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Handbuch zum Weiterdenken: Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden. Was wäre, wenn ...?

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Die Publikation versammelt einführende Textbeiträge der Kuratoren und den beteiligten Akteur*innen der Ausstellung und der Podiumsdiskussion, sowie anregende Illustrationen zum Ort und seinen Möglichkeiten. Ein herausnehmbares Faltposter ergänzt die Ideen zum Weiterdenken.

www.alter-leipziger-bahnhof.de

Felix Greiner-Petter

Thomas Neumayer

Handbuch zum Weiterdenken

Darin findet sich - gegliedert durch sechs Leitbegriffe - ein Umriss der bisher eher vage definierten »Phase Null« als wichtiger beteiligungsorientierter Vorgriff auf Projekte der Stadtentwicklung und Regionalplanung: Über die Eigenschaften eines Ortes (Suchen) kommen wir zur Analyse (Entdecken), vom spontanen Entwerfen zu ersten Leitbildern (Probieren), vom Präsentieren in der Ausstellung (Zeigen) zum Gespräch darüber in der Podiumsdiskussion (Reden) und im abschließenden Ausblick denken wir den weiteren Werdegang mit Vorschlägen für mögliche Entwicklungsphasen an (Entwickeln).

Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden Was Wäre,wenn...?

Anhand der Ausstellung »Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden. Was wäre, wenn...?« im Jahr 2019 im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) entstand unter dem Motto „Handbuch zum Weiterdenken“ eine Kombination aus Lehrbuch und Fallstudie zum städtebaulichen Entwerfen am Areal zum Alten Leipziger Bahnhof Dresden.

Handbuch zum Weiterdenken

Was gehört zum städtebaulichen Entwerfen?

Lennart Senger

Manuel Bäumler


Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden Was Wäre,wenn ...?

Handbuch zum Weiterdenken Städtebauliches Entwerfen am Areal des Alten Leipziger Bahnhofs Dresden. Dipl.-Ing. Thomas Neumayer Dipl.-Ing. Lennart Senger und Dr.-Ing. Felix Greiner-Petter Professur für Darstellungslehre Fakultät Architektur Technische Universität Dresden in Zusammenarbeit mit Prof. Manuel Bäumler Institut für Städtebau und Regionalplanung Fakultät Architektur Technische Universität Dresden


Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden Was Wäre,wenn ...?

Handbuch zum Weiterdenken Städtebauliches Entwerfen am Areal des Alten Leipziger Bahnhofs Dresden. Dipl.-Ing. Thomas Neumayer Dipl.-Ing. Lennart Senger und Dr.-Ing. Felix Greiner-Petter Professur für Darstellungslehre Fakultät Architektur Technische Universität Dresden in Zusammenarbeit mit Prof. Manuel Bäumler Institut für Städtebau und Regionalplanung Fakultät Architektur Technische Universität Dresden


suchen entdecken probieren Zeigen reden entwickeln


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Ideen Leitbilder

46

Ausstellung

92

Diskussion

114

Entwicklung Glossar

144

Anhang

suchen entdecken

Stadtgebiet Analyse Meinungen

probieren

6

zeigen

?

reden

Ort

entwickeln

1 2 3 4 5 6


Leipziger Vorstadt

Richtung Dresden-Pieschen

Kirche St. Petri Neubau Schulcampus

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Bahnlinie Richtung Berlin

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Alter Leipziger Bahnhof Dresden + Betrachtungsgebiet

Bahnhof Dresden- Neustadt

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Äußere Neustadt

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Neubauten Hafencity

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Dreikönigskirche

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Ostra-Insel und Sportpark Ostra Japanisches Palais

Richtung Friedrichstadt und Dresden Hauptbahnhof

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Kongresszentrum

Finanzministerium

Blockhaus

Semperoper

Elbe

Terrassenufer

Sächsischer Landtag

Hofkirche Dresdner Zwinger Dresdner Frauenkirche

Altstadt

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Innere Neustadt

Goldener Reiter ße

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Suchen

Ein besonderer Ort mit seltenem Potential Lennart Senger (Text), Felix Greiner-Petter (Illustration)

Leerraum zwischen drei Stadtvierteln

Verteilte Zentren ohne Mitte

Zusammenführen zu einem Stadtkörper, trotz trennender Bahngleise

Alter Leipziger Bahnhof und die Stadt Dresden Das Gebiet liegt zwischen Dresden-Pieschen, DresdenNeustadt und der Innenstadt von Dresden. Die hochliegende Bahntrasse durchtrennt den Stadtteil Leipziger Vorstadt. Der Bahndamm schützt einerseits vor dem Verkehrslärm an der Großenhainer Straße und verhindert gleichzeitig das räumliche Verbinden der Quartiere.

