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7. Wasser zum Leben Überlegungen und Zielformulierung Schon im Kleinkindalter ist den Kindern das Element Wasser aus dem Lebensalltag vertraut. Baden, Waschen, Zähneputzen sind die ersten Erfahrungen, die sie mit Wasser machen. Kinder lieben Wasser. Es macht ihnen Freude, mit Wasser zu spielen, Wasser zu spritzen oder selbst darin zu planschen. Mit diesem Gottesdienst wollen wir den Kindern verdeutlichen, dass Wasser nicht nur Freude machen oder sauber waschen kann, sondern Leben spendet. Wir Menschen brauchen Wasser, sonst verdursten wir. Die Pflanzen brauchen Wasser, sonst können sie nicht wachsen und vertrocknen. Auch die Tiere brauchen Wasser, sonst können sie nicht leben. Material Kleines Planschbecken, Wasserkrug, lange Trinkhalme (ca. 50 cm), evtl. Steine und Muscheln, gefaltete Papierblumen, blaue Tücher, Kerze Mittelpunkt In unserer Mitte liegen blaue Tücher mit Muscheln und Steinen dekoriert, ein Planschbecken ohne Wasser und daneben ein großer Krug mit Wasser. Die Gottesdienstkerze sollte auch nicht fehlen. Begrüßung Eingangslied Hallo, „Peter“, wir begrüßen dich (siehe Anhang Seite 114) Entzünden der Kerze Damit wir immer daran denken, dass Gott in unserer Mitte ist, zünden wir hier im Gottesdienst unsere Kerze an. Es ist so, als würde sie uns zurufen: „Gott ist hier und strahlt uns an.“ So beginnen wir unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Lied Ho-Ho-Hosianna (siehe Anhang Seite 115)

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Gebet Guter Vater im Himmel, es ist schön zu wissen, du bist hier bei uns. Du kennst uns und du freust dich über jeden, der jetzt hier ist. Wir freuen uns auch auf diesen Gottesdienst. Segne uns! Amen. Lesung „Glücklich ist der Mensch, der auf Gott hört. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist. So kann er wachsen und Früchte bringen. Seine Blätter werden nicht trocken und verwelken nicht“ (nach Psalm 1,1-3). Einstieg Gespräch über die Dekoration in unserer Mitte. Wer kann schon erraten, worüber wir heute etwas hören? Wo erleben wir Wasser? Wozu brauchen wir Wasser? Lied Du hast uns deine Welt geschenkt, du gabst uns das Wasser. Du hast uns deine Welt geschenkt, Herr, wir danken dir. (nach der Melodie: Du hast uns deine Welt geschenkt)

Geschichte Der Baum an der Quelle (von Edith Rokitta) Folienbilder zur Geschichte im Anhang Seite 134. Vor langer, langer Zeit gab es einen kleinen, wunderschönen See. Um diesen See herum wuchs eine Gruppe von Bäumen. Kleine Bäume mit silbernen Blättern. Größere Bäume mit saftig grünen Blättern und ein Baum, dessen Zweige sich fast bis auf den Boden neigten. Jeden Abend lauschten sie den Geschichten, die ihnen die Eule erzählte. Sie saß hoch oben in den

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Zweigen und berichtete von bunten Vögeln und ihren zwitschernden Jungen. Sie plauderte von springenden Hasen und schleichenden Füchsen. Eines Tages aber sprach sie ganz aufgeregt: „Passt auf, meine grünen Freunde, es kommt eine große Trockenheit. Ich habe den Wind getroffen und es selbst gespürt. Grabt eure Wurzeln tief in die Erde bis zur Wasserquelle, nur so kann euch die Trockenheit nichts anhaben.“ Die Bäume mit den silbernen Blättern entgegneten: „Eule, du bist aber ängstlich. Schau dich um, hier in unserem See gibt es genügend Wasser. Wir merken nichts von einer Trockenheit. Gestern hat es doch auch noch geregnet. Uns passiert schon nichts.“ „Außerdem ist es ganz schön schwierig unsere Wurzeln tiefer zu graben. Hier, wo ich stehe, gibt es eine Menge Steine und harten Lehmboden. Das ist mir viel zu anstrengend. Das Wasser wird schon reichen“, antwortete der Baum mit den grünen Blättern. Die Eule flog in die Nacht hinaus. Der Baum mit den geneigten Zweigen schwieg einen Augenblick. Dann sagte er leise: „Warum sollte uns die Eule belügen? Ich werde versuchen, meine Wurzeln tiefer zu graben. Ich versuch´s!“ Von da an grub der Baum seine Wurzeln tiefer und tiefer. Es war schrecklich anstrengend, denn auch er stieß auf Steine und Lehmboden. Zuerst wurde er kleiner und er sah auch nicht mehr so saftig grün aus. Da lachten die anderen Bäume und sprachen: „Das hast du nun von deiner unnötigen Graberei.“ Aber er gab nicht auf und eines Tages griffen seine Wurzeln in feuchte, köstliche Erde. Der Baum war auf eine frische Wasserquelle gestoßen. Das Wasser schmeckte wunderbar frisch. Glücklich begann er zu trinken. Nun fühlte er sich immer besser und er fing an zu wachsen. Es bildete sich ein starker, dicker Stamm, mit weiten Zweigen und langen saftigen Blättern. Als die anderen Bäume das sahen, fragten sie: „Was ist denn mit dir geschehen? Wie machst du das? Wir werden immer hässlicher und du wirst zusehends dicker und schöner.“ „Ich

