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Das Magazin für gemütliche Ofenwärme – aus dem Ofenhaus Colnrade

Ausgabe 2

Ofenhaus Colnrade

Neuer Ausstellungsraum Skandinavisches Ambiente

Praktisch, stilvoll, schön

Ambiente und Feuer 1


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Ein warmes Willkommen! Was ist schöner, als nach einer langen Reise oder einem anstrengenden Tag in ein warmes Zuhause zu kommen? Dabei kommt es weniger auf die tatsächliche Wärme als auf das wohlige Gefühl an. Einer der Urinstinkte des Menschen ist es, wenn es dunkel wird, gemeinsam den Tag bei einem Lagerfeuer zu beschließen. Das Feuer bedeutet seit jeher Schutz, Licht, Wärme für Menschen und Speisen. Bedürfnisse, die ich auch in einem gut gesicherten Haus mit einer LED Lampe und Fertigpizza oberflächlich befriedigen kann, meine Gefühle aber werden damit nicht angesprochen. Wer leidenschaftlich lebt, will das Feuer erleben. Nicht auf Knopfdruck von einer DVD, sondern als Flamme. Vom Entzünden bis hin zur Glut. Wir werden häufig gefragt, weshalb das Ofenhaus in Colnrade seit 1981 Menschen aus weitem Umkreis anzieht. Vermutlich ist es die gesamte Atmosphäre des Ortes in der ländlichen Idylle des Huntetals. Man spürt innere Ruhe. Ein Teil dazu tragen bestimmt die Häuser und der Kulturgarten bei. Die historischen Gebäude sind für uns ein Segen, denn eine gemütlich-wohnliche Atmosphäre mit Charme kann nicht in Lagerhallen entstehen.

Wir wollen, dass Sie ihrem Ofen in einem möglichst lebensnahen Umfeld begegnen und ihn sich dadurch zuhause gut vorstellen können! In dieser Ausgabe des OfenhausMagazins möchten wir Sie mit auf die Reise nach Colnrade nehmen und Einblicke in die Ofenerlebniswelt geben. Das Magazin soll Anregungen bei der Ofenwahl geben und praktische Tipps für Ofenbesitzer. Und mit den Berichten über Colnrade, den Kulturmarkt, dem Café und Co möchten wir ihnen den ländlichen Charme näher bringen. Wir wünschen wir viel Freude mit dem neuen OfenhausMagazin und würden uns freuen, Sie demnächst in Colnrade begrüßen zu dürfen. Vielleicht fühlen sie sich dann bei uns schon ein wenig zuhause und spüren unsere Leidenschaft für das Feuer! Mit feurigen Grüßen

Björn und Ole Dauskardt

Impressum Herausgeber Björn Dauskardt Das Ofenhaus, Colnrade Dorfstraße 16 und 21 27243 Colnrade Telefon 04434 555 www.ofenhaus.de Redaktion Uwe Prieser, Karin Raschke Gestaltung & Produktion Diers + Hemmje www.diersundhemmje.de Titelfoto von Skantherm Anzeigenredaktion Björn Dauskardt

4 Neuer Ausstellungsraum Skandinavisches Ambiente

8 Ursprung und Innovation Öfen stellen sich vor

16 Schornstein und Design Rat vom Schornsteinfeger

20 Holz Geschichten und Tipps

6 Dorf und Ofenhaus Öfen, Gefühle, Kultur

14 Referenz Gelebte Ofenfreuden

18 Wie entsteht ein Ofen? Beispiel Specksteinofen

22 Ambiente und Feuer Praktisch, stilvoll, schön


Skandinavisches Ambiente

ellungsraum Im neu gestalteten Ausst n im Stil präsentieren sich die Öfe ihrer Herkunftsländer.

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Nach passendem Eichenholz von Qualität brauchte man nicht lange zu suchen. Es lagerte nur vier Kilometer entfernt Richtung Harpstedt bei der Hölinger Holzfußboden Manufaktur, einem Land- und Forstbetrieb. Während es dort zugesägt wurde, begann im Ofenhaus der Kraftakt erster Teil: Die Öfen mussten in andere Räume versetzt werden. Mehr als sechzig Öfen wurden für die Fußbodenverlegung ausgeräumt. Kaminöfen von im Schnitt 100 bis 300 Kilo. Specksteinöfen von 600 bis 1000 Kilo. Alles von Hand mit Muskelkraft ins Obergeschoß über die alte Holztreppe. Nachdem der neue Fußboden, gefugt, gestrichen, getrocknet war, folgte Kraftakt Zwei: Die Rückkehr der Öfen. Als endlich sämtliche Öfen auf den neuen Holzbohlen dekorativ und wirkungsvoll an ihrem Platz standen, hatten die Ofen-Monteure das Gewicht einer kleinen Elefantenherde durch das Ofenhaus bewegt. Vollständig wurde der Skandinavien Look jedoch erst durch die Arbeit des Restaurators, der auch die benachbarte St. Marienkirche restauriert hatte. Tapetenschichten wurden entfernt, das Mauerwerk wieder freigelegt – und eine Überraschung kam zum Vorschein: Alte Reliefs, die typische Motive der Region zeigen und damit sinnbildlich für die kulturelle Verbundenheit des Ofenhauses mit der nordischen Lebensart stehen.

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Fotos: Peter Kratzmann, Martin Hermann