Der Alte Leipziger Bahnhof - ein Ort mit hohem Grad an Zentralität und hervorragender Verkehrsanbindung, der seinesgleichen sucht. Ein Ort mit bewegter Geschichte und bedeutendem Baubestand, der nun seit knapp 20 Jahren brach liegt. Paradox angesichts des knappen Wohnungsangebots in der Stadt. Dresden braucht zentrumsnahen Wohnraum - gerade im Niedrigpreissegment - aber auch Raum für alternative Wohnungsbauprojekte. Ein Inkubator für Baugruppen, Genossenschaften oder Konzeptverfahren, in dem jede*r partizipativ Stadt machen kann. Es wäre ein falsches Signal, diese Chance ungenutzt zu lassen. 1839 eingeweiht, war der Leipziger Bahnhof der erste Bahnhof Dresdens und Start- und Endpunkt der ersten deutschen Fernreisebahn nach Leipzig. Der schnelle Anstieg des Verkehrsaufkommens machte wesentliche Erweiterungen, sowie Um- und Neubauten notwendig. Zunächst als Kopfbahnhof konzipiert, wurde er ab 1868 als Durchgangsbahnhof betrieben. Anfang des 20. Jahrhunderts verlor der Bahnhof durch die Errichtung des Bahnhof Neustadt seine Bedeutung im Personenverkehr. 1942 und 1943 war der Bahnhof Ausgangspunkt für zwei Deportationszüge in das Ghetto Riga, sowie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Trotzdem während des Krieges viele Gebäudeteile zerstört wurden, fanden die Gleisanlagen noch lange Verwendung für die Abwicklung des Dresdner Güterverkehrs und übernahmen außerdem die Bedienung der Neustädter Hafenanlagen. Nach der Deutschen Wiedervereinigung verlor der Bahnhof zunehmend seine Funktionen und seither liegen große Teile der Bahnanlagen und -gebäude brach. Neben einigen Zwischennutzungen hat sich auf dem Gebiet eine ausgeprägte Ruderalvegetation entwickelt, sodass sich ein Lebensraum für geschützte Tiere gebildet hat. Die Akteure, die heute auf dem Gelände aktiv sind, bereichern die Kultur der ganzen Stadt und leisten mit ihrer Arbeit vor Ort einen unschätzbaren Beitrag für die zukünftige Entwicklung des Gebietes. Sie sind es auch, die den Ort in das Bewusstsein der Dresdner*innen rücken. Besonders ihnen ist es eine Herzensangelegenheit, dass verantwortungsbewusst mit dem Gebiet umgegangen wird. Daher sollten sie maßgeblich in zukünftige Planungen mit einbezogen werden.

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Auf einen Blick zeigen „was ist“ Postertypen und Template

Kompaktplan

Kontext und Zoom

Schichten

Layoutvorlage Informieren durch Erkennen von Mustern und Ausräumen illustrative Karte

Kartieren vor Ort - Daten sammeln

Geodaten, Bildarchive und frei verfügbare Daten zusammenführen

Erstellen einer ausgeräumten isometrischen Karte

Schnell vermitteln, was sich auch ohne Worte sagen lässt Infografik - „Sprechende Bilder“ und Piktogramme

Status quo beschreiben und Eigenschaften aufzeigen durch Überzeichnen von Fotografien, Hervorheben von Wichtigem und direktem Beschriften im Bild

Vereinfachen von Baukörpern und Pflanzgruppen sowie Weglassen von Details und Fassaden

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Bekannte Orientierungssysteme nutzen und Selbsterklärliches schnell vermitteln


Luise Kropp

Yelim Han

Jule Rothenberger

Ruth Wendler

Almuth Lesche

Mareike Wiedemann

Sophie Niederkrüger

Lukas Johannes Pfindel

entdecken

Ina Prager

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Besondere Tierarten (Leitarten) - 2015

Skizzen zu Fundstücken auf dem Areal - 2016

Vogelschau - 2019

Vegetationsanalyse - 2015

Kartierung der anerkannten Baudenkmale (rot) - 2019 34

Strukturplan - M 1:2.000

0

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100m


Dresdens erste Dampfwagenfahrt 1838 (Autor unbekannt) Die Stadt nimmt heute wie ein Meer, Zu Wagen und zu Krücke, In tausendfarbiger Couleur Die Richtung nach der Brücke. Und zu erreichen die Chaussée, Treibt dem Japanischen Palais Und Moskau hart vorüber Den Strom das Neugierfieber.

