10 121. Jahrgang Oktober 2026 ISSN 0005-9900
Beton- und Stahlbetonbau
Beton- und Stahlbetonbau 121. Jahrgang (2026) Heft 10
‐ Carbonstäbe aus rezyklierten Carbonfasern ‐ Stäbe aus faserverstärktem Kunststoff ‐ Torsion bei Balken mit stabförmiger FVK-Bewehrung ‐ Rissbildung in carbonbetonverstärkten Platten ‐ Klebverbindungen ‐ Sorelzement als schaltbares Bindemittel ‐ Verstärken von Brücken mit Carbonbeton ‐ Multimodaler robotischer Fließfertigungsprozess
25/09/26 3:49 PM
Beton in Bewegung. Exzellente Wirtschaftlichkeit und hohe Servicefreundlichkeit stecken in jedem Detail unserer innovativen Produkte. Unser Know-How für Ihren Erfolg. www.liebherr.com
Betontechnik
BEST_121_10_cover.indd 2
Beton- und Inhalt Stahlbetonbau 10/26 Zum Titelbild: Eine Bewehrung aus faserverstärktem Kunststoff (FVK) bietet gegenüber konventionellem Betonstahl insbesondere Vorteile hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit, Eigengewicht und Zugfestigkeit. Die vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton erarbeitete DAfStb-Richtlinie „Betonbauteile mit nichtmetallischer Bewehrung“ regelt die Bemessung und konstruktive Durchbildung von Betonbauteilen mit FVK-Bewehrung. Da jedoch bislang nur unzureichende Erfahrungen zu torsionsbeanspruchten Betonbauteilen mit FVK-Bewehrung vorlagen, wird die Torsionsbemessung in der Richtlinie noch nicht geregelt. Vor diesem Hintergrund wurden Untersuchungen zum Torsionstragverhalten von Betonbalken mit stabförmiger FVK-Bewehrung durchgeführt und darauf aufbauend ein Berechnungsansatz entwickelt. Das Titelbild zeigt das Innere eines im Rahmen dieses Forschungsvorhabens geprüften Bewehrungskorbs aus stabförmiger Basaltfaser-Kunststoffbewehrung. Detaillierte Informationen zu den Untersuchungen und deren Ergebnissen enthält der Beitrag auf S. 942–959. (Foto: Marvin Wilkening)
EDITORIAL 919
Birgit Beckmann Wie wollen wir bauen?” AUFSÄTZE
920
Enrico Baumgärtel, Paul Heber, Matthias Overberg, André Seidel, Christopher Albe, Heike Metschies, Steffen Marx, Birgit Beckmann Carbonstäbe aus rezyklierten Carbonfasern Erste Tastversuche zum Verbundverhalten von Stäben aus rezyklierten Carbonfasern
932
René Basters, Matthias Pahn Drucktragverhalten von Stäben aus faserverstärktem Kunststoff in mehrschichtigen Stahlbetonfassaden
942
Marvin Wilkening, Stephan Görtz, Vincent Oettel Torsionstragfähigkeit von Betonbalken mit stabförmiger Bewehrung aus faserverstärktem Kunststoff
960
David Sandmann, Elisabeth Schütze, Alexander Schumann, Birgit Beckmann, Steffen Marx Rissbildungsverhalten in carbonbetonverstärkten Stahlbetonplatten
970
Christopher Gehrig, Yvonne Ciupack Klebverbindungen im Wandel – vom Stahlbetonbau zu Betonen mit nichtmetallischer Bewehrung
978
Julius Scheel, Eduarda Dilkin, Marco Liebscher, Martin Claßen Sorelzement als schaltbares Bindemittel für lösbare Fertigteilverbindungen und Bewehrungsstöße im Carbonbetonbau BERICHTE
989 121. Jahrgang Oktober 2026, Heft 10 ISSN 0005-9900 (print) ISSN 1437-1006 (online)
999
Peer-reviewed journal Die Beton- und Stahlbetonbau ist im Journal Citation Report von Clarivate Analytics (vormals Thomson Reuters) sowie in Scopus von Elsevier gelistet. Impact Factor 2025: CiteScore 2025:
1,0 2,4
http://wileyonlinelibrary.com/journal/best
Kristina Aldermann, Alexander Schumann, Elisabeth Schütze, David Sandmann, Birgit Beckmann, Steffen Marx Verstärken von Brücken mit Carbonbeton – Überblick zu ausgeführten Projekten in Deutschland Sven Engel, Jan Hendricks, Felix Menzel, Eduarda Dilkin, Josef Hegger, Martin Claßen Multimodaler robotischer Fließfertigungsprozess – Automatisierte Herstellung eines modularen, materialeffizienten CFK-bewehrten Betondeckensystems AKTUELLE FORSCHUNG
1015
Enrico Baumgärtel Dissertation: Experimentelle Untersuchung des Zugtragverhaltens von Halbzeugen aus rezyklierten Carbonfasern
1019 1022
BETON- UND STAHLBETONBAU AKTUELL VERANSTALTUNGEN Produkte & Projekte
A4 A8 A12
best70234.indd 905
Bewehrungs-, Befestigungs- und Verbindungstechnik Wiederverwertung und Nachhaltigkeit Software
28-09-2026 13:41:02
Bewehrungs-, Befestigungs- und Verbindungstechnik
ANZEIGE
Intelligent Bauen mit Schöck
Intelligente Anschlusslösungen von Schöck für vorgefertigte Bauteile haben bereits in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten zur Umsetzung der neuen Bau-Effizienz beigetragen. Diese Expertise bildet die Grundlage für jedes neue Bauprojekt: Tragende Wärmedämmelemente für den nachträglichen Anschluss von Balkonen und Attiken sowie für Stützen und Wände, Trittschalldämmelemente für den Einbau von Treppenpodesten in bestehende Treppenhäuser und thermisch trennende Verbindungen für hochwertige Betonfassaden ermöglichen schnelle und effiziente Bauabläufe.
Trocken anschließen, flexibel gestalten: Schöck Tronsole® M Mit Tronsole® M erweitert Schöck sein bewährtes Trittschallschutzsystem für den Anschluss von Treppenpodesten an die Treppenhauswand. Die Produktneuheit vereint die Vorzüge einer intelligenten Anschlusslösung für das modulare, serielle oder ele-
(Foto: Schöck Bauteile GmbH)
Mit einem ganzheitlichen Ansatz legt die Schöck Bauteile GmbH den Fokus auf schnelles, bauzeitenflexibles und wirtschaftliches Bauen: Das Unternehmen bietet intelligente Anschlusslösungen für eine moderne Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad, wie das serielle, modulare und elementierte Bauen. Mit wegweisenden Produktneuheiten sowie kunden- und objektspezifischen Lösungen setzt Schöck damit neue Maßstäbe im Bauwesen.
Bild 2
Auch bei Treppen kann der Bauablauf mit intelligenten Lösungen und Bauteilen deutlich beschleunigt werden. Im Bild: Ein mit dem Tritt schalldämmelement Schöck Tronsole® vorgefertigtes Treppenpodest wird in Rekordzeit in das bestehende Gebäude eingehoben und an die Gebäudewand angeschlossen.
mentierte Bauen mit effektivem Trittschallschutz – effiziente i ndustrielle Fertigung, flexibler Einbau und individuelle Gestaltungsfreiheit. Mit dem neuen Trittschalldämmelement für den nachträglichen trockenen Anschluss vorgefertigter Treppenpodeste lässt sich der Bauablauf flexibler, schneller und damit wirtschaftlicher ausführen.
Balkone in Rekordzeit: Schöck Isokorb® IQ Mit dem neuen tragenden Wärmedämmelement Schöck Isokorb® IQ wird erstmals der nachträgliche wärmebrückenminimierte Anschluss von Fertigteilbalkonen an Neubauten möglich – ganz ohne Gerüst oder Abstützungen. Die bauzeitenflexible und trockene Montage des neuen Produkts reduziert nicht nur den Aufwand auf der Baustelle, sondern erhöht auch die Planbarkeit im Bauablauf. Dank der flexiblen Montagezeit können Fertigteilbalkone mit Isokorb® IQ in nur wenigen Minuten direkt auf der Baustelle justin-time angebracht werden. Bei der Montage bleibt die Fläche unter dem Balkon frei und eröffnet zusätzlichen Gestaltungsfreiraum. Planende und Architekten gewinnen mit Schöck Isokorb® IQ zudem hohe Flexibilität bei der Positionierung der Balkone an der Fassade.
(Foto: © Marcel van Kerkhoven)
Neuer Service: Anschlussdetails als Inspiration für die Planung
Bild 1
Mit Schöck Isokorb® IQ gewinnen Planer und Architekten hohe Flexibilität bei der Positionierung der Balkone an der Fassade – für Freiheit bei der Fassadengestaltung und individuelle Bau vorhaben. Im Bild: Projekt One Milky Way, Den Haag / NL
A4
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
Als neuen Service für Planer und andere Baubeteiligte bietet Schöck ab sofort auf der Webseite Anschlussdetails für verschiedene Bauaufgaben und Anwendungen an. Die praxisnahen Lösungsideen sollen in der frühen Planungsphase bewährte Lösungen als auch neue Wege für anspruchsvolle Geometrien und besondere Anforderungen aufzeigen – neben modularen Bauweisen auch für den modernen Holzhybridbau.
Hier mehr erfahren: www.schoeck.com/de/anschlussdetails Dranbleiben für weitere spannende Entwicklungen aus dem Hause Schöck: www.schoeck.com/de/intelligent-bauen
Bewehrungs-, Befestigungs- und Verbindungstechnik
ANZEIGE
(Foto: HRC-Europe)
Allgemeine Bauartgenehmigung für Betonstähle mit Ankerkopf von HRC Europe
Bild 1
Durchbildung der Bewehrung eines Brückenquerträgers mit runden HRC150 Ankerköpfen.
Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG Z-1.5-316) für die Betonstähle mit Ankerkopf HRC100- und HRC200 der Firma HRC Europe ausgestellt. Diese Produkte tragen bereits die CE-Kennzeichnung und besitzen eine Leistungserklärung, basiert auf ETA-08/0035. Mit der Kombination „ETA + aBG“ haben die HRC100- und HRC200-Serie damit eine Zulassung, die der bekannten allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) entspricht. In Deutschland wird häufig die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) als Verwendbarkeitsnachweis für Bauprodukte verwen-
Bild 2
HRC Betonstähle mit Ankerkopf erleichtern die Planung und Durch bildung und erlauben einen schnellen, sicheren Einbau.
det. Eine abZ enthält Informationen zu allen Aspekten des betreffenden Bauproduktes, einschließlich der Planung und Bemessung. Auf Europäischem Niveau existiert eine Europäischen Technischen Bewertung (ETA), welche die Grundlage für Leistungserklärungen und die CE-Kennzeichnung bildet. Eine ETA beinhaltet eine technische Produktbeschreibung, die wesentlichen Merkmale und Leistungsangaben des Produktes, sowie Bedingungen zur Verwendung. Eine ETA enthält keine Information zur Planung und Bemessung.
Mit unseren Baustoffen lassen sich Ideen verwirklichen. Jetzt mehr über Produkte, Services und Anwendungen erfahren.
© 2026 Cemex, S.A.B. de C.V. Alle Rechte vorbehalten.
