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9 103. Jahrgang September 2026 ISSN 0932-8351

Bautechnik Zeitschrift für den gesamten Ingenieurbau

Bautechnik 103. Jahrgang 2026 Heft 9

‐ Numerische Simulationen von Steinschlagschutznetzen ‐ Sicherheitsniveau bei der Bemessung von Pfählen mit der FEM ‐ Herstellbedingte Verformungen in Berliner Sandböden ‐ Nachhaltigkeit bei geotechnischen Projekten ‐ Schwingungsminderung von Gebäuden ‐ Bericht des Arbeitskreises „Baugruben“

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© PORR

Fanny-Zobel-Straße in Berlin

ernst-und-sohn.de/bkt2027

HOME OF Besuchen Sie uns auf der Baugrundtagung in Leipzig am Stand B12. PORR Spezialtiefbau GmbH porr.de/spezialtiefbau

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Inhalt Bautechnik 9/26 GEOTECHNIK

Zum Titelbild: Das Bild zeigt Untergrundvorbereitungen für die Fahrbahndecke einer Autobahn. Es wird eine Schicht aus weißem Geotextil über einem Kunststoff-Geogitter auf sandigem Untergrund verlegt. (Quelle: Vadym, Adobe Stock)

EDITORIAL 683

Bert Schädlich Die Geotechnik zwischen FE-Modellierung und Erfahrungswerten

684

Simon Berger, Robert Hofmann, Felix Doppelmayer Numerische Simulationen von Steinschlagschutznetzen für Niedrigenergiebereiche

AUFSATZ

BERICHTE 695

702

Peer-reviewed journal Die Bautechnik ist im Journal Citation Report von Clarivate Analytics (vormals Thomson Reuters) sowie bei Scopus von Elsevier gelistet.

Bert Schädlich, Kurt-Michael Borchert, Thomas Richter Herstellbedingte Verformungen in Berliner Sandböden

710

Gunnar Heibrock, Hannes Herzog, Robert-B. Wudtke Berücksichtigung der Nachhaltigkeit bei geotechnischen Projekten

717

Silke Appel, Ulrich Gerhaher Einfluss der Stärke der Bodenplatte auf die Schwingungsminderung von Gebäuden

725

103. Jahrgang September 2026, Heft 9 ISSN 0932-8351 (print) ISSN 1437-0999 (online)

Sascha Henke, Hauke Jürgens, Tim Pucker, Philipp Wiesenthal Zum Sicherheitsniveau bei der Bemessung von Pfählen mit der Finite-Elemente-Methode

733 736

Achim Hettler, Markus Herten, Steffen Kinzler, Bert Schädlich Bericht des Arbeitskreises „Baugruben“: Eurocode 0, Eurocode 7, FEM, Sicherheits- und Überwachungskonzept für Steifen, redaktionelle Korrekturen

BAUTECHNIK Aktuell VERANSTALTUNGSKALENDER Produkte & Objekte

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39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

Impact Factor 2025: 0,6 CiteScore 2025: 1,4

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39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

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Forty4 Berlin: Anspruchsvoller Spezialtiefbau für ein zukunftsweisendes Stadtquartier

Bild 1 Der Porr Spezialtiefbau übernimmt die anspruchsvolle Baugrube des Berliner Forty4 in innerstädtischer Lage und setzt dabei auf eine emis­sionsarme Bauweise.

Mit dem Mixed-Use-Quartier „Forty4“ entsteht in Berlin-Friedrichshain ein markantes neues Stadtquartier an der Mediaspree. Während die architektonische Gestaltung mit ihrer abwechslungsreichen Fassadenlandschaft bereits viel Aufmerksamkeit erhält, wurde die Grundlage für das spätere Gebäude zunächst im Untergrund geschaffen.

Wasserdichter Bautrog aus kombinierten Verbausystemen

Die Porr Spezialtiefbau Region Ost realisierte gemeinsam mit Meyer Erdbau eine technisch anspruchsvolle Baugrube, die aufgrund ihrer innerstädtischen Lage, schwierigen Randbedingungen und hohen Anforderungen an den Schutz angrenzender Bebauung besondere Ingenieurleistungen erforderte.

Im Zuge der Herstellung wurden rund 20.000 m 3 Boden für die 5,5 m tiefe Baugrube ausgehoben. Teilweise belastete Bodenmassen wurden beprobt und in einer Bodenwaschanlage aufbereitet. Durch die gezielte Trennung und Reinigung konnten Schadstoffe entfernt und die zu deponierenden Mengen deutlich reduziert werden.

Das von der L&L Immobilien GmbH entwickelte Quartier umfasst insgesamt rund 40.000 m 2 Bruttogeschossfläche. Im ersten Bauabschnitt entstehen ein Design-Hotel mit 344 Zimmern sowie ein Apartmentgebäude mit 93 Wohneinheiten. Die enge Verzahnung von Spezialtiefbau, Spezialtiefbau Planung und späterem Hochbau ermöglicht dabei einen effizienten und reibungslosen Projektablauf.

Um den Auftrieb durch das anstehende Grundwasser zu verhindern, wurde zusätzlich eine etwa 3.500 m 2 große Dichtsohle im Düsenstrahlverfahren hergestellt. Die DSV-Sohle bildet den unte-

Kernstück des Baugrubenkonzepts war ein vollständig dichter Bautrog. Dieser besteht aus einer dreiseitigen, insgesamt 212 m langen Spundwandeinfassung sowie einer rund 1.000 m 2 großen überschnittenen Bohrpfahlwand.

Innerstädtische Randbedingungen prägen die Planung Bereits in der frühen Planungsphase zeigte sich die Komplexität der Bauaufgabe. Das Baufeld befindet sich in dichter innerstädtischer Lage unmittelbar angrenzend an bestehende Bebauung. Besonders herausfordernd war dabei die Nähe zu einem setzungsempfindlichen Baudenkmal. Gleichzeitig erforderte die Grundwassersituation die Herstellung eines dauerhaft dichten Baugrubenverbaus. Um diese Anforderungen zu erfüllen, entwickelte die Porr ­Spe­zialtiefbau Planung ein Baugrubenkonzept aus verschiedenen Sicherungselementen. Ziel war es, Verformungen auf ein Minimum zu reduzieren, die Standsicherheit während aller Bauphasen sicherzustellen und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umgebung so gering wie möglich zu halten.

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Bild 2

Die Baugrube wird durch eine Kombination aus Spundwand, Bohrpfahlwand und einer DSV-Dichtsohle wasserdicht ausgeführt.


39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

(Fotos 1–3: Porr)

(Foto: Tchoban Voss Architekten)

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Bild 3

Zum Schutz gegen aufsteigendes Grundwasser wird eine rund 3.500 m2 große, wasserundurchlässige Dichtsohle im Düsenstrahlverfahren (DSV) hergestellt.

Bild 4

Mit dem Projekt Forty4 entsteht ein zukunftsweisendes Stadtquartier mit individuellen Fassaden mitten in Berlin-Friedrichshain.

ren Abschluss des Baugrubensystems und gewährleistet gemeinsam mit den Verbauelementen eine dauerhaft wasserundurchlässige Baugrube.

Abweichungen und potenzielle Probleme zu erkennen, was zu automatischen Benachrichtigungen und Alarmen führt.

Die Kombination aus Spundwand, Bohrpfahlwand und DSV-Sohle stellt insbesondere unter den beengten innerstädtischen Verhältnissen eine wirtschaftliche und technisch sichere Lösung dar. Gleichzeitig konnten dadurch die Anforderungen an die spätere Hochbauausführung optimal berücksichtigt werden.

Termingerechte Übergabe an den Hochbau

Aussteifung zum Schutz des Baudenkmals Besondere Aufmerksamkeit galt dem Schutz der unmittelbar angrenzenden historischen Bausubstanz. Um Verformungen der Bohrpfahlwand weiter zu reduzieren, entschieden sich die Beteiligten für eine zusätzliche Aussteifung der Konstruktion. Hierfür wurde die Bohrpfahlwand über einen Kopfbalken mit insgesamt 19 Reaktionspfählen, Durchmesser 1.200 mm, gekoppelt. Ergänzt wurde dieses System durch eine Totmannkonstruktion mit vorgespannten Kapselpressen. Durch die aktive Vorspannung konnten mögliche Wandbewegungen bereits im Vorfeld minimiert werden. Da der Schutz des Baudenkmals oberste Priorität hat, fand baubegleitend ein umfangreiches Gebäudemonitoring statt, um

Nach rund sechs Monaten Bauzeit konnte die komplexe Baugrube planmäßig fertiggestellt und an die Kolleginnen und Kollegen des Porr Hochbau übergeben werden. Das Projekt Forty4 zeigt exemplarisch, welche Rolle der Spezialtiefbau bei der Realisierung komplexer innerstädtischer Bauvor­ haben spielt. Die Kombination aus wasserdichtem Bautrog, anspruchsvoller Aussteifungstechnik, umfassendem Monitoring und nachhaltigem Bodenmanagement verdeutlicht die hohe ingenieurtechnische Kompetenz, die heute für Bauprojekte in verdichteten urbanen Räumen erforderlich ist. Mit der erfolgreichen Baufeldübergabe wurde die Grundlage für einen der spannendsten Neubauten an der Berliner Media­spree geschaffen. Der entscheidende Beitrag dazu entstand jedoch zunächst dort, wo man ihn später nicht mehr sieht: im Untergrund.

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39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

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Ressourceneffiziente Tiefgründung eines Brückenwiderlagers durch Pfähle mit Fußaufweitung Im Zuge des Neubaus einer Straßenüberführung über eine Bahnstrecke der Deutschen Bahn in Rees-Millingen (Nordrhein-Westfalen) wurde für die Gründung eines Brückenwiderlagers eine technisch und wirtschaftlich optimierte Tiefgründungslösung realisiert. Bauherr des Projektes ist Straßen.NRW.

Durch die vergrößerte Pfahlsohle wird die Last über eine größere Fläche in den Baugrund eingeleitet. Dadurch kann die Tragfähigkeit des einzelnen Pfahls deutlich erhöht werden.

Ausgeführte Lösung Die Bauleistungen wurden durch die HEITKAMP Brückenbau GmbH als Generalunternehmer (GU) ausgeführt, die gleichzeitig Auftraggeber der Spezialtiefbauarbeiten war. Im Rahmen der Ausführungsplanung wurde die Gründung des Widerlagers in Achse 10 optimiert. Die geotechnische Betreuung dieser Gründungsoptimierung erfolgte durch das Ingenieurbüro ELE. Die Herstellung der Pfahlgründung erfolgte durch die Dr.-Ing. PAPROTH® GmbH & Co. KG. Zum Einsatz kam ein patentiertes Pfahlsystem mit Fußaufweitung, das eine deutliche Optimierung der ursprünglich vorgesehenen Gründung ermöglichte.

Die Anwendung dieses Gründungssystems führte neben technischen und wirtschaftlichen Vorteilen zu erheblichen Einsparungen bei Beton, Bewehrungsstahl und Bodenaushub. Gleichzeitig konnten die Ausführungszeit verkürzt und die CO₂-Emissionen deutlich reduziert werden.

Bauaufgabe Das Bauvorhaben umfasst die Errichtung einer Straßenüberführung über eine Bahnstrecke der Deutschen Bahn im Bereich ReesMillingen. Für die Brücke sind massive Widerlager vorgesehen, deren Lasten dauerhaft und sicher in den Baugrund eingeleitet werden müssen. Aufgrund der Bauwerkslasten sowie der Baugrundverhältnisse wurde eine Tiefgründung mittels Großbohrpfählen vorgesehen.

Ursprüngliche Planung der Tiefgründung

(Quelle: Paproth)

Die patentierten Pfähle mit Fußaufweitung zeichnen sich durch eine gezielte Vergrößerung der Pfahlsohle aus. Durch die ver­ größerte Aufstandsfläche wird die Endauflagertragfähigkeit des Pfahls signifikant erhöht. Hierdurch können die erforderliche Pfahllänge sowie die Anzahl der Pfähle reduziert und gleichzeitig der Mate­rialeinsatz optimiert werden.

