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GOLF & COUNTRY

5/2011 61. Jahrgang Fr. 12.–

www.golfandcountry.ch

Das meistabonnierte Golfmagazin der Schweiz 100

90

80 Immer mit der TeachingSerie Nr. 1

JUNIOREN-RANKINGS

Romands sind top! Das machen die Clubs rund um den Genfersee besser

RYDER CUP 2018 Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal oder die Niederlande: Wer macht am 17. Mai das Rennen?

MATTEO MANASSERO Zu Besuch bei Italiens Wonderboy ROLE MODEL Amerikas Shootingstar Rickie Fowler (21) eifern auch Schweizer Kids nach.


Editorial TEE-TIME

Junioren und Juroren Franco Carabelli Chefredaktor

I

n vielen Schweizer Golfclubs sind die Juniorinnen und Junioren nicht als das akzeptiert, was sie eigentlich sind: die Zukunft dieser Sportart. In den Augen einiger gestandener Mitglieder strapazieren die Kids bloss das Vereinsbudget, räumen an Turnieren sämtliche Preise ab und blockieren am Mittwochnachmittag und am Samstagvormittag den Platz. Und das alles zu einem Jahresbeitrag, für den sie vielleicht auf zwei Paar hippe Markenjeans verzichten müssen. Als Beispiele, dass es auch anders geht, haben wir den GC Domat/Ems und den GC Lausanne herausgegriffen. Die zwei Juniorencaptains Rolli Fleisch und Jean-Charles Bemberg begründen ab Seite 12, weshalb in ihren Clubs die Junioren vollständig akzeptiert sind. Sie erzählen mit Begeisterung, und wenn man ihnen zuhört, wird eines klar: Es ist an der Zeit, den Juniorencaptains einen festen Platz in den Clubvorständen einzuräumen.

Wenn das Schweizer Golf Fortschritte machen soll, braucht es im Juniorenwesen engagierte Menschen wie Fleisch und Bemberg. Aber solche Ausnahmeerscheinungen reichen nicht aus. Irgendwie muss es gelingen, substanziell mehr Kids mit dem Golfspiel in Kontakt zu bringen. Das ist jedoch nur möglich, wenn auch die Schulen mitmachen. Der ASG muss es mit Unterstützung von Jugend und Sport (J+S)

gelingen, alle Parteien für ein gemeinsames Ziel zu motivieren und in das Projekt einzubinden (ab Seite 16). Einer meiner ersten journalistischen Lehrmeister war vor 25 Jahren der damalige «Blick»-Sportchef Urs Heller. Der Luzerner verantwortet heute als Manager für den Ringier-Verlag den Geschäftsbereich Zeitschriften, aber im Herzen ist er Journalist geblieben. Davon zeugen seine Golfkolumnen im Bordmagazin der SWISS, aber auch seine Kritiken für den «GaultMillau», bei dem er als Herausgeber und Chefredaktor zeichnet. Aufgrund der besonderen Konstellation kann man es wohl auch als «Beziehungsdelikt» bezeichnen, wenn der renommierte Gastro-Juror Heller mit G & C im «Le Club» im Golf Sempachersee speiste und sich für eine Kritik ‹à la GaultMillau› hergab: mit Herz, aber auch mit Biss (ab Seite 68). Ihnen wünsche ich viel Spass und Genuss – sowohl bei der Lektüre dieser Ausgabe von G & C als auch beim Tafeln im Clubrestaurant. Herzlich,

fc@golfandcountry.ch Tel. +41 (0)79 329 15 98

5/2011 GOLF & COUNTRY

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CONTENT Golf & Country

Inhalt Golf & Country Nummer 5/2011

Die Titelthemen

12

Dem Schweizer Juniorengolf fehlt es an Breite: Die Zahlen im europäischen Ländervergleich und in ausgewählten Clubs

20 Wer gwünnt? Fünf Experten über die nationale Kandidatur

46

Matteo Manassero: Der Wonderboy des italienischen Golfs

Drives COVERSTORY

Zwei Juniorencaptains «feuern an» Was braucht das Juniorengolf?

ADVERTORIAL 12–15 16–19

Drei Thermen Golfresort Bad Bellingen

44/45

SWISS SCENE INTERNATIONAL

Die 5 Kandidaten für den Ryder Cup 2018 20–26 Matteo Manassero im Fokus 46–51

28–30

32/33 70–76 77

6

GOLF & COUNTRY 5/2011

59–65

Design und Wellness in Lipperswil

66/67

DINING RANGE

Golf Sempachersee im «GaultMillau»-Test 68–71 TRAVEL

LIFESTYLE

Das grosse SPECIAL zur Golfmode 2001

So machen Sie sich das Putten einfacher KURZTRIP DES MONATS

EQUIPMENT

Golfers Paradise eröffnet in Mels Kinder brauchen spezielles Equipment News

52/53 54/55 56

TEACHING

KOLUMNE CAROLINE ROMINGER

Verpatzter Start und ein Fotoshooting

Schon angemeldet? News Roger Furrer auf der Canadian Tour

34–43

Tee-Time im Land der Thermen

78–85


GOLF & COUNTRY

Titelfoto: Rickie Fowler in Aktion

5/2011 61. Jahrgang Fr. 12.–

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Das meistabonnierte Golfmagazin der Schweiz 100

Copyright: «GolfDigest»

Romands sind top! Das machen die Clubs rund um den Genfersee besser

59

RYDER CUP 2018 Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal oder die Niederlande: Wer macht am 17. Mai das Rennen?

MATTEO

MANASSERO Zu Besuch bei Italiens Wonderboy ROLE MODEL Amerikas Shootingstar Rickie Fowler (21) eifern auch Schweizer Kids nach.

Teaching: So lochen Sie mit Garantie mehr Putts unter Druck

72

78

Die besten Tipps und Regeln für kinderfreundliches Equipment

Die Steiermark: Golf im Land der Thermen und des «Terminators»

Short Game Editorial Eye-catcher Smalltalk Kleinanzeigen Nice to know Scoreboard Vorschau

5 8/9 10 86/87 88 89

Hotlines Der heisse Draht zu Golf & Country Sie haben Fragen ... ... AN DIE REDAKTION Tel. 079 329 15 98 Mail redaktion@golfandcountry.ch

... AN DEN ABO-DIENST/ HEFTBESTELLUNG Tel. 058 200 55 82 Fax 058 200 55 83 abo@golfandcountry.ch ... AN DEN ANZEIGENVERKAUF Tel. 055 450 50 67 Fax 055 450 50 61 gordana.saric@golfandcountry.ch

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80 Immer mit der TeachingSerie Nr. 1

JUNIOREN-RANKINGS

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EYE-CATCHER

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GOLF & COUNTRY 5/2011


EYE-CATCHER

Call me Sandy!

Foto: GolfDigest

Was hier stellenweise aussieht wie ein von Narben zerfurchtes Gesicht, ist der Straits Course von Whistling Straits am Lake Michigan im US-Bundesstaat Wisconsin. Mit seinen rund 1000 Bunkern dürfte der Straits Course einer der «sandigsten» Golfplätze der Welt sein. Vergangenen August gewann der Deutsche Martin Kaymer hier sein erstes Major, die US PGA Championship.

5/2011 GOLF & COUNTRY

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SMALLTALK Rickie Fowler (22)

«Ich bin sozusagen auf einer Range aufgewachsen» Im September 2009 wechselte der damals 19-jährige Kalifornier Rickie Fowler zu den Profis. Seither hat der Mädchenschwarm aus Anaheim auf der US PGA Tour über vier Millionen Dollar gewonnen und liegt in der Weltrangliste auf Platz 33. Woher kommt Ihr auffallend hohes Tempo? «Das könnte irgendwie mit meiner Zeit als Motocross-Freak zu tun haben. Auf dem Bike musst du die Ängste ablegen, wissen, was du machst, und Gas geben. Ich denke, diesen Rhythmus habe ich schon ein bisschen verinnerlicht.» Woher kommt Ihre Begeisterung für schwere Geländemaschinen? «Rod, mein Vater, setzte mich auf so ein Bike, als ich drei Jahre alt war.» Auf Ihren Reisen als Golfer werden Sie oft von Ihrer Mutter begleitet … «Sie ist so etwas wie mein Manager. Sie brachte mich auch immer zur Schule oder auf die Range, weil Dad arbeiten musste.» In welchem Milieu sind Sie aufgewachsen? «Ich würde sagen: Mittelklasse. Mein Vater hat ein Transportgeschäft für Baumaterial. Keiner in unserer Familie war Mitglied eines Golfclubs. Ich wuchs sozusagen auf einer Driving Range auf.» LOS GEHTS! Rickie Fowler ist einer der zügigsten Spieler auf der US PGA Tour.

Von Rich Lerner

R

ickie, Sie gelten als ausserordentlich zügiger Spieler. Zu Recht? RICKIE FOWLER: «Ja, ich denke schon. Ich laufe zum Ball, suche mir den Schläger aus, konzentriere mich auf den Schlag, den ich machen will – und los gehts!»

Ihr technischer Mentor ist der 70-jährige Barry McDonnell. Was haben Sie von ihm gelernt?

10

GOLF & COUNTRY 5/2011

«Ich kam zu Barry auf die Range, als ich sieben war. Wir platzierten uns irgendwo ganz aussen, er paffte seine Zigarren, und ich haute die Bälle weg. Wir legten nie Schläger auf den Boden, um die Ausrichtung zu kontrollieren oder Ähnliches. Wir benützten auch nie eine Videokamera. Ich glaube, Barry wüsste gar nicht, wie man sowas bedienen muss.»

Was haben Sie mit den ersten 500 000 Dollar gemacht, die Sie gleich nach Ihrem Wechsel zu den Profis im September 2009 verdient haben? «Ich habe meiner Schwester ein Auto gekauft, einen Lexus IS 350 .» Sind Sie ein Partymensch? «Nein. Ich glaube, ich bin ein ziemlicher Langweiler. Ich hänge gerne rum, schaue mir Filme an und spiele Golf. Sie werden mich nicht in einem Club treffen, wo ich Alkohol trinke und Rambazamba mache.»

Reprinted by Permission from Golf Digest® (Issue February 2010). Copyright © 2010. The Golf Digest Companies. Golf Digest is a registered Trademark of Advance Magazine Publishers Inc. All Rights reserved. Deutsche Bearbeitung: Franco Carabelli


COVERSTORY Junioren

Domat/Ems sitzt den NICHT OHNE MEIN MASKOTTCHEN! Juniorinnen und Junioren von Domat/ Ems posieren f端r den Fotografen.

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Junioren COVERSTORY

Romands im Nacken Das Schweizer Golf braucht mehr Juniorencaptains wie Rolli Fleisch in Domat/Ems oder Jean-Charles Bemberg in Lausanne. Von Franco Carabelli

5/2011 GOLF & COUNTRY

Foto: Privat

D

ie Romands zeigen Flagge: Wenn man sich die Ranglisten des Förderungsprogramms des Golfverbandes ASG anschaut (siehe Seiten 14/15), stellt man fest, dass alle sechs Kategoriensieger aus Clubs rund um den Genfersee kommen. Dahinter führt ein Verein aus der Deutschschweiz die Verfolger an: Der Bündner Club Domat/Ems ist vier Mal Zweiter und ein Mal Dritter. Auf die Frage, was die Romands besser machen, zögert Jean-Charles Bemberg (Lausanne). «Das kann man nicht einfach so auf einen Nenner bringen», sagt der 60-jährige selbstständig tätige Liquidator. «Ich denke, es ist eine Mélange aus verschiedenen Faktoren, die bei uns als Ganzes schliesslich zum Erfolg führt.» Gewissermassen die Basis dieser Mischung sei aber zweifellos ein starkes Commitment des Clubs gegenüber seinen Junioren mit ihren besonderen Bedürfnissen. Auf dieses Fundament baut auch Bembergs Kollege Rolli Fleisch (70) aus dem Bündnerland. Seit 14 Jahren führt der Pensionär die Juniorinnen und Junioren aus Domat/Ems von Erfolg zu Erfolg. «Das geht nur, wenn der Vorstand und auch die Mitglieder zu den Junioren stehen, ihre Leistungen ernst nehmen – und vielleicht auch dann und wann mal zu Gunsten der Kids auf eines ihrer Privilegien verzichten.» Eine zweite Komponente des ErfolgsMixes seien der Erfahrungsaustausch unter den Juniorencaptains und die Unterstützung durch andere Clubs in der Region, sagt Bemberg. «Auf den meisten Plätzen rund um den Genfersee zahlen

>> 13


COVERSTORY Junioren RANKING FÖRDERPROGRAMM

unsere Junioren keine Greenfees, und wir Captains treffen uns regelmässig, um voneinander zu lernen und neue Projekte zu diskutieren.»

Erfolg ist nicht käuflich, aber …

Girls U18 1. Genève 2. Lavaux 3. Ennetsee

46 Pkte. 44 43

U14 1. Genève 2. Domat/Ems 3. Lucerne

82 Pkte. 77 56

U12 1. Esery 2. Domat/Ems 3. Neuchâtel

98 Pkte. 83 58 Quelle: ASG

Damit Pläne realisiert werden können, braucht es Geld. Das ist auch im Juniorengolf so. «Die Vorstände müssen da viel Überzeugungsarbeit leisten», sagt Fleisch. Sein Jahresbudget für die Abteilung liegt bei rund 70 000 Franken. «Pro Aktivmitglied macht das dann aber nur noch 100 Franken, und das scheint mir tragbar.» Das liebe Geld ist natürlich auch am Lac Léman ein Thema, aber in Lausanne hat sich die Situation deutlich entspannt, seit die Immobilienspezialistin «Groupe Financière de la Rive» schon vor Jahren beschlossen hatte, die Juniorenabteilung an einem ihrer Firmensitze mit einem namhaften Beitrag zu alimentieren. «Unser Jahresbudget liegt deutlich über 100 000 Franken», sagt Jean-Charles Bemberg, und aus seiner Stimme ist ein gewisser Stolz herauszuhören.

Aber im Juniorenbereich kann man den Erfolg nicht kaufen. Das Engagement der Captains, der Vorstände und der Mitglieder, der Pros und der Eltern ist wichtiger als Geld. Fleisch und Bemberg sind zwei Vorbilder, was Einsatzfreude und Engagement angeht. «Es macht einfach Spass und erfüllt mich mit Befriedigung», sagt Rolli Fleisch. «Und es erhält mich jung.» Doch in Domat/Ems setzt man nicht nur auf die Opferbereitschaft des Junioren-Captains. «Der Club vergütet mir 560 Stunden im Jahr», sagt Fleisch. Dass er dann wesentlich mehr Zeit für «seine» Juniorinnen und Junioren aufwendet, verschweigt der Handicap-12-Spieler, der 1993 mit Golf begonnen hat, vornehm. Oft unterwegs ist Fleisch auch, um die Werbetrommel für die Domat/Emser Juniorenabteilung zu rühren. «Ich gehe in die Schulen und erzähle den Kids von diesem fantastischen Sport. Wer sich interessiert, kann zum Schnupperkurs kommen, und einen Eistee und ein Sandwich gibts auch.» 140 eingeschriebene Juniorinnen und Junioren, das sind die neusten Zahlen aus


Junioren COVERSTORY Domat/Ems. «92 davon kommen regelmässig ins Training», sagt Fleisch,«und rund ein Drittel sind Kinder von Eltern, die nicht Clubmitglied sind oder nicht einmal Golf spielen.» Zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen hat auch der so genannte «Ferienpass». Dank der darin enthaltenen

Juniorencaptains gehören unbedingt in den Vorstand! Gutscheine können Bündner Schülerinnen und Schüler während der Sommerferien bis zu 40 Sportarten beschnuppern, darunter auch Golf. «Im vergangenen Jahr haben auf diese Weise 100 bis 120 Kids unseren Sport und unseren Club kennen gelernt.» Doch das wichtigste Instrument sei immer noch die Mund-zu-Mund-Propa-

ganda, sagt der ehemalige Verkaufsleiter bei American Express. «Wenn die Kinder in der Schule oder in der Freizeit erzählen, was sie so Tolles unternehmen, werden einzelne auch vom Golf erzählen.» Diesen Testimonials gelinge es dann meistens, den Golfport im Allgemeinen und das Juniorentraining im Besonderen als «mega-cool» darzustellen. «Und mit der Zeit muss das einfach einen Schneeballeffekt erzeugen.»

Zwei grosse Wünsche In Lausanne geht Jean-Charles Bemberg in seine fünfte Saison als Juniorencaptain. Wie sein Kollege Fleisch bedauert auch er die vielen Fluktuationen, die es in diesem Amt gibt. «Um etwas aufzubauen, braucht es Kontinuität», sagt Bemberg. Zwei grosse Wünsche hat er in dieser Beziehung, einen an die ASG und einen an die Clubs. «Der Verband sollte unserer Arbeit mehr Anerkennung schenken», sagt er. «Und es wäre sinnvoll, wenn die Juniorencaptains automatisch ihren Platz in den Clubvorständen bekämen.»

RANKING FÖRDERPROGRAMM

Boys U18 1. Lausanne 2. Domat/Ems 3. Lucerne

157 Pkte. 148 86

U14 1. Lavaux 2. Interlaken 3. Domat/Ems

162 Pkte. 119 108

U12 1. Esery 2. Domat/Ems 3. Ennetsee

217 Pkte. 122 118 Quelle: ASG


COVERSTORY Junioren

Wann ist eine Sportart Damit das Schweizer Golf auf einer breiteren Basis steht, müssen mehr Kinder mit der Sportart in Berührung kommen. Aber dazu braucht es eine starke Koalition der verschiedenen Parteien und den Support von J+S und der Schulen. Von Franco Carabelli

J

ede Analyse der spitzensportlichen Möglichkeiten des Schweizer Golfs endet mit den mehr oder weniger gleichen Worten des Bedauerns: «Uns fehlt einfach die Breite.» Nächstes Traktandum, bitte … Wenn man sich die Zahlen genau anschaut, sind in der Schweiz gemäss neuster ASG-Statistik 7224 der insgesamt 79 843 lizenzierten Mitglieder im Juniorenalter (2237 Girls und 4987 Boys). Das enstpricht einem Juniorenanteil von knapp unter der 10-Prozent-Marke. Sind das jetzt viele oder wenige? In einem europäischen Ländervergleich (siehe Karte rechts) wird deutlich: In absoluten Zahlen ist das Schweizer Juniorenkontingent tatsächlich überschaubar. Aber prozentual betrachtet, liegt es in den Grössenordnungen unserer Nachbarn Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich – alles Länder, die imANZAHL JUNIOREN RANG CLUB 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13, 13.T 15. 16. 17. 18. 19. 20.

ASGI Migros Genève Esery Crans-sur-Sierre Engadine Lausanne Lenzerheide Lavaux Sempachersee Domat/Ems Lägern Bern Waldkirch Bonmont Limpachtal Arosa Davos Lugano Ennetsee

sichtigen, dass einige davon wie zum Beispiel Arosa, Vulpera oder Lenzerheide Spezialfälle sind: Es sind Clubs in Feriendestinationen, in denen Familien gleich als «Gesamtpaket» zu Mitgliedern werden.

Das «Phänomen» Unihockey Markus Lamprecht (52) von der L & S Sozialforschung und Beratung AG realisiert für Swiss Olympic und das Bundesamt für Sport verschiedenste Studien zum Schweizer Sport. Eine dieser Untersuchungen befasste sich auch mit dem Juniorenanteil in Sportvereinen und -verbänden. In den jüngsten 15 Jahren ist die Zahl der Sportvereine in der Schweiz zwar von 27 000 auf 20 000 zurückgegangen, aber die Zahl der Aktivmitglieder steigt seit 2004 kontinuierlich und steht heute bei 1,6 Millionen. «Besonders hoch ist dabei der Anteil der Jungen», sagt Lamprecht. «Man weiss, dass 62 Prozent der Zehn- bis Vierzehn-

JUNIORENANTEIL IN PROZENT DER MITGLIEDER

KT. – – GE GE VS GR VS GR VD LU GR ZH BE SG VD SO GR GR TI ZG

ANZ.

20 % und mehr

517 228 218 196 162 151 147 147 130 121 117 112* 111* 111* 109 106 105 102 101 91

RANG 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

* In Golfparks der Migros domizilierte Clubs Quelle: ASG

16

mer wieder erstklassige Spielerinnen und Spieler hervorgebracht haben. Doch da sich die Wahrscheinlichkeitsrechnung an absoluten Zahlen orientiert, kann das Warten auf eine Ausnahmeerscheinung wie Martin Kaymer in Deutschland oder Matteo Manassero in Italien (siehe Seite 46) hier zu Lande noch lange dauern. Das Ziel muss es sein, in den kommenden Jahren substanziell mehr Kids mit dem Golfspiel in Kontakt zu bringen. Aber wie macht man das? Für die Golfclubs allein ist die Aufgabe ein paar Nummern zu gross. Wie die Statistiken auf dieser und der folgenden Seite zeigen, gibt es vor allem in der Westschweiz zwar zahlreiche Clubs, die schon stolze Zahlen vorweisen können. Aber insgesamt sind es nur gerade elf von den fast 100 Schweizer Clubs, die einen Juniorenanteil von mehr als 20 Prozent haben. Und dabei muss man erst noch berück-

GOLF & COUNTRY 5/2011

CLUB Arosa Esery Genève Leuk Matterhorn Vulpera Lenzerheide Gams-Werdenberg Fricktal Kyburg Riederalp

KT. GR GE GE VS VS GR GR SG AG ZH VS

AKTIVE 277 686 805 369 308 221 569 395 173 703 391

JUNIOREN 105 196 218 84 75 53 135 85 39 149 78

IN PROZENT 39,9 28,6 27,0 24,8 24,4 24,0 23,7 21,5 22,5 21,2 20,0

KT. BE VS SO VD

AKTIVE 485 452 264 116

JUNIOREN 17 8 4 0

IN PROZENT 3,5 1,8 1,5 0

5 % und weniger RANG 93. 94. 95. 96.