Bewehrungs-, Befestigungs- und Verbindungstechnik
ANZEIGE
Die entstehende Differenz zwischen dem Inhalt einer abZ und einer ETA, wird durch die allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) ausgeglichen. Eine aBG beschreibt nicht das eigentliche Produkt, sondern seine Anwendung, inklusive Planung und Bemessung. In der Summe entspricht also die Kombination „ETA + aBG“ der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ).
Anbeginn Bestandteil der Produktpalette. Jahrzehnte mit Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Bewehrungsprodukten sind die Grundlage für unsere Expertise und Zuverlässigkeit, sowie unseren Kundenservice.
HRC Europe produziert und liefert seit 1985 Betonstahlprodukte an Bauprojekte aller Art. Betonstähle mit Ankerkopf waren seit
www.hrc-europe.de
Bild 1
Die 12 Spezialelemente aus dem Hause Kirchdorfer
Schutzwandsysteme aus dem Hause Kirchdorfer absolvierten einen erfolgreichen Einsatz auf der neuen Formel-1-Rennstrecke in Madrid. Mehr als 3.300 DELTABLOC Betonschutzelemente sicherten Fahrer, Streckenpersonal und Zuschauende am neuen MADRINGRundkurs – darunter zwölf Prototyp-Elemente mit deutlich reduziertem CO₂-Fußabdruck. Vom 11. bis 13. September 2026 wurde auf dem neu errichteten Stadtkurs in Madrid erstmals ein internationaler Grand Prix ausgetragen. Der rund 5,4 km lange semipermanente Rundkurs wird von mehr als 3.300 DELTABLOC® Betonschutzelementen, Emergency-Gates und speziellen Pit Wall Elementen zur Absicherung der Boxengasse gesichert. Für DELTABLOC, ein eher kleine Unternehmen mit Sitz im iederösterreichischen Wöllersdorf, und ihrer Mutter, der n ,Kirchdorfer Gruppe stellt das Projekt einen bedeutenden Schritt in ihrem Engagement für die Sicherheit im internationalen Motorsport dar. Die speziellen Rennstreckensysteme basieren auf der langjährigen Erfahrung der Unternehmensgruppe in der Entwicklung und Prüfung von Fahrzeug-Rückhaltesystemen aus Beton und Stahl.
La Monumental – 550 m Länge und 24 % Querneigung Eine der markantesten Passagen des neuen Rundkurses ist die rund 550 m lange Kurve „La Monumental“. Mit einer Querneigung von 24 % zählt sie zu den längsten und technisch anspruchsvollsten überhöhten Kurven im internationalen Motorsport. Die außerge-
A6
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
(Foto: Geobrugg)
(Foto: Geobrugg)
Schutzwandsysteme für Rennstrecken: Patentierte Verankerungsbolzen ermöglichen schnelle Montage und Reparatur
Bild 2
DELTABLOC® Betonschutzwände im Bereich der Kurve „La Monu mental“. Die rund 550 m lange Steilkurve weist eine maximale Quer neigung von 24 % auf, eine Herausforderung für die Montagetechnik der Betonschutzwände.
wöhnliche Geometrie stellte besondere Anforderungen an die Streckenabsicherung. Während Betonschutzwände üblicherweise auf weitgehend ebenen Flächen aufgestellt werden, mussten die Elemente in der stark geneigten Kurve konstruktiv gegen ein Abrutschen gesichert werden. Dazu wurden die Schutzwände mit patentierten Verankerungsbolzen im Untergrund fixiert. Diese ermöglichen im Falle eines Anprallereignisses eine rasche Montage, Reparatur oder Demontage. Die Installation in Madrid umfasst auch Pit Wall Elemente und Emergency Gate Systeme. Damit stehen für die unterschiedlichen Streckenbereiche aufeinander abgestimmte Systemlösungen zur Verfügung. Auf den Betonschutzelementen wurden hochfeste Stahldraht-Fangzäune des Schweizer Projektpartners Geobrugg montiert. Die miteinander kombinierten Systeme übernehmen unterschiedliche Funktionen: Die Betonschutzwände dienen der Rückhaltung und kontrollierten Umlenkung von Fahrzeugen, während die Fangzäune dazu beitragen, Fahrzeugteile und Trümmer vom Zuschauerund Streckenpostenbereich fernzuhalten. „Im Motorsport gelten besonders hohe Anforderungen an die Schutzeinrichtungen, wobei das abgestimmte Zusammenwirken der unterschiedlichen Elemente wie Betonschutzwände, Fangzäune oder Emergency-Gates wesentlich ist. Mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich crashgetesteter Betonschutzwände leisten wir einen wichtigen technischen Beitrag zum Schutz von Fahrern, Streckenpersonal und Zuschauern“, erklärt Thomas Edl, Geschäftsführer der DELTABLOC International GmbH.
Bewehrungs-, Befestigungs- und Verbindungstechnik
ANZEIGE
CO2-reduzierte Schutzwände erstmals im Einsatz
(Foto: Kirchdorfer Gruppe)
Eine weitere Besonderheit bilden zwölf CO2-reduzierte (*Carbon Balanced Product Stage (A1-A3) auf SSB 100 mDF nach EN 15804, ISO 14040) ausgeführte Sonderelemente im Bereich der Boxengasse. Produziert wurde diese von der MABA Fertigteilindustrie GmbH am Standort Micheldorf, der österreichischen Schwester von DELTABLOC. Bei ihrer Herstellung wurden konsequent Maßnahmen zur Reduktion des produktbezogenen CO₂-Fußabdrucks nach dem DELTABLOC® Carbon-Balanced-Konzept umgesetzt. Dazu zählen der Einsatz einer speziellen Bewehrung sowie eine CO₂optimierte Betonrezeptur mit klinkerreduziertem Zement und ausgewählten Recycling- und Sekundärrohstoffen als Betonzusatzstoffe. Die Spezialelemente zeigen, wie technische Anforderungen an die Streckensicherheit mit nachhaltiger Betontechnologie vereinbar sind. Bild 3
Vierte Rennstrecke mit DELTABLOC® Systemen Der MADRING ist die vierte Rennstrecke, auf der DELTABLOC® Race Track Safety Systeme eingesetzt werden. Den Anfang bildete der A1 Motor Park in Bulgarien; weitere Projekte folgten in, Thailand und Argentinien. Die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten ermöglicht es, die Betonschutzelemente nahe am jeweiligen Projektstandort zu produzieren. „Das Lizenzmodell von DELTABLOC gestattet es uns, öster reichisches Sicherheits-Know-how mit regionaler Produktion und definierten Qualitätsanforderungen zu verbinden. Die realisierten internationalen Projekte zeigen die Leistungsfähigkeit dieses Modells bei technisch und logistisch außergewöhnlich anspruchsvollen
Die Pit Wall-Elemente für einen gesicherten Arbeitsbereich des Teams
Rennstreckenprojekten. Man wird DELTABLOC bald auf weiteren Rennstrecken sehen“, betont João Paulo Pereira da Silva, Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe. Mit dem erfolgreichen Abschluss des letzten Rennwochenendes hat DELTABLOC eine entscheidende Bewährungsprobe unter realen Einsatzbedingungen absolviert. Für die Kirchdorfer Gruppe ist das Projekt ein international bedeutender Meilenstein für den Einsatz modularer Betonschutzwandsysteme auf Rennstrecken nach neuesten Sicherheitsstandards. www.kirchdorfer.at
Wo Verbundträger sich breit machen, schaffen sie mehr Raum. Für einen ungehinderten Blick aufs Wesentliche, ohne störende Stützen. Hohe Belastungen und große Spannweiten – vor allem bei geringen Konstruktionshöhen – sind ihre Spezialität. Daher spielen sie immer eine tragende Rolle. Auch in Krankenhäusern, Schulen, Geschäftshäusern und Bürogebäuden.
Goethestraße 37 Tel. 06128 / 21470 Fax 06128 / 21670
65232 Taunusstein info@al-verbund.de www.al-verbund.de
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
A7
Wiederverwertung und Nachhaltigkeit
ANZEIGE
Arturo ReleaseFloor für zirkuläres Bauen: Innovation macht ablösbare und recycelbare PU-Böden zur Realität
Bild 1
Die Innovation von Arturo ReleaseFloor liegt im konsequent umgesetzten Kreislaufprinzip. Nach der Nutzungsphase werden Kratzspachtelung und Verlaufbeschichtung gemeinsam entfernt, während die Grundierung auf dem Untergrund verbleibt. Eine neue Verlaufbeschichtung kann unmittelbar verlegt werden und ermöglicht flexible Raumgestaltungen mit attraktiven fugenlosen Bodendesigns.
Mit dem neuen Bodensystem Arturo ReleaseFloor bringt Arturo, Hersteller für funktionelle und dekorative Bodenbeschichtungen, eine Innovation auf den Markt, die zirkuläre Bauweisen ermöglicht und ESG-Kriterien erfüllt. Das System besteht aus einer wiederverwendbaren Grundierung sowie einer recycelbaren Kratzspachtelung und PU-Verlaufbeschichtung. Zusammen lassen sie sich von der Grundierung leicht ablösen und zu Granulat verarbeiten. Dieses kann mehrfach als Füllstoff für neue Kratzspachtelungen und Beschichtungen verwendet werden. Arturo ReleaseFloor bietet fugenloses Design, Ästhetik und Komfort und lässt sich wie gewohnt verlegen. Die kreislauffähige Verlaufbeschichtung eignet sich für Büros, Gesundheitseinrichtungen Schulen, Shops, Wohnungen, Hotels und Restaurants. Die Baubranche befindet sich im Wandel. Zirkularität wird zur Notwendigkeit, denn zunehmende Ressourcenknappheit, Klimawandel und verschärfte ESG-Richtlinien veranlassen Architekten, Bauherren, Projekt- und Immobilienentwickler sowie Verarbeiter zu einem grundlegenden Umdenken. Mit ReleaseFloor präsentiert Arturo nun die erste ablösbare Verlaufbeschichtung und das erste zirkuläre System für Verlaufbeschichtungen auf dem deutschen Markt – eine Lösung, die technische Performance und Design mit konsequenter Kreislaufwirtschaft verbindet.
Systemaufbau: Intelligente Bodenlösung für Zirkularität ReleaseFloor basiert auf einem durchdachten Schichtaufbau, der Rückbaubarkeit von Beginn an mitdenkt. Die Basis bilden der Arturo AC6600 Release Primer, eine Spezialgrundierung, die für starke Haftung auf dem Untergrund sorgt und dabei mindestens drei Renovierungszyklen standhält, gefolgt von der Arturo PU6030 Kratzspachtelung. Sie verschließt den Untergund luftdicht und sorgt für eine optimale Haftung zwischen den Schichten. Damit lässt sich die Schicht selbst – inklusive der darauf aufgetragenen Verlaufbeschichtung – ganz einfach entfernen. Zum Einsatz kommen dafür die bewährten Arturo PU2030, PU2050 oder Arturo Mistral, versiegelt mit einer PU-Versiegelung. Das Ergebnis ist eine fugenlose, ästhetisch hochwertige Oberfläche, die alle technischen Anforderungen an moderne Verlaufbeschichtungen erfüllt – mit dem entscheidenden Unterschied, dass sie rückbaubar ist und die Bestandteile in den Materialkreislauf zurückgeführt werden können.