Die ausgeführte Gründung besteht aus 15 Bohrpfählen mit folgenden Parametern: – Pfahldurchmesser: 120 cm – Fußaufweitung: gemäß Firmenwerten Dr.-Ing. PAPROTH® GmbH & Co. KG – Pfahllänge: 15 m – Pfahltragfähigkeit: Erfahrungswert des Herstellers bei Absetzen der Pfähle in mind. mitteldicht gelagerten, quartären Kiessanden: • qb,k = gemäß Firmenwerten • Dr.-Ing. PAPROTH® GmbH & Co. KG • bei ~ 1,5 cm Setzung im Gebrauchszustand • V k = 13,56 MN

Die ursprüngliche Planung sah eine Pfahlgründung mit 22 Großbohrpfählen (D = 150 cm) vor.

Der geringere Durchmesser ermöglichte den Einsatz eines kleineren Bohrgerätes und reduzierte damit den logistischen Aufwand sowie die Herstellungszeiten.

8 Pfähle: Länge 20 m 14 Pfähle: Länge 36 m

Einsparungen

Die Herstellung der Pfähle mit einem Durchmesser von 150 cm hätte den Einsatz größer dimensionierter Bohrgeräte erfordert. Diese Geräte sind mit höherem logistischem Aufwand sowie längeren Herstellungszeiten pro Pfahl verbunden.

Optimierung durch Pfähle mit Fußverbreiterung

Durch die optimierte Gründungslösung konnten folgende Einsparungen erzielt werden: – ca. 1.000 m3 Beton – ca. 1.000 m3 Bodenaushub/Entsorgung – erhebliche Mengen an Bewehrungsstahl – deutlich verkürzte Bauzeit – ca. 243 t CO₂

Als alternative Lösung wurde das patentierte Pfahlsystem mit Fußaufweitung der Firma Dr.-Ing. PAPROTH® GmbH & Co. KG eingesetzt.

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39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

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Vergleich ursprüngliche Planung – ausgeführte Lösung

Fazit

Parameter

Ursprüngliche Planung Ausgeführte Lösung

Anzahl Pfähle

22

Durchmesser

150 cm

Das Projekt zeigt das Potenzial innovativer Pfahlsysteme im Spezialtiefbau. Durch den Einsatz der Pfähle mit Fußaufweitung konnte eine technisch sichere, wirtschaftliche und ressourcenschonende Gründung realisiert werden.

15 120 cm

Fußverbreiterung –

gemäß Firmenwerten Dr.-Ing. PAPROTH® GmbH & Co. KG

Pfahllängen

20–36 m

15 m

Betonverbrauch

1.200 m3 ­theoretisch 270 m3 tatsächlich

Bodenaushub

1.200 m3

270 m3

CO₂-Emissionen

313 t

70 t

Eugen Fartuch, Geschäftsführer Dr.-Ing. PAPROTH® GmbH & Co. KG

www.paproth.eu

Neue Flusswasserfilterhalle sichert Trinkwasserversorgung

Bild 1

Flusswasserfilterhalle auf dem Gelände des Wasserwerks der ­SachsenEnergie Bau GmbH im Rohbau

Bild 2

Einheben der vormontierten Formstücke

Im Wasserwerk Hosterwitz östlich von Dresden entsteht derzeit ein zentrales Infrastrukturprojekt für die zukünftige Trinkwasserversorgung der Region. Im Rahmen des Projekts „Nordraum – Phase 2026“ wird durch die Arbeitsgemeinschaft „WW Hosterwitz TA 2“ im Auftrag der SachsenEnergieBau GmbH auf dem Gelände des ­Wasserwerks eine neue Flusswasserfilterhalle errichtet, die die Aufbereitungskapazitäten für den Dresdener Trinkwasserbedarf deutlich erweitern soll.

bereitungskapazität von bis zu 4.300 Kubikmetern pro Stunde erweitert. Die bereits vorhandene Filterhalle verfügt über eine Kapazität von rund 3.000 Kubikmetern pro Stunde. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung im Großraum Dresden.

Das Wasserwerk Hosterwitz liegt unmittelbar an der Elbe zwischen Pirna und Dresden am rechten Elbufer. Mit der neuen Flusswasserfilterhalle wird die bestehende Anlage um eine zusätzliche Auf­

Die Echterhoff Bau GmbH übernimmt bei dem Projekt wesentliche Tiefbau- und Rohrleitungsarbeiten und sorgt dafür, dass Bestand und Neubau zuverlässig miteinander verbunden werden.

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Bautechnik 103 (2026), Heft 9

Arbeiten im laufenden Anlagenbestand

Der aktuelle Bauabschnitt knüpft unmittelbar an einen bereits abgeschlossenen Projektteil an, bei dem Echterhoff innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft die Baugrube und den Verbau hergestellt hatte. Im nun laufenden Teilabschnitt ist das Unternehmen für den erdverlegten Rohrleitungsbau verantwortlich. Zu den Leistungen von Echterhoff gehören unter anderem: – Einbindung der neuen Leitungen in bestehende Hauptleitungen DN 800 und DN 1000 – Verlegung neuer duktiler Gussrohrleitungen mit Tonerden­ zement-Innenauskleidung


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(Fotos: Echterhoff Bau GmbH)

39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

Bild 3

Rohrbau im Bestand

– Herstellung von Baugruben und Rohrgräben in geböschter sowie Trägerbohlwand-Bauweise – Bau von acht Schächten DN 2000 für die Spülabwasserleitungen der neuen Flusswasserfilterhalle – Rückbau des Verbaus aus dem vorangegangenen Bauabschnitt Besonders anspruchsvoll sind dabei die Arbeiten im Bestand des Wasserwerks. Im Untergrund befinden sich zahlreiche Fremd­ leitungen, alte Fundamentreste und bestehende technische Anlagen, die bei der Planung und Ausführung berücksichtigt werden müssen.

Präzise Umbindung unter Zeitdruck Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits Anfang 2026 erreicht. Innerhalb eines eng gesteckten Zeitfensters zwischen Januar und März erfolgte die Einbindung der neuen Leitungen in die bestehenden Hauptleitungen des Wasserwerks. Hierfür wurden speziell vorbereitete Flanschformstücke vormontiert und anschließend über Vorschweißflansche in das bestehende Leitungssystem integriert. Die Arbeiten mussten zwingend innerhalb des vorgesehenen Zeitraums abgeschlossen werden, da das Wasserwerk Ende März wieder in Betrieb gehen sollte. Um diesen Termin nicht zu gefährden, wurden die Erdarbeiten frühzeitig vorbereitet und die Umbindebereiche durch eine gezielte Grundwasserhaltung gesichert. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Arbeiten bildete die Grundlage für die weitere Anbindung der neuen Flusswasserfilterhalle.

Bild 4

Verbindung zwischen neuen Leitungen und Bestandsleitungen

beschichtung aus Tonerdenzement. Diese spezielle Ausführung wurde gewählt, da das im Wasserwerk geförderte Rohwasser eine hohe Calcitlösekapazität besitzt und damit besondere Anforderungen an die Beständigkeit der Leitungen stellt. Parallel dazu entstehen neue Abwasserleitungen, die die bei der Rohwasseraufbereitung anfallenden Spül- und Prozesswässer ableiten. Auch hier kommen Gussrohre mit Tonerdenzement-Auskleidung zum Einsatz. Insgesamt werden acht Betonschächte DN 2000 in das neue Leitungssystem integriert. Zukunftsfähige Infrastruktur für die zukünftigen Jahrzehnte Die Dimensionen des Projekts verdeutlichen die Bedeutung der Maßnahme: – Bauzeit: Januar 2025 bis November 2027 – Rund 4.500 m3 Erdbewegung für den Rohrleitungsbau – Etwa 450 m Rohrleitungsbau DN 800 / DN 1000 aus ­duktilem Guss – Acht Umbindepunkte in bestehende Leitungen – Umsetzung der Umbindearbeiten innerhalb eines Zeitfensters von nur drei Monaten Diese Kennzahlen zeigen die Größenordnung der Maßnahme und die hohen Anforderungen an Planung, Logistik und Ausführung. Mit dem Ausbau der Flusswasserfilterhalle investiert die SachsenEnergieBau in eine leistungsfähige und zukunftssichere Wasseraufbereitung. Für Echterhoff steht das Projekt exemplarisch für anspruchsvollen Infrastruktur- und Rohrleitungsbau: präzise geplant, unter engen terminlichen Vorgaben umgesetzt und mit höchstem Anspruch an Qualität und Versorgungssicherheit ausgeführt.

Spezialrohre für spezielle Anforderungen Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den Ausbau der Rohrverbindungen zwischen den Umbindepunkten und dem Neubau Filterhalle. Zum Einsatz kommen Gussrohre mit einer Innen­

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www.echterhoff.de


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(Grafik: OpenStreetMap contributors (maps.strabag.com) and the GIS User Community / Strabag)

Pfaffensteigtunnel: Großauftrag für Bauausführung vergeben

Strabag erhält im Konzernverbund mit Züblin nach zwei Jahren ­Planung und Bauvorbereitung den Auftrag für die bauliche Umsetzung mehrerer Vergabepakete des Projekts ABS Gäubahn Nord / Pfaffensteigtunnel. Es gilt als eines der zentralen Infrastrukturvorhaben des Gäubahnausbaus im Südwesten Deutschlands und spielt eine entscheidende Rolle für die Stärkung klima- und zukunftsorientierter Mobilität. Auftraggeber ist die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH.

Neue Verbindung für kürzere Fahrzeiten Der rund 11 Kilometer lange Pfaffensteigtunnel wird zweiröhrig und jeweils eingleisig gebaut. Er schafft die direkte Verbindung zwischen dem Stuttgarter Flughafen-Fernbahnhof und der beste-

Bild 1 Pfaffensteigtunnel Kartenansicht

henden Trasse der Gäubahn. Die neue Verbindung ermöglicht künftig deutlich kürzere Fahrzeiten zwischen Stuttgart und der Schweizer Grenze und stärkt damit die transeuropäische Vernetzung – ein wichtiger Schritt, um die Mobilitätswende in der Region weiter voranzubringen. Das Projekt ist in zwei Planfeststellungsabschnitte aufgeteilt: Der erste Abschnitt umfasst die Errichtung des ca. 11 km langen Haupttunnels, der auf einer Strecke von 9,8 km mit zwei Tunnelbohrmaschinen aufgefahren wird. Die Unterquerung der Autobahn A8 und der Neubaustrecke mitsamt Anschluss an den unterirdischen Fernbahnhof Flughafen erfolgt in konventioneller Bauweise. Der zweite Abschnitt beinhaltet unter anderem den rund 240 Meter langen Tunnelabschnitt in offener Bauweise mit anschließendem

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Eigenverdichtung

Säulen


39. Baugrundtagung sowie Tiefbau, Spezialtiefbau, Kanal- und Rohrleitungsbau

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sam am Tisch sitzen. Es setzt somit ein wichtiges Signal für die Modernisierungsoffensive in Deutschland“, sagt Jörg Rösler, Mitglied des Vorstandes der STRABAG SE für das Segment Nord + West.

(Foto: DB PSU)

Partnerschaftsmodell Schiene für mehr Effizienz im Infrastrukturbau

Bild 2

Für den Pfaffensteigtunnel ist der Anschlussstutzen im FlughafenFernbahnhof bereits gebaut (rechts), auch die Weichenverbindung und die ersten Meter Gleis liegen schon.

