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2016 NoV 1–– 6 KINO ARSENAL BERLIN WWW.AFRIKAMERA.DE

AFRICAN QUEERS AFRICAN MOVIES AFRICAN CULTURES


AFRIKAMERA 2016 AFRICAN QUEERS, AFRICAN MOVIES, AFRICAN CULTURES

Queere Lebensweisen sind auf dem afrika­ nischen Kontinent zu einem zentralen gesell­ schaftlichen und kulturellen Streitthema geworden, das nicht selten für politische Zwecke instrumentalisiert wird. Nicht erst seit den letzten Jahren gilt Afrika als homo­ phober Kontinent par excellence. Weltweite Aufmerksamkeit erweckte zum Beispiel die Ermordung des ugandischen Schwulen­ aktivisten David Kato vor fünf Jahren, dessen Vermächtnis unter anderem mit dem bewegenden Dokumentarfilm CALL ME KUCHU (5.11.) weiterlebt. In mehr als der Hälfte der afrikanischen Staaten ist Homosexualität strafbar, in einigen Ländern steht sogar die Todesstrafe darauf. Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle sind in Afrika immer wieder Opfer von Inhaftierun­gen, „korrektiven“ Vergewaltigungen und Er­pressung. In vielen maghrebinischen Ländern verschlechtern sich die Verhältnisse zuneh­ mend aufgrund des stärker gewordenen Einflusses von Islamisten. Ebenso wie die Kontroversen um Homosexualität nimmt jedoch auch die Sichtbar­ keit von LGBT-Identitäten in Afrika zu, was einer verstärkten Bildung von queeren Netz­werken geschuldet ist. Viele Aktivist_innen sind dabei im kultu­rellen Bereich aktiv, vor allem Filme­macher_ innen sind eine wichtige Stimme im Kampf für die Akzeptanz von LGBT geworden. Mit ihren Filmen machen sie unermüdlich auf die Situation sexueller Minderheiten aufmerksam.

Den zunehmenden Repressionen in vielen afrikanischen Ländern zum Trotz sind so gerade in jüngster Zeit eine Vielzahl von Spiel- und Dokumentarfilmen entstanden, die sich mit unterschiedlichen queeren Lebensentwürfen und queerem afrikanischen Alltag auseinandersetzen. In seiner neunten Ausgabe stellt das vom gemeinnützigen Kulturverein toucouleur e.V. organisierte Festival AFRIKAMERA – AKTUELLES KINO AUS AFRIKA eine Auswahl von aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen in den Mittel­ punkt seines Programms, die sich mit LGBT-Themen auseinandersetzen und sich für die Akzeptanz queerer Lebensweisen auf dem afrikanischen Kontinent einsetzen. Engagierten Regisseur_innen und Aktivist_­ innen wird im Rahmen von AFRIKAMERA eine Plattform geboten, um zu diskutieren und ihre Filme vorzustellen. Zur Eröffnung des Festivals mit L‘ARMÉE DU SALUT (SALVATION ARMY) (1.11., Wdh. 2.11.) wird der marokkanische Schriftsteller und Regisseur Abdellah Taïa zu Gast sein und die Verfilmung seines eigenen, autobiographisch geprägten Romans aus dem Jahr 2006 präsentieren, des ersten homosexuellen Coming Outs in Literaturform aus der arabischen Welt. Für die Work in Progress / Private Preview von THE PEARL OF AFRICA (4.11.) von Jonny von Wallström ist die Hauptprotagonistin und Genderaktivistin Cleopatra Kambugu eingeladen – der Film erzählt ihre eigene Geschichte als Transgenderfrau, die neben AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November

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200 anderen LGBTs von einer ugandischen Boulevardzeitung geoutet wurde und darauf hin aus Sicherheitsgründen das Land verlassen musste. Mit MY NAME IS SHERIFF NOW (6.11.) präsen­ tiert AFRIKAMERA die aktuelle Arbeit von Teboho Edkins als Deutschlandpremiere. Der Film des lesothischen Regisseurs erzählt aus dem Leben von Sheriff Mothopeng und seinem Umgang damit, mit dem ‚falschen’ Geschlecht geboren worden zu sein. Der Regisseur des Films und sein Hauptprotagonist werden zur Premiere vor Ort sein. Südafrika ist das erste Land der Welt, das 1994 das Recht auf Schutz vor Diskrimi­ nierung aufgrund der sexuellen Orientierung in die Verfassung schrieb. In Rahmen einer Sonderveranstaltung in den Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung (3.11.) in Berlin-Mitte stellt AFRIKAMERA mit WHILE YOU WEREN´T LOOKING das Spiefilmdebut der südafrikanischen Regisseurin Catherine Stewart vor. An Originalschauplätzen gedreht, erkundet der Film die vielfältigen Grenzziehungen, die Südafrika bis heute spalten und wirft zudem interessante Seitenblicke auf die aktuelle queere Kunst- und Musikszene des Landes. Die Präsentation von zwei weiteren LGBTKurzfilmen und eine Diskussionsrunde im Anschluss an die Screenings runden das Programm ab. Über den thematischen Schwerpunkt hinaus zeigt AFRIKAMERA weitere Highlights des vergangenen afrikanischen Kinojahres, darunter THE CEO (6.11.), ein Thriller des nigerianischen Regisseurs Kunle Afolayan als Deutschlandpremiere. Der Film, der mit einem Starensemble aufwartet, entführt die Zuschauer_innen in einen Assessment-Center-

