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Editorial

Umsatz steigern und schützen

Editorial Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, Ihnen wieder eine umfangreiche und spannende Ausgabe des Reseller-Magazins präsentieren zu können. Besonders interessant war in den letzten Tagen und Wochen die Zusammenarbeit mit dem anerkannten Social-Media-Experten und Bestseller-Autor Reto Stuber. Herausgekommen ist ein unglaublich ausführlicher und informativer Artikel zum Thema „Verkaufen auf Facebook“, der alle Aspekte dieses hochaktuellen Themas beleuchtet. Ein zweites, gerade in diesen Tagen viel diskutiertes Thema, ist die dramatische Zunahme der Internetkriminalität. Leider geraten durch einige neue Methoden auch kleine Webseitenbetreiber und Onlinehändler zunehmend ins Visier der Online-Ganoven. Schlagworte sind hier vor allem Pishing, Datenklau und Digitale Erpressung bzw. DDoS-Attacken. Im Artikel zum Thema erfahren Sie, wie Sie Ihre Webseite und vor allem auch Ihre Kundendaten schützen. Micropayment wird gerade aufgrund der wachsenden Zahl an, meist kleinpreisigen, Paid Content- Angeboten zunehmend interessant und wichtig für den Handel mit digitalen Produkten. Wir stellen

Fotos: pixelio.de / tommyS; Thomas Siepmann

Ihnen diese Zahlungs-

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Umsatz steigern und schützen

art einmal vor und beleuchten das Für und Wider der verschiedenen Varianten. Des Weiteren zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe, wie auch Sie in ihren Onlineshop, Ihren Blog, in den Newsletter, auf Facebook und Twitter immer die neuesten Produktvideos der großen Hersteller und Markeninhaber einbinden. Dies geht kinderleicht, man braucht keiner großartigen Programmierkenntnisse und hat trotzdem jederzeit automatisch die aktuellsten Videos, passend zum jeweiligen Modell, auf seiner Seite. Hier liegt ein gewaltiges Potenzial sich von den Konkurrenten abzusetzen und die Umsätze deutlich und nachhaltig zu steigern. Dazu vermitteln wir Ihnen in einem ausführlichen Video die Grundlagen für den Aufbau effektiver Verkaufsseiten und Landingpages. Alles zusammen wieder ein großes Bündel an aktuellen und hochwertigem Fachwissen für Ihren Erfolg im Onlinehandel. Viel Spaß beim Lesen und Lernen,

Marko Christiansen (Herausgeber und verantwortlicher Redakteur des Reseller-Magazins)

Foto: pixelio.de / Benjamin Klack

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Inhalt

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Inhalt Aktuell

Editorial 2 Inhalt 4 Internetkriminalität 5 Die Zahlen sind alarmierend! Die Angst ist berechtigt Es trifft auch die Großen Aber es bedroht die Existenz der Kleinen Pishing – Schützen Sie sich und Ihre Kunden! Sichere Passwörter – sichere Kundendaten Das Datenleck muss nicht bei Ihnen liegen! Legen Sie ihre Passwörter in einen Tresor! Digitale Erpressung – Lassen Sie sich nicht einschüchtern! So funktionieren DDoS-Attacken Was tun, wenn’s einen trifft?

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Thema

Micropayment 24 Was ist Micropayment und für wen lohnt es sich? 25 Pre-Paid-Systeme 25 Billing/Inkasso-Systeme 26 Mobilfunkbasierte Systeme 27 Verkauf von digitalen Produkten mit Micropayment 28 Fazit 33 Vergleichen ist Pflicht! 33 Zahlung per SMS 34 Abonnements 35 Sammelbestellungen 36 Pre-Paid-Zahlung 37 PayPal-Mikrozahlungen 37 Zusätzliche Leistungen 38 Lohnt es sich überhaupt? 38

Thema

Titel

Verkaufen auf Facebook & Co

Thema

Interview

„Social Commerce wird das nächste große Ding werden!“ Wie das Universum der sozialen Medien die klassischen Massenmedien beeinflusst „Social Media ist wie das erste Mal Sex“ Die Deutsche Bahn verkauft auf Facebook Vor dem Verkauf die Basis legen mit der ZEMM-MIT-Methode Der Kunde ist König – und was Sie daraus lernen können So schaffen Sie sich eine treue Fanbasis! Die virale Feuerwerksspirale - entfachen Sie eine positive Kettenreaktion Der Blick in die Kristallkugel: Wie sich die Zukunft präsentiert Praxis: Wie Sie auf Facebook Ihre Kunden finden können Facebook Marketing Facebook Werbung Facebook Social Plug-ins, Facebook Graph API und Open Graph Protokoll Facebook Storefronts und Stores Facebook Credits Facebook Deals und Checkin Deals – Facebook für Ladeninhaber Conclusio: Bauen Sie zuerst eine Beziehung auf und verkaufen Sie dann! Weiterführende Links Über die Autoren

