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planeins Ausgabe 6 DE 6,- Euro

BAUPROJEKT

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EIN BAUPROJEKT IM EIN BAUPROJEKT IM

WOLTMERSHAUSEN. WOLTMERSHAUSEN.


EDITORIAL Wieder einmal um viele Eindrücke reicher, haben wir in der ersten Novemberwoche die sechste Ausgabe von planeins in die Druckerei gegeben. Für uns ist das immer ein besonderer Moment, dem einige Monate mit Interviews, Besichtigungen, Recherchen, Fotoshootings sowie Gestaltung von Wort und Bild vorausgegangen sind. Mit gleich drei Beiträgen spielt dieses Mal die Quartiersentwicklung eine große Rolle. Auf dem ehemaligen Brinkmann Areal prägt Justus Grosse einmal mehr das Gesicht Bremens. Das Stephani-Viertel erstrahlt in neuem Glanz und verbindet die City mit der Überseestadt. Auch in Gemeinden vor den Toren der Stadt entstehen lebendige Wohnviertel. Wir stellen die GartenVillen in Oyten vor. Dass bei der Erschließung von Wohnraum auch andere Potenziale Luft nach oben haben, zeigt der Beitrag „Bauen im Bestand“. Mit einer beispielhaften Dachaufstockung wurden Denkmalschutz und moderne Lebenswelten vom Architekturbüro Püffel in Einklang gebracht. Ob Wohn- oder Arbeitsraum, eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Bauvorhaben ist die Qualität einer Zusammenarbeit, bei der übergreifende Kompetenzen in einem Dialog auf Augenhöhe über die Zuständigkeiten klar voneinander abgegrenzt werden. Zeugnis davon liefern ein Wohnhaus in Ganderkesee oder das Verlagshaus des Westfälischen Anzeigers. Unvergessen bleibt mir der Besuch der Bockhorner Ziegelwerke. Die Leidenschaft Ernst Buchows für den Werkstoff Ziegel und für sein traditionsreiches Unternehmen ist einfach ansteckend. Wir hoffen, dass wir mit unserem neuen Magazin wieder etwas von der Begeisterung für Architektur- und Bauprojekte unserer Region weitergeben können und wünschen viel Lesevergnügen und Inspiration. Währenddessen werden wir schon einmal die vielen Projekte und Ideen sortieren, die uns bei der Arbeit an der aktuellen Ausgabe begegnet sind.

Seite 2 – 7 Ein Stück Zuhause schaffen Möbel und Raumidee gehören zusammen Seite 8 – 12 Neues Leben im Industriedenkmal Stadtentwicklung Tabakquartier und WeserHöfe Seite 14 – 18 Bauen im Bestand Neue Wohnräume unter Dächern Seite 22 – 27 Bodenschätze aus der Endmoräne Die Erfolgsgeschichte friesischer Ziegel Seite 28 – 32 Zukunft planen & bauen Engagement für Lebensund Arbeitswelten Seite 34 – 37 Licht im grünen Paradies Ratschläge zur optimalen Gartenbeleuchtung Seite 38 – 43 Partner im Geiste Architekt und Innenarchitekt Seite 46 – 51 Stil und Zweck Die Treppe ist mehr als eine Verbindung Seite 52 – 56 Jedes Haus ein Teil des Ganzen Zukunftsprojekt GartenVillen in Oyten Seite 58 – 61 Die ewig junge Revolution Das Bauhaus feierte seinen 100. Geburtstag Seite 64 – 68 Ein Haus verschwindet im Hang Modernes Wohngefühl im Stephani-Viertel Seite 70 – 75 Lost in space Unverwirklichte Projekte

Karin Raschke – Chefredaktion

Seite 76 Impressum


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EIN STÜCK ZUHAUSE SCHAFFEN

Foto: Jens Lehmkühler

Bei der Ideentischlerei Sandkuhl gehören Möbel und Raumideen zusammen

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„Wir bleiben breit aufgestellt, von der Reparatur eines Stuhls bis zum Innenausbau von Jachten.“ Als Carsten Wichmann zum Jahresbeginn 2013 die Traditionstischlerei Sandkuhl übernahm, war seine Antrittsrede ein Versprechen. Der Kurs des auf Inneneinrichtung spezialisierten Handwerksbetriebes würde fortgesetzt werden. Der Betrieb Sandkuhl sollte Sandkuhl bleiben, wie er über sechs Jahrzehnte zu Sandkuhl geworden war: Eine „Ideentischlerei“. Wichmann wusste, wovon er sprach. Vor 32 Jahren war er in die Firma als Tischlerlehrling eingetreten, ausgebildet von Hans-Hermann Sandkuhl, der ihm an diesem Tag das Unternehmen übergab. Eine Ideentischlerei, orientiert an Raumkonzepten und modernen Designs auf der traditionellen Basis des Handwerks, war 1948 für Helmut Sandkuhl bei der Gründung des Familienbetriebs noch undenkbar. Im Geburtsjahr der Deutschen Mark war die eigene Tischlerei an sich schon eine große Idee, die er später seinem damals zwei Jahre alten Sohn Hans-Hermann vererbte.

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Bei der Inneneinrichtung des Hauses ist nichts dem Zufall Ăźberlassen. Architektin, Inneneinrichter und Bauherren hatten konkrete Vorstellungen bis ins Detail. So entstanden klare LinienfĂźhrungen und optimale Raumnutzung.

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Fotos: Jens Lehmkühler

Carsten Wichmanns Vater vererbte als Stahlund Betonbaumeister seinem Sohn die Liebe zum Handwerk. „Und ich liebte Holz“, erzählt Wichmann, „wie es riecht, wie es sich anfasst. Für mich gab es als Junge nur einen Beruf: Tischler.“ Design, die Gestaltung von Innenräumen entwickelten sich im Laufe der Jahre über das Handwerk. „Lernen mit Augen und Ohren“, sagt er. „Zusehen, wenn andere etwas machen und wie sie es machen – das ist mir als Handwerkersohn von Kindheit an beigebracht worden. Da sieht man, wie schöne Dinge gebaut und geformt werden können.“

Die Architektin Imke Hillmann gründete ihr eigenes Architekturbüro 2002 nach neunjähriger Berufspraxis in Wildeshausen. Mit ihrer Philosophie, ein stimmiges Ganzes zu erschaffen, ohne die Wünsche des Bauherrn aus den Augen zu verlieren, realisiert sie vornehmlich Wohn- und Geschäftsgebäude. Ihr Schwerpunkt ist die Entwurfs- und Ausführungsplanung. Das hier vorgestellte Bauvorhaben stellte unter anderem die Anforderung, eine Alternative für den gewünschten Kubusbau zu entwickeln, da ein Flachdach nicht genehmigungsfähig war. Ihre Lösung: ein Satteldach, das von allen Seiten der Außenwände eingerückt ist, damit es untergeordnet wirkt. Die Kubusform des Gebäudes wird so in den Vordergrund gerückt. Im Nachhinein auch aus Sicht des Bauherrn eine attraktive Bereicherung.

Die Entwicklung moderner Designs aus unterschiedlichen Hölzern, oft verbunden mit der Vielfalt in Fläche und Farbe des mineralisch-organischen Werkstoffs Corian, ist ein Erbe jener Jahre, als die Dipl.-Ing. (FH) Imke Hillmann, Architektin Tischlerei Sandkuhl Stockenkamp 15, 27793 Wildeshausen mit einem namhaften 04431-948419 Bremer Architekten zusammenarbeitete. „Da hab ich viel gelernt“, sagt er. „Wie Design funktioniert. Über Formgebung und Wirkung. Auf kleinste Diese persönliche Erfahrung findet sich im FirmenDetails zu achten.“ Den Nachsatz dazu spricht motto wieder: „Über die Möbel ein Stück Zuhause der Tischlermeister: „Aber dabei nie die Funktioschaffen.“ Das funktioniert jedoch nur, wenn nalität vergessen.“ man die Wünsche, den Geschmack, das Lebensgefühl des Auftraggebers so gut versteht, als Wohnmöbel, Objektmöbel, Küche und Bad, wären es die eigenen. In jedem Möbelstück, Bauelemente, Möbelplanung für offene und in jedem technischen Kunstgriff bei der Gestalgeschlossene Räume, Dachschrägen – bei dem tung, in jeder Raumidee steckt deshalb, wie er Haus in der Straße seiner Kindheit war das bekennt, „auch etwas von mir selbst“. gesamte Portfolio der Ideentischlerei gefragt. Bei dem Bauprojekt, das er in enger Zusammenarbeit mit Wildeshauser Architektin Imke Hillmann realisiert hat, erfährt man, was er damit meint. Es beginnt bereits an den Außenwänden, wo der ruhige Honigton des Holzes vom Farbspiel der gebrannten Kohleklinker mit seinen lehmfarbenen Einschlüssen aufgenommen und im spannungsvollen, dabei harmonischen Zusammenklang lebendig wird.

Nach dem Grundgedanken „offenes Wohnen“ gehen im Erdgeschoss sämtliche Räume ineinander über, jeder mit seiner eigenen Blickachse auf den Garten. Und doch ist jeder Raum auch ein Raum für sich, ein Molekül, das sich mit den anderen Molekülen zu einem organischen Ganzen verbindet. Da bewährte sich die enge Zusammenarbeit und der Ideenaustausch mit der Architektin Imke Hillmann mit ihrem Grundsatz, schon in ihre frühesten Überlegungen die Wünsche des Bauherrn hinsichtlich der Inneneinrichtung einzubeziehen. Nischen zum Beispiel, aus denen Nutzflächen werden, Wandscheiben, die einen Schrank aufnehmen können.

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Fotos: Jens Lehmkühler

„Es macht einfach Carsten Wichmann ist Tischlermeister und Spaß, solche RaumGeschäftsführer der Ideentischlerei Sandkuhl. ideen zu lösen“, Mit nahezu 40 Mitarbeitern vereint der Betrieb sagt Wichmann. Handwerk, Kreativität und Planung zu individuelAus Geometrien len Raumkonzepten. entstehen optische Reize. Spannungs„Keine LinienfühH. SANDKUHL GMBH INNENAUSBAU felder in Symmetrung ist dem Zufall Dehlthuner Straße 55, 27777 Ganderkesee rien, die sich über überlassen“, sagt Telefon: 04222 9213-0 die Räume zu einem Wichmann und www.sandkuhl-gmbh.de Lebensgefühl orderklärt die Bedeunen. Dahinter steht tung, schon bei der eine Kette einzelner Planung so intensiv Berechnungen, die mit dem Architekam Ende in einer Gleichung von mathematischten zusammenzuarbeiten wie bei dem Haus mit logischer Schönheit aufgehen müssen: Wo liegen Imke Hillmann. „Oft werden wir als Tischler und und wie verlaufen die Leitungen? Wo kommen die Inneneinrichter erst hinzugezogen, wenn der Steckdosen hin? Wie versteckt man eine SchieRohbau fertig ist. Dann steht man vor vollendeten betür, mit der sich je nach Situation und Wunsch Tatsachen – und die Kompromisse fangen an.“ Blickachsen öffnen und schließen lassen? In einer Genauer gesagt: Die Arbeit am Kompromiss, der Wand natürlich. Und wo werden Sicherungskässich dann im besten Fall zu einer eigenständigen ten, die Haustechnik untergebracht? Hinter Reganeuen Form entwickelt. len oder auch in einer Nische, die gleichzeitig unauffällig eine Garderobe beherbergt. Aus der Not eine Tugend machen, wie es der Architektin Hillmann bei dem Gebäude selbst gelang, dessen ursprüngliche Form mit Flachdach und Putzfassade nicht genehmigt wurde. Nun aber passt es sich den Häusern in der Umgebung harmonisch an und ist trotzdem das Zuhause geworden, wie der Bauherr es sich wünschte.


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EIN DENKMAL ERWACHT ZU NEUEM LEBEN Wohnungsnot und Wiederaufbau ließen Justus Grosse kurz nach dem Krieg seine „Immobiliengesellschaft“ gründen. Stadtentwicklung und Stadtgestaltung gingen daraus logisch hervor und leiten noch heute das Unternehmen. Für seine Nachfolger ist indessen eine Aufgabe hinzugekommen: Stadterhaltung. Historische Gebäude erhalten und sie über eine neue Nutzung mit der Gegenwart verbinden, verlassene Industrieareale mit neuem Leben erfüllen. Mit dem Tabakquartier in Woltmershausen und den WeserHöfen in der Alten Neustadt stellen wir zwei Beispiele vor.

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TABAK QUARTIER

Mehr als fünftausend Menschen strömten an einem Februartag 2019 in die alte Tabakfabrik Martin Brinkmann, die mit der Wucht ihres Ziegelsteingemäuers und der Grazie ihrer Symmetrien seit einem Menschenleben zur Identität von Woltmershausen gehört. Fast so viele, wie in ihrer großen Zeit hier beschäftigt waren. Einige der ältesten, die an diesem Tag über das Gelände gingen, hatten noch in der Rohtabakveredelung gearbeitet oder an der Zigarettenmaschine, in der Verpackung. Peer Export, Lux, Lord Extra – an die 20.000 Zigaretten pro Minute, viele Milliarden jedes Jahr, Millionen Kilogramm Rauchtabak. Alles schon lange in Rauch aufgegangen, wenn auch bis in das Jahr 2015 hinein in der Fabrik noch gearbeitet wurde. Das letzte hier gefertigte Produkt war aber doch nur noch eine Metapher für das Leben, das in diesen Mauern erstorben war: Zigarettenfilterhülsen.

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Abbildung: Justus Grosse GmbH

Einst lagerten in diesen Speichern 30 Millionen Tonnen Rohtabak. Nun werden sie zur Heimat einer modernen Wohn- und Arbeitswelt.


Für Generationen war die Tabakfabrik Brinkmann nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Wahrzeichen und Stolz der Menschen von Woltmershausen.

