Yadegar Asisi | 360°-Panorama | Spielplan Januar 2023

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GASOMETER PFORZHEIM

PERGAMON – EINE ANTIKE

ERFOLGSGESCHICHTE

Editorial 3 Pforzheim + Berlin PERGAMON – Eine antike Erfolgsgeschichte 4 Interview Neues aus dem Atelier 8 Spielplan 2023 10 Panoramageschichte Der richtige Standpunkt 14 Wien Alle Wege führen nach Wien 16 Dresden Barockes Kuriositäten-Kabinett 18 Wittenberg Ein 500 Jahre alter Blick 20 Berlin Berliner Erinnerungskultur 22 Konstanz Der Weg zum Werk 24 Leipzig Die Befreiung der Malerei 26 Standorte und Kontakt 30 Besucherstimmen 31

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

auch in dieser dritten Ausgabe unseres Spielplans finden Sie wieder die wichtigsten Informationen, Programmpunkte und Hintergründe zu den Projekten von Yadegar Asisi. Und 2023 ist ein spannendes Jahr: Nach der Pandemie in den vergangenen Jahren blicken wir zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf ein Jahr, in dem Kultur- und Veranstaltungsorte aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig und ohne Beeinträchtigungen geöffnet sein werden. Auch wenn die gesamtgesellschaftliche Situation vielen Menschen beim Blick auf das Weltgeschehen wohl einige Sorgenfalten auf die Stirn treibt, so ist die kulturelle Öffnung doch eine gute Nachricht. Denn sind nicht ebendiese Kulturorte in Zeiten wie diesen umso wichtiger? Um sich abzulenken, aber auch um voneinander zu lernen und gesellschaftliche Phänomene verstehen zu können? Um die Geschichte und das Verhalten des Menschen besser reflektieren zu können? Wir denken: Ja, auf jeden Fall!

In unserer Titelstory findet sich das Thema im Rahmen einer einzigartigen Projekt-Kooperation zur Kulturgeschichte der Menschheit: PERGAMON – eine Zusammenarbeit der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin mit dem Studio asisi. Das Projekt ist seit März 2023 auch in der baden-württembergischen Kulturstadt Pforzheim zu sehen. Lesen Sie die spannende Entstehungsgeschichte des wegweisenden Ausstellungsprojekts und Sie werden verstehen, was das Panorama in Ergänzung zu musealen Exponaten wirklich leisten kann.

Apropos Panorama – wissen Sie eigentlich, was die Wortschöpfung bedeutet? Und wer diese Kunstform erfunden hat? Wir verraten es Ihnen im ersten Teil einer Reihe von Beiträgen zur Geschichte des Panoramas. Denn obwohl Yadegar Asisi heute der weltweit wohl einzige „Panorama-Künstler“ ist, der Werke dieser Dimension kreiert, gab es im 19. Jahrhundert eine regelrechte Panorama-Euphorie mit zahlreichen Künstlern und Ausstellungsorten, bis dann zum Ende des Jahrhunderts das Panorama vom Kino als Unterhaltungsmedium für die Massen abgelöst wurde.

Abgelöst wird auch das Anti-Kriegsprojekt NEW YORK 9/11 im Panometer Leipzig. In unserem Beitrag zur neuen Ausstellung DIE KATHEDRALE VON MONET finden Sie schon vor der Eröffnung im Frühjahr 2024 eine Vorschau auf die Ausstellung zur zeitgenössischen Malerei mit bislang unveröffentlichten Werken von Yadegar Asisi. Eine weitere Vorschau gibt Ihnen unser Beitrag zum zukünftigen Ausstellungsort Konstanz. Am Bodensee entsteht eine Rotunde nach Entwürfen des Architekturbüros Sauerbruch Hutton, in der ab 2024 ein Panorama zum Konstanzer Konzil, einer der wichtigsten Kirchenversammlungen des Spätmittelalters, gezeigt wird. Die wichtigsten Meilensteine zur Entstehung eines Panorama-Projekts haben wir exemplarisch an diesem Werk zusammengefasst.

Sie haben Anregungen, Wünsche oder Fragen zu den Werken Yadegar Asisis? Schreiben Sie uns oder kommentieren Sie direkt auf Facebook, Instagram oder YouTube. Wir freuen uns auf Ihre Meinung und Bewertungen und hoffen, Sie bald wieder in einem unserer Ausstellungsorte begrüßen zu dürfen.

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Editorial
Ihr Studio asisi

EINE ANTIKE ERFOLGSGESCHICHTE

Mit der Eröffnung von PERGAMON erhält das Gasometer Pforzheim im März 2023 ein weiteres Panorama von Yadegar Asisi: ein Panorama der Antike mit einer ganz besonderen Geschichte.

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PERGAMON | Gasometer Pforzheim & Pergamonmuseum. Das Panorama

Als eine Delegation der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin vor mehr als 15 Jahren das Panorama ROM 312 im Panometer Leipzig betrachtete, war noch nicht absehbar, welche einzigartige Symbiose von Kunst und Wissenschaft aus diesem Besuch erwachsen würde. Aus der ersten Kontaktaufnahme zu Yadegar Asisi wurde bald ein konkreter Plan: Die jahrzehntelangen Bemühungen der Antikensammlung um die wissenschaftliche Aufarbeitung, Erforschung und Erhaltung ihrer pergamenischen Fundstücke sollte erstmals in der Neuzeit in einer Ausstellung zusammengeführt werden. Eine Kombination aus aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit künstlerischen Visualisierungen sollte die seit 2000 Jahren vergangene Welt der hellenistischen Kulturmetropole erlebbar machen – so die Grundidee.

Die archäologische Sonderausstellung mit einem Panoramabild Yadegar Asisis wurde in Rekordzeit von nur wenigen Jahren geplant und umgesetzt. Für das Bild wurde eigens ein Rundbau im Hof des Pergamonmuseums auf der Museumsinsel errichtet. Originale Antiken aus den Archiven der Sammlung vervollständigten in neuer Inszenierung und Kontextualisierung das Ausstellungskonzept. So wurde etwa die Darstellung der Olympischen Götter in Ergänzung zu den gezeigten Götterstatuen als Spiegel-Installation realisiert, um Besuchern die Größe des antiken Götterkosmos zu verdeutlichen.

Das 360°-Panorama führt in das Jahr 129 n. Chr. in die Stadt Pergamon in der römischen Provinz Asia Minor, an die Westküste der heutigen Türkei. Die griechisch geprägte Stadt war in der hellenistischen Epoche nach dem Tod Alexander des Großen zur Kulturmetropole und einem selbstständigen Königreich aufgestiegen, fiel jedoch durch Erbschaft an Rom. Dargestellt ist die römische Zeit unter Kaiser Hadrian, dessen Besuch für die Zeit belegt ist. Eingebettet in die Terrassen der Akropolis auf dem 300 Meter hohen Burgberg, fügen sich die monumentalen Bauwerke mit ihren Tempeln und dem Theater in die hügelige Landschaft ein. Am Fuße des Burgbergs erstreckt sich die römische Stadtanlage, am Horizont ist das Mittelmeer zu erahnen. Mehr als 1,5 Millionen Besucher aus aller Welt sahen die einjährige Sonderausstellung nach ihrer Eröffnung 2011, was die Schau zu einer der erfolgreichsten deutschen Ausstellungen überhaupt machte.

