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Die bayerischen

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Samariter

PORTRĂ„TREIHE

Der ASB Bayern stellt sich vor


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PORTRÄTREIHE

Inhalt Editorial .................................................................................................... 3 Wo sind wir tätig? Die Standorte des ASB in Bayern ............................... 4 Wer macht was? Die Dienste des ASB in Bayern ..................................... 5 Kinderbetreuung Aschaffenburg ............................................................. 6 Motorradstreife Schweinfurt ................................................................... 8 Rettungshundestaffel Würzburg .......................................................... 10 Betreuungsverein Coburg .................................................................... 12 Häusliche Pflege Coburg Land ............................................................. 14 Behindertenwohnheim Forchheim ....................................................... 16 Demenzbetreuung Kronach .................................................................. 18 Sanitätsdienst Hof ................................................................................ 20 Besuchshundedienst Obermain .......................................................... 22 Erste-Hilfe-Ausbildung Pegnitz-Bayreuth ............................................. 24 ASB Schulen Bayern ............................................................................ 25 Schulsanitätsdienst Bad Windsheim .................................................... 26 Fachstelle für pflegende Angehörige Erlangen-Höchstadt ................. 28 Notfallrettung Gräfenberg ..................................................................... 30 Essen auf Rädern Velden ..................................................................... 32 Hort Lauf an der Pegnitz ........................................................................ 34 Intensivtransporthubschrauber Nürnberg-Fürth ................................. 36 Behinderten- und Patientenfahrdienst Regenburg ............................. 38 Mutter-Kind-Kuren Ingolstadt ............................................................... 39 Stationäre Pflege Allgäu ....................................................................... 40 Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz Augsburg ..................... 42 Intensivtransportwagen München ....................................................... 44 Schulsozialarbeit Neu-Ulm ................................................................... 46 Mehrgenerationenhaus Wertingen ....................................................... 48 Arbeiter-Samariter-Jugend ..................................................................... 50 Weitere wichtige Leistungen .................................................................. 51 Mitgliedschaft beim ASB ........................................................................ 52

Impressum Herausgeber Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Bayern e.V. Gundstraße 9 91056 Erlangen Tel.: (09131) 68747 - 0 Fax: (09131) 68747 - 10 post@asbbayern.de www.asbbayern.de Verantwortlich für den Inhalt Thomas Klüpfel Texte und Redaktion Moritz Wohlrab Gestaltung Wildner + Designer GmbH, Fürth, Maike Rupprecht Gesamtauflage 15.000 Bildnachweis nahezu alle Fotos: Matthias Grübel – außer S. 2: Roland Löb; S. 8 (oben): ASB Schweinfurt; S.22/23: Stefan Wölfert; S. 26 (oben): Henning Schmidt; S. 28/29: ASB Erlangen-Höchstadt; S. 32 (oben): ASB Jura; S. 39 (unten): iStockphoto; S. 47 (unten): iStockphoto; S. 48 (oben): ASB Wertingen; S. 50: ASJ Bayern; S. 51 (Mitte): ASB München; S. 51 (unten): Vintilescu; alle übrigen Stadtimpressionen: Fotolia und iStockphoto

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Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Unterstützer des Arbeiter-Samariter-Bundes in Bayern, die erste bayerische Arbeiter-Samariter-Kolonne wurde am 4. Februar 1909 aus der Taufe gehoben – und zwar in Nürnberg. Gut ein Jahr später gründete sich eine weitere Kolonne in Fürth, im Jahr 1911 folgten Erlangen und Lauf an der Pegnitz. Die Vertreter dieser vier bayerischen Kolonnen trafen sich dann am 17. Dezember 1911 im Nürnberger Gewerkschaftshaus und gründeten den ASB Kreis Bayern – und damit den Vorläufer des heutigen Landesverbandes. Im Zeitalter der Industrialisierung stand anfangs ganz klar der Bereich „Erste Hilfe bei Arbeitsunfällen“ im Fokus der ersten Arbeiter-Samariter. Und auch heute, knapp 100 Jahre nach der Gründung, spielt die Ausbildung breiter Bevölkerungsschichten in Erster Hilfe noch immer eine große Rolle. Dennoch hat sich der Leistungskatalog des ASB in Bayern immens erweitert. Kindergärten und Seniorenheime, Rettungshubschrauber und Hundestaffeln, Pflegedienste und Behindertenhilfe, Katastrophenschutz und Schulsanitäter – der ArbeiterSamariter-Bund ist heute Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband in einem. Der ASB Bayern bildet den Dachverband für derzeit 22 bayerische ASB-Kreisund Regionalverbände. Über 120.000 Menschen in Bayern unterstützen die soziale Arbeit der Verbände durch ihre Mitgliedschaft im Arbeiter-Samariter-Bund, denn viele Angebote sind nur dank der Mitgliedsbeiträge zu finanzieren. Entsprechend dem Titel widmet sich dieses Magazin den bayerischen Samaritern – also jenen 2147 haupt- und 1192 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ASB in Bayern. Einige dieser bayerischen Samariter werden Sie auf den folgenden Seiten kennenlernen. Denn anhand ausführlicher Porträts oder Interviews möchten wir Ihnen das gesamte Leistungsspektrum der 22 ASB-Kreis und Regionalverbände vorstellen. Von Aschaffenburg bis Oberstdorf, von Regensburg bis Neu-Ulm. Am Ende des Heftes finden Sie dann noch einen Bericht über die Arbeiter-Samariter-Jugend sowie Informationen über die Themen Hausnotruf, Krisenintervention und Auslandshilfe. Eine aufschlussreiche Lektüre und viel Spaß mit den bayerischen Samaritern wünscht Ihnen Ihr

Hans-Ulrich Pfaffmann (MdL) Vorsitzender Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Bayern e.V.

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Ansprechpartner und Kontakt Landesverband Geschäftsführer: Thomas Klüpfel Sekretariat: Anita Ettl Rechnungswesen/Controlling: Timothy Wolf Rettungsdienst: Jens Kasberger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Moritz Wohlrab Jugendarbeit: Matthias Englert Buchhaltung: Erika Friedrich Personalwesen: Herta Korn

Wo sind wir tätig? Die Standorte des ASB in Bayern Neustadt Hof Kronach

Coburg Schweinfurt Lohr Aschaffenburg Würzburg

Bayreuth

Weismain

Pegnitz Forchheim Erlangen

Bad Windsheim Nürnberg/ Fürth

Velden Gräfenberg Lauf

Ansbach

Regensburg

Ingolstadt Wertingen Neu-Ulm

Augsburg

Illtertissen

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Bayern e.V. Gundstraße 9 91056 Erlangen Tel.: (09131) 68747 - 0 Fax: (09131) 68747 - 10 post@asbbayern.de www.asbbayern.de

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München Wolfratshausen Traunstein Immenstadt Oberstdorf


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Bad Windsheim

Altenhilfe Altenclub, Begegnungsstätte Häusliche Pflege (Ambulante Dienste) Hausnotruf Essen auf Rädern Betreutes Wohnen Tagespflege Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege Stationäre Pflege Betreuungen Besuchshundedienst Geriatriefahrdienst Kinder- und Jugendhilfe Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Juniorhelfer Kindertagesstätten/Kindergarten Kinderkrippen Nachmittagsbetreuung/Hort Heilpädagogische Einrichtungen Behindertenhilfe Fahrd. für Menschen m. Behinderung Stationäre Behindertenhilfe Indiv. Schwerstbehinderten-Assistenz Ambulant betreutes Wohnen Rettungsdienst Notfallrettung Krankentransport Intensivtransport-Hubschrauber Intensivtransport-Wagen Patientenfahrdienst Auslandssrückholung Rettungshunde Schnelleinsatzgruppen Sanitätsdienste Krisenintervention Helfer vor Ort Ausbildung Erste-Hilfe-Ausbildung Fachausbildung (u.a. Notfallmedizin) Katastrophenschutz Auslandshilfe

Allgäu

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Wer macht was? Die Dienste des ASB in Bayern

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ller Claudia Mü ung inderbetreu bereich: K

Name: Arbeits Ort:

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Aschaffen

„Husch, husch, husch, die Eisenbahn…“ Claudia Müller leitet das ASB-Kinderhaus Kunterbunt im Stadtteil Damm „Husch, husch, husch, die Eisenbahn, wer will mit nach Frankfurt fahr‘n, alleine fahren mag ich nicht, drum nehm ich mir die Laura mit.“ Und so reiht sich Laura ein, hinter Emre und Celina, Semihcan und Aliya – um vergnügt kichernd gemeinsam einige Runden zu drehen. „Einmal am Tag bilden wir einen Stuhlkreis, um dann jene Spiele zu spielen, die sich die Kinder wünschen“, sagt Claudia Müller, die Leiterin des ASB-Kinderhauses im Aschaffenburger Stadtteil Damm. Die 26-Jährige arbeitet seit Februar 2005 für den Arbeiter-Samariter-Bund, anfänglich im Hort, später dann im Kinderhaus Kunterbunt, das die Einrichtungen Hort und Kindergarten miteinander verbindet. In dem lichtdurchfluteten und farbig dekorierten Kinderhaus werden Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren unter einem Dach betreut. Als multikulturelle Einrichtung legt man großen Wert auf Weltoffenheit und Vorurteilsfreiheit ge-

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genüber anderen Nationalitäten und Konfessionen. Müller: „Unser Konzept sieht vor, dass es keine getrennten Gruppenräume gibt, sondern unterschiedliche Funktionsräume, die von allen Kindern nach eigener freier Entscheidung genutzt werden können.“ So befinden sich im „Farbenland“ ein großer Kreativ- und Rollenspielbereich, eine Bücherecke sowie eine kleine Kinderküche – aber auch eine Rückzugsmöglichkeit zum Ausruhen oder Höhlenbauen. Im Spielland finden die Kinder verschiedene Tischspiele, eine Bau-Ecke und nicht zuletzt einen Computer mit speziellen Lernprogrammen. Im Schulkind-Zimmer kommen Fernseher und DVD-Player gezielt und themenorientiert zum Einsatz, während die Spielgeräte im Außenbereich sowie der Gymnastikraum und die Kletterwand die Kinder zum Austoben animieren sollen. „Jeden Morgen kommen wir alle zusammen, um gemeinsam ein


Die Leistungen des

ASB Aschaffenburg Häusliche Pflege Essen auf Rädern Hausnotruf Altstadt Kindertagesstätte mit Krippe Flohkiste Hort Hefner Alteneck Kinderkrippe Zwergennest Kinderhaus Kunterbunt Kinderkrippe am Hasenkopf

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Bayerischer Untermain e.V. Kochstr. 6 63739 Aschaffenburg Tel.: (06021) 95 08 0 Fax: (06021) 96 00 22 klaus.michels.asb@t-online.de www.asb-ab.de

Vorsitzender: Dr. Gerhard Körner Geschäftsführer: Klaus Michels

Lied zu singen“, sagt Claudia Müller. „Im Anschluss kann sich dann jedes Kind überlegen, welche Angebote es während der folgenden Stunden nutzen möchte. So lernen sie spielerisch, ihren Tag zu strukturieren.“ Besonders viel Spaß macht es der Erzieherin zu sehen, wenn mal wieder eines der älteren Schulkinder gemeinsam mit den Kleinen bastelt oder knetet. „Andererseits müssen die Vorschulkinder lernen, dass sie leise sein müssen, wenn die Großen Hausaufgaben machen. Auf diese Weise profitieren die Altersstufen voneinander und lernen dabei, sich gegenseitig zu respektieren.“ Müller wird im Kinderhaus von fünf Kolleginnen unterstützt. Jedes Teammitglied ist dabei für alle Bereiche zuständig – also Musik, Kreatives und Bewegung – dennoch kann jede ihre ganz persönlichen Stärken einbringen. „Mein Steckenpferd ist ganz klar die Musik“, so Müller. Missen möchte sie ihren Job nicht mehr:

„Ich kann mir eigentlich gar nichts anderes vorstellen als die tägliche Arbeit mit den Kindern“, sagt die 26-Jährige. „Ich begleite die Kleinen ein Stück auf ihrem Lebensweg und kann dabei ihre Entwicklung beobachten – was kann es denn Schöneres geben…“ Kinderbetreuung bieten auch die folgenden Verbände an: ASB Augsburg, ASB Bad Windsheim, ASB Coburg, ASB Jura, ASB Lauf, ASB Neu-Ulm, ASB Wertingen

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gebauer Dieter Neu e orradstreif t o M h: ic re be Arbeits

Name:

Ort:

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Schweinfu

Zwei große Leidenschaften kombiniert Rettungssanitäter Dieter Neugebauer fährt auf dem Motorrad Streife BMW R 1150 RT, 98 PS, Frontblitzer, Rundumleuchte auf Teleskopstange, Martinshorn, Feuerlöscher, AEDDefibrillator, Blutdruckmanschette mit Stethoskop, Beatmungsbeutel mit Beatmungsmasken, Güdeltuben, Infusionslösungen, venöse Zugänge, Blutzuckermessgerät, isotonische Getränke, Verbandsmaterial, Medikamente.Schon die Fakten beeindrucken. Wenn man dann noch sieht, wie sich Dieter Neugebauer auf der A71 bei Schweinfurt durch die im Stau stehenden Auto durchschlängelt und als erster Helfer am Unfallort eintrifft, begreift man, dass es sich bei der Motorradstaffel des ASB Schweinfurt um eine bisweilen lebensrettende Einrichtung handelt. Dieter Neugebauer ist Samariter durch und durch. Und nicht nur er. „Meine Frau, meine Schwägerin, mein Schwager, ja eigentlich mein gesamter Freundeskreis – alle arbeiten sie ehrenamtlich für den Arbeiter-Samariter-Bund.“ Er selbst ist seit 1993 im

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Rettungsdienst tätig, im Jahr 2000 absolvierte er zusätzlich eine Ausbildung zum Rettungssanitäter bei den ASB Schulen in Lauf. Als 2005 in Schweinfurt entschieden wurde, eine Motorradstaffel zu gründen, war Neugebauer gleich Feuer und Flamme: „Das war meine Chance, schließlich kombiniert dieser Bereich zwei große Leidenschaften von mir: den Rettungsdienst und das Motorrad fahren.“ Bereits mit 16 Jahren hat Neugebauer den Führerschein für die 80-KubikMaschinen gemacht, mit 18 folgte der Schein für die größeren Motorräder. „Den Autoführerschein habe ich dann erst im Alter von 22 Jahren gemacht. Der war mir nicht so wichtig“, sagt er. Neugebauer arbeitet als Dreher bei einem Betrieb in Schweinfurt; die ehrenamtliche Tätigkeit beim ASB sieht der 37-Jährige als sinnvolle Freizeitbeschäftigung. „Außerdem treffe ich hier ja auch immer auf meine Familie“, ergänzt er schmunzelnd.