CLUB Oberburg Verbier Weid-Hauenstein Les Coullaux

Quelle: ASG

>>


Junioren COVERSTORY

reif für die Schule? Der Ländervergleich

Finnland 142 000 Golfende 18 500 Junioren 13 % Juniorenanteil

Quellen: European Golf Association und ASG

Schweden 513 000 Golfende 62 000 Junioren 15 % Juniorenanteil

Norwegen England

125 000 Golfende 14 000 Junioren 11,2 % Juniorenanteil

Russland 16 500 Golfende 5 000 Junioren 30 % Juniorenanteil

805 000 Golfende 71 000 Junioren 8,8 % Juniorenanteil

Schottland 245 000 Golfende 28 000 Junioren 11,4 % Juniorenanteil

Wales 60 000 Golfende 7000 Junioren 11,6 % Juniorenanteil

Dänemark 153 000 Golfende 11 500 Junioren 7,5 % Juniorenanteil

Irland

Belgien

259 000 Golfende 34 000 Junioren 13,1 % Juniorenanteil

53 000 Golfende 6 000 Junioren 11,3 % Juniorenant.

Deutschland 600 000 Golfende 63 000 Junioren 10,5 % Juniorenant.

Niederlande 368 000 Golfende 20 000 Junioren 5,4 % Juniorenanteil

Portugal

Frankreich 410 000 Golfende 46 000 Junioren 11,2 % Juniorenant.

13 000 Golfende 1 300 Junioren 10 % Juniorenanteil

Spanien Tschechien

Österreich 105 000 Golfende 11 000 Junioren 10,5 % Anteil

Schweiz

Italien 100 000 Golfende 11 000 Junioren 11 % Juniorenanteil

46 000 Golfer, 7 000 Junioren 15,2 % Juniorenanteil

80 000 Golfende 7 300 Junioren 9 % Juniorenanteil

Die Rangliste der wichtigsten europäischen Golfnationen, geordnet nach der absoluten Anzahl Junioren, birgt kaum Überrraschungen. Aber wenn man sich den prozentualen Anteil der Junioren an der Gesamtzahl der Golfenden im jeweiligen Land etwas genauer anschaut, stösst man auf Aussergewöhnliches: In Russland machen die 5000 Juniorinnen und Junioren fast einen Drittel der gesamt-

haft 16 500 Golfenden aus. In Spanien wiederum, einer der für den Nachschub an die European Tour wichtigsten Nationen, entsprechen die 15 000 Junioren nur gerade 4,4 Prozent der total 448 000 Golfenden. Mit einem Juniorenanteil von 9 Prozent liegt die Schweiz 1 bis 2 Prozent hinter ihren Nachbarn Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich zurück.

5/2011 GOLF & COUNTRY

Europa-Grafik: Fotolia, blechbox

338 000 Golfende 15 000 Junioren 4,4 % Juniorenanteil

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COVERSTORY Junioren MEINUNG

Eine ASG-Prüfung gibt viel zu reden Von Hannes Huggel*

D

Darum geht es: Juniorinnen und Junioren, die ein bestimmtes Alter haben, ein gewisses Handicap erreichen und eine Regelprüfung bestehen, zeichnet die ASG mit dem so genannten Brevet Sportif aus. Seine Inhaberinnen und Inhaber können auf allen ASG-Plätzen gratis spielen, maximal drei Mal pro Platz/Saison. Ende März stand in Domat/Ems, Küssnacht, Schloss Goldenberg, Wylihof und Lausanne der erste von zwei Terminen 2011 für die neu eingeführte, so genannte Regel-Wiederholungsprüfung auf dem Programm. Während in Lausanne und in Ems alle den Test bestanden, war die Ausfallquote an anderen Orten extrem hoch. In Küssnacht nahmen 17 Prüflinge am Examen teil, 65 Prozent fielen durch. In Goldenberg waren es 57 Prozent und im Wylihof ein Drittel. So weit, so schlecht. Aber weil sich die ASG standhaft weigert, den Juniorencaptains auch auf wiederholte Anfrage mehr zu dieser Prüfung zu sagen als die Namen der Erfolgreichen und der Gescheiterten, brodelt es in der Gerüchteküche. Waren die Fragen an allen fünf Orten dieselben? War die Bewertung überall einheitlich? Haben die Experten da und dort «nachgeholfen»? Fakt ist, dass einige Juniorencaptains und Eltern gegen die Prüfungsergebnisse Rekurs eingelegt haben und es weitere noch tun werden. * Hannes Huggel ist seit sechs Jahren Juniorencaptain im Rheinblick.

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GOLF & COUNTRY 5/2011

ALLE MACHEN MIT! Der spielerische Charakter einer Sportart ist wichtig.

jährigen Kids Mitglied sind in einem Sportverein.» Leader ist – wie könnte es anders ein – der Fussballverband mit rund 160 000 Junioren, was einem Anteil von 58 Prozent entspricht. Aber auch Swiss Ski (24 Prozent) oder der Volleyballverband (17 Prozent) können sich über mangelnden Nachwuchs nicht beklagen. Auf den ersten Blick ein Phänomen ist der Schweizerische Unihockey-Verband: Deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 55 Prozent seiner total 29 000 Mitglieder, sind Junioren. «Wir haben in der Altersstruktur tatsächlich eher gegen oben ein Problem», sagt Daniel Bollinger (37), Geschäftsführer von Swiss Unihockey. Um die über 30jährigen Spieler «bei der Stange zu halten», wird der Verband sogar eigens eine «Open League» einführen, eine Meisterschaftsserie mit unbürokratischen Strukturen und zwangslosem Charakter.

Die Ampel steht auf Grün Die Erfolgsgeschichte des Unihockeys lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Der Sport, der eigentlich aus dem hohen Norden kommt, ist seit den 1980erJahren in vielen Kantonen eine Schulsportart. Jedes Schweizer Kind kommt also sozusagen «obligatorisch» in einer auch für seine sportliche Entwicklung wichtigen Phase in Kontakt mit Unihockey. Heisst die Lösung also «Golf auf den Stundenplan»? Was aussieht wie ein politischer Federstrich, ist ein «Karrieresprung», der einer Sportart in der Schweiz nur gelingen kann, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllt. So sollte zum Beispiel die benötig-

te Ausrüstung möglichst einfach beziehungsweise erschwinglich sein – und die Sportart als solche kindergerecht und aufs Spielerische ausgerichtet. Und sie müsste möglichst unabhängig sein von aufwändigen Infrastrukturen. Macht es bei diesen Kriterien überhaupt Sinn, mit der Sportart Golf die Schulen anzupeilen? Das Ziel ist ambitiös, und damit es erreicht werden kann, braucht es die Golfclubs, die Golfparks der Migros und die Pitch & Putt-Anlagen. Sie alle sind nötig, um vor allem dem Anspruch des spielerischen Charakters gerecht zu werden. Denn eines ist klar: Nach spätestens zwei Stunden Trockenübungen will ein Kind nur noch eines – raus auf den Platz und den Ball im Loch versenken! Also braucht es eine Kampagne, an deren Spitze nur der Golfverband stehen kann. Nur die ASG hat die Legitimation, flächendeckende Programme dieser Grössenordnung anzuschieben. Dabei kann sie auch auf die Unterstützung von J+S zählen, dem Sportförderungswerk des Bundes. Die Weichen für diesen Support sind gestellt. Mit dem Aufstieg des Golfsports in die Nutzergruppe 1 steht die erste Ampel schon mal auf Grün … SCHWEIZER STRUKTUREN JUNIORENANTEIL Über 20 Prozent 15–20 Prozent 10–15 Prozent 5–10 Prozent Unter 5 Prozent

ANZAHL CLUBS 11 16 38 25 4 Quelle: ASG

Foto: Elisabeth Carabelli

ie ASG war noch nie ein Kommunikationsweltmeister. Muss sie auch nicht sein, schon Schweizer Nationalliga-B-Niveau würde genügen. Aber im jüngsten Problemfall, der wieder einmal mit den Junioren zu tun hat, wähnt man sich bezüglich Transparenz in Nordkorea.


INTERNATIONAL Ryder Cup 2018

Wird der Ryder Cup 2018

FRANZÖSISCHER TRUMPF Der Golf National bei Paris existiert bereits, dort wird jeweils das French Open ausgetragen.

Frankreich: Der Favorit im Rennen ist

I

n Frankreich ist Golf eigentlich so etwas wie eine «Randsportart mit Insidercharakter». Da weckt natürlich die Chance, eventuell einen Ryder Cup austragen zu können, grosse Hoffnungen – vor allem was die Entwicklung Richtung Breitensport betrifft. Ein solcher «Wachstumsschub» wäre gerade jetzt sehr wertvoll, denn seit dem Boom der 1980er-Jahre tut sich Frankreichs Golf schwer, noch weiter zuzulegen. Die französische Kandidatur verfügt über ein paar Trümpfe. Der gewichtigste ist

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GOLF & COUNTRY 5/2011

der Albatros-Course im Golf National bei Paris. Im Gegensatz zu anderen Bewerbern kann Frankreich eine Anlage präsentieren, die bereits existiert. Im Golf National wird jedes Jahr das French Open ausgetragen, und auch das wäre nur von Vorteil: Die Spieler des Europa-Teams hätten so die Möglichkeit, den Ryder-Cup-Platz mindestens einmal im Jahr wettkampfmässig zu bespielen. Der Golf National ist auch eine Art «Sicherheitsfaktor» für die Organisatoren, denn sie kennen sowohl die Vorteile als auch die Nachteile dieses Platzes. Und um die Schwachpunkte zu korrigieren, ist bis

zum Beginn des Cups im Jahr 2018 noch genügend Zeit. Ein dritter Trumpf ist die Stadt Paris: Sie bietet zwei internationale Flughäfen und ist eine attraktive Destination, für Gäste aus Europa genauso wie für Touristen aus der ganzen Welt. Zudem ist Paris auch für Sponsoren attraktiv: Einerseits ist die Stadt eine angesagte Location, andererseits hat sie modernste Infrastrukturen zur Verfügung. Auch wenn die Kandidatur des Golf National seit etwa einem Jahr als Favorit gehandelt wird, bleiben die Franzosen vorsichtig. Noch ist nicht vergessen, wie es Paris bei der Bewerbung um die Olympi-

Foto: Visions in Golf

Von Jeremy Trouillet*


Ryder Cup 2018 INTERNATIONAL

hier, bei Paris, gespielt? Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Portugal und Spanien – sie alle wollen den Ryder Cup 2018 austragen. Welcher der fünf Bewerber den Zuschlag erhält, wird das Komitee am 17. Mai in Wentworth (Eng) entscheiden. Von Franco Carabelli

W

FRANKREICH

vorsichtig optimistisch schen Spiele 2012 erging: Als klarer Favorit gestartet, wurde Paris auf der Zielgeraden von London abgefangen – und überholt. Die Franzosen wissen, dass sie eine gute Bewerbung vorweisen können. Aber sie wissen auch, dass bei der Vergabe eines Ryder Cups auch Unkalkulierbares mitspielen kann. Zudem haben die anderen Bewerber ebenfalls ihre Vorzüge. Für mich sind die fünf Bewerbungen ein Beweis für die golferische Vielfalt Europas, und ich bin überzeugt, dass wir uns glücklich schätzen können, so viele Interessenten zu haben. Schwachpunkte der Kandidatur Frankreichs sind die fehlende politische Unter-

stützung und das vergleichsweise beschränkte Budget. Ob und inwieweit diese Faktoren beim Entscheid des Ryder-CupKomitees eine Rolle spielen, werden wir in wenigen Tagen wissen. Unbestritten ist, dass ein Sieg der französischen Kandidatur dem Golf hier zu Lande einen mächtigen Drive versetzen könnte – zumal dieser Sport ab 2016 wieder olympisch ist. Und mit Frankreich würde das europäische Golf ein fantastisches Schaufenster bekommen. Möge der Bessere gewinnen! * Jeremy Trouillet ist Chefredaktor von «GolfDigest France».

as 1927 auf Initiative des britischen Blumensamenhändlers Samuel Ryder als überschaubares golferisches Stelldichein unter Gentlemen begann, ist heute nach der Fussballweltmeisterschaft und den Olympischen Spielen der drittgrösste Sportevent der Welt – und schon längt ein Milliardengeschäft. Im vergangenen Jahr zog der Ryder Cup 250 000 Zuschauende an, die Region um das Celtic Manor Resort in Wales erwirtschaftete 125 Millionen Franken, und eine Milliarde Menschen rund um den Globus sollen Fernsehbilder vom «Clash of the Continents» gesehen haben. Klar, dass solche Zahlen Begehrlichkeiten wecken. Deshalb bemühen sich gleich fünf Bewerber aus fünf europäischen Ländern um den Ryder Cup 2018: Deutschland (Wittelsbacher Golf Club in Bayern), Frankreich (Golf National bei Paris), die Niederlande (The Dutch bei Rotterdam), Portugal (Herdade de Comporta an der Costa Alentejana) und Spanien (Tres Cantos bei Madrid). Mit Frankreich und Deutschland hat das Rennen um den Ryder Cup zwei klare Favoriten. Aber bei solchen Wahlen wissen gerade wir Schweizer, welche Überraschungen sie produzieren können (Sion 2006 …). Schwamm drüber! Für die Leserinnen und Leser von G & C fassen fünf renommierte Journalisten aus den fünf Bewerberländern auf den folgenden Seiten das Wichtigste zu den fünf Kandidaturen zusammen.

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INTERNATIONAL Ryder Cup 2018

Niederlande: Die grosse Überraschung? Von Jan Kees van der Velden*

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in den Niederlanden seinen Anfang nahm. jedem normalen Turnier mit 156 TeilnehSogar die berühmte «Encyclopaedia Brimern ist es kein Problem, seinen Liebtannica» anerkennt diese Fakten inzwilingsspieler beziehungsweise dessen schen. Dreierflight über die ganzen 18 Löcher zu Aber Geschichtsbewusstsein allein begleiten. Bei einem Ryder Cup aber, an dem wird nicht ausreichen, um den Ryder Cup an den ersten beiden Tagen vier Foursome2018 nach Holland zu holen. Andere und vier Fourball-Sessions in VierergrupKriterien werden über die Bewerbungen pen ausgetragen werden und die Zuentscheiden. schauer in Sechser- oder in SiebDer grösste Nachteil der holnerreihen hintereinander steländischen Kandidatur behen, kann ein Turnierbesuch steht vermutlich darin, frustrierend sein. Weil Holdass wir keine Spieler auf NIEDERLANDE land aber ein flaches Land Topniveau haben. Gut, ist, würden im «The Duch» dieses Jahr kämpfen fünf riesige Zuschauertribünen Spieler auf der European erstellt werden, von denen Tour, und zwei davon aus die Zuschauer mehrere Lö– Robert-Jan Derksen und cher im Auge haben können. ZuMaarten Lefeber – haben dem soll ein neues Ticketing-System, schon einmal ein Turnier gewondas neben der Sitznummer auch die empnen. Zudem haben wir mit Joost Luiten fohlene Ankunftszeit auf der Tribüne anund Floris de Vries auch zwei äusserst vielgibt, für ein effizienteres «Zuschauermanaversprechende Talente. Dennoch … gement» sorgen. Der Golfplatz hingegen, auf dem der Money makes the world go round – das Ryder Cup 2018 stattfinden würde, erfüllt gilt auch für die Golfwelt, und erst recht die höchsten Standards und für die Ryder-Cup-Welt. Die Garantiesumträgt das Label «designed by men, die ein Veranstalter zahlen oder für Colin Montgomerie». Die die er bürgen muss, sind beachtlich. Doch sportlichen Qualifikationen die holländische Industrie, darunter zahldes Courses stehen ausser reiche Weltfirmen, haben schon ihre Frage. Er ist lang, schwierig Unterstützung zugesichert. Details sind und trotzdem fair, viele Waszur Zeit noch nicht bekannt, aber man darf serhindernisse sorgen für davon ausgehen, dass sich publicityzusätzliches Spektakel. bewusste multinationale Firmen diese Die geforderten InfraChance nicht entgehen lassen werden. strukturen für Zuschauer, MeDie niederländische Kandidatur für dien und Sponsoren sind den Ryder Cup 2018 könnte jedenfalls in ebenfalls vorhanden: In einer einer grossen Überraschung münden Stunde ist man am Flughafen – auch für viele Insider. Und dann würde in Amsterdam, zwischen RotGolf wahrhaft «coming home» sein, «zuterdam, Paris, Brüssel und rück in der Heimat». London verkehren täglich mehrere Hochgeschwindig* Jan Kees van der Velden ist Chefkeitszüge. Und im Nahberedaktor des niederländischen reich werden die ZuschauerVerbandsmagazins «GOLFjournaal» massen mit Bussen transporund des «Golfers Magazine», der holländischen Ausgabe von «GolfDigest». tiert werden können. Van der Velden kommentiert auch für In diesem Zusammenhang «Sport1», den holländischen Fernsehmuss auch die Zuschauersender, der jeweils die Turniere der freundlichkeit von «The European und der US Tour sowie den NIEDERLÄNDISCHER CRACK Robert-Jan Derksen ist einer der wenigen Top-Golfer aus dem Land von Königin Beatrix. Dutch» erwähnt werden: Bei Ryder Cup überträgt.

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Foto: Visions in Golf

lles begann mit dem Traum des schottischen Pros Alan Saddington, der vor zehn Jahren nach Holland ausgewandert ist. Zusammen mit mehreren anderen, vorwiegend ebenfalls schottischen Golfpros gründete er eine Firma namens «Made in Scotland». Das Unternehmen bot vor allem massgeschneiderte Company Events an und veranstaltete das Dutch Challenge Open. Ausserdem sind die innovativen Auswanderer die Besitzer von «The Dutch», einem Weltklassegolfplatz mitten in den Niederlanden. Der von Colin Montgomerie entworfene Course ist nur 45 Kilometer von Rotterdam entfernt, einem der grössten Schiffshäfen der Welt. Wenn die Niederlande den Zuschlag bekommen, kehrt Golf in seine «wahre Heimat» zurück: Obwohl Schottland für sich in Anspruch nimmt, das Ursprungsland dieses Sports zu sein, gibt es überzeugende Quellen, die besagen, dass Golf


INTERNATIONAL Ryder Cup 2018

Portugal: Positive Folgen für unser Land Von João Morais Leitão*

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ls ich zum ersten Mal von der Bewerbung Portugals um den Ryder Cup 2018 hörte, empfand ich dies als ziemlich kühnes Unterfangen des portugiesischen Verbandes. Der Ryder Cup war für mich immer eine Art Königreich, in dem nur die Mächtigen des Golfsports etwas zu sagen haben. Dann aber sagte ich mir: Warum eigentlich nicht? Ausschlaggebend für meinen Sinneswandel war das Engagement, mit dem Portugal seine Bewerbung vertritt, und die Tatsache, dass der frühere Wirtschaftsminister Manuel Pinho (2005–2009) den Vorsitz im Kandidaturkomitee übernahm. Dieser «Warum nicht?»-Gedanke wird gestützt: Portugal ist ein für den Golftourismus bestens bekanntes Land, hat grossartige Plätze, ein freundliches Klima und mit der Fussball-EM 2004 bewiesen, dass es grosse Sportanlässe durchführen kann. Die geplante Austragungsregion Herdade de Comporta ist mit 12 500 Hektar das grösste Privatgrundstück in ganz Portugal. Comporta Links, der primäre Schauplatz, ist ein 365 Hektar grosser Geländeabschnitt mit allen touristischen Infrastrukturen und einem von Tom Fazio gezeichneten 18-Loch-Platz. Unterstützung hatte der US-Guru von der Firma European Golf Design, die auch den 20/10 in Wales gebaut hat. Der Comporta Links ist übrigens Fazios erstes Design in Europa.

gungsortes sowie der Umweltverträglichkeit und der Nachhaltigkeit des Projekts. Das Wetter ist an der Costa Alentejana auch Ende September/Anfang Oktober ein sicherer Wert. Von den fünf Bewerbern für 2018 hat Portugal die höchsten Durchschnittstemperaturen, die meisten Sonnenstunden und am wenigsten Regen. Nur Spanien spielt in den zwei letzteren Disziplinen etwa in der gleichen Liga. Herdade de Comporta liegt rund eine Die portugiesische Bewerbung geniesst Autostunde südlich von Lissabon, etwa auf grossen Rückhalt, sowohl in der Privathalbem Weg an die Algarve. Rund um die wirtschaft und in der Bevölkerung als auch Ryder-Cup-Location befinden sich sechs in Regierungskreisen. Wegen des enormen Golfplätze der Extraklasse und mehrere Echos, das der Ryder Cup weltweit auslöst, Hotels renommierter Ketten wie Aman, setzt sich Noch-Premierminister Jos SocraPark Hyatt, Fairmont oder Ritz. tes persönlich für die portugiesische BeComporta Links wird ein Golfplatz sein, der anerkannt ist von GEO (Golf Environwerbung ein. Gemäss einer Studie der Conmental Organization). Die rund 130 Kisultingfirma Deloitte würde der Rylometer Küste von Alentejo mit der Cup dem portugiesischen den drei Naturreservaten ist eiFremdenverkehr einen 550ne der bestgeschützten LandMillionen-Euro-Schub verschaften Europas. Und: In setzen, wovon der Event keinem anderen Land hätte selbst 220 Millionen gePORTUGAL die Austragung des Rydernerieren würde. Die InCup einen so grossen Einvestments in das Projekt fluss auf ein Land und seine kommen zum grössten Teil Einwohner . aus privaten Quellen. Das ist ungewöhnlich für Portugal. *João Morais Leitão ist Die portugiesische Kandidatur Mitglied der Golfjournalistensteht auf vier Grundpfeilern: dem Klima, vereinigung und Chefredaktor von der aussergewöhnlichen Lage des Austra«GolfDigest Portugal».


Ryder Cup 2018 INTERNATIONAL

Spanien: Valderrama als Hypothek? Von Oscar Maqueda*

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adrid sucht seinen Platz in der (Sport-) Welt: Die Hauptstadt ist Anziehungspunkt für Millionen von Geschäftsleuten, Kongressteilnehmenden, Kunst- und Kulturbeflissenen – aber ein wirklich bedeutender Sportanlass wurde in Spaniens Metropole noch nie durchgeführt. Gut, da gabs den Final der Fussball-WM 1982, aber der liegt so lange zurück, dass sich nur noch die älteren Madrilenen erinnern können … Nach zwei knapp gescheiterten Versuchen, den Zuschlag für Olympische Spiele zu bekommen (Madrid ist die einzige europäische Hauptstadt, die vom IOC noch nie berücksichtigt worden ist), kam man auf den Ryder Cup. Er ist nach der Fussball-WM und den Olympischen Spielen die Nummer drei bezüglich Zuschauerinteresse, vor allem via die weltweit wichtigsten TV-Networks. Madrids Bewerbung hat einen beeindruckenden Support. Der beginnt bei König Juan Carlos, dem Ehrenpräsidenten der Kandidatur, geht über den Unterstaatssekretär für Sport, dessen Funktion dem Amt eines Sportministers am nächsten kommt, und reicht bis zu lokalen und nationalen Opinion Leadern aus Politik, Wirtschaft und Sport. Klar, steht auch die «Royal Spanish Golf Federation» hinter dem Projekt.

