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Nr. 4 / Mai 2012 CHF 5.50

Schweizer

Gesundheits-Magazin Erste Hilfe im Haus Richtig reagieren bei Haushaltsunf채llen

Zu hohes Risiko? Medikamentenverwechslung im Spital

Fit und gesund Schwung in den Alltag bringen


33 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser Bewegen Sie sich ausreichend? Immer wieder habe ich es mir vorgenommen, und doch hat es seine Zeit gebraucht, bis ich es in die Tat umsetzte: regelmässig Sport in meinen Alltag einzubauen! Mein Ziel: Ich möchte das Herz-Kreislauf-System unterstützen, Verspannungen vorbeugen – für mich wichtig bei meiner vornehmlich sitzenden Tätigkeit –, die Haltung verbessern und natürlich mich fitter und gesünder fühlen! Mich während der Sommermonate draussen sportlich zu betätigen, fiel mir nicht schwer, doch während der kälteren Jahreszeit häuften sich die Ausreden! Falls Ihnen diese Situation bekannt vorkommt und Ihnen bis jetzt die nötige Motivation gefehlt hat, lesen Sie unser aktuelles Dossier «Fit und gesund»! Kompetente Fachpersonen zeigen auf, wie man am einfachsten zu mehr Bewegung im Alltag kommt. Vielleicht helfen Ihnen ein paar Übungen von Dave Dollé zum Beginnen, oder Sie finden Gefallen an der Auswahl der beliebtesten Sportarten in der Schweiz auf Seite 25. Wussten Sie, dass sich pro Jahr 600 000 Unfälle in Heim und Haushalt ereignen? In unserem ErsteHilfe-Artikel erfahren Sie, wie man aktiv vorbeugt und welche Massnahmen helfen, wenn doch einmal etwas passiert. Weitere wissenswerte Artikel zu verschiedensten Gesundheitsthemen runden diese Ausgabe ab. Übrigens: Seit vier Monaten betreibe ich nun zweimal pro Woche Sport mit Krafttraining und einem Ausdauerprogramm und bin ganz zufrieden mit mir und dem erzielten Resultat! Denken Sie daran: Es ist nie zu spät, mit etwas Neuem zu beginnen! Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre mit Vista und fitnessreiche Tage im Mai! Isabelle Mahrer Leitung Printmedien

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13 INHALTSVERZEICHNIS

Nr. 4 / Mai 2012

Vista Dossier

Fitness und Sport

13 – 25 Fit und gesund

Schwung in den Alltag bringen

Gesundheit aktuell 5–7 10 –11

Erste Hilfe im Haus Richtig reagieren bei Haushaltsunfällen Prüfungsstress

Gut vorbereitet ist halb bestanden

Gesundheitspolitik 33 – 35 Zu hohes Risiko?

Medikamentenverwechslung im Spital

45 – 46 Gesundheitskosten

Je älter, je teurer?

Gesunde Ernährung 36 – 37 Salzkonsum

Wie viel darf es sein?


Badewannen-

Lifte 36

10 Komplementärmedizin

Das Original vom

WANNENLIFT-SPEZIALISTEN

So einfach kann es sein, in die Wanne hinein und heraus zu kommen! • Mietkauf

42 – 43 Bioresonanztherapie Heilung durch Alternativmedizin

zinslos

möglich • Auch

mit Akkubetrieb

Vista Life 28 – 29 Liebe, Leben, Laster Frauen sind anders, Männer sowieso

• Schnelle

und saubere Installation

• Alle

Rundum gesund 47 Fingerarthrose

Neue Studie zu bekannter Therapie

Funktionsteile aus Edelstahl

Endlich wieder In jedem Vista 12, 26 Marktinfos 41 Kreuzworträtsel 48 Gesundheits-News 48 Impressum / Vorschau 50 – 51 MyVista

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Nr. 4 / Mai 2012

Gesundheit aktuell

Stürze, Verbrennungen, Schnittwunden durch Küchengeräte: Im Haus passieren die meisten Unfälle. Mit einer gut ausgestatteten Hausapotheke und unseren Erste-Hilfe-Massnahmen sind Sie für den Notfall zu Hause aber bestens gewappnet. Alice Werner

Erste Hilfe im Haus Richtig reagieren bei Haushaltsunfällen 600 000 Unfälle in Heim und Haushalt verzeichnet die Schweizer Statistik pro Jahr. Das Risiko, sich zu Hause zu verletzen, ist damit viermal höher als im Strassenverkehr. Häufig sind Schnittverletzungen in der Küche oder Treppenstürze auf Unachtsamkeit, Leichtsinn, Zeitdruck oder unsachgemässe Bedienung von Haushaltsgeräten zurückzuführen. Einfache Sicherheitsmassnahmen helfen, das Unfallrisiko im eigenen Heim zu senken. Da es in Notsituationen häufig auf schnelles und überlegtes Handeln ankommt, sollte man ausserdem wissen, wie man sich im Ernstfall richtig verhält. Schnittwunden Leichte Schnittverletzungen, die in der Regel durch Scheren, Messer, Dosenöffner

oder Scherben verursacht werden, können Sie selbst behandeln. Reinigen Sie die Wunde unter fliessendem Wasser und behandeln Sie sie anschliessend mit Desinfektionsmitteln. Kleine Schnitte können mit einem Pflaster, tiefe Verletzungen mit einer sterilen, nicht klebenden Kompresse abgedeckt und mit einem Druckverband versorgt werden. Beobachten Sie die Wunde und suchen Sie bei andauernder Nachblutung oder Infektionszeichen einen Arzt auf. Ist die Fingerkuppe oder der ganze Finger abgetrennt, legen Sie die Hautteile, beziehungsweise die abgetrennten Gliedmassen, in einen sauberen Gefrierbeutel und kühlen Sie diesen mit Eis. Innerhalb von sechs Stunden können nicht abgestorbene Gewebeteile im Krankenhaus wieder angenäht werden.

Vorsichtsmassnahmen: Beim Abwaschen, Gärtnern und Heimwerken Handschuhe tragen. Scharfe Messer verwenden, da diese kontrollierter geführt werden als stumpfe. Messer in einem Messerblock oder mit einem Klingenschutz aufbewahren. Zerbrochenes Glas in einem Karton entsorgen und feine Splitter wegsaugen. Verbrennungen Kochendes Wasser, spritzendes Öl, heisse Backbleche: In der Küche kann es schnell zu Verbrennungen kommen. Als Erstmassnahme bei Verbrennungen sollte die betroffene Hautstelle bis zum Abklingen der Schmerzen unter fliessend

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kaltem Wasser gekühlt werden. Bei schwereren Verbrennungen zeigt sich eine Brandblase, die mit speziellen Brandsalben behandelt und mit sterilen Pflastern abgedeckt werden sollte. Bei Verbrühungen mit kochendem Wasser muss die durchtränkte Kleidung sofort von der Haut entfernt werden. Kühlen Sie die betroffenen Hautpartien mit feuchten Tüchern. Auch im Mund- und Rachenraum kann es durch zu heisse Flüssigkeiten oder Speisen zu Verbrennungen kommen. Gurgeln Sie als Gegenmassnahme mit kaltem Wasser. Bei allen schweren Verbrennungen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Denken Sie daran: Verbrannte Kleidung, die an der Haut klebt, darf nicht entfernt werden. Decken Sie die Brandwunde dagegen sofort mit einer sterilen Bandage oder mit einem sauberen Tuch ab. Auf keinen Fall eine Salbe auftragen oder auf die Haut pusten. Vorsichtsmassnahmen: Nie ohne Handschuhe in den Backofen greifen.

Heisse Flüssigkeiten immer vom Körper weggerichtet umleeren. Nur geeignete Kochgeräte zum Wenden des Pfanneninhalts verwenden, um Fettspritzer oder Verletzungen durch heissen Dampf zu vermeiden. Keine flüssigen Anzündhilfen wie Brennsprit für den Grill oder das Cheminée verwenden. Kopfverletzungen und Knochenbrüche Durch einen Sturz auf den Kopf oder das Aufprallen des Schädels auf einen harten Gegenstand kann es zu einer Gehirnerschütterung kommen. Mögliche Symptome sind Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Sehstörungen. Wichtig bei einem Schlag auf den Kopf: möglichst wenig bewegen. Legen Sie sich mit erhöhtem Oberkörper ins Bett und verzichten Sie auf Fernsehen oder Lesen. Nach 24 Stunden sollten Kopfschmerzen und Schwindel nachgelassen haben. Suchen Sie andernfalls einen Arzt auf, um innere Blutungen

auszuschliessen. Bei Verdacht auf einen Knochenbruch sollten Sie sich möglichst wenig bewegen. Versuchen Sie auf keinen Fall, eigenständig Ihre Mobilität zu überprüfen, den Knochen zu belasten oder zu richten. Rufen Sie umgehend den Rettungsdienst. Bis zum Eintreffen des Arztes wirken Eispads lindernd bei Schwellung und Schmerzen. Vorsichtsmassnahmen: Teppiche mit Gleitschutzunterlagen sichern. Beim Treppensteigen den Handlauf benutzen. Verschüttete Flüssigkeiten sofort aufwischen. Gute Beleuchtung von Treppen, Keller und Garage. Lasten so tragen, dass man noch sieht, wohin man tritt. Keine Kabel quer durch den Raum legen und typische Stolperfallen wie herumliegende Gegenstände und Zeitungen wegräumen. Verätzungen Putzmittel, Dünger, Lösungsmittel: Im Haushalt finden sich zahlreiche chemische Produkte, die bei unsachgemässer

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Verwendung zu Verätzungen führen können. Bei Hautverätzungen mit Haushaltsprodukten spülen Sie die betroffenen Hautpartien gründlich unter fliessendem Wasser. Haben Sie Spritzer von Reinigungsmitteln ins Auge bekommen, waschen Sie es sofort mit lauwarmem Wasser aus. Kinder, die versehentlich chemische Flüssigkeiten getrunken haben, dürfen auf keinen Fall zum Erbrechen gebracht werden. Dadurch würden sich die Verätzungen im Mund- und Rachenraum wiederholen. Die wirksamste Erste Hilfe besteht im Verdünnen der Chemikalie: Lassen Sie das Kind sofort so viel wie möglich Wasser oder Tee in kleinen Schlucken trinken und fahren Sie anschliessend ins Spital, da die Gefahr eines Magen- oder Darmdurchbruchs besteht. Vorsichtsmassnahmen: Lagern Sie Chemikalien an für Kinder unerreichbaren Orten. Ersetzen Sie giftige Haushaltsmittel durch biologische Produkte. Bewahren Sie Chemikalien in der Originalverpackung auf – vor allem das Umfüllen in Getränkeflaschen ist gefährlich. Tragen Sie Schutzhandschuhe beim Umgang mit starken Säuren und Laugen. Hausapotheke zur Ersten Hilfe Um bei Unfällen im Haushalt richtig reagieren zu können, ist eine gut ausgestattete Hausapotheke notwendig. Denn egal, ob es sich um eine Bagatellverletzung wie kleinere Schürf- oder Schnittwunden oder um eine ernsthaftere Ver-

letzung handelt: Die ersten Massnahmen nach dem Unfall sind für den Genesungsweg entscheidend. Zur Basisausstattung der Hausapotheke gehören: • Pflaster, sterile Gazekompressen, Gazebinden, Leukoplast, Einmalhandschuhe, Pinzette, Schere, Wund- und Desinfektionsmittel (z. B. jodhaltig), Fieberthermometer, Cold Hot Pack zum kalt und warm auflegen, Dreiecktuch, Aluminiumdecke, Alkohol 70% zum Desinfizieren, Medizinalbenzin für die Entfernung von Pflasterklebstoffen. • Paracetamol und/oder Ibuprofen gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber. • Wund- und Heilsalbe für kleinere Hautverletzungen und Verbrennungen. • Gel oder Salbe zur Nachbehandlung von Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen oder Muskelentzündungen, Medikamente bei Durchfall, Verstopfung und Unwohlsein. Grundsätzlich gilt bei der Selbstbehandlung von Haushaltsunfällen: Die Verletzung und den allgemeinen körperlichen Zustand gut beobachten. Bei Fragen zur weiteren Behandlung eine Apotheke aufsuchen oder ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Sofortiger Arztbesuch ist notwendig bei auftretendem hohem Fieber, Schwellung und Druckschmerz der Lymphknoten, zunehmenden Schmerzen sowie bei starker Rötung und Schwellung der Wunde.

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• Unter www.pro-senectute.ch werden Balance-Kurse für Senioren zur gezielten Sturzprophylaxe aufgelistet.

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• Erste-Hilfe-Kurse zum richtigen Verhalten in Unfallsituationen gibt der Schweizerische Samariterbund. Informationen: www.samariter.ch

Gültig mit diesem Bon bis 31.5.2012. Nicht kumulierbar. Einzulösen in Apotheken und Drogerien.

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Piniol AG informiert

Ob Prellung oder andere stumpfe Einwirkungen, die neuen Emulgels aus der Reihe der CH’i® Energy Produkte können bei Sporttraumen Abhilfe schaffen oder der Vorbeugung dienen.

Wenn es schmerzt Verbindung von Tradition und Qualität

CH’i® Energy Hot-Emulgel Entspannt und lockert die Muskeln und Glieder, fördert die Hautdurchblutung, vermittelt angenehme Wärme und stärkt den CH’i-Fluss bei Verspannungen. CH’i® Energy Cold-Emulgel Entspannt und regeneriert die Muskeln und Glieder nach dem Sport. Kann bei traumatischen Einwirkungen zur Kühlung angewendet werden. Alle CH’i®-Produkte sind in Apotheken und Drogerien erhältlich. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Es gibt sie in Sprays und Roll-Ons und nun – ganz neu – auch in Form von Emulgel: die CH’i® Energy Produkte von Piniol. Sie verbinden chinesisches Wissen und Schweizer Qualität, aber dazu später mehr. Das eine neue Emulgel kühlt, das andere wärmt. Je nach Bedarf kommt das eine oder das andere zur Anwendung. 8

Bewegung und Sport sind gut für Körper und Geist. Wer sich dabei überanstrengt und zu viel von seinem Körper fordert, bei dem blockieren oft akut die Muskeln. Wer eine Mannschaftssportart wie Fussball, Volleyball oder Unihockey ausübt, hat vermutlich schon mehrere Male ein Körperteil unangenehm verdreht oder geprellt. Diese Folgen sind schmerzhaft und eine

Besserung tritt oft erst nach mehreren Tagen ein. Hier kann das neue CH’i® Energy Cold-Emulgel Abhilfe verschaffen: Das kühlende Muskel- und Glieder-Emulgel mit einem Extrakt aus hochwertigen chinesischen Kräutern stärkt den KörperEnergiefluss bei Muskelblockaden und entspannt und regeneriert die Muskeln und Glieder nach dem Sport. Das Emul-


gel kann im Sportbereich wie ein Eisbeutel oder Eisspray verwendet werden, ist demnach ideal, bei Prellungen oder stumpfen Einwirkungen. Angenehme Wärme Langes Sitzen, nasskaltes Wetter oder Folgen von langer Kälteeinwirkung hingegen führen oft zu Verspannungen mit Kältegefühl, Muskelblockaden, Steifheit oder Gliederbeschwerden. Das neue Produkt CH’i® Energy Hot-Emulgel entspannt und lockert die Muskeln und Glieder, fördert die Hautdurchblutung und vermittelt angenehme Wärme. Zudem stärkt es den Körper-Energie-Fluss bei Verspannungen. Wie werden diese neuen Produkte von Piniol eingesetzt? Sowohl das CH’i® Energy Hot-Emulgel wie auch das CH’i® Energy Cold-Emulgel basieren auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Das CH’i steht für Chi (auch Qi geschrieben), also für die Lebensenergie, die in den Meridianen der Menschen fliesst. Wenn diese Lebensenergie in den Leitbahnen stockt, blockiert oder gestört ist, kann dies unangenehme Beschwerden hervorrufen. Typisches Symptom für einen Chi-Stau ist beispielsweise Spannungsschmerz in der Muskulatur, der an unterschiedlichen Stellen auftreten kann. Das Hauptziel einer Behandlung nach TCM liegt demnach immer in der Gewährleistung einer freien Chi-Zirkulation. Auch die CH’i® Energy Produkte sollen Blockaden lösen und so den freien Fluss des Chi fördern. Tief gehende Fähigkeiten Basierend auf dem jahrtausendealten Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin, wurden die CH’i® Energy Produkte zusammen mit führenden Schweizer Experten der TCM entwickelt. Die einzigartigen Kräuterformulierungen aus dem reichen Schatz der TCM – der hauptsächliche Anteil der Kräuter stammt aus Taiwan – haben nach dem Prinzip

der ganzheitlichen Medizin tief gehende Fähigkeiten: Sie lassen in ihrer Gesamtheit nicht nur oberflächliche Beschwerden schmelzen. Vielmehr löst die Kräuterformulierung tief greifend die oben genannten Blockaden und bringt den Energiefluss wieder ins Rollen. Synthese aus TCM und Schweiz Nachdem die Kräuter aus ihren Ursprungsländern – wo ihre Qualität durchgehend nach strikten Regeln geprüft wird – in die Schweiz transportiert werden, werden sie hier einem strengen Analyseverfahren unterzogen und danach unter pharmazeutischen Bedingungen zu einem Extrakt verarbeitet. All dies ergibt ein wirkungsvolles Zusammenspiel zwischen chinesischem Wissen, asiatischen Kräutern und Schweizer Qualitätsbefinden. Die CH’i® Energy Hotund Cold-Emulgels sind natürlich wirksam und enthalten zwischen 15 und 17 Prozent Alkohol. Die Anwendung ist ganz einfach: Nach Bedarf können Sie die Emulgels auf die gewünschten Stellen wie Rücken, Nacken, Schultern, Arme, Ellbogen, Beine, Knie oder Füsse leicht einmassieren. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Emulgels nicht in Kontakt mit Ihren Augen kommen und dass Sie sie ausschliesslich äusserlich anwenden. Die Produkte sind ab

sechs Jahren einsetzbar und sollten nicht auf offene Wunden aufgetragen werden. Einen noch besseren Effekt erhalten Sie, wenn Sie die eingeriebenen Stellen mit einem Kleidungsstück zudecken. Sprayen oder rollen Nebst den bereits beschriebenen Produkten werden auch ein Spray (CH’i® Energy China-Spray) und ein Roll-On (CH’i® Energy Roll-On) auf der gleichen Basis hergestellt. Auch sie tragen zur Lösung der Blockaden zwischen den Meridianen bei. Der China-Spray erhöht vor allem die Muskelspannkraft vor dem Sport und belebt den Körper. Nach der sportlichen Aktivität trägt er zur schnelleren Regeneration bei. Er hilft auch bei Muskelbeschwerden aller Art sowie bei Verspannungen. Der Ch’i® Energy RollOn kann optimal im Kopf-, Schulter- und Nackenbereich eingesetzt werden, stärkt den Muskelenergiefluss und löst Verspannungen. Alle CH’i® Energy Produkte sind in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Tipp Der CH’i® Energy China-Spray ist auch als Badezusatz geeignet; zur Entspannung und Lockerung der Muskeln und Glieder. Dazu geben Sie zirka zehn Sprühstösse in das warme Badewasser.