Man muss nicht nur den historischen Kern sehen, sondern die Zukunft für das gesamte Gebiet.

Der Projektentwickler Justus Grosse hatte als neuer Inhaber die Bevölkerung zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen. In Wahrheit war es für die einstige Tabakstadt Woltmershausen und ihre Bewohner ein Tag, an dem sich Vergangenheit und Zukunft begegneten – im neuen Tabakquartier.

„Tabakquartier“ wurde das Areal getauft, das mit seinen etwa 20 Hektar ein Teil des Masterplans „Vorderes Woltmershausen“ ist. Vom inzwischen seit einem Jahr unter Denkmalschutz stehenden historischen Fabrikgebäude mit dem Kesselhaus und seinem hohen Schornstein reicht es bis zu den drei erst 1969 – 1972 errichteten Tabakspeichern am anderen Ende des Areals.

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Die historische „Fabrik“ ist die Keimzelle, aus der sich in den kommenden Jahren eine moderne Lebensgemeinschaft entwickeln soll. Arbeiten, Wohnen, Freizeit. Wie vor rund 15 Jahren in der Überseestadt, als Justus Grosse mit der Metamorphose des unter Denkmalschutz stehenden Speicher I zu einem Gebäude von Büro- und Gewerbelofts ein Beispiel gab für die Umnutzung historischer Bauten als Landmarken zwischen vergangenen und künftigen Zeiten. Stadtentwicklung, Stadtgestaltung und Stadterhaltung. „Man muss bei dem Projekt aber nicht nur den historischen Kern sehen, sondern die Zukunft für das gesamte Gebiet“, erklärt Christian Rau, Vertriebsleiter beim Immobilienunternehmen Justus Grosse. „Wir bauen gerade den ersten Bauabschnitt der Fabrik um. Auf drei Geschossen über 10.000 Quadratmeter Mietfläche für moderne Büro- und Gewerbelofts, im Endausbau mit vier Bauabschnitten sogar über 50.000 Quadratmeter.“


Abbildungen: Justus Grosse GmbH

Die Größen reichen von 70 Quadratmetern für kleinere Unternehmen und Start-ups bis zu 140, 210 und mehr Quadratmetern mit der Möglichkeit von Zusammenlegungen und individuellen Raumaufteilungen. Erstbezug ab Frühjahr 2020. Hinzu kommen noch Archiv- und Kellerräume sowie Lagerflächen ab fünf Quadratmeter. Die Mietpreise beginnen bei 495 Euro netto im Monat zuzüglich Nebenkosten und Umsatzsteuer. Arbeiten im Industriedenkmal hat in einer Zeit, die sich nach Ursprünglichkeit und Authentizität sehnt, seinen Reiz. 27 Prozent sind bereits vermietet. Das ebenso reizvolle wie praktische Erbe der Industriekultur sind strapazierfähige Böden, vier Meter hohe Decken, ehemalige Hallen mit bis zu 1.000 Quadratmetern pro Halle, deren Raum von keiner einzigen Stütze eingeschränkt wird. Jede Büroeinheit ausgestattet mit hochmodernen ultraschnellen Glasfaseranschlüssen, Downloadgeschwindigkeiten bis zu 10 GB pro Sekunde. Am gegenüberliegenden Ende des Tabakquartiers wird der erste der drei Tabakspeicher bereits umgebaut. Zwar stehen sie nicht unter Denkmalschutz, doch mit ihrer massiven Backsteinstruktur und ihren Lastenaufzügen sind sie erinnerungsträchtige Zeugen einer industriellen Baukultur. Mehr als 30 Millionen Kilo Rohtabak wurden hier einst gelagert, und der Name einer Tabaksorte von damals könnte als Programm für die Zukunft des gesamten Tabakquartiers stehen: Golden Mixture. In dem ersten Tabakspeicher entstehen zurzeit 170 Bürolofts, die zum Kauf angeboten werden. Die Größen beginnen mit 54 Quadratmetern, die Preise bei 99.999 Euro netto. Doch das ist erst der Anfang. Wenn das Masterplanverfahren abgeschlossen und das heutige Gewerbegebiet im Sinne von Stadt, Unternehmen und Bevölkerung zu einem Mischgebiet umgewidmet worden ist, beginnt für den Stadtteil, der sich seit seiner Eingemeindung 1902 schon wegen des Nadelöhrs unter der Eisenbahnbrücke immer etwas abseits gelegen empfand, eine neue Zeitrechnung. „Die beiden anderen Speicher werden höchstwahrscheinlich zu Wohnlofts umgebaut“, erklärt Christian Rau, „und sehen Sie hier!“ Er weist auf eine von weißen Würfeln bedeckte Fläche auf der großen Karte des Tabakquartiers: „Das sind alles städtebauliche Platzhalter. Gebäude, die künftig entstehen werden, Bürogebäude und Wohnhäuser.“

Eines Tages sollen hier 1.200 bis 1.500 Wohnungen stehen – sowohl öffentlich geförderte als auch frei finanzierte Wohnungen. „Wenn jede Wohnung nur von zwei Personen bezogen wird“, so Rau, „sind das schon rund dreitausend neue Einwohner, dazu die Menschen, die täglich hier zu ihrer Arbeitsstätte kommen. Perspektivisch sind das zehn- bis fünfzehntausend Menschen, die bisher mit Woltmershausen nichts zu tun hatten.“ Etwa eine Verdoppelung der Einwohnerzahl. Menschen brauchen Wege. Es wird neue Haltestellen im öffentlichen Nahverkehr geben, Tiefgaragen, ein Mobilitätshaus, eine Brücke zum Europahafen für Fußgänger und Radfahrer. Und Grünflächen. Öffentliche Parkanlagen, eine Laufstrecke, Spielplätze. Das Kesselhaus mit dem hohen Fabrikschornstein wird zu einer Eventlocation mit Messen, Musik und Restaurant. Ihm gegenüber entsteht ein Boardinghaus mit möblierten Wohnungen und Concierge als „Zuhause auf Zeit“ für Menschen, die nur vorübergehend hier beschäftigt sind. Woltmershausen wird trotzdem Woltmershausen bleiben, eine über mehr als ein Jahrhundert gewachsene Welt. Ihr altes Herz aber erhält eine Infusion frischen Lebens und schlägt bald wieder im Rhythmus einer neuen Zeit.

Das reizvolle Vermächtnis der ehemaligen Zigarettenfabrik: Hohe Decken, weite Räume und strapazierfähige Böden.


Abbildung: Justus Grosse GmbH

WESER HÖFE Wo Bremens „Alte Neustadt“ anfängt, entsteht ein neues Quartier mit einer Architektur geprägt von Leichtigkeit und Weite. Aus Grau wird Grün. Nach dieser Idealformel für die Aufgabe, verlassene Industrieareale mit neuem Leben zu füllen, wird auf der ehemaligen Gewerbefläche des Nahrungsmittelherstellers Mondelēz ein neues Quartier entstehen: die WeserHöfe. Wohnungen, Büros, öffentliche Anlagen gleich hinter dem Turm an der Bürgermeister-Smidt-Brücke, der seit Jahrzehnten den Beginn der Alten Neustadt kennzeichnet.

übertönt. Der Saum der Gebäude entlang der vielbefahrenen Langemarckstraße schottet das Viertel vom Verkehrslärm ab, jedoch nicht vom öffentlichen Leben.

Nicht von ungefähr bezeichnet Christian Rau die WeserHöfe als „grüne Insel an der Kleinen Weser“. Die etwa 300 neuen Wohnungen werden unter intensiv begrünten Dächern liegen. Die ungewöhnliche Begrünung war einer der ausschlaggebenden Faktoren, auf dem Areal, das von der Uferstraße Am Deich an der Kleinen Weser, von Langemarck-, Grünen- und Häschenstraße umrahmt wird, den Entwurf des Berliner Architektenbüros „Leónwohlhage“ umzusetzen. Über die abgestufte und aufgelockerte Bebauung erhält das Quartier Weite und Leichtigkeit. Gemeinschafts-Dachterrassen für die zukünftigen Bewohner und eine besondere Hofanordnung schaffen nur 300 Meter vom Stadtkern entfernt ein heimatliches Quartiergefühl, in dem der Vogelgesang trotz der Stadtnähe den Verkehrslärm

Zu einem durchgrünten privaten Hof Richtung Häschenstraße wird ein mit Bauminseln ausgestatteter öffentlicher Hof zwischen Wohn- und Gewerbehäusern entstehen. Die Grünenstraße und Am Deich werden über eine öffentliche Straße miteinander verbunden. Rau: „Es wird ein offenes und auch sozial durchmischtes Quartier sein.“ Am Deich mit Blick auf die Kleine Weser entstehen rund 190 Eigentumswohnungen, im Zentrum des Viertels 60 bis 70 Mietwohnungen, zur Grünenstraße hin 50 bis 60 nach dem öffentlichen Wohnungsbau geförderte Wohnungen, die man sich auch mit einem geringeren Budget leisten kann. Die vier- bis siebenstöckigen Gebäude beherbergen neben einigen Drei- und VierzimmerWohnungen vorzugsweise Ein- und ZweizimmerWohnungen, die sich allerdings auch zusammenlegen lassen. Zum Jahresbeginn 2020 beginnt der Bodenaushub, bei dem auch eine Tiefgarage eingeplant ist. Der erste Teil der WeserHöfe wird voraussichtlich bereits Ende 2022 fertiggestellt.

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ZWEI WELTEN

UNTER EINEM DACH Bauen im Bestand schafft neuen Wohnraum und bewahrt mit der Baukultur die Identität einer Stadt

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Wenn der Architekt Frank Püffel auf den Balkon hinaustritt, sieht er auf eine Welt, die es noch zu erbauen gilt. Der Himmel, die Dächer und unter den Dächern ein Weg in die Zukunft des Städtebaus. „Lauter unausgebaute Räume, in denen man neuen Wohnraum schaffen kann“, sagt er. „Millionen von Quadratmetern allein in Bremen.“

Foto: Püffel Architekten

Eine Studie der Technischen Universität Darmstadt untermauert seine Perspektive: Allein durch Dachaufstockungen bestehender Altbauten in den deutschen Städten, heißt es darin, könnten rund 1,5 Millionen neue Wohnungen geschaffen werden. Tatsächlich sind es wesentlich mehr, denn für diese Studie wurden ausschließlich Gebäude berücksichtigt, die für den Denkmalschutz und den Erhalt des Stadtbildes von Bedeutung sind. „Bauen im Bestand“ ist nicht nur eine Möglichkeit, Wohnungsnot zu lindern, in ihm verbinden sich soziale, wirtschaftliche und kulturelle Interessen. Städte können dadurch sinnvoll nachverdichtet werden. Baukultur wird erhalten und mit ihr die Identität einer Stadt. Ihre Architektur ist schließlich ein Teil ihrer Geschichte. Für Frank Püffel gehört „Bauen im Bestand“ zur Architektur seiner eigenen Geschichte. Der Bestand war das Haus seiner Großmutter in der Kohlhökerstraße in Bremen. Als Junge hatte er sie dort häufig besucht, als junger Architekt war er in das herrschaftliche klassizistische Gebäude verliebt. „Nach dem Tod meiner Großmutter wurde das Haus verkauft, ich habe bitterliche Tränen geweint.“

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Fotos: Püffel Architekten

Sie sollten bald trocknen. So eindrucksvoll das Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts das Straßenbild auch schmückte und immer noch schmückt, von den Räumen bis zur Haustechnik war es völlig veraltet. Es musste umgebaut, den Bedürfnissen und dem Lebensgefühl der Gegenwart angepasst werden. Weil auch dem neuen Besitzer Stil und Geschichte des Gebäudes am Herzen lagen, sollte sein Charakter unbedingt erhalten bleiben. Und dann erfuhr er, dass es einen Architekten gab, dem dieses Haus von seiner Kindheit an vertraut war … „Über fast zwei Jahre habe ich dieses Haus dann umgebaut“, erinnert sich Frank Püffel. Und als alles fertig war, bezog er im großmütterlichen Haus sein erstes eigenes Büro. Es war der Beginn seiner Selbstständigkeit. Er war fünfunddreißig Jahre alt. „Bauen im Bestand war mein erster großer Auftrag.“

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Fast zwanzig Jahre später kehrte er als Architekt in die Wohnwelt seiner Großmutter zurück. In ein hochherrschaftliches Haus, fünfzig Meter weiter, Kohlhökerstraße 62. Das denkmalgeschützte Gebäude mit zwei exklusiven Belle Etagen sollte modernisiert, sein Wohnraum durch eine Dachaufstockung erweitert werden. Püffel war inzwischen Anfang Fünfzig und hatte sich längst einen Ruf als Spezialist für den stilvollen Umbau von Altbauten erworben. Ebenso wie ein gut funktionierendes Netzwerk von Partnergewerken, die den hohen Anspruch an bauliche Maßnahmen mit ihm teilen. So wurde z. B. das Baunternehmen Grotkop mit den Bauarbeiten beauftragt, da sich die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Fachleuten in der Vergangenheit oft bewährt hatte. Ein Bauvorhaben dieser Komplexität stellt oft ungeplante Anforderungen, die durch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gemeistert werden.


Durch Reduktion werden alte Stilelemente herausgearbeitet und setzen so eindrucksvolle Akzente in einer modernen Wohnwelt.

