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DAS KONZERT- UND OPERNMAGAZIN

Mit Regionalteil Hamburg & Norddeutschland 312 Konzert- UNd Operntermine

signum quartett Der Vierer ist komplett ElĪna GaranČa Blind gehört: »Ah, das bin ja ich!«

René Jacobs »Ich hätte auch gerne noch ein drittes Leben«

Oktober 2016


lucia di lammermoor Gaetano donizetti Premiere 26. noV. 2016, oPernhaus

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Editorial

Fotos: Ivo von Renner, privat; Titelfoto: MolinaVisuals

Liebe Leserin, lieber Leser, der Klassikhörer, das unbekannte Wesen? Auf den ersten Blick mag die Aussage merkwürdig erscheinen, denn über die Entwicklung der klassischen Musik, der Künstler und eben auch des Publikums wurde und wird reichlich gesprochen und noch mehr geschrieben. Andererseits hat sich dadurch Gregor Burgenmeister im Laufe der Jahre auch ein Herausgeber/Chefredakteur bequemes Schubladendenken entwickelt. Mit unserer Studie, die wir vor einem Jahr starteten, wollten wir einen genauen und vor allem wissenschaftlichen Blick auf die Klassikinteressierten werfen. Einige Resultate bestätigten unsere Annahmen, der größte Teil der Auswertungen jedoch lieferte ­erstaunliche – und auch ermutigende – Ergebnisse. Es gibt aber auch Musiker, die über Jahrzehnte hinweg gesellschaftsübergreifend die Massen begeistern können, ganz gleich, ob diese nun Klassikhörer sind oder nicht. José Carreras ist so ein Künstler – noch, denn der 70-Jährige verabschiedet sich derzeit mit einer Welttournee von der Bühne. Wir blicken noch einmal zurück auf die Karriere dieses außergewöhnlichen Sängers. Es ist übrigens spannend, dieses Heft einmal unter dem Gesichtspunkt zu lesen, welche Schichten Klassik erreichen kann. Unsere Kolumne „Stil-Noten“ etwa geht der Frage nach, was man für Opernübertragungen im Kino anziehen soll, schließlich weiß man da nie, welch ein Publikum einen dort erwartet. Und in Island wiederum findet das Neue-Musik-Festival „Dark Music Days“ statt. Wer alles dorthin geht: Lesen Sie selbst! Ihr

AUS DER REDAKTION „Ich gehöre ja zu den unbeliebtesten Klassik­ hörern Deutschlands!“ Dies war die bestürzte Reak­tion von Maximilian Theiss, als er die Ergeb­ nisse der concerti-Klas­ sikstudie durchsah und auf die Tabelle mit den größten Störungen wäh­ rend eines Konzerts ge­ stoßen war: Knistern mit Bonbonpapier, häufige Bewegungen der Sitz­ nachbarn etc. Die meis­ ten Missetaten beging unser neuer Redakteur bereits mehrfach, gelobte jedoch Besserung. Möge das Hamburger Publikum dem Münchner einige seiner Unarten verzeihen und ihn gnädig in seine Reihen aufnehmen.

Maximilian Theiss studierte Musik und Jour­ nalismus und entschied sich am Ende für Musik­ journalismus. Nach Sta­ tionen in Nürnberg und München verstärkt er nun die concerti-Redaktion.

Oktober 2016 concerti   3


Inhalt

Konzert

8 Der Vierer ist komplett

Porträt Fast zehn Jahre spielte das international hochdekorierte Signum Quartett in gleicher Besetzung. Nun gibt es einen Wechsel an der ersten Geige

8

Signum Quartett Neu im Boot: Florian Donderer (2. v. r.)

10 »Ich hätte gerne auch noch

ein drittes Leben« Interview Als Altus machte René Jacobs mehr als ein Jahrzehnt Karriere. Heute zählt der Belgier zu den gefragtesten Operndirigenten

Oper

16 Von Tirol bis Tokio

Porträt Startenor José Carreras wird im Dezember 70 Jahre alt und verabschiedet sich mit einer Welttournee

Regionalseiten

10

René Jacobs Der Dirigent feiert im Oktober seinen 70.

An dieser Stelle finden Sie die interessantesten Klassikgeschichten des Monats sowie alle Konzert- und Operntermine Ihrer Region

Die Welt der Klassik

24 Ohren auf, Augen auf!

Festivalguide Das Luxemburger Festival „rainy days“ verspricht rahmensprengende Erlebnisse – drinnen und draußen Festivalguide Mit den „Dark Music Days“ erreicht die Neue-Musik-Szene im Land der Geysire breite Publikumsschichten

16

José Carreras Noch ein 70., aber mit Abschied

Rubriken 3 Editorial | 6 Kurz & Knapp | 18 Opern-Kritiken 20 Opern-Tipps | 32 CD-Rezensionen 35 Top 20 Klassik-Charts | 40 Multimedia-Tipps 42 Vorschau & Impressum 4  concerti Oktober 2016

28 Typisch Klassik!

Reportage concerti erhob gemeinsam mit

der Hamburg Media School eine Studie über die Hörer klassischer Musik

31 Politik unerwünscht

interview Drei Fragen an den

Intendanten der Oper Frankfurt

36 »Ah, das bin ja ich!«

Blind gehört Die Mezzosopranistin Elı¯na

Garancˇa hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt

Fotos: Irène Zandel, MolinaVisuals, Ivica Drusany/shutterstock.com

26 Islands verborgene Energie


JÓhann JÓhannsson orphée

»Die Musik des Isländers lässt sich durch Genrebegriffe nicht einfangen. Sie schwebt zwischen Ambient,zeitgenössischer Klassik und dem Spiel von akustischen Instrumenten und elektronischen Sounds.« nDR Live 01.12.2016 Berlin, Funkhaus Nalepastrstraße 10.02.2017 hamburg, Elbphilharmonie www.johann-johannsson.de

Monat 2016 concerti   5


kurz & knapp

Mein Lieblingsstück

Beethoven: sonate op. 111 Dieses Werk ist bestimmt von einer eigentümlichen Schieflage: Während den ersten Satz ein kaltes Feuer Lars Vogt durchtreibt und dieser sich noch einmal in Beethoven’sches c-Moll stürzt, folgt im zweiten ein immenser Ruhepol von einer kaum fassbaren mystischen Tiefe und philosophischen Tragweite. Am Ende ist man in einer Art Jenseits, in der Unendlichkeit des Kosmos und der Liebe.

60

Wie Smartphones Sänger sprachlos machen

Tonnen Stahl und Plexiglas mussten für das Bühnenbild der West Side Story bei den Salzburger Festspielen beschafft werden.

Fluch und Segen liegen bei Smartphones bekanntlich eng zusammen. Kürzlich gab die amerikanische Stimmbildnerin und Professorin Christianne Roll an Berufssänger die Warnung raus, dass deren Karriere durch die ständigen Begleiter gefährdet wird: Die ständig gebückte Haltung ruiniere das Körpergefühl und damit auch nachhaltig die Stimme.

... Musik ist die Sprache der Leidenschaft ... STIL-NOTEN mit Siems Luckwaldt

6  concerti Oktober 2016

Manche Geschenke sind in Wahrheit knifflige Prüfungen – fürs ei­ gene Stilempfinden. Im Dezember etwa bin ich zu Der Nussknacker eingeladen: Musiziert und getanzt wird im Royal Opera House in London, während ich 1000 Kilometer entfernt im vermutlich ausgeleierten Sessel eines Multiplexkinos sitze. Pure Bequemlichkeit also statt britischer Glamour. Trotzdem durchschoss mich sofort die Frage: Was ziehe ich an? Oder anders ausgedrückt: Soll ich mir im Dunkeln den Smoking von grobmotorischen Sitznachbarn mit Cola, Chips in ­Käsesoße und einem halben Eimer Popcorn entweihen lassen – oder lieber konsequent gleich selbst im

Trainingsanzug erscheinen? Und was, wenn mich die übrigen Gäste chic in Schale überraschen und ich völlig underdressed bin? Auch für Frauen übrigens keine leichte Entscheidung: Cocktailkleid oder einfach das Yogaoutfit anbehalten? Aus unüberbrückbaren modischen Differenzen mit mir war ich schon drauf und dran abzusagen, da fiel es mir ein: Natürlich, „Business Casual“ lautet die Lösung. Sakko und Anzughemd, dunkle Jeans, dazu Budapester, vielleicht Krawatte. Schirm und Melone bleiben im Schrank, gleich neben dem Ballonseide-­ Ensemble mit den drei Streifen. Nur den Charme packe ich ein. Und eine Kleiderbürste. Gegen die Krümel.

Fotos: Neda Navaee, MIcrosoft, flickr.com

Gustav Mahler, österreichischer Komponist


3 Fragen an ... Victoria Ossadnik

PATRICIA KOPATCHINSKAJA Artist in Residence 2016/17

Führungsstärke: Victoria Ossadnik ist Vice President Services bei Microsoft und Aufsichtsrätin der Linde AG

Sie sind ein großer Opernfan – woher rührt diese Leidenschaft? Mit meiner Familie sind wir bei jeder Gelegenheit in unterschiedlichen Städten in die Oper gegangen, und ich habe das sehr genossen. Je nach Möglichkeit und Zeit habe ich versucht dies fortzusetzen – und heute, als Familie mit zwei Kindern, versuchen wir auch unseren Kindern diese Begeisterung weiterzugeben.

Welches Werk hören und sehen Sie dabei besonders gern? Die Zauberflöte ist meine Lieblingsoper. Ich liebe hier die Offenheit, die Fröhlichkeit und den Mut. Und ich bin immer wieder begeistert von der wundervollen Musik, die alles andere in den Hintergund drängt – sowie von der ­positiven musikalischen Auflösung der vielen Spannungsbögen.

Wie im Leben geht es auch in der Oper oft hoch her – welche Parallelen entdecken Sie noch zur Geschäftswelt? Ähnlich wie ein Unternehmen ist auch Oper nur dann begeisternd und erfolgreich, wenn ... ... ein hervorragendes Team mit vollkommen unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenkommt und daraus ein gemeinsames Ganzes wird. ... alle mit Begeisterung für ein gemeinsames Ziel kämpfen und sich mit Freude einbringen ... und es einen ausgezeichneten Dirigenten gibt.

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Porträt

Der Vierer ist komplett Fast zehn Jahre spielte das international hochdekorierte Signum Quartett in gleicher Besetzung. Nun gibt es einen Wechsel an der ersten Geige. Von Stefanie Paul

D

as letzte Konzert und dann ausgerechnet die „Cavatina“ aus Beethovens Streichquartett B-Dur op. 130. Das sei sehr rührend gewesen, sagt Xandi van Dijk und lässt sich in einen der großen Sessel zurückfallen. Es ist ein Freitagnachmittag, Ende Juni. Das Signum Quartett sitzt in einem der Probenräume des Bayer-Erholungshauses in Leverkusen. Die Wände sind mit Schwarzweiß-Fotografien zugepflastert, Porträts berühmter Namen, die allesamt hier schon

einmal auf der Bühne standen. hat die Gruppe verlassen. „Es Am Abend wird auch das Sig- war ein Abschiednehmen für num Quartett im Erholungs- beide Seiten. Mit allen Emotihaus auftreten. Eine Art Heim- onen, die da dazugehören“, spiel sei das, sagen die Musiker. sagt Annette Walther. Und Das Quartett wirkt entspannt. dann das letzte Konzert in der Dabei liegen aufreibende Mo- vertrauten Besetzung und ausnate hinter den Musikern. gerechnet Beethovens „CavatiSchon allein optisch kann man na“. Das war nicht nur rührend die Veränderung ausmachen: – sondern womöglich der genau Anstatt zweier Frauen und richtige Soundtrack für das zweier Männer sitzen da nun Ende dieses Kapitels, „in dem eine Frau und drei Männer. Das man über die Jahre hinweg zuQuartett hat sich verändert: sammengewachsen ist, geKerstin Dill, die bisherige erste meinsam etwas geschaffen hat Geige, ist Mutter geworden und und das Gefühl hatte, eine Stimme gefunden zu haben.“

Berauschend lebendige Alleskönner: das Signum Quartett 8 concerti Oktober 2016

Die erste Geige ist also weg – und nun? Ein Ersatz muss her. Aber wer? „Uns ging es am Anfang gar nicht darum, jemanden zu finden, der auf Dauer Tine ersetzen wird. Sondern wir haben uns gefragt, mit wem wir die Saison gestalten können“, erklärt Cellist Thomas Schmitz. Statt die Position neu auszuschreiben, hat das Quartett sich Gastmusiker für die einzelnen Konzerte eingeladen. Einerseits ein großer Luxus. „Denn so konnten wir ein Gefühl dafür bekommen, was diese Veränderung mit dem Quartett macht und in welche Richtung wir uns unter Umständen entwickeln, sagt

Foto: Irène Zandel

Purer Wahnsinn: ständig mit einer anderen ersten Geige


Xandi van Dijk. Andererseits menschlich. Der Neue, das ist begann damit aber auch der Florian Donderer. „Bezeichnenpure Wahnsinn: zum Beispiel derweise war er für uns alle vier Konzerte in einer Woche, drei die Nummer eins“, erinjeweils das gleiche Programm, nert Annette Walther. Man aber immer mit einer anderen kannte sich bereits von früheersten Geige. In kürzester Zeit ren Projekten wie zum Beispiel wurde geprobt, wurden Striche Joseph Haydns Passionsmusik angepasst und geändert. Es Die sieben letzten Worte zugebe Stellen in den Partituren, sammen mit dem Ensemble die seien mittlerweile komplett Ruhr, bei dem Donderer Kondurchradiert, sagt van Dijk. Die zertmeister war. Herausforderung habe Spaß Donderer sagt von sich selbst: gemacht – „eine Zeit lang zu- „Früher konnte ich mir nicht mindest“, sagt der Bratschist vorstellen, fest in einem und alle beginnen zu lachen. Streichquartett zu spielen.“ AllSo als könnten sie selbst nicht zu einstudiert und zu perfekt glauben, was da in den vergan- wirkten viele feste Besetzungenen Monaten passiert ist. gen auf ihn. Dass er sich nun „Im Quartett spielen alle eine doch auf das Abenteuer eingleich starke Rolle. Trotzdem lässt, hat wohl auch ein Stück ist das Gesicht und die Art, Mu- weit mit seiner Frau zu tun. Als sik zu machen, nochmal sehr die Frage kam, ob er fest beim abhängig von der ersten Geige. Signum Quartett einsteigen Und das heißt: Es saß jedes Mal wolle, hat seine Frau ihm zuplötzlich ein ganz anderes geraten. „Sie meinte, ich käme Quartett da“, meint Thomas immer so beseelt von den Konzerten zurück.“ Daneben ist es Schmitz. aber wohl auch der Spannungs»Florian Donderer war für uns bogen, der Donderer reizt. alle drei die Nummer eins« Denn neben dem klassischen Trennungen sind immer Repertoire zeichnet sich das schwer. Besonders dann, wenn Signum Quartett besonders man sich menschlich gut ver- durch seine Experimentierstanden hat. Deshalb war für freude aus, wie zum Beispiel die drei Musiker klar, mit dem beim Projekt „Quartweets“. Neuen muss es nicht nur mu- Und durch die Begeisterung für sikalisch passen. Sondern auch zeitgenössische Werke.

THE G O OD LIFE

Konzert-TIPPs

Singen Sa. 22.10., 20:00 Uhr Stadthalle Signum Quartett. Werke von Mozart, Widmann & Schubert Freiburg Do. 27.10., 20:00 Uhr Hochschule für Musik Jörg Widmann (Klarinette), Signum Quartett. Programm s. Singen Duisburg So. 30.10., 19:00 Uhr Mercatorhalle Fragmente einer Ewigkeit. Signum Quartett. Werke von Mozart, Fokkens, Webern, Schubert, Bach, Gourzi u. a. Essen So. 20.11., 17:00 Uhr Philharmonie Dominique Horwitz liest Kafka. Dominique Horwitz, Signum Quartett. Werke von Schulhoff, Schnittke, Orff u. a. Frankfurt Do. 24.11., 18:15 Uhr Holzhausenschlösschen Signum Quartett. Werke von Mozart, Mantovani & Brahms Hamburg So. 4.12., 19:30 Uhr Laeiszhalle (Kleiner Saal) Nils Mönkemeyer (Viola), Signum Quartett. Werke von Beethoven, Dowland, Hindemith & Brahms online-Tipp

Das Quartett bei der Probe Video & Termine: concerti.de/ signumquartett CD-Tipp

Alla Czeca Werke von Schulhoff, Suk & Dvořák Signum Quartett Capriccio

Till Brönner TO U R N EE 2 016

01.11. 06.11. 08.11. 09.11. 11.11. 13.11.

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14.11. HAMBURG 20.11. BIELEFELD 29.11. RAVENSBURG 30.11. KÖLN 03.12. BADEN-BADEN 04.12. LEIPZIG

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Oktober 2016 concerti  9


Interview

»Ich hätte auch gerne noch ein drittes Leben« Als Altus machte René Jacobs mehr als ein Jahrzehnt Karriere. Heute zählt der Belgier und nimmermüde Quellenforscher zu den gefragtesten Operndirigenten. Von Christoph Vratz

Nach fast zwei Jahrzehnten ist das Projekt mit der Einspielung aller MozartOpern inzwischen abgeschlossen. Wie hat sich Ihre Sicht auf Mozart geändert?

Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt. Vor allem ist mir immer wieder aufgefallen, wie sinfonisch seine Opern sind. Ich habe schon nach den ersten Aufnahmen gemerkt, dass es gut wäre, wenn ich auch einige der Sinfonien aufführen würde. Dabei ist mir dann aufgefallen, wie einzigartig Mozart die musikalische Form mani10 concerti Oktober 2016

puliert, meistens die so genannte Sonatensatzform. Inwiefern?

Indem er beispielsweise der Reprise, also der Wiederkehr der ersten Themen, einen ganz

»Das Klischee von ›Papa Haydn‹ ist verheerend« eigenen, neuen dramaturgischen Sinn gibt. Ein solcher Umgang mit dem Sonatensatz findet sich dann auch in seinen Opern, beispielsweise beim Sextett in Figaro, wenn Figaro seine Eltern entdeckt und die Reprise in einem ganz zentralen Moment einsetzt. Solche Dinge habe ich im Laufe der Jahre immer intensiver analysiert – mit immer größerer Freude. Viele Instrumentalisten entdecken in Mozarts Sinfonien und Konzerten opernhafte Züge, und nun kommt der Opern-Dirigent Jacobs und zeigt den umgekehrten Weg auf …

Weil für mich selbstverständlich ist, was die Instrumenta-

listen behaupten. Nehmen Sie die „Jupiter“-Sinfonie. Sie enthält im ersten Satz drei Themen anstelle der sonst üblichen zwei. Diese drei Themen sind sehr unterschiedlich. Ein Musikologe hat herausgefunden, dass sie den drei unterschiedlichen Rollen in einer Oper entsprechen. Das erste Thema ist ein heroisches Thema, das dritte entspricht einer Buffopartie; dabei handelt es sich um ein Selbstzitat aus einer komisch-heiteren Konzertarie für Bass; das zweite Thema wiederum hat den Charakter einer Mezzopartie. Dieses Schema entspricht ungefähr den Rollenaufteilungen in Così fan tutte. Und beim Finale? Auch ein Bezug Oper?

Das Fugatoprinzip, wie Mozart es im Finale anwendet, findet sich etwa in der Zauberflöte. Beide Werke sehe ich in unmittelbarer Nähe zur Freimaurerthematik. Ich werde nächstes Jahr eine Tournee mit Orchester und zwei Sängern machen, Sopran und Bariton, mit Arien aus späten Mozart-Opern und einzelnen Sätzen aus den Sinfonien. Dieses Programm zusammenzu-

Foto: MolinaVisuals

W

er René Jacobs allein auf die Alte Musik festlegen wollte, um die er sich als Spezialist der Historischen Aufführungspraxis im großen Maße verdient gemacht hat, greift zu kurz. In den letzten Jahren ist der Dirigent, der im Oktober seinen 70. Geburtstag feiert, immer wieder zu Mozart zurückgekehrt. Der CD-Zyklus mit Opern ist zwar abgeschlossen, aber Mozarts Musik beschäftigt ihn weiter. Außerdem streckt Jacobs seinen Taktstock nun auch in Richtung Verdi aus ...


zur Person

In der Historie verwurzelt: Bevor er sich endgültig der Musik zuwandte, arbeitete René Jacobs drei Jahre lang als Latein- und Griechischlehrer. Mit 31 Jahren gründete er in seiner Heimatstadt das Vokalensemble Concerto Vocale Gent und wechselte dann vom Gesang zum Dirigieren. In dieser Disziplin arbeitete sich der 1946 Geborene rasch an die Spitze der Interpreten für historische Aufführungspraxis.

stellen kostet mich mehr Mühe als zunächst gedacht. Ich möchte dabei die Verbindungen so eng knüpfen, dass die Zuhörer sie leichter erkennen können. Ist Mozart für Sie der spannendste Geschichtenerzähler der Musikgeschichte?

Von den Komponisten, die ich kenne, sicherlich. Allerdings kenne ich nicht die gesamte Musikgeschichte und nicht alle Opern … Über Mozart lerne ich etliches, wenn ich Werke seiner Zeitgenossen aufführe. Haydn ist einer der ganz Großen. Aber immer wieder unterschätzt …

Ja, aber er ist eine Liga mit Mozart. Daher kann ich aus Haydns großen Werken weniger lernen als von den sogenannten kleineren Komponisten der Mozart-Zeit. Von Haydn kann ich nicht lernen, wie groß Mozart war! Das geht nur bei anderen Zeitgenossen. Warum hat Haydn es denn heute noch so schwer?

Diese Frage stelle ich mir selber oft. Ich könnte aber auch Fragen: Warum hat Telemann es so schwer gegenüber Bach? Ich glaube, dass dabei bestimmte Klischees wie das Bild von „Papa Haydn“ eine große, verheerende Rolle spielen. Was damals als RespektBezeichnung gegenüber seiner Vater-Funktion gemeint

war, hat sich heute in eine fixe Idee von Gemütlichkeit gewandelt. Telemann wiederum gilt heute als Vielschreiber und deswegen als weniger interessant. Dabei sind gerade seine Opern viel respektabler als ihr Ruf, sie werden viel zu selten gespielt – was für viele Barockopern gilt. Daran hat übrigens Richard Wagner Schuld. Noch einmal kurz zurück zu den vermeintlich kleinen Komponisten. Was genau haben Sie gelernt?

Bei Mozart dominiert die Musik das Drama. Das hat man zum Beispiel nicht bei Paisiello und nicht bei Salieri. Ab Oktober dirigiere ich Salieris Falstaff in Wien. Es ist ein Oktober 2016 concerti  11


Interview

herrliches Stück, ein gutes Libretto, sehr bühnenwirksam, gut komponiert, aber da wird man nicht eine Arie wie die der Konstanze in Entführung finden. Bei Salieri ist die Musik Dienerin des Dramas, wie schon bei Monteverdi. Bei Mozart aber ist es umgekehrt. Hätten Sie manchmal gern ein zweites Leben, um mehr Instrumentalmusik aufzuführen?

Ich hätte auch gerne noch ein drittes Leben, auch um komplett andere Wege zu gehen ... Mehr Instrumentalmusik, mehr Musik aus dem 19. Jahrhundert. Wobei ich nicht sicher bin, ob ein zweites Leben besser sein würde. Denn ich bin sehr froh, wie mein bisheriges Leben verlaufen ist – mit meinen Anfängen als Sänger und meinem Stimmfach als Countertenor und

dem Fokus auf die so genannte Alte Musik. Ich habe damals begonnen, mich für die Musik der Renaissance, des 16. und 17. Jahrhunderts zu interessieren, weil ich geeignetes Repertoire suchte. Welcher Opernkomponist des 19. Jahrhunderts, den Sie bisher noch nicht aufgeführt haben, würde Sie dann am ehesten reizen?

Verdi! Möchten Sie nicht, oder fragen die Theater nicht an?

Bei einer Anfrage würde ich sehr genau hinhören und gut überlegen. Mich reizt es, Orchester, die auf Originalinstrumenten spielen, auch bei Musik einzusetzen, die später entstanden ist. Das aber ist letztlich eine Kostenfrage, denn diese Produktionen sind sehr teuer. Bei einem Festival ist so etwas eher möglich als

im normalen Betrieb eines Opernhauses. Lassen Sie mich raten: Am ehesten würde Sie bei Verdi der Falstaff reizen?

Ich mache den Wiener SalieriFalstaff durchaus, weil ich ihn als Vorbereitung für einen möglichen späteren VerdiFalstaff im Hinterkopf habe, ja! Meine Vorliebe für diese Oper hängt natürlich auch damit zusammen, dass Verdi die ganze frühere Musik mit einbezieht. Außerdem bin ich als Operndirigent sehr stark an der Librettologie interessiert. Gerade das Falstaff-Libretto ist Konzert-TIPPs

Stuttgart Mi. 23.11., 20:00 Uhr Liederhalle Sophie Karthäuser (Sopran), MarieClaude Chappuis (Alt), Maximilian Schmitt (Tenor), Johannes Weisser (Bass), RIAS Kammerchor, Freiburger Barockorchester, René Jacobs (Leitung). Mozart: Requiem d-Moll, Haydn: Harmoniemesse Freiburg Do. 24.11., 20:00 Uhr Konzerthaus Programm & Künstler siehe Stuttgart Essen Sa. 26.11., 20:00 Uhr Philharmonie Programm & Künstler siehe Stuttgart Berlin So. 27.11., 20:00 Uhr Kammermusiksaal Programm & Künstler s. Stuttgart

online-Tipp

René Jacobs über das Singen Video & Termine: concerti.de/jacobs

Auch viele jüngere Zuhörer strömen in seine ausverkauften Konzerte: René Jacobs

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Mozart: Die Entführung aus dem Serail Robin Johannsen, RIAS Kammerchor, AKAMUS Berlin, René Jacobs (Ltg). hm

Foto: MolinaVisuals

CD-Tipp


ungemein komplex. Das ist herausragend virtuos und dicht. Warum gibt es so viele Dirigenten, die einen Sinn für die Qualität von Libretti mitbringen?

Wir sollten nicht vergessen, dass alle großen Opernkomponisten auch literarisch sehr neugierig waren. In Mozarts Bücherschrank fanden sich zum Beispiel alle Stücke von Molière in deutscher Übersetzung. Oder Verdi mit seiner Schiller- und ShakespeareLiebe, dazu Hugo und andere. Ich bin meinen Eltern bis heute sehr dankbar dafür, dass ich nicht nur Musik studieren, sondern auch ein „echtes“ Diplom machen sollte. Für dieses „echte“ Diplom habe ich an der Universität von Gent Altphilo-

logie studiert, und dabei haben wir gelernt, all die antiken Dramen auch in ihrer formalen Schönheit und mit ihrer Versmetrik zu erfassen – dieses Interesse habe ich mir bis heute bewahrt. Nehmen Sie etwa Glucks Oper Alceste, die ich bei der Ruhrtriennale dirigiert habe. Sie geht auf Euripides zurück, und Calzabigi hat aus der Vorlage ein famoses Li­ bretto geschaffen.

einmal perplex. Ist das wichtig? Ja, besonders die kleinen Pausen. Sie bestimmen die poetische Schönheit der Texte. Wenn man darüber hinweg singt, geht der dramaturgische Sinn verloren. Der Begriff „recitativo secco“ kommt leider nicht von ungefähr – es wird oft als trocken empfunden, als notwendiges Bindeglied zwischen Arien, das so schnell wie möglich abgehandelt wird.

Inwieweit bestimmt der Blick aufs Libretto Ihre heutige Probenarbeit?

Bei dieser Vorliebe für gute Textbücher könnten wir Sie eines Tages noch als StraussDirigent erleben …

Gerade wenn ich mit Sängern zum ersten Mal zusammenarbeite, weise ich vor allem bei den Rezitativen sehr oft darauf hin, wie sie in ihrem Silbenaufbau und -ablauf gebaut sind. Wenn die Sänger das dann hören, sind die meisten erst

Hofmannsthal hat großartige Textbücher geschrieben. Seine Zusammenarbeit mit Strauss ist ebenso hochrangig einzustufen wie die zwischen Da Ponte und Mozart bzw. Calza­ bigi und Gluck.

