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3. ausgabe 2015

für alle mitarbeiter, gäste und freunde des klosters andechs und der abtei sankt bonifaz

kirche und kloster  Diakonenweihe von Frater Matthias und Frater Lukas klosterbr auerei  Andechser Klosterbiere in Italien panor ama  Mitarbeiterfest im Klostergasthof


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bergecho 3 . 2015

|  editorial

V

or einiger Zeit habe ich im Radio

Der alltägliche Lebensraum der Mönche

aufhorchen ließ. Jetzt gibt es eine

le Arbeit, der achtsame Umgang mit den

einen Bericht gehört, der mich

ist »Haus Gottes«. Der ganze Alltag, al-

»Berg-Echo-App«, die verschiedenste Al-

Dingen und Werkzeugen des Klosters, al-

Bei dieser App geht es auch um den My-

licher Weg. Im Alltäglichen, in all unse-

penechos aufzeichnet. (www.echotopos.ch). thos von Bergechos, um Geschichten,

Wiederholungen und musikalische Be-

schreibungen. Auch ist es möglich, ein

Echo bzw. einen Berg in eine Karte auf dieser Seite einzutragen.

Auch dieses Berg-Echo, das Sie in Hän-

les ist für unseren Ordensvater ein geist­ rem Tun und Wirken sollen wir Gott als

den Lebendigen loben und preisen, denn

er ist »überall gegenwärtig«. Weihnachten

wird dort ganz konkret, wo wir Gott immer wieder Mensch werden lassen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

den halten, will in verschiedene Richtun-

viele Begegnungen, die Sie bereichern

was alles auf unserem Heiligen Berg An-

Wider­hall findet in Ihrem Leben, nicht

gen ein Echo sein, ein Widerhall von dem, dechs geschieht, was uns im Kloster und

darüber hinaus in unseren Betrieben und

und wo die Menschwerdung Gottes einen

nur in dieser nun kommenden Zeit.

Einrichtungen bewegt.

Mit großen Schritten gehen wir nun

wieder dem Weihnachtsfest entgegen.

Wir werden immer wieder gefragt, wie man sich als Leser für das Andechser Bergecho erkenntlich zeigen kann. In einer Teilauflage dieser Ausgabe sind daher Überweisungsträger beigelegt. Danke für Ihre Verbundenheit!

Wir treten im Advent wie durch eine offe-

Sollte Ihrem Exemplar kein Über­ weisungsträger beiliegen, können Sie auch direkt an das Kloster überweisen: IBAN: DE72 7025 0150 0438 9820 50 BIC: BYLADEM1KMS

aussagen ganz durchdrungen, auch wenn

ne Tür in eine besondere Zeit ein, die auch

in unse­rem Leben ein Echo finden will mit der Botschaft der Menschwerdung Gottes, des Lichtes und der Hoffnung.

Die Benediktsregel ist in ihren 73 Ka-

piteln von den weihnachtlichen Grund­

Weihnachten selbst gar nicht erwähnt

wird. Gott wird Mensch und das Heilige

geht in das Alltägliche ein, Sa­krales fällt

mit Profanem zusammen.

p. valentin ziegler osb


inhalt  |

bergecho 3 . 2015  |

k i rc h e u n d k l o s t e r

4 Diakonenweihe von Frater Matthias und Frater Lukas 8 Meine Romreise – Erinnerungen an das Heilige Jahr 1925 von Frater Engelbert Schacherbauer 12 Die Farben der Obdachlosigkeit 14 Aus der Kraft der Eucharistie leben – Dreihostienfest in Andechs 16 Kleine Wallfahrt nach Andechs zum Dreihostienfest 17 Das Kreuz, das den Pilgerzug anführt 18 Zwei uralte Pilgerwege von Dießen nach Andechs 20 »Heute – Aus der Fülle der Gegenwart leben« – Neues Buch von Abt Johannes Eckert 22 Rückblick auf die Tage für junge Männer im August 2015 24 Rückblende auf die fünfte Sommerakademie in St. Bonifaz

k l o s t e r b r au e r e i

Sich von Christus in Dienst nehmen lassen

Diakonenweihe von Frater Matthias und Frater Lukas seite 4

26 Andechser Klosterbiere in Italien 30 Geschichten rund um den »Andechser Doppelbock Dunkel« 32 Über 2.000 Musiker beim Bezirksmusikfest in Eglfing

g a s t l i c h k e i t

34 15 Jahre Andechser in Mering 36 Klösterliche Gastlichkeit im Herzen des Weltkulturerbes »Oberes Mittelrheintal« 37 Die Hafenhalle, Restaurant, Biergarten, Bar – direkt am Konstanzer Hafen

v e r a n s ta lt u n g e n

38 Colloquium Benedictinum 40 Exerzitien für Männer in Führungs­verantwortung 42 Vorfreude auf das kleine Andechs-Trail Jubiläum

pa n o r a m a

44 Mitarbeiterfest im Klostergasthof 46 Ein gelungenes Fest – Kinder- und Familientag am Heiligen Berg 48 Pferdesegnung beim Colomansfest in Schwangau mit Abt Johannes Eckert 49 Fahrt des Andechser Freundeskreises in die Benediktinerinnenabtei St. Walburg in Eichstätt 50 Kunst im Fluss beim Symposium Kunst und Bier 52 »Internationale Deutsche Meisterschaft im Optimist-Dinghy« auf dem Ammersee 53 Helferfest des Landkreises Starnberg im Florian-Stadl des Klosters 54 Führung, Frauen und Fusionen – Europa Club München und VR Bank Starnberg in Andechs

Andechser Gefühl in Südtirol

P. Valentin zu Gast bei Gastronomen mit Andechser Ausschank seite 26

56 p r e s s e Dankbar für ein gutes Miteinander

Anerkennung für langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters seite 44

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kirche und kloster

Sich von Christus in Dienst nehmen lassen

Diakonenweihe von Frater Matthias und Frater Lukas in Andechs

Weihegottesdienst in der Wallfahrtskirche mit Bischof Gregor Hanke (Mitte), Fr. Matthias Leidenberger (links) und Fr. Lukas Essendorfer (rechts)

In der Wallfahrtskirche empfingen am 2. Oktober unsere beiden Mitbrüder, Fr. Lukas Essendorfer und Fr. Matthias Leidenberger, vom Eichstätter Bischof Gregor Hanke die Diakonenweihe. Dabei kam eine besondere bene­diktinische Verbundenheit zum Ausdruck, denn Bischof Gregor Hanke ist selbst Be­ nediktiner und war vor seiner Ernennung zum Bischof von Eichstätt bis 2006 Abt des Klosters Plankstetten in der Oberpfalz.


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H i n t e rg r u n d Der Dienst des Diakons Wer zum Priester geweiht wird, wie Fr. Lukas und Fr. Matthias im Juni 2016, empfängt zuerst die Diakonenweihe. So war es über Jahrhunderte in der katholi­ schen Kirche, bis das II. Vatikanische Konzil den »ständigen Diakon« wieder einführte.

Bei der Allerheiligen-Litanei werden im Rahmen des Weihegottesdienstes die Heiligen um Fürsprache angerufen

A

uch der Termin der Diakonenweihe,

der 2. Oktober, war ganz bewusst

gewählt. Die katholische Kirche

feiert an diesem Tag das Fest der Heiligen

Die Antwort sieht Bischof Gregor in der

»Berufung zur Heiligkeit als Lebenspro-

gramm«. Die Ausübung des Priestertums

Christi ziele darauf, die Gegenwart Chris-

Schutzengel. Diese sind auch die Schutz-

ti im Getauften und in der klösterlichen

gregation, der Vereinigung der selbststän-

num habe diesen Weg, der in der Taufe

patrone der bayerischen Benediktinerkon-

Gemeinschaft zu mehren. Das II. Vatika-

digen bayerischen Benediktinerklöster,

gründe, als Berufung aller zur Heiligkeit

der damaligen Andechser Äbte – gegründet

schlechthin, erst recht im Kloster.

die 1684 – unter maßgeblicher Beteiligung wurde.