Klaas Janke, einer von fünf Architekten, die heute zum „Büro Püffel“ gehören, war der Projektleiter des Umbaus. „Die erste Belle Etage ist Bestand geblieben“, erklärt er. „Doch von der zweiten Belle Etage bis zum Dach haben wir insgesamt drei Etagen komplett umgebaut. Was jetzt unter dem Dach Wohnraum ist, war vorher eine Art Spitzboden mit einem kleinen Erker davor. Völlig ungenutzt, allenfalls zum Wäschetrocknen oder als Lagerfläche.“ Unter dem alten Walmdach war das Volumen für die beiden geplanten Wohnungen nicht zu gewinnen. Also musste es verändert werden und wurde zum Satteldach. Damit veränderte sich auch die Fassade. Der Entwurf musste vom Landesamt für Denkmalpflege abgesegnet werden. Die Denkmalschützer waren überzeugt. Mit seiner einheitlichen Geschlossenheit, befanden sie, sei das neue Dach für das Gebäude ästhetisch sogar ein Gewinn. Nach intensiver Abstimmung mit den Nachbarn mussten nur noch die neuen Schornsteinzüge mit dem Schornsteinfeger geregelt werden.

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Unter dem neuen Dach entstand eine neue, puristische moderne Wohnwelt als Antithese zur klassizistischen Fassade. Die zweite Belle Etage aber hat ihren Altbaucharakter behalten. Vier Meter hohe Decken mit Stuck und Ornamenten gehörten zur kostbaren Hinterlassenschaft einer vergangenen Stilepoche. Zwei Lebenskulturen und Baustile wurden nun zu einer neuen Wohnlandschaft miteinander verschmolzen.

„Das Tolle ist doch, wenn zwei Welten aufeinandertreffen und miteinander verbunden werden“, sagt Frank Püffel. In einem seiner Grundsätze enthüllt sich ein biografischer Kern. „Unsere Architektur versteht sich als Weiterführung und Ergänzung des Vorhandenen. Sie sollte Erinnerung wachrufen, denn Erinnerung bedeutet Emotion.“

Durch eine mehrfach durchbrochene Wand, die zuvor das lichtarme Esszimmer vom dämmrigen Flur trennte, strömen jetzt Luft und Licht. Die formstrenge nordische Klarheit der Architektursprache erhält durch die Gliederung der Pfeiler mit ihrer Anmutung von Arkaden eine räumliche Grazie. Frank Püffel gründete 2001 sein eigenes Büro: Püffel Architekten. Mit seinen fünf Mitarbeitern hat sich der gebürtige Bremer eine besondere Kompetenz auf dem Gebiet „Bauen im Bestand“ erworben. PÜFFEL ARCHITEKTEN Kohlhökerstraße 53, 28203 Bremen Telefon 0421 1687590 www.pueffelarchitekten.de

Fotos: Püffel Architekten

Durch die Dachaufstockung wurde eine komplett neue Etage geschaffen, inklusive großzügiger Balkone und Dachterrassen.

Dem Licht wurde mehr Raum gegeben und den Räumen mehr Weite. Für sich abgeschlossene Räume, in denen sich das Lebensgefühl der Generation seiner Großmutter ausdrückt, wurden geöffnet. „Jetzt hat man in der Wohnung einen diagonalen Durchblick in alle Richtungen“, erklärt Frank Püffel. Durchblicke, die sich mit jeder Position wandeln, sodass die Raumbegrenzungen aufgelöst werden. Ein Raumkontinuum.

„Wir haben neues Parkett reingelegt, wo Teppiche lagen, die ganzen Wandoberflächen haben wir heller gemacht, Ornamente und Stuck herausgearbeitet und teilweise auch die Türen“, erzählt Klaas Janke. „Was neu ist, haben wir reduziert und klar gegen das Alte gesetzt, damit ein Kontrast entsteht, der alles lebendig macht.“ Schränke aus Kirsche, von dunklem Holz eingefasste Türen und Durchgänge treten nun aus ihrer langen Vergangenheit hervor wie für die Wohnung neu geschaffen.


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INSPIRATIONEN

Der Little Petra Lounge Chair ist ein Design-Liebling bei POPO, Sitzmöbel und Stehschränke in Bremen. Entworfen wurde dieser gemütliche Sessel von Viggo Boesen und wurde erstmals 1938 in Kopenhagen vorgestellt. Seit 2018 präsentiert &tradition eine Neuauflage des kleinen Lounge Sessels, der als Vorläufer der dänischen Moderne gilt. Standardmäßig wird er entweder mit grauem Stoffbezug oder mit weißen Schafsfellbezug angeboten. Rundgeformte Holzbeine aus Nussbaum oder Eiche unterstreichen die organische Designsprache des Möbelstücks. Little Petra fügt sich ideal in verschiedenen Einrichtungsstile ein, ergänzt bestehende Sitzgruppen oder entfaltet seine Wirkung als für sich stehendes Einzelstück.

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Der KochendWasserhahn Quooker hat sich seit seiner Erfindung 1970 in zahlreichen Küchen weltweit zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel entwickelt. Die neueste Entwicklung, der Quooker CUBE vereint fünf Funktionen in einem fest installierten Hahn: warmes, kaltes, kochendes, gefiltertes und gekühltes stilles sowie sprudelndes Wasser. Neben enormen Platzgewinn überzeugt das Modell mit modernster Optik und einem geringen Geräuschpegel.

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u Alte Werte für eine neue Zukunft.

Geschäftsführer Hilmer Behrens vom Küchenstudio Klingeberg wird häufig nach dem Energiebedarfs des Quooker CUBE gefragt und antwortet: „Überlegen Sie mal, wieviel Plastik-Einwegflaschen und Emissionen durch den Transport von Mehrwegflaschen der Umwelt erspart bleiben. Dazu verbraucht der CUBE mit 12 Watt pro Tag weit weniger als viele andere Funktionen eines Smart Home. Es geht hier vorrangig um Komfort und den bietet der Quooker mit jederzeit verfügbarem kochendem oder gekühltem Wasser für Kaffee, Tee oder sprudelnde Durstlöscher.“

Entwickelt wurde der Kamado Joe von echten Grill-Liebhabern, die sich nicht länger mit Kompromissen zufrieden geben wollten. Aus einer Leidenschaft wurde eine erfolgreiche Produktserie. Langsames Rösten, Räuchern und Anbraten sind mit dem glutroten Kamado Joe, den es in vier Ausführungen gibt, kinderleicht. Auch die Zubereitung von saftig gegartem Fleisch, hauchdünnen Pizzen und geschmortem Gemüse gelingen spielend. Der dickwandige Keramikkorpus sorgt für die Entwicklung eines charakteristischen Raucharomas. Was den Grill besonders macht, ist die moderne, beispiellose Handwerkskunst und die verschiedenen flexiblen Ebenen zum Braten und Grillen. So zaubern Grillhelden mit nur einem Gerät ein vollendetes Menü. Wir haben den Kamado Joe entdeckt im Ofenhaus Colnrade, bei den Fachleuten, wenn es um Feuer und Flammen geht. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.kamadojoe.de

Fotoquelle: Kamado Joe

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Foto: stock.adobe.com / hanseat

BODENSCHÄTZE AUS DER ENDMORÄNE Aus dem Lehm der friesischen Wehde werden Klinker von einzigartiger Qualität und Originalität gebrannt. Das Baudenkmal Chilehaus in Hamburg machte Bockhorner Klinker berühmt.

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Der eiszeitliche Geestboden der friesischen Wehde einige Kilometer südwestlich des Jadebusens hat mancherlei hervorgebracht, das das Wesen dieses Landstrichs prägte. Ackerland, Wald, Weiden und mit seinem unvergleichlichen Lehm auch ein Baudenkmal, das zum Weltkulturerbe zählt – das Hamburger Chilehaus. Seine Berühmtheit als Musterhaus des Backstein-Expressionismus verdankt es dem Architekten Fritz Höger, der es wiederum dem Lehm der friesischen Wehde verdankt, aus dem seit mehr als zweihundert Jahren Bockhorner Klinker gemacht werden. Diese Ziegel hätten einen Großteil der Wirkung hervorgebracht, bekannte Höger, als er eines der ästhetischen Geheimnisse des Chilehauses erklärte, seine Balance aus wuchtiger Ursprünglichkeit und schwebender Grazie. „Durch sie erhielt der Bau seine Beschwingtheit. Sie nahmen dem Riesen seine Erdenschwere.“

Die Erdenschwere lastete in jenem Frühjahr 1922 ganz auf den 14 eigenständigen Ziegeleien, die sich erst ein gutes Dutzend Jahre zuvor zur Vertriebsgesellschaft „Vereinigte Oldenburger Klinkerwerke“ zusammengeschlossen hatten, weil sie nur gemeinsam imstande waren, große Bauprojekte zügig mit Klinkern gleichen Formats zu beliefern. Die sechs Meter breite, rund dreißig Kilometer lange Pflasterstraße von Varel über Rastede nach Oldenburg zum Beispiel – oder das Chilehaus des Hamburger Salpeter-Barons Sloman. Weit über eine Million Ziegel mussten in kleinen Küstenhäfen auf Schiffe und auf Güterwagen verladen werden, damit sie rechtzeitig zum Baubeginn im Mai ´22 in Hamburg waren und der Zustrom an Baustoff während der zwei Jahre Bauzeit nicht abriss. Nur eine der 14 Ziegeleien hat in den wechselnden Winden und Wettern der Zeit ihre Selbstständigkeit bewahrt, das 1906 gegründete Werk Uhlhorn in Bockhorn-Grabstede. Wenn sein geschäftsführender Gesellschafter Ernst Buchow einen Bockhorner Ziegel vom Stapel nimmt, hält er keinen Stein in der Hand oder ein Stück Industriegeschichte der Region, in dem er aufgewachsen ist, sondern ein Schmuckstück. „Sehen Sie diese Vernarbungen, diese überbrannten Abplatzungen. Das gehört zur Identität unserer Ziegel.“ Und um es nicht selbst zu sagen, zitiert er den Erbauer des Chilehauses: „Der Backstein ist mein Edelstein.“ Mit angemeldeten Besuchern teilt Buchow gerne seine Passion. Sei es bei einer ausgedehnten Führung durch eine moderne Ziegelei oder durch den Blick auf die Historie in der Dauerausstellung des „Alten Klinkerzentrums“.

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Normalerweise möchte man, wenn man aus dem Fenster schaut, keine Backsteinwand vor Augen haben. In Buchows Konferenzraum wird der Ziegel jedoch zum Bild. Ziegelmuster um Ziegelmuster in Rahmen an der Wand. Klinker in Rot, Bunt, Blaubraun oder Blauviolett. Borkumer Rot, Bockhorner Rot, Borgsteder Bunt. Gemauert im Blockverband, im Wilden Verband, im Gotischen Verband … In diesem Raum wird der Blick von Ziegeln nicht begrenzt, sondern weitet sich zum Ausblick auf ein Gebäude, das erst noch entstehen soll. Sämtliche Klinker im „Oldenburger Format“, das 1908 bei der Standardisierung ihrer Größe und Güte geschaffen wurde und immer noch gilt. Mit seiner Länge von 22 Zentimetern, zwei Zentimeter unter dem Normalformat, fällt er aus dem metrischen Maß, ist im Verhältnis zu seiner Höhe jedoch dichter am Goldenen Schnitt. Beim Verlegen, ob Straße oder Mauerwerk, verbindet sich das ästhetische Ideal mit dem Handwerklichen. Ziegel im Oldenburger Format gehen „gut aus der Hand“. Der Goldene Schnitt, nämlich die richtige Mischung der Rohstoffe, aus denen sie gebrannt werden, ist auch das Geheimnis ihrer Härte und ihres besonderen Farbspiels. Die Eismassen schoben die Schichten aus Lehm, Grundmoränensand und anderen Sedimenten unregelmäßig zusammen.

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Dadurch hat die etwa einen Meter dicke Lehmschicht, die dicht unter dem Mutterboden beginnt, auf jeder Abbaufläche eine andere Zusammensetzung. Unterschiedliche Körnungen, Anteile der Mineralien, Bodenmischungen. Rund sechs Wochen nimmt die Metamorphose des Lehms zum Klinker in Anspruch. Sie beginnt in der Aufbereitungshalle, wo die Rohstoffe der verschiedenen Lagen zerkleinert und zu jener einzigartigen Zusammensetzung durchmischt werden, wie man sie nur in dieser Region findet. Nachdem der aufbereitete Lehm im Kollergang unter dem Druck von zehn Tonnen schweren Rädern durch gelochte Stahlbleche gepresst wurde und dabei die richtige Korngröße erhielt, landet er im Sumpfhaus. Vier Wochen Lagerung, ein letztes Durchmischen und zur Formgebung ab in die Presse. Dort wird die Betriebsmasse zuerst zum Lehmstrang, danach zum Batzen und schließlich zum Rohling, der bereits zum gewünschten Format zugeschnitten worden ist. Er hat zwar schon Ziegelform, doch ockerfarben und weich genug, um seinen Daumabdruck auf ihm zu hinterlassen, könnte er auch aus Marzipan sein. Der gesamte Prozess wird von Probenentnahmen und Siebanalysen im werkseigenen Labor begleitet.


Fotoquelle: Bockhorner Klinkerziegel Uhlhorn

In den dreißig Meter langen Trockenkammern kommen die Rohlinge zum ersten Mal mit dem Brennofen in Berührung. Denn unter der Wärme seiner Abluft wird ihnen dort drei Tage lang neunzig Prozent ihrer Feuchtigkeit entzogen. Wenn sie anschließend auf dem Ofenwagen in den Tunnelofen einfahren, offenbart sich das Geschenk, das die Natur den friesischen Ziegelbrennern machte. „Durch die besondere Zusammensetzung des Lehms können wir das Material bei tausendzweihundert Grad brennen“, erklärt Ernst Buchow. Je höher die Temperatur, desto härter das Material. Übliche Brenntemperaturen liegen bei ca. 1000 Grad.

Die Mischung der Rohstoffe ist das Geheimnis der Härte und des besonderen Farbspiels. Dazu die ständige Kontrolle während des Produktionsprozesses.

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Foto: Adrian Kaschta

Bockhorner Klinker prägen den Charakter eines Gebäudes – ob Einkaufszentrum in London oder Wohnhaus in Norddeutschland.

