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Das Südsteiermarkmagazin box & Cover Die beliebte Kabarettistin Angelika Niedetzky kommt mit ihrem neuen Programm „Gegenschuss” Anfang Mai nach Wildon

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Gegründet 2000 18. Jahrgang Ausgabe 72 Frühling 2017 Zugestellt durch Post.at

box & Musik Die Leibnitzer Bluestage garantieren im April vier feine Konzerte mit authentischem Blues

box & Wein Sieben südsteirische Jungwinzer und ihre Sauvignon Blancs SIEME im Fokus

Foto: Monika Löff

Angelika Niedetzky


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In dieser Ausgabe

das südsteiermark magazin

„Sir Oliver Mally und Martin Moro

10 Barfrau des Jahres

16 Herren des Blues

Die gebürtige Südsteirerin Betty Kupsa wurde vom Falstaff zur Barfrau des Jahres gekürt.

Vom 5. bis 8. April finden die Leibnitzer Bluestage im kleinen, feinen Rahmen bereits zum 8. Mal statt.

06 Judo & Motorrad

Ab S. 18 Kulturtipps

Kurzporträts von Judoka Laurentia Adam und YART-Chef Mandy Kainz in der Rubrik box & Leute.

Die box präsentiert das Wichtigste aus dem dichten Frühlings-Kulturprogramm in der Südsteiermark.

Foto: Antonio Husar Alpenkoch

Betty Kupsa in ihrer Bar in Hamburg

Foto: Rudi Ferder

Foto: Tim Gerdts

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50 Köstliche Alpenküche Anna Husar lädt in ihrem neuen Kochbuch zu einem lukullischen Streifzug quer durch die Alpen.

08 Angelika Niedetzky

24 Südsteiermark-Essay

52 Essen & Trinken

Solo-Kabaretts, Fernsehauftritte, Tierrettungsaktionen: Was Angelika Niedetzky sich in den Kopf setzt, realisiert sie. Ein box-Porträt.

„Wer den Zauber der Südsteiermark erkennen will, muss zuerst weg- und dann wieder hinschauen”, meint der Autor Emil Bobi in seinem Essay.

Der Frühling ist wie geschaffen für eine Entdeckungsreise durchs Weinland. Beherzigen Sie unsere Tipps für die nächste Landpartie.

14 Familien-Plattform

32 Reise nach Namibia

56 Die SIEME-Weine

Mit dem Eltern-Kind-Zentrum Süd (EKiZ Süd) hat Janou Hödl-Scheibengraf vor zehn Jahren einen Begegnungsort für Familien geschaffen.

Henry Sams auf Fotosafari im afrikanischen Namibia, wo der Gamlitzer Arnold Melcher fünf Monate pro Jahr seine Lodge Brigadoon managt.

Sieben südsteirischen Jungwinzer bündeln ihre jugendliche Dynamik unter dem Markennamen SIEME. Ihre Sauvignon Blancs SIEME im Fokus.

box&Die nächste box erscheint am 08./09. Juni 2017 Anzeigen- und Redaktionsschluss: 19. Mai 2017 Anzeigen-Hotline: 0699/11 400 983 • Anzeigenpreise und Infos www.box-online.at

impressum

Medieninhaber, Chefredakteur & Herausgeber: Gerhard Ogrisek • Mitarbeiter dieser Ausgabe: Heribert Kindermann, Evelyne Lorenz, Marie Mayer, Silvija Ogrisek, Natalie Resch, Henry Sams. Anschrift: Zeitschriftenverlag Gerhard Ogrisek, 8462 Gamlitz, Untere Hauptstraße 238/1. Telefon: 0699/11 400 983 Mail & Internet: office@box.co.at, www.box-online.at • Herstellung: hm.perfectprintconsult.eu. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Alle Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Auflage: das südsteiermark magazin 30.000. Alle mit DB gekennzeichneten Beiträge sind entgeltliche Werbeeinschaltungen. Offenlegung gemäß Mediengesetz § 25: Grundlegende Richtung - boxversteht sich als unabhängiges Magazin für die Südsteiermark. Unternehmensgegenstand des Gerhard Ogrisek Zeitschriftenverlages ist die Produktion von Printmedien. Der Verlag ist ein Einzelunternehmen.

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boxrückspiegel

Reumüllers Verhältnisse Die Galerie Marenzi widmet das Jahr 2017 einer Reihe junger, renommierter KünstlerInnen mit Bezug zur Südsteiermark. Mit drei neuen, spektakulären und aufwendigen Arbeiten setzt sich David Reumüller mit der Frage auseinander, in welchem Verhältnis das Leben des Einzelnen zu einem großen Gesamten steht. Zu sehen bis 20. April in Leibnitz.

Text: I. Holzmann, Foto: Klaus Dieter Hartl

Die Seggauer Schlossmatineen bringen hochkarätigen Musikgenuss in die Südsteiermark. Im März präsentierte das Ensemble „Armonico Tributo Austria” 500 Jahre alte Lieder von der Liebe. Vorgetragen wurden diese im Originalklang auf traditionellen Instrumenten. Das meisterhafte Ensemble um Lorenz Duftschmid und Tenor Jan van Elsacker begeisterte das Publikum hautnah.

Text: I. Holzmann, Foto: Roland Marx

Hautnaher Musikgenuss

Treten fünf ausgezeichnete Bläser mit einem Zauberer auf, kann das nur „The Magic Brass Show“ sein. Beim Gastspiel im Wildoner Schloss wurde die doppelte Show von einem jungen Talent getoppt: Livia Jammernegg aus Wildon verzauberte mit Magier Paul Sommersguter (Bildmitte) das große Publikum. „Dead or Alive“ hieß das Programm, das zeigte, wie lebendig die Wildoner Kulturinitiative „Wild Kult“, ist: Das Team lud zu weiteren Kabarett- Theater- und Konzertabenden, darunter zum Opernkabarett am 24. Juni mit Birgitta Wetzl & Bettina Wechselberger.

Fleischhacker bei Sauer Zum Saisonstart von Stefanie Sauers Buschenschank in Gauitsch 10 (ab sofort FR-SO ab 14 Uhr geöffnet) kam Kabarettist Gerald Fleischhacker mit seinem neuen Programm „Ich bin ja nicht deppert!“ zur Vorpremiere nach Kitzeck. Die Veranstaltung war ausverkauft, die Gäste letztendlich begeistert. Am 28. April ist Fleischhacker im Winzerhof Sinemus (Kitzeck, Einöd 15) wieder zu sehen.

Text: Gabriele Neuwirth, Foto: Karl Pirsch

Wildon: Magischer Brass

Alf Poier im Weinlandhof

Der Kabarett-Abend am Gamlitzsperrt-auf-Wochenende im HotelRestaurant Weinlandhof ist beinahe schon Tradition. Ganz untraditionell und dadaistisch-verrückt präsentierte sich diesmal Österreichs Nummer 1 unter den PostDadaisten, Alf Poier (Bildmitte mit den Gastgebern Thomas und Rosi Pichler). In seinem Programm „The Making Of DADA“ schilderte der Komödiant mit dem sehr schrägen Humor seinen Karriereweg „vom Schwammerlsucher, Bergläufer und Tanzmusiker bis hin zum nihilistischen Dadasophen und geistigen Queraussteiger”. Mit Hilfe seiner „lachhaften“ Tagebücher rekonstruierte er darin seine Werdungsgeschichte, sang dazueigene Songs und zeigte ganz en passant die „Crème de la Crème” seiner „großen Kunst”. Poier dazu: „Eine postvisionär-philosophische Werkschau meines kolossalen Unschaffens.” Das Publikum im vollen Saal amüsierte sich köstlich.


Ratscher Weinfrühling

An die 300 Weine aus dem Anbaugebieten in und rund um Gamlitz wurden zum Saisonstart bei der Frühlingsweinkost im Schloss der Familie Melcher präsentiert. Der wegen des Frostes im April 2016 schwierige, aber letztendlich doch elegante und charakterstarke Jahrgang mit Weinen und Winzersekten von Topwinzern, aufstrebenden Weingütern und jungen Wilden zeigte sich sehr aromatisch und äußerst sortentypisch.

Anfang März luden Weinbauern, Sektproduzenten, Obsthöfe und Edelbrenner aus Ratsch zur Verkostung am WeingutWirtshaus Wolfgang Maitz. Neben den über sechzig Weinen des Jahrgangs 2016 überzeugte auch die Ausstellung der Maitz-Schwestern Magdalena Koinegg und Rosemarie Schwarzl, die liebevoll handgefertigten Lederschmuck, Taschen und viele originelle Geschenksideen präsentierten.

300 Weine im Fokus (v.l.): Markus Pongratz, TV-Obmann Gustav Strauss, Joachim Skoff (Obmann des Weinbauvereins Gamlitz) , Julia und Michaela Perner sowie Günter Nekrep mit Sohn Andreas

V.l.: Roswitha Maitz, Simone Gouya, Obstbauer Walter Ledinegg, Winzer Hannes Gross, Rosemarie Schwarzl, Gastgeber Wolfgang Maitz und Magdalena Koinegg (maitzdesign.com)

Große Rieslinge im Café

Die SIEME & ihr Jubilo

Den Vergleich von 12 Sausaler Rieslingen mit 17 deutschen aus Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau und Saar ermöglichte eine Verkostung im Café Rosegger der Familie Liebminger in Leibnitz. Connaisseur Alexander Gabriel steuerte die deutschen Tropfen bei. Fazit des vinologischen Wettstreits: Jeder der Rieslinge hat so seine individuellen Stärken.

Mit der Jahrgangspräsentation stellten „Die SIEME“ im Hotel Loisium Wine & Spa Resort Südsteiermark in Ehrenhausen ihre fruchtbare Zusammenarbeit eindrucksvoll unter Beweis. „Jubilo 2017“ bot die Gelegenheit, die Sauvignon Blancs 2016 dieser sieben südsteirischen Jungwinzern zur Musik von „Chalk, Cheese and Pepper” zu verkosten. (Siehe auch S.56)

Text: Heri Kindermann

Text/Foto: Heri KIndermann

Weinkost in Gamlitz

V.l.: Klaus Fischer, Marianne Liebminger, Hans-Peter Temmel, Stefan Schauer, Gerald Liebminger, Gerhard Wohlmuth jun. und Bernhard Lambauer waren die Vertreter der Südsteiermark

Die SIEME v.l.: Mathias Prugmaier, Stefan Germuth, Johannes Pichler, Franz Regele, Florian Masser, Florian Lieleg & Florian Dillinger stießen im Loisium mit Gästen auf den Jahrgang 2016 an


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Foto: Marie Mayer

Judo: Fulminanter Jahresauftakt

Staatsmeisterin Laurentia Adam fährt zur U18-EM und Jugend-Olympiade

Laurentia Adam aus Leibnitz zählt nicht nur zu den talentiertesten, sondern wahrscheinlich auch zu den hartnäckigsten Nachwuchsjudokas des Landes. Nachdem die 16-Jährige im vergangenen Jahr den Österreichischen Meistertitel in der Klasse U18 für sich entscheiden konnte, zwang sie eine Ellenbogenverletzung zu einer siebenmonatigen Wettkampfabstinenz. Für die motivierte Sportlerin der SU Noricum Raiffeisenbank Leibnitz kein Grund aufzugeben. Noch im Herbst begann sie mit dem kosovarischen Nationalteam, angeführt von Olympiasiegerin Majlinda Kelmendi zu trainieren. Bereits zu Beginn des Jahres stieg sie im Zuge der Österreichischen Meisterschaften (Klassen U18 und U23) wieder ins Wettkampfgeschehen ein und legte unmittelbar darauf ein Comeback der Meisterklasse hin. Beim Europacup in Follonica (Italien) bekam Adam die Bronzemedaille und damit auch ihre erste Europacup-Medaille verliehen. „Mein bisher größter Erfolg“, freut sich die Schülerin des Sport-BORG Monsbergergasse riesig, denn: „Damit konnte ich mir auch ein Fix-Ticket für die Europameisterschaften der Klasse U18 in Kaunas (Litauen) sowie für die Europäische Jugend Olympiade (EYOF) in Györ (Ungarn) sichern.“ In den nächsten Wochen wird dafür kräftig trainiert. „Bis zu zehn Mal die Woche“, lächelt Adam. „Seit ich sieben bin ist Judo meine große Leidenschaft und fixer Bestandteil in meinem Leben.“ Viele weitere Siege auf der Matte dürften also folgen. Marie Mayer

Der Motorrad-Rennstall Yamaha Austria Racing Team (YART) mit Teamchef Mandy Kainz bekommt in Heimschuh nicht nur ein großartiges neues Zuhause, Kainz lenkt mit der Eröffnung einer millionenschweren Halle mit Schauraum, Werkstatt, Lagerraum und LKW-Garagen auch die Aufmerksamkeit der internationalen Motorsportwelt in seine südsteirische Heimat. Das offizielle Eröffnungsfest ist am 9. August, eine Woche vor dem Österreichischen MotoGP, bei dem auch viel Prominenz erwartet wird. „Diese Halle nur für Rennfahrer ist bis dato weltweit einzigartig und darauf sind wir auch sehr stolz“, erzählt Kainz. Mandy Kainz ist verheiratet und zweifacher Vater. Seine Karriere begann in seiner Garage als Ein-Mann-Betrieb. Inzwischen gibt es den Rennstall YART Österreich und YART Frankreich mit einem Umsatz in Millionenhöhe. Sein ‘Kasten voller Auszeichnungen’ bekommt natürlich auch einen Platz im neuen Showroom. Die Rennsaison beginnt im April in Le Mans und Mandy Kainz wird dann wieder viel auf Reisen sein. „Das gehört zum Job, aber ich bekomme immer noch Heimweh. Vom Flughafen nach Hause bekomme ich regelmäßig Radarstrafen, weil ich immer so schnell wie möglich nach Hause möchte“, kommt es sehr sympathisch vom erfolgreichen Rennfahrer und Geschäftsmann. Das wichtigste Rennen 2017 wird das 8-Stunden-Rennen von Suzuka. „Alles zielt immer auf dieses Rennen ab, da verblassen alle Weltmeistertitel. Das zweitgrößte ist dann das 24-Stunden-Motorradrennen von Le Mans, das wir 2009 als einziges nicht französisches Team gewonnen haben. Aber einmal beim SuzukaRennen in Japan am Podium zu stehen, das wäre schon schön“. Hedi Grager 06 box

Foto: beigestellt

Neues Zuhause für YART-Team

Mandy Kainz, Teamchef des Yamaha Austria Racing Teams aus Heimschuh


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Kabarett als Selbsttherapie 08 box


Solo-Kabaretts, Fernsehauftritte, Tierrettungsaktionen: Was Angelika Niedetzky sich in den Kopf setzt, realisiert sie. Scharfzüngige Pointen und „russische“ Disziplin sind ihre Wegbegleiter. Starallüren nicht. Text: Natalie Resch, Fotos: Monika Löff

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ann ich zurückrufen? Ich bin gerade in Sri Lanka, um einen Straßenhund zu retten“, ertönt Niedetzkys Stimme aus der Telefonleitung. Zu Silvester 2016 gönnte sie sich in der Ferne eine Ayurveda-Kur. Erholte sich vom stressigen Berufsalltag zwischen Theaterbühnen und Fernsehkameras und wenig Schlaf. „Von einer Kur komme ich rundum erneuert zurück.“ Manchmal auch mit einem Vierbeiner im Gepäck. Was sich die Linzerin in den Kopf setzt, passiert. Im März war der Straßenhund, ihre Silvesterliebe, bereits in Österreich. Ohne Happy End. Er war todkrank. „An dem Abend als ich ihn einschläfern musste, stand ich auf der Bühne“, erzählt sie mit gesenkter Stimme, „mir ging es nicht gut.“ Sie hat gelernt in emotionalen Situationen die Kabarettauftritte als „Selbsttherapie” zu nutzen. Für die taffe Powerfrau steht fest: Sie hat gegenüber dem Publikum eine Verpflichtung, der sie gerne nachkommt – es nämlich zum Lachen zu bringen. Auf Kurs. „Meine Bisshaftigkeit hat sich mit 15 Jahren entwickelt“, erinnert sich Niedetzky an ihre erste Bühne: die Schulklasse. Die boshaften Lehrer-Imitationen waren der Brüller. Die Lust am Zerpflücken von Figuren und pointierten Sätzen sei gewachsen. Die Kabaretts von Dorfer, Hader, Vitasek konnte sie auswendig. „Ich war besessen von der Idee Kabarettistin zu werden.“ Ob sie das Rüstzeug dafür hatte, wollte sie von Alfred Dorfer selbst wissen. Mit 18 Jahren spazierte sie nach einem Auftritt zielstrebig in seine Künstlergarderobe. Sie schrieb etwas, er gab Feedback. „Ich war nervöser als vor der Matura. Seine Kritik fiel positiv aus. Ich war am richtigen Weg.“ Und dann gab es diesen einen Märzabend 2002: Mit ihrer Gruppe „Bakschisch“ gewann sie, noch in Ausbildung an der Wiener Schauspielschule Krauss, den Grazer Kleinkunstpanther. Jenen Publikums-

preis, der beim wegweisenden „Kleinkunstvogel“-Wettbewerb im legendären Theatercafé Graz vergeben wird. „Ein Meilenstein, weil für mich schon immer die Meinung des Publikums wichtiger war als jene der Jury.“ Bei einem Auftritt im Wiener Spektakel wurde sie dann für die ORF-Produktionen „Undercover“ und „Echt fett“ entdeckt. Weitere ORF-Auftritte folgten: „Die Frischlinge“,„Was gibt es Neues“, „Schlawiner“, „Kalahari Gemsen“. Über Talent, Allüren und Konkurrenzdenken. Die groß gewachsene Blondine mit den großen Kulleraugen, dem ehrlichen Blick und der erfrischend

