«cash VALUE» 2/2016

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Fr. 8.–

Das Magazin für Geldanlage

Peter Spuhler

Der CEO und Inhaber von Stadler Rail im grossen Interview

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8. September 2016 – www.cash.ch


Swiss Domestic Basket

Unternehmen mit Fokus Schweiz Das vorliegende Produkt ist ein strukturiertes Produkt und stellt keine kollektive Kapitalanlage («KAG») im Sinne der Art. 7 ff. KAG dar. Es untersteht weder einer Genehmigungspflicht noch der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Investoren tragen ferner ein Emittentenrisiko. Details Kotierung ISIN Symbol Anfangsfixierung Schlussfixierung Total Expense Ratio (indikativ)

CH0143580279 BSDOM 29. November 2011 Open End 0,51 % p.a.

Quelle: J. Safra Sarasin AG

Eckdaten für die Periode 31. Juli 2013 – 31. Juli 2016 BSDOM SPIEX® Index

Total Return p.a. 16,91% Volatilität p.a. 8,76% Maximaler Drawdown 6,93% Sharpe Ratio 1,96

SPI® Index

13,25% 13,37% 13,06% 1,05

6,07% 15,56% 19,47% 0,40

Quelle: Bloomberg, J. Safra Sarasin AG, tägliche Beobachtungen

Die als «Home Bias» bezeichnete Übergewichtung des Heimmarktes durch Investoren ist bei Schweizer Anlegern nur vordergründig gege­ ben. Dies liegt daran, dass ein Grossteil der Umsätze von Schwei­ zer Unternehmen aufgrund ihrer starken internationalen Marktaus­ richtung im Ausland anfällt. Damit sind Anleger weniger stark an der Entwicklung der Schweizer Volks­ wirtschaft beteiligt.

Performance seit 31. Juli 2013 gegenüber SPI® und SPI® Extra Index 170.00 160.00 150.00 140.00 130.00 120.00 110.00 100.00 90.00

Juli 13

Jan 14

Juli 14

BSDOM angeglichen Total Return nach Fees

Jan 15

Juli 15 SPIEX® angeglichen

Jan 16

Juli 16 SPI® angeglichen

Quelle: Bloomberg, Bank J. Safra Sarasin AG. Die ausgewiesenen Renditen des Zertifikats sind um die jährliche Netto-Ausschüttung korrigiert, um eine Total Return Serie zu erhalten. Damit wird die Vergleichbarkeit mit den Vergleichsindizes, die ebenfalls auf der Basis des Total Returns berechnet werden, hergestellt. SPI® ist der Total Return Index des Schweizer Gesamtmarktes. SPIEX® ist der Swiss Performance Extra Index, der die Entwicklung des Schweizer Small- und Mid Cap-Bereichs abbildet. Die dargestellte Performance berücksichtigt weder Kommissionen noch andere Kosten, welche beim Kauf oder Verkauf des Zertifikates erhoben werden können. Die historische Wertentwicklung ist kein Indikator für die aktuelle oder zukünftige Wertentwicklung.

Disclaimer Dieses Dokument wurde von der Bank J. Safra Sarasin AG («Bank») zu Informationszwecken erstellt. Es wurde aus Informationen und Daten («Informationen») aus öffentlich zugänglichen Quellen erstellt, welche von der Bank als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft werden. Die Bank hat die Informationen jedoch nicht überprüft und übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier wiedergegebenen Informationen. Mögliche Fehler oder die Unvollstän­ digkeit der Informationen stellen keine rechtlichen (vertraglich festgelegten oder stillschweigend mitvereinbarten) Gründe für eine Haftung dar, weder im Hinblick auf unmittelbare oder mittelbare Schäden noch auf Folgeschäden. Es besteht keine Pflicht von Seiten der Bank oder einer anderen Person, den Inhalt dieses Dokuments zu aktualisieren. Dieses Dokument enthält Informationen über strukturierte Produkte. Solche Produkte sind komplex und können ein hohes Verlustrisiko beinhalten. Bevor Anleger eine Transaktion eingehen, sollten sie die Eignung dieses Anlageproduktes für ihre speziellen Verhältnisse abklären und unabhängig (allenfalls mit professionellen Beratern) die besonderen Risiken (Maximalverlust, Währungsrisiko usw.) sowie die rechtlichen, regulatorischen, kreditmässigen, steuerlichen und buchhalterischen Konsequenzen prüfen. Das vorliegende Dokument stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a respektive Art. 1156 des Schweizerischen Obligationenrechts noch einen verein­ fachten Prospekt im Sinne des Art 5 (2) des Schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen dar. Das vorliegende Anlageinstrument ist keine kollektive Kapitalanlage im Sinne der Art. 7 ff. KAG. Es untersteht weder einer Bewilligungspflicht noch der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die rechtsverbindlichen Bedingungen können vom Emittenten bezogen werden. Dieses Dokument stellt keinerlei Anlageberatung, kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Finanzinstrumenten bzw. von sonstigen Produkten oder Dienstleistungen dar und ersetzt nicht die individuelle Beratung und Risikoaufklärung durch einen qualifizierten Finanz-, Rechts- oder Steuerberater. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Hinweis für die laufende oder zukünftige Wertentwicklung. Angaben zu künftigen (Wert-) Entwicklungen werden lediglich zu Informationszwecken gemacht und sind weder als Vorhersagen noch Zusicherungen einer künftigen Wertentwicklung zu verstehen, sie können aus unterschiedlichen Gründen erheblich von der tatsächlichen Wertentwicklung abweichen. Insbesondere lehnen die Bank, ihre Aktionäre und Mitarbeitenden jedwede Haftung für Meinungen, Schätzungen und (Anlage-) Strategien, welche in diesem Dokument enthalten sind, ab. Die in diesem Dokument dargestellten Meinungen, Prognosen sowie die erwähnten Zahlen und Daten können jederzeit und ohne Angabe von Gründen geändert wer­ den. Es können sich Abweichungen zu den eigenen Finanzanalysen oder anderen Publikationen der J. Safra Sarasin Gruppe ergeben, die sich auf dieselben Finanzin­ strumente oder Emittenten beziehen. Die Bank und/oder ein Unternehmen der J. Safra Sarasin Gruppe, ihre Kunden und/oder Mitarbeitenden halten möglicherweise Finanzinstrumente oder führen Transaktionen in Finanzinstrumenten aus, welche in diesem Dokument erwähnt werden. Dieses Dokument darf ausschliesslich in Ländern verbreitet werden, in denen die Verbreitung rechtlich zulässig ist. Die Bank lehnt jede Haftung für Verluste, die sich aus der Weiterverwendung der vorliegen­ den Informationen (oder Teilen davon) ergeben, ab. Swiss Exchange AG («SIX Swiss Exchange») ist die Quelle des SPI®und SPIEX®Index und der darin enthaltenen Daten. SIX Swiss Exchange war in keinerlei Form an der Erstellung der in dieser Berichterstattung enthaltenen Informationen beteiligt. SIX Swiss Exchange übernimmt keinerlei Gewährleistung und schliesst jegliche Haftung (sowohl aus fahrlässigem sowie aus anderem Verhalten) in Bezug auf die in dieser Berichterstattung enthaltenen Informationen – wie unter anderem für die Genauig­ keit, Angemessenheit, Richtigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und Eignung für beliebige Zwecke – sowie hinsichtlich Fehlern, Auslassungen oder Unterbrechungen im SPI® oder SPIEX® Index oder dessen Daten aus. Jegliche Verbreitung oder Weitergabe der von SIX Swiss Exchange stammenden Informationen ist untersagt. © Copyright Bank J. Safra Sarasin AG. Alle Rechte vorbehalten. Bank J. Safra Sarasin AG, Elisabethenstrasse 62, Postfach, CH-4002 Basel, T: +41 (0)58 317 44 44, F: +41 (0)58 317 44 00, www.jsafrasarasin.com

Anlageidee Investieren in Unternehmen mit ho­ hem Umsatzanteil in der Schweiz. Das angestrebte Anlageprofil hat aufgrund des limitierten Export­ anteils folgende Eigenschaften: • Geringere Risiken in Bezug auf – globale Konjunkturschwankungen – geopolitische Turbulenzen – Währungsschwankungen • Stabiles politisches Umfeld in der Schweiz Risiken für Anleger • Das Produkt ist ein TrackerZertifikat und Anleger tragen das Emittentenrisiko der Bank J. Safra Sarasin AG (S&P: A/A-1) • Für das ursprünglich eingesetzte Kapital besteht keine Garantie • Der zugrundeliegende AktienBasket kann bei einer Marktkor­ rektur Verluste erleiden • Die Performance des Zertifikats kann tiefer als jene von Vergleichsindizes sein

Kontakt Adrian Tartia Financial Engineering +41 (0)58 317 61 95 adrian.tartia@jsafrasarasin.com


EDITORIAL IMPRESSUM

EDITORIAL

Das Zinsniveau sinkt seit den 1980er-Jahren. Eine Trend­ wende ist nicht erkennbar. ­Sparer müssen handeln. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise versuchen die Notenbanken verzweifelt, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Ihre Geldpolitik besteht vor allem aus permanenten Zinssenkungen. 666 soll es davon weltweit seit dem Konkurs der US-Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 gegeben haben, wie jemand effektvoll ausgerechnet hat. Der Erfolg ist bislang bescheiden.

Unternehmer Spuhler ist Grossaktionär bei den börsenkotierten Schweizer Firmen Autoneum, Rieter und Allreal. Schlecht gefahren ist er damit nicht. Ein überzeugter und langfristig orientierter Aktionär ist auch Reiner Eichenberger. Für ihn soll das Investieren an der Börse auch Spass machen. Lesen Sie das Interview mit dem bekannten Schweizer Ökonomen auf Seite 30.

Sicher haben die Massnahmen der Notenbanken Schlimmeres verhindert. Aber «die klassische Geldpolitik der letzten Jahre hat Schiffbruch erlitten», wie Unternehmer und Ex-Nationalrat Peter Spuhler von Stadler Rail im Interview in dieser Ausgabe des cash VALUE sagt, dem zweimal jährlich erscheinenden Anlagemagazin von cash. Spuhler beurteilt das Umfeld für Geldanlagen als «sehr schwierig». Das sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch auf Ihren Privat- und Sparkonten: Die Verzinsung liegt bei Null.

Auch in anderen Anlagebereichen können Sie mehr aus Ihrem Geld machen, wie Ihnen dieses Magazin anhand von zahlreichen Tipps in weiteren informativen Beiträgen zeigt. Etwa bei Immobilien, bei der Altersvorsorge – oder sogar bei angejährten Autos. Lassen Sie sich überraschen.

Nicht vergessen darf man, dass das allgemeine Zinsniveau seit den 1980er-Jahren sinkt. Der Trend wird nicht so schnell in eine andere Richtung gehen. Das bereitet unseren Vorsorgeinstitutionen Sorgen, und es sollte auch Sie beschäftigen. Ein Weg zur Vermögensvermehrung sind langfristige Aktienanlagen. Die meisten grossen Schweizer Aktienwerte haben in den letzten 20 bis 30 Jahren massiv zugelegt (Seite 15). Dazu kommen die jährlichen Dividendenzahlungen.

Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen mit dem cash VALUE.

Daniel Hügli, Chefredaktor cash

Impressum cash VALUE vom 8. September 2016: Gedruckt als Spezialversand an Finanzindustrie und Anleger (Auflage: 25 000), als PDF auf www.cash.ch Herausgeber: cash zweiplus ag, Bändliweg 20, 8048 Zürich, Telefon: 044 436 77 77, Mail: contact@cash.ch Geschäfts­ führer: Urban Scherrer (CEO) Chefredaktor: Daniel Hügli Redaktion: Marc Forster, Ivo Ruch, Pascal Züger Produktion/Bildredak­ tion: Thomas Demuth, Dominik Hertach Titelbild: Nik Hunger Anzeigen: Marco Spadacini, Head of Sales, marco.spadacini@cash.ch; Pascal Weder, Senior Account Manager, ­pascal.weder@cash.ch; Urs Wolperth, Key Account Manager, urs.wolperth@cash.ch Marketing: Silvan Franchetto Werbung: www.cash.ch/werbung Druck: Passen & Partner Copyright: cash zweiplus ag

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PRODUKTINFORMATION

ODDO MERITEN ASSET MANAGEMENT Ihr langfristiger Begleiter Oddo Meriten Asset Management betreibt das Vermögensverwaltungsgeschäft der Oddo-Gruppe und vereint seit August 2015 die Aktivitäten von Oddo Asset Management und Meriten Investment Management. Mit einem verwalteten Vermögen von 41 Mrd. EUR und 276 Mitarbeitern ist Oddo Meriten Asset Management zu einem deutsch-französischen Unternehmen und zu einem der führenden unabhängigen Vermögensverwalter der Eurozone geworden. Als Spezialist für die europäischen Märkte bietet Oddo Meriten Asset Management seinen Kunden eine einzigartige Auswahl an leistungsstarken Anlagelösungen in den wichtigsten Anlageklassen, darunter europäische Aktien, Unternehmensanleihen, Wandelanleihen und Asset-Allocation-Strategien. Spezialist für europäische Märkte

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Unsere tiefen Einblicke in die Dynamik der Märkte Frankreichs und Deutschlands verschaffen uns einen Vorsprung, um in europäischen Aktien- und Rentenportfolios Mehrwert zu generieren.

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Unser Ziel ist es, den Index kontinuierlich zu schlagen und eine Performance im oberen Quartil zu erzielen. Dabei halten wir die Risiken und die Portfoliorichtlinien stets genauestens im Blick.

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SCHWERPUNKTE – INHALT

INHALT

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15 34

08 INTERVIEW PETER SPUHLER

29 MYTHEN DER ALTERSVORSORGE

Ein Gespräch mit Zugbauer Peter Spuhler über den ­Franken, die SNB, Geld, die SVP und die EU.

Die gängisten Behauptungen rund um die Altersvorsorge – und was davon stimmt.

12 DIE SCHWEIZER KARTE DES SMI

30 INTERVIEW REINER EICHENBERGER

Luxus in Genf, Pharma in Basel, Finanzen in Zürich.

Der Ökonom über das Anlegen an den Börsen, über ­Starinvestor Warren Buffett und legales Insiderwissen.

15 DAS SIND DIE SMI-URGESTEINE 32 STEUERN SPAREN MIT VORSORGE 3A Welche SMI-Firmendinosaurier hatten in den letzten Jahrzehnten den grössten Zuwachs beim Aktienkurs?

Ein Säule-3a-Konto bringt Zinsen – und Steuerersparnisse. Eine Anleitung.

16 INNOVATIVE UNTERNEHMEN 33 VORSORGE: EIN THEMA FÜR KINDER Schweizer Firmen trumpfen mit Erfindungen. Vier Beispiele. 19 AKTIENAUSBLICK 2016/17

Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Das Schaffen eines Finanzpolsters wird dabei allerdings oft vergessen.

Das Anlageumfeld für Aktien bis Ende 2017.

34 OLDTIMER MIT RASENDEN RENDITEN

25 TESTEN SIE IHR WIRTSCHAFTSWISSEN

Historische Autos stellen bei der Wertvermehrung jede andere Anlageklasse in den Schatten.

