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wulf architekten Modulschulen in München Modular Schools in Munich

Henning Larsen, GPP Architects Bewegungsschule in Aarhus A School in Motion in Aarhus

9.2018

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details Schulen  Schools Konzept  Concept


Editorial

Schulgeschichten School Tales

Disziplin im Klassenzimmer ist nach strikten Prinzipien geregelt. Stundenlang still zu sitzen und sich auf die Tafel zu konzentrieren, war schon früher für viele Schüler eine Qual und ist es oft heute noch. Doch mit neuen pädagogischen Erkenntnissen werden auch die Regeln der Disziplin im Unterricht neu gefasst – oft sogar nur von einer Generation zur nächsten. Was sich im Schulalltag unserer Kinder geändert hat? Lehrer verteilen vor Klausuren Kaugummis. Das fördert die Konzentration ebenso wie Hintergrundmusik, auch wenn für beides noch bis vor Kurzem das Gegenteil galt. Außerdem wissen wir, dass es hilfreich für das Lernverhalten ist, wenn Schüler auf ihrem Stuhl zappeln. Überhaupt Bewegung: Sie galt als Störfaktor und ist heute ein zentrales Element im Schulalltag, um die Konzentration und Aufnahmefähigkeit zu fördern. Der durchgängige Frontalunterricht vor der Tafel jedenfalls ist ein Auslaufmodell, auch wenn er in vielen Schulen nach wie vor praktiziert wird. Wie aber müssen die Grundrisse von Schulgebäuden konzipiert sein, um auf neue Unterrichtsmethoden und die Bedürfnisse von Kindern einzugehen? Wie kann Architektur die Schüler beim Lernen unterstützen? In unserer September-Ausgabe zeigen wir unterschiedliche Typologien von Schulgebäuden, die Lernen und Spielen, Konzentration und Bewegung in ihrem Raumprogramm vereinen. Heide Wessely hat die Beispiele für dieses Konzept-Heft zusammengestellt und die Frederiksbjerg-Gesamtschule im dänischen Aarhus besucht (Seite 72ff.). Dort werden die Schüler im Alltag zum Klettern, Rennen oder Springen animiert und neben dem Klassenzimmer in allen möglichen, flexibel nutzbaren Bereichen unterrichtet. Mit dem Konzept des „Lernhauses“ wiederum haben Wulf Architekten für die Stadt München eine Typologie entwickelt, die einzelne Klassenräume als Module zu Clustern bündelt und variiert werden kann. Julia Liese zeigt in ihrem Beitrag auf, inwiefern dieses Raumprogramm den Schülern mehr Eigenverantwortung an die Hand gibt (Seite 58ff.). Insgesamt stellen wir in diesem Heft acht Schulen vor, die sich teils in unterschiedlichen Kulturkreisen befinden, darunter auch in China und Portugal, England und Südafrika. Gemeinsam ist allen Gebäuden, dass ihre Architektur Flächen für die Bewegung aktiviert. Mal sind es Atrien oder Rampen, mal Außenbereiche oder großzügige Korridore. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie Architektur dem Schulalltag gerecht wird.

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There was a time when classroom discipline was subject to strict rules. For hours on end, one had to sit still and concentrate on the blackboard – a nightmare for many children. With a new educational awareness, however, these rules have been reformulated. What has changed in everyday school life for our children? Nowadays, before exams, some teachers even distribute chewing gum, which, like background music, enhances concentration and receptiveness. We know, too, that it is an aid to learning when pupils fidget in their seats. In the past, movement was regarded as a disturbance, whereas today, it is a central feature of school life. Similarly, the frontal view of the blackboard – once the standard situation – is on its way out. How should the layouts of school buildings be planned, then, to take account of new teaching methods and the needs of children? How can architecture support the learning process? In our September edition, we include different types of school building, where playing and learning, concentration and movement have been united in the spatial programme. Heide Wessely has compiled the examples for this issue and visited Frederiksbjerg Comprehensive School in Aarhus, Denmark (page 72). There, pupils are encouraged to climb, run and jump as part of their everyday school activities; and they are taught not just in classrooms, but in all kinds of locations that allow a flexible use. With a “house of learning” concept, on the other hand, Wulf Architects have developed a school type for the city of Munich, in which individual classroom modules are grouped together in variable clusters. In her article, Julia Liese shows how this spatial programme gives pupils greater autonomy (page 58). In this issue of Detail, we present eight schools from different cultures, including China and Portugal, England and South Africa. One feature they all have in common are zones that encourage movement and activity – atriums or ramps, external areas or spacious corridors. There are many different forms in which architecture can meet the needs of everyday school life. We wish you enjoyable reading. The next issue – on recycling and reuse – will appear on 1. October. Sandra Hofmeister zredaktion@detail.de

Klassenzimmer in der Frederiksbjerg-Schule in Aarhus. Hier sitzen die Schüler auf Podesten und in Fensternischen. Mehr dazu ab Seite 72.

Classroom in Frederiksbjerg School, Aarhus. Here, pupils sit on stepped platforms and in window recesses. For further details see page 72.

Sandra Hofmeister zredaktion@detail.de

Hufton + Crow

Viel Spass und Konzentration beim Lesen. Unser nächstes Heft zum Thema Re-cycling Re-use erscheint am 1. Oktober.


Inhalt Contents

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Editorial

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Impressum Imprint

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Projektbeteiligte / Hersteller Producer / Distribution

9.2018

Ein Vorbild für den zeitgenössischen Schulbau: Mit seiner Volksschule in Marl (1964–71) nahm Hans Scharoun viele heutige Tendenzen bereits vorweg. A model for modern school construction: with his primary school in Marl (1964–71) Hans Scharoun anticipated many present-day developments.

152 Contributors

Jakob Schoof

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detail.de/ 9-2018-scharoun

Magazin Reports 4

Wegbereiter der indischen Gegenwartsarchitektur Pioneer of Modern Indian Architecture

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Die Stadt im Fluss The Liquid City

10

Bauen ist ziemlich einfach Building is Fairly Simple

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Bücher Books

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DETAIL research Clevere Klassenzimmer Clever Classrooms

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Architektur im Dialog Architecture in Dialogue

58

Im Auftrag der Stadt München entwickelten Wulf Architekten ein Baukastensystem, auf dessen Basis vier Schulen zeitgleich realisiert wurden. Prägendes Element sind die außen lie genden Fluchtbalkone.

Commissioned by the City of Munich, Wulf Architects developed a modular system, on the basis of which four schools were built simultaneously. A dominant feature are the escape balconies drawn round the outside.

94

Sanitär, Heizung, Klima Sanitary Equipment, HVAC

118 Gebäudehülle Building Envelopes

Brigida González

Produkte Products


9.2018

3

Schulen Schools

Essay Ist das Klassenzimmer noch zeitgemäß? How Contemporary is the Classroom? Frank Hausmann

Typologie Typology

Adam Mørk

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Die Halle der Schule in Odder ist das Herzstück des Gebäudes. Hier treffen sich Schüler und Lehrer, aber auch Leute aus der Gemeinde zum Lernen, Kochen und für andere Aktivitäten.

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Volksschule in Höchst (AT) Primary School in Höchst (AT) Dietrich |Untertrifaller 34

Gesamtschule in Odder (DK) Comprehensive School in Odder (DK) Cebra 38

Grundschule in Hangzhou (CN) Primary School in Hangzhou (CN)

GLA 42

Schulumbau in Lissabon (PT) School Conversion in Lisbon (PT) Célia Gomes + Pedro Machado Costa 48

Schulerweiterung in London (GB) School Extension in London (GB) Urban Projects Bureau

72

52

Schuldorf in Mzamba (ZA) School Village in Mzamba (ZA) Studio Mzamba, Hochschule München

Prozess Process Vier Grundschulen nach dem Lernhausprinzip in München (DE) Four Primary Schools Built to the House of Learning Principle (DE) wulf architekten 72

Bewegungsschule in Aarhus (DK) A School in Motion in Aarhus (DK) Henning Larsen / GPP Architects

In der Bewegungsschule von Henning Larsen spielt Sport eine zentrale Rolle. Die vielen Sportplätze auf den Dächern zeugen davon. In the “school in motion” by Henning Larsen, sport plays a central role. Evidence of this are the many areas for sport on the roofs.

Hufton + Crow

58

The school hall in Odder forms the heart of the complex. Here, pupils and teachers come together – as well as people from the surrounding area – to learn, cook and take part in other activities.