Die Leistungen des

ASB Schweinfurt Häusliche Pflege Hausnotruf Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Notfallrettung Krankentransport Sanitätsdienst Patientenfahrdienst Motorradstreife Katastrophenschutz Rettungshundestaffel

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Schweinfurt e.V. Wilhelm-Leuschner-Str. 4 97421 Schweinfurt Tel.: (09721) 25 516 Fax: (09721) 27 551 asb-schweinfurt@t-online.de www.asb-sw.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Geschäftsführerin: Tanja Wetzel

Im Wechsel mit fünf weiteren Fahrern – „wir sind wirklich ein eingeschworener Haufen“ – ist Neugebauer regelmäßig auf den Autobahnen und Landstraßen rund um Schweinfurt unterwegs. „Nachdem wir bei Unfällen die Erstversorgung der Verletzten abgeschlossen und an den Rettungsdienst übergeben haben, bleiben wir dennoch an der Unfallstelle“, sagt Neugebauer. Meist ginge es dann darum, die unverletzten Angehörigen psychisch zu betreuen. Um die Kinder beruhigen zu können, führe man auch immer einige Kuscheltiere mit.

von Veranstaltungen wie dem Motorradgottesdienst zu den Kernaufgaben der Staffel. Aber auch an kuriosen Erlebnissen herrscht kein Mangel. So sei einmal einer Motorradfahrerin unterwegs der Gaszug gerissen. „Damit die Frau es noch in die nächste Werkstatt schaffen konnte, habe ich ihr kurzerhand aus einem Venenzugang einen neuen Gaszug gebastelt“, lacht Neugebauer. „Das wird sie sicherlich nie vergessen.“

Gaszug aus Venenzugang Sein allererster Einsatz war bislang auch einer der größten. Am Wernecker Kreuz war es zu einem schweren Unfall mit zwei Schwer- und zwei Leichtverletzten gekommen. „Es handelte sich um Holländer und Belgier, keiner von ihnen sprach Deutsch. Umso schwieriger gestaltete sich der Einsatz.“ Neben den Einsätzen bei Unfällen gehört auch das Absichern von Staus oder

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Name:

ng und Eva Schilli ßmann Monika Go el undestaff h s g n u t t e reich: R

Arbeitsbe Ort:

Würzburg

Ein Spaß, der Leben retten kann Eva Schilling und Monika Goßmann suchen mit ihren Hunden nach vermissten Menschen Bobby ist Rentner. Nach neun Jahren im Dienst der ASB-Rettungshundestaffel Würzburg-Mainfranken hat er sich das geruhsamere Leben auch redlich verdient. Seinen größten Erfolg hatte der Schäferhund-Mischling zweifelsohne in jener November-Nacht des Jahres 2007 zu verzeichnen, als er einen suizidgefährdeten Mann in einem abgelegenen Waldstück orten konnte. „Der Mann war im Nachhinein sehr dankbar, dass er gefunden wurde“, sagt Eva Schilling, Frauchen von Bobby. Eva Schilling gehört genauso wie Monika Goßmann zu jener 14-köpfigen, ehrenamtlich tätigen Staffel, die mit ihren Hunden immer dann ausrückt, wenn Menschen vermisst werden. „Darunter sind Wanderer, die sich verlaufen haben, Demenzkranke, die orientierungslos umherirren oder eben Menschen, die sich das Leben nehmen wollen“, so Goßmann. „Einmal ha-

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ben wir auch nach einem vermeintlich abgestürzten Paraglider gesucht. Das hat sich dann aber als Falschmeldung herausgestellt.“ Eines haben fast alle Einsätze gemeinsam: Beinahe ausnahmslos finden sie nachts statt. Die Hunde müssen Woche für Woche in speziellen Trainings sowie einmal im Jahr in Form einer Prüfung unter Beweis stellen, dass sie für die schwierige Arbeit im Gelände geeignet sind. Im Einsatz müssen die Spürnasen dann stets Flächen absuchen, die vorher von der Polizei zugewiesen wurden. „Wir gehen praktisch auf Jagd – nur dass wir statt Tieren eben Menschen suchen“, erklärt Eva Schilling. Sobald die gesuchte Person gefunden wird, setzen sich die Hunde daneben und machen durch lautes Bellen auf sich aufmerksam. Schilling: „Durch das Training können wir gewährleisten, dass die Hunde ihren Dienst vollkommen aggressionslos verrichten.“


Die Leistungen des

ASB Würzburg Häusliche Pflege Besuchshundedienst Sozialzentrum Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Freizeit und Begegnung für Menschen mit Rollstuhl (Offene Behindertenarbeit) Patientenfahrdienst Sanitätsdienste Rettungshundestaffel

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband WürzburgMainfranken e.V. Mittlerer Greinbergweg 2 97076 Würzburg Tel.: (0931) 25 07 70 Fax: (0931) 25 07 745 asb@asb-wuerzburg.de www.asb-wuerzburg.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Freiwilligenagentur Treffpunkt Ehrenamt Vorsitzender: Hans Werner Loew Geschäftsführer: Thomas Klüpfel

Die Tierheilpraktikerin wird statt Bobby schon bald den Dobermann-Dalmatiner-Mischling Samba zu den Einsätzen führen, während Monika Goßmann den Labrador-Schnauzer Giacomo suchen lässt. „Im Prinzip ist jeder Hund für den Job geeignet“, sagt Goßmann. Wobei es unter den Rassen natürlich Unterschiede gebe. „Während klassische Jagdhunde beim Wittern einer Geruchsspur wie auf Schienen gehen, ist ein Spitz generell bequemer und muss zum Arbeiten etwas animiert werden.“ Bei Labrador-Schnauzern sei das schon mal ähnlich, lacht Goßmann und schielt dabei zu ihrem Giacomo. „Generell gilt, dass die Arbeit den Hunden Spaß machen muss“, sagen beide – ein Spaß, der im besten Falle Menschenleben retten kann.

Rettungshundestaffeln betreiben auch die folgenden Verbände: ASB Allgäu, ASB Jura, ASB Lauf, ASB München

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tmann Jürgen Wit verein etreuungs bereich: B

Name: Arbeits Ort:

Coburg

Bankgeschäfte, Pflegeanträge, Alltagssorgen Jürgen Wittmann hilft Menschen dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen Herr Wittmann, Sie arbeiten für den Betreuungsverein des ASB Coburg. Was hat man sich unter Ihrer Arbeit vorzustellen? Ich kümmere mich um die Belange von insgesamt 44 Frauen und Männern im Alter von 18 bis 90 Jahren. Rund 40 Prozent dieser Menschen leiden an einer psychischen Erkrankung, 30 Prozent sind geistig behindert und etwa 10 Prozent sind suchtkrank in Bezug auf Alkohol, Drogen oder Medikamente. Offiziell gesprochen handelt es sich bei der Betreuung um die staatliche Fürsorge von Menschen, die ihre Angelegenheiten vorübergehend oder dauerhaft nicht selbst regeln können. Zuständig für die Anordnung einer Betreuung ist das Vormundschaftsgericht. Welche Tätigkeiten umfasst die Betreuung? Das ist unglaublich vielschichtig und kommt ganz auf die Lebenssituation des zu Betreuenden an. Ich regele Versicherungs- oder Bankgeschäfte, kläre Renten- oder Pflegeansprüche, organisiere die Unterbringung in Heimen und versuche natürlich auch, bei priva-

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ten Problemen oder Sorgen zu helfen. Für viele dieser Menschen bin ich doch tatsächlich der einzige Ansprechpartner – und damit auch manchmal der einzige Geburtstagsgast. Wie viele dieser Menschen betreuen Sie denn seit der Gründung des Vereins im Jahr 1993 ununterbrochen bis zum heutigen Tag? Insgesamt fünf. Darunter ist zum Beispiel eine heute 71-jährige Frau, die seit Jahrzehnten in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist. Sie ist hochgradig schizophren und leidet unter massiven Wahnvorstellungen. Ihr einziger Sohn hat sie seit nunmehr 40 Jahren nicht mehr besucht. Um ihre Unterbringung zu regeln, stehe ich im ständigen Kontakt zum Regierungsbezirk Oberfranken, Fragen der Pflege kläre ich mit der AOK sowie den zuständigen Ärzten ab und da sie zwei Renten bezieht, telefoniere ich natürlich auch mit den Rentenversicherungsanstalten. Aber auch der persönliche Kontakt zu der Frau ist mir ungemein wichtig. Wir sprechen dann eben über das aktuelle Weltgeschehen oder aber


Die Leistungen des

ASB Coburg Seniorenzentrum „Am Park“ Häusliche Pflege Hausnotruf Betreuungsverein Essen auf Rädern Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Juniorhelfer Schulkinderbetreuung

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Coburg e.V. Parkstr. 6 96450 Coburg Tel.: (09561) 19 21 2 Fax: (09561) 81 47 47 info@asb-coburg.de www.asb-coburg.de

Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Notfallrettung Krankentransport Sanitätsdienst Auslandsrückholdienst Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Hans-Joachim Lieb Geschäftsführer: Thomas Schwesinger

über den Tratsch aus dem Klinikalltag. Auch das macht meinen Job aus. Bei Ihrer Tätigkeit lernen Sie ja sicherlich selbst jeden Tag dazu… Definitiv. Da wäre zum Beispiel der Fall jenes psychisch erkrankten Landwirts, der in einem Dorf bei Coburg wohnt. Ich wollte in diesem Fall unbedingt erreichen, dass der Mann wunschgemäß weiterhin auf seinem Bauernhof leben kann und nicht in einem Heim untergebracht wird. Hier geht es für mich also darum, einen landwirtschaftlichen Betrieb am Laufen zu halten. Die Wiese muss gemäht, das Heu verkauft und der Wald gepflegt werden. Das sind auch für mich vollkommen neue Arbeitsfelder. Dabei musste ich mich auch mit zahlreichen EU-Beihilfeanträgen vertraut machen. Einmal pro Woche bin ich auch persönlich vor Ort – und bin dabei doch auch glatt ein Teil der Dorfgemeinschaft geworden. Manchmal sitze ich sogar mit am Stammtisch (lacht).

Wer kommt für die Kosten der Betreuung auf? Im dem eben beschriebenen Fall des Landwirts, kann er selber für die anfallenden Kosten aufkommen. Der Mann verfügt über ausreichende Rücklagen. Viele andere sind aber absolut mittellos – hier springt dann der Staat ein und die Betreuung wird aus der Justizkasse bezahlt. An wen können Sie sich denn wenden, wenn Sie selbst mal Rat brauchen? An meine Kollegin Pia Goldammer. Wir haben den Betreuungsverein seit 1993 gemeinsam aufgebaut und verstehen uns absolut als Team. Wir sprechen regelmäßig über unsere jeweiligen Fälle – und lernen dabei natürlich auch ungemein viel voneinander.

