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Irrweg Einweg. Was Coca Cola sagt und was das Unternehmen tatsächlich tut.


Coca-Cola schafft zwei seiner drei Mehrwegflaschen ab. Die letzte könnte bald folgen. In Nachhaltigkeitsberichten präsentiert sich das Unternehmen als umweltfreundlich und wirbt überwiegend mit Mehrwegflaschen für seine Produkte. Wir haben mal genauer hingesehen, was Coca-Cola sagt und was wirklich Fakt ist…


Coca-Cola behauptet: Mehrweg ist ihnen wichtig. Der „Einsatz von Mehrwegverpackungen“ ist Coca-Cola und seinen Stakeholdern sehr wichtig.1


Fakt ist: Einweg geht vor! Coca-Cola Deutschland schafft die 0,5 und 1,5 Liter PET-Mehrwegflasche ab. Ăœbrig bleibt nur noch die 1 Liter Mehrwegflasche.2 Wie lange sie noch existiert, sagt Coca-Cola nicht.


Coca-Cola behauptet: Die Umwelt liegt ihnen am Herzen. Klima- und Ressourcenschutz stehen im Mittelpunkt.3


Fakt ist: Coca-Cola schadet dem Klima! Durch die Umstellung von Mehrweg auf Einweg werden unnÜtig Ressourcen verbraucht, das Klima belastet und Abfälle produziert.4


Coca-Cola behauptet: Sie sind sozial. Die mehr als 10.000 Coca-Cola Mitarbeiter werden aktiv in die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden.3


Fakt ist: Jobs sind gefährdet! Durch die Umstellung auf Einweg stehen mehr als 1.000 grüne Arbeitsplätze auf dem Spiel.5


Coca-Cola behauptet: Sie sind grün und sexy. In den Werbespots und Anzeigen trinken die glückliche Eisbärenfamilie und US-Schauspieler James Franco ihre Coca-Cola aus Mehrwegflaschen.6,7


Fakt ist: Werbung ist nur Show! Bald trinken nur noch Stars in Werbefilmen aus wiederbefüllbaren Coca-Cola Flaschen. Die 1,5 Liter Mehrwegflasche ist schon lange aus den Supermärkten verschwunden und die 0,5 Liter Mehrwegflasche wird seit dem 31.7.2016 nicht mehr wiederbefüllt.


Coca-Cola behauptet: Mehrweg bleibt. Coca-Cola sagt, dass 75 % ihres Mehrwegvolumens bestehen bleibt.2


Fakt ist: Mehrweg geht! Coca-Cola will den Eindruck erwecken als habe es eine Mehrwegquote von 75 %. Tatsächlich liegt die Mehrwegquote bei CocaCola aktuell bei nur 56,7 %.2 Bleiben davon nur 75 % bestehen, fällt der Mehrweganteil auf 42,5 %. Das bedeutet mehr Einwegals Mehrwegverpackungen.


Coca-Cola behauptet: Sie Ăźbernehmen Verantwortung. Coca-Cola Deutschland will eine Vorreiterrolle in puncto Nachhaltigkeit einnehmen.3


Fakt ist: Umsatz steht über Umweltschutz! Die Abschaffung der Mehrwegflaschen ist ein Rückschritt beim Umweltschutz und dem Schutz der Mitarbeiter.


Coca-Cola behauptet: Sie sagen die Wahrheit. „Das System Coca-Cola beruht auf Glaubwürdigkeit.“3


Fakt ist: Coca-Cola erzählt Märchen! Coca-Cola tut im Umweltbereich das Gegenteil von dem, was versprochen wird: Einweg statt Mehrweg und Abfall statt Umweltschutz.


1. http://nachhaltigkeitsbericht.coca-cola.de/stakeholder, Stand 24.02.2015 “ 2. Pressemitteilung „Klarstellung: Coca-Cola setzt weiterhin auf Packungsmix“, Coca-Cola, 18.02.2015 3. http://nachhaltigkeitsbericht.coca-cola.de/arbeitsplatz, Stand 24.02.2015 4. http://www.duh.de/uploads/media/Mehrweg_Hintergrundpapier_2014_kl.pdf, Stand 22.08.2014 5. Pressemitteilung „... und Frau Hendricks schaut zu“, Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten, 19.02.2015 6. Werbespot auf http://www.coke-light.de/, Stand 24.02.2015 7. Werbespot auf http://www.coke.de/, Stand 24.02.2015

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Bundesgeschäftsstelle Berlin

Ansprechpartner

Hackescher Markt 4  Eingang: Neue Promenade 3 10178 Berlin Tel.: 0 30 24 00 86 7-0 Fax: 0 30 24 00 86 7-19

Thomas Fischer Leiter Kreislaufwirtschaft Tel.: 030 2400867-43 Mobil: 0151 18256692 E-Mail: fischer@duh.de

E-Mail: berlin@duh.de www.duh.de

Daniel Hufeisen Pressesprecher Tel.: 030 2400867-22 Mobil: 0151 55017009 E-Mail: hufeisen@duh.de

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