Berufung zur Heiligkeit al s Lebensprogr amm Bischof Gregor unterstrich in seiner Pre-

digt, dass die Diakonenweihe der beiden

Mitbrüder natürlich »für uns alle ein An-

lass zur Freude« sei. Aber er fügte gleich hinzu: »In der Regel unseres heiligen

bezeichnet. Es sei die christliche Berufung Bischof Gregor weiter: »Die Heiligkeit

ist das Lebensprogramm des Getauften! Je entschiedener der Einzelne die Berufung

zur Heiligkeit ergreift, desto mehr findet

die Kirche zu sich selbst, desto mehr (…)

kommt eine Klostergemeinschaft zu sich selbst und lebt aus der Mitte.«

doch eine durchaus kritisch klingende Zu-

»Priester und Bischöfe haben in ihrer Ge sinnung Diakone zu bleiben.«

Mönchsgemeinschaft. ›Das Wort der Schrift:

den Weihekandidaten direkt an: »Den

weihten im Kloster. Er nehme sich nichts heraus,

abzubilden und durch Ihr Tun in Liturgie

worfen ist. Mehr als andere gebe er ein Beispiel

berufen. (…) Auch als Priester, gerade als

Ordensgründers Benedikt finden wir je-

rückhaltung gegenüber Priestern in der

Freund, wozu bist du gekommen, gelte dem Ge­

weiß er doch, dass er der Zucht der Regel unter­

Schließlich sprach Bischof Hanke die bei-

dienenden Christus (Lk 22,27; Mk 10,45)

und Leben zu vergegenwärtigen, sind Sie

der Demut.‹ (Kapitel 60 der Benediktsregel)«.

Mönchspriester eines Benediktinerklos-

zusammen: einerseits das brennende An-

Jesu des diakonos ausüben. Daher wider-

beiter in der Ernte Gottes wie auch Freude

gangsdiakon bei Priesteramtskandidaten.

anderseits die Zurückhaltung der Bene-

gang sein. Das geistliche Wesensmerkmal

So ergebe sich die Frage: »Wie geht das

liegen der Kirche um Mehrung der Mitar-

über jene, die dieser Berufung folgen, und

diktsregel gegenüber Geweihten?«

ters, müssen Sie zeitlebens die Haltung spreche ich der Redeweise vom Durch-

Geistlich darf der Diakonat kein Durch-

dieser Weihe muss Ihnen, liebe Kandida-

ten, auch später noch anhaften. Priester und Bischöfe haben in ihrer Gesinnung

Diakone zu bleiben. Für Sie als Brüder

ursprung Der Dienst des Diakons geht zurück auf die Urgemeinde in Jerusalem. Die Apos­ telgeschichte berichtet im 6. und 7. Kapitel, dass die Apostel sieben Diakone für die Armenfürsorge einsetzten. Stephanus ist einer der ersten sieben Diakone, der wegen seines öffentlichen Eintretens für Christus gesteinigt wird. Er gilt als der erste Märtyrer überhaupt. aufgaben heute Diakone werden heute auch in der Gemein­ dearbeit eingesetzt. Sie können die Taufe spenden, den Gottesdienst leiten, in dem ein Brautpaar sich gegenseitig das Ehesakra­ ment spendet und sie leiten Beerdigungen. Die Eucharistie zu feiern und das Beicht­ sakrament zu spenden, ist den Priestern vorbehalten. In der Heiligen Messe ist es Aufgabe des Diakons, das Evangelium vorzulesen. Ihr liturgisches Gewand ist die Dalmatik, ein Messgewand, an dem zwei Bänder parallel über beide Schultern laufen. Zudem trägt der Diakon die Stola schräg über eine Schul­ ter und nicht wie der Priester über beide Schultern. Die soziale Aufgabenstellung drückt sich in dem Namen Diakon aus. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeu­ tet Diener. Diakone hatten durch diesen Auftrag auch oft mit Geld zu tun. Sie ver­ walteten die Kasse für die Armen und später auch die Liegenschaften eines Bistums. Im frühen Mittelalter verwaltete ein Erzdiakon eine Diözese. Leitende Aufgaben haben Diakone heute v. a. in Sozialeinrichtungen der Kirche. unter Verwendung von Material von www.kath.de

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kirche und kloster

Bischof Gregor legt Fr. Lukas die Hände auf. Diese Handauflegung ist das Zentrum Dia­ konenweihe. Sie erfolgt in völliger Stille. Die­ ser alter Gestus der Amtsübertragung bedeutet Erwählung und Segen zugleich.

»Den dienenden Christus ab­zu­ bilden und durch Ihr Tun in

Liturgie und Leben zu vergegen­ wärtigen, sind Sie berufen. « Bischof Gregor Hanke

einer benediktinischen Mönchsgemein-

»Versprichst Du dem Bischof, in dessen Bistum Du tätig bist, und Deinem Oberen Ehrfurcht und Gehorsam?« – »Ich ver­ spreche es.« – »Gott selber vollende das gute Werk, das er in Dir begonnen hat.«

Fr. Lukas Essendorfer stammt aus

schaft gilt dies besonders. Mit dieser Hal-

Bad Tölz, ist Master of Science in Nursing

in der Profess ergriffenen Berufung zur

Theologie. Mit seiner »Feierlichen Profess«

schließlich Priester – wie sie sich unser

klösterliche Gemeinschaft von St. Bonifaz

tung bekennen Sie sich zu der von Ihnen

Heiligkeit. Dann sind Sie Diakone – und

hl. Ordensvater ersehnt hat.«

und studierte in Salzburg Katholische

im Oktober 2012 hat er sich fest an die

in München und Andechs gebunden. Der feierlichen Profess vorausgegangen war

Mönche , Fa milien und viele Freunde der beiden neu geweihten Diakone feiern gemeinsa m

2009 die »Zeitliche Profess«.

Nach dem Ende des Gottesdienstes trafen

nächst in die Benediktinerabtei Maria

Fr. Matthias Leidenberger ist in

Köln aufgewachsen. Die Suche nach seinem klösterlichen Weg führte ihn zu-

Fr. Lukas und Fr. Matthias zusammen mit

Laach in der Eifel und schließlich nach

Empfang Familie und Freunde, Verwandte

Fr. Matthias in München sein Studium der

schütteln, Glückwünsche und Geschenke

2014 hat er die »Feierliche Profess« abge-

Mittagessen im Klostergasthof rundete

Profess«. 

den Mitbrüdern im Fürstentrakt bei einem und Bekannte und hatten viele Hände zu

entgegenzunehmen. Ein gemeinsames

den Festtag ab, der für die beiden neuen

Diakone eine weitere wichtige Etappe ihres klösterlichen Weges markierte.

St. Bonifaz in München. Derzeit schließt

katholischen Theologie ab. Ende Oktober

.

legt, zuvor im Jahr 2011 seine »Zeitliche


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GENUSS & NATÜRLICHKEIT Eine bayerische Brotzeit beginnt mit einem Andechser dunkel aus der Hofpfisterei

www.hofpfisterei.de

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kirche und kloster

meine romreise 1925 Erinnerungen an das Heilige Jahr 1925 von Frater Engelbert Schacherbauer

Das Heilige Jahr der Barmherzig­ keit, das Papst Franziskus für die Zeit vom 8. Dezember 2015 bis zum Christkönigssonntag 2016 ausgerufen hat, weckt Erinnerun­ gen an vergangene Heilige Jah­ re. Im Archiv der Abtei St. Boni­ faz hat Stiftsarchivarin Dr. Birgit­ ta Klemenz in den Nachlässen der Mönche ein kleines Bänd­ chen gefunden, das anlässlich ei­ ner Romreise zum Heiligen Jahr 1925 entstanden ist. Es enthält den Reisebericht von Bruder En­ gelbert Schacherbauer, der sich im Herbst 1925 auf den Weg in die Heilige Stadt machen durf­ te – ein interessantes und stel­ lenweise auch sehr amüsantes Zeit­dokument über das Reisen von vor nahezu 100 Jahren, das gleichzeitig Einblick gibt in das bescheidene Leben eines Bru­ dermönchs, für den diese Tage in Rom zu den Höhepunkten seines Lebens gehört haben dürften.

