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Schweizerisches Tropen- und PublicTropical Health-Institut Swiss Kompetenz fĂźr Gesundheit and Public Health weltweit Institute Excellence in Global Health 1


Vorwort

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Auf einen Blick

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Daten & Fakten

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Translationaler Ansatz

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Innovation 12 Validierung 14

Anwendung 16

Unser Dienstleistungs- angebot 18 Angebote für Studierende

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Thematische Schwerpunkte 20 Organigramm 22

Das Swiss TPH im Kurzvideo Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) ist ein weltweit renommiertes Institut auf dem Gebiet der globalen Gesundheit mit besonderem Fokus auf Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen. Assoziiert mit der Universität Basel, verbindet das Swiss TPH Forschung, Lehre und Dienstleistungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. 850 Personen aus 80 Ländern arbeiten am Swiss TPH in Bereichen wie Infektionskrankheiten und nicht-übertragbare Krankheiten, Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit, sowie Gesundheits­ systeme und -programme.

Schweizerisches Tropenund Public Health-Institut (Swiss TPH) Socinstrasse 57, Postfach CH-4002 Basel, Schweiz +41 (0)61 284 81 11 www.swisstph.ch

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Sehen Sie sich unseren Film an: https://bit.ly/2YvqL2N

Text und Redaktion: Layla Hasler Beiträge: Sabina Beatrice-­Matter, Danielle Powell Fotografie: Joachim Pelikan, Danielle Powell, Thomas Schuppisser, Christian Flierl, Sameer Kermalli

Titelbild: Joachim Pelikan Design: Vischer Vettiger Hartmann, Basel Druck: Gremper AG Copyright: Swiss TPH 2019


Vorwort

Nachhaltige Wirkung in der globalen Gesundheit Ich freue mich, Ihnen das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) vorzustellen. Vor fast 75 Jahren gegründet und in Basel fest verwurzelt, bleibt das Swiss TPH seiner Mission treu, die Gesundheit der Bevölkerung auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zu verbessern. Gestützt auf drei Säulen – Forschung, Lehre und Dienstleistungen – erzielen wir messbare Ergebnisse mit nachhaltiger Wirkung für Menschen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt. Durch unseren einzigartigen Ansatz von der Innovation über die Validierung bis zur Anwendung bringen wir Forschung in die Praxis, stärken Gesundheitssysteme und prägen die Gesundheitspolitik mit.

«Partnerschaften sind der Schlüssel zu unserem Erfolg.»

Tag für Tag arbeiten die hoch motivierten Mitarbeitenden des Swiss TPH in Basel und weltweit daran, globale Gesundheits­ probleme zu lösen. Mit unserer Arbeit tragen wir zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei. Partnerschaften sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Nur gemeinsam können wir die Gesundheit der Bevölkerung weltweit verbessern.

Prof. Dr. Jürg Utzinger Direktor, Swiss TPH

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Auf einen Blick

Gesundheit verstehen und verbessern Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) ist ein weltweit renommiertes Institut auf dem Gebiet der globalen Gesundheit mit besonderem Fokus auf Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen.

möglicht, Bevölkerungsgruppen direkt mit neuartigen Diagnostika, Therapien und Impfstoffen zu versorgen. An unserem Ziel, nachhaltige Wirkung zu erreichen, arbeiten wir gemeinsam mit Partnern in über 100 Ländern.

Forschung, Lehre und Dienstleistungen

Umfassende Expertise

Mit einer einzigartigen Kombination von Forschung, Lehre und Dienstleistungen gelingt es uns die Gesundheit der Menschen zu verbessern, indem wir Krankheitsbilder und Gesundheitssysteme besser verstehen und dieses Wissen effektiv einsetzen.

Am Swiss TPH arbeiten 850 Mitarbeitende und Studierende in Bereichen wie Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit sowie Gesundheitssysteme und -programme.

