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ie erste Kampfkunst-International für das Jahr 2014 liegt nun vor euch. Das kommende Jahr wird wieder heiß. Viele Veranstaltungen werden euch begeistern und wir werden euch darüber informieren. Ich freue mich über die große Resonanz und das ständig steigende Interesse an den Berichten und Artikeln in unserem und eurem Magazin. In der Januar-Ausgabe findet ihr nun noch mehr Artikel aus Deutschland. Über Nachrichten aus Österreich und der Schweiz würden wir uns natürlich auch besonders freuen. Eva ist mit ihrem Comic nun auch wieder zurück in der KampfkunstInternational. Nutzt die wichtige Gelegenheit und informiert euch über die Welt des Kampfsports und nutzt umgekehrt auch die Möglichkeit, die Welt des Kampfsports über euren Sport zu informieren. Im Februar werden euch einige Neuerungen erwarten. Noch mehr Infos. Noch mehr Komfort. Mehr will ich noch nicht Preis geben. Über euer Feedback freut sich wie immer:

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Euer Olaf Schönau me@asiasport.de

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KIUSHO JUTSU- TAEKWONDO

SPEZIAL JEAN CLAUDE VAN DAMM

Eine der denkwürdigsten Entdeckungen der Forschungen über Kyusho ist die Gewissheit, dass in den Formen und Lehren der Kampfkünste eine innere Sprache existiert, die sich auf ihre Bewegungsaktionen, die sie auf die vitalen Punkte ausführt, bezieht. In diesem Artikel, verfasst von dem berühmten Experten in dieser Materie, Evan Pantazi, präsentieren wir ein neues Video dieses Autors. Pantazi eröffnet uns das ganze Forschungsuniversum um diese Punkte im Taekwondo.

APACHE-MESSER Apache-Messer: Eine Lebensweise. „Einige indianische Volksstämme verwenden einen Kriegspfahl, so wie ich es tue, das hilft den Studierenden, zu verstehen, wie wichtig es ist, das Messer mit einem Hammergriff zu verwenden, der beim Angriff des Kriegspfahls Druck auf die Hand ausübt, damit sie ler nen können, wie sie sich beim Schlagen eines Körpers oder Knochens fühlen.“

Van Damme ist das Beispiel für Ausdauer und Erfolg trotz Unwägbarkeiten. Mehrere Jahrzehnte des Martial-Arts-Kinos schauen auf ihn zurück, und heute in diesem wunderbaren und ausführlichen Artikel dringt unser Experte der Materie, D. Pedro Conde - wie oft hat er ihn interviewt - in die Tiefe, in die Schlupfwinkel einer einmaligen Karriere und eines besonderen Lebens.

Der Choy Lee Fut ist ein sehr dynamisches und besonderes t r a d i t i o n e l l e s c h i n e s i s c h e s Kampfsystem, das von einer große Anzahl an kombinierten Arm-und Beintechniken, agilen Ausweichbewegungen zusammen mit kreisförmigen Bewegungen der Taille gekennzeichnet ist, was die Produktion von Schlägen mit großer Geschwindigkeit und Kraft ermöglicht. In diesem Artikel versuchen wir, die wichtigsten Aspekte dieses kämpferischen Erbes für all unsere Leser zu beschreiben.

COMBAT HAPKIDO So wie viele a n d e r e Kampfkünstler hat sich David Ribas erstmals für den Bodenkampf interessiert, nachdem er den ersten Ultimate F i g h t i n g Championship gesehen und beobachtet hat, wie Royce Gracie seine Gegner ohne viel Anstrengung und schnell unbeweglich gemacht hat, unfähig, weiterzukämpfen. Also beschloss er, sein Geschick in der Verteidigung zu verbessern und begann, alle Informationen zu sammeln, die er über den Bodenkampf finden konnte.

BUDO INTERNATIONAL PUBLISHING CO. Internationale Central: Andrés Mellado, 42 28015 Madrid - Spanien Local Sites: Olaf Schoenau. me@asiasport.de Internationale Websites: Alfredo Tucci: budo@budointernational.com

JKD

CHOI LI FUT

VIII WELTMEISTERSCHAFT DES KARATE WKF Die spanische Stadt Guadalajara hat die VIII Weltmeisterschaft des Karate WKF in den Kategorien Kadett & Junior empfangen. Ein großar tiges sportliches Ereignis, an dem 100 Länder aus den fünf Kontinenten teilgenommen haben, mit insgesamt 1.400 Teilnehmern, neben Schiedsrichtern, Technikern, Vorständen und viel Publikum, das täglich den exzellenten Mehrzweckpavillon von Aguas Vivas gefüllt hat.

Der Ursprung der „JKD Old School“ gründet sich auf die Verwendung der von Bruce Lee festgelegten Prinzipien, zusammen mit dem Verständnis von der Gründung und Funktionsweise des Jeet Kune Do, wodurch andere Kampfkünste untersucht werden können und deren Wesenskern herausgearbeitet wird. Dies wird „JKD-Filter“ genannt.

WIE MAN DIE JAPANISCHE RÜSTUNG ANZIEHT Shidoshi Juliana besuchte unseren Chef Alfredo Tucci mit einer japanischen Rüstung, um uns ihre unterschiedlichen Teile und das korrekte Verfahren, wie sie angezogen wird, zu lehren. Ein Artikel, der zudem die Geschichte und Anthropologie der Rüstung, einer der bedeutendsten Bestandteile der SamuraiKultur, erklärt.

Haftung: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Vorbehaltlich der gesetzlich zulässigen Ausnahmen ist eine Verwendung ohne schriftliche Einwilligung des Verlages strafbar. Für unverlangt eingesendete Manuskripte, Fotos und Zeichnungen etc. übernehmen Verlag und Redaktion keinerlei Haftung. Durch Annahme des Materials erwirbt der Verlag das ausschließliche Recht aus Veröffentlichung und Wiederveröffentlichung. Sollten dem Verlag Manuskripte angeboten werden, so müssen diese frei von Rechten Dritter und zur ausschließlichen Verwendung durch den Verlag geeignet sein. Wenn die Manuskripte auch anderen Verlagen angeboten werden, so ist darauf bei Einreichung unmissverständlich hinzuweisen. Der Verlag behält sich Kürzungen des eingesendeten Materials vor. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Verlages wieder. Bei unverschuldeter Nichtlieferung oder Nichterscheinen z.B. infolge Streiks oder höherer Gewalt bestehen gegenüber dem Verlag und der Redaktion keine Ansprüche.


MODERNE SELBSTVERTEIDIGUNG Diese Belastbarkeit in Verbindung mit dem Charakter eines jeden einzelnen Individuums ist der Antrieb bzw. die Art wie sich der Einzelne in einer Verteidigungssituation verhält und handelt.

SDS-CONCEPT S.D.S.-Konzept Sicherheitstraining ist ein Ausbildungssystem, um zu trainieren und operative und praktische Sicherheit zu lehren. Einige professionelle Gruppen laufen erhöht Gefahr, von aggressiven Gegnern angegriffen zu werden. Es kann sein, dass das nicht täglich passiert, aber man darf es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Unser Ausbildungsprogramm wurde ausdrücklich für diese Experten entworfen.

FIGHTNIGHT

ESKRIMA Wie man ein guter EskrimaKämpfer wird. Heutzutage ist Eskrima eine Mischung aus unterschiedlichen Stilen. Es scheint, als ob viele Studenten verschiedene Stile verbinden und das später Eskrima nennen, und neue Dinge hinzufügen, die nichts mit Eskrima zutun haben. Diese Leute nennen sich selbst Meister und vergessen, dass die wichtigsten Prinzipien des Eskrima in seinem Ursprung liegen.

JEET KUNE DO Jeet Kune Do ist ein von Bruce Lee entwickeltes Kampfkunstsystem bzw. Selbstverteidigungskonzept. Das primäre Ziel im Jeet Kune Do ist es, den gegnerischen Angriff so früh und so stark wie möglich abzufangen; nicht nur den physischen Angriff, sondern die komplette Angriffsmotivation des Gegners. Ausgangspunkt des Jeet Kune Do ist das Jun Fan Gung Fu. Jun Fan Gung Fu verbindet Techniken, Strategien, Prinzipien, Konzepte und Taktiken aus dem Wing Chun, Boxen und Fechten.

Drei der stärksten europäischen Muay Thai Kämpfer werden gegen die Elite aus Thailand antreten. Kein geringer als Juri Kehl wird dabei die Deutsche Flagge hochhalten. Juri ist amtierender WMC Worldchampion - 67 kg und trifft auf den mehrfachen Channel 7 Stadium Champion. Phechmonkol Tor Thepsuthin aus Thailand.

WINGTSUN Es scheint logisch zu erahnen, dass ein „normaler“ Praktizierender derjenigen, die zwei oder drei Stunden in der Woche in vielen WingTsunSchulen auf der ganzen Welt trainieren, nicht sofort zur Reinkarnation von Dr. Leung Jan wird, aber wir als Professoren sehen uns gezwungen, zu versuchen, das Beste aus jedem Einzelnen von ihnen herauszuholen.

HUNG GAR KUNG FU Der Große Meister Martin Sewer erhielt den 9. Meistergrad des World Martial Arts Institute, ein Festakt, der laut dem Kommentar des Verantwortlichen der Organisation Dr. Song „das Minimum dessen ist, mit was wir ihn auszeichnen können“. Und so verließ der Große Meister Martin Sewer das Event mit mehr Auszeichnungen, als er bei sich tragen konnte und beweist, dass sich harte und richtige Arbeit auf lange Sicht auszahlt und vergütet wird.

SYSTEMA MORABITO E i n Kampfsystem militärischer Herkunft, was die geeigneten Techniken für jede Person beinhaltet, sei sie zivil, vom Militär oder Experte im operativen Sektor. Das MorabitoSystem liefert ein tiefgreifendes Studium des menschlichen Körpers, von einem biomechanischen, am Körper angewandten Standpunkt aus, und verbindet es mit der Kenntnis von den mechanischen und physischen Gesetzen, um jede Art von Angriff von mehreren Punkten und Gegnern aus auszuweichen.

MIXED MARTIAL ARTS „We love MMA“ hieß es 14.Dezember 2013 in der Berliner Universal Hall mit der bereits sechsten Auflage des Kampfsportspektakels. In 12 Paarungen traten 24 hungrige Sportlerinnen und Sportler mit nur einem Ziel vor Augen an: Als Sieger den Cage zu verlassen!

Herausgeber: Alfredo Tucci. Werbung: Olaf Schoenau. E-mail: me@asiasport.de Internationale Werbung: Alfredo Tucci. budo@budointernational.com Autoren und freie Mitarbeiter: Don Wilson, Yoshimitsu Yamada, Cass Magda, Antonio Espinós, Jim Wagner, Coronel Sanchís, Marco De Cesaris, Lilla Distéfano, Maurizio Maltese, Bob Dubljanin, Marc Denny, Salvador Herráiz, Shi de Yang, Sri Dinesh, Carlos Zerpa, Omar Martínez, Manu, Patrick Levet, Mike Anderson, Boulahfa Mimoum, Franco Vacirca, Bill Newman, José Mª Pujadas, Paolo Cangelosi, Emilio Alpanseque, Sueyoshi Akeshi, Marcelo Pires, Angel García, Juan Díaz. Fotos: Carlos Contreras, Alfredo Tucci.


„Die Dinge werden, je mehr Wissen wir erwerben, nicht verständlicher, sondern mysteriöser“ Albert Schweitzer

ir alle sind Werkzeuge von Kräften, die uns durchdringen. Teils gewählt, teils vom Prozess auferlegt, der aus unserer individuellen und kollektiven Evolution resultiert, jener Prozess, aus dem Bewusstsein zu erwachen, hält sich nicht an Einzelheiten, Ideologien, Meinungen oder Geschmäckern auf. Die großen Kräfte beleben, erhalten und sind in jeder kleinen Sache verborgen, weil wir ein Teil von dem Ganzen sind, das sie erschafft. Seitdem der Mensch Mensch ist, und auf bestimmte Weise auch vorher, hat er versucht zu begreifen, wie dieses Amalgam an Kräften, Energien und Spannungen auf uns wirkt. Mit wechselhaftem Erfolg hat er unzählige Formeln, Wege und Erklärungen entdeckt, und er wird damit fortfahren, solange er existiert. Der Drang, das Mysterium der Existenz und ihre Folgen zu verstehen, ist in unserer DNA festgeschrieben und hat sich eindeutig seit genau diesem Moment, in dem das Licht des Bewusstseins und des Verstands in unserer Spezies entzündet wurde, aktiviert. Nichts kann diese unbewusste Sehnsucht neugieriger Augen ersetzen, die sich beim Beobachten des Nachthimmels fragen, was dahinter ist, die weinerlichen Augen einer Mutter, die sich fragen, warum ihr Sohn sterben musste, der Mann, der sich mit einem Unwetter konfrontiert sieht, das seine Ernte ruiniert und die Seinen zum Tode verurteilt. Zu verstehen, hinter das Offensichtlichen zu blicken, zu entdecken, was vom Unsichtbaren aus einwirkt, seine Wege und Sinne, seine Gesetze und Geheimnisse, ist der Traum jedes Menschen, der begierig ist, über den Diskurs der Realität, die er als Einverständnis mit dem Körper begreift, hinauszugehen. Jene, die dazu fähig waren, die Überzeugungen aller ihrer Altersgenossen zu hinterfragen, diese Rebellen, waren die Grenzüberschreitenden, die das Bewusstsein der Gruppe transformierten. Manchmal als Verrückte bezeichnet, andere Male als Abtrünnige oder Ketzer, öffneten sie Türen, die verschlossen waren und gekennzeichnet von der Dummheit einer als solche angenommenen Realität, aufgrund vieler Leute Angst und Ignoranz. Heute sind wir, durchdrungen von der Arroganz dieses einzigartigen Gedankenguts, welches der Materialismus dieser Tage liefert, nicht sehr anders als die Zeitgenossen von Galileo. Die Wissenschaft selbst wirkt als Mechanismus zur Satanisierung von jeder anderer Art von Realitätsanalyse, die nicht mit ihren offiziellen Bedingungen übereinstimmt. Nur um dann gelegentlich, das schon, das Unheil bereits vollbracht, ihre Ketzer anzuerkennen, den Verdienst eines ihren Behauptungen fernen Ansatzes, der sehr zu ihrem Bedauern dazu geführt hat, ein Paradigma zu verändern. Der Anfangselan ist verloren, die Dinge erkalten und bleiben bei ihrer eigenen Neigung hängen, indem sie das Beste und Schlechteste von ihnen selbst ans Licht bringen. Nichts ersetzt die Bescheidenheit des Nicht-Glaubens, des Nicht-Wissens, des „meine Wahrheit ist meine, aber nicht notwendigerweise die deine“. Respekt ist das starke Gegengift gegen die großen Fanatismen und Dummheit, die Frucht eines Konsens' jeder Zeit sind. Deshalb hört der Weise immer mit offenem Geist, ohne zu urteilen. Darin ist keine Eile oder Herabsetzung, im Gegenteil, man kann agieren und sollte es in Übereinstimmung zu seiner Wahrheit machen, weil die

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„Kenne dich selbst, bevor du beginnst, über das Wesen von Gott und der Welt zu entscheiden“ Ramana Maharshi

Konsequenzen für einen selbst sein werden, im Guten wie im Schlechten, und weil sie Teil seiner eigenen Geschichte bilden, seines eigenen Wegs. Es ist die Ungewissheit selbst, diese Art von Angst, die aus der Unsicherheit kommt, die die Leute dazu bringt, zu intervenieren und zu versuchen, die anderen von ihrer Wahrheit zu überzeugen. Alles Sendungsbewusstsein kommt von diesem Schlechten, zielt eindeutig auf diese Schwäche ab, kennzeichnet die Perversion unserer Gewissheiten. Atme zweimal, bevor du einen Rat gibst, ohne darum geben zu werden, atme dreimal, bevor du die Ideen eines Anderen kritisierst, atme hundertmal, bevor du die Wahrheit des anderen verneinst. Ja, es ist die Angst, immer die Angst, die dazu drängt, Positionen gegen die Anderen einzunehmen, die Normen und Einstellungen eines Anderen abzulehnen, sie erbarmungslos anzufechten und letztendlich zu zerstören. Jeder Fanatismus ist in seiner Konsequenz eine Form von Grausamkeit, jede Intoleranz ein Schritt in Richtung der Katastrophe. Bei diesen Standpunkten aufzuwachen ist das Resultat vieler Diskussionen und auch notwendigerweise Ergebnis von Erfahrung, weil jeder Schuss ins Ziel in jedem Pfeil das Potenzial und auch das Abkommen von den Absichten des Schützen mit sich führt. Im Leben ist oft das, was dich trifft, der Pfeil, den du gestern selbst abgeschossen hast. In einem runden Universum kehrt alles zurück, alles dreht sich um. Wenn dir das Leben diese Lektion lehrt, besser gesagt, wenn wir dazu fähig sind, sie zu verstehen, tragen wir bereits viele Pfeile in uns. Wir können nichts tun bezüglich der bereits abgeschossenen Pfeile, aber bezüglich derer, die wir ab jetzt abschießen. Sogar der Eiferer ist in einem vollständigen Universum notwendig, der Weise sollte sich jedoch vor den Konsequenzen eines solchen Irrsinns schützen, wie ein Forscher, der seine Schutzkleidung beim Betreten eines Labors voller Mikroben oder Seuchen anzieht. Dass der Mist existieren muss, bedeutet nicht, dass man ihn essen muss. Die großen Kräfte des Universums lagern ausgedehnt auf ihren Breiten. Nur die Idioten oder Arroganten können die eigene Freiheit als etwas Undifferenziertes begreifen und jenseits dieser Kräfte handeln. Man kann auf einer Welle surfen, aber man wird nie größer, nie stärker sein als sie. Die Weisen lernen, diese Kräfte zu verwenden, ihnen einen Schritt voraus zu sein, sie vorauszusehen, sogar sie zu lenken, aber sich niemals größer zu fühlen als sie. Die Kraft des Magiers kommt von alldem, von seinem Wissen und seiner Empathie mit diesen Kräften, vom Spielen mit „dem Magischen“, dem Großen, was durch jede Sache wirkt. In diesem Prozess wird es klein, flexibel und unvorhersehbar wie das, was mit ihnen verkehrt, flüchtig und unüberwindbar, um nicht von ihnen berührt zu werden, extrem robust in seiner Schlichtheit, weil es sich nur leer mit dem Größten der Kräfte messen kann: dem Nichts. Die monumentalen Kräfte, die den Kosmos zum Drehen bringen, gründen sich nicht auf eine Absicht, sondern auf die Natur der Dinge selbst. Wir Menschen im Gegenteil bewegen uns, angetrieben von Absichten, seien sie sichtbar oder versteckt, um uns selbst oder die andern. Egal welche Art von Blindheit uns dazu drängt, macht es uns generell vorhersehbar und lächerlich, so wie es uns auch vergrößern und großzügig


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machen kann. Diese zweite Möglichkeit hängt von unserer Bewusstseinsebene ab, aber auch von unserer inneren Größe. Das Leben holt immer hervor, was wir in uns tragen, aber es ist in den großen Krisen, in den Extremsituationen, wo das eine oder das andere unvermeidlich zutage tritt. Wir dienen alle etwas Größerem als uns selbst, bewusst oder unbewusst bilden wir einen Teil von etwas Größerem, dass durch uns genährt wird, wie wir uns von anderen Dingen nähren. Das Universum existiert im kontinuierlichen Geben und Nehmen von unvorstellbaren Kräften, die Mehrheit unsichtbar für die Augen der Menschen. Von diesen Realitäten aufzuerwachen ist ein Riesensprung, für den wenige bereit sind, aber zu dem jeder befähigt ist, weil die Natur des Unsichtbaren nicht anders als die des Sichtbaren ist. Alles, was existiert, ernährt sich von etwas, alles, was sich von etwas ernährt, übt eine Funktion aus, erzeugt Konsequenzen und hinterlässt Reststoffe. Die Natur aller Kräfte antwortet auf höhere Gesetze und erfüllt ihren Auftrag jenseits jeglicher Überlegung von Güte oder Bosheit. Was für die einen gut ist, wird für die anderen schlecht sein und umgekehrt. Im ewigen Werdegang der Dinge verbringen wir Menschen unsere Existenz generell schlafend und unfähig, jenseits des Unmittelbaren zu blicken. Immer vor einen Spiegel gestellt, entscheiden wir eines Tages, uns anzusehen und uns zu fragen, wer es ist, der dort spiegelverkehrt auftaucht. Nur durch dieses Hinterfragen werden die Antworten zu uns kommen...es war immer so. Arm derjenige, der sich niemals in Frage gestellt hat und davon lebt, sich vom Futtertrog der Normalität zu ernähren, weil es dort nichts ohne Betrug und Dekadenz gibt. Das Unsichtbare agiert durch jeden Atemzug, existiert versteckt, macht, ohne zu handeln. Der Weise ist früher oder später zu diesem Treffen mit dem Mysterium bestimmt. Die alten Shizen nannten dieses Fuemaru-Zusammentreffen das „Augen öffnen“. Alles Sichtbare kommt vom Unsichtbaren. Wenn wir Werkzeuge von höheren Kräften sind, hängt jeder Ausweg in die Freiheit, so klein oder groß er sein möge, von unserem Wissen und unserer Bewusstseinsentwicklung ab. Man kann nicht auf einer Welle surfen, ohne zuzugeben, dass sie existiert und zu untersuchen, wie sie sich verhält.

Alfredo Tucci ist geschäftsführender Direktor von BUDO INTERNATIONAL PUBLISHING CO. E-mail: budo@budointernational.com


Eine der denkwürdigsten Entdeckungen der Forschungen über Kyusho ist die Gewissheit, dass in den Formen und Lehren der Kampfkünste eine innere Sprache existiert, die sich auf ihre Bewegungsaktionen, die sie auf die vitalen Punkte ausführt, bezieht. In diesem Artikel, verfasst von dem berühmten Experten in dieser Materie, Evan Pantazi, präsentieren wir ein neues Video dieses Autors. Pantazi eröffnet uns das ganze Forschungsuniversum um diese Punkte im Taekwondo. Eine DVD von unschätzbarem Wert, wenn Taekwondo einfach das Deine ist.

Fotos: Brian Hall http://brianhallphotos.com/


„Diese Modelle sind ein Schritt-fürSchritt-Leitfaden für die Lehre mit unbegrenzten Möglichkeiten, besonders, wenn man Kyusho hinzufügt.“


Kyusho, Die Serien des Dojo Taekwon-Do „Beim Taekwondo definiert man einen vitalen Punkt als jeden verletzbaren, sensiblen oder zerbrechlichen Bereich bei einem Angriff auf den Körper. Es ist wesentlich, dass der Taekwon-DoSchüler diese Punkte kennt, um ein geeignetes Werkzeug sowohl für den Angriff als auch für das Abblocken zu haben. Ein wahlloser Angriff ist nicht ratsam, da er unwirksam und eine Verschwendung von Energie ist.“ - General Choi Hong Hi ( ), Enzyklopädie des Taekwon-Do, Volumen II, Seite 88. Taekwon-Do ist heute eine der ältesten und professionellsten Kampfkünste der Welt. Es gibt viele Schulen, Wettbewerbe und Seminare jedes Jahr. Hunderte Personen nehmen an diesen Events teil und treffen sich für sportliche Aspekte des Stils. Trotzdem hat sich die Organisation nach dem Tod ihres Gründers, dem General 1 Choi Hong Hi, in viele Unterorganisationen geteilt und wächst stetig. Mit der Zeit haben die sportlichen Faktoren den Vorrang erreicht und wurden im Bereich der ursprünglichen Methoden der Selbstverteidigung sehr ignoriert oder ausgeschlossen. In den Originalschriften von General Choi erhalten Struktur und sogar der Gebrauch der vitalen Punkte „Kupso“ ( oder Kyusho) große Aufmerksamkeit, sowie die Entwicklung der Waffen, um auf diese Punkte zuzugreifen, es wurde angedeutet, aber niemals vollständig gelehrt. Kyusho International hat ein Programm aufgebaut, um diese unglaubliche Kampfkunst zu beleuchten, auszubilden, zu integrieren und gemäß den Konzepten ihres Begründers weiterzuentwickeln Dieses neue Programm erhält die volle Unterstützung der noch lebenden Begründer, besonders von Choi Jung Hwa Sohn. Klassisches Taekwon-Do beinhaltet die Basis von Ablauf und Kampf sowie gewisse Modelle (im Karate als Kata bekannt). Diese Modelle sind ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die Lehre mit unbegrenzten Möglichkeiten, besonders, wenn man Kyusho hinzufügt. Integriert man Kyusho in diese Bewegungsmuster, eröffnet sich dem Praktizierenden eine neue Welt an verborgenen Methoden, Waffen und Formen der Selbstverteidigung, die der Kern dieser Kunst darstellt. Diese Bewegungsabläufe machen die Aufwärmübungen zu einem vollständigen Spektrum von Kampf- und

Selbstverteidigungselementen mit Kyusho. Hat man erst Kyusho mit eingegliedert, verschiebt dies dynamisch den Fokus des Praktizierenden von der einfachen Nachahmung hin zu einer neuen Freiheit, während gleichzeitig die Reinheit und Struktur des Stils erhalten bleibt. In diesen Dojo-Serien bieten


wir eine breitgefächerte Dokumentation über diese Kunst an, damit jeder Schüler einen Bestandteil, der von dem Begründer geschrieben und festgehalten wurde, lernen und verstehen kann. Das erste dieser Bewegungsmuster wird Chong Ji (übersetzt als Himmel und Erde) genannt und ist das grundlegende Podest dieses moder nen architektonischen Designs. Es beinhaltet

Lehrplan des Kyusho, um später mit Kopf, Körper, Beinen und Zielen fortzufahren, gefolgt von der Anwendung der Lage dieser bekannten Punkte. Diese zusätzlichen Anwendungen implizieren die Inaktivierung der Nervendruckpunkte, stehendes Grappling (der Kampf auf dem Boden wird erst später in den Formen eingeführt, wenn es komplizierter wird und der Experte bereits Geschick und ein

Man kann noch mehr Grundformen in den dunklen Waffen entdecken, die der Gründer in seine Enzyklopädie integriert hat, aber sie werden im Stil nicht besonders hervorgehoben, dem Mangel an Wissen oder Geschick bei ihrer Anwendung geschuldet. Ebenso die 6 Hände Ji des Bubishi, diese speziellen und offensichtlich ungewöhnlichen Waffen des Taekwon-Do, stellen

nur Schritt für Schritt und die Muster der Handbewegungen, da es keine Tritte gibt, aber seine Schlichtheit stellt unbegrenzte Möglichkeiten dar, wenn man es mit den vitalen Punkten kombiniert. Von der Eingliederung der Angriffe mit dem Arm folgt man dem grundlegenden

solideres Verständnis von Kyusho entwickelt hat). Die detaillierten Erklärungen folgen und zeigen versteckte Manipulationen der Gelenke und sogar die Möglichkeit, mit Messer bei den exakten Aktionen des Musters anzugreifen.

Möglichkeiten von großer Reichweite dar und sind für den Zugang zum im Stil enthaltenen Kyusho lebenswichtig. Als Beispiel betrachten wir die Faust an, die in der ganzen Form vorherrscht. Es gibt nicht nur die Faust, sondern auch andere dokumentierte Waffen in der Gründer-


Enzyklopädie, wie den Mit Joomuk (Faust nach unten), dazu entworfen, um spezielle anatomische Strukturen anzugreifen, die ihrerseits Kyusho-Ziele haben (nicht beschrieben). Was die Durchführung der Faust ebenfalls beinhaltet, ist die Position der packenden Hand, was man als JIAP kennt und „verwendet, um Druck auf den Arterien und vitalen Punkten auszuüben“ (Kyusho). Mit nur diesen zwei Waffen kann man nicht nur Verrenkungen im Arm erzielen, sonder n auch vielerlei schnappende Schläge, die die Basis sein werden, um leichtere Ziele zu erreichen. Dabei wird alles auf die schwächsten anatomischen Strukturen gelenkt. Trotzdem sind dies nicht die einzigen Waffen, die Kyusho offenbart. Beim Gebrauch der exakten Bewegungen der Form bilden sich mehr verborgene Waffen heraus. Diese entstehen auf natürliche Weise und legen in dem Maße, wie die Kenntnis des KyushoPraktizierenden steigt, größeren Nachdruck auf die schwächsten anatomischen Strukturen. Wird der Gebrauch der Waffen so gewohnt wie der von Kyusho-Zielen, werden wir es schaffen, den Gegner augenblicklich nach dem ersten Kontakt zu schwächen. Dies ist ein wichtiger Schlüssel, da der Schmerz von Kyusho sehr anders als ein einfacher Schmerz ist.

Wir greifen nicht einfach den Körper von außen an, um Zugang zur tiefen Struktur der Nerven zu haben. Die sensorischen oberflächlichen Nerven sind nicht die einzigen Rezeptoren eines KyushoAngriffs, wir greifen auch andere Nerven an, die mit konventionellen Methoden schwer zu erreichen sind. Dies verursacht einen inneren, Schmerz, da die anderen neurologischen Botschaften des Gegners stimuliert werden. Das verwirrt den Rezeptor, da das Gehirn kämpft, um auf die neuen neurologischen Leiden zu antworten. Da dieser neue dysfunktionale Zustand ausgelöst wird, werden viele andere psychologische Probleme entfesselt, von Angst und Verwirrung bis hin zum Verlust des kognitiven Denkens. Deshalb schaffen wir es nicht nur, den Körper, sondern auch den Geist des Gegners zu beschädigen, um die Situation schließlich kontrollieren zu können. Jetzt, da es einer der Bestrebungen der Gründer war, so wie es in seinen Schriften angezeigt wird, gute Gesundheit und körperliche Verfassung zu förder n, stellen wir fest, dass wir


dank unseres Kyusho-Studiums viele Aspekte unserer eigenen Anatomie lernen und uns aneignen können. Erhalten wir ein besseres Verständnis dafür, wie die Anatomie und Physiologie funktioniert, können wir auch eine bessere und ergiebigere Vorstellung von kraftvollen Leben erhalten oder sogar viele physiologischen Probleme anderer Menschen heilen. Da der Praktizierende des Kyusho zuerst lernt, viele Probleme zu verursachen, kann er so danach verstehen, wie er sie mindert oder ausgleicht, indem er dieselben physiologischen Funktionen auf andere Weise verwendet. Zum Beispiel können wir einen Kyusho-Punkt verwenden, der sich im Bereich des Ellbogens befindet und in der Akupunktur TW-11 genannt wird. Er ist nicht wirklich ein Nerv, sonder n genauer gesagt ein neurologischer, in allen Sehnen einheitlicher Bestandteil. Wenn man eine Sehne dehnt, wie ihr in der Kyusho-Auslegung dieses Musters sehen könnt, wird eine Reflexhandlung verursacht, die vom GolgiSehnenorgan ausgeht. Das ist ein Bestandteil des Körpers, der die Sehnen überwacht. Wenn sie zu stark gedehnt werden, schickt es eine Reflexhandlung ans Gehirn, damit es die Muskeln entspannt und sich die Sehnen nicht anspannen. In einer kämpferischen Position führt dies dazu, dass sich die ganze Muskulatur entspannt und so Schwäche und Kraftverlust auslöst. Nun gut, wenn wir dies aus einem gesundheitlichen Standpunkt aus betrachten, können wir sehen, dass wir einer Person, die gestresst ist und die Muskeln in Anspannung hält, beim Lösen der Spannung helfen können, indem wir denselben Punkt verwenden. Bitte versteht, dass dies eine sehr vereinfachende Beschreibung ist, nur damit Leser oder Arzt wissen, wie die Dualität von Gesundung und Schmerz beim Gebrauch von Kyusho funktioniert, das dieses Modell codiert hat. Mit diesem Wissen können wir sehen, dass dadurch der alte Spruch „wenn ein Schlag kein Schlag mehr ist“ und viele weitere, entwickelte Sätze ebenfalls enthüllt wurden. Tatsächlich fangen sich die Bewegungsmuster, während die Mehrheit der Leute sie als einziges Ziel


Vitale Punkte oder Konzept ansehen, an, sich exponentiell auszubreiten, wenn man sie beim Kyusho anwendet. Dies ist dem geschuldet, dass Kyusho keine angewandte Technik ist, sondern das einfache Zielen auf die schwächsten Bereiche, die man in einer Kampfsituation entdeckt. Wenn einer eine gesamte Technik gegen einen kompletten Angriff lernt und dieser Angriff von der Form, wie

er ursprünglich unterrichtet, gelernt und angewandt wurde, abweicht, wird es nicht so funktionieren, wie er es geübt hat... Wird man angegriffen, ist das nicht der Zeitpunkt, um diesen Fehler zu entdecken. Eine Technik für jeden möglichen Angriff, den der Gegner durchführen könnte, zu lernen oder in Erinnerung zu behalten, wäre unmöglich. Trotzdem lernen wir, wenn wir unsere

Bewegungsabläufe kennen und studieren, sie in vielen Aspekten auf die freigelegten Ziele zu lenken. So entsteht daraufhin eine größere Erfolgsspanne, wir lernen, die Schwächen während einer Bewegung zu erkennen, anstatt zu versuchen, auf die unbekannten Aktionen des Gegners zu reagieren. Neben der Methode zum Erkennen der Ziele, die wir beschrieben haben,


haben wir die Möglichkeit, auf viele Punkte im selben allgemeinen Gebiet mit denselben Bewegungen zuzugreifen. Das ist unglaublich wichtig, da die Größe des Gegners variiert und die Suche nach Zielen für den Praktizierenden so schwieriger wird. Wenn wir jedoch dieselben Handlungen wie im Muster ausführen, können wir zu mehr Punkten gelangen als bei einer einfachen Suche. Viele praktizieren nicht diesen Kyusho-Zustand, um dann fähig zu sein, einen kleinen Punkt in einem beweglichen Ziel zu treffen...und dort ist er. Aber was sie sehr wohl merken, ob sie nun wirklich Kyusho studieren oder nicht, ist, dass als erstes ein Punkt nicht wirklich ein Punkt ist, es ist ein Abschnitt des Nervs oder des Muskels, oder eine ganze Sehne. Verbindet das mit Gruppenzielen in jedem Bereich und es wird immer ein erreichbares Ziel geben, egal welche Größe oder Position der Gegner einnimmt. Das soll natürlich nicht heißen, dass das Training weniger wichtig ist, was es bleibt, aber die Person, die mit Kyusho praktiziert, erreicht ein großes Potenzial, Fähigkeit und Geschick in ihrem eigenem Stil oder ihrer Kunst. Und weil jedes Individuum in seiner athletischen Leistungsfähigkeit, Alter, Größe, Geschlecht, die Kraft und alle Variablen einzigartig ist, ermöglicht ihnen Kyusho, auf natürliche Weise mit dem zu arbeiten, was für sie persönlich während ihres Lebens einfacher ist, während sie die exakten Aktionen des Musters, welches der Stil anfordert, ausarbeiten. Dieselbe Kunst wird für die Menschen selbst eher zu einer persönlichen Reise als zur Nachahmung der Kunst anderer. Das Muster Chong Ji ist der Beginn der Reise zu den versteckten Geheimnissen des Taekwon-Do.


