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07 2017 JULI / AUGUST CHF 4.50

Cat Marnell Xavier Dolan PEOPLE, STYLE & STORIES CHF

Marie Nasemann

4.50

Neue Ziele für die Reise.

... und Sand ohne Ende.


#POLICELIFESTYLE


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Protect yourself – am besten mit diesen stylischen Strohhüten.

F A C E S

Starters 8 10 12 14 16 18 20 22

Contributors Editor’s Choice The Look Man The Look Woman The Look Beauty What they say Let’s face it Short Trip

Shortcuts 26 27 28 30

Eat & Drink Travel Beauty Fashion

People 24 25

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110 Ab ins kühle Nass!

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Mit diesem Look machen Sie den Weg zum Strand zum Laufsteg.

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Schiefe Nase, Stirnquerfalten? Pietro Sassi weiß, was das Gesicht von Bear Grylls verrät.

Cat Marnell Xavier Dolan

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Wohlriechende Düfte gibt’s in den Goods.

Alles, was es zum Thema Sand zu wissen gibt, lesen Sie in den Last Facts.

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Von ganz unten gibt’s nur einen Weg, nämlich den nach oben. Cat Marnell hat es geschafft.

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Wer mit 28 schon Stammgast an Cannes’ Filmfestival ist, gehört auf unser Heldenpodest. Na dann hoch mit dir, Xavier Dolan!

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Oliver Rauh und Peter Schreiber zeigen die heißesten Teile für Hitze-Tage.


LIFT YOUR BODY TOUCH YOUR SOUL • Kukuinussöl für die Restrukturierung des Collagennetzwerkes • Noniextrakte mit reichhaltigen Mineralien, Spurenelementen und bioaktiven Alkaloiden, schützen Ihre Haut vor freien Radikalen. • Kostbares Hyaluronic Targeting System für eine sichtbare Faltenreduzierung • Protein-Hydrolysat aus Weizen liefert Ihrer Haut wichtige aktive Biomoleküle und sorgt für eine straffende Wirkung. Diese High Tech Biomembran führt zu einem schnellen, fühlbaren Lifting Effekt. • Frei von sämtlichen bedenklichen Inhaltsstoffen und mit Dermatest SEHR GUT ausgezeichnet. Gesegnet auf der geheiligten Erde Mauis.

Neu bei

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/LUXUSKOSMETIK


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Fashion 32

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Editorial „HOT“ by Peter Schreiber & Oliver Rauh Editorial „Catching the Big Fish“ by Peter Schreiber

Style 48

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Insider: Marie Nasemann

Story 52

Sweet meets sexy: Badeanzüge für Meer, See und Pool.

Let’s run away

The Goods 105 Vol. 06/2017

Events

126 FACES Afterwork Vernissage, Zürich 128 Bacardi Legacy Global Cocktail Competition, Berlin

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Last Facts

Ahoi ihr Landratten! Was wir Leichtmatrosen auf hoher See tragen, zeigen wir im Editorial „Catching the Big Fish“.

130 Sand

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Diese Wedges tragen uns auch über den heißesten Sand.

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Wer so stark im Rampenlicht steht, muss mit Kritik rechnen. Diesen Monat lästert die Promi-Welt über Heidi Klum.

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Haben wollen: die coolen Teile aus der Tiffany City HardWear Kollektion. Wir haben die Geschichte zum Schmuck.

Wie sich einer kleidet, der sich um die Meinung anderer nicht schert, zeigen wir im Look Man.

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Auf geht’s! Wohin und womit verraten wir in unserem großen Reisespecial.

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Wir kennen die schönsten Orte und besten Tipps fürs Reisen im Sommer.

Cover

Photography: Peter Schreiber & Oliver Rauh Styling: Oliver Rauh Hair & Make-up: Gaby Speckbacher Model: Adeola Ariyo Monokini von Aubade. Sonnenbrille von Porsche Design.


S T A R T E R S

Impressum F A C E S

Herausgeber

C O N T R I B U T O R S

Stefan Berger – berger@faces.ch Patrick Pierazzoli – pierazzoli@faces.ch

Chefredakteur Patrick Pierazzoli

Creative Consultants Florian Ribisch Alex Wiederin

Redaktionsleitung

Marina Warth – marina@faces.ch

Rauh liver

O Mit seinem Lachen entschärft Oliver Rauh jede brenzlige Situation. Und davon gibt’s im Leben des Stylisten und Fotografen genug. Etwa, wenn er Lady Gaga einkleidet und fotografiert. Rauh arbeitete erst als PR- und Marketing-Manager, danach als Werbechef bei Hugo Boss und ist heute als StyleConsultant international gefragt. Aufträge für BMW, Hermès, Falke, Condé Nast oder Sony Music schmücken sein Portfolio genauso wie unser neustes Editorial „HOT“, für dessen Produktion Rauh nicht nur die Kleidung aussuchte, sondern gleich noch selbst auf den Auslöser drückte.

ch

bis an Ri

Flori

Es gibt Art Director, und es gibt Meister. Florian Ribisch ist Teil der zweiten Kategorie. Wie es sich gehört, hat auch ein Meister klein angefangen. Als Grafiker im Büro X. Danach kamen das Tempo-Magazin, die Glamour und schließlich FACES und die Elle. Bei uns ist er der kreative Kopf, verantwortlich dafür, dass unsere Texte einen Rahmen kriegen, der zum Lesen animiert. Wie in unserem großen ReiseSpecial, zu lesen ab Seite 52. Aber: Auch jemand wie Ribisch ist nur ein Mensch, Vater von vier Kindern, einer, der nicht vom Tablet vorliest, sondern aus einem Buch aus Papier, und dazu Musik hört, am besten von Schallplatten. Sympathische Eigenschaften für einen Meister. 8

Peter Schreiber

Grafikleitung

Meret Ackermann – meret@faces.ch

Redaktion

Weder Sandstürme noch Schneeböen halten Peter Schreiber vom perfekten Schuss ab. Der Münchner gibt alles für seine Fotos – und nimmt jede noch so hohe Hürde mit Humor. Mit ein Grund, weshalb man mit ihm so gerne zusammenarbeitet. Wenn man ihn denn mal erwischt, denn Schreiber ist ständig unterwegs, jettet von München nach Kapstadt und macht dazwischen noch Halt in New York, Mailand oder Miami. Aber: Wir haben es geschafft und dann so lieb gefragt, dass Peter Schreiber nicht ablehnen konnte. Seine Arbeit sehen Sie in unserem Editorial „Catch the Big Fish“ auf Seite 86.

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ellenbe Annika K

Annika Kellenberger ist eine Mischung aus Tinkerbell und Klein Mü. Tattoos und Piercings lassen erahnen, dass unter der lieblichen Schale mehr steckt als rosa Watte. Wenn sie könnte, würde sich unsere Praktikantin auf eine HONDA XR600 schwingen, losdüsen und nicht mehr anhalten, bis die Sonne untergeht. Bis das Kleingeld für die eigene Maschine reicht, füttert sie geduldig weiter ihr Sparschwein. Neben Motorrädern steht Annika auf fast alles, was Kinder an der Kasse zum Quengeln bringt, auf Möbel, die sonst keiner hat, und aufs frühe Schlafengehen am Freitagabend. Bald bleibt fürs Träumen wieder mehr Zeit, denn Annikas Praktikum neigt sich dem Ende. Wir danken ihr für die tolle Zeit, schwenken das Taschentuch und wünschen ihr nur das Beste!

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FACES Bertastrasse 1 CH-8003 Zürich Tel. +41 43 322 05 23 redaktion@faces.ch

Redaktion

Tamara von Allmen – tamara@faces.ch Vanessa Büchel – vanessa@faces.ch Annika Kellenberger – annika@faces.ch

Design/Layout Gina Boffa Helen Ingold Sonia Tao

Autoren

Tamara von Allmen, Vanessa Büchel, Linda Freutel, Annika Kellenberger, Pietro Sassi, Marina Warth

Fotos & Illustrationen

Oliver Rauh, Peter Schreiber, pa picture alliance (dpa), Showbit, Wenn

Verlag

Fairlane Consulting GmbH Bertastrasse 1 CH-8003 Zürich

Anzeigen Schweiz und Deutschland

Fairlane Consulting GmbH Bertastrasse 1 CH-8003 Zürich Tel. +41 43 322 05 37 Stefan Berger – berger@faces.ch Angela Meleti – meleti@faces.ch Serap Yavuz – yavuz@faces.ch

Pietro Sassi

Wir sehen in Stirnfalten und dicken Knollennasen allerhöchstens Potenzial für den BeautyDoc, Pietro Sassi aber viel mehr. Monat für Monat analysiert Sassi für unser „Let’s face it“ die Gesichter von Prominenten. Und das macht der kleine Mann mit dem großen Temperament mit so viel Charme und Leidenschaft, dass die Vorfreude auf unsere Treffen größer ist als diejenige kleiner Kinder vor dem Besuch bei Toys’r’us. Für diese Ausgabe las Pietro Sassi in den Gesichtszügen von Survival-Guru Bear Grylls, lesen und staunen Sie auf Seite 20. /

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Abonnementspreise

FACES erscheint 10 Mal im Jahr. Einzelverkaufspreis CHF 4.50 Jahresabo CHF 45.– / 15.–* *FACES-Member profitieren von einem Spezialangebot. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Anmeldung unter: member.faces.ch © Copyright 2017 Fairlane Consulting GmbH Der FACES-Schriftzug/-Stern sind eingetragene Markenzeichen der Fairlane Consulting GmbH und dürfen nicht ohne deren Zustimmung verwendet werden. Nachdrucke, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

FACES wird ausschließlich auf PEFC-zertifiziertes Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gedruckt.


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Erhältlich bei


S T A R T E R S

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Marina Warth, Leitende Redakteurin Patrick Pierazzoli, Chefredakteur

Tamara von Allmen, Redaktionsassistentin

Kleinigkeit Es soll ja Großstädter geben, die öffentliche Verkehrsmittel als Umzugsvehikel missbrauchen. Die Vorstellung von sperrigen Büromöbeln, Topfpflanzen und einer Auswahl an Bananenkisten im Tram finde ich ja herrlich, und in Sachen Ökobilanz ist es auch irgendwie der richtige Ansatz. Aus praktischen Gründen würde ich mich bei meinem nächsten Umzug dann doch für das neue carvelo2go entscheiden. Das Schweizer Jungunternehmen gibt uns mit seinen ElektroTransport-Bikes eine umweltfreundliche Alternative zum Auto. Die Velos können bis zu 100 Kilos transportieren, sind tage- oder stundenweise zu mieten und befördern natürlich noch anderes als nur Topfpflanzen.

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Zünder

King of Casual

Seit vier Jahren ist Zürich mein Zuhause. An den See gewöhnt man sich schnell, an die Preise mit der Zeit. Aber nicht daran, dass die Bratwurst hier einfach nicht schmeckt. Zu wenig Kruste, zu plump die Konsistenz. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst den Grill anzuwerfen. Papa besitzt einen Gasgrill, ein richtig cooles Teil, besser geht’s nicht. Ist aber viel zu groß für meinen 3-Mal-6-Schritte-Balkon. Die Light-Version: ein Lotusgrill (ca. 105.–), der bereits mit einer Handvoll Holzkohle Feuer spuckt. Kein Rauch, kein tropfendes Fett, quasi idiotensicher. Nur vier Minuten braucht der kleine Kerl, bis es mit dem Brutzeln losgehen kann. Zeit genug, um die Frage zu klären, ob man als St. Galler in Zürich nun Senf zur Wurst reicht oder nicht.

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Das Poloshirt hat die Welt längst erobert. Kleine Jungs lieben es genauso wie ihre Väter und Großväter. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ende des 19. Jahrhunderts trugen Polospieler die langärmelige Version, 1920 produzierte der Argentinier Lewis Lacey eine kurzärmelige Variante, und 1933 brachte René Lacoste sein „Jersey Petit Piqué“ auf den Markt. Der erfolgreiche französische Tennisspieler machte seinen Spitznamen „Krokodil“ zum Markenzeichen und erschuf einen JahrhundertKlassiker. Heute bietet jede gute Marke genauso gute Poloshirts an – chacun à son goût. Meine Wahl fällt trotzdem auf das Lacoste Polo (ca. 119.–) in Rosarot bzw. Flamingo, wie es offiziell heißt. Es erinnert mich an meinen Vater, an die guten Zeiten, an Italien im Sommer. Das sind schöne Erinnerungen, und ich finde, Rosa steht mir.

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6 mixt Jared Leto wie es n te ot am seine Kl t. ll ihm gefä

Free mind

Mihara Yasuhiro

Gucci

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Dazugehören heißt mitschwimmen. Irgendwie langweilig, einfach das zu tun, was andere machen – kopflos und naiv, ohne zu hinterfragen. Der Typ auf dieser Seite macht einfach das, was er gerade will. Was die Gruppe tut, interessiert ihn nicht – und wenn die Fische im Teich endlich in seine Richtung schwimmen, dreht er sofort ab. Er ist ein kreativer Kopf, einer, der polarisiert – mit seinem Style genauso wie mit seiner Persönlich- 9 keit. Deshalb mixt er seine Kleidung auch wild durcheinander: ausgebleichte Jeans zum Print-Shirt, Samt zu Spitze, Gelb zu Blau und Gold zu Silber. Regeln gibt es nicht – so bleibt das Spiel spannend und sein Ausgang ungewiss. Das ist der Reiz, den der kreative Mann sucht wie ein Fashionvictim den nächsten Trend. Der Unterschied ist offensichtlich: Der eine ist dem anderen nicht nur in Sachen Mode meilenweit voraus. 12

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1 Wrangler, „Regular Jacket – Blue Shadow“, Jeansjacke aus Baumwolle, ca. 269.– 2 Etro, gemustertes T-Shirt aus Leinen, ca. 262.– 3 Gucci, „Plexiwatch“, Armbanduhr aus regenbogenfarbenem Plexiglas, ca. 870.– 4 Ian McEwan, „Der Tagträumer“, Diogenes Verlag, ca. 11.– 5 H&M, Halskette aus Polyester, Zink und Stahl, ca. 13.– 6 Bally, „Balern“, Schuhe aus Leder und Samt, ca. 1'525.– 7 Benetton, Rucksack aus Naturfasern, ca. 43.– 8 Coach, „Shrunken Snake and Star Souvenir“, Bomberjacke aus Baumwolle mit Stickereien, ca. 1'012.– 9 Scotch & Soda, T-Shirt in Batik-Optik aus Baumwolle, ca. 69.– 10 DSquared2, Jeanshose aus gebleichtem Denim, ca. 208.– 11 Philippe Model, Sneakers aus Handschuhleder und Gummi, ca. 315.– 12 Diesel, „Only The Brave High“, Duft aus Amber und Holz-Noten sowie Geranium-, Grapefruit und Ingwer-Ölen. 75 ml, ca. 107.– 13 Cutler and Gross, Korrekturbrille aus schwarzem Acetat, ca. 392.– (mrporter.com) 14 Kapital, Socken aus einer Baumwoll-Hanf-Mischung, ca. 30.– (mrporter.com) 15 Frieze Magazine, „A to Z of Contemporary Art“, Phaidon Verlag, ca. 60.– 12

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Pixie Lott stylt den Beach-Look abendtauglich.

Splash

Miu Miu

Anna Sui

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Sehnsüchtig haben wir ihn erwartet, den Sommer 8 und seine Temperaturen! Endlich können wir wieder draußen sein und jeden Sonnenstrahl einfangen wie der Fischer seine Beute. Am liebsten verbringen wir die heißen Tage am Wasser – ob See oder Meer spielt dabei eigentlich keine Rolle, Hauptsache, wir kriegen Abkühlung! Dafür werfen wir uns in coole Bikinis, kurze Shorts, Tanktops und Mini-Röcke in knalligen Farben, die mit der Sonne um die Wette strahlen. Gefragt sind diese Saison 10 bunte Muster und raffinierte Schnitte, die unsere Kurven umspielen statt einschnüren. Luftige Sandalen und große Ohrringe, Haarband und Sonnenbrille gehören natürlich mit dazu. Inspiration liefern uns die Looks von Anna Sui oder Dolce & Gabbana, mit denen wir den Weg Richtung Strand oder Liegewiese kurzerhand zum Laufsteg machen.

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1 Emilio Pucci, Kleid aus Viskose, ca. 706.– 2 Pandora, „Sommerzeit“, Charm aus Sterlingsilber und Emaille, ca. 75.– 3 Patrizia Pepe, Ohrringe aus Messing, ca. 85.– 4 Even&Odd, Umhängetasche aus Polyester, ca. 17.– (zalando.com) 5 Linda Farrow x Matthew Williamson, „Cat Eye Sunglasses“, Sonnenbrille aus goldenem, rostfreiem Stahl, ca. 241.– 6 Asos, Top aus Baumwolle, ca. 27.– 7 Wolford, „Beach Pareo“, Strandrock aus Baumwolle, ca. 175.– 8 Forte Couture, „Lovers“, aus Papier, ca. 218.– (farfetch.com) 9 H&M, Bikinihose und passendes Top mit Zipper, ca. 53.– 10 Maison Scotch, Strickshorts aus Baumwolle, ca. 159.– 11 Jimmy Choo, „KLARA“, High Heels aus Perspex-Leder-Mischung, ca. 1'067.– 12 Tommy Hilfiger, „Cool Sport Watch“, Unisex-Armbanduhr aus Silikon, ca. 179.– 13 AGL, „Crochet clog“, Schlappen aus Kalbsleder, ca. 533.– 14 Moschino, „Pink Fresh Couture“, Bodylotion mit dem Duft von Pink Grapefruit, Cassis, Wildrose und Moschus. 200 ml, ca. 39.– 15 Intex, „Watermelon Island“, Luftmatratze aus Kunststoff und Vinyl, ca. 24.– 14

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Sternschnuppe

Elie Saab

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Balmain

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Weg aus der Großstadt und rein in die Natur. Denn nur dort sehen wir die Sterne wie Fackeln und den Mond als Wächter über die Nacht. Hier verweilen wir, blicken rauf in den Himmel und denken einfach mal nach. Ob es dort draussen wirklich Leben gibt? Kriegerinnen in fernen Galaxien, die ihren ganz eigenen Kampf fechten vielleicht. Frauen mit zurückgekämmtem Haar, schimmerndem Teint und funkelnd geschminkten Lidern. Dazu passen stark akzentuierte Brauen und viel Highlighter – schließlich braucht es mehr als ein bisschen Sternenstaub, um Mit Highlighter und gegen das Dunkel der Nacht schimmerndem anzukommen. So liegen wir Lidschatten: Rita Ora. also da und sinnieren über die Welt, bis die Sonne den Mond verdrängt. Die Nacht ist vorbei, die Fragen bleiben. 15

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1 John Frieda, „Sheer Blonde Brilliant Shine“, Volumenshampoo für blondes Haar. 250 ml, ca. 15.– 2 Benefit, „Air Patrol BB Cream Eyelid Primer LSF 20“, ca. 40.– (douglas.com) 3 Glamglow, „Dreamduo“, Nachtpflege. 40 g, ca. 60.– 4 &Other Stories, „Shoplifter Crease Please Collar Necklace“, Kette aus Blech, ca. 65.– 5 Nyx, Macaron Lippie in „Black Sesame“, Lippenstift, ca. 9.– 6 Yves Saint Laurent, Touche Éclat Star Edition Collector in „Luminous Radiance“, Concealer, ca. 49.– 7 MAC, Cremesheen Glass in „Dua Lipa“, ca. 32.– 8 Thierry Mugler, „Alien Eau Sublime“,. 60 ml, ca. 80.– 9 Nars, Liquid Blush in „Luster“, ca. 41.– 10 Urban Decay, „All Nighter Make-up Setting Spray“, 118 ml, ca. 37.– 11 Kérastase, „Densifique Sérum Jeunesse“. 120 ml, ca. 79.– 12 Saint Laurent, „Edie“, Sandalen, ca. 867.– (farfetch.com) 13 L.O.V., „Loviconyx Eyeshadow & Contouring Palette“. ca. 24.– 14 Zoeva, „113 Fluid Arc“, Make-up-Pinsel aus Synthetikhaar, ca. 19.– 15 Smith & Cult, Nailed Lacquer in „Shattered Souls“, ca. 26.– 16 The Body Shop, „All-in-One Instablur Face Perfector“. 25 ml, ca. 30.– 16

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MIT UNSEREM UNVERGLEICHLICHEN SONNENSCHUTZ

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Wir alle wissen wie wichtig der richtige Sonnenschutz ist. Deshalb greifen wir zur Sonnencreme, sobald der Sommer naht. Denken Sie, Sie sind damit ausreichend geschützt? Sind Sie sicher? Die meisten Sonnenschutzprodukte schützen vor UVA & UVB Strahlen. Aber was ist mit Infrarot Strahlen und dem sichtbaren Licht?

REVOLUTIONÄRE SONNENSCHUTZ-TECHNOLOGIE

Zum ersten Mal integriert Lancaster die FULL LIGHT TECHNOLOGIE in das gesamte Sonnenschutz Sortiment. Dieses patentierte und umfassende System zielt damit auf 100€% des Sonnenlichtspektrums ab.

Mit mehr als 45 Jahren Sonnenpflege-Expertise hat LANCASTER das gesamte Sonnenlichtspektrum entschlüsselt: Neben den Auswirkungen von UV Strahlen wurde der Einfluss von Infrarot-Strahlen und sichtbarem Licht auf die Haut erkannt, vor dem Ihre Haut bisher nicht geschützt wurde. Ihre Haut benötigt jedoch Schutz vor allen Arten des Sonnenlichts.

Überzeugende Gründe, LANCASTER Sonnenpflege zu wählen:

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S T A R T E R S

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S A G E N

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Ich kenne sie nicht nicht. Claudia

H E I D I

K L U M

Love this pretty #germangirl. Gwen Stefani

BEVOR ICH MIT MEINER

kennt die auch nicht. Die war nie in Paris, die EX-FRAU VERHEIRATET WAR, KOCHTE kennen wir nicht. SIE MIR SCHNITZEL Karl Lagerfeld

HEIDI

HAT

SOLCHEN LEUTEN NICHTS ZU ENTGEGNEN. WER OBEN IST, BEKOMMT AUCH MANCHMAL ETWAS AB. UND

GANZ EHRLICH –

DER ERFOLG GIBT HEIDI RECHT.

MIT KARTOFFELN, ES WAR ROMANTISCH UND SO RÜHREND. DOCH DAS WAR DAS LETZTE MAL, DASS SIE IN DER KÜCHE STAND. Seal

Ich habe

jeden Moment

mit ihr sehr genossen.

Heidi Klum is a talentless and supers are spoiled pains.

John Casablancas, Elite Model Management

Rolf Schneider

Heidi wird

immer ein Engel

Je älter das bleiben. Gesicht,

Ed Razek, Senior Creative on Victoria's Secret

desto höher die Hacken, KOPF WIE EIN KLEINES desto kürzer MÄDCHEN. der Rock. 18

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jüngere

no longer a

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Donald Trump

Ich bekomme

liebevolle

Nachrichten

von ihr, meiner Frau schickt sie Geschenke. Glauben Sie nichts, was Sie über Heidi lesen! Rankin

Scheiße aus ihr rausprügeln – wenn es bloß nicht so frauenfeindlich wäre.

Roger Willemsen

Wolfgang Joop

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Sie steht jetzt wohl auf statt auf ältere

Da möchte man elegant und stilsicher, wie der Dichter sagt, sechs Sorten

HEIDI IST IM

Peyman Amin

Michael Michalsky

Männer. Heidi kann Ric Pipino, Ex-Mann nur ganz schlecht Kritik Sadly, she’s vertragen.

Anthony Kiedis, Red Hot Chili Peppers

Günther Klum

German sausage

DIE WEISS, WOVON SIE REDET, SIE IST EIN SEHR, SEHR LIEBEVOLLER MENSCH. DIE IST SEHR HUMORVOLL. ALSO ES MACHT WIRKLICH, WIRKLICH RICHTIG VIEL SPASS MIT IHR.

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FACES STUDIO AB 7. APRIL • FREITAGS • 18:00 WE LOVE TO ENTERTAIN YOU


S T A R T E R S

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Dass der Ex-Soldat ein extrem gutes technisches Verständnis besitzt, wundert uns kaum. Oder wüssten Sie, wie man aus ein paar Latten ein schwimmfähiges Floß baut? Ach ja, abzulesen ist diese Fähigkeit an den ausgeprägten Stirnkanten.

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Wer solche Stirnquerfalten sein Eigen nennt, gibt nicht auf. Egal, wie schlimm die Situation, Bear Grylls hält durch.

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Bear Grylls weiß, wie man sich in der Wildnis oder bei Gefahr richtig verhält und kann dieses Wissen ideal weitervermitteln. Ein Blick auf die Falte neben dem rechten Auge bestätigt diese Vermutung.

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Wer gegen Bären und Wildkatzen bestehen will, muss abwarten und beobachten können. Kein Problem für Grylls, der ebendiese Eigenschaft besitzt, wie uns seine schmalen Augen verraten.

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Er wirkt zwar wie ein erwachsen gewordener Pfadfinder, doch Bear Grylls kann auch mal den Macker heraushängen lassen. Sein Dominanzanspruch verändert sich situativ und ist dann besonders hoch, wenn er in seinem Element ist: der Natur.

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Dominanzanspruch

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Wer tatsächlich in einem toten Kamel übernachtet, kann nicht alle Tassen im Schrank haben. Diese unkonventionelle und verrückte Art lesen wir an Grylls’ unregelmäßigen Außenohr ab.

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Gefühle sind in der Wildnis fehl am Platz. Und besonders beim Überleben Nebensache. Deshalb: Wer heult, weil er einer Raupe das Leben nehmen muss, der stößt bei Bear Grylls auf Unverständnis. Kein Amorbogen bedeutet keine Empathie und die darüberhinaus extrem schmale Oberlippe bestätigt die hohe Faktenorientiertheit des Survival-Profis.

Bear Grylls Text: Marina Warth, Analyse: Pietro Sassi

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er freiwillig in einem toten Kamel übernachtet, hat sie doch nicht mehr alle. Oder ist SurvivalExperte. Wer denkt, Leonardo DiCaprio hätte in „The Revenant“ Vollgas gegeben, der sollte sich eine von Grylls’ zahlreichen TVShows ansehen. Darin ver20

mittelt der ehemalige Soldat, der wegen eines Wirbelbruches bei einem Fallschirmsprung aus der Armee austreten musste, wie man in der Wildnis überlebt. Und das bedeutet eben auch: nachts im Körper eines Kamelkadavers zu schlafen. Für einen wie Bear Grylls ist F A C E S

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selbst der Mount Everest keine Herausforderung – er bestieg den Berg im Alter von 23 als jüngster Brite. Der Mann hat nicht nur Nerven aus Stahl, sondern auch einen Willen so stark wie ein Bär. Daher kommt auch sein Spitzname – obwohl man ihm einen /

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Kampf mit dem Wildtier genauso zutrauen würde. Wenn Grylls gerade nicht schlammverschmiert durch die Natur hetzt, lebt er mit seiner Frau und den drei Söhnen auf einer kleinen Insel vor Wales. Eine Mietwohnung hätten wir ihm sowieso nicht zugetraut.

*Pietro Sassi ist Experte in der Kunst des Gesichterlesens. Sein Wissen vermittelt er als selbstständiger Coach an Firmen und Privatpersonen in ganz Europa. Die aktuelle Analyse wurde aufgrund von Fotos erstellt. Für eine präzise Ermittlung von Neigungen und Fähigkeiten ist eine Live-Analyse unumgänglich. Mehr Infos unter: www.sassi.ch


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Oxford nacheinander übertreffen. Auf der Dachterrasse des Clubs The Varsity gibt’s nicht nur die größte Auswahl an Cocktails, son-

dern auch den besten Blick auf die Stadt und die untergehende Sonne.

Oxford ist eine der Städte, in die man sich nicht beim ersten Anlauf verliebt. Es braucht etwas Zeit, um die Ruhe wertzuschätzen und die Tatsache, dass Fahrrad und Füße einen überall hinbringen. Die englische Stadt an der Themse ist zwar klein, verhält sich allerdings wie ein Zauberwürfel – jeden Tag zeigt Oxford eine andere seiner vielen Facetten. Ein Grund mehr, weshalb Sarah Wearden hierhergezogen ist und die Stadt auch nur verlassen würde, um irgendwo am Meer zu leben. Bevor es dazu kommt, verrät sie uns allerdings ihre Hotspots.

Wohnen

Im Old Bank Hotel wohnt man in einem Gebäude mit Geschichte. Das renovierte Haus war tatsächlich früher eine Bank, und wo damals Geldscheine in Tresoren schlummerten, schlafen Sie heute. Auch das Malmaison Oxford hat eine Vergangenheit: Hier nächtigten jahrelang die bösen Jungs, bevor man die Gitterstäbe gegen richtige Gardinen tauschte und aus dem Gefängnis ein Hotel mit 95 Zimmern und richtig gemütlichen Betten machte. Auch lauschig: Browns Guest House mit seinen Retro-Möbeln und dem Vintage-Interieur, das nicht nur lokal gerösteten, sondern auch noch den besten Kaffee der Stadt serviert. Stylische Apartments, in denen man sein Bett zwar selber machen muss, dafür aber auch sein eigener Chef ist, gibt’s zuhauf bei Short Let Space. Die Auswahl ist riesig und die Entscheidung deshalb entsprechend schwer.