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habe meine Wurzeln tief in die Erde gegraben und dort eine Quelle entdeckt. Sie ist wunderbar frisch, das Wasser schmeckt herrlich und ich fühle mich wie neu geboren“, sagte der Baum mit den geneigten Zweigen. Die anderen Bäume gerieten in helle Aufregung und begannen ebenfalls zu graben. Aber durch die Wärme der Sonne und das fehlende Wasser kamen sie nur mühsam voran. Die angekündigte Trockenheit holte sie ein. Die Bäume hatten keine Zeit mehr, an die Quelle zu kommen. Langsam wurden sie matter und trockener, bis sie schließlich eingingen. Alle Bäume starben, nur ein einziger Baum überlebte. Er hatte seine Wurzeln an der Quelle und so genügend Wasser zum Überleben. Die Trockenheit dauerte viele Monate. Dann aber regnete es endlich. Die Erde wurde feuchter und fruchtbar. Eines Tages kam die Eule zurück und sah den Baum mit den geneigten Zweigen, er stand traurig in der Wiese. „Grüner Freund, was ist mit dir los? Deine Zweige hängen so tief herunter, wie ich es bisher noch nie gesehen habe“, sagte sie. „Liebe Eule, ich bin so allein. Es gibt hier weit und breit keine Bäume mehr.“ Die Eule wusste, was passiert war. Und weil sie großes Mitleid mit dem Baum hatte, sprach sie mit ihrem Freund, dem Wind. Schon hatte der Wind eine tolle Idee. Er reiste in eine Gegend, wo es viele grüne Bäume gab, sammelte Samen von Sträuchern und Bäumen und blies sie auf die Wiese, wo der Baum mit den geneigten Zweigen stand. Sofort begannen sie zu keimen und zu wachsen. Nach einigen Monaten standen rund um den Baum mit den geneigten Zweigen viele klitzekleine Ableger, die mit der Zeit zu großen Bäumen werden. Bäume mit silbernen Blättern, Bäume mit saftig grünen Blättern und viele, viele mehr. Lied Der kleine Krug in meiner Hand (siehe Anhang Seite 97) Gedanken zu Bibelvers „Glücklich ist der Mensch, der auf Gott hört. Der ist wie ein

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Baum, der am Wasser gepflanzt ist. So kann er wachsen und Früchte bringen. Seine Blätter werden nicht trocken und verwelken nicht“ (Psalm 1,1-3). So können wir uns unseren Gott vorstellen. Er ist wie eine frische Quelle, die niemals trocken wird. Wenn wir in seiner Nähe bleiben, das heißt, wenn wir so wie heute gemeinsam Gottesdienst feiern und von Gott hören und mit ihm reden, dann ist es so wie bei dem Baum, der an der Quelle kräftig und schön wurde. Gott will allen Menschen Leben schenken. Leben, das auch in trockenen Zeiten nicht verdorrt. Lied Der kleine Krug in meiner Hand (siehe Anhang Seite 97) Dabei reichen wir immer wieder den Krug mit Wasser von Kind zu Kind und gießen das Wasser ins Planschbecken. Aktion Wir verteilen große Trinkhalme und komponieren mit den Kindern ein „Blubber-Konzert“. Zum Abschluss erhalten die Kinder eine gefaltete Blume (Anhang), die sich beim Aufsetzen auf das Wasser öffnet. Lied Du hast uns deine Welt geschenkt (siehe Anhang Seite 97) Gebet Herr, unser Gott, wir wollen dir heute danke sagen, für jeden Regentropfen, für die kleinen Bäche, für die großen Flüsse und Meere. Wir danken dir, dass du uns unser Leben geschenkt hast und dass wir in deiner Nähe wachsen und schön werden. Gehe du nun mit uns, behüte und bewahre uns auf allen unseren Wegen. Amen. Vaterunser/ Segen Lied Halte zu mir, guter Gott (siehe Anhang Seite 112) Verabschiedung

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