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eco.nova TOP500 2021

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DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

ZUKUNFTS PERSPEKTIVEN

RESILIENZ. Den Standort krisenfestigen PAARTHERAPIE. Standort- vs. Umweltanwalt LIFE SCIENCES. Forschen für die Gesundheit TIROLER WEG. Touristische Korrekturen

Tirols Wirtschaft auf dem Prüfstand. Was Sie schon immer über die besten Betriebe im Land wissen wollten.

TOP

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Christoph Loreck und Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

INNENANSICHTEN Mit viel Akribie und Sorgfalt durchleuchten wir auch heuer wieder den Wirtschafts­ standort Tirol und analysieren die ersten sicht- und spürbaren Auswirkungen der Pandemie. Wir zeigen, welche Branchen es besonders hart getroffen hat, aber auch jene, die von der Krise profitieren konnten – und wie eine erfolgreiche Zukunft gelingen kann.

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s waren ver-rückte vergangene Monate, die uns auf viele verschiedene Arten auf eine harte Probe gestellt haben – wirtschaftlich, gesellschaftlich, menschlich. Manches, das wir im Pandemiejahr über unsere Mitmenschen gelernt haben, war nicht schön, einiges jedoch hat uns im Denken und Handeln ein gutes Stück weitergebracht. Die Krise hat uns gezeigt, dass Qualität stets vor Quantität kommt, dass sich Mut und vorausschauendes Unternehmen (fast immer) lohnen, dass vieles möglich ist, wenn man sich mit Anstand und Respekt begegnet, dass Loyalität eine der wohl höchsten Tugenden ist und dass man – ganz wichtig – nie den Humor verliert. Wirtschaftlich war 2020 und das bis jetzt verlaufende 2021 in vielfacher Hinsicht ein turbulentes Auf und Ab. In den Bilanzzahlen der heimischen Top-500-Unternehmen (ab Seite 198) schlägt sich dies indes nur marginal nieder. Ehrlicherweise hätten wir uns gröbere Umbrüche und Verwerfungen erwartet, tatsächlich finden sich – Achtung Spoiler! – nur einzelne Ausreißer nach oben oder unten. Die gesamtwirtschaftliche Lage scheint zumindest unter den umsatzstärksten Unternehmen des Landes stabil. Die Wirtschaftsimpulse und Förderprogramme haben offenbar akut das Gröbste abgefedert. Wie gut Tirols Unternehmen tatsächlich durch die Krise kommen, werden wir aber wohl erst sehen, wenn wir wieder in der wirtschaftlichen Normalität angekommen sind. Tanken Sie Kraft für den Herbst! Ihre Redaktion der eco.nova.


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TIRO TOP LS 500 AB S EIT 198 E 200 TOP-ARBEITGEBER 202 GRUPPEN & HOLDINGS 204 DAS RANKING 256 ALPHABETISCHE LISTE

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IM HEFT:

TOP.SEMINARE

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FOTOS: ADOBE STOCK, LEBENSRAUM TIROL HOLDING, LAND TIROL/KASER, LAND TIROL/BERGER, ANDREAS FRIEDLE


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TIROL IM ÜBERBLICK

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DER WEG IST DAS ZIEL

Das Land hat seine Leitlinie zur touristischen Entwicklung überarbeitet. Die Erfolgsgeschichte soll fortgeschrieben werden – allerdings mit Korrekturen. ↠ Im Interview: Landeshaupt­ mann Günter Platter 130 JETZT IST DIE BESTE ZEIT Ein Wirtschaftsstandort wie Tirol kann ohne Innovation nicht überleben. Gott sei Dank gibt es sie zahlreich: kreative heimische Unternehmer. 144 OPTIMISTISCH Hypo-Tirol-Vorstand Johannes Haid im Gespräch über das vergangene Jahr und darüber, dass am Ende immer der Mensch zählt. ↠ Plus: Tirols Top-Banken im Überblick. 170 GRÜNE WELLE Dosenberger-Geschäftsführer Emanuel Jahn über aktuelle Trends, Elektromobilität und mögliche Zukunftsszenarien im Autohandel. 176 FLOTTE FLOTTE Sie gehören zum Grundbestand quasi jedes Unternehmens: Firmenfahrzeuge. Und die haben fast alle Autohersteller im Angebot. Eine Auswahl.

08 EDITORIAL 12 KOMMENTAR 154 KURZ & BÜNDIG 184 ECO.STEUERN 188 ECO.RECHT IM HEFT TOP.SEMINARE

HER AUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi REDAK TION: eco.wirtschaft: Marian Kröll, Alexandra Keller, MMag. Klaus Schebesta, Christiane Fasching, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Marion Witting, MSc. // eco.zukunft: Doris Helweg // eco.geld: Dr. Michael Posselt // eco.kultur: Julia Sparber-Ablinger // eco.mobil: Felix Kasseroler // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Elisabeth Plattner ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Mag. Claudia Elzenbaumer, Matteo Loreck L AYOUT: Tom Binder LEK TOR AT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life­s tyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE SABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben). // Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BE Z AHLTE ANZEIGEN! UNTERNEHMENS GEGENS TAND:

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Das Jahr 2020 war ein ebenso außergewöhnliches wie herausforderndes. In den Bilanzzahlen schlägt sich das derzeit nur bedingt nieder. Der Versuch einer Analyse. ↠ Im Interview: Klaus Schaller, KSV 36 WIDERSTANDSKRAFT Die Krise befeuert Stärken und Schwächen und vor allem die Frage, wie Standort und Unternehmen krisenfester werden können. ↠ Im Interview: Wirtschafts­ landesrat Anton Mattle und Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding 52 LEBENS-RAUMORDNUNG Umwelt und Wirtschaft werden nicht selten als Gegensätze gedacht – zu Unrecht. Standortanwalt Stefan Garbislander und Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer im Gespräch. 66 UNBEMERKTE BASIS DER MODERNE Infrastruktur ist da. Wie sehr wir von ihr abhängen, zeigt sich, wenn sie einmal nicht funktioniert. 86 GESUNDHEITS(ER)FORSCHUNG Health Care und Life Sciences sind nicht nur für die tatsächliche Gesundheit der Menschen substanziell, sondern auch ein bedeutender Standortfaktor. ↠ Im Interview: Gesundheits­ landesrätin Annette Leja 96 INDUSTRIEGESCHICHTE Im Schatten des Tourismus erbringt die Tiroler Industrie Höchstleistungen – und zwar schon lange, bevor die Freizeitwirtschaft hierzulande Fuß fasste. ↠ Im Interview: Max Kloger, Wirt­ schaftskammer-Industrieobmann


eco.mmentar

DIE RUHE VOR DEM STURM „Kurz muss weg.“ Diese von Herbert Kickl höchstpersönlich ausgegebene Parole wird die Tagespolitik in den kommenden Monaten beherrschen. Wenn dann im Herbst auch noch Corona mit der Deltavariante zurückkehrt, kann es ungemütlich werden.

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s war einmal … eine Zeit, da standen alle Kräfte in Österreich zusammen. Sie beschlossen Schulter an Schulter Maßnahmen, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger massiv einschränkten. Die meisten von ihnen bedankten sich sogar dafür. Auch der alles verbindende Bundespräsident trat vor sein Volk und sagte, zumindest sinngemäß: „Fürchtet euch nicht.“ Es sah fast so aus, als ob es das Beste aus beiden Welten tatsächlich gäbe. Dieser Zustand ist gefühlt eine halbe Ewigkeit her – aber es sind in Wirklichkeit gerade einmal 16 Monate. Jetzt, da der gemeinsame Feind, das kleine Virus, klein beigibt, oder zumindest Sommerpause macht, ist Schluss mit einig. Die neue Normalität kommt in vielen Bereichen ganz schön abnormal daher. Die Tagespolitik gleicht einem Schlachtfeld: Die Opposition gegen die Regierung, die ÖVP gegen die Justiz, Rendi-Wagner gegen Doskozil. Immerhin ein Match ist entschieden: Kickl gegen Hofer ging 1:0 aus, ohne Nachspielzeit. Der rabiate Populist hat den blauen Weichspüler fleckenfrei entfernt und besetzt nun das Feld rechts außen allein. Daraus machte er beim Parteitag kein Hehl: „Gerne auch rechts!“ stellt unmissverständlich klar, wo Kickl abbiegen will. Wer glaubte, die FPÖ schremmt bereits am rechten Rand, wird sich anschauen, wie viel Platz dort noch ist. Sogar die ultranationalen Identitären sind für Kickl „so etwas wie eine NGO von rechts“, also eigentlich ganz nette Jungs. Jetzt hat der neue uneingeschränkte FPÖ-Obmann freie Sicht auf den Gegner, den er klar benennt: „Kurz muss weg.“ Die zweite Zeile kann jeder hören, der hören kann: „Kickl muss her.“ Jeder Tag, an dem Türkis-Grün an Boden verliert, ist ein guter Tag für Herbert Kickl. Die Ansage „Wir spielen nicht auf Unentschieden“ macht deutlich, dass das politische Match in den kommenden Monaten an Schärfe zulegen wird. Corona wirkte insofern in den letzten Monaten wie ein Superkleber, der alles zusammenhielt, und wo das nicht reichte,

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wurden noch milliardenschwere Pakete draufgepappt, die für Ruhe sorgten. Jetzt tritt zwar das Virus etwas auf die Seite – dafür werden auf der politischen Bühne einige sehr seltsame Szenen aufgeführt. Die Äußerungen des türkisen Chat-Sets eröffneten einen gruseligen Einblick in die Denke von „denen da oben“. Wahrscheinlich wären frühere Regierungen auch in Argumentationsnotstand gekommen, wenn plötzlich Chatprotokolle an die Öffentlichkeit gelangt wären – aber das ist einerseits hypothetisch und macht andererseits den aktuellen Skandal nicht besser. Wer von Regierenden einen Heiligenschein erwartet, ist naiv. Was man allerdings erwarten kann, ist ein Mindestmaß an Anstand. Abgesehen von diesem unschönen Theaterdonner holt uns all das ein, was längst überfällig ist. Schon vor der Pandemie leistete sich Österreich eine der höchsten Steuerquoten weltweit, was gerade für den Mittelstand nicht besonders motivierend ist; schon vor der Pandemie wucherte die Bürokratie unübersehbar, was Bürgern und Betrieben Nerven und Geld kostet; schon vor der Pandemie sorgten manche staatliche Transferleistungen dafür, dass Arbeiten mitunter als die weniger attraktive Option erscheint. Und in Tirol sind die heißen Eisen „leistbares Wohnen“ und „Transit“ auch nicht abgekühlt, im Gegenteil. Es wird mittlerweile zwar an einigen Stellschrauben gedreht, aber die Wirkungen sind noch überschaubar. Wer also dachte, nach Corona wird es „ruhiger“, hat sich in den Finger geschnitten. Kaum lässt der Coronadruck nach, leben alte Feindschaften in voller Härte wieder auf. Das wird in den kommenden Wochen und Monaten zu Verwerfungen führen, auch das böse Wort „Neuwahlen“ wird wieder auftauchen, selbst wenn sich die Koalition aufgrund sinkender Zustimmungswerte tunlichst dagegen wehren wird. Falls sich im Herbst noch Corona mit der Deltavariante beim Seiteneingang wieder hereinschleicht, wird das garantiert für jede Menge Ärger sorgen. Genießen wir die Sommermonate. Vielleicht sind sie nur die Ruhe vor dem Sturm. Aber immerhin Ruhe.


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IM WESTEN (FAST) NICHTS NEUES Wie bitte? Aber es ist doch Pandemie. Stimmt. Aber zumindest in ökonomischer Hinsicht hat das Coronavirus weniger in den Rankings der Top-500-Unternehmen im Land umgerührt, als vielleicht zu erwarten war. Das liegt auch daran, dass der Staat mit beispiellosem finanziellen Aufwand eingesprungen ist, als weite Teile der Wirtschaft vorübergehend nicht mehr wirtschaften durften. TEXT: MARIAN KRÖLL

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leich in mehrfacher Hinsicht wird den Menschen diese Pandemie – sie ist noch nicht vorbei – als Zäsur in Erinnerung bleiben. Das öffentliche, kulturelle und in weiten Teilen auch wirtschaftliche Leben wurde abrupt aus der Bahn geworfen, die Dinge gingen von einem Tag auf den anderen nicht mehr ihren gewohnten Gang. Eine Vollbremsung, wie es zu unseren Lebzeiten noch keine vergleichbare gab. Pandemie. Mit ihr stieg die leise Vorahnung auf, dass danach nichts mehr so sein könnte wie davor. Sämtliche denkmöglichen Post-Corona-Szenarien wurden von fast allen denkmöglichen Denkern durchgespielt, als die Gesundheitskrise noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht hatte. Zukunftsforscher waren umgehend mit ihren ebenso eloquenten wie einleuchtenden Visionen für eine Welt nach der Seuche zur Hand. „Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn ‚vorbei sein wird‘ und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt. Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können“, raunte etwa Trend- und Zukunftsforscher

Matthias Horx gleich zu Beginn der Krise beinahe im Handumdrehen und legte dem Coronavirus sogar eine Botschaft in den Mund: „Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO2-Ausstoß der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen. Wenn das Virus so etwas kann – können wir das womöglich auch? Vielleicht war das Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt“, schrieb der Zukunftsforscher apodiktisch apokalyptisch, um schließlich doch noch die frohe Botschaft zu verkünden: „Aber sie kann sich neu erfinden. System reset. Cool down! Musik auf den Balkonen! So geht Zukunft.“

BEHARRUNGSVERMÖGEN

Die Musik auf den Balkonen ist inzwischen verstummt, ebenso wie der Beifall für die Beschäftigten im Gesundheitssektor, allen voran jene im Spitalswesen, die teilweise an ihre Grenzen gekommen sind. Das öffentliche Leben ist zurückgekehrt, die Wirtschaft trotz mehrerer


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Lockdowns weniger arg gebeutelt – von Zerstörung gar nicht erst zu reden – als die allermeisten Experten wie Laien angenommen, nein befürchtet haben. Horx‘ Zukunft nach Corona hat – vorerst zumindest – wenig bis nichts mit unserer Gegenwart zu tun. Freilich sind Zukunftsforscher keine Wahrsager, sondern Menschen, die ohne Geländer zu denken wagen und Möglichkeitsräume eröffnen. Was sich im letzten Jahr gezeigt hat, ist, dass das Beharrungsvermögen in der Wirtschaft beträchtlich ist. Es wäre unredlich, zu argumentieren, dass das nicht in erster Linie mit den Rahmenbedingungen zu tun hätte. Der Markt hatte Pause, der Staat sprang in die Bresche. „Koste es, was es wolle“ wird zum fiskalischen Leitmotiv der Coronakrise, in der beispiellose Hilfsprogramme aufgelegt werden und die Kurzarbeit beinahe zur neuen Normalarbeit wird. Das friert die überwiegend negative wirtschaftliche Dynamik, die durch eine derartige Krise ohne massive Staatseingriffe entstünde, weitestgehend ein. Ein Zustand, der bis heute anhält. Dementsprechend plädieren Experten dafür, behutsam zwar und nicht von heute auf morgen, aber dennoch die Marktkräfte wieder stärker wirken zu lassen. Das dürfte dafür sorgen, dass die Insolvenzen von einem historischen Tiefststand aus wieder zunehmen und ein Stück weit kathartische Wirkung entfalten.

WA S S IC H IM L E T Z T EN JA HR GE ZEIG T H AT, IS T, DA S S DA S BEH A RRUNG S V ERMÖGEN IN DER W IR T S C H A F T BE T R ÄC H T L IC H IS T. E S WÄ RE UNREDL IC H, ZU A R G UMEN T IEREN, DA S S DA S NIC H T IN ER S T ER L INIE MI T DEN R A HMENBEDING UNGEN ZU T UN H ÄT T E . DER M A RK T H AT T E PAUS E , DER S TA AT S P R A NG IN DIE BRE S C HE .

Unternehmen, die schon vor dieser Krise keine positive Fortführungsprognose und damit schlechte Zukunftsaussichten hatten, werden vom Tropf genommen und untergehen. Daraus wird Neues entstehen, vielleicht sogar Besseres. Wieder andere Unternehmen, die vor Corona grundsolide waren, werden es in der weit überwiegenden Mehrzahl danach auch noch und – so sie diese Phase genutzt haben, um sich über ihre Geschäftsmodelle Gedanken zu machen – sogar vielfach besser aufgestellt sein. Fachkräfte wurden und werden

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Kluft stetig vergrößern, eingehegt werden können, darf bezweifelt werden. Dass viel Geld im Umlauf ist, lässt sich auch an der Entwicklung der Immobilienpreise ablesen. Betongold ist endlich, Geld anscheinend nicht. Die Preise steigen und steigen, es droht mittlerweile sogar die Gefahr einer Immobilienblase, wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) jüngst kritisch anmerkte. Seit 2010 haben sich die Wohnungspreise im Durchschnitt beinahe verdoppelt, in den urbanen Ballungsräumen sind sie sogar noch weit stärker gestiegen. Anlass der Warnung der OeNB war allerdings nicht in erster Linie die Preisentwicklung, sondern vor allem die aus deren Sicht zu lockere Kreditvergabepraxis der Banken. Immerhin ist die Gefahr, die von Fremdwährungskrediten in der Vergangenheit ausging, mittlerweile gebannt.

KALTE BETTEN PER VERORDNUNG

18 jederzeit gesucht, meist sogar händeringend. Daran hat Corona nicht wirklich etwas geändert.

VIEL GELD IM SYSTEM

Diese Krise hat auch dafür gesorgt, dass so viel Geld im System ist wie nie zuvor. Geld, das zwar die Realwirtschaft nur in verhältnismäßig geringem Maße erreicht, dafür an den Finanzmärkten und Börsenplätzen zirkuliert, dort von unten nach oben rinnt und die Milliardäre in der Krise fast ohne deren Zutun noch reicher gemacht hat. So wuchs im vergangenen Jahr in den USA das Vermögen der rund 650 Milliardäre um über eine Billion Dollar, das ist eine Eins mit zwölf Nullen, und liegt nunmehr bei über vier Billionen Dollar und damit doppelt so hoch wie das Vermögen der ärmeren Hälfte der US-Bürger. In Deutschland und Österreich ist die Entwicklung ähnlich. Das Vermögen der Superreichen explodierte. Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes konnten Österreichs Dutzend Milliardäre ihren Reichtum um 52,1 Prozent auf insgesamt 62,7 Milliarden US-Dollar erhöhen. Allein Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz soll sein Vermögen von 16,5 auf 26,9 Milliarden Dollar gesteigert haben. Vor dem Hintergrund, dass weltumfassend betrachtet die Armut durch diese Krise wieder signifikant zugenommen hat, scheint eine breite Debatte über die Steuergerechtigkeit höchst angebracht, wie sie derzeit – angeregt ausgerechnet von den USA – über eine globale Mindeststeuer für Konzerne in Höhe von 15 Prozent geführt wird. Ob damit die Zentrifugalkräfte, die auf die Reichen wie die Armen gleichermaßen wirken und die

Tirol ist keine Insel. Das hat sich an den Höhepunkten der Coronakrise schmerzlich bemerkbar gemacht. Wenn bei der Reisefreiheit die Stopptaste gedrückt wird und ganze Wirtschaftssektoren wie die Beherbergung und Gastronomie und auch Teile des Handels dicht gemacht werden, befindet sich der ansonsten so resiliente Tourismus plötzlich im freien Fall. Im vergangenen Tourismusjahr (1. November 2019 bis 31. Oktober 2020), das sich bis zum Beginn der Krise anschickte, ein weiteres Rekordjahr zu werden, war ein Rückgang um 22,4 Prozent bei den Übernachtungen bzw. 29,3 Prozent bei den Ankünften zu verzeichnen. Es hätte noch schlimmer kommen können. Ein relativ guter Sommer 2020 mit zwischenzeitlicher Entspannung der Lage hat weit Schlimmeres verhindert. Was bleibt, ist ein dickes Minus und die Gewissheit, dass der Fremdenverkehr verwundbarer ist als angenommen. Und ein Nachdenken über die Zukunft des Tourismus, der weiterhin aus Tirols Wirtschaftsgefüge nicht wegzudenken sein wird, selbst wenn das Ziel sein muss, die wirtschaftliche Abhängigkeit zu reduzieren und konsequent und zugunsten der Preisdurchsetzung der Qualität den Vorzug vor der Quantität zu geben.

DIE S E K RIS E H AT DA F ÜR GE S OR G T, DA S S S O V IEL GEL D IM S Y S T EM IS T W IE NIE ZU VOR . GEL D, DA S Z WA R DIE RE A LW IR T S C H A F T NUR IN V ERH Ä LT NIS M Ä S S IG GERINGEM AU S M A S S ERREIC H T, DA F ÜR A N DEN F IN A NZM Ä RK T EN UND B ÖR S ENP L ÄT ZEN ZIRK UL IER T, DOR T VON UN T EN N AC H OBEN RINN T UND DIE MIL L I A RDÄ RE IN DER K RIS E FA S T OHNE DEREN ZU T UN NOC H REIC HER GEM AC H T H AT.


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20 STARKE PRODUKTION Als erfreulich widerstandsfähig hat sich der produzierende Bereich und darin vor allem die Industrie und der Bau erweisen. Dieser stellt – auch aufgrund der Unternehmensgrößen fast naturgemäß – die Speerspitze der Tiroler Wirtschaft dar, wenn es nach den Leistungsdaten geht. Unter den Top Ten der besten 500 herrschte kaum Bewegung. Krösus ist wie im Vorjahr die Sandoz GmbH, gefolgt von der INNIO Jenbacher GmbH, welche die TIWAG auf Platz drei verdrängt hat. Die STIHL Tirol GmbH stieß vom zehnten auf den achten Platz vor. Die besten Zehn werden von der D. Swarovski KG, die durchaus ein bewegtes Jahr hinter sich hat, abgeschlossen. Einen großen Sprung nach vorne hat die BeMo Tunnelling GmbH gemacht, die auf die Errichtung und Sanierung von Ingenieurbauwerken aller Art spezialisiert und von Rang 70 auf den 23. Platz vorgedrungen ist. Der erste Neuzugang reiht sich auf Platz 39 ein. Es handelt sich dabei um die Balmung Medical Handel GmbH, die mit medizintechnischen Produkten handelt und in Langkampfen ansässig ist. Das relativ unauffällige, weil statische Ranking darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass erst im Laufe dieses und zu Beginn des kommenden Jahres Bewegung in die Wirtschaft kommen wird. Wenn die staatlichen Corona-Hilfspakete auslaufen und alle Gläubiger zeitgleich zu ihrem Geld kommen wollen, dürfte sich doch ein etwas anderes Bild als heuer bieten. Zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen „Guat is gangen, nix is g’schehn“, wäre also verfrüht.

T IR OL IS T K EINE INS EL . DA S H AT S IC H A N DEN HÖHEP UNK T EN DER C OR ON A K RIS E S C HMER ZL IC H BEMERK B A R GEM AC H T. W ENN BEI DER REIS EF REIHEI T DIE S T OP P TA S T E GEDRÜC K T W IRD UND GA NZE W IR T S C H A F T S S EK T OREN W IE DIE BEHERBER G UNG UND GA S T R ONOMIE UND AUC H T EIL E DE S H A NDEL S DIC H T GEM AC H T W ERDEN, BEF INDE T S IC H DER A N SONSTEN SO RESILIENTE TOURISMUS P L Ö T ZL IC H IM F REIEN FA L L . Die Gesellschaft ist allerdings träge, alte Gewohnheiten sind liebgewonnen, die alte „normale Normalität“ vor Corona den allermeisten lieber als eine neue. Was aus dieser Krise für die zukünftigen Krisen gelernt werden kann, ist, dass auch im Positiven Dinge möglich geworden sind, die vor dieser Krise nicht oder schwer vorstellbar waren. Die Arbeitswelt hat sich ein Stück weit verändert, ist flexibler geworden. Die Digitalisierung hat notgedrungen einen Impuls bekommen. Es ist einiges in Bewegung. Die Zeichen stehen auf Erholung, und zwar mit höherem Tempo, als man noch zu Jahresbeginn hoffen durfte. In ihrem aktuellen Kon-


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junkturindikator sieht etwa die UniCredit Bank Austria eine nachhaltige Erholung auf breiter Basis und sagt für heuer ein BIP-Wachstum von 3,2 Prozent und für das kommende Jahr von gar 5,4 Prozent voraus. Von diesem Tempo profitiert auch der Arbeitsmarkt. Die Schattenseiten der erhöhten Nachfrage sind Lieferengpässe, die sich vor allem in der Bauwirtschaft bemerkbar machen, sowie höhere Rohstoffpreise. Das treibt die Inflation an, die mit durchschnittlich zumindest 2,2 Prozent auf dem höchsten Wert seit 2012 zu liegen kommt. „Der Neustart der heimischen Wirtschaft fällt nach der Rezession im Winter sehr dynamisch aus“, heißt es in der Analyse. In der Wirtschaft herrscht Aufbruchstimmung, auch wenn das Vorkrisenniveau heuer in den meisten Branchen noch teils deutlich verfehlt werden dürfte. Das gilt vor allem für die in Tirol besonders wichtigen Branchen Beherbergung und Gastronomie. Daher wird in Tirol der Aufschwung etwas gemächlicher ablaufen als im Bundesschnitt. Es wird von einem Wirtschaftswachstum von um die zwei Prozent ausgegangen. Doch das Risiko ist trotz weiterer Öffnungsschritte noch nicht gebannt. Vieles wird von der weiteren Akzeptanz der Impfung, deren Effektivität und der Entwicklung des Coronavirus abhängen. Österreich und Tirol scheinen mit einem, in manchen Bereichen zwei blauen Augen davongekommen zu sein. Das auch deshalb, weil der Staat eingesprungen ist. Die Rekordausgaben, die zur Beherrschung der Situation getätigt wurden, muss der

DA S REL AT I V UN AUF FÄ L L IGE , W EIL S TAT IS C HE T OP - 5 0 0 R A NK ING DA RF NIC H T DA RÜBER HIN W EG TÄU S C HEN, DA S S ER S T IM L AUF E DIE S E S UND ZU BEGINN DE S KOMMENDEN JA HRE S BE W EG UNG IN DIE W IR T S C H A F T KOMMEN W IRD. W ENN DIE S TA AT L IC HEN C OR ON A - HIL F S PA K E T E AU S L AUF EN UND A L L E GL ÄUBIGER ZEI T GL EIC H ZU IHREM GEL D KOMMEN WOL L EN, DÜRF T E S IC H DOC H EIN E T WA S A NDERE S BIL D A L S HEUER BIE T EN. Steuerzahler schon bald rückerstatten. Ob das ohne Sparpakete und Steuererhöhungen gehen wird, darf bezweifelt werden. Das Ende der Pandemie hin zur Endemie ist in Sichtweite. Ob die Veränderungsdynamik danach angesichts anstehender Herausforderungen wie dem Klimawandel größer ist als die gesellschaftliche Trägheit, wird sich zeigen. Dass alles beim Alten bleibt, ist auszuschließen, führt man sich vor Augen, was Heraklit von Ephesos schon vor über 2.000 Jahren wusste: „Alles fließt, nichts bleibt.“ Und: „Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“


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nsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir alle Abfallströme so analysieren und verwerten, dass der maximale Mehrwert aus den verschiedensten Abfällen gesichert wird. Gerade in den letzten Monaten waren wir Entsorger als systemrelevante Unternehmen besonders gefordert“, ist sich Geschäftsführerin Ingeborg Freudenthaler der Verantwortung bewusst. Ob gefährliche Chemikalien, Gewerbeabfälle oder die steigenden Gefahren, die mit immer mehr Lithiumakkus einhergehen – Fachwissen, Kompetenz und Investitionsbereitschaft sind bei Freudenthaler oberste Prämisse: „Nach wie vor landen 1,4 Millionen Lithiumakkus österreichweit im Restmüll. Deshalb haben wir in unserem Unternehmen bereits vor Jahren ein ausgeklügeltes Brandschutzsystem installiert.“ Gerade in herausfordernden Zeiten werden höchste Qualitätsansprüche garantiert. „Ob für die Problemstoffsammlung in den Gemeinden oder für sehr spezifische Entsorgungsaufträge der Industrie – gemeinsam mit den Kunden erarbeiten wir die optimale Lösung“, betont Freudenthaler. Vor der Entsorgung steht so immer die Beratung. In abfallstrategischen genauso wie in abfallrechtlichen Fragen ist spezialisiertes Fachwissen garantiert. Am Standort in Inzing werden pro Jahr rund 60.000 Tonnen Abfälle übernommen.

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Auch bei Neuentwicklungen übernimmt Freudenthaler eine Vorreiterrolle: Im letzten Jahr lancierte das Unternehmen beispielsweise einen neuen Online-Container-Shop als erste Adresse für Bau-, Renovierungs- oder Entrümpelungsvorhaben. Der Bestellvorgang richtet sich ganz einfach nach Abfallart und Menge. Vom „Big Bag“ bis zum Zehn-Kubikmeter-Container gibt es immer die passende Lösung. „Der Online-Container-Shop, der

FOTOS: © FREUDENTHALER, B. PICHLER

Verantwortung für die Kunden, aber auch für nachfolgende Generationen zu übernehmen – diesem Anspruch ist die Firmenphilosophie von Freudenthaler verpflichtet. Als führender Ressourcenmanager steht die Wiederverwertung von Abfällen im Vordergrund – dabei geht es in erster Linie um Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und das Stärken regionaler Wirtschaftskreisläufe.

Für die Sicherheit unumgänglich: die sachgemäße Sammlung bzw. Entsorgung von Lithiumbatterien

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Freudenthaler gilt als kompetenter, innovativer Entsorger für Industrie und Gewerbe sowie den kommunalen Sektor.

durch Fixpreise Kalkulationssicherheit gibt, richtet sich vor allem an private Kunden. Für Industrie- und Gewerbebetriebe punkten wir mit individuellen Konzepten“, erklärt Prokurist Christian Sailer. Auch im Bereich des Fuhrparks setzt Freudenthaler auf Innovation: Konstant erneuert das Unternehmen seine Gefahrengutflotte mit Fahrzeugen, die den neuesten Emissionsrichtlinien entsprechen und maximale Effizienz garantieren. Das familiengeführte Traditionsunternehmen agiert im Sinne der Nachhaltigkeit und hat sich so vom Entsorger zum Ressourcenmanager entwickelt. „Unsere Zertifizierungen – genauso wie die große Kompetenz und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter – sind die Garantie für höchste Qualität in allen Bereichen“, betont Freudenthaler. Die Geschäftsführerin verortet einen Paradigmenwandel in der Branche: „Wir sehen es als unsere zentrale Zukunftsaufgabe, wertvolle Rohstoffe aus Abfällen herauszufiltern. Ganz generell hat sich die Ausrichtung unseres Tuns und unsere Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft gewandelt. Für uns sind die Themenkomplexe Umwelt und Nachhaltigkeit längst mehr als nur Schlag-

worte.“ Daher sei es gerade jetzt nach der Coronakrise wichtig, europaweiten Kapazitätsengpässen entgegenzuwirken. Freudenthaler: „Im Sinne funktionierender regionaler Wirtschaftskreisläufe wird es entscheidend, größtmögliche Recyclingquoten zu erzielen.“ PR Das Freudenthaler-Führungsteam: Geschäftsführerin Ingeborg Freudenthaler und Prokurist Christian Sailer

FREUDENTHALER GMBH & CO KG Schießstand 8 6401 Inzing office@freudenthaler.at

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Bei STIHL Tirol in Langkampfen werden zahlreiche Akkuprodukte für den Weltmarkt, aber auch Geräte mit Benzin- und Elektroantrieb produziert.

STIHL TIROL, LANGKAMPFEN:

ATTRAKTIVE, SICHERE STELLEN Der erfolgreiche Gartengeräte-Hersteller STIHL TIROL aus Langkampfen bietet derzeit zahlreiche interessante Jobs. 25

STIHL Tirol, Langkampfen: Spannende Jobmöglichkeiten in einem attraktiven Umfeld

D

er Gartengeräte-Hersteller und Akkuprodukte-Spezialist STIHL Tirol aus Langkampfen trotzt der Coronakrise und sucht erneut Personal. Der Tiroler Standort der STIHL Gruppe führte seine positive wirtschaftliche Entwicklung auch 2020 fort: Mit einem Umsatz von 576,2 Mio. Euro wurde der beste Wert der Unternehmensgeschichte erzielt (plus 26 % gegenüber 2019). 702 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2020 am Standort angestellt – das ist auch der bisherige Höchststand bei der Beschäftigtenzahl.

Bei STIHL Tirol hielt und hält man in Zeiten der Corona-Pandemie nicht nur an den bestehenden Mitarbeitern fest, sondern erweitert das Team. „Alle Arbeitsplätze sind sicher, Kurzarbeit war und ist bei uns erfreulicherweise kein Thema“, so STIHL-TirolGeschäftsführer Clemens Schaller. Die STIHL Tirol GmbH ist einer von weltweit sieben STIHL-Fertigungsstandorten. Hergestellt werden zahlreiche akkubetriebene Produkte. Außerdem ist STIHL Tirol Kompetenzzentrum für Gartengeräte, wie Rasenmäher oder Mähroboter.

Derzeit werden vor allem motivierte Bewerberinnen und Bewerber für die Produktion, das Qualitätsmanagement und die Produktentwicklung gesucht. Doch auch in der technischen Kommunikation sowie im Einkauf werden neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt. Willkommen sind auch Werksstudentinnen und -studenten. Neben einem sicheren Arbeitsplatz und einem angenehmen Arbeitsklima warten individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, eine betriebliche Altersvorsorge, Sport- und Gesundheitsangebote, ein Betriebsrestaurant- und Fahrtkostenzuschuss sowie weitere Benefits. Vielfältige Arbeitszeitmodelle ermöglichen zudem eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf jobs.stihl.at näher zu informieren und sich online zu bewerben. PR

STIHL TIROL GMBH Hans Peter Stihl-Str. 5 6336 Langkampfen 05372-6972-0 information@stihl.at

stihl-tirol.at jobs.stihl.at


Resort Staina

Steinach am Brenner


UNIQA

AUSGEZEICHNET BERATEN Michael Zentner ist der neue Mann an der Spitze der UNIQA Tirol. Als erfahrener UNIQA-Vertriebsexperte und erfolgreicher Regionalleiter war er schon in den letzten Jahren eine wesentliche Stütze des Kernteams in der Tiroler Landesdirektion. Seit 1. Juli 2021 lenkt er die Geschicke des Tiroler Marktführers in eine erfolgreiche Zukunft. I N T E RV I E W : D O R I S H E LW E G

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© ANDREAS FRIEDLE

ECO.NOVA: Sie dürfen sich 2021 nicht nur

über Ihre Berufung zum Landesdirektor von UNIQA Tirol freuen, sondern feiern gleichzeitig Ihr zehnjähriges Jubiläum bei UNIQA. Wie hat sich Ihr Weg an die Spitze gestaltet? MICHAEL ZENTNER: Die letzten zehn Jahre waren eine sehr spannende Reise. Anfänglich war ich verantwortlich für die Agenturbetreuung im Raum Innsbruck, 2017 bin ich als Regionalleiter für das Oberland in die Verantwortung gegangen. Dabei war ich gemeinsam mit meinen Vertriebsführungskräften sowohl für die angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die betreuenden Agenturen zuständig.

Sie bringen also jede Menge Erfahrung im Haus und im Kundenkontakt mit in Ihre neue Tätigkeit. Worauf werden Sie den Fokus als Landesdirektor legen? Nach diesen erfolgreichen Jahren der Vertriebsarbeit in unterschiedlichen Funktionen fühle ich mich bestens vorbereitet auf die großen Herausforderungen, die nun vor mir liegen. Ich bin dankbar für die Chance und auch ein wenig stolz auf das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Nun freue ich mich darauf, gemeinsam mit meinem hervorragenden Team unseren Beitrag für die Weiterentwicklung von UNIQA zu leisten. Ich denke, dass wir uns in einer sehr spannenden Phase befinden, die uns als Versicherer auch die Chance gibt, gewisse Dinge neu zu denken. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre, ist heute Standard geworden. Das sehen wir zum Beispiel bei unseren digitalen Services. Wir verfolgen auch unsere neu erarbeitete UNIQA-Strategie, in der wir auf die zukünftigen Megatrends wie demografischer Wandel, Niedrigzins, Klimawandel und Nachhaltigkeit mit Kundenzentrierung, Vereinfachung in Abwicklungsprozessen und noch mehr Stärke in regionaler Präsenz positive Antworten finden.

Hat sich das Kundenverhalten geändert? Die Erwartungen und die Ansprüche der Kundinnen und Kunden haben sich geändert. Wir befinden uns in einem positiven Spannungsfeld, gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden zu schauen, was sie brauchen und wie wir sie in Zukunft noch besser servicieren können. So ist es unsere spannende Aufgabe, immer wieder neue Wege zu finden, als vertrauensvoller Partner zur Verfügung zu stehen, unsere Kundinnen und Kunden in ihren unterschiedlichsten Lebensbereichen zu begleiten. Dabei wollen wir noch persönlicher vorgehen und sowohl den Privatkunden als

auch die Firmenkunden noch individueller ansprechen.

UNIQA wurde kürzlich als Versicherer mit der besten Kundenberatung ausgezeichnet. Wie bewerten Sie diese Auszeichnung in diesen besonderen Zeiten? Wenn uns die Krise eines gezeigt hat, dann ist es die Tatsache, dass das Leben wertvoll ist. Als Versicherer setzen wir auf die vereinte Kraft unserer Gemeinschaft, um Risiken, die der Einzelne allein nicht tragen kann, auf die Schultern der Gemeinschaft zu verteilen. Das Motto „Gemeinsam besser leben“ steht


UNIQA

„W E NN U N S D IE K R I S E E INE S G E Z E I G T H AT, D A NN I S T E S D IE TAT S A C HE , D A S S D A S L E B E N W E R T V O L L I S T. A L S V E R S I C HE R E R S E T Z E N W IR AU F D IE V E R E IN T E K R A F T U N S E R E R G E ME IN S C H A F T, U M R I S IK E N , D IE D E R E IN Z E L NE A L L E IN NI C H T T R A G E N K A NN , AU F D IE S C H U LT E R N D E R G E ME IN S C H A F T Z U V E R T E IL E N .“ MICHAEL ZENTNER

ZUR PERSON dabei für uns im Mittelpunkt, als Versicherer, als Berater und auch innerhalb unseres Unternehmens. Die persönliche Kundenberatung steht bei uns im Vordergrund, auch wenn sich die Wege der Kommunikation – mitunter auch beschleunigt durch die Krise – in manchen Bereichen verändert haben. Deshalb freut es uns besonders, dass wir als Versicherer vom Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) für die beste Kundenberatung 2021 ausgezeichnet wurden. Diese Auszeichnung bestätigt uns auf unserem Weg und zeigt uns auch deutlich, dass persönliche Beratung wertgeschätzt wird. Welche Versicherungsbereiche werden im Vordergrund stehen? Mit einem Marktanteil von 51,3 Prozent trägt die Krankenversicherung schon jetzt wesentlich zum Erfolg bei. In diesem Bereich tut sich unheimlich viel. So haben wir ergänzend zu den klassischen Versicherungsleistungen zum Beispiel mit den e-doctors eine ärztliche Videoberatung für unsere Kundinnen und Kunden kostenlos ins Leben gerufen. Auch mit dem aktuellen Post-COVID-Check sind wir bemüht, sie in Zeiten der Pandemie zu unterstützen und Angebote zu schaffen, die das Leben leichter und besser machen. Als klare Nummer eins auf dem Gebiet der Krankenversicherungen wollen wir natürlich auch die Zukunft mitgestalten und als Lebensbegleiter unserer Kunden auch für die nächsten Generationen agieren. Erweiterte Services werden die Angebote weiter in Richtung Prävention und gesamtheitlicher Gesundheitsanbieter lenken.

UNIQA IN TIROL Anzahl Kunden: 302.640 Anzahl Verträge: 576.205 Summe Standorte: 43 Marktanteil Krankenversicherung: 51,3 % Marktanteil gesamt: 28,2 % Mitarbeiter und Vertriebspartner: 330 Verrechnete Prämien: 408 Mio. Euro

Welche Rolle spielt das Thema Vorsorge? Eine sehr große! Gerade die Pandemie hat wesentlich dazu beigetragen, dass die persönliche Vorsorge und die Absicherung im Falle eines Unfalles oder Krankheit eine zunehmende Rolle spielt. Die Menschen leben länger und es braucht einen höheren Kapitalbedarf, um die Pensionen der Zukunft abzusichern. Dazu kommt vor allem bei Frauen häufig das Thema der Pensionslücke. Insbesondere beim Vorsorgethema ist der Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden sowie die persönliche Beratung, bei der man die aktuelle Lage beleuchtet, Möglichkeiten aufzeigt und gemeinsam eine individuelle Lösung erarbeitet, von besonders großer Bedeutung.

Welche Ziele haben Sie sich als Landesdirektor gesteckt? Wir sind in der glücklichen Lage, mit UNIQA eine bestens etablierte Marke im Hintergrund zu haben, die mit innovativen Produkten immer vorne dabei ist. Mit unserem Strategieprogramm sind wir für die Zukunft gut vorbereitet. Unser Ziel ist natürlich, die Marktführerschaft in Tirol zu festigen und weiter auszubauen. Wichtig dabei sind unter anderem unsere digitalen Services ebenso wie die persönliche Beziehung zu den Kundinnen und Kunden. Deshalb möchten wir unsere Präsenz in den Regionen stärken und zu den bestehenden 43 UNIQA-Standorten in Tirol weitere hinzufügen. Das alles funktioniert natürlich nur mit einem qualifizierten und motivierten Team, auf das wir sehr stolz sind. Da sind wir auch schon bei einem weiteren hochgesteckten Ziel: Wir möchten der attraktivste Arbeitgeber in der Finanzdienstleistungsbranche werden. Wie lässt sich der Fokus auf persönliche Beratung mit dem Weg der fortschreitenden Digitalisierung vereinbaren? Die Kundin, der Kunde kann für sich selbst entscheiden, auf welchem Weg er mit uns

Der designierte Landesdirektor Michael Zentner ist bereits seit 2011 erfolgreich für UNIQA tätig und war in den letzten Jahren eine wesentliche Stütze des Kernteams der Landesdirektion Tirol. Zentner besitzt umfassende Erfahrungen und Kenntnisse im Vertrieb und somit ein besonderes Verständnis für Kundinnen und Kunden. Er konnte sich in seinen bisherigen Funktionen wertvolles Detailwissen über die UNIQA-Vertriebsstrukturen aneignen. Michael Zentner absolvierte an der Donau-Universität Krems einen Lehrgang zum Business Manager und hält seit 2017 einen MBA in General Management. Als Vertriebsexperte und Teilnehmer des Programms „Leading Transformation at UNIQA“ wirkte der 37-jährige Tiroler bereits an der Ausarbeitung der neuen Unternehmensstrategie von UNIQA mit. Seit 1. Juli verantwortet er als Landesdirektor die Geschicke von UNIQA in Tirol.

in Verbindung treten möchte. So bietet zum Beispiel im Bereich der Krankenversicherung die myUNIQA-App eine bequeme und schnelle Möglichkeit der Rechnungseinreichung sowie einer einfachen und transparenten Nachverfolgung. Auch in der Schadensabwicklung haben sich schnelle digitale Wege etabliert, die Akzeptanz ist groß. Doch wenn jemand das persönliche Anliegen lieber mit ihrem bzw. seinem Berater besprechen möchte, so sind unsere Betreuerinnen und Betreuer selbstverständlich auch weiterhin jederzeit für unsere Kundinnen und Kunden da. Zudem gibt es die beratungsintensiven Themen wie Vorsorge und Gesundheit, wo die Zeit für eine ausführliche Beratung keine Rolle spielen darf und eine individuelle Lösung im Mittelpunkt stehen muss. Denn nur so können wir dafür sorgen, dass unsere Kundinnen und Kunden bestens abgesichert und auch zufrieden sind. Und nur so können wir unser Ziel erreichen, der beste Dienstleister der Branche zu werden. PR

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„DIE GIESSKANNE GEHÖRT BEISEITEGESTELLT“ Die historisch niedrige Insolvenzentwicklung ist den staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft geschuldet, die angesichts der Pandemie eine Zeit lang notwendig waren. Klaus Schaller, Leiter der Region West des KSV1870, plädiert dafür, den Marktkräften wieder das Feld zu überlassen, weil Unternehmen, die vor sich hinvegetieren, zum volkswirtschaftlichen Problem werden können. TEXT: MARIAN KRÖLL

ECO.NOVA: Die Insolvenzen im ersten Halb-

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jahr 2021 sind in Tirol historisch niedrig. In „normalen“ Zeiten könnte man das sogar für eine gute Nachricht halten. Wie ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund der derzeitigen Situation zu interpretieren? KLAUS SCHALLER: Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie lag die Zahl der Insolvenzen in Tirol auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein über Jahre gut laufender Wirtschaftsmotor gepaart mit niedrigen Zinsen führte dazu, dass die Tiroler Betriebe sehr ordentliche Ergebnisse einfahren konnten. Der KSV1870 sieht in seinen Datenbanken, dass sich das Insolvenzniveau seit dem Jahr 2013 in Tirol deutlich nach unten bewegt hat. Die regionale Wirtschaft wird von den Folgen der Pandemie – aufgrund der im Vergleich zu anderen Bundesländern stark touristisch geprägten Ausrichtung – schwer getroffen. Der einzige Grund für das Einbrechen der Zahl der Pleiten seit Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 ist der Eingriff der öffentlichen Hand in reguläre Wirtschaftsabläufe. Langfristige Stundungen von öffentlich-rechtlichen Abgaben und staatliche Beihilfen führten dazu, dass Unternehmen, die bereits vor der Pandemie schwach aufgestellt waren, am Markt verbleiben können. Zusätzlich bleiben Betriebe, die in Folge der Corona-Auswirkungen eigentlich insolvent wären, häufig passiv und setzen auf Zeit. Zusammen mit dem Zurückhalten der Insolvenzeröffnungsanträge durch öffentlich-rechtliche Gläubiger führte dieses Zuwarten der Unternehmen in den letzten Monaten zu einem gänzlichen Ausbleiben der Marktbereinigung, was eine gesunde Wirtschaft aber braucht.

Erwarten Sie, dass es nach Auslaufen der staatlichen Hilfeleistungen, Garantien, Stundungen etc. bei den Insolvenzen zu starken Nachholeffekten oder einer Insolvenzwelle kommen wird oder könnte eine solche sogar gänzlich ausbleiben? Aus heutiger Sicht wird keine Insolvenzwelle über Tirol hereinbrechen. Der KSV1870 erwartet aber trotz aller Abfederungsmaßnahmen des Gesetzgebers im 2. Halbjahr des Jahres kontinuierlich steigende Insolvenzzahlen, die definitiv auch ins Jahr 2022 reichen werden. Letztlich wird die Zahl der Pleiten mittel- und langfristig deutlich über jenen der Jahre vor Ausbruch der Pandemie zu liegen kommen. In welchen Branchen ist zukünftig die größte Insolvenzdynamik zu erwarten? Es ist davon auszugehen, dass es in den einzelnen Branchen ein durchaus unterschiedliches Insolvenzaufkommen geben wird, zumal die Krise in unterschiedlichen Ausprägungen aufgeschlagen ist. Die Gastronomie, der Städtetourismus bzw. die Hotellerie, aber auch der stationäre Handel stehen vor besonderen Herausforderungen. Es gilt abzuwarten, wie sich die Situation schluss-

endlich darstellt, wenn die staatlichen Unterstützungen ein Ende finden.

Wie bewerten Sie die vielfältigen und massiven wirtschaftlichen Eingriffe des Staates in dieser Krise? Zu Beginn waren diese zweifelsohne richtig und auch notwendig, damit Österreichs Unternehmen innerhalb kürzester Zeit nicht die Luft ausgeht. Aber mittlerweile es ist an der Zeit, zum gewohnten Wirtschaftssystem zurückzukehren und nicht künstlich in das Geschehen einzugreifen. Die Gießkanne gehört beiseitegestellt, stattdessen sollte vielmehr der Fokus auf jene Unternehmen gerichtet werden, wo die Chance einer erfolgreichen Zukunft besteht. Das kann auch im Rahmen einer Sanierung sein, die durchaus eine reinigende Wirkung haben kann. Während so einer Phase Unternehmen mit Liquidität zu versorgen, wo es tatsächlich eine reelle Hoffnung für die Zukunft gibt, halten wir für eine sinnvolle Variante. Sehen Sie das Risiko einer „Zombifizierung“ der heimischen Wirtschaft? Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft haben insbesondere im vergangenen Jahr dazu geführt,

„DER EINZIGE GRUND FÜR DAS EINBRECHEN DER Z AHL DER PLEITEN SEIT BEGINN DES ERSTEN LOCKDOWNS IM MÄRZ 2020 IST DER EINGRIFF DER ÖFFENTLICHEN HAND IN REGUL ÄRE W I R T S C H A F T S A B L Ä U F E .“ KLAUS SCHALLER


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„LE TZ TLICH WIRD DIE Z AHL DER PLEITEN MIT TEL- UND L ANGFRIS TIG DEU TLICH ÜBER JENEN DER JAHRE VOR AUSBRUCH DER PA N D E M I E Z U L I E G E N KO M M E N .“ KLAUS SCHALLER

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dass es zahlreiche Unternehmen gibt, die vor sich dahin vegetieren ohne echte Chance auf stabile wirtschaftliche Verhältnisse. Diese können auch aus volkswirtschaftlicher Sicht zum Problem werden, da sie häufig unter marktüblichen Preisen anbieten, wodurch auch wirtschaftlich gesunde Unternehmen mittel- und langfristig Probleme bekommen können. Ganz abgesehen davon, dass Arbeitnehmer in finanziell gut aufgestellten Betrieben einen weitaus größeren Mehrwert für die gesamte Wirtschaftsleistung liefern könnten, als das in finanzschwachen Firmen der Fall ist.

Der KSV1870 hat sich für ein sofortiges Ende der staatlichen Eingriffe ausgesprochen. Wie argumentieren Sie diese Forderung? Damit eine Wirtschaft langfristig stabil sein kann, braucht es Wettbewerb und nicht Regelungen, die diesen verhindern. Kurzfristig waren diese Eingriffe notwendig, doch je länger diese aufrechterhalten werden und sich Unternehmen in scheinbarer Sicherheit wähnen, desto fataler kann das enden. Es ist klar, dass einige Firmen nach dem Ende der Unterstützungen rasch in der Insolvenz enden werden. Durch das Hinauszögern wird deren Schuldenberg aber kontinuierlich erhöht und auch für Geschäftspartner immer mehr zum finanziellen Problem. Eine Abwärtsspirale, die gestoppt gehört – und zwar rasch.

Das Insolvenzgeschehen in Tirol ist weiterhin niedrig, der Anstieg seit April liegt aber deutlich über dem Bundestrend. Welche Erklärung gibt es dafür? In Tirol gab es im zweiten Quartal eine ansehnliche Zahl an Kleinstinsolvenzen. Hier im Vergleich zu Restösterreich einen Trend für die Zukunft abzuleiten, halte ich aufgrund der geringen Beobachtungsdauer für verfrüht. Doch bedeutet ein lebhaftes Insolvenzgeschehen auch, dass wieder Bewegung in den Standort kommt. Ein Grund der Pleiten im 2. Quartal 2021 in Tirol könnte darin liegen, dass der heimische Wirtschaftsmotor langsam, aber sicher wieder etwas an Fahrt aufnimmt.

Wie hoch ist der Anteil der Unternehmensinsolvenzen in Tirol, die in ein Sanierungsverfahren gehen können? Die österreichische Insolvenzordnung stellt – im europäischen Vergleich – ein sehr gut funktionierendes Sanierungswerkzeug dar. Ist ein gerichtliches Verfahren entsprechend professionell vorbereitet, können Betriebe binnen weniger Wochen eine Konsolidierung ihrer Finanzen unter Aufsicht des Insolvenzgerichtes erreichen. Wie viele Betriebe letztlich nach Abflachen der Auswirkungen der Krise Bedarf an einer Sanierung ihrer Finanzen in Tirol haben werden, lässt sich seriös nicht prognostizieren. Es muss sich aber zwingend jeder Unternehmer im Land

in den nächsten Monaten die Frage stellen, ob sein Geschäftsmodell nach der Krise noch funktioniert und ob ein Fortbetrieb des Unternehmens ohne einen Schuldenschnitt mittel- und langfristig überhaupt realistisch ist.

Wird die Krise von den heimischen Unternehmen genutzt, um Geschäftsmodelle zu hinterfragen und gegebenenfalls mit neuen Geschäftsideen aus der Krise heraus durchzustarten? Ja, zum Teil. Im Rahmen unseres Austrian Business Checks hat sich gezeigt, dass rund vier von zehn Unternehmen die Krise genutzt haben, teils auch zwangsläufig, ihre Geschäftsfelder und die Strategie anzupassen. Bei weiteren 20 Prozent steht dies noch bevor. Insgesamt ist hier aber noch Luft nach oben. Die Pandemie ist zwar ein Katalysator für Veränderung, in der Praxis aber noch zu wenig sichtbar.

Was stimmt Sie für die Zukunft optimistisch? Trotz aller Widrigkeiten und herausfordernden Umstände des vergangenen Jahres ist eine deutliche Mehrheit der Unternehmen für die Zukunft optimistisch und bereit, die Ärmel hochzukrempeln. Das ist gut, denn genau das wird es noch mehr als früher brauchen, damit Österreichs Wirtschaft auch international wieder reüssiert. Mut, Kreativität, Konstanz, Durchhaltevermögen, darauf wird es stark ankommen.


SEINE FAMILIE HAT MAN. SEINE BANK WÄHLT MAN.

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FERTIGGESTELLT! Trotz der pandemiebedingten Gegebenheiten ist der PEMA Holding die besonders anspruchsvolle Revitalisierung der historischen Immobilie „Haus am Schottentor“ im 1. Wiener Gemeindebezirk gelungen. Ein Großteil der Flächen in dem exklusiven Objekt ist bereits ebenso exklusiv vermietet. Ein prominenter Ankermieter ist INTERSPAR, dessen Hypermarkt im altehrwürdigen Kassensaal des Wiener Bankvereins ein eindrucksvolles Entree darstellt.

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on Anfang an waren alle beteiligten Unternehmen in Kompetenz und Know-how voll gefordert: Schon bei der Erstellung des Nachnutzungskonzepts für das Haus am Schottentor wurde der Fokus darauf gelegt, der historischen Bausubstanz gerecht zu werden. 2016 wurde die PEMA Holding mit der Aufgabe der Revitalisierung des altehrwürdigen Gebäudes betraut. Der Tiroler Immobilienentwickler war dabei für die gesamte Planung und Umsetzung verantwortlich. „Historisches Gemäuer zu sanieren ist stets eine besonders reizvolle Herausforderung – noch dazu, wenn damit die komplette Modifizierung der Gebäudenutzung einhergeht. Das Haus am Schottentor wurde im Sinne der Nachhaltigkeit renoviert, um ein anhaltend gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu garantieren. Durch die komplette Erneuerung der Haus-

technik wurde die Energieeffizienz erhöht. Natürlich haben wir bei diesem historischen Projekt eng mit dem Bundesdenkmalamt zusammengearbeitet, um unser Konzept an die Geschichte des Hauses anzupassen“, resümiert PEMA-Chef Markus Schafferer die Abwicklung des aktuellen PEMA-Großprojektes in der Bundeshauptstadt. Erfreut zeigen sich die Verantwortlichen zudem darüber, dass das Projekt schon während der Bauphase mit dem Gold-Zertifikat der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ausgezeichnet worden ist. Die insgesamt 24.500 Quadratmeter Flächen, die durch die Revitalisierung des 1910 erbauten Ensembles entstanden sind, wurden bereits größtenteils vergeben: Ein Ankermieter ist INTERSPAR, der mit einem Hypermarkt „de luxe“ die ehemalige Kassenhalle bezogen hat.

Die PEMA Holding entwickelte das historische Objekt „Haus am Schottentor“ im 1. Wiener Gemeindebezirk.

PEMA-Holding-CEO und Alleineigentümer Markus Schafferer

PEMA HOLDING Die PEMA Holding entwickelte seit ihrer Gründung im Jahr 2005 Immobilienprojekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 800 Millionen Euro in Österreich, Deutschland und Südtirol. Das Unternehmen mit den beiden Standorten in Innsbruck und Wien befindet sich im Alleineigentum des erfolgreichen Immobilienunternehmers Markus Schafferer und machte sich vor allem in der Europaregion Tirol einen Namen. 2012 wurde der multifunktionale Gebäudekomplex Headline unmittelbar neben dem Innsbrucker Hauptbahnhof feierlich eröffnet. Im Jahr 2014 eröffnete die PEMA ihr Büro in Wien. 2017/18 wurde direkt beim Hauptbahnhof das PEMA 2 errichtet. Der 50 Meter hohe multifunktionale Geschäfts- und Wohnkomplex erstreckt sich über eine Fläche von 19.000 Quadratmeter und setzt neue Maßstäbe für Young Urban Living. Das jüngste PEMA-Projekt in der Tiroler Landeshauptstadt befindet sich ebenfalls unmittelbar neben dem Innsbrucker Hauptbahnhof: Der mittlerweile dritte PEMA-Turm P3 entsteht zurzeit in der Südbahnstraße. Auf zwei Dritteln der Gebäudefläche wird die Hotelkette Motel One mit rund 240 Zimmern einziehen, auch die anderen Stockwerke des Projekts waren bereits kurz nach Baustart vollständig vermietet. Die Fertigstellung des 48 Meter hohen Komplexes ist für den Sommer 2022 geplant.

www.pema.at


PEMA HOLDING

In der ehemaligen Kassenhalle des Wiener Bankvereins (links) befindet sich nunmehr der neue Leading-Store des SPAR-Konzerns (rechts), vielfach auch als „schönster Supermarkt Wiens“ bezeichnet.

35 INTERSPAR hat für seinen exquisiten Hypermarkt besonders exklusive Lebensmittel aus dem bestehenden Sortiment zusammengeführt.

EINZIGARTIG SCHÖN In der ehemaligen Kassenhalle des Wiener Bankvereins entstand der wohl schönste Supermarkt Wiens.

B

esonders erwähnenswert in Bezug auf das Haus am Schottentor ist der hochwertig gestaltete INTERSPAR Hypermarkt, der schon allein des Ambientes wegen eine absolute Sehenswürdigkeit ist. Es wurde bereits mehrmals fachmännisch attestiert, dass der neue Leading-Store des SPAR-Konzerns im altehrwürdigen Kassensaal des Wiener Bankvereins ein eindrucksvolles Entree darstellt. Über drei Jahre wurde geplant, restauriert und umgebaut, um in diesem historischen Ambiente den wohl „schönsten Supermarkt Wiens“ entstehen zu lassen. Die Erhaltung der historischen Bausubstanz und gleichzeitige Adaption an die Bedürfnisse der neuen Nutzung beanspruchten Innenarchitekten und Sortimentsverantwortliche, bevor am 26. Mai 2021 erstmals „Dry Aged Beef und

FOTOS: © PEMA HOLDING / LACKNER, INTERSPAR / BRUNNBAUER

„DIESES PEMA-PROJEK T IST EINZIGARTIG IN ÖSTERREICH UND ÜBERZEUGT DURCH DIE ZENTR ALE L AGE IN WIEN UND DAS BEHUTSAM R E N O V I E R T E H I S T O R I S C H E A M B I E N T E .“ KR HANS K. REISCH, SPAR ÖSTERREICH

lokaler Fisch anstelle von Valuten“ über den Tresen gingen. „Wir haben in diesem besonderen Gebäude die besten Lebensmittel aus unserem bestehenden Sortiment zusammengeführt. Viele davon sind gekühlt, frisch zubereitet oder in Bedienung angeboten. Entsprechend groß waren die Herausforderungen, diese Vielfalt des Genusses in diesen historischen Räumen unterzubringen“, erklärt

INTERSPAR-Österreich-Geschäftsführer Johannes Holzleitner. „Wir freuen uns, im Haus am Schottentor den neuen Leading-Store des SPAR-Konzerns eröffnet zu haben. Dieses PEMA-Projekt ist einzigartig in Österreich und überzeugt durch die zentrale Lage in Wien und das behutsam renovierte historische Ambiente“, so KR Hans K. Reisch, Stv. Vorstandsvorsitzender SPAR Österreich.


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SURFEN AUF DER SCHOCKWELLE Mit der brutalen Kraft eines Vorschlaghammers ist die Pandemie am Standort Tirol aufgeschlagen. Wie in so vielen Bereichen befeuerte die Krise auch hier Stärken wie Schwächen und letztlich vor allem die Frage, wie der Standort und die Unternehmen krisenfester werden können. Resilienz ist das Zauberwort. An der Zauberformel wird fieberhaft gearbeitet. TEXT: ALEXANDRA KELLER

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E

s gibt eine gute und es gibt eine schlechte Nachricht zum Wirtschaftsstandort Tirol. Zuerst die schlechte. Sie ist ja auch entscheidend für alles, was kommt. Sie ist die Basis für alle neuen Standort-Dynamiken. Sie ist der Knackpunkt für die Zukunft. Tirol wurde von der Corona-Pandemie mit der Kraft eines Vorschlaghammers getroffen. Bedingt durch das vergleichsweise überbordende Gewicht des Dienstleistungssektors stürzte der Umstand, dass Dienstleistungen weder angeboten noch nachgefragt werden durften, das Wirtschaftsland in ein tiefes, schwarzes Loch. Was Tirol bislang stets mit kleinen blauen Augen durch Krisen manövrieren ließ, wurde in dieser Ausnahmekrise zum Verhängnis. Als vor über zehn Jahren beispielsweise die Finanzkrise die produzierende und exportierende Wirtschaftswelt schwer erschütterte, konnte Tirol mehr oder weniger leichtfüßig im Takt des Tourismuswalzers durch die weltweiten Wirren tanzen. Zusammen mit der Seilbahnbranche ist der Tourismus für rund 18 Prozent der Wertschöpfung zuständig. Wird der Kundendienstleistungssektor dazugenommen, beläuft sich der Anteil dieses – ganz direkt von und mit seinen Kunden wirtschaftenden – Bereichs bei 40 Prozent. In keinem anderen Bundesland Österreichs ist die Konzentration so ausgeprägt. Und kein anderes Bundesland wurde derart schwer von den Auswirkungen der Krise getroffen. Lag der Österreichschnitt bei minus 7,5 Prozent, so ist die Wirtschaftsleistung in Tirol im Jahr 2020 um zehn Prozent zurückgegangen. „Darum haben wir jetzt auch einen schwereren Start, weil diese Bereiche erst wieder in Schwung kommen müssen“, sagt der Tiroler Standortanwalt Stefan Garbislander. Garbislander ist auch Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik und Strategie in der Wirtschaftskammer Tirol. Und er ist Volkswirt. Durch diese, die volkswirtschaftliche Brille betrachtet, ist die Coronakrise eine urspannende Geschichte. „Es ist die spannendste Geschichte überhaupt“, sagt Garbislander und erklärt: „Die meisten Krisen betreffen entweder die Angebotsoder die Nachfrageseite. Das jetzt ist eine simultane Krise, sie betrifft sowohl Angebot als auch Nachfrage und das ist außergewöhnlich. Darum sind die Einbrüche so massiv.“ Die Einbrüche und die Umbrüche. Der massive exogene Schock auf die Volks- und Weltwirtschaften kann gut mit dem Billardspiel verglichen werden. Eine Kugel stößt die andere an und das ganze System kommt in Bewegung. Überall. Auch auf dem Standort Tirol. In dieser Dynamik ist alles möglich. „Wenn am Ende aus den zentralen Lehren der Krise gelernt wird

beziehungsweise die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden, dann hat sie – bei allem Leid für Menschen und Unternehmen – etwas Positives. Es könnte eine neue Gründerzeit entstehen, mit neuen Konzepten, jungen Leuten, die Chancen nützen. Es kann eine sehr spannende Zeit werden. Das hoffe ich zumindest“, sagt Garbislander. Das ist die gute Nachricht, wenn es klappt, den Standort Tirol stärker zu machen, krisenfester, resilienter.

WIDERSTANDSKRAFT

Der Begriff Resilienz wabert schon seit einiger Zeit durch die Welt der ökonomischen Theorien und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen. Keine politische Ansage kommt ohne Resilienz aus. Von der OECD über die EU und die nationalen Wirtschaftsprogramme hin zu den Zukunftsplänen kleinster Gemeinden ist der Terminus Teil des politischen Standardvokabulars geworden. Obwohl klar scheint, dass die Krisenresilienz eines Standortes davon abhängt, wie er Krisen meistern oder exogene Schocks abfedern kann, gibt es dafür weder eine Anleitung noch eine klare Definition. Logisch, sind die Voraussetzungen und Herausforderungen im Ruhrpott, im Waldviertel oder im Trentino doch andere als in Nordfriesland, Kalabrien oder Tirol. Resilienz. Das Wort selbst leitet sich vom lateinischen resilire ab und wird etwa mit zurückprallen übersetzt. Physikalische Materialforscher verbinden Resilienz mit der Eigenschaft eines Materials, nach einer extern herbeigeführten Deformation wieder die ursprüngliche Form einnehmen zu können. Für die ökonomischen Schocks im Ausmaß der Pandemie greift diese Definitionsanleihe zu kurz, weil es ein Zurück wohl nicht geben wird. Stimmiger scheint in dem Zusammenhang der Zugang der Psychologie, in der Resilienz im Zusammenhang mit einschneidenden traumatischen Erlebnissen von Menschen verwendet wird. Eine Rückkehr in die Zeit vor dem Trauma ist nicht möglich, wenn ein Angehöriger gestorben ist oder nach einem Unfall mit einer Behinderung gelebt werden muss. Dann geht es darum, sich den neuen Verhältnissen anzupassen, und das mit möglichst hoher Lebensqualität. So können die Resilienz-Herausforderungen an den Standort Tirol eher definiert werden: Es geht darum, sich den neuen Verhältnissen anzupassen, und das mit möglichst hoher Standortqualität.

T IR OL IS T A N F L ÄC HEN REL AT I V A RM UND A N NU T ZUNG S KONF L IK T EN REL AT I V REIC H. DER V IEL L EIC H T ÜBERR A S C HEND S T E , A BER AUC H S PA NNEND S T E KONF L IK T W IRD A K T UEL L Z W IS C HEN N AT UR - UND K L IM A S C HU T Z AU S GE T R AGEN.

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Der Tourismus, der sich als Achillesferse der Tiroler Wirtschaft gezeigt hat, ist schon mittendrin im Anpassen an die neuen Verhältnisse. Nachhaltigkeit, ein Begriff, der ebenso zum Standardvokabular zukunftsorientierter Wirtschaftsweisheiten zählt, ist das große Thema aller und auch dieser Branche. Schon vor Corona haben sich zahlreiche Tourismusunternehmen der Nachhaltigkeit verschrieben. Allein, wenn die Liste jener Unternehmen betrachtet wird, die beim jährlich verliehenen TRIGOS – der renommiertesten österreichischen Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften – dabei waren oder gewonnen haben, offenbaren sich eindrucksvolle Leuchttürme. Seilbahnunternehmen arbeiten intensiv an ihrer CO2-Neutralität beziehungsweise Klimafreundlichkeit und in den letzten Jahren wurden aus Außenseitern Vorreiter. Vorreiter, die durch den jüngst auch im Rahmen der Perspektivenwoche vom Land Tirol respektive dem Lebensraum Tirol in die Wege geleiteten Strategiewechsel zu Vorbildern geadelt wurden, stehen sie doch für den angestrebten Qualitätssprung im Sinne der Nachhaltigkeit. Die Coronakrise machte diesen so großen wie in äußerst zähen Prozessen umzusetzenden Zielen Feuer unterm Hintern, doch hatte die Krise eben auch deutlich gemacht, dass eine touristische Monokultur abträglich wäre für die Resilienz des Standortes. „Die Krise hat gezeigt, wie wichtig das produzierende Gewerbe und die Industrie in Tirol sind. Wenn man den Standort in Zu-

kunft wettbewerbsfähig halten möchte, muss auch der produzierende Bereich gepusht werden“, weist Stefan Garbislander darauf hin, dass es die produzierenden Unternehmen sowie die Bauwirtschaft waren, die Tirol vor einem noch härteren Absturz bewahrt haben. Der Branchenmix eines Standortes trägt ebenso zur Resilienz bei wie ein guter Mix bezüglich der Betriebsgrößen. Spätestens hier ist die Politik gefragt, all das nicht dem Zufall zu überlassen, sondern mit der Aussicht auf eine spannende Mischung in guter Balance an den richtigen Stellhebeln zu drehen.

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Das Land ist an Flächen relativ arm und an Nutzungskonflikten relativ reich. Der vielleicht überraschendste, aber auch spannendste Konflikt wird aktuell zwischen Natur- und Klimaschutz ausgetragen. Selbst wenn der Klimarettung und der CO2-Neutralität von der UNO abwärts oberste Priorität eingeräumt wird

E S M AG W IE EINE BINS EN W EIS HEI T K L INGEN, DOC H K A NN EIN S TA NDOR T NUR K RIS ENF E S T S EIN, W ENN E S AUC H S EINE UN T ERNEHMEN S IND.


„DIE MEISTEN KRISEN BE TREFFEN ENT WEDER DIE ANGEBOTS - ODER DIE NACHFR AGESEITE. DAS JE TZ T I S T E I N E S I M U LTA N E K R I S E , S I E BE TRIFF T SOWOHL ANGEBOT AL S AUCH NACHFRAGE UND DAS IST A U S S E R G E W Ö H N L I C H .“ STEFAN GARBISL ANDER, WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

und das Erreichen dieser Ziele über weit mehr als die Zukunft eines Standortes entscheidet, ist noch nicht wirklich „ausgekartet“, wer gewinnt. Ein Beispiel für die Schärfe der Klingen, die sich da kreuzen, ist der Ausbau der Wasserkraft, bei dem der Naturschutz schon traditionell und erfolgreich seine Zähne zeigt. Ohne die Tiroler Wasserkraft beziehungsweise den damit gewonnenen Strom aus erneuerbaren Quellen sind aber weder die Tiroler noch die österreichischen Klimaziele zu erreichen. Mitte März 2021 erst wurde das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) im Ministerrat beschlossen. Es liefert die Basis, um mit einem rundumerneuerten Förderregime die Stromlandschaft sprichwörtlich „nachhaltig“ zu verändern. Um 27 Terawattstunden (TWh) soll die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und unter Beachtung strenger ökologischer Kriterien bis 2030 gesteigert werden. Elf TWh sollen dabei auf Photovoltaik, zehn TWh auf die Windkraft, fünf TWh auf die Wasserkraft und eine TWh auf die Biomasse entfallen. Rund die Hälfte des Wasserkraftausbaus müsste in Tirol erfolgen, was unmöglich ist, wenn der Naturschutz über den Klimaschutz gestellt und damit der Ausbau der Wasserkraft verhindert wird. Die Interessensabwägung, die vor allem Grünpolitiker der Verzweiflung nahebringen muss, ist auch für den Standort entscheidend. Energie, genug Energie war schon ausschlaggebend dafür, dass sich die späteren Weltkonzerne Swarovski und Plansee in Tirol ansiedelten. Und klimaneutral produzierte Energie könnte auch in Zukunft zu einem richtig starken Lockmittel

für Unternehmen werden und damit für einen resilienten Wirtschaftsstandort.

ENTLASTEN, ENTFESSELN, INVESTIEREN

Während der Ausgang dieses Konfliktes noch offen ist, sind andere, den Standort betreffende Nutzungskonflikte unbestritten. Wo Tourismus die Haupteinnahmequelle ist, sind eventuell Emissionen, Lärm oder Verkehr erzeugende produzierende Gewerbe nicht wirklich willkommen. Das infrastrukturelle und sonstige Umfeld kann in entlegeneren Gebieten auch ein Anti-Grund für potenzielle Produzenten sein. „In der Inntalfurche ist das aber anders. Dort müssten dringend ausreichend Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden“, sagt Garbislander. Er hat einen Vorschlag: „Wir haben in Tirol landwirtschaftliche Vorsorgeflächen. Die sind wichtig. Nach diesem Vorbild könnten – und hier ist die überörtliche Raumordnung der Stellhebel – gemeindeübergreifend gewerbliche Vorsorgeflächen geschaffen werden, in dem Sinn, dass man diese Flächen bewusst freihält, damit es dort auch in Zukunft die Möglichkeit für gewerbliche Ansiedlungen gibt.“ Das Instrument der gewerblichen Vorsorgeflächen hätte auch den Vorteil für potenzielle Gründer oder Ansiedler, dass auf diesen bereits speziell gewidmeten Flächen keine großen Verfahrenshürden genommen werden müssten. „Damit der Standort zukunftsfit bleiben kann, müssen wir entlasten, entfesseln und investieren“, regt der Standortanwalt im Zusammenhang mit dem Entlasten etwa Erleichterungen und Vereinfachungen bei Auflagen und Verfahren an. Dass sich ohne entsprechende Investitionen nichts bewegen kann, ist klar, und beim Entfesseln denkt er an eine positive Gründungskultur und sagt: „Wir haben sehr viele Studierende in Innsbruck. Die Uni bedingt

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„EINIGE UNTERNEHMEN HABEN D I E Z E I T G E N U T Z T, E T WA S ZU MACHEN AUS IDEEN, DIE SIE VIELLEICHT IN DEN S C H U B L A D E N L I E G E N H AT T E N .“ MARCUS HOFER, S TA ND OR TAGEN T UR T IR OL

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Gott sei Dank zahlreiche Initiativen und Gründungen, die weiter forciert werden müssen. Doch viele Studierende aus dem Ausland verlassen das Land. Man sollte sie aber auffordern, im Land zu bleiben und hier ihre Ideen zu realisieren. Das wäre ein großes Potenzial.“ In den hier Gebildeten steckt nicht minder viel Potenzial, wie in der Bildung selbst. Um ausländische Fachkräfte zu locken und zu halten, steht ein breiteres, internationaleres Bildungsangebot schon lange an respektive im Raum. Um multipel kreative Köpfe nicht nur auszubilden, sondern auch daran zu hindern, andernorts ihre Fähigkeiten sprudeln zu lassen, arbeitet beispielsweise die Initiative kreativland.tirol nicht nur daran, Fundamente für ein starkes Netzwerk und eine Clusterorganisation der Kreativwirtschaft zu schaffen, sondern auch daran, die Qualifizierung und Ausbildung zu forcieren. Fachkräfte sind in jeder Branche ein entscheidender Schlüssel, weswegen jede Initiative und jeder Erfolg in diese Richtung den Standort stärkt. Um ihn resilient zu machen, sind also viele kleine wie große Stellhebel zu drehen, und es mag wie eine Binsenweisheit klingen, doch kann ein Standort nur krisenfest sein, wenn es auch seine Unternehmen sind.

MIT UNVORHERSEHBAREM UMGEHEN LERNEN

Ende April 2021 wurde die aktuelle Krisenstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) veröffentlicht und für Österreich wurde dabei festgestellt, dass das Unternehmerland in puncto Resilienz „viel Luft nach oben hat“. Mehr als 32 Prozent der Teilnehmer an der PwC-Umfrage, für die über 2.800 Führungskräfte aus 29 Branchen und 73 Ländern – davon 56 Unternehmen aus Österreich – befragt wurden,

hatten beispielsweise angegeben, dass ihre Organisation zu Beginn der Corona-Pandemie über kein etabliertes Krisenteam verfügte. „Das vergangene Jahr verdeutlichte, dass die Herausforderung beim Krisenmanagement nicht darin liegt, die Zukunft vorherzusagen, sondern vielmehr darin, mit dem Unvorhersehbaren umgehen zu können. Unternehmen müssen ihren Fokus auf den Aufbau einer grundlegenden Resilienz legen, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein“, stellt Kristof Wabl, Forensics & Crisis Leader bei PwC Österreich, fest und sagt: „Nun sind alle Blicke auf die Zukunft gerichtet und die Unternehmen sensibilisiert. Krisenplanung, Resilienzprogramme und die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Arbeitskräften spielen eine wichtige Rolle in der Vorbereitung auf das Unvermeidbare.“ Auf der Schockwelle zu surfen kommt einem multiplen Balanceakt gleich. Dass unheimlich viele Unternehmen von den Auswirkungen der Krise kalt erwischt wurden, liegt wohl stark in der Dramatik der simultanen Krise, die Standortanwalt Garbislander beschrieben hat. Dass nicht minder viele Unternehmen nun daran denken, ihre Belastbarkeit zu steigern, um auf künftige Krisen besser vorbereitet zu sein, ist ebenso logisch. Es gibt sogar Normen für stärkere Belastbarkeit, Risikomanagement und Business Continuity Management. In ISO 22316 steckt etwa der „internationale Standard für Resilienz“, doch wird der Tiroler Standortanwalt danach gefragt, was ein resilientes Unternehmen ausmacht, sagt er: „Es muss eine gesunde Finanzierungsstruktur haben. Das ist eine Lektion aus dieser Krise.“


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Hinter dieser Feststellung steckt eine Bestätigung dafür, dass die heimische Struktur recht eigenkapitalfeindlich ist beziehungsweise eigenkapitalfreundlicher werden sollte. In Österreich und weiten Teilen Festlandeuropas wird gerne über Kredite finanziert und weniger über Eigenkapital oder attraktive Eigenkapitalbeteiligungsmodelle. Die Abgabenlast verhindert zudem, dass die Eigenkapitalquote steigen kann, der zurückhaltende Zugang zum Risiko hemmt diesbezüglich positive Dynamiken. Genau genommen ist es eine Kulturfrage, die dahintersteckt und die Grenze zu angelsächsisch geprägten Ländern absteckt. Und nicht einfach so neu beantwortet werden kann.

INNOVATION FÖRDERN

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Für den Wirtschaftsstandort Tirol ist diese Frage schlicht zu groß. Hier wurden und werden andere gestellt. „Die Anfragen zu Innovations- und Förderberatung sind während der Pandemie gestiegen. Einige Unternehmen haben die Zeit genutzt, etwas zu machen aus Ideen, die sie vielleicht in den Schubladen liegen hatten“, erzählt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. Die Standortagentur ist mit ihrem umfangreichen Serviceangebot direkt dran – an den Chancen, auch den ungenutzten. Dass das Land etwa mit dem Breitbandausbau oder den Förderinstrumenten für die Digitalisierungsoffensiven auf allen unternehmerischen Ebenen den Boden bereitet, ist eine Sache. Die andere betrifft bestehende oder zu gründende Unternehmen, die diesen Boden spannend finden sollen. Das dafür nötige Know-how und Netzwerk ist es, dem sich die Standortagentur verschrieben hat, und es wirkt angesichts all der Umbrüche fast beruhigend, dass sich die Standortfragen, mit denen sie konfrontiert wird, nicht viel geändert haben. „Am Ende geht es um die Frage, wie kann ich mich weiterentwickeln im Hinblick auf Innovationen, neue Geschäftsfelder, Produkte“, so Hofer. Trotzdem die Urkraft ökonomischer Weiterentwicklung die gleiche geblieben ist, wurden die Zielsetzungen der Standortagentur mit der Dynamik der Pandemie noch schärfer und lösten einen taffen Handlungstakt aus. Netzwerke und Know-how der Standortagentur wurden genutzt, um nachhaltige konjunkturbelebende Maßnahmen – etwa im Bereich der alpinen Technologien – zu setzen. „Die Standortagentur Tirol nach der Krise schaut anders

E S GEH T DA RUM, S IC H DEN NEUEN V ERH Ä LT NIS S EN A NZUPA S S EN UND DA S MI T MÖGL IC HS T HOHER S TA NDOR T QUA L I TÄT. S O KÖNNEN DIE RE S IL IENZ HER AU S F ORDERUNGEN A N DEN S TA NDOR T T IR OL DEF INIER T W ERDEN.

aus als vor der Krise – was die Aufgabenstellungen und die Positionierung betrifft“, sagt Hofer und ergänzt: „Als Teil der Lebensraum Tirol Holding orientieren wir uns stärker an den großen Zukunftsthemen wie beispielsweise Nachhaltigkeit oder Gesundheit.“ Schlag auf Schlag werden etwa Weichen im Zusammenhang mit Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien, Digitalisierung oder neue Arbeitsformen gestellt. „Um diese Transformation zu begleiten, wird das New-WorkThema ein starker Schwerpunkt in den nächsten Jahren, und auch zu den Themen Resilienz und Kreativwirtschaft setzen wir einen Schwerpunkt“, berichtet Hofer. So hat die Standortagentur eine Studie in Auftrag gegeben, in deren Rahmen Unternehmen beispielsweise zum Thema resiliente Wertschöpfungsketten befragt wurden. Und in Zusammenarbeit mit der Werkstätte Wattens wurde ein Resilienzcheck für Unternehmen ausgearbeitet, um potenzielle Schwächen zu erkennen. Resilienz. Darum geht es gerade an allen Ecken und Enden des Standortes Tirol. Auch das ist eine gute Nachricht.


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AUS EIGENER KRAFT

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ECO.NOVA: Was sind aus Ihrer Sicht die Stärken, was die Schwächen des Standortes Tirol? ANTON MATTLE: Ja, Tirol ist ein starker und zukunftsträchtiger Standort mit einem guten Mix aus großen Leitbetrieben sowie einem starken Rückgrat an kleineren und mittleren Unternehmen – zumeist in Familienhand. Tirol ist auch Heimat von zahlreichen international erfolgreichen Hidden Champions und innovativen Start-ups und zudem ein starker Standort im Bereich Life Science. Vor allem in diesem Bereich wollen wir unser Profil weiter schärfen – einerseits mit unseren Leitbetrieben wie Novartis, andererseits mit innovativen Neugründungen im Fahrtwasser dieser Leitbetriebe. Wo können wir noch besser werden? Regional, digital, nachhaltig – das sind Eckpfeiler, die wir im Auge behalten, um künftig noch besser auf Krisen vorbereitet zu sein. Als Digitalisierungslandesrat will ich vor allem die Digitalisierung weiter vorantreiben und die Vorteile für die heimische Wirtschaft noch besser ausschöpfen, beispielsweise im Bereich E-Commerce und Onlineshop als Ergänzung zum Geschäft vor Ort. Aber auch die Themen Sicherheit im Netz und die Datensicherheit ganz allgemein sind mir in der politischen Betrachtung wichtig.

Der starke Dienstleistungssektor hat Tirol vergangene Krisenzeiten relativ unbeschadet überstehen lassen. In der Coronakrise drehte sich das Blatt und Tirol wurde von den Folgen besonders hart getroffen. Welche Lehren ziehen Sie daraus? Tirol hat jahrzehntelang von einem prosperierenden Tourismus profitiert. Der Dienstleistungssektor hat Wertschöpfung, Kaufkraft und Arbeitsplätze sowohl in den Zentralraum als auch in die Täler gebracht und Abwanderung verhindert. Ein Schlüssel für die regionale Wirtschaftspolitik ist es, neben den aktuellen Stärkefeldern auch mögliche künftige Chancen einer Region zu (er)kennen, zu definieren und in der Entwicklung zu fördern. Die beste Wirtschafts-

© LAND TIROL/BERGER

In einer Zeit des Neustarts und des Wandels hat Anton Mattle das Amt des Tiroler Wirtschaftslandesrates übernommen. Die Resilienz des Wirtschaftsstandortes muss gleichsam zwingend sein Thema sein.

politik ist aus meiner Sicht, den Unternehmerinnen und Unternehmern in unserem Land Rahmenbedingungen zu bieten, damit Krisen möglichst aus eigener Kraft bewältigt werden können. Dazu gehört: Digitalisierung, Innovationsförderung und Investitionsanreize, Fachkräfteausbildung sowie geeignete und nachhaltige Mobilitätsangebote bis in die hintersten Täler.

Welche Hürden müssen genommen werden, um Tirol widerstandsfähiger zu machen? Wichtig ist der weitere Aufbau und die Vertiefung regionaler Liefer- bzw. Wertschöpfungsketten sowie weitere Investitionen in die Ausbildung der Menschen. Der internationale Kampf um die besten Köpfe ist längst eröffnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Betriebe sind ein ganz wesentlicher Faktor. Jüngste Ereignisse wie die globale Corona-Pandemie oder die „Ever-Given“-Havarie im Suezkanal haben uns gezeigt, dass regionale Lieferketten resilienter und damit auch verlässlicher sind. Daher messe ich einer Regionalisierung von Wertschöpfungsketten in der Industrie wie im Tourismus eine hohe Bedeutung bei. Daneben muss es gelingen, Betriebe in Tirol anzusiedeln, die eine entsprechende Breitenwirkung auf die bestehende Wirtschaft aufweisen. Digitalisierung,

Automatisierung und Innovation tragen in jedem Fall dazu bei, Tiroler Betriebe widerstandsfähiger zu machen.

Die Krise hat das Wirtschaften an sich verändert. Regionalität wurde in vielen Bereichen breit unterstrichen. Muss es Ziel auch der heimischen Unternehmen sein, vermehrt regionale Möglichkeiten auszuschöpfen, um unabhängiger zu werden – oder ist das ein irrealer Gedanke angesichts der durchdringenden Globalisierung? Das Credo muss lauten: Sowohl als auch. Die Tiroler Unternehmen sind global vernetzt. Für den wirtschaftlichen Erfolg braucht es die Nutzung internationaler Märkte und es ist notwendig, immer am Zahn der Zeit zu bleiben, um auch international in Sachen Technologie und Fortschritt mitzuhalten. Gleichzeitig ist die Regionalität ein Punkt, der immer wichtiger wird. Während der Coronakrise hat es eine neue Wertschätzung für regionale Produkte und die Tiroler Wirtschaft gegeben. Die Bevölkerung muss wissen: Regional einkaufen heißt Arbeitsplätze absichern und Wirtschaft stärken. Was wir also jedenfalls aus der Krise mitnehmen sollten, ist die Wertschätzung für lokale und regionale Produkte und unsere Unternehmen.