Das cash-Quiz zur Schweizer Wirtschaft. 36 INTERVIEW PAUL LACIGA 26 HYPOTHEKEN GUT VERHANDELN Hypozinsen sind nicht fix. Wer verhandelt, gewinnt.

Ex-Beachvolleyball-Profi Paul Laciga verwaltet heute Geld. Er verlangt nur Gebühren, wenn er Gewinne macht.

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Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf der oben angegebenen Telefonnummer aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf erklären Sie sich mit dieser Geschäftspraxis einverstanden. Risikohinweis: Dieses Werbeinserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen oder Emissionsprospekt im Sinne der Art. 652a und 1156 des Schweizerischen Obligationenrechts dar. Es handelt sich zudem weder um eine Aufforderung, noch um eine Empfehlung zum Kauf. Die in diesem Werbeinserat beschriebenen Produkte werden von BNP Paribas Arbitrage Issuance B.V. ausgegeben und sind derivative Finanzinstrumente. Der alleinverbindliche Prospekt in englischer Sprache kann direkt bei BNP Paribas Securities Services, Paris, Zweigniederlassung Zürich, Selnaustrasse 16, Postfach, 8022 Zürich, oder unter der Tel. +41 58 212 63 35 bezogen werden. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Konkursrisiko des Emittenten bzw. des Garanten ausgesetzt und profitieren nicht vom Schutz des investierten Kapitals. Die Produkte sind weder für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten noch an US-Personen bestimmt. © BNP Paribas SA. Alle Rechte vorbehalten.


IN KÜRZE NEWS

Vieles ist neu bei cash.ch

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Gold ist bei den Anlegern wieder gefragt.

Pixabay.com

DAS WUNDERSAME COMEBACK VON GOLD Viele hatten Gold schon abgeschrieben. Doch nun gehört es zu den besten Anlagen 2016. VON DANIEL HÜGLI

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ährend viele Aktienmärkte, so auch der schweizerische, in diesem Jahr grosse Mühe bekunden, konnten Edelmetalle deutlich zulegen. Physisches Gold (Barren, Münzen etc.) verteuerte sich in diesem Jahr in der Spitze um rund einen Drittel. Die grössten Gewinner des «Gold Rush» sind aber die Aktien von Goldminenbetreibern. Mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs von weit über 100 Prozent gehören sie zu den besten Anlageklassen in diesem Jahr. Grund für den Goldsturm ist die anhaltende Ver-

unsicherung an den Finanzmärkten, ausgelöst etwa durch den Austritt Grossbritanniens aus der EU oder die ungewisse Zukunft von Chinas Wirtschaft. Dabei hatte der Goldpreis von Mitte 2011 bis Ende 2015 noch einen Absturz von 1920 Dollar bis auf fast 1000 Dollar pro Feinunze zu verkraften. Anleger hatten damals ein Ende der Tiefzinsphase in den USA erwartet. Denn hohe Zinsen machen Gold als Inflationsschutz uninteressant. Nun: Die Tiefzinsen in den USA sind noch immer da, und die Verunsicherung an den Märkten auch.

as grösste Schweizer Wirtschafts- und Finanzportal cash.ch erscheint seit Ende Mai in neuem Design. Am auffälligsten ist das grosszügigere Erscheinungsbild: grössere Bilder, deutlichere Schriften und weitere Abstände zwischen den Inhalten. Orientierungshilfen sind die drei gros­ sen Menüpunkte «Informieren», «Investieren» und «Diskutieren». Die wichtigste Änderung ist aber die Optimierung der Website für alle Endgeräte. Ob Desktop, Smartphone oder Tablet: Die Inhalte von cash.ch passen sich den jeweiligen Bildschirmgrössen an. Auf unverändert hohem Niveau sind die Inhalte von cash.ch: News Bereits frühmorgens steht ein aktuelles und umfangreiches Angebot von Wirtschafts- und Finanznews aus aller Welt bereit, geschrieben und bearbeitet von der cash-Redaktion. Kurse Ob Aktien, Währungen, Edelmetalle oder Fonds – bei cash werden Sie bei der Kurssuche fündig. Service und Community Auskunft zu Geldfragen finden Sie im umfangreichen Ratgeberteil inklusive cash-Pensionscoach. Oder diskutieren Sie mit im grössten Schweizer Börsenforum. Banking Kostengünstiges Online-Trading, Vermögensverwaltung oder Vorsorgeangebote – das Bankangebot von cash hat es in sich.

Kommen Negativzinsen für Sparer?

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ir gehen davon aus, dass die Weitergabe von Negativzinsen insbesondere an kleinere Retailkunden bei den Banken im Moment kein Thema ist.» Das sagte T ­ homas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Mitte Juni im Video-Interview mit cash.ch. Doch was vor zwei Jahren noch ein Tabu war, rückt bedrohlich nahe: Nach und nach lassen Banken verlauten, dass sie zu Strafzinsen auf Privat- und Sparkonten gezwungen sind, falls die Zinssituation noch lange andauert oder sich gar verschärft. Erst kündeten die Privatbanken an, sie würden Konten ab 100 000 Franken mit

SNB-Präsident Thomas Jordan im Ge­ spräch mit cash.ch im Juni 2016. cash

Strafzinsen belasten. Auch UBS-Chef Sergio Ermotti stellte Negativzinsen für sehr vermögende Kunden seiner Bank in Aussicht. Dann zogen die typischen Sparerbanken Valiant, Migros Bank oder Raiffeisen nach und schlossen Negativzinsen ebenfalls nicht mehr aus. Die SNB erhebt seit dem Januar 2015 Zinsen von -0,75 Prozent für Banken, die hohe Frankenbeträge bei ihr lagern. Sie will damit die starke Nachfrage nach Franken verhindern. Bei einer Erhöhung der SNB-Negativzinsen auf 1 oder 1,25 Prozent sind wohl konkrete Massnahmen der Banken zu erwarten.

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INTERVIEW PETER SPUHLER

«ES HAT GENUG GESCHÜTTELT IN DEN LETZTEN JAHREN» Zugbauer Peter Spuhler wünscht sich wieder mal zwei ruhige Jahre beim Franken. Ein Gespräch über SNB, Geld, die SVP und die EU. INTERVIEW: DANIEL HÜGLI UND PASCAL ZÜGER BILDER: NIK HUNGER

Herr Spuhler, als Sie 1989 S ­ tadler mit 18 Angestellten übernommen ­haben: Hätten Sie sich damals vorstellen können, dass die Firma 2016 gegen 7000 Mitarbeitende ­beschäftigen würde? Nein. Mein Traum war ja immer, Unternehmer zu werden. Ich stamme nicht aus einer Familie, die mir einfach so eine Firma hätte kaufen können. Ich musste mich also etwas nach der Decke strecken, bis die Chance mit Stadler kam. Dort war zuerst die Überlebensfrage das Wichtigste: Wie konnten wir die Zinsen und Amortisationsraten zahlen? In den letzten 28 Jahren habe ich nie Wachstumsziele festgelegt, weder beim Umsatz noch bei der Anzahl Mitarbeiter. Stadler Rail will einfach die besten Züge bauen. Welches sind Ihre Erfolgsfaktoren? Es ist der Versuch, das bestmögliche Team zusammenzustellen. Das ist in Unternehmen wie auch im Sport entscheidend. Dann hat uns das Umfeld in den 1990er-Jahren in die Hände gespielt. Traditionelle Schienenfahrzeughersteller wie SIG, Schindler oder SLM konzentrierten sich aufs Kerngeschäft und zogen sich aus der Schienenfahrzeugbranche zurück. So konnten wir die besten Mitarbeiter einstellen und das Vakuum ausfüllen. Das führte in den späten 1990er-Jahren zum ersten Wachstumsschub mit dem ersten von Stadler entwickelten Zug, dem Gelenktriebwagen GTW. Haben Sie auch Fehler gemacht? Oh ja, sehr viele. Ein Unternehmer muss Risiken eingehen, und dabei passieren automatisch auch hin und wieder Fehler. Wichtig ist, aus diesen Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das bringt einen weiter.

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Peter Spuhler: «Was mir besonders am Herzen liegt: ein Teil des Teams zu sein.»

Welche Fehler wurmen Sie ­besonders? Schwierige Frage. Eine der grössten Niederlagen war sicher, als wir 2010 den SBBAuftrag für die Intercity-Doppelstockzüge nicht erhielten, sondern Bombardier. Aber ob dies ein Fehler war? Wir haben nachher

immerhin die Strukturen angepasst und Lehren daraus gezogen. Wir haben eine neue Einheit gebildet, die verantwortlich ist für die Produktentwicklung und mir direkt unterstellt ist. Somit sind wir in der Lage, frühzeitig auf Trends zu reagieren und diese in konkrete Fahrzeugkonzepte


PETER SPUHLER INTERVIEW

einfliessen zu lassen. Dann haben wir vielleicht Russland zum falschen Zeitpunkt als Zielmarkt definiert. Aber Erdöl- und Erdgaspreis, Wechselkurse oder Sanktionen kann man nicht voraussehen. Das Wichtige ist, dass man als Unternehmen bei solchen Krisen schnell eine Lagebeurteilung vornimmt und die Strategie anpasst.

Niveau befände. Aber das ist nicht der Fall. Niemand weiss, wie es beim Eurokurs weitergeht. Ich vermute, dass es wegen des Brexit in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht viel ruhiger wird.

«Ich bin positiv ­überrascht, wie ­widerstandsfähig die Schweizer ­Wirtschaft und der Werkplatz Schweiz sind.»

Sie hätten beste Chancen gehabt auf den Bundesratssitz letzten Dezember. Wie erklären Sie sich Ihre Popularität? Ich habe immer versucht, mich selbst zu bleiben. Und ich versuche, das vorzuleben, was ich von meinen Mitarbeitern verlange. Was mir besonders am Herzen liegt: ein Teil des Teams zu sein und dadurch nicht abzuheben.

Ihre Schwächen? Manchmal gehen mir die Prozesse etwas zu wenig schnell, etwa bei der Entwicklung von neuen Zügen. Und ich reagiere etwas sensibel, wenn ich das Gefühl habe, ungerecht behandelt worden zu sein. Was sind Ihre Führungsgrundsätze? Ein Teil des Teams sein, die Teams herausfordern und sie manchmal sogar provozieren, um an die Leistungsgrenze zu gehen. So entstehen innovative neue Produkte. Aber es werden auch Fehler gemacht. Da ist es wichtig, dass der Mitarbeiter nicht um einen Kopf gekürzt wird. Sonst würde die innovative Kultur massiv eingeschränkt. Wir arbeiten mit vielen Spezialisten und dadurch sehr stark teamorientiert. Da ist es wichtig, dass sich jeder einbringen kann. Aber es gibt auch immer wieder Situationen, wo ich mit einer gewissen Härte Entscheidungen durchziehen muss. Stadler ist stark exportabhängig und ­ üssen abhängig von Wechselkursen. M wir nicht mit einem langf­ristig ­starken Franken rechnen? Der Eurokurs zum Franken ist nicht das alleinige Problem. Wir könnten leben mit einem Frankenkurs von 1.10 pro Euro, wenn sich die Kaufkraftparität auf dem gleichen

Negativzinsen, Devisenmarkteingriffe: Wie beurteilen Sie die Mittel der Nationalbank (SNB) zur Bekämpfung des starken Frankens? Grundsätzlich sind wir uns alle einig, dass die SNB den Euro-Mindestkurs einmal aufgeben musste. Sonst hätten wir gleich den Euro einführen können. Ich übte allerdings Kritik am Zeitpunkt der Aufhebung des Mindestkurses. Das hätte man eleganter lösen können. Ich hoffe auf die Rückkehr einer vernünftigen Geldpolitik, nicht nur in der Schweiz. Im Studium habe ich einmal gelernt, dass die Geldpolitik das Wirtschaftswachstum über Geldmenge und Zinsen steuert. Wenn Sie aber die letzten Jahre betrachten, müssen Sie zum Schluss gelangen, dass die klassische Geldpolitik Schiffbruch erlitten hat.

Tiefzinsen fast weltweit: Wie beurteilen Sie das Umfeld für Geldanlagen? Im Prinzip müsste man sich jetzt verschulden und Firmen kaufen (lacht). Das Umfeld ist sehr schwierig, vor allem auch für die Pensionskassen. Eine Folge war ja die Senkung des Umwandlungssatzes . . . . . . was sozialen Sprengstoff birgt. Natürlich. Und es trifft dabei diejenigen am meisten, die es nicht treffen sollte. Immerhin befeuerten die tiefen Zinsen die Börsen in den letzten Jahren. Auch ich halte Aktien, ja. Der Grossteil davon sind Firmenbeteiligungen wie Stadler, Aebi Schmidt, Rieter, Autoneum und noch ein wenig Allreal. Wichtig ist für mich jeweils die Mitgestaltung bei den Firmen, indem ich einen Verwaltungsratssitz besetze. Wie legen Sie sonst Ihr Geld an? ­Obligationen, Gold? Nein. Zocken mit Derivaten? Nein, gar nicht. Das habe ich einmal verFORTSETZUNG AUF SEITE 10

Eine starke Landeswährung hält doch die Schweizer Unternehmen fit? Das ist richtig. Die Schweizer Exportwirtschaft ist massiv gefordert. Wollen die Firmen überleben, dann müssen sie besser, schneller, kostengünstiger und innovativer werden. Mein Wunsch ist bloss, dass wir wieder einmal während einem oder zwei Jahren in normalen Gewässern unterwegs sein können. Es hat genug geschüttelt in den letzten Jahren. Mitte 2015 waren Sie noch ziemlich pessimistisch und prophezeiten für 2016 eine Rezession in der Schweiz. Ich bin positiv überrascht, wie widerstandsfähig die Wirtschaft und der Werkplatz Schweiz sind. Die Währungsschocks haben sich nicht deutlich in den Arbeitslosenzahlen niedergeschlagen. Eine grosse Verlagerungswelle ins Ausland konnte ich nicht beobachten. Wobei man eine schleichende Entwicklung von Einzelmassnahmen in der Summe nicht unterschätzen darf.

PETER SPUHLER UNTERNEHMER UND EX-POLITIKER Der Betriebswirtschafter begann bei Stadler 1987. Heute ist die Firma die drittgrösste Zugbauerin Europas. Spuhler (57) ist verheiratet mit Daniela Spuhler-Hoffmann und hat vier Kinder, zwei davon aus erster Ehe. Spuhler, Vizepräsident der ZSC Lions, war von 1999 bis 2012 SVP-Nationalrat. Sein Vermögen wird auf über eine Milliarde Franken geschätzt.

