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MENSCHEN, DIE UNSERE WIRTSCHAFT BEWEGEN

Menschen, die unsere Wirtschaft bewegen

Ausga be 5/2013 E uro 3,80

Business Service bringt Betriebe weiter Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, baut die Partnerschaft mit Klein- und Mittelbetrieben aus Wirtschaft

Von Oberwart in die Welt: Die Erfolgsstory von Unger Stahl

GELD

Fuhrpark richtig finanzieren: KFZ-Leasing auf dem Vormarsch

Mobilität

Chancen im Internet nützen: E-Commerce in der Praxis

Lifestyle

Wohnen auf Zeit: Alternative Lebensformen nehmen zu

Werte schaffen.

Wissen, woher man kommt, führt zum Wissen, wohin man will. September/Oktober 2013

Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und Nachhaltigkeit sind die Prinzipien, auf die Raiffeisen seit mehr als 125 Jahren baut. Und gerade in einer Welt voller Veränderungen sind es diese Werte, die das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft bilden – in mehr als 20 Ländern Europas. www.rzb.at


Starke ServiceS für Wiener Unternehmen „Wir unternehmen was für Wien.“ Brigitte Jank Präsidentin der ien Wirtschaftskammer W

et wko.at/wien/kraftpak Immobilienkompetenz mit juristischer Vollbetreuung

Das „Kraftpaket 2013“ richtet sich an alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die aktiv unternehmerischen Krisen vorbeugen wollen. Nutzen Sie die Services zu unseren Schwerpunktthemen 2013:

 Betriebswirtschaftliche fakten  Unternehmerische kompetenz  exportchancen nutzen  fit durch innovationen  kmU-Bonitätsrechner

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inhalt Wirtschaft

Sustainable Entrepreneurship Das neue Business-Buch der SEA-Initiatoren soll jedem Unternehmer nachhaltiges Wirtschaften näherbringen .............................................. 10 SEA Jury Die hochkarätige Jury sorgt in der neuen Zusammensetzung für noch mehr internationale Expertise ............................................................................................ 12 Coverstory Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, über Trends in der Aus- und Weiterbildung sowie neue Services für KMU .................................................... 14 Interview Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner spricht sich für eine Senkung der Steuer- und Abgabenquote aus ............................................................................. 18 Franchise Was sind die Vorzüge von Franchise-Systemen gegenüber anderen Unternehmensformen, was die Schwächen? ................................................................................ 20 Porträt Horst Hochstöger will mit Value Tuning Business Partners Unternehmer von unnötigen Risiken befreien ................................................................................................ 26 Lebenslanges Lernen Aktuelle Trends in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung .............. 28 Porträt Wie das burgenländische Familienunternehmen Unger Stahl zu einem weltweit agierenden Konzern wurde ......................................................................................... 32 Interview Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, fordert einen Abbau der überbordenden Bürokratie ....................................................................................... 35 Sicherheit Wertvolle Geräte oder sensible Daten – so schützen Sie gewerbliche Güter und Immobilien vor Einbruch und Diebstahl .................................................................... 36 Wahlen 2013 Fünf Ideen der wichtigsten Spitzenkandidaten, die Österreich weiterbringen sollen ................................................................................................................. 42 Service Wissenswertes für den unternehmerischen Alltag ....................................................... 44

Geld

Betriebliche Haftpflichtversicherung Worauf Sie achten müssen, um im Ernstfall geschützt zu sein ........................................................................................................ 50 KFZ-Leasing Fuhrparkmanagement, Leasing, Kredit oder Barkauf – wichtige Entscheidungsgrundlagen für Unternehmer .............................................................................. 54

Mobilität

Test Für Sie von uns gefahren: BMW 420d Coupé, VW Golf Variant, Nissan Note Visia ............. 62 Nutzfahrzeuge Mobile Partner für Ihr Unternehmen: Iveco, Fiat Natural Power-Erdgas-Modelle, Toyota ProAce ...................................................................................... 64 E-Commerce Immer mehr KMU nützen die Möglichkeiten, die ihnen E-Commerce bietet. Aber machen sie es auch richtig? .................................................................................. 66 Porträt Autoverkauf – aber einfach, das ist das Geschäftsmodell der A.v.a.e. Automobilvermittlung von Peter Preisitz ........................................................................ 72 Büro Immer weniger Firmen wollen sich Büroflächen in teuren City-Lagen leisten. Eine gute Adresse kann man dennoch haben ............................................................................... 74

Lifestyle

Wohnen auf Zeit Wechselnde Arbeitsplätze, individuelles Reisen und der Wunsch nach Abwechslung lassen alternative Wohnformen boomen ................................................. 80

Edi tori al Lernen für die Wirtschaft „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“, hat der römische Philosoph Seneca gemeint (wobei er es umgekehrt gesagt haben soll, um Sinn und Unsinn der schulischen Ausbildung noch mehr zu untermauern). Und während Lehrergewerkschaft und Politiker einen beharrlichen Konfrontationskurs fahren, ärgern sich Vertreter der Wirtschaft über ganz andere Dinge: Lernen für die Unternehmen wäre nämlich das Gebot der Stunde – also Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln, inklusive entsprechender Vorbereitung der jungen Menschen auf den Lebens- und Arbeitsalltag. Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man Lehrlingssowie betriebliche Aus- und Weiterbildung näher an Menschen und Unternehmen heranführen kann. Die Ideen des BFI Wien sind vor allem für KMU durchaus spannend. Auseinandersetzen müssen sich Unternehmen auch immer mehr mit zentralen Themen der betrieblichen Sicherheit. Wir sind der Frage nachgegangen, wie der optimale Schutz vor Einbruch und Diebstahl aussieht – aber auch, welche Aspekte Sie bei Ihrer betrieblichen Haftpflichtversicherung berücksichtigen sollten. Unser lesenswertes Serviceangebot erweitern wir diesmal um eine Story rund um das Thema „Autokauf“. Was ist besser: leasen, kaufen, auf Kredit finanzieren? Wer sich bewusst mit dieser Frage beschäftigt, kann sich teure Zusatzkosten ersparen. Ein starker Trend im Handel ist die zunehmende Bedeutung von E-Commerce. Gerade KMU haben aber hier noch einigen Nachholbedarf aufzuweisen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei einem Onlineshop achten sollten – und wer Sie dabei unterstützen kann. Ebenfalls in dieser Ausgabe: Neue Nutzfahrzeuge und Firmenwagen, Wohnen auf Zeit und flexible Büros, die mit Ihren Anforderungen mitwachsen. Herzlichst Christina Weidinger Mag. Oswald Greil

Fotos: Ian Ehm (COVER), David Sailer

Impressum

Medieninhaber & Herausgeber DIABLA MEDIA VERLAG GMBH Karlsplatz 1/18, 1010 Wien, Tel +43 1 89 00 881, office@diabla.at Richtung des Magazins Wirtschaftsmagazin für österreichische KMU (kleine und mittlere Betriebe) – unabhängig, service- und lösungsorientiert Geschäftsführer/Herausgeber Mag. Oswald Greil (oswald.greil@diabla.at), Christina Weidinger (christina.weidinger@diabla.at) Redaktion Harald Hornacek (stv. Herausgeber), Michaela Hocek, Paul Christian Jezek, Andrea Jindra, Ina Sabitzer, Harald Sager, Michaela Stipsits, Thomas Trimmel, Christian Vavra Chef vom Dienst Herbert Jellmair Artdirector/Grafikdesign Constanze Necas Anzeigenleitung Sabine Marx (sabine.marx @diabla.at) Anzeigen Florian Bollmann, Mag. Alexander Bursky, Hermann Tribuser, Michelle Macatangay (Anzeigenverwaltung, prod_unternehmer@diabla.at) Fotos Nati Senegacnik | www.fotoredaktion.co.at Lektorat/Korrektur Barbara Hofmann Abonnement Jahresabo (6 Ausgaben) EUR 21,00 (im Ausland exklusive Porto), Bestellung unter abo@diabla.at Copyright: Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten Druck Berger Druck, Wiener Straße 80, 3580 Horn

Ein Magazin aus dem diabla media Verlag

Christina Weidinger Oswald Greil Herausgeber & Geschäftsführer UNTERNEHMER


Internationale Ausschreibung für den Sustainable Entrepreneurship Award SEA 2014

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Werden Sie mit Ihrem Unternehmen Sustainable Entrepreneur des Jahres 2014. Die besten Projekte sowie die beste Idee werden im Rahmen einer Galaveranstaltung 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das überzeugendste Projekt wird dabei mit EUR 10.000,00 prämiert.


Weitere Informationen auf unserer Homepage unter

>> www.se-award.org


IST WIRTSCHAFT IST GELD IST MOBILITÄT IST LIFESTYLE Der erscheint alle zwei Monate und ist im ausgewählten Zeitschriftenhandel um EUR 3,80 erhältlich.

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Foto: Embraer

WIRTSCHAFT

Redaktion Paul Christian Jezek

ABFLUG NACH BRASILIEN

SKEPTISCHE START-UPS

SÜSSER DEAL

Die FACC AG in Ried im Innkreis wurde im August vom brasilianischen Flugzeughersteller Embraer mit der Entwicklung und Fertigung der Spoiler und Querruder für die nächste Generation der Verkehrsflugzeuge der E-Jet-Serie, die E-Jets E2, beauftragt. Die Oberösterreicher rechnen mit einem Auftragswert von mindestens 120 Millionen US-Dollar. FACC-Chef Walter A. Stephan: „Mit unserer umfangreichen Erfahrung im Bereich von Composite-Strukturen leisten wir einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung der E-Jet-Serie, die sich durch Wirtschaftlichkeit im Betrieb und einen niedrigen ökologischen Fußabdruck auszeichnet.“ Der Auftrag ist für FACC von großer Bedeutung, weil das Unternehmen damit seine Rolle als Zulieferant von Embraer weiter ausbaut. Dadurch zählen die Rieder bereits alle vier weltweit größten Flugzeughersteller zu ihren Kunden im Aerostructures-Bereich.

Das market-Institut hat Jungunternehmer in ganz Österreich zu den aktuellen Aussichten befragt. Nur 20 Prozent der Befragten glauben, dass sich die wirtschaftliche Lage demnächst verbessern wird, 33 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Dass sich die Ertragslage verbessern wird, meinen nur 23 Prozent und nur 21 Prozent hoffen auf steigende Investitionsaktivitäten. Zu der im europäischen Vergleich extrem hohen Steuerbelastung kommt eine überdurchschnittlich hohe Besteuerung niedriger Einkommen. So greift der Staat bei Gewinnen zwischen 11.000 und 25.000 Euro mit satten 36,5 Prozent zu, was vor allem viele Klein- und Jungunternehmer trifft.

Der niederländische Konzern Continental Bakeries trennte sich nach 15 Jahren von seiner niederösterreichischen Tochter. Das Unternehmen ist vor allem für Produktion und Vertrieb der Auer Baumstämme und Tortenecken sowie der Blaschke Kokoskuppeln bekannt. Gemeinsam mit der M&A-Abteilung von PwC Österreich wurde ein strukturierter Verkaufsprozess durchgeführt. Das österreichische Traditionsunternehmen Spitz setzte sich als Bestbieter durch und übernahm Ende Juli Auer und Blaschke. Der Standort Spillern und alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.

BUSINESS ANGEL DAY 2013 Der Austrian Business Angel Day hat sich als größte Branchenkonferenz im deutschsprachigen Raum etabliert und bietet Privatinvestoren ein Forum, um sich mit Vordenkern und Experten auszutauschen: 19.11. von 9 bis ca. 22 Uhr in der Albertina Wien, Keynote: „Vom Angel zum institutionellen Investor“ von Hermann Hauser, Gründer Amadeus Capital; 20.11. von 9 bis ca. 14 Uhr Pitching-Event in der Albertina – Österreichs interessanteste Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Cleantech & Co sowie ICT stellen sich als potenzielle Investments vor. www.businessangelday.com


nnews

W I R TS C HA F T

Hallhuber hat auf der Wiener Einkaufsmeile Mariahilfer Straße eröffnet – auf Nummer 51, wo früher Sisley residierte

DEUTSCHE MODE MIT NEUEM OUTLET IN DER BUNDESHAUPTSTADT

VORTEIL ÖSTERREICH

80 NEUE JOBS BEI COLLINI

Von Jänner bis Juni wagten – ohne den Berufszweig der selbständigen Personenbetreuer – 14.798 Neugründer den Schritt in die Selbständigkeit, was ein Plus von 2,3 Prozent und 398 Gründungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Mit 114 Gründungen pro Tag im ersten Halbjahr 2013 kurbeln die Firmengründer den Wettbewerb und das Wirtschaftswachstum an, was gerade jetzt ein unschätzbar wichtiger Impuls und ein ermutigendes Signal ist. Wie herausragend diese Zahlen sind, bestätigt ein Blick zum wichtigsten Handelspartner: Das deutsche Statistikamt Destatis weist für das erste Quartal einen Rückgang der Start-ups um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf.

In Hohenems wurden vor kurzem dank eines neuen Anodisierwerks im Familienunternehmen Collini 80 neue Arbeitsplätze geschaffen. Waren es Anfang der 1990erJahre noch 160 Arbeitsplätze am Stammsitz, sind heute 410 Mitarbeiter beschäftigt. Neben dem Werk in Hohenems werden auch in Rumänien und Deutschland neue Werke gebaut, um „nah bei den Kunden zu sein“. Collini hat sich nach dem Abschied aus dem Besteckgeschäft auf das Bearbeiten und Veredeln von Oberflächen spezialisiert: Galvanisieren, Eloxieren, Feuerverzinken und Pulverbeschichten. Die Produktpalette reicht von winzig kleinen Bauteilen in der MID-Technik bis zu riesigen Metallkonstruktionen, die feuerverzinkt werden. Und auch Möbelbeschläge haben einen Besuch bei Collini gemacht, bevor sie in Kästen und Schubladen über Jahrzehnte ihren Dienst tun.

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Statt auf Leiharbeit für Auftragsspitzen zu setzen, will Collini fixe Arbeitsplätze schaffen und die Mitarbeiter langfristig im Unternehmen halten

Fotos: Marka Horst, Henn/ Marcel Hagen, beigestellt

Die Hallhuber GmbH, ein deutsches Modeunternehmen für hochwertige Damenoberbekleidung, setzt ihren Expansionskurs in Österreich fort. Im August eröffnete das Traditionshaus in der Mariahilfer Straße 51 in Wien seinen ersten Highstreet-Store mit mehr als 400 m2 Verkaufsfläche. Damit verfügt Hallhuber nun mit den Standorten Graz, Salzburg, Gerasdorf, Vösendorf, Parndorf sowie den beiden Wiener Filialen über sieben Outlets in Österreich. „Und wir wollen hier weiter expandieren“, sagt Geschäftsführer Norbert Steinke.


HENN BLÜHT UND GEDEIHT Der Dornbirner Automobilzulieferer Henn hat im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 12 Prozent erzielt. Insgesamt lag der Umsatz bei 17,1 Millionen Euro. Henn-Steckverbindungen für Ladeluft und Kühlwasser werden von immer mehr Automobilherstellern nachgefragt. Allein in diesem Jahr produzierte das Unternehmen bereits 15 Millionen Steckverbindungen. Ergänzt wird das Produktportfolio durch so genannte Verpressmaschinen für die Vor-Ort-Verpressung der Steckverbindungen auf Leitungen und Rohre verschiedenster Materialien. „Unsere Exportquote liegt bei 99 Prozent, USA und Asien wachsen überproportional stark“, sagt Henn-Eigentümer und CEO Martin Ohneberg, der im letzten Jahr mit Schanghai, Seoul und São Paulo drei neue Auslandsvertretungen eröffnet hat.

„Wir hoffen, dass sich die tägliche Turnstunde in den kommenden Jahren auch in unseren Auftragsbüchern niederschlägt“, sagt Turkna-Chef Hubert Engelbrechtsmüller

Tägliches Turnen STÄRKT DIE WIRTSCHAFT Eine gute Auftragslage meldet die auf die Herstellung von Turn- und Sportgeräten sowie Komplettausrüstung von Sporthallen spezialisierte Firma Turkna aus Kirchberg an der Pielach. Besondere Referenzaufträge in letzter Zeit sind die Sporthalle Kaiserwasser für die Bank Austria in Wien-Donaustadt, die Sporthalle der neuen WU Wien, die Halle der Volksschule Kilb sowie die Sporthallen in Graz-Liebenau und Tamsweg. Turkna hat seit 1965 über 2.550 Turn-, Sport- und Mehrzweckhallen in ganz Europa ausgestattet. Sogar in den Arabischen Emiraten und im russischen Astrachan turnt man mit Erzeugnissen des Pielachtaler Unternehmens, das jährlich mit 30 Mitarbeitern rund 6,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

KRÄUTERFEE AUS DEM WIENERWALD Bio-Vanilleschoten importiert sie direkt von einer kleinen Südseeinsel, Edelsteinessenzen und Pflanzenextrakte für ihre Naturkosmetik macht die 27-jährige ausgebildete Kosmetikherstellerin und Seifensiederin Xenia Riedler aus Brand-Laaben wie auch ihre Fertigprodukte unter dem Namen Xenia Naturprodukte eigenhändig selbst. Da die Nachfrage nach ihren Produkten kontinuierlich steigt, sucht sie derzeit Wiederverkäufer im In- und Ausland. Die niederösterreichische Kräuterfee verarbeitet verschiedenste Pflanzen vom Johanniskraut über Ringelblumen und frische Gurken bis zu Papayasamen zu Cremen und Salben. Das aktuelle Sortiment besteht aus 60 Artikeln – von der Gesichtspflege und Raumdüften bis zu speziellen Teemischungen. www.xenia-naturprodukte.at Xenia Naturprodukte können über den eigenen Versandhandel im Internet bezogen werden. Wiederverkäufer im In- und Ausland werden derzeit gesucht

Am 20.6.2013 erhielt die Henn GmbH & Co KG in Dornbirn von der Wirtschaftskammer „in Anerkennung herausragender Verdienste um die österreichische Exportwirtschaft“ die Auszeichnung „KMU-Nischenweltmeister“. Im Bild Eigentümer Martin Ohneberg

3.582.916 unselbständig Beschäftigte gab es zuletzt (im Juli), das ist ein neuer Rekord für Österreich. Seit Juli 2009 wurden hierzulande mehr als 161.000 Arbeitsplätze geschaffen, während in der EU durch die Krise Millionen Arbeitsplätze verloren gingen.

»Eigentlich hätte ich abgestürzt sagen wollen, aber das war mir dann zu drastisch« Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl zu seinem viel diskutierten und kritisierten „Sager“, dass Österreich „abgesandelt“ sei

VORBILD BEI PHOTOVOLTAIK Sonniges Burgenland: „Unsere Photovoltaik-Anlage ist in jeder Beziehung ein Gewinn“, sagt Hans Peter Katzbeck über das kürzlich in Betrieb gegangene, 1.800 m2 große Stromkraftwerk am Dach der Firmenzentrale in Rudersdorf. 280 kWp Leistung sorgen im Jahr für prognostizierte 300.000 Kilowattstunden Sonnenstrom – das entspricht dem Stromverbrauch von ca. 85 Haushalten im Jahr. Damit können 300 t an CO2 Emission vermieden und ein Viertel des Stromverbrauchs im Unternehmen gedeckt werden. Katzbeck hat auch weitere Aktivitäten umgesetzt: Umstellung der Werksbeleuchtung auf LED, Inbetriebnahme einer E-Tankstelle für Autos und Fahrräder sowie den Kauf von einem E-Auto und von fünf E-Bikes. www.katzbeck.at Grüne Visionen im Burgenland: Hans Peter Katzbeck mit seinen Töchtern


W IRTSCHAFT S E A 2013

Standardwerk für jeden Unternehmer Das neue Business-Buch der SEA-Initiatoren soll jedem österreichischen Unternehmer nachhaltiges Wirtschaften näherbringen. Text Ina Sabitzer

Gerade für Klein- und Mittelbetriebe ist das Buch ein echter Mehrwert

„Unternehmer der Zukunft“ „Sustainable Entrepreneurs sind die Unternehmer der Zukunft“, sagt Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach und gleichzeitig SEA-Juryvorsitzender. Gerade in Zeiten des Wandels und der zunehmenden

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gesellschaftlichen Herausforderungen seien neue Business-Konzepte und Ideen gefragt. „Wir müssen unseren Lebensstil grundlegend überdenken“, betont Fischler, der das neue Buch auch als wichtigen Schritt in dieser Bewusstseinsveränderung sieht. Gerade Unternehmen – auch in Österreich – könnten einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten, davon ist die erfolgreiche Unternehmerin und SEA-Gründerin Christina Weidinger überzeugt: „Österreichische Unternehmer sollten Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein“, wie sie sagt. Dies gelinge aber nur, „wenn Nachhaltigkeit richtig verstanden und eingesetzt wird“. Das Buch zeigt auf, wie es geht. Sustainable Entrepreneurship heißt das Erfolgskonzept, das „zum vielversprechendsten Managementkonzept unserer Zeit werden könnte“, wie die Buchautoren einstimmig betonen. Neue Impulse für die Wirtschaft Die Nachhaltigkeitsdebatte hat sich in den letzten Jahren stark verändert – vom CSR-Ansatz hin zu Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell. „Es ging immer darum, alles richtig zu machen, und nicht darum, das Richtige zu machen. Genau hier bringt die Leitidee ‚Sustainable Entrepreneurship‘ neue Impulse“, meint CSR-Experte René Schmidpeter. Dabei spiele es eine große Rolle, wie Nachhaltigkeit in Unternehmen eingesetzt wird. „Nachhaltigkeit muss im Kerngeschäft von Unternehmen verankert werden, damit genug Impact entsteht“, sagt Franz Fischler. Aber was versteht man nun genau unter Sustainable Entrepreneurship? „Es geht darum, innovative Lösungen zu finden, mit denen Probleme unserer Zeit gelöst und gleichzeitig ein Mehrwert für Gesellschaft UND Wirtschaft geschaffen werden kann“, erklärt Christina Weidinger. „Nachhaltigkeit also als gewinnbringendes

Fotos: leisure.at/Roland Muehlanger

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as neue Business-Buch von SEA Gründerin Christina Weidinger, SEA Juryvorsitzenden Franz Fischler und dem CSR-Experten René Schmidpeter wurde Ende August im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Publikation mit dem Titel „Sustainable Entrepreneurship. Business Success through Sustainability“ erklärt Sustainable Entrepreneurship zu DEM Geschäftsmodell der Zukunft. Ein Konzept, das gerade für Kleinund Mittelbetriebe – auch in Österreich – große Chancen mit sich bringt, „ein Motor für Wachstum, Gewinn und Innovation“, wie die Buchautoren hervorheben.


Geschäftsmodell, das ist die Zukunft“, bringt die Unternehmerin es auf den Punkt. Treiber für Wachstum, Gewinn und Innovation Sustainable Entrepreneurship kann für jeden Unternehmer auch in Österreich ein „Treiber für Wachstum, Gewinn und Innovation“ werden, davon sind die Buchautoren überzeugt. Europa könnte es mit diesem neuen Ansatz gelingen, wieder die führende Rolle bei diesem Thema zu übernehmen: „Europa muss zum ‚Innovation Leader‘ in Sachen Nachhaltigkeit werden“, meint Weidinger. Sustainable Entrepreneurship biete in jedem Fall für Europa „eine große Chance, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, ist auch Franz Fischler sicher. Unterstützung bekommen die erfolgreichen Buchautoren von hochkarätigen Persönlichkeiten aus aller Welt, die im Business-Buch aus

ihrer ganz persönlichen Sicht einen Beitrag zu diesem Thema geliefert haben; von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bis hin zu UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall oder den beiden SEA-Botschaftern US State Senator Marc R. Pacheco und World Innovation Leader Robert B. Rosenfeld.

Buchautoren bei der Präsentation im Rahmen des Forums Alpbach (v.l.n.r.): René Schmidpeter, Christina Weidinger, Franz Fischler

»Sustainable Entrepreneurship ist das Erfolgsmodell der Zukunft« „Es ist nur jedem österreichischen Unternehmer zu empfehlen, dieses Buch zu lesen. Das wird das Bild von nachhaltigem Unternehmertum in der Wirtschaft grundlegend verändern“, sagt Weidinger abschließend. Das BusinessBuch, das im Springer Verlag erschienen ist, ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. n Preis: 87,99 Euro


W IRTSCHAFT S E A 2013

Jury wird noch internationaler Der SEA ist mittlerweile einer der größten Nachhaltigkeitspreise Europas. Besondere Verantwortung fällt der hochkarätigen Jury zu, die – in der neuen Zusammensetzung – für noch mehr internationale Expertise sorgt. Text Ina Sabitzer

Die SEA-Jury

DI Dr. Franz Fischler, Präsident Europäisches Forum Alpbach, Vorsitzender SEA-Jury

Dr. Brigitte Mohn, Alojz Peterle, Mitglied des Vorstandes EU-Parlamentarier Bertelsmann Stiftung

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„Noch mehr internationale Strahlkraft“ Dennoch war es für die SEA-Gründerin an der Zeit, auch in der Zusammensetzung der Jury noch einmal internationaler zu werden. „Wir haben den Anspruch an uns, DER internationale Preis für nachhaltiges Wirtschaften zu sein. Je internationaler und kompetenter die Jury, desto stärker und internationaler die Strahlkraft des Awards“, ist auch SEA-Juryvorsitzender Dr. Franz Fischler überzeugt. Daher freuen sich die beiden SEA-Initiatoren sehr, einige neue, international anerkannte Persönlichkeiten in der SEA-Jury begrüßen zu dürfen. Neben bewährten Jurymitgliedern wie Dr. Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung, EU-Parlamentarier Alojz Peterle oder Prof. Bradley Googins aus den USA bekommt die Jury nun auch Unterstützung von den beiden international anerkannten CSR-Experten Liangrong Zu aus China und Samuel O. Idowu aus UK sowie Transparency-International-Gründer Peter Eigen. „Alles außergewöhnliche Vordenker, die mit ihrer internationalen Expertise diesen Award wesentlich bereichern werden“, zeigt sich Christina Weidinger stolz über die neue Zusammensetzung der Jury.

Bradley Googins, PhD, Außerordentlicher Professor Boston College Carroll School of Management (ret)

Gunilla Almgren, Präsidentin UAPME (European Association of Craft, Small and Medium-Sized Enterprises)

Fotos: Prohaska Rene, Arne Weychardt, beigestellt

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er Sustainable Entrepreneurship Award (SEA) war in diesem Jahr ein Riesen erfolg. 260 Unternehmer/innen aus 30 Ländern haben mitgemacht. Ein absoluter Rekord – und das im zweiten Jahr des Awards! Bei der bunten Vielfalt an Projekten und Ideen aus aller Welt war es vor allem für die hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach, eine besondere Herausforderung, die Besten der Besten zu küren. „Ein Award ist immer nur so gut wie seine Jury“, sagt SEA-Gründerin Christina Weidinger. Für diese komplexe Aufgabe seien versierte Experten gefragt, „die jene Unternehmer/innen identifizieren, die sich um nachhaltiges Wirtschaften wirklich verdient gemacht haben“, meint Weidinger. Insgesamt elf hochkarätige Experten haben Dr. Franz Fischler in diesem Jahr bei der Auswahl der SiegerProjekte unterstützt. „Anerkannte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen, die mit ihrem Engagement wesentlich dazu beigetragen haben, diesen Preis zu dem zu machen, was er heute ist“, so Weidinger.


Die neuen Jurymitglieder freuen sich auf diese spannende Aufgabe. Der internationale CSRExperte Samuel O. Iduwo ist vom Konzept des SEA von Anfang an überzeugt gewesen: „Wir alle sollten jeder Organisation, die Unternehmer/ innen von heute dazu anregt, sich nachhaltig und verantwortungsvoll zu verhalten, herzlich gratulieren“, sagt er und freut sich, die hochkarätige Jury unterstützen zu dürfen. „Der SEA spielt die Rolle des Katalysators und ist Wegbereiter für Top-Unternehmer, damit diese ihre positiven Erfahrungen und Best Practices mit anderen teilen und somit größeren Einfluss auf die Geschäftswelt ausüben können“, meint auch CSR-Experte Liangrong Zu, der weitreichende internationale Expertise und Erfahrungen aus China in die Jury

Samuel O. Idowu, Senior Lektor Buchhaltung London Metropolitan University & Gastprofessor Universität Finanz und Ökonomie China

Dr. René Schmidpeter, internationaler CSR-Experte

mit einbringt. Und Transparency-InternationalGründer Peter Eigen fügt hinzu: „Der SEA unterstützt nachhaltiges Wirtschaften; das ist lebenswichtig für uns alle. Durch ihre hochrangige Zusammensetzung vermittelt die Jury Glaubwürdigkeit und Prestige an die Preisträger“. Die neuen Jurymitglieder werden mit ihrem weitreichenden Netzwerk auch dazu beitragen, die Internationalität der eingereichten Projekte weiter auszubauen. So erwartet die SEA-Gründerin, dass der SEA 2014 „internationaler denn je“ sein wird. Bis Sommer 2014 können Unternehmer/innen aus aller Welt ihre innovativen Projekte und Ideen für nachhaltiges Wirtschaften einreichen. Dann ist die „neue“ Jury gefragt, n wieder die besten Projekte auszuwählen.