Essen

Aubergine mit Granatapfel und riesigen Garnelen kommen im Arbequina auf den Tisch, einem

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der trendigsten Tapas-Spots der Stadt. In Turl Street Kitchen setzt man sich für den ausgiebigen Lunch oder fürs Abendessen mit Freunden: Hier kredenzt man ein ständig wechselndes Menü, das aus lokal produzierten und saisonalen Produkten entsteht. Großartigen Brunch serviert das Café Tarifa (leider nur am Wochenende) in seinem herrlichen Garten, in dem man sich unter Palmen fühlt wie am Mittelmeer. Ebenfalls top ist das Frühstück im Vaults & Garden, das in seinen Gemäuern auch grandios bodenständige Menüs auf den Tisch zaubert. Das beste Eis gibt’s bei Oxfords

ist. Wer auf Vintage steht, stöbert sich durch The Ballroom and Reign, bei Objects of Use gibt’s Mixer, Besteck und sonstigen Krimskrams, mit dem man in der Küche eine gute Figur macht. Für Männer hält Burrows and Hare alles bereit, was richtige Gentlemen im Alltag benötigen, während sich die bessere Hälfte bei Olivia May durch die Regale shoppt. Unabhängige Plattengeschäfte gibt’s heute nur noch selten, einer der coolsten befindet in Oxford: Bei Truck Store kann man stöbern und dabei einen Kaffee oder gerne auch ein Bier trinken, manchmal geben hier auch Künstler ihre Songs zum besten. Die einheimische Künstlerin Katie Coston verkauft ihre Porzellanschalen und Teller im eigenen Shop Illyria Pottery – da quiekt das Sparschwein!

erstem eigenen Eiscafé, das mittlerweile die dritte Filiale zählt: G&D ice cream.

Party

Rund im die Cowley Road befinden sich diverse Restaurants, um sich vor dem langen Party-Abend ordentlich den Magen zu füllen – gleich daneben in der Park End Street und in Jericho reiht sich dann Bar an Bar, die sich mit ihren ausgefallenen Cocktail-Namen

Shopping

Ökologisch fair produzierte Mode, Accessoires und Dekorationen für zuhause verkauft Indigo, der nicht nur wegen seines Sortiments, sondern auch wegen seiner liebevollen Besitzer einen Besuch wert

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Quartiere

Geshoppt wird rund um die Cowley Road und den Covered Market, die High Street von Oxford mit allen wichtigen Geschäften und den bekannten Ketten. Wer etwas Ruhe sucht, findet diese im Oxford Botanic Garden und rund um die Wiese der Kirche.

Must do

Genießen Sie ein typisch englisches Pint bei Eagle and Child, oder veranstalten Sie ein gemütliches Picknick an der Themse.

Events

Alle Adressen gibt’s auf faces.ch

Truck Festival 21. bis 23.7. Zelten und zu Bands wie The Libertines oder Franz Ferdinand das letzte Tröpfchen Bier aus den Poren schwitzen. Sarah Wearden ist Boutique-Besitzerin. liebt Schwimmen im Fluss. hasst Plastikverpackungen. www.shopindigo.co.uk


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Komm schon, Cat! Daran, dass es von der Unterzeichnung des Autorenvertrages bis zur Erscheinung ihres ersten Buchs vier Jahre gedauert hat, sind die Drogen Schuld. Und das Kotzen. Und die durchgefickten Nächte. Doch jetzt will Cat Marnell endlich clean werden! Text: Linda Freutel Foto: Christos Katsiaouni

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A T M A R N E L L K A N N nicht anders; sie muss jedes Mal beim Ficken an ihren Vater denken. Doch keine Sorge; nicht etwa wegen anstößiger Übergriffe in der Kindheit, sondern aus purer Scham. Dabei mag die 34-Jährige ihre Eltern eigentlich gar nicht; scheißt normalerweise auf das, was sie denken. Dass sich Papa beim zugedröhnten Vögeln mit Fremden auf der Club-Toilette trotzdem immer wieder auf die Mattscheibe drängt, ist wohl vielmehr ein Teufelswerk ihres Alter Egos. Cat weiß das. Schließlich ist sie nicht doof. Und als Tochter zweier angesehener UpperClass-Psychologen auch im Stellen von Eigenanalysen nicht gerade unbeholfen. Sie weiß, dass sie sich eigentlich nur vor sich selber schämt. Und sie weiß auch, dass sie am Ende ist. Und zwar so richtig.

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Koks, Heroin, Speed, das ständige Kotzen und die durchzechten Nächte haben längst nicht nur ihre Wundheilung verkümmern lassen. Die nicht mehr heilen wollenden Ritze auf Cats Haut schmettern ihrem Betrachter mit einer morbiden Sinnbildlichkeit ins Gesicht und fühlen sich an wie ein Tritt in die Magenkuhle. Wenn ihr Körper überhaupt noch für irgendwas herhält, dann wohl als Grab für geplatzte Träume. Dabei hätte sie mit ihrem Talent eine echt große Journalistin werden können. Cats Kolumnen über das Schweben und Stützen eines New Yorker Party Girls lesen sich so spannend wie ein Verkehrsunfall, von dem man vor lauter Schauer einfach nicht die Augen lassen kann: Anekdoten vom Heroin-Schniefen in Hotelbadewannen, Eimer-Saufen mit

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Hustensaft, den monatlichen Rekorden von drei „Pillen danach“ und natürlich den schmutzigen Techtelmechteln mit den New Yorker VIPs: Wären diese Geschichten frei erfunden, würde die Gänsehaut sicher Spaß machen. Wenn man aber erst mal erkannt hat, dass hier eine junge Frau die dunkelsten Seiten ihres Tagebuchs veröffentlicht, bekommt der Unterhaltungswert einen echt fahlen Beigeschmack. Richtig schlecht wird einem aber erst dann, wenn man sich ausmalt, dass Jean Godfrey-June, Chefredakteurin des luckyMagazins, der abgefuckten Blondine mit den hervorstehenden Hüftknochen und glasigen Kulleraugen wohl nicht TROTZ, sondern vielleicht eher gerade WEGEN ihrer Sucht eine eigene Kolumne gewidmet hat; verkaufen sich die stummen Hilfeschreie doch wie warme Semmeln. Doch den mahnenden Fingerzeig können wir uns an dieser Stelle eigentlich sparen. Denn erstens existiert das lucky-Magazin ohnehin nicht mehr. Und zweitens hat Cat den Absprung geschafft; jedenfalls beruflich. Ihr eigenes Buch („How to murder your life“) ist jüngst erschienen und ein riesen Kassenschlager. Außerdem hat die ehemalige Internatsschülerin einen Deal mit sich geschlossen: „Ich lade meine ehemalige Chefin erst dann und NUR dann zum Mittagessen ein, wenn ich drei Monate clean bin. Also habe ich sie nie wieder gesehen“, schreibt sie. Eine Reaktion besagter Ex-Chefin kam übrigens postwendend: „Ich werde nicht in der Lage sein, Cats Buch aus der Hand zu legen, und mein Herz wird gebrochen sein.“, postet sie auf Instagram. Immerhin, späte Reue ist besser als keine.


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Sky is the limit Acht Minuten Standing-Ovations hat Xavier Dolan für seinen ersten Film „I Killed My Mother“ in Cannes gekriegt, da war er gerade 20. Mit 28 und vier weiteren Streifen sowie Adeles Musikvideo „Hello“ in der Vita ist es Zeit, endlich mal Luft zu schnappen. Text: Marina Warth

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O B A L D E I N T E E N A G E R Ehrgeiz zeigt, fällt der Begriff Wunderkind. Dabei spielt es sich in jungen Jahren am leichtesten, mit ungetrübter Seele und unbekümmertem Geist. Diese jugendliche Furchtlosigkeit gibt Xavier Dolan die Möglichkeit, in seinem Schaffen als Regisseur Grenzen zu überschreiten, die einem älteren Kollegen längst das Genick gebrochen hätten. Diese ScheißDrauf-Attitüde macht den Zauber des Kanadiers aus, der mit 28 bereits mehr Freunde in der Filmjury von Cannes hat als Lars von Trier dort je haben wird. Trotzdem ist der Name Xavier Dolan keiner, der das Massenpublikum in die Kinosäle lockt. Noch nicht. Doch mit jedem Jahr auf dem Buckel steigen Bekanntheit und Bewunderung proportional. Vier ist der Kanadier, als man ihm das erste Mal eine Kamera ins Gesicht hält – und trotz des jungen Alters scheint diese Erfahrung eine einschneidende gewesen zu sein. Mit 16 tippt er sein erstes Drehbuch, für dessen Umsetzung

er Regie, Produktion und Hauptrolle gleich selber übernimmt. Das Ding („I Killed My Mother“) ist ein Treffer, die Klatscher sind laut. So laut, dass Xavier Dolan nach Cannes geflogen wird – dort feiert ihn die filmische Schickeria wie einen zurückgekehrten Heiland. Das Wort fällt: Wunderkind, weil die Erwachsenen nicht fassen, dass ihnen ein halbstarker, schwuler Kanadier die Augen für das Offensichtliche öffnet. Denn Dolan beschönigt nichts, lässt in seinen Filmen schreien, wenn geschrien werden muss. Immer geht es ums Anderssein, gesellschaftliche Ausgrenzung, synchronisierte Psycho-Spiele, die nur das Leben noch besser schreibt – ein Faden, der sich durch alle seine Filme zieht, vom ersten bis zum fünften. Es sind Emotionen, die Xavier Dolan selber kennt, auch wenn er es vehement verneint, ein schweres Leben zu haben. Aufgewachsen ist er in Montreal, in einer der guten Gegenden, großgezogen von der alleinerziehenden Mutter – F A C E S

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eine Beziehung wie ein Nährboden für seine Geschichten, die er auf der Leinwand ausschlachtet wie der Metzger sein Schwein. Mit Nahaufnahmen, bei denen zwischen Haut und Linse kein Krümel mehr passt, aber dafür ganz viel Emotion. Für „Einfach das Ende der Welt“, einen Streifen mit großen Namen wie Vincent Cassel, Léa Seydoux oder Marion Cotillard tröpfeln dann erstmals kritische Töne in Dolans Ohr. Er kennt sie alle, liest alles, sieht alles. Und nimmt es sich zu Herzen, wenn Kritiker von „einem gehemmten Teenager“ schreiben, der „sich wie das größte missverstandene Genie in sein Zimmer einschließt“. Eine dumme Angewohnheit, alles zu lesen, was die Presse über einen schreibt. Masochismus? „L’oeuvre est une sueur“ – „Arbeit bedeutet Schweiß“ – ist auf Xavier Dolans Oberschenkel tätowiert, denn ohne Schweiß stirbt der Mensch. Und Selbstzweifel? Die schmieren Dolans Motor besser als gesäuselte Lobhudeleien. 25


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ein Sommer ohne Eiscreme. Schokolade, Himbeer oder doch Vanille? Die Leckerei haben wir jedenfalls den Italienern zu verdanken, die sie in den 80ern zu uns brachten. Melanie Zanin ist die Tochter eines der ersten Gelatiere in Deutschland und begibt sich in ihrem Buch „Giro Gelato“ auf eine Reise zum Ursprung der Eiscreme. Dabei fotografiert sie Kinder mit eisverschmiertem Gesicht, Plastiklöffel, Servietten und Waffeln und testet sich von einer zur nächsten Eisdiele. Außerdem geht sie der Frage nach, weshalb Eis eigentlich in Kugeln serviert wird und lüftet das Geheimnis um das beste Eisrezept. Melanie Zanin & Manuel Weyer, „Giro Gelato“, ZS Verlag München, ca. 28.– T H E

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Second Life Wir lieben Kaffee, und wir lieben Recycling. Kommt beides optimal zusammen, findet auch der größte Kritiker keinen Grund mehr, auf Kapselkaffee zu schimpfen. Nespresso engagiert sich seit Jahren für die Wiederverwertung seiner AluminiumKapseln und haucht diesen etwa in Form cooler Designobjekte neues Leben ein. So finden Schweizer Klassiker wie das Taschenmesser von Victorinox und der Zena Sparschäler „Rex“ ein neues Gewand und präsentieren sich diesen Sommer in der schicken Farbe des Grand Cru Livanto. Das Victorinox-Taschenmesser „Pioneer“ ist in limitierter Auflage für ca. 46.–, der Sparschäler „Rex“ von Zena für ca. 9.– erhältlich.

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rill an, Fleisch drauf, Bierchen dazu. Endlich steht lauschigen Grillabenden nichts mehr im Weg. Damit wir uns beim Wenden von Steak, Gemüse und Co. nicht die Finger verbrennen, gibt’s Grillhandschuhe – und wir wären nicht wir, wenn wir uns dabei mit einfarbigen Stücken zufrieden geben würden. Deshalb liegen bei uns die „Licence to Grill“-Handschuhe bereit, die auch noch im Herbst beim Keksebacken zum Einsatz kommen. Nur: Mit Steak ist das Ganze schon irgendwie cooler. Stuart Gardiner Design, „Licence to Grill“, ca. 22.–

Hamburger sind beliebt. Sie sind lecker, schnell produziert und noch schneller verdrückt. Die Liste der Nachteile, angeführt von den Kalorien,ist lang. Wir liefern Ihnen einen Grund mehr, sich beim nächsten Gang zu Ihrem liebsten FastFood-Giganten etwas mehr Gedanken zu machen.Ganze 2'500 Liter Wasser sind für die Produktion eines einzelnen Hamburgers nötig! Geschuldet ist der Verbrauch vor allem der Fleischherstellung – deshalb: Ab und an auf die Vegi-Variante zu setzen, schadet weder dem Körper noch der Umwelt.

„Sometimes I think that the one thing I love most about being an adult is the right to buy candy whenever and wherever I want.“ Ryan Gosling

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Nature first

Während alle Welt nach Mykonos oder Santorini rennt, lehnen wir uns gemütlich zurück und buchen unseren Urlaub ganz entspannt auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki. Hier zeigen wir dem Massentourismus den Finger und entspannen in einem Resort, das nicht nur optische Highlights bietet. Das Resort Ekies All Senses legt nämlich höchsten Wert auf Umweltfreundlichkeit: So wurden für den Umbau nur ökologisch abbaubare Farben und nachhaltig produzierte Materialien verwendet, außerdem gehört eine eigene Recycling-Anlage zum Hotel. Dank naturbelassener Hölzer und natürlichen Farben fügt sich das Ekies All Senses optimal in seine mit Pinien bepflanzte Umgebung ein. Die Zimmer zelebrieren den Minimalismus auf eine geschmackvolle Weise, ohne ungemütlich zu wirken. Das absolute Highlight des griechischen Resorts: das Baumhaus, in dem die Gäste beim Blick aufs Meer frisch zubereitete Köstlichkeiten genießen können. Ekies All Senses, Chalkidiki, Doppelzimmer ab ca. 250.–, www.ekies.gr T O

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Nicht jeder hat den Zaster, um in die Ferne zu reisen. Sehen Sie es ein: Ins Flugzeug steigen zu können, ist ein Privileg – und die Suche nach dem perfekten Urlaubsort ein ausgemachtes First-World-Problem. Holen Sie sich die Welt mit den Tüchern von Gentle Earth ins ortsansässige Freibad. Hier zu sehen: Der Golfplatz der Stadt Mesa im US-Bundesstaat Arizona, einer der am schnellsten wachsenden Städte der USA. Gentle Earth, „Golf Desert“, ca. 295.–

33°24'N 111°41'W

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MOVIE

Represent

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rlauben ist nicht Reisen. Am Strand liegen, neben tausend Touristen wie Ölsardinen in der Büchse, das hat nichts mit Entdecken zu tun. Die Autoren von „The Travel Episodes“ sehen den Berggorillas in Ruanda in die Augen, trotzen in Grönland dem Sturm oder gewinnen die Iraner für sich. Auf 350 Seiten finden sich 30 Reisegeschichten von Menschen, die nicht nur ins Flugzeug steigen, um am anderen Ende der Welt in die Sonne zu blinzeln. Johannes Klaus, „The Travel Episodes: Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer“, Piper Verlag, ca. 21.–

Bis ans Ende der Welt

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„New Zealand is in the middle of nowhere.“

Kuba ist ein Museum. Ein vom KapitaLorde lismus verschonter Ort, eine Reise in eine Zeit, in der es weder McDonalds noch Burger King gab und schon gar kein Vierradantrieb. In Kuba zählen andere Werte – der Hüftschwung zum Beispiel, die Lebensfreude, das Tanzen vom einen zum nächsten Moment, von keiner Band so sehr zelebriert wie vom Buena Vista Social Club. Die Dokumentation „Adios“ begleitet die fünf Gründungsmitglieder auf ihrer Abschiedstournee, in der sie sogar das Weiße Haus in einen kubanischen Club verwandeln. Seit dem Beginn ihrer Karriere sind fast 20 Jahre vergangen, und die bereits damals über 60-jährigen Musiker erinnern sich voller Stolz an Fans, Gigs und ihre Zeit als Kubas Helden. „Buena Vista Social Club: Adios“, ab 19. Oktober 2017 im Kino

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Text: Marina Warth marina@faces.ch

Eisbrecher

Wir hatten es ja eigentlich aufgegeben, nach dem ganzen „High School Musical“-Schund auch nur ansatzweise unseren Crush auf Zac Efron zu rechtfertigen. Doch nach dem Auftritt im neuen „Baywatch“-Streifen keimte die Hoffnung, die nun durch Efrons neustes Engagement für Hugo Boss’ neuen Duft „Hugo Iced“ angefeuert wird. Der Schauspieler ist erwachsen geworden und entdeckt in der zugehörigen Kampagne die Herausforderungen des Alltags abseits von Leinwand und Rotem Teppich. Geeiste Minze, Bitterorange, wilder Tee und Wacholder sind die Wachmacher im neuen Parfum, das für den Geist fungiert wie Kaffee für den Körper. So was brauchen nicht nur Menschen im Rampenlicht, sondern auch Normalos wie wir, die Efron neidisch dabei zuschauen, wenn er im begleitenden Kampagnenfilm über New Yorks Skyline spaziert. SP E C I A L CO L L E T I O N Hugo Boss, „Hugo Iced“, 200 ml, piegel, Stühle, Vasen. Das ca. 123.– ist es eigentlich, was Jonathan Adler herstellt.Sein W E LOVE buntes und verspieltes Design findet sich diesen Sommer nun auch in der limitierten Make-up-Kollektion, die der amerikanische DesiLängst hat Elle Fanning der großen Schwester das Rampengner in Zusammenarbeit licht geklaut. Beide haben mit Clinique auf den Markt Talent und cruisen so mühelos bringt. Geometrische Muster durch Hollywoods Traumfabrik zieren das silberne Packaging wie andere über die Straße. An der Bestseller-Produkte Aufträgen fehlt es von Clinique, die sich für weder Elle noch Dadiese Kollektion in neuen kota, doch den ganz Farben zeigen. Die Lippengroßen Fisch, den stifte sind benannt nach Inseln wie hat sich kürzlich Capri oder Santorini, die zu Adlers die Jüngere geanLieblingsdestinationen gehören. Das gelt. Pünktlich zu Highlight: das Clinique + Jonathan seinem 20. JubiAdler Color Kit, eine Palette mit 13 läum gibt L’Oréal schimmernden und matten LidschatParis die Zusammenarbeit mit der ten, die auch als Clutch eine gute Figur hübschen Blonden machen würde. bekannt, die zum Auftakt ihrer Clinique + Jonathan Adler, ab Rolle als Markenbotschafterin August 2017 in ausgewählten Stores, während den Filmfestspielen ab ca. 35.–

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Oh so fairy

von Cannes über den Roten Teppich läuft – eine Tradition aller L’Oréal-Gesichter. Doch keine Sorge, Elle bleibt der Leinwand dennoch treu.

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s gibt zu viel Böses auf der Welt. Aber es nützt nichts, den Kopf einfach in den Sand zu stecken – Taten müssen her! Und so verzichtet Blue Hawaii bei seinen Produkten nicht nur auf sämtliche bedenkliche Stoffe (Mineralöl, Parabene & Co.), sondern lässt alle Elixiere auch noch auf Maui vom spirituellen Heiler Benjamin Cordero segnen. Sicher ist sicher. In die Töpfchen und Tiegel kommen zudem nur vegane Zutaten wie Kukuinussöl und echte Pflanzenzellen, die die Haut nach dem Sonnenbad pflegen und regenerieren und Falten reduzieren. Keine Kinderarbeit, keine Tierversuche, keine Gentechnik – das deutsche Kosmetiklabel bewahrt sein gutes Gewissen. Drei Produkte umfasst die Linie von Blue Hawaii – IPO, LA’NI und WALI –, echte Wunder waffen im Kampf gegen alles, was unser Lächeln trübt. www.blue-hawaii.eu

Happiness

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„I really don’t get long nails. They’re so Edward Scissorhands.“ Kelly Clarkson


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1 BaByliss, „Twist Secret“, hilft beim Flechten. ca. 40.– 2 Evo, „Helmut Extra Strong Lacquer“, Finishing-Spray. 285 ml, ca. 32.– 3 Bumble and Bumble, „Mending Shampoo“. 250 ml, ca. 35.– 4 X-Treme Cut, Nadelstielkamm aus Carbon, ca. 6.– 5 Blax, Haargummis, ca. 7.– (niche-beauty.com)

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Diesen Sommer nehmen wir uns ein Beispiel an den Looks von Emporio Armani und Son Jung Wan und stylen uns als moderne Kriegerinnen. Mittelscheitel ziehen, und das Haar auf beiden Seiten als holländischen Zopf streng nach hinten flechten. Der holländische Zopf unterscheidet sich vom klassisch eingeflochtenen französischen darin, dass die Haarsträhnen anstatt von oben von unten übereinandergelegt werden. So wirkt der fertige Zopf wie oben aufgelegt: kleiner Aufwand, 2 große Wirkung.

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osa ist nicht nur was für kleine Mädchen, sondern auch für starke Frauen. Dass 6 Sie beim Schminken dieses Lidschattentrends besser die Finger vom Rüschenkleid lassen, versteht sich von selbst. Die Kombi macht’s – dieser Bruch zwischen süß und cool, den Sie etwa mit stark betonten, buschigen Brauen oder mit einer auffälligen Kurzhaarfrisur erreichen. Bei Paul Smith und 7 Byblos schminkten die Make-up-Artists den trendigen Lidschatten großflächig aufs gesamte Lid und bis zur Braue. Wer’s mag, arbeitet mit glänzenden Texturen oder treibt den Look mit etwas Gel auf die Spitze. Lassen Sie die Mascara ruhig mal weg, und verzichten Sie unbedingt auf Blush oder einzelne Highlights. Pur und roh – das sind die Schlüssel, damit Sie mit rosa Lidschatten im Gesicht nicht aussehen wie ein dem TeenieIch nachtrauerndes Mauerblümchen. 1 Wet’n’Wild, Color Icon Eye Shadow Palette in „She Fancies Floral“, ca. 7.– 2 Mac, Eyeshadow in „Cherry Topped“, ca. 26.– 3 Catrice, „My Must Have Eyeshadow“, ca. 2.– 4 Sigma, Power Crayon in „Ode to Pink“, ca. 15.– 5 H&M, Lidschattenpinsel, ca. 8.– 6 The Body Shop, Down to Earth in „India Rose Quartz“, ca. 7.– 7 Clarins, Ombre Iridescente in „Silver Rose“, ca. 36.–

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Wer sagt, dass Denim immer nur Blau sein muss? Peter Max – weitgereister Künstler mit Hang zur Esoterik – hat in den 70ern für Wrangler das typische JeansBlau durch knallbunte Regenbogenfarben ersetzt. 2017 geben sich Max und Wrangler einmal mehr die Hand,schließlich gibt es dieses Jahr sogar zwei Gründe für einen unbeschwerten Sommer: Nicht nur der „Sommer of Love“ feiert seinen 50. Geburtstag, auch Wrangler stößt jetzt auf 70 Jahre Unternehmensgeschichte an. Eine gute Gelegenheit, Stigmas über den Haufen zu werfen und die ikonischen Teile von Wrangler neu zu entdecken: Das geliebte, klassische Hemd wird mit abgesetzten Taschen in Rot und Apricot gepimpt, während sich die Highwaisted-Shorts in Grün, Apricot, Blau und Rot und mit abgesetztem Bund und aufgenähten BO O K Taschen aus unterschiedlichen Denim-Stoffen zeigt. Getreu dem Motto: Die Siebziger sind zurück! www.wrangler.com Dandys sind cool. An Männern, die sich morgens länger stylen als ihre Freundin, ist schließlich nichts auszusetzen. „Dandy Lion“ zeigt nun aber nicht nur gutgekleidete Herren, sondern die bunten Vögel unter den Dandys – diejenigen, die mit Farben und Mustern jonglieren anstatt sie nur zu kombinieren und die schräge Blicke als Komplimente nehmen. Der Bildband „Dandy Lion“ zeigt dem Mainstream mal gehörig den Stinkefinger – und Sophie Kinsella das mögen wir. Shantrelle P. Lewis, „Dandy Lion“, Aperture, ca. CHF 45.–

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„If everyone could just wear new clothes everyday, I reckon depression wouldn’t exist anymore.“

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Contra Cocktailringe sind die beste Möglichkeit, dem Gegenüber zu zeigen, wie viel Schotter man hat. Besonders angetan hat es uns der stachelige Kaktus-Ring aus der „Cactus de Cartier“Kollektion von Cartier mit pinkfarbenen Diamanten (ab 19'900.–). Ein Klunker, mit dem am Finger wir niemandem die Hand schütteln, der es sich nicht wirklich verdient hat. MOVIE

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ries Van Noten ist keiner, den man auf der Straße erkennen würde. Kein Exzentriker wie Karl Lagerfeld und kein bunter Vogel wie Jeremy Scott. Die Aufmerksamkeit schafft Van Noten nämlich nicht mit seiner eigenen Äußerlichkeit, sondern mit seinen Entwürfen. Hierfür gibt der Belgier richtig Gas und präsentiert beispielsweise psychedelische Muster, die andere nur in den wildesten LSD-Fantasien sehen. Dries Van Noten gehört gemeinsam mit Dirk Bikkembergs oder Ann Demeulemeester zu den Antwerp Six, dem kreativsten Modekollektiv der Welt. „Dries“ blickt bei Van Noten nun zum ersten Mal hinter die Kulissen und portraitiert einen Mann, der mit einer Ruhe und Gelassenheit seit über 25 Jahren Mode macht, die in dieser Branche seinesgleichen sucht. „Dries“ ist ab dem 29. Juni 2017 im Kino zu sehen, www.driesfilm.com

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Was wäre Mode ohne das Spiel mit den Reizen? Bloßes Anziehen, das nichts mehr mit Styling zu tun hat. Wer sich täglich im Gym abrackert wie Roger Federer auf dem Tennisplatz, darf ruhig den von Fettpolstern befreiten Body zeigen. Das soll kein Aufruf zu FKK sein oder dazu, im Bikini durch die Stadt zu ziehen. Wir zeigen Haut, tun dies aber mit Stil. Indem wir uns etwa einen dieser transparenten Röcke überziehen, gefertigt aus Mesh, Tüll, Chiffon oder Organza. Modelle gibt es genug, das sehen Sie schließlich auf dieser Seite, und für Inspiration sorgen die Looks von Leitmotiv oder Les Copains. Wichtig: Bleiben Sie beim schwarzen Stoff, und tragen Sie bodenlang. Flache Schuhe, lockere Pullover oder lange Shirts brechen den Look und vermeiden, dass man Sie für leicht zu haben hält.

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1 Steve J & Yoni P / SJYP, Bleistiftrock aus Polyester, ca. 515.– (zalando.com) 2 Marc Jacobs, „Tulle Skirt“, aus Nylon, ca. 340.– 3 Junya Watanabe Comme des Garçons, aus Polyester, ca. 1'165.– (farfetch.com) 4 Lost & Found, „Long Skirt“, aus Baumwolle und Elastan, ca. 284.– (farfetch.com)

Dschungelbuch

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almen gehören zum Strandurlaub wie die Eiswürfel zum Cocktail. Doch achten Sie beim Sonnenbad unbedingt darauf, sich nicht in Fallnähe der Kokosnüsse zu legen – Sie wissen weshalb. Wir schweifen vom Thema ab, eigentlich sollte der Palmwedel im Fokus stehen, der es diese Saison in die Kollektionen von Labels wie Max 5 Mara oder PatBo geschafft hat. Saftig grün und auf dunklem oder hellem Grund platziert, sorgt er 2 selbst bei Regenwetter für Urlaubsstimmung. Der exotische Print ist eine schöne Abwechslung zu Pünktchen und Streifen, die wir im Sommer häufiger sehen als die Sonne selbst. Besonders schön sind luftig geschnittene Kleidchen und Blusen, die das unbeschwerte Gefühl doppelt unterstreichen. Lassen Sie die Finger von anderen Prints, die der gedruckten Palme die Leichtigkeit nehmen.

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1 Chloé, Top aus Baumwolle und Wolle, ca. 784.– 2 C/MEO COLLECTIVE, Kleid aus Polyester, ca. 286.– (farfetch.com) 3 Furla, „Vittoria“, Espadrilles aus Satin, ca. 205.– 4 Cacharel, kurze Hose aus Seide, ca. 142.– 5 For Restless Sleepers, Pyjama Top aus italienischer Seide, ca. 707.– 6 Mint & Berry, Bluse aus Baumwolle, ca. 44.– (zalando.com) 7 H&M, Bikinitop aus Polyester und Elastan, ca. 28.–

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Blauer Himmel, Sonnenschein. Während die Hitze ins Unermessliche steigt, sinkt das Zugeständnis an das letzte bisschen Stoff, das wir jetzt an unseren Körper lassen. Wir lechzen nach Abkühlung und können doch nichts tun – außer mit heißen Schnitten und knalligen Farben dagegenzuhalten.

Photography: PETER SCHREIBER & OLIVER RAUH

Styling: Oliver Rauh Make-up & Hair: Gaby Speckbacher using Sisley Paris und Christophe Robin Fotoassistenz: Sam Bowker Retouche: Elektronische Schönheit Location: Studio 26 Capetown Model: Adeola Ariyo @ Vision Models Capetown


Bikini von ROSA FAIA. Sonnenbrille von GIVENCHY.