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INTERVIEW PETER SPUHLER

FORTSETZUNG VON SEITE 9

sucht, es kam nicht gut heraus (lacht). Ich lege mein Geld dort an, wo ich das Gefühl habe, ich verstehe etwas davon. Das ist die Maschinen- und Fahrzeugindustrie und auch Immobilien. Wie sehen Sie die Zukunft der EU nach dem Brexit? Für mich ist die EU eine Fehlkonstruktion. Es gibt Bundesstaaten und Staatenbünde. Die EU steht irgendwo dazwischen und hat von beiden Konstrukten die negativen Eigenschaften übernommen. Man kann keine gemeinsame Währung haben und gleichzeitig unabhängige Staatsbudgets. Dazu kommt die Disziplinlosigkeit bei den Maastrichter Kriterien. Ich glaube kaum, dass die EU in zehn Jahren dieselbe ist wie heute. Es könnte eine Kern-EU mit weniger Staaten entstehen, die aber voll integriert sind. Und darum entwickelt sich ein äusserer Gürtel mit Nationen wie der Schweiz, die mit Assoziierungsverträgen operieren. Das wäre nicht das Dümmste. Entwickeln sich in der Schweiz wie mit dem Ja zur Massenein­ wanderungs­initiative nicht gefähr­ liche Abschottungstendenzen? Als SVP-Nationalrat und Unternehmer war ich damals gegen diese Initiative und verteidigte die bilateralen Verträge. Man darf aber nicht vergessen, dass es nicht nur Globalisierungsgewinner gibt, in jedem Land. Die politischen Verhältnisse in vielen Ländern Europas sind blockiert. Das zeigt, wie weit sich Brüssel von den Bedürfnissen des Volkes entfernt hat. In der Schweiz dage-

gen haben die Bürger die direkten demokratischen Mittel, um der Regierung ins Steuer zu greifen.

das Verwaltungsratspräsidium zurückzöge. Ob dieser Schritt mit einem Börsengang einhergehen wird, sei dahingestellt.

Stösst die SVP mit einem ­Wähleranteil von rund einem Drittel ­langsam an ihre Grenzen? Das Schweizer System ist sehr gut austariert. Das Schweizer Volk wird einer Partei wohl nie eine Mehrheit geben. Es ist undenkbar, dass eine Partei im Nationalrat über mehr als 100 Sitze verfügen wird. Dennoch hat die SVP vor allem in der Westschweiz durchaus noch Potenzial. Und dass die SVP einen Berner zum Parteipräsidenten gewählt hat, war sicher auch nicht dumm. Somit kann im Kanton die BDP geschwächt werden. Die SVP kann sicher noch ein wenig zulegen, aber irgendwann wird sie anstossen.

Ein Verkauf? Das erachte ich als unmöglich. Das käme fast einem Verrat an den Mitarbeitern gleich, die jahrelang etwas aufgebaut und gegen die Konkurrenten gekämpft haben.

«Mein Sohn muss erst einmal ausserhalb von Stadler Erfahrungen sammeln und beweisen, dass er will und kann.»

Verkauf, Börsengang, Fusion: Wie sieht Stadler Rail in zehn Jahren aus? Das kann ich Ihnen nicht voraussagen. Für mich ist das klare Ziel die Unabhängigkeit. Ob mit einem Mehrheitsaktionär Peter Spuhler oder an der Börse mit einem Familienanteil von 35 bis 40 Prozent. Ein Börsengang käme auf die Traktandenliste, wenn wir eine grössere Übernahme tätigen würden oder grössere Entwicklungsprojekte hätten. Falls wir das Wachstum weiter aus eigener Kraft finanzieren können, dann ist ein IPO nicht primär das Ziel. Ein logischer Schritt wäre sicher, dass ich mich auf

Peter Spuhler (links) im Gespräch mit cash-Chefredaktor Daniel Hügli (Mitte) und cash-Redaktor Pascal Züger am Firmensitz von Stadler Rail in Bussnang TG.

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Und wie stehen Sie zu einer Fusion? Diese Frage wird zurzeit von den grossen europäischen Herstellern diskutiert, da sich in China zwei Firmen der Branche zu CRRC zusammengeschlossen haben. Mit fast 180 000 Mitarbeitern ist der weltweit grösste Schienenfahrzeughersteller entstanden. Ich behaupte aber, dass Grösse kein strategischer Vorteil ist. Wir sind Anlagebauer und im Projektgeschäft tätig, wo die Skaleneffekte zu klein sind. Stadler ist in seiner Grösse gut aufgestellt. Wie regeln Sie die Nachfolge? Aus der Familie kommt sicher niemand direkt nach. Dafür sind die Kinder noch zu jung. Mein Sohn hat zwar gerade sein Betriebswirtschaftsstudium in London abgeschlossen. Aber er muss erst einmal aus­ serhalb von Stadler Erfahrungen sammeln und beweisen, dass er will und kann. Schliessen Sie eine Rückkehr in die Politik aus? Ja, ziemlich. Einen Bundesrat Spuhler wird es also nie geben? Ich habe immer gesagt, dass ich das nie wollte. Mittlerweile glauben es auch die meisten. Ich bin 57 und hatte drei oder vier Möglichkeiten, diesen Versuch zu starten. Ich müsste ja meine Firma verkaufen, sonst wäre ich angreifbar. Der Job als Unternehmer gefällt mir besser als das Amt eines Bundesrats. Als Nationalrat werde ich sicher auch nicht mehr kandidieren. Und als Ständerat müsste ich meine operativen Tätigkeiten abgeben. Aber ich muss sagen: Die 13 Jahre als Nationalrat haben Spass gemacht.


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DIE WICHTIGSTEN AKTIEN DER SCHWEIZ Luxus in Genf, Pharma in Basel, Finanzen in Zürich: eine Karte der 20 bekanntesten Schweizer Aktiengesellschaften. VON IVO RUCH

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ie Schweiz ist ein kleines Land mit grossen Aktien. Ob in der Herstellung von Krebsmedikamenten, Nahrungsmitteln oder Uhren: Börsenkotierte Schweizer Unternehmen sind in vielen Bereichen globale Marktführer. Wer hat die meisten Mitarbeitenden? Welche Aktien haben Potenzial für die Zukunft? Wo sind sie angesiedelt? Wir nehmen Sie mit auf eine Tour de Suisse zu den 20 Unternehmen, die im Swiss Market Index (Schweizer Leitindex) enthalten sind. SWISSCOM (BERN) Branche: Telekommunikation Mitarbeiter: 21 600 Umsatz: 11,7 Mrd. Börsenwert: 23,7 Mrd. Der teilstaatliche Konzern tritt in der Schweiz fast als Monopolist auf, was konstante Einnahmen generiert und

ACTELION (ALLSCHWIL BL)

SYNGENTA, BASEL

Branche: Biotechnologie

Branche: Agrarchemie

Mitarbeiter: 2547

Mitarbeiter: 28 700

Umsatz: 2 Mrd.

Umsatz: 13 Mrd. / Börsenwert: 35,1 Mrd.

Börsenwert: 16,3 Mrd.

Pflanzenschutz und Saatgut sind die ertragreichen

Actelion entwickelt Medika-

Hauptpfeiler. Doch solange die Übernahme von

mente für seltene Krankheiten

­Syngenta durch Chemchina nicht

wie Lungenhochdruck. Grösste

abgeschlossen ist, bleibt ein

­Herausforderung ist der Ersatz

Investment risikoreich.

eines Medikaments mit abgelaufenem Patent. Gelingt das, dürfte der Höhenflug weitergehen.

SWATCH (BIEL) Branche: Uhren Mitarbeiter: 36 300 Umsatz: 8,5 Mrd. Börsenwert: 16 Mrd. Als weltgrösster Uhrenhersteller spürt Swatch die Wachstumsdelle in China und anderen Ländern. Auch die zunehmende Konkurrenz durch Smartwatch-Anbieter stellt den Konzern vor Herausforderungen.

der Aktie einen Ruf als sicherer Hafen verleiht. Auch die Dividende zieht viele Investoren an.

RICHEMONT (BELLEVUE GE) Branche: Luxusgüter Mitarbeiter: 28 800

SGS (GENF)

Umsatz: 12,1 Mrd.

Branche: Warenprüfung

Börsenwert: 33,6 Mrd.

Mitarbeiter: 85 900

Luxusmarken wie IWC, Cartier oder

Umsatz: 5,7 Mrd.

Jaeger-LeCoultre unter einem Dach. Ein

Börsenwert: 16,2 Mrd.

grosser Teil der Kunden stammt aus Chi-

Testen, inspizieren, zertifizieren:

na, wo sich das Wachstum abschwächt.

SGS ist in diesem Bereich welt-

Solange sich das nicht ändert, dürfte die

weit fast konkurrenzlos. Die Aktie

Aktie anfällig bleiben.

schwankt mit den Aussichten für

Branche: Energie- und Automationstechnik Mitarbeiter: 135 800

die Weltwirtschaft. NESTLÉ (VEVEY) GIVAUDAN (VERNIER GE)

Branche: Nahrungsmittel

Branche: Aromen und Duftstoffe

Mitarbeiter: 335 000

Mitarbeiter: 9500

Umsatz: 88,8 Mrd. / Börsenwert: 220 Mrd.

Umsatz: 4,4 Mrd. / Börsenwert: 17,3 Mrd.

Nicht ohne meine Nestlé: Nach diesem

Ein grosser Teil des Wachstums kommt von auf-

Motto investieren viele Schweizer seit Jah-

strebenden Schwellenländern. Givaudan profitiert

ren. Die Perspektiven für den weltgrössten

vom Trend industriell verarbeiteter Nahrung.

Nahrungsmittelkonzern sind intakt, sofern Nestlé von Skandalen verschont bleibt.

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ABB (ZÜRICH)

Umsatz: 34,4 Mrd. Börsenwert: 44 Mrd. Wird irgendwo auf der Welt eine Stromanlage gebaut, ist ABB ziemlich sicher mit von der Partie. Auch im Bereich Robotertechnik ist ABB führend. Gleichzeitig können Turbulenzen an den Rohstoffmärkten auf den Aktienkurs drücken.


DIE SMI-FIRMEN AKTIEN

NOVARTIS (BASEL) Branche: Pharma Mitarbeiter: 123 000 Umsatz: 48 Mrd. Börsenwert: 191 Mrd. Novartis ist so breit aufgestellt, dass tiefe Aktienkurse für Einstiege genutzt werden können. Risiken sind der Druck auf Medikamentenpreise und Patentabläufe.

ROCHE (BASEL)

ZURICH (ZÜRICH)

Branche: Pharma

Branche: Versicherungen

Mitarbeiter: 91 700

Mitarbeiter: 55 000

Umsatz: 48,1 Mrd.

Umsatz: 50 Mrd.

Börsenwert: 210 Mrd.

Börsenwert: 35 Mrd.

Roche ist im Bereich Krebs-

Der Lebens- und Schadens-

forschung führend, ein

versicherungskonzern befindet

Markt mit Zukunftspotenzial.

sich in der Restrukturierung.

Ist ähnlichen Risiken wie

Die Chancen stehen gut,

­Novartis ausgesetzt. Dennoch

dass die Profitabilität steigt

bleibt Roche als defensi-

und die Aktie gewinnt. Zahlt

ve Beimischung für jedes

regelmässig hohe Dividenden.

UBS (ZÜRICH) Branche: Banken Mitarbeiter: 60 100 Umsatz: 30 Mrd. Börsenwert: 54,3 Mrd. Die UBS ist mit ihrer Transformation einen Schritt weiter als die CS und wird doch an der Börse abgestraft. Gefahr lauert von weiteren Rechtsfällen und neuen Regulierungen. Das macht die Aktie unberechenbar.

­Portfolio attraktiv. LAFARGEHOLCIM (RAPPERSWIL-JONA) Branche: Baumaterial Mitarbeiter: 101 000 Umsatz: 29,5 Mrd. / Börsenwert: 25,7 Mrd. Aus der Fusion von Holcim und der französi-

SWISS RE (ZÜRICH)

schen Lafarge entstand im Juli 2015 der welt-

Branche: Rückversicherungen

grösste Zementkonzern. Doch die Aktionäre

Mitarbeiter: 12 800 Umsatz: 29,3 Mrd. / Börsenwert: 27,8 Mrd. Swiss Re versichert vor allem Grossereignisse

wurden bislang enttäuscht. Möglich, dass die besten Zeiten erst noch kommen.

und Naturkatastrophen. Deswegen ist der Konzern mit ausreichend Kapital gewappnet. Trotzdem können überraschende Vorfälle den

GEBERIT (RAPPERSWIL-JONA)

Aktienkurs belasten. Der Titel gilt als Dividen-

Branche: Sanitärtechnik

denkönig der Schweiz.

Mitarbeiter: 12 100 Umsatz: 2,6 Mrd. / Börsenwert: 13,8 Mrd. Betritt man in Europa eine Toilette, ist die Chance gross, dass man auf Geberit-Produkte trifft. Die Chancen auf eine Fortsetzung der Börsenrallye stehen gut.

SWISS LIFE (ZÜRICH) Branche: Lebensversicherungen Mitarbeiter: 7600 Umsatz: 18,8 Mrd. / Börsenwert: 7,5 Mrd. Swiss Life investiert vor allem langfristig, um die Lebensversicherungen zu decken. Tiefe Zinsen sind deshalb eine Herausforderung. Nach mehreren Restrukturierungen

ADECCO (GLATTBRUGG ZH)

Branche: Banken

Branche: Stellenvermittlung

Mitarbeiter: 46 000

Mitarbeiter: 32 000

Umsat: 23,4 Mrd. / Börsenwert: 24 Mrd.

Umsatz: 24 Mrd.

Als zweitgrösste Bank des Landes befindet

Börsenwert: 10 Mrd.

sich die CS im Umbruch. Risikoreiche

Als Personalvermittler mit gros-

Bereiche sollen zurückgefahren, die

sem Umsatzanteil in Europa gilt

klassische Vermögensverwaltung verstärkt

Adecco als Konjunkturbarometer.

werden. Das Schweizer Geschäft kommt

Stottert der Wirtschaftsmotor,

separat an die Börse. Bevor die Neuaus-

schlägt es direkt durch. Das sorgt

richtung nicht abgeschlossen ist, sind

bei der Aktie immer wieder für

Aktienkäufe ein grosses Risiko.

heftiges Auf und Ab.

ist der Konzern gut aufgestellt und zahlt eine attraktive Dividende.

JULIUS BÄR (ZÜRICH) Branche: Banken Mitarbeiter: 5300 Umsatz: 2,7 Mrd. / Börsenwert: 9,3 Mrd. Mit Kundengeldern von 300 Milliarden – davon rund die Hälfte aus Schwellenländern – ist Julius Bär die drittgrösste Schweizer Vermögensverwalterin. Wie auch für die Grossbanken wird das regulatorische Umfeld anspruchsvoller, was Aktieninvestments mit mehr Risiko behaftet.

Grafik: Pixabay.com

CREDIT SUISSE (ZÜRICH)

LEGENDE: Umsatz (bei Banken Ertrag, bei Versicherungen Prämien) in CHF, per 31.12.2015. Börsenwert in CHF, per 30.6.2016. Bei Unter­ nehmen, die in Fremdwährung rapportieren, wurden die Beträge zu folgenden Kursen umgerechnet: USD-CHF 0,97, EUR-CHF 1,09.