Prof. Dr. Peter Eigen, Gründer und Vorsitz Transparency International

Liangrong Zu, PhD, CSR-Experte, Senior Program Officer Enterprise, Microfinance and Local Development Program International Training Centre of the International Labor Organization (ILO)

Dr. Nadya Zhexembayeva, Professorin am Coca-Cola Lehrstuhl für nachhaltige Entwicklung an der IEDC-Bled School of Management

Univ.-Prof. Dipl. Wirt.-Ing., Dr.-Ing. Winfried Sihn, Geschäftsführer Fraunhofer Austria Research GmbH


Wirtschaft Au s- u n d W ei terbi ldu ng

Valerie Höllinger: „Die Ausund Weiterbildung entwickelt sich so dynamisch weiter, da müssen auch wir immer einen Schritt voraus sein“

„Fordern und fördern“ Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, will mit einem neuen Crossmentoring-Projekt für Lehrlinge die Lehrlingsausbildung erneuern – und damit eine Win-win-Situation für Unternehmen und junge Menschen schaffen. Zudem möchte sie das Angebot des BFI Wien für KMU sukzessive ausbauen. Interview Harald Hornacek

Sie wollen mit einem neuen CrossmentoringProgramm für Lehrlinge die Lehrlingsausbildung erneuern. Wie kam es zu dieser Idee? Wir bilden jährlich 800 bis 900 Lehrlinge nur in Wien aus und sind damit einer der größten Ausbildner Österreichs. Wir haben zahlreiche Lehrwerkstätten in Bereichen wie Malerei, KFZ-Technik, Gastronomie und vielen mehr. Viele Unternehmen beklagen, dass sie nicht jene Lehrlinge finden, die sie brauchen – oder dass diese minderqualifiziert sind. Es fehlt aus meiner Sicht aber eher an gewissen Einstellungen, vielleicht auch einem Verantwortungs- und Pflichtgefühl. Teilweise kommen Elternhaus und Schule dabei nicht mehr nach. Das heißt, die Betriebe müssen einen Teil der Erziehung und Sozialisierung übernehmen. Uns geht es darum, die Jugendlichen in ihrem Selbstvertrauen zu stärken und sie an Strukturen zu gewöhnen. Sie sollen das Ich-Sein bewahren und ausbauen können, aber

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sich an die nötigen und vorhandenen Strukturen anpassen. Unsere Sozialpädagogen schauen genau auf die Entwicklung und die Förderung dieser Eigenschaften. Wir haben sicherlich auch mehr Zeit für Jugendliche, als das in vielen Betrieben der Fall ist. Und deshalb haben wir das spezielle LehrlingsCrossmentoring-Programm entwickelt. Wie läuft das in der Praxis ab? Wir stellen den Lehrlingen unserer Partnerunternehmen je einen Mentor zur Seite. Ziel ist, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken. Gleichzeitig gibt es einen Peer als Unterstützer und Förderer: Einen Lehrling, der nach Abschluss der Ausbildung erfolgreich im Berufsleben steht. Hier ist die „Role Model“-Funktion wichtig. Die Partnerorganisationen A1, Rewe, Flughafen Wien, Wiener Städtische und Bank Austria waren schnell von dem Konzept überzeugt und unterstützen das


Projekt von oberster Stelle aus. Die Mentees, Mentoren und Peers werden gerade ausgewählt, der erste Crossmentoring-Durchgang startet im März 2014. Neben dem persönlichen Austausch in den Mentoring-Teams sind auch Workshops und Exkursionen vorgesehen – ein reichhaltiges Qualifizierungs- und Rahmenprogramm. Inwieweit profitieren die Lehrlinge davon? Sie erleben bei uns „Adventure-Workshops“, in denen sie sich auch aus ihrer persönlichen „Komfortzone“ herausbewegen. Sie lernen, mit neuen Herausforderungen besser umzugehen und sowohl persönlich wie auch als Teil eines Ganzen zu wachsen. Damit werden sie für die Betriebe interessanter. Und die Akzeptanz unserer Initiative zeigt auch, dass „Employer Branding“ heute kein Schlagwort mehr ist, sondern sich die Firmen aktiv um ihr Image bei Lehrstellensuchenden bemühen wollen und auch müssen. Ich möchte langfristig erreichen, dass wir unsere Erfahrungen aus diesem Projekt auch in einen politischen Diskurs einbringen. Das ist auch den Unternehmen sehr wichtig. Und in letzter Konsequenz soll daraus ein Ausbildungsmodell für junge Menschen entstehen, das auch im KMU Wirkung zeigt.

Foto: Ian Ehm

Wie entwickelt sich allgemein der Markt für Aus- und Weiterbildung? Mein Wunsch und mein Ziel war es seit dem ersten Arbeitstag im Unternehmen, das BFI Wien fit für die Zukunft zu machen. Die Aus- und Weiterbildung entwickelt sich so dynamisch weiter, da müssen auch wir immer einen Schritt voraus sein. Mir ist wichtig, dass wir klare, transparente Strukturen im Unternehmen haben, und Diskussionsprozesse, die den Aus- und Weiterbildungsmarkt betreffen, intern wie extern immer wieder anregen und auslösen. Wir sind damit konfrontiert, dass die üblichen Lebenswege aus der Vergangenheit heute nicht mehr gelten. Wir alle haben nicht einen Job von Anfang bis zum Ende unserer Arbeitszeit, sondern im Schnitt vier bis fünf Berufsfeld-Wechsel durchlaufen – und der Verbleib im Erwerbsleben wird länger werden. Der Trend zur Aus- und Weiterbildung ist daher nicht nur ungebrochen, sondern ist unabdingbar. Lebenslanges Lernen ist heute eine Notwendigkeit geworden. Sie wollen nun auch gezielt KMU für Ihre Angebote gewinnen. Was bieten Sie hier konkret an? Wir haben im Bereich der Privat- und Firmenkunden bisher stark auf den Endkonsumenten fokussiert. Nun zielen wir vermehrt auch auf KMU als Partner in der Personalentwicklung ab: Viele KMU haben eine beachtliche Anzahl an Mitarbeitern, aber keine Personalentwicklung. Da wird z.B. ein Training im Office-Umfeld geplant, mit dem alle Mitarbeiter auf eine neue Softwareversion umgestellt werden sollen. Dabei können sich die Verant-

wortlichen oft gar nicht vorstellen, wie so etwas ablaufen kann, sehen darin ein Riesenprojekt und scheuen es. Hier kommt unser Business Service ins Spiel, berät über Setting, Zeitraum, Methodik, Ziele und Nicht-Ziele bis hin zur Umsetzung. Unsere Unterstützung wird von den Verantwortlichen in den KMU als große Entlastung angenommen. Wir können hierbei unsere Kompetenz ebenso einbringen wie unser großes Netzwerk an Trainern, aber auch die Erfahrungen, die wir in der Zusammenarbeit mit Konzernen gewonnen haben. Wo liegen die großen Stärken des BFI Wien selbst? Wir sind traditionell aufgrund unseres breiten Bildungsauftrags im Bereich der Basisausbildung sehr gut aufgestellt – etwa im Office- und EDVBereich sowie den Sprachen. Weiters sind wir stark im Technikbereich, weil wir hier auch die nötigen Infrastrukturen haben. Eine gute Position nehmen wir im Gesundheits- und Sozialbereich ein, wie auch auf der Verkaufsebene, beim Marketing oder im Bereich Diversity. Stark wachsend ist der Online-Bereich: Hier bieten wir jährlich fünf bis sechs neue Lehrgänge an, die sehr gut nachgefragt werden. Was ich sehr schön finde, ist, dass wir Durchlässigkeit vom Nachholen des Hauptschulabschlusses über die Lehre, unsere kaufmännischen Schulen mit Matura, die Berufsreifeprüfung bis zu FH-Studium und ManagementFortbildungen anbieten.

Daten und Fakten BFI Wien Das BFI Wien erzielt zusammen mit seinen Töchtern jährlich einen Umsatz von rund 90 Millionen Euro. Rund 800 Mitarbeiter und mehr als 1.000 selbständige Trainer tragen zu diesem Erfolg bei. Jährlich besuchen rund 55.000 Menschen die Lehrgänge, Kurse und Seminare des BFI Wien.

Sie sind seit 2,5 Jahren Geschäftsführerin des BFI Wien. Wie kamen Sie eigentlich darauf, dass dieser Job der richtige für Sie ist? Aus- und Weiterbildung ist mein Thema! Ich selbst bin extrem bildungsaffin, habe Jus studiert, einen MBA und einen MBL und an die 100 Seminare besucht. Bildung hat für mich einen speziellen Wert und Reiz. Das BFI Wien hat eine große gesellschafts- und sozialpolitische Aufgabe. Jährlich betreuen wir ca. 55.000 Menschen. Es hat mich sehr gereizt, einen Teil dieser Verantwortung zu übernehmen. Besonders die Möglichkeit, mit dieser Arbeit Menschen direkt in ihrer Lebensplanung und beim persönlichen Weiterkommen unterstützen zu können, hat mich sehr angesprochen. Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern kann ich einen Beitrag dazu leisten, Menschen auf ihrem Weg zu einem gelungenen Lebenskonzept zu unterstützen. Dass sich in diesem Bereich, bei den Privat- und Firmenkunden, besonders viel für den Unternehmenserfolg und unser Standing bei den Kunden herausholen lässt, ist mir recht bald klar geworden. Was waren die ersten Maßnahmen, die Sie im BFI Wien gesetzt haben? Ein zentrales Anliegen war mir von Anfang an, die Schnittstellen zu unseren Kunden zu optimieren und deren Bedürfnisse und Ansprüche in den Mittelpunkt zu rücken. Z. B. wurde das

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Wirtschaft Au s- u n d W ei terbi ldu ng

Jahr meiner Tätigkeit hier geführt – das hätten viele zuvor nicht für möglich gehalten. Dieser Kurs verlangte auch eine Kostenreduktion – wir haben die Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz innerhalb von eineinhalb Jahren um 10 Prozent gesenkt. Gerade in den vergangenen Monaten wurde aber wieder stark in neue, fachlich versierte Mitarbeiter investiert und ordentlich rekrutiert. Das zeigt, was sich in einem Unternehmen wie dem BFI Wien alles bewegen lässt. Wir haben noch viel Potenzial und unsere Eigentümer lassen uns unser Konzept konsequent umsetzen.

Produktmanagement modernisiert, Marketing und Vertrieb wurden erweitert und professionalisiert und interne Prozesse wie z. B. ein schlagkräftiges Controlling etabliert. Als die Krise kam, wurden unsere Budgets aus öffentlichen Mitteln dramatisch gekürzt. Daraus folgte, dass wir uns breiter aufstellen müssen, diversifizieren müssen, ohne die gute Partnerschaft mit dem AMS zu gefährden. Wir haben einen sehr klaren und tiefen ChangeManagement-Prozess eingeleitet. Welche Eigenschaften sind nötig, um einen solchen Prozess zu leiten und umzusetzen? Ausdauer, Mut, Kraft, Konsequenz – es ist mir wichtig, mit sozialem Fingerspitzengefühl und konsequentestem Blick auf die Zahlen und die Organisation als Ganzes zu steuern. Diese Spannung bringt schon mal die eine oder andere schlaflose Nacht. Ich bin stolz, dass wir heute schon so viel erreicht haben. In den zweieinhalb Jahren, in denen ich Geschäftsführerin bin, haben wir so vieles verändert, was uns vorher nur wenige zugetraut hätten. Ein harter, erfolgreicher Sanierungskurs hat zu einem Bereichswachstum von über 25 Prozent in jedem

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Wie würden Sie Ihren Managementstil beschreiben? Energievoll – fordern und fördern. Ich verlange viel von unseren Mitarbeitern, gebe aber auch gerne sehr viel. Ich zeichne mich sicher dadurch aus, genau zuzuhören und hinzuschauen, ich agiere transn parent, entscheide rasch und bin verbindlich. Zur Person Valerie Höllinger ist seit 2,5 Jahren Geschäftsführerin des BFI Wien und hat in dieser Zeit dem führenden Aus- und Weiterbildungsanbieter eine gehörige Frischzellenkur verordnet. Höllinger studierte Jus und schloss einen MBA und einen Master of Business Law (MBL) ab. Vor ihrer Tätigkeit für das BFI Wien war sie u.a. beim Bildungsanbieter ARS, der Telekom Austria sowie bei ANECON in Führungspositionen tätig. In ihrer Freizeit betreibt Höllinger gerne Sport, seit neuestem Power-Yoga.

Foto: Ian Ehm

„Wir zielen vermehrt auch auf KMU als Partner in der Personalentwicklung ab“, sagt Valerie Höllinger. „Viele KMU haben eine beachtliche Anzahl an Mitarbeitern, aber keine Personalentwicklung“

Was waren die größten Hürden im bisherigen Change-Management-Prozess? Einen tiefgreifenden Veränderungsprozess einzuleiten und auf der anderen Seite möglichst große Sicherheit für die Mitarbeiter zu vermitteln. Wir haben heute eine sehr klare Organisation, flachere Hierarchien, kürzere Entscheidungswege. Die Menschen, die bei uns arbeiten, sollen die Möglichkeit haben und auch nützen, sich persönlich weiterzuentwickeln. Das ist mir ganz wichtig: Niemand wird im BFI Wien wegen des hohen Gehalts beginnen, im Aus- und Weiterbildungsbereich wird niemand reich. Aber was wir bieten, ist eine Sinn stiftende und nachhaltige Arbeit. Wir öffnen Horizonte für Menschen. Und: Personalwesen ist Chefsache. Ich habe jede unserer 25 neuen Führungskräfte und jeden Keyplayer persönlich ausgesucht. Mir ist wichtig, die richtigen Leute am richtigen Platz, zum richtigen Zeitpunkt, zu haben. Menschen, die bei uns Verantwortung übernehmen, sollen durchaus zunächst einmal irritieren und Strukturen hinterfragen. Mein Bauchgefühl ist mir, vor allem wenn es um Menschen geht, sehr wichtig. Apropos Nachhaltigkeit: Diesen wichtigen Gedanken tragen wir auch über unsere Unternehmensgrenzen hinaus. So hat das BFI Wien im Frühjahr den Social Entrepreneurship Award (SEA) unterstützt.


W IRTSCHAFT Int erview

„Investitionen in neue Ideen erleichtern“ Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner spricht sich für eine Senkung der Steuer- und Abgabenquote aus. Nur so könne Österreich seine Stärken im Standort-Wettbewerb auch in Zukunft ausspielen.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner: „Unsere Wirtschaft ist mit starken Leitbetrieben und innovativen KMU breit aufgestellt“

Zum 12. Mal in Folge entwickelt sich die Wirtschaft in Österreich besser als in der Eurozone. Was sind die Gründe für das „Erfolgsmodell Österreich“, das man angesichts dieser Entwicklung durchaus als solches bezeichnen kann? Unsere Wirtschaft ist mit starken Leitbetrieben und innovativen Klein- und Mittelbetrieben breit aufgestellt und setzt konsequent auf Innovationen. Ein Schlüsselfaktor ist auch unsere Fachkräfteausbildung, die weltweit anerkannt ist. Die Exporte legten trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds auf Rekordniveau zu. Welche Zukunftsbranchen betrachten Sie für die österreichischen Exporteure als besonders relevant? Wir sind im dritten Jahr in Folge auf Rekordkurs, weil wir stärker in jene Weltregionen exportieren, die am schnellsten wachsen. Diesen positiven Trend können wir mit einem Fokus auf Hightech-Produkte, Öko-Innovationen und wissensintensive Dienstleistungen weiter verstärken. Der Wirtschaftsstandort Österreich ist in den letzten Monaten, sicherlich auch bedingt durch Vorwahlgeplänkel, ins Gerede gekommen. Wo

sehen Sie die wichtigsten Stärkefelder Österreichs und die Bereiche, in denen es rasch Verbesserungen umzusetzen gilt? Internationale Unternehmen, die sich bei uns ansiedeln, schätzen die Drehscheibenfunktion in Richtung Zentral- und Osteuropa, unsere qualifizierten Fachkräfte und die hohe Stabilität und Rechtssicherheit. Auch deswegen sendet der permanente Ruf der SPÖ nach neuen Belastungen die völlig falschen Signale an internationale Investoren aus. Wer andauernd neue Steuern fordert und aus ideologischen Gründen ein unternehmerfeindliches Klima erzeugt, schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich. Denn wir haben schon jetzt eine zu hohe Steuer- und Abgabenquote, die gesenkt werden muss. Nur so können wir unsere Stärken im Standort-Wettbewerb auch in Zukunft ausspielen. Österreichs Wirtschaft ist in hohem Maße von KMU geprägt. Wie wollen Sie KMU gezielt stärken? Der Mittelstand ist das starke Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir wollen daher Investitionen in neue Ideen erleichtern und Hürden abbauen. Anstatt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe mit neuen Steuern zu belasten, müssen wir ganz im Gegenteil die Staatsquote und den Verwaltungsaufwand senken und die unternehmerische Freiheit erhöhen. Zum Beispiel wollen wir Kleinund Mittelbetrieben die Finanzierung erleichtern, Investitionen stärker unterstützen und die öffentliche Beschaffung KMU-freundlicher gestalten. Zudem helfen wir den KMU mit unserem Exportförderprogramm „go international“ beim ersten Schritt über die Grenzen, bei der Eroberung von Fernmärkten und der Vermarktung von Innovationen. Die Rot-Weiß-Rot-Karte hat die Erwartungen bisher noch nicht erfüllt. Welche Änderungen sind nötig, um mehr Fachpersonal nach Österreich zu bringen? Die Zugangsbarrieren sollten so abgebaut werden, dass vor allem qualifizierte ausländische Absolventen von Bachelor-Studien leichter bei uns arbeiten können. Sie sind gut ausgebildet und meistens bereits gut integriert, daher sollten wir ihr Potenzial für den Standort stärker nützen. n

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Foto: BMWFJ/Hans Ringhofer

Interview Harald Hornacek


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Gut vernetzt mit Franchise Was sind die Vorzüge von Franchise-Systemen gegenüber anderen Unternehmensformen, was die Schwächen? Was geht gut, was kann schiefgehen? Einige namhafte Franchise-Geber berichten. Text Harald Sager

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ass Franchise auch in Österreich immer beliebter wird und sich zu einem nennens werten Wirtschaftsfaktor entwickelt hat, lässt sich anhand einiger Zahlen leicht nachweisen: So lag der Nettoumsatz der Branche zuletzt (2012) bei 8,5 Mrd. Euro (plus 7,6 Prozent gegenüber 2010), die Zahl der Beschäftigten betrug 66.000 und es bestanden 445 Franchise-Systeme (plus 5,95 Prozent) mit insgesamt 8.720 Standorten.

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Wie sehen namhafte Franchise-Geber diese Unternehmensform, was sind ihre Vorzüge gegenüber anderen, was die Risiken? Was geht gut, was kann schiefgehen? Dazu ein paar Stimmen von langjährigen heimischen Franchise-Gebern. Shape-Line macht gute Figur Sonja Diem ist Gründerin der Shape-Line Studios, in denen Körperbehandlungen, Kosmetik,


Foto: Fotodienst/Anna Rauchenberger

FRANC H ANWA ISELT

Ernährungscoaching und Entspannungstechniken für Frauen angeboten werden. Shape-Line hält aktuell bei 26 Partnern in Österreich sowie drei in Berlin und einem in Zürich. Ihre 18 Jahre als Franchise-Geberin haben sie zur Expertin gemacht: „Je konsequenter das System umgesetzt wird, desto erfolgreicher wird es sein. Aus meiner Sicht sollte jeder Franchise-Geber auch ein eigenes Geschäft betreiben. Ich beispielsweise führe zwei Studios, eins in Wien und eins in Mödling, und bin je vier Stunden in der Woche vor Ort. So sehe ich, wie sich das System bewährt: wie sich die Mitarbeiterinnen tun, wie die Ausbildung funktioniert, wie ich selbst führe. Ich bin überzeugt, dass ich nur das umsetzen kann, was ich auch selbst vorlebe.“ Wie stellt Sonja Diem sicher, dass der Kurs ihres Franchise-Systems stimmt, wie funktioniert die Performance-Kontrolle? Sonja Diem: „Unsere FranchiseNehmerinnen sind komplett mit uns vernetzt. Wir arbeiten mit Benchmarks, sprich einer Software, die Eckdaten wie Neukundinnen, Wiedereinsteigerinnen, Abschluss- oder Weiterbuchungsquoten, Umsatz pro Kundin bzw. pro Mitarbeiterin usw. herausfiltern kann. Entsprechende Übersichtslisten werden einmal pro Woche verschickt, und da werden Mängel und Schwächen sofort sichtbar, denen wir dann gegensteuern können.“ Trotzdem laufen manche Studios besser, manche schlechter. Woran liegt das? An der Führung, den Mitarbeiterinnen, am Standort? „Meine Erfahrung ist: Ein Drittel funktioniert erstklassig, ein Drittel geht gut, und ein Drittel tut sich schwer. Es liegt nie am Standort, sondern immer an der Führung und in weiterer Folge an den Mitarbeiterinnen. Ich habe mich lange darauf konzentriert, das schwächste Drittel ,aufzupäppeln‘. Bis mir Waltraud Martius – eine Instanz in Sachen Franchise – eines Tages sagte: ,Kümmere dich in erster Linie um die Besten. Die werden die weniger Guten mit sich nach oben ziehen.‘ Und so war es – ein Erfolgsrezept, das uns ein Viertel mehr Umsätze beschert hat!“ Woran liegt es, wenn Franchise-Nehmerinnen scheitern? „Ganz ohne Flops geht es nicht, aber erfahrungsgemäß liegt das nicht am System, sondern an privaten Schwierigkeiten wie Scheidung, mangelnde Kompatibilität mit einem Kleinkind usw. Grundsätzlich machen potenzielle Franchise-Nehmerinnen ein Vor-Screening und ein Training on the Job durch, wo sich rasch herausstellt, ob wir zusammenpassen oder nicht.“ Übrigens wäre gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt für einen Einstieg: „Anfang kommenden Jahres gehen zwei Studio-Betreiberinnen in Wien in Pension, und Nachfolgerinnen haben die Möglichkeit, ein bestehendes, voll operatives Studio samt Kundinnenstock zum halben Preis zu übernehmen.“ RE/MAX setzt Leadership voraus Mit etwa 100.000 selbständigen Maklern und über 7.000 Büros ist RE/MAX das weltweit umsatzstärkste Franchise-Unternehmen für Immobilien-makler. Hierzulande ist RE/MAX seit 1999 vertreten, und wenn heute 103 Büros bestehen, die von

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Shape-Line hält aktuell bei 26 Partnern in Österreich sowie drei in Berlin und einem in Zürich

82 selbständigen Franchise-Nehmern (den so genannten Brokern/Owners) betrieben werden, und wenn das Netzwerk insgesamt 457 Makler umfasst – dann ist das letztlich das Werk von Alois Reikersdorfer, der RE/MAX Österreich

nicht nur aufgebaut, sondern gleich auch zur bekanntesten Immobilienmarke sowie zum Branchengrößten gemacht hat. Ein derartiger Aufschwung, sowohl weltweit als auch in Österreich, kann kein Zufall sein. Wie sieht Reikersdorfer demnach das Franchise-System im Vergleich mit anderen Unternehmensformen? „Ein Konzernlenker kann sicher freier schalten und walten, wie er will – mit allen positiven oder negativen Konsequenzen. Franchise funktioniert ganz anders: Der Franchise-Geber hat Markenrechte, ein Portfolio, Know-how, das er weitergibt. Und er gibt es tendenziell an dynamische, innovative, erfahrene Leute weiter. An Menschen, die selbst Unternehmer sind und das Franchise-System von ihrer Position aus vorantreiben. Ein FranchiseSystem, das ist nicht bloß ein Unternehmen, sondern eine Vielzahl kleiner Unternehmen, die allesamt an der gemeinsamen Expansion mitwirken. Wir als Franchise-Geber sind letztlich nur ein kleiner Teil davon. Wir können Regeln und Richtlinien aufstellen, sind aber nicht ,der Chef‘. ,Die Chefs‘, das sind unsere Franchise-Partner, und wir achten sehr darauf, dass das Menschen sind, die LeadershipQualitäten und Persönlichkeit haben, die

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in ihrem Umfeld Respekt und Wertschätzung genießen. Das Immobiliengeschäft ist ein ,People Business‘, wo es sehr stark um Vertrauen und Empfehlung geht!“ Woran liegt es, wenn die Partnerschaft zwischen Franchise-Geber und -Nehmer schiefgeht? „Wir haben bei RE/MAX eine Dropout-Quote von 2 bis 3 Prozent. Es kann ein Franchise-Nehmer krank werden, in eine andere Lebenssituation geraten ... Dass einer sagt, ich komme mit dem System nicht voran – das kommt eigentlich nicht vor. Unsere Kandidaten haben schließlich langwierige Ausbildungsprogramme zu absolvieren, und sie kommen ja auch großteils aus der Immobilienbranche und kennen die Spielregeln. Und auch wir als Franchise-Geber tun alles, um ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen zu geben. Zum Beispiel, indem wir unseren neuen Franchise-Partnern Standortvorschläge machen.“

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Gastkommentar

Fotos: Franz Weingartner, Friedrich Jamnig

45 Prozent billiger als in anderen Bäckereien. Konzept und Durchführung haben auch den Österreichische Franchise-Verband überzeugt, der BackWerk heuer zum „Franchise-Geber des Jahres“ gekürt hat. BackWerk Österreich startete Ende 2007, lag 2008 bei 6 Filialen und hält aktuell bei 20 – eine Expansion, für die Ingrid Dubowy zuständig ist. Worin liegen für sie die Vorzüge des Franchise-Systems? „Der Unternehmensgründer hat den Vorteil, dass er gegen Abgabe einer Franchisegebühr auf Erfahrungen und Know-how eines bereits auf dem Markt befindlichen und erfolgreich umgesetzten Geschäftskonzeptes zugreifen kann. Als Franchise-Nehmer kann er damit sofort durchstarten und wirtschaften. Der Franchise-Geber wiederum hat gegenüber dem Filialbetrieb den Vorteil, dass er motivierte, selbständige Unternehmer zur Seite hat. Er expandiert schneller und profitiert zudem von den Marktkenntnissen des Franchise-Nehmers auf dem betreffenden regionalen Markt. Für Ingrid Dubowy basiert der Erfolg des Franchise-Systems auf der Partnerschaft, die beiden Seiten gleichermaßen nützt: „Am Beispiel von BackWerk: Wir entwickeln unser Konzept gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern ständig weiter und bleiben Innovator der Branche. Wir geben ihnen umfassende Schulungen und unterstützen sie während des laufenden Betriebs durch unsere Partnerbetreuer vor Ort. Wir realisieren nur beste Standorte in frequentierten Lagen, sodass wir auch selbst das Mietvertragsrisiko eingehen können. Und wir verständigen uns mit ihnen im Rahmen der Vertragsunterzeichnung über die geplanten Umsatzziele des jeweiligen Standorts.“ Für Ingrid Dubowy ist das Marktpotenzial von BackWerk noch lange nicht ausgeschöpft, weder europaweit (wo zuletzt auch nach Großbritannien expandiert wurde) noch in Österreich: „In den kommenden Jahren wollen wir sowohl in allen Bundesländern präsent sein als auch in bereits bestehenden n Gebieten eine höhere Dichte erreichen.“

dr. Clemens Pichler, ll.m. Rechtsanwalt Spezialist für Franchise

PraXistiPP Zum ausGleiChsansPruCh Dem Franchisenehmer steht, wie auch klassischen Handelsvertretern und Vertragshändlern, häufig ein Ausgleichsanspruch bei Beendigung seiner Tätigkeit zu. Dieser kann bis zu einer Jahresbruttoprovision oder der Jahreshandelsspanne (jeweils im 5-Jahresdurchschnitt) reichen. Im Vorfeld gibt es jedoch einige rechtliche Fallstricke zu umschiffen. VertraGsbeendiGunG Ob überhaupt ein Ausgleichsanspruch für die gewonnen Stammkunden bzw. Erhöhung des Unternehmenswerts besteht, ist unter anderem von der Vertragsbeendigung abhängig. Wird beispielsweise ohne begründeten Anlass vom Franchisenehmer eine Kündigung ausgesprochen, würde dadurch der Ausgleichsanspruch verloren gehen. Eine ausgleichsanspruchswahrende Eigenkündigung ist mitunter auch wegen Krankheit oder Alters möglich. Im Hinblick auf den Ausgleichsanspruch ist eine einvernehmliche Vertragsbeendigung für den Franchisenehmer ideal. Dabei handelt es sich immer um eine ausgleichsanspruchswahrende Beendigungsform. beweise sammeln Bei Franchisenehmer und Vertragshändler wird das Handelsvertretergesetz nur in Analogie angewandt. Vor Gericht ist die „handelsvertretergleiche“ Vertriebsstruktur wesentlich. Konkret sollten die Vorgaben des Vertriebssystems und Weisungen im Vorfeld dokumentiert werden, um dies im Ernstfall nachweisen zu können. Umgekehrt gilt für den Unternehmer, umso mehr Freiheiten und Entscheidungsspielraum er seinen Franchisenehmern bzw. Vertragshändlern gewährt, umso eher entfällt die Verpflichtung zur Zahlung eines Ausgleichsanspruchs. unternehmerVorteile Der Ausgleichsanspruch dient als Ausgleich für die über das Vertragsverhältnis fortbestehenden Unternehmervorteile. Damit diese Unternehmervorteile im Gerichtsverfahren dargelegt werden können, ist das Sammeln bzw. Aufbewahren von Kundendaten wichtig. Für den Prozesserfolg ist eine lückenlose Dokumentation maßgeblich. Je nach Vertriebssystem besteht auch die Möglichkeit nach Vertragsbeendigung Rechnungslegung zu verlangen, damit der Ausgleichsanspruch der Höhe nach überhaupt berechnet werden kann.

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besonders wichtig: Nichts unterschreiben, was nicht zuvor vom Anwalt geprüft wurde. Eine unbedachte Formulierung oder eine missverstandene Passage könnte dazu führen, dass der Franchisenehmer seinen Ausgleichsanspruch verliert. Umgekehrt muss sich der Unternehmer bereits im Vorfeld Gedanken machen, wie er sein Vertriebssystem nicht nur vertraglich gestaltet, sondern auch tatsächlich gelebt haben will. Durch zu enge Vorgaben entsteht dem Vertragspartner nämlich mitunter ein nicht unerheblicher Ausgleichsanspruch.


Wirtschaft Po rträt

Horst Hochstöger: „Fast die Hälfte der Unternehmer verspürt Risiken von innerhalb der Firma“

„Wer Risiko minimiert, schläft besser“ Horst Hochstöger will mit Value Tuning Business Partners Unternehmer von unnötigen, aufreibenden und demotivierenden Risiken befreien – und damit einen Beitrag dazu leisten, dass seine Kunden freier, selbstbestimmter und sicherer durch die Gewässer der Wirtschaft steuern können. Text Harald Hornacek

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iel Arbeit, wenig Brot, und dazu eine Menge Hausaufgaben. So pointiert fasst Horst Hochstöger, Geschäftsführer und Gründer von Value Tuning Business Partners, die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema „Unternehmerisches Risiko in KMU Ost-Österreichs“ zusammen. Die Studie wurde von ihm und seinem Team zwischen Dezember 2012 und März 2013 in Betrieben aus Gewerbe, Handwerk und Industrie in Wien, NÖ und Burgenland durchgeführt. Für Hochstöger war diese Umfrage zugleich auch eine Basis für das, was er nun Klein- und Mittelbetrieben fokussiert anbietet: „Mein Unternehmen zeigt vor allem für KMU auf, wie diese ihr unternehmerisches Risiko mittels einer zielgerichteten Unternehmensführung minimieren können. Zielgruppe sind dabei die Geschäftsführer, insbesondere in den Bereichen Handel, Gewerbe, Industrie, Handwerk. Denn ich stelle immer wieder fest, dass oftmals die Probleme in der Unternehmensführung liegen und damit auch das Verfehlen des gewünschten Unternehmenserfolges bedingen“, ist Hochstöger überzeugt. Die Studienergebnisse geben ihm recht, denn mehr als die Hälfte der Firmen erreicht laut dieser Analyse ihre Ziele nicht.