Die beliebte österreichische Schauspielerin und Kabarettistin Angelika Niedetzky kommt mit ihrem Programm „Gegenschuss” Anfang Mai nach Wildon

authentischen Art hat sich einen Namen gemacht. 2003 gab sie gemeinsam mit Stefano Bernardin und Georg Friedrich ihr Filmdebüt in „Auf Wolke 7“. Sie drehte mit Birgit Minichmayr und Nina Proll für „Fallen“, stand in „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ an der Seite von Michael Ostrowski; spielte in der ZDF-Produktion „Das Dorf des Schweigens“ mit und tourt mit ihrem dritten Solo-Kabarettprogramm. Sie sieht ihren Erfolg realistisch: „Wir

wissen alle: Es geht nicht nur um Talent, sondern auch ums Verkaufen.“ Dabei falle es ihr schwer, sich im richtigen Licht zu präsentieren und sich anzubiedern, das wäre erst recht nicht ihr Stil. Ihre Stärke: „Ich kann gut mit Menschen umgehen und bin unkompliziert.“ Auch nach 15-stündigen Drehtagen. Da würden einige Schauspielkollegen Starallüren an den Tag legen. Für sie bedeutet eine Produktion immer Teamarbeit. „Jeder – von der Maske über den Ton bis zur Kamera – trägt etwas bei. Beim Kabarett stehe ich ohne meinen Techniker auf der Bühne ja auch im Dunkeln“, schmunzelt sie. „Faule Hunde kommen nicht weit.“ Diese Erkenntnis verdanke sie ihrem russischen Eiskunstlauf-Trainer. „Ich war damals eher gemütlich. Er forderte eiserne Disziplin“, die bis heute ihre Arbeitsweise prägt. In ihrem ersten Solo-Kabarettprogramm „MARATHON Der Lauf meines Lebens“ (2012) widmete sie sich ihren Erfahrungen als Marathonläuferin, dem eisernen Willen zum Weitermachen und den metaphorischen Marathonläufen im Leben. Seither begeistert sie alle zwei Jahre mit einem neuen Programm. „Ich habe einfach Lust, Neues zu präsentieren.“ Aktuell tourt sie mit „Gegenschuss“. Auch im dritten Solostück schießt sie mit Pointen scharf um sich, hat es mit ihrem Gefühl für alltäglichen Absurditäten auf die Lachmuskeln abgesehen. Bringt mit ihrer drogenabhängigen Vogelspinne Cordula ihre überwundene Phobie auf die Bühne und gibt ihren missglückten Mykonos-Trip als Medley zum Besten. Politiker geraten ebenso wie Tinder-Profile unter Beschuss. Der box verrät sie noch, dass sie erstmals ein Drehbuch für eine Kinokomödie (Start 2018) entwickelt. ANGELIKA NIEDETZKY: GEGENSCHUSS Samstag, 6. Mai um 19.30 Uhr im Schloss Wildon. Karten: 03182-3227 oder tickets@wildkultwildon.at

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Vom Gourmetmagazin Falstaff im November 2016 zur „Barfrau des Jahres” für Österreich, Deutschland und die Schweiz gekürt: Die aus Kaindorf stammende Betty Kupsa in ihrer Bar „The Chug Club” in Hamburg-St. Pauli

Cheers, Black Betty Innovativ, kreativ und mutig sind die Cocktails und deren Erfinderin Betty Kupsa. In ihrer Bar „The Chug Club“ im Hamburger St. Pauli-Viertel mixt die gebürtige Südsteirerin ausgefallene Drinks und sorgt damit international für Furore. Text: Marie Mayer, Fotos: Tim Gerdts

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Kredenzt werden „Chugs“, frische, individuell gemixte Drinks im Miniformat, für maximalen Genuss versteht sich. „So kann man easy mehrere Getränke probieren, ohne sturzbetrunken

aus der Bar zu torkeln“, grinst Kupsa, die erst kürzlich vom Falstaff zur Barfrau des Jahres für Österreich, Deutschland und die Schweiz gekürt wurde.

Foto: Sarah Glück

edämpftes Licht, schummriges Ambiente, weinrot-gold gestrichene Wände, samtgrün überzogene Hocker und ein kolossaler, dunkler Tresen hinter dem eine Frau mit schnittigem Pagenkopf und geballter Lebensfreude ihre Gäste empfängt. Diese Melange erwartet einen, wenn man die Tür zu Betty Kupsas „The Chug Club“ im Hamburger St. PauliViertel öffnet. In unmittelbarer Nähe der Reeperbahn haucht die 38-jährige gebürtige Südsteirerin der Gastroszene seit 2015 ordentlich frischen Wind ein. Ihr Konzept ist ausgeklügelt, der Barname Programm: „To chug“ bedeutet übersetzt so viel wie „kippen“ oder „auf Ex trinken“, das Hausmotto lautet: „ Go chug yourself!“

Die Wirkstätte von Betty Kupsa, The Chug Club in Hamburg-St. Pauli

Extravagante Trinkkultur. Wer einen Blick in die goldene Barkarte wirft, hat die Qual der Wahl. Als passionierte Tequila-Trinkerin liegt der Fokus klar auf Kreationen mit dem edlen Agavenbrand. Eine ausgefallener als die andere. „Rita“ etwa ist eine Kombination aus mit Orangen und Hibiskus aromatisierten Tequilas mit Limette und Agavensirup, hausgemachtem Limettensalzschaum und bunter Zuckerstreusel-Garnitur. Am besten man bestellt ein „Menü“, fünf kleine „Chugs“ plus „Zwibie“, ein kleines, frischge-


zapftes Zwischenbier. Wer eine kleine Stärkung braucht ordert Tortillas und Nüsse – oder Flüssignahrung. In der Kategorie „Drinks to eat“ wecken ein gelierter Cosmopolitan sowie eine schaumige Piña Colada inklusive einem soliden Schuss Rum Interesse. Durstig bleibt hier keiner. Doch Obacht, wer eine billige Shot-Tankstelle erwartet, der irrt. Kupsa und ihr Spitzen-Barteam setzen auf hochwertige Zutaten und extravagante Trinkkultur. Viele der Ingredienzien, die in den Shaker kommen, werden in der hauseigenen Küche zubereitet. Nur den Mutigen gehört die Welt! Vor ihrem erfolgreichen Sprung in die Selbstständigkeit musste Kupsa viele berufliche Frösche küssen. Einen Berufswunsch hatte sie ohnehin nie. „Mein Lebenslauf ist wie ein Buffet, von allem etwas dabei“, lächelt sie. Drei abgebrochene Studiengänge, unzählige Jobs, ein Abendstudium im Bereich der Marketingkommunikation, Lehrgänge vom Practitioner bis zum Event-

Wäre sie selbst ein Drink, würde Betty Kupsa diesen Black Betty nennen

und Business-Coach. Erst ein Praktikum in einer Cocktailbar ist richtungsweisend. Nach Stationen im „Blauen Barhaus“ in Ottensen und in der „3 Freunde Bar“ auf St. Pauli, macht sich Black Betty (so würde sie sich nennen, wäre sie ein Getränk) schon bald einen Namen in der Szene. 2012 wird sie ins international renommierte „Le Lion“, das zu den 50 besten Bars der Welt gehört, geholt. „Dort habe ich von der Pieke auf alles gelernt und irgendwann die Unternehmerin in mir entdeckt.“ Im Jahr 2015 eröffnet sie schließlich ihren „The Chug Club“ in jener Stadt, in der die Umtriebige seit nunmehr 20 Jahren spannende Tage und wohl noch aufregendere Nächte erlebt. „Ich bin ständig auf der Suche nach Neuem, reise viel und genieße die Abwechslung.“ In ihre Heimat Kaindorf an der Sulm kommt sie jedoch selten. Eine Wiederkehr scheint unrealistisch. Wobei: „Sag niemals nie!“ Und eine gewisse Verbindung zur Südsteiermark bleibt sowieso. „Ich habe immer Kernöl im Kühlschrank!“

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Foto: beigestellt

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Mit dem Eltern-Kind-Zentrum Süd (EKiZ Süd) in Wagna hat Janou Hödl-Scheibengraf vor zehn Jahren einen Begegnungsort für werdende Eltern sowie Familien mit Babies und Kleinkindern geschaffen. Angeboten werden Kurse, Veranstaltungen, Vorträge und Beratungen rund um das Thema Erziehung. Im box-Interview spricht die Initiatorin und Zweifach-Mama über ihre Motivation zur ZentrumsGründung, das vielfältige Angebot, Kind und Kegel.

Janou Hödl-Scheibengraf gründete das EKiZ Süd in Wagna vor nunmehr zehn Jahren

Plattform für Familien D

ie Idee zur Gründung eines EKiZ ist mehr oder weniger aus eigener Not heraus entstanden? Janou Hödl-Scheibengraf: „Irgendwie ja. Als Jung-Mama war das EKiZ Graz stets eine wichtige Anlaufstelle für mich. Ich war dort ein breites Angebot gewohnt, das mir nach meinem Umzug zu meinem Mann nach Leibnitz fehlte. Das musste ich ändern. Zunächst dachte ich nur an eine stundenweise Kinderbetreuung, bei der Konzepterarbeitung ist es dann ein ganzes Eltern- Kind- Zentrum geworden.” Eine Idee hat man bald, diese auch zu realisieren erweist sich oft als schwierig. Wie ist es gelungen, Nägel mit Köpfen zu machen? „Ausdauer und der Glaube an den Nutzen für die Familien im Bezirk.” Babymassagen, Still- und Pubertätsberatung, Kinderkurse, Fachvorträge und Elternbildungsseminare – das Programmheft beweist Vielfältigkeit. Wonach richtet sich das Angebot? „Wir legen großen Wert auf die Bedürfnisse unserer Besucher und versuchen immer, ein vielfältiges Angebot zu planen, welches wir je nach Bedarf anpas14 box

sen können. Jeder kann unsere Kurse und Events besuchen. Wir haben eine wöchentliche Frequenz von circa 300 Besuchern, pro Jahr weit über 14.000!” Wie sind Organisation und Finanzierung geregelt? „Wir sind ein gemeinnütziger, kleiner Betrieb mit zwei bis drei Teilzeit- und zwei geringfügigen Mitarbeiterinnen sowie vielen selbstständigen Kursleitern und Experten. Wir finanzieren uns hauptsächlich durch Veranstaltungseinnahmen sowie Förderungen vom Land Steiermark, dem Sozialhilfeverband Leibnitz und dem Bundesministerium für Familien und Jugend.” Stichwort Familienpolitik. Wie empfinden Sie die derzeitige Lage? „Familienpolitik ist ein schwieriges und mühsames Thema. Oft habe ich das Gefühl, es fehlen Visionen und Schwerpunkte.” Glauben Sie, dass Ihre Arbeit von Gesellschaft und Politik Wert geschätzt wird? „Von den Eltern bestimmt, seitens der Politik würde ich mir mehr erwarten.” Sie sind EKiZ-Leiterin, Elternbildnerin, Lebens,- Sozial und Erziehungsberate-

rin und studieren derzeit nebenberuflich Psychosoziale Beratung. Bleibt da noch Zeit für die eigene Familie? „Natürlich. Mir ist es wichtig, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen! Das kann jeder schaffen. Management ist das Zauberwort. Wir versuchen zum Beispiel, jeden Tag gemeinsam zu essen und Familienzeit zu haben. Wichtig ist aber auch, den Kindern Freiräume zu geben und ihre Hobbies und sozialen Kontakte zu unterstützen.” Ihre Höhepunkte im beruflichen Alltag? „Es sind die vielen kleinen Dinge. Ich freue mich zum Beispiel riesig, wenn unsere Unterstützung und unser Angebot zufriedene, strahlende Gesichter hinterlassen und positive Rückmeldungen kommen!” Haben Sie noch einen Rat für Eltern? „Jeden einzelnen Augenblick mit Kindern auskosten und ein gesundes Urvertrauen entwickeln. An die eigenen Fähigkeiten glauben und auf das Bauchgefühl hören. So wird jeder selbst zum Experten seiner Familie.” Vielen Dank für das Gespräch! Das Gespäch führte Marie Mayer. Infos zum EKiZ Süd: www.ekiz-sued.at


Foto: Maik Reishaus

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Kai Strauss & The Electric Blues All-Stars eröffnen die diesjährigen Bluestage in Leibnitz

Herren des Blues Vom 5. bis 8. April finden die Leibnitzer Bluestage im kleinen, feinen Rahmen des Leibnitzer Marenzikellers bereits zum achten Mal statt. Dabei setzen die heimische Blueslegende „Sir” Oliver Mally als Programmdirektor und das Team von Leibnitz KULT auf einen breiten Mix an authentischen Blues-Stilen.

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kann, gilt nebenbei auch als Deutschlands Blues-Gitarrist der Stunde. Mit

Foto: Nelli Kis

chon als Teenager war ich von der Musik von Buddy Guy, B. B. King oder Jimmie Vaughan infiziert“, sagt der deutsche Gitarrist und Sänger Kai Strauss, der laut Aussage des Magazins Bluesnews mittlerweile zu einem der großen Namen in der europäischen Blues-Szene zählt. Drei deutsche Blues-Awards in den Jahren 2014, 2015 und 2016, TV-Auftritte, Musikmagazincover sowie Konzerte in über 20 Ländern sind bemerkenswerte Eckdaten in Strauss‘ Karriere. Der sympathische Westfale, der auf der Bühne mit seiner Ausstrahlung überzeugt und auch richtig gut singen

Ripoff Raskolnikov kommt mit Top-Band

seiner großartig zusammen gestellten Band The Electric Blues Allstars bietet er am 5. April zum Einstieg in die diesjährigen Bluestage sicherlich ein mitreißendes Konzerterlebnis. Der in Linz geborene Bluesmusiker, Singer-Songwriter und Gitarrist Ripoff Raskolnikov erinnert in seiner Bühnenpräsenz und vom Inhalt seiner Songs her stark an Tom Waits. Ohne sich um Modeströmungen jeglicher Herkunft zu scheren, versuchte der in Graz lebende Vollblutmusiker, menschliche Emotionen wie Liebe, Leidenschaft, Verlust, Schmerz, Verlangen, die Suche nach Schönheit, den Hunger auf


8. LEIBNITZER BLUESTAGE VOM 5. BIS 8. APRIL 2017 MI. 05.04. | KAI STRAUSS & THE ELECTRIC BLUES ALLSTARS (D/USA) DO. 06.04. | RIPOFF RASKOLNIKOV & BAND (AUT/HUN) FR 07.04. | CHINO SWINGSLIDE & VICTOR PUERTAS (ARG/ES) SA 08.04. | „SIR“ OLIVER MALLY & MARTIN MORO feat. ALEX MEIK & MARTIN BURBÖCK Beginn jeweils 20 Uhr, Marenzikeller Leibnitz, Bahnhofstraße 14

Tickets erhältlich bei LeibnitzKULT 8430 Leibnitz, Kaspar-Harb-Gasse 4 Tel.: 03452-76 506 office@leibnitz-kult.at www.leibnitz-kult.at

Martin Moro und „Sir“ Oliver Mally (v.l.) spielen mit Martin Burböck und Alex Meik

dieser Name ist ja ohnehin schon besetzt. „Sir” Oliver Mally, dieser österreichischen Blues-Ikone aus südsteirischem Eigenbau sozusagen, gehört jedenfalls der letzte Abend der heurigen Bluestage. Schließlich ist Mally auch der Erfinder, langjährige Organisator, Programmdirektor und Spiritus Rector dieses kleinen und sympathischen Viertage-Musikfestivals. Ein Wunder, dass dieser musikalische Workaholic aus Wagna, der seit bald 33 Jahren auf der Bühne steht und jährlich an die 150 Livekonzerte absolviert, dafür noch die Zeit findet.

