Skip to main content

online-issue-current-bapi

Page 1

4 48. Jahrgang August 2026 ISSN 0171-5445

Bauphysik Wärme|Feuchte|Schall|Brand|Licht|Energie

Bauphysik 48. Jahrgang (2026) Heft 4

für den Straßenverkehrslärm mit einem ‐ Prognosemodelle Zeithorizont 2050 ‐ CO -Aufnahmepotenziale von Bestandsgebäuden ‐ Eigenschaften der Grenzschicht an Gebäudefassaden unter variablen Windverhältnissen in urbanen Umgebungen ‐ Hydronisch aktivierte multifunktionale Bauteile mit PCM-Integration ‐ Nachweis zum Schallschutz gegen Außenlärm nach E DIN 4109-1:2026 ‐ 150 Jahre Heinrich Tessenow – Meister der bezahlbaren Architektur 2

27/07/26 4:20 PM


Barbara Nilkens, Moritz Menge

Baukommunikation Praxiswissen für Planung, Besprechungen und gute Zusammenarbeit in Bauprojekten Direkt umsetzbare Handlungsanweisungen für die Kommunikation und Steuerung komplexer Bauprojekte Einzigartige Verbindung von Baupraxis und Kommunikation

Baukommunikation Praxiswissen für Planung, Besprechungen und gute Zusammenarbeit in Bauprojekten

Geeignet für Bauherren, Planer, Ingenieurbüros, Architekten und Ausführende – unabhängig von Erfahrungsstand und Rolle

In der Baubranche werden intensiv Wege gesucht, weniger zu streiten und mehr gemeinsam zu bauen. Dieses Buch gibt praxisnahe Handlungsanleitungen für die tägliche Kommunikation in Bauprojekten. Es hilft allen am Bau Beteiligten, miteinander zu arbeiten und Konflikte zu vermeiden.

Barbara Nilkens Moritz Menge

vorl. Abb.

-

11 / 2026 · ca. 224 Seiten · ca. 190 Abbildungen Hardcover 978-3-433-03500-9 Bereits vorbestellbar.

„Effiziente Kommunikation ist kein ,Soft Factor‘, sondern ein harter Erfolgsfaktor.“ Aus dem Geleitwort von Dr.-Ing. Joachim von Lukowicz, HOCHTIEF PPP Operations GmbH

JETZT BESTELLEN www.ernst-und-sohn.de/3500

* Der €-Preis gilt ausschließlich für Deutschland. Inkl. MwSt.

BAPI_48_4_cover.indd 2

ca. € 39,90*


Inhalt Bauphysik 4/26 Zum Titelbild: Die Terrassenhaussiedlung St. Peter in Graz ist ein herausragendes Beispiel für den Wohnungsbau der 1970er-Jahre in Österreich und steht unter Denkmalschutz. Sie ist nahezu zur Gänze im Original erhalten und stellt in ihren Formen des „béton brut“ („Brutalismus“) ein authentisches Zeugnis für die Baukultur der Nachkriegsmoderne dar. In dem Verbundforschungsprojekt HeriSol werden denkmalge­ schützte Gebäude von reinen Energie-Konsumenten in Energie-Prosumenten transformiert, dabei dient u. a. die Terrassenhaussiedlung als Demonstator und Living Lab, siehe Meldung S. 351. (Quelle: Bundesdenkmalamt, Wien / Foto: Bettina Neubauer-Pregl)

ARTICLES UND AUFSÄTZE 305

Rumeysa Evli-Fründt, Wolfgang M. Willems Forecast models for road traffic noise with a 2050 time horizon

316

Brua Rahman, Zakaria Istanbuly, Martin Schäfers CO2-Aufnahmepotenziale von Bestandsgebäuden

322

Natalia Orlova, Svitlana Alyokhina Assessment of boundary-layer characteristics on building façades under variable wind regimes in urban environments

330

Matthias Pahn, Mohammad Yousefi Hydronisch aktivierte multifunktionale Bauteile mit PCM-Integration

BERICHTE 339

Andreas Meier Nachweis zum Schallschutz gegen Außenlärm nach E DIN 4109-1:2026

345

Steffen Adam 150 Jahre Heinrich Tessenow – Meister der bezahlbaren Architektur

351 356

BAUPHYSIK aktuell VERANSTALTUNGSKALENDER Produkte & Objekte

A4

Gebäudehülle

48. Jahrgang August 2026, Heft 4 ISSN 0171-5445 (print) ISSN 1437-0980 (online) Peer-reviewed journal Die Bauphysik ist im Journal Citation Report von Clarivate Analytics (vormals Thomson Reuters), sowie bei Scopus von Elsevier gelistet. Impact Faktor 2025: CiteScore 2025:

0,3 0,7

http://wileyonlinelibrary.com/journal/bapi

bapi70071.indd 201

29/07/2026 15:02:08


Gebäudehülle

ANZEIGE

Keramische Vertikalstruktur für großflächigen Industriebau Ein Industrieneubau mit Charakter ist im oberpfälzischen Amberg entstanden. Die Fassade aus Tonality-Keramik von Leipfinger-Bader wirkt durch ihre überwiegend geschlossene Fläche zugleich klar und kraftvoll. Vertikal strukturierte Elemente – von reliefierten Großformaten mit plastischen Ausformungen bis zu fein akzentuierten Baguettes – verleihen dem Baukörper Tiefe und Rhythmus. Unterschiedliche Rottöne sorgen für farbliche Vielfalt und spiegeln dabei die Backsteinarchitektur der unmittelbaren Umgebung wider. So fügt sich der Neubau auf ganz eigene Weise harmonisch in sein gewachsenes Umfeld ein und bietet den Betreibern neben einem Imagegewinn eine dauerhaft wartungsfreie und ausgesprochen strapazierfähige Fassade. Mit einer Investition von fünf Millionen Euro setzt die Deprag Schulz GmbH & Co. in Amberg ein starkes Zeichen für die wirt­ schaftliche Zukunft der Region. Denn der Bau einer neuen Pro­ duktionshalle schafft nicht nur dringend benötigte Kapazitäten, sondern sichert auch rund 400 bestehende Arbeitsplätze. Darüber hinaus eröffnet er Raum für weiteres Wachstum. Damit trägt das Unternehmen aktiv zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Amberg in der Oberpfalz bei. Laut vbw – ­Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist dieser Regie­ rungsbezirk durch stabiles Wirtschaftswachstum und niedrige Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Im Kontext des zunehmenden Fachkräftemangels – bundesweit bleiben aktuell rund 1 Millionen Stellen unbesetzt – sind Investitionen in moderne, attraktive ­Arbeitsumgebungen ein zentrales Element, um qualifizierte Mit­ arbeiter zu gewinnen und zu halten.

Dynamisches Wachstum sorgt für Expansion Der moderne Erweiterungsbau entstand an der Kreuzung Schlacht­ hausstraße, Ecke Gasfabrikstraße und grenzt an das historische Werksgelände der seit 1931 in Amberg ansässigen Firma Deprag. In Sichtweite zur Altstadt fügt sich der Neubau harmonisch in das Stadtgefüge ein. Die Erweiterung um 1.100 m 2 Logistikfläche re­ agiert auf das dynamische Wachstum der vergangenen Jahre und schafft Raum für 38.000 neue Lagerplätze sowie 1.300 zusätzliche Palettenstellplätze.

Historische Umgebung modern interpretiert

Bild 1

Tonality-Keramik mit einer abwechslungsreichen Dynamik und farbigen Tiefe kennzeichnet die neue Deprag-Logistikhalle in ­Amberg.

Abwechslung und Dynamik für eine große Fläche In enger Zusammenarbeit mit Tonality verwirklichte das Architek­ turbüros evh_architekten gmbh aus Amberg seine architektonische Vision. Das Ergebnis ist eine technisch wie ästhetisch einzigartige vorgehängte hinterlüftete Keramikfassade. Sie lebt vom Zusam­ menspiel zweier Gestaltungselemente: Individuell profilierte ­Keramikplatten treffen auf vertikal angebrachte Baguettes – auch Squares genannt – ergänzt. Eine Kombination unterschiedlicher Rottöne und die reliefierte Oberfläche erzeugen ein lebendiges Licht- und Schattenspiel, das die überwiegend geschlossenen Flä­ chen der Fassade abwechslungsreich und dynamisch wirken lässt. Der höher gelegene, optisch abgesetzt Teil der Logistikhalle wurde mit einem transparenten und unauffälligen Fassadenmaterial aus Polycarbonatplatten bekleidet, damit er bewusst in den Hinter­ grund tritt und nicht in Konkurrenz zu den umliegenden histori­ schen Gebäuden steht.

Vertikales Relief und farbige Tiefe Die Keramikfassade überzeugt insbesondere mit ihrer objekt­ spezifischen Farb- und Formensprache. Die profilierten, vertikal

Angesichts der Gebäudegröße und -lage gestaltete sich die Planung der Fassade – das neue Aushängeschild des Gebäudes – herausfor­ dernd und vielschichtig. Denn gerade in einem gewachsenen Werkund städtebaulichen Umfeld wie in Amberg spielt die Fassadenge­ staltung eine zentrale Rolle. Die Gebäudehülle ist dabei weit mehr als nur Schutz vor Witterung: Sie vermittelt Identität, schlägt eine Brücke zwischen Bestand und Neubau und kann durch Material­ wahl, Farbigkeit und Struktur die Geschichte und Atmosphäre des Ortes aufnehmen und weiterentwickeln. Besonders bei Logistikhal­ len mit ausgedehnten, meist geschlossenen Fassadenflächen ist die gestalterische Qualität entscheidend, um Monotonie zu vermeiden. Durch gezielte Gliederung, differenzierte Oberflächen und den Bezug zu lokalen Bautraditionen lässt sich nicht nur die optische Wirkung verbessern, sondern auch das Image des Unternehmens stärken. Konsequent nimmt die architektonische Gestaltung des Deprag-Neubaus daher direkten Bezug auf die historischen Shed­ hallen der Umgebung und interpretiert die traditionelle Backstein­ architektur auf zeitgemäße Weise neu.

A4

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

Bild 2

In Zusammenarbeit mit evh_architekten entstand eine ausdrucksstarke Keramikfassade von Tonality – geprägt von vertikalen Linien, feinen Reliefs und einem facettenreichen Spiel aus Farbe und Tiefe.


Gebäudehülle (Grafik: Leipfinger-Bader GmbH)

ANZEIGE

Bild 3

Verdichtetes Material trotzt allen Einflüssen von außen

Die Planungsunterlagen für die Keramikfassade verdeutlichen den strategischen Aufbau der Reliefstruktur. Die Baguettes heben sich einige Millimeter vom Rest der Fassade ab.