Von der Forschung zur Wirkung Wir verfolgen einen translationalen Ansatz von der Innovation über die Validierung bis hin zur Anwendung, der es uns er-

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Unsere Expertise reicht vom Labor bis zur Praxis, von grundlegenden bis zu operationellen Aspekten, von der molekularen bis zur globalen Ebene sowie von Genen bis zu Gesundheitssystemen.


Die fünf Departemente des Swiss TPH arbeiten übergreifend in drei Bereichen – Medical Forschung, Lehre und Parasitology and Dienstleistungen –, Infection Biology (MPI) um die Gesundheit MPI erforscht armuts­be­weltweit zu dingte Krankheiten und entwickelt neue Diag­ verbessern.

Epidemiology and Public Health (EPH)

EPH untersucht Krankheiten und Gesundheit im Spannungs­ feld ihrer sozialen, natürlichen und genetischen Ein­ Forschung flussfaktoren.

nostika, Therapien und Impfstoffe.

Medicine (MED) MED bietet medi­ zinische und diagnostische Dienstleistungen Dienst­ für Reisende und leistungen betreibt klinische Forschung in ressourcenarmen Gegenden.

Gesundheit verbessern

Education and Training (ET) ET bietet lokale, nationale und internationale Lehre Lehrgänge auf allen Stufen der universitären und postuniversitären Ausbildung.

Swiss Centre for International Health (SCIH) Das SCIH bietet Beratung und Projekt­ umsetzung im Bereich der nationalen und globalen Gesundheit an.

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Die medizinische Ausbildung in Tadschikistan ist nicht leicht, aber es lohnt sich. Ich kann meinem Umfeld etwas zurückgeben und sicherstellen, dass meine Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn die nötige Gesund­ heitsversorgung erhalten.

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Asrorova Zahonoro Krankenpflegeschülerin, Duschanbe, Tadschikistan

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Daten & Fakten

Kennzahlen Globale Reichweite: 285 Projekte in über 100 Ländern Projekte des Swiss TPH Büros des Swiss TPH

Eine diverse, spezialisierte und hoch motivierte Belegschaft Das Swiss TPH beschäftigt 850 Mitarbeitende aus 80 Nationen. Davon sind 610 in Basel und 240 an 40 verschiedenen Standorten im Ausland tätig. 55% unserer Mitarbeitenden sind Frauen, 45% sind Männer.

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Daten & Fakten

Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stellt mit ihren 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDGs) einen Kompass dar, um globale Herausforderungen wie Armut, Ungleichheit, Klima und Gesundheit anzugehen. Das Swiss TPH unterstützt die Erreichung der SDGs und legt den Schwerpunkt dabei auf SDG 3, «Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern», sowie auf die Sicher­stellung einer universellen Gesund­heitsversorgung (Universal Health Coverage, UHC). Mit unseren Forschungsprojekten und Dienstleistungsmandaten tragen wir letztlich zu allen 17 SDGs bei.

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Daten & Fakten

Wissenschaftlicher Einflussbereich: 531 Publikationen in renommierten Fachzeitschriften im Jahr 2018 Forschungsbereiche Infektionskrankheiten Öffentliche, umwelt- und arbeitsbezogene Gesundheit Parasitologie Tropenmedizin Umweltwissenschaften und Ökologie Pharmakologie und Pharmazie Wissenschaft und Technologie Mikrobiologie Allgemeine und innere Medizin Chemie Gesundheitswissenschaften und -dienstleistungen Immunologie Atmungssystem Biochemie und Molekularbiologie Andere Themen Verteilung der Forschungsbereiche von Publikationen des Swiss TPH in 2018 gemäss Web of Science (Suche: September 2019)

Finanzierung 2018

Ausgewählte Geldgeber und Kunden

Eingeworbene Drittmittel

Kernfinanzierung

• Bill & Melinda Gates Foundation

78,0 %

22,0 %

• Direktion für Entwicklung und

Medizinische Dienstleistungen

(BMGF)

Zusammenarbeit (DEZA)

• Drugs for Neglected Diseases

(z. B. Reisemedizin und Diagnostik)

Übriges Einkommen

Aus- und Fortbildung

Kernfinanzierung

(z. B. Postgraduiertenkurse)

Education an Training

initiative (DNDi)

• Eckenstein-Geigy-Stiftung • Europäische Kommission (EU) • Fondation Botnar • Global Fund • Medicines for Malaria Venture (MMV)

CHF (e.g. Postgraduate courses)

• R. Geigy-Stiftung • Schweizerischer Nationalfonds

86,6 Mio.