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SMI-RENDITEN AKTIEN

HIER LOHNTE SICH EINE FRÜHE INVESTITION Welche Schweizer Firmendinosaurier hatten in den letzten ­Jahrzehnten den grössten Zuwachs beim Aktienkurs? VON IVO RUCH

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ls der wichtigste Schweizer Börsenindex, der Swiss Market Index (SMI), im Juni 1988 eingeführt wurde, waren sechs Firmen dabei, die auch heute noch kotiert sind: Credit Suisse (ex-Schweizerische Kreditanstalt), Holcim (ex-Holderbank, ex-HolLafarge­ cim), Nestlé, Roche, Swiss Re und Zurich. Bei fast allen sechs Firmen hätte sich ein Langfrist-Investment gelohnt. Wer sich zum Beispiel am Tag nach dem Mauerfall 1989 eine Nestlé-Aktie ins Depot gelegt und bis heute abgewartet hat, kann auf eine Kurssteigerung von mehr als 850 Prozent blicken. Ebenfalls gut stehen Aktionäre von Swiss Re, Holcim und vor allem Roche (Zuwachs der Aktie von über 1400 Prozent) da. Treue kann aber auch bestraft werden, wie das Beispiel der Credit Suisse zeigt. Der Kurs hat sich seit 1989 fast halbiert (siehe Tabelle). Der SMI selber – gestartet mit 1500 Punkten – hat bis heute 430 Prozent zugelegt. Negative Meilensteine – ein SMI-Titel verschwand ganz von der Bildfläche Andere SMI-Firmen wie ABB, Adecco, Givaudan, Novartis, Syngenta oder UBS sind in ihrer heutigen Grösse erst durch Fusionen oder Abspaltungen entstanden. Mit ihnen fanden weitere Firmen wie Actelion, Julius Bär oder Richemont Zugang zum Leitindex. Nur ein SMI-Titel verschwand ganz von der Bildfläche: Swissair. Auch ein negativer Meilenstein war übrigens der 16. Oktober 1989. Damals brach der SMI wegen des Falls des «Eisernen Vorhangs» mit minus 10,5 Prozent so stark ein wie nie zuvor und danach. Dem steht ein Tagesgewinn von 11,4 Prozent am 13. Oktober 2008 gegenüber, rund ein Jahr nach Ausbruch der globalen Finanzkrise.

Roche hatte schon 1914 über 700 Mitarbeitende in zahlreichen Vertretungen und Toch­ tergesellschaften auf der ganzen Welt. Historisches Archiv Roche

PERFORMANCE EINIGER SMI-LEGENDEN Titel

Stand 10.11.1989*

Stand 30.06.2016*

Performance in %

Roche

16.8

256.1

+1424

Nestlé

7.9

75.15

+851

Swiss Re

24.5

84.75

+246

LafargeHolcim

18.8

40.54

+116

Credit Suisse

19.7

10.31

–48

* in CHF pro Aktie. Quellen: SIX, cash.ch

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AKTIEN INNOVATIONEN

DAS SIND INNOVATIVE SCHWEIZER UNTERNEHMEN Damit Schweizer Firmen wettbewerbsfähig bleiben, braucht es Innovationen. cash VALUE porträtiert vier solche «Erneuerer». VON MARC FORSTER

G

ute Ideen haben, Produkte lancieren und sie auf dem Weltmarkt gut verkaufen. Darin sind die Schweizer Unternehmen spitze. Die grössten Unternehmen an der Schweizer Börse wie Nestlé, Roche und Novartis haben quasi Innovationszwang. Vor allem die Pharmabranche muss immer wieder neue und verbesserte Wirkstoffe auf den Markt bringen, um bestehen zu können. Analysten und Investoren schauen genau auf die Entwicklungsschritte in den Labors der Basler Grosskonzerne. Vergleichsweise langsam in den Erneuerungen ist die Finanzbranche. So ist bei

den traditionsreichen Privatbanken nicht überall ein Online-Banking verfügbar. Banken und Versicherer setzen auf das traditionelle Geschäft und versuchen, bestehende Angebote vermehrt ins Internet zu verlagern. Die Fintechs als Innovationstreiber Die Innovationstreiber im Finanzwesen sind die Fintechs, in der Regel kleine Startups, die neue Zahlungsmethoden lancieren, Online-Währungen zu etablieren versuchen oder Anlagestrategien digitalisieren. Die Banken wachen mit Argusaugen da­

rüber und versuchen, mittels Subventionierung oder Übernahme von Fintechs an den Trends teilzuhaben. Auch Dienstleistungen, Service und zufriedene Kunden gehören zur Innovation. Darin ist die Schweizer Industrie gut. Ein nicht zu unterschätzendes Innovationspotenzial steckt auch in beweglichen und zukunftsorientierten KMU und Zulieferern. Hier vier Beispiele von kotierten Schweizer Firmen aus der Industrie und der Medizinaltechnik, die für Innovation stehen. Und dazu eine Firma, die auch mit traditionellem Handwerk sehr erfolgreich ist.

Von Maus zu Jaybird – Logitech

«Intelligente Pens» – Ypsomed

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as Waadtländer Unternehmen führt regelmässig Listen der innovativsten Schweizer Firmen der Schweiz an. Das Geschäft, wofür Logitech bekannt ist, sind Computermäuse und Tastaturen. Das Unternehmen lebt im Prinzip von der Aus- und Nachrüstung von Systemen. Allerdings richtet sich Logitech seit der Restrukturierung vor eini­gen Jahren, die nach schwierigen Geschäftsjahren eingeleitet wurde, konsequent auf Peripheriegeräte für Smartphones und ­Tablets aus und hat auch verstanden, dass in einer Gadget-­ gewohnten Welt das Design wichtig ist. Das Budget für Forschung und Entwicklung von Logitech ist höher als bei der Konkurrenz. Mit Videokonferenz-Ausrüstungen hat Logitech einen weiteren Schritt weg vom traditionellen Computergeschäft gemacht. Neu zielt der Konzern auf das Feld der «Wearables» – etwa mit dem Kauf von Jaybird, einem Spezialisten für tragbare kabellose Kleingeräte und Tracking-Systeme für den Sport. Jaybird gehört zu den 400 am schnellsten wachsenden Unternehmen der USA.

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m ziemlich kleinen Markt für Injektionssysteme und Insulinpumpen behauptet sich der Burgdorfer Medizinaltechniker Ypsomed. Die Firma entwickelt für Pharmaunternehmen Auto-Injektoren – also Systeme, mit denen sich Patienten Medikamente selber verabreichen können. Es sind Pen-Nadeln, also Plastikaufsätze für Kanülen mit einer sterilen Nadel, die von Diabetespatienten benutzt werden. Konnektivität ist der aktuelle Entwicklungsschritt, also Smartphone- und Internet-Applikationen. Indem die Injektionssysteme Informationen auf Mobiltelefone, Tablets und den Desktop übermitteln können, entsteht die Möglichkeit, die Therapien zu überwachen. Das schätzen die Gesundheitsversorger, denn sie sind daran interessiert, dass Patienten ihre Therapien lückenlos einhalten. Von Vorteil ist diese Weiterentwicklung auch für Kinder, die sich die Wirkstoffe selber verabreichen. Um «intelligente» Pens auf den Markt zu bringen, arbeitet Ypsomed wie viele kleine Innovatoren mit Partnerfirmen zusammen.


INNOVATIONEN AKTIEN

Ausbau durch Zukauf – Sonova

«Internet der Dinge» – U-Blox

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ie innovativen Unternehmen entwickeln bessere, praktischere und massentauglichere Produkte nicht nur selber – sie kaufen die Innovationen auch zu. Der Hörhilfespezialist Sonova (die frühere Phonak) aus Stäfa ZH übernahm 2010 einen Hersteller für Hörimplantate. Denn je nach Art der Hörbeeinträchtigung werden den Menschen kleine, kaum sichtbare Innenohrimplantate eingesetzt – und nicht Hörgeräte im herkömmlichen Sinne. Mit dem Zukauf ergänzte Sonova das bereits hochqualitative Angebot des Konzerns und baute die Stellung als Weltmarktführer aus. Als Innovationstreiber von Sonova wirkt aber auch das Konkurrenzumfeld: Der Markt für Hörhilfen hat hohe Eintrittsbarrieren, zudem ist der Markt Konjunkturschwankungen relativ wenig ausgesetzt. Das wiederum ist auch eine Gefahr. Eine nicht untätige Konkurrenz zwingt Sonova dazu, weiterhin qualitativ hochwertige Forschungsergebnisse zu liefern. Sonova arbeitet dazu auf der ganzen Welt mit Audiologen von Universitäten zusammen.

er Chip-Entwickler aus Thalwil ZH richtet sich auf die Satellitennavigation und Funkübertragung aus. Aber nicht nur im herkömmlichen Sinne: Wenn wir heute über das Internet aus der Ferne Haushaltsgeräte starten oder komplexe Produktionsprozesse steuern, spricht man vom «Internet of Things». Gemeint sind Systeme, in denen Maschinen, Geräte und Objekte miteinander kommunizieren. Selbstfahrende Autos sind noch Zukunftsmusik, aber viele Internet-of-Things-Helfer etwa bei der Fahrsicherheit oder der Schadendiagnose an Bord gibt es heute schon. U-Blox mischt auf diesem Markt weltweit kräftig mit. U-Blox fertigt seine Module übrigens nicht selbst, sondern entwickelt diese nur – man spricht vom «Fabless»-Prinzip. Das kleine, 1997 gegründete Unternehmen mit etwa 800 Mitarbeitenden spielt auch dort eine Rolle, wo sich das Alltagsverhalten ändert. Wie etwa beim Bezahlen mit dem Smartphone, das immer beliebter wird. Die Technologie funktioniert über Nahfunkverbindungen, einem Feld, in dem sich U-Blox ebenfalls betätigt.

Eine der erfolgreichsten Schweizer Aktien hat nicht Erfolg mit ­Erfindungen, sondern mit bodenständigem Handwerk

S

teigerung der Aktie um 500 Prozent in den letzten acht Jahren. Das erreichte nicht eine Firma aus dem Bereich Biotechnologie oder Internet, sondern ausgerechnet das Elektroinstallationsunternehmen Burkhalter. Die Firma mit Sitz in Zürich und 3000 Mitarbeitenden vereint unter ihrem Holding-Dach 45 Schweizer «Stromer»-Firmen. Das macht Burkhalter zum Marktführer in der Schweiz. «Wir planen eine Grossübernahme» Die Gruppe, bekannt durch ihre in der Schweiz herumkurvenden gelben Kombis, wächst jedes Jahr vor allem durch Übernahmen. «Wir planen auch eine Grossübernahme und sind laufend in Diskussion mit vier bis fünf grösseren Betrieben», sagte Burkhalter-CEO Marco Syfrig kürzlich in einem Interview mit cash.ch. Auswahl hat Burkhalter genug: Im zersplitterten Schweizer Markt tummeln sich noch über 3500 Elektrotechnik-Firmen, und Burkhalter hat erst einen Marktanteil

Das «Markenzeichen» der Burkhalter-Gruppe: die gelbe Fahrzeugflotte. zvg

von 10 Prozent. Die Aktie stieg seit dem Börsengang Mitte 2008 von etwas über 23 Franken auf über 130 Franken. Für Syfrig sind «Kontinuität und die steigende Rentabilität» die Gründe für Burkhalters Börsenerfolg, die Risiken seien im Verhältnis zu den Chancen relativ klein. Bei Burkhalter geht ein grosser Teil des Gewinns an die Aktionäre. Mit einer Ren-

dite von über 6 Prozent gehört die Aktie zur Champions League der Schweizer Dividendentitel. Und wer sich als Aktionär über horrende Boni von Topmanagern aufregt, dem könnte die Burkhalter-Aktie durchaus sympathisch sein: «Bei uns war die 1:12-Initiative schon Realität, bevor sie an der Urne zur Abstimmung kam», sagt Syfrig. dhü

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GASTBEITRAG SIX

Blick auf die Kurstafel der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange. zvg

BEST EXECUTION: IM MITTELPUNKT STEHT DER ANLEGER Im Wertschriftenhandel ist die Erzielung des bestmöglichen Ausführungspreises – Best Execution – seit jeher oberstes Gebot.

B

ei der Umsetzung gab es bisher jedoch gewissen Interpretationsspielraum. Regulatorische Veränderungen könnten für mehr Klarheit sorgen und die Position des Anlegers stärken. An regulierten Börsen wie SIX Swiss Exchange stellen vier Grundprinzipien einen fairen, nachvollziehbaren und leistungsfähigen Handel sicher. Alle Aufträge werden über ein zentrales Auftragsbuch ausgeführt. Die relative Börsenpflicht der Handelsteilnehmer sorgt für Liquidität und die Publikation aller relevanten Marktinformationen für Transparenz. Zu guter Letzt ist die Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer im Börsengesetz (Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel, BEHG) festgeschrieben. Ebenfalls gesetzlich geregelt ist die «bestmögliche Ausführung im Interesse des Kunden» – allerdings nicht im Detail. In der Umsetzung besteht somit ein Interpretationsspielraum. Einflussfaktoren für Best Execution Aus regulatorischer Sicht ist es in Europa gemäss MiFID den Best-Execution-Richtlinien der Banken und Effektenhändler überlassen, welche Handelsplätze oder internen Handelssysteme (Börse, MTF, interne Broker Crossing Networks u.a.) zu berücksichtigen sind. In der Schweiz spricht der Entwurf des FIDLEG (Finanz-

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dienstleistungsgesetz) bezogen auf die bestmögliche Ausführung von Kundenaufträgen von Aspekten wie Kosten, Zeit und Qualität. Weitere, nachgelagerte Faktoren sind beispielsweise die Art der Effekte, explizite Kosten wie Handelsgebühren, implizite Kosten wie die Auswirkung eines Auftrags auf den Markt, die Geschwindigkeit und die Wahrscheinlichkeit der Ausführung, die Grösse des Auftrags und weitere Abhängigkeiten.

führung des Auftrags höchste Priorität geniesst. Sobald MiFID II in Kraft tritt, dürften Anleger die Möglichkeit erhalten, die Qualität der Ausführung zu verifizieren. Denn die Wertpapierfirmen sollen verpflichtet werden, ihren Kunden jährlich eine Statistik über die Ausführungen zur Verfügung zu stellen. Diese soll Informationen über die bevorzugten Handelsplätze und die erreichte Ausführungsqualität beinhalten.

Entscheidend ist der Preis Der mit Abstand wichtigste Faktor ist jedoch die Erzielung des bestmöglichen Ausführungspreises. Dieser hängt wiederum stark von der Qualität des Orderbuches ab. Im Fall von Schweizer Blue Chips ist diese Qualität «hausgemacht». Denn während diese Titel inzwischen an verschiedenen Plattformen gehandelt werden können, bietet die Schweizer Börse die engsten Geld-/ Briefkurs-Spannen (im Durchschnitt 1 Basispunkt besser), während über 90 Prozent der Handelszeit den besten Preis (Bid und Offer) sowie während über 80 Prozent der Zeit auch die grössten handelbaren Volumen zum besten Preis.

Damit Anleger im Handel mit Schweizer Aktien auch in Zukunft nicht die Qual der Wahl haben, geniesst die kontinuierliche Verbesserung der bereits heute führenden Orderbuchqualität bei SIX Swiss Exchange höchste Priorität. Damit stellt die Schweizer Börse sicher, auch weiterhin der attraktivste Handelsplatz für Schweizer Wertschriften zu bleiben.