Der Tag, an dem die Mitarbeiter des Ofenhauses vorübergehend zu Schwerathleten werden mussten, kündigte sich mit kritischen Blicken der Besitzer an. Der Teppich, auf dem die Öfen im großen Ausstellungsraum im Erdgeschoss präsentiert wurden, war sichtlich in die Jahre gekommen. Das war nicht verwunderlich. Seine Geschichte reichte in die Zeit zurück, als die Öfen hier einzogen. Nur die älteren Colnrader erinnern sich noch daran, dass dies früher der Verkaufsraum eines Kolonialwarenladens war. Der letzte Anstoß, den Ausstellungsraum zu verändern, kam von dem schwedischen Partner, der Ofenfirma Contura. Der hatte seine neuen Prospekte im „Schweden Look“ gedruckt und dieses optische Konzept sollte sich auch im Stil der Ausstellungsräume ihrer Öfen wiederfinden. So erhielt der Ausstellungsraum einen neuen Fußboden aus gekalktem Eichenholz in skandinavischem Weiß. Ihm entsprachen die neu gestalteten Wände, hell und in einem warmen Grauton gestrichen, mit weißen Holz-elementen verziert. Die Kaminöfen aus Schweden nahmen eine Hälfte des großen Ausstellungsraums ein. Doch nach dem Motto „wenn schon, denn schon“, wurde entschieden, auch in der anderen Hälfte einen neuen, gleichfalls hochwertigen Holzfußboden zu verlegen. Die schweren Speicheröfen des dänischen Unternehmens Lotus aus derselben Herstellergruppe, die dort präsentiert wurden, gaben der zweiten Raumhälfte auf ebenso natürliche, wie zwingende Weise einen reizvollen Kontrast vor. Ihre Natursteinverkleidungen fanden in Stil und Anmutung in einem dunkleren Fußboden aus gerauchter Eiche die ideale Entsprechung.


Das Ofenhaus Colnrade

Hier ist Wärme mehr als eine Temperatur. Der moderne Ofen belebt ein uraltes Lebensgefühl von Geborgenheit.

Vom Ofenhaus zum Ofendorf Wer auf der Kreisstraße von Wildeshausen nach Twistringen in Colnrade links nach Harpstedt abbiegt, fährt direkt auf die OfenErlebnis-Welt zu. Dort ist Wärme nicht bloß eine Temperatur, die man auf der Haut spürt, sondern ein Lebensgefühl, das in uralten Wünschen und Bedürfnissen wurzelt: Geborgenheit und Gemütlichkeit. Eine Atmosphäre, die sich über drei Etagen zwischen rund 400 Öfen ausbreitet. Kachelöfen, Specksteinöfen, Kaminöfen, Pelletöfen, innovative wasserführende Öfen… Ein jeder vorgeführt und erklärt in Technik und Funktionsweise von den Ofen-Experten des Hauses, während man in einer der Sitzecken Strahlungswärme und Flammenbilder genießt. Kein Wunder, dass die Besucher im Schnitt ein bis zwei Stunden hier verweilen. Viele sind von weither gekommen. Als „Ofendorf“ ist Colnrade in ganz Norddeutschland bekannt geworden. Die Anfänge des Ofenhauses reichen in die Siebziger Jahre, die Zeit der ersten Ölkrise, zurück. Plötzlich waren Öfen wieder gefragt. Inzwischen hat sich die „Feuerstelle in Reserve“ längst zu einem Gegenstand modernster Technologie entwickelt, in dem sich Atmosphäre und Lebensstil mit den Herausforderungen der Gegenwart verbinden: Geringe Umweltbelastung, Verbrauch von nachwachsenden Ressourcen. Wenn jedes Jahr am 3. Oktober bis zu 30 000 Menschen zum Volksfest Hökermarkt kommen, treten die Öfen ausnahmsweise etwas in den Hintergrund – und spielen dennoch ihre Rolle: Im Lager des Ofenhauses, das an diesem Tag für den Abverkauf geöffnet ist.

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Hier lodert das Kaminfeuer. Auf der anderen Seite verbreitet der Kachelofen wohlige Strahlungswärme.

Zwei Öfen in einem Fotos: Ronald Vogel, Constanze Zwaier, Christoph Karnebogen

Die Kombianlage ist ein Gesamtobjekt, bei der sich zwei unterschiedliche Optiken und Heizsysteme vereinigen. Kachelofen oder Heizkamin? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Und weil beide Öfen ihren ganz eigenen Charakter haben, möchte man am liebsten beide. Aus der Erfüllung dieses Wunsches entsteht ein hochmodernes, effizientes Heizsystem. Eine Kombianlage, bei der sich zwei unterschiedliche Optiken und Heizsysteme zu einem Gesamtobjekt vereinigen. So könnte ein klassischer Kachelofen als Grundofen im Wohnzimmer über einen Wanddurchbruch direkt mit einem Heizeinsatz verbunden werden, der sich beispielsweise im angrenzenden Wintergarten befindet. Heute werden jedoch meistens beide Öfen im Wohnbereich eingebaut, und die warme Konvektionsluft wird in die

angrenzenden Räume geleitet. Mit großer Sichtscheibe versehen, bietet das lodernde Feuer Gemütlichkeit und ist ein attraktiver Blickfang. Der Kachelofen, dessen Form der Raumform angepasst werden kann, wird vornehmlich als Strahlungsofen ausgelegt. Keramische Züge sorgen für exzellent erwärmte Oberflächen. Eine eingebaute Revisionstür dient zum einfachen Reinigen der Ofenzüge. Gleichzeitig kann sie als Warmhaltefach für Tee oder Kaffee oder zur Weihnachtszeit für Bratäpfel genutzt werden. Beide Teilöfen sind heiztechnisch individuell steuerbar. Ein anspruchsvolles Objekt, dessen überzeugende handwerkliche Umsetzung an der Schnittstelle zwischen Planungsbüro und Ofensetzer entsteht.

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Einblicke ins Feuer

Von Beginn an hat die Innovation im Verhältnis des Menschen zum Feuer eine entscheidende Rolle gespielt. Mit der erworbenen Fähigkeit, das Feuer zu bewahren, hatte der Mensch die Feuerstätte geschaffen. Es selbst entzünden zu können, war der nächste Innovationsschritt. RessourcenVerknappung und Schadstoff-Reduktion haben zu einer Renaissance des Ursprünglichen geführt: Ofen und Holz. Steuerungssysteme, Herstellungstechnologien und ästhetische Ansprüche haben zu immer neuen Innovationen im Ofenbau geführt, von denen auf den folgenden Seiten einige herausragende Beispiele vorgestellt werden.