Das golferische Aushängeschild der Dieser Support ist verständlich: Golf ist Bewerbung unter dem Motto «Todos Junin Madrid die Sportart Nummer eins, was tos» («Alle gemeinsam») ist Severiano Baldie Anzahl Verbandsmitglieder betrifft. lesteros als Botschafter der Kandidatur. Mehr als 100 000 Madrilenen, mehr als «Es wird nicht leicht werden, aber Madrid Fussballer oder Basketballer, sind Mithat den Zuschlag verdient», sagte Ballesglied im Golfverband. Madrid hat eine teros bei der offiziellen Präsentader höchsten Golfplatzdichten tion der Kandidatur. «Und wir Europas: 423 Löcher auf haben schon mal bewiesen, 23 Anlagen. Ein anderer Pluspunkt dass wir das Know-how für die Kandidatur ist der haben, den Willen und das Stellenwert Spaniens als Herz, den Ryder Cup SPANIEN Turnierveranstalter: Spadurchzuführen.» Aber was hat Madrid als nien trägt mehr Turniere Austragungsort zu bieten? aus als jedes andere Land Erstens hat die Stadt einen kosEuropas. Dieses Jahr sind es mopolitischen Charakter, ein breisieben mit einem Preisgeld von total tes kulturelles, künstlerisches und auch 13 Millionen Euro. Und nach Grossbritankulinarisches Angebot. Zweitens wird in nien/Irland ist Spanien die Nummer zwei Tres Cantos, 23 Kilometer ausserhalb Mader Nationen, die den Ryder Cup und die drids, ein Golfplatz konstruiert, der völlig europäischen Erfolge mitgeprägt haben. Wie eine dunkle Wolke liegt allerdings auf die Anforderungen der European Tour die jüngere Geschichte über der Kandidazugeschnitten ist. Drittens verfügt die tur Spaniens: 1997 wurde Spanien als ersStadt über ein öffentliches Verkehrssystem europäischem Land ausserhalb tem, das Zuschauende in weniger als Grossbritanniens der Ryder Cup anver15 Minuten per U-Bahn vom Golf ins traut, in Valderrama. Dies sei kein wirkliStadtzentrum bringt. Viertens wird Maches Hindernis auf dem Weg zu einem drids Unterkunftsangebot allen Wünzweiten Ryder Cup, liess das zuständige schen gerecht, und schliesslich ist das KliKomitee verlauten. Aber wer weiss?! ma in dieser Region im September in der Regel geradezu ideal für Golf. Und die Kandidatur geniesst bei den Einwohnern * Oscar Maqueda (31) ist Chefredaktor von «GolfDigest Spain». von Madrid breite Unterstützung.

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INTERNATIONAL Ryder Cup 2018

Deutschland: Langer und das Versprechen

Von Sven Hanfft*

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n Deutschland ist der Ryder Cup 2018 längst zum Politikum geworden. Ihren Höhepunkt erreichte die öffentliche Diskussion in einem Interview mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière, seit kurzem Verteidigungsminister, im Politmagazin «Der Spiegel». Der Ryder Cup sei «sicher reich an Tradition und prestigeträchtig für die Golfspieler», wird de Maizière zitiert, «aber nüchtern betrachtet handelt es sich um einen Wettbewerb zwischen Europa und den USA in einer Randsportart». Der Deutsche Golfverband (DGV) reagierte umgehend: «Eine Aussage, die nicht nur bei vielen Golfern, sondern auch beim DGV auf Unverständnis stösst. Denn die Zahlen und Fakten sagen etwas anderes: Golf in Deutschland ist inzwischen ein Sport für viele. Über 610 000 organisierte Golfer sprechen für sich …» Und DGVPräsident Hans Joachim Nothelfer stellte klar, es werde «höchste Zeit, dass eine solche auch sehr medienwirksame Veranstaltung einmal in Deutschland» stattfinde. Der DGV werde die Bewerbung der RC Deutschland GmbH um den Ryder Cup 2018 weiter unterstützen und hoffe, dass es sich bei der Äusserung von Minister de Maizière um seine persönliche Meinung handle und nicht um die allgemeine Einschätzung der Politik.

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Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die deutschen Funktionäre aber wissen längst, dass sie von der Politik nichts zu erwarten haben. Viel mehr müssen sie hoffen, dass ihre sportlichen Trümpfe stechen. Mit Ryder-Cup-Legende Bernhard Langer und Weltranglistenleader Martin Kaymer an der Spitze der Bewerbung sind die Deutschen sportlich exzellent aufgestellt.

Das sind die Fakten

hat zugesagt, neun Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds und dessen Sponsor Audi AG finanzieren den Platzbau in der Höhe von zirka 20 Millionen Euro. Die Stadt Neuburg an der Donau und der Landkreis haben rund 1,5 Millionen Euro zugesagt. Die Lizenzgebühr der Ryder Cup Europe (18 Millionen Euro) wird man wohl nicht in vollem Umfang bereitstellen können. Die Gallionsfiguren sind Bernhard Langer als erfolgreicher Ryder-CupSpieler und -Kapitän sowie der Weltranglistenleader Martin Kaymer. Im Hintergrund zieht Bernhards Bruder Erwin Langer die Fäden. Zwecks Nachhaltigkeit soll im Wittelsbacher Golf Club ein Olympiastützpunkt und/oder ein Golfleistungszentrum entstehen. Weitere Kaymers braucht das Land, um die Traummarke von 1 000 000 Golferinnen und Golfern zu erreichen! Das Ass im Ärmel könnte ein Versprechen aus dem Jahre 2004 sein. Nachdem Europa unter der Führung von Kapitän Bernhard Langer das US-Team in Oakland Hills mit dem Rekordergebnis von 18,5:9,5 vernichtet hatte, soll Langer von der RCE die Austragung eines Ryder Cups in Deutschland versprochen worden sein sein («whenever you want»). Ob die Herren aus Wentworth sich noch dran erinnern?

Als Austragungsort ist der Audi Course im Wittelsbacher GC vorgesehen, knapp 60 Autominuten ausserhalb Münchens. Der noch nicht existierende Championshipplatz ist – typisch deutsch – bereits bis ins kleinste Detail durchgeplant (Kamera-PosiFazit tionen, Anzahl der MüllBis vor wenigen Wochen eimer und WC-Häuschen war Deutschlands Kandietc.). Der Münchner ArchiDEUTSCHLAND datur Mitfavorit im tekt Thomas Himmel Windschatten von Top(dreimaliger Deutscher Favorit Frankreich. Mit Amateurmeister) und BernMartin Kaymer auf der hard Langer werden einen Poleposition der Weltrangliste Course bauen, der den künftigen könnte Deutschland allerdings auf Ryder-Cup-Ansprüchen mehr als gerecht die Überholspur gewechselt sein. Wenn werden wird. das Ryder-Cup-Komitee am 17. Mai in Die Kosten muss die deutsche GolfWentworth gegen den Rekord-Kapitän gemeinde selbst tragen. Staatliche SubLanger und gegen die Nummer eins der ventionen wird es – so der heutige Stand – Welt stimmen würden, käme das schon nicht geben. Selbst einem Antrag auf fast einem Affront gleich. Erlass der Quellensteuer verweigerte die Bundesregierung ihre Zustimmung! Die * Sven Hanfft ist Redaktor beim Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) deutschen «GOLFmagazin».

Foto: Pressebild

DEUTSCHE PERFEKTION Germany hat sich für die Bewerbung einmal mehr grosse Mühe gegeben.


KOLUMNE Caroline Rominger TOP-SHOTS Der Top-Fotograf Alexander Palacios zeigt der Top-Golferin Caroline Rominger die Bilder, die er von ihr gemacht hat.

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IM DAUER-

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as erste Turnier der Saison 2011 ist geschafft – wenn auch weit weniger erfolgreich, als ich es mir vorgenommen hatte. Aber manchmal kommt eben alles anders als man denkt. Und das Golferleben geht ja auch nach einem verpassten Cut weiter. Wegen der «Brandherde» in Ägypten und Tunesien, vor allem aber des Bürgerkriegs in Libyen, wusste ich vor meinem Flug nach Nordafrika nicht genau, was mich in Marokko erwarten würde. Doch die Reise nach Agadir verlief problemlos, und es kam zu keinen politischen Unruhen. Eigentlich war alles super. Ich spielte zum ersten Mal in diesem Königreich, und ich muss sagen: Marokko ist eine schöne Golfdestination! Uns Golferinnen schlug allerdings schon am ersten Tag eine unglaubliche Hitze entgegen. Der Höhepunkt war dann am Donners-

TEAMARBEIT Für das UhrenPlakat mit Caroline Rominger war eine ganze Fotocrew im Einsatz.

«Mit meiner Leistung in Marokko bin ich nicht zufrieden.» tag, an dem das Thermometer auf dem Golf Course mit dem bezeichnenden Namen Soleil, Sonne, 42 Grad anzeigte. Ich habe mich dank eines riesigen Wasserkonsums trotzdem ganz wohl und fit gefühlt. Das ging anderen Ladies und auch Caddies leider nicht so: Eine Konkurrentin musste wegen eines ‹Medical Timeouts› zwei Flights durchspielen lassen. Ihr war schwarz geworden vor Augen. Titelverteidigerin Anja Monke aus Deutschland gab sogar nach erst neun Löchern auf. Und einige Caddies mussten ausgewechselt werden, weil sie die schweren Tourbags bei der

herrschenden Hitze einfach nicht mehr tragen konnten. Mit meiner Leistung in Marokko bin ich natürlich nicht zufrieden. Unmittelbar nach der zweiten Runde verspürte ich eine innere Leere. Ich wusste nicht genau, was geschehen war. Auch mein neuer Caddie Steven Boys, ein Neuseeländer, mit dem ich mich schon bestens angefreundet habe, verstand die Welt nicht so richtig. Eine meiner Stärken ist doch eigentlich das Driven, aber an diesem zweiten Turniertag

des ‹Lalla Meryem Cups›, benannt nach der ältesten Schwester von Marokkos König Mohammed VI., ging einfach gar nichts. Das war bei diesem engen Platz nicht von Vorteil. Hatte ich etwa zu lange keinen Ernstkampf mehr bestritten? Mein jüngstes Turnier fand Mitte Dezember 2010 in Dubai statt … Ein Teil meines Jobs ist es, mit unbefriedigenden Resultaten umzugehen. Es kommt am Ende nicht darauf an, um wieviel ich den Cut verpasst habe. Manchmal nervt es mich fast 5/2011 GOLF & COUNTRY

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KOLUMNE Caroline Rominger

mehr, wenn es bloss ein einziger Schlag war. Da sauber getroffen. Tatsächlich: Der Ball kam ertappt man sich dann schon mal bei Gedanken zwei Meter vor der Fahne auf und rollte ins wie: ‹Ach, wäre der Putt dort doch nur ins Loch Loch. Mein Caddie und ich schrien beide auf. gefallen und nicht ausgelippt!› Direkt im Anschluss an die Runde bekam ich Oft werde ich gefragt, wie ich mit solch fruserste SMS aus der Schweiz. Viele fragten mich, tigen Situationen umgehe. Zugegeben, es ist ob ich wirklich mit dem zweiten Schlag eingenicht einfach, und auch ich musste es lernen. locht hätte oder ob dies ein Fehler im LivescoManchmal verabeite ich einen Rückschlag ring sei. Eine lustige Situation und ein kleiner schnell, andere Male etwas langsamer. Für Glücksmoment in der meteorologisch schönen, mich ist es wichtig, die Situation zu analysieaber moralisch etwas trüben Woche. ren und so zu erkennen, weshalb mir dies oder Einige Leute wollten schon von mir wissen, jenes passiert ist. Mögliche Gründe gibt es gewas ich jeweils mache, wenn ich noch zwei nügend: Entweder bin ich schwungtechnisch Tage am Turnierort, aber nicht mehr im Wettnicht gut genug, oder ich treffe eine falsche Entscheidung, etwa bei der Schlägerwahl. Oder ich habe ganz einfach einen schlechten Tag, an dem mir die nötige Form fehlt. Etwas aber ist klar: Als Proette muss ich mit Rückschlägen umgehen können. Eigentlich ist Golf wirklich ein kurioser Sport. Wie oft verlässt man schon 100-prozentig happy einen Platz?! Man hat doch immer das Gefühl, hier noch ein wenig besser spielen und dort einen Putt versenken zu können. Umso mehr gilt: Abhaken ist das A und O. Trotz des unbefriedigenden Ergebnisses in Marokko hatte ich dort meinen Schlag des Jahres. Auf dem achten Loch, einem Par 4, schlug ich einen Drive rechts ins Semirough. Von da hatte ich noch 161 Meter zur Fahne. Ich entschied mich trotz etwas Gegenwind für Eisen 4. Als ich den Schläger geschwungen hatte, rief mein Caddie: ‹Go in!› Ich wusste, der Schlag AUSHÄNGESCHILD Caroline Rominger und eine neue Uhr schmücken ein Plakat von Cimier. könnte gut sein, denn ich hatte ihn

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bewerb sei. In Marokko war dies etwas speziell: Die European Tour der Männer hat nämlich zur selben Zeit in Agadir gespielt wie wir Frauen von der Ladies Tour. Und da wurde ein Grillabend organisiert, an dem wir alle Pros trafen. Es war für mich ganz cool, zum Beispiel neben Thomas Björn am Buffet anzustehen. Eben, weil die Männer zur selben Zeit spielten wie wir Frauen, veranstalteten die Organisatoren am Samstag ein ProAm mit den Pros, die den Cut nicht geschafft hatten. Ich hatte mich dafür eingeschrieben. Dank diesem ProAm wurden mir die Hotelkosten für die ganze Woche geschenkt. Zudem konnte ich neben dem Soleil noch einen anderen Platz spielen und von den Marokkanern etwas über ihr Land erfahren. Am Sonntag, meinem zweiten freien Tag, habe ich dann mit einer Freundin wieder auf dem Soleil trainiert. Es gibt ja doch noch das eine oder andere, das ich verbessern muss, um bald weiter vorne im Feld mitzuspielen. Am Mittwoch nach dem Turnier hatte ich in der Schweiz einen Termin: Mit Cimier Swiss Watch, meinem neuen Uhrensponsor, machten

«Nach drei Stunden Modeln bekam ich richtig Lust auf Golf.» wir ein Fotoshooting im Golfpark Holzhäusern. Das war mal etwas ganz anderes. Ich muss sagen, es ist für mich schon eher ungewohnt, auf diese Art fotografiert zu werden. Das Modeln hat zwar Spass gemacht, aber nach drei Stunden bekam ich wieder richtig Lust aufs Golftraining. Nun bin ich gespannt, wie die Fotos geworden sind – und vor allem, wie die neue ‹Birdie Lady› von Cimier ankommt. Ich trage mein Exemplar in Lila schon jeden Tag, denn ich muss ja rechtzeitig am Abschlag stehen, um keine Strafschläge zu bekommen … Herzlich, Ihre

Caroline Rominger WWW.CAROLINEROMINGER.CH Aktuelle News und Resultate auf www.carolinerominger.ch

Fotos: Alexander Palacios

SCHMINKE Ein Maskenbildner sorgt vor dem Fototermin dafür, dass der Teint der Profigolferin nicht glänzt.


EQUIPMENT Die neuste Paradise-Filiale

Experten «unter sich» Franco Cadotsch und Gabi Berger – so heissen die zwei Verkaufscracks in der neusten Filiale von Golfers Paradise in Mels SG. Für eine kleine Spielerei von G & C kauften der Hardwarespezialist und die Modefachfrau füreinander ein.

SHOPS IN SHOP Einblicke in die neuste Filiale von Golfers Paradise, dem elften Off-course-Shop des Unternehmens.

Von Franco Carabelli

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Das Spektrum ist breit, aber das heutige Angebot der Industrie deckt es ab: Es hat alles – für den Platzreife-Spieler, der endlich sein erstes Handicap schaffen will, genauso wie für die Handicap-10Spielerin, die in der angelaufenen Saison einstellig werden möchte. Doch trotz aller Individualität, gewisse allgemeingültige Erfahrungen hat Cadotsch natürlich auch gemacht. «Nehmen wir zum Beispiel den Putter, den Schläger also, der auf einer Runde am häufigsten zum Einsatz kommt», sagt der «Spass-Golfer» mit Handicap 22. «Ich stelle immer wieder fest, dass die Schäfte zu lang sind und der Loft nicht stimmt. Und die Leute wundern sich dann, dass sie einfach nicht gut scoren … Dabei wäre es gerade in diesem Fall relativ einfach, den ‹Pfeil» den Bedürfnissen des ‹Indianers› anzupassen.» «Oder sprechen wir von den Schäften generell», sagt Cadotsch und greift sich einen Driver aus dem Sortiment. «All die verschiedenen Flexes und Längen, die es heute gibt – diese Möglichkeiten und Kombinationen werden noch viel zu wenig genutzt.» Hier das Optimum herauszuholen, darin liege für ihn die Herausforderung seines Jobs, sagt er.

Die Männer holen auf Franco Cadotsch ist nicht das einzige Aushängeschild der Melser Filiale von Golfers Paradise: Gabi Berger, die sechs Jahre lang den Shop im GC Domat/Ems betreute, ist Fachfrau im Fashionbereich. Sie weiss Bescheid über alle Schnitte und Materialien in den Sortimenten der rund 15 Marken, die in Mels im Angebot sind. Die Vielfalt ist für Gabi Berger aber nicht das Wichtigste an ihrem neuen Arbeitsort. «Im Gegensatz zu einem On-course-Shop haben Kundinnen und Kunden, die hierher zum Einkaufen kommen, mehr Zeit», sagt sie. «Dadurch entsteht eine entspannte Atmosphäre.» Berger hat festgestellt, dass auch die Männer mehr Zeit für die Modeabteilung aufwenden. «Es gibt zwar Golfer, die mit einem Auge schon beim Hereinkommen Richtung Hardware schielen», sagt sie und lacht. «Aber der Anteil jener, die sich Zeit nehmen und mehrere Teile anprobieren, wird jedes Jahr grösser.» Steigen soll auch die Anzahl der Nicht-Golferinnen und -Golfer, die bei ihr einkaufen. Gabi Berger: «In der Golfmode von heute machen Frau und Mann ja auch abseits des Fairways eine gute Figur.»

Fotos: Elisabeth Carabelli

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eistens liege es am Indianer – und nicht am Pfeil, sagt Franco Cadotsch. Trotzdem berät der 55-jährige Bündner aus Savognin seine golfenden «Indianerinnen und Indianer» seit fast 40 Jahren mit Leidenschaft auf der Suche nach dem richtigen Material. Sein «Equipment-Wigwam» hat Cadotsch in der neusten Filiale von Golfers Paradise im Gewerbezentrum Wolfriet in Mels SG aufgeschlagen. Was aber versteht der «Medizinmann» überhaupt unter passendem Material? «Damit meine ich Schläger, die das Spiel eines Golfenden bestmöglich unterstützen und mithelfen, dass er oder sie Fortschritte machen kann», sagt Cadotsch. Welche «Pfeile» er seinen Kundinnen und Kunden in die Köcher steckt, ist eine so individuelle Angelegenheit wie deren Golfschwünge. «Um das geeignete Material zu finden, muss man sich vor allem Zeit nehmen», sagt der Berater, der seine Karriere als Sportartikelexperte 1972 bei Testa Sport in St. Moritz begann. «Zeit, um die verschiedenen Parameter eines Golfschwungs zu erfassen und mehr über die persönlichen Ziele und Ambitionen des Spielenden zu erfahren.»


Die neuste Paradise-Filiale EQUIPMENT WAHL OHNE QUAL Für G & C «berieten» sich Franco Cadotsch und Gabi Berger gegenseitig: Er empfahl der Golferin mit Platzreife ein geeignetes Schlägerset, und sie stellte für ihn ein modisches Outfit zusammen.

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Fashion «Der Italo-Style von Animo passt perfekt zu Franco und seinem Äusseren», sagt Gabi Berger. «Dieses Label ist sehr modisch und auch originell.»

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1

Pullover

Fr. 219.–

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Polo

Fr. 159.–

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Hose

Fr. 199.–

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Gürtel

Fr. 139.–

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Schuhe Footjoy

Fr. 189.–

Equipment «Ich habe für Gabi etwas zusammengestellt, das ihr helfen soll, ihr grosses Ziel zu erreichen: das erste Handicap», sagt Cadotsch zu seiner Wahl. Wegen der hohen Fehlertoleranz hat er sich ausser beim Putter für Equipment von Maruman entschieden. «Ein Holz für Tee und Fairway genügt, und beim Putter habe ich ganz besonders auf Qualität geachtet.»

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Das Set besteht aus

• Holz 7

Fr. 499.–

• Eisen Shuttle Fr.1999.– • Putter Beres Fr. 399.– • Bag 18

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PASST! Franco Cadotsch und Gabi Berger posieren in oder mit ihren gegenseitigen Einkaufstipps.

Fr. 199.–

Dazu trägt Gabi 7

Schuhe Genuin Fr. 449.–

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LIFESTYLE Golfmode 2011

Ein Hoch auf die

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Foto und Outfits: Daily Sports Bezugsquelle: hole-in-one@datacomm.ch


Golfmode 2011 LIFESTYLE

Golfmode 2011 Was braucht es, um auf dem Golfplatz eine gute Figur zu machen? Seien wir ehrlich: Entweder wir spielen ganz auffallend schön, oder wir fallen spielend ganz schön auf – in modischen Outfits. Puma Rickie Fowler trägt Golf Monolin Flat Brim Cap: Fr. 35.– Golf Roadmap Stripe Polo: Fr. 110.– Golf Performance Bermudas: Fr. 110.– Enamel Gürtel: Preise auf Anfrage Puma Cell Fusion Schuhe: Fr. 280.– Bezugsquelle: www.puma.com

J. Lindeberg Links: Otto B.D. Airtech Stretch Shirt: Fr. 270.– True Micro Twill Shorts: Fr. 145.– Krawatte Four and a Half Tipping: Fr. 70.– Logger Patterned Leather Gürtel: Fr. 145.– Left Premium Cabretta Handschuh: Fr. 55.– Rechts: Jackson Printed Lux Jersey: Fr. 160.– Nicolas JL Stretch Wool Hose: Fr. 250.– Left Premium Cabretta Handschuh: Fr. 55.– Bezugsquelle: www.jlinde berg.com/Store Locator

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Bei sämtlichen Preisangaben handelt es sich um Richtpreise.