entdecken

Kaum schützt ein Damm das Aerenfeld, Die Bäume und die Planken, Des Bahnhofes Gastgezelt Ist voll bis an die Schranken. Zu dieser Restauration Sucht fruchtlos Eingang, wer nicht schon Vor mindest zwei drei Stunden Daselbst sich eingefunden. Manch Schauspiel, liebe Residenz, manch grosses und manch kleines, ward dir seit deiner Existenz, So aber noch nicht eines: Ein Heer von Wagen, blank lackiert, Steht, reich im Innern tapeziert, Bespannt mit Dampfmaschinen, Rennfertig auf den Schienen. Hinaus zum Bahnhofe geht, Auf Dampfgetrieb’nen Rädern Der Blitz, der Blury und Comet, Dass Haar und Schleier fledern. Nie wohl ist Guttenberg so schnell Und Gustav, Wittekind und Tell Zu Wagen und zu Schlitten Gefahren, noch geritten. Neudorf, samt Pieschen, Trache schlug Das Maul kaum auf zum Staunen Da sieht das Sputzhaus schon den Zug Bei sich vorbei rasaunen. Und augenblicklich wird geschnellt Zur Bude, welche aufgestellt Von Holz und von Gesteine Der Traubengastwirth Heine. Nach Stand und Würden trinkt man hier. Cacao, Limonade, Wein, Bischoff, Grog, Punsch, Schlösschenbier, Thee, Caffee, Chocolade, Dem, welcher Hunger fühlt statt Durst Steht Lachs, Forelle, Zunge, Wurst, Gebackne Kälberpfote Und Semmel zu Gebote. Die Reise vorwärts und retour Geschieht in zwölf Minuten; Und bei derselben kurzen Uhr Fliegt, ohne Nasenbluten Und Schwindel, eh‘ der Abend winkt Und in ihr Nest die Sonne sinkt, Arm reich, und Hoch und Nieder Zur Traube hin und wieder Die Zeit hat Ehre, Gute Nacht! Und Hand darauf gegeben: Da, wo wir heute Schicht gemacht Den Morgen anzuheben. So fahren flink wir ab und auf Bis uns mit Leipzig und bald drauf Mit allen Himmelswinden Die Dampffahrt wird verbinden.

Eigentumsverhältnisse - 2017

Bergahorn Acer pseudoplatanus

Robinie Robinia pseudoacacia

Götterbaum Ailanthus altissima

Vogel-Wicke Vicia cracca

Weißbirke Betula Pendula

Waldkiefer Pinus sylvestris

Holunder Sambucus nigra

Wurmfarn Dryopteridaceae

Johanneskraut Hypericum perforatum

Stieleiche Quercus robur

Brombeere Rubus sectio Rubus

Herbarium - 2016 35


Viele Häuser ergeben noch keine Stadt: ...

Erst durch eine Ordnung und Struktur ...

... entsteht ein System, das wir als Stadt erkennen. 50


Grundlagen Städtebau – 3. Semester Manuel Bäumler

Die Kenntnis der wesentlichen Bausteine des Städtebaus und deren Zusammenhänge, Funktionen und Strukturen eines Standortes, von Nutzungsverteilungen, Bautypologien und Grünräumen ermöglicht ein sinnvolles punktuelles oder auch großmaßstäbliches planerisches Eingreifen. Das erworbene Wissen aus der Vorlesungsreihe wird im kleinen Entwurf praktisch angewandt und vertieft. Der Leipziger Bahnhof war der erste Bahnhof in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Er liegt unweit des heutigen Bahnhofs Dresden-Neustadt in der Leipziger Vorstadt und war Endpunkt der 1839 eingeweihten ersten deutschen Ferneisenbahn Leipzig - Dresden. Der rasante Anstieg des Verkehrsaufkommens und die Verknüpfung zu neu erbauten Bahnlinien machten bereits in den ersten Jahrzehnten seiner Existenz wesentliche Erweiterungen sowie Um-und Neubauten notwendig. Mit der umfassenden Neugestaltung der Dresdner Eisenbahnanlagen im ausgehenden 19. Jahrhundert verlor der Bahnhof schließlich seine Funktion im Personen-, später auch im Güterverkehr. Im 2008 verabschiedeten Leitbild Innenstadt wird die Fläche samt Baubestand als städtische Potentialfläche für Sondernutzungen, unter anderem als Verkehrsmuseum, ausgewiesen.

Vom Traumhaus zur Stadt Modulbeschreibung: Grundlagen des Städtebaus TU Dresden Durch das Modul besitzen die Studierenden die theoretischen und entwurflichen Basiskompetenzen stadtstrukturelle, städtebauliche und freiraumplanerische Zusammenhänge über das Einzelobjekt hinaus zu verstehen und aus den Erkenntnissen Planungsziele und Lösungsvorschläge für die eigene entwurfliche Intervention abzuleiten.

Mit dem Erwerb der Liegenschaft durch die Globus SB-Warenhaus Holding werden von dieser jedoch ein SB-Markt mit Großparkplatz sowie weitere Dienstleistungsbetriebe und gastronomische Einrichtungen auf dem Areal geplant. Dieses Projekt war in der Öffentlichkeit wie auch in der Stadtpolitik äußerst umstritten, so dass der Flächennutzungsplan überarbeitet wurde. Der aktuelle Entwurf sieht auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs keinen großflächigen Einzelhandel mehr vor. Die politischen und planerischen Weichenstellungen bieten nun die Chance das brachliegende Gelände, samt dem geschichtsträchtigen, teils denkmalgeschützten Baubestand, zu revitalisieren und einer angemessenen Nutzung zuzuführen. 51

probieren

Das Modul beschäftigt sich mit den Grundprinzipien städtischer Siedlungsformen. Die Vorlesungsreihe vermittelt einen Überblick über das Repertoire des Städtebaus und zeigt Methoden des Lesens und Verstehens urbaner Phänomene und Zusammenhänge.