Trogbauwerk sowie die oberirdischen Anbindungen bis zur SBahn-Station Sindelfingen-Goldberg mit mehreren Stützbauwerken und Eisenbahnunterführungen und eines Überwerfungsbauwerks. Weiterhin wird die ca. 3 km lange oberirdische Strecke an eine Geschwindigkeit von 200 km/h angepasst, teilweise neu trassiert und vollständig ertüchtig. „Der Pfaffensteigtunnel ist weit mehr als ein beeindruckendes Infrastrukturprojekt – er ist ein entscheidender Baustein für eine nachhaltige und zukunftsträchtige Mobilität. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die Bedeutung partnerschaftlicher Vertragsmodelle als Schlüssel zur Beschleunigung von Infrastrukturprojekten, wenn alle Projektbeteiligten bereits in der Planungsphase gemein-

Der Pfaffensteigtunnel wird in allen relevanten Leistungsphasen als Partnerschaftsmodell Schiene realisiert. Die Integrierte Projektabwicklung (IPA) beschreibt ein Mehrparteien-Vertragsmodell zur Planung und Ausführung komplexer Bauvorhaben. Ziel des Partnerschaftsmodells ist es, Bauprojekte besonders effizient umzusetzen. Da alle Partner:innen der Allianz bereits in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ihre Expertise einbringen, können in der Regel die Prozesse deutlich beschleunigt und Kosten eingespart werden. Gleich mehrere Konzerneinheiten sind an drei Vergabepaketen beteiligt. Damit leistet STRABAG einen wesentlichen Beitrag zur baulichen Umsetzung dieses zentralen Infrastrukturprojekts. – VP2 – Tunnelbau: Ausführung durch die Ed. Züblin AG in einer ARGE mit der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG – VP3 – Erdbau: Ausführung durch die STRABAG – VP4 – Konstruktiver Ingenieurbau: Ausführung durch die Ed. Züblin AG in einer ARGE mit der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG www.strabag.com www.zueblin.de

Effizient, sicher und kostensparend: Verbaugreifer revolutioniert den modernen Grabenverbau Der Verbaugreifer von TWF Tiefbautechnik vereint drei zentrale Anforderungen moderner Baustellen – Sicherheit, Effizienz und optimierten Personaleinsatz – in einem einzigen innovativen System. Das Anbaugerät ermöglicht das sichere und schnelle Versetzen von Verbauboxen ohne manuelle Anschlagarbeiten und erhöht damit spürbar die Arbeitssicherheit auf dem Bau.

Sichere Verbauarbeiten als Kernthema Im Grabenverbau gehören manuelle Anschlag- und Kettenarbeiten zu den häufigen Unfallquellen auf der Baustelle. Personen im Gefahrenbereich, fehleranfällige Handgriffe, herabfallende Werkzeuge und Lasten – eine Belastung für Mensch und Sicherheitskultur. Mit dem Verbaugreifer schafft die Heinsberger TWF Tiefbautechnik eine ganzheitliche Lösung, die diese Risiken minimiert und Bauunternehmen eine praktikable Alternative zur klassischen Kettenhandhabung bietet. „Diese Maschinen minimieren das Unfall- und Verletzungsrisiko bei korrekter Handhabung erheblich und beschleunigen gleichzeitig die Auf- und Abbauzeiten.“ (Auszug aus der Verwendungsanleitung)

Wie der Verbaugreifer funktioniert Das System arbeitet nach einem bewährten Prinzip: Der Verbaugreifer wird als Schnellwechselanbaugerät direkt an die Hy­

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draulik eines Standard-Mobilbaggers montiert – kompatibel mit OilQuick- und Likufix-Schnellwechselsystemen. Alle Steuerfunktionen erfolgen zentral aus der Fahrerkabine, ohne dass Bedienungspersonen in den Gefahrenbereich des Baggers müssen. Der Greifer fasst die Verbauboxen mittels spezieller Aufnahmeösen und hebt sie kontrolliert an, positioniert sie exakt im Graben und setzt sie ab – mit einer maximalen Zugkraft von 6,3 Tonnen. Die Arbeit erfolgt mit hoher Genauigkeit und geringem Personaleinsatz: Ein Baggerfahrer allein kann die gesamte Operation durchführen.

Sicherheit durch intelligentes Design Das Gerät ist hydraulisch betrieben und mit integrierten Dreh­ funktionen ausgestattet, die eine 360-Grad-Rotation ermöglichen. Die Konstruktion ist für den gewerblichen Einsatz im Spezial­ tiefbau dimensioniert und erfüllt alle relevanten Sicherheitsvorschriften. Eine stabile Pendelführung sorgt dafür, dass Boxen auch in beengten Räumen präzise und sicher positioniert werden können. Die zentralisierte Steuerung bietet dabei einen wesentlichen Vorteil: Der Maschinenführer hat ständigen visuellen Kontakt zum Arbeitsbereich und kann die Last in Echtzeit beobachten – ein deutlicher Sicherheitsgewinn gegenüber manuellen Anschlagarbeiten, bei dem mehrere Personen koordiniert werden müssen.


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Dies ist nicht zuletzt eine wirtschaftliche Botschaft: Weniger Personal vor Ort bedeutet geringere Koordinationsaufwände, schnellere Bauabläufe und reduzierte Unfallrisiken gleichzeitig.

Technische Rahmenbedingungen im Überblick Der Verbaugreifer existiert in verschiedenen Konfigurationen: – Trägerlängen: Von 2,2 m bis 4,5 m wählbar – Gewicht: Rund 500 kg – leicht genug, um ohne spezielle Logistik transportiert zu werden – Maximale Zuglast: 6,3 Tonnen – Flexibel anpassbare Arbeitsbreiten von 650 bis 4400 mm – Einsatztemperatur: –10 °C bis +40 °C – Schnellwechselanschluss: Standard OilQuick oder Likufix Das Gerät wird mit Drehmotor (RSV R7-B13) und Kreuzgelenk (KG40) betrieben und ist wartungsarm konzipiert. Eine jährliche Prüfung nach BetrSichV ist vorgesehen. Bild 1

TWF-Standard-Box Typ 600 mit Verbaugreifer

Anforderungen an die Verbauboxen Praxisbewährte Anwendung im Kanalbau und Spezialtiefbau Die Praxis zeigt: Bauunternehmen, die auf den Verbaugreifer setzen, berichten von erheblichen Effizienzgewinnen: „Ein enormer Zeitgewinn bei minimalem Personaleinsatz.“

Voraussetzung für den Einsatz ist, dass die verwendeten Verbauboxen über zentrale Transportösen verfügen. Die TWF-VerbauboxenSerie ist entsprechend ausgestattet. Dies ist ein wichtiger Punkt für Bauunternehmen, die den Wechsel planen: Die Box-Infrastruktur muss vorbereitet sein.

■ Baugrundverbesserungen ■ Gründungen ■ Bohrpfahlwände

■ Gründungsberatung

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Wir stehen seit über 25 Jahren für schnelle und erschütterungsfreie Bohrpfahlgründungen und Baugrundverbesserungen. Unsere Verfahren reichen von Schneckenbohrpfählen mit Durchmessern von 0,30 - 1,20 Meter bis hin zu Baugrundverbesserungen mit Teil- und Vollverdrängern. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

AUGSBURG ■ KÖLN ■ SCHÜTTORF ■ SCHWERIN

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Wartung und Zuverlässigkeit Der Wartungsaufwand ist überschaubar. Wöchentliche Fettschmierung an definierten Schmiernippeln und regelmäßige Sichtprüfungen der hydraulischen Komponenten sind das Kern­element der Betriebsunterstützung. Das Gerät ist robust konstruiert und für anspruchsvollen Dauereinsatz im Grabenverbau dimensioniert.

Verfügbarkeit und Geschäftsmodell

Mit dem Verbaugreifer bietet TWF Tiefbautechnik eine bewährte Antwort auf zentrale Herausforderungen moderner Baustellen: Wie lässt sich Sicherheit erhöhen, Personal sparen und Baufortschritt optimieren – alles gleichzeitig? Der Verbaugreifer zeigt, dass dies möglich ist.

(Foto/Abb.: TWF Tiefbautechnik)

Der Verbaugreifer ist bei TWF Tiefbautechnik zum Kauf erhältlich, wird aber auch häufig gemietet – eine praktische Option für Projekte mit begrenzter Dauer. Die Miete ermöglicht es kleineren und mittleren Bauunternehmen, von der Technologie zu profitieren, ohne Kapital dauerhaft zu binden.

Bild 2 Anheben und Absetzen der Verbaubox mit dem TWF Verbaugreifer

www.twf-tiefbautechnik.de

Norddeutscher Tief- und Rohrleitungsbauer etabliert sich im Großprojekt-Geschäft Mit der Beteiligung an zwei bedeutenden Infrastrukturprojekten in Deutschland etabliert sich die Seier Gruppe als ernst zu nehmender Player im Geschäft der Groß­projekte. Die Tochterunternehmen Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG und Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH & Co. KG sind an SuedOstLink und ­SuedLink beteiligt – zwei großen Erd­kabel-Projekten im Rahmen der Energiewende Deutschlands. 43 Kilometer Leitungslänge, insgesamt 26 Kabelsektionen, 65 Bohr-Kreuzungen im grabenlosen Verfahren – das sind Dimen­ sionen, die Firma Wähler derzeit zwischen Kutenholz und Wischhafen im Rahmen des SuedLink-Projektes im Auftrag von TenneT Germany als Teil einer ARGE umsetzt. Im Rahmen dieses ­Projektes wurde das Tief- und RohrleitungsbauUnternehmen nicht nur mit grabenlosen Bohrungen, sondern auch

mit der umfangreichen Arbeitsvorbereitung beauftragt. „Das größte Projekt bisher“, bestätigt Frank von der Geest, Geschäftsführer von W ­ ähler. Innerhalb der Seier Gruppe machte Kuhlmann 2024 den ersten Aufschlag dieser Größenordnung mit dem Zuschlag für den ­SuedOstLink im Auftrag von 50Hertz. Hier führt das Leitungsbauunternehmen grabenlose Bohrungen mit Längen zwischen 100 und 600 m aus. „Wir haben bis zu fünf Anlagen parallel laufen“, sagt Carsten Weiß, Geschäftsführer von Kuhlmann. „Das bedeutet: Acht Vermessungsteams, acht Schweißcontainer und ­Bohranlagen erfordern eine permanente Koordination.“ Insgesamt bearbeitet Kuhlmann derzeit fünf Teilstreckenabschnitte parallel.

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Lebensdauer über Generationen hinweg Korrosionsbeständigkeit im Fall biogener Schwefelsäure und Schutz bei chemischer Beanspruchung im Angriffsspektrum pH 1 bis pH 14. Vielfalt in Form und Funktion Die ideale Geometrie für jede Anforderung CO2 Reduktion durch klinkerreduzierte Zemente und Wärmerückgewinnung.

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(Foto: Seier Gruppe)

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Das Kuhlmann-Team bespricht sich vor der HDD-Bohranlage für die Trasse SuedOstLink auf dem Baugelände in IlberstedtBeesenlaublingen einsatzbereit.

Diese logistischen Herausforderungen meistern beide Unternehmen mit der Expertise aus vergangenen Projekten, einem großen Fachkräfteaufwand und einem starken Fuhrpark.

Neue Maschinenklasse, neue Märkte Für die Großprojekte setzt die Seier Gruppe auf modernste Bohrtechnik, die unterirdische Bohrungen ermöglicht. Sensible Oberflächen bleiben bestehen. Maschinen mit bis zu 100 Tonnen Zugkraft kommen hier zum Einsatz – Technik, die sonst primär in anderen Ländern verwendet wird. Mit jeder Anwendung solcher Technik wächst die Expertise. Die Herausforderungen sind vielfältig: komplexe Geologie, sensible Schutzgebiete, strenge Umweltauflagen. An der Saale traf das Team Kuhlmann auf instabile Kiesschichten und musste den Bohrkanal mit Stahlrohren stabilisieren. Für manche Bohrungen gibt es zeitlich ökologische Restriktionen, sodass alle Bohrungen terminlich in der Abfolge genau aufeinander abgestimmt werden müssen.