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Das Wunderbare braucht indessen seine Zeit. In geradezu erdgeschichtlicher Langsamkeit trägt der Ofenwagen das Brennmaterial durch den 126 Meter langen Tunnelofen. Gut einen Meter pro Stunde. Nach 120 Stunden haben sich Ton und Quarzteilchen zur höchsten keramischen Festigkeit verbunden.

Fotoquelle: Bockhorner Klinkerziegel Uhlhorn

Extrem gehärtet, frostresistent, wasserundurchlässig und mit dem Farbspiel ihres Brands, das einst den Erbauer des Chilehauses begeisterte, sind sie nun, was sie werden sollten: Bockhorner Ziegel.

Auf dem Betriebshof liegt die Produktion gestapelt. Von hier aus gehen jährlich zwischen acht und zehn Millionen Klinker an ihren Bestimmungsort. Nicht alle im Oldenburger Format, sondern auch Maßanfertigungen für den jeweiligen Zweck. In den 400.000 Bockhorner Klinkern im Britischen Maß, die nach London geliefert wurden, wiederholte sich die Geschichte vom Hamburger Chilehaus. Die Architekten von „Witherford Watson Mann architects“ in London, suchten nach dem passenden Ziegel für das von ihnen entworfene Cremer Business Center im Zentrum von London. Eines Tages stand einer von ihnen in Hamburg vor dem Chilehaus ...

Klinker aus Bockhorn sind seit über 100 Jahren ein weit über Nordwestdeutschland begehrter Baustoff. Ernst Buchow ist der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens Bockhorner Klinkerziegelei Uhlhorn, das seit dem Gründungsjahr 1906 seine Selbstständigkeit bewahrt hat.

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Besonderes Engagement schafft besondere Lebens- und Arbeitswelten

ZUKUNFT PLANEN & BAUEN

Foto: Stefan Straßenburg

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Ein großes Eckgrundstück mit altem Baumbestand, gelegen im attraktiven Weyhe vor den Toren Bremens – seit dem Jahr 2000 die Adresse einer renommierten Anwaltskanzlei. Sander + Sander stehen für Anwälte, Insolvenzverwalter und Notar. Namensgeber sind Rechtsanwalt Dr. Jürgen Sander und Rechtsanwältin Kerstin Sander. Heute besteht das 1990 gegründete Unternehmen aus vier Anwälten und 15 Angestellten. Eine Erfolgsgeschichte, die auf Kompetenz, strategische sowie interdisziplinäre Arbeit baut und dabei den Menschen in den Vordergrund stellt. Eine Haltung, die auch Triebfeder war für das große Bauvorhaben, das 2016 in Angriff genommen wurde. Denn die wunderbare Lage des Büros wurde durch Wermutstropfen getrübt. Das Gebäude aus den 70er Jahren war energetisch völlig überholt, tatsächlich war noch Asbest verarbeitet worden. Selbst stilvolle Inneneinrichtungen ließen mitarbeiterfreundliche Raumkonzepte oder repräsentative Empfangsräume als Kompromiss erscheinen. Aus architektonischer Sicht war der alte Baumbestand ein Segen.

Insbesondere Bauherrin Kerstin Sander, die als Kind der Gemeinde sehr mit dem Ort verbunden ist, war es eine Herzensangelegenheit, ein attraktives Gebäude unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu schaffen. Und so wurden im Herbst 2016 Mandanten und Geschäftspartner unter dem Motto „Zukunft planen und bauen – mit Recht“ über einen vorübergehenden Umzug informiert. Der richtige Partner, um das ehrgeizige Bauprojekt zu realisieren, war inzwischen gefunden. Oentrich & Knirsch, denn wieder einmal waren mehrere Disziplinen gefragt. Das erfahrene Bauunternehmen aus der Region vereint die komplexe Planung eines Bauvorhabens mit der Ausführung durch eigene Gewerke. Erfahrung in der Umsetzung sowohl privater wie auch gewerblicher Gebäude war hier ebenfalls von Vorteil, denn entgegen der bisherigen Nutzung sollte auch Wohnraum auf dem Areal entstehen. Doch komplexe Planungen und außergewöhnliche Lösungen entstehen nicht am Schreibtisch. Das ist jedenfalls die Devise von Stefan Knirsch. Intensive Gespräche mit den Bauherren, bis auch das letzte Detail besprochen und alle Wünsche und Vorstellungen berücksichtigt sind, gehen seinen Entwürfen voraus. So hat er mit Kerstin und Jürgen Sander viele Stunden verbracht, um Ideen zu prüfen, Anforderungen zu definieren und über Funktionen und Optik zu entscheiden. Vom ersten Planungsgespräch bis zum Einzug standen die Bauherren mit Stefan Knirsch in einem engen Dialog. Nicht nur Notwendigkeit angesichts des komplexen Projektes, sondern eine fruchtbare und kreative Zusammenarbeit.

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Rund 440 Quadratmeter Bürofläche und 800 Quadratmeter Wohnraum verbinden heute auf ideale Weise Arbeiten und Wohnen auf dem 3.200 Quadratmeter großen Grundstück. Zwei Gebäudekomplexe, die miteinander korrespondieren, bilden ein architektonisches Ensemble, getrennt durch einen Patio, der zugleich eine verbindende Funktion übernimmt. Die erste Hürde musste gleich im Winter 2016 genommen werden. Durch den vorbeifließenden Gänsebach und eine extrem niederschlagsreiche Wetterlage war für die Baugrube der Tiefgarage eine Grundwasserabsenkung notwendig. Hier zahlte sich die Erfahrung und Leistungsfähigkeit eines kompetenten Bauunternehmens aus. Investition und Aufwand haben sich gelohnt, denn mit nahezu 1.000 m2 stehen ausreichend Parkplätze für Mitarbeiter und Mieter zur Verfügung, die trockenen Fußes von der Tiefgarage mit dem Fahrstuhl in die oberen Stockwerke gelangen. Grundstück und Nachbarschaft bleiben verschont von abgestellten Fahrzeugen. Bäume, Grünflächen, ein Teich und stilvoll angelegte Beete konnten dadurch erhalten bzw. neu angelegt werden.

Wenn das Beste zum vereinbarten Standard geworden ist

Offen für Ideen und Innovationen, gab es für das Ehepaar Sander jedoch in Sachen Hochwertigkeit und Nachhaltigkeit keine Kompromisse. Das bestätigt bereits der erste Eindruck. Die Fassade ist eine geglückte Komposition aus Putz und Klinker. Der Stein weist ein lebhaftes Farbspiel innerhalb einer Palette von Ziegeltönen auf, die sich auf natürliche Weise in die Umgebung einfügen. Der weiße Putz gibt dem Gebäude eine vornehme Leichtigkeit. Von der Straße „An der Beeke“ betritt man das Bürogebäude durch ein imposantes gläsernes Portal und wird sofort von hellen, behaglichen Räumen aufgenommen. Hohe Decken, weiche Teppichböden, stilvolle Einrichtungen schaffen eine positive Atmosphäre. Ein gutes Klima in jeder Hinsicht drückt sich durch Transparenz, angenehme Akustik und geschmackvolle Accessoires aus. Büros, Besprechungsräume, Küche, Sanitärräume und selbst die Raucherterrasse zeugen von Liebe zum Detail.

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Fotos: Stefan Straßenburg

Klare Sichtachsen, viel Licht, schallschluckende Bodenbeläge und geschmackvolles Interieur bestimmen die Arbeitsatmosphäre.


Verlässt man das Bürogebäude durch einen rückwärtigen Ausgang, betritt man direkt den Patio. Ein Hauch von südländischer Urlaubsatmosphäre wird verstärkt durch den Blick auf die üppig bepflanzten Außenanlagen. Im Erdgeschoss des hinteren Gebäudekomplexes befinden sich drei Wohnungen, jeweils mit Terrasse zum Garten hin. Das hohe Niveau der Ausstattung setzt sich hier fort, sei es in der Dreifachverglasung der Fenster, den durchgängigen Fußbodenheizungen, automatischen Rollläden oder exklusiven Bad- und Kücheneinrichtungen. Die zu Oentrich & Knirsch gehörende Firma O + K Wohnkonzepte mit eigener Tischlerei setzte hier die intensive Planung und Abstimmung mit der Bauherrin fort. Linda VossKnirsch und Kerstin Sander erstellten gemeinsam Farb- und Fliesenkonzepte, Bad- und Küchenplanungen, kurz die komplette Inneneinrichtung. Alle Bäder verfügen über außergewöhnlich große ebenerdige Duschen. Exklusive Waschtische wurden speziell bei O + K Wohnkonzepte gefertigt, ebenso wie viele Einbauten und Möbel. Gekrönt wir das Anwesen von drei PenthausWohnungen im Obergeschoss – zwei im vorderen Gebäude und eine im hinteren.

Eine weitläufige Gartenanlage mit altem Baumbestand umgibt den Gebäudekomplex. Durch großzügige Dachterrassen und Balkone ist man auch in den oberen Stockwerken mitten im Grünen.

Wir realisieren anspruchsvolle Bauvorhaben und erfüllen Ihren Traum vom eigenen Haus. Seit über 45 Jahren arbeiten wir mit unserem eigenen Handwerkerteam an modernen und anspruchsvollen Bauvorhaben. Von der ersten Bauzeichnung bis zur Einrichtung – ein Haus von Oentrich & Knirsch.

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Grundstücke


Fotos: Stefan Straßenburg

Hier kann Luxus einziehen, z. B. der Luxus völliger Ungestörtheit auf einer grandiosen Dachterrasse mit herrlichem Blick in die Natur. Unterhalb der Dachterrasse wiederholt sich das Szenario am Kaminfeuer. Von hier gewährt ein riesiges Panoramafenster die ungestörte Aussicht. Weite und Großzügigkeit geben auch innen den Ton an. Auf Wunsch der Bauherren erlaubt das Raumkonzept offenes Wohnen mit nahtlosen Übergängen zu ungestörten Rückzugsräumen. Der Wohnkomfort, der hohen Ansprüchen gerecht wird, findet seine Entsprechung in der Nachhaltigkeit. Ein ausgereiftes Energiekonzept war den Eheleuten Sander ein besonderes Anliegen und entspricht der Philosophie von Stefan Knirsch. Eine erstklassige Isolierung des Gebäudes gehört zum Selbstverständnis des erfahrenen Bauunternehmers. Luftwärmepumpe, Fotovoltaikanlage und zentrale Lüftungsanlage sind weitere Komponenten seiner umweltfreundlichen und kostenschonenden energetischen Maßnahmen, die insgesamt dem Standard KfW-Effizienzhaus 55 entsprechen. Im August 2018 erfolgte erneut ein Anschreiben an alle Mandanten und Geschäftspartner mit der Nachricht: „Zurück in die Zukunft“. Die mitarbeiterfreundlichen Büros wurden bezogen und für die attraktiven Wohnungen waren längst Mieter gefunden. Kerstin Sander sieht ihren Wunsch erfüllt, den Ort ihrer Wurzeln und des heutigen gemeinsamen Schaffens mit einem nachhaltigen und Ortsbild-prägenden Gebäude zu bereichern.

Dipl.-Ing. Stefan Knirsch führt das Bauunternehmen Oentrich & Knirsch seit 1995 als Geschäftsführer. Der Bauingenieur und Bausachverständige hat sich Qualität am Bau auf die Fahne geschrieben. OENTRICH & KNIRSCH GMBH Planungsbüro Hoyaer Straße 17, 27327 Schwarme www.oentrich-knirsch.de Für eine authentische Inneneinrichtung fertigt O+K Wohnkonzepte in eigener Tischlerei nach individuellen Entwürfen.

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DAS RECHTE LICHT IM GRUNEN PARADIES


Mit der Vielfalt der Nutzung sind auch die Ansprüche an die Beleuchtung gestiegen

M Fotoquelle: Pronomen

Mehr und mehr ist der Garten zu einem Lebensraum geworden – die Fortsetzung des Wohnzimmers im Grünen. Nicht nur wenn die Sonne scheint, sondern auch abends. Nicht nur im Sommer, sondern auch in den dunkleren Monaten des Jahres. Damit ist auch die Bedeutung seiner Beleuchtung gestiegen. Denn Licht bringt weit mehr in den Garten als Helligkeit und Sicherheit. Die richtige Beleuchtung kann die grüne Oase verzaubern. Allerdings muss sie dafür fachkundig inszeniert werden. „Die Idee des grünen Wohnzimmers ist endlich auch bei den Leuchten angekommen“, erklärt der Gartengestalter Andreas Leucht aus Stuhr bei Bremen, Mitglied der „Gärtner von Eden“, einem Zusammenschluss von 50 Top-Gartengestaltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und spricht von aktuellen Modellen, die „wie für das Wohnzimmer gemacht aussehen“. Steh- oder auch Tisch- und Hängeleuchten. „Manches Modell“, so Leucht, „kombiniert das auch mit einer Wärmequelle, sodass es nicht nur durch sein Licht für Gemütlichkeit sorgt.“ Modelle, die die Gartenfreuden in die Dunkelheit und Kühle hinein verlängern. Mit einigen im Garten verteilten Leuchten ist es allerdings nicht getan. Gerade sehr kleine Gärten benötigen eine feinfühlige Lichtplanung, die von einem Gartenprofi übernommen werden sollte. Nur er weiß, wie sich die Pflanzen im Garten im Jahreslauf und auch langfristig entwickeln. Ein Grundlagenwissen, das Voraussetzung ist, um einen Garten über das Licht wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Diese „Effektbeleuchtung“ ist indirekt und darf nicht blenden. Deshalb sollte sie mit Leuchtmitteln ausgestattet sein, die ein warmes, weiches Licht erzeugen. Leucht: „Auf der technischen Seite ist die LED längst im Garten angekommen, mittlerweile auch mit warmweißem Licht. Manche mögen die Möglichkeiten zum Farbwechsel, die sich hier bietet, etwa um den Pool abends blau oder grün erstrahlen zu lassen. Außerdem spielen bei der Beleuchtung auch intelligente mobile Steuerungen eine Rolle.“ Wie viel Licht man in seinem Garten benötigt, ist eine sehr individuelle Frage und hängt von der Gartengröße ab, von den vorhandenen Gestaltungswünschen und nicht zuletzt vom Geschmack und der Nutzung des Besitzers. Weniger ist dabei oft mehr, beispielsweise indem man einen einzeln stehenden Baum oder Strauch mit einem am Boden angebrachten Strahler beleuchtet. Auf jeden Fall müssen die Leuchten so angebracht werden, dass man nicht auf eine Lichtwand schaut, sondern der dahinter liegende Raum erhellt wird. Gerade kleinere Gärten erscheinen durch geschickt platzierte Lichtquellen größer. „Wo es auf gutes Sehen im Dunkeln ankommt, an der Haustür oder auf Wegen und Terrasse, braucht es eine funktionale Beleuchtung“, erklärt Andreas Leucht. Gebe es mehrere Sitzplätze im Garten, so benötige jeder seine eigene Lichtplanung. „Wichtig ist“, so Leucht, „immer den Winter mitzudenken.“

Idealerweise sollte die Lichtplanung in die Gesamtgartenplanung integriert werden. Denn die Wirkung ändert sich mit den Jahreszeiten.

