). Faksimile und Kommentar. 154 schwarzgefärbte Kartonblätter (als Pergamentimitat) in Gold- und Silberdruck. Mit 122 farbigen Miniaturen und dem Sforza-Wappen mit 2 weiteren Rundbildern. 25,5 x 19 cm. Kastanienbraunes OLeder mit goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel und dreiseitigem Gold124

Abbildung

1580 Das Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini. Codex Urb. lat. 1757 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 9 x 7 cm bzw. 18,5 x 12 cm. OLeder mit 2 Metallschließen bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Vorderdeckelschild, zusammen in OLeinenkassette mit goldgeprägtem RSchild. Zürich, Belser, 1989. 220 € Der Renaissance-Künstler Francesco di Giorgio Martini (1439-1501) war ein Zeitgenosse des etwas jüngeren Leonardo da Vinci. Neben Kunstwerken hinterließ er ein bemerkenswertes Werk zur Architektur und Technik. In dem kleinen Skizzenbuch finden sich neben Brunnen, Brücken und Wasseranlagen auch Waffen, Befestigungen, Fahrzeuge sowie Kräne, Hebeanlagen und Pumpen. – Neuwertig.


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________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit 1581 Das Sobieski-Stundenbuch. Les Heures Sobieski der Royal Library auf Schloss Windsor. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 28 x 19 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit 8 goldenen Eckbeschlägen, 2 goldenen Vignitten mit Ligatur im Mittelfeld, 4 goldenen Schließbeschlägen und 2 goldenen Schließen sowie dreiseitigem Goldschnitt bzw. roter OSamtband mit 3 goldgeprägten RSchilden, zusammen in Plexiglasschuber. Luzern, Quaternio, 2016. 5.000 €

ten die Sternzeichen sowie jeweils zwei aufs Genaueste wiedergegebene Ansichten von Landschaften, Städten und Innenräumen, dazu die guten oder schlechten Eigenschaften, die den personifizierten Planeten zugeschrieben wurden. Mit einem Kommentar von Ernesto Milano und Beiträgen von Leandro Ventura und Giancarlo Malacarne. – Nahezu neuwertig. – Anbei: Dokumentationsmappe zu De Sphaera. Mit einem faksimilierten Einzelblatt. 32 x 23,5 cm. Illustrierte OBroschur (leicht fingerfleckig). Luzern, Faksimile Verlag, 1995. - Nahezu neuwertig.

Das ‚Sobieski-Stundenbuch‘ wurde von Margarete von Burgund (13931441) um 1420 in Auftrag gegeben. Sehr wahrscheinlich stellt das Stundenbuch ihr Hochzeitsgeschenk für ihre Ehe mit Arthur III. (13931458), Herzog der Bretagne dar. Die Arbeit zeigt einen Höhepunkt der Pariser Buchmalerei auf und enthält 60 ganzseitige Miniaturen, mehr als 400 dargestellte Szenen sowie 60 großformatige und unzählige kleinere Prachtinitialen. Der Umfang dieser Arbeiten war folglich derart groß, dass sie für einen einzigen Künstler zu umfangreich gewesen wären. Beteiligt waren der Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. – Nahezu verlagsfrisch.

1584 Splendor Solis. 78 D 3 aus dem Besitz des Kupferstichkabinetts in Berlin. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 33,5 x 22 cm. Dunkelrotes OLeder mit kleinem RSchild und Goldprägung bzw rotes OLeinen in roter Samtkassette mit vergoldetem Sonnenmedaillon (R. Mayer, Esslingen). Coron, Gütersloh und München, 2005. 400 €

Abbildung Seite 125

1582 Das spätgotische Musterbuch des Stephan Schriber. Cod. icon. 420 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Die Handschrift, Kommentar und Dokumentation. 3 Bände. 22 x 14,5 cm. OLeinen in OPappschuber. Wiesbaden, Ludwig Reichert, 1981. 150 € Das Musterbuch entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, vermutlich in Württemberg. Musterbücher und -blätter gehörten zum festen Bestand von Meistern und ihrer Werkstätten und dienten als Vorlagen und Anregungen. Stephan Schriber d. Ä., ein Uracher Miniator aus der engsten Umgebung von Eberhard im Bart von Württemberg, fertigte das hier vorliegende Kompendium eines Musterbuches an, um liturgische Bücher zu illuminieren. – Nahezu verlagsfrisch.

1583 De Sphaera. Ms. á.X.2.14 = Lat. 209 der Biblioteca Estense in Modena. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 24,5 x 16,5 cm. Rotes OLeder mit blindgeprägten Deckelfileten und goldgeprägtem Vorderdeckelwappen bzw. OHalbleder zusammen in OPappkassette (leicht bestoßen und mit montiertem Klebeschild) und illustrierte OBroschur. Modena, Il Bulino, 1995. 900 € Eines von insgesamt 999 Exemplaren des faksimilierten, als einem der schönsten Astrologie-Bücher der Renaissance bekannten De Sphaera. Ursprünglich hatte die Schrift keinen Titel, auch gibt sie keinerlei Hinweis auf einen Autor oder den Schreiber. Bekannt ist hingegen der Künstler, der die Illustrationen geschaffen hat: Christoforo de Predis (1440-1486), von Geburt an taubstumm und Buchkünstler am Hof der Sforza in Mailand. Die insgesamt 15 Miniaturen beschreiben die Planeten Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond, die, nach damaliger Vorstellung, die Erde umkreisen. In der astronomischen Handschrift ist auch das Verhältnis zwischen Erdkugel und Himmelssphäre verzeichnet sowie Erklärungen zu den Mondphasen und den Klimakoordinaten. Beigeordnet sind den Plane-

Eines von 998 Exemplaren. „Das 1531/32 datierte Manuskript führt in das Wesen der Alchemie ein und schildert die Zubereitung und Wirkung des Steins der Weisen. Typische alchemistische Prozesse werden beschrieben und in ganzseitigen Miniaturen kongenial ins Bild gesetzt. Dem Buchmaler stellte sich die Aufgabe, die nicht immer leicht nachvollziehbaren und oft vagen Schilderungen in den Traktaten in anschauliche Illustrationen und Bilderzählungen zu übersetzen. Hierbei verlangten die ungewöhnlichen Themen ein hohes Maß an kreativer Intelligenz. Der Buchmaler, dessen Identität bis heute umstritten ist, musste den alchemistisch-profanen Text mit seiner eigenen, an christlicher und mythologischer Kunst orientierten Bilderwelt verknüpfen, was ihm in selten erreichter Perfektion gelang. Bei seinen Neuerfindungen und Kompilationen bediente er sich eines umfangreichen Motivvorrats, den er aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen schöpfte. Neben älteren illuminierten alchemistischen Traktaten, denen er die fachspezifische Hieroglyphik entnehmen konnte, stand ihm vor allem die zeitgenössische Druckgraphik als Repertorium zur Verfügung.“ (Pressemitteilung, Staatl. Museen zu Berlin, 23.06.2005). – Annähernd verlagsfrisch erhalten.

1585 Splendor Solis. Tratado de Alquimia. Ms. All.113 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 30 x 20,5 cm. Goldgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit dreiseitigem Goldschnitt in OLederkassette bzw. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Valencia, Patrimonio, 2009. 3.000 € Eines von 999 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1068). Das Traktat der Alchemie aus dem 16. Jahrhundert umfasst 100 Seiten mit 22 ganzseitigen Miniaturen. Diese stammen von einem Nürnberger Künstler des 16. Jahrhunderts nach Dürer. Hauptthema ist der Stein der Weisen sowie seine Herstellung und Wirkungsweise. – Neuwertig. Abbildung

1586 Splendor Solis oder Sonnenglantz teilet sich in Siben Tractat durch welche beschrieben wird die künstliche wirckunge des verborgenen Steins der Alten Weissen. 68 Bl. Mit 22 ganzseitigen farbigen Tafeln. 31 x 22 cm. 127


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Braunes OKunstleder mit 7 Zierbünden, goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel sowie Rücken- und Deckelvergoldung in illustriertem OPappschuber bzw. OUmschlag. Köln 1972. 80 € Privatdruck aus Anlass des 50 jährigen Bestehens der Krewel Werke. Faksimile der Handschrift in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin. Mit einer Einleitung von Gisela Höhle. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar dieser bedeutenden alchymitischen Handschrift.

1587 Stephan Lochner Gebetbuch 1451. Handschrift 70 der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 11 x 8,5 cm bzw. 21,5 x 17 cm. Blindgeprägtes OSchweinsleder über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen bzw. OPappband mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckel­titel, zusammen in roter OSamtkassette mit montierter Vorderdeckelillustration, in OPappschuber. Lachen am Zürichsee, Coron-Verlag, 1989. 600 € Stephan Lochners (1400-1451) Gebetbuch aus dem Jahr 1451 enthält Gebete für die private Andacht und zur Erbauung des Laien. Die in Köln entstandene Handschrift umfasst 470 Seiten mit 57 historisierten Initialen sowie eine ganzseitige Miniatur. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Stefan Locher Gebetbuch, 1451. Sämtliche Miniaturen der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. 167 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 22,5 x 24,5 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Wiesbaden, Reichert Verlag, 1996. 1588

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1588 Das Stundenbuch des Gerard David. Ms. Vitrinas 12 der Real Biblioteca del Monasterio in San Lorenzo de El Escorial. Horarium flamenco de El Escorial. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 14,2 x 9,5 cm bzw. 21 x 14 cm. Reich blindgeprägtes OLeder (Schliessen leicht oxidiert) mit zwei silbernen Schliessen und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OBroschur in dunkelblauem OSamtschuber (leicht angestaubt). Madrid, Testimonio, (1998) bzw. Münster, Biblioteca Rara, 2003. 1.500 € Das Liber Horarum wurde 1486 von Gerard David gefertigt, der hauptsächlich als Maler von Tafelgemälden tätig war und nur selten Buchmalereien ausführte. Mit der Ausführung der Miniaturen wurde der jüngere Künstler Jannieke Bollengier beauftragt. Die Miniaturen zeigen biblische Szenen und werden von breiten Zierrahmen umfasst. Diese sind angefüllt mit Blüten, Früchten, kleinen Tieren und Insekten, bis hin zu Phantasiefiguren. Die Textseiten sind mit zahlreichen kleinen bunten Initialen ausgestattet. – Nahezu neuwertig. Abbildung

1589 Das Stundenbuch der Sforza. Add. Ms. 34294 der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 13 x 9,5 cm. OSamt über Holzdeckeln mit 2 Metallschließen und dreiseitigem Goldschnitt in Schuber aus Sterlingsilber mit 30 Halbedelsteinen (Amethyst, Lapislazuli, Rosenquarz, Achat, Korallen und Zuchtperlen) und figuraler Pfau mit Email-Lasurfarben bzw. OSamt mit silbergepr. RSchild in OPappschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1994. 1.800 €

Eines von 95 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 1060). Die Handschrift ist eines der größten Werke der Renaissance Buchmalerei. Das Stundenbuch der Sforza mit seinen insgesamt 203 Illuminationen zeichnet sich namentlich dadurch aus, dass die Illustrationen nicht nur von zwei verschiedenen Künstlern stammen, sondern diese in zwei verschiedenen Ländern arbeiteten und sich die beiden - zwischen Beginn und Fertigstellung liegen fast 100 Jahre - vermutlich nie begegnet sind. Begonnen hat das Werk Giovan Pietro Birago, vollendet wurde es von Gerard Horenbout. Ursprüngliche Besitzerin war, so konnte aufgrund von Wappen und Inschriften im Stundenbuch fest­gestellt werden, Bona Sforza, die Gemahlin Galeazzo Maria Sforzas, der von 1466 bis 1476 Herzog von Mailand war. Einen ersten Hinweis auf das Buch findet sich in der Korrespondenz von Birago. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Mark L. Evans. Das Stundenbuch der Sforza Add. Ms. 34294 der British Library in London. 4 Bände. 14 x 10 cm. OUmschlag. Ebenda 1993. Abbildung

1590 Tratado de Aritmética de Lorenzo „El Magnífico“. Das Traktat der Rechenkunst Lorenzos des Prächtigen. Ms. Ricc. 2669 aus dem Besitz der Biblioteca Riccardiana in Florenz. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 17,5 x 12,5 cm 33 x 24 cm. Hellblauer OSamtband über Holzdeckeln mit acht silbernen Eckbeschlägen und silbernem Mittelfeldmedaillon auf den Deckeln in blauer OSamt­ kassette mit silbernem Mittelfeldmedaillon auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Valencia, Ed. Patrimonio, 2002-2003. 900 € Auftraggeber des Kodex‘ war Lorenzo de’ Medici (1449-1492). Er ließ es mit der Intention anfertigen, dass ein Bruder Giuliano, der spätere

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Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ Die Handschrift „zählt zu den berühmtesten und kostbarsten Büchern der Welt und ihre Miniaturen zu den schönsten des Mittelalters“ (Verlagsbroschüre). Sie entstand im Auftrag von Jean de Berry. Die beteiligten Künstler waren die Brüder Limburg und Jean Colombe. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Jean Dufournet. Die ‚Très Riches Heures‘ von Jean, Duc de Berry. 79 S. 32 x 23,5 cm. illustrierter OUmschlag. Köln, Parkland, 2003.

1592 Les Très Belles Heures de Notre-Dame du Duc de Berry. Nouv. acq. lat. 3093 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Faksimile, Kommentar und Kommentarheft. 2 Bände und 1 Heft. 28,5 x 20 cm. Weinrotes OMaroquin über Holzdeckeln mit überaus reicher Rücken- und Deckelvergoldung, Steh- und Innenkantenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel bzw. OUmschlag, zusammen in OPlexiglasschuber (minimal berieben). Luzern, Faksimile-Verlag, 1992. 1.800 € Der ursprünglich erste Teil der Handschrift, die später in das vorliegende Stundenbuch und das Turin-Mailänder Stundenbuch aufgeteilt wurde. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Eberhard König. Die Très Belles Heures von Jean de France Duc de Berry. Ein Meisterwerk an der Schwelle zur Neuzeit. 270 S. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen und 1 Mappe mit 2 faksimilierten Miniaturen. 32 x 24,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem Deckel- bzw. Rückentitel, zusammen in OLeinenschuber. Ebenda 1998. Abbildung

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Papst Leo X., in der Kunst des Bankwesens und Handels unterwiesen wird. Die Handschrift wurde mit 230 Miniaturen von Pedro Berruguete, dem Hofmalers Johannas der Wahnsinnigen und Philipps des Schönen und von der Werkstatt Sandro Botticellis ausgestattet. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 129

1591 Les Très Riches Heures du Duc de Berry. Nr. 65 im Musée Condé in Chantilly bei Paris. Faksimile, Kommentar und 2 Dokumentationsmappe. 2 Bände und 2 Mappen mit 2 eingelegten passepartourierten faksimilierten Monatsblättern bzw. den 12 faksimilierten Monatsblättern. Rotes OMaroquin mit RVergoldung, goldgeprägten Wappen auf den Deckeln und goldgeprägter Bordüre, Steh- und Innenkantenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt bzw. OHalbleder, zusammen in OPlexiglaskassette bzw. OLeinenkassette. Luzern, Faksimile Verlag, 1984. 1.800 € 130

1593 Les très riches heures du Duc de Berry. Manuskript Nr. 65 des Musée Condé Chantilly bei Paris. Die Monatsblätter des Kalenders. 40 x 27,5 cm. 12 Farbtafeln, jeweils unter Passepartout, eingelegt in OLeinenkassette. Luzern, Faksimile Verlag, 1994. 120 € Zweite Auflage. Die Kassette enthält originalgetreue Nachbildungen der zwölf Monatsbilder aus der Handschrift „Les très riches heures“ des Hezogs von Berry. – Wohlerhalten.

1594 Les Très Riches Heures. Das Meisterwerk für den Herzog von Berry. Faksimile und Kommentar in 1 Band sowie faksimiliertes Doppelblatt (fol. 25-26) in Mappe. 29 x 20 cm. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie montierter Deckelillustration bzw. OLeinenmappe, zusammen in OLeinenschuber mit montierter Deckelillustration. Luzern, Quaternio, 2013. 450 € Das Stundenbuch des Herzogs von Berry ist wohl eines der berühmtesten illustrierten Manuskripte des 15. Jahrhunderts. Das Stundenbuch umfasst 208 Blätter, von denen vor allem die Kalenderblätter bekannt sind, da sie einen außerordentlichen dokumentarischen Wert bezüglich der Lebensformen und Anschauungen der damaligen Zeit vermitteln. Der Entstehungszeitraum umfasst die Jahre 1410 und 1416 und wurde von den Brüdern von Limburg angefertigt, jedoch nach deren


________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit Tod von Jean Colombe von 1485 bis 1489 vollendet. – Nahezu verlagsfrisch. – Dabei: I) Eberhard König. Die Très Belles Heures von Jean de France Duc de Berry. Ein Meisterwerk an der Schwelle zur Neuzeit. 270 S. 32 x 24,5 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Wiesbaden, VMA, 2005. - II) Derselbe. Die Belles Heures des Duc de Berry. Sternstunden der Buchkunst. 144 S. 29 x 25 cm. OPappband mit illustriertem OSchutzumschlag. Stuttgart, Theiss und Luzern, Faksimile Verlag, 2004. - III) Die Très Riches Heures des Jean Duc de Berry im Musée Condé Chantilly. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 196 S., 2 Bl. 29 x 20,5 cm. Illustrierter OPappband. München, Prestel, 1989. - IV) Raymond Cazelles und Johannes Rathofer. Das Stundenbuch des Duc de Berry Les Très Riches Heures. Mit einer Einführung von Umberto Eco. 248 S. 32 x 24,5 cm. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel in illustriertem OHalbleinenschuber (leicht berieben). München, Hirmer und Luzern, Faksimile Verlag, 1988. - V) De Très Riches Heures van Jean, duc de Berry. Voowoord door Millard Meiss. 29 x 21 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber (unschön mit Klebefolie überzogen) mit montierter Vorderdeckelillustration. Utrecht und Antwerpen 1973. - VI) Rob Dückers und Pieter Roelofs. Die Brüder van Limburg. Nijmegener Meister am französischen Hof (1400-1416). 447 S. 30,5 x 24,5 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Stuttgart, Belser, 2005. - VII) 54 Postkarten mit Motiven aus den Très Riches Heures, eingelegt in illustrierter OPappschachtel. Nijmegen, 2005. Alle Bände wohlerhalten und sauber.

1595 Trierer Apokalypse. Codex 31 der Stadtbibliothek Trier. Faksimilie und Kommentar. 2 Bände. 26 x 21,5 cm. OPergament mit hs. Deckeltitel bzw. OLeinen, zusammen in OPappschuber (hs. beschriftet und mit Resten von Filmklebung). Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1975. 400 € Codices selecti, Vol. XLVIII. Die älteste und umfangreichste Bilderhandschrift zur Apokalypse. Alle Blätter wurden originalgetreu randbeschnitten. Den Kommentarband verfassten Richard Laufner und Peter K. Klein. – Neuwertig.

1596 Tschachtlans Bilderchronik. Ms. A 120 in der Zentralbibliothek Zürich. Faksimile. 28,2 x 20 cm. Reich blindgeprägtes OSchweinsleder (leicht bestoßen, auf dem Rücken mit montiertem Klebeschild) über abgefasten Holzdeckeln mit zwei punzierten Messingschließen. Luzern, Faksimile Verlag 1986. 1.200 € Eines von 80 römisch numerierten Belegexemplaren, die nicht in den Handel gelangten. Die Tschachtlanchronik stammt aus Bern und ist die Die älteste erhaltene Chronik der Schweiz sowie die erste Stadtchronik in deutscher Sprache. Sie wurde nicht für einen bestimmten Auftraggeber verfasst, sondern als Privatwerk und wurde vom Berner Ratsherrn Benedikt Tschachtlan selbst illuminiert. Seine Chronik war das erste Werk seiner Art, da nie zuvor eine Weltchronik mit Bildern illustriert wurde. Der junge Diebold Schilling, der wohl bekannteste Schweizer Chronist, verwendete Tschachtlans Buch als Grundlage für sein Erstlingswerk. Es wird sogar davon ausgegangen, dass er an der Erstellung des Codex beteiligt war. – Die erste Lage gering gelockert. Ansonsten nahezu verlagsfrisch.

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1597 Das Turnierbuch für René d‘Anjou. Le Pas de Saumur. Codex Fr. F. XIV. Nr. 4 der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 35,5 x 26,5 cm. OHalbleder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1998. 350 € Codices selecti, Vol. CIV, CIV*. Der Codex Fr. F XIV. Nr. 4 der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg ist vollständig als farbiges Faksimile wiedergegeben. Gezeigt wird die großartige Inszenierung eines aufwändigen Ritterspiels „Pas de Saumur“, abgehalten im Sommer 1446. Die Ausstattung der Turnierteilnehmer und ihrer Pferde sowie das Kampfgeschehen werden eindrucksvoll geschildert und illustriert. Der anonyme Autor erhielt den Auftrag sehr wahrscheinlich von René d‘Anjou, der selbst als aktiver Teilnehmer dargestellt ist. – Neuwertig.

