– Effizienz und Behaglichkeit von Wärmeenergie und Potentiale akkubetriebener Wärmekleidung in Innenräumen
Lüftungsdaten in Schulgebäuden – CO2-Aufnahme von Betonbauteilen Bewertung von dezentralen Kühlsystemen (PECS)
– Ökobilanzielle Bewertung von Wohnbauten – Teil 1: Erreichbarkeit der KfW-Anforderungen „Klimafreundlicher Neubau“
Arbeitsplatzbezogene Deckenventilatoren für thermischen Komfort Einfluss der Baukonstruktion auf sommerliche Innentemperaturen
– Wärmedämmverbundsysteme mit Holzfaserdämmplatten
Bemessungsverfahren für sommerlichen Wärmeschutz mit KI Vergleich von Verfahren gegen Überhitzung in Wohngebäuden
– Optimierung des Trittschallschutzes von Holzbalkendecken in Gründerzeithäusern – Teil 2: Deckenaufbau und Flankenübertragung
Transformer-basierte KI für Vorhersage von Energiebedarfen Gedanken und Fakten zur energetischen Sanierung
– Kombinierter Einsatz einer PV- und KWE-Anlage bei einem Wohngebäude mit Elektroauto
In-situ-Bewertung von Wärmebrücken mittels Thermografie
Effekte von Schutzverglasungen in historischen Großkirchen Thermische Gebäudesimulation in der universitären Lehre
Zum Titelbild: Das Nürnberger Herrenschießhaus mit seinem Fachwerkspeicher von 1441 und dem Renaissancebau von 1582/83 wird bis 2027 in ein modernes Kinder- und Jugendhaus umgewandelt. Auf der historischen Bausubstanz einen neuen, leichten und stabilen Bodenaufbau zu schaffen, der gleichzeitig brandschutzkonform ist und wärmedämmend wirkt, war eine der zentralen Anforderungen bei der Sanierung. Die Lösung bot Liapor-Leichtbeton, der als innovativer Baustoff hier Denkmalschutz, Statik, Brandschutz und Bauphysik zusammenbringt (Planung: Gumbrecht Architekten BDA GmbH).
(Foto: Oliver Heinl/heinl-foto.de)
Meldung siehe S. A4
48. Jahrgang
Februar 2026, Heft 1 ISSN 0171-5445 (print)
ISSN 1437-0980 (online)
Peer-reviewed journal
Die Bauphysik ist im Journal Citation Report von Clarivate Analytics (vormals Thomson Reuters), sowie bei Scopus von Elsevier gelistet.
Impact Faktor 2024: 0,3
CiteScore 2024: 0,7
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Inhalt Bauphysik 1/26
AUFSÄTZE
Verena Stutrucker, Jens Knissel 9 Messdaten zur Lüftung in einem Schulgebäude zeigen CO2-Aufnahme von Betonbauteilen
Sabine Hoffmann, Monica Martins Pinto, Stefan Spies 17 Bewertung von dezentralen Kühlsystemen (PECS) im Rahmen des sommerlichen Wärmeschutzes
Tjado Voß, Karsten Voss 27 Arbeitsplatzbezogene Deckenventilatoren zur Verbesserung des thermischen Komforts im Sommer
Kai Schild
38 Einfluss der Baukonstruktion auf das sommerliche Temperaturverhalten von Innenräumen
Jakob Herz, Svenja Carrigan, Oliver Kornadt, Christoph Beecken 47 Bemessungsverfahren für den sommerlichen Wärmeschutz unter Verwendung von KI-Methoden
Runa T. Hellwig, Lutz Dorsch 56 Vergleich von Verfahren im D-A-CH-Raum zur Vermeidung von Überhitzung in Wohngebäuden
Mario Vukadinovic
73 Transformer-basierte KI für die integrative Vorhersage thermischer Komfort- und Energiebedarfe
Swen Klauß
81 Wie geht’s, altes Haus? Gedanken und Fakten zur energetischen Sanierung
Mara Geske, Benjamin Standecker, Conrad Völker 91 Qualitative und quantitative In-situ-Bewertung von Wärmebrücken mittels Thermografie: Validierung durch NTC-Messungen und thermische Simulation
Tanja Skottke, Johannes Schubert, Wolfgang M. Willems 101 Effekte von Schutzverglasungen in historischen Großkirchen am Beispiel des Domes St. Viktor in Xanten
Isabel Miño Rodríguez, Isil Kalpkirmaz Rizaoglu, Andreas Wagner, Karsten Voss
109 Gebäudesimulation in der Architekturausbildung –Erfahrungen aus der universitären Lehre 122 BAUPHYSIK aktuell 125
Produkte & Objekte
sanierung herrenschießhaus Nürnberg: leichtbeton
Bild 1 Das Nürnberger Herrenschießhaus mit seinem Fachwerkspeicher von 1441 und dem Renaissancebau von 1582/83 wird bis 2027 in ein modernes Kinder- und Jugendhaus umgewandelt.
Auf historischer Bausubstanz einen neuen, leichten und stabilen Bodenaufbau zu schaffen, der gleichzeitig brandschutzkonform ist und wärmedämmend wirkt – dies war eine der zentralen Anforderungen bei der sanierung des Nürnberger herrenschießhauses. die lösung bot liapor-leichtbeton, der als innovativer Baustoff hier denkmalschutz, statik, Brandschutz und Bauphysik zusammenbringt.
Es ist schon ein außergewöhnliches Gebäudeensemble, das Nürnberger Herrenschießhaus mit seinem 1441 errichteten Fachwerkstrakt und dem Renaissancebau von 1582/83. Entsprechend komplex gestalteten sich die Anforderungen bei der Sanierung des Gebäudes, und zwar insbesondere bei der sanierten Holzbalkendecke im ersten Obergeschoss des Fachwerkbaus sowie über dem Gewölbe
Bild 2 Der Liapor-Leichtbeton punktet hier mit geringem Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit, Nichtbrennbarkeit und Wärmedämmung.
als lösung für
den denkmalschutz
der Säulenhalle. „In beiden Bereichen ging es darum, das historische Tragwerk zu entlasten und einen neuen, leichten und stabilen Bodenaufbau zu schaffen“, erläutert Architektin Rebecca BogischSeßler von Gumbrecht Architekten BDA GmbH. „Bei der Holzbalkendecke lag der Fokus zusätzlich auf der strikten Einhaltung der Brandschutzvorschriften. Auf dem Pfeilergewölbe musste auch eine wirksame Wärmedämmung realisiert werden.“ Die Wahl fiel auf Liapor-Leichtbeton LC20/22D1.6, der diese Anforderungen in einem System vereint.
technische Eigenschaften entscheiden
„Ausschlaggebend war das Zusammenspiel von geringem Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit, seiner brandschutzkonformen Nichtbrennbarkeit und seiner wärmedämmenden Wirkung“, so die Architektin. „Liapor-Leichtbeton bringt hier Denkmalschutz, Statik, Brandschutz und Bauphysik ideal zusammen.“ Weiterer Pluspunkt: Der rein mineralische Charakter des Baustoffs passt perfekt zur historischen Bausubstanz und garantiert eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren.
