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Inhaltsverzeichnis Einführung............................................................................ 9 Ein biblisches Modell der Erlebnispädagogik .................................. 10 Lernen ist nicht nur „Kopfsache“ ........................................... 10 Lernen geschieht auf mehreren Ebenen.................................... 10 Lernprozesse im Volk Gottes ................................................. 10 Ein Lernprozess mit großem Ziel ............................................ 11 Eine ganzheitliche Pädagogik ................................................ 11 Die pädagogische Vorgehensweise........................................... 12 Aufwärts: ein Beispiel erlebnispädagogischer Arbeit ........................ 13
Teil 1: Eine Einführung in das Lernen, Wahrnehmen und Agieren ..... 17 Lernen begreifbar und bewegt ................................................... 18 Wie verstehen wir den Menschen? ............................................... 18 Die Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen .................................... 21 Unsere Sinne, Fenster zur Umwelt .............................................. 21 Unsere Sinne fordern uns heraus ................................................ 24 Sinne müssen bewusst trainiert werden.................................... 24 Sinne wollen bewusst eingesetzt werden .................................. 24 Wir sprechen Menschen über die Sinneskanäle an........................ 24 Ablauf von Verarbeitungsprozessen im Gehirn ................................ 25 vertraut oder unvertraut...................................................... 26 angenehm oder unangenehm................................................. 26 Erlebnisse bewerten und verarbeiten........................................... 26 Das reaktive Verhalten ........................................................ 26 Die erworbene Routine ........................................................ 27 Ein komplexer Vorgang ........................................................ 27 Die Fähigkeit der Selektion durch Konzentration............................. 28 Lerne bewusst die Chancen der Gegenwart zu nutzen .................. 28 Praktische Übung zur Konzentration und Selektion ...................... 29 Notwendigkeit der Konzentration und Selektion ............................. 29 Lernen und Wissensorganisation ................................................. 32 Wissensspeicher ................................................................ 32 Handlungsspeicher ............................................................. 32
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Teil 2: Die Persönlichkeit ........................................................ 35 Was unser Leben bewegt .......................................................... 36 Die Landkarte................................................................... 38 Deine innere Landkarte ....................................................... 38 Wer bist du? ..................................................................... 39
Teil 3: Planungsraster für eine erlebnispädagogische Aktion ............ 41 Die Teilnehmer mit offenen Augen sehen ...................................... 43 Deine eigene Persönlichkeit .................................................. 43 Die Persönlichkeit des Teilnehmers ......................................... 43 Welche Erwartungen hat der Teilnehmer? ................................. 44 Die wechselseitige Wirkung .................................................. 45 Die bewusste Identifikation mit den Teilnehmern ........................ 46 Wie viel Kick braucht der Mensch? .............................................. 48 Der Kick – Ein kleiner Exkurs in die Biochemie des Körpers............. 48 Erfasse die persönliche Geschichte der Teilnehmer! ......................... 50 Definiere dein Ziel! ................................................................ 53 Stelle dich den gesellschaftlichen Defiziten!.................................. 54 Plane die Aktivität! ................................................................ 55 Klärung eines häufigen Missverständnisses .................................... 58 Exkurs in die Psychologie der Angst ....................................... 58 Was löst Ängste aus? ...................................................... 58 Wie wirken Gefahrenreize? .............................................. 59 Veränderungen der Körperfunktionen .................................. 59 Veränderungen der Verstandesfunktionen und Gefühle ............. 60 Veränderungen des Verhaltens .......................................... 60 Prinzipien, die den Teilnehmern helfen, in ihren Handlungen sicherer zu werden ............................................................................... 63 Prinzip der Freiwilligkeit...................................................... 63 Akzeptanz der eigenen Grenzen ............................................. 63 Respektvoller Umgang miteinander ......................................... 63 Ermutigung zu neuem Erleben ............................................... 64 Mach Ängste transparent und verständlich! ............................... 64 Hilfestellung nach Johannes 16,33 .......................................... 65 Ablauf von Lernprozessen......................................................... 67 Entdecke deine eigenen Möglichkeiten! ........................................ 69
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Teil 4: Praxismodule .............................................................. 71 Praxismodul 1 - Wahrnehmung .................................................. Was nimmst du um dich herum wahr? ...................................... Wahrnehmung der Stille....................................................... Erfahrung der Stille für eine Gruppe .......................................
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Praxismodul 2 – Stärkung der Persönlichkeit .................................. 76 Nimm deinen Standpunkt ein! ............................................... 76 Bewahre deinen Standpunkt!................................................. 78 Praxismodul 3 – Wer bist du? ..................................................... Wer bist du? ..................................................................... Bausteine deiner eigenen Identität ......................................... Wer bist du nun? ...............................................................