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AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November

Strandressort-Alptraum vor der Küste Nigerias. LOVE THE ONE YOU LOVE (2.11.), das Lang­filmdebut von Jenna Cato Bass, erzählt in Form einer romantischen Komödie von der Utopie einer funktionierenden, multi­ ethnischen Gesellschaft in Südafrika, während die beim FESPACO 2015 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete berührende Komödie PRICE OF LOVE (5.11.) von Hermon Hailay seltene Einblicke in das Alltagsleben in Addis Abeba ermöglicht. Das Programm AFRICA RISING (4.11.) ist eine Zusammenstellung herausragender Kurzfilme der letzten beiden Jahre – Lemo­ hang Jeremiah Mosese aus Lesotho wird hier seine aktuelle Arbeit MOSONNGOA – THE MOCKED ONE (2016) präsentieren. Mit KINDIL EL BAHR (3.11.) von Damien Ounouri hat AFRIKAMERA noch eine unge­ wöhnliche, algerische Horrorfabel im Programm. Unser besonderer Dank gilt in diesem Jahr Engagement Global gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Auswärtigen Amt und dem Goethe Institut Südafrika, dem Institut Français sowie unserem langjährigen Partner, der HeinrichBöll-Stiftung, die das Projekt AFRICAN QUEERS, AFRICAN MOVIES, AFRICAN CULTURES möglich gemacht haben.

Wir freuen uns auf AFRIKAMERA 2016 ! Alex Moussa Sawadogo, Florian Wachinger, Uta Rügner, Christiane Dramé, Juana Awad


Programm 1— 6 November 2016 Dienstag, 1. November 20.00 AFRIKAMERA 2016 Eröffnung L‘ARMÉE DU SALUT SALVATION ARMY Abdellah Taïa Marokko / Frankreich 2013 In Anwesenheit von Abdellah Taïa

DCP

OmE

Mittwoch, 2. November 19.00 L‘ARMÉE DU SALUT SALVATION ARMY (Wdh.) Abdellah Taïa Marokko / Frankreich 2013 DCP OmE In Anwesenheit von Abdellah Taïa 21.00 LOVE THE ONE YOU LOVE Jenna Cato Bass Südafrika 2014 DVD OV 105 min

84 min

84 min

Donnerstag, 3. November 18.30 Sonderveranstaltung Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin WHILE YOU WEREN´T LOOKING Catherine Stewart Südafrika 2015 DVD OV 76 min VORFILME SHE Ndimbira Claudine Shenge Ruanda 2016 Digital OV 14 min AS THEY SAY Hicham Ayouch Marokko / Vereinigte Arabische Emirate 2011 Digital OmE 13 min Im Anschluss an die Vorfilme: Diskussion mit Eric Gitari (Kenia), Cleopatra Kambugu (Uganda), Ndimbira Claudine Shenge (Ruanda) und Abdellah Taïa (Marokko) Donnerstag, 3. November 21.00 KINDIL EL BAHR Damien Ounouri Algerien / Qatar / USA 2016 Blu Ray VORFILM AMAL  Aida Senna Marokko 2015 Digital OmE 15 min

OmE

40 min

Freitag, 4. November 19.00 AFRICA RISING Kurzfilmprogramm Ägypten / Äthiopien / Burkina Faso / Lesotho / Mauritius 2015 – 2016 Digital OmE ca. 60 min Zu Gast: Lemohang Jeremiah Mosese (Regisseur, Lesotho) 21.00 THE PEARL OF AFRICA (work in progress, private preview) Jonny von Wallström Uganda / Schweden 2016 DVD OmE 80 min Anschließend Gespräch mit Cleopatra Kambugu (Hauptprotagonist) Samstag, 5. November 17.00 CALL ME KUCHU Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright USA / Uganda 2012 DCP OV 90 min 19.00 OUT IN AFRICA LGBT Kurzfilmprogramm Ghana / Mali / Marokko / Ruanda / Senegal 2011 – 2016 Digital OmE ca. 60 min Zu Gast: Ndimbira Claudine Shenge (Regisseurin, Ruanda) 21.00 PRICE OF LOVE Hermon Hailay Äthiopien 2015 Blu Ray OmE 99 min

AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November

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Programm

Sonntag, 6. November 17.00 DAKAN Mohamed Camara Guinea / Frankreich 1997 DVD OmU 89 min 19.00 MY NAME IS SHERIFF NOW (work in progress) Teboho Edkins Lesotho / Südafrika / Deutschland 2016 Digital OmE 35 min Zu Gast: Teboho Edkins und Sheriff Mothopeng (Hauptprotagonist) VORFILM SEBONTA Habiso Ranthoyakgale, Ellen Phooko Südafrika 2016 Digital OV 24 min 21.00 THE CEO Kunle Afolayan Nigeria 2016 DCP OmE 90 min Deutschlandpremiere

Festivalkino und TicketS AFRIKAMERA 2016

1 — 6 November 2016 im Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin Eintrittspreise

Erwachsene: 7,50 Euro Arsenalmitglieder: 5 Euro Kinder: 3 Euro Berlin-Pass: 3 Euro Kartenvorbestellung Arsenal

030  26955100 ticket@arsenal-berlin.de (Mo – Fr bis 17 Uhr) www.arsenal-berlin.de Sonderveranstaltung, 3. NOVember, 18.30 Uhr

Heinrich-Böll-Stiftung Schumannstr. 8, 10117 Berlin Eintritt frei Mehr Infos zum Programm

www.afrikamera.de

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AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November


DI 1 NOV

MI 2 NOV

20.00

19.00

L‘ARMÉE DU SALUT (Whd.) SAlvation Army von Abdellah Taïa Marokko / Frankreich

2013

DCP

OmE

84 min

In Anwesenheit von Abdellah Taïa

AFRIKamera 2016: ERÖFFNUNG L‘ARMÉE DU SALUT SAlvation Army von Abdellah Taïa Marokko / Frankreich

2013

DCP

OmE

84 min

In Anwesenheit von Abdellah Taïa

Aufgewachsen in einer Großfamilie in einem Arbeiterviertel in Casablanca, entdeckt Abdellah als Teenager seine Sexualität und sieht sich mit den Tabus der konservativen marokkanischen Gesellschaft konfrontiert, die Homosexualität ablehnt. Für sein Studium entscheidet er, Casa­ blanca zu verlassen und nach Genf zu ziehen um mit dem Leben im Verborgenen zu brechen. Während er sich mit den neuen Möglichkeiten der Freiheit konfrontiert sieht, ringt er zugleich mit dem Verlust seiner Heimat. ABDELLAH TAÏA, 1973 in der marokkanischen Hauptstadt Rabat geboren, lebt heute in Paris. Als Autor mehrerer Romane fand er weltweite Anerkennung. Er war 2006 der erste marokkanische Schriftsteller, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannte. Sein Outing war der Anstoß für eine Debatte über die Rechte von Homosexuellen in Nordafrika und der arabischen Welt. Mit seinem Debutfilm L’armée du salut, einer Adaption seines gleichnamigen semi-biographischen Romans aus dem Jahr 2006, präsentierte sich Abdellah Taïa auf dem Festival von Venedig erstmalig auch als Filmemacher.

LOVE THE ONE YOU LOVE

21.00

Von Jenna Cato Bass Südafrika

2014

DVD

OV

105 min

Terri arbeitet als Telefonistin bei einer ErotikHotline. Sie sehnt sich nach Freiheit und möchte als Englischlehrerin nach Südkorea gehen. Doch hat sie dabei nicht mit dem Widerstand ihrer Familie und Freunde gerechnet, die sie dazu drängen, mit ihrem Freund Sandile zusammenzubleiben. Als der von Liebeskummer geplagte Eugene nachts in ihrer Telefon-Hotline landet, beginnt sich das Blatt zu wenden. Das Langfilmdebut von Jenna Cato Bass erzählt in Form einer romantischen Komödie von der Utopie einer funktionierenden, multiethnischen Gesellschaft in Südafrika. JENNA CATO BASS (*1986) ist Herausgeberin eines Literaturmagazins und war als Autorin auf der Shortlist für den wichtigsten afrikanischen Literaturpreis. Ihr Kurzfilm The Tunnel (2009) lief u. a. beim Sundance Film Festival und auf der Berlinale.