Wirtschaftliche Vorteile über den Lebenszyklus ReleaseFloor bietet Flexibilität für zukünftige Renovierungen. „Die Ablösbarkeit ist ein entscheidender Faktor für die zirkuläre
Bild 2
Arturo ReleaseFloor erfüllt höchste Nachhaltigkeits- und Qualitätsstandards: AgBB-zertifiziert für niedrigste Emissionswerte, DIBt-Gutachten für Bauvorschriftenkonformität, kompatibel mit Cradle to Cradle (Arturo PU2030 und PU2050 Verlaufbeschichtungen), BREEAM und LEED. Architekten, Projektentwickler, Bauherren und Verarbeiter erhalten volle Designfreiheit ohne Nachhaltigkeitsabstriche.
A8
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
Wiederverwertung und Nachhaltigkeit
(Fotos: Uzin Utz)
ANZEIGE
Bild 3
Die Basis von Arturo ReleaseFloor bilden der Arturo AC6600 Release Primer, eine Spezialgrundierung, die für starke Haftung auf dem Untergrund sorgt und dabei mindestens drei Renovierungszyklen standhält, gefolgt von der Arturo PU6030 Kratzspachtelung. Sie verschließt den Untergrund luftdicht und sorgt für eine optimale Haftung zwischen den Schichten. Damit lässt sich die Schicht selbst – inklusive der darauf aufgetragenen Verlaufbeschich tung – ganz einfach entfernen.
Transformation der Bauindustrie. Bislang boten Verlaufbeschichtungen keine zirkuläre Option: Sie waren dauerhaft mit dem Untergrund verbunden und verursachten bei der Erneuerung Abfall“, begründet Jens Zubke, Verkaufsleiter Arturo Deutschland, die Entwicklung des innovativen Systems. Arturo ReleaseFloor lässt sich mit einem Stripper schnell entfernen, der Untergrund ist unmittelbar für die neue Beschichtung vorbereitet. Aufwendige Arbeiten wie Fräsen, Schleifen oder Spachteln des Untergrunds entfallen. Dies reduziert Renovierungskosten sowie Ausfallzeiten und verbessert die Rentabilität. Verarbeiter benötigen kein zusätzliches Werkzeug, die Beschichtung wird in herkömmlicher Arbeitsweise appliziert.
Konsequent umgesetztes Kreislaufprinzip: vom Abfall zum Rohstoff Nach der Nutzungsphase werden Kratzspachtelung und Verlaufbeschichtung gemeinsam entfernt, während die Grundierung auf dem Untergrund verbleibt. Da beide Komponenten, die Kratzspachtelung und die Verlaufbeschichtung, aus identischer chemischer Zusammensetzung bestehen, lassen sie sich ohne Qualitätsverlust zu Granulat verarbeiten. Dieses wird nach Korngrößen sortiert: Gröbere Partikel finden in neuen Kratzspachtelungen, feinere in Verlaufbeschichtungen Verwendung. Die Verlaufbeschichtung
durchläuft mehrere Recyclingzyklen, während die Grundierung mindestens dreimal wiederverwendet werden kann. So entsteht ein echter Materialkreislauf.
ESG-Konformität und Gestaltungsfreiheit Arturo ReleaseFloor erfüllt höchste Nachhaltigkeits- und Qualitätsstandards: AgBB-zertifiziert für niedrigste Emissionswerte und ein gutes Raumklima, DIBt-Gutachten für Bauvorschriftenkon formität, kompatibel mit Cradle to Cradle (Arturo PU2030 und PU2050 Verlaufbeschichtungen), BREEAM und LEED. Architekten, Projektentwickler, Bauherren und Verarbeiter erhalten volle Designfreiheit ohne Nachhaltigkeitsabstriche – die komplette Farbpalette der Arturo Verlaufbeschichtungen steht zur Verfügung. Nutzer erhalten ein Zertifikat mit Informationen zu Nachhaltigkeitslabeln und zur Entfernung der ablösbaren Verlaufbeschichtung. Das neue System ist ab sofort in Deutschland, den Nieder landen und in UK erhältlich. Mehr Informationen gibt es auf ReleaseFloor: die erste lösbare, zirkuläre Verlaufbeschichtung von Arturo
www.arturoflooring.com
Artikeldatenbank mehr als 31.000 Artikel aus allen Ernst & Sohn Zeitschriften zurück bis 1961 einfache Recherche PDF-Download alle Ausgaben der Ernst & Sohn Sonderhefte
www.ernst-und-sohn.de/ artikeldatenbank
xxx
ZS_1_4_quer_181x63_Artikeldatenbank.indd 1
16.05.2022 17:53:19
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
A9
Wiederverwertung und Nachhaltigkeit
ANZEIGE
Klimadecken im Geschosswohnbau: Nachbarunabhängige Wartung erstmals direkt von unten
Bild 1
Für den Neubau in Holz-Beton-Hybridbauweise erweist sich die DX-Therm-Decke mit einem Gewicht von nur 325 kg/m2 als sehr vorteilhaft.
Ein technischer Kniff beim Neubau eines Seniorenwohnzentrums in Zirndorf (Bayern) macht den Einsatz thermoaktiver Deckensysteme im mehrgeschossigen Wohnungsbau noch attraktiver: Anstatt wie üblich über die Fußböden der darüberliegenden Wohnungen, erfolgt hier der Zugriff auf die Raumklimadecke direkt von unten. Damit setzte der Betonfertigteilspezialist Dennert bei seinen DX-ThermDecken erstmals auf eine Kopplungsstrategie, die Wartungs- bzw. Instandsetzungsarbeiten deutlich vereinfacht und gleichzeitig rechtliche Hürden sowie erheblichen Abstimmungsaufwand umgeht. Im Geschossbau werden die Rohrleitungen für Heiz-Kühl-Deckensysteme normalerweise im Fußbodenaufbau der darüberliegenden Wohnung gekoppelt – der dann für eventuelle Reparaturarbeiten geöffnet werden müsste. Daher legten die Auftraggeber der Zirndorfer Eigentumswohnanlage großen Wert darauf, dass die DX-ThermAnschlüsse direkt über die jeweilige Wohnung erreichbar sind.
Bild 2
In Kombination mit einer reversiblen Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik sorgt das System für eine hocheffiziente Energieversor gung bei hohem Wohnkomfort.
böden der Obergeschosse liegen, entfiel der aufwendige Schutz vor Trittschäden während der Ausbauphase und Fenster- oder Elektroinstallation. Der Innenausbau ging deutlich zügiger und ohne gegenseitige Behinderung vonstatten.
Decken-Leichtgewicht entlastet die Statik Diese Technik ist in ein nachhaltiges Gesamtkonzept eingebunden: Der dreigeschossige, L-förmige Neubau mit einer Grundfläche von 870 m 2 (580 m 2 lange Seite, 290 m 2 kurze Seite) und 37 Wohneinheiten (12 im EG, 15 im OG, 10 im DG) wurde in Holz-BetonHybridbauweise mit schlanken, massiven Holzwänden errichtet. Hier erweist sich die DX-Therm-Decke als besonders vorteilhaft: Sie ist mit einem Gewicht von nur 325 kg/m 2 im Vergleich zu Standard-Massivdecken (ca. 500 kg/m 2) ein echtes Leichtgewicht und entlastet so die Statik der Hybrid-Konstruktion.
Auslässe an der Deckenunterseite dank spezieller Formteile Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Kopplung vor und nach dem Ringankerbereich dar. Um der Vorgabe von Anschlüssen an der Deckenunterseite zu entsprechen, entwickelte Dennert eigens einen neuen Aussparungskörper für die Werksschalung. So konnten an den insgesamt 345 verbauten DX-Therm-Elementen je zwei Auslässe präzise an der Unterseite platziert werden.
(Fotos/Grafik: Veit Dennert KG)
Die Anbindung erfolgte über eine schlanke Vorwandinstallation an den Innenseiten der tragenden Wände, in der Alu-Verbundrohre vertikal verlaufen. Im Bedarfsfall heißt das: Maximale Rechtssicherheit und Wartungsfreundlichkeit ohne Beeinträchtigung von Eigentum bzw. Privatsphäre anderer Bewohner.
Beschleunigter Bauablauf Die „Systemumkehr“ bewirkte zudem einen signifikanten Zeitvorteil auf der Baustelle. Da keine Leitungen mehr auf den Rohfuß
A10
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
Bild 3
Die Anschlüsse befinden sich an der Deckenunterseite. Die Anbindung erfolgte über eine schlanke Vorwandinstallation an den Innenseiten der tragenden Wände, in der Alu-Ver bundrohre vertikal verlaufen.
Wiederverwertung und Nachhaltigkeit Ganzjähriges Wohlfühl-Raumklima In Kombination mit einer reversiblen Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik sorgt das System auf über 2.600 m 2 Gesamt deckenfläche für eine hocheffiziente Energieversorgung bei hohem Wohnkomfort.
ANZEIGE
Die künftigen Bewohner des Seniorenwohnzentrums, das Ende 2026 fertiggestellt wird, profitieren im Winter von sanfter Strahlungswärme und im Sommer von einer zugluftfreien, sanften Kühlung. www.dennert-hybridbau.de
Weiterentwicklung von Betonrezepturen: Hersteller bestätigt Gold-Status des CSC-Zertifikats Die J. Lehde GmbH hat ihre CSC-Zertifizierung erneut erfolgreich bestanden und gehört damit zu den hervorstechenden Herstellern von Stahlbetonfertigteilen in Deutschland, die ihre Nachhaltigkeitsleistung nach den strengen Kriterien des Concrete Sustainability Council (CSC) nachweisen können. Im Rahmen des Audits am 26. Mai 2026 wurde dem Unternehmen erneut der Gold-Status verliehen.
Projekt, sondern als dauerhaften Verbesserungsprozess mit messbaren Zielen.
Gleichzeitig erreichte Lehde innerhalb der Gold-Kategorie die höchste Bewertungsstufe und verbesserte sich – trotz gestiegener Anforderungen seitens des CSC – gegenüber der Erstzertifizierung aus dem Jahr 2023 noch einmal deutlich. Das Audit wurde durch Dipl.-Ing. (FH) Thomas Gentzow von VDZ Cert am Lehde-Unternehmenssitz in Soest durchgeführt. Während des Audits begleiteten Umweltmanagementbeauftragter und Projektleiter Timo Gließner sowie Roland Manske den Prüfprozess und beantworteten die Fragen des Auditors umfassend. Der CSC-Zertifizierungsprozess umfasst die Bereiche Management, Umwelt, soziale Verantwortung, Ökonomie und Produktkette. Für sämtliche Kategorien mussten umfangreiche Nachweise erbracht werden. Bereits im Vorfeld wurden sämtliche Zahlen, Daten und Fakten in einer digitalen „CSC-Tool-Box“ eingereicht und die Inhalte durch die VDZ Cert geprüft. Die Federführung lag dabei bei Timo Gließner, der die erforderlichen Unterlagen vollständig und prüffähig aufbereitete. „Das macht uns wirklich alle sehr stolz hier bei Lehde. Wir haben Monate daran gearbeitet. Für uns als Firma ist das erneut eine tolle Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Timo Gließner.
Für ihre nachhaltigen Betonrezepturen hat die J. Lehde GmbH erneut die Gold-Zertifizierung des Concrete Sustainability Council (CSC) erhalten.
Auditor Thomas Gentzow würdigte die Leistungen des Unternehmens ausdrücklich: „Die J. Lehde GmbH ist im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung exzellent aufgestellt. Lehde entfaltet diesbezüglich eine Leuchtturm-Funktion für andere Unternehmen dieser Branche.