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LIFESTYLE Golfmode 2011

Golfino Daily Sports Cap/Visor: Fr. 39.–/Fr. 30.– Poloshirt: Fr. 109.–/Fr. 99.– Softshell Weste/Pullover: Fr. 219.–/Fr. 159.– Hose/Jupe: Fr.149.–/Fr. 139.– Bezugsquelle: hole-in-one@datacomm.ch

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Golfmode 2011 LIFESTYLE

Golfino SIE 2 in 1 Jacket: Fr. 330.– Dry Comfort Polo: Fr. 135.– Superstretch-Hose: Fr. 180.– Gürtel: Fr. 95.– ER Extra Dry Polo: Fr. 135.– Technostretch-Hose: Fr. 180.– Flex Cap: Fr. 50.–

Peak Performance Woman Golf Turf Dress: Fr. 119.–

Bezugsquelle: www.golfiino.com

Bezugsquelle: www.peakperformance.com

BOSS Green Shirt: Euro 89.95 Shirt: Euro 129.95 Hose: Euro 119.95 Cap: Euro 29.95 Gürtel: Euro 69.– Schuhe: Euro 139.– Tasche: 159.– Bezugsquellen: www.hugoboss.com

Daily Sports Cap: Fr. 39.– Poloshirt: Fr. 109.– Capri-Hose: Fr. 149.– Handschuh: Fr. 35.– Bezugsquellen: Pro Shops, Golfers Paradise und hole-in-one@datacomm.ch

>> 5/2011 GOLF & COUNTRY

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LIFESTYLE Golfmode 2011 BOSS Green Jacke: Euro 299.– Shirt: Euro 99.95 Hose: 149.95 Gürtel: Preis auf Anfrage Cap: Euro 35.95 Schuhe: Preis auf Anfrage Bezugsquelle: www.hugoboss.com

Puma Anna Nordqvist trägt Golf Retro Visor: Fr. 25.– Golf Stripe Sweater: Fr. 130.– Golf Drapped Shorts: in der Schweiz nicht erhältlich Sass Wn’s J Schuhe: Fr. 220.– Bezugsquelle: www.puma.com

Peak Performance Golf Huntley Zip: Fr. 179.– Golf Dave Shorts: Fr. 119.– Bezugsquelle: www.peakperformance.com

Daily Sports Bluse o. Arm: Fr. 139.– Jupe: Fr. 139.– Men’s Cardigan: Fr. 119.–

Men’s Hose:Fr. 149.– Blazer: Fr. 289.– Miracle Pants: Fr. 179.– Bezugsquellen: Pro Shops, Golfers Paradise und hole-in-one@datacomm.ch

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GOLF & COUNTRY 5/2011


Golfmode 2011 LIFESTYLE

CHERVÒ SIE Shirt Adamant: Fr. 179.– 7/8-Pant Sugava: Fr. 239.– ER Shirt Amolo: Fr. 149.– Pant Skiantos2: Fr. 259.– Gürtel Ulaser: Fr. 129.– Infos zu Bezugsquellen:

sales@textil-trade.ch

Daily Sports Hut: Fr. 49.–, Dress: Fr. 189.– Bezugsquellen: Pro Shops, Golfers Paradise und hole-in-one@datacomm.ch

J. Lindeberg Frisco Bonded Soft Shell Veston: Fr. 700.– Jack Transdry Cotton Shirt: Fr. 145.– Edison Tech Poly Shorts: Fr. 145.– Left Premium Cabretta Handschuh: Fr. 55.– Bezugsquellen: www.jlindeberg.com/ Store Locator, Jelmoli Zürich

5/2011 GOLF & COUNTRY

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LIFESTYLE

XFORE Bermuda El Paso: 95 % Baumwolle, 5 % Elasthan

Euro 69.90 Rundhals-Shirt St. Lucia: 95 % Baumwolle, 5 % Elasthan

Euro 99.90 Sweatweste Redondo: 95 % Baumwolle, 5 % Elasthan

Euro 99.90 Damenvisor Edington: Euro 29.90 Bezugsquelle: www.xfore.de/shop

Daily Sports Dress: Fr. 179.– Bezugsquellen: Pro Shops, Golfers Paradise und www.hole-in-one@datakomm.ch

Chervò SIE Shirt Anguela: Fr. 139.– Short Gradizzi: Fr. 199.– Cap Walax: Fr. 29.– ER Shirt Abez: Fr. 149.– Pant Scuteron: Fr. 279.– Gürtel Uncut: Fr. 129.– Infos zu Bezugsquellen: sales@textil-trade.ch

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GOLF & COUNTRY 5/2011


Golfmode 2011 LIFESTYLE J. Lindeberg Doris Air Tech Stretch Poloshirt: Fr. 200.– Cilia Micro Twill Jupe: Fr. 160.– Clasper Striped Elastic Gürtel: Fr. 45.– Left Premium Cabretta Handschuh: Fr. 55.– Bezugsquellen: www.jlindeberg.com/Store Locator, Jelmoli Zürich

Golfino J. Lindeberg Jordan Mercerized Merino Jacke: Fr. 235.– Rubi JL Pique: Fr. 125.– Kravatte Four and a Half – two Stripe: Fr. 70.– Tavorian slim Micro Twill Hose: Fr. 215.–

Racer Back Polo: Fr. 140.– Technostretch Shorts: Fr. 140.– Visor: Fr. 45.– Bezugsquelle: www.golfino.com

Bezugsquellen: www.jlindeberg.com/ Store Locator, Shop in Shop Jelmoli Zürich

5/2011 GOLF & COUNTRY

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INTERNATIONAL Matteo Manassero

Matteo bricht alle Rekorde British Amateur, Masters, European Tour: Praktisch überall, wo Matteo Manassero antrat, den Cut schaffte oder siegte, war er der Jüngste. Der eben erst 18 Jahre alt gewordene Teen aus Verona ist einfach ein Wonderboy.

Von Jaime Diaz

M

atteo Manassero begrüsst uns im Clubhaus des GardaGolf, etwa eine Autostunde von Verona entfernt, wo der junge Mann mit seiner Mutter Francesca lebt. Matteo spricht ein gepflegtes Englisch mit einem leichten Akzent. Englisch ist eines seiner Lieblingsfächer auf dem Gymnasium, wo er nächstes Jahr seine Matura machen soll. «Aber die Literatur sagt mir mehr zu als die Grammatik», meint Manassero und lächelt. Shakespeare mag er, die ganz schweren Sachen, wie zum Beispiel das Heldenepos «Beowulf», haben es ihm weniger angetan. «Als wir das in der Schule lasen, war ich froh, als der Drache getötet wurde. Denn das bedeutete, dass das Stück bald zu Ende sein würde.» Matteo Manassero hat ein frisches Gesicht und die grossen Augen eines neugierigen Jungen. Aber viele, die ihm begegnet sind, geben zu, dass sie sich durch diesen Eindruck haben täuschen lassen. «Er ist eigentlich viel älter als er aussieht», sagt zum Beispiel der Spanier Alvaro Quiros (28), der auf der Tour einer

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GOLF & COUNTRY 5/2011

der guten Freunde des Italieners ist. «Ich denke manchmal, er sei dreissig – mindestens.» Von der Reife des jungen Mannes muss auch Peter Dawson vom R&A beeindruckt gewesen sein. Er bat jedenfalls Manassero, als Mitglied einer Golfdelegation vor dem Olympischen Kongress 2009 in Kopenhagen zu sprechen und so für die Aufnahme der Sportart ins olympische Programm zu werben. «So nervös war ich in meinem ganzen Leben noch nie», sagt Manassero über seinen Auftritt. Dabei ist er eigentlich ein Typ, der schwer aus der Ruhe zu bringen ist. Das haben ihm seine Eltern beigebracht, die heute zwar getrennt leben, aber gute Freunde geblieben sind. «Auf dem Golfplatz ist es nicht immer einfach, sich danach zu richten», sagt der Teen. «Und erzwingen kann man Gelassenheit nicht.»

Ein Mann der Rekorde Matteo Manassero ist eben erst 18 geworden, am 19. April 2011, um genau zu sein. Deshalb jagten sich bei ihm die Rekorde:

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BEZIEHUNGSPFLEGE Am Turnier in Crans kümmerte sich Matteo vergangenes Jahr auch um die jüngsten Fans.


Foto: Elisabeth Carabelli

Matteo Manassero INTERNATIONAL

5/2011 GOLF & COUNTRY

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INTERNATIONAL Matteo Manassero

Fotos: «GolfDigest» (oben); Elisabeth Carabelli (rechte Seite)

TEENIESCHWARM Am 19. April wurde Matteo Manassero 18 Jahre alt.

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Mit 16 war der jüngste Gewinner der British Amateur. Mit 17 der jüngste Spieler, der beim Masters den Cut überstand und auch der jüngste Sieger auf der European Tour. Begonnen hat dieser Triumphzug vor 13 Jahren im GardaGolf. Dem langjährigen Pro Franco Maestroni war der aufgeweckte Bursche aufgefallen, der da regelmässig mit den Eltern auf den Platz kam. Manassero erinnert sich an seine ersten Lektionen: «Bei Franco mussten die fundamentalen Dinge perfekt sein», sagt er. «Griff, Set-up und Backswing – das musste sitzen.» GOLF & COUNTRY 5/2011

«Ich denke, ich weiss mehr übers Leben als meine Alterskollegen.» Matteo Manassero

Manasseros erste Kontakte zum Golf liegen noch ein bisschen weiter zurück als die Übungseinheiten mit Maestroni. Matteos Mutter erinnert sich, dass es nur

eine Methode gab, das dreijährige Kind an den Essenstisch zu bringen: die Aussicht auf Golf im TV! Am liebsten sah sich der Kleine eine Aufzeichnung vom Open 1995 an: die Szene, in der Costantino Rocca am 72. Loch einen Putt von ausserhalb des Grüns ins Loch schlägt. Matteo kopierte sogar die Triumphgesten seines Landsmanns Rocca, und die ganze Familie amüsierte sich. «Ich wusste, dass da etwas nicht ganz normal war», sagt Signora Manassero und lacht. «Aber ich erfüllte dann jeweils seinen Wunsch und fragte mich, ob da wohl ein Talent in ihm schlummert.»


«Trickfilme mochte ich nicht», sagt Matteo selbst. «Meine Trickfilme waren Golfvideos. Sie waren das Einzige, was ich sehen wollte. Ich hatte natürlich keine Ahnung, was für Resultate da gespielt wurden und wer gewann. Ich glaube, ich mochte die Farben und einfach das, was die Menschen auf dem Bildschirm da taten. Ich rückte ganz nahe heran, um besser sehen zu können.» Bald nahm Vater Roberto, ein ehemaliger Pharma-Vertreter, den Knirps mit auf die einzige Driving Range in Verona, wo der Sohnemann zuerst mit Plastikschlägern, dann mit einem gekürzten Eisen 7 auf die Bälle drosch. «Ich wollte einfach den Ball fliegen sehen», sagt Matteo, wenn er sich an diese Zeiten erinnert. «Und wenn ich einen guten Schlag gemacht hatte, drehte ich mich um und jubelte. Dann war ich ein glückliches Kind. Ich verbrachte meine Zeit lieber so als mit

Spielzeugautos und Modelleisenbahnen. Ich wollte einfach den Ball so treffen, dass er davonflog. Das war ein tolles Gefühl, und daran hat sich bis heute nichts geändert.» Sein Vater, ein Single-Handicapper, der eines Tages das Skilaufen gegen Golf eintauschte, sah immer auch andere Werte als Spass, die Golf seinem Sohn vermitteln konnte. «Golf lehrte Matteo Disziplin und Selbstbeherrschung», sagt Roberto Manassero. «Ob ich geahnt hätte, dass er einst so gut sein würde? Nein, nie. Aber ich sah, dass in ihm drin eine Leidenschaft für dieses Spiel da war.»

Länge ist nicht Matteos Stärke Als er zehn Jahre alt war, hatte Matteo ein Schlüsselerlebnis: Im GardaGolf trat er zum einem Chipping-Contest an, bei dem auch der grosse Severiano Ballesteros mitmachte. «Seine Persönlichkeit hat

COOL BLEIBEN! Matteo Manassero demonstriert in Crans Gelassenheit.

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INTERNATIONAL Matteo Manassero lern zu machen, die das ganze Drumherum eines Lebens auf der Tour managen und unter Kontrolle haben können. Manassero passt ideal in dieses Muster. Sein Spiel ist ausgerichtet auf Genauigkeit, die Länge ist (noch?) nicht seine Stärke. In der Statistik der Weitenjäger liegt er mit Drives von durchschnittlich 218 Metern auf Platz 146. Aber diesen Mangel kompensiert Manassero durch Präzision, ein hervorragendes Eisenspiel, Virtuosität mit den Wedges und sicheres Putten. Doch die Technik sei nicht Matteos wichtigster Pluspunkt, sagt Binaghi. «Er ist mit etwas in ihm drin geboren worden, das ihn stark macht», sagt der Routinier. «Er hat den absoluten Willen, ein guter Spieler zu sein. Auf dieses Ziel ist er fokussiert. Alles andere zählt nicht.»

«Bei diesem jungen Mann spüre ich eine tiefe Leidenschaft.» Tom Watson

«Golf macht erwachsen»

GENERATIONENÜBERGREIFEND Matteo Manassero (3. Schlussrang) und Altmeister Greg Norman (Cut verpasst) bei der Siegerehrung am Omega European Masters in Crans.

mich schon immer beeindruckt», sagt Manassero über den Maestro. «Die Kraft, die es braucht, um aus dem Nichts zu kommen und sein eigenes Spiel zu finden.» Wie Ballesteros geht auch Manassero sein Golfspiel wie eine Mission an. Als er 13 Jahre alt war, trat Alberto Binaghi in sein Leben. Binaghi, der 20 Jahre lang auf der European Tour gespielt hatte, war eben erst vom Italienischen Golfverband zum Chef der Nationalmannschaften berufen worden. Binaghi, der 14 (!) Mal in

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GOLF & COUNTRY 5/2011

seiner Karriere durch die Qualifikationsmühle ging, erfuhr am eigenen Leib, was es damals hiess, ein italienischer Golfprofi zu sein. «Wir hatten kaum Unterstützung, weder durch den Verband noch von Sponsoren. Und man war oft auf sich alleine gestellt. Es gab zwar ein paar talentierte Italiener, aber keiner von ihnen wusste eigentlich so recht, was Turniergolf auf diesem Level bedeutet.» Seine Hauptaufgabe sieht Binaghi denn auch darin, seine Jungs nicht nur zu guten Technikern, sondern auch zu Spie-

Auch Tom Watson, der vergangenes Jahr am Open an der Seite von Manassero zusammen am Masters auf die ersten zwei Runden ging, glaubt an den jungen Italiener. «Er hat Leidenschaft, und das ist es, was ich in einem jungen Spieler suche», sagt der Altmeister. «Die Technik kann man immer noch verbessern, aber wenn die Leidenschaft nicht da ist, mache ich mir Sorgen. Und diese Passion spüre ich bei Matteo Manassero deutlich.» An Länge wird Matteo bestimmt zulegen: Der junge Mann, der noch nie eine Freundin hatte, ist noch im Wachstum. Zudem arbeitet er mit seinem Fitnesstrainer Massimo Messina, einem Triathleten, intensiv an seiner Beweglichkeit. Dabei geht es im Wesentlichen darum, den Drehradius seiner Schultern zu vergrössern und die Hüften zu stabilisieren. «Ich kenne sowohl meine Stärken als auch meine Schwächen», sagt Manasse-

Reprinted by Permission from Golf Digest® (Issue May 2011). Copyright © 2011. The Golf Digest Companies. Golf Digest is a registered Trademark of Advance Magazine Publishers Inc. All Rights reserved. Deutsche Bearbeitung: Franco Carabelli


Fotos: Elisabeth Carabelli; «GolfDigest» (rechte Seite)

ro. «Ich weiss, dass es mir nur helfen kann, wenn ich in der Lage bin, den Ball etwas weiter und höher zu schlagen – ohne dass ich dabei meine Fähigkeit verliere, einen geraden Ball zu schlagen.» Er liebe das Leben auf der Tour, sagt Manassero. Die Reisen, das Leben in Hotels, in Clubhäusern und auf Golfplätzen. «Es ist das, was ich machen will, das spüre ich tief in meinem Herzen.» Auf die Frage, ob er nicht das Gefühl habe, ein Stück seiner Jugend zu verlieren, zögert Manassero keinen Augenblick. «Nein», sagt er. «Es gab vielleicht

mal eine Zeit, da wollte ich mehr Fussball spielen und öfter mit meinen Freunden zusammen sein. Aber darüber bin ich hinweg.» Er sagt, er sei sich bewusst, dass er gegenüber seinen Altersgenossen einen Vorsprung habe. «Im Golf wirst du einfach schneller erwachsen», sagt er. «Du bist mehrere Wochen am Stück weg von zu Hause, du kämpfst, du verlierst, du versuchst es von vorne. Natürlich habe ich weniger Schulwissen als meine Altersgenossen, aber dafür weiss ich wahrscheinlich mehr übers Leben.»

BLICK IN DIE ZUKUNFT Manassero über den Dächern seiner Heimatstadt Verona.


SWISS SCENE Offene Turniere

Schon angemeldet? Unter dieser Rubrik präsentieren wir jeden Monat öffentlich zugängliche Turniere in der Schweiz. Wenn auch Sie einen Event propagieren wollen, der allen Golferinnen und Golfern offensteht, mailen Sie den Anlass an redaktion@golfandcountry.ch. MAI 2011 DATUM 1. Mai

2. Mai

WOCHENTAG

ORT/KANTON

TURNIER

ANM./INFO/BESONDERES

Sonntag

Golf Club Axenstein SZ

18-Loch-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Thunersee BE

Maibaum-Preis (Putting-Platz)

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Kyburg ZH

Kyburger Challenge

www.golf-kyburg.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Sempachersee LU

9 Holes Handicap Challenge

www.golf-sempachersee.ch

Golf Club Thunersee BE

Evening-Hcp-Challenge (9 holes)

www.swissgolfnetwork.ch

Montag

3. Mai

Dienstag

Golf Fricktal AG

9-Loch-Feierabendturnier

www.golf-fricktal.ch

4. Mai

Mittwoch

Golf Club Axenstein SZ

Monthly Medal

www.swissgolfnetwork.ch

Golfpark Oberkirch LU

Golfpark Tour After Work

www.golfpark-oberkirch.ch

5. Mai

Donnerstag

Golf Club Heidiland SG

2. Handicap Competition

www.swissgolfnetwork.ch

6. Mai

Freitag

Golf Limpachtal SO

Birdie Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golfpark Oberkirch LU

golffriends.com Cornèrcard Trophy www.golfpark-oberkirch.ch

Golf Club Alvaneu Bad GR

Sigi Cup

7. Mai

Samstag

Golfclub Oberburg BE

Travel Trophy by Aeschlimann AG www.swissgolfnetwork.ch

8. Mai

Sonntag

Golf Fricktal AG

golffriends.com Cornèrcard Trophy www.golf-fricktal.ch

9. Mai

Montag

Golf Fricktal AG

Senioren-Turnier (ab 55 Jahren)

www.golf-fricktal.ch

Golf Sempachersee LU

Sempachersee Challenge

www.golf-sempachersee.ch

Golf Club Thunersee BE

Evening-Hcp-Challenge (9 holes)

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Rastenmoos LU

Senioren-Freundschaftsturnier m. Flühli www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Winterberg ZH

ASGI-Hcp-Turnier

10. Mai

Dienstag

www.swissgolfnetwork.ch

11. Mai

Mittwoch

Golfclub Rastenmoos LU

Junioren-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

12. Mai

Donnerstag

Golf Fricktal AG

18-Loch-Hcp-Turnier

www.golf-fricktal.ch

Golfclub Rastenmoos LU

Handicap Competition

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Ybrig SZ

Herren-Monatsbecher

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Axenstein SZ

9-Loch-Freitagsturnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Fricktal AG

2. Fricktal-Trophy

www.golf-fricktal.ch

Golf Club Heidiland SG

1. Tiger & Rabbit (ab 16 Uhr)

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golfpark Oberkirch LU

Golfpark Tour «Giro d’ Italia»

www.golfpark-oberkirch.ch

Golfclub Rastenmoos LU

ASGI-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Thunersee BE

Isostar-Weekly-Hcp-Challenge

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Alvaneu Bad GR

Widmer-Crameri-Bauriedl Davos

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Ascona TI

Hotel Casa Berno Prize

www.swissgolfnetwork.ch

13. Mai

14. Mai

Freitag

Samstag

Swiss Golf Bubikon ZH

ASGI-Hcp-Turnier

SGB, Telefon 055 – 253 23 53

14./15. Mai Samstag/Sonntag

Golfclub Engelberg-Titlis OW

Titlis Snow & Golf

www.golfclub-engelberg.ch, titlis@titlis.com

15. Mai

Golf Club Klosters GR

Opening Competition

www.golf-klosters.ch

Golf Club Les Bois JU

ASGI-Hcp-Turnier

Sonntag

Golfclub Markgräflerland Kandern (D) Monthly Medal

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www.swissgolfnetwork.ch

GOLF & COUNTRY 5/2011

www.swissgolfnetwork.ch info@gc-mk.com


Offene Turniere SWISS SCENE MAI 2011 DATUM

WOCHENTAG

ORT/KANTON

TURNIER

15. Mai

Sonntag

Golf Club Ybrig SZ

golffriends.com Cornèrcard Trophy www.swissgolfnetwork.ch

16. Mai

Montag

Golf Kyburg ZH

Kyburger Challenge

www.golf-kyburg.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

17. Mai

18. Mai

Dienstag

Mittwoch

ANM./INFO/BESONDERES

Golf Club Thunersee BE

Evening-Hcp-Challenge (9 holes)

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Fricktal AG

9-Loch-Feierabendturnier

www.golf-fricktal.ch

Golfpark Oberkirch LU

Scout24birdie-open.com

www.golfpark-oberkirch.ch

Golfclub Rastenmoos LU

Sen.-Freundschaftsturnier mit Sedrun &Ladies

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Fricktal AG

golfjass-champion.ch

www.golf-fricktal.ch

19. Mai

Donnerstag

Golfclub Rastenmoos LU

9-Loch-Feierabend-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

20. Mai

Freitag

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Thunersee BE

Isostar-Weekly-Hcp-Challenge

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Ybrig SZ

ASGI, ASG & Golf Club Ybrig-Turnier www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Aaaretal BE

ASGI-Hcp-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Alvaneu Bad GR

Scout24birdie-open.com

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Axenstein SZ

Baloise Trophy

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Klosters GR

Wellness Hotel Glanzhof Trophy

www.golf-klosters.ch

Swiss Golf Bubikon ZH

Scout24birdie-open.com

SGB, Telefon 055 – 253 23 53

21. Mai

22. Mai

23. Mai

Samstag

Sonntag

Montag

Golf Club Thunersee BE

10. Stockhorn Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Axenstein SZ

ASGI-Hcp-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Heidiland SG

Scout24birdie-open.ch

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Golfers Paradise Trophy

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Sempachersee LU

Sempachersee Challenge

www.golf-sempachersee.ch

Golf Club Thunersee BE

Evening-Hcp-Challenge (9holes)

www.swissgolfnetwork.ch

24. Mai

Dienstag

Golfclub Engelberg-Titlis OW

Scout24birdie-open.com

info@birdie-open.com

25. Mai

Mittwoch

Golf Sempachersee LU

9 Holes Handicap Challenge

www.golf-sempachersee.ch

26. Mai

Donnerstag

Golf Club Bad Ragaz GR

ASGI-Hcp-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Fricktal AG

18-Loch-Hcp-Turnier

www.golf-fricktal.ch

Golf Club Heidiland SG

3. Handicap Competition

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Rastenmoos LU

Handicap Competition

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Alvaneu Bad GR

4. Alvaneuer Senioren Cup (Einzel + Team)

www.swissgolfnetwork.ch

27. Mai

28. Mai

30. Mai

31. Mai

Freitag

Samstag

Montag

Dienstag

Golf Club Heidiland SG

9-Loch-Trophy (ab 16 Uhr)

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Thunersee BE

Isostar-Weekly-Hcp-Challenge

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Alvaneu Bad GR

Schutz Gartenbau/Hotel Grischuna, Filisur www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Axenstein SZ

18-Loch-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Engelberg-Titlis OW

golf36 challenge (36 Löcher)

info@golfclub-engelberg.ch

Golf Fricktal AG

DSR-Challenge

www.golf-fricktal.ch

Golf Club Heidiland SG

ASGI-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Travel Trophy by Lubana AG

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Rastenmoos LU

2. Rastenmoos-Cup Zermatt Trophy www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Thunersee BE

golffriends.com Cornèrcard Trophy www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Vuissens VD

ASGI-Hcp-Turnier

www.swissgolfnetwork.ch

Golfclub Oberburg BE

Afterwork 9-hole Open

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Club Thunersee BE

Evening-Hcp-Challenge (9 holes)

www.swissgolfnetwork.ch

Golf Fricktal AG

9-Loch-Feierabendturnier

www.golf-fricktal.ch

5/2011 GOLF & COUNTRY

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SWISS SCENE News

Neues und Erfreuliches aus MOTIVIERT Diese drei Männer freuen sich besonders über die gelungene Golf Virus: Realisator Ralf Stein, OKPräsident Matthias Reutercrona und Beat Künzler (Leiter ASG GolfCard Migros (v. l.).