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Oper

Die interessantesten Inszenierungen und Künstler – wir stellen Ihnen das Wichtigste aus der Welt der Oper vor

Foto: Studio amati bacciardi

Oper in schwarz-weiß: Ciro in Babilonia beim Festival Pesaro

16_Porträt Von Tirol bis Tokio Startenor José Carerras wird im Dezember 70 Jahre alt und

verabschiedet sich mit einer Welttournee von all den Orten seiner frühen Erfolge 18_Kurz besprochen Online-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen MusiktheaterRezensionen 20_Opern-Tipps Die besten Musiktheaterproduktionen — ausgewählt von unserem Experten Peter Krause Oktober 2016 concerti  15


porträt

Von Tirol bis Tokio

Schon 2009 hatte er seinen Abschied von der Opernbühne verkündet: José Carreras

P

avarottis obertonsatt mü­ helos flutendes hohes C soll die ihm lauschenden Damen immer wieder nahe an die sexuelle Erfüllung gebracht haben, und das Lächeln von Schwergewicht „Big P“ wirkte wie die weltumarmende ganz große Freude. Seine Paraderol­ le: Puccinis Poet Rodolfo. Do­ mingos schon immer eigentlich in baritonalem Bronzeton schimmerndes Tenortimbre ist von purem Charisma, sein Er­ scheinen auf einer Opernbüh­ ne degradiert eigentlich jeden 16  concerti Oktober 2016

anderen Sänger zum Statisten. Seine musikalische Intelligenz und seine Persönlichkeit ma­ chen ihn zum idealen Darstel­ ler vielschichtiger Helden. Sei­ ne Paraderolle: der komplex­ beladene Mohr von Venedig namens Otello in Verdis gleich­ namigem spätem Meisterwerk. Und Carreras? Seinen Rückzug hat José Carreras schon lang vollzogen

Nachdem Luciano Pavarotti längst im Sängerhimmel den Engelein Canzonen trällert

und Plácido Domingo als tiefergelegter Tenor die Bari­ tonväter der von ihm einst gesungenen jugendlichen Liebhaber mimt, kündigt der Dritte im Bunde der legendä­ ren „Drei Tenöre“ jetzt erneut seinen nunmehr finalen Rück­ zug von den Opernbühnen an – kurz vor seinem 70. Geburts­ tag im Dezember. Den Rück­ zug hat José Carreras streng­ genommen freilich schon lang vollzogen. Denn die vollstän­ digen kräftezehrenden, weil die hohe Tessitura fordernden Partien der Klassiker von Puc­ cini oder Verdi kann der Star­ tenor schon seit Jahren nicht mehr stemmen. Geschickt hat er sich zunächst Randreper­ toire aus Verdis Feder ange­ eignet, so bereits 1995 an der Wiener Staatsoper Verdis Kreuzzugsoper Jérusalem, in der niemand unbedingt die in bekannten Titeln sonst sehn­ süchtig erwarteten Spitzentö­ ne von ihm hören wollte. 2002 gab er in Tokio die Titelpartie der Oper Sly von Ermanno Wolf-Ferrari. Auf Plakaten steht bis heute sein falscher Vorname

Zuletzt sorgte er 2014 mit der eigens für ihn geschriebenen und mit ihm aus der Taufe ge­ hobenen Oper El Juez des ös­ terreichischen Komponisten

Foto: Mauro Taliani, Franz Neumayr

Startenor JOSÉ CARRERAS wird im Dezember 70 Jahre alt und verabschiedet sich mit einer Welttournee von all den Orten seiner frühen Erfolge. Von Peter Krause


Christian Kolonovits für Auf­ horchen. Das Werk ruft das Schicksal jener gestohlenen Kinder in Erinnerung, die wäh­ rend der spanischen FrancoDiktatur ihren nicht linientreu­ en Familien entrissen wurden, um hernach nach den Regeln des Regimes umerzogen zu werden. Dazu wurden sogar ihre Namen geändert. Carreras kennt deren Geschichte als Ka­ talane nur zu gut, verbot Fran­ co doch den Gebrauch der ka­ talanischen Sprache: Der Sän­ ger musste seinen Vornamen deshalb seinerseits in José ändern. Heute steht in seinem Pass längst wieder „Josep“ – der mit ihm befreundete Fußball­ trainer Josep Guardiola hatte das Problem, mit der Gnade der späten Geburt gesegnet, nie, und lässt sich deshalb mit der coolen Kurzform „Pep“ rufen. Da „José Carreras“ aber von Tirol bis Tokio ein markantes Markenzeichen darstellt, steht auf Plakaten bis heute sein fal­ scher Vorname. Nur in seiner Heimat ist Carreras der echte

Edle Geste, großer Ton: Für José Carreras ist Singen ein »Trapez-Akt ohne Sicherheitsnetz«

Josep, als den ihn seine Eltern tauften und auf den schon sein Vater hörte. Eines von »Karajans Kindern«

Wofür steht nun der auf so hoch sympathische Art aristo­ kratisch wirkende Sänger, der seine Bodenhaftung als ex­ trem euphorischer Fan seines Heimatclubs Barça, alias FC Barcelona beweist? Man muss dazu zurückblicken auf die Zeit vor seiner lebensbedroh­ lichen Leukämieerkrankung, nach deren glücklicher Hei­ lung er stimmlich nie mehr ganz an die Glanzzeiten seiner Jugend anknüpfen konnte. Carreras gehört zu den jüngs­ ten Vertretern jener Sängerge­ neration, die man Karajans Kinder nennen darf. Der eins­ tige Megamaestro scharte für seine bei den Salzburger Fest­ spielen zelebrierten und gern parallel auf Tonträger verewig­ ten Opern in Traumbesetzung die damalige jugendliche Welt­ elite um sich, zu der neben den Drei Tenören der wandelnde Mezzo-Eros Agnes Baltsa, die lyrischen Sopranzauberinnen Anna Tomowa-Sintow aus Bul­ garien sowie Mirella Freni aus Italien und natürlich die gigan­ tischen Bass-Baritone José van Dam und Samuel Ramey ge­ hörten. Carreras war im Zu­ sammenwirken mit diesen Kollegen ein gleichsam idealer Don Carlo in Verdis Schiller­ oper – ein schwärmerischer, ein introvertierter, ein fürwahr edler Infant, der sich tragisch in die neue Gattin seines Va­ ters verliebt. Wehmütig nach­ lauschen kann man dem jun­ gen Carreras auf Platte und CD – oder doch gespannt seine weltweite Abschiedstournee verfolgen, in dem der große

Sänger nun mit nachgedunkel­ ter Luxusstimme noch viel ahnen lässt von den alten Zei­ ten großer Sängerpersönlich­ keiten, als die Oper noch nicht Musiktheater hieß. Konzert-TIPPs

Berlin Mi. 12.10., 20:00 Uhr Philharmonie Final World Tour – A Life in Music. José Carreras (Tenor), Bohemia Sinfonieorchester Prag, David Giménez (Leitung). Melodien aus Oper, Operette und Musical sowie Musik aus dem mediterranen Raum Leipzig Sa. 15.10., 20:00 Uhr Gewandhaus Stuttgart Mo. 17.10., 20:00 Uhr Liederhalle Hamburg Do. 20.10., 20:00 Uhr Laeiszhalle München Di. 25.10., 20:00 Uhr Philharmonie Mannheim Mo. 31.10., 20:00 Uhr Rosengarten Frankfurt So. 15.1.17, 20:00 Uhr Alte Oper online-Tipp

Making of West Side Story 1984 Video & Termine: concerti.de/carreras CD-TippS

Verdi: Don Carlo José Carreras, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (Ltg). Warner Classics José Carreras – A life in music Werke von Massenet, Mozart, Puccini u. a. José Carreras, London SO u. a. Sony Classical José Carreras – The 50 Greatest Tracks José Carreras, Royal Philharmonic Orchestra, English Chamber Orchestra u. a. Decca Oktober 2016 concerti   17


Kurz Besprochen

Opern-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen. Weitere finden Sie unter: www.concerti.de/oper

Pesaro 10.8.2016

Bochum 12.8.2016

Absolute vokale Wahrhaftigkeit

Spiritualität trifft Spektakel

Halbszenische Eröffnung

Bellini: Norma Macerata Opera Festival. Michele Gamba (Leitung), Luigi Di Gangi & Ugo Giacomazzi (Regie), Maria José Siri, Rubens Pelizzari, Sonia Ganassi

Rossini: Ciro in Babilonia Rossini Opera Festival. Jader Bignamini (Leitung), Davide Livermore (Regie), Antonio Siragusa, Ewa Podles, Pretty Yende

Gluck: Alceste Ruhrtriennale. René Jacobs (Leitung), Johan Simons (Regie), Brigitte Christensen, Thomas Walker, Georg Nigl, Kristina Hammarström

Oper Mit ihrer überragenden Rollenvorgängerin Maria Callas gemein hat Maria José Siri ihre Erfahrungen im Verismo. Sie spürt jeder Nuance der Worte mit ausgeprägtem Bewusstsein für Zwischentöne und Farben nach, ihr Konzept des Schöngesangs folgt ganz dem Desiderat der Wahrheit des Ausdrucks. Ihr Primadonnenton ist ausladend, majestätisch und vibratosatt, er wird begleitet von einer hoch konzentrierten Mimik, einer auch dezidierten Durchdringung der Figur. Die Norma der Siri strahlt eine die Arena Sferisterio füllende Dignität und Autorität aus. Ihre Druidenpriesterin vermittelt weibliche Weisheit und Magie. Mit diesem Ansatz knüpft Maria José Siri somit durchaus an die großen alten Zeiten echter sängerischer Persönlichkeiten an, die heute so selten geworden sind. (PK)

Oper Rossinis ernster Erstling ist eigentlich gar keine Oper, sondern ein Oratorium. Denn einst galt in seiner katholischen Heimat das kirchlich verordnete Lustverbot. So dezidiert weltliche Vergnügungen wie die sinnenfreudige Oper waren während der Fasten-Phasen hoher religiöser Feste verboten. Ausweg war das erlaubte Vertonen biblischer Stoffe. Als Sakraldrama hatte die Oper eine Chance. Spiritualität traf Spektakel. Die nicht zu überbietende Sängerbesetzung, die genialische Regie von Davide Livermore, die fantastischen schwarzweiß-Kostüme von Gianluca Falaschi und das knackige Dirigat von Jader Bignamini gehen beim Rossini Opera Festival 2016 so ideal zusammen, dass die letztlich vollgültige Oper in keinem Moment als kleinzuredende Vorstufe zu späteren Großtaten gelten muss. (PK)

Oper Bereits die Ouvertüre formulierte René Jacobs mit dem brillanten B’Rock Orchestra geradezu als Empfehlungsschreiben für den Musiker Christoph Willibald Gluck. Alles funkelte spritzig und glänzte dabei weich, momentweise geradezu süß. Immer wieder modellierte der Dirigent kostbare melodische Details und exquisite Klangfarben heraus. Von der majestätischen Strenge, die man dem Komponisten allenthalben so gerne attestiert, war wenig zu hören. Eher scheint hier Mozart vorgeprägt. Leider nimmt Ruhrtriennale-Hausherr Johan Simons die vielen Angebote von Musik und Musikern nicht auf. Seine Inszenierung legt anfangs Spuren. Sie ist am Ende nicht mehr als ein müdes, teilweise sogar amateurhaft wirkendes halbszenisches Arrangement vor der gewaltigen Kulisse der Jahrhunderthalle.(AF)

18 concerti Oktober 2016

Fotos: Tabocchini/Macerata Opera Festival, Studio Amati Bacciardi, Vladimir Matusevich/Ruhrtriennale, Studio Amati Bacciardi

Macerata 7.8.2016


„Paula Beer mit einer grandiosen Vorstellung!“ Screen International

MANDARIN PRODUCTION, X FILME CREATIVE POOL und FOZ präsentieren

Pierre Niney

Pa u l a B e e r

Pesaro 12.8.2016

Fellini trifft Rossini Rossini: Il turco in Italia Rossini Opera Festival. Speranza Scappucci (Leitung), Davide Livermore (Regie & Bühne), Olga Peretyatko, René Barbera, Nicola Alaimo, Erwin Schrott, Pietro Spagnoli

Oper Davide Livermore ist – anders als sein Name vermuten lässt – sehr wohl Italiener und kennt sich bestens aus im gattungsübergreifenden Komik-Repertoire seiner Heimat, zumal jenem des Kinos. In seiner Sicht auf Rossinis Il turco in Italia bedient sich der Regisseur also durchaus schamlos bei sattsam bekannten Heldenfiguren der laufenden Bilder – was großartig funktioniert. Herrlich schnurrt so die Typenkomödie ab – als Verkleidungsschlacht auf dem Backstage-Filmset, wo noch der Komparse so tun darf, als wäre er wer. René Barbera mutiert mal eben vom Latin Lover zum kecken Don-Camillo-Pfaffen, was der Produktion seiner liebestollen hohen D besonderen Witz verleiht und im offiziell immer noch sehr katholisch anständigen Italien ein wohl kalkuliertes Regierisiko darstellt. Olga Peretyatko ist als allseits begehrtes Claudia-Cardinale-Imitat alias Fiorilla mit verführerischem Augenaufschlag eine Augenweide im Pünktchenkleidchen, freilich weder sängerisch noch darstellerisch eine echte Buffo-Kanone – hier bleiben Wünsche offen. Sonst steht auch in der dritten Produktion des Rossini Opera Festival ein Traumensemble auf der Bühne des schnuckeligen Teatro Rossini von Pesaro. (PK)

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A B 2 9. S E P T E M BE R

I M k INO concerti 19 Oktober 2016 


OPERN-Tipps Ausgewählt von unserem Experten Peter Krause

BERLIN  SO. 9.10.2016

Italorussische Buffo-Komik vom Feinsten Oper Mit Kirill Serebrennikov

Rossini: Der Barbier von Sevilla Komische Oper Berlin. Antonello Manacorda (Leitung), Kirill Serebrennikov (Regie). Weitere Termine: 13., 16., 19. & 28.10., 5. & 26.11.

Maestro Antonello Manacorda entzündet das Rossini-Feuer 20 concerti Oktober 2016

Chéreaus darstellerische Intensität: Evelyn Herlitzius ist Elektra Berlin So. 23.10.2016

Jahrhundert-Regisseur Oper Patrice Chéreaus letzte Inszenierung hat wie

sein Jahrhundert-Ring Geschichte geschrieben

S

ein Bayreuther JahrhundertRing gilt als signifikanteste und folgenreichste Opern-Inszenierung aller Zeiten. Patrice Chéreau hat Geschichte geschrieben. Der französische Meisterregisseur in Oper, Schauspiel und Film hatte seine Sänger anno 1976 zu nie dagewesener darstellerischer Intensität und unopernhafter psychologischer Glaubwürdigkeit geführt. Seine Fantasie der Personenführung setzte Maßstäbe. Von Wagner aber ließ er nach dem Skandalerfolg über Jahrzehnte die Finger. Für seine letzte Inszenierung – die wiederum mythenschwere

Elektra von Richard Strauss – scharte er kurz vor seinem Tod dann noch einmal seine einstigen Ring-Stars in Kleinstpartien um sich – darunter die Wotan-Legende Donald McIntyre als Alter Diener und den Alberich Franz Mazura als Der Pfleger. Die Originalproduktion vom Festival in Aix-enProvence ist nach Abstechern u. a. an der New Yorker Met erstmals in Deutschland zu erleben. Strauss: Elektra Staatsoper Berlin. Daniel Barenboim (Leitung), Patrice Chéreau (Regie). Weitere Termine: 26. & 29.10., 1. & 4.11.

Fotos: Nikolaj Lund, Brescia/Amisano/Teatro alla Scala, foto-ed.de, Paul Schirnhofer/DG

setzt Rossinis koloraturensprühendes Buffo-Meisterwerk einer der spannendsten russischen Regisseure der Gegenwart in Szene. Und mit Antonello Manacorda entfacht einer der vielversprechend­ sten Maestri der mittleren Generation das grandiose Feuerwerk des Komischen. Im Sommer feierte der Italiener beim Festival in Glyndebourne große Erfolge. Studiert hat er beim legendären finnischen Dirigenten-Erzieher Jorma Panula, entscheidend gefördert wurde er von Claudio Abbado – zunächst noch als Konzertmeister in den Orchestern seines Landsmanns.


Wiesbaden FR. 14.10.2016

  Weitere Tipps

Transparentes Sprühen Oper Konrad Junghänel interpretiert Mozart

mit dem Geist der Alten Musik

E

ine der schönsten und meistgespielten Opern ist zugleich eine der komplexesten. Die Zauberflöte gleicht einem Füllhorn der Kulturgeschichte: Sie ist heiteres Wiener Volkstheater, ausstattungspralles Maschinentheater, kinderfreudige Kasperloper, weise Parabel über das Erwachsenwerden, Märchen über das Menschsein, altägyptischer Mythos, Freimaurer-Lehrstück. Ihre Botschaft ist so aktuell wie eh und je: Die Menschheit aus dem Reich der Finsternis und

des Aberglaubens in eine lichte Welt der Vernunft und des Geistes zu führen. Alte MusikExperte Konrad Junghänel steht erneut am Pult. Er hat in Wiesbaden mit seinem transparent sprühenden, feingliedrig ausgehörten und dabei perfekt austarierten MozartKlangbild bereits Maßstäbe gesetzt.

Koloraturen-Königin Oper Elīna Garanča beerbt im heimlichen

deutschen Mekka des Belcanto Edita Gruberová ünchens Hausgötter sind Mozart, Wagner und Strauss. Doch die Bayerische Staatsoper ist auch ein heimliches Mekka des Belcanto. Edita Gruberová als Königin der Koloraturen hat Donizetti und Bellini an der Isar schon in der Intendanz von Sir Peter Jonas gleichsam hoffähig gemacht. In die großen Schuhe der großen Koloratursopranistin steigt nun mit Elı¯na Garancˇa als Léonor de Guzman eine der Donizetti: La Favorite Bayerische Staatsoper München. Karel Mark Chichon (Leitung), Amélie Niermeyer (Regie). Weitere Termine: 28. & 31.10., 3., 6. & 9.11.

DER BARBIER VON SEVILLA

Fr. 14.10., 19:30 Uhr Das Meininger Theater Einst war er Assistent von Konwitschny, Bogdanov und Bosse, heute wirkt der Hamburger Regisseur Lars Wernecke als Oberspielleiter am Südthüringischen Staatstheater. Leipzig

Mozart: Die Zauberflöte Hessisches Staatstheater Wiesbaden. Konrad Junghänel (Ltg.), Carsten Kochan (Regie). Weitere Termine: 23. & 30.10., 6., 18., & 27.11.

München So. 23.10.2016

M

Meiningen

derzeit weltbesten Mezzoso­ pranistinnen. Im Schlepptau hat die attraktive Lettin ihren Gatten Karel Mark Chichon, der am Pult stehen wird. Es inszeniert die frühere Freiburger und Düsseldorfer Intendantin Amélie Niermeyer.

Passen Elīna Garanča die Belcanto-Schuhe der Gruberová?

Weitere Tipps, Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

TURANDOT Sa. 22.10., 19:00 Uhr Oper Leipzig Die stimmgewaltige Amerikanerin Jennifer Wilson singt Puccinis Eisprinzessin. Just mit der Turandot gab die gefragte Wagner- und Strauss-Heroine anno 2002 ihr Operndebüt an der heimischen Connecticut Opera. Mannheim

Aida Sa. 29.10., 19:30 Uhr Nationaltheater Mit der Verdi-Premiere feiert Alexander Soddy seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor, Schauspielregisseur Roger Vontobel wagt sich nach Rossinis Wilhelm Tell in Hamburg erneut an eine Grand Opéra. Köln

Falstaff So. 30.10., 18:00 Uhr Oper Köln In jungen Jahren war der italienische Bariton Lucio Gallo ein bissig eifersüchtiger Ehemann Ford, jetzt ist erst er zum dicken Ritter Sir John Falstaff gereift. Dietrich W. Hilsdorf inszeniert Verdi.

Die Rezension zum Tipp: Über alle Premieren mit diesem Zeichen berichten wir tagesaktuell. Sie finden diese und weitere Kritiken online: www.concerti.de/oper Oktober 2016 concerti   21


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Hamburg & norddeutschland Das Musikleben in Hamburg & Norddeutschland im Oktober

2 Marcus Bosch

6 Heinz Holliger

18 Al Jarreau

20 James Rhodes

Fotos: Christopher Civitillo, privat, Marina Chavez, Richard Ansett

... will mehr Kunst statt Exotik

... will mehr Duke Ellington

... will mehr Sinnlichkeit

... will mehr mit Ohren fühlen

2_Porträt »Exotik wird mit Kunst verwechselt« Marcus Bosch vertritt mit Verve den TeamGedanken im Zusammenspiel von Musik und Szene. 6_Interview »Ich glaube, ein Komponist kann nicht lügen« Als Komponist hat Heinz Holliger die zeitgenössische Musik nachhaltig

beeinflusst. Als Dirigent und Oboist bringt er immer wieder seinen Leitstern zum Leuchten: Robert Schumann. 10_Regionale Tipps So klingt Hamburg & Norddeutschland! Die wichtigsten Termine im Oktober 21_Klassikprogramm 30_Veranstalterhinweise concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 1


porträt

»Exotik wird mit Kunst verwechselt« Maestro MARCUS BOSCH verehrt Peter Konwitschny und vertritt mit Verve den Team-Gedanken im Zusammenspiel von Musik und Szene. Von Peter Krause

2 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

praxis zu interpretieren, was in dieser Form und Konsequenz letztlich nur bei einem Festival möglich ist. Es spielen nur acht erste Geigen, dazu Ventilposaunen und alte Trompeten. „Die Blechbläser damals hatten andere, ganz charakteristische Farben. Regisseur und Dirigent müssen heute gemeinsam neu über die Frage der Balance zwischen Orchester und Bühne nachdenken. Es geht mir um eine intensive Interaktion. Denn keine dieser Partituren ist für etwas anderes als Rampentheater geschrieben worden, die Sänger standen direkt hinter dem Orchester. Heute nimmt die Regie nicht zuletzt in klanglicher Hinsicht große Eingriffe in die Partituren vor, schließlich spielte die Tiefe des Raums zur Uraufführung überhaupt keine Rolle.“ Regisseur und Musiker müssen eng zusammenarbeiten

Marcus Bosch vertritt mit Verve den Team-Gedanken, wenn es um das Zusammenspiel von Musik und Szene geht. Ideal habe er diese Vision sowohl mit Jochen Biganzoli an der Hamburgischen Staatsoper in der Erstaufführung von York Höllers Oper Der Meister und

Foto: Christopher Civitillo

D

ie Premiere ein Sommer- sche verbringt Bosch nun in nachtstraum auf dem der Heimat – „ein Ort, an dem Grünen Hügel, der Mor- ich glücklich bin“. Und wo er gen hernach wie aus dem Fest- die Doppelverantwortung als spiel-Bilderbuch: Am Abend dirigierender Intendant gedirigierte Marcus Bosch auf nießt. „Die Opernfestspiele dem Schlossberg von Heiden- Heidenheim wachsen und daheim Puccinis La Bohème. Mo- mit auch die Aufgaben. Von dern, doch nicht modernistisch, Grund auf etwas gestalten zu als stimmungspralles Spekta- können, ist wunderbar. Und am kel mit ganz viel psychologi- Abend dennoch so viel gute scher Wahrhaftigkeit hat Petra Musik wie möglich zu machen. Luisa Meyer hier das angebli- Alles dient der Kunst.“ Als Gastche Rührstück in Szene gesetzt. geber seinem Publikum selbst Bosch, der Puccini ganz genau „Guten Abend“ zu sagen und und kitschfrei liest und so als dann ans Pult zu treten, ist frühen Impressionisten outet, eben eine Spur persönlicher als ist mehr als zufrieden. „Das an den großen Häusern. So Festival erzählt der Stadt und entstehen echte Bindungen. ihren Menschen, in welcher Schönheit sie leben.“ Eine Jour- Das Wagnis, Verdi nalistin schwärmt schon, Hei- historisch zu interpretieren denheim sei auf dem besten Ein Intendant zum Anfassen Weg zu einem deutschen kann sein Publikum dann auch Glyndebourne. mit besonders hohem AnDer gebürtige Heidenheimer ist spruch locken und herausforFestivalintendant im Nebenbe- dern – musikalisch wie dramaruf. Als Generalmusikdirektor turgisch. In einer auf acht am Staatstheater Nürnberg hat Jahre angelegten Reihe erkuner gerade einen international det Bosch den jungen Verdi mit für Aufsehen sorgenden Ring jungen Regisseuren. Im Festgeschmiedet, vor seiner Zeit im spielhaus setzte Tobias Heyer Fränkischen brachte er das im August den Erstling Oberto Stadttheater in Aachen als in Szene. Im hochgefahrenen jüngster GMD der Opernrepu- Graben wagte Bosch dazu mit blik auf die überregionale seiner Cappella Aquileia, Verdi Landkarte. Seine Sommerfri- in historischer Aufführungs-


Tennis spielen, Fahrrad fahren, segeln – nach der Muse kommt bei Marcus Bosch der Sport

Margerita umgesetzt, als auch mit Georg Schmiedleitner in Nürnbergs Der Ring des Nibelungen, mit dem er sich vor der Erarbeitung der Tetralogie vier Tage an die Rheinschlucht gesetzt hat, um gemeinsames Vertrauen zu schaffen und das Konzept abzustimmen. Begeistert ist Bosch von Peter Konwitschny, mit dem er gerade Boris Godunow auf die Bühne bringt und mit dem er in Nürnberg später auch die gigantomanische Grand Opéra Les Troyens von Berlioz interpretieren wird. „Wenn ein Regisseur so genau Musik hören und befragen kann wie Peter Kon-

witschny, dann wächst in je- den, es braucht Zeit, ein Stück dem Takt zusammen, was zu- gemeinsam zu denken und zu sammen gehört.“ bedenken.“ Dazu gehört zwinMit manchen Schauspiel-Regis- gend die musikalische Perspekseuren ist dieser enge Aus- tive: „Das Publikum kennt den tausch weniger selbstverständ- Verwöhnklang von der Platte, lich: „Aus Unsicherheit und der mit der Theaterwirklichkeit Unwissenheit haben sie Angst, nur nichts zu tun hat.“ Viele über Musik zu reden, und ver- Menschen sagten in der Pause, lassen sich auf das Libretto.“ das Orchester sei zu laut: Gleichwohl könne spannende „Wenn ein Regisseur den SänRegie entstehen, gerade weil ger in einer Fortissimostelle es keine Denkverbote gibt. ganz nach hinten stellt, kann Wenn Intendanten ihm aber ich das Orchester nie weit gesagen: „Das Stück kann nur ein nug zurückfahren.“ Bosch Schauspielregisseur machen“, fragt: „Worin besteht die Rolle fragt er gern nach dem „Wieso“. des Orchesters? Darin, eine Teams dürften nicht auf dem Folie für die Regie zu sein, oder Papier zusammengestellt wer- ein echter Partner in der Darconcerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 3


porträt

Recht gemacht. Den Solisten mit langer Erfahrung, dem Orchester, das es immer schon so und nicht anders gemacht hat. Dann kommt man für eine Führungsposition nicht mehr in Frage. Jetzt setzen sich die angeblich so spannenden Exoten durch.“ Die wirken im Musikmarkt frisch, großartig, gar genial. Statt immer mehr Dirigierwettbewerbe ins Leben zu rufen, fordert der Maestro die Förderung von Repetitoren: „Der 20-jährige Dirigent kann ja nicht zehn Jahre lang die Opern mit Sängern erarbeitet und repetiert haben. Durch den Jugendwahn der Frühförderung laufen Sänger und Dirigenten wie zwei nicht kommunizierende Röhren nebeneinander her. Sänger müssen verstehen, was ein Dirigent macht, und umgekehrt.“ Zen­ trales Ziel seiner neuen Dirigierprofessur in München ist deshalb die Durchlässigkeit, die zu wirklicher gemeinsamer Arbeit führt.

stellung eines musiktheatralischen Raums?“ Wer es allen recht gemacht hat, hat etwas falsch gemacht

Solche im besten Sinne handwerklichen Fragen zu stellen, kommt nicht immer gut an. In Zeiten der Dekonstruktion einstmals heiliger Werke ist das Handwerk zum Kampfbegriff geworden. „Können wird heute oft mit Kunsthandwerk gleichgesetzt und Exotik mit Kunst. Wir haben die Situation, dass die bloße Exotik als Hype sehr hoch gehandelt wird.“ Doch wirkt letztere nicht auch karrierefördernd? „Man muss bei sich selber bleiben. Mir

lange Haare wachsen zu lassen, mit einem roten Pulli unterm Frack zu dirigieren und barfuß aufzutreten wären Dinge, über die man sich in einer medialen Welt definieren kann.“ Nach wenigen Jahren ist dann aber oft auch Schluss mit dem Hype. Marcus Bosch ist Verfechter des kontinuierlichen und mühevollen Weges vom Korrepetitor zum 2. Kapellmeister, vom 1. Kapellmeister zum GMD. „Der Weg durch die Institutionen ist ein sehr guter. Aber er ist schwieriger geworden, weil die Ochsentour die Menschen abschleift. Manche junge Leute sind zehn Jahre Kapellmeister, haben es am Ende allen nur

4 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

Konzert-TIPP

Hamburg So. 9.10., 19:00 Uhr Laeiszhalle Yevgeny Sudbin (Klavier), Hamburger Symphoniker, Marcus Bosch (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93 online-Tipp

Marcus Bosch über die „Götterdämmerung“ Video & Termine: concerti.de/bosch CD-Tipp

Schumann: Sinfonien Nr. 2 & 4, Genoveva-Ouvertüre Cappella Aquileia, Marcus Bosch (Ltg). Coviello Classics

Foto: Christopher Civitillo

Ein Dirigent, der etwas bewegen will: In Nürnberg lockt Marcus Bosch mit dem Konzertformat »Phil & Chill«


AKTUELLE CD-EMPFEHLUNGEN VON HANSE CD

LANG LANG NEW YORK RHAPSODY Von Gershwins berühmter Rhapsody in Blue, mit Herbie Hancock am zweiten Flügel und dem London Symphony Orchestra, über Bernsteins Tonight, Musik von Aaron Copland bis hin zu Empire State of Mind – Lang Lang und seinen zahlreichen Guest-Stars ist auf diesem fantastischen Album ein faszinierendes musikalisches Portrait New Yorks gelungen.

LUCAS DEBARGUE BACH · BEETHOVEN · MEDTNER Sein Debüt-Album war eine Sensation und der junge französische Pianist muss wohl als der Newcomer des Jahres gesehen werden, so ungewöhnlich ist seine Erfolgsgeschichte. Auch mit seinem zweiten Album beweist er herausragenden musikalischen Gestaltungswillen. Mit Beethovens Sonate Nr. 7, Medtners selten zu hörender Sonate op. 5 und Bachs Toccata in c-Moll.

PRETTY YENDE A JOURNEY Eine der aufregendsten Entdeckungen der Opernwelt ist diese junge Sopranistin, die es in kürzester Zeit aus einem kleinen Township in Südafrika an die MET in New York schaffte, dank einer kristallklaren Stimme und umwerfenden Technik, die sie auch auf ihrem Debüt-Album perfekt zur Geltung bringt.


Interview

»Ein Komponist kann nicht lügen« Als Komponist hat Heinz Holliger die zeitgenössische Musik nachhaltig beeinflusst. Als Dirigent und Oboist bringt er immer wieder seinen Leitstern zum Leuchten: Robert Schumann. Von Sören Ingwersen

Herr Holliger, Sie sagen, es sei ihr Anliegen, mit Ihrer Musik immer wieder bis an die Grenzen zu gehen. Was meinen Sie damit?

Für mich findet Kunst überhaupt nur an den Grenzen statt. In der Mitte gibt es eigentlich nichts, was die Kunst interessieren könnte. Auch sogenannte konservative Komponisten wie Mendelssohn oder Mozart sind immer an die Grenze gegangen. Dazu muss man keine Geige zersägen, sondern einen musikalischen Gedanken konsequent zu Ende denken. Hat man mit 77 Jahren nicht manchmal das Gefühl, bereits alle Grenzen überschritten zu haben?

Jeder Moment im Leben eines wie Tropfen oder eine TempelMusikers ist ein besonderer glocke – das kennt jeder. Moment. Ein Komponist wird Klangsinnlichkeit und größtniemals ein Problem zweimal mögliche Klarheit sind mir auf die gleiche Weise lösen. Er sehr wichtig. versucht – wie Wolfgang Hildesheimer in seiner Mozart- Daneben arbeiten Sie aber Biografie – ständig einen neu- auch mit versteckten en Zugang zu finden, um auf Botschaften … diese Weise ins Zentrum vor- … wenn ich mir zum Beispiel zustoßen. Das ist das Zeichen ein Tonhöhenalphabet baue, des Schöpferischen. das jedem Buchstaben einen bestimmten Ton zuordnet. Oder wenn ich einem Rhyth»Sinnlichkeit und mus bestimmte Daten zugrunKlarheit sind mir de lege. Ich glaube, jeder Komponist hat sein Alchemistensehr wichtig« Kämmerlein, wo er ein bisschen zaubert. Wie kann ein Komponist das Publikum heute noch überraschen?

Das ist schwer. Es gibt ja keine Übereinkunft mehr über Formen und Syntax wie etwa zur Zeit des Barock. Dennoch sollte der Komponist versuchen, sich nicht chaotisch in seinem Zeichensystem zu bewegen. Die Musik meiner Oper Schneewittchen ist zum Beispiel sehr komplex. Trotzdem gebe ich dem Zuhörer Anhaltspunkte: zum Beispiel die Glasharmonika für den gläsernen Sarg. Oder einfache Symbole

6 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

Sollte der Zuhörer die Zutaten des Zauber-Süppchens kennen?

Man soll merken, dass irgendetwas dahinter steht und das Ganze nicht aus dem Stehgreif heraus entstanden ist. Daher arbeite ich eigentlich immer mit Geheimcodes, die ich aber auch verändere. Gerade wenn der analytische Zuhörer denkt, jetzt hat er es verstanden, läuft er schon wieder ins Leere. Ich möchte eben nicht, dass man meine Musik eins zu eins entziffert.