„Einige indianische Volksstämme verwenden einen Kriegspfahl, so wie ich es tue, das hilft den Studierenden, zu verstehen, wie wichtig es ist, das Messer mit einem Hammergriff zu verwenden, der beim Angriff des Kriegspfahls Druck auf die Hand ausübt, damit sie lernen können, wie sie sich beim Schlagen eines Körpers oder Knochens fühlen.“

Apache Messer: eine Lebensform

Text und Fotos: R. Redfeather: redfeather88@aol.com


Tradition Chefausbilder, Begründer Robert Redfeather Ich lehre nicht gemäß der Theorie, ich lehre nach den Erfahrungen des Lebens. Eine Sache, die ich in meiner Lebenserfahrung gelernt habe, ist, dass man nicht alle Kämpfe kämpfen, aber mit den Füßen am Boden vorbereitet sein muss. Der Apache-Messerkampf ist so alt wie die Mutter Erde. Er kommt direkt aus der Natur, es ist der indianische Apache-Weg. Im Jahr 2005 baten sie mich darum, die USA beim achten weltweiten ChungjuKampfkunstfestival zu repräsentieren, als älteste einheimische amerikanische Kampfkunst, in Chungju, Südkorea. Ich hatte die Ehre, die Fahne der USA zu heben und in der Parade zu marschieren, um den Volksstamm Apache zu vertreten. Ich sprach in den Universitäten über die indigene Kultur und machte Vorführungen des Messerkampfs für das Heer Koreas. Dies wurde in seinem Kampfkunst-Museum dokumentiert. 2013 hatte ich die Ehre, beim Ehrenpreis vom Museum von Michael Matsuda in Burbank, Californien, dabei zu sein, dank meines Umgangs mit dem ApacheMesser der ursprünglichen, amerikanischen, ältesten Traditionskunst. Ich lehre den Apache-Messerkampf und seine Anwendung im Kampf. Ich bin auch Produzent, technischer Berater und gestalte Choreographien für Messerkämpfe und akrobatische Szenen in Filmen. Ich arbeite gerade an einem Film namens Red Cloud Deliverance, unter der Regie von Alex Kruz. Mein Bruder Ralph und ich reden viel über den Messerkampf und die unglaubliche Weise, wie viele Leute über den Messerkampf fantasieren, aber in echt keine Ahnung haben, worum es sich handelt. Wenn sie in meine Seminare kommen, sage ich ihnen, dass ich hier bin, um ihnen zu lehren, wie sie ihr Leben retten können, und die


Tradition Leben ihrer Liebsten. Ich bin nicht hier, um ihr Freund zu sein, es ist mir egal, wenn sie mir nicht gefallen. Ich bin hier, um ihnen das Überleben zu lehren! Mein Bruder lächelt erneut, weil er weiß, dass es Schläge und Prellungen geben wird und es sehr, sehr schmerzhaft und anstrengend sein wird. Gottseidank sind es keine echten Messer, sonst würde jemand tödlich enden. Vor allem weiß mein Bruder, dass sie niemals ihre Erfahrung und das, was sie von Robert Redfeather gelernt haben, vergessen werden. Es gibt immer eine Person, die mich fragt, „Was mache ich ihn einer Situation, bei der ich mit einem Messer bedroht werde?“ Und ich sage ihnen, dass ich laufen würde. Sie pflegen zu sagen: „Nein, in echt. Was würden Sie tun?“ Ich wiederhole, dass ich weglaufen würde, weil ich weiß, was in einem Messerkampf passiert und nicht in dieser Situation sein möchte. Dann mache ich eine Pause und erzähle ihnen ein bisschen von der Geschichte der Apache und den Dingen, die ich von meiner Oma und meinem Opa gelernt habe. Mein Opa hatte großen Einfluss auf mein Leben und lehrte mich vieles durch seine Lebenserfahrung. Er war im Heer der USA während des 2. Weltkriegs und die Geschichten, die er mir erzählte, waren schaurig. Ich war immer fasziniert von seiner Sammlung an Messer n, die er den Händen seiner Gegner abgenommen hatte. Eine sehr wichtige Sache, die mich mein Opa lehrte, war, die Bedrohung loszuwerden, sei es durch den Handrücken oder durch die Hand mit der Waffe. So lernen wir, die das Messer haltende Hand anzugreifen, zu schneiden, zu bewegen und zu zielen, um den Feind zu quälen, weil wir wissen, dass es in jenen Tagen kein einziges Krankenhaus gab, wohin man gehen konnte. Die Messer waren mit Schimmel, Bakterien und Krankheiten infiziert, durch welche man später sterben oder durch einen einzigen Schnitt Gliedmaßen verlieren konnte. Um den Gegner also zu stoppen, könnten wir die Hand verletzen und einfach laufen, später zurückkehren und dieselbe Sache ein ums andere Mal machen, weil sie stoppen und helfen müssten, die Truppen zu versorgen. Es ist wie ein Schachspiel, man bewegt sich und manipuliert den Gegner, um ihn dorthin zu lenken, wo sie sind, um ihn seitlich anzugreifen. Das haben wir gelernt und ich weiß, dass es eine Kampfkunst ist, die

Nagondzoog genannt wird. Es ist ein alter Ausdruck des Guerillakampfs, aber wenn wir ihn trennen, kann er Krieg, Kampf oder Schlacht bedeuten. Nagondzoog ist kein Stil, der nur aus einem Ausdruck besteht, aber verwendet man ihn in einem korrekten Satz (Nagondzoog Nyol), bedeutet er „Kämpfen wie der Wind“. Es ist auch das Kampfsystem meiner Familie. Ich unterrichte eine GrundlagenTechnik, genannt abnehmender Wind, was eine Angriffsbewegung nach unten ist, um die Hand und die Finger der Messerhand des Gegners zu schneiden, das Handgelenk und den Unterarm. Der Wind nach oben ist dasselbe, aber in einer aufsteigenden Bewegung, und von dort aus unterrichte ich, wie man das Messer korrekt hält und sich vergewissert, hinter der Klinge sicher zu sein in einer Kriegsposition mit einem Bein nach vorne und einem nach hinten. Die Schüler der Kampfkünste haben immer Probleme damit, weil sie in einer seitlichen Position kämpfen möchten, aber ich erwidere, dass ich niemals einen Hirsch gesehen hab, der versucht, mit gekreuzten Beinen zu gehen. Es ist sehr schwer, in einer seitlichen Position zu kämpfen, man muss fähig dazu sein, sich zu bewegen, zu gehen und zu laufen. Jeder hat Probleme damit, zu gehen. Sie sind überrascht, wenn ich ihnen sage, sie sollen gehen, dann erst merken sie, wie natürlich das einfache Gehen und Sich-Bewegen ist. Im Laufe des Programms haben sie Schwierigkeiten, mit ihrem Messer zu gehen, sie beginnen bereits zu kämpfen und fühlen sich, als müssten sie beim Kämpfen am Boden festgeklebt bleiben. Wir bewegen uns kontinuierlich und gehen um den Gegner herum. Möchten sie mit einem anderen Kampf- oder Fechtkünstler kämpfen, bleiben sie wie angewurzelt stehen und können sich nicht bewegen, während ihre Gegner um sie herum gleiten wie der Wind und versuchen, sie zu töten. Erlaubt mir, dass ich euch erkläre, warum es schwierig ist, von einer seitlichen Haltung aus in einem Messerkampf zu kämpfen. Wenn ihr in dieser kämpferischen Position seid, setzt ihr die Niere, die Lungen und das Gesäß Gefahr aus. Es ist für jeden einfach, um euch herum zu manövrieren und sich hinter euren Rücken zu positionieren. Es ist kein Fehler, in dieser Position zu kämpfen, man muss einfach wissen, wann und wie man in dieser Stellung kämpft, du

kannst nicht stehen bleiben, weil dir das das Leben kosten kann. Einige indianische Volksstämme verwenden einen Kriegspfahl, so wie ich es tue, das hilft den Studierenden, zu verstehen, wie wichtig es ist, das Messer mit einem Hammergriff zu verwenden, der beim Angriff des Kriegspfahls Druck auf die Hand ausübt, damit sie lernen können, wie sie sich beim Schlagen eines Körpers oder Knochens fühlen. Das Wichtigste ist, dass es ihnen dabei hilft, zu schlagen, zu gehen und sich um den Pfahl zu bewegen, wie sie es in einem Messerkampf tun würden. Ich Einige Schüler von mir fertigen sogar ihren eigenen Kriegspfahl dort im Hinterhof, weil sie merken, wie wichtig es ist, mit einem solchen zu trainieren. Eine weitere Trainingsübung, die ich meinen Schülern unterrichte, ist, auf die Erde zu zielen, damit sie die Wirkung ausprobieren können, wie es sich anfühlt, auf einen Körper zu zielen, was Druck auf das Handgelenk und den Daumen ausübt. Dies hilft dabei zu wissen, wie man sich mit dem Messer aufstellt. Es ist sehr wichtig, sich in der Deckung mit einem Messer wie dem K-Bar so zu positionieren, dass es, schlägst du es in einen Körper seitlich, nicht nach unten in Richtung der Klinge entwischt. Zieht man das Messer aus der Erde oder dem Körper sollte der Handgriff des Stils eine leichte Kurve machen, damit man es gut herausziehen kann. Ist die Hand gerade, entgleitet der Griff, besonders wenn er mit Blut bedeckt ist. Wie mein Großvater sagt, ist die erste Sache, die den Körper berührt, die Messerklinge und nicht die Hände, wie in den meisten Filmen, die man sieht. In den Filmen schleicht sich jemand an jemand anderen heran und greift um ihn herum, um seinen Mund mit der Hand zu bedecken


und dann die Kehle durchzuschneiden (das ist so falsch). Uns wird gelehrt, die Klinge zu verwenden, um zuerst den Körper zu berühren und dann den Nacken. Wie in einigen Cowboy- und-Indianerfilmen etwa wirst du einen Indianer von seinem Pferd springen und seinen Feind packen sehen, aber das ist nur Hollywood, im echten Leben würde der Kämpfer niemals seinen Feind packen. Seine Klinge ist das erste, was den Feind berührt. Wenn ich die Militärs und Spezialkräften der USA unterrichte, mache ich dies anders als bei den Zivilbürger n. Der Zivilbevölkerung bringe ich mehr über Selbstverteidigung und Gesetze bei. Den Militärs unterrichte ich zu kämpfen, um ihre Arbeit zu machen, und ich glaube, dass man versteht, warum es mir nicht gefällt, den Buchstaben „T“ zu benutzen. Ich gebe auf der ganzen Welt den Leuten, die an meinen Seminaren teilnehmen, Unterricht und gebe auch Kurse in meinem Haus. Wenn Sie mehr über Robert Redfeather wissen möchten, besuchen Sie die Homepage www.apache-knife.com. Ich würde mich gerne verabschieden, indem ich von einer indianischen Denkweise erzähle. Ihr habt bemerkt, dass alles, was

ein Indianer tut, in einem Kreislauf verläuft, und das deshalb, weil die Macht der Welt immer in den Kreisen liegt, und es sich alles um runde Vorgänge handelt. Der Himmel ist rund und die Erde ist rund wie ein Ball und auch die Sterne rund, so wie der Wind, in seinen größten Energiestrudeln. Die Vögel machen ihr Nest kreisförmig, ihre Religion ist dieselbe wie die unsere. Sogar die Jahreszeiten bilden einen großen Kreislauf in ihrem Wechsel: Sie kehren immer dort zurück, wo sie waren. Das Leben eines Menschen ist ein Kreislauf, von der Kindheit zum Erwachsenenalter, weshalb alles dort ist, wohin sich die Kraft bewegt. „Alle Dinge der Welt sind zwei (Naki - zwei). In unserem Verstand haben wir beides, das Gute und das Schlechte. Mit unseren Augen sehen wir zwei Dinge, Dinge, die gerecht sind und Dinge, die schlecht sind. Wir haben die rechte Hand, die schlägt und das Schlechte vollzieht, und die linke Hand voller Güte, dem Herzen nah. Ein Fuß kann uns auf einen schlechten Weg bringen, der andere Fuß zum Guten. So sind alle Dinge zwei, alles ist Naki.“ R. Redfeather: redfeather88@aol.com


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Reportage


Eskrima WIE MAN EIN GUTER ESKRIMAKÄMPFER WIRD Wie wird man ein guter Eskrimakämpfer? Ich höre diese Frage immer wieder in meinen Seminaren. Ich erhalte auch viele Emails von Leuten, die mir diese Frage stellen. Als ich vor fast 30 Jahren begann, Eskrima zu praktizieren, war alles anders. Es gab weder Computer noch Internet, keine Emails. Du konntest kein Video auf YouTube finden und die Meister in Aktion sehen. Man musste den echten Eskrimakünstler persönlich treffen. Heutzutage ist es leicht möglich, die Meister zu kontaktieren und sogar mit ihnen zu trainieren. Die modernen Zeiten liefern eine große Anzahl an Möglichkeiten. Aber im Gegensatz dazu kann man leicht von einem Video getäuscht werden. Der echte Eskrima-Kämpfer muss in Echtzeit gesehen, verstanden und erfahren werden. Man kann die Details nicht lernen, indem man ein Video sieht.

„Heutzutage ist das Fechten eine Mischung aus unterschiedlichen Stilen. Es scheint, als ob viele Studenten verschiedene Stile verbinden und das später Eskrima nennen, und neue Dinge hinzufügen, die nichts mit Eskrima zutun haben.“ Unterschiedliche Eskrimastile Heutzutage ist Eskrima eine Mischung aus unterschiedlichen Stilen. Es scheint, als ob viele Studenten verschiedene Stile verbinden und das später Eskrima nennen, und neue Dinge hinzufügen, die nichts mit Eskrima zutun haben. Sie sind kauflustig, wollen so viele Techniken wie nur möglich lernen, fügen sie später in ihren eigenen Stil ein und beginnen zu unterrichten. Diese selbsternannten Meister vergessen die wichtigsten Prinzipien des Eskrima, die sich in seinen Anfängen finden. Jede Kampfkunst beginnt mit einer guten Grundlage, und dasselbe gilt für Eskrima. Ohne diese kann man kein guter Eskrima-Kämpfer sein, es ist gewiss nicht das Beste, was man tun kann. Der Gebrauch von einem Messer, zum Beispiel, beginnt mit dem Verständnis von der Waffe, was man in einer Kampfsituation macht, ihre Gefahren, die Art, sich vor ihr zu verteidigen, wie man sie blockiert, wie man angreift, was die Entfernung wirklich bedeutet und wie sie den Kampf beeinflusst. Man braucht Jahre des Trainings


Reportage


Eskrima mit Stöcken und Messern, bevor man ihre grundsätzlichen Prinzipien beherrscht. Die wahren Meister verstehen diese Prinzipien in ihrer Tiefgründigkeit und können den Angriffen ihrer Gegner zuvorkommen, ihre Bewegungen und Reaktionen voraussehen. Sie erkennen ihren Gegner durch ihr Verständnis für die Waffe, die von diesem gebraucht wird. Natürlich wird dies auch bei Techniken der leeren Hand angewandt. Leider eröffnen viele selbsternannten Meister eine Schule und fangen an, ihren Schülern den Irrweg zu unterrichten, das heißt, ohne gute Grundlage. Es ist möglich, sich vorzustellen, was mit dem echten Eskrima passiert. Davon bleibt wenig.

Die fünf Grundregeln der EskrimaKämpfer Das führt mich zu dem, was meiner Meinung nach die fünf Grundregeln sind, um zu einem echten Eskrima-Kämpfer zu werden. Diese sind: eine gute Grundlage von einem guten Meister zu erhalten, sich auf die Selbstdisziplin zu konzentrieren, hart zu trainieren, zu sehen und zu hören und natürlich muss man Talent haben, um zu einem echten Eskrimakünstler zu werden. Natürlich gibt es viele weitere Merkmale zu nennen, aber wenn man einen guten Meister findet, der dazu fähig ist, ein gutes Fundament zu vermitteln, und man hart arbeitet, kann man mit wenig Talent weit kommen. Es ist nicht leicht, einen guten Lehrer zu finden. Der Meister sollte mehrere Anforderungen erfüllen. Der Meister sollte gut in Eskrima sein, egal in welchem Stil. Dies bedeutet, dass man nicht nur die Übungen des Eskrima verstehen muss und wie man blockiert und schlägt, es geht darum, Eskrima zu begreifen, wo und wann man diese Blockierungen macht. Wie startet man korrekt einen Gegenangriff? Welche ist die angemessene Entfernung für jede Waffe? Welchen Stock kann man in einer Entfer nung besser als das Messer verwenden? Etc. Also ist eines der wichtigsten Kennzeichen eines guten Meisters, wie er gewährleistet, dass die Schüler im Eskrima wachsen. Wie kann der Meister den Schüler dazu bringen, besser zu werden? Oft sieht man, dass der Schüler in kurzer Zeit besser als der Meister wird.

Trainiert hart und intelligent Das harte Training ist der Schlüssel zum Erfolg, aber es ist nicht der einzige Schlüssel. Solange wir einen guten Meister haben und eine gute Organisation, könnte uns eigentlich nichts daran hindern, zu einem guten Eskrima-Kämpfer zu werden. Wenn es nur so einfach wäre! Schaut euch die Leute an, die Erfolg im Eskrima haben, sie teilen eines der wichtigsten Charakteristika: der Wille, hart zu trainieren. Auf der anderen Seite haben sich mir in den Seminaren Leute genähert, um mir zu sagen: Frans, ich trainiere vier Stunden täglich, ich arbeite hart mit Boxsäcken und Autoreifen. Ich trainiere jeden Tag mit Freunden und schaffe es nicht, voranzukommen. Sie trainieren wirklich hart. Meine Antwort ist leicht. Das harte Training ist der Schlüssel zum Erfolg, aber hart zu trainieren allein reicht nicht aus. Man muss hart trainieren und ein hartes Training mit einem intelligenten Training verbinden. Das gesamte Training sollte aus den grundsätzlichen Prinzipien des Ursprungs bestehen. Versucht ebenfalls zu definieren, was ihr mit jedem Training erreichen wollt, konzentriert euch mehr darauf, was ihr lernen möchtet. Zum Beispiel Training für die Widerstandsfähigkeit, Explosivität (sehr wichtig im Eskrima) oder für die Koordination. Jedes Training sollte eine Absicht haben, bei jedem Schritt, den ihr im Training macht, solltet ihr dazu fähig sein, zu erklären, wie ihr eurer Ziel erreicht, um zu einem guten EskrimaKämpfer zu werden.

Konzentration Die Konzentration ist einer der Hauptaspekte in meinem Stil. Jeder Schlag, jeder Angriff, jede Entwaffnung und jede Bewegung, die man macht, tut man aus einem Grund, mit einer Absicht. Funktionelle Fußarbeit, die Bewegung des Körpers, alles, was du tust, muss einem Ziel dienen. Auf diese Weise wird dein Eskrima wirksam sein.

Talent Nicht alle werden mit Talent geboren. Wie oft hört man „Ich habe Talent und kann die Bewegungen und Techniken mit Leichtigkeit ausführen?“ Leider habe ich eine schlechte Nachricht für diese Personen. Meine Erfahrung ist, dass diese Personen nicht die Spitze erreichen, weil, um wirklich anzukommen, reicht viel Talent nicht aus. Die Personen mit Talent werden genauso hart und intelligent trainieren müssen und sollten einen guten Meister haben. Aber wenn ihr Talent habt, den Zugang zu allen Anforderungen und eine gute Geisteshaltung, kann man die Spitze des Berges erreichen und dies wird unvergleichlich sein.

Schlussfolgerung Jeder kann Eskrima auf seinem eigenen Level lernen. Einfach als Sport oder zur Selbstverteidigung. Vielen Leuten ist der Stil, den sie praktizieren, egal, sie wollen einfach einen Meister, der ihnen gefällt, und eine gute Gruppe, mit der sie trainieren. Den Leuten, die zu einem Top-Eskrimakämpfer werden möchten, rate ich, dass sie kritisch sind, wenn sie einen Meister auswählen und beobachten, ob der Meister die notwendigen Qualitäten besitzt, um aus ihnen einen großen Eskrima-Kämpfer zu machen. Wenn ihr mehr Information haben oder mir Fragen stellen wollt, zögert nicht, mich zu kontaktieren. Ihr seid herzlich willkommen in meiner Welt, der Welt des Eskrima.


Text: Emilio Alpanseque Fotos: Rodrigo Sánchez

Der Choy Lee Fut ist ein sehr dynamisches und abwechslungsreiches traditionelles chinesisches Kampfsystem. Er zeichnet sich durch eine große Anzahl von kombinierten Arm-und Fußtechniken und g e s c h i c k t e n Ausweichbewegungen, verbunden mit kreisförmigen Taillenbewegungen, aus, die es ermöglichen, Schläge von hoher Geschwindigkeit und Kraft zu erzeugen. Der Choy Lee Fut bietet auch eine br eite V ielfalt beim Umgang mit Waffen, was generell selten als Teil eines einzigen Stils zu finden ist. In diesem Artikel versuchen die wichtigsten Aspekte dieses w i r, kampfkünstlerischen Erbes für all unsere Leser zu beschreiben.

Die Waffen beim


„Der Choy Lee Fut der Familie Chan, aus einer Provinz in der südlichen Ecke Chinas stammend, ist ein Stil des traditionellen Wushu, gegründet 1836 vom Meister Chan Heung.“


Wu Shu Die Waffen beim Choy Lee Fut Der Choy Lee Fut der Familie Chan, aus einer Provinz in der südlichen Ecke Chinas stammend, ist ein Stil des traditionellen Wushu, gegründet 1836 vom Meister Chan Heung. Es handelt sich um eine Tradition, die sehr mit den kämpferischen Methoden des Shaolin-Tempels verwurzelt ist. Sie stand also unter dem Einfluss der Gruppen des Südens und des Nordens und verschmolz so die grundlegenden, in einem konflikt-und rebellionsreichen Jahrhundert entwickelten Techniken. Laut den Registern der Familie Chan verbrachte Chan Heung mehr als zwanzig Jahre damit, sein Handwerk aus der Hand seiner drei Mentoren zu lernen, Chan Yuen Wu, Lee Yau Shan und der Mönch Choy Fook, bevor er seine kämpferischen Erfahrungen zu einem wirksamen und einheitlichen System zusammenstellte. Trotz der prekären Bedingungen am Ende der QingDynastie (1644-1911), bei der die öffentliche Praxis der Kampfkünste zudem verboten wurde, gelang es dem Choy Lee Fut, seine Ausdehnung durch geheime Gesellschaften und revolutionäre Gruppen fortzusetzen. Später, mit Fortschreiten der Zeit, würde er sich offen auf zahlreiche Provinzen Chinas, Südostasien und den Rest der Welt ausbreiten. Momentan wird der Meister Chen Yong Fa (Chan Wing Fat), fünfter Nachkomme der väterlichen Linie des Begründers, als Hüter des Stils angesehen. Als solcher wurde ihm die Aufgabe anvertraut, den Stil durch seine kommenden Erben am Leben zu erhalten. Der Meister Chen wurde 1951 in China geboren und begann schon mit vier Jahren mit dem Training, unter der Anleitung seines Opas, Chan Yiu Chi, und seines Vaters, Chan Wan Hon. Deshalb erhielt er das vollständige System genauso, wie es von seinen Vorfahren praktiziert wurde. Chen erbte zudem die Originalmanuskripte, die die Geschichte und Entwicklung des Choy Lee Fut dokumentieren und auch detailliert all seine Formen und Techniken beschreiben. Chen ist nicht nur ein vollendeter Kampfkünstler, sondern auch zertifizierter Praktizierender der traditionellen chinesischen Medizin, die er in seiner Schule in Sydney, Australien, seit den 80er-Jahren ausübt. Gleichzeitig unterrichtet er einer ausgewählten Schülergruppe noch Kampfkunst, Löwentanz, Qigong und die traditionellen Medizin.

Die vier Grundwaffen Im System Choy Lee Fut wird eine große Vielfalt von Waffen für die Praxis und Perfektionierung des kämpferischen Geschicks verwendet. Generell kann man diese Waffen ihrer Länge nach in drei Hauptgruppen einteilen: lange, mittlere und kurze. Diese drei Gruppen

können ihrerseits verschiedene Kategorien bilden, es gibt harte, weiche, doppelte, kombinierte, flexible etc. Waffen. Ungeachtet dessen existieren vier Waffen, die als die Grundwaffen des Stils angesehen sind. Diese sind: 1) Der Stock oder Gwan Der Stock ist grundsätzlich ein langer Stab oder Knüppel aus hartem oder halbbiegsamen Holz. Er ist eine einfache, aber wirksame Waffe. Da das Holz schwer zu brechen ist, kann die Kraft eines Schlags auf seine ganze Länge übertragen werden. Der Stock beinhaltet viele lineare und kreisförmige Techniken, die mit Nachdruck auf der harten Kraft ausgeführt werden. Er dient als wichtige Basis für das Erlernen anderer langer Waffen, wie Speere, Hellebarden, Harken und mehr. Unter den beim Choy Lee Fut gebräuchlichsten Stöcken findet man den Dan Tau Gwan (einköpfiger Stock), den Seung Tau Gwan (DoppelkopfStock) und dem Chai Mee Gwan (Stock auf der Höhe der Brauen). 2) Der Säbel oder Darn Dao Der Säbel ist eine schneidende Waffe aus einer einzigen, gebogenen Klinge mit zylindrischem Handgriff aus Holz und einem runden, stählernen Handschutz. Er ist ideal, um mit hoher Geschwindigkeit zu schneiden, schlagen und durchzutrennen und verwendet ebenfalls die harte Kraft. Aufgrund der gebogenen Art seiner Klinge und seiner einmaligen Schneide sind mit dem Säbel die Techniken zum Einwickeln oder Aufrollen in der Nähe des Kopfes möglich, genauso wie der Gebrauch der anderen Hand als zusätzliche Stütze bei bestimmten Bewegungen. Es gibt viele Arten von Säbeln, darunter sind besonders der Gau Wan Darn Dao (neun-Ringe-Säbel), der Ma Dao (Säbel der Kavallerie) und der Kwan Dao (große Hellebarde) hervorzuheben. 3) Das Schwert oder Gim. Das gerade Schwert war ein Zeichen für Adel in der chinesischen Kultur. Wie sein Name bereits anzeigt, besitzt es eine doppelschneidige gerade Klinge mit schmaler Spitze. Der Handschutz ist flach und mit der Klinge so ausgerichtet, dass er den Griff an der Basis der beiden schmalen Kanten schützt. Der Gebrauch des geraden Schwertes ist sehr raffiniert, er stützt sich auf die präzise Kontrolle des Handgelenks und betont durch Schnitt-und Stoßdegen-Techniken die weiche Kraft, die gewöhnlich zu bestimmten Objekten oder vitalen Punkten gelenkt wird. Unter den gängigsten Schwertern haben wir das Ching Lung Gim (Schwert des grünen


„Trotz der prekären Bedingungen am Ende der Qing-Dynastie (1644-1911), bei der die öffentliche Praxis der Kampfkünste zudem verboten wurde, gelang es dem Choy Lee Fut, seine Ausdehnung durch geheime Gesellschaften und revolutionäre Gruppen fortzusetzen.“


Reportaje Drachens), das Ta Mo Gim (Schwer von Bodhidharma) und das Moi Fah Gim (Pflaumenblüten-Schwert). 4) Der Speer oder Cheung Der Speer ist im Wesentlichen ein Stock mit einer diamantenförmigen, an einem Ende befestigten Metallspitze. Deshalb beinhaltet er viele Methoden, die beim Ein-und DoppelköpfigenStock verwendet werden und zudem Techniken, die von der Spitze Gebrauch machen, um zu schneiden, zu stechen etc. Im Unterschied zum Stock werden die Bewegungen des Speers - wie die charakteristische Kombination aus Deckung, Täuschung und Stechen - mit Betonung auf der weichen Kraft angewandt. Unter den gebräuchlichsten Speeren im System sind der Ying Cheung (Speer des Schattens), der Seung Tau Cheung (Doppelkopf-Speer) und der Seer Sau Cheung (Speer der Schlangenhand).

Methodologie der Lehre Das Studium des Choy Lee Fut setzt sich aus zwei Hauptteilen zusammen: die äußere und die innere Methode. Die Anfänger beginnen mit dem Studium der äußeren Methoden und ihre Ausbildung ist in drei Wissensstufen unterteilt. In der ersten Stufe werden die Grundlagen des Systems und die Arbeit mit zwei wesentlichen Routinen gelehrt: Ng Lun Ma (Rad der fünf Pferde) und Ng Lun Choy (Rad der fünf Fäuste). Die erste zeigt relevante Haltungen und Übergänge, während man sich in gerader Richtung bewegt. Die zweite steuert die wichtigsten Hand-, Faust- und Blockiertechniken bei, die kreisförmig ausgeführt werden. Haben sich die Studenten einmal mit den Grundlagen des Stils vertraut gemacht, beginnt man unverzüglich mit den Waffen. Man fängt mit dem Gebrauch des Stocks an. Nicht aufgrund der Tatsache, dass er laut der Shaolin-Tradition die Hauptwaffe ist,

„Das Studium des Choy Lee Fut setzt sich aus zwei Hauptteilen zusammen: die äußere und die innere Methode.“ sondern weil er dem Praktizierenden ermöglicht, seine Handgelenke und Unterarme zu präparieren, während er übt. Zudem dient der Stock als Basis für den Gebrauch anderer langer Waffen. Gewöhnlich beginnt man mit einigen linearen Techniken des Dan Tau Gwan (einköpfiger Stock), sowie mit Schlägen nach unten, Täuschungen und Stichen. Später werden einige kreisförmige Techniken des Seung Tau Gwan (Doppelkopf-Stock) hinzugefügt sowie seitliche und Schläge nach unten oder oben im 45°-Winkel. Der nächste Schritt besteht darin, die Form Seung Gaap Dan Gwan (doppelter und einfacher Stock) zu erlernen, was, wie der Name bereits verdeutlicht, eine Routine ist, die die vorher von beiden Waffen erlernten Fähigkeiten kombiniert. Das ermöglicht es den Schülern, die Prinzipien zur Erzeugung von Kraft und die „Arbeit der Pferde“ einzugliedern, die in den Formen der leeren Hand mit den Techniken des Stocks gelernt wurden. So wird die vollkommene Entwicklung des Stils verstärkt und darauf vorbereitet, die folgenden Lernschritte in Angriff zu nehmen. Zuletzt bleibt zu nennen, dass man während des Lernens der Routinen mit Waffen des Systems auch spezifische Kombinationen allein oder mit Partner trainiert, um dafür zu sorgen, die kämpferischen Anwendungen ebenfalls korrekt zu begreifen.