8 Magazin Reports9.2018  ∂

selgascano © VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Iwan Baan

Die Stadt im Fluss The Liquid City

Triennale Brügge 2018: Viele der 15 Skulpturen auf und an den Grachten thematisieren das Element W ­ asser – Symbol für die Liquid City. Bruges Triennial 2018: Many of the 15 artworks installed on and along the canals deal with the element of water – a symbol for the Liquid City. Text: Ludger Fischer Mit den Skulpturen der diesjährigen Triennale in Brügge sollten keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden. Alles sollte provisorisch sein und der Idyllen-Industrie, von der die Stadt lebt, keinen Abbruch tun. Mindestens drei Skulpturen bieten den Besuchern der Stadt an, in ihnen Ruhe zu finden: das Jugendprojekt House of Time der deutschen Architektengruppe Raumlabor, die monumentale Stahlskulptur Lanchals des New Yorker Bildhauers John Powers und die Garteninstallation G.O.D der Stadtplaner RuimteVeldWerk. Dabei ist Brügge abseits der Touristen-Ameisenwege durchaus sehr ruhig. Bewusstes Kunstprovisorium Kunst ist, wenn’s nicht stört. Das scheint sich die Stadtverwaltung von Brügge gedacht zu haben, als sie die Aufstellung von 15 großen Skulpturen auf und an den Grachten in der gesamten Innenstadt genehmigte. Sie hatte mit einem Skulpturenprojekt nämlich schon einmal Ärger gehabt. Der Architekt Toyo Ito hatte der Stadt 2002 aus Anlass der Kulturhauptstadt Europas einen Pavillon beschert, den die Bevölkerung nicht sehr schätzte, der aber sehr stabil konstruiert war.

The sculptures of this year’s Bruges Triennial are not intended as permanent objects. Everything is provisional, as not to damage the city’s idyllic image. At least three of the works offer visitors a place of peace and quiet, in a city that is already quiet and off the usual tourist track: the youth project “House of Time” by German architecture collective Raumlabor, the monumental steel sculpture “Lanchals” by New York-based sculptor John Powers, and the garden installation “G.O.D.” by the Belgian urbanists RuimteVeldWerk. Intentional transience Art is art, as long as it doesn't bother anyone – that seems to be what the Bruges authorities had in mind when they approved the installation of 15 large artworks on and along the canals throughout the city centre. Perhaps they wanted to avoid repeating an unpleasant situation. In 2002, during its tenure as a European Capital of Culture, the city installed a pavilion by the architect Toyo Ito, which remained standing far too long for the taste of the local residents. Many of the works in this year’s exhibition address water, not as a central element in the city,

Die organische Kon­ struktion des bunten, schwimmenden Pavillons des spanischen Büros selgascano wird zum idealen Erholungsort. The organic floating pavilion in pink, orange and yellow hues by ­s elgascano of Spain is an ideal spot to take a rest.


Die Stadt im Fluss The Liquid City9

Alles fließt Ein dreigeschossiges Nurdachhaus einfachster Bauart, das die Architekten von NLÉ konstruiert haben, soll als Schule genutzt werden können. Es ist auf einem Floß montiert und hat deshalb keinerlei Ortsbezug. Auch das soll so sein, weil das Gebäude ja gleichzeitig das Fließende und das Bewegliche symbolisieren soll. Wie diese Architekten machen sich auch andere Künstler und Architekten (Peter van Driessche, Obba), die Großskulpturen für diese Ausstellung angefertigt haben, Hoffnungen auf die Erderwärmung. Die könnte nämlich zu Überflutungen führen und den Bedarf für die von ihnen entworfenen Flöße, schwimmenden und im Wasser montierten Gebäude schaffen. Bei einer Erhöhung der weltweiten Meeresspiegel von derzeit 3 mm pro Jahr dürfte in etwa 1000 Jahren Bedarf daran sein, allerdings nicht in Brügge, das dann, wie schon im Mittelalter, bloß wieder an der Küste liegen würde. Den im Einzelnen durchaus anspruchsvollen Installationen ist durch die Ausstellungsleitung ein Theoriegerüst verpasst worden. Sie befassten sich „mit den sich ständig verändernden zwischenmenschlichen Beziehungen in der Gesellschaft“. Durchaus poetisch ist die Skulptur des Belgiers Renato Nicolodi „Acheron I“, ein massiv wirkender, gleichwohl schwimmender Treppenabgang zur Unterwelt, die unmittelbar unter der Wasseroberfläche zu beginnen scheint. Mit seiner Installation Infiniti 23 schafft Peter Van Driessche neue Räume auf dem Wasser: Die quadratischen Einheiten dienen zum Wohnen, Arbeiten und Leben.

Iwan Baan

With his installation Infiniti 23 Peter van Driessche creates new rectangular spaces for living and working in places where ­w ater levels are on the rise.

John Powers, Lanchals: Die Skulptur in Form eines Schwanenhalses erinnert an die Legende von Pieter Lanchals, der im 15. Jahrhundert während eines Aufstands getötet wurde.

Iwan Baan

Evoking the shape of a swan’s neck, John Powers’s sculpture recalls the legend of Pieter Lanchals, who was killed during an uprising in the 15th century.

Renato Nicolodi © VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Iwan Baan

Viele Installationen dieser Ausstellung thematisieren Wasser, allerdings nicht, weil Wasser in Brügge ein unübersehbares Element der Stadtstruktur ist, sondern als Symbol angeblich fließender Gesellschaftsstrukturen, einer „liquid society“, in der Brügge das Prädikat einer „liquid city“ erhält. Wo Gewässer sind, sind Brücken nötig. Jarosław Kozakiewicz hat den zahl­reichen Brücken in Brügge eine hinzugefügt, die allerdings nirgendwo hin führt. Eine nicht schiffbare Verbindungs­­gracht zum Stadtzentrum wird von einem Floß des spanischen Architekturbüros ­selgascano mit einer fragilen Blob-Skulptur darauf verstellt. Die iranische Bildhauerin Monir Shahroudy Farmanfarmaian hat im Kreuzgang des Priesterseminars ein Brunnen aus geometrischen Glasplatten aufschichten lassen.

Renato Nicolodi, Acheron I: Der Fluss Acheron bildet in der griechischen Mythologie den Übergang in die Unterwelt. Die Skulptur symbolisiert diese V ­ erbindung zwischen Leben und Tod. In Greek mythology, the Acheron River led to the underworld. Renato Nicolodi’s sculpture symbolizes this connection between life and death.

but as a symbol for the fluidity of social structures, for a “liquid society” in which Bruges should be seen as a “liquid city”. Where there are waters, there is a need for bridges. Jarosław Kozakiewicz has added one to the many bridges already in Bruges, but here visitors are forced to retrace their steps. Meanwhile, Spanish architectural firm selgascano installed an organic, raft-life pavilion in a non-navigable segment of the canal. The Iranian sculptor Monir Shahroudy Farmanfarmaian stacked geometric glass plates into a “Fountain of Life” at the local seminary. Everything flows A simple, three-storey A-frame structure built by Kunle Adeyemi’s architectural studio NLÉ is intended as a floating school. Mounted on a raft, it is not bound to geographical references, thus serving as a symbol for fluidity and mobility. Further artists and architects, such as Peter Van Driessche and OBBA, also offer a ray of hope in the face of global warming. With the flooding it may cause there might someday be a need for their rafts and buildings that float or are built on the water. If global sea levels rise at the current rate of 3 mm per year, they may well come into widespread use in around 1,000 years – but not in Bruges, which, as in the Middle Ages, would only reach as far as the coast. While the individual installations are clearly ambitious, the curatorial team has somewhat missed the mark in providing them with a compelling theoretical framework. Their stated aim is “examining the consequence of the liquid society and its ever-­ changing inter-human relationships.” One thoroughly poetic interpretation is offered by Renato Nicolodi from Belgium: “Acheron I” is a massive floating staircase to an underworld that seems to start just below the water’s surface.

Triennale Brügge 2018 noch bis zum ­ 16. September 2018 On view until 16 September 2018 ztriennalebrugge.be


10 Magazin Reports9.2018  ∂

Bauen ist ziemlich einfach Building is Fairly Simple

Philippe Ruault

Neben dem ehemaligen Werftgebäude in Dunkerque errichteten Lacaton & Vassal 2015 einen architektonischen Doppelgänger, das Frac Nord-Pas de Calais. Die Konstruktion besteht aus Fertigteilen und erlaubt eine flexible Grundrissgestaltung. The structure Lacaton & Vassal built in 2015 for Frac Nord-Pas de Calais in Dunkerque is the architectural double of the adjacent former shipyard building. It is made of prefabricated elements and allows for a flexible floor plan.

