__MAIN_TEXT__

Page 1

Magazin für Elektro- und Kommunikationstechnik

IN DIESER AUSGABE:

Juni 2020

SICHERHEIT

BELEUCHTUNG

WOHNEN

WOHLBEFINDEN

So ist Ihr Zuhause vor Blitzen geschützt

Tipps & Tricks für den Leuchtmittelkauf

Nachhaltig leben im Tiny House

Was Tageslicht alles ausmacht

PHOTOVOLTAIK

DIE ALTERNATIVE STROMQUELLE

B WET T

E W ER

B

Sie ne n e n n i w r Ge it Ih m n e ! Fer i ste n Lieb

.


Editorial

SONNENSCHEIN FÜR STROM IM HEIM Liebe elitec-Leserin Lieber elitec-Leser Photovoltaik heisst die Alternative. Denn auch hierzulande setzen immer mehr auf den sauberen Strom von der Sonne. Doch lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage überhaupt? Und ist sie effizient genug? In unserem Solarstrom-FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen und gehen auf gängige Vorurteile ein. Dass es bereits heute möglich ist, den täglichen Strombedarf mit Solarenergie abzudecken, beweist Familie Reist-Böing im zürcherischen Au: Sie lebt seit zwei Jahren unabhängig vom Stromnetz in einem 33 Quadratmeter grossen Wohnwagon. Wie sich das Leben in der «Tiny Villa» gestaltet und welche Herausforderungen sich dabei stellen, erfahren Sie in unserer Reportage. Apropos Herausforderungen: Für viele ist bereits der Kauf eines Leuchtmittels gar nicht so einfach, denn vor lauter Lux und Lumen geht der Durchblick schnell verloren. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann wird Ihnen bei unserem Einkaufsberater garantiert ein Licht aufgehen. Wir wünschen Ihnen viele erhellende Momente mit dieser Ausgabe des elitec.

INHALT

3 4–5 Impressum Herausgeberin: Schweizerische Elektro-EinkaufsVereinigung eev Genossenschaft, Urtenen-Schönbühl Redaktion | Realisation: Agentur01, Bern Bilder Seite 10  + 11 : Christine Benz Photography, Zürich Druck: Swissprinters AG, Zofingen Ausgabe: Juni 2020 Änderungen in Preis, Ausführung und technischen Daten vorbehalten.

6–7 8–9 10–11 12–13 14 15

SICHERHEIT Blitzschutz mit System BELEUCHTUNG Lampen und Leuchten – Wir bringen Licht ins Dunkel PUBLIREPORTAGE HAGER Der Grundstein für das Smart Home PHOTOVOLTAIK Antworten auf die wichtigsten Fragen WOHNEN Energieautark wohnen auf 33 Quadratmetern PUBLIREPORTAGE FELLER Smartes Licht. Smarter Taster. WOHLBEFINDEN Licht als Stimmungsmacher MYTHEN / WETTBEWERB Wissen und gewinnen


SICHERHEIT

BLITZSCHUTZ mit System

    

 Erder  Fangund Ableiter   

Ăœberspannungsschutz

Rund 200 000-mal schlägt der Blitz pro Jahr in der Schweiz ein. Neben der grossen Gefahr fßr Mensch und Tier fßhrt dies oft zu Schäden an Gebäuden und anderen Sachwerten. Vorbeugen lohnt sich – Voraussetzung dafßr ist aber eine professionell installierte Blitzschutzanlage. 3 Was gibt es Faszinierenderes, als aus dem gemßtlichen Wohnzimmer zuckende Blitze zu beobachten und dem Donner zu lauschen? Leider ist dieses Naturschauspiel nicht ganz ungefährlich: Gemäss einer Statistik der Gebäudeversicherung Bern GVB wird jeder dritte Feuerschaden an einem Gebäude durch einen Blitzeinschlag verursacht. Umso wichtiger ist darum ein Erdungs- und Blitzschutzsystem, um sowohl die Familie als auch das Gebäude und elektronische Geräte zuverlässig zu schßtzen.

Gut versichert – gut geschßtzt Etwa 90 % der Eigenheime in der Schweiz sind nicht ausreichend gegen Blitze gesichert – das liegt daran, dass das Gesetz fßr private Wohnbauten keinen Blitzschutz vorsieht. In vielen Kantonen leisten die Gebäudeversicherungen Beiträge an die Installationskosten bei freiwillig erstellten Blitzschutzanlagen – sei es in Form einer Kostenßbernahme oder von Prämienreduktionen.

Blitze aussen ableiten ‌ Der erste Schritt, um Schäden durch Blitze zu verhindern, ist die Installation eines sogenannten Lightning Protection System, auch LPS genannt. Im Volksmund spricht man schlicht von einem Blitzableiter. Ein LPS besteht im Wesentlichen