Präzisionsarbeit im Balkenfeld
Die praktische Umsetzung demonstriert die Praxisvorteile: Im Juli 2024 wurden 12 m 3 Liapor-Leichtbeton mittels Betonpumpe in den ersten Stock befördert und über eine 25 m lange Gummischlauchleitung präzise zwischen den historischen Balken eingebracht. Michael Weber von der ausführenden Projektbau Matthias Regner GmbH beschreibt die Arbeiten: „Hingepumpt, verteilt, mit der Rüttelflasche verdichtet und abgezogen – und zwar auf den halben Zentimeter genau. Jedes Balkenfeld erhielt seine individuell abgestimmte Höhe.“ Spezielle Schubverbinder in den Balken gewährleisteten einen kraftschlüssigen Verbund und verhinderten Risse an den Kontaktstellen zum historischen Holz. Den oberen Abschluss bildet ein Trockenestrich, der das historische Tragwerk zusätzlich schützt und stärkt.
Bild 3 Auf dem Kreuzgewölbe der Säulenhalle entlastet der Liapor-Leichtbeton die historische Bausubstanz um rund 7,2 t.
(Foto: Oliver Heinl/heinl-foto.de)
(Foto: Cemex Beton GmbH)
(Foto: Oliver Heinl/heinl-foto.de)
Gewichtsreduzierung auf dem Gewölbe
Über dem Kreuzgewölbe der Säulenhalle erreichte der Leichtbeton eine Gewichtsersparnis von 7,2 t bei 9 m 3 verbautem Material. Die Trockenrohdichte von Liapor-Leichtbeton mit 1,6 t/m³ statt 2,4 t/m³ bei Normalbeton entlastete die historische Bausubstanz signifikant. Panagiotis Leontiou von der Cemex Deutschland AG, die den Liapor-Leichtbeton herstellte und lieferte, erklärt die Besonderheit der Verarbeitung: „Um Verstopfungen in der Schlauchleitung zu vermeiden, wurde der Blähton vorgenässt. Das verhinderte, dass die Liapor-Gesteinskörnung während des Pumpvorgangs Wasser aus der Betonmatrix entzieht und die Konsistenz dadurch zu steif wird.“ Dies sicherte die problemlose Verarbeitung des LiaporLeichtbetons, auf dem Gussasphalt als abschließende Verschleißschicht folgt.
Effizienter
hohes Einsatzpotenzial
Architektin Rebecca Bogisch-Seßler resümiert: „Wir sind sehr zufrieden mit Liapor-Leichtbeton. Er ist äußerst vielseitig, erfüllt alle hier gestellten Anforderungen und eignet sich damit hervorragend für die Sanierung historischer Objekte.“ Die Arbeiten im Her renschießhaus zeigen modellhaft, wie innovative LeichtbetonLösungen die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude auch unter komplexen Rahmenbedingungen ermöglichen. Bis Anfang 2027 entsteht hier ein modernes Kinder- und Jugendhaus, das historische Substanz mit zukunftsweisender Nutzung verbindet.
www.liapor.com
randverbund für denkmalgeschützte Fenster: schulanlage lavater in Zürich verbindet energetische sanierung, architektonisches Erbe und neue Nutzungsperspektiven
mit der Instandsetzung und Erweiterung der schulanlage lavater wurde ein bedeutender Zeitzeuge der Zürcher schulhausarchitektur für kommende Generationen fit gemacht. das Gebäudeensemble von 1896/97, entworfen von stadtbaumeister Gustav Gull im stil des Zürcher landesmuseums, ist ein gelungenes Beispiel für den sensiblen umgang mit historischer substanz und moderner technik. Ein besonderes Augenmerk galt der sanierung der historischen Fenster, die von der holzmanufaktur sWIss AG, Partnerfirma der holzmanufaktur rottweil, denkmalgerecht überarbeitet wurden – mit moderner Isolierverglasung und dem leistungsfähigen Warme kanteAbstandhalter swisspacer ultimate im randverbund.
Die denkmalgeschützte Schulanlage Lavater in Zürich ist ein historischer Zeitzeuge für den Typenwandel im Schulhausbau im ausgehenden 19. Jahrhundert. In enger Abstimmung mit der städtischen Denkmalpflege erfuhr das Gebäudeensemble eine behutsame Transformation zu einer modernen Ganztagsschule und wurde baulich und energetisch instandgesetzt.
Architektonisches Konzept – zwischen Geschichte und Zukunft Neben der energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle verfolgte das Sanierungskonzept von neff neumann architekten aus Zürich die funktionale und gestalterische Weiterentwicklung der Anlage. Die Schule wurde auf einen zeitgemäßen Tagesschulbetrieb mit zwölf Sekundarklassen ausgelegt. Die ehemalige Einfachturnhalle wurde zum Forum Lavater – einem lichtdurchfluteten Verpflegungs- und Mehrzweckgebäude – umgebaut, während unter dem Pausenplatz eine neue unterirdische Doppelsporthalle entstand, die außerhalb der Unterrichtszeiten auch dem Vereinssport zur Verfüg ung steht.
Alte raumkonzeption im neuen licht
Im historischen Hauptgebäude wurden Barrierefreiheit, Raumakustik und Belichtung gezielt verbessert, ohne die ursprüngliche Raumstruktur aufzugeben. Dabei spielte die Wiedergewinnung der architektonischen Qualitäten aus der Erbauungszeit eine zentrale Rolle. Die räumliche Struktur der Schulzimmer wurde grundsätzlich beibehalten. Die raumprägende Mittelzone mit Erschließung und Sanitärräumen jedoch wurde gestalterisch differenziert – zum Beispiel durch keramische Wandflächen, die an historische Ele -
Bild 1 Instandsetzung und Erweiterung fügen sich sensibel ins historische Ensemble und stärken dessen gestalterische Wirkung.
mente erinnern. Dank raumhoher Verglasungen mit Holzrahmen erhalten die Korridorzonen und Gruppenräume nun viel Licht und ermöglichen flexible Nutzungen – stets in Anlehnung an die klare Raumlogik Gustav Gulls.