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Nr. 4 / Mai 2012

Gesundheit aktuell

In Prüfungssituationen spielt uns manchmal die Nervosität einen Streich. Doch glücklicherweise gibt es erprobte Methoden, um dem Prüfungsstress zu begegnen. Drei Experten erzählen, wie es geht. Ursula Haas

Prüfungsstress Gut vorbereitet ist halb bestanden Zitternde Hände, kalter Angstschweiss, schlaflose Nächte, Blackout: So oder ähnlich macht sich die Prüfungsangst bemerkbar. Egal, ob es sich nun um einen Schultest, eine Autoprüfung, um einen sportlichen Wettkampf oder das erste Date handelt: Diese Symptome tauchen immer dann auf, wenn man sie überhaupt nicht brauchen kann. Und die wenigsten Menschen sind wirklich davor gefeit – einige legt der Prüfungsstress regelrecht lahm. Dabei kann ein bisschen Lampenfieber anspornend wirken: «Stress ist ja zunächst bloss die Bezeichnung für den Zustand erhöhter Anspannung und Aktivität», sagt Christoph Metzger, emeritierter Professor am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Prüfungstheorie und -praxis. «Der positive Stress, auch Eustress genannt, fordert uns heraus und spornt an zu Höchstleistungen», erklärt er. Hingegen der negative Stress, genannt Distress, bringt all die unerwünschten und unkontrollierbaren Symptome mit sich und ist auf Dauer ungesund. Symptome auf verschiedenen Ebenen «Solche Symptome können sich auf drei Ebenen abspielen», führt Metzger aus. Die kognitive Ebene beinhaltet irritierende Gedanken oder Selbstzweifel, so dass man sich schlecht konzentrieren kann. Auf der physischen Ebene können 10

sich unter anderem Unwohlsein, MagenDarm-Beschwerden oder Pulsrasen manifestieren. «Die emotionale Ebene kann eine Unsicherheit im weitesten Sinne beinhalten oder das Gefühl, einer Situation ausgeliefert zu sein», so Metzger. Von solchen Phänomen hört die Psychologin Salome Lienert in ihrer täglichen Arbeit. Sie bietet an der Universität Zürich Gruppencoachings zum Thema Prüfungsstress an. «An unsere Beratungsstelle wenden sich immer wieder Studierende, weil sie starke Prüfungsangst erleben», erzählt sie. «Angstfreiheit ist nicht das Ziel, doch es soll trotz Nervosität eine gute Prüfung möglich sein», beschreibt Lienert den Kursinhalt. In den Sitzungen wird die Vorbereitungszeit besprochen, das Erstellen eines individuellen Lernplans und der konkrete Umgang mit schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Hilfreich ist laut Lienert auch das Erlernen einer Entspannungsmethode: «Dabei muss jeder selber diejenige Technik wählen, die ihm am meisten zusagt», sagt sie. Gründe für die Angst Die Gründe für die Angst vor der Testsituation sind so verschieden wie die Symptome. «Hinter jeder Prüfungsangst stecken individuelle Gründe», sagt Lienert. Unter anderem komme in einer Prüfungssituation die bisherige Lerngeschichte zum Tragen: «Dazu gehört beispielsweise, welche Erfahrungen je-

mand in der Schulzeit gemacht hat, ob er eher unterstützende oder entmutigende Reaktionen von den Lehrern und Eltern erhalten hat», führt sie aus. Eine Prüfung ist eine Schwellensituation, in welcher oft vieles auf dem Spiel steht. Ungelöste Entwicklungsaufgaben des Einzelnen können in diesem Moment zum Vorschein kommen. Es ist auch schwieriger, mit einer Prüfung erfolgreich umzugehen, wenn die aktuelle Lebenssituation aus anderen persönlichen Gründen belastet ist. Im Sportbereich sind es neben Wettkampfangst zum Beispiel auch Unfälle oder Trainerwechsel, die zu Blockaden führen können, berichtet die Sportpsychologin Romana Feldmann. Sie berät verschiedene Einzel- und Mannschaftssportler, von Extremalpinisten bis Eishockeyspielern, um die Wettbewerbssituation besser zu meistern. «Wenn die Angst durch ein plötzliches Ereignis ausgelöst wird, ist es wichtig, dass man darauf reagiert, damit die Blockade nicht immer grösser wird», weiss Feldmann aus ihrer Arbeit. Die Phänomene, über welche die Sportler berichten, sind ähnlich wie in anderen Prüfungssituationen. «In der Beratung geht es darum, Massnahmen zu erlernen, um der Situation selbstsicherer und gelassener zu begegnen und sie zu meistern», erzählt Romana Feldmann. Die häufigste Form der Zusammenarbeit ist die Einzelberatung, welche einen ziel- und lösungsorientierten Ansatz


Bild: © Jakub Jirsák, Fotolia.com

verfolgt. «Bei der Vermittlung von Methoden geht es oft auch um Verhaltensänderungen und um Persönlichkeitsentwicklung», sagt Feldmann. Sie erachtet etwa fünf bis acht Sitzungen für einen länger dauernden Effekt als sinnvoll. Obwohl von Medikamenteneinsatz von allen Seiten abgeraten wird, sind diese Hilfsmittel verbreitet: «Laut Aussagen von Apothekern und Assistenten an der Uni ist der Medikamentenmissbrauch enorm», weiss Christoph Metzger. Dabei ist die Gefahr von Abhängigkeit oder unerwünschten Nebenreaktionen gross. Nach Phasen grosser Anstrengung werde zur Entspannung häufig zu viel Alkohol konsumiert.

Notfallmassnahme Und falls mal wirklich keine Zeit zur Vorbereitung bleibt und die Prüfungsangst hochkommt? Hier rät die Psychologin Salome Lienert, sich möglichst nicht von der Angst ausser Gefecht setzen zu lassen: «In solchen Fällen soll man eine Möglichkeit suchen, sich kurzfristig zu entspannen, indem man beispielsweise kurz den Stift hinlegt und tief durchatmet. Es ist wichtig zu wissen, dass das Gelernte wieder abrufbar ist, sobald die Angst etwas abnimmt», sagt Lienert. Aber klar ist: Je besser vorbereitet, desto sicherer lässt sich die Angst vor der Prüfungssituation abwenden.

Bei akuten oder chronischen Magen-Darm-Beschwerden Bauchschmerzen Blähungen Übelkeit Erbrechen Durchfall Sodbrennen

Tipps Was die Experten raten bei Prüfungsstress: • Erlernen einer Entspannungstechnik wie Autogenes Training, Yoga oder Tai Chi • Sich selbst realistische Ziele setzen und die Prüfungsanforderungen klar erkennen • Die Prüfungssituation simulieren • Störfaktoren, die nichts mit der Prüfung zu tun haben, möglichst minimieren oder ausblenden • Genügend Schlaf während der Vorbereitungsund Prüfungszeit • Eine Ernährung wählen, die zu einem passt • Als unterstützende Massnahme zur Entspannung und gegen Prüfungsstress gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Es können pflanzliche Enspannungsdragees, Bachblüten, Homöopathie, Spagyrik usw. eingenommen werden. Ihr Apotheker oder Drogist wird Sie hierzu kompetent beraten.

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Nr. 4 / Mai 2012

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Nr. 4 / Mai 2012

Vista Dossier Fit und gesund

Fitness als Weg Bewegung heisst sich wohlfühlen Ob flotter Spaziergang, Fitnesscenterkurs oder Triathlon: Wer sich regelmässig und richtig bewegt, tut seiner Gesundheit Gutes. Fitnessexperte Dave Dollé und die Triathletin Diane Lüthi zeigen, worauf es beim Trainieren ankommt. Jürg Lendenmann

Unsere Vergangenheit als Jäger und Sammler oder Ackerbauer beweist: Der Mensch ist dafür geschaffen, sich viel und ausdauernd zu bewegen. Noch vor 100 Jahren legten wir zwischen zehn bis zwanzig Kilometer pro Tag zurück; heute sind es weniger als zwei. Im Zusammenspiel mit veränderten Freizeit- und Essgewohnheiten zeigt dies Wirkung – im negativen Sinne: Noch nie waren Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Herz- und Gefässkrankheiten so verbreitet wie heute. «Den gesundheitsschädigenden Effekt der Bewegungsarmut merkt man lange nicht», sagt die Triathletin Diane Lüthi. «Erst dann mit Sport zu beginnen, wenn sich Krankheiten zeigen, ist ungleich schwieriger.» Fitness als wichtigstes Ziel Ein Bewegungsmuffel wandelt sich nicht von heute auf morgen zum durchtrainierten Sportler. Was viele nicht wissen: Fit werden (oder bleiben) kann man sogar ohne Sport. «Fitness ist Fitness, und Sport ist Sport», sagt Dave Dollé, Fitnessexperte und amtierender Schweizer Rekordhalter über 100 Meter. «Fit sein ist die Voraussetzung, um eine Sportart, aber auch Arbeiten in Haus und Garten besser ausüben zu können.» Der ehemalige Spitzensportler nennt fünf Bewegungselemente, die ein Fitnesstraining enthalten sollte: Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Stabilität. Wenn dreimal die Woche während

einer halben Stunde trainiert werde – das empfohlene Mindestpensum –, müsse jedes Training alle diese Komponenten einschliessen. Wer mehr Zeit ins Fitwerden investiert, könne beispielsweise morgens Stretching/Dehnungsübungen machen, später Krafttraining und abends Velo fahren. Aller Einstieg ist nicht schwer Ob Fitnesstraining oder Sport: Wer (wieder) einsteigt, darf sich nicht überschätzen. Nicht nur sei wichtig, langsam anzufangen, sagt Diane Lüthi, sondern sowohl die Intensität wie den Umfang des Trainings schrittweise zu steigern, und zwar individuell. Auch bereits die Wahl einer Sportart sollte auf das Alter und den Gesundheits- und Gemütszustand abgestimmt werden. Schwimmen oder Velo fahren – beide gehören zu den beliebtesten Sportarten – eigneten sich beispielsweise für Personen mit Gelenkbeschwerden besser als solche, bei denen rasche Richtungswechsel vorkämen. «Älteren Neueinsteigern würde ich wegen des Verletzungsrisikos Kontaktsportarten wie Eishockey oder Fussball nicht empfehlen», sagt die Sportwissenschaftsstudentin. Im Zweifelsfall und bei älteren Personen lohne sich eine sportmedizinische Abklärung vor dem (Wieder-)Einstieg. «Das Wichtigste aber ist, dass das Sichbewegen kein Müssen ist, sondern Spass macht! Wenn ich eine Sportart wähle, die mir nicht liegt oder

Dossier-Übersicht S. 13 –15 Fitness als Weg Bewegung heisst sich wohlfühlen S. 16 –17 Gesundes Rückgrat Beim Training auf den Rücken achten S. 18 –19 Verletzungsgefahr Wer Sport treibt, sollte auch vorbeugen S. 20 – 22 Sportverletzungen Je nach Sportart unterschiedlich S. 24 – 25 Gut zu wissen Fitness für mehr Lebensqualität

die ich nicht mit Freude ausübe, dann fällt es schwer, dranzubleiben.» Spassfaktor Motivation heisst der Schlüssel, um fit zu werden und fit zu bleiben. «Wichtig ist auch», verrät Diane Lüthi, «eine Sportart zu wählen, bei der die Barrieren niedrig sind. Dann fällt es einem schwer, Ausreden zu finden. Viele trainieren lieber in einer Gruppe, auch der sozialen Kontakte wegen. Angebote gibt es heute viele: vom Turnen für Jedermann über eine Nordic-Walking-Gruppe bis zu den Angeboten von Gemeinden und Ver-

Fortsetzung auf Seite 14

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Bilder: Jürg Lendenmann

Fortsetzung von Seite 13

Diane Lüthi studiert Sportwissenschaft (Masterstudiengang) am Institut für Sport und Sportwissenschaften der Uni Basel. Seit sechs Jahren bestreitet sie Triathlons über die olympische Distanz. www.dianeluethi.ch Dave Dollé, ehemaliger Spitzensportler, ist heute erfolgreicher Unternehmer und Personal Trainer. Sein 1995 aufgestellter Schweizer Rekord über 100 Meter ist noch immer ungebrochen. www.davedolle.com

einen. In Fitnesscentern kann man in Gruppen Velo fahren (Spinning) oder Circuits absolvieren. Und: Musik kann die Motivation steigern.» Ob auch der Musik wegen Aquafit wie auch Zumba, ein freies Tanzen in der Gruppe, zurzeit so beliebt sind? Wider die Langeweile Kommt beim Sport wie beim Fitnesstraining Langeweile auf, ist es mit der Motivation bald vorbei. «Zum Trainieren braucht man ein Konzept und die Gewissheit, richtig zu trainieren», sagt Dave Dollé. «Nur dann stellen sich auch Fortschritte ein.» Wer mit jemandem, sei es ein Trainingspartner oder Fitnesscoach, zum Training abmache, bleibe länger dran. «Leute, die trainieren wollen, machen es; die andern suchen eine Ausrede.» Bewegung ist die beste Medizin «Um mit Sport anzufangen, ist es nie zu spät», ist Diane Lüthi überzeugt. Und Fitnessexperte Dave Dollé sagt: «Wenn Sie

Treppensteigen dürfen – sich bewegen dürfen, dürfen Sie auch Ihre Fitness trainieren.» «Man weiss heute, dass eine Kombination von Gleichgewichts- und Krafttraining im Alter, wenn Kraft und Reflexe abnehmen, das Risiko eines Sturzes deutlich senken kann», sagt Diane Lüthi, die ihre Masterarbeit über dieses Thema verfasst. Um das Gleichgewicht zu trainieren, könne man Tanzen, TaijiÜbungen machen oder Bewegungen auf einer instabilen Unterlage (Matte, Wackelbrett) üben. «Das bedeutet, länger selbstständig zu bleiben», sagt die Triathletin. «Heute weiss man: Vom Sport profitieren können auch Übergewichtige, Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), Diabeteskranke und ältere Personen mit Stimmungsschwankungen.» Dave Dollé ist überzeugt: «Es gibt keine bessere Medizin als Bewegung. Und sie hat keine Nebenwirkungen. Durch die

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Aktivität verändert sich auch die Wahrnehmung des Körpers. Wer intensiv trainiert hat, kann gut und tief schlafen. Das Training setzt quasi einen Jungbrunneneffekt in Gang.» Auch wer sich «nur» im Alltag mehr bewegt, profitiert vom gesundheitsfördernden Effekt. An Möglichkeiten, so Diane Lüthi, Bewegung in den Alltag einzubauen, fehle es nicht. Keine Materialschlacht Um fit zu werden, braucht man nicht tief in die Tasche zu greifen. «Materialtechnisch braucht es gar nichts», sagt Personal Trainer Dave Dollé. «Man kann zu Hause trainieren oder draussen beim Spazieren. Und es braucht nichts, was nicht jeder hat: einen Stuhl, eine Bank, eine Bettkante. Allerdings muss man sich informieren, wie man diese Hilfsmittel gewinnbringend einsetzen kann.» «Beim Laufen sind auf die Füsse gut abgestimmte Schuhe wichtig, um Verletzungen vorzubeugen», ergänzt Diane Lüthi. «Viele Sportgeschäfte bieten eine


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Fit und gesund

Fit in den Sommer mit Dave Dollé Brett mit Variation Kräftigt Rumpf- und insbesondere Bauchmuskulatur. Stütze dich mit den Ellbogen auf einer Bank* auf. Der Rücken soll stabil bleiben. Versuche, abwechslungsweise ein Knie zum Ellbogen zu bringen. 10 –15 Wiederholungen; jedes Bein 2-mal. Einbeinkniebeuge Kräftigt Po und Oberschenkel. Stütze ein Bein auf einer Bank* ab. Nimm eine aufrechte Haltung ein. Beuge dich mit geradem Rücken vor und berühre mit den Fingerspitzen den Boden. Das Hauptgewicht ruht auf dem vorderen Bein; das hintere Bein hilft, das Gleichgewicht zu halten. 10 –15 Wiederholungen; jedes Bein 2-mal. Dips (Beugestütze) Kräftigt Oberarme, Brust und Schultergürtel. Stütze dich mit den Händen auf einer Bank* hinter dir ab. Beuge und strecke die Arme; der Rücken soll gerade bleiben, die Schultern müssen hinten bleiben. Je stärker die Beine gestreckt sind, desto anspruchsvoller ist die Übung. 10 –15 Wiederholungen, 2-mal.