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Zwei von drei Unternehmern sind zufrieden mit der Zielerreichung bei ihrer persönlichen Gesundheit, den Mitarbeitern und der unternehmerischen Unabhängigkeit. Jeder zweite Unternehmer arbeitet mehr als geplant und erreicht finanzielle Ziele nicht! Und sechs von zehn Unternehmern verfehlen selbstgesteckte Wachstums- und Innovationsziele. Dabei liegen die Risiken oft in der eigenen Firma. „Nur ein Drittel der befragten Firmenchefs sieht sich von Risiken von außerhalb des Unternehmens bedroht. Allgemeines wirtschaftliches Klima, Mitbewerber und der Arbeitsmarkt sind also unter Kontrolle“, betont Hochstöger. „Fast die Hälfte der Unternehmer verspürt hingegen Risiken von innerhalb der Firma.“ Insbesondere Prozesse, Abläufe, Strategie, Organisation, aber auch IT würden den Chefinnen und Chefs Kopfschmerzen bereiten. Außerdem kämpfe jeder Zweite mit unsicheren Kundenbedürfnissen. Sowohl Produkte als auch Service werden als Quelle für Risiken gesehen.

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Vorsicht – Tugend oder Fluch? Acht von zehn Unternehmern bezeichnen ihre Einstellung zu Risiko als vorsichtig, hat Hochstöger


Foto: Franz Helmreich

herausgefunden. „Wahrgenommenes Risiko wird von rund 70 Prozent mit Annahmen abgesichert, welche sich auf ein Maximum an Information stützen. Das Ziel riskanter Entscheidungen ist neun von zehn Unternehmern klar, wobei nicht immer der Nutzen der Alternativen auf dem Tisch liegt“, weiß der Experte. Seine Lösung für diese Probleme ist so einfach wie unmissverständlich: „Die Chancen liegen im Unternehmen!“ Die Unternehmer kennen zwar, stellt Hochstöger immer wieder fest, ihre Risikofaktoren. „Tagesgeschäft, Alltagsprobleme und Dringendes erschweren allerdings die nötige, gezielte Unternehmensführung. Die wenigsten nehmen sich die Zeit, ihre Gedanken in eine Struktur zu bringen, mit den Mitarbeitern gemeinsam die Probleme anzugehen und zu lösen.“ Der Experte rät zu einer fokussierten Herangehensweise: „Zeit nehmen, Probleme analysieren, Lösungen implementieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass externe Unterstützung den Unternehmern und damit dem gesamten Betrieb viel Zusatznutzen bringt. Strukturiertes, methodisches Vorgehen bringt schnelle Ergebnisse und eine Entlastung der Unternehmer.“ Im Konzern gelernt Horst Hochstöger selbst ist gelernter Chemiewerker und hat sich über zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bis in hohe Managementpositionen hinaufgearbeitet. So war er u.a. bei der Borealis AG im Rahmen des Sales & Operations Planning für die Produktions- und Verkaufsplanung verantwortlich und führte mehr als 100 Mitarbeiter. „In dieser sehr international ausgerichteten Position habe ich beste Verbindungen etwa nach Abu Dhabi oder Singapur aufgebaut“, blickt er zurück. Aber der Wunsch zur Selbständigkeit schlummerte schon immer in ihm, und irgendwann sah er, dass er – trotz seiner hohen Position – in seinen

Entscheidungsspielräumen relativ schnell an Grenzen stieß. „So faszinierend und herausfordernd der Job auch war, vor allem wegen der Internationalität der Aufgabe, so wichtig war es mir an einem bestimmten Punkt in meinem Leben, einen Neustart zu machen. Und dabei ging es mir von Anfang an darum, KMU zu unterstützen und ihnen – auch ausgehend von dem Wissen, das ich mir angeeignet hatte – zu mehr Schlagkraft zu verhelfen.“ So konzentriert sich Hochstöger heute auch auf Einzeltrainings, die stunden- oder tageweise durchgeführt werden können. „Oftmals werden zwar die Symptome eines Problems, aber nicht die Ursache erkannt. Ziel muss daher sein, das unternehmerische Risiko zu minimieren – und genau hier sehe ich noch sehr viele Möglichkeiten, gerade im KMU-Umfeld. Auch ein Geschäftsführer oder Inhaber eines KMU sollte Zeit für sich haben und kann einen Betrieb führen, der reibungslos läuft. Auf den Punkt gebracht: Unternehmer, die ihr n Risiko minimieren, schlafen besser!“

Value Tuning Business Partners Gründer, Geschäftsführer: Horst Hochstöger Rechtsform: einge-tragenes Unternehmen Spezialität: Expertise im Management von unternehmerischem Risiko Zielgruppe, Kunden: Geschäftsführer von KMU (Handel, Industrie, Handwerk, Gewerbe) www.valuetuning.at

So minimieren Sie Ihr unternehmerisches Risiko 5 Praxistipps von Horst Hochstöger, Geschäftsführer Value Tuning Business Partners • Seien Sie Unternehmer: Konzentrieren Sie sich auf die Entwicklung Ihres Unternehmens als Ganzes. • Delegieren Sie das Tagesgeschäft weitgehend an Ihre Mitarbeiter – aber sorgen Sie dafür, dass die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz sitzen. • Sorgen Sie dafür, dass alle Ihrer Mitarbeiter wissen, in welche Richtung Sie Ihr Unternehmen lenken. • Schaffen Sie notwendige Strukturen für die Routineaufgaben in Ihrem Geschäft. Sie werden sehen, das schafft Freiräume für wichtige Dinge. • Wenn es zu Problemen kommt, finden Sie die wirklichen Ursachen dafür: Lassen Sie sich nicht von Symptomen leiten, finden und beseitigen Sie die Wurzeln des Problems.

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Neben dem Wissen sind auch Kompetenzerweiterung und Praxistransfer gefragt

Wissen allein reicht nicht Text Andrea Jindra

Astrid KleinhannsRollé, WU Executive Academy: „Die Qualität der Präsenz ist sehr hoch“

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ür Anbieter von hochpreisiger Weiterbildung wird es daher zukünftig noch wichtiger, einen Mehrwert anzubieten, der über das reine Vermitteln von neuen Fachinhalten hinausgeht und dem Bedarf der Teilnehmenden und Unternehmen nach praxisorientiertem und unmittelbar anwendbarem Wissen gerecht wird. Zertifizierungen Ein starker Trend, der sich bereits seit einigen Jahren abzeichnet, ist die hohe Nachfrage nach zertifizierten Aus- und Weiterbildungen. „Bewerber wollen den Nachweis für ihre Jobsuche erbringen. Aber auch Unternehmen buchen für ihre Mitarbeiter eher Kurse und Lehrgänge, die auch einen Befähigungsnachweis oder anerkannten Abschluss bieten, da sie ihre Investitionen in die Weiterbildung dadurch eher bestätigt sehen“, schildert Gabriele Kolibal, Leitung Aus- und Weiterbildung des WIFI Wien. Um der Nachfrage nach zertifizierten Weiterbildungen gerecht

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zu werden, weitet das WIFI Wien die Angebote immer weiter aus. Neben Ausbildungslehrgängen mit Diplom, einem WIFI-Zeugnis oder einer international anerkannten Zertifizierung im ITBereich finden sich auch akademische Abschlüsse im WIFI-Programm. Kooperationen Vermehrt feststellbar sind in den letzten Jahren auch Kooperationen von Weiterbildungsanbietern. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Programme inhaltlich breiter aufzustellen oder einen akademischen Partner für die Zertifizierung zu haben. Bereits seit einigen Jahren bietet das Continuing Education Center (CEC) der Technischen Universität Wien den General Management MBA. Petra Aigner, Managing Director des CEC, über die Zielsetzung: „Bei dem sehr erfolgreichen MBAProgramm bringt die Donau-Universität Krems ihre mehr als zehnjährige Erfahrung in der Managementausbildung ein, während die TU Wien die

Fotos: Getty Images, Christina Häusler, beigestellt

Johann Wolfgang von Goethe hat geschrieben: „Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“ Dieses Zitat ist gerade in der beruflichen Weiterbildung so aktuell wie nie zuvor.


CONTINUING EDUCATION CENTER

Kompetenz der Wirtschaftsausbildung im technischnaturwissenschaftlichen Bereich beisteuert.“ Die Business School der Universität Salzburg, die SMBS, setzt bei ihrem MBA-Programm auf die seit 30 Jahren praxiserprobten Management-Grundsätze der Malik Management Systeme. „In das Curriculum des MBA ist das System des Managementexperten Dr. Fredmund Malik in den Lehrveranstaltungen zur Strategie, Struktur und Kultur der Unternehmen bzw. zur Wirksamkeit einer Führungskraft integrativ aufgenommen“, berichtet Thomas Berner, Leiter Marketing & PR der SMBS. Auch im Bereich der kompakten Lehrgänge gibt es Beispiele von langjährig erfolgreichen Kooperationen. So bietet Confare gemeinsam mit der Alpen-AdriaUniversität Klagenfurt den „Zertifizierten Lehrgang – ProduktionsleiterIn“. „Prozesskompetenz wird stark nachgefragt, da sich das Prozessdenken über das ganze Unternehmen erstreckt“, erklärt Michael Ghezzo, Geschäfsführer von Confare. „Neben dem Fachwissen bietet der Lehrgang auch eine akademische Bestätigung, die durchaus karrierefördernd ist.“

Technische Universität Wien Postgraduale Weiterbildung

General Management MBA

Internationalität Durch Kooperationen mit international renommierten Hochschulen versuchen die heimischen MBAAnbieter, den internationalen Herausforderungen im Management gerecht zu werden. Mit dem „International Executive MBA“ bietet die SMBS ein berufsbegleitendes Studium, das zu mehr als 50 Prozent an internationalen Studienorten in Russland, China, Asien, England und den USA absolviert wird. Thomas Berner: „Wir forcieren kein Buch-Wissen, sondern vermitteln anwendbare Managementpraxis. Bei den internationalen Kompetenzen gilt, dass die Do’s, Don’ts und No-Go’s im internationalen Umgang erst dann ihreWirkung entfalten, wenn sie am eigenen Leib verspürt werden.“ Auch die WU-Executive Academy setzt auf Internationalität und virtuelle Teamarbeit. Beim Global EMBA arbeiten die lokalen Studierenden mit Teilnehmern aus China und den USA in virtuellen Teams an einem gemeinsamen Projekt. Bei der Ergebnispräsentation im Präsenzmodul sehen sich die Teams dann zum ersten Mal persönlich. Astrid Kleinhanns-Rollé, Managing Director der WU Executive Academy:

Professional MBA Automotive Industry Professional MBA Entrepreneurship & Innovation Professional MBA Facility Management MSc Economics MSc Engineering Management MSc Environmental Technology & International Affairs MSc Immobilienmanagement & Bewertung MSc Renewable Energy in Central & Eastern Europe MEng International Construction Project Management MEng Membrane Lightweight Structures MEng Nachhaltiges Bauen ULG Enterprise Risk Management ULG Essentials of M&A for Practitioners ULG Immobilienwirtschaft & Liegenschaftsmanagement ULG Industrial Engineering

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Gabriele Kolibal, WIFI Wien: „Wichtig ist die sichtbare Kompetenzerweiterung“

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Technische Universität Wien Continuing Education Center Operngasse 11 • A-1040 Wien T +43/(0)1/58801-41701 office@cec.tuwien.ac.at cec.tuwien.ac.at


Wirtschaft Au s- u n d W ei terbi ldu ng

Sandra Prandtner, WIFI Management Forum: „Führungskräfte wollen Zusatzkompetenzen in kurzer Zeit erwerben“

Thomas Berner, SMBS: „Wir forcieren kein Buch-Wissen, sondern anwendbare Managementpraxis“

Hubert Biedermann, Montanuniversität Leoben: „Wir legen hohen Wert auf Anwesenheit“

Faktor Zeit Sowohl von den Teilnehmenden als auch von den Unternehmen werden immer mehr zeitlich kompakte Weiterbildungen nachgefragt. „Gerade Führungskräfte wollen Zusatzkompetenzen und aktuelles Wissen in kurzer Zeit und so effizient wie möglich bekommen“, erklärt Sandra Prandtner, Leiterin des WIFI Management Forums. Im Programm finden sich daher kompakte Formate in Form von Tages- und halbtägigen Seminaren. Bei der inhaltlichen Gestaltung legt das WIFI Management Forum den Fokus auf Tools, die Führungskräfte umgehend in der Managementpraxis umsetzen können. „Um den Kompetenztransfer nachhaltiger zu machen, gibt es bei uns auch die Möglichkeit, nach einem Seminar ein individuelles Follow-up mit dem Trainer zu buchen“, so Prandtner weiter. Um die Planbarkeit zu erhöhen, werden bei ausgesuchten Seminaren auch Durchführungsgarantien ausgesprochen. Präsenz Einen hohen Wert legen die heimischen Anbieter auf die Präsenz während der Weiterbildung. Bei der SMBS steht im Präsenzunterricht die Anwendung der Management-Inhalte durch Case Studies und Business Cases im Vordergrund. „Lernen kann nur im direkten Austausch zwischen Professor und Studierenden entstehen. Deshalb sollen unsere Studierenden herausgefordert werden, um so neue Inhalte und Kompetenzen integrieren zu können“, so Marketingleiter Thomas Berner. Auch die auf den Bedarf der Industrie spezialisierte Montanuniversität legt den Schwerpunkt auf die Präsenzphase. Bei den Programmen stehen die Präsenztermine bereits langfristig fest, damit eine gute Planbarkeit gegeben ist. Hubert Biedermann, Lehrgangsleiter des MBAProgramms „Generic Management“ und Leiter des Departments für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften an der Montanuniversität Leoben: „Wir legen hohen Wert auf Anwesenheit, da der Austausch und die Diskussion von vielen Programmen von der Anwesenheit lebt. Die Vorbereitungen erfolgen dann individuell.“ Die WU Executive Academy setzt auf eine 50/50-Quote bei der Präsenz. So werden rund 50 Prozent des Gesamtaufwandes durch das Lernen der Inhalte und die Bewältigung von Gruppenaufgaben in vor- und nachgelagerte Phasen gelegt. In den Präsenzmodulen stehen dann die Diskussion und Reflexion sowie der Erfahrungsaustausch auf dem Programm. „Durch die Seniorität, Internationalität und die Vielfalt an Branchenerfahrungen der Studierenden ist

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die Qualität der Präsenz sehr hoch“, so Astrid Kleinhanns-Rollé. „Wenn die Lerndidaktik richtig aufgebaut ist, dann sind die Teilnehmenden gleich wichtig wie die Vortragenden.“ Obwohl der Präsenzanteil aufgrund der Nachfrage noch sehr hoch ist, denkt Kleinhanns-Rollé bereits über MBA-Programme für die neue Generation nach, die einen höheren Online-Anteil haben sollen. Neue Medien Dass neue Medien zukünftig einen festen Platz in der Weiterbildung einnehmen werden, ist mittlerweile unbestritten. Einige Anbieter setzen die neuen Technologien auch bereits mit Erfolg ein. So hat die TU bereits 2012 mit dem Ausrüsten der Studierenden mit Apple iPads eine Vorreiterrolle im deutschsprachigen Raum eingenommen. Das gesamte Studienmaterial wird digital über eine Lernplattform zur Verfügung gestellt. „Damit wird ein vollkommen papierloses Studium gewährleistet, bei dem die Studierenden von überall auf Lernunterlagen und aktuelle Informationen zugreifen können“, berichtet Petra Aigner vom CEC stolz. Auch das WIFI Wien ergänzt den PräsenzUnterricht bereits mit eLearning und BlendedLearning-Angeboten. Zum Kennenlernen des Angebots gibt es auch kostenfreie inhaltliche Inputs in Form von Podcasts. Praxistransfer So sind sich alle befragten Anbieter einig, dass sich der Nutzen der Weiterbildung erst erschließt, wenn die Anwendbarkeit des Gelernten in der Praxis gegeben ist. „Weiterbildung ist dann erfolgreich, wenn nicht nur Wissen transportiert wird, sondern sie dazu beiträgt, Verhalten nachhaltig zu verändern“, ist Michael Ghezzo von Confare überzeugt. „Wissen holt man sich gratis im Internet, aber das ‚Gewusst wie‘ ist entscheidend.“ Gabriele Kolibal vom WIFI Wien ergänzt: „Wichtig ist die sichtbare Kompetenzerweiterung – vielleicht sogar mit einem entsprechenden Nachweis und der unmittelbaren Umsetzung. Unternehmen wollen n eben einen Return-on-Investment.“

Petra Aigner, Continuing Education Center (CEC) der TU Wien: „Wir haben ein vollkommen papierloses Studium“

Fotos: Sabine Klimpt, Bernd Suppan, beigestellt

„Diese Aufgabe stellt für viele eine enorme Herausforderung an die eigene Kommunikation und Persönlichkeit dar.“


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W IRTSCHAFT Po rträt

Josef Unger: „Termintreue, Zuverlässigkeit und Qualität, das sind die wichtigsten Eigenschaften, auf die heute Auftraggeber Wert legen“

Von der Bedeutung des Wohlfühlfaktors Josef Unger machte aus einem kleinen Familienbetrieb einen weltweit agierenden Stahlbaukonzern. Sohn Matthias will die Erfolgsgeschichte fortsetzen – und dazu haben Vater und Sohn sehr klare Vorstellungen. Was macht für Sie die Stärke eines Familienunternehmens aus? Matthias Unger: Wir haben kurze Entscheidungswege, klare Strukturen, flache Hierarchien und eine sehr starke persönliche Identifikation mit dem Unternehmen, die familienfremde Manager in dieser Intensität nicht haben können. Wir hängen im wahrsten Sinne des Wortes mit Herzblut drinnen. Josef Unger: Ich muss da ein bisschen weiter ausholen. Unser Unternehmen, wie wir es heute sehen, ist ja nicht über Nacht entstanden. Der Betrieb wurde 1952 von meinem Vater als Schlosserei gegründet, ich bin ja bereits die zweite Generation. Mein Vater hat mich damals nicht gezwungen, das Unternehmen zu übernehmen, und ich hatte die Chance, viel zu versuchen und auszuprobieren. Ich war viel unterwegs, habe studiert, auch andere Branchen als den Stahlbau näher angesehen. Und ich war – das erzähle ich eigentlich so gut wie nie! – auch Beamter. Ich habe die Dienstprüfung und auch andere Ausbildungsmaßnahmen gemacht. Der öffentliche Dienst war eine schöne Herausforderung und eine lehrreiche Zeit, in der ich viele Erfahrungen sammeln konnte, aber es war nicht das, was ich auf lange Sicht machen wollte.

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Wann reifte in Ihnen der Entschluss, Unternehmer sein zu wollen? Josef Unger: Wir hatten damals fünf Mitarbeiter. Ich habe mich ein Jahr dienstfrei stellen lassen und dann meinem Vater im Betrieb noch mehr geholfen, als ich bereits früher gemacht hatte. Mir war sehr rasch klar: Die Strategie für unser Unternehmen kann nur sein, vorwärtsgerichtet zu denken und zu handeln, also expansiv. Und so habe ich mich dann mit ca. 30 Jahren für die Unternehmerlaufbahn entschieden. Eine sichere Stellung aufgeben, das würde vielleicht nicht jeder wollen. Wie haben damals die Eltern, aber auch Ihre Gattin reagiert? Josef Unger: Mein Vater meinte: Mach es, wenn du davon überzeugt bist! Meine Mutter war eher die Vorsichtige. Aber sie haben mich immer beide unterstützt. Und natürlich, das war ganz wichtig, war auch meine Frau an meiner Seite und hat jede Entscheidung mitgetragen. Man kann solche Wege nur gehen, wenn auch die Partnerin und die Familie mitziehen. Sie haben sich dann rasch hohe Ziele gesetzt ... Josef Unger: ... das muss man als Unternehmer auch! Wir haben uns jährlich durchaus ambitionierte

Foto: DAVID SAILER

Interview Harald Hornacek


Ziele gesteckt. Der erste große Schritt war sicherlich der Grundstückskauf und der Neubau in Oberwart. Zuvor war der Betrieb ja im Elternhaus angesiedelt. Aber da wir immer größer wurden, war der Schritt logisch und nötig. Erste überregionale Bekanntheit haben wir dann mit dem Davis Cup 1994 in Unterpremstätten erlangt: Wir haben die Halle in nur wenigen Wochen aufgebaut und damals als noch relativ kleine Firma eine sehr starke Bekanntheit erlangt. Matthias Unger: Unterpremstätten war eines dieser Beispiele, wo man gesehen hat: Bei Unger steckt eine Person, eine Familie dahinter. Mein Vater hat damals die Geschäftspartner nach Oberwart eingeladen. Und der Veranstalter hat bei uns im Headquarter gesehen, was in Oberwart auf die Beine gestellt wurde und wie wir arbeiten, und ist von der Termintreue überzeugt worden. Wie haben Sie eigentlich die Kindheit in einer Unternehmerfamilie erlebt? War die Firma immer Tischgespräch, gab es auch firmenfreie Tage? Matthias Unger: Man bekommt natürlich in einem Familienbetrieb alles mit. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als kleiner Bub mit dem Fahrrad über unser Betriebsgelände geradelt bin. Aber meine Eltern haben immer Wert auf Familienleben gelegt. Ich hatte eine ganz gewöhnliche Kindheit, wie die anderen Kinder auch. Der Betrieb hat mich aber schon von Kindesbeinen an fasziniert. Ich bin mit dem Geruch von Stahl aufgewachsen. Herr Unger, wann haben Sie erkannt, dass Sie den Betrieb, der ja immer größer wurde, nicht mehr allein führen können, ohne die Familie oder sich selbst zu überfordern? Josef Unger: Wir hatten damals erste große internationale Referenzkunden wir beispielsweise Coca-Cola gewinnen können. Das waren natürlich sehr wichtige Schritte in der Unternehmensentwicklung. Als wir dann in Oberwart bereits über 20 Leute hatten, habe ich nach wie vor alle wesentlichen Tätigkeiten selbst gemacht – Kundenbetreuung, Verkauf, Projektplanung, Rechnungslegungen, Einkauf und vieles mehr. Ich habe dann gesehen, dass auch ein 16-bis-17-Stunden-Tag für all das längst nicht mehr ausreicht. Und so habe ich dann die erste Administrativkraft aufgenommen, einen technischen Zeichner. Ich habe aber auch sehr viel Zeit dafür verwendet, mich selbst weiterzubilden. Das ist mir sehr wichtig. Man kann nur erfolgreicher werden, wenn man immer am Ball bleibt und die Nase vorne hat. Und wie kam es dann zur internationalen Expansion? Josef Unger: Ungarn war der erste internationale Markt. Es liegt nahe Oberwart, ist daher logistisch günstig. Und wie so oft waren es Metro und andere Handelsketten, die neue Märkte als Erste besetzen. Wir haben für diese Firmen bereits in Österreich

gearbeitet und sind somit mit ihnen über die Grenze gegangen. Später kamen dann die automotiven Industrie- und Handelsbereiche dazu. Wir haben allein in Ungarn 700.000 m2 Produktionsflächen errichtet – das ist ein sehr beachtlicher Wert. Die Autoindustrie hat in den 1990er-Jahren sehr viel getan in Ungarn, und wir waren sehr oft involviert. Und wir haben bis heute sehr viele Stammkunden, die auf unser Know-how und unsere Leistung zählen. Das macht mich schon stolz. Hätten Sie im Rückblick gedacht, dass das Unternehmen einmal so groß werden würde, wie es heute ist? Josef Unger: Man kann sich noch so viele Ziele setzen, man muss sie natürlich auch erreichen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so groß werden und so erfolgreich sind. Wir sind heute praktisch weltweit aufgestellt. Wir haben im Vorjahr 60 Jahre Unger gefeiert. Wie sich dieses Unternehmen in den 60 Jahren entwickelt hat, ist mehr als beachtlich.

Unger Steel Group Unternehmen: Ausführende Bauindustrie Mitarbeiter: 1.200 Spezialität: Stahlbau, GeneralunternehmerVerantwortung Umsatz: 215 Millionen Euro www.ungersteel.com

Was hat sich in den rund 30 Jahren, in denen Sie nun bald das Unternehmen führen, am meisten geändert? Josef Unger: Die Zeiten und die Technologien, aber auch die Prozesse und Abläufe haben sich massiv verändert. Ich kannte beispielsweise das Wort „Vertrieb“ in meinen Anfangsjahren gar nicht, es war auch nicht nötig, das zu machen. Heute haben wir einen eigenen, sehr erfolgreichen Vertrieb. Das EBusiness hat die Wirtschaft so verändert, das hätte ich nie für möglich gehalten. Sie müssen heute als Unternehmen immer dranbleiben und sich um jeden Auftrag bemühen. Tempo und Arbeitsweise haben sich sehr verändert. Produktionsweisen, Technologien, Herangehensweisen haben sich geändert. Das Internet hat die Wirtschaft revolutioniert. Und damit müssen wir umgehen, und das tun wir auch.

»Man kann sich noch so viele Ziele setzen, man muss sie natürlich auch erreichen« Wie haben Sie die erste Zeit im Familienunternehmen erlebt? Klassisch mit Ferialjob? Matthias Unger: Ich war schon von klein an viel im Betrieb. Ich habe immer wieder Telefondienst gemacht, während mein Vater im Werk draußen war. Dann war es schon von Vorteil, wenn Kunden anriefen und der Sohn meldete sich. Wie gesagt, auch unsere Kunden schätzen es, dass wir als Familie hinter dem Unternehmen stehen. Und es ist unser Leitmotiv, unsere Kunden zufriedenzustellen. Wir realisieren, was der Kunde wünscht. Ihr Vater hat in rund 30 Jahren ein Weltunternehmen aufgebaut, das Sie in die nächsten 30 Jahre führen sollen. Welche Ziele haben Sie sich gesteckt? Matthias Unger: Wir wollen das führende

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W IRTSCHAFT Po rträt

Ausbildungsvoraussetzungen der Jugend. Insgesamt haben wir immer zwischen 40 und 50 Lehrlinge im Betrieb. Mit der eigenen Akademie bieten wir unseren Mitarbeitern auch die Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung. Auch in Oberwart haben wir bereits einen steigenden Frauenanteil im Unternehmen aufzuweisen. Auch das ist ein Zeichen einer klaren Veränderung in der Wirtschaft. Sie beide führen das Unternehmen gleichberechtigt. Wie groß ist der innere Kreis an Führungskräften, an Leuten, denen Sie besonders vertrauen? Josef Unger: Rund 20 Leute. Wir wollen künftig aber auf 100 kommen.

Stahlbauunternehmen in Europa werden. Das sind wir eigentlich schon. Jetzt wollen wir auch weltweit das kompetenteste Stahlbauunternehmen werden. Dafür wollen wir vor allem die lokalen Infrastrukturen stärken und ausbauen. Unser Geschäft ist global aufgestellt, aber Aufträge werden in der Regel lokal abgewickelt. Die regionale Betreuung ist uns daher besonders wichtig. Josef Unger: Wir müssen heute sehr flexibel agieren. Wir sind heute – als Global Player – an Punkten auf der Welt tätig, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Aktuell betreuen wir einen Auftrag auf den Fidschi-Inseln! Es ist eine der Stärken unseres Unternehmens, stets die richtigen Leute auf dem richtigen Platz zu haben. Termintreue, Zuverlässigkeit und Top-Qualität können Sie nur erreichen, wenn Sie auch die entsprechenden Mitarbeiter haben. Wir haben heute 30 Nationalitäten im Unternehmen! Und durch Kooperationen mit Schulen sichern wir die Ausbildung junger Menschen und für unser Unternehmen den besten Nachwuchs. Matthias Unger: Ich bin ja selbst auf die HTL Pinkafeld gegangen und bin dort auch seit kurzem Vorsitzender der Absolventen-Vereinigung. Wir fördern sehr gerne den Nachwuchs und freuen uns, dass wir auch keine Probleme haben, gute junge Leute zu bekommen. Der Stahlbau ist nach wie vor männerdominiert. Nimmt der Anteil an Frauen im Unternehmen dennoch zu? Matthias Unger: Erfreulicherweise ändert sich das gerade: Wir nehmen jährlich sechs bis sieben Techniker auf, von denen mittlerweile die Hälfte Frauen sind. Da ändert sich doch einiges in den

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Wenn Sie versuchen, die DNA von Unger in ein paar Worte zu fassen – was wären diese Worte? Matthias Unger: Unterstützung durch interne Teamorientierung und Partnerschaft mit den Kunden, Loyalität nach innen und außen, Tatkraft. Und die Beständigkeit mit Unger als Partner. Josef Unger: Vertrauen, Full Service, Wohlfühlfaktor für unsere Kunden, Zufriedenheit mit unserer Qualität und unseren Serviceleistungen. Sie positionieren das Unternehmen verstärkt als Generalunternehmer. Ist das ein Trend, der zunimmt? Josef Unger: Der Trend geht eindeutig in Richtung GU-Seite. Wir sehen hier auch eine unserer größten Stärken: Termintreue, Zuverlässigkeit und Qualität, das sind die wichtigsten Eigenschaften, auf die heute Auftraggeber Wert legen. Uns liegt viel daran, in diesen unseren Kernwerten noch besser zu werden. n

Foto: DAVID SAILER

Matthias Unger: „Wir nehmen jährlich sechs bis sieben Techniker auf, von denen mittlerweile die Hälfte Frauen sind“

In vielen Familienunternehmen scheitert leider der Generationswechsel, weil Eltern und Kinder nicht immer gut miteinander können. Wie ist das bei Ihnen? Streiten Sie miteinander? Matthias Unger: (lacht) Natürlich haben wir auch Diskussionen, aber wir kommen immer wieder zu einer Einigung. Ich werde in den nächsten Jahren sukzessive mehr Verantwortung im Unternehmen übernehmen. So arbeiten wir intensiv an der Umsetzung unser Strategie für die Zukunft. Ein Teil dieser Strategie beinhaltet auch, dass ich in einigen Tochterunternehmen bereits die alleinige Geschäftsführung über habe bzw. teilweise übernehmen werde. Josef Unger: Ich sehe das ganz klar so: Zusammenarbeit ist wichtig, aber man muss die Menschen auch arbeiten lassen. Wir sind heute ein großes Team, in dem es klare Zuständigkeiten gibt. Unsere Kunden wissen, welche Qualität wir bieten: So sind wir beispielsweise führend bei sämtlichen ISOZertfizierungen. Ich bin aber davon überzeugt, dass jeder im Unternehmen Verantwortung übernehmen und tragen muss. Man muss offen sein für Neues, an einem Strang ziehen. Es freut mich, dass viele unserer Mitarbeiter über 20 Jahre dabei sind und nach wie vor aus voller Überzeugung mit uns den Weg weitergehen.