Neu gestaltete Außenflächen
Auch im Außenraum griff die Planung das architektonische Gefüge des Bestands auf. Der Pausenplatz wird durch die beiden historischen Schulgebäude und eine von Bäumen gesäumte Umfassungsmauer räumlich gefasst. Drei neue, unterschiedlich hohe Betondächer setzen einen zurückhaltenden Kontrapunkt zur markanten Arkade mit dem Schuleingang und dem asymmetrisch gesetzten Risalit. Die Gestaltung der Außenanlagen folgt dem ökologischen Leitbild mit hitzemindernden Maßnahmen, Strukturen, die die Biodiversität fördern und einer Öffnung des Schulareals für die Quartierbevölkerung. Das Konzept von neff neumann architekten wurde 2017 im selektiven Planerwahlverfahren der Stadt Zürich mit dem 1. Preis ausgezeichnet – eine Würdigung für die architektonische Präzision im Umgang mit dem Bestand und dessen Weiterentwicklung.
Bild 2 Dreh- und Angelpunkt der Anlage: Die markante Arkade und der asymmetrisch gesetzte Risalit setzen den architektonischen Auftakt zur Schulanlage Lavater.
Energieeffizienz und technische Weitsicht
Die Schulgebäude werden heute vollständig aus erneuerbaren Quellen versorgt: Eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach und eine durch Geothermie gespeiste Wärmepumpe decken den gesamten Energiebedarf. Zur Verbesserung der Raumluftqualität und -temperatur wurde das historische Lüftungssystem der Klassenzimmer reaktiviert. Die Lüftung erfolgt mechanisch in den originalen Ventilationszügen. Die hohe energetische Qualität zeigt sich nicht nur in der Versorgungstechnik, sondern auch in zahlreichen baulichen Details. Besonders die denkmalgerechte Fenstersanierung steht exemplarisch für den sensiblen Umgang mit historischer Substanz und moderner Technologie.
Bild 3 Die eingesetzten Glasrahmenelemente lassen Tageslicht tief in die Flurzone und schaffen klare, zurückhaltende Übergänge im denkmalgeschützten Schulbau.
Detleff Schermer, Eric Brehm (Hrsg.)
Mauerwerk-Kalender 2025
Schwerpunkte: Aspekte der Nachhaltigkeit
- klimaeffizientes und nachhaltiges Bauen mit Mauerwerk - praktische Lösungen der Umsetzung nachhaltiger Projekte unter Einsatz von Mauerwerk
- Stand der Technik für zweischaliges Verblendmauerwerk
Das Nachschlagewerk zum Mauerwerksbau behandelt in seinem 50. Jahrgang verschiedene Aspekte des Nachhaltigen Bauens mit Mauerwerk. Verschiedene Methoden zur Erreichung von nachhaltigen Gebäuden, auch im Entwurf, werden vorgestellt.
* Der €-Preis gilt ausschließlich für Deutschland, inkl. MwSt.
(Fotos:
Swisspacer)
Fensterverglasung mit Weitblick – im historischen kontext
Bei der Instandsetzung der historischen Sandsteinfassade wurden die originalen Fenster sorgfältig ertüchtigt und mit neuer Isolierverglasung ausgestattet. Den sommerlichen Wärmeschutz übernehmen automatisch gesteuerte Stoffmarkisen. Die Umsetzung der Fensterlösungen zeigt exemplarisch, wie gut sich energetische Performance mit denkmalpflegerischen Anforderungen verbinden lässt. Die originalen Verbundfenster blieben in ihrer Konstruktion weitgehend erhalten, wurden jedoch technisch aufgewertet. Während das historische Innenglas bewahrt werden konnte, kam außen eine moderne Isolierverglasung mit Planiclear- und ECLAZ ONEBeschichtung zum Einsatz. Der hohe Anspruch für die sorgfältige Montage im historischen Bestand erforderte eine komplexe Logistik für den Einbau – bis hin zum Einsatz eines Krans und spezieller Transportboxen für die oberen Fenster.
Die Isolierverglasung erreicht einen Ug-Wert von 1,4 W/m²K – ein aus technischer wie wirtschaftlicher Sicht ausgewogener Wert. In Kombination mit dem Swisspacer Ultimate im Randverbund ergibt sich ein besonders energieeffizienter Gesamtaufbau. „Bei einem Projekt wie Lavater, das sowohl unter denkmalpflegerischen als auch energetischen Vorgaben steht, war uns wichtig, einen Abstandhalter zu wählen, der beides leisten kann: technologische Performance und gestalterische Zurückhaltung. Der Swisspacer Ultimate überzeugte uns durch seine sehr guten Psi-Werte, das matte, ruhige Erscheinungsbild und die zurückhaltende technische Perforierung“, erläutert Dirk Obser, Projektleiter in der Holzmanufaktur Rottweil. So fügt sich selbst das kleinste Bauteil in ein Gesamtkonzept, das Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit auf bemerkenswerte Weise vereint.
www.swisspacer.com
Ein energetischer dämmstoff, der Wellen schlägt: sanierung der Alsterschwimmhalle mit Foamglas dämmstoffplatten
die Alsterschwimmhalle in hamburg ist nicht nur ein beliebter treffpunkt für sport- und Freizeitaktivitäten, sondern auch ein architektonisches Wahrzeichen der hansestadt. Zwischen 2020 und 2023 wurde das denkmalgeschützte Gebäude umfassend saniert und modernisiert. dabei galt es, die ikonische dachkonstruktion – ein doppeltes hyperbolisches Paraboloid – zu erhalten und gleichzeitig den heutigen standards an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Eine zentrale rolle spielten dabei die dämmstoffplatten Foamglas t3+ und Foamglas t4+. mit ihrer hohen Wärmedämmung und Feuchteresistenz tragen sie dazu bei, die historische Architektur auch für die kommende Generationen zu bewahren.