Der Kunde ist König Über allem steht dabei stets der Kunde, dessen spezifische Weisung bei der Aus-

CHRISTIAN REUSS SIX SWISS EXCHANGE AG Christian Reuss ist Mitglied der Geschäftsleitung von SIX Swiss Exchange AG.


AUSBLICK AKTIEN

IM ZWEIFELSFALL WIEDER IN AKTIEN INVESTIEREN Wie entwickelt sich das Umfeld für Aktienanlagen bis Ende 2017? Ein Blick auf die USA, Europa und China. VON DANIEL HÜGLI

E

inen Börsencrash schlimmer als der in der Finanzkrise und einen Einbruch der US-Börsen um 75 Prozent: Das prognostizierte der Chefökonom der Banque Société Générale für dieses Jahr. Er stand mit seiner pessimistischen Aussicht nicht alleine da. Doch passiert ist bislang – das Gegenteil. Die US-Börsen erreichten neue Rekordstände. Sie saugen in diesem Jahr jeden Fortschritt beim Wachstum der US-Wirtschaft auf. Nicht dermassen gut sieht es für die europäischen Märkte aus. Sie bilden die nach wie vor anhaltenden Verunsicherungen der Märkte um einiges deutlicher ab als die US-Börsen, die Höchststände von April 2015 sind weit weg. Einiges spricht dafür, dass sich das generelle Umfeld für Aktienanleger bis Ende 2017 nicht grundlegend ändern wird. Die Faktoren: USA: Trotz vieler positiver Signale bleiben die Trends für die US-Wirtschaft widersprüchlich. Das heisst: Ein deutlicher Schub der US-Konjunktur bleibt 2017 aus, auch im Jahr zehn nach dem Ausbruch der Subprime-Krise. Die Ökonomen von Morgan Stanley rechnen daher nicht damit, dass die US-Notenbank die Leitzinsen bis Ende 2017 erhöhen wird. Sie hatte dies im Dezember 2015 erstmals seit sieben Jahren wegen guter Arbeitsmarktzahlen wieder getan. Der Ausgang der US-Wahlen wird keinen grossen Einfluss auf die Konjunktur und das Anlageumfeld haben. Europa: Die Eurozone wird politisch weiter vor sich hin wursteln – wie gehabt. Und auch hier wird es keinen klaren Konjunkturschub geben, im Gegenteil. Der Internationale Währungsfonds hat als Folge des Austritts Grossbritanniens die Wachs-

Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt: Wer ist stärker?

tumsprognosen für die Eurozone klar gesenkt. Der Europäischen Zentralbank wird es weiterhin noch nicht gelingen, Inflation herzustellen und damit für eine Normalisierung der Zinslage zu sorgen. China: Die Wirtschaft ist 2015 mit 6,9 Prozent so langsam gewachsen wie seit 25 Jahren nicht mehr. Diese Wachstums-Abschwächung führte zu erheblichen Börsenturbulenzen rund um den Globus. Der Umbau zu einer «Dienstleistungswirtschaft» wird auch 2017 zu schwächeren Wachstumszahlen aus China führen. Damit bleibt auch die Nachfrage nach Rohstoffen verhalten, der Ölpreis wird sein derzeitiges Niveau halten.

Bloomberg

Fazit: Deutliches Wirtschaftswachstum ist nicht in Sicht, die Verunsicherung besteht weiter, das Zinsniveau bleibt tief, was den Börsen in den letzten Jahren kräftig Schub verliehen hat. Das heisst: Aktien dosiert kaufen, wenn die Börsen Rückschläge erleiden. Denn für Aktien sprechen nach wie vor die üppigen Dividendenzahlungen als Ersatz für fehlende Zinserträge auf Konten. Das Unbehagen der Crash-Prognostiker sollte indes immer im Hinterkopf bleiben, denn die Aktienmärkte sind durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken seit 2008, dem Beginn der Finanzkrise, kräftig aufgebläht worden. Eine adäquate Steigerung der Realwirtschaft hat im selben Zeitraum aber nicht stattgefunden.

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Mit ETF-Strategien durchstarten

Drei Schritte zur ETF-Strategie

Tiefe Zinsen hin oder her: Eine gute Diversifikation braucht jedes Portfolio. Ziel ist es, ein entspanntes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken zu erreichen.

1. ETF-Strategie auswählen Ausgewogen Wachstum CHECKED

Exchange-Traded Funds (ETF) können aufgrund ihrer breiten Diversifikation sowie ihrer transparenten Zusammensetzung als gute Alternative zu aktiv gemanagten Fonds und Einzeltiteln eingesetzt werden. Aufgrund des passiven Managements sind die Verwaltung und Pflege von ETF kostengünstiger als zum Beispiel von Fonds.

2. Anlagemöglichkeiten auswählen Einmaleinlage Aufbauplan Entnahmeplan

Ein ETF ist aber keine Anlagestrategie. Er verfolgt keine speziellen Anlageziele, sondern bildet meistens nur einen Index nach. Ein ausgewogenes Portfolio lässt sich mit einem ETF nicht herstellen. Es braucht eine Kombination von verschiedenen ETF, um dem Risikoprofil des Anlegers zu entsprechen.

>

3. Anlageexperten ­auswählen

SET

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Aus diesem Grund hat die bank zweiplus mit ihren «ETF-Strategien» ein transparentes Vermögensverwaltungskonzept geschaffen. Sie legt das Anlageuniversum und die Anlagestruktur für die ETF-Strategien fest. Zwei unabhängige Anlageexperten geben im Rahmen dieser Richtlinien ihre individuellen Anlageempfehlungen für die jeweilige ETF-Strategie ab. Als Anleger haben Sie die Wahl: die Strategie, die Anlagemöglichkeit sowie den Anlageexperten selbst auswählen – passend zu Ihrem persönlichen Risikoprofil. Bei der Auswahl der ETF-Strategie werden Sie auf Wunsch von einem Kundenberater von cash unterstützt.

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Vorsorgesparen – schon heute an morgen denken Im Jahr 1972 wurde in der Schweizer Bundesverfassung die Altersvorsorge verankert. Diese basiert auf den folgenden drei Säulen: Mit der 1. Säule (AHV/IV) wird die Existenz gesichert, mit der 2. Säule (BVG/UVG) der gewohnte Lebensstandard und mit der 3. Säule wird privat vorgesorgt bzw. die Vorsorgelücke abgedeckt. Das heute existierende Vorsorgesystem wurde vor über 44 Jahren aufgebaut. Damals ging man von anderen Lebenserwartungen aus. Fakt ist, dass die Gesellschaft immer älter wird und die Geburtenrate rückläufig ist. Die angenommenen Lebenserwartungen sind für die künftige Rentenhöhe einer der wichtigsten Basisfaktoren. In Studien und in Diskussionen zeigt sich, dass unsere Altersvorsorge immer teurer wird und die Leistungen abnehmen wer-

den. Der Bundesrat plant daher mit der «Altersvorsorgereform 2020» grössere Änderungen in der Vorsorge. Die Reform besteht aus verschiedenen Massnahmen, die aufeinander abgestimmt sind und eine gesamtheitliche und zukunftsweisende Reform der 1. und 2. Säule ermöglichen sollen. Es wird vermutet, dass in den kommenden Jahren mit Leistungskürzungen gerechnet werden muss. Um den Lebensabend unbeschwert genies­ sen zu können, bedarf es neben guter Gesundheit und einer weiterhin interessanten «Beschäftigung» auch einer Vorsorgeplanung. Diese hat das Ziel, die eigene Vorsorgelücke aufzuzeigen und möglichst gut abzudecken. Je früher man sich mit diesem Thema auseinandersetzt, desto mehr Zeit bleibt einem, um einen allfälligen Fehlbetrag in der Vorsorge auszugleichen. Mit einer gebundenen Säule 3a wird in der Regel ein erster richtiger Schritt gemacht. Diese steht erwerbstätigen Personen offen. Dabei werden Gelder auf das eigene Vorsorgekonto einbezahlt oder das Vorsorge-

kapital wird nach bestimmten Richtlinien angelegt. Damit lassen sich auch Steuern sparen. Mit den Online-Rechnern unter www.cash.ch/rechner lassen sich diverse Szenarien einfach und schnell berechnen. Und nicht vergessen: Jeder Franken, der so eingespart wird, steht dank dieser Steuer­ optimierungsmethode wieder dem eigenen Vermögen im Alter zur Verfügung. Bei der Vorsorgeplanung darf die berufliche Vorsorge (2. Säule) nicht vergessen gehen. Was sind zum Beispiel die Folgen beim Vorsorgeschutz, wenn der Schritt in die Selbständigkeit gemacht wird? Ein längerer Auslandaufenthalt geplant ist? Als berufstätige Mutter das Arbeitspensum reduziert oder für einige Zeit ganz oder für immer aufgegeben wird? Die Kundenberater von cash stehen Ihnen bei Ihren ersten Fragen zur Säule 3a oder 2. Säule gerne zur Verfügung. Für eine umfangreiche Vorsorgeberatung und Planung steht Ihnen unser cash Pensionscoach kostenlos für ein erstes Gespräch zur Verfügung. Kümmern Sie sich um Ihre Zukunft!

Achtung, Vorsorgelücken!

Das Drei-Säulen-System

Hier ein Beispiel nach der Pensionierung bei einem jährlichen Ein­kommen von CHF 100 000:

1. Säule

2. Säule

3. Säule

Staatliche ­Vorsorge

Berufliche ­Vorsorge

Private Vorsorge

TCHF 100 90

Vorsorgelücke 54

0

■ ■

1. Säule AHV/ IV 65

©wolfelarry/Fotolia.com

2. Säule BVG / UVG

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Alter

In Pension

X

Heutiges Einkommen Bedarf (90%)

CHF 100’000.– CHF 90’000.–

BVG-Rente (2. Säule) AHV-Rente (1. Säule)

CHF 25’600.– CHF 28’200.–

Staats­

Arbeitgeber­

Eigen­

verantwortung

verantwortung

verantwortung

CHF 53’800.– CHF 36’200.–

 AHV/IV

  BVG/UVG

  S äule 3a

Einnahmen Vorsorgelücke

Annahme: Einzelperson, männlich, J­ ahrgang 1965 Die jährlichen Einnahmen nach der P ­ ensionierung mit 65

  Ergänzungsleis­ tung

(obli­g atorisch)   Überobligato­ rische ­b erufliche Vorsorge

Jahren betragen CHF 53 800. Die Vorsorgelücke pro Jahr beträgt CHF 36 200.

www.cash.ch/rechner

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(gebundene Vorsorge)   S äule 3b (freie Vorsorge)


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Führen Sie mehrere Vorsorge-Konten

SÄULE-3A-TIPPS

3a-Gelder werden bei der Auszahlung bevorzugt besteuert. Die Steuerrechnung wächst dabei progressiv mit der Höhe des Betrags, den Sie im betreffenden Jahr be­ ziehen. Daher sollten Sie die Auszahlung Ihrer 3a-Gelder mit ordentlichen Bezügen über mehrere Jahre verteilen. Das geht aber nur, wenn Sie Ihre 3a-Gelder bereits von Anfang an auf mehrere 3a-Konti aufgeteilt haben.

1. Zahlen Sie spätestens im Herbst, besser schon Anfang Jahr aufs Vorsorgekonto ein. Einzahlungen bis Ende Jahr können Sie im laufenden Steuerjahr noch geltend machen. Doch: Wenn Sie bereits zu Jahresbeginn einzahlen, profitieren Sie über das ganze Jahr vom Vorzugszins. Offen bleibt, ob das 3a-Konto im Zuge der Niedrigzins­ politik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) künftig noch ver­ zinst wird. 2. Beachten Sie, dass Vorsorgeeinlagen bis CHF 100 000 pro Kunde bei einer Zahlungsunfähigkeit einer Bank privilegiert behandelt werden (Säule 3a und Freizügigkeit zusammengezählt) und in die 2. Konkursklasse fallen. Beträge darüber gelangen im Konkursfall als Forderungen in die 3. Gläubigerklasse. Es ist daher ratsam, einen Teil verzinst und einen Teil in Vorsorge­fonds anzulegen. Wertschriften sind von der Zahlungsunfähigkeit ­einer Bank nicht betroffen.

Warum in der Säule 3a anlegen?

3. Haben Sie sich für eine Anlage in Vorsorgefonds entschieden, ­verteilen Sie die Käufe über das ganze Jahr. So haben Sie Kursveränderungen im Griff.

Anlegen in Anlagemodule der J. Safra Sarasin Anlagestiftung (SAST) Vergleich «SAST-Anlagestrategie BVG Wachstum B» mit dem Sparen-3a-­ Konto: Wertentwicklung seit 1.1.1995, jährliche Einzahlung per 1.1. von CHF 5000, nach ­Abzug der pauschalen Verwaltungskommissionen. CHF 160’000.–

145’760 131’898

140’000.– 120’000.–

110’000

100’000.– 80’000.– 60’000.– 40’000.– 20’000.–

■ Jährliche Einzahlungen von CHF 5000

■ Wertentwicklung J. Safra Sarasin Sparen 3a-Konto

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

0.–

Im heutigen Niedrigzinsumfeld wird es zunehmend schwieriger, auf Kontoguthaben eine ansprechende Rendite zu erzielen. Die durchschnittliche Verzinsung auf den Säule-3a-Konti beträgt aktuell weniger als 0,50 Prozent, Tendenz weiter sinkend. Auch in der freiwilligen «Privat-Vorsorge» ist Eigeninitiative gefragt, denn die Vorsorgegelder können auch in staatlich reglementierte Vorsorgefonds angelegt werden, die wiederum gute Diversifikationseigenschaften ausweisen. Mit einer Anlage der 3a-Gelder profitiert der Anleger langfristig von höheren Ertragschancen und gleichzeitig schützt er sein Kontoguthaben vor drohenden Niedrigbzw. Negativzinsen. Wichtig ist aber, dass der Anleger seine Vorsorgegelder risikogerecht anlegt. Das heisst: Sein persönliches Risikoprofil (Risikofähigkeit und Risikobereitschaft) definiert und die gewählte Strategie darauf abstimmt. Alter, Anlagedauer und Verfügbarkeit der Guthaben sind wichtige Entscheidungstreiber bei der Wahl der richtigen Anlagestrategie. Die Kundenberater von cash erstellen auf Wunsch gerne kostenlos das persönliche Risikoprofil.

■ Wertentwicklung SAST BVG Wachstum B

Die historische Wertentwicklung ist kein Indikator für die aktuelle oder zukünftige Wertentwick­ lung. Stand 30.6.2016.

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QUIZ BÖRSE

Welche zwei Firmen schlossen sich 1996 zu Novartis zusammen?