Bruder Engelbert Schacherbauer vor dem Pfortenfenster von St. Bonifaz in München


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Der Reisepass wurde am 16. September 1925 ausgestellt und war ohne Verlängerung lediglich bis zum 20. Oktober desselben Jahres gültig. Als Staatsangehörigkeit ist ›Bayern‹ eingetragen.

i n f o r m at i o n

Pilgerausweis mit Bestätigung der Polizeidirektion München, dass der Inhaber des Ausweises über einen gülti­gen Reisepass verfügt. Auf der Rückseite bestätigt das Deutsche National-Komitee für das Heilige Jahr mit Sitz in Würzburg die Teilnahme an einer Rompilgerfahrt.

»Wir waren vom Fa sten dispensiert« Am 25. September früh 7 Uhr ging der Zug ab. Ich war im Wagen I, Platz 27. Bis zum

Bahnhof hat es ein wenig geregnet, bei

der Abfahrt wurde es schön. In Rosenheim

kamen noch einige dazu (…). So waren in unserem Coupe 4 Geistliche, 2 Weltliche

und ich, auf der Fahrt hin und retour. Der

Zug ging wieder ab, dem Gebirge zu. Auf den Bergspitzen war noch weißer Nebel, der sich bis zum Brenner verlor. (…) Von

Kufstein an wird das Tal breiter und sind

I

»

viele Ortschaften, Kirchen und Klöster bis

m Frühjahr gab mir der Hochwürdigs-

hoch die Berge hinan. Um 11 Uhr war der

reisen zu dürfen, wenn ich das Geld

dispensiert an diesem Freitag, stiegen aus

te Herr Abt die Erlaubnis, nach Rom

dazu habe. Ich war sehr erfreut darüber und brachte den Sommer über

das Reisegeld 230 M von Wohl-

tätern allmählich zusammen, sodaß ich mich Ende August

und faßten unser Mittagessen, welches

Eine lange Reise: 1.040 Kilometer

im Ordinariat zur Rompilger-

fahrt vom 25. September bis 6. Oktober an-

melden konnte. Ich bekam die nötigen Papiere und war bis dahin auch für sonstige

Neben­ausgaben gedeckt.

Zug in Innsbruck. Wir waren vom Fasten

am Bahnhof auf Tischen bereit stand. Ein jeder gab seinen

Coupon ab und bekam ein paar

warme Würste, eine Papier-

tasche, darin ein kalter Auf-

schnitt eingewickelt, ein Kuchen, 2 Sem-

mel und ein Spitzl Rotwein. Das aßen wir

auf der Fahrt. Die Lichter wurden auf-

gedreht und kaum war der Zug aus dem Bahnhof, ging er in ein Tunnel hinein

dem Brenner zu. Es waren 10 lange Wägen und ein Packwagen. Eine Hilfsmaschi-

ne schob hinten nach. So gings in langen

Bruder Engelbert kam als Dionysius Schacherbauer am 20. Juni 1854 in Babing in der Pfarrei Zeilarn in der Diözese Passau zur Welt. Am 3. Mai 1884 feierte er in St. Bonifaz seine Profess, gestorben ist er am 16. Oktober 1935. Wie von den meisten Brüdern ist von sei­ nem Leben nur wenig überliefert. Er war der Sohn eines Leinwebers, erlernte diesen Beruf nach dem frühen Tod des Vaters zusammen mit dem ein Jahr älteren Bruder und führte das väterliche Geschäft weiter, bis er mit 20 Jahren zum Militär einge­ zogen wurde. Den Großteil dieser beiden Jahre verbrachte er als Krankenwärter im Militär­lazarett Oberwiesenfeld, eine Auf­ gabe, die er auch nach dem Militärdienst ausübte – als Betreuer eines Grafen von Otting, der in der Ottostraße in München und damit ganz in der Nähe von St. Bonifaz lebte. Über den täglichen Besuch der Hei­ ligen Messe kam der Kontakt zu St. Bonifaz zustande, wo sich Schacherbauer »durch das schöne Meßdienern der Brüder angezogen« fühlte. Er bat um Aufnahme, ein Wunsch, der allerdings erst 1882 in Erfüllung gehen sollte. Zunächst arbeitete er in den Gärten in München und Andechs mit und wurde dann am 16. Juli 1888 Pförtner von St. Bo­ nifaz, ein Amt, das er bis kurz vor seinem Tode ausüben sollte.

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kirche und kloster

Bruder Engelbert Schacherbauer am Pfortenfenster von St. Bonifaz in München bei der Ausgabe von Essen. Rechts: im Garten von St. Bonifaz in München. Die Aufnahme entstand zur Erinnerung an die Jubelprofess am 6. Mai 1934.

Windungen hinauf, bis wir gegen ½ 3 Uhr

Über 200 Öllichter a m Gr ab de s Heiligen Petrus

Fahrt sahen wir die zertrümmerten Wä-

Mit zwei Trambahnwägen wurden die Rei-

Güterzug abgerissen und zurückgelaufen,

he des Petersplatzes gebracht, wo sie ihr

in der Station Brenner ankamen. Auf der

gen neben dem Bahngeleise, welche vom dann entgleist sind. Die Wasserscheide

war erreicht, jetzt gings wieder schneller

Anderer. Wir mußten bis gegen 7 Uhr warten, bis wir Kelch und Paramente beka-

men. Ich zog den Geistlichen an, nahm

senden zu den Salvatorianern in der Nä-

Buch und Meßkännchen, dann führte

Quartier bezogen:

des Großen. Ich ministrierte und kommu-

»Wir bekamen noch warmen Kaffee,

uns einer hinaus, links zum Altar Gregor

nizierte dabei. Hernach gingen wir zum

das Tal hinunter. Die Berge werden immer

dann ins Bett über 2 Stiegen (75 Stufen),

Frühstück: Kaffee, Butter und Brot. Um

Schnee oben. Allmählich kamen wir hin-

gut gesorgt. Zwischen den Betten waren

Campo Santo. Zuerst Vortrag, dann Auf-

und wir gingen zur ersehnten Ruhe. Sonn-

Voran das Kreuz, dann unser Gruppen-

uns zu St. Peter. Es warteten schon viele

die Aebte von Scheyern und Weltenburg,

höher und schöner, auf manchem ist noch

ein langer Saal mit 15 Betten, aber es war

unter nach Brixen …«

Vorhänge. Inzwischen kam das Gepäck

essen für alle, dann ging es weiter nach

tag früh ging ich mit einem Pfarrer von

In Verona gab es am Bahnhof Abend-

Bologna, wo in einem Hotel übernachtet

wurde. Nach der Frühmesse, bei der Bru-

der Engelbert einem mitreisenden Geistli-

chen ministrierte, und einer Besichtigung des Domes ging die Fahrt weiter, bis der

Zug gegen 11 Uhr nachts Rom erreichte.

»Eine lange Reise: 1040 Kilometer.«

Geistliche und Andere. Um 6 Uhr wurde

aufgesperrt. Welch großartiger Anblick!