„Erneuern statt besteuern“ Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, fordert einen Abbau der überbordenden Bürokratie und spricht sich gegen neue Steuern aus. Und sie fordert, neue Gesetze auf ihre Standortverträglichkeit zu prüfen. Interview Harald Hornacek

Österreich wählt. Die ÖVP will die Wirtschaft „entfesseln“, die Wirtschaftskammer Wien spricht von einem „Kraftpaket“ für Unternehmer. Wo sehen Sie die fünf wichtigsten Handlungsfelder, um die österreichische Wirtschaft zu stärken? Erneuern statt besteuern muss die Devise sein. Also keine neuen und höheren Steuern sowie eine Senkung der Lohnnebenkosten und die Abschaffung von Bagatellsteuern wie etwa der Werbeabgabe. Weiters ist die überbordende Bürokratie abzubauen. Dazu gehört auch, neue Gesetze auf ihre Standortverträglichkeit zu überprüfen. Darüber hinaus beginnt eine starke Wirtschaft schon in der Schule, daher Bildungspflicht statt Schulpflicht und mehr Wirtschaftswissen und Unternehmergeist ab der Volksschule. Schließlich müssen wir rasch Wachstums- und Beschäftigungsimpulse setzen und neue, attraktive Formen der Unternehmensfinanzierung wie Crowdfunding forcieren.

Foto: Meinrad Hofer

Sie haben sich sehr deutlich gegen weitere Belastungen für Unternehmen ausgesprochen. Welche Ideen aus der aktuellen politischen Diskussion sind Ihrer Meinung nach abzulehnen? Ganz klar die von der SPÖ geforderten Eigentumssteuern ab 150.000 Euro! Sie treffen Menschen, die sich ein Eigenheim erwirtschaftet haben, und Betriebe jeder Größenordnung. Unsere Wirtschaft lebt davon, dass es nicht nur Arbeitskraft und Wissen gibt, sondern auch Eigentum in Form von Maschinen, Immobilien, Computern und so weiter. Allein in Wien ergäbe eine Vermögenssteuer für die Betriebe eine weitere Steuerlast von mindestens 200 Millionen Euro. Das Betriebsvermögen zu besteuern würde dem Wirtschaftswachstum einen massiven Dämpfer bescheren – und die Arbeitslosigkeit deutlich erhöhen. Es ist unverantwortlich, der Wirtschaft neue Lasten aufbürden zu wollen. Die Wirtschaftskammer Wien und Raiffeisen in Wien haben vor kurzem den KMU BonitätsRechner präsentiert. Welche Ziele und Erwartungen verbinden Sie mit diesem neuen Service auf wko.at/ratgeber/kmu-bonitaet? Für viele kleine und mittlere Betriebe wird es aufwändiger, Kredite zu bekommen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich noch präziser auf ein Finanzierungsgespräch bei Banken vorbereiten

müssen. Deshalb haben Wirtschaftskammer Wien und die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien einen kostenlosen KMU BonitätsRechner entwickelt. Dieser gibt den Betrieben erstmals entscheidende Informationen über ihre Bonität und eine Anleitung, wie sie ihr Rating erhöhen können. In einem Abschlussbericht erhält der Unternehmer wichtige Informationen, die für ein darauf folgendes Bankgespräch benötigt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, bei der Realisierung von Verbesserungsmaßnahmen Unterstützung durch erfahrene Unternehmensberater in Anspruch zu nehmen. In Wien sind österreichweit die meisten Headquarters internationaler Konzerne vertreten. Was muss getan werden, um weiterhin als Standort für internationale Konzerne attraktiv zu bleiben? Für viele internationale Konzerne waren die qualifizierten Fachkräfte ausschlaggebend für die Standortauswahl. Uns sagen aber immer mehr Unternehmen, dass sie Schwierigkeiten haben, geeignete, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Wenn wir als Standort weiterhin attraktiv bleiben möchten, muss nun rasch ein zeitgemäßes Bildungssystem umgesetzt werden, das den Anforderungen der heutigen Arbeitswelt entspricht und die Jugendlichen bestmöglich auf die beruflichen Herausforderungen vorbereitet. Entsprechende Vorschläge der Wirtschaftsn kammer liegen auf dem Tisch.

Brigitte Jank, WK Wien, fordert u.a. die Umsetzung eines zeitgemäßen Bildungssystems


Wirtschaft Sic h er h ei t

Wie sicher ist Ihr Unternehmen? Stellen Sie sich diese Frage jetzt und sorgen Sie vor!

Sichere Geschäfte Text Thomas Trimmel

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ie Erfahrungswerte der Landespolizei direktion zeigen: Gewerbeobjekte – von Tabaktrafiken und Handwerksbetrieben über Gaststätten und Lagerhallen bis zu attraktiven Ladengeschäften – sind nach wie vor begehrte Objekte für gezielte Einbrüche. Aber auch Dienstleister in Büros, Praxen und Kanzleien werden immer wieder Opfer krimineller Machenschaften. Trotz der generell rückläufigen Kriminalstatistiken sind es gerade abgelegene Gewerbegebiete und nachts leerstehende städtische Geschäftsgebäude, die aufgrund mangelhafter Sicherheitskonzepte attraktive Einbruchsobjekte darstellen. „Viele Gewerbetreibende sind zunehmend auf das Thema Einbruch

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sensibilisiert und erkennen, dass die von den Versicherungen vorgeschriebenen Mindeststandards – ohne jegliche Form von profunder Sicherheits- und Risikoanalyse – leider nicht immer ausreichend Schutz bieten. Gerade rückwärtige Eingänge, Lieferportale, ungesicherte Personaleingänge, Türen und Fenster überwinden geübte Täter oft in Sekunden“, erklärt der erfahrene Sicherheitsexperte Peter Fürnweger. Schwerwiegende Folgen Die Folgen eines Einbruches können jedoch nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht verheerend sein. Auch die psychologischen Langzeitwirkungen sind für Einbruchsopfer nicht zu

Fotos: Getty Images, beigestellt

Egal ob Rücklagen in bar, wertvolle Geräte oder sensible Daten – erfahren Sie hier, wie Sie Ihre gewerblichen Güter und Immobilien effektiv vor Einbruch und Diebstahl schützen können.


unterschätzen. So haben viele der Opfer noch lange nach dem traumatischen Erlebnis mit einem Verlust des Sicherheitsgefühls und der damit verbundenen inneren Unruhe zu kämpfen. „Eine Einbruchssituation ist immer mit Stress, Ärger und finanziellen Verlusten verbunden. Die Investition in ein bedarfsorientiertes Sicherheitskonzept macht sich somit oft schon nach dem ersten Einbruchsversuch bezahlt“, weiß Christian Sageder, Technischer Einkäufer und Produktmanager von ÖWD Security Systems. Gerade als Unternehmer möchte man diese unnötige Stresssituation vermeiden. Auch in der Kommunikation nach außen kann Sicherheit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden, vor allem wenn es um sensible Daten, Systemsicherheit und Vertrauen geht. So ist bereits heute eine deutliche Steigerung des Bedürfnisses nach Sicherheit unter den österreichischen KMU zu vermerken. Peter Fürnweger resümiert aus seiner langjährigen Erfahrung als Polizei- und Kriminalbeamter: „Aufgrund der seit Jahren hohen Anzahl von Einbrüchen wird es in Zukunft für viele Betriebe unumgänglich sein, ein fixes Budget für sicherheitsrelevante Maßnahmen einzuplanen.“ Doch woher bekommt man das passende Sicherheitskonzept? Nach welchen Kriterien bewertet man? Um Ihnen diese Fragen zu beantworten und Ihnen einen Überblick über die komplexe Thematik Sicherheit in Gewerbeimmobilien zu ermöglichen, haben wir auf den folgenden Seiten einen informativen Sicherheitsleitfaden für Sie zusammengestellt.

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Analyse Jede Arbeitssituation stellt andere Anforderungen an die Sicherheit. In einer denkmalgeschützten Altbauwohnung wird idealerweise eine Funkalarmanlage, in einem neu errichteten Bürogebäude eine verkabelte Anlage, eventuell auch ein Zutrittssystem installiert. Aufgrund der großen Bandbreite an Objekten muss also zwischen den einzelnen Immobilienformen differenziert

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Wirtschaft Sic h er h ei t

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Planung Für eine detaillierte Planung müssen die Sicherheitssysteme aufeinander abgestimmt werden. „Die Zielsetzung der einzelnen Komponenten ist hier jedoch ganz unterschiedlich. Während die elektronische Absicherung alarmiert und aufzeichnet, dient die mechanische Absicherung der Einbruchsverhütung, weil es dem Einbrecher (zu) schwer gemacht wird einzudringen“, beschreibt Thomas Ollinger, Managing Director ABUS Austria, wesentliche Systemunterschiede. Im Idealfall wird der Sicherheitsexperte bereits in der Bauphase zu Rate gezogen, aber auch nachträglich installierte Konzepte ermöglichen hohe Sicherheitsstandards. Durch den Einsatz moderner Netzwerktechniken und M2M-Kommunikation (Machine to Machine) können vielfältige Melder und Sensoren sowie hochauflösende Videoüberwachungssysteme ohne Strom- und Festnetzanschluss flexibel installiert und realisiert werden. „Hier sind die Telcos, vor allem was die Infrastruktur betrifft, ein wesentlicher Treiber des Fortschritts“, stimmt Phat Huynh, Geschäftsführer der Telekom Austria Group M2M, zu. Neben den technischen Detaillösungen und Verknüpfungen wird in der Planungs-

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(v.l.n.r.) Albert Hollweger, Clemens Chwoyka und Hans Georg Chwoyka bilden die Geschäftsführung von ÖWD Security & Service

phase auch die wesentliche Ausrichtung und Integration der Anlage bestimmt. Zwischen dezent und unauffällig bis groß und abschreckend sind unzählige Abstufungen möglich. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die abschreckende Wirkung von sichtbaren Alarmleuchten, Sicherheitsaufklebern, Wachdiensten etc. durchaus von Vorteil ist. „Leider entscheiden sich in der Praxis jedoch viele Unternehmer auf Kosten der Sicherheit für eine elegantere, designorientierte Lösung. So werden beispielsweise Auslagen nicht mit den notwendigen Glasbruchmeldern versehen – Optik vor Sicherheit ist leider oft das Credo“, stellt Christian Sageder fest. Mechanische Sicherung Professionelle Einbrecher nutzen gekonnt Konstruktionsschwächen (Aushebeln) und materielle Schwachstellen (Türblatt oder Türrahmen, Fensterglas), um sich schnellstmöglich Zutritt zu verschaffen. So werden die häufigsten Einbrüche nach wie vor mit roher Gewalt durchgeführt. Je schneller, desto besser. Hier bieten nur massive, mechanische Sicherungen Schutz vor gewaltvollem Eindringen. Diese reichen von der klassischen Sicherheitstür mit Schutzbeschlägen und Zylinderabdeckung (ab Widerstandsklasse III), hochwertigen Sicherheitsfolien (VSG-Glas) bis zu einbruchhemmenden Verriegelungen von Fenstern und Lichtschachtabdeckungen aus Glasstahlbeton u.v.m. „Oft lassen sich Einbrecher jedoch schon durch einfache, aber höchst wirkungsvolle technische Sicherungen von ihrem kriminellen Vorhaben abhalten“, berichtet Martin Karall, Geschäftsführer Karall & Matausch Security. Um den Schutzfaktor weiter zu steigern, können diese Sperren auch mit aktiven Kontakten (Magnet, Vibration, Infrarot etc.) kombiniert werden. Sobald einer dieser Kontakte unterbricht, wird ein Signal an die gekoppelte

Fotos: ÖWD/Kois, beigestellt

Thomas Ollinger, Managing Director ABUS, liefert als Hersteller die notwendige Technik für die Objektsicherheit

werden. „Aber auch die Tätergruppen unterscheiden sich in der Art der Tathandlung. Entweder sie versuchen es mit roher Gewalt – Sprengen, Eindrücken mit Fahrzeugen oder Einschlagen. Oder sie sind hoch technisiert, fangen Signale ab und manipulieren die IT. Die dritte Gruppe setzt auf die Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens, um an notwendige Informationen wie Codes und Kontrollzeichen zu kommen“, weiß Peter Fürnweger. Eine fachmännische Situationsanalyse hilft, strategische, aber auch bauliche Schwachstellen zu identifizieren und gezielt abzudecken. Dazu gehören klassisch Türen, Fenster, Dächer, Glasfronten, Stromversorgung, aber auch schwer einsehbare Hinter- oder Kellereingänge. Ein effektives System ist nicht notgedrungen eines der teuersten. Die allgemeine Qualität und Kompatibilität der eingesetzten elektronischen und mechanischen Systeme ist jedoch entscheidend. Überprüfen Sie, ob Ihr Anbieter und die angebotene Sicherheitsausrüstung auch qualifizierte Zertifikate besitzen. Versuchen Sie selbst eine kurze Statusanalyse durchzuführen, oft können einfache Fehler dadurch bereits vermieden werden. Checklisten dazu finden Sie unter anderem auf der Website des Verbandes der Sicherheitsunternehmer Österreich (www.vsoe.at) sowie der Website des Sicherheitstechnikspezialisten ABUS (www.abus.com). Von dem Ergebnis der (professionellen) Schwachstellenanalyse ausgehend kann mit einer detaillierten Planung des Sicherheitssystemes begonnen werden.

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PROMOTION

Kapsch schützt sensible Daten in Hochsicherheits-Rechenzentrum earthDATAsafe: Kapsch-Kunden nutzen Shared Infrastructures in Österreichs sicherstem Rechenzentrum Das von Kapsch BusinessCom betriebene Hochsicherheits-Rechenzentrum earthDATAsafe, geschützt durch die Gesteinsmassen der steirischen Alpen bietet als integraler Bestandteil der Kapsch Shared-InfrastructureStrategie, höchste Sicherheit für empfindliche Unternehmensdaten. Die Server befinden sich in einem weitläufigen Tunnelsystem, abgeschirmt von elektromagnetischen Störungen und geschützt vor unerwünschten Zugriffen durch Dritte oder äußeren Umwelteinflüssen. Welche zerstörerische Gefahr für IT Infrastruktur und Unternehmensdaten von Naturkatastrophen ausgeht, wurde kürzlich wieder schmerzhaft in Erinnerung gerufen. „So schlimm die Beschädigung des Unternehmenssitzes ist, kann dieser in der Regel doch wieder saniert werden. Der Betrieb kann mit verkraftbaren Einschränkungen aufrechterhalten werden. Wenn die IT-Infrastruktur geschädigt wird, oder Daten gänzlich verloren gehen, hat das viel tiefgreifendere Auswirkungen“ erörtert Jochen Borenich, COO von Kapsch BusinessCom die oftmals unterschätzten Risiken beim Betrieb der IT-Infrastruktur. Abgesehen von den sicherheitsrelevanten Aspekten, bringt die Shared Infrastructure im earthDATAsafe auch wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen. Die hohe Flexibilität des Systems ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen. Die Kapazitäten können bei Bedarf rasch und unkompliziert ergänzt oder auch verringert werden. Die Kunden bezahlen nur, was auch tatsächlich benötigt wird - was enorme Kostenvorteile bringt. „Die von Unternehmen in-house betriebenen IT-Lösungen sind oft überdimensioniert, weil sie auf Nutzungsspitzen ausgelegt sind. Rund 75 Prozent der verfügbaren Hardware bleiben dabei gänzlich ungenützt“, erklärt Borenich. earthDATAsafe – Österreichs sicherstes Rechenzentrum Rund 350m tief im Berg, geschützt von 150 Metern massivem Fels liegt das Herz der Kapsch Shared Infrastructure. Die Datacenter-Zellen befinden sich in einem Stollensystem mit einer Gesamtlänge von 900 m und einer Fläche von 4.000 m². Der Zutritt ist ausschließlich autorisierten Personen, über ein mehrstufiges Sicherheitssystem mit acht Schleusen, gestattet. Videoüberwachung und ein modernes Brandschutzsystem, gehören ebenso zur Sicherheitsausstattung wie die Anbindung an redundante Datennetzanbindungen und Energiesysteme. Ein Notstromaggregat gewährleistet den ausfallsfreien Betrieb. Hochspezialisiertes

Fachpersonal, eigens entwickelte Sicherheitssoftware, die permanente Überwachung der Firewall und weitere Sicherheitskomponenten schützen die sensiblen Daten vor ungewünschten Zugriffen durch Dritte. Vertrauensvolle und oftmals schon sehr lange Kundenbeziehungen sind wichtige Argumente für Unternehmen, Kapsch mit dem Betrieb von IT-Lösungen zu betreuen und hochsensible Daten im earthDATAsafe zu lagern. Datenhaltung, Datenübertragung und Datenverarbeitung erfolgen in Österreich und nicht in der Cloud eines internationalen Konzerns. Kapsch BusinessCom – ein Unternehmen der Kapsch Group – ist mit 1.400 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 300 Millionen Euro einer der führenden ICT-Servicepartner in Österreich, Zentral- und Osteuropa. Eingebettet in die Kapsch Unternehmensgruppe agiert Kapsch BusinessCom weltweit mit eigenen Niederlassungen in Österreich und mit Gesellschaften in Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen. Das Gesamtlösungsportfolio des Unternehmens deckt sowohl Informationstechnologie als auch Telekommunikation ab. Kapsch positioniert sich daher als ICT-Servicepartner. Neben der Systemintegration und der kontinuierlichen Optimierung übernimmt Kapsch BusinessCom in immer stärker werdendem Ausmaß auch den vollständigen Betrieb dieser ICT Lösungen. Kapsch setzt dabei auf Herstellerunabhängigkeit und Partnerschaften mit weltweit technologisch führenden Anbietern wie Apple, Aastra, Avaya, Cisco, Google, Hitachi, HP oder Microsoft. Gemeinsam mit diesen Partnern agiert Kapsch als Berater, Systemlieferant und Dienstleistungsanbieter bei seinen 17.000 Kunden, vor allem aber als verlässlicher, vertrauenswürdiger und langfristiger Trusted Advisor in einem sich rasant verändernden technologischen Umfeld.

Weitere Informationen: www.kapsch.net und www.kapschbusiness.com

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Wirtschaft Sic h er h ei t

Phat Huynh, Managing Director und Head of Marketing&Sales der Telekom Austria Group M2M, setzt auf intelligente Systeme

Elektronische Sicherung Elektronische Sicherungen dienen vor allem der Überwachung und Aufzeichnung von strategischen Gebäudeteilen (z.B. Gängen), wertvollen Objekten und der Tätererkennung. Bei den Überwachungsarten gibt es zwei grundverschiedene Konzepte: Die Außenhautüberwachung, bei der insbesondere Fenster und Türen mit Kontakten überwacht werden, und die Fallenüberwachung, bei der vorwiegend jene Räume mit Bewegungsmeldern beaufsichtigt werden, welche Einbrecher mit großer Wahrscheinlichkeit betreten werden. Die Außenhautüberwachung hat zwei wesentliche Vorteile: Zum einen erfolgt die Alarmierung bereits,

»Für Gewerbeimmobilien ist ein professioneller Notfalldienst unumgänglich«

Sicherheitsexperte Peter Fürnweger (derfahnder.at) bietet kompetente Beratung und Analysen

Martin Karall, Geschäftsführer von Karall & Matausch, ist Spezialist für Smart Homes

bevor Einbrecher eingedrungen sind, zum anderen kann die Anlage auch bei Anwesenheit eingeschaltet werden. Gerade im Zusammenspiel der datenerfassenden Systeme (visuelle Systeme und Melder) geht der Trend immer mehr in Richtung smarter Technik und intelligenter Systeme. Sie setzen jedoch eine hohe Netzsicherheit voraus. Diese wird durch gesicherte Datenleitungen und komplexe Passwörter, die regelmäßig gewechselt werden sollten, gewährleistet. Die Anbindung an mobile Datennetze ermöglicht auch den Fernzugriff via Smartphone oder Laptop. Hierzu zeichnen moderne Videoüberwachungsanlagen bereits im Full-HD-Formatauf – was die genaue Täteridentifizierung erleichtert. Zusätzlich bieten Softwarelösungen automatische Erkennung an. So wird beispielsweise autonom zwischen Mensch und Tier unterschieden, teure Fehlalarme können dadurch vermieden werden. Christian Sageder: „Trotz der fortschrittlichen Technik ist aber gerade bei Gewerbeimmobilien die Einbindung eines professionellen Notfalldienstes unumgänglich. Das geschulte Personal führt die notwendigen Aktionen, wie Benachrichtigung von Behörden und Versicherungen, routiniert und sachgemäß durch.“ Sicherheit beginnt innen Dass Sicherheit aber auch als Thema der inneren Sicherheit verstanden werden kann, zeigt nicht zuletzt der Fall Snowden. Die effektivste Maßnahme für Unternehmer ist hier die Beschränkung der Mitarbeiterzugriffsrechte auf die entsprechenden Aufgabengebiete. Ein bulgarischer Großkundenauftrag der Telekom

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Austria Group M2M zeigt, wie beispielsweise diebstahlsicherer Zahlungsverkehr gewährleistet werden kann. Beauftragt wurden über eine halbe Million SIM-Karten. Damit wurden Bargeld-Kassensysteme ausgestattet, um der großen Problematik Steuerhinterziehung beizukommen. Bei jeder Transaktion geben die Kassen eine automatisierte Meldung an die zuständige Behörde weiter. Bei stichprobenartigen Überprüfungen dienen diese als Grundlage der Geschäftskontrolle. Die Umstellung dauert in diesem Fall recht lange, denn „jede Bargeldkassa wird erfasst, bis hinunter zum Würstelstand“, so Phat Huynh. Wer als Entscheidungsträger abseits von (abhörsicheren) Besprechungs- und Konferenzräumen auf Nummer sicher gehen möchte, dem seien abschließend die „Sicherheitstipps für unterwegs“ von Fachmann Peter Fürnweger ans Herz gelegt: Achten Sie auf Geschäftsreisen unbedingt auf Ihre IT-Sicherung. Meiden Sie nach Möglichkeit offene WLAN-Verbindungen – fragen Sie sich einfach, wer noch außer Ihnen auf Ihrem Bildschirm mitlesen, wer bei Ihrem Telefongespräch mithören könnte. Verwenden Sie ausschließlich sichere Datenleitungen. Ihr Systemadministrator sollte regelmäßige Systemchecks durchführen, insbesondere auf atypische Netzwerkaktivitäten achten, komplexe Passwörter verwenden und in regelmäßigen Abständen ändern. Lassen Sie Ihren Laptop oder ihr Smartphone nicht aus den Augen und achten Sie auf eine mögliche Hardware-Manipulation. Öffnen Sie keine Spam E-Mails oder E-Mails von unbekannten Absendern. So schließen Sie n auch unterwegs sichere Geschäfte ab.

Integrierte Technik. Hier: elegantes Bedienungspanel der Haussteuerung im Goldenen Quartier (Umsetzung: Karall & Matausch)

Fotos: Foto Weinwurm, Susanne Spiel, beigestellt

Alarmanlage weitergegeben. Hohen Einbruchsschutz bieten auch digitale Schließzylinder, die entweder mit Fingerabdruckscan, Karte oder per Transponder geöffnet werden können.


Bürokratie abbauen. Arbeitskosten senken. htern. Firmengründungen erleic für alle. Eine Sozialversicherung Sofort.

! n e f f a h c s Jobs

, r e t M Ä Weniger ! n e M h e n r e t n U r h Me r. Die moderne Mitte. Josef buche


Wirtschaft Um fr age

5 Punkte, die unser Land weiterbringen sollen Die Nationalratswahlen am 29. September 2013 könnten die politische Landschaft in Österreich nachhaltig verändern. Wir haben die wichtigsten Spitzenkandidaten gefragt, welche 5 Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes sie sofort umsetzen würden. Umfrage Harald Hornacek

Bundeskanzler Werner Faymann, SPÖ

· Konjunkturpaket · Millionenvermögen in die Pflicht nehmen – Faktor Arbeit entlasten · Potenziale der jungen Menschen besser nützen (neues Lehrerdienstrecht, mehr ganztägige Schulangebote, gemeinsame Schule bis 14 Jahre) Jugendbeschäftigung fördern (Ausbildung ver bessern, Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern) Maßnahmen für einen altersgerechten Arbeitsmarkt (Jobgarantie für ältere Arbeitnehmer über 50)

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Vizekanzler Michael Spindelegger, ÖVP

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Gründung von Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften soll mehrere hundert Millionen Euro an privatem Kapital zur Finanzierung mittelständischer Betriebe bringen Verwaltungsaufwand wurde bereits deutlich reduziert – Entbürokratisierung weiter vorantreiben Unsere Wirtschaft funktioniert, braucht aber mehr Handlungs spielraum. Verwaltung soll einfacher und schneller werden. Arbeitszeitflexibilisierung Mitarbeitererfolgsbeteiligung als freiwillige Vereinbarung zwischen Betrieben und Unternehmen mit ihren Mitarbeitern

Heinz-Christian Strache, Bundesparteiobmann FPÖ

· Einkommensteuersenkungen (für Einzelunternehmer,

EPU und Personengesellschaften interessant, nicht für Kapitalgesellschaften) Senkung Lohnnebenkosten (für Arbeitgeberbetriebe relevant, nicht für EPU) Bürokratieabbau und Verwaltungsvereinfachung (Lohn verrechnung, Gewerbevorschriften, Statistikauflagen usw.) Investitionsbegünstigung einführen (für alle Unternehmer interessant) Finanzierungsprobleme abbauen (alternative Finanzierungs formen zulassen, Basel III entschärfen, Eigenkapital stärken)

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Fotos: Parlamentsdirektion/WILKE, ÖVP, BKA/Kainersdorfer

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Frank Stronach, Spitzenkandidat Team Stronach

· Förderung privatwirtschaftlicher Strukturen, die neben

fiskalischen und finanziellen Anreizen eine psycholo gische Komponente enthalten soll („Trial and Error“) Steuersystem vereinfachen, Steuersätze massiv reduzieren Zwangsmitgliedschaften in WKÖ, AK, Bauernkammer und dergleichen rückbauen – hin zur freiwilligen Mitgliedschaft Überverwaltung auflösen. Wir haben fünf Verwaltungs ebenen: Gemeinden, Bezirke, Länder, Bund und EU Diskrepanz von Real- und Finanzwirtschaft beenden. Trennbankensystem, Zerschlagung von systemgefährdenden Großbanken in „überschaubare“ Einheiten würde die Realwirtschaft entlasten

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Eva Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen

· Eine ökologisch-soziale Steuerreform und eine Reform der Gewerbeordnung · Entlastungen für 380.000 Einpersonen- und Kleinstunternehmen · Reformen bei Bildung, Gesundheit, Verwaltung und Transparenz endlich wirklich angehen · Österreich fit für die Zukunft machen – durch Forschung,

Innovation und Technologie – rasche Umsetzung der Forschungsstrategie Investieren in die Zukunft mit einer Green-Jobs-Initiative

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Josef Bucher, Bündnisobmann BZÖ

· Einheitliche Unternehmensbesteuerung – „Business Tax“ · Einkunftsarten aus Land- und Forstwirtschaft,

selbständiger Arbeit und Gewerbebetrieb zu einer Einkunftsart für Unternehmen zusammenfassen Rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung als Ziel, indem allen Unternehmen ein Wahlrecht zukommt, sich auch nach den Vorschriften für Körperschaften, d.h. mit einem Steuersatz von 25 Prozent, besteuern zu lassen Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft und Industrie – etwa durch Stärkung des Eigenkapitals Totalreform der lohnsummenabhängigen Abgaben durch Einführung einer einheitlichen Arbeitgeberabgabe

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U nterneh men

service MINDESTLOHN MUSS SEIN

W

erden Mitarbeiter unter dem kollektivvertraglichen Mindestlohn entlohnt, droht dem Dienstgeber nicht nur ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht, sondern auch eine hohe Verwaltungsstrafe, verbunden mit Nachzahlungen an den Dienstnehmer. Durch das 2011 in Kraft getretene SozialdumpingBekämpfungsgesetz (LSDB-G) wurden neue Strafbestimmungen mit hohen Geldstrafen eingeführt. Dabei werden mehrere Tatbestände formuliert: · kollektivvertragswidrige, sprich zu geringe Entlohnung von in- oder ausländischen Arbeitnehmern · Vereitelung der entsprechende Kontrollen durch die Behörde und Unterlassung der Führung (Nicht-Bereithalten und Nicht-Bereitstellen) von entsprechenden Lohnunterlagen

Die Nichteinhaltung von Mindestlöhnen kann hohe Strafen nach sich ziehen

Der Strafrahmen beträgt (im Wiederholungsfall) bis zu 50.000 Euro!

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Sozialversicherte Selbständige können bei „besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit“ sowie bei Leiden oder Gebrechen, die überdurchschnittliche Kosten verursachen (z. B. Chemo- oder Strahlentherapie, Dialysebehandlung), einen Antrag auf Befreiung der Zahlung des Selbstbehalts bei der SVA stellen. Weiters kann die reguläre Kostenbeteiligung für Arztbesuche von 20 Prozent seit Jänner 2012 durch die Teilnahme am Präventionsprogramm „Selbständig gesund“ der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) auf 10 Prozent gesenkt werden. Bei Erreichen von gemeinsam mit dem Hausarzt vereinbarten Gesundheitszielen bzw. bei Beibehalten von bereits guten Gesundheitswerten kann jeder selbständig Erwerbstätige seinen Kostenanteil halbieren. http://reloaded.wko.at/wk/startseite_dst.wk?dstid=8345

Bereits seit dem 1. Jänner 2013 haben Unternehmen die Möglichkeit, freiwillig auf die e-Rechnung umzustellen. Ab 1. Jänner 2014 akzeptieren Bundesdienststellen nur mehr elektronische Rechnungen. Als Portal für die Einbringung einer e-Rechnung kommt insbesondere das Portal „e-Rechnung an den Bund“ in Frage. Rechnungen in signierter PDF-Form werden ab 2014 nicht mehr angenommen. Unternehmen können ihre e-Rechnungen selbst einbringen oder ihre steuerlichen Vertreter oder Serviceprovider (zur korrekten Formatierung und Übermittlung) mit der Einbringung ihrer e-Rechnungen beauftragen. Die bei der Beauftragung von der Bundesdienststelle bekanntgegebene Auftragsreferenz ermöglicht eine automatische organisatorische Zuordnung der e-Rechnung zum Rechnungsempfänger. Die erfolgreiche Annahme der e-Rechnung wird umgehend bestätigt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Zahlungsfrist zu laufen. https://www.erb.gv.at/index.jsp?p=info_jur

Bei schwerer Erkrankung können Selbständige um Befreiung vom Selbstbehalt ansuchen

FORSCHUNGSNETWERK WÄCHST Austrian Cooperative Research expandiert: Die V-Research GmbH in Dornbirn wurde 18. ordentliches Mitglied. Damit ist die ACR von Vorarlberg bis ins Burgenland aktiv. V-Research betreibt Forschung & Entwicklung für die Branche Maschinen- und Anlagenbau, ein Industriezweig, der in Vorarlberg stark wächst. Pro Jahr setzt V-Research zwischen 50 und 60 F&E-Aufträge um, einen Großteil davon für kleine und mittlere Unternehmen, viele davon aus der Region. 44 Un t er nehm er _05_20 1 3

Ab 1.1.2014 ist die elektronische Rechnungslegung an Bundesdienststellen in Österreich verpflichtend

Fotos: NLK/Reinberger, Getty Images

Redaktion Paul Christian Jezek


NEUE GASTGEWERBEPAUSCHALIERUNG Die alte Form der Gastgewerbepauschalierung wurde wegen Verfassungswidrigkeit mit Ende 2012 aufgehoben. Das Finanzministerium erließ eine ab 2013 anwendbare Neuregelung, die auf eine spezielle Teilpauschalierung der Ausgaben abstellt und keine volle Gewinnpauschalierung erlaubt. Sie gilt für Betriebe, die eine Gewerbeberechtigung nach §111 GewO benötigen und diese auch für das ganze Wirtschaftsjahr haben. Dies sind Beherbergungsbetriebe und/oder Betriebe zur Verabreichung von Speisen und Getränken jeder Art. Die Gastgewerbepauschalierung gilt ab heuer nicht (mehr) für: · Schutzhütten · Betriebe mit maximal 8 Essplätzen, die nur einfache Speisen und alkoholfreie Getränke und Bier in Flaschen oder Dosen verabreichen · Frühstückspensionen mit maximal 10 Betten · Ausschank und Verkauf von unverschlossenen alkoholfreien Getränken mittels Automaten · Buschenschanken Für diese Betriebe bleibt jedoch neben der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung die Möglichkeit der allgemeinen Betriebsausgabenpauschalierung (§17 Abs2 EStG).