Die keramische Gebäudehülle bietet dem Amberger Industriebau eine Lebensdauer von weit über 100 Jahren und ist wartungsfrei. Dafür sorgen die besondere Materialzusammensetzung und der Herstellungsprozess der Keramik. Mithilfe eines speziellen ­Vakuum-Extrudierverfahrens wird jedes Keramikelement unter hohem Druck gepresst. Die feine Aufbereitung von Ton und Scha­ motte in Verbindung mit einem hohen Pressdruck garantiert eine hohe Festigkeit. Im nächsten Schritt erfolgen Trocknung und Gla­ sur. Speziell konzipierte Rollentrockner gewährleisten eine homo­ gene Trocknung. Das traditionelle und das digital gesteuerte Gla­ surverfahren verhelfen dem finalen Produkt zur gewünschten Oberfläche. Dank Spitzentemperaturen von bis zu 1.200 °C können die Keramikelemente bis zur Sinterung gebrannt werden. Das ohnehin schon stark komprimierte Material wird dabei nochmals verdichtet.

montierten Keramikplatten verfügen über eine Größe von 443 × 38 mm und strahlen über eine Gesamtfläche von circa 770 m 2 in der Farbe hellrot. Sie weisen eine markante Struktur mit gleichmäßig aneinander gereihten Hebungen und Senkungen auf. Die Hebungen sind 60 mm breit, die Senkungen einige Millimeter kürzer. Erstere werfen je nach Sonnenstand Schattierungen in unterschiedlichsten Winkeln auf die Senkungen. Vertikal angebrachte Baguettes im Format 60 × 60 mm pointieren die Fassade an ausgewählten Stellen zusätzlich mit verschiedenen Farbtönen. Weitere Besonderheit: Die vertikal verlaufenden Baguettes ragen jeweils um 22 mm über die profilierten Keramikplatten hinaus und verstärken so die plastische Wirkung der Fassade. In unregelmäßigen Abständen gliedern sie die Fläche, während sie zugleich das 60-mm-Reliefmaß der Kera­ mikelemente aufnehmen und fortsetzen. Tonality fertigte insgesamt 790 laufende Meter Baguettes . Das entspricht etwa der Länge von knapp acht hintereinander gereihten Fußballfeldern.

Alle Rohstoffe werden miteinander verschmolzen. Das Ergebnis: ein werkseitig integrierter Graffitischutz, der niemals erneuert werden muss, sowie eine lebenslange Farbbeständigkeit auch bei starken Umwelteinflüssen wie Belastung durch benachbarte Be­ triebe oder Straßenverkehr. Auch mechanische Beanspruchungen, etwa durch innerbetrieblichen Verkehr wie Gabelstapler oder An­ lieferungen, können der robusten Keramikoberfläche kaum etwas anhaben. Sollte es dennoch zu Beschädigungen kommen – bei­ spielsweise durch Vandalismus oder Einbruchversuche, die in man­ chen Industriegebieten ein erhöhtes Risiko darstellen – lassen sich einzelne Keramikelemente dank des durchdachten Einhängesys­ tems an jeder beliebigen Stelle einzeln und zerstörungsfrei revisio­ nieren. (Fotos 1, 2 u. 4: heinl-foto.de)

Bild 4

Tonality-Keramikfassaden eignen sich für den Einsatz bei ganz unterschiedlichen Projekten: von der Logistikhalle über das Büro­ gebäude bis hin zum Gemeindezentrum.

Das Zusammenspiel aus hervortretenden Baguettes und zurück­ liegenden Platten verleiht der Fassade eine ausgeprägte plastische Tiefe. Es entsteht ein vielschichtiges Fassadenbild mit mehreren Reliefebenen, das die Oberflächenoptik jeden Tag neu erfindet.

Das Projekt verdeutlicht, wie mühelos Tonality-Fassaden auch im Industriebau Architekten- und Bauherrenvisionen vollumfänglich umsetzen. Deprag profitiert langfristig von einer ausgesprochen ästhetischen Gebäudehülle, die das Image des Unternehmens zu­ verlässig transportiert, sowie maximale Widerstandsfähigkeit und Wartungsfreundlichkeit bietet.

www.leipfinger-bader.de und www.tonality.de

Von PS-Stark bis DB-Leise: Effiziente Dämmung für das neue PorscheAutomobilzentrum in Leipzig Neben der Neuen Messe in Leipzig entstand auf rund 11.500 m2 ein neues Porsche Zentrum. Die Volkswagen Immobilien GmbH (VWI) setzte damit bereits die fünfte Händlerimmobilie für die ­Konzernmarke Porsche im Auftrag der Volkswagen Group Retail Deutschland (VGRD GmbH) um. Für eine nachhaltige, energieeffi­ ziente und leistungsstarke Gebäudehülle kamen Fassadendämmplatten und Fassadenkassettensysteme von Ursa Deutschland zum Einsatz. Der zweigeschossige Neubau des Porsche Zentrum Leipzig verfügt über eine Bruttogrundfläche von mehr als 4.000 m 2. Im Erd­ geschoss befinden sich eine großzügige Ausstellungsfläche, Ver­

kaufs- und Servicebereiche sowie Werkstätten, Lager und eine Waschstraße. Das Obergeschoss bilden moderne Büro- und Sozial­ räume für die Mitarbeitenden. Die Volkswagen Immobilien GmbH übernahm als Bauherr und Investor die Projektentwicklung sowie die Realisierung des neuen Standorts im Auftrag der Volkswagen Group Retail Deutschland (VGRD GmbH). „Dieses beeindruckende Vorhaben vor den Toren des Porsche Werks Leipzig stärkt unsere Metropolstrategie und unsere Präsenz im Wirtschaftszentrum Sachsen erheblich. Mit der neuen Destina­ tion Porsche setzen wir ein exklusives und modernes Standortkon­ zept um. Dabei streben wir den DGNB-Goldstatus an, um den

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

A5


Gebäudehülle

ANZEIGE

Vielseitige Dämmprodukte von Ursa Bei dem Bau des Autozentrums wurde besonderer Wert auf Ener­ gieeffizienz und Nachhaltigkeit gelegt. Daher kamen verschiedene Dämmprodukte von Ursa zum Einsatz – auf einer zu dämmenden Gesamtaußenfläche von über 2.000 m 2. Fassadenkassettendämm­ platten vom Typ Ursa Geo FKP 2, Ursa Geo Fassa­dendämmplatten FDP 2/Vs und Ursa Terra Fassadenkassettendämmplatten FKP 35 Plus mit einer Dicke von 185 mm. Die drei verwendeten Produkte überzeugen vor allem durch ihre wärme- und schalldämmende Wirkung und ihre Nichtbrennbarkeit. Bei Ursa Terra FKP 35 Plus sorgt die Überdeckung der Obergurte der Stahlkassetten mit Dämmstoff dafür, dass Wärme- und Schall­brücken noch einmal deutlich reduziert werden.

Bild 1

Der zweigeschossige Neubau des neuen Porsche-Zentrums Leipzig erstreckt sich über mehr als 4.000 m2 Bruttogrundfläche und bietet modern ausgestattete Verkaufs- und Servicebereiche sowie Büround Sozialräume.

hohen Nachhaltigkeitsansprüchen des Volkswagen-Konzerns ­gerecht zu werden“, erklärte Peter Modelhardt von der VGRD GmbH. Als Generalunternehmer agierte die C + P Ingenieur- und Baugesellschaft mbH & Co. KG aus Leipzig.

Ressourcenschonender Ansatz Auf dem teilweise begrünten Dach des Porsche Zentrums steht eine Photovoltaikanlage mit etwa 88 Kilowatt/Peak (KWp). Für ausreichende Parkmöglichkeiten sorgen 159 Stellplätze, darunter 34 Ladepunkte mit einer Kapazität von bis zu 300 Ampere. Darü­ ber hinaus erreicht das Gebäude den DGNB-Goldstatus. Dieser stellt eine Zertifizierung für nachhaltige Gebäude dar, die von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vergeben wird. Der Goldstatus steht für herausragende Leistungen in allen Bereichen der Nachhaltigkeit und signalisiert, dass ein Gebäude besonders umweltfreundlich, wirtschaftlich und nutzerorientiert ist. Dabei umfassen die Anforderungen verschiedene Faktoren – ­darunter ökologische und ökonomische, soziokulturelle und funk­ tionale sowie technische Eigenschaften, Prozess- und Standortqua­ lität.

Bild 2

Mit den großformatigen URSA Terra FKP 35 Plus Fassadenkassettendämmplatten konnte eine schnelle und präzise Montage realisiert werden.

A6

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

Ökologische Vorteile Mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin (W/(mK)) minimieren die verbauten Dämmprodukte von Ursa den Energieverlust, was zu einer Reduzierung der Heizund Kühlkosten führt. So verbraucht das Gebäude weniger Ener­ gie, wodurch die Betriebskosten gesenkt werden und gleichzeitig der ökologische Fußabdruck minimiert wird. Zudem sorgt eine gute Dämmung für konstante und angenehme Innentemperaturen. Dies ist vor allem im Falle des Autozentrums – beispielsweise in der Ausstellungshalle sowie in der Werkstatt – von Vorteil, sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für Mitarbeitende. So werden sowohl das Kauferlebnis als auch die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht. Die Verwendung der wasserabweisenden und diffusions­ offenen Mineralwolle sorgt für eine langfristig stabile Dämmleis­ tung und verhindert Feuchtigkeitsschäden. Auch die ökologische Nachhaltigkeit des Gebäudes wird verbessert, indem der Energie­ verbrauch nachhaltig gesenkt und die Lebensdauer der Gebäude­ struktur verlängert wird.

