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Warten auf das Geld aus dem Infrastrukturpaket, warten auf die Mittel des Digitalpakts 2.0, warten auf die KI-Agenten, warten auf bessere Zeiten. Das wird nicht reichen. 2026 muss das Jahr der Umsetzung, des Gestaltens und des Machens werden. Ja, die Gelder helfen, beispielsweise der DigitalSignage-Branche (S. 26). Aber auch dort überlegt man, wie man mit Lösungsangeboten den Bedarf der Kunden besser adressieren kann als bislang. Der Kunde rückt ins Zentrum. Lösungen als Lösung.
Ähnliches lässt sich auch bei den KI-Agenten beobachten. Diese rücken nun ins Zentrum unternehmerischen Denkens und Handelns. Das hat Auswirkungen auf die Cloud- und Infrastruktur. Beides muss neu gedacht werden. (S. 44)
Wer nicht so gern wartet, das sind die Ganoven. Sie sind sogar ziemlich schnell, wenn es um die Adaption neuer Technologien, aka Deepfakes, geht. Doch Unternehmen können vorbeugen. (S. 20)
Lange gewartet haben wir dagegen auf das Inkrafttreten von NIS2. Erstaunlich, wie viele das ausgesessen haben und jetzt sehr schnell ihre Hausaufgaben machen müssen. Was hilft? Unsere Titelgeschichte (S. 10) und unsere aktuelle PodcastEpisode „Startklar für NIS2?“
Ich wünsche Ihnen ein tatkräftiges 2026!
SYLVIA LÖSEL sylvia.loesel@vogel.de






CHANNEL FOKUS
AV & DIGITAL SIGNAGE

In Las Vegas zeigt die CES 2026, dass KI und Design weit mehr können als bisher erwartet – von maschinellen Haushaltshelfern über fensterähnliche Fernseher bis hin zu KI-Accessoires.
40 Angetestet: Acer Travelmate P6 14 AI
Welche Qualitäten das knapp ein Kilogramm leichte BusinessNotebook sonst hat, verrät unser Hands-on-Test.
Die wirtschaftliche Lage stellt die Digital-SignageBranche vor große Herausforderungen: Projekte werden geschoben, Kosten steigen und die Hardware-Verfügbarkeit wird problematisch. Die Lösung sollen integrierten Lösungen mit Mehrwert für die Kunden bringen.

Die Open-Source-Technologen bei Red Hat passen zum angebrochenen Jahr 2026 das globale Partnerprogramm an. Aktuelle Neuerungen zielen Unternehmensangaben zufolge auf Einfachheit, Vorhersehbarkeit und Profitabilität für die Partner ab.






Schluss mit Schlummern: NIS2 ist Gesetz
Das Vorspiel ist vorbei. NIS2 fordert Unternehmen heraus, endlich aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen und Cybersicherheit zur Priorität zu machen.

MARKT & ANALYSEN
SOS Software Service auf Wachstumskurs
Das neue Management von SOS Software Service möchte den VAD einmal umkrempeln. > 6
Red Hat feilt am Partner-Business
Die Open-Source-Technologen bei Red Hat passen zum angebrochenen Jahr 2026 das globale Partnerprogramm an. > 8
TITEL Schluss mit Schlummern: NIS2 ist Gesetz
Das Vorspiel ist vorbei. NIS2 fordert Unternehmen heraus, endlich aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen und Cybersicherheit zur Priorität zu machen. > 10
Gefälschte Stimmen bergen echte Gefahren
Gefälschte Stimmen und Videos werden immer stärker zur Bedrohung für Unternehmen. > 20
Chef-Wechsel
Bei Plusserver, IT-Haus und TecRacer gibt es personelle Veränderungen. > 22
Neues aus dem Management
Nexoware, Samsung Deutschland und BSI Software haben Änderungen im Management. > 23
Channel-News
Bei Bechtle, Infinigate und Sophos gibt es Neuigkeiten. > 24
Ein Überblick über die wichtigsten Ankündigungen der AWS re:Invent und die neuen Anforderungen an Entwickler in Zeiten von Agentic AI.
Kooperation und Expansion
Bechtle kooperiert mit der Deutschen Telekom und Arvato, Synaxon expandiert nach Österreich. > 25
CHANNEL FOKUS AV & Digital Signage Lösungen als Lösung
Die Digital-Signage-Branche steht vor großen Herausforderungen. Integrierte Lösungen sollen es richten. > 26
PRODUKTE
Neue Hardware
Wortmann stellt neues Gaming-Notebook vor, und Lenovo ein All-Flash-BlockStorage. > 32
Mehr als Morgen – die Tech-Trends auf der CES
In Las Vegas zeigt die CES 2026, dass KI und Design weit mehr können als bisher erwartet. > 34
Angetestet: Acer Travelmate P6 14 AI
Welche Qualitäten das knapp ein Kilogramm leichte Business-Notebook hat, verrät unser Hands-on-Test. > 40
Zwischen Neudenken und bewährten Qualitäten
Ein Überblick über die wichtigsten Ankündigungen der AWS re:Invent und die neuen Anforderungen an Entwickler. > 44
Impressum > 48
AKTUELLE NEWS & HINTERGRÜNDE AUS DEM IT-MARKT





Das neue Management von SOS Software Service mit Alexander Wacker und Philipp Niemann möchte den VAD einmal umkrempeln durch neue Services, die Stärkung des Security-Segments und anorganisches Wachstum. Wie das gelingen soll. | Mihriban Dincel
Der Augsburger Value Added Distributor SOS Software Service befindet sich im Umbruch. Seit einiger Zeit führen Philipp Niemann und Alexander Wacker gemeinsam mit Marc Gloning und Joaquim Moreira dos Santos die Geschäfte des 70-köpfigen Unternehmens. Seit Beginn des neuen Jahres geht es nun als alleiniges Duo weiter. Was nach außen wie ein klassischer Generationswechsel aussieht, ist eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung – jedoch ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.
Die Rollenverteilung ist dabei folgendermaßen definiert: „Alexander kommt aus
dem Vertrieb und hat das Netzwerk zum Markt. Er wird in seiner bisherigen Rolle eine größere Verantwortung tragen und als Entscheidungsträger auftreten – entscheiden, welche Marken und Themen angegangen werden“, erklärt Philipp Niemann die Aufgabenteilung. „Das ist ein super Asset, dass wir jemanden haben, der die Markterfahrung mitbringt, die Branche kennt, mit Menschen gut umgehen kann und die Mannschaft hinter sich weiß“, schätzt Niemann seinen Kollegen. Wacker ist seit über 15 Jahren Teil von SOS Software Service. Zunächst als Vertriebsleiter bei SOS tätig, wird er auch weiter direkt am Markt agieren, aber mit einer erweiterten Verantwortung. Niemann verantwortet den strategischen Teil: Business Development, Automatisierung – das Unternehmen beschäftigt zehn Entwickler – und die grundsätzliche Frage, wohin die Reise geht. „Ich übernehme stärker den strategischen Part, während Alexander Wacker vor allem der am Kunden und Markt mit der Mannschaft Umsetzende ist“, fasst Niemann zusammen.

Dass die neue Geschäftsführung nicht nur verwalten, sondern gestalten will, zeigt sich an den ambitionierten Wachstumsplänen. „Anorganisches Wachstum steht im nächsten Jahr groß auf der Agenda. Wir möchten Zukäufe machen, aber kulturell passend und mit einem strategischen Konzept“, kündigt Niemann an. Im Fokus: Unternehmen, die das Service-Portfolio im Security- und Infrastructure-Bereich erweitern können. Besonders das SecuritySegment hat der VAD dabei ins Auge gefasst und zum Aufbau der Sparte Miro Milos an Bord geholt. Doch die beiden Geschäftsführer gehen besonnen vor. „Es muss erst mal eine Firma sein, die zu uns passt – idealerweise in einem Setup, wo es menschlich funktioniert“, betont Wacker. Dabei visiert die neue Geschäftsführung die DACH-Region an. Das Vorgehen: „Wir üben erst mal in kleinen Schritten. Unser Ziel ist gesundes Wachstum. Es gibt Ansätze im Markt, wo Leute kaufen, um zu kaufen. Wir sagen: Integrieren, fertig machen, lernen, wie man das gut macht und dann vielleicht den nächsten Zukauf angehen.“

Wir positionieren uns über Serviceangebote, Kompetenz und tiefes Verständnis.

Diese Ziele und Veränderungen stoßen im Team auf Zuspruch, wie sich zeigt. In nur sieben Monaten haben Niemann und Wacker tiefgreifende Veränderungen umgesetzt, ohne einen einzigen Mitarbeiter zu verlieren. Und die Mitarbeiterzufriedenheit stieg auf 80 Prozent. Beinahe die gesamte Belegschaft stimmt zu, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist. „Wir haben in den ersten Wochen ein Praktikum in jeder Abteilung gemacht, um alles genau zu verstehen. Wenn man wachsen will, bringt es nichts, das auf einem wackligen Fundament zu tun“, erklärt Niemann den Ansatz. Die neue Geschäftsführung führte ein komplett neues CRM-System ein und implementierte teilweise ein neues ERP-System – alles mit der Mannschaft. „Wir sind sehr transparent bei Informationen, beteiligen bei Entscheidungen und nutzen regelmäßige Surveys für Feedback“, ergänzt Alexander Wacker.
Dass es den neuen Geschäftsführern ernst ist mit Transparenz und Miteinan-

der, zeigt eine Anekdote. „Die alten Geschäftsführer hatten jeder ein Büro mit Glaswänden“, beschreibt Wacker. Eines davon wurde zum Konferenzraum und das andere zur sichtbaren „Chef-WG“. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, die traditionellen Werte beizubehalten. „Das Erste, was wir gemacht haben, war eine neue Küche zu bauen und zu streichen. Wir fördern das Miteinander“, nennt Niemann. Dazu kam ein neues Bonussystem mit höherer Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter.
Und wie die neue Leitung den aktuellen Herausforderungen begegnen möchte, ist ebenso klar. „Wir positionieren uns über Serviceangebote, Kompetenz und tiefes Verständnis. Der Security-Bereich
bietet ein Riesenfeld dafür, aber auch KI.“ Besonders interessant ist die neue Rolle als Go-to-Market-Plattform für Hersteller. SOS Software Service will kleineren und mittleren Softwareanbietern den Markteintritt in Deutschland damit erleichtern. „Das Feedback vom Markt ist invers: Die Hersteller wollen zu uns, weil sie jemanden haben, der vor Ort ist, die Sprache spricht und den Channel genau kennt“, weiß Niemann. n
Die Open-Source-Technologen bei Red Hat passen zum angebrochenen Jahr 2026 das globale Partnerprogramm an. Aktuelle Neuerungen zielen Unternehmensangaben zufolge auf Einfachheit, Vorhersehbarkeit und Profitabilität für die Partner ab. | Dr. Stefan Riedl
Mit den Updates seines Partnerprogramms will Red Hat eine Struktur schaffen, die gemeinsame Investitionen mit Channel-Partnern in den Vordergrund rückt. Dieser organisatorische Rahmen soll letztlich die Rentabilität der Red-Hat-Partner vorantreiben.
Red Hat stellt seine Incentive-Strategie um: Statt Rückerstattungen sollen künftig vorhersehbare Prämien vergeben werden. So sollen mit den neuen Incentives Partner für verschiedene Aktivitäten während des gesamten Kundenlebenszyklus belohnt werden, darunter beispielsweise Pre-SalesAktivitäten wie Workshops und Bewertungen. Dieses neue Angebot, das sich von den traditionellen Market Development Funds (MDF) unterscheidet, soll die Vorabinvestitionen der Partner verringern, wenn sie an Incentive-Vorteilen teilhaben möchten. Eine wichtige Verbesserung, die die Incentives vorantreibt, sei zudem die Ausweitung von Rabatten und Deal-Registrierungen auf zusätzliche indirekte Vertriebswege, teilt Red Hat mit. Gemeint sind beispielsweise OEM- und Cloud-Optionen. In letzter Konsequenz erweitert dies die Möglichkeiten der Partner für Incentives, was dazu beitragen soll, deren Rentabilität zu steigern.
Darüber hinaus sollen die Partner von einem verbesserten Deal-Schutz profitie-