TOP-INFOS ÜBER INTERNET ALS VERTRIEBSWEG Wie Unternehmen das Internet für ihre Exportbemühungen nutzen können, zeigt der neue KMU-Pocket-Guide „Log in. Online zum Kunden“ von ecoplus International. Die vorgestellten Möglichkeiten und Instrumente liefern Tipps zum Online-Marketing in allen Facetten: E-Mail-Marketing, Suchmaschinen-Optimierung oder Kundenbindung über Social Media wie Facebook, Twitter, YouTube & Co. Es wird gezeigt, wie die Online-Medien im kommunikativen Auftritt des Unternehmens eingesetzt werden können. Der neueste Pocket Guide ist damit ein weiteres Produkt der bereits etablierten Taschenbuchreihe von ecoplus International. Bei den anderen Guides geht es um Einblicke in erfolgreiche Vertriebswege, Distributionslogistik, Auslandsfinanzierung und Anregungen für den Geschäftsalltag mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern in den Ländern Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien, Russland und Türkei. Bestellung der Pocket-Guides bei Iva Samitz, internationalisierung@ecoplus.at, Tel.: 02742/9000-19720, www.ecoplus.at

ecoplus-GF Mag. Helmut Miernicki, Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und ecoplus International-GF Dr. Gabriele Forgues (v. l.)

Wachstumsprojekte kleiner KMU können seit dem 1. August auf Unterstützung hoffen. Bislang war eine Mindestprojektgröße Pflicht

DYNAMIK WIRD GEFÖRDERT Die Austria Wirtschaftsservice aws hat im Zuge der Konjunkturmaßnahmen 2013 der Bundesregierung zusätzliche Zuschussmittel von 10 Mio. Euro bereitgestellt. Im Förderungsprogramm Unternehmensdynamik werden künftig nicht nur Innovationsprojekte, sondern auch Wachstumsprojekte mit einem 5-prozentigen Zuschuss gefördert. Als weitere Erleichterung wurde das bisherige KO-Kriterium der Mindestinvestitionshöhe („doppelte AfA“) eliminiert, wodurch vermehrt kleinere Unternehmen und kleinere Projekte gefördert werden können. www.awsg.at

BERATUNG VOM FEINSTEN Der 11. Österreichische IT- und Beratertag am 28. November soll mehr als 1.800 Teilnehmern neue Lösungsansätze und Tools für die erfolgreiche Steuerung von Unternehmen präsentieren. In den hochkarätig besetzten Diskussionen und Vorträgen werden u. a. ÖBB-Chef Christian Kern, Prof. Peter Heintel, Sophie Karmasin, Shinergy-Gründer Ronny Kokert, Leo Hillinger, Margarete Schramböck, Oliver Krizek und Handelssparten-Obfrau Bettina Lorentschitsch zu Herausforderungen und Methoden erfolgreicher Geschäftsführer diskutieren. Der 11. Österreichische IT- und Beratertag bildet Abschluss und Highlight der Austrian Consultants Days, die im Rahmen von Expertentagen in Wien Einblick in aktuelle Branchenthemen geben: 5.1. = 10. Infrastruktursymposium Future Business Austria, 6.11. = Wiener Gespräche, 14. + 15.11. = 5th Vienna Global Drucker Forum, 15.11. = IT-Expertentag, 28.11. = IT- und Beratertag. www.beratertag.at


IM KOPF DIE POLITIK, IM HERZEN DIE LESER. Politiker und Parteien von allen Seiten betrachten. Über Versprechungen und Verflechtungen von innen und außen berichten. Das Superwahljahr ausführlich analysieren und treffend kommentieren. Das ist unser Anspruch. Testen Sie uns jetzt: 8 Wochen um 8 Euro.

RIENTIERUNG. DiePresse.com/wahlabo


Foto: Getty Images

GELD

Redaktion Paul Christian Jezek

GOLD SOLLTE STEIGEN

ZUR ÜBERBRÜCKUNG

SICHER IM NETZ

Gold wird seine Rallye voraussichtlich bis Jahresende fortsetzen. Dank der starken physischen Nachfrage aus Asien dürfte das Edelmetall seine Schwäche aus dem ersten Halbjahr überwinden, die durch Verkäufe börsengehandelter Fonds ausgelöst worden war. Der Preis könnte bis Dezember auf 1.450 Dollar je Unze anziehen, wie aus den Schätzungen von Topfachleuten hervorgeht, die an der India Gold Convention in Jaipur im August teilnahmen. „Es ist bemerkenswert, dass sich der Markt über die technische Marke von 1.350 Dollar geschwungen hat“, sagt Jeffrey Rhodes, Direktor der Kaloti Jewellery Group in Dubai, „das deutet auf ein starkes Jahresende hin.“

Seit dem 1. August gewährt die aws reine Betriebsmittelkredite (z. B. für Wareneinkäufe, Personalkosten) für KMU, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Die aws will damit gesunde Firmen mit entsprechender Auftragslage unterstützen, die aber z. B. aufgrund von Forderungsausfällen in Schwierigkeiten gekommen sind. Die Überbrückungsfinanzierung soll die Liquidität des Umlaufvermögens sicherstellen. Es entfällt also die bisher geltende Bedingung, wonach Betriebsmittelfinanzierungen mit einem Investitions-, Gründungs- oder Wachstumsprojekt in Verbindung stehen müssen.

17 Prozent der Österreicher haben schon die Möglichkeit von OnlineVersicherungsabschlüssen genützt. Vor allem Männer, Menschen mit höherem Bildungsgrad und die unter 30-Jährigen sind bei Versicherungen Online-affin. Hier liegt der Anteil der Kunden von online abgeschlossenen Versicherungen bereits bei rund einem Viertel, geht aus einer Umfrage des marketInstituts im Auftrag des Finanz-Marketing Verbands Österreich hervor.

NACHHALTIG INVESTIEREN Die Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen nimmt in Österreich stetig zu. 2012 hat dieser Markt einen weiteren Schub erhalten und ist um gleich 17 Prozent gewachsen. Das geht aus dem Marktbericht Nachhaltige Geld anlagen 2013 hervor, den das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) vor kurzem veröffentlicht hat. Insbesondere nachhaltige Investmentfonds haben mit einem Plus von 36 Prozent stark zugelegt. Bei nachhaltigen Geldanlagen ergänzen soziale, ökologische und ethische Kriterien finanzielle Kennzahlen wie Rentabilität, Sicherheit und Liquidität.


nnews

ge l d

Bald nur noch reizvoll für Urlauber: Steuerparadiese sollen weltweit nach und nach fallen

ADE, STEUERPARADIESE

STEUER-TOP-TERMIN 30.9. Das Finanzamt hat den 30. September für Unternehmen zu einem wichtigen Stichtag gemacht: So sind Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, KG) inzwischen ja verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse binnen neun Monaten nach Bilanzstichtag beim Firmenbuchgericht einzureichen (s. g. „Offenlegung“). Bei Regelbilanzstichtagen (31.12.) endet die Frist somit am 30.9. – wird die Frist versäumt, drohen (u. U. empfindliche) Geldstrafen. Bis 30.9. können weiters die Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer des laufenden Jahres mittels begründetem Antrag beim Finanzamt herabgesetzt werden. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn der laufende Gewinn voraussichtlich geringer als in den Vorjahren ausfallen wird, da sich die Festsetzung der aktuellen Vorauszahlungen zunächst immer an den Vorjahresbescheiden und damit an u. U. höheren Gewinnen orientiert. Eine Herabsetzung kann grundsätzlich auch für GSVG-Beiträge beantragt werden. 48 Un t er nehm er _05_20 1 3

Um 21,9 % auf 65,8 Mio. Euro hat der börsennotierte Kunststoff- und Kautschukhersteller Semperit das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöht und so einen kräftigen Gewinn- und Umsatzsprung in den ersten sechs Monaten 2013 realisiert.

Fotos: Getty Images, FMA, Andreas Kolarik/Leo

Die USA haben mit den Caymans im August eine zwischenstaatliche Vereinbarung getroffen und nun gilt der Foreign Account Tax Compliance Act (Fatca). Das Gesetz aus 2010 erschwert es, Gelder im Ausland zu verstecken, da ausländische Banken ihre Konten der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) offenlegen müssen. Andernfalls droht eine Quellensteuer von bis zu 30 Prozent. Mit der Schweiz haben die USA bereits im Februar ein zwischenstaatliches Abkommen geschlossen, um Fatca anwenden zu können. Auch andere Rechtsgebiete mit einer bedeutenden Finanzbranche, darunter die Bermudainseln und Bahamas, zählen zu jenen Dutzenden von Ländern, mit denen Gespräche über gleichartige Abkommen geführt werden. „Schritt für Schritt wird erkennbar, wie dies zu einem globalen Standard wird“, sagt Manal Corwin, Leiterin Internationale Unternehmenssteuern bei KPMG LLP in New York.


DEUTLICHE ERLEICHTERUNG Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) will angesichts des aktuellen Niedrigzinsumfeldes den Versicherungsunternehmen die direkte Vergabe von langfristigen Darlehen an Firmen erleichtern. Ein entsprechender Entwurf einer Novelle zur Kapitalanlageverordnung (KAVO) wurde zur Begutachtung ausgesendet. „Diese Maßnahme eröffnet den Versicherern eine zusätzliche ertragsstärkere Veranlagungsform und stellt andererseits der heimischen mittelständischen Wirtschaft zusätzliche Mittel für Investitionen zur Verfügung“, so die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. Legt man den deutschen Maßstab, wo es diese Möglichkeit bereits seit mehreren Jahren gibt, auf Österreich um, eröffnet das ein Veranlagungs-/Investitionsvolumen von – vorsichtig geschätzt – rund 4,2 Milliarden Euro. FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller: Die Finanzmarktaufsicht will Versicherungskonzernen die direkte Vergabe von langfristigen Darlehen an Unternehmen erleichtern

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»Der Goldkurs entwickelt sich in der Regel gegenläufig zu den Aktienkursen und Risikodiversifikation ist nun einmal eine der wesentlichen Grundlagen einer sicheren Veranlagung. Beim Gold kann darüber hinaus ein totaler Wertverlust ausgeschlossen werden« Ögussa-Geschäftsführer Marcus Fasching

Diskutierten über die junge Generation in Familienunternehmen: Bankier Heinrich Spängler, Judith Kölblinger, Gründungsgesellschafterin von Komunikario, Carl Philipp Spängler und Walter Schnitzhofer, Leiter des Bankhaus Spängler Family Management (v. l.)

SEHR FAMILIÄR „Die junge Generation in Familienunternehmen“ – unter diesem Motto lud das Bankhaus Spängler Family Management rund 50 potenzielle Nachfolger von Familienunternehmen in Österreich und Deutschland zu einem Vortragsnachmittag in die neuen Räumlichkeiten der Bank am Salzburger Makartplatz. Judith Kölblinger, Gründungsgesellschafterin von Komunikario, erklärte die Merkmale der viel zitierten Generation Y: „Sie läuft nicht einfach mit, sie ist gekommen, um zu lernen, und zwar sozial, also von und mit anderen, im persönlichen Dialog, vernetzt und interaktiv.“

A.v.a.e. Automobilvermittlung Peter Preisitz Wien, 11., Klederinger Strasse 40/19 Telefon: +43 664/918 5600 Fax: +43 664/74 411 5446 peter.preisitz@autoverkaufen-abereinfach.com


G E L D E xpertent ipp

Achtung: Der Inhaber des Betriebes haftet auch für Schäden, die von Mitarbeitern verursacht werden

Wozu Betriebshaftpflichtversicherung? Text Walter Monschein

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it der Betriebshaftpflicht sichern Sie sich also gegen finanzielle Schäden ab, die im Zusammenhang mit dem Führen eines Betriebes und durch das Unternehmen als solches entstehen können. Dabei spielt die Größe des Unternehmens im Grunde keine Rolle. Egal ob Sie eine so genannte IchAG sind oder es sich um einen Industriebetrieb mit tausenden Mitarbeitern handelt – die Folgen eines schuldhaft zugefügten Schadens sind nach österreichischem Recht in jedem Fall zu ersetzen.

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§1295 ABGB ist hier unmissverständlich: (1) Jedermann ist berechtigt, von dem Beschädiger den Ersatz des Schadens, welchen dieser ihm aus Verschulden zugefügt hat, zu fordern; der Schade mag durch Übertretung einer Vertragspflicht oder ohne Beziehung auf einen Vertrag verursacht worden sein. (Originaltext des Gesetzes, leider nicht mehr ganz dem gängigen Sprachgebrauch entsprechend.) Das heißt im Klartext, dass jeder mit seinem gesamten Vermögen dafür haftet, was er anderen antut. So ist ein Installateur, der eine Installation

Foto: Getty Images

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt das Unternehmen vor den Folgen einer Schadenersatzverpflichtung, welche durch einen Schaden entsteht, den Ihr Unternehmen einem anderen schuldhaft zufügt. Das kann im Ernstfall existenzsichernd für Ihren Betrieb sein.


STEUER-BAR MOORE STEPHENS

an einem Haus durchführt und in deren Folge das Haus aus seinem Verschulden in Brand gerät, für den gesamten Schaden haftbar. Ist der Wert des Gebäudes nun höher als die vereinbarte Versicherungssumme, so ist der Rest aus dem Firmenvermögen zu bezahlen. Zudem ist der Geschäftsführer unter Umständen auch noch mit seinem Privatvermögen haftbar, wenn die Eigentümer ihm eine Unterversicherung nachweisen können. Das ist ein ganz wesentlicher Punkt zur Höhe des Versicherungsschutzes. Gerade in handwerklichen Berufen liegt ein großes Gefährdungspotenzial, da eine falsch geschweißte Gasleitung, ein schlecht montierter Autoreifen, ein schlecht verankertes Mauergesims besonders hohe Personenschäden zur Folge haben können. Ich kann als Versicherungsfachmann nur dazu raten, gerade für diese Bereiche keinesfalls Mindestversicherungssummen zu akzeptieren, da ein Personenschaden unglaubliche Schadenszahlungen nach sich ziehen kann. Der größte Fall in meiner Kanzlei, welcher zugegebenermaßen aus einem KFZ-Unfall resultiert, bewegt sich für eine querschnittgelähmte Beifahrerin derzeit bei 8,6 Mio. Euro.

Dr. Manfred Schwarz Partner bei MOORE STEPHENS Schwarz Kallinger Zwettler seit 2009

Totgesagte leben länger Wer Sachwerte wie Immobilien oder Unternehmensanteile besitzt, sollte sich besser heute als morgen Gedanken über die Vermögensnachfolge machen – steuerlich gilt: „Vorsicht ist besser als Nachsehen“.

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ir befinden uns mitten im Wahlkampf und die wahlwerbenden Parteien übertreffen sich gegenseitig mit unterschiedlichen Ideen zur Umverteilung der Steuerlast. Oft wird dabei auch die Renaissance der Erbschaftund Schenkungsteuer propagiert. Es gleicht dem Blick in die Glaskugel abschätzen zu wollen, ob die Erbschaft- und Schenkungsteuer tatsächlich wieder eingeführt wird. Das Problem ist – bei entsprechender Vorbereitung kann das Wiederaufleben lassen der Steuer sehr schnell gehen! Es bleibt dann möglicherweise keine Zeit mehr rechtzeitig die richtigen Schritte zu setzen um eine Steuerbelastung zu vermeiden. Entziehen Sie sich der politischen Meinungsbildung und regeln Sie bereits jetzt Ihre Vermögensnachfolge. Ob Immobilie, Unternehmensanteil, Kunstsammlung oder Oldtimer – für jeden Bestandteil Ihres Vermögens gibt es geeignete Maßnahmen, die Ihnen einerseits trotz Übertragung des Eigentums die wirtschaftliche Verfügungsmacht über Ihr Vermögen erhalten und andererseits die Erbschaft- und Schenkungsteuer ins Leere laufen lassen. Unternehmensanteile zum Beispiel könnten Sie Ihrem(n) Kind(ern) unter Zurückbehaltung des Fruchtgenusses schenken und sich den Einfluss Ihrer bisherigen Gesellschafterstellung durch andere Instrumente absichern. Sie könnten den Unternehmensanteil aber auch einer Stiftung widmen um so über Ihren Tod hinaus festzulegen, was mit dem Unternehmensanteil passieren soll.

Haftung für Schäden durch Mitarbeiter In diesem Zusammenhang ist es zudem besonders wichtig zu erwähnen, dass der Inhaber des Betriebes auch für Schäden haftet, die von Mitarbeitern verursacht werden. Ein typischer Fall für die Betriebshaftpflicht liegt etwa dann vor, wenn ein Mitarbeiter eines Caterings den teuren Anzug eines Gastes durch seine Unachtsamkeit mit einem noch glimmenden Zigarettenstummel ansengt. Für diesen Schaden haftet auf Grund des §1313a ebenfalls das Unternehmen und nicht der angestellte Kellner. § 1313a: Wer einem andern zu einer Leistung verpflichtet ist, haftet ihm für das Verschulden seines gesetzlichen Vertreters sowie der Personen, deren er sich zur Erfüllung bedient, wie für sein eigenes. §1315: Überhaupt haftet derjenige, welcher sich einer untüchtigen oder wissentlich einer gefährlichen Person zur Besorgung seiner Angelegenheiten bedient, für den Schaden, den sie in dieser Eigenschaft einem Dritten zufügt. Der Unternehmer ist also nicht nur für Schäden verantwortlich, die er persönlich verursacht hat. Und gerade aus diesem Grund ist eine Betriebshaftpflicht unverzichtbar, da der Betriebsinhaber auch für die Fehler der Mitarbeiter gegenüber dem Geschädigten geradestehen muss.

Wien | office-wien@skz-moorestephens.at Linz | office-linz@skz-moorestephens.at Steyr | office-steyr@skz-moorestephens.at

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Tel.: +43 (0)50 206 0 www.skz-moorestephens.at

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Vorsatz oder Fahrlässigkeit? Das Problem ist nun die Unterscheidung zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit. Zwar ist in der Haftpflichtversicherung selbst die grobe Fahrlässigkeit mitversichert, allerdings sind „Eventualschäden“ von der Deckung ausgenommen. Dazu ein Beispiel aus der Praxis. Die Angestellten eines Installationsbetriebes müssen in einer Wohnung in einem oberen Stockwerk

Überlassen Sie die Besteuerung der Vermögensnachfolge nicht dem Zufall, wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen nach Ihren persönlichen Wünschen.


G E L D E xpertent ipp

Walter Monschein ist Geschäftsführer der Firma ARIS – ALL RISK INSURANCE SERVICE, Versicherungsmakler und Vermögensberatungs Ges.m.b.H.

»Unternehmer müssen Arbeitsabläufe so organisieren, dass im Schadenfall keine Ablehnung durch die Versicherung entstehen kann« In diesem Fall musste die Versicherung laut OGH-Urteil bezahlen, da kein leitender Angestellter vor Ort war. Wäre aber ein zur Bauaufsicht ständig beschäftigter Mitarbeiter dabei gewesen, so wäre die Versicherung leistungsfrei gewesen. Sie sehen, es kommt immer auf den Einzelfall an – und es ist extrem wichtig, sich nicht nur auf dem Versicherungsschutz „auszuruhen“, sondern auch ständig zu überprüfen, ob die Arbeitsabläufe so organisiert sind, dass es im Schadenfall zumindest nicht auch noch zu einer Ablehnung durch die Versicherung kommen kann. Achtung auf ausreichende Deckungssumme Weil je nach Art des verursachten Schadens mitunter sehr hohe Schadenssummen entstehen können, ist es im Rahmen der Betriebshaftpflicht sehr wichtig, dass bei Vertragsabschluss auf eine ausreichende Deckungssumme geachtet wird. Hier ist nun zwischen den einzelnen Gewerben zu unterscheiden, so wird ein reiner Bürobetrieb keine so hohe Haftpflichtversicherungssumme benötigen wie zum Beispiel ein Baumeister, bei dem es durchaus zu großen Personenschäden kommen kann. Selbstverständlich ist es gerade in einem so komplizierten Vertragswerk wie jenem der Betriebshaftpflichtversicherung unumgänglich, einen wirklichen Fachmann damit zu beauftragen. Wenn es letztendlich um die Absicherung der Firmenexistenz geht, führt wohl kein Weg am professionellen und unabhängigen Konzept des Versicherungsmaklers vorbei, der mich auch noch auf die eine oder andere Gefahr hinweisen kann und außerdem oft eigene Deckungskonzepte erarbeitet, welche weit über den von Versicherungsunternehmen angebotenen Deckungsumfang hinausgehen. Wie ist zum Beispiel das Thema der Verwahrung von übernommenem Kundeneigentum geregelt, gibt es eine so genannte Verwahrungsklausel in 52 Un t e r nehmer _05_20 1 3

meinem Vertrag. Mache ich bei öffentlichen Ausschreibungen mit, dann brauche ich „genormte Vertragshaftungen“ mitversichert. Benötige ich Deckung für „reine Vermögensschäden“? Lagere ich umweltgefährdende Stoffe wie zum Beispiel Teppichkleber – und wenn ja, habe ich auch Deckung für Umwelthaftung bzw. das neue Umweltsanierungskostengesetz? Nur einige knifflige Fragen ... Es gibt viele kleine Ursachen, die einen großen Schaden anrichten können. Ein brennendes Produktionsgebäude löst unter Umständen einen schweren Umweltschaden aus, da der angrenzende Bach auf Kilometer verunreinigt ist und eventuell eine gefährdete Tierart wieder angesiedelt werden muss – nachzulesen im Umweltsanierungsgesetz aus 2009. Dieses Gesetz geht nicht von einem Verschulden aus, es genügt, wenn der Schaden eintritt! Und schon sitzt ein Biologe wöchentlich am Bach und zählt, wie viele Lurche sich wieder angesiedelt haben. Und das alles auf Kosten meines Betriebes und im Glücksfall auf Kosten meiner Betriebshaftpflichtversicherung. Der Trend des Gesetzgebers geht derzeit in Richtung der Pflichtversicherung für bestimmte Berufe wie zum Beispiel nun aktuell Baumeister. Beratende Berufe haben schon seit langer Zeit die Verpflichtung, eine „Vermögensschadensversicherung“ abzuschließen. Dies wird auch von den zuständigen Organen kontrolliert und notfalls ein Entzugsverfahren der Berufsausübung eingeleitet. Auch hier ist der Rat eines Fachmannes unabdingbar, da es in manchen Berufen je nach Bundesland unterschiedliche Lösungen gibt. Nur ein unabhängiger Marktbeobachter kann hier helfen und ein entspren chendes Deckungskonzept anbieten.

Im Rahmen der Betriebshaftpflicht ist auf eine ausreichende Deckungssumme zu achten

Foto: Getty Images

DER AUTOR

eines Wiener Zinshauses die Heizkörper tauschen. Um sich das Schleppen der schweren alten eisernen Heizkörper zu ersparen, werfen die Angestellten die Heizkörper einfach über die Treppe ins Erdgeschoss, wodurch erheblicher Sachschaden am Mauerwerk entsteht. Originalzitat aus dem OGH-Urteil: Den beiden Arbeitern war bewusst, dass sie anweisungswidrig handelten und Schäden verursachten; dies nahmen sie aber in Kauf. Durch ihr Vorgehen entstanden massive Schäden an den Mauern des Stiegenhauses, den Stufen und dem Handlauf etc.


foto: bmlfuw/newman

wEniGEr EnErGiEvErbraUch = wEniGEr KostEn + mEhr KlimaschUtz

n Ewin G n i E hr für i mEn rnEh UntE

mehr energieeffizienz, mehr energiesparen, mehr erneuerbare energie: mit nachhaltiger energieversorgung reduzieren unternehmen ihre Kosten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das lebensministerium unterstützt die österreichischen Betriebe mit gezielten Förderaktionen bei ihren Zukunftsinvestitionen. Egal ob Großkonzern oder Kleinstbetrieb: Unternehmen, die ihren Energieverbrauch – und damit ihre Treibhausgasemissi­ onen – nachhaltig reduzieren, schaffen eine Win­win­Situation. Denn nicht nur die Umwelt profitiert davon, die Unternehmen erzielen auch für sich selbst deutliche Vorteile: Durch Senkung der Energiekosten und Steigerung der Energieeffizienz sichern die Unternehmen langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit und treiben die Energiewende für Österreich voran.

entgeltliche einschaltung

Ziel ist die 100%ige Selbstversorgung mit im Inland produzierter, sauberer Energie aus Erneuerbaren. Das hilft den heimischen Betrieben unabhängig von Energieimporten zu werden, bringt mehr Wertschöpfung im Inland, senkt die CO2 ­Emissionen und schafft wichtige green jobs für den Arbeitsmarkt. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, stellt das Lebens­ ministerium den UnternehmerInnen im Rahmen von klima:aktiv ein breit aufgestelltes Beratungsangebot zur Verfügung und bietet gezielt Förderungen an, um Investitionen zu unterstützen.

auch kostengünstige, einfach umzusetzende massnahmen können die energieeffizienz steigern und rechnen sich häufig bereits nach weniger als drei Jahren.

Thermische sanierung

musTersanierung

FloTTenumsTellung

umWelTFörDerung allg.

Was: Gefördert werden thermische Sanierungs­ maßnahmen in betrieblich genutzten Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind (z.B. Dämmung von Außenwänden/ Geschoßdecken oder Tausch der Fenster/Außentüren)

Was: Es werden umfassende Sanierungsprojekte von betrieblich und öffentlich genutzten Gebäuden gefördert (z.B. Verbesserung des Wärmeschutzes, Ausbau erneuerbarer Energieträger, Steigerung der Energieeffizienz)

Was: Anschaffung/Umrüs­ tung von bis zu 10 alternativ betriebenen Fahrzeugen, Anschaffung von bis zu 50 Elektro­Fahrrädern

Was: Für viele betriebliche Investitionen mit positiven Umwelteffekten sind Fördergelder lukrierbar: Von der Heizungsumstellung auf Wärmepumpe bis hin zu betrieblichen Abwasser­ maßnahmen.

Wie viel: Förderungshöhe bis zu 35% der Sanierungs­ kosten (höher bei Verwendung ökologischer Baustoffe)

Wie viel: Je nach gesetzter Maßnahme zwischen 10 und 45% der umweltrelevanten (Mehr­)Investitionen

Wie viel: abhängig von Fahr­ zeugklasse und Antriebsart sowie bei E­Fahrzeugen vom Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energieträgern

Wie viel: Förderungshöhe ist abhängig vom jeweiligen Förderprogramm

gesamTsumme: 30 Mio. Euro

gesamTsumme: 3,5 Mio. Euro

gesamTsumme: 10 Mio. Euro für das gesamte klima:aktiv mobil Programm

gesamTsumme: Rund 90 Mio. Euro

Wann: Einreichen können alle Betriebe bis 31.12.2013

Wann: bis 24.10.2013 (first­come­first­serve)

Wann: Einreichung laufend möglich

Wann: Je nach Förderpro­ gramm laufend/zeitlich befristet

Wo: www.sanierung2013.at

Wo: www.mustersanierung.at

Wo: www.umweltfoerderung.at

Wo: www.umweltfoerderung.at


G E L D Le asing

Leasing ist f체r Unternehmen eine gute Finanzierungsalternative, im Business-Bereich betr채gt die durchschnittliche Leasingdauer vier Jahre 54 Un t er neh mer _05_2 0 1 3


Kosten sparen im Fuhrpark Leasing ist beliebt, gut ein Drittel der neu zugelassenen PKW in Österreich werden damit finanziert. Dabei nutzen Private und Unternehmen dieses Angebot gleichermaßen, das gerade auch für KMU eine interessante Alternative darstellt. Text Michaela Stipsits

E

Fotos: Getty Images

rst einige Jahre alt und schon zeigt der Tacho deutlich mehr als 100.000 Kilometer, die Reparaturen werden aufwändiger und teurer. Ein bekanntes, meist gefürchtetes Szenario. Die Anschaffung eines (oder mehrerer) neuer Fahrzeuge steht im Raum und wirft die Frage der Finanzierung auf: Kredit oder Leasing? Eine Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich aus April 2013 zeigt, dass Leasing aktuell die günstigere Finanzierungsvariante beim Autokauf ist – vor allem wenn man das Kfz nutzen und nicht in erster Linie kaufen will. Für Leasing spricht auch die Flexibilität, denn der Vertrag wird auf die individuellen Ansprüche zugeschnitten und dabei wird auch auf die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Unternehmens eingegangen. „Österreich hat im Vergleich zu anderen europäischen Märkten eine Sonderstellung – bei uns ist Kfz-Leasing sehr stark vertreten“, sagt Wolfgang Steinmann, Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL). „Dabei wird es von Privaten und Unternehmen gleichermaßen stark angenommen.“ Rund 200 Leasinggesellschaften aller Größen gibt es hierzulande, 40 davon sind Mitglieder im VÖL und decken 96 Prozent des Gesamtmarktes ab. Im Vorjahr wurde ein Drittel (33,7 Prozent) aller neu zugelassenen Fahrzeuge geleast, bei PKW bzw. Kombis waren es knapp über 30 Prozent, bei LKW und Bussen beachtliche 62 Prozent. Die Wiederleasingquote liegt übrigens bei 81 Prozent. Beliebt bei Unternehmen Im Business-Bereich liegt die durchschnittliche Leasingdauer hierzulande bei rund vier Jahren. Besonders beliebt ist Operating Leasing, wobei rein in die Nutzung des Fahrzeuges investiert wird. Das Verwertungsrisiko und der Marktwert werden an die Leasinggesellschaft ausgelagert, bei Vertragsende wird das Fahrzeug zurückgegeben. Im Gegensatz dazu wird bei RestwertLeasing, das vor allem im privaten Bereich gerne genutzt wird, die Differenz zwischen Anschaffungskosten und einem vereinbarten Restwert ermittelt. Auf Basis dieses Betrages

zuzüglich der Finanzierungskosten werden die monatlichen Raten berechnet. Bei Vertragsende kann dann entschieden werden, ob das Kfz eingetauscht, weitergeleast oder gekauft wird.