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Neben der Frage nach den Objekten, die beleuchtet werden sollen, sind die Auswahl der Leuchten und Leuchtmittel, die Lichtfarbe sowie der Einfallswinkel des Lichts von entscheidender Bedeutung für die Wirkung. Mit modernen Niedervoltsystemen lässt sich die Gartenbeleuchtung technisch einfach beginnen und später Schritt für Schritt erweitern. Wegbeleuchtungen werden sinnvollerweise über einen Bewegungsmelder aktiviert. Zeitschaltungen gekoppelt mit Dämmerungssensoren und Funkfernsteuerungen sind ebenfalls praktische Helfer, wenn es darum geht, für jede Gelegenheit und Jahreszeit die richtige Lichtstimmung im Garten zu erzeugen.

Dann genügt ein Knopfdruck, um von der lauschigen Stimmungsbeleuchtung zur Festbeleuchtung für die Gartenparty zu wechseln. „Idealerweise erfolgt die Lichtplanung im Zuge einer Gesamtgartenplanung“, erklärt dazu Gartenexperte Leucht. „Dann hat man die Möglichkeit, baulich alles aus einem Guss umzusetzen. Aber auch in einen bestehenden Garten lässt sich eine neue Beleuchtung gut integrieren. In gut eingewachsenen Gärten haben wir den Vorteil, dass etwa Gehölze, die anzuleuchten sich lohnt, schon ihre Endgröße erreicht haben und man die Beleuchtung genau auf sie abstimmen kann.“

DER EXPERTE Andreas Leucht führt seinen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Stuhr seit über 25 Jahren. Im Großraum Bremen, Oldenburg und Hamburg plant und baut er private und gewerbliche Außenanlagen. Außerdem zählt der leidenschaftliche Gartengestalter zu den Mitgliedern der Gärtner von Eden, eines genossenschaftlichen Zusammenschlusses von rund 50 TopGartengestaltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich der Planung, Anlage und Pflege privater Gartenparadiese auf höchstem Niveau verschrieben haben. www.leucht-gaerten.de · www.gaertner-von-eden.com

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Der Garten soll schließlich auch dann leuchten, wenn man sich nicht in ihm aufhalten kann, weil es zu kalt ist, sondern man sich mit einem Blick aus dem Wohnzimmer an seinem Anblick erwärmt.


Jeder Platz und jeder Raum im Garten benötigt einen eigenen Lichtplan, wenn er seine ganz eigenen Reize entfalten soll.

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Fotos: Kastien Architekten – Fotograf: Fabian Linden

BEGEGNUNG UND KOMMUNIKATION AUF ALLEN EBENEN 38 p l a n e i n s


Das Wandbild gibt Einblicke in die Entwicklungsgeschichte von Hamm. Es entstammt der archäologischen Untersuchungen, die im Vorfeld der Bauarbeiten durchgeführt wurden. Heute hängt es im Foyer des Medienhauses.

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Wenn man ein Gebäude von außen betrachtet, weiß man noch nicht, wie es sich darin leben lässt. Der Düsseldorfer Architekt Sven Kastien sagt deshalb, „wir denken in unserem Entwurfprozess sehr viel an die Menschen, die in dem Gebäude leben sollen.“ Da werden Innenarchitekt und Inneneinrichter zum natürlichen Partner. Zum „verdeckten Arm des Architekten, der seine Ideen umsetzt“, wie es Hartmut Fricke, der Geschäftsführer von Fricke Einrichtungen aus Neubruchhausen, ausdrückt. Über den Neubau des Medienhauses in Hamm trafen beide zusammen. Dass sie auch für das Objekt zusammenfinden würden, war in dem Augenblick klar, als Sven Kastien zu Beginn des Kennenlerngesprächs seine „Liebe zum Detail“ bekannte. Michael Meyer, seit 17 Jahren als Diplom Holzingenieur im Unternehmen Fricke, mag in diesem Moment kurz in sich hineingelächelt und an die respektvollen Seufzer des Fricke-Teams angesichts der Detailverliebtheit ihres eigenen Chefs gedacht haben.

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Offene Strukturen wie Mittelflurzonen sind begrenzt durch Boxen für Mitarbeiterfächer und Teeküchen. Durchgänge und Durchblicke lockern das Raumgefüge auf.

Der architektonische Rahmen für Begegnung und Rückzug spiegelt sich im Grundriss und in der Innenraumgestaltung wider.

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Ein Gebäude entsteht von außen und von innen. Bei einem Medienhaus mit der Lokalzeitung „Westfälischer Anzeiger“ mitten in der historischen Altstadt wird Kommunikation nach außen wie nach innen zum Programm. „Wir wollten offene Strukturen, die Kommunikation und Begegnung hervorheben und Transparenz“, kommentiert Kastien die Grundidee seines Entwurfs. Zur Außenwelt mit der Öffentlichkeit wird sie durch nach Norden und Süden voll verglaste Fronten realisiert. Im Inneren wurde sie zwischen den unterschiedlichen Bürobereichen in jedem Stockwerk durch eine Mittelflurzone umgesetzt. Der Trick: Keine geschlossenen Wände, sondern eine Zone der Begegnung, die über die räumliche Anordnung ihrer Einbauten wie Teeküchen, Stauschränke, Mitarbeiterboxen die Büroflächen strukturiert. Das alles war jedoch erst ein Entwurf des Architekten. „Daraufhin haben wir die Fertigungszeichnung erstellt, das Material mit ihm festgelegt, damit man danach bauen und die Kosten kalkulieren kann“, erzählt Michael Meyer. Das klingt einfacher, als es ist. Denn nun galt es, Form- und Raumideen in den konkreten Bau zu übertragen. Mit Handwerk und Technik, Mathematik und Maß. Und Erfahrung. „Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung“, sagt Hartmut Fricke, „können wir Ideen zeichnerisch und in der Konstruktion darstellen. Es geht immer darum, die Linienführung des Architekten in der Optik zu verwirklichen, damit er seine Architektur in unserer Arbeit wiederfindet. Hinter jedem Strich verbirgt sich eine Funktion.“

Fotos: Kastien Architekten – Fotograf: Fabian Linden

Zum Teil über 100 Jahre alte Zeitungsseiten werden kunstvoll präsentiert. Eine indirekte Beleuchtung verstärkt den Reliefhintergrund. Die Exponate sind auf Glas gedruckt und ebenfalls hinterleuchtet.


Mitarbeiterfreundliche Innenraumgestaltung bildet einen optimalen Rahmen für Begegnung und Kommunikation.

Das Unternehmen Fricke lieferte die Festeinbauten. Elf Küchen auf vier Etagen, vierundzwanzig große Stauschränke für Akten und Garderoben, ferner noch nicht fest eingebaute Arbeitsplätze mit Arbeitsplatten, Bürocontainern, schallschluckende Akustikwände, Waschtische, Geschirrspüler, Kühlschränke … Und das alles muss passen in den vertikalen und horizontalen Linien der Räume, ihren Ecken und Winkeln. „Einbauschränke installieren klingt einfach“, sagt Michael Meyer, „doch dahinter liegen dutzende Rohre für die Klimaanlage, Wasserleitungen, Heizungsleitungen, die alle über die Einbauten unsichtbar gemacht werden sollen. Also müssen Schränke und Küchen entsprechend gebaut werden, die Türen sich zu neunzig Grad öffnen lassen, bei einem Kühlschrank auch noch weiter, ohne irgendwo anzustoßen. Alles muss zugängig und funktional sein.“

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Die Lösung verlangte vielfältige Detailarbeit und einige Gewerke. „Man braucht die richtigen Reliefplatten“, erklärt Michael Meyer, „die geeigneten LEDs, die Schienen, in denen die Lampen sitzen, einen Glaser, der das Glas bedrucken kann, einen Tischler, der die Rahmen herstellt und am Ende alles aufhängt. Haben wir alles mitgeliefert.“ Über ein Netzwerk von Spezialisten, die mit dem Unternehmen Fricke seit Langem verbunden sind. In diesem Punkt trafen sich Architekt und Inneneinrichter wie ein Komponist, der einem Orchesterchef eine Komposition vorlegt und fragt: Können Sie das spielen? Was beim Dirigenten dann seine Streicher, Holz- und Blechbläser sind, das sind bei Hartmut Fricke die Tischler, Glaser, Elektriker … Hier wie dort ist das Ziel das gleiche: Die handwerklich exakte Ausführung zum harmonischen Zusammenklang.

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Dipl.-Ing. Architekt Sven Kastien führt sein Architekturbüro seit 2007 in Düsseldorf. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt auf Bauten im Bereich Gesundheitswesen, Hotels sowie auf Büro- und Verwaltungsgebäuden. Der Tischlereibetrieb Fricke verfügt über handwerkliche Kompetenz, technische Ressourcen und planerisches Know-how, komplexe Inneneinrichtungskonzepte präzise und termingerecht umzusetzen.

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Fotos: Kastien Architekten – Fotograf: Fabian Linden

Eine besondere Herausforderung an den technischen Erfindungsgeist und das handwerkliche Know-how war eine Reliefwand, auf der acht zum Teil über hundert Jahre alte Zeitungsseiten die Verbundenheit des Westfälischen Anzeigers von 1850 mit der Stadt Hamm dokumentieren. Im Rahmen, auf Glas gedruckt und so beleuchtet, dass sie dekorativ und dabei lesbar waren.


Licht, Raumluft, Akustik, Grünbezug, Einrichtungsgestaltung und Kommunikation bestimmen die Qualität von Arbeitsplätzen.

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EXKLUSIVER RAUTENBIBER KRÖNT ALTE WASSERMÜHLE Dem Engagement von Bürgern aus Neubruchhausen ist es zu verdanken, dass die alte Wassermühle des Ortes, die im Jahre 1583 erstmals schriftlich erwähnt wurde, erhalten bleibt und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Von einem Investor initiiert, wurde ein Verein gegründet, der tatkräftig das unter Denkmalschutz stehende Anwesen saniert. Eine besondere Herausforderung stellte die Erneuerung der Dächer dar. Die Arbeiten dafür übernahm der Dachdeckerbetrieb Thorsten Weniger aus Twistringen. Es galt, auf Scheunen die Dachstühle zu erneuern, Erker und Entwässerung zu renovieren, Dachfenster einzusetzen und nach entsprechender Dämmung die alten Ziegel wieder aufzulegen. Eine große Aufgabe brachte die Dachrenovierung der Wassermühle mit sich. Dort waren die alten Ziegel entsorgt worden. Die Denkmalpflege verlangte jedoch, dass die Neueindeckung dem ehemaligen Dach optisch so nahe wie möglich kommen musste. Zunächst sollte dazu ein importierter Dachstein aus Beton verwendet werden. Dachdeckermeister Thorsten Weniger hatte Bedenken und sprach deshalb seine Genossenschaft an, die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG. Schnell war der Kontakt zum Ziegelhersteller MeyerHolsen aus Hüllhorst hergestellt, der die hohen Anforderungen erkannte und Lösungen entwickelte.

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Nach mehreren Brennversuchen mit einer keramischen Lösung aus Ton und einigen Musterziegeln des zuvor entworfenen Modells waren die Denkmalschützer zufriedengestellt und alle Beteiligten sich darüber einig, dass dieses zugelassene und sturmsichere Produkt dem ausländischen Betondachstein überlegen sei und sich optimal in das Gesamtbild einpasst. So gab es grünes Licht für die Produktion und schon bald hievte ein Kran die exklusiven Rautenbiber auf den neuen Abbund der Wassermühle. Die erfahrenen Dachdecker konnten dort mit der nicht alltäglichen schuppenförmigen Deckung beginnen. Dachdeckermeister Thorsten Weniger, Thomas Heiken, Fachberater bei Meyer-Holsen und Raimund Schrader, Vertriebsleiter Dachdecker-Einkauf Nordwest eG sind zufrieden und stolz, gemeinsam eine Lösung gefunden zu haben. Das Resumee von Raimund Schrader: „Es ist für uns alle erfreulich, dass gegenüber dem qualitativ fragwürdigen Produkt eines ausländischen Unternehmens ein regionaler Hersteller in der Lage ist, diese anspruchsvolle Aufgabe zu lösen.“ www.denw.de


Foto: Christian Burmester

EINE REISE DURCH DIE ARCHITEKTUR Architektur sagt viel über eine Stadt aus. Sie führt auf spannende Weise in die Vergangenheit, spiegelt uns die eigene Gegenwart und lässt anhand von Plänen, Entwürfen und Trends eine Ahnung von der Zukunft entstehen. Für Bremen und Bremerhaven ist jetzt ein umfassender Architekturführer erschienen, der alle drei Aspekte auf 368 Seiten behandelt. Herausgegeben vom Bremer Zentrum für Baukultur. Der Autor ist Eberhard Syring.