ren. Als strategische Wachstumsbereiche, die besonders gefördert werden, werden zusätzliche Produktkategorien definiert, darunter OpenShift und Ansible Automation Platform oder auch Application Services und KI.
Red Hat wird zum einen ein neues CloudModul für Red Hat Certified Cloud and Service Providers (CCSPs) starten. Dieses Modul wird im Laufe des Jahres 2026 verfügbar sein und soll eine programmatische Veränderung darstellen, bei der der Fokus auf den jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR) für Punkte statt auf traditionelle Buchungen gelegt wird.
Zum anderen wird auch das Specialized Partner Program verbessert. Partner können sich künftig auch selbst bewerben. Das Red Hat Specialized Partner-Programm bietet in diesem Zusammenhang
künftig eine offene Bewerbung, die das bisherige Nominierungsverfahren ersetzt. Als zusätzliche Belohnung für ihre Investition erhalten Specialized Partner für jede abgeschlossene Spezialisierung eine erhöhte Anzahl von Punkten, mit denen sie weitere Vorteile im Partnerprogramm quasi freischalten können.
Red Hat hat zudem das Partner-Portal verbessert, was zu mehr Autonomie und Einfachheit beim Red-Hat-Business führen soll. Beispielsweise wurde eine automatisierte Gutschrift für Marketing- und Nachfragegenerierungsaktivitäten eingeführt. Das kann über das „Red Hat Partner Demand Center“ verwaltet werden und bietet eine organisatorische Klammer für MDF-Finanzierungen. Dadurch entfällt für Partner die manuelle Einreichung, heißt es aus dem Hause Red Hat. n







Das Vorspiel ist vorbei. NIS2 fordert Unternehmen heraus, endlich aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen und Cybersicherheit zur Priorität zu machen. Sich zurückzulehnen ist keine Option mehr. | Natalie Forell und Ira Zahorsky

„Besonders wichtige Einrichtungen“ und „wichtige Einrichtungen“ sind verpflichtet, sich in einem zweistufigen Prozess zu registrieren. Betroffene müssen sich spätestens drei Monate, nachdem sie erstmals oder erneut NIS2-betroffen sind, registrieren. Gesonderte Registrierungspflichten gibt es laut BSI ggf. für Betreiber kritischer Anlagen und für Einrichtungen der Sektoren digitale Dienste und digitale Infrastrukturen.
Einen potenziellen Sicherheitsvorfall muss ein Unternehmen innerhalb von 24 Stunden gemeldet haben. Regelmäßige Updates zu der Benachrichtigung nach 72 Stunden und nach 30 Tagen sowie ein Abschlussbericht innerhalb eines Monats gehören zum Pflichtprogramm.
Der Gesetzgeber schreibt kein

Anders als eine direkte Verordnung ist NIS2 eine EU-Richtlinie und richtet sich damit an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Diese müssen aus der Richtlinie eine entsprechende Verordnung für ihr eigenes Land festlegen. In Deutschland wurde die Umsetzung von NIS2 lange verzögert. Doch seit dem 6. Dezember 2025 ist die neue Verordnung in Kraft, was bedeutet, dass die Vorbereitungszeit für betroffene Unternehmen nun vorbei ist. Diese sollten sich bereits auf Audits und Überprüfungen einstellen.
In der Praxis ist das oft noch nicht so. Andreas Weyert, Senior Architect Information Security bei PCO, beschreibt die Situation so: „NIS2 ist bei vielen unserer Kunden inzwischen angekommen – allerdings mit unterschiedlicher Intensität.“ Die Richtlinie gilt bereits ab 50 Mitarbeitenden oder einem Jahresumsatz von zehn Millionen Euro und umfasst damit rund 30.000 Unternehmen. Sie betrifft jedoch nicht nur große Unternehmen, sondern auch viele KMU sowie Dienstleister in verschiedenen kritischen Sektoren. Dazu gehören die Gesundheitsversorgung,
auf risikobasierte Gestaltungsspiel

Wissen aneignen, um ihre Kunden kompetent zu begleiten“, weiß Johannes Ulbrich, Senior Pre-Sales Manager Cybersecurity bei Elovade. Grundsätzlich sind Großunternehmen und KRITIS-nahe branchenführend bei der Umsetzung. Doch auch die Sektoren und die Motivation des Managements haben großen Einfluss auf den Fortschritt. Patrick Scholl, Director OT CoE bei Infinigate, sieht beispielsweise „wachsendes Interesse bei mittelständischen Unternehmen, die zunehmend erkennen, dass sie ebenfalls unter die erweiterten NIS2-Kategorien fallen. Darüber hinaus steigt die Nachfrage in OT-nahen Branchen, in denen die enge Verzahnung von IT- und Produktionsnetzwerken neue Risiken schafft und die geschäftskritische Wertschöpfungskette bedrohen kann“. Florian Ender, IT-Security-Manager bei SecTepe, erklärt, dass „dort, wo Betroffenheit als wichtiges oder sehr wichtiges Unternehmen herrscht, haben wir bisher sehr positive Erfahrungen dahingehend gemacht, dass das Management sehr hinter der Erfüllung der NIS2-Vorgaben steht und dafür auch die entsprechenden Ressourcen bereitstellt“. „Wir haben sehr früh begonnen, unsere Kunden und Partner zu informieren und zu unterstützen, beispielsweise mit Webinaren, Whitepapers, Vorträgen und Leitfäden. Viele Unternehmen haben sich rechtzeitig mit den Anforderungen beschäftigt und erste Maßnahmen umgesetzt. Trotzdem sehen wir noch immer viele, die das Thema unterschätzt haben und jetzt unter Zeitdruck geraten“, erzählt Maik Wetzel, Strategic Business Development Director DACH bei Eset Deutschland.
Das Ziel von NIS2 ist es, das Sicherheitsniveau aller EU-Staaten zu erhöhen und damit die digitale Umgebung in Europa abzusichern. Für den kritischen Bereich soll eine fortlaufende Versorgung mit konsistenten Standards erreicht werden. Um dies zu erreichen, muss die gesamte Lieferkette mit den Standards versehen werden, um Angriffe und Cyberbedrohungen erfolgreich zu bewältigen und mögliche Ausbreitungen zu Partnern und Kunden zu vermeiden. Thomas
- Gap-Analysen, NIS2-Checks
- Beratung
- Managed Services (MDR/SOC)
- Identitätsmanagement und Zero Trust
- Schulungen und Awareness

Kress, Gründer und CEO beim Systemhaus Deutsche Cyberkom, ist überzeugt: „Gerade Organisationen, die sich bisher nur oberflächlich oder gar nicht mit Informationssicherheit beschäftigt haben, profitieren massiv: Sie erhalten einen klaren Orientierungsrahmen, der ihnen hilft, Risiken endlich strukturiert zu adressieren und bestehende Schwachstellen gezielt abzuarbeiten.“ Auch die Sorge vor übermäßiger Regulierung sieht er als nicht begründet. „Der Gesetzgeber schreibt kein starres Korsett vor, sondern setzt bewusst auf risikobasierte Gestaltungsspielräume. Unternehmen können die Maßnahmen so ausprägen, dass sie zu ihrer Größe, ihrer Branche und ihrem Risiko-Exposure passen. Genau diese Flexibilität macht NIS2 zu einem praxisnahen Instrument, das nicht bremst, sondern befähigt.“ Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Resilienz der Unternehmen: Auf Zwischenfälle muss schnell und effektiv reagiert werden, um potenzielle Schäden zu vermeiden. Wetzel sieht darin, dass Organisationen jetzt gezwungen sind, sich systematisch mit Risiken auseinanderzusetzen, eine Stärkung der „Resilienz jedes einzelnen Unternehmens und damit auch
der digitalen Stabilität in Europa insgesamt“. Scholl empfiehlt den Betroffenen im Rahmen der NIS2-Umsetzung, „ein ganzheitliches und dauerhaft verankertes Sicherheitsniveau zu etablieren, das die Resilienz gegenüber Cyberangriffen deutlich stärkt“.
Zudem gibt es Änderungen bezüglich der Eingriffsbefugnis für kritische Komponenten (§ 41 BSIG-E). Mit einer erweiterten Befugnis kann das Bundesinnenministerium nun aktiv werden, um kritische Komponenten zu verbieten, ohne dass diese zuvor von den betroffenen Unternehmen gemeldet werden müssen. Als kritische Komponenten gelten essenzielle Teile der Infrastruktur, die für grundlegende Dienstleistungen, wie zum Beispiel in den Bereichen Wasser, Telekommunikation und Energie unerlässlich sind, wie man am Beispiel „Berlin“ aktuell gut sehen konnte. Aus der Wirtschaft gab es dazu eine deutliche Warnung: „Für Unternehmen bedeutet das: Einschätzungen des Innenministeriums können kostspielige Austauschpflichten nach sich ziehen“, so Ulrich Plate, Senior Information Security Consultant beim Eco-Verband.
Im Zuge dieser Umsetzung ergeben sich für betroffene Unternehmen bestimmte Pflichten, wie beispielsweise die Implementierung von Risikomanagementmaßnahmen, die Einrichtung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) und die Durchführung regelmäßiger Schulungen. Unternehmen sind auch verpflichtet, sicherheitsrelevante Vorfälle unverzüglich an die zuständigen Behörden zu melden und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen sowie Audits durchzuführen. „Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie ist zwingend erforderlich, damit wir uns auf unsere digitalisierten Prozesse verlassen können, damit vertrauliche Daten vertraulich bleiben, damit IT-gestützte Prozesse zuverlässig funktionieren“, hebt Dr. Timo Hauschild, Fachbereichsleiter Cybersicherheit für Kritische Infrastrukturen des BSI, hervor.
Mit der Einführung von NIS2 wird die Verantwortung bezüglich IT-Sicherheit nicht nur verstärkt, sondern direkt auf die oberste Leitungsebene übertragen. Geschäftsführer haften persönlich bei sicherheitsrelevanten Fehlern oder Versäumnissen. Persönliche Haftung