Stimmung und Stil hervorgegangen aus moderner Technologie und ökologischen Notwendigkeiten

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Fotoquellen: Contura, Morsø, Bullerjan

Spektrum


Morsø 1412

verbindet Nostalgie und Moderne Beim Anblick eines Morsø 1412 werden Kindheitserinnerungen wachgerufen, als der Ofen noch das heiße Herz der Wohnung war. Ein kleiner, universaler Strahlungsofen, der ein rasches und effizientes Aufheizen erlaubt, wobei das Verbrennungssystem mit Scheibenspülung bei korrektem Heizen mit Holz oder Holzbrikett stets einen klaren Blick auf das Feuer ermöglicht. Sein Körper aus einem Gusseisen, dessen Qualität eine lange Wärmespeicherung ermöglicht, weist nur geringe thermische Spannung auf und begünstigt dadurch Anwendungen, bei denen es zu Temperaturschwankungen kommt. Für einen Preis von 999,- Euro erhält man eine kraftvolle Wärmequelle mit einer nominellen Leistung von 5 kW und einem Wirkungsgrad von 83 Prozent. Besonders geeignet für kleinere Wohnungen oder Ferienhäuser.

Eine kraftvolle Feuerstätte in Reinkultur. Heizt Wohnzimmer ebenso wie Werkstätten und Säle.

Ein Ofen für Liebhaber, der Erinnerungen weckt und dabei Schadstoffe verbrennt.

Bullerjan

Der macht seinem

Namen Ehre

Ein Name, als wären Form und Eigenschaften Wort geworden: Bullerjan. 1975 in einem der eisigen Winter Neuenglands in einem Blockhaus erfunden, haftet ihm eine kraftvolle Ursprünglichkeit an. In Leistungsklassen von 5,7 bis 30 kW lassen sich mit dem Bullerjan Free Flow problemlos große Räume beheizen, Versammlungssäle, Wintergärten, Werkstätten. Durch seinen Stil und seine Wirkung aber ebenso auch gemütliche Wohnzimmer. Der Free Flow ist ein Warmluftofen in Reinkultur. Die Raumluft wird ohne direkten Kontakt mit dem Feuer in Konvektionsrohren erwärmt und steigt nach oben (Konvektionseffekt). Durch die Erwärmung der von unten in die Rohre einströmenden kühleren Luft wird ein nicht spürbarer Luftkreislauf in Gang gesetzt, der die Wärme gleichmäßig im Raum verteilt. Seine modernste Umwelttechnologie (Katalysator, dreistufige Verbrennungsluftzufuhr) mit sauberer, hoch effizienter Verbrennung ist ab 2190,- Euro zu haben.

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Spektrum

elements

Skantherm raffinierte Einfachheit

Ein wärmendes Einrichtungs-Element. Die Brennkammer ist um 90° drehbar, weitere Drehwinkel auf Wunsch.

merano

Raumwunder mit Variationen Design – Details – Dimensionen: Mit diesem Dreiklang nimmt der merano einen besonderen Platz in der Produktpalette von Skantherm ein. Eine Gesamttiefe von nur 43 Zentimetern macht diesen Kaminofen zudem zu einem wahren Raumwunder, das sich selbst kleineren Räumen harmonisch einfügt. Einerlei, ob als zeitlos schlichtes Stahlmodel, in klassischem Speckstein oder in einer Sandsteinausführung. Der merano xl, in purer Stahloptik oder in Kombination mit einer massiven Steinverkleidung zur lang anhaltenden Wärmespeicherung, besticht mit seiner erhöhten Brennkammer durch ein besonders eindrucksvolles Flammenspiel. Die Preispalette reicht von 2490,- (Stahl) bis 3190,Euro (Speckstein und Sandstein) jeweils in xl-Ausführung).

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Nicht allein das Feuer erinnert hier an Ursprünglichkeit. Der Kaminofen elements von Skantherm selbst lehnt sich in seinem Konstruktionsprinzip an ein Grundprinzip der Natur an: Raffinement in der Einfachheit. Seine modulare Systembauweise basiert auf lediglich drei Elementen: der Brennkammer und zwei Boxen unterschiedlicher Länge, die in schier endlosen Variationen miteinander kombiniert werden können. Bei einem Preis ab 2595,- Euro ist elements standardmäßig mit einer Box unterhalb der Brennkammer ausgestattet. Doch lassen sich seitlich, geschlossen oder offen unbegrenzt weitere Fächer hinzu bauen (Boxelemente ab 210,Euro). Geschlossen oder offen, so dass das gelagerte Holz sichtbar ist. So wird der Ofen zum Möbelstück.

Geringer Platzanspruch bei großer Wirkung. Ein Wohnaccessoire für kleinere Räume.


Rund in der Form und rundum gelungen. Den zentralen Blickfang bietet die Panoramascheibe.

Das Feuer-Panorama von

Marono 2

Eine Synthese aus Optik und Praktik hat der Erfolgsgeschichte des Kaminofens Marono aus dem Hause Drooff ein neues Kapitel hinzugefügt: Marono 2. Ein Höhepunkt ist die 180° Panoramascheibe des kreisrunden Ofenkörpers. 1,27 Meter hoch, 56 Zentimeter schlank und schwarz lackiert, kann er auf Wunsch mit einer massiven Topplatte aus sandgestrahltem NatStone veredelt werden. Primärund Sekundärkluft lassen sich dank Einhand-Regelung effizient steuern. Die große Feuerraumtür mit praktischem Stangengriff aus Edelstahl ist in Höhe und Position so angebracht, dass das Nachlegen der Brennstoffe Holz oder Holzbriketts problemlos zu bewerkstelligen ist. Auch ohne Feinstaubfilter unterschreitet der ab 3299,- Euro (Deckplatte 300,- Euro) erhältliche Kaminofen die gesetzlichen Emissionswerte.

Feuer + Wasser = Zukunft

Fotoquellen: Skantherm, Drooff

Solaro 2 W von Drooff Der Widerspruch Feuer und Wasser hat, kreativ aufgelöst, einen Ofen der Zukunft entstehen lassen - den Wasserofen. Der Solaro 2 W von Drooff ist das Musterbeispiel eines hocheffizienten Kaminofens, der mit WasserEine Feuerstätte Wärmetauscher nicht nur für angemit Wassernehme Wärme im Wohnzimmer sorgt, Wärmetauscher. sondern gleichzeitig die HeizungsanDas Resultat lage unterstützt und auch noch zur klimaneutraler Warmwasserbereitung beitragen kann. Energiekonzepte. So wird der Solaro 2 W, zum Preis zwischen zwischen 4299,- und 5099,Euro zu einem Faktor im Haushaltsbudget. Sein geschmackvolles Design verbindet sich mit leistungsfähiger Technik. Durch die Anordnung der Ofenschamotte konzentriert sich die größte Hitze genau im Zentrum der Brennkammer und führt auf diese Weise zu einer ebenso effizienten, wie umweltschonenden Verbrennung.