Die französischen Architekten Lacaton & Vassal wollen gute Architektur für alle schaffen. ­ Ein Gespräch mit Anne Lacaton anlässlich der Ausstellungseröffnung in Innsbruck. The french architects Lacaton & Vassal want to create good architecture for everyone. A talk with Anne Lacaton on the occasion of their exhibition opening in Innsbruck. Interview: Peter Zöch

Was hat Sie dazu inspiriert, Gewächshauskonstruktionen im Wohnungsbau anzuwenden? Schon während unseres Studiums in Bordeaux war unser Ansatz eher unkonventionell. Uns interessierten die Gewächshäuser der Umgebung. Wir studierten ihre Konstruktion und erkannten, dass der Austausch zwischen Innen- und Außenklima wichtiger ist als Dämmung. Jean-Philippe absolvierte seinen Zivildienst in einem Stadtplanungsamt in Niger. Dort fielen Entscheidungen oft erst auf der Baustelle und man musste mit den vor Ort verfügbaren Materialien auskommen. Wir sahen, wie mit einfachsten Mitteln Raum geschaffen wird – wie das Dach zum Schattenspender wird oder geflochtene Lumpen zur Mauer, die den Wind abhält. All diese Erfahrungen beeinflussen unsere Arbeit bis heute. Haben sich die Konzepte für Wohn- und andere Gebäude über die Jahre verändert? Die Grundprinzipien sind gleich geblieben: Wir schlagen großzügige Räume vor und schaffen ein ange-

What inspired your use of greenhouse construction methods in residential architecture? Our unconventional approach actually started while we were students in Bordeaux. As students, we became interested in the glasshouses we saw all over the nearby countryside. We studied their construction and learned that circulation between the indoor and outdoor climate is more important than insulation. Jean-Philippe then completed his civil service in a city planning office in Niger. There, discussions and decisions were often made directly at the construction site, and materials selected based on their availability. We saw how space is created with the simplest means – how a roof was used to provide shade, or how a piece of woven cloth became a wall to keep out the wind. All of these experiences still influence our work today. Have your concepts for housing and other buildings changed over the years? Our basic principles have remained the same. We


Bauen ist ziemlich einfach Building is Fairly Simple11

Funktionieren diese Strategien auch in anderen Klimazonen, etwa bei Ihrem Entwurf für ein Hotel in Dakar? Auf das Klima achten heißt, die Umgebung genau zu beobachten. Jedes Projekt starten wir so. Die klimatischen Parameter sind je nach Region unterschiedlich, und so unterscheiden sich auch die Lösungen, angepasst an die jeweilige Situation. Im h ­ eißen Klima von Dakar sind Belüftung und Beschattung sehr wichtig. Aber dies ändert nichts an unserer grundsätzlichen Philosophie. Unterscheidet sich diese Herangehensweise bei Neubauten und bei Sanierungen? Oder bei Ein­ familienhäusern und sozialem Wohnbau? Wir wenden unsere Prinzipien unabhängig von Maßstab und Aufgabe an. Wir sehen Wohnungen als kleine, unabhängige Einheiten, ähnlich einem Haus oder einer Villa, und gestalten sie entsprechend. Bei Sanierungsprojekten versuchen wir, die Wohnsituation im jeweiligen Kontext zu verbessern. Die Qualität jeder einzelnen kleinen Einheit erzeugt letztendlich die Qualität des Ganzen. Unterscheiden sich Ihre und herkömmliche Sanierungsansätze in der Kostenbilanz? Die Kosten für die Umgestaltung und Erweiterung im Bestand sind in beiden Fällen gleich. Die Fragen, die wir uns am Anfang stellen, sind hingegen andere. Wir gehen immer von der Wohnqualität aus, bauliche Verbesserungen sind nur der Rahmen dafür. Indem wir unbeheizte Pufferzonen schaffen, lösen wir technische

Philippe Ruault

nehmes Raumklima, das maximal vom Austausch mit dem Außenklima profitiert. Bei unseren ersten Projekten arbeiteten wir eher intuitiv. Im Laufe der Zeit wurden wir präziser. Wir haben Berechnungs­ methoden entwickelt, die wir von Projekt zu Projekt verfeinerten. Damit können wir zum Beispiel die Wirkung dieser einfachen natürlichen Systeme auf das Raumklima nachweisen.

propose generous spaces and create a pleasant indoor climate that benefits to the utmost from the air exchange between indoors and outdoors. We worked more intuitively on our first projects. Over time, we learned to work more precisely, developing calculation methods that we refined from ­project to project. They enable us to make precise assessments, for example about the indoor climate, and to justify the efficiency of these simple ­natural systems.

Die Wohnungen in Mulhouse öffnen sich zu einem großen Wintergarten und sind dadurch weiträumiger, offener und vor allem kostengünstiger als üblich. Apartments in Mulhouse open onto a large winter garden, making them more spacious, airy and economical than usual.

Does your approach distinguish between new buildings and renovations? Or between single-­ family homes and social housing? We apply our principles regardless of scale or building task. We approach apartments as small, separate units, just like a house or villa, and we design every apartment with this quality. In our renovation ­projects, we try to improve the (living) situation in each respective context, as the quality of each unit determines the quality of the whole, from the inside out. Is the cost of your renovation approach different from that of conventional refurbishment? Our costs for redesigning and expanding existing buildings are the same, but our questions are ­different. We always start with the living quality; all

Social housing, Cité Manifeste, Mulhouse, 2005. Slender steel frames with transparent and corrugated polycarbonate cladding and simple ventilation mechanisms continue their use of greenhouse building techniques in housing construction.

Philippe Ruault

Sozialer Wohnungsbau, Cité Manifeste, Mulhouse, 2005. Filigrane Stahlgerüste mit transparenter und gewellter Polycarbonatverkleidung sowie einfache Entlüftungsmechanik führen die Prinzipien von Gewächshäusern im Wohnbau fort.


16 DETAIL research

9.2018  ∂

Clevere Klassenzimmer Clever Classrooms Evidenzbasierte Gestaltungskriterien für optimale Klassenzimmer Evidence-based Design Criteria for Optimal Classrooms

Factors influencing pupil development

School      Home      Child

Text: Bettina Sigmund The classroom has 16 % contribution on average

3,766 pupils sampled

„Gut gestaltete Unterrichtsräume können den Lernfortschritt bei Grundschülern in nur einem Jahr um bis zu 16 % steigern“, sagt Peter Barrett, emeritierter Professor für Management in Property and Construction an der Salford University in Manchester und Honorary Research Fellow an der Universität Oxford. Im Rahmen der Studie „Clever Classrooms“ untersuchten er und sein Team den Einfluss räumlicher Gestaltungskriterien von Klassenzimmern auf die Leistungsfähigkeit der Schüler. Im Fokus standen die Fortschritte beim Lesen und Schreiben sowie in der Mathematik. Ausgewertet wurden die Leistungsstatistiken von 3766 Schülern in 153 Klassenzimmern Signifikante Faktoren Significant Factors

12 % Farbe Colour

11 % Komplexität Complexity

Clever Classrooms

17 % Eigentum Ownership

21 % Licht Light

12 % Temperatur Temperature

11 % Flexibilität Flexibility

Stimulation Stimulation

Individualisierung Individualisation

16 % Luftqualität Air Quality

Natürlichkeit Naturalness

153 school classrooms tested

Average 11 point ­improvement

“Well-designed classrooms can boost learning progress in primary school pupils by up to 16 % in a single year”. This has been proven by Peter Barrett, Emeritus Professor of Management in Property and Construction at Salford University in Manchester and Honorary Research Fellow at Oxford University. As part of the Clever Classrooms study, he and his team examined the impact of classroom spatial design criteria on pupil performance. The performance statistics of 3766 pupils in 153 classrooms at 27 British schools were evaluated. The study demonstrates the impact of the teaching space and provides a checklist for creating better learning conditions. For the evaluation, only the sensory and physical stimuli were taken into account, and isolated from the respective learning levels of pupils or the teacher's educational achievement. The learning measures at primary schools provided the ideal framework for this. The investigated spatial and environmental factors and the associated recommendations for action resulted from the so-called SIN design criteria (stimulation, individualisation and naturalness), which the team had developed. The study showed that daylight, room temperature and air quality are the strongest factors, followed by rooms that can be used flexibly and stimulation through the colour and complexity of the room. According to the study, the school grounds, the school building as a whole with its access, recreation and play areas and special rooms are not nearly as relevant to primary pupil performance as the respective classroom. “This point is reinforced by clear evidence that it is quite typical to have a mix of more and less effective classrooms in the same school. The message is that each classroom has to be well designed”, says Peter Barrett.