entsteht, wenn grundlegende Aufgaben wie die Priorisierung von Sicherheitsmaßnahmen, das Risikomanagement, die Ressourcensteuerung oder die Definition klarer Verantwortlichkeiten vernachlässigt werden. Laut Kress ist der entscheidende Punkt, dass Entscheidungen 2026 anders getroffen werden müssen: „Sicherheitsund Risikoaspekte gehören systematisch in die strategische Planung, Investitionen in Resilienz dürfen nicht länger als reine Kostenposition betrachtet werden.“ Lieferantenbewertungen, Modernisierungspläne und Notfallpläne müssen auf einer sorgfältigen und dokumentierten Risikobewertung basieren. Operative Aufgaben können an die entsprechende Abteilung abgegeben werden, jedoch bleibt die Steuerungsverantwortung eindeutig bei der Geschäftsführung.
Um Haftungsrisiken zu reduzieren, sollten Geschäftsführer sich aktiv über notwendige Maßnahmen informieren, die die Cybersicherheit in Unternehmen steigert. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung eines dokumentierten ISMS oder regelmäßige Berichte an die Geschäftsleitung.
Des Weiteren ist es unerlässlich, der nach §38 Abs. 3 BSIG-E festgelegten Schulungs-
pflicht nachzukommen und sich auch kontinuierlich weiterzubilden. Schließlich müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie allen gesetzlichen Meldepflichten bei sicherheitsrelevanten Vorfällen nachkommen. Zusätzlich drohen hohe behördliche Bußgelder bei Nichteinhaltung der NIS2Vorgaben, was den Druck auf betroffene Unternehmen deutlich erhöht. OpenKritis nennt Bußgelder bis zu 2 Millionen Euro. Als juristische Person oder Organisation können sogar bis zu 20 Millionen Euro anfallen. Daher ist es wichtig, dass alle Ebenen in einem Unternehmen ihre Pflichten und die Vorgaben der Richtlinie ernst nehmen und aktiv zu einer wirksamen Umsetzung beitragen.
Eine Umfrage von G Data im Rahmen der Studie „Cybersicherheit in Zahlen 2025/2026“ ergab, dass lediglich 12,1 Prozent die Richtlinie vollständig umgesetzt haben. „In der finalen Umsetzungsphase“ befinden sich 20,4 Prozent, knapp ein Drittel (31,1 %) ist „mitten in der Umsetzung“. Von den restlichen Befragten haben 17,9 Prozent „erste Planungen gestartet“, 7,3 Prozent haben sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt und 11,1 Prozent sind nicht betroffen oder haben keine Angabe gemacht.
„Generell scheint die Awareness, dass es sich bei NIS2 um ein Gesetz handelt, nicht überall verbreitet zu sein“, mutmaßt Ender. Doch wo liegen die Probleme? „Die größten Hürden bei der NIS2-Umsetzung liegen weniger in der Technik, sondern in der organisatorischen Befähigung“, bringt es Kress auf den Punkt. Auch Weyert von der PCO, sieht Probleme in der „organisatorischen und strategischen Umsetzung“ sowie der „fehlenden Klarheit und Priorisierung“. Beide Manager sind sich einig, dass es neben Budget an klarer Governance, Transparenz, Ressourcen und Kompetenzen fehle. „Die größte Herausforderung liegt darin, jahrelange Versäumnisse in der Cybersicherheit aufzuholen, besonders im Mittelstand, der seine Angriffsfläche oft unterschätzt. Wo jahrelang an Technologie und Fachpersonal gespart wurde, wird die Umsetzung der breiten Anforderungen und strikten Meldepflichten nun schmerzhaft anstrengend, zumal die Geschäftsleitung nun persönlich für Fehler haftet“, fasst Hena Kless, Mitglied im Executive Council, GTIA, zusammen.
Doch es gibt auch andere Meinungen, bezüglich der größten Herausforderungen bei der Umsetzung. Durch die Überschreitung der Frist liegt für Benedikt Kind, Leiter

Auch IT-Dienstleister, die selbst nicht unter die Richtlinie fallen, müssen sich fundiertes Wissen aneignen, um ihre Kunden kompetent zu begleiten.
Recht und Regulierungsgrundsätze beim Breko, ein Problem „in fehlender Umsetzungszeit und mangelnder Rechtssicherheit. Viele kleinere und mittlere Unternehmen werden erstmals mit einem derart anspruchsvollen Sicherheitsniveau konfrontiert, sodass die praktische Umsetzung der Anforderungen nicht in jedem Fall sofort reibungslos funktionieren wird“. Das sieht auch Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheit beim Bitkom, so: „Die Verzögerungen beim Umsetzungsgesetz haben in vielen Unternehmen zu erheblicher Unsicherheit geführt, insbesondere weil kleinere Betriebe häufig externe Unterstützung benötigen, um ihre Betroffenheit sowie notwendige Maßnahmen zu klären.“ Auch IT-Security-Hersteller schlagen in

diese Kerbe. „IT-Verantwortliche sind oft unsicher, wo sie am besten anfangen sollten, selbst wenn bereits klar ist, wo genau Handlungsbedarf besteht“, meint Nikolas Schran, VP Sales & Marketing bei G Data Cyberdefense. Erhan Oezmen, VP Sales Germany and Austria bei SentinelOne, und Maik Wetzel glauben, dass die europäische Dimension der Richtlinie mit national voneinander abweichenden Umsetzungsregeln die größte Challenge ist.
Die Akzeptanz auf Management-Ebene, dass in Cybersicherheit investiert werden muss, ist eine essentielle Voraussetzung.
„Bei den KMU besteht noch Verbesserungsbedarf. Ich denke, es ist wichtig, gerade in den kleineren Bereichen (ohne Legal- oder Compliance-Abteilung), Awareness zu betreiben“, kommentiert Benjamin Richter, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Cyber Complete Corporation. Auch Ulbrich von Elovade sieht Nachholbedarf im Mittelstand: „Gerade für Organisationen, die bisher keinen Berührungspunkt mit

regulatorischen Vorgaben zur IT- und Informationssicherheit hatten, beginnt hier eine neue Reise – mit vielen offenen Fragen: Was ist zu tun? Wer trägt die Verantwortung?“
Peter Schneider, Channel Account Manager bei Sysob, sieht darin die Chance für Systemhäuser: „Je kleiner die Unternehmensgröße, desto größer der Umsetzungs- und Beratungsbedarf.“ Hersteller und Distributoren erwarten demnach 2026 positive Effekte und daraus resultierend ein spürbares Wachstum. Richter vergleicht: „Wir erwarten einen ähnlichen Einfluss wie die DSGVO im Frühjahr 2018. Daher gehen wir im Jahr 2026 von einem deutlichen Wachstum aus.“ Auch Schran von G Data baut auf „deutliche Einflüsse auf unseren Umsatz und den unserer Partner“, ebenso wie Weyert von PCO: „Wir erwarten für 2026 einen deutlichen Einfluss auf unsere Umsätze. Viele Unternehmen starten erst jetzt mit konkreten Projekten, weil die Rechtslage klar ist und im Falle von Versäumnissen Sanktionen greifen.“ Auch Scholl rechnet mit einem „klar spürbaren und nachhaltigen Umsatzimpuls, wenn die Rechtslage bei den Leitungsorganen der Unternehmen angekommen ist“. Wachstum sehen die Experten neben dem reinen Vertrieb von Lösungen vor allem bei Consulting und Enablement, in den Bereichen Identity, OT-Security und Managed Services, Automatisierung und Threat Detection sowie bei Security Awareness Trainings.
Doch es gibt auch kritische Stimmen. „NIS2 wird einen positiven Einfluss auf die Umsätze haben, dies wird aber konterkariert von der gesamtwirtschaftlichen Situation. Wenn kein Geld vorhanden ist, kann nichts investiert werden, weshalb eine stabile Wirtschaft notwendig ist, damit Unternehmen agieren können“, fordert Schneider von Sysob. Ender von SecTepe meint, dass der spürbare Einfluss auf die Umsätze „derzeit noch schwer vorhersehbar“ ist. „Viele Unternehmen haben bereits IT-Dienstleister und wenden sich in der Regel zuerst an diese, egal ob der IT-Dienstleister sich explizit mit den Anforderungen aus NIS2 auskennt oder nicht. Oft sind Umsetzungen dadurch sehr technisch und operativ getrieben; Management- und Prozesskomponenten bleiben auf der Strecke. Diese sind langfristig aber notwendig, um die von NIS2- geforderten Anforderungen dauerhaft

Wie sollten Unternehmen nun am besten vorgehen? Der erste notwendige Schritt ist die Klärung, ob das Unternehmen überhaupt unter die Richtlinie fällt. Da diese Prüfung für kleinere Betriebe oft komplex ist, sollten sie frühzeitig externe Unterstützung durch spezialisierte Systemhäuser oder Berater




hinzuzuziehen. Unternehmen sollten zudem rechtzeitig finanzielle und personelle Kapazitäten einplanen, da die Umsetzung oft kurzfristig nicht allein leistbar ist. Bevor technische Details angegangen werden, muss die Akzeptanz auf Management-Ebene geschaffen werden, dass in Cybersicherheit investiert werden muss. Es ist entscheidend, dass die Geschäftsleitung ihre persönliche Haftung versteht.
Ein bewährter praktischer Einstieg ist die Durchführung eines sogenannten NIS2Checks, den u.a. der BSI kostenfrei anbietet. Auch eine Gap-Analyse, bei der das aktuelle Sicherheitsniveau mit den Anforderungen verglichen wird, um Lücken zu identifizieren, kann sinnvoll sein. Parallel dazu sollten Unternehmen eine Inventur ihrer kritischen Assets und eine Analyse der Lieferkettenabhängigkeiten vornehmen, da Transparenz die Basis für jedes Risikomanagement ist. Zudem sollte ein ISMS, beispielsweise auf Basis der ISO 27001, etabliert werden.
Da NIS2 verbindliche Security-AwarenessTrainings für alle Mitarbeitenden und die
Geschäftsführung vorschreibt, sollten diese fest in den Fahrplan integriert werden. Wichtig ist zudem das Verständnis, dass Compliance kein einmaliges Projekt, sondern eine kontinuierliche strategische Priorität ist, die regelmäßige Überprüfungen erfordert. Denn schließlich ist „NIS2 keine Option“, so bringt es Scholl passend auf den Punkt.
„Die Bedrohungslage entwickelt sich stetig weiter. Gerade KI-gesteuerte Angriffe verschärfen die Risiken, insbesondere für Unternehmen mit veralteten Systemen und komplexen Lieferketten“, warnt Steve Bradford, Senior Vice President EMEA bei Sailpoint. Er sieht in der Compliance einen strategischen Vorteil. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigenen Schutzmaßnahmen zu überprüfen, Schwachstellen zu schließen und neuen Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein.“
Ulbrich von Elovade konkretisiert die Perspektiven für Systemhäuser: „Der nächste logische Schritt führt viele Unternehmen zum Systemhaus ihres Vertrauens – in der Hoffnung, dort auf Expertise zu
Ira Zahorsky, Redakteurin IT-BUSINESS

Nicht den Kopf in den Sand stecken
Auch wenn die Anforderungen des NIS2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetzes umfangreich scheinen: Es sollte doch jedem Unternehmensleiter und IT-Experten klar sein, dass dies eigentlich nur Minimalanforderungen an die Cybersicherheit eines Unternehmens sind. Selbst wenn personelle und finanzielle Ressourcen knapp sind, hilft es den betroffenen Unternehmen nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, nach dem Motto „Wenn ich das Problem nicht sehe, sieht es mich vielleicht auch nicht“.
Denn die Strafzahlungen bei Nichteinhaltung der Vorgaben könnten letztlich dazu führen, dass der Kopf im Sand stecken bleibt – mitsamt dem Unternehmen.
stoßen. Wer hier gut aufgestellt ist, kann echten Mehrwert bieten – und aus der Herausforderung eine Chance machen.“ Und auch wenn die Hürde aktuell groß scheint, der Vergleich von Peter Schneider von Sysob mit der Einführung von Sicherheitsgurten und Kopfstützen im Auto trifft es ganz gut: „Anfangs hat sich auch jeder darüber beschwert und nicht verstanden, warum man jetzt einen Gurt anlegen sollte – heute gehört es einfach dazu.“ n