81 81 82 86
Praxismodul 4 - Vertrauensbildung .............................................. Gott wurde aus Liebe zu uns „begreifbar“: ein Gott zum Anfassen ... Vertrauen zu sich selbst....................................................... Vertrauen zu anderen ......................................................... Vertrauen zu Gott ..............................................................
87 87 89 90 92
Praxismodul 5 – Teambildung..................................................... 94 Wie setzt sich ein Team zusammen? ........................................ 95 Teamaufgaben .................................................................. 97 Praxismodul 6 - Mitarbeitertraining ........................................... 100 Trainingsreihe für die Mitarbeiterschaft .................................. 101 Teamgespräche................................................................ 102 Praxismodul 7 – Themen ........................................................ Lass dir den Mut nicht rauben! ............................................. Finde deinen Weg!............................................................ Von der Einsamkeit zum Licht der Welt...................................
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Praxismodul 8 – Biblische Themen ............................................. Erlebniswelt Belastungs-Hike ............................................... Erarbeitung biblischer Texte ................................................ Methode der Elemetarisierung ............................................. Die alternative Weihnachtsfeier............................................ Erlebniswelt Dunkelheit .....................................................
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Erlebniswelt Spiele (Exkurs) ................................................ Spiele in der Nacht ........................................................... Erlebniswelt Bewegung ...................................................... Bewegungsspiele .............................................................. Erlebniswelt Winter .......................................................... Weitere Erlebniswelten ......................................................
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Teil 5: Sicherheitsaspekte ..................................................... 133 Persönliche Sicherheit ....................................................... 134 Psychische Sicherheit ........................................................ 134 Technische Sicherheit ........................................................ 135 Rahmenbedingungen ......................................................... 135
Teil 6: Nachbearbeitung und Reflexion ..................................... 137 Lernprozesse und Erfahrungen vertiefen ................................. 138 Schaffe einen Übergang! .................................................... 138 Was haben die Teilnehmer erlebt und gelernt? .......................... 139 Was habe ich als Leiter erlebt und erfahren? ............................ 139 Reflexionsmethoden.......................................................... 140
——— Die im Text genannten Namen und Ereignisse sind so umschrieben, dass sie reale Persönlichkeiten nicht identifizierbar machen. Sie geben einen Einblick in die praktische Arbeit und vertiefen so den Zugang zu erlebnispädagogischen Elementen. 7
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Teil 3:
Planungsraster fßr eine erlebnispädagogische Aktion
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Wir gehen nun auf die spannende Reise, eine erlebnisorientierte Einheit zu entwickeln. Wir werden es dabei mit verschiedenen Faktoren zu tun haben, die sich wechselweise beeinflussen.
Der Leiter
Der Teilnehmer
Die Gruppe
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Die Aktion
Die Erfahrung
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Die Teilnehmer mit offenen Augen sehen Deine eigene Persönlichkeit Zunächst bringst du dich selbst in einen pädagogischen Prozess ein. Es gibt Bereiche, die dich faszinieren und selbst stark beeindruckt haben. Du bringst deine Erfahrungen, deine Neigungen und auch deine Erwartungen mit in ein Programm. Du kannst dich für Karabiner, Kletterseile und Rundschlingen begeistern. Du kennst das geniale Gefühl, einen Fels oder einer Kletterwand überwunden zu haben. Du hast gekämpft, geschwitzt und dann hast du auch die erste Kletterroute bewältigt. Genial, wenn sich durch die Höhe eine ganz neue Perspektive entwickelt. Du kennst das Gefühl, wenn Adrenalin bis in die Ohrläppchen schießt. Du hast deine Freude und Begeisterung in einem lauten Jubelschrei ausgedrückt. Aber du bringst auch deine Begrenzungen und Schwächen mit in ein Programm. Du steigst nicht neutral in den Ring, sondern du bringst auch wunde Punkte und Verletzungen mit, die dir in der Vergangenheit zugefügt wurden. Oft hoffst du, dass niemand diese wunden Stellen entdeckt. Welche Rolle wirst du also einnehmen? Was ist deine Motivation für deine Arbeit mit Menschen? Du bist der stärkste Faktor in deinem Programm. Menschen werden dir begegnen. Sie nehmen dich wahr und sie werden von deiner Persönlichkeit beeinflusst. Bist du sicher oder unsicher in deinen Handlungen? Kannst du mit deinen Schwachpunkten umgehen? Was wird geschehen, wenn einer deiner „wunden Punkte“ berührt wird?