1598 Der Ulmer Aesop. Aesops Leben und Fabeln sowie Fabeln und Schwänke anderer Herkunft. Herausgegeben und ins Deutsche übersetzt von Heinrich Steinhöwel. Faksimile und Kommentar. 31,5 x 2,5 cm. 131


Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit _________________________________________________________________________ Blindgeprägter OLederband bzw. OBroschur zusammen in OPapp-Schuber. Ludwigsburg, Edition Libri illustri, 1992-1995. 350 € Eines von 800 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 880). Vollfaksimile des sogenannten Ulmer Aesops, gedruckt bei Zainer in Ulm zwischen 1476 und 1477, nach dem Exemplar der Bibliothek Otto Schäfer, Schweinfurt. – Nahezu verlagsfrisch.

verfasst und auch der Tag ihrer Vollendung wurde schriftlich festgehalten: es ist der 31.10.1467. Insgesamt enthält sie 559 Miniaturen, die dem mittelalterlichen Leser als Zusammenfassung und Illustration der Texte dienten. Für die heutige Forschung stellt die Vorauer Volksbibel damit einen unschätzbaren Wert für eine genaue Vorstellung der damaligen Zeit dar und liefert entscheidende Beiträge zur Realienkunde. – Neuwertig. – Dabei: Ferdinand Hutz. Die Vorauer Volksbibel. Einführung. 40 x 28 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Ebenda 1986. - Wohlerhalten. Abbildung Seite 131

1599 Vergilius Maro, Publius. Bucólicas, Geórgicas y Enaida. Ms. 837 der Biblioteca Histórica de la Universitat de València. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32 x 22,5 cm. Blindgeprägtes OLeder bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel in OLeinenkassette mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Valencia 2001. 1.500 € Das Faksimile vereint die drei Hauptwerke des antiken Dichters Vergil (70 -19 v. Chr.): die Bucolica, die Georgica und die Aeneis. Die hier faksimilierte handgeschriebene Ausgabe, deren Original in der Universitätsbibliothek von Valencia aufbewahrt wird, gehört zu den schönsten und am aufwendigsten illuminierten Vergilhandschriften aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Wahrscheinlich wurde die Schrift für die humanistische Bibliothek des aragonesischen Königshofes in Neapel hergestellt. Bis dato konnten weder der Schreiber noch der Illustrator des Manuskriptes bestimmt werden. – Nahezu verlagsfrisch.

1600 Vom Einfluss der Gestirne auf die Gesundheit und den Charakter des Menschen. Manuskript C54 der Zentralbibliothek Zürich (Nürnberger Kodex Schürstab). Faksimile, Kommentar und Verlagsdokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 30 x 21 cm. OLeder (leicht berieben) bzw. OHalbleder (leicht berieben) mit goldgeprägtem RTitel bzw. OUmschlag. Luzern, Faksimile-Verlag, 19811983. 220 € Hervorragender Faksimiledruck dieser reich bebilderten Handschrift aus dem 15. Jahrhundert mit wichtigen und lehrreichen Abhandlungen aus zwei zentralen Bereichen spätmittelalterlicher Heilkunde: der medizinischen Astrologie (Iatromathematik) und der Gesundheitslehre. – Wohlerhalten.

1601 Vorauer Volksbibel. Codex 273 aus dem Besitz der Stiftsbibliothek Vorau. 4 Faksimiles und 4 Kommentare. Ca. 43 x 30 cm. Blindgeprägtes braunes OLeder mit goldgeprägtem RTitel in OPappschubern bzw. OPappbände mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1990. 1.800 € Codices selecti, Vol. XC. Die Vorauer Volksbibel ist eine sogenannte Bilderbibel. Sie wurde in einer bayerisch-österreichischen Mundart

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1602 Die Vorauer Volksbibel. Buch Exodus des Codex 273 der Stiftsbibliothek Vorau. Faksimile und Vorwort von Ferdinand Hutz in 1 Band. 40,5 x 29 cm. Braunes OLeinen mit goldgeprägtem RTitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1986. 35 € „Die ‚Vorauer Volksbibel‘ aus dem Jahr 1467 zählt zu den schönsten und wertvollsten Historienbibeln des Spätmittelalters. Die Volks- oder Historienbibel ist eine Literaturgattung des ausgehenden Mittelalters, die den biblischen Erzählstoff möglichst vollständig und frei bearbeitet in volkstümlicher Sprache darbietet. Sie behandelt in erster Linie das Alte Testament.“ (Klappentext). – Nahezu verlagsfrisch

1603 Weihnachtsmissale Alexanders VI. Handschrift Borg. lat. 425 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar sowie 1 faksimiliertes Blatt. 2 Bände. 46,5 x 32,5 cm bzw. 24 x 16,5 cm. OLeder über Holz­ deckeln mit goldgeprägten Eckfleurons und 2 Schließbeschlägen in Muschelform sowie 2 Schließen bzw. OLei­nen mit goldgeprägtem RTitel. Zürich, Belser, 1986. 1.200 € Codices e Vaticanis selecti quam simillime expressi iussi Iannis Pauli PP II consilio et opera curatorum Bibliothecae Vaticanae, Vol. LXIII. Das Weihnachtsmissale Papst Alexanders VI., dem berüchtigten Borgia-Papst, entstand am Ende des 15. Jahrhunderts, er selbst war der Auftraggeber und las es zur Messe. Auch heute noch wird der Codex zur Weihnachtsmessse im Petersdom gelesen. – Neuwertig. Abbildung

1604 Weissagungen über die Päpste. Vat. ross. 374. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Hellbraunes OLeder (mit minimaler Schabspur auf dem Vorderdeckel) mit reicher Braun- und Goldprägung bzw. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenkassette mit montierter farbiger Deckelvignette. Zürich, Belser, 1985. 100 € „Die Weissagungen über die Päpste“ entstanden zwischen 1410 und 1415 in Venedig. Illustriert wurden die 15 Prophezeiungen des Joachim de Fiore (1135-1203) sowie 15 weitere Weissagungen aus dem frühen 14. Jahrhundert mit 30 Miniaturen auf tiefblauem Hintergrund. Mit einer Einführung von Robert E. Lerner und Robert Moynihan. – Verlagsfrisch


________________________________________________________________________ Herbst des Mittelalters und Aufbruch in die Neuzeit

1603

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1606

16. Jahrhundert – Handschriften und Drucke der Renaissance 1605 Das Ältere Gebetbuch Maximilians I. Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat des Codex Vindobonensis 1907 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 23 x 17 cm. OLeder (minimal berieben) über Holzdeckeln mit Pergamentrückenschild und blindgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1973. 80 €

RTitel und goldgeprägter Bordüre und goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel und illustriertem OUmschlag. Valencia, Ed. Patrimonio, 2005-2007. 1.500 €

Codices selecti, Vol. XXXIX. „Zweifellos hat Maximilian auf die text­ liche Gestaltung seines Gebetbuches unmittelbaren Einfluss genommen, wodurch die Handschrift zu einem interessanten Dokument der persönlichen Religiösität des Herrschers wurde“ (S. 12). – Wohlerhalten.

Der Atlas Karls V. (1500-1558), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Spanien, wurde um 1542 von dem Kartographen Battista Agnese (1500-1564) in Venedig angefertigt und mit wunderbarem Buchschmuck von Giulio Clovio vervollständigt. Der Magellans-Atlas aus dem Haus Bourbon wurde wenige Jahre später ebenfalls von Agnese angefertigt. Mit dem mehrsprachigen Kommentar, der sich u. a. den Atlanten und dem Werk von Battista Agnese widmet. – Nahezu verlagsfrisch.

1606 Atlas de Carlos V und Atlas de Battista Agnese. Cod. Z 3 / 2 John der Carter Brown Library in Providence bzw. Ms. Res. 176 der Spanischen Nationalbibliothek in Madrid. Faksimiles und Kommentar. 3 Bände. 24 x 15,5 cm. bzw 20,5 x 14 cm. Reich goldgeprägtes rotes OMaroquin in roter OSamtkassette mit goldgeprägtem

1607 Ambraser Heldenbuch. Vollständige FaksimileAusgabe im Originalformat des Codex Vindobonensis Series Nova 2663 der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile und Kommentarheft. 2 Bände. Mit zahlreichen, teils montierten farbigen Text- und Bildseiten. 52 x 38 cm

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Abbildung


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance bzw. 34 x 24 cm. Hellbraunes OKalbsleder (leichte Kratzspuren) mit blindgeprägtem Rückentitel und VDeckel­ vignette bzw. gelbe OBroschur inneliegend. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1973. 300 € Codices selecti, Vol XLIII. Großformatiges Faksimile des sogenannten Ambraser Heldenbuchs, der bedeutenden Zusammenstellung von Heldenepen des Hochmittelalters aus dem 12. und 13. Jahrhundert, in dem sich auch Texte des Nibelungenlieds und des Kudrunlied fanden, ferner Hartmanns von Aue, Erec, Biterolf und Dietleib sowie das Klagebüchlein oder Meier Helmbrecht. Auftraggeber war Kaisers Maximilian I. (1504-1516), der die Texte von dem Zollschreiber Hans Ried in Bozen sammeln und in kalligraphischer Schrift auf Pergament aufschreiben ließ. Heute befindet sich der einst auf Schloss Ambras in Tirol aufbewahrte Prachtkodex in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Signatur Cod. Ser. nova 2663). Der Kommentar stammt von Franz Unterkircher. – Gut erhalten.

1608 Artzney Buch des Christoph Wirsung. Ms. Stamp. Pal. II. 491 aus dem Besitz der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 31,5 x 20 cm. Reich farbig- und goldgeprägtes OLeder mit floralen Elementen und dreiseitigem, punzierten Goldschnitt sowie goldgeprägten Steh- und Innenkanten bzw. goldgeprägtes OLeder in OAcrylglasschuber mit goldgeprägtem RTitel und 4 goldenen Messingfüßen in farbig illustrierter OTragekassette. Knittlingen, Biblioteca Apostolica Vaticana, (2009). 600 €

1610 Bening, Simon. Das Blumen-Stundenbuch. Le livre d‘heures aux fleurs. Clm 23637, Bayerische Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 16,5 x 11,5 cm bzw. 32 x 23 cm. Blutroter OSamt mit 2 jeweils 3-teiligen schweren geschmiedeten Metallschließen aus vergoldetem 925-Sterlingsilber mit zahlreichen bunten Kaltemail-Elementen und gefassten bunten Rubinen, dreiseitiger Goldschnitt bzw. OSamt, zus. in OPlexiglasschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1991. 800 € Eines von 290 arabisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den mit „echten Rubinen“ und Kaltemail gezierten massiven Silberschließbeschlägen (Gesamtauflage: 980). Originalgetreue Nachbildung der Bilderhandschrift Clm 23637 in der Bayerischen Staatsbibliothek München, mit Kommentar von Bodo Brinkmann und Eberhard König. Das kurz nach 1520 in Gent oder Brügge entstandene Stundenbuch mit Streumustern von Blumen und Vögeln auf jeder Textseite und 70 Miniaturen wird dem flämischer Miniaturenmaler Simon Bening (1483-1561) zugeschrieben. – Nahezu tadellos frisch und sauber. Abbildung

1611 Bening, Simon. Flämischer Kalender. Clm 23638 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile, Kommentar und Transkription und Übersetzung. 2 Bände und 1 Heft. 14 x 10,5 cm bzw. 21 x 15 cm. Violetter

Eines von numerierten 950 Exemplaren (Gesamtauflage: 960). Christoph Wirsungs (1500-1571) Arbeiten am Artzney Buch dauerten bis ins Jahre 1568 an. Das von ihm verfasste medizinische Nachschlagewerk in frühem Neuhochdeutsch umfasst über 46 Jahre gesammelter therapeutischer Anweisungen und Rezepturen Wirsungs. Das umfassende medizinische Werk ist ein Ratgeber zur Selbstmedikation, eine populäre Rezeptsammlung „für den gemeinen Mann“. Christoph Wirsung überreichte das »Artzney Buch« im Jahre 1571 dem in Heidelberg residierenden Pfalzgrafen Kurfürst Friedrich III. als Geschenk, der es aufwändig einbinden ließ. Ein goldener Mantel umgab nun den Textband, ein Prachteinband, hergestellt von dem aus Frankreich vertriebenen Hugenotten Guillaume Plunion. Plunions Einband repräsentiert einen völlig neuen, ornamentalen Stil in der pfalzgräflichen Buchbindekunst. – Nahezu verlagsfrisch.

1609 Bartisch, Georg. Ophthalmodouleia, das ist Augendienst. Neuer und wohlbegründeter Bericht von Ursachen und Erkenntnis aller Gebrechen Schäden und Mängel der Augen und des Gesichtes. 644 S. Mit 92 blattgroßen Holzschnitt-Illustrationen. 32,5 x 21,5 cm. OKunstleder mit Begleitheft in OPappschuber. Dresden 1583 (Faksimile: Hannover, Edition Rari Libri, 1983). 150 € Eines von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Gesamtauflage: 1050). – Nahezu tadellos. 1610

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Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________

1619

OSamtband über Holzdeckeln mit 8 silbernen Eckbeschlägen und sternförmiger silbener Vignette auf den Deckeln bzw. OSamtband bzw. OUmschlag (mit kleiner Quetschfalte in der unteren Ecke), zusammen in OPlexi­ glas­schuber (gering berieben). Luzern, Faksimile Verlag, 1987. 600 € Simon Benings Flämischer Kalender, der aus dem Kalenderteil eines Stundenbuches besteht und somit ein Fragment ist, stellt einen der schönsten Landschaftszyklen innerhalb eines Kalenders überhaupt dar. Er ist nicht nur ein Meilenstein flämischer Buchmalerei des 16. Jahrhunderts, sondern auch ein Höhepunkt in Benings künstlerischer Entwicklung als Landschaftsilluminator. – Wohlerhalten.

1612 Biblia germanica. - Die Bibel oder die ganze heilige Schrift. Band 1 (alles Erschienene). 967 S. Mit farbiger Titelbordüre und zahlreichen farbigen Illustrationen. 30,5 x 21 cm. Reich blindgeprägtes OLeder (leicht bestoßen und bekratzt). Berlin, Wegweiser, (1927). 80 € Nachdruck der Ausgabe von 1545, der mit dem Bilderschmuck der 1541 erschienenen Ausgabe, zum Zeitpunkt des Drucks im Besitz der Preußischen Staatsbibliothek, bereichert wurde. Die Veröffentlichung wurde für die Mitglieder des Volksverbandes für Bücherfreunde veranlasst. – Minimal gebräunt, im Rand leicht stockfleckig.

1613 Die Bibel Ludwigs des Heiligen. Ms. M. 240 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36,5 x 24,5 cm. Blindgeprägtes OLeder in OLeinenkassette bzw. OLeinen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1995. 350 € 136

Codices selecti, Vol. CII, CII*. Eines von 250 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1280), bei dem „die Goldpartien des Originals im Faksimile mit Echtgoldauflagen versehen“ wurden (Druckvermerk). Faksimile der wohl im 16. Jahrhundert herausgetrennten letzten acht Seiten der dreibändigen ‚Bible moralisée‘ von Toledo. Die prachtvolle Bibel Ludwigs IX., des Heiligen, gelangte noch zu seinen Lebzeiten (1226-1270) nach Toledo.

1614 Bilder-Pentateuch von Moses dal Castelazzo, Venedig 1521. Cod. 1164 aus dem Jüdischen Historischen Institut in Warschau. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 19,5 x 24,5 cm. OLeinen bzw. OUmschlag (leichte Randläsuren). Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1983-1986. 90 € Die jüdische Bilderbibel stellt die Erzählungen der ersten fünf Bücher Mose bildlich dar. – Neuwertig.

1615 Das Blumengebetbuch der Renée de France. Lat. 614 der Biblioteca Estense Universitaria in Modena. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 13 x 9,5 cm. Roséfarbener OSamtband über Holzdeckeln mit silbergestickter Wappenligatur auf den Deckeln mit 4 Bindebändern und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OUmschlag, zusammen in blindgeprägter OLederkassette (Rücken minimal berieben). Luzern, Faksimile Verlag, 1998. 600 € Das „Blumengebetbuch der Renée de France“ gilt als eines der wertvollsten Stundenbücher des frühen 16. Jahrhunderts. Es wurde zur Erziehung der jungen Königstochter in religiösen Dingen verfasst. Als die Inquisition Renées (1510-1574) Bücher verbrannte, blieb es verschont. Während einer Austellung im Jahre 1994 wurde die Handschrift gestohlen und ist bis heute verschwunden. – Neuwertig. Abbildung


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance 1616 Braun, Georg, und Frans Hogenberg. Beschreibung und Contrafactur der vornembster Stät der Welt 1574-1618. Civitates Orbis Terrarum. Faksimile und Kommentar. 6 Bände und 6 Hefte. 40,5 x 27 cm. OKunstleder mit reicher ornamentaler Goldprägung bzw. OUmschlag, zusammen in OPappschuber (stellenweise etwas gebräunt und lichtrandig, teils gering berieben). Plochingen, Müller und Schindler, 1969. 750 € Eines von 300 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Leder. Das sechs Bände umfassende Werk entstand zwischen 1572 und 1618 und umfasst rund 1600 Seiten mit über 600 Stadtplänen und Ansichten. Unter dem Titel „Civitates orbis terrarum“ wurden Ansichten aller größeren und bedeutenden Städte in Europa, Asien, Afrika und Amerika gezeigt. – Neuwertig.

1617 Braun, Georg und Frans Hogenberg. Beschreibung und Contrafactur der vornembsten Stät der Welt. 6 Bände (ohne die Kommentare). Mit zahlreichen Textabbildungen. 41 x 27 cm. Braune OLederbände (schwach berieben) mit reicher Goldprägung auf den Deckeln. Plochingen und Stuttgart, Müller und Schindler, 1965-1970. 600 € Eines von 300 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder. Das sechs Bände umfassende Werk entstand zwischen 1572 und 1618 und umfasst rund 1600 Seiten mit über 600 Stadtplänen und -Ansichten. Unter dem Titel „Civitates orbis terrarum“ wurden Ansichten aller größeren und bedeutenden Städte in Europa, Asien, Afrika und Amerika gezeigt. – Exemplar ohne die Kommentarhefte und die Schuber. 1615

1618 Breviarium Grimani. Faksimileausgabe der Miniaturen und Kommentar. Hrsg. von A. Grote. 105 S., 2 Bl. Mit 110 Farbtafeln u. 35 Abbildungen. 28 x 21 cm. Rotes OLeinen (mit kleinem Fleck auf dem Rücken) mit RTitel und goldgeprägtem Vorderdeckeltitel. Berlin, Gebrüder Mann, 1973. 90 € Teilfaksimile des bedeutenden Breviarum Grimani, dem schon wegen seines ungewöhnlichen Umfangs von 831 Pergamentblättern besondere Bedeutung zukommt. – Neuwertig.

1619 Cancionero de Juana la Loca. Das Liederbuch Johannas der Wahnsinnigen. Hs. IV 90 der Bibliothèque royale de Belgique in Brüssel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 8,5 x 10,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 2 Bindebändern in OSamtkassette mit goldgeprägtem RTitel und goldener Wappenvignette auf dem Vorderdeckel. Valencia, Ed. Patrimonio, 2007. 450 € Codices Selecti, Vol. CIX, CIX*. Das Liederbuch Johannas I. von Kastilien, auch die Wahnsinnige genannt, enthält auf 60 Seiten Lieder von verschiedenen Komponisten, mit lateinischem, französischem oder

niederländischem Text, die von so verschiedenen Themen wie Liebe und Verlangen, Untreue und Traurigkeit, aber auch religiösen Sujets handeln. Die Miniaturen schuf der Brügger Künstler Alexander Bening, der originale Einband stammt von dem Brügger Buchbinders Louis Bloc. – Neuwertig. Abbildung

1620 Codex Germanicus. Cod. germ. 3 Codex der Universitätsbibliotek Budapest. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 13 x 9,5 cm. Goldgeprägtes OLeder mit dreiseitigem Goldschnitt über Holzdeckeln bzw. OHalbleinen mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in goldgeprägter OSamtkassette (minimal berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Budapest, Helikon Verlag, 1993. 150 € Der Codex vom Anfang des 16. Jahrhunderts wird von sieben ganzseitigen kolorierten Holzschnitten geziert. Die gedruckte Vorlage, ein Gebetbuch, entstand zwischen 1520 und 1521 in zwei Ausgaben in Augsburg bei dem Drucker Johann Schönsperger. – Neuwertig.

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Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________ 1621 Codex picturatus Balthasaris Behem. Der Krakauer Behaim-Codex der Biblioteki Jagiellonskiej. Faksimile, 1 Band. 33 x 23 cm. OLeder (minimal berieben) über Holzdeckeln mit blindgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel und 2 Schließen in OHalbleinenschuber (etwas berieben). Krakau 1988. 300 € Eines von 1500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Die Handschrift wurde 1505 von dem Krakauer Stadtschreiber Balthasar Behem in deutscher Sprache mit gotischen Buchstaben verfasst und behandelt die Privilegien und Statuten der Stadt Krakau sowie die dort ansässigen Gilden und Zünften. – Wohlerhalten. – In Fotokopie beiliegend: Friedrich Winkler. Der Krakauer Behaim-Codex. 124 S. 29,5 x 20,5 cm. Modernes Halbleinen. Berlin, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, 1941.

