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93. Jahrgang

46 . Jahrgang

94. Jahrgang

Oktober 2024

Oktober 2024

Dezember 2025

ISSN 0038-9145

N 0171-5445

ISSN 0038-9145

Kopfbolzendübel mit fehlerbehafteten Schweißungen

Drohnenbasierte Korrosionsanalyse mit Hyperspektralbildern

– Geklebte Beulsteifen im Brückenbau

Instandsetzung Reussbrücke Fluhmühle

– Pulverlack-Beschichtungssystem für den Stahlwasserbau

Nachrüstung flusseiserner Geländer mit Schweißverbindung

– Trag- und Verformungsverhalten von Verteilrohrleitungen

CNN-based bolt preload in high-strength connections

– Eisenbahnbrücken in Chemnitz und Hannover

– Effizienz und Behaglichkeit von Wärmeenergie und Potentiale akkubetriebener Wärmekleidung in Innenräumen Ökobilanzielle Bewertung von Wohnbauten – Teil 1: Erreichbarkeit der KfW-Anforderungen „Klimafreundlicher Neubau“ Wärmedämmverbundsysteme mit Holzfaserdämmplatten

Leichte Decken mit großer Spannweite mit HSS-Sorten

Additiv gefertigte Fassadenhalter für Gebäudehüllen aus Metall

– Optimierung des Trittschallschutzes von Holzbalkendecken in Gründerzeithäusern – Teil 2: Deckenaufbau und Flankenübertragung

– Kombinierter Einsatz einer PV- und KWE-Anlage bei einem Wohngebäude mit Elektroauto

Zum Titelbild: Die Reussbrücke Fluhmühle in Luzern, eine denkmalgeschützte Halbparabelfachwerkbrücke von 1920/21, ist ein wichtiger Bestandteil der Bahnverbindung Zürich–Zug–Luzern. Eine Studie zur Instandsetzung umfasste die Bewertung des Korrosionsschutzes, statische Nachrechnungen sowie Dehnungsmessungen zur Bestimmung der Restlebensdauer kritischer Details. Da eine Totalsperrung nicht möglich ist, wurden die drei Überbauten nacheinander instandgesetzt und jeweils durch eine eigens konzipierte Hilfsbrücke ersetzt. Siehe auch Beitrag ab S. 733. Im Bild: Brücke in Einhausung während der Korrosionsschutzarbeiten (Foto: Stefan Wassmer).

Inhalt Stahlbau 12/25

EDITORIAL

Hetty Bigelow

725 Robust, wirtschaftlich, nachhaltig – die Zukunft der Eisenbahnbrücken

AUFSÄTZE UND BERICHTE

Dominik Thomas, Max Gündel

726

733

744

753

Drohnenbasierte Korrosionsdetektion mit Hyperspektralaufnahmen im sichtbaren Spektrum

Stefan Wassmer, Hetty Bigelow, Ann Schumacher, Alexandru Faloba

Instandsetzung Reussbrücke Fluhmühle

Ein Beispiel zum Erhalt historischer Stahlbrücken in der Schweiz

Thomas Ekwall

Vorgehensweise zur Nachrüstung flusseiserner Geländer mit geschweißten Einspannungen

Daniel Sahm, Daniel Pak

CNN-Based Determination of Bolt Preload in High-Strength Bolted Connections

Emilie Dupont, Marina D’Antimo, Claudia Cofano 765 Leichte Decken mit großer Spannweite mit HSS-Sorten

Markus Kuhnhenne, Marius Vontein, Marvin Lüdecke, Markus Feldmann, Justus Voelkel, Jan Bernsmann, Joana Schulte, Johannes Henrich Schleifenbaum, Mathias Bemm, Paul Kamrath 771 Additiv gefertigte Fassadenhalter für Gebäudehüllen aus Metall

784

Stahlbau aktuell

788 VERANSTALTUNGSKALENDER

94. Jahrgang

Dezember 2025, Heft 12 ISSN 0038-9145 (print)

ISSN 1437-1049 (online)

Stahlbau ist im Journal Citation Report von Clarivate Analytics (vormals Thomson Reuters) sowie in Scopus von Elsevier gelistet

Impact Factor 2024: 0,4

CiteScore 2024: 0,8

Produkte & Objekte

A4 Schweißverbindungen

A8 Brandschutz

http://wileyonlinelibrary.com/journal/stab

chweißen & chneiden 2025 überzeugte als hochkarätige �usiness-Plattform

�ie 20. Ausgabe der chweißen & chneiden begrüßte über 37.000 Gäste aus 100 Nationen in der Messe Essen. �ie �eltleitmesse für das Fügen, Trennen und �eschichten gab vom 15. bis 19. eptember 2025 die Gelegenheit, sich bei mehr als 800 Ausstellern aus 44 Ländern über die neuesten Technologien, Trends und Innovationen der �ranche zu informieren, zu ordern und persönlich auszutauschen. �ie Qualität und Internationalität der Fachbesucher waren herausragend. Zu den Top zehn der �esuchernationen aus dem Ausland zählten die Niederlande, Frankreich, Italien, �elgien, Polen, �rasilien, panien, Japan, Großbritannien und Nordirland sowie Österreich. �ier von fünf �esuchern verfügen über Entscheidungskompetenz.

„Die Schweißen & Schneiden 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Essen der zentrale Treffpunkt der weltweiten Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik ist. Nirgendwo sonst kommen so viele Entscheider, Experten und junge Talente zusammen, um Innovationen live zu erleben und Geschäftsbeziehungen über Kontinente hinweg zu vertiefen – genau das macht diese Messe einzigartig“, resümiert Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. Auch die Rebooking-Quote ist beeindruckend: 65 Prozent der Aussteller haben bereits ihre Fläche für 2029 gebucht.

Ein zentrales Merkmal der Schweißen & Schneiden 2025 war der hohe Anteil an Entscheidern: 80 Prozent der Besucher besitzen Einkaufs- und Beschaffungskompetenzen in ihrem Unternehmen. Aussteller hoben hervor, dass das Fachpublikum nicht nur mit fundierten Fragen, sondern auch mit konkreter Investitionsbereitschaft nach Essen reiste: Rund ein Drittel tätigte bereits während der Messe Bestellungen für durchschnittlich 840.000 Euro und kündigte weitere Investitionen im Nachgang an. Zu den Besuchern zählten insbesondere Vertreter großer Automobilhersteller, des Schiffbaus, der Energiewirtschaft, des Baugewerbes sowie der Rüstungsindustrie.

Dr.-Ing. Roland Boecking, Hauptgeschäftsführer des DVS –Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V., betont: „Die Schweißen & Schneiden 2025 kam zum richtigen Zeitpunkt, um der Branche neue Impulse zu verleihen. Fachleute aus der ganzen Welt haben die Schweißen & Schneiden als Platt-

�ild 1

Zur 20. Ausgabe der Schweißen & Schneiden kamen 37.000 Gäste aus 100 Nationen.

form für Innovationen genutzt. Mit unseren Jugendwettbewerben ist es uns gelungen, Nachwuchskräfte aus vielen Nationen für die Fügetechnik zu begeistern. Auch inhaltlich setzt die Weltleitmesse klare Zeichen. Ob Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Fachkräftemangel: Als wichtigster internationaler Branchentreff hat die Messe Lösungen für aktuelle Herausforderungen geliefert und Technologien für die Zukunft gezeigt.“

Top-Themen: �igitalisierung, Nachhaltigkeit und Nachwuchs

Während der fünf Messetage wurde deutlich: Die Schweißen & Schneiden verbindet Business, Innovation und Nachwuchs auf höchstem Niveau und positioniert sich als Branchentreffpunkt, Impulsgeber und praxisnahes Zukunftslabor.