Foto: Swingslide/Puertas/Veranstalter

das Leben oder die Angst vor dem Tod in Musik zu verwandeln. Nach Leibnitz kommt er am 6. April mit seiner exzellenten Band, in der Szabolcs Nagy am Piano, Varga Laca am Bass und Lajos Gyenge an den Drums spielen. Der aus Buenos Aires stammende Argentinier Hernán Senra, in Musikerkreisen besser bekannt als „Chino” Swingslide, und der Spanier Victor Puertas spielen seit langem immer wieder in diversen Clubs in Barcelona, wo beide auch leben, zusammen. Als Frontmänner ihrer eigenen Bands – „Chino & The Big Bet” und „Victor Puertas & The Mellow Tones” – sind sie aber auch in ganz Europa und den USA immer wieder auf Tour. Im Duett können der argentinische Gitarrist und der spanische Sänger, Piano- und Mundharmonikaspieler mit ihrem erstaunlichen Repertoire von Blues bis Swing selbst das anspruchvollste Publikum begeistern. Ihr jüngstes gemeinsames Album „Goin' away” gibt einen guten Vorgeschmack auf ihren Live-Gig am 7. April im Marenzikeller. Wäre er nicht schon der „Sir” müsste man ihn fast den „Boss” nennen, aber

Chino Swingslide & Victor Puertas

Zeit fand Singer, Songwriter und Gitarrist Mally aber auch für zwei neue Alben, die gerade erst erschienen sind. Zum einen ist da das von Martin Moro produzierte und abgemischte StudioAlbum „Shapeshifter” mit zehn wunderbaren Songs, die von Hans-Jörg Maucksch perfekt endbearbeitet wurden. Acht Eigenkompositionen finden sich darunter, u. a. der Ohrwurm „Last Summer”, das an Willy DeVille erinnernde „Love Struck Serenade” oder das unglaublich ausgereift-poetische „Strong Believer”. Ein Hörgenuss auch die Cover-Versionen von Townes Van Zandts „Marie” und Woodie Guthries „I Aint’t Go Home”. Das zweite neue Album ist das in der Birkfelder Galerie Schlagers mit dem Fingerstyle-Gitarristen Martin Moro und Gastmusikern eingespielte „Live Incidents” inklusive Bonus-CD, das am 8. April im Marenzikeller auch offiziell vorgestellt wird. Gemeinsam mit den Special Guests Martin Burböck und Alex Meik werden „Sir” Oliver und Martin Moro ihre ganze Fingerfertigkeit aufbieten, um dem Publikum einen unvergesslichen Blues-Abend zu bieten.

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Foto: Rudi Ferder

Kartenpreise: Tageskarte EUR 16,00 4-Tagespass EUR 49,00


boxkultur

Harry Tanschek: Jazz-Drummer

Foto: Joe Vigerl

Der renommierte, aus Gamlitz stammende Jazz-Schlagzeuger Harry Tanschek kommt mit der Band „El Greco” demnächst zu zwei Konzerten in die Region. ie Liste der Musiker, mit denen Harry Tanschek bereits zusammen gespielt hat, liest sich wie das Who’s Who der nationalen und internationalen Jazzszene. Bis der 1970 in Gamlitz geborene und dort aufgewachsene Musiker aber den Olymp der Jazzwelt erklomm, war es ein weiter Weg. Nach der BORG-Matura in Bad Radkersburg absolvierte er ein Schlagzeugstudium an der Uni für Musik, Abteilung Jazz, in Graz. Danach zog es ihn nach Boston, USA, wo er ein Studium am Berklee College of Music absolvierte.

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Danach lebte er dort bis 2003 als freischaffender Musiker. Seit 2004 ist Wien sein Lebensmittelpunkt, wo er seither an unzähligen anspruchsvollen Musikprojekten beteiligt war und ist. Außerdem leitet Tanschek seit Jahren die Schlagzeugabteilung am Vienna Music Institute und ist Dozent beim Sommer-Jazzcamp der Webster University. Seine Perfektion und ganze Professionalität zeigt der Musiker auf der gerade eben erschienenen CD „Sing Cuckoo” des griechisch-polnisch-österreichischen Quintetts El Greco, mit dem er auch zu

zwei Auftritten in die Region kommt. Auf den acht Vokal- und zwei Instrumentalnummern, die vom polnischen Pianisten und Komponisten Joachim Mencel geschrieben wurden, zeigt Tanschek in dieser Synthese verschiedener Stilrichtungen – Chillout, Drum & Bass, Rhythm & Blues, Jazz und Rock – was für ein großer Könner er heute ist. ZWEI EL GRECO-KONZERTE MIT TANSCHEK 8. April um 19.45 Uhr im Kongresszentrum Zehnerhaus in Bad Radkersburg. 9. April um 20.00 Uhr in der Bluegarage in Frauenthal, www.bluegarage.at

Steirische Zeitreise VOM LEBEN AM STERNHOF.

1974 ging Erika MisSwoboda mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann, dem Schauspieler Gerhard Swoboda, von Wien nach Arnfels in die Südsteiermark, wo sie einen alten Bauernhof mit Namen „Sternhof“ mieteten, der noch heute ihre Heimat ist. Dort lebte sie in den 70er- und 80erJahren in einer Gemeinschaft mit vielen „Aussteigern“ und Persönlichkeiten der Zeit. In ihrem Buch „Geschichten rund um den Sternhof” legt sie nicht nur eine Autobiographie vor, sondern beschreibt darin auch ein Stück Zeitgeschichte und die Entstehung eines alternativen Netzwerks. Eine unschätzbare Sammlung von Geschichten und Bildern lässt einen in das Lebensgefühl der 68er-Generation eintauchen – eine Zeitreise in eine Südsteiermark, die es heute so nicht mehr gibt. GESCHICHTEN RUND UM DEN STERNHOF von Erika Mis-Swoboda. Gebunden, 232 Seiten, Leykam Verlag

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Ein humorvolles Highlight im Greith-HausFrühlingsprogramm ist die Präsentation des Films „Hotel Rock’n’Roll” mit Live-Präsenz von Michael Ostrowski und Gerald Votava. ach „Nacktschnecken” und „Contact High” nun der dritte Streich: Mit dem Film „Hotel Rock’n’Roll” vollendete Michael Ostrowski gemeinsam mit Co-Regisseur Helmut Köpping virtuos die Sex, Drugs & Rock’n’Roll-Trilogie des 2014 verstorbenen Filmregisseurs und Drehbuchautors Michael Glawogger. Zur Präsentation des Films am 28. April im Greith-Haus bringt Michael Ostrowski auch Gerald Votatva mit. In der angekündigten kabarettistischen Talkshow werden die beiden es wohl ziemlich bunt treiben (Beginn: 20.00).

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Gerald Votava u. Michael Ostrowski kommen nach St. Ulrich

Am 6. Mai kommt die Tiroler Ausnahmeformation „Viera Blech”, die sich aktuell aus sieben hochkarätigen Musikern zusammensetzt, nach St. Ulrich. Zum Erfolgsrezept der außergewöhnlichen Blasmusikformation zählt nicht zuletzt auch eine ordentliche Portion Humor und ein hoher Spaß- und Unterhaltungsfaktor (20.00 Uhr). Zum informativen Gespräch kommen am 17. Mai Nora Schmid und Iris Laufenberg, Intendantinnen von Oper und Schauspielhaus Graz, sowie Heinz Weyringer, Intendant des RING AWARD.

Der südsteirische Autor und Musiker Wolfgang Pollanz präsentiert am 20. Mai in „Mein 1967” ausgewählte Texte und Geschichten, Musik, Bilder und Videos aus einem der wichtigsten Jahre in der Geschichte der Popmusik. Und beim Laubdorffest in St. Ulrich am Pfingstsonntag (4. Juni) heißt es ab 11 Uhr „Feiern wie in alten Zeiten” mit einem Konzert von „Ernesty International” ab 13 Uhr auf der Open-Air-Bühne. KULTURHAUS ST. ULRICH IM GREITH Karten-Telefon: 03465/20200 www.greith-haus.at

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Foto: Toni Muhr/Dor Film

Hotel Rock’n’Roll im Greith-Haus


Foto: Jan Frankl

Grüß mir die Sonne

EIN MUSIKALISCHER ABEND MIT TEXTEN VON H.C. ARTMANN.

In „Flieger, grüß mir die Sonne” spielt H.C. Artmann mit männlichen Mythen und Selbstbildern und entlarvt falsche Posen ohne die dahinterliegende Sehnsucht zu denunzieren. Der sehr unterhaltsame Text wird durch die präzise Schauspielkunst von Erwin Steinhauer, ein Artmann-Fan und -Kenner, noch vergnüglicher. Musikalisch sorgen Georg Graf, Peter Rosmanith und Joe Pinkl für manch gewagten Höhenflug. Im Anschluss erfolgt ein Publikumsgespräch mit Erwin Steinhauer. FLIEGER, GRÜß MIR DIE SONNE. Erwin Steinhauer & Seine Lieben Fr, 31. März, 20.00 Uhr im Kulturzentrum Leibnitz Karten: 03452-76506 | office@leibnitz-kult.at

Neues Leben in altem Gemäuer

Foto: Wein&Kultur PR Management

KULTURVEREIN EHRENHAUSEN.

Unter dem Motto „Historisches bricht auf und Neues wird wieder kunstvoll geboren“ steht das neue grenzüberschreitende Projekt „Kultur trifft Skulptur” des Kulturvereines Ehrenhausen. Bildhauer, Former und Gestalter werden die Ausstellung in Ehrenhausen an der Weinstraße zum Highlight machen. Die Skulpturenschau wird am 13. Mai 2017, um 14.00 Uhr zum 300. Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia, die 1754 in Ehrenhausen war, im „Kunst(wein)Keller” eröffnet. „Den historischen Weinkeller der Grafen von Attems hat die Marktgemeinde erworben. Er steht uns nun für kulturelle Aktivitäten zur Verfügung“, freut sich Obfrau Christine Rauch (Foto). Der zweitgrößte historische Keller der Steiermark mit großen Glas-Zisternen soll zentraler Platz für Kultur und neues touristisches Highlight werden. Infos: www.ernhvs.at H.K.


Kabarettmatadore

GAMLITZ. Bgm. Karl Wratschko, Karin Leitner und Organisator Franz Schober (v.l.) stellten erst kürzlich das vielfältige Programm des Gamlitzer Kulturgenussreigens 2017 vor. Ab dem 30. März ist wieder jeden dritten Donnerstag im Monat ab 20 Uhr ein genussvoller Abend in der Alten Klosterschule in Gamlitz angesagt (außer Juli). Bekannte Filmmelodien lassen Flötistin Karin Leitner, die steirische Wurzeln hat, und Harfistin Krassimira Ziegler am 27. April unter dem Titel „Cinema Paradiso“ erklingen. Do 30. März: TRIO WASSERFALLER, Konzert, 20.00 Uhr Do 27. April: CINEMA PARADISO, Konzert, 20.00 Uhr Do 25. Mai: Junge Preisträger aus unserer Region, 20.00 Uhr Alte Klosterschule Gamlitz, T. 03453/2667, info@kulturgamlitz.at

Foto: Florian Scheuba

Foto/Text: Heri Kindermann

Kulturgenussreigen

„FLÜGEL” MIT FLORIAN SCHEUBA UND ROBERT PALFRADER.

Der Umgang mit dem „roten Tuch“, bei dem es darum geht, den durch provokantes Auftreten zum Heranstürmen gebrachten Gegner ins Leere laufen zu lassen, ist für Robert Palfrader und Florian Scheuba seit vielen Jahren Berufs-Routine. Doch diesmal sollen sie es mit einem Stier aufnehmen, der selbst rot ist. „Den Stier bei den Flügeln packen“ lautet ihre Taktik. Zwei Matadore der öffentlichen Arena kämpfen an diesem Kabarettabend unter der Regie von Werner Sobotka mit scharfer Klinge die Corrida ihres Lebens. FLÜGEL. Sa, 29. April in der Neuen Musikmittelschule Großklein. Beginn: 20.00 Uhr, Karten-Tel: 0664-30 44 106

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Foto: Ing. Erwin Haarr

Struktur.Wandel am Grottenhof

ie Sonderausstellung STRUKTUR.WANDEL spannt den thematischen Bogen vom Entstehungsprozess der Gemeinde als Struktureinheit bis hin zur Gemeindestrukturreform im Jahr 2015. Dabei stehen die Veränderungen der Strukturen von Kaindorf, Leibnitz und Seggauberg im Fokus. Als optisches Leitmedium dienen zahlreiche Fotografien und Bildmaterialien vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die von Klaus-Dieter Hartl unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Ursula Pintz gestaltete Ausstellung

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Das Naturparkzentrum Grottenhof startet mit der Ausstellung STRUKTUR.WANDEL in die neue Saison. Die beliebte Gartenschau findet vom 15. bis 18. Juni statt.

wird am 1. April um 17.00 Uhr im Regioneum des Naturparkzentrums eröffnet und läuft bis zum 20. Dezember. Weitere wichtige Termine bis zum Juni: Am 6. April trifft beim Poetry Slam im Restaurant Ranninger Kulinarik auf Literatur (Beginn: 18.30). Die Südsteirische Baumesse findet vom 22. bis 23. April statt, die Maifeier der Kaindorfer Vereine am 1. Mai. Am 17. Mai kommt die Ermi Oma alias Markus Hirtler mit seinem Kabarettprogramm „Ansichtssache“ ins NPZ (Beginn: 18.30 Uhr). Der Markt der Artenvielfalt geht am

19. Mai über die Bühne, der 1. Sulmtaler Pfingst-Wiesenmarkt vom 2. bis 5. Juni. Am 9. Juni hält Bruno Baumann einen Vortrag über Tibet (20.00 Uhr) und die beliebte Gartenschau Südsteiermark, in deren Rahmen heuer auch der österreichische Bundeslehrlingswettbewerb der Floristen stattfindet, wird vom 15. bis 18. Juni ausgetragen bevor am 24. Juni beim SüdsteirerFest groß mit viel Musik gefeiert wird. NATURPARKZENTRUM GROTTENHOF 8430 Leibnitz-Kaindorf, Grottenhof 1 www.naturparkzentrum-grottenhof.at


Viel Musik, Kabarett, eine Ausstellung sowie einen Theaternachmittag für Kinder bieten die diesjährigen Kulturtage Wagna, die vom 21. bis zum 30. April stattfinden. it klassischen Rocksongs eröffnen Woazboart & Teddy Gruber die diesjährigen Kulturtage in Wagna. Die Vernissage der Ausstellung von Robert G. Tomaschek und Johnny Fortmüller komplettiert den Eröffnungsabend im Kultursaal. Wenn Reinhard Ziegerhofer und Gabriel Froihofer beim Kulturtagekonzert mit kreativer Vielseitigkeit auf Aniada a Noar treffen, potenziert sich die Kraft alpiner Volksmusik mit feinem Liedmaterial und einprägsame Melodien zu „polkapotente“.

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Foto: Ellen C. Pichler

Viel Musik bei den Kulturtagen

Betty O und LaBix

Zwei „Gänse in Blümchen” alias Betty O und LaBix begeben sich am Kulturtagekabarettabend auf ein musikalisches Picknick inmitten gefühlsbetonter, lach- und hirnreizender Texte. Zum Schwelgen und Schmunzeln... Einen spannenden, unterhaltsamen Nachmittag bietet die Theaterwerkstatt Wagna mit dem Grimm-Märchen „Aschenputtel“. Nach dem Motto „Kunst und Leben“ laden Bgm. Peter Stradner, Kulturreferent David Kainz und Monika Klement zum Besuch der Kulturtage ein.