1622 Cranach, Lucas d. Ä. Einblattholzschnitte. Siebzig Faksimile-Drucke in drei Mappen. Mit 4 Begleitheften. 54,5 x 40 cm. OPappmappen mit RTitel und montiertem Titelschild auf den Deckeln in OLeinenschuber (minimal bestoßen, winziger Kantenabrieb) mit montiertem Titelschild. München, Karl Thiemig, 1972 160 € Faksimile eines Großteils der graphischen Meisterwerken Lucas Cranachs des Älteren (1472-1553). – Sehr sauber und frisch.

1624

1623 Das Croy-Gebetbuch. Codex 1858 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommen­ tar. 2 Bände. 20 x 14,5 cm. Brauner Lederband mit reicher Blindprägung mit vergoldeten Beschlägen, Schmuckschließen und Goldschnitt bzw. OHalblederband mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in Plexiglasschuber. (Luzern, Faksimile Verlag, 1993). 450 € Eines von 980 numerierten Exemplaren. Faksimile des Gent-Brügger Prachtstundenbuchs aus der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Codex 1858). Das in Form eines Stundenbuch gestalteten Gebetbuchs ist neben einem Kalendarium, religiösen Texten, Gebeten und Andachten, mit 58 farbenprächtigen Miniaturen von Gerard Horenbout und Simon Bening ausgestattet. Auftraggeber für die aus dem 16. Jahrhundert stammende Handschrift war vermutlich eine Dame am burgundisch-habsburgischen Hofe. Seinen Namen erhielt das Werk von dem Patrizier Guillaume de Croy, dessen Namenseintragung sich in der Handschrift findet. Der Einband ist dem Original-Ledereinband mit reichem Rollen- und Stempeldruck aus der Werkstatt des Brügger Buchbinders Ludovicus Bloc (gest. 1529) nachempfunden. Kommentar von Otto Mazal und Dagmar Thoss, in Deutsch und Französisch. – Neuwertig.

1624 Da Costa-Stundenbuch. Ms. M 399 aus dem Besitz der Morgan Library & Museum in New York. Faksimile. 17 x 12 cm. Dunkelgrünes Wildleder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel, 2 Metallschließen und dreiseitigem punzierten Goldschnitt in OLederkassette mit reichem Golddruck. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2010. 2.200 € 1624

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___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance

1625

Codices selecti CXVI. Eines von 99 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 480), die mit „einer getreuen Reproduktion der Originalschliessen versehen“ (Druckvermerk) wurden und darüber hinaus eine exakte Nachbildung der ursprünglichen Kassette haben. Das Da Costa-Stundenbuch ist eine der ersten Handschriften von Simon Bening (um 1483-1561), der sie um 1515 in Gent/ Brügge auf Wunsch eines spanischen Auftraggebers schuf. Später kam sie in den Besitz von Don Alvaro da Costa (1470-1540), dem Waffenmeister und Kämmerer des portugiesischen Königs Manuels I. Es gilt als das das wohl größte Frühwerk des Künstlers. Besondere Bedeutung für die Ausstattung des Codex‘ spielte Benings Kenntnis der Bildsprache. Die über 121 Miniaturen erforderte viele verschiedene kompositorische Modelle. Darüber hinaus zeigen auch die Kalenderbilder Benings kaum unübertreffliches Niveau: Er hob ihre landschaftliche Tiefe und die atmosphärische Gestaltung hervor und vollendete sie. Während manche der Miniaturen eine kritische Auseinandersetzung mit den bisherigen Errun­ genschaften der zeitgenössischen und bereits bestehenden Buchmalerei bieten, geben andere bereits einen Ausblick auf die großen letzten Zeugnisse der glorreichen Tradition der niederländischen Buchmalerei. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildungen

1625 Das deutsche Gebetbuch der Markgräfin von Brandenburg. Handschrift Hs. Durlach 2 der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Faksimile, Kommentar und Verlagsdokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 15 x 11 cm. Schwarzes OVeloursleder mit 8 Messingbuckelbeschlägen und 2 emaillierten Mittelstücken mit Wappen und dreiseitigem Goldschnitt, zusammen in Plexiglasschuber bzw. OLeinenmappe. Luzern, Faksimile-Verlag, 2002. 900 €

Die Handschrift wurde 1520 anlässlich der Hochzeit Susannas von Bayern mit Casimir, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, fertiggestellt und nach ihren Wünschen konzipiert: 47 großformatige, eindrucksvolle Miniaturen illustrieren den Text. – Neuwertig. Abbildung

1626 Die eidgenössische Chronik des Wernher Schodoler, um 1510 bis 1535. Ms. 2 des Stadtarchivs Bremngarten und MsZF 18 der Aargauischen Kantonsbibliothek in Aarau. Faksimile (Bände II-III (von 3)) und Kommentar. 3 Bände . 40 x 28 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik, 2 Schließen, 8 Messingeckbeschlägen und 2 metallischen Mittelfeld­ vignetten bzw. blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik und 2 Schließen, jeweils in OLeinenschuber bzw. OHalbleinen. Luzern, Faksimile Verlag, 1980-1981. 450 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1060). Die an sich dreibändige Bilderchronik wurde von dem Schriftsteller und Buchmaler Wernher Schodoler verfasst. Die vorliegenden Bände befassen sich mit der Entwicklung der Eidgenossenschaft, Band II im Besonderen mit der Historie des Alten Zürichkrieges, Band III thematisiert den Mühlhausenkrieg, den Burgunderkrieg, den Schwabenkrieg und die italienischen Feldzüge. – Ohne den Band eins der Faksimilie-Reihe. Neuwertig.

1627 Das Farnese-Stundenbuch. Ms. M. 69 der Pierpont Morgan Library in New York. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 17,5 x 11 cm. Rote OSeide mit schwerem vergoldetem Silberdeckel und dreiseitigem Gold139


Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________ lons auf dem VDeckel sowie 5 Zinnfüßen auf dem Rückdeckel und 2 ziselierten Zinn-Schließen und OPappband. Leipzig, Edition Leipzig, 1983. 1.200 € Eines von 800 nummerierten Exemplaren. Mit außerordentlichem Aufwand hergestelltes Faksimile des Originals in der Universitätsbibliothek Jena. Mit beiliegendem Kommentarband und Zertifikat. – Frisches Exemplar. Ohne die zusätzliche OLeinenkassette. Abbildung

1629 Das Fest-Epistolar Friedrichs des Weisen. Handschrift Ms. El. f. 2 aus dem Besitz der Universitätsbibliothek Jena. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Der Kommentarband hrsg. von Rainer Behrends, mit Kommentaren von Irmgard Kratzsch und Rainer Behrend. 35 x 25 cm. OHalbleder bzw. OPappband mit goldgeprägtem Rückenund Vorderdeckeltitel in OPappschuber. Leipzig, Edition Leipzig, 2005. 80 € Seit 1547 bewahrt die Universitätsbibliothek Jena eine auf Pergament geschriebene Perikopenhandschrift, die um das Jahr 1507 entstanden, auf. Die Prunkhandschrift wurde in der Werkstatt des Nürnberger Malers und Miniaturisten Jakob Elsner (gest. 1517) für den Kurfürsten Friedrich den Weisen (1463 - 1525) gefertigt. Sie enthält drei ganzseitige Miniaturen und 17 geschmückte Textseiten. In den Bordüren finden sich Hinweise auf Federzeichnungen Albrecht Dürers. – Nahezu verlagsfrisch.

1627

schnitt bzw. OLeinen, in OLeinenkassette (gering angestaubt und berieben). Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2001. 1.500 € Codices selecti, Vol. CVI, CVI*. Eines von 100 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, die in Seide gebunden wurde und „mit einer getreuen Reproduktion der vergoldeten Silberdeckel des Ori­ginaleinbandes versehen“ (Druckvermerk; Gesamtauflage: 820). 1546 wurde dem Kardinal Alessandro Farnese (1520-1589) sein in Auftrag gegebenes Stundebuch überreicht, das der namhafte Miniaturist Giulio Clovio (1498-1578) anfertigte. Von Bedeutung sind bei dem Stundenbuch neben seinem Entstehungskontext vor allem die höchst qualitätvolle Ausführung. – Neuwertig. Abbildung

1628 Das Fest-Epistolar Friedrichs des Weisen. Ms. El. F. 2 aus dem Besitz der Universitätsbibliothek Jena. Fak­ simile und Kommentar. 2 Bände. 35 x 25 cm. Schwarzer OSamtband über Holzdeckeln mit abgefasten Kanten und 8 Eckbeschlägen, farbig lithographierter Deckelminiatur unter Glas, 4 gegossenen und farbig bemalten Zinn-Wappen, ferner 4 gegossenen figürlichen Zinn-Reliefmedail1628

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___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance 1630 Die Fibel der Claude de France. MS 159 The Fitzwilliam Museum, Cambridge. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26,5 x 17,5 cm. Braunes OMaroquin mit 2 DSchildern und dreiseitigem Goldschnitt, Innendeckel mit rotem Maroquinbezug bzw. blaues OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel in zweiteiligem Leinenschuber (leicht angestaubt) mit goldgeprägtem RSchild. Luzern, Quaternio, 2012. 1.500 € Eines von 980 arabisch nummerierten Exemplaren im Handel (Gesamt­ auflage: 1060). Faksimile des prachtvoll illuminierten Pergament-Codex der Fibel der Claude de France, eines Leselernbuchs, in dem das Alphabet in teils verschiedenen Buchstabenvariationen, sowie die wichtigsten christlichen Gebete enthalten sind. Die Handschrift enthält zwei ganzseitige und 36 kleinere Miniaturen, jeweils in prachtvollem Renaissancerahmen aus feinstem Pinselgold. Der Kommentar zur Faksimile-Edition von Roger S. Wieck, Cynthia J. Brown, Eberhard König. – Nahezu tadellos. Abbildung

1631 The Fitzwilliam Book of Hours. Ms. 1058-1975 aus dem Fitzwilliam Museum in Cambridge. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 19,5 x 13,2 cm. Mit Goldfaden durchwebter OSeidenband mit dreiseitigem Goldschnitt bzw. OHalbleinen mit goldgeprägtem RTitel in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RTitel. London, Folio Society, 2009. 800 €

1630

Die zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Brügge entstandene Handschrift wurde für einen unbekannten Auftraggeber geschaffen. Auch seine weitere Geschichte und Provenienz bleibt geheimnisvoll. 1975 gelangte es in die Sammlung des Fitzwilliam Museum in Cambridge, wo es eines der Schmuckstücke dieser bedeutenden Handschriftensammlung darstellt. Bekannt ist hingegen, dass mehrere bedeutende Miniaturisten der Zeit an der Handschrift beteiligt waren. Neben dem Meister des Dresdner Stundenbuchs (um 1480-1515 in Brügge tätig), dem Meister von James IV. von Schottland (um 1488-1525) und dem Meister von St. Michael ist vor allem der sogenannte Meister des Add. MS. 15677 zu nennen, der seinen Namen von einem ihm zugeschriebenen Manuskript in der British Library erhielt. Abbildung

1632 Das Flämische Stundenbuch der Maria Medici. Faksimile des Ms. Douce 112 der Bodleian Library in Oxford. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21 x 13,5 cm. Roter OSamt mit reicher Stickerei in Silber und Seide bzw. OLeinen mit goldgeprägten Titeln in OAcrylglasschuber. Luzern, Quaternio, 2011. 3.000 € Eines von 680 arabisch numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 740). Das Flämische Stundenbuch der Maria Medici wurde in den Jahren 1515 bis 1520 in Gent oder in Brügge gestaltet. Der Buchmaler ist nur als „Meister der Davidszenen im Breviarium Grimani“ bekannt. Besonderes Merkmal dieses Stundenbuches sind die hervorragend gestalteten perspektivischen Bildräume der Miniaturen. Neben den vielen 1631

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Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________

1632

Miniaturen und reich ausgestatteten Bordüren sind die teilweise großflächigen und gemäldeartigen Bilder besonders hervorstechend. Das flämische Stundenbuch ist heute unter dem Namen seiner späteren Besitzerin bekannt, der Königin Maria von Medici. Auf der Innenseite des Vorderdeckels ist vermerkt, dass Maria das Werk in Köln liess,

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wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte. Dort erwarb es der englische Buchsammler Francis Douce, mit dessen Nachlass die Handschrift 1834 an die berühmte Bodleian Library in Oxford überging. – Nahezu neuwertig. Abbildung


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance 1633 Fuchs, Leonhart. New Kreüterbuch der Universitätsabibliothek in Basel. Faksimile, 1 Band. 35,5 x 22 cm. OLeder mit goldgeprägtem RTitel, goldgeprägter Doppelfilete auf den Deckeln und Kopfgoldschnitt in flexiblem Pappschuber (Einriss am unteren Kapital). Darmstadt, Facsimilia Art & Edition, 1989. 400 € Leonhart Fuchs (1501-1566) war ein deutscher Mediziner, Übersetzer, Herausgeber, Kommentator, Hochschullehrer und Botaniker des Humanismus. Bekanntheit und Ruhm erlangte er mit seinen Kräuterbüchern und frühen Lehrwerken. Sein erstes Kräuterbuch das „New Kreüterbuch“ erschien 1543. – Neuwertig.

1634 Das Gebetbuch des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg. Ms. math 50 aus dem Besitz der Universitätsbibliothek in Kassel. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 27 x 19 cm. Reich gold- und blindgeprägtes helles Schweinsleder über Holzdeckeln mit 4 dunkelroten Schließbändern bzw. weißes OLeinen mit goldgeprägtem RTitel und Vorderdeckelillustration in goldgeprägter OLederkassette. München, Coron, 2006. 600 € Das Gebetbuch wurde, wie der Name bereits verrät, von Herzog Johann Albert I. von Mecklenburg (1525-76) in Auftrag gegeben. Nachdem er die Blätter mit Miniaturen von Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon sowie Sebald Beham, von seinem Onkels, Kardinal Albrecht von Brandenburg erbte, vereinte er sie und ließ sie in einen Band binden. Im Gegensatz zu üblichen Stundenbüchern, liegt der Fokus bei diesem Gebetbuch auf der bildlichen Ausstattung. Nur wenig Text begleitet die Miniaturen.

1635 Das Gebetbuch Karls V. Codex vindobonensis 1859 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 15 x 8,5 cm. Grüner OSamtband über Holzdeckeln bzw. OUmschlag in OLeinenkassette mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1976. 200 € Codices selecti, Vol. LVII. Das ältere Gebetbuch Kaiser Karls V. ist zwischen 1516 und 1519, als Karl noch König war, entstanden. Es ist mit 76 Miniaturen aus der Gent-Brügger-Schule ausgestattet, die ein nicht bekannter Meister geschaffen hat. – Neuwertig.

1636 Das Gebetbuch Kurfürst Maximilians I. von Bayern. Bayerische Staatsbibliothek München Clm 23640. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21 x 13,2 cm bzw. 14 x 9 cm. Rote Duchesse-Naturseide mit 9 Messingbuckeln, 2 Schließen und Goldschnitt bzw. OHalbpergament, zus. in 36,5 x 26,5 cm großer blauer OLeinen-Kassette. Frankfurt und Stuttgart, S. Fischer bzw. Müller & Schindler, 1986. 1.200 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren der Gesamtauflage des besonders sorgfältig hergestellten Faksimilebandes. Wiedergabe der

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Goldpartien in Handvergoldung mit 23½ Karat. Kommentarband mit Beiträgen von Rupert Hacker, Erwin Arnold, Thea Vignau, Keith Andrews, Lorenz Seelig, Angela Rossmann und Walter Brandmüller. – Frisches Exemplar.

1637 Gent-Brügger Kodex. Cod. lat 205 der SzéchéyiNationalbibliothek in Budapest. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 8,5 x 5,5 cm. Goldbedruckter OLederband bzw. illustrierter OUmschlag in illustrierter OPappkassette. Budapest, Helikon Kiadó, 1986-1989. 120 € Das flämische Stundenbuch ist in der Zeit um 1500 entstanden. Weder der Auftraggeber noch die Buchmaler konnten bisher zweifelsfrei von der Forschung identifiziert werden. Möglicherweise ist der Codex im Umfeld der Familie Bening angefertigt worden. – Wohlerhalten.

1638 Gesner, Conrad. Das Vogelbuch. Das Thierbuch von Conrad Gessner. Faksimiles. 2 Bände. 40 x 26 cm. Reich blindgeprägtes hellbraunes OKalbsleder (nur minimal angestaubt) über 6 Doppelbünden und schweren abge143


Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________

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fasten Holzdeckeln in OHalbleder-Schuber mit Leinenbezug, Lederrücken (leicht beschabt) und silbergeprägten RTiteln. Zürich, Josef Stock-Schmid, 1965-1969. 500 € Eines von 465 nummerierten Exemplaren (Gesasmtauflage: 500). Das Thierbuch als Nachdruck der „Froschauer-Ausgabe aus dem Jahre 1563“, der „am 13. Dezember 1965, dem vierhundertsten Todestag des bedeutendsten Zürcher Arztes und Naturforschers im 16. Jahrhundert, als Faksimiledruck ... von Josef Stocker-Schmid, Dietikon-Zürich, herausgegeben“ wurde. Das Vogelbuch „wurde am 20. Oktober 1969 als Faksimiledruck nach der ersten deutschen Froschauer-Ausgabe aus dem Jahre 1557“ herausgegeben. Mit kraftvollen Reproduktionen der zahlreichen Textholzschnitte im Zinkätzungs-Klischeeverfahren, geduckt „auf Weiss Ingres-Büttenpapier der Hahnemühle Dassel“. – Tadellos frisch und herrlich gebunden.

1639 Glockendon, Gabriel. Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg. Codex 1847 der Österrei­ chischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 23,5 x 18 cm. OLeder mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung sowie goldgeprägten Ini­tialen auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen, zusammen in OLederkassette mit goldenem Wappenmedaillon auf dem Vorderdeckel. Gütersloh, Coron Verlag, 2008. 800 € Eines von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 499). Zwischen 1536 und 1537 entstanden im Auftrag des Kardinals Albrecht von Brandenburg drei Abschriften einer gedruckten Ausgabe der ‚Betrachtungen des Lebens und Leidens Christi‘ von Thomas von Kempen. Diese Abschriften wurden innerhalb von etwa 15 Jahren von Simon Bening, Georg Stierlein und schließlich 1537 von Gabriel Glockendon prachtvoll illustriert. Die 200-seitige Pergamenthandschrift entstand aus der Zusammenarbeit von dem Illuminator Gabriel Glockendron (um 1515-nach 1585) und dem Schreiber Georg Stierlein und überzeugt mit 42 ganzseitigen Miniaturen, herrlichem Randdekor und 73 ornamentalen Initialen. – Nahezu verlagsfrisch.

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1640 Glockendon, Gabriel. Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg. Codex 1847 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 23,5 x 18 cm. OLeder mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung sowie goldgeprägten Initialen auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenschuber. Gütersloh, Coron Verlag, 2008. 600 € Zwischen 1536 und 1537 entstanden im Auftrag des Kardinals Albrecht von Brandenburg drei Abschriften einer gedruckten Ausgabe der ‚Betrachtungen des Lebens und Leidens Christi‘ von Thomas von Kempen. Diese Abschriften wurden innerhalb von etwa 15 Jahren von Simon Bening, Georg Stierlein und schließlich 1537 von Gabriel Glockendon prachtvoll illustriert. Die 200-seitige Pergamenthandschrift entstand aus der Zusammenarbeit von dem Illuminator Gabriel Glockendron (um 1515-nach 1585) und dem Schreiber Georg Stierlein und überzeugt mit 42 ganzseitigen Miniaturen, herrlichem Randdekor und 73 ornamentalen Initialen. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 143

1641 Das Glockendon-Gebetbuch. Biblioteca Estense Universitaria, alpha.U.6.7. Vollfaksimile der Bilderhandschrift und Kommentarband in 2 Bänden. 23 x 18 cm. OLederband mit Rollband-Ornamentik und Streicheisenverzierungen, 2 Messing-Schliessen sowie Goldschnitt bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem Rückentitel, zusammen in Plexiglas-Schuber. Luzern, Faksimile-Verlag, 1998. 750 € Eines von 420 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 440). Originalgetreues Vollfaksimile der Bilderhandschrift, die unter der Signatur Est.136=alpha.U.6.7. in der Bibliotheca Estense Universitaria in Modena aufbewahrt wird. Der wissenschaftliche Kommentarband mit Beiträgen von R. Cermann, E. Milano, U. Merkl und E. König. – Nahezu verlagsfrisch. Innenspiegel des Kommentarbandes mit montiertem Katalogausschnitt.


