
6. bis 22. Februar





![]()

6. bis 22. Februar





4 Wie Olympia nach Antholz kam
6 Die Südtiroler
Rekordhalter bei Olympia
8 Alle Olympia-Austragungsorte
10 Alle 49 Südtiroler
Olympia-Teilnehmer im Porträt
16 Der Olympia-Zeitplan mit allen Entscheidungen – Tag für Tag
20 Die Südtirol Arena in Antholz
44 Armin Zöggeler bleibt unerreicht
46 Die Paralympics in Mailand Cortina 2026
47 Das Para Ice Hockey Team
48 Südtirols Olympiamedaillengewinner: wer, was, wann, worin
50 Rückblick auf Olympia in Peking 2022
Eigentümer/Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen 2.4.1948, Nr.7/48 | Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Elmar Pichler Rolle | Projektleiterin: Magdalena Pöder | Redaktion: Pauli Hintner, Kurt Platter, Alexander Foppa, Leo Holzknecht, Carmen Thurner, Christoph Niederkofler, Michael Andres, Elmar Pichler Rolle, Andreas Vieider | Werbung/ Verkauf: Patrick Zöschg, Michael Gartner, Markus Hatzis, Siegfried Rungaldier, Isaak Lechner | Verwaltung: Weinbergweg 7 | 39100 Bozen | Tel. 0471 081 561 | info@mediaradius.it | www.mediaradius.it | Fotos: Felice Calabró, Miha Matavz/FIS, Robert Perathoner, Pierre Teyssot, Hermann Sobe, Josef Plaickner, Pentaphoto, APA/AFP, privat | Fotos Titelseite: Josef Plaickner, Logo Milano Cortina 2026, Marco Bertorello/ AFP | Grafik/Layout: Simon Krautschneider | Recherche


22 Biathlonzentrum Südtirol Arena
29 Technoalpin AG, Bozen
31 Physiotherapiezentrum Aquarena, Brixen
33 Privatklinik Brixsana
45 Gesundheit: Vom Sturz zur Spitzenleistung

Andreas Vieider
Infografiken: Andreas Vieider, Pauli Hintner | Gestaltung Infografiken: Ambra Delvai, Michal Lemanski | Produktion: Athesia Druck Bozen - www.athesiadruck.com | Druckauflage: 34.000 Stück | Vertrieb: Sonderdruck zur heutigen „Dolomiten“-Ausgabe | Redaktionsschluss dieser Ausgabe: Montag, 2. Februar
Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten. Anmerkung: Die Weltcuptermine in allen Disziplinen könnten noch Änderungen erfahren. Athesia Druck GbmH hat gemäß Art. 37 der EU-Verordnung 2016/679 (GDPR) den Datenschutzbeauftragten (Data Protection Officer, DPO) ernannt. Die Kontaktaufnahme für jedes Thema in Bezug auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist über dpo@athesia.it möglich.



Das Warten hat ein Ende, die ganzen Vorgeplänkel sind Geschichte. Morgen ist noch die Eröffnungsfeier mit dem üblichen Trari-Trara, ab Samstag gilt die Aufmerksamkeit jenen hochverdienten Hauptdarstellern, um die sich alles dreht: Die 25. Olympischen Winterspiele von Mailand Cortina werden trotz aller Störfeuer ein herausragendes Erlebnis werden. Sie werden alle, die entweder live vor Ort mit dabei sind oder die 116 Entscheidungen in 16 Sportarten (54 für die Männer, 50 für die Frauen und 12 Mixed Team Events) live im Fernsehen verfolgen, nachhaltig beeindrucken und prägen. Allein die 48 Südtiroler Teilnehmer mit 18 Frauen und 30 Männern sind ein Grund dafür, in Antholz, Cortina d’Ampezzo, im Fleimstal, Bormio, Livigno und in Mailand mit vor Ort zu sein. Seien wir ehrlich: So etwas bekommen wir unser Leben lang nie mehr zu sehen! Olympia ist das Größte, was es für einen Sportler gibt – und davon sind wir als Fans, Zuschauer, Mitfiebernde, die den Sport so sehr lieben, nicht ausgenommen. Ganz zu schweigen von den emotionalen Geschichten, die vom 6. bis 22. Februar auf uns einprasseln werden. Auf geht’s, lasset die Spiele beginnen!




Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass erstmals in der Geschichte Südtirol Austragungsort Olympischer Spiele sein wird? Von der zweiten und dritten Reihe aus habe ich die Entwicklung der Kandidatur verfolgt und will sie an dieser Stelle erzählen. VON ELMAR PICHLER ROLLE
19.000 Zuschauer sind bei den BiathlonWettkämpfen in Antholz bei Olympia täglich zugelassen. Damit ist es die größte Wettkampfstätte bei den Winterspielen 2026.

Herbert Mayr hat sich als Erster konkret mit dem Gedanken getragen, Olympische Winterspiele in Südtirol auszurichten. Der 2015 zu früh verstorbene langjährige Bozner Vizebürgermeister, selbst Sportler und Sportfunktionär, kontaktierte bereits Mitte der 1980er-Jahre seine Amtskollegen in jenen Orten, die nicht nur aus seiner Sicht für die Ausrichtung olympischer Wettbewerbe in Frage kommen konnten: Gröden (Ski Alpin), Toblach (Ski-Langlauf und Skispringen), Olang (Kunstbahnrodeln und Bob), Ritten (Eisschnelllauf) und Antholz (Biathlon). Bozen indes sollte das Zentrum der Spiele sein – mit einer oder zwei großen Eishallen und den Disziplinen Eiskunstlauf, Eishockey und Shorttrack.
Manfred von Call, damals Geschäftsführer des Verbandes der Sportvereine Südtirols VSS und erfahrener Organisator internationaler Großereignisse, befasste sich daraufhin – ähnlich wie Mayr aus rein persönlichem Ansporn und Interesse – intensiv mit dem Thema. Er kam zum Schluss, dass Olympische Spiele für Südtirol mindestens eine ganze Nummer zu groß sein würden. Es ging weniger um die Wettkampfstätten selbst als vielmehr um die weitere Logistik, angefangen bei Verkehrswegen und Sicherheitsvorkehrungen bis hin zum Medienzentrum und Olympischem Dorf. Die folgenden Entwicklungen bestätigten von Calls Analyse. Vor allem die ab 1992 von den Sommerspielen entkoppelten Winterspiele nahmen immer größere Ausmaße an und gipfelten 2014 in Sotschi in den nach wie
vor teuersten Olympischen Spielen aller Zeiten. Russland wendete weit mehr als 40 Milliarden Euro auf!
Weil es auch die Veranstalter der Winterspiele von Pyeongchang (2018) und Peking (2022) nicht an Größe missen ließen, zog das Internationale Olympische Komitee IOC die Reißleine und verständigte sich auf eine neue Art von Winterspielen. Auf die neue IOC-Vorgabe – Bewerber sollten möglichst auf bereits bestehende Anlagen zurückzugreifen – reagierte ausgerechnet Italien am schnellsten. Dabei stolperte man regelrecht in die Kandidatur für die Winterspiele 2026. Es ist eine kuriose, beinahe unglaubliche Geschichte. Italien wollte nämlich ursprünglich olympische Sommerspiele ausrichten, und zwar 2024 in Rom. Dafür wurde im Dezember 2014 auch die offizielle KanIhr Ansprechpartner


didatur beim IOC hinterlegt. Im Herbst 2016 folgte – unerwartet – die Wende. Virginia Raggi wurde zur neuen Bürgermeisterin gewählt und damit war Roms Kandidatur hinfällig, denn Raggi hatte die Ablehnung der Olympischen Spiele zuvor zum festen Bestandteil ihres Wahlprogramms gemacht. Da brachte sich plötzlich Mailand ins Spiel, wo zeitgleich Giuseppe Sala zum neuen Bürgermeister gewählt worden war. Eingedenk der Rivalität zwischen beiden Metropolen lancierte Sala die Idee, Mailand möge sich anstelle von Rom bewerben. Doch bald schon musste Sala erkennen, dass die Zeit zur Vorbereitung einer ernsthaften Kandidatur nicht ausreichend war. Er musste auch zur Kenntnis nehmen, dass Mailand gegen Paris (für 2024) und Los Angeles (2028) kaum ernsthafte Erfolgsaussichten haben würde. So reifte in ihm eine neue Idee, und zwar die, sich gemeinsam mit Cortina d’Ampezzo für die Winterspiele 2026 zu bewerben.
Verzwickte Lage für Südtirol Zu diesem Zeitpunkt war vom einstigen olympischen Traum Herbert Mayrs nur Antholz übriggeblieben, das international längst als Mekka des Biathlonsports anerkannt war. Um Antholz würde eine italienische Kandidatur nicht herumkommen. Und hier öffnet sich ein neues Kapitel der Geschichte um die Olympischen Spiele 2026. Südtirol steckte 2016 nämlich in ei-
ner verzwickten Lage. Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte Tirols Landeshauptmann Günther Platter sein Wort gegeben, dass Nord-, Ost- und Südtirol sich gemeinsam um die Austragung der Winterspiele 2026 bewerben. Während Mailands Bürgermeister also eifrig Verbündete und Austragungsorte für Olympia 2026 suchte und im Veltlin auch einen Ort für ein Biathlonzentrum ausfindig gemacht hatte, musste Südtirols Landeshauptmann abwarten. Am 15. Oktober 2017 schließlich stimmte Tirols Bevölkerung in einer Volksbefragung mit knapper Mehrheit – 53 zu 47 Prozent – gegen die Ausrichtung Olympischer Winterspiele in Innsbruck. Damit war auch die Gesamttiroler Kandidatur vom Tisch.
Tiroler Kandidatur abgelehnt Erst jetzt öffnete sich für Südtirol das zweite Olympia-Fenster. Es war höchste Eile geboten, denn Italiens Kandidatur musste bis Frühling 2018 stehen. In nur wenigen Monaten musste es gelingen, die beiden Bürgermeister, die Präsidenten der Lombardei und Venetiens sowie die Sportverbände davon zu überzeugen, dass eine Olympia-Kandidatur keinen Sinn ergeben würde, wenn man im Veltlin eine neue Anlage bauen und Antholz außen vorlassen würde. Der sehr späte Einstieg Südtirols war von Erfolg gekrönt. Am 1. Oktober 2018 stimmte die italienische Staatsregierung dem gemeinsamen
Vorschlag für die Kandidatur von Mailand Cortina 2026 unter Einbeziehung der Region Lombardei (Mailand, Bormio, Livigno), der Region Venetien (Cortina, Verona), der Autonomen Provinz Trient (Fleimstal und Baselga di Pinè) sowie Südtirol (Antholz) zu.
Hätte sich der Landeshauptmann früher mit den oberitalienischen Promotoren an einen Tisch gesetzt, hätte vermutlich die Chance bestanden, zusätzliche Disziplinen ausrichten zu können, etwa im Eissportbereich. Doch Arno Kompatscher stand zu seinem Wort gegenüber seinem Innsbrucker Amtskollegen, und er wusste zudem, dass Antholz immer ein Trumpf sein würde, der sticht. So war es auch. Die Entscheidung fiel am 24. Juni 2019 am Sitz des IOC in Lausanne. Ich hatte das Glück, vor Ort dabei zu sein. Der schwedischen Delegation, elegant von Kronprinzessin Viktoria angeführt, war das Selbstvertrauen förmlich anzusehen. Ungute Erinnerungen wurden wach, denn 2014 – bei der Bewerbung um die Ausrichtung der Biathlon-WM 2019 – war Antholz überraschend Östersund unterlegen. Doch diesmal wendete sich das Blatt. 47 IOC-Mitglieder gaben Mailand Cortina die Stimme, 34 votierten für Stockholm Åre – bei einer Enthaltung. Franco Carraro, damals 75 – vormals Bürgermeister von Rom, Minister, Präsident des Italienischen Olympischen Komitees und des italienischen Fußballverbandes –

Im San-Siro-Stadion in Mailand findet die Eröffnungsfeier statt. Normalerweise spielen hier Milan und Inter Fußball.
gab mir Einblick: „Es gibt im IOC einen Vertreter, der vorgibt, für sechs Vertreter von kleinen Staaten zu sprechen – und mit ihm hatten wir ein gutes Gespräch.“ Nach der Freude über den Erfolg hielt ich inne und rechnete: 47 minus sechs bei einer Enthaltung? Der alte Fuchs Carraro hatte wohl richtig gesehen. Erfolgreich gestolpert ist Italien nicht nur in die Kandidatur, sondern auch bei den Vorbereitungen auf die nun beginnenden Olympischen Winterspiele. So brillant italienische Manager und Funktionäre improvisieren können, so wenig liegen ihnen lange Vorbereitungen und Organisation. Erst als die Zeit längst abgelaufen schien und niemand mehr damit rechnete, schafften Italiens Olympiamacher das Kunststück, die Bob- und Rodelbahn in Cortina in kürzerer Zeit zu bauen als ihre chinesischen Kollegen zuvor in Peking. Antholz war eigentlich schon 2019 bereit für die Olympischen Winterspiele. Trotzdem wurden in das Biathlon-Zentrum nochmals gut 50 Millionen Euro investiert. Erfüllt wurde damit eine Wunschliste der Veranstalter, die aufgrund der Investitionen aus der Antholz Biathlon Arena ein Sport-Leistungszentrum machen wollen, um nachhaltiger wirtschaften können. Nach den Spielen sollen die olympischen Ringe für immer in Antholz stehen und die Arena in Obertal dürfte sich mit dem Namen schmücken: Olympic Biathlon Arena!