»Die Eigenkapitalreserven eines Unternehmens bleiben weitgehend unangetastet, wenn der Fuhrpark durch Leasing finanziert wird – ein Vorteil in Zeiten von Basel III« Für Unternehmen ist Fuhrparkmanagement ab vier, fünf Fahrzeugen eine interessante Alternative zur reinen Finanzierung durch Leasing. Denn Zusatzservices gewinnen immer mehr an Bedeutung. Fuhrparkmanager sind darüber hinaus Profis, die über ausgezeichnete

Beim Operating Leasing wird rein in die Nutzung des Kfz investiert, zu Vertragsende wird es zurückgegeben

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G E L D Le asing

Marktkenntnis verfügen und tausende Fahrzeuge verwalten. Bei dieser Menge erhalten sie Sonderkonditionen bei Reifen, beim Tanken, bei Werkstätten etc., wovon dann auch die Kunden profitieren. „Hier ist eine zweistellige Kosteneinsparung möglich, wenn das Fuhrparkmanagement in die Hände der Profis gelegt wird“, ist der VÖL-Generalsekretär überzeugt. Die regelmäßige punktgenaue Abrechnung des Fuhrparks versteht sich bei den meisten Anbietern von selbst.

»Wird das Fuhrparkmanagement in die Hände von Profis gelegt, ist eine zweistellige Kosteneinsparung möglich, u.a. durch Sonderkonditionen, die weiter geben werden« Maßgeschneidert für KMU Bei einem der großen heimischen Player, der Porsche Bank AG, liegt der Anteil des Business-Leasing bei gut 40 Prozent. Ein guter 56 Un t e r nehmer _05_20 1 3

Grund, speziell für klein- und mittelständische Unternehmen ein eigenes Paket zu schnüren. „Das KMU-Paket wird auch gut angenommen“, erzählt Vorstand Hannes Maurer. „Für Unternehmen, die einen Fuhrpark von vier bis zehn Autos haben, ist es ideal.“ Im Vorjahr wurden 4.000 KMU-Pakete abgeschlossen, für 2013 rechnet Maurer mit rund 5.000. Wo liegen die Vorteile für den Kunden? „Ein besserer Zinssatz, bessere Konditionen und das Unternehmer-Versicherungspaket“, so der Vorstand der Porsche Bank. „Wichtig ist auch die Wartungskomponente, diese wird besonders gut angenommen. Dabei übernehmen wir die Rechnungskontrolle.“ „Die Finanzierung und die Auslagerung der Verwaltung des Fuhrparks ist für Unternehmen eigenkapitalschonend und führt zu Kostensenkungen im Vergleich zur Eigenverwaltung“, sagt Nigel Storny, Geschäftsführer bei LeasePlan. Das Unternehmen ist in 31 Ländern vertreten und managt rund

Fotos: Getty Images, Fotodienst/Anna Rauchenberger, Foto Wilke, beigestellt

Zusätzliche Dienstleistungen wie etwa der Holund Bringservice bei Reparaturen sind gefragt


1,3 Mio. Fahrzeuge, in Österreich werden mehr als 25.000 verwaltet. Auch beim Weltmarktführer wird ein verstärkter Trend in Richtung zusätzlicher Services geortet. „Wir bieten etwa den Hol- und Bring-Service von Fahrzeugen für Service- und Reparaturarbeiten, inklusive eines kostenlosen Ersatzfahrzeugs“, erzählt Storny. „Beliebt sind auch Reifenwechsel beim Kunden vor Ort sowie E-Tools, die wir auf unserer elektronischen Plattform zur Verfügung stellen.“

der Steuerexperte und fügt hinzu: „Bei einem Anschaffungswert bis zu 40.000 Euro sind Leasingverträge von drei bis vier Jahren üblich.“ Insbesondere in der Ausgestaltung als Full-Service-Leasingvertrag, der sämtliche Kosten rund um das Fahrzeug abdeckt, stellt das Leasing aus betriebswirtschaftlicher Sicht somit eine Möglichkeit dar, hohe Planungssicherheit für die Zukunft zu erzielen, was eine wesentliche Grundlage für die Budgetierung zukünftiger Cash-Flows darstellt.

Steuerliche Vorteile „In Zeiten von Kapitalknappheit geht der Trend zur Finanzierung des Fuhrparks“, stellt Hannes Maurer fest. Da das Automobil nicht ins Eigentum des Unternehmens übergeht, scheint es bei bestimmten Formen des Leasings nicht in der Bilanz auf. Es kommt zu keiner Erhöhung des ausgewiesenen Vermögensbestandes, womit die Bilanzkennzahlen verbessert werden. Bei dieser Finanzierungsvariante bleiben die Eigenkapitalreserven des Unternehmens weitgehend unangetastet, womit die Kapitalbeschaffung leichter wird – gerade in Zeiten von Basel III ein nicht zu unterschätzender Punkt. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Manfred Schwarz, Partner bei Moore Stephens Schwarz Kallinger Zwettler, sieht die Vorteile vor allem in der Start-up-Phase eines Unternehmens. „Gerade in der Gründungsphase ist die Kapitaldecke nicht so stark, hier wird gerne geleast – vom Kfz bis zur Büroausstattung“, erzählt er. Speziell beim Fahrzeug steht Leasing hoch im Kurs, da es ja steuerlich im Wesentlichen mit der Kaufvariante gleichgestellt ist. „Von einer Aktivierbarkeit im Anlagevermögen kann dann abgesehen werden, wenn die Mietdauer des Fahrzeuges zwischen 40 Prozent und 90 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegt“, erklärt

Hilfreiche Checkliste Wie aber nun den richtigen Anbieter aus dem großen Angebot wählen? Vorab sollte der eigene Bedarf abgeklärt werden, zum Beispiel: wie lange will ich leasen, mit welcher KilometerLeistung rechne ich jährlich, welche kostenlosen Zusatzservices gibt es und wie wichtig ist das für mich? Eine Hilfestellung findet sich auf der Homepage des VÖL, wo unter www. leasingverband.at/Leistungspektrum am Ende der Seite ein Link zur Checkliste für Leasing und Fuhrparkmanagement führt – mit Fragen zu Details im Angebot, die bei Verhandlungen angesprochen werden sollten, ebenso wie zum n Leasinggeber an sich.

Nigel Storny, Geschäftsführer von LeasePlan: „Die Finanzierung sowie die Auslagerung der Verwaltung des Fuhrparks ist eigenkapitalschonend“

Beliebte Kfz-Modelle im Vergleich Weltmarktführer LeasePlan hat für den UNTERNEHMER die monatlichen Kosten von vier Modellen berechnet, auf Basis von 48 Monaten Laufzeit und 30.000 Kilometern jährlich. Folgende Services sind jeweils inkludiert: Versicherung (Haftpflicht & Vollkasko), Treibstoffkosten, Reifen unlimitiert, Servicekosten, Road-Assistance, direkte Fahrerkommunikation, Hol- & Bring-Service; Restwertgarantie. VW Golf Trendline 1,6 TDI BMT (5 Türen) Diesel, 66 KW, 1.598 ccm, 5 Gänge, sehr geringe CO2-Emission von 99g/km, nicht vorsteuerabzugsberechtigt 544,06 Euro monatlich

Wolfgang Steinmann, VÖL-Generalsekretär: „Österreich hat eine Sonderstellung in Europa, Kfz-Leasing ist bei uns sehr stark vertreten“

BMW 520 d (4 Türen) Diesel, 135 KW, 1.995 ccm, 6 Gänge, geringe CO2-Emission von 119g/km, nicht vorsteuerabzugsberechtigt 903,83 Euro monatlich Audi A6 2,0 Tdi (4 Türen) Diesel, 130 KW, 1.968 ccm, 6 Gänge, mittlere CO2-Emission von 129g/km, nicht vorsteuerabzugsberechtigt 923,78 Euro monatlich

Hannes Maurer, Vorstand der Porsche Bank: „Das KMU-Paket wird gut angenommen, für das heurige Jahr rechne ich mit 5.000 Abschlüssen“

Opel Movano Kast. L1 H1 2,8 DPF (5 Türen) Diesel, 74 KW, 2.298 ccm, 6 Gänge, sehr hohe CO2-Emission von 205g/km, vorsteuerabzugsberechtigt 767,12 Euro monatlich Alle Berechnungen verstehen sich als Richtwert pro Fahrzeugklasse.

Manfred Schwarz, Partner bei Moore Stephens Schwarz Kallinger Zwettler: „Eine hohe Planungssicherheit durch Full-ServiceLeasingverträge“


Fliegen Sie Ihren Urlaub! facebook.com/FlightdecksystemsWien Fotos: flickr.com/Stephan Geyer, flickr.com/matt.hintsa, Oreste Schaller

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Foto: iO E-Scooter

MOBILITÄT

Redaktion Paul Christian Jezek

SCOOTER ALS FAHRRAD Der neue SCOOBY fährt mit elektrischer Verstärkung oder mit eigenem Antrieb mittels Pedalen – ganz wie man will. Er hat eine herausnehmbare Batterie, ist leicht und eignet sich auch hervorragend für Innenstädte, also für Zonen, in denen häufig strikte Fahrverbote gelten. Das Einstiegsmodell von iO Scooter – gesehen um 1.650 Euro – ist gesetzlich ein E-Fahrrad und damit ohne Führerschein zu fahren. „Die Produktion von iO ist derzeit auf 15.000 Stück pro Jahr ausgelegt. Wir zeigen damit im Bereich Elektromobilität, dass österreichische Ingenieurskunst auch im 21. Jahrhundert weltweit führende Leistungen hervorbringen kann“, sagt Bernd Kraemmer, Gründer, Inhaber und Chefkonstrukteur von iO Scooter. „Wir sind stolz auf das modernes Design, für das wir Davide Tealdi gewinnen konnten. Technisch ist der SCOOBY auf dem letzten Stand und obendrein ein rein europäisches Produkt: vom Konzept über die Gestaltung bis zur Steuerung.“ http://io-scooter.com

ELEKTROBOOT MIT 100 KW Ein Elektroboot mit einem 100-Kilowatt-Motor hat das Villacher Unternehmen Ortner Boote vorgestellt. Laut Firmengründer Hans Ortner ist das Elektroboot an sich kein neuer Trend, denn schon vor 20 Jahren hat der Kärntner daran herumgeschraubt. Inzwischen haben sich aus den klassischen E-Booten richtige Yachten entwickelt, die teilweise Geschwindigkeiten von über 50 km/h erreichen. Das Positive für die Umwelt: Sie erzeugen keine Schadstoffe. Auch der Motorenlärm hält sich in Grenzen. 2012 hat das Unternehmen schon über 40 Elektroboote verkauft. „Das Etablieren von Elektromobilität ist landesweit ein Schwerpunkt im Bereich Tourismus“, sagt Sonja Zlöbl, Sprecherin der Region um den Wörthersee.

PKW SIND NÜTZLICH Der Nutzen des Autoverkehrs für die Volkswirtschaft ist einer ADAC-Studie zufolge größer als die durch ihn verursachten Schäden und Kosten. Demnach gehen in Deutschland rund zwei Millionen Menschen einer Beschäftigung nach, die direkt in Zusammenhang mit dem Pkw-Verkehr steht. Daraus entstünden Einkommen von 57 und Steuereinnahmen von 50 Mrd. plus eine Bruttowertschöpfung von 119 Mrd. Euro. Es sei ärgerlich, wie „einseitig über die negativen Folgen des Verkehrs“ diskutiert werde, erklärt ADAC-Vizepräsident Klaus Becker. In Deutschland sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg über 43 Mio. Pkw zugelassen. Jeder zweite Deutsche ist damit – rein rechnerisch – Autobesitzer.

MEHR NETZ, WENIGER AUTOS Während in den USA sechs Jahrzehnte lang die Zahl der absolut und pro Kopf gefahrenen Kilometer stetig zunahm, ist sie seit Mitte des vergangenen Jahres rückläufig. Insbesondere jüngere US-Amerikaner findet man immer seltener hinter dem Steuer, wie aus dem aktuellen U.S. Pirg Report hervorgeht. Die Gründe dafür sind wirtschaftlicher Natur und hängen stark von den sich dynamisch wandelnden Verhältnissen am Arbeitsmarkt ab. Hinzu kommen die hohen Kosten. „Eine höhere Zahl an Internetnutzern geht einher mit einer geringeren Zulassungsrate“, sagt Michael Sivak vom Transport Research Institute an der University of Michigan. Das stimme überein mit der These, dass virtueller Kontakt das Bedürfnis nach realem Kontakt zwischen jungen Menschen reduziere.


nnews

M o bi l i t ä t

VORSICHT, RAD KREUZT

Tadej Brezina von der TU Wien hat anhand von typischen Verkehrsbedingungen berechnet, wie sich die Wartezeiten an einer Kreuzung durch die Einführung der „Wiener Diagonale“ ändern würden

REISHÜLSEN FÜR SUPER-AKKUS Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology haben einen neuen Rohstoff entdeckt, der die Akkulaufzeiten moderner Smartphones, Tablets oder Laptops deutlich nach oben katapultieren könnte. Wie sie im US-WissenschaftsFachmagazin PNAS erläutern, haben sie es auf Reishülsen abgesehen. Diese werden normalerweise bei der Reisernte als Überbleibsel zu Düngemittelzusatzstoffen verarbeitet. Ihr hoher Siliziumgehalt macht sie aber auch als günstige Alternative für langlebige Super-Akkus interessant. Die Ergebnisse der Experimente sind vielversprechend: Die alternativ hergestellten Akkus zeigten auch nach 200 Ladezyklen keinerlei Kapazitätsverluste. 60 Un t e r nehmer _05_20 1 3

Fotos: TU Wien, Franklin, Huawei Austria Technologies GmbH

Wer in der Großstadt Fahrrad fährt und sich immer wieder über lange Wartezeiten vor roten Ampeln ärgert, kennt das Problem: Will man eine Kreuzung diagonal überqueren, muss man zwei Grünphasen abwarten und verliert eine Menge Zeit – wer mit dem Auto fährt, hat es da leichter. Dieser Bevorzugung von Autos gegenüber Fahrrädern will man am Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien (in Zusammenarbeit mit dem Wiener Planungsbüro Komobile w7 und dem Umweltbundesamt) eine fahrradfreundliche Alternative entgegensetzen: Die „Wiener Diagonale“, ein Kreuzungs-Ampel-Design, bei dem Radfahrer in einer eigenen Ampelphase diagonal kreuzen können. Die Wiener Diagonale könnte ein neues Argument sein, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Gerade im Bereich der „Pedelecs“, der elektrisch unterstützten Fahrräder, gibt es derzeit enorme Zuwachsraten: Durch diese Elektro-Fahrräder können weitere Strecken als bisher ohne Auto zurückgelegt werden. www.tuwien.ac.at


DAS AUTO RUFT UM HILFE Die EU-Kommission hat zwei Vorschläge angenommen, um sicherzustellen, dass ab spätestens Oktober 2015 im Falle eines schwerwiegenden Unfalls automatische Notrufe aus Autos abgesetzt werden. Das gilt vorerst jedoch nur für Neuwagen. Das System eCall wird automatisch aktiviert, sobald fahrzeugseitige Sensoren einen schweren Zusammenstoß registrieren, und wählt die europäische Notrufnummer 112. Der nächsten Notrufzentrale werden dann Daten zum Unfall, wie beispielsweise Zeitpunkt des Unfalls, genauer Standort des verunfallten Fahrzeugs und Fahrtrichtung (besonders wichtig auf Autobahnen und in Tunneln) übermittelt. Ein eCall kann auch manuell, etwa durch den Zeugen eines schweren Unfalls, ausgelöst werden, indem ein Knopf im Auto betätigt wird. Ab Oktober 2015 sollen alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit dem 112-eCall-System ausgerüstet werden, zudem soll die erforderliche Infrastruktur für reibungslosen Empfang und die Abwicklung von eCall-Notrufen in Notrufzentralen aufgebaut werden.

AUTOS OHNE FAHRER Der US-amerikanische Hersteller von Elektroautos Tesla Motors möchte die Entwicklung fahrerloser Fahrzeuge vorantreiben. Elon Musk, der kalifornische Milliardär und CEO des Unternehmens, hat offenbar reges Interesse an entsprechender Technologie aus dem Hause Google. Gespräche mit dem Internetkonzern, dessen selbstfahrende Hightech-Vehikel schon seit geraumer Zeit auf öffentlichen Straßen in Nevada, Kalifornien und Florida getestet werden, haben bereits stattgefunden. Einen genauen Zeitpunkt für eine Markteinführung gibt es noch nicht. Fest steht aber, dass die Auto-Industrie schon jetzt ein großes Interesse an dieser Technologie erkennen lässt. Erst im April hat etwa der ehemalige Entwicklungschef von General Motors, Larry Burns, prognostiziert, dass autonom fahrende Autos bis 2020 reif für den Straßenalltag sein könnten.

MOBILER BEGLEITER Wer heute global kommuniziert, sollte sich nicht nur auf Englisch verlassen. Zu den weltweit vorherrschenden Sprachen gehören längst auch diejenigen der aufstrebenden Wirtschaftsnationen, wie Russisch, Arabisch, Chinesisch (Mandarin) und Japanisch. Der neue „Interpreter“ von Franklin (Modell: EST-5114) hat mehr als zwei Millionen Einträge für die Bereiche Business und Tourismus in den wichtigsten Weltsprachen gespeichert. Er kann überall und unabhängig von Netzabdeckungen und Roaming-Gebühren eingesetzt werden. Wer unterwegs nicht nur einzelne Wörter nachschlagen, sondern schnell mit seinem Gegenüber ins Gespräch kommen möchte, kann auf mehr als 1.000 nützliche Sätze und Wendungen in jeder Sprache zurückgreifen. Der Interpreter „14-Language Speaking Global Translator“ (EST-5114) von Franklin ist für 129,90 Euro (UVP) im Buch- und Computerfachhandel und über www.franklin.com/de erhältlich.

Mehr als zwei Millionen Übersetzungen in den wichtigsten Weltsprachen – überall ohne Roaming-Gebühren verfügbar

Jay Han, Huawei Hongkong, Franziska Knuppe, Supermodel, und Jim Lu, President Nordic & CEE Huawei

DÜNNSTES SMARTPHONE DER WELT Huawei hat im August in Wien das dünnste Smartphone der Welt präsentiert. Das Ascend P6 hatte seine Österreich-Premiere vor rund 100 Gästen. Henry Xu, President of Nordic and CEE Huawei Device, ließ es sich nicht nehmen, das Huawei Ascend P6 auf der Bühne zu präsentieren. Das Who’s who der heimischen Wirtschaft und IT sowie zahlreiche Vertreter der österreichischen High Society waren begeistert. 1,5 GHz Quad-Core Prozessor, 5 Megapixel Frontkamera, 11,9 cm (4,7 Zoll) In-Cell-HD-Display und viele weitere Funktionen bei einem nur 6,18 mm schlanken Metallgehäuse mit einem Gesamtgewicht von 120 Gramm – so sieht das neue Flaggschiff von Huawei aus, das derzeit ausschließlich über Hutchison Drei Austria GmbH, den ersten Partner von Huawei in Österreich, erhältlich ist. www.huawei.com

GLOBILER MOBILE TRAFFIC RUND UM DEN GLOBUS Mit der immer größeren Verbreitung von leistungsfähigen Smartphones klettert auch der Anteil des mobilen Traffics am gesamten Internetverkehr. Im vergangenen Juli lag der Anteil der globalen Webnutzung durch Smartphones bei 17,4 Prozent, wie aktuelle Zahlen der Statistik-Plattform Statista belegen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres ist dieser Wert noch bei 11,1 Prozent gelegen. Daraus ergibt sich ein rapider Anstieg von über 56 Prozent innerhalb von nur zwölf Monaten. Weltweit betrachtet weisen Afrika und Südamerika die größten Wachstumsraten auf. Der Mobile-TrafficAnteil hat sich auf dem Schwarzen Kontinent im vergangenen Jahr mit einem Plus von 109 Prozent mehr als verdoppelt und rangiert jetzt bei 23,7 Prozent. Der Siegeszug von 3G-fähigen Smartphones, die zunehmende Breitband-Abdeckung sowie immer mehr WLAN-Zugänge im öffentlichen Raum sind die wesentlichen Treiber des mobilen Surfens. Wenn die bestehenden Sicherheitsprobleme gelöst sind, wird der mobile Traffic noch deutlicher zulegen, meinen die Experten.


MOB IL ITÄT TE ST

Flotte Linie, wie gehabt, und jetzt auch mit Backen hinten. Das Cockpit ist vom 3er bekannt

BMW 420d Coupé

Gewachsen und dennoch schlanker

BMW nennt das neue 3er-Coupé 4er. Das ist ziemlich egal, solange das Fahrverhalten exzellent ist. Und das ist es. Text Christian Vavra

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Unmittelbar beim Marktstart (Oktober in Österreich) stehen ein Dieselmotor (420d mit 184 PS) und zwei Benzinversionen (435i mit 306 PS und 428i mit 245 PS) zur Verfügung. Ein Einstiegsbenziner und zwei deutlich stärkere Diesel folgen bald darauf. Serienmäßig sind alle Coupés mit Sechsgangschaltung bestückt, die formidable Achtgangautomatik kostet extra. Für einige Motorisierungen gibt es auf Wunsch auch Allradantrieb. Wie schon beim 3er werden auch im Coupé neben der Basisausstattung die Linien Luxury, Modern und Sport angeboten, für die wahren Fans gibt es natürlich auch ein M-PerformancePaket. Die Preise beginnen derzeit bei 41.900 Euro für den 420d. Der Einstiegsbenziner wird 38.900 Euro kosten. Der 435i beginnt bei rund n 55.000 Euro.

Technische Daten BMW 420d Coupé Hubraum: 1995 ccm Max. Leistung: 135 kW/184 PS, 4000 U/min Max. Drehmoment: 380 Nm, 1750 – 2750 U/min Getriebe: 6-Gang manuell Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h MVEG-Verbrauch gesamt: 4,7 l/100 km CO2-Emission: 124 g/km Preis: ab 41.900 Euro inkl. Steuern

Fotos: beigestellt

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er-BMW oder 4er? Oder am Ende dasselbe? Die schlichteste Erklärung für den Zahlen sprung ist die, dass es beim 5er- und beim 6er-BMW ähnlich ist – sie sind technisch eng verwandt, aber Coupé und Cabrio tragen die höhere Nummer. 4er-Coupé also. Gegenüber dem 3er-Coupé ist nicht nur die jetzt noch schlankere Linie auffällig, sondern auch, wie breitbeinig der 4er daherkommt. Hinten hat er richtige Backen, was daher rührt, dass hier die Spurbreite gleich um 8 Zentimeter vergrößert wurde (vorne um 4,3 cm). Und nicht nur das Hinterteil ist gewachsen: Weil der 4er ja doch ein verkappter 3er ist, übernimmt er dessen Radstand (2810 mm), was gegenüber dem VorgängerCoupé immerhin ein Plus von rund 5 cm bedeutet. Entsprechend flott lässt sich das Coupé beinahe spielerisch um Ecken zirkeln, und zwar mit Geschwindigkeiten, bei denen man sich nachdrücklich gegen die Querbeschleunigung sträubt. Der BMW ist ausgezeichnet ausbalanciert und nimmt Fahrfehler jederzeit hin. In München weiß man genau, was der Tradition der 3er-Coupés geschuldet ist. Innen ist wie immer das Platzangebot vorne in Ordnung. Hinten gibt es etwas mehr Raum für die Knie, aber weniger für die Stirn, weil die Dachlinie zum Vorgänger um 1,6 cm abgesunken ist (gegenüber der 3er-Limousine ist das 4er-Coupé sogar um fast 7 cm niedriger).


Das kann sich sehen lassen: der Golf Variant

Nissan Note Visia

Eine ganz eigene Note Ab Oktober bietet Nissan den neuen Kompaktwagen in Österreich an.

VW Golf Variant

Es gibt auch elegante Kombis Praktisch ab sofort ist der Golf VII auch als Variant erhältlich.

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ie Daten, die wirklich wichtig sind, können schnell abgehakt werden. Satte 605 Liter beträgt das Kofferraumvolumen des neuen Golf-Kombis, wenn er bis zur Höhe der Rücksitzlehne beladen wird. Das sind um stattliche 100 l mehr als beim Vorgänger. Werden die Rücksitzlehnen umgelegt, beträgt das Volumen bis zum Dach glatte 1620 l, um exakt 125 l mehr als beim Vorgänger. Das gibt schon einen Eindruck von der großen Variabilität, die den Golf Variant auszeichnet. Ab der Ausstattung Comfortline lässt sich z.B. auch die Beifahrersitzlehne umklappen, was den Transport von Gegenständen mit bis zu 2,76 m Länge ermöglicht. An Motoren stehen drei Benziner (85, 105 und 122 PS) sowie zwei Dieselaggregate (105 und 150 PS) zur Auswahl. Dazu gibt es verschiedene Kombinationsmöglichkeiten mit Sechs- oder SiebengangSchaltgetriebe, Doppelkupplungsgetriebe und auch mit Allradantrieb. Diverse Assistenzsysteme stehen ebenso optional zur Verfügung wie interessante Sonderausstattungen wie z.B. eine drahtlos beheizte und Infrarot reflektierende Frontscheibe, eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum oder die Ledern ausstattung „Vienna“.

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echnisch basiert der neue Note (wie auch der Micra) auf der V-Plattform. Er wirkt um einiges schicker und moderner als sein Vorgänger. Der Überhang vorn ist 30 mm kürzer, dafür ist das Auto hinten 30 mm länger. Erfreulich für die Fondpassagiere sind die bis zu einem Winkel von fast 90 Grad aufschwingenden Hecktüren. Besonders stolz sind die Entwickler auf die Sicherheitssysteme, die unter dem Begriff Safety Shield zusammengefasst sind. Damit sind das Blind Spot Warning (Tote-Winkel-Assistent), Lane Departure Warning (Spurhalte-Assistent) und ein System zur Erkennung beweglicher Objekte (Moving Object Detection) zusammengefasst. Wichtig für die hierfür notwendigen Daten ist eine am Heck integrierte Kamera. Allerdings gibt es das Safety Shield nur in Verbindung mit der Topausstattung. Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 325 und 2012 Liter. Nissan bietet den Note mit einem 1,2-l-Dreizylinderbenziner an – der leistet 80 PS oder 98 PS, wenn man die Variante mit Kompressoraufladung nimmt. Außerdem gibt es noch einen 90-PS-Diesel, der sich als stimmige Motorisierung für den Note erweist. Der neue Note ist ab Mitte Oktober zu haben. n

Technische Daten Nissan Note Visia Hubraum: 1198 ccm Max. Leistung: 59 kW/80 PS, 6000 U/min Max. Drehmoment: 110 Nm, 4000 U/min Getriebe: 5-Gang manuell Höchstgeschwindigkeit: 168 km/h MVEG-Verbrauch gesamt: 4,7 l/100 km CO2-Emission: 109 g/km Preis: ab 14.490 Euro inkl. Steuern

Technische Daten VW Golf Variant 1.6 TDI Trendline Hubraum: 1598 ccm Max. Leistung: 77 kW/105 PS, 3000 U/min Max. Drehmoment: 250 Nm, 1500 – 2750 U/min Getriebe: 5-Gang manuell Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h MVEG-Verbrauch gesamt: 3,9 l/100 km CO2-Emission: 102 g/km Preis: ab 24.280 Euro inkl. Steuern

Vor allem von vorne sieht der neue Note sehr markant und eigenständig aus


MOB IL ITÄT TE ST

Vom Erdgas-Lieferwagen (Bilder) bis zum E-Auto und Dieselhybrid-Lkw – Iveco hat den passenden Antrieb

Iveco

Volles Programm – auch mit alternativen Antrieben Iveco bietet vom E-Fahrzeug bis zum 40-Tonner als Dieselvollhybrid eine Vielzahl von alternativen und kostengünstigen Antrieben. Text Christian Vavra

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as Thema alternative Antriebstechno logien hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bei Iveco war man sich der Wichtigkeit schon früh bewusst und hat vor langer Zeit damit begonnen, intensiv nach alternativen Antriebsarten zu forschen und perfekte Lösungen zu entwickeln. Heute kann man bei Iveco ein umfassendes Programm an alternativen Antrieben – wie den Daily Electric, CNGVarianten (Erdgas) für alle Baureihen und Hybridmodelle – anbieten. Elektrik: sauber, leise und effizient Der Startschuss für die Konzeption einer Alternative für die Innenstadtlogistik ist mit dem Daily Electric bereits 1978 gefallen – seit einigen Jahren ist dieses Fahrzeug in der Serienproduktion erhältlich. Angeboten wird das Zero-EmissionFahrzeug als 3,5 Tonner mit 60 kW und als 5,2 Tonner mit 80 kW Antriebsleistung. Je nach Gewicht, Radstand und geforderter Transportaufgabe lassen sich modular zwei bis vier Batterien (Zebra NiNaCl2) unterbringen. Die Reichweite beträgt bis zu 130 km. Geladen werden die

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Batterien über die üblichen und überall im Gewerbebetrieb vorhandenen Starkstromanschlüsse. Aufgrund der unterflurigen Anbringung sämtlicher Technik besteht bezüglich Aufbauvielfalt und Laderaumgröße keine Einschränkung. Erdgas: große Vorteile, geringere Kosten Iveco investiert seit 1988 intensiv in die Forschung und Entwicklung hochmoderner, umweltschonender und effizienter CNG-Motoren. Dank dieser langjährigen Forschung und technologischen Kompetenz ist Iveco heute Anbieter für Nutzfahrzeuge mit Erdgasantrieb in allen Segmentklassen. Auf Basis der üblicherweise verbauten Dieselmotoren gibt es für jede Baureihe bei Iveco auch einen spezifischen Erdgasmotor. Das Angebot reicht vom 3,5-Tonnen-Transporter bis zur Sattelzugmaschine mit bis zu 40 Tonnen Gesamtzuggewicht. Besonders beliebt: Der Daily CNG, der sich dank seiner professionellen Qualitäten als idealer n Partner für viele Branchen anbietet.


Fiat Panda

Vollgas mit Erdgas Fiat startet Offensive mit Schwerpunkt auf Natural-Power-Erdgasmodellen.