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance 1642 Glockendon, Albrecht. Das goldene Kalenderbuch von 1526. Ms. germ. oct. 9 der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 14,5 x 10,5 cm. Grünes OMaroquin mit goldgeprägter Bordüre auf den Deckeln bzw. OHalbleder, zusammen in OLederkassette mit goldgeprägter Bordüre und goldgeprägter Vignette auf dem Vorderdeckel. Stuttgart, Müller und Schindler, 2000. 150 € Das als immerwährender Kalender gestaltete Büchlein enthält für jeden Monat eine Genredarstellung sowie ein Tierkreiszeichen und eine Kalenderrosette. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung

1643 Herrscher des Himmels. Die zwölf Tierkreiszeichen und ihre Mythen. 12 passepartourierte faksimilierte Monatsblätter, 1 Einführungsheft, 1 Mappe mit 12 eingelegten Blättern mit Kurzbeschreibungen der Monatsblätter, 1 verkleinerte Replik der astronomischen Uhr vom Markusplatz in Venedig und 1 Verlagsdokumentation. 40,5 x 29,5 cm. OLederkassette (mit montiertem Schildchen, Rückdeckel mit blauem Samtbezug) mit goldgepr. Deckeltitel und eingelassener Plexiglasscheibe bzw. illustrierte OPappmappe. Lachen am Zürichsee, Coron, 2005. 150 € Enthalten sind die folgenden Tafeln: Wassermann - Stammheimer Missale (Hildesheim, um 1160-1180); Fisch - Stundenbuch des Herzogs von York (Rouen, 1430/40); Widder - Brevarium Mayer van den Bergh (um 1510); Stier - Stundenbuch der Isabella la Catolica (1450-1460); Zwilling - Grande Heures de Anne de Bretagne (Paris, 1503-1508); Krebs - Flämscher Kalender (Brügge, um 1530-1535); Löwe - Französisches Stundenbuch (um 1500); Jungfrau - The Bedford Hours (um 1420); Waage - Grand Heures de Duc de Rohan (Paris, um 1430-1453); Skor­ pion - Les Tres riches Heures du Duc de Berry (Paris, um 1413); Schütze - Les Petites Heures du Duc de Berry (Paris, 1372-1390); Steinbock Stundenbuch (Brügge, um 1500). – Neuwertig.

1644 Histoire d´amour sans paroles. Das Buch der Liebenden. Ms. 388 du Musée Condé à Chantilly. Faksi­mile und Kommentar. 2 Bände. 19,5 x 13 cm. Jagdgrünes OLeder mit Goldprägung, Vorsatzspiegel aus rotem Leder mit reichen Innenkanten-Dentelles und Goldschnitt und OBroschur in OLeinen-Kassette mit montiertem Deckelschild. (Simbach), Müller und Schindler, 2005. 450 € „Das Buch der Liebenden“ ist vermutlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts von einem unbekannten französischen Künstler geschaffen worden, gesichert ist die Provenienz aus dem Umfeld der Familie Brosse. Die Handschrift enthält keinerlei Text auf, abgesehen von zwei Sätzen in den Randleisten und einer rätselhaften Buchstabenfolge. – Nahezu verlagsfrisch.

1645 Das Jüngere Gebetbuch Kaiser Karls V. Cod. Ser. n. 13.251 der Österreichische Nationalbibliothek Wien. Faksimile und Kommentar 14 x 7,5 cm bzw. 20 x 13,8 cm.

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OSamt über 3 Bünden bzw. OLeinen mit Goldprägung, in OLeinenkassette mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1994. 180 € Eines von 980 nummerierten Exemplaren der Verkaufsauflage (Gesamtauflage: 1020). Das zweite von dem Habsburger Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation Karl (1500-1558) in Auftrag gegebene Gebetbuch, das neben Buchschmuck, Vignetten, ca. 430 Initialen sowie 73 Miniaturen mit Goldschmuck auch Darstellungen von zwei astronomischen Uhren enthält. Enstanden ist es wohl nach 1540. – Tadellos verlagsfrisch.

1646 Das Kölner Kartenspiel des Johann Bussemacher nach dem Meister PW. 50 faksimilierte Karten und Kommentarbändchen. 8,5 x 5,5 cm bzw. 16 x 12 cm. Illustrierter OKarton bzw. OUmschlag in OPappkassette (minimal berieben). München, Heimeran, 1980. 35 € „1591 brachte der Kölner Kunstdrucker und Verleger Johann Bussemacher ein Kartenspiel heraus, mit dem wir heute kaum spielen können. Statt der französischen Farbzeichen Treff und Pik, Herz und Karo oder

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Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________ Eines von 480 Exemplaren der Lizenzausgabe (Gesamtauflage: 1980). Der Kommentar mit einer historischen Einführung von Bernhard Schimmlepfennig. – Nahezu tadellos.

1649 Das Krönungszeremoniale Kaiser Karls V., entstanden 1530. Cod. Borg. lat. 420 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34 x 23,5 cm. Rotes OLeder über Holzdeckeln mit goldgepr. Wappen auf den Deckeln und 2 Messingschließen bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenkassette mit goldgeprägtem RTitel und montierter Vorderdeckelillustration. Zürich, Belser, 1989. 150 € Eines von 1980 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 2060). – Wohlerhalten.

1650 Libro de horas de Alejandro VI „Papa Borgia“. Ms. IV 480 der Bibliothèque Royale de Belgique in Brüssel. Faksimile, Kommentar, Dokumentationsmappe mit 2 eingelegten faksimilierten Miniaturen und 1 samtblaues in den Rändern mit Goldfaden besticktes Tuch. 1 Band. 19 x 14 cm. Blindgeprägtes blaues OLeder über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen in blauer OSamtkassette mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel. Valencia, Ed. Patrimonio, 2004. 1.500 €

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Das Stundenbuch Alexanders VI., das sogenannte Borgia-Stunenbuch entstand zwischen 1500 und 1503 in Flandern für Papst Alexander VI. Es umfasst 420 Seiten mit 84 blattgroßen Miniaturen. Diese stammen u. a. von Gerard David, Gerard Horenbout und dem David-Meister des Breviarium Grimani. – Nahezu verlagsfrisch Abbildung Seite 145

der deutschen Eichel, Blatt, Herz und Schelle zeigen Bussemachers Karten Nelken, Papageien, Akeleien und Hasen. Solche Farbzeichen waren damals für den Kartenspieler ebenso ungewöhnlich wie heute“ (Kommentar, S. 7). – Minimale Gebrauchsspuren.

Eines von 100 numerierten Exemplaren der Vorszugsausgabe.

1651 Libro d´ore di Bonaparte Ghislieri. Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri. Ms. Yates Thompson 29 aus der British Library in London. Faksimile. 1 Band. 20,2 x 15 cm. Rotes OMaroquin (Silber leicht oxidiert) über 5 Doppelbünden mit Punktvergoldung, Deckel mit farbigen Seidenbezügen unter goldgeprägtem vielfach durchbrochenem Gittermaroquin mit floralen Motiven sowie 4 gefassten Edelsteinen und 2 Medaillons im Silberrahmen, 2 silbernen Schließen und 8 silbernen Eckbeschlägen, dreiseitiger punzierter Goldschnitt in OVelourskassette mit Vorderdeckelmedaillon und mit Samt ausgeschlagen. Modena, Franco Cosimo Panini Editore, 2007. 2.500 €

1648 Das Krönungszeremoniale Kaiser Karls V. Codex Borgianus Latinus 420. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 33,5 x 23,5 cm. OLeder mit Blind- und Goldprägung sowie 8 Messing-Eckbeschlägen bzw. OLeinen, zusammen in OLeinen-Kassette mit VDeckelillustration. Gütersloh, Coron, 2004. 300 €

Eines von 980 Exemplaren (Gesamtauflage). Das Stundenbuch wurde 1503 im Auftrag von Bonaparte Ghislieri, einem Mitglied einer bedeutenden Bologneser Familie, angefertigt. Mit seinem Auftrag wollte Ghislieri mehrere der berühmtesten Künstler der Zeit zusammenbringen, von denen jeder eine ganzseitige Miniatur schaffen sollte. Die Absicht war, eine Art Miniatur-Anthologie des Besten zu bieten, was die Bologneser Schule der Buchmalerei zu jener Zeit hervorbringen konnte. Unter den Künstlern finden sich etwa Pietro de Cristoforo Vannucci, auch bekannt als Perugino, sowie Amico

1647 Die Kriegsordnung des Markgrafen zu Brandenburg Ansbach und Herzogs zu Preussen Albrecht des Älteren. Ms. boruss. fol. 441 der Staatsbibliothek Berlin. Faksimile und Begleitband. 2 Bände. 34 x 24 cm. Dunkelrotes OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel bzw. dunkelrotes OLeinen mit goldgeprägtem Rückenund Vorderdeckeltitel. Braunschweig, Archiv-Verlag, 2006. 120 €

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___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance

1653

Aspertini, Lorenzo Costa, Francesco Francia und Matteo da Milano. Der Codex ging von den Ghislieris an die Familie Albani in Urbino über, wo er im 18. Jahrhundert dokumentiert wurde. Im folgenden Jahrhundert gelangte er nach England, wo er 1897 von Henry Yates Thompson erworben wurde. Seit 1941 wird er in der British Library aufbewahrt. – Nahezu neuwertig. – Dabei: Eberhard König und Henrik Engel. Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri. Begleitband zur Faksimileausgabe. 131 S. 21,5 x 15 cm. OUmschlag. Luzern, Faksimile Verlag, 2008. Abbildung

1652 Libro de horas de los Medicis de Lorenzo II el Joven. Ms. 13312 des Museo de la Fundación Lázaro Galdiano in Madrid. Faksimile, Kommentar und eine kleine silberne Lupe. 2 Bände. 6 x 3 cm. bzw. 23 x 15,5 cm. OLeder mit silberner Schließe bzw. illustrierte und goldgepr. OBroschur in dunkelblauer Samtkassette (minimal berieben) mit montiertem Klebeschild. Madrid, Testimonio, 1994. 180 € Das Stundenbuch der Medici von Lorenzo II. war ein Hochzeitsgeschenk von Papst Leo X. an seinen Neffen. Der spanische Kommentarband ist von Juana Hidalgo Ogayar. – Die Lupe etwas oxidiert, sonst tadellos.

1653 Libro de horas de dona Mencía de Mendoza. Handschrift des Instituto Valencia de Don Juan de Madrid. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 9 x 6 cm 22 x 16 cm. Goldgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 2 Schließen und dreiseitigem Goldschnitt in OSamtkassete mit Eisenbeschlägen bzw illustriertes OLeinen. Valencia, Ed. Patrimonio, 2002. 1.000 €

Das Stundenbuch der Dona Menzia de Mendoza (1508-1554), einer spanischen Adligen und Ehefrau des Grafen Heinrich III. von Nassau, ist mit 17 ganzseitigen Miniaturen ausgestattet und enthält über 400 Textseiten. Die Auftraggeberin gilt als eines der Beispiele einer gebildeten Frau der frühen Neuzeit. – Neuwertig. Abbildung

1654 Il libro d´ore Durazzo. M.r. Cf. Arm.I der Bibliteca Civica Berio in Genua. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 14,5 x 11 cm bzw. 21 x 15 cm. Roter OSamtband über Holzdeckeln mit vergoldetem und versilbertem Beschlagwerk auf den Deckeln, 2 Silberschließen mit 2 Edelsteinen und dreiseitigem Goldschnitt sowie mit SeidenmoiréVorsätzen bzw. goldgeprägter OSamtband mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel, zusammen in roter OSamtkassette mit goldenem metallischen Vorderdeckelschild. Modena, Franco Cosimo Panini, 2008. 6.000 € Bei dem hier faksimilierten Stundenbuch des Marcello Durazzo handelt es sich um einen Miniaturkodex aus dem frühen 16. Jahrhundert aus Parma. Dieser wurde vor 1524 durch Francesco Marmitta mit Miniaturen ausgestattet. Dieser für den privaten Gebrauch bestimmte Kodex weist zwei Besonderheiten auf. Zum einen wurde er auf purpurgefärbtem Pergament ausgeführt, zum anderen die Chrysographie, d. h. die Schrift in Goldbuchstaben. Der hier nachgebildete Einband basiert auf dem originalen Einband und dieser stammt aus der Zeit der Entstehung des Kodex. Er wurde mit geschmiedetem und geprägtem, teilweise vergoldetem Silber auf weinrotem Samt ausgeführt. Außerdem ist er mit einer Fülle klassischer Motive versehen (Akanthus- und Palmettenmotive, Ähren, Trauben, Vasen, Masken, Skarabäen und Bukranien). Die silbernen Spangen sind mit zwei kleinen Rubinen verziert. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 148

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Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________

1654

1655 Livre d´heures Maria Stuart. Handschrift aus dem Besitz des herzoglichen Hauses Württemberg. Fak­ simile, Kommentar und Lupe sowie Dokumentation. 2 Bände und 1 Heft. 5 x 4 cm bzw. 21,5 x 15 cm. Reich goldgepr. OLeder über Holzdeckeln mit 2 Metallschließen und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OLeinen mit goldgepr. Deckeltitel, zusammen in OLeinenkassette mit goldgepr. Rücken und Deckeltitel bzw. OLeinenumschlag. Darmstadt, Facsimilia Art & Edition Ebert KG, 1988. 300 € Das Livre d‘Heures der Maria Stuart entstand im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in der Stadt Tours. Enthalten sind vierzehn ganzseitige Miniaturen und mehr als 1300 goldene Initialen. – Neuwertig.

1656 Le Livre du Roy Modus. Vollständige FaksimileAusgabe im Originalformat des Jagdbuches des König Modus aus der Handschrift MS 10.218-19 (Bibliothèque 148

Royale Albert Ier, Bruxelles). Faksimile und Kommentarband. 30,5 x 21 cm. Brauner OLederband mit Goldprägung bzw. OLeinen (VDeckel leicht fleckig) mit goldgepr. Deckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1989. 200 € Codices selecti vol. XCI. – Eines von 975 Exemplaren. – Nahezu verlagsfrisch.

1657 Luther, Martin. Die Bibel von 1534. Faksimile und Kommentar. 3 Bände. 31 x 19,5 cm. OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel sowie goldgeprägter Vorderdeckelillustration mit dreiseitigem Goldschnitt bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel in OLeinenschuber. Köln, Taschen, (2002). 80 € Eines von 500 Ex. der limitierten Vorzugsausgabe. Mit einem Kommentarband von Stephan Füssel über „Das Buch der Bücher“. – Tadellos.


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance 1658 Luther, Martin. Briefe und Aesop-Fabeln. Cod. Ott. lat. 3029 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 33 x 23 cm. OHalbleinen mit 2 ledernen Schließbändern bzw. OPappband in OLeinenkassette (Vorderdeckel etwas lichtrandig) mit goldgeprägtem Vorderdeckeltitel. Zürich, Belser, 1983. 90 € Faksimile der in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts entstandenen Originalhandschrift Martin Luthers (1483-1546). – Nahezu verlagsfrisch.

1659 Maximilian I. Faksimiles und Nachdrucke der graphischen, kalligraphischen und bibliographischen Unternehmen des bibliophilsten Kaisers auf dem römischdeutschen Thron sowie Nachdrucke zeitgenössischer Werke. 4 Bände. 4°-Fol. OEinbände. 1984-2017. 150 € 1) Heidrun Lange-Krach. Das Gebetbuch Kaiser Maximilians I. Meisterhafte Zeichnungen der deutschen Renaissance. Text- und Bildband. 2 Bände. Reich farbig illustriert. 32,5 x 22 cm. OLeinen mit montierten DSchildern in OLeinenschuber. Luzern, Quaternio, 2017. 2) Franciscus Petrarcha. Von der Artzney bayder Glück, des Guten und Widerwertigen. Hrsg. von Manfred Lemmer. Nachdruck der Ausgabe Augsburg, Steiner, 1532. 31 x 21 cm. OPappband mit OSchuber. Hamburg, Wittig, 1984. 3) Der Weiß Kunig. Eine Erzehlung von den Thaten Kaiser Maximilian des Ersten. Von Marx Treitzsaurwein nebst den von Hannsen Burgmair dazu verfertigten Holzschnitten. Hrsg. aus dem Manuscripte der kaiserl. königl. Hofbibliothek. Wien, Kurzböck, 1775. 33 x 22,5 cm. Illustrierter OPappband. Leipzig, Henschel, 2006. 4) Die 92 Holzschnitte der Lübecker Bibel aus dem Jahre 1494 von einem unbekannten Meister. Hrsg. von Hans Wahl. Weimar, Gustav Kiepenheuer, 1917. 34 x 25 cm. Illustrierter OHalbsamt mit goldgeprägtem RTitel. Augsburg, Weltbild, 1999. – Wohlerhalten. – Beiliegt: Franz Unterkircher. Die Buchmalerei. Entwicklung, Technik, Eigenart. Wien, Anton Schroll, 1974.

1660 Maximilian I., röm.-dt. Kaiser. Theuerdank. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 36 x 24,5 cm. OSchweinsleder mit Streicheisenornamentik on OPappschuber (etwas braun- und stockfleckig) bzw. OUmschlag. Plochingen und Stuttgart, Müller und Schindler, 1968. 220 € Eines von 250 Exemplaren im Schweinsledereinband (Gesamtauflage: 800). Das Faksimile basiert auf zwei Ausgaben der Erstausgabe von 1517 (Papierexemplar der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und Pergamentexemplar der F. F. Hofbibliothek Donaueschingen). – Wohlerhalten. – Dabei: Derselbe. Die Abenteuer des Ritters Theuerdank. Kolorierter Nachdruck der Gesamtausgabe von 1517. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 35 x 25,5 cm. Illustrierter OLeinenband bzw. illustrierter OUmschlag. Köln, Taschen, 2003. - Sauber und wohlerhalten.

1661 Mercator, Gerhard. Atlas sive cosmographicae meditationes. Faksimile der Ausgabe 1595. Faksimile und Einführung in 1 Band. Durchgehend farbig illustriert.

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44 x 31 cm. OKunstleder (gering berieben, minimale Druckstellen) über Holzdeckeln mit Goldprägung und RSchild. (Lachen, Coron, 2001). 90 € Nach der „einmalig limitierten Ausgabe“ von 1988 erschien die vorliegende Exklusiv-Ausgabe nur „für die Freunde des Hauses Coron“. „Das wegweisende Werk, das den Begriff Atlas erst in seinem heutigen Verständnis etablierte, liegt in einer besonders schön kolorierten Version der Staatsbibliothek Berlin vor. Diese Editio Principissima folgt in der Reihenfolge der Karten exakt der ihres Erscheinens“ (aus der Verlagswerbung). – Neuwertig.

1662 Mira calligraphiae monumenta. Ms. 20 (86. MV.527) des J. Paul Getty Museum in Malibu. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 18,5 x 13 cm. Goldgeprägtes OLeder mit dreiseitigem Goldschnitt in OPappschuber. Luzern, Faksimile-Verlag, 1993. 120 € „Eine kalligraphische Handschrift des 16. Jahrhunderts geschrieben von Georg Bocskay und illuminiert von Joris Hoefnagel“ (Untertitel). Wohlerhalten.

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Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________ 1663 Das Missale Albrechts von Brandenburg. Handschrift 10 der Hofbibliothek Aschaffenburg. Geschaffen von Nikolaus Glockendon, inspiriert von Albrecht Dürer. Teilfaksimile und Kommentar in 1 Band, 1 Einführungsheft und 1 Mappe mit faksimiliertem Doppelblatt. 37,5 x 27 cm. Rotes OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel und montierter Vorderdeckelillustration bzw. OUmschlag bzw. OLeinenmappe, zusammen in OLeinenschuber mit montierter Deckelillustration. Luzern, Quaternio, 2017. 180 € Bei dem Codex Ms. 10 handelt es sich um „das umfangreichste Miniaturenwerk, das Albrecht je erstellen ließ: die gewichtige Handschrift umfasst heute 572 Blätter auf Kalbspergament und ist prachtvoll illuminiert mit 24 Vollbildern, 93 großen Bildinitialen, mehreren Randbildern und zahlreichen kleinen Initialen“ (S. 7). – Nahezu verlagsfrisch.

1664 Pannonhalmer Evangelistarum. Cod. lat. 113 der Budapester Universitätsbibliothek. Faksimile. 31,5 x 21, 5 cm. Rotes OLeder mit reichem Golddruck in illustriertem OPappschuber. Budapest, Helikon, 1996. 180 € Mit lose eingelegtem Kommentarblatt. Die prachtvolle Handschrift die um 1511 entstanden sein soll, versammelt für ihre Gattung typisch zahlreiche Evangelienperikopen. Wie der Name nahe legt, stammt es aus Pannonhalma im westlichen Ungarn. Der genaue Herstellungsortund zeitraum sind allerdings unbekannt.

1665 Offiziolo Alfonsino. L.A. 149 aus dem Besitz des Museu Calouste Gulbenkian in Lissabon. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26,5 x 18 cm. Rotes OLeder (minimal bestoßen) mit reichem Golddruck und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OBroschur in OHalblederkassette mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägtem Wappen auf dem Vorderdeckel. Modena, Il Bulino, 2002. 600 € Das Stundenbuch von Alfonso d‘Este (1476-1534), dem dritten Herzog von Ferrara, Modena und Reggio, wurde zwischen 1505 und 1510 von Matteo da Milano, einem der bedeutendsten italienischen Buchmaler des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts am Hof des Herzogs in Ferrara angefertigt. Es gilt heute als das letzte große Meisterwerk der Buchkunst aus Ferrara. Mit certificato di garanzia und dem ausführlichen, italienischsprachigen Kommentar. – Nahezu verlagsfrisch.