Jahr Ort Datum Disz. Teilnehmer (D/H) Nationen
1924 Chamonix 25.1.
(80/566)
(109/585)
(134/687) 32
(144/521)
(199/892)
(211/947) 37
(205/801) 35
(231/892)
(1295/1603)
2026 Mailand Cortina 6. bis 22.2. 16 noch keine definitiven Angaben
Anmerkungen: D = Damen, H = Herren. 1940 und 1944 fielen die Spiele wegen des 2. Weltkriegs aus. Die 26. Olympischen Winterspiele gehen vom 1. bis 17. Februar 2040 in den französischen Alpen in den Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur und Auvergne-Rhône-Alpes über die Bühne.




Ski Alpin
Alter:
17 Jahre
Wohnort:
Völs am Schlern
Mögliche Einsätze:
10. Februar:
Team-Kombination
15. Februar:
Riesentorlauf
Olympia-Teilnahmen: (0)
Noch keine
Facts:
Ihre Nominierung kam wie jene der überhaupt erst 16-jährigen Giada D’Antonio (sie kommt wohl ebenfalls für die Team-Kombi und den Slalom in Frage) völlig überraschend. Anna Trocker kannten bis kurz vor Weihnachten überhaupt nur Ski-Insider, da sie noch nicht einmal Europacuprennen bestritt. Über den Umweg von Top-Ergebnissen bei NorAmRennen brachte sie sich jedoch in eine gute Startnummernposition im Weltcup und verpasste nur zweimal haarscharf die Quali für den zweiten Durchgang in einem Riesentorlauf. Für die 17-jährige Völserin geht es nur um eines: Erfahrung sammeln, das olympische Flair genießen und von Shiffrin & Co. lernen.

Ski Alpin
Alter:
30 Jahre
Wohnort:
Wolkenstein
Mögliche Einsätze:
8. Februar:
Abfahrt
10. Februar:
Team-Kombination
Olympia-Teilnahmen: (2) Pyeongchang 2018
Peking 2022
Facts:
Anfang des Jahres schlug Nicol Delagos große Stunde, als sie in der Abfahrt von Tarvis ihren lange ersehnten ersten Weltcupsieg feierte. Mit der Olimpia delle Tofane in Cortina verbindet sie jedoch keine große Liebe. Elf Abfahrten absolvierte die routinierte Grödnerin schon auf dieser Strecke, doch ein Ergebnis in den Top 10 blieb ihr bisher stets verwehrt. Trotzdem: Das Streckenprofil ähnelt jenem von Tarvis – warum denn nicht ausgerechnet bei Olympia für eine Überraschung sorgen?

Ski Alpin
Alter:
28 Jahre
Wohnort:
Wolkenstein
Mögliche Einsätze: 8. Februar:
Abfahrt
10. Februar:
Team-Kombination
Olympia-Teilnahmen: (1)
Peking 2022
Facts:
Die von Schwester Nicol gewonnene Abfahrt in Tarvis war für Nadia Delago eine Erlösung, da sie nach fast vier Jahren endlich in die Top 10 in einem Weltcuprennen zurückkehrte. Dadurch löste Delago auch auf den letzten Drücker das Olympia-Ticket. Ein Start in Cortina ist ihr aber nicht sicher, weil sie sich zuerst wohl in der internen Quali behaupten muss. Weist in der CortinaAbfahrt einen 20. Platz als bestes Resultat auf.

Ski Alpin
Alter: 36 Jahre
Wohnort: St. Walburg in Ulten
Mögliche Einsätze:
7. Februar: Abfahrt
9. Februar: Team-Kombination
11. Februar: Super-G
Olympia-Teilnahmen: (4)
Vancouver 2010
Sotschi 2014
Pyeongchang 2018
Peking 2022
Facts:

Er hat die Klasse, er ist bereit, und es wird auf seiner absoluten Lieblingsstrecke im Weltcup (sechs Siege in der Abfahrt, einer im Super-G) gefahren: Dominik Paris wird bei seinem vermutlich letzten OlympiaAuftritt auf der Stelvio-Piste in Bormio nochmal alles in die Waagschale werfen, um genauso wie Roland Fischnaller im Snowboard seine erste Olympia-Medaille zu gewinnen. Vierter war er 2018, Sechster 2022 – beide Male in der Abfahrt. Der erfolgreichste Speedfahrer der „Azzurri“ aller Zeiten hat in diesem Winter mit zahlreichen Top-Platzierungen – aber noch keinen Sieg –gezeigt, dass er zur absoluten Weltklasse gehört, trotz immer wiederkehrender kleiner Fehler. Wenn ihm in Bormio die perfekten Rennen gelingen, ist Edelmetall sehr, sehr wahrscheinlich.
Ski Alpin
Alter: 30 Jahre
Wohnort: Kastelruth
Mögliche Einsätze:
7. Februar: Abfahrt
9. Februar: Team-Kombination
Olympia-Teilnahmen: (0)
Noch keine
Facts:

Florian Schieder gehört mit 30 Jahren zu den routinierten Olympia-Debütanten. Viele Verletzungen bremsten den Kastelruther in Vergangenheit ein, dafür zählt er jetzt zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten. In der Abfahrt muss der Edeltechniker mit der genialen Sprungtechnik niemanden fürchten, materialmäßig hat er alles top beieinander, die erklärten Favoriten sind andere. In ihrem Dunstkreis kann der Posaunist der Musikkapelle Kastelruth befreit seine Fähigkeiten ausspielen.

www.fliesenservicekg.it
Ski Alpin
Alter:
41 Jahre
Wohnort:
Gais
Mögliche Einsätze:
9. Februar:
Team-Kombination
11. Februar:
Super-G Herren
Olympia-Teilnahmen: (4) Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022
Facts:
Der „ewige Inner“ gehört mit Silber (Abfahrt) und Bronze (Kombi) 2014 in Sotschi zu den erfolgreichsten Südtiroler Ski-Olympioniken. Dass er es mit 41 Jahren nochmals zu Olympia geschafft hat, spricht für die Ausdauer, den Ehrgeiz und enormen Willen. Im Super-G hat er nach den Rängen sechs (Gröden) und zehn (Kitzbühel) das Ticket fix, auch in der Team Kombi dürfte er zum Einsatz kommen. In der Abfahrt wird es wohl auf eine Qualifikation gegen Mattia Casse hinaus laufen – wenn überhaupt. Zum Kreis der Medaillenkandidaten zählt Innerhofer nicht, aber er weiß, wie man Medaillen gewinnt.

Ski Alpin
Alter:
26 Jahre
Wohnort:
Wolkenstein
Mögliche Einsätze:
9. Februar:
Team-Kombination
14. Februar:
Riesentorlauf
16. Februar: Slalom
Olympia-Teilnahmen: (2) Pyeongchang 2018
Peking 2022
Facts:
An den letzten Olympischen Spielen galt Alex Vinatzer noch als reiner Slalom-Spezialist. Vier Jahre später ist dem Grödner im Riesentorlauf mehr zuzutrauen, zumal er zu Saisonbeginn in dieser Disziplin in Beaver Creek schon auf dem Podest stand. Er kann aber auch im Slalom in der Weltspitze mitmischen, wie er mit dem 4. Platz in Val d’Isere und zuletzt als Siebter in Schladming bewies. Gilt bei Großanlässen als extrem nervenstark, hat bereits drei WM-Medaillen (einmal Gold, zweimal Bronze) in seinem Trophäenschrank.

Ski Alpin
Alter: 26 Jahre
Wohnort:
St. Vigil in Enneberg
Mögliche Einsätze: 9. Februar: Team-Kombination 14. Februar: Riesentorlauf 16. Februar: Slalom
Olympia-Teilnahmen: (0)
Noch keine
Facts:
Dass er nominiert wurde, hat weniger mit dem harten internen Konkurrenzkampf zu tun, als mit der Tatsache, dass er vielseitig einsetzbar ist. In den „Problemdisziplinen“ Riesentorlauf und Slalom im italienischen Team hat Kastlunger zumindest ansatzweise für positive Ansätze gesorgt, obwohl Rang zwölf im Slalom von Levi schon mehr als zwei Monate her ist. Der akribische Arbeiter könnte vor allem in der Team Kombi zu einem entscheidenden Trumpf werden.

Nordische Kombination
Alter:
33 Jahre
Wohnort:
Wolkenstein
Mögliche Einsätze:
11. Februar:
Wettbewerb Normalschanze
17. Februar:
Wettbewerb Großschanze 19. Februar:
Teamsprint
Olympia-Teilnahmen: (2)
Sotschi 2014, Peking 2022
Facts:
Samuel Costa hatte seine Karriere vor zwei Jahren schon beendet, entschied sich in diesem Sommer aber zum Comeback.
Dieses verlief bisher erfreulich: Der Wolkensteiner avancierte zu Italiens konstantestem Nordisch Kombinierer. Als bestes Saisonergebnis steht ihm ein elfter Platz zu Buche. Costa rechnet sich wie Aaron Kostner im Teamsprint die größten Medaillenchancen aus.

Nordische Kombination
Alter:
26 Jahre
Wohnort:
St. Ulrich in Gröden
Mögliche Einsätze: 11. Februar:
Wettbewerb Normalschanze 17. Februar:
Wettbewerb Großschanze 19. Februar: Teamsprint
Olympia-Teilnahmen: (1) Pyeongchang 2018
Facts:
Mitte Jänner zeigte Aaron Kostner, was in ihm steckt: Beim Weltcup in Oberhof klassierte er sich in der olympischen GundersenDisziplin auf Rang zwölf. Es war sein bestes Ergebnis seit fast drei Jahren – und das zweitbeste in seiner Karriere. Ausschlaggebend für die aufsteigende Tendenz ist die immer besser werdende Sprungform des WeltklasseLangläufers aus St. Ulrich.
Skicross
Alter:
29 Jahre
Wohnort: Lana
Mögliche Einsätze: 21. Februar:
Achtelfinale Skicross
Olympia-Teilnahmen: (0)
Noch keine
Facts:
Der knapp 30-Jährige qualifizierte sich im Weltcup stets souverän für die K.o.-Läufe der Top 32. Die fallen diesmal wegen des beschränkten Startkontingents weg. Am Start hat der Modellathlet aus Lana stark zugelegt, im Kampf Mann gegen Mann geht es knallhart zur Sache. Zuech ist der Vorstoß ins Viertelfinale allemal zuzutrauen, zuletzt schaffte er beim Heimweltcup im Fassatal gar Rang fünf. Trotzdem: Eine Finalteilnahme wäre eine kleine Sensation.


Skispringen
Alter:
28 Jahre
Wohnort:
Wolkenstein
Mögliche Einsätze:
9. Februar:
Springen Normalschanze
10. Februar:
Mixed Teamspringen
14. Februar:
Springen Großschanze
16. Februar:
Super Team Event
Olympia-Teilnahmen: (1)
Pyeongchang 2018
Facts:
Nach einem schwierigen Saisonstart zeigte Alex Insams Formkurve zuletzt nach oben. In Zakopane sprang der Wolkensteiner auf den 19. Platz, bei der Skiflug-WM in Oberstdorf reichte es zu Platz 24. Fühlt sich auf der neu errichteten Großschanze in Predazzo wohl, nichtsdestotrotz würde eine Medaille einem sportlichen Wunder gleichkommen.

Skispringen
Alter:
23 Jahre
Wohnort:
St. Ulrich in Gröden
Mögliche Einsätze:
7. Februar:
Springen Normalschanze
10. Februar:
Mixed Teamspringen 15. Februar:
Springen Großschanze
Olympia-Teilnahmen: (1)
Peking 2022
Facts:
Jessica Malsiner hat schwierige Zeiten hinter sich: Seit fast zwei Jahren ist ihr der Sprung in die Punkteränge des Weltcups nicht mehr gelungen. Zuletzt versuchte die 23-Jährige im zweitklassigen Interkontinental-Cup, Selbstvertrauen zu tanken. Umso überraschender kam ihre OlympiaNominierung. Dadurch kann sie nun befreit und ohne Druck an den Start gehen und ihre zweite Olympia-Teilnahme genießen.

Ski-Freestyle (Slopestyle)
Alter: 19 Jahre
Wohnort:
St. Ulrich in Gröden
Mögliche Einsätze:
7. Februar:
Qualifikation Slopestyle
9. Februar:
Finale Slopestyle
Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine
Facts:
Die Tochter der dreifachen
Olympia-Teilnehmerin Petra Moroder (sie war BuckelpisteSpezialistin) hat sich bei den Slopestyle-Weltcups in Aspen und Laax im Jänner sensationell ins Finale vorgekämpft und dabei die Top-Ränge fünf bzw. neun erreicht. Der Einzug in den Endkampf ist ihr bei den Winterspielen durchaus zuzutrauen, wenn es ihr gelingt, das große Erlebnis zu genießen und die Nerven

Biathlon
Alter: 24 Jahre
Wohnort: Antholz Niedertal
Mögliche Einsätze: 11. Februar: Einzel / 14. Februar: Sprint / 15. Februar: Verfolgung / 18. Februar: Staffel / 21. Februar: Massenstart Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine
Facts:
Für das Auftaktrennen, die Mixed-Staffel, kommt Hannah Auchentaller nicht in Frage. Danach hat sie allerdings volles Programm: Fünf Einsätze binnen elf Tagen. Medaillenchancen darf sich die Antholzerin in der Damenstaffel ausrechnen. Sie gilt als Staffel-Expertin und war bereits vor drei Jahren bei der WM in Oberhof Teil des Weltmeisterteams. Nichtsdestotrotz muss sie sich ihren Platz in der italienischen Staffel erst mit guten Leistungen im Einzel, Sprint und Verfolger erkämpfen.