In den Messehallen spiegelten sich die entscheidenden Zukunftsthemen der Branche wider: Kollaborierende und vollautomatisierte Roboter, vernetzte und nachhaltige Produktion, KI-gestützte Prozesse sowie Fachkräfte- und Nachwuchsförderung standen im Zentrum des Interesses. Lösungen zur CO 2 -Einsparung und neue Ansätze zur Arbeitssicherheit, etwa durch smarte Absauganlagen, zeigten eindrucksvoll die Innovationskraft der Branche. Digitalisierung und Automatisierung waren Querschnittsthemen, die nahezu alle Produktbereiche prägten.

Exzellentes �ahmenprogramm überzeugte

Was die Branche derzeit und künftig bewegt, wurde auch intensiv im neuen Future Hub diskutiert, der internationale Expertise auf der Bühne vereinte. Dort tauschten sich Branchenvertreter über die Chancen und Herausforderungen einer sich wandelnden Industrie aus, stellten aktuelle Projekte vor und wagten einen Blick in  besetzten, lebhaften Paneldiskussionen sowie Vorträge zu Automatisierungsprozessen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Im DVS-Congress, der am Messedienstag und -mittwoch im Rahmen der Schweißen & Schneiden stattfand, trafen Wissenschaft und

�ild 2 Im Rahmen des DVS-Bundeswettbewerbs „Jugend schweißt“ wurden die besten jungen Talente in verschiedenen Schweißkategorien ausgezeichnet.

Forschung auf Praxis und Anwendung. Hier ging es unter anderem um Themen wie Schiffbau, Additive Fertigung, Handgeführtes Laserstrahlschweißen und Qualitätssicherung.

�igitale Lösungen im Fokus

schweißt“ die besten jungen Talente ausgezeichnet. In der Einzelwertung im Lichtbogenhandschweißen holte Alexander Graf aus Thüringen den ersten Platz. Im MAG-Schweißen gewann Tim Roppes aus dem Saarland. Lukas Hammerschmidt aus Thüringen sicherte sich Gold im Gas-Schweißen. Beim WIG-Schweißen erreichte Tim von Trzebiatowsky aus dem Team Hamburg/SchleswigHolstein die höchste Punktzahl. Im Gruppenwettbewerb ging der Siegerpokal wie schon 2023 nach Westfalen. International sorgte die International Welding Competition mit Teilnehmenden aus zwölf Ländern für spannende Momente – mit einer Premiere: Ein reines Frauenteam aus Indien nahm erstmals teil und setzte ein starkes Zeichen für die Zukunft der Branche. Die Goldmedaille im E-Handschweißen ging an den Schweizer Diego Huegenell Lopes. Im MAG-Schweißen setzte sich Vedad Habibovic aus BosnienHerzegowina durch. Philip Lokow aus Deutschland holte den ersten Platz im Gas-Schweißen. Im WIG-Schweißen war Simon Schudel aus der Schweiz der Beste seines Fachs. Neben den zwei ersten Plätzen in der Einzelwertung gewann die Schweiz auch die Goldmedaille im Team.

Zudem hatten am DVS-Youngstertag Auszubildende und Studierende die Möglichkeit, die vielfältigen Karrierechancen der Branche kennenzulernen und mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

(Fotos: Messe Essen GmbH)

�eutsche �ahn: Gleisbauarbeiten ab sofort auch mit grünem tahl

�ie �� InfraGO konnte im ersten Jahr ihres �estehens ein großes �aupensum mit zahlreichen sanierten trecken, modernisierten �ahnhöfen sowie umfangreich erneuerter tellwerkstechnik bilanzieren. 2024 standen dem gemeinwohlorientierten Infrastrukturbereich der �eutschen �ahn dafür rund 16,9 Milliarden Euro zur �erfügung.

Zu den größten realisierten Vorhaben zählt die Generalsanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim. Zu den weiteren Vorhaben in ganz Deutschland zählen der Abschluss des viergleisigen Ausbaus im Abschnitt Forchheim-Eggolsheim auf der Strecke Nürnberg–Bamberg, einem Meilenstein für die Gesamtfertigstellung des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit 8 (München–Berlin) sowie der Ausbau auf der Gäubahn (Stuttgart–Singen).

„Die Sanierung unserer Schieneninfrastruktur treiben wir mit Konsequenz voran“, sagt Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG. Die Mittel für Instandhaltung und Investitionen 2024 seien komplett verbaut worden. Somit habe erstmals seit vielen Jahren die Überalterung der Anlagen im Bestand gestoppt werden können.

Bei den Investitionen in das Bestandsnetz stiegen die Mengen in fast allen Gewerken gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Bahnhöfen lagen Modernisierungsaufkommen und Inbetriebnahmen über jenen des Jahres 2023.

2024 lag der Fokus vor allem auf der Weichenerneuerung, da sich Störungen an Weichen signifikant auswirken. Alle geplanten 1.851 zu erneuernden Weichen wurden eingebaut, ein Plus von gut 30 Prozent.

Bei den Eisenbahn-Brücken summierten sich die abgeschlossenen Bauten flächenmäßig auf rund 40.000 Quadratmeter, ein Fünftel mehr als 2023. Beim Gleisbau lag die Menge mit 1.940 k m etwa auf Vorjahresniveau (1.989 k m). Mit 3.741 erneuerten Stelleinheiten lag der Zuwachs bei der Modernisierung der Stellwerkstechnik bei 72 Prozent.

Grüner tahl: �� InfraGO startet Pilotprojekt mit aarstahl

Für weitere Neu- und Bestandsprojekte hat DB InfraGO erstmals eine Vereinbarung zum Kauf von Schienen aus „grünem Stahl“ abgeschlossen. Der Liefervertrag mit Saarstahl Rail beläuft sich auf

rund 1.000 t k limafreundlichen Stahl für rund 22 Schienenkilometer.

Die erste Lieferung umfasst Gleise, die in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland verbaut werden sollen. Mit dieser Kooperation wollen beide Unternehmen ein wichtiges Zeichen für nachhaltige Lieferketten und Kreislaufwirtschaft in der Bahnindustrie setzen.

Der grüne Stahl von Saarstahl Rail wird im französischen Werk Saarstahl Ascoval hergestellt. Das Werk stellt Stahl nicht über die traditionelle Hochofenroute unter dem Einsatz von Eisenerz und Kohle her, sondern verwendet die sogenannte Elektrolichtbogenofen-Technologie, um aus Altschienen und Schrott neuen Stahl zu produzieren.

Im Vergleich zu Schienen, die über traditionelle Hochöfen produziert werden, fallen in Elektrolichtbogenöfen bis zu 70 % weniger CO2 e-Emissionen an. Bei 1.000 t grünem Stahl beträgt die CO 2 eEinsparung rund 1.800 t

„Mit dem Einsatz von emissionsreduziertem Stahl leisten wir einen wichtigen Beitrag, um auch unsere Baumaterialien und Beschaffungsprozesse in der Bahninfrastruktur noch nachhaltiger zu gestalten“, äußerte sich Philipp Nagl zu der Vereinbarung. Gemeinsam mit Saarstahl Rail zeige man in diesem Pilotprojekt, dass klimafreundliches Bauen und heimische Wertschöpfung Hand in Hand gehen können. „Darüber hinaus stärken wir Leitmärkte für emissionsreduzierte Baustoffe. So gestalten wir eine Infrastruktur, die dauerhaft nachhaltig und wirtschaftlich Bestand hat“, so Nagel weiter.