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Original-Herstellervideos für den eigenen Onlineshop

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Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Warum die Großen nur die Großen unterstützen Ein Dienstleister für viele Händler Wie auch kleine Händler Original-Herstellervideos nutzen können Wie funktioniert Cliplister? Cliplister für Hersteller und Markeninhaber Cliplister für Onlinehändler Übersicht über die Cliplister-Funktionen: Eigene Produktvideos per „Fotoclip“ erstellen

77 79 81 82 83 84 86 88 89

Wie das Produktvideo den Händler erreicht Best Onlineshop ever Es geht nicht nur ums Geld verdienen Das Prinzip ist immer gleich Grundlagen einer effektiven Verkaufsseite (Video)

Impressum Reseller Magazin

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Aktuell Internetkriminalität

Internetkriminalität Neue Gefahren für Onlinehändler Datenklau und Erpressung: Wie Sie sich davor schützen

brand aktuell

Der NAVIGATOR Die Zahlen sind alarmierend! I Die Angst ist berechtigt I Es trifft auch die Großen I Aber es Foto: pixelio.de/Antje Delater

bedroht die Existenz der Kleinen I Pishing – Schützen Sie sich und Ihre Kunden! I Sichere Passwörter – Sichere Kundendaten! I Das Datenleck muss nicht bei Ihnen liegen! I Legen Sie Ihre Passwörter in einen Tresor! I Digitale Erpressung – Lassen Sie sich nicht einschüchtern! I So funktionieren DDoS-Attacken I Was tun, wenn’s einen trifft?

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„In einem Verfahrenskomplex wegen Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Erpressung und der Computersabotage haben die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - und das Bundeskriminalamt (BKA) am 03. und 04.08.2011 vier Wohnungen von Tatverdächtigen in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. An dem Einsatz waren rund 40 Polizeibeamte des BKA und der Länderpolizei beteiligt. Die Beschuldigten im Alter von 17 – 23 Jahren stehen in Verdacht, im Tatzeitraum Juni bis Juli 2010 die Betreiber von rund 30 Internet-Shops erpresst zu haben, indem sie von diesen Geldzahlungen in Höhe von 50,00 bis 250,00 Euro forderten. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, führten die Beschuldigten gezielte technische Angriffe mittels so genannter Distributed-Denial-of-Services (DDoS)-Attacken auf die Server der Internet-Shops aus, was zur Folge hatte, dass die Internetseiten der Shops mehrere Stunden nicht mehr aufrufbar waren. Für den Fall der Nichtzahlung ihrer Forderungen drohten die Beschuldigten mit weiteren Angriffen auf die Server der InternetShops. Die infolge der zeitweiligen Unerreichbarkeit der Internet-Shops verursachten Umsatzeinbußen übersteigen die erpressten Geldbeträge um ein Vielfaches; nach vorläufigen Schätzungen belaufen sie sich auf mindestens 100.000,00 Euro.“

(Auszug aus einer Pressemitteilung des Bundeskriminalamtes (BKA) vom 08.08.2011. http://www.bka.de/nn_205924/DE/ Presse/Pressemitteilungen/Presse2011/110808__ErpressungzumNachteilvonOnlineShops.html?__nnn=true )

Die Zahlen sind alarmierend!

Der Schaden durch „Cybercrime“ ist im Jahr 2010 um 66 % gestiegen. Die Zahl der Pishing-Fälle im Onlinebanking sogar um 80 %. So beläuft sich der im Jahr 2010 registrierte Schaden aller in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) mit Schadenssumme erfassten Delikte aus dem Bereich Cybercrime1 auf insgesamt rund 61,5 Mio. Euro (2009: 36,9 Mio. Euro), wobei rund 47 Mio. Euro auf den Bereich Computerbetrug und 14,5 Mio. Euro auf den Bereich