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DO 3 NOV

18.30 Heinrich Böll Stiftung MI 11 NOV 21.30

SONDERVERANSTALTUNG Schumannstr. 8, 10117 Berlin Eintritt frei

Vorfilm SHE

WHILE YOU WEREN´T LOOKING

Von NDIMBIRA CLAUDINE SHENGE Ruanda 2016 DIGITAL OV 14 min

VON Catherine Stewart Südafrika

Ihr ganzes Leben lang schon trägt Laura ein großes Geheimnis in ihrem Herzen. Alles ändert sich innerhalb eines Tages, als sie sich schließlich ihren Gefühlen hingibt. NDIMBIRA CLAUDINE SHENGE studierte Geschichte, Wirt­schaft und Geographie, bevor sie verschiedene Kurse am Kwetu Film Institute in Kigali belegte. Seit 2014 ist sie Studentin am ruandischen Maisha Screenwriting Lab.

Vorfilm AS THEY SAY Von Hicham Ayouch Marokko / Vereinigte Arabische Emirate DIGITAL OmE 13 min

2011

Ein Vater und sein Sohn fahren zu einem gemeinsamen Angelwochenende in die Berge. Doch als der Sohn seinem Vater gesteht, dass er schwul ist, eskaliert die Situation. Der Film zeigt nicht nur einen Familien- und Generationenkonflikt, sondern platziert diesen inmitten einer überwältigenden Landschaft, die selbst zum Akteur des Filmes wird. HICHAM AYOUCH, geboren 1976 in Frankreich als Sohn marokkanischer Eltern, lebt und arbeitet in Marokko. Als ausgebildeter Journalist dreht er zunächst zahlreiche Werbe- und institutionelle Filme. Er war einer von sechs Filmemacher_innen, die von der 10. Sharjah Biennale (2011) eingeladen wurden, eine Arbeit zu realisieren. AS THEY SAY ist das Ergebnis dieser Einladung. Im Anschluss an die Vorfilme: Diskussion mit Eric Gitari (LGBTI-Aktivist, Kenia), Cleopatra Kambugu (Aktivistin, Uganda), Ndimbira Claudine Shenge (Regisseurin, Ruanda) und Abdellah Taïa (Schriftsteller und Aktivist, Marokko). 8

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2015

DVD

OV

76 min

Dez und Terri sind ein lesbisches Paar und seit 20 Jahren verheiratet. Dank der liberalen süd­afrikanischen Verfassung führen sie ein etabliertes modernes Leben, zu dem die Kunstszene und ein schwuler Freundeskreis genauso selbstverständlich gehören wie die schwarze Hausangestellte in ihrem Luxus­ apartment. Ihre Adoptivtochter Asanda ist 18 und ein perfektes Vorzeigebeispiel für Südafrikas Diversity-Politik. Sie ist auf der Suche nach ihren schwarzen Wurzeln und belegt Vorlesungen in Queer Studies. Neugierig begegnet sie Shado, einem weiblichen Tomboy aus einem Township am Rande Kapstadts. Schon nach ihrer ersten Begegnung zeigen Asanda und Shado Interesse füreinander. Als sie ihr unterschied­ liches Zuhause kennenlernen, erfahren sie sehr bald, dass es auch in ihrem Freundesund Familienkreis Vorurteile gibt... Der Film erkundet die vielfältigen Grenzziehungen, die Südafrika bis heute spalten. CATHERINE STEWART lebt in Johannesburg und arbeitet als freie Regisseurin, Drehbuchautorin und Dramaturgin. Seit über 25 Jahren hat sie verschiedene TV-Dramen, Serien, Mini-Serien und Kurzfilme geschrieben und gedreht. WHILE YOU WEREN´T LOOKING ist ihr erster Spielfilm, produziert vom „Out In Africa Gay & Lesbian Film Festival“.


Do 3 NOV

21.00

KINDIL EL BAHR

FR 4 NOV

19.00

AFRICA RISING Kurzfilmprogramm

Von Damien Ounouri Algerien / Qatar / USA OmE

2016

Blu Ray

Ägypten / Äthiopien / Burkina Faso / Lesotho /  Mauritius

40 min

2015  – 2016

DIGITAL

OmE

ca. 60 min

Zu Gast: Lemohang Jeremiah Mosese (Regisseur,

Die junge Mutter Nfissa wird beim Schwim­ men im Meer unbemerkt von einer Gruppe junger Männer angegriffen und ertrinkt. Nfissas Mann schaltet die Polizei ein, aber seine Frau bleibt spurlos verschwunden. Kurz darauf kommt es am Strand unter männlichen Badegästen zu einer rätsel­ haften Todesserie – ein Meeresungeheuer, das Rache nimmt?