Nach dem ersten großen Erfolg der Kooperation verwundert es nicht, dass die Verbindung aus Panorama und Antiken-Ausstellung schon wenige Jahre später ein Comeback erlebte. Im Zuge der temporären Teilschließung des Pergamonmuseums durch den Umbau des Museumsbaus erhielt das Projekt einen eigens erbauten Ausstellungsort in Form einer Rotunde direkt

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Spiegel-Installation in der ersten PERGAMON-Ausstellung 2011 in Berlin.

gegenüber der Museumsinsel. Für die Eröffnung des neuen Ausstellungsbaus im November 2018 wurden sowohl das Gesamtkonzept der Ausstellung als auch das Panorama überarbeitet.

Da der große Pergamonaltar während der Baumaßnahmen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein würde, wurde dieser nun besonders aufwendig inszeniert. Der Altar zeigt auf mehreren Reliefs altgriechische Götter- und Heldensagen, die Legende von Telephos als Gründungsgeschichte der Stadt und den Kampf der Giganten gegen die Olympischen Götter. Teile des großen Frieses, des kleineren Telephos-Frieses, eine zeichnerische Rekonstruktion des gesamten Nordfrieses von Yadegar Asisi sowie die Neuinszenierung im Panorama fanden ihren Weg in die aktualisierte Ausstellung. Der weltberühmte Altar, das Besucher-Highlight des Pergamonmuseums, ist in der ersten Version des Panoramas von 2011 noch mit Pflanzen bewachsen. Jetzt wurde er in seiner ursprünglichen Funktion als Opferaltar dargestellt, inklusive Tieropfern und deren Verbrennung durch die Priesterschaft. In minutiöser zeichnerischer Detailarbeit rekonstruierte Yadegar Asisi in einem erstmaligen Versuch den Nordfries des Altars in seiner gesamten Länge. Gefunden hatten die Archäologen stets nur Reste der pergamenischen Skulpturen und Friesplatten, da diese

über die Jahrhunderte nicht nur der Witterung ausgesetzt waren, sondern auch umgenutzt und zum Beispiel zur Verteidigung der Stadt in der byzantinischen Mauer verbaut wurden.

Neben der künstlerischen Vervollständigung der Lücken in der wissenschaftlichen Forschungsarbeit, war Asisi bemüht, möglichst vielen weiteren Ausstellungsobjekten visuellen Kontext zu verschaffen und diese einmaligen Fundstücke in ihrer vormaligen Umgebung zu zeigen. So finden sich in der 2018er-Ausstellung einige Zeichnungen, Gemälde und Studien zu Funden der Antikensammlung, die dem Besucher eine gänzlich andere und vor allem emotionalere Erfahrung der Originale ermöglichen. Ebenfalls für Kontext sorgte eine neuartige Installation einer weiblichen Gewandstatue, deren Gewand mithilfe von Projection Mapping in verschiedenen Farbversionen illuminiert wurde und somit die echte Farbigkeit antiker Skulpturen verdeutlicht. Diese waren nicht monochrom oder weiß, sondern bunt und lebensecht bemalt, was sich durch Farbpigmente auf den Oberflächen vieler Skulpturen nachweisen lässt.

Abbildung links: Besucher vor der zeichnerischen Rekonstruktion des Pergamonaltars mit dem Altar im Panorama im Hintergrund Pergamonmuseum. Das Panorama in Berlin, 2018

Abbildung unten: Blick auf die farbig inszenierte Gewandstatue Gasometer Pforzheim, 2023

Das mit mehreren Auszeichnungen vom Red Dot Award, Iconic Award und dem ADC Deutschland prämierte Projekt wird nun erstmals auch im süddeutschen Raum zu sehen sein. Im Gasometer Pforzheim werden dann nicht nur das Panorama, sondern auch Elemente der begleitenden Ausstellung mitsamt einiger Installationen gezeigt.

Damit wird auch die Brücke zur eigenen historischen Vergangenheit geschlagen, wurde Pforzheim doch selbst unter dem Namen Portus (lat. für „Hafen“) von den Römern gegründet und gehörte über Jahrhunderte zum römischen Weltreich. Die Siedlung war zwar keine Kulturmetropole wie das tausende Kilometer östlich gelegene Pergamon, aber dennoch durch die günstige Lage an der Enz eine kleine Verkehrs- und Handelsstadt in der Provinz Obergermanien. Wie Pergamon war jedoch auch Pforzheim nicht gefeit vor den Umbrüchen und Zerstörungen der Spätantike und Völkerwanderungszeit.

So ist es umso wichtiger, das Gefühl dieser heute für viele Menschen nicht mehr fassbaren Zeit zu vermitteln und wirklich erfahrbar zu machen. Mit diesem Ziel vor Augen wird die Antike seit März 2023 mit PERGAMON auch in Pforzheim wieder lebendig.

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NEUES AUS DEM ATELIER

Yadegar Asisi spricht im Interview zu neuen Projekten und Standorten im Jahr 2023 und verrät, was er den Menschen für ihren ersten Besuch eines Panoramas gern mit auf den Weg gibt.

Und was erwartet die Besucher der asisiPanoramen dann ganz konkret in den nächsten Monaten?

Was wir jetzt schon verraten können: Es wird Eröffnungen geben, bei denen bekannte Themen neu und spannend aufbereitet werden. Im Gasometer Pforzheim zeigen wir ab März 2023 PERGAMON, das historische Panorama, das auch an der Berliner Museumsinsel zu sehen ist. Im weiteren Verlauf des Jahres wird dann höchstwahrscheinlich ein neuer Standort in Wien hinzukommen. 2024 eröffnet dann das erste gemalte (und anschließend digitalisierte) Panorama zur impressionistischen Malerei in das Panometer Leipzig. Die Erstveröffentlichung fand bereits während der Hochphase der COVID-Epidemie in Frankreich statt und ich dachte mir, dass ein solches malerisches Werk dem deutschen Publikum nicht vorenthalten werden darf. Das Panorama heißt bislang DIE KATHEDRALE VON MONET, am Konzept zur Ausstellung arbeite ich gerade. Es wird auf jeden Fall ein Hohelied auf die Malerei. Die Frage ist doch, welche Bedeutung diese in der heutigen Zeit noch hat. Das ist das Thema, was mich an diesem Projekt interessiert. Mein Ausgangspunkt ist der Impressionismus – ein Paradigmenwechsel in der Geschichte der Malerei.