Freitag, 21. April: Rock mit „Woazboart & Teddy Gruber“, Vernissage Robert G. Tomaschek und Johnny Fortmüller. Ab 19.30 Uhr. Eintritt frei. Samstag, 22. April: „Aniada a Noar spielt polkapotente“, 20.00 Uhr. Freitag, 28. April: Kulturtagekabarett „Betty O & LaBix“. Beginn: 19.30 Uhr. Samstag, 29. & Sonntag, 30. April: Kinderkulturtag mit „Aschenputtel“. Beginn: 15.00 Uhr. H.K. Kultursaal Wagna. Karten: Gemeindeamt Wagna, Steiermärk. Sparkasse und bei allen oeticket-Verkaufsstellen. www.wagna.at

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Sweet Home Südsteiermark Wer den Zauber der Südsteiermark erkennen will, muss zuerst weg- und dann wieder hinschauen. Dann sieht er eine der schönsten Gegenden der Welt. Von Emil Bobi

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Leibnitz) zusammengewachsen sein. Ich selbst pflegte einen skeptischen Umgang mit derlei Waghalsigkeiten und forderte präzisere Angaben,

Foto: Christian M. Kreuziger

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an hat keine Ahnung, was die Südsteiermark ist, wenn man nur in der Südsteiermark ist, dachte ich später. Früher, viel früher, war ich einfach nur da, ohne Fragen wie diese aufzuwerfen und ohne den Verdacht zu hegen, nicht zu wissen, wo ich mich befand. Damals, auf meiner täglichen Wanderung von Wagna nach dem fernen Leibnitz zur Schule, umweht vom Duft nach dem frischen Leder der Schultasche mit den viel zu großen blechernen Schnapp-Verschlüssen, deren Form an überdimensionale Daumennägel erinnerte, tauchte man jenseits der Tafel, die das Ortsende von Wagna markierte, in eine unbewohnte Ländlichkeit: wie in alter Schulbuch-Idylle war die Straße gesäumt von Futterwiesen, auf denen Bauern in blauen Schürzen hölzerne Heugabeln schwangen, bevor man nach einem schönen Stück des Weges an eine Ortstafel kam, die Leibnitz und also die Zivilisation ankündigte. Da war der Hauptplatz, den man ohne kompliziertes Verkehrssystem einfach umrunden konnte, in der Mitte eine langgezogene Verkehrsinsel mit zwei Tankstellen und einer Beschaulichkeit, die noch älter war als jene der langen Dienstag-Nachmittage, an denen alles zu war, um, wie man angab, Energie zu sparen. Der Bäcker sah noch aus wie ein Bäcker, der Fleischer wie ein Fleischer, der Wirt wie ein Wirt. Neben mir her stiefelte mein Schulfreund, ein futuristischer Denker, der an der These festhielt, eines Tages werde alles (er meinte Wagna mit

ZUM GASTAUTOR EMIL BOBI: Emil Bobi, Jahrgang 1958, Journalist, Buchautor, hat Jahre lang Kriegs- und Krisengebiete weltweit bereist und darüber berichtet, war zuletzt 15 Jahre als Aufdecker innenpolitisch relevanter Affären für das Nachrichtenmagazin profil tätig und wurde wiederholt als einer der besten investigativen Journalisten Österreichs ausgezeichnet. Der prominente deutsche Journalist und Buchautor Jürgen Roth über ihn: „Emil Bobi ist zweifellos einer der renommiertesten investigativen Journalisten im deutschsprachigen Raum, ein Vorbild für viele Kolleginnen und Kollegen." Bobi ist in der Südsteiermark aufgewachsen. Nach mehr als 30 Berufsjahren hat er dem Zeitungsjournalismus weitgehend den Rücken zugekehrt und lebt wieder hauptsächlich auf seinem Bauernhof in Kitzeck. Er hat seither zwei erzählende Sachbücher veröffentlicht („Die Schattenstadt, was 7000 Agenten über Wien aussagen", Ecowin; „Der Friedensnobelpreis, ein Abriss”, Ecowin) und arbeitet derzeit an seinem ersten Roman.

nicht ohne zunächst klar zu stellen: „Glaube ich nicht“, um dann doch meine Faszination durchblicken zu lassen: „Im Jahr 2000?“ Rundherum auf den Hügeln kannte ich den einen oder anderen Bauernhof, der wie ein Zeitschacht war, durch den man bis ins ausgehende Mittelalter zurückblicken konnte. In Leibnitz bei Wagna (ja, so, und nicht umgekehrt: sieht man heute bei Wikipedia unter „Leibnitz“ nach, erfährt man alles über Wagna und nichts über Leibnitz) gab es später dann, zwischen Kohlenberger, Michl und der Fischhalle, den Park, den wir unser „Büro“ nannten, womit wir vage, aber immer noch klar genug andeuteten, was unsere Vorstellung von der hohen Lebenskunst war. Besonders cool lungerten wir im Büro herum, wenn wir von irgendeiner monatelangen Reise aus fernen Ländern zurückkehrten. Damals begannen wir die Südsteiermark „Kalifornien von Österreich“ zu nennen. Ich selbst war eben ausgetrocknet von wolkenlosen Monaten in der Wüste Negev am Roten Meer zurückgekehrt, blickte auf das grüne Hügelmeer der Südsteiermark hinaus und sah etwas nie zuvor Wahrgenommenes: Ich war wie in einem fernen Land von aufwühlender Exotik angekommen. Wie in einer Fata Morgana schwebten die grünen Wellen unter seidenen Dunstschleiern und alles war von dermaßen unwirklicher Schönheit, dass ich an das Werk von Geistern dachte, die mich in einen Tagtraum hineingezogen hatten. Ich war eben aus dem


„Gelobten Land“ zurückgekehrt und war geschockt: die paradiesischen Vorstellungen der Israeliten vom Land, in dem Milch und Honig floss, beinhalteten nicht viel mehr als ein bisschen zartes Grün an einem Fluss mit gutem Wasser, da und dort markiert von einem Obstbäumchen. Das war ein Klacks gegen das, was ich nun sah. Diese friedlich entspannte Sattheit, diese selbstverständliche, übertriebene Fruchtbarkeit: auf Schritt und Tritt fand man Essbares, das niemand angebaut hatte. Überladene Obstbäume, die niemand anrührte. Wild, das erstaunt innehielt, anstatt zu flüchten. Entdeckt habe ich diese Südsteiermark nicht vom Hiersein und vom Hinschauen, sondern vom Wegschauen. Vom Wegfahren. Vom Zurückkommen.

„Was bringt umwerfende Schönheit, wenn man bei Dunkelheit nur mit dem Taxi fahren kann, weil Überfälle normal sind, jederzeit ein Putsch passieren oder ein Massaker ausbrechen kann?” Ich meine das ganz ernst: Die Südsteiermark ist eine der schönsten Gegenden der Welt. Moment, ich erkläre das: Es gibt viele schönste Plätze auf der Welt. Das sind Plätze, die so schön sind, dass es nicht schöner geht, weil sie den Rahmen möglicher Schönheit ausfüllen und keinen Platz für Vergleiche lassen: „Paradiesische“ Strände, „traumhafte“ Täler, „märchenhafte“ Bergdörfer können wegen Unvergleichbarkeit nicht „schöner“ oder weniger „schön“ sein, als ein anderer Platz. Jedenfalls: Nirgendwo auf diesem Erdball gibt es eine Gegend, die schöner ist als die Südsteiermark. Doch landschaftliche Schönheit ist herzlich wenig, wenn es um die Frage geht, ob man auch für immer bleiben möchte. Was hilft der Traumstrand, wenn es im Hinterland keine Menschenrechte gibt? Was bringt ein ewi-

ger Sommer in den Tropen, wenn es kein oder nur verseuchtes Wasser gibt? Was bringt umwerfende Schönheit, wenn man bei Dunkelheit nur mit dem Taxi fahren kann, weil Überfälle normal sind, jederzeit ein Putsch passieren oder ein Massaker ausbrechen kann? Was also ist Lebensqualität? Die Südsteiermark beantwortet das: Ausgeglichenes Klima, südliches Wetter, facettenreiche vier Jahreszeiten. Extreme Fruchtbarkeit, reinstes Wasser in nicht verbrauchbaren Mengen. Industriefreie Luft, die Wäscheleinen auch nach Wochen staubfrei belässt. Reibungslose Versorgung, politische Stabilität unabhängig von den Wahlsiegern, öffentliche Sicherheit, kaum Kriminalität, funktionierende Rechte. Kulturangebote vom Pop-Konzert bis zur Oper in Graz, Flughafen in zwanzig Minuten erreichbar. Zwei Stunden bis ans Meer. Kernöl. Und das, während man in abgelegener Ruhe von einem Hügel in das Panorama dieser unvergleichbaren Gegend blickt. Ich musste, nach 30 Berufsjahren auswärts, einfach nur heimkehren, um in diese Gegend zu gelangen. Lustig ist aber, dass ich vielleicht auch als Amerikaner oder Australier hier gelandet wäre, hätte ich einen Experten für das weltweite Auffinden lebensabendtauglicher Plätze befragt (dabei ist in meinem Fall erst Nachmittag-Siesta), wie den Schweizer Frank C. Der deutsche Weltbürger Christof H., der sich irgendwo auf dem Globus ansiedeln wollte, hat ihn auf die Suche geschickt. Bald danach war Christof mein Nachbar am nächsten Hügel. Nur eines kann ich nicht leiden: den Begriff von der „steirischen Toskana“. Nicht nur, weil der Vergleich unzutreffend ist, sondern weil diese Gegend es nicht nötig hat, sich nach einer anderen zu benennen. Mein kleiner Schulfreund aus den 60er Jahren hat mit seiner prophetischen Schau natürlich Recht behalten: Wagna ist mit Leibnitz zusammengewachsen und die Südsteiermark längst zu einem internationalen Touristen-Hotspot geworden. Was Wunder: auch der undifferenzierteste Besucher weiß, was schön ist. Fehlt noch was? Die Menschen viel-

leicht. Eine Episode: Zwei Freunde aus Ruanda waren zu Besuch. Ich nahm sie mit zur Anni, um das Kernöl abzuholen. Die Anni legte eine Jause auf den Tisch, stellte den Wein dazu, setzte sich neben Pascale und schaute ihn aus nächster Nähe mit großen, forschenden Augen an. Fast wollte sie seine Gesichtshaut berühren, deren Schwarz bei genauerer Betrachtung von einem rötlichen Dunkelbraun durchschimmert war. Pascale hatte in die Selchwurst gebissen, ein entzücktes, gieriges Raunen von sich gegeben und mit den Augen gerollt, dass es weiß blitzte. Nur seine Höflichkeit hinderte ihn daran, die Wurst auf einen Sitz zu verschlingen. Der Anni gefiel das. Sie schob ihm ermunternd den ganzen Teller hin und schmunzelte.

„Nur eines kann ich nicht leiden: den Begriff von der Steirischen Toskana. Nicht nur, weil der Vergleich unzutreffend ist, sondern weil diese Gegend es nicht nötig hat, sich nach einer anderen zu benennen.” So sind sie, die echten Südsteirer, die nicht Aufgehetzten: völlig unrassistisch, keine Spur von Fremdenangst, nur offenherzige Neugier. Und wem die Selchwurst schmeckt, der hat die Aufnahmeprüfung ins Familiäre bestanden. Pascale, den ich seit dem unaussprechlichen Massaker in seinem Land kannte, schaute mich an. Seine Augen wollten wissen, in welcher Kultur wir uns hier befänden. „Mon Ami“, sagte ich, „du willst verstehen, was Steirerblut ist? Probieren wir es einmal damit, was es nicht ist“, und deutete auf den Teller, den die Anni gerade vor ihm hingestellt hatte: „Eine Nudelsuppe.“ Pascale, verdattert, rief in nichtsahnender Höflichkeit „Aha!“, als hätte er Erhellendes aus dem Völkerkundlichen empfangen. Die Anni und ich blickten uns subversiv an und dann schlugen wir uns lachend auf die Schenkel.

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boxkino

DIE FRAU IM MOND – ERINNERUNG AN DIE LIEBE Regie: Nicole Garcia. Mit Marion Cotillard, Louis Garrel u.a. Frankreich, Anfang der vierziger Jahre: Die junge Gabrielle träumt von der vollkommenen Liebe und löst zu einer Zeit, in der Ehen weniger aus Liebe als zur Absicherung geschlossen wurden mit ihrer früh erwachten Sexualität einen Skandal aus. In ihrem bäuerlichen Heimatort wird sie für verrückt gehalten, bis ihre Eltern sie mit dem Saisonarbeiter José verheiraten, der sie zu einer achtbaren Frau machen soll. Gabrielle fühlt sich lebendig begraben. Als man sie wegen ihrer zerbrechlichen Gesundheit in ein Sanatorium in die Alpen schickt, erweckt der im Indochina-Krieg verwundete Leutnant André Sauvage erneut das in ihr drängende Bedürfnis nach leidenschaftlicher Liebe. Nach Jahren in einer starren Vernunftsehe scheint Gabrielle ein spätes Glück vergönnt... – Eine geglückte Verfilmung des internationalen Bestsellers „Die Frau im Mond“ von Milena Agus durch Regisseurin Nicole Garcia. Kinostart: 21. April 2017, Verleih: Studiocanal/Constantin Film

SIEBZEHN Regie: Monja Art. Mit Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy, Alexandra Schmidt u.a. Die Premiere des österreichischen Spielfilms „Siebzehn” von Regisseurin Monja Art, der in einem kleinen Dorf im südlichen Niederösterreich spielt, erfolgte diesen Jänner im Rahmen des 38. MaxOphüls-Filmfestivals in Saarbrücken, wo er auch mit dem Max-Ophüls-Preis 2017 ausgezeichnet wurde. Nun kommt der Film über die Träume, Visionen und Ängste österreichischer Jugendlicher in die heimischen Kinos. Monja Arts wildes, mildes Langfilm-Debüt über lesbische und andere Lieben einer klugen wie verwegenen Schülerin und ihrer ganz normal wahnsinnigen TeenagerClique erzählt mit genauem Blick, einer grandiosen Jungbesetzung und viel Humor vom Aufwachsen und Erwachsenwerden am Land.

TOUR DE FRANCE Regie: Rachid Djaïdani. Mit Gérard Depardieu, Sadek, Louise Grinberg u.a. Der 20-jährige Far’Hook gilt als einer der künftigen Stars der französischen Rap-Szene. Nach einem Streit mit einer verfeindeten Gang muss er die Stadt verlassen und untertauchen. Sein Produzent Bilal, ein zum Islam konvertierter Franzose, überredet ihn, seinen pensionierten Vater Serge (Gérard Depardieu) durch Frankreich zu chauffieren. Der kauzige Pensionist und Hobbykünstler hat seiner Frau das Versprechen gegeben, sich auf die Spuren des Landschaftsmalers Joseph Vernet zu begeben. Trotz des Generationen- und Kulturclashs erleben der verheißungsvolle Rapper und der mürrische, sturköpfige Maurer in diesem Roadmovie den Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

THE CIRCLE Regie: James Ponsoldt. Mit Emma Watson, Tom Hanks u.a. Dave Eggers aufsehenerregender Bestsellerroman und seine Abrechnung mit dem Internetzeitalter wurde für die Kinoleinwand adaptiert: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert, beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so das Ziel der „drei Weisen“, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Der Thriller entführt die Zuschauer in ein allmächtiges Unternehmen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Huxleys „Schöne neue Welt“ lässt grüßen.

Kinostart: 28. April 2017 Verleih: Filmladen

Kinostart: 21. April 2017 Verleih: Luna Filmverleih

Kinostart: 26. Mai 2017 Verleih: Universum Film

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Die Fotos stammen vom jeweiligen Filmverleih

Orbrock Film

Neue, spannende Spielfilme


Universal Music

JAMIROQUAI AUTOMATON Die Grammy-Gewinner und Electronic-Soul-FunkSuperstars Jamiroquai kehren nun zurück. Das neue Album „Automaton” wurde geschrieben und produziert von Frontmann Jay Kay und dem Jamiroquai-Keyboarder Matt Johnson und erscheint am 31. März. Die Fangemeinde rund um den Globus feierte bereits den kurzen Teaser-Clip „Automaton Transmission 001”, mit dem Jamiroquai erst kürzlich die Fans überraschte. Jetzt gibt es den kompletten Clip zu „Automation”, der von Charlie Lightening (Arcade Fire, Björk) inszeniert und gemeinsam mit Jay Kay konzipiert wurde. Jay Kay über das Album: „Die Inspiration ist der Anstieg von Künstlicher Intelligenz in der Technologie in unserer heutigen Welt. Es geht darum, wie wir Menschen anfangen, die schöneren, einfacheren und eloquenteren Dinge in unserem Leben und in unserer Umwelt, ja sogar in unseren Beziehungen mit anderen Menschen, zu vergessen.” BAD! Aber wir freuen uns auf den funky Sound.

Musik-Tipps

Warner Music

CARMINHO CARMINHO CANTA TOM JOBIM Carminho, die große Stimme Portugals, war bereits ein Star, bevor sie ihr erstes Solo-Album veröffentlichte: Als Teil der Gruppe Tertúlia de Fado Tradicional hatte Carminho an einem legendären Fado-Album mitgewirkt. Mit ihrem vierten Solo-Album „Carminho canta Tom Jobim” nimmt sie sich einem der bekanntesten Komponisten der lateinamerikanischen Welt an: Antonio Carlos Jobim, auch Tom Jobim genannt, der in diesem Jänner seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Dabei taucht sie tief in das Repertoire Jobims, das voller Klassiker wie The Girl from Ipanema, Wave, Meditation oder Sabiá steckt, ein. Begleitet wurde sie im Studio von Banda Nova, Jobims letzter Live- und Studioband. Gemeinsam mit Jobims Sohn Paulo, dessen Enkel Daniel, dem Cellisten Jaques Morelenbaum und Drummer Paulo Braga, widmet sie ihr Album der unsterblichen Ikone.