Alles aus einer Hand als Wettbewerbsvorteil Ein attraktiver Wettbewerbsvorteil der Seier-Töchter: Sie bieten das komplette Leistungsspektrum. Von der Vermessung über die Schweißarbeiten bis zur Bohrung – alles kommt aus einer Hand. „Wir können eine All-in-One-Lösung liefern, sodass das System in sich stimmig ist“, erklärt von der Geest. In Großprojekten mit zahlreichen Auftragnehmern bedeutet das: effizientere Kommunikation, weniger Missverständnisse, schnellere Prozesse.

Wachstumsmarkt Energiewende SuedLink und SuedOstLink werden keine Einzelfälle sein. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wächst der Bedarf an unterirdischen Stromleitungen massiv. Das bedeutet: mehr komplexe Bohrprojekte, längere Strecken, höhere Anforderungen. Für die Seier Gruppe ist das der richtige Zeitpunkt, um sich in diesem Segment zu positionieren. „Mit Kuhlmann und Wähler verfügen wir über zwei regional etablierte Bauunternehmen, die den Schritt in die Großbohrtechnik erfolgreich vollziehen“, heißt es aus der Unternehmensgruppe. Die Erfahrungen aus den aktuellen Projekten bilden die Grundlage für künftige Großaufträge im Netzausbau. www.seier-gruppe.de

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3D-Druck, individuelle Schachtbauwerke und effiziente Sanierung

Bild 1 AWASCHACHT steht für Schachtbauwerke, die nicht nur ­funktional überzeugen, sondern konsequent auf langfristige Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und projektspezifische Anforderungen ausgelegt sind.

Mit dem Einsatz von 3D-Drucktechnologie, maximaler konstruktiver Freiheit und effizienten Sanierungslösungen setzt REHAU im Schachtbau neue Maßstäbe. Der AWASCHACHT vereint hydraulische Präzision, individuelle Planung und wirtschaftliche Umsetzung in einem ganzheitlichen Systemansatz.

3D-Druck im Gerinne: Neue Technologie als Gamechanger Der Einsatz von 3D-Druck im AWASCHACHT markiert einen Wendepunkt im Schachtbau. Die Technologie ermöglicht hochpräzise, fließ- und hydraulisch optimierte Gerinneformen, die exakt auf jede Strömungssituation abgestimmt sind. Durch homogene Dimensionswechsel innerhalb des Gerinnes entstehen Lösungen auf höchstem technischem Niveau, die Effizienz, Langlebigkeit und Betriebssicherheit garantieren. Damit hebt REHAU Water Technologies den Kanalschacht auf ein neues Level und AWASCHACHT wird zum Sinnbild der Kernbotschaft „Managing the flow of water“.

Individuelle Schachtbauwerke: Weiterentwickelte Lösungen für komplexe Anforderungen AWASCHACHT steht für maßgeschneiderte Kanalschachtlösungen, die höchste technische Präzision mit jahrzehntelanger Erfahrung verbinden. Mit der weiterentwickelten Generation stellt

REHAU individuelle Schachtbauwerke vor, die gezielt für komplexe Anforderungen in der öffentlichen Entwässerung, der industriellen Infrastruktur, der Lebensmittelproduktion sowie im Flughafenbau konzipiert ist. Im Mittelpunkt steht dabei die Fähigkeit, spezifische bauliche und hydraulische Herausforderungen in dauerhaft dichte, langlebige und hocheffiziente Bauwerke zu übersetzen – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung bestehender Anlagen. Die hohe Flexibilität von AWASCHACHT zeigt sich insbesondere in der Vielfalt realisierbarer Formen und Dimensionen. Ob rund, eckig oder polygonal, ob kompakte Bauwerke oder groß dimensionierte Schachtsysteme mit Innendurchmessern von DN 500 bis DN 3500: Jedes Bauwerk wird individuell geplant und passgenau an die jeweilige Einbausituation angepasst. Auch die hydraulische Gestaltung bietet außergewöhnlichen Spielraum. Gerinne mit mehreren Zuläufen, groß dimensionierten Querschnitten sowie strömungsoptimierten tangentialen oder außermittigen Verläufen lassen sich ebenso realisieren wie präzise Übergänge zwischen unterschiedlichen Profilen – einschließlich anspruchsvoller Ei-Formate. Anschlüsse an Rohrsysteme aus Beton, Kunststoff, Guss oder Steinzeug sind dabei materialübergreifend umsetzbar. Durch diese konstruktive Freiheit entstehen Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum: von klassischen Kanal- und Pumpenschächten über Übergabe- und Druckentlastungsschächte sowie Bauwerke zur Energieumwandlung bis hin zu Twinschächten, Armaturenschächten und spezialisierten Behältersystemen für industrielle Anwendungen und die Lebensmittelbranche. AWASCHACHT steht damit für Schachtbauwerke, die nicht nur funktional überzeugen, sondern konsequent auf langfristige Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und projektspezifische Anforderungen ausgelegt sind.

Schacht-in-Schacht-Sanierung: Wirtschaftlich, schnell und dauerhaft

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Der Einsatz von 3D-Druck im AWASCHACHT ermöglicht hochpräzise, fließ- und hydraulisch optimierte Gerinneformen, die exakt auf jede Strömungssituation abgestimmt sind.

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Neben dem Neubau gewinnt die Sanierung bestehender Infrastrukturen zunehmend an Bedeutung. Mit dem Schacht-in-SchachtVerfahren bietet REHAU eine Lösung, die Bestandsbauwerke effizient und nachhaltig modernisiert. Dabei spielt die Ausgangssituation kaum eine Rolle: Ob runde, eckige, ovale oder konisch zulaufende Beton- oder gemauerte


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(Fotos/Abbildungen: REHAU Industries)

und gefertigt – unabhängig von Geometrie oder Durchmesser. Er wird in die bestehende Struktur integriert und bildet ein eigenständig tragfähiges, korrosionsfreies System innerhalb des vorhandenen Bauwerks. Die Umsetzung erfolgt in der Regel innerhalb eines Tages. Dadurch werden Verkehrsbeeinträchtigungen auf ein Minimum reduziert und Anlagen schnell wieder in Betrieb genommen.

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Bei der Schacht-in-Schacht-Sanierung wird ein AWASCHACHT in die bestehende Struktur integriert und bildet ein eigenständig tragfähiges, korrosionsfreies System innerhalb des vorhandenen Bauwerks.

Schächte, Pumpenbauwerke oder Quellschächte auf Kläranlagen – für nahezu jede Geometrie und Anwendung bis DN 3500 lässt sich eine individuell angepasste Lösung realisieren. Grundlage bildet eine präzise 3D-Vermessung des Bestandsbauwerks. Auf dieser Basis wird der neue Schacht passgenau geplant

Das resultierende Bauwerk ist dauerhaft dicht, korrosionsfrei und auf eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren ausgelegt. Gleichzeitig bietet die Sanierung eine wirtschaftliche Alternative zum Neubau, da Zeit-, Kosten- und Umweltauswirkungen deutlich reduziert werden.

Managing the flow of water: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Lösungen Mit AWASCHACHT verfolgt REHAU einen ganzheitlichen Ansatz im Schachtbau. Von der präzisen Bestandsaufnahme über die hydraulische und konstruktive Auslegung bis hin zur Fertigung und Umsetzung vor Ort greifen alle Prozessschritte nahtlos ineinander. Das Ergebnis sind individuelle, langlebige und betriebssichere Bauwerke, die den steigenden Anforderungen an moderne Entwässerungs- und Infrastruktursysteme gerecht werden und den Anspruch konsequent einlösen: Managing the flow of water.

Weitere Informationen finden Interessierte auch unter tiefbau.rehau.de/awaschacht

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(Quelle: Erkapfahl)

Hochwasserschutz: Ganzes Einfamilienhaus mit Segmentpfählen angehoben

Hebung des Hauses mit ERKA-Pfählen bis zur geplanten Endhöhe von plus 1,83 m. Das halbe Erdgeschoss wurde mit Beton verfüllt und dient als neues hochwassersicheres Fundament.

Um ein für alle Mal vor dem Hochwasser der Saale sicher zu sein, wurde für ein Einfamilienhaus in Halle an der Saale ein außergewöhnliches Verfahren gewählt: Es wurde um fast 2 Meter angehoben. Ein aufwändiges, aber auf lange Sicht wirtschaftliches und sicheres Verfahren: Aufgrund des bereits vierten Hochwassers in 25 Jahren haben sich die Eigentümer des nur wenige Meter vom Saaleufer entfernten Einfamilienhauses entschlossen, ihr ganzes Haus „einfach“ aus der Gefahrenzone heraus zu heben.

„Dass ein ganzes Haus angehoben wird, kommt in Deutschland nur zwei bis drei Mal im Jahr vor“, so ERKA Pfahl-Geschäftsführer Henk de Jong im Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung. „In insgesamt 11 Hüben haben dann 24 Hydraulik-Pressen das rund 160 t schwere Obergeschoss jeweils rund 16 cm nach oben gedrückt. Das hat insgesamt nur vier Tage gedauert – weil alles ausgezeichnet vorbereitet war.“

Hub für Hub aus dem Hochwasser Außergewöhnliches Verfahren Die aufwändigen Vorbereitungen des außergewöhnlichen Vorhabens plante ein Statikbüro aus Halle: Zunächst wurde das bisherige Erdgeschoss zur Hälfte mit Beton ausgegossen. Diese neue „Bodenplatte“ diente dann als Auflager für insgesamt 240 Hochbaustützen von ca. einem Meter Länge, die abschnittsweise gegen die bisherigen tragenden Wände ausgetauscht wurden, bis das Gebäude komplett auf Stützen stand. Über eine Deckenöffnung war zuvor eine vom halleschen Ingenieurbüro entwickelte Aussteifungskonstruktion aus vier in der Bodenplatte vertikal einbetonierten Stahlprofilen eingebaut worden, die die Horizontalkräfte aufnehmen konnte. Vorher wurden natürlich sämtliche Leitungen sowie die Treppe zum Obergeschoss gekappt. Die Spezialtiefbaufirma ERKA Pfahl aus Baesweiler hat dann die kniffelige Aufgabe übernommen, das Haus zu heben. Der entscheidende Tipp kam von einem Freund des Bauherrn, der beim Aufräumen nach dem letzten Hochwasser geholfen hatte: „Hebt das Haus doch einfach an! Wir haben uns umgehört, es gibt entsprechende Technologien.“

Heben und Absenken mit dem ERKA-Pfahl Die Technologie war mit dem ERKA-Segmentpfahl schnell ausfindig gemacht: Der ERKA-Pfahl ist ein bewährtes System für Nachgründungen (z. B. nach Nutzungsänderung oder Gebäudeaufstockung) und kann auch zur Unterfangung benachbarter Gebäude als Baugrubensicherung eingesetzt werden. Aufgrund geringen Platzbedarfs und kleiner Maschinen eignet es sich gut für schwer zugängliche Örtlichkeiten. „Nebenbei“ können mit diesem System auch Schiefstellungen an Bauwerken korrigiert werden. In der Regel wird mit dem ERKA-Pfahl-System eine Hebung zusammen mit einer Nachgründung realisiert. Man kann aber auch Gebäude oberhalb der Kellersohle oder z. B. Decken von Bauwerken anheben, wie hier in Halle an der Saale, wo die oberen Geschosse angehoben wurden.