Foto: Priska Ketterer

L

icht flutet durch die gewölbte Fensterfront in den Wintergarten der Villa Eschenburg, dem Sitz des Lübecker Brahms-Instituts. Im Nebenraum probt der Deutsche Kammerchor Schumanns Requiem für Mignon, während Dirigent Heinz Holliger – im Globetrotter-Look mit Rucksack und altersweißem Pferdeschwanz – sich noch Zeit für ein Interview nimmt.


zur person

Allergisch gegen Routine: Als Schüler von Sándor Veress und Pierre Boulez zählt Heinz Holliger zu den gefragtesten Komponisten der Gegenwart. Als neugierig forschender SpitzenOboist verhalf der Schweizer seinem Instrument weltweit zu neuer Popularität. 1939 in Langenthal geboren, war er mit der Harfenistin Ursula Holliger verheiratet, die 2014 starb.

Befinden sich auch Zelenka und Schumann, mit denen Sie sich als Interpret viel beschäftigt haben, in Ihrem Alchemisten-Kämmerlein?

Das sind zwei Komponisten, die mich sehr inspirieren. Schumann steht sicher an erster Stelle. Ich habe seine gesamten Orchesterwerke und Konzerte dirigiert und aufgenommen und die Sinfonien sehr genau analysiert. Sie stehen nicht nur in der Nachfolge Beethovens, sondern sind etwas völlig Neues. Leider gibt es da viele Vorurteile …

… dass Schumann nicht ganz Herr seiner Sinne war?

Selbst die miesesten Leute gestehen zum Glück ein, dass Schumann, während er seine Sinfonien komponiert hat, noch geistig gesund war. Er hat seine verrücktesten Stücke ja in früher Jugend geschrieben. Erst später wurde er immer klassischer oder strukturbewusster. Das ist geradezu gegenläufig zu dem, was man behauptet. Wie würden Sie ihre Ihre eigene musikalische

Entwicklung beschreiben? Anfang der 1970er Jahre haben Sie ja mit sehr experimentellen Stücken Aufmerksamkeit erregt. Bei Cardiophonie etwa verlässt der Oboist am Ende fluchtartig das Podium …

Das Stück wird lediglich von einer einzigen musikalischen Idee getragen: das Feedback zwischen dem Tempo des Herzschlags und des Atems. Das ist eine Art Teufelskreis, ein auskomponiertes Accelerando, das fast ein letales Ende nehmen könnte. Dabei ist das körper-

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 7


Interview

lich vielleicht viel schockierender als musikalisch: Das Hören eines Herzschlags ist für viele Leute eine echte Belastung. Auch in Ihrem Stück Kreis müssen die Ausführenden eine ungewöhnliche Aufgabe bewältigen …

Da werden die Instrumente zwischen den Musikern im Kreis herumgegeben, so dass ein Musiker nur ab und zu das Instrument spielt, dass er wirklich professionell beherrscht. So kommt etwas ganz Verzerrtes, anderes zustande. Auch das ist ein völlig surreales Stück, mit dem ich das leere Virtuosentum kritisiere und wo am Schluss nur noch die Teile der Instrumente in der Mitte und die Musiker wie tote Stiere bei einer Corrida am Boden liegen und dann weggezogen werden. Wie sind Sie zum Digirieren gekommen?

Angefangen habe ich damit hauptsächlich für meine eigenen Werke. Aber auch, um Dinge zu erfahren, die das Repertoire für Oboe nicht bietet. Als Solist habe ich viel Barockmusik gespielt, aber als Dirigent lockt mich das überhaupt nicht. Die Oratorien von Schumann sind dagegen eine wahre Schatztruhe, aber kaum einer kennt diese Stücke und führt sie auf. Genau wie die Opern von Haydn und Schubert – unglaubliche Schätze, die völlig brach liegen. Aber Ihr Herz schlägt auch für Außenseiter wie den Franzosen Charles Koechlin, dessen Musik Sie mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart eingespielt haben …

Ich kenne nur Außenseiter in der Kunst. Brahms hat probiert, bürgerlich zu sein, deshalb trug er diesen Bart – aber es ist ihm zum Glück nicht gelungen. Er hatte viele Probleme zu verbergen, hat Berge von Briefen verbrannt und damit ganze Strecken seines Lebens ausgewischt. Wenn Sie mir einen Komponisten nennen können, der nur in der Mitte gegrast hat, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Es gibt vielleicht solche, die mehr am gesellschaftlichen Leben teilgenommen haben als andere …

Aber dann eher in der Weise, wie Debussy von Strawinsky sagt: Er küsst den reichen Damen die Hand und tritt ihnen gleichzeitig auf die Füße. Er hatte diese riesigen Hände eines Bauern und dann dieses Gesicht … Daneben diese klassizistische Musik, in die er das alles einpacken wollte. Dabei bricht die byzantinische Seite immer wieder hervor – vor allem in seinen späten Werken. Und dann Schönberg, der durch die Zwölftonmusik die abendländische Kunst retten wollte. Seine Musik ist aber nur dort genial, wo sich der unlösliche Widerspruch manifestiert. Wo er versucht, etwas in ein Kästchen zu pressen, was dort nicht hineinpasst, Intuition mit strukturellem Denken in Einklang zu bringen. Ich glaube, ein Komponist kann nicht lügen. Das richtet sich am Schluss immer gegen ihn selbst. Wie schwer ist es Ihnen gefallen, Ihr wahres KünstlerIch zu finden, sich stilistisch von Ihrem Lehrer Pierre Boulez zu lösen?

8 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

Ich hatte nie solche Probleme und ja auch schon ein sehr strenges Studium bei Sándor Veress absolviert. Boulez hat einmal in einem Artikel geschrieben, ihm sei vom ersten Moment an klar gewesen, ich sei eine Persönlichkeit, die man nicht ändern könne und eigentlich ein unverbesserlicher Romantiker. Aber ich habe wie ein Kleptomane alles von ihm genommen, was ich brauchen konnte. Was Orchestrierungskunst und harmonisches Hören anbelangt, habe ich bei ihm unendlich viel gelernt. Konzert-TIPP

Hamburg So. 9.10., 11:00 Uhr & Mo. 10.10., 20:00 Uhr Laeiszhalle Heinz Holliger (Oboe), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Thomas Zehetmair (Leitung). Haydn: Sinfonie d-Moll Hob. I:80, Carter: Oboenkonzert, Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur online-Tipp

Vom Atem zum Ton Video & Termine: concerti.de/holliger CD-Tipps

Holliger: MachautTranskriptionen Geneviève Strosser, Jürg Dähler, Muriel Cantoreggi, Hilliard Ensemble. ECM Schumann: Com­ plete Symphonic Works Vol. IV P. Kopatchinskaja (Vio­line), WDR SO, H. Holliger (Ltg). audite Ginastera: Duo op. 13, W. F. Bach: Sonaten u. a. Heinz Holliger (Oboe), Felix Renggli (Flöte). Genuin


16/17 KLASSIK FÜR HAMBURG

Daniil Grigory Igor Levit Trifonov Sokolov © Gregor ©©Dario Mary Hohenberg Acosta Slepkova //DG SCI / DG

Mittwoch • 12. Oktober 2016 • 19.30 Uhr

Igor Levit

Klavier

Bach Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825 Rzewski „Dreams II“ Beethoven „Diabelli-Variationen“ op. 120

Julian Rachlin © Janine Guldener

Sonntag • 30. Oktober 2016 • 19.30 Uhr

Festival Strings Lucerne Daniel Dodds Violine & Leitung Julian Rachlin Violine Werke von Bach, Suk, Liszt und Dvořák

Anne-Sophie Mutter © Höderath / DG

Freitag • 11. November 2016 • 19.30 Uhr

London Philharmonic Orchestra Robin Ticciati Leitung Anne-Sophie Mutter Violine Mendelssohn Violinkonzert e-Moll op. 64 Bruckner Sinfonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“

GrigoryBuchbinder Rudolf Sokolov © Mary © Philipp Slepkova Horak / DG

Mittwoch • 16. November 2016 • 19.30 Uhr

Rudolf Buchbinder

Klavier

Beethoven Klaviersonate G-Dur op. 14 Nr. 2 Klaviersonate c-Moll op. 13 „Pathétique“ Klaviersonate cis-Moll op. 27 Nr. 2 „Mondschein“ Klaviersonate C-Dur op. 53 „Waldstein“ In Kooperation mit Elbphilharmonie Hamburg

Karten und Informationen www.proarte.de Classic Center im Alsterhaus Telefon 040 / 35 35 55 Elbphilharmonie Kulturcafé Telefon 040 / 357 666 66

Veranstaltungsort aller Konzerte Laeiszhalle • Großer Saal


So Klingt

… Hamburg & Norddeutschland. Die wichtigsten Termine im Oktober, ausgewählt von der concerti-Redaktion

Beethovens Opus Magnum erdbebensicher machen Hamburg Missa solemnis führt in St. Michaelis

auf philosophische Pfade des Glaubens

A

ls die slowakische Sopranistin Simona Saturová 2008 gemeinsam mit der NRD Radiophilharmonie unter Alessandro De Marchi ihr erstes Soloalbum mit Arien von Haydn aufnahm, lohnte sich das Hinhören allemal. Das fanden auch die Redakteure des Gramophone Magazine, die Saturovás CDErstling prompt zur allerersten Wahl, zur „Editor’s Choice“ erklärten. Naheliegend eigent-

lich, denn in der Welt der Wiener Klassik fühlte sich die charismatische Sängerin schon immer wie zu Hause. In Essen, wo sie 2012 die Konstanze mit einer „so erdbebensicheren Koloratur, einer derartigen Piano-Empfindsamkeit und Stilperfektion [singt], dass es einem den Atem verschlägt“, feiert man sie als „kleines Mozart-Wunder“. Und auch als Oratoriensängerin lässt Saturová sich am liebten vom „Wol-

10 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

ferl“ leiten: „Seine Musik hat mich immer begleitet. Vor allem die c-Moll-Messe ist für mich ein sehr wichtiges Werk. Ich habe sie mittlerweile weltweit mehr als 70 Mal gesungen“ – auch in der Sixtinischen Kapelle vor Papst Benedikt. In St. Michaelis wird Saturová, die wie Lucia Popp und Edita Gruberová aus Bratislava stammt, ihre klingende Kehle nun dem dritten großen Wiener Klassiker leihen, wenn sie am 29. Oktober in Beethovens Missa solemnis einstimmt. Sören Ingwersen  Sa. 29.10., 18:00 Uhr Hauptkirche St. Michaelis Beethoven: Missa Solemnis. Simona Saturová (Sopran), Katrin Wundsam (Alt), Werner Güra (Tenor), Christof Fischesser (Bass), Chor St. Michaelis, Christoph Schoener (Ltg.)

Fotos: Tomas Houda, gemeinfrei

Formt die Spitzentöne im Quartett der Gesangssolisten: Sopranistin Simona Saturová


Sinfonischer Streifzug durch Wald und Flur Lübeck Philharmoniker schnuppern Landluft mit

Beethovens »Pastorale« und Berlioz’ Harold en Italie

Freitagskonzerte am Heiligen Damm Wo Klassik zu Hause ist.

Komponieren am Kompost? So stellte man sich 1834 Beethoven vor

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ie Natur als tröstlicher Zufluchtsort, an dem der Mensch das entfremdete Stadtleben hinter sich lassen, den Zustand der Unschuld und des Glücks wiedererlangen kann. Diese Vision des Zivilisationskritikers Jean-Jacques Rousseau traf auch bei Beethoven einen neuralgischen Punkt. Als er in den Jahren 1807/1808 seine sechste Sinfonie komponiert, versieht er sie mit den Titel „Pastoral-Sinfonie oder Erinnerungen an das Landleben“. Das tatsächliche Einswerden, die gegenseitige Durchdringung von Subjekt und Natur erreicht Beethoven, indem er keine äußeren Bilder ins Musikalische überträgt, sondern sich ganz auf die inneren Empfindungen des durch Wälder und Wiesen streifenden Stadtmenschen konzentriert. Ganz anders entwickelt sich das Naturszenario in Hector Berlioz’ Sinfonie Harold en

Italie. Hier lässt der große Romantiker sich beim Komponieren zwar von der Erinnerung an seine Streifzüge durch die Abruzzen leiten. Zugleich betrachtet Berlioz seine eigenen Erlebnisse aber durch die poetische Brille des melancholischen (Anti-)Helden aus Lord Byrons Versepos Childe Harold’s Pilgrimage. Dem ist die Natur alles andere als ein tröstlicher Zufluchtsort. Personifiziert durch die räumlich vom Orchester abgetrennte Solobratsche, die mit diesem in keinerlei Dialog tritt, wird Harold zum unbeteiligten Beobachter, zum einsamen Außenseiter, der sich am Ende ganz ins Grübeln zurückzieht. Auch in der Natur winkt das Glück eben nicht jedem. Sören Ingwersen  So. 30.10., 11:00 Uhr & Mo. 31.10., 19:30 Uhr MuK (Rotunde) Nicholas Hancox (Viola), Philhar­ monisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roland Kluttig (Leitung). Werke von Beethoven & Berlioz

14. & 16.10. Chamber Music Fest am Meer Elena Bashkirova, Julian Steckel und das Erlenbusch Quartett 25.11. David Orlowsky Trio 23.12. Novus String Quartet

18209 Bad Doberan-Heiligendamm Telefon: +49 38203 740-7676 www.grandhotel-heiligendamm.de


Tipps & Termine

Großes Anti-Wellness-Paket Die zentralen Kirchen in Kiel feiern mit Musik und Snacks den 100. Todestag Max Regers

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ach’ was für Reger!“, hatte ihn einst sein Lehrer gebeten. Für Georg Fritzsch, derzeitiger Kieler Generalmusikdirektor, mehr als nur ein Auftrag. Anlässlich Max Regers 100. Todestages startete er in Kiel mit 45 Konzerten eine große Max-Reger-Offensive, größer als in den RegerStädten Leipzig, München oder Meiningen. Ganze fünf Mal war Reger zwischen 1908 und 1916 in Kiel gewesen, fest in dem Glauben: „Der Fall Reger muss chronisch werden!“ Durchsetzen wollte er sein Werk und „eine Tradi-

tion“ schaffen. „Wenn je ein Musiker einen harten Kampf um Anerkennung geführt hat, so ist es Reger“, hieß es seinerzeit in Rezensionen aus den Kieler Neuesten Nachrichten. Keine immer so einfache Aufgabe, meint GMD Fritzsch, weil Reger „keine Klänge“ komponierte, „die einen wellnessmäßig umspülen, sondern viel verlangen“. Fritzsch hat seinen Auftrag erfüllt. Die Post nicht. Einen Gedenkumschlag mit banalem „Musikinstrumenten“Motiv ließ sie zum Jubiläum drucken. Stückpreis 90 Cent.  Teresa Pieschacón Raphael

Hinterließ der Nachwelt Musik und markige Sprüche: Max Reger Reger-Nacht Kiel 8.10.2016 Marie Yamanaka, Madrigalchor Kiel, Andreas Koller u. a. Ansgarkirche, St. Nikolaus-Kirche, Nikolaikirche

Auch die Tiere geben Laut Hamburg Haydns Schöpfung kleidet die

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Hier wird mit Haydn aus dem Vollen geschöpft: St. Michaelis So. 2.10., 17:00 Uhr Hauptkirche St. Michaelis Haydn: Die Schöpfung. Solisten, Kantorei, Jugendkantorei & Orchester St. Michaelis, Bachchor St. Nikolai Stralsund, Matthias Pech & Manuel Gera (Leitung)

arum wirft man Joseph Haydn eigentlich immer wieder vor, dass seine Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten viel zu weltlich seien? Ließ der große Wiener Klassiker hier zu viel Ernst vermissen, brach er zu radikal mit den aus der Barockzeit übernommenen Formen der Gattung oder waren die vertonten Texte zu bibelfern? Fest steht, dass Haydn mit der Schöpfung eines der fröhlichsten, zuversichtlichsten und farbigsten Oratorienwerke der Musikgeschichte hinterlassen hat. In Ansätzen finden sich

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auffallend bildhafte Tonmalereien, die schon Elemente der romantischen Programmmusik vorwegnehmen. Die einzelnen Tierarten der neu geschaffenen Welt werden im Orchester mit eindeutigen Charakterisierungen vorgestellt. Überhaupt misst Haydn dem Orchester mit instrumentalen Zwischenspielen und solistischen Einsätzen große Bedeutung zu. Dass er allerdings umfangreiche Orchesterbesetzungen, wie heute oft eingesetzt, bevorzugt haben soll, darf mit Recht bezweifelt werden. Helmut Peters 

Fotos: Kristof Hamann, Max-Reger-Institut, Franziska Schrödinger

Entstehung der Welt in weltliche Klänge


Sammeln und singen Hamburg Brahms’ Deutsche Volkslieder treffen

auf Mauro Peters Schweizer Natürlichkeit Brahms hat sein Jderohannes ganzes Leben lang Volksliegesammelt. Besonders

»Ich möchte Geschichten erzählen beim Singen«: Mauro Peter Mo. 17.10., 20:00 Uhr Laeiszhalle (Kleiner Saal) Christiane Karg (Sopran), Mauro Peter (Tenor), Helmut Deutsch (Klavier). Brahms: Deutsche Volkslieder WoO 33

stark war diese Leidenschaft in den 1850er Jahren ausgeprägt, kurz nachdem er Clara und Robert Schumann kennengelernt hatte und 1857 nach Detmold zog. Dort leitete er auch einen Chor. Das Sammeln von Volksliedern war im 19. Jahrhundert im Zuge der Besinnung auf originäre Quellen im Sinne der Brüder Grimm und der auch mündlich tradierten Texte und Melodien ein weit verbreitetes Phänomen. Auch die Brüder Zuccalmaglio

haben mit ihrer Ausgabe der Deutschen Volkslieder mit ihren Original Weisen das Interesse befeuert. Brahms aber hatten noch andere Inspirationen für seine Leidenschaft. Der von ihm so sehr bewunderte Beethoven hatte ebenfalls eine Vorliebe für Volkslieder. Mit seiner Sammlung Schottischer Lieder etwa beschränkte er sich allerdings nicht nur auf den deutschen Sprachraum wie Brahms. Dieser wiederum verstand unter Volksliedern auch neuere Kompositionen etwa von Reichardt oder Nicolai.   Helmut Peters

Samstag, 8. Oktober 2016 | 19 Uhr

Verführung à la française: Duo Stoupel Ingolfsson Wenn ein Ehepaar auch auf der Bühne eine wunderbare Einheit ist und, so die Washington Post, „Momente größter Fantasie“ erzeugt, dann kann man sich auf einen besonders innigen Konzertabend freuen. Goldener Saal, Schloss Ludwigslust

Alle Infos zum Konzert, den Künstlern und Karten unter: www.luluko.de

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 13


Tipps & Termine

Acht auf einen Streich Hamburg Minetti Quartett und Aris Quartett

eröffnen Jubiläumssaison im Sasel-Haus

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pätestens bei der Oktettbesetzung stellt sich für Ordnungsliebhaber immer die Frage, ob es sich bei Besetzungen mit zwei Streichquartetten oder gemischten Besetzungen nun eher um Ensemble- oder noch um Kammermusik handelt. Manche Oktette klingen ja auch so, als würden sie von kleinen Kammerorchestern gespielt. Mendelssohn war erst 16 Jahren alt, als er, dem Beispiel Schuberts und den sogenannten Doppelquartetten Louis Spohrs folgend, sein Streichoktett in Angriff nahm. Ein Werk, das zu den besten

Kammermusikstücken seines Schaffens zählt. Der Schwung und die Dramatik, die Virtuosität und der Melodienreichtum sind einfach einzigartig. Anders als bei Spohr aber treten die beiden Quartette nicht konzertierend einander gegenüber, sondern werden achtstimmig miteinander verflochten und jede Stimme hat abwechselnd prädestinierte Aufgaben. „Dieses Oktett“, schreibt Mendelssohn im Autograf, „muss von allen Instrumenten im Style eines symphonischen Orchesters gespielt werden.“   Helmut Peters

Sensation aus Österreich: das Wiener Minetti Quartett So. 9.10., 18:00 Uhr Sasel-Haus Minetti Quartett, Aris Quartett. Werke von Mendelssohn

Der Macht die Tochter opfern Kiel Jungregisseur Fabio Ceres treibt

B

Lernte sein Handwerk an der Mailänder Scala: Fabio Ceresa So. 9.10., 18:00 Uhr (Premiere) Theater Kiel Verdi: Rigoletto. Georg Fritzsch (Ltg.), Fabio Ceresa (Regie) Weitere Termine: 12., 20., 22. & 29.10.

ekanntlich war Giuseppe Verdi mit seinen eigenen Werken nicht immer gleich zufrieden und scheute vor umfangreichen Umarbeitungen nicht zurück. Anders war es bei Rigoletto. Diese Oper empfand er selbst sofort als rundherum gelungen. Sie wurde schon bei der Uraufführung 1851 in Venedig vom Publikum gefeiert und bald ein Welterfolg. An der Oper Kiel wird sie nun der lombardische Regisseur Fabio Ceresa (Jahrgang 1981) inszenieren. Er war Regieassistent an der Mailänder Scala, betätigte sich als Dramaturg

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und schrieb immer wieder Libretti, etwa mit Marco Tutino für La Ciociara, ein Auftragswerk der San Francisco Opera, 2015 uraufgeführt, oder für Daniele Zanettovichs Marco Polo, uraufgeführt 2014 am Teatro Nazionale Fiume. Bestimmt kennt er auch Dustin Hoffmans Film Quartetto, in welchem dem großen Quartett aus dem dritten Akt eine ebenso zentrale Rolle zukommt wie in der Oper und in dem sich das Privatleben der Sänger und das Kunstleben der Figuren aufs anrührendste verbinden. Irene Bazinger 

Fotos: Irène Zandel, Alisson Marks

Verdis Hofnarren Rigoletto in die Zwickmühle


Tipps & Termine

Ein Hoch auf tiefe Streicher »100 Cellisten in Hamburg « feiern in der Laeiszhalle 15-jähriges Jubiläum der »Cellotage«

I

mmer im Herbst sieht man in den Bahnen junge Musiker mit sperrigen Cellokoffern aus aller Herren Bundesländer nach Hamburg reisen. Konkreter Zielort ist die Staatliche Jugendmusikschule, die nun schon zum 15. Mal Instrumentalisten zwischen zwölf und zwanzig Jahren einlädt, für ein verlängertes Wochenende an den „Cellotagen“ teilzunehmen. In mehreren Celloorchestern proben die Teilnehmer dann unter Anleitung von Dozenten unterschiedliche Programme, die Kleinen lernen von den

Großen, und aus internen Kreisen heißt es, die Arbeitsatmosphäre sei geradezu euphorisch. Vielleicht auch deshalb, weil die jungen Cellisten am Ende mit einem Solisten musizieren dürfen, der bereits beachtliche Erfolge hinter sich hat. Dieses Jahr ist es der vielfach preisgekrönte Valentino Worlitzsch, der beim Abschlusskonzert in der Laeisz­ halle Elgars elegisches Cellokonzert auf Hochglanz poliert. Sein Jung- und Bachelorstudium hat der 26-jährige Hannoveraner übrigens in Hamburg absolviert.  Sören Ingwersen

Solist beim Abschlusskonzert: Valentino Worlitzsch So. 2.10., 17:00 Uhr Laeiszhalle 100 Cellisten in Hamburg. Valentino Worlitzsch (Violoncello), Junge Cellisten und Cellistinnen, Martin Lill (Ltg). Elgar: Cellokonzert e-Moll, Werke von Mozart, Piazzolla, Jenkins, Pärt u. a.

Mendelssohns großer Wurf Hamburg Auch im E-Book-Zeitalter noch ein

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Der »Lobgesang« beendete seine Schaffenskrise: Felix Mendelssohn So. 9.10., 17:00 Uhr Hauptkirche St. Trinitatis Altona Heinrich Schütz Chor Hamburg, Hamburger Camerata, Hanno Schiefner (Ltg). Brahms: Schicksalslied, Mendelssohn: Sinfonie-Kantate „Lobgesang“

ie vokale Erweiterung der sinfonischen Form mit einem Chor im Finale von Beethovens Neunter Sinfonie hatte einst den Anstoß gegeben, das gesungene Wort in die Domäne der sinfonsichen Orchesterliteratur aufzunehmen. Fünfzehn Jahre nach der Uraufführung der letzten BeethovenSinfonie grübelte auch Felix Mendelssohn Bartholdy, wie er den Einsatz vokaler Partien in einer Sinfonie am geschicktesten lösen könnte. Zur 400-Jahrfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johannes Gutenberg hatte die Stadt Leip-

16 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

zig ein Werk für Chor und Orchester bei ihm geordert und Mendelssohn schwankte, ob er hierfür Psalme vertonen, gleich ein ganzes Oratorium schreiben oder schlicht eine Kombination der romantischen Sinfonie mit der aus der Barockzeit in die Gegenwart herübergeretteten Kantatenform ­wagen sollte. Letzteres garantierte ihm die besten Entfaltungsmöglichkeiten. Munter stellte er ein paar Bibelzitate zusammen und verband sie mit dem sakralen Lied Nun danket alle Gott von Martin Rinckart.  Helmut Peters

Fotos: Thomas Kurek, gemeinfrei, Keith Pattison

Erlebnis: »Lobgesang« auf die Buchdruckerkunst


Facettenreicher Syntesizer in menschlicher Gestalt Hamburg Jazz-Ikone Al Jarreau entdeckt das

legendäre »Duke Ellington Songbook«

Kann sich auch mit 76 Jahren noch für Neues begeistern: Al Jarreau

A

lles, was von Wert ist, beginnt klein. Das Leben. Kunst und Musik. Begeisterung und Liebe. Al Jarreau kann davon ein Lied singen. Ach was, viele Lieder, ganze Konzerte kann er singen. Klein fing er an, fünftes von sechs Kindern einer armen Familie in Milwaukee, der Bierund Bratwurststadt im öden Mittelwesten der USA. Immerhin es gab Musik: eine Mutter, die in der Kirche die Orgel spielte. Die Geschwister, die immer irgendetwas sagten,

summten, sangen, sonstwie Klang produzierten und Al zwangen, das auch zu tun. Irgendwann war aus der lauten Kulisse Musik geworden, und ihre Schubkraft war die Lust am Spiel mit den Möglichkeiten, mit Frage/Antwort, Reiz/ Reaktion, das was man Improvisation nennt, und von wo es eine Abzweigung in Richtung Jazz gibt. Natürlich hatte auch die Saat der Musik nur das Format eines Körnchens. Al Jarreau interessierte sich für vieles, für Sport

18 Hamburg & Norddeutschland concerti 10.16

und die Welt und für Möglichkeiten, die sich ihm boten, sie vielleicht ein Stück weit zu verbessern. Im Kleinen, versteht sich. Als Schülervertreter, solche Sachen. Später studierte er Psychologie, arbeitete in der beruflichen Eingliederung von körperlich oder geistig Behinderten. Das war in San Francisco, und die kleine Saat war schon ziemlich weit gediehen: An drei Abenden in der Woche sang er mit einem Jazztrio um den Pianisten George Duke in einem Nachtclub. Jarreau war schon 35, als seine musikalische Karriere in Gang kam. Der erste Plattenvertrag, das erste Europa-Gastspiel, Onkel Pö’s Carnegie Hall im Lehmweg in Hamburg, drei Tage hintereinander, der erste Grammy in Deutschland. Ganz im Kleinen war Al Jarreau eine Sensation, dieser Gesang, ungeheuer, facettenreich, mit Leichtigkeit vom weichen Samtton in die entlegenen Register der Soundproduktion schweifend: ein Synthesizer in menschlicher Gestalt. Und spürbar gewachsen aus einer menschlichen Geschichte, denn jenseits aller Virtuosität als Sänger, jenseits aller technischen Perfektion lebt Jarreaus Gesang aus dieser anderen Quelle. Daraus, dass diese Stimme spürbar eine gewachsene und durch und durch mit der Person Al Jarreau verwobene ist, der Wachstumsprozess eines Lebens, das, was man nicht antrainieren kann. Reine Menschlichkeit und Wärme.   Stefan Hentz Mo. 31.10., 20:00 Uhr Laeiszhalle Al Jarreau (vocals), NDR Bigband The Duke Ellington Songbook

Fotos: Marina Chavez, Felix Broede

Tipps & Termine


Re-Etablierung eines »Verräters«

Talk im Kulturcafé

Hamburg & Lübeck Frühwerk

Szymanowskis eröffnet NDR-Konzert

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eben Mozart und Strauss hat sich Hengelbrock einen bisher eher ungewöhnlichen Programmpunkt herausgesucht: Karol Szymanowskis Konzertouvertüre. Sie ist das erste veröffentlichte Orchesterwerk des damals 23-Jährigen und der Beginn seiner musikalischen Entwicklung vom polnischen Spätimpressionismus bis hin zu einer ähnlichen Tonsprache wie der Skrjabins. Kritiker bemerkten seine aufkeimende Provokationslust und missverstanden sie als Verrat an der national-polnischen Musik. Ironischerweise war es wegen der schlechten politischen Lage kaum möglich, selbst die nationaltreuesten Künstler durch lokale Musikverlage zu unterstützen. Er suchte sich seine Partner daher im Ausland. Trotz erfolgreichem Werdegang und dem Ansehen als einer der wichtigsten Komponisten Polens gebührte ihm nicht der Bekanntheitsgrad eines Mozart oder Strauss. Zu Unrecht. Erst vor einigen Jahren wurde die Musikrezeption sowie die Beschäftigung mit seinem Lebenswerk deutlich angekurbelt. Seine Vielschichtigkeit dringt mehr und mehr an die Oberfläche und seine Re-Etablierung ist Hannah Duffek in vollem Gange.