Gibt es (weitere) neue Projekte oder Standorte über die Sie schon berichten können?

2022 war ein ereignisreiches Jahr für den asisi Kosmos. Im Panometer Leipzig startete mit NEW YORK 9/11 ein wegweisendes Anti-Kriegsprojekt, zeitgleich endeten Projekte, manche feierten aber auch Jubiläen. Wie sehen Sie das Jahr im Rückblick?

Neben den genannten Projekten bleibt mir hier allgemein die Zeit nach der Pandemie in Erinnerung. Es berührt einen wirklich, dass die Besucher nach wie vor so zahlreich die Panoramen besuchen. Es bedeutet mir sehr viel, dass sich eine derart große Gemeinschaft gebildet hat, die meine Werke und das Panorama als solches als Wert und Sinn stiftend erkennt. Ich bin wahrhaftig dankbar. Und im Vergleich sehe ich, dass viele Kulturinstitutionen da ganz andere Probleme haben. Das macht mich umso demütiger. Uns wird durch diesen Zuspruch bestätigt, dass wir so weitermachen können – die schwierigen Zeiten liegen hinter uns. Wir haben die Arbeit an weiteren, zukünftigen Werken nicht unterbrochen. Und von diesen wird es noch einige geben, auch einige, die garantiert überraschen werden. Bleiben Sie gespannt!

Ganz klar, es ist vieles in Arbeit. Im Laufe des Jahres wird voraussichtlich Wien als neuer Standort hinzukommen. Im Panorama Vienna werden wir als erstes ROM 312 zeigen, das Panorama der spätantiken Stadt zur Zeit Kaiser Konstantins. Was sich ebenfalls schon sicher bestätigen lässt, ist die Eröffnung eines weiteren Standorts in Süddeutschland. Die großartige Stadt Konstanz am Bodensee wird ein Panorama zur eigenen Stadtgeschichte bekommen. Thema ist das Konzil von Konstanz, bei dem die langjährige Kirchenspaltung überwunden wurde. Das Bild wird aber die ganze Vielfalt dieser Zeit zeigen. Es wird das erste Panorama, das zwei andere miteinander verbindet und einen thematischen Dreiklang schafft. Der Bogen wird von den Anfängen des Christentums in ROM 312 über die Spaltung und das Konstanzer Konzil bis hin zur Reformation in LUTHER 1517 gespannt.

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Zu guter Letzt: Gibt es etwas, was Sie den Besuchern Ihrer Werke für 2023 oder grundsätzlich mit auf den Weg geben möchten?

Wer sich schon einmal ein Panorama angesehen hat, sollte sich bewusst machen, dass alle diese Werke vergänglich sind. Eines Tages verschwinden sie wieder und so manches Mal können wir ein Projekt nicht zweimal zeigen. Wer also Gefallen an dieser Kunstform findet, kann sich gern bei uns (Anmerkung der Redaktion: z. B. auf www.asisi.de) informieren, um sich ein Gesamtbild zu machen. Wir zeigen gern, welche Werke, wo und von wann bis wann gezeigt werden. Und mittlerweile gibt es ja glücklicherweise deutschlandweit einige Standorte, die einen Besuch ermöglichen. Wichtig wäre auch zu verstehen, dass die Werke aufeinander aufbauen und zusammengehören. Obwohl die Themen auf den ersten Blick häufig gar nicht so ähnlich erscheinen, so ergeben sie doch, wie zuvor beschrieben, einen Zusammenhang in der Art und Weise der Auseinandersetzung, der Heranführung an ein Thema und der künstlerischen Aussage. Alles basiert auf der malerischen Idee, auf der in meinen Augen idealen, perspektivischen Ansicht eines Ortes und

dem Gefühl, das dadurch vermittelt wird. Deswegen empfehle ich auch immer zumindest einmal in meine Videoreihe Sehen&Gestalten auf YouTube zu schauen. Dort arbeite ich an einer Herzensangelegenheit und motiviere die Menschen mehr zu zeichnen. Ich nehme Ihnen die Angst vor dogmatischen Irrlehren und Talentglauben, erkläre Hintergründe und Intention meiner Panoramen und vermittle unter anderem auch die Grundlagen des perspektivischen Zeichnens. Das Feedback vieler Zuschauer bestätigt genau das: Die Erklärung scheint mir zu gelingen. Was ich tagtäglich an Verbesserungen bei meinen „Schülern“ sehe, ist wirklich wunderbar und sagt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und auch für die Besucher der Panoramen kann das Wissen um zeichnerisches Handwerk und Perspektive eine ganz neue Welt der Ausstellungserfahrung eröffnen.

2023

PANORAMEN, LOCATIONS UND DATEN

AUF EINEN BLICK

NEW YORK 9/11 BIS FRÜHJAHR 2024

In NEW YORK 9/11 erinnern fünf Installationen und ein 360°-Panorama an die Anschläge des 11. September und ihre globalen Auswirkungen. Im Panorama blicken Sie auf die Szenerie um das World Trade Center am Morgen des Schicksalstags, fünf Minuten vor den Attentaten. Mit dem Wissen um die nachfolgenden Katastrophen wird dieses Bild des morgendlichen Manhattans zu einer scheinbar utopischen Momentaufnahme.

Informationen und Öffnungszeiten unter: www.panometer.de

DIE KATHEDRALE VON MONET AB FRÜHJAHR 2024

In DIE KATHEDRALE VON MONET führt Sie Yadegar Asisi auf eine Reise zurück zum Beginn der modernen Malerei. Das Panorama zeigt den Platz der berühmten Kathedrale Claude Monets als impressionistische Malerei in einer abstrakten Farb- und Lichtinszenierung. Vor überlebensgroßen Pinselstrichen stehen Sie im Inneren eines riesigen Gemäldes und begegnen den großen Malern der frühen Moderne.

Informationen unter: www.asisi.de

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Panometer Leipzig Panometer Leipzig

DIE MAUER

Pergamonmuseum. Das Panorama (Berlin)

PERGAMON

PERGAMON

Das Panorama der Berliner Mauer ist ein künstlerisch verdichteter Blick auf die Zeit des geteilten Berlins der 80er-Jahre. Werfen Sie einen Blick über den scharf bewachten Todesstreifen und erleben Sie, wie alltäglich, kreativ und zugleich banal grausam das Leben in den Grenzgebieten der Stadt zur Hochzeit des Kalten Krieges war.

Informationen und Öffnungszeiten unter: www.die-mauer.de

Das Panorama vermittelt mit einem atemberaubenden Rundblick auf die Akropolis und die umgebende Landschaft eine lebendige Vorstellung Pergamons im Jahr 129 n. Chr. Wandeln Sie auf den Spuren Kaiser Hadrians und erleben Sie Kultur und Lebensweise der griechisch-römischen Stadt in einer einzigartigen Symbiose aus Kunst und Wissenschaft.