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ünf Pkw-Modelle bietet Fiat mit sparsamen und umweltfreundlichen Erdgasantrieben an. Es handelt sich durchwegs um bivalente Antriebe – das heißt, die Fahrzeuge können sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden, sie haben also auch einen separaten Benzintank eingebaut. Für die Fahrzeugreihen Panda, Punto, Doblo, Qubo sowie ab Herbst auch Fiat 500L wurden mit den Fiat-Händlerpartnern spezielle Aktionsmodelle definiert, die den Einstieg noch leichter machen sollen. So ist zum Beispiel ein Fiat Qubo 1.4 Natural Power 70 bereits ab 14.300 Euro erhältlich. Schon seit Jahren schlägt sich das Know-how von Fiat beim Erdgasantrieb auch bei Nutzfahrzeugen nieder. In Österreich etwa war Fiat Professional, die Nutzfahrzeugmarke des Hauses Fiat, mit rund 43 Prozent Marktanteil bei erdgasbetriebenen Fahrzeugen erneut die Nummer 1 auf dem Markt. Bei Nutzfahrzeugen bietet Fiat vom kompakten Fiat Fiorino über den Fiat Doblo bis hin zum „ausgewachsenen“ Transporter Ducato ein umfangreiches Angebot an Nutzfahrzeugen. n

Technische Daten Fiat Panda 0.9. TwinAir 80 CNG Easy Hubraum: 875 ccm Max. Leistung: 59 kW/80 PS, 5500 U/min Max. Drehmoment: 140 Nm, 2500 U/min Getriebe: 5-Gang manuell Höchstgeschwindigkeit: 168 km/h MVEG-Verbrauch gesamt: 4,6 l (3,4 kg)/100 km CO2-Emission: 107 (86) g/km Preis: ab 15.640 Euro inkl. Steuern

Toyota ProAce

Nachfolger eines Erfolgsmodells Toyota umwirbt ab sofort Hiace-Käufer (und andere) mit dem neuen ProAce.

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wei Fahrzeuglängen und zwei Höhen sowie je nach Konfiguration eine Lade kapazität von dreieinhalb, fünf, sechs oder sieben Kubikmetern: Toyota weiß im Nutzfahrzeugsektor genau, was die Kunden wollen. Schließlich ist der ProAce, der ab sofort erhältlich ist, der Nachfolger des Erfolgsmodells Hiace, von dem in Österreich noch immer mehrere tausend Exemplare auf den Straßen im Einsatz sind. Tatsächlich hat der fast unverwüstliche Hiace beträchtlich zum ausgezeichneten Ruf Toyotas, was die Qualität betrifft, beigetragen.

Wahlweise kann der Kunde zwischen einer oder zwei seitlichen Schiebetüren sowie zwischen einer hinteren Laderaumklappe oder einer zweiteiligen Türe mit einem Öffnungswinkel von 270 Grad wählen. Die Zuladung beträgt je nach Ausführung bis zu 1,2 Tonnen, die Anhängelast bis zu 2 Tonnen. Serienmäßig sind ABS, Stabilitätskontrolle und Tagfahrlicht. Motorseitig stehen zwei Diesel in drei Leistungsstufen (90 PS, 128 oder 163 PS) zur Auswahl. Das stärkste Aggregat wird wahlweise auch in Kombination mit einer Sechsgangn Automatik angeboten.

Technische Daten Toyota ProAce 1,6D (kurzer Radstand) Hubraum: 1560 ccm Max. Leistung: 66 kW/90 PS, 4000 U/min Max. Drehmoment: 180 Nm, 1500 U/min Getriebe: 5-Gang manuell Höchstgeschwindigkeit: 145 km/h MVEG-Verbrauch gesamt: 6,7 l/100 km CO2-Emission: 177 g/km

Wer scharf rechnet, kommt an Erdgas als Treibstoff kaum vorbei – jedenfalls bei den aktuellen Preisen

Preis steht noch nicht fest

Toyota weiß, was Nutzfahrzeuge können müssen. Der Hiace war jedenfalls ein großer Erfolg


MOB IL ITÄT E-Comm erce

Ab ins Netz! Immer mehr KMU nützen die Möglichkeiten, die ihnen E-Commerce bietet. Aber machen sie es auch richtig? Text Harald Hornacek

Stephan Fuchs, Post AG: „Wir bieten zahlreiche OnlineDienstleistungen an“

Daniel Kobelt, Rakuten: „Wir fokussieren in Zukunft noch mehr auf KMU“

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sterreich ist ein Land der Grillmeister. Das weiß auch Christian Madlener aus Dornbirn. Und er ist gerade sehr erfolgreich dabei, seinen Grillershop weit über die Grenzen Vorarlbergs hinaus zu positionieren. Möglich macht das seine Zusammenarbeit mit dem Online-Marktplatz Rakuten: Madleners Grillershop (www.Grillershop.eu) erzielt heute bereits mehr Umsatz mit Rakuten als mit Amazon. Madlener hat damit eine Entwicklung vollzogen, die viele KMU derzeit versuchen – sich vom stationären, oft lokal orientierten Handel hin zum Online-Verkauf zu positionieren. Durch den Onlineshop bei Rakuten ist Madleners Angebot nun weit über die Grenzen Dornbirns und auch Österreichs verfügbar – und das rund um die Uhr. Sein Angebot beinhaltet dabei alles, was das Herz von Grillmeistern begehrt, von hochwertigen Markengrillern über exklusives Zubehör bis hin zu Heizgeräten für kühle Sommernächte. Die Zwischenbilanz von Christian Madlener fällt durchaus positiv aus: „Mit dem Onlineshop auf Rakuten.at bediene ich bereits mehr Kunden in Deutschland als über meinen Shop auf Amazon.de.“ Nicht zuletzt dank professioneller Betreuung hat er es geschafft, seine Bestellungen auf Rakuten.at innerhalb der ersten vier Monate zu ver-

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vierzigfachen – und das alles bei einer Kundenzufriedenheit von durchschnittlich 99 Prozent: „Wir stehen in stetigem persönlichen Kontakt mit unserem Rakuten E-Commerce Betreuer und erarbeiten gemeinsam neue Ideen und verkaufsfördernde Maßnahmen. Vor allem auch hinsichtlich optimaler Kundenbetreuung werden wir bestens unterstützt“, betont Madlener. Strümpfe im Netz Eine ähnliche Erfahrung haben auch Reinhard und Sabine Langthaler gemacht. Die Niederösterreicher haben ein interessantes Geschäftsmodell entwickelt: Sie bieten spezielle Strumpfwaren in ihrem Onlineshop an und sprechen damit auch eine überregionale Kundenschicht an. Die Idee dazu kam aus persönlichen Umständen: Sabine Langthaler befand sich in Karenz mit ihrem zweiten Sohn und musste mit drastischen Gehaltseinbußen beim Wiedereinstieg in ihren Job rechnen. So entstand das Vorhaben, den lang ersehnten Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Mit sockstore.at eröffnete sie ein einen Onlineshop bei Rakuten.at, der bereits nach wenigen Monaten gewinnbringend läuft. sockstore.at hat sich auf venenfreundliche und venenaktivierende Strumpfware spezialisiert. Die technische Umsetzung und das Marketing hat Rakuten übernommen. Sabine Langthaler hat eine ganz klare Unternehmensphilosophie: „Mir ist es wichtig, hochwertige Qualität, die ausnahmslos in Europa gefertigt wird, zu günstigen Preisen zu vertreiben.“ Langthalers Erfolgsgeschichte ist ein weiteres Beispiel dafür, wie ein einfacher Zugang zum E-Commerce eine Fülle an Möglichkeiten bietet, sich selbst zu verwirklichen. Smart und unkompliziert Online-Händler werden, ohne technisches Vorwissen und massive Investitionen – das ermöglicht Rakuten.at. Zum Jahreswechsel 2013 startet Rakuten in Österreich und bietet nun auch heimischen Händlern internationales Know-how und die Plattform, um den OnlineHandel voranzubringen. Viel Geld wandert nach Deutschland Und Nachholbedarf ist allemal gegeben, ist man bei Rakuten überzeugt. Eine Datenerhebung (EHI Retail Institute Köln, 2010) ergab: Österreichische Kunden kaufen um rund 4,5 Mrd. Euro im Internet ein, davon wurde aber nur knapp die Hälfte bei österreichischen Unternehmen umgesetzt. Diesem Szenario will Rakuten. at mit einem neuen Konzept entgegensteuern. Mit Rakuten kann jeder österreichische Händler auf einfachste Weise einen Onlineshop betreiben. Neben der technischen Abwicklung beim Aufbau des Onlineshops, unterstützen die Rakuten E-Commerce Consultants (ECC) alle Kunden persönlich und übernehmen die laufende Beratung vom Shop-Design bis zur Sortimentswahl. Dieser smarte und unkomplizierte Zugang zur

Fotos: Getty Images, Christian Houdek, beigestellt

E-Commerce gewinnt auch in Österreich immer mehr an Bedeutung


E-Commerce-Welt eröffnet gerade KMU eine Fülle an Möglichkeiten. Von Tokio in die Welt Rakuten selbst hat sich in nur wenigen Jahren ganz vorne im internationalen E-Commerce positionieren können. Dieter Kindl, CEO Rakuten Austria GmbH: „Rakuten startete 1997 in Tokio. Seit damals ist die persönliche Händlerbetreuung das Alleinstellungsmerkmal unseres Unternehmens, das mittlerweile eine der führenden Internet-Service-Companies weltweit sowie Nummer 3 im E-Commerce ist. Rakuten ist in Japan in vielen weiteren Bereichen tätig, 90 Prozent der Japaner haben einen Rakuten-Account. In Österreich konzentrieren wir uns auf ECommerce. Wir laden die Händler ein, an einem weltweit erfolgreichen Marktplatz teilzunehmen.“ Dabei setzt Rakuten sein ganzes Know-how ein, um die österreichischen KMU zu unterstützen. „Manche Händler haben einen Webshop, aber diese haben oft nicht die Qualität, um wirklich etwas zu bringen“, meint Kindl, „gerade kleine und mittlere Betriebe haben dafür nicht die Ressourcen und das Know-how. Es gibt in Österreich rund 81.000 Handelsunternehmen – aber nur 5.700 Onlineshops. Dabei wissen wir aus Studien,

dass 40 Prozent aller stationären Käufe durch Onlineshop-Recherche vorbereitet werden.“ Wichtig ist für Kindl vor allem eines: „Wir stellen nicht das Produkt, sondern den Händler in den Mittelpunkt. Das ist ein wesentlicher Unterschied etwa zu Amazon. Wir nehmen auch bewusst in Kauf, dass der Händler – wenn er mit unserer Unterstützung im Internet eine gute Präsenz entwickelt und Aufmerksamkeit erzielt – auch den Verkauf im Outlet selbst steigern kann. Insgesamt stärken wir den Händler. Davon profitieren auch wir.“ Heute betreut Rakuten bereits 90.000 Händler international auf seiner Plattform. Die monatliche Gebühr in Österreich beträgt 39 Euro – für Software, Beratung, Marketing und vieles mehr, das Rakuten bietet. Zudem erhält Rakuten 5-9 Prozent vom Handelsumsatz. KMU im Fokus Die Stoßrichtung von Rakuten für die nächste Zukunft ist klar, meint Daniel Kobelt, Marketing Manager Rakuten Austria: „Wir fokussieren in Zukunft mehr auf KMU – unabhängig davon sprechen wir aber alle Unternehmensgrößen an.
“ Daher gibt es regelmäßig Informationsveranstaltungen für Interessenten, die sehr gut angenommen werden. „Kürzlich hatten wir eine kleine

Christian Madlener, Grillershop.at: „Über Rakuten-Shop schon mehr Kunden in Deutschland als über Amazon“

Dieter Kindl, Rakuten: „Bestehende Webshops haben oft nicht die nötige Qualität“

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Hotel Hollmann BeletageUmsetzung haben wir immer das denn Gefühl persönlicher als der eigene Name? Kontrolle Auch über das direkten Kontakt mit unseren ECCs (eCommerce Rücksendungen können heute leichter Marketing Sales- nachSystem. Consultants) zu nutzen. Das &Feedback der Wir je auf den Weg gebracht werden. Bereits an mehr haben gehabt in guten Händen zu sein. Veranstaltung und währenddessen war sehr gut. als 100 Standorten in ganz Österreich hat die Post Manager Markus Tesak Alle Überlegungen warum sie sich fürHändler die Lösungwaren von dem Rakuten-Konzept immer eineSB-Zonen ganz- umgesetzt, in denen rund um die Uhr auf fertige Schnittstellen setzen und eine überzeugt und wollen hier Erfolge einfahren. Das Pakete aufgegeben werden können.zuPressesprevonReinhard headONLangthaler, entschieden haben?Engagement ist hoch und unsere Marketingideen heitliche Lösung cher &im Ombudsmann Stephan Fuchs: „Dank ganzheitliche Lösungkönnen zu haben.hier der sockstore.at, bietet und Events werden gut angenommen.“ modernen Versand-Automaten die Auge gehabt und das bietet uns headOn mit Tesak: Neben der Hollmann Beletage venenfreundliche Sendungen 24 Stunden am Tag verschickt werDas Wiener & Boutique-Hotel Hollmann Beletage vermittelt ein authentischesdenund– Versandbestätigung und die Möglichkeit Strumpfware E-Commerce von der derPost 3CX-Anlage. und unseremDesign Haubenlokal Hollmann Salon besonders gefallenUnser oder ihnen Was hat Auch die Österreichische eines Post AG profitiert zur Nachverfolgung im Ihnen Internet inklusive. innovatives Wohn-Erlebnis großen Hotels,vom das es auf im Heiligenkreuzerhof bietenmit wirallen auchAnnehmlichkeiten Sersteigenden E-Commerce in Österreich. So hat die Tochterunternehmen Systemlogistik Distribution bereitet? keinen Fall ist. außerhalb Auf charmante und2012 originelle Weise werden eine Fülle ananderen Details in GmbH die bei bietetFreude rund 65 Millionen Pakete zugestellt, das Systemen maßgeschneiderte LogistiklösunSchnittstellen zu Sind viceapartments desPost Hotel an. einer Steigerung von knapp 10 Prozent gen für Unternehmen, die der Serviceleistungen Tesak: Mit Schnittstelle zurwie 3CX könWohnstruktur ganzentspricht nach dem Motto: Feel home. zum Jahr davor. Direkt dem Bereich E-Commerce Webshop-Logistik, Bestellabwicklung, Lagerhaltung, Ihnenlike auch ein Thema? Diese sind nunverpackt, keine Insellösungen mehr, nen wir dieKonfektionierung, Konsumation von Gästen rechnet die Post rund 40 Millionen der beförderten Kommissionierung, Filial-über for better understanding sondern laufen alle via VoIPPakete auf einerzu,zentraTesak: Ja, wir verwenden ein professioauch hier ist die Tendenz steigend. Tree, wirdbestückungoder Retourenlogistik im die Telefonanlage direkt aufoutsourcen die ZimmerrechWas war der Beweggrund, ihreRund herkömmliche um den Transport von Paketen bietet die möchten. Natürlich arbeiten wir auch ständig an headON communications gmbh len Anlage. Auch bei Spitzenzeiten können nelles Buchungsund Hotelmanagement-SysÖsterreichische Post ihren Kunden eine breite weiteren, Lösungen für den Herbst 2013 eröff- zukunftsträchtigen nung buchen. Das stellt für uns und unsere TK-Anlage auf eine 3CX auszutauschen? Marxergasse 25 / A-1030 Wien Reihe von Dienstleistungen. Dies beginnt bei Paketversand. Etwah:an der SMS-Ankündigung wirSabine dadurch den Überlauf von Gesprächen tem. 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Wiretwa legendank sehrder vielPost-Empfangsboxen im Stiegenhaus www.headon.at Hollmann UTMT – Underneath The Mango chen Informationen. Uns war extrem wichtig, dem 3CX-Telefonwert auf Innovationen und nur die 3CXWürden Sie die Kombination headON und auf fertige Sch system.setzt Alle unse- 3CX Anlage ermöglicht es uns, jenen Komfort zuBELETAGE weiterempfehlen? auf fertige Schnittstellen zu setzenganzheitliche und eine HOLLMANN auf 3CX L HOLLMANN BELETAGE setzt auf 3CX ganzheitliche Lösung zu haben. rer Betriebe können bieten, den man von der Hollmann Beletage Tesak: Ja, absolut. Wie bei jeder SystemDas Wiener Design & Boutique-Hotel Hollmann Beletage vermittelt ein authentisches und Das Wiener Design & Boutique-Hotel Hollmann Beletage vermittelt ein authentisches und Was hat Ihn innovatives mit allen Annehmlichkeiten dadurch eines großen das auf weltweit Hotels, gewohnt ist. 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Tesak: Mit der Schnittstelle zur 3CX könWohnstruktur verpackt, ganz nach dem Motto: Feel like home. nen wir die Ko wir die Konsumation Gästen ren und wir haben nen wennWas er uns an der durch Herrn Horvath und von seinem Teamüber Rezeption – egal obihre herkömmliche Tree, wird im die Telefonanla der Beweggrund, Tree, wird im die Telefonanlage direkt auf die ZimmerrechWas warwar der Beweggrund, ihre herkömmliche Herbst 2013 nung D TK-Anlage auf–3CX eine 3CX aus Österreich gemeistert wurden. Von für deruns Beratung bis buchen. zur intern oderaufextern anruft. Wasauszutauschen? ist schon die nung Herbst 2013 eröffbuchen. Das eröffstellt und unsere TK-Anlage eine auszutauschen? net – natürlich auch Mitarbeiter ein Markus Tesak: Wir sind ein Hotel mit Hotel Hollmann Beletagenet – natürlich eine Erhöhung derdas ServicequaliMarkus Tesak: sind ein Hotel mit Umsetzung haben wir immer Gefühl persönlicher als derWir eigene Name? 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Dienstleistungen online beauftragen Die Post ist aber nicht nur als Dienstleister für E-Commerce-Unternehmen aktiv, sondern bietet selbst auch eine Reihe von Dienstleistungen und Produkten online an. So können bereits sehr viele Post-Dienstleistungen online beauftragt werden: Urlaubsfach, Nachsendeauftrag oder Abwesenheitsmeldung können ebenso bequem im Internet konfiguriert werden wie der Post Manager, das Online-Tool für den Versand, Empfang und das Archivieren gesicherter E-Mails. Ebenso bietet die Post auch zahlreiche ihrer Produkte direkt im Webshop an: Briefmarken vom Sammlerstück bis hin zur persönlich gestalteten „Meine Marke“, Paketmarken für den nationalen und internationalen Versand größerer Sendungen, oder auch die e-Postkarte, die moderne Postkarte mit einem eigenen statt des vorgefertigten Motivs, können auf www. post.at rund um die Uhr erworben werden. „Gerade arbeiten wir an einer Ausweitung unseres Angebots im Onlineshop. Künftig werden auch Artikel aus unseren Postfilialen, vor allem aus dem Bereich Verpackung und Versand, über unsere Homepage bestellbar sein“, betont n Fuchs.

Jetzt E-Commerce-Förderungen abholen! Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) bietet eine Förderaktion für österreichische Onlineshops. Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeiter/innen erhalten eine Förderung in der Höhe von EUR 500,- für die Nutzungsgebühr im 1. Jahr. Die Eckdaten: • Förderung von 50 Unternehmen mit max. 10 Mitarbeiter/innen • Die Gütezeichen-Nutzungskosten für das erste Jahr nach der Zertifizierung werden in der Höhe von EUR 500,- gefördert Voraussetzungen: • Das Unternehmen verpflichtet sich zu einer Mindestvertragsdauer von 2 Jahren • Keine Zertifizierung mit dem Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen in den letzten 36 Monaten Mit „Euro-Label - Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen“ haben Konsumenten darüber hinaus die Gewissheit, bei einem geprüften Onlineshop einzukaufen. Das Euro-Label E-Commerce-Gütezeichen steht für vertrauenswürdiges Onlineshopping Die Zertifizierung gewährleistet unter anderem: • einen transparenten Bestellvorgang • vollständige Informationen über Kosten, Kaufvertrag, Lieferung etc. • Schutz der persönlichen Daten • sichere Zahlung im Shop • kostenlose Streitschlichtungsstelle Das E-Commerce-Gütezeichen wurde auf Initiative des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit WKÖ, AK und BMWFJ betrieben. Das Gütezeichen ist Teil des europaweiten Euro-Label-Systems für sicheres Einkaufen im Internet. Alle Händler mit einem Euro-Label-Gütezeichen haben ein intensives Prüfungsverfahren nach den Gütezeichen-Kriterien erfolgreich bestanden und werden jährlich neu überprüft. Infos zur Förderaktion und Zertifizierung unter: T +43-1-595 21 12-59, M office@guetezeichen.at

HOLLMANN BELETAGE setzt auf 3CX

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Promotion

So wird Österreich e-mobil Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie fördert die Einführung der Elektromobilität durch verkehrs- und infrastrukturpolitische Instrumente sowie seine F&E-Förderprogramme. Es wird dabei durch die Technologieplattform A3PS unterstützt, die Anfang Oktober beim großen Kongress „Eco-Mobility 2013“ die aktuellsten Strategien, Programme und Projekte präsentiert.

12. September, 18.30 Uhr, Palais Ferstel, Strauchgasse 4, 1010 Wien Empfang 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr Die höchste Auszeichnung, welche die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie an österreichische Unternehmen und Institutionen verleiht!

I

m Jahr 2009 verabschiedete die EU das Energie- und Klimapaket, das für 2020 wichtige Ziele im Energie bereich vorgibt und verbindliche Verpflichtungen der Mitgliedstaaten enthält: Verringerung der Treibhausgasemissionen um 20 % (mit Option auf 30 % bei entsprechenden internationalen Vereinbarungen) Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 20 % Erhöhung der Energieeffizienz um 20 %

· · ·

So wird Elektromobilität in und aus ��sterreich umgesetzt Im Auftrag der Bundesregierung haben die Bundesministerien bmvit, BMLFUW und BMWFJ einen Umsetzungsplan zur „Elektromobilität in und aus Österreich“ auf Basis eines breiten Konsultationsprozesses erarbeitet. Die aufeinander abgestimmten Aktivitäten zielen darauf ab, optimierte Rahmenbedingungen zu gestalten, um Elektromobilität im Alltag rascher erfahrbar zu machen und die damit verbundenen Chancen für Österreich bestmöglich zu nutzen. Zur Implementierung der Elektromobilität im Verkehrs- und Energiesystem in Österreich sind Schritte zur Markteinführung und der Etablierung eines intelligenten Anreizsystems zu setzen, Bewusstsein für neue Mobilitätslösungen zu schaffen und die positiven Umwelteffekte zu maximieren. Maßnahmen zur Elektromobilität in Österreich haben die Integration ins Gesamtverkehrssystem, die Schaffung eines intelligenten Anreizsystems zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen und deren Markteinführung, die Sicherstellung des Aufbaus einer bedarfsgerechten interoperablen Infrastruktur, die Versorgung der Elektromobilität langfristig mit kosteneffizienter erneuerbarer Energie sowie die Stimulierung und Evaluierung positiver Umwelteffekte zum Ziel. Neben dem Umsetzungsplan gibt es noch eine Reihe anderer Instrumente, um die Einführung von alternativen Antrieben und Treibstoffen zu fördern. Leuchtturmprojekte der Elektromobilität Das Förderprogramm „Leuchttürme der Elektromobilität“ möchte durch die Entwicklung und den Einsatz innovativer Technologien einen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Verkehrssystem leisten, interoperable grenzüberschreitende Elektromobilitätsangebote forcieren sowie Beiträge zur Reduktion des Energieverbrauchs hervorbringen, um so nachhaltig positive Umwelteffekte zu generieren. Dabei stehen ein effizienter Energieeinsatz, die Entwicklung eines intelligenten Energie- und Verkehrssystems sowie der Einsatz erneuerbarer Energieträger im Fokus.

Die Ausschreibungsschwerpunkte der 5. Ausschreibung (5.9.2013 bis 30.1.2014), die mit maximal vier Millionen Euro dotiert ist, sind: Elektrofahrzeuge: erhöhte Reichweite und reduzierte Kosten Bedarfsgerechte Elektromobilität Innovative Lade- und Buchungssysteme Innovative Komponenten für den elektrischen und/oder teilelektrischen Antriebsstrang inkl. Nebenaggregate Recycling und Wiederverwendung von Komponenten von Batterie- und Hybridfahrzeugen

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Die Leuchtturmprojekte CMO – Clean Motion Offensive E-LOG-BioFleet eMORAIL – Integrated eMobility Service for Public Transport EMPORA – E-Mobile Power Austria Smile – Smart Mobility Info & Ticketing System Leading the Way for Effective E-Mobility Services VECEPT – All Purpose Cost Efficient Plug-In Electric (Hybridized) Vehicle

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Ein weiteres Top-F&E-Förderinstrument des bmvit Das bmvit-Programm „Mobilität der Zukunft“ setzt den erfolgreichen Weg des Strategieprogramms „IV2Splus – Intelligente Verkehrsysteme und -services plus“ fort. Das Programm unterstützt Forschungsprojekte, die mittel- bis längerfristig wesentliche Beiträge zur Lösung für mobilitätsrelevante gesellschaftliche Herausforderungen erwarten lassen und durch Innovationen bestehende Märkte befruchten bzw. neue Märkte generieren. Durch dieses Programm wird auf das in den Vorjahren entstandene themenspezifische Wissen und auf die Kompetenzen der FTI-Community aufgebaut, ein Fortführungspfad für erfolgversprechende Initiativen eingerichtet, aber auch der Rahmen für völlig neue Ansätze in diesem Themenbereich eröffnet. Das Programm beinhaltet vier komplementäre Themenfelder, in denen jeweils unterschiedliche Herausforderungen und Zielsetzungen adressiert werden. In den Themenfeldern „Personenmobilität“ und „Gütermobilität“ steht die „In-Wert-Setzung“ (d. h. gesellschaftliche Anwendung bzw. Anwendungsmöglichkeit) von Technologien und Innovationen im organisatorischen und sozialen Kontext des Mobilitätssystems im Vordergrund. Dagegen sind die beiden Themenfelder „Verkehrsinfrastruktur“ und „Fahrzeugtechnologien“ auf spezifische Technologien und Akteure ausgerichtet. Die 2. Ausschreibung des Programms startet am 30. 10. dieses Jahres.

Fotos: Karma, Siemens

Staatspreis Mobilität 2013 (in vier Kategorien)


A3PS Die Austrian Agency for Alternative Propulsion Systems ist die Technologieplattform im Bereich alternativer Antriebe und Treibstoffe. Da der Transformationsprozess in Richtung eines nachhaltigen Energie- und Verkehrssystems eine koordinierte Zusammenarbeit vieler Partner erfordert, ging das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Sinne einer modernen Technologiepolitik schon 2006 durch Gründung der A3PS eine strategische Partnerschaft mit der österreichischen Industrie und Forschung ein. Damit unterstützt das bmvit die österreichische industrielle, universitäre und außeruniversitäre Forschung bei der Entwicklung und Markteinführung alternativer Antriebssysteme durch zahlreiche zusätzliche Serviceleistungen über eine rein finanzielle Förderung von Forschungsprojekten hinaus:

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Information: Kompetenz der österreichischen Industrie und Forschung durch Kompilierung, Aufbereitung und zielgerichtete Information stärken.

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Vernetzung: F&E-Kooperationen der Partner national anstoßen und international einbetten.

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Know-how-Präsentation: Österreichische Technologie- kompetenz und das Engineering und Produkt-Know- how der Mitglieder auf Konferenzen national und international sichtbar machen.

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Interessensvertretung: Vertretung österreichischer Interessen in internationalen Gremien und Initiativen der EU und der IEA durch Beiträge unterstützen.

2013 wird der Staatspreis Mobilität in vier Kategorien verliehen, u. a. „Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen“

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Orientierung: Strategien zwischen Industrie, Forschung und Technologiepolitik durch die Entwick- lung von Roadmaps abstimmen.

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Beratung: Politik fundiert und ausgewogen in der effizienten Gestaltung von deren Instrumenten (Förderprogramme, Regulierungen, Standards, öffentliche Beschaffung, etc.) unterstützen und die Öffentlichkeit über alternative Antriebssysteme informieren.

Konferenz „Eco-Mobility 2013“ Das A3PS-Büro veranstaltet jährlich in Kooperation mit seinen Mitgliederinstitutionen und dem bmvit eine internationale Konferenz im Themenbereich alternativer Antriebssysteme und Treibstoffe. Vertreter von namhaften Automobilherstellern und -zulieferer, Forschungsinstitutionen sowie Entscheidungsträger aus der Technologiepolitik berichten über ihre Strategien, Förderprogramme sowie neueste Entwicklungen. Die heurige Konferenz steht unter dem Motto „Eco-Mobility 2013“ – Strategies, R&D-Funding Programs and Projects of Industry, Research and Public Authorities for the Development and Market Introduction of Alternative Propulsion Systems and Fuels – und findet am 3. und 4. Oktober 2013 im Tech Gate Vienna, Donau-City-Straße 1, 1220 Wien, statt. Neben einer Leistungsschau der österreichischen Industrie und Forschung werden Key Note Speaker folgender internationaler Institutionen vortragen:

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Argonne National Laboratory (Henning Lohse-Busch, Advanced Powertrain Research Facility, Center for Transportation Research, USA)

· Mitsubishi Heavy Industries (Tadashi Gengo, Chief Engineer – Lithium Battery Operations, Japan)

· Petrobras (Francesco Palombo, R&D-Coordinator, Biofuel Technology Program, Brazil)

· Renault (Jacques Hébrard, Vice President, Director of Energy and Environment Advanced Projects, France)

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Swedish Ministry of Enterprise, Energy and Communications (Hans G. Pettersson, Ministry of Enterprise, Deputy Director Research, Innovation and Industry Development, Sweden) Der Staatspreis Mobilität spricht Akteure aus Forschung, Industrie und Wirtschaft, Infrastrukturbetreiber und Mobilitätsdienstleister sowie Interessenvertretungen, Initiativen und Schulen an

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Toyota Motor Europe (Akihito Tanke, Vice President Energy Research, Advanced Technology & Technical Affairs Planning, Belgium)

· US-Department of Energy (Steven Boyd, Technology Development Manager, Vehicle Technologies Program, USA)


MOB I L ITÄT Po rträt

Auto verkaufen – aber einfach Sein Auto zum bestmöglichen Preis zu veräußern und dabei keinen Finger zu rühren – das hört sich nicht sehr realistisch an. Ist es aber, wenn man sich der A.v.a.e. Automobilvermittlung Peter Preisitz anvertraut. Die erledigt alles Weitere. Interview Harald Sager

»Es muss doch möglich sein, für sein Auto den bestmöglichen Preis zu erzielen, unabhängig davon, ob und welchen Neuwagen man kauft« Seit sechs Jahren gibt es die bundesweit aktive A.v.a.e. Automobilvermittlung Peter Preisitz (www.autoverkaufen-abereinfach.com) jetzt. Der Name ist zugleich auch das Geschäftsmodell:

PETER PREISITZ A.v.a.e. Automobilvermittlung Peter Preisitz Mitarbeiter: 2 fix, zusätzliche nach Bedarf Spezialität: Vermittlung des Autoverkaufs zum Bestpreis ohne mühsames eigenes Verhandeln (www.autoverkaufenabereinfach.com)

72 Un t e r nehmer _05_20 1 3

Der Verkaufsinteressent übermittelt seine Fahrzeugdaten an A.v.a.e., die dann kostenfrei eine umfangreiche Marktrecherche für das Fahrzeug durchführt und damit vorab einen am Markt zu erwartenden Verkaufspreis ermittelt. Daraufhin vereinbart A.v.a.e. mit dem Verkäufer einen Mindestverkaufspreis (MVP) und lässt den Fahrzeugzustand von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen vor Ort erfassen. Das Fahrzeug wird danach auf einer speziellen Internet-Verkaufsplattform einer Vielzahl an ausgesuchten, namhaften Händlern mitteleuropaweit angeboten. Diese haben sieben Tage Zeit, ihre Gebote abzugeben, die dann von A.v.a.e. noch telefonisch nachverhandelt werden. Liegt das Höchstgebot, das sich dabei herauskristallisiert, über dem MVP, wird das Fahrzeug an den bestbietenden Händler verkauft (der es vom Verkäufer abholt). Für das gesamte Dienstleistungspaket einschließlich Abwicklung der Vertragsabrechnung mit der Bank im Falle einer Leasing- oder Kreditfinanzierung, Fahrzeugabmeldung und Stornierung des Versicherungsvertrages verrechnet Peter Preisitz’ Firma bloß eine Vermittlungsgebühr in Höhe von 2 Prozent vom Verkaufspreis plus 10 Prozent vom Mehrerlös (dem Betrag über dem MVP), jedenfalls aber mindestens 190 Euro inkl. Mwst. Bezahlung nur bei Erfolg Aus, fertig. Fazit für den Verkäufer: Er rührt für den Verkauf seines Fahrzeugs keinen Finger und erzielt dafür den bestmöglichen Preis. Ist die Vermittlung erfolglos geblieben, fallen übrigens keine Kosten an. Aber davon ist nicht auszugehen: Peter Preisitz, 42, ist ein Mann mit 25 Jahren Branchenerfahrung. Und das Erfolgsmodell hat sich herumgesprochen: Zu den Kunden zählen u.a. Verbund AG, Austrian Power Grid, Ernst&Young, Hertz Autovermietung, Uniqa-Leasing und Masterlease. Ebenso gibt es Kooperationen mit den Betriebsräten der Pensionsversicherungsanstalt, der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, der Rewe Group sowie von MAN. Die Kunden verteilen sich auf Banken und Leasingunternehmen mit rund 50 Prozent und Firmen mit rund 35 Prozent, n der Rest sind Private.