Bloomberg

TESTEN SIE IHR WISSEN ZUR SCHWEIZER WIRTSCHAFT Dieses Quiz mit Fragen zu Wirtschaft und Unternehmen fordert Sie heraus. Nur eine Antwort pro Frage ist richtig. Viel Erfolg! 1. In welchem Ort hat die UBS ihren Hauptsitz? a) Basel b) Zürich c) Wollerau SZ

5. Wie hiess der Versicherer Swiss Life früher? a) Rentenanstalt b) Spar- und Unfallanstalt c) Schweiz Leben

9. Wonach benennt die Fluggesellschaft Swiss ihre Flugzeuge? a) Berühmte Sportler b) Städte, Kantone und Berge c) Ehemalige Bundesräte

2. Was ist die Hauptaufgabe der Schweizerischen Nationalbank? a) Bancomaten mit Geld auffüllen b) Hypothekarzinsen festsetzen c) Für Währungsstabilität sorgen

6. Aus welchem Land stammte Swatch-Gründer Nicolas Hayek ­ursprünglich? a) Schweiz b) Tschechien c) Libanon

10. Welches ist das grösste Schweizer Unternehmen punkto ­Umsatz? a) ABB b) Ricola c) Vitol

3. Was sind die Ursprünge von ­Raiffeisen? a) Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank b) Metallschmelzer c) Lebensmittelfabrik

7. Welche Firma aus dem SMI beschäftigt am meisten Mitarbeitende? a) Nestlé b) Stadler Rail c) Roche

11. Welche zwei Firmen schlossen sich 1996 zu Novartis zusammen? a) Novalgin und Tetris b) Ciba und Sandoz c) Asea und Brown Boveri

4. In welcher Sportart war CreditSuisse-Präsident Urs Rohner zweifacher Schweizer Meister? a) Einzelzeitfahren Rad b) Synchronschwimmen c) 110-Meter-Hürdenlauf

8. In welchem Land ausserhalb der Schweiz ist der Schweizer Franken offizielles Zahlungsmittel? a) Kosovo b) Liechtenstein c) In keinem

12. Für welche Schweizer ­Uhrenmarke macht Roger Federer ­Werbung? a) Rolex b) M Watch c) Omega

Lösungen: 1b, 2c, 3a, 4c, 5a, 6c, 7a, 8b, 9b, 10c, 11b, 12a

VON DER CASH REDAKTION

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IMMOBILIEN HYPOTHEKEN

SO HANDELN SIE EINEN GUTEN HYPOTHEKARZINS AUS Die offiziellen Konditionen von Hypotheken-Anbietern sind nicht in Stein gemeisselt. Verhandlungstipps für tiefere Zinsen. VON PASCAL ZÜGER

E

s ist ein offenes Geheimnis: Die von Banken und Versicherungen angegebenen Zinssätze für Hypotheken sind nicht unverrückbar. Diese Zinssätze sind meist «Schaufensterpreise», bei denen der Hypothekaranbieter noch eine Menge Spielraum hat – nach unten wie nach oben. Je nach finanzieller Ausgangslage, Verhandlungsgeschick und Anbieterwahl kann ein Kunde einen Unterschied von bis zu 0,4 Prozentpunkten auf diesen Schaufensterpreis herausholen. Das scheint auf den ersten Blick wenig, ist es aber nicht: Bei einer 10-jährigen Hypothek im Wert von einer Million Franken können so gut 40 000 Franken über die gesamte Laufzeit eingespart werden. So gehen Sie vor, damit auch Sie optimale Hypothekenkonditionen herausholen: Für einen guten Hypozins muss man geschickt verhandeln.

1. Frühzeitig planen Mindestens ein halbes Jahr im Voraus sollte man sich über die verschiedenen Hypothekenmodelle informieren und das Niveau der Hypozinsen im Auge behalten. Besteht bereits eine Hypothek, die abgelöst werden muss, kann selbst bei Festhypotheken mit festem Verfall eine Kündigung von bis zu sechs Monaten vor Ablauf notwendig sein, damit der Anbieter gewechselt werden kann. Hier lohnt es sich, die Bedingungen des bestehenden Vertrags genau zu prüfen.

bilien-Kredit bei der Hausbank erneuern. Und die meisten davon tun dies, ohne auch nur eine einzige Vergleichsofferte eingeholt zu haben. Ein Fehler, denn nur selten werden den Kunden nach dem Ablauf einer Hypothek automatisch die besten Konditionen zur Weiterführung angeboten. Es lohnt sich daher, mit drei bis fünf verschiedenen Anbietern Verhandlungen zu führen. Dem Finanzinstitut sollte dabei klargemacht werden, dass auch Offerten von anderen Anbietern eingeholt werden. Dadurch erhöht sich zwar der Aufwand, da jedes Institut ausführliche Informationen benötigt. Am Schluss schaut jedoch meistens ein besseres Angebot heraus.

Die meisten Hausbesitzer erneuern ihre Hypothek ohne Vergleichsofferte.

2. Verschiedene Offerten einholen Eine Studie des Hypothekenvermittlers Moneypark zeigt, dass 85 Prozent der Schweizer Hypothekarkunden ihren Immo-

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©Rido/fotolia.com

3. Nach Alternativen Ausschau halten Nicht nur Banken und Versicherungen bieten Hypothekarkredite an. Es gibt Pensionskassen, die ihren Angestellten attraktive Zinskonditionen anbieten. Doch aufgepasst: Bei einem Stellenwechsel kann sich das Darlehen plötzlich verteuern oder muss gar zurückbezahlt werden. Dann wird aus dem Traumzins plötzlich ein Ärgernis. Darüber hinaus gibt es auch Vorsorgestiftungen, die an Nicht-Mitglieder Hypotheken vergeben, so etwa die SBB oder die Aargauische Pensionskasse (APK). 4. Zusatzgeschäfte anbieten Oft erhält man attraktivere Konditionen, wenn man bei einer Bank oder einer Versicherung zusätzliche Dienstleistungen oder Produkte bezieht. Bei einer Versicherung kann das etwa der Abschluss einer Lebensoder Todesfallrisikoversicherung sein. Bei


HYPOTHEKEN IMMOBILIEN

einer Bank wirkt sich der Übertrag von Vermögen einer anderen Bank auf die Hypothekarbank positiv aus. Die Bank Coop verbindet das Hypogeschäft mit der Sammlerkarte: Wer 20 000 Coop-Superpunkte überweist, erhält eine Zinsvergünstigung von 0,2 Prozent pro Jahr. 5. Vorteile herausstreichen Die Höhe des Hypothekarzinssatzes erfolgt durch den Anbieter, indem dieser ein Rating des Hypotheken-Kunden festsetzt. Damit soll die Kreditwürdigkeit bestimmt werden. Verschiedene Punkte spielen hier eine Rolle: etwa das Einkommen, der Zivilstand, das Alter, der Belehnungsgrad oder die Wiederverkäuflichkeit der Liegenschaft. An diesen Punkten kann kaum etwas geändert werden. In anderen Bereichen gibt es durchaus Verhandlungsspielraum: Durch zusätzliche Sicherheiten aus der Säule 3a oder aus dem Pensionskassenguthaben kann der Zins nach unten gedrückt werden. Auch eigene Renovationen an der Liegenschaft können dessen Verkehrswert erhöhen – und

den Zinssatz senken. Ein weiteres Argument, das in die Verhandlungen ein­fliessen kann, ist die Wiederverkäuflichkeit. Ist die Immobilie an einer gefragten Lage, dann führt dies zu attraktiveren Konditionen. Zu guter Letzt kann auch eine hohe Hypo­ thekarsumme zu einem «Mengenrabatt» ­führen. 6. Das Kleingedruckte lesen Bevor der Kugelschreiber auf das Unterschriftfeld des Hypothekarvertrags platziert wird, sollten unbedingt nochmals die genauen Konditionen studiert werden. Nicht nur die Höhe des Hypothekarzinses spielt eine Rolle, auch allfällige Gebühren fliessen mit ein. Zudem: Kostet die Kündigung oder die Ablösung einer Hypothek etwas? Gerade dieser Punkt ist nicht unwichtig: Beim Anbieterwechsel sind gewisse Finanzinstitute bereit, die Ablösekosten des alten Anbieters teilweise oder ganz zu übernehmen. Schliesslich kann die Bank oder der Versicherer dadurch einen neuen Kunden gewinnen.

WELCHE HYPOTHEK IST DIE RICHTIGE? Jede Hypothekenform hat Vor- und Nachteile. Steigen die Zinsen plötzlich rapide an, dann ist eine Festhypothek die bessere Wahl, da man sich den heute noch tieferen Zinssatz für eine fixe Laufzeit sichert. Zudem stellt die Festhypothek die sicherere Variante dar. Passen sich die Zinsen jedoch nur sehr langsam nach oben an, dann ist eher die LiborHypothek die kostengünstigere Variante. Als Alternative bietet sich auch eine Mix-Stra­ tegie an. Eine Online-Umfrage von cash.ch Mitte 2015 ergab, dass ungefähr 50 Prozent der Teilnehmenden auf eine Festhypothek setzen, 30 Prozent auf eine Libor-Hypothek und die restlichen 20 Prozent auf eine Mix-Strategie aus beiden Möglichkeiten. Dazu haben Anbieter in den letzten Jahren viele neue, teil­weise komplexe

Hypothekarmodelle

eingeführt.

Hier sollte man nur transparenten Ange­ boten vertrauen. Hypotheken der verschiedenen Anbieter in der Schweiz lassen sich auf verschiedenen Internetportalen vergleichen: comparis.ch, hypothek-vergleich.com, ­moneyland.ch, vermoegenszentrum.ch.

Investieren in Immobilien ohne Hauskauf

E

s gibt zwei Arten, wie Privatinvestoren in Immobilien investieren können, ohne dafür ein Haus oder eine Wohnung kaufen zu müssen: Aktien einerseits und Immobilienfonds andererseits. An der Schweizer Börse sind 14 ImmobilienAktien kotiert. Die wichtigsten sind Swiss Prime Site, PSP Swiss Property, Mobimo, BFW oder Allreal. Ein Neuzugang war Plazza mit Börsengang Mitte 2015.

Gute Dividendenzahler Immobilienaktien sind, wie Aktien aller kotierten Firmen, einem Kursrisiko ausgesetzt. Ihr Wert hängt ab vom Geschäftsgang, von der Gewinnqualität und den Gewinnaussichten der jeweiligen Unternehmen. Anleger kaufen Aktien auch wegen der Gewinnanteil-Ausschüttungen. Gerade Immobilienunternehmen gelten derzeit als gute Dividendenzahler. Ein Immobilienfonds bündelt verschiedene Immobilienaktien, womit das Risiko, das aus einer Einzelaktie besteht, ausgeglichen werden soll. Es bleibt aber das Branchenrisiko. Aktienfonds sind zudem

immer mit Gebühren verbunden. Daneben gibt es die Immobilienfonds im Direktbesitz: Anleger zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, aus dem in Liegenschaften investiert wird. Im Verhältnis zur Einzahlung ist man am Mietertrag dieser Immobilien oder anderen Erträgen wie Verkaufserlösen beteiligt. Der Wert der Immobilien wird unabhängig eingeschätzt.

Messeturm Basel: eine Immobilie der ­Aktiengesellschaft Swiss Prime Site. zvg

Beständige Auszahlungen Je nach Art des Fonds sind DirektbesitzFonds steuergünstig. Diese Fonds versprechen weniger Abhängigkeit von den Finanzmärkten und stabile Auszahlungen. Die Verwaltung der Immobilien ist nicht Sache des Anlegers, also muss der Anleger der Fondsleitung vertrauen können. Solche Fonds sollten als Langfrist-Investment gesehen werden, beispielsweise für die Altersvorsorge. Das Risiko dieser Form von Immobilien-Investments besteht darin, dass Immobilien unter Zeitdruck und unter Wert verkauft werden müssen, falls der entsprechende Fonds rasch Mittel verliert. MFO

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WISSEN VORSORGE

DIE GÄNGIGEN MYTHEN DER ALTERSVORSORGE Das Wissen um die Altersvorsorge ist bei vielen Leuten lückenhaft. Es geistern Mythen und Behauptungen herum. Was stimmt? VON MARC FORSTER

«FÜR MICH WIRD ES SOWIESO EINMAL

D

KEIN GELD MEHR GEBEN»

ie Vorsorge verunsichert breite Teile der Bevölkerung. Das erstaunt nicht. Viel Wissen ist nötig, um das komplexe System der Altersfinanzierung zu verstehen. Komplexität verursacht auch Halbwahrheiten und Vorurteile. Wir räumen mit den gängigsten auf. AHV und 2. Säule reichen zum ­Überleben Zur Hälfte richtig: Die AHV-Auszahlung definiert sich nach der Anzahl Jahre, in denen einbezahlt wurde, während sich in der Berufsvorsorge eine Summe anhäuft, die verzinst oder ausbezahlt wird. Jedoch ist absehbar, dass die Leistungen der 1. und der 2. Säule eines Tages gekürzt werden, Lebenshaltungskosten und Lebensalter steigen indes weiter. Die 3. Säule, also die private Vorsorge, wird deswegen immer wichtiger. Sie soll den gewohnten Lebensstandard weiter ermöglichen. Als Versicherter bin ich Aktionär, auch wenn ich keine Aktien besitze Nicht ganz richtig. Pensionskassen legen einen grossen Teil der Vermögen (etwa 30 Prozent) in Aktien an. Der Versicherte trägt somit ein Anlagerisiko mit und könnte bei grossen Börsenverlusten Sanierungsbeiträge zahlen und Rentenkürzungen hinnehmen müssen. Der Rest der Investments besteht aus weniger risikoreichen Anlagen wie Obligationen oder Immobilien, die das Gesamtrisiko etwas mindern. Pensionskassen-Vermögen sind gesondert geschützt. Das Vorsorgevermögen ist vor der Pensionierung gesperrt Teilweise richtig. Geld aus der 2. Säule kann ausser für einen Immobilienkauf nicht vorgezogen werden. Im beliebten In-

Viele Menschen fürchten in der Altersvorsorge einen wachsenden Verteilkampf, in dem sie am Ende als Verlierer dastehen und leer ausgehen. Tatsache ist: Die Pensionskassen stehen stärker unter Druck als vor der Finanz- und Schuldenkrise. Vor allem die Tief- und Negativzinsen erschweren es den Vorsorge­einrichtungen, mit Obligationen genügend Mittel zu erwirtschaften, um die Ansprüche der Versicherten zu decken. Klar ist aber auch, zumindest nach geltenden Regeln: Alles, was ein Arbeitnehmer in die 2. Säule einbezahlt hat, gehört ihm und er hat Anspruch auf die Auszahlung. Wer mehr weiss über die Vorsorge, lebt ruhiger. ©WavebreakmediaMicro/fotolia.com

Umwandlungssatz könnte sinken Wahrscheinlich ist, dass die Verzinsungen sinken werden. Aktuell beträgt der Umwand-

strument der privaten Vorsorge, dem steueroptimierenden Säule-3a-Konto, ist ein Bezug bis fünf Jahre vor der Pensionierung gesperrt. Die Ausnahmen davon: Man zieht ins Ausland, will selbst bewohntes Wohneigentum finanzieren oder man macht sich selbstständig. Experten raten übrigens, mehrere Säule-3a-Konten einzurichten und sich die Gelder gestaffelt auszahlen zu lassen (siehe auch Seite 32). Mit dem Kapitalbezug aus der 2. Säule gehe ich auf Nummer sicher Falsch. Ein Kapitalbezug ist sinnvoll, wenn ein sehr hohes Guthaben oder genügend andere Vermögen vorhanden sind, um den Lebensunterhalt aller Wahrscheinlichkeit nach bis ans Lebensende zu finanzieren. Die Rente hingegen garantiert die Auszahlung bis zu diesem Zeitpunkt. Entschieden werden muss individuell. Wer unsicher ist, kann einen Teil des Vermögens beziehen und sich den Rest als Rente auszahlen lassen. In jedem Fall ist Beratung wichtig.

lungssatz 6,8 Prozent. Dies bedeutet: Pro 100 000 Franken Guthaben werden im Jahr 6800 Franken ausbezahlt. Wahrscheinlich ist, dass dieser Satz mit den Jahren gesenkt wird, auch wenn dies ein politisches Gezerre mit sich bringt. Der Umwandlungssatz gilt auch nur für den obligatorisch versicherten Teil des Lohns. Bei vielen Arbeitnehmenden ist ein Teil des Lohns überobligatorisch versichert, und für diesen Teil können die Pensionskassen den Umwandungssatz unter 6,8 Prozent festlegen. Der tatsächliche Umwandlungssatz von Altersguthaben wird aus Obligatorium und Überobligatorium ermittelt und liegt daher heute vielerorts unter 6 Prozent. AHV ist politisches Thema Sorgen haben viele auch wegen der AHV: Die staatliche Altersversorgung ist ebenfalls in einer finanziellen Schieflage. Langfristig werden dort die Renten wohl ebenfalls gekürzt, allerdings scheint es politisch kaum durchsetzbar, die Leistungen auf null zu streichen. Der Druck auf die 1. und 2. Säule ist ein Grund, privat vorzusorgen.