Lesotho)

Der erste Spielfilm von DAMIEN OUNOURI feierte im Rahmen der „Sélection de la Quinzaine des Réalisa­ teurs“ in Cannes 2016 seine Premiere. Der studierte Filmwissenschaftler drehte bislang ausschließlich Dokumentarfilme. Für Fidaï (2012), einen Film über die algerische Revolution, erhielt er mehrere Preise.

Mit dem Programm AFRICA RISING präsentiert AFRIKAMERA eine Auswahl herausragender aktueller Kurzfilme – darunter MOSONNGOA – THE MOCKED ONE von Lemohang Jeremiah Mosese. Die junge Mosonngoa ist Außen­ seiterin. Ihr Vater hatte sich einen Sohn als Kind gewünscht. Heimlich übt sie sich in der Meisterschaft des Stockkampfes. Als ihr Vater seine Farm zu verlieren droht, beginnt sie zu kämpfen... Der Regisseur wird zum Screening anwesend sein.

Vorfilm

AMAL

Von Aida Senna Marokko 2015

DIGITAL

OmE

15 min

Amal, eine Medizinstudentin, wird vergewaltigt. Sie setzt ihr Studium fort und erzählt niemandem davon. Erst als ihr bester Freund Hicham sich als schwul outet, offenbart sie ihr dunkles Geheimnis. AIDA SENNA lebt und arbeitet als Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Fotografin in Frankreich und Marokko. Amal war für die Kategorie „Compétition Internationale“ beim 38. Festival International du Court Métrange in Clermont Ferrand nominiert.

Filme des Programms ROD ZEGWI DAN PIKAN von Azim Moollan THE PENCIL von Adjaratou Ouedraogo NEW EYES von Hiwot Admasu Getanet THE AFTERMATH OF THE INAUGURATION OF THE PUBLIC TOILET AT KILOMETRE 375 von Omar El Zohairy MOSONNGOA – THE MOCKED ONE von Lemohang Jeremiah Mosese

LEMOHANG JEREMIAH MOSESE arbeitet als Drehbuch­ autor, Regisseur und Kameramann. Einige seiner Filme wurden bereits bei renommierten internationalen Filmfestivals wie dem Festival du Court Métrange de Clermont Ferrand, dem Raindance International Film Festival oder dem Festival del Cinema Africano, d’Asia e America Latina gezeigt. Mosese lebt und arbeitet in Berlin und Lesotho.

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FR 4 NOV

SA 5 NOV

21.00

THE PEARL OF AFRICA (work in progress, private preview)

17.00

CALL ME KUCHU Von Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright

Von Jonny von Wallström Uganda / Schweden

2016

DVD

OmE

80 min

USA / Uganda

2012

DCP

OV

90 min

AnschlieSSend Gespräch mit Cleopatra Kambugu (Hauptprotagonist)

Mit THE PEARL OF AFRICA zeigt AFRIKAMERA die aktuelle Arbeit von Jonny von Wallström als Private Preview. Im Jahr 2014 veröffentlichte die ugandische Boulevardzeitung Red Pepper die persönlichen Daten von 200 LGBTs in Uganda. Cleopatra Kambugus Name tauchte auf einer dieser Listen auf. Dieser mitfühlende Film erzählt die Geschichte von Cleos darauffolgender Entscheidung, Uganda gemeinsam mit ihrem Mann Nelson Kasaija zu verlassen, um sich in Thailand einer Geschlechtsumwandlung unterziehen zu können. The PEARL OF AFRICA ist ein ruhiges und expansives Porträt zweier bemerkens­ werter Menschen. Anschließend Gespräch mit Cleopatra Kambugu, Hauptprotagonistin des Films und politische Aktivistin. JONNY VON WALLSTRÖM, geboren 1982, ist ein schwedischer Fotograf und Regisseur. Er studierte Film und Fotografie, bezeichnet sich aber als „selftaught artist“. Sein Film Zero Silence war u.a. in der Auswahl des Sheffield Doc / Fest Festivals im Jahr 2011 zu sehen.