An der Confessio, Grab des hl. Petrus beim Papstaltar, brannten über 200 Oellichter,

welche man beim Eingang schon sah. Wir

gingen rasch vor, machten Reverenz und

gingen gleich zur Sakristei, links von der Kirche ein eigener Kuppelbau, welcher

durch einen Gang mit der Kirche verbun-

den ist. Aber es war schon alles im Besitze

8 Uhr war Aufstellung an der Kirche am

stellung zum Kirchenbesuch bei St. Peter.

führer P. Clemens Sonntag, dann gingen

hernach kamen in 4 Reihen die Geistli-

chen, Weltlichen und Frauen. Es wurde

die Stufen hinauf der Rosenkranz gebetet,

in der Vorhalle, welche allein schon eine

große Kirche ist, wurde kniend das Confiteor gebetet, dann der Rosenkranz fortge-

setzt durch das Jubiläumstor, in der Kirche

das Lied: »Ein Haus steht fest gegründet«

gesungen, der Rosenkranz wieder wei-

ter gebetet, durch ein anderes Tor ging es


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hinaus in die Vorhalle, beim Goldenen Tor

wieder herein und so dreimal, inzwischen

Triumphbögen – Kolosseum – Forum Romanum

wurde ein Marienlied gesungen, dann zur Confessio vor der Rosenkranz fertig ge-

Nach Tisch wurde verkündet: um 2 Uhr

betet, dort die 5 Vaterunser, eine kleine

auf den Petersplatz und dann mit der

Trambahn zum Kolosseum. Wir erwarte-

Ansprache gehalten, dann war im linken

Querschiff am Petri Kreuzigungs-Altar die

Pilgermesse. Darauf kommandierte P. Cle-

ten also dort zwei Reservewägen und fuhren über den Tiber durch die Stadt zum

Wölfin als Wahrzeichen von Rom. Es war

furchtbar dick, innen sind noch unter-

tisch. Ich hatte noch die Vesper zu beten,

Die Ringmauer ist noch sehr hoch und

Fleisch mit Gemüse, Salat, Käse oder Trau-

irdische Mauerreste und Aufgänge, so-

so ähnlich alle Tage. Es waren zwei lange

Vorstellung machen kann, der ganz mit

war auch da im Hof, kam immer ans Fens-

ter und wurde von den Gästen gefüttert, er

war sehr possierlich.

fen hinauf zum Forum, von wo aus die

Löwen und Tigern aufgefressen wurden.

schen war es Mittag, ¾ 1 Uhr Tisch. Zu-

Tischreihen, ungefähr 70 Gäste. Ein Affe

merken. Wir gingen dann die vielen Stu-

goldene Meilenstein, von wo aus die Welt

kämpfe stattfanden und die Christen von

ben, für zwei zusammen ½ l Rotwein und

P. Clemens hatte uns alles erklärt, ich

konnte mir aber alte Geschichte nicht

den römischen Kaisern die Gladiatoren-

Altar und erklärte uns beim Herumgehen

erst gab es Wurstaufschnitt, dann Suppe,

in Jerusalem diesen Bogen bauen mußten.

römischen Kaiser die Welt regierten. Jetzt

Bau, 540 m im Umfang, in welchem bei

die Altäre und Papstdenkmäler. Inzwi-

gefangenen Juden anläßlich seines Sieges

Kolosseum. Es ist ein riesengroßer ovaler

mens die Gruppenführer, wo sie hinzuge-

hen hatten. Uns führte er zum vordersten

hindurchgeht, weil die von Kaiser Titus

daß man sich von dem früheren Bau eine

Marmor bekleidet war. Nebenan steht

der Konstantin-Bogen, noch gut erhal-

ten; an diesem wurden wir photogra-

phiert, es ist gut ausgefallen. Hernach

wurde wir noch weiter zurückgeführt, an alten Häusern und Mauerresten, Statuen

von Vestalinnen vorbei; auch der Titusbo-

gen steht noch dort, durch den kein Jude

sind große Paläste oben und auch noch der bemessen wurde. In einem Käfig ist eine

Zeit zum Heimfahren, um ¾ 8 Uhr Abenddoch den Kopf voll Eindrücke ging es nicht

mehr gut, ich hatte auch keine Lust mehr,

Ansichtskarten zu schreiben; alles sehnte sich nach Ruhe und wir gingen zu Bett.« 

fortsetzung folgt in heft 1/2016

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kirche und kloster

Die Farben der Obdachlosigkeit

Tagsüber Arbeit suchen, nachts überleben: Obdachlose Migranten überwinden ihre Schmerzgrenze – für die Zukunft ihrer Familien

6:00 Uhr, Samstagmorgen: Die Autoscheiben sind noch ver­ eist, die Straßenlaternen leuchten und München schläft. Nur auf der Karlstraße bewegt sich etwas. Menschenmengen vor St. Bo­ nifaz. Er warte schon seit einer Stunde, sagt Aiman. (Name von der Red. geändert) Er weiß; spä­ testens um 7:00 Uhr öffnet das Kloster seine Pforten. Dann gibt es warme Speisen und Getränke, wie jeden Tag seit 25 Jahren. Ei­ ne Tasse Tee im Aufenthaltsraum, ein Gespräch mit Bekannten, die Zeitung.

W

»

ir erfüllen Grundbedürfnisse für unsere Gäste« sagt Fr. Emma­

nuel Rotter, Gründer und Leiter

vielleicht auch Unterstützung. Sein Tag

beginnt seitdem im Kloster. Sich stärken und dann ins Arbeitsamt, stundenlang.

der Obdachlosenhilfe. Die Menschen wir-

Auf Veränderung hoffen. Was macht er

die Mitarbeiter sehen. »Guten Morgen«

Boden und murmelt, dass er sich schmut-

risch. Café International, gefüllt mit be-

Tagen hat er einen sogenannten »Bett­

ken erschöpft, aber sie lächeln, wenn sie

auf Deutsch, Rumänisch, Arabisch, Ungawegten Einzelschicksalen.

für die Zukunf t der Fa milie

nachts? Bedrückt schaut Aiman auf den

zig fühle und sich schäme. Erst seit drei

zettel« für die Bayernkaserne. Vorher war

seine Unterkunft die Straße.

Aimans Geschichte beginnt in Italien.

Überleben während der Winter monate

in Tunesien, wo er auf dem Gymnasium

Aiman ist kein Einzelfall. Armutszuwan-

ab­legte. »Meine Kinder sind die Num-

beziehen können, sind zahlreich in Mün-

Oder eigentlich noch früher, zu Hause

war und später die Prüfung als Masseur

mer eins in meinem Leben«, sagt er. »Sie

derer wie er, die keine Sozialleistungen

chen. Schiller 25 ist eine ganzjährige Mi-

sollen eine gesicherte Zukunft haben«.

grationsberatung für Menschen, welche

Lebens­unterhalt für seine dreiköpfige

seien es Wohnungs- oder finanzielle An-

25 Jahre lang war er in Italien, um den Fami­lie zu finanzieren. Dann kam die

Arbeits­losigkeit. Seit zwei Monaten ist Ai-

man jetzt in Deutschland. Auf nach München, auf ins Paradies. Arbeit finden und

überhaupt keine Sozialansprüche haben,

sprüche, und somit nicht in das reguläre Sozialsystem integriert werden können.

»Wir haben einen Dauerbestand von 600

bis 700 Klienten, die das akut betrifft«, bestätigt Franziska Liegl, die Sozialwissen-

schaftlerin der Einrichtung. Hauptklientel seien Roma-Bürger, wobei diesen Winter

die Arabisch-Stämmigen zunähmen.