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boxbücher DIE WELT AUS DEN ANGELN. Eine Geschichte der Kleinen Eiszeit von 1570 bis 1700. Von Philipp Blom, 304 S., Hanser Verlag Philipp Blom, einer der wichtigsten Historiker unserer Zeit, skizziert anhand der Kleinen Eiszeit im Europa der Jahre 1570 bis 1700 die Entstehung der modernen Welt. Lange kalte Winter und kurze kühle Sommer: Im 17. Jahrhundert veränderte sich das Klima in Europa dramatisch. Das Getreide wurde knapp, Wirtschaft und Gesellschaft torkelten in eine tiefe Krise. Die Kleine Eiszeit vermittelt uns eine Vorstellung von den schweren

Verwerfungen, die ein Klimawandel auslöst. Die Menschen versuchten sich mit Hilfe von Aufklärung, Wissenschaft und Technik aus der Abhängigkeit von der Natur zu befreien. Auch heute stößt diese moderne Welt an ihre Grenzen, weil sie eine erneute Klimakatastrophe heraufbeschwört. Von Philipp Blom, der in Wien und Oxford, Philosophie, Geschichte und Judaistik studierte, erschienen zuletzt „Der taumelnde Kontinent. Europa 1900 - 1914” (2009) und „Die zerrissenen Jahre. 1918 - 1938” (2014). In seiner neuen Arbeit entfaltet der Autor ein großartiges historisches Panorama, in dem wir die Herausforderungen der Gegenwart erkennen.

Lesestoff für den Frühling

STEIRERPAKT - SANDRA MOHRS 7. FALL Steirerkrimi von Claudia Rossbacher 313 S., Gmeiner Verlag Claudia Rossbachers Steirerkrimis mit LKA-Ermittlerin Sandra Mohr waren allesamt große Bestseller in Österreich. „Steirerblut” und „Steirerkind” wurden für ORF und ARD verfilmt, am Drehbuch für „Steirerkreuz” wird bereits gearbeitet. In ihrem nun siebenten Fall lässt ein skurriler Leichenfund die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann zur Eisenstraße aufbrechen. Bald schon wird der tote Mann als Einheimischer identifiziert, der vor 15 Jahren nach Kanada auswanderte. Erst kürzlich reiste der Arzt aus seiner Wahlheimat an, um dem Begräbnis seiner Mutter beizuwohnen. Sandra Mohr stößt auf so manche alte Wunde, die er dabei aufgerissen hat. Und auf weitere Leichen … 28 box

KRAFT Roman von Jonas Lüscher 237 S., C.H. Beck Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley nach Kalifornien ein. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen … – Komisch, furios und böse erzählt Jonas Lüscher in diesem klugen Roman von einem Mann, der vor den Trümmern seines Lebens steht, und von einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann.

EIN WENIG LEBEN Roman von Hanya Yanagihara 960 S., Hanser Berlin Der große Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin und Journalistin Hanya Yanagihara handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und rätselhaft, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die drei Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. „Ein wenig Leben” ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Ein aufwühlendes Buch.


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Fotosafari in Namibia D

ie Reise in das Reich von Arnold Melcher führt in der Zielgeraden mitten ins grüne Nichts. Westlich von Windhoek, der gerade einmal 300.000 Einwohner zählenden Hauptstadt von Namibia, geht es rund 60 Kilometer über eine breit angelegte Staubpiste mitten durch eine unberührte Naturlandschaft von einsamer Schönheit. Wer hier unterwegs ist, muss ein paar Gänge runterschalten. Vom Windhoeker Becken auf 1725 Metern Seehöhe geht es hinauf zum Khomas Hochland. Rund fünf Monate im Jahr lebt dort Arnold Melcher auf seiner Lodge Brigadoon seinen Traum als Gastgeber für Jäger und Safarifreunde. Und das mitten in einer abgelegenen Busch- und Baumsavanne, umgeben von einem kargen Bergmas32 box

siv mit mehr als 2000 Metern Seehöhe. Wie eine gestrandete Luxusjacht empfängt das Anwesen seine Gäste, darunter regelmäßig unzählige Südsteirer. Die Kulisse ist atemberaubend schön, der Anblick fantastisch. Mit großer Leidenschaft und umsichtiger Betreuung

Mitten im Busch und dennoch voll im Leben: Auf Brigadoon braucht kein Gast auf gediegenen Luxus verzichten

nimmt der Südsteirer seine Gäste gerne auf einem offenen Toyota Landcruiser mit auf eine Safari, um ihnen sein knapp 4000 (!) Hektar großes Revier zu zeigen. Sprichwörtlich über Stock und Stein geht es tief in den Busch hinein, die Kamera immer griffbereit. Während die Passagiere scheinbar wie im Blindflug unterwegs sind und nur grünes Gebüsch vor ihren Augen haben, hat Scout Arnold den ultimativen Blick und macht sie im Flüsterton auf die perfekt getarnten Tiere aufmerksam. Der Wildbestand ist unfassbar beeindruckend: Giraffen, Berg- und Flächenzebras, Streifengnus, Kudus, Oryx- und Elan-Antilopen, Leoparden, Geparden, Springböcke, Büffel, Warzenschweine, Gnus, Paviane, Nilgänse – die Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen.


Viele Denkmäler in Windhoek haben Wurzeln deutscher Kolonialzeit

Eine Hauptattraktion der Wüste Namib ist die rote Dünenlandschaft um Sossusvlei

Mit dem Living Museum in Eron will man die San-Historie wieder beleben

Löwin in einem Safaripark bei Windhoek

Die Buschsavanne um Brigadoon

Der Leopard ist weit verbreitet

Eine Existenz in zwei gegensätzlichen Welten – in Gamlitz führt Arnold Melcher ein Leben als Schlossherr, im afrikanischen Namibia managt er von Dezember bis April seine Lodge Brigadoon. Dort weht unweit der modernen Metropole Windhoek noch ein Hauch von Freiheit, den immer mehr Südsteirer genießen. Text: Henry Sams. Mit Fotos von Hermann Schapek Spannende Zeitreise. Brigadoon ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen durch das westliche Namibia wie in die spektakuläre Wüste Namib, die bis an die Atlantikküste mit Swakopmund als Regionalhauptstadt und Walvis Bay als größtem Überseehafen des Landes reicht. Nationalparks wie der NamibNaukluft Nationalpark, die Skelettküste, das Namib-Rand Naturreservat oder das Namibia Omaruru Erongogebirge sind angesagte Destinationen. Höhepunkte gibt es sehr viele wie die tausenden Felsmalereien im Erongo oder der dortige Besuch im Living Museum der San. Durch ehemalige deutsche Kolonisierung und Konflikte mit anderen Kulturgruppen wurden diese Buschleute einst aus ihrem Gebiet ver-

trieben. Mit dem „Lebenden Museum“ auf der Farm Omandumba will man die San-Historie wieder beleben. Besuchern werden dort von den Buschleuten selbst hergestellte Reiseandenken wie Schmuck, Bögen, Äxte, Werkzeuge und vieles mehr angeboten.

Steirer in Namibia (v.l.): Henry Sams, Sebastian Pirker, Eva Fruhmann, Georg Regele, Arnold Melcher und Ingrid Regele

Moderne Metropole. Empfehlenswert ist ein Besuch der Hauptstadt Windhoek. Viele Denkmäler haben dort deutsche Wurzeln wie das Staatsmuseum „Alte Feste“ oder das „Reiterdenkmal“. Im afrikanischen Sommer von November bis März herrscht in Windhoek ein beinahe italienischmediterranes Flair mit Straßencafés, Snackbars, tollen Restaurants, gemütlichen Wirtshäusern und modernen Shoppingcentern. Namibia mit Amtssprache Englisch gilt als politisch sicherstes Land Afrikas, es ist flächenmäßig doppelt so groß wie Deutschland und hat nur 2,1 Millionen Einwohner. Rund 100.000 davon sind Weiße, der Rest setzt sich aus zwölf ethnischen Gruppen zusammen. Mehr Infos: www.kudu.at

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Bild: istockphoto.com

Oma und ihr Karriere-Schorschi Eine Anekdote von Evelyne Lorenz

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er hübsche Georg, von seiner Großmutter liebevoll Schorschi genannt, hatte die Pflichtschule abgeschlossen und stand nun vor der schwierigen Aufgabe der Berufswahl. Einige Schnupperkurse bei verschiedenen Firmen hatte er bereits absolviert, doch irgendetwas hatte stets eine endgültige Entscheidung in Frage gestellt. Beim Tischlermeister hatten die Hobelmaschinen einen für ihn unerträglichen Lärm erzeugt, im Frisiersalon waren die hübschen, dort arbeitenden Frisösen zwar sehr ansprechend gewesen, doch die vielen beim Haarschnitt herumfliegenden Haare hatten ihn in der Nase gekitzelt, sodass er dauernd niesen musste. Beim Mechaniker hatte es ihm eigentlich recht gut gefallen, doch er wollte keinen Beruf ergreifen, bei dem man jeden Tag schmutzig wird. Oma sah die Schwierigkeiten der Berufswahl ihres geliebten Enkels und ließ ihre Beziehungen spielen. So fragte sie bei der Stadtverwaltung nach, ob es eine freie Lehrstelle gäbe, denn als Beamter hätte ihr Schorschi einen sicheren Arbeitsplatz. Sie steckte Schorschi in einen Anzug mit Krawatte – schließlich sollte er ja einen guten Eindruck machen – sprach sogar beim Bürgermeister des Ortes vor und pries die Vorzüge ihres außergewöhnlichen Enkels, während Schorschi gähnend die Orden in der Vitrine des Bürgermeisters betrachtete und sich anschließend den Fischen im Aquarium der Amtsstube zu widmete. Als Schorschi hörte, dass man im Amt bereits 32 box

um 7.30 Uhr mit dem Dienst beginnt, wandte er sich voll Entsetzen ab. So streng geregelte Arbeitszeiten waren nicht wirklich sein Ding. Nun wusste die Oma nicht mehr weiter! Man riet ihr, die Berufsberatung aufzusuchen. Dort wurde ein Persönlichkeitsprofil ihres Enkels erstellt, das seine besonderen Neigungen und Begabungen berücksichtigte. Das schriftliche Ergebnis wurde Oma per Post zugestellt. Oma las: „Georg B. ist sehr redegewandt, spricht viel und sagt dabei wenig oder gar nichts aus, hat interessante, zukunftsweisende Ideen, die sich kaum oder gar nicht verwirklichen lassen und zieht eine individuell gestaltete Arbeitszeit vor. Er ist gerne unter Menschen, ist ein aufmerksamer Zuhörer, der die Meinung anderer kaum gelten lässt, da er ausnahmslos von sich selbst überzeugt ist. Flexibel ist er in der Wahl des Arbeitsortes, der auch im fremdsprachlichen Ausland sein kann, da er über ein außergewöhnlich gutes, südsteirisches Englisch mit akzentuierter Aussprache verfügt. Er ist ein begabter Teamplayer, der die anderen ungestört arbeiten lässt ohne sich dabei störend einzubringen. Daher wird vorgeschlagen, Georg B. möge die politische Laufbahn einschlagen.“ Schorschis Oma war begeistert. Ihr Enkel würde Politiker werden. Sie sah ihren gut aussehenden Schorschi bereits als Minister, lässig im Sessel lehnend im Parlament und bei verschiedenen Talk-Sendungen des ORF.


Herr Porche fährt weg

MARKISENAKTION

Foto: Karin Bergmann

Eine Glosse von Dr. Johann Grasch

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in klein wenig weiter als früher, scheint ihm, muss er jetzt die linke Hand ausstrecken. Und Gott sei Dank bin ich noch so fit, denkt er sich. Dann aber schließt Herr Porche mit einem energischen, entschlossenen Ruck, der so gar nicht zu seinen sonstigen ruhigen und bedachten, auf Dauer vielleicht ein wenig langsam nie aber langweilig wirkenden Bewegungen passen will, die Autotür. Wieso, denkt er jetzt, nachdem die Autotür geschlossen war, wieso, wieso also kann man eine Autotür nicht schließen wie jede andere Tür auch. Du weißt schon, würde er gerne, so wie früher, als er sich noch nicht so weit strecken musste, früher also, als auch der maßgeschneiderte Anzug wirklich passte – warum wird der immer größer, denkt er noch – zu seiner Frau sagen, aber die fährt schon lange nicht mehr mit. Und mit wem die jetzt wieder mitfährt, daran mag er nun gar nicht denken. Und laut zu sich selbst reden– mein Gott, wer weiß, wer das wieder sieht oder hört und was die Leute da wieder denken, nein, laut mich sich zu sprechen erlaubt sich Herr Porche nicht. Also nur denken. Sie wissen schon – aber wie so oft verliert sich der Gedanke an dieser Stelle wieder. Herr Porche dreht, bedächtig nun wieder, den Schlüssel, den er, der sich so gerne jeder seiner Handlungen ganz bewusst sein will, nebenbei, und nie würde er es sich zugestehen, ganz unbewusst ins Zündschloss gesteckt hat. Zufrieden spürt er die leichten Vibrationen des Lenkrades. Der Motor läuft.

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Dr. Johann Grasch ist Rechtsanwalt in Leibnitz-Kaindorf

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box & business DER NEUE KAPPAUN IN LEIBNITZ Hermann Muster, Chiara Maria Körver und Klaudia Körver (im Bild v.l. mit Bruno Baumgartner) haben aus dem Traditionsmodehaus Kappaun am Leibnitzer Hauptplatz 21 binnen kürzester Umbauphase ein modernes, zeitgerechtes und luftig gestaltetes Modefachgeschäft gemacht. Das bisherige Sortiment wurde auf 30 Mode-Marken für Damen und Herren aufgestockt, auf Etage 3 gibt es eine neue, schöne Home-Abteilung.

DR. MARIO GEPP NUN AUCH IN LEIBNITZ Die Wahlarztpraxis von Dr. Mario Gepp wurde Anfang Jänner in den Räumlichkeiten der Ordination von Dr. Barbara Frühwirth in Leibnitz eröffnet. Oberarzt Dr. Gepp, seit 2008 als Unfallchirurg am LKH in Bad Radkersburg an der Orthopädie beschäftigt, bietet seinen Patienten das gesamte Spektrum der operativen Therapie (z.B. Schulter und Knie). V. l.: Dr. Barbara Frühwirth, Dr. Mario Gepp und Ehegattin Elisabeth.

NEUE MODELLE BEI PORSCHE LEIBNITZ Porsche Leibnitz präsentierte im März die aktuellen VW-Modelle begleitet von einem Bauernmarkt am Firmengelände in der Leibnitzer Südbahnstraße. Neben Bauernbrot, Obst, Geselchtem oder Biokäse fand man die Gelegenheit, den neuen VW Golf und den neuen Crafter – das Spitzenmodell aus der Klasse der Nutzfahrzeuge – genau zu inspizieren. Im Bild das Porsche-LB-Team mit Marketing-Dame Manuela Gürtl und Bgm. Helmut Leitenberger (2.v.l.).

ENERGIEWENDE MIT HASELBACHER Die Haselbacher GmbH unterstützt mit der Nahwärme Tillmitsch die lokale Energiewende. In der HTBLA Kaindorf forderten die Experten DI Wolfgang Horn, GF Markus Haselbacher, Dir. Günther Schweigler, Dieter Preiß und Dr. Heinz Kopetz (v.l.) die Reduktion der Treibhausgasemissionen mithilfe der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Zeit für die lokale Energiewende ist knapp und wird nur mit einer ökologischer Steuerreform gelingen.

GASTGEBER DER SPECIAL OLYMPICS Vor den Special Olympics verbrachte das ukrainische Nationalteam im Zuge des Host Town Programms des Rotary Club Leibnitz drei Tage in der Südsteiermark. Dank der Partner Stadtgemeinde Leibnitz, Marktgemeinde Gamlitz und Schloss Seggau waren (v.l.) H.W. Strauss, Volkmar Pötsch, Bgm. Helmut Leitenberger, Bgm. Karl Wratschko und Manfred Plankensteiner mit den Athleten u.a. im Motorikpark Gamlitz und auf Schloss Seggau zu Besuch. 38 box

Foto: Heri Kindermann

Foto: Peter Manninger

102. GADY-MARKT IN LEBRING Beim Auftakt des 102. Gady Marktes, dem Steirischen Volksfest mit großer Landmaschinen- und Autoausstellung, folgte einem Wirtschaftsgespräch zur Ökosoziale Marktwirtschaft die Verkostung einer Fastensuppe von Dreihaubenkoch Richard Rauch, deren Reinerlös der Aktion Familienfastentag zugute kam. Im Bild Ralf Mittermayr (Saubermacher), Philipp und Ingrid Gady, R. Rauch und Ex-Minister Dr. Josef Riegler. .