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Bikini von M MISSONI.

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Links: Monokini von AUBADE. Sonnenbrille von PORSCHE DESIGN. Rechts: Badeanzug von ANDRES SARDA. Sonnenbrille von EMPORIO ARMANI.

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Links: Badeanzug von MICHAEL MICHAEL KORS. Rechts: Badeanzug von ANDRES SARDA.

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Bikini von MARYAN MEHLHORN. Sonnenbrille von EMPORIO ARMANI.

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Links: Monokini von LA PERLA. Rechts: Bikini von WATERCULT. Sonnenbrille von RON ARAD.

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Die StĂźcke der Tiffany City HardWear Kollektion sind viel zu schĂśn, um sie einzeln zu tragen.

Urban Rebel Mit seiner neuen Tiffany City HardWear Kollektion sprengt Tiffany & Co. einmal mehr die Grenzen und zelebriert seine Heimatstadt New York. Text: Marina Warth

Mehr Statement geht nicht.

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Dicke, goldene Kugeln zollen als Ohrringe dem industriellen Design Tribut.

Wer es dezenter mag, setzt auf Cuff und Ohrringe aus Sterling Silber.

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Cocktailparty oder Roter Teppich? Die StĂźcke aus der Tiffany City HardWear Kollektion stehlen selbst den Promis die Show. 46

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Massives Gold: Wertanlage und LieblingsstĂźck.

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Unsere Lieblingsstücke aus der neuen Kollektion: die Tiffany City HardWear Ball Dangle Ringe in Sterling Silber und 18 Karat Gelbgold.

N E W Y O R K I S T keine Stadt, sondern ein Lebensgefühl. Wer hier durch die Straßen geht, der spürt Energie und Kreativität an jeder Ecke. New York – das ist nicht nur der Times Square mit seinen Lichtern oder die Fifth Avenue mit ihren Geschäften. Viel mehr sind es die Menschen, die dem Big Apple seine Coolness verleihen. Menschen wie Charles Lewis Tiffany etwa, der hier 1837 mit 25 Jahren und 1'000 Dollar in der Tasche den Grundstein für eines der größten Schmucklabels der Welt legt. Tiffany & Co. lässt sich immer wieder aufs Neue von seiner Heimatstadt inspirieren, und so wundert es kaum, dass die neue Tiffany City HardWear Kollektion hier ihren Ursprung hat. 1971 kreiert der Schmuckbrand, der damals bereits für seine außergewöhnlichen Kreationen bekannt und in den Schmuckschatullen der New Yorker zuhause ist, ein Armband, das die Grenzen sprengt. An einer massiven 18 Karat Goldkette baumelt die goldene Tiffany-Kugel – neu, cool, edgy und darüberhinaus nicht etwa designt für Frau oder Mann, sondern für Menschen mit Charakter. Inspiriert von diesem Schmuckstück zeigt Tiffany & Co. mit der Tiffany City HardWear Kollektion eine Kollektion, die uns an New Yorks Straßen erinnert, an die ikonische Skyline, die hohen Gebäude, das industrielle Design und die hellen Lichter, den Dampf in den Straßen, die Hitze und den brodelnden Asphalt. Die Ringe, Armbänder, Halsketten und Ohrringe haben Charakter: Massive Glieder und große Kugeln schmücken die Stücke aus 18 Karat Gold oder Sterling Silber, die dank ihres Designs auf viele unterschiedliche Arten getragen werden können. Die Zeiten sind vorbei, in denen wir unseren Schmuck zwischen Business-Meeting und Party wechseln – denn die Teile aus der Tiffany City HardWear Kollektion sind cool und elegant zugleich, Schmuckstücke zum Gesehen werden und nicht für die Schatulle. Schickes Kleid oder Lederjacke, High Heel oder Boot: Es geht dabei nicht um die Gelegenheit, sondern das gute Gefühl, das uns die neuen Schmuckstücke von Tiffany & Co. verleihen. Wir fühlen uns genauso stark wie Lady Gaga, das Gesicht der zugehörigen Kampagne – selbstbewusst, furchtlos und voller Energie. „Ich liebe die neue Kollektion, weil sie anders ist – es ist nicht das, was man von Eleganz erwarten würde“, erklärt Gaga. Sie selbst ist ebenso ein New Yorker Original wie Tiffany & Co. – ein Heimspiel zweier Seelenverwandter, die gemeinsam ihre ganz eigenen Regeln zelebrieren. Das sind die Rebellen unserer Zeit.

„Die Teile aus der Tiffany City HardWear Kollektion sind Schmuckstücke zum Gesehen werden und nicht für die Schatulle.“

Simple Form, große Wirkung: Besonders in der GoldSilberKombination wirken die neuen Ringe besser als jeder Diamant. F A C E S

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Insider

Good fairy Marie Nasemann nutzt ihre Aufmerksamkeit als Model und Schauspielerin und macht mit ihrem Blog „Fairknallt“ auf die Auswirkungen billiger Massenmode aufmerksam. Als Gesicht der Naturkosmetik-Marke Lavera weiß sie genau, weshalb es sich lohnt, bei Cremes und Kosmetika genauer aufs Kleingedruckte zu achten. Wie sie die Welt sonst noch besser macht, verrät sie uns im Interview. Interview: Julia Gelau

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FACES: Du hast eine Mission, nämlich die Modebranche zu verändern. Wie gehst du das an? Marie Nasemann: Ich möchte mehr Menschen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Branche an das Thema faire F A C E S

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Natßrliche Kosmetik ohne unverständliche Inhaltsstoffe liegt nicht nur dem Naturkosmetik-Label Lavera am Herzen, sondern auch Marie Nasemann. Umso besser, dass die beiden ab sofort zusammenarbeiten.

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„Je weniger jemand mit seinen Erfolgen prahlt, desto erfolgreicher ist er.“

und nachhaltige Mode ranführen. Am liebsten ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Spaß an der Mode und schönen Bildern und Videos. Ich wünsche mir, dass wir achtsamer mit dem Thema Konsum umgehen und bei den großen Modefirmen ein Umdenken stattfindet. F: Was entgegnest du Menschen, die Mode als oberflächlich bezeichnen? MN: Mode passiert zunächst an der Oberfläche, deshalb haben diese Menschen gar nicht so unrecht. Allerdings ist Mode auch ein sozialer Code, der uns hilft uns in der Gesellschaft zurecht zu finden und auf Gleichgesinnte zu treffen. Wie sich ein Mensch anzieht, sagt sehr viel über seinen Charakter aus. Man kann sich gar nicht dagegen wehren. Selbst Menschen, die sich gegen Modecodes sträuben, strahlen mit ihrem Anti-Look etwas aus und treffen auf Gleichgesinnte, die ähnlich denken. 50

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Schon mit neun stand Marie Nasemann das erste Mal vor einer Kamera. Zehn Jahre später nutzte die gebürtige Münchnerin dann „Germany’s Next Topmodel“ als Karrieresprungbrett und legte als Model los. Jobs ergatterte sie mit ihrem viel gelobten Beauty-Gesicht bald weltweit von Paris bis Singapur. Mit dem Besuch einer Schauspielschule und einigen Rollen im heimischen Fernsehen tauschte sie für einmal Shootings gegen Dreharbeiten und versuchte sich auch mal als Sängerin und Moderatorin. Letztere waren für sie eher „Spaßjobs“ – kein Spaß versteht sie aber beim Thema nachhaltige Mode. Ihr Blog „Fairknallt“ ging im November 2016 online. Darin bekennt sich die 28-Jährige klar zu fairer Mode und Naturkosmetik.

F: Du bist Model und bloggst. Verrätst du uns etwas über deinen Beruf, das man nicht erwarten würde? MN: Ganz ehrlich, die Modemenschen sind weniger zickig als ihr Ruf. An Shootingtagen erlebe ich selten schlechte Stimmung. Eigentlich sind alle im Team immer sehr bemüht um gute Stimmung und ziehen an einem Strang. Da habe ich schon viel mehr schlechte Laune bei Theaterproben erlebt. Aber da verbringen Menschen natürlich auch sechs Wochen /

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MN: The Reformation, Zazi Vintage und Lily Ingenhoven. F: Was sagst du Menschen, die heute noch Echtpelz tragen? MN: Gar nichts. Ich kreide Menschen ungern dafür an,

zusammen. (lacht) F: Welche drei Lektionen hat dich deine Arbeit in der Modebranche gelehrt? MN: Erstens: Habe den Mut, deinen eigenen Weg zu gehen. Zweitens: Lass dir nicht von Agenten, Managern oder sonstigen Menschen erzählen, dass du nicht gut genug für etwas bist. Und drittens: Je weniger jemand mit seinen Erfolgen prahlt, desto erfolgreicher ist er. F: Welches war dein lustigstes Shooting? MN: Den größten Spaß habe ich mit Marie Hochhaus. Wir fotografieren immer für meinen Blog und kennen uns inzwischen sehr gut. Wir fahren meistens planlos durch die Gegend, auf der Suche nach neuen Locations. Dabei haben wir immer eine Menge Spaß, hören gute Musik und quatschen über Männergeschichten. F: Gibst du uns drei Tipps für ein gelungenes Foto? MN: Man sollte im Idealfall den Mensch mögen, der das Foto von einem macht. Außerdem hilft es, wenn Model und Fotograf Spaß am Fotografieren haben und nicht unter Zeitdruck stehen. Und mein dritter Tipp: Tanzen! F: Wie rettest du die Welt? MN: Naja retten klingt für mich aktuell ein bisschen groß. Aber ich hoffe doch, dass ich mit meinem Blog dazu beitrage, dass mehr Menschen bewusster Mode einkaufen und dass dadurch sowohl der (Um-) welt, als auch den Textilarbeiter/innen etwas Gutes getan wird. F: Wie kann jeder von uns seinen Teil zu einer nachhaltigeren Welt beitragen? MN: Es gibt drei einfache Möglichkeiten. Erstens: Keine Coffee-to-go Becher mehr benutzen. Zweitens: Innerhalb des eigenen Landes die Bahn nehmen anstatt das Flugzeug. Drittens: Weniger Fleisch essen. F: Erklärst du uns den Begriff nachhaltiger und fairer Mode? MN: Da gibt es ganz viele unterschiedliche Aspekte, die man bei der Produktion eines Kleidungsstücks falsch machen kann. Im Idealfall ist ein Kleidungsstück aus nachhaltigem Material umweltbewusst gefertigt – zum Beispiel aus recycelten Stoffen oder BioBaumwolle – und wurde unter fairen Arbeitsbedingungen produziert. F: Worauf sollte man beim Kauf von fairer Mode achten? MN: Es gibt unübersichtlich viele Siegel. Die Auflistung auf meinem Blog verschafft einen Überblick über die wichtigsten. Meistens steht zur Produktion gar nichts im Kleidungsstück, deshalb am besten immer bei den Verkäufern nachfragen und so für mehr Transparenz sorgen. F: Welche fairen Labels sollten wir uns merken?

dass sie bestimmte Dinge tragen, essen oder kaufen, da ich selber nicht perfekt bin. Wenn ich allerdings nach meiner Meinung gefragt werde, bekunde ich diese (ich halte nichts von Echtpelz) und frage nach der Art des Tiers. Oft wissen Pelzträger gar nicht, welches Tier sie tragen. Da ist es ähnlich wie beim Essen: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. F: Echtes oder veganes Leder? Was trägst du selbst? MN: Ich trage beides. Wenn Leder ein „Abfallprodukt“ der Fleischproduktion ist, was meistens der Fall ist, finde ich es voll okay, es auch zu tragen. Krokoleder zum Beispiel geht natürlich gar nicht. F: Wie beschreibst du deinen eigenen Stil? MN: Boyish, klassisch, Rock’n’Roll und eine Prise Humor. F: Du schreibst auf deinem Blog nicht nur über Mode, sondern auch über Beauty. Ohne welches Beauty-Produkt gehst du nicht aus dem Haus? MN: Der Lippenstift Maroon Kiss 09 von Lavera begleitet mich überall hin. F: Achtest du beim Kauf von Beauty-Produkten auf die Inhaltsstoffe? MN: Ja. Vor einer Weile habe ich angefangen, mich mit Inhaltsstoffen zu beschäftigen. Erstaunlich wie viel Quatsch in einem Kosmetikprodukt drin sein kann! F: Naturkosmetik oder normale Kosmetika? Wo liegen die Vor- und Nachteile? MN: Naturkosmetik, denn eigentlich gibt es nur Vorteile! Naturkosmetikunternehmen achten auf eine umweltschonende Herstellung und verzichten auf Tierversuche, was ich toll finde! Außerdem sind die Inhaltsstoffe natürlich und für die Haut viel besser verträglich. Die Haut ist unser größtes Organ; wir saugen Cremes und Make-up richtig auf, deshalb ist es umso wichtiger zum Beispiel kein Make-up mit krebserregenden Partikeln zu benutzen. F: Zu einem gesunden Leben gehört auch ein gutes Frühstück. Was kommt bei dir auf den Tisch? MN: Ich kann mit Routinen eher weniger anfangen und esse jeden Morgen, worauf ich Lust habe. Oft ist das nur ein schlichtes Vollkornbrot mit Käse, manchmal ein zusammengestelltes Müsli mit Obst und Nüssen, und manchmal habe ich Lust auf ein Croissant mit Erdnussbutter. F: High Heels oder Sneakers? MN: Privat definitiv Sneakers. Ich trage im Alltag sehr, sehr selten hohe Schuhe. Wenn dann sind das Boots mit Absätzen. F: Rock oder Shorts? MN: Shorts. Ich bin generell ein Hosen-Fan und finde Röcke eher unpraktisch. Ich glaube, ich sitze auch einfach gerne mal breitbeinig in der Gegend rum. F: Lipgloss oder Lippenstift? MN: Lippenstift. Mein Favorit ist aktuell der Maroon Kiss 09 von Lavera. Das ist die beste Farbe! F: Lidschatten oder Eyeliner? MN: Ich liebe beides. Wenn ich mich aber entscheiden müsste, dann eher für den Lidschatten, weil man damit noch mehr machen kann. F: Pflege oder Kosmetika? MN: Kosmetika. Ich liebe gute Pflege, aber ich war schon immer jemand, der es liebt farbige Produkte auszuprobieren und mit Pinseln zu hantieren.

„Mode ist ein sozialer Code, der uns hilft uns in der Gesellschaft zurecht zu finden.“

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Die Poole schmelzen, das Wasser steigt. Wir haben nicht ewig Zeit, das Leben hinauszuschieben. Deshalb legen wir diesen Sommer endlich los und strampeln uns durch unsere nicht ultimative Bucket List.

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Redaktion: Tamara von Allmen, Vanessa Büchel, Annika Kellenberger, Kellenberger Marina Warth Urlaubslandsleute: Helge Sobik Fotos: pa picture alliance, alliance wenn

Insel zu vermieten: One&Only Reethi Rah, Malediven, im Nord Malé Atoll, 2 Kilometer Länge und 400 Meter Breite; ab ca. 605 Euro pro Nacht

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Die coolste Insel: Laucala Island, Fidschi, nordöstlich der drittgrößten Insel Fidschis; ca. 3'380 Euro bis 7'295 Euro pro Residenz pro Nacht (inkl. Vollpension)

Das Sparschwein schlachten Eine Insel mieten... Die günstigste Insel: Hunt Island, Nova Scotia/Kanada, einen halben Kilometer entfernt von der Kleinstadt Molega auf dem Ponhook Lake; ca. 190 Euro pro Tag für bis zu sechs Gäste

Die teuerste Insel: Fregate Private Island, Seychellen, die Insel ist eine von zweien weltweit, auf denen Riesenschildkröten frei leben; ca. 59'000 Euro pro Tag kann die Insel exklusiv gemietet werden (all inclusive)

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Die kleinste Insel: Belle Island, New York/USA, 1,2 Hektor; vier Nächte Mindestaufenthalt, ab ca. 1'240 Euro pro Nacht Die heißeste Insel: Calala Island, Nicaragua, 90 Minuten Bootsfahrt von der Küste Bluefield entfernt, Durchschnittstemperatur 35 Grad; ca. 4'050 Euro für die alleinige Nutzung der Insel

Die kälteste Insel: Island Lodge Bergholmen, Schweden, 40 Minuten Bootsfahrt von Stockholm entfernt, Durchschnittstemperatur 15 Grad, ca. 3'000 Euro pro Nacht für 1 bis 6 Personen (+ 12% Mehrwertsteuer), all inclusive

Alle Fotos: Vladi Private Islands (www.vladi-private-islands.de, buchbar über +49 40 33 00 00)

Wenn wir unser Sparschwein schlachten, dann für eine eigene Insel. Zu mieten gibt’s diverses Eiland bei Vladi Private Islands. Hier sind wir für uns, ohne Pauschaltouristen, Gaffer und Paparazzi – nur wir und die Natur. Mehr Robinson-Crusoe-Feeling geht nicht.


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Etwas Vernünftiges tun Die besten Airlines der Welt Wir sind zu jung, um wegen eines klapprigen Flugzeugs zu sterben. Deshalb werfen wir vor dem Buchen des nächsten Flugs lieber einen Blick auf das Ranking von Skytrax, der offiziellen Bewertungsplattform aller Airlines dieser Welt. Das sind die aktuellen Top Ten:

Platz 10: Pakistan International Airlines Die pakistanische Airline fliegt gerade mal 3'000 Mal im Monat (US Airways verzeichnet währenddessen ganze 90'000 Einsätze) und fällt durch schlechtes Checkin und fehlende Fremdsprachenkenntnisse der Crew auf. Platz 9: RyanAir Billige Preise, billiger Service: RyanAir punktet zwar mit günstigen Flügen, aber leider auch mit unfassbar schlechten Kritiken. Unbequeme Sitze, zu wenig Toiletten, Extrakosten für jedes Taschentuch... Platz 8: China Eastern Airlines Die chinesische China Eastern Airlines kämpft mit Verspätungen und Flugausfällen – rund die Hälfte der Anfang Monat geplanten Flüge finden schlussendlich gar nicht statt. Und der Kundenservice? Der ist ein Witz!

Platz 1: Emirates Die Airline der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Dubai punktet mit der besten Crew und den schönsten Sitzen in der Economy, Business und First Class. Platz 2: Quatar Airways Quatar Airways hat nicht nur die Nase vorn in Sachen Business Class und Business Class Lounge, sondern kriegt auch für seine freundliche und kompetente Crew ExtraPunkte. Platz 3: Singapore Airlines Die beste asiatische Airline schafft es im weltweiten Ranking mit den besten Business-Class-Plätzen auf Platz drei. Platz 4: Cathay Pacific Die chinesische Airline Cathay Pacific erhält einmal mehr den Titel für die saubersten Kabinen und die beste First Class Lounge in ihrer Homebase in Hong Kong. Platz 5: ANA All Nippon Airways Bei ANA lässt man den Passagier nicht stehen, sondern bietet bereits am Flughafen einen Service, der international seinesgleichen sucht.

Platz 6: Etihad Airways Ein zweiter Spitzenplatz für eine Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten: Etihad Airways punktet mit seinem First-Class-Menü und der schönsten First Class. Platz 7: Turkish Airlines Die beste Airline Europas schafft es im internationalen Vergleich auf Platz sechs. Besonders in Sachen Essen macht der türkischen Airline keiner was vor. Platz 8: EVA Air Mit fünf Sternen schmückt sich die neue taiwanesische EVA Air, die als beste transpazifische Verbindung zu den weltweiten Top Ten zählt. Platz 9: Quantas Airways Die australische Quantas punktet mit ihrer Crew, die im Pazifik keine andere übertrifft.

Platz 5: Spirit Airlines Sogar fürs Handgepäck muss man bei der amerikanischen Spirit Airline bezahlen. Flüge umbuchen? Geht nicht. Und stornieren? Nö. Dass die Kabinen außerdem vor Dreck stehen, macht die Sache umso schlimmer. Platz 4: Nepal Airlines Mit gerade mal sieben Flugzeugen ist die nepalesische Nepal Airline eine der kleinsten der Welt. Leider sind die Maschinen veraltet; es fehlen Toiletten, Bildschirme und Komfort – und zwar an allen Ecken. Platz 3: Pegasus Airlines Die zweitgrößte türkische Airline Pegasus serviert weder Mahlzeiten noch Getränke, und auch von Unterhaltungsmöglichkeiten fehlt jede Spur. Außerdem lassen die Fremdsprachenkenntnisse der Flight Attendants sehr zu wünschen übrig.

Platz 7: Lion Air Piloten, die während des Fluges kiffen? Gibt’s bei Lion Air! Mehrfach musste die indonesische Lion Air ihre Crews austauschen, weil man sie beim Konsum von Marihuana und sogar Crystal Meth erwischte.

Platz 2: Bulgaria Air Bei Sicherheitsmängeln hört der Spaß auf. Die erst 2002 gegründete bulgarische Airline macht immer wieder von Neuem Schlagzeilen damit, dass ihre Flugzeuge von den Behörden aus der Luft geholt werden. Der Grund: fehlende sicherheitsrelevante Dokumente.

Platz 6: Smart Wings Spontan gestrichene Flüge ohne die Möglichkeit, seinen Flug umzubuchen, sind ein No-Go für jeden Passagier. Und nicht nur das: Die tschechische Airline Smart Wings schneidet auch bei der Information und Unterstützung ihrer Passagiere extrem schlecht ab.

Platz 1: Air Koryo Die nordkoreanische Air Koryo versagt bei allem: mieses Check-in, fehlender Komfort, mangelhafte Sprachkenntnisse der Mitarbeiter, unfreundliche Crew... außerdem hat die EU der Airline bereits mehrfach wegen Sicherheitsbedenken verboten, nach Europa zu fliegen.

Etwas Unvernünftiges tun Die miesesten Airlines Skytrax kennt nicht nur die besten, sondern vergibt auch Sterne für die schlechtesten Airlines der Welt. Wo wir also eher nicht mitfliegen sollten, lesen Sie hier.

Platz 10: Lufthansa Als beste transatlantische Airline steht die deutsche Lufthansa im internationalen Skytrax-Ranking auf Platz zehn. F A C E S

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Akropolismuseum Metropolitan Museum of Art (Met) Wo: New York City, New York Warum: Es ist der König unter den Kunstmuseen und das Größte seiner Art in den Vereinigten Staaten. Das Met zählt jährlich rund fünf Millionen Besucher und hat eine Sammlung von drei Millionen Werken, die währen Wechselausstellungen immer wieder ausgetauscht werden. Kosten: 22 Euro

Eremitage und Winterpalast Wo: St. Petersburg, Russland Warum: Als eines der bedeutendsten Kunstmuseen weltweit beherbergt das Eremitage rund drei Millionen Werke von international bekannten Künstlern. Zum Gebäudekomplex gehören heute der Winterpalast, die kleine Eremitage, die Große und die Neue Eremitage, das EremitageTheater und das Generalstabsgebäude. Alleine das staatliche Gebäude ist ein Kunstwerk und wurde verdient zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Kosten: 16 Euro/1Tages-Eintritt oder 21 Euro/2-Tages-Eintritt

Zum Kulturliebhaber werden Diese Museen müssen Sie gesehen haben Museen müssen nicht unbedingt alt und staubig sein – auch wenn man beim Gedanken an Ausstellungsorte gerne mal an ausgestopfte Tiere und dunkle Räume denkt. Diese 12 Museen sind Klassiker, die es zu besuchen lohnt.

Wo: Athen, Griechenland Warum: Hier dreht sich alles um die Nationalmuseum Architektur des für Anthropologie Museumsgebäudes, Wo: Mexiko-Stadt, das von den Mexiko Architekten Bernard Warum: 1964 durch Tschumi und Staatspräsident Michalis Fotiadis Adolfo López entworfen wurde. eröffnet, zählt das Gezeigt werden Mexikanische Fundstücke Nationalmuseum für und Objekte Anthropologie heute der Akropolis zu den bekanntesten von Athen. 2009 Touristenattraktion. eröffnet, ist das Mehr als 50 Jahre Museum am Fuß später birgt das der Akropolis mit Museum rund 23 rund fünf Millionen Ausstellungshallen Besuchern jährlich auf 79'700 m2 heute weltweit und zahlreiche bekannt. Besonders archäologische nachts ist es einen Fundstücke. Im Ausflug wert, Chapultepecwenn das moderne Park von MexikoGebäude großzügig Stadt gelegen, beleuchtet wird. befindet sich die Kosten: 5 Euro Ausstellungsfläche teils im Freien und teils in geschlossenen Räumlichkeiten. Kosten: 4 Euro

National September 11 Memorial and Museum Wo: New York City, New York Warum: Mit dem National September 11 Memorial and Museum wurde ein Mahnmal geschaffen, das sich den Opfern des Terroranschlags vom 11.9.2001 widmet und nicht nur für Hinterbliebene eine Anlaufstelle darstellt. GänsehautFeeling: Die Gedenkstätte und das dazugehörige Museum befinden auf dem ehemaligen Grundstück der Twin Towers. Kosten: 21 Euro

Louvre Wo: Paris, Frankreich Warum: Der Louvre zählt zur Elite der Kunstmuseen und ist nicht nur ein Must-See für Kunstliebhaber. Er beherbergt Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ und ist mit zehn Millionen Besuchern pro Jahr das meist besuchte Museum auf der Welt. Kosten: 15 Euro

Van-GoghMuseum Wo: Amsterdam, Niederlande Warum: Der niederländische Maler Vincent van Gogh verkaufte zu seinen Lebzeiten kaum ein Bild und wurde erst nach seinem Tod weltweit berühmt. Heute reißen sich alle um seine Werke, und das Amsterdamer VanGogh-Museum zählt jährlich 1,5 Millionen Besucher. Die Ausstellung zeigt rund 200 Gemälde und 400 Zeichnungen aus allen Schaffensperioden van Goghs. Kosten: 17 Euro

Staatliches Museum AuschwitzBirkenau Wo: Owicim, Polen Warum: Der Besuch dieses Museums setzt starke Nerven voraus, denn auf dessen Grund wurden unzählige Menschen ermordet. Die Gedenkstätte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau soll an die Vielzahl an Morden im KZ Auschwitz-Birkenau während der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg erinnern und liegt in der polnischen Stadt Owicim. Das Museum wurde 1979 zum UNESCOWeltkulturerbe ernannt. Kosten: kostenlos


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National Air and Space Museum Wo: Washington, D.C., District of Columbia Warum: Up in the sky: Das National Air and Space Museum in Washington, D.C. zeigt zahlreiche Ausstellungsobjekte der Luft- und Raumfahrtgeschichte. Absolute Highlights sind der „Spirit of St. Louis“, das Langstreckenflugzeug, mit dem Charles Lindbergh 1927 den Atlantik überquert, oder echtes Gestein vom Mond. Kosten: kostenlos

Yad Vashem HolocaustGedenkstätte Wo: Jerusalem, Israel Warum: Auf Jerusalems „Berg des Gedenkens“ befindet sich die weltweit größte Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung des Zweiten Weltkriegs erinnert. Yad Vashem wird jährlich von über zwei Millionen Menschen aufgesucht und ist nicht nur das wichtigste Informationszentrum des Holocaust, sondern wahrt das Andenken von mehr als sechs Millionen ermordeten Juden. Kosten: kostenlos

Terrakotta-Armee und Museum Wo: Xi’an, China Warum: Das zentralchinesische Museum zeigt die Grabstätte von Chinas erstem Kaiser, Qín Shhuángdìs. Mit dem Bau des Mausoleums wurde 221 v. Chr. begonnen, die Bauarbeiten wurden ein Jahr später nach dem Tod des Kaisers jedoch eingestellt. Seit 1987 gehört das Grabmal zum UNESCOWeltkulturerbe. Besonders beliebt ist die sogenannte „TerrakottaArmee“, die jährlich eine Vielzahl an Besuchern anlockt. Kosten: nicht bekannt

Museo del Oro (Goldmuseum) Wo: Bogotá, Kolumbien Warum: Das Goldmuseum in Bogotá ist einzigartig in seiner Art. An keinem anderen Ort findet man eine solch große Goldsammlung, bestehend aus 55'000 Werken vorwiegend aus Gold aber auch anderen Materialien. Die Sammlung zeigt Teile aus präkolumbischer Zeit, und beinhaltet unter anderem das berühmte „Goldfloss von Eldorado“. Kosten: ca. 1 Euro

Endlich Motorrad fahren Traumstrecken für Motorradfahrer Vier Räder bewegen den Körper, zwei Räder die Seele. Auf dem Motorrad sind wir frei. Und deshalb zeigen wir Ihnen die schönsten Strecken der Welt, um den Motor ganz laut zum Heulen zu bringen.