(SNF)

Dienstleistungen (z. B. DEZA, Global Fund und BMGF)

Forschung

(z. B. SNF und EU)

• Stanley Thomas Johnson Stiftung • Unitaid Die vollständige Liste finden Sie unter: www.swisstph.ch/partners

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Einer der schönsten Aspekte meiner Arbeit ist der direkte Austausch mit den unterschiedlichsten Personen. Bei der Überwachung der Asiatischen Tigermücke bilden wir die Schnittstelle zwischen Behörden, Bevölkerung und Forschenden aus verschiedenen Disziplinen. So fördern wir die grenz­ über­greifende Zusammenarbeit.

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Martin Gschwind Zoologe, Health Interventions am Swiss TPH

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Translationaler Ansatz

Von der Innovation und Validierung zur Anwendung Das Swiss TPH arbeitet bei all seinen Aktivitäten entlang einer Wertschöpfungskette von der Innovation über die Validierung bis zur Anwendung. Innovationen wie neue Diagnostika, Arzneimittel und Impfstoffe oder Ansätze und Tools werden unter realen Bedingungen geprüft und schliesslich in der Praxis angewendet sowie in Gesundheitssysteme integriert.

Innovation

Validierung

Anwendung

Erforschung neuartiger Diagnostika, Arzneimittel und Impfstoffe sowie Entwicklung neuer Ansätze und Strategien

Erbringung von Nachweisen unter realen Bedingungen vor Ort unter Einhaltung höchster ethischer, wissenschaftlicher und technischer Standards

Integration neuer Therapien und Ansätze in Gesundheitsrichtlinien und -systeme

Die folgenden Seiten zeigen beispielhaft die Arbeit des Swiss TPH in verschiedenen Bereichen und Krankheitsfeldern von der Innovation über die Validierung bis hin zur Anwendung: Digitale Innovation zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern S. 12

Eine neue pädiatrische Wirkstoffformulierung gegen Bilharziose S. 14

Ausbildung zur Stärkung von Gesundheitssystemen S. 16

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Translationaler Ansatz

Innovation

Digitale Innovation zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern Arzneimittelresistenzen stellen eine der grössten globalen Gesundheitsbedrohungen dar. Die Forschenden des Swiss TPH arbeiten an neuen Arzneimitteln, Impfstoffen und Tools, um den Resistenzen entgegenzuwirken.

personal durch die gesamte Untersuchung und gibt Behandlungsempfehlungen auf Grundlage der klinischen Symptome und der Ergebnisse von Laborschnelltests für Malaria, Anämie, Sauerstoffmangel, bakterielle Infekte und niedrigen Blutzucker.

Tool zur Entscheidungshilfe

Auf dem Weg zur grossflächigen Umsetzung

Ein Beispiel für ein innovatives Tool ist e-POCT. Das Swiss TPH hat die Smartphone-­ Anwendung entwickelt, um die Diagnose und Behandlung von kranken Kindern zu verbessern. e-POCT leitet das Gesundheits-

e-POCT wurde in einer klinischen Studie in Tansania mit 3’000 Kindern getestet. Die Verwendung des Tools führte zu besseren Behandlungsergebnissen und