* Alternativen: Bettkante, stabiler Stuhl, Liege Diese oder ähnliche Übungen dreimal pro Woche wiederholen. Wer keine Pausen zwischen den Übungen einlegt, trainiert auch Herz und Kreislauf. Je stärker die Belastung, desto grösser der Trainingseffekt. Vorsichtsmassnahme: Bei Knie- oder Schulterproblemen im Zweifelsfalle vor Trainingsbeginn den Arzt konsultieren.

Topberatung mit Fussanalyse an. Bei Sportarten wie Ski fahren oder Inlineskating darf natürlich die Schutzausrüstung nicht vergessen werden.» Sich erholen ist wichtig «Die Erholungsfähigkeit bestimmt die Leistungsfähigkeit», sagt Dave Dollé. «Wer nicht auf seinen Körper hört und trotz Schmerzen weitertrainiert, tut sich nichts Gutes. Mit fortschreitendem Training erhöht sich auch die Erholungsfähigkeit des Körpers. Zugleich ist die mentale Erholung wichtig: Wer gestresst ist, nicht gut schläft, ständig Probleme wälzt, kann auch die Alltagsaufgaben nicht optimal bewältigen. Dies stresst noch mehr – ein Teufelskreis. Entspannungsmassnahmen wie autogenes Training, Hypnose oder Meditation werden daher immer wichtiger und führen bei vielen zu einer merkbaren Erhöhung der

Lebensqualität. Es ist erstaunlich, wie man sich nach so etwas ‹Simplen› so wohlfühlen kann. Man muss es nur machen. Übrigens: Leute, die im Dauerstress sind, verbrennen viel weniger Fett, wenn überhaupt.» Bewegung von Kindesbeinen an «Jedes Kind hat einen natürlichen Bewegungsdrang», sagt die Sportwissenschaftsstudentin. «Studien haben gezeigt: Im Alter von acht bis zwölf Jahren sollten sich Kinder möglichst viel und auf vielfältige Art bewegen können, da dieser Zeitraum für eine normale motorische Entwicklung wichtig ist. Bewegungsarme Kinder haben mehr Mühe, später Neues zu erlernen. Statt dass Kinder in die Schule laufen, werden immer mehr zum Schulhaus gefahren, und statt in der Freizeit draussen herumzutoben, sitzen Kids vermehrt vor

dem Computer, schauen sich Videofilme an und gamen. Projekte wie ‹bewegte Pausen› versuchen, der fortschreitenden Bewegungsarmut entgegenzusteuern; ihr positiver Effekt auf die Lernfähigkeit konnte nachgewiesen werden.» Auch Dave Dollé sagt: «Wenn Jugendliche aktiv sind, wirkt sich dies positiv auf die physische und psychische Entwicklung und auf ihre Gesundheit aus. Bei jenen, die erst im Alter mit Fitness und Sport (wieder) beginnen, ist der Nachholbedarf gross.» Und Diane Lüthi hat, wie viele andere Bewegungsbegeisterte auch, selbst erfahren: «Wer einmal die erste Schwelle überwunden hat, beginnt zu spüren, wie gut Bewegung tut. Und bald einmal kann kann man nicht mehr ohne Bewegung sein, weil sie zu einem Teil des Lebens geworden ist – zu etwas ganz Normalem, wie das Zähneputzen auch.» 15


Gesundes Rückgrat Beim Training auf den Rücken achten Sport ist gesund, vorausgesetzt es wird richtig trainiert. Problematisch wird es vor allem für den Rücken, wenn Freizeitsportler über das Ziel hinausschiessen und mangelnde Technik mit übermässigem Trainingseifer kompensieren. Athena Tsatsamba Welsch

Bild: Jürg Lendenmann

muskulär bedingt, sie manifestieren sich nach sportlicher Betätigung durch den Schmerz und – je nach individueller Vorbelastung – in der eingeschränkten Beweglichkeit des Rückens. Bei langfristigen trainingsbedingten Folgen handelt es sich meist um Bandscheibenprobleme.

Interview mit: Wirbelsäulenspezialist Dr. med. Markus Rühli, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie (Wirbelsäulenchirurgie) und Inhaber der unabhängigen Wirbelsäulen- und Schmerz-Clinic Zürich an der Klinik Hirslanden.

Ein gesundheitsorientiertes Fitnesstraining basiert auf den Säulen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Es steht ausser Frage, dass es dem Körper guttut, sich regelmässig zu bewegen. Welche Folgen ein falsches Training für den Rücken haben kann, darüber sprach Vista mit Dr. med. Markus Rühli. Der Wirbelsäulenspezialist weiss, worauf es bei rückenschonenden Bewegungsabläufen ankommt. Seit vielen Jahren hat Dr. Rühli Erfahrung in der Behandlung von Sportverletzungen der Wirbelsäule gesammelt. Mehrere bekannte Sportzentren überweisen ihm regelmässig Breiten- und Spitzensportler zur Fachbeurteilung in die Wirbelsäulen- und Schmerz-Clinic Zürich. Welche gesundheitlichen Folgen kann ein falsches Trainings für den Rücken haben? Es können sich sowohl kurzfristige als auch langfristige Folgen durch ein falsches Training ergeben. Kurzfristige Folgen sind 16

Sind Fitness- und Krafttraining grundsätzlich gut für Rücken und Gelenke? Auf jeden Fall, vorausgesetzt, es wird massvoll trainiert. Treten nach dem Training Schmerzen auf, sollten Betroffene die Ursache abklären lassen. Damit es nicht so weit kommt, empfehle ich Fitness- und Krafttraining nur nach fachlicher Einführung zu machen. Bestehen Rückenprobleme bereits vor dem Training, sollten Betroffene mit einem Wirbelsäulenspezialisten besprechen, ob die gewünschte Sportart überhaupt sinnvoll ist und den Trainer vorab auf gesundheitliche Vorbelastungen hinweisen. Sind Trendsportarten wie Pilates und die verschiedenen Yoga-Varianten unbedenklich für den Rücken? Alle Sportarten, die darauf zielen, die tiefere Bauch- und Rückenmuskulatur zu trainieren, sind grundsätzlich gut für den Rücken geeignet. Laut neuen Erkenntnissen von Sportmedizin und Trainingslehre bildet die Rumpfstabilisierung, die sogenannte Core-Stability, heute die Grundlage für die meisten Sportarten. Das bedeutet, Extremitäten werden erst trainiert, wenn der Rumpf gestärkt ist. Ein starker Rumpf spielt auch im Yoga und Pilates eine wichtige Rolle. Daher sind diese neuen Trendsportarten für den Rücken unbedenklich, vorausgesetzt, die Bewegungsabläufe werden technisch sauber ausgeführt. Warum kann es zu trainingsbedingten Rückenbeschwerden kommen – sind Breitensportler zu ehrgeizig? Ein radikaler Wechsel des Lebensstils ist immer schlecht. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt und sich einmal pro Woche richtig auspowert, belastet seinen Körper; Schmerzen sind die


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Folge. Wer langsam trainiert und auf den Trainingserfolg aufbaut, der wird in der Regel keine Probleme haben. Selbst die meisten Rückenpatienten können unter fachlicher Anleitung Sport treiben. Es kommt natürlich auch auf die Sportart an. Bewegungsabläufe mit starken Richtungswechseln und unkontrollierten Fremdeinwirkungen wie Squash oder Fussball sind für den Rücken ohnehin nicht ideal. Ab welchem Zeitpunkt empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren? Es gibt Warnsymptome, bei denen Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten, dazu zählen Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen einer Extremität. Die Schwäche des Fusses zählt zur häufigsten Lähmungserscheinung. Betroffene können den Fuss nicht mehr nach oben hin anwinkeln und bewegen. Eine ärztliche Untersuchung ist ebenso angebracht, wenn nachts Schmerzen auftreten und Rückenschmerzen mit Fieber einhergehen. Wie werden sportbedingte Rückenprobleme behandelt? In einer ersten Phase mit Schonung und Entlastung. Anschliessend wird die Ursache analysiert. Es muss genau untersucht werden, ob Beschwerden als Trainingsfolge entstanden sind oder rückenbedingt vorliegen. Die dritte Phase beinhaltet die Neuadaptation des Trainings an die Beschwerden. Es kann sich durchaus herausstellen, dass sich eine Sportart ungünstig auf den Rücken auswirkt. In diesem Fall ist eine alternative Sportart ratsam.

z. B. Probleme mit der Halswirbelsäule hat, sollte eher Rückenschwimmen. Beim Brustschwimmen wird der Nacken zu sehr nach hinten geneigt. Generell zählt auch das Velo fahren zu den rückenschonenden Sportarten. Aber auch hier kommt es auf den individuellen Gesundheitszustand an. Velo fahren ist unbedenklich bei Wirbelgelenkverschleiss wie der Arthrose oder beim engen Wirbelkanal, dafür eignet es sich weniger für Betroffene von Bandscheibenvorfällen. Besonders rückenschonend ist vor allem Nordic Walking; Rücken und Knie werden durch die Technik mit den Stöcken weniger belastet. Worauf sollten Freizeitsportler beim Trainieren achten? Beim Erlernen einer neuen Sportart wie auch beim intensiven Fitnesstraining sind Instruktionen wichtig. Ein falsches Training ist wertlos und kann sogar kontraproduktiv sein. Wer mit einer neuen Sportart beginnt, sollte dies unter fachlicher Anleitung machen, sei es bei der Einführung von Geräten im Fitnessstudio, oder beim Tennis- und Golfunterricht sowie bei anderen Sportarten. Wichtig ist, elementare Bewegungsabläufe von Beginn an richtig zu erlernen. Wird eine Sportart technisch sauber durchgeführt, treten in der Regel auch bei längeren und intensiven Belastungen kaum Rückenprobleme auf. Tennisprofi Roger Federer z. B. ist ein genialer Techniker und vollbringt eine sehr grosse Leistung über viele Jahre mit relativ geringem Kraftaufwand. So ist die richtige Technik auch für Freizeitsportler entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden, sei es beim Golfsport, Squash, Tennis, Fussball, Laufen oder anderen beliebten Sportarten. Die richtige Technik ist die Basis für jeden Sport.

Welche Sportarten sind besonders rückenschonend? Schwimmen ist gut für den Rücken, wobei es auch beim Schwimmen auf die individuellen Beschwerden ankommt. Wer

Die Frage an aktive Personen :

Bewegliche Gelenke ?

Die Antwort der Natur : Glucosamin plus Hagebutte. Wer sich regelmässig bewegt, braucht Gelenke, die gut funktionieren. A. Vogel GlucosaminPlus mit natürlichem Hagebuttenextrakt kann den Knorpel schützen und die Beweglichkeit der Gelenke erhalten. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. www.avogel-bewegt.ch

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Verletzungsgefahr Wer Sport treibt, sollte auch vorbeugen

Bild: Katharina Schwab

Welche pflanzliche Mittel sich bei leichten Sportverletzungen wie Verstauchung, Prellung oder Zerrung bewähren, sagt Martin Heidegger, Drogist und Triathlet aus Kreuzlingen Katharina Schwab

Martin Heidegger, Drogist und Triathlet aus Kreuzlingen, empfiehlt bei akuten Sportverletzungen Heilmittel, die Echte Arnika enthalten.

Es ist schnell passiert; beim Joggen den Fuss verstaucht, beim Fussballtraining den Oberschenkel geprellt oder beim Tennis die Wade gezerrt. Wer regelmässig Sport treibt, dem sind solche Verletzungen nicht unbekannt. Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung ereignen sich beim Sport in der Schweiz rund 300 000 Unfälle pro Jahr. Eine sehr häufige Verletzung ist die Verstauchung. Dabei wird ein Band oder eine Gelenkkapsel verletzt, indem die Kollagenfasern stark überdehnt werden. Betroffen sind meist Fuss, Knie oder Hand. Bei einer Verstauchung schwillt die entsprechende Stelle an, oft entsteht auch ein Bluterguss und es schmerzt. Besonders bei Mannschaftssportarten oder 18

Tennis, wo Sportler ausweichen müssen oder Sprints einlegen, sind vielfach Muskelzerrungen anzutreffen. Von einer Muskelzerrung spricht man, wenn ein Muskel stark überdehnt wurde. Die Zerrung ist von aussen nicht sichtbar und der Schmerz kann sich von leicht bis hin zu krampfartig entwickeln. Eine andere häufige Sportverletzung ist die Prellung. Hierbei werden Organe oder Körperteile durch direkte, stumpfe Gewalt von aussen geschädigt, die Haut bleibt jedoch unversehrt. Was folgt ist ein Blutaustritt aus den beschädigten Kapillaren und es entsteht ein Bluterguss. Wer sich vor diesen Verletzungen schützen will, sollte eines bedenken: Aufwärmen ist das A und O. Auch wenn die Re-

sultate einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2010 belegen, dass Aufwärmen vor dem Joggen nicht vor Verletzungen feit, ist es doch besser, die Muskeln vorher aufzuwärmen – egal für welche Sportart. Das sagen sogar die Autoren der Studie. Martin Heidegger, Drogist aus Kreuzlingen und seines Zeichens Triathlet, empfiehlt nebst dem Aufwärmen – gerade wenn es draussen noch kühl ist – wärmende Cremen, um die Durchblutung anzuregen und die Gelenke geschmeidig zu machen. Den Dreissigjährigen und Älteren, die viel Sport treiben, rät Heidegger zu Glucosamin- und Chondroitinsulfat-Produkten. «Diese Mittel unterstützen die Gelenke, indem sie beispielsweise das Wasser in den Gelenkzellen speichern. Unsere Gelenke können mit dem Älterwerden austrocknen, deshalb sind diese Präparate bei regelmässiger Anwendung hilfreich.» Zudem seien gute Schuhe sehr wichtig, um Verletzungen vorzubeugen, so Heidegger. Linderung aus der Natur Falls es bei aller Prävention doch zu einer Verstauchung, Zerrung oder Prellung kommt, bietet die Natur einiges, um Linderung zu verschaffen. Als erste Massnahme muss die betroffene Stelle sofort gekühlt werden. Je nach Körperstelle werde dafür ein Gel, ein Pflaster oder eine Bandage bevorzugt, so Heidegger. Bei akuten Sportverletzungen empfiehlt


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Fit und gesund

Tipps Was in die Hausapotheke von Hobbysportlern gehört • Kühlbeutel im Gefrierschrank, damit sie bei Bedarf kalt sind • Kühlendes Gel, Pflaster oder kühlende Bandage • Wärmendes Gel, Badezusätze • Bandagen, um Gelenke zu fixieren, evtl. auch Schiene • Homöopathische Verletzungs-Globuli mit Arnika der Drogist Heilmittel, die Echte Arnika enthalten. Die in den Alpen vorkommende Heilpflanze gilt seit dem 18. Jahrhundert als Mittel gegen Krankheiten und Beschwerden. Ihr werden entzündungshemmende, schmerzstillende, durchblutungssteigernde und wundheilende Effekte nachgesagt. Sie darf aber nur äusserlich verwendet werden, weil die Pflanze auch giftige Inhaltsstoffe aufweist. Bei Sportverletzungen, die länger an-

dauern, wie etwa nicht schwindende Knieschmerzen, rät Heidegger zu Wallwurz (auch Beinwell genannt). Auch diese Pflanze wurde bereits vor langer Zeit als Heilmittel eingesetzt. In verschiedenen Studien zwischen 2004 und 2008 wurde die Wirksamkeit des Wirkstoffkomplexes bei Verletzungen nachgewiesen. Demnach wirkt Wallwurz schmerzlindernd, abschwellend und sorgt für eine rasche Genesung.