Der südöstliche Teilbereich des im Masterplan „Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen“ bearbeiteten Gebietes ist Gegenstand der Auseinandersetzung. Die städtebaulichen und funktionalen Potenziale des vorhandenen Ensembles aus historischen Bahnhofsgebäuden um den charakteristischen, räumlich bedeutsamen Verladehof, sollen neu ausgelotet werden. So sollen dem bisher durch den gegenwärtigen Eigentümer avisierten Abriss zugunsten eines Hypermarkt-Neubaus mit Parkplatz neue Perspektiven für den Ort entgegengesetzt werden. Die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung des Areals als Wohnstandort mit Mischnutzung und den Erhalt des Leipziger Bahnhofes, ist durch einen Stadtratsbeschluss vom Juni 2018 gegeben. In einer offenen, mehrstufigen Variantenuntersuchung soll ein Spektrum möglicher Zukunftsszenarien für den Bahnhof und sein Umfeld entwickelt und eine Vorzugslösung daraus im Modell, Plan und Schaubild dargestellt werden. Besonderes Augenmerk gelten dabei der Lärmproblematik und der Vernetzung mit den umgebenden Stadt- und Landschaftsräumen. Ziel der Intensivwochen war es, ausgehend von dem Gedanken: Stadt als Gemeinwohl zu planen, einen lebendigen Ort als urbanes Gebiet mit den Schwerpunkten Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit zu entwickeln, der der zentralen Lage im Stadtgefüge, aber auch den schwierigen Rahmenbedingungen, sowie der baugeschichtlichen Bedeutung gerecht wird. Die urbane Transformation des Areals zum lebendigen Stadtquartier soll das Potential des Standorts für neue städtische Wohn- und Lebensmodelle aufzeigen und ein Modellprojekt der koproduktiven Stadt werden.

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Studioarbeit Konzeptfindung in 3 Phasen 1. Phase: Grundlagenermittlung und Szenarienbildung Stadträumliche Analyse und Einordnung des Entwurfsgebietes sowie Problem-PotentialUntersuchung Diskussion verschiedener Ansätze mit Interessenvertretern, Politikern, Verwaltungsmitgliedern und potentiellen Aspiranten für die Neu-Besiedelung. Bildung von Szenarien mit Referenzprojekten und Modellen 2. Phase: Räumlich-atmosphärische und funktionale Ausarbeitung Darstellung in Collagen, Konzeptmodell 1:1000 und Funktionsdiagramm Je Lösung ein Schaubild in freier, skizzenhafter Darstellungsform Modell M1:1000 als Umgebungsmodell mit den Szenarien als Einsatz 3. Phase: Ideenworkshop und Dokumentation Workshop an Thementischen auf Grundlage der erarbeiteten Konzepte. Diskussion mit potentiellen Beteiligten. Ideensammlung als studentischer Wettbewerb Stegreifentwürfe in Modell und Referenzcollagen. Auswahl eines möglichst breiten Spektrums an Ansätzen und Prämierung der jeweils besten Konzepte durch ein gemischt besetztes Gremium. Ausstellung der Arbeiten und des Prozesses. Zusammenfassen von Analyse, Prozess, Szenarien und Workshop in einer Broschüre.


probieren

1. Phase - Grundlagen ermitteln und Szenarien bilden

2. Phase - Ausarbeiten von Funktionen und Atmosphären der öffentlichen Räume

3. Phase - Ideenworkshop und übersichtliche Dokumentation 53


Grüner Mittelpunkt (Gruppe 31)

Städtischer Platz - Urbane Mitte Manuel Bäumler (Text), Thomas Neumayer (Grafik)

Ein zentraler Platz bildet das räumliche Zentrum des neuen Stadtquartiers. Die daran angrenzenden Gebäude bilden die Platzkanten. Die Neubauten ergänzen sich zusammen mit den transformierten Baudenkmalen zum gemischt genutzten Ensemble mit Gastronomie, Versorgungseinrichtungen, wie Markthalle und Läden. Der durch seine zentrale Lage und die öffentlichen Nutzungen belebte Platzraum bildet einen sozialen Nukleus, der urbane Qualitäten entwickelt. Er bildet einen alltagstaug- lichen, gebrauchsfähigen öffentlichen Raum, der Bewohnern und Besuchern aber auch als Kulisse für besondere Ereignisse dienen kann und so zum übergeordneten Bezugsraum mit Ausstrahlung für das gesamte Stadtquartier wird. Darüber hinaus bindet sich der Platz als eine Art „städtisches Wohnzimmer“ in das Netz der öffentlichen Räume im Stadtgebiet ein.