Jonathan Weber, Vorstand Transformation Saarstahl und verantwortlicher Vorstand für Saarstahl Rail, sprach ebenfalls von einem starken Signal für nachhaltiges Bauen, dass die Deutsche Bahn beim Ausbau der Bahninfrastruktur auf die CO 2 -arm hergestellte Schiene von Saarstahl Rail setzt. „Die grüne Schiene hat sich damit im internationalen Bahnsektor als wichtiger Baustein für das Gelingen der Mobilitätswende etabliert. Ein Vorbild für den Einsatz emissionsreduzierter Materialien in anderen Branchen.“

�eutsche �ahn soll 2040 klimaneutral sein

Die Schiene ist schon heute der klimafreundlichste motorisierte Verkehrsträger. Die Deutsche Bahn will bis 2040 klima-

�ild 1 Oberbauschweißen in Riesa.
(Quelle: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola)
�ild 2 Aluminothermisches Verbindungsschweißen.
(Quelle: DB Bahnbau Gruppe)

�ild 3 Schweißen von Gleisen.

neutral werden und hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf „Net-Zero“ zu reduzieren.

Mit Blick auf die aktuell drängendsten Herausforderungen durch den Klimawandel fokussiert sich die DB bei ihrer ökologischen Transformation auf die fünf Handlungsfelder Klimaresilienz, Klimaschutz, Ressourcenschutz, Umweltschutz und Lärmschutz.

Gleichzeitig investiert die DB in den kommenden Jahren massiv in eine zuverlässige Infrastruktur. Da bereits heute rund 50 % der Scope-3-Emissionen der Deutschen Bahn, also indirekte Treibhausgasemissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, auf Bautätigkeiten entfallen, setzt die DB auf emissionsreduzierte Baustoffe und erprobt den Einsatz von grünem Stahl und grünem Beton.

www.deutschebahn.com www.saarstahl-rail.com

Automatisierungslösungen für chweiß- und chneidprozesse vorgestellt

�as auf Automation und Industrieroboter spezialisierte �nternehmen Fanuc präsentierte auf der chweißen & chneiden 2025 in Essen komplette Automatisierungslösungen für chweiß- und chneidprozesse. Gezeigt wurde unter anderem ein neuer �-Positionierer, der Automatisierung, Präzision und �iederholgenauigkeit in chweißprozesse bringt. In Kombination mit Fanuc-Industrierobotern, die speziell für harsche chweißumgebungen ausgelegt sind, sorgt der �-Positionierer für hervorragende Ergebnisse etwa beim Lichtbogenschweißen.

Da das Schweißen eine Schlüsselanwendung für die Automatisierung in der Fertigung ist, entwickelt Fanuc ständig neue Technologien. Ein Beispiel für diesen innovationsorientierten Ansatz präsentierte das Unternehmen in einem Produkt-Teaser auf der Messe. Die modulare RTU (Robot Transfer Unit) des Unternehmens simulierte dabei eine Punktschweißanwendung mit einem Fanuc R-2000iD Industrieroboter. Die RTU, die erstmals in Europa vorgestellt wird, kann durch einfache Kombination von Modulen auf eine Hublänge von 1 bis 20 m (in 0,5-m-Schritten) angepasst werden.

Ein weiterer neuer Fanuc-Roboter ist der M-800/60-20B, der die Bewegung eines Precitec-Laserschneidkopfes über einem Blechwerkstück simuliert. Der M-800/60-20B bietet eine Bahngenauigkeit von ±0,1 mm dank verbesserter Steifigkeit, fortschrittlicher

Das international tätige Unternehmen Fanuc ist auf Automation und Industrieroboter für Hub- und Schweißarbeiten spezialisiert.

(Foto: Fanuc Deutschland GmbH)

Prozessüberwachung mit der neuen Robotersteuerung R-50iA und der serienmäßigen Accuracy and Stiffness Enhancement Option. In Essen stellte Fanuc außerdem mit dem Galvano Scanner LS3Di-A seine proprietäre Lösung für das schnelle Remote-Laserschweißen im laufenden Betrieb vor.

www.fanuc.eu

perfekte projekte

Butzkies Stahlbau GmbH Johann-Hinrich-Fehrs-Str. 2 D-25361 Krempe

+ 49 4824 309 - 0

office@butzkies.de www.butzkies.de

(Quelle: DB Bahnbau Gruppe/Stev Benz)

stahl-

und stahlbetonkonstruktionen

in Bestandsgebäuden: Einfache Ertüchtigung mit Brandschutzsystemen aus steinwolle

stahl- und stahlbetonkonstruktionen können mit steinwolle-dämmstoffen nachträglich so ertüchtigt werden, dass sie auch sehr hohen Anforderungen an den Brandschutz entsprechen. damit eröffnet steinwolle vielfältige Optionen für eine Weiter- oder umnutzung von Bestandsgebäuden.

Für Brandschutzprodukte gibt es derzeit noch keine europäisch harmonisierte Produktnorm, wie etwa für Wärmedämmstoffe. Nach der MVVTB (Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen) ist für das Produkt lediglich die Nichtbrennba rkeit nach DIN 4102-1 nachzuweisen. Diese wird in einem abP, also einem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis dokumentiert und auf dem Produktetikett durch das Ü-Zeichen deklariert. Wichtiger für den Planer und Verarbeiter ist in der Regel jedoch der Nachweis für die jeweilige Anwendung.

Grundlage für einen Anwendbarkeitsnachweis sind aufwändige Brandversuche, die entsprechend der geltenden Prüfnormen durchzuführen sind. Die Deutsche Rockwool gehört zu den Anbietern, die kontinuierlich die Anwendbarkeit ihrer Brandschutzbekleidungen im Zuge umfangreicher Prüfungen nachweist.

steinwolle statt Beton

Bei der Sanierung von Stahlbetonbauteilen mit unzureichender Betonüberdeckung (DIN 4102-4) oder bei einer notwendigen Ertüchtigung von Stahlbauteilen, z. B. wegen einer Nutzungsänderung von Gebäuden, setzen deshalb viele Fachbetriebe auf die angenehm zu verarbeitenden „Conlit Steelprotect Board“ Brandschutzplatten und „Conlit Steelprotect Section“ Rohrschalen von Rockwool. Sie werden aus nichtbrennbarer (Baustoffklasse A1/A2 nach DIN 4102, Teil 1), wärmedämmender Steinwolle gefertigt, sind formbeständig und können auf allen gängigen Stahlkonstruktionen und Stahlbetonbauteilen für eine Feuerwiderstandsdauer bis F180 eingesetzt werden. Ihre Anwendbarkeit bestätigen ein abP sowie ergänzende Gutachterliche Stellungnahmen. Verarbeiter können diese für ihre Nachweisführung heranziehen.

„Conlit Steelprotect Boards“ haben ein geringes Flächengewicht von nur ca. 4 kg/m2. Eine 10 mm dicke Lage der bewährten Brandschutzplatten ersetzt brandschutztechnisch eine 25 mm dicke Überdeckung aus Normalbeton. Soll eine unterste Geschossdecke nicht nur brandschutztechnisch, sondern auch wärmetechnisch ertüchtigt werden, so können alle „Conlit Steelprotect“ Bekleidungen mit Wärmedämmplatten wie der „Planarock Top“ von Rockwool kombiniert werden.

