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NEU-ISENBURG

Dreieich-Zeitung Nr. 8 C

Donnerstag, 25. Februar 2016

Wenn die Feuerwehr kommt, wird das Mittagessen teuer Brandmeldeanlagen in Firmen lösen oft Fehlalarme aus – 500 Euro werden berechnet

Hilfeleistungen bei Unfällen – wie hier bei einem Crash auf der Autobahn A3 – gehören zum Alltag der Neu-Isenburger Feuerwehr. Rechnerisch leisten die Frauen und Männer 1,4 Einsätze pro Tag. (Foto: p)

NEU-ISENBURG. Ein paar Frikadellen oder ein preisgünstiges Fertigmenü können manchmal ganz schnell ganz teuer werden. In vielen Büros wärmen die Mitarbeiter der Firmen ihr Essen mittags in einer Mikrowelle auf. Teller rein, Gerät einschalten und dann kurz zum Arbeitsplatz gehen. Wer jedoch die Erhitzungsphase zu lang einstellt und sich nicht mehr um Frikadellen oder Hühnchen mit Reis kümmert, sorgt schnell für dicke Luft im Büro. Es qualmt kurz in der Kochnische, und wenn auch keine Flammen auflodern, reagieren die Rauch-

Ideenwerkstatt für Senioren KREIS OFFENBACH. Als Ideenwerkstatt für die aktive Gestaltung des Ruhestandes gedacht ist ein Seniorennachmittag am Samstag, 5. März, in der Winkelsmühle in Dreieich. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr besteht in der Seniorenbegegnungsstätte im Stadtteil Dreieichenhain (An der Winkelsmühle 5) Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zu allen möglichen Themen und Problemen ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Interessen zu entdecken und vielleicht schon Verabredungen zu treffen. Kaffee und Kuchen gibt es zum Selbstkostenpreis. Zu der Veranstaltung lädt die Katholische Seniorenseelsorge im Dekanat Dreieich in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau ein. (uss)

sensoren der Brandmeldeanlage und alarmieren die Feuerwehr. Neu-Isenburgs Stadtbrandinspektor Stefan Werner kann davon ein Lied singen. 95 Prozent aller Einsätze wegen der Brandmeldeanlagen sind Fehlalarme. 2015 zählte die Wehr genau 76 Fälle. Das schnelle Ausrücken mit dem schweren Fahrzeug nach dem Alarm ist für die Brandschützer zwar immer ärgerlich, falls die Sensoren mal wieder angeschlagen haben, obwohl nichts weiter passiert ist, doch ganz umsonst war der Einsatz nicht. Die Feuerwehr schreibe den Unternehmen, deren Brandmeldeanlage einen Fehlalarm ausgelöst hat, für die vergebliche Fahrt eine Rechnung über 500 Euro, sagt der Feuerwehr-Chef auf Nachfrage. Das sei aber, abgesehen von manchem Autounfall mit Aufräumarbeiten, einer der wenigen Fälle, in denen der Einsatz der Wehr den Verursacher der Arbeit Geld koste, betont Stefan Werner. Selbst wenn jemand einen Küchenbrand auslöse und die Männer und Frauen im Schutzanzug die Flammen löschen müssen, würde dafür nichts berechnet. Bei den genau 514 Einsätzen, die die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg im vergangenen Jahr geleistet hat, geht es oft heiß her, doch wirklich gebrannt hat es nur in 251 Fällen. Das geht aus der jüngsten Statistik vor, die Stadtbrandinspektor Stefan Werner jetzt vorgelegt hat. Eine Übersicht zeigt zwei Besonderheiten: 2006

wurden nur 415 Einsätze gezählt, 2007 sage und schreibe 764. Bei den Fahrten mit Martinshorn und Blaulicht ging es 2015 am Ende 263-mal um Hilfeleistungen. Die Schläuche mussten erst gar nicht ausgerollt werden. Die Bilanz von 2015 spricht von zehn verletzten Feuerwehrleuten, 139 Menschen, die gerettet werden konnten und von 13 Menschen, die tot geborgen wurden. Mindestens drei Einsätze aus dem vergangenen Jahr sind den 125 Kräften der Einsatzabteilung besonders gut in Erinnerung geblieben: Der Brand Anfang August in einem Haus in der Bahnhofstraße und ein Verkehrsunfall im Stadtgebiet, bei dem das Auto auf der Seite liegen blieb und eine Person über das große Panoramafenster im Dach des Wagens gerettet werden konnte. Im September gab es dann einen außergewöhnlichen Einsatz. Innerhalb weniger Tage musste mit Hilfe der Feuerwehr im Auftrag des Landes Hessen in den Hallen einer ehemaligen Druckerei in der Rathenaustraße eine Erstaufnahme-Einrichtung für damals bis zu 750 Flüchtlinge auf die Beine gestellt werden. Die Kräfte leisteten rund 500 Stunden Arbeit. Später waren sie auch bei der Vorbereitung zweier Notunterkünfte in Langen und Mainhausen zuständig. Die große Spendenbereitschaft

der Isenburger Bevölkerung im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft in der Rathenaustraße brachte die Wehr zeitweise in die Bredouille. Über die sogenannten sozialen Medien hatten viele Bürger via Internet abgesprochen, dass Kleiderspenden und vieles mehr in der Feuerwache abzugeben seien. Dort brach aber schon mittags das Chaos aus, weil der Standort mit Hilfsgütern überflutet und die Zufahrt der Einsatzfahrzeuge versperrt wurde. Die Aktion konnte umgelenkt werden, die Spenden kamen in ein Zwischenlager beim DLB an der Offenbacher Straße. Den Personalbestand der Wehr bezeichnet der Stadtbrandinspektor als stabil. Im Gegensatz zu vielen anderen Feuerwehren gebe es in Neu-Isenburg aktuell kein Nachwuchsproblem. Doch in der Altersgruppe der 27- bis 40-jährigen Mitglieder der Einsatzgruppe sei ein starker Rückgang zu erwarten. Deshalb suche die Wehr auch Leute, die tagsüber in Isenburg arbeiteten und bei Einsätzen zupacken könnten, so Werner. Die Feuerwehr erhält demnächst von der Stadt zwei neue Löschfahrzeuge. Gekauft werden ein sogenanntes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und ein Staffellöschfahrzeug. Die Kosten belaufen sich laut Stefan Werner auf insgesamt 800.000 Euro. Das hessische

Innenministerium unterstützt die Anschaffung mit 40.000 Euro. Die neuen Wagen ersetzen ein Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahr 1989 und ein Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1988. Da die beiden Vehikel weitgehend baugleich seien, falle den Einsatzkräften der Umgang mit den Fahrzeugen und der umfangreichen Ausrüstung leichter, sagt Stadtbrandinspektor Stefan Werner. (air)

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