1666 Rosario de Juana la Loca. Der Rosenkranz Johannas der Wahnsinnigen. Ms. Med. 35 der Public Library in Boston und Ms. 257 a, b des Fitzwilliam Museum in Cambridge. Faksimile und Rosenkranz sowie Kommentar. 2 Bände und 1 Kette. 11,5 8,5 cm bzw. 31 cm. OSamtband über Holzdeckeln mit 4 Bindebändern und metal­ lischen Wappenvignetten auf den Deckeln und OSamtsäckchen, zusammen in OSamtkassette mit silbergeprägtem RTitel und metallischer Wappenvignette auf dem Vorderdeckel bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken150

und Vorderdeckeltitel mit illustriertem OSchutzumschlag (Vorderumschlag mit minimaler Knickfalte). Valencia, Ed. Patrimonio, 2005. 450 € Johanna I. die Wahnsinnige, 1504 bis 1555 Königin von Kastilien und Aragón, Tochter Ferdinands II. und Isabellas der Katholischen, geistig verwirrt, aber dennoch als Erbin der Kronen anerkannt, vom eigenen Vater für regierungsunfähig erklärt und 1509 von Staatsaufgaben entbunden, gab das jetzt im Faksimile vorliegende Werk zu Beginn des 16. Jahrhunderts bei Simon Bening in Auftrag. Der Flame Bening (um 1483-1561) war der herausragendste Miniaturist seiner Zeit. In Benings Werkstatt in Brügge entstand die Handschrift, ein Rosenkranz, dessen 16 farbenprächtige Miniaturen die zugehörigen, in altspanischer Sprache verfassten Gebete illustrieren. – Nahezu verlagsfrisch.

1667 Rothschild Gebetbuch. Cod. vind. S. N. 2844 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 22,5 x 16 cm. Roter OSamteinband mit 8 goldenen Eckbeschlägen und 2 goldenen Mittelfeldwappen über Holzdeckeln bzw. OPergament mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel, zusammen in OHalbpergamentkassette (Rückdeckel leicht lichtrandig, gering berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1979. 600 € Codices selecti, Vol. LXVII und LXVII*. Das Rothschild-Gebetuch gehört zu den schönsten und wertvollsten späten Stundenbüchern. Die Handschrift wurde um 1520 in Brügge oder Gent für einen unbekannten Auftraggeber ausgeführt und gelangte dann in den Besitz der Wittelsbacher. Mit einer großen Schenkung kam der Codex in die Heidelberger Universitätsbibliothek. Im 30-jährigen Krieg sind bei Plünderungen größere Bestände verloren gegangen, erst drei Jahrhunderte später tauchte die Handschrift wieder auf. – Neuwertig. Abbildung Seite 149

1668 Rothschild Gebetbuch. Cod. vind. S. N. 2844 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 22,5 x 16 cm. Roter OSamteinband bzw. OPergaminband zusammen in OPergaminschuber mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1979. 450 € Codices selecti, Vol. LXVII und LXVII. Eines von 864 nummerierten Exemplaren der Normalausgabe im Samteinband ohne die Deckelbeschläge (Gesamtauflage: 990). Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat des Codex Vindobonensis Series Nova 2844 der Österreichischen Nationalbibliothek. – Nahezu verlagsfrisch.

1669 Salas, Pierre. Kleines Buch der Liebe. Stowe Ms. 955 der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 13,5 x 9,5 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel in reich gold- und schwarzgeprägter OLederkassette bzw. OPappband mit goldgeprägtem RSchild in OPappschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1994. 150 €


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance

1672

Der lyoneser Dichter Pierre Sala verfasste die Handschrift für seine Angebetete und spätere Gemahlin Marguerite Bullioud und fügte eine lange Widmung in Prosaform hinzu. In dem Büchlein werden die Texte mit kunstvoll gearbeiteten Miniaturen illustriert, die die Liebesthematik aufgreifen. – Neuwertig.

1671 Schwazer Bergbuch. Codex Vindobonensis 10.852 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 33 x 24 cm. OPappband mit Schwarz- und Goldprägung. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1988. 250 €

1670 Schwazer Bergbuch. Codex 10.852 aus dem Besitz der österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile und Kommentar sowie Ergänzungsband. 3 Bände. Mit zahlreichen, teilweise farbigen Textabbildungen und Tafeln. 34 x 24 cm. Gold- und blindgeprägtes OLeder bzw. OHalbleder bzw. OLeinen, Faksimile und Kommentar in OLei­ nenschuber mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Verlags- und Druckanstalt, 1988. 300 €

Das Schwazer Bergbuch ist eine reich illustrierte Handschrift aus der Mitte des 16. Jahrhunderts mit einer Selbstdarstellung des legendären Bergbaus im tirolischen Schwaz. – Woherhalten.

Faksimile mit Kommentar dieses bedeutenden Bergwerkbuches, das dem berühmten Hauptwerk Georg Agricolas ebenbürtig zur Seite steht und dieses ergänzt wie keine andere Schrift aus jener Zeit. Die erst­mals 1956 erschienene Übertragung des Textes in den heutigen Sprachgebrauch stammt von Heinrich Winkelmann. – Nahezu verlagsfrisch.

1672 Status du Thoison. Statuten des Ordens vom Goldenen Vlies, Biblioteca del Instituto de Valencia de Don Juan in Madrid. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 32,5 x 21 cm. OLeder mit goldgeprägtem RSchild in dunkelblauer OSamtkassette (leicht berieben und mit vereinzelten Druckspuren) mit RVergoldung und goldener metallischer Vignette mit Emailleeinsätzen bzw. OLeinen. (Valencia, Scriptorium, 1998). 1.500 € 151


Handschriften und Drucke der Renaissance ___________________________________________________________________________________ Eines von 600 Exemplaren. Der Orden vom Goldenen Vlies, gegründet im 15. Jahrundert, ist bis heute vor allem mit den Herzögen von Burgund und dem Hause Habsburg verbunden. Der hier faksimilierte Codex vereint die Statuten des Ordens aus dem 16. Jahrhundert. Vermutlich wurde die Handschrift von Simon Bening illuminiert. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 151

1673 Stromayr, Caspar. Practica copiosa von dem Rechten Grundt Deß Bruch Schnidts. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 28 x 19 cm. Goldgepr. rotes OMaroquin (Rücken leicht verblasst) bzw. OLeinenumschlag mit goldgepr. Deckeltitel, zusammen in OLeinenschuber. Darmstadt, Facsimilia Art & Edition Ebert KG, 1994. 180 € Eines von 250 Exemplaren in rotem Ziegelieder (Gesamtauflage: 895). Caspar Stromayr war als Chirurg und Augenarzt in Lindau im Bodensee tätig. Nachweislich arbeitete Stromayr seit 1559 an seinem Buch ‚Practica Copiosa‘, einem Lehrbuch zur Hernienchirurgie, das auch einen Anhang zur Augenheilkunde enthält. – Neuwertig.

1674 Stundenbuch aus Brügge. Cod. Vat. ross. 94 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 9 x 6,5 cm bzw. 18 x 11,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit Goldprägung und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OLeinen mit goldgepr. Deckelschild, zusammen in OLeinenkassette mit goldgepr. RSchild und montierter Deckelillustration, eingelegt in Leinenschachtel d. Z. Zürich, Belser, 1996. 150 € Codices e Vaticanis selecti, Vol. LVI. Eins von 900 Exemplaren der zweiten Ausgabe in verändertem Ledereinband. Mit dem Kommentar von Luigi Michelini Tocci, der hier neu gesetzt und um die Transkription der Texte der Zierseiten von Eberhard König erweitert wurde. – Nahezu verlagsfrisch.

1675 Stundenbuch des Markgrafen Christoph I. von Baden. Codex Durlach I der Badischen Landesbibliothek. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 14,5 x 10 cm. Blindgeprägter OLederband bzw. OPappband, zusammen in OPappkassette mit RTitel. Karlsruhe, C. F. Müller 1978. 150 € Eines von 938 nummerierten Exemplaren. Der Kommentarband von Eberhard König. Das Stundenbuch „des Markgrafen Christoph I. von Baden macht die bedeutendste spätmittelalterliche Prachthandschrift und zugleich das früheste Zeugnis des Buchbesitzers badischer Markgrafen ... zugänglich“ (Vorwort des Kommentarbandes, S. VI). – Tadellos.

1676 Stundenbuch für Rouen. Barb. lat. 487 der Biblioteca Apostolica Vaticana. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Heft. 21 x 14 cm. Rotes OLeder über Holzdeckeln mit reicher Goldprägung und dreiseitigem Goldschnitt bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel, zusammen in OHalblederschuber (mit montiertem Schild). Stuttgart und Zürich, Belser, 1994. 180 € 152

Codices e Vaticanis selecti, Vol. LXXXI. Das originale Stundenbuch der Barberini für Rouen ist ein Meisterwerk der französischen Buchkunst und entstand um 1510. – Nahezu verlagsfrisch.

1677 Tacuinum sanitatis. Codex 2396 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 26,5 x 17 cm. OLeder über Holzdeckeln mit RVergoldung und goldgepr. Wappen auf den Deckeln bzw. OPappband, zusammen in OPappschuber mit goldgepr. RTitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1984. 120 € Codices selecti, Vol. LXXVIII, LXXVIII*. Eines von 925 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 2035). „Bei dem um 1500 in Venedig (?) entstandenen Codex handelt es sich um eine späte Überlieferung aus der Gruppe der sogenannten Tacuinum - sanitatis - Handschriften = ‚Tabellarische Übersicht der Gesundheit‘ „ (Vorwort). Mit dem wichtigen Kommentarband von Joachim Rössl, Heinrich Konrad und Hermann Julius Hermann. – Neuwertig.

1678 Tacuinum sanitatis in medicina. Codex vindobonensis series nova 2644 der Österreichischen National­ bibliothek in Wien. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 33 x 22,5 cm. OLeder über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel und Streicheisenornamentik bzw. OLeinen, zusammen in OLeinenschuber mit goldgeprägtem RTitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1986. 250 € Codices selecti, Vol. VI, VI*. Das Manuskript geht auf das Werk des arabischen Arztes Elbochasim de baldach (Ibn Botlan) zurück, der im 11. Jahrhundert ein alle Bereiche der Gesundheit und Lebensführung umfassendes Handbuch der Heilkunde verfasste. Die Illustrationen, wohl Ende des 14. Jahrhunderts, zeigen neben Obst- und Gemüsepflanzen, Bäumen, Heilkräutern, Gewürzen, alle Arten von Lebensmitteln und Tieren auch Darstellungen sportlicher Betätigungen etc. – Neuwertig.

1679 Triumph Kaiser Maximilians I. Faksimile und Kommentar. Mappe mit 137 Tafeln und 1 Broschur. 38 x 55 cm bzw. 38 x 28 cm. Rote OHalbleder-Kassette (leicht angestaubt, gering fleckig) mit goldgeprägtem RTitel und großem goldgeprägten Habsburgerwappen auf dem mit schwarzem Leinen bezogenen Deckel bzw. OBroschur. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1995. 150 € Meisterhafte, nicht farbige Faksimilierung auf 137 festen Kartontafeln des „Triumphzugs Kaiser Maximilians I.“, einer Holzschnittfolge, die im Auftrage des römisch-deutschen Kaisers Maximilian (1459-1519) von den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern, wie Albrecht Altdorfer, Hans Burgkmair, Leonhard Beck, Hans Schäufelin, Albrecht Dürer, Hans Springinklee und anderen zur Emanation und Perpetuierung seines Ruhms angefertigt worden war. – Sauber, wohlerhalten.

1680 Die Vatikan-Bibel. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. 30 x 24,5 cm. Rotes OMaroquin über 7 erhabenen Bünden mit goldgepr. RTitel und goldgepr. Vorderdeckelwappen sowie 4 vergold. Eckbeschlägen, 2 Schließen und


___________________________________________________________________________________ Handschriften und Drucke der Renaissance dreiseitigem punzierten Goldschnitt in roter OSamtkassette mit goldgepr. Wappen auf dem Vorderdeckel. Stuttgart, Belser, 2009. 400 € Umfassende Bibel mit zahlreichen Abbildungen, die durch ein spezielles Goldprägeverfahren wiedergegeben werden. Das Bildprogramm führt über Meisterwerke von Mosaiken über Fresken, Gemälden und Miniaturen bis hin zu Tapisserien von epochalen Künstlern wie Michel­angelo, Raffael, Botticelli und Fra Angelico. Miniaturen, Mosaike und Tapis­serien werden mit strahlendem Gold wiedergegeben. – Nahezu verlagsfrisch.

1681 Das Volkacher Salbuch herausgegeben von Klaus Arnold und Ute Feuerbach. 2 Bände. Faksimile und Kommentarband. 31 x 21 cm. OPappbände in OPappschuber. Stadt Volkach 2009. - Tadellos. 150 € 1682 Wagner, Leonhard. Proba centum scriptuarum. Ein Augsburger Schriftmusterbuch aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 23 x 31,5 cm. OHalbpergament mit goldgepr. RTitel in OPappschuber (etwas berieben und Rückdeckel lichtrandig, unteres Gelenk mit kleinem Einriss). Leipzig, Insel, 1963. 90 € Sarkowski 1862. – Die Wiedergabe im Lichtdruck erfolgte nach dem in der bischöflichen Ordinariatsbibliothek in Augsburg befindlichen Original. – Wohlerhalten.

1683 Wirsung, Christoph. Arzney Buch von 1568. Faksimile, 1 Band. 29 x 19 cm. OLeder mit goldgeprägtem RTitelin OPappschuber (minimal berieben). Rümikon, Ernst Bloch, 1995. 250 € Eines von 500 nummerierten Exemplaren. „Arzney Buch, darinn werden fast alle eusserliche und innerliche Glieder des Menschlichen leibs, mit ihrer gestalt, aigenschafft und würckung beschrieben, darbey auch vom haupt an bis zun fersen verzaichnet, was jedes sonderlich oder inn gemain für Kranckheiten und gebrechen angreiffend. Letzlich wie man denselbigen inn mehrerley weiß, so wol dem armen gemainen Mann mit geringen sachen, als dem reichen zu hülff kommen“. – Wohlerhalten.

1684 Zerbster Prunkbibel „Cranachbibel“. Die Apokalypse. Faksimile. 38 x 26 cm. OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel in OPappschuber (etwas lichtrandig). Leipzig, Edition Leipzig, 2008. 300 € Dabei: Stephan Füssel. Die Bibel in Bildern. Illustrationen von Lucas Cranach (1534). 198 S., 1 Bl. Mit zahlreichen ganzseitigen Farbabbildungen. 34 x 23,5 cm. OHalbleinen mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. Köln, Taschen, 2009. Eines von 800 nummerierten Exemplaren des Reprints von 1973. Hervorragender Faksimiledruck der Apokalypse aus der Wittenberger Bibel von 1541 mit den prachtvollen Illuminationen des Zerbster Exemplars. Mit einem Begleittext von Johannes Jahn. – Nahezu neuwertig.

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17.-19. Jahrhundert – Faksimiles gedruckter Werke

1685 Atlas Maior 1665. Joan Blaeu. 593 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 44 x 28,8 cm. OLeder (leicht angestaubt, auf dem Vorderdeckel leicht farbfleckig) mit goldgeprägtem Rücken- und Vorderdeckeltitel sowie dreiseitigem Goldschnitt. Köln, Taschen, (2005). 120 € Eines von 299 numerierten Exemplaren im Ledereinband. – Nahezu neuwertig.

1686 Atlas des Prinzen Eugen. Schweizer Städte- und Landschaftsbilder in illuminierten Kupferstichen des 17. Jahrhunderts. Mit einem wissenschaftlichen Kommentar von Robert Wagner. 67 S. Mit 43, meist dop­ pelblattgroßen, montierten Tafeln. 58 x 38 cm. Weiße OSchweinsleder mit reicher Goldprägung. Graz, Aka­ demische Druck- und Verlagsanstalt, 1979. 350 €

Eines von 1000 römisch nummerierten Exemplaren. Es handelt sich um das Faksimile eines Blaeu-Atlas, das als Prachtexemplar für den Prinzen Eugen von Savoyen koloriert und goldgehöht worden war und das sich heute in der Österreichischen Nationalbibliothek befindet. Das anfänglich auf die Reproduktion aller Bände angelegte Faksimileprojekt brachte es allerdings nur auf den vorliegenden ersten Band (= alles Erschienene), der die Karten der Schweiz enthält: „Helvetia, quae est Europae liber XV.“. – Sehr schönes, wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

1687 Biblia germanica. - Biblia, Das ist: die gantze Schrifft Alten und Newen Testaments. Verteutscht: Durch D. Martin Luther. Faksimile nach der Ausgabe Straßburg 1630, 1 Band. 43 x 29 cm. Überaus reich goldgeprägter OLederband über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen und dreiseitigem punzierten Goldschnitt. Berlin, Coron, 2003. 120 € Aufwendiges und sorgfältig gedrucktes Faksimile des Luxusexemplars der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart. – Neuwertig.

1688 Biblia germanica. - Biblia, Das ist: die gantze Schrifft Alten und Newen Testaments. Verteutscht: Durch D. Martin Luther. Faksimile nach der Ausgabe Straßburg 1630, 1 Band. 43 x 29 cm. Überaus reich goldgeprägter OLederband über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen und dreiseitigem punzierten Goldschnitt. Berlin, Coron, 2004. 120 € Schöne Faksimileausgabe der „Kupferbibel von Matthäus Merian“ nach dem Original der Ausgabe Straßburg, Zetzner, 1630 aus der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. – Neuwertig. – Dabei: I) Stefan Strohm. Die Kupferbibel Matthäus Merian von 1630. 83 S. 23,5 x 15 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel und montiertem Deckelschild. Zürich, Coron, 1990. - II) Die Kupferbibel Matthäus Merians von 1630. Die fünf Bücher Mose und das Buch Josua. Eine Einführung. 62 S. 23,5 x 15 cm. OLeinen mit goldgeprägtem RTitel und montiertem Deckelschild. Berlin, Coron bei Kindler, 2004.

1689 Biblia germanica. - Das Newe Testament, durch Martin Luther verteutscht. Mitt Kupfferstücken von Matthäus Merian d. Ä. Faksimile, 1 Band. 43,5 x 28,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln mit 8 Messingeckbeschlägen, goldgeprägtem Deckeltitel, geoldgeprägter Jahreszahl und goldgeprägter Vignette im Mittelfeld der Deckel sowie 2 Messingschließen. (Lachen, Coron, 2001). 120 € Faksimile der Straßburger Ausgabe, die 1630 bei den Erben Zetzners erschien. – Neuwertig. 1686

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____________________________________________________________________________________________________ Faksimiles gedruckter Werke 1690 Edition Arche Noah. Kostbarkeiten aus der Zoologischen Staatssammlung München. Die schönsten Tukane und Kolibris aus den Werken von John Gould 1804-1881. Mit 10 faksimilierten Tafeln in farbiger Grano-Lithographie. 6 Bl. und je 1 Bl. Tafel-Erklärungen. Lose (ein Blatt unter Passepartout) in grüner OPapp-Mappe. 55 x 37,5 cm. Müchen, Edition Arche Noah, 1997. 400 € Eines von 950 arabisch nummerieren Exemplaren (Gesamauflage: 1000). Bemerkenswert hochwertige gedruckte Faksimilietafeln in Granolitho, einem ein rasterloses Offset-Druckverfahren, das der handkoloriertem Lithographie dermaßen ähnlich kommt, dass man kaum noch Unterschiede zum Original ausmachen kann (abgesehen natürlich vom Papier). – Tadellos farbfrisch. Abbildung

1691 Pflanzen. Konvolut von 5 faksimilierten Pflanzenbüchern. 5 Bände. 1997-2006. 180 € Vorhanden sind: I) Köhler‘s Atlas der Medizinal-Pflanzen. Hrsg. von G. Pabst. Faksimile. 30 x 21 cm. Illustrierter OPappband (minimal berieben). Hannover, Schäfer, 1997. - II) Der Garten von Eichstätt. Hortus Eystettensis. Das große Herbarium des Basilius Besler von 1613. Faksimile und Einführung in 1 Band. 37,5 x 30 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. München, Schirmer und Mosel, 1997. - III) Die Blumeninitialen aus dem Bakosz-Graduale der Diozesan-Bibliothek in Gran (Esztergom). 20 faksimilierte Initialen. 30,5 x 24,5 cm. Lose eingelegt in OPappkassette. Luzern, Arslibri Verlag, o. J. - IV) H. Walter Lack. Ein Garten für die Ewigkeit. Der Codex Liechtenstein. 366 S., 1 Bl. 30 x 24 cm. OLeinen mit illustriertem OSchutzumschlag. Wabern-Bern, Bentelli, 2003. - Zweite Auflage. - V) H. Walter Lack. Florilegium imperiale. Botanische Schätze für Kaiser Franz I. von Österreich. Faksimile und Kommentar in 1 Band. 303 S. 34 x 24 cm. Illustrierter OLeinenband. München, Prestel, 2006. – Neuwertig.

1692 Herzog August d. J. zu Braunschweig und Lüneburg. Stammbuch 1594 - 1604. Theodor de Bry Stam und Wapenbüchlein, Francoforte ad Moenum. 1592. Faksi­ mile und Kommentar. 2 Bände. 9,5 x 15 cm. Rotes goldgeprägtes OLeder OLeder, zusammen in OPappschuber. Stuttgart, Müller und Schindler, 1979. 70 € „Die Stammbücher spiegeln den Umkreis wider, in dem Herzog August sich in den Jahren 1594 bis 1604 bewegt hat, aber sie bezeugen auch seinen wachen Geist, der seine Umgebung immer im Hinblick auf die Zukunft klar zu erkennen versuchte“ (Kommentar S. 9f). – Neuwertig.