Das Concrete Sustainability Council fördert weltweit Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Beton und bewertet die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Die Zertifizierung unterstützt Unternehmen dabei, nachhaltiges Wirtschaften kontinuierlich weiterzuentwickeln und ihren Beitrag zum nachhaltigen Bauen zu leisten. Für Bauherren und Investoren bietet die CSC-Zertifizierung einen zusätzlichen Nutzen: Bei Gebäudezertifizierungen, beispielsweise nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), können CSC-zertifizierte Lieferanten unmittelbar zur Erreichung zusätzlicher Bewertungspunkte beitragen.
Mit rund 79 Prozent der erreichbaren Bewertungspunkte erzielte Lehde ein Spitzenergebnis und war damit weniger als 0,5 Prozentpunkte von der nächsthöheren Kategorie (Platin) entfernt.
„Die Nachfrage nach zertifizierten Green Buildings steigt enorm. Wir können da jetzt locker mithalten“, sagt Johannes Lehde, Geschäftsführer der J. Lehde GmbH. „Die erneute Gold-Zertifizierung zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg, technologische Weiterentwicklung und verantwortungsbewusstes Handeln kein Widerspruch sind.“
Gleichzeitig erreichte das Unternehmen im sogenannten R-Modul der CSC-Zertifizierung die derzeit höchste für Lehde mögliche Einstufung mit drei Sternen. Das Modul bewertet den Einsatz von Recyclingmaterialien in der Betonproduktion.
Das nun erneuerte CSC-Zertifikat gilt für weitere drei Jahre. Gleichzeitig hat der Zertifizierungsprozess neue betriebsinterne Entwicklungs- und Optimierungspotenziale aufgezeigt, die Lehde in den kommenden Jahren konsequent weiterverfolgen will.
Grundlage hierfür war die gezielte Weiterentwicklung der Beton rezepturen. Die Lehde-Spezialisten für Betonrezepturen, Lars Lauer und Timo Gließner, optimierten diese in den vergangenen Monaten konsequent weiter. Zukünftig setzt Lehde Betonrezep turen mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent RC-Material ein. Bereits heute schöpft das Unternehmen die in Deutschland zuläs sigen Einsatzmöglichkeiten für Recyclingmaterial konsequent aus. RC-Beton ist inzwischen fester Bestandteil der Produktion und ein zentraler Baustein der unternehmenseigenen Kreislaufwirtschaft.
www.lehde.de
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt deutliche Fortschritte: Der Zementeinsatz konnte reduziert, CO₂-Emissionen gesenkt und der Anteil recycelter Materialien kontinuierlich erhöht werden. Nachhaltigkeit versteht Lehde dabei nicht als einmaliges
KLEBEARMIERUNG Profitieren Sie von über 40 Jahren Erfahrung
Nachträgliches Verstärken von Stahlbeton durch Stahl-, oder Kohlefaserlamellen und CFK-Folien Tel. 08724/88-447 . 84323 Massing
bauwerksverstaerkung.laumer.de
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
A11
Software
ANZEIGE
Mehr Tempo, weniger Nacharbeit: Produktivität in der Stahlbauplanung In der Stahlbauplanung zeigt sich Produktivität nicht daran, wie schnell ein Profil modelliert ist. Maßgeblich ist vielmehr, wie zuverlässig Informationen vom Entwurf über die Detaillierung bis in Fertigung und Montage weitergegeben werden. Denn Zeit geht im Stahlbau selten an einer einzelnen Stelle verloren. Sie verschwindet an Übergaben, bei Änderungen, durch Rückfragen und durch Nach arbeit. Der Druck auf Planungs- und Konstruktionsteams steigt: Projekte werden komplexer, Termine enger, Fachkräfte knapper. Gleichzeitig müssen Ausführungsunterlagen vollständig, prüfbar und fertigungsnah sein. Wer hier nur auf Geschwindigkeit setzt, riskiert Fehler, die später teuer werden. Echte Produktivität bedeutet deshalb: schneller zu belastbaren, konsistenten und baubaren Infor mationen zu kommen.
Die größten Zeitfresser: Änderungen und Medienbrüche (Foto: Westbank)
Viele Stahlbauprojekte laufen nach einem bekannten Muster. Während die Detaillierung bereits unter Hochdruck arbeitet, ändern sich Lastannahmen, Anschlüsse, Geometrien oder Schnittstellen zu anderen Gewerken. Dann müssen Modelle, Zeichnungen, Stücklisten und Fertigungsdaten angepasst werden. Je stärker diese Informationen voneinander getrennt sind, desto höher ist der Aufwand.
Bild 2
Besonders kritisch sind Übergänge zwischen Tragwerksplanung, Detaillierung, Fertigung und Montage. Was im statischen Modell ausreichend ist, reicht für Werkstattzeichnung, Fertigungsdaten oder Montageplanung oft noch nicht aus.
Deloitte Summit Tower in Vancouver, geplant mit SDS2.
Ein Beispiel für einen solchen durchgängigen Ansatz ist SDS2. Allplan hat die BIM-basierte Stahlbau- und Fertigungslösung nun auch auf dem deutschen Markt eingeführt. Die Software verbindet 3D-Stahlbaumodellierung, intelligente Verbindungstechnik und Fertigungsprozesse auf einer gemeinsamen Plattform. Verbindungen können auf Basis der realen Bauteilsituation automatisch erstellt und bei Änderungen aktualisiert werden. Hinzu kommen Mehrbenutzer-Modellierung, offene BIM-Schnittstellen und die Ausgabe fertigungsrelevanter Informationen.
„Die Herausforderung entsteht häufig an den Schnittstellen. Jede Projektphase arbeitet mit anderen Anforderungen und Detailgraden. Moderne digitale Workflows helfen dabei, diese Übergänge effizienter zu gestalten und Informationen ohne Brüche weiterzugeben“, erklärt Martin Tillack, Bauingenieur und Stahlbau-Experte bei Allplan.
Für deutsche Stahlbauunternehmen ist das besonders relevant, weil Investitionen in digitale Planung und automatisierte Fertigung nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn die Datenkette stabil ist. Eine moderne Säge-Bohr-Anlage oder Schweißanlage bringt wenig, wenn die vorgelagerten Informationen unvollständig, widersprüchlich oder zu spät verfügbar sind.
Stahlbausoftware muss mehr leisten als 3D-Modellierung Moderne Stahlbausoftware ist deshalb nicht nur ein Werkzeug zum Modellieren. Sie muss Verbindungen, Zeichnungen, Stücklisten, Fertigungsdaten und Änderungsprozesse zusammenführen. Das Ziel ist ein durchgängiger digitaler Workflow, in dem ein konsistentes 3D-Modell als gemeinsame Informationsbasis dient.
Praxisbeispiel: komplexe Projekte beherrschbar machen
(Foto: Shutterstock)
Wie stark der Nutzen in der Praxis sein kann, zeigt das Deloitte Summit Tower-Projekt in Kanada. Das Unternehmen Supermétal nutzte SDS2, um Detaillierung, Fertigung und Montage bei dem komplexen Hochhausprojekt zu koordinieren. Für Serge Neron, Leiter der Stahlkonstruktion bei Supermétal, war die modellbasierte Arbeitsweise dabei ein entscheidender Faktor: „Ich kann mir nicht vorstellen, das ohne ein gutes 3D-Tool wie SDS2 zu machen.“
Bild 1
Digitale Stahlbauprozesse verbinden Konstruktion, Detaillierung und Fertigung auf Basis konsistenter Modelldaten.
A12
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
Solche Erfahrungen zeigen, worum es bei Produktivität im Stahlbau wirklich geht. Nicht darum, Fachwissen zu ersetzen, sondern es besser einzusetzen. Automatisierung kann repetitive Aufgaben übernehmen, Verbindungen vorberechnen, Änderungen konsistent nachführen und Unterlagen effizient erzeugen. Die fachliche Kon trolle bleibt jedoch beim Ingenieur und Konstrukteur. Gerade bei anspruchsvollen Projekten ist diese Kombination aus regelbasierter Unterstützung und Erfahrung entscheidend.
Software Der ROI liegt nicht nur in eingesparten Stunden
ANZEIGE
taillierung und Fertigung digital enger verbindet, reduziert Reibung an den Stellen, an denen heute noch viel Zeit verloren geht.
Bei der Bewertung neuer Software wird häufig zuerst nach eingesparten Arbeitsstunden gefragt. Das ist verständlich, greift aber zu kurz. Der wirtschaftliche Nutzen entsteht ebenso durch weniger Nacharbeit, weniger Rückfragen, kürzere Reaktionszeiten bei Änderungen, höhere Datenqualität und eine bessere Auslastung der Fertigung.
Für Stahlbauingenieure bedeutet das: Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Software schneller modellieren kann. Entscheidend ist, ob sie hilft, baubare Entscheidungen früher, klarer und konsistenter durch das Projekt zu tragen. Genau darin liegt der Produktivitätsgewinn moderner Stahlbaulösungen.
Produktivität in der Stahlbauplanung ist damit kein reines CADThema. Sie betrifft den gesamten Projektfluss. Wer Planung, De-
www.allplan.com
Zwischen Baustelle und Büro: Wie digitale Baudokumentation die Bauleitung entlastet Beim Streit über eine Bauzeitverlängerung wird die Dokumentation zur Grundvoraussetzung. Wer dort eine bauablaufbezogene Darstellung liefern soll, braucht tagesgenaue Belege für Behinderung, Ursache und Auswirkung. Solche Belege lassen sich im Nachhinein kaum rekonstruieren, sie entstehen während der Ausführung oder gar nicht. Noch deutlicher wird es bei der Bedenkenanmeldung nach § 4 Abs. 3 VOB/B. Wer Bedenken gegen eine Vorleistung oder die vorgesehene Ausführung anmeldet und damit durchkommen will, braucht eine nachvollziehbare Begründung. Genau daran scheitern Anmeldungen in der Praxis am häufigsten. Für die Baudokumentation gilt eine andere Messlatte als für Software am Schreibtisch, denn ein System, das im Büro überzeugt und vor Ort niemand benutzt, erzeugt Lücken statt Daten. Ein passendes Tool allein ändert hier allerdings noch nichts. Dokumentation wird erst zur Gewohnheit, wenn sie an bestehende Abläufe anschließt. Drei Zeitpunkte reichen dafür aus: das Briefing direkt nach Auftragsannahme (klärt Ablageort, Zuständigkeiten und die Erwartung an die Doku); der Tagesabschluss gegen 16 Uhr (5 min ersparen die Abendschicht im Büro); die Nachbesprechung nach Projektende (das Team sieht, wofür es überhaupt fotografiert hat).
abends im Büro rekonstruiert, zahlt zweimal, einmal beim Suchen und einmal beim Nachfragen am Folgetag. Wer dagegen in dem Moment ein paar Sekunden investiert, in dem er ohnehin vor der Sache steht, hat den Vorgang später vollständig vorliegen. Damit das im Betrieb ankommt, braucht es drei Dinge: Zum einen eine klare Vorgabe, was wann festgehalten wird. Zum anderen ein Tool, das auf der Baustelle tatsächlich benutzt wird. Schließlich noch feste Zeitpunkte, an denen die Erfassung stattfindet. Bauprojekte laufen zunehmend über digitale Modelle, in die Daten von der Baustelle einfließen sollen. Auftraggeber fragen häufiger nach lückenlosen Nachweisen. Wer diese erst im Streitfall zusammensucht, verhandelt aus der schwächeren Position. Dazu kommt eine Generation von Berufseinsteigern, die geordnete digitale Abläufe schlicht voraussetzt. Der Einstieg gelingt am ehesten mit einer einzigen Baustelle. Nach vier Wochen lässt sich messen: Wie lange dauert die Suche nach einem Beleg? Wie viele Rückfragen kamen von der Baustelle ins Büro? Wie viele Zusatzleistungen sind dokumentiert und abgerechnet worden? Erfahrungsgemäß überzeugt die dritte Zahl am schnellsten.