Die Absichten des Waffentrainings Unabhängig von der Morphologie, Ausbildung und des Trainings der traditionellen Waffentechniken, die denselben Methoden wie die der Vorfahren des Systems folgen und in ihren Charakteristika, wie Gewicht, Länge oder Bauweise, historisch präzise Waffen verwenden, ist das Training ebenfalls lebensnotwendig für das Verständnis der Arbeit ohne Waffen. Der Umgang mit Waffen wird ebenso dazu beisteuer n, die Körpersprache, physische Eigenschaften und die Geschicklichkeit des Praktizierenden selbst zu verbessern. Zum Beispiel steigert die Praxis mit langen und schweren Waffen das Gleichgewicht in den Haltungen und fördert generell den Muskelaufbau. Komplexe Bewegungen auf fortgeschrittenem Niveau mit schneidenden Waffen auszuführen erfordert ebenso große Aufmerksamkeit und Konzentration, was letztendlich die Harmonie zwischen Verstand, Körper und Geist stärken wird. Es bleibt hervorzuheben, dass die moder nen Techniken, die zur Handhabung der klassischen Waffen in sportlichen Wettbewerben verwendet werden, sehr leicht und/oder kurz sind. Oft sind sie gemäß der Analyse nach ihrer streng künstlerischen Anwendung nicht geeignet. Beim Choy Lee Fut versucht man, die geschriebenen Geheimnisse dieser Handbücher zu ergründen, um so dasselbe Geschick zu erlangen, dass unsere Vorfahren besitzen konnten. Es ist für alle Experten und Meister von wesentlicher Bedeutung, die Pflicht wahrzunehmen, bei egal welchem Stil dieses kampfkünstlerische Erbe von Generation zu Generation zu bewahren. Der Erhalt ist eine ständige Herausforderung für den traditionellen Kampfkünstler.


Wu Shu

„Haben sich die Studenten einmal mit den Grundlagen des Stils vertraut gemacht, beginnt man unverzüglich mit den Waffen. Man fängt mit dem Gebrauch des Stocks an.“

Auf den Fotos sind die Meister Marcel und Raúl Toutin, direkte Schüler des Großen Meisters Chen Yong Fa und Leiter des lateinamerikanischen Büros des Choy Lee Fut Wing Sing Tong mit Sitz in Santiago de Chile. Für mehr Information besucht: http://www.choyleefutlatinoamerica.org


Dmitri Skogorev ist einer der wichtigsten internationalen Experten in der Lehre der russischen Kampfkünste, Direktor der russischen Schule der Kampfkünste „Sibirski Vjun” (System „SV”) und Präsident des internationalen Zentrums für russische Kampfkünste. Seit 1988 hat Skogorev strukturell das russische System der Kampfkünste systematisiert und analysiert und hat in angewandter Psychologie und Bioenergie geforscht, was sich auf die theoretische und praktische Entwicklung der Programme von „Sibirski Vjun“ auswirkte. Das russische Nahkampfsystem wird in Extremsituationen angewandt, sowohl im professionellen als auch im zivilen Bereich.

REF.: • SKOGOREV2

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Major Avi Nardia, einer der wichtigsten Dienstausbilder für das israelische Heer und die israelische Polizei im Feld des Kampfes gegen den Terrorismus und CQB, und Ben Krajmalnik haben eine neue BasisDVD zu Feuerwaffen und Sicherheit sowie über vom IPSC stammende Trainingstechniken entwickelt. Der instinktive Schuss im Kampf (Instinctive Point Shooting Combat - IPSC) ist eine Schussmethode, die sich auf instinktive und kinematische Reaktionen stützt, um auf kurzer Entfernung und in schnellen, dynamischen Situationen zu schießen. Eine Selbstverteidigungsdisziplin, um in einer lebensbedrohlichen Situation zu überleben, bei der man hohe Schnelligkeit und Präzision benötigt. Man muss die Pistole hervorholen und in kurzer Entfernung schießen, ohne das Visier zu verwenden. In Volume I werden wir lernen: den Gebrauch der Waffe (Revolver und Halbautomatik), den trockenen Schuss und Sicherheit, „Point Shooting“ oder instinktiver Schuss, in kurzer Entfernung und Bewegung, Übungen zur Einbehaltung der Waffe, unter Stress und angesichts vielfältiger Gegner, Übungen zum Nachladen, mit einem Magazin, mit einer Hand...und schlussendlich Übungen in der Schießhalle mit Pistolen, AK-74 und M-4-Gewehren, M-249-Maschinengewehr und auch M-16-Granatwerfer.

REF.: • KAPAP7 Alle DVDs, die von Budo International produziert werden, sind mit einem speziellen Hologramm-Aufkleber versehen und werden allein in den Formaten DVD-5 oder MPEG-2, jedoch niemals in VCD, DivX o. ä. angeboten. Zudem zeichnen sich unsere DVD Hüllen durch die hohe Qualität in Druck und Material aus. Falls diese DVD und/oder die DVD Hülle nicht den oben genannten Ansprüchen entspricht, handelt es sich um ein illegale Raubkopie.

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S.D.S.-CONCEPT SECURITY TRAINING Das S.D.S.-Concept Security Training ist ein Ausbildungssystem für operative und praxisbezogene Sicherheitsschulungen und Trainings. Das deutlich erhöhte Risiko, Opfer eines Übergriffs durch aggressive Kunden oder Klienten zu werden, ist für einige Berufsgruppen möglicherweise alltäglich, jedoch nicht zu unterschätzen. Dieses Ausbildungsprogramm wurde speziell für den beruflichen Alltag dieser Personengruppen entwickelt.


Täglich kommt es zu Gewalt und Aggression gegenüber privatem und öffentlichem Sicherheitspersonal. Dabei werden Vorfälle, bei denen die Aggressoren betroffen sind, bzw. Verletzungen davon tragen, häufig in den Vordergrund gestellt. So gehört die Bewältigung von aggressiven Situationen längst zum Arbeitsalltag für das Sicherheitspersonal. Nur geschultes Personal ist in der Lage, Arbeitsaufgaben professionell unter schwierigen Umständen (Einschüchterungsversuchen, Bedrohungen, Beschimpfungen, Übergriffen) angemessen zu lösen. Es ist unbedingt notwendig, auch in Ausnahmesituationen besonnen und verhältnismäßig zu reagieren. Die Zeiten ändern sich, Selbstverteidigungssysteme und Sicherheitstrainings passen sich an, S.D.S.-Concept ist auch ein Produkt unserer Zeit. Heute ist vieles kurzlebig und die meisten haben wenig Zeit, ein Kampfsystem über viele Jahre zu erlernen. S.D.S.-Concept ist kein Nebenprodukt eines bestehenden Systems und hat dadurch den Vorteil, neue Wege zu gehen. Der Fokus ist 100% Sicherheitstraining unter Inanspruchnahme aller Hilfsmittel und räumlichen Bedingungen. Man muss nicht vorher ein System erlernen, das später in veränderter Form mit veränderten Konzepten und Prinzipien mit Waffen oder Selbstschutzobjekten Anwendung finden kann.

S.D.S.-Concept Security Training - Die Idee Die Idee war es, Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko mehr Sicherheit in ihrem Arbeitsfeld zu vermitteln. Aus der Verknüpfung sicherheitstechnischer sowie pädagogischer, psychologischer, juristischer und polizeilicher Erfahrungen und Erkenntnissen entstand die Idee, ein spezielles Ausbildungsangebot in Form von Kursen, Seminaren und Beratung zu schaffen.

SDS-Concept - Professionell Nutzung der Ausrüstung Zum Einsatz für S.D.S.-Concept Techniken kommen typischerweise Ausrüstungsgegenstände wie Taschenlampe (Flash Light), Handschellen (Handcuffs), Teleskopstock, Tonfa und Pfefferspray. Diese Gegenstände werden für Zugriffs- Kontroll, Festlege-, Transport- und Selbstverteidigungstechniken verwendet. Mögliche Nachteile bei falscher Anwendung der Ausrüstung • Schwere Verletzungen oder sogar Todesfolge • Angewandte Technik nicht passend zur Situation • Nicht alle Ausrüstungsgegenstände sind an allen Orten erlaubt (Manche Fluggesellschaften erlauben z.B. das Mitführen eines Tonfa, Pfefferspray nicht.) • Die angewandten Techniken passen nicht ins Teamwork • Einsatz ist möglicherweise übertrieben oder nicht verhältnismäßig • Nicht immer zweckmäßig

Schulungsinhalte Zusätzlich zu den technischen Inhalten werden wichtige Aspekte im Sicherheitsbereich wie Teamwork, Gefahrenbeurteilung, Durchsuchungstechniken, Notfallplanung, Drittschutz, Eigenschutz sowie Rechtskunde geschult. Typisch für S.D.S.-Concept ist, dass die Techniken immer in Verbindung mit den speziellen Anforderungen an Taktik und Strategie unterrichtet werden.

Einsatztaktik Unter Einsatztaktik versteht man einen planmäßigen, koordinierten Einsatz, bei Anwendung von verbalen und physischen Mitteln zur Durchsetzung von notwendigen Maßnahmen. Wichtige Faktoren zur Umsetzung sind Stärke (Team), Zeit, Raum und Zweck. Zur Einsatztaktik zählen: Vorbereitung, Teamabsprache, Anwendung körperlicher Gewalt, Einsatz von Hilfsmitteln, Positionierung im Team, Begleittechniken im Team, Zugriffstechniken im Team, Fixierungstechniken im Team, Transporttechniken im Team, Wahrnehmung und Wahrnehmungsfehler, Informationsverarbeitung im Stress Wie Sie aus den vorangegangenen Artikel sehen konnten, ist SDS-Concept ein sehr breitgefächertes System, welches sich von anderen Systemen inso-


fern unterscheidet, dass es auf Themenschwerpunkte ausgelegt ist und nicht auf Stufen. So ist es eben möglich, dass Sie z.B. ausschließlich für Frauen relevante Techniken oder den Gebrauch von Pfefferspray oder den Einsatz flexibler Gegenstände, etc. unterrichten und nicht das gesamte System. S.D.S.-Concept ist generell ein ausgefeiltes Nahkampfsystem mit dem einzigen Ziel, jeden in die Lage zu versetzen sich effektiv zu schützen. Das System enthält eine große Menge an Themen aus der Verteidigung gegen bewaffnete und unbewaffnete Angriffe. S.D.S.-Concept besteht aus einer Kombination aus der Verteidigung mit dem S.D.S., - dem Self Defense Stick (Kubotan, Dulo,

Yawara, Pocket Stick) - bzw. Alltagsgegenständen und dem Einsatz aller zusätzlichen Körperwaffen. S.D.S.-Concept ist kein Kampfsport mit Regeln und auch keine traditionelle Kampfkunst sondern ein System, welches ausschließlich auf Effizienz ausgerichtet ist. Ergänzend dazu werden präventive Maßnahmen (Vermeidung einer Eskalation), taktische Elemente der Selbstverteidigung, Szenarientraining und Handlingübungen mit dem S.D.S. sowie Deeskalationstechniken trainiert. Peter Weckauf, international anerkannter Kampfkunst- und Selbstverteidigungsexperte hat S.D.S.-Concept entwickelt, um es als sinnvolle Ergänzung den verschiedensten Selbstverteidigungs- und Kampfkunstsystemen hinzuzufügen in der Absicht, die Verteidigungsfähigkeit des Anwenders auf ein Maximum zu erhöhen. Die nächsten Insrtruktorausbildungskurse März und September 2014 Weitere Infos unter www.sds-concept.com und www.sami-international.com Bilder: Mike Lehner Text: Peter Weckauf, Irmi Hanzal


AUTOR: SALVATORE OLIVA

REF.: DVD/TV2

TITEL: J.K.D. STREET SAFE: REF.: DVD/SALVA • DVD/SALVA2 TITEL: KNIFE FIGHTING: • DVD/SALVA3 • DVD/SALVA4 TITEL: PROFESSIONAL • DVD/SALVA5 FIGHTING SYSTEM: • DVD/SALVA6 TITEL: PROFESSIONAL • DVD/SALVA6 FIGHTING SYSTEMKINO • DVD/SALVA7

REF.: DVD/BL

AUTOR: B. RICHARDSON

MUTAI: TITEL: BRUCE LEE: DER MENSCH UND SEIN ERBE

AUTOR: RANDY WILLIAMS

AUTOR: JOAQUIN ALMERIA

REF.: DVD/ALM2 TITEL: JKD TRAPPLING TO GRAPPLING

REF.: DVD/ALM3 TITEL: FILIPINO MARTIAL ARTS

TITEL: TRIBUTE TO LEE BRICE AUTOR: TED WONG & CASS MAGDA

REF.: DVD/ALM4 TITEL: STREETFIGHTING! JEET KUNE DO

REF.: DVD/RANDY1 REF.: DVD/RANDY2 TITEL: WING TITEL: WING CHUN KUNG FU: CHUN KUNG FU: CHUM KIU SIU LIM TAO

TITEL: JKD STREET DEFENSE TACTICS: TITEL: EXPLOSIVE DUMOG TITEL: JKD STREET TRAPPING”

inglés/Español/Italiano inglés/Español/Italiano

AUTOR: TIM TACKETT

REF.: DVD/JKDTIM3

REF.: DVD/EFS1

TITEL: JEET KUNE DO BRUCE LEE’S YMCA BOXING

REF.: DVD/YAW2 TITEL: YAWARA KUBOTAN AUTOR: MASTER PEREZ CARRILLO

TITEL: JKD EFS KNIFE SURVIVAL AUTOR: ANDREA ULITANO

REF.: DVD/DP1 TITEL: 5 EXPERTS EXTREME STREET ATTACKS AUTOREN: VICTOR GUTIERREZ, SERGEANT JIM WAGNER MAJOR AVI NARDIA, J.L. ISIDRO & SALVATORE OLIVA

AUTOR: BOB DUBLJANIN

TITEL: JEET KUNE DO ELEMENTS OF ATTACK

REF.: DVD/SILAT3

TITEL: JEET KUNE DO

DVD/RANDY4 TITEL: CONCEPTS & PRINCIPLES

inglés/Español/Italiano

REF.: DVD/JKDTIM4

REF.: DVD/JKDTIM2

REF.: MUKRANDY4 REF.: MUKRANDY6

REF.: MUKRANDY5

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TITEL: JKD ”

REF.: DVD/RANDY3 TITEL: WING CHUN KUNG FU: BIU JEE

REF.: DVD/SILAT

ENGLISCH

ANDERE STILE

REF.: DVD/JKDTIM

REF.: MUKRANDY1

REF.: MUKRANDY2

TITEL: THE WOODEN DUMMY ENGLISCH / ITALIENISCH

TITEL: PENTJAK SILAT

REF.: DVD/SILAT4

REF.: DVD/BURTON REF.: DVD/BURTON2 TITEL: JEET KUNE DO TITEL: JEET KUNE UNLIMITED DO UNLIMITED

TITEL: TITEL: ESPADA Y DAGA BUKA JALAN SILAT


Geschichte einer Bestimmung Text: Nuria Ortiz & Pedro Conde


Von der einen Öffnung zur anderen sind...wie viele Jahre vergangen? Die neuste und brillante Werbung von Volvo (Glückwunsch an die Firma und die Kreativen, die diese Idee entworfen haben!) hat, um die Stabilität ihres neuen Lenksystems zu präsentieren, dem Titan des Martial-Arts-Kinos erneut die Beine geöffnet und ihn ins Rampenlicht gestellt, das ewige „Enfant terrible“ der perfekten Tritte und Splittings, ein Mann, der den Erfolg gelebt und „überlebt“ hat. Van Damme ist das Beispiel für Ausdauer und Er folg tr otz Unwägbarkeiten. Mehrere Jahrzehnte des Martial-Arts-Kinos schauen auf ihn zurück, und heute in diesem wunderbaren und ausführlichen Artikel dringt unser Experte der Materie, D. Pedro Conde, wie oft hat er ihn interviewt, in die Tiefe, in die Schlupfwinkel einer einmaligen Karriere und eines besonderen Lebens. Ja, meine Herrschaften! Das Thema Van Damme ist bei weitem nicht erschöpft, weil er die Fähigkeit bewiesen hat, aus der Asche aufzuerstehen, wie wir es selten sehen konnten. Eine außergewöhnliche Reportage, die ihr nicht vergessen werdet. Alfredo Tucci


Jean Claude Van Damme, Geschichte einer Bestimmung. Jean Claude François Camille Van Varenberg wurde am 18. Oktober 1960 um 6 Uhr und 10 Minuten in der Früh im französischen Krankenhaus in Berchem-Sainte-Agathe im Westen Brüssels geboren. Er wuchs im Schoß einer wohlhabenden bürgerlichen Familie auf, sein Vater, Eugène, war Direktor einer Stofffabrik. Jean Claude war von klein auf introvertiert und sehr sensibel, vielleicht dem geschuldet, dass er seine Kindheit insgesamt ziemlich allein verbrachte. Seine Eltern waren zu beschäftigt damit, das Familienunternehmen voranzubringen, um ihm die Aufmerksamkeit zu widmen, die er brauchte. Tatsächlich freundete sich der kleine Jean Claude schnell mit Manola an, einer jungen spanischen Hausangestellten der Van Varenergs, mit der er den Großteil des Tages verbrachte. Das ging soweit, dass seine Eltern erzählen, dass Jean Claude als kleiner Junge fast besser spanisch als französisch sprach. Als er begann, in die Schule zu gehen, war der einzige Unterricht, den er aushielt, der Zeichenunterricht (von klein an legte er ein großes Geschick im Zeichnen an den Tag) und der Sportunterricht. Sein Vater ermutigte ihn sofort, sich dem Sport zu widmen und hoffe, dass er so seine extreme Schüchternheit und Unsicherheit überwinden und seinen schwächlichen Körper etwas entwickeln würde. Als sich 1973 das Kampfkunst-Fieber in Belgien ausbreitete, begleitete ihn sein Vater eines Tages zu einem Karatezentrum, um ihn unter die Fittiche von Claude Goetz, einem der Pioniere des belgischen Karate, zu geben. Der erste Eindruck, den Claude Goetz, Karate-Praktizierender seit 1958, von seinem neuen Schüler Jean Claude hatte, war, dass


dieser nicht besonders begabt für das Training und zu dünn war. Dieser schwächliche Kleine von 12 Jahren bewies trotzdem mehr Willen als die Mehrheit seiner erwachsenen Mitschüler, der Grund, weshalb Claude Goetz ihn sofort mochte. Claude Goetz ist wahrlich eine Figur in Belgien: Er war einer der Pioniere des Karate in seinem Land und Schüler von Meistern in der Größe von Harada oder Taiji Kase, die er in seinem eigenen Haus beherbergte. Er begann unter der Aufsicht von Jacques Delcourt zu

derzeitiger trainieren, Präsident der FFKAMA. Man kann ihn auch als einen der größten Künstler bei der Einführung von Full-Contact und Light-Contact in Belgien sehen, da er einer der ersten war, der an diesen Wettkämpfen in Europa teilnahm. Er beteiligte sich aktiv an der Gründung der europäischen KarateVereinigung und Jahre später bei der Gründung der FullC o n t a c t - Ve re i n i g u n g Europas. Er organisierte sogar große Full-ContactVeranstaltungen, wie die, in der sich Dominique Valera Macaruso gegenüberstellte. Van Damme würde also in guten Händen sein. Die Trainings von Goetz waren „japanischer Stil“, das heißt, fast militärisch. Er ließ keine Ausreden zu: wer es nicht schaffte, gab den Gürtel auf. Wer weitermachte, kam voran. Das war ohne Zweifel zu hart für den kleinen Jean Claude, der nach jedem Training entkräftet nach Hause kam, unfähig, die Hausaufgaben zu machen und früh aufzustehen, um zur Schule zu gehen. Nach einem Jahr verließ er das Trainingszentrum von Goetz, frustriert von seiner körperlichen Unfähigkeit, dem Rhythmus der Klasse zu folgen.

Monaten Nach mehreren Bedenkzeit beschloss er schließlich, zu den Kampfkünsten zurückkehren, jedoch mit einem anderen Lehrer: Miyazaki, des Shotokan-Karate. Van Damme lernte mit diesem traditionellen Lehrer, sich einen Willen aus Eisen zu schmieden und erlangte größere Schnelligkeit und Präzision. Aber es gab etwas, was ihn innerlich weiterhin quälte: er war zu dünn, seinen Techniken mangelte es an Kraft und vor jedem anderen Gegner von größerem Gewicht konnte er nur wenig ausrichten. Diese Unsicherheit, verknüpft mit seinem dürftigen Körperbau, drängte ihn dazu, zum Unterricht von Lehrer Goetz zurückzukehren, um sich einen Körper aufzubauen, auf den er stolz sein konnte. Zur gleichen Zeit betätigte er sich einem Fitnesscenter für Muskeltraining, um Gewichte und Hanteln zu heben. Er änderte seine Er nährungsweise, fügte mehr Vitamine und Proteine hinzu und abonnierte die Zeitschriften „Pleine forme“ und „Muscles & Fitness“. Am Ende hatte er seine Obsession kanalisiert und begann langsam an Gewicht zu gewinnen und einen festen Körper zu entwickeln, was ihn schließlich im Laufe der Zeit dazu führte, den Titel des „Mister Bélgica“ zu erreichen. Seine Elter n waren ihm eine große Unterstützung, sie ließen ihm


ziemlich viel Freiheit, ermutigten ihn und immer, wenn er fix und fertig von den Trainings kam, fand er zubereitetes Essen vor und liebevolle und verständnisvolle Worte. Beim Lernen schien es ihm trotzdem nicht so gut zu gehen: Es interessierte ihn nicht besonders, weshalb er Schritt für Schritt weniger Zeit damit verbrachte, um mehr trainieren zu können. Seine Elter n beunruhigten sich deshalb nicht besonders und dachten, wenn ihr Sohn

es am Ende nicht schaffen würde, in der Welt der Karate herauszuragen, könnte er sich immer noch um das Familienunternehmen kümmern: einen Blumenladen. Als er gerade seiner Mutter im Blumenladen aushalf, lernte er Monette kennen, eine wunderschöne Jugendliche, die Tanzunterricht gab. Van Damme interessierte sich sofort dafür und schrieb sich in ihren Unterricht ein unter dem Vorwand, seine Dehnbarkeit

verbessern zu wollen. Wie er sich selbst erinnert, war der Grund jedoch ein anderer: „Es war beeindruckend, sich jeden Tag von soviel grazilen und faszinierenden Schönheiten umgeben zu sehen. Ich war in alle und jede einzelne der Ballerinen verliebt!“ Es ist nicht schwer zu verstehen, warum er mehr als vier Jahre den Tanz parallel zu den Kampfkünsten betrieb. Trotzdem wurde das, was anfangs nicht mehr als ein „schelmisches“ Hobby war, zu etwas


Ernsterem. In der Tat führten seine außergewöhnliche Geschmeidigkeit und große Bewegungskoordination dazu, dass verschiedene Tanz-und Balletttrainer ihm eine intensivere Tätigkeit vorschlugen und ihm eine vielversprechende Zukunft auf der Bühne voraussagten. Van Damme überdachte die Angelegenheit, da es damals mehr Möglichkeiten beim Tanz gab, Ruhm zu erlangen, als durch die Kampfkünste. Aber Van Damme begann bereits, ernsthaft die Idee lieb zu gewinnen, sein Glück in der faszinierenden Welt des Kinos zu versuchen, weshalb er alle Angebote, die ihn von seinem Ziel abbringen könnten, ablehnte. Die Ballerinen werden nicht zu Helden, die

Schauspieler schon, und das ist es, was Van Damm eines Tages erreichen wollte: ein Held sein. Danach kam eine Zeit von er f o l g re i c h e n u n d v i e l versprechenden Beteiligungen an Karate-und LightContact-Wettkämpfen, wobei er zwei Mal den We l t m e i s t e r t i t e l d e r e u ro p ä i s c h e n Ve re i n i g u n g f ü r professionelles Karate in der Kategorie Mittelgewicht erhielt (Full Contact zur damaligen Zeit). 1982 schaffte er es gemeinsam mit seinem Freund Michael Qissi, enger Freund seit der Kindheit und ebenfalls Schüler von Goetz, den „American Dream“ zu erreichen und sein Glück in der Welt des Kinos zu versuchen. Er verließ das Trainingszentrum und reiste nach Los Angeles, als einziges Kapital 8000 Dollar. Seine Anfänge waren sehr hart und wenig ermutigend: Er arbeitete als Taxifahrer, Pizzabote, Limousinen Chauffeur, Karatemeister und Masseur, neben anderen Arbeiten. Dank seinen unglaublichen körperlichen Fähigkeiten und Kenntnissen vom Muskeltraining und Fitness gelangte es ihm, zum persönlichen Assistent von Chuck Norris zu werden, der ihm einen unbedeutenden Auftritt in „Missing in Action“ verschaffte. Nach zwei Jahren in Nordamerika, in denen er einen Traum verfolgte, war das zwar nicht viel, aber wenigstens ein Anfang. Da sich nichts für ihn ergab und er verzweifelt war nahm er die eines Homosexuellen mit einigen „scharfen“ Szenen in „Monaco Forever“ an. 1985 konnte er in einer Produktion aus Hong Kong arbeiten, genannt „Karate Tiger“, die ihm anfangs mehr Mühe als Ruhm einbrachte oder zumindest sehr hinter seinen Erwartungen zurückblieb, obwohl sie vom berühmten Regisseur Corey Yuen (The Transporter) geleitet wurde. 1988 hatte er die Gelegenheit, Menahem Golam, einem der Produzenten und Regisseure der Cannon Group, sein besonderes körperliches Geschick vorzuführen. Dieser entschied, ihm die Möglichkeit zu geben, die Hauptrolle in „Bloodsport“ zu verkörpern. Der


Film hatte dezenten Erfolg, der sich mit fortgeschrittener Zeit jedoch erhöhte. Dem würde „Red Eagle“ mit Sho Kosugi folgen. 1989 drehte er erneut für Cannon, „Cyborg“. Auch wenn ihn diese Produktionen bekannt machten, hatte er mit „Karate Tiger 3 - Der Kickboxer“ den Durchbruch. Der Film zählte auf ein Budget von geschätzten 1,5 Mio. Dollar. In den USA nahm er 14,5 und im Rest der Welt 25 Mio. Dollar ein, und das nur bei der Premiere im Kino. Die Zahlen stiegen durch den Vertrieb und Verkauf auf Video. 1990 produzierte er „Leon“, den ersten Film von Jean Claude Van Damme. Er wurde von einen der großen Hollywoodstudios gedreht und vertrieben: Universal Pictures. Das merkte man vor allem am Budget für den Dreh, welches 6 Mio. Dollar betrug. Allein außerhalb des nordamerikanischen Marktes nahm er im Kino 24 Mio. ein. Damals wurde der Schauspieler als sicherer Wert im Videomarkt angesehen, seine Spielfilme waren authentische Hits in den Videotheken, vor allem des alten Kontinents. Trotzdem hatte der Schauspieler mehr Ehrgeiz, er wollte aus der „B“-Klasse aussteigen und Filme mit mehr Mitteln und sorgfältigeren Drehbüchern drehen. Auch wenn es weiterhin Actionfilme und Martial-Arts-Filme bleiben sollten, öffneten sich die Türen eines weiteren der großen Hollywoodstudios: Metro Goldwyn Mayer Pictures, welches ihm die Möglichkeit anbot, die Hauptrolle in „Mit stählender Faust“ zu spielen, ein Film im Gefängnisumfeld, bei dem er darstellen und beweisen konnte, dass er abgesehen davon, Tritte abzugeben, auch Potenzial als Schauspieler besaß. Der Film erzielte Einkünfte von 46.665.776 Dollar. Jede Erstaufführung übertraf die vorherige an Gewinn. Sein Bild tauchte in aller Art Publikationen und Kommunikationsmedien auf. 1991 engagierte er sich beim Dreh von „Geballte Ladung - Double Impact“, der genau wie „Der Mann mit der Todeskralle“ komplett in Hong Kong gedreht wurde. In diesem tauchte sogar Bolo Yeung auf. Er zählte auf 15 Mio. Dollar Budget, das

Doppelte seiner vorherigen Filme, und die Ergebnisse waren kurioserweise das Doppelte der letzten Einnahmen, das heißt 80.039.915 Dollar. Der Film wurde von Columbia vertrieben und in der ganzen Welt hervorragend aufgenommen. 1992 bot ihm dasselbe Studio die Möglichkeit, die Hauptrolle in „Universal Soldier“ zu verkörpern. Das Studio setzte stark auf ihn, es rechnete mit einem Etat von 23 Millionen. Er hatte in Nordamerika am 10. Juli in den Kinos Premiere und nahm 10 Mio. Dollar ein, somit war er der zweiterfolgreichste Film dieses Wochenendes. Insgesamt nahm er in diesem Land 36.2 Mio. Dollar ein, was ein moderater Erfolg in den USA war. In anderen Ländern war er trotzdem die Nummer Eins und erzielte weltweit Einnahmen von 102 299 898 Dollar. Dieser Spielfilm machte ihn zum Hollywoodstar. In der damaligen Zeit lernte er Darcy LaPier, die Frau des Millionärs Ron Rice, kennen. Die Van Dammes und die Rice trafen bei einer Gesellschaftsfeier zusammen, bei der die Frauen dasselbe Kleid trugen. Das wurde sehr kommentiert...Der Belgier ließ sich, um das Thema herunterzuspielen, mit beiden Frauen lachend fotografieren und machte Scherze vor den Paparazzi. Einige behaupten, dass hier das Böse seinen Anfang nahm, da Van Damme eine Beziehung mit Darcy anfing und die Scheidung von Gladys Portugues einreichte. 1993 beteiligte er sich an einem Projekt, bei dem er versuchte, sein darstellerisches Können unter Beweis zu stellen und den Kampfkünsten zu entfliehen. Jenes Projekt trug als Titel „Ohne Ausweg“ und rechnete mit einem viel niedrigeres Budget als sein letzter Spielfilm, mit nur 15 Mio. Dollar. Der Film wurde weltweit auf Kinoleinwänden gezeigt und erzielte zumindest 52 189 039 Dollar, obwohl Van Damme sein Bestes dafür gab, ihn zu bewerben. Bei seiner


Rundreise durch Europa präsentierte er Darcy vor der Presse als seine Frau und erklärte ebenfalls zu seiner Änderung des „Registers“ im Spielfilm: „Es ist nicht exakt eine Veränderung, es ist eher eine Transformation. Mir gefällt vor allem das Genre des Actionfilms, aber ich mag es auch nicht, immer dasselbe zu tun: Kämpfe und noch mehr Kämpfe. Es war für mich eine Herausforderung, mich ein bisschen weiterentwickeln zu können, einen Film mit einer interessanten Geschichte machen zu können. Ich will die actionreiche Seite nicht aufgeben, aber sie auf eine andere Weise behandeln.“ Trotz den Bemühungen des Belgiers blieb der Film weit hinter den Erwartungen des Schauspielers zurück, weshalb er in seinem nächsten Spielfilm, „Harte Ziele“, wieder das tat, was er am besten konnte...Dieser sollte der erste amerikanische Film des bejubelten Action-Regisseurs John Woo sein, ein Meister des Actionfilms aus Hong Kong. Ein Film mit Kosten von 20 Mio. Dollar, mit dem Van Damme sein verlorenes Territorium zurückerkämpfte und zudem vor allem an Beliebtheit und Prestige gewann, was er wirklich wünschte: „Wenn ich es schaffe, mir in den USA ein eigenes Bild und einen persönlichen Stil aufzubauen, eine einstimmige Akzeptanz beim Publikum, werde ich Projekte unter der Regie von James Cameron, Paul Verhoeven, Oliver Stone oder diese Art von Regisseuren erhalten, das ist es, was ich erreichen will“. Für den Film kassierte er 3 Mio. Dollar. Er hatte ein Budget von 19,5 Mio. Dollar und nahm 74 189 677 Dollar ein. Statistisch gesehen verdreifachte Jean Claude Van Damme jede Investition, die man in ihn tätigte. 1994 beförderte ihn „Timecop“ unter der Regie von Peter Hyams in den Olymp der großen Hollywoodstars, er kassierte 8 Mio. Dollar für die Hauptrolle. Die Mammutproduktion zählte auf ein Budget von 35 Mio. Dollar. Van Damme war sich seines Erfolges absolut sicher: „Letzten Endes habe ich eine Persönlichkeit mit Geschichte, Gefühlen, einer gewissen Menschlichkeit. Dieser Film muss funktionieren, weil ich will, dass die Leute merken, dass ich etwas mehr bin als ein Bizeps, einige Bauchmuskeln oder ein Hintern. Ich weiß, dass ich wirklich besser schauspielern kann als das, was ich bisher gemacht habe, ich brauche nur gute Drehbücher, gute Rollen und gute Chancen. In diesem Sinne ist „Timecop“ ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist nicht nur ein Film mehr in meiner Filmografie.“ Der Belgier hatte Recht: Es war der richtige Weg, jener war der verkaufstüchtigste Spielfilm seiner Filmografie, der die 100 Mio. DollarMarke weltweit überschritt.