Die Anwendbarkeitsnachweise liefern alle notwendigen Details zur Dimensionierung und Konstruktion. Sie stehen zum Download auf der Website des Unternehmens bereit. Dort finden sich auch ein Video zur Verarbeitung des „Conlit Steelprotect“ Brandschutzsystems und die Broschüre „Conlit Brandschutz – Stahl- und Stahlbetonbau“ mit zahlreichen Detailzeichnungen.

Wenig Gewicht, voller Brandschutz

„Conlit Steelprotect Boards“ haben ein geringes Flächengewicht von nur ca. 4 kg/m 2 (bei einer verwendeten Dicke von 25 mm), was das Handling auf der Baustelle erleichtert und von Bedeutung für die Statik bei einer Sanierung und Umnutzung von Gebäuden sein kann. Umfangreiche Prüfungen und bautechnische Gutachten bestätigen, dass eine 10 m m dicke Lage der bewährten Brandschutzplatten bereits eine 25 m m dicke Überdeckung aus Normalbeton brandschutztechnisch ersetzt. Sollen z. B. eine unterste Geschossdecke oder ein Stahlträger im Au ßenbereich nicht nur brandschutztechnisch, sondern auch wärmetechnisch ertüchtigt werden, so können alle „Conlit Steelprotect“ Bekleidungen mit Wä rmedämmplatten von Rockwool wie der „Planarock Top“ kombiniert werden.

Befestigung von Brandschutzplatten

Das „Conlit Steelprotect“ Brandschutzsystem wird an Stahlbetonbauteilen in den meisten Fällen mechanisch, mit Stahlschrauben und -dübeln befestigt. Eine Befestigung mit Mörtelkleber ist ebenfalls nachgewiesen und damit zulässig.

Die Befestigung an Stahlbauteilen erfolgt durch einen formschlüssigen Verbund mit dem Stahlprofil bei gleichzeitiger Verklebung der Bekleidungsplatten untereinander mit „Conlit Fix“, einem Wasserglas-Kleber. Bei großen Plattenbreiten und fehlendem formschlüssigen Verbund ist eine Befestigung am Stahlbauteil mit Schweißnägeln erforderlich.

dimensionierung der Bekleidung

Die für den Brandschutz notwendige Bekleidungsdicke für Stahlbaukonstruktionen wird nach dem U/A-Verhältnis in m –1 bemessen. Der U/A-Wert beschreibt das Verhältnis von beflammtem Umfang U zur Querschnittfläche A des Stahlprofils. Für die gängigsten Stahlprofile sind die erforderlichen Bekleidungsdicken bei Verwendung von „Conlit Steelprotect“ Systeme in der Broschüre „Conlit Brandschutz Stahl- und Stahlbetonbau“ angegeben.

(Foto: Deutsche Rockwool)

Bei offenen Fragen bietet die Technische Fachberatung der Deutschen Rockwool individuelle Unterstützung. Der Hersteller kennt die Reserven im System „Conlit Steelprotect“ und wenn die jeweilige Anwendung nicht 1:1 in einem Anwendbarkeitsnachweis beschrieben wird, kann er im Vorfeld gemeinsam mit dem Planer nach Lösungen suchen, die sich auf der Grundlage von Brandversuchen bewerten lassen.

www.rockwool.de

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mageba gmbh Im Rinschenrott 3a 37079 Göttingen

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e-mail: info.de@mageba-group.com Internet: www.mageba-group.com

• Neubau, Sanierung und Montage von – Bauwerkslagern – Fahrbahnübergängen

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• Bauwerksüberwachung

Anbieterverzeichnis Produkte & Dienstleistungen

Dach und Wand

Gebäudeabdichtung

ISO-Chemie GmbH

Röntgenstr. 12 73431 Aalen Tel. 07361 94 90 0 info@iso-chemie.de www.iso-chemie.de

Kranbahnträger

Hoffmeier Industrieanlagen GmbH + Co. KG

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Telefon: +49 2388 33 333

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Pulverbeschichtung

ENVIRAL®

Oberflächenveredelung GmbH

Standort Deutschland Altdorfer Weg 6 D-14823 Niemegk Tel. +4933843/642-0 0800 368 47 25

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Standort Österreich Viktor-Kaplan-Allee 3 A-7023 Pöttelsdorf Tel. +432626/500-74 0800 400150

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Groß- & Kleinteil- sowie SerienPulverbeschichtung

Druck- & Schleuderstrahlen bis 13,6 m × 2,5 m × 4,0 m bis 17,5 m × 1,0 m × 2,0 m bis 4.000 kg

Stahlwasserbau

BAW-Zulassung nach Im1

Software für das Bauwesen

Gutsch & Exner Software GmbH

Rudolf-Wissell-Straße 18–20 D-37079 Göttingen

Tel. 0551 76717

Fax 0551 7703329

E-Mail: info@steeloffice.de Internet: www.steeloffice.de

mb AEC Software GmbH Europaallee 14 67657 Kaiserslautern

Tel. 0631 550999-11 Fax 0631 550999-20 info@mbaec.de www.mbaec.de

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Rüdesheimer Straße 7 80686 München

Tel.: +49 89 54726979-0 office@haslinger-stahlbau.de www.haslinger-stahlbau.de

Unger Stahlbau GmbH

Roßstraße 96 40476 Düsseldorf

Tel.: 0211/2297346-0 sales.dus@ungersteel.com

Stahlleichtbau

System-Bau-Elemente Vertriebs GmbH

Offenbachst. 1 81241 München

Telefon: 0 89 / 89 60 84-0

E-Mail: info@sbe-zeta.de Internet: www.sbe-zeta.de

Statiksoftware

Strahlen

ENVIRAL® Oberflächenveredelung GmbH mit Standorten in: Deutschland: www.enviral.eu ‚ Österreich: www.enviral.eu siehe Eintrag „Pulverbeschichtung“

Verbundbau

Software für den Verbundbau

Kretz Software GmbH Europaallee 14 67657 Kaiserslautern Tel. 0631 550999-11 Fax 0631 550999-20 info@kretz.de ww.kretz.de

Conpatec Software

Kornhausstraße 3

D-34513 Waldeck

Tel. 05634-9947508 contact@conpatec.de www.conpatec.de

Stahlverbundbau

verbundhochdrei GmbH

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Robust, wirtschaftlich, nachhaltig – die Zukunft der Eisenbahnbrücken

Brückenbauwerke sind ein wesentlicher Bestandteil des Eisenbahninfrastrukturnetzes. Eine unterhaltsarme, dauerhafte Bauweise ist Voraussetzung eines zuverlässigen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Betriebs. Eine wesentliche Fragestellung des Substanzerhalts ist, durch welche Maßnahmen das Erreichen der vorgesehenen Nutzungsdauer sichergestellt, oder verlängert werden kann. Dabei resultieren für Maßnahmen auf bestehenden Eisenbahnlinien i.d.R. größere Herausforderungen als bei Ausbauprojekten. Betriebsunterbrechungen gilt es auf ein Minimum zu beschränken. Kurze Sperrpausen wirken sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus und können helfen, den CO2-Ausstoss durch etwaige Umleitungen und Ersatzverkehre zu reduzieren.