Informationen und Öffnungszeiten unter: smb.museum/pmp

11 asisi Panorama Berlin
MEISTERWERKE DER ANTIKEN METROPOLE UND 360°- PANORAMA VON YADEGAR ASISI

DRESDEN IM BAROCK

Wittenberg360

LUTHER 1517

In DRESDEN IM BAROCK erleben Sie die Residenzstadt und das barocke Lebensgefühl inmitten der Blütezeit des sächsischen Hofes: Vom Turm der Hofkirche schweift der Blick über weite Plätze und enge Gassen hin zu den mächtigen Prunkbauten, während berühmte Zeitgenossen wie August der Starke oder Johann Sebastian Bach auf ihre Entdeckung warten.

Informationen und Öffnungszeiten unter: www.panometer-dresden.de

In LUTHER 1517 stehen Sie mitten in der spätmittelalterlichen Lebenswelt des großen Reformators auf dem Schlossplatz von Wittenberg. Kommen Sie mit auf eine bildgewaltige Entdeckungstour durch die Stadt an der Wende zur Neuzeit und erleben Sie die Geschichte Martin Luthers über mehr als 30 Jahre verdichtet in einem epochalen Panorama.

Informationen und Öffnungszeiten unter: www.wittenberg360.de

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Panometer Dresden

ROM 312

AB 2023

Das 360°-Panorama ROM 312 erweckt die Hauptstadt des Römischen Reiches zu neuem Leben. Entdecken Sie die antike Stadt zur Zeit Kaiser Konstantins des Großen im Jahr 312 n. Chr. in einem hyperrealistischen Ausstellungsraum und werfen Sie einen Blick vom Kapitolshügel auf die umliegende Stadtanlage mit ihrer faszinierenden Architektur und dem pulsierenden Alltagsleben der Stadt.

Informationen und Öffnungszeiten unter: www.panoramavienna.com

Das 360°-Panorama PERGAMON führt Sie in die griechisch-römische Kulturmetropole im Jahr 129 n. Chr. Erleben Sie eine einzigartige Symbiose aus Kunst und Wissenschaft in einem Ausstellungsrundgang, der antike Originale mit aktuellster archäologischer Forschung und einer künstlerischen Inszenierung verbindet, welche die Lebenswelt der Antike wieder auferstehen lässt.

Informationen und Öffnungszeiten unter: www.gasometer-pforzheim.de

Panorama Vienna Gasometer Pforzheim

DER „RICHTIGE“ STANDPUNKT

Das Panorama, eine Erfindung von Robert Barker

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Panoramageschichte

Wer behauptet, immersive Kunst sei eine Entdeckung des digitalen Zeitalters, hat noch nichts von Robert Barkers „Panorama“ gehört. Der Hype der Immersion begann vor mehr als zweihundert Jahren: Bereits im 18. Jahrhundert besuchten Menschen immersive 360°-Erlebnisse.

Was macht ein Medium eigentlich immersiv? Die Antwort hängt von der Beziehung zwischen dem eigenen Körper und dem Medium ab, und der Gedanke ist keineswegs neu. Wenn wir die frühesten Beispiele für immersive Techniken in illusorischen Räumen betrachten, wird uns klar, wie alt dieses Konzept eigentlich ist. Die Verwendung eines ausgedehnten linearen Raums zu Darstellungszwecken hat jedoch weitaus ältere historische Vorläufer als das Panorama. Etwa ein Jahrtausend vor der christlichen Ära zeichneten die Chinesen, Ägypter und Babylonier historische und mythologische Ereignisse in langgestreckten visuellen Erzählungen auf.

Obwohl der Begriff „Panorama“ heute für jeden umfassenden Überblick über ein Thema steht, sei es visuell oder inhaltlich, hatte er zum Zeitpunkt seiner Entstehung eine ganz bestimmte Bedeutung. Das Wort wurde 1792 von dem irischen Maler Robert Barker (1736

1806) aus den griechischen Wörtern

‚p ā n‘ = alles und ‚hór ā ma‘ = sehen, zusammengesetzt. Barkers Patent für ein 360-Grad-Gemälde der „Natur auf einen Blick“ betonte die Konstruktion „eines richtigen Standpunktes“ als Mittel, um dem Betrachter „das Gefühl zu geben, als wäre man tatsächlich vor Ort“.

Diese Idee wurde erstmals von Barker selbst verwirklicht, der eine Ansicht seiner Heimatstadt Edinburgh mit Aquarellfarben auf Leinwand und Papier auf eine halbkreisförmige Fläche malte und sie dann an einem zu diesem Zweck errichteten Rundbau aufhängte: einer Rotunde. Dieses erste Werk wurde anschließend in weiteren Städten ausgestellt und veranschaulichte von Anfang an zwei Merkmale von Panoramen: Vorläufigkeit und regelmäßige Ortswechsel. Die eigentliche Einführung des neuen Mediums fand jedoch in London statt. Hier gründete Barker eine Aktiengesellschaft, um seine Erfindung in großem Maßstab zu entwickeln. In kurzer Zeit waren Barkers Londoner Rotunden äußerst erfolgreich. Die Besucher zahlten Eintritt und gelangten über einen Tunnel in die Mitte der Rotunde zu einer Plattform, von der aus sie das Motiv in seiner Gesamtheit betrachten konnten.

Barkers Panoramen tourten durch Europa und brachten eine ganze Generation von Panoramisten hervor, darunter auch seine Söhne, die seine Arbeit fortsetzten. Jedes neue Motiv, das Landschaften, Stadtansichten oder Schlachtszenen zeigte, hatte eine ganz besondere, noch nie dagewesene und äußerst ungewöhnliche Wirkung: es vermittelte dem Betrachter das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Diese Beeinflussung der visuellen Wahrnehmung unterscheidet sich jedoch nicht von dem Prinzip, auf dem Technologien wie Virtual Reality oder Augmented Reality beruhen. Sie besteht in der künstlichen Einführung von visuellen Elementen in den Raum, in dem wir uns befinden, um eine Illusion von einem anderen Ort zu erzeugen.

Das Panorama wurde eines der erstaunlichsten und beliebtesten visuellen Spektakel des 19. Jahrhunderts: Seine Erfindung stellte einen Meilenstein in der Entwicklung der visuellen Technologien dar.

Abbildung unten links: Querschnitt von Robert Barkers Panoramarotunde am Londoner Leicester Square. Gezeigt wurden ein Panorama der Stadt London (oben, klein) sowie ein Großpanorama der Umgebung von Edingburgh (unten, groß).

Abbildung unten rechts: Erstes Patent für ein Panorama von Robert Barker, 1787.

Übersetzung der Patentschrift: Spezifikation des Patents, das Herrn Robert Barker aus der Stadt Edinburgh, Portraitmaler, erteilt wurde; für seine Erfindung einer ganz neuen Vorrichtung oder eines Apparates, von ihm La Nature à Coup d’Oeil genannt, zum Zwecke der Darstellung von Ansichten der Natur im Großformat, durch Ölmalerei, Fresko, Aquarell, Kreide oder jede andere Art von Malerei oder Zeichnung.