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Seit drei Jahren betreibt Schiller 25 von

Lichtblick im oft tristen Alltag: Weihnachtsge­ schenke für Menschen ohne Obdach

November bis Ende März eine Notunter-

kunft, damit Menschen auf der Straße

nicht erfrieren müssen. Nach einem Beratungsgespräch bekommen Betroffene

ein Bett für eine oder mehrere Nächte. In

diesem Winter sind es etwa 500. Die Lage

ist prekär, da auch die Bayernkaserne an

ihre Grenzen stößt. Bei Überfüllung tritt

die »0-Grad-Regelung« in Kraft: Bei 0 Grad

unser tipp

aufwärts und voller Unterkunft wird zu-

gemacht.

Mitmachen – mitpacken: Weihnachtspäckchen für die Obdachlosen von St. Bonifaz

12 bis 20 fremde Menschen in einem R aum Zurück ins Kloster. Draußen am Brunnen sitzt Radu. (Name von der Red. geändert)

Vor einem Jahr ist der Rumäne nach München gekommen, um seine Familie finan-

ziell zu unterstützen, hat jedoch nach sie-

ben Monaten seinen Arbeitsplatz verloren und schläft seit kurzem in der Bayernka-

serne. »Gestern hat ein Mann einfach in unser Zimmer gepinkelt. Es wurde zwar

gesäubert, aber der Gestank bleibt. Die

Luft ist für uns zwölf erstickend.« Trotzdem lächelt er.

einer Woche darf ich arbeiten und kann

Radu singt mit. Er ist dankbar für die Hil-

mentan ist auch er nachts in einer Not­

Musik ertönt aus seinem Handy und

fe von St. Bonifaz. »Ich bin hier für den

Traum von meinem Sohn.« Radu möchte

dessen fußballerische Talente fördern und

hier ein gesichertes Leben für sich und sei-

Geld für meine Familie verdienen!« Mounterkunft geschützt.

Der Tr aum von Arbeit Die instabilen Verhältnisse und die hohe

ne Familie aufbauen. Mit einem Wörter-

Arbeitslosigkeit verleiten viele Menschen,

che. Deutsch hat er sich selbst beigebracht

manuel ist beeindruckt: »Ich würde mich

buch bewaffnet macht er sich auf die Su-

und spricht mittlerweile fast problemlos.

nach Deutschland zu kommen. Fr. Em-

das nicht trauen, einfach in ein Land zu

»Wer arbeiten möchte, muss die Sprache

gehen, dessen Sprache ich nicht einmal

nen.«

gleiche: Die Liebe für ihre Familie und

ative des Kloster bekannt, auch Lukovich

ten. Doch was passiert nach dem 1. Ap-

sprechen und wer will, kann sie auch lerNicht allen Obdachlosen ist die Initi-

(Name von der Red. geändert) nicht. Der Slowake sitzt täglich auf der Straße und

spreche.« Ihre Motivation ist häufig die

die Chance, ihnen eine Zukunft zu bie-

ril, wenn die Notunterkünfte geschlossen

sind? Auch Aiman fürchtet sich vor diesem

bittet um Essen. Er zittert und hat trauri-

Tag. Wieder auf der Straße, weiter die Fa-

die Frage, was in einer Woche passiert, er-

Arbeit noch nicht wahrgeworden ist. 

weites Lächeln breitet sich aus. »Arbeit! In

nadine cibu

ge Augen. »Eine Woche noch«, sagt er. Auf hellt sich schlagartig sein Gesicht und ein

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milie in Stich lassen, wenn der Traum von

wie und was ? Wenn Sie einem Obdachlosen zu Weihnachten ein Päckchen schenken wollen, das wir für Sie ausgeben, füllen Sie es bitte mit: ▪▪ Handschuhen, Mütze, Schal und warmen Socken (ab Größe 40) ▪▪ Zahnbürste und Zahncreme ▪▪ Duschgel und Shampoo ▪▪ Rasierzeug ▪▪ etwas Weihnachtliches, z.B. Schokolade, Plätzchen und eine Kerze mit Feuerzeug ▪▪ evtl. eine Schachtel Zigaretten Päckchen speziell für Frauen bitte mit ›F‹ kennzeichnen. Bedenken sie aber bitte, dass die Gäste in unserer Obdachlosenhilfe überwiegend Männer sind. wo und wann ? Bitte geben sie die Päckchen an der Klosterpforte von St. Bonifaz, Karlstr. 34 80333 München bis zum 24. Dezember 2015 ab (Öffnungszeiten täglich 8:00–12:00 Uhr, 14:00–8:00 Uhr, 19:00–21:00 Uhr) oder vor und nach den Gottesdiensten am 6., 14. oder 20. Dezember 2015. fragen beantwortet gerne: Fr. Emmanuel Rotter Tel.: 089/551710 oder obdachlosenhilfe@sankt-bonifaz.de

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bergecho 3 . 2015

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kirche und kloster

Aus der Kraft der Eucharistie leben Apostolischer Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterovic´ beim Dreihostienfest in Andechs

Beim Dreihostienfest am 26. September 2015 im Kloster Andechs hat der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterovi ´c, die Gläubigen eingeladen, die Eucharistie als Quelle der Ge­ meinschaft mit Gott und Jesus Christus neu zu entdecken. Bei seiner Predigt im Rahmen des Festgottesdienstes auf dem Heili­gen Berg Bay­ erns sagte der Botschafter von Papst Franziskus in Deutschland wei­ ter: »Die Gegenwart Jesu in Brot und Wein will unseren Glauben stär­ ken, so dass wir aus dieser Kraft leben können.« Am Ende des über zweistündigen Gottesdienstes spendete der Erzbischof im Auftrag von Papst Franziskus den rund zweihundert Gottesdienstbesuchern den Apostolischen Segen.


bergecho 3 . 2015  |

Z

u Beginn des Festgottesdienstes be-

Zahlreiche Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine nahmen an dem Festgottesdienst und der anschließenden Prozession teil.

grüßte Abt Johannes Eckert den Gast sehr herzlich: »Wir freuen uns, dass

Sie den Weg von Berlin aus auf sich ge-

nommen haben, um mit uns gemeinsam dieses altehrwürdige Dreihostienfest zu feiern.«

»Ich bin als Pilger ins älteste Heilig-

tum Bayerns gekommen und reihe mich

ein in die Schar der vielen Menschen, die schon seit so langer Zeit mit ihren Bitten

und Gebeten nach Andechs kommen«, be-

tonte Erzbischof Eterovi´ c zu Beginn sei-

ner Predigt. Aber er sei auch als Vertreter des Papstes in Andechs, um die Verbun-

denheit mit der weltweiten Kirche zu un-

Baur in Vertretung von Bürgermeisterin

terstreichen: »Herzliche Grüße von Papst

Anna E. Neppel. Die Andechser Chorge-

Franziskus«, so der Nuntius.

meinschaft unter der Leitung von Anton

Die Gegenwart Jesu in der Heiligen

Ludwig Pfell gestaltete das Pontifikalamt

Eucharistie stellte der Botschafter des

musi­kalisch mit der »Kleinen Credo-Mes-

Papstes in den Mittelpunkt seiner Predigt.