• Präparate mit Arnika • Präparate mit Wallwurz • Verschiedene Hausmittel wie beispielsweise das Ajon A Pulver. «Das ist ein Pulver aus Würenloser Gestein, dem eine heilende Wirkung nachgesagt wird», sagt Drogist Martin Heidegger. Das Pulver kann eingenommen und als Umschlag verwendet werden, je nachdem, wie es angewendet wird, wirkt es kühlend oder wärmend

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Sportverletzungen Je nach Sportart unterschiedlich Sport treiben ist der Gesundheit förderlich. Gleichwohl gibt es immer wieder Verletzungen. Dr. med. Cuno Wetzel, Teamarzt der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, spricht über Risikosportarten, bequeme Schienen und ungeduldige Sportler. Katharina Schwab

Bild: Katharina Schwab

Sie sind Teamarzt der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft sowie der Berner Young Boys und führen eine eigene Praxis in Schönbühl (BE). Welche Sportverletzungen haben Sie am eigenen Leib erfahren? Ich hatte bis jetzt grosses Glück. Einmal einen Bänderriss am Sprunggelenk, einmal eine Rippe gebrochen, einmal eine Seitenbandzerrung am Knie und fast alle Finger mindestens einmal gebrochen, das gehört einfach zum Handball dazu.

Interview mit: Dr. med. Cuno Wetzel, Teamarzt der Schweizer FussballNationalmannschaft und Facharzt für Allgemeinmedizin.

Welche Sportverletzungen treffen Sie in Ihrer Praxis am häufigsten an? Das kommt auf die Sportart an. Beim Fussball gibt es andere Verletzungen als beim Handball oder beim Skifahren. Im Fussball sind meist die unteren Extremitäten – Beine und Füsse – betroffen, im Handball sind es vor allem Verletzungen an der Schulter oder an der Hand. Da ich persönlich mehrheitlich Fussballer behandle, sehe ich Sprunggelenkverletzungen wie Bänderzerrung oder Bänderriss am häufigsten.

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Kommen die Hobbyfussballer zu Ihnen, weil Sie als Nati- und YB-Arzt bekannt sind? Das kann gut sein. Ich behandle mehr Fussballer; und zwar vom Junior bis zum Veteranen. Aber es kommen auch Patienten zu mir, die eine andere Sportart ausüben. Bei wie vielen Sportverletzungen muss operativ behandelt werden? Sprunggelenkverletzungen wie ein Bänderriss werden heutzutage nicht mehr operativ behandelt, sondern konservativ. Diese Behandlung dauert zwischen vier und acht Wochen. Während dieser Zeit stellt man das Gelenk relativ ruhig, im Fachjargon heisst das «frühfunktionelle Nachbehandlung». Es braucht keinen Gips mehr, sondern eine spezielle Schiene, die der Patient Tag und Nacht tragen muss. Mit der Schiene kann er gehen, den Fuss aber nicht nach links oder rechts knicken; so verschnellert sich der natürliche Heilverlauf, weil sich der Fuss nicht versteift. Aber der Patient muss die Schiene konsequent tragen, sonst besteht keine Gewähr, dass es eine Vernarbung des Bandes gibt. Operativ wird ein Sprunggelenk erst dann behandelt, wenn das Band instabil ist und dem Patienten zusätzliche Beschwerden beschert. Bei einem Kreuzbandriss hingegen ist klar, dass das Knie operiert werden muss, wenn es sich um einen Sportler handelt. Bei einem 80-jährigen Rentner oder einer unsportlichen 45-Jährigen wird jedoch nicht operiert. Wenn der Meniskus verletzt ist, wartet man normalerweise ab. Trotzdem müssen zwischen 60 bis 70 Prozent operiert werden. Denn der Meniskusknorpel ist zwischen Ober- und Unterschenkel eingeklemmt, wie bei einem Sandwich der Schinken. Wenn dieser verrutscht, gibt es eine Inkongruenz, das Gelenk lässt sich nicht mehr bewegen oder es wird immer etwas eingeklemmt. Was dazu führt, dass der Knorpel im Gelenk kaputtgeht. Wenn der verletzte Meniskus nicht richtig behandelt wird, kann sich daraus früher oder später eine Arthrose entwickeln. Wie stehen Sie zu alternativen Behandlungsmethoden? Ich gebe den Sportlern häufig homöopathische Arnika-Globuli, weil denen nachgesagt wird, dass sie die Schwellungstendenz mindern. Wenn also ein Fussballer während des Spiels einen Schlag erhält, gebe ich ihm sofort ein paar Kügelchen, damit keine Schwellung entsteht. Es ist zwar schwierig zu beweisen, aber ich beobachte häufig, dass sie nützen. Auch bei Behandlungen von Muskelverletzungen brauche ich Arnika. Es ist einfach zu verabreichen und – was im Spitzensport besonders wichtig ist – es ist kein Dopingmittel. Ein Breitensportler kommt zu Ihnen in die Praxis und hat eine Verletzung am Sprunggelenk. Wie geht seine Rehabilitation vonstatten? Ich untersuche die Verletzung und mache ein Röntgenbild, um sicherzugehen, dass kein Knochen abgesplittert ist. Dann

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Fortsetzung auf Seite 22

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Bild: © L.F.otography / Fotolia.com

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gebe ich lokal abschwellende Mittel, damit die Schwellung möglichst schnell abklingt. Das ist wichtig, damit der echte Heilungsprozess beginnen kann und die Schmerzen verschwinden. Wenn die Verletzung noch frisch ist, sollte man den Fuss möglichst rasch kühlen und hochlagern. Während mindestens vier Wochen muss der Patient die vorher erwähnte Schiene aus Neopren Tag und Nacht tragen. Und er erhält von mir Übungen, die er machen kann, sobald er beschwerdefrei ist, um den Fuss zu aktivieren. Ganz allgemein gilt: Wie schnell eine Verletzung heilt, kommt auch auf die Einstellung gegenüber der Verletzung sowie auf die sogenannte «Compliance» des Patienten an. Der Patient sollte die Ratschläge des Arztes konsequent befolgen. Nun kommt ein Patient mit der gleichen Verletzung, er spielt jedoch in der ersten Mannschaft der Young Boys. Wie ändert sich Ihre Behandlung? Ich mache die gleichen Abklärungen. Eine zusätzliche Option wäre eine Magnetresonanztomografie, um zu schauen, ob noch Zusatzverletzungen da sind. Die Behandlung bleibt insofern gleich, als der Profifussballer die Schiene ebenfalls tragen muss. Aber ich zwinge ihn, zum Physiotherapeuten in die Rehabilitation zu gehen, weil er professionelle Begleitung braucht. Teilweise schicke ich auch Hobbysportler in die Physiotherapie – es kommt ganz darauf an, wie gut die Patienten die Übungen selber machen können. Ein anderer Unterschied bei der Behandlung ist die engmaschige Betreuung; ich kontrolliere Verletzungen von Spitzensportlern häufiger, um zu schauen, ob alles nach Plan läuft. Gibt es Sportarten, bei denen die Gefahr einer Verletzung grösser ist als bei anderen? Das sind vor allem Kontaktsportarten wie Fussball oder Handball und Hochgeschwindigkeitssportarten wie Ski fahren, Motorradrennen fahren, Gleitschirmfliegen oder Klettern. Statistisch gesehen verletzen sich die meisten Menschen beim Fussball. Dabei muss man aber auch im Auge behalten, dass Fussball die am häufigsten ausgeübte Sportart ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Verletzungsgefahr bei jenen 22

Sportarten gross ist, die viele Kontakte mit sich bringen und eine hohe Geschwindigkeit voraussetzen. Ist es einfacher, einen verletzten Breitensportler zu behandeln als einen verletzten Profisportler? Das ist sehr unterschiedlich. Ein Profisportler lebt vom Sport, es ist sein Beruf und sein Körper ist sein Kapital. Je länger er weg ist, desto schwieriger wird seine Situation im Team oder im Wettkampf, deswegen wollen viele Spitzensportler keine Zeit verlieren und ihre Sportart möglichst schnell wieder trainieren und ausüben. Ein Breitensportler hingegen hat eine andere Ausgangslage, wenn seine Arbeit durch die Verletzung nicht beeinflusst wird. In der Regel ist er geduldiger. Aber für gewöhnlich ist die Behandlung eines Hobbysportlers nicht einfacher als diejenige eines Profisportlers. Erleichtert Ihnen ein perfekter Trainingszustand des Patienten Ihre Arbeit? Je besser trainiert jemand ist, desto besser und zügiger geht die Rehabilitation vonstatten. Manche Leute staunen, wie schnell Spitzensportler nach ihren Verletzungen wieder auf den Beinen sind. Der Grund liegt in erster Linie in deren fittem Zustand vor der Verletzung. Zudem verringert ein guter Trainingszustand das Verletzungsrisiko. Was hilft sonst noch, um sich vor Verletzungen beim Sport zu schützen? Konsequentes Aufwärmen, Auslaufen und Dehnen. Ski fahren ist ein gutes Beispiel: Etliche Menschen stehen einmal im Jahr auf ihren Ski, sind auch sonst wenig trainiert, fahren mit dem Auto direkt vor den Skilift und vergessen, ihre Gelenke und Muskeln aufzuwärmen. Dazu kommt, dass auf der Piste tendenziell zu schnell gefahren wird. Wenn nun ein Unfall geschieht, ist eine Verletzung schon fast vorprogrammiert. Im Fernseher sehen wir, wie die Spitzensportler vor dem Wettkampf oder dem Spiel sich einlaufen und aufwärmen; davon sollten sich Breitensportler eine Scheibe abschneiden. Ferner ist es ganz wichtig, dass Menschen, die Sport treiben, ihren Körper kennenlernen und auf ihn hören.


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Gut zu wissen Fitness für mehr Lebensqualität Welchen Sport soll ich wählen, damit ich gezielt Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Kraft trainieren kann? Und welche Bewegungsarten eignen sich für mein Alter und meinen Gesundheitszustand am besten? Das und mehr lesen Sie hier.

Rheuma und Bewegung

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Bewegung und Sport sind auch für Rheumatiker zentral. «Das Wichtigste ist, eine Gelenkzerstörung zu verhindern und die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten», sagt Heilpraktikerin Gabriela Hug. «Synthetische Schmerzmittel können beitragen, die Krankheit aufzuhalten, es kann aber zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Eine Alternative zu synthetischen Medikamenten sind Arzneimittel aus der Pflanzenheilkunde. Diese wirken zwar schwächer und weniger schnell, sind aber gut verträglich. Insbesondere Teufelskralle und Bergarnika wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.»

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Resultate Vista-Umfrage Wir freuen uns, Ihnen einige Resultate der letzten Vista-Onlineumfrage zum Thema «Bewegung» vorstellen zu können. Die Konsumenten haben folgendermassen geantwortet:

Sport macht schlank. Sportler leben länger. Waldläufe sind gesund. Hausarbeit ist wie Sport. Solche und ähnliche FitnessIrrtümer deckt der Arzt und Medizinjournalist Michael Prang auf – medizinisch fundiert, überaus spannend und leicht verständlich geschrieben. Ein Buch, von dem nicht nur Sportler profitieren können.

Würden Sie gerne mehr Sport treiben? 0%

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45%

Manchmal.

44%

Nein, ich bin zufrieden.

36%

Ja, ich habe eindeutig zu wenig Bewegung.

20%

Welche präventiven Massnahmen treffen Sie, um Sportverletzungen vorzubeugen? (Mehrfachnennung möglich) 0%

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22,5%

9,5%

19%

Aufwärmen der Muskulatur vor dem Sport durch Übungen

19%

Schutzmassnahmen (Helm, Bandage, Tapes etc.)

16%

Dehnen nach dem Sport durch Übungen

16%

Instandhaltung der Ausrüstung (z.B. gute Bremsen am Fahrrad)

14%

Bewusster trainieren (Leistungsgrenze kennen)

13%

Mich gut informieren, wie die Sportart ausgeübt wird.

9%

Regelmässige Massagen

5%

Lockerung der Muskulatur nach dem Sport (durch Einreiben von Sportgels/Massageölen; Entspannungsbäder)

5%

Aufwärmen der Muskulatur vor dem Sport durch Einreiben von Sportgels/Massageölen

2%


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Die beliebtesten Sportarten in der Schweiz

Aqua-Kurse

+

+

+

Vor-/Nachteile Für wen empfehlenswert? Koordination

Beweglichkeit

Ausdauer

Kraft

Trainiert werden:

+

+ –

Gelenkschonendes Ganzkörpertraining; auch geeignet für Schwangere und Übergewichtige. Kursbesuch notwendig.

Eishockey

++

++

+

++

Nicht für ältere, untrainierte Personen geeignet.

Fitnesstraining/ Aerobic

++

+/++

++

++

+ +

Ideales, umfassendes Basistraining für alle Sportarten. In Massen: geeignet für Schwangere.

Fussball

++

++

+

++

– –

Nicht für ältere, untrainierte Personen geeignet. Körperbetonte Sportart, kann zu Verletzungen führen.

Inlineskating/ Rollschuhlaufen

++

++

+

+

+ + –

Gelenkschonende Ausdauerdisziplin mit optimaler Herz-Kreislauf-Belastung. Für alle Altersgruppen geeignet und auch für Übergewichtige. Verletzungsrisiko: mit ausreichender Schutzkleidung gering.

Joggen, Laufen

++

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+

+

+ + – –

Effektivste Ausdauersportart, bestes Konditionstraining; bis 80 Prozent der Muskelmasse werden trainiert. Moderat: geeignet für Schwangere. Stossbelastung von Fuss-, Knie- und Hüftgelenk. Nicht für ältere, untrainierte Personen geeignet.

+ + –

Stabilisiert Gelenke, Osteoporose-Prävention. Auch für Ältere, Herz-Kreislauf-Patienten und Schwangere geeignet. Nicht für Kinder geeignet. Vorsicht bei Abnützungserscheinungen.

+ –

Umfassendste Ausdauersportart; gelenkschonend. Für alle Altersklassen geeignet; ideal für Schwangere und Sporteinsteiger. Brustschwimmen ist nicht geeignet für Patienten mit Halswirbelproblemen.

Krafttraining

+++

Schwimmen

++

++

+

++

Skifahren, Carven, Snowboard

+

+

+

++

+ –

Für alle Altersklassen geeignet. Sturz-/Verletzungsrisiko.

Skilanglauf

+

++

+

+

+ +

Fast alle Muskelgruppen werden trainiert. Für alle Altersgruppen geeignet.

Taiji, Qigong

+

++

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+ +

Für alle Altersgruppen geeignet, speziell für Ältere. Fördert die Entspannung.

Tanzen, Jazzdance, Zumba

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Für alle Altersgruppen geeignet; mit Mass: auch für Schwangere.

Tennis

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Gutes Ganzkörpertraining. Starke Belastung der Gelenke; nicht geeignet für Patienten mit Beschwerden von Wirbelsäule, Schultern, Ellbogen und Hüften.

Turnen/Gymnastik

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Mit Mass: geeignet für Schwangere.

Velofahren

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Für alle Altersgruppen geeignet; mit Mass auch für Einsteiger und mit aufrechter Haltung auch für Schwangere. Ungeeignet für Personen mit Gleichgewichtsstörungen und mit Beschwerden von Hals-/Lendenwirbel-Säule, Knie.

Volleyball/Beachvolleyball

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Für Kinder ab etwa neun Jahren geeignet. Einseitige Belastung der Schulter; Verletzungsrisiko.

Wandern/Walking

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Geeignet für alle Altersgruppen, auch für Neueinsteiger und Schwangere. Für Nordic-Walking-Anfänger Kursbesuch empfehlenswert.

Yoga

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Für alle Altersgruppen geeignet. Fördert die Entspannung.

Quellen: Bundesamt für Sport BASPO, www.fittech.ch, www.fitforfun.de, www.novafeel.de, www.aok.de, www.schweizerfamilie.ch

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Nr. 4 / Mai 2012

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Nr. 4 / Mai 2012

Vista Life

Liebe, Leben, Las Frauen sind anders, Rezept für Muckis Manche Männer haben ein rudimentäres Verhältnis zu ihrem Körper, so lange er irgendwie funktioniert, ist alles gut. Wenn er aus medizinischen Gründen in die zarten Hände einer Physiotherapeutin gerät, kommt Panik auf. Andy Stuckert

Mann ist extrem fit und zeigt Bauchmuskeln wie eine Buckelpiste, wenn er denn Werbung für Unterhosen machen muss. Wir werden nie in diese üble Lage geraten, verspricht uns die junge Physiotherapeutin. In Unterhosen, wir ahnten es, stehen wir vor ihr und sie betrachtet unseren Hintern, wir haben eine miserable Körperhaltung. Grund ist ein Rückenwirbel, der in der Wachstumsphase nicht so gross und stark werden wollte wie seine Kollegen. Ohne Beckenboden Mit dem Knie stemmt sich die Trainerin gegen unsere Hüfte und presst einen Daumen in den Rücken, ja wir spüren etwas, was genau verschweigen wir. In dieser frühen Morgenstunde sind wir noch gelassen und drehen uns folgsam auf den Rücken, strecken die Arme in die Höhe und malen Kreise in die Luft, Bewegungsspastiker waren wir noch nie und ernten dafür einen strafenden Blick. Intuitiv erkannte die Dame unsere ramponierte Mitte, sowohl körperlich wie auch geistig und mit dem sanften Heben des Beckens machten wir uns auf die Suche nach ihr. Jahrelang haben wir ohne Bewusstsein für diesen Teil unseres Körpers gelebt, für weibliche Gefühle ist es wohl nie zu spät. Als Alternative bot uns die Therapeutin eine nette Show auf einem Medizinball, das können wir auch ohne Beckenboden. Sie ist auf dem richtigen Weg, sie hat unseren Spieltrieb entdeckt und eine weitere Übung mit hängenden Gummibändern regt auch die Fantasie an, ungewollt.