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Ende Mai, am Donnerstag und Freitag, wurden die ersten vier Hübe gehoben. Nach jedem Hub wurden die bauseits an der Decke festgeschraubten Stützen „abgespindelt“, um das Gebäude zu sichern. Nach dem vierten Hub war die maximal 150 cm langen Stützen nicht mehr ausreichend. Nach einer zusätzlichen Sicherung wurden daher die 240 Stützen ausgebaut und durch 200 längere ersetzt, die von 1,5 bis 2,5 m spindelbar und durch einen Fuß um weitere 50 cm verlängerbar sind. Am Montag wurden dann weitere fünf Hübe durchgeführt, Dienstag weitere zwei, womit dann in etwa die gewünschte Gesamthebung erreicht war. Mit dem letzten Hub erfolgte nach Angaben des Statikers noch eine Fein-Horizontierung, bei der durch weitere Hübe einzelner Pressen um bis zu 10 mm die Höhenlage des Gebäudes ausgeglichen wurde. Die Pressen haben einen Hub von 20 cm. Aufgrund bauseitiger Toleranzen können i.d.R. nur 16 cm sicher genutzt werden. In Halle konnten Hübe mit bis zu 17,5 cm ausgeführt werden, wodurch ein ursprünglich vorgesehener zwölfter Hub eingespart werden konnte. Nach Sicherung der Hochbaustützen und Verkeilen der aussteifenden Stahlträgerkonstruktion konnte die Hebeanlage mit den Pressen schon wieder ausgebaut werden. Bis September werden die auf 1,83 m „gewachsene“ Lücke vermauert und die 200 Montage-Stützen ausgebaut sein – dann werden zukünftig die Wohnräume nicht mehr überschwemmt… Ganz billig ist solch eine Hebung natürlich nicht. Da sich aber die Versicherungen inzwischen weigern, Gebäude in „gefährdeter Lage“ gegen Hochwasserschäden zu versichern – in Halle wurden nach dem Juni-Hochwasser 2013 sogar Policen im Flutgebiet gekündigt – können die möglichen Sanierungskosten nach einem Hochwasser die Kosten für eine solche Maßnahme aber durchaus rechtfertigen. www.erkapfahl.de


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Bodenmischverfahren und Rammarbeiten: Baugerätehersteller erweitert Portfolio Umweltfreundlichere Verfahren, die bei der Baugrundverbesserung den Lärm reduzieren, vibrationsarmer sind oder den Transport optimieren, gewinnen am Markt immer mehr an Bedeutung. Mit dem Fräsmischer LMC 80 präsentiert Liebherr eine solche Lösung zum Bodenmischen. Für die Anwendung werden die etablierten Rammund Bohrgeräte LRB 23 oder LRB 355 als Träger des LMC 80 eingesetzt. Dieses Gesamtpaket von Liebherr ist perfekt aufeinander abgestimmt und bietet für Kunden alle Komponenten aus einer Hand. Der Fräsmischer LMC 80 kann für alle mischbaren Böden eingesetzt werden, um tragende oder dichtende Elemente zur Baugrundverbesserung zu erstellen. Die vier Fräsräder werden durch ein maximales Drehmoment von zweimal 80 Kilonewtonmeter angetrieben und erreichen je nach Boden eine maximale Drehzahl von 30 Umdrehungen pro Minute. Liebherr bietet für die Anwendung sowohl den Fräsmischer LMC 80 als auch die Trägergeräte an: Das kompakte Ramm- und Bohrgerät LRB 23 kann mit Verlängerungsgestänge Bodenmischelemente bis zu einer Tiefe von 36 Metern herstellen, das größere LRB 355 bis zu 40 Metern. In beiden Ausführungen können Lamellen mit einem Querschnitt von 2.800 mal 500 bis 1.000 Millimeter umgesetzt werden – je nach Baustellenanforderungen und Bodenbeschaffenheit. Für den flexiblen Einsatz kann der LMC 80 um 135 Grad in der Mischachse geschwenkt werden, ohne den Mäkler zu bewegen. Die Steuerung des Fräsmischers ist dabei in das gewohnte Bedienkonzept des Trägergerätes integriert. Die Vertikalitätsmessung zeigt dem Bedienenden am Betriebsmonitor in Echtzeit an, wenn das Mischelement in der Vertikalität

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Der Fräsmischer LMC 80 erweitert das Portfolio von Liebherr im Bereich Bodenmischverfahren.

abweicht und unterstützt so bei der Umsetzung mit höchster Präzision. Durch das Positionierungssystem LIPOS können Anwender dank modernster Satellitentechnologien den LMC 80 punktgenau im Baufeld ausrichten. Die digitale Lösung für den Spezialtiefbau MyJobsite ermöglicht, relevante Prozess-, Maschinen-, Baustellenund Positionsdaten zu erfassen, darzustellen, zu analysieren, zu verwalten und auszuwerten.

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Effizient und vielseitig in der Anwendung Der LMC 80 wird im liegenden Zustand an das Trägergerät montiert, was Zeit spart und besonders sicher ist, da keine Arbeiten in der Höhe ausgeführt werden müssen. Die Vorschubwinde des Trägergerätes hebt die Mischeinheit dann in die Arbeitsposition. Um das LRB 23 oder LRB 355 für Ramm- oder Bohranwendungen umzurüsten, muss lediglich das Mischwerkzeug durch Bohrantrieb, Hammer oder Rüttler ersetzt werden. Für Kunden hat das den Nutzen, dass sie mit nur einem Trägergerät alle gängigen Anwendungen im Spezialtiefbau umsetzen können und von den Allrounder-Qualitäten der LRB-Serie profitieren.

Liebherr hat sein Portfolio um den Fräsmischer LMC 80 erweitert, um einen wertvollen Beitrag zu umweltverträglicheren Lösungen zu leisten und entsprechend den Marktanforderungen, lärm­ reduzierte und vibrationsarme Verfahren anzubieten. Das Modell wurde im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der LiebherrWerk Nenzing GmbH im Juni 2026 vorgestellt und ist ab sofort verfügbar.

(Fotos: Liebherr)

Fräsmischen mit dem LMC 80 hat aus wirtschaftlicher umweltfreundlicher Sicht weitere Vorteile gegenüber anderen Anwendungen zur Baugrundverbesserung: Es müssen nur wenige Baustoffe angeliefert und kein Aushub abtransportiert werden, weil nur vorhandenes Bodenmaterial mit Bindemittel-Suspension vermischt wird.

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Eine flexible Lösung für Rammarbeiten: der Aufsteckmäkler mit Hammer H 10 von Liebherr.

Aufsteckmäkler mit Hydraulikhammer für Rammarbeiten Der freihängende Aufsteckmäkler mit dem etablierten Hydraulikhammer H 10 ist eine effiziente Lösung zum Rammen freistehender Pfähle in vertikaler und geneigter Ausführung. Trägergeräte können für diese Anwendung sowohl Krane als auch Seilbagger sein, was für Kunden viel Flexibilität bedeutet. Der H 10 überzeugt mit einem lärmreduzierten Design und einem sehr hohen Wirkungsgrad der Schlagenergie. Der Aufsteckmäkler mit Hydraulikhammer H 10 ermöglicht ­Rammanwendungen auch ohne spezifisches Rammgerät, da er sich flexibel an Krane oder Seilbagger montieren lässt. Anwender profitieren von einem deutlich erweiterten Arbeitsbereich: Pfähle lassen sich auch in größerer Entfernung oder hinter Hindernissen einbringen, was insbesondere im Wasser- oder Hafenbau von Vorteil ist.

Mit einem Gesamtgewicht von 27 Tonnen lässt sich der Mäkler samt Hammer einfach auf den Pfahl aufsetzen, sodass die Arbeiten unmittelbar beginnen können. Das System eignet sich für Pfähle mit einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen, einem maximalen Durchmesser von 1.220 Millimetern und einer Pfahlneigung von bis zu 1:3.

Mehr Flexibilität und Komfort – weniger Lärm Dank seines modularen Gewichtssystems lässt sich der Hydraulikhammer H 10 optimal auf unterschiedliche Rammanforderungen abstimmen. Entsprechend der Typenbezeichnung beträgt das maximale Rammgewicht 10 Tonnen. Der Schallleistungspegel von vier gleichzeitig betriebenen Liebherr-Hydraulikhämmern bleibt auf dem Niveau eines einzelnen, konventionellen Hammers ohne Lärmminderung – ein klarer Vorteil für Umwelt und Arbeitskomfort. Neben seinem lärmreduzierten Design überzeugt der H 10 durch einen Wirkungsgrad von 95 Prozent, mit dem er die Schlagenergie nahezu vollständig auf den Pfahl überträgt. Darüber hinaus ist das Hammer-Modell auch mit den Rammgeräten der Liebherr-Serien LRB und LRH kompatibel. Durch die Nutzung der bereits beim Kunden vorhandenen Trägergeräte bietet der Aufsteckmäkler mit Hammer eine kosteneffiziente Lösung, die sich mit minimalem Montageaufwand realisieren lässt. Für markenfremde Geräte stellt Liebherr eine Stand-alone-Steuerung zur Verfügung. Damit genießen Kunden maximale Flexibilität und eine wirtschaftliche Lösung für anspruchsvolle Rammarbeiten. Das Modell wurde im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Liebherr-Werk Nenzing GmbH im Juni 2026 vorgestellt und ist ab sofort bestellbar. www.liebherr.com

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Höchste Qualitätsstandards: RAL-Gütezeichen für Hang- und Felssicherung Im Bauwesen zählt jedes Detail, denn nur Präzision, Zuverlässigkeit und Sorgfalt garantieren Sicherheit, Langlebigkeit und Vertrauen. Seit drei Jahrzehnten prägt diese Haltung die Arbeit der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, sei es im Spezialbau oder bei der Sanierung bestehender Bauwerke. Für ihre Leistungen im Bereich der Hang- und Felssicherung wurde dieses hohe Qualitätsniveau nun offiziell bestätigt: Am 29. April 2026 erhielt das Unternehmen das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Hang- und Felssicherung e.V.

ken gegen Naturgefahren eine zuverlässige Umsetzung von Sicherheit, Effizienz und langlebiger Qualität gewährleistet. Gleichzeitig fördert die Mitgliedschaft fachlichen Austausch und trägt dazu bei, Ausschreibungen und Vergabeverfahren transparent und vergleichbar zu gestalten. „Wir sind sehr stolz darauf, jetzt ebenfalls Teil dieser namhaften Institution zu sein“, so Björn Gorsboth, Abteilungsleiter SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH. „Das zeigt uns, auf welch hohem Niveau wir uns bereits im Bereich Hangund Felssicherung bewegen.“

Höchste Standards für geprüfte Qualität RAL-Gütezeichen an Spesa verliehen Das RAL-Gütesystem und seine Gütezeichen stehen seit über 100 Jahren für Qualität, Vertrauen und nachhaltiges Wirtschaften. Sie bieten Orientierung bei der Suche nach hochwertigen, sicheren und zuverlässigen Produkten und Dienstleistungen aus nahezu allen Lebensbereichen. Gleichzeitig berücksichtigen RAL-Gütezeichen auch wichtige Zusatzkriterien wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit oder Kundenorientierung. Unter den zahlreichen Gütesiegeln überzeugt das RAL-Gütesystem durch Neutralität, Unabhängigkeit, Transparenz und eine konsequente Überprüfung der festgelegten Standards.