Gefälschte Stimmen und Videos werden immer stärker zur Bedrohung für Unternehmen. Deepfakes ermöglichen es Kriminellen, sich als vertrauenswürdige Quellen auszugeben und so massive Schäden anzurichten. Präventionsmaßnahmen sind entscheidend, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. |
Natalie Forell
Mehrere Millionen Dollar Schaden durch einen gefälschten Anruf. Genau das erlebte der Ingenieurkonzern Arup Anfang 2024, als ein Mitarbeiter aufgrund eines manipulierten Anrufs eine beträchtliche Geldsumme überwies. Deepfakes, KI-generierte Manipulationen von Audio- und Videoformaten, sind zunehmend schwer von echten Aufnahmen zu unterscheiden. Kriminelle nutzen diese Technologie gezielt für Betrug, Desinformation und Erpressung, wobei Unternehmen und Einzelpersonen immer häufiger betroffen sind. Mit einer geklonten Stimme des Geschäftsführers können Überweisungen freigegeben oder Verträge abgeschlossen werden. Solche Vorfälle gefährden die Geschäftsfähigkeit eines Unternehmens ernsthaft, sowohl durch Kapitalverlust als auch durch Reputationsschäden.
Tiago Henriques, Chief Underwriting Officer bei Coalition, hebt hervor, wie schnell ein Unternehmen in Verruf geraten kann: „Unternehmen können alles richtig
machen – Netzwerke absichern, betrügerische Zahlungsaufforderungen ignorieren, Datenschutzgesetze einhalten – und dennoch kann ihr Ruf durch einen Deepfake geschädigt werden“. Cyberkriminelle bedienen sich oft vorhandener Video- und Audioschnipsel, um täuschend echte Deepfakes zu erstellen. Vyacheslav Zholudev, Co-Gründer und CTO von Sumsub, beschreibt die aktuelle Qualität dieser Deepfakes als so hoch, dass sie kaum noch erkennbar sind. Der Experte warnt, dass selbst einfache Angriffe in großer Menge skalierbar sind, was ein vielschichtiges Risiko darstellt.
In Unternehmen zeigen sich die Gefahren deutlich, wenn auch noch nicht so weit verbreitet: Angreifer versuchen an Pass wort-Resets, MFA oder System zugänge zu gelangen, indem sie sich als einen internen Kollegen ausgeben. Zholudev merkt an, dass viele dieser Angriffe derzeit vorwiegend aus dem eigenen
Land stammen, doch der Trend zu komplexeren, international organisierten Angriffen sei am ansteigen. Diese Kombinationen aus Deepfakes, gefälschten Dokumenten und Geldwäsche macht die Angriffe nicht nur profitabler, sondern auch autonomer.
Julius Muth, Co-Gründer von Revel8, warnt vor CEO-Fraud-Angriffen, bei denen die Stimmen von Führungskräften geklont werden, um Mitarbeiter zu Überweisungen




Mehr als nur Bedrohungen
KI-generierte Videos sind im Marketing und in der Unterhaltungsindustrie längst zum Standard geworden. Die Gefahr bei Deepfakes entsteht nicht dadurch, dass sie synthetisch sind. Entscheidend ist die Absicht: Schaden entsteht erst, wenn KI-generierte Medien mit betrügerischem Verhalten gepaart werden.
Service Provider sind hochgradig gefährdet, weil ihr Helpdesk-Support oft ‚Schlüsselgewalt‘ über viele Kundensysteme hat.
Raphael Bächle ist seit dem 1. Januar 2026 CFO bei Plusserver. Er übernimmt diese Position von Christoph Oberhaus. Bächle bringt langjährige Expertise im Finanz und ITBereich mit. Seit April 2018 war er kaufmännischer Geschäftsführer bei Telemaxx Telekommunikation, einem Anbieter von Rechenzentren, ITServices und Telekommunikation im Karlsruher Raum. Dort hat er die Finanzbereiche, Vertrieb und Marketing sowie die strategische Unternehmenssteuerung verantwortet. Vor seiner Zeit bei Telemaxx sammelte Bächle Erfahrung in verschiedensten Finanzfunktionen und arbeitete in leitenden kaufmännischen Rollen in der ITund Pharmabranche. „Ich freue

mich sehr darauf, Plusserver auf dem zukünftigen Weg zu begleiten und diesen mitzugestalten“, sagt Bächle. „Das Unternehmen verfügt über leistungsstarke CloudAnge bote und Managed Services und ist damit vor allem für den Mittel stand und Konzerne ein kompeten ter und verlässlicher Partner.“ „Mit seiner strategischen, operativen und finanzwirtschaftlichen Expertise wird Raphael Bächle unser Team stärken und entschei dend dazu beitragen, Plusserver für die kommenden Wachstums felder optimal aufzustellen“, sagt Andreas Kadler, CEO bei den Kölnern. „Gleichzeitig danken wir Christoph Oberhaus für seinen Einsatz und Beitrag in einer anspruchsvollen Phase des Unternehmens.“ | sl

Raphael Bächle wechselt von Telemaxx zu Plusserver und übernimmt dort die Position des CFO.
ITHaus durchläuft personelle wie strategische Veränderungen: Der ITDienstleister richtet sich stärker auf das Lösungsgeschäft und Managed Services aus. Im Zuge dessen haben sich die Geschäftsführer Ingo Burggraf und Dr. Thomas Simon Ende 2025 aus der operativen Geschäftsführung zurückgezogen. Burggraf, Mitgründer und 27 Jahre lang Geschäftsführer, sowie Simon, seit 2001 in der Geschäftsführung tätig, bleiben dem Unternehmen als Gesell
schafter erhalten – Burggraf wird den ITDienstleister auch operativ weiterhin unterstützen. Damit übernimmt Stefan Sicken die alleinige Geschäftsführung und ITHaus bleibt weiter inhabergeführt. Zusätzlich wurde die Position Vice President Service & Solutions geschaffen, die Christian Tzschentke übernimmt. Mit über 15 Jahren Erfahrung im ITSystemhausgeschäft, zuletzt als Leiter Managed Services bei Concat, wird er die Dienstleistungs und Lösungslandschaft weiterentwickeln. In seiner vorherigen Position verantwortete er eine überregionale Delivery Organisation mit über 160 Mitarbeitenden. | md
Rachel Linnemann
neue CEO bei TecRacer
Der AWS-Pure-Player TecRacer hat Rachel Linnemann zur neuen CEO ernannt. In ihrer neuen Rolle soll sie die Positionierung des Unternehmens als European AWS Thought Leader für Cloud-Transformationen stärken. Gründer Sven Ramuschkat wird Principal Technology Advisor. Linnemann ist AWS Certified Solutions Architect mit über 20 Jahren Erfahrung in technologischen Führungsrollen bei Microsoft und T-Systems, wo sie zuletzt als Vice President Global Hyperscaler die Kooperationen mit Hyperscalern leitete. Unter ihrer Führung fokussiert sich TecRacer auf drei Bereiche: Cloud-Contact-Center-Services, KI- und Data-Analytics-Lösungen sowie die Begleitung europäischer Unternehmen bei der sicheren Cloud-Transformation. | md
Ein konsequenter Ausbau in der Vertriebsorganisation soll zur Wachstumsstrategie von Nexoware beitragen – ebenso wie die Neubesetzung der Führungsrollen im Vertrieb: Das neue Jahr beginnt mit Michael Mathieu als Chief Sales Officer (CSO) und Tom Schröder als Vice President für Partner Sales. Beide verfügen über eine umfassende Marktkenntnis, Vertriebsexpertise und Erfahrung im Aufbau von skalierbaren Vertriebs- und Partnerstrukturen. In Zukunft soll Michael Mathieu die Vermarktung der Systemhaus-Produkte übernehmen. Dazu zählen beispielsweise ERP-, IT-Service-Management- und eShop-Lösungen. Mathieu bringt mehr als 30 Jahre Praxiserfahrung in diesem Umfeld mit und war zuvor knapp 20 Jahre bei C-entron Software tätig. Dort hat er die Marktentwicklung und die Positionierung von Systemhausmarkt-Lösungen maßgeb -

lich mitgestaltet. Auch zu Beginn seiner Karriere war er bereits bei bekannten in- und ausländischen ITK-Unternehmen, selbstständig, aber auch Inhaber und Geschäftsführer eigener IT-Systemhäuser. Mit langjähriger Erfahrung kann auch Tom Schröder zum Unternehmensaufbau beitragen, denn er konnte bereits im Channel- und Partnervertrieb von Softwarelösungen innerhalb des Systemhausund MSP-Marktes wichtige Kenntnisse sammeln. Als Vice President Partner Sales wird Schröder insbesondere auch die Lösungen für Process Automation, Document- und Output Management verantworten. Bereits in früheren Führungspositionen trug er zum Aufbau von Channel-Organisationen in Deutschland bei. Außerdem fokussierte er sich auf indirekte Vertriebsmodelle, entwickelte und gewann zudem zahlreiche Systemhaus- und Distributionspartner. | se
Samsung startet das Jahr mit einer neuen Führungsspitze, die aus drei erfahrenen Managern besteht: neuer Präsident und Geschäftsführer wird Han Suk (Kevin) Seo. Neben ihm übernimmt Hoon Seol die Leitung als Executive Vice President und Yeonho Choi als Chief Financial Officer.
Seo ist bereits seit mehr als 30 Jahren bei Samsung und bringt internationale Erfahrungen im Bereich Mobile mit: Er war zuvor Head of Global Sales beim
Innovation Team von Samsung und sammelte Kenntnisse im Vertrieb, Produktmarketing und Division Leadership. In Zukunft soll Seo das Wachstum des deutschen Marktes von Samsung weiter ausbauen.
Choi ist seit 2002 bei Samsung und hatte seither Positionen in Technology Research und globalen R&D-Strategien inne.
Der neue Executive Vice President ist bereits seit 1996 Teil des Unternehmens und seit knapp vier Jahren in Deutschland tätig. Er bleibt Leiter der Consumer Electronics Division und soll weiterhin die Integration vorantreiben. | se

bei Nexoware.
BSI Software hat einen neuen Chief Sales Officer (CSO). Mit Johannes Diebig möchte der Softwarehersteller das Wachstum in den Fokusbranchen Banken, Versicherungen, Retail sowie Energy & Utilities vorantreiben. Diebig ist gelernter Diplom-Ökonom und bringt über 20 Jahre Führungserfahrung in internationalen Software- und Technologieunternehmen mit. Zuvor war er als Geschäftsführer für Kontinentaleuropa bei TBAuctions tätig. Weiter hatte er Führungsrollen bei Zalando, Salesforce und Atos inne. Als CSO bei BSI Software bringt Diebig „genau die Kombination aus internationaler Vertriebserfahrung und CRM-/CX-Expertise mit, die wir für unsere nächste Wachstumsphase gesucht haben“, so Markus Brunold, CEO bei BSI Software. | md
Bechtle hat sein internationales Geschäft umstrukturiert und die Bechtle International Division (BID) gegründet. Die neue Einheit bündelt drei bisherige Bereiche: International Sales Division, International Business Unit und die Zusammenarbeit mit über 300 Partnern in 180 Ländern. Sie befasst sich mit Projekten international tätiger Konzerne und großer mittelständischer Unternehmen. Die BID-Geschäftsführung übernehmen Dr. Benedikt Schmidt, Markus Schmidt und Johannes Knausenberger. Die Leistungen umfassen Business Development, Angebots- und Ausschreibungsmanagement sowie operative Geschäftsabwicklung. Parallel setzt Bechtle die internationale M&A-Strategie fort und übernahm Eurosolid, einen Solidworks-Reseller aus Ungarn, und erweitert damit seine PLM-Präsenz auf neun europäische Märkte. Eurosolid betreut Kunden in der