In Kooperation mit

Di, 15. November | 18 Uhr

Rudolf Buchbinder

Seine große Geburtstagstournee führt den österreichischen Meisterpianisten auch in die Hamburger Laeiszhalle. Zuvor präsentiert er sich im Talk im Kulturcafé. Moderation: Melanie von Bismarck Eintritt frei

Fr. 7.10., 20 Uhr & So. 16.10., 11 Uhr Laeiszhalle Hamburg Sa. 15.10., 19:30 Uhr MuK Lübeck Igor Levit (Klavier), NDR Elbphilharmonie Orchester, Thomas Hengelbrock (Leitung). Werke von Szymanowski, Mozart & R. Strauss

am Mönckebergbrunnen Barkhof 3 / 20095 Hamburg Tel: 040 357 666 66 www.elbphilharmonie.de Liebt musikalische Herausforderungen: Igor Levit


Tipps & Termine

Der Klang der Wut Hamburg James Rhodes bekämpft seine inneren

Dämonen am Klavier und liest Autobiografisches

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in Mann, dessen Wut klingt. Klingen muss. Es gibt keinen anderen Weg als dass sie klingt, denn Klang bedeutet Lebendigwerden, Lebendigsein und Lebendigbleiben. James Rhodes wäre nicht im Fernsehen, auf Bühnen, Autor seiner Autobiografie und vor allem nicht liebender Vater, hätte er damals nicht Bachs Chaconne in d-Moll gehört und in sich ankommen lassen. Das anrührende „Hippiegesülze“, wie er seine romantischen Ausführungen über das Stück wieder auf den Boden der zynischen Tatsachen bringt, lässt

keinen Zweifel an seiner tiefen Verbundenheit mit der klassischen Musik. Sie half einem sehr jungen Missbrauchsopfer aus dem Gefängnis der eigenen Angst und bot die Möglichkeit, einen Weg durch die undurchsichtige Zukunft zu schlagen. Rhodes ist nun 41 Jahre alt, ein Konzertpianist sondergleichen und nimmt die Zuhörer mit seinem ungeschminkten Selbst für sich ein. Wer zur musikalischen Lesung kommt, sollte seine Befindlichkeiten an der Garderobe abgeben und beginnen, mit den Ohren zu fühlen. Hannah Duffek 

Pianist zwischen Klassik und Popkultur: James Rhodes Di. 25.10., 20:00 Uhr Kampnagel An Evening with James Rhodes. James Rhodes (Klavier). Werke von Beethoven, Chopin, Prokofjew & Bach

Charismatischer Russe Neubrandenburg Der 28-jährige Geiger Sergey

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Auch auf Paganinis Geige hat er gespielt: Sergey Dogadin Do. 13.10., 19:30 Uhr Konzertkirche Sergey Dogadin (Violine), Neubrandenburger Philharmonie, Sebastian Tewinkel (Leitung). Werke von Tschaikowsky, Mussorgsky & Strawinsky

lle drei Jahre findet seit 1989 in Hannover der Joseph Joachim Violinwettbewerb statt – der mit einem Preisgeld von 140 000 Euro höchstdotierte Violinwettbewerb der Welt. Gewonnen hat ihn 2015 der Russe Sergey Dogadin, der ohnehin schon eine beachtliche Anzahl von Siegertrophäen sein eigen nennt und bereits mit 20 Jahren seine erste CD mit russischer Kammermusik aufgenommen hat. Darauf befinden sich neben Werken von Rachmaninow, Prokofjew und Rosenblatt auch drei Stücke von Tschaikowsky,

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die Dogadin mit fein austariertem Vibrato und eleganter Bogenführung in eine verheißungsvoll strahlende Aura hüllt. Wenn der 28-jährige Geiger nun mit der Neubrandenburgischen Philharmonie unter Sebastian Tewinkel Tschaikowskys beliebtes Violinkonzert spielt, dürften sich Dogadins Ausdrucksmöglichkeiten noch gesteigert haben. Auch, weil man ihm nach seinem Siegeszug in Hannover ein edles Instrument als Leihgabe zur Verfügung stellte: eine Guadagnini-Geige aus dem Jahr 1765.  Sören Ingwersen

Fotos: Richard Ansett, Arakelyan

Dogadin findet in Tschaikowsky seinen eigenen Ton


Programm

Das Klassikprogramm für Hamburg & Norddeutschland im Oktober

1.10. Samstag Konzert

11:00 Museum für Kunst & Gewerbe Erard-Festival. Françoise Tillard & Matthias Weber (Klavier). Erdos: Cortège (UA) 18:00 Museum für Kunst & Gewerbe Erard-Festival. Mathias Weber, Françoise Tillard, Mayu Sugano, Gundel Deckert & Elina Akselrud (Klavier), Knut Schoch (Tenor), Martin Gonschorek (Flöte), Javier Bonet (Horn), Maxim Kosinov (Violine). Werke von Chopin, Hensel, Kosma, Ravel u. a. Musiktheater

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia 19:30 Staatsoper Rossini: La Cenerentola Musik in Kirchen

11:30 Kirche am Rockenhof Volksdorf Musik zur Marktzeit. Werner Lamm (Orgel) 15:30 Christianskirche Ottensen Carillonkonzert mit Gudrun Schmidtke 18:00 Pauluskirche Altona Ulrike Wollstadt & Qiong Wu (Sopran), Petra Begas (Alt), Paulus-Luther-Chor & -Orchester, Anton Hanneken (Leitung). Werke von Poulenc, Duruflé & Vivaldi 18:00 St. Johannis Eppendorf Rainer Thomsen (Tenor), Birgit Busch (Oboe), Xaver Schult (Orgel). Werke von Schütz, Sammartini, Händel u. a. 20:00 St. Marien Dom Eberhard Lauer (Orgel), Carl-Philipp-EmanuelBach-Chor Hamburg, Hansjörg Albrecht (Leitung). Werke von Bach, Barber, Penderecki, Franck & Messiaen Schleswig-Holstein

17:00 Martin-Luther-Kirche Trittau Barbara Fischer (Orgel) 18:00 Ansgarkirche Kiel Klassisch beflügelt. Reger: Klavierquintett Nr. 2 c-Moll, Brahms: Klavierquintett f-Moll Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

18:00 Theater Kiel (Opernhaus) Tschaikowsky: Dornröschen. Yaroslav Ivanenko (Choreografie) 20:00 St. Laurentius Kirche Schönberg Schönberger Musiksommer: Abschlusskonzert. Werke von Pärt, Bach & Liszt 20:00 Theater Lübeck (Junges Studio) Lieber ein halber Mann als gar kein Problem. Effi Méndez (Regie)

10:00 Hauptkirche St. Michaelis Evangelische Messe mit Kinderkirche. Liedertafel Harmonie, Sängerschaft Estetal Hollenstedt von 1855, BachChor an St. Nikolai Stralsund, Manuel Gera (Orgel), Posaunenchor St. Michaelis

Mecklenburg-Vorpommern

11:00 St. Petrus Heimfeld Posaunen zum Erntedank. Heimfelder Posaunenchor, Hartmut Fischer (Leitung)

17:00 Kulturscheune Woldzegarten Internationale Musiktage am Plauer See. Live Johansson (Violoncello), Christiane Klonz (Klavier), Neubrandenburger Philharmonie 19:30 Theater Stralsund Verdi: Don Pasquale Niedersachsen

20:00 Theater Lüneburg Gerrit Zitterbart (Klavier), Lüneburger Symphoniker, Thomas Dorsch (Leitung). Werke von Beethoven

10:00 St. Johannis Eppendorf Rainer Thomsen (Tenor), Birgit Busch (Oboe), Xaver Schult (Orgel)

17:00 Hauptkirche St. Michaelis Haydn: Die Schöpfung. Maren Christina Roederer (Sopran), Michael Connaire (Tenor), Konstantin Heintel (Bass), Anna Lena Schiller (LiveZeichnung), Bach-Chor an St. Nikolai Stralsund, Jugendkantorei, Kantorei & Orchester St. Michaelis, Manuel Gera & Matthias Pech (Leitung) 17:00 Kulturkirche Altona Fernando Gabriel Swiech (Orgel). Werke von Vierne, Saint-Saëns, Dupré u. a.

2.10. Sonntag Konzert

11:00 Museum für Kunst & Gewerbe Erard-Festival. Studierende der Musikhochschulen Lübeck und Hamburg. Werke von Schubert, Chopin u. a. 17:00 Laeiszhalle 100 Cellisten in Hamburg. Valentino Worlitzsch (Violoncello), Junge Cellisten und Cellistinnen, Martin Lill (Leitung). Werke von Elgar, Mozart, Wietheger (UA) u. a. Musiktheater

18:00 Hauptkirche St. Nikolai 4. Emporenkonzert. Bläserquintett der Hamburger Camerata. Werke von Beethoven, Reicha & Ibert 18:00 Kirche am Rockenhof Volksdorf Sonja Adam (Sopran), Heide-Rose Bauer (Alt), Stephan Zelck (Tenor), Matthias Lüderitz (Bass), Timo Rinke (Leitung). Werke von Bach u. a. 18:00 Marktkirche Poppenbüttel Alsterwanderweg-Konzert. Curio Ensemble, Eva Hage (Leitung) 18:00 St. Simeon Alt-Osdorf Duo La Vigna

19:00 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

18:30 Auferstehungskirche Barmbek Querflöte im Gottesdienst. Andre Roska (Flöte)

Tanztheater

18:00 Staatsoper Nijinsky-Gala. Hamburg Ballett, John Neumeier (Choreografie)

Kinder & Jugend

Musik in Kirchen

10:00 Hauptkirche St. Jacobi Geneviève Tschumi (Alt), Knut Schoch (Tenor), Gerhard Löffler (Leitung). Bach: Kantate „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“ BWV 148

15:00 Hauptkirche St. Michaelis Haydn: Die Schöpfung (für Kinder). Anna Lena Schiller (Live-Zeichnung), Bach-Chor an St. Nikolai Stralsund, Jugendkantorei, Kantorei & Orchester St. Michaelis, Manuel Gera & Matthias Pech (Leitung)

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 21


Klassikprogramm

Sonstiges

20:00 Klangmanufaktur Kohärenzen

18:00 Alsterdampfer Alsterserenade. Solisten der Hamburger Camerata

Musiktheater

Schleswig-Holstein

10:00 Stephanskirche Schenefeld Tanz-Workshops für Groß und Klein. Saju George (Leitung), Anja Grover (Leitung) 3.10. montag

17:00 Laeiszhalle Hamburg Gründungskonzert. Bundesärztephilharmonie, Jürgen Bruns (Leitung), Eva Schramm (Moderation). Magnard: Chant funèbre b-Moll, Mihevc: Ouvertüre und Tanzsuite aus „Baba Jaga“, Sibelius: Sinfonie Nr. 2  Von der Violine zum Taktstock: während des Studiums war Jürgen Bruns Mitglied des Konzerthausorchesters Berlin, gab die Stelle aber auf, weil ihm die Arbeit als Dirigent immer wichtiger wurde.

Mecklenburg-Vorpommern

17:00 Konzertkirche Neubrandenburg Christiane Klonz (Klavier), Neubrandenburger Philharmonie, Sebastian Tewinkel (Leitung). Werke von Mozart, Dittersdorf & Beethoven 18:00 Barocksaal Rostock 1. Barocksaalklassik. Norddeutsche Philharmonie Rostock, Manfred Hermann Lehner (Leitung). Werke von Mozart & Haydn 18:00 Theater Greifswald Verdi: Don Pasquale

4.10. Dienstag

Sonstiges

Konzert

16:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente

19:00 Abaton-Kino (Bistro) Klassik im Abaton-Bistro. Solisten der Hamburger Camerata

Schleswig-Holstein

Niedersachsen

16:00 Theater Lübeck R. Strauss: Ariadne auf Naxos (Premiere). Ryusuke Numajiri (Leitung), Aurelia Eggers (Regie) 18:00 Theater Kiel (Opernhaus) Meyerbeer: Die Hugenotten

20:00 St. Johannis Lüneburg Lüneburger Orgelsommer. Ferruccio Bartoletti (Orgel) 20:00 Theater Lüneburg Benatzky: Im weißen Rössl(Choreografie)

Mecklenburg-Vorpommern

11:00 Theater Greifswald (Foyer) Gregor Szramek (Violoncello & Lesung). Werke von Bach, Reger & Rilke 15:00 Volkstheater Rostock Paris! Paris! Werke von Offenbach 18:00 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Ballettgala 18:00 Theater Putbus German Trombone Vibration Niedersachsen

19:00 Theater Lüneburg Verdi: Otello

3.10. Montag Konzert

11:00 Thalia Theater Faust - ein gefesselter Prometheus? Klaus Maria Brandauer (Lesung), Sebastian Knauer (Klavier). Werke von Bach, Mozart u. a. 17:00 Laeiszhalle Bundesärztephilharmonie, Jürgen Bruns (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp Musiktheater

18:00 Staatsoper Mozart: Die Zauberflöte 22 Hamburg & Norddeutschland

5.10. Mittwoch Konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen Daniel Rodríguez (Klavier). Bach: Französische Suite Nr. 1, Festliche „Pasillos“ Musiktheater

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia 19:30 Staatsoper Rossini: La Cenerentola. Gregor Bühl (Leitung), Renaud Doucet (Regie) Musik in Kirchen

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. Karoline Wlochowitz (Sopran), Andreas Fabienke (Orgel). Werke von Dvořák, Dupré u. a. Niedersachsen

20:00 Theater Lüneburg Verdi: Otello

6.10. Donnerstag Konzert

19:00 resonanzraum St. Pauli Piano Furioso. Mariam Batsashvili (Klavier). Werke von Liszt

19:00 Staatsoper Mozart: Die Zauberflöte Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai Carillon-Konzert mit Werner Lamm 20:00 Kirche am Markt Niendorf Orgel trifft ... Gudrun Fliegner (Orgel) Sonstiges

18:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente Schleswig-Holstein

18:30 Martin-Luther-Kirche Trittau Moment mal! Liebe auf den ersten Blick. JONA Jugendchor, Barbara Fischer (Leitung) Mecklenburg-Vorpommern

15:00 Volkstheater Rostock Paris! Paris! Manfred Hermann Lehner (Leitung), Babette Bartz (Regie). Auszüge aus Operetten von Offenbach

7.10. Freitag Konzert

19:30 Tschaikowsky-Saal CD-Präsentation: Trilogie „Concert Centenaire“. Judith Ingolfsson (Violine), Vladimir Stoupel (Klavier). Werke von Stephan, Fauré & Vierne 20:00 Laeiszhalle Igor Levit (Klavier), NDR Elbphilharmonie Orchester, Thomas Hengelbrock (Leitung). Szymanowski: Konzertouvertüre E-Dur, Mozart: Klavierkonzert A-Dur KV 488 & Thamos, König in Ägypten (Auszüge), R. Strauss: Suite aus „Der Rosenkavalier“ 20:00 Landgericht Hamburg (Grundbuchhalle) Es naht sich die Ferne – Von Meeresbrausen und gefährlicher Fahrt. elbcanto Musiktheater

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Musik in Kirchen

18:00 Elisabethkirche Eidelstedt Musikalischer Wochenschluss. Bernhard Stützer (Orgel) 18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik & Texte. Eva-Maria Philipps (Lesung), Xingyun Ma (Flöte), Jia Li (Viola) 19:00 Hauptkirche St. Trinitatis Altona Musikalische Vesper. Heike Fischer (Sopran), Hanno Schiefner (Orgel)

concerti-Tickethotline: 01805/266 006 (14 Ct./Min. aus dt. Festnetz, Mobil abweichend)

Foto: Martin Sachse

Tipp


Sonstiges

18:00 Elbphilharmonie Kulturcafé Talk im Kulturcafé. Thomas Zehetmair (Gespräch), Melanie von Bismarck (Moderation) 19:30 Staatsoper (Probebühne 3) Vortrag zu „Die Zauberflöte“. Jürgen Kesting (Vortrag) Schleswig-Holstein

19:30 Theater Lübeck Prokofjew: Romeo und Julia. Yaroslav Ivanenko (Choreografie) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Ravel (Premiere). Jutta Ebnother (Choreografie) 19:30 Volkstheater Rostock Mozart: Die Entführung aus dem Serail 20:00 Villa Papendorf Begegnung im Salon. Christian Wolff (Rezitation), Trio „Cosi fan Tango“. Erzählungen von Erich Kästner, Werke von Schubert, Tschaikowsky u. a.

8.10. Samstag Konzert

15:30, 17:00, 18:30 & 20:00 Medienbunker (Saal 4. Stock) Michael Petermann, Blödes Orchester 16:00 Steinway-Haus (HorowitzSaal) Braun-Schwarz-Weiße Tasten! Werke für Klavier- und Marimbafon 19:00 Jenisch Haus (Weißer Saal) Sommerliche Serenade: Madame Musique. Imme-Jeanne Klett (Flöte), Anke Dennert (Cembalo). Werke von Anna Amalia von Preußen, Anna Bon di Venezia, Anna Maria Martinez u. a. 19:00 Tschaikowsky-Saal Balalaika auf japanisch! Alexander Paperny (Balalaika), Satoshi Oba (Gitarre) 20:00 Laeiszhalle Hanna Zumsande (Sopran), Eva Maria Summerer (Alt), Mirko Ludwig (Tenor), Andreas Heinemeyer (Bass), Altonaer Singakademie, Junges Philharmonisches Orchester Niedersachsen, Matthias Mensching (Leitung). Mozart: Vesperae solennes de Confessore KV 339, Requiem dMoll KV 626, Vasks: Pater Noster

14:30 St. Johannis Harburg Harburger Kulturtag: Konzertwerkstatt. Harburger Kantorei, Werner Lamm (Leitung). Verdi: Messa da Requiem

14:30 & 16:30 NDR Rolf-Liebermann-Studio Mitsingkonzert. NDR Chor, Daniel Zimmermann (Leitung). Werke von Mozart, Beethoven u. a.

15:30 St. Johannis Harburg Harburger Kulturtag. Flauti Vivi Harburg

Schleswig-Holstein

16:30 St. Johannis Harburg Harburger Kulturtag. Kammerchor Harburg Kantorei, Werner Lamm (Leitung)

16:00 Nathan-Söderblom-Kirche Kindermusical: Die Kinder des Monsieur Mathieu. Reinbeker Jugendchor, Jörg Müller (Leitung)

17:00 Martin-Luther-Kirche Alsterdorf Alsterbundfestival. Cantemus, Die Donna Claras u. a.

19:00 Theater Kiel (Opernhaus) Große Boymann/Kahry: Spatz und Engel

17:30 St. Johannis Harburg Harburger Kulturtag. Bigband des FriedrichEbert-Gymnasiums, Christoph Posselt (Leitung)

19:30 Ansgarkirche Kiel Reger-Nacht. Reger: Orgelfantasie und Fuge über B-A-C-H b-Moll, Drei Chöre & Klaviertrio Nr. 1 h-Moll, Stenhammar: Vårnatt für Klavier und Chor

18:00 Ev. Luth. Kirche Tonndorf Andreas Pasche (Blockflöte), Martin Nitz (Cembalo). Werke von Telemann u. a. 18:00 Groß Flottbeker Kirche Johanna Röhrig (Violine), Yoko Yamada (Klavier). Werke von Brahms, Schumann & Takemitsu 18:00 Hauptkirche St. Katharinen Jubiläumskonzert. Hamburger Kinderund Jugendkantorei St. Petri/St. Katharinen, Sabine Paap (Leitung) 18:00 Lutherkirche Bahrenfeld Paulus-Luther-Chor, Anton Hanneken (Leitung). Werke von Poulenc u. a. 18:00 Paul-Gerhardt-Kirche Altona Rossini: Messe Solennelle. Cleiner Cammerchor Altona, Nala Levermann (Leitung)

19:30 Theater Stralsund Künneke: Der Vetter aus Dingsda

19:00 Hauptkirche St. Nikolai Mendelssohn: Paulus. Marlen Korf (Sopran), Alina Behning (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor), Vincenzo Neri (Bass), Hamburger Camerata, Hamburger Knabenchor St. Nikolai, Rosemarie Pritzkat (Leitung), Konfirmanden der Hauptkirche St. NIkolai, Christina Dean (Choreografie)

20:00 Volkstheater Rostock (Ballettsaal) Have a look III - Bach & Beats. Tänzer der Tanzcompagnie

19:30 Kirche der Stille CREDO_perkussiv. Stefan Weinzierl (Percussion) 11:00 & 13:00 Jugendmusikschule Hamburg Mitte (Miralles-Saal) Lesung mit Liedern „James Krüss zum 90ten Geburtstag“. Mädchenvorchöre, Maren Hagemann-Loll (Leitung)

Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

15:30 Konzertkirche Neubrandenburg Johann Strauß Gala. Rundfunk Sinfonie Orchester Prag

19:00 Christuskirche Othmarschen Mendelssohn: Elias. Bach-Kantorei, Rainer Lanz (Leitung)

Kinder & Jugend

12:30 St. Johannis Harburg Harburger Kulturtag. Schmitz: Drei Oden von Friedrich Gottlieb Klopstock

Mecklenburg-Vorpommern

19:00 Schloss Ludwigslust (Goldener Saal) Ludwigsluster Schlosskonzerte: Verführung à la française. Duo Stoupel Ingolfsson

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

Musik in Kirchen

23:30 Nikolaikirche Kiel RegerNacht. Reger: Geistliche Lieder für Sopran und Orgel op. 19, op. 105 & op. 76, Choralfantasie „Ein feste Burg ist unser Gott“, Choralkantate „Meinen Jesum lass ich nicht“ WoO IV/4 Nr. 4 & Solosuite für Violoncello Nr. 2 d-Moll op. 131c, Wolf: Mörike-Lieder aus „Spanisches Liederbuch“

18:00 St. Johannis Eppendorf Orgel und Cembalo im Dialog. Werke von Krebs, Soller & Planyavsky

Musiktheater

19:30 Staatsoper Rossini: La Cenerentola

21:30 St. Nikolaus-Kirche Kiel Reger-Nacht. Reger: Introduktion, Passacaglia und Fuge e–Moll op. 127 & Streichtrio a-Moll op. 77b

11:00, 15:00 & 16:30 New Living Home Lustiges Trompetenständchen. Hamburger Camerata, Wolfhagen Sobirey (Moderation)

19:30 Villa Papendorf Klassik ganz privat. Veronika Eberle (Violine), Antoines Tamestit (Viola). Werke von Mozart, Bartók, Kurtág, Ligeti u. a.

Niedersachsen

20:00 Theater Lüneburg Flügelschlag - Von Schatten und Engeln. Olaf Schmidt & Orkan Dann (Choreografie). Werke von Glass & Arnalds

9.10. Sonntag Konzert

11:00 Laeiszhalle Heinz Holliger (Oboe), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Thomas Zehetmair (Leitung). Haydn: Sinfonie d-Moll Hob. I:80, Carter: Oboenkonzert, Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 23


Klassikprogramm

Niedersachsen

11:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Herbstliche Matinee. Hamburger Mandolinen-Orchester von 1928, Axel Bogdan (Bouzouki & Gesang)

17:00 St. Gertrud Mundsburg Konzert der Kantoreien Königsdorf & St. Gertrud. Werke von Schütz, Pachelbel & Mendelssohn

15:30, 17:00, 18:30 & 20:00 Medienbunker (Saal 4. Stock) Michael Petermann, Blödes Orchester

18:00 Christuskirche Othmarschen Mendelssohn: Elias. Bach-Kantorei, Rainer Lanz (Leitung)

16:00 Alte Druckerei Ottensen 32 x Beethoven. Hinrich Alpers (Klavier). Beethoven: Klaviersonaten op. 13, op. 14 Nr. 1/2 & op. 22

18:00 Epiphanienkirche Winterhude Musikzeit Epiphanien – Tatjanas Notenschrank. Julia Sukmanova (Sopran), Elena Sukmanova (Klavier), Birgit Kiupel (Illustrationen)

19:00 Theater Lüneburg Verdi: Otello

18:00 Hauptkirche St. Michaelis Musikalische Vesper. Manuel Gera (Orgel), Jeff Alpert Jazz Trio, MolsHelgenaes Juniorkor, Judith Völkers (Leitung)

20:00 Bucerius Kunst Forum Kammermusik des Verismo. Verdi: Streichquartett e-Moll, Puccini: Crisantemi, Wolf-Ferrari: Quintett Des-Dur

19:00 Jenisch Haus (Weißer Saal) Sommerliche Serenade: Madame Musique. Imme-Jeanne Klett (Flöte), Anke Dennert (Cembalo). Werke von Anna Amalia von Preussen u. a. 19:00 Laeiszhalle Yevgeny Sudbin (Klavier), Hamburger Symphoniker, Marcus Bosch (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll Musiktheater

18:00 Staatsoper Gluck: Iphigénie en Tauride 19:00 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Musik in Kirchen

10:00 Hauptkirche St. Michaelis Evangelische Messe mit Kinderkirche. Milena Schuster (Sopran), Juliane Sandberger (Alt), Knut Schoch (Tenor), Dávid Czismár (Bass), Chor & Orchester St. Michaelis, Christoph Schoener (Leitung). Bach: Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21 10:00 Hauptkirche St. Petri Festgottesdienst: 10 Jahre Hamburger Kinder- und Jugendkantorei St. Petri/St. Katharinen 11:00 Hauptkirche St. Katharinen Gottesdienst OrgelPLUS. Andreas Fischer (Orgel) 16:00 Kreuzkirche Alt Barmbek Paul Thiessen (Violine), Faina Freymann (Klavier). Werke von Mozart u. a. 17:00 Ansgarkirche Langenhorn Bach: Messe h-Moll. Sonja Adam (Sopran), Nicole Pieper (Mezzosopran), Daniel Lager (Altus), Mirko Ludwig (Tenor), Ralf Grobe (Bass), AnsgarKantorei, Hansebarock, Julia Götting (Leitung) 17:00 Hauptkirche St. Trinitatis Altona Miki Sawai & Pia Carlotta Hansen (Sopran), Dustin Drosdziok (Tenor), Heinrich Schütz Chor, Hamburger Camerata, Hanno Schiefner (Leitung). Brahms: Schicksalslied, Mendelssohn: Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“ 24 Hamburg & Norddeutschland

18:00 Kreuzkirche Ottensen Igor Zeller (Orgel), Johann-SebastianBach-Chor, Elbipolis Barockorchester Hamburg, Eva Overlack (Leitung) 18:00 Marktkirche Poppenbüttel Alsterwanderweg Konzert. Ensemble Meridian, Michael Kriener (Leitung). Werke von Bach, Bikkembergs u. a. Sonstiges

16:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente Schleswig-Holstein

11:00 Schlosskirche Ahrensburg Nehemia – oder Gottes gute Hand. Kinderchor der Schloßkirche 18:00 Ev. Luth. Kirche Bargteheide Orgel & Literatur. Andis Paegle und Studierende der MH Lübeck (Orgel) 18:00 Friedenskirche Siek 76. Sieker Orgelmusik. Richard Walker (Orgel) 18:00 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Rigoletto 18:00 Theater Lübeck R. Strauss: Ariadne auf Naxos. Ryusuke Numajiri (Leitung), Aurelia Eggers (Regie) Mecklenburg-Vorpommern

11:00 Theater Stralsund (Foyer) Gregor Szramek (Violoncello & Lesung). Werke von Bach, Reger & Rilke 16:00 Yachthafenresidenz Hohe Düne Rostock-Warnemünde 1. Classic light. Norddeutsche Philharmonie Rostock, Manfred Hermann Lehner (Leitung)

19:00 Glockenhaus Lüneburg Trio Catch. Werke von Erdmann u. a.

10.10. Montag Konzert

20:00 Laeiszhalle Heinz Holliger (Oboe), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Thomas Zehetmair (Leitung). Werke von Haydn, Carter & Beethoven Schleswig-Holstein

20:00 Theater Kiel (Foyer) Sigrid Grajek (Gesang), Regina Knobel (Klavier) Niedersachsen

19:00 Glockenhaus Lüneburg Neue Musik Lüneburg. Werke von Berio, Böttger, Jahn & Mense 20:00 St. Nicolai Lüneburg Lüneburger Bachwoche. Isabell Bringmann (Sopran), Nicole Pieper (Alt), Clemens Löschmann (Tenor), Christfried Bie­ brach (Bass), Hugo-Distler-Ensemble, Lüneburger Bachorchester, Erik Matz (Leitung). Werke von Bach

11.10. Dienstag Konzert

19:30 Mozart-Säle 416. Konzert der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Anne Friederike Greuner (Violine), Yuxing Chen (Klavier). Werke von Mozart, Beethoven, Ravel & Franck Musiktheater

19:30 Staatsoper Gluck: Iphigénie en Tauride. Riccardo Minasi (Leitung) Schleswig-Holstein

18:30 Theater Lübeck Webber: Sunset Boulevard

18:00 Konzertkirche Neubrandenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten

19:00 Theater Kiel (Opernhaus) Meyerbeer: Die Hugenotten

18:00 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Ravel. Jutta Ebnother (Choreografie)

Niedersachsen

18:00 Stadthalle Greifswald (Rubenowsaal) Schwarz: „meiner Feder edles Safft”. Josefine Schönbrodt (Gesang & Rezitation) u. a.