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KEINE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT 46

Für Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding, ist ein breiter Mix aus gesunden Wirtschaftssektoren ein Schlüssel für die Resilienz des Standortes.

ECO.NOVA: Was sind nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie und den teils dramatischen Folgen/Wirkungen für/auf den Wirtschaftsstandort Tirol die Knackpunkte, um den Standort resilienter beziehungsweise krisenfester zu gestalten? JOSEF MARGREITER: Die Pandemie hat uns klar aufgezeigt, wie wertvoll regionale Wirtschaftskreisläufe, insbesondere in der Lebensmittel-Nahversorgung, sind. Hier gab es einerseits große Kapazitätsverwerfungen bei den Produzenten, andererseits waren wir in der glücklichen Lage, über bereits gute lokale Wertschöpfungsketten zu verfügen, die wir aber zweifellos noch weiter stärken wollen.

Welche Rolle spielt dabei der Branchenmix für Tirol und welche Bereiche müssten aus Ihrer Sicht ausgebaut werden? Ein breiter Mix aus gesunden Wirtschaftssektoren fördert die Resilienz eines Standorts. Wir sind stolz auf unsere moderne und saubere Industrie, auf den familiengeführten Tourismus und unsere erfolgreiche Dienstleistungswirtschaft insgesamt. Potential sehen wir für Tirol besonders im Sinne einer wei-

„ D I E PA N D E M I E H AT U N S K L A R A U F G E Z E I G T, W I E W E R T V O L L REGIONALE WIRTSCHAF TSKREISL ÄUFE, INSBESONDERE IN DER LEBENS M I T T E L - N A H V E R S O R G U N G , S I N D .“ JOSEF MARGREITER

teren Stärkung der Gesundheitswirtschaft. Sie fördert Innovation und Wertschöpfung, wirkt profilgebend nach außen und sichert insbesondere in Krisen die Gesundheitsversorgung aus nächster Nähe.

Was sind – auch vor dem Hintergrund der Initiative „Perspektiven Tirol – Das Land weiterdenken“ – die spannendsten Herausforderungen und welche Parameter sind für eine dynamische (Weiter-) Entwicklung des Wirtschaftsstandortes wie des Lebensraumes selbst entscheidend? Tirol ist ein vitaler Wirtschafts- und ein sehr begehrter Erholungsraum. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern die

Leistung von Generationen vorausschauender, mutiger Unternehmerinnen und Unternehmer. Der „Perspektiven Tirol“-Prozess zeigt uns klar, dass im Sinne einer weiterhin attraktiven Entwicklung Tirols das Erreichen von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen in gleichem Maße die Zukunft darstellt. Das gilt für alle Branchen. Nur wenn es gelingt, hier vorbildlich, sozusagen als Modellregion für ein gesundes Leben und Wirtschaften mit der alpinen Natur und insbesondere mit hoher Akzeptanz der Bevölkerung voranzugehen, beschreiten wir auch die kommenden Jahre erfolgreich und die Attraktivität Tirols als besonders wertvoller Lebensraum bleibt gesichert.


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IN LOKALER SICHERHEIT Die Innsbrucker Kommunalbetriebe bieten mit ihren Hochsicherheitsrechenzentren gepaart mit neuester Glasfasertechnik Datensicherheit nach höchsten Standards. Mit dem Virtual Datacenter wird das Angebot von Cloudlösungen zusätzlich erweitert. So können Kunden von den Vorteilen einer Cloudlösung und der zertifizierten Sicherheit eines lokalen Rechenzentrums doppelt profitieren.

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T E X T : D O R I S H E LW E G

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Als eines der ersten Unternehmen in Europa erhielt die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) mit ihrem Geschäftsbereich Telekommunikation eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27701 für ein nachgewiesenes Datenschutzmanagementsystem. Dieses weltweit anerkannte Zertifikat macht die Sicherheits- und Datenschutzkompetenz der IKB klar sichtbar.


IKB

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n Zeiten großflächiger Digitalisierung und der Vervielfachung von Datenmengen ist eines insbesondere für Unternehmen unerlässlich: eine sichere Datenspeicherung. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Angefangen von früheren nichttechnischen Speicherformen wie das Schreiben von Hand auf Papier haben sich gerade in den letzten Jahren die Möglichkeiten der Datenspeicherung massiv gewandelt. Die datenschutzkonforme Speicherung ist nicht nur wichtig, sondern Pflicht geworden, und die Speichermöglichkeiten sind sehr vielfältig. Das Betreiben eines eigenen Servers in Unternehmen wandelt sich zusehends in die Inanspruchnahme externer Speicherleistungen oder Cloudlösungen. Mit gleich zwei Rechenzentren im Großraum von Innsbruck – ein drittes ist bereits in Realisation – bieten die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) vor allem einen wesentlichen Vorteil: Die Daten werden lokal gespeichert. „Die eigenen Daten bei einem lokalen Partner in Sicherheit zu wissen, ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer ein schlagendes Argument, weshalb wir schon etliche überregionale Betriebe zu unseren zufriedenen Kunden zählen dürfen“, weiß Ing. Mag. Thomas Stotter, IKB-Geschäftsbereichsleiter Telekommunikation, und ergänzt: „Unseren Kundinnen und Kunden ist es wichtig, zu wissen, wo ihre Daten liegen, an wen sie sich im Störungsfall wenden können und wo sie die Daten bei Bedarf auch wieder abholen können.“ Im Gegensatz zu internationalen Cloudanbietern, wo keiner so richtig weiß, wo die Daten tatsächlich abgespeichert werden, wissen IKB-Kundinnen und -Kunden ihre Daten immer in sicheren Händen.

HÖCHSTE DATENSCHUTZ AUSZEICHNUNGEN

Zuverlässige und sichere Internetdienste und der Schutz der Daten sind Grundpfeiler der Digitalisierung und Erfolgsfaktoren der IKB. Bereits 2015 erhielt die IKB-Telekommunikation eine Zertifizierung nach ISO/ IEC 27001. Die Rechenzentren unterliegen höchsten Sicherheitsstandards, die Gebäude sowie das Facilitymanagement befinden sich im Eigentum der IKB, die Standorte werden demnach auch streng geheim gehalten. Somit sind die Daten sicher gegen Diebstahl, Brand, Einbruch oder Hardwaredefekte geschützt. Getoppt wurde die Sicherheit mit einer weiteren kürzlich erfolgten ISO/IEC27701-Zertifizierung für ein nachgewiesenes Datenschutzmanagementsystem. Dieses

Die IKB-Vorstandschefs Thomas Pühringer (li.) und Helmuth Müller freuen sich mit dem IKB-Bereichsleiter für Telekommunikation Thomas Stotter (re.) über die Datenschutz-Auszeichnung nach ISO 27701.

weltweit anerkannte Zertifikat macht die Sicherheits- und Datenschutzkompetenz der IKB offiziell sichtbar. Laut CIS-Auditorin Dr. Margareth Stoll setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit viel Begeisterung, Wissen und persönlichem Einsatz für die Informationssicherheit ein. „Daher war es uns ein Anliegen, unseren Standard um die Zertifizierung nach ISO 27701 für das Datenschutzmanagement zu erweitern“, meint dazu IKB-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Pühringer, verantwortlich für den Bereich Telekommunikation. „Die beiden Zertifizierungen zeigen unser Engagement bei der Einhaltung strenger und spezifischer IT-Anforderungen und den verantwortungsvollen Umgang mit den Daten unserer Kundinnen und Kunden“, unterstreicht IKB-Vorstandsvorsitzender DI Helmuth Müller die Zielsetzung des Unternehmens.

VIRTUAL DATACENTER

Neben den Rechenzentrumsleistungen, in denen das Unternehmen seine eigenen Rechner in den gesicherten klimatisierten Räumlichkeiten einbringen kann, gibt es nun auch die Möglichkeit, eigene virtuelle Server zu betreiben, und zwar ganz einfach und schnell. Egal ob virtuelle Maschine oder eine komplexe Cloud-Infrastruktur, im virtuellen Rechenzentrum der IKB können Kunden völlig frei ihre eigenen virtuellen Computercluster betreiben. Und das mit der beruhigenden Gewissheit, die Daten in einem regionalen Rechenzentrum gespei-

chert zu wissen. Verschiedene Produkte mit hochmoderner und sicherer Technologie zu unterschiedlichen Preisstaffeln machen die IKB hier zu einem kompetenten lokalen Anbieter und virtuelle Server können nach Belieben in nur wenigen Sekunden konfiguriert werden.

SICHERER DATENTRANSFER PER GLASFASER

Die verlässliche Datensicherheit wie -verfügbarkeit wird auch mit dem schon weit verbreiteten Glasfasernetz der IKB gewährleistet. Der Vorteil des IKB-Glasfasernetzes ist, dass es direkt in das Unternehmen, das Büro oder die Wohnung gelegt wird, nicht nur bis zum Haus. Auf Wunsch bietet die IKB ihren Kunden auch eine direkte Verbindung zum Rechenzentrum, also eine direkte Glasfaserleitung vom Unternehmen in das Rechenzentrum. „Damit kommen die Daten nicht einmal in Berührung mit dem Internet“, bestätigt Stotter diese zusätzliche Sicherheitskomponente der IKB-Rechenzentrumsleistungen. Mit diesen modernen Infrastrukturlösungen bietet die IKB ihren Kunden höchsten Schutz von Daten und Informationen sowie eine Hochverfügbarkeit aller IT-Dienste nach höchsten Zertifizierungsstandards. So werden die Vorteile einer Cloudlösung, die Sicherheit eines lokalen Rechenzentrums sowie der große Serviceanspruch der IKB zu einem ganz großen Ganzen kombiniert, auf das immer mehr Unternehmen vertrauen. www.ikb.at

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DIE EXPERTEN FÜR GAUMENFREUDEN

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Ausgestattet mit viel Gefühl für hervorragende Qualität, Originalität und dem Wissen über die Genussgewohnheiten der Österreicher ist Interfood nicht nur ständig auf der Suche nach verborgenen Köstlichkeiten für unseren Lebensmittelhandel, sondern auch nach kompetenten, motivierten Mitarbeitern.

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er gesamte Lebensmitteleinzelhandel wie Spar, REWE, MPreis und Hofer sowie sämtliche C+C- und Foodservice-Märkte zählen auf die Tiroler Genussexperten von Interfood. Rund 1.700 Feinkostprodukte aus dem Spezialitätenbereich sind gelistet und lagern je nach Bedarf in den modernen Kühl- und Tiefkühllagern. Seit der Firmengründung 1992 hat sich dabei einiges getan. „Wir sind vom anfänglich klassischen Importeur zum Dienstleister und Problemlöser für den gesamten Lebensmittelmarkt in Österreich geworden“, verrät Josef Pletzer, Geschäftsleitung Vertrieb und Marketing bei Interfood.

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Einer der Topwerte von Interfood ist die gelebte Eigentümerkultur: Jeder übernimmt Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens, vom Lehrling bis hin zur Führungsposition ist selbstständiges Arbeiten gefragt. Trotz des stetigen Wachstums ist Interfood ein Familienunternehmen mit

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... und wie Interfood Ihnen absolute Frische, Qualität und Verlässlichkeit bieten kann. Zugegeben, eine schöne Aufgabe, wenn Markus Schiller Jennifer Schatz man die schönstenWarenübernahme, Gefilde Europasseit nach Delikatessen vieler Herren Länder durchforsten darf. Gesucht, seit gefunden 2001 Kundenbetreuung, 2014 ist aber nur die halbe Miete, dann startet die Reise der Spezialitäten zu Ihren Feinschmecker-Kunden. Wie sich die kulinarischen Newcomer und Köstlichkeiten verlässlich und laufend pünktlich den Weg in Ihre Regale sowie in die Herzen Ihrer Kunden bahnen? Die 6 wesentlichen Zutaten der Erfolg versprechenden Rezeptur: 01 | Eine erlesene Auswahl: echte kulinarische Umsatzbooster

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„Spannend ist,– dass ich bei CPFR Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment Ausgestattet mit einem guten Riecher für hervorragende QualiLieferantenbesuchen im Ausland dabei – Große Unternehmen überlassen Interfood sogar die selbsttät, Originalität und dem Wissen über die Genussgewohnheiten bin, um die Produkte besser beschreiben Befüllung der Zentrallager. Sie haben den Lagerder Österreicher, ist Interfood ständig auf der Suche nach den ständige und verkaufen zu können. Bei uns hilft jeder jedem.“ bestand inkl. der Abgänge genau im Blick, sodass Interfood (noch) verborgenen Feinkostschätzen Europas. Einige der vonwirklich Özlem Sidal frische Ware disponieren kann. Das ist eine der Interfood ausgewählten Marken sind mittlerweile zum Syno- ausreichend Vertriebsinnendienst, seit 2009 schwierigsten logistischen Herausforderungen, da die Planym für höchste Güte in ihrem Bereich geworden. nungs- und Prognoseprozesse in enger Zusammenarbeit bei02 | Höchste„Ich Qualität mit und Siegel schätze dieBrief zahlreichen der Seiten erfolgen müssen. gemeinsamen Aktivitäten wie In den letzten Jahren konnte sich Interfood mit bedeutenden „Ich merke, dass ich wirklich gemeinsames Essen in unserer Küche, unterstützen kann und nicht nur lästige 05 | Kundenfaszination Grillfestezertifi und Geburtstagsfeiern.“ Qualitätssiegeln zieren: als einziger Feinkost-Importeur Arbeiten verrichten soll. Bei Problemen ohne seinefinde Kunden? Dieein Kunden Österreichs das IFS-Zertifi kat für Logistiker und Broker, das Was wäre Interfood und Ralph Danler Fragen ich immer offenesstellen Ohr.“ Auftragsbearbeitung, seit 2006 spannende, herausMSC- und ASC-Zertifikat für Fisch und das Bio-Siegel für ein Interfood immer wieder vor interessante, Cristina Kaufmann fordernde Aufgaben und Interfood alles daran, die Erwarweites Produktsortiment. Lehrlingsetzt Großhandelskauffrau, seit 6 Monaten tungen zu übertreffen. 03 | 100%ige Versorgungssicherheit Die Organisation läuft wie am Schnürchen. Mit einem starken 06 | Konsumentenfaszination

Backoffice-Team und einer ausgeklügelten Logistik beliefert Die Stunde der Wahrheit schlägt am Point of Sale (POS), dem Interfood Einzel-, Groß- und Fachhändler, Caterer und Restau- Verkaufsort, wo der Kontakt zwischen Konsument und Produkt „Als Allrounder ichndet. quer Damit dieser Moment ein voller Erfolg wird, unterstattfi rantketten in ganz Österreich fortlaufend mit absoluter Frische mache durch die Bank alle Tätigkeiten, die in und garantiert eine fast 100%ige Versorgungssicherheit mit stützt Interfood seine Kunden in jeglicher Hinsicht: Mit viel Ereinem Kühllager inklusive Tiefkühllager fahrung, Kenntnis der Marktstrukturen, einem guten über 1.700 verschiedenen Feinkostprodukten höchster Güte. so anfallen. Spaß machen auchgenauer die flotten Elektrostapler.“ Gespür für das Besondere und einem saftigen Schuss Kreativi04 | Ihren Warenbestand stets im Blick Aleksander Höllbacher tät – insbesondere bei der Lösung spezieller HerausforderunSollte es der Wunsch sein, erledigt Interfood auchLagerleitung-Stellvertretung, diesen Ar- gen und bei der Entwicklung effizienter Verkaufsmaßnahmen. seit 2012 beitsschritt für seine Kunden: Interfood behält Ihren Vorrat im

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top.500 LEBENSRAUMORDNUNG:

DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN UMWELT UND WIRTSCHAFT

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Umwelt und Wirtschaft werden nicht selten als Gegensätze gedacht – zu Unrecht. Klimaschutz-Infrastrukturprojekte liegen dagegen nicht automatisch auch im Interesse des Naturschutzes. Standortanwalt Stefan Garbislander und Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer sind es gewohnt, sich in dieser Umwelt zu bewegen, deren Gestaltung maßgeblich beeinflusst, wie wir in Zukunft leben und wirtschaften werden. INTERVIEW: MARIAN KRÖLL

FOTOS: © ANDREAS FRIEDLE

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ECO.NOVA: Was schätzen Sie an der Institution des jeweils anderen? STEFAN GARBISLANDER: Ich schätze es, dass die Interessen des Natur- und Umweltschutzes, die ja absolut berechtigt sind, in den Verfahren von einer kompetenten Stelle wahrgenommen werden, die nicht Eigeninteressen verfolgt, wie das oft bei Bürgerbewegungen ist. In Tirol funktioniert das Verhältnis zwischen Landesumweltanwaltschaft und Wirtschaftskammer bzw. Standortanwalt aus meiner Sicht gut. Wir stehen auch im regelmäßigen Austausch. JOHANNES KOSTENZER: Ich habe die Standortanwaltschaft als Chance gesehen, weil ich seit vielen Jahren von diesem sektoralen Denken – hier gibt es den Umweltschutz, da die Wirtschaft und dort die Landwirtschaft – wegkommen möchte. Letzten Endes wirkt das alles zusammen. Es geht um einen einzigen Raum, unsere Umwelt. Deshalb sehe ich meine Funktion als Umweltanwalt viel umfassender, als das vielleicht aus dem Gesetz herauszulesen wäre. Wir leben derzeit in einer Zeit der Umbrüche, es findet auf vielen Ebenen unbestreitbar ein großer gesellschaftlicher Wandel statt. Eigentlich wäre die Funktion einer Standortumweltanwaltschaft eine Bereicherung, weil ich immer davon ausgegangen bin, dass deren Ziel die Stärkung des Wirtschaftsstandorts im Gesamten ist. Jetzt ist das – Stefan, sei mir nicht böse – nicht ganz gelungen. Im Gesetz steht nicht, dass der Standortanwalt die Interessen der Wirtschaft eines Standorts zu vertreten hat, sondern nur die Partikularinteressen, weil ihr die möglicherweise abträglichen Auswirkungen für andere Betriebe oder den Standort an sich im Verfahren nicht einmal zur Sprache bringen dürft. Ihr dürft nur die positiven Auswirkungen des jeweiligen Vorhabens ins Treffen führen, und das finde ich extrem schade. GARBISLANDER: Ich stehe zu diesem Gesetz, für das ich natürlich nichts kann. Es ist nicht so, dass wir die Partikularinteressen wahrnehmen, wir stellen die positiven Aspekte dar, die ein Projekt für die Regionalwirtschaft bedeutet. Wir können – wie Johannes richtig gesagt hat – uns nicht gegen ein Projekt aussprechen. Das ist der gesetzliche Rahmen. KOSTENZER: Es geht mir gar nicht so sehr ums Dagegen-Sein. Wir leben in einer Welt der Mitbewerber. Auch die Wirtschaft funktioniert wie ein Ökosystem, in dem es immer Gewinner und Verlierer gibt. GARBISLANDER: Nicht immer. Bei guten Projekten profitiert gleich eine ganze Region. Gewinnt die Region, gewinnen alle. Es muss nicht immer einen Verlierer geben.

Sie bewerten den regionalen wirtschaftlichen Impact auf Basis eines Wertschöpfungsrechners. Kommt heraus, dass ein Projekt für andere Wirtschaftsbereiche nicht durchwegs vorteilhaft ist, zieht sich die Standortanwaltschaft aus dem Verfahren zurück? GARBISLANDER: Unser gesetzlicher Auftrag ist sehr eng und ausbaufähig. Wir sind nicht in allen Verfahren, die den Naturschutz betreffen, Partei, sondern nur in den großen, die einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen. Wenn man die Standortanwaltschaft so de-

finiert, wie ich das mache – wie wirkt sich ein Projekt für die gesamte Region aus? –, müsste man auch darstellen, ob es negative Konsequenzen gibt. Ich bin da gar nicht dagegen, kann aber den gesetzlichen Rahmen nicht beeinflussen. KOSTENZER: Dabei reden wir ja noch gar nicht von Umweltauswirkungen, sondern über das Wohl des Landes, die Volkswirtschaft. Ich sehe nur eine Chance, die nicht vollständig genutzt wurde. GARBISLANDER: In anderen Bundesländern gibt es Erfahrungen mit den jeweiligen Landesumweltanwaltschaften, die diese größere Perspektive – die wir auch einfordern – nicht einnehmen und mögliche positive Aspekte völlig außer Acht lassen. Die Standortanwaltschaft ist entwicklungsfähig und ich würde mir wünschen, in mehr Verfahren die Interessen des Standorts wahrnehmen zu können und nicht nur bei den ganz großen. Unsere Aufgabe ist es, das Vorhaben eines Projektanten auf die regionalen ökonomischen Auswirkungen und das öffentliche Interesse daran zu untersuchen. Auf der anderen Seite gibt es eine Phalanx von Gruppierungen, die Gegenargumente bringt, der Projektwerber war bisher allein. Die Intention der Standortanwaltschaft ist es auch gewesen, dieses Verhältnis zu korrigieren. Muss man Ökologie und Ökonomie immer zwingend als Gegensätze konstruieren? GARBISLANDER:

„EINE QUANTIFIZIERUNG DER N AT U R , W E D E R I N E U R O N O C H IN ANDEREN MENGENSYSTEMEN, F Ü H R T Z U N I C H T S .“ JOHANNES KOSTENZER, L A NDE S UM W ELTA N WA LT


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Who else? „BEI GUTEN PROJEKTEN PROFITIERT GLEICH EINE GANZE REGION. GEWINNT DIE REGION, GEWINNEN ALLE. ES MUSS NICHT IMMER EINEN V E R L I E R E R G E B E N .“ STEFAN GARBISL ANDER, S TA ND OR TA N WA LT

Das wird medial zwar gerne so inszeniert, ich sehe es aber überhaupt nicht so. Ich sehe indes eine andere Bruchlinie auf uns zukommen, nämlich jene zwischen dem Klimaschutz auf der einen und dem Naturschutz auf der anderen Seite. Das sieht man jetzt schon bei vielen Projekten der Energiewende, die man im Sinne des Klimaschutzes machen möchte, deren Realisierung aber sehr lange dauert bzw. aus Naturschutzüberlegungen verzögert wird. Da spießt es sich viel mehr als bei einem etwaigen Gegensatz zwischen Ökologie und Ökonomie.

Sehen auch Sie diesen Konflikt zwischen Klimaschutz und Umwelt? KOSTENZER: Ja, den gibt es und das sehe ich auch als Gefahr. Das kann ein Bumerang werden. Wenn ich zu lange in Richtung Klimaneutralität gehe, ohne die Thematik Biodiversität und den sorgsamen Umgang mit unserem Lebensraum im Auge zu haben, wird sich das umso bitterer rächen, weil wir in ein Naturschutzprekariat kommen werden. Das wird ein Kostentreiber ohne Ende. Machen wir uns nicht rasch bewusst, dass wir eine Klimastrategie nur im Zusammenspiel mit Erhaltung der Biodiversität bewerkstelligen können, dann – Gute Nacht! GARBISLANDER: Ich würde die Herausforderung gern an einem konkreten Beispiel festmachen: Bis 2030 soll der gesamte Strom, den wir nutzen, aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Wir brauchen dafür 27 TWh mehr an erneuerbarer Energie, davon einiges aus Wasserkraft und Photovoltaik. Um das zu erreichen, müssen Projekte umgesetzt werden. Wenn die Verfahren so lange dauern, wie das vor allem im Bereich der Wasserkraft üblich geworden ist, werden wir unsere Ziele verfehlen. Unser Punkt ist

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in der Inntalfurche einen ganz starken produzierenden Sektor brauchen. Dieser hat uns vor einem noch stärkeren Absturz bewahrt. Es gibt zwar landwirtschaftliche Vorsorgeflächen, aber keine gewerblichen, die dazu dienen könnten, den Produktionsstandort Tirol abzusichern. Das ist für mich eine der großen Lehren aus der Pandemie, die uns ökonomisch viel stärker getroffen hat als andere Bundesländer. KOSTENZER: Das sehe ich ganz gleich. Ich sehe noch ein drittes Feld, wo es gut wäre, massiv zu investieren. Das ist Forschung und Entwicklung. Hier können sich im Industrie- und Gewerbebereich Synergien ergeben, die langfristig für das Land Alternativen zu einem Monopol des Tourismus in hinteren Talschaften bedeuten. Da wäre ich sehr interessiert daran, angesichts des Ausgeliefertseins mancher Talschaften, Strategien zu entwickeln, dem Übergewicht des Tourismus etwas entgegenzustellen, Kontrapunkte zu setzen für junge Unternehmer und Forscher. Warum soll etwa im hinteren Ötztal nicht etwas anderes als Tourismus stattfinden können? Es gibt Breitband, es gibt Lebensqualität. GARBISLANDER: Die Digitalisierung eröffnet uns diese Möglichkeiten. Ich glaube auch, dass es in den Tälern einen anderen Branchenmix braucht, wobei man aufpassen muss, dass dadurch keine Nutzungskonflikte entstehen.

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„ICH SEHE EINE BRUCHLINIE A U F U N S Z U KO M M E N , NÄMLICH JENE ZWISCHEN DEM KLIMASCHUTZ AUF DER EINEN U N D D E M N AT U R S C H U T Z A U F D E R A N D E R E N S E I T E .“ STEFAN GARBISL ANDER

der: Wenn man den Klimaschutz ernst nimmt, braucht es stringente und rasche Verfahren, damit Projekte zum Abschluss kommen können. Wir werden das Ziel höchstwahrscheinlich verfehlen, nicht weil nicht genügend Projekte in der Pipeline sind, sondern weil wir diese nicht umsetzen können. Das Energiethema ist aber nur eine Herausforderung von vielen. Beleuchten wir den Standort Tirol, hat die jetzige Krise ganz gut gezeigt, dass wir neben dem Dienstleistungssektor vor allem

Stichwort Tourismus: Unlängst fand die Perspektivenwoche der Lebensraum Tirol Holding statt. Daraus entstand unter anderem ein Strategiepapier – der Tiroler Weg. Waren Sie in diesen Perspektivenprozess involviert und wie beurteilen Sie das vorläufige Ergebnis? KOSTENZER: Grundsätzlich halte ich die Einrichtung einer Organisation wie der Lebensraum Holding für gut. Ein strategisches Labor, das sich überlegt, wohin sich das Land entwickeln kann und soll, ist wichtig. Eingebunden war ich nur in der Landwirtschaftsgruppe. Bei den Ergebnissen hätte ich mir eine mutigere Handschrift erhofft, weil ich gerade mit Blick auf den Tourismus als tiefgreifendste Botschaft wahrnehme, dass es keine neuen Großhotels geben soll. Was das jetzt strategisch für den Standort Tirol an Veränderung bringt, sehe ich nicht. Wir haben viele Baustellen, was den Tourismus in Tirol anbelangt. Das fängt beim Fast-Tourism in Innsbruck an, bei dem zwar viele Menschen durch die Altstadt geschleust werden, aber wenig an Wertschöpfung übrigbleibt, und geht über den Tourismus in den Tälern wie im Pitztal, wo eine Neuausrichtung ganz wichtig wäre. Das ganze Tal kann nicht wie an einem Tropf nur am Pitztaler Gletscher hängen. Diese starke Abhängigkeit ist für die Zukunft nicht gut. Eine Diversifizierung wäre dort besonders wichtig. Man sieht, dass die tourismusintensivsten Standorte wie Sölden oder Ischgl die größte Abwanderung haben. Da läutet eine Alarmglocke, die dringenden Handlungsbedarf signalisiert. Offenbar ist die Lebensqualität nicht so, dass man gerne dort lebt. Ich fürchte, dass in vielerlei Hinsicht der präsentierte Tiroler Weg nicht ausreicht.


GESETZ DES WINTERS: NACH DER TALFAHRT KOMMT DIE BERGFAHRT. Wir wünschen in Zeiten wie diesen Gesundheit, Kraft und Durchhaltevermögen. Für alle Fragen im Bereich Unternehmensvorsorge und Familienvorsorge sind wir persönlich für Sie da. Öffentlicher Notar Mag. Oskar Platter & Partner Malser Straße 21, 6500 Landeck T 05442 / 62251 kanzlei@notariatplatter.at


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Sie finden den Prozess also mutlos, es fehlt ein großer Wurf. Wie sehen Sie das, Herr Garbislander? GARBISLANDER: Es sind ja parallel mehrere Papiere im Entstehen. Der Tiroler Weg skizziert den Tourismus, dann gibt es noch das Lebensraum-Projekt Tirol 2030. Es ist gut, sich nach so einer Krise hinzusetzen und sich zu überlegen, in welche Richtung sich Tirol entwickeln soll. Was den Tourismus betrifft, sehe ich breiten Konsens, dass der Weg nur in Richtung Nachhaltigkeit, Regionalität und Erhaltung der Familienunternehmen-Struktur gehen kann. Das sind die wesentlichen Punkte. Die Familienunternehmen sind Erfolgsmodelle, die daran interessiert sind, ihre Geschäftsmodelle nachhaltiger zu machen. Es gibt bereits einige Vorzeigebetriebe und ich glaube, da ist noch viel mehr möglich. Es ist eine Aufgabe der Politik, diesen Wandlungsprozess zu unterstützen. Die Regionalität ist ein weiterer wichtiger Punkt. Da geht es um verstärkte Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und Verwendung heimischer Produkte im Tourismus. Wird das ernsthaft verfolgt, wird der Tiroler Tourismus den Stellenwert und die Berechtigung behalten, die er in der Wirtschaft unseres Landes hat.

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Es wurden die Vorzüge der Familienbetriebe im Tourismus gelobt. Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die häufig über Investorenmodelle finanzierten Chaletdörfer, die auch in Tirol aus dem Boden

„W I R H A B E N V I E L E B A U S T E L L E N , WA S D E N TOURISMUS IN TIROL A N B E L A N G T.“ JOHANNES KOSTENZER

schießen? Wie passt das mit den gewachsenen, familiären Strukturen zusammen? GARBISLANDER: Das passt eben nicht zusammen, weil es unsere gewachsene Struktur unterminiert. Man muss beim Investorenmodell aber differenzieren. Beim bestehenden Beherbergungsbetrieb macht es durchaus Sinn, für Erweiterungen oder Modernisierungen Teile der Appartements zu verkaufen. Das ist etwas anderes, als eine gesamte Anlage zu errichten. Ersteres hat auch mit der geringen Eigenkapitaldecke in weiten Teilen der Hotellerie zu tun. Rechtlich sind solche Dinge kaum zu unterbinden, das Instrument der Raumordnung kann kaum die Finanzierung regeln.

Ist es denn, wenn man den Lebensraum, die natürliche wie gebaute Umwelt gesamthaft betrachtet, sinnvoll, die Raumordnung auf der Ebene der Gemeinden zu belassen? Wäre sie nicht übergeordnet etwa auf Landesebene besser aufgehoben? GARBISLANDER: Das ist ein verfassungsrechtliches Thema. Es gibt gute Gründe sowohl dafür als auch dagegen. Es hängt jedenfalls viel am Bürgermeister und am Gemeinderat, wie mit der Raumordnung umgegangen wird. In der Vergangenheit sind da womöglich mehr Fehler passiert als heute. Es gibt das Instrument der Vertragsraumordnung, die Gemeinden werden heute stärker vom Land begleitet und unterstützt, auch durch die neuen Aufgaben des Bodenfonds. Dieser Konstellation würde ich eine Chance geben, bevor Kompetenzdebatten geführt werden, die ehrlicherweise unrealistisch sind. KOSTENZER: Die Raumordnung ist eines der größten Themenfelder, wo Handlungsbedarf besteht. Mit Blick auf die Statistik sehen wir, dass in den letzten zehn Jahren überhaupt kein Rückgang des Flächenverbrauchs feststellbar ist und das, obwohl Politik und Landwirtschaft immer wieder Alarm geschlagen haben. Theoretisch gibt es ein Instrument, das als Regulativ funktionieren kann, de facto wird fast alles durchgewunken. Das Problem gibt es aber nicht nur in Tirol, sondern in allen Bundesländern. Wir sehen in Bayern, dass es gut funktionieren kann, wenn eine höhere Instanz entscheiden muss. Die Qualität einer Landschaft beeinflusst nicht nur Urlaubsentscheidungen, sondern gibt Antwort auf die Frage, wie man seine Kinder aufwachsen sehen möchte, wie viele Erholungsflächen es geben soll, wie wir leben wollen. GARBISLANDER: Da stimme ich zu, man muss aber eines bedenken: Nimmt man die örtliche Raumordnung von den Gemeinden weg, wer hat dann noch eine Motivation, Bürgermeister zu werden? Dann gibt es keine Gestaltungsspielräume für die Kommunen mehr. Noch einmal: Die großen Sünden sind in der Vergangenheit passiert. Heute kann man mit besseren Instrumenten bessere Widmungsentscheidungen treffen. Im Hinblick auf die Gewerbeflächen gibt es teilweise einen Wettbewerb zwischen Nachbargemeinden um Kommunalsteuereinnahmen. Könnte das nicht


IMPETUS

PERSONALSUCHE NEU GEDACHT UND ANDERS GEMACHT Die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt betreffen auch die Bewerbungsprozesse, weiß Human-Resource-Profi Hannes Klausner aus Erfahrung. Deshalb gehen er und sein Team neue Wege im Recruiting – für BewerberInnen wie für Unternehmen.

übersichtlich. „Recruiting as a service“, wie es im Fachjargon heißt. „Statt umfangreiche, komplexe und teure Einzelprojekte anzubieten, übernehmen wir in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit genau diejenigen Bereiche und Tätigkeiten, die von den Unternehmen benötigt werden“, erläutert Klausner. So kann auf Recruiting-Themen schnell reagiert und bei geänderten Anforderungen leicht nachjustiert werden.

NEUN UNTERSCHIEDLICHE MODULE

Mag. Hannes Klausner bietet seinen Kunden als erste Personalberatung in Österreich maßgeschneiderte Leistungsmodule.

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nser Antrieb ist es, für die offene Jobposition die perfekte Besetzung zu finden und zwei Parteien zusammenzubringen, die zusammenpassen“, betont Hannes Klausner, erfahrener Recruiter und Mitgründer der impetus Personalberatung in Kitzbühel. Deshalb nutzt das stetig wachsende impetus-Team großteils digitale Tools, neue Technologien und die sozialen Medien für die gezielte Ansprache geeigneter Kandidaten. Gleichzeitig unterstüt-

zen sie die BewerberInnen während des gesamten Prozesses.

NEUES KONZEPT – ÖSTERREICHWEIT EINZIGARTIG

Im vergangenen Jahr hat impetus sein eigenes Leistungskonzept revolutioniert und bietet Unternehmen jetzt maßgeschneiderte Recruiting-Module an: genau abgestimmt auf den individuellen Bedarf, mit planbaren Monatsraten, transparent und

Das impetus-Modulsystem muss man sich vorstellen wie einen großen Leistungsbaukasten, aus dem man sich die gewünschte professionelle Recruiting-Unterstützung „zusammenbauen“ kann. Aktuell gibt es neun impetus-Module: „Active“ beinhaltet zum Beispiel die gezielte softwaregestützte Aktivsuche nach Kandidaten, während das Modul „Recruiting +“ den gesamten Such- und Auswahlprozess samt Onboarding-Service umfasst. Die Abrechnung erfolgt jeweils über eine fixe, planbare monatliche Gebühr. „Der Kunde entscheidet, wie viel und welche Unterstützung er braucht, und kann ganz gezielt Einzelkompetenzen von uns buchen“, betont Klausner. Gespannt? Alle Leistungsmodule im Überblick und die große Jobdatenbank finden Sie auf www.impetus-personal.at. PR

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besser organisiert werden? GARBISLANDER: Die Lösung ist, nur mehr gemeindeübergreifende Gewerbegebiete zu widmen. KOSTENZER: Das wäre mit bestehenden Instrumenten möglich und findet in bescheidenem Ausmaß bereits statt. Der Druck, das zu tun, könnte jedoch höher sein.

„SOL ANGE DIE BE VÖLKERUNG WÄ C H S T U N D J E D E R E I N GLEICH GROSSES STÜCK VOM KUCHEN HABEN WILL WIE BISHER, MUSS AUCH DER K U C H E N G R Ö S S E R W E R D E N .“ STEFAN GARBISL ANDER

Es gibt in Tirol einen großen Baulandüberhang, der sich teils seit Jahrzehnten nicht mobilisieren lässt. Muss man da zu radikaleren Mitteln greifen? GARBISLANDER: Wenn Bauland gewidmet wurde, ist das geschehen, um es zu bebauen und nicht zu horten und damit zu spekulieren. Es ist rechtlich sehr schwierig, weil eine Um- bzw. Rückwidmung einer Enteignung entspräche, die ersetzt werden muss.

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Mit dem Wertschöpfungsrechner legt die Standortanwaltschaft ihren Empfehlungen eine wissenschaftliche Methodik zugrunde. Muss man bei der Argumentation für die Natur über Habitate, Bienchen und Blümchen reden oder lässt sich das auch quantifizieren? KOSTENZER: Das ist die Herausforderung. Natur ist ein komplexes System vieler Parameter, die interagieren und nicht vorhersagbar sind. Es ist verhältnismäßig große Resilienz gegeben, es gibt aber einen Punkt, an dem ein Ökosystem kippen kann. Diesen Punkt kann man nicht vorhersagen. Das kann einzelne Arten betreffen, aber auch ganze Lebensräume. Das ist nicht quantifizierbar. Es gab zwar Versuche, das monetär zu bewerten – etwa über sogenannte Ökosystemdienstleistungen – aber in Wirklichkeit ist die Natur etwas, wovon wir alle Teil sind. Man kann auch dem einzelnen Menschen keinen Wert zuweisen. Eine Quantifizierung der Natur in Euro oder in anderen Mengensystemen führt zu nichts. Wir wissen, dass wir in Tirol Lebensräume haben, die – wenn wir sie zerstören – Jahrtausende brauchen würden, um wieder entstehen zu können. GARBISLANDER: Wir stehen vor der Herausforderung, dass Tirol nach wie vor wächst. Mehr Menschen bedeutet mehr Fläche. Das ist der Kern der Geschichte. Dafür müssen Lösungen gefunden werden. Die Menschen wohnen einerseits auf immer engerem Raum in den Ballungsräumen und gleichzeitig entstehen überall Reitställe in schönsten Lagen. Die Frage ist, ob das ausgewogen ist.

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Wie sehen Sie das Thema Schutzgebiete? GARBISLANDER: Davon haben wir in Tirol relativ viele. Die Fläche der Schutzgebiete ist im Verhältnis zu den Skigebieten extrem groß. Ich habe nichts gegen Schutzgebiete, in der medialen Diskussion bekommt man aber fast den Eindruck, das ganze Land sei ein Skigebiet. KOSTENZER: Das Wort „Schutzgebiet“ ist ja interessant, weil es einen Schutz suggeriert, der vielfach nicht gegeben ist. Man hat immer gesagt, in Schutzgebieten soll die herkömmliche Bewirtschaftung möglich sein, es darf keine Einschränkung für die Forstwirtschaft geben und auch nicht für die bestehenden Siedlungen. Das ist alles verständlich. Habe ich aber ein Schutzgebiet, in dem fast alles genehmigungsfähig ist, stimmt die Bezeichnung nicht mit der Realität überein. Tatsächlich sind etwas mehr als 25 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiete ausgewiesen, wo dennoch sehr vieles möglich ist. Durch die Höhenerstreckung, Sonnenexposition, Wasserversorgung und andere Parameter gibt es bei uns eine Lebensraumvielfalt, die es im Flachland in dieser Form nicht gibt. Deshalb steht der Alpenbogen derart im Fokus der EU.


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Die Europäische Kommission sieht den Alpenraum als Biodiversitätsbogen, der auch als Retreat für die Erholung und den Urlaub für viele Millionen Menschen, die so etwas nicht vor der Haustüre haben, dienen soll.

Verzeihen Sie die Polemik, aber das klingt fast so, als ob Tirol ein Reservat werden soll und ganz Europa zu uns kommen kann, um Tiroler zu streicheln und die Natur zu genießen. KOSTENZER: Nein! Aber was ist der Status quo? Als Tourismusstandort sind die Alpen der weit attraktivste Raum in ganz Europa. Das kommt nicht von ungefähr. Jetzt kommt noch der Klimawandel dazu. Wo kann man binnen weniger Minuten ins Kühle kommen? Das geht nur dort, wo es weit nach oben geht. GARBISLANDER: Ganz so unkritisch sehe ich das nicht. Einigen Gruppierungen wäre es lieber, wenn im Alpenraum weniger Menschen leben und wirtschaften würden und die Täler überspitzt gesagt entvölkert sind, um Naturraum zu haben. Das spiegelt sich auch in der Diskussion um den Wolf wider, wo man in Brüssel nicht bereit ist, den Schutz zu lockern. Wir sind großteils ein Kulturraum und nicht der Yosemite-Nationalpark oder ein Reservat. Es gibt durchaus nationale und internationale Gruppierungen und Institutionen, die den Alpenraum so sehen wollen. Für diese ist letzten Endes der Mensch ein Störfaktor. KOSTENZER: Solche Gruppierungen kenne ich nicht. GARBISLANDER: Der WWF ist zum Beispiel meiner Einschätzung nach leider eine solche Organisation. Im Tiroler Weg will man im Tourismus weg vom Motto „Höher, schneller, weiter“ und setzt auf Qualitätsverbesserung. Ist damit auch der Punkt erreicht, an dem

es genügend Ski-Infrastruktur gibt? GARBISLANDER: Neuerschließungen sind laut Skigebietsprogramm sowieso nicht mehr möglich. Es geht um Verbesserungen im Einzelfall. KOSTENZER: De facto ist die gute Idee eines Seilbahn- und Skigebietsprogramms immer weicher geworden, auch in den Formulierungen. Neuerschließungen sind zwar verboten, aber praktisch weiterhin möglich, etwa beim Zusammenschluss Sexten – Sillian. Dasselbe gilt für das geplante, derzeit ruhende Projekt Ötztal – Pitztal. Dadurch entstünde ein sechstes Gletscherskigebiet, gleich groß wie der Pitztaler Gletscher. Ich habe massiv dafür geworben, wieder klarer in der Grenzziehung zu werden. Das macht auch das Kosten- und Prozessrisiko für die Projektwerber geringer und wäre auch wirtschaftlich sinnvoll. Das hat leider nicht gefruchtet.

Als Standortanwalt haben Sie eine Verfahrenskostenbeteiligung der Umweltorganisationen vorgeschlagen und dafür viel Gegenwind bekommen. Die Genehmigungsverfahren dauern mitunter mehrere Jahre, was nicht im Sinne der Projektwerber sein kann. Wie die Interessenslage bei den Projektgegnern ist, lässt sich nicht so einfach sagen. Was halten Sie von einer Beschränkung der Verfahrensdauer? GARBISLANDER: Verfahren müssen beschleunigt werden. Es kann nicht sein, dass es fünf, sechs Jahre dauert, bis eine Entscheidung getroffen wird. Das ist für alle frustrierend und manche Organisationen – nicht die Umweltanwaltschaft – verschleppen die Verfahren bewusst. KOSTENZER: Auch ich will schnelle Verfahren. Der Frust und die Kosten, die durch diese langen Verfahren entstehen, gehen letzten Endes auf Kosten der Natur, weil dadurch das Verständnis, wie wir mit unserem Raum umgehen, sinkt. Wir führen als Landesumweltanwaltschaft sehr viele informelle Vorgespräche mit Projektwerbern. Das spart in der Folge viel Zeit und Kosten. Ich möchte aber niemanden von meiner Position überzeugen, weil mir das ohnehin nicht gelingen wird. Sehr oft finden wir aber einen für beide Seiten befriedigenden Lösungsweg, der beantragt und meistens auch rasch genehmigt wird. Es ist eine der ganz großen Stärken der Institution Umweltanwaltschaft, dass wir eine Idee zum Wohl der Gesellschaft und nicht Eigeninteressen verfolgen. Es ist unser Ziel, eine möglichst attraktive und lebenswerte Umwelt auch für die Zukunft zu erhalten. Sehen Sie sich als Standortanwalt nicht auch als Vertreter des Gemeinwohls? GARBISLANDER: Unser Antrieb ist gewissermaßen die andere Seite der Medaille. Wir brauchen eine intakte Umwelt, aber wir brauchen auch eine funktionierende Wirtschaft und Arbeitsplätze, die den Menschen Einkommen verschaffen. Solange die Bevölkerung wächst und jeder ein gleich großes Stück vom Kuchen haben will wie bisher, muss der Kuchen größer werden. Die Krise hat gezeigt, wie wichtig wirtschaftliche Entwicklung ist. Auch wir als Standortanwaltschaft verfolgen keine Eigeninteressen. Uns verbindet, dass wir in vielerlei Hinsicht Idealisten sind.


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STADT INNSBRUCK

MULTIFUNKTIONELLES STADTANGEBOT Österreichische Innen- und Altstädte stehen vor einem strukturellen Wandel, der durch COVID-19 nachhaltig beschleunigt wurde. Doch nicht alle Städte sind gleichermaßen betroffen. Mit Vernetzung und Agilität will die Stadt Innsbruck gegensteuern und positive Akzente setzen.

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erändertes Konsumentenverhalten, der eingebrochene internationale Freizeit- und Geschäftstourismus sowie eine akute Deurbanisierung treffen Städte besonders hart. So führten unter anderem flächendeckendes Homeoffice, hohe Mietpreise und

steigende Leerstandsquoten zu einer gesunkenen Attraktivität. Die COVID-19-Pandemie hat den Anspannungsgrad gerade bei Einzelhändlern/Filialisten durch eine beschleunigte Abwanderung von Kunden ins Internet und temporäre Ladenschließungen erhöht. Auch die Gastronomie und der Tou-

rismus leiden unter dem weiterhin partiell bestehenden Kontakt- und Reiseverbot. Die Folgen sind gravierend: Selbst große, vertikalisierte Ketten ziehen sich vielerorts aus A-Lagen zurück, die oftmals eine Funktion als Anker in Innenstadtlagen innehatten. Viele kleine Händler sehen sich aufgrund


STADT INNSBRUCK

akuter Liquiditätsengpässe ebenfalls zum Rückzug gezwungen. Zunehmende Leerstände senken die Attraktivität des Stadtbilds zusätzlich – es gilt also, einer Abwärtsspirale aktiv entgegenzuwirken.

ES GIBT NOCH VIEL ZU TUN. INNSBRUCK H AT A B E R A L L E C H A N C E N , G E S TÄ R K T A U S D E R K R I S E H E R A U S Z U KO M M E N . Visualisierung Bozner Platz

ÖKOSYSTEM INNENSTADT

Obwohl die Solidarität der Konsumenten gerade zu Beginn der Pandemie aktiv eingefordert wurde (#buylocal), zeigen sich große Online-Marktplätze als Gewinner der Krise. Das Onlineshopping stieg rasant und wird auch in Zukunft das Konsumverhalten prägen. „Auch in der Stadt Innsbruck sind diese Entwicklungen nicht spurlos vorübergegangen“, weiß Bürgermeister Georg Willi. Das wirft Fragen auf. Wie resilient ist die Innenbzw. Altstadt gegenüber der Coronakrise? Mit welchen akuten Herausforderungen hat die Innen- bzw. Altstadt zu kämpfen? Welche Rollen werden Innenstädte in Zukunft spielen? Was können Verantwortliche kurz-, mittel- und langfristig tun? Wie sensibel die einzelnen Funktionen in einer Stadt interdependieren, zeigte sich gerade in der Krise mehr als augenscheinlich. Handel ohne Gastro funktionierte nicht. Auch Kultureinrichtungen stellen einen weiteren wichtigen Anlass für Innenstadtbesuche dar. Die Menschen sehnen sich nach diesem multifunktionellen Angebot in einer Stadt.

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HANDEL IM WANDEL

Bereits vor der Krise haben Transformationsprozesse ihre Spuren hinterlassen. War früher der Einzelhandel das Herzstück einer Innen- bzw. Altstadt, so könnte nun die neue Logik „Food is the new retail“ lauten. Zahlreiche Gastrokonzepte poppen sprichwörtlich auf und prägen einen Standort. „Um für Einzelhändler und Gastronomen langfristig attraktive Standorte bieten zu können, müssen die Nutzungsmischungen hinterfragt und Kooperationen mit den Akteuren eingegangen werden. Es braucht ein konstruktives Miteinander“, ist Bernhard Vettorazzi, Leiter des Innsbruck Marketings überzeugt.

VERNETZUNG UND AGILITÄT

Die Stadt Innsbruck, die Rahmenbedingungen eines attraktiven Wirtschaftsstandortes mitgestaltet, hat in den letzten Monaten entscheidende Akzente gesetzt. So wurde ein Wirtschaftspaket ins Leben gerufen, das Impulse mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen von gestalterischen Aspekten bis hin zu klassischer Wirtschaftsförderung be-

inhaltet. „Insbesondere wurden strategische Allianzen ins Leben gerufen“, so Willi: „Das Credo dabei lautete: Vernetzung und Agilität. Eine Schlüsselrolle kam dabei dem Innsbruck Marketing zu, denn gerade in diesen Handlungsfeldern kann ein Stadtmarketing seine Stärken in die Waagschale werfen und mit den Partnern Maßnahmen für eine Stadtentwicklung schnüren, von der letztlich alle profitieren. Diese neuen Allianzen werden ständig aktiviert, Marketingkooperationen geschnürt.“

WINDOWS OF OPPORTUNITY

Die nächsten Wochen stehen noch ganz im Zeichen eines „windows of opportunity“. Das Zeitfenster des Umbruchs soll genutzt werden, um die Stadt im Allgemeinen und Innen- sowie Altstädte im Besonderen zukunftsfit vorzubereiten. „Aus diesem Anlass

wurde ergänzend zu den Baustellenmaßnahmen ein Altstadtimpulsprogramm im historischen Zentrum lanciert. Gemeinsam mit Stakeholdern wurde in einem breitangelegten Prozess das Zukunftsprofil der Altstadt erarbeitet. Das Herz der Stadt Innsbruck soll mehr als ein Facelifting erhalten“, erläutert Chef Vettorazzi. Zudem soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Mit der Umgestaltung des Bozner Platzes wird im nächsten Jahr ein wichtiger Standort attraktiviert. Gemeinschaftlich mit dem neuen RAIQA-Quartier wird eine wichtige innerstädtische Achse zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt geschaffen. In den Stadtteilen gibt es ebenfalls noch Handlungsbedarf. Trends wie Regionalisierung oder Nachhaltigkeit führen zu einer Rückbesinnung auf die direkte Umgebung und das Lokal ums Eck. PR


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INFRASTRUKTUR – DIE UNBEMERKTE BASIS DER MODERNE Infrastruktur ist da. Wie sehr wir von ihr abhängen, zeigt sich, wenn sie einmal nicht funktioniert. Infrastruktur ist im Wandel und wandelt zugleich den Menschen, ist zu dessen zweiter Natur geworden. In Tirol gilt es, mit neuer und bestehender Infrastruktur in die Gigabitgesellschaft einzutreten, dem Klimawandel entgegen- und für die Energiewende anzutreten. TEXT: MARIAN KRÖLL

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er sperrige Begriff der Infrastrukturen suggeriert, dass man die Beschäftigung damit wohl lieber den Experten überlassen soll. Indessen befreien uns Einrichtungen der Kommunikation, des Verkehrs, der Ver- und Entsorgung wie selbstverständlich davor, uns damit auseinandersetzen zu müssen, wo Wasser und Strom herkommen, wie wir uns von A nach B bewegen und wie wir uns mittels Informationen ein Bild und einen Begriff von unserer Welt machen. Erst wenn diese Infrastrukturen nicht mehr funktionieren, erahnen wir, dass die Leistungen, die sie bereitstellen, womöglich nicht so selbstverständlich sein könnten, wie sie uns erscheinen. Nur hätten wir etwa im ungünstigen Fall eines Blackouts, der durch die Abkehr von den fossilen Energieträgern und Hinwendung zu den volatileren Erneuerbaren wahrscheinlicher geworden ist, gar nicht mehr die Möglichkeit, unseren Unmut in den Weiten des Internets zu ventilieren. Hieße es auf einen Schlag Notizbuch statt Facebook, wären wir auf uns selbst zurückgeworfen, auf den Austausch mit unserer unmittelbaren Umgebung beschränkt. Infrastruktur macht sich also erst durch ihre Ausfallserscheinungen und ihr Nichtfunktionieren bemerkbar. Die sich aufdrängende Frage, weshalb die Vorbedingung jeder modernen Gesellschaft als so profan und banal empfunden werden kann, hat sich der Historiker Dirk van Laak gestellt und die Herausforderung in der westlichen Welt wie folgt umrissen: „Die reichen Länder stehen vor der Aufgabe, einerseits ständig neue Infrastrukturen, momentan solche zum Ausbau der digitalen Welt, einzurichten und andererseits die bestehenden zu pflegen, zu erhalten oder auch rückzubauen.“

DEFINITIONSSACHE INFRASTRUKTUR

Doch zunächst eine historische Annäherung und ein näherer Blick auf das Wesen der Infrastruktur: „Bis heute geht vom Begriff ‚Infrastruktur‘ die bezwingende Aura des Notwendigen aus“, so van Laak, der auch eine Begriffsdefinition vornimmt: „Infrastruktur könnte man definieren als alles Stabile, das notwendig ist, um Mobilität und einen Austausch von Menschen, Gütern und Ideen zu ermöglichen.“ Die Geschichte der Infrastrukturen sei eine ohne prominente Helden, ohne große Zäsuren und ohne markante Jahrestage, hält van Laak fest. Weiter fasst den Begriff der Sozialpsychologe Harald Welzer: „Die institutionellen Infrastrukturen regulieren das Wachstum, die materiellen manifestieren

es, die mentalen übersetzen es in die lebensweltliche Praxis. Sie statten die Bewohner der Wachstumsgesellschaften mit den dazugehörigen Selbstkonzepten und Biographien aus.“ Infrastrukturen wurden auch schon als unbemerkte Basis der Moderne bezeichnet, ebenso wie als „Symbol des kollektiven Wir“, „Materie“ des Gesellschaftlichen bzw. dessen „Funktionsbedingung“. Jedenfalls ist die Infrastruktur ein Thema aus der gesellschaftlichen Mitte, weil sie ausnahmslos jeden betrifft. Es ist ein Kernanliegen der travaux publics, public works bzw. öffentlichen Arbeiten, wie die Beschäftigung mit der Infrastruktur genannt wurde, bevor es den Begriff gab, soziale Entwicklungen in Gang zu setzen und wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Dieser Impetus spiegelt sich aktuell etwa in der Breitbandstrategie des Landes Tirol wider, wie noch zu zeigen ist. Historisch betrachtet trug gemeinsame Infrastruktur auch zur Nationswerdung bei. „Mit Telegrafendrähten und Stromkabeln wurden regionale Flickenteppiche gleichsam zu Nationen verkabelt“, schreibt van Laak. Investitionen in Breitbandinfrastruktur leisten dagegen heute auch einen Beitrag zur Globalisierung, lässt man das vielfältige Agitations- und Desinformationspotenzial des WWW – Stichwort Troll-Armee – einmal großzügig außer Acht. Infrastruktur ist ein Versprechen in die Zukunft, mit der sich ein technisch-administrati-


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INF R A S T RUK T UR KÖNN T E M A N DEF INIEREN A L S A L L E S S TA BIL E , DA S NO T W ENDIG IS T, UM MOBIL I TÄT UND EINEN AU S TAU S C H VON MENS C HEN, G Ü T ERN UND IDEEN ZU ERMÖGL IC HEN.

ves System bis heute legitimiert. Davon zeugen die mit großer Geste vollzogenen Spatenstichfeiern am Anfang von Bauprojekten ebenso wie das feierliche Durchschneiden farbiger Bänder an deren Ende. Infrastruktur kann folglich immer auch als ein Ausweis kollektiver Macht durch eine Gesellschaft, die das soziale Leben durch staatliche Infrastrukturen koordiniert, betrachtet werden. „Infrastrukturen codieren menschliche Handlungen, den Habitus und das Wissen, sie bilden also die Basis für kulturelle Praktiken, für soziale Organisation, Kommunikation und Information. Darüber hinaus ermöglichen sie deren Kontrolle“, argumentiert der Historiker. Infrastruktur ist, diese Feststellung konsequent zu Ende gedacht, also nicht nur die Vorbedingung der modernen Gesellschaft, sondern auch deren Triebfeder hin zu einer immer engeren Integration, einer gewaltigen Organisation, in der alles und jedes miteinander verflochten ist. Eine Megamaschine, um einen Begriff des US-Architekturkritikers und Wissenschaftlers Lewis Mumford aufzugreifen. Der spanische Soziologe Manuel Castells hat für die Infrastruktur den Begriff der „technischen Fließräume“ geprägt, gemeint als ein modernes Gewebe aus technischem Raum, fluider Natur und urbaner Kultur. In diesen wird selbst die Natur zu einem Konsumgut, zur Ware, zum Treib- und Rohstoff, sie wird gewissermaßen „kommodifiziert“.

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DATENVERKEHR IST LEBEN

In Tirol hält man es, was den Ausbau der digitalen Autobahnen in Form von Glasfasernetzwerken betrifft, ebenso wie einst mit den echten Autobahnen mit der Parole „Verkehr ist Leben!“ Der Datenverkehr wird solcherart zum Hoffnungsträger für ganze Talschaften, die von Abwanderung bedroht sind oder wo mehr oder weniger tourismuswirtschaftliche Monokultur herrscht. Dementsprechend hat das Land Tirol seinen Breitband-Masterplan 2013–2018 bis ins Jahr 2023 fortgeschrieben. „Die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung mit zukunftsfähigen Breitbandnetzen und -diensten bleibt ein prioritäres Vorhaben für die zukünftige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Landes“, heißt es darin. Das heißt, dass Glasfaserinfrastruktur dorthin kommen soll, wo „immer dies in Tirol wirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig möglich ist.“ Angestrebt wird ferner die Integration von 5G, der fünften Mobilfunkgeneration. „5G ist nicht nur erweitertes und verbessertes Breitband, sondern soll auch die Grundlage von Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) und Industrieautomatisierung sein. 5G kann Grundlage für Wirtschaftsleistung in vielen Bereichen sein und eine Universaltechnologie werden“, steht im Masterplan geschrieben. Feste und mobile Breitbandversorgung werden einander ergänzen, die gemeinsame Basis ist die Glasfaser, mit der übrigens auch die Sendemasten für die fünfte Mobilfunkgeneration angebunden sind. Als Vision hinter der Infrastruktur fungiert die Gigabitgesellschaft, die – geht es nach der Politik – schon möglichst bald in Tirol entstehen soll. Das ist ein Begriff zur Beschreibung einer hochvernetzten Gesellschaft, die von Informations- und Kommunikationstechnik durchdrungen ist, wodurch gesellschaftlicher Fortschritt ermöglicht wird und positive gesamtwirtschaftliche Effekte zu erwarten sind. Das Land hat sich mit dem Glasfaserausbau also ein klares Infrastrukturziel gesetzt, dessen Erreichung in letzter Konsequenz gesellschaftlichen Wandel ermöglichen soll.

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An diesem konkreten Beispiel wird sichtbar, dass sie so banal gar nicht ist, die Infrastruktur, die in einer Wechselbeziehung zur modernen Gesellschaft steht und diese sogar bedingt. Bei der Breitbandinfrastruktur geht es auch darum, ein schnelles Transportmedium anzubieten, um den Menschen jene technologisch vermittelte Weltaneignung zu ermöglichen, ohne die die meisten sich heutzutage nicht mehr als vollständig begreifen. Wer ohne sein Smartphone nicht mehr sein kann, beginnt sich rasch als Mängelwesen zu fühlen. (Daten-)Infrastruktur, so kann man sagen, erleichtert dem modernen Menschen Weltannäherung und Weltaneignung.

ABHÄNGIG VON DER ZWEITEN NATUR

„Infrastrukturen wurden seit dem 18. Jahrhundert dazu genutzt, Gesellschaften zu modernisieren, sie räumlich, sozial oder kulturell zu integrieren und den Menschen neue Möglichkeiten zu bieten“, weiß van Laak. Infrastrukturen ließen gebaute Umwelten entstehen, in denen sich Menschen routiniert, fast intuitiv und wie in einer zweiten Natur bewegen, auf die sie zugleich in hohem Maße angewiesen sind. Wie hoch diese Abhängigkeit von Infrastruktur ist, wird uns in dramatischer Weise vor Augen geführt, wenn einmal – und sei es nur für kurze Zeit – kein Strom mehr aus der Steckdose kommt. Eine zuverlässige Stromversorgung ist es, die unsere Lebensweise erst möglich macht. Kommt der Blackout, ist es auch mit der öffentlichen Ordnung rasch vorbei, die verheerenden ökonomischen Konsequenzen eines längeren Stromausfalls stellen die Kosten eines Lockdowns in den Schatten.

Das Energie-Institut an der Johannes Kepler Universität hat die wirtschaftlichen Folgen eines Blackouts derart beziffert: Würde an einem Wochentag um 9 Uhr der Strom im gesamten Bundesgebiet für 24 Stunden ausfallen, läge der volkswirtschaftliche Schaden laut Blackout-Simulator für Österreich bei 1,13 Milliarden Euro. Pro Tag. Fakt ist, dass auch durch die Energiewende und damit verbundene Dekarbonisierung samt Atomausstieg Deutschlands die Stabilität der europäischen Stromnetze geringer geworden ist. Der Aufwand für die Netzstabilisierung ist dagegen – sowohl in technischer als auch finanzieller Hinsicht – massiv gestiegen. Sollte das Worst-Case-Szenario eintreten, gibt es bei aller damit verbundenen Unbill aber auch eine positive Nachricht, wie TINETZ-Experte Christian Ammer im Interview im Anschluss erläutert. Tirol ist aufgrund seiner Pumpspeicherkraftwerke in der Lage, auf eigene Faust die Stromversorgung binnen weniger Stunden im Land wiederherzustellen und eine Zeit lang unabhängig vom europäischen Stromnetz – im sogenannten Inselbetrieb – sicherzustellen. Stromversorgung ist nicht nur für Industrie und Gewerbe ein ganz entscheidender Standortfaktor und Bereich, in dem Tirol nicht zuletzt dank der Wasserkraft gut aufgestellt ist. Ohne Strom kommt das Leben, wie wir es kennen, schlagartig zum Erliegen, binnen weniger Tage würden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit katastrophale Zustände herrschen, welche die Grundfesten unserer Zivilisation – und Zivilisiertheit – zu erschüttern vermögen. Ungemach droht uns nicht nur, wenn die Versorgung mit Strom, Wasser und WWW ausfällt, sondern auch dann, wenn die Entsorgung nicht funktioniert. Die Zivilisation ist fragiler, als wir annehmen möchten, und unsere moderne Gesellschaft ist provokant formuliert nur eine erfolglose Toilettenspülung davon entfernt, kollektiv in die Rue de la Gack abzubiegen. Dass um uns herum alles funktioniert, ist selbstverständlich geworden, obwohl wir uns unserer Abhängigkeiten von der Infrastruktur seit geraumer Zeit immer bewusster werden und die Selbstverständlichkeit, mit der wir diese benutzen, langsam abnimmt. Wir sind uns auch durch die gegenwärtige Pandemie unserer individuellen und kollektiven Verwundbarkeit bewusster geworden. Besonders gefährdet sind heute die sogenannten „Infrastrukturen der Konnektivität“, sprich Häfen oder Flughäfen, Bahnhöfe, Elektrizitäts- und Wasserwerke,

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Nachrichtenzentralen und die Knotenpunkte des Internets. Interessanterweise wirkt sich eine Störung auf eine Gesellschaft umso massiver aus, je besser deren Versorgungseinrichtungen im Normalfall funktionieren. Ein Umstand, den der Historiker Dirk van Laak als Sicherheits- oder Verletzlichkeitsparadox bezeichnet.

ZWISCHEN STAAT UND PRIVAT

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Dass die Bereitstellung, Instandhaltung und Instandsetzung von Infrastrukturen wesentlich, aber natürlich nicht ausschließlich in den Aufgabenbereich des Staates fällt, ist bei uns klarer als in vielen anderen Ländern, in denen manche Infrastrukturen, vor allem im Verkehrswesen, vollständig privatisiert sind und nach anfänglichen Gewinnen für die Betreiber mangels Investitionen mehr schlecht als recht funktionieren. Der Markt kann vieles, Infrastrukturen schaffen und aufrechterhalten, die nicht gewinnträchtig sind, gehört nicht unbedingt dazu. Mittlerweile hat sich so etwas wie ein Konsens herausgebildet, wonach Staat, Länder und die Kommunen die Verantwortung für die Infrastruktur übernehmen und gewährleisten sollen, dass die Gemeindienste – trotz unternehmerischer Gewinninteressen – möglichst für alle Bürger zu kalkulierbaren Bedingungen verfügbar sind. Darüber hinaus soll verhindert werden, dass private Anbieter ihre Verfügungsgewalt über Infrastrukturnetze dazu missbrauchen, Konkurrenten im Wettbewerb zu benachteiligen. Die Frage, wer Infrastruktur am besten organisiert und welche Rolle dabei Unternehmen, welche dem Staat und welche schließlich dem Nutzer oder dem Verbraucher zukommen sollte, bleibt dennoch weithin unentschieden. Auch deswegen haben sich der Staat, die Kommunen und private Unternehmen immer öfter zu sogenannten Public Private Partnerships zusammengefunden, die in der Regel gut funktionieren. Mit Leasingmodellen gibt es dagegen weniger positive

DA S S UM UNS HERUM A L L E S F UNK T IONIER T, IS T S EL B S T V ER S TÄ NDL IC H GE WORDEN, OBWOHL W IR UNS UNS ERER A BH Ä NGIGK EI T EN VON DER INF R A S T RUK T UR S EI T GER AUMER ZEI T IMMER BE W US S T ER W ERDEN UND DIE S EL B S T V ER S TÄ NDL IC HK EI T, MI T DER W IR DIE S E BENU T ZEN, L A NG S A M A BNIMM T.

Erfahrungen. Der Verkauf von Infrastruktur an Investoren und das Zurückleasen (sale & lease back) derselben hat sich in der Vergangenheit als problematisch erwiesen. Die beispielsweise in den Geschäftsjahren 2001, 2002 und 2003 von der Tiwag abgeschlossenen Cross-Border-Leasing-Transaktionen standen ungeachtet der daraus resultierenden finanziellen Vorteile im Fokus einer überwiegend kritischen Öffentlichkeit. Bei diesen sogenannten Cross-Boarder-Leasings nutzte man eine Lücke in der US-Steuergesetzgebung – die das Leasinggeschäft als Kauf wertete und den Investoren half, Steuern zu sparen. Ein Teil des Steuervorteils wurde dabei an den Verkäufer weitergereicht. Diese Gesetzeslücke hat man auf der anderen Seite des Atlantiks mittlerweile längst geschlossen und damit auch das Kapitel des grenzüberschreitenden Leasings.

GEFAHRENPOTENZIALE

Unsere Infrastruktur ist in einem guten Zustand, weil ständig – merklich und unmerklich – an ihr gearbeitet und in sie investiert wird. Die zunehmende Vernetzung indes birgt Risikopotenzial, wie van Laak ausführt: „Experten, die die gegenwärtige Entwicklung gefährdeter Infrastrukturen beobachten, sind jedenfalls alarmiert. Sie halten das ständig höher werdende Niveau von sich selbst verstärkenden und überlagernden Vernetzungen für eines der größten Risiken der Gegenwart wie der Zukunft. Das gilt vor allem für die Smart grids, also die digitale und vermeintlich ‚intelligente‘ Kontrolle der Erzeugung und des Verbrauchs in Stromnetzen. Damit werden die potenziellen Folgen eines Stromausfalls noch einmal verstärkt, weil möglicherweise auch die Wasserversorgung und die Kommunikation daranhängen.“ Eine zusätzliche Gefahr entstehe, so van Laak, unter anderem daraus, dass weder die Individuen noch die Strukturen Schritt für Schritt und bewusst auf frühere technische Niveaus zurückgehen können. Es gibt nur den Fortschritt. Dort, wo viel Infrastruktur besteht, kann es problematisch werden, wenn noch mehr davon gebaut werden soll. „Die neuen Energieformen, die für eine dekarbonisierte Zukunft erschlossen werden müssen, greifen oft


Aufeinander schauen, einander zuhören, miteinander mehr bewegen.

Sich zu verstehen ist die Basis einer guten Beziehung.

Die Ernsthaftigkeit und Leidenschaft, mit der Tina und Christian Auer ihren Friseursalon und Barbershop am Cyta-Areal angegangen sind, hat ihre Beraterin Karoline Kuen sofort überzeugt. Einen 90-seitigen Businessplan habe ihr Christian damals vorgelegt, staunt sie noch heute. Exzellenz im Handwerk wie im Service ist die Devise des jungen Unternehmens. Wer seine Kund:innen heute perfekt bedienen will, muss im Hintergrund gut digitalisiert sein, sind Tina und Christian überzeugt. „Das ist bei uns nicht anders“, lacht Karoline, „wir verstehen uns eben.“

Foto: Raiffeisen/Günter Kresser

Tina und Christian Auer, Exzellent Cut Karoline Kuen, Gründer-Spezialistin

www.raiffeisen-tirol.at


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auf Quellen zurück, die – wie die Solar- und die Windenergie, die Biomasse oder der weltweit weiterhin betriebene Bau von Staudämmen – seit Langem in Gebrauch sind. Deren intensivierte Nutzung aber erfordert neue Speicher- und Verteilungssysteme. Diese durchzusetzen und zu verlegen erweist sich überall dort als besonders problematisch, wo ohnehin ein hohes Maß an Infrastruktur existiert und neue Belastungen kaum mehr zu verkraften sind“, beschreibt van Laak den Sachverhalt. Das gilt in Tirol für den weiteren Ausbau der Wasserkraft, die für die Energiewende benötigt wird. Da kommt es durchaus zu Konflikten zwischen Klimaschutzprojekten und dem Umweltschutz, die nicht so einfach zu lösen sein werden.

EINE S T ÖRUNG DER INF R A S T RUK T UR W IRK T S IC H AUF EINE GE S EL L S C H A F T UMS O M A S S I V ER AU S , JE BE S S ER DEREN V ER S OR G UNG S EINRIC H T UNGEN IM NORM A L FA L L F UNK T IONIEREN.

Infrastruktur ist in mehrerlei Hinsicht ein Standortfaktor. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Menschen, die mobil sind. „Auf der anderen, nämlich der üppigen Seite der Wohlstandsskala ist die Verfügbarkeit von Infrastruktur heute ein entscheidendes Moment bei der individuellen Wahl des Lebensmittelpunkts, so wie es dies in Bezug auf die Standortwahl von Unternehmen seit langem schon war. Welche Infrastruktur für die Lebensqualität, für den Verkehr oder für die Kinder bereitgestellt wird, kann heute gerade für kreative und transnational mobile Menschen entscheidend sein“, führt der Historiker aus. Infrastrukturen strukturieren die Gesellschaft und formen Individuen. Ohne sie ist unser Leben und Wirtschaften nicht einmal ansatzweise denkbar. Sie treten in den Hintergrund, wenn sie anstandslos funktionieren. Damit das weiterhin der Fall ist, müssen sie gewartet, um- und ausgebaut werden. Dabei gilt es, im Blick zu behalten, dass man die (erste) Natur nicht so einfach der zweiten Natur in Gestalt der Infrastruktur dienstbar machen kann, ohne die Konsequenzen in Kauf zu nehmen. Es geht um das richtige Gleichgewicht. Allmählich beginnt sich in der industrialisierten Welt die Einsicht durchzusetzen, dass der Ressourcenverbrauch nicht


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nachhaltig auf dem bestehenden Niveau stattfinden kann und man nicht dauerhaft über die Verhältnisse leben kann. Daher steht vor allem die westliche Welt vor der Herausforderung, den erreichten Komfort und Lebensstandard zumindest zu halten und zugleich die Gesamtsituation zu verändern. Deshalb wird nach Lösungen gesucht, die Effizienz der laufenden Systeme immer weiter zu steigern und regionale, ressourcenschonendere Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Inzwischen ist immer mehr von einer „grünen Infrastruktur“ die Rede, die als ein zusammenhängendes, geplantes Netzwerk an Grün- und Freiflächen verstanden werden kann, das unterschiedliche Funktionen erfüllt. Dazu gehören die Erholungsfunktion, die Steigerung der Biodiversität, die Reinigung von Luft und Wasser, der Hochwasserschutz, das Regenwassermanagement, die Anpassung an den Klimawandel und die Regulation des

INF R A S T RUK T UREN S T RUK T URIEREN DIE GE S EL L S C H A F T UND F OR MEN INDI V IDUEN. OHNE S IE IS T UNS ER L EBEN UND W IR T S C H A F T EN NIC H T EINM A L A NS AT Z W EIS E DENK B A R . Wasserhaushalts. Zweifellos handelt es sich dabei um Infrastruktur, welche die erste mit der zweiten Natur versöhnt. Tirol ist in mancherlei Hinsicht infrastrukturell gut aufgestellt. Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung der Infrastrukturen zwischen Gigabitgesellschaft und Energiewende weitergeht.

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UMDENKEN MACHT SICH BEZAHLT Der klare Umbruch in der Arbeitswelt ist deutlich spürbar und längst nicht mehr zu ignorieren. Es geht dabei um Themen der Freiheit, Selbstbestimmung, Partizipation und Transparenz.

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ie die Prinzipien des New-WorkAnsatzes mit aktuellen Vergütungssystemen vereinbar sind bzw. weshalb sie es nicht sind, hinterfragen und analysieren die erfahrenen Personalund Organisationsexperten der CONNECT COMPETENCE für ihre Kunden. Aus einer umfassenden, topaktuellen Gehaltsstudie, die das Unternehmen 2021 bereits zum sechsten Mal in Folge durchführte, um Löhne und Gehälter in Tirol zu durchleuchten, können Trends und Entwicklungen klar abgelesen werden. Die Studie, die sich auf Datensätze von mehr als 29.000 MitarbeiterInnen bezieht, zeigt Handlungsempfehlungen und notwendige Veränderungsprozesse im Vergütungsbereich auf. Diese sind sehr unterschiedlich. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Funktion gilt es, entsprechend zu reagieren, um als Unternehmen attraktiv zu bleiben. Die konkrete Frage, ob New Work

auch ohne New Pay funktionieren kann, muss laut Experten meist verneint werden. Zu starr sind hierarchische Strukturen, zu unflexibel die zugrunde liegenden Vergütungssysteme. Sprechen wir von New Work, handelt es sich um neue bzw. sich verändernde Bedürfnisse von MitarbeiterInnen, die sowohl an Rahmenbedingungen in der Arbeit als auch an ihre Freizeit veränderte Ansprüche stellen. Um als Unternehmen langfristig erfolgreich zu sein, muss sich

dieses neue Wertesystem auch in neuen Vergütungsmodellen widerspiegeln. Nicht unbedingt geht es darum, ein existierendes System komplett auf den Kopf zu stellen, doch meist sind Adaptierungen unumgänglich. In Workshops und persönlichen Beratungen erarbeitet das Expertenteam von CONNECT COMPETENCE mit seinen Kunden im Sinne des New-Work-Mindsets individuelle Lösungen, die nachhaltig wirken. www.connectcompetence.net PR

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„DAS SYSTEM WIRD GESAMTHAFT INSTABILER“

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TINETZ-Experte Christian Ammer beschreibt die Auswirkungen der Energiewende auf die Stromnetze, zukünftige Herausforderungen und die besondere Rolle der Tiroler Wasserkraftwerke. Im schlechtesten Fall eines europaweiten Blackouts kann sich Tirol binnen weniger Stunden selbst wieder mit Energie versorgen. INTERVIEW: MARIAN KRÖLL

ECO.NOVA: Die „Energiewende“ stellt die europäische Energiewirtschaft vor neue Herausforderungen. Thermische Anlagen werden stillgelegt, der Anteil regenerativer Erzeugungseinheiten mit volatilerer Charakteristik, sprich Windkraft und Photovoltaik (PV), steigt. Wie geht man als Netzbetreiber mit dieser Situation um? CHRISTIAN AMMER: Der Umbau des Energiesystems mit der Integration sehr volatiler Energieformen stellt für das System und die Netze eine große Herausforderung dar. Erzeugung und Verbrauch müssen sich zu jeder Zeit im Gleichgewicht befinden. Photovoltaik und Wind sind aber volatil, also sehr variabel und schwer einzuplanen. Zieht eine Wolkenfront durch oder kommt es zu einer Windflaute, fehlt diese Leistung im Netz und muss durch andere Kraftwerke mit entsprechendem Regelvermögen ersetzt werden. Das Abschalten von konventionellen Kraftwerken – Atom-, Kohle-, Öl-Kraftwerke –, die genau dieses Regelvermögen haben, destabilisiert nun das System. Einen wesentlichen Beitrag für dieses Regelvermögen stellen hier bislang und in Zukunft mit noch höherer Wichtigkeit die alpinen Speicherkraftwerke dar. Diese haben nicht nur ein entsprechendes Regelvermögen, sondern erlauben bei einem Überschuss aus Wind oder PV diesen durch Pumpbetrieb zu speichern und bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen. Und dies nicht nur kurzfristig, sondern über die Jahreszeiten verteilt. Die Herausforderung und auch die Basis für eine Stabilisierung ist, dass der Wandel des Energiesystems entsprechend mit dem Netz abgestimmt ist und somit auch netzverträglich erfolgt. Nachdem die neuen Erzeugungskapazitäten nicht dort entstehen, wo die alten abgeschaltet werden – neue Windkraft entsteht vor allem im Norden Europas und „offshore“, die konventionellen Kraftwerke waren dagegen verbrauchsnahe situiert –, müssen auch Leitungen für die neuen Transportwege errichtet werden. Das dauert und sollte zeitlich so abgestimmt erfolgen, dass zwischenzeitlich keine Versorgungslücken entstehen. Sowohl die genaue Kenntnis des Netzzustandes, eine präzise Netzberechnung als auch der Einsatz neuer und smarter Technologien sind dazu wesentliche Grundvoraussetzungen. Aber auch nicht unwesentliche Investitionen in die Netzinfrastruktur sowie deren Umsetzbarkeit stellen eine Herausforderung dar.

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DI Christian Ammer ist Prokurist und Abteilungsleiter Systemführung Netze bei der TINETZ-Tiroler Netze GmbH

„ A B S C H ÄT Z U N G E N F Ü R Ö S T E R R E I C H G E H E N D AV O N A U S , D A S S D E R A U S FA L L D U R C H E I N B L A C KO U T I N G A N Z Ö S T E R R E I C H KO S T E N I N D E R H Ö H E V O N R U N D 1,18 M I L L I A R D E N E U R O P R O TA G V E R U R S A C H T.“ CHRISTIAN AMMER

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Ist der Blackout durch diese Entwicklungen wahrscheinlicher geworden? Der Umbau des Energiesystems – die Dekarbonisierung und die Integration von erneuerbaren Energien, insbesondere die volatilen Energieformen von PV und Windenergie – stellt für das System und die Netze eine große Herausforderung dar. Es entstehen neue Erzeugungsschwerpunkte in Europa fern von den Lastzentren bei gleichzeitiger Stilllegung großer Einheiten und fehlendem bzw. verzögertem Ausbau der notwendigen Leitungsverbindungen. Zur Gewährleistung eines stabilen Netzbetriebes unter diesen Rahmenbedingungen hat das europäische Verbundsystem viele automatische Mechanismen implementiert, um Instabilitäten auszugleichen und sich so selbst zu schützen. Aber das System wird gesamthaft instabiler und gerät leichter in Stresssituationen.

Wie lange würde es voraussichtlich dauern, bis nach einem europäischen Blackout der Ursprungszustand wiederhergestellt ist? Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden, da viele Faktoren nicht in unserer Hand liegen und im Jahresverlauf unterschiedlich sind. Sowohl für die Stromversorgung in Österreich als auch in Tirol liegen entsprechende Netzwiederaufbaukonzepte vor, welche abhängig von der jeweiligen Lastsituation und auch den Kraftwerksverfügbarkeiten zumindest eine Grundversorgung innerhalb mehrerer

Stunden vorsehen. Besonders Tirol befindet sich durch die großen Speicherkraftwerke der TIWAG hier in einer außergewöhnlich guten Lage. Europaweit kann die Wiederherstellung bzw. die Rückkehr zum Normalbetrieb im Worst Case sicher mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Welche Rolle kommt Tirol mit seinen Pumpspeicherkraftwerken im Falle des Worst Case, eines Blackouts, zu? Die Versorgung mit elektrischer Energie ist eine Grundvoraussetzung für das reibungslose Funktionieren des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft in Tirol. Ein mehrstündiger bis mehrtägiger Stromausfall im gesamten Bundesland Tirol als Resultat eines europäischen Blackouts würde unabsehbare Konsequenzen für Bevölkerung und Wirtschaft nach sich ziehen, da als Folge auch Kommunikations- und Infrastruktursysteme sowie die öffentliche Sicherheit betroffen wären. Abschätzungen für Österreich gehen davon aus, dass der Ausfall durch ein Blackout in ganz Österreich Kosten in der Höhe von rund 1,18 Milliarden Euro pro Tag verursacht und damit viel mehr als ein Tag im Lockdown. Die TINETZ als Tirols größter Verteilernetzbetreiber als auch die TIWAG mit ihren großen schwarzstart- und inselbetriebsfähigen* Kraftwerken bekennen sich dazu, gemeinsam so rasch wie möglich mit einem Netzwiederaufbau im Inselbetrieb zu beginnen und so die Auswir-

kung auf die Bevölkerung, das öffentliche Leben und die Wirtschaft Tirols so gering als möglich zu halten. Als Grundlage wurde von der TINETZ in enger Zusammenarbeit mit der TIWAG und unter Einbeziehung der nachgelagerten Verteilernetzbetreiber das Netzwiederaufbaukonzept Tirol erstellt. In Abstimmung und nach Freigabe durch den Übertragungsnetzbetreiber APG, der für den Netzwiederaufbau in Österreich zuständig ist, wird TINETZ eigenständig mit dem Netzwiederaufbau beginnen. Über wie viele schwarzstartfähige Kraftwerke verfügt Tirol? Der Verlauf des Netzwiederaufbaus erfolgt im Wesentlichen von den schwarzstart- und inselbetriebsfähigen Kraftwerken Prutz, Silz und Kühtai als auch vom Kraftwerk Achensee, das heißt von West nach Ost durch schrittweises Weiterschalten. In Osttirol geschieht dies entweder durch Spannungsfortschaltung vom Knoten Lienz oder von den Kraftwerken Amlach und Kalserbach.

Kann Tirol also bei Bedarf aus dem europäischen Stromnetz herausgelöst und im Inselbetrieb versorgt werden? Ja. In Österreich sind die Übertragungsnetzbetreiber mit allen direkt angeschlossenen Netzbetreibern entsprechend abgestimmt. Auf Basis der ausgearbeiteten Konzepte und dazu durchgeführter Versuche im Netz wurde der Österreichische Netzwiederaufbauplan festgelegt.

*SCHWARZSTARTFÄHIGKEIT: „Schwarzstartfähigkeit“ ist die Fähigkeit eines Kraftwerks, unabhängig vom Stromnetz – das heißt ohne elektrischen Energiebezug aus diesem – vom abgeschalteten Zustand ausgehend in Betrieb genommen zu werden.

*INSELBETRIEBSFÄHIGKEIT: Die Fähigkeit einer Anlage bzw. eines Teilnetzes, sich bei einer Netztrennung aus dem Lastbetrieb sich selbst und netzunabhängig zu versorgen bzw. den Eigenbedarf zu decken.

*DUNKELFLAUTE:

Eine Dunkelflaute beschreibt das gleichzeitige Auftreten von Dunkelheit und Windflaute. Diese Wetterlage entsteht typischerweise im Winter und sorgt für geringe Erträge aus Solar- und Windenergie bei gleichzeitig saisonal hohem Strombedarf.