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Ewiger Neandertaler Wir bewundern ihr unbeirrtes Trainingsziel, uns straffe aber schräge Bauchmuskeln zu verpassen, leider werden die kaum sichtbar sein. Wir sehen uns aber bereits im knackigen Muskelhemd am Strand, wie neugeboren, aber leider mit den selben Leiden, wir gestehen es ihr. Endlich dürfen wir an die vielversprechenden Maschinen, mit den Gewichten ist sie noch etwas geizig, erstmal ist eine geschmeidige Bewegung wichtig. Wieder presst sie ihren Daumen in unseren lädierten Rücken, nicht unangenehm, sie erhöht das Gewicht und sorgt für Schweissperlen. Langsam erfüllen sich unsere Vorstellungen der Therapie, erste Schmerzen in Armen und Bauch machen Hoffnung auf einen Muskelzuwachs. Mit vollem Elan rudern wir über einen imaginären See, strampeln mit dem Einrad über digitale Pässe und stemmen das Gewicht eines Lastwagens, die Suche nach der Mitte hat sich erledigt. Wortlos notiert die Trainerin die Anzahl und Gewichte der Übungen, ihre Vermutung, dass wir als ewiger Neandertaler Schmerzen am liebsten mit neuen Schmerzen bekämpfen, trifft zu. Mit ein paar netten Komplimenten über ihre neckische Frisur zeigen wir emotionale Lernbereitschaft, die nächsten paar Monate werden wir uns aber noch gewaltig anstrengen müssen. Insgeheim sind wir unserem Arzt dankbar, dass er uns trotz chronischer Rückenschmerzen und angeknackster Psyche ein bisschen glücklicher gemacht hat, mit einem einfachen Rezept für Muckis.


ter Männer sowieso Stilvolles atmen Die gereifte Dame bevorzugt für ihre sportlichen Aktivitäten ein edles Ambiente, einen modischen Auftritt und entsprechende Kolleginnen, die Aufnahme in exklusive Kreise ist eine echte sportliche Herausforderung. Sandra Poller

«Hast du deine Sachen schon gepackt?», murmelt Bea, während sie gefährlich schwankend einen Kohlrabi zu Saft verarbeitet, sie trägt seit neuestem diese Schuhe mit Ballonsohlen. «Und bitte nicht die ältesten Klamotten, ich will mich nicht schämen müssen», lautet ihr Befehl. Seit sie vor ein paar Tagen von einer alten Schulfreundin eine Einladung zu einem privaten Fitnesstraining erhalten hat, ist sie total aus dem Häuschen, «das ist unser Ticket in die feine Gesellschaft», ist sie überzeugt, meine Krampfadern schwellen bereits an.

mentorin. «Versuchen Sie die Spannung der Bauchmuskulatur zu halten, die Beine etwas höher», flüstert die Meisterin und sanfter Zwang schwingt durch den Raum. Einige Damen verlieren ihre vornehme Zurückhaltung und schnaufen total unschicklich, «und entspannen, geniessen Sie ein paar Momente der tiefen Meditation», damit beendet die kleine Hexe die Sitzung. Eine Hausangestellte bringt dampfende Erfrischungstücher zum Reinigen der Hände, «hier hat einfach alles viel mehr Stil», japst Bea begeistert.

Lustvoll auf die Matte Der Empfang in der Landvilla ist übertrieben herzlich, teures Mineralwasser und biologische Fruchtwürfel stehen bereit und die erlesene Damenrunde spricht über den Börsenverlauf. Im Fitnessraum liegen Gummimatten auf edlem Parkett, «die Junge ist die Pilatesexpertin», raunt Bea mir zu. Die anwesenden Ladys sind alle älter als ich, aber bedeutend schlanker, «du hättest bei dem schwarzen Outfit bleiben sollen», beurteilt Bea meinen Auftritt. Die sehnige Sportfee näselt ein ernstes Kommando und der Club der reichen Hausfrauen legt sich auf die Matte. Zum Schutz der frischen Frisuren verteilt sie nach Bedarf Nackenrollen und dann startet die erste Meditationswelle. «Diese Walgesänge entspannen mich total», flüstert Bea, ich kämpfe still mit der Parfümwolke vor mir. «Beine leicht anheben, Handflächen nach unten und dann tief mit dem Bauch atmen, aber nicht pressen, und eins, und aus», lispelt die Pilates-

Ohne Preis kein Schweiss Tage später erhält Bea Post, auf hochwertigem Papier wird an den Unkostenbeitrag für die Pilatesstunde erinnert. «Für dieses Geld kann ich mir das Fett auch direkt absaugen lassen», schimpft Bea, «oder kennst du jemanden, der uns den Mitgliederbeitrag sponsert?» Kurz darauf befürchte ich, Bea leide unter Gleichgewichtsstörungen, doch sie trägt nur ihre Schuhe wieder. «Bist du sehr enttäuscht, wenn wir nicht mehr ins Pilates gehen können?», ihre Erholungsphase ist manchmal erschreckend kurz. «Im schwarzen Trainingsanzug siehst du ja nicht wirklich schlecht aus, wollen wir mal joggen gehen?» Wir drehen unsere alte Runde um die Häuser, «und jetzt lade ich dich zum Chinesen ein», keucht Bea, «da gibts auch dampfende Stoffrollen, die haben mir nämlich eh am besten gefallen».

Kampfscheidungen sind voll im Trend, Andy Stuckert fürchtet um seine Reputation als Trauzeuge. Das bisschen Talent reicht nicht für einen Fernsehauftritt, also muss er seine Konzentration auf staatliche Castingshows beschränken, die dortigen Jurymitglieder sind kaum begeisterungsfähig, darum wartet er in Ruhe auf kommende Frühlingsgefühle.

Sandra Poller entwickelt sich zum Liebling rüstiger Witwer, gleich drei wollen sie als persönliche Haushaltshilfe engagieren. Zur Belohnung winkt ein kleines Auto, damit darf sie sogar den Sohn ihrer Freundin in die Krippe kutschieren. Holger, der Zärtliche, so nennt sie ihre Internetbekanntschaft, feminine Männer sind enorm verständnisvoll.

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Johnson & Johnson Medical informiert

Beeinträchtigt eine Schulter- oder Hüftarthrose die Lebensqualität sehr stark, entscheiden sich Arzt und Patient immer mehr für einen Gelenksersatz. Auch weil bei Materialien und Operationsmethoden enorme Fortschritte gemacht wurden.

Gelenksersatz Bild: Urs Pichler

Lebensqualität für Arthrosepatienten

Dr. med. Christian Mauch ist Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH und Mitinhaber der «Orthopädie am Rhy».

Was kann hinter Schulterschmerzen stecken? «Hinter Schulterschmerzen können sich verschiedenste Krankheitsbilder verbergen», sagt Dr. med. Christian Mauch. «Dazu gehören Verletzungen und Schäden der Rotatorenmanschette – eine Muskel-Sehnen-Kappe, die Drehbewegungen und das Abspreizen des Armes ermöglicht und den Oberarmkopf in der flachen Gelenkpfanne zentriert. Weitere Erkrankungen sind das Impingementsyndrom (Einklemmsyndrom), die Kalkschulter, die Frozen Shoulder (Schultersteife) 30

und die Arthrose.» Während Kalkschulter und Frozen Shoulder bei Patienten im mittleren Lebensalter gehäuft diagnostiziert würden, seien von einer Arthrose vor allem ältere Patienten betroffen. Die Diagnose werde gestellt anhand der Resultate einer eingehenden klinischen Untersuchung sowie von Ergebnissen bildgebender Verfahren, vor allem der Röntgendiagnostik. «Bei der Entstehung einer Schulterarthrose können genetische Faktoren ebenso mitspielen wie – dies gilt für viele andere Erkrankungen des Schultergelenks auch – Verschleisserscheinungen, im Falle einer Arthrose am Knorpel des Oberarmkopfes und an der Gelenkpfanne. Abnutzungen können hervorgerufen werden durch berufliches Über-Kopf-Arbeiten (Maler, Gipser), aber auch durch intensives Ausüben von Sportarten wie Tennis oder Volleyball, bei denen die Schulter stark beansprucht wird», sagt Dr. Mauch. «Eine Schulterarthrose macht sich durch Schmerzen und zunehmende Bewegungseinschränkungen bemerkbar.» Konservative Therapien Gerade in den Anfangsstadien einer Erkrankung können, so Dr. Mauch, Physiotherapie und die Einnahme entzündungshemmender Mittel zu guten Behandlungsergebnissen führen. Bewährt hätten sich auch das Einspritzen von speziellen Substanzen ins Gelenk: von Kortison (Entzündungshemmer), Hyaluronsäure («Schmier-

mittel») sowie von ACP (Autologous Conditioned Plasma), einem aus Eigenblut hergestellten Plasma mit einer hohen Anreicherung an Wachstumsfaktoren, wodurch im Gelenk Selbstheilungs- und Regenerationsprozesse eingeleitet werden. Moderne Operationsmöglichkeiten Vor allem im Frühstadium der Erkrankung könne sich ein kleiner Eingriff (Arthroskopie) anbieten, mit dem das von Arthrose betroffene Gelenk «ausgeputzt» werde; besonders junge Patienten würden davon profitieren, da so ein Gelenksersatz unter Umständen herausgezögert werden könne. «Die arthroskopischen Methoden haben sich in den letzten zehn Jahren stark entwickelt. Mit ihnen werden heute bei vielen Erkrankungen und Verletzungen der Schulter sehr gute Ergebnisse erzielt», sagt der Spezialist. «Vor einem Eingriff im Schultergelenk haben noch immer viele Patienten einen grossen Respekt. Heute sind jedoch die Operationstechniken ausgereift. Ein gutes Resultat hängt aber nicht nur von einer guten Technik ab, sondern auch von einer richtigen Diagnose. Aber auch von den eingesetzten Materialien, die ständig weiterentwickelt werden. Bei fortgeschrittener Schulterarthrose kann ein Ersatz einer Gelenkoberfläche oder ein kompletter Gelenksersatz zum gewünschten Erfolg führen – zu erhöhter Lebensqualität dank Schmerzfreiheit und stark verbesserter Beweglichkeit des Schultergelenks.»


Bild: Urs Pichler

Dr. med. Carsten Helfrich ist Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH und Mitinhaber der «Orthopädie am Rhy».

Hüftarthrose: verschiedene Ursachen «Verschiedene, auch unbekannte Faktoren können zu einem Verschleiss des Hüftgelenks führen», sagt Dr. Carsten Helfrich. Bei der sekundären Hüftarthrose stehen mechanische Überbelastung, Entzündungen, Stoffwechselreaktionen oder Auswirkungen von Unfällen im Vordergrund. «Die Erkrankung macht sich bemerkbar durch Schmerzen in der Hüfte und den Leisten oder beim «Einlaufen», mit zunehmender Erkrankung auch durch Nachtschmerz und eine Abnahme der Beweglichkeit.» Nicht immer stimme der im Röntgenbild festgestellte Befund mit dem Ausmass der Schmerzen überein. «Beispielsweise kann bei zwei gleichermassen in Mitleidenschaft gezogenen Gelenken nur die eine Seite schmerzen.» Die Mehrheit der Patienten sei zwischen 50 und 75 Jahre alt. Doch es würden aus verschiedenen Gründen vermehrt jüngere Patienten zur Konsultation erscheinen: «Entweder treiben sie gar keinen Sport oder dann einen, der die Gelenke übermässig belastet oder bei dem Unfälle häufig auftreten; zudem ernähren sich viele schlecht. Die jungen Patienten, die bei uns Rat suchen, möchten vor allem keine Einbusse ihrer Lebensqualität erleiden.» Nicht operative Behandlungsmethoden In frühen Krankheitsstadien werde versucht, den Knorpel mit Aufbaustoffen

wie Chondroitinsulfat, Glucosamin oder Grünlippmuschelextrakt zu stärken. Weihrauch und Teufelskralle hätten sich wegen ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bewährt. Wie bei einer Schulterarthrose könne auch eine Behandlung mit Hyaluronsäure, ACP oder Kortison erfolgen, die ins Gelenk gespritzt werden. «Bewegung ist immer gut», sagt Dr. Helfrich. Es sei aber gelenkschonenden Bewegungsarten wie Schwimmen oder Radfahren den Vorzug zu geben und auf Impactsportarten wie Squash oder Tennis zu verzichten. «Physiotherapie kann zudem helfen, Muskelverkrampfungen zu lösen und die Beweglichkeit des Gelenks zu erhöhen.» Operative Methoden Immer mehr und immer früher würden gelenkerhaltende, minimalinvasive Operationen ausgeführt: «Dazu gehören das Ausputzen des Gelenks und das Abtragen von Deformitäten», sagt Dr. Helfrich. Auch der Gelenksersatz der Hüfte sei in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt worden. «Heute stehen ultrahartes Keramikmaterial und abriebfester Kunststoff zur Verfügung. Zudem sind die Schäfte moderner Prothesen viel kleiner als die früherer Modelle, sodass viel mehr eigener Knochen erhalten werden kann. Dies ist wichtig, denn auch Kunstgelenke unterliegen einem Alterungsprozess und müssen nach 20 bis 25 Jahren ersetzt werden.» Als weiteren Vorteil nennt der Spezialist die minimalinvasive Operationstechnik. «Minimalinvasiv heisst: Es wird in der Tiefe keine Muskulatur abgelöst. Dadurch verkürzt sich die Rehabilitation entscheidend.»

Orthopädie am Rhy Die Gemeinschaftspraxis «Orthopädie am Rhy» ist ein Kompentenzzentrum für Schulter-, Hüft- und Kniegelenke, das eine individuelle hochspezialisierte Betreuung und modernste Operationsverfahren anbietet. Orthopädie am Rhy St. Johanns-Vorstadt 86 4056 Basel Tel. 061 322 50 76 mail@ortholink.ch www.ortholink.ch

Interview Hüftgelenksersatz ohne «grosse» Operation Wer entscheidet, wann ein Gelenksersatz nötig ist? Es gibt keine «Muss-Operation». Sobald die Diagnose vorliegt, werden die hüfterhaltenden Möglichkeiten mit dem Patienten besprochen. Ich zeige dem Patienten die verschiedenen modernen Materialien am Modell und kläre ihn über mögliche Risiken der Operation und die rechtlichen Aspekte auf. Mit all diesen Informationen und seine Nachtschmerzen und Bewegungseinschränkungen vor Augen, kann er besser abwägen, ob sich eine Operation lohnt. Fällt der Entscheid positiv aus, trainieren wir mit dem Patienten schon vor der Operation – beispielsweise wie er optimal mit Stöcken gehen kann. Dies vereinfacht später die Rehabilitation. Wie lange dauert der Spitalaufenthalt bei einem Gelenksersatz? Eine minimalinvasive Operation, bei der die tiefen Muskelschichten nicht abgelöst werden, dauert rund eine Stunde. In der Regel bleiben Patienten acht bis zehn Tage im Spital. Wann ist der Patient wieder voll hergestellt? In der Regel kann der Patient das Bein bereits am ersten Tag nach der Operation voll belasten und nach wenigen Tagen Übens mit einem Physiotherapeuten selbstständig und sicher gehen. Solche Patienten, die schon vor der Operation fit sind, sind auch hinterher schnell wieder fit und selbstständig. Auch eine positive Einstellung wirkt sich fördernd auf die Rehabilitation aus. Ziel einer Operation ist es, dass die Patienten alles wieder machen können, was ihnen vor der Erkrankung möglich war. Dies ist in der Regel zwei bis drei Monate nach der Operation der Fall.

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Nr. 4 / Mai 2012

Gesundheitspolitik

Immer wieder treten in den Spitälern Fehler bei der Abgabe von Medikamenten auf. Jetzt setzen sich Politik und Behörden für mehr Sicherheit ein. Was kann die Pharmaindustrie dazu beitragen? Vista im Gespräch mit Dr. Monika Dahms. Hans Wirz

Zu hohes Risiko? Bild: zVg

Medikamentenverwechslung im Spital

Interview mit: Dr. Monika Dahms, Verantwortliche für die Zulassung der Medikamente, Merck (Schweiz) AG: «Die Patientensicherheit steht für uns im Zentrum.»