SEIT 1991 REALISIEREN WIR INNOVATIVE MATERIALSEILBAHNEN, SELBST UNTER
ANSPRUCHSVOLLSTEN BEDINGUNGEN.

EFFIZIENTE LÖSUNGEN
FÜR LOGISTISCHE HERAUSFORDERUNGEN IM WINTERSPORT
Seit ihrer Gründung 1991 hat sich SEIK dank der Erfahrung und Fachkompetenz in Planung und Umsetzung von Materialseilbahnen schnell etabliert. Das Unternehmen entwickelt innovative Lösungen für den Materialtransport auf Seilen und meistert Herausforderungen wie schwieriges Gelände und saisonale Schwankungen. Dies ist besonders relevant für den Bau und die Instandhaltung von Aufstiegsanlagen und Wintersporteinrichtungen, wo SEIK seinen Kunden Maschinen wie Laufwagen und Seilwinden und entsprechendes professionelles Zubehör liefert.

WINTERSPIELE
SOTSCHI 2014 – EISIGE
HERAUSFORDERUNG
Bei internationalen Großprojekten, wie etwa im Umfeld der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, kamen Materialseilbahnen von SEIK unter extremen Kälte-, Schneebedingungen beim Bau von Liftanlagen auf alpinen Baustellen zum Einsatz.

PERFEKTE LANDUNG MIT SKYTRUCK
Beim Bau der Skisprungschanzen in Pragelato, ebenfalls für olympische Winterspiele, der weltweit erste Portal-Kran auf Seilen zum Einsatz“. Der Skytruck 100 von SEIK, zum Einsatz. Er ermöglichte den präzisen Transport schwerer Bauteile auf steilen Hängen, wo herkömmliche Fahrzeuge und Kräne an ihre Grenzen gestoßen sind. Auch unter den schwierigen Geländebedingungen wurden die Materialien millimetergenau, sicher und mit immer gleichbleibender Tragkraft über die gesamte Fläche bewegt und positioniert.

MIT BLICK IN DIE ZUKUNFT
SEIK blickt mit derselben Leidenschaft wie am ersten Tag nach vorne. Mit effizienten, umweltfreundlichen Systemen gestaltet SEIK aktiv den Materialtransport auf Seilen und ebnet den Weg zu einer nachhaltigen, technologischen Zukunft.
SKISPRINGEN
LANGLAUF
NORDISCHE KOMBINATION
SKI FREESTYLE
SNOWBOARD
BIATHLON BOB
RODELN
SKELETON
EISSCHNELLLAUF
SHORT TRACK
EISKUNSTLAUF
EISHOCKEY
CURLING
SKIBERGSTEIGEN
-Infogra k M. Lemanski
Biathlon
Alter:
36 Jahre
Wohnort:
Montal St. Lorenzen
Mögliche Einsätze:
8. Februar: Mixed-Staffel
10. Februar: Einzel
13. Februar: Sprint
15. Februar: Verfolgung
17. Februar: Staffel
20. Februar: Massenstart
Olympia-Teilnahmen: (4)
Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022
Facts:
Lukas Hofer ist mit seinen 36 Jahren der „Oldie“ im italienischen Biathlon team, gleichzeitig ist er so erfahren wie kein anderer sei ner Teamkollegen: 22 OlympiaRennen hat er bestritten, zwei Mal gewann er mit der MixedStaffel die Bronzene. In Antholz werden nochmal sechs Olym pia-Einsätze hinzukommen –und womöglich eine weitere Medaille. Die größten Chancen auf Edelmetall hat Hofer in der Mixed- und in der MännerStaffel, allerdings kann er mit seiner aktuellen Formstärke auch in den Einzelrennen über raschen. Das hat er zuletzt mit Rang drei im Einzelwettkampf in Nove Mesto bewiesen. Es war in seinem 472. Weltcuprennen der 13. Podestplatz im Einzel (zwei Siege, vier zweite Plätze und sieben dritte Plätze).

Biathlon
Alter: 27 Jahre
Wohnort: Ridnaun
Mögliche Einsätze:
10. Februar: Einzel
13. Februar: Sprint
15. Februar: Verfolgung
17. Februar: Staffel
20. Februar: Massenstart
Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine
Facts:
Für viele war Patrick Braunhofer bereits abgeschrieben, jetzt fährt er als amtierender Europameister zu Olympia! Die EM-Goldmedaille 2025 im Verfolgungsrennen in Martell war sein Dosenöffner, seitdem geht es beim Wipptaler auch im Weltcup wieder aufwärts. Seine Olympia-Stunde könnte in der Herren-Staffel schlagen. Hinter den großen Stars Tommaso Giacomel und Lukas Hofer ist er aktuell die Nummer drei in Italiens Biathlonteam, seine Zuverlässigkeit am Schießstand machen ihn zu einem unverzichtbaren Mitglied

Biathlon
Alter: 35 Jahre
Wohnort: Cavalese
Olympia-Teilnahmen: (3)
Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022
Mögliche Einsätze:
8. Februar: Mixed-Staffel
10. Februar: Einzel
13. Februar: Sprint
15. Februar: Verfolgung
17. Februar: Staffel
20. Februar: Massenstart
Facts:
Dorothea Wierer hat nicht nur den Biathlonsport geprägt wie kaum eine andere, in ihrer glorreichen Laufbahn hat sie auch alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Zwei Mal den Gesamtweltcup, drei Olympia-Bronzemedaillen, vier kleine Kristallkugeln, vier Weltmeistertitel und 22 Weltcuprennen. Nur eine Goldene bei Olympia fehlt in ihrer ausdekorierten Trophäensammlung. Jetzt hat die Niederrasnerin, die seit Jahren mit ihrem Ehemann Stefano in Cavalese im Fleimstal lebt, in den letzten Rennen ihrer Karriere nochmal die Chance, das ersehnte Edelmetall einzufahren. Und das zu Hause im eigenen Wohnzimmer, dort, wo sie vor mehr als zwei Jahrzehnten
mit dem Biathlonsport begonnen hat: in Antholz.
Italiens erfolgreichste Ski-Jägerin aller Zeiten hat bereits im vergangenen Sommer angekündigt, nach Olympia 2026 ihre Karriere beenden zu wollen. Ein Rücktritt vom Rücktritt? Bei Wierer ausgeschlossen! Sie hat ihren ganzen Fokus, all ihre Trainingspläne, den gesamten Formaufbau auf die Winterspiele ausgerichtet. Danach ist definitiv Schluss.
Wierer wird „Olympia daheim“ in vollen Zügen genießen. Sie mag es, im Fokus zu stehen. Sie liebt dieses besondere Renn-Feeling in der Antholz Arena. Und sie kann mit Druck umgehen wie kaum eine andere. Sie hat über die Jahre hinweg zwar etwas an Spritzigkeit eingebüßt, am Schießstand setzt sie aber auch mit 35 Jahren noch immer Maßstäbe. An guten Tagen kann sie alle Konkurrentinnen in den Schatten stellen, das hat sie erst vor zwei Monaten in Östersund bewiesen, als sie im Einzelrennen einen umjubelten Sieg einfuhr, den ersten nach einer zuletzt zweieinhalbjährigen Durststrecke. Erwischt Südtirols BiathlonQueen das perfekte Rennen, hat sie in allen vier Einzeldisziplinen berechtigte Medaillenhoffnungen.
Auch in der Frauen-Staffel zählt sie mit den „Azzurre“ zu den Podiumsanwärterinnen. Die größte Chance, den Gold-Bann bei Olympia zu brechen, hat Wierer allerdings gleich zum Auftakt in der Mixed-Staffel. Doch egal, wie diese letzten sechs Rennen ihrer Karriere enden werden –ob mit oder ohne Gold: Olympia 2026 in Antholz wird für Dorothea Wierer weit mehr sein als eine Medaillenjagd. Es wird der letzte große Akt einer außergewöhnlichen Laufbahn, ein Heimspiel voller Erinnerungen und Emotionen. Dort, wo alles begann, schließt sich der Kreis.


Krankenstation/Erste Hilfe




Sonntag, 8. FEBRUAR
Dienstag, 10. FEBRUAR
Mittwoch, 11. FEBRUAR
Freitag, 13. FEBRUAR
Samstag, 14. FEBRUAR
Sonntag, 15. FEBRUAR
Dienstag, 17. FEBRUAR
Mittwoch, 18. FEBRUAR
Freitag, 20. FEBRUAR
Samstag, 21. FEBRUAR
Frauen
Frauen
Frauen
Frauen
Frauen
Frauen
Männer



Mehr als 50 Millionen
Euro haben Land und Staat in die Modernisierung des Biathlonzentrums investiert.

Das Biathlonzentrum im Antholzer Tal hat sich neu erfunden. Was über Jahrzehnte gewachsen ist und internationale Biathlongeschichte geschrieben hat, wurde technisch, energetisch und infrastrukturell umfassend modernisiert.
Neue Streckenführungen, eine nachhaltige Energieversorgung, moderne Beleuchtungssysteme und deutlich verbesserte Innenräume machen die Anlage heute zu einer der modernsten
Biathlonstätten weltweit – wenn nicht zur modernsten ihrer Art. Rund 53 Millionen Euro haben Land und Staat im Hinblick auf die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 in dieses zukunftsweisende Projekt investiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Rund zwei Jahre lang war das Biathlonzentrum in Antholz-Obertal mit der Südtirol Arena und den mehr als fünf Kilometer Loipen als Mittelpunkt im wahrsten Sinne des Wortes eine Großbaustelle. Es wurde gebaggert,
geschaufelt, gegossen, gehämmert, geschraubt, montiert und installiert. Trotz einiger Verzögerungen aufgrund von Rekursen ist das Zentrum nun eine Sporteinrichtung, die weit über punktuelle Anpassungen hinausgeht. Ingenieur Josef Mitterhofer (Ingenieurgemeinschaft Brunetti in Bruneck) und Architekt Alexander Burger (Architekturbüro Dejaco + Partner in Brixen) betonen unisono, dass die Modernisierungsarbeiten vielfach ausschließlich mit den Olympischen Winterspielen


2026 in Verbindung gebracht würden. „Einzelne Maßnahmen waren für die Spiele notwendig“, betonen sie, „doch sämtliche Maßnahmen wurden bewusst so konzipiert, dass sie nicht nur die Austragung der Olympiade ermöglichen, sondern auch langfristig Bestand haben.“ Zudem sei es sinnvoll gewesen, zukunftsweisend in die Anlage zu investieren, weil sonst die für die Olympischen Winterspiele zweckgebundenen Geldmittel wieder zurück nach Rom geflossen wären.
Neue Schießstände
Ein zentrales Herzstück der Biathlonanlage sind die neuen unter- und oberirdischen Schießstände. Sie bilden einen Teil des funktionalen Zentrums des Biathlonstadions. Nach den Olympischen Spielen wird beim unterirdischen Schießstand zusätzlich ein viereinhalb Meter breites Laufband errichtet. Dieses ist nicht nur für das Training von Biathleten auf Rollerskiern geplant, sondern wird beispielsweise auch Radfahrern offen sein. Darüber hinaus

sollen dort Leistungsdiagnostik und sportmedizinische Tests durchgeführt werden. „Auch verschiedene Räume wurden verwirklicht, beispielsweise damit sich Vereine einmieten können. Hier will man eine zusätzliche Einnahmequelle schaffen – in Verbindung mit den sportlichen Einrichtungen“, erklärt Architekt Burger. Ergänzt wird dieses Angebot durch einen neuen Fitnessraum sowie durch einen Trockenschießstand, an dem ohne scharfe Munition trainiert werden kann.
BERATUNG, PLANUNG UND BAULEITUNG DER ELEKTROTECHNISCHEN ANLAGEN
• Installationstechnik
• Überwachungs-, Kontroll- und Zutrittsysteme
• Beleuchtungstechnik
• TV- und Multimediaanlagen
• Kommunikationssysteme