19:00 Glockenhaus Lüneburg Neue Musik Lüneburg: Komponistenporträt Martín Andrés Donoso Vera 20:00 St. Michaelis Lüneburg Lüneburger Orgelsommer: Wandelkonzert

concerti-Tickethotline: 01805/266 006 (14 Ct./Min. aus dt. Festnetz, Mobil abweichend)

Foto: Mathias Bothor/DG

18:00 Sasel-Haus Minetti Quartett, Aris Quartett. Werke von Mendelssohn

15:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Aladin. Olaf Schmidt (Choreografie)


12.10. Mittwoch

Musik in Kirchen

Tipp

18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik & Texte. Horst Neumann-Köppen (Lesung), Bläserensemble Duuk Di

Konzert

19:30 Laeiszhalle Igor Levit (Klavier). Bach: Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825, Rzewski: Dreams II, Beethoven: Diabelli-Variationen 20:00 Alte Druckerei Ottensen Daniel Rodríguez (Klavier). Bach: Französische Suite Nr. 2 u. a. Musiktheater

19:00 Staatsoper Mozart: Die Zauberflöte 19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Musik in Kirchen

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. Gudrun Fliegner (Orgel). Werke von Bach, Reger u. a. 20:00 Christuskirche Eimsbüttel Tage Alter Musik. Trio Concertini Schleswig-Holstein

19:30 Buddenbrookhaus Lübeck Franziska Ribbentrop (Violine), Maria Tsaytler (Harfe), Jörn Kolpe (Lesung). K. Mann: „Der Vulkan“ 19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Rigoletto Niedersachsen

19:00 Glockenhaus Lüneburg Neue Musik Lüneburg. Helmut W. Erdmann (Flöte & Live-Elektronik) 20:00 Theater Lüneburg Flügelschlag - Von Schatten und Engeln

13.10. Donnerstag Konzert

19:30 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Kammerorchester der Hamburger Symphoniker, Bruno Merse (Leitung). Bloch: From Jewish Life, Nigun aus „Baal Shem“, Milhaud: Le boeuf sur le toit Ballettmusik op. 58, Mendelssohn: Streichersinfonie Nr. 2 D-Dur 20:00 Laeiszhalle Yann Tiersen (Klavier, Violine & Gesang) Musiktheater

19:30 Staatsoper Gluck: Iphigénie en Tauride Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai CarillonKonzert mit Hajo Patschkowski 20:00 Kulturkirche Altona Artjom Chatschaturow (Orgel). Werke von Franck, Karatygin & Dupré Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

19:30 St. Petri Altona Maria – Rosa Mystica. TrinitatisChor Hamburg, Jörg Mall (Leitung). Werke von Britten, Duruflé, Nystedt u. a. 14.10. freitag

20:00 Kraftwerk des Museums Peenemünde Usedomer Musikfestival. Jan Lisiecki (Klavier), NDR Elbphilharmonie Orchester, Thomas Hengel-brock (Leitung). Szymanowski: Konzertouvertüre E-Dur, Mozart: Klavierkonzert EsDur KV 482 & Thamos, König in Ägypten KV 345 (336a), R. Strauss: Der Rosenkavalier (Auszüge)  Klassik war in der Familie Lisiecki völlig unbekannt – bis eine Erzieherin in der Vorschule zu den Eltern des kleinen Jan meinte: „Schafft euch doch ein Klavier an und lasst ihn ein wenig klimpern ...“ Sonstiges

18:00 Lichtwarksaal „Reden über Musik“ Teil IV: Liedgesang 18:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente Schleswig-Holstein

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Tschaikowsky: Dornröschen. Yaroslav Ivanenko (Choreografie) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Konzertkirche Neubrandenburg Sergey Dogadin (Violine), Neubrandenburger Philharmonie, Sebastian Tewinkel (Leitung). Werke von Tschaikowsky, Mussorgsky u. a. Niedersachsen

19:00 Glockenhaus Lüneburg Neue Musik Lüneburg. Peter W. Schatt (Klarinette)

14.10. Freitag Konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen Holger Schönwald (Gitarre) 20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Uri Caine Trio Musiktheater

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia 19:30 Staatsoper Rossini: La Cenerentola

20:30 St. Johannis Harburg Friday Late Night. Christof Hahn (Klavier) Sonstiges

22:55 Staatsoper (Stifter-Lounge) AfterShow Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Operngala. Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Werke von Offenbach, Löwe, Bernstein u. a. 19:30 Volkstheater Rostock Bernstein: Candide 20:00 Grand Hotel Heiligendamm Elena Bashkirova (Klavier), Julian Steckel (Violoncello), Erlenbusch Quartett 20:00 Kraftwerk des Museums Peenemünde Usedomer Musikfestival. Jan Lisiecki (Klavier), NDR Elbphilharmonie Orchester, Thomas Hengelbrock (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Villa Papendorf Klassik ganz privat. Yefim Bronfman (Klavier). Bartók: Suite, Schumann: Humoreske B-Dur, Debussy: Suite Bergamasque, Strawinsky: Drei Sätze aus Petruschka Niedersachsen

19:00 Glockenhaus Lüneburg Neue Musik Lüneburg. Marie Schmalhofer (Sopran), Helmut Bieler (Klavier) 20:00 Theater Lüneburg Verdi: Otello

15.10. Samstag Konzert

16:00 Museum für Kunst & Gewerbe Studierende der HfMT Hamburg spielen auf historischen Flügeln 20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Verdi Nacht. Solisten der Berliner Opernhäuser 21:00 Tschaikowsky-Saal Nachtmusik. Ensemble Ombra e Luce. Werke von Corbetta, Händel, Bach u. a. Musiktheater

19:00 Staatsoper (Opera Stabile) Matesic/Nemirova: Katze Ivanka (Premiere). Johannes Harneit (Leitung), Vera Nemirova (Regie) concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 25


Klassikprogramm

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

11:30 Winterhuder Fährhaus Sekt, Frack & Rock‘n‘Roll. Bidla Buh

19:30 Staatsoper Gluck: Iphigénie en Tauride

15:30 Laeiszhalle Konzert der Tenöre. KlassikPhilharmonie Hamburg, Mike Steurenthaler (Leitung)

18:00 Dreifaltigkeitskirche Hamm Wiebke Krull (Sopran), Chor HAMMonie, Canzonetta Nova. Werke von Schütz, Mäntyjärvi u. a. 18:00 St. Johannis Eppendorf Bach & Söhne. Wiebke Bohnsack (Flöte), Isolde Kittel-Zerer (Cembalo) 19:00 Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Oldenfelde Fremde Klänge in Meiendorf-Oldenfelde Teil 2. Trobar e Cantar 19:30 Hauptkirche St. Jacobi Matthias Weckmann zum 400. Geburtstag. Hanna Zumsande (Sopran), Henning Voss (Altus), Manuel König (Tenor), Ralf Grobe (Bass), Vokalensemble St. Jacobi, Ensemble Schirokko Hamburg, Gerhard Löffler (Leitung) 20:00 Christuskirche Eimsbüttel Tage Alter Musik. Schola Cantorum St. Stephanus, Friedemann Kannengießer (Leitung). Tallis: Lamentationes Schleswig-Holstein

16:00 Maria-Magdalenen-Kirche Reinbek Reinbeker Proms. Männerchor Frohsinn-Melodia, Männerchor Amicitia, Jörg Müller (Leitung) 19:30 Musik- und Kongresshalle Lübeck (Rotunde) Igor Levit (Klavier), NDR Elbphilharmonie Orchester, Thomas Hengelbrock (Leitung). Werke von Szymanowski, Mozart & R. Strauss 19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Puccini: Tosca 19:30 Theater Lübeck Bernstein: West Side Story Mecklenburg-Vorpommern

19:00 Palais Esplanade 33. Hamburger Opernsalon. Werke von Mozart, Rossini, Bizet, Offenbach u. a. 19:30 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Benefizkonzert für das Mahler-Museum im Komponistenquartier. Michaela Schuster (Mezzosopran), Matthias Veit (Klavier). Lieder von Mahler, Korngold, Reger & Weill 20:00 Friedrich-Ebert-Halle Harburg Ensemble Resonanz, Riccardo Minasi (Violine & Leitung) 20:00 Laeiszhalle (Studio E) Ensemble New Babylon, Lorenzo Ferrándiz (Leitung). Werke von Cohen, Elyakim, Czernowin, Ben-Shabetai u. a. Musiktheater

15:00 Staatsoper Tschaikowsky: Pique Dame 15:30 Staatsoper (Opera Stabile) Matesic/Nemirova: Katze Ivanka 19:00 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Musik in Kirchen

16:00 Auferstehungskirche Barmbek Ekaterina Korotkova (Sopran). Werke von Händel & Purcell 16:00 Kreuzkirche Alt Barmbek Sonntagskonzert. Stasya Zubova (Violine), Faina Freymann (Klavier) 17:00 Ev.-luth. Kirchengemeinde Hamburg-Dulsberg (Gemeindesaal) Musical-Melodien. Keiko Nakatani (Leitung)

Tipp

16.10. Sonntag Konzert

11:00 Laeiszhalle Igor Levit (Klavier), NDR Elbphilharmonie Orchester, Thomas Hengelbrock (Leitung). Werke von Szymanowski, Mozart & R. Strauss 26 Hamburg & Norddeutschland

16:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente Schleswig-Holstein

16:00 Theater Kiel (Opernhaus) Meyerbeer: Die Hugenotten 17:00 St. Severi Kirche Otterndorf Cicerone Ensemble. Werke von J. S. Bach, C. P. E. Bach, F. Bach u. a. Mecklenburg-Vorpommern

10:23 Theater Putbus Michael Rettig (Klavier), Miran Zrimsek (Cello). Werke von Bach, Glass, Karaindrou u. a. 16:00 Theater Stralsund Rosen. Ralf Dörnen (Choreografie) 17:00 Dorfkirche Malchow Schubert: Messe G-Dur 20:00 Grand Hotel Heiligendamm Elena Bashkirova (Klavier), Julian Steckel (Violoncello), Erlenbusch Quartett Niedersachsen

15:00 & 17:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Aladin. Olaf Schmidt (Choreografie) 17:00 Theater Lüneburg Mira Teofilova (Klavier), Elke Tauber & Dobrinka Kojnova-Biermann (Gesang). Werke von Mendelssohn, Brahms u. a. 19:00 Theater Lüneburg Markus Becker (Klavier), Lüneburger Symphoniker, Thomas Dorsch (Leitung). Werke von Bach, Brahms & Schumann

Konzert

19:00 Museum für Kunst & Gewerbe Master-Prüfungskonzert. Sungjin Choi (Klarinette)

19:30 Theater Greifswald Bizet: Carmen. Golo Berg (Leitung) 19:00 Glockenhaus Lüneburg Neue Musik Lüneburg. Live-Elektronik-Ensemble Hamburg/Lüneburg

Sonstiges

17.10. Montag

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Ravel. Jutta Ebnother (Choreografie)

Niedersachsen

20:00 Christuskirche Eimsbüttel Tage Alter Musik. Trio Viva

21.10. freitag

20:00 Villa Papendorf Klassik ganz privat. Lise de la Salle (Klavier), Kyle Armbrust (Viola). Werke von Brahms, Hindemith, Schumann & Prokofjew  Ihr Großvater war Galerist und schenkte der kleinen Lise zu Weihnachten wie zu ihren Geburtstagen stets Gemälde – heute zieren die modernen Bilder ihre Wohnung.

20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Brahms: Deutsche Volkslieder. Christiane Karg (Sopran), Mauro Peter (Tenor), Helmut Deutsch (Klavier) Mecklenburg-Vorpommern

18:00 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Lydia Rinecker (Viola), Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Beethoven: Egmont-Ouvertüre & Sinfonie Nr. 3, Bartók: Violakonzert

concerti-Tickethotline: 01805/266 006 (14 Ct./Min. aus dt. Festnetz, Mobil abweichend)

Foto: Marco_Borggreve

Musik in Kirchen

19:30 Christuskirche Wandsbek Musik und Dichtung: Gedichte des 19. Jahrhunderts. Dirk Hogestraat (Lesung), Gerd Jordan (Klavier)


18.10. Dienstag Musiktheater

19:30 Staatsoper Rossini: La Cenerentola. Gregor Bühl (Leitung), Renaud Doucet (Regie) 19:30 Staatsoper (Opera Stabile) Matesic/Nemirova: Katze Ivanka Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Lydia Rinecker (Viola), Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Werke von Beethoven & Bartók

19.10. Mittwoch Konzert

Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai CarillonKonzert mit Gudrun Schmidtke

20:00 Laeiszhalle The Big Chris Barber Band. That‘s Jazz - The Best Jazz is Timeless

Sonstiges

Musiktheater

18:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

Schleswig-Holstein

19:30 Staatsoper Messiaen: Turangalîla. John Neumeier (Choreografie)

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Rigoletto

20:00 Alte Druckerei Ottensen Holger Schönwald (Gitarre)

Musik in Kirchen

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Musik in Kirchen

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. Johanna Rabe (Flöte), Jonas Kannenberg (Orgel). Werke von Telemann, Ibert & Blumer Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Lydia Rinecker (Viola), Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Werke von Beethoven & Bartók

20.10. Donnerstag Konzert

18:00 Elbphilharmonie Kulturcafé Jazz im Kulturcafé. Træben 19:30 Staatliche Jugendmusikschule Mitte (Miralles-Saal) Windfuhrs Werkstatt-Konzerte. Adrius Racevicius (Klavier), Hamburger Symphoniker, Dirigierklasse Prof. Ulrich Windfuhr 19:30 Tschaikowsky-Saal Klezmer und mehr! Ensemble Yxalag 20:00 Laeiszhalle José Carreras Abschiedtour. José Carreras (Tenor), Bohemia Sinfonieorchester Prag, David Giménez Carreras (Leitung) Tanztheater

19:30 Staatsoper Messiaen: Turangalîla. Nathan Brock (Leitung) Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

18:15 Osterkirche Eilbek Musik am Samstag. Werke von Telemann, Marcello & Bach-Söhnen

Musiktheater

Musiktheater

19:00 Staatsoper Tschaikowsky: Pique Dame. Gregor Bühl (Leitung)

18:00 St. Johannis Eppendorf Nachtklang. Cuori-Ensemble Hamburg, Eva Hage (Leitung). Werke von di Lasso, Lauridsen u. a.

Konzert

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia 19:30 Staatsoper Verdi: Rigoletto

16:00 Staatsoper (Opera Stabile) Matesic/Nemirova: Katze Ivanka

Musik in Kirchen

21.10. Freitag

20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Albert Pae (Flöte), Andrew Pae (Klavier). Werke von Reinecke & Schubert

Tanztheater

Schleswig-Holstein

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Rigoletto

18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik & Texte. Ellen Lotichius (Lesung), Daniel Thieme (Violine), Nariman Aktarov (Violoncello) 19:00 Hauptkirche St. Trinitatis Altona Musikalische Vesper. Oksana Lubova (Sopran), Hanno Schiefner (Orgel) 20:00 St. Sophien Barmbek Brett Valliant (Orgel) Kinder & Jugend

19:30 Theater Lübeck R. Strauss: Ariadne auf Naxos. Ryusuke Numajiri (Leitung), Aurelia Eggers (Regie) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Operngala. Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung) 19:30 Theater Greifswald Künneke: Der Vetter aus Dingsda 19:30 Villa Papendorf Außer der Reihe. Sofia Karlsson & Band

19:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) BeatObsession - Abschlusskonzert

19:30 Volkstheater Rostock Mozart: Die Entführung aus dem Serail

Schleswig-Holstein

Niedersachsen

19:00 Theater Kiel (Opernhaus) Meyerbeer: Die Hugenotten 19:30 Theater Lübeck Lloyd Webber: Sunset Boulevard

20:00 Theater Lüneburg Flügelschlag - Von Schatten und Engeln

23.10. Sonntag

Mecklenburg-Vorpommern

20:00 Villa Papendorf Klassik ganz privat. Lise de la Salle (Klavier), Kyle Armbrust (Viola) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Volkstheater Rostock (Ballettsaal) Have a look III - Bach & Beats. Tänzer der Tanzcompagnie

Konzert

Niedersachsen

Musiktheater

20:00 Theater Lüneburg Benatzky: Im weißen Rössl

11:30 Winterhuder Fährhaus Großstadtfieber. Robert Kreis (Klavier) 16:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Akkordeon-Orchester Hamburg-Eimsbüttel, Akkordeon-Orchester Mainz

19:00 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

22.10. Samstag

19:00 Staatsoper Tschaikowsky: Pique Dame. Gregor Bühl (Leitung)

Konzert

19:30 Bucerius Law School (Auditorium) Benefizkonzert für das Fanny und Felix Mendelssohn-Museum im KomponistenQuartier. Ragna Schirmer (Klavier)

Musik in Kirchen

18:00 Hauptkirche St. Michaelis SonntagAbend Evensong. HugoDistler-Ensemble Lüneburg, Erik Matz (Leitung & Orgel)

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 27


Klassikprogramm

Kinder & Jugend

Mecklenburg-Vorpommern

11:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Funkelkonzert L / Nachts. theater fayoum, Ensemble Bel Tempo

19:30 Volkstheater Rostock Janka Simowitsch (Klavier), Norddeutsche Philharmonie Rostock, Marcus Bosch (Leitung). Werke von Ravel, Chopin & Strawinsky

Sonstiges

11:00 Staatsoper Ballett-Werkstatt Schleswig-Holstein

11:00 Kieler Schloss (Konzertsaal) Marc Bouchkov (Violine), Philharmonisches Orchester Kiel, Rani Calderon (Leitung). Grieg: Konzertouvertüre „Im Herbst“, Sibelius: Violinkonzert d-Moll, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll 16:00 Theater Lübeck Prokofjew: Romeo und Julia. Yaroslav Ivanenko (Choreografie) 18:00 Theater Kiel (Opernhaus) Große Boymann/Kahry: Spatz und Engel Mecklenburg-Vorpommern

15:00 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Operngala. Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung) 18:00 Theater Greifswald Rosen. Ralf Dörnen (Choreografie) 18:00 Theater Stralsund Bizet: Carmen. Golo Berg (Leitung) 18:00 Volkstheater Rostock Janka Simowitsch (Klavier), Norddeutsche Philharmonie Rostock, Marcus Bosch (Leitung). Werke von Ravel, Chopin & Strawinsky

25.10. Dienstag Konzert

12:30 Laeiszhalle (Brahms-Foyer) Lunchkonzert. Hamburger Symphoniker 20:00 Laeiszhalle Belcanto - Das Vermächtnis von Luciano Pavarotti. Franco Dragone (Leitung) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Theater Greifswald Elisabeth Weber (Violine), Philharmonisches Orchester Vorpommern, Golo Berg (Leitung). Werke von Schweitzer, Mozart, Schönberg & Debussy 19:30 Volkstheater Rostock Janka Simowitsch (Klavier), Norddeutsche Philharmonie Rostock, Marcus Bosch (Leitung). Werke von Ravel, Chopin & Strawinsky

26.10. Mittwoch Konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen Daniel Rodríguez (Klavier). Bach: Französische Suite Nr. 3 u. a. Musiktheater

Niedersachsen

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

19:00 Theater Lüneburg Benatzky: Im weißen Rössl

Musik in Kirchen

24.10. Montag Konzert

19:30 Laeiszhalle Galakonzert zur Goldenen Blüte. Lina Liu (Sopran), Kejia Xiong (Tenor) u. a., Mitglieder der Symphoniker Hamburg, Xin Tna (Leitung). Werke von J. Strauss, Mozart, Paganini, Gounod, Bizet u. a. 19:30 Winterhuder Fährhaus Großstadtfieber. Robert Kreis (Klavier)

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. Rainer Schmitz (Orgel). Werke von Schmitz u. a. Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Theater Stralsund Elisabeth Weber (Violine), Philharmonisches Orchester Vorpommern, Golo Berg (Leitung). Werke von Schweitzer, Mozart, Schönberg & Debussy

27.10. Donnerstag

Schleswig-Holstein

Konzert

19:30 Kammerspiele Lübeck Quer-Beat. Werke von Jolivet u. a

18:00 Elbphilharmonie Kulturcafé Jazz im Kulturcafé. Pixel

20:00 Kieler Schloss (Konzertsaal) Marc Bouchkov (Violine), Philharmonisches Orchester Kiel, Rani Calderon (Leitung). Werke von Grieg, Sibelius & Schostakowitsch

20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Meta4. Saariaho: Terra memoria, Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 4 D-Dur, Beethoven: Streichquartett a-Moll

28 Hamburg & Norddeutschland

21:00 Hamburger Kunsthalle (Werner-Otto-Saal) J ohanna Wokalek (Rezitation), Balthasar-NeumannChor, Thomas Hengelbrock (Leitung). Werke von Brahms, Schumann u. a. Musiktheater

19:30 Staatsoper Verdi: Rigoletto Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai CarillonKonzert mit Gudrun Schmidtke 20:00 Kulturkirche Altona Hans Bäßler (Orgel). Werke von Bach u. a. 20:00 St. Marien Dom Regensburger Domspatzen, Roland Büchner (Leitung). Werke von Palestrina, Rheinberger, Reger u. a. Sonstiges

19:30 Museum für Kunst & Gewerbe Erlesene Begegnungen. Clemens von Ramin (Lesung), Sae-Nal Kim (Klavier). Saint-Exupéry: Der kleine Prinz Schleswig-Holstein

19:30 Theater Lübeck Webber: Sunset Boulevard Mecklenburg-Vorpommern

18:00 Gustav-Adolf-Saal Stralsund Sibylla Schwarz: „meiner Feder edles Safft”. Josefine Schönbrodt (Gesang & Rezitation) u. a. 19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Ravel. Jutta Ebnother (Choreografie) 19:30 Theater Stralsund Elisabeth Weber (Violine), Philharmonisches Orchester Vorpommern, Golo Berg (Leitung)

28.10. Freitag Konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen Holger Schönwald & Tobias Tietze (Gitarre) Musiktheater

19:00 Staatsoper Tschaikowsky: Pique Dame 19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Musik in Kirchen

18:00 Petruskirche Lokstedt Musikgottesdienst. Daphne Posluschny (Flöte), Christian Hanschke (Leitung) 18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik und Texte. Susanne Knötzele (Lesung), Die Choralfreunde 19:00 St. Bonifatius Barmbek Warten auf Nowak. Karin Kunde (Gesang), Mari Adachi (Klavier)

concerti-Tickethotline: 01805/266 006 (14 Ct./Min. aus dt. Festnetz, Mobil abweichend)


19:30 Christuskirche Wandsbek Gustav Frielinghaus (Violine), Ulrike Höfs (Flöte), Jakob Stepp (Violoncello). Werke von Bach 20:00 St. Sophien Barmbek ARS Konzert. Ulrich Schmitz (Orgel) Sonstiges

Mecklenburg-Vorpommern

19:00 Konzertkirche Neubrandenburg Neubrandenburger Philharmonie, Stefan Malzew (Leitung). Werke von Bach, Mozart, Beethoven u. a. 19:30 Theater Stralsund Rosen. Ralf Dörnen (Choreografie)

19:00 Warburg-Haus Gesamtkunstwerk Musiktheater – Wie vermittelt man die Faszination Oper? Ralf Tiedemann (Vortrag)

19:30 Volkstheater Rostock Bernstein: Candide

Schleswig-Holstein

Konzert

19:30 Theater Lübeck Verdi: Attila

11:00 Laeiszhalle Florian Glemser (Klavier), Klassische Philharmonie Bonn, Heribert Beissel (Leitung). Beethoven: Ouvertüre zu „Egmont“, Klavierkonzert Nr. 3 & Sinfonie Nr. 7

Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Offenbach: Hoffmanns Erzählungen (Premiere). Daniel Huppert (Leitung), Toni Burkhardt (Regie)

30.10. Sonntag

19:30 Theater Stralsund Künneke: Der Vetter aus Dingsda 19:30 Volkstheater Rostock Paris! Paris! Manfred Hermann Lehner (Leitung). Werke von Offenbach

19:30 Laeiszhalle Julian Rachlin (Violine & Leitung), Festival Strings Lucerne. Werke von Suk, Bach u. a.

Musiktheater

19:30 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia Tanztheater

19:30 Staatsoper Messiaen: Turangalîla. John Neumeier (Choreografie) Musik in Kirchen

18:00 Hauptkirche St. Michaelis Beethoven: Missa solemnis. Simona Saturova (Sopran), Katrin Wundsam (Alt), Werner Güra (Tenor), Christof Fischesser (Bass), Chor St. Michaelis, Concerto con Anima, Christoph Schoener (Leitung) 18:00 St. Johannis Eppendorf Hamburger Streichquintett. Werke von Boccherini & Glasunow 18:00 St. Pauluskirche Heimfeld Hubertusmesse. Viktor Holpert (Orgel), Parforcehorn-Bläserkreis Nordheide 18:00 St. Stephan Wandsbek Prager Trio Schleswig-Holstein

16:00 Katharinenkirche Großenaspe Vokalensemble Lux Aeterna, Christoph Schlechter (Leitung). Werke von Ligeti, Distler & Pärt 19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Rigoletto. Georg Fritzsch (Leitung) 20:00 Theater Lübeck (Junges Studio) Lieber ein halber Mann als gar kein Problem. Effi Méndez (Regie) Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

Musiktheater

18:00 Staatsoper Verdi: Rigoletto 18:00 Staatsoper (Opera Stabile) Even the Night Herself is Here (Premiere). Felix Schönherr & Bar Avni (Leitung), Martin Mutschler, Alicia Geugelin (Regie). Purcell: Dido and Aeneas & A Fairy Queen 19:00 Allee Theater Bellini: Romeo und Julia

18:00 Kieler Schloss (Konzertsaal) Tom Gaebel (Gesang & Klavier), Philharmonisches Orchester Kiel, Georg Fritzsch (Leitung). Sinatra Tribute Mecklenburg-Vorpommern

16:00 Theater Greifswald Künneke: Der Vetter aus Dingsda 18:00 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Offenbach: Hoffmanns Erzählungen 15:00 Theater Lüneburg Verdi: Otello 17:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Aladin. Olaf Schmidt (Choreografie)

31.10. Montag Konzert

19:30 Winterhuder Fährhaus Paris - Odessa. David Orlowsky Trio 20:00 Laeiszhalle Al Jarreau (vocals), NDR Bigband. The Duke Ellington Songbook Musiktheater

Musik in Kirchen

10:00 Hauptkirche St. Michaelis Evangelische Messe mit Kinderkirche. Manuel Gera (Orgel), Posaunenchor St. Michaelis, Josef Thöne (Leitung) 11:00 Hauptkirche St. Katharinen OrgelPLUS-Gottesdienst. Xaver Schult (Orgel) 16:00 Alt-Rahlstedter Kirche 25. Werkstattkonzert: Alte Musik an der Elbe. Edzard Burchards (Leitung) 17:00 St. Gertrud Mundsburg Vokalensemble Lux Aeterna 18:00 Hauptkirche St. Michaelis SonntagAbend Musikalische Vesper. Schola Gregoriana Augustina 19:00 St. Pauli Kirche Alix Dudel (Gesang), Sebastian Albert (Gitarre) 11:00 Staatsoper (Probebühne 1) Einführungsmatinee zu „Senza Sangue/Herzog Blaubarts Burg“

11:00 Musik- und Kongresshalle Lübeck (Rotunde) Nicholas Hancox (Viola), Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roland Kluttig (Leitung). Beethoven: Sinfonie Nr. 6, Berlioz: Harold in Italien

Niedersachsen

20:00 Ernst Barlach Haus Nachtblumen - Ein Liederabend. Werke von Schubert, Spohr, Crumb, Wolf u. a.

Sonstiges

Schleswig-Holstein

18:00 Friedenskirche Siek 77. Sieker Orgelmusik. Thomas Hettwer (Orgel)

11:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Kammerkonzert. Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Werke von Argento, Vivaldi u. a.

29.10. Samstag

16:00 Museum für Kunst & Gewerbe Musikalische Führung in der Sammlung Historische Tasteninstrumente

20:00 Staatsoper (Opera Stabile) Even the Night Herself is Here Musik in Kirchen

18:00 Hauptkirche St. Jacobi Eröffnung des Festjahres. Kantorei & Kammerorchester St. Jacobi, Gerhard Löffler (Leitung) 18:00 Martin-Luther-Kirche Alsterdorf Kantatengottesdienst. Henning Kaiser (Tenor), Nicola Bergelt (Orgel) 19:30 Ev. Luth. Kirche Tonndorf Trio Cantrolegro. Werke von Buxtehude, Händel, Lully u. a. Schleswig-Holstein

19:30 Musik- und Kongresshalle Lübeck (Rotunde) Nicholas Hancox (Viola), Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Werke von Beethoven & Berlioz 20:00 Kieler Schloss Alexej Gorlatch (Klavier). Werke von Chopin

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 29


Veranstalter

Oktober 2016 Iphigénie en Tauride

© Bernd Uhlig

Oper von Christoph Willibald Gluck

1 2 3 5 6 8 9

Sa 19.30 So 18.00 Mo 18.00 Mi 19.30 Do 19.00 Sa 19.30 So 18.00

La Cenerentola Nijinsky* Die Zauberflöte La Cenerentola Die Zauberflöte La Cenerentola Iphigénie en Tauride 11 Di 19.30 Iphigénie en Tauride 12 Mi 19.00 Die Zauberflöte

13 Do 19.30 Iphigénie en Tauride 14 Fr 19.30 La Cenerentola 15 Sa 19.00 Katze Ivanka (os) 19.30 Iphigénie en Tauride 16 So 15.00 Pique Dame 15.30 Katze Ivanka (os) 18 Di 19.00 Katze Ivanka (os) 19.30 La Cenerentola 19 Mi 19.00 Pique Dame 19.00 Katze Ivanka (os)

20Do 21 Fr 22Sa 23So 27 Do 28Fr 29Sa 30So

Turangalîla* Rigoletto Turangalîla* Ballett-Werkstatt* Pique Dame Rigoletto Pique Dame Turangalîla* Rigoletto

(os) opera stabile *Vorstellungen des Hamburg Ballett

Karten: 040 | 35 68 68 www.staatsoper-hamburg.de

30 Hamburg & Norddeutschland  concerti 10.16

19.30 19.30 19.30 11.00 19.00 19.30 19.00 19.30 18.00


2. Philharmonisches Konzert Joseph Haydn: Symphonie d-Moll Hob. 1/80 Elliott Carter: Oboenkonzert Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Dirigent Thomas Zehetmair Oboe Heinz Holliger 9. Oktober 2016, Laeiszhalle, 11 Uhr 10. Oktober 2016, Laeiszhalle, 20 Uhr Karten: 10-48 €

1. Kammerkonzert Dominick Argento: Six Elisabethan Songs Antonio Vivaldi: Concerto a-Moll RV 108 Georg Phillipp Telemann: Concerto Nr. 6 a-Moll Antonio Vivaldi: Domine Deus aus Gloria RV 588/589 Ilja Hurník: Sonata da camera G. M. Hoffmann: Aria aus „Meine Seele rühmt und preist” Sopran Maria-Isabella Jung Violine Hibiki Oshima Violoncello Yuko Noda Flöte Vera Plagge Oboe Nicolas Thiébaud Cembalo Nadine Remmert 30. Oktober 2016, Laeiszhalle, Kl. Saal, 11 Uhr Karten: 9-22 €

www.staatsorchester-hamburg.de

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 31


Veranstalter

Tschaikowsky 1. Klavierkonzert Schostakowitsch 10. Symphonie

2 . Symphoniekonzert So 09.1 0.16 — 19.0 0 Uhr Laeiszhalle G roßer Saal Marcus Bosch , Dirigent Yevgeny Sudbin , Klavier

Werke von Bloch Milhaud Mendelssohn Bartholdy Saint-Saëns und Copland

1 . Kammerkonzert So 13 .1 0.16 — 19. 3 0 Uhr Laeiszhalle G roßer Saal Bruno Merse, Dirigent Kammerorchester der Symphoniker Hamburg

Die kleine Meerjungfrau Nach einer Erzählung von Hans Christian Andersen

1 . Kinderkonzert So 06 .11 .16 — 11 .0 0 und 14 . 3 0 Uhr Laeiszhalle G roßer Saal Jason Weaver, Dirigent Malin Büttner, Moderation

Schostakowitsch Aus jüdischer Volkspoesie Mahler Lied der Nacht

3 . Symphoniekonzert So 13 .11 .16 — 19.0 0 Uhr Laeiszhalle G roßer Saal Ion Marin , Dirigent Natalia Pavlova , Sopran Irina Shishkova , Mezzosopran Ilya Selivanov, Tenor

symphonikerhamburg.de

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05.09.16 09:58


NOCTURNAL DANCES STRINGS & PERCUSSIONS

03.11.2016 20:00 Uhr

Mit Werken von:

KEIKO ABE EDWARD ELGAR AULIS SALLINEN GEORGES BIZET & RODION SCHTSCHEDRIN

LAEISZHALLE GROSSER SAAL KONZERTEINFÜHRUNG 19:15 Uhr

Leitung

RALF GOTHÓNI Violoncello

ARTO NORAS ELBTONAL PERCUSSION

www.hamburgercamerata.com

TICKETS

Im Abo: 104 – 141 € Einzelkarte: 11– 31€

Konzertkasse Gerdes, info@konzertkassegerdes.de, Tel 040 / 45 58 02 sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 33


Veranstalter

PRESENTS

ENO BRIAN

THE SHIP SOUND-INSTALLATION IN DER ELBPHILHARMONIE

5.11.– 4.12.2016 TÄGLICH 14 –20 UHR KAISTUDIO 1 TICKETS IM VORVERKAUF UND VOR ORT 040 357 666 66 WWW.ELBPHILHARMONIE.DE

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PRESENTS

KAMMERMUSIK IN DER LAEISZHALLE META4 27.10.2016 »LOCKENHAUS ON TOUR« PEKKA KUUSISTO / NICOLAS ALTSTAEDT 08.12.2016 BAIBA UND LAUMA SKRIDE & FRIENDS 11.04.2017 BELCEA QUARTET / CUARTETO CASALS 28.05.2017

LAEISZHALLE KLEINER SAAL | 20 UHR TICKETS 040 357 666 66 WWW.ELBPHILHARMONIE.DE

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01.09.16 18:47 concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 35


Veranstalter

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29.08.16 13:44


www.kammermusikfreunde. de

FrEItAg | 11. NovEmBEr 2016 | 20.00 Uhr LAEISzhALLE | KLEINEr SAAL

Emerson String Quartet Ludwig van Beethoven: Streichquartett Es-Dur op. 127 Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 135 Ludwig van Beethoven: Streichquartett cis-moll op. 131

FrEItAg | 18. NovEmBEr 2016 | 20.00 Uhr LAEISzhALLE | KLEINEr SAAL

tetzlaff Quartett W. A. mozart: Streichquartett Nr. 16 Es-Dur Kv 428 (421b) Bela Bartók: Streichquartett Nr. 4 Jean Sibelius: Streichquartett d-moll op. 56 »voces Intimae« pro Konzert: E 42 / 32 / 22 / 13

SAmStAg | 4. märz 2017 | 18 Uhr ElbphilharmoniE | GroSSEr Saal

KAmmErmUSIKFESt!