Kauferlebnis in ruhiger Atmosphäre Das neue Porsche Zentrum Leipzig befindet sich sowohl an einer Autobahn als auch in der Nähe des Leipziger Flughafens. Störende Außengeräusche sollen jedoch im Inneren des Gebäudes nicht wahrnehmbar sein. Die Mineralwolle reduziert die Schallübertra­ gung zwischen Außen- und Innenbereich signifikant, was für die verschiedenen Bereiche des Zentrums zahlreiche Vorteile mit sich bringt. In der Ausstellungshalle, sowie dem Verkaufsbereich und den Büroräumen trägt die effektive Schalldämmung dazu bei, dass eine angenehme und ruhige Atmosphäre entsteht. Kundinnen und Kunden können sich in einer entspannten Umgebung auf die aus­ gestellten Fahrzeuge konzentrieren und erhalten so ein verbessertes Kauferlebnis. Auch in anderen Bereichen des Gebäudes galt es, schalldämmende und -absorbierende Maßnahmen zu ergreifen – beispielsweise um Werkstattlärm aus dem Reparaturbereich nicht in die Verkaufs­ räume gelangen zu lassen und zudem den Lärm innerhalb der Räume zu reduzieren. Die eingesetzten Dämmprodukte von Ursa erfüllen zudem hohe Brandschutzstandards, was die Sicherheit für alle Nutzer des Gebäudes erhöht. Sie sind nichtbrennbar und erfül­ len die Euroklasse A, was das Risiko einer Brandentstehung und -ausbreitung minimiert. Im Falle eines Feuers behindert die nicht­ brennbare Mineralwolle die Ausbreitung der Flammen, was wert­ volle Zeit für Evakuierungen und die Brandbekämpfung verschafft. Dies trägt zur allgemeinen Sicherheit von Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden bei und erfüllt die strengen Sicherheitsanfor­ derungen des Autozentrums. Zudem ermöglichen diese Eigen­


Gebäudehülle

ANZEIGE

schaften den Einsatz der Dämmprodukte in Gebäuden jeder Höhe. Weiter bestätigt das Umweltsiegel Blauer Engel, dass die Produkte über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus schadstoffarm herge­ stellt werden und in Innenräumen aus gesundheitlicher Sicht un­ bedenklich sind. Dies unterstreicht auch das RAL-Gütezeichen „Erzeugnisse aus Mineralwolle“.

Effiziente Bauweise und Montage

(Fotos: URSA)

Alle eingesetzten Fassadendämmplatten sowie die Kassetten­ dämmsysteme von Ursa sind nicht brennbar, schall- und wärme­ dämmend sowie rückbaubar. Durch den sortenreinen Rückbau unterstützen die Systeme die Kreislaufwirtschaft und tragen somit zur Nachhaltigkeit des Bauprojekts bei. Auch lassen sie sich leicht und zeitsparend montieren. Die Fassadenkassettendämmplatten Ursa Terra FKP 35 Plus optimieren diese Eigenschaften nochmals: Denn sie bietet eine besonders effiziente Überdämmung des Ober­ gurts der Stahlkassette. Dies reduziert Schall- und Wärmebrücken und trägt somit zur Reduktion von Energiekosten und CO2-Emis­ sionen bei. Die Dämmplatten mit einer Länge von 1.350 mm verfü­ gen zudem im Vergleich zu anderen Produkten über ein sehr großes Format, was eine schnelle und sichere Montage und damit redu­ zierte Bauzeiten ermöglicht.

Bild 3

Die eingesetzte Mineralwolle von URSA besticht durch eine niedrige Wärmeleitfähigkeit (0,035 W/(mK)), ausgezeichneten Schallschutz und nichtbrennbare Eigenschaften der Euroklasse A.

nichtbrennbaren Eigenschaften und die nachgewiesene Umwelt­ freundlichkeit durch den Blauen Engel können die Produkte einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des angestrebten DGNB-Gold­ status für nachhaltige Gebäude leisten.

Seit der Fertigstellung Ende 2024 wird das Porsche Zentrum erfolg­ reich genutzt. Die Verwendung der hochwertigen Fassadendämm­ platten und Fassadenkassettensysteme von Ursa vereint Wärmeund Schalldämmung sowie Brandschutzanforderungen. Durch ihre

www.ursa.de

Voll integriert und nicht brennbar: Neuer Jalousiekasten für den Objekt- und Gewerbebau Gute Nachrichten für Architekten, Planer, Investoren und sonstige Profis im Objekt- und Gewerbebau: Sie können ab sofort für ihre Projekte einen neuen, nicht brennbaren Jalousiekasten nutzen, der voll in die Dämmebene integriert ist und höchste Brandschutzstandards für öffentliche und industrielle Gebäude erfüllt. Die Neuentwicklung stammt vom Dämmstoffspezialisten JOMA mit Hauptsitz in Holzgünz (Bayern).

Die neuen JOMA-Jalousiekästen bieten Planern und Architekten eine verlässliche Lösung, die mit integrierten Dämmstoffen der Brandschutzklasse A2 höchsten Anforderungen standhält. Die Kästen sind komplett vorgefertigt und lassen sich unkompliziert montieren. „Das garantiert allen Beteiligten einen reibungslosen Ablauf auf den Baustellen. Durch die serielle Vorfertigung bei uns im Werk verkürzen sich die Projektzeiten, außerdem gibt es durch die Maßanfertigung keinen Verschnitt und Abfall mehr auf der Baustelle“, sagt Matthias Mang, Geschäftsführer der JOMA Dämmstoffwerk GmbH mit Sitz in Holzgünz (Unterallgäu).

Der von JOMA neu entwickelte Jalousiekasten für den Objekt- und Gewerbebau ist eine intelligente Kombination aus Foam-Glas-Kern und Mineralwoll-Sandwich-Platte, die Sicherheit und eine hohe Wärmedämmung im Verbundsystem verspricht. Auch Handwerker freut die Neu-Entwicklung: Das werkseitig maßgeschnittene und vorgefertigte Produkt lässt sich schnell und problemlos einbauen.

Sandwich-System für mehr Sicherheit

(Foto: JOMA)

Die auf Maß gefertigten Jalousiekästen bestehen im Dämmkern aus Foam-Glas über dem Schacht. An der Rückwand zur Mauer­ seite hin ist der Kasten mit einer Sandwichplatte aus Mineralwolle ausgestattet, die mit einem verputzähnlichen Strukturvlies (be­ schichteter Glasfaservlies) überzogen und damit sicher geschützt ist. An der Vorderseite des Jalousiekastens ist eine mechanisch stabile Putzträgerplatte (20 mm) montiert, die unten mit einem luftdichten Abschlussprofil und Elektrokabeldurchführungen für den Anschluss des Motors ausgestattet ist.

Die neuen Jalousiekästen bestehen aus Foam-Glas, einer Sandwichplatte aus Mineralwolle und einer mechanisch stabilen Putzträgerplatte (20 mm).

Lastabtragung trennt thermisch Das neue, für nichtbrennbare WDV-Systeme einsetzbare JOMAProdukt ist in allen Breiten erhältlich und kommt montagefertig auf der Baustelle an. Horizontale Aluminiumprofile in Verbindung mit

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

A7


Gebäudehülle definierten Lastabtragungen sorgen für ein technisch sicheres und stabiles Sonnenschutzsystem. „Die Sandwichkonstruktion mit thermisch getrennten Verbindungen garantiert eine hohe mecha­ nische Stabilität, ohne die Dämmleistung zu beeinträchtigen“, erklärt Stefan Miller, der bei JOMA für den Vertrieb Technischer Produkte zuständig ist.

ANZEIGE

bau, die hohen Brandschutzanforderungen standhalten müssen, eine sehr gute Lösung. Wir sind stolz, dass wir das erprobte System mit einer durchdachen Konstruktion auf diesen Bereich ausweiten konnten.“

Erweitertes Systemangebot Versteckt mit reduzierten Wärmebrücken Der zentrale Vorteil der Jalousiekästen von JOMA bleibt: „Sie sind vollständig in die Dämmebene integriert und damit unsichtbar. Damit machen wir eine elegante und homogene Fassadengestaltung möglich und reduzieren gleichzeitig Wärmebrücken“, sagt Mang. Bisher war diese ästhetische Lösung von JOMA vor allem im Woh­ nungsbau bekannt. Der patentierte, passivhauszertifizierte Jalousie­ kasten aus dem bestehenden Programm mit der preisgünstigeren AirPor-Wärmedämmung steht Bauherren und Planern auch weiter­ hin zur Verfügung. „Jetzt haben wir auch für Projekte im Objekt­

JOMA garantiert beim neuen Jalousiekasten für den Objekt- und Gewerbebau alle technischen Anforderungen für nichtbrennbare Jalousiekästen, die in den Ausschreibungen gefordert sind. Der neue Jalousiekasten ergänzt damit das bestehende, hochwertige Systemangebot und fügt sich als zusätzliches Produkt für höhere Anforderungen in das AirPor-basierte WDVS-Konzept ein, das sich im Baualltag durch messbar reduzierte Wärmebrücken mit der Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 032 bereits bewährt hat.

www.joma.de

Besser als Fertigbauteile: Skulpturale 3D-Fassade am Hamburger Hafen Direkt am Hamburger Hafen entstand mit dem PREVIER der Berufsgenossenschaften BGW und VBG ein architektonisches Statement. Für die Gebäudehülle aus Glasfaserbeton wurden rund 17.000 m2 Fassadenfläche aus individuell angefertigten formparts und Großformatflächen von Rieder verbaut – leichter, präziser und flexibler als nur konventionell vorgefertigt Betonelemente – nämlich „Better than Precast“.

In sechs warmen Rot-Abstufungen verbindet die aufwendige Fas­ sade Technik und Ästhetik zu einer langlebigen Lösung. Diese wird den Anforderungen an Wetterbeständigkeit, Leichtbau und Mon­ tagefreundlichkeit in exponierter Lage mehr als gerecht. Entworfen vom Architekturbüro Auer Weber kamen dabei 2.645 vertikale Lisenen im Doppel-U-Profil, 2.500 horizontale Brüstungsprofile in U-Form sowie ca. 1.500 m 2 Platten zum Einsatz. Während die großformatigen Flächen Ruhe erzeugen, strukturieren die 3D-Ele­ mente die Gebäudehülle plastisch. So werden gleichzeitig Tiefe, Rhythmus, Verschattung und eine skulpturale Wirkung verliehen. Es entsteht eine Fassade, die nicht nur Oberfläche ist, sondern architektonisch in den Raum greift.

Innovative Alternative zu herkömmlichen Precast-Elementen Klassische Betonfertigteile sind häufig durch große Materialstärken und entsprechend hohes Gewicht geprägt. Im Gegensatz dazu setzt die Fassadenlösung in Hamburg auf ein deutlich differenzierteres, ressourcenschonendes System aus leichten, präzise geformten Glas­ faserbeton-Elementen. Ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Precast-Kompo­ nenten liegt im Material selbst: Trotz der geringen Stärke von nur 13 mm bietet Glasfaserbeton hohe Stabilität bei großen Spannwei­ ten. Der reduzierte Materialeinsatz spart wertvolle Rohstoffe und verringert Gewicht, Transportaufwand sowie die Belastung der Tragstruktur. Zur selben Zeit sorgen die feuchteresistente Mate­ rialstruktur und die geringe Anfälligkeit für Verschmutzungen für langlebige und wartungsarme Oberflächen. Auch im Bauprozess zeigt sich der Vorteil der leichten Bauteile: Dank werkseitiger Vor­

A8

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

(Foto: Rieder / Ditz Fejer)

Skulpturale Form und funktionale Präzision

Die Glasfaserbeton-Fassade kombiniert großformatige Flächen mit plastisch ausgeformten 3D-Elementen.

montage sowie eines durchdachten Befestigungssystems lassen sich die Elemente auf der Baustelle effizient und präzise montieren.