Mitgliedschaft in RAL-Gütegemeinschaft Seit dem 19. Januar 2026 zählt die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH zu den Mitgliedern der Gütegemeinschaft Hang- und Felssicherung e.V., einer RAL-Gütegemeinschaft, die sowohl Planungsbüros, Baufirmen, Systemhersteller und Bildungseinrichtungen unter ihrem Dach vereint. Ziel ist es, höchste Qualitätsstandards in der Hang- und Felssicherung zu definieren und langfristig zu sichern. So wird über den gesamten Planungs-, Bau- und Nutzungszyklus von Schutzbauwer-

Das RAL-Gütezeichen für Hang- und Felssicherung ergänzt die Mitgliedschaft in der Gütegemeinschaft um eine offiziell geprüfte Bestätigung der erbrachten Qualität der Spesa. Es garantiert Bauherren, Architekten und Planern, dass Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens höchste Anforderungen an Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit erfüllen. Alle notwendigen Güte- und Prüfbestimmung werden konsequent umgesetzt, sodass die Spesa ab sofort offiziell das RAL-Gütezeichen für Hang- und Felssicherung führen darf. Regelmäßige Fremdüberwachungen durch neutrale Prüfer sowie kontinuierliche Eigenkontrollen sichern die gleichbleibend hohen Standards. „Mit der RAL-Zertifizierung bestätigt die Spesa ­einmal mehr, dass höchste Qualität und Sicherheit im Bauwesen nicht nur ­A nspruch, sondern gelebte Praxis sind“, so Björn ­Gorsboth ­abschließend. „Bauherren und Planer profitieren von ge­ prüfter Expertise, verlässlichen Prozessen und langlebigen ­L ösungen – vom ersten Planungsentwurf bis zur Fertigstellung des Projekts.“ www.bauer.de


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EDITORIAL

Bert Schädlich

Die Geotechnik zwischen FE-Modellierung und Erfahrungswerten Nach den heute gültigen Vorschriften müssen selbst für vergleichsweise einfache Bauwerke, beispielsweise Verkehrszeichen ab einer Fläche von 2 m2, geotechnische Standsicherheitsnachweise geführt und bauaufsichtlich geprüft werden. Vor diesem Hintergrund erscheint es kaum vorstellbar, dass das Bauwesen und insbesondere die Geotechnik über viele Jahrhunderte hinweg vollständig ohne Berechnungen auskamen. Die Tempel der Antike, die Kathedralen des Mittelalters und die Paläste der Frühen Neuzeit entstanden auf Grundlage von Erfahrungswissen, bewährten geometrischen Proportionen und nicht zuletzt auch durch den Mut zum Experiment. Wie problematisch die Anwendung von Erfahrungswerten außerhalb ihres Gültigkeitsbereichs sein kann, zeigte sich spätestens im Jahr 1743, als bedrohliche Risse in der Kuppel des Petersdoms in Rom festgestellt wurden. Da sich die Schäden weder durch handwerkliche Fehler noch durch mangelhafte Baumaterialien erklären ließen, wurden erstmals Mathematiker und nicht Baumeister mit der Ursachenanalyse beauftragt. Ihr Gutachten, das bereits eine rund zehnseitige Berechnung enthielt, identifizierte eine unzureichende Aufnahme des Gewölbeschubs als Ursache der Schäden. Dieses Ereignis gilt gemeinhin als Geburtsstunde der Baustatik und des modernen Berufsbilds des Bauingenieurs.

Bert Schädlich

Seither haben rechnerische Nachweise der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit in allen Bereichen des Bauwesens eine zentrale Bedeutung erlangt. Mit der zunehmenden Verbreitung numerischer Methoden, insbesondere der Finite-Elemente-Methode, können heute auch komplexe Geometrien sowie nichtlineares Material- und Systemverhalten realitätsnah abgebildet werden, die sich einer analytischen Lösung häufig entziehen. Sind damit die Erfahrungswerte vergangener Generationen überholt? Keineswegs. Gerade in der Geotechnik bilden empirisch abgesicherte Erkenntnisse noch immer die Grundlage zahlreicher Bemessungsansätze, beispielsweise bei Pfahlgründungen, und werden dies auch künftig bleiben. Ebenso wenig wäre es jedoch zielführend, das Potenzial numerischer Verfahren ungenutzt zu lassen. Vor dem Hintergrund der Anforderungen an ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen müssen geotechnische Konstruktionen künftig effizienter und materialoptimierter konzipiert werden. Numerische Methoden leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie eine differenzierte Betrachtung des Tragverhaltens und damit eine gezielte Optimierung ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist auch auf den neuen Eurocode 7 hinzuweisen, dessen Einführung für 2027/28 vorgesehen ist und der die Anwendungsmöglichkeiten numerischer Verfahren in der geotechnischen Bemessung deutlich erweitern wird. Die eigentliche Kunst liegt daher nicht im Entweder-oder, sondern in der intelligenten Verbindung beider Ansätze: bodenmechanisch fundierte Prognosemodelle, bei komplexen Aufgabenstellungen auch in Form numerischer FE-Berechnungen, deren Ergebnisse kontinuierlich mit Beobachtungen, Messungen und praktischen Erfahrungen abgeglichen werden. Nur wenn wir neuen Methoden offen begegnen, ihre Ergebnisse zugleich kritisch hinterfragen und durch Erfahrungswissen ergänzen, wird es gelingen, den Anspruch an Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung gleichermaßen zu erfüllen. Die vorliegende Ausgabe der Bautechnik, die traditionell als Septemberheft der Geotechnik gewidmet ist, vereint Beiträge aus den Bereichen der numerischen Modellierung und des geotechnischen Erfahrungswissens. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und stets das richtige Gespür für die Balance zwischen rechnerischer Analyse und ingenieurmäßiger Erfahrung. Dr. techn. Bert Schädlich GuD Geotechnik und Dynamik Consult GmbH

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Schutzbauwerke gegen Wildbachgefahren

Grundlagen, Entwurf und Bemessung, Beispiele Alle Grundlagen und Regeln der Wildbachverbauung kompakt in einem Standardwerk Praxisorientiert durch klare Systematik, Bautypenübersicht und ausgeführte Beispiele

2. Auflage

Schutzbauwerke gegen Wildbachgefahren Grundlagen, Entwurf und Bemessung, Beispiele

Unverzichtbare Planungshilfe für sichere, wirksame Schutzbauwerke in Risikogebieten

In diesem Buch werden die Grundlagen und Regeln für die Planung, Konstruktion, Bemessung und Errichtung von Schutzbauwerken der Wildbachverbauung zusammengefasst. Es enthält eine funktionale und konstruktive Systematik der wichtigsten Bautypen und ausgeführte Beispiele.

vorl. Abb.

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Jürgen Suda Konrad Bergmeister Bernhard Gems Robert Hofmann Johannes Hübl

Johannes Kammerlander Markus Moser Florian Rudolf-Miklau Alfred Strauss Magdalena von der Thannen

3 / 2027 · ca. 800 Seiten ca. 400 Abbildungen · ca. 105 Tabellen Hardcover 978-3-433-03462-0

Einzigartig: die komplexen, multidisziplinären Grundlagen und der aktuelle Stand der Technik aus einer Hand

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Aus dem Inhalt Architektur im Anthropozän ................................................................ 733 DIN SPEC 91606: Einheitliche Grundlagen für die Öko-bilanzierung von Gebäuden ........................................................ 733 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) von Bundestag und Bundesrat bestätigt ...................................................................... 734 Kreislauffähiger Holzbau ..................................................................... 735 Einfluss begrünter Fassaden auf den Gebäudeenergiebedarf ..... 735 Veranstaltungskalender ...................................................................... 736

BAUTECHNIK aktuell 9/26

REZENSIONEN

Architektur im Anthropozän Eine spekulative Archäologie Architekturgeschichte, wenn künftig nicht Museen, Villen oder Kathedralen als Schlüsselbauwerke unserer Epoche gelten, sondern Serverparks, Müllverbrennungsan­ lagen, Saatgutbunker und Autobahn­ kreuze? Von dieser Perspektivverschie­ bung lebt Architektur im Anthropozän.

Friedrich von Borries Suhrkamp (2024) 464 S., Hardcover, 32 Euro

Das Buch Architektur im Anthropozän reiht sich ein in die aktuelle Debatte um Klimakrise, Ressourcenverbrauch und pla­ netare Grenzen, geht aber einen Schritt weiter: Es fragt nicht, wie Architektur nachhaltiger werden kann, sondern wel­ chen Anteil sie an der Entstehung der öko­ logischen Krise hatte. Was bleibt von der

Das Gedankenexperiment besteht darin, die Gegenwart aus der Perspektive zukünf­ tiger Archäologie zu betrachten. Die Auf­ merksamkeit gilt nicht den kanonischen Meisterwerken der Baugeschichte, sondern den vermeintlich schnöden Infrastrukturen unserer Lebensweise. Kraftwerke, Logistik­ zentren, Schweineställe, Datenzentren oder Mülllandschaften werden zu den Techno­ fossilien des Anthropozäns. Aus ihnen ent­ steht eine andere Architekturgeschichte, die zeigt, wie eng Bauen, Wirtschaften und Ressourcenverbrauch miteinander ver­ flochten sind. Überzeugend ist dabei die Breite der Betrachtung. Wohnen erscheint als Geschichte steigender Flächenansprü­ che, Mobilität als Motor fossiler Lebenssti­ le, Beton als materieller Ausdruck eines Fortschrittsversprechens, dessen ökologi­ sche Kosten lange ausgeblendet wurden. Architektur wird nicht als autonome Diszi­ plin behandelt, sondern als Spiegel gesell­

schaftlicher Machtverhältnisse, ökonomi­ scher Interessen und kultureller Leitbilder. Das Buch ist dabei parteiisch und erscheint folglich weniger als klassische Architektur­ geschichte, sondern eher als kritische Be­ standsaufnahme. Nicht jede Zuspitzung wird alle überzeugen, und mitunter überla­ gert die gesellschaftliche Diagnose die ar­ chitektonische Analyse. Dennoch liegt ge­ nau darin eine Stärke. Die Lektüre eröffnet neue Perspektiven auf scheinbar alltägliche Bauwerke und macht sichtbar, wie tief Ar­ chitektur in die ökologischen und sozialen Konflikte der Gegenwart verstrickt ist. Architektur im Anthropozän ist ein kluges, anregendes und stellenweise herausfor­ derndes Buch. Wer konkrete Lösungen für nachhaltiges Bauen sucht, wird es mitunter als zu essayistisch empfinden. Wer Archi­ tektur jedoch als Teil einer größeren Ge­ schichte von Wachstum, Ressourcenver­ brauch und gesellschaftlichem Wandel ver­ stehen möchte, findet hier eine ebenso originelle wie wichtige Analyse. Danach wirken viele Gebäude, Infrastrukturen und Landschaften anders als zuvor – und das ist vielleicht die größte Leistung dieses Buches.

NACHRICHTEN

DIN SPEC 91606: Einheitliche Grundlagen für die Ökobilanzierung von Gebäuden Bewertung von Umweltwirkungen im Gebäudelebenszyklus Mit der DIN SPEC 91606 liegt erstmals ein umfassender nationaler Leitfaden für die angewandte Ökobilanzierung von Gebäu­ den in Deutschland vor. Ziel des Doku­ ments ist es, einheitliche Regeln, Daten­ grundlagen und Darstellungsformen für die Erfassung und Bewertung von Um­ weltwirkungen über den gesamten Lebens­ zyklus eines Gebäudes bereitzustellen. Die

DIN SPEC schafft damit eine gemeinsame Basis für Planung, Genehmigung, Förde­ rung, Zertifizierung und Berichterstattung und erhöht die Vergleichbarkeit von Öko­ bilanzen im Bauwesen. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung von Gebäuden über ihren gesamten Lebens­ weg – von der Rohstoffgewinnung und

Herstellung der Bauprodukte über die Er­ richtung, Nutzung und Instandhaltung bis hin zu Rückbau, Aufbereitung und Entsor­ gung. Erfasst werden dabei Energie- und Stoffströme sowie deren potenzielle Aus­ wirkungen auf die Umwelt. Die Methodik orientiert sich an den internationalen Standards der Ökobilanzierung und kon­ kretisiert insbesondere die Anwendung