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Spektrum

Poleo von attika

Funktion und Präsentation Schön warm soll es sein - und am liebsten schön und warm. Ein Wunsch, den der Kaminofen Poleo von attika in beiden Versionen (106 und 128 - Abbildung) effektiv und elegant erfüllt. Nennwärmeleistung von 5,8 kW, Material entweder aus Sandstein mit seiner sanften „Tobacco“-Textur oder mit der marmorierten Optik des finnischen Specksteins mit seiner fein geschliffenen Oberfläche. Schöne, großflächige Steinplatten umrahmen den hohen Feuerraum. Das Modell 106 gibt es ab 3140,- Euro und ab 3350,- ist das Modell 128 zu haben.

Ein klassischer Wärmefachaufsatz gibt diesem Kaminofen aus Speck- oder Sandstein besondere Eleganz.

Domo

Innovation und Stil von RIKA

Innovation ist das Leitmotiv von Domo aus dem Hause RIKA, der sämtliche Vorzüge eines Pelletofens in sich vereinigt. Über ein Touch Display wird der elektronische Türöffner betätigt, die automatische Kipprostentaschung leert die Brennmulde selbstständig und reduziert den Reinigungsaufwand. Eine während längerer Abwesenheit ausgekühlte Wohnung ist hier Vergangenheit, denn der Heizvorgang lässt sich per SMS über das Mobiltelefon starten und steuern. 10,0 kW Nennwertleistung schaffen ein Raumheizvermögen von 70 bis 260 Quadratmetern. Vielfältige Anschlussmöglichkeiten erleichtern die Integration in den Wohnraum. Mit einem Stahlkorpus oder als Sandstein- oder Specksteinofen kostet der Domo ab 5390,- Euro. MultiAir Aufpreis für Nebenraumheizung.

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Die elegante Fassade verbirgt eine Elektronik, mit der dieser Ofen fast alles selbst machen kann.


Senza

von Jydepejsen Funktion und Form

Das Flammenspiel in der Brennkammer ist durch die großzügigen Seitenscheiben gut sichtbar.

Ceramic von Lohberger

Fotoquellen: attika, RIKA, Jydepejsen, Lohberger

Kochen und heizen zugleich

Seit ewigen Zeiten lernt der Mensch von der Natur. Nach Grundprinzipien der Natur ist auch der Kaminofen Senza von Jydepejsen geschaffen: Funktion, Form und Materialverbrauch gehen sinnvoll ineinander auf. Besonders geeignet ist Senza, wo geringer Wärmebedarf herrscht: In Niedrigenergiehäusern, kleineren Räumen, Ferienhäusern. Das Prinzip einfach und funktionell drückt sich auch im Stil aus. Dabei ist dieses Modell wahlweise mit zwei Seitenscheiben zu haben. Der Preis: 1695,- Euro für das Stahlmodell (Abbildung) und 2695,- Euro (Speckstein). Die DuplicAir-Technik, garantiert eine einfache und präzise Wärmeregulierung. Eine Besonderheit sind die sanft und zuverlässig schließenden Magnetverschlüsse der Türen.

Kochen und heizen im einem Gerät – der gute, alte Holzherd erlebt mit neuer Technologie ein Revival.

Mischt sich Nostalgie mit Technologie und berührt dabei Sehnsüchte nach Geborgenheit und Gemütlichkeit heißt es „zurück in die Zukunft“ – und es erscheint der gute alte Holzherd. Freilich in einem neuen, dem Stil der Zeit angepassten Gesicht. Holzherde wie der Ceramic von Lohberger haben ihren Weg in die unterschiedlichsten Häuser und Wohnungen gefunden: In Lofts, kleine und große Familienhäuser, auf dem Land wie in der Stadt. Kochen und heizen in einem Gerät hat seinen ganz eigenen Charme. Überdies ist Kochen auf dem Holzherd eine der ursprünglichsten Formen der Zubereitung von Speisen. Während das Feuer hinter dem Sichtfenster flackert und der Braten im Rohr zu duften beginnt, wird der Raum mit Wärme durchflutet. Die Preisspanne für Lohberger Premiumherde mit Backfach beginnt bei 3499,- Euro.

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Referenz

Saunaglück und Feuerblick

Fotos: Meike Graefe, Martin Hermann

Beim Bau des Gaskamins für die Auszeit in Wildeshausen war eine Ausnahmesituation zu bestehen. Wenn sich die Gäste der Auszeit in Wildeshausen nach dem letzten Saunagang im CaféBereich entspannt und behaglich der wohligen Wärme in ihrem Körper und dem Blick in das flackernde Feuer des Heizkamins überlassen, ahnen sie nichts von der überwundenen Schwierigkeit, diese beiden Wärmequellen miteinander zu vereinbaren. Dabei fing alles so einfach an. Der Kamin sollte nicht ständig vom Personal überwacht und mit Heizmaterial bestückt werden müssen. Da fiel die Entscheidung leicht: Ein Gaskamin, der an das Gasnetz angeschlossen, über eine Fernbedienung gestartet und geregelt werden kann.

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Im Übrigen war die Raumgestaltung vom Innenarchitekten bereits vorgegeben. Der Kamin bekam einen zentralen Platz. Panorama-Scheiben nach drei Seiten, siebzig Zentimeter in der Tiefe, vierzig in der Breite, ermöglichen aus nahezu allen Richtungen den Blick auf das Feuer. Nur der Brennstoff musste noch zugeleitet werden. Und da begann das Problem. Denn auch die Sauna-Öfen werden mit Gas betrieben. Naturgemäß enorme Brenner, haben Saunaöfen einen wesentlich höheren Gasverbrauch als üblich. Weil der Kamin am selben Gasnetz angeschlossen werden musste, sahen sich die Monteure des Ofenhauses unerwartet mit Strömungsverhältnissen konfrontiert, die vollkommen anders waren als in einem normalen Haus. Am Ende fanden sie in Zusammenarbeit mit dem Lieferanten die physikalische Lösung für ein Flammenbild, das den Auszeit-Gästen die Wärme vor Augen führte, die sie nach dem Saunagang in sich selbst verspürten.