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ALLE WEGE FÜHREN NACH WIEN!

Mit ROM 312 wird nach fast 100 Jahren in der österreichischen Hauptstadt wieder ein Großpanorama gezeigt – mit einem altbekannten Motiv.

Als der römische Kaiser Konstantin an einem Herbsttag des Jahres 312 in die Hauptstadt des Römischen Reiches einzog, um sich für seinen Sieg über seinen Rivalen Maxentius feiern zu lassen, konnte er wohl kaum ahnen, welche Bedeutung diesem Moment in der Zukunft beigemessen werden würde. Der Legende nach hatte der Kaiser vor der Schlacht vom Himmel oder im Traum ein Zeichen erhalten, dass er mit der Hilfe des Christengottes siegen würde, und so hatte er die Schilde seiner Soldaten mit dem Symbol Chi Rho für Christus bemalen lassen.

Weltausstellung in Wien; György Klösz, Wiener Photographen-Association, Weltausstellung 1873: Haupteingang mit der Rotunde (Nr. 193), 1873, Wien Museum

In der Begründung des christlichen Macht- und Universalitätsanspruchs der spätantiken und mittelalterlichen Päpste und erst recht in der christlichnationalistischen Ästhetik des 19. Jahrhunderts finden sich zahlreiche Verklärungen und Mystifizierungen dieses Moments als angebliche plötzliche Erhebung des Christentums von einer verfolgten Sekte zur gesellschaftsbestimmenden Religion. In der historischen Realität war der Weg zur identitätsstiftenden und mächtigsten Religion Europas jedoch ein langwieriger und vielschichtiger Prozess. Das tat der Popularität des Gedankens an den einen identitätsstiftenden Moment jedoch keinen Abbruch. Und verschaffte dem Motiv des Einzugs Konstantins auch in der Kunst eine gewisse Aufmerksamkeit. So nutzten auch zwei Münchner Maler des ausgehenden

16 ROM 312 | Panorama Vienna

19. Jahrhunderts das Motiv, um ein Panorama zu malen und das spätantike Rom in seiner ganzen Pracht in der bayerischen Landeshauptstadt München zu zeigen. Das von Josef Bühlmann und Alexander Wagner ab 1888 ausgestellte Werk fiel jedoch nach einigen Jahren bald der Vergessenheit anheim.

Nicht weit von München entfernt, wurden in der kaiserlich-österreichischen Hauptstadt Wien zeitgleich ebenfalls Panoramen ausgestellt. Spätestens nach der Weltausstellung 1873 auf dem Wiener Prater waren Panoramen und die dazugehörigen Rotunden ein wesentlicher Bestandteil der Unterhaltungskultur der Stadt. Nach der Weltausstellung wurden im Prater drei neue Rotunden errichtet, diesmal ausschließlich für Panoramen. Eines der Werke war „Rom 1849“ von Leon Philippet, das 1889 in der Rotunde des „Neuen Panoramas“ gezeigt wurde. So blieb Wien in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einer der Ankerpunkte in Europa für die Verbreitung des historischen Panoramas. Vor allem die römische Antike und die Geschichte des Christentums blieben wichtige Motive und Themen, bis die Erfindung des Kinos und der Erste Weltkrieg dem Siegeszug des Panoramas vorerst ein Ende setzten.

Yadegar Asisi wurde durch seine Teilnahme an der Ausstellung „Sehsucht“ 1993 auf die damals längst vergessene Kunstform des Panoramas aufmerksam und begann spätestens 2003, sie wiederzubeleben. Das Werk, das er vor 30 Jahren erstmals für die Ausstellung in der Kunsthalle Bonn schuf, war eine Kopie des historischen Bühlmann-Wagner-Panoramas. Daraus entstanden sein erstes großes RomPanorama für das Panometer Leipzig 2005 sowie zahlreiche moderne Überarbeitungen an anderen Standorten seiner Panoramakunst.

Die wechselvolle und facettenreiche Geschichte des römischen Stadtpanoramas wird nun in der Traditionsstadt Wien konsequent fortgesetzt. Mit der Fertigstellung des Ausstellungsortes Panorama Vienna, der noch 2023 am Wiener Prater eröffnet werden soll, wird ROM 312 erstmals auch in Österreich zu sehen sein. Ausstellung und Ort führen hier zusammen, was einfach zusammen gehört: die Panoramastadt Wien, das historische Motiv des spätantiken Roms und die Geburtsstunde des Christentums.

BAROCKES KURIOSITÄTEN-KABINETT

DRESDEN IM BAROCK

Kaum ein anderes Panorama enthält auf den ersten Blick so viele wundersame Szenen wie DRESDEN IM BAROCK. Szenen wie die des Hofnarren Fröhlich, der beschwingt auf einem von Schweinen gezogenen Karren durch den Panoramavordergrund reitet, sind jedoch nicht Yadegar Asisis überbordender Fantasie geschuldet, sondern beruhen allesamt auf authentisch-historischen Überlieferungen aus der barocken Gesellschaft. Meist sind die für uns häufig grotesken Szenen wohl der Vergnügungssucht und dem Geltungsbewusstsein des Adels geschuldet, aber auch das gemeine Volk wollte sich unterhalten lassen. Dafür sorgte zum Beispiel Johann Karl von Eckenberg, eine europäische Berühmtheit und früher Kraftsportler, der Kanonen und Pferde mit einer Hand hob oder sich Felsbrocken auf dem Leib zertrümmern ließ, woran er letztlich auch verstarb. Die Vergnügungen des

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Wenige historische Epochen sind in der Gegenwart so mit Klischees aufgeladen wie der Barock. Auch wenn das Panorama
viele dieser Vorurteile entkräftet –einige Klischees enthalten auch einen Funken Wahrheit.
DRESDEN IM BAROCK | Panometer Dresden

Dresdner Hochadels waren vielleicht weniger martialisch, aber in heutiger Betrachtung nicht weniger kurios und, wie man wahrscheinlich schon vermutet, in jedem Fall dekadent.

Das Panorama zeigt etwa die Anlieferung der heute weltberühmten „Sixtinischen Madonna“, ein Bild Rafaels, das der exzessive Kunstsammler König August III. von seinen Kunstagenten für die exorbitante Summe von 25.000 Scudi in Norditalien kaufen ließ. Er wurde förmlich getrieben von seinem Wunsch, einen echten Raffael zu besitzen. Für die Erfüllung dieses Wunsches war August bereit, eine Summe zu zahlen, die jeden Rahmen sprengte. In damaliger Kaufkraft gerechnet, konnte man davon mehr als 100 Dienstboten über 20 Jahre lang beschäftigen. Absurd hohe Summen für Kunst auszugeben, scheint uns meist ein Phänomen der Moderne zu sein. Aber schon die Superreichen und Herrscher des 18. Jahrhunderts verschafften sich, in bester barocker Tradition, Geltung durch die Zurschaustellung von Reichtum.