Road 53 von Monterrey bis Mexico City, Mexiko Die Straße führt vorbei an wunderschönen Berglandschaften und hübschen Städten – gesäumt ist die Strecke von ganz vielen Sombreros, Kakteen und glücklichen Menschen. Anzahl Kilometer: 913 km Road 42 von Donghae bis Sasa Dong, Korea Die kurvenreiche Strecke führt von hohen Bergstraßen bis hinunter zur Küste und ihren zahlreichen Palmen. Anzahl Kilometer: 309 km Von Phong Nien bis Quang Binh, Vietnam Eine richtig rustikale Strecke, auf der wir Angst und Sorgen hinter uns lassen. Anzahl Kilometer: 774 km Road R56 Baku, Aserbaidschan Diese Strecke gleicht der Einfahrt nach Las Vegas: von der Wüste rein ins Lichtermeer der Stadt. Anzahl Kilometer: 503 km

Road N14 von Marrakesch bis zur Westlichen Sahara Hier fühlt man sich mindestens so klein wie ein Sandkorn. Ganz alleine in der großen, weiten Wüste. Anzahl Kilometer: 954 km Road E69 auf der North Cape, Norwegen Santa Claus is on the way! Die Kulisse gleicht einem Winter Wonderland – aber Achtung, die Kälte ist nicht zu unterschätzen. Anzahl Kilometer: 129 km Tail of the Dragon, North Carolina Die Gebirgsstraße durch die Appalachen zählt mit ihren 318 Kurven zu den gefährlichsten Straßen der Welt. Hier ist gute Kurventechnik gefragt! Anzahl Kilometer: 18 km Hana Highway, Maui/ Hawaii Hier ist Brücken-Fahren angesagt, die „Road to Hana“ führt über insgesamt 54 Brücken entlang der Nordküste. Unbedingt einen

Stopp beim „Ko’olau Forest Reservat“, einem wunderschönen Regenwald, einlegen! Anzahl Kilometer: 103,6 km The Great Ocean Road, Australien Die Straße entlang der australischen Südküste wurde im Jahr 2011 als nationales Denkmal in die „Australian National Heritage List“ eingetragen. Anzahl Kilometer: 243 km Amalfi Coast, Italien Viele scharfe Kurven führen die Steilküste hinunter von Sorrento bis Amalfi : Es ist eine der schönsten Panoramastraßen der Welt. Anzahl Kilometer: 40 km Furka Pass, Schweiz Zwischen Gletsch und Andermatt kann man so richtig schön Gas geben. Auf 2'431 Metern unbedingt eine Pause einlegen und den Gletscher auf dem Gipfel bewundern. Anzahl Kilometer: 29 km A2, Antrim Coast Road, Nordirland Hier fährt man so nahe am Meer und dicht an den Klippen, dass man ruhig öfters auf die Bremse treten darf. Vorbei geht’s an hübschen Fischerdörfern und Whiskey-Fabriken, die einem gerne das eine oder andere Tröpfchen servieren. Anzahl Kilometer: 37 km Transfagarasan, Rumänien Vampire bringen einen auf dieser Strecke nicht ins Schwitzen, dafür garantiert die messerscharfen Kurven. Auf dem Hochplateau angekommen, gibt’s etwas Abkühlung, bevor es dann rein in den Tunnel und in Richtung Tal geht, wo gruselige Schlösser und leerstehende Häuser auf einen warten. Anzahl Kilometer: 90 km

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Feinschmecker werden Der beste Street-Food der Welt Wer aus Hygienebedenken auch unterwegs nur auf Tütensuppe und Dosen-Ravioli setzt, hat den Sinn des Reisens nicht verstanden. Lassen Sie zu Tode getripadvisorte Sterne-Restaurants links liegen, und essen Sie dort, wo es auch die Einheimischen tun.

Rio de Janeiro In der Markthalle Feira de São Cristóvão gibt es Pastels, dampfende Teigtaschen mit Fleisch oder Käse gefüllt, Pururuca und Caldinho de Feijão, ein herzhafter Bohneneintopf. Letzteren gibt es übrigens auch direkt an der Copacabana, in Thermobehältern serviert, zum sofort genießen.

Street-Food-Markt in der Kulturbrauerei und der Pop-UpEvent Bite Club.

Singapur

Die Hawker Centers in Singapur heizen ihre Garküchen schon frühmorgens ein. Dann gibt es malaysische, chinesische, thailändische Gerichte und natürlich auch Spezialitäten aus Singapur wie die Chilli Crab. Seit den Neunzigern Palermo müssen die Hawker In Palermo reiht sich Centers übrigens ein Straßenmarkt hohe Hygienestandards erfüllen: Der an den anderen. Zu probieren gibt es Preis ist nach wie frischen Fisch direkt vor tief, die Qualivom Grill, Panelle, tät aber meistens frittierte Arancine ausgezeichnet. Zwei und Stigghiola, also Stände in Singapur Ziegen- und Lammerhielten 2016 sogar innereien. Ein Vereinen Michelin Stern. such lohnt sich. Stilvolles Ambiente sollte man bei den Hawker Centers Berlin trotzdem nicht In punkto Street erwarten – hier geht Food hat sich Berlin zur Weltstadt gemau- es allein ums Essen. sert. Hier kriegt man alles: von thailänMexico City dischen TapiokaMexikos traditionelle Dumplings über Küche gehört zu nigerianisches Fufu, UNESCOs immateriellem Kulturerbe, britische Pies und dazwischen eine und sie schmeckt am Currywurst. Adresbesten direkt über sen für Food-Liebha- die Gasse. Über 75 ber sind der Berlin Prozent der „Chilangos“ essen mindesVillage Market, der

tens einmal in der Woche auf der Straße. Tamales, Tacos, Tlacoyos, Tostadas – die Auswahl ist groß, und mit hungrigem Magen geht keiner nach Hause.

Brüssel

In Istanbul isst man Simit, ein ringförmiges Hefeteiggebäck mit Sesam, am besten direkt von der Straße.

In Bangkoks Garküchen gilt die Devise: nicht nachdenken, einfach probieren!

Vor allem zwei Dinge sind in Brüssel praktisch unschlagbar: die Fritten und die Waffeln. Erstere isst man grob geschnitten aus Papiertüten mit ordentlich Mayonnaise. Für die Waffeln gibt es derweil jedes erdenkliche süße Topping – von Schlagsahne bis hin zur berühmten belgischen Schokolade.

Marrakesch Wer abends über den Djemaa el Fna spaziert, muss Hunger mitbringen. Wer es ohne Zwischenverpflegung durch die Stände mit frisch gepresstem Orangensaft und Avocado-Milchshakes und durch die Schnecken-Küchen geschafft hat, wird spätestens bei den familienbetriebenen Imbissständen mit viel marokkanischem Charme

Heiß und fettig geht’s an den Ständen in L.A. zu und her.


zu Lammspießen, Couscous oder Fisch überredet. Touristen zahlen zwar immer etwas mehr, günstig und authentisch ist es aber ausnahmslos.

Ho Chi Minh Der Binh Tay Markt in Ho Chi Minh ist ein Schlaraffenland:

Gereicht werden Klassiker wie die Bun Bo Hue Nudelsuppe mit Rindfleisch und dazu Bành Mì, Baguette aus Reismehl, aber auch Kurioses wie halbgeschlüpfte Hühnereier. Probieren muss man nicht alles, aber so viel wie möglich. Zum Abschluss gibt es Kaffee mit süßer Kondensmilch.

Los Angeles

Frittiert, gedämpft, gebraten: In Singapur ist alles lecker, was auf den Tisch kommt.

Wenn halb L.A. vor einem Truck wegen eines neuen FoodTrends Schlange steht, dann ist das „no big deal“. Am Abbot Kinney Boulevard in Venice Beach oder am Wilshire Boulevard werden die Massen mit Köstlichkeiten wie Guerilla Tacos oder oldfashioned Chicken Wings versorgt. Am alljährlichen L.A. Food Fest hat man die größte Auswahl, aber auch die längsten Schlangen.

Istanbul Nach jahrhundertealter Markttradition werden in Istanbul Meeresfrüchte, Gewürze und Gemüse direkt am Stand zubereitet. Spezialitäten wie Tulumba, eine Art Kuchen, Pilav und Simit gibt es gleich auf die Faust, frisch und günstig.

Bangkok

Nichts schmeckt besser als der frische Fisch vom Grill in Palermo.

Man hat nicht ThaiFood gegessen, bis man in Bangkok ein Pad Thai Kung oder ein Som Tam probiert hat. Auf den unzähligen Straßenmärkten lässt man sich die Kultur Thailands sprichwörtlich durch den Magen gehen – Hotspots sind die Khao San Road, Bang Rak und Chinatown.

Den eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern Laut WWF entfällt der Verkehr heute zu 57 Prozent aufs Auto, 15 Prozent aufs Flugzeug und 12 Prozent auf die Bahn. Man benötigt beim Reisen mit dem Flugzeug fünf Mal mehr Energie pro Kilometer als beim Benutzen der Bahn. Das hat Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck. Grund genug, Reiseportale zu nutzen, die sich um ein gutes Gewissen bemühen. www.wirsindanderswo.de Wirsindanderswo kennt die nachhaltigsten Reisedestinationen und versorgt uns mit besonders umweltfreundlichen Urlaubstipps. www.fairunterwegs.org Das Reiseportal Fair Unterwegs liefert Fakten und Tipps rund um nachhaltiges Reisen. www.viabono.de Viabono macht auf umwelt- und klimafreundlichen Tourismus aufmerksam und zeigt, wie es sich ohne schlechtes Gewissen Reisen lässt. www.bookdifferent.com Bookdifferent bietet ökologisch zertifizierte Destinationen sowie Hotels an und veranstaltet mehrere Spendenaktionen für den Erhalt des grünen und sauberen Tourismussektors. www.goodtravel.de Goodtravel zeigt handverlesene Destinationen und achtet dabei insbesondere auf folgende Kriterien: Architektur, Food, Sozial, Umwelt und Well-Beeing. www.forumandersreisen.de Nachhaltig reisen, Menschen treffen, beim Anpflanzen helfen oder eine Baumhütte bauen: Auf Forumandersreisen. de gibt’s alles rund ums nachhaltige und ökologisch korrekte Reisen – von den Zielen über die Unterkünfte bis hin zu Arbeitseinsätzen. www.treeday.net Treeday zeigt alle ökologisch engagierten Restaurants, Hotels und Unternehmen im Umfeld und gibt außerdem Tipps zum Reduzieren des eigenen Fußabdrucks im Alltag. www.bookitgreen.com Grüner Urlaub ohne schlechtes Gewissen: bookitgreen zeigt nachhaltige Unterkünfte und hält Ideen für Reisen bereit, die eben nicht noch Tonnen von CO2 aufs eigene Konto knallen. www.ecopassenger.hafas.de Ecopassenger hilft dabei, die vorhandenen CO2Emissionen zu berechnen und gibt Alternativvorschläge, um die geplante Strecke ökologisch korrekter zurückzulegen. www.biohotels.info Auf dieser Seite dreht sich alles ums Thema Bio: Hotels und Restaurants werden nur dann aufgeführt, wenn sie die Bio-Standards einhalten und sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur engagieren. www.oekoreisen.com Eine Woche lang mit Delfinen tauchen und deren Lebensraum kennen lernen oder in der Natur beim Yoga sein inneres Gleichgewicht finden? Hier werden Reisen angeboten, die einem die Natur bewusst machen.

Auf 100 Kilometern Wegstrecke verursachen unterschiedliche ReiseArten folgende CO2-Ausstöße: Flugzeug: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 kg CO2 Durchschnittsauto: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 kg CO2 Geländewagen: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 kg CO2 Hybridfahrzeug: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 kg CO2 Bus: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 kg CO2 Trolleybus: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 kg CO2 Zug: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 kg CO2


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Der Italiener Schnell beim Griff in den (eigenen) Schritt Der Italiener schwört sehr auf seine Vergangenheit und hält die uralten Vorfahren in höchsten Ehren. Nirgendwo sonst stehen deshalb so viele versteinerte Verwandte aus Antike und Mittelalter in den Stadtzentren herum wie in Italien. Warum sie der Schlag immer dann getroffen und zum Marmorblock verwandelt hat, wenn sie gerade maximal ein schlecht sitzendes Feigenblatt anhatten, ist kurioserweise nicht überliefert. Ist auch egal. Hauptsache, die Steinleute werden vom Reisebus nicht umgefahren und vom jugendlichen Fremden nicht respektlos mit benutzten Kaugummis beklebt. Die Häuser der Steinverwandten sind meistens nicht mehr so gut in Schuss, aber werden trotzdem in Ehren gehalten und sind zur Besichtigung geöffnet. Fast immer sind sie ohne Dach, meistens ist nur noch die halbe Fassade übrig, und überall steht irgendetwas Schlaues dran, was Busgruppenreiseleiter auswendig wissen und mitreisende Lehrer auch so übersetzen könnten. „Geöffnet nur dienstags, Fremder“, steht beispielsweise in Latein über manchem Tempelportal – immer sind es weitsichtige Botschaften, die man der Nachwelt erhalten muss und die allein bereits die weite Reise über die Alpen rechtfertigen. Der Italiener ist der vermutlich am gründlichsten bekehrte Europäer, weswegen sogar der Papst bei ihm wohnt. In die übrig gebliebenen JupiterTempel geht er nur noch zum Gucken, nicht mehr zum Beten, und sicherheitshalber hat er sogar vergessen, wie die alte Religion damals genau funktioniert hat. Der Italiener ist so gläubig, dass er oft spontan „Madonna!“ ruft, wenn er sich erschrickt. Damit meint er nicht, man möge doch schnell eine ganz bestimmte Musik auflegen. Er liebt Pathos, ausladende Gesten und die gewisse Portion Selbstinszenierung. Warum sich dabei vor allem das männliche Exemplar des Italieners im Gehen wie im Stehen alle paar Sekunden wie beiläufig in den Schritt greift und einen kurzen Ruck macht, weiß niemand. Es heißt, er wolle testen, ob noch alles da sei, was eigentlich ohnehin nicht weg kann. Offenbar ist der Italiener von unbegründeten Verlustängsten geplagt. Was immer er tut – der Italiener ist dabei meistens schick angezogen. In seinem Zuhause werden elegante Anzüge und Kostüme designt und die besten Stoffe der Welt gewebt – oder der Italiener näht wenigstens im Hinterzimmer die erheblich wertsteigernden Etiketten ein, wenn er wieder eine Lieferung in neutralen Kartons aus Indien bekommen hat... Bekannt ist der Italiener für seine Küche, die aus Versehen als abwechslungsreich gefeiert wird, seit er den einen oder anderen Knoten in die Nudeln gemacht, Taschen daraus gefaltet und Schinken hineingestopft oder den Teig dafür einfach mal ein bisschen anders geformt hat. Auf seine Mahlzeiten schüttet der Italiener wahlweise jede Menge geriebenen Käse oder einen Haufen gehackter Oliven und ein paar Kellen Tomatensoße. Schippt er alles zusammen auf die Nudeln oder den Pizzateig, bestätigt er damit wiederum die These von der Vielfalt seiner Küche. Er kann es sich sogar leisten, in seinen Restaurants eine Extra-Gebühr dafür auf die Rechnung zu setzen, dass Besteck und Servietten auf dem Tisch herumliegen. Was der Italiener richtig gut kann, ist Eis herstellen. Weil es bei ihm zu Hause ziemlich viele Tage im Jahr ziemlich warm ist – außer er wohnt in Südtirol –, blieb ihm keine Wahl. Er braucht das Eis im Sommerhalbjahr zum Überleben. Da kann es nicht schaden, achtzig verschiedene Geschmacksrichtungen und sämtliche denkbaren Farbtöne im Angebot zu haben. Wenn es beim Verkauf über die Eistheke irgendwo an der Adria dann auch noch lärmend zugeht, hat der Italiener seinen Traumjob gefunden. Er ist ein Krach-Freak: Hauptsache ziemlich laut – dann fühlt er sich richtig wohl. Sein Auto hat nur zwei Räder, heißt Vespa, passt noch durch die schmalste Gasse, wo übrigens Bremsen verboten ist, und hat einen frisierten Motor. Das bringt nichts – außer mehr Lärm und erfüllt damit ganz genau das Ziel des stolzen Fahrers. Ob die Steinleute mit dem Marmor-Feigenblatt zu Lebzeiten übrigens auch so laut waren wie der Italiener heute, weiß keiner so genau, man vermutet aber: nein. Hat der Italiener Geld verdient, schleudert er es gerne in einen der zahllosen kitschigen Brunnen mit wasserspeienden Löwenköpfen, die ihm der Vorvater hinterlassen hat. Dabei wünscht er sich heimlich etwas. Der Tourist hat das gesehen und macht es ihm inzwischen nach, was dazu führt, dass mittlerweile die Hälfte der Münzreserven der Nation in Brunnen aufbewahrt wird. Da sowieso alle Wege nach Rom führen, hat der Italiener darauf verzichtet, auch seine anderen Städte vernünftig auszuschildern, was die Anreise gelegentlich deutlich erschwert. Möglicherweise soll das indirekt die Werbetrommel für die defizitären öffentlichen Verkehrsmittel rühren. Nur bringt das nicht wirklich etwas, denn die werden meistens bestreikt. Schlimm ist das nicht, denn Italien ist schön, und ein Streik eröffnet die Chance, einfach so in der Gegend herumzustehen und sie sich ein bisschen näher anzuschauen. 60


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Aufs

Gaspedal drücken Die coolsten Rallyes Wir setzen uns ins Auto und geben Vollgas! Auf den coolsten Rallye-Strecken cruisen wir ab Deutschland quer durch Europa und bis nach Asien, entdecken Land und Leute und tun ganz nebenbei noch Gutes.

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Allgäu-Orient-Rallye Route: Allgäu – Balkan – Türkei – Israel – Jordanien Kilometer: ca. 8'000 km Vorschriften: 111 Teams, je sechs Fahrer und drei Autos. Die Übernachtungskosten dürfen nicht mehr als 11,11 Euro kosten, neben fixen Etappenzielen ist die Route frei wählbar. Die Fahrzeuge dürfen nicht jünger als 20 Jahre sein und müssen am Ende der Rallye als Charity-Einsatz am Zielort zurückgelassen werden. Termine: Startet jährlich am ersten Wochenende im Mai und dauert für gewöhnlich ungefähr zwei bis drei Wochen – abhängig von Ihren Fahrkünsten und der verfügbaren Zeit. Startgeld: 222,22 Euro/Person Warum: Fahren und Gutes tun. www.allgaeu-orient.de


Pothole Rodeo Route: Österreich – Ungarn – Rumänien – Bulgarien – Mazedonien – Albanien – Kosovo – Bosnien – Montenegro – Kroatien Kilometer: ca. 4'000 km Vorschriften: Das Auto muss älter als 20 Jahre sein und darf dabei nicht mehr als 500 Euro gekostet haben. Termine: 8. Juli Startgeld: 390-590 Euro/2er-Team, jeder weitere Mitfahrer 80-120 Warum: Bessere Ruckelpisten gibt’s nirgends. www.pothole-rodeo.com

Rallye MünchenBarcelona

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Route: Deutschland – Österreich – Italien – Schweiz – Frankreich – Andorra – Spanien Kilometer: ca. 3'750 km Vorschriften: Genießen anstatt sinnlos aufs Gaspedal zu drücken. Warum: Hier dreht sich alles um den Genuss, nicht um das Tempo. Termine: 22. Juli, Dauer: sieben Tage Startgeld: ca. 200 / Person plus 150 / Fahrzeug www.muenchenbarcelona.de

Tajik Rallye Route: Kann variieren, aber gestartet wird in Bayern, und Endziel ist Tadschikistan. Kilometer: ca. 6'000 bis 10'000 km Vorschriften: Sie entscheiden, wie Sie am liebsten das Ziel erreichen, dafür haben Sie rund zwei bis drei Wochen Zeit. Ein Team besteht aus einem Auto und zwei Piloten oder zwei Motorräder und zwei Fahrern, das Auto muss älter sein als Jahrgang 2000. Termine: 3. September Startgeld: ca. 840 Euro/Team Warum: Wann kommen wir sonst nach Tadschikistan? www.adventuremanufactory.com

Baltic Sea Circle Route: Hamburg – Ostsee – Tallinn – St. Petersburg – Nordkap – Lofoten – Stockholm – Hamburg Kilometer: ca. 7'500 km Vorschriften: Navi, Smartphone und sonstiger Technikkram muss zuhause bleiben. Zur Orientierung dient die gute, alte Landkarte. Start und Ziel ist Hamburg, wo man mit dem Auto startet, das mehr als 20 Jahre alt sein muss. Die Teilnehmeranzahl ist nicht begrenzt, und am Ende der Rallye steht Charity im Mittelpunkt. Termine: 16. Juni 2018 Dauer: 16 Tage Startgeld: 850 Euro/2er-Team, jedes weitere Mitglied kostet 250 Euro Warum: Die Rallye geht während 16 Tagen durch zehn Länder und ist die nördlichste Rallye, die es gibt. www.balticrally. superlative-adventure. com/baltic-rally 62

Knights of the Island Route: Belgien – England – Wales – Schottland – Niederlande Kilometer: ca. 3'500 km Vorschriften: Die teilnehmenden Autos dürfen nicht älter als 20 Jahre sein, und GPS sowie Navi müssen zuhause gelassen werden. Termine: Einmal jährlich im Mai. Startgeld: 850 Euro/2er-Team, jedes weitere Mitglied 250 Euro Warum: Grünere Landschaften sehen Sie nirgends. www.knights.superlativeadventure.com/knightsof-the-island-home

Dust and Diesel

Rallye DresdenDakar-Banjul Route: Sachsen – Frankreich – Spanien – Marokko – Mauretanien – Senegal – Gambia Kilometer: ca. 7'200 km Vorschriften: Es wartet eine Strecke von über 7'000 km auf uns, und gemeinsam mit insgesamt 50 Teams in je einem Auto mit drei Fahrern machen wir uns auf ins Unbekannte. Regeln gibt es eigentlich keine – in Gambia werden die teilnehmenden Autos für einen guten Zweck versteigert und der

Erlös an mehrere lokale Hilfsorganisationen gespendet. Termine: 11. November Die Rallye findet immer im November und Februar/März statt und dauert rund drei Wochen. Startgeld: 775 Euro/ Person Warum: Dust and Dirt: Mit unseren alten Karren machen wir uns auf nach Nordafrika und driften durch Unmengen Wüstensand. www.rallye-dresdendakar-banjul.com

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Route: Spanien – Marokko – Mauretanien – Senegal Kilometer: Irgendwas zwischen 1'900 und 11'400 km Vorschriften: Maximal 25 Fahrzeuge dürfen teilnehmen. Teilnehmen kann jeder, egal ob Profi oder Amateur. Wichtig: ein guter Unterfahrschutz, außerdem wird die Höherlegung des Fahrzeugs empfohlen – Achtung Sand! Termine: Zwei Mal im Jahr: Mai und Dezember Startgeld: 880 Euro/ Fahrzeug mit einem Fahrer, jeder weitere Mitfahrer 440 Euro Warum: Wir machen Mad Max Konkurrenz. www.dust-anddiesel.com

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European 5'000 Rallye Route: Bayern – Österreich – Italien – Frankreich – Spanien – Niederlande Kilometer: ca. 5'000 km Vorschriften: Start ist München, und der Zielort liegt in den Niederlanden. Termine: 9. bis 21. September Startgeld: 850 Euro/2er-Team, jedes weitere Mitglied 250 Warum: Von idyllischen Berglandschaften auf dreckige Wüstenpisten: Mehr Gegensatz geht nicht. www.european. superlativeadventure.com

Alpen Rodeo Route: Österreich – Italien – Schweiz – Frankreich Kilometer: ca. 3'000 km Vorschriften: Alles ist erlaubt, nur Höhenangst sollten Sie keine haben. Termine: Start ist Ende August eines jeden Jahres. Startgeld: 450-650 Euro/2er-Team, jeder weitere Mitfahrer 100140 Euro Warum: 30 Pässe auf einen Schlag. www.alpen-rodeo.com


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Der Spanier Temperament fast rund um die Uhr Carbage Run Der Spanier liebt es, wenn sogar seine Mahlzeit farbenfroh gerät. Was immer er gerade greifen kann, schüttet er mit Begeisterung in eine große Pfanne und brät es so lange, bis es gelb wird. Dann ist es lecker, und der Spanier freut sich sehr – entweder weil er neue Freunde zur PaellaParty in sein Haus eingeladen hat. Oder weil er Gastwirt ist und hinterher für die farbenfrohe Mahlzeit kräftig kassieren wird. Verdenken kann man es ihm nicht. Schließlich besucht der Tourist den Spanier ja, um Spezialitäten kennen zu lernen und Geld auszugeben. Und um in sein Mittelmeer zu steigen, das der Spanier gern heizen würde, um die Saison noch ein bisschen zu verlängern. Die ertragsstarke Paella-Nummer würde dann noch ein, zwei Wochen länger funktionieren. Damit es entlang der Küste nett aussieht, Farbtupfer auch abseits der Pfannen das Bild beleben und es hübsch duftet, hat schon der Vorvater des Spaniers sehr viele Orangenbäumchen gepflanzt. Der Binnen-Landsmann beneidet ihn darum, denn im Hinterland ist es meist karger als an der Küste, und Paella-Imbisse aufzustellen lohnt sich dort auch nicht, weil der Urlauber immer nur den Küstenspanier besuchen will. Der ist lauter und tut temperamentvoller als der Zugereiste: Fährt im Auto sehr gerne ganz dicht auf, hupt, findet Blinken uncool, fährt waghalsige Überholmanöver und immer schneller als der Polizist erlaubt, um gleich danach sowieso rechts abzubiegen. Klar, dass er dabei wild gestikuliert und sich das halb offene Hemd rauft, weil ihm mal jemand erzählt hat, dass das toll südländisch sei und den Urlauber halb beeindrucke, halb einschüchtere. Wenn es ums Langeaufbleiben geht, ist der Spanier übrigens auch temperamentvoll: Er isst abends erst gegen zehn, geht frühestens um Mitternacht tanzen, schwenkt dabei kraftvoll die Spanierin und guckt schmachtend. Klar, dass er – wo immer er kann und darf und nichts auf die Finger bekommt – besonders gerne auch die Urlauberin schwenkt, vorausgesetzt sie ist noch einigermaßen jung und einigermaßen knackig oder hat wenigstens andere Vorteile. Falls der Spanier ausnahmsweise nicht gerne tanzt, flaniert er spät nachts noch ein bisschen um die Platane seines Dorfes oder holt den zweitklapprigsten Holzstuhl heraus und hockt sich zu Opa an den Straßenrand. Der wird abends

Route: Sachsen – Polen – Slowakei – Ungarn – Kroatien – Slowenien Kilometer: ca. 2'500 km Vorschriften: Die teilnehmenden Autos dürfen nicht mehr als 500 Euro gekostet haben und müssen älter als 15 Jahre alt sein. Termine: 7. bis 11. August Startgeld: 399 Euro/2er-Team, jedes weitere Mitglied 49 Euro Warum: Täglich müssen neue Aufgaben gelöst werden: quasi Schnitzeljagd mit PSRausch. www.carbagerun.de

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immer zu Beginn der Dämmerung herausgesetzt und brüllt dann dem anderen Opa von der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gespräch zu. Manchmal wird die Unterhaltung unterbrochen, wenn vorbeirasende Autos die Worte mitnehmen. Dann genießt Opa einfach nur die gesellige Stimmung im Freien und den Familienanschluss. Der Fremde versinkt allzu schnell in Ehrfurcht vor der rein aufbleibzeitlichen Kondition des Spaniers und missversteht sie als Ausdruck von Draufgängertum und Temperament. Dabei bekommt der Spanier das Langeaufbleiben nur hin, weil er mittags heimlich schläft und auch sonst gern Päuschen macht. Zwei, drei Stunden Auszeit gönnt er sich irgendwann zwischen Mittag und Nachmittag und nennt das ganze Siesta, was fast so hübsch klingt wie Fiesta, aber das Gegenteil meint. Böse Zungen behaupten übrigens, der Spanier mache diese ausgiebige Sofapause nur deshalb, um zweimal am Tag den kompletten Berufsverkehr mit An- und Abreise, mit selbstgebasteltem Stau und toll lautem Hupkonzert inszenieren zu können, was ja wiederum temperamentvoll südländisch ist. Falls er nicht nach Hause fährt oder außerhalb der Mittagszeit noch eine Siesta braucht, lässt sich das meistens flexibel einrichten oder schon bei der Berufsauswahl berücksichtigen. Als Kellner beispielsweise gibt es nur im Sommer und da vor allem abends richtig Stress. Mittags kann man toll zwischen leeren Tischen herumgammeln. Oder als Bankangestellter. Da ist der Stress so groß, dass man im Sommer nach der Siesta gar nicht erst zum Schalter zurückkehren muss. Mittags ist Feierabend. Oder als Klempner, Pizzabote oder Leihwagendirekt-ins-Hotel-bring-Fahrer: Ein, zwei Tage Verspätung sind da ganz normal. So viel Zeit muss sein. Ist doch alles angenehm relaxed und wäre doch bestimmt auch bei uns mal ulkig und toll südländisch, wenn Ostern der Weihnachtsmann erschiene, weil er den Termin verdreht hat oder kurzfristig noch ein Hupkonzert einbauen, zwei, drei ausgesprochen wilde Gesten in der halboffenen roten Kutte einstudieren oder Schläfchen halten musste. Am Ende ist das alles nicht schlimm. Der Ausländer mag den Spanier wegen der vielen Strände, die dem gehören. Wegen des Meeres und der vielen Sonne, die der hat. Und natürlich auch wegen des lockerleichten Lebens so ganz ohne Verpflichtungen. Er bewundert ihn für sein Temperament und heimlich auch für die Hupkonzerte, die er sich zu Hause nur traut, wenn eine ihm irgendwie sympathische Fußballmannschaft gerade ein mindestens mäßig bedeutendes Spiel gewonnen hat. Und außerdem ist der Urlauber die eigene ewige Pflichterfüllung sowieso leid. Da lobt er sich den Spanier. Und falls der Klempner, der Hotelboy mit den Koffern oder wer auch immer zwei Tage später doch noch aufkreuzt, dann ist man eben kurz temperamentvoll zueinander, versöhnt sich gleich danach gestenreich und verabredet sich für irgendeinen unbestimmten Abend im Haus des Spaniers. Warum? Um gemeinsam irgendetwas toll Landestypisches so lange zu braten, bis es richtig schön gelb ist. 64

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Sich

nackig machen

Die gefragtesten FKK-Plätze der Welt

Diesen Sommer ziehen wir blank, zeigen unseren Astralkörper an den schönsten FKK-Stränden der Welt, übernachten auf den beliebtesten Nackt-Campingplätzen oder tuckern über die sieben Meere auf Nackedei-Kreuzfahrten.