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INTERVIEW REINER EICHENBERGER

«KAUFEN SIE DIE AKTIEN, AN DENEN SIE FREUDE HABEN» Der Ökonom Reiner Eichenberger über das Anlegen an den Börsen, Starinvestor Warren Buffett und legales Insiderwissen. INTERVIEW: MARC FORSTER BILDER: PHILIPPE ROSSIER/BLICK

Herr Eichenberger, sind Sie selbst am Aktienmarkt investiert? Ja, selbstverständlich. Wenn Sie längerfristig anlegen wollen, ergeben Aktien immer die besten Renditen. Mein Grundsatz ist auch, dass man so anlegen soll, wie es Spass macht. Ist das nicht etwas h ­ alsbrecherisch? Nein, keineswegs. Für die Börse gilt: In einem effizienten Markt fliessen alle Informationen in das Marktgeschehen ein. Der Marktpreis ist ein kluges Aggregat allen gesellschaftlichen Wissens. Bekanntlich kann man deshalb die Börse nicht systematisch übertreffen. Tatsächlich kann man sie aber auch nicht systematisch untertreffen. Wenn man das könnte, müsste man die Strategie nur umkehren, und schon würde man die Börse schlagen. Also unmöglich. Wenn also ein Anlageberater Ihnen eine einzelne Aktie speziell empfiehlt oder davon abrät, will er nur an Ihnen verdienen. Hat man nicht bloss auch Pech, wenn ein Investment 40 Prozent verliert? Na ja, an der Börse regieren kurzfristig Pech und Glück. Fragen Sie sich Folgendes: Soll ich in gut oder schlecht geführte Unternehmen investieren? Die meisten würden sagen: natürlich in gut geführte. In der Tat sind jedoch die Renditeerwartungen bei beiden Arten von Unternehmen gleich. Eine schlecht geführte Firma wird weniger Dividende bezahlen, aber dies ist im Aktienpreis ja schon enthalten. Geld ist bei beiden Fällen von Firmen gleich gut investiert. Alles Weitere ist Pech und Glück. Brauche ich dann überhaupt Anlageberater, Analysten, Chief Investment

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Reiner Eichenberger: «Wenn ein Anlageberater Ihnen eine einzelne Aktie speziell ­empfiehlt oder davon abrät, will er nur an Ihnen verdienen.»


REINER EICHENBERGER INTERVIEW

Officers und Marktstrategen? Vermögensverwalter sollten das Kundenprofil und die Risikofähigkeit der Kunden kennen. Bei einer Aktienberatung muss der Berater wissen, welche Vermögenswerte sonst vorhanden sind. Er muss das Einkommenspotenzial und Humankapital des Kunden einschätzen. Zu einer kundengerechten Beratung gehört auch, dass Aktien gestreut und Risiken optimiert werden. Sie loben somit das klassische Private Banking, von dem es immer heisst, es sei auf dem absteigenden Ast? Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Privatbankern. Wenn ein Anlageberater zu häufigem Handel anweist, dann will er Sie in erster Linie ausbeuten, denn die Bank und der Berater verdienen am Handel mit. Als Kunde einer Privatbank schauen Sie am besten zuerst auf das Gebührenmodell. Wie soll man bei Aktien vorgehen? Wenn Sie Freude an Automobil-Aktien haben, kaufen Sie diese. Sie sollten aber wissen, wie das Klumpenrisiko ausbalanciert werden kann. Dabei hilft sicherlich ein guter Anlageberater. Ich selbst halte Aktien lange. Häufiges Handeln bringt nur höhere Kosten. Aber wenn Sie gerne handeln, tun Sie es. Es kostet nur die Gebühren. US-Investorenlegende Warren Buffett ist mit «Buy and Hold» reich geworden. Ist er Vorbild? Buffett hatte zum Teil einfach Glück. Mit seiner Marktmacht, seiner Fähigkeit, Risikokapital zu vergeben und der Rolle als Grossinvestor profitiert er von einem Wissensvorsprung, eine Art legales Insiderwissen. Leute wie er können die Börse zu einem gewissen Grad voraussehen, aber ich kann als normaler Anleger nicht von seinem Wissen profitieren. Im Preis von Berkshire Hathaway, der Aktie von Buffett, ist bereits das Marktwissen drin, dass Buffett ziemlich erfolgreich ist. Dadurch ist diese Aktie nicht besser als andere.

genen Zahlen. Sie können dann abschätzen, wie die Lage bei ähnlich strukturierten Banken ist, und entsprechend Bank-Aktien kaufen oder verkaufen. Der Markt lässt sich so etwas voraussehen. Nur: Wer dieses Wissen hat, gibt es natürlich nicht gratis weiter. Mich als langfristig orientierten Anleger interessieren sowieso weniger Unternehmensberichte, sondern vielmehr die grundlegenden langfristigen ökonomischen Zusammenhänge. Da sind noch systematische Gewinne möglich, weil der Markt und die Marktpreise die sehr langfristige Entwicklung nicht voll spiegeln. Als Ökonom haben Sie kontrovers ­argumentiert, dass der starke Franken die Schweiz reicher mache. Ökonomen schauen immer auf Kosten und Nutzen oder wägen Vorteile und Nachteile ab, Nicht-Ökonomen und Interessenvertreter heben zumeist nur Nachteile oder nur Vorteile hervor. Der starke Franken bringt Nachteile für die Produktion, aber noch viel grössere Vorteile für den Konsum. Wir importieren billiger, so sinken die Kosten für Konsum und Vorprodukte. Geht diese Rechnung auf? Ja, und wie! Seit der Aufwertung produzieren wir ein bisschen weniger, arbeiten also weniger, konsumieren aber dank tieferen Importpreisen mehr, und die Handelsüberschüsse und damit die gesellschaftlichen Ersparnisse haben erst noch zugenommen. Weniger arbeiten, mehr konsumieren und mehr sparen: ein Schlaraffenland!

«Leute wie Warren Buffett können die Börse zu einem gewissen Grad voraussehen.»

Was ist «legales» I­ nsiderwissen? Ein Beispiel sind Banken, die ihre Abschlüsse vorbereiten. Sie sehen ja ihre ei-

Nützt dies nicht ­zunächst vor allem den Unternehmen? Die importierenden Unternehmen geben die tieferen Preise an den Konsumenten weiter. Selbst wenn sie das nicht vollumfänglich tun, bleibt der Währungsgewinn beim Unternehmen, also in der Schweiz. Was bleibt dem Konsumenten übrig? Der starke Franken erhöht die Kaufkraft, womit im Grunde genommen eine Forderung der Gewerkschaften nach höheren Löhnen schon erfüllt ist. Eine starke Währung ist Gold wert: Wäre der Franken un-

REINER EICHENBERGER PROFESSOR FÜR WIRTSCHAFTSTHEORIE UND FINANZPOLITIK Reiner Eichenberger, geboren 1961, ist bekannt als Autor von Büchern sowie zahlreichen wissenschaftlichen Aufsätzen. Er schreibt auch regelmässig Beiträge in den Schweizer Medien. Eichenberger lehrt an der Universität Fribourg und widmet sich neben der Finanz- und Wirtschaftstheorie auch dem politischen Geschehen. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er Mitglied der Telecom-Regulierungsbehörde ComCom.

endlich stark, könnten wir für einen Franken die Welt kaufen. Das wäre super. Die gefürchtete Deflation be­zeichnen Sie auch als Vorteil. Mit welcher ­Begründung? Der Staat verdient an der Inflation, weil wir bei den Kapitaleinkommen Steuern auf den Nominalerträgen bezahlen. Die Realzinsen sind aber um den Wert der Inflation tiefer als die Nominalzinsen. Dadurch haben Anleger netto eine Negativrendite, weil durch die Inflation aufgeblähte Gewinne besteuert werden. Null Inflation oder eine leichte Deflation wirken dem entgegen. Ist der Konsumaufschub als Folge von Deflation nicht ein Risiko? Konsumaufschub hängt nicht von der Inflations- oder Deflationsrate ab, sondern vom Realzins. Wenn man auf dem Bargeld eine hohe Realverzinsung hat, dann behält man es. Historisch ist der Realzins bei 1,5 Prozent. Wenn die Deflation nicht unter minus 1,5 Prozent geht, ist bei einem Nominalzins von null der Realzins weiter in einem normalen Rahmen. Daher bleibt das Konsumverhalten normal.

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VORSORGE SPAREN 3A

SO SPAREN SIE STEUERN MIT EINEM 3A-KONTO Private Vorsorge wird immer wichtiger. Ein Säule-3a-Konto bringt nicht nur Zinsen, sondern auch Steuerersparnisse. Eine Anleitung. VON PASCAL ZÜGER

Mit einer sorgfältigen Planung bei Säule-3a-Konten lässt sich Geld sparen.

W

er Geld in die Säule 3a einzahlt, sorgt für die eigene Pensionierung vor. Aktuell ist der jährliche Zinsertrag bei 3a-Konten mit weniger als 1 Prozent aber ziemlich mickrig. Hoch bleibt hingegen die mögliche Steuerersparnis: sowohl beim jährlichen Einzahlen als auch beim Bezug. 3a-Gelder sind nicht nur von der Steuerpflicht befreit, sie können im Jahr der Einzahlung auch vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. 2016 sind es maximal 6768 Franken. Wie hoch die Ersparnis effektiv ist, hängt neben der Einzahlungssumme und der Höhe des Einkommens hauptsächlich vom Wohnort ab. Eine verheiratete, reformierte Person mit zwei Kindern, einem jährlichen Einkommen von 90 000 Franken, mit Wohnsitz in Zürich, spart mit der Einzahlung des Maximalbetrags aufs 3a-Konto bis zu 1362 Franken im Jahr. Am grössten ist die jährliche Ersparnis in Genf (2159 Franken), am geringsten im «Steuerparadies» Zug (838 Franken). Mehrere Konten Erst bei der Auszahlung werden 3a-Guthaben besteuert – und das zu einem vergünstigten Tarif und getrennt vom restlichen Einkommen. Je höher dabei der angesparte

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Betrag, desto höher der Steuersatz. Um die Progression zu brechen, lohnt sich eine auf mehrere Jahre verteilte Auszahlung. Da aber von einem Konto nur der ganze Betrag auf einmal bezogen werden kann, sind dafür mehrere Konten notwendig. Gestaffelter Bezug Wie viel bei der Auszahlung an Steuern gespart werden kann, ist wiederum sehr stark vom Wohnort abhängig. Eine verheiratete, reformierte Person mit Wohnort Zürich mit zwei Kindern und 150 000 Franken in der Säule 3a spart durch einen auf drei Jahre verteilten Bezug 1083 Franken im Vergleich zur einmaligen Auszahlung. Lebt die gleiche Person in Genf, wären es gar 5551 Franken. Doch Vorsicht: Dies ist nur die Steuereinsparung bei der Kapitalauszahlung. Nicht berücksichtigt ist eine höhere Vermögenssteuer in den Folgejahren, da man das Kapital durch den gestaffelten Bezug schon früher bezieht. Es kann durchaus sein, dass der Spareffekt durch eine Staffelung wegen einer höheren Vermögenssteuer in den Folgejahren ganz verpufft. Ihre individuelle Steuerersparnis können Sie bei cash online berechnen, und zwar unter: www.cash.ch/ratgeber/rechner

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SO VIEL GELD KANN MIT DER SÄULE 3A GESPART WERDEN Ort

Ersparnis bei Ersparnis bei Einzahlung* Auszahlung**

Genf

2159

5551

Basel

1906

4581

Bellinzona

1868

1083

Bern

1849

2774

St. Gallen

1823

1083

Solothurn

1782

4403

Aarau

1474

4038

Luzern

1405

4320

Zürich

1362

1083

838

2450

Zug

* pro Jahr in CHF. Annahme: Maximalbetrag von 6768 Franken wird einbezahlt, steuerbares Einkommen 90 000 Franken, verheiratete Person, reformiert, zwei Kinder. ** gesamt, in CHF. Differenz im Steuerbetrag zwischen einmalige und auf drei Jahre verteilte Kapitalauszahlung des 3a-Guthabens. Annahme: Angespartes 3a-Kapital von 150 000 Franken, verheiratete Person, reformiert, zwei Kinder.


KINDER VORSORGE

DIE VORSORGE BEGINNT IN DEN KINDERSCHUHEN Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Vernachlässigt wird oft das Schaffen eines Finanzpolsters. Die Optionen. VON MARC FORSTER

E

ltern ist es wichtig, dass ihre Kinder beim Erreichen des Erwachsenenalters und darüber hinaus einen finan­ziellen Grundstock haben. Finanzinstitute bieten Spar- und Anlagepläne spe­­ ziell für Kinder oder Jugendliche an. Eltern k­ önnten darin beispielsweise einen Teil der Kinderzulage einzahlen. Eine Über­legung ist aber auch wert, ob für die Vorsorge der Kinder Risiken versichert werden sollen. ❒  S paren

Das einfache «Sparbüechli» oder Jugendkonto dient dem Vermögensaufbau. Der Vorteil ist, dass kein periodischer Zwang zum Einzahlen besteht. Der Nachteil: Die Zinsen sind derzeit sehr tief, selbst wenn die Banken Kinder- und Jugendkonten noch etwas besser verzinsen als normale Sparkonten. Verzinsungsgarantien gibt es keine. ❒  F ondsplan

Fondssparpläne für Kinder und Jugendliche unterscheiden sich nicht wesentlich von solchen, die für Erwachsene angeboten werden. Allenfalls kommen Jugendliche in den Genuss tieferer Gebühren. Weil bei ihnen der Anlagehorizont besonders lang ist, können risikoreichere Anlagen in den Fonds aufgenommen werden. Später sollte man die Risiken aber reduzieren. ❒  I nvaliditätsversicherung

Eltern müssen sich bewusst sein, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung eines Kindes hohe Kosten mit sich bringen kann. An eine mögliche Invalidität eines Kindes nur schon zu denken, ist schmerzhaft. Weil Invalidität eine lebenslange Bedingung ist, ist für diesen Fall eine Rente für die Betroffenen versichert.