aus drei Komponenten: Eine netzfĂśrmige FangeinBeratung, die einschlägt richtung dient zum Auffangen des Blitzeinschlags. Ableitungen fĂźhren die Energie sicher vom Dach Gerade bei einem Neubau sollte auf eine Blitzzum Boden. Dort sorgt die Erdung dafĂźr, dass die schutzanlage nicht verzichtet werden. Die Kosten Energie in den Boden geleitet wird, ohne Schä- dafĂźr belaufen sich gemäss Angaben des Hauseiden zu verursachen. Bei einem Ringerder wird eine gentĂźmerverbands auf etwa 0,5 % der Bausumme Ringleitung aus Metalldraht rund 70 Zentimeter – eine lohnenswerte Investition fĂźr die Sicherheit unter dem Boden und mindestens 1 Meter vom der Bewohner. Doch auch bei älteren Gebäuden Gebäude entfernt installiert. Die Erdung kann aber lässt sich eine Blitzschutzanlage nachrĂźsten. Wichauch als Metallband im Gebäudefundament ein- tig ist in jedem Fall, sich professionell beraten zu betoniert werden – in diesem Fall spricht man von lassen, um die ideale LĂśsung fĂźr sich und sein Eigenheim zu finden. Der Elektriker kennt die mĂśgeinem Fundamenterder. lichen Schutzmassnahmen und sorgt fĂźr eine fachgerechte Installation. So kĂśnnen Sie dem nächs‌ und innen die Spannung ten Gewitter entspannt begegnen und sich begrenzen sorgenfrei an dem Himmelsspektakel erfreuen. Mit dem Auffangen und Ableiten des Blitzes werden grĂśssere Gebäudeschäden meist verhindert. Was viele EigentĂźmer aber nicht wissen: Um auch indirekte Blitzschäden abzuwenden, braucht das Gebäude einen inneren Blitzschutz. Sonst genĂźgt ein Blitzeinschlag, und der neue Fernseher bleibt schwarz oder die geliebten Ferienfotos sind unwiederbringlich verloren. Beim inneren Blitzschutz werden darum die hohen Spannungen mithilfe von Ăœberspannungs-Schutzeinrichtungen auf eiMehr zur Sicherheit im und ums nen bestimmten Schutzpegel begrenzt. Bei einem Haus lesen Sie im Blitzeinschlag mit 20 Kilovolt Spannung werden ONLINE-MAGAZIN so nur ein bis 3 Kilovolt weitergeleitet. auf unserer Website.


4

BELEUCHTUNG Licht ist mehr als nur Strahlkraft – die perfekte Beleuchtung hängt von vielen Faktoren ab.

Lampen und Leuchten – WIR BRINGEN LICHT INS DUNKEL Was macht gutes Licht aus? Auf welche Kriterien gilt es beim Kauf von Leuchtmitteln zu achten? Und welche Fachbegriffe sollte man kennen? Antworten darauf liefert dieser Artikel, der Ihnen hilft, sich in der Welt von Lux und Lumen zurechtzufinden. Wenn das leckere Abendessen irgendwie fade aussieht, im Kleiderschrank die Farben Ihrer Garderobe blass erscheinen und Sie sich abends immer müde fühlen – dann ist es Zeit, die Beleuchtung mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn möglicherweise sind die Leuchten nicht leistungsstark genug, haben die falsche Lichtfarbe oder schlechte Farbwiedergabeeigenschaften. Unsere Einführung in lichttechnische Grundlagen liefert Ihnen das nötige Wissen, um Fehlerquellen zu erkennen und die Beleuchtung in Ihrem Zuhause gezielt zu verbessern.

Beleuchtung auf dem richtigen Niveau Beleuchtung dient in erster Linie dem Sehen – doch dafür braucht es die richtige Menge an Licht. Zu wenig Licht ist anstrengend für die Augen, zu viel Licht dagegen blendet uns. Damit wir also gemütlich im Wohnzimmer ein Buch lesen können, ist die richtige Beleuchtungsstärke entscheidend. Sie wird in Lux (lx) gemessen und beschreibt die Lichtmenge, die auf eine Fläche trifft, wie zum Beispiel ein Buch oder eine Tischplatte. Eine hohe

Beleuchtungsstärke ist also dort wichtig, wo dauerhaft gute Sehbedingungen benötigt werden: Beim Lesen, beim Arbeiten im Home-Office oder in der Küche.

Von Watt zu Lumen – ein Vergleich Noch vor ein paar Jahren war die Einheit Watt (W) die relevante Grösse beim Einkauf eines Leuchtmittels. Sie beschreibt die Strommenge, die pro Sekunde verbraucht wird. Um eine 40-Watt-Glühbirne auszutauschen, kaufte man einfach eine


1000 K 2000 K 3000 K 4000 K 5000 K 6000 K 7000 K

8000 K 9000 K 10 000 K

Von heimelig bis steril: Die Farbtemperaturen des Lichts im Warm-Kalt-Verlauf.

neue Glühbirne mit 40 Watt Energieverbrauch – so war sichergestellt, dass die Leuchtkraft gleichbleibend war. Das hat sich geändert: Dank LED-Technik wird Beleuchtung immer energieeffizienter – und damit die Wattzahl bei steigender Helligkeit immer geringer. Darum sollten Sie beim Austausch Ihrer Leuchtmittel, insbesondere beim Wechsel von konventionellen Glühlampen zu LED, auf die Einheit Lumen (lm) achten. Sie steht für den Lichtstrom und gibt die abgegebene Lichtmenge an. Mit Hilfe von Vergleichstabellen lässt sich errechnen, welcher Lumenwert einer bestimmten Anzahl Watt entspricht.

Bringen Sie Farbe ins Spiel Ob ein Licht uns warm und gemütlich oder eher kalt und steril erscheint, hängt von der Lichtfarbe ab. Sie wird in Kelvin (K) angegeben und lässt sich grob in warmweiss, neutralweiss und tageslichtweiss einteilen. Als warmweiss wird Licht mit einer Lichtfarbe unter 3300 Kelvin bezeichnet. Das entspricht dem Licht während eines Sonnenuntergangs und eignet sich besonders für jene Räume, in denen eine gemütliche Stimmung gewünscht ist. Neutralweisses Licht von etwa 3300 bis 5300 Kelvin wird dagegen dort eingesetzt, wo die Beleuchtung zwar Aktivitäten unterstützt, gleichzeitig aber wohnlich wirken soll – zum Beispiel in Bädern, Küchen und Hobbyräumen. Tageslichtweiss ab 5300 Kelvin eignet sich besonders für das Ausleuchten von Arbeitsplätzen, denn es schafft ideale Sehbedingungen und wirkt ausserdem aktivierend auf unseren Körper.