Nach fast fünf Jahrzehnten intensiver Nutzung war es Zeit für ein Update: Daher wurde die Alsterschwimmhalle in Hamburg zwischen 2020 und 2023 umfassend saniert und erweitert. Dabei galt es, die einzigartige Architektur zu bewahren und gleichzeitig die heutigen Anforderungen an Energieeffizienz und Sicherheit zu berücksichtigen. Einige zentrale Elemente des Schwimmbads wie zum Beispiel das 50-m-Schwimmbecken blieben erhalten. Zugleich wurde jedoch das alte Nebengebäude durch einen modernen Neubau ersetzt, in dem sich nun Haupteingang, Umkleiden, Fitnessund Saunabereiche sowie ein neues 25-m-Schwimmbecken und ein Kursbecken befinden. Insgesamt wird die bisherige Wasserfläche damit um rund ein Viertel erweitert.
herausforderung hyperparaboloid: dämmung ohne Verschraubung
Im Mittelpunkt der Maßnahme stand die markante Dachkonstruktion in Form eines doppelten hyperbolischen Paraboloids – ein Ingenieurkunstwerk aus den 1970er Jahren, das lediglich auf drei Punkten aufliegt. Mit einer Dachneigung von bis zu 37 Grad und einer nur acht Zentimeter starken Betonschale verlangte die Konstruktion höchste Präzision in Planung und Ausführung. Aufgrund der filigranen Dachstruktur kam eine herkömmliche mechanische Befestigung der Dachdämmung nicht infrage. Gesucht wurde daher ein Dämmstoff, der unter den anspruchsvollen Bedingungen dauerhaft leistungsfähig bleibt: druckfest, formstabil, wasser- und dampfdicht sowie nicht brennbar – und das ohne Verschraubungen. Die Wahl fiel daher auf die Dämmstoffplatten Foamglas T3+ und Foamglas T4+. Diese kamen nicht nur auf der Dachfläche, sondern
auch an der Attika und in speziellen Anwendungsbereichen unter dem Schwimmbecken zum Einsatz.
Geplant, getestet, gesichert
Die Projektplanung erfolgte durch gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt Hamburg. Die Sanierung des historischen Hauptdachs wurde durch die Dach Schneider Weimar GmbH ausgeführt. Für den Dachaufbau des Neubaus sowie die Abdichtungsarbeiten unterhalb des Sportbeckens war die Firma Schmidt Bedachung aus Hamburg verantwortlich. Bereits in der frühen Planungsphase wurden umfangreiche Tests und Modellaufbauten durchgeführt, um eine sichere, langlebige und technisch einwandfreie Lösung zu gewährleisten. Das ursprüngliche Dach aus den 1970er Jahren war mit Schaumglas gedämmt und mit Heißbitumen verklebt. Aufgrund der starken Dachneigung wurde bei der Sanierung jedoch aus sicherheitsrelevanten und verarbeitungstechnischen Gründen auf diese Kombination verzichtet. In mehreren Workshops wurde ein 1:1-Modell des Daches erstellt, um den optimalen Aufbau zu testen.
Bild 1 Die Alsterschwimmhalle in Hamburg wurde zwischen 2020 und 2023 umfassend saniert und modernisiert.
Bild 2 Durch die rein klebegebundene Konstruktion konnte auf Verschraubungen vollständig verzichtet werden – eine wichtige Voraussetzung beim filigranen Bestandsdach.
Auf dieser Grundlage fiel die Wahl auf die vollflächige Verklebung der Foamglas Dämmplatten mit dem Bitumenkaltkleber Derbigum DMS. Die hohe Druckfestigkeit und Formstabilität der Dämmplatten boten dafür die geeignete Grundlage. Eine speziell für das Projekt entwickelte PMMA-Flüssigkunststoffabdichtung der Soprema GmbH sichert die stark geneigten Dachflächen zusätzlich ab. Das Ergebnis ist ein langlebiger Aufbau, der sowohl die anspruchsvolle Dachform als auch den Schutz der historischen Bausubstanz berücksichtigt.
Ein dämmstoff, viele Anwendungsbereiche
Insgesamt kamen 6.175 m 2 Foamglas Dämmplatten in verschiedenen Bereichen des Baus zum Einsatz: Auf dem Hauptdach wurden 4.400 m 2 Foamglas T3+ mit einer Dicke von zehn Zentimetern verbaut sowie weitere 400 m 2 an der Attika. Unter dem Schwimmbecken wurde Foamglas T4+ auf 635 m 2 Fläche mit einer Dicke von sieben Zentimetern als lastabtragende Wärmedämmung eingesetzt. Zusätzlich dazu wurden 540 m 2 der Saunaterrassen und 200 m 2 der Innenfläche mit Foamglas T3+ ausgestattet – erstere in Form einer Gefälledämmung mit einer mittleren Stärke und Dicke von 17 Zentimetern und letztere mit einer Dicke von zehn Zentimetern. Durch die kompakte Plattengröße von 600 × 450 Millimetern ließ sich das Material einfach und effizient verarbeiten.
stark gedämmt und stark belastbar
Ein zentrales Entscheidungskriterium für den Einsatz der Foamglas Dämmstoffe war ihre sehr gute Wärmeleitfähigkeit. Gerade bei einem großflächigen Dach wie dem der Alsterschwimmhalle ist eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit entscheidend, um Energieverluste durch Abstrahlung zu minimieren. Mit einem Nennwert von 0,036 Watt pro Meter mal Kelvin bei Foamglas T3+ sowie einem Nennwert von 0,041 Watt pro Meter mal Kelvin bei Foamglas T4+ tragen die Dämmplatten direkt zur Reduzierung des Heizbedarfs bei. Dies verbessert die Energieeffizienz und senkt langfristig die Betriebskosten der Schwimmhalle – ein wichtiger Aspekt im laufenden Unterhalt eines öffentlichen Gebäudes mit hohem Energiebedarf. Zudem weist der Gebäudekomplex unterschiedliche Nutzungszonen auf – etwa Saunabereiche, Innen- und Außenanlagen sowie einen großen Beckenbereich. Vor allem in stark frequentierten Bereichen ist auch die mechanische Belastbarkeit von großer Bedeutung. Die Dämmung muss nicht nur punktuellen Belastungen durch Liegen, Besucher oder Reinigungsgeräte stand-
halten, sondern auch dauerhafte Lasten sicher tragen, ohne sich zu setzen oder zu verformen. Mit einer deklarierten Druckfestigkeit von größer oder gleich 500 k Pa bei Foamglas T3+ und größer oder gleich 6 00 k Pa bei Foamglas T4+ erfüllen die Dämmplatten diese Anforderungen problemlos. Besonders unter dem Sportschwimmbecken – einer Fläche mit dauerhaft hoher Belastung – verhindert der Einsatz von Foamglas T4+ zuverlässig Bewegungen oder Verformungen in der tragenden Dämmebene. Die technischen Werte sind in den gültigen Leistungserklärungen dokumentiert.