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„DIE ENERGIE- UND VERKEHRSWENDE FÜHRT UNWEIGERLICH ZU INVES TITIONEN IN DIE NE TZINFRASTRUK TUR AUF A L L E N N E T Z E B E N E N .“ CHRISTIAN AMMER

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Wie lange würde es dauern, einen solchen Inselbetrieb einzurichten? Bei einem überregionalen Blackout beurteilen die Mitarbeiter der 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche besetzten Netzleitstelle auf Basis der Gesamtübersicht, der Messwerte an den Übergabestellen und natürlich der Frequenz die Lage und stimmen die relevanten Maßnahmen mit anderen Netzbetreibern und Erzeugern ab. Danach wird mit dem Spannungshochfahren des Netzes begonnen, wobei nach etwa 1,5 Stunden mit ersten Lastzuschaltungen zu rechnen ist. Es handelt sich dabei um einen sehr komplexen Vorgang, der schrittweise durchzuführen ist – die Waage zwischen Verbrauch und Erzeugung ist dabei immer im Gleichgewicht zu halten. Zu beachten in dieser Situation ist, dass sich jeder Verbraucher nur auf die absolute Grundversorgung einschränkt. Es wird das Netz somit schrittweise wieder zugeschaltet, so dass nach mehreren Stunden die wesentliche Grundversorgung in Tirol wiederhergestellt ist. Sobald wieder eine stabile Spannung im Übertragungsnetz vorhanden ist, wird versucht, das Netz wieder damit zu verbinden. In einer solchen Situation werden von Beginn auch die Notfall- und Krisenstäbe der TINETZ und der Erzeugungsleitstelle der TIWAG zur Unterstützung hochgefahren. Ergeben sich durch die Umrüstung auf SmartMeter – sogenannte intelligente Zähler, die digital Daten senden und empfangen – auch im Blackout-Fall oder dem Fall, dass Strom aus irgendeinem

Grund rationiert werden müsste, neue Möglichkeiten? Das aktuelle Konzept sieht einen derartigen Einsatz nicht vor. Im Österreichischen Systemschutzplan sind eine Vielzahl an Schutzmechanismen vorgesehen, um kritische Netzzustände zu beherrschen und Großstörungen zu vermeiden bzw. in ihrer Auswirkung zu begrenzen und so einen sicheren Systembetrieb zu gewährleisten. Im Fall von gesetzlich vorgegebenen Energielenkungsmaßnahmen erfolgt der Eingriff in den Umspannwerken direkt. Ein Eingriff auf Netzbenutzerebene ist aktuell nicht vorgesehen. Derartige Maßnahmen werden nicht im Falle eines Blackouts zu treffen sein, sondern als Folge von Krisen, wo durch Planung des Energieverbrauches und durch eine notwendige Rationierung eine Vorsorge gegen Energieknappheit getroffen werden muss, sogenannte „Energielenkung“ und Planwirtschaft als Prävention gegen einen Zusammenbruch der Energieversorgung. Die Verantwortung dafür liegt allerdings nicht bei den Netzbetreibern, sondern bei den jeweiligen Staaten.

Strom kann bekanntlich nicht im Netz gespeichert werden, Angebot und Nachfrage müssen einander genauestens die Waage halten. Windkraft und Photovoltaik sind volatil. Werden für den Fall einer sogenannten „Dunkelflaute“* genügend konventionelle, grundlastfähige Kraftwerke vorgehalten? Das Netz der TINETZ ist Teil in einem großen Verbundnetz in Europa. Dieses Netz reicht von Portugal bis nach Rumänien und von Dänemark bis in die Türkei und ist

eng miteinander verbunden. Die Netzsicherheit wird dabei durch die Übertragungsnetzbetreiber entsprechend den aktuellen Prognosen als auch auf Basis der Marktaktivitäten laufend berechnet und überwacht. Sollte die Netzsicherheit gefährdet sein, erfolgt ein entsprechender Eingriff durch den jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber. Dazu werden auch entsprechend regelbare Kraftwerkskapazitäten vorgehalten. Derartige Eingriffe zur Sicherstellung der Netzsicherheit, welche auch entsprechende Kosten verursachen, haben in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Regelvermögen leisten hier auch die Speicherkraftwerke in Tirol. Diese haben nicht nur ein entsprechendes Regelvermögen, sondern erlauben auch die zeitliche Verlagerung der Überschusserzeugung aus Wind oder PV.

Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die Versorgungssicherheit unter sich wandelnden Rahmenbedingungen zukünftig weiterhin zu garantieren? Der Wandel des Energiesystems muss mit dem Netz abgestimmt – also netzverträglich und damit zeitlich abgestimmt – erfolgen. Die Energie- und Verkehrswende führt unweigerlich zu Investitionen in die Netzinfrastruktur auf allen Netzebenen. Der Einsatz neuer und smarter Technologien unterstützt sicher diesen Wandel, die Implementierung stellt aber für alle Marktteilnehmer zusätzlich eine Herausforderung dar. Eine Vielzahl von automatischen Schutzmechanismen stellen eine wesentliche Säule für einen sicheren und stabilen Systembetrieb auch im Wandel der Energiesysteme dar. Zusätzlich gibt es eine enge Zusammenarbeit aller Netzbetreiber, um die Stabilität des Systems hoch zu halten. In Trainings werden, ähnlich wie in einem Flugsimulator, die Experten in den Leitstellen der Netzbetreiber und Erzeuger auf verschiedene Störungs- und Blackout-Szenarien geschult, sodass das Personal für alle Anlassfälle gut vorbereitet und koordiniert ist und dazu laufend trainiert bleibt.


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HERAUS AUS DEM KRISENMODUS In der Verkehrswirtschaft spiegelt sich zu einem großen Teil die Wirtschaftsleistung eines Landes wider. In Tirol betrifft dies nicht nur den Waren-, sondern aufgrund der engen Verknüpfung mit dem Tourismus auch sehr stark den Personenverkehr. Die Verkehrswirtschaft in Tirol ist daher ein sehr gutes Wirtschaftsbarometer. Herrscht rege Reisetätigkeit, profitieren die Luftfahrt, die Reisebus- und Taxibranche sowie die zahlreichen Seilbahnbetriebe in Tirol. Das gilt im Positiven wie im Negativen, wie uns Corona eindrucksvoll vor Augen geführt hat.

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ie Sparte „Transport und Verkehr“ in der Wirtschaftskammer Tirol ist gemessen an der Anzahl der Mitglieder eine relativ kleine Gruppe. Durch die enge Verbindung mit Industrie, Handel, Gewerbe und Handwerk sowie dem Tourismus ist sie jedoch von größter Bedeutung für ein funktionierendes Wirtschaftssystem. Neben den klassischen Transportunternehmen finden sich in der Sparte Transport und Verkehr auch alle Betriebe der Personenbeförderung wieder. Dazu gehören neben den Taxi- und Busbetrieben auch die Luftfahrt- und Schifffahrtsunternehmungen sowie die zahlreichen Tiroler Seilbahnen. Aber auch die für den Verkehr so wichtigen Tankstellen zählen wie die Fahrschulen und neuerdings die Abfallwirtschaft zur Sparte Transport und Verkehr. Durch diese Diversität der Betriebe und deren Verknüpfung mit anderen Branchen ist die Stimmungslage in der Verkehrsbranche immer ein gu-

ter Indikator für die Lage der Tiroler Wirtschaft als Ganzes. Die Covid-19-Pandemie und insbesondere die damit verbundenen Lockdowns haben in der Branche Spuren hinterlassen. Manche Branchen blieben beinahe unberührt – wie der Güterverkehr –, andere Betriebe waren fast durchgängig geschlossen bzw. hatten aufgrund fehlender Touristen kein Geschäft. Beginnend bei der Luftfahrt, über die Reisebus- und Taxibetriebe bis hin zu den Seilbahnen – alle waren davon massiv betroffen und sind es zu einem Großteil immer noch. Auf der anderen Seite wurde der Warenverkehr – erstmals in der Geschichte Tirols – zum Helden. Fast ohne Einschränkungen konnten Lieferketten aufrechterhalten und so Güter des täglichen Bedarfs als auch wichtige Produkte für die Tiroler Industrie geliefert werden. „Spediteure und Güterbeförderer haben die Krise weitestgehend unbeschadet überstanden. Auch jetzt

sehen wir eine stabile Auftragslage. Das gilt leider nicht für alle“, sagt Rebecca Kirchbaumer, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Tirol.

ECO.NOVA: Wie ist die Lage in der Verkehrs-

wirtschaft heute, ein Jahr nach Beginn der Pandemie? REBECCA KIRCHBAUMER: Tirol ist ein Tourismusland. Daher ist es kaum verwunderlich, dass unsere Betriebe zu einem guten Teil hart, manche sogar sehr hart von der Krise getroffen wurden. Nach über einem Jahr fast durchgehendem Stillstand können die Tiroler Reisebusbetriebe jetzt endlich wieder Reisen durchführen. Hier braucht es aber dringend ein einheitliches Vorgehen der EU, damit auch grenzüberschreitende Reisen wieder ohne enormen bürokratischen Aufwand möglich werden. Hier hoffen wir auf den grünen Pass, der Reisen innerhalb Europas wieder (fast) wie früher möglich machen soll. Das wiederum würde auch den


WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

„DIE TIROLER VERKEHRSWIRTSCHAF T IST TROTZ DER SCHWIERIGEN ZEIT G U T A U F G E S T E L LT U N D W I R D D I E HERAUSFORDERUNGEN DER ZUKUNF T MEISTERN. WIR SIND DIENSTLEISTER DER WIRTSCHAF T UND DER BE VÖLKERUNG UND WERDEN DAS AUCH KÜNF TIG MIT H Ö C H S T E R Q U A L I TÄT S E I N .“ REBECCA KIRCHBAUMER

Tiroler Seilbahnen helfen. Mit einem starken Sommer wie 2020 könnte man das ein oder andere Prozent des verlorenen Winters aufholen. Auch die Luftfahrt hofft endlich wieder, Gäste aus dem Ausland begrüßen zu dürfen, dies gilt insbesondere für den für Tirol so wichtigen Winter-Charter-Verkehr. Im September und Oktober wird die Landebahn in Innsbruck saniert, damit man für den Winter gut gerüstet ist. Dramatisch ist die Lage in der Taxibranche. Diese war zwar nie geschlossen, doch durch Lockdowns, Ausgangssperren sowie geschlossene Hotellerie und Gastronomie war praktisch kein Geschäft. Zudem wurden diese Betriebe bei Förderungen oftmals nicht berücksichtigt. Viele Betriebe waren jedoch erfinderisch und haben während der Krise umgesattelt. Von Zustelldiensten bis hin zu Krankentransporten versuchte man den Einbruch etwas zu kompensieren. Seit den Öffnungsschritten geht es auch hier aufwärts. Was braucht es jetzt, um die Verkehrswirtschaft als Ganzes wieder zukunftsfit und vielleicht auch krisensicherer zu machen? Das ist natürlich von Branche zu Branche verschieden. Was uns jetzt aber wohl am meisten hilft, ist Optimismus – von den Betrieben, von der Politik und der Bevölkerung. Diese verspüre ich persönlich, nachdem es weitgehende Öffnungen gab. Es

besteht Aufbruchsstimmung. Viele Tirolerinnen und Tiroler wollen verreisen, viele auch heuer wieder im Inland. Auch Gäste strömen wieder in unser Land. Das sind alles positive Impulse, die unsere Betriebe brauchen. In einigen Branchen werden wir aber auch weiterhin noch Förderungen wie die Kurzarbeit brauchen. Wenn ein Betrieb mehr als ein Jahr stillgestanden ist, kann man nicht verlangen, dass er sich jetzt ohne Unterstützung selber wieder auf wirtschaftlich gesunde Füße stellt. Hier braucht es branchenspezifische Lösungen. Was unsere Betriebe hingegen keinesfalls brauchen, sind zusätzliche Belastungen. Es wäre sehr schade, wenn wir den nunmehrigen wirtschaftlichen Aufschwung mit unüberlegten Steuererhöhungen und Einführung neuer Abgaben zunichtemachen. Dies gilt ebenso oder fast noch mehr für zusätzliche bürokratische Auflagen. Vielleicht gelingt es sogar, die ein oder andere bürokratische Hürde gänzlich zu beseitigen. Zudem würde ich mich sehr freuen, wenn Europa noch mehr zusammenrücken würde. Die Krise hat eindrucksvoll gezeigt, was es heißt, wenn jeder Staat seine Grenzen dichtmacht. In vielen Bereichen wird über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen. Ist das auch ein Thema in der Verkehrsbranche? Ich würde sogar behaupten, dass es eines

der zentralsten Themen ist, und das schon seit Jahren. Unsere LKW-Flotte in Tirol ist die modernste und umweltfreundlichste in ganz Europa. Auch der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) trägt seit Jahren zur Reduktion von Emissionen bei und reduziert auch das Verkehrsaufkommen per se. Ohne ÖPNV käme es wohl regelmäßig zum Erliegen des Verkehrs in und um Innsbruck. Auch in der Taxibranche sind ab 2021 nur mehr EURO-6-Motoren, die modernsten derzeit verfügbaren Motoren, erlaubt. Unsere Betriebe sind also schon seit Jahren dabei, nachhaltig und umweltfreundlich zu agieren. In manchen Bereichen wird jedoch mit Regelungen deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Wenn im ÖPNV zukünftig 45 Prozent der eingesetzten Busse Zero-Emission-Fahrzeuge sein sollen, dann fragen ich mich, wie das funktionieren soll. Einerseits sind Elektroals auch Wasserstoffbusse deutlich teurer in der Anschaffung, andererseits benötigen sie auch zusätzliche Infrastruktur, die ebenfalls erhebliche Mehrkosten verursacht. Hier würde ich mir einen etwas zurückhaltenderen, um nicht zu sagen nachhaltigeren Übergang wünschen. Der ÖPNV reduziert ohnehin Emissionen in einem erheblichen Ausmaß, da muss man doch nicht zusätzlich mit der Brechstange neue und im Bereich von Autobussen noch unausgereifte Technologien einsetzen. Da gibt es bestimmt andere Bereiche, wo das besser geht und daher sinnvoller wäre. Mit welchen Gefühlen schauen Sie in die nähere Zukunft? Mit den fortschreitenden Öffnungsschritten sehe ich eine weitere Zündung des Wirtschaftsmotors. Mit der sich fortsetzenden Durchimpfung, dem grünen Pass und den sich öffnenden Grenzen wird es auch bei unseren Betrieben und jenen, mit denen wir wirtschaftlich eng verbunden sind, deutlich bergauf gehen. Zusammen mit den Obmännern der einzelnen Verkehrsbranchen werden wir auf alle Fälle weiterhin alles daran setzen, die Rahmenbedingungen für unsere Betriebe so zu gestalten, dass diese langfristig erfolgreich wirtschaften können. PR

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GEMEINSAM BRÜCKEN BAUEN Der Tiroler Personalbereitsteller InterWork-Personalservice stellt inländische Facharbeiter für Bau-, Industrie- und Medizinbetriebe ein.

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Tatkräftig unterstützt wird er dabei von Christian Eckersperger, dem Gebietsleiter für Westösterreich. Den gelernten Offset-Drucker führte sein Weg auch durch die Arbeit als Rettungsassistenten und der Feuerwehr.

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Später arbeitete er auch als IT Consultant sowie im Fuhrpark- und Objektmanagement. Abseits der Arbeit findet man Christian als Jungjäger im Wald, wo er seinen Ausgleich findet. Mit seinem Wissen und der facettenreichen Erfahrung bildet er die ideale Ergänzung für die erfolgreiche Arbeit der InterWork Personalservice GmbH. WIR BERATEN SIE GERNE: Bundesstraße 25 . 6063 Rum Tel.: 0512/343060 office@interwork.co.at


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FORSCHEN FÜR DIE GESUNDHEIT Wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem ist, hat nicht zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt. Health Care und Life Sciences, wie man es heute nennt, sind nicht nur für die tatsächliche Gesundheit der Menschen substanziell, sondern auch ein bedeutender Standortfaktor. Neben der medizinischen Versorgungssicherheit tut sich Tirol dabei in der Forschung besonders hervor. Diese soll auch künftig forciert werden. TEXT: MARINA BERNARDI


© LAND TIROL/BERGER

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„DIE GRÖSSTE HER AUSFORDERUNG IST ES, ENTSPRECHENDES PFLEGEPERSONAL ZU F I N D E N B Z W. A U S Z U B I L D E N . W I R KÖ N N E N NOCH SO VIELE MIT TEL INVESTIEREN UND P F L E G E P L ÄT Z E S C H A F F E N , S O L A N G E E S K E I N P E R S O N A L D A Z U G I B T, W I R D U N S D A S N I C H T S B R I N G E N .“ ANNETTE LEJA

ürzlich beschäftigten sich Experten und Praktiker im Zuge der von der Lebensraum Tirol Holding initiierten Veranstaltungsreihe „Perspektiven Tirol“ mit den unterschiedlichsten Zukunftsthemen, darunter auch mit dem großen Bereich der Gesundheit. Österreich im Allgemeinen und Tirol im Speziellen verfügt über ein stabiles, gut aufgestelltes Gesundheitswesen; Stellschrauben, an denen für eine erfolgreiche Zukunft gedreht werden muss, lassen sich aber dennoch einige finden. Auch wenn Corona ein Anlassfall war, vor allem die Kapazitäten intensivmedizinischer Betreuung zu überdenken, so gab es schon vorher kritische Wortmeldungen zur heimischen Spitalsreform, die unter anderem die Schließung ausgewählter Krankenhaus-Standorte (Beispiel Natters, das Vorhaben wurde nach heftigen Protesten zurückgenommen) vorsah, und den 2019 neu beschlossenen Bettenplänen, nach denen tirolweit rund 200 Betten reduziert wurden. Hier wird man über Adaptierungen nachdenken müssen. Auch die Nachbesetzung offener Kassenarztstellen wird immer schwieriger, es hakt an der Primärversorgung in ländlichen Gebieten, akut ist außerdem das Thema der Pflege, bei dem bereits seit längerem dringender Handlungsbedarf bestünde.

STANDORTVORTEIL GESUNDHEITSINDUSTRIE

Im gesundheitlichen Zentrum des Lebensraum Perspektiven Forums stand indes vor allem der Bereich der Forschung, die den Gesundheits- eng mit dem Industriestandort Tirol verwebt. In Bezug auf die Gesundheitsindustrie stehe Tirol im Vergleich mit den anderen Bundesländern sehr gut da, findet etwa Franz Fischler, ehemaliger EU-Kommissär und früherer Präsident des Europäischen Forum Alpbach, der

sich aktuell unter anderem als Fachbeirats-Vorstand mit dem Thema Gesundheitswirtschaft beschäftigt. „In Tirol bestehen über 8.000 Arbeitsplätze allein im Bereich der Gesundheitsindustrie, vor allem in Pharma und Medizintechnik. Wir haben in Tirol zurzeit rund 100 Start-ups in diesem Segment und zwei Universitäten, die das nötige Know-how zuliefern können. Es ist also naheliegend, den industriellen Fokus auf diese Branchen zu legen, weil wir in keinem anderen Industriebereich so stark sind“, sagt Fischler in einem Expertentalk des Lebensraum Perspektiven Forums. Mit einem Branchenumsatz von 2,25 Milliarden Euro hat sich der Life-Science-Sektor in Tirol in den letzten Jahren bereits ausgezeichnet entwickelt. Bis 2030 soll Tirol zur Spitzenregion im Bereich Life Sciences werden. Fischler: „Wir wollen die medizinnahe Forschung forcieren und eine Art Exzellenz-Standort für Forschung werden.“ Dies wiederum täte dem Standort im Allgemeinen gut, denn ohne Forschung keine Entwicklung. Ein wichtiger Baustein zur Erreichung dieses Ziels wurde mit dem Projekt „Health Hub Tirol“ und der Einrichtung von Knotenpunkten für Wissenschaft und Gesundheitsunternehmen bereits gestartet. Für das Projekt stehen vorerst in Summe 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Health Hubs sollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich weitere Life-Science-Unternehmen in Tirol etablieren und entfalten können“, sagt Wirtschaftslandesrat Anton Mattle. Der erste Health Hub entsteht in Innsbruck, wo die Firma Angios GmbH von Josef Penninger, Direktor am Life Science Institute der University of British Columbia in Vancouver/ Kanada, in der Diabetesforschung tätig sein wird. Weitere Projekte sind eingereicht.

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sowie Wissenschaft und Praxis, die die Klinik Innsbruck zum Rückgrat der Gesundheitsversorgung in Tirol macht und ihren Ruf als hervorragender medizinischer Maximalversorger in den unterschiedlichen Bereichen weit über die Landesgrenze hinaus festigt“, sagt Gesundheits- und Wissenschaftslandesrätin Annette Leja, die wir nachstehend zum Interview gebeten haben. ECO.NOVA: Sie waren jahrelang erfolgrei-

che Geschäftsführerin des Sanatorium Kettenbrücke. Warum sind Sie in die Politik gegangen? ANNETTE LEJA: Ich war bereit für die Herausforderung und will meine Ideen und die Erfahrungen aus meinem bisherigen Berufsleben aktiv einbringen und die Zukunft des Landes mitgestalten. Welche Rolle spielt ein funktionierendes Gesundheitswesen generell für einen Wirtschaftsstandort? Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und daher hat ein funktionierendes Gesundheitswesen höchste Priorität auch im Hinblick auf einen Wirtschaftsstandort. Eine wichtige Rolle dabei spielen ein gesunder Lebensraum und die Prävention. Das Land Tirol setzt seit langem auf Information, Aufklärung und Präventionsarbeit. Ich als Gesundheitslandesrätin habe großes Interesse daran, die Prävention in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen.

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GESUNDHEITSINVESTITIONEN Um Tirol als Gesundheitsstandort voranzubringen, braucht es vor allem eines: Geld. Das haben auch der Bund und das Land Tirol erkannt und investieren bis zum Jahr 2035 über 833 Millionen Euro in die infrastrukturelle Weiterentwicklung der Innsbrucker Klinik. Insgesamt werden damit 48 verschiedene Vorhaben finanziert. Der Großteil der Investitionen fließt in Projekte im Chirurgiegebäude, der Frauen- und Kopfklinik und einen geplanten Neubau West. Ein weiterer großer Teil sind Strukturinvestitionen im IT- und Großgerätebereich. Auch die Medizinische Universität Innsbruck wird neben der Optimierung der Krankenversorgung von den Investitionen profitieren. Ein Leitgedanke des Projektes Klinik 2035 war die Schaffung von zusätzlichem Raum für die patientenorientierte Lehre und Forschung direkt am Klinikareal. Rund 45 Millionen Euro sind diesem Zweck gewidmet und werden beispielsweise in Hörsäle und Labors investiert. „Es ist genau diese enge Verbindung zwischen Forschung und Versorgung

ZUR PERSON Annette Leja, geboren 1969, ist seit 11. Mai 2021 Mitglied der Tiroler Landesregierung und zuständig für Gesundheit, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Wissenschaft und Forschung. Vorher war sie nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft 25 Jahre im Sanatorium Kettenbrücke tätig, seit 2002 als Geschäftsführerin.

Das öffentliche Gesundheitswesen ist in Österreich gut ausgebaut, dennoch sorgen immer mehr Menschen privat vor. Was prinzipiell gut ist, doch einer der Gründe dafür ist, dass sie sich im öffentlichen System nicht mehr gut aufgehoben fühlen, unter anderem weil es teils lange Wartezeiten auf Termine gibt oder sich die Ärzte zu wenig Zeit nehmen. Welche Rollen dürfen/sollen/müssen private Angebote im Gesundheitssystem spielen und wie wirkt man folglich dem Vorwurf der Zweiklassenmedizin entgegen? Hier möchte ich betonen, dass wir in Österreich ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem haben und die Versorgung aller Menschen auf einem sehr hohen Niveau sichergestellt ist. Dass es zusätzlich noch die Möglichkeit gibt, sich selbst zu versorgen, ist Teil unseres Gesundheitssystems. Vor allem am Land wird es immer schwieriger, Allgemeinärzte zu finden. Auch Kassenärzte werden immer rarer. Das hat verschiedene Gründe, in der Regel


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„T I R O L P O S I T I O N I E R T SICH BEREITS SEIT VIELEN J A H R E N A L S AT T R A K T I V E R S TA N D O R T F Ü R L I F E SCIENCES UND VERFÜGT ÜBER EIN HERVORRAGENDES U N I V E R S I TÄ R E S U M F E L D , I N T E R N AT I O N A L TÄT I G E L E I T B E T R I E B E U N D S TA R T UPS. DAS SIND OP TIMALE VORAUSSE TZUNGEN FÜR DIE ENT WICKLUNG VON I N N O VAT I O N E N .“ ANNETTE LEJA

finanzielle. Manche Regionen sind dadurch medizinisch unterversorgt. Wie kann man auch für die Zukunft eine flächendeckende Versorgung sicherstellen? Indem man Anreize für junge Medizinerinnen und Mediziner schafft, sich am Land niederzulassen. Ein wesentlicher Anreiz dafür könnten künftig neue Modelle der Primärversorgung sein. Das Arbeiten in einem multiprofessionellen Team bedeutet mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten, familienfreundliche Arbeitszeiten, moderne Arbeitsbedingungen und die Möglichkeit zum Austausch unter Kolleginnen und Kollegen – Primärversorgungszentren bringen Ärztinnen und Ärzten, Gemeinden sowie Patientinnen und Patienten nur Vorteile. Wo sehen Sie die Zukunft des Gesundheitswesens? In der Allgemeinmedizin oder der Spezialisierung? Beides muss seinen Platz im Gesundheitswesen haben. Ich denke aber, dass Ärztinnen und Ärzte heutzutage lieber in Teams arbeiten, zum Beispiel in Gesundheitszentren, in denen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner sowie Fachärztinnen und -ärzte aus verschiedenen Spezialisierungen Schulter an Schulter arbeiten können. Hier sehe ich großes Potenzial für die Zukunft. Man hört in vielen Zusammenhängen immer wieder von „sozialer Gerechtigkeit“. Wie würden Sie diese für sich definieren? Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jede Einwohnerin und jeder Einwohner eines Landes die gleichen Chancen hat, sich weiterzuentwickeln, aber auch gleichermaßen Zugang zu Bildung, Medizin und Pflege hat.

Tirol ist gerade im medizinischen Bereich mit der Universität, der Medizinischen Universität und der UMIT in der Forschung sehr gut aufgestellt. Welche Bereiche sollte man in der Forschung Ihrer Meinung nach künftig vermehrt forcieren? Tirol positioniert sich bereits seit vielen Jahren als attraktiver Standort für

erfolgs.geschichten

Dr. Christian Harisch (re.) mit Mag. Markus Kals, Firmenkundenbetreuer Unterland der Hypo Tirol

Weltmarke mit Tiroler Wurzeln 1998 legte Dr. Christian Harisch mit dem Erwerb des ersten „Lanserhofs“ zusammen mit seinen Partnern KR Anton Pletzer sowie Prof. Andreas Wieser und Hans Hager den Grundstein für die derzeitige Expansion der Lanserhof­Group – und den Aufstieg einer Luxus­Weltmarke. Der Ursprung des Erfolgs von Unternehmer Dr. Christian Harisch liegt in Kitzbühel, wo der energiegeladene Visionär seit vielen Jahren persönlich und mit seinen zahlreichen Betrieben wie den Hotels „Schwarzer Adler“, „Goldener Greif“, dem Leading Hotel of the World „Weißes Roessl“ und dem „Lisi Family Hotel“ das touristische Geschehen prägt. „Ich bin von Herzen Gastwirt“, so Dr. Christian Harisch, der 2017 zum Hotelier des Jahres in Deutschland und 2020 zum Hotelier des Jahres in Österreich ausgezeichnet wurde. Als CEO der Lanserhof-Group machte der studierte Jurist nach erfolgreicher Aufbauarbeit von Prof. Andreas Wieser das ehemalige Kurhotel in Lans zu einem der führenden Medical-Spa-Resorts der Welt. Mit der Eröffnung des „Lanserhof Tegernsee“ als Europas modernstem Gesundheitsresort kam 2014 ein weiterer Standort hinzu. Das in jahrzehntelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit entstandene, zukunftsweisende und weltweit einzigartige Lanserhof-Concept ist eine Symbiose aus traditioneller Naturheilkunde, neuesten medizinischen Erkenntnissen und anerkannten Therapieverfahren. „Die sechsmalige Auszeichnung des Lanserhof Tegernsee als ‚World’s Best Medical Spa‘ erfüllt uns mit Stolz und bestätigt die herausragende Leistung unseres Teams sowie die führende Position der Lanserhof-Group auch über die Grenzen Europas hinaus“, so Harisch. Zu den Harisch-Hotels gehören ebenso die urbanen Standorte LANS Medicum Hamburg, LANS Cardio Hamburg sowie der Lanserhof at The Arts Club, Londons führende Medical Gym. Das aktuelle Herzensprojekt ist der Lanserhof Sylt als erster Lanserhof am Meer, der Anfang 2022 seine Türen öffnen wird. „Mit der Hypo Tirol wissen wir einen verlässlichen und starken Partner an unserer Seite. Gegenseitiges Vertrauen macht unsere Zusammenarbeit so erfolgreich“, hebt Hotelier Dr. Christian Harisch die langjährige Partnerschaft mit der Landesbank hervor. PR

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Life Sciences und verfügt über ein hervorragendes universitäres Umfeld, international tätige Leitbetriebe und Start-ups. Das sind optimale Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Innovationen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass einem „Brain-Drain“, also der Abwanderung von bestausgebildeten Jungforscherinnen und Jungforschern, künftig mehr entgegenwirkt wird.

Die Pflege ist seit vielen Jahren eine große Baustelle im Land, dabei ist das Problem nicht plötzlich vom Himmel gefallen. Trotzdem scheinen hier keine großen Schritte zu gelingen, obwohl man um die Dringlichkeit weiß. Wo möchten Sie hier konkret ansetzen? Mit „Pflege 2030“ wurden schon gute Voraussetzungen geschaffen, um in diesem Bereich etwas zu bewegen. Nun gilt es, diesen auch durch entsprechende Initiativen in die Tat umzusetzen. Die größte Herausforderung ist es, entsprechendes Personal zu finden bzw. auszubilden. Wir können noch so viele Mittel investieren und Pflegeplätze schaffen, solange es kein Personal dazu gibt, wird uns das nichts bringen. Daher müssen wir unser Augenmerk auf die Ausbildung legen: Welche Ausbildungsformen sind möglich? Welche zusätzlichen Initiativen können wir für Um- und Wiedereinsteiger*innen schaffen und was können wir tun, um mehr Menschen für einen Pflegeberuf zu begeistern? Die derzeitigen staatlichen Zuschüsse zur Pflege reichen in den meisten Fällen nicht aus, um alle Kosten zu decken, wodurch sich viele Menschen keine adäquate Pfle-

„DIE GESUNDHEIT IST DAS HÖCHSTE GUT D E S M E N S C H E N U N D D A H E R H AT E I N FUNK TIONIERENDES GESUNDHEITSWESEN H Ö C H S T E P R I O R I TÄT A U C H I M H I N B L I C K A U F E I N E N W I R T S C H A F T S S TA N D O R T.“ ANNETTE LEJA

ge leisten können. Macht für Sie eine gesetzliche Pflegeversicherung (ähnlich der Krankenversicherung) Sinn? Ich bin der Meinung, dass eine reine gesetzliche Pflegeversicherung sicherlich zu kurz gedacht ist. Da stellt sich die Frage, wer zahlt ein und welche Leistungen werden erbracht. Das Land Tirol bemüht sich, durch eine einkommensabhängige Kostenbeteiligung die Angebote der mobilen Pflege und der Tagespflege attraktiv zu gestalten. Die Tarife werden zu diesem Zweck aktuell evaluiert. Nicht erst durch die Pandemie wissen wir, dass im Pflegebereich vieles im Argen liegt (hohe Belastung bei gleichzeitig verhältnismäßig geringer Entlohnung). Es wirkt fast so, als setze man in sozialen Berufen auf die „Menschlichkeit“ der Mitarbeiter und darauf, dass sie ihren Beruf vorrangig aus Nächstenliebe ausüben. Woran hakt es, dass man den Pflegeberuf monetär nicht aufgewertet bekommt? Die Umsetzung des Gehaltsmodells, welches aus dem Arbeitstitel „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ entstanden ist, hat zu einer Aufwertung geführt. Wenn von hohen Belastungen in der Pflege gesprochen wird, führt eine höhere

monetäre Abgeltung nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit. Rahmenbedingungen wie Personalausstattung, Arbeitsbelastung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie samt Sicherstellung der Kinderbetreuung sind in diesem Zusammenhang wesentliche Faktoren. Corona begleitet uns bereits über ein Jahr und wird es wohl noch eine ganze Weile tun: Werden wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben? Das Coronavirus wird sicher nicht auf einmal „verschwinden“ und dementsprechend müssen wir auch in Zukunft für eine Zeit mit dem Virus leben. Mit einer hohen Durchimpfungsrate kann es uns jedoch gelingen, das Virus massiv einzudämmen. Dadurch verliert es seinen großen Schrecken und wir können Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren. Ich appelliere daher an jede und jeden, der sich noch nicht für eine Impfung vorgemerkt hat – lassen Sie keine Zeit verstreichen und melden Sie sich für eine Impfung an. Ich hoffe, dass sich in den kommenden Monaten noch viele Menschen, besonders auch die jüngeren Generationen, für die Impfung entscheiden, denn dadurch gelingt es uns, das Virus entsprechend einzudämmen.


MEDIZINISCHE UNIVERSITÄT INNSBRUCK

WETTBEWERB UM DIE BESTEN KÖPFE An der Medizinischen Universität Innsbruck dreht sich alles ums Lehren, Forschen und Heilen auf höchstem Niveau. Als Arbeitgeberin bietet die Institution ein breites und spannendes Aufgabenspektrum. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelegt, wie Simone Wasserer, die Leiterin der Abteilungen Recht und Personal, im Interview erläutert. INTERVIEW: MARIAN KRÖLL

ECO.NOVA: Was zeichnet die Medizinische Universität Innsbruck als Arbeitgeberin aus? SIMONE WASSERER: Die Medizinische Universität Innsbruck ist einer der größten Arbeitgeberinnen in Tirol. Wir haben über 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 3.300 Studierende aus über 50 Ländern bei uns. Wir stellen die bedeutendste medizinische Forschungs- und Bildungseinrichtung im Westen Österreichs dar und sind gemeinsam mit den Tirol Kliniken für die Krankenversorgung am Landeskrankenhaus Innsbruck verantwortlich.

Die Medizin-Uni Innsbruck ist folglich eine stark international geprägte Institution? Ja. Diese Internationalität machen einerseits unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus, andererseits ist sie durch unsere Kernaufgaben Lehren, Forschen und Heilen auf internationalem Niveau bedingt. Was die Medizin-Uni ganz besonders auszeichnet, ist, dass es sich um Spitzenmedizin und -forschung in Verbindung mit exzellenter Lehre handelt. Damit ist die universitäre Lehre gemeint. Gibt es auch eine Lehrlingsausbildung an der Medizin-Uni Innsbruck? Unser universitäres Umfeld mit seiner internationalen Ausrichtung bietet ein spannendes, abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld besonders auch für junge Menschen, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger sowie Young Professionals. Bei uns bieten sich zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Heuer haben wir eine Lehrlingsoffensive gestartet und wollen jungen Menschen die Gelegenheit bieten, einen Beruf mit vielfältigen Karrieremöglichkeiten zu erlernen. Wir bieten Lehrstellen im Bereich der Verwaltungsassistenz, der Tierpflege, der Informationstechnologie und Chemielabortechnik.

91 Dr.in Simone Wasserer, Leiterin der Abteilungen Recht und Personal an der Medizinischen Universität Innsbruck

Tut sich die Medizin-Uni Innsbruck als renommierte Einrichtung schwer, an allen Positionen an gutes Personal zu kommen? Es ist immer eine Herausforderung, hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Wir genießen international einen sehr guten Ruf und sind dementsprechend in einer guten Ausgangslage. Wie andere Universitäten und Forschungseinrichtungen stehen wir aber im Wettbewerb um die besten Köpfe. Wir sind in einer der lebenswertesten Städte der Welt angesiedelt. Dazu kommt, dass die Universität auch in unsicheren Zeiten ein hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit bieten kann. Das hat gerade jetzt eine neue Wertigkeit bekommen. Das alles ergibt zusammen ein gutes Paket. Was muss man als Arbeitgeber machen, um im Wettbewerb um die besten Köpfe zu reüssieren? Wir bieten viele Sozialleistungen und Benefits sowie ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm. Wir haben eine bezahlte Mittagspause, ein Jobticket, einen Fahrtkostenzuschuss, eine betriebliche Pensionskasse. Wir legen schon sehr lange großen Wert auf die Ver-

einbarkeit von Familie und Beruf und haben in diese Richtung zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Das betrifft vor allem die Kinderbetreuungsmöglichkeiten, sei es der Betriebskindergarten, die MUI-Summer-Kids, eine eigene Kinder- und Jugendakademie und die Aktion Wiedereinstieg für junge Eltern. Wir bieten außerdem flexible Arbeitszeiten und zusätzliche freie Tage. Das alles spielt in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch in der Work-Life-Balance insgesamt eine wichtige Rolle. Gerade in Zeiten wie diesen ist auch unser betriebliches Gesundheitsmanagement zu erwähnen, das eine betriebsärztliche Versorgung einschließt. Hat sich im Recruiting bzw. im Bewerbungsprozess im vergangenen Jahr durch diese Pandemie etwas geändert? Die Pandemie hat in der Digitalisierung tatsächlich einen deutlichen Schub gebracht. Wir haben aus den Umstellungen, welche die Situation im vergangenen Jahr ad hoc verursacht hat – etwa auch beim Thema Home-Office –, gelernt und wollen mitnehmen, was möglich und sinnvoll ist. PR


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Med-El Elektromedizinische Geräte GmbH

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Balmung Medical Handel GmbH

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a. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH

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Tirol Kliniken GmbH

Medizinische Universität Innsbruck

Gebro Pharma GmbH

Durst Austria GmbH

Metron Handel GmbH

Bezirkskrankenhaus Schwaz Betriebs GmbH Leonhard Lang GmbH

Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH Sanatorium Kettenbrücke GmbH

GSK-Gebro Consumer Healthcare GmbH

Pharmazeutische Fabrik Montavit GmbH Sanatorium der Kreuzschwestern GmbH Elekta GmbH

Reha Zentrum Münster Betriebs GmbH

UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften Apotheke Mag. Pollack

Axon Lab AG Diagnostische und Life-Science-Produkte Dr. Andreas Wendelin Ratz

Metasys Medizintechnik GmbH Danner GmbH

Innsbruck

Innsbruck

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Hall i. Tirol

Polling i. Tirol Innsbruck Rum

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Stellt das Ergebnis im Gesamtranking der Top 500 dar, (g) Umsatz geschätzt


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Dahinter stecken die Tiroler Gesundheitsberufe*, die täglich für mein Wohlbefinden sorgen. DIE GANZE GESCHICHTE AUF WWW.JA-ZU.TIROL

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ie Sehnsucht nach naturnaher Erholung und gesunder Bewegung im Einklang mit der alpinen Natur sowie nach regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln rückt immer mehr ins Zentrum des Bewusstseins breiter Gesellschaftsschichten, und zwar bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen. Tirol mit seiner faszinierenden Bergwelt, den gut organisierten Erlebnis- und Erholungsräumen sowie seinen Schätzen der alpinen Natur bietet die optimalen Voraussetzungen für ein gesundes Leben – und den heimischen Unternehmen ein großes Kapital. Doch wie kann es Unternehmen oder gleich ganzen Regionen gelingen, mit Weitblick und Innovationskraft zukunftsfähige und vor allem evidenzbasierte Angebote zu entwickeln und zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung beizutragen? Das Arbeitsbuch „Megatrend Gesundheit“ der Standortagentur Tirol gemeinsam mit der Tirol Werbung und der Agrarmarketing Tirol, das im Rahmen des LebensraumTirol-Projekts gesund.tirol erstellt wurde, gibt rund um die Entwicklung gesundheitstouristischer Angebote wertvolle Unterstützung.

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Wandern, Klettern, Skifahren oder Langlaufen: Welche gesundheitsfördernde Wirkung lässt sich wissenschaftlich belegen, und welche Trends rund um Erholung, Entspannung und Ernährung lassen sich sinnvoll mit diesen Bewegungsarten verbinden? Für das Arbeitsbuch haben wissenschaftliche Partner*innen bestehende Studien durchforstet und daraus belegte Wirkungsweisen für klassische Tiroler Bewegungsangebote abgeleitet. Zudem wurden Ernährungs-, Erholungs- und Entspannungstrends aufgearbeitet, die in Kombination mit den gängigen Bewegungsarten zu gesundheitstouristischen Angeboten verschmelzen können. Bei der Entwicklung genau solcher Angebote unterstützt das Arbeitsbuch Regionen, TVBs und Unternehmen in sieben Arbeits-

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Gesundheit ist längst zum Indikator für ein wertvolles Leben geworden – und für den Standort Tirol und seine Unternehmen eine Chance, sich mit den passenden Angeboten zu positionieren. Ein spezielles Arbeitsbuch begleitet auf diesem Weg.

Gesundheit gewinnt immer mehr an Bedeutung, individuell und regional.

schritten. Das Ziel: die jeweils individuellen „Gesundheitsstärken“ gezielt herauszuarbeiten und dort in die Leistungsentwicklung zu gehen, wo die größten Potenziale bestehen. Im Idealfall stärkt eine Region derart die gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen vor Ort und steigert seine Attraktivität als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum sowohl für Einheimische als auch für Gäste.

Ernährung auf. Bei allen Aktivitäten stehen zusätzlich wissenschaftliche Evidenz sowie der alpine Bezug im Zentrum. So werden innovative und mutige Ideen umgesetzt, für einen gesunden und erfolgreichen Wirtschaftsstandort. PR

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INDUSTRIEGESCHICHTE Tirol ist in der Außenwirkung nach wie vor stark Tourismusland. Was natürlich stimmt, aber doch zu kurz gegriffen ist. Während der Tourismus rund 18 Prozent der Tiroler Bruttowertschöpfung generiert (was nicht nichts ist), liegt der Anteil der Tiroler Industrie bei fast einem Drittel. Tirols Industrie erbringt im Schatten des Tourismus Höchstleistungen – und zwar schon lange, bevor die Freizeitwirtschaft hierzulande Fuß fasste. TEXT: MARINA BERNARDI

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chon lange vor der Industrialisierung war es die Wasserkraft, die in der Wirtschaftsgeschichte Tirols eine wichtige Rolle gespielt hat und neben der Entdeckung und Nutzung von Salz und Erz eine erste unternehmerische Richtung vorgab. Fließgewässer wurden genutzt, um Mühlen und Maschinen anzutreiben oder um Waren zu transportieren. Seit vielen Jahrhunderten ist die Wasserkraft von zentraler Bedeutung für die gewerbliche und industrielle Entwicklung Tirols. Die Standortwahl energieintensiver Betriebe hing direkt mit der Verfügbarkeit der Wasserkraft zusammen und es kommt nicht von ungefähr, dass viele Industriebetriebe nah am Wasser gebaut sind. Das von Daniel Swarovski 1895 in Wattens gegründete Kristallunternehmen etwa oder die 1921 von Paul Schwarzkopf in Reutte gegründeten Metallwerke Plansee. Neben der Wasserkraft waren es auch die reichlich vorhandenen Arbeitskräfte, die das Entstehen von

Unternehmen begünstigten. Bauernfamilien hatten in der Regel zahlreiche Kinder, von denen der älteste den Hof übernahm, während die Geschwister sich nach Alternativen umsehen mussten. Die Geschichte der Industrialisierung Tirols indes ist nicht wirklich weitreichend erforscht. Wann die Industrialisierung hierzulande tatsächlich einsetzte, ist fürderhin gar nicht so einfach zu beantworten. Fakt ist jedoch, dass sie die Gesellschaft maßgeblich verändert, die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig geprägt und sie immer wieder neu geformt hat.

VON BERGEN UND TEXTILIEN

Bereits im Spätmittelalter nutzte man die Reichtümer des Berges, Salz und Erz. Der Bergbau und die Verarbeitung der derart gewonnenen Mineralien setzte ein. Anfang des 16. Jahrhunderts waren allein im Schwazer Bergbau rund 15.000 Bergleute beschäftigt. Erst viel später begriff man diese Tätigkeit als „industriell“. Als zweites Standbein industrieller Entwicklung tat sich die Textil- und Bekleidungsindustrie in Form so genannter Manufakturen hervor – entsprungen aus einer bereits im 15. Jahrhundert begründeten

„Heimindustrie“. Die in Imst gegründete „Anton Strelische Leinwand- und Cottonfabrik“ beschäftigte beispielsweise schon 1756 neben „Hunderten“ von Webern, Färbern und Druckern zusätzlich 5.000 in Heimarbeit werkende Spinner – und dies nur im Tiroler Oberinntal, wie die Industriellenvereinigung Tirol beschreibt. Auch im Tiroler Unterland kennen wir Industriegeschichten wie jene der „Schwazer Tabakfabrik“, die in den Blütejahren 1.200 Menschen Arbeit gab. Frühe Bedeutung hatte als Folge des Bergbaues auch die Metallverarbeitung. Dennoch verlief die industrielle Entwicklung hierzulande schleppend und verzögert. Als die Industrialisierung im England des 18. Jahrhunderts begann, steckte man hierzulande noch in einer Art Vorform dessen, was wir heute landläufig als Industrie verstehen. Erst mit Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich auch in unseren Breiten ernsthaft davon sprechen. „Meilensteine der Entwicklung der Industrie waren sicher die ab 1860 bestehende Gewerbefreiheit oder die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung von Wasserkraft in elektrische Energie. Man darf aber nicht annehmen, dass nicht schon vor-


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D I E I N D U S T R I A L I S I E R U N G D E S L A N D E S H AT D I E G E S E L L S C H A F T M A S S G E B L I C H V E R Ä N D E R T, D I E W I R T S C H A F T L I C H E E N T W I C K L U N G N A C H H A LT I G G E P R Ä G T U N D S I E I M M E R W I E D E R N E U G E F O R M T.

her industrieähnliche Betriebe existiert hätten, man denke nur an die Glockengießerei Grassmayr oder die zahlreichen Textilfabriken, die man ‚Manufaktur‘ nannte und in der Wissenschaft als ‚Frühindustrie‘ oder ‚Protoindustrie‘ bezeichnet. Die Übergänge sind zwar fließend, aber die Gewerbefreiheit hat die Entwicklung sicher beschleunigt. Allerdings in Tirol erst ab den 1880er-Jahren“, erklärt der Innsbrucker Historiker Gerhard Siegl. Neben Swarovski waren die Zellulosefabrik in Wörgl, die Teigwarenfabrik Josef Recheis oder die Zementfabrik Schretter in Vils die wohl wichtigsten Gründungen vor der Jahrhundertwende. Nach dem Ende der Monarchie 1918 folgten zwei schwierige Jahrzehnte für die industrielle Entwicklung. Über den industriellen „Aufschwung“ während der NS-Zeit wurde bereits mehrfach geschrieben, er stand freilich im Kontext der Kriegskonjunktur (Stichwort Rüstungsproduktion), aber auch davon hat die Tiroler Industrie letzten Endes profitiert und nicht nur bauliche Einrichtungen, sondern auch unternehmerische Impulse haben in die Nachkriegszeit ausgestrahlt. Nach 1945 profitierte die Industrie vom so genannten Marshallplan – einem amerikanischen Wirtschaftsförderungsprogramm für den Wiederaufbau der Staaten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg –, wirtschaftsmäßig wurde das Land jedoch ab den 1960er-Jahren zunehmend von der Entwicklung des Tourismus getrieben. Schon früh überholte der Dienstleistungsbereich und dabei vor allem das Gast- und Beherbergungsgewerbe den Industriesektor als Arbeitgeber, wodurch Tirol die Industrialisierung quasi „übersprang“. Von Phasen der Deindustrialisierung zu sprechen, ist in Tirol folglich schon deshalb schwierig, weil die Industrialisierung insgesamt nicht so stark entwickelt war. Die historische Entfaltung der Industrie in Tirol gehemmt hat neben der natürlichen Rohstoffarmut unter anderem die starke Orientierung des Landes hin zum Fern(Transit-) Verkehr auf der Nord-Süd-Achse. Außerdem gab es in Tirol selbst kaum größere Städte und damit Märkte für die Konsumgüterindustrie. Deshalb ist unter anderem die

Exportorientierung so hoch, weil der Binnenmarkt bei weitem nicht ausreicht, um die erzeugten Produkte abzusetzen. Allerdings darf die Industrie als Produktionsfaktor und Arbeitgeber nicht unterschätzt werden. Und erst recht nicht, was die dort erzielte Wertschöpfung anbelangt. Das gilt bis heute.

INDUSTRIE HEUTE

Im Zuge der Coronakrise ist das Thema der Reindustrialisierung wieder aufgepoppt. Man hat festgestellt: Eine Dienstleistungsgesellschaft allein bringt uns auch nicht weit(er). Europa muss gerade in Schlüsselindustrien eine neue Unabhängigkeit

erreichen. Neu ist der Gedanke nicht. Viel technologisches Know-how ist abgewandert, weil es andernorts auf fruchtbareren Boden fiel (zugegeben manchmal auch auf einen fragwürdig reglementierten), auch Produktionsstandorte wurden in Länder mit niedrigeren Löhnen verlegt. Das ist betriebswirtschaftlich erst mal legitim, es sorgt jedoch für Abhängigkeiten. Wenn wichtige Waren, die man selbst nicht oder nicht in ausreichender Menge produzieren kann, aus welchen Gründen auch immer nicht mehr geliefert werden (können), steht man vor einem Problem. Das hat uns das tückische COVID-19 ziemlich drastisch vor Augen geführt. Einen Abgesang auf die Globalisierung

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„ D U R C H D I E D I G I TA L I S I E R U N G WIRD ES ARBEITSTECHNISCHE VERÄNDERUNGEN GEBEN, ABER LEERE FA B R I K H A L L E N O H N E M I TA R B E I T E R S E H E I C H N I C H T.“ MAX KLOGER

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anzustimmen, wäre jedoch der verkehrte Weg und der heimischen, stark exportorientierten Industrie auch in keinster Weise zuträglich. Die Weltwirtschaft braucht einander, der Erfolg des einen basiert auf dem Erfolg des anderen. Nur im weltweiten Zusammenspiel vieler Spezialisten entstehen hochtechnologische Produkte. Die Struktur der Tiroler Industrie hat sich im Laufe der Jahr(zehnt)e dabei stark gewandelt und ist breiter geworden. Eine Mischung von Betrieben der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Glas-, Maschinen- und Stahlbau-, der Bau-, Elektro- und Metallindustrie prägt das Erscheinungsbild der produzierenden Wirtschaft. Global Player und Nischenspezialisten mit insgesamt rund 43.000 Mitarbeitern sorgen für Weiterentwicklung und Innovation. Osttirol hat sich in den vergangenen 20 Jahren mit Betrieben wie Liebherr-Haushaltsgeräte, iDM Energiesysteme, E.G.O. Austria Elektrogeräte oder Durst zu einer der stärksten Industrieregionen Österreichs entwickelt. Generell ist die heimische Industrie – mit Ausnahme des vergangenen Coronajahres – kontinuierlich gewachsen. Die Digitalisierung sowie Innovationen in den Bereichen der Forschung und Entwicklung (F&E) sorgen für zusätzlich Vorschub. Auch zukunftsorientierte Mobilitäts- oder Energietechnologien – „Tech for Green“ – sowie Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft versprechen neues Wachstum. Wir haben DI Max Kloger, neuer Obmann der Sparte Industrie der Wirt-

schaftskammer Tirol und Geschäftsführer der Tiroler Rohre GmbH, stellvertretend für die heimische Industrie ein paar Fragen zur aktuellen Situation gestellt.

ECO.NOVA: Das vergangene Jahr war für die meisten Branchen ein außergewöhnliches und herausforderndes. Welches Resümee ziehen Sie für 2020? MAX KLOGER: In Bezug auf die Tiroler Industrie gibt es eine Umfrage vom Dezember 2020, die besagt, dass die Beschäftigung 2021 um 2,5 Prozent zurückgehen wird. Und ein Drittel der Unternehmen glaubt, dass der Verlust aus 2020 heuer nicht aufgeholt werden kann. Aber es gibt auch durchaus Branchen, die positiv ins neue Jahr blicken. In Summe ist die Tiroler Industrie vorsichtig optimistisch. Erst 2022 dürfte das Niveau vor Corona erreicht werden.

Die Tiroler Rohre GmbH in Hall besteht seit mittlerweile mehr als 70 Jahren. Wie hat sich das Wirtschaften in dieser Zeit generell verändert (Stichwort Digitalisierung, Industrie 4.0)? Digitalisierung und Innovation gehen Hand in Hand. Aktuell ist das eine der Antrieb des anderen. Die Tiroler Rohre GmbH ist seit ihrer Gründung ein innovativer Betrieb. Große Meilensteine waren die Inbetriebnahme von Europas größtem Glühofen im Jahr 1953 und die Umstellung auf duktilen Guss im Jahr 1973. Das Jahr 1986 war ebenfalls sehr wichtig für TRM. In diesem Jahr wurden die Serienfertigung

duktiler Gussrammpfähle und die Produktion von Druckrohren für den Beschneiungsbereich gestartet. In puncto Digitalisierung haben wir alle erlebt, dass durch Corona über Nacht viele Schritte, gerade in der Kommunikation, digitalisiert wurden, das wiederum vieles auch nachhaltig verändert hat. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Sie ist für die Effizienzsteigerung in den Unternehmen und die Weiterentwicklung von Geschäftsfeldern enorm wichtig und bietet mehr Chancen als Gefahren. Natürlich wird es dadurch arbeitstechnische Veränderungen geben, aber leere Fabrikhallen ohne Mitarbeiter sehe ich nicht.

Wo sehen Sie die unternehmerisch größten Herausforderungen für die kommenden Jahre? Und wo stehen die Tiroler Rohre in zehn Jahren? Aktuelle Herausforderungen für das Unternehmen liegen vor allem in zurzeit sehr stark steigenden Rohmaterialkosten. Der Schrottpreis ist seit Jahresbeginn um 40 Prozent gestiegen. Wir haben als Unternehmen schon sehr früh auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesetzt. So speisen wir zum Beispiel überschüssige Wärme aus der Produktion in das öffentliche Fernwärmenetz ein, dasselbe machen wir mit dem Strom aus unserer 9.000 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage. Für die kommenden zehn Jahre verfolgen wir weiter konsequent unsere Vision, dass jeder Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser haben soll. Im Tiefbaubereich werden die Produkte der Tiroler Rohre eine fixe Größe darstellen. Zudem sehen wir uns als Nummer eins am Markt, wenn es um Lösungen für besonders fordernde Problemstellungen geht.

Wie realistisch erscheint Ihnen aus derzeitiger Sicht eine weiterreichende Reindustrialisierung in Europa/Österreich/ Tirol? Bzw. welche „Schlüsselindustrien“ machen Sinn, sie vermehrt nach Europa zurückzuholen, und wo sind wir bereits gut aufgestellt? Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass es durchaus Sinn macht, Industrie- und Produktionsbetriebe im Land zu halten. Ein gutes Beispiel ist die Herstellung von Penicillin durch Novartis/ Sandoz in Kundl, wo viel Geld in neue Produktionsanlagen investiert wird, wodurch wiederum Arbeitsplätze in der Region gesichert und geschaffen werden. Forschung und Entwicklung sowie Umweltlösungen werden hier mehr im Mittelpunkt stehen als Schlüsselindustrien.


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WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

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TRAGENDE SÄULE Rund 500 Mitglieder zählt die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Tirol, im Jahr 2019 beschäftigten diese Betriebe knapp 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 1.300 Lehrlinge. Inklusive Bauwirtschaft ist die Tiroler Industrie für fast ein Drittel der heimischen Bruttowertschöpfung verantwortlich und damit ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für das Land. Die Coronapandemie hat auch die stark exportorientierte Industrie hart getroffen, dennoch ist der neue Spartenobmann Max Kloger vorsichtig optimistisch.

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ie Arbeitsteilung und Vernetzung der Industrie sind wesentliche Grundlagen unseres Wohlstandes und treiben die technologische und wirtschaftliche Entwicklung. Auch in Tirol. Wurde „die Industrie“ früher vielfach mit rauchenden Schornsteinen und Umweltbelastungen in Verbindung gebracht, hat sich dieses Bild – auch unter dem Stichwort Industrie 4.0 – stetig gewandelt. Umfragen zeigen, dass sich das Standing der Industrie seit Jahren laufend verbessert. Tirol ist zu einem modernen

Industriestandort geworden, der das Land in Sachen Modernität und Fortschritt vorantreibt. Nach der industriellen Revolution, der Mechanisierung und Massenproduktion stehen wir nun vor dem nächsten großen Wandel. Es geht um Digitalisierung, Automatisierung und die Vernetzung von realen mit virtuellen Welten und diesen wiederum mit Menschen. Industrie 4.0 wird auch zur unternehmerischen Gestaltungsaufgabe, welche die Industrie in vielerlei Hinsicht vor Herausforderungen stellt.

WIRTSCHAFTSFAKTOR INDUSTRIE Die Industrie ist ein starker Wirkungssektor und der wertschöpfungsreichste Bereich des Landes. Die industrielle Gesamtproduktion erreichte zuletzt (2019) einen Wert von über elf Milliarden Euro, fast 70 Prozent der Produktion gehen in den Export, drei von vier Industriejobs hängen von Auslandsaufträgen ab. Die geografische Lage im Zentrum Europas kommt Tirol dabei zugute. Dadurch schaffen die heimischen Industriebetriebe – kleine wie


WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

ECO.NOVA: Tirol

wird in erster Linie mit Tourismus assoziiert, dabei spielt die Industrie in Sachen Wertschöpfung eine ebenso (ge)wichtige Rolle. Wird die Rolle der Industrie hierzulande in der Öffentlichkeit unterschätzt? MAX KLOGER: Die Industrie hat den größten Bruttowertschöpfungsanteil in Tirol und beschäftigt in 449 Betrieben mehr als 41.000 Frauen und Männer auf gut bezahlten Ganzjahresarbeitsplätzen. Mit der Auseinandersetzung des Klimawandels und der Coronapandemie gewinnt die regionale Wertschöpfung zuneh-

portorientierung der Tiroler Unternehmen sichert nicht nur unsere Industriearbeitsplätze, sondern auch viele andere Jobs in der gewerblichen Wirtschaft. Dabei sind wir heute, aber auch in Zukunft, auf internationale Lieferketten und den Weltmarkt angewiesen. Grenzüberschreitende Warentransporte ohne Stillstände an den Grenzen sind Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften.

© DIE FOTOGRAFEN

große (rund ein Drittel der Großbetriebe des Landes sind der Sparte Industrie zuzurechnen) – hochqualifizierte, gut bezahlte Arbeitsplätze. Tatsächlich liegt das durchschnittliche Gehalt von Industriebeschäftigten weitaus höher als in fast allen anderen Branchen der Tiroler Wirtschaft. Internationale Leitbetriebe und Hidden Champions sind längst zu Systemträgern geworden, die für Wohlstand, Weiterentwicklung und Innovation sorgen. Und die Industrie wird weiter an Bedeutung gewinnen. Im Zuge der Corona­ pandemie wurde der Ruf laut, vor allem Schlüsselindustrien – Unternehmen im Gesundheitsbereich wie Pharma oder Medizintechnik, aber auch Umwelttechnologien oder datengetriebene Branchen – wieder zurück nach Europa und Österreich zu holen. Die Abhängigkeit von anderen Teilen der Erde macht verletzbar. Tirol hat vor allem im Medizinbereich mit renommierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen gute Voraussetzungen. Machbar ist eine Re-Industrialisierung vor allem durch große Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung. Zuletzt investierten die Tiroler Industriebetriebe dabei über eine halbe Milliarde Euro, denn letztlich wird ein Standort wie Österreich, wenig gesegnet mit Rohstoffen, nur über Innovationen überleben können. Und Innovationen brauchen Forschung. Renommierte Forschung ist für einen Standort deshalb unerlässlich. Das macht ihn auch für Unternehmensgründungen und -ansiedelungen attraktiv, weil neben den Forschungsergebnissen sehr viele bestens ausgebildete potentielle Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Das kann auch der Industrie als Gesamtheit nützlich sein. Wir haben Max Kloger, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Tirol, zum Interview gebeten.

„ C O R O N A H AT G E Z E I G T, W I E WICHTIG REGIONALE PRODUKTION I S T. S O W E R D E N A R B E I T S P L ÄT Z E E R H A LT E N U N D W E I T E TRANSPORT WEGE VERMIEDEN UND MAN S C H O N T Z U S ÄT Z L I C H D I E U M W E LT.“ MAX KLOGER

mend an Bedeutung und das positive Bild von den Industriebetrieben steigt.

Das Thema Facharbeitermangel beschäftigt die Wirtschaft bereits seit einigen Jahren. Corona hat den Arbeitsmarkt zusätzlich belastet. Glauben Sie, man bekommt das Problem in näherer Zukunft gelöst, bzw. welche Maßnahmen sind dafür notwendig? Die duale Berufsausbildung hat sich in der Vergangenheit bewährt und ist auch in der Zukunft Voraussetzung zur Lösung des Facharbeitermangels. Die Betriebe müssen noch besser vermitteln, dass die abgeschlossene Lehre Basis für ein sicheres Einkommen und ein Eintrittsticket für eine berufliche Tätigkeit auf der ganzen Welt ist. Die Coronapandemie hat unter anderem eine Diskussion um die Globalisierung angestoßen. Die Industrie ist generell sehr exportorientiert – vor allem die heimische Industrie ist vielfach Teil internationaler Lieferketten. Würde die österreichische oder europäische Industrie ohne Weltmarkt überhaupt funktionieren? Die Ex-

In welchen Bereichen sehen Sie in Tirol (industrielles) Wachstumspotenzial? Alle Bereiche der Tiroler Industrie haben nach der Krise Potential zu wachsen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass regional und lokal gefertigte Produkte aktuell wieder massiv an Bedeutung zugenommen haben. Aktuelle Wirtschaftsprognosen des IHS sagen für Österreich ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent für 2021 und von 4,3 Prozent für 2022 voraus.

Glauben Sie, dass die Pandemie zu einem bewussteren, ressourcenschonenderen Wirtschaften führen wird, oder werden wir à la longue wieder zurück zur „alten Normalität“ finden? Der bewusstere Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen fand schon vor der Pandemie statt. Recycling, Upcycling und nachhaltiges Wirtschaften spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Dies ist durch die Pandemie noch mehr in den Fokus der Menschen gekommen.

Sie wurden im Jänner des heurigen Jahres neuer Spartenobmann der Industrie in der Wirtschaftskammer Tirol. In welchen Bereichen soll man künftig Ihre Handschrift erkennen? Wir werden in Tirol, ob unserer Lebensqualität und unserer Leistungsfähigkeit, bewundert. Dadurch haben wir uns Wohlstand erarbeitet. Ziel meiner Tätigkeit muss sein, ein attraktives Umfeld für Unternehmen zu schaffen, damit auch zukünftig Tirolerinnen und Tiroler in ihrem Land attraktive Arbeitsplätze finden. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, Behördenverfahren in digitaler Form effizienter zu gestalten. PR

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IV TIROL

Die Industriellenvereinigung hat wesentliche Akteure für die MINT-Strategie Tirol gewinnen können. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Schulen, Vereinen und Unternehmen wird an einer ganzheitlichen Strategie gearbeitet. Die Relevanz des Themas spiegelt sich auch in der Beschäftigungsverteilung der Unternehmen und im Fachkräftemangel wider. 68 Prozent der Beschäftigten in Österreich sind in Unternehmensbereichen mit MINT-Schwerpunkt tätig.

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DIE ZUKUNFT IST MINT Ohne bessere Kenntnisse in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sieht es für die Tiroler Wirtschaft düster aus. Defizite in diesem Bereich bremsen die Digitalisierung und den ökologischen Wandel.

dung – vom Kindergarten bis zur Aus- und Weiterbildung für Erwachsene. Eine gemeinsame Zielsetzung ist es, künftig mehr junge Menschen und im Speziellen junge Frauen und Mädchen für MINT zu begeistern und für entsprechende Bildungswege, Studienrichtungen und berufliche Tätigkeiten zu motivieren. Wichtig ist auch, nach dem Vorbild anderer Bundesländer wie Vorarlberg alle MINT-Aktivitäten zentral zu koordinieren und gemeinsam vereinbarte Maßnahmen konsequent umzusetzen.

SCHLÜSSELKOMPETENZ

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m die gegenwärtigen und künftigen gesellschaftlichen Probleme – Pandemie, Klimaschutz und digitale Transformation – lösen zu können, braucht es eine bessere kreative, naturwissenschaftliche und technische Bildung. Genau hier hinkt Tirol im Ländervergleich hinterher. Im Land gibt es viele einzelne engagierte Akteure, dennoch ist MINT noch längst nicht in der breiten Bevölkerung angekommen. Die Vorstellungen von MINT-Berufen sind oftmals veraltet. Sie werden eher als unattraktiv abgetan, obwohl eine gute MINT-Grundausbildung in jeder Branche von Vorteil ist. Es ist höchste Zeit, naturwissenschaftlichen Fächern mehr Beach-

tung zu schenken und es ganzheitlich und gemeinsam anzugehen.

MINT- STRATEGIE FÜR TIROL

Initiiert von der Industriellenvereinigung Tirol und gestärkt durch eine Steuergruppe aus Vertreter von Land Tirol, Wirtschaftskammer, Standortagentur, Bildungsdirektion, Arbeiterkammer und ÖGB wurde nun die MINT-Strategie Tirol ins Leben gerufen. Ende Mai fanden die Kick-of-Meetings von drei der sechs Arbeitsgruppen statt. In den Gruppen erarbeiten Expert*innen aus verschiedenen Bildungseinrichtungen Ziele und Maßnahmen für die ganzheitliche MINT-Bil-

Bereits heute haben mehr als 60 Prozent der Industrieunternehmen große Probleme, qualifiziertes Personal in den zukunftsweisenden Bereichen Technik, Produktion oder Forschung und Entwicklung zu finden. Durch die Digitalisierung erwarten 86 Prozent der Unternehmen eine weitere Verschlechterung bei der Personalsuche in MINT-Bereichen. Es ist wichtig, dem entgegenzuwirken und junge Menschen in den entsprechenden Fächern besser auszubilden. Der Großteil der Industrieunternehmen setzt auf eine stabile Grundausbildung von fachspezifischer Qualifikation in Kombination mit überfachlichen Kompetenzen wie Problemlösung, interdisziplinäres Arbeiten, Kreativität und Innovationsgeist. PR


INDUSTRIE IN TIROL Zahlen und Daten zum Standort Tirol

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42.700 Die Zahl der IndustrieMitarbeiter lag 2019 bei über 42.700.

€ 523,8 Mio.

Für Forschung und Entwicklung haben die Tiroler Unternehmen ihre Ausgaben von 477,2 (2015) auf 523,8 (2017) Millionen Euro gesteigert.

28 %

der Tiroler Bruttowertschöpfung werden von der Industrie (mit Bauwirtschaft) erbracht.

€ 6,6 Mrd.

Direktexporte in Euro

€ 11 Mrd.

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Tiroler Industriebetriebe

€ 41.070

Das durchschnittliche Gehalt von Industriebeschäftigten liegt bei 41.070 Euro und damit weitaus höher als in fast allen anderen Branchen der Tiroler Wirtschaft.

Der Produktionswert der Tiroler Industrie überschritt 2019 die 11-Milliarden-Euro-Grenze.

€ 1,2 Mrd.

zahlten Unternehmen 2019 dem Fiskus. Das ist um 9 % mehr als im Vorjahr. Die Körperschaftsteuer (KöSt) betrug 648 Mio. Euro (plus 7,9 %) und die Einkommensteuer stieg auf 585 Mio. Euro (plus 10,54 %).

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Knapp 100 Lehrbetriebe bildeten 2019 über 1.333 Lehrlinge aus – in über 60 verschiedenen Lehrberufen. Quelle: Statistik Austria/WKO | * Zahlen der Tiroler Industrie vor der Corona­Pandemie!


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DER WEG IST DAS ZIEL Das Ende von Corona ist der Anfang des neuen „Tiroler Wegs“. Das Land hat seine Leitlinie zur touristischen Entwicklung überarbeitet. Die Erfolgsgeschichte soll fortgeschrieben werden – allerdings mit Korrekturen in entscheidenden Bereichen wie Nachhaltigkeit, Mobilität, Regionalität und einer Kampfansage gegen Exzesse und Spekulationen. T E X T : K L A U S S C H E B E S TA

© TVT OSTTIROL/EDUARD SENFTER

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HUBERT SILLER, LEITER DES MCI TOURISMUS UND

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„Bereits seit den 1970er-Jahren geben Tourismuskonzepte und Strategiepapiere zum Tiroler Weg Richtung und Rahmen für eine verantwortungsvolle, wettbewerbsfähige Tourismusentwicklung vor. Auch der vorliegende Tiroler Weg ist das Ergebnis sehr vieler Gespräche und vertiefender Analysen mit zahlreichen Expertinnen und Experten im und außerhalb des Tiroler Tourismus. Der Tiroler Weg ist als laufender Prozess zu verstehen. Eine Tourismusentwicklung im Dienste der Lebensqualität und im Einklang mit der Natur ist nie am Ziel.“

FLORIAN PHLEPS, GESCHÄFTSFÜHRER TIROL WERBUNG:

„Der Tiroler Weg spiegelt den Wertewandel in unserer Gesellschaft wider. Werte wie Natur, Freiheit und Sicherheit haben in den letzten Monaten noch mehr an Bedeutung gewonnen. Und das Signal unserer Tourismusstrategie ist klar: Wert statt Menge. Dieses Selbstverständnis wird in diesem Tiroler Weg weiter geschärft. Nachhaltigkeit, Familienbetriebe, Generationswechsel, Dialog und neue Kennzahlen zur Erfolgsmessung sind wichtige Grundpfeiler einer nachhaltigen, resilienten Tourismusentwicklung.“

© TBV OSTTIROL/QUEST4VISUALITY

D E S S T R AT E G I E T E A M S :

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s ist wieder so weit. Alle paar Jahre erfolgt ein Update der Leitlinie zur touristischen Entwicklung Tirols, dem „Tiroler Weg“. Nach den ersten Strategiepapieren in den 1970er-Jahren und dem ersten Marketingkonzept Anfang der 1990er-Jahre wurden 1998, 2002, 2008 und zuletzt 2015 Fortsetzungen präsentiert. Jetzt liegt die aktuelle Fassung des Tiroler Wegs auf dem Tisch – punktgenau zum Neustart der hart gebeutelten Branche nach Corona. Neun Monate lang war die Tiroler Leitbranche in der Geiselhaft von Lockdowns und Reisebeschränkungen. Da zahlreiche andere Branchen mit dem Tourismus verbunden sind, wird Corona Tirol in Summe einen Wertschöpfungsverlust von acht bis zehn Milliarden bescheren. Da der Tourismus in Summe eine Tiroler Erfolgsgeschichte ist, wird der Weg nicht abrupt geändert, sondern im Wesentlichen beibehalten – aber mit entscheidenden Korrekturen an sensiblen Stellen. Diese betreffen vor allem die Bereiche Nachhaltigkeit, Mobilität, Regionalität und das Bekenntnis zu familiengeführten Betrieben. Das Strategiepapier greift aktuelle Kritikpunkte und Reibungsflächen auf und möchte Antworten auf heikle Themen geben.


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Wer das Ziel kennt, findet auch den Weg. Mit unserer QuoVadis-Formel bieten wir Ihnen Orientierung bei UNTERNEHMENSNACHFOLGE OVERTOURISM In den letzten eineinhalb Jahren hatte dieser Begriff Pause, da Corona massiven Undertourism verursachte. Doch dieses Wort wird wieder auftauchen, sobald die Kritik an Überentwicklungen wieder laut wird. Der „Tiroler Weg“ will dem gegensteuern und zementiert die aktuellen 330.000 Betten als absolute Obergrenze ein. Da in den letzten Jahren die Bettenzahl ohnehin rückläufig war, hat die folgende Zahl größere Bedeutung: Neue Hotels sollen nicht mehr als 150 Betten, bei Sonderwidmung nicht mehr als 300 Betten haben. Damit zielt das Land vor allem auf internationale Hotelketten und möchte heimischen Familienbetrieben einen Vorsprung verschaffen.

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Wenn der heimische Tourismus mit negativen Schlagzeilen über die Grenzen hinaus aufgefallen ist, waren häufig Partyexzesse der Grund. „Wer hat etwas davon, wenn Busse mit jungen Menschen ohne Wintersportausrüstung für Exzesse inklusive selbst mitgebrachtem Alkohol für 24 Stunden in unser Land kommen? Hier entsteht keine Wertschöpfung vor Ort, sondern nur ein Imageschaden. Das ist nicht unser Tiroler Weg“, stellt Landeshauptmann Günther Platter klar. Daher soll derartigen Auswüchsen in Zukunft

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© BLICKFANG PHOTOGRAPHIE

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MARIO GERBER, S PA R T E N O B M A N N T O U R I S M U S U N D FREIZEITWIRTSCHAFT IN DER WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL:

© WKT

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„Der Erfolg des Tiroler Tourismus basiert auf seiner Innovationskraft. Abrupte oder schleichende Veränderungen – egal ob im Umwelt- oder Gesellschaftsbereich – erfolgreich zu spüren, um darauf mit Pioniergeist und unternehmerischem Mut zu reagieren, war schon immer eine Stärke unserer Tourismusbranche. Der Tiroler Weg ist ein Prozess, den wir im Bewusstsein gestalten, dass wir unseren Tourismus nicht neu erfinden, aber an entscheidenden Stellen neu denken wollen.“

ein Riegel vorgeschoben werden. Spannend wird, wie dieses Ziel in der Praxis umgesetzt wird.

SPEKULATIONSPROJEKTE

Immer wieder aufpoppende touristische Vorhaben mit Spekulationscharakter stehen der Ansage des Landes, „leistbares Wohnen“ zu gewährleisten, diametral entgegen. Grund und Boden sind rar – und ein Ausverkauf erregt regelmäßig die Gemüter. Der „Tiroler Weg“ legt ein Bekenntnis gegen Spekulationsprojekte ab, die Preise nach oben treiben, „kalte Betten“ erzeugen und von denen die Bevölkerung und die Gemeinden nichts haben. Ein Dorn im Auge sind dem Land „undurchsichtige Investorenmodelle, touristische Großbetriebe oder Chaletdörfer“. Damit das gelingen kann, will die Landespolitik sukzessive „juristische Schlupflöcher“ schließen.

BODENHAFTUNG

Der touristischen Entwicklung wurde immer wieder Abgehobenheit unterstellt. Der „Tiroler Weg“ will hier auf mehreren Ebenen gegensteuern. Neben den genannten Wachstumsgrenzen steht eine stärkere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Umwelt im Fokus. Konkret sollen in allen Tiroler Regionen ab 2022 institutionalisierte Nachhaltigkeitsstandards und das neu geschaffene „Österreichische Umweltzeichen“ für Destinationen eingeführt werden. Bei den Gästeanreisen soll der Anteil an Öffis gesteigert, eingekauft soll vorwiegend regional werden. Um die Umsetzung zu erfassen, wird auch die Erfolgsmessung adaptiert: Künftig zählen nicht mehr allein Nächtigungszahlen und Wertschöpfung, ein neuer Tourismusindex wird auch soziale Faktoren wie Mitarbeiterzufriedenheit oder Wiederbesuchsabsichten der Gäste sowie ökologische Messgrößen wie den Anteil regenerativer Energien oder die realisierte CO2-Reduktion umfassen.

TOURISMUSGESINNUNG

MARTINA ENTNER, VIZEPRÄSIDENTIN DER WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL:

„Der Tiroler Weg ist ein klares Bekenntnis zu unserer kleinteiligen Struktur und zu den familiengeführten Betrieben, die mit ihrer Gastfreundschaft und Leidenschaft eine wichtige Erfolgsbasis darstellen. Der Tiroler Weg ist aber auch ein Perspektivenwechsel, der die Menschen – egal ob Unternehmer oder Mitarbeiter – in den Mittelpunkt stellt. In den kommenden Jahren muss in rund 2.600 Tourismusbetrieben Tirols die Übergabe an die nächste Generation gelingen. Deshalb sehe ich in der konkreten Unterstützung der Familienunternehmen unsere zentrale Aufgabe.“

Dieser Punkt hängt direkt mit den genannten bisherigen Schwachstellen zusammen. Natürlich sind es gerade Overtourism, Partyorgien, Spekulationen und mangelnde Bodenhaftung, die bei Einheimischen Stirnrunzeln auslösen. In Summe führt(e) das zur viel zitierten mangelnden Tourismusgesinnung. Da erstens verärgerte Wähler und zweitens mürrische Gastgeber auf Dauer zum Problem werden, setzt die Politik an dieser Stelle an und sucht den Dialog mit der Bevölkerung. Dazu gehört auch, dass verstärkt um einheimische Gäste geworben werden soll. Im Marketing-Sprech heißt das dann: „Das eigene Land wird zum Kernmarkt.“ Der „Tiroler Weg“ ist damit durchaus auf der Höhe der Zeit und ambitioniert. Doch Papier ist freilich geduldig – ob die Übung gelingt, hängt an der konkreten Umsetzung und der nachdrücklichen Verfolgung der hochgesteckten Ziele in der Praxis. Spätestens beim nächsten Update des „Tiroler Wegs“ wird sich zeigen, ob sich das Tourismusland auf seiner eigenen Reiseroute verlaufen hat oder Stück für Stück Etappensiege erringen konnte.


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PERSPEKTIVENWECHSEL Die neue Tourismusstrategie „Tiroler Weg“ legt den Fokus auf Themen wie Nachhaltigkeit, Familienbetriebe, Generationswechsel und Dialog. Darüber hinaus gibt es ganzheitliche Kennzahlen zur Messung des touristischen Erfolgs.

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irols Tourismus strebt einen Perspektivenwechsel an, der mit der neuen Strategie „Tiroler Weg – Perspektiven für eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung“ eingeleitet wird. Mit diesem kürzlich präsentierten Leitbild will Tirol den Anspruch erfüllen, Modellregion für das touristische Angebot und eine nachhaltige Tourismusentwicklung zu sein. „Der neue Tiroler Weg spiegelt den Wertewandel in unserer Gesellschaft wider. Werte wie Natur, Freiheit, Familie, Gesundheit und Sicherheit haben in den vergangenen Monaten noch mehr an Bedeutung gewonnen und unser Land bildet einen idealen Resonanzboden dafür“, hält Florian Phleps, Geschäftsführer der Tirol Werbung, fest. „Das Signal unserer neuen Tourismusstrategie ist daher klar: Wert statt Menge. Dieses Selbstverständnis wird im Tiroler Weg weiter geschärft.“

NEUE KENNZAHLEN ZUR ERFOLGSMESSUNG

Der touristische Erfolg wird in den nächsten Jahrzehnten neu – weil ganzheitlicher – gemessen. Früher wurde dieser allein an Nächtigungen und Ankünften festgemacht. FOTO: © TVB OSTTIROL / MARTIN GLANTSCHNIG

Der Tiroler Weg stellt sich klar hinter den familiengeprägten Tourismus. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf Privatvermieter und „Urlaub am Bauernhof“-Betriebe gelegt.

Dann rückten Bettenauslastung und Wertschöpfung als wirtschaftliche Kennzahlen in den Mittelpunkt. Künftig soll die Entwicklung des Tiroler Tourismus neben diesen wirtschaftlichen Messgrößen auch an gesellschaftlichen, ökologischen und Zufriedenheits-Kennzahlen festgemacht werden. Der notwendige Perspektivenwechsel wird von einer neuen Generation getragen, die auch ein neues Selbstverständnis und neue Sichtweisen einbringt. In den nächsten 15 Jahren muss die Übergabe von rund 2.600 Unternehmen gemeistert werden, um die familiengeführte Struktur im Tiroler Tourismus zu erhalten. Daher gibt es ein großes Bündel an konkreten Zielsetzungen und Maßnahmen, um diese Familienunternehmen zu unterstützen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch den Privatvermietern und Urlaub-amBauernhof-Betrieben geschenkt.

NACHHALTIGKEIT KONKRET DEFINIERT

Im Bereich der Nachhaltigkeit formuliert der Tiroler Weg ebenfalls klare Leitlinien:

Die Tiroler Tourismuswirtschaft erhebt den Anspruch, eine wegweisende Rolle in der nachhaltigen, alpintouristischen Entwicklung auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene einzunehmen. Dieses Selbstverständnis bringt der Tiroler Weg klar auf den Punkt. Konkret sollen in allen Tiroler Regionen Nachhaltigkeitsstrategien erarbeitet werden. Ein ebenfalls wichtiger Aspekt der neuen Strategie ist der proaktive Dialog mit verschiedenen Interessengruppen und insbesondere der Bevölkerung. Ein offener Diskurs auf regionaler und überregionaler Ebene soll ein gemeinsames Verständnis zur zukünftigen Tourismusentwicklung schaffen. „Der Tourismus übernimmt mit diesem Tiroler Weg Mitverantwortung, dass unser Land attraktiver Lebensraum, begehrter Erholungsraum und zukunftsfähiger Wirtschaftsraum ist“, so Phleps abschließend. „Der Tiroler Weg schafft dafür ein Leitbild – ein Leitbild mit dem Anspruch, ein laufender Prozess zu sein, der niemals fertig sein darf.“ PR


© LAND TIROL/KASER

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„BESSER STATT MEHR“ Landeshauptmann Günther Platter, zugleich Tiroler Tourismusreferent, nimmt zu den Hintergründen für das Update des neuen „Tiroler Wegs“, zur Außensicht Tirols nach Corona, zu neuen Kriterien für die Erfolgsmessung, zu Bettenobergrenzen sowie Maßnahmen gegen Exzesse und Spekulationen Stellung.


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„W I R W O L L E N , D A S S D I E B E T T E N , D I E E S I N T I R O L G I B T, Ü B E R D A S G A N Z E J A H R G U T U N D Z U E I N E M ANGEMESSENEN PREIS AUSGEL ASTE T SIND UND EINE HOHE Q U A L I TÄT A U F W E I S E N , D A S I C H D A M I T D I E R E G I O N A L E W E R T S C H Ö P F U N G S T E I G E R N L Ä S S T.“ G ÜN T HER P L AT T ER

ECO.NOVA: Die aktuelle Fassung des „Tiroler Wegs“ wurde dieser Tage vorgestellt. Worin unterscheidet sich dieser von der Vorgängerversion? GÜNTHER PLATTER: Es war immer schon die Stärke unserer Tourismusbranche, Veränderungen zu erkennen und darauf mit Pioniergeist, Innovationskraft und unternehmerischem Mut zu reagieren. Das ist auch der Grund, warum Tirol in seiner langen Tourismusgeschichte in vielerlei Hinsicht zu einem Maßstab geworden ist. Wenn wir jetzt ein neues Kapitel am „Tiroler Weg“ aufschlagen, dann hat das Signalwirkung. Tirol will bewusst vorangehen und die Richtung vorgeben. Dabei steht eines außer Frage: Wir müssen den Tiroler Tourismus nicht neu erfinden, wir müssen ihn jedoch an gewissen Stellen neu denken – und genau das ist mit der neuen Tourismusstrategie sichergestellt.

Corona hat einen Bruch für den Tiroler Tourismus dargestellt. Wie dramatisch ist die Lage? Die vergangenen Monate waren eine enorme Herausforderung – gerade für den Tourismus. Die Welt ist zum Stillstand gekommen und mit ihr der Tourismus. Das hat die Tourismuswirtschaft enorm getroffen. Wer hätte gedacht, dass es jemals zu einem Totalausfall der Wintersaison kommt? Seit dem vergangenen Winter wissen wir alle, was ein Winter ohne Gäste für Tirol bedeutet. Gerade weil jeder dritte Euro direkt oder indirekt in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft verdient wird und jeder vierte Arbeitsplatz daran hängt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Tourismuswirtschaft wieder voll durchstarten kann. Unser Land braucht diesen Neustart und wir alle spüren, dass dieser Neustart auch gelingt. Nach Ischgl war häufig von einem lang andauernden Imageschaden die Rede. Wie sieht die Situation aus Ihrer Sicht jetzt, ein Jahr danach, aus? Aus den vorliegenden Erhebungen lässt sich kein nach-

haltiger Imageschaden für Tirol ableiten. Unser Land ist Umfragen zufolge unverändert ein Sehnsuchtsort, insbesondere für die Gäste aus unserem Hauptherkunftsmarkt Deutschland. Aktuell interessiert sich jeder zweite deutsche Gast, der im Sommer einen Urlaub in Österreich plant, für Tirol. Das ist nach den schweren Monaten, die hinter der Branche und dem Tourismusland Tirol liegen, ein überaus erfreuliches Ergebnis.

Im Tiroler Weg wurden neue Kriterien definiert, um touristischen Erfolg zu messen. Heißt das im Umkehrschluss, dass bislang die falschen Parameter herangezogen wurden? Nein, denn Parameter wie etwa Wertschöpfung und Bettenauslastung haben ja weiterhin Bestand. Sie sind wichtig, aber eben nicht alles. Und daher wird der Erfolg im Tiroler Tourismus künftig auch an gesellschaftlichen Messgrößen wie Tourismuswahrnehmung, sozialen Faktoren wie Mitarbeiterzufriedenheit oder Wiederbesuchsabsichten und ökologischen Faktoren wie Anteile regenerativer Energien gemessen. Wir vollziehen einen Perspektivenwechsel, indem wir ganzheitliche Kriterien zur Bewertung des Erfolgs heranziehen.