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ipold Martina Le e liche Pfleg h: Häus ic re be ts ei Arb oburg stadt bei C Ort: Neu

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Rundum versorgt – in gewohnter Atmosphäre Martina Leipold kümmert sich seit 20 Jahren um pflegebedürftige Menschen 9.41 Uhr. Martina Leipold fährt bei ihrem ersten Patienten des heutigen Tages vor. Ein vergleichsweise einfacher Fall, bei dem es lediglich um einen Verbandswechsel geht. „Geht’s gut?“ – „Ja, es geht gut.“ Trotz Diabetes ist der Mann zufrieden. Martina Leipold auch. Mit ihrem Patienten – und mit ihrem Job. „Ich bin mittlerweile seit 20 Jahren für den ASB unterwegs“, sagt sie. Die Hausbesuche möchte sie dabei nicht mehr missen: „Die ambulante Pflege hat den großen Vorteil, dass wir die Menschen in ihrem gewohnten Umfeld betreuen können. Hier fühlen sie sich wohl. Das spüren wir natürlich auch während unserer Arbeit.“ 9.57 Uhr. Frau Gruber* ist an der Reihe. Leipold verabreicht ihr die notwendigen Tabletten. Der Blutdruck muss gesenkt und das Herz gestärkt werden. „Frau Gruber muss eigentlich nur an die Einnahme der Medikamente erinnert werden“, sagt Leipold. „Sie würde es sonst vergessen.“ Die meisten

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Patienten auf ihrer heutigen Tour sind in den Pflegestufen 1 oder 2 eingruppiert. „Die können in aller Regel noch mit dem Rollator durch die Gegend sausen.“ Schnell noch ein Schwätzchen mit der älteren Dame, Leistung und Datum in den Tagesbogen eintragen und weiter geht’s. 10.11 Uhr. Im weißen Chevrolet Matiz mit ASB-Aufkleber geht es quer durch Neustadt. Hier gibt es keine Straße, die Martina Leipold nicht kennt. Es ist ihr Revier. Sie fährt umsichtig, denn auf ihren Führerschein ist sie zwingend angewiesen. „Dennoch wurde ich bereits dreimal geblitzt. Kurioserweise immer am 6. Dezember – und das drei Jahre in Folge.“ Die 48-jährige Thüringerin lacht und ergänzt, dass es wohl besser wäre, den Nikolaustag künftig zuhause im Bett zu verbringen. 10.15 Uhr. Gerhard Kroll ist ein bewundernswerter Mann. Der 68-Jährige leidet an Diabetes, vor einigen Wochen musste ihm ein Fuß amputiert werden. Die große Wunde nässt und


Die Leistungen des

ASB Coburg Land Seniorenzentrum Neustadt Seniorenzentrum Sonnefeld Pflegeheim / Kurzzeitpflege Betreutes Wohnen Häusliche Pflege Hausnotruf Essen auf Rädern Besuchsdienst Besuchshundedienst

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Coburg Land e.V. Sonneberger Str. 25 96465 Neustadt bei Coburg Tel.: (09568) 929 - 0 Fax: (09568) 929 - 222 info@asb-coburg-land.de www.asb-coburg-land.de

Schulfahrdienst Schulsanitätsdienst Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz Patientenfahrdienst Kriseninterventionsteam (psychosoziale Notfallversorgung) Katastrophenschutz Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Stephan Claus Geschäftsführer: Rainer Schreier

muss regelmäßig von Martina Leipold neu verbunden werden. Dennoch lässt sich Kroll seinen grenzenlosen Optimismus nicht nehmen. „Die Ärzte im Krankenhaus haben das doch richtig gut gemacht“, lobt er. Seit 30 Jahren sei er ASB-Mitglied und jetzt freue er sich immer auf die Pflegerinnen seiner Organisation. Und wenn er schon einmal dabei ist, legt er auch noch ein gutes Wort für seine Betriebskrankenkasse ein, die stets ohne Probleme die notwendigen Behandlungen finanziert. Kroll: „Das mit dem Bein wird schon wieder. Ich hoffe ja, dass ich bald wieder Auto fahren kann.“ Einen Renault habe er. Automatik. Obwohl er Automatik eigentlich nicht so möge. „Das ist mir zu unsportlich.“ 10.41 Uhr. Jetzt geht es noch zu Frau Nöth, die regelmäßig eine Insulinspritze gesetzt bekommt. Und danach zu Herrn Hochfelder, bei dem lediglich Rückenwaschen auf dem Programm steht. Und so geht es weiter an die-

sem Vormittag. Wobei der Dienst heute in die Verlängerung geht. „Ich habe heute Nacht Rufbereitschaft“, sagt Leipold. Wenn also jemand sein Hausnotrufgerät aktiviert, geht der Notruf zunächst in der Zentrale in Köln ein, welche dann bei Bedarf umgehend Martina Leipold alarmiert. Die gelernte Krankenschwester fährt dann raus um nachzusehen, was anliegt. „Die Patienten sollen sich bei uns sicher und aufgehoben fühlen. Damit sie so lange wie möglich zuhause bleiben können.“ *alle Namen der Patienten wurden redaktionell geändert

Den Bereich „Häusliche Pflege“ bieten auch die folgenden Verbände an: ASB Allgäu, ASB Aschaffenburg, ASB Augsburg, ASB Bad Windsheim, ASB Coburg, ASB Kronach, ASB München, ASB Neu-Ulm, ASB Nürnberg-Fürth, ASB Schweinfurt, ASB Würzburg

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Name:

er Leila Kram

ich: Arbeitsbere Ort:

nwohnheim Behinderte

Forchheim

Wohnen heißt zuhause sein Leila Kremer betreut eine zehnköpfige Gruppe im Behindertenwohnheim Wilhelm hört für sein Leben gern Blasmusik. Norbert ist leidenschaftlicher Fan des FC Bayern. Marianne liebt Klaus. Und Klaus liebt Marianne. Hinzu kommen noch Manuela, Stephanie, Karin, Gottfried, Stefan und Walter. Vier Frauen und sechs Männer im Alter zwischen 26 und 59 Jahren, die mitten in Forchheim eine ganz normale Wohngemeinschaft bilden – im Behindertenwohnheim des ASB Forchheim. „Unser Ziel ist klar: Die Bewohner unseres Heims sollen ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich leben können“, sagt Leila Kremer. Die 35-jährige Heilerziehungspflegerin leitet die „Gruppe Blau“ und ist gemeinsam mit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Betreuung der zehnköpfigen WG zuständig. So wie die anderen drei Gruppen des Behindertenheims – Rot, Gelb und Grün – so hat auch die blaue Gruppe einen eigenen abgetrennten Wohnbereich bestehend aus einem gemeinschaftlich genutzten

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Wohn- und Esszimmer sowie sechs Einzel- und zwei Doppelzimmern. Im Erdgeschoss befinden sich zudem ein Veranstaltungs-, ein Hobby- und ein Therapieraum. Nahezu alle Bewohner sind sowohl geistig als auch körperlich behindert. Das ändert nichts daran, dass sie praktisch einem ganz normalen Arbeitsalltag nachgehen: Ab 7.15 Uhr machen sie sich auf den Weg in die Arbeit – entweder per ASB-Fahrdienst oder mit öffentlichen Verkehrsmittel. Die Frauen und Männer verrichten in Werkstätten der Lebenshilfe kleinere Verpackungs- und Montagearbeiten, packen in der Schreinerei mit an oder betätigen sich in der örtlichen Schokoladenfabrik. Ab 16 Uhr geht es dann wieder zurück ins Wohnheim an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße.


Die Leistungen des

ASB Forchheim Behindertenheim Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Besuchshundedienst Patientenfahrdienst Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Initiative Kinderinsel Schülerfahrdienste

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Forchheim e.V. Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 9 91301 Forchheim Tel.: (09191) 700 70 Fax: (09191) 700 730 info@asb-forchheim.de www.asb-forchheim.de www.asb-kinderinsel.de www.besuchshundedienst.de

Vorsitzender: Stefan Schick Geschäftsführer: Wolfgang Caps

Ausflug in die Allianz-Arena „Gemeinsam mit den Bewohnern erstellen wir regelmäßig Speisepläne, nach denen entsprechend gekocht und gemeinsam gegessen wird“, sagt Leila Kremer. „Nach dem Essen geht dann meist jeder seinem Hobby nach. Häufig spielen wir aber auch etwas zusammen oder schauen gemeinsam fern.“ Zudem stünden regelmäßig Ausflüge auf dem Programm. „Beliebt sind zum Beispiel das Annafest in Forchheim, das Sambafestival in Coburg oder ein Heimspiel des FC Bayern in der Allianz-Arena. Aber auch Café-, Kino- und Schwimmbadbesuche sind immer mal wieder drin.“

Die 35-jährige gebürtige Coburgerin will ihren Job jedenfalls nicht mehr missen: „Ich kann mir eigentlich gar nichts anderes mehr vorstellen. Zu sehen, wie unsere Bewohner täglich Fortschritte erzielen, macht mich richtig glücklich.“ Und so wird Leila Kremer auch künftig ein Stück dazu beitragen, dass das Motto des Wohnheims täglich mit Leben gefüllt wird: Wohnen heißt zuhause sein.

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Name:

m Sabine Dau – zurück ASB aktiv otz Demenz ich:

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Kronach

Auf der Suche nach verborgenen Talenten Sabine Daum singt, bastelt, kocht und spielt mit demenzkranken Menschen Oberfranken ist mein schönes Heimatland, wo der Main sich schlängelt wie ein Silberband, wo der Kuckuck ruft weit in das Tal hinaus, da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus. Das Oberfrankenlied gehört an jedem Dienstagnachmittag zum festen Repertoire. „Das singen wir einfach immer wieder gerne“, sagt Albert Wiedel. Der ältere Herr ist der einzige Mann in jener siebenköpfigen Gruppe, die sich allwöchentlich im ASB-Seniorenzentrum Rodachtal in Marktrodach trifft. Oder wie Wiedel es verschmitzt und nicht ohne Stolz beschreibt: „Ich bin hier eben der Hahn im Korb.“

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Albert Wiedel leidet wie auch die sechs Damen unter Demenz. „Um die Angehörigen zu unterstützen und auch zu entlasten, bieten wir hier unsere Begegnungsstätte an“, sagt die Pflegehelferin Sabine Daum. „Dabei geht es natürlich nicht zuletzt darum, dass die Menschen voneinander profitieren und sich gegenseitig an verborgene Erlebnisse und Talente erinnern.“ Die Palette der angebotenen Aktivitäten reicht dabei von sommerlichen Bootsausflügen zur Saaletalsperre über Basteleien bis hin zum gemeinsamen Kochen oder Backen. Daum: „Je nach Jahreszeit backen wir einen Stollen, pressen Apfelsaft aus oder machen uns einen frischen Erdbeerquark.“ Das Angebot firmiert unter dem einprägsamen Namen „ASB aktiv – zurück ins Leben trotz Demenz“.


Die Leistungen des

ASB Kronach Seniorenzentrum Rodachtal Seniorenzentrum Rothenkirchen Häusliche Pflege ASB aktiv – zurück ins Leben trotz Demenz Hausnotruf Essen auf Rädern Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Sanitätsdienst Patientenfahrdienst

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Kronach e.V. und Sozialdienst gGmbH Kaiser-Karl-Str. 3 96332 Pressig-Rothenkirchen Tel.: (09265) 99 18 0 Fax: (09265) 99 18 11 info@asbggmbh.de www.asb-kronach.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzende: Christa Steiger Geschäftsführer: Thomas Scholz

Oftmals tönt auch der Ausruf „Bingo“ durch den Speisesaal des modernen und lichtdurchfluteten Seniorenzentrums. „Um den Umgang mit Zahlen nicht zu verlernen, ist das Spiel Bingo natürlich eine moderne, aber durchaus geeignete Möglichkeit“, sagt die 37-Jährige aus Pressig-Rothenkirchen. Aber auch Rätselhefte stünden hoch im Kurs. „Neben dem Gedächtnistraining steht bei uns ganz eindeutig die gezielte Biographiearbeit im Mittelpunkt.“ Neben Sabine Daum kümmert sich auch immer noch eine zweite Mitarbeiterin um die maximal zehn Seniorinnen und Senioren. Die fachliche Leitung untersteht einer Mitarbeiterin mit gerontopsychiatrischer Weiterbildung; so ist gewährleistet, dass die Patienten perfekt betreut werden.

Daum ist seit mittlerweile sieben Jahren als Pflegehelferin in der Sozialstation des Arbeiter-Samariter-Bundes in Pressig angestellt; die Arbeit in der Begegnungsstätte für Demenzkranke absolviert sie wie auch alle anderen Mitarbeiterinnen rein ehrenamtlich. „Mir macht es große Freunde zu sehen, wenn unsere Patienten zum Beispiel ihre musikalischen Talente wiederentdecken und am Klavier großartige Stücke zum Besten geben.“ Das Herauskitzeln dieser ganz speziellen Momente gehöre eben zu ihrer Aufgabe.

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Name:

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„Fußballspiele, Reitturniere, Volksfeste“ Manfred Ultsch über den Sanitätsdienst in der Region Hof Herr Ultsch, seit wann ist der ASB Hof im Bereich Sanitätsdienst tätig und welche Veranstaltungen sichern Sie sanitätsdienstlich ab? Wir sind mittlerweile seit dem Jahr 1991 im Sanitätsdienst aktiv. Dabei beschäftigt uns zum Beispiel das große Wiesenfest in Selbitz, ein in der ganzen Region beliebtes Volksfest. Die sanitätsdienstliche Betreuung liegt hier alle zwei Jahre in unseren Händen. Aber auch bei vielen Vereinsfesten sind wir zur Sicherheit mit vor Ort – genauso wie bei Sportveranstaltungen wie Reitturnieren, Fußballspielen oder Motocross-Rennen.

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Wie hat man sich einen normalen Einsatz vorzustellen? Am Tag der Veranstaltung kommen zwei bis vier unserer Mitarbeiter in einem Rettungswagen angefahren. Da unser Rettungswagen nach DIN-Norm ausgestattet ist, haben wir auch immer die Möglichkeit, verletzte Personen direkt ins nächst gelegene Krankenhaus zu befördern. Das ist natürlich ein großer Vorteil.