University of Salford, Manchester

Holistic evidence and design (head) study

Die Studie ist Bestandteil des Forschungsprojekts Head ­( Holistic Evidence and Design). Dessen Ziel ist es, die bislang intuitive Einschätzung der Auswirkungen von gebauten Räumen auf den Menschen und dessen Leistung mit Zahlen und Fakten zu belegen. The study is part of the research project entitled Holistic Evidence and Design (Head). Its goal is being to evidence the previously intuitive assessment of the effects of spaces on people and their performance with facts and figures.


Clever Classrooms

an 27 britischen Schulen. Die Studie belegt die Wirkung des Raums und gibt Planern und Lehrern eine Checkliste an die Hand, wie sie bessere Lernbedingungen für Schüler schaffen können. Für die Auswertung berücksichtigt wurden nur die sensorischen und physischen Reize, nicht aber das jeweilige Lernniveau oder die pädagogische Leistung der Lehrer. Die Studie ist Bestandteil des Forschungsprojekts Holistic Evidence and Design, Head. Ziel des Projektes ist es, die bislang intuitive Einschätzung der Auswirkungen von Räumen auf den Menschen und dessen Leistung mit Zahlen und Fakten zu belegen. Die festgelegten Lernziele an Grundschulen boten dafür den idealen Rahmen. Die untersuchten Raum- und Umweltfaktoren und die damit verbundenen Handlungsempfehlungen ergaben sich aus den sogenannten SIN-Designkriterien (Stimulation, Individualisierung und Natürlichkeit), die das Team entwickelt hatte. Demnach wirken sich Tageslicht, Raumtemperatur und Luftqualität am meisten aus. Es folgen flexibel nutzbare Räume und die Stimulation durch Farbe und Komplexität des Raums. Der Studie zufolge sind das Schulgelände, das Schulgebäude als Ganzes mit all seinen Erschließungs-, Aufenthalts- und Spielflächen sowie Sonderräumen nicht annähernd so relevant für die Leistungen der Schüler wie das jeweilige Klassenzimmer. „An jeder Schule gibt es eine Mischung aus Klassenräumen, die mal mehr, mal weniger den Lernprozess unterstützen. Die Botschaft lautet also, dass jedes Klassenzimmer in erster Linie gut gestaltet sein muss“, sagt Peter Barrett. Der Forschungsbericht erläutert zu jedem der Einzelfaktoren Licht, Luftqualität, Temperatur, Akustik und Verbindung zum Außenraum kurz die Ergebnisse. Es folgen positive und negative Beispiele sowie Planungshinweise. Interessant sind auch die Empfehlungen zur räumlichen Flexibilität der Klassenzimmer sowie deren Aneignung durch die Kinder. So stellten die Wissenschaftler fest, dass der optimale Grundriss eines Klassenzimmers von der jeweiligen Altersstufe abhängt. Räume mit belebten Grundrissen, Zonierungen und unterschiedlichen Bodenbelägen eignen sich demnach besser für kleine Kinder, während ältere Schüler in größeren und quadratischen Räumen besser lernen. Für alle Schüler scheint es enorm wichtig zu sein, das Klassenzimmer individualisieren und personalisieren zu können. Der Studie zufolge gibt es einen schmalen Grat zwischen Über- und Unterstimulierung, der darüber entscheidet, ob die Lernumgebung die Schüler fördert oder stört. Viele Ergebnisse der Studie sind für Architekten nicht neu. Der Bericht ist jedoch die wissenschaftliche Bestätigung architektonischen Wissens zur Raumgestaltung. Denn „trotz des umfangreichen Wissens zur Schulgestaltung gibt es nichts, das die jeweilige Gestaltung in direkten Zusammenhang mit der Leistung der Schüler bringt. Wenn wir diese Lücke schließen, ist es möglich, dass Wissenschaftler und Architekten einzelnen Elemente entsprechend ausrichten und in einem ganzheitlichen Wirkungsmodell betrachten“, sagt Peter Barrett.

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The research report briefly explains the results of the evaluation for each of the individual factors. This is followed by positive and negative examples as well as planning hints. Also interesting are the recommendations concerning the spatial flexibility of the classrooms and their appropriateness for the children. Thus, the scientists found that the optimal floor plan of a classroom depends on the respective age group. Rooms with lively floor plans, zoning and different floor coverings are therefore better suited for small children, while older pupils learn better in larger and square rooms. For all school pupils it seems to be enormously important to be able to individualise and personalise the classroom. In combination with colour and complexity, the study concludes that there is a fine line between over- and under-stimulation, which in turn determines whether the learning environment encourages or disturbs pupils. Many of the study's findings are not new to architects who plan schools. The report, however, is scientific confirmation of the architectural knowledge concerning interior design. Because “despite a lot of design knowledge about schools, there is nothing that links the integrated features of school design directly with the impact on pupils' performance. Filling this gap should have a transformative impact as it will enable researchers and designers to contextualise and calibrate the specific elements being considered within an holistic impacts model”, says Peter Barrett. Ein Beispiel für ein Klassenzimmer mit mehreren guten Flexibilitätsmerkmalen: definierte Lernzonen, große Wandfläche ­und ein separierter Pausen­raum.

1 Tafel 2 Lehrerbereich 3 Lernbereich 4 niedriges Mobiliar 5 Leseecke 6 multifunktionale Wandfläche 7 Computerecke 8 Smart Board Controller 9 Teppichboden 10 Rückzugsraum 11 Toiletten

An example of a classroom with several good features of flexibility: defined learning zones, big wall area and an attached breakout space.

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Besuchen Sie unsere Online-Plattform Visit our online platform detail.de/research/ gesellschaft-urbanes/

zcleverclassrooms­ design.co.uk

1 Teaching Wall 2 Teacher’s Area 3 Study Area 4 Low Height Furniture 5 Reading Corner 6 Big Wall Display Area 7 PC Corner 8 Dedicated Smart Board Control 9 Carpet Area 10 Attached Break-out Space 11 Toilets

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W

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DETAIL research ist eine Vermittlungsplattform zu Entwicklungsfragen und S ­ zenarien zur Zukunft des

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Bauens. Sie möchten Teil des Netzwerks aus ­A rchitekten, Industrie, Hochschule und Politik werden?

DETAIL research is an ­i ntermediary platform for development questions and scenarios on the ­f uture of construction. Would you like to become a member of this network of architects, representatives from i­ndustry, university ­r esearch, and politics? zresearch@detail.de


42 Typologie Typology9.2018  ∂

Schulumbau in Lissabon School Conversion in Lisbon Célia Gomes + Pedro Machado Costa

Projektdaten Project data Schulart Gymnasium/ Berufsschule Type of school secondary school Zusatzangebot Erwachsenenbildung Additional facilities adult education Bruttogrundfläche Gross floor area 19 475 m 2 Nutzungsfläche Effective floor area 14 120 m 2

Anzahl Klassenzimmer No. of classrooms 48 Anzahl Kinder No. of pupils 1400 Fertigstellung Completion date 12/2015 Baukosten Construction costs 16 Mio. € €16 million


Célia Gomes + Pedro Machado Costa

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Paço de Arcos, on the coast of Portugal west of Lisbon, has ­transformed itself over the past decades from a fishing village to a dormitory town built into the hillside. The layout of the school complex – consisting of individual atrium structures – and the rough concrete facades recall a type of school architecture that was common in Portugal in the 1980s. Even today, after its refurbishment and extension, the development makes no ­reference to the multistorey housing blocks and individual villas in the area. The architectural measures were focused on reorganizing the school grounds and unifying the extensive terraced volume.

Paço de Arcos an der Küste westlich von Lissabon verwandelte sich in den vergangenen Jahrzehnten von einem Fischerdorf in eine in den Hang gebaute Schlafstadt. Die Struktur des Schulkomplexes aus vereinzelten Atriumgebäuden und seine auffallend rauen Betonfassaden gehen auf eine für die 1980er-Jahre in Portugal typische Schularchitektur zurück. Auch nach der Sanierung und Erweiterung nimmt der Bau keinen Bezug auf die benachbarten mehrgeschossigen Wohnblocks und vereinzelten Villen. Die Intervention der Architekten konzentrierte sich darauf, das Schulgelände neu zu organisieren und die großflächig terrassierte Kubatur zusammenzufassen.