Medikamentenverwechslungen im Spital verursachen etwa gleich viele Todesfälle wie der Strassenverkehr. Eine beunruhigende Zahl, finden Sie nicht? Ich habe diese Zahl auch schon gehört, kenne jedoch die Datengrundlage nicht und möchte nicht mit dem Thema «Menschenleben» spekulieren. Sicher ist, dass jeder Fehler bei der Verschreibung, Verabreichung oder Abgabe von Medikamenten, ob dieser im Spital, in der Arztpraxis oder in der Apotheke geschieht, einer zu viel ist. Sie kennen aber das Problem der Medikamentenverwechslungen im Spital? Ja natürlich, und das beschäftigt unsere Industrie auch. In einer Motion fordert Nationalrätin Bea Heim Massnahmen bei der Medikamentenbeschriftung, um solche Fehler zu eliminieren. Kann die Pharma das Problem lösen?

Lassen Sie mich etwas ausholen. Für die Gestaltung der Innen- und Aussenpackungen von Medikamenten bestehen strenge gesetzliche Vorschriften. Bevor Swissmedic, die Aufsichtsbehörde, ein Medikament für den Vertrieb zulässt, prüft sie eingehend, ob die Packungen allen Anforderungen entsprechen. Das ist in der Schweiz genau gleich wie im Ausland. Darüber hinaus sind wir seit geraumer Zeit mit den Amts- und Spitalapothekern im Dialog, um gemeinsam die Medikamentensicherheit im Spital zu erhöhen. Die Patientensicherheit steht für uns im Zentrum. Daran arbeiten wir laufend. Die Pharmaindustrie trägt also erheblich zur Verbesserung der Medikamentensicherheit im Spital bei. Jedoch können wir allein dieses Problem nicht lösen. Welche anderen Faktoren zählen denn noch? Eine amerikanische Studie, welche die schweizerische Stiftung für Patientensicherheit präsentiert hat, besagt, dass 39% der Fehler auf die handschriftliche Verschreibung, 38% auf die Verabreichung durch die Pflegefachpersonen, 12% bei der Übertragung und Dokumentation und 11% auf die Herausgabe der Medikamente aus der Spitalapotheke zurückzuführen sind. Diese Fehler können mit angepassten Medikamentenpackungen nur beschränkt vermieden werden. Die verbesserte Ausgestaltung der Prozesse, die Schulung der Mitarbeitenden, die verstärkte Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln und die Sicherstellung der erforderlichen Kontrolle können nur vom Spital selbst veranlasst werden. Die Pharmaindustrie ist bereit, bei diesen Verbesserungsprozessen ihren möglichen Beitrag zu leisten. Das Problem ist also nicht die Pharmaindustrie? Das Problem ist zu ernst, als dass man die Verantwortung umherschieben sollte. Das Problem können wir im Interesse der Patienten erfolgreich angehen, wenn alle Betroffenen, die Fortsetzung auf Seite 34

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Bild: © panthesja / Fotolia.com

Fortsetzung von Seite 33

Pharmafirmen, die Zulassungsbehörden, die Ärzte, die Pflegefachpersonen und die Spitalapotheker gut zusammenarbeiten. Sicher müssen wir aber auch akzeptieren, dass, wo Menschen arbeiten, immer auch Fehler auftreten können. Die absolute Sicherheit gibt es nicht. Aber wir müssen uns bemühen, das bestmögliche Resultat zu erreichen. Dennoch werden nun Forderungen an die Pharmafirmen gestellt, ihre Packungen zu optimieren. Richtig. Zurzeit prüft Swissmedic im Auftrag des Parlamentes und des Bundesrates weitere Massnahmen hinsichtlich der Gestaltung der Medikamentenaussen- und -innenverpackungen. Unterstützen Sie diese regulatorischen Bestrebungen? Durchaus. Wir wollen mit unseren Medikamenten den Patienten helfen und nicht schaden. Wir müssen bei solchen Regulierungen jedoch beachten, dass wir nicht überschiessen. Damit meine ich, dass wir für die Schweiz nicht Lösungen suchen, welche international nicht abgestimmt sind. Das sieht auch der Bundesrat so, der in seiner Antwort auf die Motion von Nationalrätin Bea Heim geantwortet hatte: «Die Verwechslungsgefahr in der Medikation im Zusammenhang mit der Namensgebung und den Packungselementen ist als Risiko international bekannt, und es wurden von verschiedenen Behörden entsprechende Leitlinien publiziert. Diese Leitlinien werden von Swissmedic bereits zum grossen Teil berücksichtigt. Sie sollten jedoch auch rechtlich entsprechend verankert werden.» Und in einer früheren Beantwortung einer Motion der heutigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga schrieb der Bundesrat: «Beim Ergreifen von neuen Massnahmen sind jedoch internationale Anforderungen, welche den Stand von Wissenschaft und Technik darstellen, gebührend zu berücksichtigen.» Unsere Regulierungen sind also vom Ausland abhängig? Das kann man generell so nicht sagen. Aber der weitaus grösste Teil der in der Schweiz angebotenen Medikamente wird im Ausland hergestellt, vorab in den EU-Ländern. Würde die Schweiz Sonderlösungen verabschieden, die international nicht harmonisiert sind, könnten diese Medikamente nicht mehr in den ordentlichen Produktionsprozessen hergestellt 34

werden. Das würde heissen: Spezielle Produktionslinien im Ausland für die Schweiz, gegebenenfalls neue Haltbarkeitsstudien nur für die Schweiz, spezielle Logistik und spezielle Lagerungen für die Schweiz, und dies nicht nur für die etwa 10% Medikamente, die im Spital eingesetzt werden, sondern auch für die anderen 90%, die in den Arztpraxen und Apotheken abgegeben werden. Wir müssten bei der Einführung von Schweizer Sonderlösungen damit rechnen, dass die Versorgung nicht mehr gewährleistet wäre. Die Leidtragenden wären also die Patienten. Gibt es denn im Ausland keine Bestrebungen zur Erhöhung der Medikamentensicherheit im Spital? Doch. Wie schon der Bundesrat in seinen Antworten ausführte, beschäftigt die Medikamentensicherheit nicht nur die Schweiz, sondern insbesondere auch die EU und die USA. Von diesen Bestrebungen, vor allem in der EU, kann die Schweiz nur profitieren. Und die Schweiz soll sich deshalb bei der Ausgestaltung internationaler Richtlinien auch einbringen. Werden solche Entscheidungen international getroffen, ist es auch kein Problem, diese für die Medikamente, die in der Schweiz verkauft werden, umzusetzen. Wo sehen Sie für Ihre Branche noch Verbesserungsmöglichkeiten? Eine der erfolgsversprechenden Lösungen ist die lückenlose elektronische Erfassung von Medikamenten von der Verordnung bis zur Abgabe resp. Verabreichung am Patientenbett. Eine solche Lösung kann aber erst umgesetzt werden, wenn in den Spitälern dazu die technischen Ausrüstungen vorhanden sind. Zudem kann sie nur international harmonisiert eingeführt werden. Was sagen Sie zur Kritik, dass die Medikamentenpackungen der einzelnen Firmen zu ähnlich gestaltet sind und es deshalb zu Verwechslungen kommen kann? Die Ähnlichkeit von Packungen der gleichen Firma kommt nicht von ungefähr. Sie dient zur Wiedererkennung beim Arzt und bei den Patienten und kann zum Schutz vor Fälschungen beitragen. Zudem müssen Sie bedenken, dass auf jeder Packung


ein Barcode aufgedruckt ist. Es wäre also für die Mitarbeitenden im Spital ein Leichtes, mit einem Scanner Verwechslungen auszuschliessen. Sind denn die Strukturen und Prozesse in den Spitälern aus Ihrer Sicht für die Sicherstellung der Medikamentensicherheit ungenügend? Viele, wenn nicht alle Spitäler kümmern sich sehr intensiv um dieses Problem und sind offen für alle Verbesserungen, die eingeführt werden können. Wir müssen aber auch bereit sein, den Spitälern die Ressourcen, die sie dafür brauchen, zur Verfügung zu stellen. Hand aufs Herz: Tun wir genügend für die Medikamentensicherheit im Spital? Dass das Problem auch politisch aufgenommen worden ist, beweist, dass es auf allen Ebenen und von allen interessierten Kreisen sehr ernst genommen wird. Für die Pharmaindustrie kann ich nur bekräftigen, dass wir bereit sind, unseren Beitrag dazu zu leisten. Das gilt für alle Pharmaunternehmen weltweit. Doch alle Regulierungen, die wir noch einführen werden, können menschliches Versagen nicht ausschliessen. Aus meiner Sicht müssen alle Mitarbeitenden in den Spitälern in die Lage versetzt werden, sich mit dem Problem ausreichend auseinandersetzen zu können. In diesem Bereich zu sparen, wäre fahrlässig.

Beunruhigend.

Schreiben Sie uns! Sind Sie persönlich je von einer Medikamentenverwechslung betroffen worden? Schreiben Sie uns bis am 14. Mai 2012 an: Sanatrend AG, Vista Leserbrief 4, Zürcherstrasse 17, 8173 Neerach, oder schicken Sie eine Mail an: contact@sanatrend.ch. Ein Auszug der ersten Einsendungen wird nach Möglichkeit ab Ende Mai auf www.vistaonline.ch veröffentlicht. Absender nicht vergessen.

Beruhigend.

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Juckende oder brennende Augen. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Erhältlich in Apotheken oder Drogerien. Similasan AG | www.augengesundheit.ch

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Nr. 4 / Mai 2012

Gesunde Ernährung

Salz versteckt sich überall und insbesondere in Lebensmitteln, die wir reichlich und mit Genuss verspeisen: Brot, Käse, Pizza, Bündnerfleisch… «Nicht so viel Salz!» wird deshalb oft gemahnt, doch diese Empfehlung ist umstritten. Alexandra Uster

Salzkonsum Wie viel darf es sein?

Bild: © Gabees / Fotolia.com

konsum pro Tag beträgt in der Schweiz 9 Gramm. Um den physiologischen Bedarf an Natrium zu decken, wären lediglich 2 Gramm notwendig. Wir nehmen also fast 5-mal so viel Salz, wie eigentlich notwendig, zu uns.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde Salz als «weisses Gold» bezeichnet. Die Gewinnung war mühselig, der Transport ebenso und die Kosten horrend. Die Industrialisierung brachte die Wende: Der Salzabbau wurde vereinfacht, das Produkt für jedermann erschwinglich – und der Salzkonsum stieg. Schweizer mögens salzig Salz, wegen seiner chemischen Zusammensetzung auch Natriumchlorid ge36

nannt, wird häufig mit Jod und Fluor angereichert. Natrium und Jod sind für unseren Körper lebenswichtig: Natrium für die Steuerung des Wasserhaushalts und die Übertragung von Nervenimpulsen, Jod für das einwandfreie Funktionieren unserer Schilddrüse. Während früher Salz im Grammbereich zum Einsatz kam, ist es heute sackweise erhältlich – und zwar nicht nur, um im Winter die Strassen von Glatteis freizuhalten. Der durchschnittliche Salz-

Mythos «Ungesundes Salz» Tatsächlich stehen der hohe Salzkonsum und die daraus folgende hohe Natriumzufuhr seit den Siebzigerjahren im Verdacht, unserer Gesundheit zu schaden. Damals publizierten Forscher eine Studie, in der sie behaupteten, Salz verursache Bluthochdruck. Salz, einst begehrt, war nun umstritten. Es folgten zahlreiche weitere Studien. «Deren Resultate decken das gesamte Spektrum an Möglichkeiten ab: Mal stieg der Blutdruck, mal blieb er unverändert und manchmal senkte er sich bei einer Erhöhung des Salzkonsums. Die Debatte ums Salz gleicht mittlerweile einem Glaubenskrieg.» Der Grund für die unterschiedlichen Studienresultate, vermutet Thomas Lüscher, seien die Gene. «Einige Menschen reagieren aufgrund ihrer genetischen Prädisposition empfindlich auf Salz. Bei diesen Personen erhöht Salz den Blutdruck, betroffen sind aber lediglich etwa ein Drittel der Bevölkerung.» Nichtsdestotrotz, der schlechte Ruf des Salzes blieb bis heute wacker bestehen. Auch unser Bundesamt für Gesundheit BAG und die Weltgesundheitsorganisa-


Salzreduziert Einkaufen Doch so willig auch der Geist, die Umsetzung der WHO-Empfehlung fällt schwer. Wer hätte geahnt, dass mit dem Genuss einer Pizza die empfohlene Tagesmenge von 5 Gramm Salz bereits erreicht ist? Viel Salz versteckt sich – unsichtbar für ahnungslose Konsumenten – in verarbeiteten Lebensmitteln. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht der Salz-, sondern der Natriumgehalt auf der Verpackung deklariert wird. 1 Gramm Natrium entspricht etwa 2,5 Gramm Salz. Brot, Backwaren, Trockenfleisch und Käse sprühen förmlich vor Salz und auch Fertigprodukte übertrumpfen sich gegenseitig: Eine Portion Ratatouille enthält gut 1 Gramm Salz, eine Portion La-

Bild: © eyewave / Fotolia.com

tion WHO sind der Meinung «Weniger Salz ist mehr». Das BAG hat deshalb eine Salzstrategie lanciert. Tiefere Salzkonzentrationen in Lebensmitteln und eine bessere Aufklärung der Bevölkerung sollen bis Ende 2012 den Konsum von heute durchschnittlich 9 auf 8 Gramm Salz pro Tag senken. Die WHO empfiehlt eine Einnahme von 5 Gramm Salz pro Tag.

sagne 2 Gramm und die grosszügig aufgetragene Salatsauce gut und gerne 2,5 Gramm Salz. Natürliche und unverarbeitete Lebensmittel hingegen sind praktisch frei von Salz. Werden sie selber zubereitet kann der Salzgehalt durch den individuellen Griff zum Salzstreuer selber bestimmt werden, getreu dem Motto «der Koch ist der Chef». Ob Meer-, Stein- oder teures Himalayasalz verwendet wird, spielt keine Rolle.

«Nur der Ersatz des Natriumsalzes durch Kaliumsalz wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Leider ist es aber sensorisch weniger bekömmlich», weiss Thomas Lüscher. Er rät lediglich Patienten, die an Herz- oder Nierenschwäche leiden, zu einer dringenden Reduktion des Salzkonsums. «Alle anderen Personen, die sich um ihren Blutdruck sorgen, sollten a priori ihr Gewicht reduzieren, viel Früchte und Gemüse essen und sich bewegen.»

Auch Kohlenhydrate machen dick Ist Fett wirklich am Übergewicht schuld? Oder sind auch die viel gepriesenen Stärkeprodukte wie Brot, Teigwaren und Reis mitverantwortlich? 37% der SchweizerInnen sind zu dick. Die Gründe kennen wir: falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Dies ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch ein Risikofaktor für unsere Gesundheit. Wurden bisher vor allem die Nahrungsfette als Hauptverursacher für das Übergewicht angesehen, geraten nun auch die Kohlenhydrate immer stärker in den Fokus. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die offizielle Empfehlung, möglichst fettarm zu essen und dafür 60% des Kalorienbedarfes aus Kohlenhydraten zu decken, in unserer bewegungsarmen Zeit nicht mehr aktuell ist. Werden nämlich mehr Kohlenhydrate aufgenommen als der Körper benötigt, werden diese in Fett umgewandelt und als Reserve gespeichert. Wie werden wir diese Reserven wieder los? Grundlage einer nachhaltigen Gewichtskontrolle sind ausreichend Bewegung und eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung. Ergänzend können moderne Präparate eingesetzt werden.

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E. Zwicky AG informiert

Die E. Zwicky AG weiss, wie sich Getreideprodukte veredeln lassen. Durch spezielle, schonende Aufbereitung bleiben nicht nur wertvolle Nährstoffe erhalten. Die Nahrungsmittel schmecken besonders gut und machen fit für den ganzen Tag.

Fit in den Tag Wertvolle Getreideprodukte von Zwicky Ein gutes Frühstück macht fit für den ganzen Tag. Doch was ist ein gutes Frühstück? Schmackhaft, gesund und nahrhaft sollte es sein – also möglichst wenig Zucker und Fette enthalten, dafür viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Vollwertige Kost eben. Doch was ist Vollwertkost? Der Begriff stammt von den Ernährungsreformen um 1900 und wurde vom deutschen Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Werner Kollath geprägt. Die Vollwerternährung ist ein Konzept, bei dem Vollkornprodukte sowie frische und unbehandelte Nahrungsmittel im Vordergrund stehen. Werner Kollath teilte die Nahrungsmittel in verschiedene Gruppen ein: je geringer der Grad der

Verarbeitung, desto höher die Wertigkeit. Bei seinen Forschungen fand Prof. Kollath unter anderem heraus, dass wertvolle Wachstums- und Zellersatzstoffe durch starkes Erwärmen oder durch heute übliche technische Schritte bei der Verarbeitung zerstört werden: Aus unbehandelten, natürlichen Rohstoffen entstehen durch diese Vorgänge Nahrungsmittel mit vermindertem Nährstoffgehalt.

diesem schonenden Spezialverfahren (Collatieren®) geschützt werden – ohne Chemie und ohne Überhitzung. Der Abbau wertvoller Inhaltsstoffe nach der Behandlung wird so über einen längeren Zeitraum verhindert: Getreide- und Sojaflocken, die normalerweise durch natürliche Oxidation ihre Vitalstoffe schnell abbauen, bleiben durch das Collatieren® länger vollwertig.