Gut gedimmt, gut gestimmt Wenn das Licht zu hell ist, einfach ein wenig runterdimmen – was mit herkömmlichen Glühlampen schon lange möglich war, gelingt jetzt auch

mit LEDs. Aber Achtung: Nicht alle LED-Leuchten lassen sich dimmen. Achten Sie also auf eine entsprechende Kennzeichnung. Für dimmbare LED-Leuchten benötigen Sie ausserdem einen passenden LED-Dimmer. Lassen Sie sich bei der Auswahl von einem Fachmann beraten. Da sich die Lichtfarbe beim Dimmen von LEDs im Normalfall nicht ändert, gibt es mittlerweile Leuchten, die sowohl kalt- als auch warmweisse Leuchtdioden enthalten. Durch eine Mischung der Farben wird erreicht, dass beim Dimmen automatisch die Lichtfarbe wärmer wird – in der Fachsprache heisst das «dim to warm». Noch weiter gehen so genannte «tunable white»-Lösungen: Dabei wird kalt- und warmweisses Licht stufenlos gemischt und die Lichtfarbe kann unabhängig von der Helligkeit eingestellt werden – ganz so, wie es den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Farbwiedergabe als Qualitätsmerkmal Zu guter Letzt beeinflusst die Farbwiedergabeeigenschaft einer Lichtquelle, wie natürlich uns die Farben unserer Umgebung erscheinen. Wenn also beispielsweise Lebensmittel unecht oder fade wirken, liegt dies meist an einer schlechten Farbwiedergabe. Dieser Wert wird mit dem allgemeinen Referenzindex (Ra) angegeben. Optimal ist ein Farbwiedergabewert von Ra = 100. Für Wohnräume sollte der Ra-Wert mindestens bei 80 liegen.

Vergleichstabelle Watt / Lumen

300 W

4000 lm

200 W

3000 lm

150 W

2000 lm

100 W

1300 lm

75 W

900 lm

60 W

700 lm

40 W

400 lm

25 W

200 lm

15 W

100 lm

eine Beratung durch den Elektriker, der stets upto-date und mit allen Fachbegriffen vertraut ist. Ein paar Grundkenntnisse schaden aber in keinem Fall – denn sie verhelfen sowohl punkto Wohnqualität als auch Wohlbefinden zu erhellenden Momenten.

Mit professioneller Beratung geht Ihnen ein Licht auf Da sich die Technik ständig weiterentwickelt und die Forschung immer neue Erkenntnisse ans Licht bringt, ist es ganz schön schwierig, den Überblick über das aktuelle Sortiment zu behalten. Da hilft

Weitere Infos zu Licht und Beleuchtung im

ONLINE-MAGAZIN auf unserer Website.

5


PUBLIREPORTAGE HAGER domovea

DER GRUNDSTEIN FÜR DAS SMART HOME In unsere Häuser ziehen immer mehr intelligente Geräte und Anwendungen ein. Das bedeutet, dass die immer komplexere Technik und unterschiedliche Systeme unter ein Dach gebracht werden müssen. Das geht jetzt ganz einfach: Mit domovea von Hager legen Sie den Grundstein für vernetzte Anwendungen in Ihrem Smart Home und Smart Business. domovea verbindet, steuert und visualisiert alles mit einem einzigen Baustein. Intelligent in seinen Funktionen, intuitiv in der täglichen Bedienung.

6

Visualisierung – Die domovea Visualisierung überzeugt durch ihre einfache, intuitive Bedienung.

Die Technik ist schnell installiert, einfach programmiert und vereint in einem einzigen kompakten Baustein zahlreiche Funktionen und Eigenschaften. Das spart Zeit bei der Planung, Installation und Konfiguration. Dazu bietet domovea eine SmartHome-Lösung auf dem neuesten Stand der Technik, Optik und Usability. Sie lässt sich über eine einzige App zeitgemäss visualisieren und intuitiv steuern.

domovea basic und domovea expert sind kompatible KNX-Systemlösungen domovea basic stellt alle Grundfunktionen für das Smart Home bereit. Mit der Integration von Internet of Things-Diensten, wie z. B. SONOS, Philips, Amazon Alexa und zahlreichen weiteren Funktionen wird domovea basic zum preisgünstigen All-

rounder für kleinere und mittelgrosse Smart Home Projekte. domovea expert bindet Türkommunikation von Hager, zehn digitale Heizungsregler und bis zu 50 IP-Kameras in die Gebäudesteuerung ein und erlaubt das Anlegen komplexer Logiken – ideal für den gehobenen Wohnbau und kleineren Gewerbebau. Hager setzt konsequent auf den etablierten KNX-Standard. Das heisst, die Systeme sprechen alle die gleiche «Sprache» und können beliebig miteinander kombiniert und erweitert werden. Das unterscheidet sie von vielen anderen, in sich geschlossenen Systemen. Auch komplexere Anwendungen können mit der ETS-Software in Betrieb genommen werden – ideal für Projekte mit speziellen Anforderungen. domovea expert TJA470


domovea: Der Grundstein für das Smart Home IoT

Access Gate

Viel-in-eins Lösung

Verbinden, steuern, visualisieren: Innovative Technik in einem kompakten Baustein vereint zahlreiche Funktionen und Eigenschaften. So wird aus mehreren Komponenten ein Modul, das nur sechs Platzeinheiten in der Elektroverteilung beansprucht. Das spart Zeit bei Planung, Installation und Konfiguration. Dazu bietet domovea eine Smart Home-Lösung auf dem neuesten Stand der Technik, Optik und Usability. Sie führt KNX-, IP- und IoT-Komponenten zusammen und lässt sich über eine einzige App zeitgemäss visualisieren und intuitiv steuern. hager.ch/domovea


PHOTOVOLTAIK 30 bis 40 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebensdauer einer Solaranlage.