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Seit Jahren versuchen christlich-religiöse Gruppen in Uganda ein verschärftes AntiHomosexualitäts-Gesetz durchzusetzen, das Haftstrafen für Homosexuelle vorsieht. Der Dokumentarfilm von Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright beschreibt das Leben des 2011 ermordeten, ersten sich öffentlich bekennenden schwulen Aktivisten Ugandas, David Kato, und das seiner Mitstreiter. Ruhig beobachtend zeichnet der Film ein Bild extremer Homophobie, christlichreligiösen Fanatismus’ und einer gerade daraus erstarkenden LGBT-Gemeinschaft. MALIKA ZOUHALI-WORRALL (*1984) arbeitet seit ihrem Politikstudium in Cambridge und Paris als freie Journalistin unter anderem für die Financial Times. Für CNN produzierte sie Reportagen aus Indien, Uganda und China. Eine Reportage über Arbeitsbedingungen von transsexuellen Angestellten in den USA war der Auslöser für ihren Debütfilm CALL ME KUCHU. KATHERINE FAIRFAX WRIGHT (*1983) arbeitete nach ihrem Film- und Anthropologie-Studium an der Columbia University u.a. mit Bent-Jorgen Perlmutt, Nelson Walker III. und Fellipe Barbosa. Sie ist zudem als Produzentin und Fotografin aktiv.


SA 5 NOV

19.00

OUT IN AFRICA LGBT Kurzfilmprogramm

Sa 5 NOV

21.00

PRICE OF LOVE Von Hermon Hailay

Ghana / Mali / Marokko / Ruanda / Senegal 2011 – 2016

DIGITAL

OmE

Äthiopien

2015

Blu Ray

OmE

99 min

ca. 60 min

Zu Gast: Ndimbira Claudine Shenge (Regisseurin, Ruanda) Filme des Programms L’AUTRE FEMME von Marie Ka AS THEY SAY von Hicham Ayouch RELUCTANTLY QUEER von Akuosa Adoma Owusu JE SUIS AFRICAIN, MUSULMAN ET HOMOSEXUEL von Johan Amselem SHE von Ndimbira Claudine Shenge

Das Programm OUT IN AFRICA ist eine Zusam­ menstellung herausragender LGBT-Kurzfilme der letzten Jahre – darunter RELUCTANTLY QUEER von Akuosa Adoma Owusu, in dem sich ein junger Ghanaer mit der Frage auseinander­ setzt, was es heißt, hier und heute queer zu sein, sowie der ruandische Beitrag SHE von Ndimbira Claudine Shenge über das Coming Out der jungen Laura. Die Filmemacherin wird zum Screening anwesend sein.

In einer Sondervorführung zeigt AFRIKAMERA mit PRICE OF LOVE das Spielfilmdebut der äthiopischen Regisseurin Hermon Hailay. Teddy ist Taxifahrer in Addis Abeba. Er wuchs auf der Straße auf und tut alles, um nicht wieder in alte Muster zurückzufallen – Khat zu kauen und Alkohol zu trinken. Sein Taxi ist seine Lebensversicherung. Doch als er in den Streit zwischen einer Prostituierten und deren Ex-Freund eingreift, der Frauen in den Mittleren Osten verkauft, ist der Wagen weg. Teddy steht plötzlich ohne seine Einkommens­ quelle da – dafür mit einer jungen Frau, die er nicht kennt... Die berührende romantische Komödie gibt seltene Einblicke in das All­tags­ leben in Addis Abeba. HERMON HAILAY (*1985) ist Autodidaktin und zählt zu den führenden Drehbuchautoren und Regisseuren in Äthiopien. Ihr Langfilmdebüt PRICE OF LOVE wurde beim Filmfestival in Toronto gefeiert und gewann den Special Prize beim FESPACO-Festival 2015.

NDIMBIRA CLAUDINE SHENGE lebt und arbeitet in Kigali / Ruanda. Nach ihrem Studium der Geschichte, Wirtschaft und Geographie belegte sie verschiedene Kurse am Kwetu Film Institut in Kigali, Ruanda. 2013 wurde sie zum Luxor African Film Festival eingeladen. Seit 2014 studiert sie am Maisha Screenwriting Lab.

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SO 6 NOV

SO 6 NOV

17.00

DAKAN

MY NAME IS SHERIFF NOW (work in progress)

VON Mohamed Camara Guinea / Frankreich

19.00

1997

Von Teboho Edkins DVD

OmU

89 min

Lesotho / Südafrika / Deutschland 2016 OmE 35 min zu Gast: Teboho Edkins und Sheriff Mothopeng