Es gibt Dinge, die begegnen einem immer wieder. 2015 entdeckten wir durch unser Porträt des Architekturfotografen Christian Burmester den Remisenpavillon der Architekten Wirth für unser Titelbild. Nach wie vor einer unserer Lieblingstitel. Als wir 2018 das Nordic Space Bett von Jannis Ellenberger vorstellten, bekamen wir ein Foto, auf dem das Designbett in eben dieser Remise wirkungsvoll in Szene gesetzt wurde. Im September 2019 springt uns ein Artikel über die Verleihung des Niedersächsischen BDA-Preises ins Auge, begleitet von einer gelungenen Aufnahme des Pavillons im Abendlicht, ebenfalls von Christian Burmester. Der Remisenpavillon gehört zu den fünf Gewinnerbeiträgen des ältesten Architekturpreises des Landes. Wir haben uns gefreut über dieses Wiedersehen und gratulieren den Architekten Jan und Benjamin Wirth aus Bremen.

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Erhältlich ist das Buch unter bestellung@bzb-bremen.de beim b.zb oder im Buchhandel. Der Preis beträgt 38,– Euro.

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KUNSTFORM ZWISCHEN OBEN UND UNTEN Genormt und doch frei. In der Treppe verbinden sich Stil und Zweck.

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Es gibt den „Architekten des Jahres“ und das „Haus des Jahres“, den „Boden des Jahres“ und das „Dach des Jahres“. Was wären sie alle ohne die Treppe? Und so ist es mehr als gerecht, dass es seit 2006 auch eine Wahl zur „Treppe des Jahres“ gibt. Schließlich ist sie nicht nur ein Bauteil, sondern ein Sprache gewordenes Sinnbild. Aufstieg und Abstieg, die Treppe rauf- oder runterfallen – Metaphern für eine geglückte oder missglückte Bauphase der Lebensarchitektur.

Fotoquelle: Treppen.de T-K-Verlag

Tatsächlich waren die ersten Treppen vor etwa 10.000 Jahren nicht nur eine Weiterentwicklung der Leiter, sondern führten in prähistorischen Sakralbauten buchstäblich zu einer „höheren Welt“. Ihre Steigung war allerdings nicht nach dem menschlichen Trittmaß bemessen, sondern nach kultischen Grundsätzen. Dass es bei der von dem Treppenbaufachportal „Treppen.de“ durchgeführten Wahl gleich 16 „Treppen des Jahres“ gibt, beruht nicht allein auf dem modernen Lebensgefühl, das nach offenen Wohnräumen strebt und dabei die Treppe als Teil der Raumgestaltung für sich entdeckt hat. Ihre vielgestaltige Rolle in der Architektur unserer Gegenwart ist lediglich die Fortsetzung ihrer jahrtausendealten Geschichte.

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Die in diesem Jahr prämierten Treppen in den 16 Kategorien wie „Trend“ und „Zeitlosigkeit, „Moderne“ und „Tradition“, „Formensprache“ und „Skulptur“, „Extravaganz“ oder „Geradlinigkeit“ haben historische Vorläufer. In den Kathedralen des Mittelalters, in Schlössern der Renaissance und des Barock, Opernhäusern und Palästen. Immer war die Treppe ein Ausdruck von Stil und des besonderen Anspruchs dessen, der sie erbauen ließ. Seit dem Tag, an dem zum ersten Mal ein schlichtes mehrstöckiges Wohnhaus errichtet wurde, ist sie ein klassenloses Bauelement – die einläufige, gerade Treppe, die nichts mehr will, als zwei Stockwerke miteinander verbinden, und deren Varianten sich in einem Zwischenpodest und einer Drehung des Treppenlaufs erschöpfen. In der Vorschrift des Deutschen Instituts für Normung (DIN) aber ist sie als reine Funktionstreppe ihren kunst- und prachtvolleren Schwestern gleich. Der eleganten Einholmtreppe, gewendet und freitragend ebenso wie der spektakulären Spindeltreppe, deren Stufen direkt an einer Säule im Kern der Treppe befestigt sind, oder der minimalistischen Kragarmtreppe mit ihren scheinbar aus der Wand hervorragenden Trittstufen. Für sie alle gilt DIN 18065.

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Foto: Treppenbau Voß – Fotograf: Nils Bergmann

Die gerade Faltwerktreppe von Treppenbau Voß, in der Holzart Eiche astig, wurde mit TBV Echtholz-Öl Pure geölt. Das Glasgeländer sorgt für hohe Transparenz.

Hier ist mit dem Auftritt der Treppe nicht ihre eindrucksvolle Erscheinung gemeint, sondern schlicht das technische Maß für die optimale und sichere Begehbarkeit, auf die Treppenbauer wie Architekt verpflichtet sind. Wie in der Architektur, wird auch beim Treppenbau Mathematik umgewandelt in Form. Die Schrittmaßregel wurde zu einem der wichtigsten Planungsgrundsätze. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass sich die menschliche Schrittlänge auf Steigungen um das Doppelte der Höhe vermindert. Ein Beispiel: 2 x 17 cm Stufenhöhe ergeben 34 cm, woraus sich als Auftrittsbreite 29 cm ableiten, um das vorgegebene Schrittmaß von 63 cm zu erreichen. Der Trend zu geöffneten Wohnräumen hat die Treppe in unserer Zeit zunehmend zu einem Gestaltungselement gemacht. Ein Bauteil, das zweidimensionale Ebenen im dreidimensionalen Raum miteinander verbindet. So ist aus der Haustreppe von einst, die lediglich Wohnräume miteinander verband, die Wohnungstreppe geworden. Eine Skulptur, bei deren Entstehung Treppenbauer und Architekt häufig zusammenarbeiten.


Die Designtreppe aus Stahl und Massivholz von Stadler Treppen wurde Treppe des Jahres 2018.

Foto: Treppen.de T-K-Verlag – Fotograf: Otzipka

2018 bewarben sich 373 Treppenanlagen um die Auszeichnung „Treppe des Jahres“. Treppen aus Holz, Stahl, Glas, Beton, Faltwerktreppen, Raumspartreppen, Einholm- oder Doppelholmtreppen, Treppen mit oder ohne Wangen … über ihrer reinen Funktionalität wölbt sich ein Kosmos von Formen, Designs, Stilarten. In ihrer Funktion und als Abbild ihrer Zeit ist die Treppe jedoch gleich geblieben. Als jüngste Entwicklung hat Tilo Hauck, Geschäftsinhaber von Treppen.de, „ein zunehmendes Bewusstsein für eine ökologische Lebensweise“ ausgemacht. „Bodenständigkeit und Naturbezug sind wichtige Aspekte zahlreicher moderner Treppenanlagen.“

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Das Portal Treppen.de gibt es seit 20 Jahren mit nunmehr ca. 22.000 Mitgliedern. Wie schaffen Sie es, dass sich so viele Fachbetriebe konstant an die Plattform binden? Das Portal gibt es seit 20 Jahren mit nunmehr über 600 Mitgliedsunternehmen bundes- und europaweit. Die Treppenbauunternehmen schätzen die Einzigartigkeit von Treppen.de als reines Fachportal zum Thema Treppen. Kontakt zu Fachverbänden und den Printmedien für die Pressearbeit runden das Leistungsspektrum ab. Mit der Treppe des Jahres küren Sie echte Meisterstücke. Trotz der zwölf Kategorien dürfte die Wahl nicht leicht fallen. Wer entscheidet über die Preisträger? Die Jury besteht aus einem Architekten, einem Zimmermeister, einem Fachredakteur und einem Schreinermeister – so ist eine breite Fachkompetenz gewährleistet.

TILO HAUCK INHABER DES TREPPENPORTALS TREPPEN.DE

Was raten Sie Bauherren, die eine Treppe in einem Altbau erneuern möchten? Vor jeder Treppenerneuerung in einem Altbau sollte man einen Fachmann zurate ziehen, um die Rahmenbedingungen im Treppenhaus (Wandaufbau, Befestigungsmöglichkeiten) und dem Wohnumfeld zu prüfen. Der Fachmann kann vor Ort mit Materialmuster den Bauherren die besten Tipps für ihre Wunschtreppe geben. Was hat Sie darauf gebracht, ein solches Portal einzurichten, worin besteht sein Nutzen? Da ich selbst Zimmermeister bin und das Thema Treppen zu meinen Leidenschaften gehört, war die Idee vor 20 Jahren geboren, ein Fachportal im Internet zum Thema Treppenbau online zu stellen. Ich wollte Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Treppenanlagen online zu präsentieren, um so den Nutzen zu schaffen, Handwerker und den Treppeninteressenten zusammenzubringen. Alles nach unserem Motto „Verbindungen schaffen mit Treppen“.

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PLANEINS INTERVIEW

Wann ist der ideale Zeitpunkt, Sie als Treppenfachmann in die Planung eines Neubaus einzubeziehen? Die Treppe ist die Visitenkarte des Hauses und Bauherren sollten den Treppenfachmann gleich zu Beginn mit einbeziehen. Design, Ausführung und Geländer sollten zum Stil des Hauses passen. Wie gehen Sie bei der Beratung vor, damit Ihr Kunde sich ein möglichst realistisches Bild von Ihren Vorschlägen machen kann? Jeder Kunde hat die Möglichkeit, sich in einem unserer fünf Treppenstudios beraten und inspirieren zu lassen. Jeder hat doch ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn er an eine Treppe denkt. Unsere Aufgabe ist es, dieses Bild zu erfassen. Wir hören genau zu, was unserem Kunden in Bezug auf seine Treppe wichtig ist, und gehen auf diese Vorstellungen ein, berücksichtigen die Designwünsche, schauen, welche Holzart zu den anderen Einrichtungsplänen und Bodenbelägen passt, und wenn nötig planen wir die Treppe auch in 3D.

JENS GUDERIAN TREPPENBAU VOSS

Bei aller Vielfalt liegt bei Ihren Treppen ein deutlicher Schwerpunkt auf Holz. Was spricht aus Ihrer Sicht für dieses Material? Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, mit dem sich wirklich jeder Stil abbilden lässt. Eine Holztreppe hat Charakter und strahlt Wärme aus. Der Werkstoff Holz findet sich überall im Haus. Er ist schlichtweg ein wunderbares Material, welches für ein angenehmes, gesundes Raumklima sorgt. Ihre Kunden bescheinigen Ihnen handwerkliche Präzisionsarbeit und Termintreue. Wie gewährleisten Sie dies so dauerhaft? Ganz einfach: durch unser Team aus Spezialisten. Es geht los mit dem Aufmaß per Laser auf der Baustelle, das ist zu 100 % genau. Die Daten gehen direkt zur Planungsabteilung, wo die Treppen mit CAD-Software passgenau geplant werden. Von hier geht es an unsere hochpräzisen Maschinen, die die Treppenteile vorproduzieren, die dann von Hand fertiggestellt werden. Am Ende stehen unsere Monteure beim Kunden, um die entsprechende Wunschtreppe fristgerecht und pünktlich einzubauen. Wir produzieren „Made in Germany“.

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JEDES HAUS IST HIER EIN TEIL DES GANZEN Ein Projekt für die Zukunft: Das moderne Wohnquartier GartenVillen wurde eingebettet in die Entwicklung des Oytener Ortskerns.

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Foto: Stefan Straßenburg

Am Anfang war die Vision: Ein neues, auf die Zukunft ausgerichtetes Wohngebiet, von urbaner Modernität mit Stil, bestimmt von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Ein städtebaulicher Wettbewerb war der erste Schritt zur Realisierung. Der ausgewählte Bauträger parc bauplanung übernahm die Umsetzung der rund 70 Wohneinheiten auf insgesamt 45 Grundstücken. Auf einem Gelände, wo ehemals ein Sportplatz und eine Pferdewiese waren, entstanden die GartenVillen. Die Vision wurde Realität: ein modernes Wohngebiet, eingebettet in den lebendigen Ortskern im Zukunftsprojekt der Gemeinde Oyten. Wohnraum und Bauplätze vor den Toren Bremens waren stark nachgefragt. Oyten ist ein starker und wachsender Wirtschaftsstandort mit einem Gewerbepark, in dem sich über 130 Firmen aus den verschiedensten Bereichen angesiedelt haben. Als Lebensraum an Bremens grünem Saum war nicht nur die Beliebtheit Oytens mit den Jahren beständig gewachsen, sondern auch seine Einwohnerzahl. Die Gemeinde arbeitete an Konzepten, um dieser Entwicklung gerecht zu werden. Dabei spielten Nachhaltigkeit und dauerhafte Lebensqualität eine große Rolle. Längst hatte sich die langjährige Erfahrung von parc bauplanung beim Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern zur Kompetenz bei der Entwicklung ganzer Wohnquartiere entwickelt.

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KfW-Effizienzhaus 55 entsprachen, wurden Fördergelder gewährt. Ein Anreiz, der auf fruchtbaren Boden fiel. Aus den GartenVillen wurde ein energetisch hocheffizientes Quartier, in dessen Häusern die fossilen Energieträger Öl und Gas Vergangenheit sind. Ersetzt und auf die Zukunft ausgerichtet durch die moderne Technik von Wärmepumpen. Zentrale Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sorgen für gesundes, angenehmes Klima und auch die 3-fach-Verglasung gehört zum Standard.