»Die lange Nacht der Kammermusik« Sabine meyer Daniel müller-Schott menahem Pressler trio di Clarone und andere mehr

renaud Capuçon Sergei Nakariakov Cello Duello modigliani Quartett

Moderation: Ludwig Hartmann E 55 / 50 / 35 / 17 / 10

Karten: Elbphilharmonie Kulturcafé, am Mönckebergbrunnen/Barkhof 3, 20095 Hamburg, Konzertkasse im Brahms Kontor (gegenüber der Laeiszhalle), Johannes-Brahms-Platz 1, 20355 Hamburg, Mo –Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr. Telefonische Bestellungen: 040 - 357 666 66, Mo-Sa 10 –18 Uhr, sowie bei allen bekannten Konzertkassen und an der Abendkasse. Online: www.kammermusikfreunde.de Veranstalter: Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik e.V., Am Weiher 15, 20255 Hamburg

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 37


Veranstalter

CARL-PHILIPP-EMANUELBACH-CHOR HAMBURG

Johannes Brahms

Ein deutsches Requiem Symphonie Nr. 4 e-moll Christiane Oelze SOPRAN Michal Partyka BASS

Symphonieorchester der Philharmonie Stettin Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg LEITUNG Hansjörg Albrecht

Sonnabend, 12. November 2016, 20.00 Uhr Hamburg, Laeiszhalle Karten zu 10 /19 /29 /38 /46 Euro bei der Konzertkasse Gerdes (Tel.: 040 45 33 26), den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.eventim.de. Übliche Ermäßigungen an der Abendkasse. Info: www.cpe-bach-chor.de

38 Hamburg & Norddeutschland  concerti 10.16


CARL-PHILIPP-EMANUELBACH-CHOR HAMBURG

Weihnachtskonzert mit

Margot Käßmann

Adventlich-weihnachtliche Texte und Chormusik

Margot Käßmann LESUNGEN

Jane Berthe HARFE Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg LEITUNG Hansjörg Albrecht

Sonnabend, 26. November 2016, 15.30 Uhr und 19:30 Uhr Hamburg, Laeiszhalle Karten zu 15 / 27 / 34 Euro bei der Konzertkasse Gerdes (Tel.: 040 45 33 26), den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.eventim.de Übliche Ermäßigungen an der Abendkasse. Info: www.cpe-bach-chor.de

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 39


Veranstalter

Clemens von Ramin

Erlesene Begegnungen Eine Reihe von Wort und Musik im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg

Der kleine Prinz − Antoine de Saint-Exupéry

Friedrich Schiller − Besondere Liebschaften

Klavier: Sae-Nal Kim Lesung: Clemens v. Ramin

Lesung: Prof. Ingrid Sanne Lesung: Clemens v. Ramin

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Donnerstag, 23. Februar 2017, 19:30 Uhr

Weihnachten unter uns

Plaisir d’amour

Akkordeon: Natalie Böttcher Lesung: Clemens v. Ramin

Chanson: Jean-Claude Séférian Klavier: Christiane Séférian Lesung: Clemens v. Ramin

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19:30 Uhr

Donnerstag, 27. April 2017, 19:30 Uhr

Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes · Telefon: o4o / 45 33 26, 44 02 98 · info@konzertkassegerdes.de

40 Hamburg & Norddeutschland  concerti 10.16


Sonnabend, 29. Oktober 2016 · 18 Uhr

BEETHOVEN

MISSA SOLEMNIS Simona Sˇaturová Sopran Katrin Wundsam Alt Werner Güra Tenor Christof Fischesser Bass Chor St. Michaelis Concerto con Anima

auf Originalinstrumenten Konzertmeisterin: Ingeborg Scheerer

Leitung

Christoph Schoener Karten 8,– bis 48,– € zzgl. Vorverkaufsgebühren Vorverkauf MichelShop (Turmhalle) und unter www.michel-musik.de Konzertkasse Gerdes Telefon 040/440298 · 443326 sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen Restkarten und Ermäßigungen an der Abendkasse

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 41


Veranstalter

Bach-Wochen 2016 Hauptkirche St. Michaelis · Hamburg Sonnabend, 29. Oktober 2016 · 18.00 Uhr

Ludwig van Beethoven Missa Solemnis op. 123 Einzelheiten zum Konzert siehe vorherige Seite

Mittwoch, 2. November 2016 · 19.30 Uhr

Krypta-Konzert Juris Teichmanis – Violoncello Bach: Suite Nr. 1 G-Dur und Nr. 6 D-Dur BWV 1007 Reger: Suite G-Dur op. 131c Nr. 1 Bach: Suite Nr. 6 D-Dur BWV 1012 Karten: 25,– €

Sonnabend, 5. November 2016 · 19.00 Uhr

Ein Abend für Max Reger Reger: Acht Geistliche Gesänge op. 138 Brahms: Motette »Warum ist das Licht gegeben« op. 74,1 Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132 für zwei Klaviere Bach/Reger: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur für Klavier zu vier Händen Bach/Reger: Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903 für Orgel Reger: Phantasie und Fuge über BACH op. 46 für Orgel Christiane Behn · Mathias Weber Klavier Chor St. Michaelis Leitung und Orgel Christoph Schoener Karten: 25,– €

Mittwoch, 9. November 2016 · 19.30 Uhr

Krypta-Konzert »Zur Recreation des Gemüths« Werke von Bach, Biber, Walther, Froberger und Telemann Thomas Pietsch Violine · Bob van Asperen Cembalo Karten: 25,– €

42 Hamburg & Norddeutschland  concerti 10.16


Freitag, 11. November 2016 · 19.30 Uhr

Orgelkonzert Christoph Schoener Reger: Hommage à Bach – CD Präsentation Johann Sebastian Bach: Toccaten für Klavier, für Orgel bearbeitet von Max Reger fis-Moll BWV 910 / c-Moll BWV 911 / D-Dur BWV 912 d-Moll BWV 913 / g-Moll BWV 915 Karten: inkl. CD 25,– € / ohne CD 15,– € Preis der CD im MichelShop und unter www.michel-musik.de 19,90 € ab November 2016

Mittwoch, 16. November 2016 · 19.30 Uhr

Krypta-Konzert amaryllis quartett Bach: aus »Die Kunst der Fuge« BWV 1080 Reger: Klarinettenquintett A-Dur op. 146 Brahms: Streichquartett Nr. 3 B-Dur op. 67 Nikolaus Friedrich Klarinette amaryllis quartett Lena Wirth Violine · Gustav Frielinghaus Violine Tomoko Akasaka Viola · Yves Sandoz Violoncello Karten: 25,– €

Sonnabend, 19. November 2016 · 18.00 Uhr

Johannes Brahms Ein deutsches Requiem op. 45 Max Reger: Der Einsiedler op. 144a Hanna Zumsande Sopran · Oliver Zwarg Bass Chor St. Michaelis · Orchester St. Michaelis Leitung Christoph Schoener Karten: 8,– bis 42,– €

Ewigkeitssonntag, 20. November 2016 · 10.00 Uhr

Motette im Gottesdienst Brahms: »Warum ist das Licht gegeben« op. 64, Nr. 1 Chor St. Michaelis Leitung und Orgel Christoph Schoener Mittwoch, 23. November 2016 · 19.30 Uhr

Krypta-Konzert Klavierabend Wolf Harden Bach: Präludium und Fuge Es-Dur für Orgel BWV 552 für Klavier bearbeitet von F. Busoni (1890) Busoni: Sechs Elegien (1907) Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von J.S. Bach

Bach-Wochen 2016 Karten Preise zzgl. Vorverkaufsgebühren Restkarten und Ermäßigungen an der Abendkasse Vorverkauf MichelShop (Turmhalle St. Michaelis) und unter www.michel-musik.de Konzertkasse Gerdes Rothenbaumchaussee 77 20148 Hamburg Telefon 040/440298 · 453326 sowie bei allen Vorverkaufsstellen in Hamburg und bundesweit Informationen Michel-Musik-Büro Telefon 040/37678 143 info@michel-musik.de www.michel-musik.de

op. 81 Karten: 25,– €

concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 43


Veranstalter

Sonnabend, 19. November 2016 · 18 Uhr

BRAHMS REQUIEM REGER: DER EINSIEDLER op. 144a Hanna Zumsande Sopran Oliver Zwarg Bass Chor St. Michaelis Orchester St. Michaelis Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters und des NDR Elbphilharmonie Orchesters u.a.

Leitung

Christoph Schoener

Karten 8,– bis 42,– € zzgl. Vorverkaufsgebühren Vorverkauf MichelShop (Turmhalle) und unter www.michel-musik.de Konzertkasse Gerdes Telefon 040/440298 · 443326 sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen Restkarten und Ermäßigungen an der Abendkasse

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Sonnabend | 15. Oktober 2016 | 19.30 Uhr Matthias Weckmann zum 400. Geburtstag

Wie liegt die Stadt so wüste Eine Abendmusik mit Chor- und Orchesterwerken

Hanna Zumsande – Sopran Henning Voss – Altus Manuel König – Tenor Ralf Grobe – Bass Vokalensemble St. Jacobi Ensemble Schirokko Hamburg Gerhard Löfer – Leitung Tickets: 15 € (erm. 12 €) zzgl. VVG | www.konzertkassegerdes.de (040) 45 33 26 und Vorverkaufsstellen | AK Hauptkirche St. Jacobi | Steinstraße | U1 Steinstr. | U3 Mönckebergstr. | info@jacobus.de | www.jacobus.de Mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer für Kirchenmusik der Jacobus-Gesellschaft und die Stiftung Kirchenmusik.

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Veranstalter

SONNABEND, 12. NOVEMBER 2016, 19.00 UHR

ANTONÍN DVORÁK:

REQUIEM OP. 89 Konzert zum 175. Geburtstag des Komponisten

KATHERINA MÜLLER, Sopran YVI JÄNICKE, Alt JOHANNES GAUBITZ, Tenor ANDREAS SCHEIBNER, Bass KANTOREI ST. NIKOLAI HAMBURGER CAMERATA MATTHIAS HOFFMANN-BORGGREFE, Dirigent

Karten zu 11-37€ bei der Konzertkasse Gerdes, allen Vorverkaufsstellen und unter www.Hauptkirche-StNikolai.de /hauptkirche.stnikolai

www.Hauptkirche-StNikolai.de NIK 211 ANZ& 130x183mm.indd 1  concerti 10.16 46 Hamburg Norddeutschland

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Veranstalter

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Konzerte im oKtober Sonnabend, 1. Oktober, 18.00 Uhr Ein musikalisches Erntedankfest Festliche Vokal- und Instrumentalmusik von Schütz, Sammartini, Händel & Telemann Rainer Thomsen (Tenor), Birgit Busch (Oboe), Xaver Schult (Orgel) Sonnabend, 8. Oktober, 18.00 Uhr Orgel und Cembalo im Dialog Werke von Krebs, Soller & Planyavsky Eckart Begemann (Cembalo), Rainer Thomsen (Orgel)

Sonnabend, 22. Oktober, 18.00 Uhr NACHtKLANG A-cappella-Musik von di Lasso bis Lauridsen Cuori-Ensemble Hamburg, Leitung: Eva Hage Sonnabend, 29. Oktober, 18.00 Uhr Hamburger Streichquintett Werke von Boccherini & Glasunow Martin Blomenkamp & Alla Rutter (Violine), Istvan Lucacs (Viola), Tadao Kataoka & Ute Leschhorn-Kataoka (Violoncello)

www.johannis-eppendorf.de

Sonnabend, 15. Oktober, 18.00 Uhr Bach & Söhne Wiebke Bohnsack (Flöte), Isolde Kittel–Zerer (Cembalo)

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Veranstalter

STUNDE DER KIRCHEN MUSIK 45 MINUTEN AUSZEIT VOM ALLTAG JEDEN MITTWOCH, 17:15 UHR HAUPTKIRCHE ST. PETRI EINTRITT FREI www.kirchenmusik-in-hamburg.de

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Veranstalter

MUSIK IM MUSEUM ERARD-FESTIVAL 2016 1.10. Samstag, 11 Uhr 2.10. Sonntag, 11 Uhr Auf der Suche nach dem authentischen Klang | Ein Hamburger Klavierfestival | Informationen, Programm und Anmeldung unter http://mathias-weber.com —— ERARD-FESTIVAL 2016 1.10. Samstag, 18 Uhr Konzertabend mit Werken von Chopin, Hensel, Kosma, Ravel, Schumann u. a | Es spielen Mathias Weber, Francoise Tillard, Mayu Sugano, Gundel Deckert, Elina Akselrud und Knut Schoch | Informationen, Programm, Anmeldung unter http://mathias-weber.com —— ERARD-FESTIVAL 2016 2.10. Sonntag, 11 Uhr Festival Matinee: Studierende der Hochschulen Lübeck und Hamburg spielen Werke von Schubert, Chopin, Schumann, Liszt u. a. | Informationen, Programm und Anmeldung unter http://mathias-weber.com —— STUDIERENDE SPIELEN AUF HISTORISCHEN FLÜGELN 15.10. Samstag, 16 Uhr Studierende der Klavierklassen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg | Planung und Leitung: Prof. Hubert Rutkowski Museumseintritt

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© Museum für Kunst und Gewerbe, Foto: Lisa Notzke

Oktober

MASTER-PRÜFUNGSKONZERT 17.10. Montag, 19 Uhr Sungjin Choi (Klarinette) | Klasse Rupert Wachter Eintritt frei —— ERLESENE BEGEGNUNGEN 27.10. Donnerstag, 19.30 Uhr Der kleine Prinz – Antoine de SaintExupéry | Clemens von Ramin (Lesung), Sae-Nal Kim (Klavier) Karten 24 €, Konzertkasse Gerdes, Tel. 040 45 33 26, Abendkasse —— MUSIKALISCHE FÜHRUNGEN IN DER SAMMLUNG HISTORISCHE TASTENINSTRUMENTE Donnerstag, 18 Uhr 6.10. | 13.10. | 20.10. Sonntag, 16 Uhr 2.10. | 9.10. | 16.10. | 30.10. Museumseintritt


Mi 5. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei KLASSIK Klavier, Daniel Rodríguez Bach: Französische Suite Nr. 1 und Pasillos Fiesteros (Festliche “Pasillos”) Do 6. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei Der Arbeitskreis FINANZEN in der SPD Altona zeigt den Film „Wer rettet wen? Die Krise als Geschäftsmodell.” In diesem Film zeigen Leslie Franke und Herdolor Lorenz, wie Banken auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit ihre Geschäfte machen. Anschließend offene Diskussion. Fr 7. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei GITARRE – Spanische Musik, spanischer Wein, spanische Tänze. Ein Fest der Familien zur Rückkehr von Fabian in Hamburg (Platzreservierung sinnvoll)

Mi 19. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei KLASSIK Open Stage – für jeden Profi oder guten Amateur, der ein neues Stück ausprobieren will. Am Klavier ist Hausherr Herbert Bruhn (Anmeldung unter: 040 39 39 39) Fr 21. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei FLAMENCO Gitarre, Holger Schönwald & Gäste Mi 26. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei KLASSIK Klavier, Daniel Rodríguez Bach: Französische Suite Nr. 3 und Werke von Guillermo Uribe Holguín (Kolumbien) Fr 28. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei GITARRE, Holger Schönwald und Gast Tobias Tietze. Klassische und spanische Gitarre

So 9. Oktober 2016 – 16 Uhr 32 x Beethoven mit Hinrich Alpers 3. Abend: Grande Sonate pathétique Beethoven: Klaviersonaten Op. 13, Op. 14 Nr. 1/2 und Op. 22 Eintritt 30 €, Karten im Vorverkauf, an der Abendkasse und bei www.reservix.de Mi 12. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei KLASSIK Klavier, Daniel Rodríguez Bach: Französische Suite Nr. 2 und Werke von Adolfo Mejía (Kolumbien) Fr 14. Oktober 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei FLAMENCO Gitarre, Holger Schönwald & Gäste Sa 15. Oktober 2016 – 20 Uhr Jazz & Soul, Shereena und Ray Darwin (Jamaika) Neues Programm (Eintritt 18 €)

VORSCHAU: Mi 4. November 2016 – 20 Uhr, Eintritt frei KLASSIK Klavier, Daniel Rodríguez Bach: Französische Suite Nr. 4 und Werke von Alberto Ginastera (Argentinien) So 6. November 2016 – 16 Uhr Die Mondscheinsonate 32 x Beethoven, Hinrich Alpers spielt den 4. Abend mit den Klaviersonaten Op. 26, Op.27 1/2 & Op. 28 (Eintritt 30 €)

ALTE DRUCKEREI OTTENSEN Bahrenfelder Straße 73d 22765 Hamburg (Hinterhof am Spritzenplatz)

Tel.: 040 39 39 39 www.alte-druckerei-ottensen.de concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 53


Veranstalter

An das Leben Albéric Magnard (1865–1914): Chant funèbre Marko Muni Mihevc (*1957): Ouvertüre und Tanzsuite aus „Baba Jaga“ Jean Sibelius (1865–1957): 2. Sinfonie D-Dur, op. 43

Benefiz-Konzert zu Gunsten von

Bundesärztephilharmonie

3. Oktober 2016, 17 Uhr Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal Leitung: Jürgen Bruns Moderatorin: Eva Schramm NDR-Kultur Karten ab 18 EUR (Studenten 10 EUR auf allen Plätzen): Konzertkasse Gerdes, im Internet www.bundesärztephilharmonie.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse

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Schirmherrschaft für das Konzert: Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Hansestadt Hamburg

Schirmherrschaft für das Orchester: Prof. Dr. med. Frank-Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer


DI 25.10.2016 LAEISZHALLE / 20 UHR

Christmas With My Friends

SA 10.12.2016 Mehr! Theater

MICHAEL WOLLNY & VINCENT PEIRANI 13.02.17 LAEISZHALLE

BRANFORD MARSALIS QUARTET feat. KURT ELLING 28.02.17 ELBPHILHARMONIE

TICKETS: (0 40) 413 22 60 | KJ.DE concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 55


Veranstalter

ErwachsEnEn BILDUNG Unterrichtsreihen mit Dozent Dr. Eberhard Müller-Arp

WINTERSEMESTER 2016/2017

100 Meisterwerke

Filmmusik

A. brUcKnEr: SInFonIE nr. 8

VoM STUMMFILM bIS ZUM VIDEocLIP

Als „Symphonische Riesenschlan­ gen“ bezeichnete der Kritiker Eduard Hanslick Bruckners Sinfo­ nien. Nachdem Hermann Levi, der Bruckners Siebente erfolgreich ur­ aufgeführt hatte, die neue Sinfonie missfiel, arbeitete Bruckner sein Werk um. Diese zweite Version spielten die Wiener Philharmo­ niker erstmals am 18. Dezember 1892. Die ursprüngliche Fassung von 1887 wurde erst 1973 uraufge­ führt. So oder so zählt Bruckners 8. Sinfonie zu den bedeutendsten Werken der sinfonischen Literatur. Im Vergleich verschiedener Inter­ pretationen und Fassungen, mit In­ formationen zur Entstehung und zahlreichen Erläuterungen werden Sie die Sinfonie intensiv kennen und verstehen lernen.

Was wäre Sergio Leones Film Spiel mir das Lied vom Tod ohne die Musik von Ennio Morricone oder Viscon­ tis Tod in Venedig ohne das Adagiet­ to aus Mahlers 5. Sinfonie? – kaum vorstellbar. Das Gesamtkunstwerk Film ist ein Konglomerat aus be­ wegten Bildern, Geräuschen, Spra­ che und Musik. In einem Streifzug durch die Geschichte des Films soll an ausgesuchten Beispielen erör­ tert werden, wie Filmmusik funk­ tioniert und hergestellt wird. Dazu werden wir eine Reihe Filmszenen auf den Zusammenhang von Bild und Musik hin untersuchen und deren wahrnehmungstheoretische und ästhetische Grundlagen erör­ tern. Ein Kurs der sich mit unserer Wahrnehmung, befasst, in dem unser ganzheitliches Erleben ein zentrales Thema sein wird. Ein Kurs für Auge und Ohr.

Dieser Kurs bietet einen Einblick in die Werkstatt des Komponierens in der Zeit von 1770 – 1830, der Musik des Wiener klassischen Stils und der beginnenden Romantik. Anhand von Hörbeispielen und Werkanalysen, Skizzenmaterial und überlieferten Lehrbüchern werden Sie die Sprache dieser Musik genauer kennen lernen. Erläutert werden Begriffe aus Harmonielehre und Kontrapunkt, Formen und Satztechniken. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Material wird das Hö­ ren und Verstehen geschult. Um eine musikalische Sprache zu er­ lernen und in Übungsaufgaben nachvollziehen zu können, sind Notenkenntnisse erforderlich. Der Besuch des Kurses Im Inneren der Musikalischen Sprache (1) ist keine Voraussetzung!

15 Unterrichtseinheiten 2.11.2016 bis 27.02.2017 Mittwochs 18.45 – 20.15 Uhr ORT: Hamburger Konservatorium Sülldorfer Landstraße 196 KURSGEBüHR: € 160,-

15 Unterrichtseinheiten 3.11.2016 bis 2.3.2017 Donnerstags 18.00 – 19.30 Uhr ORT: Medienbunker | 4. Stock Feldstraße 66 | 20359 Hamburg KURSGEBüHR: € 160,-

Der besuch des Konzertes der Hamburger Symphoniker unter der Leitung von Jeffrey Tate ist in der Kursgebühr inbegriffen.

7 Unterrichtseinheiten 3.11. bis 15.12.2016 Donnerstags 19.45 – 21.15 Uhr ORT: Medienbunker | 4. Stock Feldstraße 66 | 20359 Hamburg KURSGEBüHR: € 120,inkl. Konzertbesuch am 4.12.2016

Im Inneren der Musi­ kalischen Sprache (2)

Info und Anmeldung: Tel. 040 - 870 877 19 oder veranstaltungen@hamburger-konservatorium.de hamburger-konservatorium.de

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nÄhEr an DEr MUsIK

sEIt 2005

8. und 9. OKTOBER 2016 | jeweils 15.30 | 17.00 | 18.30 und 20.00 Uhr | Medienbunker

EIN SINfONIEORCHESTER AUS 200 HAUSHALTSGERäTEN SpIELT LIVE IM BUNKER

Michael Petermanns Blödes Orchester aus historischen Staub­ saugern, Mixern und Waschma schinen wurde nach fulmi­ nanten Auswärtspräsentationen von seinem Schöpfer frisch herausgeputzt. Derart aufs Podest gehoben, entfalten die geliebten Haushaltshelfer ihre verbor genen Fähigkeiten: Ge­ müsereiben singen Arien, Föne stimmen adrette Harmonien an und Rasierer hüpfen mit ihren markigen Rhythmen bei­ nahe von der Bühne. Elektrisierend! Das Hamburger Abend­ blatt nannte es »Hamburgs auf regendster Klangkörper«. von und mit MICHAEL pETERMANN Dauer: jeweils ca. 50 Minuten inkl. Werkeinführung.

bunkerrauschen.de

Eine Veranstaltung des HAMBURGER KONSERVATORIUMS in Zusammenarbeit mit WEISSER RAUSCH Musik und Theater Medienbunker | Feldstraße 66 | 20359 Hamburg | 4. Stock | U3 und Metrobus 3: Haltestelle Feldstraße (Parkplätze gegen Gebühr vorhanden) Karten zu € 9,00 (erm. 5,00) an der Kasse. Vorbestellung nicht erforderlich. Sondervorstellungen für Gruppen bis 25 Personen auf Anfrage.

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CONCERTI-Buh/Kreis/Orlowsky (130x90mm) .qxp_Layout 1 02.09.16 11:29 Seite 1

Veranstalter

KOMÖDIE

E X T R A IM W IN T E R H U D E R F Ä H R H AU S Hudtwalckerstraße 13 | 22299 Hamburg

Bidla Buh

Robert Kreis

David Orlowsky Trio

Sekt, Frack und Rock’n’Roll

Großstadtfieber

Paris – Odessa

Sonntag, 16.10.2016 | 11.30 Uhr Eintritt: € 23,–

Sonntag, 23.10.2016 | 11.30 Uhr Montag, 31.10.2016 | 19.30 Uhr Eintritt: € 25,– Montag, 24.10.2016 | 19.30 Uhr Eintritt: € 24,–

Karten: (040) 480 680 80 | Online-Tickets: www.komoedie-hamburg.de

carl orff carmina burana henrik albrecht leben: eine schubertiade

7 0 jahre

uraufführung choroper (auftragswerk des franz-schubert-chores)

sopran | karola pavone tenor | michael connaire bariton | maximilian krummen franz-schubert-chor | hamburger symphoniker singschule niendorf | lokstedter kinderkantorei leitung | christiane hrasky

glücksfall 5.11.2016 [samstag] 20 uhr

laeiszhalle hamburg

großer saal

karten ab 11 € unter www.ADticket.de und an allen vorverkaufsstellen infos: www.franz-schubert-chor.de

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HAMBURG · L AEISZHALLE

Florian Glemser

Sonntag, 30. Oktober 2016, 11 Uhr

Ludwig van Beethoven •Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84 •Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 •Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Klavier: Florian Glemser Leitung: Heribert Beissel www.klassische-philharmonie-bonn.de

Mit Programmeinführung um 10.15 Uhr.

Laeiszhalle, 35 76 66 66 Elbphilharmonie Kulturcafé Barkhof 3, 35 76 66 66 Schumacher, 34 30 44 Konzertkasse Gerdes Tel. 45 03 50 60 Kartenhaus, Gertigstr. 4 Tel. 2 70 11 69 Theaterkasse im SEZ Cuxhavener Str. 335 Tel. 7 02 6314 Tickethotline: 0180 / 5040300 (0,14 €/Min) (Mobilfunk max. 0,42 €/Min.)

Internet: www.ADticket.de

Infos: 040 / 56 6176

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Veranstalter

08. Oktober 2016 | 20 Uhr Laeiszhalle Hamburg | Großer Saal

Mozart

REQUIEM KV 626

Altonaer Singakademie

Vasks

PATER NOSTER

VESPERAE SOLENNES DE CONFESSORE KV 339 Hanna Zumsande | Sopran Altonaer Singakademie Eva Maria Summerer | Alt Junges Philharmonisches Mirko Ludwig | Tenor Orchester Niedersachsen Andreas Heinemeyer | Bass Leitung: Matthias Mensching

Karten von 17 – 26 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühren über www.adticket.de sowie bei div. Vorverkaufsstellen. Ermäßigungen an der Abendkasse.

Freitag, 30. September 2016, 19:30 Uhr · 137. Wandsbeker Abendmusik

Operettenzauber

Linda Joan Berg (Sopran), Timo Rößner (Tenor), Gerd Jordan (Klavier) Ein Melodienreigen mit Werken von F. Lehár, P. Lincke, R. Stolz & E. Kálmán

Sonntag, 16. Oktober 2016, 19:30 Uhr · Musik und Dichtung

Deutsches Denken, Fühlen, Wollen: Gedichte des 19. Jahrhunderts Dirk Hogestraat (Lesung), Gerd Jordan (Klavier). Prosa & Lyrik von Klassik über Vormärz bis Realismus. Haydn: Sonaten C-Dur Hob. XVI:35, D-Dur Hob. XVI:37 & c-Moll Hob. XVI:20

Freitag, 28. Oktober 2016, 19:30 Uhr · 138. Wandsbeker Abendmusik

Barockabend

Ulrike Höfs (Flöte), Gustav Frielinghaus (Violine), Jacob Stepp (Cello), Gerd Jordan (Cembalo) Teile aus dem Musikalischen Opfer von Bach und Triosonaten des Barock

Freitag, 25. November 2016, 19:30 Uhr · 139. Wandsbeker Abendmusik

Lieder & Klaviermusik von Franz Schubert Jannes Philipp Mönnighoff (Tenor), Gerd Jordan (Klavier) Ein musikalischer Ausflug in die frühe Romantik

Freitag, 27. Januar 2017, 19:30 Uhr · 140. Wandsbeker Abendmusik

Klavier und Orgel zu vier Händen und Füßen

Paul Fasang & Gerd Jordan (Klavier & Orgel). Schumann: Sinfonie Nr. 3 u. a.

Konzerte in der Christuskirche Wandsbek

Robert Schuman Brücke 1 • (U Wandsbek Markt) • Eintritt & Getränke frei • Spenden für die Kirchenmusik sind erbeten! 60 Hamburg & Norddeutschland  concerti 10.16


St. Georgskirche am Hauptbahnhof (Hl. Dreieinigkeitskirche) Samstag, 12. November 2016, 20 Uhr

Guiseppe Verdi: MESSA DA REQUIEM Angelica Cuparius (Sopran), Sonja Boskou (Mezzosopran) Johannes Harten (Tenor), Marc Kugel (Bass) junge kantorei st. georg, Hugo Distler-Chor Orchester St. Georg, Leitung: Ingo Müller Eintritt: 23/18/13/8,– € (ermäßigt 21/16/9/4,– €) Vorverkauf: Weinkauf St. Georg (Lange Reihe 73), Optik Beckert (Lange Reihe 55) Kartentelefon: 040-280 567 07 (Mo 19:30 – 21:30, Do 12:30 – 15:30 Uhr) Mailbestellung: konzertkarten@stgeorg-borgfelde.de Diese Aufführung wird gesponsert von Karl-Heinz Ramke, St. Georg.

100 Cellisten in Hamburg 2016 Staatliche Jugendmusikschule Hamburg

Abschlusskonzert der 15. Cellotage für Kinder und Jugendliche

Sonntag · 2. Oktober 2016 · 17 Uhr Laeiszhalle · Johannes-Brahms-Platz www.100-cellisten-hamburg.com Karten zu 12 € / ermäßigt 7 € über www.ADTicket.de CELLOTAGE HAMBURG

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Veranstalter

Die Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg lädt ein:

„Reden über Musik“ Teil IV: Liedgesang Gemeinsam Musik hören, beurteilen. Über Komponisten, Interpretation und Fragen des aktuellen Musiklebens plaudern. Ein lockeres Beisammensein, bei dem jede/r eigene Gedanken einbringen kann. Kein Vorwissen nötig – nur offene Ohren!

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 18 Uhr Lichtwarksaal, Neanderstraße · Eintritt frei Freitag, 30. September 2016, 19 Uhr

„Seht ihr’s, Freunde?“ Tristan und Isolde im Film Prof. Dr. Sabine Sonntag (Hannover)

Freitag, 28. Oktober 2016, 19 Uhr

Gesamtkunstwerk Musiktheater – Wie vermittelt man die Faszination Oper? Ralf Tiedemann, Chefredakteur des Magazins „Das Opernglas“, berichtet aus seiner Arbeit

Warburg-Haus · Heilwigstr. 116 · Eintritt: 9,-/6,Abendkasse, kein VVK · Weitere Informationen unter 040/2997197

RICHARD-WAGNERVERBAND HAMBURG wagner-verband-hamburg.de

Das Kindermusical mit neuen und traditionellen Weihnachtsliedern

Die Himmelskinder-Weihnacht

von Wolfram Eicke („Der kleine Tag“) und Dieter Faber (Produzent der „Pettersson und Findus“ Lieder)

26.11. bis 23.12.2016 Elbarkaden Theater Hafencity

Hongkongstraße 2-4, Hamburg - Tickets überall im VVK erhältlich Veranstalter: Michow Concerts Entertainment GmbH, Hopfenmarkt 31, 20457 Hamburg

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G S TAV M H L E R VvEereiniGunG R E I N I G U N G Eh . VaMburG ., H AMBURG GUustav MAahler E HRENPRÄSIDENT L EONARD B ERNSTEIN

G E G R Ü N D 2016 E T 1 9 8·8 19:30 Uhr Sonntag, 16. Oktober Dienstag, 29. April 2008, 19.00–Uhr, Warburg-Haus, Laeiszhalle Kleiner Saal Heilwigstr. 116

GU STAV M A H L E R LiEdErabEnd und die junge Opernsängerin

ANNA von MILDENBURG Michaela Schuster Mezzosopran Eine Hamburger „Affäre“ Matthias Veit Klavier

PROF. DR. FRANZ WILLNAUER

Herausgeber Briefe Mahlers an & Anna Lieder von Mahler,der Korngold, Reger Weill © Nikola Stege

Vortrag mit Bildern und Musik

Benefiz für das Gustav Mahler-Museum im KomponistenQuartier Hamburg (Eintritt frei)

Eintritt: 20 € · erm. 10 € · Abendkasse · VVK: KK Gerdes, Tel: 040-45 33 26 · www.gmvhh.de

Samstag, 15. Oktober, 21:00 Uhr

Donnerstag, 20. Oktober, 19:30 Uhr

Nachtmusik

Klezmer und mehr!