Im Hollywoodkurs jener Zeit waren die Schauspieler, die am meisten für ihre Arbeit verlangen, Ar nold Schwarzenegger, Eddie Murphy, Michael Keaton, Bruce Willis und Steven Seagal mit insgesamt 15 Mio. Dollar. 14 Mio. verdienten Kevin Costner und Tom Cruise, 12 Mio. Silvester Stallone und Michael Douglas. 10 Mio. Harrison Ford. So fiel der Kurs auf die 8, die Van Damme für „Timecop“ kassierte. Zweifellos näherte er sich den „Großen“ des Zelluloids an. Das Besondere bei ihm war, dass er der erste nichtnordamerikanische Schauspieler war, dem dies gelang. Der Weg war lang und schwierig gewesen, aber er hatte es geschafft. Sein darauffolgender Spielfilm „Street Fighter - Die entscheidende Schlacht“ war ein großer kommerzieller Erfolg und erzielte ungefähr dreimal soviel wie seine Produktionskosten (35 Mio. Dollar), aber wurde einstimmig von Kritiker n, Fans der Serie und Zuschauern kritisiert. Letzten Endes gefiel er niemandem. Er wurde sogar für einen der schlechtesten Filme von 1994 gehalten. 1995 begab sich Jean Claude Van Damme im Versuch, sich von seinem Publikum loszukaufen, erneut unter die Anweisungen von Peter Hyams in „Sudden Death“, der in den USA 64 Mio. Dollar einspielte. Beim Videomarkt erreichte er ungefähr 50 Millionen. Trotz der Resultate schaffte es Van Damme damit, sich zu einem der Größten des Zelluloids auszuzeichnen. Nachdem er die Ergebnisse erfahren hatte, begann der Schauspieler, mit der Universal zu Produktionsfirma verhandeln, dem Studio seiner letzten drei Filme, und schlug ihnen den Dreh von drei weiteren vor. Das ist, was laut Erklärungen des Schauspielers selbst geschah: „Ich erhielt ein großes Angebot von Universal Studios, um meinen Vertrag zu erneuern. Sie wollten, dass ich in drei ihrer Filme mitspielte und mir 12 Mio. Dollar für jeden einzelnen bezahlen. Ich antwortete ihnen: Ich will 20 Mio. pro Film erhalten, wie Jim Carrey (das waren seine Honorare für „Der Dummschwätzer“). Sie antworteten mir mit nein, mein Vorschlag wäre irrsinnig. Sie ließen mich im Regen stehen. Später machte ich ein Gegenangebot, senkte meine Honorare, aber da gingen sie nicht mehr ans Telefon.“ Wahrscheinlich waren seine ökonomischen Forderungen zu jenen Zeiten maßlos, aber es hätte zumindest Verhandlungen geben können. Zweifellos war der Widerwille des Studios, weiterhin mit ihm zu arbeiten, seiner volltönenden Scheidung mit Gladys Portugues und seiner stürmischen Beziehung mit Darcy LaPier geschuldet, bei der die Skandale

unaufhörlich waren, genau wie die Gerüchte um seine Kokainsucht. Wegen alldem wurde in den Medien mehr davon gesprochen als von seinen Produktionen. Die amerikanischen Jour nalisten haben den Ruf, sehr unberechenbar zu sein und besitzen soviel Macht, dass sie bestimmte Persönlichkeiten nach oben bringen oder genauso gut ihre Karrieren zerstören können. Leider geriet Jean Claude Van Damme in ihr „Blickfeld“, vielleicht trug die Tatsache, dass er nicht Amerikaner war, dazu bei. Das alles passierte 1996, und weit davon entfernt, den Mut zu verlieren, gab er in „The Quest - die Herausforderung“, einem persönlichen Projekt des Schauspielers, sein Bestes. Damit dachte er, das verlorene Prestige wiederzuerlangen. Die Wette war gewiss, weil sich die Handlung um ein kämpferisches Turnier drehte, das heißt, er kehrte zu seinen Ursprüngen zurück. In „The Quest“ zählte er auf viele Experten und bekannte Kampfkünstler und hoffte, alle Ergebnisse seines ersten Films zu übertreffen, tatsächlich und nach seinen Erklärungen „vielleicht werde ich ungefähr zwei Jahre diesem Film widmen, da ich das Drehbuchschreiben übernehmen werde, die Regie, das Casting und die Choreographie der Actionszenen, außerdem werde ich der Protagonist derselben sein. „The Quest - die Herausforderung“ ist ein Epos über die Kampfkünste, dessen Handlung sich in Paris, China, USA, etc. entwickeln wird. Er ist in den 30er-Jahren angesiedelt, weshalb es Kleider dieser Zeit, Pferde, Kutschen etc. geben wird. Es werden auch Piraten und Shaolin-Tempel gezeigt. Diesbezüglich habe ich vor, das Team in echten Shaolin-Tempeln zu stationieren, die nie zuvor gefilmt wurden, wie prachtvolle Tempel in Malaysia und Thailand, wo die Mönche weiterhin trainieren. Es würde mir auch gefallen, im Inneren der Verbotenen Stadt zu filmen. Für diesen Film will ich authentische Außenaufnahmen. Es wird grundsätzlich eine Geschichte über Mut, Freundschaft und Liebe sein. Er wird über viele Mittel verfügen, da ich beabsichtige, auf epische Weise die Geschichte und Philosophie der Kampfkünste von ihren Ursprüngen an zu erzählen, damit Eltern und Kinder sie sehen und verstehen können. Ich will einen echten Klassiker mit guter Ausstattung und einer großen Rollenbesetzung machen. Ich glaube, dass es ein großer Film wird, den ich zudem Bruce Lee widmen möchte, um ihm für all das, was er für das Kino und die Kampfkünste getan hat, zu danken.“ Am Anfang schien er mit einem Budget von 40 Mio. Dollar zu rechnen, von dem später 35 Mio. übrigblieben. Bei seiner Premiere in den USA erzielte


er 21,6 Mio. Dollar. Wie gewohnt wurde der Film im Ausland besser aufgenommen und erreichte so fast 40 Mio. Dollar. Jene Zahlen hinkten den Erwartungen hinterher. Der große Stress, unter dem er während des Drehs litt, begann sich zu rächen: Während des Filmens wurde er von schwerer Schlaflosigkeit heimgesucht, schlief in der Nacht nur schwer und das zusammen mit der bipolaren Störung, die ihm seit seiner Kindheit zu schaffen machte, machten ihn abhängig von einem Schlafmittel. Abgesehen davon gab er zu, dass er während des Projekts begann, Kokain zu konsumieren. Seine Probleme schienen nicht zu enden: „The Quest - die Herausforderung“ basierte auf einem von Frank Dux verfassten Drehbuch. Der Schauspieler wurde von Dux angeklagt, als er das Drehbuch und Szenarien änderte und ihm weniger Geld als versprochen bezahlte. Die Mischung aus Kokain, Schlafmitteln und seinen gewohnten Arzneimitteln zur Behandlung seiner bipolaren Störung war ein wahrhaft tödlicher Cocktail. Der Schauspieler brauchte nicht lange, um sich dessen bewusst zu werden und beschloss, seinen Problemen ein Ende zu setzen, indem er ein Rehabilitationsprogramm von einem Monat Dauer begann. Aber nach einer Woche verließ er die Klinik. In jener Zeit stiegen seine Ausgaben für Kokain auf 10 000 Dollar die Woche. Er ließ sich auf ein neues Projekt ein: „Maximum Risk“, unter der Regie von einem weiteren Vorzeigeregisseur aus Hong Kong, Ringo Lam, berühmt für seine Actionfilme. Der Film hatte ein Budget von 25 Mio. Dollar und spielte trotzdem nur 14 Mio. Dollar in den amerikanischen Kassen ein. Weltweit erzielte er 51,7 Mio. Es war deutlich, dass die schlechte Presse, die er in Amerika erhalten hatte, Folgen nach sich zog. 1997 drehte er „Double Team“, erneut unter der Regie von einem weiteren Schwergewicht Hong Kongs, Tsui Hark, mit einem Kostenvoranschlag von 30 Mio. Dollar, um die lächerliche Summe von 48 Mio. zu erzielen. Der Niedergang seiner Karriere war offensichtlich. Die Probleme, die er während des Drehs hatte, richteten ihn zusammen mit denen seines Privatlebens zugrunde. Im November jenes Jahres beschloss er, sich von Darcy LaPier zu trennen. Der Schauspieler erklärte, dass sie es war, die ihn zum Kokainkonsum angestiftet hatte, seinem großen Ruin. Natürlich startete Darcy den Gegenangriff und beschuldigte ihn, manisch-depressiv zu sein, zudem kokainsüchtig und gewalttätig, und sie erklärte in mehreren Medien, dass er sie während ihrer stürmischen Ehe geschlagen und psychisch gequält habe. Dies wurde vom Richter aufgrund fehlender Beweislage abgewiesen. Zudem gab sie zu, eine übliche Kokainkonsumentin zu sein. Dieser Austausch von Anschuldigungen vor den Medien beschädigte das Bild Van Dammes noch mehr. 1998 versuchte er es erneut mit „Knock Off“, wieder unter der Regie von Tsui Hark, diesmal in einem dem Regisseur perfekt bekannten Umfeld: Hong Kong. Der Spielfilm hatte einen Etat von 35 Mio., ein großes Glück, um einen Film in der ehemaligen britischen Kolonie zu drehen. An dem Film wirkten einige der besten ActionSpezialisten und Techniker des Ortes mit, trotzdem waren die Resultate an den Kassen enttäuschend, er spielte nur 10,3 Mio. in den USA ein. Insgesamt nahm er insgesamt 44 Mio. ein. Es war offensichtlich, dass Van Damme nun keine gute Investition mehr im Filmgeschäft war, insbesondere als die Neuigkeit bekannt wurde, dass der Schauspieler während dem Dreh eine Überdosis Kokain konsumiert hatte, die ihn fast das Leben kostete. Als er die Werbung für diesen Film beendet hatte, begab sich Van Damme erneut in eine Entgiftungsklinik.


Bei dieser Gelegenheit beendete er die Therapie und veränderte komplett seine Gewohnheiten und seine Lebensform. Er versöhnte sich mit Gladys Portugues, mit der er erneut eine Heirat einging. Dank ihr, der bedingungslosen Unterstützung seiner Eltern und einigen echten Freunden schaffte er es, aus der Hölle des „weißen Pulvers“ herauszukommen. Danach bestätigte der Schauspieler in Erklärungen, dass er seine Drogensucht auf eigene Faust besiegt hatte, da ihm die Rehabilitationszentren und seine Therapien bei gar nichts geholfen hatten. Kurz nachdem er aus der Klinik kam, akzeptierte er, „Der Legionär“ zu drehen, der auf Marokko gefilmt werden sollte, er glaubte, dass ihm ein „frischer Wind“ und eine Ortsveränderung gut tun würden. Er zählte auf ein Budget von geschätzten 20 Mio. Dollar und nahm in Amerika 15 Mio. Dollar und international etwas mehr ein. Es war nicht schlecht, angesichts der Tatsache, dass die Kampfkünste durch Abwesenheit glänzten. 1999, kurz nach der Ausstrahlung des Films, erwischten ihn die Paparazzi dabei, wie er in betrunkenem Zustand eine bekannte Diskothek verließ, sich das Hemd auszog und versuchte, in seinen Mercedes zu steigen. Nach einigen Versuchen startete er sein Auto und fuhr auf den Straßen von Beverly Hills davon. Ebendiese Paparazzi riefen die Polizei und die Agenten verhafteten ihn für Trunkenheit am Steuer. Natürlich wurde das alles gefilmt und ging durch die Fernseher der halben Welt. Er wurde auf drei Jahre Bewährungsstrafe verurteilt. Jean Claude Van Damme versuchte, seinen Fehler zu korrigieren, total „sauber“ und stabil in seinem Gefühlsleben, und konzentrierte sich darauf, seine Karriere als Schauspieler wiederzubeleben. Er erreichte eine Vereinbarung mit Columbia Tristar Pictures, einem der größten Hollywoodstudios. Er verpflichtete sich, nur einen Film zu drehen, der den Titel „Universal Soldier die Rückkehr“ tragen würde. Sein Vorgänger hatte sehr gut funktioniert, sowohl bei seiner Ausstrahlung auf kinematografischer Ebene als auch im Videomarkt. Das Projekt zählte auf ein Budget von 45 Mio. Dollar, für einige Produktionsexperten aus Hollywood war dies ein sehr risikoreicher Einsatz, vor allem wenn man die Einkünfte der letzten Produktionen bedenkt. Der Film nahm 10.937.890 Dollar in den USA und international nur 20 Mio. ein und war ein kompletter Misserfolg, eines der großen Fiaskos des Jahres, vor allem wenn man ihn mit den Einkünften des


ersten Teils verglich, die 102 Mio. Dollar betrugen. Danach zeigten sich die großen Filmstudios zurückhaltend angesichts neuer Projekte des Schauspielers. Es war offensichtlich, dass die Skandale über seine Betrunkenheit in Beverly Hills, zusätzlich zu denen seiner vorigen Heirat mit Darcy LaPier Konsequenzen nach sich zogen. Sogar die auf Kampfkünste spezialisierten Zeitschriften hörten auf, Artikel und Interviews mit ihm zu publizieren. Das Publikum, „sein“ Publikum, vor allem im alten Kontinent, begann, ihm ebenfalls den Rücken zuzuwenden. Von da an kamen seine Spielfilme direkt auf Video heraus und später auf DVD auf dem nordamerikanischen Markt. In manchen Ländern in Europa und in anderen Teilen der Welt wurden einige dieser Spielfilme in Kinos uraufgeführt, aber wenige, mit der Zeit folgten sie dem Vorbild Nordamerika. Die Filme jener Etappe sind: „Inferno“ (1999), „Replicant“ (2001), „The Order“ (2001), „Derailed - Terror im Zug“ (2002), „In Hell“ (2003), „Narco“ (2004), „Wake of Death“ (2004), „Second in Command“ (2006), „The Hard Cops“ (2006), „Until Death“ (2007) und „The Sheperd“ (2008). 2008 drehte er ein sehr persönliches Werk: „JCVD“, eine Parodie auf sein Leben. Darin bezieht er sich deutlich darauf, wie sein Agent und die Studios das Geld für seine Arbeiten kassierten, das heißt, er machte die Arbeit und das

Geld nahmen sich andere. Außerdem berührt er subtil viele der Probleme, die er in Hollywood hatte. Dieser Film hatte sehr wohl Premiere in den Kinos Nordamerikas und in anderen Ländern und erhielt viele positive Kritiken. Danach war seine Filmografie die folgende: „Universal Soldier: Regeneration“ (2009), „The Eagle Path“ (2010), „Assassination Games: Weapon“ (2011), „Beur sur la ville“ (2011), „Rzhevskiy protiv Napoleona“ (2012) und „Dragon Eyes“ (2012). 2012 akzeptierte er, mit den „großen Schwergewichten“ des Actionkinos Hollywoods in „The Expandables II“ zu arbeiten. Das schon, er ist der Bösewicht und erweckt eine hinterlistige und schäbige Persönlichkeit zum Leben, ohne jegliches Prinzip, während die anderen alten „Glanzlichtern“ zu den Altären emporgehoben wurden. Bezüglich seiner Darstellung war er der Rolle gewachsen und sowohl das Publikum als auch die Kritiker schätzten seine Arbeit. So erregte er erneut die Aufmerksamkeit des Publikums der halben Welt, aber ohne die Hilfe der großen Hollywoodstudios. Es war sehr, sehr schwierig, seine Karriere wiederzubeleben. 2013, das heißt, im letzten Jahr, hat sich der Schauspieler einer Operation an der rechten Hüfte unterzogen, einer fortgeschrittenen Arthrose geschuldet. Gegenwärtig ist er vollständig erholt und trainiert weiterhin wie in der Vergangenheit.

Bezüglich seines Privatlebens ist er heutzutage komplett stabil. Wir erinner n uns, dass seine Jugend diesbezüglich etwas turbulent war und er sich insgesamt fünf Mal verheiratete: seine erste Heirat war mit der Venezolanerin María Rodríguez (1980 bis 1984). Seine zweite Hochzeit war mit Cynthia Derderian (1985 bis 1986), seine dritte mit Gladys Portugues (1987 bis 1992), mit der er zwei Kinder hat: Kristopher Van Varenberg, 1987 geboren, und Bianca Bree im Jahr 1990. Seine vierte Heirat war mit dem Modell Darcy LaPier (1994 bis 1997), mit der er einen Sohn hat, Nicolas, geboren 1995. Und 1999 heiratete er erneut Gladys Portugues. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Schauspieler und Kampfkünstler in Topform ist und seine Drogenprobleme zu einer traurigen Erinnerung der Vergangenheit gehören. Er ist der jüngste Kampfkünstler der 90er und hat immer noch genug zu sagen und zu tun, aber er braucht ein gutes Drehbuch, einen Regisseur und zweifellos die Unterstützung eines großen Studios, um das verlorene Territorium zurückzuerlangen. Sogar die Möglichkeit, ein Film mit Tony Jaa zu drehen, bestand. An Projekten fehlt es ihm nicht, an der Unterstützung seines Publikums und seiner Fans auch nicht, er braucht nur „den Film“, der ihn erneut in die Position hebt, die er in der siebten Kunst verdient und wir hoffen, dass dieser bald gedreht wird.


Hung Gar s ist kein Geheimnis, dass der, welcher viel arbeitet und leistet, über kurz oder lang auch für seine Leistungen belohnt wird. Manchmal fällt es schwer zu erkennen, wann der Zeitpunkt des Lohns kommt, da man ger ne nur das Beschwerliche sieht. Genau diese Momente sind es, welche die eigene Willenskraft besonders auf die Probe stellen und sie zeigen, wie sehr man etwas erreichen möchte. Eine Erfahrung die Grossmeister Martin Sewer sehr gut kennt. Als er schon in jungen Jahren spürte, dass sein Lebensweg im Erlernen und Lehren von Kampfkunst liegt, stösst er auf Widerstand. Kung Fu Lehrer? Man wird nicht Kung Fu Lehrer. Das ist, wie wennman als junger Bub sagen würde, dass man Pilot oder Feuerwehrmann werden will, wenn man einmal gross ist. Doch bei Martin Sewer steckte viel mehr dahinter. Seinen wahren Meister lernte er erst an einem Seminar in Zürich kennen, als er bereits tief in der Kampfkunst-Welt steckte und schon viel über Künste wie Judo, Karate, Kung Fu und das westliche Boxen gelernt hatte. Imvornherein musste Martin Sewer viele Seminare besuchen, um die eine Kunst zu finden. Mit dem Zusammentreffen des Seminarleiters Chiu Chi Ling, stiess er nicht nur auf seine TraumKampfkunst, das originale Shaolin Hung Gar Kung Fu, sondern auch auf seinen heutigen Sifu (Lehrer; Meister) und Stiloberhaupt dieser Kampfkunst. Doch Chiu Chi Ling, damals schon eine Ikone in der Kampfkunstwelt und Nahkampf-Experte für das Hong Kong Police Departement sowie für die US Army, hatte keinesfalls auf Martin Sewer gewartet. Im Gegenteil, Martin war ein westlicher Schüler, mehr ein Fan als ein Schüler, wie viele andere auch. Martin Sewer ahnte noch nichts von den bevorstehenden Herausforderungen, als er Chiu Chi Ling regelmässig Briefe zukommen liess, in denen er um Unterricht und Aufnahme zum Schüler bat. Auch kündigte er mehrmals an, zu Chiu Chi Ling nach Hong Kong zu reisen - eine Antwort blieb jedoch jedes Mal aus. Eines Tages, Martin hatte alles verfügbare Geld für die Reise zusammen gespart, klingelte er an der Tür der Hong Kong-Schule von Chiu Chi Ling. Nach diversen sprachlichen und organisatorischen Hinder nissen kam es dann tatsächlich zum Unterricht, beim bereits weltbekannten Meister Chiu. Gewiss hatte Martin Sewer durch seinen bisherigen Lebenslauf gute Vorkenntnisse in Sachen Kampfkunst und doch würden es die härtesten Lektionen seines Lebens werden. Nach Wochen harten Unterrichts und einer langen Heimreise war es komplett von Martin Sewers Willenskraftabhängig, über das neu Gelernte nachzudenken und erneut Geld für eine weitere Reise zu sparen.Auf diese Art und Weise musste er sich jahrelang als Auslandsschüler bei Chiu Chi Ling bewähren und immer wieder aufs Neue die Reise nach Hong Kong auf sich nehmen. Martin Sewer lud seinen Meister selbstverständlich auch in die Schweiz ein (eine der wenigen Einladungen weltweit, welche Chiu Chi Ling tatsächlich annahm) und bat ihn um Unterricht und Seminare für seine Schüler. Für echte, traditionelle Kampfkünstler unter den Lesern ist klar, wer den Flug und die Unterkunft Chiu Chi Lings bezahlte. Schon früh verdiente sich Martin Sewer unter harten Prüfungen das Recht, im Namen seines Meisters zu

E


Hung Gar unterrichten, als dieser ihn in den Stand eines Sifus, also eines Meisters, erhob. Doch nicht nur das Lernen unter einem traditionellen Meister war eine grosse Anstrengung. Auch das Aufziehen einer Kung Fu Schule in der Schweiz, damals noch eine erbarmungslose, leere Wüste in Sachen Kung Fu, war mit diversen Schwierigkeiten verbunden. Nicht nur wurde Sifu Martin Sewer von Geschäftspartnern betrogen, er sah sich auch immer wieder von Neuem mit westlich denkenden Schüler n konfrontiert, denen er nicht nur die alte Hung Gar Kunst, sondern auch die damit verbundenen Traditionen beizubringen hatte. Doch er liess sich nicht runterkriegen.

20 Jahre ist es mittlerweile her, seit er in einem neuen Anlauf die KUNG FU SCHULE MARTIN SEWER gründete und diese mit neuer Kraft zum Erfolg brachte. Die ersten 10 Jahre bestand die Schule aus einer einzigen Filiale an der Fröbelstrasse in Zürich. Doch dann hatte Sifu Martin Sewer genug Geld und Schüler im Unterricht, um sich dem Ausbau seiner Schule zu widmen und gründete nach und nach mehr Filialen. Natürlich blieb dieser ständige Wachstum von Sifu Martin Sewers Schule und seiner Fachkompetenz nicht unbemerkt. Schon damals erhielt Sifu Martin Sewer regelmässig Auszeichnungen und Ehrungen, und erhielt von diversen Institutionen den Ehrendoktortitel als Kampfkünstler und Mediziner. Dazu gradierte er bis heute unter seinem Meister Chiu Chi Ling erfolgreich bis zum 8. Dan (Meistergrad), von denen es insgesamt 10 gibt (1. bis 10. Meistergrad). Wie bei anderen Kung Fu-Stilen auch ist nur das StilOberhaupt im Besitz des 10. Meistergrades. Ein grosser Meilenstein in der Ehrung und Bestätigung von Grossmeister Martin Sewers Kompetenz,fand auch dieser Jahr wieder statt - mehr denn je. Eine Einladung des World Martial Art Institute brachte Grossmeister Martin Sewer nach Malaysia, Kuching an die “World Black Belt Hall of Fame”. Eine Veranstaltung, an der nur die grössten und besten Meister zusammenfinden. Unter Einhaltung eines strikt organisierten Ablaufplans startete das erlebnisreiche Wochenende am Freitagabend mit einem edlen Dinner und der grossen Eröffnungszeremonie, an welcher es sogar zu einer spontanen Vorführung von Grossmeister Martin Sewer für die anwesenden Gäste kam. So ging es in den folgenden Tagen des Anlasses Schlag auf Schlag weiter. Wo Martin Sewer bereits im Jahr zuvor, also 2012, als „Grandmaster of the Year“ ausgezeichnet worden war, so fiel die Ehre mit der Nomination für den „Grandmaster Instructor of the Year“ in diesem Jahr noch grösser aus. Vor allem, da er den Titel natürlich auch erhielt. Doch dies sollte nur die Spitze des Eisbergs

sein: Zusätzlich dazu wurde er zum „Senior Advisor“ des Inter national Martial Arts Institute ernannt, begleitet von einer Auszeichnung der World Kuoshu Federation Bangladesh zum V.I.P-Guest. Selbstverständlich nahm Martin Sewer auch an dem am Samstag stattfindenden Demonstrationsturnier teil, und startete wie schon 2012 in der Kategorie der Grossmeister. Er entschied sich, wie schon UrGrossmeister Chiu Kow an der chinesischen Landesmeisterschaft, für die allseits bekannte Tiger-Kranich From - der Fu Hook Seung Yin Kuen. Während seine Schülerschaaren zu Hause in der Schweiz gespannt auf das Ergebnis warteten, durfte Martin Sewer ein Seminar für alle in Malaysia anwesenden Schüler, Meister und Grossmeister geben. Ein Event, der alle Teilnehmer in tiefes Erstaunen versetzte. Für einen würdigen Abschluss des Samstagabends sorgte dann ein gemütliches Sight-Seeing durch Kuching City. Der Sonntag startete mit der voller Vorfreude erwarteten Wiedereröffnung des “Nanyang Wushu Centre of Excellence”, welches vor einigen Jahren abgebrannt war. Durch eine grosszügige Spende der KUNG FU SCHULE MARTIN SEWER wurde der Wiederaufbau der Schule ermöglicht. Zur Freude aller wurde kurz darauf auch bekanntgegeben, dass Grossmeister Martin Sewer das Turnier am Vortag für sich entschieden und somit wie schon im Jahre 2012 die „Grandmaster Trophy“ gewonnen hatte - eine Auszeichnung, mit der man keine weitere Bestätigung als Lehrer braucht. Doch die grösste Ehre sollte Grossmeister Martin Sewer erst am Ende des dreitägigen Events erreichen. Die Auszeichnung mit dem 9. Meistergrad durch die World Martial Arts Institute, mit dem Kommentar des verantwortlichen Organisators Dr. Song: „Dies ist das Mindeste womit wir Sie auszeichnen können“. Und so verliess Grossmeister Martin Sewer den Anlass schlussendlich mit mehr Auszeichnungen als er tragen konnte und bewies, dass harte und korrekte Arbeit sich auf lange Sicht lohnt. Selbstverständlich freuten sich seine Schüler zu Hause in der Schweiz enorm über die Erfolge ihres Lehrers und wurden so noch stärker motiviert hart zu trainieren und ihre persönliche Ziele zu verfolgen. Nicht zuletzt sah man dies an der jüngsten Europameisterschaft in Neu-Ulm, Deutschland. Mit über 50 Teilnehmern stürmte Grossmeister Martin Sewers Delegation das Turnier und brachte der Schule knapp 30 Podestplätze in Formen, Leicht- und Vollkontakt Kategorien.


HEROES Fightnight III am 12.April 2014 in Berlin präsentiert wieder Muay Thai Kämpfe auf Weltklasseniveau

Fighter aus Thailand gegen Europa Drei der stärksten europäischen Muay Thai Kämpfer werden gegen die Elite aus Thailand antreten. Kein geringer als Juri Kehl wird dabei die Deutsche Flagge hochhalten. Juri ist amtierender WMC Worldchampion 67 kg und trifft auf den mehrfachen Channel 7 Stadium Champion. Phechmonkol Tor Thepsuthin aus Thailand.

Juri hat sich nach einer längeren Verletzungspause im Jahr 2013 wieder zurückgemeldet und mit starken Kämpfen gegen Sittichai Sitsongpeenong und Santichai Or Boonchuay für Aufsehen gesorgt. Dieser Kampf wird sicherlich die bisher härteste Herausforderung in der noch jungen Kampfsportkarriere von Juri.

Thepsuthin. Jaisoo wurde im Jahr 2012 im Alter von nur 17 Jahren Channel 7 Stadium Champion. Ein Titel der in einem Atemzug mit den etablierten Stadien „Lumpini“ und „Rajadamnern“ zu nennen ist. Es erwartet die Zuschauer ein Kampf eines routinierten Titel-Kämpfers aus Polen gegen einen jungen thailändischen Athleten.

Aus Polen kommt Bartosz Batra

Lampard gegen den Tschechen Michal Krcmár

In einem weiteren Haupkampf trifft der mehrfache polnische Muay ThaiChampion Bartosz Batra auf den thailändischen Kämpfer Jaisoo Tor

Besonders kann man sich auf ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus Thailand freuen:

Text: Marcus Brosch, Sonya Böhmer. Fotos: „Jolly Roger Photography“ by Roger Buer/Archiv Ringside Gym.


Fightnight Lampard Sor Kamsing kommt wieder nach Berlin! Lampard ist vielen Zuschauern noch bestens von seinem spektakulären Auftritt bei der Heroes Fight Night I am 07.04.2013 in Erinnerung. Bei der dritten Ausgabe der Heroes Fightnight bekommt er es mit dem tschechischen Spitzenkämpfer Michal Krcmár vom Lanna Gym aus Prag zu tun. Der noch junge Krcmár steht zwar erst am Anfang seiner Karriere, doch konnte er sich bereits diverse Titel sichern u.a. wurde er Muaythai Champion in Tschechien und der Slowakai und hat bereits gegen einige der stärksten Muay Thai-Kämpfer aus Holland und Frankreich gewonnen.

K-1, MMA und Thaiboxen Hinzu kommen w e i t e re To p k ä m p f e i m K - 1 , M M A u n d Thaiboxen von Sportlern die sich bisher im A m a t e u r b e re i c h erfolgreich gezeigt haben und nun v o r g ro ß e r K u l i s s e , g e g e n t e i l s


internationale Gegner a n t re t e n w e rd e n . S o m i t präsentieren sich bei uns die a n g e s a g t e s t e n Kampfsportgyms Berlins und deren Lokalmatadoren. Wir freuen uns, nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen, immer mehr Zuschauer für die HEROES Fight Night begeistern zu können, denn es gibt nichts Spannenderes, als ein hartes aber faires Kampfsport-Duell, perfekt in Szene gesetzt. Unsere Vision ist es, zu sehen, dass sich Kampfsport, insbesondere Muay Thai und MMA, in unserer Gesellschaft eine Akzeptanz verdient, die ihm gebührt. Also vormerken: 12.April 2014 in Berlin Huxleys Neue Welt.