1. Platz für KundenMeister MISSION. INNOVATION. – Unter diesem Motto würdigte eine Jury im Rahmen der CeBIT in Deutschland die herausragende Arbeit der steirischen Webagentur Körbler und kürte den KundenMeister, eine Software-Lösung für das Kundenbeziehungsmanagement, zur innovativsten CRM-Lösung für den Mittelstand. ieder einmal konnte die Koerbler GmbH ihr Können erfolgreich unter Beweis stellen und darf sich mit dem Innovationspreis-IT über eine herausragende Auszeichnung ihrer CRM-Software KundenMeister freuen. Gemeinsam mit der RATIODATA GmbH

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als Schirmherren und der CeBIT als offiziellen Partner, suchte die Initiative Mittelstand auch im Jahr 2017 wieder nach den innovativsten IT-Lösungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei wurde der KundenMeister von einer knapp 100-köpfigen Jury, bestehend aus Professoren, Wissenschaftlern und IT-Experten eingehend auf Innovationsgehalt und Eig-

nung für den Mittelstand geprüft. Doch was macht gerade den KundenMeister als CRM-Lösung so besonders? „Wir sind davon überzeugt, dass eine Geschäftssoftware einfach zu bedienen sein muss“, erklärt Geschäftsführer Mario Körbler ganz simpel den Erfolg dieser Software, auf die bereits zahlreiche namhafte Betriebe wie Universal Music, Fresenius Kabi oder Novartis vertrauen. Der KundenMeister vereint zahlreiche Funktionen diverser Systeme innerhalb einer Datenbank und ermöglicht Unternehmen damit ihren Geschäftsalltag über alle Kaufphasen und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg wesentlich effizienter zu gestalten.

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Höhere Produktivität & verbesserter Workflow mit dem KundenMeister. Dank der innovativen Lösung für die Verwaltung von Kundenbeziehungen, werden Unternehmensprozesse und administrative Tätigkeiten voll automatisiert und lassen Kerngeschäft und

Kunden wieder mehr in den Fokus von Unternehmen rücken. Besonders kleine und mittlere Betriebe profitieren enorm von den Kosten- und Zeiteinsparungen, die der KundenMeister mit sich bringt – sei es aufgrund der automatischen Rechnungslegung, dem personalisierten Newsletter-Versand oder der umfangreichen Kontaktverwaltungsmöglichkeiten.

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© Fotografie Thomas Wasle

TopStyle feiert 30 Jahre Als erstes Fitness-Studio in Leibnitz öffnete das TopStyle vor genau 30 Jahren seine Pforten und genießt damit schon Kultstatus. Auf über 1000m² können hier Sport-, Gesundheits- und Beautybegeisterte Körper und Geist in Schwung bringen. op sind die Auswahl modernster Trainingsgeräte und das hauseigene Solarium, stylisch der Beautybereich, Herzstück von TopStyle-Mitbegründerin Andrea Rösel-Gartler. Zusammen mit ihrem Mann Erwin führt die ausgebildete Fitnesstrainerin und Diplomkosmetikerin das Studio seit Beginn an voller Leidenschaft.

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Kultstudio mit persönlichem Flair. Auf Massenabfertigung, High-Tech und Schnick-Schnack wird im TopStyle verzichtet. Vielmehr setzt man auf professionelle Beratung, persönliche, individuelle Betreuung und eine familiäre Wohnzimmeratmosphäre. „Fitness ist unsere Leidenschaft und die lieben und leben wir mit Leib und Seele“, ist sich das Fitness-Duo einig. „Wir freuen uns jeden Tag aufs Neue ins Studio zu kommen und die Leute mit Rat und Tat beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen“, strahlen sie ihren Enthusiasmus auch wirklich aus. 40 box

Dieser scheint sich auf die Trainierenden zu übertragen. Nicht umsonst kann sich das TopStyle-Team, dem derzeit sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen angehören, über ein äußerst vielschichtiges Publikum und zahlreiche Stammkunden freuen. „Eine unserer treuesten Kundinnen ist eine 82-jährige Dame, die sich bei uns seit Jahren regelmäßig in Form von Krafttraining fit hält“, erzählt Andrea Rösel-Gartler während eines Rundganges durch das Studio. Die motivierten Mädels auf dem Crosstrainer werden herzlich mit Vornamen begrüßt und der kurze Plausch mit dem schwitzenden Herren an der Kraftstation beweist einmal mehr, persönlicher Flair hat hier Priorität. Vollzeitfit. Trainiert werden kann im TopStyle 365 Tage im Jahr. Neben den Kraft- und Cardio-Geräten brilliert das Studio auch mit Anti-CelluliteWaffen wie der Endermologie, dem

Hypoxitrainer, durch den man die Durchblutung speziell an gängigen Problemzonen wie Beinen und Po anregen und dadurch einen gezielten Fettabbau fördern kann, oder die Power Plate, das ‘Beautygeheimnis der Hollywoodstars’. „Hiermit werden durch multidimensionale Vibrationen bis zu 2.400 Muskelkontraktionen pro Minute aktiviert sowie 97 Prozent der Muskelfasern trainiert. Ein effektives und zeitsparendes Ganzkörpertraining“, erklärt Andrea Rösel-Gartler. Wer es hingegen lieber ruhiger angehen möchte, kann im Solarium eine gesunde Portion Vitamin D tanken oder sich im Kosmetikbereich verwöhnen lassen. Wofür man sich auch entscheidet, eines steht fest: In diesem Fitnesscenter werden Körper und Seele top Marie Mayer gestylt. TOP STYLE Fitnesscenter Leibnitz 8430 Leibnitz, Augasse 46 Tel.: 03452/86468 Top Style Ladies DW 4 topstyle@aon.at • www.topstyle.at


Ranko Antunovic war bei einem großen Autokonzern zwanzig Jahre in einer TopPosition erfolgreich tätig. Seit Beginn des Jahres fungiert er nun bei Gady Family als Markenleiter für Gady BMW und Gady MINI. ie Markenleitung des führenden Autoherstellers BMW und der Lifestyle-Marke MINI ist innerhalb der Gady Family eine Schlüsselposition. Mit Ranko Antunovic haben wir einen ausgewiesenen Fachmann aus der Autobranche für die Nachfolge von Karl Bachernegg, der sich nun vor allem um die EDV in unserem Unternehmen kümmert, für diese Position gefunden”, erläutert Gady-FamilyGeschäftsführer Mag. Eugen Roth die Funktion des neuen Markenleiters, der seit dem 1. Jänner die Agenden

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GF Mag. Eugen Roth und BMW/Mini-Markenleiter Ranko Antunovic (r.)

der beiden Top-Automarken für alle Gady-Niederlassungen vom Firmenstammsitz in Lebring aus betreut. „Den Ausschlag für meinen Wechsel hat die Gady Family gegeben”, erklärt Ranko Antunovic und meint: „Gady ist nicht nur eines der traditionsreichsten und erfolgreichsten Familienunternehmen der Branche, bei Gady wird das Wort ‘Family’ auch gelebt. Ausserdem ist das Unternehmen mit der PremiumMarke BMW und der jungen, aufstrebenden Marke MINI bestens aufgestellt und für die Zukunft bestens gerüstet.”

Dankbar für das Vertrauen, das Mag. Roth und die Familie Gady in ihn gesetzt haben, nennt Antunovic auch gleich seine wichtigsten Ziele. Zum einen sei dies die Zufriedenheit der Kunden. Dies gelte für das Produkt ebenso wie für Beratung und Service. Zum anderen sei dies die Zufriedenheit und damit einhergehend das Engagement aller Mitarbeiter. „Nur dann liefern sie auch exzellente Arbeit. Und eine Marke ist eben nur so viel wert wie die Menschen, die diese Marke vertreten”, so Antunovic und Roth einhellig.

Foto: Gady

Neuer Markenleiter bei Gady Family


Geheime Quellen langwährender Schönheit ie Haut ist am Sauersoffwechsel beteiligt. Sie atmet ein, sie atmet aus. Ihre Poren geben Schweiß und Talg ab. Eine gründliche Reinigung ist morgens und abends daher unerlässlich. Entgegen alter Pflege empfehlungen, nach der jetzt eine Creme oder Öl aufzutragen wäre, zeigen neue Erkenntnisse einen unvergleichlich wirksameren Weg: Unmittelbar nach der Zweifach-Reinigung wird die Haut mit puGerlinde Hirschmugl rer Feuchtigkeit verLiftingspezialistin sorgt. Bestens bewährt hat sich dabei labiocome Aloe Vera Gel. Diese pflanzliche Feuchtigkeit gibt der Haut das Wasser zurück, das im Laufe von Tag und Nacht verdunstet. Der alte Menschheitstraum, das Altern abzustellen, ist durch nichts erfüllbar. Und doch ist es möglich, diesen Prozess dramatisch zu verzögern, optisch aufzuhalten, indem man entscheidende Schritte einleitet. Dazu zählen die tägliche Durchblutung, die Aktivierung der Feuchtigkeitszirkulation und die Verbesserung der Sauerstoffversorgung. Nicht nur wir von labiocome schwören auf die neuen Behandlungsformen. High-Tech und Natur sind längst kein Widerspruch mehr. Es begann mit meso zur Öffnung der Hautkanäle, pora pur, die Weiterentwicklung von meso, zum Schutz der Telomere, mit Platin und neu entschlüsselten Pflanzenstoffen. Oder XO Cell Plasma, das in der Medizin zur Wundheilung und gegen Bakterien verwendet wird, löst in der Haut enorme Energien aus, die sofort straffende Effekte sichtbar machen.

Foto: Karin Bergmann

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Dr. Franz Freigassner Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Kinderwunschabklärung Knochendichtemessung 3D - 4D - Ultraschall Operationsberatung Faltenkorrektur 8430 Leibnitz, Hauptplatz 12/1, Tel.: 0 34 52 / 71 00 9 Ordination: Montag und Mittwoch ab 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung Wahlarzt aller Kassen und privat 42 box

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Foto: fotofurgler.com

600 Euro geschenkt Wie das geht? Noch bis Ende des Jahres können sich Privathaushalte Umbauarbeiten mit bis zu EUR 600,-fördern lassen. Dieser sogenannte Handwerkerbonus ist nur bei einer Beanspruchnahme von Leistungen befugter Unternehmen möglich. Daher ist man im GenussRaum goldrichtig, um diesen Handwerkerbonus einzureichen. Die förderHarald Haring – baren Leistungen reichen Ihr Tischlermeister vom Einbau der neuen als auch für den Umbau der alten Küche wie auch für die Montage diverser Möbelstücke bis hin zum Verlegen eines neuen Bodens oder dem Einbau neuer Türen. Tischlermeister Harald Haring verwirklicht ihre Wohnträume und die Bundesregierung unterstützt die Montagekosten durch Rückerstattung der Mehrwertsteuer. Kommen Sie in den GenussRaum und überzeugen sie sich selbst. GenussRaum, Marburger Straße 24, 8430 Leibnitz www.genussraum.at

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Foto: RE/MAX Austria, Christian Postl

Frauen-Power willkommen – erfolgshungrige Männer ebenso

Sind Sie in Ihrem jetzigen Job stumm vor Glück? Sehnen Sie sich bereits sonntags auf den Beginn der neuen Woche, um wieder über sich hinaus zu wachsen? Nein? Mitunter ist jetzt die beste Zeit für eine Veränderung, vorzugsweise Verbesserung?“, lädt Herbert Zelzer, Geschäftsführer von RE/MAX Leibnitz, ein, über die persönliche Jobsituation nachzudenken. Denn die Immobilien-Wirtschaft bietet überaus attraktive Perspektiven.

Karriere in der Immobilien-Beratung? Jetzt! lleine im Bezirk Leibnitz wurden im Vorjahr 1.436 Immobilien mit einem Gesamtwert von 154.371.767 Millionen EUR verkauft. Das Potential für eine erfolgreiche Karriere ist mehr als gegeben. Herbert Zelzer ist selbst seit 17 Jahren im RE/MAX-Netzwerk tätig, für heuer gibt es ehrgeizige Wachstumsziele. Hungrige Jungmakler sind willkommen – wobei Junggebliebene ebenso goldrichtig sind. Quereinsteiger können sich das nötige

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Wissen dank professioneller Ausbildung und tatkräftiger Unterstützung erfahrener Kollegen vor Ort rasch aneignen. Und – ganz im Sinne der Gleichberechtigung – Frauen verdienen bei RE/MAX für die gleiche Leistung exakt gleich viel wie ihre männlichen Kollegen. Fair und transparent! Als Immobilien-Makler öffnen sich viele Türen für eine steile Karriere-Kurve. Dank Fixum zuzüglich erfolgsdotierter Provision werden mittel- und langfri-

stig überaus attraktive Aussichten geboten. Wer also gerne aktiv mit Menschen kommuniziert, offen für Neues ist, von den Besten lernen will und bereit ist, über sich hinaus zu wachsen, hat als Immobilien-Makler mit und bei der Nr. 1 hervorragende Perspektiven. Ihre Bewerbungen richten Sie an: RE/MAX Leibnitz, 8430 Leibnitz Marburgerstraße 42, Tel.: 03452/82243 E-Mail: herbert.zelzer@remax-leibnitz.at

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Holler Tore in Leitring feierte die Verleihung des Steirischen Landeswappens, das silberne Jubiläum und die Eröffnung der neuen Produktions-, Forschungs- und Entwicklungswerkstätte. er steirische Landeshauptmann

D Hermann Schützenhöfer überbrachte der Holler Tore GmbH beim Festakt zum 25-jährigen Jubiläum das Steirische Landeswappen. Zeitgleich wurde die neue Holler-Produktions-, Forschungs- und Entwicklungswerkstätte dieses heimischen Spezialisten für individuelle Industrietorsysteme aus Aluminium, offiziell eröffnet. Neben der Familie Holler, Freunden, Mitarbeitern und Partnern aus 16 Nationen waren u.a. auch NAbg. Josef Muchitsch, LR Christian Buchmann,

Familie Holler mit Firmengründer Ewald Holler beim Festakt

LAbg. Peter Tschernko, BH Manfred Walch und Bgm. Peter Stradner aus Wagna zu den Feierlichkeiten gekommen. Die Blasmusik Wagna und Beppos Dance Band umrahmten das Fest. 25 Jahre Holler Tore. Dank Infrastruktur und Innovation ist die 1992 von Ewald Holler gegründete Holler Tore GmbH österreichischer Marktführer bei Aluminium-Industrie-Schiebetoren. Zaun- und Torsysteme werden, bei einem Exportanteil von 82 % und 90 Dienstnehmern, weltweit unter der Marke ‘B.ALU – ein Bär von einem Tor’

und als ‘Colibri-Tor & Zaun’ vertrieben. Großes Lob vom Landeshauptmann. „Die Holler Tore GmbH gehört in dieser Branche zu den Top-Fünf-Unternehmen in Europa, weil Forschung und Entwicklung sowie gute Mitarbeiter im Zentrum stehen”, gratulierte Schützenhöfer. Namens der WKO Südsteiermark stellten sich Obmann Johann Lampl und RSTL Josef Majcan mit einer Urkunde ein. Bgm. Peter Stradner betonte die Wichtigkeit der Schaffung von Arbeitsplätzen und dankte für die Treue zum Standort Leitring. H.K.

Foto: Heribert Kindermann

Landeswappen zum 25. Jubiläum


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EIN SUV VON ALFA - DER NEUE ALFA ROMEO STELVIO Das Design des ersten SUV der Marke Alfa Romeo verkörpert mit dem Stelvio die perfekte Balance aus Tradition, Geschwindigkeit und Eleganz. Die Fahrzeugkategorie sagt eigentlich schon alles - Sports Utility Vehicle, kurz SUV. Alfa Romeo nimmt den Namensbestandteil „Sports” ernst und legt in der Modellpalette des Alfa Stelvio den Schwerpunkt auf besonders leistungsfähige Turbobenziner. Der ab sofort als First Edition bestellbare Stelvio wird von einem 2.0-Liter-Vierzylinder Benzinmotor angetrieben, der mit Twin-Scroll-Turbolader und wassergekühltem Ladeluftwärmetauscher 206 kW (280 PS) leistet. Ausgerüstet mit dem elektronisch gesteuerten Allradantrieb Q4 und 8-Stufen-Automatikgetriebe erreicht der Alfa Romeo Stelvio First Edition eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und beschleunigt in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Der Basispreis für das besonders reichhaltig ausgestattete Einführungsmodell „SUPER” beträgt EUR 51.230,--.

DAS NEUE MERCEDES-E-KLASSE COUPÉ Mit ausdrucksstarken Coupé-Proportionen, einem klaren sowie sinnlichen Design und Langstreckenkomfort für vier Personen kombiniert das nagelneue Mercedes E‑Klasse Coupé die Schönheit und die klassischen Tugenden eines Gran Turismo mit modernster Technik. Gleichzeitig bietet es die Intelligenz der E‑Klasse Familie mit umfassender Smartphone-Integration, Widescreen Cockpit und neuesten Assistenzsystemen, die auf Wunsch unter anderem auch teilautomatisiertes Fahren erlauben. Kraftvolle Motoren mit niedrigen Abgaswerten und komfortable Fahrwerke mit selektivem Dämpfungssystem sorgen für ein sportlich-agiles Fahrerlebnis. Zum Marktstart stehen zunächst ein Dieselund drei Benzinmotoren zur Wahl. Weitere Motorisierungen und 4MATIC Versionen werden folgen. 46 box

DER NEUE VW GOLF - DAS UPDATE Jahr für Jahr entscheiden sich rund eine Million Menschen für einen neuen Golf. Jetzt steht ein neuer Golf in den Startlöchern – ein Golf mit modernsten Motoren, geschärftem Design, cleversten Assistenzsystemen, einer neuen Generation der Infotainmentsysteme und erweiterter Ausstattung. Schon das Grundmodell – der Golf Trendline – startet serienmäßig ab sofort inklusive neuem Infotainmentsystem („Composition Colour‘‘) und ebenfalls neuen LED-Rückleuchten durch. Flankiert wird die progressive Digitalisierung vom Debüt effizientester Motoren und den neu entwickelten 6- und 7-Gang-Doppelkupplungsgetrieben DSG, die den Verbrauch deutlich senken. Alle Golf verfügen zudem über die BlueMotion Technologies – ein Start-Stopp-System und einen Modus zum Speichern der Bremsenergie (Rekuperation).