7 3

5

4 2 4

4 6

All photos: João Morgado

1

Lageplan Maßstab 1:8000 1 Eingang 2 Schulhof 3 Pavillon für Sonder­ fächer (Pavilhão ­Pédagogico) 4 Atriumgebäude (­B estand) 5 zentraler Pavillon 6 Sporthalle (­B estand) 7 Sportplatz

Site plan scale 1:8,000 1 Entrance 2 Playground 3 Pavilion for special subjects (Pavilhão Pédagogico) 4 Existing atrium building 5 Central pavilion 6 Existing sports hall 7 Sports ground


44 Typologie Typology9.2018  ∂

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2. Obergeschoss Second floor

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1. Obergeschoss First floor

b

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1 2

a

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a 4 b

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Erdgeschoss Ground floor

8

Grundrisse Maßstab 1:2000   1 Eingang   2 Schulhof   3 Aula   4 Sekretariat   5 Auditorium   6 Verbindungsgang   7 Atriumgebäude mit Klassen­ zimmern   8 Sporthalle   9 Umkleiden und WCs 10 überdachter ­Aufenthaltsbereich 11 Bibliothek 12 Kunsträume 13 Werkstatt-Hof 14 Werkstätten 15 Lehrerzimmer und Direktorat 16 Informatikräume

Floor plans scale 1:2,000   1 Entrance   2 Playground   3 School hall   4 Administration   5 Auditorium   6 Connecting route   7 Atrium building with classrooms   8 Sports hall   9 Changing rooms and WCs 10 Covered ­r ecreational area 11 Library 12 Rooms for art 13 Workshop courtyard 14 Workshops 15 Teachers’ rooms, principal’s room 16 Computer science


Célia Gomes + Pedro Machado Costa

Von ursprünglich fünf Atriumgebäuden blieben nach der ­jüngsten Sanierung drei erhalten. Ihre grünen Fassaden heben sich deutlich von der hinzugefügten Betonstruktur ab. Zwei ­langgestreckte, parallel zueinander stehende Neubauten b ­ eherbergen zusätz­ liche Lehrräume und Funktionen wie Aula, Cafeteria und Verwaltung. Zwischen den beiden Baukörpern ö ­ ffnet sich ein großer zentraler Hof. Im sanierten Bestand ­befinden sich die Klassenzimmer, im westlichen Gebäude das Auditorium sowie die über Deckenöffnungen belichteten Werkstätten und Kunst- und Naturwissenschaftsräume. Im Z ­ entralbau liegt die Aula, an der sich im Norden ein überdachter Hof anschließt. Das innen rot bekleidete Sheddach vereint diese beiden B ­ ereiche. 1400 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren gehen hier zur Schule. Für die unterschiedlichen Alters­ gruppen legten die Architekten mehrere Patios und Auf­enthalts­ be­reiche an. Erschließungswege und Atrien sind m ­ ultifunktional

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After this redevelopment, only three of the original five courtyard buildings remained. Their verdant facades form a strong contrast to the concrete structure that was added. Two elongated new complexes, set parallel to each other, house additional teaching spaces and other facilities such as the school hall, a cafeteria and the administration. Between these two volumes is a large central courtyard. The classrooms are situated in the ­refurbished structures; the western building contains an auditorium as well as workshops and spaces for art and natural sciences, which are daylighted via roof lights. In the central structure is the school hall with an adjoining covered courtyard to the north. These two realms are linked by a north-light roof structure with a red internal cladding. Some 1,400 pupils between the ages of 12 and 18 go to school here. For the various age groups, the architects designed a number of patios and recreational areas. The access routes


58 Prozess Process9.2018  ∂

Vier Grundschulen nach dem Lernhausprinzip Four Primary Schools Built to the House of Learning ­Principle wulf architekten

Um den Bedarf an Schulen gleich mehrerer neuer Wohngebiete zu sichern, entschloss sich die Stadt München zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie lobte einen Wettbewerb für vier Grundschu­ len aus, die zeitgleich realisiert werden sollten. Für diese Aufgabe haben Wulf Architekten ein Bau­ kastensystem entwickelt, das an verschiedene Standorte, Schulgrößen und -arten angepasst ­werden kann. Kern des E ­ ntwurfs ist die Glie­derung in einzelne Lernhäuser, die sich stapeln und in unterschiedlicher Weise kombinieren lassen. Als eigenständige Einheiten innerhalb der Schule bie­ ten sie den Schülern Orientierung und vermitteln ihnen das Gefühl eines Zuhauses. Tonnenschalen aus Sichtbeton verleihen den Innenräumen eine unverwechselbare I­dentität.  To meet the demand for schools in many new housing areas, the city of Munich took an unusual step. It held a competition for four primary schools that were to be erected simultaneously. To this end, Wulf Architects developed a modular building system that can be adapted to various locations as well as to different types and sizes of school. The design is based on a division into individual houses of learning, which can be stacked and combined in various ways. As independent elements within the overall ­complex, they are a means of orientation for pupils and also convey a sense of well-being. Exposed concrete barrel-vault ceilings lend the internal spaces an unmistakable identity.


All Photos: Brigida Gonzรกlez

wulf architekten 59


60 Prozess Process

Das Münchner Lernhaus The Munich House of Learning

9.2018  ∂

Projektdaten ­ Grundschule Gustl-Bayrhammer-Straße Project data primary school Gustl-Bayrhammer-Strasse Schulart Grundschule Type of school primary school Zusatzangebot Kindertagesstätte Additional facilities childcare centre Bruttogrundfläche Gross floor area 11 115 m 2 Nutzungsfläche Effective floor area: 7140 m 2

Anzahl Klassenzimmer No. of classrooms 20 Anzahl Kinder: maximal 560 No. of pupils: max. 560 Fertigstellung Completion date 8/2017 Baukosten Construction costs 25,5 Mio. €

Herzstück des Lern­ hauses ist der groß­ zügige Bereich in der Mitte, der für ver­ schiedenste Aktivitä­ ten genutzt werden kann. Die Podeste bie­ ten Rückzugsmöglich­ keiten zum Lesen und Lernen. The heart of the house of learning is the spacious realm in the ­m iddle, which can be used for various activities. The raised areas provide space for withdrawal for reading and studies.

Isometrie ­L ernhausmodul 1 Unterrichtsraum 2 ganztägige ­B etreuung 3 Pausenraum / Mehr­ zweckbereich 4 Lichthof 5 Teamraum 6 WCs Isometric views: house-of-learning module 1 Teaching space 2 Full-time care 3 Break area / Multi-­ purpose space 4 Courtyard 5 Team space 6 WCs


2

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wulf architekten

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2 Der Text gibt Auszüge einer Broschüre des Referats für Bildung 1 und Sport der Landes­ hauptstadt München in gekürzter Form ­w ieder.

Die Anforderungen an Schulen haben sich in 5 den 6 letzten Jahren stark verändert: Neue Unterrichts­ methoden, digitale Medien, Inklusion und Ganz­tags­ betreuung sind nur einige davon. Um diesem Wan­ del Rechnung zu tragen, hat die Stadt München in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schulentwick­ lung in Überlingen ein Raumkonzept erarbeitet, das sich an schwedischen Standards und am Herforder Modellprojekt für den Ausbau guter Ganztagsschu­ len orientiert: das Lernhaus.

The present article is based on a booklet of the Department for Education and Sport of the City of Munich.

How is a house of learning organized? Some 90 –100 pupils plus their 12 teachers/advisors from four classes can “live” in a house of learning. Also conceivable would be a layout with horizontal divisions and four parallel classes of the same year next to each other. This helps to create stable relationships between the children as well as between the teachers. A decisive factor in this was the establishment of teams that were responsible for the concept and that were able to make decisions in everyday matters;

Wie wird ein Lernhaus organisiert? In dem Lernhaus können 90 bis 100 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 12 Lehrer und Betreuer aus vier Klassen „wohnen“, zum Beispiel die Jahr­ gänge 1a, 2a, 3a und 4a. Umsetzbar ist in dem Raumgefüge aber auch eine horizontale Gliede­ rung mit vier Parallelklassen des gleichen Jahr­ gangs neben­einander. So entstehen stabile Bezie­ hungen, sowohl zwischen den Kindern als auch zwischen den Lehrern. Entscheidend für die Verwirklichung des Münchner Lernhauskonzepts ist der Aufbau von festen Teams, die für „ihr“ Lernhaus verantwortlich sind und selbständig über alle alltagsrelevanten Fragen entscheiden können – wie etwa Stundenund Vertretungsplan, Aufgabenverteilung oder

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1

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4 1

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Basierend auf einem ­Raster von 10,5 × 9 m lässt sich das Lern­ hausmodul in Kombi­ nation mit dem zentra­ len Sondermodul zu verschiedenen Bau­ körpern zusammen­ setzen.

