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Das Schulblatt

JUNI 2010

Titelfoto: photos.com

Zeitschrift des Christlichen Lehrervereins für Oberösterreich

Gemeinsames Handeln – erfolgreiches Arbeiten Sozialarbeiter und Betreuungslehrer – unverzichtbare Helfer im schulischen Kontext

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iPod oder Ritterrüstung Präs. Enzenhofer über den Stand der Diskussion

„Schule ist Teil der Gesellschaft“ LR Mag. Doris Hummer im Gespräch

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„Kopf“ und Layout haben sich im Laufe der Zeit gewandelt, Anspruch, Verantwortung und Gestaltungswille unserer Vereinszeitung sind gleich geblieben!

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Bilder einer Zeitung

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FRITZ ENZENHOFER

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iPod oder R Es ist wieder ein mal so weit. Die Bemühung um die Weiterent­ wicklung von Schule erschöpft sich in einer Organisationsdis­ kussion. Dabei hat die Gesamt­ schule nicht primär einen päd­ agogischen sondern einen sozi­ alpolitischen Ansatz.

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iese sozialpolitische Komponente ist auch heute wieder deutlicher erkennbar. Es gibt tatsächlich wieder das Auseinanderdriften von bildungsfernen und bildungsnahen Schichten. Migration unterstützt diese Tendenz spürbar.

Fokussierungen Relativeren wir einmal die pädagogische Frage. Es ist ja aus der Sicht der Pflichtschule nur schwer argumentierbar, dass die Gesamtschule des Bösen ist, wenn wir Hauptschulen haben, die von 95 % eines Schülerjahrgangs besucht werden und die weitere Bildungslaufbahn der Schüler erfolgreich ist. Klammern wir auch die standespolitische Frage aus. Die kürzere Ausbildungsdauer erklärt zwar die niedrigen Gehaltsansätze, eine Verlockung ist ein höheres Gehalt allemal. Wenn man die oben zitierte „Gesamthauptschule“ ins Treffen führt auch argumentierbar. Lassen wir auch die Marketingpurzelbäume aus dem Spiel, die Hauptschulen gezwungenermaßen schlagen, um neben einer AHS erkennbar zu sein. Meistens mit dem Effekt, dass die Hauptschulen gegeneinander konkurrieren. Die konstante Klassenzahl an den AHS trotz sinkender Schülerzahl, an der

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er Ritterrüstung die Qualität automatisch mit dem Namen verbunden ist. Ein Phänomen, das mit dem Begriff „Neue Mittelschule“ perfekt genützt wird.

Des Kaisers neue Kleider

scher wird so wie das derzeit u.a. bereits in Linz der Fall ist. Wohin werden sich die Aufnahmeströme bewegen? Wer wird diese Situation besser bewältigen, die Bildungsfernen oder die Bildungsnahen? Verschärft wird diese Verteilung durch das soziale Wohnumfeld. Die Privatschule spielt in diesem Rennen eine besondere Rolle.

Alte Antworten für neue Fragen?

Ein Kaiser, der sich in tollen Kleidern bewundert fühlt. Weber, die Luftkleider nähen, die dafür aber die Seide und das Geld einstecken, das sie angeblich zur Herstellung der Kleider brauchen. Und das alles darauf aufgebaut, dass die Pracht dieser Kleider von denen nicht erkannt werden kann, die entweder Dummköpfe sind oder dem Kaiser Böses wollen. Die Qualität wird zum Mythos. – Nur wo bleibt das Kind, das feststellt, dass alle nackt sind?

Natürlich ist diese Diskussion stark ideologisch besetzt, mit bildungspolitischer Historie patinabehaftet. Aber ist es moderne Bildungspolitik, wenn man in Ritterrüstungen steigt, um wie in alten Zeiten pädagogische Turniere zu bestreiten? Wieso erkennen wir nicht, dass die Herausforderungen für Bildung andere geworden sind? Dass unsere Schüler in einer anderen Kommunikationswelt leben als wir? Dass sich die pädagogischen Fragen nicht durch Schulorgansiation beantworten lassen?

Reduzieren wir die Diskussion der Gesamtschule auf die Frage, ob das sozialpolitische Ziel, die Chancen für Kinder aus bildungsfernen Schichten zu erhöhen, durch die Änderung der Schulorganisation wahrscheinlich ist.

Wir sollten unsere Energie und die finanziellen Mittel nicht für die Beschwörung der Vergangenheit einsetzen sondern für die Entwicklung der Zukunft unserer Kinder. ■

Standort und Beweglichkeit Nehmen wir an, die Entscheidung fällt mit Ende der Schulversuche 2014 für die „Neue Mittelschule“ als gemeinsame Schule der 10 – 14 Jährigen. Setzen wir voraus, dass die zusätzlichen 6 Stunden auch finanziell für den Staat leistbar sind und somit die Bedingungen für alle Schulstandorte wieder gleich (sic!) sind. Und gehen wir pragmatisch davon aus, dass genügend Schulplätze für alle Kinder bereit stehen sollen. Das heißt, dass in den AHS auch weiterhin Schulraum für die Unterstufen zur Verfügung stehen muss. Ergänzen wir die Situation, dass z.B. die Sprengel aufgehoben sind und somit die Schulwahl noch dynami-

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Meine Meinung

Gute Märchen sind zeitlos. In der Sprache und im Handlungsumfeld vielleicht altmodisch, in der Metapher modern. Hans Christian Andersen beschreibt die derzeitige bildungspolitische Diskussion treffend.

„Reduzieren wir die Diskussion der Gesamtschule auf die Frage, ob das sozialpolitische Ziel, die Chancen für Kinder aus bildungsfernen Schichten zu erhöhen, durch die Änderung der Schulorganisation wahrscheinlich ist.“

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2009 natürlich ganz anders... Eine parlamentarische Anfrage der „Grünen“ an Bundesministe­ rin Dr. Claudia Schmied nach den Ausgaben für Öffentlichkeitsar­ beit im Jahre 2008 erbrachte Erstaunliches. Nachfolgend aus­ zugsweise die budgetpolitische Ungeheuerlichkeit.

■ „Die Ausgaben der für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Abteilung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur betrugen im Jahr 2008 für Medienkooperationen und Inseratenschaltungen (inklusive Sondermittel für Kommunikationsaktivitäten im Zusammenhang mit der Neuen Mittelschule), die Herstellung und den Vertrieb von Publikationen, Honorare von Agenturen und Einzelpersonen (z.B. Grafiker, Übersetzer), die Nutzung verschiedener APA-Dienste sowie Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements

Medium Ecker & Partner/Inserate KHM AAEA SoykaÖkoadressbuch Illustrierte Neue Welt David Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Heute Heute Heute Heute Heute Heute Heute Heute Illustrierte Neue Welt Kinderfreunde Die Gemeinde Mediaprint Kurier Bezirksblätter Moser Holding Advantage NÖ Gesamt Salzburger Fenster Grazer Woche Tips Ring Kleine Zeitung Verlagsgruppe News Salzburger Nachrichten Regionalmedien Kombi Kärnten Moser Tirol

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Thema Inserat KHM Profesional teacher development program Umwelterziehung Grußbotschaft der FBM Grußbotschaft der FBM Interkulturelles Miteinander Die Schule von Morgen Gegen Gewalt an Schulen Die Schule von Morgen Gemeinsam gegen Gewalt Auf dem Weg in eine neue Schule Demokratie aktiv Demokratie mit Zukunft Gemeinsam gegen Jugendgewalt Beste Bildung für die Jugend Beste Bildung für die Jugend Sprachförderung für Kinder Beste Bildung für die Jugend Gemeinsam gegen Jugendgewalt Gemeinsam gegen Jugendgewalt Mit der Weissen Feder gegen Gewalt Weisse Feder „Life& Style“ Endlich Ferien „Life& Style“ Endlich Ferien „Life& Style“ Endlich Ferien Guten Start ins neue Schuljahr Guten Start ins neue Schuljahr Die beste Bildung für alle Kinder Die beste Bildung für alle Kinder Was ist neu zum Schulanfang Was ist neu zum Schulanfang Guten Start ins neue Schuljahr Guten Start ins neue Schuljahr Was ist neu zum Schulanfang Bildungspolitische Maßnahmen 2008 Bildungspolitische Maßnahmen 2008 Weiße Feder: Jetzt ein Zeichen gegen Gewalt setzen Bester Start in eine neue Schule Gemeinsam gegen Gewalt an der Schule Mehr Chancen und die besten Schulen Höchste Qualität an Österreichs Schulen Beste Schulen für alle Kinder Österreichs Bildungssystem in Österreich wird nachhaltig verbessert Maßnahmenpaket für bessere Qualität an unseren Schulen Grußbotschaft FBM: Chanukka NÖ Kinderfreunde Ferienkatalog Grußbotschaft der FBM Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Was ist neu zum Schulanfang? Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Die besten Schulen für alle Kinder in ganz Österreich

insgesamt 3.488.697,50 EUR. Von diesen Gesamtausgaben entfielen auf den Zeitraum Juli bis inklusive September 2008 1.337.348,56 EUR.“ ■ „Die Gesamtsumme der Kosten für mediale Einschaltungen im Jahr 2008 betrug 247.754,34 EUR.“ ■ „....kostete z.B. die Kooperation mit dem Magazin FORMAT zum Thema „Schule macht Wirtschaft“ nicht wie veranschlagt 63.000,00 EUR sondern 61.740,00 EUR.“

Gesamt 44.460,08 3.000,00 5.670,00 1.081,08 750,00 31.394, 69 1.315,80 31.394,69 16.708,43 8.354,22 31.394,69 31.394, 69 31.394,69 31.394,69 8.354,22 867,00 31.394,69 31.394,69 1.548,00 25.020,50 35.113,57 1.548,00 96,00 2.628,00 19.620,40 35.113,75 2.628,00 35.113,75 2.628,00 35.113,75 2.628,00 35.113,75 2.628,00 37.741,75 35.113,75 2.628,00

Inserate 44.460,08 3.000,00 5.670,00 1.081,08 750,00 31.394,69 1.315,80

Medienkoop

31.394,69 16.708,43 8.354,22 31.394,69 31.394,69 31.394,69 31.394,69 8.354,22 867,00 31.394,69 31.394,69 1.548,00 25.020,50 35.113,57 1.548,00 96,00 2.628,00 19.620,40 35.113,75 2.628,00 35.113,75 2.628,00 35.113,75 2.628,00 35.113,75 2.628,00 37.741,75 35.113,75 2.628,00

18.620,66 18.620,66 37.241,33 36.052,78 36.052,78 36.052,78

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36.052,78 2.377,10 1.522,50 830,99 37.717,66 4.810,59 15.056,04 1.613,80 26.271,00 5.004,00 19.747,00 18.531,00 43.419,02 15.657,52 35.835,73 7.549,03 7.528,02

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Mit Schwung ins neue Schuljahr Mit Schwung ins neue Schuljahr Schulstart im Burgenland Großer Erfolg für die NMS Großer Erfolg für die NMS Weltlehrertag Weltlehrertag Weltlehrertag Weltlehrertag Weltlehrertag BIFIE, Ausschreibung Direktorium Ausschreibung Lehrkräfte Shkoda BIFIE, Entscheidung Der österreichische Film! 20 Jahre „Der Standard“ Österreich liest Gratis ins Museum Ausschreibung Lehrkräfte Shkoda Tipps gegen Gewalt Ferienkatalog Elternmagazin Ausschreibung Lehrkräfte Shkoda Dialog Tour Dialog Tour Dialog Tour Dialog Tour Dialog Tour Gratis ins Museum 160 Jahre Presse Dialog Tour Dialog Tour Dialog Tour Tipps gegen Gewalt Logopräsenz Projekt „72h ohne Kompromiss“ Grußbotschaft der FBM Grußbotschaft der FBM Weiße Feder gegen Gewalt Dialog Tour interkultureller Dialog Weiße Feder gemeinsam gegen Gewalt Weiße Feder gegen Gewalt an Schulen Kunst im sozialen Raum Dialog Tour Ausschreibung Staatspreis Bildungsjournalismus Vorwort der FBM Bildung braucht Qualitätssicherung 7 Gründe für die NMS Staatspreis Bildungsjournalismus 991,62 991,62 Europ. Jahr des interkulturellen Dialogs Faire Chancen und beste Schulen für alle Kinder Gratis ins Museum Berufsmatura: dein Sprung in die Zukunft Guten Start ins neue Schuljahr Die besten Schulen für Österreich Die beste Schule für alle Kinder Die beste Schule für alle Kinder Schule macht Wirtschaft Die besten Schulen für Österreich Unterrichtsministerin stellt die Weichen auf Modernisierung Die besten Schulen für Österreich Kreativ & Innovativ Die besten Schulen für Österreich Start ins Schuljahr 2008/ 09 Weiße Feder Entscheidend bist Du Keine sexuelle Gewalt an Kindern Gratis ins Museum Eltern als LesepartnerInnen sprich mit mir - sprachliche Frühförderung MAK Urban Future Initiative Die neue Schule startet 2009 sprich mit mir - sprachliche Frühförderung

Gesamt

Medium

Sujet

Kosmo Jüd.Institut f. Erwachsenenbildung Österreich Österreich Österreich Österreich Mediaprint Kurier Money.at Kronen Zeitung

Integracija je zadatak cjelokupnog drustva Das BMUKK im Internet Schulstart First Class Schule Die bessere Schule Betreuung: Sehr gut Viele Zuckerl für das kommende Schuljahr 600 Mio Euro für Österreichs Schulen Endlich Schule/Mehr Raum für Schüler/Erfolg für die neue Schule Schulstart: Die Bildungsreform Neue Mittelschule startet durch Top-Betreuung für alle Kinder Schulstart mit bester Bildung 60J Gemüseversuch Institutionen f. Blinde und Sehschwache Neujahr Neujahr Bildungsreform Weiße Feder

Heute Heute Heute Kleine Zeitung Muttenthaler Sichtweisen David Illustrierte NeueWelt Klasse das Elternmagazin ahs aktuell 21 Einschaltungen

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Betrag 12.474,00 334,95 47.991,48 15.997,16 15.997,16 15.997,16 46.781,28 50.619,48 133.279,54 36.000,00 18.000,00 18.000,00 39.453,19 201,60 1.767,15 850,00 1.081,08 2.500,00 1.218,00 458.543,23

35.668,51 5.050,33 9.572,40 9.288,67 10.487,66 28.280,83 8.353,80 12.880,79 12.744,90 6.057,23 2.696,40 1.411,20 1.555,20 75.600,00 8.555,15 4.221,13 5.138,28 2.154,60 2.889,28 900,00 1.575,00 2.394,00 3.245,14 3.245,14 3.245,14 3.245,14 3.245,14 5.458,32 6.165,18 1.644,30 1.483,08 2.328,48 403,20 5.000,00 750,00 1.081,08 9.576,00 3.472,70 3.798,90 1.134,00 420,00 1.062,60 854,66 727,38 5.000,00 2.500,00 3.000,00 700,00 9.198,00 4.914,00 2.835,00 17.640,00 17.640,00 12.114,46 6.057,23 61.740,00 12.600,00 12.600,00 12.600,00 6.300,00 12.600,00 2.500,00 800,00 3.780,00 403,20 5.040,00 1.575,00 500,00 6.000,00 6.300,00 945,00 Gesamt 1.689.895,32

6.057,23 2.696,40 1.411,20 1.555,20 8.555,15 4.221,13 5.138,28 2.154,60 2.889,28 900,00 1.575,00 2.394,00 3.245,14 3.245,14 3.245,14 3.245,14 3.245,14 5.458,32 6.165,18 1.644,30 1.483,08 2.328,48 403,20 5.000,00 750,00 1.081,08 9.576,00 3.472,70 3.798,90 1.134,00 420,00 1.062,60 854,66 727,38 5.000,00 2.500,00 3.000,00 700,00 9.198,00 4.914,00

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6.300,00 2.500,00 800,00 3.780,00 403,20 1.575,00 500,00 6.000,00 Inserate 247.754,34

35.668,51 5.050,33 9.572,40 9.288,67 10.487,66 28.280,83 8.353,80 12.880,79 12.744,90

75.600,00

2.835,00 17.640,00 17.640,00 12.114,46 61.740,00 12.600,00 12.600,00 12.600,00 12.600,00

5.040,00

6.300,00 945,00 Medienkoop. 1.442.140,98

Und es geht munter weiter: Folgende Werbeeinschaltungen (sogar in einer kroatischen Zeitung) wurden seitens des bmukk nur im September 2009 getätigt:

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OÖ Nachrichten Vorarlberger Medienhaus Bezirksblätter OÖ Nachrichten Salzburger Nachrichten Mediaprint Krone Mediaprint Kurier Kleine Zeitung Kombi Österreich Vorarlberger Nachrichten Der Standard Der Standard Der Standard Der Standard Der Standard Der Standard Der Standard Mediaprint Kurier IPA VerlagsgesmbH Kinderfreunde OÖ Buchklub der Jugend Die Presse Die Presse Die Presse Die Presse Die Presse Die Presse Die Presse Die Presse Infoscreen Vorarlberger Nachrichten Schlüsselverlag Moser Klub der Exekutive Kathol. Jugend David Neue Illustrierte Welt Die Ganze Woche Infoscreen OÖNachrichten ahs- aktuell VCL News unser schaffen OÖ Neue Wiener Zeitung SchülerInnenkalender Erzdiözese Wien Elternvereine „Klasse das Elternmagazin“ Lukas & Moritz Oberauer IM (Simme von und für Minderheiten) Schulanfangszeitung Familien Kurier next. generation. gmbH Live Live Vorarlberger Medienhaus Vorarlberger Medienhaus FORMAT Wiener Bezirksblatt Wiener Bezirksblatt Wiener Bezirkszeitung Wiener Bezirksblatt Wiener Bezirksblatt Klasse das Elternmagazin Elternbeirat Datum Klub der Exekutive Wien live Buchklub der Jugend Die Kinderfreunde Wiener Zeitung Wien live Kinderdörfer

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OEC 765 Der zwischen Innsbruck und Wien verkehrende Schnellzug mit der Bezeichnung „Neue Mittelschule“ führt diese Bezeichnung über Ersuchen des Unterrichtsministeriums. Das Ersuchen kostete 16.000,-! Dies erbrachte eine parlamentarische Anfrage der FPÖ. Ein ausgesprochenes „Schnäppchen“, wie wir meinen. Übrigens: für die Fortbildung jener Schulen im Schulversuch ist seitens des bmukk für das nächste Jahr 2011 keine Sonderfinanzierung mehr geplant…

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Gemeinsames Handeln – erfolgreiches Arbeiten Schulverbindungsdienst im Bezirk Wels Stadt Im Bezirk Wels Stadt wurden bereits im Schuljahr 2009/10 in den Hauptschulen bzw. in den Neuen Mittelschulen Schulsozial­ arbeiter eingesetzt und nach einer ersten Phase kann eine durchaus positive Bilanz gezo­ gen werden. Zahlen und Fakten In den Welser Pflichtschulen sind es immer wieder Kinder aus sozial sehr schwierigen Verhältnissen oder solche mit Problemen in der Persönlichkeitsentwicklung, die alle am Schulleben Beteiligten vor große Herausforderungen stellen. Pädagogische Interventionen alleine reichen oft nicht aus, um diese Kinder in eine Schulgemeinschaft oder in einen Lernprozess zu integrieren. Hier braucht

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es zusätzliche Hilfe, die verlässlich und bei Bedarf sofort greifbar ist. In den 8 Welser Hauptschulen bzw. Neuen Mittelschulen und in der Polytechnischen Schule sind seit September 2009 drei Sozialarbeiter im Einsatz. Ermöglicht wurde diese Initiative durch das Engagement der Stadt Wels, die hier einem mehrfach geäußerten Wunsch und Hilferuf der Schulleiter/innen und Lehrer/innen nachgekommen ist. An jeder Schule sind die Sozialarbeiter an zwei Wochentagen vor Ort. Bei Bedarf bzw. in akuten Fällen können sie jederzeit an die Schule gerufen werden. Nach einer ersten Bilanz, die nach ca. drei Monaten gezogen wurde, zeigt sich, dass ca. 5% der Schüler/innen betreut werden. Neben Gesprächen, die die Sozialarbeiter mit Kindern führen, übernehmen sie die wichtigen Vernetzungsaufgaben, die in vielen Fällen notwendig sind. Sie stellen, wenn es notwendig ist, Kontakte zu anderen Institutionen her, sind mit der Jugendwohlfahrt vernetzt, können Hausbesuche machen und betroffene Schüler

auch im privaten Umfeld begleiten. Im Aufgabenprofil der Sozialarbeiter ist es auch vorgesehen, dass es Gespräche und Kontakte mit Lehrern/innen und Eltern geben kann und soll. Und dieses Angebot wird in zunehmendem Maße dankbar von beiden Seiten angenommen und als sehr hilfreich erlebt.

Themenstellungen Die am häufigsten zu behandelnden Themen waren in diesem ersten Beobachtungszeitraum die Themen Schulprobleme, Probleme im familiären Zusammenhang, Selbst – und Fremdgefährdung. Wenn es um das Thema Gewalt geht ist damit gemeint, Gewalt, dass die Schülerin/der Schüler sich in der Opferrolle befindet. (Grafik: SVD Themen; Bildunterschrift: Jugendwohlfahrt Wels, Schulverbindungsdienst) In der Regel nehmen die Sozialarbeiter Kontakt zu Kindern auf Anregung der Schulleitung bzw. der Lehrer/innen auf. Oft sind es Vorfälle oder Beobachtungen, die es angezeigt erscheinen lassen, den Schulverbindungsdienst einzu- ➔

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JUgENdwOHlFaHRT – ScHUlE schalten. Es ist aber genauso möglich, dass Schüler/innen von sich aus Kontakt zu den Sozialarbeitern suchen. Die Kinder wissen, wann die Sozialarbeiter an der Schule sind und dass sie jederzeit ansprechbar sind. Von diesem Angebot nehmen Schülerinnen auch zunehmend gerne Gebrauch. Der Schulverbindungsdienst bietet aber auch Klassen- bzw. Gruppenprojekte zu den Themen Klassengemeinschaft, Umgang miteinander, respektvolle Kommunikation, soziales Lernen, Regeln und Konsequenzen, etc. an.

Schulleitungen Wichtig ist in jedem Fall, dass die Schulleitung informiert ist, wenn und wann Schüler/innen von Sozialarbeitern betreut werden. Dazu gibt es regelmäßige Besprechungstermine, bei denen die aktuelle Situation an der Schule und auch jeder „Fall“ besprochen wird. Die enge Kooperation zwischen Schulleitung und Schulsozialarbeitern ist sehr wichtig, um von Anfang an die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Ziel klar zu kommunizieren und damit auch Ängsten vorzubeugen, dass hier jemand von außen kommt, um die Arbeit in der Schule zu kritisieren. Großer Wert wird auch darauf gelegt, dass alle betroffenen Lehrerinnen und Lehrer mit eingebunden sind, wenn ein Kind vom Schulverbindungsdienst betreut wird. Im Fall von Suspendierungen helfen die Sozialarbeiter besonders in der Zeit während der Suspendierung. Sie können Hausbesuche durchführen und

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dabei mit den Eltern Gespräch führen und dafür sorgen, dass der suspendierte Schüler/die suspendierte Schülerin ihre Aufgaben, die sie von der Schule bekommen hat, auch tatsächlich erledigt. Manchmal ist es auch notwendig, dass der Schulverbindungsdienst gemeinsam mit dem Klassenlehrer mit einer Klasse im Anschluss an eine Suspendierung arbeitet. Kinder müssen oft lernen, sich zu wehren. Auch bei den Helferkonferenzen, die im Fall eine Suspendierung an der Schule in jedem Fall stattfinden müssen, ist der Schulverbindungsdienst dabei und es wird besprochen, welche Aufgaben von ihm während und auch vor allem nach der Zeit Suspendierung wahrgenommen werden können, um eine erfolgreiche Eingliederung der Schülerin/des Schülers in die Klassengemeinschaft wieder zu gewährleisten.

Welser Modell Eine Besonderheit im Welser Modell ist es, dass die Betreuungslehrer, die bisher die Aufgaben des Schulverbindungsdienstes an den Hauptschulen bzw. „Neuen Mittelschulen“ wahrgenommen haben, seit September 2009 ausschließlich an den Volksschulen im Einsatz sind. Und diese Art der „Arbeitsteilung“ hat sich nach Gesprächen mit den Betreuungslehrern hervorragend bewährt und soll aus diesem Grund so beibehalten werden. Die Betreuungslehrer beschreiben ihre Arbeit als effizienter und sinnvoller, da man sich auf die Gruppe der VS-Kinder konzentrieren

September – Dezember 2009 3% 2%

9%

4%

10%

1%

28%

37% 4% Mobbing Delinquenz Sucht Schulprobleme Migration/Integration

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2%

Selbst- und Fremdgefährdung Probleme im familären Zusammenhang Gewalt Persönlichkeitsentwicklung sonstiges

BSI BarBara PItzer, M.ed. Bezirksschulinspektorin Wels-Stadt

kann. Es ist allerdings sehr wichtig, dass der Übergang zwischen Volksschule und der Sekundarstufe I gut gestaltet wird. Dazu gibt es einen intensiven Austausch zwischen Betreuungslehrern und Schulverbindungsdienst. Und dieser Austausch dient nicht nur dazu den betroffenen Kindern einen möglichst guten Umstieg in die neue Schule zu ermöglichen, sondern es stellt sich auch heraus, dass Betreuungslehrer und Schulverbindungsdienst ihre „Werkzeugkoffer“ öffnen und ihre „Werkzeuge“ auch austauschen und so in ihrem Handeln immer professioneller werden. Ein bis zweimal im Jahr gibt es in Wels eine größere Runde, in der alle Schulleiter/innen der Neuen Mittelschulen bzw. Hauptschulen, die Leiterin der Jugendwohlfahrt, die Betreuungslehrer/innen, die Sozialarbeiter und die Bezirksschulinspektorin die Arbeit des Schulverbindungsdienstes reflektieren, Verbesserungen anregen, Informationen austauschen und somit am Gelingen dieses wichtigen Projektes weiter arbeiten.

Resümee Zusammenfassend kann gesagt werden, dass an den Welser Schulen von Anfang an große Offenheit den Schulsozialarbeitern gegenüber an den Tag gelegt wurde. Es ist allen Beteiligten klar, dass es in vielen Fällen, in denen es Probleme mit jungen heranwachsenden Menschen gibt, keine sofortigen Lösungen zu erwarten sind. Allerdings können Eskalationen und dramatische Verschlechterungen von Situationen durch die Arbeit von Sozialarbeitern und auch Betreuungslehrern immer wieder verhindert bzw. abgemildert werden. Natürlich gibt es aber auch Situationen und Fälle, die alle an ihre Grenzen stoßen lassen. Aber mit viel Geduld und einer auf Nachhaltigkeit und Zielorientiertheit ausgelegten Arbeit gelingt es, junge Menschen durch oft sehr schwierige Zeiten zu begleiten und zu einem Schulabschluss zu führen. ■

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Schulsozialarbeit Die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung stellt an die Kinder und Jugendlichen sowie an deren Familien erhöhte Anforderungen, die wiederum Nährboden bilden für Überforderung und daraus resultierende Verhaltensauffäl­

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ligkeiten.

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chule ist ein wichtiger Lebensbereich für Kinder und Jugendliche. Heutzutage ist sie jedoch nicht mehr nur ein Ort des Wissenserwerbes, in den letzten Jahren sind immer mehr gesellschaftliche Reparaturaufgaben, die eigentlich in der Familie erledigt werden sollten, an die Schule delegiert worden, Lehrkräfte müssen „stillschweigend“ vermehrt erzieherische und persönlichkeitsbildende Aufgaben übernehmen. Viele Lehrer/innen klagen über Burn out, Eltern über ihre Überforderung bei ihrer schwierigen Erzieherrolle. Jugendliche reagieren auf viele Erscheinungen der

HD CornelIa PollI Direktorin an der linzer HS 11 und Gemeinderätin linz

Gesellschaft und auf ihre persönliche Situation mit Aggression, Depression, Flucht in die Sucht usw. Deshalb braucht man in den Schulen Unterstützung in Form von Netzwerken. Dazu zählen unter anderem Schulärzt/innen, Betreuungslehrer/innen Schulsozialarbeiter/ innen und außerschulische Institutionen.

Was versteht man unter Schulsozialarbeit? „Schulsozialarbeit wendet sich präventiv, vertraulich, beratend, begleitend, zielund lösungsorientiert, mit Mediation und Krisenmanagement an die Schüler/ innen, deren Familien sowie an die Lehrpersonen und schulinternen Fachkräfte. Schulsozialarbeit ist eine ganzheitliche, lebensweltbezogene und lebenslagenorientierte Förderung und Hilfe. Sie ist als Handlungsfeld der Sozialarbeit definiert und wirkt in der Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberechtigten – Schüler/ innen und Schule. Ein wesentliches Moment ist die Auseinandersetzung der Sozialarbeiter/innen mit verschiedenen in der Gesellschaft auftretenden Phänomene und Gefährdungen. Schulsozialarbeit ist ein Versuch auch in der Schule diese Phänomene und Gefährdungen aufzugreifen und nach Möglichkeit präventiv darauf zu reagieren.“ Die häufigsten Aufgabenfelder der Schulsozialarbeit wurden in einer Studie dargelegt: Erziehungsüberforderung, Vernachlässigung, Verwahrlosung, familiäre Konflikte, finanzielle Überforderung, Gewalt, Misshandlung, Kulturproblematiken, Schulprobleme, Leistungs- und Entwicklungsrückstände, Krankheit inkl. Suchtproblematiken, Straffälligkeit, Pubertätsproblematik, Verhaltensauffälligkeit, Aggression, Schulschwänzen. ... ➔

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JUgENdwOHlFaHRT – ScHUlE An den Linzer Pflichtschulen leisten 11 Diplomsozialarbeiterinnen, die beim Amt für Soziales, Jugend und Familie angestellt sind, Schulsozialarbeit. Bei familiären und schulischen Problemen stehen den Kindern, Eltern und Lehrer/ innen damit kompetente Ansprechpartner/innen zur Verfügung. Darüber hinaus können sich Pflichtschulen der Stadt Linz bei einem Journaldienst melden. Raschest möglich nimmt ein/e Sozialarbeiter/in Kontakt mit der Schule auf. Dabei wird die weitere Vorgangsweise im konkreten Fall vereinbart. Manche Schulen in Linz, z.B.

meine, hat eine fix zugeteilte Sozialarbeiterin, die 1 bis 2 mal pro Woche an die Schule kommt. Problematiken werden mit der Sozialarbeiterin und den Lehrkräften der jeweiligen Schüler/ innen regelmäßig besprochen und weitere Vorgangsweisen vereinbart. Dies können Gespräche mit Schüler/ innen und/ oder Eltern sein, manchmal ist es auch nötig, dass unsere Schulsozialarbeiterin Hausbesuche macht, wenn die Eltern über eine längere Zeit nicht erreichbar sind. Auch an Helferkonferenzen nimmt unsere Sozialarbeiterin neben Direktorin, Lehrkräften,

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Eltern, Schulärztin und Betreuungslehrerin immer wieder teil. Sie ist für uns eine sehr große Unterstützung und ich freue mich, dass im Landtag zusätzliche Posten für Sozialarbeiter/innen bei der Jugendwohlfahrt einstimmig beschlossen wurden. Mit dieser Maßnahme werden auch einige Forderungen des CLV z.B.: „Lehrer/innen brauchen Schutz vor Burn out“, „Lehrer/innen sind nicht für alles zuständig“ und „Wir brauchen Rahmenbedingungen, dass die Unterrichtsarbeit wieder effektiver und erfolgreicher wird“ unterstützt! ■

Beraten – Begleiten – Betreuen Betreuungslehrer/innen – unverzichtbarer Service für unsere Schulen Schüler/innen, die den Rahmen sprengen; Soziales Lernen mit Klassen als große Herausforderung für Lehrer/innen, Individuelle Lernkonzep­ te, sind sie möglich, wie sind sie durchführbar? Das sind Hilferufe bzw. Arbeitsaufträge von Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern,

Bl MatHIlDe BrUnMayr-StoCkInGer (im koordinationsteam mit annemarie Gittlinger, HedwigHartmann, elisabeth nöhammer

wie sie uns 87 Betreuungslehrer/innen täglich begegnen. Unsere Hauptaufgabe: beraten – begleiten – betreuen

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rzieherisch und emotional unzureichend versorgte, sowie von Krisen betroffene Kinder und Jugendliche, die auf ihre Situation durch Signalverhalten aufmerksam machen, bedürfen

einer besonderen Unterstützung. Ihre „Sprache“ ist: sie ziehen sich zurück, sie verweigern, sie lenken ab, schlagen verbal und tatsächlich um sich, flüchten in Phantasiegeschichten(welten), sekkie-

ren andere und fühlen sich dabei als Opfer. Die Frage, was meinen sie, auf was machen sie aufmerksam, was ist ihre Wirklichkeit (Lebenssituation) ist oft gar nicht einfach zu beantworten und erfordert viel Einfühlungsvermögen und hohe Professionalität. Es geht darum, diese „Sprache“ und die Signale der Kinder immer besser verstehen zu lernen, mit allen Beteiligten in Beziehung und in einen Veränderungsprozess zu kommen. In diesem Sinne unterstützen Betreuungslehrer/ innen Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern und begleiten diese Prozesse des Verstehenlernens.