FKK-Strände Cap d’Agde, Frankreich: Ein zwei Kilometer langer feinsandiger Strand mit großer Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Geschäften und sonstigen Freizeitanlagen. Red Beach auf Santorini, Griechenland: Rötlich schimmernder Strand, der nur zu Fuß erreichbar ist und dessen SandSchlamm aus dem Meer sogar eine heilende Wirkung haben soll. Banana Beach auf Zakynthos, Griechenland: Auf der Halbinsel von Vassiliko gelegen, erstreckt sich in 11,5 km Entfernung von Zakynthos Stadt kristallklares Wasser und ein feiner Sandstrand mit Wassersportmöglichkeiten. Orient Beach, St. Martin: Einer der berühmtesten und schönsten Strände der Karibik mit dem Club Orient („Club O“) als Hauptattraktion, wo Nacktbaden erlaubt ist. Grand Saline Beach, St. Barthélemy: Obwohl das hüllenlose Sonnenbaden auf dieser paradiesischen Karibikinsel verboten ist, gibt es einen kleinen Abschnitt, wo sich angeblich die schönsten Nudisten der Welt treffen. Haulover Beach in Miami, Florida, USA: Der nördliche Abschnitt des 2,4 km langen Strands ist für Nudisten reserviert und wurde 1948 offiziell zum FKKStrand vom Miami-Dade County ernannt. Little Beach auf Maui, Hawaii, USA: Ein kleiner feiner Strand, der direkt hinter dem Big Beach im Makena State Park gelegen ist und wo jeden Sonntag eine Strand-Party stattfindet. San Onofre State Beach in Orange County, Kalifornien, USA: Ein wunderschöner Strand, der nur zu Fuß und über einen von sechs Wanderwegen erreichbar ist – südlich von Wanderweg 6 gelegen. Samurai Beach in Port Stephens,

Australien: Der Strand, der nur zu Fuß oder mit einem 4WDFahrzeug erreichbar ist, ist Heimat der weltweit einzigartigen NacktOlympiade. Abricó Beach in Rio de Janeiro, Brasilien: Erstreckt sich auf über 1,5 km feinstem Sandstrand und liegt von Bergen umgeben im tropischen Gebiet Grumaris in der Nähe von Recreio dos Bandeirantes. Sandy Bay bei Kapstadt, Südafrika: Inmitten der Zwölf-ApostelBergkette liegt die wunderschöne Sandy Bucht, die mit atemberaubend weißem Sandstrand Heimat für Meerestiere wie Delfine oder Seerobben ist. Harmal Beach in Goa, Indien: Wohl bekannt unter all den langhaarigen Hippies befindet sich der Strand, der von oben eine leicht gebogene Form hat und von Klippen gesäumt wird in Goas Norden.

FKKCampingplätze Zeewolde, Holland: Umgeben von Wäldern, Wiesen und Seen schreit der „Flevo Natuur“ Campingplatz geradezu nach Idylle und erlaubt außerdem gegen einen kleinen Aufpreis das Mitbringen des geliebten Haustiers. Feriendorf Euronat, Frankreich: Inmitten eines Kiefernwaldes an der französischen Atlantikküste liegt das „FKK-Feriendorf Euronat“, das extra für FKK-Freunde angelegt wurde und außerdem ein beheiztes Hallenbad sowie Meerwasserbecken beherbergt. Tar, Kroatien: Auf dem „Naturist Resort Solaris“ können bis zu 4'000 Camper unterkommen, die beim hauseigenen Sportzentrum mit Tennisplatz und

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Orte, an denen FKK verboten ist Während mit dem „The Bunyadi“ (www. thebunyadi.com) in London letztes Jahr das erste NacktRestaurant eröffnete, gibt es Länder, in denen Entblößung des menschlichen Körpers verpönt oder gar verboten ist. Italien: Das Sonnenbaden „oben ohne“ ist prinzipiell erlaubt, FKK an öffentlichen Stränden ist jedoch ausdrücklich verboten.

Swimmingpool ihre hüllenlosen Körper trainieren können. North Vancouver, Kanada: Im Norden von Vancouver gelegen, erstreckt sich der „Van Tan Club“ zwischen grünen Wäldern und noch grüneren Wiesen, wo Nudisten dem stressigen Stadtalltag entkommen können. Le Moule, Guadeloupe: Etwas intimer können Sie sich auf der Karibik-Insel Guadeloupe nackig machen, denn das „Résidence Naturelle“ bietet gerade mal zehn Mietunterkünfte – mit zwei Schwimmbädern, Whirlpool, Massagen, einer Bar und einer Sonnenterasse.

FKKKreuzfahrten Bare Necessities, seit 1992 Vorreiter der FKKKreuzfahrtschiffkultur www.cruisebare.com

(Rekord: Mit 3'000 unbekleideten Passagieren hisste 2013 die 230 Meter lange „Freedom“ der Carnival Cruise Lines die Segel und stach mit 13 Decks, neun Restaurants und 22 Bars in See.) adriagate.com, organisiert KroatienKreuzfahrten für Nudisten mit einer Route vorbei an 1'185 Inseln, Klippen und für FKK-Fans perfekten einsamen Buchten www.adriagate. com/Kroatien-de/ Kreuzfahrten-fkkKroatien

Türkei: FKK ist normalerweise strengstens verboten und nur an manchen Hotelpools erlaubt. Ägypten: Als ein streng muslimisches Land verbietet der nordafrikanische Staat das „oben ohne“- oder FKK-Sonnen strengstens. Spanien: Wer in Barcelona beim Baden oder beim Flanieren durch die Ramblas zu viel Haut zeigt, wird mit einer Geldbuße von 300 Euro bestraft. Korsika: Eigentlich ist „oben ohne“ baden und sonnen in Frankreich erlaubt, nur auf der französischen Insel Korsika müssen Frauen, die ihr Bikinioberteil ablegen, mit einer 150-Euro-Geldstrafe rechnen. Maryland, USA: In Baltimore wird aufgrund eines Gesetzes aus dem Jahr 1898 das Tragen von ärmellosen Hemden in öffentlichen Parks mit einer Geldbuße von zehn Dollar bestraft. Grenada: Auf der Karibikinsel Grenada muss man sich selbst beim Gang zum Strand verhüllen. Wer hier bereits Haut zeigt, kriegt einen Strafzettel von 270 Dollar. Frankreich: Am einst weltberühmten Nacktbadestrand Palm Beach in Cannes darf man heute nicht mehr ohne Badebekleidung schwimmen oder sonnen – Nudisten bezahlen 11 Euro Buße.


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Auf dem Tisch


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Die heißesten Party-Destinationen Ibiza, Prag oder Tel Aviv? Kennen wir. Diesen Sommer rocken wir in Buenos Aires oder Austin und überlassen durchgetanzte Party-Orte den Massen.

Buenos Aires, Argentinien Die Stadt: Bekannt für gutes Barbecue, sexy Tango, heiße Rhythmen und berühmt als Designstadt Südamerikas. Die Party: Ab 3 Uhr nachts dampft die Tanzfläche des Pacha Clubs. Tango ist ein Muss, und wer den Tanz noch nicht beherrscht, lernt im La Catedral (www.lacatedralclub. com) die ersten Schritte. Die Einheimischen starten erst richtig, richtig spät mit der Fete – also am besten schon mal nachmittags ein Nickerchen machen. Der Hangover: Wenn Sie am Abend zuvor zu fest gefeiert haben, dann schauen Sie am nächsten am besten einfach nur zu. Besuchen Sie zum Ausnüchtern eine Tango-Tanzshow, wie beispielsweise bei Madero Tango (www.maderotango.com), oder gönnen Sie sich ein fettiges Steak und eine Cola im Steaks by Luis (www.steakbuenosaires.net).

Oranjestad, Aruba Die Stadt: Die paradiesische Insel Aruba in der Karibik hält ellenlange Traumstrände, türkisblaues Wasser und Sonnenschein 24/7 bereit. Die niederländische Insel liegt im Süden der Karibik und grenzt fast an den südamerikanischen Kontinent. Die Party: Feiern Sie in Arubas Haupstadt Oranjestad bis die Sonne aufgeht und Ihre Füße vom Tanzen schmerzen. Am besten tun Sie das in einer der vielen Strandbars wie in der Nikki Beach Bar, wo Sie gemütlich mit Blick aufs Meer Cocktails schlürfen, bevor sie auf der Tanzfläche den Alkohol wieder rausschwitzen. Oder Sie lassen sich am Electric Festival (www. electricfestival.com) im September von elektrischen Klängen einlullen. Der Hangover: Unternehmen Sie einen Spaziergang am Strand, oder legen Sie sich an den Eagle Beach, einen der schönsten Strände Arubas.

Montego Bay, Jamaika Die Stadt: Die Heimat von Bob Marley, Rastas und Reggae hat mehr zu bieten als schöne Strände. Die Party: Das absolute Must: 68

das Reggae Sumfest (www. reggaesumfest.com), das jedes Jahr im Juli stattfindet. Der Hangover: Schlendern Sie an Ihrem ruhigen Tag doch einfach durchs BobMarley-Museum und lernen Sie etwas über die größte Legende der Insel. Oder schwimmen Sie in der Dolphin Cove (www.dolphincoveja.com) mit Delfinen – die sollen ja angeblich eine heilende Wirkung haben.

Austin, Texas, USA Die Stadt: Mehr Amerika geht nicht. Alles ist gross – Parks, Burger und Partys. Die Party: Nichts geht in Austin über Live-Musik. Die ganze Nacht strömen aus den Bars schöne Stimmen und mitreissende Klänge. TopAdressen sind der Jazz-Club Elephant Room (www.elephantroom.com), der Blues-Club Victory Grill (www. atxhistoricvictorygrill.org) und der Rock-Club Beerland (www. beerlandtexas.com). Der Hangover: Auszeit vom stressigen Stadtleben? Holen Sie sich im Woodhouse Spa (www.austin. woodhousespas.com)!

Ho Chi Minh City, Vietnam Die Stadt: Vietnams pulsierendste und gleichzeitig größte Stadt sprüht geradezu vor Energie. Die Party: Bewahren Sie den Überblick auf der Chill Skybar (www.chillsaigon.com) , oder tanzen Sie bis spät in die Nacht hinein im dunkel-düsteren Apocalypse Now (www.apocalypsesaigon.com). Der Hangover: Nach einem Tag auf dem Mekong ist selbst der hartnäckigste Kater verflogen.

Si Phan Don, Laos Die Stadt: Einst Vang Vieng genannt, ist Si Phan Don heute auch als „4000 Islands“ berühmt

und mittlerweile zu einem beliebten Stopp entlang der Laos-KambodschaGrenze für Backpackers geworden. Die Party: Im Süden des Landes trifft man sich zu einem Bier in einer gemütlichen Hängematte oder in einem sogenannten Tube-Ring auf dem Fluss. Partylustige steigen im Don Det Hostel ab, berühmt für sein Fluss-„Tubing“. Der Hangover: Sobald Sie genug von Party haben, wechseln Sie am besten Ihre Location und steigen im Don Khon ab. Hier erwarten Sie pure Erholung und unzählige Wasserfälle in unmittelbarer Umgebung.

Koh Rong, Kambodscha Die Stadt: Koh Rong liegt im Süden Kambodschas und hat im Vergleich zu Thailands Party-Hochburg Koh Phangan sein Flair noch nicht verloren. Die Party: Auf der Insel trifft man sich in heruntergekommenen und renovierungsbedürftigen Strandbars wie Island Boys, Bong’s oder Sky Bar – wo man günstiges Bier bekommt. Der Hangover: Entspannen am berühmten Long Beach bei Sok San, und die Welt ist wieder in Ordnung.

Beirut, Libanon Die Stadt: Libanons Hauptstadt liegt am Mittelmeer und bietet für jeden was. Feinschmecker, Partylustige und Kulturreisende kommen hier alle auf ihre Kosten. Die Party: Was das Berghain für Berlin ist, ist der Nachtklub B018 (www.facebook.com/B018Beirut) für Beirut. Einen Ausflug in Beiruts wohl bekanntestem Partyziel ist fast schon zu klischeehaft, aber egal – denn missen sollte man diesen Underground-Spot auf keinen Fall. Der Hangover: Auskurieren kann man sich in einem der unzähligen Museenwie dem Sursock-Museum (www.sursock.museum) oder beim Lunch im T-Marbouta (www.tmarbouta.com), das zu den besten Restaurants Beiruts zählt.

Belgrad, Serbien Die Stadt: Der Osten weiß, wie man Party macht – so lautet der Mythos. In


Serbiens Hauptstadt können Sie sich selbst überzeugen, denn Belgrad lädt mit 7'120'666 Einwohnern und vielfältiger Partyszene zum Nächte durchtanzen ein. Die Party: Beginnen Sie den Abend langsam in einer der vielen Bars entlang der Strahinjica Bana in der Altstadt, um anschließend, wenn Sie genug serbisches Bier intus haben, das Tanzbein im Mr. Stefan Braun (www.mrstefanbraun. rs) zu schwingen. Auf keinen Fall verpassen: den ehemaligen Schlachthof Drugstore (www. facebook.com/drugstore.beograd), der heute ein Club und der beliebtesten Partyattraktionen Belgrad ist. Der Hangover: Im Sommer wartet die Insel Ada Ciganlija auf Sie. Dort können Sie in aller Ruhe ausspannen und sich von der durchzechten Partynacht erholen. Baden, Sonnen, Live-Musik lauschen, und die milde Briese genießen.

Pag, Kroatien Die Stadt: Die kroatische Insel an der Adria-Küste bietet alles was das Urlauberherz höher schlagen lässt: Meer, Strand, gutes Essen, gemütliches Flair, Shopping und Party, Party, Party! Die Party: Der Zrce Beach befindet sich unmittelbar von der zweitgrößten Inselstadt Novalja entfernt und ist berühmt berüchtigt für seine großen Festivals und ausgelassenen Partys. Im Juli sollten Sie auf keinen Fall das Break Out Festival (www.breakout-festival.de) verpassen. Wenn Sie müde von Strandpartys und Beachclubbing sind, dann machen Sie einfach einen Abstecher in Pags zweitgrößte Stadt und tauchen in Nachtklubs wie dem Aquarius (www.aquarius.hr) oder dem Cocomo (www.cocomo.hr) unter. Der Hangover: Inselfeeling pur! Die frische Meeresluft und das kühle Nass wirken magisch gegen einen Kater. Wenn sich Ihre Übelkeit noch in Grenzen hält, machen Sie einen Segeltrip, ansonsten einfach das türkisblaue Wasser und die einladenden Sandstrände der Insel genießen.

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Der Schweizer Seriös bis zur Unsichtbarkeit Der Schweizer ist so seriös und um Unauffälligkeit bemüht, dass man ihn gar nicht bemerkt – im Ausland nicht und im Inland meistens auch nicht. Das liegt möglicherweise auch daran, dass er im europäischen Maßstab ohnehin eher selten ist und zu Hause recht zurückgezogen in höheren Gebirgslagen lebt. Der Einfachheit halber hat er sein Land weitestgehend untertunnelt, damit der Fremde schnell vorankommt, auf dem Weg nach Frankreich oder Italien zügig wieder raus ist aus seiner Schweiz und nicht weiter stört. Verlässt man die Tunnelautobahn aus Neugierde oder weil man es gruselig findet, Abermillionen Tonnen Sankt Gotthard über dem Kopf zu haben, sieht man den zurückgezogenen Einheimischen plötzlich am Wegesrand an riesigen Alphörnern herumhantieren. Geht es ihm gerade gut, dann pustet er in so ein Geschütz hinein. Er tutet sozusagen einen Moment lang auf alle Seriosität, denn von pfeifen kann bei diesen Apparaten keine Rede sein. Die Magenwände aller Umstehenden vibrieren für ein paar Momente tieftönig, ein paar Japaner applaudieren begeistert, und der Schweizer freut sich. Er hat mal etwas gewagt, ist lautstark aus der Deckung gekommen – um sich sicherheitshalber gleich danach wieder hinter eine schiefe Holzhütte zu verziehen, auf deren Dach er seine Mineraliensammlung wie zufällig drapiert hat. Das Gewicht soll angeblich verhindern, dass der Wind die Hütte einfach mitnimmt. Oder dass sich die Decke womöglich hebt, weil im Winter nicht gelüftet wird. Da hat der Vorvater des Schweizers offenbar schlechte Erfahrungen gemacht. Im Sommer kraxelt der Eidgenosse mit seinen Kühen und Ziegen ziemlich hoch hinauf, damit sie besonders saftiges Bergwiesengras fressen können und später selber besser schmecken, was er den Tieren natürlich verheimlicht. Ist er erst mal da oben, gammelt er den ganzen Tag auf einer Holzbank vor der Hütte herum, lässt sich den Bart wachsen und gilt bald als Almöhi. Im Winter lebt er weiter unten, ist geselliger und wird trotzdem merkwürdigerweise nie Talöhi genannt. Dass alle Schweizer entweder Heidi oder Peter heißen, stimmt übrigens nicht. Manche heißen sehr lustig: Vroni zum Beispiel oder Ruedi. Ist der Schweizer gut drauf, dann tunkt er all seine Mahlzeiten in einen großen Topf mit heißem Käse, dreht und wendet jeden Bissen ein paar Mal, zieht damit gelbe Fäden über den halben Tisch und schluckt die Beute hinunter. Ist ihm langweilig, bastelt er Uhren, die extrem genau gehen und sehr teuer sind. Früher fiel das noch stärker auf, denn damals gab es als Kontrast in der Schweiz auch Dinge, die billig waren. Inzwischen ist alles teuer, weil der Schweizer reich ist und jeder findet, dass der jeweils andere sein vieles Geld auch auszugeben gezwungen werden sollte. Dem Fremden bleibt da zum Beispiel in Zürich gelegentlich das SchokoKüchli im Hals stecken, wenn die Kellnerin die Rechnung anschleppt und es auf den ersten Blick so aussieht, als ob der Gast das Café in Top-Lage für mehrere Tage komplett angemietet habe und nun dafür bezahlen solle. Gleichzeitig hat der Schweizer Humor. Ist eine seiner Edel-Uhren trotz aller Bastelarbeit und ein paar Hundert sich gegenseitig kontrollierender Zahnräder unter dem Glasdeckel mal stehen geblieben, nimmt er diesen technischen Super-Gau mit einem Scherz: „Daas maacht nijchts“, sagt er, „äs iist die teuerrste, abrr zweijmaol am Taog geht zie trrotzdem rrijchtik.“ Der Schweizer geht übrigens nie einfach so über die Straße, sondern sucht sich für ein derart frivoles Unterfangen immer eine sichere Ampelkreuzung und wartet brav auf Grün: „Oalles oandere iiist uhngesäätzlichhh“, sagt er. Oder: „Doas iiist soo voargeschrieebnn.“ Anders als im Klischee balanciert kein Schweizer seinen Apfel auf dem Kopf, und kein Zweiter versucht tollkühn, einen Pfeil mitten durchs Obst zu jagen. Beides würde zu sehr auffallen, wahrscheinlich ungesetzlich und ganz sicher nicht seriös sein. Zudem hat der Schweizer immer ein bisschen Angst, irgendwelche Nachbarn könnten auf ihn herabschauen, weil sein Land so klein oder so uneben ist oder weil es nicht zur EU gehört oder warum auch immer. Es versetzt ihn in ungläubiges Staunen, wenn jemand sein Land wunderschön findet. Und er merkt gar nicht, dass andere ihn insgeheim bewundern und ihrerseits einen kleinen Komplex vorm Schweizer haben, weil er so organisiert und so erfolgreich und so vollbeschäftigt und so gut bezahlt ist. Und natürlich, weil er rein topografisch oben wohnt. Da bleibt einem gar nichts anderes, als zu ihm aufzuschauen. F A C E S

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Ängste überwinden Die verrücktesten Abenteuer der Welt Es ist Zeit, Schweiß und Tränen hinter sich zu lassen und endlich ins kalte Wasser zu springen. Hin zum großen Weißen zum Beispiel oder zum gemeinsamen Planschen mit Piranhas. Welche Angst Sie auch immer fesselt, überwinden Sie sie endlich.

1. „Canyon Swing“: Sprung von der höchsten Klippe der Welt, Queenstown/ Neuseeland Größer, höher und extremer: Die auf einer 109 Meter hohen Klippe errichtete Plattform bietet über 70 verschiedene Sprünge an, das Seil schwingt einen dann rund 200 Meter runter ins Tal! Der Spaß kostet rund 229 Dollar. 2. Schwimmen mit dem großen Weißen, Südafrika Der Fleck bei Kapstadt und Mossel Bay bietet den perfekten Platz, um mit den Weißen Haien zu schwimmen. 3. Radfahren auf der „Death Road“, Bolivien Wer sich für dieses Vorhaben Mut machen will, sollte es lassen, sich die Erfahrungsberichte auf YouTube anzuschauen. Steiler bergab geht’s nicht. Schwimmen mit Piranhas, Brasilien Hier sind nicht unbedingt die Piranhas das Furchterregendste. Sondern eben auch das trübe Wasser, in dem sich die Fleischfresser tummeln.

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3 4. Full Moon Party und Feuer-Limbo, Koh Phangan Neben richtig viel Rauschgift wartet auf der wohl bekanntesten Party-Insel ein „FeuerLimbo“. Wer traut sich? 5. Skywalk 360, Neuseeland Dieser Adrenalinkick kostet den Besucher rund 60 Euro. Es ist ja nur ein Spaziergang auf einem 328 Meter hohen Gebäude. Mit Sicherungsgurt, ohne Geländer, aber dafür mit ordentlich Nervenkitzel. 6. Mit der Zip-Line durch den Nebelwald, Costa Rica Wahrscheinlich gibt es so viele Anbieter wie auch Zip-Lines, die durch den Nebelwald gespannt sind. Je nach Abenteuerlust können Touristen den Dschungel auf kilometerlangen Zip-Lines in ca. 60 bis 70 Metern Höhe überfliegen. Bären-Fotosafari, Alaska Auf der Jagd nach Bären – aber nur mit

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dem Fotoapparat! Neben dem Fotografieren der Wildtiere steht auch ein abenteuerreicher Flug zu den berühmten Brooks Falls an. Die ganze Tour zieht sich über 14 Tage. 7. Reise mit dem Frachtschiff Nicht neben Menschen, sondern zwischen Tonnen von Frachtcontainern lässt es sich doch auch mal Reisen! Ja, Frachtschiffreisen gibt es! Ein bisschen mehr Zeit muss man bei diesem Trip schon einplanen, aber das Abenteuer ist hier garantiert. 8. Heliskiing, Kanada und Island Bei diesem Erlebnis gibt es gleich mehrere Adrenalinschübe.

Helikopterfliegen, krasse Abfahrten im metertiefen Schnee und schwindelnde Höhe sind nur was für Hartgesonnte. Hier empfehlen wir Orte wie Kanada oder Island. 9. Mit dem Eisbrecher durch die Arktis Weg von den TouriAngeboten und rein ins Abenteuer, hier ist Umdenken gefragt! Per Eisbrecher geht es von Murmansk, Russland bis hoch zum Nordpol in rund zwölf Tagen.

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Glacier Express, Schweiz Die Fahrt quer durch die südlichen Alpen bringt Sie von Zermatt nach St. Moritz – über 291 Brücken und durch 91 Tunnels. Der Glacier Express zeigt Ihnen die schönsten Seiten der Schweiz. Dauer: ca. acht Stunden (Zermatt-St. Moritz) Preis: ab 141 Euro für die 2. Klasse oder 248.– für die 1. Klasse www.glacierexpress.ch

Aufs Benzin verzichten Die schönsten Zugreisen Während andere auf den Straßen im Stau stehen, tuckern wir bequem mit dem Zug von Land zu Land. Das ist legitimiertes Nichtstun vom Feinsten. Und wo die Landschaften am schönsten und die Waggons am eindrücklichsten sind, wissen wir genau.

Via Rail, Kanada Einmal quer durch Kanada mit der Via Rail Company: Lassen Sie sich vom Panoramazug von Vancouver nach Québec bringen. Vorbei an unberührter Natur und quer durch die Weiten des beeindruckenden Kanadas. Wahlweise können Sie bis in die USA reisen – beispielsweise nach Boston, Chicago oder New York. Dauer: ca. 3 d 22 h 24 min (Vancouver-Quèbec) Preis: ab 321 Euro für die 2. Klasse www.viarail.ca Belmond Andean Exlporer, Peru Von Cusco geht’s über die Anden in Richtung Titicaca-See und nach Arequipa. Der luxuriöse Zug fährt seit diesem Jahr, zur Auswahl stehen Doppelbett- und Suiteabteile. So oder so, bei dieser Landschaft spielt das eigentlich keine Rolle. Dauer: ca. zwei Tage und zwei Nächte (Arequipa-TiticacaseeCusco) Preis: ab 1'281 Euro www.belmond.com/ de/belmond-andeanexplorer Transsibirische Eisenbahn, Russland Den größten Staat der Welt auf dem Landweg erkunden? Das geht am besten mit der Transsibirischen Eisenbahn. Bringen Sie genügend Zeit mit, denn mit dem „Transsib“ bereisen Sie mit einem einzigen Zug zwei Kontinente. Reisen Sie von Moskau nach Peking, oder machen F A C E S

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Sie einen Abstecher nach Sibirien – mit über 9'000 km die größte Zugstrecke der Welt, bringt Sie die „Transsib“ in alle Ecken Russlands. Dauer: ca. 4 d 11 h 45 min (Moskau-Ulaanbaatar-Peking) Preis: ab 830 Euro für 4-Bett-Abteil und 1'335 Euro für 2-Bett-Abteil über Mongolei www.transsiberianexpress.net Expo Rail, Sri Lanka Ein Inselparadies wartet auf Sie: Fahren Sie mit der Expo Rail Gesellschaft von Kandy nach Ella, und genießen Sie die faszinierende Tropenlandschaft Sri Lankas. Die Strecke wird als eine der schönsten ganz Asiens gehandelt und führt an Teeplantagen oder Wasserfällen vorbei. Dauer: ca. sieben Stunden (Kandy-Ella) Preis: ab 12 Euro für die 1. Klasse www.exporail.lk HyperDia, Japan Japan bietet unterschiedliche Bahngesellschaften wie beispielsweise die HyperDia, die die abgelegensten Orte des Inselstaates ansteuert. Reisen Sie von Tokyo über das UNESCO-Weltnaturerbe Shirakami Sanchi, bis in den Norden bei Aomori. Die Strecke führt durch grünste Natur, pulsierende Städte oder verlassene Küstenregionen. Dauer: ca. elf Stunden (Tokyo-Akita-Aomori) Preis: ab 150 Euro www.hyperdia.com Gokteik-Viadukt, Myanmar Von Pyin Oo Lwin nach Hsipaw führt die schönste Zugreise Myanmars. Das Highlight: die GokteikViadukt, eine 250 m hohe und 689 m lange Brücke, die sich seit 1899 über eine tiefe Schlucht erstreckt. Die spektakuläre Fahrt führt durch tropische Landschaften und verspricht puren Nervenkitzel. Dauer: ca. sechs Stunden (Pyin U LwinHsipaw) Preis: ab 5 Euro für die 2. Klasse und 7 Euro für die 1. Klasse www.go-myanmar.com

San Francisco – New York, USA Diese Zugreise führt Sie 5'500 km durch die USA: Rund vier Tage dauert es, um einmal mit dem Zug von der West- zur Ostküste zu gelangen. Die Strecke von San Francisco nach New York wird als die schönste Nordamerikas gehandelt. Der California Zephyr bringt Sie quer durch die Rocky Mountains, vorbei an der Sierra Nevada, und das zu einem Preis von ungefähr 200 Euro. Es ist ein Roadtrip der anderen Art, verlangt jedoch einiges ab, denn für diesen Spotpreis bekommen Sie nur einen gewöhnlichen Sitzplatz – für einen Schlafwagen müssen sie mit bis zu 1'000 Euro rechnen. Dauer: ca. vier Tage (San Francisco-New York) Preis: ab 190 Euro www.amtrak.com/home Venice SimplonOrient-Express Die neue Version des Orient-Express’ verspricht ein unvergessliches Erlebnis in den restaurierten OriginalWaggons einer Legende. Reisen Sie von London über Paris nach Venedig, oder steuern Sie weitere Ziele wie Berlin, Rom, Wien oder Istanbul an, und lassen Sie sich auf einer Zeitreise in die Roaring Twenties entführen. Dauer: ca. zwei Tage (London-Paris-Venedig) Preis: ab 879 Euro www.railtour.ch/Belmond-Venice-SimplonOrient-Express/ Rovos Linie, Afrika Rovos macht’s möglich: von Tansania über die Victoriafälle bis nach Kapstadt. 1989 gegründet, bietet die private Bahnlinie Luxus-Zugreisen an. Der Drei-Tages-Trip kostet in der untersten Klasse umgerechnet rund 1'200 Euro. Für solche, die sich gerne Zeit lassen wollen, gibt es gänzlich organisierte Luxusreisen mit Stopps und einigen Übernachtungen in Hotels inklusive. Dauer: ca. 15 Tage Preis: ab 14'680 Euro für eine Deluxe Suite www.rovos.com


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Campen!

Die teuersten Campingpl채tze

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Camping oder Luxusurlaub? Von wegen entweder oder, l채ngst gibt es Campingpl채tze, die hochbesternte Resorts in Luxus und Komfort 체bertreffen. Halten Sie sich an uns, wir kennen uns aus.