Freitag, 15. April, 16 Uhr, Golfpark Otelfingen ZH: Heute Vormittag hat die Golf Virus 2011, die erste Golfshow der Migros, ihre Tore geöffnet. Jetzt zirkulieren Hunderte Besucher im freien Gelände oder spazieren durchs grosse Zelt, in dem rund 100 Ausstellende ihre Stände auf– gebaut haben, darunter auch die führenden Hardwarehersteller. Das Schönste daran: Wer einen Schläger ausprobieren will, braucht nur zehn Schritte zu machen, denn die Driving Range liegt gleich draussen vor dem Zelt.

Auch hier haben Callaway und Cobra, Titleist und TaylorMade und wie sie alle heissen, ihre Sortimente aufgebaut – und Bälle hats auch genügend … Auf dem 18-Loch-Platz läuft das erste von drei Messe-Turnieren, der Trick-Golfer demonstriert abenteuerliche Fades und Draws, und in der Event Hall laufen sich die Plattenteller warm für die TechnoParty am Samstag. OK-Präsident Matthias Reutercrona ist omnipräsent und guter Dinge. «Der Start ist sicher schon mal geglückt», sagt er

und lacht. «Ich bin gespannt, wie es am Samstag und am Sonntag weitergeht.»

Happy Birthday, lieber Karl! Am 27. April feierte die Schweizer Rennsportlegende Karl Foitek ihren 80. Geburtstag. Auf dem Golfplatz und beim Fischen macht die junge Konkurrenz dem vitalen Karl das Leben zwar manchmal schwer, aber am Steuer lässt sich der viermalige Schweizermeister (Sportwagen und Rennwagen) nicht so schnell ausbremsen. Wenn der Senior der Foitek

ASG-Versammlung: Nein zu Wolfhalden!

D

ie Delegiertenversammlung 2011 der ASG Ende März in Bern verlief wie üblich mit nur kräuselndem Wellengang. Für kleinere und grössere Emotionen sorgten nur die Traktanden 8 (Aufnahmegesuche von zwei neuen Clubs) und 11 (Verabschiedung von Generalsekretär Johnny Storjohann, siehe G & C Nummer 4/11). Bei den Aufnahmegesuchen handelte es sich um die Clubs von Laufental BL und

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GOLF & COUNTRY 5/2011

Wolfhalden (D), dessen Platz im Allgäu liegt, ein paar Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Laufental mit seinem 9-Loch-Platz wurde einstimmig aufgenommen. Vor dem Voting zu Wolfhalden nannte Linus Dermont, Präsident des GC Appenzell, Fakten und entlarvte den «Club» als marketingtechnisches Luftschloss, wahrscheinlich ausgerichtet auf das Geschäft mit Fernmitgliedschaften.

Nach diesem Statement wurde die Abstimmung für den Kandidaten zum Desaster – die eine Enthaltung, die die Stimmenzähler zu verzeichnen hatten, war da schon fast eine Erfolgsmeldung. Das Peinliche an der ganzen Sache: Der ASG-Vorstand hatte Wolfhalden in seinen Anträgen an die Delegierten zur Aufnahme empfohlen. Dermont schien besser recherchiert zu haben …


der Szene Automobile AG in Altendorf SZ mit einem seiner Maseratis oder Ferraris auf Probefahrt ist, müssen selbst die «Radar-Pistoleleros» schauen, dass sie zum Schuss kommen …

Hier steht zu Recht Bio drauf Es mag bescheiden klingen, aber es ist ein Anfang: Während ein normales Plastik-Tee 450 Jahre braucht, bis es biologisch abgebaut ist, dauert dieser Prozess beim Bio-Tee® (Foto) nur gerade ein Jahr. Diverse ISO-Zertifizierungen waren nur möglich, weil auch die Produktion und zum Beispiel die Verpackung «grünen» Kriterien genügen. Das umweltfreundlichste Tee der Welt wird von einer spanischen Firma hergestellt, in der Schweiz ist es bei Caligari Golf Equipment zu kaufen. (www.golfequipment.ch)

Stöck, Stich, Drive: Los gehts! Essens- und Einkaufsgutscheine, ein GratisGreenfee für eine Begleitperson im GC Davos oder eine Tageskarte der Bergbahnen: Für alle Teilnehmenden der 1. Schweizer Golf-Jass-Meisterschaft gibts an allen sechs Qualifikationsanlässen ein Voucher-Heft, dessen Inhalt sie gegen diverse Vergünstigungen einlösen können. Die Tour startet am 23. Mai im GC Appenzell. Übrigens: Einer der Voucher bringt 33 Prozent Rabatt beim Kauf eines Jahresabos von G & C.

Auch in Chicago liest man G & C Dank der Kooperation mit SWISS Golf Traveller kommt G & C weit herum: In der Business Class und in den Senator Lounges von Lufthansa und SWISS gehört das meistabonnierte Schweizer Golfmagazin zur Standardausrüstung. Das untenstehende Foto zeigt einen Teil des Lesestoffangebots in der Lounge in Chicago.

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SWISS SCENE Umstieg

Mit Schwung und Swing an die Canadian PGA Tour Für den Bündner Playing Pro Roger Furrer beginnt ein neues (Golfer-)Leben. Der 26-Jährige startet in seine erste Saison auf der Canadian PGA Tour. Die Karte dazu hat er sich an einer pickelharten Qualifying School in Florida erspielt. Von Franco Carabelli

D

2007 als 23-Jähriger zu den Pros gewechselt hatte, resultatmässig eher verhalten in die Karriere als Playing Pro. Trotzdem sagt er, er habe zumindest wertvolle Erfahrungen gesammelt. Anfang dieses Jahres überwies er die 2800 Dollar Einschreibegebühr und trat am 29. März auf dem Dunes Course in Weeki Wachee, Florida, zusammen mit 60 anderen Pros an, um sich für die Canadian Tour zu qualifizieren. Die vier «Schultage» waren alles andere als Fun und Partytime: Zwar spielte der Schweizer von Anfang an in der Spitzengruppe mit, aber am dritten Tag musste das Turnier wegen Tornado-Gefahr unterbrochen werden. Das bedeutete 36 Loch am Schlusstag – und nur für sechs Kandidaten würde es eine volle Karte geben. STARTBEREIT In den USA bereitet sich Roger Furrer auf sein Turnier in Mexiko vor.

Neustart im vierten Profijahr Bis jetzt war Martin Rominger (31) der einzige Schweizer, der auf einer der acht Tours, die zum Kern der Federation of PGA Tours gehören, die volle Startberechtigung hatte. Der Engadiner qualifizierte sich mehrmals in Serie über die Qualifying School für die Asian Tour. Nun hat er sozusagen Gesellschaft bekommen: Der Churer Roger Furrer schaffte in seinem vierten Profijahr – ebenfalls via Qualifying School – den Sprung auf die Canadian PGA Tour, die seit zwei Jahren ein Vollmitglied der Federation ist und ihre Events in Kanada, in den USA und in Lateinamerika austrägt.

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«Auf der Canadian Tour muss schon auch was hereinkommen.» Dass Furrer auf die «kanadische Schiene» gekommen ist, hat er seinem mexikanischen Freund Cesar Coello zu verdanken, der ihm davon vorgeschwärmt hat. «Und hier in Europa hatte ich mehr und mehr das Gefühl, mich im Kreis zu drehen. Ich musste einfach etwas tun.» Tatsächlich startete Furrer, der im Herbst

Fast 25 Turniere sind gesetzt Doch Furrer zog durch, beendete seine vierte Runde mit einem Eagle und einem Birdie, und belegte in der Schlussrangliste mit vier unter Par (72/67/71/74) den dritten Rang. «Ich war extrem erleichtert», gibt er zu. «Der Marathon am Freitag auf diesem schweren Platz war ziemlich heftig.» Durchstehvermögen wird Roger Furrer auch an den 20 bis 25 Events (noch sind nicht alle Turniere fix) seines ersten Jahres auf der Canadian Tour beweisen müssen. Mehr als 200 Spieler haben sich für den Circuit eingeschrieben, das Preisgeld beträgt im Schnitt 25 000 (US-)Dollar pro Turnier. «Ich habe für meine erste Saison Kosten von rund 100 000 Dollar budgetiert» sagt Furrer. «Also muss schon auch etwas hereinkommen …»

Foto: privat

er Playing Pro Roger Furrer hat sich an der Virus-Messe in Otelfingen ZH auf der Driving Range eingerichtet – ganz aussen links. Im Auftrag seines Ausrüsters OnOff aus dem Hause Caligari Golf Equipment gibt der Bündner aus Domat/Ems Auskunft über die japanischen Clubs und schlägt auf Wunsch auch ein paar Demo-Bälle. Es ist einer von Furrers letzten Auftritten in der Schweiz, denn am 24. April ist der 26-jährige Golfer in die USA geflogen, wo er sich auf seinen ersten grossen Einsatz in Übersee vorbereitet, die Mexican PGA Championship in Estrella del Mar in der Nähe von Mazatlan. Wie bitte? Mexican PGA Championship? Estrella del Mar? Mazatlan? Was sich liest wie die Headlines aus einem Ferienprospekt, ist für Furrer die erste Aufgabe an seinem neuen Arbeitsplatz, der Canadian PGA Tour.


RULES

Korrekt übt sich, wer … Übung macht den Meister – sagt man. Aber üben kann auch negative Folgen haben, mindestens dann, wenn man die entsprechenden Regeln nicht kennt.

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Regel 7-1

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Regel 7-2

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Entscheidung 18-2A/19

Vor einem Matchplay dürfen Sie auf dem Platz trainieren. Machen Sie dasselbe vor einem Zählspiel, werden Sie disqualifiziert.

Während der Runde dürfen Sie in der Nähe des Greens, auf dem Sie eben eingelocht haben, üben. Auch Trainingsschläge auf einem Übungsgreen oder auf der nächsten Tee-Box sind erlaubt. Verboten sind Übungsschläge in einem Hindernis oder wenn Sie dadurch das Spiel verzögern.

Wenn Sie auf der Tee-Box einen Probeschwung machen und dabei Ihren Ball berühren – oder er sogar vom Tee fällt – können Sie ihn ohne Strafschlag wieder aufteen.

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Entscheidung 4-4A/7

Sie dürfen in Ihrem Bag einen beschwerten Trainingsschläger mitführen, sofern er gründsätzlich regelkonform ist. Allerdings dürfen Sie dann nur noch 13 weitere Schläger in Ihrem Set haben.

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LOGISCH Natürlich hat im Golf auch das Üben seine Regeln.

Partner das Loch beendet haben. Im Matchplay oder Zählspiel können Sie sofort nach dem Einlochen üben, auch wenn Ihre Mitspielenden das Loch noch nicht beendet haben. Allerdings verstossen Sie damit gegen die Etikette.

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Entscheidung 7-2/2

Wenn Sie für Ihren nächsten Schlag auf dem Fairway warten müssen, dürfen Sie die Wartezeit nicht mit Chippen oder Putten überbrücken.

Entscheidung 7-2/1

In einem 4-Ball-Turnier dürfen Sie auf einem Loch keine Trainingsschläge machen, bevor Sie und Ihr

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Entscheidung 7-2/5

Driving-Range-Bälle dürfen Sie nicht mit einem vollen Schwung zu-

rückschlagen. Wenn Sie den Ball aber einfach beiläufig «zurückwischen», um Ordnung auf dem Platz zu schaffen, ist dies straflos.

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Entscheidung 18-2A/20

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Entscheidung 13-4/4

Wenn Sie beim Probeschwung auf dem Green Ihren Ball bewegen, müssen Sie ihn zurücklegen und erhalten einen Strafschlag.

In einem Hindernis dürfen Sie beim Probeschwung Gräser oder Schilf berühren, sofern Sie den Schläger nicht gegroundet haben und Ihren Stand und die Schwungbahn dadurch nicht verbessern.

Reprinted by Permission from Golf Digest® (Issue May 2011). Copyright © 2011. The Golf Digest Companies. Golf Digest is a registered Trademark of Advance Magazine Publishers Inc. All Rights reserved. Deutsche Bearbeitung: Brigitte Huggel

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für Ihr ganz persönliches Handicap T R A I N I N G E X T R A Ratgeber 59 7/08 GOLF & COUNTRY

T I P P S

Z U M

TEACHING

S A M M E L N

So knacken Sie die Sagen wir es gemeinsam:

100

90

80

«Ich werde besser putten!» DIE AUTORIN KATE TEMPESTA (37) gehört zu den besten jungen Golflehrerinnen der USA und arbeitet für den Montauk Downs State Park (New York). Sie hat ihre eigene Akademie in New York City.

FEST IM BLICK Schauen Sie während der ganzen Schlagbewegung permanent in Richtung Loch. So bekämpfen Sie Yips, unkontrolliertes Zucken!

Von Kate Tempesta und Ron Kaspriske

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ie richtige Puttbewegung zu verstehen, ist eigentlich ziemlich einfach: Sprechen Sie den Ball so an, dass er etwas weiter in Richtung des vorderen Fusses liegt. Genauer gesagt, sollte sich der Ball auf Höhe des linken Auges befinden. Der Putt wird durch die Schultern gesteuert, der Rest des

Körpers bleibt inaktiv. Trotz des eigentlich simplen Bewegungsablaufs fällt es vielen Amateuren schwer, Putts zu lochen. Das grösste Problem dabei ist der Kopf. Ich zeige Ihnen ein paar effektive Übungen, wie Sie mentale Blockaden abbauen und mehr Putts versenken werden. Sie werden sehen, im Nu verbessert sich

Ihr Score! Beginnen wir mit der Bekämpfung des Yips: Versuchen Sie, während der Schlagbewegung permanent in Richtung Loch zu schauen, so wie ich es auf dem Foto oben mache. So bekommen Sie den Kopf frei und verhindern, dass Sie sich zu versteift auf die Bewegung des Putterkopfes konzentrieren. 5/2011 GOLF & COUNTRY

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TEACHING

unter ...

KONSTANZ: FÜLLEN SIE DAS LOCH!

100

Die meisten Amateure konzentrieren sich auf dem Übungsgrün zu sehr auf die mechanischen Abläufe. Ich empfehle Ihnen: Achten Sie nicht nur auf die Technik. Entscheidend ist es, so viele Putts wie möglich zu lochen – speziell die kurzen Putts, die Pflichtnummern! Am besten Sie trainieren die schultergesteuerte Schwungbewegung, indem Sie aus ein bis zwei Metern so viele Bälle ins Loch befördern wie hineinpassen (siehe Foto). So werden Sie sicherer bei den kurzen Putts. Und der Anblick der vielen gelochten Bälle wird Ihr Selbstbewusstsein stärken.

FULL HOUSE Lochen Sie so viele Bälle wie hineinpassen.

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DISTANZ: «BOWLEN» SIE! Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Distanz bei Ihren Putts zu kontrollieren, habe ich einen einfachen Trick für Sie: Bevor Sie Ihren Ball bei einem langen Putt ansprechen, tun Sie folgendes: Stellen Sie sich vor, Sie würden ihn mit Ihrer Führungshand (bei Rechtshändern die rechte) aus dem Arm heraus – ähnlich wie beim Bowling – in Richtung Ziel rollen lassen

Üben Sie lange Putts unter der «Regie» Ihrer Führungshand (siehe Foto unten). Je nachdem, wie weit das Ziel weg ist, verstärkt oder vermindert sich der Einsatz Ihrer Arme. Merken Sie sich diese Art von Distanzkontrolle, und übertragen Sie diese auf die Schwungbewegung mit Ihrem Putter. Mit dem richtigen Gefühl für die Länge werden Sie Ihr Putting schnell verbessern!

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TEACHING

unter ...

RETTEN SIE DAS PAR MIT PUTTS AUS DEM ROUGH

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Um unter die 100 Schläge zu kommen, sollten Sie die meisten Grüns auf einer Runde mit zwei Putts meistern können. Wollen Sie die 90er-Marke knacken, müssen Sie mehr können – zumindest ein paar Mal auf den 18 Löchern sollte es Ihnen gelingen, bei verpasstem Grün das Par zu retten. Mein Tipp dafür: Nehmen Sie den Putter, wann immer es die Situation erlaubt – sogar aus dem Rough! Damit lassen sich Richtung und Distanz viel einfacher kontrollieren. Für Putts ausserhalb des Grüns neigen Sie den Schaft etwas nach vorne, wie im grossen Foto. Jetzt schlagen Sie leicht nach unten auf den Ball. Dadurch wird er aus dem hohen Gras herausspringen und zum Loch ausrollen, sobald er auf dem Grün gelandet ist.

VORTEIL PUTTER! Nehmen Sie den Putter, wann immer es die Situation erlaubt.

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PUTTEN SIE ZÜGIG! Wenn Sie über dem Ball stehen und die Konzentration abnimmt, hat das häufig den gleichen Grund: Sie lassen sich zu viel Zeit! Je länger Sie warten, desto mehr kommen Sie ins Grübeln. Sie fangen an nachzudenken, und darin liegt der Fehler. Also muss es schneller gehen! Stellen Sie sich vor, Sie gehen zügig zu Ihrem Ball und versenken ihn ganz locker (die etwas zu lässige Variante zeigt das kleine Foto unten). Lassen Sie sich von Ihrem Unterbewusstsein gar nicht erst ablenken. Mein Tipp: Das nächste Mal, wenn Sie das Grün betreten, nehmen Sie sich Zeit, die Puttlinie zu lesen. Sobald Sie zu Ihrem Ball gehen, erinnern Sie sich an das eindringliche Geräusch eines gelochten Balls. Danach sprechen Sie ihn an und versenken ihn. Sie sollten beim Putten zwar eine beständige Routine haben, aber nehmen Sie sich dafür nicht allzu viel Zeit!

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TEACHING

unter ...

VERLASSEN SIE SICH AUF DIE SCHWERKRAFT!

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Was gibt es Schöneres, als mitanzusehen, wie ein Putt mit viel Break aus zehn Metern eine grosse Kurve zieht und im Loch verschwindet? Der einfach Trick dahinter: Nutzen Sie die Schwerkraft, auch wenn dies bei extremen Breaks bedeutet, dass Sie mit dem Rücken zum Loch stehen müssen, so, wie es das Foto zeigt. Finden Sie den höchsten Punkt des zu spielenden Breaks und visieren Sie diesen an. Den Rest wird die Schwerkraft übernehmen. Durch dieses Vorgehen werden Sie gezwungen, den Ball auf der richtigen Spur zu halten. Und Sie werden die Gesamtstrecke Ihres Putts besser überschauen können.

NEWTON SEI DANK! Den höchsten Punkt des Breaks anvisieren, den Rest übernimmt die Schwerkraft.