Warmes Kunstwerk

Fotoquelle: Kunsthaus Dötlingen

Ein Blickfang aus 1,5 Tonnen Speckstein, integriert in die Harmonie eines Raumes. Die Besitzer des Kunsthauses in Dötlingen hatten sich in ihre Wohnung einen gemauerten Heizkamin einbauen lassen. Und dann haben wir auch noch unsere Galerie, sagte die Malerin Julia Neulinger und schilderte dem Mitarbeiter des Ofenhauses, den Raum, der aus der Kernsanierung des Hauses einmal hervorgehen würde und was dort stattfinden sollte: Ausstellungen und Kurse. Ich glaube, erwiderte der Ofenhaus-Mitarbeiter, ich habe da etwas für sie. Etwas Spezielles, das man nicht alle Tage verkauft. Er zeigte ein Foto: Ein großer, weißer Specksteinofen, eineinhalb Tonnen schwer, Feuersicht, Verkleidung aus Keramik-Kacheln mit einem dezenten Muster von graubraunen Bambusgräsern. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Die Liebe hielt der Realität im Ofenhaus stand. Und nachdem er aufgebaut war und die Leute vom Ofenhaus den optischen Wirkungsgrad ihres Ofens in dem lichtdurchfluteten Raum auf dem dunklen Holzfußboden, umgeben von Gegenständen der Gestaltung und Ästhetik, begutachteten, da sagten sie: Hier gehört er hin. - Das Besondere hatte zum Besonderen gefunden. Zwei Tage dauerten der Aufbau der Speckstein-Elemente, das Aufkleben, Verputzen und Verfugen der Kacheln. Nun steht er an einer prominenten Stelle in der Galerie. Und obgleich er gleich beim Eintritt die Blicke der Besucher auf sich zieht, geht er doch harmonisch in einer Umgebung schöner Gegenstände auf. Dabei erfüllt er, abgesehen von der Wärmeerzeugung, seinen ideellen Zweck: Dies soll nicht nur ein Atelier und eine Galerie sein, hatten die Kunden erklärt, sondern ein Ort, wo die Leute eingeladen werden, zu bleiben. Und in einem Raum, in dem ein Feuer brennt, hat man das Gefühl, willkommen zu sein.

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Thema Schornstein

Für die Anschaffung eines Ofens ist ein fehlender Schornstein kein Hindernis mehr.

Seit der Ofen Häuser, Wohnungen und das Bewusstsein der Menschen zurück erobert hat, ist die Nachfrage nach Schornsteinen signifikant gestiegen. Wo ein Ofen ist, muss ein Schornstein sein. Wo ein Schornstein ist, muss kein Ofen sein, hieß es hingegen nach dem Siegeszug der Zentralheizung. Öfen verschwanden, Schornsteine wurden still gelegt oder abgetragen. In den Achtziger und Neunziger Jahren wurde der Schornstein beim Neubau eines Hauses häufig nicht mehr eingeplant. Weil er ein Kostenfaktor war, und weil die modernen Heizungen keine Hochtemperatur-Abgasleitungen mehr benötigten. Über ein geschärftes Umweltbewusstsein ist der Ofen wieder zeitgemäß geworden. Stichworte: Ressourcen schonendes Heizen, geringe Umweltbelastung. Überdies ist er ein Stilelement modernen Wohnens, Spender eines Lebensgefühls. Doch nun fehlt häufig der Schornstein. Das muss heute kein gemauerter Kamin mehr sein, der vom Fundament durch Fußböden und Decken bis über das Dach das Haus durchzieht. Moderne Modulschornsteine aus Edelstahl lassen sich innerhalb nur eines Tages als Außenschornsteine nachträglich aufbauen.

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Für einen Innenschornstein wird wegen der Deckendurchbrüche im Normalfall ein Tag mehr gebraucht. Es sind Leichtbau-Schornsteine, die nicht im Fundament verankert werden müssen, sondern erst in dem Geschoss beginnen, in dem der Ofen steht. Das kann auch in einer Mietwohnung sein. Beim Umzug lässt man den Ofen zurück und nimmt den Schornstein in die nächste Wohnung mit. Oder man nimmt den Ofen mit und verkauft seinen Schornstein, wenn im neuen Haus bereits einer vorhanden ist. Architekten weisen inzwischen beim Hausbau wieder verstärkt auf den Schornstein hin. Bei luftdichten Niedrigenergiehäusern kann er als Zuluft- und Abluftleitung eine Rolle spielen. Darüber hinaus ist er in Edelstahl-Ausführung, Kupfer und in verschiedenen Farben sogar ein Design-Element. In der Farbe passend zum Haus, Ton in Ton mit blauen Fensterrahmen oder im Kontrast dazu in Gelb. Auf jeden Fall aber muss der Schornstein technisch auf Haus und Ofen abgestimmt sein, damit das System optimal funktionieren kann. Im Ofenhaus Colnrade findet sich deshalb zu jedem Ofen auch der passende Schornstein. Wo ein Ofen ist, muss ein Schornstein sein. Aber der richtige.

Fotos: Daniel Lamm, Christoph Karnebogen

Wo ein Ofen, da ein Schornstein


Partner des Ofenbauers

Fotoquelle: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks

Der Schornsteinfeger pflegt das Glück. Ein Berater und Kontrolleur im Staatsauftrag. Gottfried Tamms ist der personifizierte Glücksbringer. Jedenfalls in seiner Berufskleidung. Er ist Schornsteinfegermeister. Dass die blanken Messingknöpfe seines Kehranzugs und die Koppelschnalle den Heiligen Sankt Florian, den Schutzpatron der Brandverhüter, zeigen, wissen die wenigsten. Der Mythos des Glücksbringers hat sich längst von seinem Ursprung abgelöst. Mit der Renaissance des Ofens und dem Brennstoff Holz hat bei seiner Tätigkeit der Kehrbesen gegenüber dem Messgerät für Feinstaub und Kohlenmonoxyd wieder an Bedeutung gewonnen. Es gibt wieder mehr Schornsteinkehrungen – je nach Bezirk. Die größte Veränderung spürt Gottfried Tamms allerdings nicht auf dem Dach, sondern vor dem Ofen. „Ich sage meinen Kunden immer, wenn sie mit Beschwerden über ihren Ofen kommen, dass der Fehler meistens vor dem Ofen passiert.“ Bei der Bedienung.