Fertigungsindustrie mit CAD-, CAM-Lösungen sowie Schulungs- und Supportleistungen. Die bisherigen Geschäftsführer Zoltán Wiesler und Csaba Zombor bleiben an der Spitze des Unternehmens. | md
Infinigate, Value Added Distributor und Cybersecurity-Spezialist, startet ein neues Marketing-Programm für mittelständische Partner in Deutschland. Anders als bisherige Modelle stehen dabei KMU-Partner im Mittelpunkt. Diese Partner verfügen über Fachwissen und verschiedene Herstellerlösungen – Infinigate will dieses Potenzial durch individuelle Marketingdienstleistungen voll ausschöpfen. Das Angebot umfasst professionelle Marketinginhalte, Kampagnen und fachkundige Experten, zunächst für Deutschland, später strategisch für die DACH-Region.
Falk Schwarzenberg, Managing Director bei Infinigate Deutschland, erklärt: „Wir ergänzen gezielt fehlende Ressourcen und eröffnen Möglichkeiten.“ Ziel der neuen Services sei es, die Reichweite zu erhöhen und Wachstumspotenziale der KMU-Partner nachhaltig zu stärken. „Wir bieten nicht nur fertige Templates, sondern begleiten unsere Partner individuell – mit sofort einsetzbaren Maßnahmen, die ohne Aufwand Wirkung zeigen und direkt im Kundengeschäft unterstützen“, betont Franziska Gaitzsch, Channel Marketing Director DACH bei Infinigate. | md
Die neue Bechtle International Division bündelt internationale Vertriebs-, Projekt- und Partneraktivitäten unter einem Dach.
Stefan Fritz ist bereits seit zehn Jahren bei Sophos tätig. Nun wurde er zum Senior Director Channel Sales EMEA Central ernannt.
Jonas Kerz ist bereits seit gut vier Jahren bei Sophos. Nun bekommt er als Senior Customer Success Manager einen neuen Aufgabenbereich. Kerz war zuvor als Technical Account Manager tätig und kann seine Erfahrungen aus der technischen Beratung in das neue Tätigkeitsfeld einbringen.
Die dritte Personalie im Bunde ist Fabian Rehder. Er startete bereits im Oktober 2025 als Territory Account Executive für die süddeutsche Region. Der Vertriebler verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Systemhausumfeld. | iz
Bechtle hat Verträge mit der Telekom und Arvato geschlossen und erweitert damit das MultiCloud-Portfolio. Der IT-Dienstleister möchte mehr Wahlfreiheit und Flexibilität bei der Umsetzung von digitalen Strategien bieten. Die Vereinbarungen erweitern das Angebot um deutsche Cloud-Lösungen für Unternehmen mit hohen Datenschutz- und Compliance-Anforderungen. Die Partnerschaft umfasst die Open Telekom Cloud, eine Public-CloudPlattform mit DSGVO-konformer Infrastruktur aus deutschen und niederländischen Rechenzentren. Mit Arvato wurde die Integration der Arvato Systems Private Cloud vereinbart. Die Bereitstellung erfolgt über das Bechtle-Cloud-Portal. | md
Damit unterstreichen wir unseren Anspruch, Kunden die beste Kombination aus globaler Innovationskraft, Wahlfreiheit und lokaler Sicherheit zu bieten


Mit der Eröffnung einer Niederlassung in Wien expandiert die größte IT-Verbundgruppe Europas nach Österreich. Ab sofort stehen Synaxon-Leistungen auch Systemhäusern, Dienstleistern und Resellern in Österreich zur Verfügung. So sollen sich ebenso kleinere Reseller und IT-Dienstleister erfolgreicher auf dem Markt behaupten. Die Verbundgruppe selbst weitet damit ihren Tätigkeitsbereich in weitere europäische Staaten aus und setzt eine langfristige Wachstumsstrategie um.
„Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Markteintritt in Österreich ein klares Signal setzen: Wir stehen für Verlässlichkeit, attraktive Konditionen und eine langfristige Partnerschaft – so wie wir es seit vielen Jahren in Deutschland und England erfolgreich praktizie-
ren“, so Miguel Rodriguez, Vorstand der Synaxon. Vorteile für österreichische Partner laut Synaxon: Attraktive Einkaufskonditionen bei führenden Herstellern, sowohl im Hard- als auch im Softwarebereich, Entlastung von Zertifizierungs- und Forecast-Anforderungen, Projektpreise und Projektunterstützung – bereits ab kleinen Stückzahlen, erweitertes Rückgaberecht und zentralisierter RMA-Prozess, Nutzung des Managed-Services-Portfolios der Synaxon und Vereinfachung aller Beschaffungsprozesse über den Synaxon Marketplace. „Unser Grundgedanke ist, die Prozesse für Systemhäuser und IT-Dienstleister einfacher und lukrativer zu gestalten und ihnen Zugang zu besseren Konditionen zu verschaffen. | ml
Die wirtschaftliche Lage stellt die Digital-Signage-Branche vor große Herausforderungen: Projekte werden geschoben, Kosten steigen und die Hardware-Verfügbarkeit wird problematisch. Beheben integrierte Lösungen mit Mehrwert für die Kunden das Problem? | Klaus Länger

Die aktuelle Wirtschaftslage ist für die Digital-Signage-Branche eine enorme Herausforderung.

Die Hardware, etwa großformatige LED-Displays, ist nur noch ein Teil einer kompletten Lösung, nach der die Kunden verlangen. Ein Partner muss zudem die passende Software und begleitende Services liefern, um Projekte zu gewinnen.

DEs wird weniger nach einzelnen Produkten gefragt, sondern vermehrt nach umfassenden, integrierten Lösungen aus einer Hand.
er Markt für Digital-Signage- und Pro-AV-Lösungen wächst weiterhin. Die Marktforscher von Futuresource gehen davon aus, dass die globale Nachfrage nach großformatigen Display- und Projektionslösungen in den kommenden drei Jahren weiter ansteigt, allerdings mit einem klaren Schwerpunkt auf LED bei einem Rückgang für Projektion. LCD bleibt als Technologie dominierend, stagniert aber. Insgesamt sagt Futuresource für die Jahre von 2023 bis 2028 ein Plus von fünf Prozent voraus. Für das Pro-AV-Geschäft geht der Branchenverband AVIXA ebenfalls von einem weiteren Wachstum aus, das allerdings mit rund vier Prozent niedriger angesetzt wird als noch vor einem Jahr erwartet. Hier spielen Projektoren weiterhin eine wichtige Rolle, etwa bei Veranstaltungen oder für komplexe Multimedia-Installationen.
Mike Finckh, Geschäftsführer beim VAD Concept International, sieht allerdings in der aktuellen Wirtschaftslage und im politischen Umfeld eine enorme Herausforderung für die Digital-Signage-Branche. Die Hindernisse reichen laut Finckh von den „unkalkulierbaren Zoll-Eskapaden der USA über die weltweiten Lieferengpässe bei Prozessoren und Speichern bis zur Hängepartie beim Digitalpakt Education.“ Florian Kinscher, Director Display Solutions bei ITZ Display Solutions, berichtet ebenfalls von einer anhaltenden Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen der Kunden, mit denen sich seine Partner konfrontiert sehen. „Vorhaben werden intensiver geprüft, Freigaben dauern länger und Budgets werden bewusster eingesetzt“, konkretisiert Kinscher. Eine Unsicherheit in der langfristigen Planung der Unternehmen konstatiert auch Andreas Helmling, Head of B2B Deutschland bei Littlebit.

Speziell für „Themen wie Unternehmens- und Mitarbeiterkommunikation“ sieht Norman Winter, Leiter Marketing DACH bei Kern & Stelly, trotz der derzeitigen Wirtschaftslage weiterhin eine starke Nachfrage. Digitale Bildschirmnetzwerke seien für Unternehmen ein wichtiger Bestandteil ihrer Infrastruktur. Allerdings werden die Anforderungen der Kunden laut Winter stetig komplexer. Daher fragen die Kunden nicht mehr nach einzelnen Lösungen, sondern „nach umfassenden,
Für den Verkauf interaktiver Displays an Schulträger, wird der Digitalpakt 2.0 wohl keine sehr große Rolle spielen: der Schwerpunkt liegt eher auf Schulungen, Software und Lösungen.

integrierten Lösungen aus einer Hand“. Konkrete Beispiele aus der Praxis sind für ihn kollaboratives Arbeiten, Hybrid Work und Unified Communication sowie das digitale Klassenzimmer. Dabei bestehe bei den Kunden eine hohe Nachfrage nach einfachen, intuitiven und cloudbasierten sowie KI-Lösungen. Auch Helmling sieht für Littlebit „Themen rund um Cloud und KI für das Management der Signage-Software sowie LED und E-Paper-Lösungen für eine breite Kundengruppe“ als die derzeit wichtigsten technologischen Trends für die Partner.
E-Paper-Displays werden auch einer der Trends auf der bevorstehenden ISE in Barcelona. Sie sind vor allem für eine statische Beschilderung geeignet und kommen mit deutlich weniger Energie aus als herkömmliche LCD-Screens. Im Gegensatz zu gedruckten Schildern können

E-Paper-Displays aber einfach elektronisch jederzeit aktualisiert werden. Für Finckh ist bei Displays die LED-Technologie als Top-Thema gesetzt. Sie bietet eine hohe Helligkeit, einen niedrigen Energieverbrauch vor allem bei dunklen Inhalten und flexible Formate. Allerdings stellen sie hohe Anforderungen bei Planung, ContentGestaltung und Ersatzteilmanagement. Zudem ist der Concept-International-Chef ebenso wie Winter davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Digital-SignageWelt verändert. Finckh nennt kontextabhängige Inhalte auf Knopfdruck, eine automatisierte Kampagnenplanung sowie kürzere Produktionszyklen als Vorteile. Allerdings ist KI Segen und Fluch gleichzeitig. Denn der Hunger der Datacenter nach DRAM und SSDs lässt die Preise steigen und Hardware knapp werden. Daher sollte jeder, der 2026 Digital-Signage-Projekte plant, sich mit der Frage der Hardware-Ver-
Gefragt sind nicht nur hochwertige Displays, sondern ganzheitlich gedachte Lösungspakete.
Florian Kinscher,Director Display Solutions bei ITZ Display Solutions
fügbarkeit beschäftigen. Speziell bei PC-basierten Mediaplayern können CPUs und Speicher knapp werden.
Bei ITZ Display Solutions als Full-ServiceDistributor sieht man aktuell die größten Chancen „im Zusammenspiel aus Hardware, Software und projektbegleitenden


Die AV- und Systemintegrationsbranche steht vor einer neuen Realität: Mit der zunehmenden Vernetzung von AV-Systemen wächst nicht nur ihr strategischer Wert, sondern auch ihre Angriffsfläche. Was früher primär klassische IT-Infrastrukturen betraf, rückt heute vernetzte Kontrollräume, Konferenzsysteme, Digital Signage, intelligente Gebäude und Veranstaltungsorte ins Visier von Cyberkriminellen. Cybersecurity ist damit endgültig zu einem geschäftskritischen Thema für die AV-Branche geworden.
Vor diesem Hintergrund setzt die Integrated Systems Europe (ISE) ein klares Signal und führt erstmals einen eigenen CyberSecurity Summit ein. Der Summit findet am Donnerstag, den 5. Februar 2026, im Rahmen der ISE 2026 Barcelona statt und rückt die wachsenden digitalen Risiken für Hersteller, Integratoren und Betreiber in den Mittelpunkt. Ziel ist es, Cybersecurity nicht länger als technisches Randthema zu behandeln, sondern als strategische Kernkompetenz zu etablieren.
Dass der Summit zeitgleich mit dem Europäischen Monat der Cybersecurity stattfindet, unterstreicht seine Relevanz. Die von ENISA und der Europäischen Kommission initiierte Kampagne reagiert auf eine europaweit steigende Zahl von Cyberangriffen. Für die AV-Branche bedeutet dies nicht nur ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, sondern auch wachsende regulatorische Anforderungen. Richtlinien wie NIS2 oder Standards wie ISO 27001 machen Cybersicherheit zunehmend zur Voraussetzung für Compliance, öffentliche Ausschreibungen und langfristiges Kundenvertrauen.
„Cybersecurity ist kein technischer Nebenaspekt mehr, sondern ein geschäftskritischer Faktor“, betont Mike Blackman, Geschäftsführer von Integrated Systems Events, „Wer sie vernachlässigt, riskiert nicht nur Sicherheitsvorfälle, sondern auch Wettbewerbsnachteile.“
Geleitet wird der CyberSecurity Summit von Pere Ferrer i Sastre, dem ehemaligen Generaldirektor der katalanischen Polizei (Mossos d’Esquadra). Mit seiner Erfahrung in öffentlicher Sicherheit, digitaler Trans-

formation und dem Schutz kritischer Infrastrukturen bringt er eine ganzheitliche Perspektive in die Diskussion ein. Sein Ansatz: Sicherheit ist keine Innovationsbremse, sondern die Grundlage für nachhaltige AV-Innovationen.
Das Programm des Summits vereint führende Experten aus AV, Cybersecurity, Regulierung und Industrie. Keynotes und Diskussionsrunden widmen sich Themen wie Cyber-Resilienz, dem sicheren Betrieb vernetzter AV-Systeme sowie Governanceund Compliance-Fragen in kritischen Umgebungen.
Eingebettet in das Leitthema „Push Beyond“ positioniert sich der CyberSecurity Summit als strategischer Meilenstein für die Branche. Er macht deutlich: Zukunftsfähige AV-Lösungen entstehen nur dort, wo Innovation und Sicherheit gemeinsam gedacht werden.