Kann ein Papagei sprechen? Erinnerung oder Anpassung? Diese Frage, die ich normalerweise in einigen meiner Vorträge und Seminaren stelle, erzeugt für gewohnt eine gute Dynamik am Beginn von ebendiesen. Die Frage hat eine „Falle“, weil ich bereits die Antwort kenne... Ich versuche immer, die Aufmerksamkeit von jedem, der an einem WingTsun-Kurs teilnimmt, zu fesseln und ihn in eine Dynamik miteinzubeziehen, die nicht immer in der Welt der Kampfkünste verwendet wird: die Reflexion! Es scheint offensichtlich, dass, auch wenn ein Papagei dazu fähig ist, Worte zu artikulieren, wir nicht bestätigen können, dass das genug ist, um eine verbale Kommunikation mit anderen Individuen durchzuführen. Wir alle kennen jemanden, der einen dieser Vögel besitzt, die mit absoluter Perfektion „Hallo, ich heiße


„Meiner Meinung nach trainiert eine große Anzahl von KampfkunstPraktizierenden (und natürlich auch im WingTsun) auf eine Art und Weise, die sie letztlich zu „Papageien“ macht“

Max“ aussprechen können. Wenn wir nicht schauen, woher dieser Klang kommt, wären wir nicht dazu imstande, zu unterscheiden, ob es eine Person oder eines dieser gefiederten Tiere ist, das den Satz von sich gibt. Aber wenn wir versuchen, mit ihm in einen Dialog zu treten und ihm einfache Fragen stellen wie „Woher kommst du?“ „Magst du Essen?“ „Studierst du oder arbeitest du?“, werden wir feststellen, dass die Antwort auf all diese Fragen immer „Hallo, ich heiße Max“ ist. Vielleicht fragt ihr euch, wem diese Überlegung geschuldet ist, mit der ich den Artikel dieses Monats einleite. Nun, es ist einfach. Meiner Meinung nach trainiert eine große Anzahl von Kampfkunst-Praktizierenden (und natürlich auch im WingTsun) auf eine Art und Weise, die sie letztlich zu „Papageien“ macht. Sie werden dazu imstande sein, eine Bewegungsabfolge und Techniken mit einer Ästhetik, die viele als Kampfkünste akzeptieren, nachzumachen, aber wenn sie sich einer Situation der Selbstverteidigung gegenübersehen, werden sie unfähig sein, irgendeine davon durchzuführen, da sie nicht die authentische Natur des Kampfes und der Auseinandersetzung begriffen haben. Es scheint logisch zu erahnen, dass ein „normaler“ Praktizierender derjenigen, die zwei oder drei Stunden in der Woche in vielen WingTsun-Schulen auf der ganzen Welt trainieren, nicht sofort zur Reinkarnation von Dr. Leung Jan wird, aber wir als Professoren sehen uns gezwungen, zu versuchen, das Beste aus jedem Einzelnen von ihnen herauszuholen. Wir müssen uns bemühen, dass ihr Potenzial mit der Investition von Zeit, die jeder einzelne dieser Schüler unseren Schulen widmet, und der Verbesserung in der Kampfpraxis, die wir unterrichten, das Größtmögliche erreicht. Wenn wir eine Befragung an verschiedenen Schulen der AAMM durchführen, werden wir überrascht feststellen, dass die enorme Mehrheit der Praktizierenden von AAMM und den Kontaktsportarten niemals ihre Kenntnisse in einer echten Situation auf der Straße unter Beweis gestellt haben. Die Summe mehrerer Faktoren erklärt das, aber eines hebt sich von allen ab: die Kampfkünste (vor allem mit leerer Hand) sind nicht mehr eine WAFFE, mit der man gegen andere Personen kämpft. Wenn auch diese Angabe nicht immer beachtet wird, ist es sehr oft ein Element, auf das ich immer bei meinen Schüler und Ausbilder auf der ganzen Welt insistiere. Selbst wenn wir nie das brauchen, was wir üben, dürfen wir niemals die Natur vergessen, durch die es erschaffen wurde: der Kampf. Wenn es etwas gibt, was meiner Meinung nach deutlich einen Kampf definiert, dann ist es die Abwesenheit von RHYTHMUS. Dieses Konzept, was als NICHT-RHYTHMUS festgelegt wurde, ist etwas, was einige der Größten in der Geschichte der AAMM und der Kontaktsportarten in seiner Tiefe erforscht haben und ich glaube fest daran, dass es etwas sein sollte, was in der täglichen Übung unserer Schulen und Stile analysiert werden sollte. Bruce Lee oder der mystische Mohamed Ali

vollbrachten interessante Überlegungen, wie man nicht in den Rhythmus, den der Gegner angibt, eintritt, sondern genau das Gegenteil, in einen Zustand des Nicht-Rhythmus, der es deinem Gegner unmöglich macht, in deinen Rhythmus einzusteigen. Obwohl dieser Punkt wirklich von Bedeutung ist, wenn wir wollen, dass die Kampfkünste anfangen, einen logischen Sinn zu haben (man muss nur sehen, wie die Welt des Boxens und der MMA funktionieren), zieht man ihn nicht immer in Betracht. Meiner Meinung nach wird es, wenn wir dieses Prinzip nicht beachten, sehr schwer sein, da das ganze System und die Trainingsmethoden, die wir dazu vorschlagen, letztendlich ihren kompletten Sinn verlieren. Wenn unsere Praxis sich darauf konzentriert, dass der Schüler durch unaufhörliche Wiederholung von Techniken oder Taktiken lernt, können wir vielleicht eine Verbesserung der neuromuskulären Koordination erreichen, zweifellos eine Steigerung der technischen Eigenschaften und Kenntnisse, etc... aber ich bin sicher, dass es praktisch unmöglich wäre, irgendeine davon anzuwenden, wenn der Gegner nicht mitspielt... Wir könnten hunderte Beispiele von exzellenten Praktizierenden der AAMM zitieren und konkreter des WingTsun, die in einem Kampf von auf technischer Ebene sehr viel weniger begabten oder erfahrenen Gegnern besiegt wurden. Aber wie ich im Artikel des letzten Monats kommentiert habe, ist die Zeit, in der wir die Mängel herausgepickt haben oder alles, was wir tun oder für schlecht befinden, kritisiert haben, vorbei. Ich habe das feste Versprechen gegeben, bescheiden meine Perspektive auf dieses System und darüber, was ich für die Lösungen halte, darzustellen. Tatsächlich ist es das, was ich in all meinen Seminaren, Ausbildungen, Kursen, etc. machen...Lösungen! (oder zumindest versuche ich es immer)


Um das Problem und die mögliche Lösung zu analysieren, müssen wir ERNEUT den Weg auseinandernehmen und auf die Vergangenheit schauen. Wir werden uns fragen müssen, wie einige der größten Meister der traditionellen Kampfkünste vor etwas mehr als einem Jahrhundert gelernt haben. Es war sehr normal, dass die ganze Lehre direkt VON DEN ELTERN ZU DEN KINDERN weitergegeben wurde. Diese Offensichtlichkeit erzeugt mehrere Dynamiken und Zweifel, die es verdienen, erforscht zu werden, um zu verstehen, warum die klassischen Stile in diese Lage gekommen sind: 1. Kein Praktizierende lernte, um andere zu unterrichten. Ein Sohn lernte die Kunst, die sein Vater ihm mit dem einzigen Ziel unterrichtete: dem persönlichen Schutz. Der Kampf. Deshalb hatten Elemente wie Didaktik, Methoden etc. null Bedeutung. Die einzige Absicht war es, deinem Sohn kämpfen zu lernen, und dafür benutze man tagtägliche und private Arbeit. Da das Ziel in größerem oder kleinerem Maße erreicht wurde, welche Wichtigkeit konnte das Wie haben? 2. So wie der Vater den Sohn lehrte, stellte er ihn auf die Probe und führte ihn in die Welt des „schwer greifbaren“ wie dem Ansatz, der Entfernung und dem NICHT-Rhythmus ein. Das heißt, mit jemandem zu üben, der weiß, was kämpfen ist, kann dir dabei helfen, dich in unterschiedliche Szenarien zu versetzen, damit wir in dieser direkten Praxis und mit einem einzigen Partner unsere eigenen Schlüsse ziehen und so unser sehr persönliches Geschick entwickeln können. 3. Es gab kein Interesse daran, irgendwen zu unterrichten. Vielmehr das komplette Gegenteil. Das Wissen um eine bessere Kampftechnik sicherte dir eine überlegene Position bei deinen möglichen Rivalen. Also existierte nicht nur kein Interesse daran, irgendwen zu lehren, sondern man versuchte sogar, zu verstecken, chiffrieren oder auch jegliches Wissen für den Rest der Praktizierenden (potentielle Gegner) unsichtbar zu machen. Diese drei Punkte, und etwas mehr, erklären viele der Mängel unserer Systeme. Wir waren nicht dazu imstande, diese „kleine“ Veränderung im Szenario zu bemerken. Von einem zu vierzig. Vom Geheimen zum Öffentlichen. Vom Verstecken zum Versuch, zu entdecken... Sagt mir nicht, dass das nicht spannend klingt! Aber die Wahrheit ist, dass dieser Wandel im Szenario und die Nicht-Anpassung an die Veränderungen der Schulen dazu geführt haben, dass die Schüler lernen, indem sie beobachten, was der Ausbilder macht und versuchen, treu das, was er macht, zu reproduzieren. Seine Ästhetik. Seine Gesten, Bewegungen und sogar seine Philosophie oder sein Verständnis vom Kampf oder dem Leben. In den ersten Zeilen dieses Artikels nahmen wir Bezug auf die Schwierigkeit, diese ungreifbaren Dinge wie den Standpunkt und vor allem den NICHT-RHYTHMUS zu begreifen. Diese Art von Diskussionen können von dem System der Wiederholung nicht umfasst werden. Das wird uns unvermeidbar zu „Papageien“ machen, die wir perfekt dass von unseren Meistern Erlernte wiederholen können. Es wird uns aber sehr schwer machen, die anderen Elemente, die absolut notwendig für den Kampf sind, zu erlangen. Auch wenn das Übertragungssystem des WingTsun in seinem Ursprung absolut nützlich war, hat es gegenwärtig seine Wirksamkeit durch ein Problem der großen Anzahl verloren. Wie ich ihn meinem Buch und in einigen meiner


Artikeln zitiere, könnten wir in der Mitte des 20. Jahrhunderts (um 1950) die Praktizierenden des WingTsun auf der ganzen Welt an den Fingern unserer Hand abzählen (Cham Wa Sum hatte 16 Schüler). Siebzig Jahre später sind es Hunderttausende, die dieses begeisternde Kampfsystem chinesischen Ursprungs praktizieren. Das ist eine der Gründe, weshalb ich dazu neige, zu lachen, wenn jemand bestätigt, dass dies das „klassische“ Lehrsystem ist. Diejenigen, die behaupten, dass sie Wing Chun „authentisch und klassisch“ verwenden. Nun gut, dafür müssten sie es direkt von einem einzigen Sifu und im Privatunterricht mit direkter Vermittlung üben. Die Vereinigungen und Schulen haben keinen Sinn für die Lehre dieser Kunst, wenn wir diese Ausdrücke verwenden möchten. Zudem ist das „klassische“ Konzept ein wenig konkreter Terminus. Wo ziehen wir die Linie des Klassischen? Eine dumme Diskussion, die jeder Meister auf der Linie, die ihm in diesem Moment am meisten interessiert, ansetzt, um sich selbst zum authentischen Träger der Weisheit zu ernennen... (alte, sehr langweilige Themen...)

Was schlage ich vor? Als erstes den Gemeinschaftssinn... Zweitens, die unterschiedlichen Lernphasen jeder Disziplin in Verbindung mit dem Erwerb von Fertigkeiten zweckmäßig zu verwenden. Der WingTsun bleibt davon nicht unberührt. Letzen Endes sind die Kampfkünste Instrumente, um sich Geschicklichkeit (körperliche oder geistige) anzueignen und deshalb gibt es zwei unterschiedliche, aber untrennbare Teile: Technisches/Taktisches Wissen und die selbstständige Entdeckung. Es ist vielleicht der zweite von ihnen, den wir gewöhnlich beim Üben weglassen. 1.- Die erste Phase ist das Wissen von der Technik, Taktik, Philosophie, dem Ansatz des Systems, etc...Daran gibt es keinen Zweifel. Ohne Grundlage und technische Inhalte und die korrekte Ausführung ist es nicht möglich, Schritte nach vorne zu machen. Deshalb sind Kenntnisse der FORMEN unseres Systems (die das uralte Wissen besitzen) und Szenarien, die dadurch ausgelöst werden, fundamental. 2.- Ist das System einmal vollständig, werden in der zweiten Runde Elemente hinzugefügt, die Zweifel bei der Anwendung auslösen. Das heißt, Übungen durchzuführen, die unbekannt sind und die wir mit zwei o d e r d re i E l e m e n t e n , d i e w i r n i c h t k o n t ro l l i e re n , beherrschen. Wir wissen, was wir tun müssen, aber nicht, wann und von welcher Entfernung oder welchem Ansatz aus wir sie tun müssen. Diese kleinen Elemente, die u n s e re m G e g n e r e n t w i s c h e n u n d d i e u n s u n s e r Trainingskollege oder Ausbilder stellt, bringen uns dazu, unsere ersten Schritte auf der Suche nach Autonomie zu machen. 3.- Übungen im Sparring, in welchen wir uns verpflichten, mit der Technik des WingTsunSystems zu arbeiten und deshalb in den verpflichteten Situationen einen wechselhaften Rhythmus (immer mit dem Kollegen vereinbart) gebrauchen. Dieses dritte Element wird beginnen, uns zwei wichtige Punkte zu liefern. Der erste davon, ein Bewusstsein für Entfernungen zu bekommen, Ansätze, Kraftverwendung und Wissen um den Rhythmus, um uns dem NICHTRHYTHMUS anzunähern.

Der zweite Punkt wird uns VERTRAUEN in diese Bewegungen lehren, die an sich gesehen nicht viel bringen, aber sehr wohl in der Praxis in einem „halb-freien“ Szenario, wenn ich mich traue, das auszuprobieren. So wie mein Vertrauen steigt, wird meine Geschwindigkeit, Kraft und Leistung in den Übungen zunehmen. 4.- Frei. Übungen außerhalb der festen Schemata, wo ich einen der Praktizierenden (auch wenn es frei ist) dazu anhalte, zu versuchen, die Techniken, die wir mit Kollegen in vorherigen Phasen versucht haben zu üben, anzuwenden. Es ist möglich, dass wir in einigen Fällen nicht dazu in der Lage sind, aber wenn wir einfach die Geschwindigkeit etwas tiefer setzen, werden wir beginnen, zu sehen, was, wann und wo...wir können immer das Geschwindigkeitsniveau oder die Intensität erhöhen, aber es bringt nichts, wie Verrückte zu kämpfen. 5.- zur ENTSCHEIDUNGSFINDUNG verpflichten. Auch wenn unser Stil nicht besonders reich an Techniken oder Taktiken ist (es gibt chinesische Stile mit enorm größeren Arsenalen an Techniken), können wir uns in Situationen begeben, wo wir eine Entscheidung treffen müssen. Jede einzelne stellt uns vor die Möglichkeit, zu scheitern oder einen Fehler zu machen. Korrigiert NIEMALS einen Praktizierenden, der Risikos eingeht und Fehler begeht. Analysieren warum und woher dieser kommt, ja. Aber ermutigt immer dazu, beim Üben mutig zu sein. Wenn wir beginnen, mit diesen einfachen Parametern zu arbeiten, kann der WingTsun eines Tages weiterkommen als jemals zuvor. Vielleicht nicht ich oder wir. Vielleicht eine spätere Generation...Aber man wird es sicher erreichen. Vielleicht hat der WingTsun in den letzten Jahren (in Europa) ein übermäßiges Wachstum erlitten bezüglich der Anzahl an Praktizierenden, Schulen, etc... Obwohl das auch sein Gutes hat, hat es eben auch seine Nachteile. Ich sage gewöhnlich den Liebhabern dieses Stils, dass es nun unsere Zeit ist, um „den Kopf zu senken“, in Stille zu arbeiten, in das T-Shirt zu schwitzen, den Kopf zum Denken zu verwenden und Nummer EINS in DEMUT zu sein. Wenn nicht, werden wir vergessen, dass der WingTsun ein absolut wunderbarer (amüsanter, leidenschaftlicher, langlebiger und WIRKSAMER) Stil ist! Danke an alle für ihre Unterstützung.


Kung Fu

Als Veterinäre beim schönen Erlebnis des „Festival des Osten in Carrara“ und im Rahmen eines Seminars, das im Sitz seiner Vereinigung „CINTURA NERA“ in Genua stattfand, hatten wir die Möglichkeit und das Privileg, einige Worte mit einer Persönlichkeit auszutauschen, die wohl keiner langen Vorstellung mehr bedarf. Tatsächlich kennen unsere gewohnten Leser der unschätzbare Beitrag, der vom Großen Meister Paolo Cangelosi geleistet wurde: Mehr als 15 Jahre Zusammenarbeit bei vielen Artikeln und Titelseiten, zahlreiche didaktische Videos zu seinem enormen kämpferischen Wissen und die Teilnahme an unzähligen internationalen Galen und Events, die von Budo International gesponsert wurden. Nach mehr als 35, der Verbreitung der traditionellen chinesischen Kampfkünste gewidmeten

Jahren, sehen wir ihn heute immer mehr in die Gründung von innovativen speziellen Programmen zur Selbstverteidigung und Kampfsportarten verwickelt. Wir möchten dem gerne nachkommen, bezüglich der Projekte, die er gerade in den Fortschritten im Bereich beisteuert und welche eine steigende Anzahl an Anhängern und ein wachsendes Interesse von Seiten der Kommunikationsmedien in Italien und auf der ganzen Welt erhalten. Ein rundes Interview, das uns der Große Meister Paolo Cangelosi für unsere Leser gewährt hat mit dem Ziel, dass sie über die neusten Nachrichten informiert sind und um eine klare Botschaft an die Kampfkunstgemeinde zu schicken, fern der kämpferischen Rhetorik, über die Aspekte und Werte, die alle, Studenten wie Professoren, niemals aus dem Blick verlieren dürfen: Respekt und Dankbarkeit.

Kampfkunst: Ich würde gerne mit Fragen zum Event beginnen, das gerade hier im Sitz ihrer Schule in Genua stattfindet. Worum handelt es sich? Großmeister Paolo Cangelosi: Heute werden wir eine Präsentation abhalten, die zwei Themen abdecken wird, Shuai Jiao und den Jiao Li, die chinesische Kunst des stehenden- und des Bodenkampfes, die uns mit den traditionellen Stilen verbindet, die wir in unseren Kursen des „Combat Freestyle“ thematisieren. Es ist ein den Techniken des Nahkampfs und auch dem Eskrima gewidmeter Bereich. KK: Also ist es ein sehr vollständiges System...? GM P.C.: Ja, ich habe jahrelang ein System n a m e n s W. M . A . ( Wa r r i o r M a r t i a l A r t ) e n t w i c k e l t . D u rc h d i e E n t w i c k l u n g e i n e r Methode, die die Haupttechniken der traditionellen chinesischen, japanischen und thailändischen Stile in einer geeigneten Zusammensetzung für den Kampf kombiniert. Diese Abteilung wurde in all unseren Schulen aufgebaut und s o rg t für eine wettbewerbsfähige Entwicklung. KK: Also wird ein konkurrenzfähiger Ansatz des WMA-Systems gefördert?

GM P.C.: Es ist klar. Es wurde eine Regelung erschaffen, um es im Sport durchführbar zu machen und wir haben es in drei Kategorien unterteilt: Amateure, Semi-Professionell und Professionell. Der Gebrauch aller Techniken des Fechtens, Faustschläge, Tritte, Ellbogen, Knie, Clinch und der stehende Kampf mit Werfen ist vorgesehen, um beim Bodenkampf zu enden, wo nur die Verwendung von Techniken des Kampfs selbst und die Beendigung durch Hebeln und Strangulationen erlaubt sind. Abhängig vom Level der Athleten legt die Regelung Vollkontakt oder begrenzten Kontakt fest, sowie den relativen Gebrauch von Schützern und Schonern. KK: Gibt es bereits Athleten in ihren Schulen, die sich diesem neuen, von Ihnen codierten System verschreiben? GM P.C.: Natürlich. Das ist ein Ausbildungssystem, das immer in meiner Schule existiert hat, in unseren Programmen wurde es als Bereich der „allgemeinen Technik“ definiert. Später im Laufe der Jahre wurde es im „Combat Freestyle“ entwickelt und vervollständigt. In der Vergangenheit war es nicht unter dem wettbewerbsfähigen Aspekt gedacht, sondern nur als Trainingsmethode für den Kampf. Obwohl es heutzutage in der Anfangsphase des Kurses


Interview „Ich will nicht, dass sich alles auf einen Tritt oder Faustschlag reduziert, ich hoffe, dass unsere Leute das Möglichste der Techniken der Kampfkünste zeigen.“

„In den letzten Jahren verkehre ich viel im Ambiente der Ringsportarten, bei verschiedenen Treffen auf internationaler Ebene, und eine Sache, die ich mit Freude betonen möchte, ist der große Respekt und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das sehr präsent ist unter den Athleten, Trainer, etc. Was ich oft nicht mehr in der Welt der Kampfkünste sehe.“


Kung Fu

verwendet wird, haben wir bereits einige Athleten ausgebildet, die dazu imstande sind, den Kampf im Ring zu präsentieren. Wir fangen gerade an, das System bei verschiedenen Events einzuführen, wie es sich vor kurzem ereignet hat, als wir bei einer Gala in Turin eingeladen waren, organisiert von Angelo Baglio, bei der es zwei Teams unter unserer Regelung gab. Demnächst, am 18. Januar, werden wir in Genua sein, um erneut das W.M.A. vorzustellen und später werden wir es so weit wie möglich bekannt machen. Jede Person, die daran interessiert ist, unser System kennenzulernen und zu praktizieren, kann sich mit uns jederzeit in Verbindung setzen. KK: In Zusammenhang mit der Regelung und den Kontaktsportarten, wie kann man AMM in diesem Kontext einfügen, besonders im Vergleich zu Disziplinen wie den MMA, die heutzutage so in Mode sind? GM P.C.: Was ich machen wollte, ist nicht nur eine Typologie des Kampfes mit Vollkontakt, davon gibt es bereits viel. Ich wollte der Technik einen künstlerischeren Touch geben, sowie mehr Klarheit und Effizienz. Aber das Hauptziel des „Combat Freestlye Cangelosi“ ist, die Technik zu förder n. Man darf nicht den ganzen Erfahrungsschatz vergessen, der in den Kampfkünsten steckt. Ich will nicht, dass sich alles auf einen Tritt oder Faustschlag reduziert, ich hoffe, dass unsere Leute das Möglichste der Techniken der Kampfkünste zeigen. Deshalb habe ich in dem System die Verwendung des Körpers am Boden ausgeschlossen, da es meiner Meinung nach eine sehr unbegründete Gewalt, einem Gelächter beim Straßenkampf wert, ist, was die Ethik eines Kampfkünstlers respektieren muss. Die Regulierung ist entworfen, um den Praktizierenden anzuspor nen, seine gesamten technischen und künstlerischen Fähigkeiten zu zeigen und sie zur Verfügung zu stellen und sie nicht auf eine, zwei oder wenig mehr Aktionen zu reduzieren. KK: Da wir gerade vom technischen Geschick sprechen, im letzten Festival des Ostens, in Carrara, haben wir Ihren Sohn Shan den Ring betreten sehen. Wie hat sich der Junge verhalten? GM P.C.: Ich würde sagen gut, wenn man bedenkt, dass er mit den Regeln des K1 kämpfte. Da er von den traditionellen Kung Fu-Stilen her kommt, um sich später im Muay Thai zu spezialisieren, bestraft ihn diese Art von sehr strengen Regeln generell sehr. Sein Gegner war gut vorbereitet und erfahren, vor allem im K1, aber Shan


Interview erschien mit seinem üblichen Mut im Ring, war sich aber der Schwierigkeit, der sie begegnen konnten, bewusst. Er hat sich gut verhalten, weil er den Gegner gut bestritten hat, etwas mehr Selbstvertrauen in sich und seine eigenen Mittel, häufige Variationen bei den Techniken und es ist ein Gut. Im K1 hat er immer noch die Tendenz, Einzeltechniken auszuführen, aber es sollten mehr Kombinationen zwischen seinen Angriffs-und Gegenangriffsaktionen liegen. Aber der Kampf war gut, er hat gewonnen und jetzt werden wir mit anderen Erfahrungen weitermachen, im Muay Thai wie im Superkombat. KK: Gut, durch die Tatsache, dass es im Rahmen einer auf technischer Ebene so wichtigen Veranstaltung war und in Kommunikationsmedien wie dem Superkombat, zählt das Ergebnis, das er erzielt hat, umso mehr? GM P.C.: Auf jeden Fall. Das Event war von der WTKA sehr gut organisiert und wir werden nach vorne gehen und versuchen, immer unser Bestes zu geben. KK: Um auf die Kampfkünste und Kampfsportarten zurückzukommen. Wie verbinden Sie zwei so verwandte, aber gleichzeitig so unterschiedliche Welten? GM P.C.: Durch die Techniken. Der technische Teil, die Verwendung der Arme und Beine, ist sowohl in den chinesischen als auch japanischen Kampfkünsten den Sportarten im Ring sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Bewegungen in der Choreographie verfeinert werden, tödliche und gefährliche Schläge ausgeschlossen werden und sie an die Schoner angepasst werden, wobei sie trotzdem ihre ursprüngliche Arbeit, die vom Karate, Kung Fu und Jiu Jitsu etc. kommt, bewahren. Das ist es, was sie gemeinsam haben. KK: Also gibt es einen wichtigen Leitungsdraht...aber gibt es auch etwas, das jenseits des bloßen technischen Aktes geht? GM P.C.: Natürlich, ja. Es gibt Werte, die die Kampfkünste und Kampfsportarten umgeben. Was wir immer sagen, ist dass der Respekt und der Dankbarkeitssinn die Grundlage dieser Disziplinen sind. Zu diesem Thema würde ich gerne eine etwas negative Anmerkung zu den Kampfkünsten machen. In den letzten Jahren verkehre ich viel im Ambiente der Ringsportarten, bei verschiedenen Treffen auf internationaler Ebene, und eine Sache, die ich mit Freude betonen möchte, ist der große Respekt und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das sehr präsent ist unter den Athleten, Trainer, etc. Was ich oft nicht mehr in der Welt der Kampfkünste sehe. Tatsächlich sehe ich oft Eifersucht, Neid und das Fehlen von Respekt und Dankbarkeit.

Offensichtlich hat der Erfolg aller Meister der Welt, der Vergangenheit und der Gegenwart, und aller Kampfkünste, damit zu tun. Es passierte mir beim letzten Festival, dass ich mich mit ehemaligen Schülern traf, die viele Jahre lang meine Schule besucht haben, und obwohl ich nur einige Schritte von ihnen entfernt war, taten sie ihr Möglichstes, um dem Augenkontakt mit mir zu umgehen. Sie ziehen es vor, den Kontakt zu meiden, wo ein Lächeln, eine Geste der Solidarität mit ihrem Ex-Kollegen, der gerade nach einem Kampf aus dem Ring steigt, ausreichend wäre. Warum dieses Verhalten? Den Kampfkünsten eigen, die das Gegenteil lehren, präzis gesagt die Dankbarkeit und den Respekt...wahrscheinlich haben diese Personen nichts von den Kampfkünsten begriffen! (Mit einem Hauch Bitterkeit gesagt) Das ist leider eine negative Sache, worauf ich in der gegenwärtigen Realität der Kampfkünste hinweisen muss. Und es ist schlecht für alle, die es immer vertreten. KK: Das Thema ändernd, kö nnen wir erneut über ein neues Projekt bezüglich der Selbstverteidigung reden, das in dieser Zeit im Kurs FAD startet? GM P.C.: F.A.D. als vollständige Verteidigungsaktion. Es ist ein Zusammenschluss von Techniken und der Verwendung von für die Selbstverteidigung bestimmten Ausrüstungen. Ein Programm, das ich entwickelt habe, indem ich einige meiner Leidenschaften versammelt und sie zur Kampfkunst hinzugefügt habe. Wir haben den Gebrauch der Pistole inkludiert, den Schuss mit Bogen, Messer, einige Techniken der Selbstverteidigung und das sichere und extreme Fahren mit dem Auto. Ein für jeden geeigneter Kurs, für denjenigen, der Spaß haben will und etwas speziellere Emotionen erleben will, aber auch für den Fachmann, wie Leibwächter oder Polizeiagenten. Das sind alles Techniken, die für das Ziel der öffentlichen Sicherheit nützlich sein und auch für die Kampfkunst selbst eine Ergänzung darstellen können. Der Schuss mit Pistole, der Schuss mit dem Bogen löst besondere Gefühle aus, ein bisschen anders als einfach Schüsse oder einen Tritt an einen Sack abzugeben, und erfordert außergewöhnliche Konzentration. Wir wissen, dass das Messer gefährlich sein kann, was bedeutet, dass es darum geht, Vertrauen und Sicherheit während seiner Handhabung zu haben. Das Auto wird auf extreme Weise gelenkt, um zu lernen, das Adrenalin des Moments zu lenken und korrekt zu handeln, instinktiv, das Auto beim Schleuder n, beim Bremsen und Beschleunigen zu kontrollieren. All das wird vereint, um alle ausgeführten Techniken zu finden und sie in der

Absicht zusammenzufügen, unseren Weg F.A.D. zu bestimmen. Wir werden eine Schulungsrennbahn mit Silhouetten für den Schuss mit Bogen verwenden, mit Zielen für die Pistole und Reproduktionen von aggressiven Situationen für und ohne Messer, um alles, was im Kurs erarbeitet wurde, noch einmal durchzuspielen. Es sind kleine Kurse, die einen Anfang und ein Ende haben und progressiv von einem ins nächste Level schreiten. KK: Also ist die Vorbereitung dieses Kurses für jede Person geeignet, ob sie Kampfkünste praktiziert oder nicht? GM P.C.: Natürlich ist es das, 360°! Es ist klar, dass meine Erfahrung mich lehrt, dass die Person, die bereits eine Kampfkunst praktiziert, mit der Zeit einen Vorteil hat, aufgrund einer besseren Kontrolle ihres Körpers, der Haltungen und der Koordination. Ohne den körperlichen Aspekt zu unterschätzen: eine Stunde lang mit der Pistole zu schießen ist anstrengend, physisch sowie mental. Um nicht davon zu sprechen, 100 Pfeile mit einem Bogen von 30 oder 40 Pfund, der die Muskulatur zusammendrückt, abzuschießen. Es ist also nicht nur geistige, sondern auch sehr körperliche Arbeit. Gleichzeitig beeinflusst das Vergnügen eine Person energetisch, ich freue mich, anmerken zu können, dass nach diesen ersten Kursen die Schüler sehr enthusiastisch sind. KK: Wir sind fast am Ende unseres Treffens angelangt. Gibt es etwas, was Sie den Lesern der Kampfkunst sagen möchten? GM P.C.: In erster Linie bin ich glücklich und stolz auf die Arbeit, die wir in Zusammenarbeit mit Kampfkunst und der Homepage des Kampfkunstnetzwerks vollbringen. Meiner Meinung nach ist es von einem kulturellen Standpunkt aus sehr wichtig, da das essentielle Kommunikationsmittel sind, um Fans durch Neuigkeiten aus der ganzen Welt miteinzubeziehen und auf den neusten Stand zu bringen. Ich bin glücklich, dass Kampfkunst einmal mehr auf Papier und online zur Verfügung steht und so den Liebhabern die Möglichkeit gibt, es immer in ihrer Sammlung zu haben. Die Leser von Kampfkunst wissen, dass sie in ihren Händen ein Medium halten, das vollständige Informationen zu den Kampfkünsten und zu allem, was sich auf die östliche Disziplinen bezieht, liefert. Ich denke, sie sollten dieses Projekt bis ins Letzte unterstützen. KK: Die Leser können wissen, dass Sie mit erneuerter Energie fortfahren werden, um auf den Seiten von Kampfkunst präsent zu sein. Oder? GM P.C.: Definitiv, ich werde nicht scheitern. KK: Vielen Dank, Meister! GM P.C.: Danke an euch.