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BAUTECHNIK aktuell der DIN EN 15978 für den deutschen Kon­ text. Die DIN SPEC 91606 versteht die Ökobi­ lanzierung als zentrales Instrument zur Unterstützung nachhaltiger Planungs- und Bauentscheidungen. Sie ermöglicht es, Um­ weltwirkungen bereits in frühen Planungs­ phasen sichtbar zu machen, Varianten zu vergleichen und Optimierungspotenziale systematisch zu identifizieren. Gleichzeitig bildet sie die Grundlage für Nachweise zu Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus von Gebäuden, wie sie künftig durch euro­ päische und nationale Anforderungen zu­ nehmend an Bedeutung gewinnen. Das Dokument definiert Anforderungen an die Modellierung von Gebäuden, die Festlegung von Systemgrenzen, die Aus­ wahl von Datensätzen sowie die Berück­ sichtigung von Annahmen und Szenarien. Dabei wird ein Lebenszyklusmodell ver­ wendet, das die bekannten Module A bis D umfasst. Berücksichtigt werden sowohl die Herstellungs- und Errichtungsphase als auch die Nutzungsphase einschließlich Energieverbrauch, Wartung und Ersatz­ maßnahmen sowie die End-of-Life-Phase. Potenzielle Vorteile aus Wiederverwen­ dung, Recycling oder Energieexport wer­ den gesondert ausgewiesen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bilanzierung von Treibhausgasemissionen. Die DIN SPEC beschreibt die Grundlagen

für die nationale Berechnungsmethode der Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen von Gebäuden und enthält hierfür einen nor­ mativen Anhang mit konkreten Vorgaben für Gebäude im Status „wie gebaut“. Damit schafft sie eine wichtige Grundlage für die Umsetzung der europäischen Gebäude­ richtlinie EPBD und für zukünftige Anfor­ derungen an klimaneutrale beziehungswei­ se emissionsarme Gebäude. Die Anwendung richtet sich an ein breites Spektrum von Akteuren: Planende, Bau­ herren, Investoren, Bauprodukthersteller, Zertifizierungsstellen, Behörden, Soft­ wareanbieter und Nachhaltigkeitsberater. Durch die Standardisierung der Methodik sollen Berechnungen vereinfacht, die Qua­ lität von Ergebnissen verbessert und der

Datenaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau erleichtert ­werden. Insgesamt etabliert die DIN SPEC 91606 einen gemeinsamen methodischen Rah­ men für die ökologische Bewertung von Gebäuden. Sie stärkt die Transparenz bei Umweltwirkungen, unterstützt die Trans­ formation des Bausektors hin zu mehr ­Klimaschutz und Ressourceneffizienz und bildet eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Nachhaltigkeitsbewertung von Bauwerken.

Weitere Informationen: www.dinmedia.de/ de/technische-regel/dinspec-91606/403312172

NACHRICHTEN

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) von Bundestag und Bundesrat bestätigt Wichtige Änderungen und anhaltende Kritik Das nach wie vor hochumstrittene, soge­ nannte Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist Anfang Juli im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat verabschie­ det worden. Die wichtigsten Änderungen:

Neue Regelungen zur Gebäudeheizung §§ 42–46 Neue Gas- und Ölheizungen müssen er­ neuerbare Brennstoffe nutzen (10 % ab 2029, 60 % ab 2040). Bestimmte Hybridheizungen, z. B. mit Wärmepumpe oder Solarthermie, erfüllen die Vorgaben bis 2035; danach ist ein Nachweis über den erneuerbaren Anteil erforderlich. Die bisherigen GEG-Vorschriften zu Hei­ zungsanforderungen, Beratungspflichten und Betriebsverboten werden gestrichen.

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Die Betriebskosten neuer Gas- und Ölhei­ zungen werden zwischen Vermietern und Mietern aufgeteilt.

Umsetzung der Europäischen Gebäuderichtlinie EPBD Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen ab 2028, §7 Nullemissionsgebäude als Standard für Neubauten ab 2030, §10a bzw. 10 Schrittweise Einführung von Mindestener­ giestandards (MEPS) für bestehende Nichtwohngebäude, §40 Anforderungen an Gebäudeautomatisie­ rung und -steuerung von Nichtwohngebäu­ den, §56 Geänderte Referenzgebäude für Wohnund Nichtwohngebäude, Anlage 1 und 2

Geänderte Primärenergiefaktoren ein­ schließlich erneuerbarer Energien zur ­Bestimmung der Gesamtprimärenergie, Anlage 4 Keine Energieverbrauchsausweise für Nichtwohngebäude Energieeffizienzklassen A–G in Energie­ ausweisen für Nichtwohngebäude, Anlage 10a Schrittweise Solarpflicht für neue Wohnund Nichtwohngebäude, §106 Ladeinfrastruktur für neue Wohn- und Nichtwohngebäude (Gebäude-Elektromo­ bilitätsinfrastruktur-Gesetz)

Anhaltende Kritik am GModG Die Kritik am GModG hält an. Die Bun­ desingenieurkammer bemängelt, dass das

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BAUTECHNIK aktuell Bürokratieaufwand durch europäische Vor­ gaben und neue Bewertungsinstrumente.

Quelle: bwp

Der Bund Deutscher Baumeister sieht im GModG eine weitreichende Reform, die neben dem Energieverbrauch stärker die Klimawirkung von Baustoffen berücksich­ tigt. Gleichzeitig kritisiert er die aus seiner Sicht unzureichenden Regelungen zur Ökobilanzierung und fordert eine regelmä­ ßige Überprüfung der Gesetzeswirkung.

Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern

Gesetz keinen verlässlichen Transforma­ tionspfad für die Wärmewende vorgibt und dadurch Unsicherheit bei Investitionen schafft. Zudem erhöhe die komplexe Aus­ gestaltung den Beratungsaufwand und das Risiko von Fehlinvestitionen. Kritisch wird auch die geänderte Förderkulisse gesehen, da geringere Anreize für Sanierungen die

Modernisierung des Gebäudebestands bremsen könnten.

Die DGNB bewertet ihr eigenes Rahmen­ werk als wissenschaftlich fundierte Alter­ native zum GModG, das aus ihrer Sicht hinter bisherigen Klimaschutzambitionen zurückbleibt. NABU und Deutsche Um­ welthilfe lehnen das Gesetz grundsätzlich ab. Sie kritisieren eine verlängerte Abhän­ gigkeit von fossilen Energien, Nachteile für Klima- und Naturschutz sowie eine Ge­ fährdung der nationalen Klimaziele. Die DUH hält das Gesetz zudem für rechtlich angreifbar und kündigt juristische Schritte an.

Tim Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauin­ dustrie, begrüßt zwar mehr Technologieof­ fenheit und Flexibilität, warnt jedoch vor neuen Unsicherheiten und zusätzlichem

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) www.bbsr-geg.bund.de/GEGPortal/DE/ Home/startseite/GModG_News/GModG_ News-node

Holz ist ein zentraler Baustoff für die Bau­ wende. Dieses Buch im Detail-Verlag von Sandra Schuster und Stephan Birk zeigt, wie Gebäude so entworfen und konstruiert werden können, dass sie nach ihrer Nut­ zung demontiert, wiederverwendet oder weiterverwertet werden können. Es ordnet den Holzbau in die ökologischen, gesell­ schaftlichen und wirtschaftlichen Heraus­ forderungen unserer Zeit ein und beleuch­ tet die Rolle des Waldes, die Verfügbarkeit von Ressourcen sowie die Klimaschutzpo­ tenziale des Holzbaus. Der Praxis-Band „Kreislauffähiger Holzbau“ vermittelt Grundlagen und Konzepte wie das Scher­ schichtenmodell, Systemtrennung und De­

sign for Disassembly und verbindet den Stand der aktuellen Forschung mit Beispie­ len aus der Praxis. Themen wie kreislaufge­ rechte Planungs- und Fertigungsprozesse, Geschäftsmodelle und digitale Dokumen­ tation werden ebenso behandelt wie konst­ ruktive Lösungen für reversible Verbin­ dungsmittel und Bauteilfügungen. Zeitge­ nössische Bauten und ihre konstruktiven Details veranschaulichen die Umsetzung kreislauffähiger Holzbauweisen. Ergänzt durch vertiefende Ansätze zur Bewertung und Umsetzung bietet der Band Planenden einen umfassenden Leitfaden für eine res­ sourcenschonende Baupraxis mit nach­ wachsenden Rohstoffen.

NACHRICHTEN

Kreislauffähiger Holzbau

112 S., Hardcover, 54,90 Euro Zahlreiche Abb. und Zeichn. ISBN 978-3-95553-682-4

EMPFEHLUNG DER REDAKTION

Die simulationsbasierte Parameterstudie zeigt, dass begrünte Fassaden den Energie­ bedarf von Gebäuden positiv beeinflussen können. Untersucht wurde ein Büroge­ bäude in einem mitteleuropäischen Stadt­ klima anhand von 60 Simulationsvarian­ ten. Dabei wurde analysiert, welche Fakto­ ren den Heiz- und Kühlenergiebedarf am

stärksten beeinflussen. Besonders relevant sind die Dichte der umgebenden Bebau­ ung, der Begrünungsgrad der Fassade so­ wie die Wärmeleitfähigkeit des Substrats. Für den Kühlenergiebedarf spielt zusätz­ lich die Blattdichte der Pflanzen eine wich­ tige Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass eine möglichst vollständig begrünte

Quelle: Dana Höftmann

Einfluss begrünter Fassaden auf den Gebäudeenergiebedarf

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BAUTECHNIK aktuell / VERANSTALTUNGSKALENDER Fassade sowohl den Heiz­ als auch den Kühlbedarf reduzieren kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Wirkung von Grünfassaden stark mit dem städtischen Umfeld zusammenhängt: Je nach Verschat­ tung durch Nachbargebäude verändern sich die energetischen Vorteile deutlich. Die Orientierung der Fassade erwies sich

dagegen als vergleichsweise wenig bedeu­ tend. Die Studie liefert damit wichtige Er­ kenntnisse für die Planung energieeffizien­ ter Gebäude und zeigt, dass Grünfassaden insbesondere in dicht bebauten urbanen Räumen ein wirksamer Baustein für Klimaschutz und Energieeinsparung sein können.

Hartmann, M.; Paskert, T.; Völker, C.; Al­ saad, H. (2026) Einfluss begrünterFassaden auf den Gebäudeenergiebedarf: Simulationsbasierte Parameterstudiemittels statistischer Versuchsplanung. Bauphysik 48, H. 3, S. 242–247. https://doi.org/10.1002/ bapi.70054

Kongresse – Symposien – Seminare – Messen Änderungen vorbehalten – bitte beachten Sie die aktuellen Informationen der jeweiligen Veranstalter:innen. Ort und Termin

Veranstaltung

Auskünfte und Anmeldung

Leipzig 23.–26. September 2026

39. Baugrundtagung

www.baugrundtagung.com

Braunschweig 29. September 2026

12. Symposium Heißbemessung

http://www.brandschutztage.info

Braunschweig Braunschweiger Brandschutz-Tage 30. September–01. Oktober 2026

http://www.brandschutztage.info

Leipzig 01.–02. Oktober 2026

EASTWOOD

www.eastwood.de

Salzburg 08.–09. Oktober 2026

75. Geomechanik-Kolloquium

www.geomechanics­congress.com/de/programm

Freiberg 13. November 2026

55. Geomechanik-Kolloquium

https://tu­freiberg.de/node/6352

München 24.–25. November 2026

BIM World Munich

www.bim­world.de

Stuttgart 26. November 2026

IngD4C Ingenieurbaukunst – Design for Construction

https://ingd4c.org

Berlin/online 03. Dezember 2026

Beton-Kalender-Tag 2027

www.ernst­und­sohn.de/beton­kalender­tag­2027

Dresden 10. März 2027

SEUB 2027 https://tu­dresden.de/bu/bauingenieurwesen/imb/ Symposium Experimentelle Untersuchungen von das­institut/veranstaltungen/SEUB Baukonstruktionen

Dresden 11. März 2027

36. Dresdner Brückenbausymposium

https://tu­dresden.de/bu/bauingenieurwesen/imb/ das­institut/veranstaltungen/DBBS

Dresden 07.–09. Juni 2027

fib 2027

https://fib­2027.org

Online-Kalender-Recherche

Beton-Kalender (1980-2022)

Stahlbau-Kalender (1999-2022)

Mauerwerk-Kalender (1976-2022)

Bauphysik-Kalender

www.ernst-und-sohn.de/ kalender-recherche

(2001-2022)

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Bautechnik 103 (2026), Heft 9

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Barbara Nilkens, Moritz Menge

Baukommunikation Praxiswissen für Planung, Besprechungen und gute Zusammenarbeit in Bauprojekten Direkt umsetzbare Handlungsanweisungen für die Kommunikation und Steuerung komplexer Bauprojekte Einzigartige Verbindung von Baupraxis und ­Kommunikation

Baukommunikation Praxiswissen für Planung, Besprechungen und gute Zusammenarbeit in Bauprojekten

Geeignet für Bauherren, Planer, Ingenieurbüros, Architekten und Ausführende – unabhängig von Erfahrungsstand und Rolle

In der Baubranche werden intensiv Wege gesucht, weniger zu streiten und mehr gemeinsam zu bauen. Dieses Buch gibt praxisnahe Handlungsanleitungen für die tägliche Kommunikation in Bauprojekten. Es hilft allen am Bau Beteiligten, miteinander zu arbeiten und Konflikte zu vermeiden.