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Reprinted by Permission from Golf Digest® (Issue March 2011). Copyright © 2011. The Golf Digest Companies. Golf Digest is a registered Trademark of Advance Magazine Publishers Inc. All Rights reserved. Fotos: J.D. Cuban. Deutsche Bearbeitung: Johannes Oberlin


LASSEN SIE IHRE PUTTS NIE ZU KURZ! Die besten Spieler auf dem Grün haben fürs Putting diverse Strategien und Variationsmöglichkeiten. Doch eines haben sie gemeinsam: Ihre Bälle erreichen alle das Loch. Wollen Sie mit 80 Schlägen oder besser ins Clubhaus kommen, dürfen Sie Ihre Putts nicht zu kurz lassen. Um das zu üben, stellen Sie sich vor, hinter dem Loch, stehe das Brett ei-

nes Basketballkorbs und fange zu lange Putts auf (siehe Foto). Ihre Vorstellungskraft wird Ihnen dabei helfen, durch den Ball zu gehen anstatt kurz vor dem Treffmoment zu zögern. Auf lange Sicht führt das zu einer deutlich verbesserten Distanzkontrolle. Und es ist nun mal so: Ein zu kurzer Putt hat null Chancen, ins Loch zu fallen …

So kann Ihnen Ihre Vorstellungskraft beim Putten helfen.


KURZTRIP DES MONATS Panorama Lipperswil

Ein neues Hotel für Dank des neuen Design- und Wellnesshotels Golf Panorama lässt es sich in Lipperswil TG jetzt noch unbeschwerter golfen – denn ein gastliches Haus mit allem Komfort ist nahe. Von Franco Carabelli

HEILENDE HÄNDE Nach einer Golfrunde lässt sich eine Massage besonders geniessen.

LÄSSIGE LOUNGE Ob auf Sofas oder auf Barhockern – der Gast fühlt sich wohl.

BEQUEME BETTEN In solch geräumigen Hotelsuiten schläft sichs prima.

KÖSTLICHE KÜCHE Die Gerichte sehen hübsch aus und schmecken lecker.

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G

olfende im GC Lipperswil hatten es bisher nicht leicht – wenn es darum ging, ein gediegenes Hotel in der Nähe zu finden. Mit der Eröffnung des Design- und Wellnesshotels Golf Panorama schliesst sich diese Marktlücke: Das Viersterne-Superior-Haus liegt mitten im Grünen, ist nur zehn Gehminuten vom Golfplatz entfernt, bietet 55 stylish und doch behaglich eingerichtete Zimmer und Suiten, eine ausgezeichnete Küche und einen State-ofthe-Art-Wellnessbereich. 55 Millionen Franken hat die ganze Anlage gekostet. Zu dieser gehören ausser dem Hotel auch 32 Eigentumswohnungen. Wenn die Apfelbäume wie Anfang April in voller Blüte stehen, wird wohl jeder Besuchende unweigerlich daran erinnert, dass der Kanton Thurgau oft auch als «Mostindien» bezeichnet wird. Doch Hotelmanager Ferdinand Thoma denkt nicht in erster Linie an Most, wenn er die Apfelbäume sieht. Die Blüten sind es, die den zertifizierten Kosmetikproduzenten interessieren, der gemeinsam mit seiner Frau Renate im Schwarzwald zwei Häuser leitet, die für ihr Wellnessangebot berühmt sind. Thoma pflückt die Apfelblüten quasi vor seinem Thurgauer Hotel am Südhang des Seerückens nahe des Bodensees. Er liest aber nur die Blüten von ungespritzten Bäumen. Die Ernte verarbeitet er zu Ölen, Cremen und Extrakten mit im wahrsten Sinne des Wortes fruchtigen Eigenschaften. Verständlich, dass die 2000 Quadratmeter grosse Wellnesslandschaft im Hotel den Namen «Fleur de Pomme» trägt. Von regionalen Einflüssen geprägt ist auch die Küche des hoteleigenen Restau-

rants «Lion d’Or». Hier setzen Abstecher in die internationale Küche die Akzente, etwa eine super leckere Hummersuppe. Vom Feinsten ist auch der Kuchen, bei dem – wie könnte es anders sein – Äpfel die Geschmacksnote prägen. Gäste, die nach dem Essen lieber ruhn als die sprichwörtlichen tausend Schritte tun, sollten aufpassen, dass sie das nächste kulinarische Date nicht verpassen: Die Stille im Resort ist fast schon paradiesisch – und die Betten himmlisch. Das tröstet schnell darüber hinweg, dass man vom Zimmer aus nicht kabellos ins Internet gelangt, und dass das Senderangebot im Fernseher eher bescheiden ist.

Golfclub freut sich über Partner Das motivierte Direktionspaar Caroline Thoma (24) und Alexandre Spatz (30) freut sich auf die Kontakte mit einer für sie neuen Klientel. «Ich spiele zwar noch nicht Golf», sagt der gelernte Koch und Hotelfachmann Spatz. «Aber wenn es dann etwas ruhiger wird, könnte das schon mal ein Thema werden.» Was Spatz nicht sagt, ist das, was er mit «ruhiger» meint. Diesen Sommer heiratet er seine Caroline, das erste Kind ist unterwegs, und als ehemaliger Fachlehrer an der Hotelfachschule Belvoir in Zürich hat er permanent ein scharfes Auge für Optimierungsmöglichkeiten … «Wir sind natürlich sehr glücklich über den neuen Partner», sagt Golfclubmanager Ian Gibbons. «Das Hotel wertet Lipperswil als Golfdestination erheblich auf.» Hotelgäste kommen übrigens in den Genuss von 25 Prozent Rabatt auf das Greenfee. Keine Erleichterung gibt es allerdings, wenn ein Apfelbaum den direkten Weg zum Green versperrt …


Panorama Lipperswil KURZTRIP DES MONATS

Leib und Seele

SUPER SICHT Von der Hotelanlage aus sieht man direkt auf einen der drei 9-Loch-Courses des GC Lipperswil.

PARADIESISCHES PLÄTZCHEN Das Hotel liegt mitten im Grünen, fern von Lärm und Alltagshektik.

WARMES WASSER Auch im Indoorpool, der zur Wellnessanlage des Hotels gehört, kann Mann und Frau sich entspannen.

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DINING RANGE Das «Le Club» im Sempachersee

«En Guete» im GC Sempachersee

ENTSPANNUNG Zwischen den Gängen geniesst der Gastrokritiker Urs Heller im Golfrestaurant die Stimmung über dem Sempachersee.

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Von Franco Carabelli

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as Setting hat schon fast einen Stich ins Kitschige: Am Horizont geht die Sonne in einem nationalhymnenwürdigen, blutroten Strahlenmeer unter. Auf den Greens lochen die letzten Golfer des Tages ihre Putts, und auf einer der Terrassen des Restaurants «Le Club» im Golf Sempachersee sind die Tische weiss gedeckt. Messer, Gabeln und Weingläser funkeln um die Wette, die etwa 30 Plätze sind gut besetzt, und die Gäste geniessen die letzten lauen Stunden vor

dem angedrohten Kältepfropfen, der am nächsten Tag die Schweiz erreichen soll. Urs Heller (58), Herausgeber und Chefredaktor des «GaultMillau Schweiz», vertieft sich in die Speisekarte. Er hat am Nachmittag mit seinem Freund Mario Widmer eine Runde Golf gespielt – nicht hier, in seinem Heimclub, aber ganz in der Nähe, in Küssnacht SZ. «Ich war schlecht», sagt Heller, lacht aber dabei. Der Verlagsdirektor der Ringier-Zeitschriften hat sich damit abgefunden, dass auf dem Golfplatz

Fotos: Elisabeth Carabelli

Auch im Hinblick auf die CS Challenge im Juli will sich der GC Sempachersee verstärkt mit seiner Küche empfehlen. «GaultMillau»-Chef Urs Heller hat für G & C den Test gemacht.


Das «Le Club» im Sempachersee DINING RANGE nicht immer er der Chef sein kann. Auf Handicap 23.4 hat es der ehemalige Sportchef des «Blicks» und des «Sonntagsblicks» gebracht, der in der vorangegangenen Nacht vier Stunden vor dem Fernseher sass und sich die Schlussrunde des Masters reingezogen hat. «Wahnsinn, was auf der 10 mit diesem McIlroy passiert ist», sagt Heller, und vor seinem inneren Auge scheint sich das Drama nochmals abzuspielen. «Dieser Super-Pro hat es doch tatsächlich fertiggebracht, das Loch genau so zu spielen wie wir Amateure. Sieben Schläge! Das ist schon faszinierend, dass es in diesem Spiel einem Crack ergehen kann wie einem Nobody.»

Frische Produkte, frische Ideen Alles andere als ein Nobody ist der Luzerner in der Gastro-Szene. Seine Kritiken und die seiner freien Mitarbeiter vom «GaultMillau» sind in gehobenen Gasthäusern so geschätzt wie gefürchtet. Wenn die Gourmet-Bibel, die jeweils im Oktober erscheint, einen Küchenchef tiefer benotet

«Es ist wie im Showbusiness: Man muss auch einstecken.» Urs Heller, «GaultMillau»-Chef

als im vorangegangenen Jahr, dann ist das fast schon so, als würde ein römischer Kaiser im Kolosseum den Daumen nach unten halten. Heller ist sich seiner Macht bewusst, sagt aber, er gehe grundsätzlich fair um mit seinen Gastro-Gladiatoren. Zudem müsse man in dieser Branche auch einstecken können: «Das ist ein bisschen wie im Showbusiness.» Bei der Show heute sind die Rollen klar verteilt: Der «GaultMillau»-Chef wird das Essen beurteilen, (siehe Box rechts), der G & C-Journalist schreibt die Rahmengeschichte und eine kleine Vorschau auf die verschiedenen kulinarischen Highlights während der CS Challenge (siehe Box Seite 71). Zwischen den einzelnen Gängen, die er sich aus den zwei Auswahlmenüs namens

«LE CLUB»: DAS URTEIL VON «GAULTMILLAU»-CHEF URS HELLER

Eine GaultMillau-Kritik über das Restaurant im eigenen Golfclub? Das mach ich eher ungern. Weil ich eigentlich Golf spiele, um abzuschalten vom Job. Und weil ich nach 18 Löchern gar nicht so fordernd bin gegenüber den Köchen wie etwa in einem Fünfsterne-Hotel. Mir reichts, wenn ich schnell und freundlich bedient werde und die Pasta al dente ist. Schnell bedient in Sempach? Also, im «Halfway-House» gibts gar nix (ausser während Turnieren). Und am 18. Loch wenig. Was aussieht wie eine Beiz (tolle Terrasse!), ist vor allem ein Klamottenshop, die Zahlstelle und Herrn Webers Kommandozentrale. Hat man den Weg zu den eigentlichen Restaurants gefunden, verbessern sich Lage und Laune deutlich. Küchenchef Christian Engelmann ist kulinarisch nicht in seiner Heimat Brandenburg stehen geblieben, hat ein gutes CV und offenbar die Nerven, den Ansprüchen einer fordernden Golfer-Klientel zu genügen. Er büsst auch im vierten Dienstjahr nicht an Innovationskraft ein. Das ist eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Bewegung auf der Karte. Die schlechte: Manchmal wirds etwas gar zu kompliziert. Beispiel? Das Meerfrüchte-Ravioli wurde akkurat auch noch tintenfischmässig schwarz eingefärbt. Ich hätte lieber ein normal weisses Exemplar,

aber dafür eines ohne einen so pickelharten Rand. Kompliment für alles andere! Erster Besuch: Kalbskopf auf lauwarmem Katrtoffelsalat (eigentlich eher auf Kartoffeln)? Prima. Mistkratzerli aus dem Ofen? Wunderbar saftig. Zweiter Besuch: Eine angenehm sanfte Spargelschaumsuppe mit reichlich «Deko»: Rohschinkenchips, rohes Eigelb. Wuchtige Bärlauchgnocchi mit ebenso kalorienintensiven Lughanighette, beides sehr gut im Geschmack. Zander, ziemlich frech kombiniert mit Blutwurst (Überraschung: Das passt!). Und schliesslich der Spitzengang des Abends: Ein zartes Kalbsfilet auf einem wunderbaren Ochsenschwanzragout mit Lauchpizzokel. Letzte Notizen von der kulinarischen Scorecard. Lage: fantastisch, vor allem die «Abendrot»-Tische auf der Member-Terrasse. Service: zuvorkommend. Weinkarte: ohne klares Profil, aber der «Adamà 06» aus dem Duero ist eine Wucht! Wunsch aus GaultMillau-Sicht: Ein paar Schnörkel und Schrumpfeltomaten weniger im Teller, dafür ein paar regionale, unverwechselbare Gerichte mehr auf der Karte (Sempacher Balchen statt Rotbarbe aus den Weltmeeren). Fazit: Sempachersee nähert sich den «Leading Restaurants» der Schweizer Golfszene. Dem jungen Koch sei Dank.

FACHGESPRÄCH «GaultMillau»-Heller fragt Christian Engelmann nach dessen Zielen.

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«Birdie» und «Eagle» rausgepickt hat, spricht Heller über die Doppel- und TripleBogeys, die einem als Kunde in Schweizer Golfclubs das Leben oft so schwer machen. Wer nun aber meint, der Gastro-Kritiker sei sozusagen «von Berufes wegen» ein besonders anspruchsvoller Gast, der irrt: Frische Produkte, frische Ideen und eine alther-

«Bärlauch von Loch 13 – welcher Golfer kann da widerstehen?» Urs Heller, «GaultMillau»-Chef

gebrachte Auffassung vom Dienst am Kunden genügen, um den gestrengen FoodRezensenten sowohl als essenden wie auch als golfenden Gast schon mal in eine positive Grundstimmung zu versetzen. Von Schnickschnack hingegen lässt sich der weltläufige Journalist nicht beeindrucken, weder auf dem Teller noch in der Umkleidekabine.

Eine Rechnung, die aufgeht Als Profi anerkennt Heller aber auch die etwas unfaire Art, mit der gerade die Golfgastronomie hier zu Lande oft abgestraft wird. «Viele Schweizer Golferinnen und Golfer sind ungerecht», sagt er. «Sie zahlen anstandslos fette Aufnahmegebühren und Jahresbeiträge, aber im Clubhaus soll dann alles spottbillig sein, am liebsten nicht ganz kostendeckend.» Es seien dieselben Leute, die nicht mit der Wimper zucken, wenn der Elektriker nach Hause kommt

«INSTITUTION» Danica arbeitet bereits seit 14 Jahren im Serviceteam des GC Sempachersee.


Das «Le Club» im Sempachersee DINING RANGE und fürs Auswechseln einer Glühbirne 300 Franken verlangt. Bei solchen Erwartungen ist es nicht ganz einfach, in einem Golfrestaurant Kasse und Qualität auf einen Nenner zu bringen. «Es gibt in der Schweiz aber sehr wohl funktionierende Modelle», sagt Heller. «Ein Beispiel dafür ist Gstaad, wo Roland Speth sein 18-Punkte-Restaurant Chesery führt – und im Sommer zusätzlich den Betrieb im Golfclub.» Dabei würden hilfreiche Synergien entstehen, angefangen bei den engen Beziehungen zu Lieferanten bis hin zur gehobenen Form der «Resteverwertung».

Eigeninitiative ist gefragt Im Golf Sempachersee sind Küchenchef Christian Engelmann (36) und Gastgeber Pepe Barfuss (52) kulinarisch auf sich alleine gestellt. Trotzdem versuchen die beiden mit Ehrgeiz und Engagement, das «Le Club» zu einem Treffpunkt für Freunde der gepflegten Küche zu machen – egal, ob es sich dabei um Clubmitglieder oder Laufkundschaft handelt. Engelmann, der aus Brandenburg stammt und seinen Job in Baden-Baden erlernt hat, steht seit vier Jahren am Sempach-Herd. «Es gefällt mir gut hier», sagt der Chef de Cuisine. Mit den während der Saison geradezu brutalen Arbeits- und Präsenzzeiten habe er kein Problem. Er sei ein Ski- und Snowboard-Freak, und so falle es ihm leicht, im Winter jeweils zu kompensieren. Im Sommer kann man

Fotos: Elisabeth Carabelli

Eine der Herausforderungen fürs Personal sind die Präsenzzeiten. den (noch) nicht golfenden schlanken, gross gewachsenen Küchenchef manchmal beobachten, wie er rund um den Golfplatz geht und nach Kirschen oder Zwetschgen Ausschau hält, die er dann zu Tagesdesserts verarbeitet. «Solche Eigeninitiativen sind lobenswert», sagt Heller. «Sie dürften noch öfter vorkommen: Bärlauch vom 13. Loch, Steinpilze aus dem Wald zwischen der 9 und der 10 – welcher Golfer könnte einem solchen Tagesangebot widerstehen?»

GLUSCHTIG Gourmet Heller freut sich auf seine Lughanighette und die Bärlauchgnocchi.

Die vererbte Leidenschaft

IN 80 TAGEN UM DIE WELT

Seine Leidenschaft fürs Kochen hat der ehemalige Ostdeutsche Engelmann seinem Vater Reinhard zu verdanken. «Der kocht heute noch oft und gerne», sagt der Junior, zu dessen Schweizer Stationen das Jungfrau Victoria in Interlaken und das Delta in Ascona gehören. In Sempach kam er zum ersten Mal in Kontakt mit golfenden Gästen. Inzwischen kennt er die Eigenheiten einer Klientel, die morgens pünktlich ab 06.30 Uhr ihr frisches Gipfeli will, vor dem Abschlag rasch einen Teller Spaghetti verdrückt und spätabends vielleicht noch Lust auf ein Käseplättli verspürt. Diese permanente Verfügbarkeit ist auch für das Servicepersonal eine Herausforderung. «Für diesen Job muss man geboren sein», sagt Heller. «Genau so, wie jemand, der sich in einer Zermatter Berghütte täglich dem saisonalen Wahnsinn stellt.» Im «Le Club», auf 720 m ü. M., räumt Danica den Tisch ab. Mit 14 Dienstjahren ist sie die erfahrenste Frontfrau im Sempacher Gastro-Team. Sie fühle sich eben wohl in diesem Milieu, sagt die gebürtige Kroatin, die via die Küche im Kloster Baldegg auf den Golfplatz kam. «Und die Arbeitszeiten sind für mich kein Problem.» Keine Frage: Mit ihrer entspannten, gradlinigen und dennoch aufmerksamen Art der Gästebetreuung hat sie auch den Geschmack des «GaultMillau»-Chefs getroffen.

In der Woche der CS Challenge vom 11. bis 17. Juli herrscht in der Küche von Golf Sempachersee der Ausnahmezustand: 500 Spieler und Helfer, Hunderte VIP-Gäste und Tausende Zuschauer wollen schnell und gut verpflegt werden. Küchenchef Christian Engelmann (36) sieht dem Event trotzdem gelassen entgegen: «Letztes Jahr wars eine Premiere, und die Erfahrungen können wir jetzt umsetzen.» Einer der Brennpunkte wird während der vier Turniertage die VIP-Lounge sein, wo sich jeden Tag viele Gäste verköstigen. Neben einem reichen Vorspeisen- und einem Dessertbuffet wird ein alle zwei Tage wechselndes Hauptgericht serviert: Gebratenes Zanderfilet auf Zitronen-Lauchgemüse oder Schweinsrücken mit Pilzrahmsauce und Kräuterjus am Donnerstag und Samstag, pochierte Lachstranchen auf Spinatbett oder rosa gebratenes Roastbeef am Freitag und Sonntag, dazu passende Beilagen. Ein gastronomisches Highlight soll auch die Players Party vom Samstag Abend werden. Auf der Karte steht eine kulinarische Weltreise in sieben Stationen, für deren Route der berühmte 80-Tage-Trip von Jules Vernes Romanheld Phileas Fogg als Vorbild diente. Man startet am Suezkanal (Tabouleh mit Randencarpaccio) und erreicht über Asien (Gebratene Nudeln mit Crevetten) und Amerika (Mini-Burger) wieder England (Plumpudding).

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EQUIPMENT Tipps f체r Kids

So bekommen Kids

SPASSFAKTOR Mit passenden Schl채gern finden Kids schnell Freude am Golfspiel.

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Tipps für Kids EQUIPMENT

Freude am Golfen Es wird Zeit, dass Kinder nicht mehr mit verkürzten Erwachsenenclubs golfen müssen, sondern Schläger erhalten, die auf ihre Kraft und Grösse abgestimmt sind. Zum Glück wird das Angebot an Clubs für Kids immer reichhaltiger.

Von Hannes Huggel

Fotos: Hannes Huggel

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an sieht sie noch immer – die Kids, die sich mit den zugeschnittenen Schlägern ihrer Eltern auf der Driving Range abmühen müssen. Aber zum Glück werden sie immer seltener: Kinder sind nun mal keine kleinen Erwachsenen und haben deshalb ein Anrecht auf passende Clubs! Im Grund wollen ja alle, die im Golf mit Kindern zu tun haben, nur eines: den Spass der Kleinen. Wie aber soll ein Knirps mit gekürzten Erwachsenenschlägern je Spass am Spiel mit dem kleinen weissen Ball bekommen? Spass am Golf muss von Anfang an aufkommen. Fehlt die Freude, wird der Junge oder das Mädchen der Sportart früher oder später den Rücken kehren.

schen praktisch jedem Kind Clubs, die auf seine Grösse und Kraft abgestimmt sind.

Vorsicht mit alten Clubs!

Der Griff muss für eine Kinderhand geeignet und die Schäfte sollten leicht und flexibel sein. Alle Marken, die Kinderschläger im Angebot haben, erfüllen diese vier Kriterien.

Fakt ist, dass jugendliche Einsteiger wegen gekürzten Schlägern die Begeisterung am Golfspiel verlieren – oder noch schlimmer: Die Clubs der Erwachsenen können für die golferische Entwicklung der Heranwachsenden sogar gefährlich sein. Erstens sind gekürzte Schläger viel zu steif. Zweitens haben sie meistens auch noch falsche Liewinkel und zu grosse Griffe. Kleinigkeiten, sagen Sie? Mitnichten! Falsche Schläger schaden den Kids. Denn Kinder haben nicht die Kraft, mit zu schweren oder zu langen Schlägern eine saubere Technik zu erlernen. Durch den meist viel zu grossen Kraftaufwand können sie zudem eine schlechte Körperhaltung bekommen. Es ist deshalb wichtig, dass ein Kind ein eigenes Schlägerset bekommt, das zu ihm passt. Skifahren lernen Boys und Girls heute ja auch nicht mehr auf den alten Latten der Eltern. Übertrieben wäre höchstens ein Fitting der Schläger eines kindlichen Golfeinsteigers. Der Markt bietet inzwi-

Die entscheidenden Kriterien Golflehrer und Ausrüster sind sich bezüglicher kindlicher Clubs einig: Die Schlägerköpfe müssen leichter sein als die der Erwachsenen, die Liewinkel etwas flacher.

Erwachsenen-Clubs können für Kids sogar gefährlich sein.