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Streifzug durchs Quartier (Gruppe 35)


Leben am alten Gleis (Gruppe 37)

Urban und Hof am Bahnhof (Gruppe 40)

Neu rangiert (Gruppe 24)

Grünzug (Gruppe 21)

Berührungspunkt (Gruppe 17)

probieren

Stadtquartier Alter Leipziger Bahnhof (Gruppe 4)

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Quartiere am neuen Gleispark


probieren Lennart Senger

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Quartiere am neuen Gleispark Diplomarbeit von Lennart Senger - 2019

Die ehemaligen Güterböden dienen einer neuen Nutzung im soziokulturellen Bereich. Neben Ateliers und Proberäumen, wird der Alte Zollhof zu einem Zentrum für Jugendarbeit mit anliegenden Werkstätten umgebaut. Der alte überdachte Bahnsteig kann als Stadtloggia von der Nachbarschaft für vielerlei Aktivitäten, wie Grill- und Nachbarschaftsplätze genutzt werden. Angrenzend daran befindet sich als zentrales Element der etwa 1,6 Hektar große Quartierspark im Herzen des Gebietes, der sich als Naherholungsgebiet, für verschiedenste Freizeit- und Sportaktivitäten, auszeichnet. Flankiert wird der Park durch ein ruhiges Quartier mit locker angeordneten Häusern, das Wohnen im Grünen und in der Stadt zugleich ermöglicht.

Grüne Mitte Nachbarschaftsplatz

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probieren

Durch die Bahnbögen erschließt man das lebendige Bahnhofsquartier mit übewiegender Wohnnutzung. Das verkehrsberuhigte Quartier zeichnet sich durch die abwechslungsreiche Anordnung der Häuser mit öffentlicher Erdgeschossnutzung, sowie den vielen kleinen und größeren begrünten Nachbarschatsplätze aus.


6 Projektafeln zu den Diplom-/Masterarbeiten Maximilian Kunze, Lennart Senger, Thomas Neumayer, Diana Wenzel und Julia Beck, sowie Sara Winkler und Diana Pochert (alle TU Dresden) Digitaldrucke auf Wellpappe montiert 150 cm x 90 cm

Einsatzmodell M 1:1000 Lennart Senger / Thomas Neumayer Holz auf Sockel 90 cm x 150 cm x 45 cm

Hörbeitrag Felix Greiner-Petter Dauer: 55 Minuten

Ausstellungstafel 3 (raumseitig) Daten, Eindrücke, Fundstücke Bildersammlung, Grafiken und Schemata Digitaldrucke auf Wellpappe montiert 90 cm x 250 cm Rückseite (außenwirksam): Ankündigungsplakat 12 + 2 Entwürfe in Modellen M 1:1000 Ausgewählte Modelle aus dem 3. Semester Architektur und Landschaftsarchitektur Institut für Städtebau und Regionalplaung, TU Dresden, Prof. Manuel Bäumler Styrodur und Finnpappe auf Sockeln 90 cm x 90 cm

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Präsentationsmodell M 1:1000 Lennart Senger / Thomas Neumayer Holz auf Sockel und Tischgestell 90 cm x 150 cm x 100 cm

„Bürgerforum“ TapeArt und Papp-Silhouette vor Bahnsteigdach Karten, Klebepunkte und Post-Its auf Wellpappe 200 cm x 400 cm

zeigen

Bilderschau Maximilian Kunze Dauer: 4:25 Minuten

Ausstellungstafel 1 + 2 Einführung zur Ausstellung und Didaktik zum anschaulichen Darstellen Digitaldrucke auf Wellpappe 150 cm x 90 cm

Begehbares Luftbild Digitaldruck auf Textil und TapeArt 250 cm x 350 cm

Rückseite Pfeiler: „Die Fülle der Welt anschaulich Darstellen“ Ausgewählte Ergebnisse der Analyseposter im 3. Semester Architektur und Landschaftsarchitektur Professur für Darstellungslehre, TU Dresden Plakatkalender (Digitaldruck) 42 cm x 29,7 cm

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Ausstellung Gesamt 102


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zeigen


Architekt und Stadtplaner Prof. Manuel Bäumler ist Mitveranstalter der Ausstellung. Er studierte an der FH Regensburg und an der TU Dresden Architektur und leitet derzeit als Professor am Institut für Städtebau und Regionalplanung an der TU Dresden die AG Städtebauliches Entwerfen. Als Architekt und Stadtplaner ist er seit 2006 Gesellschafter und Geschäftsführer der Schellenberg + Bäumler Architekten GmbH in Dresden und Regensburg. Seine Arbeit ist geprägt durch zahlreiche Wettbewerbserfolge, Jury- und Gutachtertätigkeit, sowie eingeladene Fachvorträge.

Moderatorin Prof. Irene Lohaus Prof. Irene Lohaus studierte Landespflege an der Universität Hannover, war als selbständige Landschaftsarchitektin tätig und ist seit 2010 Gesellschafterin des Büros Lohaus + Carl Landschaftsarchitektur GmbH Landschaftsarchitekten und Stadtplaner. Derzeit hat sie außerdem die Professur für Landschaftsbau an der TU Dresden inne.

