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Lenzburger Bezirks-Anzeiger, Donnerstag, 19. Juli 2012 ..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

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Stadt Lenzburg

Chränzli winde und Strüssli binde: seit 22 Jahren Tradition D

Lenzburg kennt 38 Detektive Am Freitag, den 27. Juli, um 15.30 Uhr steigen am Bahnhof Lenzburg 38 Detektive aus dem Zug. Der Blauring und die Jungwacht Lenzburg kehren aus dem Sommerlager zurück. In Beringen, Kanton Schaffhausen, nicht sehr weit weg vom Rheinfall, hausen derzeit 38 Mädchen und Buben samt 15 Leiterinnen, Leitern und Kochmannschaft im Zeltlager. Gefunden für das Lager wurde ein romantischer Platz in einer Waldlichtung an erhöhter Lage über Beringen. Was das Leiterteam über das Jugendfest-Wochenende als Rohbau errichtete, wurde von den Jungwachtbuben und den Blauringmädchen noch ausgebaut und kreativ verfeinert: Zelte für die Gruppen, das Leiterteam, die Küche, das Essen, die Körperpflege, den Auf-

enthalt und das Material. Über Spass und Spannung haben sich die Mädchen und Buben nicht zu beklagen. «Dem Verbrechen auf der Spur» heisst das Lagermotto. Es gilt, eine Bombendrohung richtig einzustufen und die zweckmässigen Vorkehrungen zu treffen, Diebstähle zu verhindern und aufzudecken. Da kommt eine Ausbildung zum Detektiv gerade recht. Auf dem Programm stehen zudem wandern, Workshops, singen, die traditionelle Lagerolympiade sowie Lagerfeuer mit viel Hühnerhaut und Geschichten über Geister und Gespenster. Der Sonntag, 22. Juli, wird als Besuchstag gestaltet. Das Leiterteam hofft auf weiterhin tolles Lagerwetter, damit die Stiefel, im Gegensatz zum Lager 2011, sauber in der Ecke stehen gelassen werden können. AG

Die schnellsten Ammerswiler

ie Blumen sind von den Brunnen entfernt, die Girlanden eingerollt, die Sprüche entsorgt, die Fahnen zum Trocknen aufgehängt, die Kleider und die Kostüme im Mottenschrank versorgt, der Tanzboden abgebaut, die Leute in die Ferien verreist und der Alltag zurückgekehrt. Was vom Jugendfest bleibt, sind schöne Erinnerungen an das Jugendfest – und sicher da und dort ein Kränzchen oder ein Sträusschen von Töchtern oder Enkelinnen als Andenken. Ohne den üppigen floristischen Schmuck wäre das Dekor für den Umzug nicht perfekt, und ohne die blumigen Krönchen auf den Köpfchen der weiss gewandeten Mädchen und die aparten prächtigen Buketts wäre das traditionelle Erscheinungsbild der Lenzburger Jugend langweilig. Denn dieser über Generationen geschlossene opulente optische Auftritt ist das Geheimnis des nachhaltigen Erfolges für den uralten Brauch. Voraussetzung dafür ist natürlich der selbstlose Einsatz vieler Freiwilliger vor und hinter den Kulissen. Für das «Chränzliwinde und Strüsslibinde» am Vortag des Jugendfestes ist seit 22 Jahren der Gemeinnützige Frauenverein Lenzburg verantwortlich. Was zuvor der Privatinitiative der Mütter und Grossmütter überlassen wurde, bekam anno 1990 offizielle Form und wurde nach drei erfolgreichen Versuchen – wie das in Lenzburg der Brauch ist – zum festen Bestandteil der Tradition. Es war Elsbeth Wernli, welche damals die Idee lancierte, den Eltern bei der Vorbereitung behilflich zu sein. Namens der «Gemeinnützigen» stellte sie, wie damals gehörig, ein Gesuch an den Stadtrat, der natürlich nichts gegen diese Initiative einzuwenden hatte. Und die Ortsbürgerkommission als Hüterin der Traditionen übernahm selbstverständlich das Patronat beziehungsweise die Finanzierung des notwendigen Zugehörs. Als «Lehrmeisterin» im Krän-