Mehr als Wissensvermittlung Die Schule tritt wie auch in anderen Bereichen über die Verantwortung der Wissensvermittlung hinaus und übernimmt auch Betreuungs- und Unterstützungsfunktionen. Speziell ausgebildete Lehrkräfte sind in der Begleitung dieser Kinder notwendig. Durch ihre situationsangepassten Betreuungs-, Bera-

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JUgENdwOHlFaHRT – ScHUlE

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tungs- und Begleitmaßnahmen im Interaktionsfeld Schule können sie dazu beitragen, dass Verhaltensauffälligkeiten hinterfragt und gelöst werden und Hilfe zur Selbsthilfe initiiert wird. Damit tragen sie zur Sicherung der Qualität des Unterrichts und zur positiven Veränderung des sozialen Gefüges bei. Die Meldung des Betreuungsbedarfes erfolgt mittels Antragsformular im Dienstweg an das SPZ. Betreuungsnotwendigkeit und Zieldefinition und ein Betreuungskonzept erstellen die Betreuungslehrer/innen mit der Schule und gegebenenfalls mit den Eltern. Die Betreuungslehrer/innen gibt es in allen Bezirken und sie sind mit ihren Aufgaben jeweils für mehrere Schulen zuständig. Die Ausbildung dauert 6 Semester ( 60 ECTS ). Ausgewählte Lehrer/innen werden von der pädagogischen Hochschule im Hochschullehrgang „Betreuungspädagogik“ ausgebil-

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det. Qualitätsicherung, Kontinuität und Weiterentwicklung ist durch gemeinsames Arbeiten der mehr als 80 Betreuungslehrer/innen gewährleistet. Dies große Gruppe trifft sich 3x im Jahr zur Herbst- zur Frühjahrs- und zur Sommerfortbildung. Die für alle organisierte Supervision in 5 Gruppen entlastet und ist ein Teil der Qualitätssicherung.

Geschichte der Betreuungslehrer/innen 1985 Start des Schulversuchs 1994 Übernahme ins Regelschulsystem 1994 – 2002 Entwicklung der internen Organisationsstruktur. Organisationsentwicklungsprozesse mit externer Begleitung haben die Entwicklung der Betreuungslehrer/innen professionell unterstützt. Im Schuljahr 2008/09 wurden von 88 Betreuungslehrer/innen 2939 Schüler/ innen betreut.

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Ausgehend von Fallarbeit erweiterte sich die Tätigkeit um Krisenintervention, Coaching, Klassenarbeit, Projektbegleitung und Moderationstätigkeit. 2008 landesweite Erhebung von Schüler/ innen mit erhöhtem Betreuungsbedarf 2010 25 Jahre BL in O.Ö. ■ Heuer blicken wir bereits auf 25 Jahre unserer Arbeit in der o.ö. Schullandschaft zurück und wollen aus diesem Anlass in einer Festveranstaltung am 18. November 2010 über die Grundhaltungen unserer Arbeit nachdenken. Daher der Titel: 25 Jahre Betreuungslehrer/innen in OÖ un er HÖRT Unerhörte hören Ungehaltene halten Respektlosen mit Respekt begegnen

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Lesen Sie Gesetze, Frau Rudas … … dann werden Sie sehen, dass Landeslehrer gemäß § 40 LDG jede erwerbsmäßige Nebenbeschäftigung zu melden haben!

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n Anlehnung an das berühmte KreiskyZitat („Lernen Sie Geschichte, Herr Reporter…“) ist diese Aufforderung an die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas deswegen gerichtet, da sie im Standard-Interview vom 4. Jänner 2010 glattweg fordert, Lehrer müssen künftig ihre Nebenbeschäftigung melden. Das ist bereits Gesetz, Frau Rudas! Was an diesem Interview allerdings besonders aufregt, sind die ungeheuerlichen und haltlosen Vorwürfe gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern (siehe Faksimile!). Wenn der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin zur Bildungsreform nichts vorrangiger ist, als die ihrer Meinung nach bestehende „Ungerechtigkeit durch den Nachhilfeunterricht“ zu beseitigen, so ist ihr Horizont zu diesem wichtigen Thema sehr eingeschränkt! Ungeheuerlich ist jedoch ihre Behauptung, man würde sich im Lehrerzimmer gegenseitig Nachhilfeschüler zuordnen. Dieses „Gesudere“ (frei nach Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer) geht alleine deswegen schon völlig ins Leere, da es an den Pflichtschulen um individuelle Fördermaßnahmen, um standortbezogene Förderkonzepte, um zeitgemäße pädagogische Lernformen, um Schulentwicklung usw. geht. Nachhilfe für Pflichtschüler/innen ist kaum bzw. kein Thema! Mit ihren provokanten Aussagen verkennt Frau Rudas nicht nur, was wirklich an pädagogischen Innovationen an den Pflichtschulen geschieht, son-

dern frustriert die engagierten Lehrerinnen und Lehrer. Wenn jemand wirklich Nachhilfe braucht, dann ist es die SPÖBundesgeschäftsführerin, damit sie endlich lernt, was tatsächlich an den Pflichtschulen geleistet wird. Und das ist bestimmt nicht wenig, man denke nur an die methodischdidaktisch professionell aufbereitete Wissensvermittlung laut Lehrplan, an die vielen Maßnahmen zur Integration, zur Erziehung insbesondere von stetig zunehmenden verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern, an die Förderung von begabten und lernschwachen Kindern, an den lebenspraktischen Unterricht im Rahmen von Schulveranstaltungen und Projekten etc. Nicht zu vergessen ist die Übertragung von verordneten Aufgaben (eine Aufzählung

darf ich mir zwecks Bekanntheit der Artenvielfalt ersparen), die die Lehrerinnen und Lehrer nicht selten mehr belasten als motivieren. Damit dies alles letztendlich für die Schülerinnen und Schüler geleistet werden kann, bedarf es auch der Anerkennung und Wertschätzung der Lehrer/ innen und ihrer Arbeit. Ein hohes Image unserer Berufsgruppe würde sich positiv auf das Schulklima und auf den Schulbetrieb auswirken. Wie lautet doch der pädagogische Grundsatz: „Nicht die Schwächen und Fehler aufzeigen soll im Vordergrund stehen, sondern die Stärken und Leistungen erkennen und fördern!“ Dies gilt gleichermaßen nicht nur bei Schülern, sondern auch bei den Lehrerinnen und Lehrern! Wenn sich das bei den Verantwortungsträgern in der Öffentlichkeit und in der Politik sowie bei den Medien herumspricht, wäre unserer Berufsgruppe und der Schule im Gesamten sehr geholfen. ■

Walter WernHart Vorsitzender des zentralausschusses der oö. lehrerpersonalvertretung aPS oÖ

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THEMA

Ihre oö Personalvertreter

Informationen aus Personalvertretung und Gewerkschaft

Die Diensteinteilung

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erade in letzter Zeit häufen sich viele Anfragen, die sich auf die Diensteinteilung, insbesondere im Hinblick auf die Unterrichtsverpflichtung, vielleicht auch hervorgerufen durch die Diskussionen um die 45-Minuten-Einheit in Verbindung mit einer höheren Unterrichtsverpflichtung, beziehen. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass das Dienstrecht den Umfang der Unterrichtsverpflichtung klar festlegt und kaum Spielraum für eventuelle Ausweitungen ohne Anspruch auf bezahlte Überstunden zulässt.

Walter WernHart

Schulen und nach dem Lehrplan der Hauptschule geführten Sonderschulen und … 2. … (Tätigkeitsbereich B) und 3. … (Tätigkeitsbereich C)

Im Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz ist insbesondere im § 43 die Unterrichtsverpflichtung definiert:

unter Bedachtnahme auf die Anzahl der in der jeweiligen Schule geführten Klassen sowie auf die für die jeweilige Schulart im Lehrplan vorgesehenen Stundentafel pro Lehrer aufzuteilen (Diensteinteilung).“ Entsprechend der Richtlinien zum Dienstrecht nach Jahresnorm ergeben diese vorhin genannten Bandbreiten folgende wöchentliche Unterrichtsverpflichtung, die auch in den Erläuterungen zu diesem Bundesgesetz klar definiert sind:

„Die Gesamtstundenzahl pro Schuljahr, die den aufgrund der Schülerzahl der Schule zugewiesenen Planstellen entspricht, ist im Ausmaß

Jahresnorm: Wöchentliche Unterrichtsverpflichtung:

1. von 720 bis 792 Jahresstunden für Lehrer an Volks- und Sonderschulen, 720 bis 756 Jahresstunden für Lehrer an Hauptschulen, Polytechnischen

Ergibt sich aufgrund der Diensteinteilung, für die der Schulleiter/die Schulleiterin gemäß § 7 Abs. 2 des Landeslehrer-Diensthoheitsgesetzes zuständig

720 756 792

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Eine „teure Hymne“ Aus dem Parlament stammt folgende Information der APA vom 30. März 2010 – inhaltlich gehört sie (leider) auch zum Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur:

Parlamentarische Anfrage­ beantwortung von Ministerin Schmied Wien (APA) – Die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied initiierte PRKampagne für die Bildungsreform mit einer von Sängerin Christina Stürmer interpretierten Neufassung der Bundeshymne hat rund 900.000 EUR gekostet. Das gab Schmied in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung bekannt. Für Inserate in Printmedien –

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49 Schaltungen in Zeitungen und Magazinen – wurden 445.000 EUR aufgewendet, TV-Spots in ORF und Privatsendern kosteten rund 168.000 EUR. Dazu kommen u.a. noch die Kosten für den Spot inklusive Produktion in Höhe von 167.000 EUR sowie Honorare für die Agentur Lowe GGK (85.000 EUR) und für die Erstellung der Homepage durch die Agentur Homedigital (14.800 EUR). Bei der Präsentation der Kampagne Anfang des Jahres wollte Schmied deren Kosten nicht bekannt geben. Schmied wollte mit der Kampagne die öffentliche Stimmung in Österreich für die von ihr geplanten Bildungsreformen beeinflussen. Dazu wurde eine

Vorsitzender tel.: 0732/718888-101 walter.wernhart@ ooe.gv.at

ist, eine Überschreitung der Bandbreiten gemäß § 43 Abs. 1 LDG, entsteht der Anspruch auf Vergütung von Mehrdienstleistungen. § 50 Abs. 1 LDG lautet sinngemäß: „Für jede gehaltene Unterrichtsstunde, mit der aufgrund der am Beginn eines Unterrichtsjahres erstellten Lehrfächerverteilung bzw. Diensteinteilung durch dauernde Unterrichtserteilung das höchste im § 43 Abs. 1 Z 1 vorgesehene oder das in § 43 Abs. 2 festgelegte Stundenausmaß überschritten wird, gebührt dem Landeslehrer eine besondere Vergütung.“ Der Anspruch auf Bezahlung einer Mehrdienstleistung ist dadurch gesetzlich normiert. Im Übrigen kann auf Bezugsbestandteile laut geltender Rechtslage nicht verzichtet werden.

PaUl kIMBerGer Vorsitzender tel.: 0732/718888-102 paul.kimberger@ ooe.gv.at

Neufassung der Bundeshymne verwendet, in der Österreich nicht nur die Heimat großer Söhne, sondern ebenso großer Töchter ist.

Persönliche Anmerkung: Was für eine unglaubliche Verschwendung, wenn man bedenkt, dass um 900.000 EUR zusätzlich 25 junge Lehrer/innen an den oberösterreichischen Schulen eine Beschäftigung im Sinne der Zukunft unserer Kinder finden könnten.

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THEMa

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Neue gesetzliche Regelungen:

Betreuung eines/einer pflegebedürftigen Angehörigen

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eit kurzem ist es möglich, Karenzurlaub zur Betreuung eines/einer pflegebedürftigen Angehörigen zu nehmen (Rechtsanspruch). Es handelt sich dabei um einen Urlaub unter Entfall der Bezüge. Diese Zeit wird allerdings für die Pension angerechnet, außerdem zählt diese Zeit bei späterem Wiedereintritt für die Gehaltsvorrückung zur Hälfte!

Voraussetzungen: a) Anspruch des/der Angehörigen auf Pflegegeld zumindest der Stufe 3 nach § 5 des Bundespflegegeldgesetzes oder nach den Landespflegegeldgesetzen b) gänzliche Beanspruchung der Arbeitskraft des Lehrers/der Lehrerin durch die Betreuung in häuslicher Umgebung

Kinderbetreuungsgeld Seit 1. Jänner 2010 gibt es fünf Bezugsvarianten des Kinderbetreuungsgeldes! Bezugsdauer und Höhe: 1. Pauschalvariante: 30 + 6 (bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile) maximale Bezugsdauer für einen Elternteil: bis maximal zum 30. Lebensmonat maximale Bezugsdauer für beide Elternteile: bis maximal zum 36. Lebensmonat Höhe pro Monat: ca. 436 EUR 2. Pauschalvariante: 20 + 4 (bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile) maximale Bezugsdauer für einen Elternteil: bis maximal zum 20. Lebensmonat maximale Bezugsdauer für beide Elternteile: bis maximal zum 24. Lebensmonat Höhe pro Monat: ca. 624 EUR 3. Pauschalvariante: 15 + 3 (bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile) maximale Bezugsdauer für einen Elternteil: bis maximal zum 15. Lebensmonat maximale Bezugsdauer für beide Elternteile: bis maximal zum 18. Lebensmonat Höhe pro Monat: ca. 800 EUR

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4. NEU: Pauschalvariante: 12 + 2 (bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile) maximale Bezugsdauer für einen Elternteil: bis maximal zum 12. Lebensmonat maximale Bezugsdauer für beide Elternteile: bis maximal zum 14. Lebensmonat Höhe pro Monat: ca. 1.000 EUR 5. NEU: Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld maximale Bezugsdauer: 12 + 2 (bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile) maximale Bezugsdauer für einen Elternteil: bis maximal zum 12. Lebensmonat maximale Bezugsdauer für beide Elternteile: bis maximal zum 14. Lebensmonat Bezug von 80 Prozent des Wochengeldes bzw. Nettoeinkommens (maximal 2.000 EUR pro Monat) Ein Zuverdienst bis zur Geringfügigkeitsgrenze (366,33 EUR pro Monat im Jahr 2010) ist möglich. Zuverdienstgrenze für die Pauschalvarianten: NEU: Ab 1. Jänner 2010: 60 Prozent der Einkünfte des Kalenderjahres vor der Geburt ohne Kinderbetreuungsgeldbezug; mindestens 16.200 EUR pro Kalenderjahr.

JoHanna Müller Vors.-Stellvertreterin tel.: 0732/718888-103 johanna.mueller@ ooe.gv.at

Meldefrist: Der Antrag ist spätestens 2 Monate vor dem gewollten Wirksamkeitstermin zu stellen. Der Wegfall der Voraussetzungen für die Karenzierung ist innerhalb von 2 Wochen zu melden. Mit dieser gesetzlichen Regelung ist vielen Kolleginnen und Kollegen geholfen, die sich pflegebedürftiger Angehöriger widmen wollen!

Bei einem Überschreiten der Zuverdienstgrenze ist der die Zuverdienstgrenze überschreitende Betrag zurückzuzahlen. Ein Bezugsblock hat mindestens 2 Monate zu betragen, ein zweimaliger Wechsel zwischen den Eltern ist möglich. Achtung: Die Wahl der Leistungsart ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen. Diese Entscheidung ist bindend auch für den Partner und kann nicht mehr geändert werden! Der Antrag ist an die GKK zu stellen (Formular). Mehrlingsgeburten: Für jedes zweite bzw. weitere Mehrlingskind gibt es bei den Pauschalvarianten eine Erhöhung um 50 Prozent. Im Falle einer weiteren Geburt wird nur der Mehrlingszuschlag weiterbezahlt. NEU: Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld: Für Geburten ab 1. 1. 2010 gibt es auch die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen eine Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld zu beziehen (nur für Kinderbetreuungsgeldbezieher/ innen nach einer Pauschalvariante). Höhe: 180 EUR pro Monat, max. 12 Monate. Keine Rückzahlung! NEUERUNG beim Mutterschaftskarenzurlaub und bei der Väterkarenz: Die Mindestdauer des Karenzurlaubes wurde auf zwei Monate verkürzt!

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gENERalvERSaMMlUNg

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CLV-Generalversammlung Mittwoch, 1. Dezember 2010, Design Center Linz Buchtipp:

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, geboren1953 in Ternitz, studierte an der Universität Wien Mathematik und Physik. 1977 begann er an der Technischen Universität Wien zu arbeiten, an der er nach einem Zwischenaufenthalt in Stanford bis heute als Professor tätig ist.