Das Schweizerische Normenwesen legt für heute neugebaute Brücken – als Bauwerke mit übergeordneter Bedeutung –eine Nutzungsdauer von 100 Jahren fest, was auch den Empfehlungen der Europäischen Normen entspricht. Im Bereich der Eisenbahnbrücken in Stahl- und Verbundbauweise gibt es etablierte Konstruktionstypen, die bereits wiederholt mit Nutzungsdauern von über 100 Jahren ihre Dauerhaftigkeit und Robustheit bewiesen haben. Im Bereich der Verbundbrücken sind primär die Walzträger-in-Beton (WiB-)Brücken zu nennen. Sie bilden mit ca. 20 % einen signifikanten Bestandteil des Brückenportfolios der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Der größte Anteil der WiB-Brücken im SBB-Portfolio wurde vor 1950 gebaut. Aufgrund der guten Erfahrungen (Robustheit, Nachhaltigkeit, etc.) sind sie nach wie vor Varianten für Neu- und Ersatzbau. Ihr Einsatzbereich ist allerdings auf kurze bis mittlere Spannweiten beschränkt. Die anhaltende Relevanz der Bauweise wird dadurch unterstrichen, dass das Panel of Structural Experts (PoSE) des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) entschieden hat, den UIC Kodex 773 «Empfehlungen für die Berechnung von Eisenbahnbrücken aus Walzträgern in Beton» zu aktualisieren.

Stahlbrücken überspannen in vielen Fällen große Spannweiten. Der Umgang mit ihren älteren Vertreterinnen ist auf verschiedenen Ebenen anspruchsvoll. Korrosionsschutzmaßnahmen lassen sich i.d.R. nicht ausschließlich in kurzen Sperrpausen realisieren. Schadstoffe in vorhandenen Altbeschichtungen können zusätzliche Anforderungen an die Ausführungen stellen und Einhausungen erforderlich machen. Wenn die örtlichen Bedingungen es zulassen, werden die Korrosionsschutzarbeiten bei laufendem Betrieb durchgeführt, beispielsweise bei den Rheinbrücken Eglisau und Feuerthalen. Ist eine Totalerneuerung des Korrosionsschutzes nicht bei laufendem Betrieb möglich, werden Konzepte unter Einsatz von Hilfsbrücken – wie auch bei der in dieser Ausgabe vorgestellten Reussbrücke Fluhmühle – oder längere Sperrungen des Bauwerks benötigt. Je komplexer und zeitaufwändiger die erforderlichen Maßnahmen, desto größere Vorlaufzeiten für Planungen und betriebliche Absprachen sind erforderlich, was bei der Suche nach einem optimalen Zeitpunkt für eine Erneuerung zu berücksichtigen ist.

Beim Umgang mit historischen Bauwerken ist, neben Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit geplanter Massnahmen, auch der Denkmalpflege eine besondere Bedeutung beizumessen, vor allem, wenn die Brücke einen wichtigen Bestandteil von Ortsbildern darstellt. Die Bauwerkssicherheit steht dabei an erster Stelle. Statische Aspekte, die in die Beurteilung von Bestandsbauten einfließen, sind insbesondere bei älteren Brücken primär Fragen nach der Ermüdungssicherheit, wobei natürlich auch strategische Entscheidungen, z.B. eine Erhöhung der Streckenklasse, dazu führen können, dass ein Bauwerk ersetzt werden muss.

Ob die Instandsetzung historischer Bauwerke oder der Ersatz durch neue, moderne Systeme und Materialien—für uns Ingenieurinnen und Ingenieure hält die Zukunft in jedem Fall spannende Aufgaben bereit.

Dr.-Ing. Hetty Bigelow, SBB AG

Hetty Bigelow

Aus dem Inhalt

Durchschnittliche BDSV-Lagerverkaufspreise für Stahlschrottsorten in Deutschland 784

Erzeugerpreisindex Stahl (2021 = 100) 784

Zum Gedenken an Dr.-Ing. Klaus Stiglat – einen Wegbereiter der Baukultur 785

Das Eidetische bei Klaus Stiglat (1932–2025)

Münchner Stahlbautage 2026

Veranstaltungskalender

AKTUELLES

Stahlbau aktuell 12/25

Durchschnittliche BDSV-Lagerverkaufspreise für Stahlschrottsorten in Deutschland

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) www.bdsv.org/unser-service/markt-preise

AKTUELLES

Erzeugerpreisindex Stahl (2021 = 100)

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025

PERSÖNLICHES

Zum Gedenken an Dr.-Ing. Klaus Stiglat – einen Wegbereiter der Baukultur

Dr.-Ing. Klaus Stiglat ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Mit ihm verliert das Bauingenieurwesen eine seiner prägenden Persönlichkeiten, einen unermüdlichen Streiter für Qualität, Klarheit und Haltung – und der Verlag Ernst & Sohn einen engen Wegbegleiter, der über Jahrzehnte das Selbstverständnis der Bauingenieurkunst entscheidend geprägt hat. Sein Wirken verband Ingenieur-Kompetenz und Baukultur auf eine Weise, wie man ihr nur selten begegnet: mit klarem Denken, sprachlicher Präzision und tiefem Verantwortungsbewusstsein für das, was gebaut wird.

Stets stand bei Klaus Stiglat das Bestreben im Vordergrund, Theorie und Praxis des Bauens miteinander zu verbinden. Nach seinem Studium in Karlsruhe promovierte er 1962 mit einer Arbeit über die numerische Berechnung von Platten – ein Thema, das damals ebenso visionär wie handwerklich fundiert war. Sein Denken war nie nur rechnerisch, sondern immer von der Überzeugung getragen, dass technische Exaktheit und gestalterische Kraft untrennbar zusammengehören. Mit der Gründung der Ingenieurgruppe Bauen schuf er gemeinsam mit Kollegen ein Umfeld, in dem dieses Verständnis verankert werden konnte – als Ausdruck gelebter Ingenieurkultur, nicht als akademische Theorie.

Seine Verbindung zum Verlag Ernst & Sohn begann früh und hielt über sechs Jahrzehnte an. 1966 erschien mit „Platten“ – gemeinsam mit Herbert Wippel – eines der meistgenutzten Nachschlagewerke seiner Zeit. Von seinen Anwendern wurde es bald nur noch „Sti-Wi“ genannt – ein Synonym für Zuverlässigkeit, Praxisnähe und Klarheit. Auch später blieb er dem Verlag eng verbunden, sei es als Autor, als Gestalter redaktioneller Leitlinien oder als kritischer Beobachter des Ingenieurberufs. Insgesamt veröffentlichte er mehr als 100 Zeitschriftenbeiträge und zahlreiche Bücher – eine außergewöhn-

liche Bilanz. Werke wie „Bauingenieur? Bauingenieur!“, „Apokalypse Bau“ oder „Bücher sind Brücken“ zeigen seine seltene Fähigkeit, fachliche Themen mit menschlicher Haltung zu verbinden – oft mit einem Schuss Ironie, aber nie ohne Ernst.