Dokumentation kostet Zeit, daran ändert auch die beste Software nichts. Entscheidend ist, wann diese Zeit anfällt. Wer den Tag erst
www.memomeister.com
bauingenieur
Offene Stellenangebote
JOBS · KARRIERE · WISSEN
bauingenieur24.de
Jetzt QR-Code Scannen und den perfekten Job finden! Bauingenieur (m/w/d) für Statik und Tragwerksplanung
Weitere Jobs unter bauingenieur24.de/stellenmarkt
Bauingenieur oder vglb. Qualifikation (m/w/d) Verkehrsanlagen u. SiWaWi (HOAI Lph 1-5)
Stuttgart
Memmingen
BS+P INGENIEURE BERATENDE INGENIEURE IM BAUWESEN
LARS consult GmbH
Tragwerksplaner (m/w/d) Hochbau
Bauingenieur/in (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau / Brückenbau
München
Stade
C-I-P GmbH Ingenieure
Die Autobahn GmbH des Bundes
bauingenieur
Fachkräfte gesucht? Setzen Sie Ihr Unternehmen gekonnt in Szene – nicht nur als Jobanbieter, sondern als starke Arbeitgebermarke.
QR-Code scannen und mehr erfahren
Unser neues crossmediales Arbeitgeberporträt oder Interview bringt Sie über unsere Fachmedien direkt in den Fokus Ihrer Zielgruppe – qualifizierte Fachkräfte aus der Baubranche. Jetzt crossmedial durchstarten – Print, Online und Social Media inklusive!
Anzeigen_Stellenverzeichnis_October2026.indd 14
15.09.26 11:26
Anbieterverzeichnis Produkte & Dienstleistungen
Abdichtungstechnik gegen Druck- und Grundwasser
Schwingungsisolierung n S chwingungs- und Erdbebenschutz von Gebäuden, Maschinen und Anlagen; Schwingungstilger
an.kox GmbH Junghansring 52 D-72108 Rottenburg a. N. Servicetelefon: +49(0)7457 94 386 00 E-Mail: info@an-kox.de www.an-kox.de
Fugendichtungsmassen
Zeitschriften
Tunnelbau
Ernst & Sohn GmbH Rotherstraße 21 D-10245 Berlin Tel. +49 (0)30 4 70 31 2 00 Fax +49 (0)30 4 70 31 2 70 e-mail: info@ernst-und-sohn.de Internet: www.ernst-und-sohn.de
an.kox GmbH Junghansring 52 D-72108 Rottenburg a. N. Servicetelefon: +49(0)7457 94 386 00 E-Mail: info@an-kox.de www.an-kox.de
Verbundbau Schwingungsisolierung Federlager für Maschinen und Anlagen; Schwingungstilger KTI Schwingungstechnik GmbH Tel./Fax: 02104-8025 75 / 77 info@kti-trautmann.com www.kti-trautmann.com
n Verbundträger und -stützen
Tecnostrutture Deutschland GmbH Alfredstraße 81 D-45130 Essen Tel. +49 (0)201 49020176 E-Mail: sales@tecnostrutture.eu www.tecnostrutture.eu/deu
an.kox GmbH Junghansring 52 D-72108 Rottenburg a. N. Servicetelefon: +49(0)7457 94 386 00 E-Mail: info@an-kox.de www.an-kox.de
Das Anbieterverzeichnis Die Basis Ihrer Werbung ▪ Dauerpräsenz in der Zielgruppe rund um das Bauingenieurwesen ▪ Wirtschaftlicher Einsatz Ihres Budgets: Print wirkt intensiv – präzise – nachhaltig – gerade in Fachmedien – in aktiv genutzten Arbeitsmitteln ▪ Kein Aufwand – nachhaltige Werbewirkung
STICHWORT Ihre Brücke zum Erfolg Berechnungsbeispiel Eintrag, 35 mm Gesamthöhe, vierfarbig, 12 Ausgaben EUR 1.173
BESTELLEN +49 (0)30 470 31-234 · anzeigen@ernst-und-sohn.de · www.ernst-und-sohn.de
IH E I NT R R AG
Ihr Logo Mustermann GmbH Mustermannstr. 00 D-00000 Musterstadt Telefon (000 00) 000 00-000 Fax (000 00) 000 00-000 E-Mail info@mustermann.de www.mustermann.de
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
List_of_suppliers.indd 917
917
25-09-2026 10:40:05
#8_IngD4C
Ingenieurbaukunst Design for Construction 26. November 2026 Transformation des Planens und Bauens Stuttgart + Online von 11–17 Uhr Das Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction beleuchtet die Zukunft des Planens und Bauens anhand herausragender Projekte, innovativer Entwicklungen und neuer Umsetzungskonzepte. Grundlage ist das Jahrbuch Ingenieurbaukunst. Im Mittelpunkt stehen Entwurf, Tragwerksplanung und Bauausführung im Zusammenspiel von Ingenieur:innen, Architekt:innen und Bauunternehmen. Ausgehend von aktuellen Bauvorhaben werden zentrale Fragen des zukünftigen Bauens diskutiert. Kernthema des Symposiums #8_IngD4C ist die Transformation des Planens und Bauens. Behandelt werden der Umgang mit dem Bestand und innovative Technologien für Verstärkung und Sanierung, die Digitalisierung der Planungspraxis, neue Konstruktionsmöglichkeiten sowie die Renaissance bewährter Baustoffe. Zudem wird die nachhaltige Verkehrsinfrastruktur am Beispiel der DB-Neubaustrecke Stuttgart–Ulm vorgestellt. Renommierte Expert:innen diskutieren gemeinsam mit dem Publikum Perspektiven der Branche. Wissenschaft und Baukunst sind unsere Grundlagen. Nachhaltigkeit ist unser Ziel. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft .
Infos + Blog www.ingd4c.org Veranstalter
Mitveranstalter
Ingenieur bau kunst Design for Construction
EDITORIAL
Birgit Beckmann
Wie wollen wir bauen?” Am Ende hat alles mit dem Menschen zu tun. Wir bauen, weil der Mensch Schutz möchte und weil er in seinem Erkenntnisdrang seit Anbeginn Ideen hierfür fand. Mannigfaltige Ideen sind gefunden worden, und eine breite Gemeinschaft sucht stetig weiter. Das Ideensuchen kann anstrengend sein und gleichsam Quelle sinnstiftendster innerer Freude. Neue Ideen können einfach nur wissenschaftlich interessant sein oder auch praktisch relevant und mit weitgreifender Beeinflussung des Alltagslebens vieler Menschen. Wir als Ingenieure suchen immer weiter. Und doch scheint sich aktuell ein Paradoxon aufzutun. Wir haben unglaublich ausgefeilte Berechnungsmethoden, wir haben ultraschnelle Rechentechnik, wir haben hochleistungsfähige Materialkomposite, wir haben hochtechnisierte Herstellungs- und Testmethoden, wir haben menschliche Intelligenz. Und wir haben künstliche Intelligenz – sei es als kognitiver Taschenrechner, als Prof. Dr.-Ing. Birgit Beckmann Dresden interaktives Lexikon, als ungeordnete Inspiration oder in welcher Form auch immer. TU Institut für Massivbau Und obwohl ringsum atemberaubender Fortschritt im Wortsinn fortschreitet, bauen wir im Grunde schlechter als vor dreißig oder vor hundert Jahren. Natürlich nicht immer. Und es gibt aktuell natürlich herausragende Einzelbeispiele. Aber in der Fläche, in dem ganz normalen, im Alltag sichtbaren Bauen zeigt sich: wir verbrauchen mehr Material, mehr Ressourcen, mehr Zeit und auch mehr Geld. Wenn man sich die filigranen Konstruktionen alter Bahnhöfe, gelungene Brücken unserer Vorfahren, menschenfreundliche Hochbauten anschaut, kommt man aus dem Staunen und hochachtenden Anerkennen nicht heraus. Selbst wenn man an vermeintlich unspektakuläre Strukturen wie Geschossdecken denkt, wie sie vor einigen Jahrzehnten sehr ressourcenschonend üblich waren, die in einigen Ländern auch noch verwendet werden, im deutschsprachigen Raum aber quasi vollständig durch Flachdecken – die ja letztlich nicht flach, sondern massiv und materialintensiv sind – verdrängt sind, dann stellt sich die Frage: warum eigentlich? Warum bauen wir teurer, langsamer und schlechter? Eigentlich sollte doch Wirtschaftlichkeit ein Impuls für Innovation sein. Es ist unsere Verantwortung. Wir können Erfahrungen bewahren durch die Bauwerke, Verfahren und Materialien unserer Vorfahren. Wir können Erzählungen wachhalten. Die Erzählung von Dädalus zum Beispiel, dem Inbegriff eines Erfinders in der antiken Mythologie, der indes nicht nach Auftraggeber oder Grund oder Wirkung seines Tuns fragte oder danach, ob er selbst eine Verantwortung trägt. Oder die Erzählung von Eliza, dem 1966, vor unglaublichen 60 Jahren also, veröffentlichten KünstlicheIntelligenz-Computerprogramm, dessen Wirkung auf die Menschen seinen Erfinder Joseph Weizenbaum in schockierter Ernüchterung dann nachhaltig dazu veranlasste, die Verantwortung, die wir für unser Tun haben, in den Vordergrund unserer Entscheidungen zu stellen. Auch wir im Bauen haben eine Verantwortung. Wir können sie wahrnehmen und uns für ein ressourcenschonendes und menschenfreundliches, auch für zukünftige Generationen menschenfreundliches Bauen einsetzen. Birgit Beckmann
© 2026 Ernst & Sohn GmbH. Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
best70222.indd 919
919
25-09-2026 11:19:23
Die aktuellen Fachbeiträge dieser Ausgabe finden Sie:
Im Abonnement Ihre Abonnement-Vorteile im Überblick PRINT: Heft-Zustellung versandkostenfrei ONLINE: einfaches, webbasiertes Lesen ohne Spezial
software in der Wiley Online L ibrary oder offline als PDF dauerhafter Online-Zugriff auf die abonnierten Jahrgänge
www.ernst-und-sohn.de/ zeitschriften
Volltextsuche
In der Artikeldatenbank mehr als 31.000 Artikel aus allen Ernst & Sohn Zeitschriften zurück bis 1967 einfache Recherche PDF-Download alle Ausgaben der Ernst & Sohn Sonderhefte
www.ernst-und-sohn.de/ artikeldatenbank
Aus dem Inhalt Serielles Sanieren soll Standard werden: GdW startet europaweite Rahmenausschreibung.................................................. 1019 Dritte Publikation aus der FDB-Wissensreihe Nachhaltigkeit veröffentlicht: Hinweise für die Ökobilanzierung von Betonfertigteilen..................................................................................... 1019 Baugenehmigungen: Aufwärtstrend mit Fragezeichen................... 1020 Brückenbautage 2026 in Hamburg...................................................... 1020 fib Symposium 2027 in Dresden June 07 to 09, 2027........................ 1021
Beton- und Stahlbetonbau aktuell 10/26
Nachrichten
Serielles Sanieren soll Standard werden: GdW startet europaweite Rahmenausschreibung Energetische Sanierungen sollen künftig schneller, planbarer, digitaler und bezahlbar umgesetzt werden können. Dafür haben Wohnungswirtschaft und Bauindustrie die europaweite Ausschreibung für die neue GdW-Rahmenvereinbarung „Serielles Sanieren 1.0“ gestartet. Die Bekanntmachung wurde auf TED, der zentralen EU-Plattform für öffentliche Ausschreibungen, veröffentlicht. Die Rahmenvereinbarung soll Wohnungsunternehmen den Zugang zu verlässlichen, qualitativ hochwertigen und wirtschaftlich planbaren Sanierungslösungen aus einer Hand erleichtern. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und die Deutsche Energie-Agentur (dena) entwickeln das Vorhaben gemeinsam und in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesbauministerium.
einem eher unzureichenden energetischen Zustand sind die Herausforderungen vieler Städte und Gemeinden. Um die Klimaziele bis 2045 im Bestand zu erreichen, benötigen wir bautechnische Lösungen, die Geschwindigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit vereinen. Das schafft das serielle Sanieren: Neben individueller Einzellösungen rücken skalierbare Sanierungskonzepte für ganze Quartiere und Wohnungsportfolios zusätzlich in den Fokus. Damit entstehen neue Investitionsperspektiven für Bauunternehmen, Hersteller und Planer sowie neue Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale entlang der gesamten Bau- und Zulieferkette.”
Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin GdW: „Mit der Rahmenvereinbarung wollen wir das serielle Sanieren vom Einzelprojekt in die breite Anwendung bringen. Standardisierte Prozesse und industrielle Vorfertigung ermöglichen schnellere Abläufe, besser planbare Kosten und einen effizienteren Einsatz knapper Kapazitäten. Damit schaffen wir einen wichtigen Hebel, um den Gebäudebestand bezahlbar, klimafreundlich und in großem Maßstab zu modernisieren.“
Nico Gorsler, Teamleiter dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren: „Serielles Sanieren zahlt nicht nur in den Klimaschutz ein, sondern hat sich vom Nischensegment zum Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Bislang wurden durch Serielles Sanieren rund 2 Mrd. Euro umgesetzt – bis 2045 könnte sich das Marktvolumen auf 500 Mrd. Euro erhöhen. Als wachstumsstarker Wirtschaftszweig hat Serielles Sanieren positive Effekte auf den Arbeitsmarkt: neue Qualifikationen sind gefragt, neue Jobs entstehen, der Mittelstand und ganze Regionen können davon profitieren.“
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer HDB: „Millionen Bestandgebäude mit
Für Wohnungsunternehmen soll die Rahmenvereinbarung:
–
– –
den Zugang zu erprobten und skalierbaren Sanierungslösungen vereinfachen, Vergabe- und Planungsprozesse strukturieren und beschleunigen sowie Qualität, Kosten und Umsetzung verlässlicher planbar machen.
So läuft das Ausschreibungsverfahren Im ersten Schritt reichen interessierte Unternehmen ihre Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb ein. Erfolgreiche Bewerber werden anschließend zur Abgabe eines oder mehrerer Angebote aufgefordert. Die Ausschreibung umfasst vier Angebotsregionen und vier Fachlose: die energetische Sanierung der Außenwand sowie Sanierungen auf den Effizienzhaus-Niveaus EH85, EH70 und EH55. Die Angebote können anhand von fünf Stellvertretergebäuden kalkuliert und konkretisiert werden. Unternehmen können sich gezielt für einzelne Gebäudetypen, Fachlose oder Regionen bewerben. Eine Teilnahme an sämtlichen Bereichen ist nicht erforderlich. Grundlage der Ausschreibung ist eine funktionale Leistungsbeschreibung. Gesucht werden integrierte Gesamtlösungen aus einer Hand. Die detaillierten Ausschreibungsunterlagen sind unter https://ted.europa.eu/de/notice/-/ detail/601595-2026 abrufbar.
Dritte Publikation aus der FDB-Wissensreihe Nachhaltigkeit veröffentlicht: Hinweise für die Ökobilanzierung von Betonfertigteilen Bonn, im August 2026. Die Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V. (FDB) veröffentlicht im Rahmen ihrer Wissensreihe Nachhaltigkeit die dritte Publikation „Hinweise für die Ökobilanzierung von
Betonfertigteilen“. Die ersten beiden Veröffentlichungen befassten sich mit dem Treibhauspotenzial vorgespannter Deckensysteme sowie dem Treibhauspotenzial von Hallentragwerken.
Die neue Veröffentlichung verfolgt insbesondere das Ziel, Hersteller und Akteure bei der Erstellung von Ökobilanzen im Kontext des Betonfertigteilbaus zu unterstützen. Eine einheitliche Vorgehensweise
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
best70232.indd 1019
1019
28-09-2026 13:44:37
BETON- UND STAHLBETONBAU aktuell soll mit ihr gefördert und somit Interpretationsspielräume reduziert werden. Ergänzend zu den normativen Vorgaben enthält die Fachveröffentlichung betonfertigteilspezifische Empfehlungen und Hinweise. Diese haben lediglich empfehlenden Charakter und sind nicht als verbindliche Vorgaben zu betrachten. Sie sollen unter anderem bei der Anwendung von LCA-Tools von Nutzen sein. Die grundlegenden Prinzipien der Ökobilanzierung werden vorausgesetzt und nicht näher erläutert. Der inhaltliche Schwerpunkt wird in drei Tabellen dargestellt: Ob allgemeine Emp-
fehlungen (unter anderem zur deklarierten Einheit und Lebenszyklusmodulen) oder Empfehlungen für Ausgangsstoffe bzw. Baustoffe (d.h. unmittelbar in das Produkt eingehende Materialien wie beispielsweise Zement, Bewehrung), die Publikation bildet diese verständlich ab. Die dritte Tabelle ergänzt prozessbezogene Empfehlungen zum Beispiel zur Schalung oder zum Energieeinsatz. Damit gibt die neue Veröffentlichung aus der FDB-Wissensreihe Nachhaltigkeit einen kompakten, praxisnahen Orientierungsrahmen für alle Anwender von Ökobilanzierungen für Betonfertigteile vor. Alle Inhalte wurden vorwiegend von
Experten aus den Mitgliedsunternehmen der FDB-Arbeitsgruppe Umweltdaten zusammengestellt. Sie steht auf der Homepage der FDB https://www.fdb-fertigteilbau.de/wissen/wissensreihe-nachhaltigkeit zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die Publikationen der Wissensreihe Nachhaltigkeit behandeln jeweils ein einzelnes Thema aus dem weiten Feld des nachhaltigen Bauens mit Beton. Die einzelnen Ausgaben bauen nicht aufeinander auf und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jede Publikation der neuen Wissensreihe Nachhaltigkeit wird als eigenständige Fachveröffentlichung gesehen.
Baugenehmigungen: Aufwärtstrend mit Fragezeichen Geplante Kürzungen bei den Förderprogrammen das falsche Signal In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden 148.800 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden (Neu- und Umbau) genehmigt. Dies entspricht einem Plus von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die positive Entwicklung bei den Genehmigungen ist ein wichtiges Signal, sie greift aber zu kurz. Denn der reale Auftragseingang liegt im Minus. Auch die Auftragsstornierungen bleiben ein Warnzeichen. Laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts lagen sie im August mit 13 Prozent zwar deutlich unter den Höchstständen des Jahres 2023, gegenüber dem Vorjahr haben sie allerdings wieder zugenommen. „Die Indikatoren zeigen deutlich, dass der Wohnungsbau den Wendepunkt noch nicht erreicht hat. Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben
ihre Prognosen für den Wohnungsbau nach unten revidiert und gehen für 2026 von rückläufigen Bauinvestitionen aus“, kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen. Im Geschosswohnungsbau, auf den zwei Drittel des Neubaus entfallen, setzte sich der positive Trend der Baugenehmigungen für Wohnungen von Januar bis Juli 2026 mit 79.700 Wohnungen um + 15,1 Prozent fort. Auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern stiegen die Genehmigungen weiter. Hier wurden rund 36.800 Wohnungen genehmigt, dies entspricht einem Zuwachs von 13,0 Prozent. Dies dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, so Müller, dass die weitere
Entwicklung in den kommenden Monaten mit einem Fragezeichen versehen sei. „Die hohen Baukosten in Kombination mit den gestiegenen Zinsen und schwierigen Finanzierungsbedingungen setzen Investoren und Bauherren unter Druck. Zunehmende Meldungen über Liquiditätsengpässe und sinkende Eigenkapitalquoten spiegeln wider, wie angespannt die Situation ist. Bund und Länder müssen deshalb in ihrer Wohnungsbaupolitik umsteuern. Dass in den Bundeshaushaltsverhandlungen erneut kein Wachstumssignal für den Wohnungsbau im kommenden Jahr gesetzt wird, ist das falsche Signal zur falschen Zeit. Wer bezahlbaren Wohnraum will, darf Investitionen nicht zusätzlich ausbremsen. Ebenso wenig können Bauherren länger darauf warten, dass der Gebäudetyp E endlich aus den Abstimmungsrunden herauskommt und in die Umsetzung geht“, ergänzt Müller.
Brückenbautage 2026 in Hamburg Fachprogramm zu nachhaltiger Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung und Lebenszyklusmanagement sowie Exkursion zur Rader Hochbrücke Am 10. und 11. November 2026 treffen sich Fach- und Führungskräfte aus Planung, Bau, Betrieb und Verwaltung bei den Brückenbautagen in der IU Hamburg. Die Fachkonferenz „Brückenbau und Verkehrsinfrastruktur“ widmet sich den drängenden Herausforderungen der Branche und stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur schneller, nachhaltiger und ressourcenschonender umsetzen lässt. Im Fokus stehen dabei die Beschleunigung von Planungs- und Bauprozessen, ein vor-
1020
best70232.indd 1020
ausschauendes Lebenszyklusmanagement sowie innovative Ansätze für Bau, Betrieb und Überwachung von Brückenbauwerken.
sich vorhandene Bauwerkssubstanz gezielt erhalten und Ressourcen effizient einsetzen lassen.
Das Fachprogramm spannt den Bogen von strategischen und organisatorischen Fragestellungen bis hin zu konkreten technischen Lösungen. Vorgesehen sind Beiträge zur Reduktion von Projektrisiken durch ganzheitliche Planungsansätze ebenso wie zu modernen Monitoring- und Überwachungssystemen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der digitalen Nullmessung, die als „Geburtszertifikat“ für Brücken die Grundlage für eine durchgängige Zustandsüberwachung über den gesamten Lebenszyklus schaffen soll. Darüber hinaus werden Strategien vorgestellt, mit denen
Weitere Akzente setzt die Veranstaltung mit der Vorstellung innovativer Infrastrukturprojekte. Dabei stehen unter anderem die Hamburger Hochbahn sowie die geplante Köhlbrandquerung im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge zu Stadtbrücken, bei denen technische, ökologische und wirtschaftliche Anforderungen gemeinsam betrachtet werden. Damit greift die Konferenz zentrale Themen auf, die für die künftige Entwicklung einer leistungsfähigen und resilienten Verkehrsinfrastruktur von entscheidender Bedeutung sind.