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In recent years, the requirements made of schools have changed considerably. New teaching methods, the emergence of digital media, concepts of “inclusion” and full-time care are but a few examples of this. To take account of these developments, the city of Munich, in collaboration with the Institute for School Development in Überlingen, has drawn up a spatial concept that is oriented to Swedish standards and the Herford model project: “the house of learning”.

House-of-learning modules, based on a 10.5 × 9 m grid, can be stacked on top of each other and – in combination with the special central module – laid out to form various building volumes.


106 Produkte Products9.2018  ∂

Profile in Inox-Optik Profiles in a Stainless-steel Look

Ausgezeichnetes Design Award-winning Design

Duka bietet seine Duschkabinen acqua 5000, acqua R 5000 und die freistehenden Lösungen der Reihe libero 5000 jetzt auch mit Inox-Profilen und -Beschlägen an. Ihre gebürstete Oberfläche bildet zum Glas einen Kontrast. Die acqua-Modelle gehören zu den Schiebelösungen im Duka-Sortiment. Architekten können zwischen verschiedenen Öffnungsvarianten und Gläsern wählen: transparent, satiniert, Parsol grau und Siebdruck.

Das Aperto-Scharnier von HSK hat einen Red Dot Award 2018 erhalten. Dank des Scharniers lässt sich die Duschtür nach außen und innen pendeln und öffnen. Die Lösung eignet sich vor allem für Nischen, Ecken oder andere beengte Einbausituationen. Scharniere, Griffe, Wandprofile und Stabilisationsbügel sind abgerundet. Die Bügel garantieren den sicheren Halt des Glases; Clipprofile erlauben eine einfache Montage. Die Scharniere sind innen glasbündig, was die Reinigung erleichtert.

zduka.it

For the shower enclosures acqua 5000, acqua R 5000 and the free-standing solutions in the libero 5000 series from Duka, stainless-steel profiles and fittings are now also available. Their brushed surfaces form an

contrast to the glass. The acqua models are among the sliding solutions in the Duka range. Customers can choose between different opening variants and glass types: transparent, satin, Parsol grey and screen printing.

zhsk.de

The Aperto hinge from HSK received the Red Dot Award 2018. Thanks to the hinge, the shower door can swing in and out and open generously. It is particularly suitable for niches, corners or other confined installation situations. Hinges, handles, wall profiles and stabilisation brackets have rounded corners. The brackets ensure that the glass is held securely in place, while the clip profiles guarantee easy installation. The hinges are flush with the glass inside, which facilitates cleaning and maintenance.

Raumhohe WC-Trennwand aus Glas Room-high Toilet Partition made of Glass

Großformatig und individuell Large Format and Individual

Mit Vento erweitert Schäfer sein Portfolio um eine raumhohe WC-Trennwand aus Glas ohne sichtbare Profile und Beschläge. Das System besteht aus einem 40 mm starken, innenliegenden Aluminiumrahmen mit einer 5 mm starken Auflage aus Sicherheitsglas auf beiden Seien. Die Elemente sind bis zu einer Höhe von 3 m in einem Stück erhältlich, die Gläser in allen RAL-Farbtönen lieferbar. Wand- und Deckenanschlüsse sind als Schattenfugen ausgebildet. Vento eignet sich für den Nass- und Trockenbereich.

Mit dem neuen System Basic von Sprinz lassen sich Wand­ flächen und Trennwände im Bad gestalten. Das Wandpaneel mit Maßen bis zu 2800 × 1840 mm gibt es mit fünf Dekoren und ­ 73 weiteren Designs. Das System ist mit einem horizontalen Schienensystem versehen und wird direkt auf alte Fliesen montiert. Das Einhängesystem erlaubt die Demontage und erleichtert die nachträgliche Umrüstung.

zsprinz.eu

With the new Vento cabin system, Schäfer is expanding its portfolio with a room-high toilet partition wall made of glass without visible profiles and fittings. The system consists of a 40 mm-thick internal aluminium frame, which is supported on both sides by a ­ 5 mm-thick safety glass (ESG-H). This results in a total element thickness of 50 mm. The elements are available in heights of up to 3 m in one piece, while the glazing is available in all the RAL colours. Wall and ceiling connections are designed as shadow joints. Vento is suitable for wet and dry areas.

zschaefer-tws.de

The new Basic system from Sprinz allows wall surfaces and partition walls in the bathroom to be designed. The wall panel measures up to 2800 × ­ 1840 mm, with a choice of five different decors and 73 other

­ esigns. The system is equipped d with a horizontal rail system and is installed directly on old tiles. The suspension system allows disassembly and facilitates ­retrofitting.


Sanitär, Heizung, Klima Sanitary Equipment, HVAC

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iF Design Award für Duschrinne iF Design Award for Shower Channel

Moderne Bäder für historisches Hotel Modern Bathrooms for a Historic Hotel

Die Duschrinne CeraWall Individual von Dallmer hat den ­ iF Design Award 2018 in der Kategorie „Bathroom“ gewonnen. Für alle Kategorien gab es insgesamt 6400 Einreichungen aus 54 Ländern. Eine charakteristische Eigenschaft der Duschrinne ist die Reinigungsfreundlichkeit. Zudem ist sie nahezu unsichtbar. Auf die Abdeckung lassen sich Fliesen aufbringen. Dallmer bietet die CeraWall in den Metalltönen Anthrazit, Rotgold und Messing an.

Bei der Renovierung des 4-Sterne-Hotels De Havixhorst in der Nähe der niederländischen Stadt Meppel kamen zahlreiche Produkte von Wedi zum Einsatz. Die Wände und Böden wurden mit wasserdichten Bauplatten aus Polystyrol-Hartschaum abgedichtet. Diese sind trotz ihres äußerst geringen Eigengewichts extrem robust und leicht zu verarbeiten. Die bodengleichen Duschen wurden mit dem Komplettsystem Fundo Plano Linea mit einer Gesamtaufbauhöhe von nur 70 mm realisiert.

zdallmer.de zwedi.de

Dallmer's CeraWall Individual shower drainage channel has won the iF Design Award 2018 in the “Bathroom” category. A total of 6,400 entries from 54 countries were received for all categories. Dallmer mentions the par-

ticularly high quality and ease of cleaning as one characteristic feature. In addition, it is almost invisible and the cover can be tiled. Dallmer offers the CeraWall in the metal shades anthracite, pink gold and brass.

Numerous Wedi products were used in the renovation of the 4-star hotel De Havixhorst in the Dutch city of Meppel. The walls and floors were sealed with waterproof polystyrene foam panels. Despite their extremely low weight, these are robust and easy to process. The floor-level showers were realised with the complete Fundo Plano Linea system, which has a total height of 70 mm.

Profile für begehbare Duschen Profiles for Walk-in Showers

Wandablauf als Designelement Wall Drain as a Design Element

Mit den Aqua Profilen von Blanke lässt sich der Übergang ­zwischen ebenem Boden und dem Gefälle im Duschbereich optisch anspruchsvoll, sauber und sicher ausbilden. Die Variante Blanke Aquaglas ermöglicht das Aufnehmen von Duschtrennwänden aus Glas am Boden und an der Wand. Die Edelstahl-Profile werden direkt mit dem Fliesenbelag eingebaut. Zusätzliche Formteile sorgen für eine dauerhaft sichere Verbundabdichtung unterhalb des Belags aus Fliesen oder ­Naturstein.

Der neue Wandablauf Scada von Kessel ist mit vier verschiedenen Ablaufblenden aus Edelstahl sowie einer fast unsichtbaren Variante zum Befliesen und in Wellenoptik erhältlich. Optional bietet der Hersteller diese Ausführungen mit Ambiente-Licht an. Die Seite für den Anschluss des Ablaufs ist frei wählbar. Ein raumseitiger Verzug der Ablaufleitung ist daher nicht nötig. Die werkseitig angebrachte Dichtmanschette ist die neueste Weiterentwicklung des Wandablaufs. zkessel.de

zblanke-systems.de

With Blanke Aqua profiles, the transition between a level floor and the slope in the shower area can be rendered optically attractive, clean and safe. The Blanke Aquaglas variant enables glass shower partitions to be mounted on the floor and on the wall. The stainless-steel profiles are installed directly with the tile covering. Additional moulded parts ensure a permanently secure bonded seal underneath the tile or natural stone covering.