Gleichzeitiger schutz vor Wasser und Feuer
Gerade bei der Nutzung als Bade- und Wellnessanlage stellte der Feuchteschutz eine besondere Herausforderung dar. In solchen Bereichen ist die Baukonstruktion dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit und direktem Wassereinfluss ausgesetzt. Die geschlossene Zellstruktur von Foamglas Dämmung macht das Material vollständig wasser- und dampfdicht. So eignet es sich ideal für den Einsatz in Feuchtzonen. Auf dem Hauptdach verhindert es zuverlässig das Eindringen von Feuchtigkeit, selbst bei beschädigter Abdichtung. So wird das typische Schadensbild durchfeuchteter Flachdächer –etwa das Aufquellen oder Faulen der Dämmung – dauerhaft vermieden. Besonders kritisch war der Bereich unter dem Schwimmbecken: Hier schützen die Foamglas Dämmplatten durch ihre Dampfdichtigkeit vor aufsteigender Feuchte und bewahren die Tragkonstruktion vor langfristigen Schäden. Gleichzeitig erfüllt das Material höchste Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz. Die eingesetzten Dämmplatten sind in die Baustoffklasse A1 nach DIN EN 13501-1 eingestuft und somit nicht brennbar. Selbst im Brandfall entwickeln sie keine Rauchgase oder toxischen Dämpfe.
Nachhaltigkeit, die unter die oberfläche geht
Nachhaltigkeit spielte bei der Sanierung der Alsterschwimmhalle eine zentrale Rolle. Die eingesetzten Foamglas Dämmstoffe bestehen zu einem hohen Anteil aus recyceltem Glas und sind mit dem Umweltgütesiegel natureplus zertifiziert. Dank ihrer langen Lebensdauer von über 100 Jahren (gemäß EPD-PCE-20200300-IBB1EN, veröffentlicht vom IBU) tragen sie zur Ressourcenschonung bei und reduzieren den ökologischen Fußabdruck nachhaltig. In Kombination mit dem verbesserten Wärmeschutz unterstützt die Dämmung zudem die Zielsetzung der Active-City-Strategie der Stadt Hamburg, die mehr Energieeffizienz und verantwortungsvolle Gebäudenutzung im öffentlichen Raum fördert. Der ergänzende Neubau mit dem 25-m-Becken und den Saunaterrassen erfüllt daher die Anforderungen des KfW-40-Standards.
Mit der Sanierung der Alsterschwimmhalle ist es gelungen, ein architektonisches Wahrzeichen unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer, energetischer und funktionaler Anforderungen zu modernisieren. Dabei leisten die Dämmplatten Foamglas T3+ und Foamglas T4+ einen wesentlichen Beitrag: Sie vereinen dauerhafte Energieeffizienz mit hoher mechanischer Belastbarkeit, Feuchteund Brandschutz sowie ökologischer Verantwortung. Das Projekt unterstreicht zudem die technische Lösungskompetenz und Kundenorientierung des Unternehmens Deutsche Foamglas GmbH: In enger Abstimmung mit den Architekten wurden Muster entnommen, Workshops durchgeführt und der Dachdeckerbetrieb bis auf die Baustelle unterstützt. So konnte die denkmalgeschützte Dachkonstruktion erhalten bleiben und mit energieeffizienter Baukultur verbunden werden.
www.foamglas.com
(Fotos: Marcus Bredt)
Anbieterverzeichnis
Produkte & Dienstleistungen
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Aus dem Inhalt
Zum Ruhestand von Prof. Dr.-Ing. Anton Maas 122
Ingenieure ohne Grenzen erhält die Wackerbarth-Medaille 122
VDI 2050 Blatt 4 mit allgemeinen und baulichen Anforderungen an Raumlufttechnik-, Kältetechnikanlagen und Rückkühlwerke 123
Shortlist zum Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 123
PERSÖNLICHES
Zum Ruhestand von Prof. Dr.-Ing. Anton Maas
Foto: Universität Kassel
Am 30. März 2026 wird Prof. Dr.-Ing. Anton Maas die Universität Kassel verlassen und in den Ruhestand eintreten. Es ist mir eine Freude, ihm auch im Namen vieler Kollegen und Kolleginnen für die gute, konstruktive und immer kollegiale Zusammenarbeit zu danken. Als Anerkennung seiner fachlichen Leistung und als Dank für das gute persönliche Miteinander haben ihm in dieser Ausgabe der Bauphysik mehrere Personen ihre Beiträge gewidmet.
Die akademische Reise von Anton Maas begann an der Fachhochschule Bochum, wo er sein Studium der Versorgungstechnik im Jahre 1986 abschloss. Sein Weg führte ihn über ein anschließendes Maschinenbaustudium an der Ruhr-Universität Bochum zur Universität Kassel. Hier war er von 1990 bis 2004 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Bauphysik tätig. In dieser Zeit verdiente er sich seine Doktorwürde mit einer Dissertation zum
AKTUELL
Bauphysik Aktuell 1/26
Thema „Experimentelle Quantifizierung des Luftwechsels bei Fensterlüftung“, die er mit Auszeichnung abschloss. Nach einem dreijährigen Aufenthalt an der Technischen Universität München kehrte er wieder zurück an die Universität Kassel. Hier ist er seit dem Jahr 2007 bis heute Hochschullehrer für das Fachgebiet Bauphysik am Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung. In Kassel hat er sich als wertvolles Mitglied der akademischen Gemeinschaft etabliert und viele Studierende und junge Wissenschaftler:innen inspiriert, sich mit Themen der Bauphysik sowie der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Gebäuden zu beschäftigen. Er betreute eine große Anzahl an Doktorand:innen bei ihren Forschungen und Abschlussarbeiten.
Prof. Maas war in verschiedenen wissenschaftlichen und berufsständischen Gremien in leitender Funktion engagiert. Als Vorsitzender der Konferenz der ProfessorInnen für Bauphysik und technischen Ausbau setzt er sich intensiv für die Weiterentwicklung und den Austausch innerhalb seiner Disziplin ein. Diese Rolle unterstreicht seine Führungsqualitäten und sein Engagement für die akademische Gemeinschaft. Sein Einfluss erstreckt sich auch auf das Feld der Normungsarbeit. Als stellvertretender Obmann u. a. der DIN/TS 18599 sowie als Blattkoordinator für die Blätter 2 und 10 hat er maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der Norm, die eine fundamentale Rolle bei der Energieeffizienz von Gebäuden spielt. Diese technische Norm
Ingenieure ohne Grenzen erhält die Wackerbarth-Medaille
Beim Europäischen Ingenieurkammertag 2025 am 18.09.2025 in Chemnitz konnten der Vorstandsvorsitzende Robert de Payrebrune und der Ansprechpartner der Regionalgruppe Dresden Mirko Köhler für Ingenieure ohne Grenzen e. V. die Wackerbarth-Medaille entgegennehmen. Sie zählt zu den höchsten Auszeichnungen im Ingenieurwesen in Deutschland.