DIE NEUE BMW 5ER LIMOUSINE Sportlich, elegant und stilsicher – die siebte Modellgeneration der BMW 5er Limousine wurde Anfang Februar auch im Autohaus Gady in Lebring präsentiert. Nochmals gesteigerte Fahrdynamik, ein Höchstmaß an Assistenzsystemen, ein unerreicht hoher Vernetzungsgrad und ein neues, innovatives Bediensystem definieren die wichtigsten Neuerungen. Damit ist die neue BMW 5er Limousine bestens gerüstet, den einzigartigen Erfolg ihrer Vorgänger fortzuführen. Zum Marktstart standen zwei Diesel und zwei Benziner zur Wahl, wahlweise mit Hinterradantrieb oder dem intelligenten Allradantrieb BMW xDrive. Kurz darauf ergänzte BMW das Angebot um drei weitere Motorisierungen. Den vorläufigen sportlichen Höhepunkt der neuen BMW 5er Reihe markiert der BMW M550i xDrive mit 340 kW/462 PS.

Alle Angaben ohne Gewähr. Fotos: Hersteller

Die schöne Qual der Wahl


Foto: Manuela Gürtl

Jetzt den neuen Golf bei Porsche Leibnitz Probe fahren ei Porsche Leibnitz beschreitet man neue, originelle Wege der Autopräsentation. Erst kürzlich wurden der neue VW Crafter und der neue Golf in Rahmen eines Bauernmarktes in der Leibnitzer Südbahnstraße präsentiert. Inmitten von Ständen mit Bauernbrot, Biokäse, Gemüse, Balsamico & Bränden sowie schönen Steirerkissen aus liebevoller Handfertigung glänzte der neue Golf dabei im Showroom von Porsche Leibnitz. Die ersten Exemplare des Modelljahres 2017 gehen – als Schrägheckmodell

und Variant – in diesen Tagen auf die Reise zu ihren Besitzern. Sie erhalten einen Golf mit geschärftem Design, einer neuen Generation des Infotainmentsystems „Discover Pro‘‘ inklusive intuitiver Gestensteuerung, einer erweiterten Ausstattung und sparsamen Dreizylindermotoren mit 85 oder 110 PS. Cleverste Assistenzsystemen, wie der Trailer-Assist (Anhängerparkhilfe), Stau-Assist oder Emergency-Assist (Notfallhilfe), können sogar Leben retten. Als Limousine ist der neue Golf mit Porsche Bank Finanzierung be-

reits ab EUR 16.990,-- erhältlich. Auch als Sportsvan kann man ihn demnächst bestellen. Aber kommen Sie doch einfach zur Probefahrt vorbei. Das Team von Porsche Leibnitz freut sich auf Sie.

8430 Leibnitz, Südbahnstraße 27 T: 03452/823 89 www.porscheleibnitz.at

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Foto: H.K.

box & genuss SAUVIGNON-TROPHY FÜR SKOFF Beim Saison-Opening des Buschenschank Skoff am Gamlitzer Eckberg zeigte sich Winzer Walter Skoff höchst erfreut über die Denis-DubourdieuTrophy bei der „Concours Mondial du Sauvignon“ in Bordeaux , die er Anfang März für seinen Kranachberg Sauvignon Blanc 2015 erhielt. Im Bild (v.l.): Bgm. Karl Wratschko, Hanni Weigl (die neue Leiterin des Buschenschank Skoff), Opernsängerin Eva Liebau und Hausherr Walter Skoff.

DER NEUE POLZ-JAHRGANG Das bekannte Weingut Polz lud Gastronomiekunden, Stammgäste und wahre Weinliebhaber zur Jahrgangspräsentaion ins Kellerstöckl am Grassnitzberg. Trotz der Frostkatastrophe im Vorjahr mit einem Ertneausfall von bis zu 70% konnten die aromatischen Klassik-Weine des Jahrgangs 2016 voll überzeugen. Großartig auch die Lagenweine 2015, die es ebenfalls zu degustieren gab. Im Bild (v.l.) Erich, Christoph und Walter Polz.

HOTEL AM MARKTPLATZ VERGRÖSSERT Im Hotel-Landgasthof Wratschko am Gamlitzer Marktplatz hat man die Winterpause genutzt, um das bestehende Hotel um acht neue, moderne, 40m2 große Komfortzimmer samt Klimaanlage, Holzböden, Regendusche und Riesen-Flat-TV zu erweitern. Man hält nun bei 26 Zimmern, der neue Trakt wird zu Ostern eröffnet. Außerdem wurden Frühstücksraum und Restaurant-Küche vollständig erneuert. Im Bild Hans Wratschko und Verlobte Katharina Ertl.

GASTHAUS GUIDASSONI GANZ NEU Über die Neugestaltung des bekannten Kaindorfer Gasthauses und Hotels Guidassoni freuten sich die Schwestern Andrea und Barbara Guidassoni mit Mutter Heidelinde (v.r.) bei der Eröffnung. In nur vier Monaten wurden Speisesaal und Frühstücksraum ganz neu adaptiert und der Gastraum unter Erhalt der alten Holzvertäfelung geschmackvoll gestaltet. Das Haus mit 20 Komfortzimmern zieren die farbkräftigen Bilder von Andrea Guidassoni.

WEDDING AWARD: STARKE SÜDSTEIRER Beim Austrian Wedding Award in Wien werden jährlich herausragende Dienstleister der österreichischen Hochzeitsbranche ausgezeichnet. Die Südsteiermark stellte mit (v.l.) der Fotografin Karin Bergmann, der Floristin Katharina Sternad, Gabriele Koch (Herzensworte) und Oliver Haring (Georgi Schloss) 2017 gleich vier Finalisten. Gabriele Koch gewann den begehrten Preis zum zweiten Mal in Folge als Siegerin in der Kategorie beste Trauung/Hochzeitsrede. 48 box

Fotografie Thomas Wasle

© KarinBergmann.at/Helmut Bolesch

BINKERLWANDERUNG AM 8. APRIL Zur Binkerlwanderung zum Großkleiner Buschenschank Pugl laden Dino Kada, Cornelia Tomberger, Heidi Kerschler und Robert Dirnböck (v.l.) vom TV Leibnitz.Südsteiermark und TV Sulmtal-Sausal ein. „Nimm dei Binkerl” heißt es am 8. April ab Schloss Gleinstätten (7 Uhr), Rathaus Leibnitz (9 Uhr), St. Johann (GH Maurerwirt), Schratlplatz Heimschuh und Kitzeck (alle 8.30 Uhr), GÄZ Großklein (8.45 Uhr) und BGZ Höch (9.30 Uhr).


Foto: Karin Bergmann

Tinnauer lockt mit Lamm & Bärlauch

BUSCHENSCHANK TINNAUER. Im „Ausgezeichneten Buschenschank” Tinnauer stehen im April Lamm und Bärlauch, im Mai Spargel und Maibock als saisonale Versuchungen auf der Karte. Ein Auszug daraus lässt einen nicht widerstehen: Lamm und Bärlauchteller (Braten vom Lamm mit Bärlauch-Butter, -Terrine und -Topfen), Schafkäse-Frühlingskräuter-Terrine und Bärlauch-Terrine oder der Bärlauch-Erdäpfelstrudel auf gemischtem Blattsalat mit einer köstlichen Kernöl-Vinaigrette. Nur zu empfehlen! WEINGUT BUSCHENSCHANK TINNAUER 8462 Gamlitz, Labitschberg 42, Tel.: 03453/2391 Fr bis Di ab 10.00 Uhr, Donnerstag ab 17.00 Uhr Küche bis 21.30 Uhr, Mittwoch Ruhetag • www.tinnauer.com

Foto:beigestellt

Investition in die Zukunft

LEHRLINGE GESUCHT. Das Landmaschinenunternehmen Ledinegg-Kögl in Gamlitz bildet schon seit seiner Firmengründung Lehrlinge aus. Im Bereich der Landmaschinentechnik ist es ungeheuer wichtig, den Beruf von der Pieke auf zu lernen. Durch die Vielfältigkeit der Maschinen und Geräte ist es möglich, dass alle Bereiche während der Lehrzeit durchlaufen werden. Seit kurzen werden auch Betriebslogistiker ausgebildet. Für jeden Lehrling besteht die Möglichkeit nach Abschluss der Lehre als Landmaschinentechniker bzw. ausgebildeter Lagerlogistiker übernommen zu werden. Heuer werden wieder zwei Lehrlinge aufgenommen. Bewerbungen bitte an: b.ledinegg@ledinegg.at oder Berta Ledinegg 03453/2384-11


boxküche

Alpenländische Köstlichkeiten

Saibling auf Sauerkraut (Deutschland) 50 box


Links: Kalbsröllchen nach Tessiner Art (Schweiz), rechts: Gebackene Mäuse (Österreich)

Fotos: Antonio Husar Alpenkoch

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ass die alpenländische Küche mehr als eine Art „ArmeLeute-Essen“ mit viel Milch, Brot und Käse ist, beweist Anna Husar in ihrem neuen Kochbuch „Köstliche Alpenküche“. Darin zeigt die 1990 in Russland geborene Wahlwienerin, dass sich gerade aus „ehrlichen“ und simplen Zutaten wahrlich Fabelhaftes kredenzen lässt. Begeistert von der österreichischen Küche beschäftigt sie sich seit Jahren mit der Weiterentwicklung traditioneller Gerichte und teilt ihre Erkenntnisse in Form von Rezepten, Reiseberichten und Restaurant-Ratings auf ihrem Internet-Blog „www.alpenkoch.com“ sowie in Büchern aus der Serie „Traditionen der Alpenküche“. In ihrem neuesten Werk lädt die bekennende Alpenkücheliebhaberin, die auch als Food-Stylistin und Fotografin tätig ist, auf einen lukullischen Streifzug durch die kulinarische Welt der Alpen ein. Die regionale Vielfalt

dieser Welt wird in Form von 60 Rezepten aus sechs Ländern schmackhaft widergespiegelt. Dabei reicht das Spektrum von feineren Speisen aus den südöstlichen Regionen Frankreichs über italienische Teigwarengerichte, Fleisch- und Käsespezialitä-

ten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland bis zu paradiesischen slowenischen Getreidegerichten. Salziges Huhn in gelben Wein, würzige Kürbisgnocchi mit Speck, herzhafte bayerische Krautspätzle, süße, böhmische Dalken. Husar präsentiert unkonventionelle, nahrhafte Gerichte, die sich im Handumdrehen aus nur einer Pfanne zaubern lassen. Neben Klassikern erinnert sie auch an bereits in Vergessenheit geratene Spezialitäten und serviert damit den Beweis, dass sich die Alpenküche zwar bis heute ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat, dennoch aber modern interpretiert werden kann und somit niemals aus der Mode kommen wird. Für Bergliebhaber und Flachländler gleichermaßen verführerisch. Marie Mayer KÖSTLICHE ALPENKÜCHE. Die besten Pfannengerichte aus sechs Ländern. Von Anna Husar. Fotos von Antonio Husar 160 Seiten, Leopold Stocker Verlag

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Neue Saison fürs Essen & Trinken Der verführerische Duft des Frühlings weckt in uns neue Lebenslust. Die genussreiche Jahreszeit ist wie geschaffen für eine Entdeckungsreise durchs blühende Weinland. Beherzigen Sie unsere Tipps für die nächste Landpartie. Von Heribert Kindermann

Nach der Winterpause hat der „ausgezeichnete Buschenschank“ Assigal nahe der Wallfahrtskirche Frauenberg seit 15. März wieder geöffnet. Inmitten aufblühender Reben erwarten den Gast nicht nur ausgezeichnete Weine. Die kulinarische Vielfalt reicht von Deftigem bis zu Saurem, von Köstlichem für Kalorienbewusste bis zu Vielfältigem für Genießer. Für jeden Gusto ist etwas typisch Steirisches dabei. Der Ort für gemütliche Stunden und Platz zum Verweilen eröffnet einen traumhaften Blick auf die umgebenden Weingärten. Für Urlauber gibt es auf dem Weingut fünf Doppelzimmer.

Die ausgezeichneten Qualitätsweine des Weingutes Grabin zählen bekanntlich zu den besten des Landes. Wer kann noch behaupten, dass alle Fleischprodukte, Wurstwaren und Aufstriche aus der eigenen Landwirtschaft kommen? Familie Grabin setzt bei den Fleischprodukten auf höchste eigene Qualität. Hausgemacht sind auch die Mehlspeisen. Verkosten Sie bei der Jahrgangspräsentation am 1. April, ab 14 Uhr im stimmungsvollen Ambiente des „G’wölb“ mit Familie Grabin die jungen, frischen Tropfen des Jahrgangs 2016 oder genießen sie diese einfach bei einem gemütlichen Buschenschankbesuch.

Stefanie Sauer sorgt mit jugendlichem Charme für frischen Wind in der Buschenschank-Szene. Die agile Weinbaumeisterin verwöhnt mit hausgemachten Schmankerln, regionalen Spezialitäten und herrlichen Mehlspeisversuchungen. Dazu kredenzt sie ihre ausgezeichneten Weine inmitten der Weinberge auch glasweise. Dank des Spiels von Licht und Farben, des Nebeneinanders von Modernität und Tradition eröffnet sich dem Besucher eine aussichtsreiche Erlebniswelt. Stefanie´s Buschenschank ist der perfekte Ort für gelungene Feste aller Art und auch für Seminare. Ein Tipp für alle, die einmal etwas Anderes suchen.

Weingut-Buschenschank-Gästezimmer Assigal, 8430 Leibnitz, Seggauberg 45 Mi bis Sa 14 bis 23 Uhr (Küche bis 22 Uhr) Tel.: 03452/86811 weingut-assigal@aon.at www.assigal.at

Weingut-Buschenschank Fam. Grabin 8423 Labuttendorf, St. Veit/Vogau Hauptstr. 40, Tel. & Fax: 03184/2324 Di-Fr ab 13 Uhr, Sa, So und feiertags ganztägig. Weinverkauf: Di bis So ganztägig weingut@grabin.at • www.grabin.at

Stefanie´s Buschenschank - Weinbau Sauer 8442 Kitzeck, Gauitsch 10 Öffnungszeiten: Fr bis So ab 14 Uhr Geschlossene Veranstaltungen auf Vorbestellung, Tel.: 0664/517 70 91 www.weinbau-sauer.com

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Foto: Sissi Furgler Fotografie

STEFANIE´S BUSCHENSCHANK Einmal etwas Anderes erleben

Foto: Christoph Divo

WEINGUT GRABIN Höchste Qualität auf allen Linien

Foto: Victoria Koller

WEINGUT ASSIGAL Neues Leben am Götterberg


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Foto: Ewald Neffe

Wenn Sie landschaftliche Schönheit, edlen Wein, kulinarische Köstlichkeiten und freundliche Menschen in perfekter Symbiose finden, haben Sie das Weingut Germuth entdeckt. Höchste Qualität im Glas und am Teller werden im modernen Weinkeller, großzügigen Verkostungsraum, auf der sonnigen Sitzterrasse oder im Gästehaus, das zum Wohlfühlen einlädt, serviert. Zu zweit oder als Gruppe, mit oder ohne Jause – hier wird der Genuss zum Erlebnis. Familie Germuth bringt Ihnen den Wein zwischen den Reben, im Keller, im Verkostungsraum oder gemütlich auf der Sonnenterrasse näher. Weingut, Ausgezeichneter Buschenschank, Gästezimmer Heidi und Herbert Germuth 8463 Leutschach a. d. W., Glanzer Kellerstr. 34 Do-So ab 14 Uhr (auch feiertags), Weinverkauf an Ruhetagen nach Vereinbarung Tel.: 03454/6734-0, Fax: DW -4 www.weingut-germuth.com

Foto: Erzherzog Johann Weine/Rupert Rauch

ERZHERZOG JOHANN WEINE Es ist Zeit, wieder aufzublühen!