Vitalstoffe müssen geschützt werden Um den unerwünschten Qualitätsverlust bei der Verarbeitung zu vermeiden, entwickelte Prof. Kollath ein spezielles Verfahren: das Collatieren®. Getreide und einige Hülsenfrüchte können mit

Kollath-Frühstück – für hohe Leistungsfähigkeit Die E. Zwicky AG nutzt das von Prof. Kollath entwickelte Verfahren, um vollwertige Nahrungsmittel herzustellen – beispielsweise das Kollath-Frühstück aus biologischem Anbau. Wertvolle Inhaltsstoffe

Zwicky-Produkte sind erhältlich in Apotheken, Drogerien und im Lebensmittelhandel.

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120 Jahre Zwicky E. Zwicky AG, die Spezialitätenmühle im Thurgau

wie Mineralien und Spurenelemente bleiben durch das Collatieren® im hochkeimfähigen Weizen erhalten. Das KollathFrühstück ist eine ideale Stärkung für den Tagesbeginn, sättigt auf natürliche Weise und fördert die Verdauung. Müesli – Gesundheit auf dem Frühstücksteller Das Müesli ist eine Schweizer Spezialität – weltbekannt wie Fondue und Schokolade. Lange wurde das Müesli ausschliesslich als einfaches Abendessen verzehrt, heute wird es vorwiegend als Frühstück oder auch als leichtes, bekömmliches Nachtessen eingenommen. Traditionell besteht das Müesli aus Getreideflocken, die mit Milch vermischt und mit Äpfeln, Zitronensaft sowie Nüssen ergänzt werden. Eine geballte Ladung an Mineralstoffen und Spurenelementen, Vitaminen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Moderne, leckere Varianten von diversen Müeslis hat die E. Zwicky AG entwickelt; die wichtigsten Zutaten werden mit dem von Prof. Kollath entwickelten, schonenden Verfahren hergestellt. Die Frühstücksmüesli von Zwicky gibt es in diversen Sorten mit Mischungen aus verschiedenen Getreidesorten, Nüssen, Mandeln, Trockenfrüchten, Beeren und weiteren feinen Zutaten. Zur geschmackvollen Abwechslung und für den individuellen Geschmack. Das Früchte-Müesli enthält eine fruchtig-frische Mischung mit

einem hohen Anteil an Trockenfrüchten. Damit lässt sich schnell und einfach eine gesunde Mahlzeit für die ganze Familie auf den Tisch zaubern. Hirse macht schön Hirseflocken sind nicht nur eine willkommene Zutat für feine Müesli, sie passen ebenso gut ins Joghurt oder zu Milch mit Früchten. Hirse gilt als das älteste Getreide der Welt und ist eine der mineralstoffreichsten Getreidesorten überhaupt. Hirse enthält viel Fluor, Phosphor, Magnesium, Kalium und besonders viel Silizium und Eisen. Die Mineralien sorgen für gesunde Zähne, schöne Haare, ebenmässige Haut und starke Nägel. Hirseflocken gelten darum auch als Schönheitsmittel; zudem sind sie bekannt für ihre langanhaltende sättigende Wirkung. Fazit: Gesundes und vollwertiges Essen beginnt mit dem Frühstück. Ein gesundes Müesli sättigt und verleiht Energie für Stunden. Vollwerternährung soll aber auch Genuss und Lebensfreude vermitteln. Aber ohne Zusatzstoffe, dafür mit allen Vitalstoffen und sehr, sehr viel natürlichem Geschmack aus der Natur!

Die in Müllheim-Wigoltingen ansässige Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG entwickelte sich im Laufe ihrer 120-jährigen Firmengeschichte zu einer der bedeutendsten Spezialitätenmühlen der Schweiz. Die Firma ist seit 1892 in der 4. Generation in Familienbesitz und setzt auf qualitativ hochwertige Produkte. Sie garantiert mit ihrem Markenzeichen dafür: dem Zwerg mit der Ähre. Das Müesli wurdevon E. Zwicky AG als erste Firma in der Schweiz 1946 auf den Markt gebracht. Seit die Firma 1956 mit Prof. Dr. Werner Kollath einen Lizenzvertrag abgeschlossen hat, stellt sie das Bio-Kollath-Frühstück nach dem Kollath-Verfahren her. Heute werden weitere Spezialitäten wie Bio-Hirseflocken und Bio-Sojaflocken auf diese schonende Weise produziert. Die Geschäftsfelder umfassen heute die Entwicklung und Veredelung von Produkten und Halbfabrikaten für die Lebensmittelindustrie, die Herstellung von Getreidespezialitäten unter der Marke ZWICKY sowie Handelsmarken, beispielsweise Nahrungsergänzung wie Goldhirseöl-Kapseln für gesunde Schönheit und Vitalität unter der Marke HIRSANA. Zwicky ist bekannt für ihren innovativen Geist, ihre Marktnähe und ihre Beweglichkeit. Massgeschneiderte Spezialitäten und Produkte, die ausgewogene Vielfalt und die Partnerschaft mit dem schweizerischen Landbau werden von Kunden und Partnern sehr geschätzt. Qualität und Flexibilität sind die Stärken der E. Zwicky AG. Innovative Mitarbeiter und auf kundenspezifische Problemlösungen ausgerichtete, moderne Infrastruktur ermöglichen ausserordentlich individuelle Ansätze. Die modernen Anlagen sind auf neuestem Stand der Technik und dank unterschiedlicher Verfahren ausserordentlich flexibel bezüglich der Anwendungen und Produktionsmöglichkeiten. Produktsicherheit und konstante Qualität auf höchstem Niveau sind der Firma wichtig. www.zwicky.ch

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Nr. 4 / Mai 2012

Komplementärmedizin

Kranke Menschen, die in der Schulmedizin keine Linderung finden, hoffen auf Heilung in der Alternativmedizin. Die Bioresonanztherapie hilft häufig bei Allergien, Neurodermitis, Kopfschmerzen und anderen Leiden. Anke Reuss

Bioresonanztherapie Heilung durch Alternativmedizin

Quelle: REGUMED Regulative Medizintechnik GmbH

glauben und Anwender, die von der Methode überzeugt sind. Sie glauben, dass Krankheiten und Fehlfunktionen anhand von veränderten körperspezifischen elektromagnetischen Schwingungen erkennbar sind. Ein spezifisches Gerät, häufig gekennzeichnet durch Firmennamen wie BICOM, Mora, VEGA-Select, könne krankhafte, elektromagnetische Schwingungen aufheben und damit die Krankheit «löschen». Unterschieden wird dabei zwischen akuten und chronischen Erkrankungen, die unterschiedlich lang und verschieden oft therapiert werden. Je problematischer die Erkrankung ist, desto langwieriger. So kann es bei schweren chronischen Prozessen sogar einige Jahre dauern, bis alle Symptome beseitigt sind.

Regelkreis der Bioresonanz.

Ausser der Bioresonanztherapie (BRT) werden auch Begriffe wie biophysikalische Informationstherapie, Radionik oder Mora-Therapie verwendet. Letztere Bezeichnung geht auf den deutschen Arzt Franz Morell und seinen Schwiegersohn, den Ingenieur Erich Rasche zurück, die 1977 diese alternativmedizinische Methode zur Messung von elektrischen Signalen über die Haut erfanden. Zwei 42

Elektroden werden dem Anwender entweder in die Hand gegeben oder an anderen Hautpartien angebracht, um vermeintliche elektrische Störfelder zu identifizieren. Heilung oder Placebo? Diese Methode ist umstritten und spaltet aufgeklärte Menschen in zwei Lager: Da gibt es die, die allenfalls an Placeboeffekte

Anwendung bei Allergien, Neurodermitis und Kopfschmerzen Angewendet wird die Therapie bei Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen, Erkrankungen des Lymphsystems, Atemwegserkrankungen (Asthma, Bronchitis), Migräne, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Immunschwächen, Magen-Darm-Erkrankungen, Nierenleiden sowie Rheuma. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entgiftung nach einer Überlastung mit bestimmten Schadstoffen. Benzol, Quecksilber und andere Stoffe werden vom Menschen aufgenommen und können nur teilweise ausgeschieden werden. Manche Stoffe erkennt der Organismus


nicht und lagert sie beispielsweise im Fettgewebe ein. Verschiedenen Theorien zufolge werden so Allergien oder schwere Erkrankungen ausgelöst. Einer hohen Belastung mit Schwermetallen werden auch eine Reihe von psychischen Problemen zugeschrieben. So können Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen hier ihren Ursprung haben. Eine erhöhte Depressionsneigung wird ebenfalls mit der Bioresonanztherapie behandelt. Befürworter behaupten, dass es zu Beginn einer Behandlung zu einer Erstverschlimmerung kommen kann. Alte Narben erzeugen Schmerzen oder es kommt zu einem Fliessschnupfen. Auch Durchfall sei möglich. Chronische Beschwerden

könnten während der Behandlung in einen akuten Zustand übergehen, was zwar unangenehm sei, aber durchaus wünschenswert. Der Körper signalisiere damit, dass er seine langjährigen Beschwerden bereit sei, aufzuarbeiten.

treiben, erfuhr ich eine Woche später, dass er sich einen Tag später auf sein Rennrad gesetzt hatte und ohne Beschwerden eine Elsass-Tour von 20 Kilometern absolviert hatte. Er hat seither keine Heuschnupfensymptome mehr.»

Patient von Heuschnupfen geheilt Die Basler Naturärztin Nöelle Kuhn bestätigte gegenüber Vista, dass sie 2008 einen Patienten, der unter Heuschnupfen litt, mit der Bioresonanztherapie erfolgreich behandelte. «Die Symptome seines Heuschnupfens waren für ihn derart unerträglich, dass er auf sein geliebtes Rennradfahren verzichten musste. Trotz meines Abratens, diesen Sport gleich nach der Behandlung zu

Wer führt die Behandlung durch? Eine Reihe von Schweizer Heilpraktikern sowie Naturheilärzten führen die Behandlung durch. In dem Verzeichnis für Naturheiler finden Sie schweizweit Adressen unter: www.gesund.ch. Hierzulande wird die Bioresonanztherapie von einigen Krankenkassen im Rahmen einer Zusatzversicherung finanziert.

Publireportage

Schweizer sind Nachtvögel und fühlen sich oft schlapp Das Schweizer Klischee der tüchtigen Frühaufsteher ist widerlegt! Eine neue repräsentative Befragung1 von Bayer und der Schweiz. Gesellschaft für Ernährung SGE zeigt: Die meisten Eidgenossen – besonders Frauen – sind Abendmenschen. Zudem leidet die Hälfte der Bevölkerung an Schlafstörungen. Morgenmuffel nerven sich bedeutend mehr, dopen sich mit Dusche und Kaffee, aber nur jeder Fünfte frühstückt. Klar wird: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist oft nicht möglich. Die tägliche Einnahme von Multivitaminen kann diese Unterversorgung kompensieren. Supradyn® ermöglicht eine Rundumversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Bei der Energiegewinnung spielen Vitamine – insbesondere die acht B-Vitamine – eine zentrale Rolle: Sie regulieren die Verwertung von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten. Täglich müssen wir ausreichend Vitamine aufnehmen und genug schlafen, damit der Stoffwechsel funktioniert. Doch bei beidem hapert’s, wie die Umfrage belegt.

Frauen sind erschöpft Müdigkeit trifft Frauen am härtesten. Die meisten sind Abendmenschen und fühlen sich morgens doppelt so oft unerholt als Männer. Jede Zehnte ist gar dauermüde. Die hohe Beanspruchung durch Job und Familie schwächt das weibliche Nervenkostüm. Im oftmals gehetzten Alltag bleibt eine gesunde und ausgewogene Ernährung meistens Illusion. Nur neun Prozent der Schweizer Bevölkerung hält sich an die empfohlenen fünf Portionen Früchte und

Gemüse pro Tag. Die tägliche Einnahme von Multivitaminpräparaten kann diese Unterversorgung kompensieren.

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Supradyn® energy – in Zeiten erhöhter Belastung In gewissen Situationen ist der Bedarf an Vitaminen und anderen Mikronährstoffen stark erhöht: z.B. während und nach Diäten, Krankheiten, längerer Medikamenteneinnahme oder Operationen sowie bei Sportlern. Oft kann der Mehrbedarf nicht mit der Nahrung abgedeckt werden und der Vitaminmangel äussert sich durch Müdigkeit und Erschöpfung. Als Vitaminkur gibt Supradyn® energy mit 13 Vitaminen sowie 12 Mineralstoffen und Spurenelementen Power bei stark erhöhtem Bedarf. Nicht umsonst ist Supradyn® von Bayer das bekannteste Multivitaminpräparat der Schweiz2.

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Airlux informiert

Schlafunterlagen mit Luft ermöglichen vielen Menschen wieder schmerzfreies, erholsames Schlafen. Dies zählt, denn gute Schlafqualität heisst auch gute Lebensqualität.

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türlichen Form stabilisiert und der Druck gleichmässig auf die ganze Aufliegefläche verteilt werden, welche Schlafposition wir auch immer einnehmen. Optimieren wir die Schlafqualität, optimieren wir auch die Lebensqualität! Nur zwei Medien können aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften eine gleichmässige Druckverteilung ermöglichen: Wasser und Luft. Bei weniger dynamischen Materialien wie Schaumstoff und Metallfedern müssen Kompromisse eingegangen werden. Luftschlafsysteme benötigen im Gegensatz zu Wasserbetten keine Heizung und sind in der Handhabung wesentlich angenehmer. Zudem leitet Luft keine Bewegungsenergie weiter und lässt den Partner deshalb nicht jede Bewegung mitspüren. AIRLUX® ist das einzige Luft-

schlafsystem mit integriertem Druckausgleich ohne Motor und Strom. AIRLUX® Luftschlafsysteme können individuell eingestellt werden, um eine optimale Anpassung an den Körper zu erreichen. So entstehen weniger schmerzhafte Druckflächen. Durch die Unterstützung können sich die Rückenmuskeln entspannen, die Bandscheiben werden entlastet. Speziell bei orthopädischen Krankheiten wie degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen und Hüftarthrosen werden damit Schlafdauer und -qualität verbessert. Dass auch renommierte Reha Kliniken auf AIRLUX® Luftschlafsysteme setzen, zeigt: Ein gesunder Schlaf ist eine tragende Säule in der Rehabilitation. AIRLUX® gewährt Ihnen beim Kauf eine Erfolgsgarantie: Sie gewinnen mit dem neuen Bett Lebensqualität – oder Sie erhalten Ihr Geld zurück. Bezugsquellen AIRLUX Land of Sleeping 3011 Bern, Gerechtigkeitsgasse 55, Tel. 043 5000 222 4052 Basel, Dufourstrasse 9, Tel. 043 5000 221 8180 Bülach, Schützenmattstrasse 30, Tel. 043 5000 200 8951 Fahrweid, Brunaustrasse 185, Tel. 043 5000 200 1870 Monthey, Avenue du Simplon 23, Tel. 021 533 28 28 Weitere Infos auf www.airlux.ch


Nr. 4 / Mai 2012

Gesundheitspolitik

Die Ausgaben für unser Gesundheitswesen sind seit vielen Jahren überdurchschnittlich am Steigen. Vor allem, weil ältere Menschen immer mehr kosten? Oder wo liegen die Ursachen? Vista beleuchtet zu den Fragen die wichtigsten Aspekte. Hans Wirz

Gesundheitskosten Je älter, je teurer? Prognosen bezüglich der Gesundheitsausgaben kann man sich sparen. Denn letztlich weiss niemand, welche Angebote und Wertvorstellungen sich in den nächsten 30 Jahren entwickeln werden. Welches sind die massgeblichen Faktoren? Der rasante Kostenanstieg Eigentlich sind die grundlegenden preistreibenden Faktoren und Funktionsweisen bekannt und könnten behoben werden. Die Situation wird aber von Leistungserbringern (Ärzte, Pharmaunternehmen, Apotheken, Psychiater usw.) und Konsumenten gleichermassen leidenschaftlich verteidigt, weil niemand gerne etwas aufgibt, von dem sie oder er profitiert.

• Falsche Anreize: Damit die Krankenkasse «rentiert», wird sie von Versicherten nicht selten für Mehrfachabklärungen «genutzt». • Kantönligeist: In der Schweiz gibt es 26 abgeschottete Gesundheitsmärkte, inklusive individueller Spitalplanung und einem mehrfachen regionalen Überangebot. Eine teure Lösung! • Ineffizienz: Beispielsweise werden medizinische Befundaufnahmen noch immer und immer wieder hauptsächlich von Hand neu geschrieben. Bei jedem Arztwechsel. • Konsumentenansprüche: Jeder will für sich im Krankheitsfall – aus nachvollziehbaren Gründen – die bestmögliche Behandlung.