Rechnen mit Gott und der Welt – Rudolf Taschner Das Leben, die Mathematik und Sie. Es geht um alles. Es geht um den Fußball und um die Religion, um das Licht und um den Klang, um den Himmel und die Schöpfung, um die Wirtschaft und die Moral, um das Leben und um die Kunst. Die Achse, um die sich all das dreht, ist die Mathematik. Behauptet jedenfalls Rudolf Taschner, der als mitreißender wie inspirierender Mathematiker in diesem Buch nicht von seiner Wissenschaft selbst berichtet, sondern aus mathematischer Sicht staunend auf die Welt blickt. Und alle Leserinnen und Leser zum gleichen Staunen verführen möchte.

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Rudolf Taschner gründete und betreibt zusammen mit seiner Frau und Kollegen der TU Wien „math.space“, einen Veranstaltungsort im Wiener MuseumsQuartier, der Mathematik als kulturelle Errungenschaft präsentiert und bereits mehr als 200.000 Besucher und Teilnehmer angelockt hat. 2004 wurde Rudolf Taschner zum „Wissenschafter des Jahres“ gewählt. Sein Bestseller „Zahl Zeit Zufall. Alles Erfindung?“ erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. wurde er zum „Wissenschaftsbuch des Jahres 2008“ gewählt.

Dass Rudolf Taschner nicht nur Fans der Mathematik zu begeistern weiß, sondern allen Lehrerinnen und Lehrern höchst Interessantes zu bieten hat, wird er dem Christlichen Lehrerverein Oberösterreich bald beweisen. Er ist nämlich Hauptreferent bei der CLVGeneralversammlung am Mittwoch, 1. Dezember 2010, vormittags, im Design Center Linz! Sein Referatsthema wird lauten:

„Schule als Leuchtfeuer der Aufklärung“ Der CLV freut sich und ist gespannt, was Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner darüber zu berichten weiß!

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Die allerorts verordnete „Reformitis“ hat die Lehrerarbeit zu einer Arbeit ohne Maß gemacht. Pädagogen können sich immer weniger auf einen verbindlichen Rahmen berufen. Eine sagenhafte Innovationsund Fortbildungshysterie treibt sie mit überzogenen Erwartungen pädagogisch ins Grenzenlose. Vom „Wissensvermittler“ von einst erwartet man sich heute den Schulentwickler, der zusätzlich Zeit in Steuerungsgruppensitzungen, Schulprofilgremien, Teamsitzungen und pädagogischen Fachkonferenzen verbringt, der an Zielformulierungen und Evaluationskriterien arbeitet, an der Planung von Veranstaltungen zur Eltern- und Schülermitwirkung beteiligt ist und sich regelmäßig mit außerschulischen Partnern trifft. Zukunftsfähigkeit heißt nicht, dass man das Rad der Schulpädagogik ständig neu erfinden muss. Zukunftsfähigkeit entscheidet sich nicht mit der Frage nach Ziffernbeurteilung, Ganztagsbetreuung, Gesamtschule, Abschaffung des Sitzenbleibens, Dienstzeiten der Lehrer/innen, ihre Entbeamtung, Beseitigung der 50-Minuten-Einheiten, … . Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen. Wir sollten uns zurückhalten mit der Lust, ständig am Schüler herumexperimentieren zu wollen. Wir sollten uns nicht selber verleugnen und die Legendenbildung um sogenannte „Siegerländer“ beenden. Und wir sollten nicht glauben, dass jede Veränderung eine Verbesserung sein muss. Der Schule ist zu wünschen, dass sie wieder mehr zur Ruhe kommt. Paul Kimberger, Vorsitzender der Pflichtschullehrergewerkschaft

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Schule soll zur Ruhe kommen

Das Ende einer Märchenstunde M

it schöner Regelmäßigkeit wird von den Verantwortlichen des Unterrichtsministeriums bei geplanten gesetzlichen Änderungen das Blaue vom Himmel herab versprochen – mit schöner Regelmäßigkeit werden diese Versprechungen gebrochen. Wer erinnert sich nicht an die Beteuerungen zum Thema Bildungsstandards: Keine Auswirkungen auf die Lehrer/ innenbeurteilung, kein Schulranking mit den Bildungsstandards!

Gerechtfertigtes Misstrauen In allen Besprechungen hat die Lehrer/ innengewerkschaft diese heiklen Punkte angesprochen und stets wurde uns treuherzig versichert, dass man selbstverständlich nie im Leben daran denken würde, … Grundsätzlich besteht für uns kein Einwand, wenn es um Transparenz, Objektivität und Vergleichbarkeit bzw. um die Qualitätsverbesserung der österreichischen Schulen geht. Von großer Bedeutung für unsere Zustimmung oder Ablehnung sind aber nach wie vor • Form und Art, in der diese Standards erhoben werden sollen, • die Zugriffsrechte auf die Ergebnisse der Standards (wer in welcher Form), • die Sicherstellung, dass die Ergebnisse weder für die Beurteilung von Schülerinnen und Schülern noch von Lehrerinnen und Lehrern herangezogen werden, • die Sicherheit, dass die Ergebnisse in keiner Form für Rankings herangezogen werden,

• die Sicherstellung, dass die Standards ausschließlich der Weiterentwicklung des österreichischen Schulwesens dienen, • und die Sicherstellung, dass der durch die Bildungsstandards entstehende Arbeitsaufwand mit dem im LDG verankerten Jahresnormmodell kompatibel ist.

Nie im Leben ist manchmal ganz schön kurz In einem Schreiben teilte das BIFIE zu Jahresbeginn mit, wie die Ergebnisrückmeldung zu erfolgen hat: „Teil 1 des Berichts enthält das aggregierte Gesamtergebnis der Schule. Dieser Bericht ist öffentlich einsehbar und dem SGA/ Schulforum zur Kenntnis zu bringen.“ Das BIFIE – dem Unterrichtsministerium unterstellt und millionenschwer ausgestattet – ist für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens zuständig. Einen Namen gemacht hat es sich unter anderem mit Klagsdrohungen gegen Schüler/ innenvertreter sowie dem Versuch, Schüler/innen bei Testungen ungeniert über deren Elternhaus auszufragen. Nun werkt man an den Bildungsstandards. ■

PaUl kIMBerGer Vorsitzender der Pflichtschullehrergewerkschaft und Generalsekretär des ClV oberösterreich

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Endlich:

Die Wahnsinnssuche über PH-Online hat ein Ende!

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n der PH-OÖ wurde ab sofort auf der Homepage eine einfache Such- und Anmeldefunktion für Seminare der Fortbildung installiert, die unter anderem folgende Features bietet: ■ Zugriff auf die in PH-Online abgelegten Seminardaten ■ Direkter Link zur Anmeldung ■ Suchfunktionen über Schultypen, Texte (Volltextsuche), … ■ Ausdrucke der Suchergebnisse als Liste oder Detailprogramm Mit diesem Tool lässt sich sogar ein „Persönliches Seminarprogramm“ erstellen.

Im Hauptfenster erscheint nun der Eingabebereich für die „Einfache Suche“

Was ist zu tun? Man geht auf die Homepage der PH Oberösterreich: www.ph-ooe.at und klickt dort auf „Seminarsuche“

Einfacher geht‘s nicht…

Ein echter Gewinn für die Lehrerschaft!

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Geben Sie das gewünschte Datum ein (voreingestellt: das nächste Schuljahr), und geben Sie ev. Suchbegriffe ein, und/oder beschränken Sie die Suche auf die von Ihnen gewünschte Schulart. Ein Klick auf „Suche starten“ liefert nach kurzer Zeit das Ergebnis.

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LR Mag. Doris Hummer im Gespräch Im Interview mit dem Schulblatt stellt LR Mag. Doris Hummer ihre Vorstellungen von Bildung und Schule vor und präzisiert darin, wie gute Schule ihren Meinung nach funktionieren kann bzw. wel­ chen Wert Bildung für die Gesell­ schaft hat. Für LR Hummer stellen Qualitiät und damit verbundene Qualitätsverbesserungen einen bedeutenden Faktor dar.

Schulblatt: Was verbinden Sie mit dem Wort Schule? Oder „Welche Assoziationen löst das Wort Schule in Ihnen aus?“ Hummer: Das Wort Schule löst bei mir sehr unterschiedliche Assoziationen aus. Spontan denke ich zum Beispiel an den gerade vor kurzem besuchten Auftritt meiner Nichte bei einer beeindruckenden Schulmusical-Aufführung und ich denke an den herzlichen Empfang von Volksschulkindern bei meinem letzten Bezirkstag. Bei diesen Anlässen erlebt man was Schule alles leistet und mit welchem Engagement in unseren Schulen gearbeitet wird. Aber es löst natürlich auch Erinnerungen an die eigene Schulzeit aus und da eigentlich sofort an einzelne WegbegleiterInnen – Pädagogen und Schulfreunde. D.h. das was am stärksten in Erinnerung bleibt sind die Menschen und die Beziehungen, die das eigene Leben geprägt und begleitet haben. Daher muss Schule neben Ihrer Aufgabe als Ort der Wissensvermittlung vor allem auch als Ort der gesellschaftlichen

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Begegnung und der Sozialisation wahrgenommen werden.

Welche Bildungswerte sind für Sie wichtig? Wenn man von Bildungswerten spricht, muss man sich immer zuerst die Frage stellen, welchen Auftrag Bildung zu erfüllen hat. Für mich ist der wichtigste Auftrag des Bildungssystem dafür zu sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen das Rüstzeug für ein erfülltes und erfolgreiches Leben bekommen und wirklich alle Chancen und Wege für sie offenstehen. Diese Wege stehen dann offen, wenn man sich seiner Begabungen und Talente bewusst ist und Bildung als förderndes und auch herausforderndes System kennen lernen durfte. Schule legt dabei den Grundstein für die Lernmotivation der Kinder.

Welche Rolle spielen Eltern im Bildungsweg ihrer Kinder? Dem Elternhaus kommt bei der Bildung und Ausbildung der jungen Menschen in unserem Land eine sehr große Bedeutung zu. Waren früher die Rollen zwischen Eltern und Schule klar aufgeteilt – Erziehung ist Elternsache und Bildung ist Auftrag der Schule. So ist diese Rollenteilung heute nicht mehr existent. Wir wissen, dass Bildung und Erziehung nur gemeinsam gelingen kann. Die empirischen Daten und Fakten zeigen uns auch ganz deutlich, dass bereits im Grundschulalter unterschiedliche Freizeiterfahrungen und die fördernden oder eben nicht fördernden Lebens- und Lernwelten der Kinder, diese zu „Gewinnern“ oder zu „Verlierern“ machen können. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Lebenswelt der Kinder und damit das Kind als Individuum besonderer Berücksichtigung bedürfen.

Wie kann Schulpartnerschaft gelingen? Die Basis jeder gelungenen Teamarbeit sind klare Spielregeln und gegenseitige

Wertschätzung. Gerade im Hinblick auf die große Bedeutung dieser Zusammenarbeit für die Entwicklungschancen der Kinder, sollte eine gut gelebte Schulpartnerschaft fixer Bestandteil jeder Schule sein. Das Verhältnis zwischen PädagogInnen und Eltern ist oft von gegenseitigen Vorurteilen, vielleicht auch Ängsten geprägt. So haben Eltern oftmals Angst, dass geäußerte Kritik an der Lehrer/in sich negativ für ihr Kind auswirkt oder dass umgekehrt sie in ihrer Leistung als Eltern benotet werden. Daher ist es wichtig, die Ängste ernst zu nehmen und an dieser Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zu arbeiten. Das bedeutet natürlich Mehraufwand, aber dieser Mehraufwand kommt vielfach wieder zurück.

Viel von dem, was in der Gesellschaft Probleme macht – z.B. Alkoholmissbrauch, Übergewicht, Drogen etc. – muss in der Schule aufgearbeitet werden. Ist Schule damit nicht manchmal überfordert? Ja, mit diesen Themen und Problemen kann man Schule nicht alleine lassen. Je nach Themenbereich können Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen ein erster wichtiger Schritt sein. Präventionsarbeit wird hier z.B. durch das Jugendservice oder das Institut für Suchtprävention im Auftrag des Landes OÖ für Schulen geleistet. Manchmal bedarf es eines raschen und konsequenten Eingreifens, bevor jemand zu Schaden kommt. Daher ist es mir ein großes Anliegen, Unterstützung unmittelbar an der Schule und vor allem den Lehrerinnen und Lehrern bei der Bewältigung solcher Problembereiche zu geben. Wir arbeiten derzeit an einem Modell der Schulsozialarbeit im Sinne eines mobilen Präventionsteams, das im Bedarfsfall direkt vor Ort unterstützt. So hat das Land Oberösterreich bereits zwei Pilotprojekte zur Schulsozialarbeit in AttnangPuchheim und Neufelden beauftragt.

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Klassische bürgerliche Werte, wie Fleiß, Pünktlichkeit, Höflichkeit usw., welche Bedeutung messen Sie ihnen zu? Diesen Eigenschaften messe ich eine sehr hohe Bedeutung zu. Sie sind die Grundlage für den gesellschaftlichen Umgang miteinander und sind die Basis der Erziehung und Bildung.

Lehrer/innen fühlen sich in der gesellschaftlichen Diskussion häufig wenig wertgeschätzt. Ist dieser Eindruck richtig? Ja, das kann ich nachvollziehen – hier gibt es aus Unwissenheit, aber auch aus mangelnder Kommunikation nach außen immer wieder Vorurteile, die nichts mit der Realität zu tun haben. Hier können wir unterstützen, indem wir sichtbar machen, welche hervorragenden Arbeit in den Schulen geleistet wird.

Welchen Stellenwert räumen Sie in Zeiten von PISA und Standards den musisch-kreativen Fächern ein? Für mich gilt im Zusammenhang mit dem Lernen ein wesentlicher Grundsatz – Innovationslernen kommt vor Imitationslernen. Ohne Kreativität und die Fähigkeit des Querdenkens ist Innovation nicht möglich. Daher kommt dem Ausprobieren von Neuem besondere Bedeutung zu. Vor allem geht es dabei darum, die Talente und Begabungen der Kinder zu erkennen.

Burn-out ist für viele Lehrpersonen leider kein Fremdwort mehr. Kann hier das Land als Dienstgeber Hilfestellung geben? Ja, diesen Themenbereich nehme ich sehr ernst, weil wir hier auch mit erschreckenden Zahlen konfrontiert sind. Als Arbeitgeber ist das auch unsere Verpflichtung, weshalb wir gerade ein eigenes Netzwerk „LehrerInnen-Gesundheit“ – das sich maßgeblich mit dieser Thematik beschäftigt – konzipieren.

Schulen kooperieren heutzutage in Sachen Berufsorientierung häufig mit Wirtschaftsbetrieben, wie stehen Sie dazu? Schule ist Teil der Gesellschaft. Daher ist es ganz wichtig mit dem gesellschaftlichen Umfeld zu kooperieren. Gerade in der Sekudarstufe 1 ist es besonders bedeutend im Bereich der Berufsorientierung mit den Betrieben der Region

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zusammenzuarbeiten. Das passiert bereits ausgezeichnet in den Arbeitskreisen „Schule-Wirtschaft“. Betriebe öffnen dabei ihre Türen für Betriebsbesuche, Schnupperlehren, Messen etc. Dies bereichert den Unterricht und gefällt den Schülerinnen und Schülern.

Sie kommen aus der Wirtschaft. Gibt es Qualitätskriterien, die Sie auch für Schulen für bedeutsam halten? Meine Berufserfahrung habe ich in zwei ganz unterschiedlichen Bereichen gesammelt: Einmal in einem Industriebetrieb, wo KVP (kontinuierliche Verbesserungsprozesse), Innovationskraft und das gemeinsame Weiterentwickeln im Team die Basis für Qualitätssicherung und Fortbestand darstellen. Diese Werte sind für mich auch auf Schulen übertragbar. Meine zweites berufliches Standbein lag in der Marktforschung, wo wir uns mit Kundenzufriedenheit und hier vor allem mit der Methode des Mystery-Shoppings (Testkäufe, Hoteltestungen, etc.) beschäftigten. Kunden beauftragten uns, um ungefiltert Rückmeldung über die vom Kunden wahrgenommene Dienstleistungsqualität zu bekommen. Jeder Insider wird irgendwann betriebsblind und wertschätzendes Kundenfeedback bietet eine ideale Möglichkeit zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung. Feedbacksysteme haben auch an unseren Schulen bereits Einzug gehalten – das halte ich für ausbaufähig und als sehr wichtigen Baustein zur internen Qualitätssicherung.