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Bürgerin / Initiativmitglied / Stadträtin Dr. Anja Osiander Frau Osiander studierte Volkswirtschaftslehre, promovierte zu Politik in Japan und ist als Lehrbeauftragte am Ostasienzentrum der TU Dresden tätig. Verschiedene Aufenthalte in Japan führten zum Kennenlernen von alternativen Strukturen menschlichen Zusammenlebens und städtebaulicher Konzepte. Aktuell lebt sie im historischen Dorfkern in Dresden-Alttrachau. Sie engagiert sich in der Bürgerinitiative „Hufewiesen“ und in der Bürgerinitiative „Wohnen am Alten Leipziger Bahnhof“. Seit September 2019 ist sie Mitglied im Dresdner Stadtrat.


Projektentwickler / Immobilienökonom Thomas Cromm Herr Cromm ist Immobilienökonom und hat über 20 Jahre Erfahrung in der Projektkonzeption und im Immobilienmanagement. Seit 2012 ist er Gründungsgesellschafter und Vorstandsmitglied der REVITALIS REAL ESTATE AG mit Sitz in Hamburg und weiteren Niederlassungen in Köln, Dortmund, Dresden, Erfurt und Mainz. Er verantwortet die Ressorts Ankauf, Entwicklung, Asset Management und Marketing & PR. Das Unternehmen entwickelt und realisiert deutschlandweit großvolumige Immobilienprojekte, mit Schwerpunkt in den Asset-Klassen Wohnen, Hotel, Büro und Einzelhandel, die bei großen Quartiersentwicklungen durch Gewerbeflächen und soziale Infrastrukturmaßnahmen wie Kitas oder Schulen ergänzt werden.

reden

Beteiligunsexperte / Regionalplaner Fritjof Mothes Herr Mothes studierte Stadt- und Regionalplanung in Berlin und arbeitete anschließend in verschiedenen Institutionen. 1997 gründete er zusammen mit Tim Tröger das stadtregionale Verkehrsplanungsbüro StadtLabor, Tröger + Mothes GbR in Leipzig. Das Spektrum der Tätigkeit reicht von der Moderation, der Konzeption, bis hin zu regionalplanerischen Aufgaben. Immer mit dem Ziel, die ganz unterschiedlichen fachlichen Perspektiven miteinander zu verbinden. Er ist darüber hinaus in verschiedenen Vereinen und Gremien aktiv. Derzeit als sachkundiger im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig.

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Wer bestimmt eigentlich wie wir wohnen? Akteure im Gespräch Podiumsdiskussion

Lohaus: Herr Bäumler, mit welchen Mitteln kann eine Stadt, eine Stadtverwaltung, im Auftrag des Stadtrats, Wohnstandorte schaffen oder beeinflussen? Bäumler: Eine komplexe Frage - eine Kurzantwort darauf kann ich gleich ausschließen. Ich werde versuchen, eine möglichst umfassende und zugleich überschaubare Antwort zu geben und mich dabei auf zwei Aspekte fokussieren. Es gibt eine formelle, rechtsverbindliche und eine informelle, nicht verbindliche Planung.

ist die Kommune für die Entwicklung der Stadt, im Rahmen der Gesetze, eigenverantwortlich zuständig und steuert.

„Genau das ist das wunderbare an der informellen Planung […]. Sie ist eine große Spielwiese für die Entwicklung neuer Ideen.“ Manuel Bäumler

Die formelle Planung (Bauleitplanung) ist ganz klar im Baugesetzbuch geklärt. Sie dient der Lenkung und Ordnung der städtebaulichen Entwicklung und wird zweistufig vollzogen. Stufe 1 ist der Flächennutzungsplan (FNP) als vorbereitende Bauleitplanung und Stufe 2 ist der Bebauungsplan (B-Plan) als verbindliche Bauleitplanung. Der Flächennutzungsplan wird für das gesamte Stadtgebiet aufgestellt und stellt die Grundzüge der Bodennutzung dar. Diese Planung ist nur behördenverbindlich. Sie als Bürger können daraus nichts ableiten. Bei der verbindlichen Bauleitplanung, dem Bebauungsplan, ist es anders. Dort gibt es detaillierte und für alle rechtsverbindliche Festsetzungen, über die bauliche und sonstige Nutzung von Grund und Boden. Die Kommune ist für die Aufstellung der Bauleitpläne verantwortlich und hat die Planungshoheit, unabhängig ob in Eigenarbeit, im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung oder als vergebener Auftrag. Somit