Gestalterisch setzt das PREVIER neue Maßstäbe Eine durchgängig identische Farb- und Oberflächenqualität über alle Formteile und Platten hinweg sorgt für ein homogenes Gesamt­ bild. Gleichzeitig erzeugen unterschiedliche Oberflächenbearbei­ tungen zusätzliche haptische und visuelle Tiefe. Die 3D-Elemente übernehmen nicht nur eine gestalterische, sondern auch eine funk­ tionale Rolle: Sie prägen Licht- und Schattenwirkung der Fassade, erhöhen deren Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Wind und Wetter. So entstand mit dem PREVIER eine Fassadenlösung, die den Ge­ danken „Better than Precast“ konsequent zur Realität werden lässt: weg von schweren, starren Betonelementen hin zu einer individuellen Systemlösung aus Glasfaserbeton. Eine 3D-Fassade, die die Robust­ heit und Materialität von Beton mit Leichtigkeit verbindet. Techni­ sche Performance, nachhaltige Materialeffizienz sowie architektoni­ sche Ausdruckskraft werden in der monolithischen Fassade vereint. www.rieder-smart.de


Anbieterverzeichnis Produkte & Dienstleistungen

Schwingungsisolierung

HBT-ISOL AG Im Stetterfeld 3 · CH-5608 Stetten +41 56 648 41 11 info@hbt-isol.com · hbt-isol.com Körperschalldämmung & Erschütterungschutz

Software

ZUB Systems KRAIBURG PuraSys GmbH & Co. KG Porschestraße 1 · 49356 Diepholz Tel. +49 (0) 54 41 59 54 – 0 info@kraiburg-purasys.com www.purasys.com Lösungen aus PUR

ZUB Systems GmbH Bettenhäuser Str. 4 34123 Kassel Tel: 0561 / 57 990 110 Fax: 0561 / 57 990 120 E-Mail: info@zub-systems.de www.zub-systems.de

Sommer Informatik GmbH Sepp-Heindl-Straße 5 D-83026 Rosenheim Tel.: 0049 8031 2488 1 Fax: 0049 8031 2488 2 E-Mail: info@sommer-informatik.de Internet: www.sommer-informatik.de

IT-Lösungen für Planung und Bilanzierung von Gebäuden

Die Zeitschrift nbau. Nachhaltig Bauen bringt die Silos des sektoralen Denkens zum Tanzen.

-

02 4. Jahrgang April 2025 ISSN 2750-8382

Ganzheitliches Themenspektrum von Stadt- und Raumplanung, Architektur und den Ingenieurdisziplinen bis zu Herstellung, Bauausführung und Facility Management. Übergreifende Informationen aus Wissenschaft und angewandter Forschung, Best-Practice-Beispiele, neue Produkte, Methoden und Bewertungsverfahren sowie Anforderungen aus Politik und Verwaltung.

KLIMASCHUTZ IST KEIN EXTRA

Einzigartiges Netzwerk mit vielfältigem Beirat und Unterstützung durch Verbände und Initiativen.

(Um)bauen & Klimaschutz T.-O. Müller, E. Broermann, A. Bitter · Baupolitik K. Taher Saleh · Planung V. Ege · Typha M. Krus et al. · HBV Re-Use Brüninghoff · Transformative Räume graadwies · Projekte Sartorius Labor, Collegium Acedemicum · Stroh G. Minke · R-Beton

6 Ausgaben/Jahr

Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz erfordern die Transformation des Bausektors mit Lebenszyklusdenken, Digitalisierung oder CO 2 Reduktion. Die nbau ist dafür die ganzheitliche Wissensbasis.

5. Jahrgang (2026) Jahresabonnement Print ISSN 2750-8382 Online

BESTELLEN +49 (0)6123 92 38 288 nbau@vuservice.de

www.nbau.org

www.nbau.org

EINSTIEGSANGEBOT Online + Print € 79*

* Einstiegsangebot: Gilt ausschließlich für erstbestellende Direktkunden für 12 Monate. Alle Preise exklusive MwSt., inklusive Versandkosten. €-Preis gültig bis 31.12.2025.

1425.indd 13

08.12.2025 14:57:17

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

BAPI-48-4_List_of_suppliers.indd 303

303

25/07/2026 11:52:04


Die aktuellen Fachbeiträge dieser Ausgabe finden Sie:

Im Abonnement Ihre Abonnement-Vorteile im Überblick PRINT: Heft-Zustellung versandkostenfrei ONLINE: einfaches, webbasiertes Lesen ohne Spezial­

software in der Wiley Online L ­ ibrary oder offline als PDF dauerhafter Online-Zugriff auf die abonnierten Jahrgänge

www.ernst-und-sohn.de/ zeitschriften

Volltextsuche

In der Artikeldatenbank mehr als 31.000 Artikel aus allen Ernst & Sohn Zeitschriften zurück bis 1967 einfache Recherche PDF-Download alle Ausgaben der Ernst & Sohn Sonderhefte

www.ernst-und-sohn.de/ artikeldatenbank


Aus dem Inhalt Bauwerkintegrierte Photovoltaik im Verbundprojekt HeriSol...................351 Vom Meister zum Master an der Bauhaus-Universität Weimar...............352 18. EffizienzTagung klimaneutral Bauen+Modernisieren. .........................353 Neue Arbeitshilfen des INFORMATIONSDIENST HOLZ.............................353 Evaluationsbericht zur Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm.........................................................................353 Neuer Leitfaden zur Anwendung reaktiver Brandschutzsysteme im Stahlbau.............................................................................................................354 BACnet Plugfest 2026 testet die Zukunft vernetzter Gebäude und sichere Gebäudeautomation..........................................................................355 Fortbildung für Energieberater für Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz..........................................................................355

Bauphysik Aktuell 4/26

AKTUELL

Bauwerkintegrierte Photovoltaik im Verbundprojekt HeriSol: Denkmalschutz und Solarenergienutzung im Einklang Im Projekt HeriSol werden denkmalgeschützte Gebäude von reinen Energie-Konsumenten in Energie-Prosumenten transformiert. Drei reale Demonstratoren zeigen Planerinnen, Architekten, Denkmalpfleger und Gebäudenutzenden, wie eine solche Transformation gelingen kann und wie farbige bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) mit MorphoColor®-Technologie, biogene Wärmedämmung und Mikrowärmepumpen mit Peltierelementen dazu beitragen können. Digitale Werkzeuge wie BIM, digitale Zwillinge, WLCA (whole life carbon assessment), PV-Simulationen und -Visualisierung sowie Living Labs unterstützen die Planung mit dem Ziel einer architektonischen, rechtlichen und sozialen Integration.

Ausgangslage Der Gebäudebestand trägt signifikant zu Europas Treibhausgasemissionen bei. Denkmalgeschützte Gebäude machen nur einen kleinen Teil des Bestands aus und sind, hinsichtlich der grauen Energie, durch ihre lange Nutzungsdauer vorbildlich. Viele Eigentümerinnen und Bewohner wünschen sich jedoch Möglichkeiten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen aus dem Betrieb und gleichzeitig auch der Energiekosten. Aufgrund der Notwendigkeit denkmalgerechter Lösungen ist die Umsetzung von technischen Einsparmaßnahmen jedoch eine Herausforderung. Hier setzt das Projekt HeriSol mit der Erarbeitung technischer Lösungen, passender Planungsunterstützung und Ansätzen zur Einbindung aller relevanten Akteure an. Die Lösungen sind zudem auf nicht-denkmalgeschützte Gebäude übertragbar.

Ziel Das Ziel ist die Transformation denkmalgeschützter Gebäude zu Energie-Prosumenten. Dazu werden die entwickelten Lösun-

gen an vier Demonstratoren in vier Ländern erprobt. Die Terrassenhaussiedlung in Graz, Österreich, die Limerick City Gallery of Art in Limerick, Irland, und die Latvijas Universitate in Riga, Lettland, stehen für Installationen zur Verfügung. Hier werden farbige BIPV-Lösungen demonstriert, teilweise in Kombination mit biogener Wärmedämmung oder thermoelektrischen Mikrowärmepumpen. Im Sinne der Denkmalverträglichkeit fügen sich die Lösungen möglichst nahtlos in die Architektur ein. Der San Telmo Palast in Sevilla, Spanien, dient als virtueller Demonstrator, vor allem für die Integration der digitalen Werkzeuge und die Weiterentwicklung des bestehenden digitalen Zwillings. 12 komplementäre Partner aus Industrie, Forschung und Zivilgesellschaft aus fünf europäischen Ländern arbeiten zusammen an den verschiedenen Lösungen.

Lösung Die farbigen BIPV-Lösungen setzen auf der vom Fraunhofer ISE entwickelten MorphoColor®-Technologie auf, die intensive und winkelstabile Farben mit hoher Effizienz verbindet. Inspiriert von den Flügeln des Blauen Morphofalters verzichtet die Technologie auf Farbpigmente: Ein photonischer Schichtstapel, der aus vielen hauchdünnen Materialschichten besteht, reflektiert durch gezielte Interferenz nur die für den Farbeindruck notwendigen Wellenlängen, während das übrige Spektrum ungehindert zur Solarzelle gelangt. So bleibt der Wirkungsgrad nahezu erhalten. Die entwickelten Farbvarianten erreichen rund 95 % des Wirkungsgrades eines herkömmlichen, schwarzen Klarglas-Referenzmoduls. Eine mikrostrukturierte Glasoberfläche sorgt zudem dafür, dass der Farbeindruck auch aus verschiedenen Blickwinkeln stabil bleibt – sogar stabiler als der des Falters, dem biologischen Vorbild. Die Abscheidung der Dünnschicht auf eine spezielle Kunststofffolie macht die Anwendung

flexibler und senkt potenziell die Kosten. Außer der Farbe wird auch die Textur des Originalmaterials für jeden Demonstrator nachgebildet, indem strukturierte Gläser für die Frontabdeckung der BIPV-Module genutzt werden. Ein wichtiger Aspekt bei der Photovoltaiknutzung am Gebäude ist die Berücksichtigung und Minimierung von (Teil-)Verschattung, die sich stark ertragsmindernd auswirkt und elektrotechnisch ungünstig ist. Dies zeigt sich auch am umfangreichsten Demonstrator des Projekts: der Terrassenhaussiedlung in Graz. Dort werden die markanten orangefarbenen Balkonbrüstungen durch BIPV-Elemente ersetzt. Den Brüstungen hatten die Architekten beim Bau ein vorgesetztes Gitter gegeben, das jede Fläche teilweise verschattet. Das muss im elektrischen Design berücksichtigt werden. Mit Simulationen wird analysiert, welche Teile der Flächen aktiv sein sollen und welche passiv bleiben. Thermoelektrische Mikrowärmepumpen mit Peltierelementen steigern die thermische Behaglichkeit und lassen sich ohne größere Eingriffe in die Bausubstanz nachrüsten. Die Kombination von BIPV mit biogener Wärmedämmung reduziert den Heizwärmebedarf, steigert die Behaglichkeit und erzeugt klimaneutralen Strom. Entwicklung, Planung und Demonstration werden durch digitale Technologien (BIM, digitale Zwillinge, WLCA, PV-Simulationen und -Visualisierung) unterstützt und überwacht. Die technischen Ansätze werden durch soziale Integration flankiert, die die Bewohnerinnen und Eigentümer aktiv einbindet. Dies steigert die Akzeptanz und legt den Grundstein für eine Energiegemeinschaft.