Elsbeth Wernli war 22 Jahre lang für das Kränzli winden und Strüssli binden verantwortlich; die Aktion ist zunehmend auch ein schönes Beispiel für IntegratiFoto: Mirjam Stutz on. zeln, Winden und Binden stellte sich die Gartenbaulehrerin Erna Süess zur Verfügung. Die Aktion unter den Arkaden des Alten Gemeindesaals, wozu auch der vorgängige Blumenmarkt in der Rathausgasse zur Beschaffung des «Rohmaterials» gehört, war von Anfang an ein durchschlagender Erfolg, erinnert sich Elsbeth Wernli. Und das ist bis auf den heutigen Tag so geblieben. Unter Anleitung von rund zehn Helferinnen entstehen so jährlich rund 120 kunstvoll gefertigte Kränzchen und Sträusschen. Auch bei diesem Schmuck gibt es verschiedene Trends. Klassisch sind die Lenzburger Farben Blau und Weiss, das heisst Kornblumen und Schleierkraut. In letzter Zeit bevorzugen die kleinen Mädchen natürlich Pink und Rosa, aber auch Violett, spezielle Kornblumen-Züchtungen. Zunehmend gefragt sind zudem

auch Rosen, was Wernli allerdings als nicht traditionell bezeichnet. Mütter, Grossmütter, Töchter und Enkelinnen gestalten die Schmuckstücke gemeinsam. Für die Anleitung in der Kunst des Kränzelns sind vor allem auch Neuzuzügerinnen und erfreulicherweise immer mehr ausländische Einwohnerinnen dankbar. Ein schönes Beispiel von Integration, freut sich die Gründerin der Flower-Power-Institution. Strahlende, glückliche Gesichter von Müttern und Töchtern sind der Lohn für die ehrenamtliche Arbeit. Nach über zwei Jahrzehnten tritt Elsbeth Wernli als Verantwortliche für die Gesamtorganisation jetzt zurück und sie ist froh, in der Person von Giorgia Graber vom Gemeinnützigen Frauenverein eine gute Nachfolgerin gefunden zu haben. Ihnen gilt der Dank der Öffentlichkeit Heiner Halder für eine gute Sache.

Sommerfest im Purzelhuus

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Schnell unterwegs: Debora Russo mit Sebastian und Oliver Horner.

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nlässlich des Jugendfestes mit dem Motto Spielrausch hat am 8. Juli in Ammerswil der traditionelle Wettlauf um den schnellsten Ammerswiler stattgefunden. 55 Kinder und Erwachsene haben sich über 60 Meter Schnelllauf gemessen und das Fest sportlich ausgeläu-

tet. Schnellste Schülerin wurde Debora Russo mit 9,78 Sekunden und den Platz des schnellsten Schülers teilten sich die Brüder Sebastian und Oliver Horner, die beide in unterschiedlichen Serien eine Zeit von 9,18 Sekunden liefen. Bild und Text: Eing.

Jubiläums-Zmorge mit verspätetem Wetterglück Eigentlich war alles vorbereitet, als am 8. Juli kurz nach 8 Uhr über 30 Helferinnen und Helfer zum Himmel hochschauten und konsterniert zur Kenntnis nehmen mussten, dass Regenschauer einsetzte. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass die ersten Gäste kurz vor neun Uhr nicht nur pünktlich, sondern auch zügig eintrafen, schliesslich waren Sitzplätze unter dem schützenden Dach zu diesem Zeitpunkt ein gefragter Artikel. Dass ein paar Regentropfen den wirklichen Freunden des Buurezmorge nichts anhaben konnten, merkte man daran, als am Buffet Gäste mit dem Teller in der einen und dem

Liebegger Buuremusig

Regenschirm in der anderen Hand gesichtet wurden. Einmal mehr bot sich ein frisch zubereitetes Buffet mit Buurebrot, Zopf, Butter, selbst gemachter Konfitüre, diversen Käsesorten, Schinken, Süssmost, Kaffee und Milch so viel man mochte. Selbstverständlich waren auch an der 25. Ausgabe des Buurezmorge Rösti, Spiegeleier und gebratener Speck sehr gefragt. Je länger das Zmorge, desto besser das Wetter. Als die Liebegger Buuremusig ein erstes Mal zur musikalischen Unterhaltung aufspielte, konnte sie dies wie vorgesehen unter freiem Himmel tun, denn die ersten Sonnenstrahlen schienen bereits wieder auf den Platz. So hatten die Helferinnen und Helfer plötzlich wieder alle Hände voll zu tun, um die Festbänke auf Dösseggers Vorplatz auf Schönwetterbetrieb umzustellen. Die Familie Dössegger mit ihrem Helferteam zeigte sich erfreut über dieses verspätete Wetterglück, und wenn naturgemäss in diesem Jahr kein neuer Besucherrekord zu verzeichnen war, ist man gewillt, auch am Sonntag, 7. Juli 2013, da zu sein, wenn wieder es heisst: (mh) Buurezmorge im Wildenstein.

