Die Industrie-Zeitung BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG Februar 2025 – Ausgabe 1/25
21.– 22.10.2025 Messe Stuttgart www.in-stand.de #instand25
B&I MESSEZEITUNG ab Seite M1
Unternehmen, die ein EAM-System für ein effizienteres Asset Management nutzen, können ihre Ressourcen strategisch einsetzen. Dies senkt nicht nur die Kosten für die Wartung. Bild: KI generiert
Operational Excellence freisetzen
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In den meisten Unternehmen sind die Geschäftsziele in erster Linie darauf ausgerichtet, das Wachstum von Umsatz und Gewinn zu fördern. Um diese Ziele zu erreichen, suchen sie oft nach Möglichkeiten, Kosten zu senken, die betriebliche Effizienz zu steigern und die Effizienz ihrer Assets zu maximieren. Hier kommen die Systeme für das Enterprise Asset Management (EAM) zum Zuge. Sie spielen eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Operational Excellence. Wenn Systeme für das Enterprise Asset Management (EAM) richtig implementiert werden, bieten sie einem Unternehmen vielfältigen Mehrwert – von der Kostensenkung über die bessere Auslastung der Anlagen und die bessere Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften bis hin zu datenbasierten Erkenntnissen über eine gewinnbringende Kapitalallokation. Alle diese Faktoren zusammen können einen erheblichen Einfluss auf das Endergebnis und den langfristigen Erfolg eines Unternehmens haben. Wie die EAM-Softwareanbieter IFS Ultimo betonen, gibt es laut Mark Haarman and Guy Delahay (Mainnovation, 2018) vier Möglichkeiten, durch Wartung einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen: Kostenkontrolle, Anlagenauslastung, Sicherheits-, Gesundheits-, Umwelt- und Qualitätskontrolle (SHEQ) sowie Kapitalallokation. Diese vier Prinzipien zeigen, wie EAM-Systeme zu außergewöhnlichen Geschäftsergebnissen beitragen können. Einer der offensichtlichsten und direktes-
ten Wege zur Wertschöpfung ist die Kostenkontrolle. Kurzfristig verbessert jede Einsparung im Wartungsbudget das Endergebnis. Eine einfache Kürzung des Wartungsbudgets ist jedoch nicht nachhaltig. Im Gegenteil, oft kann durch Investitionen in die Instandhaltung mehr Wert geschaffen werden.
1. Kostenkontrolle Ein EAM ist die treibende Kraft bei der Umwandlung von Investitionen in echte Werte. Durch die Optimierung von Wartungsprozessen und die zunehmende Automatisierung geringwertiger Aufgaben trägt es dazu bei, Ausfallzeiten zu reduzieren, die Zuverlässigkeit von Anlagen zu erhöhen und reaktive Wartungskosten zu minimieren. Die Optimierung von Wartungsprozessen ist das A und O von EAM-Systemen: Sie zeichnen sich durch die Rationalisierung von Arbeitsaufträgen, die Optimierung der
Lager- und Einkaufsverwaltung und die Bereitstellung qualitativer, datengestützter Erkenntnisse aus, die zur Entwicklung besserer Wartungsstrategien beitragen. Durch die Bereitstellung einer umfassenden Wartungshistorie sind Unternehmen in der Lage, fundiertere Entscheidungen zu treffen, wenn es um die Reparatur oder den Ersatz ihrer Anlagen geht. Dies verhindert unnötige Ausgaben für Assets, die sich dem Ende ihres Lebenszyklus nähern. EAM-Systeme helfen Unternehmen, von einer reaktiven Wartung, bei dem die Wartung nach dem Prinzip „Betrieb bis zum Ausfall“ erfolgt und hohe Kosten durch Ausfallzeiten und Notfallreparaturen entstehen, zu einer proaktiven Wartung überzugehen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Häufigkeit und Schwere von Incidents zu reduzieren und hilft Unternehmen, die Kontrolle über ihre Assets zu behalten. Dadurch können sie sich darauf konzentrieren, die Lebensdauer der Assets zu verlängern, anstatt nur auf Ausfälle zu reagieren. Weiter auf Seite 10