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

bapi70072.indd 351

351

30/07/2026 11:30:17


Aktuell

Die regulatorische Integration wird demonstriert, indem rechtliche Hindernisse identifiziert und nötigenfalls Ausnahmeregelungen (legal sandboxes) erwirkt werden. Die architektonische Integration beachtet Grundsätze der Ästhetik, Nachhaltigkeit und des Neuen Europäischen Bauhauses.

Denkmalschutz Terrassenhaussiedlung Die Terrassenhaussiedlung St. Peter in Graz ist ein herausragendes Beispiel für den Wohnungsbau der 1970er-Jahre in Österreich. Sie ist nahezu zur Gänze im Original erhalten und stellt in ihren Formen des „béton brut“ („Brutalismus“) ein authentisches Zeugnis für die Baukultur der Nachkriegsmoderne dar. In Österreich ist die Architektur des Brutalismus eng mit dem Programm des Wohlfahrtsstaates der Nachkriegsjahrzehnte verbunden. Brutalismus versteht sich als Sinnbild für eine gebaute Demokratie und als eine Utopie des sozialen Miteinanders. Ausführendes Architekturbüro der Siedlung war die „Werkgruppe Graz“, die von 1959 bis 1989 in Graz tätig war. Die Werkgruppe Graz analysierte die Herausforderungen ihrer Zeit und baute für die Zukunft. Mit der Terrassenhaussiedlung, die 1965 geplant und zwischen 1972 und 1978 errichtet wurde, sorgte die Werkgruppe Graz für Innovation im Österreichischen Wohnbau. Die Anlage ist strukturalistisch aufgebaut und nimmt Bedacht auf den aktiven sozialen Wohnzweck. Die Ausdrucksform der Nutzung spiegelt sich in der Gliederung. Das Planungskonzept ermöglichte den Wohnungseigentümer:innen eine individuelle Gestaltungsfreiheit.

Projektpartner Centro de Estudios de Materiales y Control de Obra, S.A. (CEMOSA), Fraunhofer ISE, Freiburg Universität Graz Institut für Wohnbauforschung / Institute of Housing Research, Österreich Wohnungseigentümergemeinschaft St. Peter-Hauptstraße 29–35, Graz ertex solartechnik GmbH Technological University of the Shannon, Irland Latvijas Universita− te, Riga Technologieplattform Photovoltaik TPPV, Österreich Temicon GmbH, Deutschland Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland GmbH

Bild 2

Terrassenhaussiedlung Graz, Balkonbrüstung mit Stahlrohrgeländer und orangenen Faserzementplatten (Quelle: Fraunhofer ISE)

Priedemann Fassadenberatungs GmbH, Großbeeren/Berlin Förderung Das Projekt „HeriSol“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert (FKZ 03EN1103A) und im Rahmen der CETPartnership von der Europäischen Union kofinanziert (GA N°101069750, CETP-2023-00326). Laufzeit: 12/2024–11/2027

Bild 1

Die denkmalgeschützte Terrassenhaussiedlung in Graz dient als Demonstrator und Living Lab für das Forschungsprojekt HeriSol (Quelle: Bundesdenkmalamt, Wien / Foto: Bettina Neubauer-Pregl)

Weitere Informationen: Dr. Jan-Bleicke Eggers Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) Heidenhofstr. 2 79110 Freiburg Tel. +49(0)761/4588-2067 www.ise.fraunhofer.de/de/forschungsprojekte/herisol sowie: www.bda.gv.at www.energieforschung.de

AKTUELL

Vom Meister zum Master an der Bauhaus-Universität Weimar – keep on movING! Erstmals zum Wintersemester besteht für Meister:innen und Techniker:innen in den Bereichen Bau oder Architektur die Möglichkeit, über eine Eignungsprüfung zum berufsbegleitenden Masterstudiengang „Bauphysik und energetische Gebäudeoptimierung“ an der Bauhaus-Universität Weimar zugelassen zu werden. Dafür müssen die Interessent:innen zunächst eine schriftliche Klausur erfolgreich absolvieren. Anschließend weisen Sie ihre Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten mit einer Ausarbeitung zu einem Fachthema nach. Die Vorgehensweise kann in der Eignungsprüfungsordnung nachgelesen werden, siehe Webseite des Studiengangs. Auch zur Informationsveranstaltung unter dem Motto „keep on movING“ werden

352

bapi70072.indd 352

dazu aufkommende Fragen beantwortet. Zu dieser Veranstaltung sind Berufstätige eingeladen, die berufsbegleitend ein komplettes Masterstudium oder ein Zertifikat absolvieren möchten. Mit am Start sind die Studiengänge „Bauphysik und energetische Gebäudeoptimierung“ sowie „Methoden und Materialien zur nutzerorientierten Bausanierung“. Was bedeutet es, berufsbegleitend zu studieren? Welche Inhalte werden vermittelt? Welche Vertiefungen sind möglich? Welcher Zeitaufwand ist für das Studium erforderlich? Wie kann das Studium mit Beruf und Familie vereinbart werden? Wie kann der eigene Lernweg individuell angepasst werden? Diese und weitere Fragen beantwortet die Studiengangskoordinatorin zum

Informationstag der Fernstudiengänge am 24.08.2026 von 19:00 bis 20:00 Uhr in einer Online-Veranstaltung. Der Zugang zur Online-Veranstaltung ist auf den untenstehenden Webseiten zu finden. Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist der 15.09.2026. Die Auftaktveranstaltung für die Masterstudiengänge und die Zertifikate findet am 25./26. September 2026 in Weimar statt. Weitere Informationen und Anmeldung: Dipl.-Ing. Karin Gorges, M.A. Tel. +49(0)3643/584823 E-Mail: karin.gorges@uni-weimar.de www.uni-weimar.de/elbau www.uni-weimar.de/nubau

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

30/07/2026 11:30:18


Aktuell

AKTUELL

18. EffizienzTagung klimaneutral Bauen+Modernisieren. Anpacken. Jetzt erst recht! Die diesjährige, nunmehr 18. EffizienzTagung klimaneutral Bauen+Modernisieren findet am 20. und 21. November 2026 im Hannover Congress Centrum statt. Die EffizienzTagung ist das bundesweite Branchentreffen für Expertinnen und Experten aus Energieberatung, Architektur, Planung und Qualitätssicherung und bietet: – – – – –

fachübergreifenden Austausch, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Abendveranstaltung, eine begleitende Fachausstellung, den Blick über den Tellerrand, Fortbildungspunkte: dena, IK Niedersachsen, AK Niedersachsen.

Zurzeit wird ein vielseitiges Tagungsprogramm mit praxisnahen Impulsen und interaktiven Formaten für einen offenen, fachlichen Austausch zu folgenden Themen vorbereitet: • • • • • • •

Sanierung, Denkmalschutz und Baukultur, Impulse für die Energieberatung, aktuelle Entwicklungen der Photovoltaik, Sanierungen im großen Stil (Wohnungsbaugesellschaften), kommunale Nichtwohngebäude, Wärmepumpen in der Praxis, aktuelle und künftige Energiesysteme,

•

kreislaufgerechtes Bauen und Ökobilanzierungen.

Veranstalter ist das 1981 gegründete Energieund Umweltzentrum am Deister (e.u.[z.]) zusammen mit dem 1998 gegründeten Klimaschutzfonds proKlima – Der enercity-Fonds. Weitere Informationen und Anmeldung: www.effizienztagung.de

AKTUELL

Neue Arbeitshilfen des INFORMATIONSDIENST HOLZ für bauphysikalische Themen Der Service des INFORMATIONSDIENST HOLZ beinhaltet kostenlose Veröffentlichungen in Form des Holzbau Handbuchs, der Fachregeln des Zimmererhandwerks und spezifischer Arbeitshilfen zu allen Themenbereichen von der Tragwerksplanung bis hin zu bauphysikalischen Aspekten von Baukonstruktionen. Alle Veröffentlichungen stehen auf der Homepage zum kostenfreien Download zur Verfügung. Einige neue Titel sind beispielsweise: Flachdächer in Holzbauweise (92 S.) Diese Veröffentlichung beschreibt nicht nur das technisch Machbare, sondern bewertet die verschiedenen Bauarten auch in ihren Vor- und Nachteilen, wobei ihre Fehlertoleranz eine große Rolle spielt. Darüber hinaus werden wichtige baukonstruktive Detail- und Anschlusspunkte aufgezeigt, die eine wichtige Bedingung für robuste und dauerhafte Konstruktion sind. Schallschutz im Holzbau, u.a. 1. Grundlagen und Vorbemessung (192 S.)

2. Differenzierte Flankenbewertung bei Trittschallübertragung (28 S.) 3. Bauakustik im Hybridbau – Luft- und Trittschallschutz von Gebäuden mit Wänden in Holzbauweise und Decken aus Stahlbeton (44 S.)

Praxisbeispiele und Beispielrechnungen veranschaulichen potenzielle Erleichterungen für den Holzbau.

Brandschutz bei Industriebauten (52 S.)

Ergänzungen zu DIN EN 1995-1-2 und DIN EN 1995-1-2/NA und Erweiterung des Leitfadens „Brandschutzkonzepte für mehrgeschossige Gebäude und Aufstockungen“ (Holzbau Handbuch Reihe 3, Teil 5, Folge 1)

Die Holzbauweise gewinnt auch im Industriebau zunehmend an Bedeutung. Bei der Planung von Produktions- und Lagerhallen müssen hohe Anforderungen an den Brandschutz erfüllt werden. Die Publikation erläutert die maßgeblichen bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt auf, unter welchen Voraussetzungen Industriebauten in Holzbauweise brandschutztechnisch sicher realisiert werden können. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen der Muster-Industriebau-Richtlinie (MIndBauRL) und deren Anwendung in Verbindung mit den Landesbauordnungen. Die verfügbaren Nachweisverfahren werden vorgestellt, darunter das Tabellenverfahren der MIndBauRL und das rechnerische Verfahren nach DIN 18230 zur Berücksichtigung realer Brandlasten. Auch aktuelle Entwicklungen wie „robuste Holzkonstruktionen“ sind berücksichtigt.