Zu den Klängen von Barockvioline und Laute oder Theorbe machen es sich die Zuhörer auf Kissen und Yogamatten bequem: Musik genießen – ohne Anzug und Etikette. Karten: 15,-/erm. 10,- EUR. Abendkasse. VVK: Konzertkasse Gerdes & alle VVK-Stellen

Klezmer trifft auf Swing, Balkan auf Klassik, Melancholie auf Witz, Intimität auf orchestralen Sound! Karten: 15,-/erm. 10,- EUR. Abendkasse. VVK: Konzertkasse Gerdes & alle VVK-Stellen

Ensemble Ombra e Luce (Berlin)

Ensemble Yxalag

Tschaikowsky-Saal Tschaikowskyplatz 2 20355 Hamburg www.tsaal.de

Anz_Concerti_20160825_8

25.08.2016

18:40 Uhr

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Benefizkonzert für das Fanny und Felix Mendelssohn-Museum im KomponistenQuartier

Ragna Schirmer

Liebe in Variationen Werke von Clara und Robert Schumann sowie von Johannes Brahms

22. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Auditorium der Bucerius Law School, Jungiusstraße 6, 20355 Hamburg, Eintrittspreise  40,–/30,–/20,– zzgl. Vorverkaufsgebühr, Konzertkasse Gerdes concerti 10.16 Hamburg & Norddeutschland 63


SOIRÉE & SALON

Nachtwache Chorwerke und Lyrik der Romantik 27. Oktober 2016, 21 Uhr Werner-Otto-Saal Mit Johanna Wokalek und dem Balthasar-Neumann-Chor Leitung: Thomas Hengelbrock Mit Gedichten von Eichendorff, Novalis und Heine sowie Vokalwerken von Brahms, Schumann und Mendelssohn spiegelt dieser außergewöhnliche Abend das Lebensgefühl einer ganzen Epoche wider. Eine spartenübergreifende Veranstaltung mit Konzert, Podiumsgespräch und Führungen durch die Sammlung des 19. Jahrhunderts.

Tickets an der Museumskasse, unter www.hamburger-kunsthalle.de, über die Konzertkasse Gerdes und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Gefördert durch die Hermann Rauhe Stiftung und die Franz Wirth-Gedächtnis-Stiftung.

Foto: Silvia Lelli

Eintritt regulär: 30 €, ermäßigt: 20 € (Sichteingeschränkte Plätze: 15 € / 10 €)


Festivals In Deutschland und Europa – wir stellen Ihnen die interessantesten Programme, Orte und Künstler vor

Foto: Sébastien Grébille

Manchmal kommt das Wasser bei den »rainy days« von unten: Georg Nussbaumers Tristan und Apnoe (2015)

24_Luxemburg Ohren auf, Augen auf! Unter dem Motto „Into the Wild“ verspricht das Festival

„rainy days“ der Philharmonie Luxembourg rahmensprengende Erlebnisse für drinnen und draußen 26_Reykjavik Islands verborgene Energie Im Land der Vulkane und Geysire steht die Neue Musik hoch im Kurs. Davon zeugt eine lebendige Szene, die mit den „Dark Music Days“ breite Publikumsschichten erreicht Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

Oktober 2016 concerti   23


Festivalguide

Ohren auf, Augen auf! Unter dem Motto »Into the Wild« verspricht das Festival

Rainy days der Philharmonie Luxembourg rahmensprengende

Erlebnisse – drinnen und draußen. Von Thierry Hick

24 concerti Oktober 2016

= Zeitraum

= Künstler

= Ort

Foto: Sébastien Grébille, Alfonso Salgueiro

N

ein, zeitgenössische ker und Komponisten sind von Mozartkugeln auf der BühMusik muss nicht elitär getrennte Wege gegangen. So ne, eine Aufführung im Unteroder unzugänglich war es kein Zufall, dass die da- geschoss des Philharmoniesein! Das Luxemburger Festival mals neue Luxemburger Phil- Parkhauses: die „rainy days“ „rainy days“ zeigt den Weg zu harmonie 2005 die Organisati- sorgen Jahr für Jahr für Überraschungen. Die Zuhörer soleiner spannenden, unterhalt- on des Festivals übernahm. samen und vor allem intensilen nicht nur in eine auditive ven Begegnung mit Musik von Ein Bogenschütze, der mit Welt entführt werden, die BilPfeilen ein Cello zertümmert heute. der, also das rein Visuelle, spielt Eine Begegnung die seit der „Die ‚rainy days‘ sollen in der eine wesentliche Rolle. Nach Gründung des Festivals stets Luxemburger Kulturlandschaft dem Motto „Ohren auf, Augen in einem „familiären“ Ambien- verankert werden, obwohl es auf“ hat sich das Festival zum te stattfindet. Bei den „rainy hierzulande keine feste Szene Ziel gesetzt, die Entdeckung days“ wird nicht über zeitge- zeitgenössischer Musik gibt“, moderner Musik durch multinössische Kompositionstech- erklärte Bernhard Günther, mediale Kanäle zu fördern. Die niken gefachsimpelt, das gesel- Philharmonie-Dramaturg und mögliche und zum Teil feststelllige Treffen und Erleben rund Festivalleiter, 2014 zum 15. Ge- bare Hemmschwelle zu dieser Musik wird so tief wie möglich um die Musik steht im Mittel- burtstag der „rainy days“. punkt und wird gefördert. Ein Ständchen in einer Imbiss- heruntergeschraubt. Kein Wunder, dass bekannte bude auf dem „Knuedler“-Platz „Wie auch immer es sich verhält Komponisten immer wieder im Herzen der Hauptstadt mit der Vergangenheit in der den Weg nach Luxemburg fin- Luxemburg, eine Musikperfor- Gegenwart – eines ist sicher: den. mance in einem Schwimm­ Kaum ein künstlerisches MeIm Jahre 2000 gründete eine becken, ein Bogenschütze, der dium eignet sich so gut für Gruppe von begeisterten An- mit seinen Pfeilen ein Cello Rückblenden, Erinnerungen, hängern zeitgenössischer Mu- zertrümmert, das Genießen jahrhundertübergreifende Resik um die Komponisten und Musiker Claude Lenners und Guy Frisch die „rainy days“. Ende der 1990 Jahre war die Luxemburger Szene „moderner“ Musik noch in Ordnung. Später sind neue, nicht immer musikalische Dissonanzen aufgetreten. Neben der 1983 gegründeten „Lëtzebuerger Gesellschaft fier Nei Musek“ sind Neue Musik entspannt die „Noise Watchers“ und das genießen: »rainy days« Ensemble „United Instruments bei trockenem Wetter of Lucilin“ aufgetreten: Musi-


Gastgeber des Festivals: die Philharmonie Luxembourg mit hauseigenem Orchester

MOZART WOCHE 2017

26. JÄNNER – 5. FEBRUAR

Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

Konzerte Wissenschaft Museen

Nötigen Freiraum gewähren

Dass die „rainy days“ auch ein Luxemburger Festival sind, steht den Organisatoren immer vor Augen. Dank großzügiger finanzieller Mittel kann die Philharmonie als Veranstalter und Austragungsort zahlreichen Luxemburger Künstlern und lokalen Ensembles den nötigen Freiraum gewähren. Der Katalog der eigens für das Festival bestellten Uraufführungen seit der Gründung der

Tickets: T. +43-662-87 31 54 www.mozarteum.at

flexionen und Querverbindun- „rainy days“ ist bemerkenswert. rainy days – festival de musique gen – oder bildlich gesprochen: Für Bernhard Günther werden novelle: into the wild 2.–11.12.2016 für Zeitreisen – wie die Musik“, es 2016 die letzten „rainy days“ Orchestre Philharmonique du Luxemunterstreicht Bernhard Gün- sein. Ab 2017 wird der Musikbourg, Ilan Volkov, Noise Watchers Acousmonium, Tuba Consort ther seit Jahren. Der Festival- spezialist die künstlerische Luxembourg, PHACE, Blueblut, leiter hat viele Anreize geschaf- Leitung des „Wien Modern“ensemble recherche u. a. 81,5x88_mowo17_concerti.qxp_Layout 1 02.09.16 19:26 Seite 1 fen, der heutigen Musik eine Festivals Luxembourg übernehmen. breit angelegte Perspektive zu geben. Zeitgenössische Musiker und Komponisten mit historischen Ensembles Alter Musik oder Altmeistern zu konfrontieren, gehört seit jeher zum Festivalalltag. Brücken zwischen Berio, Ligeti, Penderecki, Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm und „historische“ Komponisten zu provozieren sind keine Seltenheit.

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Festivalguide

Islands verborgene Energie Im Land der Vulkane und Geysire steht die Neue Musik hoch im Kurs. Davon zeugt eine lebendige Szene, die mit den Dark Music Days breite Publikumsschichten erreicht. Von Marcus Stäbler

Schaurig-schönes Reiseziel für Melancholiker – und Sonnenallergiker: Islands Lavalandschaft

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Musikwerdung der schroffen Naturgewalt

Die schroffen Naturgewalten der Vulkaninsel im NordatlanSchon die Fahrt vom Flughafen tik scheinen auch in der Musik in die Hauptstadt Reykjavík des Landes ihre Spuren zu vermittelt einen Eindruck vom hinterlassen. Dieser Eindruck ganz eigenen, ziemlich rauen drängt sich jedenfalls bei der Charme der Insel Island. Wer Begegnung mit den Werken in dieser Jahreszeit nach 17 Uhr von Jón Leifs auf, die bei den anreist, hat den sechs Stunden „Dark Music Days“ traditionell kurzen Auftritt der Sonne dort eine Sonderrolle einnehmen. schon verpasst – und erlebt Der 1899 geborene und 1968 eine eigentümliche Stimmung, verstorbene Komponist und wenn sich der Nebel wie ein Dirigent ist die überragende grauer Schleier über die Lava- Vaterfigur der noch ziemlich landschaft legt. Ein schaurig- jungen Musikszene Islands. Er vertont nicht nur alte isländischönes Schauspiel. sche Sagen, sondern porträtiert in seiner klangmächtigen Orchestersprache auch die Lebenswirklichkeit der Insel: Wenn er etwa Posaunen, Fagotte und Kontrabässe dissonant wummern lässt, offenbart sich eine urwüchsige Kraft, die im Untergrund brodelt und jeden Moment emporschießen kann. Diese Energie zeichnet viele der Werke aus, die bei den „Dark Music Days“ zu erleben sind. Doch natürlich klingt beileibe nicht alles nach Schwefeldämpfen und Geysiren. Obwohl die Neue-Musik-Szene zahlenmäßig überschaubar ist, deckt sie eine große stilistische Bandbreite ab – von traditionsgeprägten Orchesterwerken über die filigrane Kammermusik bis hin zu frickeligen Computersounds. = Zeitraum

= Künstler

= Ort

Foto: Rolf_52/shutterstock, Fridgeir Einarsson

I

n der Dunkelheit sind unsre Sinne geschärft. Wir riechen, tasten und – nicht zu vergessen! – hören auch besser und intensiver als bei Tageslicht. Vielleicht haben die isländischen Komponisten deshalb beschlossen, ihr 1980 gegründetes Festival für Neue Musik in die düstere Jahreszeit zu verlegen. Seit über 35 Jahren laden die „Dark Music Days“ ihre Besucher jeweils Ende Januar zu einem drei- bis viertägigen Trip in eine faszinierend fremdartige Welt.


Lust auf Klassik? Über 70.000 Veranstaltungen Karten unter: www.reservix.de

Zuweilen trägt der neue Festivalleiter den Vollbart auch nur halbseitig: Gunnar Karel Másson

Bankenkrise hat das Interesse für die Kultur verstärkt

Die Vielfalt ist auch das Resultat der sehr internationalen Biografien: In einer kleinen Nation wie Island gehört es ganz selbstverständlich zum guten Ton, für längere Zeit im Ausland studiert zu haben. Nahezu alle Musiker und Komponisten haben die weite Welt gesehen und ihr eigenes Tun von außen betrachtet. Dadurch entsteht ein Klima der Offenheit, wie man es in manchen vermeintlichen Musikmetropolen in Mitteleuropa vergeblich sucht. Kjartan Olafsson, der langjährige Leiter des Festivals, hat dieses breite Spektrum mit vielen Uraufführungen abgebildet und zu einer extrem spannenden Adresse gemacht. Mit rund 3500 Besuchern haben die „Dark Music Days“ unter seiner Ägide etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung Islands angelockt – das wäre bei einem Neue-Musik-

Festival in Deutschland undenkbar. Neue Musik wird auf Island sehr ernst genommen. Gerade nach den Folgen der verheerenden Bankenkrise, die das Interesse für die Kultur nicht etwa gemindert, sondern verstärkt hat. Symbol für diesen Aufbruch und den Glauben an die Musik ist das 2011 eröffnete und traumhaft am Wasser gelegene Konzerthaus „Harpa“ in Reyk­ javík, seit 2012 auch Heimat der „Dark Music Days“. Ab kommenden Januar wird dort der Komponist Gunnar Karel Másson das Festival leiten und mit spannenden Konzerten Licht ins isländische Dunkel bringen. Myrkir Músíkdagar – Dark Music Days 28.–30.1.2016 Caput Ensemble, Dans les arbres, Icelandic Symphony Orchestra, Reykjavík Chamber Ensemble, Vox Feminae u. a. Reykjavík

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Jubiläums -Tour Erleben Sie diese zwölf Meistersänger mit kraftvollen Stimmen und geballter Energie. Zum 10-jährigen Jubiläum präsentieren sie eine ganz besonderen Show. Zahlreiche Termine bundesweit auf www.reservix.de

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reportage

Typisch Klassik! Über Klassikliebhaber gibt es mehr Klischees als handfeste Daten. concerti erhob daher gemeinsam mit der Hamburg Media School eine studie über die Hörer klassischer Musik in Deutschland. Von Maximilian Theiss

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angesichts der zahlreichen Möglichkeiten des Musikkonsums allenfalls Anhaltspunkte, aber keine aussagekräftigen Größen mehr. Eine Zahl der Allensbacher Werbeträgeranalyse (AWA) jedoch lässt aufhorchen: Ein Drittel aller Bundesbürger gibt an, grundsätzlich gerne oder gar sehr gerne klassische Musik zu hören. Allein diese Erhebung widerlegt von vornherein die These, dass es sich hier nur noch um eine mehr oder weniger elitäre Splittergruppe handelt. Stattdessen gehören Mozart, Beethoven und Co. nach wie vor zum kulturellen Kanon der Bevölkerung. Wie tickt eigentlich der Klassikhörer?

Die große Unbekannte ist also, wer denn eigentlich diese Klassikfans sind, in welchen sozialen Gruppen und Schichten sie sich befinden und – wie sie überhaupt „ticken“. Um etwas Licht ins große Dunkel zu bringen, hat concerti in Zusammenarbeit mit der Hamburg Media School einen Fragebogen entworfen. Die Resonanz war mit knapp 5 000 Teilnehmern höher als erwartet. „Dadurch, dass ausgesprochen viele Veranstalter auf unsere

Studie hingewiesen haben, hatten wir am Ende eine Reichweite von vier Millionen Personen in der Zielgruppe“, erklärt Felix Husmann, der als Anzeigenleiter bei concerti die Studie mitinitiiert hat: „Das heißt wiederum, dass wir auch außerhalb des concerti-Beckens fischen und somit unseren Teilnehmerkreis erweitern konnten.“ Zwei Drittel der Hörer spielen selbst ein Instrument

Dass sich unter den Klassikhörern im Vergleich zur Gesamtbevölkerung doppelt so viele Menschen mit Abitur befinden, gehört zu jenen Ergebnissen, die man bereits vermutete. Dasselbe gilt für deren Finanzkraft, die leicht erhöht ist. Auch dass Orchesterkonzerten der größte Vorzug vor der Oper und der Kammermusik gegeben wird, bestätigt den landläufigen Eindruck. Schon erstaunlicher jedoch erscheint die Tatsache, dass zwei Drittel der Klassikhörer in der Freizeit selbst musizieren, ebenso viele kamen bereits während der Kindheit im Kreis der Familie mit der Klassik in Kontakt, für knapp die Hälfte spielte außerdem die (Musik-)Schule eine bedeutende Rolle. Da die Ver-

Foto: Beethoven Orchester Bonn

D

er Mythos vom „Silbersee grauhaariger Menschen“ im Konzertsaal mag so falsch nicht sein. Dennoch ist das zu kurz gedacht: Das Konzert ist nur eine Möglichkeit unter vielen, um klassische Musik zu konsumieren. Aber heißt es nicht, die Verkaufszahlen der Tonträgerindustrie nähmen seit Jahren ab? Andererseits wächst beispielsweise das kostenfreie Angebot im Internet immens, viele Künstler stellen bereits ausgewählte Clips auf ihren Websites zur Verfügung. Außerdem gibt es ja noch die Informationsmedien – die jedoch immer weniger auf kulturelle Themen eingehen. Und was ist mit den sozialen Medien, die gleichermaßen von Veranstaltern, Konzerthäusern und Künstlern leidenschaftlich genutzt werden? Irgendjemand muss ihnen doch Aufmerksamkeit schenken, sonst würden sie sich nicht die Mühe machen. Dafür, dass viele Menschen so einhellig ins Lamento einstimmen, wie schlecht es um die Klassik stehe, sind die Argumentationen erstaunlich schwammig, denn Rundfunkund TV-Quoten, Zuschauerzahlen und CD-Verkäufe sind


Nur ältere Besucher im Klassikkonzert? – Der silbergraue Schein in der Beethovenhalle Bonn trügt

anstalter auch in Zukunft einen vollen Saal und die Plattenlabels Käufer haben wollen, sind die Zahlen klare Argumente für Projekte wie „Jedem Kind ein Instrument“ und weitere Musikvermittlungsprogramme. Ein Phänomen jedoch sollte der Musikindustrie zu denken geben: Bei den Hörern haben die Genregrenzen bei weitem nicht die Bedeutung, die ihnen die Entscheidungsträger ein-

räumen. 60 Prozent etwa behaupten, dass diese Grenzen ständig in Bewegung und im Wandel sind. Dazu passt auch, dass nur einem Drittel die Trennung zwischen E- und UMusik wichtig ist. Beim Radio gibt es bereits Tendenzen, die Klassifizierungen aufzuweichen. „Interessant wird ein Programm oft dadurch, dass man nicht nach dem Kriterium vorgeht, was jetzt Klassik, Jazz oder Pop ist, sondern dass man

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sich überlegt, was gute Musik ist und welche Zusammenhänge innerhalb dieser guten Musik geschaffen werden können“, resümiert etwa Stefan Lang von Deutschlandradio Kultur. Die leidenschaftlichsten Klassikhörer: die Jungen

Die Zahlen bezüglich der jüngeren Hörerschaft sind übrigens ermutigend, wobei natürlich zu berücksichtigen ist,

02.09.16 09:06 Oktober 2016 concerti  29


reportage

Durchaus bunt gemischt: Besucher der Kölner Philharmonie

30 concerti Oktober 2016

nusshörern zählen. Dann bilden nämlich sie die größte Zielgruppe, die Veranstalter und Musiker im Blick haben müssen, wollen sie erfolgreich sein.“ Unter denjenigen, die öfter als zehnmal im Jahr ein Konzert besuchen, bilden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die größte Gruppe. Außerdem spielt bei ihnen die emotionale Kraft der Musik die mit Abstand größte Rolle, während mit zunehmendem

Alter der Aspekt der Allgemeinbildung und Entspannung zunimmt. Einig sind sich die Teilnehmer aller Altersstufen darin, dass der Aspekt der Tradition nur eine untergeordnete Rolle spielt. Das ist vielleicht die erfreulichste Nachricht der Studie. Denn sie besagt, dass ein stures Festhalten an Bestehendem nicht nur die Vielfalt der Musikkultur selbst lähmt, sondern auch deren breiter Akzeptanz schadet.

Foto: Mathias Baus, Maik Scharfscheer

dass nur die Klassikinteressierten unter ihnen bei der Erhebung eine Rolle spielten. So gehören diejenigen, die unter dreißig Jahre alt sind, zu den leidenschaftlichsten Klassik-Konsumenten. Sie sind es, die langfristig eine wichtige Rolle für die Musikindustrie einnehmen, wie Felix Husmann erklärt: „Sie muss sich nämlich überlegen, was passiert, wenn diese ,Heavy User‘ in einigen Jahren zu den Ge-


la dolce volta

Politik unerwünscht Interview Drei Fragen an den Intendanten der Oper Frankfurt

A

ls Intendant hat man naturgemäß einen recht nahen Kontakt zu seinem Publikum. Im Interview schildert Bernd Loebe, Intendant und Geschäftsführer der Oper Frankfurt, seinen persönlichen Blick auf seine Zuhörer. Herr Loebe, wie haben sich die Klassikhörer im Laufe der Jahre verändert?

Ich habe das Gefühl, dass die jungen Menschen bis Ende zwanzig wieder vermehrt Interesse zeigen. Das beobachte ich zumindest, wenn ich vor oder nach den Aufführungen durch unser Foyer gehe. Früher waren es hauptsächlich Erwachsene und ein paar Schulklassen. Hat dieser Wandel Ihre Arbeit beeinflusst?

Man muss schon auf die Veränderungen eingehen. Ich denke zum Beispiel, dass das Publikum nicht mehr dieses immense Politikbewusstsein wünscht, wie es früher der Fall war. Gleichzeitig müssen wir aber auf unsere Zeit eingehen, sonst würde man uns zurecht vorwerfen, nur noch Museales zu liefern.

CAMILLE THOMAS JULIEN LIBEER REMINISCENSES

Andererseits kann man sich aber nicht nur nach dem Willen des Publikums richten …

Eine stimmige Reise durch die Welt der französischen Musik mit Werken für Cello und Klavier von Saint-Saëns, Fauré, Franck, Duparc und Ysaÿe.

Man muss die Balance halten – und vor allem das Vertrauen der Zuhörer gewinnen. Nur so kann man nämlich deren Neugierde wecken, auch mal eine Erstaufführung oder eine unbekanntere Oper zu besuchen. Inzwischen habe ich hier in Frankfurt meine 15. Spielzeit, und es ist für mich schön zu sehen, dass wir offensichtlich diese Offenheit des Publikums erreicht haben. mt

“Mit welch’ großem, selbstbewusst gestrichenem Ton Camille Thomas Melodielinien aufblühen lässt, ist hinreißend … Wunderbar.” Süddeutsche Zeitung

www.ladolcevolta.com

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Rezensionen

Rezensionen CDs – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion

Nach 18 Jahren wieder vereint: Martha Argerich und Itzhak Perlman

Entspannte Symbiose CD des Monats Martha Argerich und

E

rstmals und das bislang einzige Mal spielten sie 1998 in Saratoga zusammen. Der Mitschnitt mit Sonaten von Beethoven und Franck ist längst ein Klassiker geworden. Doch er war nie ganz vollständig. Erst jetzt folgt die erste Schumann-Sonate: aufbrausend, leidenschaftlich, gesanglich. Doch das neue Album mit Martha Argerich und Itzhak Perlman enthält nicht nur diese verspätete Neuveröffentlichung, sondern auch das Ergeb32 concerti Oktober 2016

nis ihrer gemeinsamen StudioArbeit. Die erfolgte im März dieses Jahres in Paris, mit den Fantasiestücken von Schumann, dem Scherzo aus der FAE-Sonate von Brahms und Bachs vierter Sonate BWV 1007. Famos die Symbiose der beiden Musiker – als hätten sie schon ewig zusammengespielt. Einer gibt, einer nimmt – und dann dasselbe umgekehrt. Der oft geschmeidig-samtene Geigenklang und das rhythmische Pulsieren vom Klavier formen

sich zu einem harmonischen Ganzen. Das Leuchten der Perlman-Diskanttöne im BrahmsScherzo und das Bass-Bollern von „La Martha“ sind exemplarisch. Und Bach? Schlicht, natürlich, vor allem befreit von Süße im zügig genommenen Largo. Zwei Künstler, eine Sprache. Christian Lahneck Bach: Violinsonate Nr. 4 BWV 1017, Schumann: Fantasiestücke & Violin­ sonate Nr. 1, Brahms: Scherzo c-Moll Itzhak Perlman (Violine), Martha Argerich (Klavier). Warner Classics

Weitere Rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de

***** = herausragend

Foto: Jean-Baptiste Millot

Itzhak Perlman auf einer Linie


Entgegengesetzte Interpretationen Mozarts Klaviersonaten werden umso schwerer, je eingehender man sich damit beschäftigt: Jeder Ton ist von Bedeutung. Mit Fazıl Say und Roberto Prosseda haben sich nun zwei Pianisten an eine Gesamteinspielung gemacht, deren Zugang unterschiedlicher kaum sein könnte. Fazıl Say hat allen Sonaten Titel gegeben (über deren Plausibilität man diskutieren kann) und nähert sich ihnen mit der Emphase eines Ausdrucksmusikers, dessen musikalisches Zentrum in der Romantik zu finden ist. Say ist ein so intelligenter wie fingerflinker Pianist, der in jedem Satz das Charakteristische sucht, das er mit pianistischen Mitteln herausarbeitet, dazu zählen Artikulation, Rubato und üppiger Pedaleinsatz. Das ist nie langweilig und wirkt dennoch ein wenig konventionell gegenüber Roberto Prossedas radikaler Lesart. Prosseda, der zunächst die ersten sechs Sonaten eingespielt hat, deutet Mozart aus der Ästhetik seiner Zeit: als hoch differenzierte Klangrede, hinter der Mozarts vokale und instrumentale Einflüsse gerade deshalb umso deutlicher werden, weil sich Prosseda jeglicher Subjektivierung enthält. Dafür offenbart er auf dem Fazioli-Flügel eine artikulatorische Finesse, die Staunen macht: beispiellos sein Arsenal an Non-legato-Abstufungen wie sein dynamisches Spektrum. Man hört hier gebannt, wie Mozarts Musik, von jeglicher Gefühlsduselei befreit, in purer Reinheit zu uns spricht.  (FA)

Mozart: Sämtliche Klaviersonaten Fazıl Say (Klavier) Warner Classics (6 CDs)

Mozart: Klaviersonaten Nr. 1-6 Roberto Prosseda (Klavier) Decca

Entfachtes Feuer

Fire Music – Werke von Byrd, Lasso, Holborne, Praetorius, Vinci u. a. Capella de la Torre Katharina Bäuml (Leitung) deutsche harmonia mundi

Nach den Wasserspielen legt die Capella de Torre mit Katharina Bäuml nun eine CD zum Thema Feuer vor mit Werken von Praetorius, Byrd, Ortiz, Lasso und anderen. Die Aufnahme besticht durch Klarheit und noble Gestaltung. Kein zu dicker Akzent, keine schwülstige dramatische Linie. Bei so viel (thematischem) Feuer hätte es fast ein bisschen mehr (an musikalischem Feuer) gebraucht. Doch das entspricht nicht dem interpretatorischen Ansatz: Bäuml betont das kammermusikalische Miteinander, selbst bei vokalem Solo-Gesang wird die instrumentale Begleitung nicht ins Bedeutungslose gedrängt.  (CL)

Entschwerte Melancholie

Prokofjew: Violinkonzerte Nr. 1 & 2, Sonate für Violine solo D-Dur op. 115 Vadim Gluzman (Violine), Estnisches National-Sinfonieorchester, Neeme Järvi (Leitung). BIS

Bei Prokofjews Violinkonzerten wird gerne dick aufgetragen, das Zackige, das Beißende, die seltene Süße. Man kann das auch weniger reißerisch, dezenter gestalten. Diesem Ansatz folgt Vadim Gluzman, der wunderbar ausgewogen spielt, verschmitzt federnd, kantilenenatmend und vor allem leicht. Russische Schwermut? Fehlanzeige. Eher intensiv erlebte Momente subkutaner Melancholie. Das Estnische Nationale Sinfonieorchester agiert unter Neeme Järvi oft diskret, wurde aber offenbar in jedem Takt bestens vorbereitet. Eine Aufnahme fernab von Show-Geigerei, musikalisch auf sehr hohem Niveau.  (CL)

**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend


Rezensionen

Mit Spannung

Mit Charme

Martinů: Ariane & Doppelkonzert Simona Saturova (Sopran), Zoltan Nagy (Bariton), Ivo Kahánek (Klavier), Essener Philharmo­niker & Aalto–Theater Chor, Tomas Netopil (Leitung). Supraphon

A Journey – Arien von Bellini, Donizetti, Gounod, Rossini u. a. Pretty Yende (Sopran), Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, Marco Armiliato (Leitung). Sony Classical

Thomas Netopil trifft den richtigen Ton dieses stilistisch schwer einzuordnenden, zwischen barocken Anspielungen, Impressionismus und Neuer Sachlichkeit postmodern pendelnden Stückes. Die Handlung, ein knapper Ausriss aus der antiken Theseus-Sage, ist recht lapidar gestaltet, instrumentiert mit viel Schlagwerk und sehr dominantem Klavier. Der Chefdirigent der Essener Philharmoniker macht das Drama spannend, indem er es im Gleichgewicht hält, so seine musikalische Eigenständigkeit herausstellt und den sehr guten Sängern den Raum für eindringliche Rollengestaltungen gibt.  (AF)

„A Journey“ ist eines der wenigen wirklich Hoffnung machenden Hochglanz-Debüt-Recitals der letzten Jahre. Pretty Yendes Sopranstimme ist toll fokussiert, verfügt über ein großes Spektrum luftiger Farben und spricht vor allem ohne jeden Druck an. Noch fehlt es der jungen Südafrikanerin an Ausdruckstiefe und Differenzierungsvermögen, ein wenig auch an Koloraturtechnik. Einstweilen überwiegt eindeutig die Lebensfreude, die schiere Lust am mühelosen Umgang mit dem Instrument Stimme. Derart attraktiver, überbordender Charme war auf dem CDmarkt lange nicht zu hören. (AF)

Mit Anlauf

Mit Pathos

Bach: Goldberg-Variationen Mahan Esfahani (Cembalo) Deutsche Grammophon

Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Münchner Philharmoniker Valery Gergiev (Leitung) MPHIL

Cembalist Mahan Esfahani hat sich Bachs Goldberg-Variationen vorgenommen. Langsam tastet er sich in das Thema, und dieses Herantasten findet sich auch am Beginn einiger Variationen. Immer wieder ein winziges Verschleppen, Stocken. Bei aller wunderbaren Klarheit, die Esfahani erzeugt – es gibt doch Momente, wenn auch nie ganze Variationen, denen etwas Gewolltes anhaftet, als suche er im Inneren von Bachs Kosmos nach Zerklüftungen, die vor ihm noch niemand entdeckt hat. Eine Aufnahme, die sicher anecken, vielleicht auch aufrütteln möchte, die daran stellenweise scheitert. (CL)

Unter neuem Label mit neuem Chef bringen sich die Münchner Philharmoniker neu in Position. Zum Auftakt präsentieren Valery Gergiev und sein Orchester Mahlers Zweite (Antrittskonzert) sowie Bruckners Vierte. Diese Aufführung ist gelungen, wenn auch nicht überragend. Gergiev bringt die enormen Qualitäten des Orchesters zur Geltung: die Balance der Instrumentengruppen, die Fähigkeit zum Leisen, die Kunst Übergänge zu gestalten. Ob der langsame Satz und das Trio so schleppen müssen, ob stellenweise nicht ein bisschen viel Pathos sich einschleicht, darüber ließe sich munter streiten.  (CL)

34 concerti Oktober 2016

Kurz Besprochen Jongen: Symphonie Concertante u. a. C. Schmitt (Orgel), Dt. Radio Philh. Saarbrücken Kaiserslautern, M. Haselböck (Ltg). cpo Organist Christian Schmitt und die Deutsche Radio Philharmonie entdecken klang(farben-)freudig den vergessenen belgischen Komponisten Joseph Jongen wieder.  (CK) Berlioz: Symphonie fantastique u. a. Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding (Ltg). harmonia mundi Daniel Harding und das schwedische Rundfunkorchester historisieren Rameau und Berlioz filigran und souverän, finden aber zu selten die zusammenhängenden Linien.  (CL) Schtschedrin: Carmen-Suite Georgisches Kammerorchester Ingolstadt, Ruben Gazarian (Ltg). Georgisches KO Rodion Schtschedrins Carmen-Suite setzt auf scharfe Kanten und extreme Kontraste. Die hat das Georgische Kammerorchester Ingolstadt überzeugend herausgearbeitet.  (EW) Abraham: Viktoria und ihr Husar Dagmar Schellenberger, Mörbisch Festival Choir & Orchestra, David Levi (Ltg). Oehms Das Ensemble der Mörbischer Seefestspiele liefert eine schwungvolle Neuaufnahme der Operette mit Intendantin Dagmar Schellenberger in der Hauptrolle.  (AF) Online-Tipp

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Top 20 Klassik-Charts Oktober (5.8.– 8.9.2016)

1

(Neu)

Netrebko, Pappano & Orch. dell’Acca. di Santa Cecilia Verismo Deutsche Grammophon

Netrebko erkundet die dramatischen Töne des Verismo. Den Tod ihrer Manon Lescaut samt vorhergehendem Liebesduett besingt sie übrigens mit Ehemann Yusif Eyvazov.