In den kommenden Jahren stehen 2.600 Betriebsübergaben an. Wie will das Land Jungunternehmer dazu motivieren, Betriebe weiterzuführen bzw. zu übernehmen? Die vielen Familienbetriebe in unserem Land sind es, die Tag für Tag eine positive Tourismusgesinnung leben – gemeinsam mit den Menschen in den Gemeinden und den Tälern. Diese Gastgeber mit Leib und Seele brauchen wir auch in Zukunft. Qualitativ hochwertige Ausbildungsschienen, die es in dieser Form in keinem anderen Tourismusland gibt, bilden das Fundament für eine erfolgreiche Tourismuszukunft. Junge Übernehmer bringen wichtige neue Impulse ein und haben frische Ideen. Entscheidend ist, dass jungen Unternehmerinnen und Unternehmern Vertrauen und Wert-

schätzung entgegengebracht werden. Mit dem „Tiroler Weg“, der den Mehrwert des Tourismus wieder stärker in der Bevölkerung verankern will, möchten wir hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Der „Tiroler Weg“ enthält ein klares Bekenntnis zu Familienbetrieben. Welche Unterstützungen können familiär geführte Tourismusunternehmen konkret erwarten? Ein wichtiger Baustein dieser Strategie ist, dass wir durch neue Schwerpunkte und eine gezielte Bewerbung den Ganzjahrestourismus stärken und somit die Auslastung unserer Betriebe erhöhen. Wir wollen nicht mehr Betten, sondern wir wollen, dass die bestehenden Betten möglichst ganzjährig genutzt werden. Hier konnte in den letzten Jahren schon einiges erreicht werden. Ein entscheidender Punkt, um die heimischen Betriebe krisenfester zu machen, ist die Erhöhung der Eigenkapitalquote. In enger Abstimmung mit der Wirtschaftskammer werden hier entsprechende Initiativen erarbeitet. Es wurden Bettenobergrenzen definiert. Was war ausschlaggebend dafür? Im neuen „Tiroler Weg“ geht es um „Besser statt mehr“ und ein klares Bekenntnis zu Qualität vor Quantität. Wir wollen, dass die Betten, die es in Tirol gibt, über das ganze Jahr gut und zu einem angemessenen Preis ausgelastet sind und eine hohe Qualität aufweisen, da sich damit die regionale Wertschöpfung steigern lässt. Niemand hat etwas von „kalten Betten“ und daher ist die vorhandene Bettenanzahl im Land absolut ausreichend.

Der „Tiroler Weg“ sagt „Spekulationsobjekten“ und „kalten Betten“ den Kampf an. Dazu sollen „juristische Schlupflöcher“ geschlossen werden. Welche Bereiche sind damit gemeint? Uns geht es darum, den kleinteiligen Tourismus und die Tiroler Familienbetriebe zu schützen und Raum für Entwicklung zu geben. Daher bekennen

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wir uns auch zu betrieblichen Wachstumsgrenzen. Neben der Bettenobergrenze für das Land legen wir auch eine Obergrenze bei der Bettenanzahl für Beherbergungsbetriebe fest – bei 300 Betten soll künftig Schluss sein. Für Betriebe mit mehr als 150 Betten braucht es eine Sonderflächenwidmung. Wenn wir von Wachstumsgrenzen reden, dann gilt das besonders für Spekulationsprojekte wie undurchsichtige Investorenmodelle oder Chaletdörfer. Diese treiben nur die Preise nach oben und bringen keinen Mehrwert für die Bevölkerung. Die Tiroler Landesregierung hat unlängst auch ein partielles Freizeitwohnsitzverbot beschlossen, wodurch wir Spekulationen in besonders belasteten Regionen wirkungsvoll entgegentreten werden. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ zieht sich durch den gesamten „Tiroler Weg“. Wie soll dieses Schlagwort mit Leben erfüllt werden? Nachhaltigkeit zeigt sich in der neuen Tourismusstrategie gleich mehrfach: So soll es etwa in Tirol bis 2035 nur noch klimaneutrale Skigebiete geben, wir streben bis dahin auch die Verdoppelung des Anteils bei der öffentlichen Anreise und eine Vor-Ort-Mobilität mit 100-prozentiger Nutzung regenerativer Antriebsformen an. Zudem planen wir die Einführung institutionalisierter Nachhaltigkeitsstandards in allen heimischen Regionen wie etwa dem „Österreichischen Umweltzeichen für Destinationen“ bis 2022. Nachhaltigkeit bedeutet

„W I R M Ü S S E N D E N T I R O L E R TOURISMUS NICHT NEU ERFINDEN, WIR MÜSSEN IHN JEDOCH AN G E W I S S E N S T E L L E N N E U D E N K E N .“ G ÜN T HER P L AT T ER

vor allem aber auch, die über viele Generationen gewachsenen Strukturen in den familiengeführten Betrieben zu erhalten. Wir wollen keine vom Ausland finanzierten Bettenburgen, sondern dass der Tiroler Tourismus in einheimischer Hand bleibt.

Exzessive Entwicklungen, Stichwort „Ballermann“, sollen unterbunden werden. Wie kann in der Praxis derartigen Auswüchsen entgegengesteuert werden? Im Bereich Unterhaltung oder insbesondere im Bereich des exzessiven Partytourismus hat es da und dort Entwicklungen gegeben, die nicht unserem Verständnis von Qualität entsprechen. Wer hat etwas davon, wenn Busse mit jungen Menschen im Winter ohne Skiausrüstung, aber mitsamt selbst mitgebrachter Alkoholika für wenige Stunden in unser Land kommen? Hier entsteht keine Wertschöpfung vor Ort, sondern nur ein Imageschaden. Derartige ausufernde Entwicklungen sollen vor allem mittels ortspolizeilicher Verordnungen – wie wir sie zum Beispiel aus Mayrhofen kennen – unterbunden werden.

Das Stichwort Tourismusgesinnung wurde in den letzten Jahren intensiv diskutiert. Der „Tiroler Weg“ will in den Dialog mit der Bevölkerung treten und Einheimische vermehrt zum Urlaub im eigenen Land motivieren. Welche Maßnahmen sind hier vorgesehen? Es ist in der Tat so, dass die Wahrnehmung unserer Tourismuswirtschaft in einigen Bereichen nicht mehr ihrem tatsächlichen Stellenwert entspricht. Um wieder mehr Verständnis für den Tourismus und seinen Mehrwert für unser Land zu schaffen, muss die Bevölkerung wieder stärker ins Boot geholt werden. Vorgesehen sind regionale und überregionale Dialogforen, bei denen es einen Austausch auf Augenhöhe gibt. Wir brauchen ein wertschätzendes Miteinander von Einheimischen und Gästen, von Bevölkerung und Tourismus, aber auch von den Unternehmerinnen und Unternehmern mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nur so kann der Tourismus auch weiterhin ein Wohlstandsmotor für Tirol sein.


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DEM IMAGE AUF DEN ZAHN GEFÜHLT Wie geht es dem Image Tirols nach der Causa Ischgl? Darüber wird viel spekuliert. Eine aktuelle Studie des Instituts IMARK weiß die Antwort: Es gibt keine Hinweise auf einen nachhaltigen Imageschaden im Hauptmarkt Deutschland. Im Gegenteil: Die Sehnsucht nach Tirol ist gewachsen.

© TVB PAZNAUN-ISCHGL

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„PERSÖNLICHE U R L A U B S E R FA H R U N G E N ODER GL AUBHAF TE URL AUBSBERICHTE ZÄHLEN WEIT MEHR AL S VORÜBERGEHENDE N E G AT I V E E R E I G N I S S E O D E R M E D I E N B E R I C H T E .“ CHRISTOPH ANTRETTER, IMARK

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nter der Leitung von Christoph Antretter hat das Institut IMARK Ende Februar 2021 eine repräsentative Onlineumfrage bei deutschen Urlaubern zum Thema „Wahrnehmung der Marke Tirol in der Corona-Pandemie“ durchgeführt – bereits zum dritten Mal, nach zwei Umfragen im April und Mai 2020. Hintergrund der aktuellen dritten Befragungswelle war die neuerliche kritische Berichterstattung über Tirol insbesondere in deutschen Medien rund um Grenzschließungen, Ausreisetestpflicht, COVID-Mutationen und Clusterbildungen. Die wichtigsten Ergebnisse vorab: Die Marke Tirol ist in Deutschland weiterhin von vielen positiven Aspekten geprägt und kann auf ihre über Jahrzehnte aufgebaute Kraft bauen. Als Sommerdestination ist Tirol im wichtigsten Markt des Tiroler Tourismus für die kommende Saison sogar noch attraktiver geworden. Die Marke Tirol zeigt sich in der Umfrage als sehr stabil und positiv besetzt. Das Reizwort „Corona“ kommt im Vergleich zum März 2020 um fast 40 Prozent seltener vor. Und gehört auch nicht zu den typischen Nennungen, die den Befragten als Erstes einfallen. Damit untermauert die Studie die Vermutung, die viele


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Im Markenprofil Tirols dominieren Werte wie naturbelassen, traditionell, erholsam und gastfreundlich, und zwar jeweils mit Nennungen von weit über 60 Prozent der Befragten. Diese vier Tirol-Eigenschaften sind seit März 2020 praktisch unverändert.

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Touristiker in den letzten Monaten aus dem Bauch heraus geäußert haben: Die Menschen wollen Corona so rasch wie möglich vergessen – und damit auch allfällige Versäumnisse, die 2020 in Ischgl passiert sind.

SEHNSUCHTSLAND TIROL

Hinweise für nachhaltige Imageschäden für Tirol sehen die Experten keine. Trotz der teilweise negativen Berichterstattung bleiben die wesentlichen Markeninhalte von Tirol über alle drei Befragungswellen stabil. Geprägt werde das Image von Aspekten wie großartige Landschaft, ländliches Idyll, Tradition, Berge oder herzhafter Kulinarik, die an eine „heile Welt“ erinnern. Après-Ski-Wahrnehmungen und Partytourismus dominieren nicht in der Markenwahrnehmung. „Das heißt, dass persönliche Urlaubserfahrungen oder glaubhafte Urlaubsberichte weit mehr zählen als vorübergehende negative Ereignisse oder Medienberichte. Der Tiroler Tourismus kann nach der Entspannung bei Reisebeschränkungen auf die Marke Tirol bauen und bleibt für viele deutsche Urlauber ein Sehnsuchtsort“, betont Christoph Antretter, Managing Partner bei IMARK. Tirol werde in der dritten Befragungswelle sogar häufiger als potenzielle Sommerdestination gesehen.

DER SCHLÜSSEL LAUTET INNOVATION

Dennoch sieht Antretter für die Zukunft Handlungsbedarf. Die aktuelle Markenstabilität sei kein Freibrief für die Zukunft. Immerhin 14 Prozent der Befragten, die Coro-

DIE MARKE TIROL IST IN DEUTSCHL AND WEITERHIN VON VIELEN POSITIVEN ASPEK TEN GEPR ÄGT UND K ANN AUF IHRE ÜBER JAHRZEHNTE AUFGEBAUTE KRAF T BAUEN. A L S S O M M E R D E S T I N AT I O N I S T T I R O L I M WICHTIGSTEN MARK T DES TIROLER TOURISMUS F Ü R D I E KO M M E N D E S A I S O N S O G A R N O C H AT T R A K T I V E R G E W O R D E N . na-Assoziationen geäußert hatten, würden Tirol mehrheitlich nicht als Urlaubsregion weiterempfehlen. Die IMARK-Studie zeige eindeutig, dass der Erfolg Tirols auf der Sehnsucht nach einer heilen Welt fuße. „Je stimmiger dieses Bild erlebbar gemacht wird, umso stärker ist die Resonanz der Marke“, so Antretter. Deshalb müsse man die Qualitätssicherung sehr ernst nehmen, exzessive Entwicklungen zurückdrängen und Innovationen bewusst fördern. „Ewige Beharrung bedeutet Erstarrung, Mut für Neues erzeugt hingegen Spannung. Es gilt eine Balance zu finden zwischen dem Hochhalten traditioneller Erfolgsmuster wie Skifahren, Gastfreundschaft und Tradition und der Aufladung mit neuen Aspekten – etwa aus der Outdoorszene, einer innovativen alpinen Kulinarik, alpinen Technologien oder dem Thema gesundes Leben in den Alpen. Dazu zählt auch, dass der Meinungs- und Interessenausgleich im Land gestärkt wird, denn eine zunehmende Polarisierung zwischen ‚dem Tourismus‘ und ‚der Bevölkerung‘ schadet allen“, zeigt sich Antretter überzeugt. Der Neustart des Tiroler

Tourismus müsse jetzt vor allem auch durch einen vertrauensvollen Dialog mit Gästen unterstützt werden. „Kompromissloser Schutz, vorbeugende Maßnahmen, Akutpläne, aber auch eine proaktive, ehrliche und transparente Kommunikation sind Grundvoraussetzungen für das Wohlbefinden vorsichtiger Gäste“, so Antretter.

IMARK ist 2001 als privates Spin-off von Mitarbeitern der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck gegründet worden. Das Unternehmen berät seither namhafte Unternehmen und Organisationen bei der Frage der strategischen Ausrichtung und Entwicklung von Marken. Die Befragung zur Markenwahrnehmung Tirols wurde in drei Wellen im April und Mai 2020 sowie Ende Februar 2021 durchgeführt. Alle drei Samples wurden nach Alter und Geschlecht quotiert, ca. 20 Prozent der Befragten jeder Welle waren in letzter Zeit zu Besuch in Tirol.


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ZURÜCK AN DEN START Sämtliche Fraktionen der Wirtschaftskammer Tirol haben ein gemeinsames Maßnahmenpaket in Richtung Politik formuliert. Der Tourismus nimmt darin eine zentrale Rolle ein. Der Fokus liegt auf der Stärkung von Nachhaltigkeit, Regionalität und Familienunternehmen.

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ie Tiroler Wirtschaftskammer hat Anfang Juni in ihrer halbjährlichen Vollversammlung das Restart-Programm beschlossen, das die Tiroler Wirtschaft wieder in Schwung bringen soll. Das Programm besteht aus drei Teilen: den erforderlichen Maßnahmen auf Bundesebene, auf Landesebene sowie einem Schwerpunkt für den Tiroler Tourismus. Dass der Tourismus einen eigenen Punkt erhält, erklärt sich mit dessen Bedeutung für den Standort Tirol. Der Tourismus erwirtschaftete vor der Pandemie in Tirol rund 18 Prozent der Wertschöpfung. Zum Vergleich: In Deutschland wird in diesem Sektor nur rund zwei Prozent der Wirtschaftsleistung generiert. Auch die mächtige deutsche Autoindustrie kommt gerade einmal auf einen Anteil von rund 4,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Ein Tiroler Restart-Programm muss daher den Fokus insbesondere auf die (Wieder-)Belebung der Tourismuswirtschaft richten, so die Wirtschaftskammer Tirol. Davon profitieren mit dem Tourismus verbundene Sektoren wie der Handel, die Bauwirtschaft und das Gewerbe. Für ein schnelles und dauerhaftes Comeback des Tiroler Tourismus sind im Restart-Programm drei Schwerpunkte enthalten: Nachhaltigkeit, Regionalität und Authentizität sowie Familienunternehmen als Träger des Tiroler Tourismus. Dafür ist es nötig, die drei Förderinstrumente Tourismusförderung, Tourismusförderungsfonds sowie die Beratungsförderung auszubauen. „In Summe sind aus Sicht der Wirtschaftskammer 50 Millionen Euro verteilt auf einen Zeitraum von fünf Jahren notwendig, um eine entsprechende Breitenwirkung zu erzielen“, präzisierte Präsident Christoph Walser.

Die Wirtschaftskammer Tirol hat für ihr Restart-Programm ein Bild mit Symbolwirkung gewählt. Die Tiroler Wirtschaft und insbesondere der Tourismus brauchen Unterstützung, um wieder ganz nach oben zu kommen.


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NEUE WEGE ZUM WOHLBEFINDEN Die Zeit des Umbruchs wurde im Ayurveda Resort Mandira im steirischen Bad Waltersdorf zum Aufbruch in eine neue Ära des Wellbeings genutzt. Mit innovativer „Hardware“, in die 3,7 Millionen Euro investiert wurden, sowie zukunftsweisenden, maßgeschneiderten Holistic Ayurveda Solutions: zum De-Stress und zur Stärkung des Immunsystems ebenso wie für Frauen in den Wechseljahren, Menschen mit Rücken- und Gelenkbeschwerden oder einfach, um Gesundheit und Wohlbefinden ganzheitlich zu stärken.

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olistic Ayurveda schafft mit einer Symbiose aus Ayurveda, komplementär- und schulmedizinischen Behandlungen sowie maßgeschneiderten Bewegungs- und Ernährungskonzepten die optimale Basis für eine starke Abwehr, seelisch-geistige Balance und ganzheitliches Wohlbefinden von Kopf bis Seele. Perfekt abgestimmt auf die westliche Lebensweise und die individuellen Bedürfnisse der Gäste. „Mit Holistic Ayurveda bringen wir Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht, um ein glücklicheres Leben in einem gesünderen Körper zu führen und mehr Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren“, sagt Holistic-Ayurveda-Mastermind Christina Mauracher. Im Mandira mit neuen Restaurants, Gartenzimmern, Lavendelbibliothek, Panorama-Yogaraum und vielem mehr kann man aber auch ganz einfach genussvoll die Seele baumeln lassen. Das Ayurveda Spa und die hauseigene Thermal-Heilquelle, der Outdoor-Pool und die großzügige Gartenanlage bieten Raum zum Tiefenentspannen. Mediterranes Klima, sanfte Weinberge und

eine Fülle an Aktivmöglichkeiten machen das Thermen- und Vulkanland zu einem Ort des Auflebens und Aufblühens mit allen Sinnen. Die Steiermark buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen kann man sich zudem im Rahmen der steirisch frischen Lebensfreude-Vollpension. Für Kurgäste gibt es die spezielle ayurvedische Küche Mandira Ahara in vier Ernährungsstufen. PR

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DIE SACHE MIT DEN SCHLEUDERPREISEN

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Das gegenseitige Unterbieten bei den Preisen war schon vor Corona ein Problem im Tourismus. Nach mehr als einem halben Jahr Zwangspause ist die Verlockung noch größer, die Auslastung mit günstigen Angeboten zu heben. Die Wirtschaftskammer warnt davor und gibt Nachhilfe bei der Preiskalkulation.

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ie Neuöffnung stellt viele Touristiker vor eine altbekannte Herausforderung: die professionelle Preisgestaltung. Die Verlockung ist groß, der aktuellen Unsicherheit mit einem Drehen an der Preisschraube zu begegnen. „Wenn der Preis erst einmal im Keller ist, lässt sich nur schwer wieder an ein betriebswirtschaftlich gesundes Niveau andocken“, warnt Spartenobmann Mario Gerber und verweist auf eine Grundregel, die nicht immer eingehalten wird: Der Preis muss so gestaltet sein, dass dem Unternehmer am Ende des Tages etwas übrigbleibt. Preisgestaltung darf keine Entscheidung aus dem Bauch heraus sein, sondern muss fundiert erfolgen. Aus diesem Grund geht die Sparte Tourismus der Wirtschaftskammer Tirol mit Bewusstseinsbildung und Webinaren in die Offensive, um Fehlentwicklungen gegenzusteuern.

QUALITÄT HAT IHREN PREIS

EINER BEGINNT, ALLE LEIDEN

Bei der Preisgestaltung der Hotels und Beherbergungsbetriebe geht es in erster Linie darum, die Qualität des Angebotes mit den Ansprüchen der Gäste in Einklang zu bringen. Es geht aber auch darum, die eigene Leistung zu wertschätzen, zu wissen, was sie wert ist. „Man zahlt für das, was einem emotional wertvoll ist“, so die Motivforschung. Gerade die neu aufkommende Reisefreiheit hat für die Gäste einen hohen emotionalen Gegenwert. Urlaub in einem sicheren Gastland ist positiv mit Sehnsüchten und Wünschen, Erholung, Erleben und Entspannung verbunden. Daher ist Selbstbewusstsein angebracht: „Tiroler Qualität hat ihren Preis und den sind die Gäste auch bereit, zu zahlen. Wer aufgrund der derzeitigen Unsicherheitsphase gleich die Nerven wegwirft und mit Dumpingangeboten zu locken beginnt, begibt sich in eine Abwärtsspirale, aus der es kein Entkommen gibt“, gibt Mario Gerber zu bedenken.

Preisdumping schadet dem eigenen Betrieb, aber auch der gesamten Branche. Einzelne Ausreißer führen dazu, dass der Gast seriöse Kalkulationen von Mitbewerbern als nicht angemessen empfindet und so der Druck auf die gesamte Destination steigt. Falsche Preise geben falsche Signale und suggerieren, dass in Tirol vor allem die Quantität anstatt der Qualität zählt – aber genau das sollte in Zukunft vermieden werden. „Gerade in der jetzigen Situation ist es entscheidend, nicht nur kurzfristig zu denken, sondern die Hotelpreise mittelund langfristig gut einzustellen. Dabei ist es wichtig, die Buchungsströme zu kennen und umgehend darauf zu reagieren. Wir brauchen stabile Preise für die Zukunft. Es ist wichtig, Preisentscheidungen nicht emotional, sondern basierend auf einer vordefinierten Strategie zu fällen“, so Gerber.


VORHER DENKEN DANN HANDELN

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top.500

GESUCHT: FACHKRAFT © TIROL WERBUNG/CHARLY SCHWARZ

Personalknappheit beschäftigte die Tiroler Touristiker schon vor Corona. Jetzt beginnt die Achillesferse der Branche wieder zu schmerzen.

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it dem Neustart tauchen altbekannte Problemzonen wieder auf, die schon vor der Coronakrise sichtbar waren. Eine davon betrifft den Hilfs- und Fachkräftemangel. Angesichts der herrschenden Rekordarbeitslosigkeit ist die Personalknappheit umso verwunderlicher. Doch das Phänomen lautet „Matching“: Bei vielen Arbeitslosen passt die vorhandene Qualifikation nicht mit den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle zusammen. Verschärft hat sich der Mangel an Hilfs- und Fachkräften auch dadurch, dass langjährige Tourismusmitarbeiter aufgrund der langen Schließungen der Branche in andere Berufe gewechselt sind, ohne große Hoffnung auf Rückkehr. Für Branchenvertreter lautet die Gegenstrategie: Bildung, Bildung, Bildung. Die Tiroler Touristiker forcieren vor allem die Lehre – sowohl für Jugendliche als auch am zweiten Bildungsweg – und haben die Initiativen „Besser als du denkst“ und „Talents for Tourism“ ins Leben gerufen.

BESSER ALS DU DENKST

Mit der Offensive „Besser als du denkst“ setzt die Sparte Tourismus der Wirtschaftskammer Tirol auf Authentizität und Glaubwürdigkeit. Im Zuge der Kampagne werden Vorurteile der Bevölkerung direkt angesprochen. Ein authentisches und ehrliches Bild der Branche verleugnet keine Schwächen, zeigt aber auch auf, welche Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten ein Job in der Hotellerie oder Gastronomie bietet. Die Branche will damit das verstaubte Image aus den Achtziger- und Neunzigerjahren korrigieren. Spartenobmann Mario Gerber und Gastroobmann Alois Rainer kennen die Branche mit ihren positiven wie negativen Seiten. „Für uns war schnell klar, dass wir mit dem Schönreden unserer Arbeitsplätze

keine neuen Fachkräfte gewinnen. Wenn wir ausschließlich damit locken, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, kommen insbesondere junge Menschen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück“, begründen Gerber und Rainer die Herangehensweise. Für die Branchenvertreter stehen neben Fachkräften ganz klar die jungen Menschen im Fokus der Offensive. www.besseralsdudenkst.at

TALENTS FOR TOURISM

Die zweite Initiative hat die Lehre am zweiten Bildungsweg im Visier. Das Programm bietet Mitarbeitern im Tourismus die Chance, in 18 Monaten zum Lehrabschluss in den Lehrberufen Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann, Köchin/Koch sowie Hotelkauffrau/Hotelkaufmann zu kommen. „Damit können die Betriebe ihre Beschäftigten von der Hilfs- zur Fachkraft ausbilden und ihnen bei aufrechtem Arbeitsverhältnis eine vollwertige Berufsausbildung bieten“, hebt Rainer hervor. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Eingangstest Deutsch B1 bei nicht deutscher Muttersprache. Die Auszubildenden schließen mit den teilnehmenden Betrieben einen Ausbildungsvertrag über die Dauer des Programms. Berufsbegleitend absolvieren sie in sieben Modulen mit gesamt 30 Tagen Anwesenheitspflicht ihre Ausbildungsblöcke am WIFI Tirol. Sowohl für den ausbildenden Betrieb als auch für interessierte Mitarbeiter bietet „Talents for Tourism“ die Möglichkeit, gemeinsam den Weg zur Lehrabschlussprüfung am zweiten Bildungsweg zu gehen. Zudem gibt es für die Betriebe attraktive Förderungen (bis zu 85 Prozent) durch den Tourismusförderungsfonds, die Fachgruppe Hotellerie und Gastronomie sowie die Wirtschaftskammer Tirol. www.tirol.wifi.at/tft


top.500

MIEMINGER PLATEAU OBSTEIG

REUTTE

Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2023

Geplante Fertigstellung: Herbst 2022

Stadtflucht vom allerfeinsten: wenn man darüber nachdenkt, von der Stadt aufs Land zu wechseln, will man natürlich in einer Top-Lage wohnen. Was würde sich da mehr anbieten als das ganzjährig sonnengeküsste Mieminger Plateau oder auch das von mächtigen Bergen und kraftvollen Seen umgebene Reutte? Lassen Sie sich entführen in die CARISMA-Wohnwelten. Rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns im Internet.

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Foto: Martin Lugger

Natürlich detailreich seit 1877.

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TIROLS TOP-SEILBAHNEN PLATZ

RANKING*

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FIRMENNAME

ORT

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UMSATZ

Silvrettaseilbahn AG

Ischgl

290

43.271.000

Seilbahn Komperdell GmbH

Serfaus

267

37.350.000 (g)

Bergbahn AG Kitzbühel

Kitzbühel

298

33.186.000 (g)

Arlberger Bergbahnen AG

Innsbruck

Mayrhofner Bergbahnen AG

Mayrhofen

260

159

40.000.000 (g)

34.577.628

Fisser Bergbahnen GmbH

Fiss

259

30.000.000 (g)

Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co. KG

Kaltenbach

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20.400.000 (g)

Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG

Innsbruck

285

Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG Sölden – Tirol

Sölden

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Bergbahnen Ellmau – Going GmbH & Co. Hartkaiserbahn KG

Ellmau

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Schilift-Zentrum-Gerlos GmbH

Zeller Bergbahnen Zillertal GmbH & Co KG

Gerlos

Zell a. Ziller

26.000.000

18.000.000 (g)

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17.800.000 (g)

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16.000.000 (g)

17.000.000 (g)

UMSATZ 2019

135 136 324

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Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG

Hintertux

300

45.000.000

Liftgesellschaft Obergurgl GmbH

Obergurgl

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18.000.000 (g)

Skiliftgesellschaft Sölden – Hochsölden GmbH

Sölden

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45.000.000

TIROLS TOP-HOTELS PLATZ

RANKING*

1

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2

273

4

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5

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7

399

9

423

11

452

8

400

10

424

FIRMENNAME

ORT

MA

UMSATZ

Stanglwirt GmbH

Going

285

36.000.000

Stiebleichinger GmbH

Innsbruck

263

18.000.000 (g)

Pirktl Holiday GmbH & Co. KG

Mieming

234

21.500.000

F. Kaltschmid Hotel GmbH

Seefeld

280

17.000.000 (g)

Interalpen-Hotel Tyrol GmbH

Telfs

252

14.000.000 (g)

Hotel Trofana Royal GmbH

Ischgl

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14.500.000

Sporthotel Alpenrose Residenz Wolfgang Kostenzer GmbH

Maurach

227

14.000.000 (g)

Hotel Jungbrunn GmbH & Co. OG

Tannheim

150

13.000.000 (g)

Ernst und Andrea Mayer Hotelbetriebs-GmbH Lanserhof GmbH

Lermoos Lans

Schlosshotel Kitzbühel GmbH

Kitzbühel

173 147

160

14.000.000 (g) 13.000.000

12.000.000 (g)

UMSATZ 2019

310 357 385 464

Stock GmbH

Finkenberg

191

18.800.000

Christian Mühlberger Hotelbetriebs-GmbH

Kössen

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14.900.000 (g)

Schlosshotel Fiss GmbH

Hotel Tyrol am Haldensee GmbH

Fiss

*)

Grän

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16.529.506

11.807.000

Stellt das Ergebnis im Gesamtranking der Top 500 dar, (g) Umsatz geschätzt


Fliesen Keramik Mosaik Naturstein

Jenewein Gesellschaft m.b.H Fliesen- und Natursteinverlegung Gewerbepark 15, 6460 Imst, +43 (0)54 12/66 8 13 Trientlgasse 41, 6020 Innsbruck, +43 (0)512/89 02 91 www.jenewein-fliesen.com


BALMUNG MEDICAL

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AUF EXPANSIONSKURS BALMUNG MEDICAL schafft als innovatives Unternehmen im Medizin- und Gesundheitsbereich neue Arbeitsplätze in Tirol. Wir haben mit Gründer Engelbert Leobacher über die Vergangenheit und Zukunft gesprochen.


BALMUNG MEDICAL

„U N S E R B E S T R E B E N I S T E S , N Ä HE R A M K U ND E N Z U S E IN U ND D U R C H K U R Z E E N T S C HE ID U N G S W E G E E INE N W E T T B E W E R B S V O R S P R U N G Z U G E NE R IE R E N .“ ENGELBERT LEOBACHER

Sie sind Eigentümer und Geschäftsführer eines sehr erfolgreichen Unternehmens, von dem viele Tiroler allerdings noch wenig wissen. Wie würden Sie BALMUNG MEDICAL HANDEL GMBH und seine Tätigkeitsfelder grob beschreiben? ENGELBERT LEOBACHER: BALMUNG wurde 2004 gegründet. Das inhabergeführte Unternehmen ist mittlerweile ein Global Player im Medizin- und Gesundheitsproduktebereich. Wir beliefern in über 30 Ländern Kliniken und Gesundheitsunternehmen. Balmung Österreich erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 157 Millionen Euro. Es gibt wenig Unternehmen mit einer solchen rasanten positiven Entwicklung. Wie sehen Sie die Prognosen für die Zukunft? Weiterhin sehr positiv. Balmung Österreich wird 2021 einen Halbjahresumsatz von 180 Millionen Euro erreichen. Damit wurde der Vorjahresumsatz bereits Mitte des Jahres übertroffen. Wir arbeiten mit einem Dreijahresplan, der uns gut beschäftigen wird. Wesentlich ist aber die Steigerung des Firmenwertes.

Das ist sehr beeindruckend, vor allem das über Jahre konstante Wachstum. Was steht hinter Ihrem Erfolg? Das ist eine Kombination aus mehreren Punkten. Zum einen Kundenverständnis: Wenn ich den Kunden verstehe, stelle ich die richtigen Fragen und erhalte dahingehend die richtigen Antworten. Nur so kann man langfristig am Markt bestehen. Zum anderen das Marktverständnis: Wir sehen uns als datengetriebenes Unternehmen mit angeschlossenem Großhandel. Unsere Produkteinführungen wie Preisbildungen basieren auf Echtmarktdaten. Diese Entscheidungsgrundlage erhöht die Erfolgsquote massiv. Und zu guter Letzt IT-basierte Lösungen: Wir verknüpfen die eigenständigen, nicht verknüpften Warenwirtschaftssysteme der Kunden mit unserem Data-Warehouse unter Zuhilfenahme von Übersetzungssystemen, sodass eine klare Marktübersicht mit Echtdaten pro Vertriebskanal entsteht. Dies hat zur Folge, dass Einsparungspotenziale in Bezug auf Produkte, Produktportfolios sowie Verbräuche klar aufgezeigt werden können. Unser Bestreben ist es, näher am Kunden zu sein und durch kurze Entscheidungswege einen Wettbewerbsvorsprung zu generieren. Wir verkaufen nicht Produkte, sondern bieten individuelle Problemlösungen für unsere Kunden. Das klingt nach einem vielseitigen Aufgabenbereich. Wie beurteilen Sie Ihr Marktumfeld? Nicht der Markt wird uns begrenzen, sondern nur wir uns selber. Generell ist der Markt in Europa noch sehr stark fragmentiert. In den USA hat hier bereits eine Konsolidierung stattgefunden und vier, fünf Händler betreuen 90 Prozent des Marktes. In Europa gibt es ca. 650 kleinere Händler und darüber Milliardenkonzerne

(Hersteller) mit einem Umsatz zwischen fünf und 30 Milliarden Euro. Dazwischen ist sehr viel Luft für uns vorhanden.

Wo sehen sie das Wachstum in den nächsten Jahren? Das größte Potential sehen wir im Wachstum von Balmung Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Die fokussierten Märkte bieten ein gesundes Umfeld für weiteres Wachstum. Wir sind in einer krisensicheren Branche und unterstützen den globalen Gesundheitsbereich. Darüber hinaus haben wir die nächsten zwölf Monate zwei neue Projekte mit hohen Umsatz- und Ertragspotenzialen in der Pipeline. Was sehen sie als größte Herausforderung? Wir haben sehr ambitionierte Ziele und dazu benötigen wir motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die BALMUNG in Zukunft nachhaltig mitgestalten wollen. Diese zu finden, ist nicht ganz einfach. Wir versuchen, ein betriebliches Umfeld zu schaffen, das einerseits interessierte Mitarbeiter anzieht und diese andererseits langfristig ans Unternehmen bindet. Dabei zählt nicht nur die nötige Anzahl, sondern auch die dahintersteckende persönliche und fachliche Qualifikation. Mit Fleiß, Vorstellungskraft und Engagement ist in unserem Unternehmen alles möglich. Wir suchen Verstärkungen in allen Bereichen – Purchase, Sales, IT und Finance. Wir bieten ein internationales Umfeld und vor allem großes Entwicklungspotenzial in einem wachstumsorientierten inhabergeführten Betrieb. Wir wollen gemeinsam an wegweisenden Entwicklungen für unsere Kunden arbeiten. Mit einfachen Worten: BALMUNG ist gut für die Zukunft gerüstet. Was bietet das Unternehmen für uns Tiroler? Das zukünftige Headquarter wird gerade in Kirchbichl gebaut. Bis zum Herbst 2022 entsteht auf einem Areal von 50.000 Quadratmetern ein moderner Firmenkomplex. Hier wird nicht nur unser Europa-Logistikzentrum mit automatisiertem Hochregallager und direktem Gleisanschluss Platz finden, sondern vor allem unsere wichtigste Division, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie Data Research. 150 qualifizierte Arbeitsplätze sollte der neue Standort in Kirchbichl bieten. PR

BALMUNG MEDICAL HANDEL ÖSTERREICH GMBH Sportplatzweg 15, 6336 Langkampfen office@balmung.cc, www.balmung.cc Umsatz 2020: 157 Mio. Euro MitarbeiterInnen: 70

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top.500

DIE BESTE ZEIT IST GENAU JETZT Der Tiroler Innovationspreis wird heuer zum bereits 20. Mal verliehen und ist ein Beweis dafür, dass Innovationen immer Konjunktur haben.

Das Expertenteam der Wirtschaftskammer Tirol: Veronika Schuler (Bereich Schutzrechte), Ladislav Kacani (Bereich Innovations- und Förderberatung) und Marlene Hopfgartner (Innovations- und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Tiroler Wirtschaftskammer)

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ie Coronapandemie hat vieles verändert und die regionale Wirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Vor diesem Hintergrund hat der Innovationspreis 2020 nach diesem so schwierigen Jahr eine ganz besondere Bedeutung für die Tiroler Innovationslandschaft. Der Innovationspreis leistet aus Sicht der Wirtschaftskammer und dem Land Tirol einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Innovationsmotors im eigenen Land, der wichtig ist für jegliche Weiterentwicklung. Von der Digitalisierung bis zum Klimawandel braucht es inspirierende Unternehmen, die Ideen entwickeln und vorantreiben.

MOTIVATIONSSCHUB

Der Innovationspreis holt die Leute auf die Bühne, inspiriert und spornt an. Dabei können sich die Preisträger der beiden Hauptkategorien „Dienstleistungsinnovationen“ und „Technische Innovationen – Produkte und Verfahren“ über ein Preisgeld von 7.500 Euro freuen, in der Kategorie „Konzept“ über 3.500 Euro. Kriterien für die Auszeichnung sind Innovation, Originalität und künftige Marktchancen des eingereichten Projektes. Neben dem finanziellen Anreiz bringt eine

Teilnahme den Preisträgern vor allem Medienpräsenz durch Öffentlichkeitsarbeit und somit willkommene Werbung sowie einen Motivationsschub, die Ideen weiter voranzutreiben. Zudem finden die Teilnehmer mit anderen innovativen Wirtschaftstreibenden der Region und Interessierten zusammen, wodurch der Innovationspreis zur Plattform für Kooperationen und Netzwerken wird. Der Tiroler Innovationspreis wird aufgrund der speziellen Situation erst jetzt verliehen, im Juli starten quasi gleichzeitig die Einreichungen für den Tiroler Innovationspreis 2021. „2021 soll das Jahr des Comebacks werden“, sagt Marlene Hopfgartner, Innovations- und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Tiroler Wirtschaftskammer. Dabei hat auch der Tiroler Innovationspreis 2021 eine besondere Bedeutung: „Damit Tirol gestärkt aus der Krise hervorgehen kann, brauchen wir vor allem innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Der Wettbewerb soll daher heuer einmal mehr unter Beweis stellen, wie innovativ der Standort Tirol und seine Betriebe sind. Die hochqualitativen Einreichungen zeigen Jahr für Jahr, zu welchen Leistungen die Menschen in unserem Bundesland fähig sind und welche Innovations-

kraft dahintersteckt“, so Hopfgartner. Aus allen Einreichungen, die sich für den Tiroler Innovationspreis qualifizieren, werden bis zu drei Unternehmen auch für die Teilnahme am Staatspreis Innovation sowie je ein Unternehmen für die österreichweiten Sonderpreise VERENA und ECONOVIUS ausgewählt. Viele Auszeichnungen im Rahmen dieser Preise haben schon bisher sichtbar gemacht, dass Tirol über viele kreative Köpfe verfügt. Einreichungen für den Innovationspreis 2021 sind noch bis 15. September möglich. Infos unter www.wko.at (Themen / Innovation, Technologie und Digitalisierung).

SERVICEANGEBOT Für innovationswillige Unternehmen bietet die Wirtschaftskammer Tirol ein umfangreiches Serviceangebot. Neben Beratung zu Schutzrechten und Innovationsförderberatung gibt es die Unternehmensschmiede „Inncubator“, eine gemeinsame Einrichtung der Wirtschaftskammer Tirol, des WIFI und der Universität Innsbruck. Der Inncubator ist vor allem Anlaufstelle für Start-ups, die ihre ersten Schritte ins Unternehmertum wagen wollen.


top.500

DIGITALE BÜHNE Mit kreativen Live-Streaming-Formaten zeigt DachsbauTV, dass Clubkultur und gemeinsames Feiern auch in der digitalen Welt funktionieren. TEXT: DANIEL SCHREIER

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it einem Schlag Stillstand. Vor den Geschehnissen der letzten beiden Pandemiejahre hätte sich wohl niemand vorstellen können, dass in zwei so zentralen Lebensbereichen wie der Kultur und dem Nachtleben von einem Tag auf den anderen nichts mehr gehen würde. Bühnen sowie Tanzflächen leer und verlassen und trotzdem tausende von Menschen, die sich nach Musik, Tanz und Zerstreuung sehnen – besonders in Zeiten der verordneten sozialen Distanz. Die zwei Innsbrucker Unternehmer und Betreiber des Clubs Dachsbau, Konni Wolfgang und Fred Lordick, erkannten, dass dieser plötzliche Stillstand auch eine Chance sein kann, die Club- und Kulturlandschaft in Tirol neu zu denken und sie in die digitale Welt zu übersetzen. Schnell wurde die Idee geboren, Kulturschaffenden und Vereinen eine digitale Bühne zu bieten, um sich auch während der Zeit des Lockdowns, der Zutritts- und Ausgangsbeschränkungen präsentieren zu können.

FEIERN IM LIVE - STREAM

Schon während des März-Lockdowns 2020 begannen Wolfgang, Lordick und Lucas Micka, ein ehemaliger Barmitarbeiter, damit, digitale Clubabende zu organisieren, die live auf ver-

schiedenen Plattformen mit Streamingfunktion wie YouTube, Instagram, Twitch sowie ihrer eigenen Website übertragen wurden. Die Zuschauer konnten in ihren Wohnzimmern Livemusik hören, gemeinsam feiern und dadurch etwas Ablenkung in den ersten unsicheren Tagen der Pandemie genießen. „Mit der Zeit haben wir festgestellt, dass die Zuschauerzahlen und die Verweildauer im Stream bei reinem Musikcontent nicht sehr groß sind. Wir haben uns dann vorgenommen, die User-Experience mit Moderation, Humor und vor allem Interaktion zu verbessern“, erklärt Wolfgang. Aus dieser Einsicht entstand die DachsbauTV Prime Time, ein Late-Night-Unterhaltungsformat mit Studiogästen, das im Dachsbau-Club aufgenommen, von Wolfgang moderiert, von Lordick am DJ-Pult musikalisch begleitet und von Micka kamera- und regietechnisch umgesetzt wird. „In jeder Show laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, um ihre Arbeit vorzustellen und live zu performen“, erläutert Wolfgang. Zuschauer können über digitale Abstimmungen mit den Moderatoren und Gästen interagieren, Fragen stellen und an Gewinnspielen teilnehmen. „Nachdem wir in den letzten Monaten stark gewachsen sind und auch immer mehr

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Partner mit an Bord holen konnten, ist unser nächstes Ziel, neue Formate zu entwickeln und uns noch weiter zu professionalisieren“, führt Wolfgang aus. Mittlerweile produziert DachsbauTV ein breites Angebot von Formaten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von Gaming über Lifestyle bis hin zu Live-Sportwettbewerben. Durch den Erfolg des Konzepts ist die Produktion von Streams und Videos bereits jetzt zu einem zweiten Standbein neben dem Clubbetrieb im Dachsbau geworden. Derzeit plant das Team zusätzlich zu weiteren eigenen Live-Streaming-Formaten immer mehr Videound Stream-Produktionen für Kunden und Partner. „Das Ziel ist es, die erste Produktionsfirma für kreative digitale Inhalte aufzubauen, die neben klassischen Mediaproduktionen auch einen interaktiven Live-Ansatz inklusive Konzeption für die Kunden bereithält“, freut sich Wolfgang. Der Zug ist bereits ins Rollen gekommen: Die DTV GesbR wird in Zukunft als exklusiver Streaming-Dienstleister für die Innsbrucker Event- und Werbeagentur The Distillery arbeiten, die unter anderem Sportevents für große Marken wie Audi oder Red Bull konzipiert und durchführt, und auch die Liste der weiteren Partnerschaften wächst mit jedem Monat. www.dachsbau.club


top.500

DIGITALE REHKITZ-RETTUNG Das Start-up Optronia hat sich auf die Entwicklung und Integration optischer Sensortechnik spezialisiert. Mit ihrem ersten kommerziellen Produkt nehmen sich die Gründer Ulrich Hausmann und Nicola Baldo eines verbreiteten Problems beim Einsatz von Mähmaschinen an. TEXT: DANIEL FEICHTNER

© PATRICK SARINGER

Das optronia-Gründerduo Nicola Baldo und Ulrich Hausmann.

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ehe sind von Natur aus scheu. Ausgewachsen suchen sie in der Regel ihr Heil in der Flucht, wenn Gefahr droht. Doch Jungtiere sind oft noch nicht schnell genug, um Räubern zu entkommen. „Deswegen ist es der natürliche Instinkt von Kitzen, sich zu verstecken – bevorzugt in hoher Vegetation“, erklärt Ulrich Hausmann, Mitbegründer des Innsbrucker Start-ups Optronia. Leider bieten den Tieren deswegen Wiesen oft vermeintlich idealen Schutz. Denn während hochgewachsenes Gras ein hervorragendes Versteck vor Fressfeinden bietet, werden die dort eingesetzten Mähmaschinen zur tödlichen Gefahr. „Allein in Österreich werden durch Mähunfälle jedes Jahr rund 20.000 Rehkitze getötet oder verletzt“, berichtet er. Und das ist nicht „nur“ ein moralisches Problem im Hinblick auf das Tierwohl. Auch wirtschaftlicher Schaden ist damit verbunden. Gerät ein Rehkitz in die Mähmaschine, wird die Ernte kontaminiert. Bei der Verwendung von Heu und Silo als Tierfutter droht dann die Gefahr, bakterielle Gifte vom Aas auf Stalltiere zu übertragen.

VOLL INTEGRIERT

Die bisherigen Möglichkeiten, dieses Problems Herr zu werden, waren nicht nur aufwendig, sondern auch in ihrem Erfolg beschränkt: Feldbegehungen vor dem Mähen kosten Zeit und sind nur bedingt wirksam, da sich Rehkitze bis zum allerletzten Moment verstecken. Das Abfliegen der Felder mit Drohnen ist zwar erfolgversprechender, die Ausrüstung aber teuer und ihr Einsatz bedarf nicht nur Erfahrung, sondern ist in der Tageszeit eingeschränkt und oft genehmigungspflichtig.

Einen anderen Ansatz verfolgen Hausmann und Optronia-Mitbegründer Nicola Baldo. Anstatt ein komplett unabhängiges System zu entwickeln, haben sie Mähmaschinen mit elektronischen „Augen“ ausgestattet, die erkennen, was sich hinter den Pflanzen verbirgt. „Schlüssel ist die Reflexion von nahinfrarotem Licht“, erklärt Hausmann. „Jede Oberfläche reflektiert manche Wellenlängen besser, schlechter oder gar nicht. Da das Infrarotspektrum das dichte Gras am besten durchdringt, kann das System erkennen, was sich dahinter verbirgt.“ Die Sensoren des Sensosafe getauften Systems werden dazu als Balken vor den Mähwerken eines Mähdreschers oder Traktors montiert. Im Betrieb leuchten sie das Feld in Fahrtrichtung mit infrarotem Licht aus. Werden spezifische Wellenlängen, die mit Tieren assoziiert sind, zurückgeworfen, reagiert das System. „Wir hatten bei der Entwicklung das Glück, Pöttinger als Partner mit an Bord zu haben“, berichtet Hausmann. Der weltweit tätige Landwirtschaftsmaschinenhersteller kooperiert seit 2018 mit Optronia. Dadurch hatten die Entwickler die Möglichkeit, Sensosafe direkt in die Bordelektronik der Mähmaschinen zu integrieren. „So kann der Mäharm automatisch gehoben und die Maschine angehalten werden, wenn sich ein Tier in Gefahr befindet.“ Auch ältere Traktoren können nachgerüstet werden.


International vernetzt - regional verankert Internationale Spitzenforschung, engagierte Mitarbeiter*innen und hoch motivierte Studierende machen die Universität Innsbruck zu einem Motor für Wirtschaft und zum Impulsgeber für die Gesellschaft in der Region und weit darüber hinaus. Top Performer

Top Forschung

17

unter 1600 Universitäten weltweit

beim renommierten Shanghai-Ranking in

Fachbereichen Spitzenforschung in den Forschungsschwerpunkten Physik und Alpiner Raum Quelle: Fachdisziplinen Ranking der Jiaotong-Universität Shanghai 2021

Top Arbeitgeber

8

Top-Ergebnisse in den Bereichen Internationale Ausrichtung und Forschung Quelle: U-Multirank Top Performing Universities 2020

in Österreich im Bildungsbereich zum

5. Mal

EuropeanUniversities-Allianz in der

beteiligungen

dank spannender Arbeitsinhalte,

mit neun europäischen Universitäten

durch die 2008 gegründete Beteiligungsholding

familienfreundlicher Arbeitsbedingungen und einem internationalen Arbeitsumfeld Quelle: Ranking „Österreichs beste Arbeitgeber 2021“ der Zeitschrift trend

41 Millionen Euro

öffentlicher Forschungsmittel national und international eingeworben

E

19 Unternehmens-

in Folge

„Aurora“ von Reykjavik bis Neapel

Beste Spin-off-Strategie: Österreichweit führend mit aktuell

20% Steigerung in 4 Jahren Quelle: Universität Innsbruck in Zahlen 2020

Wir bauen Brücken in die Zukunft.

Über

Quelle: www.uibk.ac.at/ transferstelle/beteiligungen

4400

Abschlüsse

im Studienjahr 2019/20 4 % mehr als in den beiden Vorjahren Quelle: presse.uibk.ac.at (März 2021)

www.uibk.ac.at

© BfÖ 2021, Foto: © Innsbruck Tourismus / Christof Lackner

International vernetzt:


top.500

Magdalena Hauser hat gemeinsam mit Wolfgang Lechner das universitäre Spin-off ParityQC gegründet.

BAUPLAN FÜR DIE QUANTENZUKUNFT Innsbruck gilt seit Jahren als Hochburg der Erforschung und Entwicklung von Quantencomputern. ParityQC macht sich nun daran, die Brücke zu Anwendern weltweit zu schlagen – und die Bedeutung des Standorts langfristig zu sichern. TEXT: DANIEL FEICHTNER

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ass Quantencomputing die Welt verändern wird, steht mittlerweile außer Frage. „Wann genau Quantencomputer so weit sein werden, ihre Überlegenheit praktikabel und vor allem wirtschaftlich rentabel auszuspielen, lässt sich nicht exakt sagen“, meint Magdalena Hauser, die 2020 gemeinsam mit dem theoretischen Physiker Wolfgang Lechner das universitäre Spin-off ParityQC gegründet hat. „Die meisten Experten gehen aber davon aus, dass Anwendungen in spezifischen Bereichen, wie der Lösung von Optimierungsproblemen, in den kommenden drei bis fünf Jahren marktreif sein werden.“ Diese nahende Zielgerade spornt an: Auch wenn sich noch nicht herauskristallisiert hat, welche technische Lösung sich in Quantencomputern schlussendlich durchsetzen wird, investieren große internationale Konzerne seit einigen Jahren nicht nur zunehmend Ressourcen, sondern auch hohe Summen in die Entwicklung kommerzieller Anwendungen – und das, während die Grundlagenforschung noch auf Hochtouren läuft. Denn bei dem Wettrennen geht es nicht nur um viel Geld: „Wir gestalten jetzt die absoluten Grundlagen für die Zukunft in einer Vielzahl verschiedener – wenn nicht sogar aller – Branchen“, ist Lechner

überzeugt. Und mit ihrem Spin-off sind die Gründer mittendrin, sowohl was die geografische Lage in Innsbruck als einem der weltweit führenden Quantencomputing-Forschungszentren betrifft als auch die strategische Positionierung: Denn mit ParityQC widmen sie sich dem Brückenschlag zwischen Forschung und Anwendung und einem direkten Wissenstransfer zwischen Laboren und der Industrie.

HANDFESTES PRODUKT

Anstatt nur Theorie weiterzugeben, dient dem Spin-off die selbst entwickelte ParityQCArchitektur als Plattform, um neueste Erkenntnisse direkt in der Praxis umzusetzen. „Mit unserer eigenen Architektur – gewissermaßen den Blaupausen für Chips – und den dazugehörigen Algorithmen bieten wir eine aufeinander abgestimmte Hard- und Softwarelösung“, erklärt Lechner, auf dessen Forschung und den daraus hervorgegangenen Patenten ein großer Teil der Entwicklung aufbaut. „Damit sind wir das erste Quantenarchitektur-Unternehmen weltweit.“ Die Chips, die von einigen Hardwareherstellern bereits produziert werden, sind auf einen ganz spezifischen Anwendungsbereich, nämlich das Lösen von Optimierungsproblemen, maßgeschneidert. „Damit haben wir einen klaren Business-Case“, be-

stätigt Hauser. „Wir bieten die Architektur als Lizenzmodell an – und alles, was zu ihrem Einsatz nötig ist, inklusive unseres eigenen Betriebssystems ParityOS.“ Dabei hat ParityQC einen großen Trumpf in der Hand: Das System ist mit allen Plattformen kompatibel, egal welche Technologie schlussendlich zum kommerziellen Einsatz kommt. Unabhängigkeit hat sich ParityQC auch bei der Entwicklung und Finanzierung auf die Flagge geschrieben. Man sei sich der großen Verantwortung mehr als bewusst, bestätigt Hauser: „Wir arbeiten weltweit mit Entwicklern und Unternehmen zusammen, denken aber vor allem europäisch“, erklärt sie. „Uns geht es darum, die globale Entwicklung voranzutreiben, nicht einem einzelnen Kunden – oder einer Nation – einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen.“ Zugleich wollen Hauser und Lechner den Standort Innsbruck stärken. „Es ist kein Zufall, dass wir hier und nicht im Silicone Valley angesiedelt sind“, bestätigt Lechner. Es gebe Schlüsselmomente, die man einfach nicht verschlafen dürfe, so wie es bei künstlicher Intelligenz geschehen sei. „Jetzt ist unsere nächste Chance. Wir investieren enorm viel in die Entwicklung und haben ein weltweit einzigartiges Fundament geschaffen. Jetzt brauchen wir das Commitment, um daraus nachhaltige Wertschöpfung zu schaffen.“


Naturnahes Leben im sonnigen viola.satteins. Einige lichtdurchflutete Einheiten im Eigentum mit großzügigen Terrassen und Privatgärten sind noch frei. Wertbeständiges Wohnen, herrliche Bergsicht und absolute Ruhelage überzeugen Ästheten im Bezirk Feldkirch. Bezugsfertig im Juni 2022. www.wohnanlage-ubm-satteins.at

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UBM Development

green. smart. and more.

UBM Development entwickelt Immobilien für Europas Metropolen. Der strategische Fokus liegt auf Green Building und Smart Office in Großstädten wie Wien, Berlin, München oder Prag. Mit knapp 150 Jahren Erfahrung bietet UBM von der Planung bis zur Vermarktung alle Development-Leistungen aus einer Hand an. Die Aktien sind im Prime Market der Wiener Börse gelistet, dem Segment mit den höchsten Transparenzanforderungen. www.ubm-development.com


CURA

DIE WEITERDENKER 136

Seit Gründung der Cura im Jahr 1999 hat sich das Kosmetikunternehmen ständig nach vorne entwickelt. Und sich dabei immer wieder neu erfunden. Ein prägendes Jahr für das damals junge Unternehmen war 2007: Mit Judith Williams an Bord wurde aus einem kleinen Betrieb ein internationales Beautyunternehmen mit vielen neuen Geschäftsfeldern.

E

s gibt hierzulande wohl kaum ein Unternehmen, das die Bezeichnung „Erfolgsgeschichte“ mehr verdient als die CURA COSMETICS GROUP. Gegründet als kleines Kosmetikunternehmen mit fünf Mitarbeitenden, wurde der Betrieb zu einem 180 Mitarbeiter starken Unternehmen ausgebaut, das 2020 – trotz Krisenjahr – einen im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz von rund 55 Millionen Euro erwirtschaftete. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis von Mut, Innovations- und Investitionsfreude und sorgsamem Weitblick. Im vergangenen Jahr hat Roland Kohl die Geschäftsführung an Gerhard Kaiser, Hannes Kohl und Manuel Reinalter übergeben. Die Dreierspitze ist seit vielen Jahren in diversen Führungspositionen in der CURA tätig und hat die Entwicklungen des Unternehmens maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Dass die Übergabe selbst in derart herausfordernden Zeiten reibungslos funktioniert hat, ist nicht weiter verwunderlich, wurde

sie doch – wie jeder Schritt im Unternehmen – besonnen und eingehend vorbereitet. Die Übergabe war prägend für die Zukunft des Unternehmens, ebenso wie die abermalige Gebäudeerweiterung im letzten Jahr.

VON EMPLOYER BRANDING UND URBAN GARDENING

Schönheitsexpertin Judith Williams ist eng in die Produktentwicklung involviert.

Das CURA-Mobilitätskonzept inklusive firmeneigner E-Bikes soll die Mitarbeiter dazu animieren, den eigenen Pkw zuhause zu lassen.

„Vieles war im vergangenen Jahr im Umbruch“, sagt Manuel Reinalter, „für uns ist das allerdings nichts Ungewöhnliches. Ich bin seit 15 Jahren in der CURA tätig und jedes Jahr fühlt sich anders an. Jedes Jahr erzählt eine neue Geschichte. Letztlich geht es immer darum, in Zukunft am Markt relevant zu bleiben, und das geht nur, wenn man bei seinem Tun in letzter Konsequenz an den Kunden denkt. Dieser Leitgedanke bleibt immer derselbe, auch wenn das Rennen darum jedes Jahr aufs Neue beginnt.“ Um am Markt eben bedeutsam zu bleiben, braucht es die richtigen Mitarbeiter. Wie in den Jahren zuvor wurde – bedingt durch unternehmerisches Wachstum – auch


CURA

2020 der Mitarbeiterstand aufgestockt. Durch eingeschränkte persönliche Kontakte war das Recruiting eine besondere Herausforderung, für viele junge Führungskräfte im Unternehmen wurde die Führungsaufgabe durch die Distanz erschwert. Um sich bestmöglich auf die Situation einzustellen, wurde unter anderem mit Hilfe externer Experten viel in die Aus- und Weiterbildung investiert. Zudem wurde die Human-Resources-Abteilung erweitert. Seiner sozialen Verantwortung ist man sich im Unternehmen durchaus bewusst. Der Frauenanteil in der CURA COSMETICS GROUP liegt bei rund 80 Prozent. Das hat sich zu einem großen Teil auch einfach so ergeben. Männer sind also herzlich eingeladen, sich zu bewerben, und Mitarbeiter werden in vielen Bereichen laufend gesucht! Außerdem wurde im letztjährig eröffneten Gebäude ein Betriebskindergarten mit eigener Tagesmutter integriert. „Wir möchten unseren Eltern damit die Chance geben, schneller wieder in ihren Beruf zurückzukehren, wenn sie das möchten, und gleichzeitig nah bei ihren Kindern zu sein“, erklärt Reinalter. Generell lädt der Neubau zum Miteinander ein, zur direkten Kommunikation. Die Abteilungen wurden so angelegt, dass die Wege untereinander kurz sind, ein Austausch zwischendurch möglich wird. Rückzugszonen sorgen im Gegenzug dafür, dass man für sich sein kann. Man weiß um den Wert seiner Mitarbeiter. Im Zuge eines Urban-Gardening-Projektes können Mitarbeiter am Dach zum Beispiel ihr eigenes Beet betreuen. Viele Wirkstoffe in den Kosmetika sind bei CURA aus der Botanik entnommen – so schließt sich ein schöner Kreis. Auch die Standortfrage hat sich für das Unternehmen nie gestellt. „Die Führungsetage ist fest mit Tirol verwurzelt und viele unserer Mitarbeiter kommen aus der Region. Außerdem ist die Nähe zu München und damit zu Judith Williams hilfreich. Die Digitalisierung macht es zudem möglich, attraktive und ortsunabhängige Arbeitsmodelle zu schaffen, die besonders für Digital Natives interessant sind.“

DIREKT ZUM KUNDEN MIT DER MARKE JUDITH WILLIAMS COSMETICS

Die Digitalisierung ist es auch, die die CURA COSMETICS GROUP zu ihrem next step angetrieben hat. „Wir haben im letzten Jahr rund eine Million Euro in den Aufbau eines D2C-Kanals investiert und betreiben nun einen eigenen Webshop mit international

Die CURA-Geschäftsführer Gerhard Kaiser, Manuel Reinalter und Hannes Kohl mit Judith Williams

renommierten Partnern wie Salesforce und Shopify für die Marke Judith Williams. Global gesehen erzielt der Beautybereich enorme Zuwächse im Onlinebusiness. Hier müssen wir uns anschließen, um in Zukunft eine Rolle zu spielen“, sagt Reinalter. Die Entscheidung dafür ist bereits vor der Corona-Pandemie gefallen, sodass der Webshop mit genügend Vorlaufzeit starten konnte. „Der eigene Onlinevertrieb ist für uns extrem spannend. Wir emanzipieren uns immer mehr von den ursprünglichen Vertriebskanälen, die mit einem kleinen Vertrieb als stationäre Kosmetikmarke und mit Teleshopping begonnen haben. Die digitale Welt hat uns vieles ermöglicht. Ich bin überzeugt, dass wir im Jahr 2025 schon rund die Hälfte unseres Umsatzes online generieren werden“, so Reinalter. Hinter dem Onlineshop steckt enormes Know-how, vieles muss neu gedacht, Logistik, IT und Prozessinfrastruktur aufgebaut werden. Es geht nicht mehr nur darum, an hochwertigen neuen Produkten zu forschen, auch wenn die Produktentwicklung eine der Kernkompetenzen des Unternehmens bleiben wird. Künftig geht es um KundenzentrieIm letztjährig neu eröffneten Gebäude wurde ein Betriebskindergarten mit eigener Tagesmutter integriert.

rung und das Erlernen neuer Fähigkeiten im Digitalbereich. Die Fähigkeit, Endverbraucher in diesem wettbewerbsintensiven Beautymarkt über soziale Medien zum Kauf zu bewegen und während der gesamten Customer Journey zu begleiten, stellt eine Herausforderung dar. „Nun gilt es für uns als Marke Judith Williams, sichtbar zu werden und jeden Tag im Team neue Fähigkeiten zu lernen“, sagt Reinalter. PR

CURA COSMETICS GROUP Die 1999 gegründete CURA COSMETICS GROUP ist ein inhabergeführtes internationales Unternehmen im Bereich der Kosmetik. • Hauptgeschäftsfelder: Markenentwicklung und -vertrieb, Private Label, Start-up-Business, Forschung & Entwicklung • Vertriebskanäle: Einzelhandel, TV-Commerce, Online, Marketplace • MitarbeiterInnen: 180 • Frauenanteil: 80 % • Umsatz 2020: 54.900.000 Euro • Geschäftsführung: Gerhard Kaiser, Hannes Kohl, Manuel Reinalter

www.curacosmeticsgroup.com

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DIE SEHNSUCHT NACH ÄSTHETIK

Martin Wetscher führt das Unternehmen in vierter Generation, Sohn Maximilian hat dem neuen Store seinen Namen gegeben.

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Tradition ist etwas Schönes, weil sie auf über Jahre und Jahrzehnten gewachsenen Werten basiert und auf Tugenden wie Beständigkeit, Widerstandsfähigkeit und Loyalität. Tradition ist dabei nicht zwangsläufig rückwärtsgewandt, im Gegenteil. Um als Unternehmen über Generationen zu bestehen, braucht es vor allem eines: Den Drang, sich weiterzuentwickeln und sich – zumindest in Teilen – immer wieder neu zu erfinden. Das Familienunternehmen Wetscher aus Fügen geht mit seinem neuen Möbelkonzept „WetscherMAX“ innovativ in die Zukunft und gleichzeitig zurück zu den Wurzeln.


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iele Unternehmen haben die Coronapandemie dazu genutzt, ihre Geschäftsmodelle zu hinterfragen und ihre Zukunft neu zu denken. Die Ergebnisse dieser Prozesse sind vielfältig. Verschiedenes wird sich wandeln, manches radikal, einiges indes darf bleiben, wie es ist, weil die Pandemie zwar vieles verändert hat, aber eben nicht alles. Traditionsunternehmen – meist Synonym zu Familienunternehmen – sind in der Regel Meister der Veränderung, weil es anders gar nicht möglich wäre, über Generationen zu bestehen. Gänzlich unabhängig von der Coronapandemie übrigens. Mit Martin Wetscher steht im gleichnamigen Einrichtungshaus aktuell die vierte Generation an der Spitze, mit Sohn Maximilian ist die fünfte im Unternehmen tätig. Mit dem neuen Storekonzept „WetscherMAX“ hat man es neben dem klassischen Premium-Möbelhaus in Fügen geschafft, die digitale mit der analogen Welt zu verbinden. Und das auf innovative Weise.

DIE VERSCHMELZUNG ZWEIER WELTEN

Alles, was digital sein kann, wird digital werden. Die digitale Transformation ist in quasi allen Branchen angekommen, gleichzeitig wird der zwischenmenschliche Kontakt immer wichtiger. Dieses Spannungsfeld war es, das Martin und Maximilian Wetscher vor zwei Jahren angetrieben hat, ein völlig neuartiges Konzept zu entwickeln. „Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, wie Geschäftslokale in Zeiten fortschreitender Digitalisierung künftig aussehen werden“, sagt Martin Wetscher. „Wir wollten nicht losgelöst vom Ladengeschäft einen Onlineshop lancieren, sondern die Dinge ganzheitlicher betrachten. Wir kümmern uns darum, wie es bei den Menschen zuhause aussieht.“ Herausgekommen ist die Verschmelzung zweier Welten, und zwar auf derart innovative Weise, dass die Fachwelt in ganz Europa den Hut davor zieht. Wir haben Martin Wetscher im WetscherMAX in Innsbruck getroffen und mit ihm – selbstredend – über das Konzept, die Gestaltung von Wohlfühlen und den Sinn für Ästhetik gesprochen

Was ist das Besondere an WetscherMAX? WetscherMAX ist ein wirklich neues Möbelhandelskonzept im deutschsprachigen Raum. Es war nicht unser Ziel, einen Onlineshop als Ergänzung oder gar Konkurrenz zum Ladengeschäft zu machen, in dem die Leute einzelne Produkte erwerben können – wobei das natürlich funktioniert. Wir möchten gemeinsam mit unseren Kunden ihre individuelle Wohnwelt gestalten, in der sie sich wohl und angekommen fühlen. Wir haben dafür die drei ECO.NOVA:

MARTIN WETSCHER:

Zentrales Element von WetscherMAX ist die konsequente Verbindung von analog und digital.

Grundwohnstile Natur, Modern und Loft definiert. Anhand der digitalen Wohnstilanalyse kann man sehen, in welchem Bereich man sich zuhause fühlt, wobei die Stile natürlich nicht trennscharf abgegrenzt sind. Doch die stilistische Vorauswahl liefert einen Anhaltspunkt, wo die eigenen Präferenzen liegen. In der Folge geht es darum, diesen digitalen Einstieg mit Leben zu füllen.

Warum haben Sie sich bewusst dafür entschieden, mit WetscherMAX von der Selbstbedienung in Richtung Beratung zu gehen? Weil es in einem Geschäft doch letztlich genau darum geht: Um den persönlichen Kontakt, um Beratung und darum, sich gut aufgehoben zu fühlen. Sonst kann ich die Waren tatsächlich im Internet kaufen. Wir möchten den Menschen nicht einfach nur ein Produkt verkaufen, sondern ihnen Möglichkeiten aufzeigen. Wir begrüßen jeden Kunden persönlich und haben uns quasi wieder die alten kaufmännischen Tugenden angeeignet. Ein Verkäufer soll ein Begleiter sein, für den Kunden da, ohne aufdringlich zu werden. In beiden Filialen in Fügen und Innsbruck gibt es kostenloses WLAN und wir haben ein Café integriert, wo man bei einem wunderbaren italienischen Espresso seine persönliche Wohnstilanalyse durchführen kann. Leider ist uns im vergangenen Jahr Corona dazwischengekommen, künftig sollen bei WetscherMAX aber auch Veranstaltungen oder Kochabende stattfinden, um das Geschäft mit Leben zu füllen. Der Handelsplatz soll zu einem Marktplatz werden. Wir möchten Atmosphäre schaffen und damit zeigen, was beim Wohnen alles möglich ist. Und das cool, stylish und preiswert. Worauf haben Sie in den stationären Geschäften von WetscherMAX besonders Bedacht genommen? Das Neue an WetscherMAX ist die innovative Verbindung von analog und digital. Viele Händler fokussieren sich auf ihren digitalen Auftritt und vergessen dabei auf ihren stationären Laden. Unterm Strich muss alles zusammenpassen. Es darf keinen Bruch geben zwischen analog und digital – nicht in der Anmutung, nicht im Design und nicht in der Qualität. Wir wollten ein

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Tradition allein macht noch keinen Erfolg, deshalb müssen auch etablierte Unternehmen immer wieder neue Wege gehen: Wetscher macht das mit seinem neuen WetscherMAX.

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digitale Welt in ihrem Umfang zu begreifen. Wir haben uns Ladenlokal schaffen, das attraktiv ist, in das man gerne herbewusst eine Zeit des Lernens gegeben. Es macht keinen einkommt und das auf international vergleichbarem Niveau Sinn, wenn ein Experte die perfekte digitale Schnittstelliegt. Es sollte eine Geschäftsfläche werden, die modern ist und le schafft, aber die Unternehmenskultur nicht hinterherviele Analogien zulässt, sehr viel persönlichen Kontakt und kommt. Das neue Konzept braucht ein neues Denken. Wir gleichzeitig die Tür in die digitale Welt aufmacht. Das war die haben unseren Mitarbeitern die Zeit gegeben, das neue Idee und die geht auf. Wir präsentieren stimmige Wohnwelten, Konzept mitzutragen und Schritt für Schritt hineinzuwachvon denen sich die Besucher das ein oder andere abschauen sen. Nur wenn die Mitarbeiter verstehen, wo wir mit Wetkönnen. Nicht jeder hat die Gabe, sein Zuhause gemütlich und scherMAX hinwollen, können sie das auch den Kunden wohnlich zu gestalten. Manchmal hakt es nur an Kleinigkeivermitteln. ten, einer nicht optimalen Positionierung der Möbel oder an einer falschen Größendimension im Verhältnis zum Raum. Wie wird das neue Konzept angenommen? Wir sind zuOft wirken auch Accessoires oder Textilien wie Teppiche oder erst in Fügen gestartet und haben kurz vor Pandemiebeginn Vorhänge Wunder. Wir lassen den Kunden nicht mit einem in Innsbruck eröffnet. Beide Filialen sind sehr gut angelaufen Produkt alleine, sondern beraten ihn stilistisch und ganzund auch der vergangene Sommer heitlich. Wir stellen raum- und typ– als wir öffnen durften – lief fantasgerecht passende Farbfamilien und „W E T S C H E R M A X I S T tisch. Generell im Möbelhandel. Die Materialwelten zusammen, damit ein UNSER VERSUCH, DIE Leute haben sich während der Panstimmiges Gesamtbild entsteht. Stidemie ihr Zuhause schöner gemacht, listische Schönheit beeinflusst das ANALOGE MIT DER das kam uns sehr zugute. Wir lernen Wesen des Wohnens maßgeblich. D I G I TA L E N W E LT Z U diese neue Handelsform selbst erst V E R B I N D E N . U N D Z WA R kennen und finden es unglaublich Ihr Sohn Maximilian ist die fünfS O I N T E L L I G E N T, D A S S spannend. Umso mehr freut es uns, te Generation im Unternehmen. dass die Kunden den Weg mit uns Hat er einen anderen Zugang zur DAR AUS EIN ECHTER gehen und das Konzept annehmen. digitalen Welt als Sie? Natürlich! MEHRWERT FÜR DEN Jede Generation hat ihren zeitgeK U N D E N E N T S T E H T.“ Nach Avanti und Greif haben Sie mäßen Zugang zum Tun, das war MARTIN WETSCHER dem Möbelgeschäft nun Ihren Nain unserem Mehrgenerationen-Famen gegeben. Warum? Wir möchmilienbetrieb schon immer so. Jede ten WetscherMAX bewusst als junge, preiswerte Marke Generation hat ihre Herausforderungen und sie immer völfür den Wohneinstieg positionieren. Leistbares Design lig anders gelöst als die Vorgänger. Was uns alle verbindet, für alle und doch mit einem Anspruch an Qualität und sind unsere Werte, unser Zugang zu natürlichen Materialien, Stil. Dafür steht der Name Wetscher. Wir haben dafür viel zum Holz und die Sehnsucht, Räume ästhetisch zu gestalten. Geld in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert, Für Maximilian ist der Umgang mit der Digitalisierung ein um diesem Anspruch gerecht zu werden. Der Kunde soll viel selbstverständlicherer, auch wenn sein Ursprung das spüren, dass ihm der Mitarbeiter ein Partner ist, der ihn Handwerk ist. Wir sind alle Tischler, Maximilians Zugang beraten kann und ansprechbar ist. Unsere Verkäufer sollen ist aber ein jüngerer und das ist gut so. angenehme, analoge Begleiter sein. Wir wollten weg vom klassischen Mitnahmemarkt hin zu echter Beratung und Sie haben bereits 2018 mit der Entwicklung von Weteinem gesteigerten Qualitätsniveau, das trotzdem noch scherMAX begonnen. Wo lagen die größten Herausforerschwinglich bleibt. derungen? Die größte Herausforderung war sicher, die


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AGAPE

DRAUSSEN VOR DER TÜR

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Eigentlich spezialisiert auf Bad- und Innenausstattung hat sich Agape mit einer neuen Kollektion nun auch dem Bereich außerhalb der eigenen vier Wände gewidmet. Seine stilvollen Produkte verwandeln Garten und Terrasse in neu erfahrbare Lebensräume. T E X T : E L I S A B E T H P L AT T N E R

M

it der Rückkehr des Sommers drängt alles hinaus in den Garten. Das grüne Refugium bietet Zuflucht, Ruhe, Sonne und Entspannung. Hier scheint selbst die Zeit kurz innezuhalten. Doch braucht ein der Sonne derart ausgesetzter Ort die ein oder andere Abkühlungsmöglichkeit, um auch während der äußersten Mittagshitze einen angenehmen Raum zu bieten. Um das Draußen wohnlicher zu gestalten, bietet es sich an, Elemente des Innenraums neu zu interpretieren und entsprechend wetterfest an der frischen Luft zu platzieren. Ob Dusche, Badewanne oder Waschbecken – sie alle erfüllen ihren Zweck auch außerhalb des Badezimmers. Deren Einrichtung mag zwar ein rein funktionelles Ziel haben, darf sich allerdings auch sehr stilsicher und ästhetisch geben, um den Außenbereich visuell aufzuwerten und mit einer zeitlosen Note

zu gestalten. Genau für solche Ansprüche wurde die neue Outdoor-Kollektion von Agape entworfen.

MIT ALLEN WASSERN GEWASCHEN

Das Übertragen von hochwertigen Designstücken – normalerweise im meistgeschützten Raum des Hauses angelegt – in die unbeständige Außenwelt birgt einige Herausforderungen. Die Materialien müssen unwirtlichen Bedingungen standhalten und sich in ein nicht hierfür vorgesehenes Umfeld einfügen. Doch zugleich bietet das lebhafte und farbenfrohe Umfeld einen interessanten Aufhänger und neue Inspirationen für spannende Entwürfe. In Zusammenspiel als auch Kontrast mit den Farben und Elementen der Außenwelt ergeben sich interessante Materialkombinationen, innovative Formen und unkonventionelle Lösungen.

In der Materialwahl wurde häufig auf Cementoskin zurückgegriffen, ein Material aus Zement und Harz, das sowohl für innen als auch außen gut geeignet ist. Dazu kam Petit Granit zum Einsatz, das durch seine extreme Widerstandsfähigkeit gegen Schmutz und Frost punktet. Auf solch vielseitigen Stoffen aufbauend, konnte Agape seinen puristischen Stilprinzipien treu bleiben und musste weder in Sachen Qualität noch Ästhetik Kompromisse eingehen.

EIN BLICK AUF DIE KOLLEKTION

Um dem Außenbereich mehr Leben zu verleihen, bietet Agape ganz darauf ausgerichtete Waschbecken, Duschen, Badewannen oder Armaturen sowie deren fachgerechte Installation. Die neue Kollektion orientiert sich dabei an Architekturgrößen wie Le Corbusier oder Mies van der Rohe und hinterfragt das Verhältnis von „außen“ und


AGAPE

„innen“. Dies spiegelt sich im Design der Produkte wider. So mag es im ersten Moment vielleicht absurd klingen, sich eine Badewanne ins Freie zu stellen, doch macht sie dort womöglich sogar mehr Sinn als inmitten der Alltagshektik eines Badezimmers. Zusammengesetzt aus eleganten Formen und speziellen Materialien ermöglicht sie nicht nur eine erfrischende Auszeit mitten in der Natur, sie dient zudem als unkonventioneller Eyecatcher, der die Außenlandschaft entsprechend bereichert. Das Modell In-Out zum Beispiel fügt sich mit seiner reduzierten Form harmonisch in seine Umgebung ein, auch die Outdoorduschen bestechen durch optische Qualitäten – wie das Modell Open Air, das in seiner lässig-ausladenden Bewegung gar nicht an eine handelsübliche Dusche denken lässt. Auch in ihrer Funktionalität lässt sie kaum Wünsche offen, ist sie doch leicht zu transportieren und mit einem Schnellverschluss für Gartenschläuche ausgestattet. Daneben erfreuen sich vor allem Waschbecken unter freiem Himmel großer Beliebtheit. Sie liefern nicht nur kühles Trinkwasser, sondern eignen sich auch bestens zum kurzen Waschen etwa nach getaner Gartenarbeit oder um etwa Sonnencreme loszuwerden. In der Kollektion lässt sich bei den Waschbecken eine Vielfalt in der Ausführung und farblichen Dimension erkennen. Das Modell Bjhon 1 etwa ist sowohl freistehend als auch als Aufsatzwaschbecken verfügbar und präsentiert sich in verschieden warmen Farben. Auch das Standwaschbecken der Produktlinie Vieques lässt sich an zusätzliche Bedürfnisse anpassen und erinnert in seiner eleganten Form an eine griechische Säule.

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Um das Draußen wohnlicher zu gestalten, bietet es sich an, Elemente des Innenraums neu zu interpretieren und entsprechend wetterfest an der frischen Luft zu platzieren.

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DER MENSCH, DAS SOZIALE WESEN Schon vor der Pandemie haben sich im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung viele Bereiche unseres Lebens in die digitale Welt verlagert. Trotzdem oder gerade deshalb war der persönliche Kontakt wohl noch nie so wichtig wie heute – auch in der Finanzwelt. INTERVIEW: MARINA BERNARDI

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ie letzten Monate waren für uns alle nicht einfach – für die Wirtschaft, die Gesellschaft und jeden Einzelnen. Dass sich vorausschauendes, achtsames Arbeiten langfristig lohnt, zeigt unter anderem die Hypo Tirol, die trotz herausfordernder Zeiten das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich abschließen konnte. Die Bilanzsumme stieg aufgrund einer bei der Europäischen Zentralbank/EZB in Anspruch genommenen Refinanzierungsmöglichkeit auf 8,8 Milliarden Euro, das wirtschaftliche Ergebnis liegt bei 12,1 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote bei stabilen 16,8 Prozent. Aufgrund der Pandemie wurde die Kreditrisikovorsorge aufgestockt, um mögliche Nachwehen der Krise abzufangen. Dass vermehrte Kreditausfälle tatsächlich zum Problem für die Hypo Tirol werden, glaubt Vorstand Mag. Johannes Haid jedoch nicht: „Auch wenn sich die Bilanzzahlen mancher Unternehmen im Gegensatz zum Vorjahr verschlechtern werden, glauben wir nicht, dass es für uns zu großen Umbrüchen kommen wird. Wir blicken auf jeden Fall optimistisch in die Zukunft.“ Wir haben mit Johannes Haid über das vergangene Jahr gesprochen und darüber, dass am Ende immer der Mensch zählt.

ECO.NOVA: Das vergangene Jahr war für die gesamte Wirtschaft ein herausforderndes, für die Hypo Tirol aber auch ein erfolgreiches. Welches Resümee ziehen Sie für 2020? JOHANNES HAID: Aus Bankensicht war 2020 ein Jahr, das letztlich positiver verlaufen ist, als es sich anfangs dargestellt hat. Die Politik hat mit ihren Förderprogrammen vielen Unternehmen durch die Krise geholfen. Rückblickend zeigt sich, dass die Hilfsprogramme zum Großteil gut angenommen wurden und auch angekommen sind. Die Übernahme von Haftungen hat uns als Bank außerdem die Möglichkeit gegeben, den Unternehmen zu Liquidität zu verhelfen. So gesehen ist die Wirtschaft im Allgemeinen wohl mit einem blauen Auge davongekommen, wobei es wiederum Branchen gibt, die extrem betroffen sind, und

dahinter stehen natürlich auch Menschen und deren Familien.

Einige Unternehmen konnten die letzten Monate nur durch Förderungen oder (Steuer-)Stundungen überleben. Letztere werden nun schlagend. Glauben Sie, dass es im Herbst hier noch zu Veränderungen am Markt bzw. vermehrten Konkursen kommen wird? Das wahre Ausmaß der Pandemie wird sich erst zeigen, wenn wir wieder in der wirtschaftlichen Normalität angekommen sind. Der Herbst wird sicher eine spannende Zeit, und wir werden sehen, ob manche Probleme erst verzögert aufpoppen. Ich sehe die Folgeeffekte allerdings langfristiger und glaube, dass sich diese Phase der Konsolidierung bis ins nächste Jahr ziehen wird. Erst dann wird sich beweisen, wie gut die Unternehmen wirklich durch die Krise gekommen sind. Wird es weitere Hilfsmaßnahmen seitens der Politik brauchen? Unterm Strich muss jedes Unternehmen in sich stabil sein und sich selbst tragen können. Ich denke dennoch, dass uns die Auswirkungen der Krise noch über die nächsten Jahre begleiten werden. Das muss jedoch nicht zwingend negativ sein, im Gegenteil. Durch die Krise ist zum Beispiel das Thema der Nachhaltigkeit wieder vermehrt in den Fokus gerückt, und viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben begonnen,

„W I R S I N D A L S B A N K V O R O R T U N D KO M M E N A L S S TA B I L E R ARBEITGEBER UNSERER SOZIALEN VERANT WORTUNG NACH. AUCH DAS SEHEN WIR AL S EINEN A S P E K T V O N R E G I O N A L I TÄT U N D N A C H H A LT I G E M W I R K E N .“ JOHANNES HAID


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Entwicklungen hin in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind ohnehin dringend nötig. Während der Pandemie bekam man das Gefühl, sie würden in den Hintergrund treten. Hat Corona sie hingegen nicht eher beschleunigt? Ja, da bin ich mir sicher. Vielleicht wurden die Themen politisch nicht mehr öffentlich diskutiert, die Unternehmen haben sich aber sehr wohl damit auseinandergesetzt. Die Corona-Pandemie hat den unterschiedlichsten Bereichen Schubkraft gegeben, vor allem, wenn wir uns den gesamten Themenkreis der Digitalisierung anschauen. Es war faszinierend zu sehen, wie schnell sich die meisten Unternehmen an die neue Situation angepasst haben und welche Möglichkeiten die Digitalisierung eröffnet. Ich hoffe und wünsche uns dennoch, dass die Menschen trotz oder gerade wegen dieser Virtualität wieder mehr zueinander finden. Der Mensch braucht andere Menschen. Davon bin ich überzeugt und auch das hat die Pandemie deutlich gemacht. Wir können uns nicht voneinander abkapseln. Wirtschaft ist ein Gesamtkonstrukt, das filigran ineinandergreift. Das gilt für zwischenmenschliche Beziehungen ebenso.

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„ A U S B A N K E N S I C H T WA R 2 0 2 0 EIN JAHR, DAS LE TZ TLICH POSITIVER VERL AUFEN I S T, A L S E S S I C H A N FA N G S D A R G E S T E L LT H AT.“ JOHANNES HAID

sich intensiv mit ihrem Geschäftsmodell und ihrer Zukunft zu beschäftigen. Jetzt ist die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, in welche Richtung man sich als Unternehmen entwickeln will oder muss. Es geht also nicht nur darum, die Wirtschaft dabei zu unterstützen, die direkten Folgen der Pandemie zu bewältigen und Betriebsschließungen abzuwehren, sondern sie auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu begleiten. Die Themen dafür sind vielfältig: Nachhaltigkeit, Ökologie und Ökonomie, Verkehr und Umwelt, Reisen, die Veränderung der Arbeitswelt … also eine ganze Kette, die derzeit wie in einem Trichter zusammenläuft. Wir werden sehen, welche Aspekte es am Ende durch den Engpass schaffen.

Der Hypo Tirol selbst wurde von der Ratingagentur für Nachhaltigkeit ISS ESG der „Prime Status“ verliehen. Damit zählt die Bank zu den nachhaltigsten Finanzinstituten weltweit. Wie und wo äußert sich diese Nachhaltigkeit im Unternehmen? In fast allen Ebenen unseres Tuns. Das fängt bei effizientem Energiemanagement an und geht bis zum Homeoffice, das wir, soweit sinnvoll, gerne ermöglichen. Das spart unseren Mitarbeitern nicht nur Fahrzeiten, die sie anderweitig nutzen können, es reduziert zudem den Verkehr. Wir versuchen als Bank pragmatische Schritte zu setzen, die umsetzbar sind und eine Wirkung erzielen. Wir sind zum Beispiel gerade dabei, Bienen in der Stadt anzusiedeln. Der daraus gewonnene Honig ist ein schönes Kundengeschenk. Für unser Bistro würde ich künftig gerne Kräuter im Haus anbauen. Aktuell schauen wir darauf, sämtliche Lebensmittel regional einzukaufen. Generell sind uns Regionalität und kurze Wege wichtig – auch im übertragenen Sinne, also für den Kunden, auf kurzem Weg da zu sein. Wir sind als Bank vor Ort und kommen als stabiler Arbeitgeber unserer sozialen Verantwortung nach. Auch das sehen wir als einen Aspekt von Regionalität und nachhaltigem Wirken. Spielt das Thema Nachhaltigkeit bei Ihren Kunden in der Veranlagung eine Rolle? Absolut. Manche unserer Kunden definieren für sich selbst Kriterien, die ein Unternehmen erfüllen muss, in das sie investieren und das sie ins Portfolio aufnehmen. Dazu haben wir als Hypo Tirol Fondsprodukte unter dem ethischen Aspekt der ESG (Environmental, Social, Governance)-Anlagekriterien aufgelegt, die sehr gut angenommen werden. Einige Kunden sind bei der Veranlagung dabei sehr strikt und rigoros auf dem Nachhaltigkeitspfad unterwegs, in der


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Regel werden der Vermögensverwaltung nachhaltige Positionen beigemengt. In Bezug auf die Rendite macht es heute übrigens keinen Unterschied mehr. Man muss sich nicht mehr zwischen Nachhaltigkeit und Rendite entscheiden, weil sich sehr viele Unternehmen, die sich einem respektvollen Umgang mit Umwelt und Gesellschaft verschrieben haben, sehr gut entwickeln. Hat sich durch die Coronapandemie die Beziehung zwischen Bank und Kunde verändert? Geld ist Vertrauenssache und Vertrauen lässt sich nach wie vor nur im persönlichen Kontakt aufbauen. Wir waren deshalb über all die Zeit in regem Austausch mit unseren Kunden – natürlich immer innerhalb des rechtlichen Rahmens und mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Der persönliche Kontakt ist uns wichtig und wird es immer sein. Während der letzten Monate hat sich dieser in Richtung (Video-)Telefonie oder E-Mail verschoben, wir freuen uns aber schon sehr, unsere Kunden wieder von Angesicht zu Angesicht zu sehen und beraten zu dürfen. Dennoch glaube ich, haben wir eine gute Mischung zwischen persönlichem Kontakt und der virtuellen Welt gefunden. Das Veranlagungsvolumen zum Beispiel ist im letzten Jahr stetig gestiegen.

hypotirol.com

„DER MENSCH BRAUCHT A N D E R E M E N S C H E N . D AV O N BIN ICH ÜBERZEUGT UND A U C H D A S H AT D I E PA N D E M I E D E U T L I C H G E M A C H T.“ JOHANNES HAID

Mit welchem Gefühl schauen Sie in die Zukunft? Mein Blick ist immer ein positiver, jede Zeit ist für sich spannend. Ich glaube, dass man jeder Situation etwas Gutes abgewinnen kann – wenn nicht sofort, dann im Rückblick. Aktuell geht es vor allem darum, den zwischenmenschlichen Kontakt und das soziale Gefüge wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Es gibt immer wieder Zeiten, in denen viele Dinge gleichzeitig passieren und die uns fordern. Damit muss man lernen umzugehen und sich anzupassen. Das wiederum funktioniert nur, wenn man mit einem guten Gefühl nach vorne schaut und davon überzeugt ist, dass sich das eigene Tun langfristig lohnt.