Schulen können seit kurzer Zeit das Zertifikat „OÖ Schule Innovativ“ erwerben. Welche Impulse sollen damit gesetzt werden? Mit dem Zertifikat „OÖ Schule Innovativ“ werden Schulen und vor allem das Lehrerteam unterstützt, die sich auf einen innovativen, zukunftsträchtigen Weg der schulischen Weiterentwicklung machen. Drei wesentliche Ziele verfolgen wir mit unserem Zertifikat. Erstens: Die Veränderung des Unterrichts vom Lehren zum Lernen und hin zur individuellen Förderung der Kinder. Viele Pädagoginnen setzen Systeme des kompetenzorientierten Unterrichts bereits ein – das Zertifikat garantiert die systemische Verankerung in der gesamten Schule. Zweites Ziel: Gelebte Schulpartnerschaft. Das Zertifikat macht es möglich, dass die engagierten und erfolgreichen Leistungen der einzelnen Schulen nach außen sichtbar werden. Die Bedeutung der Schulpartnerschaft haben ich bereits ausgeführt. Und Drittens: In unserem Bildungssystem arbeiten hochqualifizierte Menschen, deren Potential fast ausschließlich zur Wissensvermittlung, aber viel zu wenig als gestaltende Kraft genutzt wird. Wir wollen mit dem Zertifikat das Potential heben und Perspektiven für Entwicklung und Kreativität ermöglichen. Denn das Schulentwicklungskonzept für die „OÖ Schule Innovativ“ ist kein fertiges – sondern es gibt nur Kriterien und Ziele vor – der Weg dahin wird von jeder Schule individuell ausgestaltet. ■

Fortsetzung von vorgegebenen Satzteilen: Meine Lieblingsfach in der Schule ... hat sich ständig geändert, aber Mathematik hat mir immer gefallen Wenn ich an Lehrer/innen denke, ... denke ich an Menschen die Vorbilder, Berater und Wegbegleiter sind Zurzeit lese ich ... „Eine Lobby für Kinder“ von Friedrich, Greiner, Mann, Mazal, Scholz, Zulehner Erfolg ist für mich .... etwas zum Besseren verändert zu haben, etwas aufzubauen Schule ist ein Ort ... des Miteinanders, des Lernens und der Entdeckungen

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SekTion BERUFSScHUllEHRER

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Sektionstag 4. November 2009 Über 400 Mitglieder des CLV, Vertreter der Schulaufsicht, der PH und der Wirtschaft besuchten den heurigen Sektionstag der Berufsschulen, mehr als in den letzten Jahren – ein Zeichen der Zusammengehörigkeit in diesen turbulenten Zeiten und auch der Erwartung, dass die Perso­ nalvertretung unsere Anliegen mit Konsequenz und Stärke vertritt.

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ie Personalvertretungswahl stand so kurz vor dem Wahltermin naturgemäß im Vordergrund. Albert Arzt als Vorsitzender des ZA und Andreas Mascher ersuchten um rege Teilnahme an der PV-Wahl, um gegenüber dem Ministerium als starker Partner auftreten zu können. Erster Höhepunkt war die Vorstellung der 16 Kandidaten für den Zentralausschuss, die von Michael Hornhuber in Form einer filmischen Präsentation umgesetzt wurde.

den. Mit anschaulichen Beispielen, bei denen das Lachen nicht zu kurz kam, zeigte er die Variablen, die es erlauben, weiser mit Krisen umzugehen: durch die eigene Bereitschaft zur Weiterentwicklung, die Kenntnis des eigenen Selbstwertgefühls und die Möglichkeit,

die eigene Perspektive zu wechseln, die Fliegenperspektive einzunehmen und damit so manches zu relativieren. Lehrer haben Vorbildfunktion, eine offene, ehrliche Kommunikation und Gelassenheit in kritischen Situationen sind gute Voraussetzungen. Und: Kinder brauchen die „3 Z“ – Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung. Mit den Grußworten von Präs. Enzenhofer, der Verlosung eines Gutscheines für das Seehotel Weyregg und der Landeshymne endete der offizielle Teil des Sektionstages. Bei Brötchen und Getränken nutzen viele Kollegen die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und gemütlichen Ausklang des Nachmittags. ■

Vortrag von Dr. Thomas Müller Ein ungemein interessanter Vortrag des Kriminalpsychologen Dr. Thomas Müller über „Ursache, Wirkung und Prävention von destruktivem Verhalten Jugendlicher – ein kriminalpsychologischer Ansatz zur Erklärung von workplace violence“ fesselte die Anwesenehrenzeichen für Bruno Mair und Hubert Freudenthaler für die tätigkeit als Schulvertrauensperson.

Blitzlichter zur Feier mit den Jubilaren und Jungpensionisten

Die za-Spitzenkandidaten albert arzt und Judith roth gehen mit tatendrang und zuversicht in die PV-Wahl.

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Jungpensionisten

25-Jahr-Jubilare

30-Jahr-Jubilare

40-Jahr-Jubilare

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SekTion BERUFSScHUllEHRER

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za-MItGlIeDer Albert Arzt

Geburtsdatum: 28.10.1958 Schule: BS Kremsmünster – dienstfreigestellt für den Zentralausschuss für die berufsbildenden Pflichtschulen Lehrervertretung: Vorsitzender im Zentralausschuss; Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Berufsschule; Vors.-Stv. der Landesleitung der Gewerkschaft Berufsschule; Mitglied im CLV-Präsidium Aufgaben im ZA: Vertretung der Berufsschulen gegenüber Landesschulrat und Land OÖ; Koordination der Zentralausschüsse in Österreich; 2. VorsitzenderStv. d. LKUF-Verwaltungsrates

Judith roth

ein starkes und erfolgreiches team.

Wahlergebnis der OÖ Berufsschulen Mit diesem tollen Wahlergebnis sind wir bestens motiviert und gerüstet für die anstehenden Aufgaben in den Dienst-

stellenausschüssen, auf Landesebene und für die Arbeit im Bund.

Geburtsdatum: 23. 5. 1958 Schule: BS Linz 1 – dienstfreigestellt für den ZA BPS Lehrervertretung: Vorsitzender-Stellvertreterin im Zentralausschuss; Vorsitzende der Gewerkschaft Berufsschullehrer/innen in OÖ; Dienstrechtsreferentin in der Bundesleitung der Gewerkschaft Berufsschule; Vorsitzende der ARGE Lehrer in OÖ; Vorsitzende der FCG-Frauen in OÖ Aufgaben im ZA: Beratungen im Zusammenhang mit Pension, Kinderbetreuungsangelegenheiten und allen anderen dienst- und besoldungsrechtlichen Belangen

AndreAs MAscher

Geburtsdatum: 12. 5. 1970 Schule: BS Freistadt, teilweise dienstfreigestellt für den ZA BPS Lehrervertretung: Schriftführer im Zentralausschuss, Sektionsleiter CLV, Mitglied der Landesleitung und der erweiterten Bundesleitung der Gewerkschaft Berufsschule Aufgaben im ZA: Homepagebetreuung, innere Organisation, LKUF-Aufsichtsratsmitglied, LUV-Vorstandsmitglied

Ankündigung Weyregger Tagung 18. und 19 Juni 2010 Seehotel Weyregg

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MichAel hornhuber Geburtsdatum: 12. 03. 1958 Schule: BS Linz 3 und Pädagogische Hochschule Lehrervertretung: weiteres Mitglied im Zentralausschuss Aufgaben im ZA: Schnittstelle im ZA zur Pädagogischen Hochschule OÖ; LKUFAufsichtsratsmitglied

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aNZEIgE

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Burnout –

die verkannte Gefahr Gerade unter Lehrern gibt es einen Zustand, von dem die meisten schon einmal etwas gehört haben. Häufig ist dabei nicht ganz klar, was sich dahinter verbirgt: Burnout. Was ist ein Burnout? Beim Burnout handelt es sich um einen Erschöpfungszustand, bei dem man eine geistige Leere und gleichzeitig ein totales Ausgebranntsein verspürt. Unbehandelt kann Burnout zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität bis hin zu schweren körperlichen Symptomen führen.

Wer ist davon betroffen? Vom sogenannten Burnout sind häufig jene Menschen betroffen, die mit Begeisterung bei der Arbeit sind, dann aber plötzlich an einen Punkt gelangen, an dem sie feststellen, dass es so nicht weitergehen kann. Zu dieser Gruppe zählen insbesondere Lehrer. Ein Burnout wird zumeist durch mehrere Ursachen hervorgerufen. Dazu gehören z. B. Stress, das Gefühl,

unzureichend für seine Leistungen belohnt zu werden oder Angst und Unsicherheit im eigenen Job.

Was kann man tun? Interessanter als die einzelnen Phasen eines Burnouts und die dazu gehörigen Symptome – beides lässt sich hervorragend im Internet nachlesen – ist an dieser Stelle vielmehr die Frage, wie diese Krankheit behandelt werden kann. Oder besser noch, was man tun kann, damit es gar nicht erst dazu kommt. Neben vielen allgemeinen Tipps wie gesunde Ernährung, mehr Sport in Verbindung mit weniger Stress gibt es zudem noch zwei weitere, erfolgversprechende Maßnahmen: - die individuelle ReluxLichttherapie - die Nutzung einer Infrarot Gesundheitskabine von Bodytherm

Relux-Lichttherapie Relux-Lichttherapieanwendungen basieren auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass jede Körperzelle Licht ausstrahlt und jeder Mensch über ein individuelles Wellenlängenspektrum verfügt. Dieses Wellenlängenspektrum stellt gewissermaßen eine Aktivierungsfrequenz für den gesamten Organismus dar und kann diesen nachhaltig positiv beeinflussen. Interessant dabei ist, dass Licht nicht nur über die Augen, sondern vor allem über die Haut in den Körper aufgenommen wird. Diesen Mechanismus macht sich die Relux-Lichttherapie zu Nutze, in dem sie den Körper mit der für ihn richtigen Lichtmischung versorgt. Diese wird zuvor mittels einer individuellen Analyse nach der Relux-Methode ermittelt. Studien haben gezeigt, dass das individuelle Licht bei einer Reihe von Krankheiten hilfreich sein kann. Hierzu gehören u. a. die positive Wirkung bei Schlafstörungen, die Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit sowie eine schnellere Regeneration.

Infrarotkabinen Während der Anwendung von Infrarotkabinen wird der Körper von Fett- und Schlackstoffen, Medikamentenrückständen sowie toxischen Stoffen entgiftet. Dabei dringen die Infrarotstrahlen tief in das Gewebe ein und entfalten dort ihre Wirkung. Für eine effektive Behandlung kommt es aber vor allem auf den Einsatz hochwertiger Strahler an. Nur diese erzeugen eine Kern- und Oberflächentemperatur, wie sie für eine effektive Tiefenwärme erforderlich ist. Die Firma Bodytherm Gesundheitskabinen GmbH aus Oberösterreich verwendet in ihren Kabinen ausschließlich modernste Keramik-Magnesiumoxydstrahler mit einer Oberflächentemperatur von 410°C, um genau diese Strahlungswärme zu erreichen.

Fazit Immer mehr Menschen leiden unter den Symptomen des sogenannten Burnouts. Häufig bleibt diese Krankheit jedoch über längere Zeit unerkannt. Lassen Sie es gar nicht erst dazu kommen und achten Sie auf sich und Ihre Gesundheit! Die Firma Bodytherm unterstützt Sie präventiv mit ihren Produkten dabei, gesund zu bleiben. Informieren Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe unter www.bodytherm.at oder unter der Telefonnummer: 07672 / 26358. ■

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Hoher Besuch bei den Junglehrern

SekTion JUNglEHRER

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MICHael WeBer ClV-landesjunglehrervertreter

Teilnehmerrekord bei der diesjährigen Frühjahrstagung der Sektion Junglehrer in Weyregg von 9. bis 10. April 2010: mehr als 45 Jungleh­ rerinnen und Junglehrer lauschten gespannt den Ausführungen und Informationen der hochkarätigen Referenten!

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Herr Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer stand im Anschluss an sein Referat für Fragen zur Verfügung und es entwickelte sich eine rege Diskussion über pädagogische Themen. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das konstruktive „Mitdenken“ und die anregenden Gespräche. Am Samstag informierte ich die Junglehrerinnen und Junglehrer über die Vielzahl an Veranstaltungen aus unserer Sektion in den vergangenen Monaten. Ebenfalls erfolgte ein Ausblick über Projekte im Junglehrerbereich und es wurde intensiv an den Delegiertenanträgen gearbeitet. Die zukunftsorientierte Entwicklung der oberösterreichischen Bildungslandschaft und damit verbunden eine kompetente und verantwortungsvolle Lehrtätigkeit wird weiterhin mit vollem Einsatz durch uns Gestaltung finden. Denn nur mit Dr. Josef Pühringer bei unserer tagung in Weyregg uns „Jungen“ können Visioüber die Konzipierung eines neuen nen über eine moderne Schule von Dienstrechts und Reformen in der Aus- morgen realisiert werden! In diesem Sinne danke ich den Refeund Weiterbildung. Gleichzeitig wurde berichtet, dass renten für ihre Beiträge und UnterstütOberösterreichs Schulen in den näch- zung der Sektion Junglehrer ganz herzsten Jahren viele Jung- und Neulehrer/ lich. Die Erwartungen aller wurden bei innen brauchen – bereits heuer wurden der Tagung in höchstem Maße erfüllt seit Schulbeginn mehr als 300 junge und ich freue mich auf ein WiederseKolleginnen und Kollegen in den Schul- hen bei unseren zahlreichen Veranstal■ dienst aufgenommen, die unser Wissen tungen! und unsere Hilfe gerne in Anspruch nehmen. Es geht bei all diesen Dingen Terminaviso: nicht nur um die eigene berufliche Absicherung, sondern viel mehr um die 16. Juli – 20. Juli 2010: Sommerwoche Zukunft unserer Kinder und damit um der Sektion Junglehrer in Weyregg das Wohl von uns allen. andeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer und Paul Kimberger, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft APS OÖ, gaben uns im Rahmen der Tagung einen Ein- und Ausblick über zukünftige Projekte im Schulbereich. Dabei erfuhren wir interessante Neuigkeiten

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CARVE’N BOARD 2010 in Saalbach/Hinterglemm Bereits zum zweiten Mal fand das Schiwochenende der Sektion Jungleh­ rer vom Freitag 26. Februar – Sonntag 28. Februar 2010 in Saalbach/Hinter­ glemm statt! Als Unterkunft bezogen wir das bekannte Jugendgästehaus „Sonnegg“. Die zahlreichen Teilneh­ mer genossen die wunderbare Berg­ welt und den strahlenden Sonnen­ schein in vollen Zügen. Ein Highlight war sicherlich der gemeinsame Besuch des „Goaßstalls“ – eine Aprés­Schibar der Superlative. Die bestgelaunten Junglehrerinnen und Junglehrer zeigten dabei nicht nur ihr tänzerisches Können, sondern bewiesen auch „Durchhaltevermö­ gen“. Wie mir berichtet wurde, endete der Lokalbesuch bei einigen erst zu später Stunde! Ebenfalls wurden die ausgezeichneten Pistenverhältnisse bestens genützt. Zur allgemeinen positiven Stimmung gesellte sich bei vielen rasch der Wunsch um Verlängerung des Schiwo­ chenendes. Jedoch neigte sich dieses am Sonntag – nach sportlichen Höchst­ leistungen und ausgezeichneter Unter­ haltung – dem Ende entgegen. Ich bedanke mich bei allen Jungschileh­ rer/innen für die Teilnahme, die gute Laune und die Mithilfe am Gelingen des Schiwochenendes und freue mich auf ein Junglehrerschifahren 2011!

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SekTion wERkERZIEHUNg

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Pensionsfeier unserer FI Katharina Ortner! I

m Hotel Kolping fand am 12. Februar 2010 eine Feier für unsere FI Katharina Ortner statt. Anlass war ihre Versetzung in den Ruhestand. LSR Präsident und CLV Obmann Fritz Enzenhofer, RR Schulinspektor Rudolf Mattle, Walter Wernhart, sowie die Sektion der Lehrer f. WE unter der Leitung von Maria Ebenhofer dankten unserer scheidenden Fachinspektorin für ihren Einsatz im Dienste der Kolleginnen. Mit Dankesreden und kleinen Geschenken wurde dies zum Ausdruck gebracht. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Gruppe „Schon so Netten“ aus dem Bezirk Perg, die Katharina Ortner

durch das Singen von Ausseer-Liedern in besondere Stimmung versetzten, da sie ja aus der Steiermark stammt und ihr Feriendomizil im Ausseer Land hat. Die Sektion der Werklehrerinnen schenkte ihr eine geschnitzte Figur der Hl. Katharina, über die sie sich sehr gefreut hat. In einem sehr persönlich gestalteten Buch, in dem Beiträge von allen Bezirken gesammelt wurden, kam die Wertschätzung ihrer Arbeit besonders zum Ausdruck. Wir, die Sektion der L.f.WE hoffen, dass sie in ihrem Ruhestand dieses Buch ab und zu zur Hand nimmt und gerne an diese Zeit zurückdenkt. ■

Kurse zur Berufsreifeprüfung A

ufgrund der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Landesschulrat für OÖ, den beiden Pädagogischen Hochschulen in Linz sowie dem Zentralausschuss für allgemein bildende Pflichtschulen ist es gelungen, interessierten Lehrerinnen für Werkerziehung kostenlose Vorbereitungskurse für die Berufsreifeprüfung anzubieten. Die Ablegung der Berufsreifeprüfung ist Voraussetzung für die gehaltsmäßige Überstellung in L2a1 und ermöglicht natürlich auch als vollwertige Matura den allgemeinen Universitätszugang. Die Kurse werden an 3 Standorten abgehalten, nämlich in Linz, Ried im Innkreis und in Wels.