Die Registrierung für die ISE 2026 ist geöffnet. Mit dem Registrierungscode <itbusiness> können sich Fachbesucher kostenfrei anmelden. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich frühzeitig zu informieren, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Ihre Organisation auf die wachsenden Cyberrisiken vorzubereiten.

Am 3. Februar öffnet die ISE 2026 in Barcelona ihre Tore für das Fachpublikum. Auf der Messe in der Fira de Barcelona Gran Via zeigen die Hersteller ihre neuesten Lösungen für die Digital-Signageund Pro-AV-Branche. So wird etwa Viewsonic eine All-in-One-dvLED-Lösung der nächsten Generation präsentieren und PPDS Digital Signage-Displays mit KI-Funktionen. Bei Benq werden neue 4K-Laserprojektoren mit vollständiger DCI-P3-Farbraumabdeckung gezeigt. Zudem soll auf der Messe das Bildungsthema einen größeren Raum einnehmen.
https://www.iseurope.org/

Services“, wie Kinscher betont. „Gefragt sind nicht nur hochwertige Displays, sondern ganzheitlich gedachte Lösungspakete, die von der technischen Beratung und Planung über vorkonfigurierte
Auslieferungen bis hin zu Installation und Roll out reichen.“ Da DigitalSignageProjek te heute mehr Vorbereitung und Koordina tion als vor wenigen Jahren erfordern, spielen transparente Abläufe, realistische Einschätzungen und eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten eine große Rolle. Wie Kinscher anmerkt, „lassen sich Projekte mit einer fundierten Konzeption und einem belastbaren
Netzwerk aus Herstellern und Partnern weiterhin erfolgreich realisieren – auch unter herausfordernden wirtschaftlichen
Bedingungen.“ Dabei sollten sich die Partner
als Lösungsanbieter positionieren und projektbezogene Services wie Beratung, Schulungen und SLALeistungen anbieten.
Der erste Digitalpakt Schule war für die Hersteller von interaktiven Displays und Projektoren, deren Distributoren und
Der Digitalpakt wird helfen, Projekte schneller umsetzen zu können.

die Partner ein erheblicher Umsatzbringer. Nun haben Bund und Länder den Digitalpakt 2.0 mit einem Volumen von insgesamt fünf Milliarden Euro bis 2030 auf den Weg gebracht. Bei Littlebit sieht man das sehr positiv, erklärt Helmling: „Der Digitalpakt wird helfen, Projekte schneller umsetzen zu können – sowohl im Bereich Hard und Software als auch bei Service und Dienstleistungen.“ Für Winter ist der Digitalpakt 2.0 „wesentlich stärker auf Software und Lösungen ausgerichtet“ und biete den Partnern vor allem die Option, mit Fortbildungen Geld zu verdienen. Die wird Kern & Stelly gemeinsam mit den Herstellern durch gezielte Trainings an Produkten und der jeweiligen Software unterstützen. Finckh sieht große Chancen für zusätzliche Projekte, fürchtet aber eine schleppende Umsetzung. n

















Mit dem Terra Mobile Gamer Elite 3 A stellt Wortmann ein neues Gaming-Notebook vor, das eine hohe Leistung und Mobilität kombiniert. Das in ein Aluminium-Gehäuse gekleidete 16-ZollGerät wiegt nur 2,1 kg und soll mit einer Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden aufwarten. Unter der Haube sitzen als Prozessor ein AMD Ryzen AI 7 350 mit acht Cores und als GPU eine Nvidia Geforce RTX 5060 mit 8 GB GDDR7 Grafikspeicher. Der 32 GB große DDR5-Arbeitspeicher kann einfach auf 64 GB verdoppelt werden und auch für zusätzlichen Massenspeicher steht neben der 1-TB-SSD ein zweiter M.2-Einschub bereit. Das entspiegelte 16-Zoll-Display liefert die QHD-Auflösung. Zudem verfügt
Das Gaming-Notebook Terra Mobile Elite A3 von Wortmann ist nicht nur für das Gaming geeignet, sondern verfügt auch über eine 50-TOPS-NPU für lokale KI-Aufgaben.

das Notebook über eine breite Palette an Schnittstellen, darunter zwei USB4-Ports mit DisplayPort, einmal mit Power Delivery, und ein Gigabit-Ethernet-Anschluss. Mit dieser Ausstattung soll sich das Terra
Mit der neuen ThinkSystem-DS-Serie adressiert Lenovo Kunden, die in ihren Rechenzentren ihre SAN-Blockspeicher modernisieren wollen. Die neuen Systeme basieren auf einem skalierbaren End-toEnd-NVMe-Designs mit Aktiv-aktiv-Controllern und NetApps Ontap als Betriebssystem. Die ThinkSystem-DS-Serie

Unter den neuen All-Flash-Block-Storage-Systemen von Lenovo ist das ThinkSystem DS7200 das Top-Modell. Mit vier zusätzlichen DS240N-Erweiterungseinheiten und insgesamt 120 2,5-Zoll-SSDs kann es auf bis zu 1,8 PB maximaler Rohkapazität skaliert werden.
Mobile Gamer Elite 3 A nicht nur für Gaming, sondern auch für professionelle Anwendungen wie 3D-Rendering oder Videobearbeitung eignen. Das Notebook kostet 1.999 Euro (UVP). | kl
vier Grundmodellen: DS3200, DS5200, DS5200C und DS7200. Alle vier nutzen ein 2U-Chassis mit zwei Controllern und Platz für 24 Dual-Port-NVMe-SSDs im 2,5-ZollFormat. Der Unterschied liegt in den verwendeten Controllern und der Skalierung mit zusätzlichen ThinkSystemDS240N-Erweiterungseinheiten. Sie reicht von einer direkt angeschlossenen Erweiterungseinheit für insgesamt 48 Drives bei DS3200 und 5200C bis hin zu 120 SSDs beim DS7200 mit vier über Switch angebundenen DS240N-Erweiterungseinheiten für 1,8 PB maximale Rohkapazität. Eine Besonderheit in der Serie stellt das 5200C dar. Während bei den drei anderen Systemen SSDs mit Kapazitäten zwischen 1,92 und 15,36 TB bestückt sind, nimmt dieses CapacityModell QLC-SSDs mit bis zu 30,72 TB auf. Für das Monitoring der Storage-Systeme kommt das cloudbasierte ThinkSystem Intelligent Monitoring zum Einsatz. | kl



In Las Vegas zeigt die CES 2026, dass KI und Design weit mehr können als bisher erwartet – von maschinellen Haushaltshelfern über fensterähnliche Fernseher bis hin zu KI-Accessoires. Ergänzt wird das Spektrum durch neue Modelle für Business, Entertainment und Gaming. | Serina Sonsalla
Der heutige Abend steht ganz im Zeichen der KI. Trotz der rasanten wicklung der vergangenen Jahre ist mein Leit klar: Das Beste kommt erst noch.
Dr. Lisa Su, AMD, CEO und Vorsitzende von AMD

Blackjack, kurzweilige Eheschließungen und eine pulsierende Atmosphäre – Las Vegas, die größte Stadt im USBundesstaat Nevada, steht für Unterhaltung, Glücksspiel und ein aufregendes Nachtleben. Dort, inmitten der Wüste, der Casinos und Luxushotels, öffnete auch die größte TechnologieVeranstaltung des Jahres wieder ihre Türen für Tech-Träumer, Visionäre, Investoren, Branchen- und Regierungsführer. Etwa 148.000 Besucher, darunter mehr als 55.000 Menschen aus aller Welt, kamen zur CES 2026 – die traditionell erste Veranstaltung des Jahres. „Die Energie auf der CES 2026 war außergewöhnlich“, sagte Kinsey Fabrizio, Präsident der CTA. „CES bringt das globale Technologie-Ökosystem zusammen für

Bereits am Vorabend des Events versammelten sich tausende Besucher am Veranstaltungsort und verfolgten die erste Keynote auf der Bühne: Dr. Lisa Su, CEO und Vorsitzende des US-amerikanischen Chipentwicklers Advanced Micro Devices (AMD), sprach über ihre Visionen für zukünftige KI-Lösungen, über Cloud, Enterprise, Edge und branchenübergreifende Kooperationen. „Das Beste kommt erst noch“, kündigte sie an, denn „der heutige Abend steht ganz im Zeichen der KI“. Trotz der rasanten Entwicklung der vergangenen Jahre habe das Publikum noch längst nicht alles gesehen, was KI leisten könne. Dabei stellte sie neue Produkte wie Ryzen AI 400 Series für die nächste Generation von KI-PCs, die MI440X-GPU für Unternehmen und die Ryzen AI Halo Entwicklerplattform, die KI-Integration von Rechenzentren zu Edge Devices und realen Anwendungen mit Partnern wie OpenAI vor. Außerdem kündigte AMD eine Verpflichtung von 150 Millionen US-Dollar an, um KI in mehr Klassenzimmer und Gemeinden zu bringen.
Zu den neuen Modellen gehört auch die Serie Ryzen AI Max+. AMD brachte damit die derzeit schnellsten x86-Prozessoren mit integrierter Grafik und der höchsten KI-Leistung auf den Markt. Die neuen Ryzen AI Max+ 392 und 388 ersetzen somit die bisherigen Modelle mit 8,12 und 16-Zen-5-Cores. Diese bieten eine starke GPU-Leistung und eignen sich insgesamt für Gamer und KI-Anwender.
Zu den Hauptvorträgen zählte auch die Keynote von Roland Busch, Präsident und CEO der Siemens AG. Busch trat gemeinsam mit NVIDIAGründer und CEO Jensen Huang auf die Bühne.