Eine weitere Analogie zur alltäglicheren „Protzerei“ der Moderne sind die ebenfalls im Werk präsenten, prunkvollen, goldenen Gefährte des Königshauses: Am Ufer der Elbe sehen wir exemplarisch ein vergoldetes Prunkschiff in der Form einer venezianischen Barke. Das –nach dem Staatsschiff der Dogen in Venedig – „Bucentaurus“ genannte Gefährt war prunkvoll ausgestattet und wurde anlässlich der Hochzeit des kursächsischen Thronfolgers mit der habsburgischen Kaisertochter 1719 auf Kiel gelegt. Dass allein die Vergoldung des Schiffs umgerechnet 240 Jahresgehälter eines normalen Handwerkers kostete, stimmte das Volk angesichts der zu dieser Zeit in Sachsen grassierenden Hungersnot, höchstwahrscheinlich alles andere als fröhlich.

Etwas weniger kostspielig, aber nicht minder auffällig, ist die goldene Kutsche auf der Augustusbrücke. Die Wahl der goldenen Kutsche als augenfälligste Repräsentanz des Königtums im öffentlichen Raum, war damals wie heute in allen Herrscherhäusern weitverbreitet. So finden sich die Prunkgefährte selbst in der Gegenwart noch in einigen europäischen Königshäusern, werden aber meist nur zu feierlichen Anlässen genutzt.

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EIN 500 JAHRE ALTER BLICK

LUTHER 1517 ist trotz der lebendig-verdichteten Darstellung ein Panorama, das die Lebenswelt des frühen 15. Jahrhunderts in einem zuvor ungekannten Realismus einfängt.

Kennen Sie das? Sie besuchen ein Werk von Yadegar Asisi und so manches kommt Ihnen seltsam vertraut vor? Das Gefühl kommt nicht von ungefähr und ist wohl meist dem hohen Grad an Realismus und Detailgenauigkeit geschuldet. Gelegentlich finden sich aber auch historische Stadtansichten, die beinahe oder exakt so im modernen Stadtbild wiederzuerkennen sind.

In LUTHER 1517 können Sie diesen Effekt sehr gut am Blick auf die Kirche St. Marien nachvollziehen. Vom Standpunkt des Betrachters am Wittenberger Schlossplatz schaut man die Coswiger Straße oder die parallel verlaufende Schlossstraße entlang bis zur Marienkirche. Der Blick auf das Gotteshaus ist derselbe wie vor 500 Jahren, nur Details haben sich geändert. So sind die Spitztürme achteckigen Hauben gewichen – eine bauliche Änderung, um in Zeiten des Schmalkaldischen Krieges kaiserliche Truppen abzuwehren.

Der Bedeutung der Kirche taten diese Änderungen keinen Abbruch. Denn das heutzutage älteste Gebäude der Stadt ist die Mutterkirche der Reformation. Hier wurde die erste Heilige Messe in deutscher Sprache gefeiert, es predigten die Reformatoren Luther und Bugenhagen. Mit dem Wissen um die Vergangenheit und dem Detailreichtum der historischen Panoramen von Yadegar Asisi ergeben sich spannende neue Perspektiven für das Hier und Jetzt.

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YADEGARASISI

PANORAMENVON2003–2018

DieultimativePanorama-Werkschaudokumentiert diemonumental-immersivenRauminstallationenvon YadegarAsisi,dieinderZeitzwischen2003und2018 realisiertwurden.UmfangreicheTextbeiträgeundausführliche BildstreckenzudenPanoramensowiezuAsisisVorarbeiten–Zeichnungen,Skizzen,AquarelleoderGouachen–gebeneinen intensivenEinblickindieEntstehungderPanoramenunddie künstlerischeIntentionfürdasjeweiligeProjekt.

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Ausstellungsshops,auf amazon.de und shop.panometer.de.

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BERLINER ERINNERUNGSKULTUR

Wie muss Erinnerungskultur gestaltet sein, um Menschen nachhaltig zu erreichen? Was leisten öffentliche Einrichtungen und private Initiativen und welchen Beitrag leistet Yadegar Asisis Panorama DIE MAUER?

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 war die Stadt Berlin der Mittelpunkt der Welt. Wer in dieser Nacht an den Berliner Grenzübergängen dabei war, wird die grenzenlose Glückseligkeit, die riesige Wiedersehensfreude und die Vereinigung der Menschen aus beiden Teilen Berlins nie vergessen. Die anfängliche Ungläubigkeit, die Grenzübergänge ohne Kontrollen und ohne sonstige bürokratische Hindernisse überqueren zu können, wurde durch die Realität entkräftet.

Was dann folgte, war ein natürlicher menschlicher Impuls – der Mauerabbau. Die Mauer, die weltweit zum Symbol der Unfreiheit und der Verletzung der Menschenrechte geworden war, sollte schnellstmöglich aus dem Stadtbild verschwinden. Da die

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DIE MAUER | asisi Panorama Berlin

Mauer über Nacht zu einem begehrten Kaufobjekt wurde, konnte sie in den Neunzigerjahren Stück für Stück gewinnbringend aus dem Stadtbild entfernt werden. Kritischen Stimmen, wie der von Willy Brandt, der dafür plädierte ein kleines Stück der Mauer zu bewahren, wurde nur bedingt Bedeutung beigemessen.

Doch was in Berlin erinnert heute noch an die deutsche Teilung vor über 33 Jahren? Verschiedene öffentliche Einrichtungen haben sich das Gedenken zum Auftrag gemacht. Die Gedenkstätte Berliner Mauer beispielsweise bewahrt Reste der Grenzanlagen, dokumentiert und vermittelt die Geschichte der Teilung Berlins und gedenkt den Opfern. Die East Side Gallery stellt als lebendiges Mahnmal ein Symbol der Freude und Hoffnung über eine überwundene Mauer dar.

Neben dem „öffentlichen Erinnern“ leisten private Initiativen, Projekte und Künstler wichtige Erinnerungsarbeit. Dazu zählt auch Yadegar Asisis Projekt DIE

MAUER: Das 60 Meter lange und 15 Meter hohe

Panorama am Checkpoint Charlie ist sein wohl bislang persönlichstes Kunstwerk. Asisi verarbeitet seine Erfahrungen als Zeitzeuge des Lebens an der Kreuzberger Mauer der 1980er-Jahre sowie seine Kindheit

und Jugend in der DDR. Er gibt einen Einblick in den Alltag an und mit der Mauer, außerhalb der tragischen Ereignisse. Eine Fotoausstellung führt ergänzend mit ca. 80 Privatfotos aus der Berliner Bevölkerung in die Zeit des Mauerbaus, der Teilung und des Mauerfalls ein.