8

Photovoltaik: ANTWORTEN AUF DIE WICHTIGSTEN FRAGEN Nie zuvor haben Klimaschutz und Energiewende so viel mediale Aufmerksamkeit erfahren wie heute. Und das hat auch Auswirkungen auf die Stromerzeugung: Alternative Energieformen wie Photovoltaik gewinnen zunehmend an Bedeutung. Doch lohnt sich der Umstieg? Und wie funktioniert das Ganze eigentlich? Antworten auf die wichtigsten Fragen erhalten Sie im folgenden Artikel. Warum sollte man auf Solarenergie setzen? Solarenergie ist in der Schweiz im Überfluss vorhanden: Die jährliche Einstrahlung auf unser Land ist etwa 200-mal höher als der Verbrauch im gleichen Zeitraum. Somit kann die Solarenergie fossile Brennstoffe ersetzen und Umweltbelastungen wie CO2-Emissionen stark reduzieren.

Was ist Solarenergie und wie wird sie genutzt? Solarenergie wird aus Sonneneinstrahlung gewonnen und als Elektrizität oder Wärme genutzt. Im ersten Fall wandeln Solarpanels die Sonneneinstrahlung in elektrischen Strom um. Bei thermischen

Sonnenkollektoren wird hingegen die Sonnenein- Woraus besteht eine Photovoltaikstrahlung absorbiert und die Wärme an einen Was- Anlage? serkreislauf übertragen. Diese Solarwärme kann Das Herzstück einer Solarstrom-Anlage ist das Soanschliessend zum Erzeugen von Warmwasser, zum larpanel, in dem eine Anzahl Solarzellen miteinanHeizen, aber auch zur Kühlung genutzt werden. der in Serie geschaltet sind. Mehrere solcher parallel geschalteten Module bilden den Generator. Der Wie viel Energie produziert eine von den Solarzellen produzierte Gleichstrom wird Photovoltaik-Anlage? in den Wechselrichter geführt, wo die Umwandlung In unseren Breitengraden gilt als Faustregel ein in netzkonformen Wechselstrom (230 V) erfolgt. DieEnergieertrag von 1000 kWh pro kWp der Anlage ser Strom wird anschliessend direkt verbraucht oder und Jahr. Als Beispiel: Eine 3-kWp-Anlage benötigt via Zähler ins öffentliche Stromnetz eingespeist. zirka 18 m2 Dachfläche und produziert ungefähr Speziell ist dies bei einer Inselanlage ohne Verbin3000 kWh. Dies entspricht dem jährlichen Strom- dung ins öffentliche Netz: Hier kann der produzierte verbrauch eines 3- bis 4-Personen-Haushalts. Gleichstrom in einer Batterie gespeichert und bei Bedarf von dort wieder bezogen werden.


DIE WICHTIGSTEN BEGRIFFE kurz erklärt Photovoltaik

Solarzellen

Die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Gleichstrom.

Dünne Siliziumscheiben, die aus unterschiedlich leitenden Schichten bestehen. Diese erzeugen ein elektrisches Feld und damit nutzbaren Strom.

Solarthermie Die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme mittels Sonnenkollektoren.

kWp Steht für Kilowatt-Peak und gibt die Leistung einer Photovoltaik-Anlage unter genormten Bedingungen an.

Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaik-Anlage? Die durchschnittliche Lebensdauer einer Solaranlage liegt bei 30 – 40 Jahren. Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung haben eine Lebensdauer von über 25 Jahren.

Wo können Photovoltaik-Anlagen installiert werden? Jede Dachfläche, die ganzjährig von der Sonne beschienen wird und nicht mehr als 45° von Süden abweicht, eignet sich gut für eine Solarstromanlage.  Aber auch Dächer mit Ost-West-Ausrichtung und Fassaden werden immer öfter zur Stromerzeugung genutzt. Bei Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung hängt die Ausrichtung und Neigung von der verwendeten Technologie und dem Zweck der Anlage ab: Wird ausschliesslich Warmwasser erzeugt oder auch geheizt? Zum Heizen eignet sich eine südliche Ausrichtung und ein steiler Winkel, um möglichst viel Wintersonne nutzen zu können.

Stimmt es, dass Solarpanels mehr Energie zu ihrer Herstellung benötigen, als sie jemals erzeugen können? Das ist ein Gerücht, das sich seit den Anfängen der Photovoltaik in den 50er-Jahren hartnäckig hält. Solarpanels wurden damals zur Stromversorgung in Satelliten eingesetzt, wobei die Energie-Rücklaufzeit tatsächlich keinen grossen Stellenwert hatte. Heute liegt diese je nach Technologie und Breitengrad bei etwa 2 Jahren – und

dieser Wert sinkt ständig. Bezogen auf die lange Lebensdauer von 30 – 40 Jahren ist das also ein ausgesprochen guter Wert.

15 % – 20 % des Anlagenwerts aus. Dazu kommen Förderbeiträge in Höhe von 20 % – 30 %

Ist es wahr, dass Solarzellen giftige Rohstoffe enthalten?

Am meisten Solarstrom wird dann produziert, wenn er am wenigsten gebraucht wird. Wie profitiere ich also von einer Photovoltaikanlage?