Die informelle Planung ist hingegen gesetzlich kaum geregelt: weder die Namen der Planwerke, noch die Verfahrensabläufe und deren Inhalte. Gängig sind die Planwerke Rahmenplan, Entwicklungsplan, Leitbild, Masterplan und städtebaulicher Entwurf. Die Verfahren sind Bürgerbeteiligung, Bürgerwerkstatt, Workshop-Verfahren oder kooperative Gutachter- bzw. Wettbewerbsverfahren. Es gibt im Prinzip einen bunten Blumenstrauß an Formaten. Inhalte und Verfahrensabläufe sind also offen. Nun steht die Frage im Raum: Was bringt das? Die Antwort darauf lautet, genau das ist das wunderbare an der informellen Planung, dass man mit ihr unverbindlich Ideen für einen Ort entwickeln kann. Sie ermöglicht so der Stadtgesellschaft einen offenen und frühzeitigen Diskurs über die räumliche Situation, die Nutzungen, der sozialen Verteilung und der damit verbundenen Atmosphären und planerischen Konsequenzen. Die informelle Planung dient dem Diskurs und der Meinungsbildung. Hier können Entwicklungsprozesse frühzeitig berücksichtigt werden, aber nicht mehr im Bebauungsplan, weil dieser ab Satzungsbeschluss

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Erklärungen zu den Fachbegriffen finden Sie im Glossar ab S. 156


Genau darin liegt die Qualität der informellen Planung. Sie ist eine große Spielwiese für die Entwicklung neuer Ideen. Ihre Stärke liegt in der Unverbindlichkeit. Sie bildet die Grundlage für einen offenen Entwicklungsprozess, gibt städtebauliche, räumliche und gestalterische Orientierung für eine fundierte Meinungsbildung. Das heißt zusammengefasst, informelle Planung ist ein sehr gutes Instrument, das viel zu wenig genutzt wird, um einen Ort ins Bewusstsein zu rücken und Menschen damit zu konfrontieren, was man dort machen könnte.

„Informelle Planung ist ein sehr gutes Instrument, das viel zu wenig genutzt wird.“ Manuel Bäumler

Im Prinzip kann das jeder, es ist nicht auf Architekten oder Stadtplaner reduziert. Sobald man allerdings verbindlich werden will, führt kein Weg an der kommunalen Bauleitplanung vorbei. Das heißt, die Stadt hat die Planungshoheit und nicht der Grundstückseigentümer, die Immobilienwirtschaft oder der Architekt. Es ist die Kommune und natürlich

insofern die Stadtpolitik, die letztlich dann (demokratisch) die rechtsverbindlichen Beschlüsse fasst. Lohaus: Herr Cromm, mit welchen Instrumenten entwickeln Investoren aus einer potenziellen Baufläche ein Projekt? Cromm: Da kann man ein Buch zu schreiben. Wenn wir uns einem großen Quartier widmen, halten wir uns an die Verfahren wie Bauleitplanung, Flächennutzungsplan und alles was im Baugesetzbuch vorgeschrieben ist.

„Es gibt kaum noch innerstädtische, große Brachen, wie diese hier am Alten Leipziger Bahnhof.“ Thomas Cromm

Bis vor vier, fünf Jahren war es, aus Sicht eines Entwicklers oder Investors, eine schöne Zeit. Warum? In der Regel bekamen sie Grundstücke in innerstädtischen Lagen mit Baurecht. Es gab Bebauungspläne, die zum Teil brauchbar waren, teilweise aber auch schon etwas älter und teilweise nicht brauchbar. Aber sie hatten meistens eine Art von Baurecht. Das ist heute anders! Es gibt kaum noch innerstädtische, große Brachen, wie diese hier am Alten Leipziger Bahnhof. Das betrifft alle Top sieben Städte in Deutschland, aber auch die Mittelzentren, wie Dresden. Dieses Thema stellt natürlich eine Herausforderung dar. Als wir 2012 nach Dresden kamen, war unser erstes Projekt das berühmte 125

reden

rechtsgültig ist. Alles, was wir hier in der Ausstellung sehen, ist im Prinzip informelle Planung. Wir sehen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Ideen in der Auseinandersetzung mit dem immer gleichen Ort. Wir können wunderbar über das Für und Wider der verschiedenen Projekte diskutieren und uns im Vergleich eine Meinung dazu bilden.


6 Entwicklungsphasen

1 Zeitstrahl

2

5 Aspekte pro Phase

Texte zur Erläuterung der Phasen

3 Isometrische Darstellung der Veränderungen 4

Diagramme zu Nutzungen, Akteuren und Veränderungen

5

Posterlogik

Ideensammlung Kooperationen + bauliche Eingriffe

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Entwickeln


Glossar Erklärung der Fachbegriffe aus der Podiumsdiskussion

Das BauGB ist die wesentliche Grundlage des Städtebaurechts für alle gemeindlichen Planungen.

Bauleitplanung

Im Baugesetzbuch (BauGB) geregeltes Verfahren in der Planungshoheit der Stadt zur vorausschauenden Ordnung der städtebaulichen Entwicklung durch Regelungen zur baulichen und sonstigen Nutzung der Grundstücke. Die Bauleitplanung ist zweistufig angelegt: Es wird unterschieden zwischen vorbereitendem Bauleitplan (Flächennutzungsplan) und verbindlichen Bauleitplänen (Bebauungsplan). Die Bauleitplanung soll die bauliche und sonstige Nutzung vorbereiten und leiten.