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BANKHAUS SPÄNGLER

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Vorstand Nils Kottke, Vorstandssprecher Werner G. Zenz sowie Guntram Kirchebner und Andreas Scheiber

RENAISSANCE DER NÄHE Viele Bereiche unseres Lebens verlagern sich immer mehr ins Digitale, damit wird gleichzeitig die persönliche Beziehung wichtiger. Was nach einem Paradoxon klingt, ist gerade in Bezug auf Geld und Vermögen essenziell. Das Bankhaus Spängler rückt mit seinem neuen Standort in Innsbruck deshalb noch näher zu seinen Kunden.

V

ertrauen ist die Grundlage aller funktionierenden Beziehungen. Vor allem, wenn es um das höchstpersönliche Thema des eigenen Vermögens geht, braucht es eine vertrauensvolle Basis zwischen Kunde und Bank. Diese kann

nur durch den persönlichen Kontakt und einen wertschätzenden Umgang miteinander erreicht werden. Die Rahmenbedingungen für Veranlagungen haben sich fundamental verändert. Früher gab es einen risikolosen Zins, heute

haben wir ein zinsloses Risiko. Wir befinden uns in einer beispiellosen Niedrigzins­ phase und die Anleger sind enorm gefordert, ihr Vermögen inflationsbereinigt zu erhalten und zu vermehren. Um diese Herausforderung zu stemmen, braucht es ei-


BANKHAUS SPÄNGLER

nen erfahrenen und erstklassigen Partner wie das Bankhaus Spängler. Das Bankhaus Spängler ist Österreichs älteste Privatbank. Gegründet im Jahr 1828 befindet sie sich bereits seit sieben Generationen in Familienbesitz. Heuer wurde mit Innsbruck der neunte Standort in Österreich eröffnet, nach Kitzbühel der zweite in Tirol. „Bereits seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit diesem Thema. In Tirol gibt es viele erfolgreiche Familienunternehmen und vermögende Privatkunden. Mit der Niederlassung in der Landeshauptstadt möchten wir noch näher bei unseren Kunden sein“, erklärt Vorstandsmitglied Dr. Nils Kottke die Entscheidung, die Marktpräsenz in Tirol zu verstärken. Man weiß aus der eigenen Geschichte, wovon man spricht, wo die Chancen, aber auch Tücken eines Familienunternehmens und des gesamten Familienlebens liegen. Deshalb begegnet man seinen Kunden auf Augenhöhe und legt größten Wert auf eine höchst individuelle und ganzheitliche Beratung und Begleitung.

NÄHER AM MENSCHEN

Während sich andernorts viele Bankinstitute aus der persönlichen Beratung zurückziehen, baut das Bankhaus Spängler diese bewusst aus. „Wir sind ein Bankhaus in 100-prozentigem Familienbesitz und mit fast 200-jähriger Historie. Wir müssen nicht jeden Trend mitmachen. Einen neuen Standort zu schaffen bedeutet jedoch auch nicht, dass wir grundsätzlich gegen den Strom schwimmen“, sagt Kottke. Denn durch die Digitalisierung haben sich die Möglichkeiten im Bankgeschäft grundlegend verändert. Um eine Überweisung zu tätigen, muss niemand mehr in eine Filiale gehen. Doch es gibt Dienstleistungen, die sich nicht digitalisieren lassen und denen man im Bankhaus Spängler entsprechend Raum und Zeit geben will. Dafür braucht es die richtigen Menschen. Für die Innsbrucker Niederlassung sind die erfahrenen Private Banker Andreas Scheiber sowie Guntram Kirchebner verantwortlich. Schei-

„BANKING IST UND BLEIBT PEOPLE BUSINESS UND GENAU HIERFÜR UND F Ü R Q U A L I TAT I V H O C H W E R T I G E B E R AT U N G S G E S P R Ä C H E I S T UNSERE NEUE NIEDERL ASSUNG IN I N N S B R U C K G E D A C H T.“ ANDREAS SCHEIBER, REGIONALLEITUNG TIROL

ber ist seit 2016 im Bankhaus Spängler beschäftigt und Regionalleiter für Tirol. Er bringt knapp 20 Jahre Bankerfahrung in die Beratungspraxis ein. Neuzugang Kirchebner ist seit 30 Jahren im Bankgeschäft tätig, verfügt über ein breites Netzwerk und übernimmt die Funktion Leitung Family Wealth. Beide sind überzeugt: „Gerade in den letzten Jahren ist der Bedarf nach individueller Beratung mit hohem Qualitätsanspruch stark gestiegen. Der neue Standort in der Innsbrucker Museumstraße eignet sich dafür ideal.“

FAMILIENSACHE

Ein Schwerpunkt liegt in Innsbruck, neben der hochwertigen Beratung im Wertpapierbereich, auf dem so genannten Family Management. Eine hochspezialisierte Beratungseinheit begleitet und berät dabei Eigentümer von Familienunternehmen auf unterschiedlichen Ebenen und über das klassische Bankgeschäft hinaus. „Wir begleiten Unternehmen zum Beispiel bei generationsübergreifenden Nachfolgeprozessen, unterstützen bei der Entwicklung eines Familienkodex, erarbeiten mit Familienunternehmen deren langfristige Eigentümerstrategie oder beraten bei Unternehmenszu- und -verkäufen“, erklärt Kirchebner.

GEPLANTES WACHSTUM

Seit Ende Juni begrüßt das Bankhaus Spängler seine Kunden nun auch im Herzen der Innsbrucker Innenstadt. Mit der Museumstraße 1 konnte ein passender Standort gefunden werden, der den Vor-

„ D I G I TA L E A N G E B O T E W E R D E N N I E D A S V E R T R A U E N E R S E T Z E N KÖ N N E N , D A S IN PERSÖNLICHEN GESPR ÄCHEN AUF A U G E N H Ö H E E N T S T E H T.“ GUNTRAM KIRCHEBNER, L E I T U N G FA M I LY W E A LT H T I R O L

stellungen eines diskreten und gediegenen, aber gleichzeitig auch modernen Auftritts einer Privatbank entspricht. „Mit den neuen Räumlichkeiten legen wir den Grundstein für weiteres Wachstum. Wichtig war uns deshalb, dass sich nicht nur Kunden, sondern auch unsere Mitarbeiter in der repräsentativen und hochwertig gestalteten Umgebung gleichermaßen wohlfühlen“, so Scheiber. Denn neben neuen Kunden möchte das Bankhaus Spängler auch weitere exzellente Beraterpersönlichkeiten für die Privatbank begeistern. PR

BANKHAUS SPÄNGLER Das Salzburger Bankhaus Spängler ist die älteste Privatbank Österreichs (Gründungsjahr 1828) und mit insgesamt rund 260 Mitarbeitern an neun Standorten in Stadt und Land Salzburg, Linz, Wien, Graz, Kitzbühel und Innsbruck vertreten. Den Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit bilden vermögende Privatkunden und Familienunternehmen. Dabei wird großer Wert auf eine hohe Expertise in der Beratung gelegt. Das Kundenvolumen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren beträgt rund 8,2 Milliarden Euro. Anfang des Jahres 2018 setzte das Bankhaus Spängler als erste Bank in Österreich einen großen Schritt in Richtung digitale Zukunft und bietet Anlegern seitdem mit „CARL“ auch eine OnlineVermögensverwaltung an (www. carl-spaengler.at). Die renommierte Private-BankingPrüfinstanz Fuchs/Richter hat die Privatbank in der Marktstudie „TOPs 2021“ auch in diesem Jahr als „Besten Vermögensmanager im deutschsprachigen Raum“ in der Langzeitwertung ausgezeichnet. Erst kürzlich wurde das Bankhaus Spängler zudem auf Platz 2 der besten Arbeitgeber unter den heimischen Banken gereiht.

www.spaengler.at

149


WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

VERLÄSSLICHE PARTNER Während der Coronapandemie ist im vergangenen Jahr aus einer Gesundheits- eine veritable Wirtschaftskrise geworden. Waren vereinzelte Banken in der Finanzkrise 2008 noch die Ursache des Problems, ist die Branche aktuell Teil der Lösung.

150

G

eld ist ein Vertrauensgeschäft. Deshalb haben Banken auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung ihre Zukunft und fungieren vor allem in Krisen oft als Stabilisator – eben weil es in unsicheren Zeiten vertrauensvolle Beziehungen braucht. Wir haben mit Dr. Hans Unterdorfer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Tirol, über Banken und Geld gesprochen und versuchen, ein paar Kennzahlen auf den Grund zu gehen, die im Zuge aktuell präsentierter Bilanzen des Öfteren genannt werden.

ECO.NOVA: Über Geld spricht man nicht, lautet ein viel zitiertes Sprichwort. Dabei ist das genau verkehrt. Woran liegt es, dass Geld hierzulande immer noch ein solches Tabuthema ist? HANS UNTERDORFER: Ich glaube, es ist weniger ein Tabuthema als ein Thema des Vertrauens. Das hängt eng mit der Frage der Erwartung an einen Gesprächspartner zusammen. Egal ob Privatperson oder Unternehmen – wir alle müssen regelmäßig über Geld sprechen. Und zwar am besten mit der persönlichen Bankberaterin oder dem Berater. Vor allem dann, wenn es um eine Investition oder Veranlagung geht.

Banken nehmen in der Wirtschaft eine spannende „Zwickelfunktion“ ein. Einerseits versorgen sie Unternehmen (und Privatkunden) mit Geld, andererseits nimmt man es ihnen mancherorts übel, dass sie damit selbst Geld verdienen möchten/müssen – was für ein Wirtschaftsunternehmen durchaus legitim ist. Wo verorten Sie generell das Image der Banken hierzulande? Gerade im letzten Jahr konnten wir bei der Umsetzung der Moratorien und Stundungen für Privatpersonen und Unternehmen beweisen, dass wir an der Seite der Unternehmen und KundInnen stehen. Das spiegelt sich auch im Feedback an unsere BankberaterInnen wider. Was das Thema „Erträge erwirtschaften“ betrifft, haben wir als Banken auch eine klare Meinung: Wir bieten Beratungsleistungen in Verbindung mit Finanzierungs- und Veranlagungslösungen an. Und hier haben wir sehr viel anzubieten. Das reicht von digitalen Services über persönliche Beratung bis hin zu Veranlagungen, dafür braucht es eine besondere Expertise. Daneben verwalten wir die Einlagen unserer KundInnen und stellen den Haushalten und Unternehmen Geld in Form von Krediten zur Verfügung.

Das alles sind sehr komplexe und verantwortungsvolle Aufgaben.

Was sehen Sie ganz allgemein als die Aufgabe einer Bank? Die Kernaufgaben einer Bank sind die umfassende Beratung und die Servicierung rund um das Thema Geld. Daran hat sich nichts geändert. Aber die Welt um uns herum sehr wohl. Die Pandemie hat noch einmal deutlich gemacht, dass Banken eine systemrelevante Aufgabe haben. Und wir Banken – und auch die Versicherungen – haben bewiesen, dass wir diese zu jeder Zeit bestens erfüllen. Wir bemerken aber auch einen starken Boost in Richtung noch mehr Digitalisierung. Egal ob Zahlungsverkehr, Veranlagung oder Kreditanfragen, die KundInnen wählen künftig den für sie einfachsten und sichersten Weg, um ihr Geldleben bestmöglich zu organisieren. Unsere Aufgabe ist es, diesen Wünschen und Anforderungen gerecht zu werden und auch in Zukunft die richtigen Lösungen anzubieten. Kaum eine Branche scheint so reguliert zu sein wie die Banken. Hat sich die Arbeit dadurch verändert? Die Arbeit hat sich sehr stark und sehr rasch verändert. Sie ist


© DIE FOTOGRAFEN

WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

„ D I E K E R N A U F G A B E N E I N E R B A N K S I N D D I E U M FA S S E N D E B E R AT U N G U N D D I E S E R V I C I E R U N G R U N D U M D A S T H E M A G E L D . D A R A N H AT S I C H N I C H T S G E Ä N D E R T. A B E R D I E W E LT U M U N S H E R U M S E H R W O H L .“ HANS UNTERDORFER

wesentlich komplexer und damit aufwändiger geworden. Die Regulatorik ist im täglichen Bankleben für alle Beteiligten herausfordernd. Aber sie ist wichtig. Viele Prozesse sind im Hintergrund sehr viel komplexer, als sich das die meisten von uns vorstellen. Sie sind aber notwendig, um für Sicherheit und Stabilität zu garantieren. Das beginnt bei Vorgaben zur Eigenkapitalausstattung und reicht hin bis zur Einlagensicherung und dem Datenschutz.

Die Coronapandemie hat fast alle Branchen hart getroffen. Einige Unternehmen konnten nur durch Förderungen oder (Steuer-)Stundungen überleben. Letztere werden nun schlagend. Glauben Sie, dass es beginnend mit Herbst hier noch zu Verwerfungen am Markt bzw. vermehrten Konkursen kommen wird? Welche Auswirkungen hätte dies auf die Bankenbranche? Die heimischen Banken und Versicherungen sehen sich in diesem Zusammenhang ganz klar als Teil der Lösung. Wir unterstützen die Wirtschaft in ihren Forderungen und stehen als Partner bei der Abwicklung der Coronahilfen zur Verfügung. Wir werden unseren KundInnen auch weiter Stundungen anbieten, weil wir als Banken immer an einer nachhaltigen Lösung interessiert sind. Das Geschäftsmodell muss natürlich plausibel und in Verbindung mit der Erfahrung der letzten Monate auch robust sein. Es gibt aber rechtliche Rahmenbedingungen, die eine weitere Verzögerung einer Insolvenz beziehungsweise Überhöhung der Verschuldung nicht zulassen. Aber

auch da heißt es, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Es gibt viele Möglichkeiten, um in dieser schwierigen Zeit mit herausfordernden Situationen und finanziellen Schwierigkeiten umzugehen. Hier suchen wir immer nach alternativen Lösungen, um eine Entschuldung zu ermöglichen. Das Zinsumfeld ist seit Jahren extrem niedrig. Was bedeutet das für Unternehmen bzw. welche Handlungsempfehlungen leiten Sie daraus ab, vor allem für die Zeit nach Corona? Das niedrige Zinsumfeld wirkt sich derzeit sehr günstig für Unternehmen aus, die eine Fremdfinanzierung brauchen oder haben. Daran scheint sich so bald nichts zu ändern. Wir Banken wollen und werden aber auch eine stärkende Rolle im wirtschaftlichen Wiederaufbau übernehmen. Das größte Defizit ist dabei die Eigenkapitalausstattung. Österreich ist hier leider Schlusslicht in Europa. Auch weil unsere Wirtschaft seit jeher außerordentlich stark auf Fremdkapitalfinanzierung ausgerichtet ist. Wir Banken sind es zwar gewohnt, als Kreditgeber aufzutreten, müssen aber nun verstärkt der Intermediär für Eigenkapital werden und diese Vermittlerrolle zwischen institutionellen und privaten Investoren und den Unternehmen übernehmen.

Banken vergleicht man anhand verschiedener Kennzahlen – zum Beispiel der Bilanzsumme. Was sagt diese Zahl aus und ist eine hohe Bilanzsumme automatisch etwas Gutes? Die Bilanzsumme ist ein Kriterium, um verschiedene Kreditinstitute mit-

einander zu vergleichen, sagt aber für sich alleine betrachtet wenig aus. Aufschlussreicher bei der Beurteilung einer Bank ist zum Beispiel die Höhe der Forderungen an KundInnen, sprich die vergebenen Kredite, und das Verhältnis dieser Kundenforderungen zu den Kundeneinlagen. Weiters ist die Ertrags- und Kostensituation, die sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, von wesentlicher Bedeutung. Darüber hinaus natürlich die Eigenkapitalausstattung der Banken.

Im Zuge der Finanzkrise 2008 wurde viel über die Eigenkapitalausstattung von Banken diskutiert und die Regeln dazu verschärft. Welche Rolle spielt das Eigenkapital einer Bank? Das Eigenkapital spielt bei Banken eine ganz zentrale Rolle. Daher bestehen hier seitens des Gesetzgebers und der Bankenaufsicht sehr strenge Regeln, die der Sicherheit und Stabilität der Banken insgesamt dienen. Banken müssen für jeden Kredit, den sie vergeben, neben den Einlagen Eigenkapital in einem bestimmten Ausmaß einsetzen. Selbstverständlich müssen auch die Tiroler Banken diese Vorgaben erfüllen und sind daher ein stabiler und verlässlicher Partner der Privatkunden und Unternehmen. PR

151


top.500

TIROLS TOP-10-BANKEN BANK

Bank für Tirol und Vorarlberg

Raiffeisen-Landesbank Tirol AG Hypo Tirol Bank

Tiroler Sparkasse

BILANZSUMME

EGT 2020

13.969.000.000

54.100.000

8.771.100.000

12.100.000

9.418.700.000 4.235.000.000

Volksbank Tirol AG

3.394.200.000

Sparkasse Kufstein

16.300.000 8.700.000 4.500.000

2.366.517.788

12.737.264

Raiffeisenbank Kitzbühel – St. Johann

1.630.013.000

9.789.000

Sparkasse Imst

1.249.229.773

276.944

Sparkasse Schwaz

Raiffeisen Bezirksbank Kufstein

1.907.711.953

1.431.581.405

123.302

1.956.352

HYPO TIROL BANK Bilanzsumme

Betriebserträge*

Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss Einlagen

Ausleihungen Eigenkapital

Eigenmittelquote

Bilanzsumme

Betriebserträge

Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss Einlagen

Ausleihungen

499

516

Ergebnis vor Steuern / EGT

9.649 Mio. Euro

+ 8,0 %

– 58,2 % + 1,4 %

Kernkapital

1.085,8 Mio. Euro

– 0,1 %

Mitarbeiter

1.414

1.455

13,8 %

+ 2,1 %

15,6 %

13,1 %

Betriebserträge

Jahresüberschuss Einlagen

Ausleihungen

Betriebserträge

Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss Einlagen

Eigenmittelquote

Ausleihungen Eigenkapital

Eigenmittelquote

+ 5,3 %

+ 7,5 % 14,7 %

+ 3,0 %

Mitarbeiter

341

349

Kernkapitalquote

14,9 %

– 39,4 %

Ergebnis vor Steuern / EGT

7.048 Mio. Euro

+ 15,1 %

479 Mio. Euro

+ 1,3 %

+ 0,7 %

– 53,3 %

Betriebserträge

Jahresüberschuss Einlagen

+ 6,6 %

Ausleihungen

16,0 %

Eigenmittelquote

460,1 Mio. Euro

+ 0,4 %

Mitarbeiter

> 400

372

16,0 %

+ 6,0 %

– 37,3 %

13,8 %

VOLKSBANK TIROL

Kernkapital

Kernkapitalquote

3.823,9 Mio. Euro

16,7 %

16,3 Mio. Euro

17,5 %

– 42,8 %

239,1 Mio. Euro

Bilanzsumme

6.108,7 Mio. Euro

8,7 Mio. Euro

11,1 Mio. Euro

+ 2,6 %

Kernkapital

+ 11,2 %

9,9 Mio. Euro

+ 5,5 %

98,5 Mio. Euro

256,1 Mio. Euro

9.418,7 Mio. Euro

96,1 Mio. Euro

14,6 %

4.235 Mio. Euro

3.801,5 Mio. Euro

Eigenkapital

RAIFFEISEN-LANDESBANK TIROL Bilanzsumme

16,8 %

Mitarbeiter

– 62,5 %

– 0,1 %

1.786,9 Mio. Euro

Kernkapitalquote

+ 0,8 % + 2,7 %

54,1 Mio. Euro

16,7 %

570,9 Mio. Euro

+ 4,4 %

TIROLER SPARKASSE

Eigenkapital

Eigenmittelquote

+ 31,1 %

14,5 %

Bilanzsumme

8.151 Mio. Euro

5.437,4 Mio. Euro

– 66,4 %

557,9 Mio. Euro

+ 11,3 %

53 Mio. Euro

– 54,7 %

7,8 Mio. Euro

16,8 %

13.969 Mio. Euro

336 Mio. Euro

12,1 Mio. Euro

– 6,5 %

Kernkapital

BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG

152

+ 17,7 %

126,3 Mio. Euro

6.083,3 Mio. Euro

Kernkapitalquote

D I E G R O S S E N F Ü N F I M D E TA I L

8.771,1 Mio. Euro

14,5 %

Eigenkapital**

3.394,2 Mio. Euro

– 0,1 %

4,5 Mio. Euro

– 79,2 %

2.588 Mio. Euro

– 2,9 %

80,1 Mio. Euro

0,8 Mio. Euro

2.843,9 Mio. Euro 374,7 Mio. Euro

19,6 %

– 2,4 %

– 94,4 % + 0,6 % + 2,1 %

18,4 %

Kernkapital

357,3 Mio. Euro

+ 5,5 %

Mitarbeiter

317

340

Kernkapitalquote

18,7 %

16,5 %

* In den Betriebserträgen wurden die GuV-Positionen Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus der Ausbuchung von at cost bewerteten fi­ nanziellen Vermögenswerten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Sonstige Erträge summiert // ** Eigenmittel // Alle Zahlen per 31.12.2020


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Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken birgt und Kapitalverluste möglich sind.

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© ALESSANDRO SALETTA DSL STUDIO

KURZ & TOP BÜNDI 50

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Menschen & Unternehmen

Im Zeichen des Oktagons Aufbauend auf seiner Geschichte aus Innovation und Kristallschleifkunst schreitet Swarovski mit einer neuen Vision in die Zukunft und feiert Kristall in all seinen Formen und Facetten. Anerkannt als ein wesentlicher Innovator in der Welt des Designs, der Wissenschaft, der Mode und des Entertainments debütiert das neue Swarovski unter dem Motto „Ignite your dreams“. Das Swarovski-Wonderlab erwacht mit der Eröffnung von 28 Instant-Wonder-Stores in den wichtigsten Märkten weltweit zum Leben. Was mit dem Store in der Mailänder Galleria Vittorio Emanuele II. im Februar, dem Pariser Debüt im März und der Einweihung der Geschäfte in New York City im April begann, fand mit der Eröffnung in den Swarovski Kristallwelten in Wattens einen Höhepunkt. Die neuen Stores spiegeln dabei die Kampagne und die neue visuelle Identität der Marke wider, die ausgehend von den neuen Verpackungen auf einem Achteck fußt. Obgleich diese neuen Verpackungsboxen nur eine der vielen Facetten des Markenrelaunchs sind, kommt ihnen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Instant-Wonder-Stores zu. Jeder Store wird durch eine von fünf Farben repräsentiert – Weiß, Rosa, Grün, Blau und Gelb –, die wiederum von der prismatischen Wirkung der Lichtbrechung des Kristalls inspiriert sind. Der Store in den Kristallwelten strahlt in leuchtendem Gelb inmitten der monochromen Umgebung des bestehenden Geschäfts. Die Wände sind dabei vollflächig vom Boden bis zur Decke mit einem sich wiederholenden Motiv aus achteckigen Schachteln verkleidet. Die traditionellen Schmuckständer wurden zudem durch eine Reihe von Büsten aus Metallguss ersetzt.


VOLKSBANK TIROL

VOLKSBANK ZEIGT STÄRKE IN DER KRISE

D

ie Volksbank Tirol positionierte sich auch 2020 als starke Regionalbank und Hausbank tausender Tirolerinnen und Tiroler. Das vergangene Geschäftsjahr wurde mit einem Geschäftsvolumen von 6,9 Milliarden Euro und einer Bilanzsumme von 3,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Das operative Bankgeschäft entwickelte sich sehr zufriedenstellend. So konnte das Betriebsergebnis um 9,9 Prozent auf 20,1 Millionen Euro gesteigert werden. Rund 91.000 Privat- und Firmenkundinnen und -kunden schenkten auch während der Pandemie den 317 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 25 Geschäftsstellen ihr Vertrauen.

© DIE FOTOGRAFEN

Mit hohen Eigenmitteln und einer stabilen Ertragslage geht die Volksbank Tirol gestärkt aus dem Krisenjahr 2020 hervor.

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EIGENKAPITALSTARK

Im Jahr 2020 konnte das anrechenbare Kernkapital weiter gesteigert werden. Mit einer Kernkapitalquote von 18,7 Prozent zählt die Volksbank Tirol weiterhin zu den kapitalstärksten Banken des Landes. Das risikobereinigte Jahresergebnis (EGT) wurde wie in der gesamten Bankenbrache durch erhöhte Vorsorgen belastet und betrug im vergangenen Jahr 4,5 Millionen Euro. Die getroffenen Risikovorsorgen in Höhe von insgesamt 15,9 Millionen Euro sind nur in ganz geringem Ausmaß aktuellen Insolvenzfällen zuzuordnen und dienen somit überwiegend als reine Vorsichtsmaßnahme. „Aufgrund unserer ausgezeichneten Eigenmittelausstattung und der getroffenen Risikovorsorgen sind wir für die Zukunft bestens auf etwaige negative wirtschaftliche Entwicklungen wie beispielsweise coronabedingte Kreditausfälle vorbereitet“, betont Mag. Markus Hörmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tirol AG.

CORONA - UNTERSTÜTZUNGEN

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erweist sich die Volksbank Tirol als verlässlicher Finanzpartner. So ermöglichte sie Kundinnen und Kunden schnell und unbürokratisch gebührenfreie Ratenstundungen, Finanzierungsrahmen, Laufzeitverlängerungen und Überbrückungskredite. Firmenkun-

Die Volksbank-Vorstände Mag. Markus Hörmann (re.) und Mag. Martin Holzer sind stolz auf die Leistungen im Krisenjahr 2020.

dinnen und -kunden half die Volksbank Tirol umfassend bei Förderanträgen, Privatpersonen konnten ihre Wohnbaukredite einfach mittels Serviceauftrag im hausbanking stunden. Im Jahr 2020 wurden bei 1.343 Kundinnen und Kunden Corona-Maßnahmen getätigt. Das davon betroffene Gesamtkreditvolumen betrug 986,6 Millionen Euro.

STARKES FONDSGESCHÄFT

Allen Herausforderungen zum Trotz verzeichnete die Volksbank Tirol auch im Jahr 2020 Wachstumszahlen. So stieg im Wertpapiergeschäft das Depotvolumen um 3,6 Prozent. Parallel wuchs die Anzahl an Fondssparverträgen um 19 Prozent, das Nettofondssparvolumen um 15 Prozent. Die Leistungen im Fondsgeschäft wurden letztes Jahr zum vierten Mal in Folge mit dem Prix de Fonds in Gold vom Fondspartner Union Investment ausgezeichnet. Mag. Martin Holzer, Vorstand der Volksbank Tirol AG, ist darüber sehr erfreut und ergänzt: „Mit Exklusivkonditionen für junge Erwachsene machen wir das Sparen und Vorsorgen mit

Fonds ebenso für alle 18- bis 27-Jährigen besonders attraktiv. Eine weitere Steigerung der bereits im März 2021 erreichten Bestmarke von 10.000 zufriedenen Fondssparkundinnen und -kunden ist zu erwarten.“ Im Geschäftsfeld Wohnbau betrug die Steigerung des Kreditvolumens 3,5 Prozent, im Kommerzbereich moderate 0,4 Prozent. PR

Die Volksbank Tirol verfügt über eine hervorragende Kapitalausstattung.


top.500

GESUCHT

Clemens Schaller, Geschäftsführer STIHL Tirol GmbH

156

Standortbekenntnis Der Gartengerätehersteller STIHL TIROL blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück, konnte Umsatz und Mitarbeiter*innenzahl steigern und investiert 19 Millionen Euro in eine neue Kunststofffertigung. Konkret konnte die STIHL Tirol GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 ihren Umsatz um 26 Prozent auf 576,2 Millionen Euro steigern. Die Zahl der Beschäftigten in Langkampfen nahm ebenfalls um zehn Prozent auf rund 700 Mitarbeiter*innen zu. Damit konnte das Unternehmen seine positive Entwicklung trotz Pandemie fortsetzen und hat in mancher Hinsicht sogar davon profitiert, dass die Menschen durch die Kontakt- und Reisebeschränkungen mehr Zeit zuhause verbracht haben. Die Nachfrage nach Rasenmähern, Heckenscheren und anderen Gartengeräten hat nämlich merklich angezogen. Kurzarbeit war in Langkampfen folglich zu keiner Zeit ein Thema. STIHL-Tirol-Geschäftsführer Clemens Schaller zeigt sich für die Zukunft optimistisch: „Die langfristigen Entwicklungen sind aus heutiger Sicht natürlich schwer abschätzbar, allerdings zeigt sich auch mittelfristig ein Steigen der Nachfrage nach STIHL-Gartengeräten made in Tirol. Wir erwarten einen weiteren Trend hin zu den akkubetriebenen, geräuscharmen Produkten.“ Ein Bekenntnis zum Standort legte der Konzern mit dem Ende April erfolgten Spatenstich für den Aufbau einer eigenen Kunststofffertigung in Langkampfen ab. Der Bau entsteht auf 3.500 Quadratmetern neu verbauter Fläche, die Platz für eine Anlage mit vorerst zehn Spritzgussmaschinen sowie Freiflächen für zukünftige neue Montagelinien bietet. Damit setzt man in Langkampfen auf eine Erhöhung der Fertigungstiefe, denn die Versorgung mit Kunststoffteilen wird zukünftig vor Ort sichergestellt. Das spart Kosten in Produktion und Logistik und schont die Umwelt. Zusätzlich entstehen dadurch 50 neue Arbeitsplätze. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus soll im Sommer 2022 erfolgen.

Zum vierten Mal rufen das Land Tirol und die Europäische Kommission junge Menschen zur Teilnahme am Jugendwettbewerb „Pitch your Project“ auf. Unter dem Motto „Eure Alpen! Eure Zukunft! Euer Projekt!“ sind Jugendliche aller Alpenregionen aufgefordert, bis zum 31. Oktober 2021 ihre Projektideen für eine attraktive, moderne und nachhaltige Entwicklung des Alpenraums einzureichen. Für den Wettbewerb können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen wie Schulklassen, Student*innen oder Jugendverbände bewerben. Anfang November wird eine Expert*innenjury alle eingereichten Projekte in zwei Alterskategorien bewerten. Die Gewinnerprojekte werden mit Preisgeldern bis zu 5.000 Euro ausgezeichnet, außerdem erhalten die besten Projekte die Möglichkeit, sich international mit Jugendlichen und Fachexpert*innen der EUSALP-Regionen zu vernetzen. Infos, Ausschreibungsunterlagen und das Anmeldeformular gibt‘s unter www.eusalp-youth.eu.

BÄUME FÜR DEN KLIMASCHUTZ Der Klimawandel macht auch vor den heimischen Wäldern nicht halt. Trockenstress und Borkenkäfer belasten die Waldflächen in Tirol. Gerade deshalb ist es wichtig, sie für die Zukunft fit zu machen. Therese Mölk ermöglichte gemeinsam mit BIO vom BERG die Pflanzung von 150 Bäumen in Tirol sowie deren Schutz und jahrelange Pflege. Maßgeblich mitbeteiligt an dieser nachhaltigen Initiative war die Therese-Mölk-Onlinecommunity. Im Rahmen einer Nachhaltigkeitschallenge wurden Therese-Mölk-Kund*innen dazu aufgerufen, eine nachhaltige Idee aus ihrem Leben auf der Onlineplattform Instagram zu teilen. Für jeden Beitrag wurde ein Baum aufgeforstet. Weitere Infos unter klimafitter.bergwald.tirol


www.diewildenkaiser.com

NEUE ENERGIET R ÄG E R INNEN. Seniorchef Franz Opbacher hat die Rohrzange übergeben. Jetzt führen Viktoria und Veronika das Unternehmen dynamisch in die Zukunft. Gemeinsam mit dem 250-köpfigen Team verwirklichen sie große wie kleine Installationsprojekte. Und auch den Drang nach neuen Ideen und mutigen Innovationen haben sie geerbt. Weiter geht’s!

6263 Fügen · 6100 Seefeld +43-5288-63300 · www.opbacher.at


„MEINE FORMEL FÜR ERFOLG? S T E H F R Ü H A U F, ARBEIT E BIS SPÄTABEND S, F I N D E Ö L .“

© UMIT TIROL/KERN

top.500

J E A N PA U L G E T T Y, U S - A M E R I K A N I S C H E R Ö L -T Y C O O N

UMIT-TIROL-Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Lukesch (li.) und Rektorin Sandra Ückert mit dem Vortragenden Herwig Ostermann

Q U A N­T E N­C O M­P U T E R F Ü R S R E C H E N­Z E N­T R U M

© PROFER UND PARTNER

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An der Universität Innsbruck wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten wesentliche Grundlagen für den Bau von Quantencomputern erforscht und entwickelt. Im Rahmen des EU-Flagships Quantentechnologien haben Forscher*innen des Instituts für Experimentalphysik in Innsbruck nun einen Demonstrator für einen kompakten Ionenfallen-Quantencomputer gebaut. „Unsere Quantencomputer-Experimente füllen üblicherweise ein 30 bis 50 Quadratmeter großes Labor“, erzählt Thomas Monz von der Universität Innsbruck. „Uns ging es nun darum, die hier entwickelten Technologien auf kleinstmöglichem Raum unterzubringen und gleichzeitig die in der Industrie üblichen Normen und Standards zu erfüllen.“ Das neue Gerät soll zeigen, dass Quantencomputer schon bald für den Einsatz in Rechenzentren bereit sind. „Wir konnten zeigen, dass Kompaktheit nicht auf Kosten von Funktionsfähigkeit gehen muss“, ergänzt Christian Marciniak aus dem Innsbrucker Team. Kürzlich wurde der Prototyp eines industriellen Ionenfallen-Quantencomputers präsentiert. Er findet Platz in zwei 19 Zoll-Serverracks, wie sie in Rechenzentren auf der ganzen Welt verwendet werden. Der neue Quantencomputer kann autark betrieben werden und soll bald auch online programmierbar sein.

Uwe Siebert, Wolfgang Markl, Verwaltungs­ direktor des Landeskrankenhauses Hall, und Medalp-Chef Alois Schranz

ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN Erstmals seit Oktober vergangenen Jahres konnte die Privatuniversität UMIT TIROL wieder ihre Tore öffnen und zu einer Veranstaltung einladen. Gast war der Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), Herwig Ostermann. Der Tiroler ist als Experte Mitglied der Corona-Kommission des Bundes und führte in seinem Vortrag die Komplexität der Entscheidungsfindung während der Pandemie vor Augen. Besonders über das Zusammenkommen gefreut hat sich Rektorin Sandra Ückert, deren erster Arbeitstag mit dem Start des Lockdown im November zusammenfiel.

SCHON SCHÖN Bereits zum dritten Mal lobte proHolz Tirol gemeinsam mit der Landesinnung der Tischler und Holzgestalter die „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk“ aus. Die Firma Spechtenhauser Holz- und Glasbau GmbH aus Innsbruck und die Tischlerei Friedrich Wieser aus Strassen in Osttirol, beide Mitglieder des regionalen Holzfenster-Vereins, konnten die Jury überzeugen und wurden insgesamt mit je zwei Auszeichnungen und Anerkennungen sowie fünf Nominierungen bedacht. Jeweils eine Auszeichnung, eine Anerkennung und eine Nominierung gab es dabei in der Kategorie „Bautischlerarbeiten“. Nominierung in der Kategorie Bautischlerarbeiten: Projekt „Operation Nestbau“ / Planung & Ausführung: Friedrich Wieser. Passend zur Lärchenfassade und zum Schwerpunkt „heimische Hölzer“ wurden die Fensterelemente samt Eingangselement in heimischer Lärche gestaltet und so schlicht wie möglich ausgeführt.


Freude am Fahren

AUFGELADEN MIT

Symbolfoto

FREUDE.

DER BMW iX3. Unterberger Denzel Innsbruck Griesauweg 32, 6020 Innsbruck Telefon 0512/33435 unterberger-denzel.bmw.at

Unterberger Kufstein Endach 32, 6330 Kufstein Telefon 05372/6945 www.unterberger.cc

Unterberger St.Johann Anichweg 1, 6380 St. Johann/T. Telefon 05352/62389 www.unterberger.bmw.at

BMW iX3: 210 kW (286 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt 0 l/100 km, CO2-Emission 0 g CO2 /km, Stromverbrauch von 18,6 kW/h. Angegebene Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte ermittelt nach WLTP.


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VON DER KREBS- ZUR COVID-IMPFUNG UND ZURÜCK

SOMMER-LERNWOCHEN Auch heuer bietet das Zentrum für Lernen und Lernstörungen des Institutes für Psychologie der Universität UMIT TIROL im Sommer Lernwochen für Kinder mit spezifischen Lernschwierigkeiten in der Rechtschreibung und dem Rechnen an. In den Intensivwochen, die im August und im September angeboten werden, werden Kinder in Kleingruppen von maximal vier Kindern in den Bereichen Rechtschreibung, Rechnen oder Englisch trainiert. Informationen zu den Intensivwochen gibt‘s unter www.umit-tirol.at/lernzentrum.

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IKB-Vorstandsdirektor Thomas Gasser, Bereichsleiter StromErzeugung Herbert Schmid, Aufsichtsratsvorsitzender Manfried Gantner und Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller

Nicht zuletzt dank jahrzehntelanger Forschung an Impfstoffen gegen Krebs konnte die COVID-Impfung rasch auf den Weg gebracht werden. „Die drei bekannten mRNA-Impfstoffhersteller haben einen sehr starken, über Jahre gewachsenen Hintergrund in der Krebsimpfung. Ein Grund, weshalb die Corona-Impfstoffentwicklung so extrem schnell ging, liegt zum großen Teil daran, dass diese Vakzin-Technologien in der Krebstherapie schon weit fortgeschritten sind. Diese RNA-Plattformen, die dann individuell mit RNA-Schnipseln des Coronavirus oder eben auch von Tumormutationen ausgestattet werden können, waren schon über viele Jahre hinweg bei Tausenden Krebspatientinnen und Krebspatienten in klinischen Studien sehr gut charakterisiert“, erkärt Guido Wollmann, Krebsforscher am Institut für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Auf der anderen Seite bringt wiederum der Einsatz der COVID-19-Impfstoffe die Krebsforschung voran. Wollmann: „All die sehr wichtigen, aber auch strengen regulatorischen Prozesse stellen für die großen Firmen im Prozess der klinischen Testphasen und der Zulassung eine Hauptlast dar. Da hilft es, wenn man nicht von Tausenden, sondern von millionenfacher Anwendung dieser neuartigen biologischen Therapie-Plattformen berichten kann. Jetzt hat man zusätzliche Argumente bezüglich der Sicherheitsprofile. Diese Massenimpfungen nehmen sehr viele der Bedenken gegen diese neuartigen Therapien. Auch im Upscaling-Prozess, also bei der Aufrüstung der Betriebsanlagen zur Herstellung großer Mengen Impfstoff, haben wir nun einen großen Vorlauf. Das ist ein wichtiger Zukunftsbonus für die Krebsvakzin-Entwicklung.“ Ein verwandtes und aktuelles weiteres Thema ist auch die nun intensiv untersuchte Anwendung von COVID-Mischimpfungen. Dieses Prinzip wird bereits seit über zehn Jahren in der experimentellen Krebstherapie verfolgt, die weltweit laufenden Studien zu diesem Ansatz werden auch die gemischte Anwendung von Krebsvakzinen befördern. Man bekommt klinische Daten zur Reaktion des Körpers auf die Impfstoff-Kombinationen und kann entsprechende Parallelen ziehen.

ERFOLGREICH ERNEUERT Fast die Hälfte der Innsbrucker Haushalte wird mit Strom aus den IKB-Kraftwerken Obere Sill und Ruetz versorgt. Damit diese verlässlich und effizient arbeiten können, muss permanent Wasser aus der Sill durch die Turbinen fließen. Das benötigte Sillwasser wird daher wenige Kilometer flussaufwärts gesammelt und den beiden Kraftwerken zugeleitet: in der IKB-eigenen Schleuse Matrei. Diese Aufgabe erfüllt die Schleuse, die rund 20 Kilometer südlich von Innsbruck in Mühlbachl/Pfons liegt, seit inzwischen fast 120 Jahren. Kürzlich wurde die Wehranlage, die noch aus der Monarchiezeit stammt, generalsaniert. Damit kann die Schleuse weitere hundert Jahre zur regionalen Öko-Strom-Produktion für Innsbruck beitragen. Rund 7,2 Millionen Euro wurden in die Erneuerung investiert.

Guido Wollmann hat in Berlin Medizin studiert. Er arbeitete an der Yale University (USA) an der Entwicklung einer onkolytischen Virentherapie gegen das Glioblastom, eine Form des Gehirntumors. Seit Ende 2014 führt Wollmann seine Forschung am Institut für Virologie an der Medizinischen Universität Innsbruck weiter, wo er das Christian-Doppler-Labor für Virale Immuntherapie von Krebs leitet.

„V I E L E S I N D H A R T N Ä C K I G I N B E Z U G A U F D E N E I N M A L E I N G E S C H L A G E N E N W E G , W E N I G E I N B E Z U G A U F D A S Z I E L .“ FRIEDRICH NIETZSCHE, PHILOSOPH


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ZUSAMMENSCHLUSS Vor mehr als 40 Jahren gründeten sich die Wirtschaftsvereine der Altstadt und Innenstadt von Innsbruck. Historisch haben sie die Interessen von Unternehmer*innen in klar abgegrenzten Gebieten vertreten. Jeder Verein hat seine Geschichte erzählt, nun werden der Innen- und Altstadtverein mit insgesamt 420 Mitgliedern zusammengeführt. Die Herausforderungen der Zukunft seien zu groß, um sich weiterhin getrennte Wege leisten zu können. Die beiden Obleute Michael Perger (Altstadtverein) und Thomas Hudovernik (Innenstadtverein) haben bereits einen neuen Verein mit dem Arbeitstitel Innsbrucker Zentrumsverein gegründet und auch die Vorstandspositionen für das erste Jahr besetzt. Perger bleibt Obmann, Hudovernik übernimmt neben Bernadette Fritsch und Alexander Koller dessen Stellvertretung.

Aufstockungen von oftmals auch nur eingeschossigen Bestandsgebäuden bieten großes Potential für Nachverdichtungen in Holzbauweise.

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Michael Perger, Obmann Altstadtverein (li.), und Thomas Hudovernik, Obmann Innenstadtverein

Studierende der Architekturfakultät und der Technischen Wissenschaften der Universität Innsbruck entwickeln gemeinsam Holzbauprojekte für die urbane Nachverdichtung Innsbrucks. Das Institut für Gestaltung / Gestaltung1 lobte im Sommersemester 2021 gemeinsam mit dem Verein proHolz Tirol und dem Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften – Arbeitsbereich Holzbau einen Ideenwettbewerb für Studierende zum Thema „Städtische Nachverdichtung mit Holz“ aus. Dabei erarbeiteten die Student*innen Lösungen, wie bestehende, eingeschossige und terziär genutzte Gebäude im Stadtteil Reichenau in Holzbauweise überbaut bzw. aufgestockt werden könnten. Der entstehende Wohnraum sollte unter den Schlagworten „junges und leistbares Wohnen“ für Studierende entwickelt werden. Zudem sollten die Aufstockungen nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch zur positiven urbanen Entwicklung des Stadtteils beitragen. Im Fokus der Arbeiten stand das große Potenzial der Holzbauweise für Aufstockungen von Bestandsgebäuden, verbunden mit dem Ziel bei Nachverdichtungen im Sinne der Nachhaltigkeit möglichst auf den Abbruch des Altbestandes zu verzichten. Ende Juni wurden die Projekte bewertet, die drei erstgereihten werden gemeinsam mit lokal ansässigen Holzbaufirmen weiterbearbeitet und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Im Rahmen einer Ausstellung im Herbst im Innsbrucker Hauptbahnhof werden die Projekte präsentiert.

© UMIT TIROL/ANDREAS FRIEDLE

© ALTSTADTVEREIN/INNENSTADTVEREIN

FINALE PHASE

SCHUTZGEBIET Erneuerbare Energiequellen gewinnen europaweit an Bedeutung, die Technologien, mit denen die Energie gewonnen wird, führen aber auch zu Konflikten. Windkraftanlagen etwa stellen für Vögel und Fledermäuse eine Gefahr dar, direkte Kollisionen oder das Barotrauma – Verletzungen der inneren Organe durch schnelle Wechsel des Luftdrucks – führen zu sogenannten Schlagopfern. Den Einsatz erneuerbarer Energie mit Naturschutz in Einklang zu bringen, ist Ziel zahlreicher wissenschaftlicher Projekte. Eines davon ist NatForWINSENT II. Forscher*innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz arbeiten dabei an verbesserten Strategien, um Schlagopfer zu vermeiden. Mit an Bord sind DI Dr. Klaus Hochradel und DI Christof Happ vom Institut für Mess- und Sensortechnik der Universität UMIT TIROL. Die zwei Forscher arbeiten an einem Kamerasystem, um Schlagopfer rund um Windkraftanlagen automatisiert zu detektieren. Unterstützt werden sie dabei vom Tierpräparator Peter Morass vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.


SCHOELLERBANK INNSBRUCK

ERSTE ADRESSE FÜR WEALTH MANAGEMENT IN TIROL Die Schoellerbank, gegründet 1833, ist die erste Adresse des Landes, wenn es um anspruchsvolle Vermögensanlage geht. Als österreichisches Kompetenzzentrum für Wealth Management der UniCredit hat sich die Bank perfekt positioniert und kann sich voll auf die Bedürfnisse ihrer Kunden konzentrieren.

© CHRISTIAN FORCHER

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it neun Standorten ist die Schoellerbank als einzige Privatbank nahezu in allen Landeshauptstädten flächendeckend vertreten und bietet ihren Kunden somit immer kompetente Ansprechpartner vor Ort. In der Innsbrucker Innenstadt berät ein 15-köpfiges Team unter der Leitung von Direktorin Burgi Vrba mit höchster Kompetenz und leidenschaftlichem Engagement bei sämtlichen Vermögensfragen. Modernes Wealth Management bedeutet in der Schoellerbank wesentlich mehr als reine Geldanlage, denn die Experten sind überzeugt, dass sie das persönliche Vermögen ihrer Kunden in seiner Gesamtheit verstehen müssen. Mit den breit gefächerten Services rund um die Themen Vermögensanlageberatung, Vermögensverwaltung und Vorsorgemanagement wird den Kunden ein stark personalisiertes Serviceangebot mit globalem Know-how und lokalem Fußabdruck geboten. Die Kunden der Bank, die ihr mittlerweile mehr als 12,5 Milliarden Euro anvertrauen, können somit sicher sein, an der ersten Adresse auf dem heimischen Wealth-Management-Markt die perfekte Beratung, Betreuung und Veranlagung für jede Kapitalhöhe, Risikoneigung und jeden Anlagehorizont zu erhalten. Das Traditionshaus setzt dabei weiterhin auf die bewährte Anlagephilosophie „Investieren statt Spekulieren“ – denn die Kunden sollen natürlich auch künftig in allen Krisenphasen ruhig schlafen können.

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Ein starkes Team für Tirol (v. l.): Andreas Filzwieser, Standortleiterin Burgi Vrba und Mario Bernardi

INNOVATIVE INVESTMENTS UND EXZELLENTE BERATUNG Die Innovationskraft der Schoellerbank ist eine wichtige Säule ihres Erfolgs. Kontinuierlich wird das Investment- und Dienstleistungsangebot ausgebaut: Bei besonders komplexen Vermögensfragen setzt die Schoellerbank hochspezialisierte Investment Advisors ein. Mit Private-Equity-Investments wurde bereits im vergangenen Jahr eine weitere Möglichkeit zur Vermögensdiversifizierung für besonders vermögen-

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5-Jahres-Performance* 10-Jahres-Performance** Seit Beginn (31.12.1992)***

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Marketingmitteilung: Die Performance der Schoellerbank Vermögensverwaltung mit Individualwerten bezieht sich auf die Periode *) 31.05.2016 bis 31.05.2021 **) 31.05.2011 bis 31.05.2021 ***) 31.12.1992 bis 31.05.2021. Depotgebühr, Vermögensverwaltungsgebühr, steuerliche Aufwendungen sowie Transaktionskosten sind nicht enthalten und können die dargestellten Performancezahlen reduzieren. Performanceergebnisse der Vergangenheit dienen zu Ihrer Information, lassen jedoch keine Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen zu.

de Kunden geschaffen. Einen zusätzlichen Schwerpunkt des Angebots bilden Finanzierungen, die rasch – und in besonders komplexen Fällen mit zusätzlicher Expertise des UniCredit Corporate & Investment Bankings – realisiert werden können. Darüber hinaus ist die Schoellerbank mit fast 20 Jahren Erfahrung als Pionier nachhaltigen Investierens in Österreich immer am Puls der Zeit – zuletzt beispielsweise mit nachhaltigen Kapitalgarantie-Produkten oder mit der Auflage eines reinen nachhaltigen Aktienfonds, der von der hauseigenen Kapitalanlagegesellschaft, der Schoellerbank Invest AG, gemanagt wird. Rendite und gutes Gewissen gehen dabei Hand in Hand. PR

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IMMOBILIEN JENEWEIN

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ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN Die Coronapandemie stellt uns alle vor Herausforderungen. Immer mehr Menschen stellt sich dabei die Frage, ob sie ihre aktuelle Wohnsituation halten können. Tirols Rad-Aushängeschild Laura Stigger ist bereits ein Fan der Anlage

I WA N T TO WA S H M Y B I C YC L E

GESCHÄFTSFÜHRER PETER JENEWEIN

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ufgrund der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Situation bezüglich der Coronapandemie sind immer mehr Eigentümer von Immobilien wegen Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Geschäftsentfall besorgt und stellen sich Fragen wie:

RAD - EXTRATIPP: Tirol verfügt über 7.800 Kilometer Mountain­ bikerouten, Singletrails und Radwanderwege. Neben der multi­ modalen Routenauskunft www.radrouting.tirol gibt es nun in Zusammenarbeit mit der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) auch eine App. Die radapp tirol steht kostenlos zum Download bereit. © KTS INNOVATIONS

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„ES IS T DIE FREUDE AN DER BEGEGNUNG MIT VIELEN WUNDERBAREN MENSCHEN, DIE UNS VERTR AUEN. DAFÜR BEGLEITEN WIR UNSERE KUNDEN AUCH DURCH D I E S E S C H L I M M E N Z E I T E N .“

Radfahren liegt im Trend und immer öfter geht’s dafür weg von den Fahrradwegen der Ebene hinauf ins Gebirge. Dorthin, wo es richtig schön schmutzig ist. Für die rasche und dennoch gründliche Reinigung der Bikes hat das Tiroler Familienunternehmen Stahl- und Metallbau Hörburger aus Roppen die Fahrahrradwaschstation bikewash.at entwickelt. Einfache Handhabung mit maximaler Funktionalität lautet der Anspruch von Entwickler Manfred Hörburger. Die Idee dazu entstand aus einem höchsteigenen Motiv: „Als passionierter Hobbybiker war es mir bei diversen Urlauben immer wieder ein Dorn im Auge, dass ich das ausgeliehene Mountainbike schmutzig wieder zurückgeben musste, weil es in keinem Hotel eine vernünftige Waschgelegenheit gab. Das war der Denkanstoß für die kleine Waschanlage.“ Problem erkannt, Problem gelöst. Der Prototyp wurde recht schnell serienreif. Gedacht ist die flexible Anlage für Hotels, touristische Hotspots, Sportgeschäfte und Bikeverleihe. Je nach Einsatz und Standort können zwei, vier oder mehr Räder gleichzeitig gewaschen werden, baut man Rollen unter die Station, kann sie flugs verschoben werden.

• Wie lange kann ich meine Immobilie noch halten? • Was mache ich, wenn ich meine monatlichen ImmobilienKreditraten nicht mehr bezahlen kann? • Wie lange hält meine Bank noch still?

Als staatlich geprüfter Immobilien- und Vermögenstreuhänder sowie Sachverständiger bietet Peter Jenewein, Geschäftsführer von Immobilienmanagement Jenewein, einen individuellen Service, um den Immobilieneigentümern ihre Ängste zu nehmen und diese Fragen zu beantworten. „Ich begutachte Ihre Situation, bewerte Ihre Immobilie, führe Gespräche mit den Banken und bin dabei behilflich, die richtige Entscheidung zu treffen“, so Jenewein. PR

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MILLIONENINVESTMENT Der international tätige Entertainment-Software-Spezialist Koch Media baut seine Logistikkapazitäten in Höfen im Außerfern massiv aus und investiert 15,5 Millionen Euro in eine neue vollautomatisierte Logistikhalle, die direkt an das bestehende Gebäude anschließt. Damit gewinnt das Unternehmen 6.475 Quadratmeter zusätzliche Lagerfläche und steigert seine bisherigen Logistikkapazitäten um 60 Prozent. Seit Kurzem vertreibt die rasant wachsende Unternehmensgruppe auch das komplette Sortiment von Weltmarktführer Activision Blizzard.


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BFI TIROL

DIGITALE PIONIERINNEN © ADOBESTOCK

Das innovative Projekt Digital Pioneers bietet jungen Frauen zwischen 17 und 27 Jahren die Möglichkeit, sich gesuchte digitale Fähigkeiten anzueignen. Unternehmen können sich als Kooperationspartner bewerben.

AUSWAHL AKTUELLER KURSE • Programmierakademie Basis Start am 18. Oktober 2021 • Ausbildung zum/zur Datenanalyst/in I Start am 14. September 2021 • Ausbildung zum/ zur betrieblichen Nachhaltigkeitsberater/in Start am 14. Oktober 2021 • Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft Start am 4. Oktober 2021

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rauen sind im MINT-Bereich immer noch stark unterrepräsentiert. Deswegen startet in Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich im Herbst das Pilotprojekt „Digital Pioneers“, ein freiwilliges digitales Jahr zur gezielten Weiterbildung für Frauen, die sich für technische Themen interessieren. Dabei sollen sie die Berufe der Zukunft kennenlernen, um einen Einblick in die Vielfalt der beruflichen Digitalisierung zu erhalten. Die Trägerorganisationen des Projekts sind unter anderem die Plattform Industrie 4.0, das BMK und der AK Digitalisierungsfonds.

2 MONATE GRUNDAUSBILDUNG

Im September startet die zweimonatige kostenlose Grundausbildung am BFI Tirol. Dort werden die zwölf Teilnehmerinnen zu digitalen Pionierinnen ausgebildet. Der Ausbildungsplan basiert auf den sechs Säulen Berufsorientierung Digital Jobs, Programmieren & Digital Skills, Innovative Skills, Entrepreneurship Skills, Personal Develop-

ment & Expression Skills und die anschließende Praxisphase im Digitalprojekt.

DIGITALE FACHKRÄFTE FÜR UNTERNEHMEN

Darauf aufbauend geht es für acht Monate in die Praxisphase. Tiroler Betriebe haben die Möglichkeit, als Kooperationspartner einen oder mehrere Ausbildungsplätze für die digitalen Pionierinnen zur Verfügung zu stellen. Dort wird das Gelernte vertieft und Real-Life-Erfahrungen gesammelt. Dabei werden sie von einem Coach des BFI Tirol und des Unternehmens begleitet.

Das Projekt „Digital Pioneers“ verknüpft als Schnittstelle Fachkräfte und innovative Unternehmen. Interessierte Betriebe können sich unter 0512/59660 215 bzw. daniel. scheiber@bfi-tirol.at melden und so nicht nur weiblichen, motivierten und talentierten Nachwuchs fördern, sondern auch die digitalen Kompetenzen im eigenen Unternehmen ausbauen. PR

„ D I G I TA L P I O N E E R S I S T E I N N E U E S , I N N O VAT I V E S P R O J E K T, UM FRAUEN ZU FÖRDERN UND DEN FA C H K R Ä F T E M A N G E L Z U V E R R I N G E R N .“ O T HM A R TA MERL , GE S C H Ä F T S F ÜHRER B F I T IR OL

• Business Competences – Projektmanagement Basic Start am 8. Oktober 2021

• B1-B2 English for Work ONLINE Start am 20. Oktober 2021

• C1 English for Advanced Learners Start am 11. Oktober 2021 • Berufsreifeprüfung Infoveranstaltung am 6. September 2021 Tagesvariante: Start am 13. September 2021 Abendvariante: Start am 27. September 2021

• Studienberechtigungsprüfung – Studium ohne Matura Infoveranstaltung am 7. September 2021 Start am 4. Oktober 2021

• Berufsbegleitend studieren Studienbeginn am 1. Oktober 2021 für die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre (auch verkürzt für HAK und HTLAbsolvent/innen), Psychologie und Wirtschaftspsychologie

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Lebensraum 4.0 und sein unnatürlicher Trinkwasserkreislauf Zahlreiche Schlagworte fallen im Zusammenhang mit der Produktion von regionalen Lebensmitteln auf: ursprünglich, echt, authentisch, nachhaltig, bio(logisch), ehrlich, sauber, rein, natürlich. Und alle gelten an sich auch für unser Trinkwasser. Das kostbare Nass ist – zum Glück – in ausreichenden Mengen in Tirol vorhanden. Es ist Ausgangspunkt für Themenwege und Wasserwelten, und nicht zuletzt speisen die Wildbäche die idyllischen Bergseen. Als pures Trinkwasser und darauf bezugnehmend als eine identitätsbildende Komponente in Tirol existiert es allerdings nur am Rande.

Das ist erstaunlich, wo doch das Land Tirol bereits vor Jahren die Formel und gleichnamige Holding-Gesellschaft Lebensraum 4.0 kreiert hat, um Kräfte zu bündeln und noch stärker auf Regionalität und Nachhaltigkeit zu setzen. Agrarmarketing Tirol, Standortagentur Tirol und Tourismus Tirol möchten dabei gemeinsam die Wertschöpfung erhöhen. Sie könnten also im Sinne des Wortes „aus dem Vollen schöpfen“ und unserem Trinkwasser jenen Wert schenken, den es verdient. Das gilt besonders für öffentliche Einrichtungen und den Tourismussektor, speziell die Gastronomie: regionales Trinkwasser!

Weil dem nicht so ist, seien folgende Gedankenspiele erlaubt. Damit verknüpft sind nämlich zahlreiche Aspekte wirtschaftlicher Natur, die überlegenswert sein müssten. Etwa 30 % des Getränketransports auf unseren Straßen macht die Lieferung von Flaschenwasser aus, das quer durch Österreich und bis in die entlegensten Täler gekarrt wird. Flaschenwasser wird als gesundes Lebensmittel gepriesen und in Glas und Kunststoff abgefüllt. Kunststoff kontaminiert das Getränk nachweislich, und durchwegs wird die Lebensdauer des Flascheninhalts mit Zusätzen verlängert. Der LKW-Warentransport wiederum erhöht den CO2-Ausstoß merklich.

Zu diesem unnatürlichen Wasserkreislauf gehören unabhängig von den Produktionskosten beträchtliche Kühl- und Lagerungskosten vor Ort, die notwendige Kisten- und Flaschenschlepperei und damit auch der Faktor Zeit, sowie der Abtransport des Leergutes; oder eben ein voller Plastikmüll-Container. Der technische Fortschritt des letzten Jahrhunderts hat dazu geführt, dass alle Haushalte und Einrichtungen mit Wasserleitungen erschlossen sind. Sicher ist auch Leitungswasser nicht immer frei von Schadstoffen, doch sind platzsparende Filtersysteme inzwischen hoch entwickelt. Im Sinne von regional, umweltschonend, krisensicher und sauber ließe sich aus unserem Trinkwasser ein frischer und vitaler, stiller oder perlender Markenbotschafter für das Wasserland Tirol machen.

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MODERNER, GRÜNER UND NACHHALTIGER Der Renault-Konzern will Europas grünste Marke werden. Im Vordergrund stehen saubere, nachhaltige Energielösungen und ein stärkerer Fokus auf Technologie. Mit der „Nouvelle Vague“ präsentiert der französische Autobauer eine neue Welle, auf die auch die Autohäuser der Dosenberger Gruppe aufspringen. I N T E RV I E W : D O R I S H E LW E G

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an kann das frische Lüfterl förmlich spüren, das durch die Ausstellungsräume in den Dosenberger-Autohäusern wirbelt. Die Zeit bleibt auch im traditionellen Familienbetrieb nicht stehen. Ganz im Gegenteil: Es tut sich einiges. Eine umfassende Modelloffensive mit dem Schwerpunkt auf Elektromobilität steht in den Startlöchern. Schon jetzt hat die Hauptmarke Renault in den Autohäusern die Vorreiterrolle bei den elektrischen Kraftfahrzeugen eingenommen und verfügt mit dem ZOE E-TECH über Europas meistverkauftes E-Auto. Ziel der „Nouvelle Vague“ von Renault ist, die Führungsrolle bei der Energiewende durch Elektro- und Wasserstofflösungen zu stärken und den grünsten Antriebsmix aller Hersteller in Europa anzubieten. Im Raum stehen zudem neue nachhaltige Mobilitätslösungen, die den urbanen Raum entlasten sollen, und der Ausbau der Batterieentsorgung mit dem Thema „Second Life“, dem sich Renault mit der eigens gegründeten Unternehmenssparte „MOBILIZE“ vertieft annehmen wird. Im Gespräch mit Dosenberger-Geschäftsführer Mag. Emanuel Jahn werfen wir einen Blick auf aktuelle Trends, Elektromobilität und mögliche Zukunftsszenarien im Autohandel.

Der neue Renault-Chef Luca de Meo hat ja die sogenannte „Renaulution“ ausgerufen. Was genau kann man sich darunter vorstellen? EMANUEL JAHN: Luca de Meo ist 2020 angetreten, um das Ruder bei Renault herumzureißen und das Unternehmen von einem Autokonzern, der ECO.NOVA:

„BIS 2025 W I R D R E N A U LT 14 N E U E M O D E L L E EINFÜHREN, S I E B E N D AV O N VOLLELEKTRISCH. R E N A U LT WA R UND IST IM BEREICH DER E L E K T R O M O B I L I TÄT V O R R E I T E R .“ EMANUEL JAHN

mit Technologie arbeitet, zu einem Technologiekonzern, der mit Autos arbeitet, zu entwickeln. Sein erklärtes Ziel ist die grünste Marke Europas zu werden. Als tragende Säulen der neuen Welle (Nouvelle Vague) fungieren die Bereiche Technik, Service und saubere Energie, denn neun von zehn Autos werden bis 2030 elektrifiziert am Markt verfügbar sein. Zudem wollen wir mit schlüsselfertigen Mobilitätslösungen auch den Ansprüchen der kommenden Generation Rechnung tragen. Damit geht natürlich auch eine umfassende Modelloffensive einher. Wie sieht diese Modelloffensive aus? Bis 2025 wird Renault 14 neue Modelle einführen, sieben davon vollelektrisch. Renault war und ist ja im Bereich der Elektromobilität Vorreiter. Exemplarisch für die neue Ausrichtung steht vor allem ein Klassiker des Automobilkonzerns: der legendäre R5.

Im neuen Retrodesign soll der Prototyp Renault 5 als rein elektrische Version ab 2024 an den Start gehen. Damit bringt der Autobauer das neue Lebensgefühl im gesamten Unternehmen zum Ausdruck: urban, elektrisch, attraktiv und Fahrzeuge, die dem Zeitgeist entsprechen. Bereits Mitte 2020 startete eine Hybrid-Modelloffensive, im Zuge derer drei Klassiker als Hybridvariante an den Start gingen: der Clio E-TECH, der Captur E-TECH Plug-in-Hybrid und der Mégane Grandtour E-TECH Plug-in-Hybrid. Die langjährige Expertise im Segment Elektroautos und die Entwicklung von Hybrid-Rennmotoren in der Formel 1 lässt Renault in die serienmäßige Produktion einfließen und baut mit dem neuen sportlichen SUV-Coupé Arkana E-TECH seine Position im weltweit wachsenden SUV-Segment aus.

Renault ist im Bereich der Elektrofahrzeuge auf dem europäischen Markt führend. Welche Modelle zählen zu Ihren Favoriten? Mit dem Eigenmodell ZOE E-TECH haben wir in den vergangenen Monaten sehr gute Verkaufserfolge erzielt. Jetzt ist auch der Stadtflitzer Twingo als rein elektrisches Modell am Markt. Aufbauend auf diese Kompetenz erweitert Renault im Rahmen der E-Tech-Hybrid-Offensive das Angebot um Hybrid- und Plug-in-Modelle. So sind seit 2020 die Renault-Klassiker Clio und Mégane erhältlich und werden um den Mégane E-TECH-Plug-in-Hybrid, Captur E-TECH Hybrid sowie um den gerade präsentierten Arkana E-TECH Hybrid ergänzt. Spannend wird es auch in der Nutzfahrzeugpalette. Der bei unseren Kunden beliebte Klein-LieFOTOS: © ANDREAS FRIEDLE, WERK


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Mit dem neuen sportlichen SUV-Coupé Arkana E-TECH baut Renault seine Position im weltweit wachsenden SUV-Segment aus.

172 ferwagen Kangoo wird mit weiteren Lösungen ergänzt und ab 2022 löst der neue Kangoo E-TECH seinen beliebten Vorgänger Kangoo Z.E. ab. Ich persönlich freue mich besonders auf den vollelektrischen Mégane E-TECH, diesen finde ich optisch äußerst gut gelungen, der sieht einfach wahnsinnig cool aus. Liegt Ihre Empfehlung eher auf vollelektrischen oder auf Hybridmodellen? Das kommt auf die eigenen Wohn- und Arbeitsumstände an. Wir haben eine Kooperation mit da-emobil, im Zuge dessen wir beim Kauf eines E-Autos eine komplette Vorberatung anbieten, bei der ein Experte logistische infrastrukturelle Themen aufzeigt und dem Kunden durch den Förderdschungel hilft. Die Entscheidung, ob Hybrid oder vollelektrisch, ist sehr individuell zu treffen und hängt vom eigenen Fahrverhalten genauso ab wie von den Lademöglichkeiten. Das gilt für Private gleichermaßen wie für Unternehmen.

Eignen sich Elektroautos denn auch als Flottenfahrzeuge? Ja, der Trend geht eindeutig in diese Richtung. Jedoch kommt es auch hier darauf an, welchen Zweck das Fahrzeug erfüllen soll und welche infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sind. Wie und wo kann ich die Fahrzeuge

laden? Kann der Fuhrpark am Unternehmensparkplatz geladen werden oder muss beim Fahrer zu Hause eine Lademöglichkeit geschaffen werden? Für Unternehmen sind Elektrofahrzeuge natürlich auch wegen des Vorsteuerabzugs und des Wegfalls des Sachbezugs eine attraktive Sache. Zudem möchten immer mehr Unternehmen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und da bietet eine Elektroflotte eine gute Möglichkeit dazu. Vor allem die neuen Hybridmodelle eignen sich hervorragend als Dienstfahrzeuge, weil sie bei Bedarf nicht an eine Stromquelle gebunden sind. Unsere Nutzfahrzeuge und Business-Pkw sind großteils elektrifiziert (Kangoo Z.E. und Master Z.E.) und bieten mit unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten moderne, leistungsfähige Lösungen für den Berufsalltag.

In Diskussion steht immer wieder die Entsorgung der Batterien. Wie geht Renault mit dieser Thematik um? Während das Elektrofahrzeug ja emissionsfrei ist und so einen großen Beitrag zur CO2-Reduktion leistet, ist das größte Thema in der Elektromobilität im Rahmen des ökologischen Fußabdrucks die Produktion und Entsorgung der Batterien. Mit dem Ziel, dass Renault die grünste Marke in Europa werden will, spielt dieses Thema natürlich eine ent-

scheidende Rolle. In der Renault Re-Factory, übrigens Europas erstes Zentrum für Kreislaufwirtschaft, sollen jährlich bis zu 120.000 Fahrzeuge einschließlich Elektrofahrzeuge recycelt oder aufbereitet werden. Etwa 80 Prozent der recycelten Materialien werden in neuen Batterien wiederverwendet. Da haben sie sich wirklich was überlegt. Bei Unfällen indes gibt es einen vorgegebenen Ablauf. Renault verfügt im Gegensatz zu namhaften Repräsentanten aus Übersee über ein gut ausgebautes Werkstättennetz mit eigens ausgebildeten Technikern, wo im Falle eines Unfalles schnell reagiert werden kann. In der Regel wird die Batterie getrennt von der Karosserie transportiert. Welche Antriebsart wird sich Ihrer Meinung nach durchsetzen? Ziel sollte meiner Meinung nach ein ressourcenschonender Mix sein. Wenn man nur auf eine Ressource setzt und diese völlig ausschöpft, kann das meiner Meinung nach nicht zielführend sein. Selbst bei Dieselmotoren hat sich bereits durch starke Filterung eine nachweisliche Besserung der Emissionen eingestellt. In Bezug auf Wasserstoffmotoren scheiden sich noch die Geister. Eine gute Aufteilung aus Verbrennungsmotoren, Elektro- und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen scheint für mich eine sinnvolle Strategie.


TIWAG

Alexandra er Schönegg Biologin

Gemeinsam für eine sichere Energiezukunft

„Die Wunder der Natur faszinieren mich seit meiner Kindheit. Als Biologin bei TIWAG leiste ich einen aktiven Beitrag, um die Tiroler Flora und Fauna zu schützen und auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Es ist ein gutes Gefühl, durch meine Arbeit die ökologisch verträgliche Umsetzung von Kraftwerksprojekten sicherzustellen und somit eine nachhaltige Energiewende im Einklang mit der Umwelt zu ermöglichen.“

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Luca de Meo will den Autokonzern zu einem Technologiekonzern, der mit Autos arbeitet, umbauen. Wie soll das funktionieren? Man muss hier in zwei Kategorien denken: Autobesitzer und Autonutzer. Die Automobilwelt ist per se im Wandel und Besitz steht bei nachkommenden Generationen nicht an erster Stelle. Geht es um die reine Nutzung eines Fahrzeuges, muss diese kostengünstig und auf Knopfdruck via App verfügbar sein. Konkret bedeutet das, dass auch wir über künftige Mobilitätslösungen nachdenken, die die Autonutzung vereinfachen, nachhaltig und erschwinglich machen. Mit der neu gegründeten Unternehmenseinheit MOBILIZE bei Renault bieten wir erste schlüsselfertige Carsharing-Modelle für Städte und Gemeinden an. Dafür wurden mehr als 2.000 Ingenieure aus fünf branchenführenden Unternehmen angeheuert, die ihr Know-how in den Bereichen Cybersicherheit, künstliche Intelligenz, Datenverarbeitung, Software und Mikroelektronik einbringen. Somit wird in Zukunft nicht die Technologie um das Auto herum gebaut, sondern das Auto um die Technologie. Wie sieht die Zukunft des Autohandels aus? Das hängt von der Art der Nutzung ab. Bleibt es bei einer reinen Nutzung ohne Eigentum, definitiv digital und über eine eigene App gesteuert. Wenn man jedoch die einzelnen Phasen des Autokaufes betrachtet und in eine Customer Journey aufgliedert, dann finden bereits 70 Prozent des Kaufes online statt. In der Regel beginnt dies mit der Informationsbeschaffung, Modellauswahl und Konfiguration. Was fehlt, ist eine rechtliche Grundlage für den Verkauf von Autos auf digitaler Ebene. In Österreich unterliegt der Onlinekauf dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz, das dem Käufer ein 14-tägiges Rückgaberecht einräumt. Wenn wir im Fahrzeughandel von der Inbetriebnahme ausgehen, reden wir vom Tag der Erstzulassung. Mit der Erstzulassung ist ein gewisser Wertverlust verbunden und laut Gesetz kann der Käufer nach 14 Tagen das Auto zurückgeben. Somit müssen hier zuerst die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Würden Kunden auch auf Probefahrten verzichten? Da sind wir wieder im Bereich der Customer Journey. Die Testfahrt kann beispielsweise in Testzentren getätigt werden und bleibt ein ganz wesentlicher Teil beim Autokauf. Ebenso die Betreuung vor Ort, wo weitere wichtige Informationen an den Kunden vermittelt werden, denn die per-

„DIE ENTSCHEIDUNG FÜR EIN HYBRIDODER VOLLELEK TRISCHES MODELL IST SEHR INDIVIDUELL ZU TREFFEN UND HÄNGT V O M E I G E N E N FA H R V E R H A LT E N G E N A U S O AB WIE VON DEN L ADEMÖGLICHKEITEN. D A S G I LT F Ü R P R I VAT E G L E I C H E R M A S S E N W I E F Ü R U N T E R N E H M E N .“ EMANUEL JAHN

sönliche Betreuung wird auch bei kommenden Generationen nicht rückläufig werden.

Zeitgleich mit der Präsentation des neuen vollelektrischen Renault ARKANA E-TECH wurde auch der neue Schauraum im Autohaus Plaseller-Dosenberger Zams eröffnet. Wie wird die Zukunft der Dosenberger Gruppe aussehen? Als klassischer Familienbetrieb wird das familiäre Verhältnis nicht nur innerhalb der Firma gelebt, sondern auch auf den Kunden übertragen. Die Dienstleistung und die Zufriedenheit der Kunden sind für uns fundamentale Säulen und stehen im Mittelpunkt. So sind wir bemüht, auch über den gesetzlichen Rahmen hinaus immer eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Um unsere Autohäuser in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, haben wir 2019 einen Umstrukturierungsprozess beschlossen. Es geht darum, die Kräfte zu bündeln und die Ressourcen in der Gruppe sinnvoll zu verteilen. Im ersten Schritt haben wir ein neues Kompetenzzentrum in Zams geschaffen und kürzlich den neuen Schauraum im nunmehrigen Autohaus Dosenberger-Plaseller eröffnet. Das hat sich über die letzten Monate sehr gut eingespielt. Im nächsten Schritt werden wir bis 2022 das Ostermann-Team in die Dosenberger-Zentrale integrieren und auch hier in Innsbruck durch Umstrukturierungen und Umbauten bessere Beratungs- und auch Dienstleistungsqualitäten gewährleisten. So können wir unsere Gruppe in eine erfolgreiche Zu-

kunft führen und für die nächste Generation eine Grundlage schaffen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Hauptmarke wird weiterhin an beiden Standorten Renault bleiben, Dacia und Nissan ergänzen das Angebot in Innsbruck sowie Ford, Dacia und Volvo im Werkstättenbereich in Zams.

Wie haben sich die Pandemiezeiten in den Dosenberger-Autohäusern gestaltet? Wir konnten erfreulicherweise auf Grund der Investitionsprämie von Ende 2020 bis Anfang 2021 und unserer steten Lieferfähigkeit unsere Elektromodelle sehr gut verkaufen. Auch sonst waren die Verkaufszahlen wider anfängliche Prognosen mehr als zufriedenstellend. So mancher Kunde wollte gerade in Pandemiezeiten dann doch lieber Herr seines eigenen Innenraums sein und nicht mit den Einschränkungen der öffentlichen Verkehrsmittel leben. Mir war es auch sehr wichtig, während der Pandemie keine Mitarbeiter zu entlassen, im Gegenteil. Wir haben sogar noch neue Mitarbeiter eingestellt. Seit April bzw. Mai 2020 ist bei uns niemand mehr in Kurzarbeit und es ist auch niemand gekündigt worden. Fahren Sie persönlich gerne mit Elektrofahrzeugen? Ja, das Fahren mit einem E-Auto macht unglaublich Spaß. Der Antrieb ist sofort da und vor allem die Beschleunigung überrascht sogar manchen Sportwagenfahrer.


btv.at

Verantwortung wahrnehmen Nicht irgendwo, sondern hier bei uns. Die BTV kommt aus der Region und investiert in der Region. Das Richtige dort zu tun, wo wir alle leben und arbeiten heißt für uns, lokal zu handeln – aber auch darüber hinauszudenken.


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VW ARTEON SHOOTING BRAKE ELEGANCE TDI DSG Seit letztem Jahr bietet VW mit dem Arteon Shooting Brake eine wirklich interessante Alternative zum Passat an, die von luxuriösem Interieur und schnittigem Design geprägt ist. In der Variante Elegance TDI DSG beispielsweise kommt der Arteon mit 18-ZollLeichtmetallrädern, dem Digital Cockpit Pro, LED-Scheinwerfern mit Tagfahrlicht inklusive „Light Assist“ sowie einer automatischen Distanzregelung ACC daher. Chromapplikationen außen und Dekoreinlagen innen in „Piano Black“ und Edelholz „Eukalyptus“ runden das Gesamtpaket wunderbar ab. Angetrieben wird der Arteon Shooting Brake Elegance TDI DSG von einem 2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit einer Leistung von 150 PS. Die Kraftübertragung auf die Räder übernimmt ein 7-GangDoppelkupplungsgetriebe. Punkten kann der Arteon Shooting Brake neben den zahlreichen inkludierten Ausstattungselementen auch mit einem Gepäckraumvolumen von 565 Litern und einem Verbrauch von lediglich 4,8 Litern auf 100 Kilometer. Preislich geht’s beim Elegance TDI DSG bei 49.150 Euro brutto los.

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FLOTTE FLOTTE Sie gehören zum Grundbestand eines jeden Unternehmens – ob in einfacher, doppelter oder schier unzähliger Ausführung: Firmenfahrzeuge machen einen großen Teil der am Markt produzierten Autos aus und werden von beinahe allen Autoherstellern angeboten. ZUSAMMENSTELLUNG: FELIX KASSEROLER

W

irklich aussagekräftig ist der Begriff Firmenfahrzeug übrigens nicht, drückt er doch lediglich die Zugehörigkeit zu einem Unternehmen aus. Was macht also ein solches Fahrzeug aus? Kurz gesagt lässt sich darunter Folgendes subsumieren: ein langlebiges Fahrzeug mit allen gängigen Standards zu einem leistbaren Preis. Damit unterscheidet sich das Firmenfahrzeug nicht von Modellen für den privaten Gebrauch und dennoch würden wir einige Fahrzeuge ganz klar in erstere Schublade stecken. Wir haben uns ein paar Modelle angesehen.

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VOLVO V60 RECHARGE

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Ein guter Grund für die Anschaffung eines Plug-in-Hybriden ist sein niedriger Verbrauch. So auch beim V60 Recharge. Gerade einmal 1,8 Liter auf 100 Kilometer soll der Ursprungsschwede verbrauchen. Dabei hilft ein Elektromotor, der den V60 Recharge stolze 58 Kilometer weit ohne Zuschaltung des Benzinmotors antreiben kann. Gemeinsam bringen es die beiden Motoren auf eine Systemleistung von sportlichen 340 PS, Allrad gibt es obendrein serienmäßig mit dazu. Stichwort Serienausstattung: Ab Werk kommt der V60 Recharge in der Variante Inscription Expression mit LED-Scheinwerfern „Thors Hammer“ mit Fernlichtassistenten und integriertem LED-Tagfahrlicht, Frontgrill im Wasserfalldesign in hochglänzendem Schwarz und Chromeinfassung sowie 18-Zoll-Rädern. Für den sportlichen Look sorgt die Auspuffanlage mit zwei verchromten Endrohren in Trapezform. Das Gepäckraumvolumen fällt dabei mit 529 Litern ebenfalls großzügig aus. Die Preise für die Variante Inscription Expression starten bei 56.940 Euro brutto.

CITROËN Ë- C4 ËLECTRIC

MG5 ELECTRIC

Mit der im letzten Jahr gestarteten Elektrooffensive von Citroën wurde auch der ë-C4 vorgestellt und ist seit diesem Jahr in Österreich erhältlich. Ähnlich den anderen Modellen in diesem Segment kommt der Stromer mit einem 100-kW-Elektromotor, der den Franzosen satte 352 Kilometer weit befördern kann. Die (Serien-) Ausstattung ist beachtlich – bei der günstigsten Ausstattungsvariante Feel beispielsweise kommt der ë-C4 mit LED-Scheinwerfern samt Licht- und Regensensor, dreiphasigem On-Board-Charger mit maximal 11 kW, Lederlenkrad inklusive Lenkradfernbedienung als auch einem Head-up-Display angerollt. Zu haben ist der ë-C4 Ëlectric in der Variante Feel ab 35.950 Euro.

Ab Oktober 2021 erhältlich, bringt der MG5 frischen Wind in sein Modellsegment, handelt es sich diesbezüglich doch laut MG-eigenen Angaben um den weltweit ersten 100 Prozent elektrischen Kombi. Bis dato stehen folgende Daten fest: Mit dem Kombi soll dank 135 kW starkem Elektromotor eine Reichweite von über 400 Kilometern möglich sein. Wie aus anderen Modellen bekannt, soll der MG5 auch dreiphasig laden können sowie eine Schnellladefunktion bieten, mit der die Batterie in knapp einer halben Stunde auf 80 Prozent aufgeladen werden kann. Zum österreichischen Preis hat sich der nun chinesische Automobilhersteller bis jetzt noch nicht geäußert.


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VW GOLF LIFE TSI DSG MHEV

HYUNDAI KONA ELEKTRO SMART LINE

Letztes Jahr neu in der 8. Auflage erschienen, bringt es der deutsche Klassiker in der Variante Life TSI DSG mHeV dank Benzinmotor und MildHybrid-System (mHeV) auf eine Systemleistung von 130 PS, der Verbrauch pendelt sich in etwa bei rund 5,5 Litern auf 100 Kilometer ein. Die Ausstattung beim neuen Golf steht seinen Konkurrenten um nichts nach, angefangen beim luxuriösen Multifunktionslederlenkrad mit Schaltwippen über die LED-Scheinwerfer bis hin zu den weniger notwendigen, aber umso erfreulicheren Elementen wie einer zehnfarbigen Ambientebeleuchtung. Preislich startet der VW Golf Life TSI DSG mHeV bei 28.320 Euro brutto.

Mittlerweile gern gesehen, hat sich der Hyundai Kona Elektro einen Platz in dieser Auflistung wohlverdient. Vielversprechendstes Merkmal für den Koreaner ist die Reichweite, die in diesem Segment vergleichsweise groß ausfällt. Satte 484 Kilometer sind mit dem Kona Elektro möglich. Verantwortlich für diese Glanzleistung ist mitunter der 100 kW starke Elektromotor. Pro 100 Kilometer verbraucht dieser gerade einmal 14,3 kWh Strom. Doch auch die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Die Smart Line beispielsweise kommt mit beheizbarem Lederlenkrad sowie Sitzheizung vorne. Auch diverse Sicherheitsausstattungselemente wie Spurhalteoder Spurfolgeassistent und Einparkhilfe hinten sind mit an Bord. Startpreis: ab 33.080 Euro brutto.

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AUDI A4 AVANT 30 TDI Der wohl größte Konkurrent des Mercedes C-Klasse T-Modell ist neben dem BMW 3er Touring der Audi A4 Avant. Neben diversen anderen Motorisierungsmöglichkeiten bietet der Avant 30 TDI dank einem 2-Liter-Reihen-Vierzylinder-Dieselmotor inklusive einem Mild-HybridSystem stimmige 136 PS. Die Kraftübertragung auf die beiden Vorderräder erfolgt durch das optimale 7-Gang-S-Tronic-Getriebe. In Sachen (Serien-)Ausstattung steht der A4 Avant 30 TDI seinen Konkurrenten um nichts nach. Serienmäßig mit an Bord sind neben LEDScheinwerfern auch das Lederlenkrad im 3-Speichen-Design sowie das Connect-Paket 6 und eine Multifunktionskamera. Optional aufrüsten lässt sich der A4 Avant erwartungsgemäß schier unbegrenzt. Auch Platz bietet er mit einem Kofferraumvolumen von 495 Litern ausreichend. Die Preise für den 30 TDI beginnen bei 43.861 Euro brutto.