1693 Das Kupferstichspiel des I. M. F. von 1617. Die Originalkarten werden in den Staatlichen Museen Heidecksburg in Rudolstadt aufbewahrt. 48 faksimilierte Spielkarten und 1 Begleitheft. OUmschlag in illustr. OPappkassette (leicht berieben und gering angeschmutzt). München, Heimeran, 1979. 30 €

1690

Das vorliegende faksimilierte Spiel ist vollständig in Rudolstadt erhalten. Es handelt sich um ein deutsches Kartenspiel mit den Farbzeichen Herz, Eichel, Laub und Schelle. Der Künstler hat sich auf Herz-Neun verewigt, der Verleger auf Herz-Vier. Die Vorderseiten entstanden auf Grundlage von kolorierten Kupferstichen, die Rückseiten sind mit Blumenaquarellen geziert. – Minimale Gebrauchsspuren.

1694 Recht und Unrecht, Geschichte und Geographie im Nachdruck und Faksimile. 12 Werke in 14 Bänden. Oft reich illustriert. 8°-Gr.-Fol. Meist OEinbände oder Einbände d. Z. 1842-2006. 300 € 1) Andreas Cellarius. Harmonia Macrocosmica. Amsterdam 1661. Reich goldgeprägtes OLeder. Berlin, Coron bei Kindler, 2006. 2) Das Königreich Baiern in fünfzehen Kreise eingetheilt. München 1809. Blaues OKunstleder mit 4 Messingschrauben und Goldprägung. Braunschweig, Archiv, 2002. - Eines von 999 nummerierten Exemplaren. 3) Der Krakauer Behaim-Codex. Mit einer rechtsgeschichtlichen Studie von Johann Werner Niemann. Mit zahlreichen Faksimile-Tafeln

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Faksimiles gedruckter Werke _________________________________________________________________________________________________

1699

in Gold und Farben. OLeinen mit Goldprägung. Berlin, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, 1941. 4) Chur-Bayerischer Atlas. Von Antonio Guilielmo Ertl. OPappband in OSchuber. Nürnberg 1687. Donauwörth ca. 1995. 5) Conservations-Lexikon für alle Stände. Eine Encyklopädie. Leipzig und Stuttgart, Scheible, Pesth, Georg Kilian, 1834. OHalbleder mit goldgeprägtem RSchild, RFileten, Wurzelholzmarmorierten Vorsätzen, seidenem Lesezeichenbändichen und dreiseitigem Goldschnitt. Lachen, Coron, 1987. 6) Friedrich Handtke. Hand-Atlas des Preußischen Staats in 36 Blättern. Glogau 1846. Preußischblaues OKunstleder mit 4 Messingschrauben und Goldprägung. Braunschweig, Archiv, 1999. - Eines von 1999 nummerierten Exemplaren. 7) Adolf Menzel. Die Armee Friedrichs des Großen in ihrer Uniformierung. Eine Auswahl von 100 Tafeln in mehrfarbiger Faksimile-Reproduktion. Faksimile des um 1908-1912 erschienenen Tafelwerks. 35 x 24,5 cm. Lose Tafeln in OHalbleder-Kassette mit RVergoldung und großer gold-

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geprägter Deckelvignette (leicht fleckig). München, Battenberg, 1978. 8) Matthäus Merian. Topographia Bavariae. Frankfurt 1644. OPappband mit goldgeprägtem RSchild. Faksimile Kassel 1962. 9) Eike von Repgow. Der Sachsenspiegel (Landrecht). In unsere heutige Muttersprache übertragen und dem deutschen Volke erklärt von Hans Christoph Hirsch. OPappband mit Titel und Rotschnitt. Berlin und Leipzig, de Gruyter, 1936. 10) Codex Saxonicus. Chronische Sammlung der gesammten praktisch-gültigen Königlich Sächsischen Gesetze vom Jahre 1255 bis zum Schlusse des Jahres 1840. 2 Bände. Halbleinen d. Z. (etwas fleckig, bestoßen) mit Rschild. Leipzig, Reclam, 1842 11) Schau-Plaz Bayerischer Helden. OPappband in OSchuber. Öttingen 1681. Donauwörth ca. 1995. 12) Der Westfälische Frieden. Das Münstersche Exemplar des Vertrags zwischen Kaiser/Reich und Frankreich vom 24. Oktober 1648. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. OPappbände mit Goldprägung in OSchuber. Wiesbaden, Reichert, 1996. – Meist sehr gut erhalten.


____________________________________________________________________________________________________ Faksimiles gedruckter Werke 1695 Cheselden, William. Osteographia. Med. fol. 430 der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. Faksimile, 1 Band. 45,5 x 33,5 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RSchild in OPappschuber (leicht berieben und etwas lichtrandig). 60 €

Bernard Mandevilles (1670-1733) in der Bienenfabel formulierte Analyse der Gesellschaft seiner Zeit, vor allem die darin vertretene Auffassung vom Wesen der Ethik und der Essay über die Armenschulen, lösten unter seinen Zeitgenossen eine lebhafte Diskussion aus. – Nahezu verlagsfrisch.

Eines von 500 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 2800). Im Jahre 1733 veröffentlichte der englische Chirurg und Anatom William Cheselden (1688-1752) seine ‚Osteographia or the Anatomy of Bones‘ (‚Osteologie oder die Anatomie der Knochen‘), die erste vollständige und korrekte Beschreibung der Anatomie des Menschlichen Skeletts. Die ‚Osteographia‘ galt als einer der präzisesten anatomischen Atlanten des menschlichen Knochenbaus des 18. Jahrhunderts. – Nahezu verlagsfrisch.

1699 Rugendas, Moritz. Malerische Reise in Brasilien. Faksimile der Ausgabe Paris, Engelmann, 1835. 2 Bl. 50, 38, 56, 32 S., 8 Bl. Mit zahlreichen Farbtafeln. 50,5 x 34,5 cm. OHalbmaroquin mit goldgeprägtem RTitel sowie dreiseitigem Goldschnitt in OLeinenkassette d. Z. Stuttgart, Daco-Verlag Bläse, 1986. 500 €

1696 Eckhart, Johann Georg von. Leges francorum salicae et ripuariorum. 7 Bl., 309 S., 11 Bl. Mit 1 gestochenem Plan und 1 großem Textkupfer. 34 x 21 cm. Halbleder d. Z. (etwas bestoßen und berieben). Frankfurt, Nicolai Förster, 1720. 120 € Erste Ausgabe von Johann Georg von Eckharts (1674-1730) Beschreibung mittelalterlicher Rechtsnormen und Gesetze aus dem Fränkischen und Salischen. Zum Beispiel: „formulae veteres Alsaticae“, „G. G. Leibnitii lib. de origine Franncorum“, sowie Annalen der fränkischen Könige und den von Frederik Rostgaard (1671-1745) auferlegten Verbesserungen. – Leicht gebräunt und minimal braunfleckig, zu Beginn etwas stärker, sonst wohlerhaltenes und schönes Exemplar.

1697 Florinus, Franciscus Philippus (d.i. Franz Philipp von Sulzbach, Pfalzgraf bei Rhein). Oeconomus prudens et legalis. Oder Allgemeiner Kluger und Rechts-verständiger Haus-Vatter. 2 Bände Faksimile der Ausgabe Nürnberg u. a. 1722. 34 x 21,5 cm. OLeder mit goldgeprägtem RTitel. Stuttgart, Faksimile-Edition, 1981. 90 € Die Bände behandeln u. a. Haushaltung, Bauwesen, Wirtschaft, Ackerbau, Pferdezucht, Garten, Getränke, Anatomie, Kochen. Die Abbildungen illustrieren mit einer Szene jeweils das behandelte Kapitel. – Nahezu verlagsfrisch.

1698 Mandeville, Bernard. The Fable of the Bees. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 15,5 x 9,5 cm. Blindgepr. OLeder mit goldgeprägtem RTitel bzw. OPappband. Düsseldorf, Verlag Wirtschaft und Finanzen GmbH, 1990. 60 €

Eines von 950 nummerierten Exemplaren der Normalauflage (Gesamtauflage: 1047). – Nahezu verlagsfrisches, prächtiges Exemplar. Abbildung

1700 Soemmering, Samuel Thomas. Abbildungen des menschlichen Hörorganes [und] Abbildungen mensch­ lichen Organe des Geschmackes und der Stimme [und] Abbildungen der menschlichen Organe des Geruches. Faksimile. 3 Bände. 40 x 28 cm. OHalbleinen in OPappschuber (leicht bestoßen, teils etwas lichtrandig). Stuttgart, Medicina Rara, o. J. (ca. 1992). 180 € Eines von 300 römisch numerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 1800). Reproduktion der in Frankfurt am Main erschienenen Erstauflage von 1806 in der der Anatom und Anthropologe Samuel Thomas von Soemmerring (1755-1830) anatomische Tafeln mit Erklärungen zusammenbrachte. – Leicht gebräunt, sonst tadellos und sehr schöne erhaltenes Exemplar.

1701 Die bibliophilen Taschenbücher. 22 Bände der Reihe. 17,5 x 12 cm. OUmschlag (minimalst berieben bzw. vereinzelt leicht bestoßen) mit montiertem Vorderdeckelillustration. Dortmund, Harenberg Kommunika­ tion, 1977-1991. 150 € Die Kleinfaksimiles des Harenberg-Verlags, u. a. mit der Gutenberg­ bibel, Schedelsche Weltchronik, Goldene Bulle, Falkenbuch Friedrichs II., Heilsspiegel, Kleine Passion von Dürer, Tierbuch Konrad von Megenberg, Stundenbuch des Duc de Berry und vielem mehr. Vorhanden sind die Nummern: 1, 13, 41, 64, 84-85, 95, 128, 152, 198, 267, 274, 289, 300, 362, 417, 461, 481, 492, 500, 560, 603. – Meist sehr gut, ordentlich. – Dabei: Die Bände 152 und 560 doppelt vor­ handen.

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Faksimiles orientalischer und außereuropäischer Werke 1702 Abul Qasim. Chirurgia. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. Codex S. N. 2641 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. 40 x 28 cm. OKunstleder über Holzdeckeln mit Streicheisenornamentik bzw. OLeinen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1979. 350 € Codices selecti, Vol. LXVI. Eines von 960 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 990). Der arabische Arzt Abul Qasim Halaf Ibn ‚Abbas al-Zahraui verfasste mit seiner „Chirurgia“ ein grundlegendes medizinisches Handbuch. – Neuwertig.

1703 Al-Gazuli. Dala‘il al-hairat und andere Texte „Anthologie“. Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat des Codex Vind. mixt. 1876 aus dem Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile und Kommentar. 11 x 10,6 cm bzw. 18,5 x 18,5 cm. OLeder mit reicher Deckelgoldprägung bzw. OPappband mit gold­ geprägtem Titel auf Rücken und Deckel, zusammen in OHalbleder-Kassette. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1987. 400 € Codices selecti LXXXVI. Eines von 1000 nummerierten Exemplaren der „Verkaufsauflage“ (Gesamtauflage: 1050). Faksimile des bedeutenden Gebetbuchs des Abzu Abdullah Muhammad ibn Sulayman ibn Abu Bakr al-Gazuli al-Simlali (auch al-Jazuli; gest. 1465), eines markokkanischen Sufi-Heiligen. Vor allem sein Dala‘il al-Khayrat (auch ‚hayrat) gehört zu den populärsten muslimischen Gebetbüchern überhaupt. Der Cod. Mixt. 1876 der Österreichischen Nationalbibliothek zu

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Wien gehört zu den schönsten Handschriften, die mit Unwan-, Goldblumen, Surenanfängen in Sufi-Kalligraphie und Schrift in Schwarz-, Rot- und Goldtinte illuminiert wurden. – Nahezu druckfrisch. Abbildung

1704 Apocalipsis de Mahoma. Mi‘ragnama. Miradschname: Das Buch der Himmelfahrt des Propheten Mohammed. Supp. Turc. 190 der Bibliothèque Nationale de France in Paris. 34 x 24 cm. Mit Blattgold bedrucktes OLeder in OPlexiglasschuber. Valencia, Patrimonio Ediciones, 2008. 2.200 € Das Manuskript erzählt die Geschichte des Aufstiegs des Propheten Mohammed zusammen mit dem Engel Gabriel. Auftraggeber war der timuridische Kaiser Schah Rukh (1377-1447), der um 1436 ein prachtvolles Beispiel islamischer bzw. zentralasiatischer Buchmalerei mit 61 Miniaturen entstehen ließ. – Neuwertig. Abbildung

1705 The Art of Healing and Health Care in India. 13 gefaltete Doppelblätter, davon 12 mit eingelegten farbigen Miniaturen. 44,5 x 31 cm. OLeinenkassette (etwas berieben, selten mit kleinen Einrissen im Bezug, etwas lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. New York um 1980. 50 € Editionis medicina rara. Eines von 500 röm. nummerierten Exemplaren der Vorzugsazsgabe „with three handgilded units (23 carat gold)“


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(Gesamtauflage: 3000). Die Kassette enthält zwölf indische Miniaturen aus den Sammlungen der British Library und des Victoria & Albert Museums in London, des Museums für Völkerkunde in München und des Brooklyn Museums in New York. – Wohlerhalten.

1706 Barcelona Haggadah. Ms. Add. 14761 aus der British Library in London. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 5,5 x 18 cm. Blindgeprägtes OLeder in OHalb­ lederschuber mit Buntpapierbezug (leicht bestoßen). London, Facsimilie Editions, 1992. 1.800 € Die Haggadah wurde im 14. Jahrhundert für einen heute unbekannten Auftraggeber in Barcelona geschaffen. Neben dem Hagadah-Text enthält das Manuskript die Pessach-Gesetze, liturgische Gedichte und Tora-Lesungen für das Pessach-Fest nach sephardischem Brauch sowie Gedichte und andere Lesungen. – Nahezu neuwertig. Abbildung

1708 El Coran de Muley Zaydan. Ms. 1340 der Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien). Faksimile und Kommentar sowie kritische Studie. 1 Band, 1 Heft, 1 Bändchen. 27 x 18,5 cm bzw. 23 x 16 cm. Reich goldgeprägtes cremefarbenes OLeder über Holzdeckeln mit dreiseitigem punzierten Goldschnitt bzw. flexibler OPappband mit goldgeprägter Bordüre auf dem Vorderdeckel, zusammen in Leinenkassette bzw. OLeinen mit goldgeprägtem Deckeltitel. Madrid, Testimonio Companía Editorial, 1996. 1.500 € Der Koran des Muley Zaidan ist eine arabische Handschrift, die ursprünglich aus Marokko stammt. Den Auftrag dazu erteilte im Jahr 1599 der Sultan Ahmad Al-Mansur. Der Koran trägt heute den Namen seines Sohnes und Nachfolgers Sultan Muley Zaidan. Dessen Bibliothek wurde 1611 auf tragische Weise von den Spaniern geplündert und gelangte so in den Escorial, der berühmten Bibliothek des königlichen Klosters. – Neuwertig. Abbildung

1707 Codex Borgia. Cod. Borg. Messicano 1 der Biblioteca Apostolica. Faksimile und Kommentar. Leporello mit 39 beidseitig bedruckten, farbigen Blättern und 1 Heft. 28 x 28 cm. Leporello und OUmschlag, zusammen in OHalblederkassette. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1976. 180 € Codices selecti, Vol. LVIII, LVIII* und Codices e Vaticanis selecti, Vol. XXXIV. Faksimile der am schönsten erhalten gebliebenen Handschrift aus dem Bereich der mittelamerikanischen Hochkultur. – Neuwertig.

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1709 The Golden Coran. Cod. arab. 1112 der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 26 x 18 cm. Goldgepr. OLeder in OHolzkassette bzw. OLeinen mit goldgepr. Rücken- und Vorderdeckeltitel. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2011-2015. 900 € Codices selecti, Vol. CXVIII und CXVIII *. Der vorliegende Koran, der vermutlich aus dem Irak oder Iran stammt, wurde in schwarzer Naskhi-Schrift auf Papier geschrieben und ist aufgrund seines goldbeschichteten Papiers bemerkenswert. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 162


_____________________________________________________________________ Faksimiles orientalischer und außereuropäischer Werke 1710 Hamza-Nama. Vollständige Wiedergabe der bekannten Blätter der Handschrift aus den Beständen aller erreichbaren Sammlungen. 2 Mappen mit Faksimile-Tafeln. Mit 88 farbigen Tafeln und 2 Textheften. 48 x 37 cm. Hell- und dunkelbraune OLeinenmappe (minimal angestaubt, ) mit goldgepr. Titel auf Rücken und VDeckel. Graz, Adademische Druck- und Verlagsanst. 1974-1982. 200 € Eines von 99 Exemplaren. Zusammenstellung von Illustrationen zu dem berühmten persisch Heldenepos Hamza-Nama, der ein Heer- und Rebellenführer unter dem Kalifen Harun al Rashid war. Band I mit den „Blättern aus dem Museum für angewandte Kunst in Wien“ und Band II mit den „Blättern aus dem Victoria & Albert Museum London“. – Wohlerhalten.

1711 Kaniel Megillah. Esther Rolle. Vollständige Fak­ simile-Ausgabe im Originalformat aus dem Besitz von Michael Kaniel. Faksimile und Kommentar. 1 Rolle und 1 Band. 27 x 278 cm bzw. 27 x 19 cm. Rotulus auf Holzstab in OLeinenkassette OLeinen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1984. 120 € Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Die Esther-Rolle (hebräisch Megillah) ist ein wichtiger Teil des Alten Testaments. In ihr wird die Geschichte von Königin Esther erzählt, die an Purim in der Synagoge verlesen wird. – Wohlerhalten.

1712 The Kennicott Bible. Ms Kennicott 1 der Bodleian Library Oxford. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 454 Bl. bzw. 97 S. Mit 238 prachtvoll von Hand illuminierten Seiten, 24 kanonische Kolumnentiteln, 49 Gold gehöhten Parashah (Wochenabschnitten) mit Tiermotiven, 27 Bordüren zum Sefer Mikhlol, etc. 32 x 26 cm. Blindgeprägte OGanzmaroquin-Kassette bzw. brauner geglätteter OMaroquinband mit blindgepägtem Deckeltitel in blauer OLeinen-Kassette. London, Facsimile Editions, 1985. 1.500 € Eines von 500 nummerierten Exemplaren mit separater Bestätigung des Verlegers (Gesamtauflage: 550). Die Kennicott Bibel gilt als die prachtvollste hebräische Bibel überhaupt und wurde 1476 in La Coruña erstellt und umfasst auf 922 Seiten das gesamte Alte Testament und eine grammatikalische Abhandlung über dieses. – Kassette leicht angestaubt, sonst von annähernd verlagsfrischer Erhaltung. Abbildung Seite 163

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Eines von 295 Exemplaren (Gesamtauflage). Die Megilla, die sich heute in der Privatsammlung der Familie Gross befindet, ist ein vermutlich in Deutschland um 1700 gefertigtes Schmuckstück der Judaistik. Die reich verzierte, silberne Megilla-Hülle, wurde 1824 von Lorenz Pfalzer in Wien hergestellt. Für die limitierte Faksimile-Version wurde Sterlings­ ilber verwendet und in aufwendiger Handarbeit veredelt und poliert. Bemerkenswert ist das sorgfältig geölte Pergament dieser faksimilierten Handschrift, die die beidseitig beschriebene Megillat Esther, ungewöhnlicherweise zusätzlich zu den 18 Texttafeln reich illuminiert, in besondere Erscheinung treten lässt. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 163

1713 Megillat Esther. Esther Rolle. Kaniel Megillah. Faksimile und Kommentar. Silberrolle und 1 Band. 10,6 x 166,5 cm. Reich verzierte OMegillahhülle (teils leicht oxidiert) aus reich verziertem Sterlingsilber mit Rollwinde, Silberspindel und Silbergriff mit Knauf in Blumenornamentik mit OLedertasche bzw. silbergeprägtes OLeinen in OAcrylglaskassette. London, Facsimile Editions Limited, 2005. 3.000 €

1714 Pessach-Haggadah. Codex orientalis 7 aus dem Besitz der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 34 x 25,5 cm. OHalbleder bzw. OPappband in OPappschuber mit goldgeprägtem RSchild. Graz, Akademische Druckund Verlagsanstalt, 1989. 150 € 161


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Codices selecti, Vol. LXXXIX, LXXXIX*. Die hebräische Handschrift „Pessach-Haggadah“ wurde 1769 verfasst und schildert die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft und den Auszug aus Ägypten. Enthalten sind biblische Texte, Hymnen und Psalmen, Verse und Aufzeichnungen religiöser Bräuche. – Wohlerhalten.

1715 Prato Haggadah. Ms. 9478 aus dem Besitz des Jewish Theological Seminary in New York. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 22 x 15,5 cm. Blindgeprägtes OLeder über Holzdeckeln bzw. OLeinen, zusammen in brauner OSamtkassette. Valencia, Ed. Patrimonio, 2006-2007. 2.500 € Die in Spanien um 1300 entstandene Handschrift, die sogenannte Prato-Haggadah, enthält die feierlichen Texte und Lieder zum Pessach-Festmahl anlässlich der Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft. Besonderes Merkmal dieser Handschrift ist, dass einige der Miniaturen unvollendet blieben. – Nahezu verlagsfrisch. Abbildung Seite 164

1716 Rosenkranz der Weltgeschichte. Subhat Al-Ahbar. Codex Vindobonensis A.F.50. Faksimile und Kommentar. 1 Band und 1 Heft. 30 x 18 cm. Rotes OLeder mit goldgeprägter Bordüre auf den Deckeln und goldgeprägter Mittelfeldvignette bzw. OUmschlag. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1981. 80 € Die Bildnisse zeigen die osmanischen Sultane, die in diesem Subhat al-ahbar (Rosenkranz der Weltgeschichte) dargestellt sind und somit den Stammbaum des Hauses Osman bilden. – Neuwertig.