Die Leistungen des

ASB Hof Essen auf Rädern Sanitätsdienst Auslandsrückholung Patientenfahrdienst Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Manfred Gaida Geschäftsführer: Manfred Ultsch

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Stadt und Landkreis Hof e.V. Feldstr. 16 95152 Selbitz Tel.: (09280) 56 83 oder (09280) 1 9212 Fax: (09280) 95 31 33 asb-selbitz@t-online.de www.asb-hof.de

Welche Art von Verletzungen gilt es in der Regel zu behandeln? Das sind meist Schürf- und Schnittwunden, Prellungen sowie Verstauchungen. Die Behandlung von Brüchen bildet zum Glück die Ausnahme, das kommt höchst selten vor. Häufig haben wir hingegen Menschen zu versorgen, die zu viel Alkohol konsumiert haben – gerade auf dem Wiesenfest haben wir natürlich immer viele Betrunkene zu verzeichnen. Welcher war Ihr bislang größter Einsatz? Das war ganz klar unser Einsatz beim Elbehochwasser im Jahr 2002. Das hat uns intensiv über eine ganze Woche hinweg beschäftigt. Dieser Einsatz ist bei uns allen noch in bleibender Erinnerung, denn das war schon etwas ganz Besonderes.

Den Bereich Sanitätsdienst bieten auch die folgenden Verbände an: ASB Bad Windsheim, ASB Coburg, ASB Erlangen-Höchstadt, ASB Gräfenberg, ASB Ingolstadt, ASB Jura, ASB Kronach, ASB Lauf, ASB München, ASB Nürnberg-Fürth, ASB Obermain, ASB Schweinfurt, ASB Würzburg

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Name:

Petra Gick

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Weismain

Bei Mensch und Tier Freude wecken Petra Gick besucht mit Hündin Eve einsame Senioren, Kranke und Behinderte Eve bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Treuherzig schmiegt sich die Hündin an Alexander Lipinski, als dieser auf seiner Geige ein Ständchen zum Besten gibt. Die Frau des 90-Jährigen liegt bereits seit längerer Zeit im Krankenhaus, so dass Lipinski in diesen Tagen ganz alleine in seinem Haus in Weismain die Stellung halten muss. „Wir besuchen Menschen wie Herrn Lipinski entweder zuhause oder gehen mit ihnen spazieren“, sagt das Frauchen von Eve, Petra Gick, die für den ASB Obermain den Besuchshundedienst leitet. „Immer wieder stellen wir dabei fest, dass sich die Präsenz von Tieren auf das Wohlbefinden von älteren Menschen, Behinderten oder Kranken ungemein positiv auswirkt.“

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Dass die siebenjährige Australian-Shepherd-Lady Eve genauso wie die drei anderen Weismainer Besuchshunde über einen ausgeglichenen Charakter verfügt, ist von großer Bedeutung. Gick: „Unsere Hunde dürfen während eines Besuchs auf keinen Fall schreckhaft reagieren. Sie sollen ja für eine entspannte Atmosphäre sorgen und die Menschen von deren alltäglichen Sorgen ablenken.“ Demenzkranke Senioren seien darüber hinaus in der Lage, durch die Begegnung mit den Tieren eigene Erinnerungen wachzurufen.


Die Leistungen des

ASB Obermain Seniorenzentrum Hausnotruf Hauswirtschaftliche Hilfe Besuchshundedienst

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Obermain e.V. Michael-Dechant-Straße 2 96260 Weismain Tel.: (09575) 64 99 500 Fax: (09575) 64 99 510 info@asb-obermain.de www.asb-obermain.de

Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Sanitätsdienst Patientenfahrdienst Auslandsrückholung Erste-Hilfe-Ausbildung Blutspenden Vorsitzender: Jörg Pfister Geschäftsführer: Michael Müller

Rein ehrenamtliches Engagement Auch eine blinde Frau befindet sich unter jenen Menschen, denen Petra Gick und Eve regelmäßig Besuche abstatten. „Die Frau blüht jedes Mal regelrecht auf, wenn sie ganz intensiv das weiche Fell von Eve fühlt.“ Mittelfristig soll der Besuchshundedienst auch auf Kindergärten ausgeweitet werden – um dann dort gezielt sehr verspielte Hunde einzusetzen. Den Kindern soll hierdurch die Scheu vor Hunden genommen sowie Verantwortungsbewusstsein vermittelt werden.

Petra Gick sieht in ihrem rein ehrenamtlichen Engagement für den Arbeiter-Samariter-Bund eine ideale Möglichkeit, die Begeisterung an ihrem Tier mit anderen Menschen in den Landkreisen Lichtenfels und Kulmbach zu teilen. „Hunde sind sehr soziale Wesen, die ein äußerst sensibles Verhalten an den Tag legen. Wenn es uns gelingt, mit dem Besuchshundedienst sowohl beim Mensch als auch beim Tier Freude zu wecken, ist doch schon viel gewonnen.“

Den Bereich Besuchshundedienst bieten auch folgende Verbände an: ASB Bad Windsheim, ASB Coburg Land, ASB Erlangen-Höchstadt, ASB Forchheim

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Name:

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In der Tradition der Berliner Zimmerleute Der Pegnitzer Karl Brendel bildet seit über 35 Jahren Ersthelfer aus Karl Brendel ist in einem Bereich des ASB aktiv, welcher eng mit der Gründungsgeschichte der Organisation verbunden ist: die Erste Hilfe. Angefangen hat alles am 28. November 1884 – den drei Bauarbeitern fehlten nur noch wenige Meter Aufsatz, um die 40 Meter hohe Seitenwand für die neue Lagerhalle der märkischen Eisenwerke fertigzustellen. Doch dann geschah das Unfassbare: Die Betonwand kippte und begrub die Männer unter sich.

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband PegnitzBayreuth e.V. Kosbrunn 2 91257 Pegnitz Tel.: (09241) 80 87 00 Fax: (09241) 80 87 00

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Unfälle wie dieser waren im Zeitalter der Industrialisierung an der Tagesordnung: Arbeitsschutzvorschriften gab es nicht, es waren keine Ersthelfer verfügbar und bis der Rettungsdienst eintraf, verging wertvolle Zeit. Im Jahr 1888 ergriffen deshalb sechs Berliner Zimmerleute die Initiative und setzten den ersten „Lehrkursus über die Erste-Hilfe bei Unglücksfällen“ durch – sie waren die Gründerväter des heutigen ASB. Karl Brendel führt das Werk der Zimmerleute weiter. Seit 35 Jahren vermittelt er Menschen das notwendige Wissen, damit sie Verunglückten schnell und effektiv helfen können. Erste Hilfe

geht alle an – ein Motto, das Brendel gegenüber Altersheim-Personal, Lehrkräften oder Vereinsmitgliedern in die Tat umsetzt. Egal, ob es sich um den 8-stündigen Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ oder den 16-stündigen Erste-HilfeKurs handelt – das Ziel von Brendel und den drei anderen Pegnitzer Ausbildern ist es stets, die Menschen in die Lage zu versetzen, Leben retten zu können – ob bei Unfällen am Arbeitsplatz, im Haushalt oder im Straßenverkehr. „Optimal wäre es, wenn die Kenntnisse alle zwei Jahre aufgefrischt werden“, sagt der 58-Jährige, „schließlich kommen immer wieder neue Kursinhalte hinzu.“ So gehöre neben der Herz-LungenWiederbelebung an entsprechenden Puppen mittlerweile auch ein AirbagSimulator zum Standardrepertoire. Brendel lehrt darüber hinaus auch die Anwendung von Laien-Defibrillatoren. Immer in der Tradition der sechs Berliner Zimmerleute… Den Bereich Erste-Hilfe-Ausbildung bieten nahezu alle Verbände des ASB in Bayern an.


Name:

rübel Matthias G B Schulen reich: AS

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Vorbereitung auf den Dienst am Menschen Matthias Grübel unterrichtet angehendes Rettungspersonal Welche Art von Ausbildungen kann man an den ASB-Schulen absolvieren? In erster Linie geht es uns darum, junge Menschen zu Rettungssanitätern und -assistenten auszubilden. Darüber hinaus können bei uns Mitarbeiter des ASB sowie anderer Hilfsorganisationen Fortbildungen in allen Belangen des Rettungsdienstes absolvieren. Außerdem bereiten wir Zivildienstleistende auf ihren Dienst am Menschen vor. Wir sehen uns generell aber als Berater im Gesundheitswesen und stellen uns künftig auch verstärkt Herausforderungen wie etwa dem Sozialdienst. Wie hat man sich die Ausbildung zum Rettungsassistenten vorzustellen? Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Im ersten Jahr werden in unserer Schule die theoretischen Grundlagen gelegt. Integriert sind auch Praktika im Rettungsdienst sowie in einem Krankenhaus. Das Bestehen einer Prüfung

ist dann die Voraussetzung dafür, das zweite Ausbildungsjahr angehen zu dürfen. Dieses findet an einer staatlich anerkannten Lehrrettungswache statt – zum Beispiel an der Wache des ASB Gräfenberg. Das zweite Ausbildungsjahr endet dann mit einem Gespräch, in welchem festgestellt wird, ob die Ausbildung erfolgreich verlaufen ist. Inwieweit werden die angehenden Retter auch praktisch auf ihren künftigen Beruf vorbereitet? Im Untergeschoss unseres Schulgebäudes befindet sich unser Trainingsparcours, die SanArena. Hier können wir realistische Notfallszenarien eins zu eins nachstellen – angefangen vom schweren Verkehrsunfall über den Sturz vom Baugerüst bis hin zum Herzinfarkt im heimischen Wohnzimmer. Alles wird auf Video aufgezeichnet, damit man im Anschluss in der Gruppe über mögliche Fehler sprechen kann. Auch die Kabine eines IntensivtransportHubschraubers haben wir zu bieten.

Kontakt: ASB Schulen Bayern gGmbH Eichenhainstraße 30 91207 Lauf an der Pegnitz Tel.: (09123) 97 54 - 201 Fax: (09123) 97 54 - 210 information@asb-schulen.de www.asb-schulen.de

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„Die soziale Arbeit lässt mich nicht mehr los“ Denis Kuhn versorgt seine Mitschüler an der Hauptschule Bad Windsheim Fahrrad fahren hat so seine Tücken. Das weiß Denis Kuhn aus eigener Erfahrung. „Als Kind bin ich oft genug gestürzt und habe mir dabei jede Menge Schrammen geholt“, sagt der 15-Jährige. „Ich weiß also nur zu gut, wie schnell im Alltag etwas passieren kann.“ Als dann ein Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes in seiner Bad Windsheimer Schule über die Möglichkeiten des Schulsanitätsdienstes berichtete, war Denis sofort Feuer und Flamme – aber damals leider noch zu jung: „Ich musste noch drei Jahre warten, erst dann durfte ich endlich einen Erste-Hilfe-Kurs machen.“ Zunächst absolvierte er die Ausbildung zum Juniorhelfer, um sich später zum Junior First Responder weiterbilden zu lassen.

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Seitdem schiebt er im Wechsel mit neun weiteren Schulsanitätern Dienst in der Hauptschule Bad Windsheim. Die Einsatzweste hat er stets griffbereit, der Notfallrucksack steht für den Fall der Fälle im Schulsekretariat parat. Sobald Denis per Durchsage zu einem Einsatz auf dem Schulgelände oder in eines der Klassenzimmer gerufen wird, spurtet er los, um vor Ort das Erlernte umzusetzen. „Im Winter kommt es nach Schneeballschlachten oft zu Platzwunden. Und natürlich bleiben auch im Sportunterricht Verletzungen nicht aus – sogar zwei Knochenbrüche waren schon dabei.“


Die Leistungen des

ASB Bad Windsheim Häusliche Pflege (Ambulante Dienste) Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Patientenfahrdienst Essen auf Rädern Hausnotruf Kindertagesstätte „Netz für Kinder“ Seniorennachmittag Besuchshundedienst Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Juniorhelfer Sanitätsdienst Katastrophenschutz Auslandshilfe (Int. Jugendprojekte) Erste-Hilfe-Ausbildung Seminarangebote (z.B. PC-Kurse für Senioren)

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Bad Windsheim e.V. Raiffeisenstr. 17 91438 Bad Windsheim Tel.: (09841) 66 900 Fax: (09841) 66 90 44 info@asb-die-samariter.de www.asb-die-samariter.de

Vorsitzender: Dr. Frank Opelt Geschäftsführer: Erich Matthis, Stefan Rechter

Einmal sei ein Schüler während eines Sprints derart schwer gestürzt, dass dabei sein Schienbein angebrochen wurde. Und im zweiten Fall hatte ein hart geschossener Fußball einen Armbruch zur Folge. „Um die Brüche zu stabilisieren, habe ich mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel einer Deckenrolle die Gliedmaßen behelfsmäßig ruhiggestellt. Bis zum Eintreffen der Rettungsassistenten messen wir dann meist auch noch Puls und Blutdruck und wirken beruhigend auf den Patienten ein“, sagt Denis. Die Profis seien dann stets angetan: ‘Das habt ihr sehr gut gemacht‘, bekämen Denis und Kollegen oft zu hören, wenn sie das Notfallprotokoll überreichen.