e-POCT unterstützt Ärzte bei der Diagnose und Behandlung von kranken Kindern. 12


einer drastischen Reduktion des Antibiotikaeinsatzes von 95% auf 11%. Dank der finanziellen Unterstützung der Fondation Botnar wird e-POCT momentan weiteren Feldtests in Tansania unterzogen, damit es später grossflächig im Land eingesetzt werden kann. Zudem wird e-POCT durch maschinelles Lernen weiter verbessert. Pro Jahr könnte das Tool in Tansania 1 Million Behandlungsfehler und 28 Millionen unnötige Antibiotikaverschreibungen verhindern. Dies würde eine zuverlässigere und schnellere Bekämpfung gängiger Infektionen ermöglichen und zu weniger Arzneimittelresistenzen führen. Kompetenzzentrum für E-Health Als WHO-Kooperationszentrum für Gesundheitstechnologiemanagement und E-Health entwickelt und implementiert das Swiss TPH verschiedene Initiativen im Bereich E-Health. Diese reichen von der Entwicklung von Tools über die Softwareprogrammierung, Projektumsetzung und Kapazitätsentwicklung bis hin zur Wirksamkeitsbeurteilung und Entwicklung von E-Health-Strategien und -Programmen.

Das Tool beinhaltet Tests auf Malaria, Anämie, Sauerstoffmangel, bakterielle Infektionen und niedrigen Blutzucker.

Weitere Beispiele für die Innovation • Prüfung eines neuen Wirkstoffs gegen

Malaria-Parasiten, der gegen Stämme wirksam ist, die gegen die üblichen Malariabehandlungen resistent sind • Human-Biomonitoring für Europa: Ver­

besserung der Datenlage bezüglich der Exposition von Menschen gegenüber Chemika­lien und potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen, um die Entwicklung von Richtlinien zu unterstützen • Einführung eines Vorzugslieferanten­

systems durch eine öffentlich-private Partnerschaft zur Beschaffung von ergänzen­den Gesundheitsprodukten, um die Verfügbarkeit von Medikamenten in Tansania zu verbessern • Beitrag zur Erforschung einer hochwirk-

samen Substanz gegen Buruli-Ulkus, die zu einer leistungsstarken Alternative zu bestehenden Behandlungsoptionen werden könnte

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Translationaler Ansatz

Validierung

Eine neue pädiatrische Wirkstoff­ formulierung gegen Bilharziose Bevor neue Behandlungen oder Tools ihren Weg in die Gesundheitssysteme finden, müssen sie eingehend geprüft werden. Die neue pädiatrische Formulierung von Praziquantel ist ein Beispiel dafür, wie das Swiss TPH bei der Validierung vorgeht, bevor ein Medikament ins Gesundheitssystem aufgenommen wird. Bessere Behandlung für kleine Kinder Von der Bilharziose, einer durch parasitäre Würmer verursachten Krankheit, sind weltweit circa 220 Millionen Menschen betroffen, darunter auch viele Kinder. Das

Swiss TPH engagiert sich für neue Arzneimittel in ressourcenarmen Ländern – von der Wirkstofferforschung und -entwicklung über die Durchführung klinischer Studien bis hin zur Entwicklung von verbesserten Zugangsmodellen. Arbeit mit Partnern Das Swiss TPH ist Mitglied des Pediatric Praziquantel Consortiums, in dem Organisationen aus dem öffentlichen und privaten Sektor unter der Leitung von Merck gemeinsam eine neue Formulierung von Praziquantel für Kinder im Vorschulalter

Kinder können sich beim Schwimmen mit der Bilharziose infizieren. 14


entwickeln. Praziquantel ist das Standardmedikament zur Behandlung der Bilharziose. Das Medikament ist jedoch für Kinder im Vorschulalter nicht zugelassen und, in seiner aktuellen Formulierung, auch nicht für sie geeignet.

In klinischen Studien werden neue Wirkstoffkandidaten getestet.