Leitdetails für Bauteilanschlüsse in den Gebäudeklassen 4 und 5

Die Fachberatung Holzbau des INFORMATIONSDIENST HOLZ leistet individuelle, firmenneutrale und kostenlose Hilfestellung beim Planen und Bauen mit Holz. Architekten und Ingenieure, öffentliche und private Bauentscheider, Lernende und Lehrende sowie Medienvertreter erhalten hier qualifiziert und unbürokratisch Auskunft von Holzbau-Spezialisten. Weitere Informationen und Download: Informationsverein Holz e.V. Humboldtstr. 45 40237 Düsseldorf Tel. +49(0)211/966 55 80 www.informationsdienst-holz.de/publikationen

AKTUELL

Evaluationsbericht zur Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm Die Projektförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im 7. Energieforschungsprogramm hat die Energieforschung gestärkt

und den Umbau des Energiesystems unterstützt. Das zeigt die nun veröffentlichte Begleit- und Ex-post-Evaluation der Förderaktivitäten von 2018 bis Ende

2023. Das 7. Energieforschungsprogramm trägt wesentlich zur technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation des Energiesystems bei.

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

bapi70072.indd 353

353

30/07/2026 11:30:18


Aktuell

Es stärkt die wissenschaftlich-technischen Grundlagen der Energiewende, unterstützt Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und fördert die Vernetzung zentraler Akteure. Damit schafft das Programm nach Einschätzung des Evaluationsteams langfristige Voraussetzungen zur technologischen Souveränität und zur Sicherung des Industriestandorts Deutschland. Insgesamt hat das BMWE 6499 Teilvorhaben von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren Organisationen gefördert. Die Evaluation bescheinigt dem Programm eine hohe strategische Relevanz und eine starke Ausrichtung an den energiepolitischen Zielen Deutschlands. Von der Technologieförderung zum systemischen Ansatz Die Bundesregierung hat mit dem 7. Energieforschungsprogramm die deutsche Energieforschungspolitik grundlegend weiterentwickelt. Erstmals standen nicht einzelne Technologien, sondern das Zusammenspiel von Innovationen, Marktakteuren und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Neue Förderformate wie die Reallabore der Energiewende und die Mikroprojekte haben den Blick auf den Umbau des Energiesystems als gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess erweitert. So ermöglichen die Reallabore der Energiewende das Erproben innovativer Technologien und Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen und fördern deren Skalierung und Markteinführung. Mikroprojekte haben sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als niedrigschwelliger Zugang zur Forschungsförderung bewährt.

Impulse für Innovation, Transfer und Investitionen Ebenfalls positiv hat das Evaluationsteam die Beiträge des Programms zur technologischen Innovationskraft bewertet. Dies fördert nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die vom BMWE geförderten Projekte entwickelten neue Technologien, verbesserten bestehende Lösungen und steigerten deren Technologiereife deutlich. Im Durchschnitt erhöhten die Vorhaben ihren Technologiereifegrad um mehr als zwei Stufen. Zudem leisteten sie wichtige Beiträge zur Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur Reduktion von Emissionen. Auch die wirtschaftlichen Effekte der Förderung fallen deutlich aus: Aus der Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm heraus wurden Investitionen in Forschung und Entwicklung von rund 4,9 Mrd. Euro angestoßen, davon 3,3 Mrd. Euro durch Fördermittel. Die Förderung löste zusätzliche Investitionen von 1,6 Mrd. Euro aus. Besonders bemerkenswert ist laut dem Evaluationsteam die hohe Additionalität: 70 % der Vorhaben wären ohne Förderung nicht umgesetzt worden, weitere 28 % wurden durch die Förderung erweitert oder beschleunigt. Mitnahmeeffekte spielten nur eine geringe Rolle. Weiterentwicklung des Energieforschungsprogramms Die Evaluation zeigt zudem, dass das Programm Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren gestärkt und den Wissenstransfer unterstützt hat. Die Forschungsnetzwerke Energie des BMWE haben sich hierfür als wichtige Plattformen für Austausch,

Vernetzung und die Identifikation neuer Forschungsbedarfe erwiesen. Für die Zukunft empfehlen die Gutachterinnen und Gutachter insbesondere eine noch stärkere Verzahnung von Energieforschung, Energiepolitik und Marktgestaltung, eine Beschleunigung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis sowie den weiteren Ausbau praxisnaher Förderinstrumente. Viele dieser Empfehlungen wurden bereits bei der Konzeption des aktuellen 8. Energieforschungsprogramms des BMWE berücksichtigt. Dazu zählen eine missionsorientierte Steuerung, verbesserte Governance-Strukturen, vereinfachte Verfahren, noch mehr Transparenz und ein noch größerer Fokus auf Transfer und Anwendung. Die begleitende Evaluation der Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm hat ein Team des AIT Austrian Institute of Technology, des Evaluations- und Beratungsanbieters KERLEN Evaluation und des Forschungsinstituts KMU Forschung Austria durchgeführt. Die im Herbst 2020 beauftragte begleitende Evaluation der Förderaktivitäten verfolgte das Ziel, Analysen, Reflexionen und laufende Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderung zur angewandten Energieforschung des BMWE zu entwickeln. Weitere Informationen und Antragstellung: Projektträger Jülich Tel. +49(0)2461/61-1999 E-Mail: ptj-esx-efp@ptj.de www.ptj.de www.energieforschung.de

AKTUELL

Neuer Leitfaden zur Anwendung reaktiver Brandschutzsysteme im Stahlbau Reaktive Brandschutzsysteme sind seit Jahrzehnten ein anerkanntes Mittel, um tragende Stahlbauteile im Brandfall zu schützen und erforderliche Feuerwiderstandsdauern sicherzustellen. Die Praxis zeigt jedoch, dass es bei Planung, Ausschreibung und Ausführung häufiger zu Unsicherheiten kommt. Der neue Leitfaden „Anwendung reaktiver Brandschutzsysteme im Stahlbau“ von bauforumstahl e.V., Düsseldorf, gibt dazu Hilfestellungen. Der Arbeitsausschuss Brandschutz des Deutschen Stahlbau-Verbandes DSTV hat Ende 2024 eine Ad-hoc-Gruppe eingesetzt und den aktuellen Stand der Technik struk-

354

bapi70072.indd 354

turiert zusammengeführt sowie praxisnah aufbereitet. Im Ergebnis ist der Leitfaden im Januar 2026 in 1. Auflage erschienen. Reaktive Brandschutzsysteme, auch intumeszierende Beschichtungen genannt, erhöhen den Feuerwiderstand von Stahlkonstruktionen. Im Brandfall reagieren die Beschichtungen bei erhöhten Temperaturen chemisch und schäumen auf. Dabei entsteht eine wärmedämmende Schutzschicht, die das Bauteil umhüllt und die Erwärmung des Stahls verzögert. So lassen sich die geforderten Feuerwiderstandsdauern erreichen, ohne die Sichtbarkeit der Stahlkonstruktion einzuschränken.

Auf 19 S. informiert der Leitfaden unter anderem über Zulassungs- und Dauerhaftigkeitsaspekte und erläutert die Anwendung auf typische Stahlbauteile wie Träger, Stützen, Zugglieder und Fachwerke. Ergänzt wird die Broschüre durch ein Heißbemessungsbeispiel sowie Hinweise zur Qualitätssicherung. Alle Angaben sind ausführlich referenziert und über das umfangreiche Literaturverzeichnis nachverfolgbar. Das PDF steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Weitere Informationen und Download: www.bauforumstahl.de/download-center

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

30/07/2026 11:30:18


Aktuell

AKTUELL

BACnet Plugfest 2026 testet die Zukunft vernetzter Gebäude und sichere Gebäudeautomation Das BACnet Plugfest 2026 der BACnet Interest Group Europe (BIG-EU) fand vom 10. bis 12. Juni 2026 in Prag statt und brachte mehr als 28 Unternehmen und 28 Teams aus Europa, Australien und Indien für intensiven Austausch, praxisnahe Interoperabilitätstests und internationale Zusammenarbeit zusammen.

plexere BACnet/SC-Netzwerke mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte und Systeme aufgebaut und betrieben werden konnten. Das neue Format ermöglichte wertvolle Einblicke in das Zusammenspiel moderner BACnet/SC-Architekturen und wurde von den Teilnehmern intensiv genutzt.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand insbesondere BACnet/ SC (BACnet Secure Connect). Mit der zunehmenden Bedeutung sicherer Kommunikationsstrukturen in der Gebäudeautomation konzentrierten sich viele Tests auf den Umgang mit Zertifikaten, den Zertifikatsaustausch sowie den Aufbau direkter und sicherer Verbindungen zwischen unterschiedlichen Herstellerlösungen. Entwickler und Produktspezialisten nutzten die Gelegenheit, ihre Implementierungen unter realen Bedingungen zu testen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Neben BACnet/SC standen auch die eta­ blierten Kommunikationsmedien BACnet/ IP und BACnet MS/TP auf dem Prüfstand. Zahlreiche Interoperabilitätstests sorgten dafür, dass sowohl bestehende als auch neue Technologien unter realistischen Bedingungen miteinander getestet werden konnten.