Das Mauer-Panorama mit der begleitenden Zeitzeugen-Ausstellung leistet für die Gedenkkultur einen immens wichtigen Beitrag, indem es uns emotional berührt und hilft, uns an das Kreuzberger Lebensgefühl zur Zeit des Kalten Krieges zu erinnern – ein Umstand, der in Berlin so nirgends anders zu erleben ist. Erinnerungen sollten durch lebendige Erinnerungsorte und Berichte von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen aufrecht gehalten und an folgende Generationen weitergegeben werden. Sie dürfen niemals zum Erliegen kommen. Die ständige Auseinandersetzung mit dem Thema und die öffentliche Diskussion bleiben unabdingbar, die Freiheit sollte nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Man sollte sich ihrer Kostbarkeit immer wieder aufs Neue bewusst werden, denn sie verdient unser aller Aufmerksamkeit.

DER WEG ZUM

WERK

Wie entsteht eigentlich ein Panoramaprojekt von Yadegar

Asisi? Wir haben anhand des nächsten historischen Panoramas in Konstanz die wichtigsten Meilensteine der Entstehung zusammengetragen.

Aller Anfang ist schwer. So abgedroschen das Sprichwort auch klingen mag, in der Genese von Panoramaprojekten ist es nur allzu wahr. Dass die Entstehung eines Panoramas von Yadegar Asisi zu einem meist langwierigen Prozess wird, ist angesichts der Dimensionen und Details der Werke nur allzu naheliegend. Einen wesentlichen Teil des immensen Vorgangs machen daher die künstlerische Annäherung an das Thema und dessen Ausarbeitung sowie die baulichen Besonderheiten der Ausstellungsorte aus.

Wagen wir uns am Beispiel des zukünftigen Panoramas zum Konstanzer Konzil an eine Chronologie der Ereignisse.

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KONZIL VON KONSTANZ | Panorama Konstanz
Geplante Panoramarotunde in Konstanz von den Architekten Sauerbruch Hutton © Sauerbruch Hutton

2017: Faszination und erste Ideen

Yadegar Asisi und die Projektverantwortlichen im Pforzheimer Gasometer denken erstmals über ein weiteres Projekt in der Region nach. Konstanz am Bodensee bietet mit dem Konzil von 1414 bis 1418 ein wegweisendes historisches Ereignis, das Yadegar Asisis künstlerische Auseinandersetzung mit der Religionsgeschichte des Christentums vervollständigt. Nach ROM 312 und LUTHER 1517 soll auch das Panorama zum Konzil von Zerstörung und Wiederaufbau in Zeiten religiöser Umbrüche erzählen. In der ersten Phase der Ideenfindung entstehen Skizzen und erste 3D-Modelle der spätmittelalterlichen Stadtanlage.

2018: Wahl des Standorts

Die Bauplanung für eine Rotunde an der Auffahrt zur Konstanzer Schänzlebrücke beginnt. Erste Entwürfe kommen vom renommierten Architekturbüro Sauerbruch Hutton und sehen eine polychrome Fassade als Blickfang vor. Yadegar Asisi stellt im Sommer seine ausgearbeitete Skizze des Panoramas den Projektbeteiligten vor.

2019: Szenengestaltung und Fotoshootings

Die Ideen für Szenen und die Figuration werden immer konkreter. In mehreren Workshops mit Historikern werden Details und Figuren der Epoche für eine authentische

Darstellung besprochen. Auf Fotoreisen in Kroatien und Deutschland werden Bilder als Grundlage für die malerische Ausgestaltung der Landschaft und Architektur gesammelt. Im September des Jahres findet ein zehntägiges, ausgedehntes Fotoshooting mit zahlreichen Komparsen statt.

2020/2021: Fotoreisen und Bildbearbeitung

In Berlin, Konstanz und Umgebung wird weiteres Bildmaterial gesammelt. Während die Ausarbeitung des 3D-Modells ihren Abschluss findet, liegt der Fokus nun in der malerischen Ausgestaltung und Bildbearbeitung. Figuren aus dem Fotoshooting werden eingearbeitet, Fassaden realistisch mit Strukturen versehen, Licht und Schatten ausdefiniert. Ein mehrjähriger BildbearbeitungsProzess beginnt.

2022: Erster Spatenstich

Während das Panorama im Berliner Studio immer weiter ausgearbeitet wird, verkünden die Projektbeteiligten in Konstanz den Baubeginn für die Rotunde nach Plänen von Sauerbruch Hutton im kommenden Frühjahr.

Die Eröffnung erfolgt direkt nach der Fertigstellung der Rotunde. Bis dahin wird das Panorama finalisiert, gedruckt, inszeniert und mit einer passenden Begleitausstellung versehen.

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DIE BEFREIUNG

DER MALEREI

Yadegar Asisi ist seit seiner frühesten Kindheit ein begeisterter

Zeichner und Maler. Mit der

KATHEDRALE VON MONET

bringt er eines seiner absoluten

Herzensprojekte ab 2024 erstmals

nach Deutschland in das Panometer Leipzig.

Betritt man das Atelier von Yadegar Asisi steigt dem Besuchenden nur allzu oft der Geruch von Ölfarben in die Nase. Kaum ein Tag vergeht, an dem der vielseitige Künstler nicht vor der Leinwand steht, in seinem Skizzenbuch oder auf dem Tablet zeichnet. Spätestens mit der Veröffentlichung seiner YouTube-Reihe Sehen&Gestalten ist seine Hingabe zum perspektivischen Zeichnen und zur Malerei auch einem größeren Publikum bekannt. Wenn man ihn nach der Technik zur Entwicklung seiner Panoramen fragt, spricht Asisi zumeist von „Malerei mit modernen Mitteln“. Dass er der Malerei auch in ihrer klassischen, analogen Form zugetan ist, beweist ebenfalls sein Hauptwerk der Panoramen, malte er doch DIE KATHEDRALE VON MONET als erstes seiner Monumentalgemälde vollständig in Öl. Das großformatige, mehrere Meter breite Ölbild wurde nach seiner Fertigstellung aufwendig fotografiert, digitalisiert, gedruckt und als 30 Meter hohes Panorama zusammengefügt. Durch die hohe Auflösung und die panoramatische Dimension ergibt sich ein einzigartiger Effekt:

Nah am Bild lösen sich jegliche Strukturen komplett auf und man steht in einem abstrakten Meer aus Pinselstrichen und Farbkontrasten. Erst mit ausreichend räumlichem Abstand ergeben sich für das menschliche Auge wahrnehmbare Strukturen.

Das 2020 für die Dauer von einem Jahr zunächst im französischen Rouen ausgestellte Panorama zeigt, im impressionistischem Pinselduktus gemalt, die Kathedrale der normannischen Hauptstadt mit dem umgebenden Place de la Cathédrale. Genau hier malte der berühmte Protagonist der impressionistischen Bewegung Claude Monet seine Kathedralen-Serie in wechselnden Lichtstimmungen. Mit etwas Fantasie ist der dargestellte Ort also einer unter wenigen oder vielleicht sogar der Geburtsort der Malerei, wie wir sie heute kennen: Losgelöst von ihren zuvor stark formalisierten Motiven, akademischen Zwängen und heroisierenden Darstellungen. Vielfalt, Emotionalität und Abstraktion hielten Einzug, die Funktion als primäres Mittel zur Abbildung von Realität und Geschichte entfiel.