Foto: Bernhard Lambauer

WEINGUT LAMBAUER Guter Geschmack in seiner schönsten Form

Foto: Edi Aldrian

WEINGUT GERMUTH Das Frühjahr im Weingarten genießen

Ab 1. April genießt man in der Buschenschank Lambauer wieder guten Geschmack in seiner schönsten Form. Die Aromen des Südens prägen die Weine des Weinguts Lambauer in Kitzeck. Sie sind deutlich vom Terroir der steilen Lagen geprägt. Die Qualitätsweine zeichnen sich durch wunderbaren mineralischen Charakter, besondere Würze und Langlebigkeit aus. Guten Geschmack in seiner schönsten Form gibt es auch vom Kräuterseitlingcarpaccio bis hin zur klassischen Brettljause und machen den Besuch zum unvergesslichen Erlebnis. Gästezimmer und Appartements laden zum erholsamen Urlaub ein.

Wie der Frühling so meldet sich auch der Weinshop der Erzherzog Johann Weine zurück: Mit einem neuen Jahrgang (hervorragend!), einem erweiterten Delikatessen-Sortiment sowie einer Ausstellung der steirischen Künstlerin Roswitha Steinwender. Nutzen Sie aber auch die großzügigen Räumlichkeiten für jegliche Art von Vorhaben: Ob Firmenevent, Geburtstagssause oder Tagung – das Nannerl G’wölb bietet Platz für bis zu 80 Personen und ist nicht nur architektonisch ein absoluter Hingucker! Zusätzlich zum stilvollen Ambiente werden Führungen und Verkostungen nach telefonischer Voranmeldung geboten.

Weingut Buschenschank Lambauer 8442 Kitzeck im Sausal, Greith 19 Tel.: 03456/2235 , April: Fr, Sa u. So ab 14 Uhr. Ab Mai: Di-Fr. ab 16 Uhr, Sa ab 14 Uhr So und Mo Ruhetag www.weingut-lambauer.at

Erzherzog Johann Weine Weinshop & Eventlocation 8461 Ehrenhausen, Gamlitzer Straße 10 Mo-Sa 10 bis 17 Uhr • Tel.: 03453/2423 event@erzherzog.com www.erzherzog.com

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Ostern im Weinlandhof

Foto: Stiefkind Fotografie

WEINLANDHOF GAMLITZ. Sai-

sonale Schmankerl werden im Weinlandhof zu jeder Jahreszeit serviert. Besonders köstlich schmeckt die viel prämierte Naturküche aber vor allem an traditionellen Festtagen. Da dominieren zum Brauchtum passende Frühlingsgerichte die Speisekarte. Wer sich davon persönlich überzeugen möchte, hat zu Ostern wieder Gelegenheit dazu. Rosemarie Pichler und ihr Team zaubern hier nicht nur kulinarische Leckerbissen wie Wildkräutersalat, Brennesselschaumsuppe oder das Oster-Lamm auf die Teller. Mit dem traditionellen Karfreitagsmenü am 14. April beweisen sie auch, dass das Brauchtum in der Südsteiermark nicht nur großgeschrieben wird, sondern auch großartig schmeckt. Reservierungen ab sofort unter 03453-25 84 möglich. Hotel-Restaurant Weinlandhof, 8462 Gamlitz, U. Hauptstr. 15

Foto: TV Sulmtal Sausal

Offen is’ im Sulmtal Sausal

V.l.: Robert Dirnböck, Willi Hack, Heidi Ketschler, Claudia Zorn SAISONSTART. Mit der Binkerlwanderung am 8. April startet man im Sulmtal Sausal „offiziell“ in die neue Saison. In Wahrheit haben Genüsse für alle fünf Sinne dort natürlich immer Saison. In den Buschenschänken, Gasthäusern und Restaurants, Verkostungsräumen und Weinkellern begegnet man den Ursprüngen der köstlichen Schätze im Glas. Beliebt sind die Feinschmeckerrallye und die 5-Sinne-Genusstour, wo man ein Fünf-Gänge-Menü in fünf verschiedenen Betrieben genießt, dazwischen verwöhnt die wunderbare Landschaft die Sinne. Im Mai geht es dann im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinaus: Vom 25. bis 27. Mai finden die Sulmtaler Sausaler HimmelfahrtBallontage statt. Alle Infos unter Tel.: 03456-3500, www.sulmtal-sausal.at


ie sind bestens ausgebildet, arbeiten hart, sind wortgewaltig, haben große Pläne und sichtlich auch jede Menge Spaß. Die sieben südsteirischen Jungwinzer Mathias Prugmaier, Florian Masser, Stefan Germuth, Florian Lieleg, Florian Dillinger, Johannes Pichler und Franz Regele sind drauf und dran, die Weinwelt zu erobern. Unter dem Markennamen SIEME bündeln sie nicht nur ihre jugendliche Dynamik und ihr bisher erworbenes Wissen. Der Gruppe geht es bei ihren gemeinsamen Auftritten auch nicht allein um die optische Wahrnehmung, einer inszenierten Situation, sondern und vor allem um die innere Wahrheit,

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um die hohe Qualität ihrer in Eigenverantwortung vinifizierten Qualitätsweine wie den Sauvignon Blanc SIEME 2016. Das schweißt die Truppe zusammen. Zudem ist die prominente Positionierung der elterlichen Weingüter für die sieben Jungwinzer Herausforderung und Auftrag zugleich, um den Generationenvertrag in einem weltoffenen Klima zu erfüllen. Gleichzeitig geht es um Zukunftsvisionen für den künftigen eigenen Betrieb. Der Name SIEME ist aus der umgangssprachlichen Bezeichnung der Zahl 7 entstanden, wird aber auch mit dem italienischen Wort sieme für gemeinsam interpretiert. Viel Freude beim Verkosten wünscht Henry Sams.

Die Weine von SIEME

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Sauvignon Blanc 2016 Mathias Prugmaier Seggauberg 45 8430 Leibnitz www.assigal.at

Brilliantes, fruchtbetontes Bukett, reifes Steinobst, Passionsfrucht, am Gaumen Balance von Druck, Volumen, Mineralik und Würze, einnehmende Harmonie von Säure und asketischer Muskulatur.

Sauvignon Blanc 2016 Florian Masser Fötschach 41 8463 Leutschach www.masser.cc

Florales Bukett, legt zu und wird immer vielschichtiger, am Gaumen Paprika, Zitrus, Kräuterwürze, elegante Stilistik mit feinem Säurerückhalt, alles am richtigen Platz, trinkanimierende Präzision.

Sauvignon Blanc 2016 Stefan Germuth Glanzer Kellerstraße 34 8463 Glanz/Weinstraße weingut-germuth.com

Geniales, fruchtig-süßes Bukett, am Gaumen tropische Früchte, Hauch reifes Steinobst, eine wunderbare Saftigkeit ausstrahlend, im Finale phänomenales Rückaroma, wie eine Welle beim Surfen.

Sauvignon Blanc 2016 Florian Lieleg Kranach 78A 8463 Leutschach www.adam-lieleg.at

Faszinierendes, fruchtig-würziges Bukett, am Gaumen hinreißende Fruchttiefe mit brillianter strukturgebender Pikanz, zart salzig, attraktive Grapefruitnoten, glänzt im Finale mit feinrassige Ader.

Sauvignon Blanc 2016 Florian Dillinger Pössnitz 81 8463 Leutschach www.sabathihof.com

Beeindruckende würzig-mineralische Nase, viele Kräuter, am Gaumen schöne salzige Struktur, Olive, Grapefruit, ein Hauch Passionsfrucht, geprägt von saftig-cooler Finesse, ein modellhafter Klassiker.

Sauvignon Blanc 2016 Johannes Pichler Mitteregg 26 8505 St. Nikolai/Sausal www.pichler-schober.at

Sofort einnehmendes Bukett mit vielen süßen Fruchtresten im Untergrund, Cassis, Mango, am Gaumen schmelzig-saftig mit einer unglaublich schönen Gerbstoffsüße, überaus trinkanimierend.

Sauvignon Blanc 2016 Franz Regele Ewitsch 34 8461 Ehrenhausen www.regele.com

Feinfruchtiges, grasiges Bukett, am Gaumen durch und durch Sauvignon-like, Paprika, Fenchel, strukturgebende Grapefruit, einnehmend zart salzig, macht einfach nur ausufernden Spaß.


Foto: Schiffer/Symbol

Foto: Blendpunkt

Lisa und Manuel Liepert verwöhnen beim Startfest am 5. Mai

Am 6. Mai geht es über die Weinberge von Ehrenhausen nach Wies

WelschLauf Südsteiermark 2017 Am Samstag, dem 6. Mai 2017 startet in der Südsteiermark mit dem 23. Sparkassen WelschLauf wieder ein Laufspektakel der ganz besonderen Art. Und ganz neu: Für die Kulinarik beim Startfest im Knielyhaus Leutschach sorgt heuer das Team des Haubenlokals „Liepert’s Kulinarium”. ehr als 2.000 Erwachsene und fast 1.000 Kinder genießen diesen ganz besonderen Lauf auf unterschiedlichen Distanzen. Gut trainierte Läufer bewältigen die Marathondistanz mit 42,2 km und über 1.300 Höhenmetern von Ehrenhausen nach Wies. Halbmarathon- und Viertelmarathonbewerb ermöglichen Weinberglauf-Feeling für jede Kondition. Und die Nachwuchsläufer zeigen bei den WelschiKNAXmarathons wahre Laufbegeisterung...

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M

Neue Kulinarik beim Startfest. Ab heuer gibt es beim Startfest am Freitag keine „Laufspeisekarte” mit Nudel und Kaiserschmarrn mehr, sondern eine frisch und ehrlich gekochte Welschküche von Lisa und Manuel Liepert, bekannt durch ihr Haubenrestaurant „Liepert’s Kulinarium” in Leutschach. Das WelschLauf-Team konnte diese zwei jungen, kreativen Wirtsleute für die Kulinarik beim Startfest gewinnen. Seit dem Vorjahr machen sie gemein-

sam mit ihren Kochkollegen unter „47° rare styrian cuisine” ebenfalls auf sich aufmerksam (rarestyriancuisine.at). Das Programm zum WelschLauf 2017: Freitag, 5. Mai: Startfest beim KnielyHaus Leutschach inklusive Startnummernausgabe, 16.00 bis 21.00 Samstag, 6. Mai: WelschLauf Sonntag, 7. Mai: WelschBluesBrunch auf Schloss Gamlitz mit Live-Konzert der „Old School Basterds”. Details und Anmeldung: www.welschlauf.com

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Foto: Doris Schiffer

Foto: Schiffer/Symbol

Foto: beigestellt/Veranstalter

boxkalender

27. April: „Cinema Paradiso”

6. Mai: WelschLauf 2017

19. Mai: The Tarantino Experience

ART & ENTERTAINMENT

MIX

GENUSS

31. März: Flieger, grüß mir die Sonne. Erwin Steinhauer & seine Lieben im Kulturzentrum Leibnitz, 20.00 Uhr, Karten: 03452-76506

1. April: STRUKTUR.WANDEL Vernissage zur Sonderausstellung anlässlich der Gemeindestrukturreform im Jahr 2015. Im Regioneum des NPZ Grottenhof, 17.00 Uhr

8. April: Wein-Jahrgangspräsentation im Vinofaktur Genussregal Vogau von 14-18 Uhr, www.genussregal.at

2. April: Improvisationstheater Das „Theater im Bahnhof” im GÄZ Großklein, Beginn: 17.00 Uhr, Infos/Karten: 03456-5038 5.-8. April: Bluestage Leibnitz Vier Abende Blues im Marenzikeller Leibnitz, Bahnhofstraße 14. Beginn jeweils 20 Uhr, www.leibnitz-kult.at

8./9. April: Hausmesse Ledinegg-Kögl Zweitägige Hausmesse der Firma Ledinegg-Kögl Landmaschinen in Gamlitz, Untere Hauptstr. 255. Sa/So 9-17.00 Uhr, www.ledinegg.at

22. April: Konzert Markus Schlesinger Fingerstyle Acoustic Guitar im Theresienkeller, Sausal 136, 20.00 Uhr. www.theresienkeller.at

22. April: 18. Erzherzog-Johann-Lauf 5,25km-langer Rundkurs durch Straß und Gersdorf mit Hauptlauf (Halbmarathon, 21km), traditionellem Fitlauf (10,5km) und Volkslauf (5,25km) plus Nordic Walking. Infos: www.ehj.svstrass.com

27. April: ,, Cinema Paradiso" Filmmelodien mit Karin Leitner (Flöte) und Krassimira Ziegler (Harfe) beim Gamlitzer Kulturgenussreigen in der Alten Klosterschule Gamlitz. Beginn: 20.00 Uhr, kulturgamlitz.at

27.-29. April: Südsteiermark Classic Die Südsteiermark-Classic eröffnet auch heuer wieder die OldtimerSaison in Österreich. Start und Ziel in Gamlitz. Alle Infos: www.suedsteiermark-classic.com

28. April: Hotel Rock’n’Roll Michael Ostrowski und Gerald Votava kommen zur Talkshow mit dem Film „Hotel Rock’n’Roll” ins Greith-Haus St. Ulrich. Beginn: 20.00 Uhr 29. April: Flügel mit Scheuba & Palfrader Kabarettabend mit Florian Scheuba und Robert Palfrader in der Neuen Musikmittelschule Großklein, 20.00 Uhr, Karten-Tel: 0664-30 44 106

21.-30. April: Kulturtage Wagna 21. April: „Woazboart & Teddy Gruber“, Vernissage Tomaschek und Fortmüller. Ab 19.30 Uhr. Eintritt frei. 22. April: Konzert „Aniada a Noar spielt polkapotente“, 20.00 Uhr. 28. April: „Betty O & LaBix“, 19.30. 29. & 30. April: Kinderkulturtag mit „Aschenputtel“. Beginn: 15.00 Uhr. Kultursaal Wagna. Karten: Gemeinde Wagna, Sparkasse und bei oeticket.

6. Mai: Angelika Niedetzky Die bekannte Kabarettistin kommt mit ihrem Programm „Gegenschuss” ins Schloss Wildon. Bericht S. 8/9 in diesem Heft. Beginn: 19.30 Uhr, Karten: 03182-3227 oder per Mail: tickets@wildkultwildon.at

6. Mai: WelschLauf 2017 Der Traditionslauf durch das südsteirische Weinland. 5. Mai: Startfest beim KnielyHaus Leutschach, 6. Mai: WelschLauf ab Ehrenhausen, 7. Mai: WelschBluesBrunch im Schloss Gamlitz. www.welschlauf.com

21. & 24. April: Gamlitz mit allen Sinnen Das Motto: Von der Rebe zum Wein. Besuch der Rebschule Grasmuck in Gamlitz inkl. Führung, danach Wein-& Degustationsmenü am WG Tinnauer. Anmeldung unter Tel.: 0664-45 165 69 bzw.: 03453-2391 28. April: Großkleiner Weinbauverein 14. Jahrgangspräsentation des Großkleiner Weinbauvereins im Schloss Ottersbach der Fam. Abel. Special: Mostverkostung von Steirermost. Beginn: 18.00 Uhr 29. April: STK-Jahrgangspräsentation Die STK-Weingüter präsentieren ihre Weine 2016 sowie die Weine der Großen STK Rieden des Weinjahres 2015 auf Schloss Kapfenstein. Gastwinzer aus dem Karst. Ab 11 Uhr, Info: www.stk-wein.at 19. Mai: Sausal rockt! Die Weinbaubetriebe des Sausals laden zum „Sausal Erleben”, z.B. Live-Konzert mit „The Tarantino Experience” im Buschenschank Schneeberger ab 19 Uhr, (Show um 21 Uhr), Karten-Tel.: 03452-83934 20. Mai: Sausal Revolution 2017 Sausaler Weine im Hotel Restaurant Staribacher in Leibnitz-Kaindorf ab 16 Uhr. Ab 20 Uhr Winzerparty mit LiveMusik. Karten: revolution@sausal.at 27. Mai: kost_barer Sernauberg Verkostung von Weinen und Kulinarischem vom Sernauberg am Weingut Goedmakers, Sernau 29, Beginn: 16.00, Te.: 0664-364 99 94


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Leibnitz: Neubauwohnung - Mietkauf! Wfl.: 83,74 m², Zi.: 3 HWB: 46 KP: € 173.434,80

Ehrenhausen: Mietkauf oder Kauf - Wohnung mit Carport und Gartenanteil! Wfl.: ca. 72,03 m², Zi.: 3, HWB: 86 KP: € 102.600,--

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Gosdorf: Landwirtschaft mit Wirtschaftsgebäude! Wfl.: ca. 50 m², Gfl.: ca. 11.611 m², Zi.: 3 KP: € 76.000,--

Gersdorf: Hochwertiges Einfamilienhaus mit großem, ebenem Grundstück! Große Garage mit Hebebühne! Wfl: ca. 260 m², Gfl:: 2.115 m², Zi.: 6, HWB: B. KP: € 490.000,--

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