Prüfung der Wirksamkeit einer neuen Tablette für Kinder Das Swiss TPH hat in Zusammenarbeit mit Partnern eine klinische Studie in Côte d’Ivoire mit 444 Kindern im Alter zwischen 3 Monaten und 6 Jahren durchgeführt. Auf Grundlage der Daten aus dieser Phase-II-Studie wählte das Konsortium den besten Kandidaten für eine Schmelz­ tabletten­formulierung und die beste Dosis für die Phase III-Studie aus. In dieser Studie werden in Côte d’Ivoire und Kenia weitere Daten zur neuen Formulierung erhoben, die für die Zulassung erforderlich sind. Das Medikament soll 2022 in endemi­schen Gebieten in Afrika verfügbar gemacht werden. Gemeinsam mit Konsortium-Partnern prüft das Swiss TPH Zugangsmodelle, um das Medikament bereitstellen zu können, wobei Aspekte wie Logistik, soziale Mobilisierung und Akzeptanz berücksichtigt werden müssen.

Weitere Beispiele für die Validierung • Vergleich verschiedener diagnostischer

Tests zur schnellen und akkuraten Diagnose der Bilharziose und der über den Boden übertragenen Wurminfektionen • Co-Entwicklung von Fexinidazol, der ersten

rein oralen Behandlung der Schlafkrankheit in Zusammenarbeit mit der Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) • Unterstützung einer klinischen Studie zur

Ermittlung eines verbesserten Behandlungsablaufs bei arzneimittelresistenter Tuberkulose • Erforschung des Einflusses von Umwelt-

und soziodemographischen Faktoren auf hitzebedingte Mortalitätsrisiken, um effektive Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln zu können

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Translationaler Ansatz

Anwendung

Ausbildung zur Stärkung von Gesundheitssystemen Sobald neue Behandlungen oder Ansätze validiert sind und sich als wirksam erwiesen haben, können sie in Gesundheitssysteme integriert werden. Die medizinische Grundversorgung stärken In Tadschikistan implementiert das Swiss TPH ein Projekt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), um die medizinische Ausbildung zu stärken.

In Zusammenarbeit mit lokalen und inter­ nationalen Partnern hat das Swiss TPH die Ausbildung von Medizinstudenten und Auszubildenden in Pflegeberufen verbessert und ein zweijähriges Weiterbildungsprogramm für Hausärzte eingeführt. Wissen aus der Schweiz anwenden Die Schweiz setzt sich bereits seit 20 Jahren für die Stärkung des Gesundheitssystems in Tadschikistan ein. So wurden

Zwei Drittel der Bevölkerung Tadschikistans leben in ländlichen Gebieten. Die primäre Grundversorgung ist daher zentral für einen besseren Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung. 16


institutionelle Kapazitäten aufgebaut und neue Lehrpläne entwickelt. Aktuell wird der Schwerpunkt auf praktische und klinische Fähigkeiten, Kommunikationstechniken und frühzeitige Erfahrungen mit den Gegebenheiten im ländlichen Raum gelegt. Seit 2009 haben über 30’000 Bachelorstudierende von den Neuerungen profitiert. Im Zeitraum zwischen 2013 und 2018 haben insgesamt 105 Hausärzte ihre Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeiten nun alle im Auftrag des Gesundheitsministeriums in ländlichen Gebieten. In einigen Gebieten ist es das erste Mal seit über 10 Jahren, dass die Grundversorgung durch Hausärzte sichergestellt wird. Vorbild für andere Länder Um die gesundheitsbezogenen Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, fördert die Schweiz die universelle Gesundheitsversorgung (Universal Health Coverage, UHC) durch Projekte, die den Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung verbessern. Das Projekt in Tadschikistan trägt zu einem verbesserten Gesundheitswesen bei und ist ein Vorbild für andere Länder, die durch medizinische Aus- und Weiterbildung eine universelle Gesundheitsversorgung sicherstellen möchten.

Zwischen 2013 und 2018 wurden 105 Hausärzte geschult, die nun allesamt in ländlichen Gebieten arbeiten.