The new Scada wall drain from Kessel is available with four different stainless-steel drain covers as well as an almost invisible version for tiling and with a wave look. The manufacturer offers these versions with ambient light as an option. The side for con-

necting the drain is freely selectable. Room-side lagging of the drain pipe is therefore unnecessary. The factory-fitted sealing sleeve is the latest improvement in the wall drain. Scada is suitable for installation in dry-wall and brick-wall constructions.


128 Produkte Products

9.2018

Sonnenschutz als Gestaltungselement Solar Protection as a Design Element Markantes Merkmal der ehemaligen Ausbildungsakademie der Marine in Amsterdam ist der konstruktive Sonnenschutz aus thermisch vorbehandelten Holzleisten. Sie zeigen die Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten. Für den Umbau zeichnete das bureau SLA verantwortlich. An der Nord- und der Südfassade ersetzten sie die Band- durch eine Lochfassade mit 3,50 × 3,50 m großen Fenstern. Die anthrazitfarbenen Formteile von Rieder verleihen dem Bau sein außergewöhnliches Erscheinungsbild. Die formparts dienen zudem als Sonnenschutz. Durch das geringe Gewicht der nur 13 mm dünnen Elemente sowie die hohen Spannweiten von bis zu 4,50 m ist weniger Material an Unterkonstruktion erforderlich. Um die Zahl der Fassadenfugen gering zu halten, wählten die Planer L- und U-förmige Formteile.

zrieder.cc

A striking feature of the former Naval training academy in Amsterdam is the constructional solar protection made of thermally pre-treated wooden strips. The facade has a symbolic function, as the flags of the EU member states can be seen in the different protruding woods. Bureau SLA was responsible for the conversion. On the north and south facades of Building 27E the architects have replaced the former strip facade with a perfo-

Fassadenplatten in Mosaikdeckung Facade with a Mosaic Covering

Kahlfeldt Architekten

Eine denkmalgerechte Fassade wünschte sich der Netzbetreiber Vattenfall beim Teilumbau des Kraftwerks Reuter in Berlin. Die Gestaltung der Fassade zur Erweiterung der 110-kV-Schaltanlage oblag Kahlfeldt Architekten aus Berlin. Aus historischen Gründen setzten sie auf Fassadenplatten aus Faserzement. Gemeinsam mit Creaton entwickelten die Architekten die sogenannte Mosaikdeckung. Dabei handelt es sich um ein Verlegemuster aus den kleinformatigen Fassadenplatten Dacora in den beiden Standardmaßen 20 × 40 und 40 × 40 cm. Die 10 000 Fas-

rated facade and 3.50 × 3.50 mlarge windows. The anthracitecoloured Rieder moulded parts give the building its extraordinary appearance. They also act as solar protection. Due to the low weight of the just 13 mm-thin elements and the high spans of up to 4.50 m, less material is required on the substructure. In order to keep the number of facade joints low, the planners primarily chose to use L- and U-shaped moulded parts.

sadenplatten wurden auf eine mit einer Unterdachbahn versehene Schalung genagelt. Die vier Grautöne bilden die denkmalgeschützte Stahlkonstruktion des Gebäudes ab und erzeugen ein changierendes Licht- und Schattenspiel. Verlegt wurde in einem Grundraster von 30 × 30 cm. Die Fassadenplatten 40 × 20 cm wurden dabei paarweise, abwechselnd horizontal und vertikal verlegt, die Überdeckungen wechselten zwischen 5 und 10 cm. Als zusätzliches Gestaltungsmerkmal wurden Fassadenplatten 40 × 40 cm als horizontale oder vertikale Gebinde sowie als einzelne Platten eingearbeitet. zcreaton.de

When the Reuter power plant in Berlin was partially converted, grid operator Vattenfall wanted the facade to reflect the building’s historical importance. Kahlfeldt Architekten from Berlin were responsible for the design of the facade for the 110 kV substation extension. For historical reasons, they used fibre-cement facade panels. Together with Creaton, the architects developed the socalled mosaic cover. This is an installation pattern made of Dacora small facade panels in two standard dimensions. The 10,000 facade panels were nailed to a formwork with an underlay. Four

different shades of grey on the one hand reflect the steel construction of the building behind it, which is protected as a historical monument, and on the other create an iridescent play of light and shadow. The panels were laid in a basic grid dimension of 30 × 30 cm. The 40 × 20 cm-large facade panels were laid in pairs, alternately horizontally and vertically, with the overlaps alternating between 5 and 10 cm. As an additional feature, 40 × 40 cm-large facade panels were incorporated as horizontal or vertical containers as well as individual panels.


Gebäudehülle Building Envelope

129

Freitragende Wände aus Lichtbeton Cantilever Translucent Concrete Walls Transluzenter Beton an der Gebäudehülle kam bislang in Form einer vorgehängten Fassade zum Einsatz. Im Neubau der Capital Bank in Jordaniens Hauptstadt Amman wurde nun Lucem Lichtbeton erstmals für freitragende Wände eingesetzt. Das Architekturbüro Paradigm DH aus Amman sollte mit der Gestaltung ein „Boutique-Bank“-Erlebnis für VIP-Kunden schaffen. Sie bekleideten die Fassade mit lokalem Taffuh-Stein. Nur minimale Öffnungen der Fassade wahren die Privatsphäre der Nachbarn sowie der Bankmitarbeiter und -kunden. Das 14 m hohe Treppenhaus realisierte das Büro aus freitragenden Lichtbeton-Wänden. Die 30 mm starken Lichtbetonplatten sind an einer Stahlkonstruktion über Hinterschnittanker Until now, translucent concrete on a building shell has been used in the form of a curtain wall. In the new Capital Bank building in Jordan’s capital Amman, Lucem translucent concrete has now been used for the first time for facade cantilever walls. The branch’s new building is located in an exclusive residential area. Architects Paradigm DH from Amman clad the facade with Taffuh stone. Only minimal openings in the facade protect the privacy of neighbours, bank employees and clients. The office constructed the 14 m-high staircase from self-supporting translucent concrete walls. The 30 mm-thick translucent concrete panels are mounted on a steel structure using undercut anchors. The idea behind them is that light and shadow flow through the stair-

case. When not backlit, the translucent concrete looks like natural stone. It is matched to the colour of the facade of the bank. During the day, the stairwell is illuminated by the daylight that penetrates the translucent concrete walls. During twilight and at night, the stairwell is illuminated from the inside. Since the light is directed through the walls via the optical fibres, the stairwell appears translucent to the outside. Persons in the stairwell are projected as shadows through the walls. The closer people walk to a wall, the more accentuated the shadow. The vertical LED strips are integrated into the design of the steel/wood handrail over the entire height of the stairwell. With coloured lighting, the outside of the stairwell shines in coloured light.

montiert. Die Idee dahinter: Licht und Schattenspiele fließen durch das Treppenhaus. Nicht hinterleuchtet sieht der Lichtbeton aus wie ein Naturstein. Er ist auf den Farbton der Fassade der Bank abgestimmt. Tagsüber wird das Treppenhaus über das Tageslicht erhellt, das durch die Lichtbetonwände fällt. Während der Dämmerung sowie nachts wird das Treppenhaus von innen beleuchtet. Da das Licht über die optischen Fasern durch die Wände geleitet wird, erscheint das Treppenhaus nach außen hin transluzent. Personen im Treppenhaus werden als Schatten durch die Wände projiziert. Je näher die Personen an einer Wand entlanglaufen, umso akzentuierter fällt der Schatten. Die vertikalen LED-Steifen sind über die gesamte Höhe des Treppenhauses in das Design des Handlaufes aus einer Stahl/HolzKonstruktion integriert. Bei einer farbigen Beleuchtung strahlt das Treppenhaus außen entsprechend in farbigem Licht. zlucem.com