Die Auszeichnung gebührt den Tausenden Ehrenamtlichen, die sich seit über
prägt nicht nur die Bauindustrie, sondern trägt auch entscheidend zum umweltbewussten Bauen und zur Nachhaltigkeit im Gebäudebereich bei. Seine Kompetenzen setzte Prof. Maas auch bei der politischen Beratung zum Gebäudeenergiegesetz ein, um hier ambitionierte und gleichzeitig praxistaugliche Lösungen voranzubringen.
Doch es ist nicht nur die fachliche Kompetenz, die die Zusammenarbeit mit Prof. Maas positiv prägt. Mit seinem guten rheinischen Humor und einer liebenswürdigen Grundeinstellung bringt er Leichtigkeit in die oft strenge Welt der Wissenschaft. Wer mit ihm zusammenarbeitet, findet einen Menschen mit ausgleichendem und lösungsorientiertem Charakter sowie einer konstruktiven, ehrlichen Art, die frei von Eitelkeiten ist. Sein Pflichtbewusstsein und seine unerschrockene Arbeitsethik haben ihm Respekt und Bewunderung sowohl in akademischen Kreisen als auch darüber hinaus eingebracht. In dem Sinne ist es ein Privileg wie auch eine Freude, Prof. Dr.-Ing. Anton Maas für sein großartiges Engagement für die Bauphysik zu danken und ihm einen guten Ruhestand mit weiterhin vielen inspirierenden Augenblicken zu wünschen.
Und zum Schluss ein persönlicher Gruß von mir: Danke, Toni, für die gemeinsame Zeit – und auf viele weitere fröhliche Stunden zusammen!
Jens Knissel, Kassel
20 Jahren mit großem Engagement und Herzblut für die Projekte einsetzen. Außerdem sind es die großartigen Projektpartner im Globalen Süden, die die Grundlage des Wirkens von Ingenieure ohne Grenzen bei den Auslandsprojekten bilden.
Ingenieure ohne Grenzen setzt sich in partnerschaftlicher Zusammenarbeit für nachhaltiges Bauen ein. Der Verein fördert das Wissen über Nachhaltigkeit und wendet es in verschiedenen Bereichen an:
–klimafreundliche Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen; –klimaanpassungsmaßnahmen, bspw durch Regenwasserspeicherung; –natürliche Düngung durch Trockentrenntoiletten;
AKTUELL
– Recycling und Reparatur statt Wegwerfen; –nachhaltiges Bauen mit lokal verfügbaren Materialien.
Darüber hinaus setzt er sich in Deutschland und im Globalen Süden für ein ganzheitliches, inklusives gesellschaftliches Klima, eine nachhaltige Entwicklung und ein respektvolles Miteinander ohne Ausgrenzung ein. Das Leitbild orientiert sich an den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen (SDG der UN) für
eine Welt, in der alle Menschen Zugang zu Grundinfrastruktur haben und ein würdevolles Leben führen können.
Der Verein sammelt stets Spenden für eine bessere Zukunft durch Ingenieurwissen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe, nach dem Motto „Für Klima und Zusammenhalt: Gemeinsam wirken – Zukunft gestalten“.
Weitere Informationen: www.ingenieure-ohne-grenzen.org
VDI 2050 Blatt 4 mit allgemeinen und baulichen Anforderungen an Raumlufttechnik-, Kältetechnikanlagen
und Rückkühlwerke
VDI 2050 Blatt 4 ist im August 2025 erschienen und definiert allgemeine und bauliche Anforderungen an Raumlufttechnik-, Kältetechnikanlagen und Rückkühlwerke. Ziel ist es, Fachplanenden und Betreibenden eine verlässliche Grundlage für die hygienische, energieeffiziente und funktionale Planung solcher Anlagen zu bieten.
AKTUELL
Shortlist
Blatt 4 der Richtlinienreihe VDI 2050 versammelt die allgemeinen Anforderungen an Räume, Schächte und Installationsbereiche für RLT- und KT-Anlagen und für Rückkühlwerke. Diese Grundlagen sichern den hygienisch und energetisch optimalen Betrieb und sollten idealerweise bereits in der Planungsphase bedacht werden. Zu den grundsätzlichen Anforderungen zählen auch die Berücksichtigung erforderlicher
zum Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis
Am 14. November 2025 kam in Berlin die Jury des Ernst & Sohn Ingenieurbaupreises 2026 zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um aus allen eingereichten Beiträgen die fünf aussichtsreichsten Projekte zu nominieren. Mit insgesamt 50 Einreichungen verzeichnete der Ingenieurbaupreis in seiner 19. Auslobung eine Rekordbeteiligung. Die Rekordzahl von 50 Einreichungen zeugt von der hohen Wertschätzung und Relevanz des Ernst & Sohn Ingenieurbaupreises für die Bauingenieurcommunity. Die Vielfalt und Qualität der Beiträge stellte Verlag und Jury vor die anspruchsvolle, zugleich aber sehr erfreuliche Aufgabe, aus diesem breiten Spektrum die fünf herausragendsten Projekte für die Shortlist auszuwählen.
Der Verlag und die Jury danken allen Teilnehmenden ausdrücklich für ihre sorgfältig ausgearbeiteten und überzeugend präsentierten Einreichungen. Die Jury des Ernst & Sohn Ingenieurbaupreises 2026 war mit Expertinnen und Experten aus Planung, Bauindustrie, Wissenschaft und Verbänden besetzt.
Nach ausgiebigen Diskussionen einigte sich die Jury, folgende fünf Projekte für die Shortlist zum Preis zu nominieren (ohne Rangfolge):
2026
U81 Stadtbahnbrücke über den Nordstern (Düsseldorf, D)
Mit dem Bau der Stadtbahnlinie U81 soll der Flughafen Düsseldorf an das bestehende Stadtbahnnetz angebunden und dadurch der öffentliche Nahverkehr verbessert werden. Die frei zu haltenden Verkehrsflächen unterhalb des Bauwerks erforderten den
Messstrecken und das Vorhalten von Instandhaltungsflächen und Zuwegungen sowie die optimierte Luftführung. Die Richtlinie informiert außerdem über Bauelemente, deren Anordnung und Auslegung, auch unter dem Gesichtspunkt des Energiebedarfs.
Weitere Informationen: www.vdi.de
Entwurf einer semi-integralen Stahlbrücke mit einer Gesamtlänge von 441,2 m. Die Jury hebt die herausfordernden örtlichen Randbedingungen und die daraus entwickelte Geometrie einer Bahntrasse, die an die Grenzen der statischen und dynamischen Machbarkeit geht, hervor. Die filigranen Pfeilerachsen tragen neben dem oben liegenden Fachwerk zur Ästhetik der Gesamtkonstruktion bei, wodurch sich die Brücke optimal in das Umfeld einfügt. Die Herausforderungen des Bauens im Bestand wurden im Zuge des Bauablaufs souverän gemeistert. Viele gut durchdachte konstruktive Details führen zu einem modernen und dynamischen Erscheinungsbild dieses außergewöhnlichen Bauwerks in Kurvenlage.