Eine besondere Neuerung stellte der erstmals eingerichtete BACnet/SCNetzwerktisch dar. Ergänzend zu den bewährten Pairing-Tests zwischen einzelnen Herstellern entstand damit eine umfangreiche Testumgebung, in der kom-

Doch das Plugfest war wieder weit mehr als eine technische Testveranstaltung: Der direkte Austausch zwischen Herstellern, Entwicklern und BACnet-Experten machte einen wesentlichen Teil des Erfolgs aus. Viele Herausforderungen konnten unmittelbar diskutiert und gemeinsam gelöst werden. Die offene Atmosphäre und das internationale Teilnehmerfeld förderten dabei nicht nur die technische Zusammenarbeit, sondern auch das persönliche Networking innerhalb der BACnet-Community. Erneut wurde gezeigt, wie wichtig herstellerüber-

greifende Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung offener Standards in der Gebäudeautomation ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sichere und interoperable BACnet/SC-Lösungen inzwischen einen festen Platz in den Entwicklungsstrategien vieler Unternehmen einnehmen. Die BACnet Interest Group Europe (BIGEU) fördert die Anwendung des weltweit führenden BACnet-Kommunikationsstandards ISO 16484-5 in der Gebäudeautomation und Sicherheitstechnik in Europa. Sie wurde 1998 von 18 Unternehmen der Gebäudeautomation gegründet und zählt heute über 120 Mitglieder aus allen Regionen Europas sowie Australien und Nordamerika. Die Ziele der BIG-EU sind die Wahrnehmung europäischer Interessen bei der weiteren Entwicklung und Anwendung des BACnet-Standards – insbesondere in Hinblick auf Energieeffizienz und die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks im Gebäudesektor. Dies geschieht im engen Informationsaustausch mit dem für BACnet zuständigen ASHRAE-Ausschuss „SSPC 135“ sowie mit der weltweiten BACnetGemeinschaft. Weitere Informationen: www.big-eu.org

AKTUELL

Fortbildung für Energieberater für Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz Die Propstei Johannesberg gGmbH bietet im 3. und 4. Quartal 2026 wieder zahlreiche Seminare zur Fortbildung für Energieberater im Bereich Gebäudebestand unter Denkmalschutz an, dabei spielen stets auch bauphysikalische Themen eine bedeutende Rolle. Dies sind zum Beispiel: –

Energieberater/in für Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz – Grundmodul. Beginn: 21. September 2026; 4 Seminarblöcke bis zum 11. November 2026 zu den Themenfeldern ǀ Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz ǀ Möglichkeiten der Förderung ǀ Rechtliche Rahmenbedingungen ǀ Bewertung des historischen Bestandes – Bauphysikalische Anamnese ǀ Werkzeuge und Methoden (systemische Betrachtung) – Gebäude und Quartiere

ǀ

–

–

–

–

Konzeption denkmalverträglicher Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ǀ Denkmalspezifisches Planungs- und Instandsetzungskonzept ǀ Ausführungspraxis Energieberater/in für Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz – Aufbaumodul Nichtwohngebäude. 1. bis 4. Dezember 2026 Fachseminar für Planende und Ausführende im historischen Bestand: Ausgewählte historische Bauten und ihre Konstruktion: Europäische Baugeschichte und ihre Stilformen. 24. bis 25. September 2026 Holzschutz vs. Denkmalschutz – Die DIN 68800 und ihre Anwendung in historischem Bestand. 26. Oktober 2026 Fachseminar für Planende und Ausführende im historischen Bestand: Instandsetzung von historischem Mauerwerk. 12. bis 13. November 2026

Quelle: Propstei Johannesberg gGmbH

Weitere Informationen und Anmeldung: Propstei Johannesberg gGmbH Fortbildung in Denkmalpflege und Altbauerneuerung Propsteischloss 2 36041 Fulda Tel. +49(0)661/941813-0 E-Mail: info@propstei-johannesberg.de www.propstei-johannesberg.eu

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

bapi70072.indd 355

355

30/07/2026 11:30:18


Aktuell / Veranstaltungskalender

Kongresse – Symposien – Seminare – Messen Termin und Ort

Veranstaltung

Auskünfte und Anmeldung

09.–12.08.2026, Adelaide/ Australien

55. International Congress and Exposition on Noise Control Engineering

https://internoise2026.org/

27.08.2026, Springe-Eldagsen

LCA in der Planungspraxis – Ökobilanzierung verstehen, anwenden, berechnen

https://www.e-u-z.de/seminar_-span-stylecolor-ff0000-neu-span-lca-in-der-planungspraxis_1337615.html#seminar

02.09.2026, online

Bautechnik für Baujuristen: Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft

https://www.dg-baurecht.de/portfolio/ bautechnik-fuer-baujuristen-02-09-2026/

02.–03.09.2026, Weimar

NEW bauhaus FESTIVAL 2026 – KI, Robotik und interdisziplinäre Ansätze

https://www.new-bauhaus.de/

08.–12.09.2026, Graz/Österreich

forum acusticum 2026

https://forum-acusticum.org/fa2026/

09.–11.09. 2026, Zürich/Schweiz

11. BauSIM Konferenz der IBPSA D-A-CH

https://www.zhaw.ch/de/engineering/ institute-zentren/icp/bausim2026

14.–18.09.2026, Freiburg

Eurosun 2026 – SES and IEA SHC International Conference on Sustainable and Solar Energy for Buildings and Industry

https://www.eurosunconference.org/

16.–18.09.2026, Weimar

22. Internationale Baustofftagung – ibausil

https://www.uni-weimar.de/de/bau-und-umwelt/ institute/fib/ibausil/

17.–18.09.2026, Bielefeld

42. Deutscher Stahlbautag

https://deutscher-stahlbautag.com/

25.–26.09.2026, Mainz

BVPI Arbeitstagung 2026 – 100 Jahre Prüfingenieur

https://efi-events.de/event/view/4a07d27e-97734d9a-92a0-76a9b34c65b5

29.09.–30.09.2026, Frankfurt a. M.

Rechenzentrumsbetrieb 360° – Kühlung, Regulatorik, Energieeffizienz und technologische Entwicklungen

https://cci-dialog.de/produkt/rechenzentrumsbetrieb-360/

29.09.2026, Braunschweig

Symposium Heißbemessung

https://www.brandschutztage.info/

30.09.–01.10.2026, Braunschweig

Braunschweiger Brandschutztage 2026 – 40. Fachtagung Forschung und Praxis

https://www.brandschutztage.info/

30.09.–02.10.2026, Essen

8th TensiNet Symposium 2026 & 7th Essener Membranbau Symposium 2026

https://www.uni-due.de/iml/tensinet-ems2026. php

01.10.2026, Wien/Österreich

13. BauphysikerInnen-Treffen

http://akustik.at/BPT/bpt2026

07.–08.10.2026, Köln

19. Europäischer Kongress (EBH) Effizientes Bauen https://www.forumholzbau.com/EBH/ mit Holz im urbanen Raum

07.–08.10.2026, Rosenheim

Rosenheimer Fenstertage

https://www.ift-rosenheim.de/rosenheimer-fenstertage

13.–15.10.2026, Berlin

gedatec 2026 Fachmesse für Gebäudetechnik

https://www.gedatec.berlin/de

14.10.2026, Planegg bei München

Immissionsschutz auf Baustellen

https://www.mbbm-ind.com/de/veranstaltungen/ seminar-immissionsschutz-auf-baustellen

14.–16.10.2026, Hamburg

14. Europäisches Holzwerkstoff-Symposium

https://www.european-wood-based-panel-symposium.org/frontend/index.php

12.–14.11.2026, Travemünde

36. Hanseatische Sanierungstage 2026

https://hanseatische-sanierungstage.de/

17.–18.11.2026, Berlin

19. DEGA-Symposium „Anerkannte Regeln der Technik in Bau- und Raumakustik“

https://www.dega-akustik.de/19-symposium

18.–19.11.2026, Ostfildern

Symposium „Bauwerke & bauliche Infrastruktur im KRITIS-Kontext“

https://www.tae.de/weiterbildung/bauwesen/ bautenschutz-bausanierung/bauwerke-und-bauliche-infrastruktur-im-kritis-kontext/

20.–21.11.2026, Hannover

EffizienzTagung klimaneutral Bauen + Modernisieren

https://effizienztagung.de/

27.11.2026, Stuttgart

Bauphysikertreffen 2026

https://www.hft-stuttgart.de/bauphysik/ veranstaltung/bauphysikertreffen-2026

02.–04.12.2026, Innsbruck/ Österreich

30. Internationales Holzbau-Forum (IHF) Aus der Praxis – Für die Praxis

https://www.forumholzbau.com/IHF/

11.–15.01.2027, München

BAU 2027

https://bau-muenchen.com/de/messe/

25.–26.02.2027, Offenburg

GeoTHERM 2027

https://www.geotherm-offenburg.de/de/besucher

08.–11.03.2027, Darmstadt

DAGA 2027 – 53. Jahrestagung für Akustik

https://www.daga2027.de/

356

bapi70072.indd 356

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

30/07/2026 11:30:18


Aktuell / Veranstaltungskalender

18.–19.03.2027, Hamburg

Deutscher Bautechnik-Tag 2027

https://bautechniktag.de/

02.–03.04.2027, Innsbruck/ Österreich

29. Internationale Passivhaustagung

https://passivhaustagung.de/de/

22.–23.04.2027, Friedrichshafen

Branchenkongress KIT 2027 Klimaangepasstes Bauen im Fokus. Fachverbände Stuckateure für Ausbau und Fassade (SAF) sowie Glas-FensterFassade

https://www.stuck-verband.de/branchenkongress-kit-am-22-und-23-april-2027/

28.06.–02.07.2027, Turin/Italien

9th International Congress on Construction History 2027

https://constructionhistorygroup.polito.it/icch/

29.08.–01.09.2027, Wien/ Österreich

International IBPSA Building Simulation Conference

https://ibpsa.org/conferences/

09.–10.09.2027, London/UK

18th IVIS International Conference on Vacuum & Advanced Thermal Insulations (IVIS2027)

https://vipa-international.org/international-vacuum-insulation-symposium/

29. Internationale Passivhaustagung

https://passivhaustagung.de/de/

International Building Physics Conference IBPC 2027

https://ibpc2027.org/call-for-abstracts/

Call for Papers 02.–03.04.2027, Innsbruck/ Österreich Call for Abstracts 19.–22.04.2027, Wellington/ Neuseeland

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

bapi70072.indd 357

357

30/07/2026 11:30:18


Nabil A. Fouad (Hrsg.)

Bauphysik-Kalender 2026 Schwerpunkte: Energieeffiziente Gebäude; Kommentare DIN/TS 18599

-

aktuelle Kommentare zu den überarbeiteten Normteilen von DIN/TS 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“

2026

Beispiele für Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung von Gebäuden, auch unter ­Denkmalschutz Energieeffiziente Gebäude Kommentare DIN/TS 18599

Der Bauphysik-Kalender ist ein Kompendium für die richtige Umsetzung bauphysikalischer Schutzfunktionen mit Normenüberblick und -kommentierung, Materialdaten, Berechnung und Nachweisführung sowie praxisgerechten konstruktiven Lösungen auf den Gebieten Wärme- und Feuchteschutz, Schallschutz sowie Brandschutz. 2026 · 608 Seiten · 250 Abbildungen · 200 Tabellen Hardcover

DIN/TS 18599 praxisnah erklärt – aktuelle Norm, Gebäudeautomation und S ­ anierungslösungen für energie­ effiziente Gebäude

978-3-433-03475-0

€ 159*

Fortsetzungspreis

€ 139*

JETZT BESTELLEN www.ernst-und-sohn.de/3475

* Der €-Preis gilt ausschließlich für Deutschland. Inkl. MwSt.