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1717 The Rothschild Haggadah. A Passover Compendium from the Rothschild Miscellany. Ms. 180/51 des Israel Museum in Jerusalem. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 21 x 15,5 cm. OPergament bzw. OPappband in OPappschuber. London, Facsimile Editions Ltd, 2000. 450 € „The Rothschild Miscellany - a major work of medieval bookmaking and one of the finest Hebrew manuscripts to survive from the Middle Ages - was written and illuminated in Treviso, Northern Italy, in 1479. It was commissioned by Moses ben Yekutiel ha-Kohen, an Ashkenazi Jew who wanted the book to reflect the traditions of the Rhineland“ (Kommentar, S. 11). – Neuwertig.

1718 The Rothschild Miscellany. MS. 180/51 des Israel Museums in Jerusalem. Faksimile, 1 Band. 21,5 x 15,5 cm. Blindgeprägtes OLeder (minimalst seitlich neben den Schließen berieben) über Holzdeckeln mit 4 silbernen Schließbeschlägen und 4 silbernen Schließen in OHalb­ lederschuber. London, Facsimile Editions, 1989. 4.500 € Das Rothschild Miscellany wurde von Moses ben Yekuthiel Hakohen im Jahr 1479 in Auftrag gegeben und entstand sehr wahrscheinlich in einer Werkstatt in der Region um Ferrara. Das Manuskript war von Anfang an sehr prächtig konzipiert und entstand nach dem Vorbild italienischer Renaissanceminiaturen. Nahezu alle Bräuche des religiösen und weltlichen jüdischen Lebens umfasst die Handschrift. Mehr als 70 Schriften, darunter Psalmen, Sprichwörter, das Buch Hiob sowie eine Pessach-Haggada sind enthalten. Die weltlichen Bücher schließen philosophische, moralistische und naturwissenschaftliche Abhandlungen ein. Insgesamt umfasst die Handschrift 473 Pergamentblätter und wird von mehr als 200 Miniaturen illustriert. Abbildung Seite 164


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Register A Abul Qasim 1702 Aesopus 1480-1481 Alba Bibel 1489 Albani-Psalter 1337 Albrecht derÄltere 1647 Alejandro VI „Papa Borgia“ 1650 Alfons X. von Kastilien 1410 Alfonso d‘Aragona re di Napoli 1504 Al-Gazuli 1703 Al-Zahraui 1702 Ambraser Heldenbuch 1607 Anne de Bretagne 1511 Apocalipsis de Mahoma 1704 Apocalipsis de Paris 1377 Apocalipsis Figurado 1482 Apocalipsis Valenciennes 1309 Apocalipsis Yates Thompson 1435 Apocalypsis Johannis 1483 Apokalypse Bamberg 1338-1339 Apokalypse von Cambrai 1310 Aratea Astrologie 1311 Art of Healing in India 1705 Artzney Buch Wirsung 1608 Asmus von Wertheim, Graf 1558 Astrología y magia 1430 Astronomisch-astrologischer Codex 1436 Astronomische Aratea 1311 Atlas de Battista Agnese 1606 Atlas de Carlos V. 1606 Atlas des Prinzen Eugen 1686 Atlas Maior 1685 B Bamberger Apokalypse 1338-1339 Bamberger Psalter 1378 Barberini-Exultetrolle 1340 Barcelona Haggadah 1706 Bartisch, Georg 1609 Beati Petri Apostoli Epistulae 1301 Beatty Rosarium 1484 Beatus de Liébana 1324-1327, 1341-1343, 1362, 1379 Beauvais-Sakramentar 1359 Behem Balthasar 1621 Belles Heures du Duc de Berry 1485 Bening, Simon 1610-1611 Bergbuch Schwaz 1670-1671 Berliner Stundenbuch 1486 Berry, Herzog von 1485, 1591-1594 Berthaud d‘Achy 1421 Berthold-Sakramentar 1380 Bestiario de San Petersburgo 1363 Bibbia di Federico da Montefeltro 1487

Bibel des Leo Patricius 1328 Bibel Ludwigs des Heiligen 1613 Bible moralisée 1488 Biblia de Alba 1489 Biblia de Tours 1303 Biblia germanica 1612, 1687-1689 Biblia pauperum 1381, 1437-1439 Bibliophile Taschenbücher 1701 Biblioteca Apostolica 1397 Bilder-Pentateuch von Moses dal Castelazzo 1614 Blaeu, Joan 1685 Blumengebetbuch der Renée de France 1615 Boccaccio, Giovanni 1443, 1490 Boner, Ulrich 1491 Book of Kells 1329 Brailes, William de 1419 Braun, Georg 1616–1617 Breviari d‘amor de Matfre Ermengaud 1382 Breviarium Grimani 1618 Breviaro Grimani 1492 Brüsseler Stundenbuch 1493 Buch der Spiele Alfons X. 1410 Buch der Welt 1383-1385 Buch vom erfüllten Leben 1494 Buch von Lindisfarne 1306 Buchaltärchen Philipps des Guten 1495 Bussemacher, Johann 1646 C Cambrai-Apokalypse 1310 Cancionero de Juana la Loca 1619 Capitulare de villis 1312 Castelazzo-Pentateuch 1614 Challant-Varey, Giorgio di 1556 Chasonnier de Jean Montchenu 1496 Cheselden, William 1695 Christine de Pizan 1497 Christoph I. von Baden; Markgraf 1675 Chroniques de Jherusalem 1498 Claude de France 1512, 1630 Codex Aureus Escorialensis 1344 Codex Borgia 1707 Codex Egberti 1330-1331 Codex Epistolaris Carolinus 1307 Codex Etschmiadzin 1332 Codex Germanicus 1620 Codex Gisle 1445 Codex Guta-Sintram, Le 1364 Codex Manesse 1458 Codex picturatus Balthasaris Behem 1621 Codex purpureus rossanensis 1304

Codex rotundus 1499 Codice de la Guerra de Troya 1440 Codice de Metz 1313 Codices mediaevales 1345 Colón, Christóbal 1521 Commentarii facsimiliae 1500 Commune Sanctorum 1353 Coran de Muley Zaydan 1708 Corpus-Christi-Apokalypse 1441 Cranach, Lucas d. Ä. 1622 Croy-Gebetbuch 1623 D Da Costa-Stundenbuch 1624 Dante Alighieri 1501 Dante Alighieri 1504 Dante Estense 1442 Darmstädter Hitda-Codex 1346 David, Gerard 1588 Deutsches Gebetbuch der Markgräfin v. Brandenburg 1625 Diebold Schillings Spiezer Bilderchronik 1502 Divina Commedia di Alfonso d‘Aragon 1504 Douce-Apokalypse 1376 Dresdner Sachsenspiegel 1423 Drogo Sakramentar 1314 Duc de Berry 1463, 1485, 1591-1594 Duques de Saboya 1482 Durazzo, Il 1654 Dürer, Albrecht 1505 E Echternacher Evangelistar 1347 Eckhart, Johann Georg von 1696 Edition Arche Noah 1690 Egbert-Codex 1330-1331 Eidgenössische Chronik des Wernher Schodoler 1626 Einhard 1315 El Decamerón de Boccaccio 1443 Eugen von Savoyen 1686 Evangeliar des Johann von Troppau 1444 Evangeliar Heinrichs des Löwen 1365-1367 Evangeliar Otto III. 1348 Evangelistar Heinrich III. 1349 F Faksimile-Proben 1506 Farnese-Stundenbuch 1627 Federico da Montefeltro 1487 Feliciano, Felice 1507 Ferrante d‘Aragona, Il 1549 Fest-Epistolar Friedrichs des Weisen 1628-1629 Festtagsevangelistar mit

Kanontafeln 1350 Fibel der Claude de France 1630 Fitzwilliam Book of Hours 1631 Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen 1508 Flämisches Stundenbuch Medici 1632 Flora-Stundenbuch 1530 Florentiner Stundenbuch des Lorenzo de’ Medici 1509 Florinus, Franciscus Philippus 1697 Fra Angelico 1567 Francesco di Giorgio Martini 1580 Francoys Petracque Visions 1464 Franz von Retz 1510 Friedrich II. von Hohenstaufen 1386 Fuchs, Leonhart 1633 G Galeazzo Maria Sforza, 1577 Gebetbuch der Anne de Bretagne, Das 1511 Gebetbuch der Claude de France, Das 1512 Gebetbuch des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg 1634 Gebetbuch Karls d. Kühnen 1526 Gebetbuch Karls V., Das 1635 Gebetbuch Kurfürst Maximilians 1636 Gebetbuch Lorenzos de’ Medici 1513-1514 Gebetbuch Ottos III., Das 1333 Geheimnis des Grals, Das 1387 Gent-Brügger Kodex 1637 Gerokodex Miniaturen 1334 Gesner, Conrad 1638 Getty Apocalypse 1388 Ghislieri, Bonaparte 1651 Glockendon, Albrecht 1642 Glockendon, Gabriel 1639-1640 Glockendon-Gebetbuch 1641 Golden Coran 1709 Goldene Bulle 1515 Goldene Bulle König Wenzels Handschrift 1446 Goldene Evangelienbuch 1351 Goldene Jahrhundert Bibel 1390 Goldener Kalender 1391 Goldener Münchner Psalter 1392 Goldenes Hildesheimer Kalendarium 1389, 1395 Goldenes Paradies 1394 Goldenes Vlies Statuten 1672 Goslarer Evangeliar 1393 Gotische Bilderbibel 1516 Graduale von St. Katharinenthal 1447

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Register _________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Grande Messale Festivo 1556 Grandes Horas de Rohan 1517 Große Bibliotheken der Welt 1396, 1398-1399 Große Buchmalerei des Mittelalters 1400 Guido de Columnis 1518 Gulbenkian 1540 Gutenberg, Johannes 1519-1521 H Haggadah Barcelona 1706 Hainricus-Sakramentar 1401 Hamsterrad, Florian vom 1345 Hamza-Nama 1710 Harenberg Verlag 1701 Health Care in India 1705 Hedwig-Legende 1522 Hedwigs-Codex von 1353 1448 Heidelberger Liederhandschrift 1402 Heidelberger Sachsenspiegel 1425-1426 Heidelberger Schicksalsbuch 1523 Heiligenleben 1449 Heilsspiegel 1450 Heilsspiegel aus Kloster Einsiedeln, Der 1524 Heinrich III. 1349 Heinrich von Veldeke 1403 Herrscher des Himmels 1643 Herzog August d. J. zu Braun­ schweig und Lüneburg 1692 Hildegard von Bingen 1368 Hildesheimer Kalendarium 1389 Histoire d‘amour sans paroles 1644 Historia Civitates Troiane 1451 Historia de Alejandro Magno 1404 Historia Plantarum 1452 Hitda-Codex 1346 Hogenberg, Frans 1616-1617 Hortulus animae 1525 Hrabanus Maurus 1316, 1352 IJ Ingeburge de Danemark 1420 Isabel la Católica 1541-1542 Jeanne d‘Evreux 1473 Johann Albrecht von Mecklenburg 1634 Johann von Troppau 1444 Johanna die Wahnsinnige 1619 Josua-Rolle 1335 Juana la Loca 1619 Jüngeres Gebetbuch 1645 K Kaniel Megillah 1711 Karl der Kühnen 1526 Karl V. von Habsburg 1606, 1635, 1648-1649

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Karolingisches Sakramentar 1317 Katharinenthal-Graduale 1447 Kennicott Bible 1712 Kölner Kartenspiel 1646 Kolumbusbrief 1527 Kreuzritterbibel 1405 Kriegsordnung des Markgrafen zu Brandenburg 1647 Krönungszeremoniale Kaiser Karls V. 1648-1649 Kupferstichspiel des I. M. F. 1693 Kurfürst Maximilian 1636 Kyser aus Eichstätt, Conrad 1529 L Lambeth Apokalypse, Die 1406 Landgrafenpsalter 1407 Legendarium der Sforza 1531 Leggende di San Giorgio e Santa Margherita 1418 Leggende di Santa Margherita e Sant‘Agnese 1408 Lehrbuch für Kaiser Maximilian I., Das 1533 Lehrbuch für Maximilian I. 1532, 1534-1535 Lektionar von St. Petersburg 1409 Lektionar zu den Festen der Heiligen 1353 Leonardo da Vinci 1536 Leonor de la Vega 1543 Leyenda de la Santa Faz 1537 Liber aureus von Pfäfers 1354 Liber Chronicarum 1538 Liber precum 1539 Liber Scivias 1369 Libro d´ore di Bonaparte Ghislieri 1651 Libro de horas de Alejandro VI „Papa Borgia“ 1650 Libro de horas de dona Mencía de Mendoza 1653 Libro de horas de Gulbenkian 1540 Libro de horas de Isabel la Católica 1541-1542 Libro de Horas de Leonor de la Vega 1543 Libro de horas de los Medicis de Lorenzo II 1652 Libro de Horas de Luis de Laval 1544 Libro de horas de Rouen 1547 Libro de las Maravillas 1545 Libro de los Juegos 1410 Libro de los medicamentos simples 1548 Libro d‘Ore di Modena 1454 libro d‘ore Durazzo, Il 1654 libro d‘oro di Ferrante d‘Aragona, Il 1549 Limburg, Brüder 1488 Lindisfarne Evangeliar 1306

Lisle Psalter 1453 Livre d‘heures de Louis d‘Orléans 1550 Livre d‘heures Maria Stuart 1655 Livre du Roy Modus, Le 1551, 1656 Lobgedicht auf König Robert von Anjou 1455 Lochner, Stephan 1587 Lorenzo de’ Medici 1509, 1590 Lorenzos de’ Medici 1513-1514 Lorscher Arzneibuch 1308 Lorscher Evangeliar 1318-1319 Lorscher Rotulus 1320 Losbuch in deutschen Reimpaaren 1456 Lothringische Apokalypse 1457 Louis d‘Orléans 1550 Ludo Scacorum 1474 Ludwig IX. 1613 Luis de Laval 1544 Luther, Martin 1657-1658 M Mainzer Evangeliar 1411 Mainzer Psalter von 1457 1552 Mandeville, Bernard 1698 Manuale St. Ruperti 1321 Marco Polo 1553 Margarete von Österreich 1554 Maria Stuart 1655 Marien-Homilien 1370 Markgrafe zu Brandenburg Ansbach 1647 Markgräfin v. Brandenburg 1625 Maximilian I. von Habsburg 1660, 1605, 1659, 1679 Maximilian Kurfürst 1636 Mecklenburg, Johann Albrecht von 1634 Medicamentos simples 1548 Medici, Maria de’ 1632 Medicina antiqua libri quattuor medicinae 1412 Medicina Rara 1555 Medicina y Farmacia de Federico II. 1413 Medicis de Lorenzo II 1652 Megillat Esther 1713 Mencía de Mendoza 1653 Menologion bizantino de Oxford 1459 Mercator, Gerhard 1661 Mira calligraphiae monumenta 1662 Mirandola-Stundenbuch 1557 Misal de Reims 1414 Missale Albrechts von Brandenburg 1663 Missale des Grafen Asmus von Wertheim 1558 Mittelalterliches Hausbuch 1559 Modi Orandi Sancti Dominici 1460

Montefeltro, Federico da 1487 Moses dal Castelazzo 1614 Moskauer Stundenbuch 1560 Musterbuch des Giovannino de Grassi 1461 NO Neues Testament 1415 Nibelungenlied 1561 Offiziolo Alfonsino 1665 Offizium der Madonna 1562-1563 Oldenburger Sachsenspiegel 1427 Oppian 1355 Ore di Modena 1454 Ore Medici Rothschild, Le 1564 Ottheinrich-Bibel 1565 Otto III. von Sachsen 1333, 1348 Oxforder Bilderbibel 1417 P Pacino de Bonaguida 1462 Pamplona Bilderbibel 1416 Pannonhalmer Evangelistarum 1664 Pariser Alexanderroman 1566 Pasionario Púrpura de Fra Angelico 1567 Passio Kiliani 1336 Patricius, Leo 1328 Perikopenbuch Heinrichs II. 1356 Perikopenbuch von St. Peter 1371 Pessach-Haggadah 1714 Petrarca, Francesco 1464, 1568 Petrus-Briefe 1301 Pfäfers Liber aureus 1354 Pflanzen im Faksimile 1691 Philipp der Gute 1495 Phoebus, Gaston 1465-1466 Prato Haggadah 1715 Preghiera alle vergine 1418 Psalterium Beatae Mariae Virginis 1569 Psalterium St. Ruperti 1321 Psautier d‘Ingeburge de Danemark 1420 Ptolemaeus, Claudius 1570 R Ramsey-Psalter 1467 Recht und Unrecht im Faksimile 1694 Reichenauer Evangelistar 1357 Reichenauer Perikopenbuch 1358 Renée de France 1615 Reyes Católicos 1546 Richental, Ulrich 1571 Robert von Anjou 1455 Rohan, Grandes Horas de 1517 Roi Alexandre 1434 Rosario de Juana la Loca 1666


____________________________________________________________________________________________________________________________________________ Register Rosenkranz der Weltgeschichte 1716 Rosenroman des Berthaud d‘Achy 1421 Rosenroman für François I. 1422 Rothschild Gebetbuch 1667-1668 Rothschild Haggadah, The 1717 Rothschild Miscellany 1718 Rotolo Ms. 724/3 1572 Roy Modus, Le 1551, 1656 Rudolf von Ems 1468-1469 Rugendas, Moritz 1699 Russ. Nationalbibliothek 1429 S Saboya Apocalipsis 1482 Sachsenspiegel 1423-1424 Sakramentar von Beauvais 1359 Sakramentar von Metz 1322 Salas, Pierre 1669 Salterio de Lisle 1470 Salzburger Perikopenbuch 1360 San Giorgio e Santa Margherita 1418 Santa Faz Leyenda 1537 Santa Margherita 1418 Santa Margherita e Sant‘Agnese 1408 Sant‘Agnese 1408 Savoy Hours 1471 Schachbuch Alfons X. von Kastilien 1410 Schachbuch des Jacobus de Cessolis 1472

Schachbücher im Faksimile 1410, 1472, 1474 Schätze aus der Biblioteca Apostolica 1397 Schätze der russischen Nationalbibliothek 1429 Schedel, Hartmann 1538, 1573-1575 Schedelsche Weltchronik 1538, 1573-1575 Schilling von Bern, Diebold 1503 Schriber, Stephan 1582 Schwarzes Gebetbuch 1576-1579 Schwazer Bergbuch 1670-1671 Sforza-Stundenbuch 1589 Skizzenbuch des Francesco di Giorgio Martini 1580 Sobieski-Stundenbuch 1581 Soemmering, Samuel Th. 1700 Spätgotisches Musterbuch des Stephan Schriber 1582 Sphaera 1583 Spiezer Bilderchronik 1502 Splendor Solis 1584-1586 Status du Thoison 1672 Stephan Lochner Gebetbuch 1587 Stromayr, Caspar 1673 Stundenbuch aus Brügge 1674 Stundenbuch der Jeanne d‘Evreux 1473 Stundenbuch der Sforza 1589 Stundenbuch des Gerard David 1588

Stundenbuch des Markgrafen Christoph I. von Baden 1675 Stundenbuch für Rouen 1676 T Tacuinum sanitatis in medicina 1677-1678 Thoison d’or Status 1672 Thülemeyer, Heinrich G. 1515 Tractatus de Ludo Scacorum 1474 Tratado de Aritmética de Lorenzo de’ Medici 1590 Tratado de astrología y magia 1430 Très Belles Riches Heures du Duc de Berry Trierer Apokalypse 1595 Trinity College Apokalypse 1431, 14332 Triumph Kaiser Maximilians I. 1679 Troppau, Johann von 1444 Tschachtlans Bilderchronik 1596 Turin-Mailänder Stundenbuch 1475 Turnierbuch für René d‘Anjou 1597 UV Ulmer Aesop 1598 Vatikan-Bibel 1680 Vergilius Maro, Publius 1599 Vergilius Vaticanus 1302

Vita der Mathilde von Canossa 1372 Vita des Heiligen Wenzel 1478 Vita Sancti Liudgeri 1373 Volkacher Salbuch, Das 1681 Vorauer Volksbibel 1601 Vorauer Volksbibel, Die 1602 W Wagner, Leonhard 1682 Wandalbert von Prüm 1323 Weihnachtsmissale Alexanders VI. 1603 Weissagungen über die Päpste. 1604 Wenzel IV. von Luxemburg 1476-1478 Wenzels Goldene Bulle 1446 Werdener Psalter 1361 Wiener Bilderbibel 1374 Wiener Genesis 1305 Winchester Psalter Miniature Cycle 1375 Wirsung, Christoph 1608, 1683 Wolf, Nobert 1433 Wolfenbütteler Sachsenspiegel 1428 Wolfram von Eschenbach 1479 YZ Yates Apocalypsis 1435 Ystoire du bon roi Alexandre 1434 Zerbster Prunkbibel 1684