Weitere Beispiele für die Anwendung • Verbesserung der Gesundheit benachteilig-

ter Bevölkerungsgruppen in Albanien durch Gesundheitsförderung und eine verbesserte Grundversorgung • Einsatz von Artesunatzäpfchen gegen

schwere Malaria bei Kindern in der Demokratischen Republik Kongo, in Nigeria und Uganda • Schulung von über 700 Studierenden pro

Jahr in 45 Postgraduiertenkursen • Überwachung und Bekämpfung der Aus-

breitung der Asiatischen Tigermücke durch Koordination gemeinsamer Massnahmen in Basel, Deutschland und Frankreich

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Unser Dienstleistungsangebot Für Reisende Impfungen und medizinische Beratungen Mit jährlich 15’000 medizinischen Reiseberatungen, 1’500 Konsultationen nach der Reise und 30’000 Anrufen ist unser reisemedizinisches Zentrum ein nationales Kompetenz­zentrum für Reise- und Tropenmedizin. www.swisstph.ch/travelclinic Für Geldgeber und Akteure der globalen Gesundheit Beratung und Umsetzung von Projekten Durch das Swiss Centre for International Health (SCIH) bietet das Swiss TPH modernste Beratung und Projektrealisierung im Bereich der globalen Gesundheit an. www.swisstph.ch/scih

Für Sponsoren klinischer Studien Klinische Untersuchungen und Studien Das Swiss TPH führt klinische Studien für neue Diagnostika, Arzneimittel und Impfstoffe durch, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung in Ländern mit niedrigen Einkommen sowie deren Qualität und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. www.swisstph.ch/clinical-trials Für Ärzte, Spitäler und Labors Diagnostische Dienstleistungen Unser Diagnostikzentrum ist auf die Diagnose von tropischen Infektionskrankheiten spezialisiert. Das Labor verfügt über eine international anerkannte Expertise im Bereich der parasitären Infektionen und dient als Nationales Referenz­ zentrum für importierte Parasitosen. www.swisstph.ch/diagnostic-centre

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Angebote für Studierende Als assoziiertes Institut der Universität Basel bietet das Swiss TPH neben Bachelor-, Master-, Doktorats- und Postgraduiertenprogrammen auch Fortbildungen und Kurzlehrgänge an. Wissen teilen Dozentinnen und Dozenten sowie Teilnehmende kommen aus der ganzen Welt, um ihr Wissen über Fachgebiete und Kulturen hinweg zu teilen. Sie werden Teil eines grossen Netzwerks, das über die Dauer eines Kursprogramms hinaus bestehen bleibt. Gemeinsam tragen sie zu einer gesünderen und nachhaltigeren Zukunft bei. Postgraduiertenkurse Das Swiss TPH bietet jahrlich 45 verschiedene Kurse an. Dazu gehören: • MAS in International Health • MBA in International Health Management • DAS Health Care and Management • MAS in Versicherungsmedizin Die vollständige Liste unserer Angebote finden Sie unter: www.swisstph.ch/study-with-us

Jährlich werden am Swiss TPH Hunderte Studierende aus der ganzen Welt ausgebildet.

Kulturelle, altersbezogene und fachliche Vielfalt

Angebotene Kurse und Programme

Studierende und Kurs­ teilnehmer pro Jahr

Internationale Gemeinschaft

MSc in Epidemiologie MSc in Infektionsbiologie 45 Postgraduiertenkurse

700 Studierende im Postgraduiertenprogramm 190 Doktorierende 55 Masterstudierende

Teilnehmende aus 50 Nationen

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Thematische Schwerpunkte

Das Swiss TPH bündelt seine vielfältigen Projekte und Initiativen in 13 zentralen Handlungsfeldern – den Key Areas of Activity (KAA). In jedem Handlungsfeld arbeiten wir departementsübergreifend und entlang der Wertschöpfungskette von Innovation und Validierung bis hin zur Anwendung. KAA #1