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Betrug mit Zugangsdaten zu Kommunikationsdiensten entfallen. Dabei werden einzelne bzw. besonders relevante Phänomene des Cybercrime, wie z. B. Phishing im Bereich Onlinebanking oder auch Straftaten im Zusammenhang mit gezielten DDos-Attacken auf Server eines Unternehmens oder einer Behörde, in der PKS nicht einmal unter dem Begriff Cybercrime erfasst. Auch ist, gerade im Bereich Computersabotage und Datenveränderung, von einer großen Dunkelziffer auszugehen, weil Straftaten oft gar nicht erkannt werden oder die Geschädigten (häufig Unternehmen) die erkannte Straftat nicht anzeigen, um die Reputation bei den Kunden und damit deren Vertrauen nicht zu verlieren. Zumal, wenn kein finanzieller Schaden entsteht oder die Straftaten über das Versuchsstadium nicht hinausgehen, wird von einer Anzeige oftmals abgesehen. Deshalb besitzen die aktuellen Zahlen auch nur eine sehr begrenzte Aussagekraft. Es ist aber davon auszugehen, dass die Intensität der kriminellen Aktivitäten im Bereich „Cybercrime“ und damit das Gefährdungspotenzial für jeden Internetnutzer weiter zugenommen haben. Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes BITKOM sowie dem aktuellen Lagebild „Cybercrime 2010“ des Bundeskriminalamtes (BKA) und sind besorgniserregend und alarmierend.

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Diese Entwicklung lässt sich nicht zuletzt an der gestiegenen Professionalität der eingesetzten Schadsoftware sowie der festgestellten zunehmenden Spezialisierung und Professionalisierung der Täter ablesen. Der Lagebericht des BKA spricht sogar von einer sogenannten „Underground Economy“, die sich mittlerweile auch in Deutschland etabliert habe und sich überwiegend in englisch- oder russischsprachigen Foren und Plattformen betätige. Der Begriff „Underground Economy“ wird dabei definiert als „globaler, virtueller Marktplatz, über den kriminelle Anbieter und Käufer ihre Geschäfte rund um die digitale Welt tätigen, wie z. B. der Verkauf gestohlener digitaler Identitäten oder auch kompletter krimineller Infrastrukturen“. „Insbesondere die Ausspähung von Online-Zugangsdaten, etwa für Plattformen oder Internet-Shops, ist im Vergleich zu 2010 stark angestiegen“,

sagte Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsident und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN). „Durch die Technisierung der Gesellschaft und die weitverbreitete Nutzung moderner Medien und Kommunikationsformen haben diese neuen Medien auch Einzug in klassische Kriminalitätsformen gehalten, vor allem im Betrugsbereich“, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke und ergänzt: „im Jahr 2010 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 250.000 Fälle registriert, in denen das Internet zur Tatbegehung genutzt wurde. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 20 Prozent. Im Zielspektrum der Cybergruppierungen steht die vollständige Identität der Internet-Nutzer, die die Täter bedarfsangepasst und flexibel für ihre kriminellen ‚Geschäftsmodelle’ missbrauchen.“

Diese Zitate und die Graifk stammen aus einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) und des Bundeskriminalamtes (BKA)

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vom 30.06.2011 zu einer aktuellen Umfrage des BITKOM und dem Lagebild „Cybercrime 2010“, das beide Organisationen zusammen vorstellten. Quellen: Pressemitteilung des Bundeskriminalamtes vom 30.06.2011, http://www.bka.de/ nn_233110/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2011/110630__BundespressekonferenzLagebildCybercrime2010.html Pressemitteilung „Internet-Kriminalität nimmt weiter zu“ des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) vom 30.06.2011 http://www.bitkom.org/de/presse/8477_68473.aspx

Die Angst ist berechtigt

Als Folge dieser Entwicklungen hat auch die Angst vor InternetKriminalität stark zugenommen. 2010 fühlten sich „nur“ 75 % der Internetnutzer bedroht, aktuell sind es schon 85 %. Auch die Entwicklung im Bereich Onlinebanking ist nicht erfreulich. Einen Betrug beim Onlinebanking befürchteten im letzten Jahr 28 % der Nutzer. Inzwischen ist die Zahl auf 37 % gestiegen. Das hat natürlich auch enorme Auswirkungen auf die Akzeptanz von OnlineZahlungsmethoden und damit auf den Onlinekauf an sich. Das diese Angst nicht unbegründet ist, belegen weitere Zahlen aus der BITKOM-Umfrage: Datenklau verdoppelt Jeder Siebte fühlt sich betrogen

70 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahren haben schon einmal negative Erfahrungen im Web gemacht. Viren und andere Schadprogramme stehen dabei für 47 Prozent der User, also gut 25 Millionen Personen, an erster Stelle. Im Vorjahr waren es noch 43 Prozent. Jeder Siebte fühlte sich von einem Geschäftspartner betrogen, beispielweise bei Online-Auktionen. Fast verdoppelt hat sich die Zahl der User, deren Zugangsdaten zu Plattformen,

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