U81 Stadtbahnbrücke über den Nordstern, Luftbild
Modernisierung der U-Bahn Sendlinger Tor (München, D)
Verantwortliches Ingenieurbüro
SSF Ingenieure AG
Ausführende Baufirmen
Ed. Züblin AG (Los 1), Josef Rädlinger Ing.bau GmbH (Los 2)
Bauherr
Stadtwerke München
Architekt
Raupach + Bohn mit Ingo Maurer
Weitere Baulogistikplanung
pwb GmbH
Aus der Jurybegründung:
Das Projekt „Modernisierung U-Bahnhof Sendlinger Tor in München“ stellt ein hervorragendes Beispiel für die Sanierung einer öffentlichen Infrastruktur bei laufendem Betrieb dar. Zu den umfangreichen
Aufgaben zählten die bauliche, technische und brandschutztechnische Ertüchtigung, die Verkürzung der Entfluchtungszeiten, die funktionale und gestalterische Aufwertung des Bahnhofs sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit. Vor diesem Hintergrund beeindrucken die Jury besonders die von den Planenden entwickelten innovativen Lösungen in der konstruktiven Durchbildung und der Baulogistik. Sie basieren auf einer konsequent verfolgten BIM-Planung. In Summe stellt die Maßnahme einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Mobilitätswende in München dar.
HORTUS (Allschwil, CH)
Verantwortliches Ingenieurbüro ZPF Ingenieure
Ausführende Baufirma
Projektleitung Blumer Lehmann AG
Bauherr
Senn Resources AG
Architekt
Herzog & de Meuron Lehmbau
Lehm Ton Erde Baukunst GmbH Fassadenplanung
Christoph Etter Fassadenplanungen
Gebäudetechnik
Anima Engineering AG
Solarenergie
Planeco GmbH
Landschaftsarchitektur
Innenhof Piet Oudolf
Aus der Jurybegründung:
Das Bauprojekt „Hortus“ ist ein zukunftsweisendes Ensemble aus Architektur, Landschaftsgestaltung und ökologischer Infrastruktur in der Schweiz. Der Name „Hortus“ (lat. Garten) steht für die Grundidee des Projekts, dass der gebaute Raum und die Natur nicht nebeneinander, sondern miteinander existieren. „Hortus“ verfolgt das Ziel, ein Modellprojekt für ökologisches Bauen, urbane Biodiversität und gemeinschaftliches Leben zu schaffen. Im Zentrum steht eine Architektur, die minimiert, was sie versiegelt, maximiert, was sie zurückgibt, und harmonisch in die Schweizer Landschaft eingebettet ist. Das Tragwerk aus Holz besteht ausschließlich aus Schweizer Holz und nutzt damit die regionale Wertschöpfung, kurze Lieferketten und einen niedrigen CO2-Fußabdruck. Die Gebäudestruktur ist modular und an zukünftige Nutzungen und veränderbare Wohnbedürfnisse anpassbar. Bei der Konstruktion wurde darauf geachtet, dass die Bauteile rückbaubar und wiederverwendbar sind. Alle Materialien sind sortenrein und lösbar gefügt, sodass sie später einfach recycelbar sind.
Die Jury würdigt das Bauprojekt Hortus als ein herausragendes Beispiel für ganzheitliches, nachhaltiges Planen und Bauen, das einer konsequenten Formensprache basierend auf der ingenieurtechnischen Logik von Fügung und Kraftfluss entspricht. Das innovative Kernelement des Gebäudes bilden die vorgefertigten und tragenden Kappendecken aus Lehm und Holz. Der Bodenbelag wird aufgenagelt und entfaltet so die aussteifende Scheibenwirkung der Decken. Die sorgfältige Materialwahl und Fügungsdetails in Verbindung mit der flexiblen Gebäudestruktur schaffen Räume von hoher Aufenthaltsqualität. Das Projekt beweist, dass Ästhetik und Nachhaltigkeit sich gegenseitig verstärken und Interdisziplinarität von Anfang an zu einer ganzheit-
lichen Qualität führt. Durch den Einsatz regionaler Rohstoffe, energieeffizienter Technologien und reversibler Bauweisen wird ein wichtiger Impuls für ressourcenschonendes Bauen gesetzt. „Hortus“ zeigt exemplarisch, wie die Schweiz ihre ökologischen und klimapolitischen Ziele architektonisch unterstützen kann. Die modulare Bauweise ermöglicht langfristige Flexibilität und macht das Projekt resilient gegenüber demografischen, sozialen und klimatischen Veränderungen.
Donautalbrücke Linz (A)
Verantwortliches Ingenieurbüro schlaich bergermann partner, sbp se Projektpartner: Baumann + Obholzer ZT GmbH, Innsbruck, Österreich
Ausführende Baufirma
Generalunternehmer f-pile GmbH, Wien, Österreich
Bauherr
ASFINAG Bau Management GmbH, Ansfelden, Österreich
Architekt
gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Aachen
Rohbau, Gründung
ICM Spa, Vicenza, Italien
Stahlbau
MAEG Costruzioni Spa, Vazzola, Italien
Leuchtenhersteller
AE Schréder GmbH, Wien, Österreich
Aus der Jurybegründung:
Die Donaubrücke im Zuge der A 26 überspannt das Donautal an einer landschaftlich wie städtebaulich exponierten Stelle und sollte gemäß Aufgabenstellung sowohl die Anforderungen einer vierspurigen Autobahn erfüllen als auch ein elegantes Wahrzeichen bilden. Die Haupttragkonstruktion der Donautalbrücke ist als Hängebrücke mit einer Spannweite von über 300 m konzipiert. Durch das Entwurfskonzept wird ein harmonisches, außerordentlich schlankes Verbundtragwerk möglich. Die überzeugende Ingenieurleistung umfasst den Verzicht auf massive Pylone mit der Konsequenz einer aufwendigen Gründung und Verankerung im Fels, das mengen- und
massenoptimierte Brückentragwerk sowie die komplexe Seilmontage und Justierung der Seilkräfte in den übereinander angeordneten Seilebenen. Das Tragwerk strahlt eine beeindruckende und in sich stimmige Ingenieurästhetik aus.