Optimale Verbrennung, minimale Umweltbelastung, maximaler Wirkungsgrad – um das zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber in seiner Bundesimmissionsschutzverordnung (BIMS) eine Pflichtberatung durch den Schornsteinfeger festgesetzt. Für jeden, der sich einen Ofen zulegen oder ihn gegen einen anderen wechseln will oder wo der Betreiber einer Feuerstätte wechselt. Der Schornsteinfegermeister berät und kontrolliert per Gesetzauftrag auch die Lagerung von Holz, seine Qualität, die richtige Brennstoffmenge pro Ofenart. Die beratende Funktion, so Tamms, sei wesentlich größer geworden. Nicht zuletzt weil die Generation, die mit der Zentralheizung aufgewachsen ist, weniger vom Feuer weiß als ihre Vorgänger. „Da hat einer einen Ofen für Scheitholz, sieht im Supermarkt zehn Kilo Brikett im Angebot, freut sich und wundert sich dann über die Rauch- und Rußentwicklung…“ Und gibt dem Ofen die Schuld. Doch zum Glück gibt es den Schornsteinfeger – auch für den Ofenbauer, dessen Partner er ist.

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Ofenbau

Hausbau im Kleinen

Die Arbeit des Ofensetzers am Beispiel eines Specksteinofens. Herkunft und Eigenschaften. Für den Ofenbauer sind die Steinbrüche Nordkareliens so wichtig, wie die MarmorBrüche von Carrara für den Bildhauer. Fotoquelle: Tulikivi

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Die Rückkehr des Ofens in die deutschen Haushalte hat einem alten Handwerk Aktualität und Aufschwung gebracht, dem Ofensetzer. Die technologische Entwicklung im modernen Ofenbau und die Kombination von praktischen und ästhetischen Ansprüchen verlangen vom Ofen- und Luftheizungsbauer, wie die Bezeichnung dieses anerkannten Lehrberufs offiziell lautet, technisches Wissen, handwerkliches Geschick und gestalterisches Feingefühl.

Niemand käme auf die Idee, seine Arbeit mit dem Zusammenbau von Legosteinen zu vergleichen. Beim Bau eines Specksteinofens aber läuft es beinahe darauf hinaus. Jedenfalls soweit es den reinen Zusammenbau betrifft. Auch das ist allerdings schwieriger, als es klingt. Eine Herstellergarantie auf den Ofen gibt es deshalb nur beim Einbau durch einen Fachmann. Und wie so oft, steht auch hier hinter der Einfachheit eine besondere Qualität. Die Monteure vom Ofenhaus Colnrade erhalten ihren Speckstein in fertigen Bausätzen aus den Steinbrüchen Nordkareliens. Dort wird das relativ weiche und deshalb gut formbare Gestein vor dem Transport bereits zugeschnitten. In Form und Größe sind die Specksteinblöcke so vielgestaltig, dass sie nach dem Prinzip des Systemofenbaus für jeden Raum, jedes Haus


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Fotos: Hartmut Böhning

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Foto: Roland Vogel

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zu individuellen Unikaten aufgebaut werden können. Mineralische Einsprengsel, Schichten und Maserungen fügen dem perlgrauen Grundton des Gesteins eine in Muster und Farbgebung individuelle ästhetische Komponente hinzu. So wird jeder Specksteinofen zu einem Original, das aus der Natur entstanden ist. Im Gegensatz zum herkömmlichen Kachelofen, dessen Montage ein bis zwei Wochen in Anspruch nimmt, verkürzt das Baukastensystem den Aufbau des Specksteinofens auf ein bis zwei Tage. Das beginnt mit dem Fundament, das absolut waagerecht gelegt sein muss. Die Schicht Specksteinmehl, mit dem die einzelnen Elemente miteinander verklebt werden, ist zu dünn, um mit ihr später noch Ungenauigkeiten in der Horizontalen auszugleichen. Zum gestalterischen Feingefühl werden vom Ofensetzer die handwerklichen Fertigkeiten eines Fliesenlegers, Maurers, Stuckateurs verlangt. Denn ein Ofenbau ist wie ein Hausbau im Kleinen, nur etwas filigraner.

Die hohe Dichte dieses vulkanischen Gesteins, bei dem die Moleküle dicht beieinander liegen, bewirkt seine große Speicherkapazität und seine besondere Fähigkeit als Wärmeleiter. Ein Specksteinofen muss deshalb nicht ganz so voluminös gebaut werden wie der klassische Kachelofen. Genau genommen ist er so etwas wie ein “Kachelofenkonzentrat“. Mit einem wesentlichen Unterschied: Nicht das Feuer ist bei ihm das Medium, das die Wärme abgibt, sondern der Stein. Beim klassischen Ofen versucht man die Flamme als Wärmequelle möglichst lange zu halten. Beim Specksteinofen zieht die Hitze in den Stein ein und wird dort gespeichert, so dass er noch Wärme abstrahlt, wenn die Flamme längst erloschen ist. Nach einem ersten Abbrand, der schnell und kräftig erfolgen sollte, erreicht der Specksteinofen in der Regel bereits nach einer Stunde seine Betriebstemperatur. Und hält sie. Zwei bis drei Brennvorgänge reichen aus für 24 Stunden Wärmestrahlung. Die Geschichte des Specksteinofens ist in Deutschland erst etwas mehr als dreißig Jahre alt. Die Geschichte des Specksteins im Haushalt reicht indessen in die Antike zurück. Dort war er als Wärmespeicher das bevorzugte Material für Kochgeschirr.

1. Grundlage Speckstein Speicheröfen wiegen über eine Tonne. Damit der Ofen fest steht, werden Punktfundamente aus Beton gesetzt. 2. Rohbau bis zur Brennkammer Das hintere Anbauteil leitet die Rohrführung in den Schornstein. Die Abwärme des Stahlrohrs wird genutzt und der Anschluss kommt über die Reinigungsöffnung. 3. Der fertige Ofen Nun kann der Ofen in Betrieb genommen werden und bringt Speicherwärme von 12 - 24 Stunden.