Von 1975 bis 1998 leitete Klaus Stiglat die traditionsreiche Zeitschrift „Beton- und Stahlbetonbau“. In diesen fast 25 Jahren prägte er ihr Gesicht, gab ihr eine unverwechselbare Stimme und verstand sie als Forum der Bauingenieurkunst im besten Sinne. Er sah die Redaktion nicht als neutrale Instanz, sondern als gestaltende Kraft: als Ort des Austauschs zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Idee und Ausführung. Unter seiner Schriftleitung wurde die Zeitschrift zu einem Spiegel des Berufsstandes – mit Haltung, Sprache und Anspruch. Seine Kommentare „In eigener Sache“ waren stets mehr als redaktionelle Anmerkungen: Sie waren Appelle an das Selbstverständnis der Ingenieure, an die Fähigkeit zum Denken und Urteilen. Mit feinem Gespür sprach er Themen an, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben – von der Qualität der Ausbildung über die ausufernde Normung bis hin zu den Gefahren einer kritiklosen Computergläubigkeit. Auch nach der Übergabe der Schriftleitung blieb er der Zeitschrift stets verbunden und die derzeitige Schriftleitung erhielt oft einen guten Ratschlag.

Die Entwicklung der Baukultur war ihm eine Herzensangelegenheit. Er sah in ihr nicht nur die Aufgabe des Architekten, sondern eine zentrale Verantwortung des Ingenieurs. Aus dieser Haltung heraus initiierte er 1988 den Ingenieurbaupreis von Ernst & Sohn – als Ausdruck seiner tiefen Überzeugung, dass herausragende Ingenieurleistungen öffentlich wahrgenommen, gewürdigt und kritisch diskutiert werden müssen. In seinem Essay „Brücken – Form – Konstruktion – Kritik“ schrieb er: „Wir versäumen mit jeder nicht stattgefundenen Diskussion und Kritik […] eine Vertiefung unserer Erfahrung und Sicherheit auf dem Gebiet der Gestaltung.“ Genau diese Haltung lag dem Preis zugrunde. Er wollte eine Kultur der Anerkennung und des Diskurses schaffen – einen Ort, an dem die gestalterische und gesellschaftliche Bedeutung des Ingenieurbaus sichtbar wird. Der Ingenieurbaupreis war damit weit mehr als ein Wettbewerb: Er war sein Plädoyer für die Baukultur, für das Nachdenken über das, was Ingenieure schaffen. Die von ihm geprägten Bewertungskriterien – Konstruktion, Innovation, Interdisziplinarität, Ästhetik und Nachhaltigkeit – fassen bis heute zusammen,

wofür Klaus Stiglat stand: für ganzheitliches Denken, für das Gleichgewicht von Vernunft und Form, von Technik und Ethik.

Auch als Autor blieb er Lehrer und Fragender zugleich. In seinem 2012 in der Bautechnik erschienenen Essay „Brücken –Form – Konstruktion – Kritik“ formulierte er vielleicht am klarsten, was ihn bewegte: den Ruf nach einer Konstruktionskritik, die den Ingenieuren hilft, ihre Werke auch kulturell zu verstehen. „Inneres und Äußeres ergeben ein stimmiges Werk“, schrieb er – ein Satz, der sein Lebenswerk treffend zusammenfasst. In dieser Haltung zeigt sich der Mensch Klaus Stiglat: verantwortlich, offen, von tiefer Neugier getragen, ohne jede Eitelkeit. Er forderte, dass Ingenieure ihre Entwürfe nicht nur auf dem Papier bewerten, sondern auch anhand der gebauten Großform reflektieren sollten; dass sie sehen lernen, was ihre Bauwerke bedeuten. Er lehrte, dass Gestaltung kein Beiwerk ist, sondern Ausdruck von Verantwortung. Seine Essays waren daher mehr als Fachtexte – sie waren Einladungen zum Denken, zur Selbstprüfung – und zur Freude am eigenen Beruf.

Der Verlag Ernst & Sohn ist dankbar, seinen Namen mit dem Wirken von Klaus Stiglat verbunden zu sehen. Viele seiner Werke entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Redaktionen der „Bautechnik“. Für Generationen von Ingenieuren wurde er zu einem Wegweiser, der aufzeigte, dass technische Exzellenz ohne kulturelle Haltung leer bleibt. In seinen Texten wie in seiner Arbeit als Ingenieur verband sich beides – das Rationale und das Gestaltende, das Analytische und das Poetische.

Mit seinem Tod verliert das Bauingenieurwesen eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte mit Leidenschaft und Weitsicht gewirkt hat. Sein Werk bleibt, ebenso wie sein Anspruch an uns alle: das Bauingenieurwesen als Kunst des Denkens, Gestaltens und Verantwortens weiterzutragen.

Im Namen der Redaktion und des Verlags danken wir einem großen Bauingenieur, Kollegen und Freund.

Dirk Jesse

Chefredakteur „Bautechnik“

Konrad Bergmeister

Chefredakteur „Beton- und Stahlbetonbau“

Franka Stürmer

Geschäftsführerin Ernst & Sohn

Klaus Stiglat
Quelle: Ernst & Sohn

Das Eidetische bei Klaus Stiglat (1932–2025)

Am 6. Oktober 2025 schloss Klaus Stiglat in Karlsruhe für immer die Augen. Seine Verdienste um die Kunst des Konstruierens im Ingenieurbau in gesellschaftlicher Verantwortung und deren formvollendete sprachliche Darstellung finden in diesem Heft aus berufener Feder ihre Würdigung. Im Folgenden wird exemplarisch die Rolle des Denkens in Bildern und des bildhaften Gestaltens im Werken und Wirken Klaus Stiglats herausgeschält.

Der französische Germanist Pierre Bertaux (1907–1986) fasste das poetische Denken Friedrich Hölderlins (1770–1843) trefflich als eidetisches, nichtlineares, anschauliches Denken auf, das ihm Urform des Denkens ist. So sind auch Bücher Brücken zum Bild, das der Ingenieur mit seinem inneren Auge à la Eugene Shallcross Ferguson (1916–2004) wahrzunehmen versteht: Bücher als potenzielle Produktionsstätten von Bildern mittels des eidetischen Denkens als Brücke – sich gleichsam zwischen Buch und Bild spannend. Für den Bauingenieur sind diese drei „B“ unhintergehbar, weil der Kern seiner Tätigkeit in der Verschränkung von Gestalten, Erkennen und Verantworten besteht. Oft überwiegt das Erkennen und nur manchmal tritt das Gestalten, immer aber das Verantworten in den Vordergrund. Klaus Stiglat stritt stets für die Gleichberechtigung des Gestaltens mit dem Erkennen und dem Verantworten in der Arbeit des Bauingenieurs (Bild 1). Die Freisetzung der elementaren Kräfte des Gestaltens gelingt dem Bauingenieur dann und nur dann, wenn er Bilder seines erinnernden Denkens zu mobilisieren und in ihrer spielerischen Bewegung neue zu schaffen vermag. Auf dieser Basis kann die strukturale Komposition von Tragwerken gelingen, die durch die dialektische Bewegung von Anmut und Gesetz bestimmt ist.

Dass dem Bauingenieur Bücher Brücken zum Bild sein können, zeigt Stiglats letzte Buchveröffentlichung „Bücher sind Brücken“ (2017) eindrucksvoll auf. Dort verwebt Klaus Stiglat die Bildungsgeschichte seiner Bibliothek mit der Geschichte der Bildung des Bauingenieurs von der frühen Neuzeit bis in unsere Zeit. Es ist die große Erzählung eines beratenden Bauingenieurs in Gestalt einer dichten literarischen Miniatur, die weit über respektable Gedanken bei der Übergabe seiner Bibliothek an das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) angesiedelte Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai) hinausweist. Mit diesem Buch (Bild 2) setzte Stiglat den Schlussstein der Übergabe seiner Bibliothek und legte gleichzeitig den Grundstein künftigen Lernens, Forschens und Genießens am saai.