Präs. enzenhofer und lSI Mattle feiern mit FI katharina ortner.

Die Zeitleiste wurde so angelegt, dass innerhalb der nächsten beiden Jahre diese Vorbereitungskurse in Mathematik, Deutsch und Englisch besucht und die entsprechenden Teilprüfungen abgelegt werden können, um somit die Berufsreifeprüfung erlangen zu können. Am 6. März 2010 war der Startschuss für die Ausbildung zur Berufsreifeprüfung und wir freuen uns, dass 73 Kolleginnen dieses Angebot angenommen haben. Wir wünschen ihnen viel Erfolg. Wir bedanken uns beim Landesschulrat für OÖ, bei der Pädagogischen Hochschule des Bundes und der Pädagogischen Hochschule der Diözese sowie bei unserer Personalvertretung dafür, dass diese Kurse nicht nur organisiert, sondern auch die kostenlose Teilnahme ermöglicht wurde.

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SekTion RElIgIONSlEHRER

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Religionsunterricht

unverzichtbar für schulische Bildung in der Öffentlichkeit Christ werden ohne schulischen Religionsunterricht Paulus, Augustinus und Thomas von Aquin haben keinen schulischen konfessionellen Religionsunterricht besucht – und sie wurden doch ganz passable Christen. Wenn wir über die heutige Gestalt des Religionsunterrichts und die Bedeutung eines konfessionellen Religionsunterrichts reflektieren, müssen wir in aller Gelassenheit eines mit bedenken: Ein schulischer Religionsunterricht ist historisch betrachtet eine recht junge Form eines pädagogischen Umgangs mit Glaubensfragen; ihn gibt es erst seit der Reformationszeit, er ist eng verbunden mit dem Prozess einer Verschulung der Gesellschaft und wurde und wird durchaus unter dem Stichwort „Verschulung von Katechese“ auch kritisch gesehen. Für die Kirchen war der Prozess einer Säkularisierung des Schulwesens, das ja von der Entstehung in unseren Breiten eine kirchliche Errungenschaft war, sehr schmerzhaft. Abgesehen von einem kirchlichen Privatschulwesen mit hoher Reputation verbleibt heute als letzte Bastion, mit dem die Kirchen an öffentlichen Schulen präsent sind, der schulische Religionsunterricht. Aber auch die konfessionelle Gestalt des Religionsunterricht wird angesichts einer zunehmenden Pluralisierung und Individualisierung durchaus hinterfragt: Religionskundliche, konfessionell-kooperative und ökumenische Konzepte werden mit ernstzunehmenden Argumenten ins Spiel gebracht.

Doch es geht nicht nur um die Art einer konzeptionellen Verortung eines Fachs „Religionsunterricht“, sondern auch um die grundlegende Frage: Wie viel Religion verträgt die öffentliche Schule? Oder umgekehrt: Wie viel Religion braucht die öffentliche Schule?

Religionsunterricht – bildungstheoretisch unverzichtbar Schützenhilfe erfuhr der Religionsunterricht in jüngster Zeit von unerhoffter Seite. Jürgen Baumert, der deutsche „PISA-Papst“, beschrieb in einem inzwischen viel zitierten Aufsatz verschiedene „Modi der Weltbegegnung, die unverzichtbar für eine schulische Bildung seien. Als viertes Feld benennt er eines, in dem es um die „Probleme konstitutiver Rationalität“ geht. Nicht alle Fragen der Menschheit können über rationale Diskurse befriedigend gelöst werden; gerade die großen Themen der Menschheit und die Bereiche, wo Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft an ihre Grenzen kommen oder diese überschreiten, erfordern ein grundsätzlicheres Nachdenken. Das hatte bereits die Würzburger Synode im Jahre 1974 so benannt: „Die religiöse Dimension solcher Situationen auszuklammern, hieße den Menschen verkümmern zu lassen“. Religion und Philosophie nennt Baumert als Fächer, mit denen dieser unverzichtbare Modus einer Welterschließung bearbeitet werden kann. Während die Philosophie oder eine allgemeine Ethik sich den grundsätzlichen Fragen des Menschseins und der Weltgestaltung

Prof. Dr. Hans Mendl Geboren 1960 in Beilngries. Seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Passau. verheiratet, drei Kinder Mendl ist in zahlreichen Organisationen ehrenamtlich tätig. So ist er Sprecher der Konfe­ renz der Religionspädagogen an bayerischen Universitäten (KRBU), Beirats­Mitglied der Fachzeitschrift „Katechetische Blätter“, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Katholischer ReligionspädagogInnen und KatechtetikdozentInnen sowie Mitglied im Sachausschuss Schule und Erziehung des Diözesanrats Passau.

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von einer durchaus ernsthaften Vogelperspektive annähern, besteht die besondere Eigenart eines konfessionelle gebundenen Religionsunterrichts in seiner Standortgebundenheit: Religiöse und existentielle Fragen werden von der Innenperspektive aus durchleuchtet. Das hat, wie wir aus vielen Studien wissen, auch eine kommunikativ-personale Bedeutung: Schüler wollen von den Lehrenden wissen, was sie selber glauben. Wie stellt sich die Welt dar unter der Perspektive der Annahme, dass es Gott gibt? Und wie hat sich diese Überzeugung in unserer Gesellschaft, Kultur und Ethik manifestiert? In einer öffentlichen Schule sollten den Schülern beide Sichtweisen – die Innen- und die Außenperspektive angeboten werden. Die Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass dort, wo es einen ernsthaft ausgeProF. Dr. HanS MenDl Professor an der Universität Passau

stalteten und gleich berechtigten Ethikunterricht gibt, auch der Religionsunterricht stabilisiert wird. Für die Schüler stellt es ein Grundrecht dar, in der je eigenen Religion unterrichtet zu werden. Den Eltern ist es wichtig, das zeigen gerade die heftigen Diskussion über die Einführung eines längst überfälligen islamischen Religionsunterrichts, zu wissen, welche Institutionen hinter einem Fach stehen – und das ist beim konfessionellen Religionsunterricht der Fall, weil Staat und Kirche hier auf allen Ebenen von der Lehrplangestaltung bis zur Lehrerbildung als verlässliche Partner für die Qualität eines Faches sorgen. Eine solche durchgängige Verlässlichkeit ist in manchen konkreten Formen eines Ethik-Unterrichts und auch beim umstrittenen Fach LER leider nicht immer gegeben.

Welchen Nutzen hat der Religionsunterricht für diejenigen, die ihn nicht besuchen? Religionsunterricht heute ist konsequent diakonisch konzipiert. In allen kirchlichen Dokumenten seitdem wird jeweils begründet, welchen institutionellen und individuellen Beitrag der Reli- ➔

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gionsunterricht für den Bildungs- und Erziehungsauftrag der öffentlichen Schule hat: Er trägt bei an der Humanisierung des Schullebens und fördert die Identitätsbildung junger Menschen heute. Gerade ein Religionsunterricht, der innerhalb des legitimen Konzept einer Öffnung von Schule nicht nur den Lern-, sondern auch den Lebensraum auszugestalten hilft, reicht in seiner Wirkung und Reputation weit über den konfessionellen Fachunterricht hinaus. Aktuell lassen sich drei Felder benennen, in der vom Religionsunterricht und unter personeller und finanzieller Beteiligung der Kirchen der Lebensraum Schule humanisiert wird: Das ist zum einen das weite Feld der Schulpastoral, zum zweiten der sensible Bereich der Krisenintervention, wenn die großen und kleinen Katastrophen in den Schulalltag einbrechen, und als dritte große Herausforderung die Mitgestaltung von Schule in Projekten, Feierkultur und Schulalltag. Auf allen drei Gebieten werden kirchliche Angebote auch von staatlicher Seite als wichtige Ergänzung und Bereicherung des schulischen Bildungsauftrags wertgeschätzt.

Wieso ist Religion an der Schule also unverzichtbar? Zusammenfassend kann man es so auf den Punkt bringen: Der Beitrag von Religion zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der öffentlichen Schule besteht in ihrer kulturhermeneutischen Funktion, in der Unterstützung der Menschen im Handlungsfeld Schule bei der Bearbeitung zentraler Lebensfragen sowie bei der Lebensbewältigung und in der systemund gesellschaftskritischen Transfunktionalität, die nur Religion zu eigen ist. ■

Eintritt: 27 € 23 € 19 € – 50% erm. für StudentInnen Kartenvorverkauf: Brucknerchor Linz, office@brucknerchor.at; Linzer Kartenbüro, Herrengasse 4; Kartenbüro Pirngruber, Landstraße 34; Pfarrkanzlei Christkönig, Wildbergstr. 30 Kartentelefon 0664 / 31 74 797

Prim. Dr. Ingomar Heuberer Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger Fachgebiet Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie Nach Rücklage der Paragraph 2 Kassen (Gebietskrankenkasse, VAE, BVA, SVA) gebe ich bekannt, dass es mir nun in der Wahlarztordination umso mehr möglich ist, mich den Angelegenheiten und Wünschen meiner Patientinnen/en widmen zu können. Rechnuungstechnisch verwende ich den Tarif der Landesbediensteten, der Lehrer, der Magistrats- und Gemeindebediensteten. Neben der kurativen Tätigkei weise ich im Besonderen auf meine gutachterliche Tätigkeit im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie hin. Operationen werden nach wie vor im Diakonissenkrankenhaus Linz durchgeführt.

Kontakt: Dametzstr. 47 4020 Linz

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Tel.: 0732/77 81 12 Fax: 0732/77 63 12

Mail: dr.heuberer@telebox.at www.heuberer.at

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vEREIN

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Brasilien

China

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Matsoma afrika

Andorf – Nabel der Volkskultur Wenig bekannt, jedoch nicht unbedeutend: Das CLV Mitglied Mag. Hans Holz leitet als General­ sekretär die Internationale Organisation für Volkskunst (IOV) unter dem Dach der UNESCO

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ie Internationale Organisation für Volkskunst (IOV) ist eine weltweite Organisation, die sich umfassend mit dem Erhalt und der Verbreitung der Volkskultur, der Volkskunst und dem unveräußerlichen kulturellen Erbe beschäftigt. Vorrangiges Ziel der IOV ist, gegenseitiges Verständnis und Toleranz unter den Völkern der Erde durch verschiedene, kulturelle Austausch-Aktivitäten zum Erhalt des Weltfriedens zu fördern.

China und 1995 bei einem internationalen Chorwettbewerb in Südafrika. Ein Jahr später wird Holz vom damaligen Generalsekretär und Gründer der IOV, Alexander Veigl, gebeten, die IOVSektion Österreich als Vorsitzender zu führen.

Es wird international:

Der Job:

Bei der Generalversammlung in Andong, Südkorea, wird Holz von 120 Delegierten aus 74 Ländern einstimmig zum weltweiten Generalsekretär gewählt. Der Sitz der IOV mit dem Generalsekretariat befindet sich seit damals in Andorf. Nach einer Reorganisation mit neuen Statuten und einer neuen Organisationsstruktur mit regionalen Sekretären auf allen Kontinenten erfolgte 2007 bei der Generalversammlung in Volos, Griechenland seine einstimmige Wiederwahl.

Alle vom Präsidium und dem Exekutivrat ausgehenden Aktivitäten zu organisieren bzw. zu koordinieren und die Verwaltung und Administration der internationalen Betreuungssystene (über 4000 Mitglieder in 185 Ländern der Erde!) vom Generalsekretariat aus zu bewerkstelligen. Unzählige Einladungen zu Festivals, Kongressen, Symposien, Konferenzen sind die Folge. Die Realisierung erfolgt hauptsächlich in den Schulferien! ■ mehr unter: www.iov.at

Wie es dazu kam: Andorfer Chöre unter Holz´ Leitung gastierten 1994 bei einem Festival in

Mag. Hans Holz organisiert als Generalsekretär internationale aktivitäten

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Der CLV – Fonds „Lehrer helfen Kindern“ Rückblick und Bilanz

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it einem Startkapital von etwa 500.000,– Schilling, aufgebracht vor allem durch die CLV-Bezirke Rohrbach, Perg, Linz-Land, Steyr-Stadt, Urfahr-Umgebung und Wels-Stadt, wagten es 1992 CLV-Landesobmann Dr. Hannes Riedl und Walter Grafenauer einen Fonds mit der Bezeichnung „LEHRER HELFEN KINDERN“ bei der OÖ-Landesregierung anzumelden. Unter Fondszweck heißt es in der entsprechenden Erklärung: „... Für schwer oder auf Dauer erkrankte Kinder und deren bedürftige Familien ... in Oberösterreich ...“. Aus Kolleginnen und Kollegen, die sich besonders mit den Motiven des Fonds identifizierten, wurde ein Verwaltungsrat gebildet (Mitglieder: Waltraud Döberl, Brigitte Geyerhofer, Walter Grafenauer, Elisabeth Huala, Christa Rameis

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und Werner Damm, der von Susanne Schachermeier abgelöst wurde). Die Funktion des Fondskurator übte lange Zeit Hannes Riedl aus, bis er 2008 von Wolfgang Haider abgelöst wurde. Vorrangiges Ziel des Fonds ist es, im Sinne des Fondszweckes, finanzielle Hilfe zu leisten, denn nicht selten kommt zur Krankheit noch die Not. Über diese Form der Hilfe hinaus wird auch versucht, pädagogische Hilfestellungen zu geben, damit sich nicht zum Leid der Krankheit noch schulische Misserfolge einstellen. Damals, Anfang der 90er Jahre, standen wir alle unter Erschütterung des Supergaus von Tschernobyl. Wir sahen die Bilder der krebserkrankten Kinder, die gerade uns Kinder besonders berührten. Natürlich konnten wir nicht das Leid der Welt auf uns nehmen, aber wir wollten zumindest die Schicksale der Kinder, die um uns in Not gerieten, mildern. Besonders die CLV-Bezirke organisierten Benefizveranstaltungen zuguns-

ten des Fonds. LehrerInnen arbeiteten als KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen, veranstalteten Konzerte und Lesungen. Sie wurden zu Gebenden. So wuchs der Fonds bereits 2000 auf rund 2 Millionen Schilling an. Besonders die PensionistInnen zeigten sich bei ihren Aktionen als großzügige Spender. 350.000,– und 200.000,– Schilling und heuer 9.300,– € konnten auf das Konto des Fonds überwiesen werden. Oft hörten wir von älteren KollegInnen die Formulierung: „Ein Leben lang hatte ich es in der Schule mit gesunden Kindern zu tun. Möge mit meiner Spende für die kranken ein

Walter GraFenaUer

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wenig Licht durch die dunklen Wolken der Krankheit fallen.“ In 61 Fällen konnte bisher geholfen werden. Der Fonds schüttete nach der Überprüfung der sozialen Bedürftigkeit bisher 462.000,– Schilling und 20.500,– € aus. 2002 wurden 5.000,– € als Zuschuss zur CLV-Hochwasserhilfe gegeben. Hinter jedem der 61 Fälle verbirgt sich ein schweres Schicksal. Wer von uns kann sich das Leid der Mutter vorstellen, die ihren Gatten und zwei ihrer drei Kinder beim Brand der Tunnelbahn in Kaprun verlor, oder eines 13jährigen Buben, der nach einem Unfall querschnittgelähmt ist, oder eines Mädchens, das mit 10 Jahren an einem Kopftumor erkrankte. Leid, das der Fonds nicht ungeschehen machen kann, aber dessen Folgen doch mit Geld gelindert werden kann. Derzeit ist der Fonds mit 181.000,– € ausgestattet. Er lebt ausschließlich von den Spenden der CLV- Mitglieder. 2010 hat unter Kurator Wolfgang Haider eine neue „Crew“ die Verantwortung für den Fonds übernommen. Dem bisherigen Verwaltungsrat könnte kein besseres Zeugnis, als die Feststellung der überprüfenden Organe der Landesregierung: „Trotz umfangreicher Aktivitäten, seit Bestehen des Fonds (seit 17 Jahren), wurde noch nie auch nur ein Cent als Verwaltungsaufwand wie Sitzungsgelder, Reisespesen, Aufwandsentschädigung .... verrechnet.“ Das ist unsere – heute allerdings recht seltene – Auffassung vom Ehrenamt. Als Vorsitzender des Verwaltungsrates bedanke ich mich bei allen KollegInnen, die uns immer wieder mit ihren Spenden unterstützten und unterstützen. Ich bedanke mich beim Mitbegründer des Fonds, dem langjährigen Kurator Hannes Riedl, den oben genannten Verwaltungsratsmitgliedern für ihren Einsatz und ihre tätige Mithilfe. Eingedenk des von Hermann Gmeiner übernommenen Mottos „Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen!“, helfen Sie liebe CLV-Mitglieder weiterhin, damit weiter geholfen werden kann. Wir machen doch selbst die Erfahrung, dass gerade oft der Weg durch die Not, die Krankheit zum tieferen Verständnis des Lebens führt. Und das Mitgefühl, die Hand des Nächsten Linderung und Balsam sind. Möge der Fonds in diesem Geist weitergeführt werden und weiterhin gedeihen. ■

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Die Stafette geht weiter: Helfen Sie uns, damit wir weiterhin helfen können!