Foto: beigestellt

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ebrauchtwagen verkaufen ist eine müh same und zeitaufwändige Angelegenheit. Und verschleudern will man seinen Gebrauchtwagen ja auch nicht. Genau diese zwei Punkte, die Lästigkeit des Verkaufsprozesses und der Wunsch, einen zumindest angemessenen Preis zu erzielen, bildeten den Ursprungvon Peter Preisitz’ Geschäftsidee. „Ich sagte mir, es muss doch möglich sein, für sein Auto den bestmöglichen Preis zu erzielen, unabhängig davon, ob und welchen Neuwagen man kauft. Ich entwickelte die Dienstleistung zunächst als Prokurist in der Erste Bank und der Uniqa für deren Leasingschiene und machte mich nach dreieinhalb Jahren damit selbständig.“


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MOB IL ITÄT Office to go

Regus bietet flexible Arbeitsplatzlösungen an 1.500 Standorten in Europa und dem Rest der Welt

Flexible Arbeitsweisen sind gefragt Immer weniger Firmen wollen oder können sich Büroflächen in teuren Innenstadtbereichen leisten. Auf eine repräsentative Adresse muss man dennoch nicht verzichten.

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er Trend geht zu Mobilität und Flexibi lität. Schon heute sind immer mehr Geschäftsleute dank moderner Technologien wie Smartphones, Tablets, Cloud Computing oder mobiler Drucker nicht mehr ans

»Die Bereitschaft der Unternehmen, ihre Flexibilität mit teuren, langfristigen Mietverträgen einzuschränken, nimmt zunehmend ab« Alisa Kapic, Country Manager Österreich Regus

Alisa Kapic, Regus

Büro gebunden. Daher werden auch zunehmend Arbeitsplätze gemeinsam genutzt. Dieser Entwicklung tragen Anbieter individuell nutzbarer Business-Center oder virtueller Büros wie die international agierende Regus oder das Wiener KMU Center Rechnung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man ist einerseits leichter in der Lage, neue Geschäftschancen zu erschließen, und kann sich andererseits schneller aus unrentablen Märkten verabschieden. Mietaufwendungen können deutlich reduziert wer-

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den. Harald Straub, Geschäftsführer des KMU Business Center: „Unser Ziel ist es, ohne hohe Fixkosten geeignete Rahmenbedingungen für Unternehmer zu schaffen, damit diese ihrem eigentlichen Kerngeschäft produktiv nachgehen können.“ Alisa Kapic, Country Manager Österreich Regus, schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Wir unterstützen Unternehmen aller Größen dabei, auf ihre Art zu arbeiten und zu wachsen. Unsere Produkte sind so flexibel, dass Unternehmen auf ein traditionelles Büro komplett verzichten können.“ Beste Infrastruktur und vielfältiges Angebot Die Standorte richten sich nach dem Bedarf an flexiblen Arbeitsplätzen. Am häufigsten sind es exklusive Innenstadtlagen, aber auch neuralgische Punkte wie Bahnhöfe oder Flughäfen können Zielgebiete sein. Nicht unwesentlich ist der Imagefaktor für die Nutzer der Services. Denn neben Büros und Konferenzräumen kann je nach Bedarf die Postbearbeitung, der telefonische Support oder sogar von der Fakturierung

Fotos: Foto Weinwurm, beigestellt

Text Michaela Hocek


Karin Hösch, Leiterin der KMU Business Center GmbH

über die Buchhaltung bis zum Webauftritt jeglicher Arbeitsaufwand in kompetente Hände gelegt werden. Organisation und Administration abzugeben, um effizient seine Geschäftsstärken nutzen zu können, ist ein Gewinn, den viele Unternehmer zu schätzen wissen. Das KMU Center versteht sich als Service-Zentrale für kleinere und mittlere Unternehmen, inklusive persönlicher und individueller Betreuung. Durch die Marktpräsenz seit 1990 hat sich ein aktives Informations- und Kooperationsnetzwerk etabliert. Kontakte zu offiziellen und wirtschaftspolitisch relevanten Stellen wie WIFI, Abteilungen der Wirtschaftskammern und AMS können bei Bedarf hilfreich sein. Die Stärke bei Regus liegt u.a. in der Internationalität. Eine BusinessWorld-Mitgliedschaft beispielsweise inkludiert Business-Lounges in 600 Städten und 100 Ländern. Insgesamt gibt es 1.500 Standorte in wirtschaftlich interessanter Lage. Mit der Philosophie, überall vor Ort zu sein, wo Menschen Geschäfte machen, wird konsequent am globalen Ausbau des Unternehmens gearbeitet. Erstaunlich ist, dass das breit gefächerte Angebot mit relativ geringen Kosten verbunden ist, die sich in Umfang und Preis speziell den Bedürfnissen der Betriebe anpassen und sich hoher Akzeptanz erfreuen, wie die starke n Nachfrage zeigt.

Fundus Fundamentum

Grund und Boden sind das Fundament Wir betreuen sie persönlich und umfassend in allen Fragen des immobilienrechts. dabei vereinen wir gemeinsam mit der Grigkar Immobilien GmbH zwei wesentliche säulen unter einem dach: Juristische Beratung und Hausverwaltungskompetenz • Liegenschaftstransaktionen • Mietrecht • Bauträgerrecht • Wohnungseigentumsrecht, Wohnungseigentumsbegründung • Grundstücksteilungen, Zu- und Abschreibungen von Grundstücken • Betreuung von Haus- und Immobilienverwaltungen • Maklerrecht

Harald Straub, Geschäftsführer KMU Business Center: „Ziel ist es, Rahmenbedingungen für Unternehmer zu schaffen, damit diese ihrem eigentlichen Kerngeschäft nachgehen können“ Weitere Infos www.regus.at/office-space/Österreich/wien www.kmu-center.at

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skylines THE INFLIGHT MAGAZINE OF AUSTRIAN AIRLINES. Das Bordmagazin der Austrian Airlines

skylines is published every two months and is also available for subscription. Order your subscription at abo@diabla.at (foreign countries: additional postal charge) skylines erscheint alle zwei Monate und ist auch im Abonnement erhältlich! Abobestellung unter abo@diabla.at (im Ausland zuzüglich Porto) 6 Issues 6 Ausgaben

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Foto: beigestellt

LIFESTYLE

Redaktion Michaela Hocek

GELUNGENER AUFTRITT Stimmige Selbstdarstellung ist für KMU ein wichtiges Thema. Neukundengewinnung und Kundenpflege sind stets präsente Ziele. Je nach Branche gelten andere Gesetze. Diese auszuloten ist ein Geschick, das man schon früh entwickelt – ob in der Lehre oder während des Studiums, in einem Praktikum oder bei diversen Jobs auf dem Weg zur wahren Berufung. Individueller Stil hilft mitunter, leichter ins Gespräch zu kommen. Wie dieser Eyecatcher von Frey Wille aus der neuen Kollektion „Passionate Russia“, die verschiedene Ikonen des Landes neu interpretiert.

NICHTS ZU VERLIEREN

MODISCHE IMAGEPOLITUR

Nicht umsonst heißt es „Kleider machen Leute“. Es hilft natürlich nicht, sich zu verkleiden. Wer seinem Stil treu bleibt und auch mal auf Experten hört, profitiert in der Regel. Ein interessantes Konzept bietet beispielsweise www.outfittery.at, wo Mann nach dem Ausfüllen eines Online-Fragebogens von einer Modeberaterin kontaktiert wird und anschließend passende Ensembles nach Hause geliefert werden. Bei Nichtgefallen wird kostenfrei retourniert.

Wer ausschließlich auf Markenmode setzen möchte, aber sein Budget gerne im Rahmen hält, kann sich in OutletCentern umsehen. Es lohnt sich auch, auf Reisen vorab zu recherchieren, ob Designer in der Nähe Outlet-Dependancen betreiben. In entspannter Atmosphäre trifft man meist klügere Entscheidungen als gehetzt zwischen zwei Terminen. Ideal sind auch Möglichkeiten im Web, wie www.net-a-porter.com, www. mrporter.com, www.yoox.com oder www.theoutnet.com.

PERSÖNLICHER SERVICE Wer gerne vor Ort shoppt und sich lieber augenblicklich von Material und Qualität überzeugt, ist bei diversen Herrenausstattern gut beraten. Sie sind nicht selten traditionelle Familienbetriebe, die Etikette und Stil im Blut haben. Wer lieber allein gustiert, ist in Modetempeln wie Peek&Cloppenburg oder Van Graaf am richtigen Ort. Es lohnt sich, in Begleitung nach neuen Outfits zu suchen. Wer unter Orientierungslosigkeit leidet, wird über den neuen digitalen Service des größten Einkaufszentrum in Wien, des Donauzentrums, erfreut sein – Google Indoor Maps.


nnews

L I F E STYL E

Der Herbst ist da! Und mit ihm eines der weltbekanntesten Events, das immer mehr Ableger findet und auch Modetrends auslöst: das Oktoberfest. Wiesn-taugliche Accessoires gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Vom richtigen Dirndl oder der idealerweise abgewetzten Lederhose bis zu Stutzen, Schuhen, Täschchen, Flachmann. Erfrischend neu ist die Uhrenkollektion Edelzeit, die in peppigen Farben und trachtiger Symbolkraft die Saison einläutet. Fünf Modelle mit Herz, Hirsch, Enzian & Co stehen zur Wahl. www.timemode.com/Edelzeit

Design als Verpflichtung

Mit der Precision & Care Mascara von Boerlind werden schwungvolle Wimpern getuscht. Kamelienöl, Bambusextrakt, Aloe vera und Bisabolol pflegen das Wimpernhaar und schonen sensible Augen. www.boerlind.de

Maskuline Accessoires Die Herrenkollektion von Swarovski hat auch diesen Herbst von Ketten über Armbänder bis Manschettenknöpfen einiges zu bieten. Dem eleganten Business-Outfit ein wenig zusätzlichen Glanz zu verleihen, lohnt sich. www.swarovski.com

Fotos: beigestellt

Das Wiener Design-Duo Sagl und Rauchenwald entwirft unter dem Label Veni Creatrix Mode in archaischer Einfachheit mit atemberaubender Modernität. www.venicreatrix.com

Natürlicher Blickkontakt

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Zeit für Sport Nach dem Vorbild historischer Rennfahrerhelme aus Leder kreierte Carrera die Weltneuheit Foldable Helmet für die City. Die flexible Struktur mit Patent sorgt für verbesserten Tragekomfort und leichte Aufbewahrung. www.carrerasport.com

Entspannt arbeiten Cappellini

Wenn Designer Jasper Morrison sich Gedanken zum Thema Arbeitsklima macht, ist ein stylischer Bürosessel das Ergebnis, der auch in Sachen Ergonomie und Farbgefühl keine Wünsche offen lässt. www.cappellini.it

IHR BÜRO ÜBER DEN DÄCHERN WIENS Bezugsfertige Büros ab 20m² Firmensitz mit Top Adresse

Auf der Pirsch Wer sich gerne auf die Jagd nach neuen Schmucktrophäen begibt, ist bei Crystalp Jewellery richtig. Klassische wie Halali-taugliche Accessoires für Damen und Herren mit hochwertigen Swarovski-Kristallen erfreuen das Auge. www.crystalp.at

Neuer Rekord De’Longhi

Der schmalste Kaffeevollautomat – die preisgekrönte PrimaDonna XS – misst in der Breite gerade mal 19,5 Zentimeter und bietet dennoch das gesamte Kaffeespektrum inkl. patentierten Milchaufschäumsystems. www.delonghi.com

Post-, Telefon- und Sekretariatsservice Modernste Meetingund Konferenzräume

Globale Uhr Seiko

Mit der Astron wird Zeitmanagement zur 100 Prozent sicheren Sache, sofern man den Blick auf die Uhr nicht vergisst. Denn die Solaruhr mit integriertem GPS-Empfänger erfasst alle 39 Zeitzonen der Erde und zeigt automatisch die korrekte Lokalzeit an. www.seiko.at

Strahlend in den Herbst Mit den beiden neuen Produkten Anti-Aging Eye and Lip Contour Cream und Anti-Aging Eye and Lip Perfection à Porter verzögert La Prairie mit luxuriöser Pflege den Alterungsprozess. www.laprairie.com

Flexible Mietzeiten

Trendiges Hotel im Tower

FIRST BUSINESS & CONFERENCE CENTER HB Büroservice GmbH Millennium Tower 23. & 24. Etage Handelskai 94-96 – 1200 Wien T +43 1240 27-0 – F +43 1 240 27-200 office@fbc.at / conference@fbc.at www.fbc.at

Ordnungshüter mit Stil Vitra

Design von Dorothee Becker, das 1969 erstmals Aufsehen erregte und bis heute Sinn macht. Uten.silo verwahrt gut sichtbar in Behältern unterschiedlicher Form und Größe, mit Metallhaken und -klammern Büroaccessoires ebenso wie dies & das in Küche, Bad oder Werkstatt. www.vitra.com


Lifesty l e

„Nicht daheim und doch zu Hause!“ Die große Sehnsucht vieler Reisender wird im OrchideenPark erfüllt

Wohnen auf Zeit Text Michaela Hocek

Geräumige Apartments, funktionsfähige Küche, Internet-Zugang und Hotelservice sind das Plus bei Adagio

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s gibt Businessreisende, die ständig aus dem Koffer leben und sich irgendwann komplett entwurzelt fühlen. Es gibt Urlauber, die es satthaben, nach stundenlangen Sightseeing-Touren in 08/15-Hotelkemenaten zu relaxen. Es gibt angesichts steigender Miet- und Eigentums-preise immer mehr Menschen, die einige Jährchen dem Jugendalter entwachsen oder vielleicht auch ungewollt single sind und für einige Zeit wieder die Vorzüge einer WG schätzen lernen. Für all jene gibt es mittlerweile vor allem im urbanen Gebiet rund um den Globus ansprechend möblierte Apartments, die mehr als Standardeinrichtung zu bieten haben und eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen. Was New York, London und Tokio seit einigen Jahren erfolgreich vormachen, mausert sich auch in Wien langsam, aber sicher zum flächendeckenden Trend. Dem Wunsch nach individuellem Wohnen auf Zeit wird gerne und vermehrt nachgekommen. Je nach persönlichen Präferenzen lassen sich angenehme Plätze mitten im pulsierenden Zentrum oder im noblen und beschaulicheren Döbling beziehen. Denn wer privat immer schon lieber in der Vorstadt logierte, wird auch unter beruflichem Stress in einer fremden Stadt nicht unbedingt im hektischen Innenstadtkern

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Entspannung finden – und umgekehrt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer reicht von einigen Tagen über mehrere Wochen bis zu Monaten. Es lohnt sich also, ein für sich persönlich angenehmes Umfeld zu schaffen. Das leuchtet auch immer mehr Arbeitgebern ein und muss auch nicht – wie oft befürchtet – exorbitant teurer ausfallen. Die Anbieter sind auf vernünftige PreisLeistungs-Verhältnisse programmiert, haben aber im Vergleich zu Standard-Hotels eine Menge an Mehrwert zu bieten, der sich wiederum auf die Motivation und die allgemeine Verfassung der Mitarbeiter positiv auswirkt. Und der zunehmende Erfolg gibt den Wohnen-auf-Zeit-Vorreitern recht. Sieht man sich die Konzepte genauer an, weiß man warum. Wohnen wie zu Hause Beginnen wir unsere Tour im 19. Bezirk, nahe der Hohen Warte. Hier findet sich in der Püchlgasse der OrchideenPark, der neben 100 Mietwohnungen auch 26 Serviced Apartments beherbergt, die ab einer Woche gemietet werden können. Die Luxusresidenz bietet alle Annehmlichkeiten einer eigenen Wohnung mit den Vorteilen eines Hotels. Geschäftsleute, Künstler mit

Fotos: August Lechner, Remy Cortin

Unser Lifestyle wird zunehmend dynamischer. Wechselnde Arbeitsplätze, individuelles Reisen und der Wunsch nach Abwechslung lassen alternative Wohnformen boomen.


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Gastspielen oder Verwandte auf Besuch lassen sich gerne für eine Weile hier nieder. Das Zusammenspiel aus Carrara-Marmor, Eichenparkett, HightechGeräten und Designmöbeln gefällt. Außerdem hat jedes Apartment einen eigenen Garten mit Terrasse. Selbst Termine können im hauseigenen Business-Corner mit Besprechungszimmer absolviert werden. Der Name hat historischen Hintergrund, befindet sich die Anlage doch auf dem Gebiet der ehemaligen Rothschild-Orchideengärten. Auf Sauna- und Wellnessbereich samt Pool und Fitnesscenter wurde ebenfalls nicht vergessen. Das versierte Concierge-Team kümmert sich auf Wunsch um Kleiderreinigung, Tischreservierungen oder Theaterkarten. „Nicht daheim und doch zu Hause!“, ist das uralte Bedürfnis vieler Reisender, das hier befriedigt werden soll. Einen Steinwurf von Grinzing und dem Wienerwald entfernt und doch per Öffis in kurzer Zeit im Zentrum – ideal für Mitarbeiter oder Geschäftspartner, die Unabhängigkeit und Individualität schätzen.

Christiane Tondolo Geschäftsführende Gesellschafterin bei Business Travel Unlimited BTU in Zahlen: Mitarbeiter: 107 | Standorte: 9 | Kunden: Mehr als 300 KMU und internationale Konzerne aus unterschiedlichsten Branchen

BTU Business Travel Unlimited Der beste Partner für Geschäftsreisen. Seit 20 Jahren erfolgreich. BTU bietet individuelle und flexible Lösungen. Professionelle Planung und Organisation von Geschäftsreisen erfordern strategisches Travel Management.

Mitten im Achten Während die gleichnamige heimische TV-Produktion ordentlich floppte, reüssiert Based in Vienna mit Bravour. Die City Apartments für flexibles Wohnen sind bestens gebucht, haben sie doch unter dem Motto „Luxury meets historic Vienna“ einiges zu bieten. Gäste aus dem In- und Ausland checken hier gerne für Kurz- oder Langzeitaufenthalte ein. Direkt hinter dem Rathaus, in der Auerspergstraße 21, erwarten architektonische Highlights Alleinreisende oder bis zu vier Personen mit zeitgemäßem Interieur und modernster technischer Ausstattung. Zur Wahl stehen entweder Dachgeschoßapartments mit Wintergärten und Dachterrassen mit Blick über die historischen Dächer Wiens oder komfortable Kleinwohnungen in einem repräsentativen Jahrhundertwendehaus. Das heimelige Gefühl stellt sich mit dem offenen Kamin, mehrsprachiger Lektüre und harmonischen Raumaccessoires ganz von selbst ein. Praktische Serviceleistungen, wie WLAN unlimitiert, SAT-TV, Fußbodenheizung, Klimaanlage, iPod-Dockingstation etc., stellen für Based in Vienna eine Selbstverständlichkeit auf diesem hohen Niveau des Wohnens dar und die Mieter schätzen diesen Luxus. Ein Willkommenspaket aus Kaffeetabs, Teeset, Obst, Blumen, Zeitschrift, Schuhputzset und Duschutensilien ist eine nette erste Geste der gelebten Gastfreundschaft. Für Babys und Kleinkinder ist man ebenfalls gerüstet. Wer es richtig persönlich mag, hat im Vorfeld die Möglichkeit, persönliche Bilder zu schicken. Diese begrüßen den Ankommenden dann in seiner Bleibe auf Zeit und senden ein Stück Zuhause aus. Für Kunstliebhaber Bilder spielen auch bei Mirella Zamuner eine große Rolle. Ihr Konzept BeLLeArTi umfasst drei Sparten – Apartments, WGs und Working Spaces. Besonders viel Liebe zum Detail steckt in Erstgenannten, die mit Werken von Christian Ludwig Attersee, Edwin Wiegele oder Christian Qualtinger bereichert werden.

Reine Flugbuchung und Ticketausstellung sind als Serviceleistungen schon lange nicht mehr ausreichend. „Für den Geschäftsreisenden ist eine qualifizierte und auf seine Anforderungen abgestimmte Beratung im Vorfeld essentiell, gepaart natürlich mit lösungsorientiertem Support rund um die Uhr“, erklärt Christiane Tondolo, Geschäftsführerin von BTU den USP des Unternehmens. Als weiterer Service sind Analysen zur und Umsetzung von Prozessoptimierungen wesentlich, ebenso wie das Aufspüren von noch ungenützten Einsparungspotentialen. BTU ist auf die ganzheitliche und strategische Betreuung von Unternehmen im Segment Reisen spezialisiert. Dies umfasst alle Services und Leistungen für Geschäftsreisende, Incentive- und Gruppenreisende wie auch Urlaubsreisende. Seit Jahren entwickelt BTU erfolgreich Business Travel Management Lösungen, um professionellen Service bieten zu können, der weit über das Angebot und das Leistungsprofil herkömmlicher Reisebüros hinausgeht. Das Kerngeschäft liegt in der Buchung und Besorgung von Flugtickets, Hotels, Mietwagen, und Bahntickets und Visa. Einen wesentlichen Teil des Portfolio bildet das Reporting, das zur Dokumentation möglicher Einsparungen bzw. nicht genutzter Einsparungspotentiale und Optimierung der Buchungsprozesse, wie z.B. über Online-Tools, dient. Darüber hinaus stehen Zusatzservices wie Entwicklung von Reiserichtlinien, Veranstaltungsorganisation oder die Verwaltung von Vielflieger-Meilen zur Verfügung.

BTU Business Travel Unlimited Reisebürogesellschaft mit beschränkter Haftung Operngasse 2/2. Stock, 1010 Wien

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Telefon: (+43 1) 51 6 51

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In vielen Metropolen Selbst Hotels haben den Trend erkannt. Adagio City Aparthotel spricht den Wohlfühlfaktor mit geräumigen Apartments, voll ausgestatteter Küche, Internet-Zugang und gewohntem HotelService an. Vom Studio bis zu Drei-ZimmerUnterkünften stehen flexible Wohnräume zur Verfügung. Je nach Standort gibt es Fitnessraum und Swimminpool. Die Preise werden bei längeren Aufenthalten geringer und sind nicht personenbezogen. Selbst Haustiere können in den meisten Fällen mitgenommen werden. Die Pauschalpreise pro Apartment sind ideal, wenn beispielsweise die Familie am Wochenende nachreist. Wer den Service zu schätzen gelernt hat, kann auf Aparthotels in Brüssel, Berlin, Köln, München, 82 Un t e r nehmer _05_20 1 3

vielen französischen Städten, Rom, Wien, Basel, Genf, Liverpool und Abu Dhabi zählen. Hippe Wohnformen mit einem Quantum Luxus So weit der Status quo. Eine Vision scheint in greifbare Nähe zu rücken: die eigene Wohnung in einer neuen Stadt ohne lästige Organisation, Bürokratie oder kistenweise Umzugsstress. Wer hat noch nie davon geträumt, während er sich auf Ämtern herumärgerte. Ansprechende Konzepte dafür gibt es genügend. Ob Wohnen mitten im Grünen inklusive Wellness- und Fitnessbereich, in perfekter Verbindung von Kunst mit Wohnkomfort und Altbau-Charme oder in architektonischen Kleinoden über den Dächern der Wiener Innenstadt. Möglich ist alles. Der Mieter-Mix ist eine weitere interessante Komponente. Mitunter lebt man Tür an Tür mit waschechten Wienern, Künstlern auf Tournee oder der aus weiter Ferne angereisten Familie. Ob und wie viel an Miteinander entsteht, bleibt jedem Einzelnen überlassen, ebenfalls ganz wie zu Hause. Das wissen Geschäftsreisende wie Individualtouristen zu schätzen. Auch Pendler finden vermehrt Gefallen an diesen trendigen Neuentwicklungen, sind doch die meisten Projekte auf verkehrsgünstige Anbindung und Parkplatzmöglichkeiten oder öffentliche Verkehrsmittel ausgerichtet. Es ist auch gut zu wissen, dass gelegentlich auftauchende Fragen nicht ungehört in den eigenen vier Wänden verhallen. Denn bei den meisten Anbietern ist ein Service- oder Concierge-Team im Angebot inbegriffen. Ein wohltuendes Back-up, wenn man nicht weiß, welches Restaurant gerade angesagt ist oder wie der Anzug trotz Terminen am laufenden Band in n die Reinigung soll.

„Unter dem Motto ‚Luxury meets historic Vienna‘ haben wir eine neue Generation von Serviced Apartments der Top-Kategorie für in- und ausländische Gäste konzipiert“ Michaela Köck, Based in Vienna Nützliche Links www.bellearti.at, www.basedinvienna.at, www.adagio-city.com, www.ig-boardinghouse.at

Fotos: Helmreich

„Wir haben mit unserem Enthusiasmus befreundete Künstler angesteckt, die sich bereit erklärt haben, an der Gestaltung der Apartments mitzuwirken.“ Mirella Zamuner, BeLLeArTi Apartments

„Es ist die besondere Atmosphäre, die unsere Apartments einzigartig macht. Es ist ein direkter Dialog mit Bildern und Werken zeitgenössischer Künstler, in einer Stadt, wo Kultur großgeschrieben und geschätzt wird“, beschreibt die gebürtige Italienierin und Kunstliebhaberin ihre Philosophie. Die Idee, die Salonkultur wiederzubeleben, Gründerzeithäusern zu ihrem alten Glanz zu verhelfen und Originalwerke auszustellen, fand auch bei befreundeten Künstlern Anklang, und so wurden 30 Altbau-Wohnungen, die allein durch ihre imposanten Raumhöhen Flair verströmen, mit Enthusiasmus und Inspiration gestaltet, eine davon barrierefrei. Sie stehen ab vier Tagen für zwei bis sechs Personen zur Verfügung und jede Einheit ist ein Wohn-Unikat. Der künstlerische Bogen spannt sich von Christian Qualtingers urigen Kaffeehausszenen über Glücksbilder von Nike Kasis bis zu Sternensuchern von Berenice Darrer. Die unmittelbare Nähe zu Erholungsräumen wie dem Prater, Schönbrunn und dem Theresienbad und öffentliche Anbindung sowie Nähe zu Park&Ride-Anlagen oder Bahnhöfen ist ein weiteres Auswahlkriterium. Anstehende Renovierungen werden möglichst ökologisch und umweltgerecht durchgeführt. „Wir können natürlich nicht erwarten, aus unseren Gründerzeithäusern Passivhäuser zu machen, aber die verwendeten Baumaterialien und die Nutzung der Flächen sowie die Qualität der Renovierung sorgen für ein wohliges Klima und angenehme Atmosphäre.“ Wer nicht alleine in einer neuen Stadt leben oder urlauben will, kann bei BeLLeArTi eine der Wohngemeinschaften beziehen. Ein eigenes Zimmer als Rückzugsort und Gemeinschaftsräume fördern die Kommunikation. Die Nutzung von Synergien ist auch das Ziel in den Gemeinschaftsbüros in Favoriten, Margareten und Meidling, in denen Coworking stattfindet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Selbstständige verlassen das Home-Office, die Mietkosten bleiben im Rahmen und Investitionen in moderne Infrastrukturen entfallen, weil schon vorhanden.


Starke ServiceS für Wiener Unternehmen „Wir unternehmen was für Wien.“ Brigitte Jank Präsidentin der ien Wirtschaftskammer W

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Das „Kraftpaket 2013“ richtet sich an alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die aktiv unternehmerischen Krisen vorbeugen wollen. Nutzen Sie die Services zu unseren Schwerpunktthemen 2013:

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Business Service bringt Betriebe weiter Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, baut die Partnerschaft mit Klein- und Mittelbetrieben aus Wirtschaft

Von Oberwart in die Welt: Die Erfolgsstory von Unger Stahl

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Fuhrpark richtig finanzieren: KFZ-Leasing auf dem Vormarsch

Mobilität

Chancen im Internet nützen: E-Commerce in der Praxis

Lifestyle

Wohnen auf Zeit: Alternative Lebensformen nehmen zu

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Wissen, woher man kommt, führt zum Wissen, wohin man will. September/Oktober 2013

Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und Nachhaltigkeit sind die Prinzipien, auf die Raiffeisen seit mehr als 125 Jahren baut. Und gerade in einer Welt voller Veränderungen sind es diese Werte, die das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft bilden – in mehr als 20 Ländern Europas. www.rzb.at


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