Beim ASB-Regionalverband Bad Windsheim engagiert sich Denis intensiv in den Bereichen Erste Hilfe und Sanitätsbetreuungen – sowie als Leiter einer Kindergruppe der örtlichen Arbeiter-Samariter-Jugend. Mittlerweile hat Denis auch den „Junior Trainer“Lehrgang erfolgreich absolviert und hilft als Lehrgangshelfer in der Ausbildung mit. In der Schule strebt Denis unterdessen die Mittlere Reife an – mit dem Ziel, an der Berufsfachschule eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu absolvieren. „Die soziale Arbeit lässt mich einfach nicht mehr los“, sagt er. „Das möchte ich später unbedingt einmal fortführen.“

Den Schulsanitätsdienst bieten auch die folgenden Verbände an: ASB Augsburg, ASB Coburg, ASB Coburg Land, ASB ErlangenHöchstadt, ASB Forchheim, ASB Gräfenberg, ASB Hof, ASB Lauf, ASB München, ASB Nürnberg-Fürth, ASB Obermain 27


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„Das Glas ist halbvoll“ Rosi Schmitt informiert Menschen über den Umgang mit Demenz „Wo ist der Schlüssel?“ Eine einfache Frage, die das komplexe Arbeitsfeld von Rosi Schmitt recht gut beschreibt. Aus zweierlei Sicht. Denn erstens beginnt Demenz bei vielen Menschen mit Fragen wie der nach dem verlegten Hausschlüssel. Die zunehmende Vergesslichkeit ist es, die Angehörige erstmals stutzig werden lassen. „Wo ist der Schlüssel?“ – eine Frage, die aber auch aus Sicht der Angehörigen gestellt werden kann. In dem Sinne, ob es einen Schlüssel in die Welt des Demenzpatienten gibt. Einen Zugang. Einen Weg zurück. Oder einen nach vorne? Rosi Schmitt unterstützt diese Angehörigen bei der Suche nach dem Schlüssel. Sie gibt Mut, bietet Halt und hilft mit sehr konkreten Ratschlägen. Seit Anfang 2008 leitet die 48-Jährige die Fachstelle für pflegende Angehörige des ASB Erlangen-Höchstadt. Seit jeher setzt sich die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen leidenschaftlich

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für ältere Menschen ein. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Altenpflegerin, arbeitete lange Jahre als Altentherapeutin und sitzt für die SPD im Kreisrat – um dort in erster Linie für ihre seniorenpolitischen Standpunkte einzutreten. „Am Anfang steht immer die Hilflosigkeit“, sagt Schmitt. „Die Menschen kommen zu mir, weil sie nur wenig über Demenz und praktisch gar nichts über den Umgang mit der Krankheit wissen. Diesen Menschen sage ich dann immer: Das Glas ist halbvoll.“ Man solle keineswegs der Vergangenheit nachtrauern, sondern sich vielmehr darüber freuen, was im zwischenmenschlichen Umgang noch alles möglich ist. „Wichtig ist es, die Alltagsaktivität der Betroffenen zu fördern, viel mit ihnen zu sprechen und für ausreichend Bewegung zu sorgen.“ Kritik am veränderten Verhalten zu üben bringe hingegen gar nichts, sondern schüre nur Aggressionen bei allen Beteiligten.


Die Leistungen des

ASB Erlangen-Höchstadt Hausnotruf Besuchshundedienst Fachstelle für pflegende Angehörige Patientenhilfsdienst Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Notfallrettung Krankentransport Patientenfahrdienst Sanitätsdienst Katastrophenschutz

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Erlangen-Höchstadt e.V. Gundstr. 9 91056 Erlangen Tel.: (09193) 50 33 190 Fax: (09193) 50 33 19 99 info@asb-erlangen.de www.asb-erlangen.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzende: Gisela Niclas Geschäftsführer: Jürgen Seiermann

Wie fülle ich einen Pflegeantrag aus? Welche Leistungen stehen mir zu? Wie gestalte ich meine Wohnung patientengerecht um? Auf Fragen wie diese gibt Rosi Schmitt die richtigen Antworten, ob im Büro oder während eines Hausbesuchs – und das kostenlos. „Dabei ist nicht nur die Erstberatung umsonst – das kostenlose Angebot gilt solange, bis Hilfe geleistet werden kann“, sagt sie.

20 Helfer im Einsatz Die Beratung ist jedoch nur ein Bereich. Schmitt leitet regelmäßig Gesprächsgruppen für Angehörige, bei denen diese untereinander die jeweiligen Erfahrungen mit der Krankheit austauschen können. Auch ein Einführungskurs, der Angehörigen grundlegende Kenntnisse über Demenz vermitteln soll, gehört zum Repertoire. „Und ganz wichtig sind natürlich unsere rund 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer“, betont Schmitt. Die

geschulten Mitarbeiter kümmern sich in regelmäßigen Abständen um pflegebedürftige Menschen, um die Angehörigen dadurch zu entlasten. Dabei stehen Spaziergänge, Spiele, Kochen oder Einkaufen gehen auf dem Programm. Schmitt: „Einer unserer älteren Helfer betreut seit einiger Zeit einen etwa 80-jährigen Herrn – und aus dieser Verbindung ist doch tatsächlich eine richtige Freundschaft entstanden.“

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Rettungsassistent? Traumjob! Jürgen Schütz und Mario Deppner stellen sich an jedem Tag neuen Situationen „Wozu gibt es überhaupt noch einen Notarzt?“ So lautet eines der größten Komplimente, das Jürgen Schütz und Mario Deppner während eines Einsatzes schon mal zu hören bekommen. Schütz ist seit 19 Jahren Rettungsassistent, Deppner befindet sich derzeit in der Ausbildung hierzu. „Früher hat sich unsere Arbeit meist auf Blutdruckmessen und Sauerstoffgeben beschränkt“, sagt Schütz. „Doch das hat sich radikal gewandelt, mittlerweile übernehmen wir nun mal jede Menge Aufgaben, die früher dem Notarzt vorbehalten waren.“ Das ist einer der Gründe, weshalb Mario Deppner uneingeschränkt von einem „Traumjob“ spricht, den er da anpeilt: „Rettungsassistent ist meiner Ansicht nach ein hochinteressanter Beruf, der täglich neue Menschen und täglich neue Situationen mit sich bringt.“ Der 22-Jährige aus Eckental absolviert derzeit sein Ausbildungsjahr in der Rettungswache des ASB

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Gräfenberg. Zuvor hat er an der ASBBerufsfachschule in Lauf ein Jahr lang die Schulbank gedrückt. Ein Jahr, das Deppner als „spannende Zeit“ beschreibt, während der er insbesondere den Trainingsparcours SanArena schätzen gelernt habe. Die Arena umfasst unter anderem einen originalgetreu nachgestellten Verkehrsunfall, aber auch Baustellen- und Wohnungsnachbauten, in denen sich alltägliche Unfallszenarien realitätsnah nachstellen lassen.


Die Leistungen des

ASB Gräfenberg Essen auf Rädern Hausnotruf Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Juniorhelfer Notfallrettung Krankentransport Patientenfahrdienst Auslandsrückholung Sanitätsdienst Katastrophenschutz

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Fränkische Schweiz e.V. Reuthgasse 7 91322 Gräfenberg Tel.: (09192) 92 52 90 Fax: (09192) 92 52 960 info@asb-graefenberg.de www.asb-graefenberg.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Reinhardt Glauber Geschäftsführer: Walter Gräser

Waldarbeiter eingeklemmt „Speziell die Übungen in der Baustelle haben mir sehr dabei geholfen, meinen bislang größten Einsatz fehlerfrei zu absolvieren“, sagt Deppner. Kürzlich sei nämlich ein Waldarbeiter bei Sägearbeiten von einem Baum eingeklemmt worden – eine Oberschenkelfraktur und Beeinträchtigungen der Wirbelsäule seien die Folge gewesen. „Wir haben den Mann in einer Spezialtrage vakuumgebettet und ihn danach im Auto intubiert“, erzählt der 22-Jährige. „Anschließend ist er per Hubschrauber in eine Klinik geflogen worden.“

Doch auch altgediente Kräfte wie eben Jürgen Schütz profitieren davon, dass es sich bei der Gräfenberger Wache um eine Lehrrettungswache handelt. „Durch die Beschäftigung und die Zusammenarbeit mit den Auszubildenden sind natürlich auch wir immer auf dem aktuellsten Stand“, betont er. „Solch motivierte junge Kollegen wie Mario helfen uns dabei, unsere Leistungen immer auf einem hohen Niveau halten zu können. Das ist unser Ziel. Denn auch für mich ist Rettungsassistent nichts anderes als ein Traumjob.“

Den Bereich Notfallrettung bieten auch die folgenden Verbände an: ASB Coburg, ASB Erlangen, ASB Jura, ASB Lauf, ASB München, ASB Nürnberg-Fürth, ASB Obermain, ASB Schweinfurt

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Kohlroulade und ein nettes Schwätzchen Claudia Lorenz versorgt Senioren und Kindergärten mit warmen Mahlzeiten 10.15 Uhr. Claudia Lorenz fährt am Jakobushof vor, einem Seniorenheim in Auerbach. Hier holt sie genauso wie ihre „Essen auf Rädern“-Kollegen des ASB Jura die auszuliefernden Mahlzeiten ab. Lorenz bedient heute die Veldener Tour, welche sie über Michelfeld, Pegnitz, Plech und Velden bis nach Kirchsittenbach, Riegelstein sowie Eichenstrut führen wird. Rund 90 Kilometer über Landstraßen und die Autobahn A9. „Aber ich fahre ja richtig gerne Auto, das macht mir nichts aus“, lacht die Mutter dreier Töchter, die seit 2007 für den ASB Essen ausfährt – einmal pro Woche, sowie an drei Wochenenden im Monat. 10.23 Uhr. Claudia Lorenz kontrolliert noch einmal ganz genau, ob sie auch die richtigen Menüs eingepackt hat. Jeder Kunde kann nämlich zwei Wochen im Voraus aus zwei Menü-Vorschlägen wählen. Neben einer Suppe und einem Dessert gibt es heute entweder Leberkäse mit gebratenem Ei

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und Püree oder aber Kohlroulade mit Zwiebelsoße. 10.30 Uhr. Die erste Station. Ein Kindergarten in Auerbach. Claudia Lorenz parkt den weißen Citroën Berlingo an der Straßenecke, begrüßt die Leiterin der Einrichtung und bringt die duftenden Speisen in die Küche. 10.42 Uhr. Herr Schneider aus Michelfeld ist an der Reihe. „Herr Schneider hatte kürzlich eine Zahn-Operation“, sagt Lorenz. Daher werde das Essen für ihn derzeit extra weich gekocht. „Geht’s mit den Zähnen besser, Herr Schneider?“, fragt sie beim Eintreten. „Jaja, das klappt schon wieder ganz gut“, antwortet dieser und lobt Fahrerin und Essen: „Das Essen kommt immer pünktlich und schmeckt auch wirklich richtig lecker.“ 10.55 Uhr. Wieder fröhliches Kinderplärren – Claudia Lorenz erreicht den Franziskus-Kindergarten in Pegnitz.


Die Leistungen des

ASB Jura Essen auf Rädern Hausnotruf Hauswirtschaftliche Versorgung Arbeiter-Samariter-Jugend Kindertagesstätte Pottenstein Notfallrettung Krankentransport Rettungshundestaffel Helfer vor Ort Katastrophenschutz

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Jura e.V. Im Teich 19 91235 Velden Tel.: (09152) 92 69 27 Fax: (09152) 92 19 912 info@asb-jura.de www.asb-jura.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Roland Löb Geschäftsführerin: Patricia Deinzer

Wenig später wird eine ältere Dame beliefert, bevor es zu Herrn Maisel geht. „Herr Maisel isst gerne Fisch und Pfannkuchen“, weiß Lorenz. Sie kennt den Kunden bereits seit zwei Jahren. „Das stimmt – und wenn es mal nicht schmeckt, bekommt es eben der Hund“, ergänzt Maisel augenzwinkernd. 11.14 Uhr. Zeit für einen Temperatur-Check. Das Essen muss immer mindestens 65 Grad heiß sein. Dafür sorgen die in den Boxen integrierten Wärmeplatten. Test bestanden, weiter geht die Tour. Lorenz und ihre Kollegen haben noch viel zu tun. Bis zu 40 Essen werden täglich an Senioren ausgeliefert, weitere 300 Mahlzeiten gehen an insgesamt sieben Kindergärten. „Das Besondere an diesem Job ist ganz klar der nette Kontakt zu den Kunden“, sagt Claudia Lorenz – und braust winkend in ihrem duftenden Kastenwagen davon.