Autodefensa

„Beim System Morabito gibt es keine Positionen oder Fixpunkte, sondern eine kontinuierliche Bewegung des Modifizierens, jede Kampfposition ändert den Arbeitsplan.“

System Morabito Ein Kampfsystem militärischer Herkunft, was die geeigneten Techniken für jede Person beinhaltet, sei sie zivil, vom Militär oder Experte im operativen Sektor. Das Morabito-System liefert ein tiefgreifendes Studium des menschlichen Körpers, von einem biomechanischen, am Körper angewandten Standpunkt aus, und verbindet es mit der Kenntnis von den mechanischen und physischen Gesetzen, um jede Art von Angriff von mehreren Punkten und Gegner n aus auszuweichen. In diesem System erforscht man die Reflexe, die während der Praxis auf den menschlichen Körper appliziert werden und so zu ausgezeichneten Resultaten beim Nahkampf führen. Während des Studiums der Angriffsund Verteidigungstechniken in einer kartesianischen und dreidimensionalen Analyse werden so alle Möglichkeiten und Lösungen während eines echten Angriffs analysiert. Diese Vorbereitung bedeutet, dass jeder Praktizierende die Fähigkeit besitzt, einen Angriff zu „lesen“ und ihn auseinanderzunehmen und so sofort geeignete Verteidigungsstrategien findet. Beim Morabito-System verwendet man einige Trainingsmethoden, bei denen kombinierte Angriffs-und Verteidigungslinien erlernt werden, und diesen Bereich vertiefend führen diese physischen, auf den menschlichen Körper angewandten Konzepte dazu, dass wir eine Angriffstechnik auf einen Arbeitsplan richten, bei dem die Resultate wirksamer sind.

Während des Trainings erforschen wir auch die den Kampf betreffenden Positionen. Wenn man diese Positionen analysiert und modifiziert, wird man bemerken, dass wir einige Angriffstechniken mit größerer Effizienz umgehen können, indem wir unsere Verteidigungsposition verändern, weshalb es im Morabito-System keine festen Punkte gibt, keine Positionen, aber eine kontinuierliche Bewegung, dazu gemacht, um jede Kampfposition zu modifizieren und den Arbeitsplan zu verändern. Das Morabito-System beinhaltet auch die besten und fortschrittlichsten Grundtechniken des russischen Systems mehrerer Schulen. Das System ist eine russische Kampfkunst des Nahkampfs. Es bevorzugt Flexibilität und Improvisation in der Auseinandersetzung und kombiniert den Gebrauch von Kampfbewegungen mit brutalen und effizienten Techniken. Das Morabito-System basiert auf persönlichen Erfahrungen des Großen Meisters, als Ergebnis internationaler Zusammenarbeit im Bereich des zivilen, militärischen und risikoreichen Milieus. Dieses System ist zertifiziert und anerkannt von mehreren Organisationen auf inter nationalem Niveau. Die Vereinigung I.K.M.O., Abteilung Morabito-System, benutzt spezielle Vorbereitungsprogramme für konventionelle Waffen und für den Gebrauch von gewöhnlichen Objekten. Als letztes, aber nicht weniger wichtig, stehen das Erlernen und der fortgeschrittene Gebrauch von „Nicht-Kontakt“. Für mehr Information: I.K.M.O. International Krav Maga Organization Kurse und Seminare für Arbeitsgruppen, Ausbilder, Militärpersonal und internationale Zertifizierungen von Krav Maga, Kapap, Morabito-System www.internationalkravmaga.com - www.ikmo.it info@internationalkravmaga.com


F端r mehr Information info@pset.eu Deckungstraining f端r Sicherheitskr辰fte zivile Sicherheit, Personenschutz, Zentrum f端r operative Vorbereitungen internationale Zertifizierungen des Sicherheitssektors www.protectionsecuritytraining.com www.pset.eu


russischen Programmen, das mit fortschrittlichen Technologien arbeitet, um alternative, optimale Lösungen zu finden und so das Risiko und die Verletzbarkeit so gering wie möglich zu halten. Wir bieten die folgenden Kurse mit garantiert guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt das ganze Jahr über in Englisch und Italienisch an: VERTEIDIGUNG BEIM NAHKAMPF UND TAKTISCHE OPERATIVE VERTEIDIGUNGSTECHNIKEN MIT PISTOLE TAKTISCHES GEWEHR VIP- SCHUTZ UNTERNEHMER MARITIME SICHERHEITSOPERATOREN SSO CQB-TECHNIKEN DYNAMISCHER SCHUSS UMGEBUNGEN UND HOHES RISIKO

SCHUTZ DER AUSBILDUNG Die neue Grenze der Sicherheit. Wie noch nie zuvor, ist heutzutage die Diskussion um die Sicherheit, aufgrund der hohen Nachfrage im internationalen Markt, angebracht. Deshalb gibt es jedes Mal neue Expertenfiguren, die dazu fähig sind, in risikoreichem Ambiente und zum Schutz von gefährdeten Orten und Personen zu operieren. Die Ausbildung im Deckungsschutz, marktführend im Bereich der internationalen erstklassigen Sicherheit in den angebotenen Dienstleistungen und Ausbildungen, befasst sich mit der Ausbildung für Sicherheitsfachmänner in jeglichem Milieu. Aufgebaut von einem Spezialisten Team, hoch qualifiziert im Militär-und Sicherheitssektor, mit israelischen und

Operationen der maritimen Sicherheit Das Ziel dieser Ausbildung ist, den Studenten alle theoretischen und praktischen Kenntnisse zu vermitteln mit dem Ziel, sie dazu zu befähigen, als Operator oder Sicher h e i t s b e a m t e r d e r S S O a u f e i n e m S c h i ff z u arbeiten, in Übereinstimmung mit den internationalen Methoden. Zudem wird der Student an einer „echten Simulation eines Schiffs“ teilnehmen, die ihm dabei helfen wird, die Spezifik des maritimen Sektors und die offizielle Rolle der Sicherheit für die Sicherheit an Bord besser zu verstehen.

Privater Militärunternehmer Das Ziel dieses Kurses ist, Militärpersonal/ Ordnungskräfte/Zivilkräfte darauf vorzubereiten, um Sicherheitsoperationen in feindlicher Umgebung durchzuführen. Die Ausbildung wird ein möglichst realistisches Szenario liefern, dank der Unterstützung von Sicherheitsexperten aus der ganzen Welt und so den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, verschiedene Arten von Waffen und Ausrüstungen kennenzulernen, die in einer Situation von hohem Risiko unerlässlich sind.


Kampfkunst-International ist heute zu Gast in der Yong Chun Kung Fu Schule Chemnitz. Hier fand im November das erste Deutschland Seminar im Wing Chun mit Meister Wang Zhi Peng und Jai Harman aus Beijing statt. Kampfkunst-International interviewte Meister Wang und Organisator Hendrik Markert zum Seminar und über das Wing Chun. KI: Guten Tag Meister Wang Zhi Peng, Vielen Dank das sie sich die Zeit genommen haben, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Sind Sie das erste Mal in Deutschland? Was sind Ihre Eindrücke? Wang Zhi Peng: „Ja, das ist mein erster Besuch in Deutschland und ich finde es ist ein sehr schönes und sauberes Land. Die Menschen hier sind sehr freundlich. Ich wurde von allen Seminarteilnehmer n sehr herzlich empfangen, was mir sehr gefallen hat. Es war eine weite Reise für mich, umso mehr war ich überrascht und erfreut, dass mich so viele Leute in Deutschland kennen und von mir Wing Chun sehen und erlernen wollten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Hendrik, dass er mich eingeladen hat und all das ermöglicht hat.“

KI: Wie bekommt man einen Meister aus China nach Deutschland? „Ganz einfach“ W.Z.P: schmunzelte Meister Wang „ich wurde einfach gefragt! Leider spreche ich kein deutsch und durch diese Sprachbarriere wendete sich Hendrik an meinen Schüler Jai Harman.“ „Ja, über ein soziales Netzwerk sind wir befreundet und stehe mit ihm regelmäßig in Kontakt. Als ich durch Jai erfuhr das Wang Shifu nach England reist, fragte ich ihn ob es auch möglich sei, dass er nach Deutschland kommt. Jai sah darin kein Problem und somit war der erste Grundstein gelegt. Ehe wir uns versahen, stecken wir mitten in der Planung und Vorbereitung für das Seminar“ so Markert.

KI: Hendrik, Meister Wang erwähnte die Sprachbarriere, wie verlief die Verständigung? W.Z.P: „Ich hatte das große Glück, das vor ein paar Monaten ein chinesischer Austauschstudent bei mir begonnen hat Wing Chun zu erlernen. Sein Name ist Charlie und ich erzählte ihm von meinem Vorhaben. Er war sofort davon begeistert und ab diesem Zeitpunkt planten wir gemeinsam das Seminar. Es stellte sich als große Hilfe und Vorteil heraus, dass Charlie mit allen kulturellen Gepflogenheiten vertraut war. Somit konnte er mich im Vorfeld auf bestimmte Dinge hinweisen und aufmerksam machen. Es gibt ja doch einiges worauf man achten muss und besonders Wert legt wird. Während des ganzen Seminars

Fotos: Archiv Wang Zhi Peng und Hendrik Markert


Jeek Kune Do

stand Charlie uns allen als Dolmetscher und Übersetzer zur hilfreich zur Seite.“ KI: Es war sicher spannend, auf Meister Wang Zhi Peng zu treffen! W.Z.P: „Charlie und ich holten beide vom Flughafen in Dresden ab. Wir waren im Vorfeld total aufgeregt und die Spannung stieg vor Ort ins Unermessliche. Ich konnte es kaum glauben, dass wir es tatsächlich geschafft hatten beide nach Deutschland einzuladen. Nach einer sehr herzlichen und respektvollen Begrüßung, merkten wir alle vier recht schnell, dass die Chemie zwischen uns stimmte! Egal aus welchem Land, egal aus welcher Kultur - der Wing Chun Gedanke vereinte uns!“ KI: Meister Wang, wo lagen Ihre Themenschwerpunkte beim Seminar? W.Z.P: „In erster Linie habe ich mir einen Überblick verschafft. Einige Teilnehmer kamen ja aus anderen Wing Chun Stilen. Ich habe mir deren Formen angeschaut und ihnen danach mein Wing


Chun gezeigt und erklärt. Dabei konnte Ich ihnen ein paar nützliche Tipps gegeben, worauf Sie bei der Ausführung achten sollten.“ Hendrik bemerkt weiterhin: „Es waren ja nicht nur die Tipps. Der ganze Aufbau vom Training war anders als ich es bisher kannte. Begonnen hat alles mit einer knackigen Erwärmung, gefolgt von leichten Körperübungen. Danach wies uns Wang Shifu in die Formen ein. Am ersten Seminartag führten wir die beiden Formen Siu Nim Tau und Chum Kiu mit deren Erklärungen aus. In bestimmten Drills & Partnerübungen konnten wir das Erlernte vertiefen. Wang Shifu und Jai Harmann standen uns dabei immer beratend zur Seite. Außerdem zeigte er uns praktische Anwendungsbeispiele an der Holzpuppe. Ihm bei der Ausführung seiner Formen zu zusehen, war für mich ein wirkliches Erlebnis. In jeder seiner Bewegungen spürte man pure Energie und man hatte das Gefühl wahres Kung Fu eines Meisters zu sehen.“ „Insgesamt hat uns Meister Wang in den zwei Tagen einen kleinen Einblick in die drei waffenlosen Formen gegeben. Am praktischen Beispiel die Holzpuppenform gezeigt und erklärt, ebenso Teile des Langstocks. Von Chi Sao über verschiedene Lap Sao Drills und Schrittübungen bis hin zu Hebel und Würfen war alles vertreten und fand seine Anwendung. Für beide Tage Informationen pur!“

während seiner Zeit hier kennen zu lernen? W.Z.P: „Schön dass Sie mich das fragen. Er ist sehr freundlich und wie eben schon erwähnt, bin ich von seiner offenen menschlichen Art sehr positiv überrascht. Er ist etwas zurückhaltend und ein Meister ohne Allüren. Ich finde er besitzt ein sehr umfangreiches Wissen über die chinesischen Kampfkünste. Wann immer es Ihm möglich war, beantwortete er mir meine Fragen im wahrsten Sinne »mit Händen und Füßen«. Man hat bei ihm wirklich das Gefühl einen wahren Kampfkunstmeister vor sich stehen zu haben.“ KI: Wie war das Feedback der Seminarteilnehmer? W.Z.P: „Es war durchweg positiv! Einige Teilnehmer sind ja extra dafür aus ganz Deutschland und den Niederlanden angereist. Trotz der langen Anreise war die Stimmung sehr gut. Von vielen habe ich gehört, dass sie von der Natürlichkeit und Bescheidenheit Wang Shifu's sehr beeindruckt waren. Alle waren sehr zufrieden und stolz einen solchen Meister einmal persönlich zu erleben. Es hat sie somit gefreut, dass sie auch die Möglichkeit hatten, neue Leute aus anderen Städten und Länder n kennen zu lernen. Alle sind sehr freundlich und respektvoll miteinander umgegangen.“ KI: Hendrik, wie war das, Meister Wang auch persönlich

KI: Was zeichnet denn das Besondere am Meister aus? W.Z.P: „Nun ja, eigentlich kann man es aufgrund seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten nur erahnen, welche Fortschritte man machen würde, wenn man einige Zeit bei ihm trainiert. Am besten sieht man das bei Jai. Er hat schon einige Jahre bei ihm gelernt und besitzt mittlerweile großes Wissen und Können im Wing Chun. Er ist wirklich sehr kampfstark und ohne einen guten Lehrer wird man das nicht einfach so. Talent allein reicht oftmals nicht aus. Ich habe großen Respekt vor beiden.“ KI: Welche Erkenntnis nimmst Du für Dich aus dem Seminar mit? W.Z.P: „Auf jeden Fall, dass man nicht genug trainieren kann. Wang


Shifu zeigte uns ja alle Aspekte der Kampfkunst. Angefangen von Qi Gong Übungen bis hin zu Kraft, Ausdauer, Kondition und Technik Training. Es war teilweise sehr anstrengend und das hat mir gezeigt ich muss mehr tun. Meister Wang trainiert täglich 5 Stunden. Er ist

unglaublich schnell, sehr genau und gut strukturiert in seinen Techniken und deren Ausübung.“ KI: Meister Wang, können Sie unseren Leser n noch einige wichtige Tipps geben? „Jeder W.Z.P: Kampfkünstler hat einen anderen Hintergrund. Kenntnisse, Motivation und Ziele sind so individuell wie die Menschen selbst. Das was dem einen besonders gut gelingt stellt den anderen vor unüberwindliche Hürden. Es geht nicht darum 4 oder 5 m hoch zu springen und alles vor einem zu zerstören. Es geht vor allem darum, sich selbst zu entwickeln. Es ist wichtig dass man keine Scheuklappen hat und sich neuen Sachen gegenüber öffnet, um seinen eigenen Stil weiterzuentwickeln. Man darf nicht einfach nur Dinge kopieren. Man kann jeden Fehler ausbessern, wenn man nur genügend Zeit darin investiert. Kung Fu ist sehr Vielseitig und sollte nicht nur der Selbstverteidigung dienen. Es ist sollte einem vielmehr neue Wege zur persönlichen Weiterentwicklung

aufzeigen, um zu körperlicher und geistiger Harmonie zu finden.“ KI: Meister Wang, Sie sind noch ein paar Tage länger in Deutschland geblieben, was haben Sie in dieser Zeit noch erlebt? W.Z.P: „Hendrik und Charlie haben uns noch ein wenig die Stadt Chemnitz und deren Sehenswürdigkeiten gezeigt. Ich fand auch die Ausflüge in die nähere Umgebung und den Besuch einer Brauerei sehr schön und interessant. Das deutsche Essen und das deutsche Bier sind wirklich sehr gut!“ erklärt uns Meister Wang lächelnd. KI: Meister Wang Zhi Peng und Hendrik Markert, wir bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen für die Zukunft alles Gute!


REF.: • TAOWS1 Alle DVDs, die von Budo International produziert werden, sind mit einem speziellen Hologramm-Aufkleber versehen und werden allein in den Formaten DVD-5 oder MPEG-2, jedoch niemals in VCD, DivX o. ä. angeboten. Zudem zeichnen sich unsere DVD Hüllen durch die hohe Qualität in Druck und Material aus. Falls diese DVD und/oder die DVD Hülle nicht den oben genannten Ansprüchen entspricht, handelt es sich um ein illegale Raubkopie.

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„Das Rad“ - Chakrásana Da wir in vielen Aspekten symmetrisch sind, gibt es zusätzlich zu den vorderen Chakren auch auf der Körperrückseite Chakren. Sie ermöglichen die Vereinigung mit dem Universum, da sie sich neben Lichteinflüssen auch durch Vibrationen mit ihm verbinden. Die vielfältigen Yoga-Positionen werden nicht nur zur Entspannung und Öffnung des Körpers ausgeführt, sondern auch, um Geist und Körper zu öffnen und zu beeinflussen, damit er diese Energien annimmt und mit ihnen kommuniziert, so wie mit dem Licht. Wahrscheinlich das Außergewöhnlichste des Ganzen wäre die Möglichkeit, dass unser Körper Zellen beinhaltet, die dazu fähig sind, die Informationen und Energie der ultravioletten Strahlung einzufangen. Wir werden dies detaillierter erklären. Die Sonnenenergie durchdringt die Haut aufgrund der chemischen Transformation in Vitamin D3, welches zur Leber und zu den Nieren transportiert wird, um es in Vitamin D umzuwandeln. Ein geringer Vitamin D-Anteil im Körper kann dazu führen, einen niedrigen Kalzium-Anteil in den Knochen zu haben, wodurch das Knochenbruchrisiko steigt. Auch wenn Vitamin D nichts anderes bewirken würde, als die Knochen zu schützen, wäre es immer noch essentiell. Aber Testungen beweisen, dass es noch viel mehr kann! Viele der Muskelgewebe beinhalten Vitamin D und aktivieren so die wirksame Absorbierung des Kalziums. Aber es gibt ähnliche Rezeptoren in vielen anderen Organen, wie in der Prostata, dem Herz, den Blutgefäße, den Muskeln und der endokrine Drüse, und ihre progressive Arbeit führt zu guten Auswirkungen, wenn das Vitamin D an diese Rezeptoren andockt. Die Wissenschaft stimmt immer zu, dass wir nicht nur aus Atomen und Molekülen bestehen, sondern auch aus Licht gemacht sind. Wir bemerken alle, dass das Licht nicht nur unseren Körper beeinflusst, sonder n auch absorbiert wird, um bestimmte biologische Rhythmen zu stimulieren. Zudem hat uns die Wissenschaft gelehrt, dass die Biophotonen vom menschlichen Körper dank der geistigen Fähigkeit abgegeben und freigesetzt werden. Die Existenz dieses endogenen Lichts wurde 1920 vom russischen Embryologen Alexander Gurwitsch entdeckt und gegen Ende der 60er durch Verwendung modernster Methoden endgültig bewiesen. Das Licht kann auch fundamentale Kommunikations- und DNA-Prozesse von Zelle zu Zelle modulieren.

Die Biophotonen werden von den Zellen vieler lebender Organismen verwendet, um miteinander zu kommunizieren, was die Übertragung von Informationen und Energie erleichtert, welche schneller als die chemische Diffusion ist. Die Kommunikation von Zelle zu Zelle mithilfe der Biophotonen wurde bei Pflanzen, Bakterien, Tieren, neutrophilen Granulozyten (die Art, die am meisten über Zellen der weißen Blutkörperchen bei den Säugetieren verfügt und einen wesentlichen Teil des Immunsystems bildet), sowie bei Zellen der Nieren belegt. Die Forscher bewiesen, dass die Stimulierung durch unterschiedliches spektrales Licht (infrarot, rot, gelb, blau, grün und weiß) an einem Ende der Sensoren am Rückgrat oder in den Wurzeln der motorischen Nerven einen bedeutenden Anstieg der photonischen Aktivität auslöste. Das deutet daraufhin, dass die Stimulierung durch Licht Biophotonen generieren kann, die es durch die neuronalen Fasern leiten. Sogar auf molekularer Ebene unseres Genoms gibt es die DNA (die Welle der Biophotonen) vom Chromatin des Zellkerns ab. Die Studien zeigen an, dass die Helix des Moleküls der DNA die ideale geometrische Form eines widerhallenden Lochs vorzeigt, die es ermöglicht, das Licht wirksam zu speichern. Das kann man auch als Brücke der Biophotonen-Emission definieren. Diese Biophotonen werden so abgegeben, dass sie die Aura des Körpers beeinflussen. Die Biophotonen kennzeichnen sich durch einen äußerst hohen Ordnungsgrad, den man als eine Art biologischen Laser beschreiben könnte, welcher dazu fähig ist, Interferenzen zu erzeugen und für viele Zustände verantwortlich zu sein scheint, die das gewöhnliche inkohärente Licht nicht erschaffen könnte. Dieser hohe Zusammenhang liefert den Photonenwellen die Fähigkeit, die Ordnung zur Informationsübermittlung zu generieren, während das chaotische inkohärente Licht einfach nur Energie weitergibt. Diese Biophotonen haben die Kraft, zu ordnen und zu regulieren und so den Organismus auf eine höhere Schwingung zu heben. Dies äußert sich durch den Eindruck von Vitalität und Wohlbefinden. Die Praktizierenden des Yoga wissen zudem, dass Respekt und dem Körper angemessene Ernährung eine bessere Entwicklung der Funktionalität, des Geistes und des Bewusstseins fördert, da eine bestimmte Diät ein kritischer Faktor beim Aufstieg der Praktizierenden zu einer höheren Sphäre der energetischen Verwirklichung ist.

Text: Evan Pantazi Yoga-Ausbilder: Carolina Lino - Ponta Delgada, Azoren Foto von: Tiago Pacheco Maia - Ponta Delgada, Azoren


Das Sonnenlicht ist vital, ohne es kann kein Leben existieren. Wir merken alle den revitalisierenden Effekt des Sonnenlichts in unserem Körper und Geist, wenn wir nach einem langen Winter die ersten Sonnenstrahlen genießen. Aber wir können die Sonnenenergie durch das Essen sowie den Körper absorbieren. Die neuste Untersuchung zeigt, dass neben der chemischen Zusammensetzung des Essens die Lichtenergie (Biophotonen) ein wichtiger Faktor für die Qualität des Essens ist. Je mehr Licht unser Essen speichern kann, desto mehr Nährstoffe wird es uns liefern. Zum Beispiel sind das Gemüse und die Früchte, die natürlich unter dem Sonnenlicht gewachsen sind, reich an Sonnenenergie. Die Fähigkeit, Biophotonen zu speichern, kann so ein Qualitätsmaß des Essens sein. Diese gespeicherte Sonnenenergie findet ihren Weg zu den Zellen durch das Essen, in Form von kleinen Lichtpartikeln. Diese Lichtpartikel (Biophotonen), die die kleinsten Einheiten des Lichts sind, beinhalten wichtige Bioinformation, die ihrerseits die komplexen vitalen Prozesse unseres Körpers kontrolliert.

„Das Rad“ Chakrásana Mit den Füßen aneinander, um die Energie zu unterdrücken, die vom inneren Teil der Beine aufsteigt, berührt der Praktizierende zuerst die Punkte der Zeigefinger und Daumen, bildet so ein Triangel und ahmt die Form vieler vorderen Chakren nach. Zuerst wird es, die Hände vor dem Wurzelchakra, mit dem Triangel-Modell gebildet, dann streckt der Praktizierende die Arme nach oben, über seinen Kopf, mit ausgestreckten Handflächen. Wenn der Praktizierende die Handflächen, die inneren Teile der Arme, den vorderen Teil des Körpers und den unteren Bereich der Beine nach hinten beugt, dehnt sich gleichzeitig alles und erlaubt dem Praktizierenden so, die energetischen kräftigen Schwingungen zu spüren. Das macht es möglich, dass die Energie der Sonne oder Atmosphäre durch die frontalen Chakren eintritt, zudem durch den kleinsten Nadis (Kanäle, Röhren) im gedehnten Körper. Der untere Teil der gedehnten Beine überträgt diese Energie sicher auf den Boden, während das Licht zum Körper fließt, wenn dieser zum Sonnenlicht hin ausgerichtet ist. Wenn der Körper sich nach hinten beugt, können die Energien nicht aufsteigen, da der innere Teil der Beine versiegelt ist, der Rücken und die Schultern drücken sich zusammen und verhindern den freien neurologischen Fluss oder die energetische Transferenz. Diese Haltung verbirgt ebenso diese bestimmten Zonen vor ihrem eigenen Licht, indem sie sich auf die Lichtabsorption einzig und allein in diesen frontalen Toren konzentriert, anstelle eines ausgeglichenen Energieflusses durch die vorderen und hinteren Chakren und Nadis. Wenn das Licht von den vorderen Portale und Nadis aufgenommen wird, konzentriert sich das kommende spektrale Licht (infrarot, rot, gelb, blau, grün und weiß) in den sensorischen Nerven und die Lichtstreuung in der biophotonischen Aktivität erhöht sich durch die ganze körperliche Struktur hindurch. Das durch die neuronalen Fasern gelenkte Licht sendet, als neuronale Kommunikation, eine Folge von geordneten und regulierten Botschaften, die den Organismus auf ein höheres Level der tiefen vibrierenden Frequenz heben, das Level der DNA. Diese frontale Fokussierung reinigt die Energie des Körpers, der sich in Richtung des Bodens bewegt, durch das pure und direkte Sonnenlicht, was den Stress und die Reste der aufgestauten Energie beseitigt. Das geeignete energetische Licht dringt durch die Nahrungsmittel, die wir essen, in den inneren Teil des Körpers ein, wodurch ein kompletter energetischer Nahrungskreislauf für unsere Seele entwickelt wird.

Lächle während der gesamten Haltung (und mit allen Positionen, Aktionen und Haltungen), aber besonders wenn du dich nach hinten streckst. Das streckt die Gesichtsmuskeln, daneben ermöglicht es dir eine größere Lichtabsorption. Das bringt ein Gefühl von Jugendlichkeit (zusätzlich zum Aussehen) und das Glück eines unbesorgten Kindes.

Atmung und Absicht Beginn damit, dich mit den Füßen zusammen aufzustellen und atme tief durch die Nase ein, erlaube so der Energie, zum Boden zu fließen. Das durch die rechte und linke Gehirnaktivität folgende Gleichgewicht erzeugt eine Energiebrücke, die in Richtung der motorischen Nerven und zu den Fußknöcheln und dem äußeren Teil des Fußes herabfließt. Während der Einatmung fühlt man die Luft oder Energie, die nach unten fließt, in Richtung des vorderen Zentrums, durch das Perineum, den hinteren Teil der Beine und den äußeren Teil des Fußes, und so dort, wo sie sich niederlässt, eine Ve r b i n d u n g zwischen Körper und Geist erschafft. Dann bildet der Praktizierende den dreieckigen Raum mit den Händen, atmet langsam aus, fühlt, wie die Energie durch das Rückgrat vom Wurzelchakra zu den Händen und Schultern aufsteigt. Die Wirbelsäule ist leicht gebogen, um einen freien Energiefluss zu ermöglichen. Einmal mehr atmet man, wenn man die Arme über den Kopf und nach hinten hebt, tief ein, spürt die Vibrationen in den Handflächen, dem inneren Teil der Arme und dem vorderen Teil des Körpers, die sich in Richtung des Bodens ausbreiten und so den Körper komplett reinigen. Man muss bei dieser kompletten Ausführung der Haltung langsam ausatmen, um das Körpergewicht zu stabilisieren für die nachfolgende Forderung der elektrischen Stimulation vom Gehirn aus zu den Muskeln, die diese Position stützen. Wenn man erneut einatmet, fühlen wir, dass das Sonnenlicht die Wärme der feinsten Vibrationen zu unserem Kern absorbiert und in Richtung des Bodens weitergibt. Wir ermöglichen, dass sich uns das Licht vollständig zeigt, während unser Körper, Verstand und Geist sich verjüngen und sich komplett kräftigen. In der nächsten Ausgabe: „Stehend nach vorne gebeugt“ Pádahastásana.


WIE DER „FU-SHIH KENPO“ ENTWORFEN IST: AUSBILDUNG Beim Fu-Shih Kenpo ist es absolut notwendig, in körperlicher Topform zu sein. Ob man mit der Faust, dem Handgelenk, den Fingerknöcheln, Knien, dem Schienbein, den Füßen oder Ellbogen schlägt oder Techniken mit der Kralle verwendet, wenn diese Körperteile nicht gut trainiert sind, wird man Schmerz verspüren und wir werden uns vielleicht selbst verletzen. Also, es ist nicht möglich, wiederholt zu schlagen, ohne in einer angemessenen Verfassung zu sein. Es ist egal, welchen Stil man praktiziert, der körperliche Zustand ist unentbehrlich und geht mit der mentalen Ausbildung einher. Erinnert euch, dass der Echt- oder Straßenkampf den Gebrauch von Schonern oder Regeln nicht erlaubt und man bedenken muss, dass jene, die normalerweise Vorführungen vom Zerbrechen von Ziegeln oder anderen Objekten machen, dabei nicht ihr echtes Können im Kampf zeigen, sondern eher ein Produkt des Levels ihrer körperlichen Verfassung. „Ein Straßenkampf dauert so lange, bis du den Gegner ausreichend stark geschlagen hast, um ihn zu stoppen“. Wie oft hat uns ein Straßenkampf gezeigt, dass ein einziger Schlag oder mehr nicht ausreichen, weil das Individuum, wenn auch schwer verletzt, weiterkämpft. Das ist der Überlebensinstinkt, der Gefühlszustand, der Adrenalinpegel oder, gemäß dem Alkoholanteil in seinem Blut, der Drogenkonsum, und diese mysteriöse Kraft oder Energie, die wir alle besitzen und die sich dort äußert. Trotzdem ist unter bestimmten Umständen ein schneller und bestimmter Schlag genug. Und es ist wohlbekannt, dass die Straßenkämpfe für gewohnt schnell ihren Ausgang finden, das heißt, dass sie nur eine kurze Zeit andauern, manchmal Sekunden. Wenn ein Zusammenstoß auf der Straße mehr als 15, 20 oder 30 Sekunden dauert, muss man sich Sorgen machen.

SICHERHEIT BEIM ANGRIFF Vor einem erfolgreichen Angriff gibt es drei lebensnotwendige Gebote: 1. Falle oder Hinterhalt 2. Druck 3. Isolierung 1. Bei der Methode der Falle oder Hinterlist nimmt oder schlägt man das Handgelenk der entgegengesetzten Hand nach unten und kreuzt es über den Körper des Gegners, der Arm wird in einem ungefähr 45°-Winkel gehalten. Man muss sichergehen, dass das Gewicht des Körpers des Gegners nach vorne auf seinem vorderen Bein liegt, was verhindert, dass er einen Tritt abgeben kann, und man vermeidet ebenfalls, dass er mit dem freien Arm schlägt. Nun kann man sicher in seinen defensiven Kreis treten und schlagen. 2. Methode des Drucks, das ist einfach, um den Kreis des Gegners von der Angriffslinie selbst abzulenken, meistens verwendet man einen Schlag der Hand auf den Unterarm oder

Ellbogen des Gegners, um dessen Seite ungeschützt zu lassen. Der Schlag wird immer nach unten oder auf die Seite (gekreuzt) ausgeführt, niemals von vorne mit einem Stoß, da dies die Balance des Gegners seinem zurückgestellten Bein angleicht und ihm so die Möglichkeit gibt, das Bein zu gebrauchen. In jedem Fall bewahrt der nach unten oder auch horizontal realisierte Schlag mit der Hand das Gewicht des Gegners auf dessen vorderem Bein, was diesen davon abhält, vom hinteren Bein Gebrauch zu machen, um zu schlagen. Es ist also sicherer, einen Schlag innerhalb des defensiven Kreises zu geben, bevor man sich zurückzieht und die Position überdenkt. Notiz: Nur Einzelschläge. 3. Methode zur Isolierung, grundsätzlich ist es ein kräftiger Schlag auf die Hand, den Unterarm, Trizeps und Bizeps des Gegners, der einen starken Schmerz verursacht und den Arm bewegungslos macht. Danach ist eine Angriffskombination auf und durch den Verteidigungskreis möglich. Diese ist die sicherste Methode, um einen erfolgreichen Angriff sicherzustellen. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass es, misslingt der Angriff auf den vorderen Arm des Gegners beim Gebrauch irgendeiner dieser Techniken, unabdingbar ist, sich zurückzuziehen und es erneut von einem anderen Winkel aus zu versuchen. Nur wenn man den vorderen Arm des Gegners gesichert hat, wird man den Körper angreifen können. Alles darüber hinaus ist einfach Fechtkunst, wenn der Feind einen Angriff blockiert, macht man den Arm, der blockiert hat, unschädlich. Notiz: Diese drei Methoden werden immer vom progressiven Fortschreiten begleitet. Bedenkt: die Selbstverteidigung ist kein Spiel, man darf sich nicht vom Arm des Gengers involvieren lassen, befindet sich dieser auf einer Angriffsbahn, verwende jegliche der drei Methoden.