Dank der umfangreichen Erneuerungsmaßnahmen präsentiert sich das Biathlonzentrum in Antholz-Obertal bei den Olympischen Spielen als Anlage auf Weltniveau.
Mehr Übersicht, Sicherheit und Spannung
Auch der Loipenverlauf im Stadion wurde grundlegend überarbeitet. Die Route führt nun über eine Rampe hinter dem Schießstand vorbei. Dadurch wird ein Kreuzen der Athletinnen und Athleten beim Einbiegen in die Strafrunde vermieden. Gleichzeitig verlängert sich die Zielgerade deutlich. Das sorgt für mehr Übersicht, höhere Sicherheit und vor allem für mehr Spannung. Die Wettkämpfe werden für das Publikum im Stadion ebenso wie für die Zuschauer vor den Fernsehschirmen noch spektakulärer und dynamischer. Der Zielbereich in der Südtirol Arena ähnelt nun dem traditionellen Holmenkollen Finish in Oslo in Norwegen.
Im Zuge der umfassenden Modernisierung des Stadions wurden außerdem ein Fernsehturm, neue Reporterkabinen
DIE WETTKÄMPFE WERDEN FÜR DAS
PUBLIKUM IM STADION EBENSO WIE FÜR DIE
ZUSCHAUER VOR DEN FERNSEHSCHIRMEN NOCH SPEKTAKULÄRER UND DYNAMISCHER. DER ZIELBEREICH IN DER SÜDTIROL ARENA ÄHNELT NUN DEM TRADITIONELLEN HOLMENKOLLEN FINISH IN OSLO IN NORWEGEN.
sowie ein Waffen- und Munitionsdepot errichtet. „Das Depot war eine Voraussetzung für die Olympischen Spiele, weil die Athleten ihre Waffen und die Munition nicht mit ins Hotel nehmen dürfen“, erklärt Architekt Alexander Burger. Dieses Lager sei in Zukunft aber auch für Weltcups und Weltmeisterschaften erforderlich. Zusätzlich wurde das unterirdische Tunnelsystem für Reporter, Personal und Athleten auf rund 300 Meter ausgebaut. Ein Tunnel, die Verbindung vom Stadion zum Parkdeck, ist zwischen sechs und acht Meter breit – mit Buchten: Er kann sogar von Schneekatzen befahren werden. Großes Ziel des Tunnelsystems ist es, dass die Pisten nicht mehr gequert werden müssen, um die Abläufe während der Veranstaltungen sicherer und effizienter zu gestalten. Parallel dazu wurden zahlreiche Leitungen verlegt, darunter auch Glasfaserkabel. Und das gesamte

www.graber-prennwerk.com

Zentrum – so weit als möglich – wurde darüber hinaus umfangreich behindertengerecht angepasst.
Nutzung in der warmen Jahreszeit
Auch an die Nutzung der Anlage in der warmen Jahreszeit wurde konsequent gedacht: Die Rollerskibahn, die im Sommer intensiv befahren wird, wurde nachhaltig verbessert. „Dabei hat man bewusst in die Zukunft investiert, weil künftig Sommermeisterschaften auf internationaler Ebene forciert werden sollen“, sagt Ingenieur Josef Mitterhofer. Damit öffnet sich das Biathlonzentrum zunehmend für einen ganzjährigen Betrieb und neue Zielgruppen. Von außen präsentiert sich das Stadion seit den Modernisierungsmaßnahmen auch als markanter Blickfang: Denn die neue Streckmetallfassade prägt das Erscheinungsbild der Antholzer Biath-
lonanlage. In die Fassade integriert sind 5.500 Quadratmeter Photovoltaikpaneele. „Damit erzeugen wir genug Strom, um den Bedarf des Biathlonstadions zumindest bis in den November hinein autonom zu decken“, erklärt Lorenz Leitgeb, Präsident des Biathlon-Weltcup-Komitees. Die Anlage verfügt über eine maximale Nennleistung von 360 Kilowattpeak. Für Großveranstaltungen im Winter reicht diese Energie zwar nicht aus, dennoch ist die Photovoltaikanlage ein starkes Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften und eine zeitgemäße Sportinfrastruktur.
Temperaturunabhängige Beschneiung
Ein weiterer millionenschwerer Baustein ist die neue Beschneiungsanlage. Sie umfasst ein neu errichtetes Speicherbecken mit einem Fassungsvermögen von 30.000 Kubikmeter Wasser, mehr als

Architekt Alexander Burger (47; im Bild links), Studium der Architektur an der Technischen Universität Innsbruck, und Architekt Ralf Dejaco (81; rechts), Studium an der „Università Iuav di Venezia“, stehen an der Spitze des Büros Dejaco + Partner in Brixen. Seit 2015 führen Bürogründer Dejaco und sein Büropartner Burger gemeinsam ein eingespieltes Team, das mit kreativen und innovativen Lösungen Projekte im öffentlichen und privaten Bereich realisiert.
Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas
Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas
Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas
Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas
Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas
Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas Innentüren - Schallschutztüren - Trennelemente in Glas
Innentüren -
Innentüren -
Innentüren

20 Schneekanonen und an die 20 Lanzen sowie als Ergänzung eine sogenannte SnowFactory, die eine temperaturunabhängige Beschneiung ermöglicht. „Die alte Beschneiungsanlage war gut 30 Jahre alt“, erklärt Ingenieur Josef Mitterhofer. Mit der neuen Technik können natürlich auch die Touristenloipen beschneit werden – mit Ausnahme jener Bereiche, die im Naturpark liegen. Die Schneesicherheit im Antholzer Tal wird damit nachhaltig gestärkt.
dig erneuert. Hohe Beleuchtungsstärken treffen nun auf minimale Blendung. „Die Athleten dürfen durch die Lichtquellen nicht beeinträchtigt werden, was eine besondere Herausforderung bei einer Anlage mit Hunderten Scheinwerfern ist“, erklärt Manfred Brugger vom Ingenieurbüro Bergmeister in Vahrn. Statt der bisherigen vier Lichtmasten stehen nun sieben bis zu 35 Meter hohe Masten rund um das Stadion zur Verfügung. Ergänzt werden sie durch Fassadenleuchten und eine neue Tunnelbeleuchtung. Insgesamt sind 309 Scheinwerfer gut überlegt montiert worden: Jeder Strahler ist einzeln ausgerichtet und indiviDAMIT DIE
Damit die Wettkämpfe, Trainings und Veranstaltungen auch optisch höchsten Ansprüchen genügen, wurde darüber hinaus die Stadionbeleuchtung vollstän-


Unsere Leistungen im Projekt:
Planung und Bauleitung der gesamten Beleuchtungsanlage und der Stromversorgung für sämtliche Leuchten Statische Berechnungen für die Lichtmasten sowie deren Fundamente Planung der infrastrukturellen Anbindungen für die Beleuchtungsanlage Sicherheitskoordinierung während der Bauphase
Bergmeister GmbH
Vahrn · Bruneck · Bozen
München · Rosenheim · Wien · Zürich www.bergmeister.eu

duell ansteuerbar. Unterschiedliche Beleuchtungsszenarien für Wettkämpfe, Trainings oder TV-Produktionen lassen sich flexibel abrufen. Zusätzlich werden die Unterführungen im Stadionbereich, die Tribünen sowie die Parkplätze mittels modernster Technik ausgeleuchtet. Ein neuer Streckenabschnitt hinter dem oberirdischen Schießstand erhielt ebenfalls zusätzliche Beleuchtung, um optimale Bedingungen für Sportler und Zuschauer zu schaffen. Man muss bedenken, dass sich im Stadion und entlang der Loipen bis zu 16.000 Zuschauer aufhalten können. Die präzise Ausrichtung der Scheinwer-

fer und die moderne Steuerungstechnik sorgen für klare Sichtverhältnisse und eine hohe Aufenthaltsqualität. Übrigens: An den Zuschauertribünen wurde nichts verändert. Für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 – und dann auch für künftige Wettkämpfe – wird aber zusätzlich eine mobile Tribüne zur Verfügung stehen.
Wirtschaftlich bedeutend
Auch wirtschaftlich war die Modernisierung des Biathlonzentrums in AntholzObertal bemerkenswert. Rund 150 Firmen waren während der Bauphase im Einsatz, etwa 140 davon kamen aus ei-
RUND 150 FIRMEN WAREN WÄHREND DER BAUPHASE IM EINSATZ, ETWA 140 DAVON KAMEN AUS EINEM UMKREIS VON 50 KILOMETERN. DIE WERTSCHÖPFUNG BLIEB DAMIT ZU EINEM GROSSEN TEIL IN SÜDTIROL.


nem Umkreis von 50 Kilometern. Die Wertschöpfung blieb damit zu einem großen Teil in Südtirol. Georg Kircher, Vizepräsident und Sportdirektor des Biathlon-Weltcup-Komitees, überwachte sämtliche Arbeiten. Beispielsweise waren

folgende Unternehmen in die Modernisierung involviert: das Ingenieurbüro Oberlechner für die Planung der Elektroarbeiten am Schießstand, das Ingenieurbüro Bergmeister für die Stadionbeleuchtung, das Bauunternehmen Wieser

für das Speicherbecken (Beschneiung), Elektro Oberlechner & Messner für die Elektroinstallationen im Schießstandgebäude, TechnoAlpin für die Beschneiungsanlage, Graber Hermetique für Abdichtungsarbeiten und das Plan

Team für die Ausführungsplanung der Beschneiungsanlage (ohne Speicherbecken). Präsident Lorenz Leitgeb blickt auch engagiert nach vorne: „Wir haben bereits die Zusage für die BiathlonWeltcup-Veranstaltungen bis 2030. Parallel dazu arbeiten wir kontinuierlich daran, die Auslastung der Biathlonanlage in Antholz weiterzuentwickeln.“ Trainingslager internationaler Nationalteams, Sportgruppen, Stadionführungen und Events bringen das Ziel einer ganzjährigen Nutzung immer näher. Auch Nachwuchssportler profitieren von den hervorragenden Trainingsbedingungen, die nach den Umbauarbeiten nun herrschen.
Internationales Niveau
Dass sich das Antholzer Tal im Laufe der Jahrzehnte zu einer internationalen Biathlonhochburg entwickelt hat, ist das Ergebnis konsequenter Arbeit, großer Erfahrung und stetiger Investitionen. Von den ersten Weltcupveranstaltungen

vor etwa fünf Jahrzehnten bis zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2026 spannt sich ein weiter Bogen, dessen vorläufiger Höhepunkt nun erreicht wird. Gleichzeitig wurde mit der umfassenden Modernisierung
Wenn in Antholz die olympischen Biathlonwettkämpfe ausgetragen werden, richtet sich der Blick der Sportwelt auf eine der traditionsreichsten Wintersportstätten der Alpen. Damit Athletinnen und Athleten dort unter perfekten Bedingungen antreten können, sorgt TechnoAlpin mit modernster Beschneiungstechnologie für zuverlässige Schneesicherheit.
Im Biathlonzentrum in Antholz auf rund 1.600 Meter Seehöhe wurde eine neue Beschneiungsanlage umgesetzt, die selbst bei wechselhaften Wetterbedingungen optimale Verhältnisse schafft. Grundlage dafür ist ein fein abgestimmtes

sichergestellt, dass Antholz auch über das olympische Großereignis hinaus eine zentrale Rolle im internationalen Biathlon spielen wird – als hochmoderne, nachhaltige und zukunftsorientierte Sportstätte von Weltrang.
Anzeige
Zusammenspiel unterschiedlicher Technologien – ganz nach dem Prinzip „Der richtige Schneeerzeuger am richtigen Ort“.
Schneesicherheit auf olympischem Niveau
Die Anlage kombiniert leistungsstarke Propellermaschinen (sg. Schneekanonen) mit besonders effizienten Lanzen und wird durch eine SnowFactory ergänzt, die hochwertigen Schnee unabhängig von der Außentemperatur produzieren kann. So wird auch dann Schnee bereitgestellt werden, wenn das Wetter nicht mitspielen sollte. Ein neu errichteter Speicherteich rundet das System ab und sorgt für eine nachhaltige Wasserversorgung. Mit dieser zukunftsweisenden Lösung leistet TechnoAlpin einen entscheidenden Beitrag zu reibungslosen olympischen Wettbewerben in Antholz. Perfekte Pisten, verlässliche Schneeverhältnisse und faire Bedingungen bilden die Basis für sportliche Höchstleistungen – und für unvergessliche olympische Momente.
TechnoAlpin AG
Piero-Agostini-Straße 2 | 39100 Bozen
Tel. 0471 550 550
info@technoalpin.com | www.technoalpin.com
Snowboard
Alter:
36 Jahre
Wohnort:
Algund
Mögliche Einsätze:
12. Februar:
Snowboardcross Einzel
15. Februar:
Snowboardcross Mixed Team
Olympia-Teilnahmen: (3)
Sotschi 2014
Pyeongchang 2018
Peking 2022
Facts:
Omar Visintin hat Routine in Hülle und Fülle, gute Nerven und TopMaterial. Da er nicht mehr der Jüngste ist, haben die „jungen Wilden“ am Start einen Vorteil. Weiteres Handicap: Top-Ergebnisse sucht man beim Algunder seit längerer Zeit vergeblich. Ob er ausgerechnet bei Olympia den Schalter umdrehen kann? Das Potenzial hat er, die nötige Cleverness, bei Großanlässen zu liefern, ebenfalls. In den K.o.-Läufen ist alles möglich, wenngleich der Algunder nicht zu den heißesten Medaillenanwärtern zählt.
Snowboard
Alter:
24 Jahre
Wohnort:
Langtaufers
Mögliche Einsätze: 8. Februar: ParallelRiesentorlauf (Quali ab 9 Uhr, evtl. Achtelfinale ab 13 Uhr)
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Die 24-Jährige ist heuer im italienischen Weltcup-Team „nur“ die Nummer drei hinter Lucia Dalmasso und Elisa Caffont. In dieser Saison 2025/26 fehlt noch das absolute Spitzenergebnis, vier Top-8-Ergebnisse beweisen, dass sie jederzeit mit den Weltbesten mitmischen kann. Die Qualifikation für das Achtelfinale in Mailand Cortina sollte allemal möglich sein, das Viertelfinale wäre ein toller Erfolg und alles weitere eine kleine, aber nicht unmögliche Sensation.
Snowboard
Alter:
39 Jahre
Wohnort:
Völs am Schlern
Mögliche Einsätze:
8. Februar: Parallel-Riesentorlauf
(Qualifikation ab 9.30, evtl. Achtelfinale ab 13.24 Uhr)
Olympia-Teilnahmen: (3)
Vancouver 2010
Sotschi 2014
Pyeongchang 2018
Facts:
Aaron March bestreitet eine bärenstarke Saison, hat in dieser Saison bereits vier Podestplätze im Parallel-Riesentorlauf eingefahren (einen Sieg in Cortina d‘Ampezzo, Zweiter am Karerpass-Carezza, Dritter in Mylin und Simonhöhe)und führt in der Gesamtwertung. Weil Zahlen und Statistiken nie lügen, zählt der Schabser, der seit vielen Jahren in Völs zu Hause ist, zu den heißesten Medaillenanwärtern und kann an einem perfekten Tag auch die Goldmedaille holen. Damit wäre die Enttäuschung von 2014, wo er Vierter wurde,