Ab sofort erweitern sie ihre Partnerschaft, um die nächste Generation von AI Factories zu ermöglichen und die industrielle Automatisierung mit künstlicher Intelligenz voranzutreiben. Auf der CES 2026 wurde der neue Digital Twin Composer von Siemens vorgestellt. Dieser soll eine virtuelle Welt ermöglichen, in der Produktlinien getestet, Designs verfeinert und autonome Roboter trainiert werden können. Die Lösung ermöglicht ein fotorealistisches Visualisieren, Simulieren und Inbetriebnehmen jedes Produkts, jeder Anlage und jeder Fabrik in Echtzeit. Siemens möchte mit neuen Technologien die Arzneimittelentwicklung, das autonome Fahren und die Laden-Effizienz beschleunigen. Darüber hinaus ist geplant, dass sie künftig in der Fertigung kooperieren und industrielle KI mit den Meta Ray-Ban AI Glasses verknüpfen.
Die Highlights der CES 2026 reichen von Business- und Gaming-Lösungen über Smart Home und Robotik bis hin zu intelligenten Brillen, Wearables und

autonomen KI-Cockpits. Dabei verschmel zen künstliche Intelligenz und Design immer stärker zu Lösungen, die sowohl funktional, nutzerfreundlich als auch ästhetisch sind.
Unter dem Motto „Design Matters“ leiteten Debbie Millman, Moderatorin, Mauro Porcini, Chief Design Officer (CDO) von Samsung, sowie die Designer Karim Rashid und Fabio Novembre, die Podiumsdiskussion zum Thema „The Human Side of Tech: Designing a Future Worth Living”. Dem Motto entsprechend präsentierte Samsung auch den weltweit ersten 130-Zoll-Micro-RGB-Fernseher, Modell R95H. Laut Hun Lee, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Visual Display (VD) bei Samsung Electronics, stellt das neue Modell den Höhepunkt ihrer Innovationen im Bereich Bildqualität dar. Mit seinem Rahmen und seinem
Glück ist das Ziel des Designs. Unser Streben nach Glück geschieht durch Design, das Unmögliche möglich zu machen. Ich glaube fest daran, dass es wieder in den Mittelpunkt der Bühne rücken muss.
Fabio Novembre, Architekt und Designer
schlanken Design erinnert der Fernseher mehr an ein großes Fenster. „Das Streben nach Glück geschieht durch Design, das Unmögliche möglich zu machen“, betonte der Designer Fabio Novembre. Er glaube fest daran, dass die Gestaltung und Optik wieder in den Mittelpunkt der Bühne rücken müsse. „Glück ist das Ziel des Designs.“ Schließlich zählt stets auch der erste Eindruck und das geschieht häufig über das Erscheinungsbild.
Das Micro RGB nutzt KI, um matte Töne zu intensivieren und den Kontrast zu schärfen. Außerdem unterstützt es Vision




AI Companion (VAC), KI-Funktionen und Apps wie AI Football Mode Pro, AI Sound Controller Pro, Live Translate, Generative Wallpaper, Microsoft Copilot und Perplexity.
Der Hersteller zeigt in Las Vegas auch eine Reihe neuer Odyssey-Gaming-Monitore, z. B. ein 3D-Gerät mit 6K-Auflösung. Damit der 3D-Effekt auch ohne Brille funktioniert, wird die Auflösung im 3D-Modus auf 3K halbiert. Die Bildanzeige ist so für jedes Auge minimal anders. Schnelle Shooter können auf dem Dual-Mode-Monitor bei 330 Hz und reduzierter Auflösung gespielt werden. Das E-Sports-Display von Samsung Odyssey 6 (Modell G60H) kann bei HD reduzierter Auflösung sogar bis zu 1.024 Hz erreichen. Bei nativer Auflösung schafft der Dual-Mode-Monitor mit 27-Zoll-QHDDisplay sonst eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 600 Hz.
Rollbare Displays, ausziehbare Bildschirme und mehr Fläche – mit dem ThinkPad Rollable XD Concept und dem Legion Pro Rollable Proof-of-Concept schließt Lenovo an die ersten faltbaren Computer an. Das Konzept-Notebook kann nach außen geklappt werden und hat ein Außendisplay sowie einen ausziehbaren Bildschirm. Damit lässt sich ein 13,3-Zoll-Gerät bis zu 16 Zoll vergrößern und bietet damit mehr als 50 Prozent mehr Fläche. Weitere Funktionen sind integrierte Swipe-to-XTouch-Gesten, KI mit Live-Übersetzung, Sprachassistent sowie multimodale Interaktionen, die auch bei geschlossenem Deckel ausgeführt werden können.
Auf der CES feierten auch die neuen Panther-Lake-Mobilprozessoren von Intel Premiere. Während die meisten dieser Notebooks erst im zweiten Quartal dieses
Die Robotik steigt immer mehr zur physischen KI auf, in der Maschinen anpassungsfähig sind und komplexe, sowie reale Ergebnisse liefern können. Die analytische KI kann mehr Daten verarbeiten und klügere Entscheidungen treffen. Generative KI dagegen ermöglicht Simulationstrainings. Roboter können so durch virtuelle Erfahrungen lernen. Zu den Robotik-Innovationen auf der Messe gehören die neuesten Prototypen von Atlas – einem humanoiden Roboter, welcher 56 Freiheitsgrade, voll rotierende Gelenke und taktile Hände bietet. In zwei Jahren soll Atlas auch bei der Hyundai Motor Group eingesetzt werden, um eine Roboterfabrik aufzubauen, die jährlich 30.000 Roboter liefern kann.
Mit menschlich nachempfundenen Robotern geht es weiter auf der diesjährigen Technikmesse: LG und der chinesische Hersteller Switchbot haben einen Haushaltshelfer mit zwei Armen, Händen und jeweils zehn Fingern präsentiert. In den Vorführungen griff der Roboter selbstständig nach der Milch im Kühlschrank, schob ein Croissant in den Ofen, startete die Waschmaschine und faltete die Wäsche anschließend ordentlich zusammen.
Jahres auf den Markt kommen, soll das Premium-Modell Acer Swift Edge 16 AI (SFE16-151/T) bereits früher erhältlich sein. Das 16-Zoll-Premium-Notebook Swift 16 AI mit der Modellnummer SF16-71T ist in der Top-Variante mit Intels schnellstem Panther-Lake-Prozessor ausgestattet, dem Core Ultra X9 388H. Der Prozessor verfügt über insgesamt 16 Cores, davon vier P-, acht E- und vier LPE-Cores und eine 50-TOPS-NPU für Copilot+ oder andere lokale KI-Anwendungen. Darin integriert ist zudem die Arc-B390-GPU mit 12 Xe3-Cores.
Auch Samsung hat eine neue Generation mit Intels neuem Panther-Lake-Prozessor vorgestellt: Die Galaxy-Book-Notebooks, Galaxy Book6, Galaxy Book6 Pro und Galaxy Book6 Ultra, sind nun mit IntelCore-Ultra-300-Prozessoren ausgestattet.


Der KI-Cockpit von Bosch navigiert, verknüpft Microsoft-Anwendungen und führt Sprachbefehle wie „Mir ist kalt“ automatisch mit Betätigung der (Sitz-)Heizung um.
Beim Asus-Zenbook-Duo kommt ein neuentwickeltes Scharnier zum Einsatz.
Samsung setzt vor allem auf Modelle, die dünner, schneller und mehr Akkulaufzeit haben. Im Book6 kommen dabei Core-Ultra-5- und Core-Ultra-7-Modelle der Serie 300 zum Einsatz, in den Pro- und UltraModellen stehen zusätzlich auch die X-Varianten mit der schnellen Grafikeinheit und beim Ultra auch noch Core Ultra X9 und 9 zur Wahl. Außerdem verfügen alle Prozessoren über eine 50-TOPS-NPU. Während das Book6 und das Book6 Pro in einer 14und einer 16-Zoll-Variante gebaut werden, gibt es das Galaxy Book6 Ultra nur als 16-Zöller. Für das Display nutzt der Hersteller grundsätzlich entspiegelte AMOLED-Panels, die mit Ausnahme des Book6 14 auch Touch erkennen.
Zu den Neuheiten der Veranstaltung zählen auch die HP-Rechner, die ihre Stärken in den Bereichen KI, Akkulaufzeit und Nachhaltigkeit zeigen. Bei der neuen Generation des 14 Zoll großen PremiumBusiness-Notebooks EliteBook X kommen Copilot+-taugliche Prozessoren von AMD, Intel und Qualcomm zum Einsatz – mit Panther Lake, Ryzen AI 400 und Snapdragon X2 Elite. Die Clamshell-Notebooks wiegen laut Hersteller lediglich 1.100 Gramm und sind mit einem Chassis aus etwa 90 Prozent recyceltem Magnesium sehr leicht. Noch übertroffen wird dies durch eine Lightweight-Variante mit einem Gewicht von lediglich 999 Gramm.
Neu sind zudem umfangreiche Sicherheitsfunktionen und ein Keyboard mit verbesserten Tasten, das laut HP leicht austauschbar ist.
Im KI-Portfolio von Asus ist nun der UGen300 USB AI Accelerator. Das Gerät zeichnet sich durch einen Hailo-10H-Prozessor, eine 40 TOPS Beschleunigungsleistung und einen 8 GB dediziertem LPDDR4Speicher aus. Damit kann es selbst komplexe generative KI-Aufgaben bewältigen. Außerdem unterstützt es große Modelle und kann durch den USB-CAnschluss mit bestehenden Systemen wie Windows, Linux und Android verknüpft werden. Das Asus Zenbook Duo überzeugt mit seinem Doppelbildschirm: Ein auf 8,3 Millimeter reduzierter Spalt zwischen den Displays sorgt für eine nahezu nahtlose Bildfläche. Außerdem verfügt über zwei 14 Zoll große Lumina-Pro-OLED-Displays mit entspiegelter Oberfläche und variablen Bildwiederholraten von 48 bis 144 Hz.
Auf dem größten Technologie-Event wurden die neuesten smarten Brillen mit generativer KI und Funktionen wie Echtzeit-Übersetzung, Aufzeichnung und Zahlungen per QR-Code vorgestellt. Ein Beispiel sind die KI-Brillen MemoMind von XGIMI – eine individuell anpassbare Alltagsbrille, die mit Optik, Design und Leichtigkeit überzeugt und eine klassische,
komfortable Variante im Vergleich zu anderen KI-Brillen bietet. Außerdem gewinnen Health-Tech-Wearables an Bedeutung, die immer mehr auf ein klassisches und minimalistisches Design setzen, z. B. Smartwatches, Smart-Ringe und KI-Schmuck. Garmin kündigte beispielsweise eine Funktionserweiterung ihrer Garmin Connect+ Smartwatches an: Ab sofort analysiert künstliche Intelligenz die Ernährungsdaten und erfasst Lebensmittel über eine globale Datenbank, Barcode-Scanner oder die Bilderkennung. Gemeinsam mit Meta stellten sie einen Proof-of-Concept für Automobilhersteller vor. Dieser ermöglicht es Fahrgästen diverse Infotainment-Funktionen im Fahrzeug mit Gesten auszuwählen und zu steuern. Das EMG-Band erfasst diese Daten mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger.
Auch die Automobilindustrie erlebt einen KI-Wandel: Bosch verwandelt mithilfe von Microsoft das Fahrzeug in ein mobiles Büro. Das KI-gesteuerte Cockpit und die AI Extension Platform wurden erstmals im Januar auf der CES 2026 demonstriert. Die Vorteile: ein mitdenkender Sprachassistent, verknüpfte Microsoft-Anwendungen sowie eine präzise und sichere Navigation. Ein Teams-Anruf kann per Sprachbefehl angenommen werden, während das System die Geschwindigkeit reguliert. Bosch nutzt die Software-Suiten von NVIDIA, um die Entwicklung und Bereitstellung der KI-Funktionen zu beschleunigen sowie den gesamten Lebenszyklus zu verwalten. n










Eine Akkulaufzeit von 28,5 Stunden messen wir beim Acer Travelmate P6 14 AI. Damit hält das Intel-Lunar-Lake-Gerät länger durch, als alle anderen Notebooks, die wir jemals getestet haben. Welche Qualitäten das knapp ein Kilogramm leichte Business-Notebook sonst noch hat, verrät unser Hands-on-Test. | Klaus Länger

Das Travelmate P6 14 AI im Angetestet-Video der E-Paper-Ausgabe:
Der Modern-Office-Laufzeit-Testlauf im Benchmark PCMark 10 simuliert die tägliche Büroarbeit mit einem Mix aus Textverarbeitung, Web-Browsing und Videokonferenzen, unterbrochen von kurzen Arbeitspausen. In diesem Test erreichte das 14-Zoll-Business-Notebook Acer Travelmate P6 14 AI eine fast unglaubliche Laufzeit von 28,5 Stunden, also mehr als drei Arbeitstage, mit einer Ladung des 65-Wh-Akkus. Die Leistung im Akkubetrieb ist dabei um etwa 9 Prozent niedriger als die mit Netzteil. Damit ist das knapp über ein Kilogramm leichte Gerät das mit Abstand ausdauerndste Notebook, das wir bisher getestet haben.
Dabei ist das Travelmate keineswegs langsam: In der Leistungsmessung mit PCMark 10 erzielte das Travelmate immerhin 7.264 Punkte und ist damit bei
typischen Office-Anwendungen flott unterwegs. Lediglich bei prozessorintensiven Applikationen schneidet es nicht so gut ab, denn der von Acer eingebaute Intel Core Ultra 7 258V verfügt nur über insgesamt acht Cores ohne Hyperthreading, davon vier effiziente LPE-Cores. Zur Leistung trägt sicher auch der 32 GB große Arbeitsspeicher in Form von zwei schnellen LPDDR5X-8533-Chips direkt auf der CPU bei. Weitere Teile der CPU sind die integrierte Arc-140V-GPU und eine 47-TOPS-NPU. Die für eine integrierte GPU hohe Leistung von 33.791 Zählern im 3DMark Night Raid reicht sogar für etwas anspruchsvollere Games als Feierabendbeschäftigung aus. Als Massenspeicher ist eine durchschnittlich schnelle KingstonPCIe-Gen4-SSD mit einem TB TLC-Flash eingebaut. Auch unter Last bleibt das ansonsten unhörbare Travelmate erfreulich leise.