Während die begleitende Ausstellung in Rouen noch ihrer historisch-informativen Mission zur Vermittlung der Geschichte der Malerei verhaftet war, wird die Inszenierung im Panometer Leipzig deutlich freier und künstlerischer. Schon auf dem Weg zum Panorama werden einige bislang unveröffentlichte Gemälde Asisis zu betrachten sein, was dem Rundgang im Panometer den Anschein einer weitläufigen Galerie gibt.

Inhaltlich stellt Yadegar Asisi die Frage nach dem Warum. Was nützt uns die traditionelle Malerei noch in einer Zeit, in der Künstliche Intelligenzen in Sekundenbruchteilen Bilder kreieren? Er beschäftigt sich mit dem Prozess des Malens als Selbsterkenntnis und Wahrnehmungsübung. Und er zeigt Bilder aus seiner mehr als 40 Jahren andauernden Schaffenszeit als bildender Künstler. Für Yadegar Asisi steht die Malerei im Zentrum seines Wirkens. In ein Projekt wie dieses fließt also seine ganze Hingabe und Leidenschaft. Ab 2024 können Sie sich davon im Panometer Leipzig live überzeugen.

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Zeitung für Raumkunst

Das Kunstmagazin Threesixo wird mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren pro Ausgabe frei an ausgewählte Distributoren verteilt und bietet interessierten Lesern eine große Bandbreite an Kunst-, Kultur- und Ausstellungsthemen.

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PANORAMA VIENNA (AB 2023) (Rotunde im Bau, Juni 2023)

Impressum Ausgabe 2/2023 (Überarbeitung)

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Redaktion

Sebastian Oswald

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Layout

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Korrektorat

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Bildnachweis

Wenn nichts anderes angegeben © asisi

Cover, Seite 4, 5, 11, 12, 17, 20, 25

Foto: Tom Schulze © asisi

Seite 2:

Foto: Felix Broede © asisi

Seite 9

Foto: Beate Nelken © asisi

Seite 14

Quelle: British Library, Creator: Robert Mitchell

Seite 15

Quelle: British Library

Seite 16

Quelle: Wien Museum

Seite 20, 23

Foto: David Oliveira © asisi

Seite 24

Bild: © Sauerbruch Hutton

Seite 26

Foto: Maurine Tric © asisi

IM NÄCHSTEN HEFT

BESUCHERSTIMMEN

Wir sind jedes Mal berührt und dankbar, wie Besucher auf unsere Panoramen reagieren und freuen uns, ihre Einträge in unseren Gästebüchern zu lesen. Ein paar davon sind hier zusammengetragen:

Panometer Leipzig via Instagram

Die Ausstellung und das Panorama sind kaum in Worte zu fassen. Ich war bereits mehrfach in NYC und auch an den entsprechenden Stellen des Geschehens. Der Besuch heute am 11.09. war für mich sehr bewegend und auch wie eine Zeitreise... Das Panorama hat es in der Tat geschafft mich zum 11.09.2001 zu entführen, kurz bevor sich die Welt nachhaltig verändert hat.

Panometer Leipzig via Instagram

Die Stimmung fanden wir beeindruckend aber auch beklemmend! Wir können diese Ausstellung nur weiterempfehlen! Danke für einen schönen Tag!

Asisi Panorama Berlin Monika via Regiondo

Ein ganz tolles Erlebnis der speziellen Art! Empfehlenswert für alle Berlin-Besucher, allen voran Kinder und junge Erwachsene, die ein Stück Mauergeschichte hautnah erleben wollen.

Asisi Panorama Berlin Carolina via Regiondo

Ich bin von dieser Erfahrung begeistert! Es ist ein Erlebnis, das im Herzen festbleibt. Auch das nachfolgende Video fand ich interessant. Sehr für Familien geeignet, da man selber entscheidet wieviel Zeit man dort verbringt. Sehr empfehlenswert!

Pergamonmuseum. Das Panorama via GetyourGuide Pergamon auf diese Weise zu erleben, war wunderschön, auch emotional ein Genuss durch entsprechende Musik und Geräusche!

Pergamonmuseum. Das Panorama Katharina via Google Ein atemberaubendes Panorama der antiken Stadt weckt ein Gefühl des tiefen Eintauchens in die Ära. Für Kinder und Jugendliche sehr zu empfehlen.

BLICK NACH KONSTANZ

PANORAMA, HINTERGRÜNDE UND ERÖFFNUNG

AUSSERDEM: WAS BRINGT DAS AUSSTELLUNGSJAHR 2024?

Wittenberg360 via Google

Ich bin mehrfach Wiederholungstäter. 4mal war ich schon hier und immer wieder neue Eindrücke. Auch unser Besuch aus dem tiefsten Westen Deutschlands war beeindruckt.

Wittenberg360

Susanne E. via Google

Ein wunderbarer Abschluss unseres Aufenthalts in Lutherstadt Wittenberg. Sehr freundliches Personal, wir konnten unser Radler-Gepäck während des Besuchs einstellen. Danach genossen wir noch Kaffee und Gebäck. Die Ausstellung / Darbietung war toll. Wir konnten uns gar nicht genug sehen und hören. Immer wieder Neues entdeckt.

Panometer Dresden via Gästebuch

Der Besuch übertraf alle Erwartungen und schenkte uns einen wundervollen Einblick in die damalige Zeit. Sehr gut.

Panometer Dresden

Thomas F. via Google

Heutzutage ungewöhnliche Methode der bildlichen Darstellung aber immer noch faszinierend. Sehr empfehlenswert ist die angebotene Führung in der vorgelagerten Ausstellung. Dann sollte man aber durchaus zwei Stunden Zeit einplanen. Für Insider: wir haben die Bierflasche gefunden.

Gasometer Pforzheim

Uli & Alex via Gästebuch

„Wonderful - Unbeschreiblich schöne Ansichten des Riffs. Ein Meisterwerk! Wir gehen gleich mal den Tauchrucksack packen“

Gasometer Pforzheim

Familie M. via Instagram

„Ihr Lieben, unser Besuch bei euch hat mich tief berührt . Was ein Wunderwerk ,was ein Erlebnis!! Wir waren sprachlos vor so vielen Eindrücken. Dank danke danke !!!!“

Gasometer Pforzheim

Melly und Andy via Instagram

„Danke für dieses Erlebnis, wir sind immer noch geflasht und können es nur empfehlen!“

Ab Dezember 2023 an unseren Panorama-Standorten in Berlin, Dresden, Leipzig, Pforzheim, Wien und Wittenberg.

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