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152 Contributors

9.2018  ∂

Contributors

In 1987, Tobias Wulf founded wulf architekten in Stuttgart, which he runs today with Kai Bierich, Alexander Vohl, Jan-­ Michael Kallfaß, Ingmar Menzer and Steffen Vogt. The team took a modular approach to the design of four primary schools in the Munich metropolitan area, with Jan-Michael Kallfaß leading the project (p. 58ff). The wulf architekten portfolio includes award-winning projects such as

Tobias Wulf (links / left) Jan-Michael Kallfaß (rechts / right)

the adidas Factory Outlet in ­H erzogenaurach (2003), Messe Stuttgart convention ­c entre (2007), the State Finance Office in Landshut (2011) and the ­G erman Centre for Neurodegenerative Diseases on the ­c ampus of the University Hospital in Bonn (2017).

zwulfarchitekten.com

Henning Larsen

Wilfried Dechau (links), Markus Guhl (rechts)l

wulf architekten 1987 gründete Tobias Wulf das Büro Wulf Architekten, das er heute gemeinsam mit Kai Bierich, Alexander Vohl, Jan-Michael Kallfaß, Ingmar Menzer und Steffen Vogt führt. Für vier Grundschulen im Raum München entwickelte das Team ein modulares Baukastensystem, das unter der Projektleitung von Jan-Michael Kallfaß realisiert wurde (siehe Seite 58ff.). Zu den Schlüssel­ werken von wulf architekten zählen die mehrfach ausgezeich­ neten Projekte adidas Factory Outlet in Herzogenaurach (2003), Messe Stuttgart (2007), das Landesamt für Finanzen in Landshut (2011) sowie das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen auf dem Campus des Universitätsklinikums in Bonn (2017).

Henning Larsen Stark verwurzelt in den Traditionen skandinavischen Designs, trägt das Architekturbüro mit Sitz in Kopenhagen noch heute den Namen seines 2013 verstorbenen Gründers Henning Larsen. 19 Partner leiten das Büro mit Standorten in New York, Mün­chen, Hongkong, Riad, Oslo und den Färöer Inseln. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen Architektur, Stadtplanung und Innenarchitektur, wobei der Bezug von Mensch und Raum sowie der Umgang mit Licht immer zentrale Entwurfsthemen sind. Die Architekten von Henning Larsen arbeiten vorwiegend für öffentliche Bauherren. Für ihre Projekte, so auch für die Bewegungsschule in Aarhus (siehe Seite 72ff.), führen sie Studien zu verschiedenen Themen durch. Hier analysieren sie den Einfluss von Kunstlicht auf das Lernverhalten mit erstaunlichen Ergebnissen.

Strongly rooted in the traditions of Scandinavian design, this ­C openhagen-based architectural firm still bears the name of its founder Henning Larsen, who died in 2013. The office is managed by 19 partners and has ­offices in New York, Munich, Hong Kong, Riyadh, Oslo and the Faroe Islands. It is active in the fields of architecture, urban planning and interior design, placing an emphasis on the relationship between people and space as well the importance of light. The architects work

­ rimarily with public clients and p conduct research in conjunction with their projects. For their school in ­A arhus (p. 72ff), they examined the influence of artificial light on learning behaviour, with surprising results.

zhenninglarsen.com

GLA Seit Zhu Peidong im Jahr 2012 Partner im Architekturbüro GLA wurde, hat sich dessen Mitarbeiterzahl auf über 60 verdoppelt. Die rege Beteiligung am chinesischen Wettbewerbsgeschehen hat dem Büro in Hangzhou immer wieder große Aufträge verschafft. Zhu Peidongs Ziele für die meist öffentlichen Bauauf­ gaben sind, Tradition und Moderne ebenso zu verknüpfen wie Qualität und Kostenverträglichkeit. Neben seiner Tätigkeit bei GLA publiziert und forscht Zhu Peidong zu verschiedenen Themen. An Wettbewerbserfolg und Realisierung der Schule in Hangzhou (siehe Seite 38ff.) war er maßgeblich beteiligt. to more than 60 employees. GLA has repeatedly been awarded major contracts thanks to their

active participation in Chinese competitions. In his work on mainly public buildings, Zhu ­Peidong seeks to combine tradition with modernity, and quality with cost-efficiency. In addition to his work at GLA, Zhu Peidong publishes and conducts research on a variety of topics. He was significantly involved in the winning competition proposal for a school in Hangzhou and its realisation (p. 38ff). Pan Jie

Since Zhu Peidong joined GLA as a partner in 2012, the Hangzhou-based office has doubled

Henning ­L arsen Vorstand principals: Louis Becker (Design Principal), Mette Kynne Frandsen (CEO)

zgla-design.com


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22 Impressum Imprint9.2018  ∂

Impressum Imprint

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details ISSN 0011-9571/B 2772 DETAIL Business Information GmbH Messerschmittstr. 4, 80992 München Munich, Germany Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 www.detail.de www.detail-online.com Postanschrift  Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany Geschäftsführung  Managing Director: Karin Lang Redaktion Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de Dr. Sandra Hofmeister (Chef­­re­dak­ teurin Editor-in-Chief, V. i. S. d. P., SaH), Jakob Schoof (stellvertretender Chef­­re­dak­teur Deputy Editor-inChief, JS), Sabine Drey (SD), Andreas Gabriel (GA), Frank ­ iese (JL), Kaltenbach (FK), Julia L Peter Popp (PP), Edith Walter (EW), Heide Wessely (HW) Florian Köhler (FLK), Katja Pfeiffer (KP) (freie Mitarbeit Contributing Editors) Assistenz   Editorial Assistants: Michaela Linder, Laura Oberhofer, Maria Remter Gestaltung  Design: strobo B M, München Munich, Deutschland Germany Herstellung, CAD  Production, DTP: Peter Gensmantel (Leitung Manager), Michael Georgi, Cornelia Kohn, Andrea Linke, Roswitha Siegler, S ­ imone Soesters Dejanira Ornelas Bitterer, Marion ­ riese, Barbara Kissinger, Martin G Hämmel, Emese M. Köszegi (Zeichnungen Drawings) Ralph Donhauser, Irini Nomikou (freie Mitarbeit Freelance Contributors) Fotografen dieser Ausgabe Photographers of this issue: Iwan Baan, Iwan Baan/selgascano: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Iwan Baan/Renato Nicolodi: © VG BildKunst, Bonn 2018, Christian Brandstaetter, Wilfried Dechau, Markus Dobmeier, Brigida González, Markus Guhl, Jörg Hempel, Hufton + Crow, Pan Jie, Bruno Klomfar, João

Morgado, Adam Mørk, Peter Nørby, Kilian O’Sullivan, Vinay Panjwani, Philippe Ruault, Jakob Schoof, Su Shengliang, Jørgen Weber Autoren dieser Ausgabe  Authors of this issue: Ludger Fischer, Frank Hausmann, Bettina Sigmund, Imke Wies van Mil, Peter Zöch Übersetzungen   Translations: Peter Green, Alisa Kotmair, Marc Selway Redaktion Produktinformation, Detail Research Product Information Editors, Detail Research: produkte@detail.de Katja Reich (V. i. S. d. P., KR), Tina Barankay (TB), Thomas Jakob (TJ), Sabina Strambu (SAS) Brigitte Bernhardt (BB), Bettina Sigmund (BS) (freie Mitarbeit Contributing Editors) Gabriele Oldenburg (Korrektorat Proofreading) Medialeistungen und Beratung   Media Services & Consulting: Annett Köberlein (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-849 Marion Arnemann, Anna Bendl Anzeigendisposition Advertisement Scheduling: Claudia Wach (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-824 Tel. +49 (0)89-38 16 20-0 Detail Transfer: Kathrin Wiblishauser, Birgit Wöhrle, Martina Zwack Vertrieb und Marketing   Distribution & Marketing: Kristina Weiss (Leitung Manager) Irene Schweiger (Vertrieb Distri­ bution), Tel. +49-(0)89-38 16 20-837 CAD-Zeichnungen   CAD drawings: Alle CAD-Zeichnungen der Zeitschrift sind mit dem Programm ­erstellt. All CAD drawings of the journal were produced with VectorWorks®. Auslieferung an den Handel   Delivery to Trade: VU Verlagsunion KG Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany Repro  Reprographics: Martin Härtl OHG, München Munich, Deutschland Germany Druck   Printing: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart, Augsburger Straße 722 70329 Stuttgart Deutschland Germany Auslandsversand über IMX  International distribution by IMX

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9.2018

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Cover 9.2018: Gesamtschule in Odder Comprehensive School in Odder Cebra

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DETAIL 9/2018 - Konzept: Schulen / Concept: Schools  

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