Die Persönlichkeit des Teilnehmers Ein pädagogisches Programm dient aber nicht in erster Linie dazu, dass du dich entfalten und entwickeln kannst. Darum musst du dir deine Teilnehmer vor Augen führen: Welche Erfahrungen bringen die Teilnehmer mit? Welches Risikoverhalten zeigen sie? Wie ist der Gesundheitszustand der Teilnehmer? Was motiviert sie und welche Bedürfnisse bringen sie mit in die Aktion? Wie können sie zur Konzentration gebracht werden? 43
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Das Programm oder die Aktion darf nicht nur die Mutigen und Sportlichen ansprechen, sondern soll gerade auch die Schwächeren zu neuen Erlebniswelten führen. Der Einzelne ist zugleich immer in einen gruppendynamischen Prozess eingebunden. Bei der Vorbereitung stellen wir uns darum auch Fragen zur Gruppensituation: Wie groß ist die Gruppe? Wie können Einzelne motiviert werden? Welche Konflikte bestehen in der Gruppe? Wie ist die aktuelle Stimmung der Gruppe? Wie stark wird der Gruppendruck auf den Einzelnen sein? Beim bloßen Gedanken an Höhe spüren einzelne Teilnehmer vielleicht schon den kalten Angstschweiß auf der Haut. Sie sind überzeugt, unter Höhenangst zu leiden. Sie kennen nicht das entspannende Gefühl, vertrauensvoll von einem anderen gehalten zu werden. Eventuell wurden sie von Menschen enttäuscht und „fallengelassen“. Sie spüren den inneren Druck, der entsteht, wenn sie selbst nicht klettern wollen, aber gleichzeitig Angst haben, sich vor der Gruppe als Versager zu erleben. Keiner redet gern über seine Angst. Angst ist ein so persönliches Erleben, das in uns stattfindet, uns blockiert, aber auch in Distanz zu anderen bringt. Wie wird sich ein bestimmter Teilnehmer in der Kletterwand verhalten? Was geschieht, wenn die Angst in ihm anwächst? Wie versucht er sich der Situation elegant zu entziehen? Durch welches Verhalten kann er sein Gesicht und den Stolz wahren, ohne dass jemand hinter die Fassade sieht und den realen Grund der Ängste entdeckt?
Welche Erwartungen hat der Teilnehmer? Es ist gut, darüber nachzudenken, welche Motivation und welche Erwartungen der einzelne Teilnehmer mit in die Aktionen bringt. Du bist nicht dazu da, alle Wünsche und Erwartungen deiner Teilnehmer zu erfüllen. Du musst wissen, welche Rolle du einnimmst. Du musst dich für eine Rolle entscheiden: Bist du der Animateur, der ständig nur für gute Laune sorgen muss? Bist du der Dompteur, der die Energie der Teilnehmer in Schach halten will? Bist du der Entertainer, der nur für einen Unterhaltungswert und die Zerstreuung zuständig ist? 44
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Oder bist du der Leiter, der den einzelnen Teilnehmer sieht und die Gruppe pädagogisch leiten will? Als Leiter wirst du nicht nur Begeisterung ernten. Als Leiter wirst du in Frage gestellt. Als Leiter kannst du angegriffen werden. Aber nur als Leiter kannst du einen Menschen oder eine Gruppe führen und ihr Potenzial entfalten. Bist du bereit, diese Aufgabe wahrzunehmen? Dann führe dir vor Augen, dass diese Entscheidung immer Konsequenzen haben wird.
Die wechselseitige Wirkung Wir sehen hier schon einen sehr starken Wechselbezug. Da ist auf der einen Seite zum Beispiel deine Kletterbegeisterung und auf der anderen Seite die Angst des Teilnehmers. Deine eigenen, positiven Erlebnisse sind nicht einfach übertragbar. Und auch deine Begeisterung zieht nicht jeden Teilnehmer sofort mit, obwohl sie schon sehr hilfreich ist. Diese Wechselwirkung macht ein Programm spannend und fordert heraus. Es ist wie beim Drachenfliegen: Die Energie des Windes treibt einen Drachen vorwärts. Aber wenn niemand dieser Energie einen festen Haltepunkt entgegensetzt, kann der Drachen nicht in den Himmel steigen. Die Dynamik der Teilnehmer braucht einen festen Standpunkt des Leiters. Erst wenn beide Kräfte zusammenwirken, kann der Drachen steigen und sich bewegen. Wie wirken also deine Teilnehmer auf dich? Wie wirkst du auf sie? Diese Wechselwirkung (Dialektik) wird noch dadurch erhöht, dass du nicht nur mit einem Menschen arbeitest, sondern oft eine Gruppe von Menschen begleitest. In einer Gruppe hast du viele Individualisten, die es immer seltener schaffen, aufeinander einzugehen. Sie sind oft einen einzelkonzentrierten Alltag gewöhnt. Wie werden sie sich in der Gruppe verhalten? Gibt es Konflikte und Spannungen in der Gruppe? Wer steht am Rand der Gruppe? Wer ist die dominante Führungspersönlichkeit? Warum kann die Person diese Rolle einnehmen? Wie steuert die Führungspersönlichkeit die Gruppe? 45