Snowboard
Alter: 45 Jahre
Wohnort: Coll in Villnöß
Olympia-Teilnahmen: (6) Salt Lake City 2002, Turin 2006, Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022
Mögliche Einsätze:
8. Februar: Parallel-Riesentorlauf (Qualifikation ab 9.30, evtl. Achtelfinale ab 13.24 Uhr)
Facts:
Die Südtiroler Snowboard-Legende schlechthin steht vor ihrem finalen
Countdown: Seit dem dramatischen Ausscheiden vor vier Jahren in Peking – bis zum Viertelfinale souverän, im Halbfinale und im kleinen Finale nach spektakulären Duellen kurz vor dem Ziel out – hatte Roland Fischnaller nur eines im Visier: Am Sonntag, 8. Februar bei der Entscheidung im
olympischen Parallel-Riesentorlauf nochmals am Start zu stehen. Und dann bis zum Schluss, bis zur letzten Kurve des letzten Laufes noch mit dabei zu sein. Teil eins dieses ehrgeizigen Vorhabens hat der Routinier trotz seiner 45 Jahre und einer herausragend starken „Azzurri“-Mannschaft gepackt. Trotz der Konkurrenz von Edwin Coratti, Daniele Bagozza und Gabriel Messner hat sich Fisch am Ende souverän mit drei Siegen für Olympia qualifiziert, wobei ihm der „Bonus“ als amtierender Riesentorlauf-Weltmeister 2025 nur bedingt angerechnet wurde. Dass Roland Fischnaller mit seiner 7. Teilnahme zum alleinigen Südtiroler Rekord-Olympioniken aufsteigt, verdeutlicht die außergewöhnliche Karriere des Villnössers, der außer einer Olympia-Medaille alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Mental gibt
es keinen besseren und gefestigteren Carver, fahrerisch muss er niemanden fürchten, das Material passt und sein fast schon biblisches Athleten-Alter ist eh nur etwas für die Statistik – der Olympia-Showdown am 8. Februar

Anzeige
Dein Weg zu mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden. Im Physiotherapiezentrum Acquarena in Brixen stehst du im Mittelpunkt. Unser interdisziplinäres Team aus Physiotherapeuten, Osteopathen, Chiropraktikern und Sportwissenschaftlern begleitet dich mit Fachkompetenz, Erfahrung und persönlichem Engagement – vom ersten Termin bis zum nachhaltigen Therapieerfolg.
Ob Profi- oder Hobbysport, Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen, chronische Beschwerden oder gezielte Prävention: Jede Behandlung basiert auf einer fundierten Analyse und einem individuell abgestimmten Therapie- und Trainingskonzept. Unser Leistungsspektrum reicht von klassischer und manueller Physiotherapie über Sportphysiotherapie, neurologische Rehabilitation, Atem-, Faszien- und Kiefergelenkstherapie bis hin zu osteopathischen Behandlungen (strukturell, craniosacral, viszeral). Ergänzend bieten wir gezielte Trainings- und Rehabilitationsprogramme.
Medizinische Trainingstherapie & moderne Technik
Die Medizinische Trainingstherapie (MTT) baut auf der abgeschlossenen Physiotherapie auf und unterstützt dich dabei, Kraft, Stabilität und Belastbarkeit weiterzuentwickeln – ideal für Alltag und Sport. Moderne Technologien wie Stoßwellen-,
Ultraschall-, Elektro-, Magnetfeldtherapie sowie Massagen, Lymphdrainage, Taping und funktionelles Training, unter anderem mit dem AlterG-Anti-Gravity-Laufband, sorgen für nachhaltige Ergebnisse. Der Anspruch vom Physiotherapiezentrum Acquarena: persönliche Betreuung, moderne Therapieansätze und ein ganzheitlicher Blick auf dich – für mehr Bewegungsfreiheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Vereinbare jetzt deinen Termin und erlebe Physiotherapie auf höchstem Niveau in der Acquarena in Brixen.
Physiotherapiezentrum Acquarena
Altenmarktgasse 28 B | 39042 Brixen Tel. 0472 823 661 physio@acquarena.com | www.acquarena.com/de/physio

Kunstbahnrodeln
Alter:
26 Jahre
Wohnort: Latzfons
Mögliche Einsätze:
7. Februar:
Einsitzer Herren 1. und 2. Lauf
8. Februar:
Einsitzer Herren 3. und 4. Lauf 12. Februar:
Team-Staffel
Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022
Facts:
Leon Felderer ist mit einem Sieg im Nationencup und Platz drei im Weltcup von Park City – seinem ersten Podest der Karriere – in die Saison gestartet. Danach ging es für den Eisacktaler abwärts: Ein Sturz in Lake Placid und drei Platzierungen außerhalb der Top 10 ließen das Momentum zumindest vorerst verpuffen. Aber bei Olympia werden die Kartenneu

Kunstbahnrodeln
Alter:
24 Jahre
Wohnort: Feldthurns
Mögliche Einsätze: 9. Februar:
Einsitzer Damen 1. und 2. Lauf
10. Februar:
Einsitzer Damen 3. und 4. Lauf
12. Februar:
Team-Staffel
Olympia-Teilnahmen: (1)
Peking 2022
Facts:
Pünktlich zum olympischen Winter ist der Knoten geplatzt: Sowohl in Park City (Platz zwei) wie auch in Winterberg (Dritte) raste Verena Hofer auf das Weltcuptreppchen. Neben Sandra Robatscher ist die Feldthurnerin die Hoffnungsträgerin beim olympischen Heimspiel, die vier anstelle der im Weltcup gewohnten zwei zu fahrenden Läufe im eigenen Eiskanal dürften
SANDRA ROBATSCHER
Kunstbahnrodeln
Alter: 30 Jahre
Wohnort: Tiers
Mögliche Einsätze:
9. Februar:
Einsitzer Damen 1. und 2. Lauf
10. Februar:
Einsitzer Damen 3. und 4. Lauf
12. Februar:
Team-Staffel
Olympia-Teilnahmen: (2)
Sotschi 2014, Pyeongchang 2018
Facts:
Ihr Potenzial konnte Sandra Robatscher in diesem Winter noch nicht ausschöpfen, vor ihrer dritten Teilnahme an Winterspielen hat die 30-Jährige nur eine einzige Platzierung in den Top 10 zu Buche stehen. Der Höhenflug von Teamkollegin Verena Hofer kann als zusätzliche Motivation dienen, beim offiziellen Test Event in Cortina d’Ampezzo mischte Robatscher vorne mit. Die zusätzlichen Trainingseinheiten im Olympia-Eiskanal könnten so manches Defizit wettmachen.


Sind ein eingespieltes

Erfolgsgespann: Andrea Vötter und Marion Oberhofer (von rechts).
Kunstbahnrodeln
Alter:
30 Jahre
Wohnort:
Völs/Meransen
Olympia-Teilnahmen: (3)
Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Yanqing 2022
Mögliche Einsätze:
Kunstbahnrodeln
Alter: 25 Jahre
Wohnort: Rodeneck
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
11. Februar: Doppelsitzer Damen 1. und 2. Lauf
12. Februar: Team-Staffel
Facts:
Erstmals in der Geschichte kämpfen auch die Damen auf dem Doppelsitzer um olympische Medaillen. Mit Andrea Vötter und Marion Oberhofer als einzige Vertreterinnen haben die „Azzurre“ aussichtsreiche
Chancen. Bei der Generalprobe für die Winterspiele in Oberhof fuhren die zweimaligen Gesamtweltcup-Siegerinnen zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Podest. Im eigenen Eiskanal fühlen sie sich wohl – der Traum von der Medaille lebt für die amtierenden Südtiroler Sportlerinnen des Jahres in der Teamwertung mehr denn je.
Anzeige
Drei strategische Standorte – nach jenen in der Skiworld Ahrntal und in Corvara/Alta Badia hat nun in Olang das dritte Brixsana-Traumacenter eröffnet.
Alle drei Zentren liegen an Talstationen von großen, stark besuchten Ski- und Freizeitgebieten. Je mehr Menschen, desto höher das Unfallrisiko – und wenn das Unvorhergesehene eintritt, dann zählt jede Sekunde: Frakturen, Bänderrisse und Schwächeanfälle stellen physiologisch wie psychologisch eine enorme Belastung dar.
Breites Angebot für Notfälle und auf Termin Kompetente Mediziner, reduzierte Wartezeiten, modernste Technik und individuell abgestimmte Therapien bilden die

Grundlage des verlässlichen und hohen Niveaus. Erwachsene wie Kinder werden umfassend versorgt, von der Diagnose (Ultraschall, Röntgen) über die Akutversorgung von Verletzungen (Brüche, Wunden, Verstauchungen) bis hin zur Schmerztherapie (Infiltrationen, Infusionen). Nur Operationen finden am Hauptsitz in Brixen statt, den Transport organisiert die Privatklinik. Zudem haben neben der ansässigen Bevölkerung auch Urlaubsgäste die Möglichkeit, Behandlungen nach Terminvereinbarung in Anspruch zu nehmen.
Privatklinik BRIXSANA
Julius-Durst-Straße 28 | 39042 Brixen
Tel. 0472 824 800 info@brixsana.it | www.brixsana.it/de/traumacenter


Kunstbahnrodeln
Alter:
32 Jahre
Wohnort: Meransen
Olympia-Teilnahmen: (3) Sotschi 2014
Pyeongchang 2018
Peking 2022
Kunstbahnrodeln
Alter:
31 Jahre
Wohnort: Villanders
Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Doppelsitzer Herren 1. und 2. Lauf
12. Februar: Team-Staffel
Facts:
Ein Auf und Ab der Gefühle – so lässt sich die Saison von Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner zusammenfassen. Als zweitbestes Doppel der „Azzurri“ treten die beiden in Cortina d’Ampezzo an, ein fünfter Platz in Sigulda ließ ihr Können durchblitzen. Auf der eigenen Bahn ist mit dem Duo jedoch allemal zu rechnen: Beim offiziellen Test Event Ende November mischten sie den Zeiten zufolge ganz vorne mit, die zusätzlichen Trainingseinheiten vor Olympiabeginn dürften sich zusätzlich

IVAN NAGLER
Kunstbahnrodeln
Alter:
27 Jahre
Wohnort: Campill
Olympia-Teilnahmen: (1) Pyeongchang 2018
FABIAN MALLEIER
Kunstbahnrodeln
Alter:
28 Jahre
Wohnort: Völlan
Olympia-Teilnahmen: (1) Pyeongchang 2018
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Doppelsitzer Herren 1. und 2. Lauf 12. Februar: Team-Staffel
Facts:
Platz drei in Park City und damit der erste Podestplatz der Karriere sorgtem für einen fabelhaften Start in die Saison, anschließend fehlte wie in den Jahren zuvor im Kampf um das Treppchen immer wieder die notwendige Konsequenz und Konstanz. Mit Blick auf olympisches Edelmetall wird der Heimvorteil ein gewichtiges Argument sein, bei der großen Leistungsdichte im Doppel gibt es aber keine Garantien.

Kunstbahnrodeln
Alter:
23 Jahre
Wohnort:
Platt in Passeier
Olympia-Teilnahmen: (0)
Noch keine
Mögliche Einsätze:
7. Februar:
Einsitzer Herren 1. und 2. Lauf
8. Februar:
Einsitzer Herren 3. und 4. Lauf
12. Februar:
Team-Staffel
Facts:
Für Alex Gufler geht ein Traum in Erfüllung: Zum ersten Mal in seiner Karriere wird der 23-Jährige bei Olympischen Spielen am Start sein. Seine beste Platzierung im laufenden Winter war ein zwölfter Rang in Park City, in den vergangenen drei Weltcups ging es nur einmal in die Top 15. In Cortina
Kunstbahnrodeln
Alter:
32 Jahre
Wohnort:
Meransen
Olympia-Teilnahmen: (3) Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 Peking 2022
Mögliche Einsätze:
7. Februar:
Einsitzer Herren 1. und 2. Lauf
8. Februar:
Einsitzer Herren 3. und 4. Lauf
12. Februar:
Team-Staffel
Facts:
Über den Dunstkreis der Podestanwärter hat es Dominik Fischnaller im laufenden Weltcup-Winter noch nicht geschafft, der Fokus war aber von Beginn an ohnehin ein anderer. In Park City schrammte der Gesamtweltcup-Sieger der Saison 2022/23 nur knapp am Treppchen vorbei, ansonsten waren auf dem Einsitzer Felix Loch, Jonas Müller und Max Langenhan in einer anderen Liga unterwegs. Der Kampf um die Medaillen wird äußerst knackig – in vier Läufen


Bob
Alter: 31 Jahre
Wohnort:
Issing/Pfalzen
Mögliche Einsätze: 16./17. Februar: Zweierbob 21./22. Februar: Viererbob
Olympia-Teilnahmen: (1)
Peking 2022
Facts:
Patrick Baumgartner ist Italiens unumstrittene Nummer eins im Bobsport und stellt den einzigen Vierer bzw. Zweierbob der „Azzurri“. Der Pusterer Pilot will und kann ein Wörtchen um die Medaillenvergabe mitreden. Zumindest was den Viererbob betrifft. In der Weltcupgesamtwertung landete er auf dem sechsten Platz, dreimal holte er in dieser Saison Rang vier, einmal schaffte er es als Dritter auf das Podium. Die Probe im Eiskanal von Cortina im November verlief mit dem achten Platz zwar nicht optimal, aber das ist schon ein Weilchen her, zudem hatten Baumgartner und Co. weitere Trainingsmöglichkeiten auf der Bahn. An den Start geht Baumgartner mit seinem bewährten Team um Eric Fantazzini, Robert Mircea und Lorenzo Bilotti. Läuft alles optimal, dann ist eine Medaille möglich. Im Zweierbob (mit Mircea) sind die Chancen hingegen minimal.