Solarzellen bestehen zu 95 % aus Silizium, das aus Quarzsand gewonnen wird und ungiftig ist. Silizium und die in der Elektronik verwendeten Metalle wie Kupfer, Blei oder Aluminium sind nach dem Gebrauch vollständig wiederverwertbar.

Ist die Sonneneinstrahlung in der Schweiz überhaupt hoch genug, um relevante Mengen an Solarstrom zu produzieren? Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in der Schweiz liegt bei rund 1100 kWh pro Quadratmeter und Jahr – genug, um eine Solaranlage überall in der Schweiz effizient zu betreiben. Sie produziert zudem auch bei bewölktem Himmel und sogar bei Regen Strom, indem sie die diffuse Strahlung nützt, die von den Wolken reflektiert wird.

Photovoltaikanlagen sind doch immer noch viel zu teuer – oder etwa nicht? Die Preise für Photovoltaik sind in den letzten Jahren massiv gesunken – eine Anlage mit 5 kWp Leistung ist heute bereits ab 13 000 Franken zu haben. Mit diversen Abzügen und Förderbeiträgen wird es noch günstiger. So machen in den meisten Kantonen die erlaubten Steuerabzüge

der Investitionskosten.

Wenn die Sonne in den Mittagsstunden stark scheint, ist niemand zu Hause, um den Strom zu nutzen – und abends, wenn der Bedarf hoch ist, gibt es kaum Sonneneinstrahlung. Das ist aber zu kurz gedacht: Auch wenn niemand zu Hause ist, verbrauchen Häuser einiges an Energie, denn Geräte wie Kühlschrank oder Tiefkühler laufen rund um die Uhr. Auch Modems und TV-Boxen verbrauchen im Stand-by-Modus Strom. Somit erreichen Schweizer Haushalte ohne zusätzliche Technik eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 20 %. Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Geschirrspüler lassen sich mittels Timer-Funktion gezielt dann betreiben, wenn der Solarertrag am höchsten liegt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Stromspeicher zu integrieren und die Stromabnahme über Smart-Home-Systeme intelligent zu steuern. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Elektriker beraten – er plant und realisiert eine nachhaltige Photovoltaikanlage ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen.

Mehr zu Photovoltaik und alternativer Energiegewinnung lesen Sie im

ONLINE-MAGAZIN auf unserer Website.

9


WOHNEN 10

Pudelwohl auf kleinstem Raum: René Reist und Amélie Böing mit Sohn Nuori und Tochter Karou.

Energieautark wohnen AUF 33 QUADRATMETERN Ein Leben unabhängig vom Stromnetz – dabei Ressourcen wiederaufbereiten und direkt vor Ort erzeugen: Seit zwei Jahren beweisen René Reist und Amélie Böing mit dem Projekt «Tilla», dass die Energieziele 2050 bereits heute realisierbar sind. Auf einer Wiese im zürcherischen Au steht die «Tiny Villa», von ihren Besitzern liebevoll «Tilla» genannt. Von aussen kann man sich nur schwer vorstellen, dass hier eine junge Familie mit zwei Kindern und Hund ihren Alltag lebt. Doch sobald man den Wohnraum betritt, wird klar: Das kleine Häuschen bietet Platz für alles Notwendige und wirkt trotzdem erstaunlich geräumig – und vor allem gemütlich. Solche auch «Tiny Houses» genannten Kleinsthäuser liegen im Trend, doch um Trends geht es den beiden keinesfalls: «Der Kerngedanke unseres Projekts hat an sich nichts mit der Grösse des Hauses zu tun. Tilla ist lediglich eine mögliche Form dessen, was wir uns unter einem nachhaltigen Zusammenleben vorstellen.»

Ein mobiles Eigenheim Wie aber kam es dazu? René Reist erzählt: «Am Anfang stand das Ziel, eine bezahlbare Wohnform zu finden, die unseren Vorstellungen entspricht. Naturnah und ressourcenschonend sollte es sein. Dabei wollten wir möglichst viel selbst mitgestalten.» Ein weiterer Anspruch der beiden war, dass das künftige Zuhause mobil sein sollte – so, dass man damit ohne grossen Aufwand alle paar Jahre den Standort wechseln und damit braches Bauland zwischennutzen kann. Die Lösung ist ein Lastwagenanhänger, der als Fundament für das eigentliche Tiny House dient. Das hat neben der Mobilität einen zusätzlichen Vorteil: Sämtliche Teile

sind standardisiert – Ersatzteile sind daher einfach zu bekommen und kleinere Wartungsarbeiten können selbst erledigt werden.

Solarstrom vom Dach Sämtlichen Strom, den die junge Familie zum Leben braucht, stammt aus der eigenen 3-kWpPhotovoltaikanlage auf dem Dach. Die zehn südseitig ausgerichteten Solarpanels liefern zu jeder Jahreszeit genügend Energie für den Kühlschrank, die Haustechnik und für die elektronischen Geräte. «Der Strom reicht sogar dann aus, wenn es im Winter zehn Tage lang durchgehend bewölkt ist.»


«Tiny» heisst winzig – doch in dem clever eingerichteten Häuschen findet alles seinen Platz.

Überschüssiger Strom wird dabei in einem Warmwasserbehälter gespeichert – so kann an kalten, aber sonnigen Tagen sogar mit Solarenergie geheizt werden.