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Whitepod, Schweiz Die sogenannten „Pods“ im Wallis sind besonders ökologisch errichtet worden. Gäste können hier Alpenluxusluft im Sommer sowie im Winter schnuppern. Preis: 650 Euro pro Übernachtung zu zweit


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Chiawa Camp, Sambia

Das Chiawa Camp in Sambia verfügt über drei verschiedene Zelt-Kategorien und ist in Sachen Luxus ein absoluter Überflieger. Ein großes Bett sowie Innen- und Außenduschen befinden sich hier inmitten des afrikanischen Parks direkt am Zamezi-Fluss. Preis: 1'210 Euro pro Übernachtung zu zweit

Four Season Tented Camp Golden Triangle, Thailand Dieses Camp gehört der Hotelkette „Four Season“ an und bietet in rund 15 Zelten puren All-Inclusive-Luxus an. Preis: 2'380 Euro pro Person pro Übernachtung

Aman I-Khas, Indien

Im indischen Nationalpark finden sich zehn luxuriöse Zelte, die jeweils in Schlaf-, Bade- und Wohnzimmer unterteilt sind. Tagsüber geht’s mit einem eigenen Guide ab auf Tiger-Safari. Preis: 1'200 Euro pro Übernachtung zu zweit

Clayoquot Wilderness Resort, Kanada

Hier ist schon die Anreise spektakulär, denn die Insel liegt in der Nähe von Tofino und kann nur per Boot oder Hubschrauber erreicht werden. Mitten in der Wildnis befindet sich dieser Campingplatz mit Sterne-Küche und eigenem Spa. Preis: 1'779 Euro pro Übernachtung zu zweit

Dunton River Camp, USA

Luxus in der Natur bieten auch die Zelte in den Bergen von Colorado. Der Platz ist mit großen Betten, Badezimmer und einem eigenen Ofen ausgestattet, außerdem gehören zum Arrangement zwei Mountainbikes, um die Natur zu erkunden. Preis: 1'300 Euro pro Übernachtung zu zweit

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Amanwana Resort, Indonesien

Dieses Luxuscamp befindet sich am Rande der Zivilisation auf der Moyo Island in Indonesien und ist mit 20 Luxus-Zelten ausgerüstet. Als Gast wird man mit Spa-Behandlungen und leckeren Speisen verwöhnt. Preis: 770 Euro pro Übernachtung zu zweit

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Die besten Camping-Meals

Der Franzose Ein Leben unter der Baskenmütze

Der deutsche Sternekoch Markus Sämmer zeigt, wie man beim Campen, Backpacken oder einfach bei Outdooraktivitäten schnell und verdammt gut kocht. In einen Kochtopf passen rund 120 Rezepte fürs stärkende Frühstück, den schnellen Lunch oder ein leichtes Abendessen.

Der Franzose ist gemeinhin glücklich, wenn er ein paar Blechkugeln mit sich herumschleppen kann, und noch glücklicher, wenn er irgendwo unter irgendwelchen Platanen einen planierten Sandkasten findet, wo er diese Kugeln ganz nach Stimmung schwungvoll werfen oder melancholisch kullern lassen kann. Diesen stillen Spaß nennt er „Boule“ und liebt ihn sehr. Die Regeln kennt normalerweise im Ausland kaum einer, und auch im Inland sind sie eigentlich egal. Hauptsache herumstehen, Kugel trollern, den Glitzerbällchen versonnen hinterhergucken und es sich gut gehen lassen. Das ist so eine Art Billard ohne Queue und ohne Löcher in der Bande. Zur Belohnung gibt es hinterher einen Pastis und manchmal gleich noch einen. Das ist ein Schnaps, der fies riecht und ungefähr so schmeckt. Ist der Franzose schon älter, verbringt er seine Ruhestandsjahre übrigens bevorzugt unter einer Basken„The Great Outdoors“, Markus Sämmer, mütze – und spielt noch lieber Boule. Der Franzose singt, wann immer er etwas sagt, und viele Neuer Umschau Buchverlag, ca. 48.– Silben und Worte dieses Dauer-Songs mit endlosen Textvariationen lässt er durch die Nase raus. Diesen Gesang nennt er „Französisch“. Es klingt stets heiter und melodisch. Auf Französisch TURBO-CARBONARA MIT AVOCADO zu pöbeln, funktioniert daher nicht. Selbst mit bösem Ton klänge der Singsang wie ein nicht ganz ernst gemeinter Operettenschwank. Das ist sympathisch. Weil der Franzose weltoffen ist, Dieses Rezept geht wirklich superschnell, liefert eine duldet er, dass Ausländer sich in ihrer Muttersprache unterhalten. Gleichzeitig muss er es als Menge gesunde Energie – unverhohlenen Akt der Aggression und den Gipfel der Ignoranz werten, innerhalb der eigeund schmeckt noch dazu immer nen Grenzen anders als auf Französisch angesprochen zu werden. Riskiert das der unbedarfte und jedem! Zugereiste doch mal, zuckt der Franzose zum Schein zusammen, macht einen kurzen z-förmi250 g Spaghetti (z.B. helle gen Ruck mit dem Hals und intoniert ein höchst verwundertes „Pardon???“. Meist wiederholt er Dinkel- oder Kamut-Spaghetti) es noch mal, als handele es sich um einen aus dem Kontext gerissenen Refrain. Sollte er auf den 1-2 Portionen Avocado-Dip (Rezept Seite 87) Affront antworten, dann natürlich auf Französisch. Nur höchst selten ringt er sich dazu durch, mit Knoblauch und Tomate es auf Englisch oder sogar in einer noch viel verwegeneren Fremdsprache zu tun. Dummerweise klingt all das trotzdem wie Französisch und wird deshalb meistens nicht verstanden. Am Die Nudeln in Salzwasser al dente kochen, beim Abgießen Ende macht es nicht viel, denn generell lächelt der Franzose gerne und ist recht charmant. Ist ein paar Esslöffel Wasser man sich irgendwie sympathisch, holt er sowieso erst mal schnell einen Pastis. Den kann man im Topf lassen und den Dip hineinrühren. Bei Bedarf mit auch ohne Worte trinken. Überhaupt ist dieser Franzose ein Feinschmecker, der sogar alles Salz und Pfeffer abschmecken Mögliche isst, was gar nicht so fein schmeckt. Seit er es tut, essen es plötzlich auch alle andeund nach Belieben noch ren. Ob gedünstete Drüsen vom Kalb, Innereien von Enten oder Glibber zwischen zwei Schageriebenen Parmesan und gehackte Petersilie zugeben. len, die er von Pfählen im Atlantik pult und mit ein paar Tropfen Zitronensaft beträufelt. Wenn Die Spaghetti wieder in den er es vormacht, finden es plötzlich auch alle anderen lecker und sind bereit, viel Geld dafür zu Topf geben mit der Sauce zahlen. Spötter sagen, der Franzose esse absolut alles, was Beine hat – außer Tische und Stühle. vermengen und servieren. Ganz schlüssig ist das nicht, denn er isst ja auch, was gar keine hat. Das geht bis zum Hausputz VIER-MINUTEN-TEE-EIER bei Kollegin Weinbergschnecke, die er wahrscheinlich unter dem Vorwand einer Wellnessbehandlung in ein Kräuterbutterbad lockt und es kurzerhand aufkocht. Unvergessen ist auch 2-4 Eier 2 große Tassen kaltes Wasser der geniale Coup französischer Restaurantbesitzer, plötzlich gehörig an den teuren Zutaten zu 2 Teebeutel sparen, nur noch Miniportionen zu servieren, denselben Preis dafür zu berechnen, das Ganze als „très chic“ und ziemlich gourmetmäßig zu promoten und mit der Masche sogar durchzuDie Eier anpicken und in einen Topf mit dem kalten Wasser kommen. Interessant ist zudem der Einfluss der Küche auf die Architektur. So mussten Gassen legen, den Deckel aufsetzen und jahrhundertelang mindestens so breit sein, dass man mit einem quer vor dem Bauch gehaltedas Wasser einmal aufkochen. nen Baguette hindurchpasste, ohne mit den Enden ans Mauerwerk zu schrammen und zu krüSofort den Kocher ausschalten, die Teebeutel ins Wasser hängen meln. In südfranzösischen Festungsdörfern lässt sich das noch heute überprüfen. Als nette und ab jetzt 4 Minuten stoppen. Geste gegenüber der heimischen Industrie fährt der Franzose sogar traditionell einheimische Eier und Teebeutel nach 4 Autos, was im Ausland als patriotisch motivierter Vertrauensbeweis bewertet wird, den MachMinuten aus dem Topf nehmen. werken über eine lange Zeit hinweg aber trotzdem maximale Exportchancen in ehemalige KoloTee und perfekt wachsweiche nien eröffnet hat. Heute ist das anders. Seit Louis de Funès immer seltener in klapperigen Autos Frühstückseier heiß genießen. kabarettistischer Formgebung als Wiederholung über Fernsehschirme flimmert und die HerstelSpart Zeit, Gas und Wasser! ler das Design über die Jahre ein bisschen justiert haben, verkaufen sich die Autos des Franzosen plötzlich auch anderswo – dennoch nirgends so gut wie zu Hause, wo sie das Straßenbild mit großem Abstand dominieren. Das hat auch praktische Gründe: In Helge Sobik, „Urlaubslandsleute Paris oder Lyon, wo es auf gesetzlosen Stadtringautobahnen ständig Blechschä...jede Menge den gibt, ist die Karre schneller repariert, wenn man sich der Ersatzteil-LieVorurteile für ferzeiten wegen stillschweigend auf einen oder zwei weit verbreitete Hersteldie Reise“ und ler einigt. Muss man doch mal etwas länger auf die neue Beifahrertür ohne Beule „Urlaubslandsleute warten, gibt es übrigens zur Beruhigung erst mal einen Pastis – oder man greift 2 ...noch mehr sich einen Satz Blechkugeln und schleudert sie unter die Platane. Das entspannt. Vorurteile für die Reise“, Münster Solibro Verlag, 128 Seiten, je ca. 8.–

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Die gefährlichsten Flughäfen der Welt

Happy Landing? Naja, kommt ganz auf den Piloten an. Bei folgenden Flughäfen sind nämlich extra Skills gefragt!

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Flugplatz Courchevel, Frankreich Dieser Landeplatz in Courchevel, Frankreich diente schon zwei JamesBond-Streifen als Kulisse. Er liegt in rund 2'000 Metern Höhe und verfügt über eine extrem kurze Landebahn. Action pur!


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Gustaf III Airport, St. Barth, Karibik

In der Karibik liegt der nicht Princess Juliana allzu gut positionierte International Flughafen Airport, Gustaf III St. Maarten/Karibik Airport auf St. Wenige Meter vor Malé InternaBarth zwischen der Landebahn tional Airport, zahlreichen Bergen befindet sich hier Insel Hulhulé/ und dem Meer. der Badestrand Malediven Funchal Airport, Auch hier müssen „Maho Beach“. Der auf einer wir auf ein gutes Das Flugzeug Madeira/Portugal künstlichen Flugpersonal fliegt somit nur Dieser Flugplatz in Insel errichtete in etwa zehn bis Portugal fordert von hoffen, denn die Flughafen liegt ca. 20 Metern Höhe den startenden und Landebahn ist zwei Kilometer von gerade mal 640 über die Köpfe von landenden Piloten der Hauptstadt Malé Meter lang. Strandgästen. eine spezielle entfernt. Wenn Ausbildung. Da die hier die Piloten Startbahn an einer Ioannis nicht ihr ganzes Klippe mündet, Kapodistrias Können beweisen, müssen hier nicht Flughafen, landet die Maschine nur Fallwinde Korfu/Griechenland mitten im Indischen ausgeglichen, Ozean. Zwischen zwei sondern auch Hügeln, der Meenoch eine scharfe resbucht und dem Rechtskurve See Halikiopoulou Flughafen São geflogen werden. liegt der Flughafen Paulo-Congonhas, Seit dem Jahr 2000 in Korfu. wurden der Strecke Brasilien Eine Hauptstraße Als der Flugplatz in 996 Meter angefügt. am Ende der Dieser Ausbau São Paulo 1936 Flugpiste rundet kostete rund 520 errichtet wurde, den Wahnsinn noch Millionen Euro. war dieser noch ab, die nur durch nicht von Häusern eine simple Ampel umgeben. Heute geregelt wird. beschweren sich Anwohner über Tenzing-Hillary den Fluglärm Airport Lukla, und Piloten über Sicherheitsmängel. Nepal Deshalb werden Destination: nur noch InlandsMount Everest flüge operiert, für Hier führt kein den internationalen anderer Flughafen Hauptverkehr wird am Abenteuer seit 1985 der zweite vorbei. Es herrscht Flughafen in São dichter Verkehr, Paulo verwendet. denn Start- und Landebahn sind hier eins. Auf dem 527 Meter langen Rollfeld starten die Flugzeuge im Abstand von nur wenigen Minuten nacheinander.

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Juancho E. Yrausquin Airport, Saba/Karibik 1959 legt der spätere Bürgermeister von St. Barth, Rémy de Haenen, auf einer provisorischen Piste eine meisterhafte Landung eines Kleinflugzeuges hin – für die Inselbewohner Grund genug, die Insel als Flughafen zu verwenden. 400 Tonnen Teer reichen offensichtlich aus, um aus einem Krümel Erde einen Flughafen zu basteln.


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Luft schnappen

Die spektakulärsten UnterwasserOrte der Welt Unter Wasser sieht die Welt ganz anders aus. Schnappen Sie sich Schnorchel und Taucherbrille, und entdecken Sie die coolsten Orte unter dem Meeresspiegel.

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Auf der vorigen Seite: Unterwasser Skulptur „Christus der Abgründe“, Florida/USA Hier steht seit 1961 die wohl berühmteste UnterwasserTouristenattraktion in Florida in ungefähr acht Metern Tiefe: eine drei Meter große Bronzestatue Christ of the Abyss (Christus der Abgründe). 1.+2. UnterwasserMuseum, Cancun/ Mexiko Acht Meter unter dem Meeresspiegel errichtete der britische Künstler Jason deCaires Taylor einen unvergleichbaren Skulpturenpark. Seine Begründung: „Da wir alle aus dem Meer stammen, glaube ich, dass die Menschen den Wunsch und die Faszination haben dorthin zurück zu kehren.“ Zugleich sollen die rund 400 lebensgroßen Figuren, die sich über 400 Quadratmeter erstrecken, neue Riffe bilden und somit den Meeresbewohnern einen neuen Lebensraum schenken.

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3. Unterwasserpark im Grünen See, Österreich Im Herbst ein wunderschöner Park und im Frühsommer ein zehn Meter tiefer und eiskalter mit Schneeschmelze gefüllter See: der Grüne See in der österreichischen Steiermark. Das Tauchen, Schwimmen oder auch Bootfahren ist seit 2016 verboten. Der Tourismusverband will damit das Aufwirbeln von Sedimenten verhindern.

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Unterwasser-Postamt, Vanuatu Das Taucherparadies Vanuatu im Südpazifik ist mit einem UnterwasserPostamt ausgerüstet. Von hier aus schicken Taucher und Schnorchler ihren Daheimgebliebenen seit dem Jahr 2003 Urlaubsgrüße.


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4. Niyama Private Islands, Subsix Unterwasser Restaurant, Malediven Diese Restaurantgäste blicken 500 Meter vom Festland entfernt durch bodentiefe Fensterfronten auf Fischschwärme und bunte Korallen. Die LuxusLocation wird oft für ein romantisches Essen oder Party-Nächte gebucht.

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5. Chuuk Lagune, Japan Die „Operation Hailstone“ im Zweiten Weltkrieg brachte zahlreiche Schiffe, Flugzeuge, dutzende LKWs und Panzer der japanischen Marine zum Sinken. Die Geisterflotte in nur ca. 20 Metern Tiefe ist ein unheimliches Schauspiel für Wracktaucher. 6. UnterwasserAutowracks in Vaersenbaai, Curacao Auch bei diesem Projekt steht der Aufbau eines Korallenriffs im Vordergrund. Dafür wurden AutowrackOldtimer und Trucks aus den 1940er- bis 1950er Jahren in die Tiefe von 18 bis 40 Metern vor der Küste der Karibikinsel Curacao gelegt. 7. Shanghai Ocean Aquarium, China Das größte Aquarium in Asien erstreckt sich über 155 Meter und gehört somit auch zum längsten zu Fuß begehbaren Unterwasser-Tunnel der Welt. Das Aquarium führt durch den offenen Ozean und ist die Heimat von mehr als 10'000 Meeresbewohnern. Für einen etwas größeren Adrenalinkick können Besucher per Terminabsprache mit Haien tauchen. 8. Fathom Five National Marine Park, Kanada Der MeeresNationalpark im kanadischen Ontario zieht sich über eine Fläche von 130 Quadratkilometern und zeigt unter dem Meeresspiegel historische Schiffwracks.

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Alle Stempel im Pass zählen

Die wertvollsten R e i sepässe der W elt Nicht unbedingt im Wert, sondern in ihren Konditionen sind diese Reisepässe richtig viel Wert. Welche Nationen ohne viel Aufwand verreisen können, zeigen wir hier.

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Deutschland Konditionen: Einreise in 158 Länder ohne Visum

LGBTI: die besten Reiseziele für Schwule und Lesben Für Diskriminierung haben wir kein Verständnis. Ob homo-, bi-, transoder intersexuell – Hauptsache, wir haben gemeinsam eine gute Zeit! Der Spartacus Gay Travel Index des schwulen Reisportals Spartacus veröffentlicht jährlich Reiseziele, in denen Schwule und Lesben rechtlich gleichgestellt sind oder das Land im LGBTIMarketing aktiv ist.

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Dänemark, Finnland, Frankreich, Spanien, Norwegen, Großbritannien und USA Konditionen: Einreise in 156 Länder ohne Visum

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Schweiz, Italien, Holland, Belgien, Österreich, Luxemburg, Portugal, Südkorea und Japan Konditionen: Einreise in 155 Länder ohne Visum

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Griechenland, Neuseeland, Australien Konditionen: Einreise in 153 Länder ohne Visum

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Ungarn Konditionen: Einreise in 151 Länder ohne Visum

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Malta, Litauen und Polen Konditionen: Einreise in 150 Länder ohne Visum

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Slowenien, Slowakei und Lettland Konditionen: Einreise in 149 Länder ohne Visum

Der Städtetrip Den ersten Platz des Index’ teilen sich Schweden und Großbritannien, wo die größte Toleranz gegenüber Homosexuellen und anders Orientierten herrscht. Hier locken London oder Stockholm, die sich perfekt für einen Kurztrip eignen. Aber auch andere europäische Länder wie Belgien, die Niederlande, Frankreich oder Island schneiden beim Ranking gut ab.

Die Klassiker Alle Jahre wieder finden sich Sitges oder Mykonos auf der Liste der LGBTI-freundlichen Länder. Hier ist Hochsaison von Mai bis September, während Gran Canaria von Oktober bis Mai von Schwulen und Lesben angesteuert wird.

Malaysia, Irland und Kanada Konditionen: Einreise in 154 Länder ohne Visum

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Wo man legal Marihuana konsumieren kann

Die Kreuzfahrt In den USA werden Reisen auf dem Wasser schon etwas länger von Atlantis oder RSVP organisiert. Dieses Jahr folgt Europa dem guten Beispiel: TUI organisiert ab 2017 als erster deutscher Veranstalter die sogenannte „Rainbow Cruise“, die von Mallorca über Barcelona, Toulon, Ajaccio, Rom und Salerno nach Valletta schippert.

Schweden und Singapur Konditionen: Einreise in 157 Länder ohne Visum

Tschechien und Island Konditionen: Einreise in 152 Länder ohne Visum

Einen Joint rauchen

Offen sein

Die teuersten Pässe der Welt

Wer die Welt bereisen will, muss erst mal blechen: für den Pass. Wir wissen, welche Nationen dafür am tiefsten in die Tasche greifen müssen. Platz 1 2....... 3....... 4....... 5....... 6....... 7....... 8....... 9....... 10 . . . . . .

Türkei, 235 Euro Australien, 139 Euro Schweiz, 149 Euro Mexiko, 145 Euro USA, 126 Euro Italien, 126 Euro Kanada, 124 Euro Japan, 107 Euro Neuseeland, 107 Euro Großbritannien, 102 Euro

Fernreisen Vorreiter auf dem Index unter den Orten außerhalb Europas ist die kleine Insel Réunion, die im indischen Ozean liegt. Auch Uruguay und Brasilien sind tolerante Ziele, und in Asien sollten LGBTIs unbedingt nach Thailand reisen. Wollen Schwule und Lesben nach Nordamerika reisen, dann empfiehlt sich Kanada. Etwas ausgefallenere Ziele sind FranzösischPolynesien oder Grönland.

Während wir hier noch auf die Legalisation von Cannabis warten, gibt es auf der Welt schon Orte, wo man mit dem Joint im Mund durch die Straßen schlendern darf. Pssst: Wir haben rausgefunden, wo Sie hinmüssen, wenn Sie sich à la Snoop Dogg einen reinziehen wollen.

Uruguay, seit 2013 komplett legalisiert – vom Besitz über Anbau und Konsum bis hin zum Verkauf, staatlich kontrollierter Anbau und Verkauf. Südafrika, Besitz und Anbau legal, Verkauf und Transport nicht erlaubt. Italien, der Konsum ist legal, für den Besitz kann man jedoch strafrechtlich verfolgt werden. Niederlande, Besitz, Konsum und Transport von bis zu 5 Gramm ist legal, „Coffeeshops“ in Amsterdam unterstehen klaren Reglungen. Spanien, Konsum und Anbau im privaten Besitz erlaubt, besonders in Barcelonas „Cannabis-Clubs“ wird stark Marihuana genutzt. Tschechien, Besitz und Transport von bis zu 15 Gramm und Anbau im privaten Besitz von bis zu fünf Pflanzen erlaubt. USA, verschiedene Staaten erlauben den Konsum, Besitz und Verkauf von Cannabis, darunter Kalifornien, Colorado, Nevada, Massachusetts oder Portland. Nordkorea, Reiseberichten zufolge soll Kim ein Kifferparadies hüten, denn angeblich ist Marihuana in Nordkorea nicht nur legal, sondern auch fast überall verfügbar und extrem günstig – ob das wirklich stimmt, weiß niemand so ganz genau.


S P E C I A L

Ocean Soul Retreat, Bali

Surfen lernen Die coolsten Surfcamps der Welt

Glossary Beachbreak: Surf-Spot, bei dem sich die Wellen auf einer Sandbank brechen. Geringe Verletzungsgefahr, ideal für Einsteiger. Reefbreak: Surf-Spot, bei dem sich die Wellen am Riff brechen. Hohe Wellen, für Fortgeschrittene. Swell: Brandung. Big-Wave-Surfing: Spezialdisziplin, bei der Wellen ab sechs Meter Höhe geritten werden. Paddle-In: Klassisches Paddeln in die Welle. Tow-In: Ein Jetski zieht den Surfer in die Welle hinein. Leash: Die Leine am Board. Wipeout: Bauchklatscher oder Überschlag.

How to surf Das Board: An einem gepolsterten Anfänger-Schaumboard führt kein Weg vorbei. Diese sind stabil, schützen vor Verletzungen und haben viel Auftrieb. Wer seinen ersten Kurs bereits gemeistert hat, kann sich langsam nach einem kleineren Surfboard umsehen (dabei unbedingt auf Körpergewicht und Fitness-Level achten). Die Dauer: Wie lange braucht man, um Fahrradfahren zu lernen? Genauso ist es beim Surfen – bis man die richtige Balance kennt, vergehen einige Wochen. Setzen Sie sich nicht unter Druck. Der Zeitpunkt: In Europa lernt man am besten von Anfang Juni bis Mitte September, wenn an der gesamten europäischen Atlantikküste die besten Bedingungen herrschen. Will heißen: seichte Wellen, angenehme Wassertemperaturen und geringe Strömungen. Das Rauslaufen: Das Board neben bzw. in der Brandungszone mit leicht gestreckten Armen zwischen Körper und Wellen halten. Das Surfboard noch nicht mit der Leine am Fuß befestigen, diese kommt erst draußen zum Einsatz. Das Liegen: So auf das Brett legen, dass die Spitze vorne etwa 10 Zentimeter aus dem Wasser ragt, und dabei den Körper anspannen, die Beine geschlossen halten und die Füße übereinander legen. Das Paddeln: Wie im Schwimmbad mit langen, sförmigen Kraulbewegungen parallel zur Außenkante des Surfboard paddeln, die Finger dabei geschlossen halten. Das Aufstehen: Das Brett mit der Spitze zum Strand ausrichten, hinlegen und kontrolliert paddeln. Sobald der Schub der Welle von hinten zu spüren ist, noch zwei bis drei Züge paddeln, danach die Hände flach unterhalb der Brust aufs Board legen und wie bei der Liegestütze nach oben stemmen. Die Füße langsam unter den Körperschwerpunkt schieben, kurz in der Hockposition verweilen und danach versetzt in die Mitte aufs Board stellen. Auf keinen Fall einfach ruckartig aufspringen! Die Welle: Welche soll es sein? Als Anfänger unbedingt die alten Hasen beobachten und danach versuchen, die Welle in einem Winkel von 45 Grad zum Strand anzupaddeln. Je steiler die brechende Welle, desto paralleler das Board.

Surfer sind cool und so unbeschwert, außerdem kriegt man auf dem Board wie von selbst den Body, für den wir sonst im Gym schwitzen wie die Hunde. Grund genug, diesen Sommer endlich zu lernen, wie wir auf dem Surfboard performen wie Tropicsurf, Four Pavarotti auf der Bühne. Seasons Kuda

Huraa, Malediven

Soul & Surf, Indien

Highlight: Die beiden Hosts Sofie und Ed Templeton sorgen mit ihren klassischen Surf Buggies und der Einrichtung für eine ganz besondere SurfAtmosphäre. Preis: 7 Tage, pro Person 217 Euro www.soulandsurf.com

Maderas Village, Nicaragua

Highlight: Die Unterkunft bietet nebst dem Surfen Massagen, lokale Gerichte und einen gemeinsamen Tisch für ein gutes Bier und spannende Gespräche. Preis: Doppelzimmer ab 52 Euro www.maderasvillage.com

The Modern Honolulu, Hawaii

Highlight: Hier hat das Surfen seinen Ursprung. Dieses Surfcamp bietet einen optimalen Start in den Sport und garantiert bereits ab der ersten Lektion das Stehen auf dem Brett. Entsprechend hartnäckig sind die Surflehrer... Preis: Doppelzimmer ab 270 Euro www.themodernhonolulu.com

Surfers Lodge Peniche, Portugal

Highlight: Diese Lodge punktet mit besonders hilfsbereitem und erfahrenem Personal, außerdem gibt’s mehrere Strände – damit man sich vor der Mannschaft nicht ganz so übel blamiert. Preis: Doppelzimmer ab 80 Euro www.surferslodgepeniche.com

Paradis Plage, Marokko

Highlight: Die Unterkunft bietet Kurse für alle Schwierigkeitsstufen. A la: Als Anfänger gekommen, als Profi gegangen. Preis: 7 Nächte, pro Person 1'020 Euro (inkl. Flug und Transfer) www. healthandfitnesstravel. com/destinations/africaindian-ocean/morocco/ paradis-plage

Bannisters by the Sea, Australien

Highlight: Hier Surfen in den Morgenstunden auch Delfine mit. Preis: Doppelzimmer ab 138 Euro www.bannisters.com.au

Highlight: Hier kann man zwischendurch auch an einer Surf-Kreuzfahrt teilnehmen. Preis: Strand-Pavillon ab 840 Euro www.fourseasons.com/ maldiveskh

Pam Burridge: Surf Retreat South Coast, Mollymook und Bendalong/ Australien Highlight: Lernen Sie gemeinsam mit der Surflegende und 1990-ASPWeltmeisterin Pam Burridge surfen. Preis: Doppelzimmer ab 466 Euro www.pamburridge.com

Chicabrava: The Surf House, San Juan del Sur/ Nicaragua

Highlight: Girls only! Mit „Chicabrava“ eröffnete die erste Surfschule ausschließlich für weibliche Schüler. Angeboten werden unterschiedliche Surfcamps wie beispielsweise das „The Surf House“, wo man sich im Surfschul-Haus mit zwei bis drei anderen „chicas“ das Zimmer teilt. Preis: ab 1'460 Euro pro Person www.chicabrava.com

Highlight: Dieses Surfcamp bietet eine 10-stündige super-personalisierte Surflektion. Preis: 7 Nächte, pro Person ab 1'970 Euro (All inclusive) www.oceansoulretreat.com

Shaka Beach Retreat, Costa Rica

Highlight: Die Surfstunden können mit Yogastunden kombiniert werden. Preis: 1'444 Euro für fünf Nächte im Einzelzimmer, 1'221 Euro für fünf Nächte im Doppelzimmer www.shakacostarica.com

Swell Surf Camp, Cabarete/ Dominikanische Republik

Highlight: Das Essen ist besser als im SterneUrlaub! Morgens steht das Wellenreiten im Mittelpunkt, nachmittags haben Sie frei und können entweder selbstständig weiter surfen oder durch das schöne Städtchen Cabaret schlendern. Das Camp kann außerdem mit Yogakursen kombiniert werden. Kosten: Doppelzimmer ab 620 Euro www.swellsurfcamp.com

Richard Schmidt Surf School Inc., Santa Cruz/USA

Highlight: Der ehemalige Profi-Surfer Richard Schmidt unterrichtet seit 1978 Surfschüler und gründete 1990 gemeinsam mit seiner Frau Marisa eine eigene Surfschule. Starten Sie gemütlich mit einem liebevoll von Marisa zubereiteten Frühstück und einer Yogalektion in den Tag, um dann von Richard auf dem Brett unterrichtet zu werden. Kosten: ab 1'065 Euro pro Camper www.richardschmidt.com


Kilimanjaro, Tansania

Die Zeit nutzen Reiseziele, die es bald nicht mehr gibt

Verbleibende Zeit: 3 Jahre Grund: Das Eis auf dem Kilimanjaro ist um mehr als 85 Prozent weggeschmolzen. Bereits 2020 kann es sein, dass auf dem höchsten Berg des afrikanischen Kontinents kein Schnee mehr liegt.