Aber hier soll es nicht um Ingenieurliteratur gehen und auch nicht um die Bilder der Wissenschaften vom Machen (s. Bild 1), also der Technikwissenschaften, sondern um die künstlerische Produktion von Bildern im Schaffen Klaus Stiglats. Die Kontinentaldrift von Kunst und Technik setzte in der frühen Neuzeit ein und führte schließlich zum Schisma der Baukunst: Der historische Prozess der Trennung der nützlichen von den schönen Künsten im Bauen war schon mit der Wende zum 19. Jahrhundert besiegelt. Es gab immer wieder Versuche, dieses Schisma aufzuheben, so schon vom früh vollendeten Berliner Baugenie Friedrich Gilly (1772–1800) oder auch von Jörg Schlaich (1934–2021), dessen Credo lautete: „Die Baukunst ist unteilbar!“

„Entstanden ist die Ästhetik als Diskurs über den Körper“, notierte der britische Literaturtheoretiker Terry Eagleton zu Beginn seiner 1994 publizierten „Ästhetik“. Nur die sinnliche Erkenntnis ermöglicht das Fließgleichgewicht zwischen den Allgemeinheiten der Vernunft und den Einzelheiten der Sinne. Und so kann auch

der Strom des Produzierens von Skizzen, Zeichnungen, Karikaturen, aber auch von Essays und anderen literarischen Formen im Œuvre von Klaus Stiglat gedeutet werden. Ein Beispiel ist seine am 29. Mai 1997 in Tusche ausgeführte Zeichnung (Bild 3), die er dem Unterzeichner verehrte und auf deren Rückseite Klaus Stiglat Rilkes Gedicht „Vom Meer. Capri Piccola Marina“ (1908) niederschrieb.

Klaus Stiglat wählte aus dem Strom seines künstlerischen Schaffens in erster Linie Karikaturen zur Publikation aus, etwa „Schon genormt?“ (1993), „Schon zertifiziert?“ (1998) oder „Apokalypse Bau“ (2010). Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. So gab die IngenieurGruppe Bauen, die er mitbegründet hatte, das Buch „Meer und mehr“ (2010) heraus, welches 140 Karikaturen zum Strandleben enthält, die den Geist feiner Ironie atmen. Mehrmals erfreute er von ihm geschätzte Menschen mit seinen Privatdrucken, als da sind „Linolschnitte aus dreißig Jahren“ (2013), der Karikaturenband „Wind und Wellen in Lacanau Océan. Auf dem 45. Breitengrad N“ (2018) sowie das Brückenfotoalbum „Eine lange Geschichte“ (2019).

Auch auf literarischer Ebene schien das Eidetische bei Klaus Stiglat auf. Er verstand sich vortrefflich auf die Kunst des Briefeschreibens, einer Kunst, die vielen Zeitgenossen als antiquiert gilt. Am 21. Dezember 2010 erhielt der Unterzeichner von Klaus Stiglat einen Brief, in dem er das Gewölbegleichnis Heinrich von Kleists (1777–1811) in kurzen Strichen erzählte. Dort zitierte Klaus Stiglat einleitend aus dem Drama „Penthesilea“ (1808), in dem Kleist im 9. Auftritt Prothoe zur Königin P. sagen lässt:

Und wenn der ganze Orkus auf dich drückte!

Steh, stehe fest, wie das Gewölbe steht,

Weil seiner Blöcke jeder stürzen will!

Eine Zeichnung Klaus Stiglats vom 29. Mai 1997

Bild 2 Cover des Buches „Bücher sind Brücken“ (2017)
Bild 1 Das Tetraeder der Wissenschaften vom Machen (Technikwissenschaften)
Bild 3

Im Weihnachtsbrief verwies Klaus Stiglat auf den wichtigsten Tag im Leben von Kleist, den 16. November 1800. An diesem Tage glaubte Kleist während eines Spaziergangs durch Würzburg, beim Anblick der untergehenden Sonne den Niedergang seines Glücks zu sehen. Noch am selben Tage drückte der Dichter diese Empfindung in einem Brief an seine Verlobte Wilhelmine von Zenge (1780–1852) wie folgt aus: „Da ging ich, in mich gekehrt, durch das gewölbte Tor, sinnend zurück in die Stadt. Warum, dachte ich, sinkt wohl das Gewölbe nicht ein, da es doch keine Stütze hat? Es steht, antwortete ich, weil alle Steine auf einmal einstürzen wollen –und ich zog aus diesem Gedanken einen unbeschreiblich erquicklichen Trost, der mich bis zu dem entscheidenden Augenblicke immer mit der Hoffnung zur Seite stand, dass auch ich mich halten würde, wenn alles mich sinken lässt.“ Nach diesem – mich zutiefst ergreifenden – Zitat klebte Klaus Stiglat in seinem Weihnachtsbrief das von Kleist gezeichnete Gewölbe (Bild 4) ein, welches dieser als

VERANSTALTUNGEN UND TERMINE Münchner Stahlbautage 2026

Am 23. und 24. April 2026 finden wieder die Münchner Stahlbautage statt. Diese werden von den Stahlbaulehrstühlen der TU München, der Hochschule München sowie der UdBW München ausgerichtet. Am ersten Tag geht es um aktuelle Stahlbaunormung, wie der 2. Generation des Eurocodes, Stahlbaubemessung mit FEM oder Lastannahmen. Dem folgen Berichte zu vier Brückenbauprojekten, e.g. zur Rheinbrücke Leverkusen oder der Talbrücke Thulba sowie Vorträge zur Nachhaltigkeit im Stahlbau. Am Abend geht es traditionell zum Augustiner, wo die Münchner UniBand Baulärm aufspielt.

Der zweite Tag beginnt mit sechs Vorträgen Münchner Nachwuchswissenschaftler zur

Zusatz am 30. Dezember 1800 an seine Verlobte sandte.

Klaus Stiglat kommentierte dann das Gewölbegleichnis mit den Worten: „So kann Standsicherheit und ‚Statik‘ auch ausgedrückt werden: uns Menschen Halt und ‚Verstand‘ gebend.“ Wie wahr, dachte ich beim Lesen des Briefes! Aber Klaus Stiglat ließ nochmals Kleist zu Wort kommen, wie dieser redlich um Bereicherung seiner Verlobten Verstand bemüht war: „Von Dir werde ich freilich nicht verlangen, dass Du durch Deine Beobachtungen die Wissenschaften mit Wahrheiten bereicherst, aber Deinen Verstand kannst

Du damit bereichern […] Das ist es, […], wozu ich Dir in diesem Bogen die Anleitung geben will.“ Dazu schrieb Klaus Stiglat am Ende seines Briefes: „Das Ziel, lieber Herr Kurrer, haben wir allesamt etwas aus den Augen verloren. Doch der Weg ist nicht versperrt.“

Klaus Stiglats Brief vermittelte dem Unterzeichner Hoffnung und Zuversicht und regte ihn an, sich mit dem Werk Heinrich von Kleists auseinanderzusetzen.

In seiner als Privatdruck verbreiteten Autobiografie „Blicke zurück“ (2007) erinnerte Klaus Stiglat am Ende seines Textes in Dankbarkeit und Liebe an seine Mutter – an seinen Ursprung. Wie dichtete Hölderlin in seinem Gedicht „Lebenslauf“? „Doch es kehret umsonst nicht / Unser Bogen, woher er kommt.“

Der Unterzeichner verneigt sich vor Klaus Stiglat und wird stets seiner gedenken.