Den Bereich Essen auf Rädern bieten auch die folgenden Verbände an: ASB Allgäu, ASB Aschaffenburg, ASB Bad Windsheim, ASB Coburg, ASB Coburg Land, ASB Forchheim, ASB Gräfenberg, ASB Hof, ASB Kronach, ASB Lauf, ASB Nürnberg-Fürth, ASB Regensburg

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Flora und Fauna als Spezialgebiete Hildegard Zani betreut Kinder beim Spielen und bei den Hausaufgaben Es hätte auch ganz anders kommen können. Schule statt Hort. Hildegard Zani ist ausgebildete Lehrerin und könnte heute folglich auch Tag für Tag vor der Klasse stehen. Doch dazu kam es nicht, sie entschied sich frühzeitig anders. Hort statt Schule. Aus gutem Grund: „Hier bin ich an keinen Lehrplan gebunden und habe ausreichend Freiraum, um meine Vorstellungen von der Arbeit mit den Kindern einzubringen“, sagt Zani. Zani arbeitet im Kids Corner des Arbeiter-Samariter-Bundes in Lauf an der Pegnitz. Montags bis freitags werden in der Spitze 84 Kinder betreut – die modern und farbig gestaltete Einrichtung steht den Mädchen und Jungen täglich zwischen 6.30 Uhr und 17 Uhr zur Verfügung. „Unser pädagogisches Konzept der ‚halboffenen Arbeit‘ sieht vor, dass die Kinder einerseits eine große Auswahl an Funktionsräumen und Spielmaterialien haben, sich andererseits aber auch an feste Struk-

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turen wie die täglichen Hausaufgabengruppen halten müssen“, erklärt Hildegard Zani. Zudem habe man eine Intensivgruppe eingerichtet, in der sieben Kinder mit Lernbehinderung speziell betreut werden können. Die Betreuerin hat es sich zur Gewohnheit gemacht, zwischen der Spiel- und der Hausaufgabenphase immer einige Seiten aus einem Buch vorzulesen: „Auf diese Weise kommen die Kinder ein wenig zur Ruhe.“ Da die heutige Gruppe mit elf Kindern zwischen sieben und neun Jahren nicht allzu groß ist, hat Zani ausreichend Zeit, sich jedem einzelnen ausgiebig zu widmen. „Max schneidet Brod“, schreibt der siebenjährige Sebastian in sein Übungsheft – woraufhin Hildegard Zani ihn auf den Rechtschreibfehler hinweist. Unterdessen malt der neunjährige Tolga einen Drachen – und erntet lobende Worte der Betreuerin.


Die Leistungen des

ASB Lauf Hausnotruf Hauswirtschaftliche Hilfen Essen auf Rädern Arbeiter-Samariter-Jugend Kinderhort Kinderbetreuung Schulsanitätsdienst Fahrdienst für Menschen mit Behinderung

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Nürnberger Land e.V. Südring 3 91207 Lauf an der Pegnitz Tel.: (09123) 97 87 0 Fax: (09123) 97 87 923 info@asblauf.de www.asblauf.de

Notfallrettung Krankentransporte Sanitätsdienst Patientenfahrdienst Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Bruno Schmidt Geschäftsführer: Konrad Eitel

Was Zani mit ihren „Vorstellungen von der Arbeit mit den Kindern“ meint, zeigt sich im Außenbereich des Horts: Hier wurde ein Kräuterbeet angelegt und ein Kaninchenstall errichtet. „Ganz klar: Flora und Fauna sind meine Spezialgebiete“, sagt sie. „Mir macht es Spaß, mein biologisches Wissen weiterzugeben und mit den Kindern entsprechende Projekte zu verwirklichen.“ So auch das Aquarium, welches sie gemeinsam mit ihrer Gruppe eingerichtet hat. „Wir reinigen es regelmäßig, füttern die Fische und testen die Wasserqualität.“ Hort statt Schule – diese Entscheidung hat Hildegard Zani nie bereut.

Kinderhorte betreiben auch die folgenden Verbände: ASB Aschaffenburg, ASB Bad Windsheim, ASB Coburg, ASB Neu-Ulm, ASB Wertingen

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Nürnberg

Bundesweit im Einsatz: „Christoph Nürnberg“ Peter Herrmann steht für die schnelle Rettung aus der Luft Den Flug nach Greifswald wird Peter Herrmann so schnell nicht vergessen. Ein neugeborenes Kind, dessen Lunge nicht richtig funktionierte, musste in Mecklenburg-Vorpommern abgeholt und in eine Spezialklinik nach Mannheim gebracht werden. Das Team von „Christoph Nürnberg“, dem am Nürnberger Flughafen stationierten Intensivtransporthubschrauber (ITH), übernahm den Transport. „Mit insgesamt 16 Stunden war das sicherlich unser längster Einsatz“, erinnert sich Herrmann. Ähnlich denkwürdig gestaltete sich jener Tag, an dem im Fichtelgebirge ein Pendolino an einem Bahnübergang in einen Militärtransporter gerast war. Schnell wurde klar: Das ist ein Großeinsatz. „Wir waren einer von insgesamt neun Rettungshubschraubern“, so der 50-Jährige. Peter Herrmann arbeitet als leitender Rettungsassistent in der ITH-Station gegenüber dem Flughafen-Tower – und ist darüber hinaus Rettungsdienstleiter beim ASB Nürnberg-Fürth. „Christoph Nürnberg“ ist an 365 Tagen

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im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Dafür stehen insgesamt acht Piloten der HDM-Luftrettung, 30 Notärzte der beiden Nürnberger Kliniken sowie neben Herrmann 13 weitere Rettungsassistenten des ASB zur Verfügung. Eine Besatzung besteht dann immer aus zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten mit intensivmedizinischer Fortbildung. „Bei 75 Prozent der Fälle geht es darum, Intensivpatienten von einem normalen Krankenhaus in eine Spezialklinik zu transportieren“, erklärt Herrmann. „Neben den Herz- oder Lungenpatienten geht es häufig auch um Brandopfer.“ Bei den übrigen 25 Prozent handele es sich um sogenannte Primäreinsätze, also Verkehrsunfälle, akute Herzinfarkte oder Vergiftungen. Um eine optimale Versorgung gewährleisten zu können, stehen den Medizinern unter anderem spezielle Beatmungsgeräte, sechs Spritzenpumpen und aufwendige Überwachungsinstrumentarien zur Verfügung.


Die Leistungen des

ASB Nürnberg-Fürth Essen auf Rädern Häusliche Pflege Mobiler Sozialer Hilfsdienst Patientenfahrdienst

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Nürnberg-Fürth e.V. Wodanstr. 25 90461 Nürnberg Tel.: (0911) 94 97 90 Fax: (0911) 94 97 919 info@asb-nuernberg.de www.asb-nuernberg.de

Arbeiter-Samariter-Jugend Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Notfallrettung Krankentransport Sanitätsdienst Katastrophenschutz Schulsanitätsdienst Auslandsrückholung Erste-Hilfe-Ausbildung Geschäftsführer: Martin Amon

Faszination für das Fliegen Neben der Geschwindigkeit – der Hubschrauber ist mit rund 250 Stundenkilometern unterwegs – ist der komfortable Transport ein zweites Plus des ITH gegenüber den für Intensivpatienten ausgerüsteten Fahrzeugen. Die Einsätze beschränken sich in der Regel auf das Bundesgebiet, Herrmann war aber auch schon über Österreich, der Schweiz, Polen oder den Niederlanden unterwegs. Sechs bis zehn Minuten nach der Alarmierung ist „Christoph Nürnberg“ in der Luft. Zumindest dann, wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. „Die Piloten müssen natürlich ausreichend Sicht für die Landung haben“, sagt der 50-Jährige. Aus diesem Grund fliegen die Helfer in den Sommermonaten auch mehr Einsätze als im Winter. So standen den 77 Einsätzen im August 2009 51 Einsätze im November gegenüber.

Peter Herrmann ist ein Mann der ersten Stunde. „Ich bin seit Gründung der Hubschraubertruppe im Jahr 1989 dabei“. Und auch wenn er sich nicht als „Technikverrückten“ bezeichnen würde: „Eine Faszination für das Fliegen kann ich nicht verhehlen.“

Auch der ASB München stellt Rettungsassistenten für einen Intensivtransporthubschrauber.

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Die Leistungen des

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ASB Regensburg Essen auf Rädern

PORTRÄTREIHE

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Regensbur

Patientenfahrdienst Fahrdienst für Menschen mit Behinderung Vorsitzender des Aufsichtsrates: Norbert Kornel Geschäftsführer: Martin Amon

Klinik, Werkstatt, Café oder Supermarkt Dank Martin Vilsmeier bleiben Menschen mit Behinderung mobil Ruth Köster weiß zu überraschen. Als die 55-jährige Regensburgerin an der Wursttheke des türkischen Supermarktes den Metzger um 150 Gramm Salami bittet, macht sie das in fließendem Türkisch. „Ich habe viele türkische Freundinnen – daher habe ich die Sprache gelernt“, sagt die Rollstuhlfahrerin nicht ohne Stolz – und lässt sich stillvergnügt von Martin Vilsmeier in den weißen Ford Transit mit ASB-Logo schieben und nach Hause fahren.

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regensburg gGmbH Donaustaufer Str. 172d 93059 Regensburg Tel.: (0941) 79 81 03 Fax: (0941) 79 81 04 info@asb-regensburg.de www.asb-regensburg.de

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Martin Vilsmeier leistet seinen Zivildienst beim ASB Regensburg im Behinderten- und Patientenfahrdienst ab. Der 20-Jährige aus Sengkofen ist einer von insgesamt elf Zivis, die innerhalb von Regensburg Menschen mit Behinderung von A nach B transportieren – und zwar in speziellen Fahrzeugen, die mit einer Trage oder einem Sitzstuhl ausgerüstet sind. „Eigentlich wollte ich ja gleich mit dem BWL-Studium loslegen“, sagt Vilsmeier. „Aber jetzt bereue ich nichts. Ich freue mich immer wieder aufs Neue darauf, unsere Fahrgäste zu sehen.“

Täglich fahren die Zivis Mitarbeiter der Behindertenwerkstätten zur Arbeit, um sie später natürlich auch wieder abzuholen. Oder es gilt, ältere und nicht mehr gehfähige Menschen zum Arzt zu bringen. „Manchmal haben wir auch längere Fahrten, bei denen wir Patienten von einer Klinik in eine andere verlegen müssen“, sagt Vilsmeier. So sei er erst kürzlich von Regensburg bis nach Lippstadt in Nordrhein-Westfalen gefahren. Oder man hat eben solch originelle Fahrgäste wie Ruth Köster. Seit einigen Jahren ist sie nun schon auf den Rollstuhl angewiesen und lässt sich sechsmal pro Monat von Vilsmeier und dessen Kollegen in die Innenstadt fahren. Oder eben in den türkischen Supermarkt, um nach Herzenslust einzukaufen – und natürlich, um die Sprache nicht zu verlernen.

Fahrdienste für Menschen mit Behinderung oder Patienten bieten nahezu alle Verbände des ASB in Bayern an.


Die Leistungen des

ASB Ingolstadt Mutter-Kind-Kuren Sanitätsdienst Helfer vor Ort Erste-Hilfe-Ausbildung Katastrophenschutz Jugendfilmclub

Name:

Bea Laregh Kuren tter-Kindreich: Mu

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Vorsitzender: Karl Müller Geschäftsführerin: Bea Laregh

Ort:

Ingolstadt

Erholung vom Alltagsstress Bea Laregh unterstützt Mütter bei der Suche nach der richtigen Kur Aus welchen Gründen interessieren sich Frauen für eine Mutter-Kind-Kur? Es ist ja ganz offensichtlich so, dass Mütter in unserer Gesellschaft zunehmend Bedingungen ausgesetzt sind, die zu erheblichen Belastungen und Überforderungen führen können. Dabei geht es nicht zuletzt um die vielfältigen Rollenanforderungen – die unterschiedlichen Rollen als Mutter, als Partnerin, als Organisatorin und als Berufstätige lassen sich oft nur schwer miteinander vereinbaren. Teilweise kommen noch andere Themen hinzu, wie die Pflege eines Familienmitglieds, eine instabile oder zerbrochene Partnerschaft, wirtschaftliche Schwierigkeiten, Arbeitsverlust, soziale Isolation oder Krankheit. In welcher Form beraten Sie? Zunächst einmal geht es darum, dass ich – immer anhand der speziellen Bedürfnisse – ein geeignetes Kurhaus aussuche. Dann unterstütze ich die

Frauen dabei, einen Antrag der Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse einzureichen. Viele Krankenkassen lehnen diesen Antrag erst einmal ab. Meistens hat man dann aber mit einem gut begründeten Widerspruch Erfolg und die Kassen zahlen in der letzten Konsequenz den Aufenthalt – bis auf eine Zuzahlung von zehn Euro pro Tag – komplett. Findet diese Kur denn immer gemeinsam mit dem Kind statt oder können die Mütter auch mal alleine ausspannen? Normalerweise fahren die Mütter immer gemeinsam mit dem Kind oder den Kindern. Ausnahmen gibt es eigentlich nur dann, wenn ein Kind beispielsweise wegen der Schule nicht mitfahren kann. An welchen Orten werden die Kuren durchgeführt? In allen Häusern des Müttergenesungswerks. So zum Beispiel im Mutter-KindTherapiezentrum des ASB Mecklenburg-Vorpommern; das befindet sich im Ostseeheilbad Graal-Müritz.