Bob
Alter:
31 Jahre
Wohnort:
St. Martin in Thurn
Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022
Mögliche Einsätze: 21./22. Februar: Viererbob
Facts:
Alex Verginer ist als Pilot mit dem Ziel Olympia in die Saison gestartet. Mit Mattia Variola kämpfte er um den zweiten Platz neben Patrick Baumgartner. Dies ging schief. Aufgrund der schlechten Ergebnisse – im Weltcup fuhren Variola und Verginer nur hinterher – entschieden sich Italiens Verantwortliche im Hinblick auf Olympia, sich auf nur einen zweiten Bob hinter jenem von Baumgartner zu konzentrieren und dabei auf Variola als Piloten zu setzen. Der Gadertaler konnte so im Variola-Bob seine Qualitäten als Anschieber ausspielen. Aber: Trotz einiger guter Europacup-Ergebnisse reichte es zunächst nicht für Cortina. Italiens Herren stellen im Zweier und Vierer jeweils nur einen Bob –jenen von Baumgartner. Verginer wurde jedoch als Reservist ins Olympische Team berufen. Das heißt: Sollte einer aus Baumgartners Crew um Eric Fantazzini, Robert Mircea und Lorenzo Bilotti nicht starten können, steht der Gadertaler bereit.

Eishockey
Alter:
28 Jahre
Wohnort:
Leifers
Mögliche Einsätze:
5. Februar: Italien – Frankreich
7. Februar: Italien – Schweden
9. Februar: Italien – Japan
10. Februar: Italien – Deutschland
13. oder 14. Februar:
Eventuell Viertelfinale
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Franziska Stocker ist mit ihren 28 Jahren die älteste und erfahrenste der fünf Südtirolerinnen. Die Verteidigerin verbrachte acht Saisonen beim EVB Eagles Südtirol, mit dem sie fünf Mal Italienmeisterin wurde und zwei Mal die EWHL gewann, und verbrachte eine Saison in Schweden, zwei Jahre in Finnland und vier Spielzeiten in Schweden, wo sie aktuell für Södertälje spielt. Stocker hat bereits an zehn Weltmeisterschaften teilgenommen und dabei 50 Spiele bestritten.

Eishockey
Alter:
19 Jahre
Wohnort: Kaltern
Mögliche Einsätze:
5. Februar: Italien – Frankreich
5. Februar: Italien – Frankreich
7. Februar: Italien – Schweden
7. Februar: Italien – Schweden
9. Februar: Italien – Japan
9. Februar: Italien – Japan
10. Februar: Italien – Deutschland
10. Februar: Italien – Deutschland
13. oder 14. Februar:
13. oder 14. Februar: Eventuell Viertelfinale
Eventuell Viertelfinale
Olympia-Teilnahmen:
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Noch keine
Facts:
Facts:
Laura Lobis entstammt einer eishockeyverrückten Familie. Ihr Vater Mathias war Spieler und Präsident, der Großvater mütterlicherseits, Herbert Strohmaier war Kapitän des HC Bozen und auch ihr älterer Bruder Alan jagt der Hartgummischeibe hinterher. Die Verteidigerin feierte im Alter von 13 Jahren ihr Debüt bei den „Großen“ und nahm bereits an drei Weltmeisterschaften teil. Lobis verbrachte eine Saison beim HC Ambri Piotta in der Schweiz und zwei Jahre bei Färjestad in Schweden.
Laura Lobis entstammt einer eishockeyverrückten Familie. Ihr Vater Mathias war Spieler und Präsident, der Großvater mütterlicherseits, Herbert Strohmaier war Kapitän des HC Bozen und auch ihr älterer Bruder Alan jagt der Hartgummischeibe hinterher. Die Verteidigerin feierte im Alter von 13 Jahren ihr Debüt bei den „Großen“ und nahm bereits an drei Weltmeisterschaften teil. Lobis verbrachte eine Saison beim HC Ambri Piotta in der Schweiz und zwei Jahre bei Färjestad in Schweden.

Eishockey
Alter:
23 Jahre
Wohnort: Bruneck
Mögliche Einsätze:
5. Februar: Italien – Frankreich
7. Februar: Italien – Schweden
9. Februar: Italien – Japan
10. Februar: Italien – Deutschland
13. oder 14. Februar:
Eventuell Viertelfinale
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Anna Caumo ist eine geborene Torjägerin. Das hat die Pustererin, die während den Olympischen Spielen ihren 24. Geburtstag feiern wird, in Vergangenheit immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Stürmerin reifte beim EVB Eagles Südtirol zur Leistungsträgerin und verbrachte zwischenzeitlich auch eine Saison in der Schweiz. Seit der Saison 2022/23 jagt Caumo in der US-amerikanischen NCAA der Hartgummischeibe hinterher. Sie hat sechs WM-Teilnahmen zu Buche stehen.

Eishockey
Alter:
18 Jahre
Wohnort: Oberbozen
Mögliche Einsätze:
5. Februar: Italien – Frankreich
7. Februar: Italien – Schweden
9. Februar: Italien – Japan
10. Februar: Italien – Deutschland
13. oder 14. Februar: Eventuell Viertelfinale
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Manuela Heidenberger ist mit 18 Jahren das Küken unter den fünf Südtirolerinnen. Die Stürmerin aus Oberbozen ist italienweit eines der größten Talente. Die vierfache Italienmeisterin schaffte beim EVB Eagles Südtirol den Durchbruch, ehe sie eine Saison in der Schweiz verbrachte. Seit 2024/25 geht Heidenberger für HPK Hämeenlinna in der höchsten finnischen Spielklasse auf Torjagd. Trotz ihres jungen Alters hat sie bereits an drei Weltmeisterschaften teilgenommen.

Eishockey
Alter: 22 Jahre
Wohnort: Tramin
Mögliche Einsätze:
5. Februar: Italien – Frankreich
7. Februar: Italien – Schweden
9. Februar: Italien – Japan
10. Februar: Italien – Deutschland
13. oder 14. Februar: Eventuell Viertelfinale
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Sara Kaneppele wurde so wie die meisten Südtirolerinnen beim EVB Eagles Südtirol groß. Die Stürmerin, die auch schon in der Abwehr gespielt hat, gewann mit den Juniorteams Neumarkt/Auer die U17Italienmeisterschaft der Burschen und gewann mit den Eagles drei Mal den „Scudetto“. Die 22-Jährige war vor einem Jahr erstmals bei einer Weltmeisterschaft dabei. Sie stürmte für kurze Zeit in der Schweiz und zwei Jahre lang beim ERC Ingolstadt in Deutschland.

Eishockey
Alter:
33 Jahre
Wohnort:
Leifers
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Italien – Schweden
13. Februar: Italien – Slowakei
14. Februar: Italien – Finnland
17. Februar: Play-off-Qualifikation
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Alex Trivellato hat im Alter von 16 Jahren den Schritt nach Deutschland gewagt und nach drei Saisonen in den Nachwuchsligen über die Oberliga den Sprung in die Deutsche Eishockey Liga geschafft. Mittlerweile hat der 33-Jährige aus Leifers für die Eisbären Berlin, Schwenningen und Berlin mehr als 500 DEL-Spiele bestritten. Und auch aus dem „Blue Team“ ist der Führungsspieler, der an zehn Weltmeisterschaften teilgenommen und 198 Länderspiele bestritten hat, nicht mehr wegzudenken.

Eishockey
Alter:
21 Jahre
Wohnort:
Reischach
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Italien – Schweden
13. Februar: Italien – Slowakei
14. Februar: Italien – Finnland
17. Februar: Play-off-Qualifikation
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Damian Clara ist im Kader von Italien neben Thomas Larkin einer von nur zwei gedrafteten Spielern. In der NHL hat der Torhüter, der 2023 in der zweiten Runde als 60. Spieler von den Anaheim Ducks gezogen wurde, bisher aber noch nicht gespielt. Trotzdem ist er einer der Hoffnungsträger bei den „Azzurri“. Der 1,97-Meter-Hüne steht bei Brynäs in Schwedens höchster Liga unter Vertrag und hat bisher 27 Länderspiele für Italien bestritten.

Eishockey
Alter: 32 Jahre
Wohnort: Bozen
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Italien – Schweden
13. Februar: Italien – Slowakei
14. Februar: Italien – Finnland
17. Februar: Play-off-Qualifikation
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Gianluca Vallini setzte sich in der Endausscheidung gegen Jacob Smith durch und wird in Mailand die Rolle des dritten Torhüters ausfüllen. Die 32-jährige Frohnatur aus Bozen wird gegen die „gesetzten“ Damian Clara und Davide Fadani einen schweren Stand haben. Der zweifacher Italienmeister, der auch beim HCB Südtirol Ersatztorhüter ist, hat 22 Länderspiele auf dem Buckel und war bisher bei zwei A-Weltmeisterschaften dabei, ohne jedoch einmal eingesetzt zu werden.

Eishockey
Alter:
31 Jahre
Wohnort:
Toblach
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Italien – Schweden
13. Februar: Italien – Slowakei
14. Februar: Italien – Finnland
17. Februar: Play-off-Qualifikation
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Daniel Glira zählt seit Jahren zu den Stützen der Nationalmannschaft von Italien. Der robuste und erfahrene Verteidiger des HC Pustertal bestreitet derzeit seine neunte Saison in der ICE Hockey League, in der er in der Saison 2017/18 mit dem HCB Südtirol den Meistertitel gewonnen hat. Das azurblaue Trikot hat der Toblacher, der bei sechs Weltmeisterschaften dabei war, 160 Mal übergestreift. Und gerade auf internationalem Niveau war Glira die Beständigkeit in Person.

Eishockey
Alter:
33 Jahre
Wohnort:
Runggaditsch
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Italien – Schweden
13. Februar: Italien – Slowakei
14. Februar: Italien – Finnland
17. Februar: Play-off-Qualifikation
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Diego Kostner ist in der Schweiz längst heimisch geworden. Derzeit bestreitet der Grödner die 19. Saison in seiner Wahlheimat, wo er auch privat glücklich geworden ist. Im Alter von 19 Jahren feierte der mannschaftsdienliche Mittelstürmer sein Debüt in der Nationalliga A. Nach fünf Saisonen beim HC Lugano wechselte er im Sommer 2016 zum HC Ambri Piotta. Neben 560 NLA-Spielen kann Kostner zehn WM-Teilnahmen und 183 Länderspiele für Italien vorweisen.

Eishockey
Alter: 21 Jahre
Wohnort:
Montal St. Lorenzen
Mögliche Einsätze:
11. Februar: Italien – Schweden
13. Februar: Italien – Slowakei
14. Februar: Italien – Finnland
17. Februar: Play-off-Qualifikation
Olympia-Teilnahmen: Noch keine
Facts:
Tommy Purdeller zählt zu den größten Talenten in Südtirol. Der Pusterer hat in der Red Bull Academy in Salzburg und danach in der Ontario Hockey League eine hervorragende Ausbildung genossen. Anschließend hatte der Stürmer bei den „Großen“ keine Anpassungsschwierigkeiten und war in den letzten zwei Jahren ein Leistungsträger beim HC Pustertal. In seiner ersten Saison wurde „Tommy Boy“, der 39 Mal für Italien spielte, zum „rookie of the year“ in der ICEHL gewählt.

CHANCEN
Eiskunstlauf
Alter:
23 Jahre
Wohnort:
Meran
Mögliche Einsätze:
7. Februar: Team Event Kurzprogramm
8. Februar: Team Event Kür
10. Februar: Kurzprogramm Einzel
13. Februar: Kür Einzel
Olympia-Teilnahmen: (1)
Peking 2022
Facts:
Daniel Grassl ist mit knapp 24 Jahren im besten Alter und in der Lage, an einem guten Tag mit den Weltbesten der Welt mitzuhalten. Der Meraner beherrscht auch die Vierfachsprünge, aber das Niveau an der Weltspitze ist enorm hoch. Bei seinem Olympia-Debüt vor vier Jahren in Peking war er als Siebter der beste Europäer, vor ihm waren zwei US-Amerikaner, drei Japaner und ein Südkoreaner klassiert. Damals erreichte er 278,07 Punkte, der Dritte Shoma Uno kam auf 293,00 Punkte. Aktuell hat Grassl eine persönliche Bestleistung von 288,72 Punkten. Eine ganz kleine Medaillenchance lebt, aber dafür braucht Grassl den perfekten Wettkampf – und muss gleichzeitig auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Im Team Event hat Italien auch eine Medaillenchance. Aber auch hier müssen die Trentinerin Lara Naki Gutmann und im Eistanz Charlene Guignard/Marco Fabbri Top-Leistungen liefern. Matteo Rizzo ist als zweiter „Azzurro“ im Herren-Einzel bei Olympia im Einsatz.