Alles bewusst im Überblick Via Smartphone-App hat René Reist jederzeit den Überblick über Batteriestand, Solarertrag und den allgemeinen Stromverbrauch. Darin sieht er auch gleich ein grosses Potenzial: «Unsere Gesellschaft funktioniert so, dass Strom immer und überall verfügbar ist. Kaum jemand weiss, wie viel Strom er eigentlich im Alltag verbraucht.» Seit er das jederzeit nachprüfen kann, habe er ein viel besseres Gefühl für die Zusammenhänge: «Heute weiss ich recht genau, welches Gerät wie viel Strom benötigt. Und solche Systeme sind problemlos in eine moderne Haussteuerung integrierbar.»

Auch im Winter kuschlig warm In den kälteren Monaten wird die Solarheizung durch einen wassergeführten Holzofen unterstützt. Darin wird Wasser erhitzt und anschliessend in die Radiatoren gepumpt oder im Warmwasserbe-

men mit dem Grauwasser in einen bepflanzten Abwasserfilter geleitet. Trotzdem verfügt die Tilla über einen Kanalisationsanschluss, wenn auch nicht ganz freiwillig. Denn obwohl es sich eigentlich um eine Mobilie handelt, fällt sie unter das Immobiliengesetz. Die Konsequenz: Für etwa 20 000 Franken musste ein Anschluss ans Abwassersystem erstellt werden. Damit ist die ganze Abwassertrennung im Prinzip ein reiner Mehraufwand. Umso deutlicher wird, dass es René Reist um mehr geht als seinen persönlichen Alltag. Er sieht das Ganze eher als Forschungsprojekt: «Natürlich hoffe ich, dass die Erkenntnisse aus solchen Experimenten letztlich auch den Weg bereiten für Änderungen auf gesetzlicher Ebene.»

hälter gespeichert. Anders als bei einem gewöhnlichen Holzofen bleibt damit die Raumtemperatur über lange Zeit stabil. Laut René Reist liegt der Holzverbrauch bei etwa 2 Ster pro Winter – das entspricht ungefähr 840 kg. Selbstverständlich Eine klare Vision stammt das Holz aus regionalem und nachhaltigem Anbau. Und ist der Ofen erst mal eingeheizt, Bis Kleinwohnformen wie die Tilla in der Schweiz wird darauf gekocht. Zusätzlich gibt es aber auch politisch anerkannt sind, gibt es noch viel zu tun. einen gasbetriebenen Herd – ein Kompromiss, über Ein wichtiges Ziel hat die Familie aber erreicht: Ihr den René Reist nicht ganz glücklich ist: «Wenn Projekt zeigt, dass das Erfüllen der vom Bund verich den Herd elektrisch betreibe, verbrauche ich abschiedeten Energieziele 2050 bereits heute mögzu viel Strom. Ausschliesslich auf Feuer zu kochen lich ist – und das ohne grosse Komforteinbussen. wollen wir uns nicht antun, darum der Gasherd.» «Viele meinen, das sei eine Frage der technologiAber auch dafür ist schon eine Lösung angedacht: schen Entwicklung. Dabei ist die nötige Technik Künftig soll es möglich sein, mittels eigenem Bio- längst vorhanden. Und diese Erkenntnisse, die wir gasreaktor aus Grünabfällen Methan herzustellen hier im kleinen Rahmen gewinnen, sind letztlich und damit zu kochen. problemlos auch in grösseren Wohnobjekten umsetzbar.»

Das Abwasserproblem ist geklärt Eine weitere Besonderheit der Tiny Villa ist der Umgang mit Abwasser, denn auch das wird vor Ort mittels einer Grünkläranlage aufbereitet. In der speziellen Trockentrenntoilette werden Fäkalien und Urin separiert – ersteres wird kompostiert und zu Humus verarbeitet, zweiteres zusam-

Mehr über nachhaltiges Wohnen lesen Sie im

ONLINE-MAGAZIN auf unserer Website.

11


PUBLIREPORTAGE FELLER Intelligentes Wohnen

SMARTES LICHT. SMARTER TASTER. Konzentriert oder romantisch? Actionreich oder beschwingt? Schalten Sie in Zukunft die gewünschte Philips Hue Lichtstimmung, abgestimmt auf Ihre Musik, Games oder Filme mit dem neuen Smart Light Control for Philips Hue von Feller by Schneider Electric.

12

Smart Light Control von Feller AG macht’s möglich. Das intelligente Beleuchtungssystem Philips Hue lässt sich nicht mehr nur mit der App steuern, sondern auch mit dem von Feller entwickelten batterielosen Smart Light Control, welcher sich nahtlos in das bestehende EDIZIOdue Schalterprogramm integriert. Ein romantisches Dinner, ein gemütlicher Fernsehabend oder eine rauschende Gartenparty. Was auch immer Sie vorhaben – zaubern Sie die perfekte Lichtstimmung herbei. Dimmen Sie mit Smart Light Control von Feller AG das Licht, rufen Sie vier verschiedene Lichtszenen ab oder schalten Sie Leuchten per Tastendruck ein- oder aus. Die vernetzte Wohnungsbeleuchtung bietet so unendlich viele Möglichkeiten. Für die Montage stehen drei Varianten zur Verfügung. Als Stand Alone für individuelle Anwendungen, als Integration in eine bestehende Installation oder als Erweiterung (Retrofit) mit einem Kombinationsrahmen von Feller EDIZIOdue.