Ein entscheidender Punkt bei den Schlägerköpfen: Kinder können den Ball im Treffmoment nur bei Clubs mit leichteren Köpfen spüren. Allerdings dürfen die Schlägerköpfe auch wieder nicht zu leicht sein, denn sonst fällt das beschriebene Feeling ebenfalls weg. Der Grund für den flacheren Liewinkel ist die Natürlichkeit der Kids. Sie haben zu Beginn eine ganz unverkrampfte Haltung dem Golfspiel gegenüber und gehen deshalb auch etwas anders an den Ball ran. Der flache Liewinkel hilft ihnen, den Ball so optimal wie möglich zu treffen. Dass der Griff der Kinderhand angepasst sein muss, dürfte klar sein. Schliesslich ist auch ein Eishockeystock für Piccolos nicht so dick wie ein solcher für Erwachsene. Nur wenn das Kind den Schläger komfortabel umfassen und greifen kann, wirds etwas mit seinem natürlichen Schwung. Und die Schäfte der Schläger für die Kleinen müssen leichter und –

UNTERSCHIED Kinder, die schon Turniere spielen, benötigen anderes Golfmaterial als völlige Anfänger.

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EQUIPMENT Tipps für Kids

Eine Beratung bringts Viele Kinder besuchen ein Juniorentraining. Manche erhalten auch Privatlektionen. So oder so: Eltern, die ihrem Kind ein Schlägerset kaufen wollen, sollten sich zuvor mit dem Pro beraten – oder mit einem Spezialisten im Fachgeschäft. Dort erfährt ein Kind ebenfalls die nötige Aufmerksamkeit und wird mit Fachwissen beraten.

Eigentlich brauchts so wenig … Will ein Kind erst mal testen, ob es sich überhaupt fürs Golfspiel begeistern kann, braucht es noch keine eigenen Schläger. In so genannten Schnupperkursen wird das Material vom Golfclub oder dem Golflehrer zur Verfügung gestellt. Sollte dann die Freude am Spiel da sein, aber das nötige «Kleingeld» für eigene Schläger fehlen, so ist das auch nicht weiter schlimmm: Golfclubs mit fortschrittlichen Juniorenabteilungen bieten Jungen und Mädchen gegen eine kleine Mietgebühr Leihschläger aus ihrem Fundus an. Und zwar für jede Altersstufe, das heisst für jeden Anfänger und für jede Anfängerin.

Es braucht in der ersten Zeit ja auch nicht gleich ein vollständiges Set mit 14 Schlägern und jedem Schnickschnack. Einsteiger entscheiden sich oft für einen halben Satz. Bei Kindern ist es nochmals anders. Je nach Alter und Grösse verkaufen die Hersteller schon Sets mit vier, fünf oder sechs Schlägern – Holz sowie Eisen 5, Eisen 7, Eisen 9, Sandwedge und Putter. Putter und Holz sind Musts, bei den Eisen kann der eine oder andere Schläger weg-

Im Internet gibts viele Golfartikel für Kids zu Occasionspreisen. gelassen werden. Wichtiger ist eine möglichst leichte Tragtasche mit Doppeltraggurten, ein paar Bälle, am besten «secondhand» aus dem Pro-Shop des Clubs, einige Tees, ein Handschuh, ein Reinigungstuch für die Schläger und natürlich Sportschuhe und Sportkleidung. Was die Schuhe betrifft: Für die ersten Versuche sind Golfschuhe noch nicht nötig. Die werden erst später ein Thema – und müssen ebenfalls nicht teuer sein: Im Internet gibts viele gute Möglichkeiten,

ABWECHSLUNG Kinder brauchen während des Golfunterrichts Spannung, aber auch Spass.

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Golfartikel zu tauschen respektive als Occasion zu kaufen. Der Pro rät bestimmt, worauf man dabei achten sollte.

Das tut die Swiss PGA für Kids Passt die Ausrüstung, brauchts auch noch den geeigneten Unterricht. Denn auch dieser muss kindergerecht sein. Die Swiss PGA verpflichtet sämtliche Pro-Lehrlinge zum Besuch des J+S-Kurses «Kids Training». Selbstverständlich schreibt sich hie und da auch ein bestandener Pro für diesen Kurs ein, denn so kann auch er nach neusten Erhebungen, Erfahrungen und Ansichten unterrichten. Etwas aber war und bleibt so: Kinder brauchen während der Lektionen Abwechslung und Spass. Mit stundenlangem Bälle schlagen auf der Driving Range erreicht ein Kind vielleicht einen sauberen Golfschwung, aber mit Sicherheit findet es dadurch keinen Spass. Wichtig für die Eltern ist es also, dem Kind ein lockeres Training zu ermöglichen, in dem auch mal gelacht werden darf. Was für einen angehenden kleinen Golfcrack sonst noch entscheidend ist? Die gesamtheitliche Schulung der koordinativen Fähigkeiten. Aber keine Angst: Ausbildende, die den Jugend+Sport-KidsLeiterkurs besucht haben, wissen, wie sie Jungen und Mädchen eine breite Bewegungserfahrung und eine sportliche Grundausbildung vermitteln können.

Foto: Hannes Huggel

flexibler sein als jene der Grossen. Das müssen sich vor allem jene Eltern merken, die im Clubrestaurant Erwachsenen jeweils erzählen, wie sehr die Schäfte einen Einfluss aufs Spiel haben …


Tipps für Kids EQUIPMENT

Keiner zu klein, um gut am Ball zu sein … Bis auf eine Ausnahme haben mittlerweile sämtliche grossen Marken passende Golfsets für Kinder im Angebot. Die speziellen Schläger erleichtern das Spiel. kleinen Golfenden abgestimmt. Eine «Fitting Sytem Chart»-Farbskala (links) zeigt auf einen Blick, wie Grösse und Beschaffenheit der Schläger bestimmt werden – ähnlich der Fitting Chart von Ping.

Zwei Serien von U.S. Kids Golf U.S. Kids Golf hält zwei verschiedene Schlägerserien bereit: die «Ultra Light» für Einsteigende oder Freizeitgolfende und die «Tour Serie» für Fortgeschrittene und Junioren, die bereits Turniere spielen. Die «Ultra Light» gibts in fünf Grössenschritten von 92 bis 168 Zentimeter Körperlänge. Bei der «Tour Serie» reichen die Grössenabstufungen von 130 bis 170 Zentimeter.

Die Clubs für Kids sind auf die Spielenden abgestimmt.

FITTING CHART Diese Skala führt vor Augen, dass unterschiedlich grosse Kinder auch unterschiedlich lange Schläger benötigen.

Von Hannes Huggel

N

och vor einigen Jahren war das Angebot an Kinderschlägern recht unbedeutend. Inzwischen ist es reicher und auch besser geworden – Marktleader U.S. Kids Golf sei Dank. Dieser bietet (fast) alles, was das Kinderherz begehrt. Heute halten aber auch sämtliche anderen grossen Marken Material für Kinder bereit, mit Ausnahme von TaylorMade.

U.S. Kids Golf ist seit bald 25 Jahren auf Golfschläger und -equipment für Kinder und Jugendliche spezialisiert. Diese Firma hat nach vielen Testläufen Schläger entwickelt, die perfekt auf den Golfnachwuchs «eingestellt» sind. Die Clubs für Kids sind vom Gewicht, aber auch von Länge und Flex her optimal auf die unterschiedlichen Körpergrössen und Spieleigenschaften der

Sie sind also enger gehalten. Grund: In diesem Bereich verändern sich die optimalen Liewinkel und die ideale Schafthärte rascher. Für diese Reihe werden auch hochwertigere Materialien verarbeitet, da die bereits fortgeschrittenen Kids schon mit höherer Schlägerkopfgeschwindigkeit spielen und mehr Schlaglänge und Kontrolle haben. Die Eisen und Hölzer verfügen über Schäfte aus Grafit, die Fairway-Hölzer haben Stahl- und die Driver Titanium-Köpfe mit unterschiedlich grossem Volumen und Loft. Für Heranwachsende, die bereits ein niedriges Handicap haben, werden 50 bis 60 Gramm leichte Stahlschäfte verwendet, 5/2011 GOLF & COUNTRY

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EQUIPMENT Tipps für Kids

WIE DIE GROSSEN Die Kindersets von Ping und Wilson Staff unterscheiden sich optisch kaum von einem Erwachsenen-Set.

um bei den Eisen für noch mehr Schlaggenauigkeit zu sorgen. Der Flex der Schläger ist ähnlich den Grafitschäften, nur sind diese zwölf bis 15 Gramm schwerer. Erstaunlich, dass die Marke mit dem grössten Angebot noch keine Hybridschläger in die Sets einbaut. Diese müssen separat gekauft werden. Richtpreise für die Schlägersets von U.S. Kids Golf: Das «Ultra Light» gibts für Fr. 189.– (klein) bis Fr. 339.– (gross), die «Tour Serie» für Fr. 390.– (Starter), das Fill-in-Set für Fr. 325.–.

Drei Schlägersets von Ping Eine völlig neue Serie von Junioren-Golfschlägern hat Ping entwickelt. Sie heisst Ping Moxie und ist in drei verschiedenen Grössen und Zusammensetzungen zu haben. Die Sets sind abgestuft auf die Altersklassen 6 bis 7 Jahre, 8 bis 9 Jahre und 10 bis 11 Jahre. Das Set für die Kleinsten, das Moxie K, enthält ein 23-Grad-Fairwayholz, ein Eisen 7, eine Sandwedge und einen Putter. Natürlich gibts auch in diesem Fall die entsprechenden Head Covers und einen leichten Carrybag mit Doppelgurten. Das Moxie-G-Set hält einen zusätz-

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lichen Driver mit einem Loft von 16 Grad und ein Eisen 9 bereit. Beim Set für die Grössten, dem Moxie i, ist auch noch ein Hybridschläger von 27 Grad inbegriffen. Zu Spass am Golf beitragen sollen die hohen Lofts und die flexiblen Grafitschäfte mit den besonderen Griffen. Die Richtpreise bei Ping: Der Moxie K kostet Fr. 299.–, der Moxie G ist für Fr. 379.– zu haben und der Moxie i für Fr. 449.–.

WIE TIGER WOODS Nike setzt bei Kinder-Sets auf seinen Star.

Spezialschäfte von Wilson Staff Nike lockt mit Tiger Woods Nike baut bei seinen Junior-Sets klar auf Tiger Woods – setzt bei der Abstufung ebenfalls auf die Körpergrösse. Je ein Set ist für Körperlängen von 110 bis 132 Zentimeter respektive 132 bis 155 Zentimeter bestimmt. Beide Sets enthalten einen Matchspeed Driver, einen Hybridschläger, die Eisen 7 und 9 sowie eine Sandwedge und einen Putter nach Pro-Modell. Schlägerschäfte, Griffstärken, Lies und Schaftflexe sind auf Kids angepasst. Die Form der Schläger ist bestmöglich den Kopfformen der normalen Nike-Golfschläger angeglichen. Zum Set gehört ein Carrybag. Richtpreis sowohl für Size 1 als auch für Size 2: Fr. 299.–.

Small und Tall – so nennen sich die beiden Sets von Wilson Staff. Das Small-Set ist für Kinder von 6 bis 8 Jahren bestimmt. Es enthält einen Driver mit 15 Grad Loft, einen Hybridschläger (25 Grad), ein Eisen 7, eine Wedge und einen Putter. Das Tall-Set ist für Kinder bis etwa 11 Jahre gemacht. Es beinhaltet zusätzlich ein Eisen 9. Bei beiden Sets sind die Headcovers sowie ein leichter Carrybag mit Doppeltraggurten im Kaufpreis inbegriffen. Die Schläger für Kids sind übrigens mit speziellen Schäften ausgerüstet, haben angepasste Lies und hohe Lofts. Die Richtpreise betragen für das Set Small Fr. 349.– und für das Set Tall Fr. 399.–.


EQUIPMENT NEWS

Viele neue Farben Der dänische Schuhfabrikant Ecco, der 2010 dank Fred Couples einen ungewöhnlichen Verkaufserfolg erzielen konnte, bringt mit seinem Erfolgsmodell Ecco Street neue Farben ins Spiel. Der extrem hohe Tragkomfort erlaubt es, den Schuh sowohl auf dem Golfplatz als auch beim Spazieren zu tragen. Die Schuhe aus feinstem Leder und mit modernster Schuh-Technologie gibts für Damen und Herren. Richtpreise: Fr. 179.– (Damen), Street Fr. 199.– und Street Luxe Fr. 219.– (Herren).

Ein limitiertes Duo Die auf hochwertige mechanische Golf uhren spezialisierte Firma Jaermann & Stübi und Titleist machen gemeinsame Sache: Sie bieten den neuen Titleist Driver 910 D2 und das neue Jaermann & Stübi-Modell «Hole in One» als Set an. Zu kaufen gibts das edle Duo nur genau 50 Mal – in einer schwarzen Holzbox. Damit der Driver zum Golfer passt wie die Uhr an sein Handgelenk, findet sich in der Holzbox auch ein Verzeichnis der Fitting Partner von Titleist. Diese passen den Driverkopf den Bedürfnissen des Käufers an und versehen ihn mit dem Schaft. In Schlägerkopf und Uhr ist eine identische Nummer eingraviert. Obwohl es zu jedem Set ein Dutzend Titleist Pro V1-Bälle gibt, ist dieses nur im spezialisierten Uhrenfachhandel erhältlich. Details zu Driver und Uhrenmodell: Der 910 D2 mit dem patentierten «SureFit Tour» Hosel, erlaubt es, Loft und Lie unabhängig voneinander abzustimmen. Die «Hole in One»-Uhr (Ref. HO5) ist speziell für Golfer entwickelt worden. Sie kann dank einer patentierten Golf-CounterKomplikation die Anzahl Schläge pro Loch in einem grossen Fenster sichtbar machen. Das Gesamtscore wird durch einen Zeiger in der Mitte angezeigt, und

eine Drehlünette ermöglicht nach der Runde einen Vergleich des Resultats mit dem Handicap. Richtpreis Fr. 9500.–.

Dank Razr-Driver zum Sieg? Der neue Driver Razr Hawk von Callaway hat auf der Männertour erfolgreich seinen Einstand gefeiert. So scheint er in Qatar dem schon etwas in Vergessenheit geratenen Dänen Thomas Björn zum Comeback verholfen zu haben. Und nur eine Woche nach Björn siegte in Dubai der Spanier Alvaro Quiros mit dem gleichen Schläger … Der Erfolg des RazrDrivers liegt in der neuartigen Materialzusammensetzung des Schlägerkopfs. Dieser erlaubte es den Callaway-Ingenieuren, die Dicke der verschiedenen Teile noch präziser zu kontrollieren und so einen sehr hohen MOI zu erreichen. Die aerodynamische Kopfform reduziert den Luftwiderstand im Vergleich mit dem FT-9-Driver um 43 Prozent im Abschwung. Das führt zu einer grösseren Schlägerkopfgeschwindigkeit. Alle RazrDriver gibts in Draw- oder Neutral-Ausführungen mit einem Aldila RIP Grafitschaft. Richtpreis: Fr. 549.–.


TRAVEL Steiermark

Golfen zwischen den Thermen

SPANNUNG Auch wenn der Dachstein Tauern kein wirkliches «Pebble Beach der Alpen» ist, er bietet Abwechslung.

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Steiermark TRAVEL

Golfen in der Steiermark – das ist ein Wechselspiel zwischen den Anlagen des Dachsteingebiets im Norden und den mediterran wirkenden Plätzen bei den heissen Quellen im Süden. Von Brigitte und Hannes Huggel (Text & Fotos)

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er Kluge fährt im Autozuge – jedenfalls in Österreich. Dort fährt die ÖB die Automobilisten zusammen mit dem eigenen Fahrzeug über die Schienen ans Ziel. Und das ist die wohl beste Reisevariante für Golfende. Man reist bequem im Schlafwagen und muss sich nicht auf den Strassenverkehr konzentrieren. Zudem braucht man sich bei der Ankunft nicht um ein Mietauto zu kümmern. Für die Fahrt in die Steiermark gibts quasi direkt ab Schweizer Grenze zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt sich von Feldkirch nach Graz fahren oder von Feldkirch nach Wien. Das G & C-Team wählte den Weg über Wien, weil der Grazer Bahnhof im Umbau war. So startete die Erkundungstour der Golfenden also im Süden der Steiermark. Übrigens: Die Reise von Wien nach Fürstenfeld ging zwar wieder nur im Pw, aber auch da ohne Probleme weiter. Die Autobahn ist gut ausgebaut, und genügend Schilder weisen den Weg zum Thermengolf Loipersdorf-Fürstenfeld. Schade war nur, dass es bei der Ankunft geregnet hat. So machten die ersten Löcher wenig Spass. Dabei spricht so vieles für den 27-Loch-Platz im Land von «Terminator» Arnold Schwarzenegger. Schon das zweite Loch auf dem weissen Kurs, ein sehr gutes Dogleg links, ist eine echte Herausforderung. Und das Schluss5/2011 GOLF & COUNTRY

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PERLE Das Schlussloch des Thermengolfplatzes Loipersdorf-Fürstenfeld ist eines der Glanzlichter auf dem Parcours.

Steiermark

loch, die 9 des roten Kurses, oder eben die 18, erst recht. Das Lieblingsloch von Josef Stampf, dem Präsidenten von LoipersdorfFürstenfeld, ist ein echt schwieriges Par 5, das auf den letzten 100 Metern eigentlich nur noch aus Wasserhindernissen und Bunkern besteht. Dazwischen wechseln sich weite Fairways mit teilweise recht engen Löchern ab. Der Thermengolfclub Loipersdorf-Fürstenfeld gilt als eigentliche Vorzeigeanlage im steirischen Thermenland. Gegründet vor gut zwanzig Jahren als GC Fürstenfeld mit 18 Löchern, hat sich der Verein rasch und gut entwickelt. 1995, bei der Eröffnung des Clubhauses und -restaurants, wurde aus dem Fürstenfeld ein Club der Sportcracks. Inzwischen sind 25 Weltmeister und Olympiasieger aus den unterschiedlichsten Disziplinen Ehrenmitglieder. GUN SHOT Die Kanone im Thermengolf wird nur bei Kanonenstart-Turnieren eingesetzt.

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Steirische Gastlichkeit Nachtessen in einer Buschenschank, einer Gaststätte ähnlich der schweizerischen Besenbeiz, gehört zum Muss einer Golfreise durch die Steiermark. Karlheinz Hödl, Obmann von Tourismus Südsteiermark, führte G & C ins Paradies der Familie Assigal in Seggauberg. In diesem Weingut, das den Namen der Besitzerfamilie trägt, gibt es zahlreiche appetitliche und deftige Häppchen zu essen – zu hervorragenden Tropfen aus dem eigenen Betrieb, versteht sich. Die Gaststube verbreitet Gemütlichkeit, und von der Terrasse aus sieht man bis auf die Stadt Leibnitz. Der Seggauberg westlich von Leibnitz gilt als heiliger Bezirk. Dort lagen einst die Kultstätten der Kelten und der Römer. Kein Wunder, dass die Rebberge der Familie Assigal an den Hängen des Götterbergs liegen.

Eine Vision ist wahr geworden Immer noch im Süden von Graz, nur wenige Kilometer vom Hotel Staribacher bei Leibnitz entfernt, liegt in der Ortschaft Lebring der Golfclub Gut Murstätten.


Steiermark TRAVEL NEWS

Mehr als nur Golfspass Gewöhnlich werden die Golfreportagen von G & C von den Fremdenverkehrsämtern der jeweiligen Länder oder Regionen arrangiert. Am Gardasee war dies anders. Da übernahm der Premium-Reiseveranstalter «Toscana Golf & More» die Organisation der Reise (G & C, 4/11). Für das G & C-Team hat es sich gelohnt. Wer wie «Toscana Golf & More» auf das Managen von massgeschneiderten Golf- und Eventreisen spezialisiert ist, der kann auch die besonderen Bedürfnisse einer Reportage erfüllen. WASSERSPIEL Im Golfclub Gut Murstätten bestimmt ein 14-Hektar-See die Taktik.

Auch dieser ist vor mehr als zwanzig Jahren gegründet worden. Heute umfasst die Anlage 36 Löcher (9 davon Pitch & Putt), und vor drei Jahren wurde sie zum beliebtesten Golfplatz Österreichs erkoren. Es ist der Vision von Baronin Marie Helene Bachofen von Echt und ihres Sohnes Nikolaus von Skene zu verdanken, dass hier beim Schloss ein wunderschöner Parcours entstand. In diesem macht sich sogar die Baronin nützlich: Dem G & C-Team begegnete die edle Dame mehrmals auf der Runde – als Marshal! Der adelige 18-Loch-Course war schon Schauplatz zahlreicher österreichischer Meisterschaften, Junioren-Europameisterschaften mit Justin Rose und Sergio Garcia als Teilnehmern sowie der Alps Tour. Das Prädikat Meisterschaftsplatz hat sich die praktisch flache Anlage verdient.

Ideal in die Murlandschaft eingebettet, ist der Parcours sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll gestaltet. Trotzdem werden sich auch höhere Handicapper wohl fühlen, denn die Löcher sind sehr fair. Fast alles spielt sich rund um den 14 Hektar grossen See ab. Die Hälfte aller Löcher kommt direkt mit diesem in Kontakt. Besonders ausgeprägt ist dies bei der 5, einem relativ kurzen Par 3 mit einem sehr natürlichen (Halb-)Inselgrün – und der 17, einem Dogleg Par 5. Hier lauert das Wasser praktisch bei jedem Schlag. Ganz schön tricky ist die 12, weitab vom See, aber begleitet von einem Bach, der beim Schlag aufs Grün überspielt werden muss.

Graz ist einen Besuch wert Graz, die zweitgrösste Stadt Österreichs, ist mehr als 900 Jahre alt. Klar, dass da besonders die Altstadt viel Sehenswertes zu bieten hat. Graz Tourismus veröffentENTDECKUNG Die Altstadt von Graz bietet viele Sehenswürdigkeiten und feinste Restaurants.