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Lars Mytting Der Mann und das Holz Vom Fällen, Hacken und Feuermachen

Holzlager WoodBee von Harrie Leenders. Beliebig erweiterbar durch seine Wabenstruktur.

222 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Insel Verlag, 18,- Euro

Eine kleine Kulturgeschichte des Holzes. Vom Wald in den Ofen für eine bessere Welt. Für den norwegischen Autor Lars Mytting gibt es keine bessere Zukunftsprognose als den Befund, dass sich die Menschheit auf dem Holzweg befindet. Denn dort ist sie richtig! Schließlich gehört das Holz wie das Feuer zu den Urstoffen der menschlichen Zivilisation. Und im Ofen verbinden sie sich. Dass sich der Mensch tatsächlich auf dem Holzweg befindet, wird von einer Studie der Universität Hamburg untermauert. Demnach stieg vom Jahr 2000 bis 2010 der Brennholzverbrauch in deutschen Haushalten von 12 auf 34 Millionen Kubikmeter an. Ein Viertel aller Haushalte heize zumindest teilweise mit Holz. „Der Tag, an dem ich begriff, dass ein Holzofen mehr als nur Wärme bedeutet, war kein kalter Wintertag. Im Gegenteil, es war Ende April.“ So beginnt Myttings Bestseller

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„Der Mann und das Holz – Vom Fällen, Hacken und Feuermachen“, erschienen beim Insel Verlag. Darin erzählt er von der Praxis und der Poesie des Holzes, von den Grundlagen des Holzstapelns, seiner Trocknungszeit, über die Kunst des Anfeuerns von oben, von den Errungenschaften moderner Ofen-Technologie und warum der Schornsteinfeger der beste Freund des Ofenbesitzers ist. Stellt Holzsorten und ihre Verbrennungseigenschaften vor. Und beschreibt nicht zuletzt den ökologischen Vorteil des Holzes gegenüber anderen Energiequellen. „Im Zuge der Energiewende wird es immer wichtiger, da es als nachwachsender Rohstoff Bioenergie erzeugt.“ Im Kapitel über die Grundlagen des Holzes warnt er davor das Holz zu dicht zu stapeln und gibt eine für die meisten Leser überraschende Faustregel dafür preis, wie man frisches Holz zwar locker, jedoch wegen der Einsturzgefahr des Stapels nicht zu locker stapelt: „Eine Maus soll noch durch die Scheite passen, aber wenn die Katze hinterher springen kann, ist der Abstand zu groß.“

Fotoquellen: lumen-digital/Shutterstock, Harrie Leenders

Holz und Feuer


Holzlieferanten aus der Region

Energiequelle Holz Trocken lagern – effizient verbrennen. Tipps & Tatsachen für den richtigen Umgang mit Holz. Die Bedeutung von Holz als Brennstoff wird in der jüngsten Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung deutlich. Darin wird gravierend auf den Gebrauch des ältesten Brennstoffs der Menschheit eingegangen. Denn Holz ist eine Energie, die ständig nachwächst. Überdies wird bei seiner Verbrennung nur soviel Kohlendioxyd an die Umwelt abgegeben, wie es zuvor als Baum gespeichert hat. Um von diesem Kreislauf der Natur zu profitieren, müssen allerdings vom Holzeinschlag über die Lagerung bis zur Verbrennung Regeln beachtet werden. Holz muss trocken sein, wenn es effektiv und schadstoffarm verbrennen soll. Der Idealwert liegt bei einer Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent. Bei einem Feuchtegehalt von 40 Prozent sinkt die von ihm erzeugte Energie bereits um rund 25 Prozent ab. Die durchschnittliche Trocknungszeit beträgt rund zwei Jahre. Es sollte an einem regengeschützten Ort, in Scheite gespalten, luftdurchlässig gestapelt werden. In vielen modernen Feuerstätten wird das Feuer von oben angezündet. Die Flammen fressen sich dann nach unten durch und entzünden die aus den Scheiten aufsteigenden Rauchgase. Resultat: Effektivere Verbrennung. Allerdings gibt es auch moderne Ofentechniken, bei denen das Holz von unten angefeuert werden muss. Heizen mit Holz ist zum Umweltfaktor geworden. Voraussetzungen: Eine emissionsarme, effiziente Feuerstätte, regelmäßige Wartung – und der richtige Umgang mit Holz.

Zur Tonkuhle 5 27239 Twistringen Tel. 04243 2444 www.bodes-holzexpress.de

Dorfstrasse 29 27243 Hölingen Tel. 04434 502 www.peco-holz.de

SÄGEWERK DICKEL Mühlenstraße 19 49453 Dickel Tel. 05445 1516 www.saegewerk-dickel.de

Siedenburger Straße 1 27330 Asendorf Tel. 05022 94470 www.schlesselmann.de

Holzlieferant online www.timber-macpom.de

Timber MacPom

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Premium-Kaminholz aus Deutschland

Plauer Straße 2 A 17207 Röbel/Müritz Tel. 039931 54610 www.timber-macpom.de

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Ambiente + Feuer

Natürlich High-Tech Der Schürhaken Takk besticht durch seine ursprüngliche Form. Einem kräftigen Ast nachempfunden und doch filigran, ist er bestens geeignet, das Feuer zu schüren. Er besteht aus Aluminium und wird hergestellt von Harrie Leenders. Takk heißt auf norwegisch „Danke“. Ein schöne Geschenkidee für Ofenliebhaber. 66,95 Euro

Fotoquelle:

Harrie Leen

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Stilvoll heizen Modernes Design und feinste Ofenkultur aus dem Hause RED ANVIL. Die dreiteiligen Kaminbestecke gibt es 43 oder 57 cm lang. Griffe in Holz oder Edelstahl. Boom: ab 136,- Euro HighBoom: ab 157,- Euro

Fotoquelle: Zebra

Wohnen im Garten

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D ANVIL

Savannah ist die neue Rattan-Linie aus dem Hause Zebra. Klassisches Korbgeflecht gepaart mit einer robusten Teak-Tischplatte. Ein zeitloses Design, das ideal in unsere norddeutschen Gärten passt. Die Serie Savannah gibt es in den Farbvarianten Cognac und Honey. Stuhl: 199,- Euro Tisch mit Teakplatte: 399,- Euro