Hyparschale Magdeburg – Symbol für Erhalt statt Abriss (D)
Die Hyparschale in Magdeburg zählt zu den bedeutendsten Ingenieurbauwerken des 20. Jahrhunderts und gilt als eine der größten Schalenkonstruktionen ihrer Art. Das ikonische Bauwerk, entworfen von dem international renommierten Schalenbaupionier Ulrich Müther, besteht aus vier hyperbolischen Paraboloiden mit einer stützenfreien Spannweite von 48 m × 48 m und einer Betondicke von lediglich 7 cm. Zum Zeitpunkt der Instandsetzungs-
Kongresse – Symposien – Seminare – Messen
Termin und Ort Veranstaltung
26.02.2026, Augsburg FASSADE 26 – Wohlfühlfaktor Fassade: Die Gebäudehülle zwischen Mensch und Umwelt
03.03.2026, Fulda Energetische Verbesserung von historischen Gebäuden: tauwasserbedingter Feuchteschutz
planung lagen massive Schäden durch Feuchtigkeit und Frost sowie ein Tragfähigkeitsdefizit von rund 50% vor. Um das denkmalgeschützte Bauwerk zu erhalten und zugleich seine strukturelle Leistungsfähigkeit zu sichern, wurde eine lediglich 1 cm dünne Carbonbetonschicht als hochleistungsfähige Verstärkung aufgebracht. Besonders hervorzuheben ist, dass in diesem Projekt die speziellen Materialeigenschaften von Carbonbeton ausgenutzt wurden und diese die Aufgabenstellung zielgerichtet erfüllen.
Der Preisträger des Ernst & Sohn Ingenieurbaupreises 2026 wird im Rahmen einer zweiten Jurysitzung ausgewählt, zu der die Einreicher auf Rückfrage der Jury weitere Unterlagen und vertiefende Informationen zur Verfügung stellen können. Die Bekanntgabe des Preisträgers und weiterer Auszeichnungen erfolgt im Februar 2026.
https://www.wta-international.org/de 23.–24.03.2026, Wien BauZ! Vienna Congress on Sustainable Building https://www.bauz.at/ 23.–26.03.2026, Dresden DAGA 2026 – 52. Jahrestagung für Akustik
https://www.daga2026.de/ 24.–26.03.2026, Köln digitalBAU 2026 https://digital-bau.com/de/messe/ 24.–27.03.2026, Nürnberg FENSTERBAU FRONTALE 2026 https://www.frontale.de/de-DE 14.–15.04.2026, Berlin 7. Deutscher Holzbau Kongress (DHK 2025) –Bauen mit Holz im urbanen Raum https://events.forum-holzbau.com/DHK/ 14.–16.04.2026, Graz ISEC 2026 – 4th International Sustainable Energy Conference https://isec-conference.at/frontend/index.php 24.–25.04.2026, Essen 28. Internationale Passivhaustagung
19.–22.04.2027, Wellington / New Zealand International Building Physics Conference IBPC 2027 www.ibpc2027.org
Impressum
Die Zeitschrift „Bauphysik“ veröffentlicht Beiträge aus den Bereichen Wärme, Feuchte, Schall, Brand, Stadtklima sowie energiesparendes Bauen und Raumklima mit besonderem Bezug auf die bauphysikalischen Grundlagen, auf innovative Lösungen bei Berechnung, Konstruktion und Ausführung und damit im Zusammenhang stehende Fragestellungen.
Verlag
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Prof. Dr. rer. nat. Oliver Kornadt RPTU Kaiserslautern-Landau, Kaiserslautern
Prof. Dr.-Ing. Philip Leistner Universität Stuttgart, Stuttgart
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Andreas Wagner KIT Karlsruhe, Karlsruhe
Zum Bild
Die Hintergründe und Instrumente einer Methode zur Untersuchung der ober ächennahen Lufttemperaturen in Gebäudeinnenräumen mittels Infrarotthermogra e werden in einem Beitrag vorgestellt. Die Methode kann sowohl unter Laborbedingungen als auch in Feldversuchen angewendet werden. Sie liefert detaillierte thermische Informationen in der Umgebung von Fenstern, Balkontüren, verglasten Fassaden und Vorhangfassaden. Die daraus resultierenden Lufttemperaturpro le können z. B. zur Bestimmung des lokalen Wärmeübergangswiderstands und/oder zur Unterstützung von Entwicklungsarbeiten verwendet werden. Das Bild zeigt die Ostfassade des FIRSTLIFE – ein reales Testgebäude mit groß ächigen Verglasungen, welches im Rahmen des Solar Decathlon 21/22 in Wuppertal erbaut wurde und Teil des Living Lab NRW ist. (Quelle: Projektbericht FIRSTLIFE House, Foto: Sigurd Steinprinz).
(aus Tywoniak, J.; Staneˇk, K.; Rizaoglu, I. K.; Voss, K. (2026) Beobachtung der Raumlufttemperatur in der Nähe der Gebäudehülle durch Infrarotthermogra e Bauphysik 48, H. 2)
Sergej G. Fedorov, Bernhard Heres, Werner Lorenz
Vorschau 2/26
Linda Meier, Philip Leistner
Interdisziplinäre Bewertung fassadenintegrierter Nisthilfen für Wildbienen
Jan Tywoniak, Kamil Staneˇk, Isil Kalpkirmaz Rizaoglu, Karsten Voss
Beobachtung der Raumlufttemperatur in der Nähe der Gebäudehülle durch Infrarotthermogra e
Gabriel Rojas
Bedarfsgeregelte Wohnraumlüftung mit einem zentralen CO2-Sensor – Potenziale und Grenzen
Til Stricker, Rolf Stricker, Jan Mehnert
Flächenheizung in der Außenwand – Bewertung der Transmissionswärmeverluste
Philipp Kölsch
Hygrothermische Simulation von Steildächern mit Solaranlagen
(Änderungen vorbehalten)
Eiserne Eremitage – Bauen mit Eisen im Russland der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Werk bestehend aus 2 Bänden
- vermittelt neue Erkenntnisse über Konstruktionsgeschichte, Industriegeschichte und Geschichte der Materialwissenschaften sowie über Bauentwurf und Baulogistik in vergangenen Jahrhunderten
- der reich illustrierte Tafelband enthält großformatige Abbildungen mit Archivalien und Originalzeichnungen aus dem Bestand der Eremitage
Die Eremitage als Gegenstand interdisziplinärer, ingenieurmäßiger Bauforschung: Nie zuvor wurde eine historische Eisenkonstruktion derart untersucht, dokumentiert und interpretiert. Dem Lesenden erschließen sich neben den Konstruktionen selbst auch die Entwurfs- und Bauprozesse.