»Christi Leib wurde am Kreuz gebrochen.

se« KV 192 von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach dem Pontifikalamt führte die

Beim Brechen des Brotes in der Feier der

Osten, die auf der Flucht sind und um Leib

Prozession mit der Dreihostienmonstranz

immer wieder neu gegenwärtig. Wenn

tie verbindet uns aber auch mit denen, die

der einzige Tag im Jahr, wo die rund 10 kg

Eucharistie wird dieses Opfer Jesu für uns wir als Gläubige in der Kommunion Jesus

in den Gestalten von Brot und Wein empfangen, so wandelt

Christus selbst unser

Herz. So können wir Gott und den Mit-

menschen dienen.« Auch ging der

Päpstliche Botschaf-

und Leben fürchten. Die Heilige Eucharis-

Hunger leiden. Für sie gilt es – wie Papst

Franziskus es zuletzt wieder in USA be-

»Die Gegenwart Jesu in Brot

und Wein will unseren Glau­

ben stärken, so dass wir aus dieser Kraft leben können.«

ter auf die aktuelle

Flüchtlingskrise ein: »Die Heilige Eucha-

ristie hat eine soziale Dimension und vereinigt uns dadurch mit den Menschen

heute. Sie verbindet uns mit den vielen

Menschen, auch den Christen im Nahen

tont hat – gegen den

rund um die Wallfahrtskirche. Dies ist

schwere Monstranz in feierlicher Prozes-

sion die Heilige Kapelle der Wallfahrtskir-

che zu einer Prozession verlässt. Zwei Al-

›Skandal des Hungers‹

täre – unterhalb des Klosterladens und in

Rund zweihun-

tionen auf dem Weg, bevor der sakramen-

anzukämpfen.«

dert Menschen waren zu einem der ältesten

Andechser Kirchenfeste auf den Heili-

gen Berg Andechs gekommen. Zahlreiche

Fahnenabordnungen der örtlichen Verei-

der Nähe der Alten Apotheke – waren Sta-

tale Segen in der Wallfahrtskirche den Abschluss bildete. Mit der Vesper um 15 Uhr

endete dieser besondere Feiertag.

Erzbischof Dr. Nikola Eterovi´ c setzte

eine kleine Tradition in Andechs fort. Sei-

ne Vorgänger als Apostolische Nuntien in

ne nahmen an dem Festgottesdienst und

Deutschland, Erzbischof Erwin Josef Ender

teil wie Landrat Karl Roth und Benedikt

ren schon Gast am Hl. Berg Bayerns. 

der anschließenden Prozession ebenso

.

und Erzbischof Jean-Claude Périsset, wa-

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bergecho 3 . 2015

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kirche und kloster

wörthsee

S Seefeld

»Mache Dich auf und werde Licht« Kleine Wallfahrt nach Andechs zum Dreihostienfest

pilsensee

Sechs Uhr morgens, gespannt stehen wir am S-Bahnhof See­ feld-Hechendorf und warten auf die S-Bahn aus München. War­ ten darauf, wie viele Wallfahre­ rinnen und Wallfahrer sich wohl auf den Weg gemacht haben um gemeinsam von Seefeld aus zum Dreihostienfest auf dem Heiligen Berg Andechs zu pilgern. Anita Meyer ist mitgegangen und war überrascht, wie viele Menschen sich angeschlossen haben.

Herrsching ammersee

Kloster Andechs

E

in kleines Orga-Team um Fr. Lukas

wir betend los. Das Gebet richtete unsere

griffen, die Wallfahrtstradition der

gern, »Herr Jesus Christus erbarme dich

wieder zu beleben. Wir wollten den Pfar-

Ehre sei dem Vater. Der Weg führte uns

Frühstück ausfallen musste, weil wir

und Oblaten der Abtei St. Bonifaz, die

über Stock und Stein, beinhaltete kleine

ein Sinnbild für unser alltägliches Leben.

Essendorfer hatte die Idee aufge-

Pfarrei St. Bonifaz zum Dreihostienfest

reimitgliedern, wie auch den Oblatinnen sich der Wallfahrt anschlossen, die Mög-

an diesem Tag, das Dreihostienfest.

unser«, jede Reihe abgeschlossen mit dem

plant, so dass das geplante gemütliche

über geteerte Straßen, in den Wald hinein

Dunklen in die Morgendämmerung bis in

darauf an, wie wir das Erlebte einordnen,

auch solche Interessierten teilnehmen

das frühe Licht des Morgens berührte die

nicht möglich ist, wählten wir einen überschaubaren Fußmarsch von guten acht

Kilo­metern à zweieinhalb Stunden.

Zum Thema »Mache dich auf und wer-

de Licht« bereitete Fr. Lukas fünf Weg-Sta-

tionen vor. Zu unserer großen Freude ver-

sammelten sich schließlich 23 Pilgerinnen und Pilger am Startpunkt, aus München und der Umgebung des Klosters. Unsere

pünktlich in die Messe wollten, auch dies

Vieles, was wir gut durchdenken und pla-

Wetter war gut und dieses Wandern vom

konnten, denen eine große Wegstrecke

Der Weg hatte länger gedauert als ge-

Umwege, ging bergan und bergab. Das

lichkeit eröffnen, diese wunderbare Form

des Pilgerns für sich zu entdecken. Damit

unterwegs, haben ein gemeinsames Ziel,

Herzen gleich darauf, für wen wir hier pil-

nen, gelingt nicht immer. Da kommt es

ob uns die kleinen und großen Unwägbar-

Sinne.

keiten aus der Bahn bringen, oder ob es

Johannesevangelium, dem Sonnengesang

finden.

hungserfahrung aus dem Markusevan-

ne Schlusspunkt der diesjährigen Pfarr-

Die Wegstationen mit dem Prolog aus

des hl. Franziskus bis hin zur Auferste-

uns gelingt dafür ein innerliches »Ja« zu Das Dreihostienfest war dann der schö-

gelium richteten unseren Blick auf das

wallfahrt. Nuntius Eterovi´ c beschenkte

zumachen, den Lebensweg mit Christus

lischen Segen. Wir als Orga-Team freu-

streckt zwischen Himmel und Erde, den

wäre schön, wenn die Pfarrwallfahrt zum

Wesentliche. Es geht darum, sich auf-

zu gehen. So wandern wir dahin, ausge-

uns mit seiner Predigt und dem aposto-

en uns bereits jetzt auf nächstes Jahr. Es

Wallfahrt wurde dann zu einem Sinnbild

Blick fest auf Gott gerichtet und doch ge-

Dreihostienfest in Kooperation mit den

che dich auf und werde Licht« starteten

gebet geben den Rhythmus. Gemeinsam

nifaz zu einer der vielen liebenswerten

de etwas dünn, die Stimmen schliefen

verbindet, bildet zur Weg- und Glaubens-

des echten Lebens. Mit dem Kanon »Ma-

wir – angesichts der frühen Morgenstunnoch – und mit dem Herzensgebet gingen

erdet. Das Herzens- und das Rosenkranzzu gehen, zu singen und zu schweigen

gemeinschaft. Wir sind miteinander

Oblatinnen und Oblaten der Abtei St. Bo-

.

Traditionen von St. Bonifaz und Andechs werden würde. 


bergecho 3 . 2015  |

Das Kreuz, das den Pilgerzug anführt Der Kreuzträger der Türkenfelder Wallfahrt und seine Geschichte

Daraus sind ja jetzt sogar 30 Jahre geworden. Dann hatte das doch sicherlich noch einen anderen Grund, oder? Rainer Hegnauer Das ist schon richtig.

Mir war es auch von Anfang an nicht unangenehm, denn so hatte ich eine Auf-

gabe. Ich wollte nur, dass das Kreuz ge-

schmückt ist. Die verschiedenen Mesner

haben das seither aber immer bestens

gemacht.

Eine Wallfahrt funktioniert nicht von alleine. Damit alles klappt, sind verschiedene Aufgaben und Dienste zu übernehmen. Ein Vor­ bereitungstreffen in Andechs zum Beispiel findet mit Türken­ felder Beteiligung schon im Janu­ ar statt. Bei der Wallfahrt selbst gibt es einen oder zwei Vorbeter, der Lautsprecher muss getragen werden – und natürlich das Kreuz, das den Pilgerzug anführt. Kreuz­ träger ist seit 30 Jahren Rainer Hegnauer. Gerhard Meißner hat ihm einige Fragen gestellt. Wie wird man eigentlich Kreuzträger? Rainer Hegnauer Wie’s bei mir genau

war, weiß ich gar nicht mehr. Es war auf

jeden Fall 1985. Damals habe ich das Amt von meinem Vorgänger Richard Zederer

Wenn man bis zu zwei Stunden am Stück das Kreuz trägt, welche Gedanken gehen einem da durch den Kopf? Rainer Hegnauer Gar nicht so viele,

denn zunächst muss ich mich auf das

Kreuz konzentrieren, es gerade halten.