Smart Light Control im EDIZIOdue Design Doch für eine echte Wohlfühloase muss nicht nur die Lichtatmosphäre stimmen. Auch die Einrichtung zu Hause trägt zum Wohlbefinden bei. So legt die Feller AG grössten Wert auf ausgewogenes und durchdachtes Design, um Form und Farbe stilecht an die verwendeten Oberflächen anzupassen. Smart Light Control ist in allen 12 Farben der EDIZIOdue colore-Linie erhältlich. Für noch exklusivere Designansprüche lassen sich die Taster mit 15 hochwertigen Echtmaterial-Rahmen, wie zum Beispiel Glas, Chromstahl oder Messing, im EDIZIOdue prestige-Design kombinieren. Und das gewisse Etwas: Die individuelle Taster-Beschriftung bietet Ihnen zusätzlichen Bedienkomfort. Wenden Sie sich dafür einfach an Ihren Elektriker.

Nicht nur ästhetisch, sondern auch flexibel und einfach Smart Light Control von Feller AG ist batterie- und drahtlos. Dank der Wireless-Technologie ist keine Elektroinstallation erforderlich und sie bietet Ihnen die Möglichkeit, die Taster frei zu platzieren. Die erforderliche Energie erzeugen Sie nämlich selbst. Durch das Betätigen des Wippschalters wird genügend Energie produziert, um das Schaltsignal per Funk zu übertragen.

«Für Ihr Philips Hue System haben wir gemeinsam mit Signify (ehemals Philips Lighting) den Smart Light Control im individuellen EDIZIOdue Design entwickelt.»

Die Installation ist ganz einfach. Kleben oder schrauben Sie den Taster an eine beliebige Stelle im Raum. Richten Sie anschliessend Ihr Taster in der Philips Hue-App ein und steuern Sie die Beleuchtung ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Die Verwendung von Smart Light Control erfordert die Philips Hue Bridge v2, sowie Philips Hue Leuchten und die App von Philips Hue und ist im Retailhandel oder bei Ihrem Elektriker erhältlich.

Mehr Informationen auf

Niko Ryhänen, Future Offer Senior Manager bei Feller by Schneider Electric

www.feller.ch/hue Feller AG, 8810 Horgen

Watch me:


Smartes Licht. Smarter Taster.

Smart Light Control for Philips Hue. Mit dem batterie- und kabellosen Funktaster steuern Sie Philips Hue Leuchten einfach und smart. Smart Light Control ist im EDIZIOdue Design in 12 unterschiedlichen Farben erhältlich und passt somit perfekt zu den bestehenden Schaltern und Tastern. Mehr Informationen: feller.ch/hue


WOHLBEFINDEN Licht hat Einfluss auf Körper und Geist – diese Tatsache sollte man sich zunutze machen.

LICHT ALS STIMMUNGSMACHER Licht sorgt für Gemütlichkeit und wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus. Helle Köpfe berücksichtigen darum bereits bei der Wohnungseinrichtung die Erkenntnisse aus der Lichtforschung.

14

Ob wir uns aktiv und unternehmungslustig oder tonin nicht richtig wirken kann. Die Folge davon: eher schlapp und müde fühlen, hängt in hohem Unsere innere Uhr gerät aus dem Gleichgewicht Masse vom Licht ab – genauer gesagt von der Hel- – und das schlägt aufs Gemüt. ligkeit und Farbe des Lichts. Denn davon wird unsere innere Uhr und damit der Rhythmus unserer Dem Winterblues vorbeugen Schlaf- und Wachphasen gesteuert. Zahlreiche Studien belegen, dass dies ausserdem Einfluss auf un- Licht beeinflusst also unsere Stimmung – das ist sere Stimmung und unsere Leistungsfähigkeit hat. im Winter besonders deutlich zu spüren. InsbeWir geben Einblick in die Zusammenhänge und wie sondere dann, wenn die Tage kurz sind und folgman sie bei der Lichtplanung berücksichtigt. lich wenig Tageslicht vorhanden ist. Nicht umsonst spricht man vom sogenannten «Winterblues»: Viele fühlen sich dann kraft- und antriebslos und Licht steuert unsere innere Uhr leiden unter Stimmungsschwankungen. Am besUnsere Stimmung und unser Schlafrhythmus wer- ten wirkt man dem mit täglichen Spaziergängen den vom Hormonsystem gesteuert. Besonders zwei von 20 – 30 Minuten entgegen, bei denen ganz Hormone haben dabei grossen Einfluss: Das so- bewusst in den Himmel geschaut wird. genannte «Glückshormon» Serotonin wird während des Tages produziert und sorgt dafür, dass Lichtfarben im Tagesverlauf wir aktiv und gut gelaunt sind. Das Melatonin, auch «Schlafhormon» genannt, wird dagegen Was aber macht nun das Tageslicht so speziell? während der Nacht ausgeschüttet. Es drückt auf Es hat einen hohen Blauanteil und wirkt damit die Stimmung und wirkt schlaffördernd. Beide Hor- aktivierend auf den menschlichen Körper. Dagemone stehen in engem Zusammenhang, da Sero- gen weist das Licht bei Dämmerung einen gerintonin in der Zirbeldrüse – quasi unsere «biologi- gen Blauanteil auf – und das hat wiederum einen sche Uhr» im Gehirn – zu Melatonin umgewan- beruhigenden Einfluss auf uns. Diesen Effekt kann delt wird. Und bei dieser Umwandlung spielt das man sich zunutze machen, indem man bei der Tageslicht eine zentrale Rolle: Photozellen im Auge Wohnungseinrichtung auf die Wahl der richtigen nehmen das Umgebungslicht wahr und senden Leuchtmittel achtet. Nicht umsonst sind solche Erdiese Information an die Zirbeldrüse. Ist ausrei- kenntnisse mittlerweile zu einer multidisziplinächend Tageslicht vorhanden, wird die Produktion ren Wissenschaft angewachsen – zahlreiche Forvon Melatonin eingestellt – dem Körper wird also scher beschäftigen sich mit Materialien, Farben signalisiert: Es ist Tag. Ist jedoch nicht ausreichend und Lichttechnik und deren biologischen AuswirTageslicht vorhanden, schüttet das Gehirn weiter- kungen auf den Menschen. Entsprechend viele hin Melatonin aus. Dies führt dazu, dass das Sero- Lösungsansätze gibt es bereits für Innenräume,

wie zum Beispiel spezielle Leuchtmittel, welche die verschiedenen Phasen des Tageslichts simulieren. Und wer morgens Mühe hat mit Aufstehen, profitiert möglicherweise von einem sogenannten Lichtwecker: Er ahmt die Morgendämmerung nach und sorgt so für ein sanfteres Aufwachen.