Mit DAKAN zeigt AFRIKAMERA einen Klassiker des queeren afrikanischen Kinos. Er gilt als der erste westafrikanische Spielfilm über schwule Liebe. Manga und Sori sind noch Schüler, als sie sich ineinander verlieben. Dass sich ihre Klassenkameraden über sie lustig machen, stört sie nicht. Aber als sie ihren Eltern von ihrer Liebe erzählen, stoßen sie auf Ablehnung und Unverständnis. Unter dem Druck versuchen beide Jungs, gegen ihr Schwulsein anzugehen. Manga sucht bei einer traditionellen Heilerin Hilfe, um seine Liebe zu ‚kurieren‘, später geht er erfolglos eine Beziehung zu einer jungen Frau ein. Sori zieht auch mit einer Frau zusammen und wird Vater. Doch am Ende sehen die beiden jungen Männer ein, dass sie nur voreinander geflüchtet sind, und ihre Liebe triumphiert gegen alle Widerstände. MOHAMED CAMARA (*1959 in Conakry) studierte am Atelier international de Théâtre Blanche Salant & Paul Weaver in Paris. Die Premiere von DAKAN beim FESPACO 1997 wurde äußerst kontrovers aufgenommen. Später erhielt der Film zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Großen Preis der Jury beim renommierten LGBT-Filmfestival Outfest in Los Angeles.

(Hauptprotagonist)

Teboho Edkins aktuelle Arbeit erzählt aus dem Leben von Sheriff Mothopeng und seinem Umgang damit, mit dem ‚falschen‘ Geschlecht geboren worden zu sein. Die zwischen Erstaunen und Neugier einerseits und einer bemerkenswerten Wärme, Liebe und Akzeptanz andererseits changierenden Reaktionen seiner Umwelt ermutigen ihn schließlich dazu, die für ihn richtige Ent­ scheidung zu treffen. Teboho Edkins und sein Hauptprotagonist Sheriff werden zum Screening anwesend sein. TEBOHO EDKINS (*1980) studierte Kunst an der Universität Kapstadt, konnte dann durch ein Stipendium zwei Jahre lang in Le Fresnoy / Frankreich als Artist in Residence arbeiten. Diesem Stipendium folgte ein Postgraduierten-Studium an der dffb. Seit 2004 hat sich Edkins durch seine Kurz- und Dokumentarfilme über das Leben in Südafrika nach dem Ende der Apartheid einen Namen gemacht.

Vorfilm SEBONTA

Von Habiso Ranthoyakgale, Ellen Phooko Südafrika 2016 DIGITAL OV 24 min In dem Film der beiden AFDA-Absolventen verliebt sich ein Teenager in einen älteren, offen schwul lebenden Mann und versucht, sich von seinem homophoben Freundeskreis zu emanzipieren.

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AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November


21.00

THE CEO Von Kunle Afolayan Nigeria

2016

DCP

OmE

90 min

Deutschlandpremiere

Das Festival schließt mit einer weiteren Deutschlandpremiere: Im Thriller THE CEO des nigerianischen Regisseurs Kunle Afolayan sucht das global agierende Kommunikations­ unternehmen TransWire Communications nach einem neuen CEO für den Geschäfts­ bereich Nigeria. In einem Strandressort wird für die fünf aussichtsreichsten Kandidat_innen ein Assessment Center eingerichtet. Obwohl alle herzlich miteinander umgehen, wissen sie, was auf dem Spiel steht. Für einige der Anwärter_innen wird das Ressort schließlich zur Todesfalle.

Are you looking for freedom mit Il barbiere di Siviglia Vor der Morgenröte? Guter Plan! taz Plan für Musik, Kino, Bühne und Kultur. 16 Seiten Kultur & Programm für Berlin immer donnerstags in der taz. Bestellen Sie unser unver­ bindliches taz­Miniabo: 5 Wochen taz für 10 Euro inkl. einer deutschsprachigen Le Monde diplomatique.

www.taz.de/abo

KUNLE AFOLAYAN ist ein nigerianischer Schauspieler, Produzent und Filmregisseur. Seit 2005 drehte er verschiedene Filme, u.a. The Figurine, der insgesamt fünf Awards bei den African Movie Academy Awards gewann. Sein Film Phone Swap feierte 2013 in Frankreich Premiere und gewann den Publikumspreis beim Nollywood Week Festival in Paris. Für THE CEO konnte er mit Wale Ojo, Lala Akindoju, Angelique Kidjo, Aurelie Eliam, Hilda Dokubo und anderen ein Schauspieler-Starensemble gewinnen.

AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November

taz Verlags- und Vertriebs GmbH, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin

SO 6 NOV

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Discourse & Discussions

Seit seiner Gründung engagiert sich AFRI­ KAMERA im Bereich kulturelle Bildung und initiiert Dialogprojekte, Panels und Workshops im In- und Ausland. Diese kontinuierliche kunst- und medien­ relevante Entwicklungsarbeit ist einzigartig in der deutsch-afrikanischen Film- und Medien­ landschaft und verfügt bereits über ein solides länderübergreifendes Netzwerk und eine große Medienpräsenz. Projekte finden dabei nicht nur festival­ begleitend in Berlin, sondern beispielsweise auch im Rahmen von Partnerfestivals wie dem Rencontres du Film Court (Antananarivo /  Madagaskar) und dem Kasseler Dokfest statt. Workshops werden gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern im In- und Ausland realisiert.