Eisschnelllauf
Alter:
21 Jahre
Wohnort:
Oberinn am Ritten
Mögliche Einsätze:
9. Februar: 1000m
15. Februar: 500m
Olympia-Teilnahmen: (0)
Noch keine
Facts:
Maybritt Vigl ist Südtirols große Hoffnung im Eisschnelllauf. Schon im Junioren- und U23-Bereich machte Vigl international auf sich aufmerksam: Mit einer Medaille im Junioren-Weltcup, zwölf Medaillen im U23-Weltcup und einem Top-10-Ergebnis bei der Europameisterschaft 2026 hat sie ihr Können in den vergangenen Jahren mehrfach unter Beweis gestellt. In dieser Saison bestreitet die Südtirolerin ihre erste reguläre Weltcup-Saison, ihre Leistungskurve zeigt dabei steil nach oben. Inzwischen hat sie sich auf die Sprintdistanz über 1000 Meter spezialisiert und ist auf dieser Strecke die beste Italienerin. Mit ihrer Qualifikation für die Olympischen Spiele ist sie zudem die erste Südtirolerin seit 2018, die im


Perfekte Pisten und viel Platz für genussvolle Schwünge

Das Tagblatt „Dolomiten“ und das Onlineportal „SportNews.bz“ werden Olympia 2026 aus der ersten Pressereihe verfolgen und ihre Leser täglich, rund um die Uhr, mit topaktuellen Ergebnissen, exklusiven Berichten und spannenden Hintergrundstories versorgen.

Vier Redakteure sind mitten im Geschehen dabei: Kurt Platter berichtet von den Eishockeyspielen, dem Eiskunstlauf und Eisschnelllauf aus Mailand, Alex Raffeiner aus Bormio (Ski alpin Herren) und Livigno (Snowboard), Thomas Debelyak tippt in Cortina d’Ampezzo beim Ski alpin Damen, dem Kunstbahnrodeln und den Bob-Rennen in die Tasten und Alexander Foppa verfolgt das Geschehen bei den Biathlon-Entscheidungen in Antholz. Das gibt es dann alles nachzulesen mit täglich acht Olympia-Sonderseiten in den „Dolomiten“ sowie per Mausklick beim Onlineportal „SportNews.bz“.
Als Fotograf den Fokus auf die Südtiroler Athletinnen und Athleten wird Felice Calabró haben, der für die „Dolomiten“ auch die Spiele des FC Südtirol, bei vielen Weltcuprennen im Ski alpin sowie Tennis-Ass Jannik Sinner live vor Ort mit dabei ist und fotografiert. Er wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Bei allen großen Sport-Veranstaltungen gibt es Maskottchen. Ein Maskottchen soll Glück bringen. Die offiziellen Maskottchen der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind die beiden verspielten Hermeline Tina und Milo.
Tina, mit weißem Fell, repräsentiert die Olympischen Spiele, während ihr Bruder Milo für die Paralympischen Spiele steht. Ein Hermelin ist ein Raubtier und gehört zur Tier-Familie der Marder.
Ihre Namen sind eine Anspielung auf die Austragungsorte: Milano (Milo) und Cortina (Tina). Maskottchen sind seit 1968 fester Bestandteil der Spiele. Sie symbolisieren die olympischen Werte und schaffen eine Verbindung zum Publikum. Seit der ersten Maskottchen-Figur „Shuss“ (Grenoble 1968) gab es eine Vielzahl von Designs – von Schneemännern über Eisbären bis hin zu menschlichen Figuren. Tina und Milo verkörpern den italienischen Geist der Spiele 2026: Sie sind neugierig, anpassungsfähig und erinnern mit ihrem Fellwechsel an die Bedeutung des Umweltschutzes in den Bergen. Tina liebt Kunst und Musik, während Milo, geboren ohne eine Pfote, sich durch Einfallsreichtum auszeichnet und sich handwerklich betätigt.
Die beiden wurden 2024 beim Sanremo-Musik-Festival vorgestellt. Ihr Design basiert auf einem Gewinnerentwurf einer Schule aus Taverna (Kalabrien), der durch einen öffentlichen Online-Wettbewerb ausgewählt wurde. Die Maskottchen begleiten den Weg zu den Spielen und werden das Event mit ihrer lebendigen Präsenz prägen.
Vor vier Jahren in Peking waren sie noch zu viert: Armin Zöggeler, Gerda Weißensteiner, Wilfried Huber und Snowboarder Roland Fischnaller teilten sich da den Rekord an Südtiroler Olympia-Teilnahmen: Alle vier waren damals bei Quote sechs.
Das ändert sich mit den Winterspielen 2026: Da steigt Roland Fischnaller mit seiner siebten Olympia-Teilnahme zum alleinigen Südtiroler Rekordhalter auf. Im Jahr 2002, also vor 24 Jahren, gab der damals 21-Jährige aus Villnöß sein Olympiadebüt im Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder in Park City, verpasste als 19. zwar das Achtelfinale knapp, war aber hinter Walter Feichter (er wurde damals Achter) der Zweitbeste der „Azzurri“. Seit dem jagt er einer Olympiamedaille hinterher. Am 8. Februar will er sein letztes großes Karriereziel mit Edelmetall krönen.
Mit sieben Olympia-Teilnahmen ist Fischnaller nicht auch der Rekordhalter aller Zeiten. Zwei Sport-Legenden haben noch eine Teilnahme mehr vorzuweisen – die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Skisprung-Legende Noriaki Kasai aus Japan halten bei acht Olympiastarts. Kasai (er ist 53 Jahre alt) ist auch für die Winterspiele 2026 noch ein Thema, bei Redaktionsschluss dieser Olympia-Ausgabe stand seine Nominierung noch nicht definitiv fest. Sieben Olympia-Teilnahmen haben die Skispringer Simon Ammann (Schweiz) und Janne Ahonen (Finnland), Langläufer Sjarhej Dalidowitsch (Belarus) und Kunstbahnrodler Albert Demtschenko (Russland) zu Buche stehen. Die Bestmarke als ältester Winter-Olympionike aller Zeiten gebührt Carl August Cronlund, der 1924 mit 58 Jahren Mitglied des schwedischen Curling-Teams war und auf Anhieb Silber gewann.

War bei seiner OlympiaPremiere 2002 noch ohne Helm unterwegs: Der damals 21-jährige Roland Fischnaller.




Waren jeweils sechs Mal bei Olympia dabei (von links):
Gerda Weißensteiner, Wilfried Huber und Armin Zöggeler.
Sportart
Roland Fischnaller
Armin Zöggeler
Gerda Weißensteiner
Wilfried Huber
Paul Hildgartner
Hansjörg Ra
Oswald Haselrieder
Gerhard Plankensteiner
Wilfried Pallhuber
Nathalie Santer
Lukas Hofer
Dominik Paris
Christof Innerhofer
-Infogra k: A. Delvai
Snowboard
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln/Bob
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Biathlon
Biathlon
Biathlon
Ski Alpin
Ski Alpin
Olympiateilnahmen
7 (seit 2002)
6 (1994 bis 2014)
6 (1988 bis 2006)
6 (1988 bis 2006)
5 (1972 bis 1988)
5 (1980 bis 1994)
5 (1992+1998 bis 2010)
5 (1992 +1998 bis 2010)
5 (1992 bis 2006)
5 (1992 bis 2006)
5 (seit 2010)
5 (seit 2010)
5 (seit 2010) noch aktiv

Armin Zöggeler
Paul Hildgartner
Gustav Thöni
Gerda Weißensteiner
Günther Huber
Hugo Herrnhof
Erika Lechner
Walter Plaikner
Kurt Brugger
Wilfried Huber
Josef Polig
Luis Prenn (Luigi Perenni)
Isolde Kostner
Hansjörg Ra
Norbert Huber
Christof Innerhofer
Omar Visintin
Renato Mocellini
Karl Brunner
Peter Gschnitzer
Thomas Prugger
Dorothea Wierer
Dominik Windisch
Johann Passler
Lukas Hofer
Dominik Fischnaller
Nadia Delago
Siegfried Mair
Walter Außerdorfer
Roland Thöni
Herbert Plank
Gottlieb Taschler
Andreas Zingerle
Werner Kiem
Oswald Haselrieder
Gerhard Plankensteiner
Karin Moroder
Karen Putzer
Carolina Kostner
Karin Oberhofer
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Ski alpin
Kunstbahnrodeln/Bob
Bob
Short Track
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Ski alpin
Militär-Patrouillenlauf
Ski alpin
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Ski alpin
Snowboard
Bob
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Snowboard
Biathlon
Biathlon
Biathlon
Biathlon
Kunstbahnrodeln
Ski Alpin
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Ski alpin
Ski alpin
Biathlon
Biathlon
Biathlon
Kunstbahnrodeln
Kunstbahnrodeln
Langlauf
Ski alpin
Eiskunstlauf
Biathlon
(1994 bis 2014)
(1972 bis 1988)
(1972 bis 1980)
(1988 bis 2006)
(1992 bis 2002)
(1988 bis 1994)
(1968 und 1972) (1972 und 1976)
(1988 bis 1998)
(1988 bis 2006) (1992)
(1936)
(1994 bis 2002)
(1980 bis 1994)
(1984 und 1992 bis 1998)
(seit 2010)
(seit 2014)
(1956)
(1972 bis 1980)
(1976 und 1980) (1998)
(seit 2014)
( 2014 bis 2022)
(1984 bis 1994)
(seit 2010)
(seit 2014)
(seit 2022)
(1964 bis 1972) (1964)
(1972 und 1976)
(1976 und 1980)
(1984 bis 1992) (1984 bis 1994)
(1988)
(1992 und 1998 bis 2010) (1992 und 1998 bis 2010)
(1998, 2002 und 2010)
(1998 bis 2006)
(2006 bis 2018)
(2010 und 2014)
Bei den Olympischen Spielen zeigen Ausnahmetalente, was in ihnen steckt. Millionen von Fans fiebern weltweit mit und jubeln voller Freude, wenn ihre Lieblingsathleten eine Medaille gewinnen.
Die Euphorie kann aber schnell in Entsetzen umschlagen, wenn Verletzungen Sportler zum Ausscheiden zwingen und eine medizinische Betreuung erforderlich wird. Doch was bedeutet ein solcher Rückschlag wirklich? Dr. Lukas Johannes Valtiner erklärt im Interview, welche Verletzungen im Wintersport besonders häufig auftreten und welche Perspektiven die moderne Medizin heute bietet.
Radius: Dr. Valtiner, welche typischen Wintersportverletzungen erwarten Sie bei den Olympischen Spielen?
Dr. Lukas Johannes Valtiner: Hohe Geschwindigkeiten, Sprünge und harte Landungen belasten vor allem das Knie. Häufige Folgen sind Kreuzbandrisse, Meniskusschäden sowie Brüche im Bereich von Knie und Unterschenkel. Zu den klassischen Sportverletzungen im Wintersport zählen jedoch auch Schulterausrenkungen.

Radius: Werden Profis anders behandelt als Hobbysportler?
Dr. Valtiner: Ja, allerdings profitiert der Hobbysportler enorm davon. Arthroskopische, gewebeschonende OPs, moderne Implantate und ausgefeilte Reha-Protokolle: Bei den Profis kommen die neuesten OP-Techniken und Reha-Konzepte zum Einsatz. Diese werden anschließend auf Freizeitsportler übertragen – ähnlich wie in der Formel 1, wo Innovationen später in unseren Serienautos landen.
Radius: Wann raten Sie zur Operation?
Dr. Valtiner: Bei kompletten Vorderkreuzbandrissen, komplexen Meniskusrissen oder instabilen Brüchen empfehle ich sportlich aktiven Menschen eine Operation. Kleinere Band-
zerrungen, Prellungen oder Teilrisse werden dagegen meist mit Schonung, Kälte, Physiotherapie und anschließendem Aufbautraining behandelt.
Radius: Viele haben Angst, nach einer Knie-OP nie wieder die frühere Beweglichkeit zu erreichen. Ist das berechtigt?
Dr. Valtiner: Entscheidend sind eine präzise Operation und eine strukturierte Rehabilitation. Viele Spitzensportler kehren auf ihr altes Niveau zurück – und dieselben im Profisport erprobten Methoden nutzen wir heute für Freizeitsportler, nur mit angepassten Zielen.
Radius: Welche Rolle spielen Gelenkverschleiß und Gelenkersatz im Wintersport?
Dr. Valtiner: Wiederholte Verletzungen und Fehlbelastungen fördern Arthrose in Knie und Hüfte. Werden die Schmerzen dauerhaft, kann ein künstliches Gelenk die Lebensqualität und Sportfähigkeit deutlich verbessern. Dank hochwertiger Materialien, genauerer Planung und minimalinvasiver Techniken können viele Patienten wieder Rad fahren, wandern und moderaten Wintersport betreiben.








Die Paralympics finden seit den Sommerspielen 1988 in Seoul und den Winterspielen 1992 in Albertville an den gleichen Austragungsorten wie die Olympischen Spiele statt. Heuer finden die Paralympics vom 6. bis 15. März statt. Wettkämpfe gibt es bei der heurigen Auflage im Biathlon, Curling, Para-Hockey, Ski alpin, Langlauf und Snowboard. Die größte heimische Hoffnung auf Edelmetall und sogar auf Gold ist der 39-jährige Lajener Emanuel Perathoner.