2

Jonas Kaufmann

3

Ludovico Einaudi

4

Jonas Kaufmann

5

Simone Kermes

6

Cameron Carpenter

7

Quatuor Ébène, Matthias Goerne, Gautier Capuçon

8

Olga Scheps

(2)

(3)

(9)

(WE*)

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(WE*)

(4)

Nessun dorma – The Puccini Album Sony Classical

Elements We Love Music

Du bist die Welt für mich Sony Classical

Love Sony Classical

All You Need is Bach Sony Classical

Satie RCA Red Seal

9

Nikolaus Harnoncourt & Concentus Musicus Wien

10

Herbert von Karajan & Berliner Philharmoniker

(15)

Semyon Bychkov & Wiener Philharmoniker

12

Jordi Savall

13

Christian Thielemann, Bayreuther Festspiele

14

Jonas Kaufmann, Adrianne Pieczonka, Claus Guth

15

Trifonov, The Philadelphia Orchestra & Nézet-Séguin

16

Mariss Jansons & Wiener Philharmoniker

17

Julia Fischer & Daniel Müller-Schott

Beethoven: Missa Solemnis Sony Classical

Wagner: Ring der Nibelungen DG (Eloquence)

Sommernachtskonzert 2016 Sony Classical

(10)

Granada 1013–1526 Alia Vox

(14)

Wagner: Tristan und Isolde Deutsche Grammophon

(7)

Beethoven: Fidelio Sony Classical

(5)

Rachmaninov Variations Deutsche Grammophon

(WE*)

Neujahrskonzert 2016 Sony Classical

(11)

Duo Sessions Orfeo

(Neu)

Schon seit ihrer Jugend miteinander vertraut, haben sich Julia Fischer und Daniel MüllerSchott nun mit diesem außergewöhnlichen Duo-Programm einen Herzenswunsch erfüllt.

Schubert: Streichquintett D. 956 Erato

Olga Scheps’ Satie-Album ist eines der Höhepunkte zum 150. Geburtstag des Komponisten. Die Pianistin fühlt sich in der Klangsprache des Franzosen hörbar wohl. Einfach bezaubernd!

(6)

11

18

Sir Georg Solti & Wiener Philharmoniker

19

Yannick Nézet-Séguin, Chamber Orchestra of Europe

20

Maria Callas

Wagner: Der Ring des Nibelungen Decca Records

(WE*)

Mozart: Le nozze di Figaro Deutsche Grammophon

(8)

Pure – Maria Callas BETA Records

(Neu)

Und wieder einmal eine CD von – oder besser gesagt – mit Maria Callas. Und wieder einmal ihre besten Hits. Das ist nicht neu. Aber absolut hörenswert. Bis zum nächsten Best-of.

* Wiedereinstieg Ermittelt von GfK Entertainment GmbH im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V.

Oktober 2016 concerti  35


Blind gehört

»Ah, das bin ja ich!« Die Mezzosopranistin ElĪna GaranČa hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt. Von Matthias Nöther

Rossini: L’Italiana in Algeri, Cruda sorte! Amor tiranno Teresa Berganza (Mezzoso­ pran), Silvio Varviso (Ltg). Urania 1963

Das ist natürlich Teresa Berganza in L’italiana in Algeri. Es ist komisch, dass ihre Stimme in so einer Studioauf­ nahme vielmehr nach einem Mezzo klingt als live. Ich habe sie nie „live live“ gehört, aber bei Radio oder TV-Übertragun­ gen aus großen Sälen klang sie immer viel sopranistischer als hier. Für uns, die wir in Lett­ land studiert haben, war sie immer das beste Beispiel dafür, dass Mezzosoprane nicht so groß und schwer klingen müs­ 36  concerti Oktober 2016

sen wie die russischen Vertre­ terinnen. Dass sie flexibel sein können, eine große Bandbreite an Partien zur Verfügung ha­ ben und auch eine leichtere, lyrische Farbe besitzen können. Und das hat mir auch Mut ge­ geben, denn ich wurde in Lett­ land von vielen so halb als Sopran bezeichnet. Ich habe immer gesagt: Nein, ich bin ein Mezzosopran! Denken Sie an Teresa Berganza, die ist als Mezzosopran weltweit aner­ kannt! Händel: Alcina, Ah! mio cor, schernito sei Joan Sutherland (Sopran), Ferdinand Leitner (Ltg). DG 1959

Händel? Eigentlich kenne ich wenig von ihm. Aber das hier – die Worte erinnere ich teilwei­ se, auch die Melodie (singt mit). Wer singt da? Joan Sutherland? Wirklich? Sie ist sehr bedeu­ tend für mich, aber hier habe ich sie nicht erkannt. Eigent­ lich habe ich akustisch von ihr in Erinnerung, dass sie den Mund immer sehr lang nach unten zog und dadurch den Text etwas verfremdete. Aber hier hat sie sehr viel Flexibilität in der Aussprache. Als sie älter wurde, hatte sie dann einen etwas seltsamen Personalstil. Es klingt sehr barock, nicht so, wie ich sie kenne

Mozart: Laudate Dominum Elīna Garanča (Mezzosopran), Karel Mark Chichon (Ltg). DG 2014

Eine der schönsten Sopran­ arien, die in der geistlichen Musik geschrieben wurden, finde ich. Ich habe sie einmal in einem Konzert in Salzburg mit Riccardo Muti gehört, das war einer der Momente, wo für mich die Zeit stehenge­ blieben ist. Ah, das bin ja ich! Darauf war ich jetzt nicht eingestellt. Ich habe mich nicht sofort erkannt, weil ich mich bei Aufnahmen immer nur über Kopfhörer höre. Und das ist dann so brutal direkt, dass man den RaumOberton nicht hat. Das wollen wir bei den Korrekturproben auch nicht, da wollen wir die­ sen reinen Küchenklang ha­ ben, damit wir wissen, wo wir noch etwas ausbessern und zusammenkleben sollten. Und danach höre ich meine eigenen Aufnahmen eigent­ lich nicht mehr an. Ich muss sagen, einige Phrasen sind gar nicht so schlecht gesun­ gen! (grinst) Schubert: An die Musik Elisabeth Schwarzkopf (Sopran), Edwin Fischer (Klavier). Urania 1952–1957

Foto: Holger Hage/DG

I

n welcher Sprache wird das Interview sein?“, frage ich gerade noch zwischen Tür und Angel den Manager. „Auf Lettisch bitte“, tönt da schon eine tiefe Frauenstimme aus dem unerwartet nahen Nach­ barzimmer. „Können Sie ­lettisch? Sonst geht’s nicht“, begrüßt mich Elı¯na Garancˇa lachend in nahezu akzentfrei­ em Deutsch. Dann drehen wir einen Sessel zu einem Fenster des Ritz-Carlton mit Blick auf den trubeligen Potsdamer Platz, und mit dem Rücken zum CDPlayer lauscht die Mezzoso­ pranistin den mitgebrachten Aufnahmen.


zur Person

Mezzo mit Sinn für Fami­ lientradition: 1976 in Riga geboren, trat Elīna Garanča in die Fußstapfen ihrer Mutter und studierte bei ihr Gesang. Ihre erste größere Station, das Meininger Theater, bildete den Grundstein einer internatio­ nale Karriere, mit einem gefeierten Met-Debüt 2008 als Rosina. Ihr Vater war Chorleiter, und ihr Ehemann, mit dem sie zwei Töchter hat, ist der Dirigent Karel Mark Chichon. Ganz im Sinne der Familientradition.

Das ist Schubert, An die Musik, aber wer singt es? Ist das Schwarzkopf? Schwarz­ kopf und deutsches Lied, das war für mich immer der am meisten typische Klang deut­ schen Gesangs. Ich weiß nicht, weshalb ich das immer mit Kunstlied verbunden habe. Es ist sehr kopfig, für italienische Musik fehlt etwas der Körper­ klang. Das wiederum würde nicht zu Schubert passen. Na­ türlich war sie berühmt für die Marschallin im Rosenkavalier,

da hat mir aber immer etwas der tiefere Teil des Körpers gefehlt. In meiner Opernaus­ bildung in Lettland wurde immer über die „Deutsche Schule“ gesprochen. Wenn nicht gerade Wagner gesun­ gen wurde, dann war das Kli­ schee: In der „Deutschen Schule“ singt man nur mit dem oberen Drittel des Kör­ pers. Für die Partien, die ich jetzt studiere – Verdi und Ve­ rismo –, ist diese Art zu singen nicht geeignet.

Schubert: An die Musik Hans Hotter (Bassbariton), Gerald Moore (Klavier). Testament 1956–1957

Ich kenne die Stimme nicht. Hans Hotter? Den kenne ich durchaus! War er nicht an der Dresdner Oper? Der HauptOchs für den Rosenkavalier? Er hat viel mehr Körper, ist weicher in den Übergängen oben. Schönes Legato ... Ich setze mich immer wieder mit Oktober 2016 concerti  37


Blind gehört

Massenet: Werther, Pourquoi me réveiller Jonas Kaufmann (Te­ nor), Marco Armiliato (Ltg). Decca 2007

Oooh, wer wird das jetzt sein? Der verrückte Poet! Das ist Jonas Kaufmann. Vor zwei Jahren haben wir die ganze Szene zusammen in BadenBaden gesungen: Seine Arie und das Duett noch anschlie­ ßend. Man erkennt ihn sofort an seinem Timbre, das ist ein­ fach sehr besonders. Er hat eine gewisse Manier, den Ton anzusetzen und dann aufblü­ hen zu lassen. Ich glaube, das ist für einen Sänger der große Traum, an den ersten zwei, drei Noten erkannt zu werden. Ich habe von ihm bis jetzt live nur deutsches und französisches Repertoire gehört. Ich glaube, das ist seine wirkliche Stärke. So wie ich ihn kennengelernt habe. Das hängt auch mit sei­ nem Timbre zusammen. Da ist so eine besondere Schwingung. Seine italienischen Partien sind für mich noch eher Neuland. 38 concerti Oktober 2016

Ich könnte Ähnliches über mich sagen, ich fange auch ge­ rade erst mit dem italienischen Repertoire an. Mozart: Le nozze di Figaro, Hai già vinta la causa Thomas Hampson (Bariton), Nikolaus Harnoncourt (Ltg). Warner 2009

Thomas Hampson. Ein schö­ ner Graf. Der erste Eindruck, den ich von Hampson hatte, kam von einer Met-Gala An­ fang der 1990er Jahre im Fern­ sehen: Rossinis Barbiere, Largo al factotum. Ich sah das mit meiner Mutter, und wir waren vollkommen hin und weg. Er hatte so eine Eleganz, Leich­ tigkeit und Selbstverständlich­ keit. Er hat natürlich mittler­ weile schwereres Repertoire gesungen, obwohl er eigentlich eine lyrische Stimme hat. Das Orchester ist größer, man muss lauter sein, die natürliche Far­ be geht dann verloren. Kann sein, dass mir das auch pas­ siert. Er war immer so perfekt und rund, wenn er nicht die volle Stimme geben musste. Man hätte sagen wollen: Bleib dort. Aber ich kann auch ver­ stehen, dass so ein intelligen­ ter Sänger nach 20 Jahren Graf auch mal was anderes singen will. Und sein Mahler ist wirk­ lich ungeschlagen. R. Strauss: Salome, Ah, du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen Cheryl Studer (Sopran). DG 1991

(Verzieht das Gesicht) Che­ ryl Studer, wirklich? Also, die Stimme geht hier an die Gren­ ze, richtig an die Grenze, mei­ ner Meinung nach. Man sagt

ja, dass es einige Dirigenten gibt, die Stimmen kaputt ge­ macht haben. Wenn ich persön­ lich so eine Partie mit dieser Intensität singen würde, würde ich wohl in zwei Jahren kaputt sein, wäre ich ein Sopran. Nor­ malerweise hat sie Mozart und Belcanto gesungen. Manche Stimmen sind für manche Par­ tien einfach nicht gemacht. Für mich wird jetzt die Santuzza auch ein Ausflug. Ich habe 20 Jahre Erfahrungen mit ganz anderen Dingen gesammelt. Bei ihr jedenfalls hört man ei­ nen Tonansatz, der in dieser Musik nicht üblich ist. Bei die­ sem Sprechgesang von Wagner und Strauss, der schnell rauf und runter geht, müssen Sän­ ger ihre Stimme sehr schnell auf die jeweiligen Tonhöhen einstellen, und das höre ich bei ihr nicht. Die Stimme stellt sich immer dann gut ein, wenn sie längere Töne zu singen hat. Verdi: Don Carlos, O don fatale Grace Bumbry (Sopran), ROH, Georg Solti (Leitung). Decca 1966

Ist das Fiorenza Cossotto? Aha, Grace Bumbry. Ich erken­ ne sie nicht! Was ist denn das für eine Aufnahme? Kenne ich überhaupt nicht! Wow. Schön. Ah, am „L“ erkennt man jetzt doch das Amerikanische, das war bei ihr immer sehr hart. Danach hat sie ja auch sehr viele Sopranpartien gesungen, denn sie hat eben eine gewisse Sonne, einen Schein, wenn sie von der ersten Oktave nach oben geht. Hören Sie das? Sie hat das sogenannte Squillo, den Kuppelklang, der Klang entfaltet sich quasi als Fächer über dem Kopf. Man darf da

Foto: Holger Hage/DG

der Frage auseinander, wie Stimmen im Raum klingen. Ich bin der Überzeugung, dass es Stimmen gibt, die ideal für Auf­ nahmen sind. Die verlieren dann leider oft im großen Saal dieses Runde und Schöne. Und dann gibt es wiederum Stim­ men, die scheinen bei der Auf­ nahme rau, nicht so fokussiert und mit viel Luft. Und dann hörst du die vor einem Publi­ kum von 4 000 Leuten, und plötzlich gewinnt diese Stim­ me unglaubliche Kraft. Es gibt wenige Stimmen, die gut für beide Sachen sind. Ich glaube, meine Stimme klingt besser im Raum ...


Baden-Baden Fr. 3.2.17, 19:00 Uhr Festspielhaus Künstler & Programm siehe Berlin München So. 5.2.17, 19:00 Uhr Philharmonie Künstler & Programm siehe Berlin Frankfurt Mi. 8.2.17, 20:00 Uhr Alte Oper Künstler & Programm siehe Berlin

Mit ihrer Luxusstimme erobert sie jeden Raum: Elīna Garanča

nicht reindrücken, das entsteht einfach, wenn man gut singt. Ich bin überrascht. Ich denke, so organisch hat sie später nicht mehr gesungen. Von 1965 ist die Aufnahme? Muss ich mir anhören. Ich werde die Eboli bald auch singen. Ich bin ei­ gentlich ein lyrischer Mezzo – und meiner Stimme eine solche Dramatik zu geben, ohne zu drücken, ist eine echte Heraus­ forderung. Hinzu kommt, dass diese Partie in jüngerer Vergan­ genheit von einigen Kollegin­ nen aus einer russisch-bulga­ rischen Schule gesungen wur­ den. Bei denen klingt diese Mezzopartie wie ein Alt, und seitdem wird Eboli auch oft so besetzt.

Düsseldorf Di. 14.2.17, 20:00 Uhr Tonhalle Künstler & Programm siehe Berlin Konzert- & Opern-TIPPs

Bad Wörishofen So. 2.10., 19:00 Uhr Kursaal Festival der Nationen: Abschlussgala. Elīna Garanča (Mezzosopran), Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Karl Mark Chichon (Ltg). Arien und Orchesterwerke von Verdi, Bizet, Donizetti u. a.

Köln Di. 21.2.17, 20:00 Uhr Philharmonie Künstler & Programm siehe Berlin Mannheim Do. 23.2.17, 19:30 Uhr Rosengarten Künstler & Programm siehe Berlin

online-Tipp

München So. 23.10., 19:00 Uhr (Premiere) Nationaltheater Donizetti: La Favorite. Karel Mark Chichon (Leitung), Amélie Niermeyer (Regie)

Weitere Termine: 28. & 31.10., 3., 6. & 9.11. Berlin Mi. 1.2.17, 20:00 Uhr Philharmonie Elīna Garanča (Mezzosopran), Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland–Pfalz, Karel Mark Chichon (Leitung). Werke von Berlioz, Massenet, Verdi u. a.

Notendownload

Notenversand

Elīna Garanča vor grandioser Alpenkulisse Video & Termine: concerti.de/garanca CD-Tipp

Revive – Werke von Berlioz, Cilea u. a. Elīna Garanča (Mezzo­ sopran), Roberto Ab­ bado (Ltg). Erscheint am 4.11. bei DG

CD Versand

Musikinstrumente, Musikgeschenkartikel, u.v.m. Köln: Zeughausstraße 24, 50667 Köln - 0221 925475-0 Bonn: Acherstraße 26, 53111 Bonn - 0228 98390-13

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Musik fürs Leben Oktober 2016 concerti   39


multimedia Das Beste aus Radio, Fernsehen, Kino und Internet Kino: Live-Übertragung

 TV-Tipps

Valentinos Violetta

Schule der Liebenden

Sa. 1.10., 20:15 Uhr Oper Premiere für zwei große Künstler: Für die neue Traviata-Produktion an der Met inszenierte OscarPreisträgerin Sofia Coppola, der legendäre Modemacher Valentino designte Violettas Roben. ZDF

Ohne Überraschung So. 9.10., 22:00 Uhr Gala Die Preisträger sind zwar schon bekannt, doch auch ohne Überraschungseffekt ist die Verleihungsgala des Klassik-Echo ein sehenswerter Rückblick auf das zurückliegende Klassikjahr. BR

Überirdisch Mo. 10.10., 23:45 Uhr Konzert Für Mariss Jansons wohnt in Werken Bruckners stets etwas Überirdisches. Bei dieser Aufnahme mit dem BR-Symphonieorchester macht er diesen Ansatz eindrucksvoll hör- und erlebbar. arte

Beethoven-Herbst

Wer liebt hier wen? Egal – hauptsache, die Aussicht stimmt

T

reue in der Liebe kennt keine Grenzen. Oder? In Mozarts Oper Così fan tutte sind sich die beiden Offiziere Ferrando und Guglielmo abso­ lut sicher, dass ihre beiden Liebsten ihnen treu ergeben sind. Sind sie natürlich nicht. Doch aller Betrügerei zum Trotz ist das darauffolgende

40 concerti Oktober 2016

Sa. 17.10., 19:30 Uhr im Kino Eine Übersicht der Kinos unter: www.roh.org.uk/cinemas

Online: Die Gezeichneten im Stream

Schönheit des Nicht-Schönen

Z So. 23.10., 18:30 Uhr Konzert Jeden Sonntag im Oktober setzt sich arte mit Ludwig van Beethoven auseinander. Am 23.10. etwa zeigt der Sender die Aufführung des Violinkonzerts mit Nikolaj Znaider und dem Gewandhaus­ orchester unter Riccardo Chailly.

Debakel eine reizvolle Komö­ die, bei der nur der Narr hin­ terher behauptet, dass ihm das nie passieren könnte. An der „Schule der Liebenden“, wie der Alternativtitel der Oper lautet, nehmen also sicherlich nicht nur die Protagonisten auf der Bühne teil ... Semyon Byschkow dirigert die Aufführung in der Londoner Royal Opera, die mit vielver­ sprechenden Nachwuchstalen­ ten besetzt ist, darunter die Sopranistin Corinne Winters. Regie führt Jan Philipp Gloger, der damit auch gleichzeitig sein Debüt am Hause gibt.

u Lebzeiten war Franz ­Schreker der meistgespiel­ te Opernkomponist, ehe er von den Nationalsozialisten ver­ femt wurde. Der Komponist ist zwar inzwischen wiederent­ deckt worden und recht oft auf den Spielplänen zu finden, doch bis auf wenige Produktio­ nen wie jene in Lyon von 2015 wirken die Inszenierungen

meist wie Pflichtübungen, oh­ ne die Schönheiten des Schre­ ker-Oevres zu zeigen. Oder die noch wirkungsmächtigeren Nicht-Schönheiten, die in der Oper Die Gezeichneten so er­ schütternd wie eindrucksvoll gezeigt werden. Fr. 7.10., 20:00 Uhr Schreker: Die Gezeichneten. Opéra de Lyon www.theoperaplatform.eu

Fotos: gemeinfrei, Royal Opera House, Thies Rätzke, Marty Sohl/Metropolitan Opera

arte


Online: Die Elbphilharmonie auf Facebook

Virtuelle Vorfreude ganz real

W

ird die Elbphilharmonie eigentlich schon be­ spielt? Diese Frage häuft sich in letzter Zeit – nicht ganz zu Unrecht. Denn im Grunde hat sie schon alles: ein Gebäude, einen Spielplan, einen hohen Bekanntheitsgrad – und eine rege Webberichterstattung. Der Facebookauftritt der Elb­ philharmonie ist derzeit geleb­ te Vorfreude. Tagtäglich poppt hier ein Splitter auf, der über die letzten Etappen berichtet, etwa die ersten Fotos der längs­ ten Rolltreppe Europas. In ei­ nem anderen Post sieht man Pianistin Mitsuko Uchida, wie sie auf der Bühne fünf Flügel austestet, um den geeignetsten für den Konzertsaal zu finden.

Kunst in der Krise

Deutschlandfunk

Zu den Wurzeln Am 11. Januar 2017 wird sie feierlich eröffnet: die Elbphilharmonie

Keine Nachrichten, die die Welt bewegen, sicherlich. Aber es macht Spaß, virtuell dabei zu­ zusehen, wie eines der ambiti­ oniertesten Bauprojekte der Nachkriegsgeschichte in die letzte Runde geht. Zu finden auf: www.facebook.com/elbphilharmonie.hamburg/

Dreifacher Don Giovanni etrug, Mord, Gewalt, Gier: Das Sündenregister von Don Giovanni ist erstaunlich, jedoch nicht gar so umfassend wie sein berühmtes Frauenre­ gister, das sein Diener Leporel­ lo im ersten Akt besingt. Gäbe es keinen Raum mehr für Liebe und Treue – Mozarts Oper wä­ re heutzutage vielleicht nicht gar so dominant an den Opern­ häusern der Welt vertreten. Sicherlich gründet die Beliebt­ heit der Oper aber auch darin, dass die Gegensätze so reizvoll herausgearbeitet werden: Lie­ be und Hass, Verzweiflung und Lebenslust, auch die Oper selbst ist ein Widerspruch, da sie Komödie und Tragödie zu­ gleich darstellt.

Deutschlandradio Kultur

So. 2.10., 22:00 Uhr Musik­ feuilleton Eva Schramm spricht in Athen mit griechischen Musikern, Künstlern und Kulturschaffenden über ihre Arbeit in Zeiten der großen Finanzkrise.

Kino: Live-Übertragung

B

 Radio-Tipps

In der Neuinszenierung der Met schlüpfen gleich drei Sän­ ger (Ildar Abdrazakov, Simon Keenlyside und Mariusz Kwie­ cien) in die Rolle des Giovanni. Das Dirigat übernehmen Fabio Luisi und Plácido Domingo.

Mo. 3.10., 20:05 Uhr Musik­ szene Die Sendung zeigt auf, wie aller Globalisierung zum Trotz immer mehr tschechische Musiker alte böhmische Musik­ traditionen rekonstruieren und dadurch die lokale Klassikszene neu beleben. Deutschlandfunk

70 Jahre Gegenwart So. 16.10., 21:05 Uhr Konzertdokument Mit Stephan Prins’ Piano Hero und Eva Reiters The Lichenberg Figures blickt Deutschlandfunk zurück auf die Darmstädter Ferienkurse, die 2016 ihr 70-jähriges Jubiläum gefeiert haben. Deutschlandfunk

Europas Nachwuchs

Mo. 24.10., 20:10 Uhr Musikszene Fast wäre nach 40 Jahren Schluss gewesen mit dem European Union Youth Orchestra. Inzwischen ist die Finanzierung gesichert, und so kann man endlich das Jubiläum feiern. Deutschlandradio Kultur

Kein Adagio

Abgründe tun sich auf: Don Giovannis Stunde hat geschlagen Sa. 22.10., 19:00 Uhr live im Kino Eine Übersicht der Kinos unter: www.metimkino.de/nc/kinos

Sa. 29.10., 20:00 Uhr Oper Samuel Barber hat mehr komponiert als das berühmte Adagio. Das zeigt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der RIAS Kammerchor unter David Zinman mit der Aufführung der Oper Vanessa, die live übertragen wird.

Oktober 2016 concerti   41


Vorschau

concerti Abonnenten erhalten die NovemberAusgabe am 21. Oktober

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Tschechische Philharmonie Das Vorzeigeorchester für die Komponisten seiner Heimat feiert 120. Geburtstag

Anzeigen Felix Husmann (Leitung) Tel: 040/22 86 886-20 f.husmann@concerti.de Mirko Erdmann (Leitung Klassikveranstalter, Festivals & Musikindustrie) Tel: 040/22 86 886-16 m.erdmann@concerti.de Gabriele Heesen (Klassikveranstalter & Marken) Tel: 040/22 86 886-32 g.heesen@concerti.de Heidi Meyer (Anzeigen- und Vertriebsassistenz) Tel: 040/22 86 886-18 h.meyer@concerti.de Melanie Berndt (Anzeigendisposition) Tel: 040/22 86 886-27 m.berndt@concerti.de

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Iveta Apkalna Die ElbphilharmonieOrganistin stellt sich unserem »Blind gehört«

Joyce DiDonato … hat für ihr Filmdebüt die Kunst des Falschsingens erlernt

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tungsorten, Konzert- und Theaterkassen, im Fachhandel, Bildungseinrichtungen, Hotels und Gastronomie. Alle Termine,

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Erscheinungsweise elf Mal jährlich IVW geprüfte Verbreitung II/2016: 163.529 Exemplare Redaktionsschluss Immer am 15. des Vor-Vormonats, bitte senden Sie Ihre Termine an: termine@concerti.de. Der Abdruck erfolgt kostenlos. Zusatz Der Terminkalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir übernehmen keine Haftung für die angegebenen Daten. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Bei Nichtlieferung infolge höherer Gewalt oder durch Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. Alle Rechte: concerti Media GmbH

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José Carreras Leukämie-Stiftung Leukämie, auch bekannt als Blutkrebs, ist eine schwere Blutkrankheit, bei der sich die weissen Blutkörperchen krankhaft und unkontrolliert vermehren. Sie tritt vor allem bei Kindern sowie bei Erwachsenen in den ersten 40 Lebensjahren auf. Bis vor wenigen Jahren glich die Diagnose „Leukämie» einem Todesurteil. Heute gibt es jedoch erfolgversprechende Behandlungsmethoden, und so können ca. 40% der erkrankten Erwachsenen und ca. 70% der Kinder und Säuglinge geheilt werden. Die wichtigsten Behandlungsformen sind dabei die Chemotherapie sowie die Knochenmarktransplantation. Eine neuere, vielversprechende Behandlungsmethode ist auch die Transplantation von Nabelschnurblut. José Carreras und sein Kampf gegen die Leukämie 1987 erkrankte José Carreras an akuter Leukämie. Dank den Fortschritten der wissenschaftlichen Forschung und den Bemühungen eines exzellenten Ärzteteams konnte José Carreras die Leukämie überwinden. Noch im Sommer desselben Jahres gründete er in seiner Heimatstadt Barcelona die «Fundación Internacional José Carreras para la lucha contra la leucemia» (Internationale José Carreras Stiftung für den Kampf gegen die Leukämie). Bis heute wurden drei weitere Stiftungen gegründet: 1990 in den USA (Seattle), 1991 in der Schweiz (Genf ) und 1995 in Deutschland (München). Hauptaufgabe der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung im Bereich der Bekämpfung von Leukämie-Erkrankungen sowie die Verbesserung bestehender Behandlungsmöglichkeiten.

José Carreras gibt die Zielsetzung

für die von ihm geleiteten Organisationen klar vor:

“Leukämie muss heilbar werden – immer und bei jedem!”

Die Zielsetzungen der José Carreras Leukämie-Stiftung: > Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten > Förderung von Forschung und Wissenschaft > Soziale Dienstleistungen José Carreras International Leukaemia Foundation www.fcarreras.org Fondation José Carreras pour la lutte contre la leucémie Case postale 85 – CH-1217 Meyrin-Genève Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung www.carreras-stiftung.de

JOSÉ CARRERAS

FOUNDATION - FONDATION - STIFTUNG


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concerti Ausgabe Hamburg & Norddeutschland Oktober 2016  

concerti - Das Konzert- und Opernmagazin mit Regionalteil für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

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