Karl-Eugen Kurrer, Berlin

aktuellen Stahlbauforschung. Dem folgen Vorträge zu geschraubten Verbindungen nach DASt-Richtlinie 024, Tellerfedern für ermüdungssichere Schraubverbindungen sowie zu neuen BDK-Praxisansätzen. Anschließend wird Stahlbau-Chefredakteur Bernhard Hauke (Ernst & Sohn) die besten Vorträge junger Wissenschaftler auszeichnen. Abschließend gibt es noch etwas zu Stahlwasserbau, zur vollautomatisierten HFH-Behandlung sowie zum Ausgleich von Montagetoleranzen mit Verbundmörtel.

Münchner Stahlbautage 2026

23.–24. April 2026, Hochschule München Info & Anmeldung: https://tinyurl.com/Stahlbautage

den Münchner Stahlbautagen 2024 den StahlbauNachwuchspreis für den besten Vortrag für seine Untersuchungen an alten Brücken aus Flusseisen.

Bild 4 Kleists Skizze des gewölbten Würzburger
Tores
Fabian Seitz von der UdBW München bekam auf

VERANSTALTUNGSKALENDER

Kongresse – Symposien – Seminare

– Messen

Änderungen vorbehalten – bitte beachten Sie die aktuellen Informationen der jeweiligen Veranstalter:innen.

Dresden 18.-19.03.2026

Dresden 19.-20.03.2025

München

35. Dresdner Brückenbausymposium (DBBS) 2026

Glasbau

24.-26.03.2026 digitalBAU 2026

Kopenhagen, Denmark 21.-24.04.2026

Atlanta, USA 22.-24.04.2026

München 23.-24.04.2026

Krakau, Polen 16.-18.09.2026

Bielefeld 17.-18.09.2026

Essen 30.09.-02.10.2026

IABSE Symposium Copenhagen 2026: Bridging Advanced Technologies — Structural Innovation

2026 World Steel Bridge Symposium

Münchener Stahlbautage

EUROSTEEL 2026 full paper submission: 15.01.2026

42. Deutscher Stahlbautag

8th TensiNet Symposium 2026 & 7th Essener Membranbau Symposium 2026

Düsseldorf 20.-23. Oktober 2026 glasstec

https://tu-dresden.de/bu/bauingenieurwesen/imb/ das-institut/veranstaltungen/DBBS

https://tu-dresden.de/bu/bauingenieurwesen/ bauko/veranstaltungen/glasbauDresden

https://digital-bau.com/de/

https://iabse.org/copenhagen2026

https://www.aisc.org/nsba/prize-bridge-awards/

https://tinyurl.com/Stahlbautage

https://eurosteel2026.org/

https://deutscher-stahlbautag.com/

https://www.uni-due.de/iml/tensinet-ems2026.php

https://www.glasstec.de/

Impressum

Die Zeitschrift „Stahlbau“ veröffentlicht Beiträge über Stahlbau-, Verbundbau- und Leichtmetallkonstruktionen im gesamten Bauwesen. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Planung und Ausführung von Bauten, Berechnungs- und Bemessungsverfahren, der Verbindungstechnik, dem Versuchswesen sowie Forschungsvorhaben und -ergebnissen.

Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schrift liche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – durch Foto kopie, Mikrofilm oder andere Verfahren –reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsanlagen, verwendbare Sprache übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk oder Fernsehsendung, im Magnetton verfahren oder auf ähnlichem Wege bleiben vorbehalten. Waren bezeichnungen, Handelsnamen oder Gebrauchsnamen, die in der Zeitschrift veröffentlicht werden, sind nicht als frei im Sinne der Markenschutz- und Warenzeichen-Gesetze zu betrachten, auch wenn sie nicht eigens als geschützte Bezeichnungen gekennzeichnet sind.

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Dr.-Ing. Hetty Bigelow SBB AG, Bern

Prof. Dr.-Ing. Markus Feldmann RWTH Aachen

Prof. Dr. sc. techn. habil. Markus Knobloch Universität Stuttgart

DI Georg Matzner Österreichischer Stahlbauverband, Wien

Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Martin Mensinger Technische Universität München

Dr.-Ing. Ralf Podleschny IFBS – Internationaler Verband für den Metallleichtbau, Krefeld

Prof. Dr.-Ing. Markus Schäfer University of Luxembourg

Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann Technische Universität Dresden

Prof. Dr. Andreas Taras Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

Prof. Dr.-Ing. Thomas Ummenhofer Karlsruher Institut für Technologie

Prof. DI Dr. Harald Unterweger Technische Universität Graz

Der Beitrag behandelt den Entwurf, die statische Berechnung und die Ausführung zweier ähnlicher Wohnhochhäuser in Frankfurt am Main mit 15 bzw. 17 oberirdischen Geschossen. Über einem zweigeschossigen Sockel für Eingang und Technikräume ragen die Wohngeschosse deutlich hervor, was eine Abfangung der Fassadenstützen erforderlich macht. Diese Abfangung wird durch eine innovative, rundum auskragende und vorgespannte Stahlverbundkonstruktion oberhalb des Sockels realisiert. Bild: Hafen Park Quartier Süd, Bauteil 7 und 8 (Quelle: Weiske und Partner). (Bericht: J. Landsberger, U. Breuninger: Innovativer Stahlverbundbau, Wohnhochhäuser des Hafen Park Quartier Süd in Frankfurt am Main).

Vorschau 1/26

Michael Schäfers, Martin Mensinger, Shaghayegh Ameri, Jochen Zehfuß

Tragverhalten von Hohlprofilverbundstützen mit Blechlamellenkern aus hochfesten Stählen

Jonas Landsberger, Ulrich Breuninger

Innovativer Stahlverbundbau, Wohnhochhäuser des Hafen Park Quartier Süd in Frankfurt am Main

Christoph Seeßelberg, Rolf Kindmann, Matthias Kraus, Jan Vette Neues Nachweisverfahren BDK-direkt für Kranbahnträger aus doppeltsymmetrischen Walzprofilen – Einfeldträger und Durchlaufträger

Daniel Sahm, Daniel Pak

CNN-Based Determination of Bolt Preload in High-Strength Bolted Connections

(Änderungen vorbehalten)

The article on the fatigue life prediction of welded steel components using geometric scan data by Robert Lang addresses the service life assessment of welded steel components subjected to cyclic loads. Traditional methods rely on empirical data and provide rough geometric guidelines. Advances in scanning technology and numerical mechanics have led to interest in using real geometric data for better life assessment. This article discusses current practices, the problem of notch sensitivity, and the use of scan data for stress calculation.

(from: R. Lang: Fatigue life prediction of welded steel components based on geometric scan data)

www.ernst-und-sohn.de/en/steel-construction

Sara Uszball, Markus Knobloch

Modelling the post-fire material behaviour of high- and ultra-high-strength steels

Robert Lang

Fatigue life prediction of welded steel components based on geometric scan data

Raphael Erlemann, Karsten Geißler

Impact of bridge-specific manufacturing conditions on fatigue of welded joints

Kevin Mouradian, André Beyer, Maël Couchaux

Monotonic tensile tests on cruciform welded connections with imperfections: Effects of root gap, undercut and lack of penetration

Mirco Meissner, Helen Bartsch, Markus Feldmann

Influence of the temperature-dependent toughness on the structural resistance of high-strength steels

Batuhan Der, František Wald, Martin Vild

Numerical design calculation of flush endplate connections at elevated temperatures

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