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ingolstadt e.V. Schulstr. 4 85049 Ingolstadt Tel.: (0841) 8 85 20 98 Fax: (0841) 8 85 20 99 info@asb-ingolstadt.de www.asb-ingolstadt.de

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Oberstdor

„Jeder Tag bringt neue Herausforderungen“ Jennifer Sattler versorgt im „Haus am Mühlbach“ hilfsbedürftige Senioren „Eigentlich wollte ich ja Polizistin werden, aber mit 1,63 Meter war ich zu klein.“ Jennifer Sattler ist im Nachhinein dankbar dafür, dass sie statt im Streifenwagen nun im ASB-Seniorenzentrum „Haus am Mühlbach“ in Oberstdorf ihrer Arbeit nachgeht – als Altenpflegerin. „Mittlerweile will ich nichts mehr anderes machen als diesen Job. Ich bin sowohl ein Organisations- als auch ein Improvisationstalent, und das kann ich hier jeden Tag aufs Neue unter Beweis stellen.“ Denn jeder Tag bringt neue Herausforderungen – trotz der vielen klar strukturierten Abläufe. 6 Uhr. Übergabe: Von der Nachtschicht erfahren die Kolleginnen der Tagschicht die Vorgänge der vergangenen Stunden. Dabei wird auf jeden der insgesamt 40 Bewohner einzeln eingegangen. Insgesamt drei solcher Übergaben wird es im Laufe des Tages geben.

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6.45 Uhr. Die Morgenpflege wird vorbereitet. Pflegeartikel, Kleidung und Medikamente müssen entsprechend bereit gelegt werden. Die Bewohner werden geweckt, gewaschen und auf den Tag vorbereitet. 8 Uhr. Frühstückszeit. 8:30 Uhr. Jennifer Sattler organisiert die Neuaufnahme von künftigen Bewohnern. Im Anschluss werden Wunden verbunden und Medikamente verabreicht. Danach dokumentiert die gebürtige Passauerin die bisherigen Tätigkeiten.


Die Leistungen des

ASB Allgäu Seniorenzentrum „Haus am Mühlbach“ Seniorenzentrum „Haus Herbstsonne“ Häusliche Pflege Hauswirtschaftliche Dienste Hausnotruf Essen auf Rädern Kids in Form Schulverpflegung

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Allgäu e.V. Sonthofener Str. 46 87509 Immenstadt Tel.: (08323) 98 140 Fax: (08323) 98 142 info@asb-allgaeu.de www.asb-allgaeu.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzende: Annegret Fabry-Dorner Geschäftsführer: Uwe Kuchinke

12 Uhr. Während die Bewohner beim Mittagessen sitzen, kümmert sich Jennifer Sattler um die Bestellung fehlender Medikamente. 13 Uhr. Die Arztvisiten stehen an. Frau Sattler begleitet die Mediziner zu den Senioren auf die Zimmer. 14 Uhr. Auf dem Programm von Jennifer Sattler stehen Telefonate mit Angehörigen, Ärzten, Ergotherapeuten, Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern. „Wichtig ist natürlich auch die Planung der Biographiearbeit – mit alten Musikstücken oder historischen Gegenständen wollen wir Erinnerungen wecken oder wachhalten. Dabei werden wir von speziell ausgebildeten Beschäftigungstherapeuten unterstützt.“ 15 Uhr. Kaffee und Kuchen stehen im Speisesaal bereit. 35 der 40 Bewohner sind noch so mobil, dass sie die Mahlzeiten gemeinsam im Erdgeschoss einnehmen können.

15.30 Uhr. Demnächst steht wieder ein Ausflug auf dem Programm. Gemeinsam mit den Bewohnern des zweiten Oberstdorfer ASB-Seniorenzentrums „Haus Herbstsonne“ ging es in zwei Bussen bereits ins Legoland, auf den Alpakahof oder an den Bodensee. Die 25-Jährige widmet sich der Organisation des nächsten Events. 16 Uhr. Jennifer Sattler hat Feierabend. „Auch wenn so ein Arbeitstag schon mal lang werden kann – langweilig wird er nie.“

Den Bereich „Stationäre Pflege“ bieten auch folgende Verbände an: ASB Coburg, ASB Coburg-Land, ASB Kronach, ASB Obermain, ASB Würzburg

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Perfekt betreut – rund um die Uhr Vroni Meister unterstützt einen Muskelschwund-Patienten in jeder Lebenslage Normalität. Das ist es, was Werner Mittelbach möchte. Der 50-Jährige aus Gersthofen bei Augsburg will sein Leben so normal wie möglich gestalten – trotz seiner Behinderung. Aufstehen, eine halbe Stunde Fahrrad fahren, Frühstück, physiotherapeutische Übungen, Mittagessen, Spazierfahrten im Rollstuhl, eine Kunstausstellung in Augsburg oder eine Versammlung seiner Selbsthilfegruppe in Gersthofen, Abendessen, Schlafen. Doch ein Aspekt im Leben von Werner Mittelbach wird nie ganz normal sein: Er benötigt Betreuung – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, rund um die Uhr also. Vroni Meister ist eine von insgesamt 60 Betreuerinnen und Betreuern, die sich für den ASB Augsburg im Bereich der Individuellen SchwerstbehindertenAssistenz um zehn Menschen mit Schwerstbehinderung kümmern. Ein sechsköpfiges Team widmet sich im Schichtdienst ausschließ-

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lich Werner Mittelbach. Täglich ist jemand im Wechsel von 8 bis 18 Uhr sowie von 18 bis 8 Uhr bei dem gelernten Schreiner, der an spinaler Muskelatrophie, dem sogenannten Muskelschwund leidet. „Nachts kommt es immer mal wieder vor, dass die Maske des Beatmungsgerätes von Herrn Mittelbach verrutscht“, sagt Vroni Meister. „Dann wird automatisch Alarm ausgelöst und ich kann ihm zu Hilfe eilen.“ Zudem benötigt Mittelbach nachts Unterstützung beim Trinken, beim Gang auf die Toilette und natürlich auch beim einfachen Wechseln der Schlafposition. Die ASB-Mitarbeiter der Individuellen Schwerstbehinderten-Assistenz haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe. Darunter sind Arzthelferinnen und Studenten, Bäcker und Versicherungskaufleute, Techniker und Verwaltungsexperten. „Da wir unseren Patienten in jeder nur denkbaren Alltagssituation zur Seite stehen möch-


Die Leistungen des

ASB Augsburg Häusliche Pflege Seniorenbegegnungsstätte Fachberatung für Senioren Demenzbetreuung Tagespflege

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Augsburg e.V. Hessingstr. 2 86199 Augsburg Tel.: (0821) 3 49 39 86 Fax: (0821) 34 70 11 info@augsburg-asb.de www.augsburg-asb.de

Kindertagesstätten Kinderferienprogramm Familienzentrum K.I.D.S. Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz Ambulant betreutes Wohnen Kompetenzzentrum Persönliches Budget Mehrgenerationenhaus Göggingen Mehrgenerationenhaus Hochfeld Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Thomas Ernst Geschäftsführer: Ulrich Nießeler

ten, ist das auch gut so“, sagt Vroni Meister, die selbst gelernte Altenpflegehelferin ist. „Auf diese Weise ergänzen wir uns nämlich prächtig.“ Da Werner Mittelbach sehr kunst- und kulturinteressiert ist, denkt er über einen Umzug nach Augsburg nach; die Fahrt per Bus in die Stadt gestaltet sich immer schwieriger. „Wenn ich in Augsburg wohnen würde, könnte ich auch öfter Vroni bei ihren Auftritten zusehen – sie singt ja schließlich regelmäßig in einem klassischen Chor.“ Auf die Rund-um-die-Uhr-Betreuung wäre er freilich auch in der Stadt angewiesen. „Aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt“, sagt Mittelbach. Schließlich habe er sich seine Betreuer selbst aussuchen können und komme mit allen richtig gut zurecht. „Ich nenne es immer so: Ich bin der Kopf und die ASB-Mitarbeiter sind meine Hände. Sie ersetzen meine motorischen Handicaps.“ So hat Mittelbach zum Beispiel eine spezielle Infrarot-

wärmekabine entwickelt, die ein technisch versierter Kollege von Vroni Meister dann errichtet hat. In der bis zu 50 Grad heißen Kabine kann sich Mittelbach nach Spazierfahrten wieder aufwärmen. Werner Mittelbach ist jedenfalls unendlich dankbar dafür, dass er seinen Alltag nach wie vor in den eigenen vier Wänden gestalten kann: „Für ein Heim bin ich doch viel zu gesund“, sagt er lachend.

Die Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz bieten auch folgende Verbände an: ASB Coburg Land, ASB Neu-Ulm, ASB Würzburg

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„Besonders bewegend sind Einsätze mit Kindern“ Christine Gampenrieder über ihre Arbeit im Intensivtransportwagen Was unterscheidet den Intensivtransportwagen von den sonstigen Rettungsfahrzeugen des ASB München? Im Gegensatz zu den normalen Rettungsfahrzeugen rücken wir grundsätzlich nicht zu Notfalleinsätzen aus. Jedoch hat die Leitstelle München die Möglichkeit, uns auch zu Notfällen zu alarmieren, falls der reguläre Notarzt nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung zur Verfügung steht. Uns geht es immer darum, Intensivpatienten nach internistischen, neurologischen oder chirurgischen Eingriffen von einem Krankenhaus in ein anderes zu verlegen – und dabei die intensivmedizinische Versorgung konstant aufrechtzuerhalten. Meistens transportieren wir die Patienten von einer Einrichtung mit Grundversorgung in ein Haus der Schwerpunkt- oder aber Maximalversorgung. So verfügen zum Beispiel einige Krankenhäuser nicht über HerzKatheter – entsprechend verlegen wir dann Herzinfarktpatienten in größere Häuser.

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Welche Ausrüstung steht Ihnen im Fahrzeug zur Verfügung? Während normale Rettungswagen nur über eine Spritzenpumpe und EKG mit Defibrillator verfügen, haben wir gleich mehrere Spritzenpumpen an Bord. Hinzu kommt das größere IntensivBeatmungsgerät, das wesentlich mehr Feineinstellungen zulässt und Überwachungsgeräte mit speziellen, für Intensivpatienten notwendigen Komponenten. Zudem ist bei jedem Einsatz ein Facharzt für Anästhesie- und Intensivmedizin mit an Bord. Es ist aber auch möglich schwergewichtige Patienten zu befördern, richtig? Ganz genau. Wir verfügen über eine Schwerlasttrage, mit der wir Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 280 Kilogramm transportieren können. Das kommt auch immer wieder vor.


Die Leistungen des

ASB München Häusliche Pflege Wohnen im Viertel Alten- und Service-Zentrum (ASZ Altstadt) Hausnotruf Arbeiter-Samariter-Jugend Schulsanitätsdienst Juniorhelfer Notfallrettung Intensivtransporthubschrauber Intensivkrankenwagen Krankentransport Kriseninterventionsteam „KIT München“ (psychosoziale Notfallversorgung) KITz – Kinder nach extremen Ereignissen stützen Rettungshundestaffeln München, Ingolstadt, Starnberg/Weilheim Motorradstaffel Katastrophenschutz (Schnelleinsatzgruppe) Auslandsrückholung Sanitätsdienst

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband München/ Oberbayern e.V. Adi-Maislinger-Str. 6-8 81373 München Tel.: (089) 74 36 30 Fax: (089) 74 36 31 90 info@asbmuenchen.de www.asb-muenchen.de

Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Dr. Eduard Höcherl Geschäftsführer: Peter Kleber

Außerdem steht dem ASB München ein Intensivtransporthubschrauber zur Verfügung… Richtig. Der Hubschrauber ist am Klinikum Großhadern stationiert. Fünf Intensivtransport-Teams, bestehend aus jeweils drei Mitarbeiter, werden abwechselnd in unseren beiden Intensivtransportwagen sowie im Hubschrauber eingesetzt. Sowohl mit den Autos als auch mit dem Hubschrauber sind wir übrigens bundesweit im Einsatz – wenngleich der Schwerpunkt natürlich in Oberbayern liegt, waren wir zuletzt auch in Göttingen, Frankfurt am Main, Bad Homburg oder Gera.

Was sind die größten Unterschiede zwischen der Arbeit im Auto im Vergleich zur Tätigkeit in der Klinik? Die Arbeit im Auto ist wesentlich vielseitiger. Internistik, Neurologie, Chirurgie, Kindermedizin – man hat wechselnd mit allen Aufgabengebieten zu tun. Besonders bewegend sind dabei natürlich jene Einsätze, bei denen wir Kinder betreuen. So wie jenes Neugeborene, das wir kürzlich wegen einer Kiefer-Gaumen-Spalte von München nach Tübingen transportieren mussten. Wenn Kleinstkinder bereits über eine solch lange Leidensgeschichte verfügen, muss ich schon mal kräftig schlucken.

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Name:

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Neu-Ulm

„Ich will soziale Kompetenz vermitteln“ Ute Bräunig steht benachteiligten Förderschülern tatkräftig zur Seite Wenn Lena* nach Hause kommt, gibt es für sie eigentlich nur einen möglichen Aufenthaltsraum: ihr eigenes Zimmer. Das Wohnzimmer ist tabu, es ist ihrem Vater und ihrer Stiefmutter vorbehalten. Immer wieder gibt es Streit mit den beiden. Ihre leibliche Mutter kann der 13-Jährigen nicht beistehen – niemand weiß so recht, wo die Frau sich derzeit aufhält. Zwischenzeitlich war Lena in einer Pflegefamilie untergebracht. Dort blühte sie regelrecht auf. Doch nach der Rückkehr war alles schnell wieder wie zuvor: Streit, Ablehnung, Kälte.