Welche anderen Faktoren sind entscheidend wichtig, wenn es um die Frage geht, ob die steigende Lebenserwartung die Gesundheitskosten wirklich übermässig belastet? Der ultimative Faktor 70 bis 80 Prozent der Krankheitskosten werden von chronischen Krankheiten verursacht. Damit wird die Beantwortung der zentralen Frage leicht: Mehr ältere Menschen, gleich mehr chronisch Kranke, gleich mehr Kosten. Wenn es um konkrete Massnahmen geht, will der Bund in erster Linie die Prävention und die Früherkennung verstärken. Zweitens Fortsetzung auf Seite 46

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Fortsetzung von Seite 45

soll die integrierte Versorgung mit Ärztenetzwerken gestärkt, die Qualität erhöht und der Risikoausgleich verfeinert werden. Wie viele der Absichten umgesetzt werden können, hängt nicht nur von den Leistungserbringern, den Kantonen und der Bevölkerung ab, sondern auch von der Politik. Wie viel ist ein älteres Leben noch wert? Häufig geht es gegen das Ende des Lebens nicht mehr darum, Patienten zu heilen. Sondern darum, das Leben um einige Monate zu verlängern. Gefragt sind dann ausserordentlich teure Medikamente. Soll man (und wenn ja, wie lange?) das Gesundheitswesen mit den entsprechenden Kosten belasten? Es geht wohl bald auch um ganz «gewöhnliche» Therapien. Beispielsweise, ob es denn «Sinn» mache, einem 91 Jahre alten Menschen noch ein Hüftgelenk zu ersetzen? Ethische Fragen, die man heute erst zögerlich stellt. Unangenehme Fragen, gewiss, aber sie kommen auf uns zu. Soll Jung für Alt zahlen? «Solidarität» ist ein grosses Wort und die entsprechende Praxis hat bis jetzt ganz gut funktioniert. Nicht zuletzt wohl, weil die heutigen Älteren in jungen Jahren ihrerseits solidarisch die Gesundheit der damals Älteren klaglos mitfinanziert haben. Denn bis anhin wurde die solidari-

sche Prämie als «Vorauszahlung» für das eigene Alter empfunden. Jetzt gibt es zunehmend Druck: Ältere sollen höhere Prämien zahlen. Was insofern verständlich scheint, als die Jüngeren prozentual immer weniger werden. Gesundheitsförderung und Prävention Vorbeugen ist besser als heilen. Das tönt zwar gut, wird aber nicht wirklich ernst

genommen – die offizielle Schweiz gibt sehr wenig Geld aus für das Gesundbleiben. Nämlich weniger als 2 Prozent der Krankheitskosten. Und das Geld wird weitestgehend unkoordiniert gestreut. Dieser Verschleuderung will das neue Präventionsgesetz entgegensteuern. Ob es je angenommen wird, ist aber sehr fraglich – denn auch da sind wirtschaftliche Interessen tangiert. Man kann nur hoffen, dass die Vernunft siegt.

Standpunkt von Vista Den Tatsachen ins Auge sehen Man kann sich über den nachhaltigen Kostenanstieg ärgern. Oder folgende Tatsachen akzeptieren: • Mehr ältere Menschen verursachen tatsächlich höhere Kosten. Die aber nicht so bedeutend für den Gesamtkostenanstieg sind, wie man annehmen möchte. • Die grossen Kostentreiber sind in viel grösserem Masse falsche Anreizen im ganzen Gesundheitswesen: Schein- und echte Innovationen, Kantönligeist, Inneffizienz, Konsumentenansprüche und die rapid wachsende Zahl von Menschen in unserem Land. • Steigende Gesundheitskosten haben eine positive Auswirkung etwa in Bezug auf Jobmöglichkeiten für Hunderttausende, auf die Entwicklung von Unternehmen, den Standort Schweiz und das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung der Bevölkerung. Übermässiges Jammern ist also nicht angebracht. • Wo grosse Probleme auftauchen, wächst auch die Bereitschaft für neue Lösungen. Und wohl auch die Einsicht, dass vom verfügbaren Einkommen von Frau und Herrn Schweizer mehr in selbstbezahlte Gesundheit und Wohlbefinden geleitet werden muss.

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Nr. 4 / Mai 2012

Rundum gesund

Eine neue Studie1 zeigt: Chondroitinsulfat lindert bei Fingergelenkarthrose den Schmerz und verbessert die Beweglichkeit. Dank guter Verträglichkeit eignet sich der Wirkstoff für eine Langzeitbehandlung. Jürg Lendenmann

Fingerarthrose Neue Studie zu bekannter Therapie

Bild: Jürg Lendenmann

betroffenen Gelenke gespritzt. In unserer Studie untersuchten wir die Wirksamkeit eines Medikamentes mit Chondroitinsulfat (CS), das in der Schweiz zur Behandlung dieser Krankheit zugelassen ist.»

Prof. Dr. med. Cem Gabay ist Vorsteher der Rheumatologie am Universitätsspital Genf (HUG).

«Rund 15 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind von einer Fingerarthrose betroffen», sagt Prof. Dr. med. Cem Gabay. «Die Krankheit beginnt häufig zwischen dem 50. und dem 60. Altersjahr mit schmerzenden Fingergelenken, die entzündet und geschwollen sein können. Im Verlauf bilden sich oft Knoten. Alltägliche Verrichtungen, vor allem jene, die viel Kraft oder Präzision verlangen, können für die Patienten zur Qual oder unmöglich werden.» Nur wenige Therapiemöglichkeiten Zur Behandlung der Fingerarthrose stehen nur wenige wirksame Therapien zur Verfügung. Professor Gabay: «Bei medikamentösen Therapien werden in der Regel Schmerzmittel oder nicht steroidale Antirheumatika (NSARs) eingesetzt. Manchmal werden auch Kortikosteroide in die

Chondroitinsulfat-Studie: positive Ergebnisse 162 Patienten nahmen an dem doppelblinden klinischen Vergleich mit einem Scheinmedikament (Placebo) teil. Prof. Gabay fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen: «Nach sechs Monaten zeigte sich, dass CS hinsichtlich Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit der Finger dem Placebo signifikant überlegen war. Von der Therapie profitierten auch Patienten mit einer Arthrose am Daumensattelgelenk und solche, bei denen das Röntgenbild Gelenkschädigungen aufwies. Ausgezeichnetes Sicherheitsprofil «Die Verträglichkeit von CS war ausgezeichnet. Dass nur wenige unerwünschte Wirkungen auftreten würden, hatten wir aufgrund der Ergebnisse früherer klinischer Studien mit dieser Substanz erwartet.» Bisher wurden nur wenige Studien zur medikamentösen Behandlung der Fingergelenkarthrose durchgeführt, die meisten mit NSARs. «Bezüglich Wirksamkeit lässt sich CS mit den NSARs vergleichen», sagt Prof. Gabay, «aber die Wirkung tritt bei NSARs schneller ein. Dafür ist das Sicherheitsprofil der NSARs nicht so gut

wie das von CS: bei NSARs können unerwünschte Wirkungen auf den MagenDarm-Trakt, auf die Nieren und auf das Herz-Kreislauf-System auftreten. Wir sollten daher Langzeitbehandlungen mit NSARs vermeiden, vor allem bei älteren Patienten, da diese oft schon ein erhöhtes Risiko z. B. für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen.» Qualität garantiert Wirkung Lassen sich die Resultate der neuen Studie auch auf Produkte mit Chondroitinsulfat übertragen, die als frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel im Handel sind? Prof. Gabay: «Der einzige Weg, dies zu wissen, wäre, eine klinische Studie durchzuführen. Denn Chondroitinsulfat wird mit unterschiedlichen Verfahren aus Knorpelgewebe verschiedenster Tierarten gewonnen; daher können sich die Substanzen in ihren Eigenschaften erheblich voneinander unterscheiden.» Personen mit Anzeichen einer Fingergelenkarthrose empfiehlt Prof. Gabay, einen Arzt aufzusuchen und bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose eine drei- bis sechsmonatige Therapie mit CS durchzuführen. «Zeigt sich eine positive Wirkung, ist es sinnvoll, die Therapie fortzusetzen.» 1

Gabay C., et al. Arthritis Rheum. 2011; 63: 3383–91.

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Joghurtbäume und Kühe mit 11 Zitzen Baumwollsocken seien aus Tierwolle hergestellt, gaben 75 Prozent der 1000 australischen Kinder zwischen 10 und 12 Jahren bei einer Umfrage an. 25 Prozent der Kinder waren überzeugt, Joghurt stamme aus einer Pflanze, und 16 Prozent hielten Rührei für ein Pflanzenprodukt. Doch nicht nur bei australischen Kindern sind grosse Lücken beim Naturwissen auszumachen. Wie der Jugendreport Natur 2010 zeigte, geht für viele der 3000 befragten deutschen Kinder zwischen 11 und 15 Jahren die Sonne im Norden auf, Hühner legen drei Eier am Tag und Kühe haben elf Zitzen. Quelle: Süddeutsche, www.lernort-natur.de Darmkrebs: alarmierende Zahlen In Wohlstandsgesellschaften ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebsart. In Europa wird jährlich bei 450 000 Menschen Darmkrebs diagnostiziert; rund die Hälfte der Betroffenen wird an ihrer Krankheit sterben. Bei Ländern, in denen die Zahl der an Darmkrebs Erkrankten zunimmt, führt man die ungünstige Entwicklung auf eine Kombination von Faktoren wie veränderte Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht und Rauchen zurück. Wird Darmkrebs frühzeitig erkannt, ist er in 90 Prozent der Fälle heilbar. Quelle: www.europacolon.com

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Zweisprachigkeit fördert Entwicklung

Kinder, die zweisprachig aufwachsen, entwickeln verschiedene Fähigkeiten früher als Kinder, die nur einsprachig aufwachsen. Wann sich bestimmte Fähigkeiten ausbilden, untersuchte das Forscherteam um Ellen Bialystok anhand von Tests mit hundert sechsjährigen Kindern. Nicht wie erwartet bei sprachlichen Tests schnitten die zweisprachigen Kinder besser ab, sondern bei Aufgaben, bei denen es etwas auszuführen galt, beispielsweise das Sortieren von Bildern nach bestimmten Regeln. Die zweisprachigen Kinder konnten sich zudem besser auf eine Aufgabe konzentrieren. Der «Nachteil» der Zweisprachigkeit: Die Kinder brauchen länger, um jede der beiden Sprachen zu erlernen. Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

Korrigendum Im Artikel «Phytotherapie» in Vista Nr. 3/April 2012 wurde auf Seite 24 nicht, wie im Text vermerkt, die Arnica (Arnica montana), sondern versehentlich Jakobskraut abgebildet. Wir bedauern diesen Fehler.

Muster AG informiert Redaktionsteam Ursula Haas, Jürg Lendenmann, Sandra Poller, Anke Reuss, Katharina Schwab, Andy Stuckert, Athena Tsatsamba Welsch, Alexandra Uster, Alice Werner, Hans Wirz, Vista Leserservice Postfach 6002 Luzern Tel. 041 329 22 62 Fax 041 329 22 04 www.vistaonline.ch Rätsel und Leserbriefe Auflösungen der Rätsel und Leserbriefe der letzten Ausgaben auf www.vistaonline.ch

GESUNDHEITS-NEWS

Sich 15 Minuten täglich bewegen, heisst drei Jahre länger leben Acht Jahre lang haben Forscher um Chi Pang Wen den Gesundheitszustand von 400 000 Männern und Frauen in Taiwan verfolgt. Personen, die sich pro Woche in der Freizeit durchschnittlich nur 92 Minuten bewegten, zeigten eine um 14 Prozent geringere Sterberate als die Bewegungsmuffel. Umgerechnet auf ein Alter von 30 Jahren entspricht dies einer erhöhten Lebenserwartung von drei Jahren. Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

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Calcium-Sandoz® Sun & Day – Damit Ihre Haut bereit ist, auch in der Sonne blendend auszusehen ®

Calcium-Sandoz Sun & Day Nahrungsergänzungsmittel schützt die Haut vor Rötungen, Blasenbildung und Juckreiz bei intensiver Sonneneinstrahlung. Eignet sich bei Sport, Arbeit und Freizeit im Freien. Deckt den Bedarf an Calcium, Beta-Carotin, Vitamin C und E. Mit Orangen-Zitronen-Aroma.

BIOXET – Die dauerhafte Lösung bei unerwünschtem Haarwuchs BIOXET ist eine hautpflegende Creme zur dauerhaften Reduzierung unerwünschter Körper- und Gesichtshaare. Der Schlüssel zu BIOXET’s Erfolg ist die hohe Wirksamkeit der pflanzlichen Wirkstoffe sowie die einfache Anwendung. BIOXET ist eine Art von Diät für die Haare. Es wirkt, indem es die Zufuhr der Nährstoffe zum Haarfollikel unterbindet. Der Haarwuchs verlangsamt sich bis zum Stillstand. Die BIOXET ist als Körper- und Gesichtscreme sowie als Intensivkur (Bodylotion + Bodyserum) erhältlich.

Körpercreme 130 ml

CHF 44.90 statt 47.90

20 Brausetabletten

CHF 13.50

Etiaxil – Geniessen Sie den Charme eines schweissfreien Lebens Gezielt übermässige Schweissbildung bekämpfen! Die Anwendung von Etiaxil ermöglicht die Kontrolle der Schweissbildung genau dort, wo sie am unangenehmsten auftritt. Stopp dem übermässigen Schwitzen und seinen Begleiterscheinungen! 2 Anwendungen pro Woche genügen.

Intensivkur (Bodylotion + Bodyserum) 3 x 10 ml

Ges Gesichtscreme (normale/ trockene Haut) 50 ml tr

Gesichtscreme (fettige Haut) 50 ml

CHF 54.90

CHF 34.90

CHF 34.90

statt 59.90

statt 37.90

statt 37.90

CH’i® Energy Hot & Cold Emulgel CH’i® Energy Hot Emulgel: Wärmendes Muskel- & Glieder-Emulgel • Sofort spürbarer Effekt nach leichtem Einmassieren. • Zur Entspannung und Lockerung von Muskeln und Gliedern. • Fördert die Hautdurchblutung und vermittelt angenehme Wärme. CH’i® Energy Cold Emulgel: Kühlendes Muskel- & Glieder-Emulgel • Ideal zur Entspannung und Regeneration nach dem Sport. • Vermittelt ein wohltuend kühlendes Gefühl. • Unterstützend nach stumpfen Einwirkungen.

Etiaxil Soft roll on 12,5 ml

50

CHF 18.30

CH’i® Energy Hot Emulgel 75 ml

CH’i® Energy Cold Emulgel 75 ml

statt 21.50

CHF 24.90

CHF 24.90


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Lubex anti-age® – Dermatologische Intensiv-Formel gegen Hautalterung Lubex anti-age® day rich SPF 15 und night rich Mit rich texture Formel für trockene bis sehr trockene Haut und/oder reife Haut. • Sehr hoher Gehalt an Feuchthaltefaktoren. • Hoher Gehalt an Lipiden (Fetten). Lubex anti-age® eye ist ein neuartiges, innovatives Anti-Aging-Produkt für die besonders empfindliche Haut im Augenbereich und wirkt den Zeichen der Zeit entgegen. Für alle Hauttypen geeignet. Lubex anti-age® eye 15 ml

naturatrend – Hagebuttenkapseln aus Schweizer Produktion

CHF 38.50

Die hochqualitativen naturatrend Hagebuttenkapseln (vegetabile Kapselhülle) und das Hagebuttenpulver aus Fruchtfleisch und Kernen enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Flavonoide. Kapseln à 200 St.

CHF 44.50 statt 49.50

Pulver à 300 g

CHF 44.50 statt 49.50

Lubex anti-age® day rich SPF 15 50 ml

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CHF 58.50

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Bestellung per Post, Telefon, Fax oder www.myvista.ch via Post: MyVista.ch AG, Postfach, 6002 Luzern

via Tel.: 041 329 23 62

Artikelbezeichnung

Inhalt/Grösse Menge

CHF

BIOXET Intensivkur

3 x 10 ml

54.90

BIOXET Gesichtscreme (fettige Haut)

50 ml

34.90

BIOXET Gesichtscreme (normale/trockene Haut)

50 ml

34.90

BIOXET Körpercreme

130 ml

44.90

Calcium-Sandoz Sun & Day (Brausetabletten)

20 St.

13.50

CH’i® Energy Hot Emulgel

75 ml

24.90

CH’i® Energy Cold Emulgel

75 ml

24.90

Etiaxil Soft roll on

12,5 ml

18.30

Lubex anti-age® day rich SPF 15

50 ml

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Lubex anti-age® eye

15 ml

38.50

Lubex anti-age® night rich

50 ml

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naturatrend Hagebuttenkapseln

200 St.

44.50

naturatrend Hagebuttenpulver

300 g

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Versandkosten

Bestellwert bis CHF 50.– = CHF 9.90 Bestellwert ab CHF 50.– = CHF 6.95 Bestellwert ab CHF 90.– = portofrei

via Fax: 041 329 22 04

Angebote gültig bis 20. Mai 2012 www.myvista.ch

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Offen 365 Tage

Diese Apotheken sind täglich geöffnet – auch über die Festtage. Bern

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