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ie es den Anschein hat, ist der CLV-Fonds in den letzten Jahren etwas aus dem Blickfeld geraten, vielleicht wurde auch zu wenig „Public Relations“ gemacht. Mit dem neuen Team des Verwaltungsrates, der sich am 8. März 2010 neu konstituiert hat, wollen wir mit einem neuen Team neuen neue Impulse geben. Der neue Verwaltungsrat des CLVFonds „Lehrer helfen Kindern“ besteht aus folgenden Mitgliedern: ■ Doris Baumann (Zentralausschuss für Landeslehrer APS) – wurde als Vorsitzende des Verwaltungsrates gewählt ■ Walter Utz (Organisationsreferent des CLV) – Vors.-Stellvertreter ■ Elke Anderle (CLV-Obfrau LinzStadt) ■ Elvira Grandl (CLV-Obfrau UrfahrUmgebung) ■ Mag. Wolfgang T. Schwarz (Schriftleiter – Schulblatt) ■ Maximilian Egger (CLV-Obmann Wels-Land) Der neue Verwaltungsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern – allen voran dem Vorsitzenden OSR Walter Grafenauer – recht herzlich für ihre lange verantwortungsvolle und ehrenamtliche Tätigkeit. Familien, die durch die schwere Erkrankung ihrer Kinder oft auch in finanzielle Nöte kommen, kann nur von Seiten des Fonds geholfen werden, wenn durch Ihre Spenden finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Wir bürgen dafür, dass jeder gespendete Euro dort hinkommt, wo er gebraucht wird – nämlich zu den kranken Kindern und deren Familien. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass seit Bestehen des Fonds noch nie auch nur ein Cent an Verwaltungskosten verrechnet wurde und so wird es auch bleiben. Das ist unsere Vorstellung von Ehrenamtlichkeit! Sie können unsere Arbeit im Fonds „Lehrer helfen Kindern“ auf zweierlei

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Arten unterstützen: Natürlich einerseits durch finanzielle Mittel (persönliche Spenden, Erlöse von Veranstaltungen,…), aber auch durch Ihre Mitteilung, wenn Sie in Ihrem Wirkungsbereich von einer Familie erfahren, die durch die Erkrankung eines Kindes finanziell in Not geraten ist. Unsere Aktivitäten, den CLV-Fonds „Lehrer helfen Kindern“ wieder bekannter zu machen, werden unter anderem vermehrte Pressearbeit und Spendenaktionen sein. Wir wollen auch unsere CLV-Funktionäre in den Bezirken dazu motivieren, Veranstaltungen zu organisieren, deren Reinerlöse dem Fonds zugute kommen. Was wir immer ahnten, das wissen wir heute durch die unterstützten Familien ganz genau – nicht bloß, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, sondern dass oft zum Leid der Krankheit sich die Not einstellt. Es ist uns schon klar, dass wir beides nicht beseitigen können, aber mit der finanziellen Unterstützung können wir ein Zeichen setzen und Hoffnung geben. Um Familien weiterhin unterstützen zu können, ist Ihre Hilfe nötig. Daher bitten wir Sie, unseren CLVFonds „Lehrer helfen Kindern“ zu unterstützen:

Spendenkonto bei der Raiffeisen-Landesbank CLV-Sozialfonds „Lehrer helfen Kindern“ BLZ: 34.000 Kontonummer: 02.774.859

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Neue Rektorin an der PH/OÖ

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Foto: Sieberer (Land OÖ)

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n ihrem 1. Arbeitstag, am 15. April wurde Rektorin MMag. DDr. Ulrike Greiner von den Mitgliedern des Hochschulrates unter Vorsitz des Amtsführenden Präsidenten, Fritz Enzenhofer sowie von den beiden Vizerektorinnen, Mag. Ellonora Feichtner und Dr. Regina Führlinger, den Institutsleitern, der Studentenvertretung und der Verwaltungsspitze herzlich willkommen geheißen. Symbolisch wurde ihr der Schlüssel des Hauses, Kaplanhofstraße 40, übergeben. Präsident Enzenhofer betonte in der Begrüßungsansprache die Bedeutung der Lehreraus- und Fortbildung für die Zukunft: „Wir brauchen wegen der Vielzahl der zu erwartenden Pensionierungen eine hohe Quantität bei hoher Qualität. Gleichzeitig ist der Fortbildung als wichtiger Teil der Qualitätssicherung ein hoher Stellenwert einzuräumen.“ ■

MMag. DDr. Ulrike greiner hat ihre Wurzeln in OÖ, absolvierte in Linz Volksschule und Realgymnasium, studierte an der Uni Salzburg, der Uni Innsbruck und an der Katho­ lischen Universität in Linz. 1985 begann sie als Lehrerin an der HS Doppl in Leonding und der HBLA Linz, Landwiedstraße. 1993 startete Frau Greiner ihre Laufbahn an der PädAk des Bundes in Linz. Mit Okt. 2006 wurde sie als Gründungsrektorin der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien­Krems bestellt. Diese Aufgabe erfüllte sie bis zum Amtsantritt an der Spitze der Pädagogischen Hochschule OÖ.

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CLV Vorstandssitzung mit prominenter „Europäischer Begleitung“ Über Einladung von Landesobmann Präs. Fritz Enzenhofer konfron­ tierte der EU­Abgeordnete und EVP Vizepräsident, Mag. Otmar Karas die Vertreter der Bezirke, Sektionen sowie das Präsidium des CLV mit aktueller Agenda der Union. Unter anderem führte Karas aus:

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erade in der neuen, von der Kommission vorgeschlagenen, Strategie „Europa2020“ nimmt das Thema Bildung eine Schwerpunktrolle ein. Bei einer Zielvorgabe darf es dabei aber nicht bleiben. Europa2020 muss das Instrument sein, nicht nur das Ziel. Die drei Prioritäten nennen unter anderem „Intelligentes Wachstum: Die Entwicklung einer auf Wissen und Innovation gestützten Wirtschaft“. Kernziele dafür sind, dass 75 % der Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren in Arbeit stehen; dass 3 % des BIP der EU für Forschung und Entwicklung aufgewendet werden. Aktuell sind es 2% verglichen mit 2,6 % in den USA und 3,4 % in Japan. Unser geringerer Anteil an Hochtechnologie-Unternehmen ist verantwortlich für die Hälfte unseres Rückstands gegenüber den USA. Ein Viertel der Schüler verfügt über zu geringe Lesekompetenz, und einer von sieben Jugendlichen bricht seine Ausbil-

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dung vorzeitig ab. Der Anteil der Schulabbrecher soll mit Europa2020 von 15% auf unter 10% gesenkt werden. Rund 50 % der Schüler erreichen ein mittleres Qualifikationsniveau, das jedoch häufig nicht dem Bedarf des Arbeitsmarktes entspricht. Weniger als ein Drittel der Menschen im Alter zwi-

schen 25 und 34 hat einen Hochschulabschluss (USA: 40 %, Japan: 50 %). Dem Shanghai-Index zufolge gehören nur zwei europäische Hochschulen zu den weltweit 20 besten. 4 von 7 Leitlinien in der „Europa2020“ Strategie zielen auf Bildung und Forschung ab: ■ „Innovationsunion”, um die Rahmenbedingungen und den Zugang zu Finanzmitteln für Forschung und Innovation zu verbessern und auf diese Weise sicherzustellen, dass innovative Ideen in wachstums- und beschäftigungswirksame Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden können ■ „Jugend in Bewegung”, um unsere Bildungssysteme leistungsfähiger zu machen und den Jugendlichen den Eintritt in den Arbeitsmarkt zu erleichtern ■ „Digitale Agenda für Europa”, um den Ausbau schneller InternetZugangsdienste zu beschleunigen und die Vorteile eines digitalen Binnenmarktes für Haushalte und Unternehmen zu nutzen ■ „Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten“, um die Arbeitsmärkte zu modernisieren, den Menschen durch den lebenslangen Erwerb von Qualifikationen neue Möglichkeiten zu eröffnen und so die Erwerbsquote zu erhöhen und Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt u.a. durch Arbeitsmobilität besser aufeinander abzustimmen. An das anspruchsvolle Referat schloss sich eine Diskussion zu bildungspolitischen Themata, die eine interessante Ambivalenz von regionalen und europäisch determinierten Ansätzen zeigte. ■

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Zwei Tage im Bann der Naturwissenschaften Die Sieger von „Science on Stage“ – OÖ Pflichtschulen!

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cience on Stage“ ging heuer zum vierten Mal über die Bühne. Die Initiative will mit innovativen Lehrkonzepten und Fächer übergrei-

fenden Projekten Schüler aller Schultypen für die Naturwissenschaften begeistern. Zusammen mit der Kepler-Universität wurde in zwölf Stunden ein breites Spektrum an Präsentationen, Vorträgen, Bühnenspielen und Workshops geboten. Die gelungensten Projekte werden Österreich beim europäischen Festival 2011 in Kopenhagen

VS lichtenberg

vertreten (www.scienceonstage.at).

Unsere Sieger: ■ Volksschule Lichtenberg (Projekt Kinderplanetenweg) ■ HS Gmunden Stadt (Projekttage zu Optik, Chemie und Physik) ■ HS Munderfing (Keine Musik ohne Physik)

Kontaktpersonen für weitere Informationen HS Gmunden Stadt: Irmgard Bergthaler Telefon: 06643527531 Email: ibergthaler@yahoo.com Homepage: http://schulen.eduhi.at gmunden­stadt/wordpress/

VS Lichtenberg: Ida Regl

HS Gmunden Stadt

HS Munderfing

Telefon: 0664 124 7070 Email: ida.regl@vs­lichtenberg.at Homepage: http://www.cosmi.at

HS Munderfing: HD Norbert Stangl Telefon 07744 6349 Email: direktion@hsmunderfing.at Homepage: http://www.hsmunderfing.at

Agnes Wiesinger Email: a.wiesinger@hsmunderfing.at

Linzer Volksschule auf musikalischem Besuch im Seniorenzentrum

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ie Schülerinnen und Schüler der VS 46 statteten am Donnerstag, 15.4. dem Seniorenzentrum Dauphinestraße einen musikalischen Besuch ab. Die Kinder hatten in wochenlanger Arbeit mit ihren Lehrerinnen Tänze und verschiedenste Lieder einstudiert und brachten diese mit großer Begeisterung dar. Da konnten die Zuhörer einen „Letkiss“ genauso bewundern wie einen irischen Folk-dance, sie sangen bei Peter’s Brünnele genauso mit wie bei den „verliebten Zahlen“ und dankten den Kindern mit großem Applaus. Zum Abschluss ließen es sich die 11(!) Gitarre spielenden Lehrerinnen nicht nehmen und sorgten ihrer-

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seits für beste Stimmung mit ihren Liedern von Fendrichs „Vü schener is des Gfühl“ bis zu den „Roten Lippen“. Beste Stimmung bei Publikum, Schülern und Lehrern. Es gab spontane Ein-

ladungen für weitere Auftritte seitens der Leitung des Seniorenzentrums. Zu erwähnen auch die permanente Unterstützung im Vorfeld durch Frau Dir Gunde Kluger von der VS 46. ■

Die Schüler und 11 lehrerinnen begeisterten die Senioren

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der clV grAtuliert seinen Mitgliedern! Regierungsrat BSI Franz Eitzinger, BSR Vöcklabruck BSI Johann Schamberger, BSR Ried Oberstudienrat – Oberstudienrätin SD Prof. Wilfried Schögl, Landesschul­ zentrum für Hör­ und Schulbildung Oberschulrat – Oberschulrätin VD Marialuise Brückl, VS Geiersberg VD Wilhelm Burgstaller, VS Kirchdorf HD Peter Gabriel, HS Ulrichsberg BD i. R. Ing. Karl Gruber, 4813 Altmünster VD Elfriede Hinterplattner, VS Reichraming VD Annemarie Hochstöger, VS Saxen HD Heinrich Pusch, HS Neufelden VD Otto Reiter, VS Arnberg VD Christine Reuer, VS Nussbaum VD Maria Roth, VS Hofkirchen VD Karoline Zeilinger, VS Gurten HD Herbert Helfrich, HS Kreuzschwester VD Ursula Keplinger, VS Waxenberg HD Josef Schaffelhofer, HS Puchenau VD Elfriede Schauer, VS 2 Gallneukirchen VD Hedwig Aschl, VS Pennewang VD Susanne Heilinger, VS Weißkirchen VD Silvia Kefer, VS Sipbachzell HD Herbert Nöbauer, HS 2 Marchtrenk VD Maria Altenbuchner, VS Tarsdorf VD Heinz Anschober, VS Bach VD Herbert Bruderhofer, VS Rüstorf VD Ludwig Feitzinger, S Riedlbach VD Marietta Franz, VS 10 Linz HD Christian Opelt, 4864 Attersee VD Josef Ott, VS Weyregg HD Josef Pohn, HS Ampflwang VD Christian Kainzbauer, VS Rohrbach HD Maria Krinzinger, HS Rohrbach HD Herbert Kumpfmüller, HS Lembach HD Wilfried Pichler, HS Sandl HD Christine Pleschke, 4813 Altmünster HD Adolf Rathmayr, 4644 Scharnstein HD Veronika Stumvoll, HS 1 Vorchdorf HD Gottfried Wipplinger, HS St. Peter VD Maria Wolfram, VS Kremsmünster HD Walter Zehetner, HS Ohlsdorf Schulrat – Schulrätin HOL Karl Aichhorn, HS Luftenberg VOL Margit Baumgartner, VS Tumeltsham VOL Christine Berger, VS Großraming OLFWE Elisabeth Böcklinger, HS Niederwaldkirchen VOL Otto Dutzler, VS Sierninghofen BOL Brunhilde Ferdin, BS Gmunden BDS Hubert Freudenthaler, BS Gmunden VOL Charlotte Fürlinger, VS Ried/Riedmark VOL Rupert Gahleitner, VS Haslach HOL Maria Gierlinger, HS Sarleinsbach HOL Josef Grabner, HS Aurolzmünster HOL Mag. Ernst Gusenbauer, HS Mauthausen OLFWE Roswitha Holzer, VS Perg VOL Franziska Humer, VS Peuerbach VOL i. R. Gertrude Kehrer, 4160 Aigen ROL Werner Luegmayr, HS Naarn HOL Brigitte Mayrhofer, HS Garsten VOL Maria Mühleder, VS Sarleinsbach

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HOL Johann Neßlböck, HS Sarleinsbach VOL Margit Pilz, VS Pabneukirchen HOL Elfriede Rechberger, HS Niederwaldkirchen HOL Christine Redl, HS Großraming HOL Wolfgang Reisinger, HS Mauthausen VOL Christine Resch, VS Aigen/Schlägl BOL Ing. Maria Seibold, BS Wels 3 HOL Theresia Schachinger, HS Obernberg HOL Hans Peter Spieler, HS Aurolzmünster HOL i. R. Helga Steinkogler, 4753 Taiskirchen VOL Hildegard Thumfart, VS Herzogsdorf SOL Brigitte Vilsecker, HS 1 Ried HOL Johann Vorderderfler, HS Großraming VOL Andrea Wiesbauer, VS Wallern HOL Barbara Wöckinger, HS Ried/Riedmark VOL Wilhelmine Zitzler, VS Kallham HOL Sylvia Ahrer, HS Gramastetten HOL Peter Aigner, HS 26 Linz VOL Christa Baminger, VS Haag/Hausruck VOL Maria Bohaumilitzky, VS St. Dionysen OLFWE Maria Dedl, HS Steyregg HOL Manfred Denk, HS St. Florian VOL Christa Dollhäubl, VS Bad Leonfelden HOL Liselotte Ehmer, HS 22 Linz VOL Irmgard Engleder, VS Walding VOL Irmgard Gottwald, VS Walding VOL Ingrid Kunz, VS 23 Linz HOL Antonius Lehner, HS Wilhering HOL Rosina Lichtenberger, HS Niederneukirchen VOL Pauline Mader, VS 37 Linz VOL Adelheid Ölinger, VS Zwettl HOL Jutta Pokorny, HS 27 Linz HOL Christine Pollesböck, HS Niederneukirchen OLFWE Adelheid Pötscher, HS Reichenthal VOL Romana Pramberger, VS 10 Linz OLFWE Monika Redl, VS Puchenau VOL Maria Reitermayr­Lanzerstorfer, VS Walding OL.f.LÜ. Karl Renoldner, HS 27 Linz HOL Gerhard Schacherl, HS Niederneukirchen OLFWE Theresia Schaubmair HOL Friedrich Schiller, HS Haag BOL Matthäus Segner, BS Linz 10 HOL Helga Staltner, HS Gramastetten HOL Hermann Walchshofer, HS Ottensheim VOL Beate Weissengruber, VS Gramastetten HOL Karl Allerstorfer, HS 1 Lambach HOL Pauline Auer, HS Hartkirchen VOL Michael Baur, VS Stadl­Paura HOL Siegfried Biermair, HS Gunskirchen HOL Elfriede Böhm, HS 2 Marchtrenk HOL Eva Maria Buchegger, HS Eferding­Nord VOL Ursula Buchinger, VS Gunskirchen VOL Gertrude Egginger, VS Rockersberg VOL Karin Floss, VS Sipbachzell VOL Sigrid Haböck, VS Gunskirchen HOL Eduard Keintzel, HS Pichl/Wels HOL Gerhard Knoll, HS Pichl/Wels VOL Heidemarie Lehner, VS 4 Wels­Pernau HOL Erwin Mattle, HS Eferding­Nord VOL Luise Mrakowitsch, VS 2 Marchtrenk HOL Margaretha Neuböck, HS 1 Lambach HOL Michael Pfaffenbichler, HS Hartkirchen