Fotoquelle: Glerups

Für glückliche Füße Die Filzpantoffel von Glerups bestehen zu 100% aus Schurwolle und sind der Inbegriff von Zuhause. Diese Indoor-Schuhe verbannen den Alltag und sorgen für entspanntes Wohlbefinden. In vielen Designs und Farben. 69,95 Euro mit Ledersohle (Größe 35-51)

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Morsø

Wasserkessel vom dänischen Hoflieferanten Die dekorative schwere Gusskanne von Morsø setzt traditionelle Akzente. langlebig und dekorativ auf Ihrem Kaminofen. Sie fasst zwei Liter Wasser und ist optimal geeignet für angenehme Luftfeuchtigkeit zu sorgen. 2 Liter: 107,- Euro 4 Liter: 135,- Euro

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Ambiente + Feuer

Ein Blickfang sind die neuen Schüsseln in drei Größen von Le Creuset. Sie sorgen für das richtige Ambiente in geselliger Runde. Alle Teile sind aus extrem robustem Steinzeug, das für Backofen und Mikrowelle gleichermaßen geeignet ist und sogar ins Gefrierfach darf. Ab 18,90 Euro

Fotoquelle: Le Creuset

Das Auge isst mit

Fotoquelle: Morsø

Der schönste des Abends Mit dem Morsø Forno lassen sich schnell und einfach tolle Gerichte zubereiten. Bei geschlossener Tür verwandelt er sich in einen perfekten Räucherofen. Mit preisgekrönten Design und optimaler Funktionalität gehört er in das moderne Zuhause von Ofenfreunden, die Gemütlichkeit und Geselligkeit gleichermaßen lieben. Nach dem Grillen wärmt der Forno als formschöner Ofen. Mit umfangreichem Zubehör. Ab 1199,- Euro

Rezept und Fotos: Heik o Arenth


Arenth Hermann, Heiko Fotos: Martin

Grillkompetenz aus Amerika

The Big Green Egg ist ein unvergleichlicher KeramikGrill, den es in verschiedenen Größen gibt. Er eignet sich zum Grillen, Smoken, Backen und Kochen. Entwickelt von der Nasa ist er ein echter amerikanischer Grillprofi. Mit Geschmacks- und Spaßfaktor. Ab 986,- Euro

Rezept-Tipp

Heilbutt mit Gemüse vom Grill und Senfsoße Für 4 Personen benötigen Sie: 4 Stücke Heilbuttfilet ohne Haut á 150 g 4 Scheiben Seranoschinken 2 rote Paprikaschoten 1 mittelgroße Zucchini in Scheiben geschnitten 8 mittelgroße Champignons 2 Esslöffel gehackter frischer Estragon 2 Esslöffel grobkörniger Senf 1 Schalotte fein gehackt 50 ml Fisch- oder Gemüsefond 50 ml Sahne 0,1 l Weißwein 1 guter Schuss Vermouth (am besten Nolly Prat) 4 Esslöffel Olivenöl 1 Teelöffel Kräuter der Provence Salz, Pfeffer etwas Butter

Den Heilbutt salzen und Pfeffern und in den Schinken einwickeln und auf den Grill legen. Die Paprika halbieren und die Zucchini sowie Pilze auf den Grill legen. Die fein gehackte Schalotte mit etwas Butter glasig andünsten. Mit dem Weißwein und dem Vermouth ablöschen. Die Sahne und den Fond dazu geben und alles etwas einreduzieren. Den Topf vom Herd nehmen und dann den Senf sowie den Estragon dazugeben (nicht mehr Kochen) mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn das Gemüse gar ist, die Paprikahälfte auf die Teller stellen. Das restliche Gemüse etwas grob schneiden, in eine Schale geben und mit den Kräuter der Provence sowie dem Olivenöl durchmischen. Anschließend in die Paprikahälften füllen und mit dem Fisch und der Soße den Teller vervollständigen. Dazu passen Kartoffeln vom Grill oder ein frisches Baguette.

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Ambiente + Feuer

Zum Dahinschmelzen Dekorativ und praktisch sind diese Schmelzfeuer. Gefüllt mit Wachs verbreiten sie bis zu 12 Stunden angenehmes Wellness-Licht. So lassen sich prima Kerzenreste recyceln. Reizvoll hier das Spiel mit den Materialien – ein Gefäß aus Granicium® wird gehalten durch einen Steckbaren Ständer aus Edelstahl. Im Geschenkkarton verpackt. 88,- Euro

Fotoquelle: Denk Keramik

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Der Splitter von RED ANVIL ist ein praktischer Spalter für Anmachholz. Mit gehärteter Klinge spaltet er Weich- und Hartholz. bis 40 cm Länge. Durch Hebelwirkung erzielt er 2,4t Spaltkraft. Ab 115,- Euro

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Ob drinnen oder draußen – die Decken von Klippan aus reiner Lammwolle laden überall zum Kuscheln ein. Dazu sehen sie noch gut aus und schmücken mit vielen Designs jeden Einrichtungsstil.

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Spezialitäten der Region Lebensgefühl und Genuss im Dorfladen Café & Co Die dörfliche Idylle ist gesund für die Nerven – und ebenso für den Magen. Zu erleben ist das täglich bei Café & Co, dem zum Ofenhaus gehörenden, nur wenige Schritte entfernten Dorfladen. Hier ist die Ware sozusagen in das Lebensgefühl der Region verpackt, in der sie auch produziert wird. Fertige, hausgemachte Hühnersuppen und Eintöpfe im Weckglas, Grillfleisch und Wurstspezialitäten, dazu zahlreiche Bioprodukte vom nahen Großhändler, zur jeweiligen Saison Spargel und Erdbeeren. Belegte Brötchen kann man in dem behaglich eingerichteten Gastraum gleich an Ort und Stelle verzehren, wo täglich zwischen 12 und 14 Uhr auch ein Mittagstisch angeboten wird. Bei schönem Wetter auch vor dem Café. Dazu gibt es das „Bier der Region“, das in der Privatbrauerei Bannas bei Wildeshausen gebraut wird. Und Kaffee und Kuchen gibt es jederzeit.

Fotos: Roland Vogel

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Tradition und Langlebigkeit

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DENMARK

Ofenhaus Magazin  

Ausgabe 2

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