Nur 1.034 Gramm bringt das Acer Travelmate P6 14 AI in der von uns getesteten Version auf die Waage. In dem Chassis aus Aluminium-Magnesium-Legierung sitzt ein Mainboard mit einem Intel Core Ultra 7 258V. Das 14-Zoll-IPS-Display liefert die Full-HD+-Auflösung, allerdings nur mit 60 Hz.

Die Software Travelmate Sense enthält inzwischen auch einen eigenen Bereich, über den KI-Tools bereitgestellt werden. Teilweise nutzen diese die NPU im Lunar-Lake-Prozessor.

Das Chassis des schwarzen Travelmate P6 14 AI besteht aus einer leichten, aber soliden Aluminium-Magnesium-Legierung, der Displaydeckel aus noch leichteren Kohlefasern. Daher das für ein 14-Zoll- Gerät sehr niedrige Gewicht von 1034 Gramm. Das Display basiert beim 1.600-Euro-Testgerät auf einem entspiegelten IPS-Panel mit 1.920 x 1.200 Pixel und 60 Hz Bildwiederholrate. Für den Office-Einsatz reicht das vollkommen aus. Die per Schieber verschließbare Windows-Hello-Kamera über dem Display fällt mit ihrer 2,8K-Auflösung aus dem Rahmen üblicher Office-Webcams. Die Qualität ist aber nicht so gut, wie die Auflösung vermuten ließe. Effekte wie Auto-Framing und das Weichzeichnen des Hintergrunds übernimmt die NPU. Deren Aktivität kann das Notebook auf Wunsch durch ein leuchtendes Logo im großen Touchpad anzeigen. Aktiviert wird die Funktion über das Travelmate-Sense-Tool, das über eine eigene Taste im Keyboard aktiviert wird. Über das Tool sind auch diverse Sicherheitsfunktionen, Systemeinstellungen und sogar eine Reihe von KI-Programmen zugänglich, die teilweise auch die lokalen KI-Fähigkeiten des Lunar-Lake-Prozessors nutzen. Die Tastatur bietet angenehm große Tasten mit gutem Anschlag, nur die kombinierten CursorBildlauftasten sind unpraktisch. Die Power-Taste dient gleichzeitig als Fingerabdruckleser für Windows Hello.
An Schnittstellen stellt das Gerät zwei Thunderbolt-4-Ports, zwei USB-Typ-ASchnittstellen, einen HDMI-Ausgang und einen Audio-Anschluss bereit. Ein USB-CEthernet-Adapter gehört zum Lieferumfang. Für den WLAN-Zugang ist der BE201-Wi-Fi-7-Adapter von Intel zuständig, der zusätzlich Bluetooth 5.4 unterstützt. Eine 4G- oder 5G-Option ist nicht erhältlich.
Herausragend ist die enorm lange Akkulaufzeit des Acer Travelmate P6 14 AI, die auch nicht mit einer übermäßig großen Leistungseinbuße im Batterieberieb einhergeht. Auch sonst hinterlässt das leichte und flotte 1.600-Euro-BusinessNotebook einen guten Eindruck. Das eher durchschnittliche Display reicht für den Business-Einsatz aus. n





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Statt Code zu schreiben, orchestrieren Entwickler zunehmend KI-Agenten, kontrollieren deren Arbeit und betten sie in Produktionsprozesse ein. AWS liefert dafür auf der re:Invent in Las Vegas neue Werkzeuge: KI-Modelle, Plattformbausteine und Angebote für Partner. Ein Überblick über die wichtigsten Ankündigungen der Messe. | Alexander Siegert

Die weltweiten Ausgaben für Cloud-Infrastruktur wachsen weiter deutlich, Künstliche Intelligenz ist der wichtigste Treiber. AWS übersetzt diesen Trend zunehmend in produktionsreife Technologien. Die zentrale Botschaft der re:Invent: KI verlässt die Experimentierphase und wird Teil des operativen Geschäfts. „Das Aufkommen von KI-Agenten hat uns an einen Wendepunkt gebracht, KI wandelt sich von einem technischen Wunderwerk zu etwas, das echten Mehrwert liefert“, erklärte AWS-CEO Matt Garman. Statt isolierter Proofs of Concept gehe es nun um stabile, skalierbare Anwendungen.
nachgewiesener Expertise für KI-AgentenProjekte finden. Mehr als 60 Partner haben diese Competency bereits erworben. Technologisch unterfüttert AWS diesen Anspruch mit neuen Foundation Models. Die Nova-2-Familie – Lite, Pro, Sonic und Omni – deckt unterschiedliche Einsatzszenarien ab, von kosteneffizientem Reasoning bis zu multimodaler Verarbeitung. Nova 2 Sonic ist auf Echtzeitdialoge in mehreren Sprachen ausgelegt, Nova 2 Omni verarbeitet Kontexte mit mehreren hunderttausend Wörtern.
Über 60.000 Besucher kamen zur AWS re:Invent nach Las Vegas.
Dieser Wandel zeigt sich auch im Partnerökosystem. Mona Chadha, Director Worldwide Infrastructure bei AWS, beobachtet eine klare Verschiebung: „Wir sehen, dass unsere Partner jetzt nicht mehr nur Modelle ausprobieren – sie bringen KI in die Produktion. Es geht darum, Workflows zu automatisieren und echten ROI zu erzielen.“ Entsprechend führt AWS neue Agentic-AI-Competency-Kategorien ein: Agentic AI Tools, Agentic AI Applications und Agentic AI Consulting Services. Kunden sollen so gezielt Partner mit

Wir haben den gesamten ChannelBusiness-Prozess im Marketplace neu aufgestellt.
Mit Nova Forge adressiert AWS den Trainingsprozess selbst. Unternehmen können eigene Daten mit kuratierten Datensätzen kombinieren, um Modelle mit spezifischem Unternehmenswissen zu entwickeln. Ergänzt wird das Angebot durch Nova Act, das agentische Workflows für UI-basierte Prozesse generiert, trainiert durch Reinforcement Learning in simulierten Webumgebungen.
Auch auf Plattformebene rücken Agenten stärker in den Mittelpunkt. Amazon Bedrock AgentCore erhält mit AgentCore Memory die Fähigkeit, aus vergangenen Interaktionen zu lernen. Regeln lassen sich in natürlicher Sprache formulieren, Evaluierungen analysieren kontinuierlich Leistungsdaten. Spezialisierte Agenten übernehmen Aufgaben wie Softwareentwicklung, Sicherheitsprüfungen oder die Behebung operativer Störungen. Parallel dazu richtet AWS den Blick auf bestehende IT-Landschaften. Mit AWS Transform Custom erweitert der Anbieter sein Transform-Portfolio um Funktionen zur großflächigen Modernisierung von Codebasen. Die bisherigen Angebote zur Mainframe- und VMware-Migration werden ergänzt, um technische Altlasten abzubauen und KI-Workloads schneller produktiv zu machen.
Auch der AWS Marketplace, über den immer mehr Partner Geschäft generieren, wird mit Agentic AI ausgebaut. Mit dem neuen Agent Mode können Anwender Anforderungen in natürlicher Sprache formulieren und erhalten eine Auswahl von Partnerlösungen. Der Bereich AI Agents and Tools umfasst inzwischen über 2.000 Angebote. Neue Express Private Offers und zusätzliche Telemetriedaten sollen den Vertrieb vereinfachen. Laut
AWS-CTO Werner Vogels hatte seinen letzten Auftritt als Keynote-Speaker auf der re:Invent. Er bleibt dem Unternehmen in seiner Funktion erhalten, überlässt die Bühne künftig aber neuen Gesichtern.

AWS können Partner aktuell 7,13 US-Dollar Services-Umsatz pro Dollar AWS-Technologie erzielen.
Auch die Infrastruktur erhält ein Update. Mit den EC2 Trainium3 UltraServern bringt AWS eine neue Generation eigener KI-Chips für Trainings- und Inferenz-Workloads auf den Markt. Ergänzt wird das Portfolio durch die Graviton5-CPU-Familie. Im Datenbereich erweitert AWS Amazon S3 um einen nativen Vektorspeicher für KI-Anwendungen wie semantische Suche. CloudWatch erhält einen einheitlichen Datenspeicher für Betriebs-, Sicherheitsund Compliance-Daten. Mit den AWS AI Factories lassen sich KI-Infrastrukturen auch im eigenen Rechenzentrum betreiben, kombiniert mit Diensten wie Bedrock und SageMaker.
Seinen letzten Auftritt als Keynote-Speaker auf der re:Invent nutzte AWS-CTO Werner Vogels, um den Blick auf die Rolle der Entwickler zu richten. Die Werkzeuge hätten sich stark verändert, doch die grundlegenden Fähigkeiten seien gleich geblieben. Entwickler müssen seiner Meinung nach eine Art Renaissance durchlaufen.
Diese Sicht teilt auch Neha Goswami, Director of Agentic DevOps bei AWS: „Die eigentlichen Kernkompetenzen von Entwicklern bleiben unverändert: Kreativität, analytisches Denken und Problemlösungsfähigkeit.“ Gleichzeitig verändere
sich der Arbeitsalltag spürbar: „Viele Entwickler verbringen heute weniger Zeit mit dem Schreiben von Code und mehr Zeit damit, die Arbeit von KI-Agenten zu prüfen, zu steuern und mit den richtigen Werkzeugen auszustatten. Es geht darum, Agenten vorhersehbar und kontrollierbar zu machen“, rät Goswami.
Für Unternehmen bedeute Agentic AI ein Umdenken. „Unternehmen müssen Agenten als Teammitglieder begreifen, als langfristig arbeitende Begleiter, die komplexe Aufgaben mit wenig menschlicher Intervention übernehmen“, so Goswami. Menschliche Verantwortung bleibt dennoch zentral: „Bei geschäftskritischen Aufgaben wird menschliche Kontrolle weiterhin notwendig bleiben, insbesondere bei Audits und sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Diese Verantwortung wird nicht vollständig an Agenten abgegeben.“
Entsprechend rückt Governance in den Fokus. „Klare Berechtigungen, Zugriffskontrollen und Richtlinien bestimmen, welche Daten ein Agent sehen darf und welche Aktionen er ausführen kann.“ Die re:Invent zeigt damit, wie sich die Cloud zur Produktionsumgebung für KI entwickelt. Für Unternehmen bedeutet das, Cloud-Strategien neu auszurichten – auf Automatisierung, Governance und KI-Workloads. Für Entwickler beginnt eine Phase, in der weniger das Schreiben von Code zählt als die Fähigkeit, komplexe Systeme zu entwerfen, zu kontrollieren und verantwortlich zu betreiben. n
Unternehmen müssen Agenten als Teammitglieder begreifen.














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