Barbara Nilkens Moritz Menge

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11 / 2026 · ca. 224 Seiten · ca. 190 Abbildungen Hardcover 978-3-433-03500-9

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„Effiziente Kommunikation ist kein ,Soft Factor‘, sondern ein harter ­Erfolgsfaktor.“ Aus dem Geleitwort von Dr.-Ing. Joachim von Lukowicz, ­HOCHTIEF PPP Operations GmbH

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Impressum

Chefredakteur Dr.-Ing. Dirk Jesse Chefredakteur Bautechnik Verlag Ernst & Sohn Rotherstraße 21 10245 Berlin Tel.: +49 (0)30 / 47031-275 Fax: +49 (0)30 / 47031-270 dirk.jesse@wiley.com

Bautechnik – Fachzeitschrift für Entwurf und Konstruktion, Berechnung und Ausführung, Brücken- und Verkehrsbau, Ingenieurhoch-, Holz- und Mauerwerksbau, Grundbau, Wasserbau, Bauwerkserhaltung und Baukultur. Verlag Ernst & Sohn GmbH Rotherstraße 21, D-10245 Berlin Tel.: +49 (0)30 / 47031-200, Fax: +49 (0)30 / 47031-270 info@ernst-und-sohn.de, www.ernst-und-sohn.de Amtsgericht Charlottenburg HRB 237294 B Geschäftsführung: Dr. Guido F. Herrmann, Franka Stürmer Steuernummer: 47020/34142, Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 813496225 Verantwortlicher Chefredakteur Dr.-Ing. Dirk Jesse Ernst & Sohn GmbH Rotherstraße 21, D-10245 Berlin dirk.jesse@wiley.com

Fachbeirat

Projektmanagerin Sarah Bräunlich sarah.braeunlich@wiley.com Ehrenmitglied Prof. Dr.-Ing. Fritz Gehbauer M.S. Verantwortlicher Redakteur Produkte und Objekte Fabian Hesse Ernst & Sohn GmbH (Adresse s. oben) presse@ernst-und-sohn.de Group Manager Ad Sales Sigrid Elgner Tel.: +49 (0)30 / 47031-254 Ernst & Sohn GmbH (Adresse s. oben) Verantwortliche i. S. d § 7 Abs. 2, S. 3 Berliner Pressegesetz sigrid.elgner@wiley.com

Prof. Dr.-Ing. Jan Akkermann KREBS+KIEFER Dorsch Gruppe Stephanienstr. 55 76133 Karlsruhe Tel.: +49 (0)721 / 3508-1001 akkermann.jan@kuk.de

Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle Hafencity Universität Hamburg Henning-Voscherau-Platz 1 20457 Hamburg Tel.: +49 (0)40 / 42827-5691 annette.boegle@hcu-hamburg.de

Sonderdrucke Janette Seifert Tel.: +49 (0)30 / 47031-292 janette.seifert@wiley.com www.ernst-und-sohn.de/sonderdrucke Kunden-/Leserservice Wiley-VCH Kundenservice für Ernst & Sohn Boschstr. 12, D-69469 Weinheim Tel.: +49 (0)8001800536 (innerhalb Deutschlands) +44 (0)1865476721 (außerhalb Deutschlands) Fax: +49 (0)6201606184 Schnelleinstieg: www.wileycustomerhelp.com Einzelheft-Verkauf: CS-Germany@wiley.com Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mi­­ krofilm oder andere Verfahren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsanlagen, verwendbare Sprache übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk oder Fernsehsendung bleiben vorbehalten. Warenbezeich­ nungen, Handelsnamen oder Gebrauchsnamen, die in der Zeitschrift veröffentlicht werden, sind nicht als frei im Sinne der Markenschutz- und Warenzeichen-Gesetze zu betrachten, auch wenn sie nicht eigens als geschützte Bezeichnungen gekennzeichnet sind. Hinweise zur Einreichung von Manuskripten: www.ernst-und-sohn.de/hinweise-für-zeitschriftenautorinnen-und-zeitschriftenautoren Aktuelle Bezugspreise Die Zeitschrift „Bautechnik“ erscheint mit zwölf Ausgaben pro Jahr. Neben „Bautechnik print“ steht „Bautechnik online“ im PDF-Format über den Online-Dienst Wiley Online Library im Abonnement zur Verfügung. Jahresabonnement (print)

Jahresabonnement (online)

Jahresabonnement (print + online)

748 €

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Univ.-Prof. Dr.-Ing. Conrad Boley Universität der Bundeswehr München Institut für Bodenmechanik und Grundbau Werner-Heisenberg-Weg 39 85577 Neubiberg Tel.: +49 (0)89 / 6004-3476 conrad.boley@unibw.de

Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx Technische Universität Dresden Institut für Massivbau 01062 Dresden Tel.: +49 (0)351 / 463-35856 steffen.marx1@tu-dresden.de

Das Abonnement gilt zunächst für 12 Monate. Es kann jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt werden. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Bezugsjahr ohne weitere schriftliche Mitteilung. Spezielle Angebote und Probeheftanforderung unter www.ernst-und-sohn.de Alle Preise sind Nettopreise. Die Preise sind gültig bis 31. August 2027. Irrtum und Änderungen vorbehalten. Studentenpreise, Staffelpreise, Mitgliederpreise und Preise in anderen Währun­­ ­gen auf Anfrage. Bankverbindung: JP Morgan, Frankfurt, DE12501108006161517732, CHASDEFX Bei Änderung der Anschrift eines Abonnenten sendet die Post die Lieferung nach und informiert den Verlag über die neue Anschrift. Wir weisen auf das dagegen bestehende Widerspruchsrecht hin. Wenn der Bezieher nicht innerhalb von 2 Monaten widersprochen hat, wird Einverständnis mit dieser Vorgehensweise vorausgesetzt. Bautechnik, 0932-8351, is published monthly. US mailing agent: SPP, PO Box 437, Emigsville, PA 17318. Periodicals postage paid at Emigsville PA. Postmaster: Send all address changes to Bautechnik, John Wiley & Sons Inc., C/O The Sheridan Press, PO Box 465, Hanover, PA 17331. Satz: Aptara, A-37, Sector-60, Noida, Uttar Pradesh - 201301, India Westermann Druck GmbH Georg-Westermann-Allee 66 D-38104 Braunschweig Gedruckt auf säurefreiem Papier. © 2026 Ernst & Sohn GmbH Beilagenhinweis: Diese Ausgabe enthält folgende Beilagen: Ernst & Sohn GmbH, 10245 Berlin

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Vorschau 10/26 Zum Bild: Der Bericht stellt die organisationsspezifische Befähigung zur Anwendung von Building Information Modeling (BIM) als strategisches Instrument der digitalen Transformation im Bauwesen vor. Am Beispiel der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG wird gezeigt, wie durch strukturierte Schulungsprogramme, klare Rollenverteilungen und eine systematische Verankerung in der Unternehmenskultur eine nachhaltige BIM-Kompetenz aufgebaut werden kann. BIM wird dabei nicht als einmalige Maßnahme, sondern als kontinuierlicher Organisationsentwicklungsprozess verstanden, der technische, personelle und kulturelle Aspekte integriert. Die Befähigung erfolgt entlang eines strukturierten Kompetenzmodells und wird durch projektbasierte Lernformate und ein kennzahlenbasiertes Monitoring unterstützt. Das Bild zeigt fünf zentrale Faktoren für eine ganzheitliche BIM-Implementierung. (Quelle: Borrmann, A. et al. [Hrsg.] (2021) Building Information Modeling – Technologische Grundlagen und industrielle Praxis)

Samuel Loidl, Josef Fink Analyse linearer Frequenz-Sweeps bei krafterregter Schwingungsanregung von Eisenbahnbrücken Marcel Weissinger, Sarah Lieb, Anna-Lena Bender, Hans Christian Jünger Entwicklung einer datenbankgestützten Lösung zur Terminplanerstellung Clara Schramm, Martin Kohlmeier, Ralf Herrmann, Alexander Schenk, Steffen Marx Energieeffiziente Ermüdungsversuche an Großbauteilen mittels resonanzbasierter Prüfverfahren Jajnabalkya Guhathakurta et al. Benchmarking Beton mittels Computertomographie – Fortschrittliche 3D-Analyse zur Unterstützung von Präzisionsschnellbau in der Zukunft Thomas Tschickardt, Daniel Krause Organisationsspezifische BIM-Befähigung als strategischer Hebel der digitalen Transformation im Bauunternehmen Alexander Mendler, Oliver Heuss, Martin Köhncke, Sylvia Keßler Wegweiser Bauwerksmonitoring: Ein Sechs-Punkte-Plan zur Qualifizierung und Zertifizierung von Anbietern (Änderungen vorbehalten)

Artikeldatenbank mehr als 31.000 Artikel aus allen Ernst & Sohn Zeitschriften zurück bis 1961 einfache Recherche PDF-Download alle Ausgaben der Ernst & Sohn Sonderhefte

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Beton-Kalender-Tag 2027 Ein Tag für Ihr Wissen – und für das Gespräch mit den Autor:innen 3. Dezember 2026 · Berlin & Online 9:30 – 17 Uhr

Erhalten Sie durch die enge Verzahnung von Innovation, Regelwerksentwicklung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit Antworten auf die aktuellen Herausforderungen des Bauingenieurwesen! Sie erhalten die Gelegenheit ihre Fragen direkt einzubringen – live und online. Ein Tag, an dem Sie Ihr Fachwissen auffrischen und mit den Fachleuten ins Gespräch kommen. Ihre Vorteile: Expertise aus erster Hand Praxisnahes Fachwissen kompakt Anerkannt mit Fortbildungspunkten Direkter Austausch mit den Referent:innen live und online

4 Themen – 6 Fachvorträge

Brücken schneller bauen: Element- und Expressbrücken, Modularisierung und industrielle Vorfertigung Schäden früher erkennen: KI-gestützte, bildbasierte Untersuchung bestehender Brücken Neue Anforderungen sicher einordnen: Regelungssysteme und Einwirkungen durch Militärfahrzeuge Nachhaltiger bauen: emissionsarme Bindemittel und neue Lösungen für den Betonbau

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Tagungsunterlage ist der Beton-Kalender 2027. Die Vorträge basieren auf den Beiträgen der Autorenteams und liefern vertiefendes Wissen. Die Teilnahme am Beton-Kalender-Tag wird als berufliche Fortbildung anerkannt.

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Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V. (Hrsg.)

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Bautechnik 103. Jahrgang 2026 Heft 9

Empfehlungen des Arbeitskreises „Baugrunddynamik“ Boden-Bauwerk-Interaktion klar erklärt – verständlich, kompakt, auf dem neuesten Stand Praxis pur: direkte Anleitungen für Ingenieuraufgaben, sofort umsetzbares Know-how Anwendungs- und Berechnungsbeispiele mit Erläuterungen zu Kennwerten, Bodenverformung, Erschütterungen u.v.m.

Die „Empfehlungen des AK Baugrunddynamik“ erläutern die Wellenausbreitung im Untergrund, zeigen wie die Bodenkennwerte für dynamische Berechnungen ermittelt werden und behandeln dynamisch belastete Gründungen, bleibende Verformungen sowie Anforderungen des Erschütterungsschutzes.

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