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PEUGEOT Design-Elemente - Platz fürfür allealle Abenteuer PEUGEOTi-Cockpit - Style i-Cockpit - StyleEdition Edition Design-Elemente - Platz Abenteuer PEUGEOT i-Cockpit - Style Edition Design-Elemente - Platz für alle Abenteuer PEUGEOT i-Cockpit - Style Edition Design-Elemente - Platz für alle Abenteuer PEUGEOT i-Cockpit - Style Edition Design-Elemente - Platz für alle Abenteuer  WLTP Gesamtverbrauch Range: 1,3 – 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: 30 – 154 g/km  WLTP Gesamtverbrauch Range: 1,3 – 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: 30 – 154 g/km i-Cockpit - Style Edition Design-Elemente - Platz für alle Abenteuer 1)PEUGEOT Maximal Bonus bezieht sich auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 130 6-Gang-Manuell und setzt sich zusammen aus Lagerbonus auf lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus  WLTP Gesamtverbrauch Range: 1,3 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: – 154 g/km 1) Maximal Bonus bezieht sich auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 130–6-Gang-Manuell und setzt sich 30 zusammen aus Lagerbonus auf lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei1,3 Finanzierung überCO2-Emissionen: die PSA Bank Österreich); € g/km 500,– Servicebonus (bei Abschluss eines PEUGEOT  WLTP Gesamtverbrauch Range: – 7,3 l/100km, 30 – 154 und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei Finanzierung über die PSA Bank Österreich); € 500,– Servicebonus (bei Abschluss eines PEUGEOT Optiway Service) und € 500,– Versicherungsbonus (bei Abschluss eines Versicherungs-Vorteilssets, bestehend aus Kfz-, Haftpflicht-, Kaskound Insassenunfallversicherung, über PEUGEOT i-Cockpit - Style Edition Design-Elemente - Platz für alle Abenteuer 1) Maximal Bonus bezieht sich auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 130 6-Gang-Manuell und setzt sich zusammen aus Lagerbonus auf lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus Optiway Service) und € 500,–i-Cockpit - Style Versicherungsbonus (bei Abschluss eines Versicherungs-Vorteilssets, bestehend aus Kfz-, Haftpflicht-, Kaskound Insassenunfallversicherung, über PEUGEOT Edition Design-Elemente - Platz für alle Abenteuer

Eleganz hat einfach Stil.

1) Maximal Bonus bezieht sich auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 130 und setzt sich 30 zusammen aus Lagerbonus aufeines lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus  WLTP Gesamtverbrauch Range: 1,3 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: – 154 die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. Alle gültig fürg/km Konsumenten bei Kauf bis 30.06.2021 und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei–6-Gang-Manuell Finanzierung über die Angebote PSA Bank Österreich); € 500,– Servicebonus (bei Neuwagens Abschluss eines PEUGEOT die Autoversicherung, GARANTA AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. Alle gültig für Konsumenten bei Kauf eines bis 30.06.2021 undPSA Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei Finanzierung über die Angebote PSA aus Bank Österreich); € 500,– Servicebonus (bei Neuwagens Abschluss eines PEUGEOT und Zulassung bis 31.07.2021. SatzundVersicherungs Druckfehler vorbehalten. Optiway Service) und € 500,– (bei Abschluss eines 130 Versicherungs-Vorteilssets, bestehend Kfz-, Haftpflicht-, KaskoInsassenunfallversicherung, über 1) Maximal Bonus bezieht sichVersicherungsbonus auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 6-Gang-Manuell und setzt sich zusammen aus Lagerbonus auf und lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus und Zulassung bis 31.07.2021. Satzund Druckfehler vorbehalten. Optiway Service) und € 500,– Versicherungsbonus (bei Abschluss eines Versicherungs-Vorteilssets, bestehend aus Kfz-, Haftpflicht-, Kaskound Insassenunfallversicherung, über  WLTP Gesamtverbrauch Range: 1,3 – 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: 30 – 154 die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. fürg/km Konsumenten bei Kauf eines bis 30.06.2021 und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei Finanzierung überAlle die Angebote PSA Bankgültig Österreich); € 500,– Servicebonus (bei Neuwagens Abschluss eines PEUGEOT die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. Alle Angebote gültig für Konsumenten bei Kauf eines Neuwagens bis 30.06.2021 und Zulassung bis 31.07.2021. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Optiway Service) € 500,– (bei Abschluss eines 130 Versicherungs-Vorteilssets, bestehend aus Kfz-,aus Haftpflicht-, Kaskound Insassenunfallversicherung, über 1) Maximal Bonusund bezieht sichVersicherungsbonus auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 6-Gang-Manuell und setzt sich zusammen Lagerbonus auf lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus Gesamtverbrauch 30 – 154 g/km und Zulassung bis 31.07.2021. Satz- und  WLTP Druckfehler vorbehalten. Range: 1,3 – 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: AUTO-AICHER GEORG WINKLER die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. Angebote für bei Kauf eines bis 30.06.2021 und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei Finanzierung überAlle die PSA Bankgültig Österreich); € 500,– (bei Neuwagens Abschluss eines PEUGEOT  WLTP Gesamtverbrauch Range: 1,3 – 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: 30 Konsumenten – 154 g/kmServicebonus AUTO-AICHER GEORG WINKLER und Zulassung bis 31.07.2021. Satzundden Druckfehler vorbehalten. 1) Maximal Bonus sich auf PEUGEOT 5008 Style PureTech 130 6-Gang-Manuell und setzt sichKÖSSEN zusammen aus Lagerbonus aufund lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus Optiway Service) und € bezieht 500,– Versicherungsbonus (bei Abschluss eines Versicherungs-Vorteilssets, bestehend aus Kfz-, Haftpflicht-, KaskoInsassenunfallversicherung, über WAIDRING 1) Maximal Bonus bezieht sich auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 130 6-Gang-Manuell und setzt sich zusammen aus Lagerbonus auf lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus (Höhe modellabhängig, bei Finanzierung über die PSA Bank Österreich); € 500,– Servicebonus (bei Abschluss eines PEUGEOT KÖSSEN WAIDRING die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. Alle Angebote gültig für Konsumenten bei Kauf eines Neuwagens bis 30.06.2021 und Händlerbeteiligung sowie Finanzierungsbonus modellabhängig, bei FinanzierungAUTOFORUM über die PSA aus Bank Österreich); € 500,– Servicebonus (bei Abschluss eines PEUGEOT Optiway Service) und € 500,– Versicherungsbonus (bei(Höhe Abschluss eines Versicherungs-Vorteilssets, bestehend Kfz-, Haftpflicht-, Kaskound Insassenunfallversicherung, über und Zulassung bis 31.07.2021. Satzund Druckfehler vorbehalten.  WLTP Gesamtverbrauch Range: – 7,3 l/100km, CO2-Emissionen: 30 – aus 154 g/km die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Mindestlaufzeit 36 Monate. Alle Angebote gültig fürKfz-, Konsumenten beiKaskoKauf eines bis 30.06.2021 Optiway Service) und € 500,– Versicherungsbonus (beiÖsterreich). Abschluss eines1,3 Versicherungs-Vorteilssets, bestehend Haftpflicht-, und Neuwagens Insassenunfallversicherung, über AUTO-AICHER GEORG WINKLER AUTOFORUM KUFSTEIN KFZ DREER und Zulassung bis 31.07.2021. Satzund Druckfehler vorbehalten. die PSA Autoversicherung, GARANTA Versicherungs AG Österreich). Mindestlaufzeit 36 Monate. Alle Angebote gültig für Konsumenten bei Kauf eines Neuwagens bis 30.06.2021 1) Maximal Bonus bezieht sich auf den PEUGEOT 5008 Style PureTech 130 6-Gang-Manuell und setzt sichKÖSSEN zusammen aus Lagerbonus auf lagernde Fahrzeuge, Eintauschbonus AUTOHAUS OBHOLZER, WAIDRING KUFSTEIN KFZ DREER und Zulassung bis 31.07.2021. Satzund Druckfehler vorbehalten. 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BMW 320E XDRIVE TOURING 182

Der Name lässt es aufgrund des „e“ schon erahnen: Dieses Modell hat (unter anderem) einen Elektromotor mit an Bord. Insgesamt bringt es dieser in Kombination mit dem 2-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor auf eine Systemleistung von 204 PS. Auch hier spielt der Hybridantrieb dem Verbrauchswert wieder massiv in die Karten, gerade einmal 1,5 Liter soll der Bayer auf 100 Kilometer verbrauchen. Ohne Zuschaltung des Verbrenners schafft der 3er BMW dabei eine rein elektrische Distanz von 57 Kilometern, für die Stadt also vollkommen ausreichend. In Sachen Ausstattung bietet BMW in gewohnter Manier einiges ab Werk – von 17-Zoll-Leichtmetallrädern über das BMW-Live-Cockpit-Professional samt SportLederlenkrad bis zur Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion. Gestartet wird ab 50.300 Euro brutto.

MERCEDES C 220 D T- MODELL

ŠKODA OCTAVIA COMBI STYLE TSI ACT

Mit einer neuen Auflage für den Sommer 2021 wollen die Stuttgarter ihr Aushängeschild unter den Firmenfahrzeugen auf eine neue Stufe heben. In der Variante 220 d beispielsweise wird der Deutsche von einem 2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor angetrieben und bringt es dementsprechend auf eine Systemleistung von passablen 220 PS und auch in Sachen Verbrauch liefert der 220 d mit 5,1 Litern/100 Kilometer ein gutes Ergebnis. Serienmäßig mit dabei sind unter anderem das Advantage-Paket mit Totwinkelassistent, Sitzheizung vorne und Park-Paket mit Rückfahrkamera sowie das WEU-Standard-Equipment mit Multifunktions-Sportlenkrad in Leder, adaptivem Fernlichtassistenten und Smartphone-Integration. Das alles gibt es für einen Preis ab 54.400 Euro brutto.

In der Variante Combi Style TSI ACT bietet der Tscheche mit dem 1,5-Liter-Benzinmotor ausreichende 150 PS, die über das manuelle 6-Gang-Getriebe auf die Räder übertragen werden. In Sachen Verbrauch liegt der Škoda mit rund 5,6 Litern auf 100 Kilometer im guten Mittelfeld. Eines ist beim Octavia allerdings im Vergleich zu anderen Modellen dieses Segmentes merklich spürbar: Das PreisLeistungs-Verhältnis ist stimmiger als bei so manch anderem. Die elektrische Heckklappe, eine animierte LED-Heckleuchte, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und das Virtual-Cockpit gehören bei der Variante Combi Style zur Serienausstattung. Auch ein Parksensor an der Front und eine Rückfahrkamera sind im Standardpreis inkludiert. Los geht es in dieser Variante ab 31.950 Euro brutto.


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MAZDA6 LIMOUSINE REVOLUTION

KIA PROCEED GT- LINE

Im Vergleich zu anderen Modellen als Firmenfahrzeug vielleicht ein wenig unbekannter, kann sich die Mazda6 Limousine in der Ausstattungsvariante Revolution ohne Zweifel mit ihrer Konkurrenz messen. Schon bei der Begutachtung der Serienausstattung ist klar – der hat was zu bieten: 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, adaptive LEDMatrix-Scheinwerfer mit Scheinwerferreinigungsanlage, LED-Heckleuchten sowie ein Head-up-Display mit Windschutzscheibenprojektion zum Beispiel. Unter der Haube sieht es nicht weniger einladend aus: Ein 2-LiterBenzinmotor verschafft dem Japaner eine Leistung von 165 PS, die über das 6-Gang-Schaltgetriebe auf die Räder übertragen wird. Der Verbrauch fällt mit 6,7 Litern auf 100 Kilometer hingegen vergleichsweise etwas höher aus. Der Startpreis von 39.090 Euro brutto für die Mazda6 Limousine Revolution ist hingegen einwandfrei.

Wie Hyundai aus Korea stammend bietet Kia mit dem Proceed ein spannendes Modell an, das hiesigen Autos durchaus den Rang ablaufen könnte. In der Variante GT-Line mit dem 1,5-Liter-Benzinmotor und 48-Volt-Mild-HybridSystem bringt es der Proceed auf eine Systemleistung von 160 PS, die Kraftübertragung auf die Räder übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Sehen lassen kann sich in dieser Ausstattungsvariante auf jeden Fall die Liste der Serienausstattungselemente: 17-Zoll-Leichtmetallräder, Voll-LED-Scheinwerfer samt LED-Tagfahrlicht im IceCube-Design, das abgeflachte Lederlenkrad im GT-LineDesign und Lederschaltknauf sowie die Schaltwippen dahinter für das noch größere Sportfeeling. Auch das Gepäckraumvolumen von 594 Litern fällt vergleichsweise üppig aus. Zu haben gibt es den Koreaner in der GT-Line mit 1,5-Liter-Benzinmotor um leistbare 37.890 Euro brutto.

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EU-WEITER VERKAUF AN PRIVATPERSONEN UND ONLINESHOPS Die Herausforderungen der letzten Monate haben viele Unternehmen dazu veranlasst, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und neue Verkaufswege zu finden. Die Einrichtung von Onlineshops war dabei eine oft genutzte Alternative. Und wenn der Onlineshop bereits eingerichtet ist, warum nicht die volle Breite der neuen Möglichkeiten nutzen und auch ausländische Kundinnen und Kunden beliefern? Ab 1. Juli 2021 sind neue Regelungen im EU-Versandhandel zu berücksichtigen. TEXT: ANDREAS KAPFERER


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enn auch Sie diese Initiative ergriffen haben oder Sie schon länger Ihre Waren EUweit verkaufen, dann ist zu beachten, dass ab dem 1. Juli 2021 in der EU neue Bestimmungen für den innergemeinschaftlichen Versandhandel in Kraft treten. Lieferungen von Waren an Privatkunden sowie Schwellenerwerber (z. B. Kleinunternehmer, Ärzte) ins EU-Ausland sind ab diesem Tag in jenem EU-Land umsatzsteuerpflichtig, in das die Ware versandt wird. Die bislang geltende Lieferschwellenregelung wird ersatzlos abgeschafft. Damit soll eine gerechtere Besteuerung der an Endverbraucher verkauften Produkte und Dienstleistungen durch Verlagerung der Besteuerung in das Bestimmungsland erreicht werden. Lediglich bei Kleinstunternehmern mit Versandhandelsumsätzen von bis zu 10.000 Euro pro Jahr ist weiterhin eine Besteuerung in dem Land vorgesehen, wo die Versendung oder Beförderung beginnt.

DOKUMENTATIONSPFLICHTEN Für EU-Umsätze, die über das EU-OSS gemeldet werden, gilt eine verlängerte Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren. Die Aufzeichnungen der EU-OSS-Umsätze sind umfangreicher als die üblichen Umsatzaufzeichnungen. Sie müssen die folgenden Informationen enthalten:

Mag. Andreas Kapferer LL.M, WP/StB, Partner bei Deloitte Tirol

BEISPIEL:

Ein österreichischer Sportartikelhändler hat während der Geschäftsschließungen einen Onlineshop eröffnet, um seine Ware trotz Schließung verkaufen zu können. Der Onlineshop ist auch für Kunden in Deutschland zugänglich. Der Versand von bestellten Produkten aus seinem Lager in Österreich an deutsche Privatpersonen ist eine sogenannte innergemeinschaftliche Versandhandelslieferung. Da die Waren nach Deutschland verschickt werden, ist dieser Verkauf ab 1.Juli 2021 mit deutscher Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen und die Umsatzsteuer ist an das deutsche Finanzamt abzuführen. Ausnahme: Der österreichische Sportartikelhändler kann nur dann wie bisher die Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer ausstellen, wenn er sogenannter Kleinstunternehmer ist und er EU-Umsätze von maximal 10.000 Euro jährlich erwirtschaftet. Dabei sind nicht nur die Lieferungen nach Deutschland mit einzurechnen, sondern Lieferungen und Leistungen in alle EU-Länder. Die Abgabe einer ausländischen Umsatzsteuervoranmeldung ist mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden. Damit sich die Unternehmen nicht in unzähligen EU-Mitgliedstaaten steuerlich registrieren müssen, wird deshalb ein Sonderverfahren für die Meldung und Abfuhr der EU-Umsatzsteuern eingeführt: das sogenannte EU-One-Stop-Shop-System (EU-OSS). Dieses ermöglicht, dass man die EU-Umsatz-

steuern über das österreichische Finanzamt erklären und abführen kann.

WAS IST ZU TUN?

Überprüfen Sie, ob Sie im vergangenen oder im laufenden Jahr mehr als 10.000 Euro Umsätze mit Nichtunternehmern (Privatpersonen) in der EU erzielt haben. Wenn ja, sind umgehend Vorkehrungen zu treffen.

AUSSTELLUNG VON RECHNUNGEN

Auf den Rechnungen ist ab 1. Juli 2021 der jeweilige ausländische Umsatzsteuersatz anzuführen. Falls Rechnungen mittels IT-Systemen erstellt werden, sind die IT-Systeme anzupassen. Das EU-OSS enthält eine unverbindliche Datenbank der in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten anzuwendenden Umsatzsteuersätze.

ANMELDUNG ZUM EU - OSS

Für das EU-OSS muss sich das Unternehmen über FinanzOnline anmelden.

EU - OSS - ERKLÄRUNGEN

Ab Anmeldung zum EU-OSS sind quartalsweise Erklärungen abzugeben, ähnlich wie die Umsatzsteuervoranmeldung. Die Frist dafür endet am Monatsletzten des auf das Quartalsende folgenden Monats (Achtung: abweichende Frist zur UVA). Auch wenn in einem Quartal keine EU-Umsätze erzielt werden, ist eine Erklärung abzugeben (Nullmeldung).

• Mitgliedstaat des Verbrauchs, in den die Gegenstände geliefert oder in dem die Dienstleistungen erbracht werden • die Beschreibung und die Menge der gelieferten Gegenstände oder die Art der erbrachten Dienstleistung • Datum der Lieferung oder der Dienstleistungserbringung • Steuerbemessungsgrundlage unter Angabe der verwendeten Währung • jede anschließende Erhöhung oder Senkung der Steuerbemessungsgrundlage • anzuwendender Mehrwertsteuersatz • Betrag der zu zahlenden Mehrwertsteuer unter Angabe der verwendeten Währung • Datum und Betrag der erhaltenen Zahlungen • alle vor Lieferung der Gegenstände oder Erbringung der Dienstleistung erhaltenen Vorauszahlungen • falls eine Rechnung ausgestellt wurde, die darin enthaltenen Informationen • bei Lieferungen: die Informationen, die zur Bestimmung des Ortes verwendet werden, an dem die Beförderung oder Versendung beginnt und endet; bei Dienstleistungen: die Informationen zur Bestimmung des Orts, an dem der Dienstleistungsempfänger ansässig ist oder seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat • N achweise über Rücksendungen, einschließlich der Steuerbemessungsgrundlage und des anwendbaren Steuersatzes

HINWEIS FÜR KLEINUNTERNEHMER:

Umsatzsteuerbefreiung gilt nur in Österreich: Selbst wenn Sie in Österreich als Kleinunternehmer (Umsatz < 35.000 Euro jährlich) keine Umsatzsteuer abführen müssen, kann es sein, dass Sie im EU-Ausland umsatzsteuerpflichtig werden – nämlich dann, wenn die EU-Umsätze die 10.000-Euro-Grenze übersteigen. Sie sind dann in Österreich zwar noch Kleinunternehmer, aber nicht mehr Kleinstunternehmer. Die Änderungen im EU-Versandhandel betreffen dann auch Sie. www.deloitte.at/tirol

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ÄRZTETIPP Schritt für Schritt sicher in die eigene Niederlassung. TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER

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ährend der Phase der Praxisgründung spielt es eine entscheidende Rolle, dass Sie jederzeit auf fachkundigen Rat zurückgreifen können. Egal, ob Sie eine Praxis übernehmen oder neu gründen, wir unterstützen und begleiten Sie von den ersten einfachen Überlegungen bis zur Eröffnung Ihrer neuen Ordination und darüber hinaus. Hier finden Sie einen ersten roten Faden, wie Sie Schritt für Schritt Ihre eigene Ordination gründen und auch danach bei jedem Wetter fest im Sattel sitzen bleiben.

1. IHRE EIGENEN RÄUMLICHKEITEN

Der Optimalfall ist hier die Übernahme einer bestehenden Praxis. Steht diese Alternative nicht zur Auswahl, dann ist der erste und wichtigste Schritt die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Wenn ein Objekt in guter Lage zum marktüblichen Preis zum Kauf steht, dann ist der Kauf in der Regel ein Vorteil. Bei einer Mietlocation sollte neben der Lage und einem marktüblichen Mietpreis vor allem das Fristenthema beachtet werden. Ideal ist ein möglichst langer Kündigungsverzicht seitens des Vermieters und eine jederzeitige Ausstiegsmöglichkeit für Sie. Sollte das „Bleiberecht“ beschränkt sein, dann gilt: Je kürzer die Mietdauer, desto wichtiger wird eine Vereinbarung, wonach allfällige Adaptierungskosten so weit wie möglich vom Vermieter getragen werden. Ein weiterer Punkt ist eine Auseinandersetzung mit dem üblichen Untermietverbot. In diesem Zusammenhang ist es wichtig klarzustellen, dass die Tätigkeit von Vertretungsärzten in den Räumlichkeiten oder auch eine Kooperation (z. B. Jobsharing) mit anderen Ärzten nicht vom Verbot einer Untervermietung umfasst sind. Die Liste der kritischen Punkte ließe sich noch lange fortsetzen. Auch gibt es einige steuerliche Optimierungsthemen – etwa die Frage, ob es besser ist, wenn der Ehegatte die Immobilie kauft und dann an Sie vermietet. Idealerweise sollte vor der finalen Unterschrift sowohl ein Steuerberater als auch ein Rechtsanwalt Ihres Vertrauens alle Punkte prüfen.

2. IHR PRAXISGRÜNDUNGSPLAN

Mit Hilfe unserer eigens für Arztpraxen entwickelten Planungstools und unserem reichen Erfahrungsschatz können wir gemeinsam mit Ihnen eine Budget- und Planungsrechnung erstellen. Das Ergebnis ist ein auf Sie zugeschnittener ausgefeilter Praxisgründungsplan, auf den Sie sich verlassen können.

Die Ärztespezialisten vom Team Jünger: StB Dr. Verena Maria Erian und StB Raimund Eller

3. IHRE FINANZIERUNG Mit einem soliden Praxisgründungsplan wird jedes Finanzierungsgespräch um vieles leichter. Im weiteren Verlauf nehmen wir für Sie Angebotsvergleiche der einzelnen Finanzierungsangebote vor und leisten Ihnen Verhandlungshilfe.

4. I HRE ASSISTENTINNEN AN IHRER SEITE

Wir unterstützen Sie bei Ihrer Entwicklung zum Arbeitgeber und Unternehmer mit wichtigen Tipps und Werkzeugen im Umgang mit dem Personal samt Full-Service-Gehaltsabrechnung.

5. IHR RECHNUNGSWESEN IN ORDNUNG

Hier ist ein Rundum-sorglos-Paket von der Einrichtung bis zur Komplettübernahme Ihrer Buchhaltung mit monatlichem Reporting gefragt. Mit wenigen Mausklicks können Sie Ihre Belege mühelos über ein Portal hochladen. Die Bankbewegungen können automatisch direkt von Ihrem Banking in die Buchhaltung eingespielt werden. Das heißt: Das Einzige, was Sie für das Ergebnis einer perfekten Buchhaltung und eines Top-Reportings tun müssen, ist die Belege zu sammeln und hochzuladen.

6. IHRE FINANZEN UNTER KONTROLLE

Wir erstellen nicht nur im Jahr der Gründung, sondern prinzipiell jedes Jahr im Herbst eine Jahreshochrechnung. Das ist die wichtigste Entscheidungsgrundlage für Ihre steuerlichen Dispositionen zum Jahresende.

Daraus lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen zur Gewinnoptimierung und Steuerplanung wie Maßnahmen zur maximalen Nutzung des Gewinnfreibetrages und zur legalen Gewinnverschiebung ableiten. Zudem können Sie sich so bereits über ein Jahr im Vorhinein auf Steuer- und Sozialversicherungsnachzahlungen vorbereiten. Aktuell ist es wichtig, auch alle wirtschaftlichen Themen rund um die Coronakrise perfekt zu managen. Das Handling von Härtefallfonds, Fixkostenschuss, Ausgleichszahlungen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und vieles mehr steht nach wie vor an der Tagesordnung. In Ihrem Steuerbüro wird gecheckt, wovon Sie tatsächlich betroffen sind und inwieweit Sie von den unterschiedlichen Förderungen, Zuschüssen, Prämien und Co. profitieren können.

7. IHRE STEUERPRÜFUNG GEBONGT

Im Verlauf unserer nunmehr über 40-jährigen Spezialisierung auf die Ärzteschaft haben wir bereits tausende Steuerprüfungen gut überstanden und nehmen auch Ihre Steuerprüfung gerne auf uns.

RESÜMEE All das gibt Ihnen Schutz in sämtlichen wirtschaftlichen, steuerlichen, buchhalterischen und arbeitsrechtlichen Fragen. Mit der bestmöglichen Unterstützung sind Sie für alle Problemstellungen im Zuge Ihrer Praxisgründung und vor allem auch für Ihre weitere Zukunft als Unternehmer bestens gewappnet.

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DIGITALE ELEMENTE Die Aktualisierungspflicht im neuen Gewährleistungsrecht. T E X T : I V O R U N G G , B I N D E R G R Ö S S W A N G R E C H T S A N W Ä LT E , I N N S B R U C K

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n Österreich steht eine Reform des Verbrauchergewährleistungsrechts vor der Tür, das wichtige Neuerungen betreffend die Gewährleistung von Unternehmern für Mängel ihrer Produkte gegenüber Verbrauchern bringt. Als Kern der Novelle ist ein neues Verbrauchergewährleistungsgesetz (VGG) vorgesehen. Diese Novelle setzt zwei Richtlinien der Europäischen Union in nationales Recht um und schafft Regelungen für digitale Leistungen und für Waren mit digitalen Elementen. Neben einigen markanten Änderungen ist dabei eine besondere Neuerung die sogenannte Aktualisierungspflicht: Danach haftet der Unternehmer auch dafür, dass über bestimmte Zeiträume Updates und andere derartige Aktualisierungen zur Verfügung zu stellen sind. Dabei stellen sich selbstredend eine Fülle von Fragen. Zunächst stellt sich die Frage, für welche Waren und Dienstleistungen diese Aktualisierungspflicht gelten soll. Während die Bereitstellung digitaler Inhalte und die Erbringung digitaler Dienstleistungen keine weiteren Abgrenzungsschwierigkeiten ergeben, ist die Abgrenzung zwischen Waren mit digitalen Elementen und herkömmlichen Waren schon deutlich schwerer. Wesentlicher Unterschied dabei ist, ob die Ware ihre Funktion auch ohne die in ihr enthaltenen oder die mit ihr verbundenen digitalen Leistungen erfüllen kann. Dabei kommt es nicht darauf an, ob dies die Hauptfunktion betrifft oder nicht. Wesentlich für die Abgrenzung ist, ob digitale Elemente Inhalt des Kaufvertrages sind, die Bereitstellung spezifischer digitaler Inhalte bzw. Dienstleistungen bei Waren der gleichen Art üblich ist oder vom Verbraucher im Hinblick auf Werbung oder Beschaffenheit der Ware erwartet werden kann. So sind etwa SmartTV mit bestimmten Videoanwendungen und eine intelligente Armbanduhr solche Waren, aber auch Sprach- oder Musiklehrbücher, die mit einem Datenträger mit Hörbeispielen und Übungen geliefert werden.

Dr. Ivo Rungg

Die Aktualisierungen beziehen sich dabei auf Updates, die etwa aufgrund neuer technischer Entwicklungen erforderlich werden, um die Vertragskonformität aufrechtzuerhalten. Das betrifft jedenfalls auch Sicherheitsaktualisierungen, die notwendig sind, um gegen neue Schadsoftware gerüstet zu sein. Wird ein solches Update nicht oder nur unzulänglich zur Verfügung gestellt, entsteht dadurch ein Mangel, für den der Unternehmer gewährleistungsrechtlich haftet. Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass das Bereitstellen durch den Unternehmer genügt, wenn es nicht anders vertraglich vereinbart ist. Es ist dann Aufgabe des Verbrauchers, die ihm zur Verfügung gestellte Aktualisierung zu installieren. Ein Mangel, der auf das Unterbleiben oder eine nicht sachgemäße Durchführung der Aktualisierung durch den Verbraucher zurückzuführen ist (sofern die Installationsanleitung nicht mangelhaft war), begründet selbstredend keine Haftung des Unternehmers. Die Aktualisierungspflicht besteht für unterschiedliche Zeiträume, je nachdem ob die digitale Leistung einmalig oder mehrmals einzeln bereitzustellen ist, oder ob eine fortlaufende Bereitstellung vereinbart

ist. Im letzten Fall besteht die Aktualisierungspflicht für den gesamten Zeitraum der Bereitstellung, ansonsten solange der Verbraucher das „vernünftiger Weise“ erwarten darf. Es versteht sich von selbst, dass dies stark auslegungsbedürftig ist. Beim Kauf von Waren mit digitalen Elementen besteht die Aktualisierungspflicht für mindestens zwei Jahre. Für Klein- und Mittelunternehmen, die derartige Waren mit digitalen Elementen vertreiben, besteht im Zusammenhang mit der Aktualisierungspflicht die Gefahr, dass sie als Verkäufer dieser Verpflichtung unterliegen, aber keinen Zugriff auf das Update haben. Auch der Einzelhändler braucht eine taugliche rechtliche Grundlage gegenüber seinen Lieferanten bzw. Herstellern, um an die Updates zu kommen. Um diesen Kritikpunkt zu beseitigen, soll nun die Bestimmung zur Aktualisierungspflicht im VGG auch für Verträge gelten, die zwischen zwei Unternehmern geschlossen werden (B2B). Die Aktualisierungspflicht kann vertraglich zwar eingeschränkt oder ausgeschlossen werden, dies aber nur dann, wenn der Verbraucher davon (i) eigens in Kenntnis gesetzt wurde und (ii) bei Vertragsabschluss einer solchen Abweichung ausdrücklich und gesondert zugestimmt hat. Auf die österreichische Wirtschaft kommen hier teilweise beträchtliche Änderungen und Ergänzungen des Gewährleistungsregimes zu, auch wenn versucht wird, dies in das bestehende Gewährleistungsrecht zu integrieren. Das neue VGG steht dabei im B2C-Bereich neben den Bestimmungen des ABGB und des Konsumentenschutzgesetzes. Es wird einigen Aufwand und klärende Gerichtsentscheidungen (auch des Gerichtshofs der Europäischen Union) brauchen, bis hier alle Fragen geklärt sind. Besonders Unternehmen, die im B2C-Bereich tätig sind, sollten aber die Zeit bis zum Inkrafttreten Anfang 2022 nützen, um sich mit den für ihr operatives Geschäft wichtigen neuen Bestimmungen vertraut zu machen.


© AMTirol/Die Fotografen © Jürgen Schmücking © AMTirol/Die Fotografen

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VERERBEN ODER SCHENKEN? Warum das Vermögen verschenken, wenn es ohnehin irgendwann einmal als Erbe anderen zugutekommt? T E X T : D R . E S T H E R P E C H T L - S C H AT Z

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lle von uns kommen ab einem gewissen Alter zu dem Punkt, an dem man sich die Frage stellt: Ist es besser, seine Nachfolge gerade im Hinblick auf Liegenschaftseigentum

schon vorweg – also noch zu Lebzeiten – zu regeln oder diese der gesetzlichen Erbfolge zu überlassen? Dies ist wie so oft eine Einzelfallentscheidung und hängt einerseits von rechtlichen und anderseits von gesellschaft-

lichen Fragen ab, sodass vor einer Beantwortung einige Überlegungen anzustellen sind. Damit die individuelle Entscheidung leichter fällt, hier ein paar Tipps und Ausführungen zum Erb- und Schenkungsrecht.


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IM RAHMEN EINES ÜBERGABEVERTR AGES K ANN DIE FINANZIELLE VERSORGUNG EINES ÜBERGEBERS DURCH DIE VEREINBARUNG E I N E R L E I B R E N T E S I C H E R G E S T E L LT W E R D E N .

DAS ÖSTERREICHISCHE ERBRECHT Das in Österreich geltende Erbrecht wurde im Jahr 2017 nach circa 200 Jahren umfassend reformiert. Im Zuge dieser Erbrechtsreform wurde insbesondere das Pflichtteilsrecht modernisiert. Als Pflichtteil bezeichnet man jenen Mindestanteil am Erbe in Geld, den eine bestimmte Person aus dem Nachlass des Verstorbenen erhalten muß (soweit die Verlassenschaft nicht überschuldet ist), auch wenn der Verstorbene diese Person im Testament nicht bedacht hat bzw. diese Person übergangen wurde. Der Kreis jener Personen, die einen Anspruch auf den Pflichtteil haben, wurde mit der Erbrechtsnovelle 2017 eingeschränkt. Ein Pflichtteil steht demnach nur noch den Nachkommen (Kinder bzw. falls die Kinder bereits vorverstorben sind, die Enkelkinder), der/dem Ehegattin/Ehegatten oder der/dem eingetragenen Partnerin/Partner zu. Nicht mehr zum Kreis der pflichtteilsberechtigten Personen gehören Eltern und weitere Vorfahren. Seit der Erbrechtsnovelle 2017 gibt es auch neue Möglichkeiten, den Pflichtteil zu kürzen. Der Pflichtteil kann zum Beispiel halbiert werden, wenn über einen längeren Zeitraum vor dem Tod des Verstorbenen kein Kontakt zu diesem Pflichtteilsberechtigten bestanden hat. Leben beispielsweise Ehepartner über eine längere Zeit getrennt (sind aber nicht geschieden) und besteht kein Kontakt mehr, wie dieser üblicherweise zwischen Ehegatten besteht, so kann der Pflichtteil mittels testamentarischer Regelung auf die Hälfte gesetzt werden.

ÜBERGABE ZU LEBZEITEN

Mit einer Schenkung – also mit der Übertragung zu Lebzeiten – kann man die Erbfolge zumindest zum überwiegenden Teil „vorwegnehmen“. Unter Schenkungen versteht man Vermögensübertragungen unter lebenden Personen, einem Schenker (auch Übergeber genannt) und einem Beschenkten (auch Übernehmer genannt). Die beschenkte Person ist meist eine verwandte Person, die nach der gesetzlichen Erbfolge ohnehin als Erbe das Vermögen erhalten würde. Das muss aber nicht zwingend so sein. Mit einer

Schenkung können auch ganz andere Personen, die nicht zum Kreis der gesetzlichen Erben gehören, Vermögenswerte erhalten. Beschenken kann man grundsätzlich auch juristische Personen oder Vereine und Stiftungen. Oftmals sind es steuerliche Aspekte, die dafür sprechen, die Übertragung von Vermögenswerten, insbesondere Liegenschaften, vorwegzunehmen. Vielfach ist es auch einfach das Argument, dass man spätere langwierige Erbrechtsstreitigkeiten vermeiden möchte. Auch das Motiv, den eigenen Kindern eine Existenzgründung zu ermöglichen bzw. zu erleichtern, spricht oftmals dafür, bereits zu Lebzeiten seine Nachfolge zu regeln. Jedenfalls sollte eine solche Übergabe zu Lebzeiten genau bedacht und auch hinterfragt werden, wie die bisherige Absicherung der Wohnung und des Auskommens für die Übergebenden sichergestellt ist. Vielfach wird eine Schenkung von Liegenschaftseigentum mit einer Gegenleistung durch den Beschenkten verknüpft. Der Schenkung durch die Eltern steht meist als Gegenleistung die Versorgung im Krankheits- oder Pflegefall eines oder beider Elternteile gegenüber. Im Rahmen von solchen Schenkungen ist es auch möglich, die Versorgung und Ausbildung schwächerer oder jüngerer Familienmitglieder oder behinderter Kinder abzusichern. Oftmals wird im Rahmen einer Liegenschaftsübertragung zu Lebzeiten ein Wohnungsrecht (auch einfach Wohnrecht) eingeräumt, nämlich das Recht, ein Haus oder einen Teil des Hauses zu bewohnen. Bei solchen Wohnrechten gibt es grundsätzlich zwei Ausgestaltungen: Das Wohnungsgebrauchsrecht, das nur den unmittelbaren Wohnungsbedarf denken sollte, oder das weitest dem Eigentum gleichgehende Wohnungsfruchtgenussrecht. Das bedeutet, dass der Berechtigte, sollte er selbst dort nicht leben, diese Wohnung entsprechend vermieten könnte. Jedenfalls ist wichtig zu wissen, dass Schenkungen, die vor dem Todesfall gemacht werden, bei der Berechnung des Pflichtteiles im Rahmen der Erbfolge anzurechnen sind. Waren Nutznießer dieser Schenkungen

pflichtteilsberechtige Personen, so erfolgt die Schenkungsanrechnung unbefristet. Bei Schenkungen an nicht pflichtteilsberechtigte Personen erfolgt die Anrechnung nur dann, wenn die Zuwendung innerhalb der letzten zwei Jahre vor dem Tod gemacht wurde. Seit dem Jahr 2017 ist neu, dass die Bewertung in einem solchen Fall zum Zeitpunkt des Schenkungstages vorgenommen wird und dieser Wert sodann nach dem Verbraucherpreisindex zum Tag des Todes des/der Erblassers/Erblasserin aufgewertet wird. www.anwaelte.cc

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Bevor die Entscheidung fällt, ob man bereits zu Lebzeiten Vermögenswerte überträgt oder sich nur der Errichtung eines Testamentes (oder beides) bedient, ist es ratsam, sich von einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin entsprechend beraten zu lassen, um folgenschwere Fehler zu vermeiden.

DR. ESTHER PECHTL-SCHATZ

Bei der Wahl der für Sie richtigen Variante werden Sie sehr gerne von mir und meinem Team aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Erb- und Schenkungsrecht unterstützt! Terminvereinbarung unter 05412/63 030 oder imst@anwaelte.cc.

www.anwaelte.cc


RA GEORG GANNER

UNTERNEHMENSÜBERGABEN Rechtsanwalt Dr. Georg Ganner verschafft Ihnen einen rechtlichen Überblick.

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FOTOS: WWW.GUENTHEREGGER.AT

RA GEORG GANNER

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it der Übertragung von Ihrem Unternehmen werden Sie als Unternehmer bereits konfrontiert sein oder in Zukunft konfrontiert werden. Die rechtzeitige Auseinandersetzung mit den rechtlichen Möglichkeiten der Übertragung Ihres Unternehmens ist die Grundlage, dafür, dass Sie sowohl die Früchte Ihrer unternehmerischen Tätigkeit ernten als auch den Fortbestand Ihres Unternehmens über Ihre Wirkungszeit hinaus sicherstellen. Zu unterscheiden sind Übertragungen von Unternehmen aus Alters- und/oder Gesundheitsgründen einerseits und vorzeitige – in aller Regel strategisch, wirtschaftlich motivierte – Übertragungen andererseits. Bei jeder Unternehmensveräußerung sollten Sie sich fragen, ob eine familieninterne Übertragung an geeignete innerfamiliäre Nachfolger möglich ist und angestrebt wird oder ob Ihr Unternehmen an familienexterne Nachfolger/Übernehmer übertragen werden soll. Alternativ kann eine Mischform, sohin eine teils innerfamiliäre und teils externe Übertragung, sinnvoll sein. Bei Unternehmensveräußerungen sollten Sie sich als Übergeber auch mit der Frage auseinandersetzen, ob Sie selbst ab der Übergabe (für den Fortbestand des Unternehmens) noch weiter für das zu übertragende Unternehmen tätig bleiben möchten/können bzw. ob Sie aus der Übertragung neben einem einmaligen Übergabepreis (Verkaufserlös) allenfalls laufende Einnahmen sicherstellen können bzw. möchten. Im erstgenannten Fall sind die Übernahme von Aufgaben für das übertragene Unternehmen als Konsulent, die Belegung einer Aufsichtsratsfunktion oder die Bekleidung einer sonstigen Funktion, zum Beispiel Geschäftsführung/ Prokura, denkbar. Zur Sicherstellung einer

reinen laufenden Einkunft könnte die Unternehmensverpachtung für Sie interessant sein. In Abhängigkeit von der bestehenden Unternehmensform (Einzelunternehmen / Personengesellschaft / Kapitalgesellschaft) wird rechtlich zwischen Verkauf des „good will“ eines Unternehmens bzw. dem Verkauf von Unternehmensteilen einerseits und der Abtretung von Geschäftsanteilen unterschieden. In jüngerer Zeit fallen häufig Fachbegriffe aus dem englischen wie „share deal“ oder „asset deal“. Vereinfacht gesagt werden bei einem „share deal“ Gesellschaftsanteile abgetreten („share“ = Gesellschaftsanteil), während bei einem „asset deal“ einzelne Unternehmensgegenstände (d. h. Wirtschaftsgüter) wie Liegenschaften oder Patentrechte übertragen werden. Rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll kann eine Unternehmensübertragung in der Regel nur dann erfolgen, wenn Sie als Unternehmer sich frühzeitig mit einer künftigen Übertragung rechtlich wie steuerlich auseinandersetzen und die verschiedenen Übertragungsszenarien von Experten, insbesondere Rechtsanwälten und Steuerberatern, durchleuchtet werden. Bei innerfamiliären und gemischten Übertragungen ist es zweckmäßig, rechtzeitig an die Installierung von Aufsichtsräten sowie allfälligen Ressortverteilungsregelungen zu denken, wobei hierbei in besonderem Maße die Sicherstellung der Handlungsfähigkeit Ihres Unternehmens für die künftige Nachfolger-Unternehmergeneration bedacht werden sollte. Insbesondere bei familienexternen Übertragungen ist die Ermittlung des realistischen Unternehmenswertes bedeutsam. Gerade hierbei ist die vorzeitige steuerli-

che und rechtliche Analyse zweckmäßig, da bei der Unternehmensbewertung in der Regel neben der Zukunftsprognose auch der Unternehmensverlauf in den Jahren vor der Übertragung relevant ist. Auch bei der familienexternen Übertragung Ihres Unternehmens können mit Miet-/Pacht-Lizenzverträgen laufende Einkünfte für Sie und Ihre Nachkommen vertraglich mit den (familienexternen) Übernehmern sichergestellt werden. PR

ZUR PERSON Dr. Georg Ganner ist seit 2006 mit seinem Rechtsanwaltsunternehmen im Zentrum von Innsbruck als Rechtsanwalt tätig. Er ist einerseits auf Unternehmens-/ Gesellschaftsrecht sowie Immobilienrecht und Familienrecht andererseits spezialisiert und bietet Unternehmern interdisziplinäre Vertretung, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensübertragung, an. Das Team von Dr. Georg Ganner steht Ihnen für die rechtliche Begleitung rund um die Übertragung Ihres Unternehmens sowohl beratend als auch bei der Vertragsgestaltung, Vertragserrichtung und Durchführung nach telefonischer Terminvereinbarung gerne zur Verfügung.

DR. GEORG GANNER Rechtsanwalt Wilhelm-Greil-Straße 14 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 38 20 Mobil: 0676/534 37 59 office@ra-ganner.at

www.rechtsanwalt-tirol.co.at

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UNTERNEHMEN IN DER PFLICHT

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Spätestens seit Edward Snowden und WikiLeaks ist das Thema Whistleblowing jedem ein Begriff. Allgemein gesprochen versteht man darunter das Aufdecken von Missständen in Unternehmen und Behörden. Eine neue EU-Richtlinie sieht vor, dass in den Mitgliedstaaten ab Jahresende viele Unternehmen verpflichtet sein werden, ein Whistleblowing-System einzuführen. T E X T : FA B I A N B Ö S C H

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histleblowing-Systeme sollen es Mitarbeitern ermöglichen, unternehmens- oder behördeninterne Missstände an die Führungsebene heranzutragen, ohne Nachteile für sich selbst – etwa durch Kündigung oder Versetzung – befürchten zu müssen. Derzeit werden solche Systeme nur vereinzelt und insbesondere bei Behörden wie der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, der Bundeswettbewerbsbehörde oder der Finanzmarktaufsicht eingesetzt. Aber auch einige Unternehmen

haben derartige Systeme insbesondere zur Erlangung von Zertifizierungen nach ISO 19600 (Compliance-Management-Systeme) und ISO 37001 (Anti-Korruptionsmanagement-Systeme) bereits umgesetzt. Für Kreditinstitute sieht das Bankwesengesetz schon jetzt eine Pflicht zur Einrichtung eines Whistleblowing-Systems vor.

WHISTLEBLOWING - RICHTLINIE

Am 16. Dezember 2019 trat die Richtlinie (EU) 2019/1937 („Whistleblowing-Richtlinie“) in Kraft. Sie sieht für bestimmte Unternehmen und Behörden künftig verpflich-

tende Meldekanäle vor. Dabei werden unter anderem Vorgaben zur konkreten Ausgestaltung dieser Kanäle (Whistleblowing-Systeme), zu Informations- und Dokumentationspflichten, zum Schutz der Whistleblower sowie zum Umgang mit personenbezogenen Daten festgelegt. Darüber hinaus regelt die Richtlinie Sanktionen für allfällige Verstöße gegen die Schutzpflichten durch Unternehmen und Behörden. Whistleblower sind vor Repressalien durch das Unternehmen wie Suspendierungen, Entlassungen, Gehaltseinbußen, Diskriminierung oder Ähnlichem zu schützen.


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Das einzurichtende Whistleblowing-System muss unter anderem folgenden Anforderungen genügen: • Leicht zugängliche Informationen über interne und externe Meldestellen (Behörden) und über die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme der Schutzbestimmungen • Ernennung einer zur Untersuchung von Hinweisen zuständigen Stelle • Vertrauliche (nicht zwingend anonyme) Behandlung der Identität des Whistleblowers • Rückmeldung an den Whistleblower binnen sieben Tagen über Eingang der Meldung und binnen drei Monaten über ergriffene Maßnahmen • Dokumentation jeder Meldung Eine allgemeine Pflicht für Mitarbeiter, bekannt gewordene Verstöße dem Unternehmen zu melden, sieht die Richtlinie nicht vor. Die Richtlinie ist als solche in den EU-Mitgliedstaaten nicht direkt anwendbar, son-

dern bedarf einer nationalen Umsetzung durch deren Parlamente, die längstens bis 17. Dezember 2021 zu erfolgen hat. Lediglich die Pflicht zur Einrichtung von Whistleblowing-Systemen bei Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern muss erst bis 17. Dezember 2023 in Kraft treten. Hier haben die nationalen Gesetzgeber also etwas mehr zeitlichen Spielraum. In Österreich liegt bis dato noch kein Entwurf zur Umsetzung vor.

UMSETZUNG IM UNTERNEHMEN

Die Richtlinie verpflichtet alle Unternehmen ab einer Mindestzahl von 50 Mitarbeitern zur Einrichtung von Whistleblowing-Systemen, mit denen die Verletzung von EU-Recht (z. B. Umweltschutz, Datenschutz, Kartellrecht, Verbraucherschutz etc.) und – je nach nationaler Umsetzung – allenfalls nationalen Vorschriften angezeigt werden können. Ist die Richtlinie anwendbar, muss sich das Unternehmen zu Beginn überlegen, wie und wo Meldungen eingebracht werden sollen (mündlich oder schriftlich, digital oder analog, interne Meldestelle oder externe Ombudsperson), wer die Meldungen bearbeitet und wer über allfällige weitere Maßnahmen entscheidet. Da die Einführung eines Whistleblowing-Systems im Regelfall eine die Menschenwürde berührende Kontrollmaßnahme oder zumindest eine automationsunterstützte Personaldatenverarbeitung darstellen wird, ist meist die Mitwirkung des Betriebsrats erforderlich. Darüber hinaus sollte auch ein allenfalls bestellter Datenschutzbeauftragter oder die sonstige für Datenschutzfragen zuständige Ansprechperson frühzeitig eingebunden werden. Hat sich das Unternehmen für ein System entschieden, müssen die Arbeitnehmer darüber entsprechend informiert werden. Im Wesentlichen sollte ein Unternehmen also die folgenden Schritte umsetzen: • Prüfung, ob das Unternehmen in den Anwendungsbereich fällt • Festlegung der Anforderungen an das Whistleblowing-System • Entscheidung für ein System • Erstellung eines Umsetzungsplans • Abstimmung mit dem Betriebsrat • Abstimmung mit dem Ansprechpartner für Datenschutz • Abschluss einer Betriebsvereinbarung • Berücksichtigung in der Datenschutzdokumentation • Erstellung und Verteilung der Unterlagen zur Mitarbeiterinformation

• Schulung der Führungskräfte und Ansprechpersonen für Meldungen • Aktivierung des Whistleblowing-Systems • Wiederkehrende Evaluierung

Betrachtet man den laufenden Anpassungsbedarf bei den COVID-Bestimmungen, der dem österreichischen Gesetzgeber derzeit wenig Zeit für anderes lässt, ist zu befürchten, dass die nationale Umsetzung der Whistleblowing-Richtlinie erst kurz vor Ablauf der Frist am 17. Dezember 2021 erfolgen könnte. Es erscheint daher sinnvoll, sich bereits jetzt Gedanken über dieses Thema zu machen und erste Vorbereitungen zu treffen. Die Implementierung und Betreibung eines Whistleblowing-Systems kostet naturgemäß Zeit und Geld. Es liegt daher die Versuchung nahe, sich für das günstigste und für das Unternehmen einfachste System zu entscheiden und sich bei der Umsetzung auf die gesetzlichen Mindestanforderungen zu beschränken. Im Hinblick darauf, dass potenzielle Whistleblower auch dann geschützt sind, wenn sie sich gleich an die zuständigen Behörden wenden, sollte dennoch ein möglichst praktisches System mit niedriger Hemmschwelle eingeführt werden. Denn so unangenehm Whistleblower für ein Unternehmen auch sein können – noch viel unangenehmer wäre es, wenn das Unternehmen Missstände erst im Rahmen von behördlichen Ermittlungen oder Zeitungsberichten erfahren würde. © JULIA TÜRTSCHER, BLICKFANG

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Es dürfen auch keine Verfahren wegen Verleumdung, Urheberrechtsverletzungen oder der Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen eingeleitet werden. Hierbei gilt sogar eine Beweislastumkehr zu Lasten des Unternehmens. Dieses muss im Streitfall nachweisen, dass es keine Vergeltungsmaßnahmen wegen einer vom Schutz umfassten Meldung gesetzt hat. In den Genuss des vorgenannten Schutzes kommen Whistleblower aber nur dann, wenn im Zeitpunkt der Meldung ein hinreichender Grund zur Annahme bestand, dass die gemeldete Information wahr ist. Bei mutwilligen oder gar bewusst falschen Meldungen besteht kein Schutzanspruch. Darüber hinaus müssen sich Whistleblower grundsätzlich an ein dreistufiges Meldesystem halten. Zunächst ist eine Meldung über das Whistleblowing-System des Unternehmens (interne Meldung) vorzunehmen. Fruchtet das nicht, kann sich der Whistleblower an die zuständige Behörde (externe Meldung) wenden. Überspringt der Whistleblower das interne Meldesystem und wendet sich gleich an die Behörde, so bleibt er dennoch geschützt. Medien und andere Formen der Öffentlichkeit dürfen aber bei sonstigem Verlust des Schutzes erst dann eingeschaltet werden, wenn auch die externe Meldung keine Abhilfe schaffen konnte oder diese von vornherein aussichtslos war (z. B. wegen Aussichtslosigkeit, einer Notsituation oder Verstößen durch die Behörde selbst).

MAG. FABIAN BÖSCH, B.A. ist Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei Greiter Pegger Kofler & Partner (www.lawfirm.at). Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Arbeits- und Datenschutzrecht sowie in den Bereichen Digitalisierung, IP- und IT-Recht. Er ist außerdem auch zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV).


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TEAM JÜNGER STEUERBERATER OG


in Kooperation mit dem

198


TOP

500 DER GIPFEL DER TIROLER WIRTSCHAFT

Zahlen, Daten, Fakten. Tirols Wirtschaft auf dem Prüfstand. In gewohnt exakter Qualität bietet eco.nova auch 2021 wieder eine Leistungsschau der Tiroler Wirtschaft – nach den objektiven Kriterien in Zusammenarbeit mit der KSV1870 Information GmbH. Gekürt wurden die Top-500-Betriebe in Tirol. Was Sie schon immer über die besten Unternehmen im Land wissen wollten. K O O R D I N AT I O N : M A R T I N W E I S S E N B R U N N E R

199


top.500

TIROLS GRÖSSTE ARBEITGEBER PLATZ

RANKING*

1

7

3

15

5

10

2

4

1

6

21

8

6

7

2

9

92

11

16

13

19

10

200

4

11

12

14

14

102

16

29

18

13

15

17

3

34

19

77

21

18

23

33

25

20

20

22

24

24

12

8

FIRMENNAME

ORT

MA

+/–

UMSATZ/MA

Tirol Kliniken GmbH

Innsbruck

8.667

45

74.817

Universität Innsbruck

Innsbruck

5.270

169

D. Swarovski KG

Wattens

3.600

–1.200

1.820

0

MPREIS Warenvertriebs GmbH

Völs

Sandoz GmbH

Kundl

5.500

4.756

Medizinische Universität Innsbruck

Innsbruck

2.165

Fritz Egger GmbH & Co. OG

St. Johann

1.570

INNIO Jenbacher GmbH & Co OG

Jenbach

Lebenshilfe Tirol gemeinnützige GmbH

Innsbruck

1.508

Med-El Elektromedizinische Geräte GmbH

Innsbruck

1.425

Lienz

1.350

Ing. Hans Bodner Baugesellschaft m.b.H. & Co. KG

Kufstein

PLANSEE SE

Reutte

LIEBHERR-Hausgeräte Lienz GmbH Innsbrucker Soziale Dienste GmbH

Innsbruck

TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG

Innsbruck

0

148.000 (g)

36

410.008 (g)

63

110.855

0

108.333

565.934

420.498

–2

44.430 (g)

0

210.526 (g)

0

203.704 (g)

–54

683.066

1.450

100

1.393

48

1.280

38

1.249

59.635

262.759

238.335 (g)

45.313 (g)

Tyrolit Schleifmittelwerke Swarovski KG

Schwaz

1.200

–50

165.000 (g)

Binderholz GmbH

Fügen

880

38

409.091

–20

283.951 (g)

Swarovski Optik

Absam

999

31

163.664

a. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH

Zams

857

107

LIEBHERR-Werk Telfs GmbH

Telfs

763

–27

366.972 (g)

Innsbrucker Kommunalbetriebe AG

Innsbruck

728

25

244.677

CERATIZIT Austria GmbH

Reutte

Unterberger

Kufstein

STIHL Tirol GmbH

Würth Hochenburger GmbH

Langkampfen

*)

Innsbruck

810

756

702

699

11

63 0

95.683

500.000

820.798

354.793 (g)

Stellt das Ergebnis im Gesamtranking der Top 500 dar, (g) Umsatz geschätzt, +/– Veränderung zum Vorjahr


© GERHARD BERGER

INNIO JENBACHER

INNIO Jenbacher unterstützt tatkräftig die Energiewende

DIE ENERGIEWENDE VORANTREIBEN Der frische Grünton der Jenbacher Gasmotoren von INNIO symbolisiert nicht nur die visionäre Innovationskraft des Tiroler Unternehmens, sondern auch sein umfassendes Engagement für eine klimaneutrale Energiezukunft.

S

ie sind zuverlässig und hocheffizient und können nicht nur mit Erdgas, sondern auch mit einem breiten Spektrum an erneuerbaren oder wasserstoffbasierten Gasen betrieben werden: Seit Jahrzehnten sorgen die grasgrünen Gasmotoren aus Jenbach auf allen Kontinenten für eine emissionsarme dezentrale Energieversorgung. Die mehr als 22.000 weltweit ausgelieferten Gasmotoren – von denen viele strenge Nachhaltigkeitstests in Bezug auf Effizienz und Energieeinsparung bestanden haben – zeichnen sich durch branchenweit führende Emissionswerte und einen denkbar niedrigen CO2-Fußabdruck aus. In Europa werden bereits mehr als 50 Prozent der installierten Jenbacher-Motoren mit erneuerbaren Brennstoffen, zum Beispiel Biogas oder Biomethan, betrieben. Und dass die Motoren aus Tirol bereit für den Betrieb mit grünem Wasserstoff sind, haben sie bereits eindrucksvoll bewiesen. Das umfassende Engagement von INNIO Jenbacher für eine klimaneutrale, grünere und sicherere Energiezukunft wurde kürzlich von EcoVadis mit einer Silbermedaille für das Jahr 2021 bedacht. Damit zählt INNIO Jenbacher zu den besten 17 Prozent der teilnehmenden Unternehmen aus der Branche, die sich für globale Nachhaltigkeit einsetzen.

201 Dahinter steht die von INNIO gelebte Auffassung, dass Nachhaltigkeit ein gemeinschaftlicher Prozess ist und nach einem ganzheitlichen Ansatz verfolgt werden muss.

EFFIZIENTE ENERGIEQUELLE

Mit der Energiewende und der damit einhergehenden Dekarbonisierung gewinnt auch die Nutzung von Biomasse zur dezentralen Versorgung mit Strom und Wärme zunehmend an Bedeutung. Deshalb erforscht die Jenbacher-Gasmotorensparte von INNIO seit Jahrzehnten erfolgreich den Einsatz von erneuerbaren Sondergasen wie Holzgas, das einen energetischen Wasserstoffanteil von rund 40 Prozent aufweist. Im Gegensatz zu Wind und Sonne ist der nachwachsende Rohstoff Holz jederzeit verfügbar und kann als Holzgas in hocheffizienten, von Jenbacher Gasmotoren angetriebenen Kraftwerken Strom und Wärme erzeugen. Die gemeinsam mit dem Tiroler Holzkraftwerksspezialisten SynCraft realisierten Projekte erreichen einen Gesamtnutzungsgrad von bis zu 92 Prozent und punkten außerdem mit einem weiteren wertvollen Produkt: Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagen entsteht keine Asche, sondern hochwertige Pflanzenkohle, die vielfältig eingesetzt werden kann.

Mit Jenbacher Gasmotoren ausgestattete Holzkraftwerke von SynCraft sind bereits in Österreich, Deutschland, Italien, Kroatien, der Schweiz sowie in Japan erfolgreich in Betrieb. Neue Projekte in Deutschland, Österreich und Japan sind derzeit in fortgeschrittener Planung. Kürzlich in Betrieb genommen wurde das in die alte Lagerhalle eines ehemaligen Sägewerks eingebaute Holzkraftwerk des kroatischen Möbelherstellers TERSA. Hier werden jährlich bis zu 3.000 Tonnen Restholz in 3.000.000 kWh Strom, 4.500.000 kWh Heizwärme und 400 Tonnen Pflanzenkohle verwandelt und damit in Summe*) bis zu 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Der Gesamtwirkungsgrad des Holzkraftwerks liegt bei bis zu 92 Prozent. Beispiele wie diese belegen, dass INNIO in vielen Spezialbereichen tatkräftig an der Energiewende mitarbeitet – und diesen Weg mit immer neuen Innovationen auch weiter voranschreiten wird. PR

* Gerechnet gegenüber Erdgas­Strom (499 g CO2e/kWh) und Wärmeproduktion (280 g CO2e/kWh) und einem reduzierten Carbon­ Removal­Faktor der erzeugten Holzkohle von 3:1 (CO2:C).


top.500

TIROLS TOP-HOLDINGS PLATZ

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

202

14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

GRUPPE

ORT

Fritz Egger Gruppe**

St. Johann in Tirol

Binderholz Gruppe

Fügen

Swarovski Gruppe

Plansee Holding AG** TIWAG-Konzern

Firmengruppe M-Preis

Bodner Gruppe

Swarco-Gruppe

Pfeifer Gruppe

IGO Industries

Eglo Gruppe

Tyrolit Gruppe*

MA

UMSATZ 2020

9.928

2.831.500.000

2.923

1.603.000.000

Wattens

27.000

Reutte

7.606

Innsbruck Völs

Kufstein

Wattens

Imst

Innsbruck

Pill

Schwaz

1.385 6.100

3.300

3.841

2.000

3.672

5.201

4.400

2.548.500.000 1.380.000.000 1.130.428.263 981.000.000

762.500.000

757.620.000

671.000.000

611.000.000

598.260.000

593.000.000

Med-EL Gruppe

Innsbruck

2.200

480.000.000 (g)

Wedl Gruppe

Mils

1.243

393.000.000

Koch Media Gruppe

Unterberger Gruppe

Unterer Logistics Gruppe

Würth Hochenburger Gruppe

Thöni Gruppe

IKB Konzern

Transped Holding

Moser Holding AG**

Gebro Gruppe

Hella Holding

Leitner Gruppe**

Höfen

Kufstein

Kundl

Innsbruck

Telfs

1.958 756

544

818

766

Innsbruck

1.675

Innsbruck

1.393

Abfaltersbach

1.285

Wörgl

Fieberbrunn

Telfs

185

507

285

459.000.000

378.000.000

339.000.000

336.991.341

289.000.000

254.870.836

231.000.000

221.500.000

208.400.000

186.224.252

165.882.000

*) Umsatz ist Teil der Swarovski Gruppe **) Umsatz 2019/20. Alle Angaben ohne Gewähr, (g) Umsatz geschätzt


SWARCO

DYNAMISCH UNTERWEGS Innovative Lösungen des Tiroler Technologiekonzerns SWARCO steigern die Verkehrssicherheit und Lebensqualität rund um den Globus – inzwischen auch mit einer eigenen Präsenz in Down Under.

M

it Innovationskraft, Agilität und dem Erhalt kritischer Infrastrukturen konnte sich der Verkehrstechnologiekonzern SWARCO mit Sitz im Tiroler Wattens auch im Pandemiejahr 2020 sehr gut behaupten. Das Vorstandstrio Michael Schuch, Günther Köfler und Günter Kitzmüller meldet einen neuen Rekordumsatz von knapp 758 Millionen Euro bei einem Beschäftigungsstand von fast 3.900 Kolleginnen und Kollegen in 21 Ländern. In der Division Road Marking Systems freut man sich über die weltweite Nachfrage nach High-Performance-Mikroglasperlen, die Straßenmarkierungen nachts besonders gut sichtbar halten. „Die Top-Glasperlen von SWARCO sorgen unter anderem in einem Langzeittest auf einem vierspurigen Highway in Texas dafür, dass eine thermoplastische Strukturmarkierung auch nach zwei Millionen Überrollungen noch Rückstrahlwerte aufweist, die um das Dreibis Vierfache über den Werten von Standardmarkierungen liegen“, erklärt Konzernsprecher Richard Neumann. Gerade auch bei Nacht und Nässe zeigt sich die Qualität der SWARCO-Perlen, die auch ein Jahr nach Aufbringung fast nichts von ihrer hohen Anfangsretroreflexion eingebüßt haben.

EIGENE PRÄSENZ IN AUSTRALIEN

Dass man mit österreichischen Qualitätsprodukten auch im fernen Australien erfolgreich

sein kann, beweist SWARCO schon seit einigen Jahren. Mit der mehrheitlichen Übernahme eines Straßenmarkierungsdienstleisters haben die Wattener nun erstmals eine eigene Präsenz vor den Toren der westaustralischen Metropole Perth. „Wir möchten den Straßenmarkierungen in Down Under einen deutlichen Qualitätsschub verleihen und haben mit der Firma Supalux dazu einen hervorragenden Partner gefunden“, weiß Neumann.

SOFTWARE FÜR URBANE MOBILITÄT

Ein weiterer Meilenstein aus jüngster Zeit ist der Launch der neuen Software MyCity 1.0. Damit bietet SWARCO als Service aus der eigenen Cloud kleinen, mittleren und großen Städten eine praktische Lösung, die urbane Mobilität in all ihren Aspekten über eine benutzerfreundliche Oberfläche, sei es am PC, am Smartphone oder am Tablet, zu managen. „Die städtischen Verkehrsverantwortlichen möchten einen klaren Überblick darüber haben, was in ihrem Straßennetz und mit ihrer Straßeninfrastruktur tatsächlich passiert. Sie wollen auch in der Lage sein, flexible Strategien einzuleiten, wenn die Performance des gesamten Mobilitätsökosystems nicht so reibungslos funktioniert wie gewünscht“, nennt Neumann Erkenntnisse aus zahlreichen Interviews mit Städten. Hier setzt MyCity mit seinen Lösungen für Infrastrukturüberwachung, adaptives Verkehrsmanagement, Cooperative,

Connected and Automated Mobility (CCAM), Luftqualitätsüberwachung, Beschilderungsmanagement und Parkleitmanagement an.

SCHAURAUM - UPGRADE

„Wir haben die letzten Monate auch dazu genutzt, unsere SWARCO TRAFFIC WORLD auf den neuesten Stand der Technik zu bringen“, freut sich Neumann. Smarte LED-Ampeln und Wechselverkehrszeichen gehören ebenso dazu wie eine ausführliche Präsentation der Software-Kompetenz. „Mittels Augmented Reality sind wir nun in der Lage, die Straße in unserem Schauraum mit ‚echtem‘ Verkehrsgeschehen zum Leben zu erwecken und unseren künftigen Besuchern zu veranschaulichen, wo sie SWARCO tagtäglich begegnen. Anmeldungen zu geführten Touren (im Rahmen geltender COVID-Bestimmungen) und auch zur Reihe der SWARCO INNOVATION TALKS sind über unsere Website möglich“, schließt Neumann. PR

SWARCO AG Blattenwaldweg 8 6112 Wattens Tel.: 05224/5877-0 office.ag@swarco.com

www.swarco.com

203


top.500

TIROLS TOP 500

204

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

1

1

Sandoz GmbH

Kundl

Herstellung von pharmazeutischen und biotechnischen Produkten

2

3

INNIO Jenbacher GmbH & Co. OG

Jenbach

Herstellung von Verbrennungsmotoren und Turbinen

1.820

3

2

TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG**

Innsbruck

Elektrizitätserzeugung

1.249

4

4

MPREIS Warenvertriebs GmbH

Völs

Einzelhandel

5.500

5

5

Montanwerke Brixlegg AG

Brixlegg

Kupferrecycling

6

6

Fritz Egger GmbH & Co. OG**

St. Johann i. Tirol

Herstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten

1.570

7

7

Tirol Kliniken GmbH

Innsbruck

Krankenhäuser

8.667

8

10

STIHL Tirol GmbH

Langkampfen

Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen

702

9

8

Pfeifer Timber GmbH**

Imst

Großhandel mit Holz

54

2020 498.722.000 2019 501.798.000

10

9

D. Swarovski KG**

Wattens

Produktion und Verkauf von Kristallkomponenten

3.600

2019 390.000.000 2018 495.000.000

*)

MA

4.756

292

UMSATZ

EGT *)

2020 1.950.000.000 (g) 2019 1.700.000.000 (g) 2018 1.700.000.000 (g)

2019 256.967.602 2018 171.071.808 2017 142.413.008

2020 853.148.940 2019 972.000.000 2018 931.402.887

2020 93.459.187 2019 86.546.458 2018 78.400.996

2020 1.030.000.000 2019 930.000.000 (g) 2018 870.000.000 (g)

2020 814.000.000 (g) 2019 770.000.000 (g) 2018 736.320.000 (g)

2019 100.530.310 2018 115.636.793 2017 89.638.067

2019 2.303.628 2018 14.792.322

2020 730.000.000 (g) 2019 705.500.000 (g) 2018 705.000.000

2019 21.284.995 2018 9.341.947 2017 10.704.761

2020 648.440.000 2019 624.019.000 2018 588.430.000

2019 5.703.944 2018 4.100.000

2019 660.182.043 2017 643.960.406

2020 576.200.000 2019 456.100.000 2018 385.700.000

2019 90.006.567 2018 85.167.918

2019 16.518.053 2020 638.000 2019 -256.000

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt

ANMERKUNGEN ZU DEN TOP 500: Für diese Auswertung wurden vorrangig die Umsätze und Mitarbeiterzahlen einzelner Unternehmen herangezogen, nicht aber die Umsätze und Mitarbeiterzahlen von Firmengruppen. Umsatzschätzungen (g): Umsätze von Unternehmen werden u. a. aus Geschäftsberichten, Bilanzen und Selbstauskünften entnommen. Sind keine konkreten Umsatzwerte zu erhalten, schätzt der KSV1870 den Umsatz eines Unternehmens aufgrund von KSV1870Erfahrungen, Branchenwerten und Vorjahreszahlen annähernd ein. Hinweis zu den Mitarbeitern (Mitarbeiterstand 0): Die Mitarbeiter wurden teilweise nicht bei dem angegebenen Rechtskörper beschäftigt, sondern bei Konzernunternehmen oder nahestehenden Unternehmen. Für diese Mitarbeiter erfolgt keine Kostenrechnung. EGT: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern)

Gereiht wurden Unternehmen, deren Umsatzzahlen in der Datenbank des KSV1870 zuordenbar erfasst sind. Ein Anspruch auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit kann nicht abgeleitet werden. Da nicht jedes Unternehmen verpflichtet ist, seinen Umsatz bekannt zu geben, kann es möglich sein, dass eventuell Firmen fehlen. Stand: Mai 2021. Sämtliche Angaben wurden mit größter Sorgfalt vom KSV1870 und dem Wirtschaftsmagazin eco.nova recherchiert. Dennoch sind Satz- und Druckfehler nicht auszuschließen. Die Angaben des vergangenen Jahres können von der letztjährigen Veröffentlichung abweichen, da geschätzte Umsätze präzisiert bzw. Zahlen nachgereicht wurden. Alle Angaben ohne Gewähr.


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206

PLATZ

VORJAHR

11

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

11

Ing. Hans Bodner BauGmbH & Co. KG**

Kufstein

Hochbau

1.450

12

13

Unterberger

Kufstein

Automobile & Immobilien

756

13

14

Binderholz GmbH**

Fügen

Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke

880

14

12

PLANSEE SE**

Reutte

Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen

1.393

15

18

Universität Innsbruck

Innsbruck

Bildungseinrichtung

5.270

16

16

Med-El Elektromedizinische Geräte GmbH**

Innsbruck

Herstellung von Bestrahlungsund Elektrotherapiegeräten

1.425

17

17

Koch Media GmbH**

Höfen

Großhandel mit Computerspielen und Filmen

192

18

20

LIEBHERR-Werk Telfs GmbH

Telfs

Herstellung von Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen

763

19

21

LIEBHERR-Hausgeräte Lienz GmbH

Lienz

Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen

1.350

20

22

Würth Hochenburger GmbH**

Innsbruck

Großhandel mit Baustoffen und Sanitärkeramik

21

24

Medizinische Universität Innsbruck

Innsbruck

Bildungseinrichtung

22

23

Gutmann GmbH

Innsbruck

Großhandel mit festen Brennstoffen

288

23

70

BeMo Tunnelling GmbH

Innsbruck

Tiefbau

588

24

19

CERATIZIT Austria GmbH**

Reutte

Erzeugung und erste Bearbeitung von Edelmetallen

810

25

26

Papierfabrik Wattens GmbH & Co KG

Wattens

Herstellung von Spezialpapier

423

26

28

TINETZ-Tiroler Netze GmbH

Thaur

Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen

27

29

Pfeifer Holz GmbH & Co KG**

Imst

Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke

685

28

31

Thöni Industriebetriebe GmbH**

Telfs

Erzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium

663

29

32

Tyrolit – Schleifmittelwerke Swarovski K.G.**

Schwaz

30

27

TIGAS-Erdgas Tirol GmbH

Innsbruck *)

Herstellung von Schleif-, Trenn-, Säge-, Bohr- und Trennwerkzeugen Gasverteilung durch Rohrleitungen

699 2.165

6

1.200 78

UMSATZ

EGT *)

2020 381.000.000 2019 380.000.000 2018 281.000.000 2020 378.000.000 2019 359.729.000 2018 320.500.000 2020 360.000.000 2019 341.400.000 2018 290.673.009

2020 332.000.000 (g) 2019 380.000.000 (g) 2018 376.043.000 (g)

2020 314.274.294 2019 299.983.570 2018 301.300.000

2019 49.430.032 2018 43.816.905 2017 27.086.336

2019 50.236.053 2018 53.003.553

2020 300.000.000 (g) 2019 305.218.000 2018 264.141.000 (g)

2019 19.575.000 2017 7.568.000

2020 280.000.000 (g) 2019 287.600.000 2018 288.300.000

2019 4.968.646 2018 11.772.586 2017 11.580.693

2020 248.000.000 (g) 2019 255.574.134 2018 238.000.000

2019 2.321.208 2017 2.104.491

2020 288.800.000 2019 303.000.000 (g) 2018 260.739.000 (g)

2020 275.000.000 (g) 2019 273.700.000 2018 266.600.000

2020 54.700.000 2019 12.591.786 2018 -31.890.328

2019 -373.464 2018 -5.605.718 2017 9.160.207

2020 240.000.000 2019 239.483.098 2018 241.387.807

2020 240.000.000 2019 251.000.000 (g) 2018 194.878.000 (g) 2020 235.261.000 2019 92.892.861

2020 9.401.000 2019 7.395.486

2020 230.000.000 (g) 2019 289.000.000 (g) 2018 264.000.000 (g)

2020 36.590.864 2019 54.569.919 2018 63.663.633

2020 225.000.000 (g) 2019 220.000.000 (g) 2018 216.000.000

2020 213.448.967 2019 213.800.000 2018 323.314.786

2020 211.672.000 (g) 2019 209.576.000 2018 221.000.000 2019 207.000.000 2018/19 203.000.000 2017/18 195.784.000 (g)

2020 198.000.000 (g) 2019 198.000.000 (g) 2018 196.829.000 (g)

2020 187.594.423 2019 218.927.391 2018 207.960.589

2019 88.696.766 2018 77.505.669 2017 83.075.204

2020 3.425.672

2019 16.877.543 2018 16.378.852 2017 11.097.707

2020 33.560.357 2019 22.204.487 2018 17.103.627

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


TECHNOALPIN

IRGENDWO IST IMMER WINTER Seit fünf Jahren erfolgt das internationale Ersatzteilmanagement von TechnoAlpin am Standort Volders und nimmt damit eine zentrale Rolle in der internationalen Strategie des Weltmarktführers auf dem Gebiet innovativer Beschneiungslösungen ein. Seit der Eröffnung hat sich viel getan und der Standort wurde laufend erweitert und ausgebaut. T E X T : D O R I S H E LW E G

A

ktuell 2.400 Kunden in über 50 Ländern weltweit werden von Volders aus betreut. „In Tirol, einem der wichtigsten Märkte von TechnoAlpin, profitieren wir von der unmittelbaren Nähe zu unseren Kunden und gleichzeitig von einer hervorragenden Infrastruktur“ weiß Matthias Illmer, Geschäftsführer von TechnoAlpin Österreich. In den vergangenen fünf Jahren wurden die Büro- und Lagerflächen am Standort Volders um rund 50 Prozent erweitert, mittlerweile sind hier auch über 30 Mitarbeiter beschäftigt.

viciert. Insofern ist das TechnoAlpin Team ganzjährig im Einsatz. „Irgendwo ist immer Winter“ schmunzelt Matthias Illmer und blickt positiv in die Zukunft, „in den kommenden Jahren werden weiterhin Digitalisierung und Automatisierung des Logistikzentrums im Fokus stehen.“

VORREITER IN SACHEN SCHNEEERZEUGUNG

WELTWEITER SERVICE

Mit gut 2.100 Serviceeinsätzen und rund 8.500 Sendungen pro Jahr kommt dem engagierten Team eine tragende Rolle in der Strategie des Weltmarktführers zu. In Spitzenzeiten wie im November und Dezember wickeln die Experten bis zu 2.000 Auslieferungen im Monat aus. Neben dem Ersatzteilmanagement ist in Volders auch die Defektanalyse angesiedelt, welche die Basis für das Qualitätsmanagement und die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bildet. „Anhand der Analyse der Retourteile und des engen Kundenkontakts wird ein wertvoller Beitrag für die Weiterentwicklung

207

Matthias Illmer, Geschäftsführer von TechnoAlpin Österreich

der Produktpalette geleistet“ verrät Illmer. Ergänzt wird das Ersatzteilmanagement in Volders neben den TechnoAlpin Beschneiungsanlagen und Schneekanonen auch noch um die Ersatzteile der EmiControls Wasserzerstäuber zur Bekämpfung von Baustellenstaub und Brandschutzanlagen sowie die ENGO Eisbearbeitungsmaschinen. Auch die aktuell beliebten TechnoAlpin Indoor Schneewelten werden von Volders aus ser-

TechnoAlpin ist Vorreiter in der Entwicklung von Schneeerzeugern und der Software, mit der Beschneiungsanlagen gesteuert werden. Die Schneeerzeuger des Unternehmens zeichnen sich dabei durch besondere Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz aus: Unter anderem kommt bereits seit den 1990er-Jahren bei allen Maschinen serienmäßig ein ölfreier Kompressor zum Einsatz. Als Anbieter von Komplettanlagen besticht TechnoAlpin mit einem fundierten Know-how in der Anlagenplanung: Für jedes Projekt wird ein detaillierter Masterplan entwickelt, damit die Anlage effizient und vorausschauend realisiert wird. Der Verkauf der Anlagen erfolgt vom Stammsitz in Bozen aus, das Serviceund Ersatzteilmanagement vom Standort in Volders. www.technoalpin.com PR


208

PLATZ

VORJAHR

31

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

35

Berger Logistik GmbH

Wörgl

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

306

2019 7.491.678 2017 2.736.124

32

33

Transped Europe GmbH

Wörgl

240

33

34

Innsbrucker Kommunalbetriebe AG**

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

2020 185.000.000 2019 170.811.540 2018 152.000.000 (g)

Innsbruck

Elektrizitätserzeugung

728

2020 32.759.394 2019 29.800.000 2018 27.398.558

34

40

SWAROVSKI OPTIK**

Absam

Herstellung und Vertrieb von optischen Instrumenten und Geräten

2020 178.125.024 2019 174.700.000 2018 166.400.000

999

35

25

Wedl Handels-GmbH**

Mils

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

692

36

36

Fröschl AG & Co. KG

Hall i. Tirol

Hoch- und Tiefbau

576

37

41

TIROLER VERSICHERUNG V.a.G.

Innsbruck

Versicherungsdienstleistungen

352

38

38

Ferrero Österreich HandelsGmbH

Innsbruck

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

45

39

NEU

Balmung Medical Handel GmbH

Langkampfen

40

39

Unterer GmbH**

Kundl

41

42

ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH

Innsbruck

Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten

629

42

46

Handl Tyrol GmbH

Pians

Fleischverarbeitung

577

43

47

Adolf Darbo AG

Stans

Marmeladen- und Saftherstellung

375

44

44

Felder KG

Hall i. Tirol

45

48

Nothegger Transport Logistik GmbH

St. Ulrich a. Pillersee

46

49

Servus Handels- und Verlags-GmbH

Polling i. Tirol

47

63

Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer

Schwaz

48

45

VERTEX GmbH

Kirchbichl

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

90

49

53

Binderholz Bausysteme GmbH**

Fügen

Großhandel mit Holz

100

50

56

Huber Einkauf GmbH & Co. KG

Pflach

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

18

*)

Handel mit medizintechnischen Produkten

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb

68 58

620

Güterbeförderung im Straßenverkehr

260

Versand- und InternetEinzelhandel

235

Großhandel und Vertrieb von Farben, Lacken und Holzschutzmittel

626

2020 180.207.000 (g) 2019 178.422.512 2018 190.648.000 (g)

2020 163.500.000 2019 158.700.000 2018 156.300.000

2019 4.190.963 2017 6.409.288

2020 163.400.000 2019 232.000.000 2018 232.500.000 2020 163.172.000 2019 167.211.000 2018 160.234.814

2020 162.205.000 (*) 2019 157.510.000 (*) 2018 150.000.000 (*)

2020 2.133.358 2019 6.461.736 2018 4.900.000

2020 160.000.000 (g) 2019 162.625.116 2018 157.254.488

2019 6.888.041

2020 158.381.129 2019 63.000.000

2020 48.137.197

2020 157.987.888 2019 159.000.000 2018 135.000.000 (g)

2019 2.007.161

2020 156.000.000 2019 138.500.000 2018 137.700.000

2019 9.900.000 2018 5.790.074

2020 156.762.981 2019 149.000.000 2018 128.000.000 (g)

2020 2.948.641 2019 388.000 2017 74.366

2020 140.900.000 2019 143.000.000 2018 140.300.000

2019 7.558.446 2018 7.971.757

2020 135.000.000 (g) 2019 131.000.000 2018 138.500.000 (g)

2019 -4.395.606 2018 -2.495.424 2017 3.510.449

2020 138.000.000 2018 75.000.000 (g)

2020 135.000.000 (g) 2019 130.564.971 2018 94.699.000 (g)

2020 132.830.929 2019 101.027.877 2018 112.948.000

2019 4.362.138 2018 4.110.358 2017 6.419.878

2020 131.650.528 2019 139.517.158 2018 128.412.595

2020 2.864.816 2019 2.829.619 2018 2.650.840

2020 122.430.000 2019 112.800.000 2018 104.900.000

2020 6.746.000 2018 700.803 2017 4.212.765

2020 125.000.000 (g) 2019 119.000.000 (g) 2018 85.000.000 (g)

2019 1.593.976

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt, (*) Brutto-Prämieneinnahmen


FOTOS: © VORHOFER

THÖNI INDUSTRIEBETRIEBE

Thöni stellt zusätzlich 40 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

INNOVATION, WACHSTUM UND PERSONALAUFBAU In allen Betrieben der Thöni-Gruppe ist die Produktion in der wirtschaftlich herausfordernden Coronazeit voll am Laufen und die Auftragslage gut. Trotz des schwierigen Umfeldes konnte der Mitarbeiterstand sogar um 100 Arbeitsplätze auf 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht und der Umsatz im Geschäftsjahr 20/21 auf 292 Millionen Euro gesteigert werden.

D

as Tiroler Familienunternehmen ist sich gerade in herausfordernden Zeiten seiner Verantwortung als regionaler Arbeitgeber bewusst und setzt auf den Zusammenhalt seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam blickt man nach einer relativ gut überstandenen Coronakrise in eine vielversprechende Zukunft. Höchste Sicherheitsstandards und strenge Hygienemaßnahmen sorgen gemeinsam mit einem betrieblichen Testangebot dafür, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz sicher fühlen können.

ARBEITEN BEI THÖNI

Modernste Arbeitsplätze, spannende Aufgaben in einem innovativen Umfeld mit Beteiligung an zukunftsweisenden, nachhaltigen Projekten in den Bereichen Aluminium, Automotive Components, Umwelt- und Energietechnik, Maschinen- & Anlagenbau und Schlauchproduktion, ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten und überdurchschnittliche Gehälter werden geboten. Spätestens seit der Eröffnung des neuen Werkes in Pfaffenhofen im Jahr 2019 wird im Bereich Aluminium Industrie 4.0 gelebt. Mit hochmodernen Anlagen, digitaler Vernetzung und einem hohen Automatisierungsgrad werden so äußerst effiziente Prozesse geschaffen. Die modernsten Strangpresswerke Europas stehen bei Thöni in Telfs bzw. Pfaffenhofen und die qualitativ hochwertigen Produkte ge-

hen als hochpräzise Aluminiumkomponenten in den Fahrzeugbau an Premiumhersteller der deutschen Autoindustrie oder als Profile in die Möbel- und Bauindustrie, den Maschinenbau und mittlerweile sogar als Felgenprofile in die boomende Fahrradindustrie. Weltweit gefragt ist Thöni aber auch im Bereich Umwelt- und Energietechnik. Über 150 Trocken- bzw. Nassvergärungsanlagen wurden bisher weltweit geplant und gebaut und sind sogar in China gefragt, wo man sich die Marke Thöni inzwischen sichern hat lassen. Hochwertige Schläuche mit unterschiedlichen Anforderungen vom Feuerwehrschlauch über den Trinkwasserschlauch bis hin zu Bewässerungs- und Gülleschläuchen werden auf den hauseigenen Webstühlen in Telfs produziert und in die ganze Welt geliefert. Das Thema Nachhaltigkeit und eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft werden immer wichtiger – sowohl als Anspruch im Unternehmen als auch als Anforderung von Kunden und Partnern. Der sorgsame Umgang mit Umweltressourcen steht bei allen Produkten und Produktionsprozessen im Fokus. Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Unternehmensgruppe Thöni schon seit Jahren zentraler Bestandteil bei strategischen Entscheidungen und Leitmotiv im täglichen Handeln. In der Thöni-Forschungsabteilung werden neue Produkte mit internationaler Spitzenqualität und langen Lebenszyklen entwickelt und konstruiert. PR

THÖNI INDUSTRIEBETRIEBE Thöni investiert nicht nur in seine Standorte in Tirol, sondern auch viel in das Gesundheitsangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es gibt es eine eigene Gesundheits- und Fitnesseinrichtung mit ausgebildeten Betreuern, eine gesunde Mittagsverpflegung in der Thöni Sky Lounge mit traumhafter Aussicht auf die Tiroler Bergwelt, diverse soziale Aktivitäten und immer wieder Aktionen wie saisonabhängige Obstaktionen oder eine Gratiserdäpfelaktion in diesem Frühjahr.