Bebauungsplan (B-Plan)

Aus dem Flächennutzungsplan zu entwickelnder, rechtsverbindlicher Bauleitplan. Er enthält rechtsverbindliche Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung und die Nutzung der Grundstücke in einem abgegrenzten Gebiet. Der Bebauungsplan wird als Satzung beschlossen und erlangt damit Rechtskraft. Die Bebauungspläne sind i.d.R. aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln. Die verbindlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes (B-Plan) dienen der städtebaulichen Ordnung und sind für die Verwaltung wie auch für die einzelnen Bürger oder Investoren verbindlich (§ 30 BauGB).

Biotop

Lebensraum einer bestimmten Tier- oder Pflanzengesellschaft von einheitlicher, gegenüber seiner Umwelt abgegrenzter Beschaffenheit (z.B. Teich, Moor).

Brache

Fläche, die nicht mehr ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung (z.B. Industrie, Bahngelände, Acker) entsprechend genutzt ist, sondern über einen längeren Zeitraum sich selbst überlassen wurde.

Bürgerbeteiligung

Bezeichnung von Handlungen und Verhaltensweisen, die Bürgerinnen und Bürger freiwillig und mit dem Ziel verfolgen, Entscheidungen auf den verschiedenen Ebenen des politischadministrativen Systems zu beeinflussen. (…) Neben einer Modernisierung administrativer Strukturen und der Verbesserung öffentlicher Leistungen hat Bürgerbeteiligung auch eine Wiederbelebung lokaler oder regionaler Gemeinschaften sowie eine Stärkung demokratischer Prinzipien zum Ziel. (…) Bei der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern geht es um die

Glossar

Baugesetzbuch (BauGB)

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Impressum Publikation

»Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden. Was wäre, wenn ...?« Handbuch zum Weiterdenken Herausgeber:

Thomas Neumayer, Lennart Senger, Felix Greiner-Petter, Prof. Manuel Bäumler

Konzept und Redaktion:

Thomas Neumayer, Lennart Senger, Felix Greiner-Petter

Autor*innen:

Thomas Neumayer, Lennart Senger, Felix Greiner-Petter, Prof. Manuel Bäumler, Matthias von Rüdiger, Dr. Judith Brombacher

Transkription und Überarbeitung der Podiumsdiskussion:

Thomas Neumayer, Felix Greiner-Petter

Umschlaggestaltung:

Thomas Neumayer, Felix Greiner-Petter

Layout:

Thomas Neumayer, Lennart Senger

Schriften:

Rubik Mono One, Open Sans

Auflage:

1. Auflage, 100 Exemplare

Druck und Verarbeitung:

ScandinavianBook, Druckhaus Nord GmbH, Gravenstein (DK) www.skandinavianbook.de

Verlag:

Thelem Universitätsverlag und Buchhandlung GmBH & Co. KG www.thelem.de ISBN 978-3-95908-518-2 © Dresden, 2020 www.alter-leipziger-bahnhof.de

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Herausgeber und der Autor*innen unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

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Die Publikation versammelt einführende Textbeiträge der Kuratoren und den beteiligten Akteur*innen der Ausstellung und der Podiumsdiskussion, sowie anregende Illustrationen zum Ort und seinen Möglichkeiten. Ein herausnehmbares Faltposter ergänzt die Ideen zum Weiterdenken.

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Handbuch zum Weiterdenken

Darin findet sich - gegliedert durch sechs Leitbegriffe - ein Umriss der bisher eher vage definierten »Phase Null« als wichtiger beteiligungsorientierter Vorgriff auf Projekte der Stadtentwicklung und Regionalplanung: Über die Eigenschaften eines Ortes (Suchen) kommen wir zur Analyse (Entdecken), vom spontanen Entwerfen zu ersten Leitbildern (Probieren), vom Präsentieren in der Ausstellung (Zeigen) zum Gespräch darüber in der Podiumsdiskussion (Reden) und im abschließenden Ausblick denken wir den weiteren Werdegang mit Vorschlägen für mögliche Entwicklungsphasen an (Entwickeln).

Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden Was Wäre,wenn...?

Anhand der Ausstellung »Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden. Was wäre, wenn...?« im Jahr 2019 im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) entstand unter dem Motto „Handbuch zum Weiterdenken“ eine Kombination aus Lehrbuch und Fallstudie zum städtebaulichen Entwerfen am Areal zum Alten Leipziger Bahnhof Dresden.

Handbuch zum Weiterdenken

Was gehört zum städtebaulichen Entwerfen?

Lennart Senger

Manuel Bäumler


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Handbuch zum Weiterdenken: Inspirationsort. Alter Leipziger Bahnhof Dresden. Was wäre, wenn ...? by Felix Greiner-Petter - Issuu