TRITTE Bei den chinesischen Stilen sieht man oft den Tritt, wenn Sie nördliches Shaolin praktiziert haben, wissen Sie, dass es hohe Tritte erfordert und andere Abstammungen davon verwenden niedrige Tritte. Ich persönlich habe keine Vorlieben, von der Situation abhängig mache ich Gebrauch von den einen oder anderen, oder auch eine Kombination von beiden. Bei allen Methoden muss man bedenken, dass wir bei den Konfrontationen auf der Straße alle unser „bestes“ Arsenal von der Taille aus abwärts für Angriffe auf diesen Bereich verwenden sollten. Und von der Hüfte aus aufwärts für Angriffe auf den mittleren und oberen Körperbereich. Bei Fu-Shih Kenpo wird, hat man einen hohen Tritt ausgeführt, immer ein tiefer beigefügt: Hüfte, Knie oder Schienbein, man macht nie einen hohen Tritt, ohne dass dieser einem niedrigen vorangeht oder andersrum. Die Philosophie der Fußtritte beim Fu-Shih Kenpo neigt dazu, der Philosophie der Arbeit der Hände zu folgen, zum Beispiel einen direkten Tritt von der Hüfte aus in frontaler


Kenpo „Bedenkt: die Selbstverteidi gung ist kein Spiel“

Position abzugeben, ähnlich einem frontalen Tritt, und so den Knöchel, das Schienbein oder weiter oben in einem 45°-Winkel zu schlagen, um das Gelenk auszurenken. Bevor man einen weiteren Tritt versucht, hakt man sich mit der Ferse in die Innenseite des Schienbeins, des Knöchels oder der Wade ein und führt kreisförmige Tritte mit dem Fußrist oder Mittelfuß auf den Oberschenkelknochen, Muskel oder hinter dem Knie aus. Zuerst verwendet man diese Schläge, um einen möglichen Gegenangriff des Kontrahenten mit seinem vorderen Bein zu neutralisieren. Erneut und wie bei den Angriffen mit der Hand sollte man nicht den defensiven Kreis des Körpers angreifen, bevor man nicht das vordere Bein des Gegners abgelenkt oder ihm einen schweren Schmerzen zugefügt hat. Dies soll nicht für übertrieben gehalten werden, die Strafe ist essentiell, man sollte nicht dem vorderen Bein des Gegners nachgeben, sonder n ihm den größtmöglichen Schmerz zufügen, bevor man versucht, dem Körper Tritte zu verpassen. So kann der Gegner, wenn der Angriff auf den Körper nicht sehr erfolgreich ist, zumindest nicht einen Gegenangriff starten oder mit einem weiteren Angriff fortfahren. Beim Fu-Shih Kenpo werden alle Tritte mit dem Bein, das vorangestellt ist, begonnen, so benötigt man keine großen Veränderungen im Gleichgewicht, es ist schneller, als mit dem hinteren Bein zu schlagen und ermöglicht größere Mobilität. Ein schnelles Nachziehen der Füße nach vorne oder auf die Seite bedeutet bei den Bewegungen nach rechts oder links Druck auf den Beinen. Diese Tendenz mit den Schlägen der Hüfte, wie man sie bei den japanischen oder koreanischen Stilen sieht, gibt es nicht, weil die Mehrheit der Europäer korpulenter sind und man mehr Nachdruck auf die Schnelligkeit der Beine und der Ausweichbewegung des Körpers legt als auf die Kraft des Tritts. Da die Beine eine ungefähr 5mal stärker Kraft besitzen als die Arme, begreife ich nicht die Obsession der Leute, viel Kraft auf den Tritt zu legen, da bereits ein gemäßigter Tritt mit dem Bein schweren Schmerz erzeugen kann.

„Ein Straßenkampf dauert so lange, bis du den Gegner ausreichend stark geschlagen hast, um ihn zu stoppen“


Jeet Kune Do ist ein von Bruce Lee entwickeltes Kampfkunstsystem bzw. Selbstverteidigungskonzept. Das primäre Ziel im Jeet Kune Do ist es, den gegnerischen Angriff so früh und so stark wie möglich abzufangen; nicht nur den physischen Angriff, sondern die komplette Angriffsmotivation des Gegners. Ausgangspunkt des Jeet Kune Do ist das Jun Fan Gung Fu (Jun Fan ist Bruce Lees chinesischer Name). Jun Fan Gung Fu verbindet Techniken, Strategien, Prinzipien, Konzepte und Taktiken aus dem Wing Chun, Boxen und Fechten. Im Jeet Kune Do steht die stärkere Seite vorne und die schwächere Seite wird für mehr Power nach hinten gestellt. Somit sind zwei starke Seite vorhanden.

Der Stand Jeet Kune Do besteht aus einer bestimmten Struktur: dem Bai Jong oder On-Guard-Stance. Das Kampfkunstsystem, welches in den 1960ern von Bruce Lee und seinen Schülern entwickelt wurde, ist als eine reine Selbstverteidigung ausgelegt. Bei Ausführungen von Techniken sollten immer wieder die drei wichtigsten JKD-Prinzipien eingehalten werden.

Simplicity/ Einfach Die benutzte Technik sollte leicht ausführbar sein. Eine Technik, die schwer ausführbar oder unnatürlich ist, sollte vermieden werden.

Directness/ Direkt Direkt bedeutet, dass die benutzte Technik geradlinig bei erster Gelegenheit benutzt werden soll mit der Absicht den Gegner zu treffen. Dabei sollte auf die aggressive Verteidigung Wert gelegt werden.

Non- Classical/ Nichtklassisch Es gibt im JKD keine traditionellen Formen und keine unnützen Bewegungen, die nichts mit dem Kampf zu tun haben.

Jeet Kune Do oder nicht? We rd e n d i e s e P r i n z i p i e n b e i einer Te c h n i k a u s f ü h r u n g eingehalten und kommt diese

Technik aus dem Bai Jong, dann handelt es sich um JKD. Kommt eine Technik nicht aus dem Bai J o n g u n d w u rd e n d i e s e J K D Prinzipien nicht eingehalten, dann handelt es sich nicht um JKD. Text: Selim Bugur Fotos: Archiv Selim Bugur


Hapkido - Kampf


Selbstverteidigung DER BODEN IST NICHT DEIN FREUND! So wie viele andere Kampfkünstler habe ich mich erstmals für den Bodenkampf interessiert, nachdem ich den ersten Ultimate Fighting Championship gesehen habe und beobachtet habe, wie Royce Gracie seine Gegner ohne viel Anstrengung und schnell unbeweglich gemacht hat, unfähig, weiterzukämpfen. Also beschloss ich, mein Geschick in der Verteidigung zu verbessern und begann, alle Informationen zu sammeln, die ich über den Bodenkampf finden konnte. Ich will hiermit absolut klarstellen, dass es mir nicht gefällt, am Boden zu sein (im Gegensatz zu vielen Grappling-Stilen). Ich will keinen Kampf absichtlich auf den Boden lenken! Deshalb nahm ich ein umfassendes Studium der Systeme in Angriff, um besser zu verstehen, was seine Stärken und Schwächen sind, und um zu lernen, dieses Wissen bei Szenarien der Selbstverteidigung auf der Straße anzuwenden. Während meinen Jahren der Forschung hatte ich die Gelegenheit, Unterstützung in

der Ausbildung zu erhalten und nahm an Seminaren bei vielen Experten und Kämpfern des Bodenkampfs in Disziplinen wie freier Kampf, Judo, Jiu Jutsu, Sambo und Unterwerfungskampf teil. Ich kaufte auch jedes Video, DVD und Buch, das ich finden konnte, über das Thema, um es tiefgehend zu untersuchen. Fast unmittelbar wurde mir klar, dass die Mehrheit der Techniken, die ich erforscht hatte, bereits strikt auf den Sport ausgerichtet wurden, oder auf die Selbstverteidigung, sie würden nur funktionieren, wenn die Person, die sie ausführte, sehr athletisch und dehnbar wäre. Zudem waren praktisch alle Techniken dafür entworfen, um „einer gegen - einen“ zu kämpfen, ohne Situationen mit vielen Angreifer n in Betracht zu ziehen. Und als letztes scheinen sie mehrheitlich den Kampf auf dem Boden halten zu wollen, was etwas ist, wo ich wirklich zu keiner Zeit sein möchte. Wenn es sich um die Selbstverteidigung auf der Straße handelt, glaube ich, der Boden ist nicht euer Freund! Und erfreulicherweise war das

auch die Philosophie meines Meisters, dem Begründer des Hapkido - Kampfes, der Große Meister John Pellegrini. Nach der Überarbeitung meiner Untersuchung im Jahr 2002 haben wir uns entschieden, ein neues Programm aufzubauen, um uns dem Kampf auf dem Boden von einer einzigartigen Geisteshaltung zu stellen: „Überleben und wieder aufstehen“. Ohne Ergreifen, ohne Unterwerfen, es gibt keine sportlichen Techniken, ohne dass man eine Sekunde länger als absolut nötig auf dem Boden bleibt. Unser Ziel war es, einen Bestandteil des Bodens hinzuzufügen, den die Mehrheit unserer Konzepte, die wir in unserem Programm des Hapkido - Kampfes verwenden, nutzt, einschließlich die Nervendruckpunkte unseres Programms „Taktische Nervendruckpunkte“, um die Techniken einfacher und effektiver zu machen. Wir waren auch dazu entschlossen, Techniken für weniger athletische (oder akrobatische) Praktizierende zu entwerfen, geschuldet der Tatsache, dass sich unser System auf die Selbstverteidigung für „jeden“


Hapkido - Kampf konzentriert. Ich musste sicherstellen, dass die Techniken, die gelehrt werden würden, nicht nur einfach zu erlernen wären, sondern auch die realistischsten, die man Kindern und Erwachsenen aller Altersgruppen und Körpertypen unterrichten kann, samt den Personen mit körperlichen Behinderungen, älteren Leute und Amateuren. Unser Bodenprogramm würde für alle sein und nicht nur für erfahrene Kampfkünstler oder Personen „in guter Form“. Die vollendete Aufgabe (ein Prozess von 2 Jahren) zeigte sich in unserem neuen Programm des „Überlebens am Boden“ für unsere Schüler und die Kampfkunstgemeinschaft auf der ganzen Welt. Es war ein sofortiger Erfolg und seitdem habe ich das Glück, weltweit zu reisen und Seminare zu erteilen, auf eigene Faust oder mit dem GM Pellegrini im spannenden Format „geballte Ladung“. Kürzlich war unser einzigartiges Seminar „Dreifache Ladung“ (mit dem Meister Girdley, der taktische Nervendruckpunkte gelehrt hat) in Valencia, Spanien, unser erfolgreichste Seminar in diesem Land in den letzten zehn Jahren. Um das Lernen (und die Lehre) des Programms zu vereinfachen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Budo International Magazin eine Serie von fünf anleitenden DVDs produziert, die ebenfalls zu einem Verkaufserfolg in der Welt der Kampfkünste geworden sind. Mit den Jahren, seit der Einführung des Ground Combat Survival Hapkido, hatte ich die Ehre und das Privileg, tausende Schüler unterschiedlicher Herkunft zu unterrichten. Für die Schüler mit Behinderung in meinen Kursen habe ich Variationen der Grundtechniken auf ihre speziellen Fähigkeiten angepasst. Weil dieses Programm Spaß macht und sicher zu erlernen ist, wurde es auch bei Kindern und ihren Elter n zum Erfolg, die aufgrund steigender Vorfälle von gewaltsamen Einschüchterungen möchten, dass sie diese praktische Selbstverteidigung lernen. Wenn ich Frauen unterrichte, lege ich den Nachdruck auf die Tatsache, dass der Boden nicht ihr Freund ist, wenn der Angreifer versucht, sie zu vergewaltigen, verletzen oder zu töten, und je länger sie dort sind, desto schlimmer wird es. Sie müssen so schnell wie möglich aufstehen! Aber dasselbe gilt für die Männer. Und ich betone, dass, auch wenn sie ein bisschen was vom Bodenkampf oder freien Kampf verstehen, sie bedenken müssen, dass der Angreifer nicht alleine sein muss. Oder sie wurden bei

Angriffsbeginn, der sie zu Boden geworfen hat, verletzt und können deshalb nicht mit all ihren körperlichen Fähigkeiten kämpfen. Ich weise auch auf etwas Offensichtliches hin, was oft außer Betracht gelassen wird, und zwar, dass wir, wenn wir trainieren, mehrheitlich auf Matten sind, die sicher und bequem sind. Auf der Straße aber gibt es Steine, zerbrochenes Glas, Müll, etc. und dort kämpft und wälzt man sich nicht gerne. Combat Hapkido hat getrennte Abzweigungen, um die Polizei und Sicherheitskräfte sowie das Militärpersonal auszubilden. Das Training dieser Einheiten erfordert ein tiefes Verständnis von der Art und Weise, in der sie in unterschiedlichen Umgebungen und mit unterschiedlichen Missionen operieren, hinsichtlich der Zivilbevölkerung. Sie sind auch anders ausgerüstet und gekleidet. Für diese Gruppen ist die Lehre von Techniken, die für den Sport bestimmt sind, eine Zeitverschwendung und bringt sie in Gefahr! Stattdessen brauchen sie wirksame Techniken, einfach zu erlernen, die sich an die speziellen Bedürfnisse ihrer Funktionen anpassen. Zum Beispiel ist die Hauptaufgabe eines Polizisten, Personen zu kontrollieren und festzuhalten, die anderen Schmerz zufügen (oder sogar sich selbst) und gleichzeitig müssen sie die ganze Zeit garantieren, dass diese Personen keinen Zugang zu Waffen (das heißt, Feuerwaffen, Elektroschock-Pistolen, Pfefferspray, etc.) haben. Ein weiteres Beispiel kann ein Soldat sein, dessen Mission es ist, eine Stadt, ein Dorf oder ein Gebäude vor der möglichen Gegenwart einer feindlichen Gruppe zu sichern, die ihnen eine Falle stellen oder sie verletzen wollen, während er gleichzeitig eine Ausrüstung von ca. 30 Kilo trägt, mit Waffen und Schutzelementen. Wie man an diesen beiden Szenarien erkennen kann, ist es, wenn die Person am Boden endet, unerlässlich, auf die notwendigen Fähigkeiten, um den ersten Angriff zu überleben, zu zählen und zur dominanten Position zurückzukommen: stehend! Ich hoffe, ich konnte euch einen allgemeinen informativen Einblick in die Philosophie des Hapkido - Kampfes „Ground Survival“ geben und habe euer Interesse, mehr zu erfahren, geweckt. In den folgenden Artikeln werde ich mit euch einige der technischen Aspekte unseres Programms teilen. Passt auf euch auf und erinnert euch: Der Boden ist nicht euer Freund, also macht kein Grappling...ÜERBLEBT!


Kihon Waza (grundlegende Techniken) ist der wichtigste Teil jedes Kampfkunsttrainings. In dieser DVD zeigt uns der Meister Sueyoshi Akeshi verschiedene Trainingsformen des Kihon mit Bokken, Katana und leerer Hand. In dieser Arbeit wird detailreich jede Technik erklärt, damit der Praktizierende eine bessere Vorstellung von jeder Bewegung und von der Art und Weise hat, wie der Körper mit der Arbeit jedes Kihon im Einklang stehen sollte. Allen Techniken liegt die Abwesenheit von Kime (Kraft) zugrunde, damit der Körper sich gemäß des Battojutsu entwickeln kann, und mag es auf den ersten Blick auch seltsam erscheinen, sollte der gesamte Körper entspannt sein, um die Fähigkeit zur schnellen und präzisen Reaktion zu erlangen. Alle Grundtechniken werden in realer Geschwindigkeit durchgeführt und später erklärt, damit der Praktizierende ein angemessenes Niveau erreichen kann. Die Abwesenheit von Gewicht an den Füßen, die Entspannung des Körpers, das sich-fallen-lassen im Schwerpunkt sind sehr wichtige Details, die der Meister mit dem Ziel, dass der Schüler ein gutes technisches Niveau und eine direkte Verbindung zwischen der Grundtechnik und der echten Anwendung erlangt, betont.

REF.: • IAIDO7

Alle DVDs, die von Budo International produziert werden, sind mit einem speziellen Hologramm-Aufkleber versehen und werden allein in den Formaten DVD-5 oder MPEG-2, jedoch niemals in VCD, DivX o. ä. angeboten. Zudem zeichnen sich unsere DVD Hüllen durch die hohe Qualität in Druck und Material aus. Falls diese DVD und/oder die DVD Hülle nicht den oben genannten Ansprüchen entspricht, handelt es sich um ein illegale Raubkopie.

ORDERS: Budo international. net


Text und Fotos: Olga Muñoz Rojas

Die spanische Stadt Guadalajara hat die VIII WKF KarateWeltmeisterschaft in den Kategorien Kadett & Junior empfangen. Ein großartiges sportliches Ereignis, an dem 100 Länder aus fünf Kontinenten mit insgesamt 1.400 Teilnehmern beteiligt waren, neben Schiedsrichtern, Technikern, Vorständen und zahlreichem Publikum, das täglich den exzellenten Mehrzweckpavillon von Aguas Vivas gefüllt hat.

KARATE-WELTMEISTERSCHAFT GUADALAJARA 2013 Die spanische Stadt Guadalajara mit kaum 80.000 Einwohnern ist ihrer Verpflichtung, die vom 7. bis zum 10. November stattfindende VIII WKF KarateWeltmeisterschaft in den Kategorien Kadett, Junior und unter 21 zu organisieren, reichlich nachgekommen. Zusammen mit der Real Federación Española de Karate (span. Karateverband, Anm. d. Ü.) und der World Karate Federation hat die Stadtverwaltung mit Bürgermeister, Antonio Román, und Stadtrat für Sport, Eladio Freijo, ihr

Engagement für Sport und große Veranstaltungen bewiesen. Die erforderliche Akklimatisierung vieler Wettkämpfer sowie Kurse und Treffen an den vorherigen Tagen führten notwendigerweise dazu, dass Guadalajara praktisch zehn Tage vom Karate eingenommen wurde. Das brachte offensichtliche Gewinne für die Stadt und anliegende Provinzorte, die mehrere Teams aufnehmen mussten, da die Stadt nicht ausreichte. Letztendlich sorgte die gute Organisation dafür, dass sich alle Teilnehmer über ihren Besuch in der Stadt der Alcarreña (eine bestimmte, in Spanien gefundene


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Karate Schafrasse, Anm. d. Ü.) freuten, bei einem Treffen, an dem auch der Bezirksrat, der Sportrat und der Ausschuss der Gemeinden von Castilla La Mancha zusammengearbeitet haben. Es ist zu erwähnen, dass die KarateWeltmeisterschaft nur dreimal davor in Spanien stattfand, und stets in Städten von großem Umfang wie Madrid (1980 und 2002) und Granada (1992). Deshalb ist es nur gerecht, den großen Einsatz anzuerkennen, den Guadalajara mit kaum 80.000 Einwohner n für dieses Tur nier geleistet hat, zudem unter der Auflage der größten Beteiligung in der Geschichte (einschließlich der Senior-Turniere). Die WKF Weltmeisterschaft findet alle zwei Jahre einerseits in den Kategorien Kadett, Junior und unter-21 und andererseits in der Kategorie Senior statt, und zwar so, dass sich beide abwechseln. Das heißt, die ersten Kategorien finden in ungeraden Jahren statt, wie es in diesem Jahr der Fall war, und die Seniorturniere in den geraden Jahren. An den vorhergehenden Tagen fand ein Kurs für den Titel zur Nominierung der Schiedsrichter-Spitzenklasse statt, der mehr als 250 Schiedsrichter und Richter aus mehr als 80 Länder n in das Hotel Tryp Guadalajara (Sol Meliá), Hauptquartier des Tur niers, brachte, die alle eine Qualifizierung anstrebten. Währenddessen machten sich einige Teams mit dem Pavillon vertraut und nahmen an angesetzten Trainings in ihren Sportanlagen teil. Nationen wie England, Japan, China Taipeh, Ungarn, Italien, Slowakei, Slowenien und die USA brachten um die dreißig Wettkämpfer mit. Weitere wie die Türkei, Südafrika, Kroatien, Ägypten, Frankreich oder Malaysia überboten sogar diese Zahl. Andere Länder entsandten kaum eine handvoll Karatekämpfer, wie Zypern, die Fidschi-Inseln, Island, Mosambik, Palästina, Ruanda... Auch wenn Karate unproblematisch ist, kämpfen einige der teilnehmenden Ländern mit inneren Konflikte, oder haben Probleme mit anderen, weshalb die Sicherheit beim Turnier stark erhöht und die polizeiliche Präsenz verstärkt wurde. Am Ende gab es keinerlei Probleme, was in einer von einer solchen Anzahl unterschiedlicher Besucher „eingenommenen“ Stadt bereits...allein ein Grund zur Zufriedenheit ist. In Guadalajara konnte man authentische Legenden des Karate sehen, wie Aritake, Nagura, Hashimoto, Inoue, Teraishi, Tsuyama, Kagawa,…zusammen mit in Spanien ansässigen wie Yamashita, Ishimi, Onaga, Fujioka, Nomura…und berühmte Ex-Wettkämpfer aller Jahrzehnte wie die Brüder Egea, Jesús Juan Rubio, Antonio M. Amillo, Iván Leal, Fernando Rosuero, Ángel López, Javier Ferreira, José Mª Martín, Pedro Rascón, Jesús Calvo, Luis Mª Sanz, Agustín Manzano, Josep Bosch, Tomoko Araga, Ticky Donovan, Antonio Oliva, Francis Didier, Luca Valdesi, Antonio Diaz und ein langes et cetera. Sie alle konnten zusammen mit dem Rest der Besucher und Teilnehmer von der Ausstellung profitieren, die Salvador Herraiz über die Reise des Karate vorbereitete, und die die wichtigsten Karatemeister von der Geburt der Kunst in Okinawa vor mehr als 100 Jahren zeigt, dann zur Hautpinsel Japan übergeht, zum Sprung in den Westen hauptsächlich durch die nordamerikanischen Militärs im 2. Weltkrieg, die Ankunft in Europa in den 50er-Jahen und seine Einführung in Spanien, um 1973 nach Guadalajara zu gelangen, vor nun 40 Jahren. Die Ausstellung besteht aus ungefähr 100 ausgewählten historischen Fotografien, in vielen Fällen von mir persönlich aufgenommen in meinen zehn Reisen nach Japan. Alle werden durch einige sachliche Daten von Ort, Jahr, Meister n und Schulen, in welchem sie auftauchen, vervollständigt. Eine wunderschöne Ausstellung, die allen sehr gefiel und auf die Anwesenheit einiger ihrer

Protagonisten zählen konnte. Yamashita Yosuke, einer von ihnen, stellte begeistert fest... „Das ist sehr gut. Es ist sehr wichtig, dass man das hier kennt, dass man die Geschichte kennt“. Die Eröffnungszeremonie am Nachmittag des ersten Tages wurde durch den Aufmarsch von Repräsentanten der hundert Länder eingeleitet, gefolgt von der Fahne der weltweiten Karate-Vereinigung, die von jungen Karatekämpfern des Clubs Hombu Dojo in Guadalajara getragen wurde, den Salvador Herraiz, 7. Dan Wado Ryu, ausbildet. Das bedeutende Event versammelte vor dem großartigen Pavillon für besagte Eröffnungszeremonie die Präsidentin von Castilla La Mancha, Mª Dolores de Cospedal, den Präsidenten des Sportrats, Miguel Cardenal, den Bürgermeister der Gastgeberstadt, Antonio Román, die Präsidentin des Kreistags, Ana Guarinos, den Generaldirektor für Sport von Castilla La Mancha, Juan Carlos Martín, den Abgeordneten Javier del Río und die nationalen und weltweiten Präsidenten der KarateVereinigungen, Antonio Moreno und Antonio Espinós. Alle hießen die Wettkämpfer und Besucher herzlich willkommen und bestätigten ihr Engagement für diese großen Veranstaltungen. Dolores de Cospedal sagte zudem in ihrer Ansprache... „Karate ist eine der vollständigsten Disziplinen, die der Mensch praktizieren kann, dessen Wertvorstellungen von Respekt für den Gegner und Ausdauer beim Training Menschen und Länder groß machen. Zudem bringen Widerstand, Flexibilität und Geschwindigkeit das Körperliche mit der spirituellen Harmonie in Einklang und stärken sie.“ Um die Zeremonie zu beenden, gab es eine großartige Vorführung des Uechi Ryu Karate von Sensei José Cifuentes und seinen Schülern, die Übungen von einigen typisch okinawaischen Tricks zur Kräftigung des Körpers, Brüche und Kata zeigten. Der Meister selbst wurde live begleitet vom spektakulären Klang und Rhythmus der japanischen Trommeln Taeko, dank der Zusammenarbeit der japanischen Botschaft. Übrigens nahmen am Akt auch der Botschafter selbst, Sr. Satoru Satoh und sein Amtskollege aus Saudi-Arabien teil. Danach folgte eine Vorführung von polizeilichen Taktiken und Techniken der Mitglieder der Polizeischule in Avila, zudem ein Wettbewerb, dessen erste Ausscheidungsrunden bereits in der Früh bestritten wurden. Der Wettkampf selbst entwickelte sich wie gewohnt ohne Zwischenfälle (die es ebenso wenig beim erforderlichen Zusammenleben von lawinenartigen 5.000 Besuchern, die Hälfte davon Ausländer, mit den Bewohnern einer spanischen Stadt mittlerer Größe gab) Die Wettkämpfe im Kata und Kumite ließen das hingegebene Publikum im Pavillon Emotionen spüren. Die Vorführungen im Kata Mannschaft (Junior) waren wie gewohnt die spektakulärsten. In der Kategorie Männer schaffte es die Selektion der Türkei auf die höchste Stufe des Podiums, mit ihren Repräsentanten Yavuz Selim Oruc, Fatih Sadullah Selman und Lutfullah Teber, die am Ende die Verteidiger Spaniens, Carlos Fornell, Rubén García und Antonio García besiegten, die so die Silbermedaille erhielten. Den dritten Platz belegten letztendlich die Teams von Ägypten, mit Islam Abdallah, Zeyad Abdelrahman und Mahmoud Hanafi, und von Peru mit Roberto Atunca, Fabrizio Vindrola und Mariano Wong. Der Wettbewerb der Frauen wurde im Kata Mannschaft gewonnen vom frischgebackenen spanischen Team, zusammengesetzt aus Jessica Moreno, Lidia Rodríguez und Raquel Roy, die sich am Ende gegen Frankreich durchsetzten, dessen Gruppe Pauline Bouchet, Lila Bui und Perrine Mortreux bildeten. Ein äußerst unentschiedenes Ende, bei dem Frankreich vielleicht ein Ausrutscher beim Kata und Spanien beim Bunkai passierte. Am Schluss holte sich Spanien Gold, Italien und Griechenland teilten sich Bronze mit Teams von Donofrio, Reale und Sassano für Italien und Rouchota, Tehodorakopoulou und Xenou für Griechenland. Alle profitierten vom kleinen Vorteil, dass Japan keine Wettkämpfer in der Kategorie Kata Mannschaft präsentierte,


Links: weibliche Kata Mannschaft Weltmeisterschaft: Spanien (oben) und vor dem großen Finale zusammen mit Frankreich (unten). Rechts: Das Team Frankreichs während seinem letzten Kata (oben), lokale und regionale Verantwortliche für das Turnier (Mitte) und die Teams von Italien und Griechenland beim Kata Frauen, beide Bronzemedaillen (unten).


Oben: Salvador Herraiz zeigt seine Ausstellung 체ber die Geschichte des Karate dem Meister Kurihara, Vizepr채sident der japanische Karate-Vereinigung. Unten: der legend채re Meister Tsuguo Sakumoto, 9. Dan Ryuei Ryu, findet sich als Mitglied des technischen WKF-Komitees in Guadalajara ein.


Links ein Schnappschuss, aufgenommen von Eduardo Bonilla bei einem der spektakulären Kämpfe. Rechts, Luis Ignacio Gómez, einer der besten spanischen Schiedsrichtern, der wachsam das Kata der Japanerin beobachtet. da sie sonst mit großer Wahrscheinlichkeit eine Position zurückgewichen wären, um dem japanischen Land Gold zu überlassen. Besondere Erwähnung verdient die Spanierin Raquel Roy, die zusätzlich zur Goldmedaille im Kata Mannschaft Bronze im Kata Einzel gewann, neben ihr auf dem Podest noch die Japanerin Saori Ishibashi (Gold) und die Nordamerikanern Jennifer Robinson (Silber). Die Türkin Deniz Atak teilte sich Bronze mit der Spanierin. Andere herausragenden Spanier waren Xabier Pereda, der Bronze in den Kategorien Kata Kadett Männer zusammen mit dem Russen Vadim Kobzarev erhielt, nach dem Japaner Nozomi Yamanaka (Gold) und dem Türken Enre Befa Goktas (Silber). Maria Torres holte sich ebenfalls Bronze, sowie die Japanerin Hikaru Furuno, in der Kategorie Kumite Junior +59 Kilos, die die Italienerin Silvia Semeraro besiegte, mit Silber für die Französin Nancy García. Raúl Cuerva gewann ebenso Bronze im Kumite Junior -68 Kilos, hinter dem Franzosen Steven Dacosta und dem Türken Dogan Ates. Gabor Harspataki aus Ungar n teilte sich Bronze mit dem Spanier. Besser war das Ergebnis von Antonio García, der beim Kata Einzel Junior die silberne Medaille hochhielt und das Finale gegen den Japaner - wie auch nicht - Yuhei Horiba verlor. Der Türke Inis und der Russe Ufimtsey holten sich Bronze. Aber zweifellos der herausragendste Spanier im Kumite war Alejandro Molina, der in der Kategorie Kadett -70 Kilo das ersehnte Gold nach einem herzzerreißenden Finale, bei dem er den Algerier Dris Aimen besiegte, hochhielt und so Bronze für den Türken Korkmaz und den Deutschen Bauer übrigließ. Seligkeit nicht nur bei den spanischen Wettkämpfern, sondern auch bei ihren Technikern, dem Kata-Nationaltrainer Francisco Mayoral, beim Kumite César Martínez Blanes, bei ihren jeweiligen Helfern Lorenzo Martín und Ánegl Luis Chavez und dem technischen Direktor der Vereinigung José Mª de Dios.

Zum endgültigen allgemeinen Medaillenspiegel bleibt zu sagen, dass Ägypten das Land mit den meisten Auszeichnungen war, konkret fünfzehn Medaillen, neun davon Gold. Ihm folgt Japan, mit zwölf Medaillen, sechs davon Gold. Auf dem dritten Platz holte sich das mächtige Frankreich drei Goldmedaillen bei insgesamt elf Medaillen. Ihm folgte die Türkei, mit zwei Goldmedaille bei total vierzehn Medaillen, und am fünften Platz der Gastgeber Spanien, der insgesamt acht Medaillen erhielt, zwei davon Gold, zwei silberne und vier Bronze. Ein großartiger Wettkampf, der in der spanischen Stadt Guadalajara stattfand und bei dem man die besten KarateWettkämpfer der Welt im Alter von 14 bis 20 Jahren sehen konnte. Auch Alejando Blanco, Präsident des spanischen Olympiakomitees, wollte die Veranstaltung nicht verpassen und kam, um einem Teil des Tur niers beizuwohnen. Der Countdown für die Organisation dieses großen Turniers wurde vor mehr als einem Jahr gestartet, nachdem über die Stadt entschieden war und sie Salvador Herraiz zum weltweiten Kongress der WKF in Paris sendete, um den verantwortlichen Abgeordneten Antonio Moreno bei der Veranstaltung dieses Wettkampfs in Guadalajara zu unterstützen. Von da an ein Jahr voller Arbeit, dass in der Feier am Ende des Turniers gipfelte.