THÖNI AKADEMIE – KADERSCHMIEDE MIT PIONIERGEIST

Thöni ist eines der wenigen Industrieunternehmen, das sein Team in der eigenen Thöni Akademie selbst ausbildet, um sich die nötigen Kompetenzen zu sichern. In der Thöni-Lehrwerkstätte und dem Technischen Gymnasium Telfs werden derzeit 140 Jugendliche in den zukunftsweisenden technischen Lehrberufen Metalltechnik, Mechatronik, Elektrotechnik und Konstruktionstechnik ausgebildet. Darüber hinaus bietet die Thöni Akademie ein breites Weiterbildungsangebot, um für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein. Die Förderung des Qualitäts-, Umwelt- und Energiebewusstseins ist dem Unternehmen auch hier ein besonderes Anliegen.

www.thoeni.com

209


210

PLATZ

VORJAHR

51

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

15

Eurotours GmbH

Kitzbühel

Reisebüros

324

2019 5.109.678 2017 7.157.530

52

52

Empl Fahrzeugwerk GmbH

Kaltenbach

Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern

2020 120.000.000 (g) 2019 314.656.144 2018 318.138.168

408

53

51

Ortner GmbH

Innsbruck

2020 3.200.000 2019 3.300.000 2018 3.550.595

54

66

Aqipa GmbH

Kundl

Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik

2020 115.000.000 2019 120.000.000 2018 94.501.000

87

55

50

Interfood-Lebensmittelgroßhandel GmbH

Hall i. Tirol

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

77

56

54

Morandell International GmbH

Wörgl

Großhandel mit Wein und Spirituosen

235

57

59

Eglo Leuchten GmbH**

Pill

Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten

283

58

58

NEUE HEIMAT TIROL Gemeinnützige WohnungsGmbH

Innsbruck

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

164

59

55

Pappas Tirol GmbH

Hall i. Tirol

Großhandel mit Kraftwagen

190

60

61

HTB BauGmbH

Arzl i. Pitztal

Hochbau

521

61

71

Fercam Austria GmbH

Kundl

157

62

74

Gebro Pharma GmbH**

Fieberbrunn

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

63

37

EWT Truck & Trailer Handels GmbH

64

57

65

Gas-, Wasser-, Heizungsund Lüftungs- und Klimaanlageninstallation

447

Großhandel mit pharmazeutischen Produkten

235

Kitzbühel

Handel mit Kraftwagen

13

Coveris Flexibles Austria GmbH

Langkampfen

Herstellung von Verpackungsmitteln

300

62

Steinbacher Erpfendorf

Erpfendorf

Dämmstoffhersteller

450

66

69

HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH**

Abfaltersbach

Herstellung von Türen, Fenstern, Rahmen, Rollläden und Jalousien

623

67

75

Inntaler Logistik - Park GmbH

Kufstein

Tankstellen

68

67

Travel Europe Reiseveranstaltungs GmbH

Stans

Reiseveranstalter

140

69

77

Burton Sportartikel GmbH

Innsbruck

Großhandel mit Sportartikeln

128

70

64

Autopark GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Kraftwagen

230

*)

8

2020 117.000.000 2019 120.000.000 2018 120.000.000 (g)

2020 112.760.000 2019 94.000.000 (g) 2017/18 58.250.000 (g)

2020 110.414.878 2019 121.326.745 2018 114.734.682

2019 11.247.877 2018 13.067.900 2017 29.569.004

2019 4.823.555 2018 2.991.832

2019 110.328.030 (g) 2017 109.100.400

2019 3.580.229 2018 2.771.144

2020 109.911.000 2019 109.000.000 2018 105.503.000

2020 13.388.000 2019 14.000.000 2018 11.041.000

2020 109.663.896 2019 112.285.533 2018 101.969.854

2020 108.714.000 2019 115.726.000 2018 129.000.000 (g)

2020 106.000.000 (g) 2019 106.083.759 2018 97.000.000 (g)

2020 22.517.414 2019 21.963.426 2018 21.206.883

2020 7.764.243 2019 7.764.243 2018 7.887.885

2020 103.828.802 (g) 2019 92.357.867 2018 91.194.410

2020 4.240.393 2019 2.553.930 2018 4.055.819

2020 100.000.000 2019 165.000.000 2018 182.753.265

2019 8.000.000

2020 100.000.000 (g) 2019 91.000.000 (g) 2018 83.452.609 (g)

2019 10.874.129 2018 9.475.543 2017 8.223.495

2020 99.000.000 2019 112.790.239 2018 132.793.000 (g)

2019 -3.836.239 2017 -3.587.261

2020 98.639.103 2019 93.385.119 2018 96.200.000

2020 2.895.000 2018 499.813 2017 1.759.682

2019 93.935.477 2019/20 93.935.477 2018/19 120.421.000

2019 1.353.819 2019/20 1.461.703

2021 98.900.000 2019 101.700.000 2018 82.086.239

2020 97.800.000 2019 90.000.000 2018 56.000.000

2020 91.869.576 2019 87.000.000 2018 82.910.000 (g)

2020 91.800.000 2019 100.820.000 2018 93.000.000

2019 2.336.486 2018 1.923.663 2017 2.164.507

2019 4.341.102 2018 3.951.495

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


Matthias Stigger, Territory Manager Tirol bei der NTS Netzwerk Telekom Service AG

© ANDREAS FRIEDLE

NTS

RELAX, WE CARE Bei NTS können sich die Kunden im Bereich der IT-Infrastruktur entspannt zurücklehnen. Das ambitionierte NTS-Team gestaltet, installiert und betreut Lösungen im digitalen Raum und lässt aus IT-Produkten ganzheitliche Strategien erwachsen. I N T E RV I E W : D O R I S H E LW E G

D

igitalisierung und Automatisierung sind die Zukunft und bieten Chancen über alle Branchen und alle Unternehmensgrößen hinweg. Doch finden sich in Unternehmen immer seltener IT-Spezialisten, die sich um IT-infrastrukturelle Angelegenheiten kümmern können, auch deshalb, weil IT-Experten am Jobmarkt nach wie vor stark nachgefragt und somit auch rar gesät sind. Die NTS Netzwerk Telekom Service AG hat sich zum Ziel gesetzt, mit ganzheitlichen Lösungen Unternehmen zu entlasten. Unter dem Motto „Relax, we care” zählen zahlreiche namhafte Großunternehmen wie Kleinbetriebe zu den zufriedenen und entspannten Kunden. Wir haben Matthias Stigger, NTS Territory Manager Tirol, nach dem NTS-Erfolgsgeheimnis gefragt.

ECO.NOVA: Der NTS-Standort in Innsbruck wurde 2009 eröffnet und gilt als NTS-Zentrale im Westen Österreichs. Was macht NTS generell und das Innsbrucker Team im Speziellen so erfolgreich? MATTHIAS STIGGER: Bereits seit 1995 sorgt die NTS Netzwerk Telekom Service AG mit ihrem Hauptsitz im steirischen Raaba-Grambach bei Graz für verlässliche Lösungen im IT-Systemintegrationsbereich. Der Standort in Innsbruck wurde 2009 als einer von damals acht Standorten in Österreich inmitten der Wirt-

211 schaftskrise eröffnet. Mittlerweile ist NTS auf 16 Standorte und über 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Am Standort in Innsbruck kümmern sich 35 Spezialistinnen und Spezialisten um aktuell 100 Kunden, von denen bislang keiner verloren ging. Das ist ein Beweis dafür, dass sich Mut auch in Krisenzeiten durchaus bezahlt machen kann. Egal in welcher Branche, mit welcher IT-Lösung und mit welchem Auftragsvolumen, der Kunde ist bei uns König. Wir legen aber nicht nur Wert auf gute Kundenbeziehungen, sondern auch auf ein innovatives Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den bewährten Teamspirit. Insofern bin ich auf unser hochqualifiziertes und bestens etabliertes Team sehr stolz.

In welchen Bereichen sind Sie vorrangig tätig? Mit unseren High-End-Herstellern übernehmen wir digitale Verantwortung und schaffen IT-Lösungen mit verlässlichen Services für die Bereiche Network, Security, Collaboration und Data Center. In unsere Arbeit fließen Leidenschaft, Sorgfalt und Erfahrung. Gemeinsam mit lokalen Partnern ist es uns möglich, regionale Lösungen anzubieten, sodass die Daten Tirol nicht verlassen. Unsere 24x7-Services über 365 Tage im Jahr garantieren höchste Sicherheit und Qualität. Unser Team be-

arbeitet jede Kundenanfrage mit höchster Priorität. Als IT-Dienstleister verfolgen wir das Ziel, Geschäftsprozesse und Strategien der Kunden nicht nur effizient, sondern auch flexibel und rasch umzusetzen. Auch zahlreiche weltweit agierende Kunden werden von uns mit unserem ganzheitlichen Service betreut, darunter zum Beispiel der weltbekannte Energydrink-Riese Red Bull sowie viele andere namhafte Konzerne.

NTS hat sich unter anderem mit dem alljährlich im Congresspark Igls stattfindenden „7IT Forum“ einen Namen gemacht. Wie wichtig sind Ihnen als digitaler Anbieter persönliche Kundenkontakte? Die Nähe zum Kunden steht für uns an erster Stelle, denn trotz Digitalisierung und Globalisierung ist der Kontakt vor Ort unerlässlich. Denn wie man so schön sagt: Beim Reden kommen die Leut zamm. Wir sind sehr zuversichtlich, das 7IT Forum heuer wieder über die Bühne gehen zu lassen und spannende Stunden bei einem Treffen mit dem Who is who der IT-Welt aus Westösterreich, der Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und Süddeutschland zu verbringen. Kundennähe zeigen wir auch mit unserem starken Standortnetzwerk innerhalb Österreichs und weit über die Landesgrenzen hinaus. www.nts.eu PR


212

PLATZ

VORJAHR

71

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

72

Brüder Theurl GmbH

Assling

Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke

142

2020 88.000.000 2019 92.000.000 2018 86.083.975 (g)

2020 10.500.000 2018 6.643.792 2017 4.413.797

72

68

Top Logistik GmbH

Kufstein

73

65

Rissbacher Walter GmbH

Brixlegg

Großhandel mit Mineralölerzeugnissen

14

74

78

Leitner GmbH**

Telfs

Herstellung von Hebezeugen und Fördermitteln

179

75

76

A. Loacker Konfekt GmbH

Heinfels

Herstellung Nahrungsmitteln

343

76

83

Traktorenwerk Lindner GmbH

Kundl

248

77

90

a.ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH

Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen

Zams

Krankenhäuser

857

78

73

Freudenberg Sealing Technologies Austria GmbH & Co. KG

Kufstein

Herstellung von Gummiwaren

454

79

82

Prim As Tiefkühlprodukte GmbH

Oberhofen i. Inntal

Herstellung von Fertiggerichten

291

80

85

Fiegl & Spielberger GmbH

Innsbruck

Elektroinstallation

480

81

NEU

Ulisse GmbH

Innsbruck

Wett-, Toto- und Lotteriewesen

10

82

84

Tirolia-Spedition GmbH

Ebbs

83

80

Friedrich Deutsch Metallwerk GmbH

Innsbruck

Herstellung von Metallkonstruktionen

460

84

100

Dinkhauser Kartonagen GmbH

Hall i. Tirol

Herstellung von Wellpapier und Verpackungsmitteln

339

85

97

Tiroler Rohre GmbH

Hall i. Tirol

Stahlgießereien

202

86

88

Ing. Hans Lang GmbH

Terfens

Hochbau

392

87

86

Grissemann GmbH

Zams

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

260

88

92

Multivac Maschinenbau GmbH + Co. KG

Lechaschau

Herstellung von Maschinen

350

89

79

Durst Austria GmbH

Lienz

Großhandel mit pharmazeutischen Produkten

221

90

60

Autohaus Schweiger GmbH

Reutte

Einzelhandel mit Kraftwagen

83

*)

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

93

2020 87.189.031 2019 93.900.000 2018 91.800.000

2020 3.452.100

2020 85.000.000 (g) 2019 86.411.000 2018 113.244.000

2019 7.874.913 2018 7.875.000

2020 86.000.000 2019 95.603.000 (g) 2018 76.706.000 (g)

2020 84.324.344 2019 87.625.750 2018 81.267.462

2020 2.341.094 2019 3.582.948 2018 3.648.516

2020 82.000.000 2019 72.290.000 (g) 2018 71.000.000

2020 1.742.268 2018 409.959

2020 80.000.000 2019 80.000.000 2018 70.616.000 (g)

2019 4.989.365 2018 2.769.600

2020 82.929.000 2019 80.000.000 2018 77.000.000 (g)

2020 81.700.000 2019 91.000.000 2018 66.543.000 (g)

2020 78.622.384 2019 78.500.000 2018 78.787.000

2020 77.737.758

80

2019 2.870.834 2018 1.794.740 2017 1.337.185

2020 77.000.000 (g) 2019 80.000.000 2018 80.000.000

2020 2.124.711 2019 988.345 2018 1.186.293

2020 3.000.000 2019 6.900.000 2017 7.063.485

2020 1.846.322

2020 75.000.000 (g) 2019 85.627.641 2018 97.017.576

2019 10.223.035 2017 14.831.264

2020 73.325.061 2019 68.900.000 2018 66.207.000 (g)

2020 6.556.665 2019 1.018.000 2017 4.701.341

2020 73.418.000 2019 67.744.591 2018 71.977.297

2020 7.708.000 2019 7.788.772 2017 8.439.898

2020 73.000.000 (g) 2019 75.597.000 2017/18 74.733.000

2020 488.139 2019 836.029 2018 1.446.781

2020 72.500.000 2019 77.687.676 2017/18 76.425.000

2020 72.000.000 (g) 2019 72.000.000 2018 64.000.000 (g) 2020 70.000.000 (g) 2019 86.000.000 2018 83.452.609 (g)

2020 70.000.000 (g) 2019 107.478.000 2018 100.000.000 (g)

2019 1.663.719 2018 9.063.086 2017 8.223.495 2019 6.003.321 2018 5.024.167 2017 4.442.421

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


UNTERBERGER GRUPPE

SEIT 45 JAHREN VOLL AUF KURS Die unternehmerische Geschichte der Familie Unterberger reicht bis ins Jahr 1976 zurück. Aus dem damaligen Fünf-Mann-Betrieb in Kufstein entstand im Laufe der Zeit eine erfolgreiche Gruppe mit 19 Standorten.

I

m jungen Alter von 25 Jahren wagte KR Fritz Unterberger den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete in Kufstein ein Autohaus mit fünf Mitarbeitern. Damals ahnte er noch nicht, dass er mit diesem Entschluss den Grundstein für die heutige Gruppe legte. Die durchdachte und flächendeckende Expansionsstrategie ließ das Unternehmen nach und nach wachsen. Derzeit vereint die Unterberger Gruppe neun Marken an nicht weniger als 19 Standorten in Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Bayern und Baden-Württemberg unter einem Dach. Tendenz: steigend.

INNOVATIV UND BODENSTÄNDIG

Trotz Fortschritt und Expansion ist Unterberger Automobile im Kern ein Familienunternehmen geblieben. Alle vier Söhne von KR Fritz Unterberger lenken heute die Geschicke in unterschiedlichen Bereichen: Während Dieter, Gerald und Fritz junior in der Welt der Automobile Fuß gefasst haben, leitet Sohn Florian gemeinsam mit seinem Vater den Immobiliensektor – ein weiteres Geschäftsfeld, in dem sich die Familie erfolgreich positioniert. Jedes Jahr realisiert das Team eine Vielzahl von Immobilien, wobei der Fokus auf Handels-, Gewerbe- und Wohnbauprojekten liegt. Die regionale Wertschöpfung in der Heimat hat einen hohen Stellenwert im unternehmerischen Denken und Handeln. So auch der Umgang mit dem 750-köpfigen Team, das wesentlich am Erfolg der Unterberger Gruppe beteiligt ist.

213

FASZINATION AUTO

Die Entwicklung in der Automobilbranche ist enorm und macht diesen Bereich so spannend wie nie zuvor. Wo die Reise hingeht, ist derzeit noch unklar. Fest steht, dass der stationäre Handel auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird – vor allem im Premiumsegment möchten die Kunden sich vor Ort beraten lassen und Fahrzeuge hautnah erleben. Aus diesem Grund fokussiert sich Unterberger auch künftig auf eine durchdachte Expansion und auf modern

Bodenständig und innovativ agieren? Dass sich diese beiden Komponenten nicht ausschließen und stattdessen zu einer imposanten Erfolgsgeschichte führen, beweist die Unterberger Gruppe seit mehr als 45 Jahren.

ausgestattete Autohäuser. Auch in Sachen Elektro- und Hybridmobilität hat sich das Unternehmen als bedeutendster Anbieter in Westösterreich positioniert. Welche An-

triebstechnologie sich auch durchsetzt, die Familie Unterberger verfolgt das Ziel, bei innovativen Entwicklungen von Anfang an mit dabei zu sein. PR


214

PLATZ

VORJAHR

91

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

98

Austria Bau Tirol und Vorarlberg Handels GmbH

Innsbruck

92

101

Lebenshilfe Tirol, gemeinnützige GmbH

Handelsvermittlung von Holz, Baustoffen und Anstrichmitteln

Innsbruck

Sozialwesen

93

89

ARGE Baustahl Eisen BlasyNeptun GmbH

Innsbruck

Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen

48

94

106

Tiroler Glashütte GmbH (Riedel)

Kufstein

Herstellung von Hohlglas

188

95

102

Rieder GmbH & Co KG

Ried i. Zillertal

Hochbau

414

96

NEU

Eglo Immobilien GmbH**

Schwaz

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

100

97

94

Anita Dr. Helbig GmbH

Kufstein

Herstellung von Wäsche

210

98

129

MWM Austria GmbH

Schwaz

Handelsvermittlung von Maschinen

42

99

110

Metron Handel GmbH

Langkampfen

Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen

30

100

127

3CON Anlagenbau GmbH

Ebbs

Herstellung von Metallwaren

357

101

112

Schlüsselverlag J.S. Moser GmbH**

Innsbruck

Korrespondenz- und Nachrichtenbüros

102

117

Innsbrucker Soziale Dienste GmbH

Innsbruck

Altenheime, Alten- und Behindertenwohnheime

103

1141)

Alpenländische Gemeinnützige WohnbauGmbH

Innsbruck

Wohnungs- und Siedlungsbau

60

104

109

Fluckinger Transport GmbH

Volders

Güterbeförderung im Straßenverkehr

253

105

96

Hartl Connect Transport GmbH

Vomp

Güterbeförderung im Straßenverkehr

90

106

125

Innsbrucker Immobilien GmbH & Co. KG

Innsbruck

Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen

140

107

137

Ing. Berger & Brunner BauGmbH

Inzing

Tiefbau

250

108

118

Verkehrsverbund Tirol GmbH

Innsbruck

58

109

134

bofrost* Austria GmbH

110

122

Österreichische Blechwarenfabrik Pirlo GmbH & Co KG

Ötztal Bahnhof

Erbringung von Dienstleistungen für den Landverkehr

Kufstein *)

MA

9 1.508

4 1.280

Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren

440

Herstellung von Metallwaren

287

UMSATZ

EGT *)

2020 69.000.000 (g) 2019 68.082.600 2018 62.686.137

2018 160.684 2017 133.899

2020 65.000.000 (g) 2019 73.300.000 (g) 2018 64.063.825

2019 1.848.701 2018 1.804.336 2017 955.007

2020 62.200.000 (g) 2019 65.000.000 (g) 2018 51.593.000 (g) 2020 61.000.000

2019 8.189.685 2018 3.174.534 2017 2.235.001

2020 60.000.000 (g) 2019 71.000.000 2018 71.509.000 (g)

2019 2.161.632 2018 1.408.168 2017 4.551.353

2020 67.000.000 (g) 2019 66.090.537 2018 59.774.000 (g)

2020 64.000.000 (g) 2019 61.500.000 2018 56.819.000 (g)

2019 740.071 2017 719.828

2019 13.112.719 2018 5.511.864 2017 6.620.424

2020 60.000.000 (g) 2019 52.000.000 2018 62.100.000

2019 3.120.895 2018 2.774.123 2017 4.321.276

2020 59.878.868 2019 52.400.000 2018 59.400.000

2020 3.322.607 2019 1.900.000 2017 2.072.132

2020 58.000.000 (g) 2019 56.233.000 (g) 2018 53.000.000 (g)

2019 -3.327.148 2018 -3.458.205 2017 -2.922.181

2020 60.000.000 (g) 2019 60.000.000 2018 60.000.000 (g)

2020 59.000.000 (g) 2019 59.000.000 (g) 2017 59.837.462

2020 58.000.000 (g) 2019 58.000.000 2018 53.150.000 (g)

2020 57.047.000 2019 60.000.000 (g) 2018 59.000.000

2020 57.000.000 (g) 2019 70.000.000 2018 77.000.000 (g)

2020 56.700.000 2019 53.000.000 (g) 2018 49.119.000 (g) 2020 56.300.000 2019 47.925.000 2018 45.000.000 (g)

2019 -1.085.910 2018 1.610.441

2019 14.753.936 2018 16.615.403

2019 507.424 2018 1.014.711 2017 1.567.749

2020 -276.000 2018 -793.335 2017 -3.803.090

2019 55.850.000 2017 52.476.000

2019 -347.026 2017 -322.832

2020 55.000.000 2019 49.000.000 2018 49.900.000

2019 805.162 2018 2.062.954

2020 55.000.000 2019 54.000.000 2018 51.846.000

2020 5.400.000 2019 4.500.000 2018 6.861.799

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Alpenländische Heimstätte, Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungs-GmbH


UBIT

ES GEHT WIEDER BERGAUF! Nach erfolgten Öffnungsschritten in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft gilt es für Unternehmen, wichtige Entscheidungen im Sinne einer Liquiditäts- und Zahlungsplanung zu treffen. Stundungen und die meisten Förderungen sind mit 30. Juni 2021 ausgelaufen und auch Banken werden Kredittilgungen wieder einfordern. Die UBIT-ExpertInnen helfen bei strategisch wichtigen Entscheidungen.

M

it 1. Juli wurden die aufgrund von COVID-19 gestundeten Abgabenund Beitragsrückstände beim Finanzamt und der Sozialversicherung fällig. Für eine Zahlungserleichterung bestand die Möglichkeit von Ratenzahlungen, die Anträge hierfür mussten jedoch bis spätestens 30. Juni 2021 eingebracht werden. „Nun gilt es, individuell das beste Modell auszuarbeiten und die Vorauszahlungen für 2021 an die jetzige Situation anzupassen“, rät Buchhaltungsexperte und UBIT-Ausschussmitglied Franz Holzknecht. Auch bei den von der Österreichischen Gesundheitskasse gestundeten Rückständen konnte eine Ratenzahlung beantragt werden. Die gestundeten Beiträge müssen bis längstens 30. Juni 2024 bezahlt werden. Für aktuelle Beiträge gelten wieder die herkömmlichen Zahlungsfristen. Auch hier rät Holzknecht, einen entsprechenden Ratenplan für die Rückstände auszuarbeiten und die aktuelle Situation entsprechend in die Planungen mit einfließen zu lassen. Die laufenden Förderungen wie Härtefallfonds, Ausfallbonus, Verlustersatz oder Fixkostenzuschuss sind vorläufig ebenfalls mit Ende Juni ausgelaufen. Hier fallen aufwendige Berechnungen an, um für den Einzelfall den besten Förderungsmix zu errechnen. Bei der Kurzarbeit indes geht es in die nächste Runde. „Ab Juli stehen zwei Varianten der Kurzarbeit zur Auswahl. Einerseits das Modell mit unveränderter Unterstützung für besonders betroffene Unternehmen und andererseits ein Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe“, informiert UBIT-Ob-

215

v. li.: Christian Putzer, Berufsgruppensprecher der Unternehmensberater, Sybille Regensberger, Obfrau Fachgruppe UBIT und Franz Holzknecht, Berufsgruppensprecher der Buchhaltungsberufe

frau Sybille Regensberger. Die ExpertInnen der Buchhaltungsberufe informieren ihre Klienten gerne über die nötigen Kriterien für die neue Kurzarbeitsphase.

DIE WIRTSCHAFT VERÄNDERT SICH

COVID-19 hat viel verändert und durchaus auch positive Anstöße gegeben. „Durch die Notwendigkeit von Homeoffice, den vielen virtuellen Arbeitsmeetings in allen Bereichen und veränderten Dienstleistungen entstanden neue Ideen und Produktinnovationen“, sagt Christian Putzer, Berufsgruppensprecher der Unternehmensberater. Auch die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sind massiv gestiegen. Die Lieferketten werden ebenfalls analysiert und überarbeitet, Produktionsstätten ausführlich auf Flexibilität und Lieferservice in Notsituationen überprüft.

Großbetriebe verlagern ihre Produktionen von Asien wieder nach (Ost-)Europa, Klein- und Mittelbetriebe sehr oft zurück nach Österreich oder Deutschland. Im Tourismus und in der Digitalisierung werden neue Wege beschritten, die ihren Anstoß in der Pandemie gefunden haben. Wichtig für alle UnternehmerInnen ist in jedem Fall, dass alle neuen Geschäftsideen und Entscheidungen gut durchdacht sind, um erfolgreich zu sein. In jedem Fall sollten sich Unternehmen von ExpertInnen aus der Fachgruppe UBIT begleiten lassen, um den Weg bergauf mit Schwung nehmen zu können. PR

UBITEXPERTINNEN in Ihrer Nähe finden Sie unter

firmen.wko.at


216

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

111

107

Prinoth GmbH**

Telfs

Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen

84

2019 483.969 2018 484.000

112

185

CURA-Marketing

Innsbruck

Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln

2020 55.000.000 (g) 2019 60.728.000 2018 58.272.000

175

113

131

Alois Mayr Bauwaren GmbH

Wörgl

Baustoffhandel

122

114

121

Unterer Tank & Service GmbH**

Kundl

Tankstellen

9

115

124

Rieder Bau- GmbH & Co. KG

Schwoich

Hochbau

50

116

108

Franz Achleitner-Fahrzeugbau und Reifenzentrum GMBH

Wörgl

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren

301

117

95

SEB Österreich Handels GmbH

Innsbruck

Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten

283

118

113

Bezirkskrankenhaus Schwaz BetriebsGmbH

Schwaz

Krankenhäuser

9

119

111

AP-Kufstein GmbH

Kufstein

Tankstellen

15

120

103

hollu Systemhygiene GmbH

Zirl

399

121

99

ILF Consulting Engineers Austria GmbH

Herstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Poliermitteln

Rum

Ingenieurbüros

510

122

115

Peter Troppacher GmbH

Volders

Großhandel mit Mineralölerzeugnissen

27

123

133

Haya International Trading OG

Kirchbichl

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

4

124

126

Leonhard Lang GmbH

Innsbruck

Herstellung von Bestrahlungsund Elektrotherapiegeräten

360

125

120

Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH

Innsbruck

Autobusliniennahverkehr

360

126

132

ASFINAG Alpenstraßen GmbH

Innsbruck

Bau von Straßen

258

127

43

Besi Austria GmbH

Radfeld

Herstellung von elektronischen Bauelementen

200

128

NEU

Single Use Support GmbH

Kufstein

Herstellung von Maschinen

50

129

NEU

Binder Beteiligungs AG**

Fügen

Beteiligungsgesellschaften

17

130

170

ZIMA Tirol

Innsbruck

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

42

*)

2020 54.590.000 2019 50.010.000 2020 54.570.000 2019 50.130.000 2018 47.216.000 2020 54.482.958 2019 55.000.000 2018 58.400.000

2020 6.290.000 2019 2.830.000 2018 4.120.000

2019 1.984.052

2020 54.000.000 2019 53.782.092 2018 49.500.000

2020 2.941.859 2019 3.238.159

2020 53.000.000 2019 60.000.000 2018 51.806.054 (g)

2020 750.000 2018 348.314

2020 53.000.000 (g)

2019 -3.431.725 2017 948.994

2020 53.000.000 (g) 2019 58.691.320 2018 55.419.632

2019 810.226 2018 2.554.079

2020 52.320.000 2019 64.737.000 2018 60.000.000

2019 878.611 2018 732.073

2020 52.000.000 (g) 2019 57.800.000 2018 59.500.000 (g)

2020 513.432 2019 444.735 2018 -61.627

2020 52.510.000 2019 59.000.000 (g) 2018 58.350.000

2019 1.677.423 2018 2.273.393

2020 52.000.000 (g) 2019 67.850.000 (g) 2018 65.000.000

2019 1.561.197 2018 1.824.251 2017 8.122.554

2020 51.000.000 2019 49.692.000 (g) 2018 49.200.000

2020 50.000.000 (g) 2019 52.490.672 2018 48.697.167

2020 1.789.782 2019 1.302.865 2018 614.907

2020 50.000.000 (g) 2019 50.000.000 (g) 2018 48.994.000 (g)

2019 372.364 2018 2.224.752 2017 3.582.311

2020 50.000.000 (g) 2019 55.000.000 2018 81.533.778

2020 50.000.000 (g) 2019 147.000.000 2018 121.000.000 2020

50.000.000

2019 3.611.682 2018 7.901.245 2017 9.403.630

2020

50.000.000 (g)

2019 59.556.020

2020 49.300.000 2019 39.400.000 2018 19.018.599

2020 29.000.000

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


Wohnen mit Naturstein im Innen -

photo by: www.kama-naturstein.at

und Außenbereich

w w w . k a m a - n a t u r s t e i n . a t i h r

t i r o l e r

s t e i n m e t z

&

p f l a s t e r e r


218

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

131

146

RECON Europe GmbH

Ebbs

Handelsvermittlung von Waren

53

2020 5.652.000 2019 3.303.555 2018 1.218.212

132

139

Technoalpin Austria GmbH

Volders

Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen

2020 48.260.000 2019 45.112.835 2018 38.600.000

37

133

315

Women´s Best GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit verschiedenen Waren

71

2020 47.108.288 2019 20.087.167

2020 4.038.639

134

123

Riedhart Handels GmbH

Wörgl

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

150

2020 46.300.000 2018 53.400.000

135

147

Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG

Hintertux

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

300

2019 45.000.000 2017 48.109.159

2019 5.545.566 2018 6.547.244

136

148

Skiliftgesellschaft Sölden Hoch- sölden GmbH

Sölden

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

265

2019 45.000.000 2018 34.513.000 (g)

2019 15.277.886 2018 14.543.463

137

128

Autobedarf Karl Kastner GmbH

Innsbruck

2020 2.299.266 2019 1.283.431 2018 1.218.248

138

322

Früchte Maier GmbH & Co KG

Kitzbühel

Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln

2020 45.000.000 (g) 2019 52.000.000 (g) 2018 45.000.000 (g)

23

139

138

AT-Thurner Bau GmbH

Imst

Hochbau

284

140

81

Silvrettaseilbahn AG

Ischgl

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

290

141

149

Morawa-Berchtold Transporte GmbH

Innsbruck

Güterbeförderung im Straßenverkehr

215

142

152

Innsbruck

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

89

143

162

Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH

Rum

Erbringung von Dienstleistungen

22

144

160

TOM TAILOR Retail GmbH

Wörgl

Einzelhandel mit Textilien

270

145

154

Schretter & Cie GmbH & Co KG

Vils

Herstellung von Zement

178

146

144

Sportalm GmbH

Kitzbühel

Herstellung von Oberbekleidung

175

147

151

Nordpan Rubner Holzbauelemente GmbH

Strassen

98

148

157

Black Diamond Equipment Europe GmbH

Herstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten

Innsbruck

Herstellung von Sportgeräten

39

149

143

Gerätewerk Matrei e.Gen.

Matrei a. Brenner

Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten

169

150

203

Thöni Automotive Components GmbH**

Telfs

Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und SiedlungsGmbH

*)

Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör

Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör

245

0

2020 47.442.153 2019 47.500.000 2017/18 49.978.248

2019 1.719.692 2018 11.748.580

2020 45.000.000 (g) 2019 20.000.000 2018 20.500.000

2019 1.929.288

2020 43.271.000 2019 81.900.000 2018 78.461.000 (g)

2020 -11.000.000 2019 21.400.000 2017 23.999.787

2020 44.000.000 (g) 2019 47.730.000 (g) 2018 50.000.000

2019 959.536 2018 484.914

2020 43.000.000 (g) 2019 45.000.000 2018 45.000.000

2019 1.734.757 2018 1.591.233

2019 42.751.210 2018 40.500.000 (g)

2019 -71.950 2018 163.147 2017 457.155

2020 43.000.000 (g) 2019 43.420.000 2018 42.076.673

2019 8.866.336 2018 11.196.841

2020 42.423.000 (g) 2019 42.003.000 2018 40.500.000

2019 1.010.426 2018 845.066 2017 777.405

2020 42.000.000 (g) 2019 46.500.000 (g) 2017 45.616.959

2020 2.705.880 2019 1.029.099 2018 941.122

2020 42.000.000 (g) 2019 42.500.000 2018 39.500.000 (g)

2019 -497.510 2018 785.821 2017 145.176

2020 42.000.000 (g) 2019 42.500.000 2018 39.390.000 (g)

2020 42.000.000 (g) 2019 43.616.000 (g) 2018 42.069.000 (g)

2020 41.000.000 2019 47.000.000 2018 44.825.000 (g) 2020 41.000.000 2018/19 31.500.000 2017/18 30.138.000

2019 -796.832 2018 -919.178 2017 26.566

2019 4.332.568 2018 3.484.837 2017 3.183.387

2020 950.000 2019 2.900.000 2017 5.231.943

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


LINDNER

Der Lintrac mit Noremat ist für das professionelle Böschungsmähen maßgeschneidert

INNOVATIVER PARTNER DER GEMEINDEN Vielseitig einsetzbar, besonders sauber, leicht zu bedienen und dank 4-Rad-Lenkung sehr wendig: Das sind die kommunalen Traktoren und Transporter des Tiroler Familienunternehmens Lindner, die in ganz Europa zum Einsatz kommen.

L

indner hat die Lintrac- und UnitracSerie für Kommunalprofis mit hohen Anforderungen maßgeschneidert. Aktuell sind europaweit mehr als 3.500 Unitracs mit 10.000 Aufbaugeräten unterwegs. Allein im Fuhrpark der Stadt Wien stehen mehr als 80 Unitrac im Dienst. Anfang 2021 lieferte Lindner 27 stufenlose Unitrac 112 LDrive in die Bundeshauptstadt. Mit Schneepflug, Salz-Sole-Streuer und 3-Seiten-Kipper spielen die Fahrzeuge ihre Stärken ganzjährig aus.

STUFENLOS UND ÜBER DURCHSCHNITTLICH WENDIG

„Gemeinden und Städte schätzen unter anderem das stufenlose Getriebe, das wir für den Lintrac und den Unitrac anbieten. Die Fahrer können sich in Kombination mit der einfachen LDrive-Bedienung ganz auf die Arbeiten mit den Geräten konzentrieren“, betont Geschäftsführer Hermann Lindner. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die 4-Rad-Lenkung, die Lindner für Lintrac und Unitrac anbietet. Sie bringt beim Manövrieren oder in engen Gassen eine enorme Komforterhöhung. Auch die Digitalisierung hat bei den Traktoren und Transportern von Lindner

längst erfolgreich Einzug gehalten. Das TracLink-System unterstützt bei der Bedienung aller Anbaugeräte und gewährleistet die perfekte Abstimmung von Fahrzeug und Gerät. Jederzeit kann nachverfolgt werden, welches Gerät wie lange im Einsatz war. Alle Fahrzeugdaten werden aufgezeichnet und automatisch ins TracLink-Portal gespeichert.

IN DER NISCHE ERFOLGREICH

Das vor 75 Jahren gegründete Tiroler Familienunternehmen Lindner produziert

Vielseitig und dank 4-RadLenkung extrem wendig: die Unitrac-Serie von Lindner

Traktoren und Transporter für die alpine Berg- und Grünlandwirtschaft, die Kulturlandwirtschaft (Weinbau, Hopfen, Plantagen & Forst) und die Gemeinden. Mit 250 Mitarbeitern fertigt Lindner jährlich 1.200 Lintrac- und Unitrac-Modelle. Im Geschäftsjahr 2020/2021, das am 31. März endete, setzte Lindner 89 Millionen Euro um. Das ist ein Plus von 8,5 Prozent. Die Exportquote liegt bei 52 Prozent. lindner-traktoren.at PR

219


220

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

151

135

STS Transport GmbH

Wörgl

Güterbeförderung im Straßenverkehr

45

2020 1.794.755 2019 2.127.655 2017 2.307.959

152

140

Arlberger Bergbahnen AG

Innsbruck

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

2020 40.146.429 2019 48.882.085 2018 43.000.000 (g)

260

153

155

Weber Beton Logistik GmbH

Inzing

Güterbeförderung im Straßenverkehr

195

2020 40.000.000 (g) 2019 42.500.000 (g) 2018 33.000.000

2019 1.156.837 2018 109.197 2017 830.592

154

141

Elektrizitätswerke Reutte AG

Reutte

Elektrizitätserzeugung

155

155

209

Vizrt Austria GmbH

Vomp

Software

69

150

Kufstein

40

157

163

Holz - Marberger GmbH

Ötztal Bahnhof

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

2019 801.048 2018 1.138.174 2017 1.241.957

156

Cargoways Logistik & Transport GmbH

2020 40.000.000 (g) 2019 30.442.000 (g) 2018 31.000.000

Großhandel mit Holz

83

2020 1.358.000 2019 916.548

158

172

Troger-Holz GmbH

Vomperbach

Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke

2020 39.200.000 2019 41.063.408 2018 44.000.000

95

159

1651)

MediaMarkt Innsbruck Ost GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik

70

2020 39.000.000 2019 40.976.997 2018 41.765.000

2019 2.387.746 2017 3.761.465

160

142

Barracuda Networks AG

Innsbruck

Software

162

161

156

AL-KO Technology Austria GmbH

Ramsau i. Zillertal

123

162

159

STARK Internationale Transporte GmbH

Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen

Radfeld

Güterbeförderung im Straßenverkehr

33

163

153

Seilbahn Komperdell GmbH

Serfaus

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

267

164

177

Opbacher Installationen GmbH

Fügen

165

169

RGO Lagerhaus GmbH

Lienz

166

164

Wilhelm Gronbach GmbH & Co KG

Niederndorf

167

369

Tyrolit Construction Products GmbH**

Schwaz

Herstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln

90

168

180

Stanglwirt GmbH

Going

Restaurants und Gaststätten

285

169

214

Giesswein Walkwaren AG

Brixlegg

Herstellung von gewirktem und gestricktem Stoff

170

173

Reform Martin GmbH

Innsbruck

Einzelhandel

*)

Gas-, Wasser-, Heizungsund Lüftungs- und Klimaanlageninstallation

Einzelhandel mit Metallwaren, Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten

2020 40.000.000 (g) 2019 47.100.000 (g) 2018 46.894.000 (g)

2020 40.000.000 (g) 2019 47.000.000 (g) 2017 55.869.956

2020 40.000.000 (g) 2019 45.000.000

2020 39.000.000 2019 45.000.000

2019 12.729.174 2018 14.687.644 2017 13.263.803

2019 9.438.471 2017 4.954.917

2019 1.194.419

2019 1.606.322 2018 3.591.685 2017 1.451.422

2020 38.564.000 2019 47.000.000 2018 38.767.000 (g)

2020 2.066.466 2019 11.811.393 2018 5.973.420

2020 38.000.000 (g) 2019 42.100.000 (g) 2018 42.000.000

2019 866.220 2018 858.274 2017 823.377

2020 37.000.000 2019 36.500.000 2018 34.000.000

2019 922.522 2018 564.615

2020 37.000.000 (g) 2019 41.000.000 (g) 2018 41.006.000 (g)

2019 2.947.762 2018 3.091.353 2017 2.914.333

2020 36.000.000 2019 36.100.000 2017 34.507.089

2019 5.168.960 2018 3.689.167

145

2019 35.500.000 2017 18.734.000

300

2020 35.300.000 2019 38.800.000

2019 997.488 2018 762.189

225 143 110

2020 38.259.814 2019 42.500.000 2018 42.060.000 (g)

2020 37.350.000 (g) 2019 42.900.000 2018 41.000.000 (g)

2020 3.962.104 2018 4.605.060 2017 5.653.030

2019 6.655.895 2018 7.217.740 2017 3.930.916

2020 37.000.000 (g) 2019 39.800.000 2018 33.687.000 (g)

2019 1.166.268 2017 1.146.191

2020 37.000.000 (g) 2019 17.000.000 (g) 2018 17.170.000 (g)

2019 1.126.712

2020 994.131 2019 489.139 2017 74.608

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt, 1) ehemals MediaMarkt TV-Hifi-Elektro GmbH


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222

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

171

171

Ernst Derfeser GmbH

Vomp

Gewinnung von Kies, Sand, Ton und Kaolin

260

2020 35.000.000 (g) 2019 39.000.000 2018 34.500.000 (g)

2019 3.526.244 2017 5.127.339

172

184

Johann Huter u. Söhne KG

Innsbruck

Hochbau

260

2020 35.000.000 2018 38.780.000 (g)

2019 800.000

173

176

Euroclima Apparatebau GmbH

Sillian

Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen

100

158

Innsbruck

Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen

2019 2.266.073 2018 1.508.852 2017 979.057

174

"Wohnungseigentum", Tiroler gemein- nützige WohnbauGmbH

2020 35.000.000 (g) 2019 37.200.000 2018 32.000.000

80

175

179

MOGUNTIA FOOD GmbH

Kirchbichl

Herstellung von Würzmitteln und Soßen

151

2019 34.821.075 2018 35.900.000

176

167

Mayrhofner Bergbahnen AG

Mayrhofen

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

2019 -827.119 2018 651.447 2017 1.215.912

159

177

186

Hochstaffl Nutzfahrzeuge GmbH

Kundl

Handel mit Kraftwagen mit ein

26

2019 34.310.671 2018 39.757.000 (g)

178

189

STUBAI KSHB GmbH

Fulpmes

Herstellung von Werkzeugen

173

2020 34.140.000 2018 36.200.000 (g)

179

NEU

HALLAG Kommunal GmbH

Hall Tirol

Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen

100

180

190

Autohof Huter GmbH

Vils

Vorbereitende Baustellenarbeiten

42

181

204

Stadtwerke Kufstein GmbH

Kufstein

Elektrizitätserzeugung

148

182

116

Bergbahn AG Kitzbühel

Kitzbühel

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

298

183

130

Sinnesberger GmbH

Kirchdorf

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

180

184

178

Autohaus Hans Dosenberger GmbH & Co. KG

Rum

Einzelhandel mit Kraftwagen

46

185

181

Engleder Handels GmbH

Weer

Tankstellen

29

186

195

INTERCHIM AUSTRIA Intern. Chemiehandel GmbH

Wörgl

Großhandel mit chemischen Erzeugnissen

12

187

192

DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG

Schwaz

Sammlung nicht gefährlicher Abfälle

186

188

201

Moser GmbH

Jenbach

Großhandel mit Mineralölerzeugnissen

189

199

Techem Messtechnik GmbH

Innsbruck

Erbringung von Dienstleistungen

190

234

Electro Terminal GmbH & Co KG

Innsbruck

Herstellung von elektrischem Installationsmaterial

*)

2020 35.000.000 (g) 2019 42.100.000 2018 35.000.000 (g)

2020 34.577.628 2019 40.000.000 (g) 2018 35.605.779

2019 8.567.525 2018 11.196.841 2017 8.956.545

2020 4.720.443 2018 7.659.677 2017 5.310.748 2019 96.667 2017 588.075

2020 320.000 2018 1.886.266 2017 1.448.965

2020 33.900.000

2019 2.452.052

2019 33.835.000 (g) 2018 33.835.000 (g)

2019 1.157.052 2018 1.733.563 2017 1.438.610

2019 33.755.219

2020 33.186.000 (g) 2019 57.085.000 2018 52.000.000 (g)

2020 6.790.473 2019 5.296.135 2018 5.703.905

2019 5.243.929 2017 6.005.805

2020 33.000.000 2019 51.000.000 2018 49.500.000 2020 33.000.000 2019 36.500.000 2018 44.000.000

2020 33.000.000 (g) 2019 36.000.000 2018 37.050.000 (g) 2020 33.000.000 (g) 2019 33.000.000 (g) 2018 33.000.000 (g)

2019 1.387.403 2018 733.614 2017 125.583

2019 31.931.000 2017 28.000.000

2019 400.000

150

2019 31.921.956 2018 29.498.000 (g)

2020 6.552.563 2018 6.651.557

106

2019 31.752.964 2018 27.100.000 (g)

2019 -996.990 2018 2.456.982

2

2020 32.600.000 2019 33.107.117 2018 30.640.000

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


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Schon gehört? Mit Erdgas und Biogas sind wir vorn dabei.

Überlegenheit kommt von Weiterdenken. Wer den Ton angeben will, muss der Zeit voraus sein. Möglichkeiten dazu gibt es genug. Das gilt jedenfalls für Erdgas und Biogas. Für diese Energieträger ergeben sich dank innovativer technischer Lösungen immer neue Anwendungsgebiete. Und die Preise? Die bleiben günstig. Das in Tirol verwendete Erdgas stammt zu 70 % aus Westeuropa. TIGAS-Erdgas Tirol GmbH Ein Unternehmen der TIWAG-Gruppe

Weiter denken. Besser bleiben. TIGAS. www.tigas.at

223


224

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

191

198

Luzian Bouvier Haustechnik und Fliesen GmbH

Zams

209

2019 31.300.000 2018 31.500.000

2020 218.066 2019 415.216 2018 362.784

192

202

Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern GmbH

Gas-, Wasser-, Heizungsund Lüftungs- und Klimaanlageninstallation

Innsbruck

Krankenhäuser

253

193

205

GSK-Gebro Consumer Healthcare GmbH**

Fieberbrunn

Großhandel mit pharmazeutischen Produkten

16

194

218

E.G.O. Austria Elektrogeräte GmbH

Heinfels

195

208

Heavyteam-Spezialtransport GmbH

Kufstein

196

241

BE-terna GmbH

Innsbruck

197

231

Reifen Team West GmbH

Thaur

198

200

Brüder Unterweger GmbH

Thal Assling

199

191

Pharmazeutische Fabrik Montavit GmbH

200

183

201

Herstellung von Heizkörpern und -kesseln für Zentralheizungen Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie

168 51 204

2020 31.000.000 2019 31.700.000 2018 28.200.000

2019 31.000.000 (g) 2018 31.000.000

2020 1.811.000 2019 1.028.239 2017 3.483.063

2020 30.627.488 2019 26.325.000 (g) 2018 26.000.000 (g)

2020 4.002.591 2018 4.141.156 2017 3.667.719

2020 30.755.000 (g) 2019 30.450.000 (g) 2018 30.000.000

2019 30.523.757 2018 27.500.000 (g)

Herstellung von etherischen Ölen

49

2020 30.500.000 (g) 2018 31.644.528

Absam

Großhandel mit pharmazeutischen Produkten

195

Fisser-Bergbahnen GmbH

Fiss

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

259

182

PROLICHT GmbH

Götzens

Entwicklung, Produktion und Verkauf von architektonischen Beleuchtungskonzepten

210

202

93

Travel Partner GmbH

Ellmau

Reisebüros

135

203

136

Greenstorm Mobility GmbH

Kufstein

Vermietung von Sport- und Freizeitgeräten

100

204

168

Zuegg GmbH & Co. KG

Nußdorf Debant

Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln

45

205

105

Dr. W. Lüftner Reisen GmbH

Innsbruck

Reisebüros

25

206

166

Karl Thrainer Handels GmbH

Niederndorf

Tankstellen

18

207

211

Nothegger Systemlogistik GmbH

Radfeld

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

160

208

207

Verlagsanstalt Tyrolia GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Büchern

200

209

279

Veolia Industries Austria GmbH

Kundl

Erbringung von Dienstleistungen

168

210

230

Plattner u. Co. GmbH & Co. KG

Zirl

Zwischenlager / Steinbruch

42

*)

2019 7.117.890 2018 6.200.138 2017 5.304.550

2020 30.757.000 2019 29.599.471 2018 32.148.000

120

Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör

2020 1.732.370 2019 1.385.000 2018 1.170.000

2020 30.198.785 2019 33.331.653 2018 32.380.000

2020 30.000.000 (g) 2019 35.651.000 2018 32.250.000 (g)

2019 385.960 2018 1.462.933 2017 1.175.672

2019 165.630 2018 352.506 2017 1.102.372

2019 4.422.583 2018 3.915.855

2019 5.789.278 2017 2.671.809

2020 30.000.000 (g) 2019 35.970.000 2018 30.200.000

2019 928.207 2018 1.077.480

2020 30.000.000 (g) 2019 48.000.000 2018 12.914.969

2019 -5.403.438

2020 30.000.000 (g) 2019 62.000.000 (g) 2018 57.503.000 (g)

2019 5.846.578 2018 6.058.767 2017 5.292.476

2020 30.000.000 (g) 2019 72.000.000 (g) 2018 63.767.724 (g)

2020 30.000.000 (g) 2019 40.000.000 (g) 2018 30.300.000 (g)

2020 30.000.000 2019 40.500.000 (g) 2018 40.000.000

2020 29.442.000 (g) 2019 30.158.000 (g) 2018 28.332.000

2020 28.580.000 2019 30.450.000 2018 27.600.000

2020 28.400.000 2019 23.000.000 (g) 2020 28.388.000 2019 27.613.000 2018 26.809.000

2019 3.042.705 2018 2.270.665 2017 877.192

2019 2.120.507 2018 1.899.626 2017 1.621.517

2019 -932.500 2018 -740.615 2017 -290.884

2019 1.347.576 2017 863.766 2020 703.600 2018 -840.535

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


TÜV AUSTRIA

WENN’S UM SICHERHEIT GEHT So vielfältig die Tiroler Wirtschaft ist, so vielfältig ist das Dienstleistungsangebot des TÜV AUSTRIA. Gleichsam herausfordernd ist es für Österreichs führendes Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsunternehmen demnach auch, sich den sich laufend ändernden Anforderungen der Kunden zu stellen.

W

ir sind täglich gefordert, uns weiterzuentwickeln. Die Anforderungen unserer Kund*innen ändern sich laufend, konstant bleibt lediglich das Bedürfnis nach Sicherheit und Qualität“, weiß DI Peter Gredler, TÜV-AUSTRIA-Geschäftsstellenleiter Innsbruck, aus jahrelanger Erfahrung: „Wir begleiten unsere Kund*innen als Partner bei der technischen Sicherheit mit all ihrer gesetzlichen und technischen Komplexität. Dabei ist unser Attribut nicht der erhobene Zeigefinger. Vielmehr gehen wir mit unseren Kund*innen Schulter an Schulter mit dem Ziel, die Sicherheit zu erhöhen.“ Dementsprechend entwickelt sich das Tätigkeitsfeld des 1872 in Wien gegründeten Unternehmens stetig. „Nehmen wir den IT-Bereich als Beispiel. Hackerangriffe auf Firmennetzwerke oder den kritischen Infrastrukturbereich sind allgegenwärtig, Tirols Wirtschaft profitiert daher besonders von den Verbundslösungen des TÜV AUSTRIA. Wir überprüfen, ob Netzwerke nach innen und außen den aktuellen Standards entsprechend gesichert sind, und nehmen gleichzeitig Anlagen ab, prüfen die Objektsicherheit und bilden die Mitarbeiter*innen eines Industriestandorts fort“, erläutert Mag. Ing. Franz Pockstaller, Vertriebsleiter Westösterreich. Ein weiteres Beispiel für das umfassende und innovative Tätigkeitsfeld des TÜV AUSTRIA sind die Wasserstofftankstellen, die derzeit in Tirol errichtet werden. „Hier sind wir projektbegleitend als Prüfstelle von der Planung bis zur Endabnahme tätig. Für Errichter und Betreiber ist TÜV AUSTRIA die erste Adresse und der Konsument darf selbstverständlich davon ausgehen, dass die technische Sicherheit gegeben ist“, führt Pockstaller weiter aus.

PRÜFEN UND ZERTIFIZIEREN

Die Innovationen des TÜV AUSTRIA bauen auf dem Kerngeschäft in den Bereichen Druckgeräte, Kräne, Tore, Pressen oder Aufzüge, die der österreichische Prüfdienstleister als Partner in Paketlösungen auf Kun-

© ANDREAS FRIEDLE

T E X T : D O R I S H E LW E G

225

„DIE ANFORDERUNGEN UNSERER KUNDEN Ä N D E R N S I C H L A U F E N D . WA S B L E I B T, I S T D A S KO N S TA N T E B E D Ü R F N I S N A C H S I C H E R H E I T U N D Q U A L I TÄT.“ DI PETER GREDLER, TÜV-AUSTRIA-GESCHÄFTSS T E L L E N L E I T E R I N N S B R U C K ( re c ht s) , U N D M A G . I N G . F R A N Z P O C K S TA L L ER , V ER T RIEB W E S T Ö S T ERREIC H

denbedürfnisse anpasst. „Nehmen wir ein produzierendes Unternehmen, das seine Maschinen umbaut oder erweitert. Wir prüfen nicht allein die Maschinensicherheit, sondern weisen den Kunden auch darauf hin, wenn eine bestehende Konformitätserklärung des Herstellers nach einer Änderung nicht mehr gültig ist. Wir sind auf die Erbringung umsichtiger Lösungen für die technische Sicherheit unserer Kund*innen, ihrer Mitarbeiter*innen und Unternehmen spezialisiert“, so Pockstaller. Über 70 Expert*innen allein am Standort Innsbruck – weltweit sind mittlerweile über 2.000 Mitarbeiter*innen für das Unternehmen tätig – bieten entsprechende Lösungen für die Tiroler Wirtschaft. „Wir

haben als reines Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsunternehmen auch keinerlei Interesse, zusätzlich zur Prüfung eine Reparatur zu verkaufen. Wir prüfen nur im Sinne der Sicherheit und das schätzen unsere Kunden“, zeigt sich Gredler zuversichtlich für die Zukunft, in der auch die Digitalisierung eine immer größere Rolle spielen wird. „Mit dem Onlineportal ‚tami‘ haben unsere Kund*innen aus den unterschiedlichsten Branchen stets den Überblick über ihre gesamten Prüfobjekte und können den Prüfstatus sowie alle entsprechenden Berichte und Protokolle tagesaktuell mittels QR-Code am Prüfobjekt online abfragen. Einfacher gehts nicht.“ PR

www.tuvaustria.com/tirol, tami.tuvaustria.com


226

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

211

242

Bauwaren Canal GmbH & Co. KG

Hall i. Tirol

Baustoffhandel

40

212

212

Wintersport Tirol Handels GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln

2020 28.065.000 2019 26.310.000 2018 27.301.000

154

213

228

Josef Recheis Eierteigwarenfabrik und Walzmühle GmbH

Hall i. Tirol

Herstellung von Teigwaren

103

214

196

Falch GmbH

Zams

Einzelhandel mit Kraftwagen

92

215

224

Transport Logistica GmbH

Gries a. Brenner

55

216

232

exceet Card Austria GmbH

Kematen i. Tirol

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

217

285

GKI Sanitär-VertriebsgesmbH

218

237

219

Herstellung von Kunststoffen in Primärformen

110

Ebbs

34

Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH

Produktion und Vertreib von Sanitärprodukten

Zams

Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime)

420

229

Hans Picker GesmbH

Schwaz

Einzelhandel mit Kraftwagen

63

220

216

ACP IT Solutions GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten

51

221

271

Transalpine Ölleitung in Österreich GmbH

Matrei i. Osttirol

Transport in Rohrfernleitungen

29

222

NEU

SIGNA Prime Selection AG

Innsbruck

6

223

NEU

LITA Transport und Handels GmbH

Kauf und Verkauf von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen

Rum

Großhandel mit Kraftwagen

1

224

213

Nanu-Nana Handelsges. mbH

Innsbruck

Einzelhandel

299

225

245

Andrä Hörtnagl Produktion und Handel GmbH

Hall i. Tirol

Fleischverarbeitung

193

226

236

ATP Innsbruck Planungs GmbH

Innsbruck

Architekturbüros

152

227

247

Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG

Innsbruck

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

285

228

222

J. Zimmer Maschinenbau GmbH

Kufstein

229

NEU

Egger Holzwerkstoffe GmbH**

St. Johann i. Tirol

230

250

Geberit Huter GmbH

Matrei a. Brenner *)

2020 28.000.000 (g) 2019 30.135.531 2018 28.429.072

2019 1.895.040 2017 1.165.719

2020 28.000.000 (g) 2019 32.805.000 2018 32.805.000 (g)

2019 1.971.878 2018 2.146.089

2020 28.000.000 (g) 2019 28.000.000 (g) 2018 28.000.000 (g)

2019 55.651 2018 -206.049 2017 -16.896

2020 28.000.000 (g) 2019 29.000.000 2018 28.704.000 (g)

2019 679.169 2018 987.002 2017 1.500.434

2020 27.500.000 (g) 2019 27.499.928 2018 30.137.109

2019 -573.779 2018 2.035.277

2019 27.000.999 2018 26.472.856

2019 875.708 2018 -259.470

2020 27.000.000 (g) 2019 28.000.000 2018 28.000.000

2019 361.732 2018 447.887 2017 314.806

2020 27.000.000 (g) 2018 23.830.000

2019 1.772.880 2018 1.885.987 2017 1.458.623

2020 27.400.000 2019 22.400.000 2018 20.300.000

2020 27.000.000 (g) 2019 30.000.000 2018 16.402.000 (g)

2020 27.000.000 (g)

2019 1.197.802

2020 26.800.000

Herstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung

147

Beteiligungsgesellschaften

3

Herstellung von Sanitärkeramik

EGT *)

131

2020 26.720.000 (g) 2019 30.000.000 (g) 2018 30.003.802 (g)

2019 2.992.337 2018 3.104.130 2017 4.117.416

2020 26.700.000 2019 26.236.000 2018 25.400.000

2017 -381.914

2020 26.000.000 2018 37.307.300

2019 324.529 2018 2.257.346

2020 26.000.000 (g) 2019 29.000.000 2018 29.935.000 (g)

2019 375.509 2018 1.322.883 2017 1.199.947

2020 25.812.000 2019 25.857.616 2018 22.872.000 (g)

2020 2.699.000 2018 2.380.739 2017 2.308.383

2020 26.481.492 2019 26.800.000 (g) 2018 34.062.592

2020 25.829.000 (g)

2020 2.519.205 2018 4.030.021 2017 2.569.227

2020 20.886.964

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


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Andrea Gschwenter Ihre Andrea Gschwenter


228

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

231

297

Logsystems GmbH

Ebbs

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

9

232

294

Auto Meisinger GmbH

Völs

Einzelhandel mit Kraftwagen

60

233

278

Anthentic Logistik GmbH

Langkampfen

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

21

234

206

Innbus GmbH

Innsbruck

Autobusliniennahverkehr

331

235

187

MS Design GmbH

Roppen

Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftwagen

210

236

175

Tiroler Soziale Dienste GmbH

Innsbruck

Sozialwesen

192

237

255

TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH

Jenbach

Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen

188

238

221

Planlicht GmbH & Co. KG

Vomp

Herstellung von elektrischen Lampen und Leuchten

165

239

251

Autohaus Strasser GmbH

Reith i. Alpbachtal

Einzelhandel mit Kraftwagen

80

240

219

Hager Transport GmbH

Wörgl

Güterbeförderung im Straßenverkehr

29

241

259

Logispin Austria GmbH

Innsbruck

Wett-, Toto- und Lotteriewesen

15

242

233

SPZ Zementwerk Eiberg GmbH. & Co KG

Kufstein

Herstellung von Zement

13

243

253

AUSTRIA SKI VeranstaltungsGmbH

Innsbruck

Erbringung von Dienstleistungen

6

244

249

Sportwagen Leasing GmbH

Kufstein

Einzelhandel mit Kraftwagen

1

245

263

Braunegger KG.

Kaltenbach

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

115

246

358

Sanatorium der Kreuzschwestern GmbH

Rum

Krankenhäuser

209

247

119

IDM-Energiesysteme GmbH

Matrei i. Osttirol

Entwicklung und Herstellung von Wärmepumpen

183

248

265

Ing. Franz Thurner Baumeister GmbH & Co. KG

Ötz

Hochbau

150

249

266

Dietrich, Luft und Klima GmbH

Kirchbichl

Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen

100

250

267

KLEEN-TEX Industries GmbH

Ebbs

Herstellung von Teppichen

68

*)

MA

UMSATZ

EGT *)

2020 25.347.032 2019 21.371.288 2018 18.224.518

2020 1.902.500 2019 1.682.195 2018 1.694.620

2020 25.150.000 2019 23.142.000 (g) 2018 22.800.000

2019 1.884.888 2018 1.778.561 2017 1.639.973

2020 25.000.000 (g) 2019 34.000.000 2018 25.550.000 (g)

2019 1.788.950 2017 280.898

2020 25.000.000 (g) 2019 25.000.000

2019 1.471.325 2018 1.509.941 2017 239.926

2020 25.200.000 2019 21.600.341 2018 22.840.000

2020 25.000.000 (g) 2019 30.500.000 (g)

2020 25.000.000 (g) 2019 38.000.000 (g) 2018 59.142.040 (g)

2020 25.000.000 (g) 2019 29.000.000 (g) 2018 28.000.000 2020 25.000.000 (g) 2019 25.600.000 (g) 2018 24.000.000 (g) 2020 25.000.000 (g) 2019 29.300.000 (g) 2018 29.000.000

2019 -222.940 2018 -135.802

2019 -2.521.104 2018 -3.586.819 2017 228.374

2019 -492.946 2018 716.587 2017 733.835 2019 976.921 2018 608.454 2017 854.620

2020 25.000.000 (g) 2019 25.000.000 (g) 2018 25.000.000 (g)

2016 824.230

2019 25.000.000 (g) 2018 25.480.000 (g)

2019 1.864.474 2018 1.606.873

2020 25.000.000 (g) 2019 27.316.000 2018 34.910.000 (g)

2019 42.449 2018 1.760.085 2017 2.368.963

2020 25.000.000 (g) 2019 26.000.000 2018 26.000.000 (g)

2020

2020 24.400.000 2019 17.435.000 (g) 2018 17.433.000 (g)

2019 1.152.871 2018 324.416 2017 836.099

2020 24.000.000 (g) 2019 24.000.000 2018 25.250.000 (g)

2018 69.849 2017 155.445

2020 24.000.000 (g) 2019 24.000.000 2017 21.749.279

2019 640.787 2018 -223.020

2020 24.684.000 (g) 2019 24.500.000 2018 23.800.000

2020 24.000.000 (g) 2019 55.250.000 2018 24.340.000 (g)

2020 24.000.000 (g) 2019 24.000.000 2018 22.220.000 (g)

2018 3.348.054 2017 2.023.202

2019 3.870.077 2018 1.359.488

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


ATM

KREISLAUFWIRTSCHAFT Seit 1990 hat sich das Abfallaufkommen in Tirol quasi verdoppelt, die Menge an Restmüll indes hat sich kaum verändert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich die Recyclingquote über die Jahre stetig erhöht hat. Grund dafür ist neben einer laufenden Sensiblisierung der Bevölkerung ein durchdachtes Recylingkonzept und Systeme, die sich ständig weiterentwickeln.

© ANDREAS FRIEDLE

INTERVIEW: MARINA BERNARDI

R

und zwei Drittel der Abfälle werden hierzulande dem Recylingkreislauf zugeführt, nur noch ein Drittel sind Rest- bzw. Sperrmüll. Um diese Quote zu halten und sie im Sinne strenger werdender EU-Vorgaben auszubauen, braucht es die ständige Optimierung der Abfallwirtschaftssysteme. Die Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH (ATM) investiert deshalb beständig in die Zukunft. Wir haben mit Geschäftsführer Dr. Alfred Egger über modernes Ressourcenmanagement gesprochen.

ECO.NOVA: Jeder

von uns ist täglich mit dem Thema Abfall konfrontiert, weil wohl kein Tag vergeht, in dem wir nicht mehr oder weniger Müll produzieren. Wie sieht für Sie modernes Abfallmanagement aus? ALFRED EGGER: Die Zukunft ist auch in der Abfallwirtschaft – wie wohl in den meisten anderen Branchen – digital. Wir arbeiten deshalb laufend an zukunftsorientierten Lösungen. Die ATM ist zum Beispiel seit Jahrzehnten Vorreiter in der aufkommensbezogenen Abfallerfasssung und Vergebührung. Auf gut Tirolerisch würde man wohl sagen: Was es wiegt, das hat’s. Dieses System haben wir seit Beginn immer wieder technisch weiterentwickelt, es ist moderner

und durch die jahrelange Erfahrung damit immer unkomplizierter geworden.

Inwiefern spielt die Digitalisierung hier eine Rolle? Die Digitalisierung hilft uns vor allem dabei, unsere Logistikkonzepte weiter zu perfektionieren. Die Abfallbehälter in unserem Einzugsgebiet sind mit Chips versehen, die es ermöglichen, die Container punktgenau zu verorten und die Abholrouten entsprechend abzustimmen. Dadurch optimieren wir die Wege, was Zeit und Transportkosten spart und den CO2-Ausstoß reduziert. In Planung ist außerdem eine App, über die der Bürger jederzeit Informationen darüber abrufen kann, welche Mengen er zur Abfuhr bereitgestellt hat. Er kann diese Mengen ins Verhältnis zum Vormonat setzen oder sie mit den Durchschnittsmengen der Region vergleichen. Das soll die Leute zusätzlich anspornen, sich bewusster mit dem Thema auseinanderzusetzen und in der Folge Abfall zu reduzieren – quasi als Challenge mit sich selbst. Sie sind als ATM zuständig für 104 Gemeinden in Innsbruck-Land und Schwaz. Wie funktionieren Gemeindekooperationen im Ihrem Bereich? Es macht für

Gemeinden generell Sinn, bestimmte Infrastrukturen zusammenzulegen. Im Bereich der Reyclinghöfe machen wir gute Erfahrungen. Wir haben unseren Wirkungsbereich dazu in zwölf so genannte Umweltzonen eingeteilt, in denen es jeweils zwischen einem und drei große, gut erreichbare Recyclinghöfe gibt, die von jedem Bürger in dieser Zone angefahren werden können. Das schafft enorme Synergieeffekte. Damit die Einwohner die Höfe nutzen können, bekommen sie eine Bürgerkarte, mit der sich der jeweilige Schranken öffnen lässt und über die zum Beispiel auch anfallende Gebühren für kostenpflichtige Entsorgungen unkompliziert abgerechnet werden können. Dieses System hin in Richtung zentrale, moderne Recyclinghöfe mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten möchten wir weiter ausdehnen.

Wo sehen Sie die Zukunft der ATM? Unser großes Ziel ist es, Abfall zu vermeiden. Deshalb betreiben wir viel Öffentlichkeitsarbeit, um die Menschen zu informieren und das Bewusstsein zu schärfen. Unterm Strich möchten wir die Restmüllmengen noch weiter reduzieren. Für die Gemeinden bemühen wir uns in der Folge um eine bestmögliche Vermarktung der Wertstoffe. Deshalb arbeiten wir laufend an der Qualitätssteigerung bei der Erfassung von Wertstoffen. Auch Re-Use ist ein großes Thema, also die Wiederverwendung von Materialien, noch bevor sie überhaupt in den Recyclingkreislauf gelangen. Letzlich geht es uns darum, so ressourcenschonend und nachhaltig wie möglich zu arbeiten. PR

ABFALLWIRTSCHAFT TIROL MITTE Die ATM ist die Umweltserviceorganisation der 104 Gemeinden in den Bezirken Innsbruck-Land und Schwaz sowie mit der IKB Betreiberin des Recycling Zentrums Ahrental.

www.atm-online.at

229


230

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

251

238

Köllensperger Stahlhandel GmbH & Co KG

Thaur

Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl und Halbzeug

45

2020 986.033 2019 1.200.577 2018 1.493.483

252

270

SPGPrints Austria GmbH

Langkampfen

2020 24.000.000 (g) 2019 26.700.000 (g) 2018 26.577.000 (g)

253

292

Elekta GmbH

Innsbruck

Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln

23

2020 23.800.000 (g) 2019 22.000.000 2018 17.333.618

2019 3.769.992 2020 4.090.000 2018 4.316.929

254

226

SWARCO AG**

Wattens

Beteiligungsgesellschaften

93

255

261

Autohaus Manfred Neurauter GmbH

Telfs

Einzelhandel mit Kraftwagen

43

256

277

Tiroler Backhaus GmbH

Kematen i. Tirol

Herstellung von Backwaren

229

257

300

Einrichtungshaus Föger GmbH

Pfaffenhofen

141

258

264

Alpina Food & Dairy Products GmbH

Handelsvermittlung von Möbeln, Einrichtungs- und Haushaltsgegenständen

Wörgl

Milchverarbeitung

10

259

287

HS Holzexport Schuster GmbH

Innsbruck

Großhandel mit festen Brennstoffen

7

260

274

Rinderzucht Tirol eGen

Innsbruck

Großhandel mit lebenden Tieren

40

261

244

Nutzfahrzeuge Leasing AG

Wörgl

Leasing von Kraftwagen

13

262

269

Transped Immofinanz GmbH

Wörgl

Tankstellen

4

263

3031)

Kem Cosmetics GmbH

Kematen Tirol

Herstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen

80

264

283

Barilla Austria GmbH

Innsbruck

265

225

MR-Service Tirol registrierte Genossenschaft mbH

Innsbruck

266

288

Primagaz GmbH

Kirchbichl

267

291

Hausberger Elektrotechnik GmbH

Innsbruck

Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten

60

268

239

Hermann Huber Autohaus GmbH

Zellberg

Einzelhandel mit Kraftwagen

50

269

332

Aebi Schmidt Austria GmbH

Inzing

32

270

282

ALPEWA Metallproduktion GmbH

Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten

Kirchbichl

Herstellung von Metallwaren

24

*)

Herstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen

Gas-, Wasser-, Heizungsund Lüftungs- und Klimaanlageninstallation

120

8 264 70

2020 23.900.000 (g) 2019 23.900.000 (g) 2018 23.900.000 (g)

2020 23.688.078 2019 28.387.400 2020 23.580.000 2019 24.652.000 2018 24.150.000

2019 -167.876 2018 1.613.442 2017 2.926.407

2020 23.525.000 (g) 2019 23.350.000 (g) 2018 23.350.000 (g)

2019 240.904 2019 525.911 2018 341.578

2020 23.500.000 (g) 2019 24.500.000 (g) 2018 27.500.000 (g)

2019 1.665.399 2018 1.085.731 2017 1.301.159

2020 23.503.738 2019 21.100.000 2018 24.360.000 (g)

2019 43.206 2018 257.909

2020 23.094.384 2019 22.200.000 2018 22.200.000

2020 736.168 2018 301.660 2017 183.851

2020 23.000.000 (g) 2019 26.300.000 2018 32.000.000 (g)

2019 2.160.213 2018 1.144.199 2017 1.102.152

2020 23.000.000 (g) 2019 23.792.121

2019 27.158

2020 23.000.000 (g) 2019 23.993.251 2018 20.611.557

2019 770.166 2017 730.857

2020 22.500.000 (g) 2019 22.599.181 2018 21.162.000 (g)

2019 966.381 2017 2.645.039

2020 22.800.000 (g) 2019 21.000.000 (g) 2018 19.000.000 (g)

2019 -3.542.097 2017 -3.579.879

2020 22.141.202 2019 28.600.000 2018 28.017.021

2020 54.079 2019 665.581 2018 637.599

2020 22.000.000 2019 23.000.000 2020 22.000.000 2019 22.000.000 2018 23.580.000 (g)

2019 1.325.848 2018 1.331.025 2017 1.058.995 2019 -355.642 2018 12.461

2020 22.000.000 (g) 2019 26.700.000 2018 24.240.000 (g)

2019 2.871.146 2018 2.169.544 2016 2.393.067

2020 22.000.000 (g) 2019 22.600.000 (g) 2018 21.500.000 (g)

2019 630.530 2018 706.906 2016 2.573

2020 22.000.000 (g) 2019 19.000.000 (g) 2018 22.000.000 (g)

2019 1.202.352 2018 402.737 2017 327.531

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals TUNAP Cosmetics GmbH


GENERALI

LIFETIME-PARTNER

D

ie Weichen für die Zukunft sind gestellt, wobei die Kunden für die Generali selbstverständlich im Fokus bleiben. So möchte sich der Versicherer seinen Kunden gegenüber als lebenslanger Partner etablieren. Generali-Regionaldirektor Markus Winkler: „Die Generali Österreich präsentiert sich als führender Versicherungsanbieter mit einem nachhaltig guten Geschäftsergebnis und einer hohen Kundentreue. Unsere Ambition ist es, ein Lifetime-Partner für unsere Kunden und die führende Versicherung für Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe zu sein. Im Zentrum stehen dabei nicht zuletzt unsere Kunden sowie eine neue Einfachheit.“ Die Generali richtet ihre Tätigkeit darauf aus, ein lebenslanger Partner für ihre Kunden zu sein. Die Versicherung hat mehr zu bieten als die passenden Produktlösungen: Sie unterstützt Assistance-Leistungen wie zuletzt mit der Generali IT Assistance, re-

agiert mit individuellen Angeboten auf veränderte Lebensbedingungen und motiviert mit Generali Vitality, gesünder zu leben und vorzusorgen.

DIE GENERALI - APP

Der regelmäßige, proaktive Kundenkontakt ergänzend zum persönlichen, qualitativen Beratungsgespräch spielt bei der LifetimePartnerschaft eine entscheidende Rolle. „Als lebenslanger Partner für unsere Kunden müssen wir in der Welt unserer Kunden präsent sein. Wenn mobile Geräte Teil des Alltags sind, dann ist auch die Generali Teil dieser mobilen Welt“, erklärt Winkler. So können sich die Kunden durch die neue Generali-App als mobile Ergänzung zum Generali-Kundenportal auch mit ihrem Betreuer und der Generali vernetzen und damit auf viele Funktionalitäten rund um die Versicherung sowie auf komplett neue Features etwa im Gesundheitsbereich zurückgreifen. PR

WER SAGT, DASS IHR MARATHON NICHT AUCH 4,2 KM HABEN KANN? Mit unserem Gesundheitsprogramm Generali Vitality motivieren und begleiten wir Sie auf Ihrem Weg in ein gesünderes Leben. Dabei belohnen wir Sie für jeden Schritt: mit tollen Vergünstigungen bei attraktiven Marken. Und mit der schönsten Belohnung überhaupt: einem besseren Lebensgefühl – das Sie mit nur 6,50 Euro pro Monat gerade mal so viel kostet wie die Schnürsenkel eines guten Laufschuhs. Jetzt anmelden und aktiv werden: generali.at/vitality

Kundenservice Tirol T +43 512 5926 0, office.tirol.at@generali.com

© DIE FOTOGRAFEN

Mit Nachhaltigkeit und einer dynamischen Digitalisierungsentwicklung konnte die Generali wesentliche Zielsetzungen erfolgreich umsetzen.

Regionaldirektor Markus Winkler: „Mit dem Generali-Kundenportal und der neuen Generali-App ermöglichen wir unseren Kunden noch einfacher, mit ihrem Generali-Betreuer in Kontakt zu treten.“

GENERALI TIROL Nähere Informationen erhalten Sie beim Kundendienst der Generali Tirol unter 0512/5926-0 oder office.tirol. at@generali.com, im Internet unter www.generali.at oder bei Ihrem persönlichen Generali-Kundenberater bzw. Konzernagenten. Überzeugen Sie sich selbst und seien Sie dabei.

231


232

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

271

281

Finance Alpin Kitzbühel GmbH

Kitzbühel

Beteiligungsgesellschaften

8

272

374

Schmid Holz GmbH

Westendorf

Großhandel mit Holz

8

273

254

Pirktl Holiday GmbH & Co KG

Mieming

Hotels

234

274

323

B-Transport GmbH

Hall i. Tirol

114

275

313

Gemeinnützige Hauptgen. des Siedlerbundes registrierte Genossenschaft mbH

Güterbeförderung, Maschinenvermietung

Innsbruck

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

28

276

321

Gebrüder Kofler GmbH

Landeck

Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln

50

277

314

Kurz Fertigteilbau GmbH

Langkampfen

Hochbau

110

278

301

Kufgem GmbH

Kufstein

Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie

110

279

197

Berger Fahrzeugtechnik GmbH

Radfeld

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren

90

280

256

Autohaus Pontiller GmbH

Lienz

Einzelhandel mit Kraftwagen

90

281

275

Neuschmied Holz GmbH

Hopfgarten i. Brixental

Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke

62

282

298

Moguntia-Werke Gewürzindustrie GmbH

Kirchbichl

Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen

47

283

240

TOM TAILOR GmbH

Wörgl

Großhandel mit Textilien

27

284

248

ALPHA Logistik GmbH

Kufstein

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

24

285

295

WMF in Österreich GmbH

Innsbruck

Großhandel mit keramischen Erzeugnissen, Glaswaren und Reinigungsmitteln

95

286

308

Inntaler Transporte GmbH

Wörgl

Tankstellen

18

287

258

YESCA Mobilitäts GmbH

Innsbruck

Reparatur und Instandhaltung von Fahrzeugen

50

288

299

Street One Modehandels- GmbH

Innsbruck

Großhandel mit Textilien

6

289

194

Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co. KG

Kaltenbach

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

125

290

325

Speckbacher Handels GmbH

Reutte

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

71

*)

MA

UMSATZ

EGT *)

2020 22.000.000 2019 22.636.561 2018 12.700.000 2020 21.600.000 2019 17.000.000 2018 21.700.000

2020 21.500.000 2019 25.261.000 (g) 2018 24.325.000 (g)

2018 2.207.874 2017 3.173.412

2020 21.246.146 2019 20.300.000 2018 20.350.000 (g)

2020 5.502.108 2019 4.100.000 2017 4.566.361

2020 21.285.000 2019 19.957.000 2018 19.578.000

2019 21.051.034 2018 23.000.000

2020 21.050.000 2019 20.127.000 2018 21.295.000 (g)

2020 21.000.000 (g) 2019 21.000.000 2018 17.542.000 (g)

2019 2.848.000 2018 2.321.000

2020 21.000.000 (g) 2019 25.000.000 2018 21.574.000 (g)

2019 739.989 2018 1.041.137

2020 21.000.000 (g) 2019 32.550.000 (g) 2018 31.600.000 (g)

2019 1.092.737 2018 259.599 2017 1.730.574

2020 21.000.000 (g) 2019 23.500.000 2018 23.068.000 (g)

2019 4.416.209 2017 1.352.380

2020 21.000.000 2019 21.300.000 2018 22.100.000

2019 223.788 2017 -3.172.800

2020 21.000.000 (g) 2019 26.000.000 (g) 2018 25.166.678

2020 2018 1.289.624

2021 21.000.000 (g) 2019 26.400.000 (g) 2018 26.500.000

2019 8.041.554 2018 2.460.883 2017 1.221.720

2020 20.800.000 (g) 2018 64.135.000 (g)

2019 1.339.714 2018 3.705.761

2020 20.800.000 (g) 2019 20.756.750 2018 20.000.000

2020 20.600.000 2019 25.000.000 2018 24.500.000

2018 -248.462

2020 20.400.000 (g) 2019 33.000.000 (g) 2018 31.396.617 (g)

2019 7.548.518 2018 7.942.176 2017 9.873.470

2020 20.500.000 (g) 2019 21.300.000 (g) 2018 21.315.000 (g)

2019 20.166.000 2018 19.290.000 (g)

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


UBIT

ZUVERLÄSSIGE PARTNER FÜR IHR UNTERNEHMEN Für viele österreichische Großunternehmen ist es bereits selbstverständlich, dass man bei Versicherungsfragen auf die Expertise von unabhängigen Versicherungsmaklern vertraut. Doch auch für kleinere Unternehmensgrößen ist es aufgrund der vielen Vorteile unbedingt empfehlenswert, alle Versicherungsangelegenheiten vertrauensvoll in verlässliche Hände zu legen.

D

er Kampf durch den Dschungel an Versicherungen ist nicht leicht zu gewinnen. Deshalb arbeiten Industrieund Gewerbebetriebe großteils mit Versicherungsmaklern zusammen. Für sie sind diese genauso selbstverständliche Systempartner wie Rechtsanwälte oder Steuerberater. Diese Entscheidung spart jedem Unternehmer auf jeden Fall Zeit, Geld und Nerven. Ein Makler ist im Gegensatz zu Mitarbeitern einer Versicherung oder Versicherungsagenten nicht an eine bestimmte Versicherung gebunden. Sie arbeiten nach dem „Best-advice-Prinzip“, das heißt, der Versicherungsmakler empfiehlt seinen Kunden aus dem vorhandenen Angebot auf dem Versicherungsmarkt die optimale Absicherung hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Der Aufwand für das Maklerhonorar wird durch die vielen Vorteile in Versicherungsfragen, die er für die Firma erzielen kann, auf jeden Fall mehr als nur ausgeglichen. Versicherungsmakler sind ausgebildete Experten, die ihren Kunden ein umfangreiches Service anbieten können: Der umfassenden Risikoanalyse folgt ein professionelles Deckungskonzept sowie die dazu begleitende Dokumentation und Betreuung. Sie analysieren, für welche Risiken der Kunde einen Versicherungsschutz braucht und welche Versicherungsangebote deshalb erst gar nicht in Frage kommen.

Michael Schopper, Obmann der Fachgruppe Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten der Wirtschaftskammer Tirol

DIE RICHTIGE WAHL Die Hauptaufgabe eines Versicherungsmaklers liegt darin, den Versicherungsnehmer optimal zu beraten, ihm den jeweils bestmöglichen Versicherungsschutz zu vermitteln und ihm jederzeit fachmännisch zur Seite zu stehen – dazu sind Makler gesetzlich verpflichtet. Sie ermöglichen aufgrund ihrer ausgezeichneten Marktkenntnis immer die jeweils passende Versicherungsdeckung und helfen im Schadenfall dabei,

Kundenansprüche gegenüber den Versicherungsunternehmen durchzusetzen. Sie sorgen dafür, dass die Schadensabwicklung professionell, rasch und effizient erfolgt. Die Erfolgsquote bei der Durchsetzung von Versicherungsleistungen im Schadenfall ist auf jeden Fall höher als ohne Vertretung durch einen Versicherungsmakler. Laufende Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass Versicherungsmakler mit ihrem Wissen immer up to date und somit auch laufend über den Markt und das gesamte Umfeld aktuell informiert sind. Dies sichert auch ihren Kunden enorme Vorteile im Vergleich zu den Mitbewerbern im Versicherungsvertrieb. Diese vielen Vorteile schlagen sich auch im Ergebnis der vom unabhängigen Finanz-Marketing Verband Österreich durchgeführten Recommender-Studie nieder. Diese Studie misst in einer repräsentativen Umfrage unter anderem die Weiterempfehlungsbereitschaft von Bank-, Versicherungs- und Bausparkassenkunden. Das Ergebnis ist deutlich: 60 Prozent der Befragten würden ihren Versicherungsmakler aktiv weiterempfehlen. Das macht klar, dass Versicherungsmakler seit Jahren die beliebteste Vertriebsschiene in der Versicherungsbranche sind. Versicherungsmakler sind also in jedem Fall die beste Versicherung für jedes Unternehmen. PR

233


234

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

291

174

Tiroler Flughafenbetriebs- GmbH

Innsbruck

Erbringung von Dienstleistungen für die Luftfahrt

168

2020 448.368 2019 8.165.915 2018 7.131.000

292

352

Plansee Group Service GmbH**

Reutte

Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie

2020 20.126.967 2019 38.736.916 2018 37.925.000

150

293

296

Kahlbacher Machinery GmbH

Kitzbühel

Herstellung von Maschinen

114

2019 2.441.336 2018 770.153

294

215

Ragg GmbH

Hall i. Tirol

Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen

2020 20.000.000 (g) 2019 21.400.000 2018 12.100.000 (g)

92

295

340

ErlebnisSennerei Zillertal KG

Mayrhofen

Milchverarbeitung

90

296

284

AFS Logistic Solutions GmbH

Zirl

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

71

297

319

Schuler GmbH

Völs

298

309

VENTOTRANS GmbH

Kirchbichl

299

343

Kapferer und Kapferer GmbH & Co KG

Umhausen

Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen

69

300

324

Eisendle Frisch- und Tiefkühlwaren KG

Hall i. Tirol

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

48

301

280

Neurauter * frisch GmbH

Ötztal Bahnhof

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

74

302

341

Feratel Media Technologies AG

Innsbruck

Herstellung von elektrischen Geräten

108

303

346

Auto-Linser GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Kraftwagen

60

304

329

Rossbacher GmbH

Lienz

Sammlung nicht gefährlicher Abfälle

97

305

290

VERITAS AUSTRIA GmbH

Mieders

Herstellung von technischen Kunststoffteilen

150

306

327

Auer GmbH

Pfons

Güterbeförderung im Straßenverkehr

130

307

342

Stadtwerke Schwaz GmbH

Schwaz

Elektrizitätserzeugung

97

308

307

MK Illumination Handels GmbH

Innsbruck

Erzeugung und Vertrieb von festlicher Beleuchtung

64

309

311

Stadtwerke Wörgl GmbH

Wörgl

Elektrizitätserzeugung

70

310

289

Stock GmbH

Finkenberg

Hotels

191

*)

Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

52 23

2020 20.000.000 (g) 2019 17.900.000 (g) 2018 17.197.000 (g)

2019 2.572.706 2018 396.536

2020 20.000.000 (g) 2019 30.000.000 2018 30.000.000 (g)

2019 15.225 2018 1.600.218 2017 1.494.467

2020 20.000.000 (g) 2019 22.400.000 (g) 2018 23.605.000 (g)

2019 624.700 2018 2.380

2020 20.000.000 (g) 2019 20.697.297 2018 21.196.199

2019 356.454 2018 359.076

2020 20.000.000 (g) 2019 18.637.000 (g) 2018 18.362.000 (g)

2020 20.000.000 (g) 2019 20.000.000 (g) 2018 19.285.000 (g)

2019 650.122 2018 1.162.223

2020 19.900.000 (g) 2019 18.500.000 2018 18.300.000

2019 328.209

2020 19.888.829 2019 22.800.000 2018 24.725.000

2020 238.272 2018 8.211 2017 85.517

2020 19.894.000 (g) 2019 19.600.000 (g)

2019 19.858.479 2017 17.129.848 2020 19.500.000 2019 18.200.000 (g) 2018 18.039.000 (g)

2019 1.026.452 2018 978.612

2020 19.200.000 (g) 2019 19.000.000 2018 18.968.000 (g)

2019 813.914 2017 348.741

2020 19.000.000 (g) 2019 19.100.000 (g) 2018 17.826.796 (g)

2019 -397.116 2018 1.199.073

2020 19.000.000 2019 22.000.000 2018 23.146.270 (g)

2020 566.000 2019 -530.000 2017 1.322.223

2020 19.000.000 (g) 2019 18.500.000 2018 19.726.000 (g)

2019 4.291.036 2018 5.123.860

2020 19.000.000 2019 20.800.000 2018 130.000.000

2019 416.611

2019 18.886.321 2018 16.588.000 (g)

2019 100.211 2018 228.368

2020 18.800.000 2019 22.000.000 2018 21.719.192

2020 274.000 2019 642.158 2018 1.160.585

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


UNICREDIT BANK AUSTRIA

UNTERNEHMEN FIT FÜR DIE ZUKUNFT MACHEN Wie die UniCredit Bank Austria Unternehmen jetzt dabei unterstützt, ihre Finanzierungsstruktur zu diversifizieren und fit für zukünftige Erfolge zu sein, erläutert Markus Sappl, Landesdirektor Firmenkunden Tirol. ECO.NOVA: Sieben von zehn Unternehmen

tive Zukäufe zu prüfen. Auch kann überlegt werden, einen Mehrheits- oder Minderheitsinvestor ins Boot zu holen, der Expertise, Marktzugänge und Kapital mitbringt. Wir laden die Unternehmen ein, mit uns individuell passende Lösungen zu erarbeiten.

in Österreich setzen auf die UniCredit Bank Austria. Welche Qualitäten zeichnen diese Partnerschaften aus? MARKUS SAPPL: Ganz klar der offene, kontinuierliche, partnerschaftliche Dialog mit unseren Kunden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass nur eine tiefe Kenntnis des Geschäftsmodells, des Umfelds und der Strategien unserer Kunden wichtig ist und auch die langfristige Verbundenheit stärkt. Dadurch haben wir die Möglichkeit, die Unternehmensziele unserer Kunden frühzeitig kennenzulernen, von Anfang an in die Gestaltung ihrer Finanzierungsstruktur eingebunden zu sein um sie dabei mit unserem Know-how bestmöglich zu unterstützen. Nicht nur die Volkswirtschaft insgesamt wird durch die Krise hart getroffen. Auch viele Unternehmen müssen weiterhin mit belasteten Bilanzen rechnen. Was bedeutet das gerade für mittelständische und größere Unternehmen? Die aktuelle Entwicklung bedeutet für viele Unternehmen, dass sich ihre Bonität verschlechtert hat oder noch verschlechtern könnte. In dieser Situation ist eine vertrauensvolle Beziehung mit der Hausbank ganz besonders wichtig. Denn es werden jene Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen, die rechtzeitig ihre Finanzierungsstruktur diversifizieren. Gut stehen vor allem Unternehmen da, die auch über ausreichend Eigenmittel verfügen – für Investitionen bis hin zu eventuellen Zukäufen. Welche Faktoren werden bei der UniCredit Bank Austria auf dem Weg zu einer optimierten Finanzierungsstruktur berücksichtigt, bzw. worauf kommt es dabei an? Um den optimalen Finanzierungsmix, bestehend aus klassischen Krediten, unterschiedlichen Förderprogrammen, Green Finance bis hin zu Working-Capital- und Kapitalmarktlösungen zu finden, unterstützen

BEZAHLTE ANZEIGE

Markus Sappl, Landesdirektor Firmenkunden Tirol der UniCredit Bank Austria

Wie lautet zusammengefasst Ihre Empfehlung für heimische Unternehmen? In einem Satz: Sprechen Sie jetzt mit uns, Ihrem Finanzpartner! Gerade unsere exportorientierten Unternehmen bleiben nur dann wettbewerbsfähig, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt investieren können. Vor allem jetzt beim Neustart nach der Krise haben wir die einmalige Chance, die österreichische Wirtschaft mit unserer Expertise und unserer Finanzkraft zu unterstützen. Wir stehen bereit und wollen Projekte finanzieren, dafür werden wir auch als Bank wachsen und unsere Betreuungskapazitäten noch weiter ausbauen.