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Kongobecken, Afrika

Verbleibende Zeit: weniger als 25 Jahre Grund: Die Natur des zweitgrößten Regenwaldes der Welt wird durch Guerilla-Kriege, illegale Rodungen und den Bergbau zerstört.

Das Leben hat ein Ende, und die Welt ist nicht unendlich. Na gut, wir sehen es ein. Bevor alles vorbei ist, besuchen wir aber noch schnell die zehn Ziele, an denen der Zahn der Zeit nicht mehr lange zu nagen hat.

Glacier-Nationalpark, USA Verbleibende Zeit: 13 Jahre Grund: Von den insgesamt 150 Gletschern, die es Anfang des 20. Jahrhunderts noch waren, sind es mittlerweile nur noch 27. Wenn die Erderwärmung weiter ihren Lauf nimmt, rechnen Forscher mit einer verbleibenden Zeit von 13 Jahren.

Alpen, Europa

Verbleibende Zeit: 40 Jahre Grund: Auch die Gletscher der Alpen erliegen der globalen Erwärmung in den kommenden Jahren. Forscher rechnen damit, dass im Jahr 2050 keine Gletscher mehr vorhanden sein werden.

Taj Mahal, Indien

Verbleibende Zeit: fünf Jahre Grund: Experten geben dem Taj Mahal in Indien noch fünf Jahre, bald soll die Fassade nämlich von der starken Luftverschmutzung zerstört werden, und auch die hohe Besucherzahl stellt ein Problem dar.

Madagaskar

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Verbleibende Zeit: weniger als 35 Jahre Grund: Der Lebensraum für einzigartige Tiere und F A C E S Pflanzen wird durch Wilderei auf der Insel zerstört.

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Totes Meer, Jordanien/Israel

Verbleibende Zeit: weniger als 50 Jahre Grund: Aus dem Fluss Jordan, der in das Tote Meer fließt, schöpfen Menschen zu viel Wasser. Außerdem verdunstet das Wasser des Toten Meeres aufgrund der globalen Erwärmung.

Venedig, Italien

Verbleibende Zeit: weniger als 70 Jahre Grund: Die Kombi aus sinkender Insel und dem Anstieg des Meeresspiegels wird dem Touristenort zum Verhängnis.

Malediven

Verbleibende Zeit: weniger als 100 Jahre Grund: Viele der insgesamt 1'200 Inseln können durch den Anstieg des Meeresspiegels bald verschwinden.

Great Barrier Reef, Australien

Verbleibende Zeit: weniger als 100 Jahre Grund: Das weltweit größte Korallenriff wird immer mehr durch Wirbelstürme und Wasserverschmutzung zerstört.

Galapagosinseln, Ecuador

Verbleibende Zeit: weniger als 100 Jahre Grund: Hier setzt der Massentourismus dem Paradies schon bald ein Ende. Wilderer und Schmuggler zerstören viele Tier- und Pflanzenarten, die nun vom Aussterben bedroht sind.

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Wir hissen die Segel und fahren Richtung Horizont. Aber nicht als Pauschaltouristen, sondern als Teil der Mannschaft. Zu unserem Job als Jungmatrosen passt die sportlich-maritime Mode aus leichten Materialien mit Querstreifen, viel Blau und Rot. Funktional und doch unglaublich cool.

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Links: Bluse und Shorts von LIU JO. Rechts: Sweater und Shorts von ZOE KARSSEN. Sonnenbrille von MAWALI.

Catching the

Photography: PETER SCHREIBER

Styling: Ilona Ulrich Make-up & Hair: Jasmin Zelenko Produktion: Nomad Productions Cpt Assistenz: Nick Murphy Models: Johann Camboulive @ Boss Cpt, Morgan Kleynhans


Jacke und Jeans von S. OLIVER. Sonnenbrille von MAWALI.

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Links: Morgan: Bluse und Jeans von MANGO. Johann: Sweater von TOMMY HILFIGER. Shorts von HILFIGER DENIM. Rechts: Sweatshirt und Shorts von S. OLIVER. Jacke von NORTH 91 FACE.


Morgan: Hose von QLOOM. Jacke von NORTH FACE. Johann: Sweater von CALVIN KLEIN JEANS. Shorts von POLO RALPH LAUREN. Sneakers von UGG AUSTRALIA.

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Johann: Hoodie und Shorts von QLOOM. Jacke von NORTH FACE. Morgan: Shirt und Short von QLOOM. Jacke von NORTH FACE.


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Johann: Shirt von Q/S. Morgan: Jeansjacke von DESIGUAL. Shirt von TOMMY HILFIGER. Shorts von HILFIGER DENIM.

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Links: Shirt von Q/S. Rechts: Badehose von CALVIN KLEIN. Shirt von ZOE KARSSEN. Mütze von GANT.


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Die FACESSommerverlosung

T ä g li c h g e w in n z u en auf w w w .f a c e s .c h

Schalten Sie die Glotze aus, und gehen Sie nach draußen! Ob unter der Palme oder auf der Liegewiese – wir genießen den Sommer in vollen Zügen. Es gibt Dinge, die machen die Tage unter der Sonne noch besser, und diese zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Das Beste: Alle Produkte gibt’s bei uns auf www.faces.ch zu gewinnen. Versuchen Sie Ihr Glück!

TWO FACED Heute Party, morgen Familienfeier. Und unser Haar? Das macht alles mit. Denn mit dem Pure Metal 2 in 1 Styler von BaByliss switchen wir ganz einfach zwischen glatter Mähne und Lockenpracht. Die Doppelfunktion des Stylers macht’s möglich: Dank des abgerundeten Edelstahl-Designs ist das Formen der Locken ein Kinderspiel, während beim Glätten des Haars zwei Platten mit Diamond-Keramik-Beschichtung zum Einsatz kommen. Unser Schopf wird bei beiden Varianten schonend in Form gebracht, wobei während des Glättens sogar zwischen fünf Hitze-Stufen gewählt werden kann. Um fliegendes Haar müssen wir uns beim Stylen gar keine Gedanken machen, denn die Ionic-Funktion verhindert jegliche statische Aufladung unseres Schopfes. Bleiben Sie beim Styling flexibel, und gewinnen Sie bei uns eines von drei Geräten des Pure Metal 2 in 1 Stylers von BaByliss im Wert von je ca. 149.–.

TERMINATOR Die UE MEGABOOM ist der Luxuswagen unter den Lautsprechern. Mit diesem Gerät in der Hinterhand machen wir aus jedem Grillabend eine rauschende Party! Der tragbare, kabellose Lautsprecher haut die Bässe raus wie ein ganz Großer und macht auch nicht schlapp, wenn es Petrus doch mal regnen lässt. 20 Stunden können wir so zur Lieblingsmusik abrocken, ohne dass die UE MEGABOOM Schwäche zeigt. Und mit der zugehörigen App lassen sich zusätzliche Funktionen nutzen wie etwa das Fernsteuern des Lautsprechers – Musikwecker inklusive. 360-Grad-Sound vom Allerfeinsten, 30 Meter kabellose Reichweite und eine Akku-Laufzeit, die ihresgleichen sucht – da bleiben keine Wünsche offen! Holen Sie sich die UE MEGABOOM, und gewinnen Sie diesen mobilen Lautsprecher bei uns einmal.


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SUMMER VIBE Wer sich jetzt abends vor die Glotze setzt, hat den Sommer nicht verdient. Wir sind jedenfalls so lange draußen anzutreffen, bis uns Regen und Kälte wieder nach drinnen jagen. Alles, was wir für die Tage unter der Sonne brauchen, holen wir uns beim gemütlichen Shopping im Fashion Fish Outlet in Schönenwerd. Egal ob fürs sommerliche Date oder das Grillen mit Freunden, hier gibt’s von der Sandale übers süße Kleidchen bis hin zum knackigen Bikini die richtigen Teile. Damit nicht genug, im Fashion Fish Outlet finden sich neben der coolen Mode von Bally, comma, Hallhuber, Desigual, Diesel, Timberland oder Superdry auch Grillzubehör bei kitchen & more und Sportkleidung und Accessoires bei Nike, Rukka, Salomon und Stöckli. Mit dem Sommer hält im Fashion Fish Outlet auch bald der große Sale Einzug, während dem die bereits niedrigen Preise nochmals ordentlich reduziert werden. Damit sich der Besuch noch mehr lohnt, verlosen wir fünf Gutscheine im Wert von je 200.–, mit denen Sie sich im Fashion Fish Outlet in Schönenwerd etwas Gutes tun können. (Foto: Amanda Nikolic)

SURVIVOR Die Natur ruft! Und wir geben laut – nämlich mit unserer UE WONDERBOOM. Dieser Lautsprecher ist klein und handlich und schlägt mit seinen gut 400 Gramm auch nicht ins Gewicht, wenn wir mal wieder den Berg erklimmen. Unbeeindruckt von Höhe und Wetter spielt die UE WONDERBOOM ihren vollen 360-Grad-Sound – und das erst noch ganze zehn Stunden lang. Selbst bei der Erkundung der Umgebung spielt das Gerät über eine kabellose Verbindung mit dem Smartphone noch Musik bis zu 30 Metern. Darüber hinaus steckt der kleine Liebling auch Stürze aus dem Rucksack locker weg – man weiß ja nie, was beim Wandern so geschieht. So müssen wir auch beim anstrengendsten Ausflug nicht auf klaren Sound und coole Musik verzichten. Wir verlosen einmal die UE WONDERBOOM, versuchen Sie Ihr Glück!

SONNENGEKÜSST Natürlich oder gefärbt? Da machen wir keinen Unterschied. Eines ist jedenfalls klar: Blondinen fallen auf. Und im Sommer sowieso, wenn sie mit der Sonne um die Wette strahlen. Damit jedes Blond gegen Meerwasser und Hitze gewappnet ist, braucht es die richtige Pflege. Shampoo, Conditioner und Intensiv-Kur aus John Friedas Linie Sheer Blonde Go Blonder halten das Haar gepflegt und geschmeidig. Das Beste: Citrus und Kamille sorgen bei regelmäßiger Anwendung für einen aufhellenden Effekt um zwei Nuancen. Das Star-Produkt dieser Reihe ist allerdings der Aufhellungsspray, der gezielt eingesetzt, einzelne Highlights setzt. Durch die Hitze des Föhns wird die Formel des Produkts aktiviert. Das Ergebnis: eine stufenweise Aufhellung des Haars in nur drei bis fünf Anwendungen. Zelebrieren Sie den Sommer und Ihr Haar mit den Produkten von John Friedas Linie Sheer Blonde Go Blonder, und gewinnen Sie bei uns eines von zwölf Sets im Wert von je ca. 65.–.


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GOOD KARMA Für die einen riecht der Sommer nach Sonnenmilch und Meeresbrise, andere verbinden diese Jahreszeit mit exotischen Düften wie Kokos. In einem sind wir uns aber einig: Der Duft der aktuellen The Ritual of Karma Kollektion von Rituals ruft ein einzigartiges Urlaubsgefühl mit Sonnenschein und guter Laune hervor. Diesen Duft verdanken wir den zwei Hauptinhaltsstoffen der Karma-Serie, nämlich weißem Lotus und weißem Tee. Gemeinsam wirken das süße Aroma des weißen Lotus und die nährende Eigenschaft des weißen Tees magisch und sorgen dafür, dass wir uns auch noch im Herbst an die warmen Sommertage erinnern. Die The Ritual of Karma Körperpflege Kollektion beinhaltet unter anderem den Shower Foam für unsere Pflege nach dem Sonnenbad und das mild reinigende Shower Scrub. Für eine extra Portion Feuchtigkeit sorgt die passende Body Cream. Diese verleiht unserer Haut nicht nur ein wunderbar geschmeidiges Hautgefühl, sondern hinterlässt außerdem einen leichten Schimmer, der unsere Bräune noch besser zur Geltung bringt. Das Highlight: Mit dem Good Karma Body Mist träumen wir auch an jenen Tagen von Sonnenschein, an denen die Wolken den Himmel verdecken. Holen Sie sich den Sommer nach Hause, und gewinnen Sie bei uns eines von fünf Paketen im Wert von je 82.– inklusive Shower Foam, Shower Scrub, Body Cream und Body Mist aus der The Ritual of Karma Kollektion von Rituals.

WATERWORLD Die Temperaturen steigen, und wir brauchen Abkühlung. Die holen wir uns beim Planschen im Pool, beim Stand-up-Paddling auf dem See oder beim Wakeboarden im Meer. Welches Wasser auch immer, Hauptsache wir müssen dabei nicht auf den passenden Sound verzichten. Dafür gibt’s die UE ROLL 2. Der kabellose Lautsprecher lässt sich dank des elastischen und abnehmbaren Gummibands überall befestigen – der ideale Begleiter für alle sommerlichen Abenteuer. Nicht nur die Wasserdichte macht die UE ROLL 2 zu unserem liebsten Gadget: Der 360-Grad-Sound übertönt selbst die lauteste Welle und sorgt dafür, dass wir bei keiner Aktivität auf unsere Lieblingsmusik verzichten müssen. Neun Stunden hält der Akku, bevor er über das mitgelieferte Mikro-USB-Kabel neu aufgeladen werden muss – das reicht sogar, um zwischendurch noch kurz den Grill anzuwerfen. Gewinnen Sie bei uns einmal die UE ROLL 2, und untermalen Sie Ihre Abenteuer mit dem passenden Soundtrack.


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PARTYTIGER Der Sommer ist die Zeit der Festivals. Jedes Wochenende rocken wir die Wiesen und Täler anderer Orte, die unter dem Jahr kaum von sich reden machen. Für Musik sorgen große Namen auf noch größeren Bühnen – aber was tun, wenn die Lieblingsband viel zu schnell vorbei und die Nacht noch jung ist? Dann schalten wir unsere UE BOOM 2 an, unseren 360-Grad-Lautsprecher, dem weder Schlamm noch lauwarmes Bier was anhaben können. 15 Stunden hält der Akku, den wir über USB jederzeit aufladen können. Die UE BOOM 2 lässt sich mit über 150 Lautsprechern verbinden und kann über Bluetooth Musik von einem Gerät streamen, das rund 30 Meter entfernt ist. Praktisch, wenn man etwa in der Ferne die Eine gefunden hat, mit der man zum nächsten Song abrocken will. Vergessen Sie beim Packen fürs Festival nicht Ihre eigene UE BOOM 2, oder gewinnen Sie diesen coolen Begleiter jetzt bei uns einmal.

NATURE’S BEST Draußen ist besser als drinnen. Und was aus der Natur kommt, mögen wir lieber als chemische Formeln, die keiner versteht. Bei Dr. Hauschka setzt man auf natürliche Inhaltsstoffe, auf hochwertige Öle und Heilpflanzen, die erst noch aus biologischem Anbau stammen – und das seit ganzen 50 Jahren. Zum Jubiläum leistet sich Dr. Hauschka eine neue Makeup-Linie, deren Lippenstifte, Lidschatten und Concealer mit mineralischen Pigmenten individuelle Highlights im Gesicht setzen. Das Ziel: die Schönheit zu unterstreichen anstatt zu überdecken und mit dem Auftragen der Kosmetika gleichzeitig die Haut zu pflegen. Besonders hat es uns dabei das neue Lidschattentrio in der Farbe 02 Jade angetan: Die drei natürlichen und aufeinander abgestimmten Nuancen Vanille, Jade und Taupe zaubern auffällige Smokey Eyes oder dezente Looks – genauso wie wir uns gerade fühlen. Gewinnen Sie bei uns drei Mal das Lidschattentrio 02 Jade von Dr. Hauschka im Wert von ca. 39.–.

LIQUIDS Wir brauchen Erfrischung. Doch anstatt auf Eiscreme voller Zusatzstoffe oder Säfte mit viel Zucker zu setzen, legen wir selbst Hand an. Mit dem Slow Juicer MJ-L500 von Panasonic ist das schnelle Entsaften nämlich keine Hexerei: Obst und Gemüse werden spielend leicht entsaftet, wobei Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben und die Inhaltsstoffe geschont werden. Ein ganz neues Press-Verfahren holt aus Karotten, Äpfeln und Co. auch den letzten Tropfen raus und sorgt so für eine extra effiziente Saftausbeute. Auch weiche Zutaten wie Erdbeeren oder Spinat lassen sich verarbeiten – etlichen Saftvariationen steht damit nichts im Weg. Der Panasonic Slow Juicer MJ-L500 hält außerdem ein extra Goodie bereit: Dank des Einsatzes für die Verarbeitung gefrorener Zutaten entstehen geeiste Suppen, Sorbets, Eiscreme oder Frozen Joghurts wie von selbst. Beeindrucken Sie Ihre Gäste mit gefrorenen Desserts, und verwöhnen Sie sich und Ihre Familie mit leckeren Säften, denn bei uns gibt’s den Sow Juicer MJ-L500 von Panasonic im Wert von ca. 272.– einmal zu gewinnen.


Normales

Haar

Gratulation. Ihr Haar ist glänzend, gesund und Sie haben keine Styling Einschränkungen. Viele Frauen und Männer wünschen sich solche Haare. Über Ihr normales Haar dürfen Sie sich also sehr wohl freuen. Ihr Haar ist schön. Solange Sie es nicht überstrapazieren, wird dies auch so bleiben.


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Sobald das Thermometer die 30-Grad-Marke kappt, finden Sie uns garantiert nicht mehr drinnen vor dem Bildschirm. Deshalb verabschieden wir uns jetzt schon mal, aber nicht ohne Sie mit den wichtigsten Dingen für einen gelungenen Sommer zurückzulassen: Peelings,

„On a beautiful day, you have an armless shirt.“

Sommerdüfte, Lipgloss, Beachbags, Badeanzüge und -shorts, Tanktops, Wedges, Badetücher, Aufblasbares, Surfbretter und Eiscreme.

Christian Louboutin

In diesem Sinne: Sayonara!

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Strandgut

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Beachbags

Die It-Bag der Saison kommt weder von Chanel noch Gucci. Wir tragen Stroh. Und wir tragen es in Taschenform, extra geräumig, damit Sonnenöl, Flip Flops und der kitschige Urlaubsroman Platz haben.

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1 L.A.LU Design, „All Eyes On“, aus Palmstroh mit je zwei kurzen und langen Henkeln und Acryl-Handbemalung, ca. 126.– 2 Pepe Jeans, „Marley Bag“, aus Stroh und Papier mit Baumwoll-Polyester-Futter, ca. 100.– 3 Ermanno Scervino, „pom pom toucan tote“, aus Bast, ca. 2'070.– 4 C&A, aus Baumwolle, ca. 39.– 5 & other Stories, aus Canvas, ca. 54.– 6 Tommy Hilfiger, aus Polypropylen, ca. 90.– 7 Funky Buddha, aus Bast mit Baumwoll-Futter, ca. 28.– 8 Mint & Berry, aus Stroh mit Polyester-Futter, ca. 33.– (zalando.com) 9 Star Mela, aus Jute, ca. 99.– (stylebop.com) 10 Maison Scotch, aus Stroh, ca. 169.– 11 H&M, aus Baumwolle, ca. 40.– 12 Ba&sh, „Bea“, aus Bast, ca. 250.– 13 Yosuzi, „Manya“, aus in Ecuador handverarbeitetem Stroh, ca. 449.–

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Hot Shots

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Badeanzüge

Mehr ist mehr – das beweisen diese 14 Modelle mit Blumen- und Streifenprints ein für alle Mal. Mit dem bisschen extra Stoff zaubern wir mühelos eine elegante Silhouette und setzen das Styling-Niveau auf die höchste Stufe.

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1 Pepe Jeans, „Angel“, aus Nylon, ca. 90.– 2 Even&Odd, aus Polyester, ca. 33.– (zalando.com) 3 Maison Scotch, aus Polyamid, ca. 119.– 4 H&M, aus Polyamid, ca. 50.– 5 Beach Riot, „Mamba“, aus Nylon, ca. 123.– 6 Solid & Striped, „The Anne-Marie“, aus Polyamid, ca. 169.– 7 Mara Hoffman, „Low Back One Piece“, aus Polyester und Spandex in „Marimba“, ca. 225.– 8 Calvin Klein, „Intense Power“, aus Polyester, Polyamid und Elastan, ca. 150.– (zalando.com) 9 Jaded Zondon, „Festival“, aus Polyester, ca. 55.– (zalando.com) 10 Onia, „Kelly“, aus Nylon und Spandex, ca. 280.– (farfetch.com) 11 Moschino, aus Polyester, ca. 174.– 12 Mary Katrantzou, „Dewel“, aus Polyester und Elastan, ca. 409.– 13 Tommy Hilfiger, „Cora“, aus Polyamid, ca. 80.– (zalando.com) 14 Vero Moda, „Cocktail“, aus Polyamid, ca. 50.–

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Hochgefühl

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Wedges

Das Leben ist kein Eiscreme-Schlecken. Meistens muss man für hohe Resultate einen entsprechenden Aufwand betreiben. Schön gibt es Ausnahmen wie diese Wedges, die einen um einige Zentimeter himmelwärts befördern, ohne das Balancieren auf schmalen Absätzen vorauszusetzen. 3

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1 Even&Odd, „Mustard“, aus Textil, Lederimitat und Kunststoff, ca. 44.– (zalando.com) 2 Jimmy Choo, „Perla“, aus Leder und weißem Bast, ca. 492.–3 Bally, „Clivya“, aus blaßrosa Lackleder mit Korkabsatz, ca. 450.– 4 H&M, aus Polyester, Lederimitat und thermoplastischem Gummi, ca. 40.– 5 Funky Buddha, aus Kunstleder, ca. 43.6 Benetton, aus Naturfasern, ca. 78.– 7 Patrizia Pepe, aus Leder, ca. 239.– 8 Steffen Schraut, „Loquina Drive“, aus Leder, ca. 275.– 9 Paul Andrew, aus Ziegenleder, Gummi und Leder, ca. 541.– (farfetch.com) 10 Santoni, aus Kalbsleder, ca. 1'080.– 11 Giuseppe Zanotti Design, aus Leder mit Metall-Detail und Korkabsatz, ca. 651.– 12 Replay, „Frenzy“, aus Kalbsleder und Mikrofasern, ca. 149.– 13 Roberto Cavalli, aus Leder und Baumwolle, ca. 1'083.–

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Mamacita

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Sonnenhüte

Die Wichtigkeit vom Hut als Sonnenschutz hat uns Mama schon in der Primarschule eingetrichtert. Wir lassen die Predigt also an dieser Stelle aus und schwärmen lieber über die wunderschönen Strohmodelle, die uns ab jetzt begleiten. 2

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1 Maison Scotch, aus Stroh, ca. 129.– 2 Mercedes Salazar, „Hanging fruits“, aus Kupferseide, ca. 244.– (farfetch.com) 3 Sophie Anderson, „Corozon“, aus Stroh mit Pompoms, ca. 359.– (net-a-porter.com) 4 Eugenia Kim, „Mirasol“, aus Papier und Polyester, ca. 470.– 5 Eshvi, „Jupiter“, aus natürlich grauem Stroh mit pinken Pompoms, ca. 282.– 6 Ermanno Scervino, „Raffia“, aus Bast und Viskose, ca. 200.– 7 C&A, „Beach Floppy“, aus Papiermix, ca. 19.– 8 Ibo Maraca, „Lamina Aequatoria“, handgemachter Panamahut aus Stroh, ca. 284.– 9 Even&Odd, aus Mischgewebe mit Bastanteil, ca. 19.– (zalando.com) 10 Vero Moda, „Nethe“, aus Stroh, ca. 25.– 11 Yosuzi, „Koa“, aus Stroh und Baumwolle, ca. 328.– 12 Henrik Vibskov, aus Stroh, ca. 444.– (farfetch.com) 13 Rag & Bone, aus Papierstroh, ca. 295.– 14 H&M, aus Papierstroh, ca. 18.–

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Short Cut

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Badeshorts

Südsee-Stimmung mag mit einem dieser bunt bedruckten Stoffen schnell aufkommen. Aber Sommer ist, was Sie daraus machen. Schlürfen Sie also an einem Schirmchendrink, oder stürzen Sie sich mit vollem Einsatz ins sandige Beachvolley-Feld. Und schauen Sie, dass Sie das in einer dieser Badeshorts tun. 3

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1 MC2 Saint Barth, aus Elastan, Polyester und Polyamid, ca. 115.– (farfetch.com) 2 GANT, „Palm Beach“, aus Polyester, ca. 159.– 3 Moschino, „Swimming Trunk“, aus Polyester, ca. 145.– 4 Orlebar Brown, „Bulldog photographic Sea Side Rapids“, aus schnell trocknendem Polyester, ca. 311.– 5 Gucci, „Bengal “, aus Polyamid, ca. 420.– (farfetch.com) 6 Paul Smith, „Pink Cockatoo “, aus recyceltem Polyester, ca. 142.– 7 Scotch & Soda, aus Polyester, ca. 99.– 8 Shiwi, „Portofino“, aus Polyester mit Fotoprint, ca. 44.– 9 Pepe Jeans, „Honolulu“, aus Polyester, ca. 80.–10 Moncler, „Boxer“, aus Polyamid, ca. 268.– 11 Dolce & Gabbana, „Printed Swimming Trunks“, aus Non-Stretch-Polyester, ca. 345.– 12 Samsøe & Samsøe, „Mason“, aus Polyester, ca. 69.– 13 H&M, aus Polyester, ca. 25.–

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Hang Loose

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Tanktops

Das Proleten-Image haben Tanktops längst hinter sich gelassen. Statt Muskelberge um schmeicheln diese Stücke jetzt lieber athletische Surf-Gurus oder auch mal den einen oder anderen Großstadt-Weltverbesserer.

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14 1 Ann Demeulemeester, „Dog“, aus Baumwolle, ca. 201.– (farfetch.com) 2 Baja East, aus Baumwolle, ca. 183.– 3 Comme des Garçons Homme Plus, aus Plastik, ca. 233.– 4 Tom Tailor Denim, aus Baumwolle, ca. 26.– 5 Givenchy, „Eye“, aus Polyester, Elastan und Viskose, ca. 687.– (farfetch.com) 6 Pier One, aus Baumwolle und Polyester, ca. 17.– (zalando.com) 7 Faith Connexion, aus Baumwolle, ca. 493.– 8 H&M, „Tanktop“, aus Baumwolle, ca. 15.– 9 Yourturn, aus Baumwolle, ca. 14.– (zalando.com) 10 Guess, aus Polyester mit rundem Ausschnitt, ca. 39.– 11 Scotch & Soda, aus Baumwolle, ca. 59.– 12 Jack & Jones, aus Baumwolle, ca. 13.– 13 DSquared2, aus Baumwolle, ca. 208.– 14 Ports 1961, „#Love tank top“, aus Baumwolle und Leinen, ca. 219.–

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Betört

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Sommerdüfte für ihn

Nach Grapefruit, Wacholder, Sandelholz und vor allem nach Abenteuer soll er jetzt riechen. Wer das von Natur aus tut, der ist wohl eine griechische Gottheit und muss folglich auch nicht mit einem der herb-würzigen Düften nachhelfen. Uns Irdischen empfiehlt sich diese Auswahl. 3

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1 Bentley, „Momentum“, duftet nach Jasminblütenblättern und Sandelholz. 100 ml, ca. 94.– 2 Hugo Boss, „Iced“, mit Noten von Wacholderbeere und Bitterorange. 200 ml, ca. 123.– 3 Jean Paul Gaultier, „Eaux Fraiche Le Male Superman“, duftet nach Sandelholz und Minze. 125 ml, ca. 100.– 4 Cartier, „L’Envol de Cartier“, mit Noten von Honig und Guajakholz. 80 ml, ca. 128.– 5 Dolce & Gabbana, „Light Blue Eau Intense“, mit Mandarine und Grapefruit. 100 ml, ca. 111.– 6 Davidoff, „Cool Water Wave“, mit einem Akkord von Szechuanpfeffer. 125 ml, ca. 110.– 7 Gucci, „Guilty Absolute“, duftet nach Patschuli und Vetiver. 50 ml, ca. 109.– 8 Diesel, „Only The Brave High“, mit Grapefruit, Pfefferminze und Sternanis. 50 ml, ca. 83.– 9 Issey Miyake, „L’Eau d’Issey pour Homme“, riecht nach Koriander und Muskatnuss. 125 ml, ca. 81.– 10 Guerlain, „L’Homme Idéal Sport“, duftet nach Mandeln und Patschuli. 100 ml, ca. 129.– 11 Giorgio Armani, „Stronger With You“, mit Noten von Kardamom, pinkem Pfeffer und Veilchenblättern. 50 ml, ca. 74.– 12 Yves Saint Laurent, „La Nuit de L’Homme Eau Électrique“, mit Vanille. 100 ml, ca. 126.–

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Betörend

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Sommerdüfte für sie

Nektarinen, Mandarinen und Grapefruit – wir tragen diesen Duft-Cocktail ab sofort rund um die Uhr. Denn diese Aromen wirken auf sonnengeküsster Sommerhaut gleich doppelt so intensiv. Ist wissenschaftlich zwar nicht belegt, aber wir würden das sofort unterschreiben. 3

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1 Calvin Klein, „CK All“, duftet nach Lilienblüten und Vetivergras. 100 ml, ca. 74.– 2 Kenzo, „Flower by Kenzo Eau de Lumière“, riecht nach Moschus und Bergamotte. 50 ml, ca. 86.– 3 Jo Malone, „Star Magnolia“, mit Zitrone, Sandelholz und Sternmagnolie. 30 ml, ca. 72.– 4 Cartier, „Baiser Fou“, mit Noten von Orchidee und weißer Schokolade. 50 ml, ca. 111.– 5 Jimmy Choo, „Jimmy Choo L‘Eau“, duftet nach Nektarinen und Pfingstrosen. 90 ml, ca. 105.– 6 Moschino, „Fresh Pink Couture“, riecht nach Wildrose, Grapefruit und Zedernholz. 50 ml, ca. 69.– 7 Mugler, „Alien Eau Sublime“, eine Mischung von floralen und orientalischen Noten. 60 ml, ca. 80.– 8 Roberto Cavalli, „Paradiso Assoluto“, mit rosa Pfeffer und Jasmin Akkorde. 30 ml, ca. 66.– 9 Lancôme, „La vie est belle Bouquet de Printemps“, duftet nach arabischem Jasmin und Maiglöckchen. 50 ml, ca. 119.– 10 Jil Sander, „Sun Pop Coral Pop“, duftet nach Freesie, Heliotrop und Amber. 100 ml, ca. 61.– 11 Trussardi, „The Black Rose“, mit Noten von Patschuli und Papyrus. 100 ml, ca. 105.– 12 Armani Privé, „Iris Céladon“, riecht nach Patschuli, Moschus und Iris. 100 ml, ca. 305.–

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Smooth

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Körperpeelings

Wie so oft muss Altes weichen, damit Neues strahlen kann. Also weg mit Ablagerungen von abgestorbenen Hautschuppen, und willkommen leuchtende Sommerhaut. Diese Peelings sind bei der Mission dienlich.