Gedanken von SALVADOR HERRAIZ, Mitglied des Organisationskomitees Zu Beginn war diese Weltmeisterschaft nicht eine Veranstaltung, nach der ich Ausschau gehalten hatte, muss man sagen. Und auch wenn ich nicht gerade ein Fanatiker des Wettkampfs beim Karate aus technischen und philosophischen Gründen bin (das weiß jeder), war es nicht der beste Moment, um diese Facette oder diesen Bestandteil der

Kampfkunst anzufechten. Es handelte sich um ein außergewöhnliches Ereignis, weshalb ich von Anfang an, als man mich um Zusammenarbeit bat, nicht nur seine Durchführung unterstützte, sondern auch aktiv daran mitgearbeitet habe und ein Teil mehr im Getriebe war. Für mich als wohlbekannter Verteidiger eines traditionellen Karate, durch bestimmte persönliche Werte komplementiert, war es in einigem Momenten schwierig, bei der Organisation von dieser wettbewerbsorientierter Veranstaltung mitzuwirken. Ich habe es vorsichtig durchgeführt, mit Hinwendung, mit Verständnis, Toleranz, und Gemeinschaftssinn. Karate gehört niemandem. Karate gehört nicht der weltweiten Vereinigung, aber auch nicht den schärfsten Traditionalisten, auch wenn es sicherlich sowohl den einen als auch den anderen gefallen würde. Karate ist eine mächtige Waffe (sportlich, im Wettbewerb, in der Erziehung, traditionell, kulturell, defensiv, offensiv...) und jeder verwendet sie nach seinen eigenen Ideen, seien diese aus ethischer und moralischer Sicht besser oder schlechter, aber... durch bessere oder schlechtere Absichten wird es nicht weniger oder mehr zu Karate. Seit jeher ist meine besondere Besorgnis, dass Karate weder seine technischen noch moralischen Werte verliert. Das zu verhindern versuche ich nicht nur bei meinem täglichen Unterricht, sondern auch in meinen Büchern und Artikeln im Cinturón Negro. Meine Vision von Karate bringt mich weder zu nah noch zu fer n an die sportliche Vereinigung oder die Traditionalisten. Wir werden nicht tiefer in dieses Thema einsteigen, weil es endlos ist und rückläufig seit vielen Jahren. Jeder kennt meine Vision und Situation, aber gewiss ist, dass ich bei der Entwicklung dieses außergewöhnlichen Ereignisses in meiner Stadt sehr nach meinem Geschmack mitgearbeitet habe, und ich möchte öffentlich die Staff-Mitglieder des Karate in Guadalajara für ihre


Oben: Salvador Herraiz und Francisco Angullo, Direktor der Organisation RFEK. Der Bürgermeister von Guadalajara, Antonio Román und die regionale Präsidentin, Mª Dolores de Cospedal, während ihren Worte vor Wettkämpfern, dem Publikum, Journalisten und den Karatekämpfern des Hombu Dojos in Guadalajara.


Oben: Alejandro Blanco, Präsident der CSD, Antonio Espinós, Präsident der WKF und Antonio Moreno, Präsident der RFEK. In der Mitte: das spanische Team Kata Männer (links) und das offizielle Präsidium des Turniers (rechts). Unten: genereller Blick auf die VIP-Loge.


hervorragende Bereitschaft zur Zusammenarbeit danken, zudem der offiziellen Sprachschule der Stadt, dem Personal des Mehrzweckpavillons (ein lobenswertes Engagement), den verantwortlichen Gemeinden, der nationalen und städtischen Polizei (mit ihrem ChiefIndentent Juliio Establés an der Spitze), dem Abgeordneten Javier del

Río und generell allen, die ihre Hingabe gewidmet haben, damit das Event bestens funktionieren kann. Ich will auch nicht die Verantwortlichen der Vereinigung vergessen, und besonders den Direktoren der WKF, Esteban Pérez und der RFEK, Francisco Angullo danken. Mit letzterem habe ich Minute um Minute in den Wettbewerbstagen

geteilt, zusammen mit seiner harten Arbeit und seinem Engagement. Der Wettkampf war ein Erfolg und jeder, Wettkämpfer, Besucher und Bewohner der Stadt, waren zufrieden. Etwas Kritik gilt vielleicht dem erstaunlichen Eröffnungsmarsch. Aus Gründen, die sowohl fern meines Willens als auch natürlich außerhalb lagen, meiner Verantwortung


zusammen mit Veränderungen in nicht der letzten Stunde, sondern der letzten Minute und mit dem Versagen der Verstärkertechnik wurde die Zeremonie offen gestanden...unerträglich. Aber der allgemeine gute Geschmack, den die Weltmeisterschaft hinterließ, sollte deshalb absolut nicht getrübt werden. Letztlich hat das alles für mich etwas Außerordentliches bedeutet, es war ein Karate-Rausch, und nun ist es an der Zeit, den Kater zu überwinden und wirklich auf den Weg in der Intimität meines Dojos zurückzukehren.


Oben: die Japaner, unnachgiebig in ihrer Art bei den Kata. Mitte: der Sportrat der Stadt, Eladio Freijo, der die Trophäen in der Kategorie Kumite Kadett -70 Kilos verleiht, gewonnen vom Spanier Alejandro Molina. Unten: Außenansicht des Pavillons, während Masao Kagawa und seine japanische Selektion den Ort bereits verlassen.


Die Berliner lieben Mixed Martial Arts „We love MMA“ hieß es 14.Dezember 2013 in der Berliner Universal Hall mit der bereits sechsten Auflage des Kampfsportspektakels. In 12 Paarungen traten 24 hungrige Sportlerinnen und Sportler mit nur einem Ziel vor Augen an: Als Sieger den Cage zu verlassen! Die Zuschauer in der ausverkauften Halle feierten alle MMA-Athleten frenetisch bis zum Schluss. Zu Anfang des Sport-Events ging es aber an die Herzen des Publikums, da ein Zuschauer seiner Freundin vor gesammelter MMAGemeinde einen Heiratsantrag machte. So etwas hat es in der bisherigen „We love MMA“Geschichte auch noch nicht gegeben. Pünktlich um 19:00 Uhr startete dann aber der erste Kampf.

Schwergewichte im Cage Das Hauptaugenmerk an diesem Abend lag allerdings auf dem Schwergewichtskampf (93,1 bis 120

kg) zwischen dem 21-jährigen Tom Fürst (MMA Team Dresden) und dem 42-jährigen Mike Lehmann vom Aikijitsu Club Dresden. Das Stadtduell war bereits nach 23 Sekunden in der ersten Runde für den 20 Jahre jüngeren Tom Fürst entschieden. Im Bantamgewicht (57,1 - 61 kg) gab es nicht nur die einzige Damenpaarung, sonder n die beiden Athletinnen feierten zudem ihr Debüt bei „We love MMA“. Im „Hauptstadtduell“ siegte Steff Schmidt vom Team Fenriz Berlin mit Punktsieg nach einer Runde.

Fighter aus dem Norden Drei Paarungen standen im Federgewicht (61,1 bis 66 kg) sowie zwei im Leichtgewicht (66,1- 70 kg) auf dem Programm. Den Fight des Abends lieferten sich eindeutig Benjamin „Incredible Kalk“ Wulf (Trave Teufel Lübeck) und Michail Chrisopoulos (Kampfsportschule Allerborn). Nach einem spektakulären Kampf entschieden die Ringrichter auf einen Sieg nach Punkten (UD) für den Lübecker Michail Chrisopoulos.

David gegen Goliath hieß es bei dem Fight zwischen David Villard (MMA GENEVA Team Genf) und David Piezonna (Fit & Fight Kiel) im Halbschwergewicht (84,1 bis 93 kg ). Nach zwei spannenden Runden schlug der Kieler Piezonna bei seiner „We love MMA“-Premiere den Genfer Villard nach 42 Sekunden durch Ground and Pound. Alle teilnehmenden Sportler haben die Zuschauer am Samstag-Abend begeistert und mit spektakulären Fights und größtmöglichen Respekt voreinander massive Werbung für den Mixed Martial Arts-Sport betrieben.

„We Love MMA“ goes Germany Aufgrund der immensen Zuschauernachfrage zieht die Mixed Martial Arts-Serie nächstes Jahr über die Hauptstadtgrenzen hinaus und feiert am 01. Februar 2014 „We love MMA 7“ in der König-Pilsener-ARENA in Oberhausen. Am 07. Juni geht's dann wieder zurück in die Heimat der Text: Lisa Schein Fotos: Archiv AsiaSport


Jeek Kune Do


„In 12 Paarungen traten 24 hungrige Sportlerinnen und Sportler mit nur einem Ziel vor Augen an: Als Sieger den Cage zu verlassen!“ Mixed Martial Arts-Serie und „We love MMA 8“ findet im Berliner Tempodrom statt. Am 27. September „schnuppern“ die MMA-Fighter dann erstmals hanseatische Luft in der Hamburger o2 World! Wer als Zuschauer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig entscheiden. Die Veranstaltungen waren immer sehr früh ausverkauft. Termine: WE LOVE MMA 7: 01.02.2014 OBERHAUSEN, König-Pilsener-ARENA WE LOVE MMA 8: 07.06.2014 - BERLIN, Tempodrom WE LOVE MMA 9: 27.09.2014 HAMBURG, o2 World


Künste aus Südostasien Einer meiner jüngsten Anfänger fragte mich nach dem Unterricht, was es genau ist, das er tun sollte, um zu einem großen Kampfkünstler zu werden. Das ist eine interessante Frage, dachte ich. Sicherlich könnte ich schnell eine Serie von Ratschlägen anbieten, die gut klingen, um das zu erreichen. Trotzdem sagte ich dem Schüler, dass er in der folgenden Woche wiederkommen sollte, um seine Frage zu wiederholen, und ich dann eine Antwort für ihn hätte. Für die kommende Unterrichtsstunde hatte ich die folgenden Punkte für ihn in dieser Reihenfolge skizziert:


Internationale Meister 1) Motivation Ihr müsst einen guten Grund haben, um die Kampfkünste zu erlernen. Dieser Grund kann von einem Schüler zum anderen unterschiedlich sein. Es mag sich um Selbstverteidigung, Selbstüberwindung, Selbstvertrauen handeln oder darum, eine besondere Fähigkeit zu erwerben. Es ist wichtig, dass ihr wisst, was euer Ziel ist (es wird in keiner Zeitung veröffentlicht werden), deshalb müsst ihr mit größtmöglicher Präzision beschreiben, was eure Absicht ist. Ohne ein echtes Motiv zu haben und einfach nur durch Begeisterung von den Kampfkünste angezogen zu sein wird nicht lange genug die Kampfkunstpraxis andauern für das...

2) Verständnis vom Weg Nach einer Zeit im Ausbildungsprozess wisst ihr, wie eine Sache zur anderen führt und dass der Ball rund ist, um es so zu sagen. Es scheint, dass eure neue körperliche Verfassung eure Technik beeinflusst, weil ihr nicht mehr so schnell ermüdet und deshalb eine größere Anzahl an Wiederholungen machen könnt. So lernt ihr, wie ihr durch die Verbesserung eurer Koordination Dinge tun könnt, die ihr zuvor nur bei anderen bewundern konntet. Euer neues Verständnis von der Theorie erlaubt euch, die alten Gewohnheiten zu ändern, weil ihr sie auszubessern gelernt habt. Ihr seht euch an die Übungsabfolge - Schritt für Schritt - anpassen und in die Richtung eurer Ziele gehen. Ihr könnt eine Idee davon haben, wie der Weg aussieht.

3) Die Grundlagen beherrschen Die Werkzeuge des Kampfkünstlers sind seine körperlichen Techniken. Bruce Lee hatte den Anspruch auf ein Meisterwerk für jedes dieser Werkzeuge. Es ist niemals zu früh, anzufangen, seine Grundlagen zu perfektionieren, auch wenn man nur einige Techniken gelernt hat. Euer Selbstvertrauen wird mit euren neuen Fertigkeiten und eurer neuen Geschicklichkeit durch die Beherrschung dieser grundlegenden Konzepte steigen. Es geht nicht darum, eine große Anzahl an Techniken zu erlernen. Es kommt nicht auf die Menge von dem an, was du weißt, sondern auf die Art, diese Kenntnisse zu verwenden. Es ist notwendig, die fundamentalen Konzepte zu kennen und ihnen während des Übens besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

4) Übt Einer meiner verehrten Meister, der als außergewöhnlicher Kampfkünstler beschrieben werden könnte, ist ungefähr 70 Jahre alt. In einem der härtesten Trainingsbereichen, die ich kenne, sehe ich ihn, wie er regelmäßig ein Programm von sechs Stunden beendete. Diese Übungszeit treibt Athleten, ein Drittel seines Alters, zur körperlichen Erschöpfung. Als ich ihn danach fragte, warum er mit seinem großen Geschick immer noch so lange trainieren kann, antwortet er: „Ich muss üben, um mich gut in Form zu halten“.

Wie wird man zu einem außergewöhnlichen Kampfkünstler?


Künste aus Südostasien Man kann es nicht besser erklären. Die Übung ist der WEG, der einen von „gut“ zu „außergewöhnlich“ führt. Die Motivation, die Theorie und die Technik sind unnütz ohne konstantes Training eurer Kampfkünste.

5) Geduld Niemand wird über Nacht oder durch eine plötzliche und brillante Inspiration zum Meister. Man muss die Beherrschung der Grundlagen regelmäßig üben, weshalb man, um sie zu erhalten und sie weiterzuentwickeln, Zeit braucht. Das Fortschreiten der Zeit kann eure Arbeit verschleißen oder fein polieren, es liegt an euch zu entscheiden, wie ihr die Zeit verwendet. Wenn einer die Persönlichkeiten außergewöhnlicher Kampfkünstler erforscht, stellt er fest, dass sie dank täglicher Arbeit und Sorgfalt in vielen kleinen Schritten dazu geworden sind. Sie haben viel Zeit verbraucht, um ihre Kampfkunst zu entwickeln. Habt ihr einmal die Bedeutung der vier vorigen Schritte verstanden, werden Zeit und Wissen die

F a k t o re n s e i n , d i e e u c h v o m „ g u t “ z u m „außergewöhnlich“ schreiten lassen. Die Zeit kann man nicht beschleunigen. Seid vorsichtig, nicht wie die kleinen Kinder zu sein, die, wenn sie eine kürzlich gepflanzte Blume sehen, alle paar Minuten schauen, um zu sehen, ob sie gewachsen ist. Nehmt euch eure Zeit und übt, um euren Weg in Richtung der Meisterschaft in den Kampfkünsten zu finden.

ZUM AUTOR: Bob Dubljanin ist einer der bedeutendsten Ausbilder der Kampfkünste Südostasiens (Kali, Muay Thai, Silat Pentjak) und Jeet Kune Do in Europa. Seit 1993 erteilt er Kurse und Seminare in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Für mehr Information und Fragen zu den aktuellen Seminaren besucht uns im Internet: www.soai.de info@soai.de


Stempelt man den Jeet Kune Do „als bloße Philosophie“ ohne Lehrplan oder Fortschrittstechniken ab, verringern wir den technischen Wert des Materials, das sein Begründer Bruce Lee lehrte. Andererseits nehmen wir uns, klassifizieren wir die Kunst als „nur das, was Bruce Lee gelehrt hat“, die Möglichkeit, uns frei und natürlich auszudrücken, wenn wir den Lehren von Sijo Lee anhängen. Unsere Gruppe glaubt nicht, dass einer der Ansätze absolut richtig ist. Das Material des (sogenannten) JKD Original in Kombination mit den philoso-

Elbow-Strike-Fotos


phischen Elementen, die Notizen und Schriften von Bruce Lee beinhalten, liefert die Grundlage, auf der wir unsere persönliche eigene Kampfkunst aufbauen. In unserem Fall ist das der Ursprung der „alten Schule des JKD“. Wenn wir die von Bruce Lee festgelegten Prinzipien zusammen mit dem Verständnis von der Gründung und der Funktionsweise des Jeet Kune Do verwenden, können wir weitere Kampfkünste erforschen und ihren Wesenskern herausarbeiten. Das nennen wir den „Filter des JKD“.


Der Filter des JKD Ein Artikel der JKDMittwochabend-Gruppe Schüler von allem oder Meister von etwas? Viele werden sagen, dass der einzige Weg, ein echter Kampfkünstler zu werden, bedeutet, alles zu trainieren. Boxen, Kampf, Jiu-Jitsu und Judo für den Wettkampf, Kali für die Waffen, Kampfkünste, die auf der Wirklichkeit basieren, zur Selbstverteidigung etc. All das wurde unter Druck getestet und seine Wirksamkeit ist bewiesen. Es gibt keinen Zweifel. Trotzdem gibt es zwei wichtige Fragen, die sich meiner Meinung nach jeder Kampfkünstler, der seine Trainings so abwechselt, stellen sollte: 1) Ist es wirksamer, von der einen Kunst zur anderen (und von einem System zum anderen) hin und her zu wechseln, als ein einziges Fundament zu haben, von dem aus ich all meine Angriffe und Verteidigungen verwenden kann? 2) Macht es mich zu einem besseren Kämpfer, wenn ich Techniken anhäufe, oder sollte ich von der limitierten Anzahl an Mitteln, die ich trainiere, profitieren, um jedes einzelne auf hohem Niveau zu perfektionieren? Die Zeit ist das wertvollste Vermögen jedes menschlichen Wesens. Wenn man bedenkt, dass Kampfkünste wie Boxen, Kampf oder JKD bestimmte athletische Fähigkeiten erfordern, die oft anfangen zu verschwinden, wenn man ins mittlere Alter kommt, wird die effiziente Verwendung der Trainingszeit kritisch. Das ist einer der Gründe, weshalb das tägliche Nachlassen ein so wichtiges Prinzip beim JKD ist. Wie kann ich die notwendigen Wiederholungen ausführen, um eine bestimmte Technik zu „dominieren“, wenn ich meine Trainingszeit damit verschwende, neue Techniken anzuglieder n oder viele verschiedene Künste mit unterschiedlichen Strukturen zu betreiben?

Den JKD-Filter anwenden Wir sind immer auf der Suche nach einer besseren Form und versuchen, die wirksamsten Werkzeuge zu finden und unsere eigenen Schwächen zu untersuchen. Kontinuierliche Forschung und Versuche sind notwendig. Trotzdem braucht man, möchte man den größten Nutzen aus der Ausbildungszeit erhalten, eine Methode, um eine große Menge an Material zu filtern, ohne alles trainieren zu müssen. Einfach gesagt

handelt es sich darum, wie man dieses neue Material analysiert. • Notwendigkeit - Ist es nötig, etwas zu unserem System hinzuzufügen? • Struktur - Ist es nötig, unser System zu verändern, um es an die Technik anzupassen, oder fügt es sich gut ein in das, was wir gerade machen? Ein einfaches Beispiel dafür wäre eine Technik, die aus offener Deckung nicht gut funktioniert (das heißt, rechter vorderer Fuß gegenüber linkem vorderen Fuß) und uns dazu zwingt, den vorderen Fuß zu änder n, um ihn verwenden zu können und so den Vorteil der Struktur der vorderen dominanten Seite zu verwehren und unsere Absicht zu übermitteln. • Anpassbarkeit - Wie limitiert ist die Anwendung der Technik? Wird sie bei unterschiedlichen Arten von Kämpfern funktionieren? Gegen unterschiedliche Verteidigungsmethoden? Unter weniger als schlechten Bedingungen? • Verletzbarkeit - setzt sie uns den Gegenangriffen aus, die schädlicher als der Anfangsangriff sein können, gegen den wir uns verteidigen?

JKD Stance Foto 2

„Es geht nicht um das, was du lernen kannst, es geht um das, was du beiseite lassen kannst.“ Bruce Lee (zu Bob Bremer) Beispiel 1 Einige der ersten Techniken, die wir unserem Ausdruck des Jeet Kune Do hinzugefügt haben, waren Ellbogenschläge des Muay Thai. Das ist das einfachste Beispiel für Werkzeuge, die mit allen vorherigen Kriterien übereinstimmen. Zu Zwecken der Veranschaulichung werden wir nur besprechen, wie sich diese Schläge in die JKD-Struktur einfügen. Hier sind keine technischen Erklärungen notwendig, wie jede Bewegung ausgeführt wird. Es lohnt sich, darauf hinzuweisen, dass die Ellbogenschläge Werkzeuge bei geringer Entfernung sind, die man öfter von einer „komprimierten“ Deckungsposition aus ausführen


JKD Stance Foto 1


kann. Von Natur aus sollte die Position der Hand angeglichen werden, wenn sich die Entfernung verringert, um für die Verteidigung von nahen Gegner und Angriffen von kurzer Entfernung zu sorgen. Ohne die Entfernung und die zum Aufhalten benötigte Zeit hat es keinen Sinn, den eisernen Arm auszustrecken, was man beim typischen Bai Jong machen würde. (Beachtet die JKD-Position auf Foto 1 vs. der JKDPosition auf Foto 2) Diagonaler Ellbogenschlag nach unten (Beachtet den Ellbogenschlag Foto 1 & Foto 2) Horizontaler Ellbogenschlag (Beachtet den Ellbogenschlag Foto 1 & Foto 3) Diagonaler Ellbogenschlag (Beachtet den Ellbogenschlag Foto 1 & Foto 4) Vertikaler Ellbogenschlag (Beachtet den Ellbogenschlag Foto 1 & Foto 5) (Anmerkung: Einige JKD-Praktizierenden können die

Ellbogenschläge des Wing-Chun-Systems diagonal, nach unten und horizontal bevorzugen.) Beispiel 2 „Schwere“ Schläge der Handfläche erzeugen enorme Kraft und verminder n gleichzeitig das Risiko möglicher Verletzungen bei den Händen. Sifu Tim Tackett erlernte einige dieser Techniken in Taiwan, während andere von einem Ausbilder unserer Gruppe namens Bert Poe stammen. Haken mit der Handfläche (Beachtet die schwere Handfläche auf den Fotos 1 - 2) Zermalmende Handfläche (Beachtet die schwere Handfläche auf den Fotos 3 - 4 - 5) Weidenblatt (Beachtet die schwere Handfläche auf den Fotos 6 - 7 - 8 - 9) Seitliche Handfläche (Beachtet die schwere Handfläche auf Foto 10)

„Verbrauch 80% deiner Zeit und du wirst 80% deiner Zeit verwenden.“ Tim Tackett


Zum Autor: Mike Blesch ist Mitglied der Nachtgruppe JKD und CoBegr端nder der JKD- Vereinigung von Chinatown. Um mehr Information zu erhalten, besucht JKFWedNite.com und JKDLessons.com. Fotos von Angelico Tolentino AngelicoT.com. Vorf端hrungen von Tim Tackett, D. M. Azul, Jeremy Lynch und Steven Resell. Bearbeitet von Brent de Lance BrentLanceJKD.com


Beispiel 3 Auf der Straße wollen wir um alle Kosten verhindern, zu Boden zu gehen. Wenn man dort enden muss, ist das Ziel, den Gegner zu verletzen und sich so schnell wie möglich zu erheben. Das heißt, es ist immer noch sehr ratsam für uns, den Gegner zu Boden zu bringen und ihn unschädlich zu machen, während wir in der bestmöglichen Position stehen bleiben, um uns einer Vielzahl von Angreifern stellen und letztendlich der Situation vollständig entkommen zu können. Beachtet dieses Niederreißen, das bei den MMA häufig Erfolg hat. (Das Ergreifen und den Haken auf den Fotos 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6a - 6b) (Notiz: 6a & 6b sind zwei Winkel derselben Position) Jeder Kämpfer, der oft Schläge mit der vorderen Hand (wie beim JKD) durchführt, muss sich seiner eigenen Verletzbarkeit bei der gewählten Angriffsart bewusst sein. Jeremy Lynch verwendet den Angriff von Steven Revender gegen ihn, indem er unter seine Faust stürzt, ihn am Körper ergreift und den vorderen Fuß einhakt, um ihn niederzureißen. (Das ist ein gutes Beispiel, weshalb die Tritte zur Blockade zu wichtig zur Verminderung der Lücke sind) Sieht man diese Technik als mächtiges offensives Werkzeug, können wir schnell feststellen, was unseren Strukturprinzipien schadet (siehe Endfoto der Folge). Jeremy endet zusammen mit Steven am Boden und besitzt keine dominante Position (Halbdeckung). In einem Umfeld ohne Regeln kann das sehr gefährlich sein, aufgrund der Wahrscheinlichkeit, dass Steven eine Waffe hat, um nicht davon zu sprechen, dass sich Jeremy in einer sehr schlechten Position befindet, wenn es mehrere Angreifer gibt, vor denen man sich verteidigen muss. Es gibt Momente, in denen es zum Beispiel notwendig sein kann, einen Gegner auf dem Boden zu ergreifen, um einem beachtlichen Vorteil entgegen zu wirken (schnellere, größere Reichweite, spezialisierter, etc.), aber für uns gibt es wirksamere Methoden.

Weglassen, nicht betonen oder ersetzen? Manchmal kann eine Technik, die uns wirklich gefällt, den Filter nicht passieren. Die Frage ist also: Was brauchen wir, um diese Technik zu erhalten - und sei es nur, um zu trainieren, ihr entgegenzuwirken? Auch wenn die Antwort nein ist, haben wir trotzdem bestimmte Erfahrungen im Prozess erworben und werden zumindest vertrauter mit einer Technik sein, die gegen uns verwendet werden kann.

Hier ist die Methode, mit der wir die 3 letzten Beispiele handhaben:

„Verbrauch 80% deiner Zeit und du wirst 80% deiner Zeit verwenden.“ Tim Tackett

Die Regel 80/20 Auch bekannt als „Pareto-Prinzip“ legt die Regel 80/20 fest, dass oft 80% der Resultate von 20% der Anstrengungen kommen. Deshalb muss man, um beste Ergebnisse zu erzielen, 80% seiner Zeit in den 20% verwenden, die wichtig sind. Das ist eine sehr nützliche Idee, die erfolgreich bei zahlreichen Disziplinen angewandt wurde. Vor allem für unsere Gruppe, die im Wesentlichen als zweite Ebene für den JKD-Filter wirkt, wenn wir beachten, dass wir uns auf die grundsätzlichen Techniken und Prinzipien des JKD konzentrieren. Der Trick ist, genau zu wissen, welche Techniken diese lebenswichtigen 20% bestimmen, die 80% der Ergebnisse erzielen werden. Wenn es um Kampfsportarten wie MMA und Boxen geht, ist die Aufgabe etwas einfacher, aufgrund der verfügbaren detaillierten Statistiken. Wir können unterscheiden, dass ein MMA-Kämpfer im Leichtgewicht mehr Kämpfe durch Niederwerfen als durch KO beendet hat, weshalb die Trainingsgewohnheiten der Kämpfer das widerspiegeln. Bei den Kämpfern des Weltergewicht und höher passiert das Gegenteil. Sicherlich gibt es mehr als eine Form, die Daten zu interpretieren (das heißt, die kleinsten Kämpfer müssen an ihrer Schlagkraft arbeiten und die größeren Kämpfer an ihren Unterwerfungen), aber das ist bei der aktuellen Diskussion nicht relevant. Beim Boxen finden wir uns damit konfrontiert, dass der Boxer, der mehr Jabs durchführt, für gewöhnlich gewinnt. Das Problem bei einer Kunst für den „Straßenkampf“ wie dem Jeet Kune Do ist, dass es keine exakte Form gibt, diese Art von Statistiken zu erhalten. Wie entscheiden wir also, welche Techniken unsere ersten Antworten wären (diese lebensnotwendigen 20%)? Die Lösung für uns war dreifach: 1. Den Prinzipien des JKD folgen - besonders der „Ökonomie der Bewegung“ 2. Individualisieren - Stärken, Schwächen und Temperament verbuchen 3. Testversuche - von Erfolgen und beim Training von Sparrings und vom Szenario, also beim Ring/Käfig zu lernen. Unsere Endanalyse der 3 Beispiele sieht folgendermaßen aus:

Schlussfolgerung Der JKD-Filter und das Prinzip des täglichen Nachlassens kann auf jedes Trainingssystem angewandt werden, unabhängig vom Stil. Mag seine Grundlage die Kunst des Muay Thai, Judo, Karate sein oder trainiert man für die eigene Verteidigung, den Wettkampf oder beides. Einige starke Grundlagen werden eure Gegner dazu zwingen, euch Respekt zu zollen und sich darauf vorzubereiten, ihre grundlegendsten Mittel auszuführen, weshalb all eure sekundären Antworten wirksamer sind und die Trainingszeit maximiert wird.


„Das Ziel dieser Gruppe ist es, die Kunst des Jeet Kune Do von Bruce Lee zu erhalten und zu fördern, um Unterstützung dabei zu gewährleisten, einen Lehrplan zu bestimmen und zu unterrichten, der uns nicht begrenzt, sondern befreit, und so unseren persönlichen Ausdruck der Kunst von Bruce zu entdecken.“ Tim Tackett


Begriffsklärung Bevor wir diese Frage klären, denke ich, sollte man verstehen, was Selbstverteidigung im Allgemeinen ist: Selbstverteidigung ist an kein Kampfsportsystem geknüpft und sollte es auch nicht sein. Diese These zu erklären ist an sich ganz einfach. Die Selbstverteidigungsfähigkeit eines Menschen wird nicht an Hand eines Systems oder Stiles fest gemacht, sondern auf Grund seiner physischen und psychischen Belastbarkeit. Diese Belastbarkeit in Verbindung mit dem Charakter eines jeden einzelnen Individuums ist der Antrieb bzw. die Art wie sich der Einzelne in einer Verteidigungssituation verhält und handelt.

Die Prinzipien Das Prinzip des Treten und des Schlagens kann der Mensch aus urzeitlichen Instinkten sowieso. Somit sollte nicht der Sinn darin liegen in Selbstverteidigungskursen einen bestimmten Kampfstil zu vermitteln sondern an Hand eines oder verschiedenster Systeme / Methoden oder Stile einen „Roten Faden“ zu ziehen, um die instinktiven Fähigkeiten des Menschen bewusst zu machen und bewusst nutzen zu können.

Wie leitet sich daraus eine moderne Selbstverteidigung ab? Ganz einfach! Der Inhalt moderner Selbstverteidigung sollte in Kommunikation, Deeskalation, rechtlicher Sicherheit und instinktivem Training liegen. Der Teilnehmer an Kursen oder Seminaren für Selbstverteidigung sollte immer den Anspruch haben, dass das System oder der Stil sich weiter entwickelt und an die Zeit anpasst. Dies sollte nur nicht falsch verstanden werden. Alle Stile und Systeme haben ihre Daseinsberechtigung und vor allem ihr „Gutes“. Schließlich bedient sich ja die Selbstverteidigung an den besten Techniken aus allen Stilen und Systemen dieser Welt.

Die Phasen Aber man sollte wissen, dass Selbstverteidigung nicht nur bei der körperlichen Auseinandersetzung beginnt, sondern in drei Phasen passiert: Vorkonfliktphase Konfliktphase Nachkonfliktphase Diese Phasen jedoch näher zu erläutern wurde in ein Buch enden und nicht in einem kurzen Artikel. In allgemeinen kann man aber dazu sagen, dass letztendlich in jedem Teil der einzelnen Phasen das Individuum

verantwortlich ist, wie der Ausgang aus einer Selbstverteidigungssituation sich darstellen wird. Dass vor allem in jeder Phase unterschiedlichsten Dinge passieren auf physischer und psychischer Ebene und genau da Selbstverteidigung einsteigt. Somit sollte moderne Selbstverteidigung nicht nur Konfliktphasen schulen sondern viel mehr das, was alles schief gehen kann, bis der Konflikt passiert. Und wenn die Konfliktphasen trainiert werden, sollten die auf dem Nahkampf orientierten Konzepte doch einiges mehr beinhalten als nur Hebel ein bis unendlich.

Text: Antony Nguyen, Ehemaliger Einsatztrainer für Bundespolizei, Chefinstructor Core Fotos: Archiv Antony Nguyen Infos: www.core-germany.com


Fightnight „Der Inhalt moderner Selbstverteidigung sollte in Kommunikation, Deeskalation, rechtlicher Sicherheit und instinktivem Training liegen.“

Die Distanzen und Ebenen Es sollte sich mit allen Distanzen und Ebenen des Kampfes befassen: Waffendistanz Trittdistanz Schlagdistanz Griffdistanz Übergang Stand/Boden Boden Oberste Ebene Sprung und Stand Mittlere Ebene kniend und sitzend Unterste Ebene liegend Leitfaden dieses Konzeptes ist es, einfach zu bleiben, denn im Ernstfall soll der Körper reagieren und nicht vor Angst erstarren. Daher sollte sich das Selbstverteidigungssystem mit allen Fassetten befassen physisch als auch psychisch, Vorbereitung, Aktion, Nachbereitung, Prekonflikt und Postkonflikt. Wie verhalte ich mich vor, während, und nach einem möglichen Konflikt. Auch sollte man verstehen und wissen was sind die Gewaltbeschleuniger und Indikatoren für einen Konflikt, um auch den Bereich der Gewaltprävention mit einzubeziehen. Es sollte somit in einem m o d e r n e n Selbstverteidigungssystem vor allem darum gehen, dass man durch selbst erleben, Training und selbst erkennen optimale Lernerfolge in kürzester Zeit erzielt.


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