VOL Ulrike Pichler, VS Steinhaus/Wels VOL Gabriele Pindeus, VS 2 Marchtrenk HOL Renate Salzner, HS Pichl/Wels HOL Adelheid Schneider, HS Pichl/Wels VOL Karin Spiesmaier, VS Sattledt VOL Gerda Stanzel, VS 2 Marchtrenk HOL Anna Tavernier, HS Stadl­Paura VOL Maria Wieser, VS Sattledt VOL Anette Woldrich, VS 2 Marchtrenk HOL Lydia Zachhuber, HS 6 Wels­Vogelweide HOL Elisabeth Arbeithuber, HS Niederneukirchen VOL Maria Autzinger, VS Ostermiething OLPTS Ludwig Bachinger, PTS Vöcklabruck HOL Friedrich Baumgartner, HS Frankenburg VOL Margareta Bloo, VS Gampern HOL Gottlinde Cechovsky, HS Mauerkirchen OLPTS Brigitte Haselmayer, PTS Leonding HOL Berta Himmelsbach, SHS Mondsee HOL Elfriede Kristl, PTS Vöcklabruck HOL Johanna Lehner, HS Wilhering HOL Irene Machetanz­Kleindeßner, HS Wilhering VOL Eva Moser, VS Unterach VOL Adelheid Maringer, 4841 Ungenach BOL Johann Mayrhofer, BS Linz 8 ROL i. R. Christine Niedermair, 4840 Vöcklabruck ROL Marianne Pachler, VS Straß OLFWE Angela Raudaschl, VS St. Georgen/A. HD Ulrike Schönberger, HS Schwanenstadt VOL Walpurga Seemayer, VS Seewalchen VOL Margit Spicker, VS 1 Braunau HOL Maria Staflinger, HS 2 Schwanenstadt HOL Ingrid Stiendl, HS St. Martin/Traun HOL Walter Stollmayer, HS St. Martin/Traun HOL Eleonore Track, HS Wilhering HOL Hannelore Welles, HS St. Florian HOL Edeltraud Wienerroither, HS St. Georgen/A. BOL Manfred Zachhuber, BS Linz 8 VOL Elfriede Zeitlhofer, VS Schörfling VOL Pauline Danninger, VS Kirchham VOL Dagmar Feichtinger, VS Gmunden­Traundorf HOL Ingrid Feichtinger, HS Altmünster VOL Inge Haslinger, VS 32 Linz HOL Erwin Heiligenbrunner, HS Bad Zell ROL Maria Anna Herndl, 4644 Scharnstein VOL Franz Hofstätter, VS Micheldorf HOL Reinhard Höllhuber, HS St. Oswald ROL Franz Kaserger, BS Gmunden 2 BOL Ing. Johann Mayr, BS Linz 2 ROL Eva Mühlbacher, VS Reiterndorf HOL Anna Niederhofer, HS Grünburg HOL Gerhard Nocker, HS Laakirchen­Nord HOL Alfred Pabinger, HS Laakirchen­Nord ROL Maria Anna Penz, VS Gutau HOL Christine Riegler, HS 1 Krichdorf VOL Adelheid Schinnerl, VS Gutau HOL Herbert Stanzel, HS 1 Bad Ischl HOL Ernst Stöttinger, HS Laakirchen­Nord HOL Peter Svacina, HS 1 Vorchdorf SOL Monika Werschnig, LSS III St. Isidor VOL Maria Luise Widholm, VS Gmunden­Traundorf

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bücher ADHS Die Autorin lebt und forscht am Zentrum für Individuelle Entwicklung und Lernförderung in Frankfurt am Main. Sie gibt in diesem Buch einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyeraktivitätsstörung (ADHS). Zunächst definiert sie ausführlich, was ADHS ist und geht den Ursachen der Entstehung nach. Anschließend beschreibt sie die drei Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Diagnostik, Verlauf über die Lebensspanne und Behandlungsmöglichkeiten sind weitere Schwerpunkte. G.P. ADHS. Caterina Gawrilow, Verlag UTBProfile Reinhardt, München 2009, 88 Seiten, Euro 10,20.

Resilienz Resilienz – die Stärkung der seelischen und auch körperlichen Widerstandskraft – gewinnt in Forschung und Praxis zunehmend an Bedeutung. Die Autoren stellen Konzepte und aktuelle Forschungsergebnisse in einer gut verständlichen Sprache dar. Sie führen in die relevanten Themengebiete, wie Prävention, Risiko- und Schutzfaktorenkonzepte sowie die Salutogenese ein. Darüber hinaus beschreiben Sie Programme für Kindergarteneinrichtungen und Schulen, mit denen Fachkräfte die Resilienz von Kindern fördern können. G.P. Resilienz. Klaus Fröhlich-Gildhoff, Maike Rönnau-Böse, Verlag UTB-Profile Reinhardt, München 2009, 97 Seiten, Euro 10,20.

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Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden? Hat eine Veränderung von individuellen Sprechmustern und Stimmausdruck tatsächlich Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung? Ja, behauptet der Autor dieses Buches. Auf dem Weg dorthin lehrt er uns zunächst, kreativ zuzuhören. Unterstützt von Hörbeispielen auf CD werden die Leser angeleitet, die Botschaften von Stimme und Wörtern, die einander widersprechen, optimal zu erfassen. Im zweiten Schritt lernen wir, wie sich unsere Persönlichkeit in der Wahl der Wörter und in der Stimmmodulation formt. Indem wir beides zielorientiert verändern, können wir unsere Identität aushandeln und stärken sowie unsere Absichten klarer zum Ausdruck bringen. G.P. Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden? Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikation. Hartwig Eckert, Ernst Reinhardt Verlag, München 2010, 219 Seiten, Euro 20,50.

Mobbing bei Kindern Dass Mobbing ein Trauma ist, das sogar bleibende Schäden hinterlassen kann, ist mittlerweile eine traurige Tatsache. Wenn Kinder von anderen Kindern gedemütigt, geschlagen oder erpresst werden, leiden sie unsäglich. Da ist rasche Hilfe nötig. Dieser fundierte Ratgeber erklärt anschaulich, worum es bei Mobbing unter Kindern geht und wie sie ihrem Kind helfen können, die Situation zu bewältigen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Darüber hinaus findet man viele Fallbeispiele zu Mobbingsituationen und Vorgehensweisen sowie einfache Anleitungen für Konfliktlösungsstrategien und Kommunikationstechniken. G.P. Mobbing bei Kindern. Erkennen, helfen, vorbeugen. Dr. Jo-Jacqueline Eckhardt, Urania Verlag, Stuttgart 2006, 128 Seiten, Euro 13,40.

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Entspannung für Kinder Viele Kinder leiden in unserer hektischen Zeit unter Stress. Sie haben zu viel Anspannung und zu wenig Entspannung. Bei dieser Tatsache setzt dieses Buch an. Mit den richtigen Entspannungstechniken für die unterschiedlichen Altersgruppen kann es gelingen, schnell die notwendige Ruhe und Erholung in den Alltag des Kindes zu bringen. Inhaltlich spannt sich der Bogen von Entspannung durch Massage, autogenes Training, meditative Phantasiegeschichten, Übungen aus progressiver Muskelentspannung und Yoga. In einem Extrateil im Anhang ist noch ein eigenes Kapitel „Entspannung für Eltern“ angefügt. G.P. Entspannung für Kinder. Das Übungsbuch. Urania Verlag, Stuttgart 2004, 128 Seiten, Euro 13,30.

Elementare Symbole Otto Betz gibt in diesem völlig neu bearbeiteten Standardwerk den Blick frei auf die Welt der Symbole. Vor dem Hintergrund tiefenpsychologischer Einsichten macht er deutlich, dass wir in einem Kosmos der Symbole leben, angefangen von unserem Leib bis hoch hinauf zu den Sternen. Das Buch erschließt anschaulich die Bedeutung der Zeichen, Zahlen, Farben, Formen und Bilder. Es führt auf einen Weg, die Zeichensprache der Seele und der Religionen selbständig entdecken und lesen zu lernen. G.P. Elementare Symbole. Die Zeichensprache der Seele. Otto Beltz, Herder Verlag, Freiburg 2009, 214 Seiten, Euro 17,50.

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Wir gedenken unserer toten OSR HD i. R. Ulrich Steskal, 4552 Wartberg/Kr. VHL i. R. Elisabeth Roider, 5241 Maria Schmolln SR VHL i. R. Anna Bruckner, 4400 Steyr VHL i. R. Mathilde Egginger, 4030 Linz VL i. R. Franziska Freund, 4820 Bad Ischl HOL i. R. Maria Redlinger­Pohn, 4600 Wels VD i. R. Haltmayer Theresia, 4020 Linz HOL i. R. Walter Potuschak, 3335 Weyer VHL i. R. Margarete Pointner, 4872 Neukirchen SR HD i. R. Rudolf Balouschek, 4020 Linz OSR VD i. R. Hubert Kraxberger, 4040 Linz OSR VD i. R. Rupert Mayr, 4840 Vöcklabruck SR VHL i. R. Margarete Wolf, 4910 Ried HOL i. R. Mathilde Endlicher, 4902 Wolfsegg SR VHL i. R. Maria Beschliesser, 4910 Ried OSR VD i. R. Kurt Friedwagner, 4722 Peuerbach RL i. R. Paula Fink, 4040 Linz VVL Brigitte Breuer, 4621 Sipbachzell HL i. R. Franz Deutsch, 4902 Wolfsegg SR ROL i. R. Franz Breier, 4600 Wels VHL i. R. Hans Reisner, 4040 Linz SR VOL i. R. Margarete Fröschl, 4181 Oberneukirchen ROL i. R. Maria Otruba, 1230 Wien SD i. R. Franz Haudum, 4060 Leonding VL i. R. Gertraud Niedoba, 4866 Unterach SR VHL i. R. Margarethe Braun, 4840 Vöcklabruck SR VHL i. R. Maria Bauchinger, 4742 Pram

Oberlehrer

KREIDLINGER

Foto: Land OÖ/Linschinger

SR VHL i. R. Anna Haslinger, 4921 Hohenzell BL Konrad Stimmeder, 4184 Helfenberg OSR VD i. R. Paula Kiener, 4672 Bachmanning SHL i. R. Marianne Kaltenböck, 4020 Linz VHL i. R. Marianne Broz, 4813 Altmünster OSR VD i. R. Rita Breitwimmer, 4892 Fornach SR HD i.R. Hildegard Nöbauer, 5280 Braunau VHL i. R. Berta Scheinecker, 4020 Linz OLFWE i. R. Cäcilia Iraschko, 4312 Ried/Rdmk. OSR HD i. R. Josef Haunschmidt, 4271 St. Oswald HD i. R. Andreas Machatsch, 4060 Leonding SR OLFWE i. R. Herta Jäger, 4880 St. Georgen VHL i. R. Maria Thonabauer, 4501 Neuhofen OSR VD i. R. Elisabeth Wimmer, 4020 Linz RR BSI i. R. Walter Sommergruber, 4020 Linz VOL i. R. Konsulent Franz Josef Schwarz, 4020 Linz SR VOL i. R. Gertrude Pötscher, 4360 Grein OSR HD i. R. Franz Renhardt, 4710 Grieskirchen OSR VD i. R. Franz Keferböck, 4501 Neuhofen SR VD i. R. Gertrude Gattermeier, 4020 Linz VHL i. R. Ruth Lehner, 4775 Taufkirchen VHL i. R. Paula Weissauer, 5201 Seekirchen SPROL i. R. Herta Meditz, 4400 Steyr SR HHL i. R. Friederike Kubizek, 4060 Leonding

SR VHL i. R. Maria Pichler, 4802 Ebensee OSR VD i. R. Josef Rathwallner, 4040 Linz HOL i.R. Anton Sandberger, 4733 Heiligenberg OSR HD i. R. Johann Egelkraut, 4810 Gmunden RR BD i. R. Othmar Enöckl, 4600 Wels SR OLFWE i. R. Marianne Patri, 4230 Pregarten VD i. R. Hildegard Sautner, 4020 Linz SR HOL i. R. Alfred Opelt, 4600 Wels VHL i. R. Anton Zellinger, 4810 Gmunden OSR VD i. R. Johann Kraml, 4162 Julbach SR VHL i. R. Theodora Möhwald, 4020 Linz OSR VD i. R. Gertrude Schuster, 4730 Waizenkirchen SR HD i. R. Franz Senzenberger, 5273 St. Veit VOL i. R. Elisabeth Winklmayr, 3335 Weyer VOL i. R. Gertrude Mayer, 4210 Gallneukirchen SR VHL i. R. Rosa Arnold, 9556 Feldkirchen ORS VD i. R. Sigrun Bermadinger, 5163 Mondsee SR HHL i. R. Eva Maria Pecher, 4400 Steyr OSR HD i. R. Elisabeth Rendl, 4020 Linz HHL i. R. Adelheid Dannerbauer, 4020 Linz HHL i. R. Elfriede Pröll, 4161 Ulrichsberg OSR VD i. R. Josef Wiesbauer, 4982 Obernberg RR BSI i. R. Ferdinand Mitterlehner, 4873 Frankenburg

Überreichung der Ehrenzeichen „Verdienste um die Oö. Jugend“

IMPreSSUM

Im Rahmen einer Feierstunde im Linzer Landhaus überreichte Landesrätin Mag.a Doris Hummer an verdiente Jugendleiter/innen am 17. März 2010 Ehrenzeichen für „Verdienste um die

Oö. Jugend“. In ihrer Festansprache betonte Hummer, dass bei aller Professionalität, die heute auch in der Jugendarbeit notwendig sei, die Ehrenamtlichkeit eine tragende Säule bleibe.

Medieninhaber und Herausgeber: Christlicher Lehrerverein für Oberösterreich (CLV), Stifterstraße 23, 4020; Linz E­Mail: office@clv.at; Schriftleiter und verantwortlicher Redakteur: Mag. Wolfgang T. Schwarz; Redaktion: Cornelia Polli, Helmuth Nitsch, Peter Baumgarten, Mag. Dr. Gerhard Pauza, Michael Andexlinger; Redaktions­ sekretariat: Walter Utz (0 73 2/77 68 67), Maria Pauleder; Anzeigenleitung: Walter Utz (0 73 2/78 22 66); Erscheinungsort: Linz, Verlagspostamt 4020 Linz, P.b.b.; Offenlegung lt.§ 25 Mediengesetz: Die grundlegende Richtung des „Schulblattes“ ergibt sich aus den Satzungen des Christlichen Lehrervereins.

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Ich hätt’ am liebsten die „Sir-Karl-PopperGesamtschule“!

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Wenn nicht zustellbar, bitte zurück an Christl. Lehrerverein, Linz an der Donau, Stifterstraße 23. Erscheinungsort Linz, Verlagspostamt 4020 Linz Sponsoring Post, GZ 02Z033370 S

Kompetent und engagiert

Michael Weber

Paul Kimberger

Johanna Müller

Vorsitzender-Stellvertreterin

Dietmar Stütz

Walter Wernhart

Vorsitzender-Stellvertreter Vorsitzender der Lehrergewerkschaft APS OÖ

Vorsitzender

Doris Baumann

Michael Andexlinger

Peter Baumgarten Vorsitzender-Stellvertreter

die CLV-FCG Personalvertretung im ZA Schulblatt_Juni_2010_print.indd 40

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Schulblatt_2010_06_monitor