Die Entwürfe von parc bauplanung, einem Unternehmen, das bereits seit 1976 auf den Bau von Einfamilienhäusern spezialisiert ist, überzeugte die Gemeinde und – wie die anschließende Nachfrage nach den Eigenheimen bewies – auch die Bauherren, die in Oyten ein neues Zuhause suchten. In den hohen energetischen Ansprüchen deckten sich Interesse, Überzeugung und Ziel der Gemeinde mit denen des Bauträgers. Für alle Bauvorhaben, die dem Standard

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Komfort in Ihrem Effizienzhaus: Aus einer Hand von Vaillant. Damit Ihr neues Haus ein komfortables Zuhause wird, entwickeln wir Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien und ressourcenschonenden Technologien arbeiten. Kombiniert mit einer intelligenten Regelungstechnik, lassen sie sich vernetzen, bequem per App steuern oder in Ihre Hausautomation integrieren. Lassen Sie sich in unseren Kundenforen beraten. Kundenforum Bremen Konsul-Smidt-Straße 14, 28217 Bremen, www.vaillant-bremen.de Kundenforum Hannover Jathostraße 11b, 30163 Hannover, www.vaillant-hannover.de

Modern und zeitgemäß spiegelt sich die Architektur in Einfamilien-, Zweifamilien-, Doppel- sowie Mehrfamilienhäusern wider. Durch flexible Grundrisse konnte jeder Bauherr sein individuelles Zuhause gestalten. Im lebendigen Ortskern von Oyten entstand auf diese Weise eine harmonische Mischung der Generationen, von optionaler Barrierefreiheit bis zum Kinderspielplatz. Die Infrastruktur des 16.000 Einwohner zählenden Ortes bietet kurze Wege und eine große Vielfalt für Einkäufe, Arztbesuche oder zur Freizeitgestaltung. Ein überzeugendes Argument für Familien ist das ausgezeichnete Angebot an Schulen und Kinderbetreuung.

Fotos: Stefan Straßenburg

Vielfalt in Form und Gestaltung, aber einheitlich in der Ausrichtung als soziales Mischquartier für die individuellen Lebensformen verschiedener Generationen.


Zur Wohnqualität gehört heute auch die mediale Vernetzung. Ein leistungsfähiges Glasfaserkabel für jede Wohneinheit zeugt hier von zukunftweisender Planung. Als vor fünf Jahren das erste Richtfest gefeiert wurde, ragte das Haus noch wie ein Solitär aus dem Gelände. Baustellen und Nachbarschaften wuchsen jedoch schnell zusammen. Bald war das Areal zu einem Lebensraum mit eigenem Charakter geworden. Die begrünten Dächer der Mehrfamilienhäuser sind das äußere Zeichen,

dass auch hier Nachhaltigkeit und Energieeffizienz die Planung bestimmt haben. Die erfolgreiche Gestaltung von Wohnquartieren ist eine anspruchsvolle Zielsetzung. Hier geht es nicht allein darum, Wohngebäude zu errichten, sondern ein Viertel zu schaffen, in dem soziales Miteinander, individuelle Lebensqualität und gute Infrastruktur verbunden werden. Für alle Beteiligten eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die Erfahrung und Planungskompetenz eine entscheidende Rolle spielen.

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Stadt- und naturnah, Arbeitsleben und Familienleben über kurze Wege gut vereinbar und die günstige Verkehrsvernetzung zu Bremen mit den Autobahnen A1 und A 27 – gute Gründe, sich in Oyten niederzulassen. Eine Investition, die sich für jeden Bauherrn gelohnt haben dürfte – nicht zuletzt auch aufgrund der Entwicklung des Immobilienmarktes. Ein weiteres hochinteressantes Projekt der parc bauplanung in der Region ist in Syke geplant: Lerchenfeld II. Moderne Ein- und Mehrfamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser nach dem Konzept von parc bauplanung. Die Hanglage bietet hier die Möglichkeit zu einer ganz besonderen Architektur auf attraktiven Grundstücken. Eine Split-Level-Bauweise erlaubt die Realisierung von aus dem Rahmen fallenden Raumkonzepten. Kellerräume erhalten auf diese Weise Tageslicht und können so als erweiterte Wohnfläche genutzt werden. Komfortable Garagenlösungen erhöhen den Wohnkomfort. Wie in Oyten, so sind auch in Syke Bauplätze wegen der guten Infrastruktur und Verkehrsanbindung sehr begehrt.

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Die parc bauplanung GmbH wurde 1976 gegründet. Neben der Planung und dem Bau von Einfamilien-, Reihenund Mehrfamilienhäusern in Massivbauweise gehört heute auch die Projektentwicklung und Realisierung als Erschließungsträger der Baugebiete zu ihren Aktivitäten. Über Erfahrung und Wissen entstehen Massivhäuser mit individueller Architektur und Raumkonzepten. Mit der Erweiterung des Leistungsspektrums hat sich auch der Einzugsbereich vergrößert. Aus der Mitte Niedersachsens heraus werden Bauvorhaben in den Ballungsräumen Bremen, Hannover und Hamburg realisiert, wie das Hamburger Reihenhausquartier „Storchenwiese“. Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit stehen bei Torsten Franz, Geschäftsführer des Unternehmens, und seinem Mitarbeiterteam im Fokus. parc bauplanung GmbH www.parc-bauplanung.de

Fotos: Stefan Straßenburg, parc bauplanung GmbH

DIE METAMORPHOSE EINER PFERDEWEIDE ZU EINEM MODERNEN UND IDYLLISCHEN LEBENSRAUM.


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EWIG JUNGE REVOLUTION

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Wer in der Dunkelheit durch Bremer Straßen geht, kann gelegentlich in einem Fenster, einem Erker eine bestimmte Lampe entdecken, die ihn mit ihrer schlichten Sinnlichkeit kurz seinen Schritt verhalten lässt. So einfach, so schön. Und er ahnt nicht, dass er gerade ein historisches Stück Industriedesign erblickt. Die Wagenfeld-Lampe, auch Bauhaus-Lampe genannt. Erfunden von dem im Arbeiterviertel Bremen-Walle aufgewachsenen Wilhelm Wagenfeld. Wilhelm Wagenfelds Geburtsort hätte nicht passender für die Mission sein können, die ihn in seinem Leben leitete: „Hochwertiges Design von Gegenständen für den Alltagsgebrauch, die auch für ärmere Bevölkerungsschichten erschwinglich sind.“ Das klingt nach Handwerk, war jedoch ebenso ein künstlerischer Impuls. Wagenfelds Weg zum Bauhaus, das als Wiege der klassischen Moderne in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert, war damit eigentlich unausweichlich, denn in dem bereits arrivierten Berliner Architekten Walter Gropius hatte er einen Bruder im Geiste. Hochwertiges Design, forderte Gropius, sollte allen gesellschaftlichen Schichten zugänglich sein.

100 Jahre Bauhaus – ein Stil, der immer wieder neu entdeckt wird.

Ein sozialer Grundgedanke, über dem sich ein Manifest der Moderne aufbaute. Als Gropius am 12. April 1919 das „Staatliche Bauhaus in Weimar“ gründete, wollte er nicht weniger als eine Reform der künstlerischen Arbeit: Architektur, Bildhauerei, Malerei müssen zum Handwerk zurückgeführt werden. Drei Tage nach der Gründung in Weimar feierte Wilhelm Wagenfeld in Bremen seinen 19. Geburtstag und bereitete sich auf seinen Abschluss an der „staatlichen Bremer Kunstgewerbeschule“ vor. Vier Jahre später begann sein Weg zu einem der wirkungsvollsten deutschen Industriedesigner in einer im Ausbildungsgang des Bauhauses vorgeschriebenen Vorklasse. Ein Musterschüler. Mit 14 Jahren Lehre als Industriezeichner in der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld, noch während seiner Lehrzeit mit 16 Jahren Besuch der Kunsthochschule, Familienwurzeln in der Arbeiterschaft. Ein Werdegang wie aus der Ideenwelt von Gropius, der im August desselben Jahres auf der 1. Bauhauswoche in Weimar mit einem Vortrag einer breiteren Öffentlichkeit das Programm seiner neuen Ästhetik vorstellte: „Kunst und Technik – eine neue Einheit.“

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„Nur vollkommene Harmonie sowohl in der technischen Zweck-Funktion wie auch in den Proportionen der Formen kann Schönheit hervorbringen.“ Die künstlerische Bewegung „Arts & Crafts Movement“ in England hatte es schon vorher in angelsächsischer Prägnanz auf den Punkt gebracht: „Form follows function.“ Gropius sah keinen Wesensunterschied zwischen dem Handwerker und dem Künstler. Die Bauhaus-Studenten mussten sich deshalb neben der Vorklasse für eine der praktisch ausgerichteten Werkstätten entscheiden, die jeweils gemeinsam von einem Künstler und einem Handwerksmeister geleitet wurden. Wagenfeld entschied sich für die Werkstatt Metall, wo gleich in seinem ersten Jahr sein großer Entwurf entstand, der unter seinen zahllosen erfolgreichen Industriedesigns der bekannteste geblieben ist: die Wagenfeld-Lampe. Eine Tischleuchte mit einer halbkugelförmigen Glasglocke von zeitloser Schlichtheit und Eleganz. Noch heute wird sie in Bremen hergestellt. Wagenfeld selbst gab der Firma Tecnolumen 1980 die Genehmigung, als weltweit einziges Unternehmen lizenzierte Repliken zu produzieren.

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Fotoquelle: Tecnolumen

Eine systematische Architektenausbildung gab es in den Anfangsjahren erstaunlicherweise nicht. Erst nach dem Umzug des Bauhauses von Weimar nach Dessau wurde 1927 nach den Werkstätten für Weberei, Keramik, Möbel, Typografie und anderen auch eine Architekturklasse eingerichtet.

Zwei Jahre zuvor hatten Ludwig Mies van der Rohe, Mart Stam und Marcel Beuer den Freischwinger-Stahlrohrsessel entwickelt und mit ihm eine Grundidee des Bauhauses umgesetzt: die praktische Verknüpfung von Kunst und Massenproduktion. Die Zusammenarbeit mit der Industrie begann. Haushaltsgegenstände für den Alltagsgebrauch bekamen eine neue Formensprache. Bestecke, Teekannen, Gläser, Stühle, Tische. Eine BauhausTapete, Bauhaus-Wiege, Bauhaus-Teppiche. Statt klangvoller Namen, die auf ihren künstlerischen Ursprung hinweisen könnten, wurden sie wie im Industrieprozess mit Seriennummern bezeichnet. Das Produkt 90042: eine Sahne- und Zuckergarnitur für den Kaffeetisch. „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau.“ Walter Gropius realisierte die Forderung aus seinem „Gründungs-Manifest“, die als „neue Sachlichkeit“ in die Kunstgeschichte eingegangen ist, 1923 mit dem Musterhaus „Haus am Horn“ in Weimar.

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Gut gebaut.

Damals noch als lebloses, maschinelles Bauen von der Öffentlichkeit abgelehnt, wurde es 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Vom ersten Strich bis zum letzten Stein.

Gemeinsam mit dem Bauhaus-Gebäude, dem heutigen „Zentrum für Gestaltung“ in Dessau und den „Meisterhäusern“. Ein Einzelhaus und drei baugleiche Doppelhäuser, in denen Meister der Bauhaus-Schule wohnten, darunter prominente Maler des Expressionismus: Feininger, Kandinsky, Klee. Häuser wie aus dem Baukasten mit ineinander verschachtelten, kubischen Baukörpern unterschiedlicher Höhe nach den Prinzipien Licht und Weite, Leichtigkeit durch Klarheit und Einfachheit. In den Zwanziger Jahren war das Avantgarde. Heute sind es ästhetische Leitsätze, nach denen Architekten ein Lebensgefühl der Gegenwart in Wohnräume und Gebäude übersetzen.

Architektur • Planung Statik • Brandschutz

Das jüngste Bauhaus-Objekt für den Massengebrauch stammt wie die Wagenfeld-Lampe aus Bremer Hand. Anfang April 2019 gab die Deutsche Post ein Postwertzeichen „100 Jahre Bauhaus“ heraus, gestaltet von dem Bremer Grafiker-Ehepaar Sybille und Fritz Haase. Nennwert 70 Cent und gedacht für den Versand von Briefen. Nur ein Vierteljahr später erhielt es durch die Portoerhöhung auf 80 Cent schon den Flor des Historischen.

Foto: Yvonne Tenschert, Stiftung Bauhaus Dessau

In Dessau ließ Walter Gropius Häuser für die Bauhaus-Meister errichten. Hier das Meisterhaus Muche/Schlemmer.