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Besitzer 1: 1403. 2: 1549. 3: 1434, 1465, 1609, 1617, 1648. 4: 1331, 1429, 1438, 1571. 5: 1312. 6: 1503, 1528. 7: 1366, 1398. 8: 1385, 1431, 1461, 1598, 1641, 1656. 9: 1301, 1302, 1303, 1304, 1305, 1306, 1307, 1308, 1309, 1310, 1311, 1313, 1314, 1315, 1316, 1317, 1318, 1319, 1320, 1321, 1322, 1323, 1324, 1325, 1326, 1327, 1328, 1329, 1330, 1332, 1333, 1334, 1335, 1336, 1337, 1338, 1339, 1340, 1341, 1342, 1343, 1344, 1345, 1346, 1347, 1348, 1349, 1350, 1351, 1352, 1353, 1354, 1355, 1356, 1357, 1358, 1359, 1360, 1361, 1362, 1363, 1364, 1365, 1367, 1368, 1369, 1370, 1371, 1372, 1373, 1374, 1375, 1376, 1377, 1378, 1379, 1380, 1381, 1382, 1383, 1384, 1386, 1387, 1388, 1389, 1390, 1391, 1392, 1393, 1394, 1396, 1399, 1400, 1401, 1402, 1404, 1405, 1406, 1407, 1408, 1409, 1410, 1411, 1412, 1413, 1414, 1415, 1416, 1417, 1418, 1419, 1420, 1421, 1422, 1423, 1424, 1425, 1426, 1427, 1428, 1430, 1432, 1433, 1435, 1437, 1439, 1440, 1441, 1442, 1443, 1444, 1445, 1446, 1447, 1448, 1449, 1450, 1452, 1453, 1454, 1455, 1456, 1457, 1458, 1459, 1460, 1463, 1464, 1466, 1467, 1468, 1469, 1470, 1471, 1472, 1473, 1474, 1475, 1476, 1477, 1478, 1479, 1480, 1481, 1482, 1483, 1484, 1485, 1486, 1487, 1488, 1489, 1490, 1491, 1492, 1493, 1494, 1495, 1496, 1497, 1498, 1499, 1500, 1501, 1502, 1504, 1505, 1506, 1507, 1508, 1509, 1510, 1511, 1512, 1513, 1514, 1515, 1516, 1517, 1518, 1519, 1520, 1521, 1522, 1523, 1524, 1525, 1526, 1527, 1529, 1530, 1531, 1532, 1533, 1534, 1535, 1536, 1537, 1538, 1539, 1540, 1541, 1542, 1543, 1544, 1545, 1546, 1547, 1548, 1550, 1551, 1552, 1553, 1554, 1555, 1556, 1557, 1558, 1559, 1560, 1561, 1562, 1563, 1564, 1565, 1566, 1567, 1568, 1569, 1570, 1572, 1573, 1574, 1575, 1576, 1577, 1578, 1579, 1580, 1581, 1582, 1583, 1584, 1585, 1586, 1587, 1588, 1589, 1590, 1591, 1592, 1593, 1594, 1595, 1596, 1597, 1599, 1600, 1601, 1602, 1603, 1604, 1605, 1606, 1607, 1608, 1610, 1611, 1612, 1613, 1614, 1615, 1616, 1618, 1619, 1620, 1621, 1622, 1623, 1624, 1625, 1626, 1627, 1628, 1629, 1630, 1631, 1632, 1633, 1634, 1635, 1636, 1637, 1638, 1639, 1640, 1642, 1643, 1644, 1645, 1646, 1647, 1649, 1650, 1651, 1652, 1653, 1654, 1655, 1657, 1658, 1659, 1660, 1661, 1662, 1663, 1664, 1665, 1666, 1667, 1669, 1670, 1671, 1672, 1673, 1674, 1676, 1677, 1678, 1679, 1680, 1682, 1683, 1684, 1685, 1686, 1687, 1688, 1689, 1690, 1691, 1692, 1693, 1694, 1695, 1696, 1697, 1698, 1699, 1700, 1701, 1702, 1703, 1704, 1705, 1706, 1707, 1708, 1709, 1710, 1711, 1712, 1713, 1714, 1715, 1716, 1717, 1718. 10: 1668, 1681. 11: 1675. 12: 1395, 1397, 1436, 1451, 1462.

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V ER ST EIGERU NG S - BEDI NGU NGEN 1. Die Bassenge Buchauktionen GbR, nachfolgend Versteigerer genannt, versteigert als Kommissionärin im eigenen Namen und für Rechnung ihrer Auftraggeber (Kommittenten), die unbenannt bleiben. Die Versteigerung ist freiwillig und öffentlich im Sinne des § 383 III BGB. 2. Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen. 3. Sämtliche zur Versteigerung kommenden Gegenstände können vor der Ver­steigerung besichtigt und geprüft werden. Die Sachen sind gebraucht. Erhaltungszustände der einzelnen angebotenen Arbeiten bleiben im Katalog in der Regel unerwähnt. Die Katalogbeschreibungen sind keine Garantien im Rechtssinne und keine vertraglich vereinbarten Beschaffenheitsangaben. Gleiches gilt für individuell angeforderte Zustandsberichte. Sie bringen nur die subjektive Einschätzung des Versteigerers zum Ausdruck und dienen lediglich der unverbindlichen Orientierung. Alle Gegenstände werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden. Soweit nicht in der Katalogbeschreibung explizit erwähnt, sind Rahmungen nicht bindender Bestandteil des Angebots. Der Käufer kann den Versteigerer nicht wegen Sachmängeln in Anspruch nehmen, wenn dieser seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Der Versteigerer verpflichtet sich jedoch, wegen rechtzeitig vorgetragener, begründeter Mängelrügen innerhalb der Verjährungsfrist von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt des Zuschlags seine Ansprüche gegenüber dem Einlieferer (Auftraggeber) geltend zu machen. Im Falle erfolgreicher Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet der Versteigerer dem Erwerber den Kaufpreis samt Aufgeld. Die Haftung des Versteigerers auf Schadensersatz für Vermögensschäden – gleich aus welchem Grund – ist ausgeschlossen, es sei denn, dem Versteigerer fiele Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt. 4. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Höchst­ bieten­den. Der Versteigerer kann den Zuschlag verweigern oder unter Vor­behalt erteilen. Wenn mehrere Personen dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den Zuschlag zurücknehmen und die Sachen erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen worden ist oder wenn der Höchst­bietende sein Gebot nicht gelten lassen will oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. 5. Im Falle eines schriftlichen Gebotes beauftragt der Interessent den Versteigerer für ihn während der Versteigerung Gebote abzugeben. In schriftlichen Aufträgen ist bei Differenzen zwischen Nummer und Kennwort das Kennwort maßgebend. 6. Telefonische Gebote und Online-Direkt-Gebote über das Internet bedürfen der vorherigen Anmeldung beim Versteigerer und dessen Zustimmung. Für die Bearbeitung übernimmt der

Versteigerer jedoch keine Gewähr. Telefonische und OnlineGebote werden nur akzeptiert, wenn der Bieter bereit ist, den ihm zuvor mitgeteilten Mindestpreis des jeweiligen Loses zu bieten. Auch bei Nichtzustandekommen einer Verbindung gilt, dass für den Auktionator dieses Gebot in Höhe des Mindestpreises verbindlich ist. Für das Zustandekommen einer entsprechenden Telefon- oder Onlineverbindung übernimmt der Versteigerer keine Gewähr. Das Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen findet auf solche Gebote keine Anwendung (§ 312d Abs. 4 Nr. 5 BGB). 7. Mit der Erteilung des Zuschlages geht die Gefahr für nicht zu vertretende Verluste und Beschädigung auf den Ersteigerer über. Das Eigentum an den ersteigerten Sachen geht erst mit vollstän­ digem Zahlungseingang an den Erwerber über. 8. Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 28% zu entrichten, in dem die Umsatzsteuer ohne separaten Ausweis enthalten ist (Differenzbesteuerung) oder ein Aufgeld von 23% auf den Zuschlag zzgl. der USt von z.Zt. 19% (Regelbesteuerung), bei Büchern beträgt die Umsatzsteuer 7% (Regelbesteuerung). Die im Katalog mit einem * gekennzeichneten Objekte unterliegen in jedem Fall der Regelbesteuerung (Aufgeld von 23% auf den Zuschlag zzgl. der USt von z.Zt. 19%). Bei den im Katalog mit einem ^ gekennzeichneten Objekten ist Einfuhrumsatzsteuer angefallen. In diesen Fällen wird zusätzlich zu einem Aufgeld von 25% (Differenzbesteuerung) die verauslagte Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von z.Zt. 7% auf den Zuschlag erhoben. Für bundesdeutsche Kunsthändler und Antiquare, die zum Vor­s teuer­abzug berechtigt sind, kann die Gesamt­rech­nung auf Wunsch, wie bisher nach der Regelbesteuerung ausgestellt werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Dritt­ länder (außerhalb der EU) und – bei Angabe ihrer USt.-Identi­ fikations-Nr. bei Auftragserteilung als Nachweis der Berechtigung zum Bezug steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen – auch an Unternehmen in anderen EU-Mitgliedsstaaten, unter der Voraussetzung, dass sie für gewerblichen Gebrauch einkaufen. Eine Korrektur nach Rechnungsstellung ist nicht möglich. Alle anderen Käufe aus EU-Ländern unterliegen der Umsatzsteuer. Ausländischen Käufern außerhalb der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer erstattet, wenn binnen 4 Wochen nach der Auktion der deutsche zollamtliche Ausfuhrnachweis und der zollamt­ liche Einfuhrnachweis des entsprechenden Importlandes erbracht werden. Bei Versand durch uns gilt der Ausfuhrnachweis als gegeben. Bei Online-Live-Geboten über externe Internetplattformen erhöht sich das Aufgeld um die dort anfallende Transaktions­gebühr. Wäh­rend oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rech­ nun­­gen bedür­fen einer beson­de­ren Nachprüfung und eventueller Berichtigung; Irrtum vor­behalten. Katalog- und Zusatzabbildungen dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Reproduktionsrechte und digitale Dateien der Abbildungen können gegen Gebühr erworben werden. Gegebenenfalls noch bestehende Urheberrechte Dritter bleiben davon unberührt und müssen u.U. gesondert eingeholt werden.


9. Die Auslieferung der ersteigerten Stücke erfolgt in unseren Ge­ schäftsräumen gegen Bezahlung. Kreditkarten (Mastercard, VISA, American Express), Schecks sowie andere unbare Zahlungen werden nur erfüllungshalber angenommen. Bankspesen/ Transaktionsge­bühren bzw. Kursverluste können zu Lasten des Käufers gehen. Die Auf­ bewahrung erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Käufers. Der Versand wird gegen Vorabrechnung des Rechnungsbetrages ausgeführt. Die Versandspesen sowie die Kosten für Versicherung gegen Verlust und Beschä­digung gehen zu Lasten des Käufers. Übersteigen die tatsäch­lichen Versandkosten die vorab berechnete Pauschale, so wird die Differenz dem Käufer nachträglich in Rechnung gestellt. 10. Bei der Ausfuhr von Kulturgütern aus dem Gemeinschaftsgebiet der EG ist gem. der EG-Verordnung Nr. 116/2009 abhängig von Kategorie und Wert des Objekts ggf. eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Aus Gründen des Artenschutzes können Objekte aus bestimmten, geschützten Materialien (u.a. Elfenbein, Schildpatt, Perlmutt und einige Korallenarten) besonderen Im- und Export­beschränkungen unterliegen. Zum Zwecke des Exports (insbesondere außerhalb der Europäischen Union) kann hierfür eine spezielle Ausfuhrgenehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 338/97 erforderlich sein. Entsprechende Ausfuhrgenehmigungen können nur unter strengen Bedingungen erteilt und ggf. auch gar nicht erlangt werden, auch kann der Import dieser Gegenstände in manche Staaten ein­geschränkt oder untersagt sein. Der Käufer ist selbst dafür verantwortlich, sich über etwaige Im- und Exportbeschränkungen zu informieren. Export und Import entsprechender Objekte erfolgen allein auf Rechnung und Gefahr des Käufers. 11. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig. Der Versteigerer ist berechtigt, falls nicht innerhalb von zwei Wochen nach der Versteigerung Zahlung geleistet ist, den durch den Zuschlag zustande gekommenen Kaufvertrag ohne weitere Fristsetzung zu annullieren, Verzugszinsen in

Alle in diesem Katalog angebotenen Objekte aus den unter Artenschutz gestellten oder diese enthaltenden Materialien wie u. a. Elfenbein, Nashorn oder Schildpatt sind ausnahmslos vor dem 01.06.1947 entstanden und verarbeitet worden. Ein Versand in Drittländer ist in der Regel nicht möglich. Für alle angebotenen Objekte aus oder mit Elfenbein, die wir verkaufen, liegt eine Vermarktungsgenehmigung vor, eine Ausfuhr in den EU-Binnenmarkt ist jederzeit möglich, allerdings weisen wir darauf hin, dass eine Ausfuhr in Länder außerhalb der EU nur in Ausnahmefällen möglich ist. Das Beschaffen einer entsprechenden Genehmigung obliegt dem Käufer. Eindeutig identifizierbare Werke mit einem Schätzpreis von mind. 2500 Euro werden vor der Auktion mit dem Art Loss Register abgeglichen.

banküblicher Höhe – mindestens jedoch 1 % auf den Bruttopreis je angebrochenen Monat – zu berechnen und von dem Ersteigerer wegen Nichterfüllung Schadenersatz zu verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache in einer neuen Auktion nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Minder­erlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung einschließlich der Gebühren des Auktionshauses aufzukommen hat. Zu einem Gebot wird er nicht zugelassen, auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. 12. Erfüllungsort und Gerichtsstand im vollkaufmännischen Verkehr ist Berlin. Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Das UNAbkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. 13. Die im Katalog aufgeführten Preise sind Schätzpreise, keine Limite. 14. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich (im Sinne der Ziffern 5 und 6) den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. 15. Die Abgabe eines Gebotes in jeglicher Form bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen. Der Versteigerer nimmt Gebote nur aufgrund der vorstehenden Versteigerungs­ bedingungen entgegen und erteilt dementsprechend Zuschläge. Kommissionäre haften für die Käufe ihrer Auftraggeber. 16. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Dr. Markus Brandis Geschäftsführer

Stand: März 2022


CON DI T IONS OF SA L E 1. The Bassenge Buchauktionen GbR, subsequently called “the auctioneer” carries on business as commission-agent in its own name on behalf of its voluntary con­signors. This auction sale is a public one in the sense of § 383 III BGB. 2. The auctioneer reserves the right to combine, to split, to change or to withdraw lots before the actual final sale. 3. All objects put up for auction can be viewed and examined prior to the sale at the times made known in the catalogue. The items are used and sold as is. As long as not explicitly mentioned in the catalogue description, framing is not an inherent part of the offer. As a rule, the condition of the individual work is not given in the catalogue. Catalogue descriptions are made with as much care as possible, but the descriptions do not fall under the statutory paragraph for guaranteed legal characteristics. The same applies for individually requested condition reports. These also offer no legal guarantee and only represent the subjective assessment of the auctioneer while serv­ing as a non-binding orientation. The liability for damage to life, body or health shall remain unaffected. In case of a justified claim, however, he will accept the responsibility to make a claim for restitution on behalf of the buyer against the consignor within a period of 12 months, running from the fall of the hammer. In the event of a successful claim the auctioneer will refund the hammerprice plus premium. 4. The highest bidder acknowledged by the auctioneer shall be deemed the buyer. In case of identical bids the buyer will be deter­ mined by drawing lots. In the event of a dispute the auctioneer has the absolute discretion to reoffer and resell the lot in dispute. He may also knock down lots conditionally. 5. In the case of a written bid the bidder commissions the auctioneer to place bids on his behalf during the auction. In cases where there is a discrepancy between number and title in a written bid the title shall prevail. 6. Telephone and direct online bidding via the internet must be approved in advance by the auctioneer. The auctioneer cannot be held liable for faulty connections or transmission failure. In such a case the bidder agrees to bid the reserve price of the corresponding lot. For such bidding the regulations of long distance contracts do not apply (Fernabsatzverträge) [cf § 312d IV,5 BGB]. 7. On the fall of the auctioneer’s hammer title to the offered lot will pass to the acknowledged bidder. The successful buyer is obliged to accept and pay for the lot. Ownership only passes to the buyer when full payment has been received. The buyer, however, immediately assumes all risks when the goods are knocked down to him.

8. A premium of 28% of the hammer price will be levied in which the VAT is included (marginal tax scheme) or a premium of 23% of the hammer price plus the VAT of 19% of the invoice sum will be levied [books: 7%] (regular tax scheme). Buyers from countries of the European Union are subject to German VAT. Items marked with an * are subject to the regular tax scheme (premium of 23% of the hammer price plus the current VAT of 19%). Items marked with an ^ are subject to import duty. In these cases in addition to a premium of 25% (marginal tax scheme), the charged import tax of currently 7% will be added to the hammer price. Exempted from these rules are only dealers from EU-countries, who are entitled, under their notification of their VAT ID-Number, to buy on the basis of VAT-free delivery within the European Union. Notification of VAT ID-Numbers must be given to the auctioneer before the sale. For buyers from non EU-countries a premium of 23% will be levied. VAT will be exempted or refunded on production of evidence of exportation within 4 weeks of the auction, or, if appropriate, importation to another country. This is taken as given when the dispatch is effected by us. Live bidding through external online platforms entails a transaction fee stipulated by the platform and will be added to the premium. Due to the work overload of the accounting department during auctions, invoices generated during or directly after an auction require careful revision and possible correction; errors excepted. Catalogue images may not be used without permission. Repro­ duction rights and digital files can be acquired for a fee. Any copyrights of third parties that may still exist remain unaffected by this and may have to be obtained separately. 9. Auction lots will, without exception, only be handed over after pay­ment has been made. Credit cards (VISA, Mastercard, American Express), checks and any other form of non-cash payment are accepted only on account of performance. Exchange rate risk and bank charges may be applicable. Storage and dispatch are at the expense and risk of the buyer. If the shipping costs exceed the lump sum on the invoice the outstanding amount will be billed separately. 10. According to regulation (EC) No. 116/2009, an export license is necessary when exporting cultural goods out of European Community territory, depending on the type or value of the object in question. For the purposes of wildlife conservation, it is necessary to obtain an export license according to regulation (EC) No. 338/97 when exporting objects made from certain protected materials (incl. ivory, tortoiseshell, mother-of-pearl and certain corals) out of the territory of the European Community. Export licenses for objects made of protected materials are only granted under strict conditions or may not be granted at all. The import of such objects


may be restricted or prohibited by certain countries. It is the buyer’s responsibility to inform himself, whether an object is subject to such restrictions. Export and import of such objects are at the expense and risk of the buyer. 11. The buyer is liable for acceptance of the goods and for payment. The purchase price shall be due for payment upon the lot being knocked down to the buyer. In case of a delayed payment (two weeks after the sale) the purchaser will be held responsible for all resultant damages, in particular interest and exchange losses. In case of payment default the auctioneer will charge interest on the outstanding amount at a rate of 1% to the gross price per month or part of month. In such an event the auctioneer reserves the right to annul the purchase contract without further notice, and to claim damages from the buyer for non-fulfilment, accordingly he can reauction the goods at the buyer’s expense. In this case the buyer is liable for any loss incurred, the buyer shall have no claim if a higher price has been achieved. He will not be permitted to bid.

13. The prices quoted after each lot are estimates, not reserves.

12. The place of fulfillment and jurisdiction is Berlin. German law applies exclusively; the UN-Treaty (CISG) is explicitly excluded.

Dr. Markus Brandis As of March 2022

All objects offered in this catalog from the materials placed under species protection or containing them, such as ivory, rhinoceros horn or tortoise shell, have been created and processed without exception before 01.06.1947. Thus, shipping to third countries is generally not possible. For all offered objects made of or with ivory, which we sell, a marketing permit is available. An export to the EU domestic market is possible at any time, however, we point out that an export to countries outside the EU is only possible in exceptional cases. The procurement of an appropriate permit is the responsibility of the buyer. Clearly identifiable works with an estimate of 2,500 Euros or over will be checked against the Art Loss Register database before the auction.

14. The after-sales is part of the auction in which the bidder places either by tele­phone or in written form (as stated in number 5 and 6) the order to bid a set amount. 15. By making a bid, either verbally in the auction, by telephone, written by letter, by fax, or through the internet the bidder confirms that he has taken notice of these terms of sale by auction and accepts them. Agents who act on behalf of a third party are jointly and separately liable for the fulfillment of contract on behalf of their principals. 16. Should one or the other of the above terms of sale become wholly or partly ineffective, the validity of the remainder is not affected. In the event of a dispute the German version of the above conditions of sale is valid.


HER B STAU KT ION 11. –13 . OKTOBER 2022 Wir erbitten Ihre Angebote

Katalogbearbeitung Dr. Markus Brandis Dr. Cosima Kristahn Rosa Räderscheidt

Repro / Gestaltung / Satz Maria Benkendorf Philipp Dörrie Stefanie Löhr Christina Wunderlich