KAA #8

Grundlagenforschung in der Infektionsbiologie

Gesundheit in MenschUmwelt-Systemen

KAA #2

KAA #9

Präklinische Forschung und Entwicklung

Gesellschaft, Kultur und Gesundheit

KAA #3

KAA #10

Klinische Forschung und Entwicklung

Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Gender

KAA #4

KAA #11

Molekulare und genetische Epidemiologie

Gesundheitssysteme und Policy

KAA #5

KAA #12

Neu auftretende Infektions­krankheiten

Reise- und Tropen­ medizin

KAA #6

KAA #13

Statistische und mathematische Modelle

Migration und Gesundheit

KAA #7

Personalisierte Gesundheit 20


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Die gemeindebasierte Krankenversicherung in Tansania ist eine grosse Unterstützung für meine Familie – vor allem für mich als Mutter mehrerer Kinder. Wir erhalten eine schnellere und zuverlässigere medizinische Versorgung und Zugang zu Spitälern, wofür ich sehr dankbar bin. Kiyange Rashid Kibaoni, Tansania

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Organigramm

Kuratorium

Institutsleitung

Mitglieder: Vertreter der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, von Schweizer Universitäten und der Privatwirtschaft

Direktor Jürg Utzinger

Präsident Andreas Burckhardt

Stellvertretender Direktor und Departementsleiter Nino Künzli Departementsleiter Sébastien Gagneux, Daniel Paris, Nicole Probst-Hensch, Kaspar Wyss Administrativer Direktor Matthias Schmid-Huberty

Departemente

Administration

Epidemiology and Public Health

Medical Parasitology and Infection Biology

Matthias Schmid-Huberty Stellvertreter: Mathias Kronig

Nicole Probst-Hensch Stellvertreter: Jakob Zinsstag

Sébastien Gagneux Stellvertreter: Till Voss

Finances/Controlling Mathias Kronig

Biostatistics Penelope Vounatsou

Clinical Immunology Claudia Daubenberger

Human Resources Iris Haueter

Chronic Disease Epidemiology Nicole Probst-Hensch

Helminth Drug Development Jennifer Keiser

Informatics Alain Bertolotti

Ecosystem Health Sciences Guéladio Cissé

Malaria Gene Regulation Till Voss

Infrastructure Ursina Müller

Environmental Exposures and Health Martin Röösli

Malaria Host Interactions Nicolas Brancucci

Project & Grant Service Michael Käser

Health Interventions Christian Lengeler Household Economics and Health Systems Research Günther Fink Human and Animal Health Jakob Zinsstag Infectious Disease Modelling Thomas Smith Society, Gender and Health Sonja Merten

Organigramm gültig ab Januar 2020.

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Molecular Immunology Gerd Pluschke Parasite Chemotherapy Pascal Mäser Tuberculosis Research Sébastien Gagneux


Communications Sabina Beatrice-Matter

Security, Safety & Health Marco Tamborrini Alexander Knup

Von links: Jürg Utzinger, Daniel Paris, Nino Künzli, Matthias SchmidHuberty, Kaspar Wyss, Nicole Probst-Hensch, Sébastien Gagneux.

Swiss Centre for International Health

Medicine

Education and Training

Kaspar Wyss

Daniel Paris Stellvertreter: Christian Burri

Nino Künzli Stellvertreter: Axel Hoffmann

Health Systems Support Helen Prytherch

Clinical Operations Elisabeth Reus

Bachelor-Master-Doctorate Nino Künzli

Health Technology and Telemedicine Martin Raab

Clinical Research Klaus Reither

Library and Documentation Giovanni Casagrande

Diagnostics Sven Poppert

Professional Postgraduate Training Bernadette Peterhans

Systems Performance and Monitoring Odile Pham-Tan

Medical Services Andreas Neumayr Medicines Implementation Research Christian Burri

Teaching Technology and Didactics Axel Hoffmann

Aktuelle Informationen und alle Mitarbeitenden finden Sie unter: www.swisstph.ch/staff 23


Socinstrasse 57, Postfach CH-4002 Basel, Schweiz +41 (0)61 284 81 11 www.swisstph.ch

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