UNICREDIT BANK AUSTRIA die Experten der UniCredit Bank Austria die Unternehmen im partnerschaftlichen Dialog in einer Art 360-Grad-Analyse. Hierbei kommt es vor allem auf ein vernünftiges Verhältnis zwischen Eigenkapital und Fremdkapital an, welches von Branche zu Branche unterschiedlich sein kann. Daher fließen in diese Analyse auch spezifische Branchenkennzahlen mit ein. Auch unser bewährtes Finanzplanungstool BusinessPlanner kann in dieser Phase zusätzliche Liquiditätspotenziale ans Licht bringen.

Welche Möglichkeiten könnten jetzt darüber hinaus zur Stärkung des Eigenkapitals überlegt werden? Je nach Unternehmenssituation kann jetzt ein guter Zeitpunkt sein, Randgeschäfte zu überdenken und eventuell zu verkaufen, oder – falls man zu den Gewinnern dieser Krise gehört – selek-

Ist eine der kapitalstärksten Großbanken Österreichs und Teil von UniCredit, einer erfolgreichen paneuropäischen Geschäftsbank mit voll integriertem Corporate und Investment Banking. 7 von 10 heimischen Großunternehmen sind Kunden der UniCredit Bank Austria. Ihr Geschäftsbereich „Unternehmerbank“ betreut nahezu jedes dritte mittelständische Unternehmen Österreichs.

NÄHERE INFORMATIONEN Markus Sappl, Landesdirektor Firmenkunden Tirol Tel.: +43 (0)5 05 05-95182

www.unternehmerbank.at

235


236

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

311

NEU

HYPO-TIROL Mobilienleasing II GmbH

Innsbruck

Leasing von Kraftwagen

2

312

276

Autohaus Rudolf Fuchs GmbH

Itter

Einzelhandel mit Kraftwagen

45

313

335

ROWA - Moser Handels-GmbH

Innsbruck

49

314

210

Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld GmbH & Co. KG

Großhandel mit elektronischen Bauteilen undTelekommunikationsgeräten

Längenfeld

Hotels

230

315

331

KP Plattner GmbH

Rum

Handelsvermittlung von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren

39

316

336

ICV Handels GmbH

Hopfgarten

Großhandel

18

317

366

VS-Hohldielen-West- GmbH

Radfeld

Erzeugung / Herstellung Betonwaren

70

318

345

Elektro Müller GmbH & Co. KG

Landeck

Elektroinstallation

164

319

310

Stiebleichinger GmbH

Innsbruck

Hotels

263

320

317

Reha Zentrum Münster Betriebs GmbH

Münster

Krankenhäuser

260

321

351

Bernard Gruppe ZT GmbH

Hall i. Tirol

Ingenieurbüros

174

322

193

Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG Sölden - Tirol

Sölden

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

155

323

347

Bauunternehmung Dipl.Ing. Walter Frey GmbH

Lienz

Wohnungs- und Siedlungsbau

114

324

328

Liftgesellschaft Obergurgl, GmbH

Obergurgl

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

106

325

257

Tyrolean Jet Services GmbH

Innsbruck

326

333

Dannemann Global Extrusion GmbH

Jochberg

327

273

Raiffeisengen. Osttirol, registrierte Genossenschaft mbH

Lienz

Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere

48

328

3341)

MediaMarkt Innsbruck Kaufhaus Tyrol GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik

37

329

NEU

Zugvogel Speditions GmbH

Strass i. Zillertal

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

24

330

350

Schwaninger Vieh Export GmbH

Weer

Großhandel mit lebenden Tieren

10

*)

MA

UMSATZ

EGT *)

2020 18.742.832

Erbringung von Dienstleistungen für die Luftfahrt Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoff

63 50

2020 18.500.000 (g) 2019 23.500.000 2018 27.618.636 (g)

2019 18.472.328 2017 18.117.390 2020 18.320.000 2019 30.250.000 2018 27.893.594 2020 18.300.623 2019 19.000.000 2018 18.500.000

2020 18.300.000 2019 18.800.000 (g) 2018 18.780.000 (g)

2020 999.528 2019 724.605 2018 796.914

2020 2.024.586 2019 2.261.363 2018 1.831.224 2020

2020 18.160.095 2019 17.058.000 2018 15.818.283

2020 18.150.000 2019 18.400.000 2017 13.910.000 (g)

2020 18.000.000 (g) 2019 20.500.000 (g) 2018 14.700.000 (g)

2019 1.344.382 2018 646.882

2020 18.000.000 (g) 2019 17.900.000 2018 16.019.222

2019 542.797 2018 375.208

2020 18.000.000 (g) 2019 18.000.000 (g) 2018 18.000.000 (g)

2018 802.121 2017 1.263.493

2020 18.000.000 (g) 2019 20.000.000 (g) 2018 20.000.000 (g)

2019 986.205 2018 1.010.262 2017 929.337

2020 18.000.000 (g) 2019 33.000.000 (g) 2018 33.000.000 (g)

2019 7.411.331 2017 8.774.542

2019 18.000.000 (g) 2017 20.110.356

2019 1.487.330 2018 2.827.936

2020 18.000.000 (g) 2019 25.000.000 (g) 2018 25.119.000 (g)

2019 -4.183.231 2018 -2.941.310

2020 18.000.000 (g) 2019 23.800.000 2018 22.421.000 (g)

2019 2.026.654 2017 1.187.887

2020 18.000.000 (g) 2019 18.968.000 (g) 2018 18.968.000 (g)

2020 18.000.000 2019 18.955.677 2018 19.035.000

2019 202.607 2017 378.541

2020 18.000.000 (g)

2020 18.000.000 (g) 2019 18.000.000 2018 20.503.000 (g)

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Saturn Innsbruck Electro-HandelsGmbH


238

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

331

NEU

Ing. Bodner Wohnbau GmbH

Kufstein

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

332

371

Stubai ZMV GmbH

Fulpmes

333

355

Schilift-Zentrum-Gerlos GmbH.

Gerlos

334

320

WESTCAM Datentechnik GmbH

Mils

335

384

Holzbau Saurer GmbH & Co. KG

Höfen

Fertighaus- und Hallenerzeugung

336

370

GOIDINGER Bau- und Leichtbeton GmbH

Wattens

337

326

MWS Aluguss GmbH

338

353

339

Großhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

MA

1 33 85

UMSATZ

EGT *)

2020 18.000.000 (g)

2020 17.930.000 2019 17.000.000 2020 17.800.000 (g) 2019 17.500.000 2018 16.807.000 (g)

2020 1.530.000 2018 828.598 2017 760.727

2019 1.457.474 2019 3.000.000 2017 1.343.714

2020 17.700.000 2019 20.000.000 2018 19.521.000

90

2020 17.557.023 2018 14.297.000 (g)

2020 1.700.000 2019 1.950.167 2017 1.196.739

Hochbau, Handel und Erzeugung von Baustoffen

78

2019 17.545.516 2018 17.000.000

2019 550.764 2017 598.245

Kufstein

Leichtmetallgießereien

98

2019 177.391 2017 919.680

Privatquelle Gruber GmbH & Co KG

Brixlegg

Herstellung von Erfrischungsgetränken, Gewinnung Mineralwässer

2020 17.500.000 (g) 2019 19.119.341 2018 18.500.000

93

380

Thöni Holding GmbH**

Telfs

Beteiligungsgesellschaften

17

340

337

DEMACLENKO GmbH**

Telfs

Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen

20

341

361

Abfallbehandlung Ahrental GmbH

Innsbruck

Deponierung nicht gefährlicher Abfälle

33

342

363

Burgstaller Bau GmbH

Innsbruck

Wohnungs- und Siedlungsbau

7

343

364

Der Bäcker Ruetz GmbH

Kematen i. Tirol

Einzelhandel mit Back- und Süßwaren

344

365

Elitec Elektrotechnik HandelsGmbH

Innsbruck

Großhandel mit Metallund Kunststoffwaren für Bauzwecke

57

345

367

Gerzabekteam GmbH

Kitzbühel

Hochbau

99

346

458

Idealbau GmbH

Kitzbühel

Hochbau

30

347

252

F. Kaltschmid Hotel GmbH

Seefeld

Hotels

280

348

243

Mode von Feucht GmbH

Hall i. Tirol

Einzelhandel mit Bekleidung

210

349

316

Bergbahnen Ellmau - Going GmbH & Co. Hartkaiserbahn KG

Ellmau

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

150

350

3771)

MediaMarkt Wörgl GmbH

Wörgl

Einzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik

29

*)

Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten

55

235

2020 606.353 2017 441.328

2020 17.500.000 (g) 2019 17.800.000 2018 20.252.655

2019 1.644.541 2018 879.068

2020 17.320.000 2019 18.743.000 2018 19.049.000

2019 227.747 2018 228.000

2020 17.400.000 2018/19 16.100.000

2020 17.300.000 (g) 2019 17.293.100 2018 16.957.749 (g)

2019 101.498 2017 270.329

2020 17.200.000 (g) 2019 17.100.000 (g) 2018 17.100.000 (g)

2019 643.666 2018 715.591

2020 17.100.000 (g) 2019 17.000.000 2018 14.000.000

2019 -386.142 2018 64.473

2020 17.000.000 (g) 2019 25.500.000 (g) 2018 24.750.000 (g)

2019 258.531 2018 -412.869 2017 -303.616

2020 17.000.000 (g) 2019 20.000.000 2018 11.918.000 (g)

2019 4.066.361 2017 2.136.217

2020 17.300.000 (g) 2019 17.200.000 (g) 2018 17.170.000 (g)

2020 17.200.000 (g) 2019 17.100.000 2018 17.170.000 (g)

2019 1.627.786

2020 17.100.000 (g) 2019 13.000.000 2018 19.333.000 (g)

2017 102.455

2020 17.000.000 (g) 2019 26.300.000 2018 20.000.000 (g)

2019 404.501 2018 94.893

2020 17.000.000 (g) 2019 16.474.622 2018 16.039.000

2019 926.351 2017 1.138.820

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Media Markt Wörgl TV-Hifi-Elektro GmbH


MCI

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240

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

351

373

Intergraphik GmbH**

Innsbruck

Drucken von Zeitungen

19

2020 17.000.000 (g) 2019 17.000.000 (g) 2018 14.552.694

2019 750.653 2018 1.795.083

352

357

dez Einkaufszentren GmbH

Innsbruck

Vermietung und Verpachtung

3

353

375

Sunkid GmbH

Imst

Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen

13

2018 1.514.215

354

431

Olymp Werk GmbH

Ötztal Bahnhof

Herstellung von Öfen und Brennern

2020 16.968.000 (g) 2019 16.800.000 (g) 2018 13.833.274 (g)

149

355

227

Purzelbaum Handels-GmbH

Kufstein

Einzelhandel mit Textilien

153

356

378

Helbling VerlagsGmbH

Rum

Verlegen von Büchern

75

357

360

Schlosshotel Fiss GmbH

Fiss

Hotels

135

358

383

Aufschnaiter Einrichtungshaus Tischlerei GmbH & Co. KG

St. Johann i. Tirol

Einzelhandel mit Wohnmöbeln

63

359

386

Schöffel Austria GmbH

Innsbruck

Großhandel mit Sportartikeln

31

360

302

Ingenieure Maurer Wallnöfer GmbH & Co. KG

Ötztal Bahnhof

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

100

361

338

BOE Gebäudemanagement GmbH

Innsbruck

Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen

95

362

306

Sinnesberger Mineralölvertriebs GmbH

Kirchdorf i. Tirol

Tankstellen

16

363

286

Zeller Bergbahnen Zillertal GmbH & Co KG

Zell a. Ziller

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

121

364

368

Berg- & Skilift Hochsöll GmbH u. Co. KG

Söll

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

90

365

NEU

Engl GmbH

Schwoich

Spezialisierte Bautätigkeiten

50

366

304

Oberhofer Josef GmbH

Mils

Einzelhandel mit Kraftwagen

47

367

382

Katzenberger GmbH

Innsbruck

Bauwarenhandel

32

368

394

Rieder's Quellen-Betriebe GmbH

Münster

Herstellung von Erfrischungsgetränken, Gewinnung natürlicher Mineralwässer

43

369

391

SPONTEX Logistics GmbH

Kufstein

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

21

370

417

slw Soziale Dienste GmbH

Axams

Sozialwesen

251

*)

2020 17.000.000 (g) 2019 17.500.000 (g) 2018 16.673.000 (g)

2019 5.524.048 2018 4.326.151 2017 3.725.453

2020 16.949.848 2019 13.815.000 (g) 2018 13.695.000 (g)

2018 419.702 2017 396.495

2020 16.800.000 (g) 2019 28.000.000 2018 27.000.000

2019 -1.033.955 2018 -54.744 2017 1.954.865

2019/20 16.529.506 2019 17.300.000 (g) 2018 17.600.000

2019 742.067 2018 5.000.000

2020 16.800.000 (g) 2019 16.240.000 (g) 2018 16.000.000

2019 1.012.478 2018 851.796

2020 16.500.000 (g) 2019 16.027.224 2018 12.669.000 (g)

2019 2.127.639 2017 1.400.496

2020 16.336.300 2019 21.000.000 2018 20.000.000

2020 -197.000 2018 53.033 2017 968.354

2020 16.500.000 (g) 2019 16.000.000 (g)

2020 16.200.000 2019 18.700.000 2018 19.315.000

2019 1.594.927 2018 1.945.488

2020 16.000.000 (g) 2019 22.230.000 2018 17.170.000 (g)

2019 2.109.870 2017 1.669.941

2020 16.200.000 2019 21.000.000 2018 21.500.000

2020 16.000.000 (g) 2019 17.000.000 2018 15.000.000

2019 2.712.833 2017 1.456.001

2020 16.000.000

2019 1.899.976

2020 16.000.000 (g) 2019 21.000.000 (g) 2018 21.533.000 (g)

2019 1.318.963 2018 738.765

2020 15.600.000 (g) 2019 15.429.000 2018 15.396.211 (g)

2019 1.900.000 2017 1.778.149

2020 15.931.000 2019 16.051.000 2018 16.280.000

2020 15.600.000 (g) 2019 15.649.427 2018 12.775.614

2020 15.501.152 2019 14.586.211 2018 14.630.667

2019 304.264 2018 427.016 2019 -254.967 2018 305.941

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


GEIGER+PLATTER

Die Geschäftsführer Mag. Roswitha Matzler (re.) und Klaus Platter mit Magdalena Markt, die das Team mit professioneller Bäderplanung seit Herbst vergangenen Jahres verstärkt.

EIN ORT ZUM WOHLFÜHLEN Als eines der letzten regionalen Familienunternehmen setzt Geiger + Platter bewusst einen Gegentrend und stellt Werte wie qualifizierte Beratung und Planung, renommierte Marken und ein bestens bestücktes Ersatzteillager in den Mittelpunkt. T E X T : D O R I S H E LW E G

S

ie sind ihrem regionalen Bezug immer treu geblieben, auch wenn sie als letzte Verfechter ihrer Zunft als traditioneller Familienbetrieb in hartem Wettbewerb zu den österreichweit tätigen Anbietern stehen. „Wir wollen mit unseren hochqualifizierten Mitarbeitern nah am Kunden sein und mit Beratung und qualitativer Markenware punkten. Gerade die Pandemie hat uns gezeigt, dass es zwar schwierige Zeiten sind, die Menschen aber wieder mehr Wert auf ihr Zuhause legen“, verrät Mag. Roswitha Matzler, Tochter des Firmengründers Rudolf Geiger, die gemeinsam mit Klaus Platter, Sohn des zweiten Firmengründers Friedrich Platter, den Heizungs- und Sanitärbedarf Geiger+Platter führt. Die bestens ausgebildeten Mitarbeiter wissen, wovon sie reden, und haben in einem nahezu einzigartigen Ersatzteillager auch für ältere Produkte immer das richtige Teil parat. Damit setzt man auch hier bewusst einen Gegentrend im Sinne von Nachhal-

tigkeit, indem nicht jedes Produkt immer gleich neu gekauft werden muss, sondern es auch mal ausreicht, bei einer Armatur nur die defekte Kartusche auszutauschen.

PROFESSIONELLE BÄDERPLANUNG

„Ausgesprochen stolz sind wir, dass wir mit Magdalena Markt einen echten Profi für unsere Bäderplanung gewonnen haben. Sie ist auch für unseren Schauraum verantwortlich und pflegt diesen mit viel Liebe zum Detail“, freut sich Matzler. „Das Besondere an unserem Schauraum ist, dass wir unsere Bäder nicht auf einer riesigen Freifläche präsentieren, sondern in kleinen Bädernischen, so wie Bäder in der Realität dann auch meistens aussehen. So kann sich der Kunde seine Badgestaltung auch gleich viel besser vorstellen“, weiß die erfahrene Sanitärplanerin. Die realen Bäderwelten mit interessanten Lichtkonzepten erzeugen ein angenehmes Raumklima, in dem sich Kunden äußerst anschaulich bei der Gestaltung ihres Wohlfühlortes Bad inspirieren lassen können.

„Damit sich die Kunden ihr ausgewähltes Bad nicht nur in ihrer Fantasie vorstellen müssen, lässt sich das gewünschte Bad dank unserer bildhaften 3-D-Planung sehr gut veranschaulichen“, so Magdalena Markt.

DER REGIONALITÄT VERBUNDEN

Neben dem jahrelangen Erfahrungsschatz und dem fundierten Fachwissen stehen die Experten von Geiger+Platter auch dann mit Rat und Tat zur Seite, wenn etwas einmal nicht so funktioniert wie gedacht. Einen Ansprechpartner auch bei Problemen zu haben oder auf Fragen auch professionelle Antworten zu erhalten, ist und bleibt die Stärke eines regionalen Partners vor Ort. Auch wenn der Preis aus dem Internet mitunter verlockend sein kann, so zählen bei Geiger + Platter immer noch die guten alten Werte wie Verlässlichkeit und Know-how. Und das wissen Endkunden sowie Installateurbetriebe zu schätzen, die sich auch für Hotels oder Wohnbauten von Geiger+Platter beliefern lassen. www.geiger-platter.at PR

241


242

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

371

405

Freudenthaler GmbH & Co KG

Inzing

Sammlung nicht gefährlicher Abfälle

50

2019 1.674.801 2017 1.045.184

372

456

KS Kneissl & Senn Technologie GmbH

Erl

Herstellung von Metallkonstruktionen

2020 15.500.000 2019 15.000.000 2018 14.313.000

45

2020 15.500.000 2019 13.000.000

373

381

Kreis Industriehandel GmbH

Innsbruck

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

11

2020 15.500.000 (g) 2018 16.099.000

374

482

WP-Wörgartner Produktions-GmbH

Oberndorf i. Tirol

Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen

59

2020 15.223.291 2018 14.150.189

375

398

Stadtwerke Kitzbühel e.U.

Kitzbühel

Elektrizitätserzeugung

32

376

400

World-Direct eBusiness solutions GmbH

Sistrans

94

377

NEU

Watercryst Wassertechnik GmbH & Co. KG Zweigniederlassung Österreich

Kematen i. Tirol

Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln

378

NEU

Auer Bau GmbH

379

223

380

2020 15.220.700 (g) 2019 15.070.000 (g) 2018 14.847.000 (g) 2020 15.150.000 (g) 2019 15.001.345 2018 12.768.325 2020 15.134.904

Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen

49

Umhausen

Hochbau

120

GA Actuation Systems GmbH

Zellberg

Herstellung von Mess-, Kontroll- und Navigationsinstrumenten

113

348

Ager GmbH

Söll

Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren

99

381

396

Rathgeber GmbH

Innsbruck

Herstellung von Werkzeugen

90

382

420

Raiffeisen-Lagerhaus Hopfgarten-Wörgl u.U. registrierte Genossenschaft mbH

Hopfgarten

Großhandel mit Gebrauchsund Verbrauchsgütern

35

383

356

Cecil Modehandel GmbH

Innsbruck

Großhandel mit Textilien

6

384

410

LA - Bio Holz Pelletsvertriebs GmbH

Kitzbühel

Großhandel mit festen Brennstoffen

1

2020 15.000.000 (g) 2019 15.000.000 (g)

385

412

Christian Mühlberger Hotelbetriebs- GmbH

Kössen

Hotels

142

2019 14.900.000 (g) 2018 14.500.000 (g)

386

460

UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Med. Informatik und Technik

Hall i. Tirol

Tertiärer Unterricht

250

387

399

Milford Tee Austria GmbH

Hall i. Tirol

Verarbeitung von Kaffee und Tee

11

388

403

FIAI Handels GmbH

Schwoich

100

389

418

EAE Stöckl ElektroanlagenElektrifizierungsGmbH

Großhandel mit elektronischen Bauteilen undTelekommunikationsgeräten

Innsbruck

Elektroinstallation

90

390

408

Vita+ Naturprodukte GmbH

Langkampfen

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

50

*)

2020 1.500.000

2020 1.031.205 2019 541.356 2018 1.148.475

2019 1.271.977 2018 1.159.720 2020 2.453.036

2020 15.000.000

2020 15.000.000 (g) 2019 29.000.000 2018 30.307.000 (g)

2019 -1.252.829 2018 -7.107 2017 185.110

2020 15.000.000 (g) 2019 15.225.000 (g) 2018 17.170.000 (g)

2018 720.134

2020 15.000.000 (g) 2019 18.000.000 2018 20.301.000 (g)

2020 15.000.000 (g) 2019 14.500.000 2018 12.667.000 (g) 2020 15.000.000 (g) 2019 17.500.000 (g) 2018 17.500.000 (g)

2020 14.800.000 2019 12.817.000 2018 12.817.000 (g)

2019 260.133 2017 391.659

2019 -352.367 2018 167.551 2017 255.131

2019 1.837.059 2018 1.911.009

2020 14.800.000 (g) 2019 15.050.000 (g) 2018 15.000.000

2018 -1.406.569 2017 -1.428.284

2020 14.600.000 (g) 2019 14.500.000 (g) 2018 14.352.000 (g)

2018 1.630.641 2017 748.543

2020 14.600.000 (g) 2019 15.000.000 (g) 2018 14.140.000 (g)

2020 14.540.000 (g) 2019 15.000.000 (g) 2018 12.302.000 (g)

2018 -843.410

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


IQ-TEC

SO WIE SIE MÖCHTEN Elegant und mit schlanker Silhouette ist der Beolab 28 ein vielseitiger Lautsprecher, der überall im Wohnzimmer platziert werden kann – egal, ob er auf dem Boden steht oder an der Wand hängt. Herausragendes Design, das überall passt.

D

er Beolab 28 ist der bisher fortschrittlichste vernetzte Lautsprecher von Bang & Olufsen. Dank seines schlanken Designs kann er überall im Haus aufgestellt werden, streamt alles sofort und bietet einen Dänen-gewohnten beeindruckenden, kraftvollen Sound in Studioqualität, der sich automatisch an seinen Raum anpasst. Der integrierte, nach unten abstrahlende Subwoofer verstärkt genug Bassleistung, um auch größere Räume zu füllen. Das sorgt für ein einzigartiges Hörerlebnis und minimiert gleichzeitig die Unordnung, um mehr Freiheit bei der Gestaltung eines Innenraums zu schaffen. Formschön an die Wand montiert, nimmt er überhaupt keine Stellfläche ein. Auf dem Beolab 28 wurde außerdem eine einfache Touch-Oberfläche integriert,

Der Beolab 28 ist auf Langlebigkeit ausgelegt und wurde in Bang & Olufsens legendärer Fabrik 5 im dänischen Stuer hergestellt – mit besten Materialien, gebaut für die Ewigkeit.

die dank eingebauter Sensoren bei Annäherung aufleuchtet und visuell zur Interaktion einlädt. Das Design des Beolab 28 besteht aus einem Säulenlautsprecher mit runder Krümmung am unteren Ende, gefolgt von einer konischen Form, die den Tieftöner enthält. Der Lautsprecher wird von einem Rückgrat zusammengehalten, das die Kabeldrähte verbirgt und den Eindruck erweckt, der Lautsprecher schwebe in der Luft. Gewählt werden kann aus Aluminium in Natural Silver, Black Anthracite oder Bronze Tone in Kombination mit hochwertigem Gestrick oder verschiedenem Massivholz. So passt sich der Lautsprecher optisch jedem Interieur an oder setzt auf Wunsch gekonnt auffällig unauffällige Akzente. PR

PASST ÜBERALL Der Beolab 28 definiert den Begriff eines All-in-oneLautsprechers neu und zelebriert mit ihm die Einfachheit – für ein außergewöhnliches Erlebnis.

IQ-TEC Mühlthaler GmbH & CoKG Bundesstraße 18A, 6063 Rum Tel. (05 12) 39 36 10 elektrotechnik@iq-tec.at www.iq-tec.at Öffnungszeiten: Mo., Di. & Fr. von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr Mi., Do. & Sa. nach Vereinbarung. Bitte beachten Sie auch unseren neuen Onlineshop unter www.iq-tec.at/shop

243


244

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

391

359

Hotel Trofana Royal GmbH

Ischgl

Hotels

125

2020 14.500.000 2019 17.300.000 (g) 2018 19.330.000

2019 4.601.122 2018 5.261.015

392

421

Wetscher GmbH

Fügen

Einzelhandel mit Wohnmöbeln

87

393

407

Foto Lamprechter GmbH & Co KG

Innsbruck

50

394

262

Autohaus Haidacher GmbH

Zell am Ziller

Einzelhandel mit Fotoartikeln, optischen und feinmechanischenArtikeln Einzelhandel mit Kraftwagen

32

395

349

Auto Bacher GmbH

Hall i. Tirol

Einzelhandel mit Kraftwagen

42

396

471

Cleanaway Österreich GmbH

Wörgl

Rückgewinnung sortierter Werkstoffe

200

397

453

Pletzer Anton GmbH

Hopfgarten

Gas-, Wasser-, Heizungs- und Lüftungs- und Klimaanlageninstallation

88

398

272

Interalpen Hotel Tyrol GmbH

Telfs

Hotels

252

399

354

Sporthotel Alpenrose Residenz Wolfgang Kostenzer GmbH

Maurach

Hotels

227

400

402

Ernst und Andrea Mayer Hotelbetriebs-GmbH

Lermoos

Hotels

173

401

437

Falkner & Riml GmbH

Längenfeld

Elektroinstallation

119

402

439

Bergbahn Scheffau am Wilden Kaiser GmbH & Co. KG

Scheffau a. Wilder Kaiser

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

65

403

NEU

Aeoon Technologies GmbH

Kramsach

Herstellung von Druckereiund Buchbindereimaschinen

44

404

428

Huber Tirol GmbH

Schlachten (ohne Schlachten von Geflügel)

43

405

429

Ludwig Canal's Kinder, Baustoffwerke, Imst, GmbH & Co. KG

St. Johann i. Tirol

406

387

TIRLOG Transport GmbH

Kirchbichl

Güterbeförderung im Straßenverkehr

21

407

425

Nikolaus Auer

Umhausen

Hochbau

10

408

430

Tyrol Crystal Handels- GmbH

Kufstein

Großhandel mit keramischen Erzeugnissen, Glaswaren und Reinigungsmitteln

1

409

423

Apotheke Mag. Pollack

Hall i. Tirol

Apotheken

34

410

NEU

Tischlerei Salzburger GmbH

Kramsach

Herstellung von Möbeln

80

Imst

*)

Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Kalksandstein

2020 14.500.000 (g) 2019 14.465.000 2020 14.500.000 (g) 2019 15.000.000 (g) 2018 14.352.000 (g) 2020 14.500.000 (g) 2019 24.600.000 2018 14.968.000 (g) 2020 14.200.000 2019 18.000.000 2018 18.000.000 (g)

2020 14.100.000 (g) 2019 12.200.000 (g) 2018 11.615.000 (g)

2019 1.028.061 2018 746.702 2017 758.292

2020 14.100.000 (g) 2019 13.000.000 2018 11.047.000

2019 750.000

2020 14.000.000 (g) 2019 17.750.000 2018 15.712.673 (g)

2019 135.600 2018 -366.905

2020 14.000.000 (g) 2019 23.800.000 2018 24.900.000

2018 -1.133.981 2017 -1.336.804

2020 14.000.000 (g) 2019 15.000.000 (g) 2018 15.000.000

2019 2.048.779 2018 2.621.969 2017 3.373.344

2020 14.000.000 (g) 2019 13.500.000 (g) 2018 13.500.000 (g)

2019 3.193.784 2017 1.610.957

2020 14.000.000 (g) 2019 13.500.000 (g) 2018 12.214.000 (g)

2020 14.000.000

30

2020 500.000

2018 1.507.300 2017 1.555.472

2020 1.200.000

2020 14.000.000 2018 13.000.000 2020 14.000.000 (g) 2019 14.000.000 (g) 2018 14.000.000 (g) 2020 14.000.000 (g) 2019 16.000.000 (g) 2018 16.000.000 (g) 2020 14.000.000 (g) 2019 14.000.000 2020 14.000.000 (g) 2019 14.000.000 (g) 2018 14.500.000 (g)

2019 3.161.900 2018 -4.684.447

2019 13.800.000 (g)

2019 -336.694

2020 13.900.000 2019 14.260.000

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


LECKOTECH

VON DER URSACHENFINDUNG UND SCHADENSBEHEBUNG Kein Wasserschaden ist wie der andere, deshalb hat sich Leckotech Mess- und Ortungstechnik zum Ziel gesetzt, jeden einzelnen Schaden individuell zu beheben. Von der Ortung der Schadensursache über die Entfeuchtung bis hin zur Sanierung der betroffenen Räumlichkeiten und speziellen Sonderlösungen ist Leckotech verlässlicher Ansprechpartner.

U

ns ist wichtig, dass die Betreuung unserer Kunden und die notwendigen Arbeiten genau so verlaufen, als wäre der Schaden in unseren eigenen vier Wänden passiert“, bringt es Leckotech-Geschäftsführer Walter Schaffer auf den Punkt. Bei jedem Gebrechen ist es wichtig, so schnell wie möglich zu reagieren und die Situation richtig einzuschätzen, denn nur so können Folgeschäden vermieden werden. Leckotech deckt dabei sämtliche Dienstleistungen der Wasserschadenbehebung ab. Das macht es möglich, eine schnelle und präzise Ermittlung der Schadensursache im Zuge einer Leckortung und die darauffolgende Entfeuchtung durchzuführen. Dadurch gewinnt man Zeit und verringert das Schadensausmaß. Die notwendigen Sanierungsarbeiten in den betroffenen Räumlichkeiten können folglich sorgfältig geplant und mit den Partnerunternehmen koordiniert werden, um auch hier einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Bei den meisten Wasserschäden ist die Schadensursache unbekannt und nicht sofort ersichtlich. Um die Ursache festzustellen, wird deshalb eine Leckortung benötigt. „Mit Hilfe modernster Messtechnik und viel Fingerspitzengefühl können wir die Schadensursache auf den kleinsten Bereich eingrenzen. Das spart Zeit und Kosten, da keine größeren Aufbrucharbeiten notwendig sind

„W I R WÄ H L E N D A S PA S S E N D E T R O C K N U N G S V E R FA H R E N FÜR JEDEN SCHADEN I N D I V I D U E L L .“ LECKOTECH-GESCHÄFTSFÜHRER WA LT ER S C H A F F ER

und die Ursache sowie der Schaden schnell behoben werden können“, so Schaffer. Ist die Schadensursache gefunden und behoben, kann sofort mit der Trocknung begonnen werden. Schaffer: „Wir wählen das passende Trocknungsverfahren für jeden Schaden individuell und stimmen es auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort ab. So können wir die wirksame und schnellstmögliche Trocknung der betroffenen Bauteile gewährleisten.“ Die Experten von Leckotech wenden dafür die modernsten Trocknungsverfahren an. Dank der langjährigen Erfahrung im Bereich der Sanierung nach einem Wasserschaden werden außerdem anfallende Arbeiten verlässlich und kompetent ausgeführt. Die Sanierung der Wasserschäden – von den Abriss- bis hin zu den Wiederherstellungsarbeiten – wird von seriösen und fachlich kompetenten Partnerfirmen übernommen, wobei innerhalb des Netzwerks jede Handwerkssparte vertreten ist. Mit dem

Großteil der Partner verbindet Leckotech eine langjährige Zusammenarbeit. Dies garantiert, dass die durchgeführten Arbeiten in bester Qualität geleistet werden. „Wir verstehen unsere Dienstleistung im Sinne eines Ansprechpartners für den Kunden. Dadurch entlasten wir den Kunden in der Koordination von der Schadensaufnahme bis zur fachgerechten Sanierung“, sagt Walter Schaffer. www.leckotech.at PR

Schimmelspürhund Malia spürt jeden Schimmel schadenfrei auf

245


246

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

411

444

KLAFS GmbH

Hopfgarten

Saunabau

58

2020 1.032.060 2018 30.604

412

NEU

Arlberger Dorfbäckerei GmbH

Pettneu a. Arlberg

2020 13.700.000 2019 13.300.000 2018 13.055.000

Herstellung von Backwaren

150

413

450

Recheis Frische Küche GmbH

Hall i. Tirol

Herstellung von Nahrungsmitteln

94

414

388

Wetscher Möbel Mitnahme GmbH

Fügen

Einzelhandel mit Wohnmöbeln

38

415

443

Johann Ischia & Co. Im- und Export- GmbH & Co. KG

Innsbruck

Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln

34

416

446

Tirol Logistik GmbH & Co KG

Innsbruck

Post-, Kurier- und Expressdienste

32

417

441

MenüMobil Food Service Systems GmbH

Inzing

418

NEU

Axon Lab AG Diagnostische und Life Science Produkte

Polling i. Tirol

419

454

Hauschild Installationen GmbH & Co KG

Aurach b. Kitzbühel

420

433

Profipac Verpackung GmbH

Kirchbichl

Großhandel mit Gebrauchsund Verbrauchsgütern

9

421

455

Spechtenhauser Holzund Glasbau GmbH

Innsbruck

Bautischlerei

52

422

392

Heinritzi Restaurant GmbH

Kitzbühel

Restaurants und Gaststätten

200

423

442

Hotel Jungbrunn GmbH & Co OG

Tannheim

Hotels

150

424

318

Lanserhof GmbH

Lans

Hotels

147

425

419

EWA Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton GmbH

Elektrizitätserzeugung

90

426

463

ADVOKAT Unternehmensberatung - GREITER & GREITER GmbH

St. Anton a. Arlberg Innsbruck

Unternehmensberatung

70

427

413

AST Eis- und Solartechnik GmbH

Höfen

Herstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten

50

428

404

Stanka GmbH

Telfs

Tankstellen

47

429

406

Alois Wild GmbH

Rum

Großhandel

44

430

457

Unterweger Früchteküche GmbH

Assling

Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln

43

*)

Spezialunternehmen für Speiseverteil- und Transportsysteme

Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln

Gas-, Wasser-, Heizungsund Lüftungs- und Klimaanlageninstallation

25

2020 13.500.000 (g)

2020 13.500.000 (g) 2019 13.000.000 (g) 2020 13.500.000 (g) 2019 15.847.000 2018 10.200.000 (g)

2019 1.570.000

2020 13.500.000 (g) 2018 13.258.794

2019 148.001 2018 -28.583

2020 13.500.000 (g) 2019 13.400.000 (g) 2018 13.332.000

2020 13.500.000 (g) 2019 13.500.000 2017 11.500.000 2020

13.400.000

48 70

2019 924.509

2020 284.599

2020 13.300.000 2018 13.000.000 2020 13.300.000 (g) 2019 13.700.000 (g) 2018 13.700.000 (g) 2020 13.100.000 (g) 2019 13.000.000 2018 12.800.000 (g) 2020 13.000.000 (g) 2019 15.500.000 (g) 2018 15.000.000 (g) 2020 13.000.000 (g) 2019 13.500.000 (g) 2018 13.500.000

2020 600.700 2019 635.317 2018 1.081.152 2018 303.425 2017 456.656

2020 13.000.000 2019 20.000.000 2018 17.000.000 (g)

2019 3.379.757 2017 -239.448

2020 13.000.000 (g) 2019 12.500.000 2018 12.500.000

2019 2.510.857

2020 13.000.000 (g) 2019 14.500.000 2018 13.300.000 (g)

2020 390.000 2018 29.360

2020 13.000.000 (g) 2019 14.787.000 2018 15.465.000 (g)

2020 473.000 2018 983.181

2020 13.000.000 (g) 2019 15.000.000 (g) 2018 15.000.000 (g)

2018 -1.067.295 2017 -254.624

2020 13.000.000 (g) 2019 15.000.000 (g)

2019 13.000.000 (g) 2018 13.000.000

2019 296.877

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


CMI

ANPASSUNGSFÄHIG

N

ach einem vielversprechenden Auftakt 2020 kam Corona. Wir haben mit CMI-Direktor Christian Mayrhofer über das schwierige vergangene Jahr gesprochen.

© CMI

Im Jahr 2019 setzte die Congress Messe Innsbruck (CMI) über 450 Veranstaltungen um. Das WIFO wies für die Geschäftsfelder der CMI eine Bruttowertschöpfung von 360 Millionen Euro pro Jahr aus. Damit ist das Unternehmen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

ECO.NOVA: Was ist Ihr Resümee für 2020?

CHRISTIAN MAYERHOFER: Der Buchungskalen-

der war für das gesamte Jahr sehr gut gefüllt. Die außergewöhnliche Situation der Pandemie COVID-19 und ihre Auswirkungen trafen uns alle in einem Ausmaß, das in der jüngsten Zeitgeschichte einmalig ist. Jahresplanungen mussten kurzfristigen Entscheidungen auf Sicht weichen. Alle Prozesse und Abläufe mussten flexibel auf die jeweilige Situation angepasst werden. Die Herausforderungen waren enorm, aber wir waren freilich nicht allein. Insgesamt konnten 2020 rund 150 Veranstaltungen in den Häusern der Congress Messe Innsbruck stattfinden. Dazu waren von allen involvierten Personenkreisen Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, Flexibilität und auch Mut erforderlich. Wie wichtig aber die Infrastruktureinrichtungen der öffentlichen Hand sind, zeigt sich im ganzen Land bei den Teststraßen, den Impfzentren und anderen Aufgabenstellungen, für die sowohl die Räumlichkeiten und Flächen, das Equipment, die technische Ausstattung als auch die fachliche Kompetenz und Flexibilität der Mitarbeiter bereitgestellt wurden. Das PCO Tyrol Congress begleitet Kunden im gesamten Prozess der Kongressplanung und -durchführung. Wie konnte dieser Service aufrechterhalten werden? Das PCO Tyrol Congress ist eine Einheit der Congress Messe Innsbruck und agiert am Standort Innsbruck, aber auch darüber hinaus im Auftrag der Wissenschaft und Forschung bei Kongressen, Seminaren, Kolloquien etc. Wir konnten uns auch in diesem Segment frühzeitig mit den Branchenkollegen zu unterschiedlichen Szenarien im Kontext COVID-19 austauschen. Die Annahme war, dass Kongresskunden bei Verunmöglichung von Präsenzveranstaltungen eine virtuelle Umsetzung wünschen. So wurden kurzfristig bei der CMI die entsprechenden Überlegun-

247

Dipl.-BW (FH) Christian Mayerhofer, Direktor Congress Messe Innsbruck

gen angestellt und Entscheidungen getroffen, um die bis dahin völlig neuen Marktanforderungen erfüllen zu können. Es ist gelungen, innerhalb von wenigen Wochen und Monaten völlig neue Produkte und Leistungen anzubieten und mit hoher Innovationskraft zu agieren. Experten sind sich einig, dass in Zukunft insbesondere bei internationalen Kongressen hybride Lösungen gefordert sein werden. Dies erscheint insofern plausibel, wenn angenommen wird, dass beispielsweise Referenten für einen einzelnen Vortrag künftig eine Anreise etwa aus Gründen der Effizienz oder des Klimaschutzes abwägen könnten, wenn sie darüber hinaus keine weiteren Ziele und Aufgaben mit der Veranstaltung oder der Reise verbinden würden. Lässt sich aktuell seriös abschätzen, welche Veranstaltungen/Messen heuer stattfinden werden (können)? Es ist stets das Ziel der CMI, alle Veranstaltungen, die rechtlich und tatsächlich sinnvoll und für den Kunden auch wirtschaftlich möglich sind, zu planen und umzusetzen. Die Kurzfristigkeit der rechtlichen Grundlagen und der

erforderliche Planungshorizont für Veranstaltungen stehen dabei in einem enormen Spannungsbogen. Ein wesentlicher Faktor ist nun die Möglichkeit der Impfung. Diese Situation war noch vor einem Jahr ganz anders. Deshalb blicken wir zuversichtlich auf den Sommer und Herbst. Bereits seit 19. Mai 2021, also dem ersten Tag der Ermöglichung von Veranstaltungen, finden Events in den Häusern der CMI zu unserer großen Freude wieder statt. Wir sind zudem bei der internen Planung der Messeformate für den Herbst. Konzepte werden, falls erforderlich, angepasst, wie etwa durch „Light“-Varianten. Natürlich hoffen wir, dass die Veranstaltungen und Messen sehr gut angenommen werden, und würden uns über einen regen Besuch der Tirolerinnen und Tiroler sehr freuen. Messen und Veranstaltungen bieten einen echten Mehrwert und rücken den Menschen, die Begegnung, die Unterhaltung sowie das gemeinsame Erlebnis wieder ins Zentrum. Dies gilt auch für alle anderen Arten von Veranstaltungen, die auf diese Weise zu einer Feier für die wiedererlangten Freiheiten der Menschen werden. www.cmi.at PR


248

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

431

409

Klumaier x Tanner GmbH

Schwaz

Gastronomieanlagen

42

432

268

A.S.T. BauGmbH

Zirl

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

2020 13.000.000 2019 15.000.000 2018 14.000.000

35

433

395

SCOTT Sports SA, Niederlassung Österreich

Innsbruck

Großhandel mit Sportartikeln

12

434

NEU

Bioalpin Bioproduktehandel eGen

Innsbruck

10

435

445

Tyrol Pneu Räder und Tuning GmbH

Einzelhandel mit Nahrungsund Genussmittel sowie Getränken

Innsbruck

436

422

Moser Wohnbau & Immobilien GmbH

Innsbruck

Erschließung von Grundstücken, Bauträger

8

437

NEU

Agroplanet GmbH

Innsbruck

Großhandel mit lebenden Tieren

3

438

448

Innbus Regionalverkehr GmbH

Innsbruck

Personenbeförderung im Landverkehr

0

439

NEU

Prantl Roppen Erd- und Leitungsbau GmbH

Roppen

440

NEU

Rock´n´Log GmbH

Kufstein

441

91

Selbstbestimmt Leben gemeinnützige GmbH

Innsbruck

Interessenvertretungen und Vereinigungen

523

442

104

D. Swarovski Tourism Services GmbH**

Wattens

Tourismus (Kristallwelten)

380

443

467

SPEDIMAX Transportservice GmbH

Hall i. Tirol

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

9

444

246

Alpinschule Innsbruck GmbH

Natters

Reisebüros

42

445

330

Hans Brunner GmbH

Kirchbichl

Einzelhandel mit Kraftwagen

48

446

401

Heinritzi Salzburg GmbH

Kitzbühel

Restaurants und Gaststätten

175

447

438

Eberharter-Gruber GesmbH

Fügen

Hochbau

72

448

NEU

Günter Langebner GmbH

Wörgl

Einzelhandel mit Kraftwagen

28

449

449

MediaMarkt Imst FMZ GmbH

Imst

Einzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik

26

450

483

TEADIT International Produktions GmbH

Kufstein

Herstellung von technischen Kunststoffteilen

40

*)

Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör

Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau

Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr

EGT *)

2020 13.000.000 2019 24.000.000 (g) 2018 21.514.000 (g)

2020 13.000.000 (g) 2019 15.300.000 (g)

2020 1.781.177 2019 2.567.379 2018 1.630.217

2020 13.000.000

9

2020 13.000.000 (g) 2019 13.300.000 (g) 2018 13.200.000 (g) 2020 13.000.000 (g) 2019 14.430.000 2018 14.000.000

2019 2.148.190

2020 13.000.000 (g) 2019 13.141.000 (g) 2018 13.000.000

2019 135.386 2018 204.984 2017 133.580

2020 12.800.000

2020 450.000

2019 12.789.812

2019 991.563

2020 12.778.964 2019 62.713.000 2018 65.400.000

2020 -12.881.766 2018 1.063.397 2017 4.113.484

2020 12.602.884 2019 26.184.000 2018 23.600.000

2020 -408.664 2019 1.517.000 2018 1.758.091

2020 12.500.000 (g) 2019 15.000.000 (g) 2018 14.500.000 (g)

2018 719.912 2017 534.149

2020 12.500.000

2019 228.783

2020 12.500.000 (g) 2019 13.098.097 2018 13.503.000

2019 537.703 2017 778.192

2020

63

13.000.000

2020 12.917.000 (g)

15

2020 12.625.000 (g) 2019 12.500.000 2018 11.211.000 (g)

2020 12.600.000 2019 19.000.000 (g) 2018 13.300.000 (g)

2020 12.500.000 (g) 2019 13.500.000 (g) 2018 12.000.000 (g)

2020 12.180.000 (g) 2019 12.000.000 (g) 2018 11.400.000 (g)

2019 730.661

2019 1.220.549 2018 737.365 2017 567.304

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


WTT

Hugo Huber, M.Sc., Mag. Peter Pfleger, MMag. Simon Lentner, Armin Rauter, Mag. Hannes Krimbacher und Erwin Jäger

STARKE PARTNER (NICHT NUR) IN HERAUSFORDERNDEN ZEITEN In den letzten beiden Jahren hat sich viel getan bei der Wirtschaftstreuhand Tirol (kurz WTT). Die beiden Gründungspartner Mag. Gerhard Hauser und Dr. Franz Seekircher sind in den wohlverdienten Ruhestand getreten und haben die drei jungen Steuerberater Hugo Huber, M.Sc., MMag. Simon Lentner und Mag. Hannes Krimbacher erfolgreich beim Einstieg und der Übernahme der Klientenbetreuung unterstützt.

M

it viel Enthusiasmus sind die drei Jungen an die neue Führungsrolle herangegangen und hatten mit der Corona-Pandemie auch gleich alle Hände voll zu tun. „Das waren und sind tatsächlich herausfordernde Zeiten, die uns jedoch mit unseren Klienten noch stärker verbunden haben“, bestätigt Gründungsmitglied Mag. Peter Pfleger. Ständige Veränderungen zählen im Steuerberaterbusiness ohnehin zum täglichen Brot, die Krise hat den Experten hier allerdings doch so einiges abverlangt, auch an Geduld.

FÜHRENDE TIROLER STEUERBERATUNGSKANZLEI

Als eine der führenden Steuerberatungskanzleien in Tirol betreuen die Experten der WTT Klein- und Mittelbetriebe bis hin zu Konzernen in unterschiedlichsten Fachgebieten, in allen Bereichen der Bilanzierung, Steuerberatung, Buchhaltung, Lohnverrechnung und der Unternehmensberatung. Individuelle Lö-

sungen für sämtliche Tiroler Branchen wie Hotellerie und Gastronomie, Bergbahnen, Bauunternehmen und Bauträger, Vermieter, Handwerker, Sportler, Ziviltechniker, Ärzte sowie andere Freiberufler zu finden, steht für die WTT dabei im Vordergrund. „Wir sind Tiroler, arbeiten für unsere Klienten aber gerne auch österreichweit und darüber hinaus“, bekräftigen Armin Rauter und Erwin Jäger. „Durch das immer komplexer werdende und sich laufend weiterentwickelnde Steuer- und Abgabenrecht fühlen sich viele Steuerpflichtige überfordert. Wir bieten professionelle und verlässliche Hilfe. Als Steuerberater und Ratgeber in allen steuer- und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten übernehmen wir für unsere Klienten neben der laufend zu führenden Buchhaltung sowie der Lohnund Gehaltsverrechnung und der Erstellung des Jahresabschlusses gerne die Lösung ihrer individuellen steuer- und betriebswirtschaftlichen Fragen“, erläutern die Experten. Dazu kommen immer öfter Digitalisierungsangele-

genheiten als auch Unternehmensgründungen und -übertragungen, denn gerade in der Gründungsphase tut Planung gut – von der Wahl der Rechtsform bis hin zu Gründungsförderungen und Businessplänen.

FACHLICHE UND MENSCHLICHE KOMPETENZ

Neben der fachlichen Expertise und Kompetenz steht bei den Gesellschaftern die menschliche Kompetenz im Vordergrund. „Dabei ist die Zufriedenheit unserer Kunden ebenso oberstes Ziel wie die Zufriedenheit unseres Teams“, unterstreichen alle Gesellschafter. „Unsere Mitarbeiter erwarten umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten und sie erhalten Einblick in verschiedenste Branchen. Das ermöglicht eine hohe Abwechslung in der Tätigkeit und viele Entwicklungsmöglichkeiten.“ Das Verständnis für Klienten und Mitarbeiter bedeutet für das WTT-Team den Schlüssel für zufriedene Kunden. In Zeiten wie diesen erst recht. www.wtt.tirol PR

249


250

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

451

390

Gebrüder Schwaiger GmbH

Weer

Güterbeförderung im Straßenverkehr

46

2020 12.100.000 2019 15.700.000 2018 15.917.000 (g)

2019 374.271 2018 373.703 2017 842.877

452

379

Schlosshotel Kitzbühel GmbH

Kitzbühel

Hotels

160

453

452

Höpperger GmbH & Co. KG

Rietz

Mineralölverarbeitung

94

2019 156.960 2017 263.193

454

447

Sport Glanzer GmbH & Co. KG

Sölden

Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln

2020 12.000.000 (g) 2019 13.000.000 2018 11.800.000

80

2020 12.000.000 (g) 2018 13.245.498

2019 642.264 2018 1.148.649

455

479

Koppensteiner GmbH

Weer

Vorbereitende Baustellenarbeiten

70

2020 12.000.000 (g) 2019 12.000.000 2018 12.000.000

2018 351.862 2017 -64.574

456

474

GEO - ALPINBAU GmbH

Mils b. Imst

spezialisierte Bautätigkeiten

42

457

344

Christophorus Reiseveranstaltungs GmbH

Mayrhofen

Reisebüros

37

458

415

Autohaus Luxner GmbH

Strass im Zillertal

Einzelhandel mit Kraftwagen

37

459

485

Skischule Obergurgl OG

Obergurgl

Erbringung von Dienstleistungen des Sports

31

460

461

Handl Tyrol Gastronomieservice GmbH

Pians

Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren

23

461

487

Dr. Andreas Wendelin Ratz

Innsbruck

Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen

16

462

466

DMH Handels GmbH

Kufstein

Großhandel mit Holz

11

463

NEU

Weber Holding Tirol GmbH

Inzing

Vermietung von Kraftwagen

1

464

NEU

Hotel Tyrol am Haldensee GesmbH

Grän

Hotels

126

465

476

Albrecht Hotel GmbH

Seefeld

Hotels

106

466

NEU

Gubert GmbH

Jenbach

Bergbau Betrieb

18

467

470

Stöckl Johann Landmaschinen GmbH & Co. KG

Westendorf

Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten

26

468

339

Geppert GmbH

Hall i. Tirol

Herstellung von Verbrennungsmotoren und Turbinen

98

469

NEU

Niewelt Tankstellen GmbH

Reutte

Tankstellen

65

470

484

Obst Winkler GmbH

Ötztal Bahnhof

Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln

43

2020 12.000.000 (g) 2019 16.200.000 (g)

2020 12.000.000 (g) 2019 12.100.000 (g) 2018 11.090.000 (g)

2019 2.311.510

2020 12.000.000 (g) 2019 14.700.000 (g) 2018 13.510.843 (g)

2019 684.756 2018 537.795 2017 -11.719

2020 12.000.000 (g) 2019 18.500.000 (g) 2018 18.453.000 (g)

2019 12.000.000 (g)

2020 12.000.000 (g) 2019 12.728.000 2018 12.540.000 2020 12.000.000 (g) 2019 12.000.000 (g) 2020 12.000.000 (g) 2019 12.500.000 2018 12.000.000 2020 12.000.000 (g)

2019 11.807.000

2019 1.775.191

2020 11.750.765 2019 12.082.681 2018 10.870.000 (g)

2020 1.247.879 2019 -495.533

2020 11.732.000

*)

2020 11.700.000 (g) 2019 12.300.000 (g) 2018 12.180.000 (g)

2020 11.500.000 (g) 2019 18.643.000 (g) 2018 24.000.000 (g)

2019 -6.629.227 2018 -4.079.526

2019 11.500.000 (g)

2019 128.701

2020 11.500.000 (g)

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


AUSDRUCKSSTARKES WOHNEN L e M A NOI R - au s e in e r Vi si on e n st an d e n - i st e in B e k e nnt ni s z u In div i du alit ät un d Ä sth e t ik . E s v e re int di e h oh e Kun st d a s Nöt ig e mit d e m S c h ön e n z u v e rbin d e n . Für e in Zuh au s e , d a s m e hr i st : d e t ailre i c h e r, in div i du e ll e r, au s s e rg e w öhnli c h e r.

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252

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

471

NEU

Autoland Tirol GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Kraftwagen

36

472

427

Einwaller GmbH

Innsbruck

Einzelhandel mit Bekleidung

35

473

161

Geisler & Trimmel General Contractor GmbH

Brixlegg

Ingenieurbüros

6

474

NEU

Kitzsport GmbH

Kitzbühel

Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln

59

475

434

STASTO Automation KG

Innsbruck

Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen

48

476

NEU

Farthofer GmbH

Wörgl

Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen

84

477

NEU

Nothegger Massiv GmbH

St. Ulrich a. Pillersee

Herstellung von Möbeln

37

478

499

Eisen Puschner GmbH

Wörgl

Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen

50

479

NEU

Metasys Medizintechnik GmbH

Rum

480

NEU

BiologoN GmbH

Hochfilzen

Herstellung von Nahrungsmitteln

72

481

493

Miller Optik Gesellschaft mbH

Innsbruck

Großhandel mit Foto- und optischen Erzeugnissen

106

482

NEU

Anton Rauch GmbH & Co. KG

Innsbruck

Mahl- und Schälmühlen

25

483

389

Machines Highest Mechatronic GmbH

Erl

Herstellung von Maschinen .

70

484

424

Universal Gebäudereinigung GmbH

Innsbruck

Reinigung

392

485

496

Geschützte Werkstätte – integrative Betriebe Tirol GmbH

Vomp

Herstellung von Verpackungsmitteln

280

486

411

Karl Reiter Posthotel Achenkirch GmbH

Achenkirch

Hotels

158

487

494

Heinritzi Gastronomie GmbH

Wörgl

Restaurants und Gaststätten

141

488

432

Nauderer Bergbahnen AG

Nauders

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

115

489

NEU

Gurglhof GmbH

Obergurgl

Hotels

100

490

NEU

Tiroler Tageszeitung GmbH**

Innsbruck

Zeitungsverlag

94

UMSATZ

EGT *)

2020 11.500.000

*)

Herstellung von Bestrahlungsund elektromedizinischen Geräten

2019/20 11.500.000 2018/19 14.000.000 2017/18 14.200.000 2020 11.500.000 2019 41.700.000 2018 25.000.000

2020 11.440.601

2019 1.821.524 2018 471.642 2017 341.426

2020 11.440.000 2019 13.639.000 2018 13.916.000

2020 1.000.000 2019 1.700.000 2018 1.600.000

2019

11.416.609

2020 298.779

2019 1.852.122

2020 11.400.000

2020 11.250.000 2019 11.400.000 2018 10.201.000 (g) 2020

11.246.000 (g)

2019 937.592

2020

11.236.000 (g)

2019 590.300

60

2020 11.233.000 2019 11.650.000 2018 10.775.654

2019 227.000

2020 11.186.565

2020 576.398

2020 11.060.000 2019 15.733.000 (g) 2018 15.500.000 (g)

2018 972.056 2017 549.907

2020 11.000.000 (g) 2019 11.500.000 2018 11.000.000 (g)

2019 240.000

2020 11.000.000 (g) 2019 14.200.000 2018 11.977.000 (g)

2020 490.723 2018 -239.025

2020 11.000.000 (g) 2019 14.900.000 (g) 2017 14.940.000 (g)

2019 -122.556 2018 -602.366

2020 11.000.000 (g) 2019 11.600.000 (g)

2019 521.792 2018 690.045

2020 11.000.000 (g) 2019 13.800.000 2018 12.410.000 (g)

2018 1.540.492

2020 11.000.000 (g)

2019 2.188.547

2019 11.000.000 (g)

2018 56.311

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt


TIROLER REINE

REIN(E) INS VERGNÜGEN FOTOS: © INGE PRADER

Mehr Berg oder mehr Meer? Wir haben wieder die Wahl: Hier bleiben oder in die Ferne schweifen oder beides. Die Tiroler Reine Seifen bieten auch beides: fest oder flüssig. Für die Ortsfesten oder die Meerverliebten.

Sommer, wir kommen!

253

Demnächst NEU: Festes Haarshampoo Birke – ein idealer Reisebegleiter

D

ie Seifen aus Tirol sind ein Gemeinschaftsprojekt der Agrarökonomin und Markenentwicklerin Therese Fiegl und des Familienbetriebs Walde, der ältesten Seifenfabrik Österreichs mit Sitz in Innsbruck, gegründet anno 1777.

SO DUFTEN DIE ALPEN

Die Tiroler Reine Seifen stehen für die markantesten alpinen Pflanzen und für zentrale Aspekte alpinen Lebens: Almrose, Alpenspeik, Bergminze, Birke, Heu, Himmelschlüssel, Holunder, Gletschermilch, Vergissmeinnicht, Zirbe. Jede dieser zehn

Der Turmbau zu Tirol

Duftnoten steht für ein Gefühl – wie zum Beispiel Alpenspeik für die Ruhe oder Gletschermilch für Tradition.

VIELE WEGE FÜHREN ÜBER DIE NASE

Düfte sind wie Reisen im Kopf. Unsere Nase ist eines unserer wichtigsten Sinnesorgane. Was wir an Gerüchen wahrnehmen, geht ohne Umwege ins Gehirn. Ganz unmittelbar tauchen Erinnerungen auf, Emotionen, Bilder. Die Tiroler Reine kann man in den Koffer packen, um Vertrautes im Gepäck zu haben; oder in den Rucksack die kleine

Version für die Wege durch die Berge. Oder man schenkt ein Stück Glück (die Birke), um in das kleine Land im Gebirge zu entführen. Einfach nur der Nase nach – und die Sommerfrische genießen! PR

TIROLER REINE

Alle Tiroler-Reine-Produkte gibt es im Tiroler Edles in der Innsbrucker Altstadt, im Walde-Seifengeschäft in der Innsbrucker Innstraße, im Walde-Kerzengeschäft am Domplatz oder in den Onlineshops.

www.tiroleredles.at www.walde.at


254

PLATZ

VORJAHR

FIRMENNAME

ORT

BRANCHE

MA

UMSATZ

EGT *)

491

478

Koch Türen GmbH

Steinach a. Brenner

Bautischlerei

72

2020 11.000.000 (g) 2019 12.000.000

2019 759.421

492

473

Bergbahnen Westendorf GmbH

Westendorf

Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftverkehr

65

2019 1.953.441 2017 427.514

493

426

Wolf Fertigungs- und Fügetechnik GmbH

Wildermieming

Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen

2020 11.000.000 (g) 2019 12.200.000 2018 10.263.000 (g)

65

494

435

Fleischhof Oberland GmbH & Co. KG

Imst

Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren

55

495

NEU

Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH

Schwaz

Erbringung von Dienstleistungen

35

496

NEU

Helmuth Wolf GmbH

Imst

Tankstellen

31

497

NEU

FB Ketten, HandelsGmbH

Kufstein

Großhandel mit Maschinen

25

498

NEU

Danner GmbH

Innsbruck

Herstellung von medizinischen Apparaten und Materialien

25

499

500

SILLPARK Shopping Center GmbH

Innsbruck

Vermietung und Verpachtung

2

500

NEU

FEI-Feiersinger GmbH

Hopfgarten

Wohnungs- und Siedlungsbau

1

*)

2020 11.000.000 (g) 2019 14.000.000

2019 1.049.703

2020 11.000.000 (g) 2019 13.600.000 (g) 2018 13.534.000 (g)

2019 995.906 2018 775.511 2017 1.091.073

2020

11.000.000 (g)

2020

11.000.000 (g)

2020

11.000.000 (g)

2019 -230.031

2020 11.000.000 (g)

2020 11.000.000 (g) 2019 11.300.000 2018 12.256.000 (g) 2020

11.000.000

2019 -3.144.113 2018 1.584.482 2017 2.170.458

EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 202), (g) Umsatz geschätzt

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Tirols führender KMU Berater Bodenständige Steuerberatung im größten Netzwerk der Welt – das ist unsere Stärke. Mit drei Standorten in Innsbruck, Imst und St. Anton sind wir regional fest verankert.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), dessen globales Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren verbundene Unternehmen innerhalb der „Deloitte Organisation“. DTTL („Deloitte Global“), jedes ihrer Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige, unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen. DTTL erbringt keine Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/about. Deloitte Legal bezieht sich auf die ständige Kooperation mit Jank Weiler Operenyi, der österreichischen Rechtsanwaltskanzlei im internationalen Deloitte Legal-Netzwerk. © 2021 Deloitte Tirol Wirtschaftsprüfungs GmbH

Imst | Innsbruck | St. Anton www.deloitte.at/tirol


top.500

ALPHABETISCHE REIHUNG DER TOP 500

256

3CON Anlagenbau GmbH A. Loacker Konfekt GmbH a.ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH A.S.T. BauGmbH Abfallbehandlung Ahrental GmbH Abfallwirtschaft Tirol-Mitte GmbH ACP IT Solutions GmbH Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer Adolf Darbo Aktiengesellschaft ADVOKAT Unternehmensberatung - GREITER & GREITER GmbH Aebi Schmidt Austria GmbH Aeoon Technologies GmbH AFS Logistic Solutions GmbH Ager GmbH Agroplanet GmbH AL-KO Technology Austria GmbH Albrecht Hotel GmbH Alois Mayr Bauwaren GmbH Alois Wild GmbH Alpenländische Gemeinnützige WohnbauGmbH ALPEWA Metallproduktion GmbH ALPHA Logistik GmbH Alpina Food & Dairy Products GmbH Alpinschule Innsbruck GmbH Andrä Hörtnagl Produktion und Handel GmbH Anita Dr.Helbig GmbH Anthentic Logistik GmbH Anton Rauch GmbH & Co. KG AP-Kufstein GmbH Apotheke Mag. Pollack Aqipa GmbH Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld GmbH & Co. KG ARGE Baustahl Eisen Blasy-Neptun GmbH Arlberger Bergbahnen Aktiengesellschaft Arlberger Dorfbäckerei GmbH ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH ASFINAG Alpenstraßen GmbH AST Eis- und Solartechnik GmbH AT-Thurner Bau GmbH ATP Innsbruck Planungs GmbH Auer Bau GmbH Auer GmbH Aufschnaiter Einrichtungshaus Tischlerei GmbH & Co. KG Austria Bau Tirol und Vorarlberg Handels GmbH AUSTRIA SKI VERANSTALTUNGSGmbH Auto Bacher GmbH Auto Meisinger GmbH Auto-Linser GmbH Autobedarf Karl Kastner GmbH Autohaus Haidacher GmbH Autohaus Hans Dosenberger GmbH & Co. KG Autohaus Luxner GmbH Autohaus Manfred Neurauter GmbH Autohaus Pontiller GmbH Autohaus Rudolf Fuchs GmbH Autohaus Schweiger GmbH Autohaus Strasser GmbH Autohof Huter GmbH Autoland Tirol GmbH Autopark GmbH Axon Lab AG Diagnostische und Life Science Produkte B-Transport GmbH Balmung Medical Handel GmbH Barilla Austria GmbH Barracuda Networks AG Bauunternehmung Dipl.Ing. Walter Frey GmbH Bauwaren Canal GmbH & Co.KG BE-terna GmbH BeMo Tunnelling GmbH Berg- & Skilift Hochsöll GmbH u. Co. KG Bergbahn Aktiengesellschaft Kitzbühel Bergbahn Scheffau am Wilden Kaiser GmbH & Co. KG Bergbahnen Ellmau - Going GmbH & Co. Hartkaiserbahn KG Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co. KG Bergbahnen Westendorf GmbH Berger Fahrzeugtechnik GmbH Berger Logistik GmbH Bernard Gruppe ZT GmbH Besi Austria GmbH

100 75 77 432 341 495 220 47 43 426 269 403 296 380 437 161 465 113 429 103 270 284 258 444 225 97 233 482 119 409 54 314 93 152 412 41 126 427 139 226 378 306 358 91 243 395 232 303 137 394 184 458 255 280 312 90 239 180 471 70 418 274 39 264 160 323 211 196 23 364 182 402 349 289 492 279 31 321 127

Bezirkskrankenhaus Schwaz BetriebsGmbH Binder Beteiligungs AG Binderholz Bausysteme GmbH Binderholz GmbH Bioalpin Bioproduktehandel eGen BiologoN GmbH Black Diamond Equipment Europe GmbH BOE Gebäudemanagement GmbH bofrost* Austria GmbH Braunegger KG Brüder Theurl GmbH Brüder Unterweger GmbH Burgstaller Bau GmbH „Burton“ Sportartikel GmbH Cargoways Logistik & Transport GmbH Cecil Modehandel GmbH CERATIZIT Austria GmbH Christian Mühlberger Hotelbetriebs- GmbH Christophorus Reiseveranstaltungs GmbH Cleanaway Österreich GmbH Coveris Flexibles Austria GmbH CURA-Marketing D. Swarovski KG D. Swarovski Tourism Services GmbH DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG Dannemann Global Extrusion GmbH Danner GmbH DEMACLENKO GmbH Der Bäcker Ruetz GmbH dez Einkaufszentren GmbH Dietrich, Luft und Klima, GmbH Dinkhauser Kartonagen GmbH DMH Handels GmbH Dr. Andreas Wendelin Ratz Dr. W. Lüftner Reisen Gesellschaft mbH. Durst Austria GmbH E.G.O. Austria Elektrogeräte GmbH EAE Stöckl Elektroanlagen- ElektrifizierungsGmbH Eberharter-Gruber GmbH Egger Holzwerkstoffe GmbH Eglo Immobilien GmbH Eglo Leuchten GmbH Einrichtungshaus Föger GmbH Einwaller GmbH Eisen Puschner GmbH Eisendle Frisch- und Tiefkühlwaren KG Electro Terminal GmbH & Co. KG Elekta GmbH Elektrizitätswerke Reutte AG Elektro Müller GmbH & Co. KG Elitec Elektrotechnik HandelsGmbH Empl Fahrzeugwerk GmbH Engl GmbH Engleder Handels GmbH ErlebnisSennerei Zillertal KG Ernst Derfeser GmbH Ernst und Andrea Mayer Hotelbetriebs-GmbH Euroclima Apparatebau GmbH Eurotours GmbH EWA Energie- und Wirtschaftsbetriebe St. Anton GmbH EWT Truck & Trailer Handels GmbH exceet Card Austria GmbH F. Kaltschmid Hotel GmbH Falch GmbH Falkner & Riml GmbH Farthofer GmbH FB Ketten, Handelsgesellschaft mbH FEI-Feiersinger GmbH Felder KG Feratel Media Technologies AG Fercam Austria GmbH Ferrero Österreich HandelsGmbH FIAI Handels GmbH Fiegl & Spielberger GmbH Finance Alpin Kitzbühel GmbH Fisser-Bergbahnen-GmbH Fleischhof Oberland GmbH & Co. KG

118 129 49 13 434 480 148 361 109 245 71 198 342 69 156 383 24 385 457 396 64 112 10 442 187 326 498 340 343 352 249 84 462 461 205 89 194 389 447 229 96 57 257 472 478 300 190 253 154 318 344 52 365 185 295 171 400 173 51 425 63 216 347 214 401 476 497 500 44 302 61 38 388 80 271 200 494

Fluckinger Transport GmbH Foto Lamprechter GmbH & Co. KG Franz Achleitner-Fahrzeugbau und Reifenzentrum GmbH Freudenberg Sealing Technologies Austria GmbH & Co. KG Freudenthaler GmbH & Co. KG Friedrich Deutsch Metallwerk GmbH Fritz Egger GmbH & Co. OG Fröschl AG & Co. KG Früchte Maier GmbH & Co. KG GA Actuation Systems GmbH Geberit Huter GmbH Gebro Pharma GmbH Gebrüder Kofler GmbH Gebrüder Schwaiger GmbH Geisler & Trimmel General Contractor GmbH Gemeinnützige Hauptgen. des Siedlerbundes registr. Gen. mbH GEO - ALPINBAU GmbH Geppert GmbH Gerätewerk Matrei e. Gen. Gerzabekteam GmbH Geschützte Werkstätte - integrative Betriebe Tirol - GmbH Giesswein Walkwaren Aktiengesellschaft GKI Sanitär-VertriebsGmbH GOIDINGER Bau- und Leichtbeton GmbH Greenstorm Mobility GmbH Grissemann GmbH GSK-Gebro Consumer Healthcare GmbH Gubert GmbH Günter Langebner GmbH Gurglhof GmbH Gutmann GmbH Hager TransportGmbH HALLAG Kommunal GmbH Handl Tyrol Gastronomieservice GmbH Handl Tyrol GmbH Hans Brunner GmbH Hans Picker GmbH Hartl Connect Transport GmbH Hausberger Elektrotechnik GmbH Hauschild Installationen GmbH & Co. KG Haya International Trading OG Heavyteam-Spezialtransport GmbH Heinritzi Gastronomie GmbH Heinritzi Restaurant GmbH Heinritzi Salzburg GmbH Helbling VerlagsGmbH HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH Helmuth Wolf GmbH Hermann Huber Autohaus GmbH Hochstaffl Nutzfahrzeuge GmbH hollu Systemhygiene GmbH Holz - Marberger GmbH Holzbau Saurer Ges. m.b.H. & Co. KG Höpperger GmbH & Co. KG Hotel Jungbrunn GmbH & Co OG Hotel Trofana Royal GmbH Hotel Tyrol am Haldensee GmbH HS Holzexport Schuster GmbH HTB BauGmbH Huber Einkauf GmbH & Co. KG Huber Tirol GmbH HYPO-TIROL Mobilienleasing II GmbH ICV Handels GmbH Idealbau GmbH IDM-Energiesysteme GmbH ILF Consulting Engineers Austria GmbH Ing. Berger & Brunner BauGmbH Ing. Bodner Wohnbau GmbH Ing. Franz Thurner Baumeister GmbH & Co. KG Ing. Hans Bodner BauGmbH & Co. KG Ing. Hans Lang GmbH Ingenieure Maurer Wallnöfer GmbH & Co. KG Innbus GmbH Innbus Regionalverkehr GmbH Innio Jenbacher GmbH & Co OG Innsbrucker Immobilien GmbH & CoKG Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft Innsbrucker Soziale Dienste GmbH

104 393 116 78 371 83 6 36 138 379 230 62 276 451 473 275 456 468 149 345 485 169 217 336 203 87 193 466 448 489 22 240 179 460 42 445 219 105 267 419 123 195 487 422 446 356 66 496 268 177 120 157 335 453 423 391 464 259 60 50 404 311 316 346 247 121 107 331 248 11 86 360 234 438 2 106 33 102


KSV1870

JETZT: ES MUSS GELD IN DIE KASSA

© TOM BAUSE

Für Tiroler Unternehmen geht es aktuell darum, die eigene Liquidität zu sichern. Unbezahlte Rechnungen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Damit Betriebe nicht länger auf offenen Forderungen sitzen bleiben, hat der KSV1870 jetzt eine digitale Lösung für ein optimales Forderungsmanagement gelauncht.

MMag. Klaus Schaller, Leiter KSV1870 Region West

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ast 45 Prozent der Tiroler Betriebe sind trotz Coronakrise mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Zudem blicken drei von vier Unternehmen laut Austrian Business Check des KSV1870 positiv in die Zukunft. Untermauert wird diese Tendenz von der nach wie vor bestehenden Investitionsfreude, die unter der Pandemie kaum gelitten hat. Gleichzeitig bestätigt allerdings ein Drittel der Tiroler Unternehmer, dass sich das Zahlungsverhalten von Geschäftspartnern zuletzt verschlechtert hat. „Kleine wie große Betriebe sehen sich mit der Situation konfrontiert, dass Geschäftspartner nicht oder zu spät zahlen. Sie laufen ihrem Geld nach, was gerade in der aktuellen Phase dramatische Folgen haben kann. Mehr denn je geht es aktuell darum, Umsätze zu generieren und die eigene Liquidität zu sichern“, erklärt MMag. Klaus Schaller, Leiter KSV1870 Region West.

ERSTE MAHNUNG MIT GRÖSSTEM EFFEKT

Krise hin oder her: „Die erste Mahnung hat nach wie vor den größten Effekt. Umso frü-

KSV1870 SMARTSERVICES Rechtzeitig zum Re-Start der heimischen Wirtschaft launcht der KSV1870 ein Tool für ein nachhaltiges Forderungsmanagement. KSV1870 SmartServices ist eine 100 Prozent digitale End-to-EndLösung und professionalisiert die gesamte Forderungsbetreibung: von der Rechnungslegung über die Zahlungsüberwachung, das Mahnwesen bis hin zur Verbuchung. Die modulartig aufgebaute Lösung sorgt für Transparenz, berücksichtigt individuelle Anforderungen der Betriebe und stärkt deren liquide Mittel, indem offenen Rechnungen strukturiert nachgegangen wird. Zusätzlich unterstützt die Data2Value-Lösung, unternehmerisches Potenzial zu erkennen und Businessziele abseits des Forderungsmanagements zu erreichen. KSV1870 SmartServices ist vor allem für mittlere und große Unternehmen, aber auch für Start-ups mit einem gewachsenen Kundenstamm konzipiert.

her diese erfolgt, desto größer ist die Chance, sein Geld zu bekommen“, erklärt Schaller. Es geht vor allem darum, nach erfolgter Leistung unverzüglich die Rechnung zu legen und sobald diese nicht fristgerecht beglichen wurde, den Mahnprozess rasch zu starten. Dabei ist neben dem laufenden Kontakt zu Geschäftspartnern ein funktionierendes Credit- und Forderungsmanagement wesentlich, damit bei Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig reagiert werden kann.

AUFSCHWUNG MUSS FINANZIERT WERDEN

Wenn die Betriebe jetzt wieder voll durchstarten, brauchen sie einen klaren Fokus auf ihr Kerngeschäft. Nur so wird es möglich sein, den wirtschaftlichen Aufschwung nach der „Saure-Gurken-Zeit“ zu finanzieren. Dabei hilft es, administrative Prozesse auszulagern. Ein Blick in die Unternehmen zeigt jedoch, dass es häufig an einer nachhaltigen Forderungsbetreibung mangelt. In Zeiten, in denen jeder einzelne Euro zählt, ein massiver finanzieller Wettbewerbsnachteil, der den Unternehmen auf den Kopf fallen könnte. PR

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Papierfabrik Wattens GmbH & Co. KG Pappas Tirol GmbH Peter Troppacher GmbH Pfeifer Holz GmbH & Co. KG Pfeifer Timber GmbH Pharmazeutische Fabrik Montavit GmbH Pirktl Holiday GmbH & Co. KG Planlicht GmbH & Co. KG Plansee Group Service GmbH PLANSEE SE Plattner u. Co. GmbH & Co.KG Pletzer Anton GmbH Prantl Roppen Erd- und Leitungsbau GmbH Prim As Tiefkühlprodukte GmbH Primagaz GmbH Prinoth GmbH Privatquelle Gruber GmbH & Co. KG Profipac Verpackung GmbH PROLICHT GmbH Purzelbaum Handels-GmbH Ragg GmbH Raiffeisen-Lagerhaus Hopfgarten-Wörgl u.U. registr. Gen. mbH Raiffeisengenossenschaft Osttirol, registr. Gen. mbH Rathgeber GmbH Recheis Frische Küche GmbH RECON Europe GmbH Reform Martin GmbH Reha Zentrum Münster Betriebs GmbH Reifen Team West GmbH RGO Lagerhaus GmbH Rieder Bau- GmbH & Co. KG Rieder GmbH & Co. KG Rieder‘s Quellen-Betriebe GmbH Riedhart Handels GmbH Rinderzucht Tirol eGen Rissbacher Walter GmbH Rock´n´Log GmbH Rossbacher GmbH Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH ROWA - Moser Handels-GmbH Sanatorium der Kreuzschwestern GmbH Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern GmbH Sandoz GmbH Schilift-Zentrum-Gerlos GmbH. Schlosshotel Fiss GmbH Schlosshotel Kitzbühel GmbH Schlüsselverlag J.S. Moser GmbH Schmid Holz GmbH Schöffel Austria GmbH Schretter & Cie GmbH & Co. KG Schuler GmbH Schwaninger Vieh Export GmbH SCOTT Sports SA, Niederlassung Österreich SEB Österreich Handels GmbH Seilbahn Komperdell GmbH Selbstbestimmt Leben gemeinnützige GmbH Servus Handels- und Verlags-GmbH SIGNA Prime Selection AG SILLPARK Shopping Center GmbH Silvrettaseilbahn Aktiengesellschaft Single Use Support GmbH Sinnesberger GmbH Sinnesberger Mineralölvertriebs GmbH Skiliftgesellschaft Sölden - Hoch- sölden GmbH Skischule Obergurgl OG slw Soziale Dienste GmbH Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams GmbH Spechtenhauser Holz- und Glasbau GmbH Speckbacher Handels GmbH SPEDIMAX Transportservice GmbH SPGPrints Austria GmbH SPONTEX Logistics GmbH Sport Glanzer GmbH & Co. KG Sportalm GmbH Sporthotel Alpenrose Residenz Wolfgang Kostenzer GmbH Sportwagen Leasing GmbH SPZ Zementwerk Eiberg GmbH. & Co. KG Stadtwerke Kitzbühel e.U. Stadtwerke Kufstein GmbH Stadtwerke Schwaz GmbH Stadtwerke Wörgl GmbH Stanglwirt GmbH Stanka GmbH STARK Internationale Transporte GmbH STASTO Automation KG Steinbacher Erpfendorf Stiebleichinger GmbH STIHL Tirol GmbH Stock GmbH Stöckl Johann Landmaschinen GmbH & Co. KG Street One Modehandels- GmbH STS Transport GmbH STUBAI KSHB GmbH Stubai ZMV GmbH

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Sunkid GmbH SWARCO AG SWAROVSKI OPTIK TEADIT International Produktions GmbH Techem Messtechnik GmbH Technoalpin Austria GmbH Thöni Automotive Components GmbH Thöni Holding GmbH Thöni Industriebetriebe GmbH TIGAS-Erdgas Tirol GmbH TINETZ-Tiroler Netze GmbH TIRLOG Transport GmbH Tirol Kliniken GmbH Tirol Logistik GmbH & Co. KG Tiroler Backhaus GmbH Tiroler Flughafenbetriebs- GmbH Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und SiedlungsGmbH Tiroler Glashütte GmbH (Riedel) Tiroler Rohre GmbH Tiroler Soziale Dienste GmbH Tiroler Tageszeitung GmbH TIROLER VERSICHERUNG V.a.G. Tirolia-Spedition GmbH Tischlerei Salzburger GmbH TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG TOM TAILOR GmbH TOM TAILOR Retail GmbH Top Logistik GmbH Traktorenwerk Lindner GmbH Transalpine Ölleitung in Österreich GmbH Transped Europe GmbH Transped Immofinanz GmbH Transport Logistica GmbH Travel Europe Reiseveranstaltungs GmbH Travel Partner GmbH Troger-Holz GmbH TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH Tyrol Crystal Handels- GmbH Tyrol Pneu Räder und Tuning GmbH Tyrolean Jet Services GmbH Tyrolit - Schleifmittelwerke Swarovski K.G. Tyrolit Construction Products GmbH Ulisse GmbH UMIT Private Universität für Gesundheitswissenschaften GmbH Universal Gebäudereinigung GmbH Universität Innsbruck Unterberger Unterer GmbH Unterer Tank & Service GmbH Unterweger Früchteküche GmbH VENTOTRANS GmbH Veolia Industries Austria GmbH VERITAS AUSTRIA GmbH Verkehrsverbund Tirol GmbH. Verlagsanstalt Tyrolia GmbH VERTEX GmbH Vita+ Naturprodukte GmbH Vizrt Austria GmbH VS-Hohldielen-West- GmbH Watercryst Wassertechnik GmbH & Co. KG Österreich Weber Beton Logistik GmbH Weber Holding Tirol GmbH Wedl Handels-GmbH WESTCAM Datentechnik GmbH Wetscher GmbH Wetscher Möbel Mitnahme GmbH Wilhelm Gronbach GmbH & Co. KG Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG Wintersport Tirol Handels GmbH WMF in Österreich GmbH „Wohnungseigentum“, Tiroler gemeinnützige WohnbauGmbH Wolf Fertigungs- und Fügetechnik GmbH Women´s Best GmbH World-Direct eBusiness solutions GmbH WP-Wörgartner Produktions-GmbH Würth Hochenburger GmbH YESCA Mobilitäts GmbH Zeller Bergbahnen Zillertal GmbH & Co. KG Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG ZIMA Tirol Zuegg GmbH & Co KG Zugvogel Speditions GmbH

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* stellvertretend für ein Tiroler Unternehmen

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