Am 14. Jänner 2021 endete Perathoners Weltcup-Karriere bei den Snowboardcrossern nach einer schweren Trainingsverletzung, zugezogen in Cervinia (dort hatte er am 22. Dezember 2018 seinen einzigen Weltcupsieg errungen). Danach musste er sich am linken Bein vier Operationen unterziehen. Mittlerweile ist der 39-Jährige in seiner dritten Saison im Para-Weltcup der Snowboarder mit Knieprothese (Kategorie LL2) unterwegs und dreifacher Weltmeister. Er dominiert in seiner Kategorie und hat heuer alle Weltcuprennen gewonnen. Die Para-Snowboarder tragen ihre Wettkämpfe in Livigno aus. Da hat Perathoner Heimvorteil, weiß, was auf ihn zukommt und will seine bisher kurze, aber äußerst erfolgreiche Para-Karriere krönen. „Ich kann es kaum erwarten, bei den Paralympics loszulegen“, freut sich der Lajener auf seine Premiere bei den Weltspielen der Körperbehinderten.
Im Para-Langlauf hat Alessandro Capovilla aus Sarnthein die Chance, sich für die Winterspiele in Italien zu qualifizieren. Er ist sozusagen ein „Newcomer“ in der Szene und muss sich gegen zwei hartnäckige Konkurrenten erst einmal behaupten.
Paralympics als Südtiroler Erfolgsgeschichte: Zum letzten Mal Südtiroler Edelmetall bei den Paralympics gab es 2002 in Salt Lake City, als Roland Ruepp im Langlauf zweifacher Olympiasieger wurde und Bronze im Biathlon eroberte. Zudem gewann Christian Lanthaler jeweils Silber in der Abfahrt und im Super-G, während auch Florian Planker Bronze im Super-G eroberte. Das letzte Spitzenergebnis aus Südtiroler Sicht gab es 2018 in Pyeongchang, als das Para Ice Hockey Team mit zahlreichen Südtiroler Akteuren in seinen Reihen das Finale um Bronze verlor und Rang vier eroberte. Auch vor vier Jahren waren die Hockeyspieler in Peking vertreten (siehe auch eigenen Bericht auf Seite 46).


Christian Lanthaler (er wird am 26. Oktober 60 Jahre alt) hat bereits an sieben Auflagen der Paralympics teilgenommen und will es auch für Mailand Cortina nochmals versuchen. Der exzellente Skirennfahrer hätte die Qualifikation im Super-G bereits geschafft. Nun will der Verband FISIP (an der Spitze hat es einen Wechsel gegeben) aber, dass der Ultner auch im Riesentorlauf die Norm erbringt. Lanthaler: „Ich trainiere derzeit und bestreite dann in Pila zwei FIS-Rennen. Mal sehen, ob es klappt und ich die Qualifikationsnorm erbringen kann.“ Klare Ansagen vom italienischen Verband erhält er eigentlich nie. „Ich schaue jetzt von Tag zu Tag. Zumindest als Vorläufer möchte ich bei den Paralympics aber schon starten“, erklärt Lanthaler, der erst im November in Australien WM-Silber im Wasserskifahren eroberte.


Wenige Tage nach den Olympischen Spielen in Mailand Cortina beginnen die 14. Winter-Paralympics. Beim wichtigsten sportlichen Großereignis für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung stehen sechs Südtiroler im Para Ice Hockey-Team des Gastgebers.
Para Ice Hockey oder Sledgehockey, wie das „Schlittenhockey“ bis 2017 genannt wurde, wurde in Italien 2003 gegründet, weil drei Jahre später die Paralympics in Turin ausgetragen wurden. Seit dem Debüt vor 20 Jahren nehmen die „Azzurri“ Anfang März zum sechsten Mal in Folge an den Paralympics teil. Zwei Mal waren sie als Gastgeber automatisch qualifiziert, vier Mal schafften sie die Qualifikation. „2006 war von der aktuellen Mannschaft nur Gian Luca Cavaliere dabei. Alle anderen können erstmals vor eigenem Anhang spielen. Es ist schon etwas Besonderes, zu Hause antreten zu können“, freut sich der Kalterer Christoph Depaoli, der 2014 in Sotschi erstmals bei Paralympics dabei war.
Der 28-jähgie Stürmer ist neben Julian Kasslatter, Alex Enderle, Stephan Kafmann, Nils Larch und Matteo Remotti Marnini einer von sechs Südtirolern im Kader von Nationaltrainer Mirko Bianchi. Mit den Trentinern Gian Luca Cavaliere, Gianluigi Rosa und Francesco Torella gibt es drei weitere Akteure, die
dem Team von Serien-Italienmeister South Tyrol Eagles angehören.
Nikko Landeros ist der große Hoffnungsträger Eine Besonderheit im Aufgebot des Gastgebers bildet Nikko Landeros. Der 36-Jährige wurde in San Francisco geboren und gewann mit den USA bereits drei Mal die Paralympics (2010, 2014 und 2018). Der Vater des zweifachen Weltmeisters, der im Alter von 17 Jahren bei einem schweren Verkehrsunfall beide Beine verloren hat, stammt aus Mexiko, die Mutter aus Mailand. Der Italo-Amerikaner hatte bei der B-WM im vergangenen September in Astana mit 24 (!) Toren und sechs Assists in nur fünf Spielen maßgeblichen Anteil an der Rückkehr von Italien in die Weltgruppe. Italien trifft in der Gruppe A am Samstag, 7. März um 17.05 Uhr in der „Santagiulia Ice Hockey Arena“ auf die USA, die zuletzt vier Mal in Folge die Goldmedaille gewonnen haben und erneut der Top-Favorit sind. Am Montag, 9. März um 10.05 Uhr geht es für die Heimmannschaft gegen China und am Dienstag, 10. März erneut um 10.05 Uhr gegen Deutschland.
In der Gruppe B stehen sich Kanada, Japan, Tschechien und die Slowakei gegenüber. Die zwei erstplatzierten Mannschaften jeder Gruppe stehen im Halbfinale (13. März), während die restlichen vier Mannschaften um die Plätze
Sind für die Paralympics in Mailand bereit: Die sechs Südtiroler Para Ice HockeySpieler Nils Larch, Matteo Remotti Marnini, Christoph Depaoli, Julian Kasslatter, Alex Enderle und Stephan Kafmann (von links).
fünf bis acht (12. und 14. März) spielen. Das große Finale und das Spiel um Platz drei werden am Schlusstag, 15. März, angepfiffen.
„Die Goldmedaille werden sich wohl erneut die beiden nordamerikanischen Teams unter sich ausmachen. Danach ist einiges möglich. Auch für uns. Nach dem Auftaktspiel gegen die unschlagbaren Amerikaner wird die Partie gegen China entscheiden, ob wir ins Halbfinale einziehen oder nicht. Denn gegen Deutschland sind wir die Favoriten“, ist Depaoli überzeugt. Die beste Platzierung von Italien bei den Paralympics war 2018 ein vierter Platz in Pyeongchang.
Das sind die sechs Athleten aus Südtirol, die vom 6. bis 15. März bei den Paralympics in Mailand im Para Ice Hockey dem Puck hinterherjagen werden: Torhüter Julian Kasslatter (43 Jahre, St. Christina), Verteidiger Alex Enderle (27, Eppan) sowie die Stürmer Christoph Depaoli (28, Kaltern), Stephan Kafmann (39, Kaltern), Nils Larch (28, Sterzing) und Matteo Remotti Marnini (26, Bozen).


Renato Mocellini
Bob (Anschieber in italiens Viererbob)


Erika Lechner Rodeln Damen Einsitzer
Siegfried Mair
Walter Außerdorfer

Rodeln Herren Doppelsitzer BRONZE

Paul Hildgartner
Walter Plaikner
Rodeln Herren Doppelsitzer
Gustav Thöni Ski alpin Riesentorlauf
Gustav Thöni
Ski alpin Slalom


Thöni Ski alpin Slalom

Roland Thöni Ski alpin Slalom



Paul Hildgartner
Peter Gschnitzer
Paul Hildgartner
Rodeln
Herren Einsitzer




Hinzu kommen noch 2 Medaillen bei olympischen Demonstrationswettbewerben
Hinzu kommen noch 2 Medaillen bei olympischen Demonstrationswettbewerben

Luis Prenn
Luis Prenn Einer der vier Starter Italiens beim Militärpatrouillenlauf, dem Vorläufer der Biathlon-Sta el
Einer der vier Starter Italiens beim Militärpatrouillenlauf, dem Vorläufer der Biathlon-Sta el
Innsbruck
Hugo Herrnhof einer der vier Starter Italiens in der Short-Track-5000-m-Sta el
Südtirols
Hugo Herrnhof einer der vier Starter Italiens in der Short-Track-5000-m-Sta el







Gerda Weißensteiner
Rodeln Damen Einsitzer
Kurt Brugger
Wilfried Huber
Rodeln Herren Doppelsitzer
Hugo Herrnhof
Short Track (einer von vier Startern in Italiens 5000-m-Sta el)
Hansjörg Ra
Norbert Huber Rodeln Herren Doppelsitzer


Isolde Kostner (2x)
Ski alpin Abfahrt und Super-G
Günther Huber

Günther Huber Zweierbob (mit Bremser Antonio Tartaglia)

Armin Zöggeler
Rodeln Herren Einsitzer
Thomas Prugger Snowboard Riesentorlauf
Armin Zöggeler
Rodeln Herren Einsitzer
Karin Moroder Langlauf (Mitglied von Italiens 4 x 5-km-Sta el)
Zweierbob (mit Bremser Stefano Ticci)
Armin Zöggeler
Rodeln Herren Einsitzer


Isolde Kostner Ski alpin Abfahrt
Karen Putzer Ski alpin Super-G

Armin Zöggeler
Rodeln Herren Einsitzer



Christof Innerhofer Ski alpin Abfahrt
Armin Zöggeler
Rodeln Herren Einsitzer
Gerhard Plankensteiner
Oswald Haselrieder Rodeln Doppelsitzer

Christof Innerhofer Ski alpin Kombination
Armin Zöggeler
Rodeln Herren Einsitzer
Gerda Weißensteiner Zweierbob (mit Bremserin Jennifer Isacco)

Carolina Kostner Eiskunstlauf Damen

Dominik Windisch Biathlon Sprint
Dorothea Wierer
Lukas Hofer Dominik Windisch (mit Lisa Vittozzi) Biathlon Mixed Sta el


Karin Oberhofer
Dorothea Wierer
Dominik Windisch
Lukas Hofer Biathlon Mixed-Sta el

Nadia Delago Ski alpin Abfahrt
Dominik Fischnaller
Rodeln Herren Einsitzer Omar Visintin Snowboardcross
Dorothea Wierer Biathlon Sprint 7,5 km

Deutschland*
Norwegen
Russland** USA
Österreich
Kanada
Kanada
Schweden
Schweden
Finnland
Schweiz
Niederlande
Italien ***
Frankreich
Südkorea
Volksrepublik China
Japan
Tschechien
* davon DDR 1956-1988: 43/39/36 – Gesamt 118 ** davon UdSSR/GUS 1956-1992: 87/63/67- Gesamt:
Fünf Medaillen sammelten die Südtiroler Wintersportler bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking. Nur 1994 in Lillehammer war Südtirol mit acht Mal Edelmetall erfolgreicher. Dabei gehörten vor vier Jahren lediglich 28 heimische Wintersport-Asse dem Team der „Azzurri“ an.

Bei den 24. Olympischen Winterspielen in China eroberte Omar Visintin (Algund) gleich zwei Medaillen. Im Einzelwettkampf der Snowboardcrosser gewann er Bronze und im Mixed Team Event mit Michela Moioli gab es sogar Silber.
Jeweils Bronze sicherten sich völlig überraschend in der Abfahrt der Damen bei 21 Minusgraden Nadia Delago (Wolkenstein), Kunstbahnrodler Dominik Fischnaller (Meransen) und Do-
rothea Wierer (Niederrasen) im Biathlon-Sprint. Insgesamt hält Südtirol bei Olympischen Winterspielen bei 47 Medaillen (11 Gold, 11 Silber, Bronze). Das wäre in der ewigen Nationenwertung Rang 18, noch weit vor Großbritannien (siehe auch Seite 49).
Freilich gab es (wie immer) auch den einen oder anderen Pechvogel, der nach toller Leistung „nur“ Vierter wurde. So etwa Lukas Hofer (Montal), der nach einem perfekten Wettkampf mit 20 Treffern bei 20 Schuss in der 12,5-km-Verfolgung Bronze nur knapp verfehlte. Ähnlich erging es Snowboarder Roland Fischnaller (Coll in Villnöß), der im September 2026 46 Jahre alt wird. Im Parallel-Riesentorlauf preschte er bis ins Halbfinale vor und musste sich am Ende mit Blech (Vierter) begnügen. Corona war ein leidiger wie ständiger Begleiter der Spiele. Den Kombinierer Samuel Costa (Gröden) erwischte es



schon vor den Spielen, Rodler Kevin Fischnaller (Meransen) traf es in China. Die dominierende Nation in Peking war Norwegen mit 16 Goldmedaillen, gefolgt von Deutschland (12) und China (9). Italien sammelte 17 Mal Edelmetall (2/7/9).

Bruneck
Tschurtschenthalerplatz
Beginn am 6.2. um 19 Uhr
Täglich von 10–22 Uhr
Bozen
Waltherplatz
Täglich von 9–22 Uhr (je nach Rennplan)
Antholz Mittertal Gaudi Biathlon
An Renntagen ab 14 Uhr
Mit Essen & Getränken vor Ort!
Ab14Uhr freieZufahrt bisAntholz Mittertal


Die Natur ist unsere Inspirationsquelle