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„Diese Kälte spürte ich auch, als ich Lenas Vater und ihrer Stiefmutter einen Besuch zuhause abstattete“, sagt Ute Bräunig, die für den ASB Neu-Ulm Jugendsozialarbeit an der RupertEgenberger-Förderschule verrichtet. „Lena wurde für alles verantwortlich gemacht. Und zu mir selbst sagten sie, dass ich gleich wieder gehen könne, wenn ich mich als Super-Nanny aufspielen würde.“ In der 26-jährigen Sozialpädagogin findet Lena immer wieder eine Ansprechpartnerin. Bräunig klärt das Mädchen über ihre Rechte auf, unterstützt sie in der Schule und steht laufend in Kontakt mit dem Jugendamt. Ziel ist es, Lena dauerhaft in einer liebevollen Pflegefamilie unterzubringen.


Die Leistungen des

ASB Neu-Ulm Alten- und Krankenpflege Hauswirtschaftliche Versorgung Hausnotruf Betreutes Wohnen Seniorentreff Senden Heilpädagogische Tagesstätte Hort Sozialpädagogische Familienhilfe Mittagsbetreuung an Ganztagsschulen Nachmittagsbetreuung an Förderschulen Schulbegleitungen Schulsozialarbeit an Förderschulen Fahrdienst für Schüler mit Behinderung Juniorhelfer

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Neu-Ulm e.V. Eschenweg 10 89257 Illertissen Tel.: (07303) 96 630 Fax: (07303) 96 63 66 info@asb-neu-ulm.de www.asb-neu-ulm.de

Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz Erste-Hilfe-Ausbildung Vorsitzender: Dr. Max Weindler Geschäftsführer: Ulrich Nießeler

Die Tür von Ute Bräunig steht jedenfalls immer offen. Täglich ist sie zwischen 7.30 und 15.30 Uhr in ihrem Büro in der Schule anzutreffen – um benachteiligten Schülerinnen und Schülern wie Lena zur Seite zu stehen. „Mir geht es in erster Linie darum, den Kindern und Jugendlichen soziale Kompetenz zu vermitteln“, sagt Bräunig, die sich als Bindeglied zwischen Schülern, Eltern und Lehrern versteht. „Das macht meinen Job auch so interessant: Ich bin sowohl in der Welt der Kinder als auch in der Welt der Erwachsenen zuhause.“

erzählt hat, muss der zweite das Gehörte wiedergeben, um erst dann seine eigene Version zu erzählen“, sagt die Sozialpädagogin. Das diene natürlich dazu, die Position der Gegenseite besser reflektieren zu können.

Diskussion im Büro

*Name geändert

Darüber hinaus organisiert Bräunig Ferienfreizeiten oder unterstützt die Lehrer bei Klassenausflügen in den Kletterwald oder zum Eislaufen. Das sind dann Anlässe, an denen sich nicht selten viele der aufgestauten Probleme oder Aggressionen plötzlich in Luft auflösen...

Zu ihren wichtigsten und zeitaufwendigsten Aufgaben zählt die ASB-Mitarbeiterin dabei das Schlichten von Streitigkeiten. Nach einer Schulhofprügelei treffen die Kontrahenten oftmals kurze Zeit später wieder in Bräunigs Büro aufeinander. „Nachdem der erste Beteiligte seine Version des Zwistes

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Wertingen

Der Kitt zwischen Jung und Alt Hildegard Hosemann koordiniert die Aktivitäten im Mehrgenerationenhaus Babymassage und Pilates, Kochstunden und Westerntanzkurs, Seniorencafé und Kinderkrippe, Qigong und Wirbelsäulengymnastik, Erste-HilfeKurse und Leihgroßeltern-Service – die Angebote des Mehrgenerationenhauses des ASB Wertingen sind so vielfältig wie die Menschen, die diese Angebote nutzen. Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren finden hier in der Fritz-Sauter-Straße 10 mitten in Wertingen eine gemeinsame Anlaufstelle. Hildegard Hosemann ist sozusagen der personifizierte Kitt zwischen Jung und Alt. Seit 2006 ist sie für den Arbeiter-Samariter-Bund tätig und koordiniert gemeinsam mit ihren Kollegen sämtliche Aktivitäten innerhalb des Mehrgenerationenhauses. „Ich organisiere unheimlich gerne, das hat mir schon immer Spaß gemacht“, sagt die Schwäbin. Darüber hinaus erfreue sie sich jeden Tag am Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen. „Jeder Verein und jede Initiative, die in unse-

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rem Haus Veranstaltungen durchführt, hat andere Ansätze oder Vorstellungen – unsere Aufgabe ist es, immer eine Lösung zu finden. Und das macht sicherlich den speziellen Reiz unserer Einrichtung aus.“ Eine Einrichtung, die im Oktober 2008 von der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen besucht wurde und die zu jenen bundesweit rund 500 Häusern gehört, die mit Mitteln des Bundes gefördert werden. Für die Dauer von fünf Jahren erhält jedes Mehrgenerationenhaus jährlich 40.000 Euro. Diese Fördersumme ermöglicht es den Wertinger Samaritern, viele Angebote kostenfrei durchzuführen. So zum Beispiel das Seniorencafé, das an jedem zweiten Dienstag stattfindet. Das Wertinger Haus wurde von der Bundesregierung mit dem Prädikat „Leuchtturmhaus für Kinderbetreuung“ ausgezeichnet.


Die Leistungen des

ASB Wertingen Mehrgenerationenhaus Kinderkrippe Strolchenbande Kita Zwergenstübchen Wengen Kita Flohkiste Lauterbach Kita Villa Spatz Hohenreichen Mittagsbetreuung an Grundschule Wertingen Erste-Hilfe-Ausbildung Loswagen Kleiderkammer

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Dillingen-Donau-Ries e.V. Fritz-Sauter-Str. 10 86637 Wertingen Tel.: (08272) 41 69 Fax: (08272) 60 92 70 info@asb-wertingen.de www.asb-wertingen.de

Vorsitzender: Otto Horntrich Geschäftsführer: Markus Ehm

Angesichts des breitgefächerten Angebots sieht sich Hosemann als klassisches „Mädchen für alles“: „Man muss in einer solchen Einrichtung natürlich flexibel sein und parat stehen, wenn Not am Mann ist. Wenn irgendwo zum Beispiel mal ein Beamer fehlt, ist es an mir, möglichst schnell einen aufzutreiben.“ Zu tun gibt es in jedem Fall immer etwas, die Abende sind praktisch voll belegt und auch an den Nachmittagen lässt der Zeitplan nur noch wenig Spielraum. „Das Angebot wird in unserer Region wirklich richtig gut angenommen“, sagt Hildegard Hosemann. „Was kann es auch Schöneres geben, als alle Generationen unter einem Dach vereint zu sehen…“

Auch der ASB Augsburg betreibt Mehrgenerationenhäuser.

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Engagement, Gemeinschaftssinn und jede Menge Spaß Die Arbeiter-Samariter-Jugend steht für sinnvolle Freizeitgestaltung ASJ – drei Buchstaben, hinter denen sich viel mehr verbirgt, als man anfangs vermuten sollte. Wobei eines ganz klar im Vordergrund steht: der Spaß. „Wenn die Kinder und Jugendlichen keinen Spaß an dem haben, was sie tun, bleiben sie auch nicht lange dabei“, sagt Tobias Maisel, Landesjugendleiter der ASJ Bayern. „Darüber hinaus geht es uns aber auch immer darum, soziales Engagement, Gemeinschaftssinn und Toleranz zu fördern.“

Kontakt: Arbeiter-Samariter-Jugend Landesjugend Bayern Gundstr. 9 91056 Erlangen Tel.: (09131) 68747 - 0 Fax: (09131) 68747 - 10 webmaster@asj-bayern.de www.asj-bayern.de

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Erreicht werden soll dies durch viele sinnvolle Freizeitaktivitäten. Dazu gehören Gruppenstunden, aber auch Ferienfahrten, Zeltlager, Kultur- und Sportveranstaltungen, Seminare und Ausflüge. Alle zwei Jahre finden einerseits die ASJ-Kindertage und andererseits Bundes- bzw. Landesjugendwettbewerbe statt. Während es bei den Kindertagen um das Austoben auf Kletterbergen und Hüpfburgen sowie das Bestehen kniffliger Rallyes geht, stehen bei den Wettbewerben Erste Hilfe, Allgemeinwissen und Geschicklichkeit im Vordergrund. Beim Bundesjugendwettbewerb 2010 in Zittau konnten die Vertreter der bayerischen ASJ in der

Gesamtwertung der Jugend den ersten Platz belegen. Schwerpunkt bei der ASJ ist aber neben den bunt gemischten Freizeitangeboten vor allem die Erste Hilfe. Deren Inhalte werden den Kindern und Jugendlichen auf vielfältige und abwechslungsreiche Art und Weise bei Projekten, Aktionen sowie in den regelmäßig stattfindenden Gruppenstunden vermittelt. Bei allen Angeboten der ASJ geht es aber natürlich auch immer darum, das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen für die verschiedenen Aufgaben und Tätigkeiten des ASB zu wecken und sie für soziales Engagement und ein aktives Mitwirken beim ASB zu begeistern. „Jeder der interessiert ist mal reinzuschnuppern und sich über die ASJ zu informieren, ist herzlich willkommen“, sagt Tobias Maisel. Dabei wird man neben all den spannenden und spaßigen Erlebnissen auch viele andere interessierte Kinder und Jugendliche kennenlernen und auch mit einem ganz speziellen bayerischen Samariter Bekanntschaft machen: XÜ, dem Maskottchen der ASJ.


Weitere wichtige Leistungen der bayerischen Samariter

Hausnotruf Selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben und dabei die Sicherheit haben, dass im Notfall kompetente Hilfe kommt: Diese Möglichkeit bietet der Hausnotrufservice des ASB. Alte Menschen, chronisch Kranke, Menschen mit einer Behinderung – sie alle können mit dem Hausnotruf auf Knopfdruck Unterstützung anfordern. Durch ein Zusatzgerät zum Telefon und einen tragbaren Sender mit Druckknopf kann jederzeit die Hausnotrufzentrale erreicht werden. Der ASB verständigt dann Angehörige, schickt den Pflegedienst vorbei oder alarmiert den Rettungsdienst. Diese Leistung bieten nahezu alle ASB-Verbände in Bayern an.

Krisenintervention – „Erste Hilfe für die Seele“ Der ASB München sowie der ASB Coburg Land verfügen über Kriseninterventionsteams (KIT) die im Rahmen des Rettungsdienstes tätig sind. Hierbei handelt es sich Einrichtungen mit speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich nach akuten und belastenden Ereignissen wie etwa einem schweren Unfall um Betroffene, Zeugen und Angehörige kümmern. Speziell für die längerfristige weitere Versorgung von Kindern nach belastenden Ereignissen, gibt es zudem das Projekt KITz des KIT-München.

Auslandshilfe Der im Jahr 1993 gegründete ASB Kiew wird seit Beginn von den bayerischen Samaritern gefördert – zunächst hauptsächlich durch den ASB München, später auch durch den ASB Würzburg. So wurden unter anderem die pflegerische Versorgung von ehemaligen Münchner Zwangsarbeitern und deren Familienangehörigen unterstützt, Fahrzeuge zur Verfügung gestellt sowie die Miete und die Personalkosten der Geschäftsstelle in Kiew finanziert. Darüber hinaus engagiert sich der ASB Bad Windsheim seit vielen Jahren für Jugendliche aus Rumänien – und zwar im Bereich der Ausbildung von Schulsanitätern (Junior First Responder Project).

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Helfen Sie helfen – werden Sie Mitglied beim ASB! Alleine in Bayern unterstützen derzeit über 120.000 Mitglieder die soziale Arbeit des ASB; bundesweit sind es über 1,1 Millionen. Deren Beiträge machen viele soziale Leistungen überhaupt erst möglich. Zusätzlich erhalten Mitglieder eine Reihe von Serviceangeboten – vom weltweiten Krankenrückholdienst über den Bezug der Mitgliederzeitschrift bis hin zu kostenlosen Erste-Hilfe-Kursen. Sie interessieren sich für eine Mitgliedschaft? Weitere Informationen und Beitrittsformulare erhalten Sie beim ASB-Kreis- oder Regionalverband in Ihrer Nähe, online unter www.asb.de oder telefonisch unter (0800) 27 22 25 5. Sie erhalten dann einen Mitgliedsausweis im Scheckkartenformat und auf Wunsch eine Bescheinigung über geleistete Mitgliedsbeiträge für das Finanzamt (Beiträge an den ASB sind steuerabzugsfähig). Außerdem erhalten Sie das gute Gefühl, dabei zu sein, wenn Menschen in Not geholfen wird.

Danke für Ihre Unterstützung!

überreicht von:

www.asbbayern.de

Die bayerischen Samariter  

Der ASB Bayern stellt sich vor

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