edes Jahr wird Anfang Juli im Purzelhuus das Sommergartenfest gefeiert. Über die Jahre wurde dieser Anlass zu einem festen Termin in der Agenda. Das Purzelhuus-Team freut sich riesig, dass dieser Anlass bei den Purzelhuus-Familien so gut ankommt und jeweils sehr viele Angehörige daran teilnehmen. Vor kurzem durfte man rund 60 Familien willkommen heissen, die gemeinsam einen gemütlichen und abwechslungsreichen Abend verbrachten. Das diesjährige Sommerfest war ein ganz besonderer Anlass. Der Vorstand des Krippenvereins Lenzburg (Barbara Coskun, Irene Cueni, Priska Bundi, Kathrin Gautschi Lüscher, Corinne Hämmerli, Patricia Cappiello und Elena Weber) arbeiteten am Lenzburger Antiquitäten- und Flohmarkt ein Wochenende lang ehrenamtlich und unentgeltlich für das Purzelhuus. Mit dem Erlös aus der Brockikasse durfte man sich dieses Jahr ein Konzert des bekannten Kinderliederstars Christian Schenker leisten. Nachdem die Purzelikinder ihren Mamis, Papis und den anderen Gästen eigene Lieder vorgesungen und alle Würste vom Grill schnabuliert hatten, rockte Christian Schenker das Haus, und die Kinder hüpften, sangen und jaulten vergnügt und begeistert mit. Witterungsbedingt wurde das Konzert in der benachbarten Sprachheilschule abgehalten. Die Organisatoren des Anlasses danken allen Beteiligten für die tolle Unterstützung zum Gelingen dieses schönen Anlasses und wünschen wunderbare Sommerferien und viel gemeinsame Zeit zum Pflotschen und Glaceschlürfen . . . (Eing.)

Christian Schenker

Foto: zvg

Für den Erfolg wird jede Hand gebraucht: Vom Spieler zum Materialwart bis Foto: zvg zur Hüttliwirtin, alle helfen mit zu einem solchen Erfolg.

Der Aufstieg ist geschafft B ei stürmischen Windböen und arg strapazierten Nerven startete Lenzburg zum letzten Spiel in der Meisterschaft der laufenden Saison gegen Schoren B. Wieder verstärkt mit den B-Lizenz-Spielern von Tenniken-Liestal B, startete Lenzburg wiederum mit guten Schlagresultaten. Der Gegner Schoren B musste sich schon im ersten Umgang drei Nummero schreiben lassen. Im ersten Riesumgang musste sich Lenzburg ebenfalls zwei Streiche im Ries als Nummero notieren. Beim zweiten Schlagumgang lagen bei den Lenzburger Spielern die Nerven blank. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass für den Aufstieg das Spiel mit mindestens zwei Rangpunkten gewonnen werden musste, kamen die wenigsten an die Schlagresultate vom ersten Umgang und zwei katastrophale Riesresultate waren die Folge. Schoren B kassierte nochmals drei Nummero, total also sechs. Beim Schlagen drehte Schoren entsprechend auf und überschlug Lenzburg in den Schlagpunkten. Und im Ries? Mit vier Nummero Vorsprung startete Lenzburg im Abtun. Immer wieder fand ein Hornuss des Gegners den Weg ins Ries und bei den letzten vier Ersatzstreichen des Gegners war die Anspannung bei den Lenzburger Spielern fast nicht zu ertragen. Aber es reichte. Mit 5 Nummero und 597 Schlagpunkten er-

spielte sich Lenzburg gegen Schoren B mit 6 Nummero und 638 Punkten die erhofften 2 Rangpunkte und belegt zum Schluss der Meisterschaft den ersten Rang in der 4. Liga, Gruppe 4, und konnte so den nie erwarteten Aufstieg in die 3. Liga feiern. Herzliche Gratulation an alle Spieler der HG Lenzburg für den tollen Erfolg. Nun stehen bis zum nächsten Höhepunkt in der Saison, das Eidgenössische Fest in Lyss vom 24./25. August, noch einige Feste und Wettspiele an. (Eing.)

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