Vom Kindergarten bis zur Universität: Junge Leute sollten ein Finanzpolster haben.

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GOLDVRENELI Die 20-Franken-Goldmünze ist ein Bestandteil des traditionellen Erbes der Schweiz und wird Kindern nach wie vor zur Geburt geschenkt. Der Wert eines Goldvrenelis (Mitte 2016 bei etwa 250 Franken) hängt vom Goldpreis ab, aber auch vom Wert als historisches Objekt. Die Münzen haben damit also durchaus Anlagecharakter mit der Aussicht, über die Jahre an Wert zu gewinnen. Zwischen 1897 und 1949 wurden 58,6 Millionen Stück der 6,5 Gramm schweren Münzen geprägt. Es sind auch rund 2,6 Millionen 10-FrankenGoldvreneli im Umlauf, die halb so schwer sind. Selten sind 100-Franken-Vreneli, die 32 Gramm wiegen. Von ihnen verliessen nur 5000 Stück die Pressen.

❒  L ebensversicherung

Reine Spar-Lebensversicherungen bedingen, dass periodisch Geld einbezahlt wird. Wenn Eltern für Kinder ein solches Modell wählen, sollten sie Prämien festlegen, die

sie sicher bezahlen können. Im Erwachsenenalter kann das Kind dann entscheiden, ob es die Lebensversicherung weiterführt. Doch Vorsicht: Aussteigen aus Lebensversicherungsmodellen bringt Verluste. ❒  A usbildungsversicherung

Eltern zahlen periodisch ein, damit für die Ausbildung ein gewisser Betrag zur Verfügung steht. Im Fall einer Erwerbsunfähigkeit der Eltern übernimmt hier der Versicherer die Prämien. Die Verbindung von Sparen und Risiko ist bei Vorsorgeexperten aber umstritten. Manche argumentieren, dass man dies besser getrennt angeht. ❒  R isiko-Lebensversicherung

Auch Lebensversicherungen mit Risikoteil erfordern eine dauernde Einzahlung. Bei Risiko-Lebensversicherungen können Eltern ihre Kinder als Begünstigte einsetzen, falls ihnen etwas zustösst. Damit sind die Kinder vor einer finanziellen Notlage geschützt, wenn sie ihre Eltern verlieren.

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SACHWERTE OLDTIMER

Ein Ferrari 335 S Scaglietti: das teuerste Auto der Welt.

Artcurial / Christian Martin

RASENDE RENDITEN BEIM ANLAGETREND OLDTIMER Historische Autos stellen bei der Wertvermehrung jede andere Anlageklasse in den Schatten. Fünf Klassiker zum Hinschauen. VON IVO RUCH

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utomobile gehörten in den letzten Jahren zu den besten Investments überhaupt. Wie der Chart rechts zeigt, hat die Wertsteigerung edler Oldtimer auch die Performance des globalen Aktienmarktes bei Weitem überholt. Als Marke hat Ferrari eindeutig die Nase vorn. Die Sportwagen aus dem italienischen Maranello sind in den letzten Jahren zu Renditeperlen von mehreren Hundert Prozent geworden.

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2.5

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Ein Ferrari für 32,1 Millionen Euro Bestes Beispiel ist der Ferrari 335 S Scaglietti (Bild oben). Von diesem Rennwagen wurden nur vier Exemplare gebaut. Ein Unbekannter aus den USA bot für den Ferrari mit Baujahr 1957 im Februar 2016 die Rekordsumme von 32,1 Millionen Euro.

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Mit dem Wagen wurden zahlreiche Rennen bestritten, am Steuer sassen mehrere Grand-Prix-Legenden wie etwa Mike Hawthorne. Aber auch von Porsche, Maserati oder Aston Martin gibt es einige sehr begehrte Modelle. Allen gemeinsam ist, dass sie in kleinen Serien mit viel Handarbeit gebaut wurden und häufig bei Wettbewerben zum Einsatz kamen. Ähnlich wie bei Kunst- oder anderen Sachanlagen hat sich der Automarkt im laufenden Jahr etwas beruhigt. Auf Auktionen werden nur noch für absolute Raritäten neue Rekordpreise bezahlt. Für Sammler könnte es eine Chance sein, wenn etwas Luft aus diesem heiss gelaufenen Markt entweicht. Mehr denn je gilt bei solchen Benzin- und Motor-Investments: Die Leidenschaft gehört unbedingt dazu.

HAGI Top Index and MSCI World Index, 5 years, indexed (GBP) OLDTIMER SCHLAGEN AKTIEN

0.5 Jun 06, 2011 Apr 01, 2012 Jan 26, 2013 Nov 22, 2013 Sep 18, 2014 Jul 15, 2015 May 10, 2016 MSCI World Index

HAGI Top Index

Note: 30.06.2011=1, HAGI Index is marketcap weighted Sources: HAGI, MSCI Wertentwicklung historischer Autos (rot) im Ver-

gleich mit dem weltweiten Aktienmarkt. Quelle:

© HAGI Index graph: Historic Automobile Group Interna:onal 2016 Historic Automobil Group International © MSCI World: MSCI Inc.

(HAGI)

HAGI hereby expressly disclaims all warran:es of originality, accuracy, completeness or fitness for a par:cular purpose with respect to any of this informa:on.


OLDTIMER SACHWERTE

Aston Martin DB4 Zagato

Maserati A6G 2000

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Rex Grey / Wikimedia/CC-BY-SA-2.0

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aserati produzierte über eine Zeitspanne von zwei Jahren 60 Fahrzeuge des Typs A6G – umgesetzt von verschiedenen Karosseriewerkstätten. In der Ausführung von Zagato gilt der Wagen vielen Liebhabern als «sexiest car ever». Der Zwei-Liter-Motor bringt 150 PS auf die Strasse und bis zu 210 Stundenkilo-

Porsche 356 A 1600 Speedster

er 356er gilt als erstes Serienmodell von Porsche. Die Produktion begann in den späten 40er-Jahren und dauerte bis 1965. Schnell wurde die Silhouette stilbildend im Sportwagen­ design. Dem 356erCharme erlag auch Schauspieler James Dean. Er nahm mit dem Porsche an Rennen teil. Mit bloss 60 PS in der Basisversion war

Citroën 2CV Sahara

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er «Deux Chevaux» mit Allradantrieb ist der Beweis, dass nicht nur Sportwagen zu begehrten Oldtimern werden können. Das Modell mit zwei Motoren (2 x 12,5 PS) wurde unter anderem von der Schweizer Post als Zustellwagen genutzt. In den 1960er-Jahren baute Ci­ troën knapp 700 dieser «Enten» und verkaufte sie für umgerechnet 2000 Euro. 2012 ­erzielte eine Sahara-Ente an einer Auktion 110 000 Euro. Ersatzteile für diesen Paradiesvogel sind fast keine mehr zu haben.

Spanish Coches / Wikimedia/CC-BY-2.0

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meter auf den Tacho. Der Maserati konnte es ­locker mit den schnellsten Ferrari auf­ nehmen – und hatte doch die Aura eines Gentleman-Wagens. Wenn einer dieser 50er-Jahre-Klassiker auf den Markt kommt, variieren die Preise zwischen 700 000 und 4,5 Millionen Euro – je nach Ausstattung und Zustand.

Olivier Payan / Wikimedia/CC-BY-SA-3.0

Rex Grey / Wikimedia/CC-BY-2.0

us heutiger Sicht tönt es absurd, aber dieser Aston Martin war in den 1960er-Jahren ein Misserfolg. Für die Rennstrecke zu gross und den Ferraris unterlegen, war die Kombination aus britischer Technik und italienischer Karosserie auch zu teuer. Begehrt wurden die schicken Autos erst in den 80er- und 90er-Jahren, bevor sie an Auktionen zu gesuchten Klassikern aufstiegen. Bei einer Versteigerung in New York im Dezember 2015 wurden 14,3 Millionen Dollar für einen DB4 geboten.

man damals bereits auf der Über­holspur. Dank der leichten Aluminiumkarosserie bringt der 356er nicht einmal 1000 Kilogramm auf die Waage. Zur heute begehrtesten Serie gehören die A-Modelle, die 21 000-mal zu Preisen von damals 11 400 bis 15 800 Mark verkauft wurden. Heute kosten sie rund eine halbe Million Euro.

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INTERVIEW PAUL LACIGA

«HEUTE BIN ICH KEIN GAMBLER MEHR» Ex-Beachvolleyball-Profi Paul Laciga verwaltet das Geld anderer Leute. Er verlangt nur dann Gebühren, wenn er Gewinne macht. INTERVIEW: IVO RUCH

Vom Spitzen-Beachvolleyball zur ­Vermögensverwaltung: Was bewog Sie zu diesem Wechsel? Das Börsengeschehen interessierte mich schon während meiner Sportkarriere, ich war auch aktiver Trader. Doch erst nach meinem Rücktritt übernahm ich die volle Verantwortung für mein Geld. Auch weil ich unzufrieden war mit der Leistung externer Verwalter. Das Angebot für Kunden entstand dann durch das Interesse von Kollegen. Wie viel Vermögen verwalten Sie? Es sind derzeit weniger als 100 Millionen. Eine Marke, die ich in den nächsten Jahren knacken möchte. Aktuell habe ich 13 Kunden.

die ich schon seit Langem kenne und die eine ähnliche Strategie verfolgen wie ich. Aber Ratschläge von Bankern oder Analysten einholen? Davon bin ich weit entfernt.

Es hat mich schon immer gestört, dass viele Vermögensverwalter einen fixen Prozentsatz abzocken, unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht arbeiten. Ich war bereits im Sport sehr vom Siegen abhängig. Deshalb habe ich die Philosophie mitgenommen, dass ich nur bezahlt werde, wenn ich Gewinn mache. Im letzten Jahr machte ich zum ersten Mal Verlust und hatte folglich auch keine Einnahmen von meinen Kunden.

Haben Sie noch Zeit für Sport? Je nach Trade arbeite ich unterschiedlich, aber unter dem Strich etwa 30 Stunden pro Woche. Ferien und Freizeit sind kein Problem, denn häufig habe ich keine offenen Positionen. Während mehr als 50 Prozent der Zeit bin ich mit mehr als 50 Prozent des Kapitals nirgends investiert. Im Durchschnitt mache ich zwei Trades pro Tag.

Sind auch Sportler unter Ihren ­Kunden? Mein Bruder gehört dazu. Das ist insofern speziell, als wir nicht immer ein einfaches Verhältnis zueinander hatten. Aber er ist mit meiner Arbeit zufrieden. Daneben betreue ich auch noch einen anderen Beachvolleyballer. Ich könnte mir vor­ stellen, mich in Zukunft noch stärker auf Sportler als Kunden zu fokussieren.

Sie verlangen keine Fixkosten, ­sondern arbeiten mit Gewinn­ beteiligung. Warum das?

Wie sieht Ihre Anlagestrategie aus? Ich verwalte ein Portfolio, an das ich alle Kunden anhänge. Dabei konzentriere ich mich auf Aktien, Währungen und ETF. Aktien halte ich im Durchschnitt sieben Tage, Währungen meist nur wenige Stunden oder Tage, ETF über einen Monat. Meine Entscheidungen fälle ich anhand der Chartanalyse.

Vermissen Sie nie eine zweite ­Meinung? Die Trades, die ich mache, kann niemand für mich übernehmen. Ab und zu lasse ich mich von anderen Händlern inspirieren,

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zvg

Sie spielten lange im Duo mit Ihrem Bruder. Eine Kombination, die oft als problematisch dargestellt wurde. ­Arbeiten Sie nun alleine? Mein Bruder und ich waren zwei Einzelgänger mit einem kleinen Betreuungsteam. Das habe ich so beibehalten.

Pflegen Sportler einen besonderen Umgang mit Geld? Das nicht unbedingt, aber mir passt die menschliche Komponente: Man ist meistens per Du und weiss vom Gegenüber, dass es seine Ziele mit Leistung und nicht mit Tricksereien erbringt. PAUL LACIGA VERMÖGENSVERWALTER Paul Laciga (45) studierte Wirtschaftsinformatik an der Ingenieurschule Biel. Bekannt wurde er als Sportler. Die Laciga-Brüder waren mit drei EM-Titeln, zwei Olympia-Teilnahmen und Rang eins in der Weltrangliste das erfolgreichste Beachvolleyball-Duo der Schweiz. Laciga trat 2007 vom Spitzensport zurück.

Können Sie beim Börsenhandel Ihren Wettkampftrieb weiterhin ausleben? Ja, aber die Risikoabwägung ist beim Spitzensport und beim Traden völlig unterschiedlich. Die Minimierung von Risiko ist als Vermögensverwalter sehr wichtig. Als Sportler hatte ich dagegen folgende Philosophie: Wenn es knapp wird, riskiere ich alles. Ich bin heute also kein Gambler mehr, sondern ich möchte gute Arbeit abliefern.


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Solactive Global Family Owned Companies Total Return Index (USD) MSCI World Total Return Index (USD) Quelle: Bloomberg/UBS, Zeitraum: 28.7.2006 bis 28.7.2016. Vergangene Wertentwicklungen sind keine Indikation für künftige Wertentwicklungen. Nur zur Veranschaulichung.

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Dieses Dokument beinhaltet Daten, welche aus dem Backtesting von Daten resultieren, und wurde von UBS in gutem Glauben und unter Anwendung standardisierter Methoden erstellt, welche für solche Berechnungen gewöhnlich zum Einsatz kommen. Diese Methodik beruht auf eigenen Modellen, empirischen Daten, Annahmen und anderen Informationen, welche wir für verlässlich und angemessen halten. Diese strukturierten Produkte stellen keine Betei­ ligung an einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7 ff. des Schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) dar und unterstehen somit nicht der Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Deshalb besteht für den Investor, der in diese Produkte investiert, kein Anlegerschutz nach dem KAG. Dieses Inserat dient ausschliesslich zu Informationszwecken und ist nicht als Angebot, persönliche Empfehlung oder Aufforderung zum Abschluss einer Transaktion auszulegen oder als Anlageberatung anzusehen. Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungs­ reglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei UBS Investment Bank im 24­h­Service unter Tel. 044 239 47 03, Fax 044 239 69 14 oder über E­Mail an swiss­prospectus@ubs.com bezogen werden. Diese Emission unterliegt möglicherweise Verkaufsbeschränkungen u.a. für Europa, Hongkong, Singapur, die USA und US­Personen (die Emission unterliegt schweizerischem Recht). Vor dem Eingehen von strukturierten Transaktionen empfiehlt sich eine fachkundige Beratung durch Ihre Hausbank. Die Angaben in diesem Inserat erfolgen ohne Gewähr. © UBS 2016. Alle Rechte vorbehalten. * Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf den mit * be­ zeichneten Anschlüssen aufgezeichnet werden können. Bei Ihrem Anruf auf diesen Linien gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.


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