1579.indd 11

08.06.2026 13:19:26


Chefredakteurin

© Ernst & Sohn

Die Zeitschrift „Bauphysik“ veröffentlicht Beiträge aus den Bereichen Wärme, Feuchte, Schall, Brand, Stadtklima sowie energiesparendes Bauen und Raumklima mit besonderem Bezug auf die bauphysikalischen Grundlagen, auf innovative Lösungen bei Berechnung, Konstruktion und Ausführung und damit im Zusammenhang stehende Fragestellungen. Verlag Ernst & Sohn GmbH, Rotherstraße 21, D-10245 Berlin Tel.: +49 (0)30/47031-200, Fax +49 (0)30/47031-270 info@ernst-und-sohn.de, www.ernst-und-sohn.de Amtsgericht Charlottenburg HRB 237294 B Persönlich haftender Gesellschafter: WILEY-VCH GmbH, Weinheim Amtsgericht Mannheim: HRB 736569 Geschäftsführung: Dr. Guido F. Herrmann, Franka Stürmer Steuernummer: 47020/34142, Umsatzststeueridentifikationsnummer: DE 813496225

Fachbeirat

© Privat

Fachbeirat apl. Prof. Dr. rer. nat. Svenja Carrigan, RPTU Kaiserslautern-Landau, Kaiserslautern Univ.-Prof. Dr.-Ing. Nabil A. Fouad, Leibniz Universität Hannover, Hannover Prof. Dr.-Ing. habil. Runa Tabea Hellwig, TU Berlin, Berlin Prof. Dr. rer. nat. Oliver Kornadt, RPTU Kaiserslautern-Landau, Kaiserslautern Prof. Dr.-Ing. Philip Leistner, Universität Stuttgart, Stuttgart Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Andreas Wagner, KIT Karlsruhe, Karlsruhe

Dipl.-Ing. Claudia Ozimek Ernst & Sohn GmbH claudia.ozimek@wiley.com Tel: +49 (0)30/47031-262

apl. Prof. Dr. rer. nat. Svenja Carrigan RPTU Kaiserslautern-Landau, Kaiserslautern

Verantwortliche Chefredakteurin Dipl.-Ing. Claudia Ozimek Tel.: +49 (0)30/47031-262, claudia.ozimek@wiley.com Ernst & Sohn GmbH, Rotherstraße 21, D-10245 Berlin Project Manager Sylvia Rechlin Tel.: +49 (0)30/47031-388, srechlin@wiley.com

© Privat

Impressum

Prof. Dr. rer. nat. Oliver Kornadt RPTU Kaiserslautern-Landau, Kaiserslautern

Einzelheft-Verkauf: cs-germany@wiley.com Schnelleinstieg: www.wileycustomerhelp.com bzw.: http://olabout.wiley.com/WileyCDA/Section/id-397205.html Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsanlagen, verwendbare Sprache übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk oder Fernsehsendung bleiben vorbehalten. Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder Gebrauchsnamen, die in der Zeitschrift veröffentlicht werden, sind nicht als frei im Sinne der Markenschutz- und Waren­ zeichen-Gesetze zu betrachten, auch wenn sie nicht eigens als geschützte Bezeichnungen gekennzeichnet sind.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Nabil A. Fouad Leibniz Universität Hannover, Hannover

Prof. Dr.-Ing. habil. Runa T. Hellwig TU Berlin, Berlin

Prof. Dr.-Ing. Philip Leistner Universität Stuttgart, Stuttgart

© Bernd Seeland

Kunden-/Leserservice Wiley-VCH Kundenservice für Ernst & Sohn, Boschstraße 12, D-69469 Weinheim Tel.: +49 (0)8001800536 (innerhalb Deutschlands) Tel.: +44 (0)1865476721 (außerhalb Deutschlands), Fax: +49 (0)6201/606184

© Privat

Sonderdrucke Verkauf: Janette Seifert, Tel.: +49 (0)30/47031-292, janette.seifert@wiley.com Techn. Herstellung: Petra Franke, Tel.: +49 (0)30/47031-279, petra.franke@wiley.com

© Privat

Ad Sales Manager Mareen Beu, Tel.: +49 (0)30/47031-249, mareen.beu@wiley.com Ernst & Sohn GmbH (Adresse s. oben) Verantwortliche i.S.d. § 7 Abs. 2, S. 3 Berliner Pressegesetz

© Fraunhofer IBP

Verantwortliche Redakteure Produkte und Objekte Sandra Berhold, Fabian Hesse Tel.: +49 (0)30/47031-121, presse@ernst-und-sohn.de, Ernst & Sohn GmbH (Adresse s. oben)

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Andreas Wagner KIT Karlsruhe, Karlsruhe

Hinweise zu Manuskripten: www.ernst-und-sohn.de/hinweise-für-zeitschriftenautorinnen-und-zeitschriftenautoren Aktuelle Bezugspreise Die Zeitschrift „Bauphysik“ erscheint mit 6 Ausgaben pro Jahr. Neben „Bauphysik print“ steht „Bauphysik online“ im PDF-Format über den Online-Dienst Wiley Online Library im Abonnement zur Verfügung. Jahresabonnement

print

print + online

Deutschland

522 €

652 €

Alle Preise sind Nettopreise. Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. Es kann jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Bezugsjahresendes schriftlich gekündigt werden. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Bezugsjahr ohne weitere schriftliche Mitteilung. Spezielle Angebote und Probeheftanforderungen unter: www.ernst-und-sohn.de Studentenpreise, Staffelpreise, Mitgliederpreise und Preise in anderen Währungen auf Anfrage. Die Preise sind gültig bis 31. August 2027. Irrtum und Änderungen vorbehalten. Bei Änderung der Anschrift eines Abonnenten sendet die Post die Lieferung nach und informiert den Verlag über die neue Anschrift. Wir weisen auf das dagegen bestehende Widerspruchsrecht hin. Wenn der Bezieher nicht innerhalb von 2 Monaten widersprochen hat, wird Einverständnis mit dieser Vorgehensweise vorausgesetzt. Bauphysik, ISSN 0171-5445, is published bimonthly. US mailing agent: SPP, PO Box 437, Emigsville, PA 17318. Periodicals postage paid at Emigsville PA. Postmaster: Send all address changes to Bauphysik, John Wiley & Sons Inc., C/O The Sheridan Press, PO Box 465, Hanover, PA 17331. Satz: Druck:

Aptara, A-37, Sector-60, Noida, Uttar Pradesh - 201301, India Westermann Druck Zwickau GmbH, Crimmitschauer Straße 43, D-08058 Zwickau

Gedruckt auf säurefreiem Papier. © 2026, Ernst & Sohn GmbH, Berlin

Beilagenhinweis

Ernst und Sohn GmbH, 10245 Berlin

Bauphysik 48 (2026), Heft 4

BAPI-48-4_Impressum.indd 293

08/07/2026 13:01:33


Vorschau 5/26 Zum Bild Im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen sind Gebäude notwendig, die emissionsarm in Herstellung und Betrieb sind und gleichzeitig einen guten sommerlichen Wärmeschutz bieten, weshalb Gebäude aus ökologischen Baustoffen mit hohen thermischen Speichermassen besonders geeignet erscheinen. In diesem Beitrag wird der sommerliche Wärmeschutz der Holz-Strohballenbauweise anhand von dynamisch-thermischen Simulationen und experimentellen Untersuchungen in einer Doppelklimakammer untersucht und bewertet. Die untersuchte Bauweise ist ein nichtlasttragender Strohbau, bestehend aus einem Tragwerk in Holzrahmenbauweise und einer Ausfachung aus Baustrohballen, welche gleichzeitig als Dämmung dient. Das Bild zeigt eine Testfläche im Versuchsaufbau. (Foto: Felix Peter, HAWK Hildesheim). (aus: Peter, F.; Schäfers, M.; Deck, M. (2026) Sommerlicher Wärmeschutz der Holz-Strohballenbauweise – dynamischthermische Simulation und experimentelle Validierung. Bauphysik 48, H. 5)

Daniel Plörer, Sascha Hammes, Julian Huber, Silvia Öttl, Rainer Pfluger Analyse vertikaler CO2-Gradienten der Raumluft in Bildungsstätten mit natürlicher und mechanischer Lüftung Christopher Diehl, Jonas Bachert, Svenja Carrigan, Niklas Erdmann, Dorina Strieth, Kristin de Payrebrune, Kai Nikolaus, Sergiy Antonyu Bauphysikalische und strukturanalytische Untersuchung von Bio-Sandsteinen Felix Peter, Martin Schäfers, Meike Deck Sommerlicher Wärmeschutz der Holz-Strohballenbauweise – dynamisch-thermische Simulation und experimentelle Validierung Maha Fguiri, Ali Fguiri, Mohamed-Razak Jeday, Zouhaier Mehrez Einfluss der Lamellenbreite von Jalousien auf die Wärmeübertragung und die natürliche Belüftung in Doppelfassaden Jan Krüger, Nadine Wüstemann, Andreas Ruff, Berndt Zeitler Zur Akustik und Energieeffizienz von Wandlüftern mit Wärmerückgewinnung Alexander Sieh, Matteo Maukner, Azra Korjenic Kalibrierung elektrischer Widerstandsmessungen zur Feuchtegehaltsbestimmung bei Sperrholzplatten (Änderungen vorbehalten)

bapi70074.indd 360

25/07/2026 11:39:53


Bundesingenieurkammer (Hrsg.)

Ingenieurbaukunst 2027 Made in Germany

-

Die innovativsten Projekte von Bauingenieur:innen aus Deutschland – kuratiert vom Beirat

INGENIEURBAUKUNST 2027 MADE IN GERMANY

Einblicke in Planung, Herausforderungen und technische Neuerungen des Bauens Impulsgeber für die Zukunft des Planens und Bauens durch Leuchtturmprojekte weltweit

Das Buch diskutiert die Transformation des Bauens und zeigt aktuelle Bauwerke von Ingenieur:innen aus Deutschland. Herausgegeben von der Bundesingenieurkammer werden hier die Leistungen des deutschen Bauingenieurwesens dokumentiert. 11 / 2026 · ca. 188 Seiten · ca. 440 Abbildungen Softcover 978-3-433-03502-3

Die Ingenieurleistungen hinter bedeutenden Bauwerken und großer Architektur unserer Zeit.

ca. € 49,90*

Bereits vorbestellbar. Das Symposium zum Buch Ingenieurbaukunst – Design for Construction www.ingd4c.org

JETZT BESTELLEN www.ernst-und-sohn.de/3502

* Der €-Preis gilt ausschließlich für Deutschland. Inkl. MwSt.

27/07/26 4:20 PM


Bauphysik

48. Jahrgang (2026) Heft 4

BAPI_48_4_cover.indd 1


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
online-issue-current-bapi by ernst-und-sohn - Issuu