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
28-09-2026 13:44:37
BETON- UND STAHLBETONBAU aktuell / VERANSTALTUNGEN Ein besonderes Highlight ist die begleitende Exkursion zur Rader Hochbrücke. Das Bauwerk gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte Schleswig-Holsteins und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ein bedeutendes Brückenbauvorhaben unmittelbar vor Ort kennenzulernen. Die Besichtigung ergänzt die Fachvorträge um praktische Einblicke in Planung, Bau und Projektabwicklung und schafft einen direkten Bezug zwischen den diskutierten Zukunftsthemen und ihrer Umsetzung in der Praxis.
Bauunternehmen und Technologieanbietern. Die Brückenbautage unterstreichen damit ihren Anspruch, als zentrale Plattform für den Wissenstransfer und die Vernetzung der Branche zu dienen.
Brückenbautage 2026 10.–11. November Hamburg www.management-forum.de/events/fachkonferenz-brueckenbautage
Neben dem Kongressprogramm fördern eine begleitende Fachausstellung und eine Netzwerk-Abendveranstaltung den Austausch zwischen Auftraggebern, Planern,
fib Symposium 2027 in Dresden June 07 to 09, 2027 The fib Symposium 2027 under the motto “ReThink Concrete: Structures for Sustainable Transformation” will provide an international forum for scientists, engineers, industrial partners and stakeholders.
valuable networking opportunities, a diverse trade exhibition, and exciting technical tours are offered.
Engineers are invited to present and discuss the newest state-of-the-practice, recent innovations, and future perspectives in terms of modern building and design, sustainability, structural health monitoring and resiliency in civil engineering. In addition,
–
– – –
Main Topics
– – –
Advanced Materials for Concrete Structures Structural Design Analysis and Modeling Innovative Construction and Prefabrication
– – –
Monitoring, Assessment, and Rehabilitation Outstanding Structures and Projects Developments of Standards and Guidelines AI and Digital Tools Safety, Resilience, and Sustainability Learning from the Past
For more infromation see www.fib-2027.org
Kongresse – Symposien – Seminare – Messen Live-Online 6.10. bis 3.11.
Graue Emissionen im Bauwesen reduzieren – Praxiswissen für Planung und Tragwerk Ökobilanzierung, Optimierungsstrategien, Nachweismethoden für nachhaltige Bauwerke
Technische Akademie Esslingen www.tae.de/36416
Ostfildern 9. bis 10.11.
Künstliche Intelligenz im Ingenieurbau – Innovationen für die Praxis Use Cases, Tools und neue Arbeitsweisen in Planung, Bau und Betrieb
Technische Akademie Esslingen www.tae.de/50061
Webseminar 10. bis 12.11. 15. bis 17.12.
Die neue DIN 1045/BBQ – Was heißt das für Planung und Bauausführung? Deutscher Bautechnik-Verein DBV BBQ-Konzept – Planungsphase – Ausführungsphase – Besonderheiten bei der www.betonverein.de/din-1045 Verwendung von Fertigteilen sowie für GUs und GÜs – Übergangsphase
Webseminar 18. bis 19.11.
InformationsZentrum Beton GmbH WU-Betonkonstruktionen mit und ohne Frischbetonverbundsystemen – www.beton.org praxisgerechte Planung und Ausführung Grundlagen der WU- Richtlinie – Erstellen der Planungsunterlagen – Planen, erstellen und überwachen eines Fugenabdichtungssystem – Beherrschen von unvorhergesehen Gefahren – Planung und Ausschreibung mit und ohne Frischbetonverbundsystemen (FBV-Systeme)
Ostfildern und online 20.11.
DIN 1045-1000 in der Praxis – Abnahme, Dokumentation und BBQ-Klassen im Betonbau Einführung – BBQ-Klassifizierung (PK/BK/AK ? BBQ-Klasse) – BBQ-Besprechungen: Rollen, Pflichten, Protokollierung – Abgrenzung zu DIN 1076 und ZTV-ING – Betonierkonzept – Prüf- und Nachweisführung – Praxisübungen
Technische Akademie Esslingen www.tae.de/36381
Köln 25. bis 26.11.
Zukunftsprogramm Brückenmodernisierung Verbesserung der Zustandserfassung – Standardisierung im Brückenbau – schnelles Bauen – Digitalisierung – Nachhaltigkeit und innovative Methoden – Erfahrungen mit der neuen BEM-ING und ZTV-ING
VDI Wissensforum www.vdi-wissensforum.de
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
best70232.indd 1021
1021
28-09-2026 13:44:38
BETON- UND UND STAHLBETONBAU STAHLBETONBAUaktuell aktuell/ VERANSTALTUNGEN Dresden 26.11.
BetonInsta: Fachtagung zum Themenkomplex Güteüberwachte Betoninstandsetzung Instandsetzung und Verstärkung von Brücken u. a. Betonbauwerken – Zustandserfassung, Instandsetzungsverfahren, Qualitätssicherung
Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken www.bgib.de
Berlin 26.11.
Einführung in die 2. Generation des Eurocode 2 Einführung – Grundlagen – Baustoffe – Dauerhaftigkeit – Biegung – Querkraft – Durchstanzen – Torsion – Vorspannung – Bewehrungs- und Konstruktionsregeln – Fertigteile – Begrenzung Spannungen – Rissbreiten – Verformungen
Deutscher Bautechnik-Verein DBV www.betonverein.de/arbeitstagung-einfuehrung-zweite-generation-eurocode-zwei
Stuttgart 26.11.
IngD4C Ingenieurbaukunst – Design for Construction Ingenieurbaukunst der Stadt
Verlag Ernst & Sohn www.ingd4c.org/
Berlin und online 3.12. bis 28.1.
Bauwerksdiagnose bei Ingenieurbauwerken Schadensmechanismen – Prüfverfahren – Typische Schäden – Wiederkehrende Bauwerksprüfung – Praxisübung
Technische Akademie Esslingen www.tae.de/36144
Köln 8. bis 9.12.
BIM im Infrastrukturbau BIM-Portal des Bundes, Aktuelles Datenangebot und Funktionalitäten – Digitaler Zwilling und KI: Anforderungen und Umsetzung – BIM und GIS in der öffentlichen Infrastruktur – BIM und HOAI 202X: rechtssichere BIM-Verträge – Modellgestützte Genehmigungsprozesse: Bauturbo für die Infrastruktur – BIM im Regelprozess: beschleunigte Ausschreibung und Genehmigung
VDI Wissensforum www.vdi-wissensforum.de/ weiterbildung-bau
Dresden 10.3.2027
SEUB 2027: Symposium Experimentelle Untersuchungen von Baukonstruktionen Aktuelle Bauwerksuntersuchungen – Neue Messverfahren – Methodenentwicklung und Digitalisierung – Experimentelle statische und baudynamische Kurzzeit- und Daueruntersuchungen – Methoden und Bewertung von Zustand, Tragsicherheit und Restlebensdauer – Bauwerksüberwachung, Zustandsprognose und (prädiktives) SHM – Regelungen und Richtlinien
Institut Massivbau TU Dresden https://tu-dresden.de/bu/bauingenieurwesen/imb/das-institut/ veranstaltungen/SEUB
Dresden 11.3.2027
36. Dresdner Brückenbausymposium
Institut für Massivbau, TU Dresden https://tu-dresden.de/bu/bauingenieurwesen/imb/das-institut/ veranstaltungen/DBBS
Hamburg 18. bis 19.3.
Deutscher Bautechnik-Tag 2027 Kostengünstiger Wohnungsbau – Digitalisierung – Neubau und Ertüchtigung von Infrastrukturen – Cybersicherheit – serielles Bauen und Sanieren im Hochbau – Innovationen in Bautechnik, Baustoffen und Bauverfahren
Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein www.bautechniktag.de/
1022
best70232.indd 1022
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
28-09-2026 13:44:38
Impressum Die Zeitschrift „Beton- und Stahlbetonbau“ veröffentlicht Beiträge über Forschungsvorhaben und -ergebnisse sowie über Entwurf, Berechnung, Bemessung und Ausführung von Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonkonstruktionen im gesamten Bauwesen. Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsanlagen, verwendbare Sprache übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk oder Fernsehsendung bleiben vorbehalten. Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder Gebrauchsnamen, die in der Zeitschrift veröffentlicht werden, sind nicht als frei im Sinne der Markenschutz- und Warenzeichen-Gesetze zu betrachten, auch wenn sie nicht eigens als geschützte Bezeichnungen gekennzeichnet sind.
Fachbeirat ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪
Advisory Board ▪ ▪
Verlag Ernst & Sohn GmbH Rotherstraße 21, D-10245 Berlin Tel. +49 (0)30/47031-200 info@ernst-und-sohn.de www.ernst-und-sohn.de
▪ ▪ ▪ ▪
Amtsgericht Charlottenburg HRB 237294 B Geschäftsführung: Dr. Guido F. Herrmann, Franka Stürmer Steuernummer: 47020/34142, Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 813496225 Chefredakteur Prof. Dipl.-Ing. DDr. Dr.-Ing. E.h. Konrad Bergmeister verantwortliche Redakteurin Dipl.-Ing. Kerstin Glück Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Konstruktiven Ingenieurbau Peter-Jordan-Straße 82, A-1190 Wien Tel.: +43 (0)1 890461119 bust@wiley.com Redaktion Produkte und Objekte Sandra Berhold, Fabian Hesse Tel.: +49 (0)30/47031-121, presse@ernst-und-sohn.de Ad Sales Manager Stefan Nepita Tel.: +49 (0)30/47031-256, stefan.nepita@wiley.com
▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪
Sonderdrucke Verkauf Janette Seifert Tel.: +49 (0)30/47031-292, janette.seifert@wiley.com Technische Herstellung Petra Franke Tel.: +49 (0)30/47031-279, pfranke@wiley.com www.ernst-und-sohn.de/sonderdrucke
▪
Kunden-/Leserservice Wiley-VCH Kundenservice für Ernst & Sohn Boschstr. 12, D-69469 Weinheim Tel.: +49 (0)8001800536 (innerhalb Deutschlands) +44 (0)1865476721 (außerhalb Deutschlands) Schnelleinstieg: www.wileycustomerhelp.com Einzelheft-Verkauf: CS-Germany@wiley.com
▪
▪ ▪ ▪
▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪
Aktuelle Bezugspreise Die Zeitschrift „Beton- und Stahlbetonbau“ erscheint mit 12 Ausgaben pro Jahr. Neben „Betonund Stahlbetonbau print“ steht „Beton- und Stahlbetonbau online“ im PDF-Format über den Online-Dienst WileyOnlineLibrary im Abonnement zur Verfügung. print
print+online
748 €
935 €
Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. Es kann jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden. Ohne schriftliche Mitteilung verlängert sich das Abonnement um ein weiteres Jahr.
Prof. Dr.-Ing. Martin Claßen, RWTH Aachen University, Lehrstuhl für Massivbau Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach, Technische Universität Dresden, Institut für Massivbau Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Oliver Fischer, Technische Universität München, Lehrstuhl für Massivbau Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Massivbau Dr.-Ing. Lars Meyer, Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein E.V., Berlin Dr.-Ing. Alexander Steffens, WTM Engineers GmbH, Beratende Ingenieure im Bauwesen, Hamburg
▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪
Alle Preise sind Nettopreise. Die Preise sind gültig bis 31. August 2027. Irrtum und Änderungen vorbehalten. Studentenpreise, Staffelpreise, Mitgliederpreise und Preise in anderen Währungen auf Anfrage.