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1 Origins, „Incredible Spreadable Smoothing Ginger Body Scrub“, erfrischt und revitalisiert die Haut. 200 ml, ca. 44.– (douglas.com) 2 Garnier, „Oil Beauty Öl-Milch und Peeling“, pflegt mit Argan, Macadamia und Rosenöl. 200 ml, ca. 5.– 3 Ahava, „Water Mineral Body Exfoliator“, mit Mineralien aus dem Toten Meer. 200 ml, ca. 29.– 4 Five Skincare, „Body Scrub Coconut & Bergamotte“, vegane Inhaltsstoffe. 150 ml, ca. 35.– (puresense.ch) 5 Jo Malone, „Body Scrub Geranium & Walnut“, pfleget mit Sonnenblumenkernen und Sheabutter. 200 g, ca. 66.– 6 Biotherm, „Oil Therapy Huile de Gommage“, regeneriert mit Weinrosenöl. 200 ml, ca. 46.– 7 Bajia, „Gommage Moana Body Scrub“, mit Meersalz und Bora-Bora-Sand. 212 ml, ca. 35.– 8 Le Petit Marseillais, „Körperpeeling Sheabutter & Arganöl“, für sehr trockene Haut. 150 ml, ca. 7.– 9 Clarins, „Körperpeeling Gommage Tonic“, mit ätherischen Ölen. 250 ml, ca. 56.– 10 Rituals, „Express Your Soul Body Scrub“, wohlriechend. 375 g, ca. 26.– 11 Sephora, „Sugar Body Scrub Tan“, pflegt mit Rohrzucker und Aprikosenöl. 400 ml, ca. 23.– 12 Caudalie, „Gommage Crushed Cabernet“, pflegt mit Weintraubenkernen. 150g, ca. 30.–

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Straff

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Firming Cremes

Wunder verbringen sie nicht. Wer es straff mag, kommt um das bisschen Sport und die richtige Enährung nicht herum. Mit Naturschätzen wie Meeresmineralien und Traubenkernöl holen diese glättenden Körpercremes aber das Beste aus unserer Haut heraus. 3

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1 Dove, „DermaSpa Straffend + Body Lotion“, mit erfrischenden Veilchennoten. 200 ml, ca. 8.– 2 Caudalie, „Figurpflegeöl“, rein pflanzliche Inhaltsstoffe. 75 ml, ca. 32.– 3 Rodial, „Cougar Skin Zero Gravity Body Serum“, festigt die Haut mit Retinol. 200 ml, ca. 113.– 4 Garnier, „Body Tonic Cellulite-Öl“, strafft mit Zitrone und Mandarine. 150 ml, ca. 8.– 5 Clarins, „Body Fit“, agiert mit Quittenblatt-Extrakt. 200 ml, ca. 65.– 6 Biotherm, „Skin Fitness Firming Recovery Body Emulsion“, fördert die Mikrozirkulation der Haut. 200 ml, ca. 47.– 7 Nivea, „Straffende Body Lotion Q10“, steigert die Energie in den Hautzellen. 250 ml, ca. 7.– 8 Blue Hawaii, „La’Ni Instant Collagen Bodylift Hyaluron & Repair Elixier“, restruktuiert mit hawaiianischem Kukuinussöl. 200 ml, ca. 59.– 9 Lierac, „Body-Slim Global Slimming“, wirkt mit indischem Lotus. 200 ml, ca. 58.– 10 Vichy, „Cellu Destock“, regt mit Koffein die Zirkulation an. 200 ml, ca. 45.– 11 Nuxe, „Crème Fondante Raffermissante“, strafft mit Haferzucker. 200 ml, ca. 50.– 12 The Body Shop, „Ethiopian Green Coffee Cream“, wirkt mit einem hohen Koffeingehalt. 350 ml, ca. 40.–

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Unschuldig

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Weiße Lidschatten

Großzügig über das Lid verteilt, macht der weiße Lidschatten als kräftiges Beauty-Statement was her. Aber auch dezent aufgetragen, erhellt er die Augenpartie und gaukelt einen wachen Blick vor, wenn man eigentlich reif für die Drei-Stunden-Sitzung in der Hänge matte wäre. 3

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1 H&M, Lidschatten in „All White Already“, ca. 8.– 2 Yves Saint Laurent, Couture Mono in „14 Gala“, ca. 47.– 3 L’Oréal Paris, Color Riche Mono in „Snow in Megève“, ca. 17.– 4 Laura Mercier, Matte Eye Coulour in „Blanc“, ca. 33.– 5 Nyx, Hot Singles Eye Shadow in „Shipped Cream-Matte White“, ca. 4.– 6 Maybelline, Eyestudio Mono in „Tiffany“, ca. 7.– 7 Astor, Color Waves Eyeshadow in „Smokey White“, ca. 7.– 8 Manhattan, Multi Effect Eyeshadow in „Ice Eyes Baby“, ca. 6.– 9 Kiko, Smart Colour Eyeshadow in „Metallic Rosy White“, ca. 4.– 10 Max Factor, Wild Shadow Pot in „Defiant White“, ca. 12.–

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Soft

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Rosafarbenes Lipgloss

Leichtigkeit ist in den warmen Monaten Trumpf. Das zeigt uns die kleine Schwester des roten Lippenstifts in zurückhaltendem Rosé. Hitze und Schweiß drücken eh schon ordentlich aufs Gemüt. Also lieber dünn auftragen – für einmal.

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1 Kiko, 3D Hydra Lipgloss in „Candy Rose“, ca. 10.– 2 Maybelline, Baby Lips Moisturizing Lip Gloss in „Pink-a-Boo“, ca. 5.– 3 Mac, Plushglass „Pretty Plush“, ca. 29.– 4 Essence, Shine Shine Shine Lipgloss in „Indie Romance“, ca. 3.– 5 By Terry, Baume de Rose in „Le Soin Lèvres“, ca. 47.– 6 Nars, Lip Gloss in „Turkish Delight“, ca. 34.– 7 Urban Decay, Naked Lip Gloss Liar in „Liar“, ca. 27.– 8 Yves Saint Laurent, Tint-in-Oil in „22 I Rose It Now“, ca. 48.– 9 Laura Mercier, Lip Glacé in „Azalea“, ca. 33.– 10 Clarins, Eclat Minute Huile Confort Lèvres in „Candy“, ca. 30.– 11 Catrice, „Volumizing Lip Booster“, ca. 5.– 12 Be Cosmetics, Licious Lips Intense Gloss in „Bloom“, ca. 18.–

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Zukunftsmusik

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Smartwatches

Gründe, sich vor der Zukunft zu fürchten, gibt es genug. Dass Maschinen die Macht ergreifen, ist keiner mehr davon. Soweit sind wir schon längst. Dass wir mit diesen Smartwatches kommunizieren, tracken, surfen und Musik hören können, finden wir dann aber gar nicht so furchteinflößend, sondern ziemlich praktisch. 2

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1 Hermès, „Apple Watch Series 2“, ca. 1'519.– 2 Misfit, „Vapor“, ca. 219.– 3 Michael Kors, „Bradshaw“, ca. 379.– 4 Nixon, „The Mission“, ca. 459.– 5 Samsung, „Gear S3 Classic“, ca. 347.– (siroop.ch) 6 Diesel, „On“, ca. 359.– 7 TAG Heuer, „Connected Modular 45“, ca. 1'490.– 8 Emporio Armani, „Connected“, ca. 459.– 9 Swatch, „Earthzero“, ca. 140.– 10 Fossil, „Q Marshal“, ca. 269.– 11 Sony, „SmartWatch 3“, ca. 149.– 12 Huawei, „Watch 2“, ca. 349.–

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Material Girl

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Bangles

Wie eine arabische Prinzessin reihen wir einen schmucken Reifen nach dem anderen um unsere Handgelenke und klimpern damit um die Wette. Welcher darf’s denn sein? Wir haben eine Auswahl in Schwarz-Gold.

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1 Swarovski, „Glance“, aus Metall mit Glaskristallen, ca. 199.– 2 Chopard, „Happy Hearts Bangle“, aus Gold, mit Diamant und Onyx, ca. 2'780.– 3 Cartier, „Panthère de Cartier“, aus Gold, mit Diamant und Onyx, ca. 17'000.– 4 Calvin Klein, aus Edelstahl PVD, ca. 109.– 5 Kate Spade, aus Metall, ca. 60.– (zalando.ch) 6 Parts of Four, aus Messing, ca. 384.– (farfetch.com) 7 DSquared2, „Treasures“, aus Zinn, ca. 195.– (farfetch.com) 8 Versace, „Medusa“, aus Metall, ca. 808.– (farfetch.com) 9 Aurélie Bidermann, „Diana“, vergoldet, aus Harz, ca. 292.– (net-a-porter.com) 10 Givenchy, aus Resin, ca. 533.– 11 Marni, aus Messing und Kunstharz, ca. 313.– 12 Marc Jacobs, „Icon“, aus Leder und Messing, ca. 150.– (farfetch.com) 13 Monies, aus Holz und Blattgold, ca. 415.– (farfetch.com) 14 Tiffany & Co., „Elsa Peretti Armreif“, aus lackiertem Holz, ca. 545.–

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Pool Party

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Aufblasbares

Auch wenn sie zum Anknabbern aussehen, reinbeissen sollte man in diese aufblasbaren Pool-Accessoires lieber nicht. Denn dann wäre aus dem feuchtfröhlichen Wasserspaß wortwörtlich die Luft raus.

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1 Thrice, „Giant Sunglass Face Emoji Pool Float“, 150 cm Durchmesser, ca. 44.– 2 Sunnylife, „Inflatable Pineapple“, 197 x 89 x 18 cm, ca. 89.– (asos.com) 3 Urban Outfitters, „Margarita Pool Float“, ca. 25.– 4 Aufblasbares24, „Melone“, 140 x 140 x 22 cm, ca. 28.– 5 Sizzlin' Cool, „Eis am Stiel“, ca. 13.– 6 BigMouth Inc., „Giant Donut Pool Float“, 120 cm Durchmesser, ca. 21.– (amazon.com) 7 Festivalshop, „Pizza Slice Inflatable Pool Float“, 170 x 116 x 19 cm, ca. 41.– 8 Gift Boutique, „Giant Gumball Machine Pool Float“, 38 x 160 cm, ca. 32.– (shopbop.com) 9 Flowtz, „Cherry Float“, 180 x 140 x 35 cm, ca. 53.– 10 Urban Outfitters, „Avocado Pool Float“, 170 x 114 x 112 cm, ca. 31.– 11 Ban.do, „Float on Giant Inflatable Sweetheart“, 178 x 150 x 18 cm, ca. 82.– 12 Swimline, „YOLO Double Ring Float“, ca. 12.– (poolsupplies.com)

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Schleck

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Eis am Stiel

Die filmische Darstellung von pubertierenden Coming-of-age-Versuchen aus den späten Siebzigern möge uns verzeihen, dass wir den knackigen Titel für diese Zusammenstellung entlehnt haben. Aber wie sollten wir eine Auswahl an zuckersüßem Gefrorenen am Stängel denn sonst nennen? 3

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1 Migros, „Coco Ice-Land Coco & Passion Fruit“, ca. 1.– 2 Frisco, „Pirulo Waterlemon“, ca. 2.– (nur im Multipack erhältlich) 3 Emmi, „Ice Rotor Lutscher“, ca. 2.– 4 Kissyo, „Himbeere“, ca. 2.– 5 Daim, ca. 1.– 6 Mövenpick, „Maple Walnut“, ca. 3.– 7 Mio, „Daddy Cool“, 6 Stück pro Karton, ca. 5.– 8 Lusso, „Twister Spirello“ ,ca. 2.– 9 Lusso, „Solero Exotic“, ca. 3.– 10 Frisco, „Smarties Pop Up“, ca. 2.– 11 Mister Cool, „Verü Cassis“, ca. 6.– 12 Migros, „Ice Tea Lemon“, ca. 1.– 13 Magnum, „Double Kokosnuss“, ca. 3.– 14 Ovomaltine, „Crunchy Ice“, ca. 2.–

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Auslegeordnung

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Badetücher

Palmen-, Melonen und Eiscreme-Prints kommen einem zu Gute, wenn man nach ausgedehntem Nickerchen auf der Luftmatratze merkt, wie weit einen die Meeresströmung abgetrieben hat. Dann nützen diese bunten Strandtücher quasi als persönlicher Leuchtturm. 3

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1 Maddison, „Love“, ca. 40.– 2 Milly, ca. 65.– (revolve.com) 3 Ban.Do, ca. 37.– 4 Chiara Ferragni, „Flirting Eye“, ca. 124.– (luisaviaroma.com) 5 Micasa, „Paio“, ca. 30.– 6 John Lewis, ca. 20.– 7 Bed Bath & Beyond, ca. 11.– 8 Molo, ca. 51.– 9 Tom Taylor, ca. 27.– 10 Chance, „Poolside“, ca. 85.– (shopbop.com) 11 Maison Scotch, ca. 119.– 12 La Redoute, „Surfers“, ca. 40.– 13 H&M, ca. 20.– 14 Moschino, ca. 148.– (luisaviaroma.com)

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Haltung

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Surfbretter

Es müssen nicht gleich Jaws oder Mavericks sein – die Monsterwellen überlassen wir den Spinnern. Aber mit einem dieser Surfbretter – egal ob Fun-, Short-, Fish- oder Longboard – und mit der richtigen Portion Kribbeln im Bauch wird für uns auch die kleinste Meeresströmung zur perfekten Welle. 3

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1 Disrupt, „The Sled“, ca. 707.– 2 Album, „Doom“, ca. 769.– (swell.com) 3 Moss Research, ca. 827.– 4 Super, „Siamese Palm Viper“, ca. 608.– (swell.com) 5 Emery, „Tiny Terror“, ca. 779.– 6 Grace, „Demibu“, ca. 652.– 7 Buster, ca. 555.– 8 Maluku „Satu“, ca. 712.– (magicseaweed.com) 9 Venon, „Wingfish“, ca. 567.– 10 Modern, „Love Child Blue“, ca. 666.– (magicseaweed.com) 11 Roxy, „Palm Tree“, ca. 730.– (quiksilver.ch) 12 Aloha, „Hamster“, ca. 748.– 13 Light, ca. 583.– 14 Maria Riding Company, „Barracuda“, ca. 752.–

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Smart Trip

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Travel-Apps

Ob Sie einen Städtetrip oder einen Pilgerweg planen, ob Sie die Strandferien oder das Survivalcamp gebucht haben – rüsten Sie sich dafür mit diesen hilfreichen Applikationen, die – größtenteils auch offline – so manche Situation retten können. 3

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1 TheOutbound, Tipps für Abenteuerurlaub, kostenlos 2 GeoSure, Sicherheitsinformationen weltweit, kostenlos 3 Walc, zu Fuß auf Entdeckungsreise, kostenlos 4 Detour, Audio-Spaziergänge, kostenlos 5 PackPoint, erstellt Pack-Listen, kostenlos 6 LoungeBuddy, Flughafen-Lounges suchen und buchen, kostenlos 7 Streetography, Städte mit Fotos entdecken, kostenlos 8 Sun Seeker, zeigt tägliche Sonnenlaufbahn in 3D, ca. 10.– 9 LiveTrekker, interaktives Reisetagebuch, kostenlos 10 JetLag Genie, vermindert Jet-Lag, ca. 3.– 11 Velocity, Restaurant-Guide, kostenlos 12 PeakFinder Earth, 360°-Panoramabilder von Bergen weltweit, ca. 5.– 13 Google Trips, Reise-Organisation, kostenlos 14 Pocket Earth Pro, Reiseführer und Routenplanung, ca. 5.– 15 Journi, individuelles Reisejournal, kostenlos 16 Waze, Verkehrs- und Tankstellen-Informationen für Autoreisen, kostenlos

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dd as se 30 Jah it

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Work hard, party harder

Selfie Time: Julie (PR-Agentur Sparkle), Bloggerin Gerri, Sandra (Swarovski) und Freundin Romane kennen die richtigen Instagram-Posen.

1.6., FACES Afterwork Vernissage, Kaufleuten Lounge, Zürich Text: Vanessa Büchel Fotos: Bruce Yim

Cheers, Santé und zum Wohl! Am 1. Juni war es wieder soweit, und wir durften unsere Gläser in der Zürcher Kaufleuten Lounge auf die neue FACES Ausgabe erheben. Gemeinsam mit Ihnen haben wir an der FACES Afterwork Vernissage geplaudert, gefeiert und getanzt – danke, dass Sie dabei waren! Und wie wir gefeiert haben, mit ordentlich Krawall und guter Laune. Denn zum Feiern gab es neben den neuen Seiten über Mode und Beauty genug: Sonne, Sommer und warme Temperaturen. Für die nötige Lockerung der Stimmung sorgte Grey Goose mit einem ganz speziellen Sommer-Welcome-Drink. Anschließend wurden unsere Leser, Freunde und all diejenigen, ohne die das Heft nicht jeden Monat erscheinen könnte, mit Goodies von Swarovski, MINI und Lancaster verwöhnt. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Ausgabe der Afterwork Vernissage und können’s kaum erwarten, wenn wir Ende August wieder gemeinsam mit Ihnen die Gläser klirren lassen!

Veni, Vidi, Vodka: Grey Goose verwöhnt uns mit dem perfekten Sommer-Cocktail „Le Grand Fizz“.

FACES Herausgeber und Chefredakteur Patrick Pierazzoli sitzt auf dem Trockenen – Nachschub bitte!

Model off duty? Stephan Boos weiß, wie man richtig posiert, und setzt unsere neue Ausgabe wunderbar in Szene.

Am Eingang erwartet Sie ein Rad des Glücks von Lancaster, wo Sie das nötige Equipment für den Sommer gewinnen können.

Highlights: On top of the world: Nicht nur in der Lounge, sondern auch auf der Dachterrasse genossen wir die Sonnenstrahlen. Fazit: Großartige Fete mit noch großartigeren Gästen!

Sparkle, sparkle: Swarovski zeigt uns die schönsten Schmuckstücke.

Diese Ladies und Gentlemen strahlen um die Wette: Hoch lebe FACES!

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Cheers, ein Hoch auf euch!

Spaßtag: Unsere Praktikantinnen Annika und Vanessa feiern nach dem Motto „nicht ohne mein Team“ und freuen sich, ein Teil der FACES-Familie zu sein.

Die ehemalige „glanz & gloria“ Moderatorin Nadja Zimmermann kennt den heißesten Gossip und tauscht sich mit Andreas Finke von Hauswirth PR aus.

Einmal Familie, immer Familie – auch unsere Ehemaligen Leila und Marco lassen sich blicken. Endlich wieder vereint: Unsere ehemalige Praktikantin Kim Strohmaier und unsere leitende Redakteurin Marina Warth freuen sich über das Wiedersehen.

Hemd und Krawatte – unsere Leser Massimo und Daniel haben sich für uns fein rausgeputzt.

Family time is quality time: FACES Praktikantin Helen bringt ihre Mutter Helen mit und stellt sie unserer Grafikerin Meret vor. Zum Wohl, Ladies!

Hip hip hurra, die neue FACES Ausgabe ist da!

Wer stiehlt hier wem die Show? Diese zwei hübschen Ladies zeigen sich von ihrer Schokoladenseite – und das neue MINI Cabrio auch.

Eisbrecher: Bettina und Reda stoßen heute zum ersten Mal miteinander an.

Mailand, Paris oder New York? FACES Leserinnen Marta und Anna sähen wir auch in der Front Row einer Modenschau.

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Tumbler on fire

23.5., Bacardi Legacy Global Cocktail Competition, Berlin Cheers my friends! Der philippinische Finalist Orman Bag-ao freut sich zusammen mit Manmohan Singh von Bacardi Indien und dem indischen Finalist Pawan Singh Rawat.

Text: Annika Kellenberger Fotos: Bacardi

Möge der Beste gewinnen! Für Bacardi gaben die besten Barkeeper am 23. Mai alles, um die Jury der „Bacardi Legacy Global Cocktail Competition“ in Berlin zu beeindrucken. Jedes Jahr wird der beste Cocktail gekürt – natürlich gemeinsam mit seinem Erfinder. Dass hier ein klassischer Sommerdrink nicht weit kommt, weiß jeder. Deshalb gaben die Teilnehmer aus aller Welt richtig Vollgas, um mit ihren Kreationen die Geschmacksknospen der Tester Salsa tanzen zu lassen. Der Hauptgewinn: eine einjährige Unterstützung der eigenen Barkeeper-Karriere durch Bacardi – ein Ritterschlag in der Bar-Szene! Freuen durfte sich der Belgier Ran Van Ongevalle, der sich mit seinem Drink „Clarita“ gegen 38 andere Nationen durchsetzen konnte. Seine Geheimzutaten neben dem BacardiRum? Öle und Meerwasser – also quasi back to basic.

Während dem Wettkampf darf dem australischen Finalist Dave Kerr kein Fehler unterlaufen, volle Konzentration bitte!

Highlights: Der Schweizer Martin Boremann aus Basel hat es unter die besten 16 geschafft. Fazit: Die Zeit heilt jeden Kater. Yes! Ran Van Ongevalle ist der diesjährige Gewinner und nimmt den Pokal mit nach Hause nach Belgien.

Mindestens genau so cool wie die Finalisten: die Gäste vor der Berliner Fabrik 23.

Gäste blicken gespannt auf den Schauplatz: die Bar Tausand in Berlin.

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Ja, hier haben sich tatsächlich Konkurrenten lieb. F A C E S

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Bad Vibes müssen weg! Was gibt’s da also besseres als eine Einlage Tai Chi von Iain Bell, Lehrer für Gesundheit und Wohlfühlen?

Das Fachsimpeln von Sandrae Lawrence, (Werbe Richterin von „The Cocktail Lovers“) und Dickie Cullimore (weltweiter Markenbotschafter für Bacardi Rum) verstehen wir leider nicht, halten jedoch den Moment gerne auf einem Bild fest. Jacob Briars sorgt mit einem Bacardi Daiquiri dafür, dass alles mit rechten Dingen zu und her geht.

Achtung, Ansteckungsgefahr: die Partylaune der Finalisten.

Kenny Klein (Finalist aus Österreich) und Ran Van Ongevalle (der belgische Gewinner) rufen zum Mitfeiern auf.

Richard Irwin (Bacardi Mittlerer Osten und Asien) wechselt für einen Abend den Schreibtisch gegen die Turntables.

Ganz vornehm lassen sich Allen Fang (China), Grave Tsai (Taiwan) und Christoph Henkel (Deutschland) für ein Gruppenfoto ablichten.

Dickie Cullimore, der globale Markenbotschafter von Bacardi Rum, erklärt die Spielregeln.

Erzählt Ian Burrel, globaler Markenbotschafter für Rum, hier etwa, was die Person am Hörer so alles verpasst?

Gleichzeitig einen frechen Drink mixen und dann noch Kommentieren? Ja, Anton Martaplais, der Finalist aus Weißrussland, scheint beides ziemlich gut im Griff zu haben.

Let the show begin! Kabarettistin Reuben Kaye heizt den Gästen richtig ein. Reichen unsere Barkeeper-Kenntnisse aus, um mit Gaston Arieu (Bacardi Argentinien) und Juan Coronado (Bacardi USA) mitzureden?

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Sand Ohne ihn ist Strand nur ein nasses Stück Erde. Aber Achtung, Sand ist längst nicht nur Beschäftigungstherapie am Meer, sondern nach Wasser einer der wichtigsten Rohstoffe unserer Welt. Doch das weiße Gold wird knapp – 40 Milliarden Tonnen verbrauchen wir pro Jahr und stecken diese in Häuser, Autobahnen oder künstliche Inseln. Für Tiere gibt’s den WWF, Greenpeace kümmert sich ums Meer und wir uns diesen Monat um den Sand, bevor er uns sprichwörtlich durch die Finger rinnt.

Die größte Sandburg der Welt wurde 2015 von Ted Siebert und einem 19köpfigen Team im Auftrag von Turkish Airlines errichtet. In Miami wurden 1'800 Tonnen Sand zu einer 13,97 m hohen Skulptur verbaut – mit einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde als Belohnung.

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Wird Sand nass entsteht Oberflächenspannung, und zwischen den Sandkörnern bilden sich kleinste Brücken, die den Sand kompakt zusammen halten. Trockener Sand zerrinnt zwischen den Fingern, feuchter Sand hält zusammen – das Prinzip des Sandburgenbauens. Experten empfehlen ein Verhältnis von 8:1 – acht Anteile Sand und ein Anteil Wasser. Sand wird langsam knapp. Ganze Strände wurden bereits für die Bauindustrie leergeräumt und lassen viele Bewohner ihre Existenz verlieren. Das UNUmweltprogramm UNEP schätzt, dass bereits 75 bis 95 Prozent aller Strände schwinden. Ohne die Hilfe von künstlichen Aufschüttungen würde es viele Strandstädte schon gar nicht mehr geben. In Marokko wurden bereits 40 bis 50 Prozent der Sandstrände gestohlen.

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The Wall Weltweit werden 2/3 aller Gebäude aus Stahlbeton gebaut, der wiederum zu 2/3 aus Sand besteht. Würde man mit dem jährlichen Verbrauch eine Mauer bauen, so würde sich diese dem Äquator entlang einmal um die Welt ziehen, wäre 27 Meter hoch und 27 Meter breit.

Könnte man Wüstensand für die große Nachfrage in der Bauindustrie nutzen, dann wäre der beliebte Rohstoff noch lange nicht so knapp. Leider ist der Sand aus der Wüste für die Bauindustrie zu fein.

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Nach Wasser ist Sand der meistgenutzte Rohstoff der Welt. Der größte Anteil wird in der Bauindustrie genutzt. So findet man Sand in Zement, Beton, Ziegelsteinen, Glas oder Farbe. Es wird davon ausgegangen, dass jährlich weltweit rund 15 Milliarden Tonnen Sand aus der Natur abgebaut werden – an Land oder im Wasser. Der Sandverbrauch wird auf 40 Milliarden Tonnen im Jahr geschätzt. Nehmen Sie sich ein bisschen mehr Zeit für den Spaziergang am Meer nach Praia do Cassino in Brasilien. Der längste Sandstrand der Welt misst nämlich 254 Kilometer.

254km

Weltweit gibt es Sandstrände in den unterschiedlichsten Farben. Die Strände erlangen ihren Farbton durch Mineralien, die je nach Land unterschiedlich stark vorhanden sind. Am häufigsten findet man Quarz, weil ein großer Teil der Erdkruste daraus besteht. Auf Hawaii gibt es schwarze und grüne Strände, die ihre Farbe von Basalt und Olivin bekommen. Ganz weiße Sandkörner setzen sich aus dem Kalkstein von Korallen zusammen. Abgestorbene Korallen werden weiß, durch das Meer zerkleinert und anschließend an den Strand gespült.

Auch Touristen tragen zur Sandknappheit bei: So nimmt ein Badegast in Mallorca am Tag unbewusst ca. 30 Gramm Sand mit ins Hotel. Der berühmte Strand Platja del Palma mit 30'000 Besuchern pro Saison verliert so ungefähr 82 Tonnen Sand. Das ließ den beliebten Strand in den vergangenen Jahren im Durchschnitt um 10 bis 15 Meter schrumpfen.

30 Gramm

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Singapur wächst ständig. 20 Prozent der Landfläche entstand mit Hilfe von Sandaufschüttungen. Bis heute sind bereits 130 Quadratkilometer dazugekommen, bis 2030 sollen weitere 100 km2 aufgeschüttet werden. Auch Dubai wächst auf Sand: 180 Millionen Kubikmeter Sand waren nötig, um die palmenförmige Insel aufzuschütten.

Sandkörner sind eigentlich winzig kleine Kieselsteine! Über Jahre hinweg werden Felsbrocken, Steine oder Kies durch Wasser transportiert und aufgrund von Zusammenstößen in Flüssen, Seen oder im Meer immer kleiner. Erst wenn sie kleiner als 2 Millimeter im Durchmesser sind, spricht man von Sandkörnern.

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Für den Bau eines mittelgroßen Hauses braucht man rund 200 Tonnen Sand. Für ein Krankenhaus werden schon 3'000 Tonnen benötigt und für den Bau eines Kernkraftwerks sogar 12 Millionen Tonnen. Ein Kilometer Autobahn verschlingt 30'000 Tonnen Sand.


FACES Schweiz, Sommerausgabe 2017  

People, Style & Stories

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