Camillo Fioroni, der Firmengründer, sagt im Rückblick: «Vor 15 Jahren wusste kaum jemand, dass es in der Toscana überhaupt Golfplätze gibt. Deshalb habe ich unser Unternehmen gegründet. Als ich dann an einem Flughafen die Bezeichnung ‹Miles & More› las, hängte ich das ‹More› kurzerhand dem Firmennamen an.» Der Aufbau des Unternehmens hat rund zwei Jahre gedauert, fünf Hotels der 1. Kategorie und drei Golfplätze machten anfänglich mit. «Unseren ersten Auftrag bekamen wir von einer zwölfköpfigen Gruppe», erzählt Fioroni. Die war offenbar so zufrieden, dass sich bald immer mehr Touristen für den Reiseveranstalter der speziellen Art interessierten. Fioroni: «Auch wenn wir stetig wachsen, wollen wir, dass sich die Kunden bei uns wohl fühlen.» Das soll auch in Zukunft so bleiben. Den Jahr für Jahr umfangreicher werdenden Toscana Golf & MoreKatalog findet man in keinem Reisebüro. «Wir bieten höchste Flexibilität bei der Reisegestaltung und persönlichen Service – vor, während und nach der Reise», begründet Fioroni. «Jedes Angebot wird von einund derselben Mitarbeiterin erstellt. Diese pflegt dann auch den Kontakt zu den betreffenden Kunden. Nur so können wir die Zufriedenheit des Gastes sichern.» Fioronis neuste Idee: «Pagode& Golf». Mit Mercedes Cabrios der Serie W113 aus den Jahren 1960 bis 1970, eben den Pagode, veranstaltet er eine Italienreise von Golfplatz zu Golfplatz – natürlich mit viel Genuss rundherum.

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TRAVEL Steiermark NEWS

Golf & Rugby Neuseeland ist diesen Herbst «the place to be» für all jene, die neben Golf auch Rugby lieben: Vom 9. September bis 23. Oktober findet in diesem Inselstaat im Pazifik der Rugby World Cup 2011 statt. Je zwei Spiele der Vorrunde werden in Napier und in Whangarei ausgetragen. Das Interessante für Golfende: Napier und Whangarei liegen praktisch vor der Haustüre von Cape Kidnappers (Foto oben) beziehungsweise Kauri Cliffs. Das sind zwei der berühmtesten und schönsten Golfplätze Neuseelands.

Golf & Vergünstigungen Im August bietet Machrihanish Dunes in Argyll, Schottland, zahlreiche Vergünstigungen und Attraktionen für Kids. Das heisst: vier Mal übernachten, aber nur drei Mal zahlen, Gratis-Frühstück, freier Eintritt ins schottische Eulenmuseum, Rabatte auf Bootsfahrten im Mull of Kintyre. Und das Wichtigste für Golfer: Kinder bis 16 bezahlen keine Greenfee auf dem Machrihanish Dunes, einem der Top-100-Plätze Grossbritanniens. www.machrihanishdunes.com

lichte unter dem Titel «Grazer Sehenswürdigkeiten – Spaziergänge durch das historische und moderne Graz» eine interessante Broschüre. Mindestens einer dieser Stadtrundgänge lohnt sich auf jeden Fall. Übrigens: 1999 wurde Graz ins UNESCOWeltkulturerbe aufgenommen. Ein besonderer lukullischer Genuss in der Landeshauptstadt war das Nachtessen bei Josef Pfeifer im «Stainzerbauer», einem Gasthaus, das in Graz als kulinarische Institution gilt. In diesem Restaurant in einem der ältesten Bürgerhäuser der Innenstadt heisst die Speisekarte ganz einfach «Speisen-Anzeiger». Fast ein Kontrastprogramm ist das «Eckstein», eine In-Beiz mit moderner steirischer Küche. Ebenfalls in diesem Stil ist das Hotel «Augarten Art & Design», in dem G & C zu Gast war. Es gehört zur Vereinigung der Design-Hotels.

Murhof, ein klasse Klassiker Als Klassiker bezeichnet sich der Golfcourse Murhof. Er liegt nördlich von Graz

in einem riesigen Park an der Mur. Auch dieser Club hat international ein gutes Renommé. Platzrekordhalter sind die zweifache LET-Siegerin Samantha Head aus England und der Einheimische Markus Brier. Dieses Jahr findet auf dem Golfcourse Murhof die Team-Europameisterschaft der Damen statt. Die Reputation des Platzes ist unter anderem auf die sorgfältige Pflege der Anlage zurückzuführen. Aber auch auf die beeindruckende Natur: Im Murhof ist das Golfen zu jeder Jahreszeit ein echtes Naturerlebnis. Im Frühling blühen Narzissen und Obstbäume, im Sommer kommen weitere Blumen nach, und im Herbst gibts reife Früchte. Entlang der übersichtlichen Fairways trifft man aber auch immer wieder auf gut platzierte, mächtige alte Bäume. Von den vier Par-3-Löchern sind deren zwei mehr als 200 Meter lang, Loch 13 misst gar 220 Meter (von Weiss).

Golf & Greg Norman Vom 11. bis 18. Juni und vom 1. bis 8. Dezember bietet das All-SuiteResort Sandals Emerald Bay (Foto unten) auf der Bahamainsel Great Exuma ein- bis dreitägige Golfkurse an, mit Clinic mit Pro. Am 17. Juni ist sogar der Chef persönlich in der Greg Norman Champions Golf Academy: «Der weisse Hai» wird sich selbst um die Hobbygolfenden kümmern. Diese «Fürsorge» kostet zwar mindestens 500 Dollar und der Mindestaufenthalt beträgt drei Tage, aber die Clinic beim Altmeister ist im Preis inbegriffen. www.sandals.de

LUXUSPFLEGE Auf Schloss Pichlarn sind nicht nur die Abschläge in bestem Zustand. Auch die Anlage

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PARK-PLATZ Im Murhof spielen Amateure und Pros gern. Der Platz ist sowohl landschaftlich schön als auch sehr gepflegt.

Pichlarn, ein Kurs mit Überblick Der Golfplatz von Schloss Pichlarn in Irdning im Ennstal ist eine der ältesten Anlagen Österreichs und dank des dazugehörenden 5-Sterne-Hotels ein tolles Resort. Der von Donald Harradine entwickelte Course, auf dem die natürlichen Hügel, Täler und Wäldchen sehr gut aus-

genutzt sind, besteht bereits seit den 1970er Jahren. Von der Terrasse des Golfstüberls aus hat man einen tollen Überblick über fast die Hälfte der Golflöcher. Entsprechend sieht man von den meisten Fairways aus auch das über der Anlage thronende Hotel mit dem grossen Wellnessbereich. Spannend ist Loch 4, ein Par 4, an dessen Ende gleich zweimal Wasser lauert. Obwohl nicht sehr lang, ist es von Vorteil, sich defensiv zu verhalten. Auf der 6 folgt ein starkes Dogleg links, bei dem sich jeder wünscht, einen Draw schlagen zu können. Ziemlich steil runter gehts auf der 13 und auch gegen das Grün der 14. Schade, dass die Runde mit einem Par-3Loch endet. Dafür lockt im Anschluss an

Pichlarn ist eine der ältesten Anlagen in ganz Österreich. die Golfrunde das grosszügige Spa, eine Verwöhnlandschaft mit vielseitigem Angebot. Die eleganten Hotelzimmer oder Suiten bieten hohen Wohnkomfort und wunderschöne Aussicht. Das Essen in einem der Restaurants, die die unverfälschte Atmosphäre des historischen Schlosses widerspiegeln, schmecken lecker.

Dachstein Tauern, schön und gut

an sich besticht durch hervorragende Wartung.

Obwohl der Österreich-stämmige frühere Gouverneur Kaliforniens, «Terminator» Arnold Schwarzenegger, auf dem Platz des GCC Dachstein Tauern bei Schlad-

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TRAVEL Steiermark FACTS & FIGURES reservierung@pichlarn.at www.schlosspichlarn.at Wunderbar gelegenes 5-Sterne-Hotel mit grossem Wellness- und Spa-Bereich, direkt beim Golfplatz

Lage und Anreise Die Steiermark, «das grüne Herz Österreichs», ist das waldreichste Bundesland unseres östlichen Nachbarn. Zwischen dem Dachstein im Norden und den Weinbergen und Thermen im manchmal fast schon mediterran anmutenden Süden liegen 24 Golfplätze. Für die Anreise benützte G & C den Autoreisezug ab Feldkirch. In bequemen Schlafwagen erreicht man so über Nacht Graz oder Wien.

SPORTHOTEL ROYER Europaplatz 583, A-8970 Schladming T +43 3687 2000 reservierung@royer.at www.royer.at, Sporthotel mit grossem AktivurlaubAngebot

Klima Das Klima ist ähnlich wie bei uns, in der südlichen Steiermark wie im Tessin. Beim Besuch von G & C hatte es in den Bergen am frühen Morgen schon mal Raureif.

SPEZIALITÄT Schon der Speisen-Anzeiger im «Stainzerbauer» macht Appetit.

Die Golfplätze THERMENGOLF LOIPERSDORF-FÜRSTENFELD Gillersdorf 50, A-8282 Loipersdorf T +43 3382 85 33-0 office@thermengolf.at www.thermengolf.at Greenfee Euro 59.–/69.– (Freitag und Wochenende) 3x9 Loch, Kurs Weiss und Rot, Par 72 Kurs Gelb, Par 36 GOLFCLUB GUT MURSTÄTTEN Oedt 14, A-8403 Lebring T +43 3182 3555 gcmurstaetten@golf.at www.gcmurstaetten.at 18 Loch Champonship und 9 Loch Greenfee Euro 63.–/75.– (Weekend) Südkurs Euro 44.–/58.– Championship-Course, Par 72 Südkurs Par 36 GOLFCLUB MURHOF Adriach 53, A-8130 Frohnleiten T +43 3126 3010 gcmurhof@golf.at www.murhof.at Greenfee Euro 62.–/75.– (Weekend) 18 Loch, Par 72 GOLF & COUNTRY CLUB SCHLOSS PICHLARN Zur Linde 1, 8952 Irdning T +43 3682 24440 – 540 golf@pichlarn.at www.pichlarn.at Greenfee Euro 65.– 18 Loch, Par 72 DACHSTEIN TAUERN GOLF & COUNTRY CLUB Oberhaus 59, A-8967 Haus/Ennstal T +43 3686 2630 gccschladming@golf.at www.schladming-golf.at Greenfee Euro 85.–/75.– (Vor- und Nachsaison) 18 Loch, Par 71

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GOLF & LANDCLUB ENNSTAL Am Golfplatz 1, A-8940 Lierzen T +43 3612 248 21 glcennstal@golf.at www.glcennstal.at Greenfee Euro 60.– 18 Loch, Par 70

Hotels und Restaurants HOTEL RESTAURANT STARIBACHER Grottenhof 5, A-8430 Kaindorf a.d. Sulm/Leibnitz, T +43 3452 825 50 hotel@staribacher.at www.staribacher.at 4-Sterne-Haus mit Wellnessbereich und Hauben-Restaurant WEINGUT ASSIGAL Seggauberg 45, A-8430 Seggauberg T +43 3452 868 11 weingut-assigal@aon.at www.assigal.at Gemütliche Buschenschänke mit Weindegustation

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FERNSEHSTAR Schloss Pichlarn ist nicht nur ein «königliches» Hotel, es war auch Drehort der Fernsehserie «Bergwacht».


EREIGNIS Im Golf & Landclub Ennstal spielt man mitten in einem Naturpark.

ming eine Eiche gepflanzt hat und Ehrenmitglied des Clubs geworden ist, ist die Eigenwerbung «Pebble Beach der Alpen» etwas gar übertrieben. Der schöne Parcours auf 750 Metern Höhe ist fast gänzlich flach. Dennoch geht ab Loch 8 «die Post» ab. Auf ein langes Par 3 (171 Meter von Gelb) übers Wasser folgt das schwierigste Loch: Auf der 9 muss das Grün je nach Lage des Abschlags übers Wasser oder zumindest dem Wasser entlang angespielt werden. Mit Ausnahme von Loch 10 und 13 kommt bis zum Clubhaus immer Wasser ins Spiel. Spannend ist das Schlussloch, ein Par 5 mit Strokeindex 2. Es lässt verschiedene taktische Varianten zu. Aber was immer man wählt: Das Green muss übers Wasser angespielt werden. In Schladming hat das G & C-Team im Sporthotel Royer übernachtet, einem Gasthaus, das unter anderem Innenpool und Freibad, Fitness, Squash, Tennis und Sportanimation mit Aerobic bietet. Selbst eine kleine Driving Range gibts.

Ennstal, Natur pur Letzte Station war der Golf & Landclub Ennstal. Dieser macht seinem Namen alle Ehre. Der drittälteste Course der Steiermark ist 2006 komplett umgebaut, neu gestaltet und verbessert worden. Der Platz in einer charakteristischen Auenlandschaft mit altem Baumbestand und vielen Biotopen ist

HOLZHÄUSCHEN Im Ennstal sind selbst die Unterstände der Umgebung angepasst.

die einzige Golfanlage Europas, die sich in einem europäischen Naturschutzgebiet befindet. Jedes Loch des Parcours, der zu einem Drittel extern bewirtschaftet wird, trägt den Namen eines der seltenen Wesen aus Flora und Fauna – vom Eisvogel über den Neuntöter, die Schwertlilie bis zum Breitblättrigen Knabenkraut an der 18. Egal, wie man auf dem Par-70-Platz spielt: Das Erlebnis mitten in der Natur und die Ruhe machen jede Runde zum Genuss.

www.golfandcountry.ch Weitere interessante Golf-Destinationen finden Sie auf unserer Website.


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NICE TO KNOW

Bossy startet in seine 22. Saison Als erster Schweizer Turniersieger auf der European Tour schrieb der Zürcher André Bossert nationale Golfgeschichte. Wird er in drei Jahren auch der erste Schweizer sein, der einen Seniors Event gewinnt? Von Franco Carabelli

S

eit der Zürcher André Bossert 1995 in Cannes als erster und bisher einziger Schweizer ein Turnier der European PGA Tour gewinnen konnte, ist viel Zeit vergangen. In diesen 16 Jahren hat «Bossy» viel durchgemacht, aber vor allem auf der persönlichen Schiene auch viele Glücksmomente erlebt. Er hat seine Freundin Bettina Schaller geheiratet, und die hat ihm am 14. September 2006 die Tochter Nina Alexandra geschenkt. Die negativen Erlebnisse betrafen vor allem Bosserts Gesundheit: Rückenschmerzen, die immer stärker wurden, zwangen ihn 1998 schliesslich zu einer Operation, von deren Folgen er sich nie ganz erholt hat. Ohne ein spezielles tägliches Training würde der 1,90 m lange, athletische Sportler leiden. Wie aber ist es dem Crack, der 1995 Schweizer Golfgeschichte schrieb, seither als Playing Pro auf dem Golfplatz ergangen? Auch in dieser Beziehung liegen Licht und Schatten nahe beieinander. Bos-

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sert konnte sich zwei Mal (1994 und 2005) fürs Open qualifizieren, gewann im Juli 2008 mit dem MAN-Nö Open ein Turnier der Challenge Tour und 2007 die Ponte Vecchio Approach Championship. Zudem siegte er in mehreren Turnieren der Swiss PGA und dominierte die nationale Order of Merit. Aber einem international orientierten Wettkampftypen wie André Bossert genügt das nicht. Deshalb war der dritte Platz Ende März am Kenya Open für «Bossy» so etwas wie eine Erlösung. Es war das erste Mal seit zweieinhalb Jahren, dass der Schweizer wieder mal auf einem international besetzten Treppchen stehen durfte.

In drei Jahren zu den Seniors Wenn man mit André Bossert spricht, erweckt er den Eindruck, eigentlich laufe alles prima, und er gehe jetzt mit viel Elan in seine 22. Saison als Profi. Aber wenn man als Journalist dann ein bisschen bohrt,

kann die ehrliche Haut nicht lange widerstehen. Er sei tatsächlich nicht mehr so konkurrenzfähig, sagt Bossert. «Twenty meters, you know?» Im Tross der Weitenjäger von heute ist es für einen wie Bossert tatsächlich nicht leicht, auf Tuchfühlung zu bleiben. Doch Rettung naht: Am 14. November 2013 wird «Bossy» 50, und dann kann er auf der Seniors Tour mitspielen. «Da rechne ich mir schon Chancen aus», sagt der heute 47-Jährige. «Die spielen natürlich alle ebenfalls gutes Golf, aber im langen Spiel kann ich da mithalten.» Schon in den letzten zwei, drei Jahren hat Bossert begonnen, sein Turnierpensum zu reduzieren. Coaching-Aufgaben im Auftrag des Swiss Golf Pro Supporter Clubs, Company-Days, Workshops, seine Engagements als Golfplatzdesigner (z. B. in Andermatt) – das alles braucht seine Zeit. Dieses Jahr wird Bossy 20 bis 25 Turniere spielen.


SCOREBOARD

Headlines für Schwartzel und McIlroy Das erste Major der Saison, das Masters in Augusta, ist Geschichte. Schlagzeilen machte es vor allem durch den Sieger Charl Schwartzel und den tragischen Helden Rory McIlroy. Schwartzel war der dritte Südafrikaner nach Gary Player und Trevor Immelman, der sich das Grüne Jacket überstreifen lassen durfte. Und der Nordire McIlroy führte das Feld bis 9 Löcher vor Schluss an. Aber dann brach er förmlich ein, brauchte auf den zweiten Neun 43 Schläge – und rutschte noch auf Platz 15 ab. PGA EUROPEAN TOUR

LADIES EUROPEAN TOUR

US PGA TOUR

Malaysian Open

Valero Texas Open

European Nations Cup

Kuala Lumpur G&CC 14. – 17. April

TPC San Antonio, Texas 14. – 17. April

La Sella Golf Resort, Alicante 14. – 17. April

1. Steele (USA) 2. Hoffman (USA) 2T. Chappell (USA)

1. Schweden (Gustafson/Nordqvist) 267 (68/63/68/68) 2. Deutschland (Monke/Masson) 270 (71/64/70/65) 2 T. England (Davies/Reid) 270 (67/70/67/65) 15. Schweiz (Rominger/Seeholzer) 284 (71/74/70/69)

1. Manassero (ITA) 2. Bourdy (FRA) 3. McIlroy (NIR)

272 (66/71/67/68) 273 (71/69/66/67) 274 (69/64/72/69)

Trophée Hassan II

Masters Tournament

Golf de L’Océan, Agadir 31. März – 3. April 1. Horsey (ENG) 2. Davies (WAL) 2T. Van Zyl (RSA)

Augusta National, Georgia 7. – 10. April

274 (67/71/67/69) 274 (67/70/68/69) 274 (68/73/65/68)

Open de Andalucia 268 (66/67/65/70) 269 (65/71/65/68) 270 (67/69/66/68)

Sicilian Open 272 (66/69/69/68) 273 (66/67/72/68) 277 (65/75/68/69)

European Race to Dubai (Stand 17. April) 1. 2. 3. 4. 5.

Charl Schwartzel (RSA) EUR 1 587 000 Luke Donald (ENG) 1 454 000 Martin Kaymer (GER) 1 086 000 Alvaro Quiros (ESP) 662 000 Rory McIlroy (NIR) 614 000

Soleil GC, Agadir 31. März – 3. April

Redstone GC, Texas 31. März – 3. April 1. Mickelson (USA) 2. Kirk (USA) 2T. Verplank (USA)

Lalla Meryem Cup

268 (70/70/63/65) 271 (66/69/69/67) 271 (73/65/65/68)

1. Kamasova (SVK) 2. Bonetti (ITA) 2T. Masson (GER)

286 (71/68/71/76) 288 (75/76/71/66) 288 (69/73/75/71)

Cut bei 152 97. Rominger (SWI)

Bay Hill Club, Fla 24. – 27. März 1. Laird (SCO) 2. Marino (USA) 3. Rose (ENG)

158 (77/81)

Henderson Money List 280 (70/65/70/75) 281 (71/67/71/72) 282 (72/72/70/68)

Transitions Championship Innisbrook, Fla 14. – 20. März 1. Woodland (USA) 2. Simpson (USA) 3. Stallings (USA)

269 (67/68/67/67) 270 (67/67/67/69) 272 (66/70/66/70)

(Stand 3. April) 1. 2. 3. 4. 5.

Melissa Reid (ENG) Zuzana Kamasova (SVK) Kristie Smith (AUS) Caroline Masson (GER) Jiyai Shin (KOR)

(Stand 17. April)

(Stand 10. April) Punkte 7.80 7.53 6.97 6.73 6.07 6.02 5.64 5.60 5.52 5.21

1. Wilson (USA) 2. Watney (USA) 3. Mickelson (USA) 4. Laird (SCO) 5. Donald (ENG) 6. Woodland (USA) 7. Baddeley (AUS) 8. Kuchar (USA) 9. Schwartzel (RSA) 10. Watson (USA)

$ 2 2 2 2 2 2 1 1 1 1

431 304 162 158 138 035 887 836 766 753

000 000 000 000 000 000 000 000 000 000

EUR 52 48 41 36 36

522 750 823 821 500

Fixtures 5.–8.5.

Turkish Ladies Open National GC, Belek

19.–22.5.

Ladies German Open Golfpark Gut Häusern

26.–29.5.

Ladies Slovak Open Gray Bear Golf Course, Tale

3.–5.6.

Deloitte Dutch Ladies Open GC Broekpolder, Rotterdam

Money Leaders

World Golf Ranking 1. Martin Kaymer (GER) 2. Lee Westwood (ENG) 3. Luke Donald (ENG) 4. Phil Michelson (USA) 5. Tiger Woods (USA) 6. Graeme McDowell (NIR) 7. Paul Casey (ENG) 8. Steve Stricker (USA) 9. Rory McIlroy (NIR) 10. Matt Kuchar (USA)

274 (69/71/68/66) 276 (72/64/72/68) 276 (72/70/67/67)

Arnold Palmer Invitational

Donnafugate Golf Resort, ITA 17. – 20. März 1. Jacquelin (FRA) 2. Wall (ENG) 3. Lara (ESP)

1. Schwartzel (RSA) 2. Day (AUS) 2T. Scott (AUS)

Shell Houston Open

Parador de Malaga Golf 24. – 27. März 1. Lawrie (SCO) 2. Edfors (SWE) 3. Aguilar (CHI)

280 (69/72/68/71) 281 (68/73/72/68) 281 (68/73/70/70)

16.–19.6. Deutsche Bank Ladies Swiss Open Golf Gerre Losone 24.–26.6. 1–3.7. 21.–24.7.

Ladies Open of Portugal Campo Real Golf Finnair Masters Helsinki Golf Club Evian Masters Evian Masters GC

5/2011 GOLF & COUNTRY

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& GOLF C

OUNTRY

mit

Vorschau

Die nächste Ausgabe von G & C erscheint am 27.5.2011

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