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30.10.2012

11:28 Uhr

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UNIVERSELLE BEMUSTERUNG BEIM BAUSTOFF-EXPERTEN Die Bemusterung ist für Bauherren sowie für Planer eine spannende Phase. Jetzt wird ganz wesentlich über die Einrichtung und Ausstattung eines neuen Hauses entschieden. Ein nicht zu unterschätzendes Pensum an Entscheidungen ist zu treffen. Zeit, Ruhe und Konzentration sind daher beste Voraussetzungen, eine Bemusterung zum Erfolgserlebnis zu machen. Auf Grundlage der Bau- und Leistungsbeschreibung müssen Verblender, Ziegel, Fliesen, Sanitärausstattung, Fenster, Türen, Tore und vieles mehr ausgewählt werden. Gute Beratung und ein repräsentatives Angebot erleichtern die Wahl. Eine Empfehlung von Planern und Architekten ist daher das Unternehmen Leymann Baustoffe. Mit vier leistungsstarken Niederlassungen in der Region bietet der kompetente Baustoffhandel einen idealen Rahmen für eine erfolgreiche Bemusterung. Dort begleiten versierte Mitarbeiter die Entscheidungsprozesse und umfangreiche Muster sowie Anwendungsbeispiele vermitteln einen realistischen Eindruck. Erfahrungsgemäß dauert eine Bemusterung mehrere Stunden, eine Terminvereinbarung ist daher notwendig. Um im Vorfeld erste Ideen und Vorstellungen zu sammeln, bietet Leymann Baustoffe jeden letzten Sonntag im Monat einen Schautag an. www.leymann-baustoffe.de

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EIN HAUS Im Stephani-Viertel vermischt sich modernes Wohnen mit historischer Architektur

IM HANG

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Gelegentlich passt ein Bild der Zukunft auf einen Bierdeckel. Ein Abend vor vier Jahren in einem Berliner Hotel. Der Bremer Architekt Thorsten Italiano und sein Team diskutieren ihre Planung eines Wohnhauses auf einem Grundstück, das von der Faulenstraße zum Stephanikirchhof hinunterreicht. Vier Meter den Hang der Düne hinunter, auf der vor 900 Jahren zum ersten Mal eine Wohnsiedlung entstand. Leben am Hang! Über der Weser, Blick auf die Stephani-Kirche. Versuchungen entstehen immer in der Vorstellung. Und wenn sie selbst … Oben am Hang das Wohnhaus mit den geplanten 19 Eigentumswohnungen und darunter, in den Hang hineingebaut und beinahe in ihm verschwindend, ein Ateliergebäude – ihr neues Büro. Und da gute Ideen keinen Aufschub dulden, musste für den ersten Entwurf am Tisch ein Bierdeckel herhalten.

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Transparenz und Großzügigkeit des Raumkonzeptes bestimmen die familiäre Atmosphäre im Ateliergebäude.

Nun wird ein neues Kapitel hinzugefügt: Modernes Wohnen in einem historischen Quartier. Anfang der Fünfziger Jahre war das Stephani-Viertel bei seinem Wiederaufbau als geschlossene Nachbarschaftssiedlung selbst ein Stück „Nachkriegsmoderne“. Bei den Luftangriffen im 2. Weltkrieg war das alte Quartier mit seinen engen Gassen und hohen Packhäusern an der Nahtstelle zwischen Altstadt und den Seehäfen nahezu vollständig zerstört worden. Ein neuer Lebensraum, der nicht als spontane Vision auf einem Bierdeckel entstand, sondern auf dem Reißbrett nach dem Muster eines organischeinheitlichen Wohnquartiers aus einem Guss. Aus einem Guss und ein wenig isoliert vom Leben in der City, weil es durch die BürgermeisterSmidt-Brücke einige hundert Meter stadteinwärts vom allgemeinen Verkehrsfluss abgeschnitten war und durch die neue Hochstraße Stephanibrücke auch von den Häfen getrennt. Nach und nach wurde durch die Entwicklung der Überseestadt und der neuen Verbindung Eduard-Schopf-Allee, durch die Nachbarschaft des neuen Funkhauses von Radio Bremen und ein Stephani-Entwicklungskonzept aus dem, was jahrelang „außen vor“ war, wieder „mitten drin“. Im Leben der City. „Die Idee der Verbindung von Wohnen und Arbeiten im StephaniViertel stellt den Grundgedanken des Projekts dar“, sagt Thorsten Italiano.

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Foto: Rainer Geue

„Als wir damals die Möglichkeit bekamen, durch den Erwerb dieses Areals einen Teil des Gebietes neu zu planen, haben wir es sofort als eine große Chance erkannt“, erklärt Geschäftsführer Thorsten Italiano und blickt aus seinem neuen Büro am Hang auf das neue Wohnhaus an der Faulenstraße, einheitlich aus rotbraunem Klinker, mit weißen Fensterrahmen. Gegenüber, kaum hundert Schritte entfernt, der Kirchturm von St. Stephani. Ein Stück Bremer Stadtgeschichte, aus dem Baugeschichte wurde.


Abbildungen: Planungsbüro Italiano

Das neue Gebäude Faulenstraße 108 entsteht zwischen zwei Bestandsgebäuden und gliedert sich in zwei Häuser mit getrennten Treppenhäusern und Aufzügen. Im Hang der ehemals Steffensberg genannten Geesterhöhung über dem Weserufer befindet sich eine gemeinsame Tiefgarage mit PKW-Stellplätzen und Abstellplätzen für Fahrräder. In ihrem Erscheinungsbild fügen sich die neuen Häuser dem alten gewachsenen Viertel ein, rotbrauner Klinker mit glatter Oberfläche, weiße Fenster, Türrahmen und Balkonbrüstungen, das matt-dunkelgraue Dach. Allein die großzügigen Gauben im Dachgeschoss geben der Straßenansicht ihr modernes Gesicht.

Wohnen und Arbeiten in einem lebendigen Viertel auf historischem Grund.

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FOCUS–SPEZIAL 02 | 2019


Foto: Torsten Krüger

Eine gelungene Verbindung von Alt und Neu. Von der Bürgermeister-Smidt-Brücke aus zeigt sich das Stephani-Viertel als Bindeglied zwischen der City und der Überseestadt.

Von der Rückseite mit ihren Balkonen und Terrassen blickt man auf das Wahrzeichen des Viertels, die Kulturkirche St. Stephani, und vom ersten Obergeschoss sieht man schon die Weser. Vom Dachgeschoss gibt es einen nahezu unverbauten Blick über die Dächer auf Kirche und Strom.

nach Norden durch Oberlichter und Glaswände lichtdurchfluteten Raum. Die Wirkung der über drei Meter langen Betonplatten auf dem Dach vergleicht der Architekt gern mit einer Landebahn für Flugzeuge. Nicht von ungefähr. Wo die Ideen abheben sollen, müssen sie auch wieder sicher auf den Boden kommen.

Die Stadtwohnungen bieten auf Flächen von 50 bis 87 Quadratmetern raffinierte Grundrisse mit zwei bis drei Zimmern, in die durch bodentiefe Fenster mit Dreifachverglasung das Licht einfällt. Über die Liftanlage sind sämtliche Wohneinheiten barrierefrei zu erreichen. In den Wohnungen selbst bilden der hochwertige Designfußboden, Feinsteinzeug und Steingutfliesen im Wohn- und Sanitärbereich und nicht zuletzt der Anschluss mit Breitbandkabel innere Werte. Das Preisspektrum reicht von 258.000 Euro für eine Zwei-Zimmer-Dachgeschosswohnung bis zu 393.000 Euro für eine Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss.

Dipl.-Ing. Thorsten Italiano ist Geschäftsführer von PBI Planungsbüro Italiano. Mit seinem elfköpfigen Team zog er 2019 von Schwachhausen ins Stephani-Viertel. Ein Schwerpunkt des Architekturbüros liegt in der Projektentwicklung für Neubau und Sanierung von Wohn- und Gewerbebauten.

„Wer uns in unserem Büro besuchen will, braucht einen Moment der Orientierung. Der langgezogene Büroriegel ragt schließlich nur einen Meter aus dem Boden“ sagt Thorsten Italiano. Hier arbeiten elf Mitarbeiter in einem trotz der Ausrichtung

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PLANUNGSBÜRO ITALIANO GMBH Stephanikirchhof 7 A, 28195 Bremen Telefon 0421 62658888, www.pbi-bremen.de


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LOST I N SPACE Von Projekten, die unrealisiert, Gebäuden die ungebaut blieben.

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Wir sind von Architektur umgeben, doch meistens nehmen wir sie als Architektur gar nicht wahr, sondern als gestaltete Welt. Das Schulgebäude, das wir täglich auf unserem Arbeitsweg passieren, das Kaufhaus, die Flucht der Häuser in unserer Straße, ihre unterschiedlichen Giebel, Dächer, Fassaden bilden das visuelle Inventar unseres Alltags. Dabei könnte alles ganz anders aussehen. Aus den unrealisierten Projekten und Entwürfen, die in den Schubladen der Architekten schlummern, ließen sich wohl Welten erbauen. Unter dem Motto „lost in space“ stellen wir solche Projekte vor. In dieser Ausgabe ein Wohnhaus mit ungewöhnlicher Geometrie, ein Geschäftsgebäude als moderner Akzent in einem gewachsenen Stadtkern, eine Wohneinrichtung, die an einem Platz gebaut werden sollte, wo eine Kirche steht. Die Entwürfe schließlich bleiben und führen womöglich zu neuen Projekten, mögen sie dem öffentlichen Raum zunächst auch verloren gegangen sein.


PROJEKT: KONTORHAUS Entwurf: Architekturbüro Jürgen Schlake

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Einen lebendigen Stadtkern zu schaffen ist für viele kleine Städte eine aktuelle Herausforderung. So auch für Bassum im Landkreis Diepholz. Ein möglicher Vorschlag für die Aufwertung der Innenstadt stammt vom Architekturbüro Schlake in Syke. In Zusammenarbeit mit einem möglichen Investor sind Ideen entwickelt und ausgearbeitet worden. Unter dem Arbeitstitel „Kontorhaus Bassum“ wurde ein Wohn- und Geschäftshaus geplant, das sich ins bestehende Stadtbild einfügt und dabei eine eigenständige moderne Architektur aufweist, die Lücke zwischen Bremer Straße und Sulinger Straße schließt. An der Einmündung zur Sulinger Straße ist das Gebäude als Rundung angelegt, sodass sich eine einladende Öffnung zur Innenstadt ergibt.

Mit der Klinkerfassade wird das Erscheinungsbild der Umgebung aufgegriffen. Viel Glas, Arkadengänge und das zurückgesetzte Staffelgeschoss sorgen für Transparenz und Leichtigkeit. Um die optische Attraktivität zu erhalten und viel Raum für die Begegnung von Menschen zu lassen, sind die Parkplatzflächen im hinteren Bereich angesiedelt, als Option war der Bau einer Tiefgarage vorgesehen. Unter Einbeziehung von thermosolarer Energie entsprach das Energiekonzept heutigen hohen Ansprüchen an Nachhaltigkeit.

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PROJEKT: DEMENZ WG Entwurf: Helen Abraham, Consilio pro, Konzeptentwicklung

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Für eine Demenz-WG mit 18 Bewohnern wollte die Diakonie Gütersloh einen Investor gewinnen. Um das Vorhaben auch aus architektonischer Sicht zu präsentieren, wurde Helen Abraham mit einem Entwurfskonzept beauftragt. Auf dem Grundstück war zum Zeitpunkt der Planung noch eine kleine Kirche vorhanden. Leider war die Umnutzung der Kirche zu einer Wohngemeinschaft bei dem vorgegebenen Raumbedarf aus wirtschaftlichen sowie konstruktiven Gründen nicht realisierbar. So wurde schließlich der Entwurf in herkömmlicher Bauart unter Berücksichtigung des vorhandenen Bebauungsplans und der umgebenden Bebauung konzipiert.

Die Grundfläche des Gebäudes musste ein vorgegebenes Baufenster einhalten. Ein großer Baum, der später für Schatten auf der Terrasse sorgen würde, sollte erhalten bleiben. Die Räume der Wohngemeinschaft befinden sich im Erdgeschoss und im 1.Obergeschoss des Gebäudes. Ein Aufzug stellt die barrierefreie Erschließung der beiden Etagen für die Bewohner her. Zusätzlich gibt es im Dachgeschoss zwei barrierefreie Wohnungen zur freien Vermietung und weitere Lager und Technikräume, die der Wohngemeinschaft zugeordnet sind. Am Ende jedoch konnte sich die Kirchengemeinde nicht zum Abriss der Kirche entschließen, sodass das Projekt nicht realisiert wurde.

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PROJEKT: HAUS AM SEE Entwurf: Diepenbroek Architekten

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Mit diesem Entwurf hat der Architekt Peter Diepenbroek eine erste Idee zu einem großzügigen Einfamilienhaus skizziert. Konzipiert werden sollte es für eine dreiköpfige Familie, die besonderen Wert auf ein nachhaltiges Energiekonzept legte. Als Standort war ein Grundstück am See im exklusiven Wohngebiet Spascher Sand in Wildeshausen vorgesehen. Dort gibt es hohe Auflagen hinsichtlich der architektonischen Gestaltung und für den Einsatz von Materialien. Die Herausforderung bestand darin, trotzdem ein individuelles Gebäude nach den Vorstellungen der Bauherren zu entwickeln. Charakteristisch sind die Dächer, die geeignet sind, eine Fotovoltaikanlage aufzunehmen. Unterschiedliche geometrische Flächen sind versetzt zueinander angeordnet und geben dem Dach etwas Spielerisches.

Im vorderen Bereich ist das Gebäude so angelegt, dass ein Sichtschutz zu benachbarten Grundstücken entsteht. In der Fassade wechselt sich sandfarbener Verblender mit weißen Putzflächen. Der großzügige Wohnbereich öffnet sich über eine ausgedehnte Terrasse zum See, die wiederum durch seitliche Gebäudeteile vor Blicken geschützt ist. Küche, Wohn- und Essbereich sind offen gestaltet. Die Schlafzimmerzone dagegen kompakt und separat. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit des Architekten Peter Diepenbroek liegt auf der Planung und Realisierung durchdachter und exklusiver Wohnhäuser. Seine Konzepte verbinden Architektur mit den individuellen Anforderungen der Menschen und mit der Natur. Seine Projekte stehen für modernes Design, schlichte Eleganz und stilvolle Umsetzung zeitgenössischer Architektur.

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IMPRESSUM Herausgeber

DIERS + HEMMJE Inh. Karin Raschke Bahnhofstraße 46 27305 Bruchhausen-Vilsen Telefon 04252 93868-0 Fax 04252 93868 -13 dh@diersundhemmje.de www.diersundhemmje.de www.planeins.net

Chefredaktion

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Autoren

Uwe Prieser, Karin Raschke

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Design

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Vertrieb

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ISSN

2364-7817

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planeins 1/19 – Ausgabe 6  

Das Magazin für Architektur, Bauen und Wohnen im Nordwesten.

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