Überblick über die Veranstaltungen mit

Auch im Rahmen von AFRIKAMERA 2016 – African Queers, African Movies, African Cultures – wird es über die Filmprogramme hinaus eine Vielzahl von Gesprächen und Diskussionsrunden geben.

Freitag , 4. November

Filmschaffende aus Afrika gehören seit jeher zu den ersten, die politisch und gesellschaft­ lich tabuisierte Themen aufgreifen. Die diesjährige Ausgabe des Festivals begreift sich so nicht nur als Plattform für das aktuelle queere Kino aus Afrika, sondern auch als offener und öffentlicher Diskursraum, der zu Begegnungen zwischen der Mehrheitsgesell­ schaft und der LGBT-Szene aufruft. Thematisiert werden Fragen zur aktuellen gesellschaftlichen Situation der LGBTs in den afrikanischen Ländern und zu den emanzi­ patorischen Potentialen des queeren afrikanischen Kinos für gesellschaftlichen und politischen Wandel.

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AFRIKaMERA 2016, 1 —  6 November

­Gesprächen & Diskussionen zum Themenschwerpunkt LGBT Mittwoch, 2. November

Gespräch mit Abdellah Taïa im Anschluss an das Screening von L‘ARMÉE DU SALUT, Kino Arsenal Donnerstag, 3. November

Diskussion mit Eric Gitari (LGBTI-Aktivist, Kenia), Cleopatra Kambugu (Aktivistin, Uganda), Ndimbira Claudine Shenge (Regisseurin, Ruanda) und Abdellah Taïa (Schriftsteller und Aktivist, Marokko) und weiteren Gästen. Im Anschluss an das Screening von SHE und AS THEY SAY, Heinrich-Böll-Stiftung

Gespräch mit Cleopatra Kambugu und Nelson Kasaija (Uganda) im Anschluss an das Screening von THE PEARL OF AFRICA (work in progress, private preview), Kino Arsenal Samstag , 5. November

Gespräch mit Ndimbira Claudine Shenge (Regisseurin, Ruanda) im Anschluss an das Screening des LGBT Kurzfilmprogramms AFRICA RISING, Kino Arsenal Sonntag, 6. November

Gespräch mit Teboho Edkins (Regisseur) und Sheriff Mothopeng (Hauptprotagonist) im Anschluss an das Screening von MY NAME IS SHERIFF NOW (work in progress), Kino Arsenal


IMPRESSUM Veranstalter: toucouleur e.V., Dieffenbachstr. 58, 10967 Berlin, info@afrikamera.de, www.afrikamera.de Schirmherrschaft: Dr. Uschi Eid Künstlerische Leitung und Programm: Alex Moussa Sawadogo Kuratorische Beratung: Dorothee Wenner Programmkonzeption und Text: Alex Moussa Sawadogo, Florian Wachinger Projektmanagement, Marketing und Finanzen: Uta Rügner / PR und Kommunikation: Florian Wachinger / Presse: Christiane Dramé / Programmkoordination: Tatjana Scheikert / Produktionsleitung: Juana Awad / Produktionsassistenz: Mandy Hetz / Gästebetreuung: Brian Karp / Mitarbeit Festivalorganisation: Andrew Clark, Tim Müller, Francis Ouédraogo / Corporate Design Afrikamera, Webdesign: Romeo Umulisa (Lycamedia) / Festivalfotografie: Chris Keller / Filmmoderation: Tobias Ashraf Redaktion Programmheft: Christiane Dramé, Florian Wachinger / Übersetzungen: Susanne Sawadogo, Erling Pedersen / Gestaltung Programmheft: Antonia Neubacher  © 2016 toucouleur e.V.  © für die Texte bei den Autoren / © für die Abbildungen bei den Urhebern und Rechteinhabern Für den Inhalt dieser Publikation ist allein toucouleur e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder.


präsentieren

Kino International Cinema Paris Filmtheater am Friedrichshain Rollberg Kino Arsenal Institut français Berlin Centre Français de Berlin / City Kino Wedding

franzoesische-filmwoche.de

AFRIKAMERA - AFRICAN QUEERS | AFRICAN MOVIES | AFRICAN CULTURES  

FESTIVAL PROGRAM 2016

AFRIKAMERA - AFRICAN QUEERS | AFRICAN MOVIES | AFRICAN CULTURES  

FESTIVAL PROGRAM 2016

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