Nur mit einem Auge daran vorbei schauen zu können, ist auch hinderlich, vor

allem in der Früh, wenn es noch ganz

dunkel ist. Dazu kommt das gleichmäßi-

ge Gehen, das braucht etwas Disziplin. Es darf ja für die Anderen nicht zu schnell

und nicht zu langsam sein. Außerdem be-

te ich mit den anderen mit. Wenn dann noch Regen, Wind oder Kälte dazukommen, bleibt kein Gedanke für Beschau-

lichkeit.

Was war die schönste Wallfahrt und welche die anstrengendste? Rainer Hegnauer Die bisher anstren-

gendste Wallfahrt war für mich, als ich

bei großer Hitze von Stegen heimlaufen

musste mit nur noch 12 Personen. Da

musste ich mich selber quälen. Meine schönste Wallfahrt nach Andechs war

übernommen. Irgendwie lief es damals

1984, also ein Jahr bevor ich Kreuzträger

gehen einen Schritt zurück, einer passt

Franzi im Tragestell auf dem Rücken hin

einmal, wird man im nächsten Jahr wie-

ob man das Kreuz auf dem Rücken trägt.

nach dem Motto »Freiwillige vor!«. Alle

nicht auf und bleibt vorn. Macht man es der gefragt, dann verlängert sich’s stillschweigend.

wurde. Damals habe ich unseren Sohn

H i n t e rg r u n d Im Archiv entdeckt Nicht in jedem Ort und bei jeder Wallfah­ rergruppe wird genau Buch geführt, wie oft einzelne Personen schon dabei waren oder wie lange die Wallfahrtstradition besteht. In einem Verkündbuch der Türkenfelder Pfarrei steht fürs Jahr 1855 folgender Ein­ trag: »Donnerstag fällt das hohe Fest Christi Himmelfahrt. Um halb eins in der Früh geschieht mit dem Kreuze unter Begleitung eines Geistlichen der Auszug für diejenigen, welche auf den hl. Berg Andechs gehen wollen. Hier in der Pfarrkirche ist der Gottesdienst um 8 Uhr und nachmittag die Non um halb zwei.« Da die Andechs-Wallfahrer damals um den Ammersee herum gingen, mussten sie schon früher aufbrechen als heute. Erst 1905 gab es eine Neuerung, die in der Pfarrchronik von Zankenhausen dokumen­ tiert ist. »Der am Feste Christi Himmelfahrt von den Gemeinden Türkenfeld und Zankenhausen übliche Bittgang nach Andechs wurde heuer dahin abgeändert und erleichtert, daß beide Gemeinden zusammen die Strecke von Stegen nach Herrsching hin und zurück auf einem gemieteten Dampfboot zurücklegten, wodurch das fatale – oft Ärgernis gebende Einkehren unterwegs, namentlich in Stegen, vermieden wurde. In Zankenhausen blieben aber die Türkenfelder selbstverständlich eine geraume Zeit sitzen.« Ob beide Gemeinden schon vor 1855 nach Andechs gepilgert sind, kann man nur ver­ muten. Belegen lässt es sich derzeit nicht. Sollten Sie Hinweise haben, wären wir dank­ bar dafür.

und zurück getragen. Das war fast so, als

.

Aber (strahlt dabei übers ganze Gesicht) – ich hab dieses Gefühl genossen. 

Mit freundlicher Genehmigung von

Türkenfeld im Blick

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bergecho 3 . 2015

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kirche und kloster

›Griesweg‹ und ›Weiße Säule‹ Zwei uralte Pilgerwege von Dießen nach Andechs

F

ischen und Dießen liegen am südlichen Ammersee. Sie sind vorkelti-

schen Ursprungs und von der Verlan-

über den Griesweg sowohl von Dießen wie

dung durch die Ammer und ihre Zuflüsse,

von Fischen erreichbar; sie trug den Na-

fen. Dabei war Fischen, das alte Vischn, bis

wie heute, sondern Wiesenland, auf dem

aber auch durch andere Einflüsse, betrofzum Ausbau der neuen Ammer etwa 1927

dadurch begünstigt, dass die Alte Ammer

men Hofgarten und war kein Moorgebiet sehr ergiebig Heu geerntet wurde – und

zwar schon lange vor dem Dreißigjährigen

ihren Seezulauf auf der Dießener Seite ge-

Krieg 1618 bis 1648.

sentlich stärker verlief und zu einem ki-

te, bevor es zu Dießen kam, dem Kloster

wählt hatte und dort die Verlandung we-

Dieses schöne Wiesengebiet gehör-

lometerlangen Damm geführt hat. Eine

Wessobrunn, das es im Jahre 1150 in einer

Fischen über den See bestand schon lange,

dieser Urkunde wird als nördliche Mar-

Bootsverbindung zwischen Dießen und

Stiftungsurkunde an Dießen übertrug. In

wie Bilder mit Ruderbooten belegen, die

kierung der Stiftung die »Heubrücke«

waren. Diese Säule wurde 1629 errichtet

schen und weiter nach Andechs führen-

von Dießen zur Weißen Säule unterwegs und diente als Orientierung für von Die-

ßen kommende Pilger zum Heiligen Berg

Andechs. Diese Verbindung bestand si-

cherlich nicht nur für Pilger und schon

Dr. Horst Reimann aus Fischen hat sich auf Spurensuche bege­ ben und zwei uralte Pilgerwege von Dießen nach Andechs neu beschrieben: den »Griesweg« über die »Heubrücke« und die Bootsverbindung zur Einöd zur »Weißen Säule«, genannt War­ taweil, die in einer alten AppianKarte eingezeichnet ist. Diese Verbindungen haben über vie­ le Jahrhunderte bestanden und wurden erst vor nicht allzu langer Zeit aufgelassen.

vor dem Feind. Diese Insel war auf dem

Landweg mit Packtieren und Fuhrwerken

lange vor Errichtung der Weißen Säule.

Letztere ist noch heute rund einen Kilometer nördlich der Gaststätte Aidenried am

erwähnt, die den von Dießen nach Fi-

den Griesweg über die Alte Ammer führ-

te. Die Namensgebung bezeugt, dass das beschriebene Wiesengebiet zur Zeit der

Stiftungsurkunde und sicher schon einige

hundert Jahre zuvor existierte und keine Moorlandschaft war.

Seeweg nach Herrsching zu finden.

Grie sweg älte ste Verbindung zwischen Fischen und Die SSen ?

wie auch von Fischen eine Bootsverbin-

Der Heimatforscher Dr. Bruno Schweizer

Schwedeninsel, dem früheren Erlaich.

den Griesweg von Dießen nach Mitterfi-

regen Zulauf durch die zahlungsschwache

gung in Richtung Pähl, zusammen mit

mehr oder weniger tragfähige Eis besuch-

fischen durch eine Ammerfurt und Rais-

dort zu trocknen, um zu Hause nicht ge-

er schon zur Römerzeit bestand, aus der

Außerdem gab es sowohl von Dießen

dung zum idyllischen Café Beer auf der

Aber auch im Winter erhielt die Mutti Beer Jugend aus beiden Orten, die sie über das te, um, weil eingebrochen, ihr Gewand schimpft zu werden.

Besonders stark war der Bootsverkehr

zum Erlaich, wie im Giebelfeld des Dieße-

zeigt in einer von ihm angefertigten Karte

schen und Aidenried mit einer Verzwei-

den Römerstraßen Raisting nach Vorder-

ting nach Dießen und legt nahe, dass

sich in Mitterfischen/Aidenried Überres-

te nachweisen lassen. Ziemlich sicher ist,

dass der Griesweg der älteste und kürzeste

ner Wohnhauses, Herrenstraße 9, abge-

Weg zwischen Dießen und Fischen ist und

Fischener Bürger – sich vor den Schweden

wurde.

bildet, als Dießener – aber sicherlich auch

in Sicherheit brachten.