Perfekte Bedingungen für Arbeit & Freizeit Wer zu Hause ideale Lichtbedingungen erschaffen will, sollte sich zunächst fragen: Wo wird das Licht benötigt, und welchen Zweck soll es erfüllen? Zum Beispiel ist helles Licht mit hohen Blauanteilen förderlich für die Konzentration und Leistungsfähigkeit – ideal also für den Arbeitsplatz. Im Wohnbereich ist dagegen eher gemütliche Stimmung gefragt. Hier sorgt indirektes Licht mit wenig Blauanteilen für eine entspannende Wirkung. Und wer das volle Potenzial ausschöpfen will, setzt auf ausgeklügelte Tageslicht-Simulationen, die individuell angepasst und gesteuert werden können. In jedem Fall gilt: Eine fachmännische Unterstützung ist sinnvoll – denn einhergehend mit den wachsenden Erkenntnissen der Lichtforschung schreitet auch die Technologie weiter voran und bietet immer mehr erhellende Lösungen für eine Lichtumgebung, die die Funktionsweise unseres Organismus berücksichtigt. Lassen Sie sich also beraten, wie Sie Ihr Zuhause ins richtige Licht rücken und entdecken Sie dessen positive Auswirkung auf Körper, Geist und Wohlbefinden.


MYTHEN, GERÜCHTE UND ANDERE HALBWAHRHEITEN

Der

s o h t My

«Bei längerer Abwesenheit wird die Heizung am besten komplett heruntergedreht.»

Besser nicht – denn wer die Heizung abdreht, zahlt später drauf. Das Erwärmen eines ausgekühlten Raumes kostet auf Dauer mehr, als diesen durchgehend auf kleiner Stufe zu beheizen. Kalte Wände fördern ausserdem Schimmelbildung und schaden der Bausubstanz. Darum sollte die Temperatur in jedem Raum immer mindestens 15 Grad betragen – selbst dann, wenn es für zwei Wochen in die Ferien geht. Kurioses Wissen finden Sie unter der Rubrik «Wussten Sie, dass …?» im

ONLINE-MAGAZIN auf unserer Website.

WETTBEWERB

inn

e en Si

Zehn Hotels – ein Name. Geniessen Sie kulinarische und erholsame Momente oder erleben Sie Spass und Freude bei aktiven Erlebnissen. Die Viersterne Sunstar Hotels in den schönsten Ferienregionen der Schweiz und im Piemont bieten das passende Zuhause für Paare, Familien und Einzelreisende.

END K E E EIN WEINEM EL IN R HOT TA SU N S Gew

Arosa, Davos, Lenzerheide, Grindelwald, Wengen, Zermatt, Klosters, Saas-Fee, Brissago, Piemont

SUNSTAR HOTELS – SCHÖNE FERIEN Sie brauchen nur unten stehende Frage richtig zu beantworten:

Welche Masseinheit bezeichnet die abgegebene Lichtmenge eines Leuchtmittels?  Lumen  Lux   LED Name / Vorname: Strasse / Nr.: PLZ  / Ort:

Telefon: eev-Mitglieds-Nr.*: * Wird durch Ihren ELITE Electro-Partner ausgefüllt.

Die Gewinnerin des elitec  Wettbewerbs 2 / 19 heisst Irene Hänselmann und kommt aus Merenschwand. Wir gratulieren herzlich! Der Gewinn wäre ihr von der Firma Elektro Keller AG aus Merenschwand überreicht worden. Aufgrund der ausserordentlichen Lage wurde ihr der Preis jedoch zugesandt.

Geben Sie Ihrem ELITE Electro-Partner den ausgefüllten Coupon ab oder füllen Sie das Formular online unter www.electro-partner.ch aus. Unter allen Einsendungen werden die Gewinner per Los ermittelt und schriftlich benachrichtigt. Einsendeschluss ist der 31. August 2020. Viel Glück! Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären Sie sich einverstanden, dass Ihr Name, Vorname, Wohnort sowie ein Bild der Preisübergabe im Falle eines Gewinns in der nächsten Ausgabe des elitec Magazins publiziert werden. Zudem erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zwecks Wettbewerbsabwicklung an den jeweiligen ELITE Electro-Partner sowie an den Produkthersteller weitergeleitet werden und diese Ihre Angaben zu eventuellen Marketingzwecken verwenden dürfen.

15


DER RICHTIGE BLITZSCHUTZ FÜR IHR ZUHAUSE Sicherheit beginnt bei der richtigen Planung. Der Elektriker sorgt für die professionelle Konzeption und Installation Ihrer Blitzschutzanlage. Machen Sie den ersten Schritt und lassen Sie sich beraten – die Adresse finden Sie auf der Titelseite dieses Magazins.

Profile for eev | aae

Elitec – Deutsch  

Magazin für Elektro- und Kommunikationstechnik

Elitec – Deutsch  

Magazin für Elektro- und Kommunikationstechnik

Profile for eev-aae