▪
Spezielle Angebote und Probeheftanforderung unter www.ernst-und-sohn.de Bei Änderung der Anschrift eines Abonnenten sendet die Post die Lieferung nach und informiert den Verlag über die neue Anschrift. Wir weisen auf das dagegen bestehende Widerspruchsrecht hin. Wenn der Bezieher nicht innerhalb von 2 Monaten widersprochen hat, wird Einverständnis mit dieser Vorgehensweise vorausgesetzt.
▪
▪
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Viviane Adam, Universität Kassel, Institut für Konstruktiven Ingenieurbau apl. Prof. Dr.-Ing. Birgit Beckmann, Technische Universität Dresden, Institut für Massivbau Dr.-Ing. Jan Bielak, RWTH Aachen University, Lehrstuhl und Institut für Massivbau Prof. Dr.-Ing. M.Arch. Lucio Blandini, Universität Stuttgart, Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren Dr. ir. Freek Bos, Technische Universität München, Lehrstuhl für Massivbau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Braml, Universität der Bundeswehr München, Institut für Konstruktiven Ingenieurbau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Yvonne Ciupack, Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Stahlbau Dr.-Ing. Felix Clauß, Werner Sobek AG Stuttgart Dr.-Ing. Patrick Forman, Leibniz Universität Hannover, Institut für Massivbau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Haist, Universität Stuttgart, Institut für Werkstoffe im Bauwesen Prof. Dr.-Ing. Peter Heek, FH Münster, Statik und Massivbau Prof. Dr.-Ing. Martin Herbrand, Hochschule 21, Konstruktiver Ingenieurbau und Baustatik Univ.-Prof. DI Dr.techn. Patrick Huber, Technische Universität Wien, Institut für Tragkonstruktionen – Stahlbeton- und Massivbau Prof. Dr.-Ing. Alex Hückler, Berliner Hochschule für Technik, Massivbau und Statik Prof. Dr. Walter Kaufmann, ETH Zürich, Institut für Baustatik und Konstruktion Univ.-Prof.’in Dr.-Ing. Sylvia Kessler, Helmut-Schmidt-Universität, Professur für Konstruktionswerkstoffe und Bauwerkserhaltung Univ.-Prof. B.Sc. Dipl.-Ing. Dr.techn. Benjamin Kromoser, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Hochbau, Holzbau und kreislaufgerechtes Bauen (IHB) Prof. Dr.-Ing. Christian Kulas, Hochschule Biberach, Konstruktiver Ingenieurbau, Massivbau Prof. Dr.-Ing. Torsten Leutbecher, Universität Siegen, Lehrstuhl für Massivbau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx, Technische Universität Dresden, Institut für Massivbau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Viktor Mechtcherine, Technische Universität Dresden, Institut für Baustoffe Univ.-Prof. Dr.-Ing. Vincent Oettel, Technische Universität Braunschweig, Institut für Massivbau Prof. Dr.-Ing. Matthias Pahn, Rheinland-Pfälzische Technische Universität KaiserslauternLandau, Fachgebiet Massivbau und Baukonstruktion Prof. Dr. Dirk Proske, Berner Fachhochschule, Studiengangsleiter Master Engineering Dr. Andreas Pürgstaller, Bergmeister Ingenieure GmbH Prof. Dr.-Ing. Sergej Rempel, Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg, Fakultät Architektur und Bauwesen Univ.-Prof. Dr.-Ing. Marcus Ricker, Technische Universität Dortmund, Lehrstuhl für Massivbau Dr.-Ing. David Sanio, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Massivbau Dr.-Ing. Gregor Schacht, Marx Krontal Partner | MKP GmbH Dr.-Ing. Silke Scheerer, Technische Universität Dresden, Institut für Massivbau Dr.-Ing. Angelika Schießl-Pecka, Ingenieurbüro Schiessl · Gehlen · Sodeikat GmbH Prof. Dr.-Ing. Dirk Schlicke, Graz University of Technology, Institute of Structural Concrete Dr.-Ing. Nicholas Schramm, Büchting + Streit AG Prof. Dr. Dipl. Dipl.-Ing. Panagiotis Spyridis, Universität Rostock, Professur Massivbau Prof. Dr.-Ing. Alexander Stark, Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Massivbau und Baustofftechnologie, Abt. Massivbau Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Alfred Strauss, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Konstruktiven Ingenieurbau Dr.-Ing. Josef Taferner, Bergmeister GmbH Prof. Dr.-Ing. Alexander Taffe, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachgebiet Baustoffkunde, Bauwerksdiagnose und zerstörungsfreie Prüfung Prof. Dr.-Ing. Juliane Wagner, Technische Universität Berlin, Fachgebiet Tragwerkskonstruktionen des Hochbaus Prof. Dr.-Ing. Danièle Waldmann-Diederich, Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften Prof. dr. ir. Roman Wan-Wendner, Ghent University, Department of Structural Engineering and Building Materials Dr.-Ing. Katharina Zaydowicz, DB InfraGo AG
Beton- und Stahlbetonbau, ISSN 0005-9900, is published monthly. US mailing agent: SPP, PO Box 437, Emigsville, PA 17318. Periodicals postage paid at Emigsville PA. Postmaster: Send all address changes to Beton- und Stahlbetonbau, John Wiley & Sons Inc., C/O The Sheridan Press, PO Box 465, Hanover, PA 17331. Satz Aptara, A-37, Sector-60, Noida, Uttar Pradesh - 201301, India Druck Westermann DRUCK | pva, Braunschweig Gedruckt auf säurefreiem Papier. © 2026 Ernst & Sohn GmbH
Beilagenhinweis
Ernst und Sohn GmbH, 10245 Berlin
Beton- und Stahlbetonbau 121 (2026), Heft 10
BEST-121-10_Impressum.indd 1023
25-09-2026 11:24:03
Vorschau 11/26 Monolithische SPI-Wandelemente mit integrierter zellulärer Struktur für Wärmedämmung (Foto: E. Krakovská)
F. Herding et al. Partikelbett-3D-Druck von Betonbauteilen – Prozess und Potenzial der selektiven Zementaktivierung Dieser Beitrag widmet sich der selektiven Zementaktivierung, einem partikelbettbasierten 3D-Druckverfahren für zementbasierte Baustoffe. Es werden der Druckprozess der selektiven Zementaktivierung beschrieben und die Herstellungsschritte eines bewehrten Bauteils mit denen der konventionellen Fertigung verglichen. Abschließend werden potenzielle Anwendungsbereiche präsentiert und aktuelle Herausforderungen aufgezeigt. A. Straßer, S. Gerich, Th. Kränkel, Ch. Gehlen Selective Paste Intrusion und Wire Arc Additive Manufacturing Die Selective Paste Intrusion (SPI) ist ein Partikelbett-basiertes Additives Fertigungsverfahren für Betonbauteile. Schichten von Gesteinskörnung werden ausgebracht und durch selektiven Zementleimauftrag lokal gebunden. Der Beitrag beschreibt den SPI-Prozess, Materialeigenschaften und Wechselwirkungen, die Bewehrungsintegration mittels WAAM und konstruktive Konsequenzen. R. Dörrie et al. Shotcrete 3D Printing (SC3DP). Eine innovative additive Fertigungstechnologie für den Stahlbetonbau der Zukunft Die Überführung des traditionellen, händisch geführten Nassspritzverfahrens zum Shotcrete 3D Printing (SC3DP), ein robotergestütztes, digital gesteuertes Fertigungsverfahren, kombiniert die materialspezifischen Vorteile des Spritzbetons mit der Effizienz und geometrischen Freiheit additiver Fertigung für den Stahlbetonbau. Der vorliegende Beitrag bietet eine Übersicht zur grundlegenden Funktionsweise der Technologie
und zum Stand der Forschung. Außerdem werden die Potenziale für den Stahlbetonbau aufgezeigt.
A. Mühlbauer, A. Baghdadi, V. Oettel, H. Kloft Modulbau mit 3D-gedruckten Betonbauteilen und subtraktiv hergestellten Trockenfugen Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über bereits realisierte modulare 3D-gedruckte Tragstrukturen und untersucht anschließend verschiedene Trockenfugengeometrien sowie deren subtraktive Herstellung mittels CNC-Fräsen und -Schneiden. Ergänzend wird die geometrische Spezifikation der Fugenflächen behandelt und die Ergebnisse experimenteller Untersuchungen unter reiner Druck- sowie kombinierter SchubDruck-Beanspruchung werden ausgewertet. B. Stöhr, M. Hägle, A. Stark Automatisierte Verstärkungsstrategie für rückgebaute Stahlbetonbauteile mit materialminimierten CFK-Verstärkungsschichten Für eine hohe Wiederverwendungsquote von Stahlbetonbauteilen sind wirtschaftliche Verstärkungsmaßnahmen erforderlich, die durch eine Prozessautomatisierung erreicht werden können. Zudem lassen sich durch den Einsatz dünner CFK-Verstärkungsschichten neue Ressourcen und graue Emissionen einsparen. In diesem Beitrag wird daher auf Grundlage experimenteller Untersuchungen eine Aufbereitungsstrategie für die automatisierte Verstärkung von rückgebauten Stahlbetonbauteilen mit Carbonbetonergänzungen abgeleitet.
(Änderungen vorbehalten)
Online-Kalender-Recherche
Beton-Kalender (1980-2022)
Stahlbau-Kalender (1999-2022)
Mauerwerk-Kalender (1976-2022)
Bauphysik-Kalender
www.ernst-und-sohn.de/ kalender-recherche
(2001-2022)
1341.indd 19
best70230.indd 1024
15.12.2022 16:58:53
28-09-2026 14:38:52
Moritz Erdmenger
Leitfaden Eisenbahnbauwerke Entwurf, Regelwerke, Praxisbeispiele klare Orientierung durch alle eisenbahn spezifischen Anforderungen entlang der HOAI Leistungsphasen 1–4
reduziertes Planungs und Haftungsrisiko durch vollständige und systematische Berücksichtigung relevanter Vorgaben
Das Buch stellt die eisenbahnspezifischen Anforderungen an die Planung konstruktiver Ingenieurbauwerke systematisch dar. Es erläutert die relevanten Planungsgrundlagen, ordnet die maßgeblichen Vorschriften nach ihrer Hierarchie und zeigt ihr Zusammenwirken im Planungsprozess auf.
Bauingenieur-Praxis
Moritz Erdmenger
Leitfaden Eisenbahnbauwerke Entwurf, Regelwerke, Praxisbeispiele
vorl. Abb.
deutliche Zeitersparnis durch gebündelte und praxisgerecht eingeordnete Richtlinien und Normen
Leitfaden • Entwurf von Eisenbahnbrücken
-
9 / 2026 · ca. 384 Seiten · ca. 278 Abbildungen Softcover 9783433034927
ca. € 79*
Bereits vorbestellbar.
Das Werk macht komplexe eisenbahn spezifische Anforderungen vollständig und nachvollziehbar beherrschbar.
JETZT BESTELLEN www.ernstundsohn.de/3492
* Der €-Preis gilt ausschließlich für Deutschland. Inkl. MwSt.
25/09/26 3:49 PM
Beton- und Stahlbetonbau
121. Jahrgang (2026) Heft 10
BEST_121_10_cover.indd 1