Wahrscheinlich diente auch eine wei-

tere »Insel«, die durch die Alte Ammer, die Gabelung des Gewässers, die »Verammer« und den See gebildet wurde, der Zuflucht

bis zum Bau der Neuen Ammer begangen Auf einer wunderschönen Votivtafel

eines Dießener Bürgers aus dem Jahr 1745, die sich in der Raistinger Kirche St. Jo-

hann befand, ist die Heubrücke abgebil-

det. Man erkennt den über den nördlichen,


bergecho 3 . 2015  |

seenahen Balken führenden Griesweg, der

von St. Johann in Dießen kommt und sich

zuvor nach Raisting verzweigt, dessen Kir-

che St.Remigius man im Hintergrund er-

kennt. Die Brücke ist im Zustand vor oder nach der Heuernte dargestellt, indem die

über die beiden Brückenbalken befestigten

Querbretter abgenommen waren, um den

Verkehr über die Brücke auf Fußgänger zu beschränken – wahrscheinlich aus einem

Sicherheitsbedürfnis heraus. Links im Bild

ist die Mitterfischener Kirche St. Pankraz und zentral das Dießener Münster zu er-

kennen und noch vieles mehr. Das Bild legt nahe, dass intensive Viehwirtschaft betrieben wurde, die rauchenden Kamine in Die-

ßen sind wohl den vielen ansässigen Brau-

ereien zuzuordnen, und ganz besonders

beeindruckt die Darstellung des heutigen

Moorgebiets als hochkultivierte Landwirt-

schaft, in der kaum Schilf zu erkennen ist.

Ein Kupferstich von J. A. Zimmermann,

der 1766 entstand, zeigt das Kloster Dießen und Andechs und den beide verbindenden

Griesweg von der Kirche St. Johann über

E s gibt keine FuSSgänger mehr

Eine Vision

Mit der Zunahme des motorisierten Ver-

»Einöd zur weißen Säule, genannt War-

kehrs haben nicht nur heute geschützte

Vogel- und Pflanzenarten abgenommen,

taweil« steht auf einer Tafel geschrieben,

die bei der Weißen Säule steht. Ich bin mir

sondern auch Pilger, Bittgänger und ande-

gewiß, dass die Ortsbezeichnung »War-

dem die Heubrücke, wie oben erwähnt,

geschützten Vögel und Pflanzen, aber gar

ist, die hier bei der Rückkehr von ihrem

damals intensive Landwirtschaft betrie-

des Absterbens der Natur zum immer noch

die Heubrücke und Mitterfischen. Nachschon 1150 diesen Namen trug, also schon ben wurde, bestand der dargestellte Zu-

re Fußgänger. Es gibt nur noch wenige der

taweil« eine Wortschöpfung von Pilgern

keine Fußgänger mehr. Eine Zuordnung

Bittgang zum Heiligen Berg auf das Boot

zunehmenden Kraftverkehr ist so eindeu-

Mit dem Segen des Heiligen Berges und

um Gegensteuerungen, wie zum Beispiel

rer Bitte haben sie das Wort »Wartaweil«

nach Dießen eine Weile gewartet haben.

stand 1745 nachweislich 600 Jahre, wahr-

tig, dass man sich wundern muss, war-

sowohl vor 1150 wie nach 1745. Übrigens ist

Schall- und Sichtschutzbepflanzungen,

geprägt, das mit den Vokalen »a«anklingt

die Herabsetzung der Geschwindigkeits­

Eine wunderschöne bayerische Wort-

scheinlich aber noch wesentlich länger,

die »Birkenalleebrücke« nicht eingezeich-

net, was die Annahme, der Griesweg sei die älteste Verbindung, unterstützt.

Mehrere Dießener können noch heute

offenbare Überreste der Heubrücke in der

Alten Ammer in den 1960er Jahren bestätigen. Auch die Fortsetzung des Grieswegs

von Mitterfischen/Aidenried nach Andechs

ist an mehreren Stellen und über größere

schalldämmender Straßenbelag und sogar begrenzung, was die Schall- und Abgas­

emmissionen in etwa halbiert, weniger

gefordert werden als der Verzicht auf ei-

der freudigen Hoffnung auf Erfüllung ih-

und in dem hellen, frohen »ei« ausklingt.

schöpfung.

Wären es Alltagsmenschen gewesen,

die von einer geschäftlichen Begeben-

nen vergleichsweise harmlosen Radweg.

heit zurückkehrten, hätte die Stelle einen

und Seeverbindungen zwischen beiden

mit dem dunkleren »u« des Duldens.

Diese natürlich gewachsenen Land-

Orten dienten der Gemeinsamkeit. Wenn

nüchternen Namen mit«Geduld« erhalten, Für viele heutige Pilger, die mehr Spa-

Strecken noch heute erkennbar.

nun aber dieses natürliche Wachstum ein-

fang März morgens auf einer tragfähigen

dann wird die Symbiose gestört mit Fol-

Naturverbundenheit und Freude an der Be-

erlebt haben. Allerdings mit dem Unter-

les Vademecum und Pilgerwort geworden.

quantifizierbar ist wie etwa die Anzahl von

sie auch den Stuben, in denen Großes ent-

stecken wir Opa Griesweg und Oma Schiff-

kunft an der Weißen Säule eine neue An-

sind, trauern wir ihnen nach. Gleichzeitig

hen und sich der Griesweg wieder öffnen. 

Vor rund acht Jahren konnte ich An-

seitig durch äußere Einflüsse gestört wird,

Harschschicht dem Griesweg von Aiden-

gen, wie wir sie in der Natur schon vielfach

gen, wobei ich an den beiden Ammern

schied, dass Gemeinsamkeit nicht so leicht

ried nach Dießen auf Langlaufskiern fol-

jeweils zur Birkenalleebrücke und dann

am anderen Ufer wieder in Position gelau-

Vogelbrutplätzen. Als Parabel gesprochen,

Schneedecke dahinzugleiten und etwas

fahrt ins Altenheim, und wenn sie ganz tot

sommers wie winters frequentiert wurde,

wundern wir uns, dass die Kinder lieber am

fen bin. Dieses Erlebnis, auf unberührter

zu folgen, was wohl seit fast 1.000 Jahren

klingt immer noch nach.

Fernseher sitzen oder mit dem Handy spielen, als Oma und Opa mal zu besuchen.

ziergänger, Wanderer, Touristen sind, aber

durchaus mit ideellen Motiven, z.B. mit

wegung, ist »Wartaweil« ein phantasievolSolche inspirierte Phantasie wünschen

schieden wird.So kann vielleicht in Zu-

.

legestelle der Ammerseeschifffahrt entste-

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bergecho 3 . 2015

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kirche und kloster

Heute – Aus der Fülle der Gegenwart leben Neues Buch von Abt Johannes Eckert erschienen

E

s geht Abt Johannes bei seiner Be-

schäftigung mit Lukas, dem »Evan-

gelisten der Barmherzigkeit«, da-

rum zu fragen: Wo ist heute Barmher-

zigkeit gefragt? Wo wird das Evangelium

– die gute Nachricht vom anbrechenden

Reich Gottes – heute so gelebt, dass es zum

Heil und zur Erneuerung dienen kann? Wo

kann jeder von uns heute Jesus begegnen? In der Einleitung zu seinem Buch

schreibt Abt Johannes:

»Dieser Herausforde-

rung der Vergegenwärti-

gung hat sich in seiner Zeit, ca. 50 Jahre nach dem Tod Jesu, beson-

Mit seinem neuen Buch greift Abt Johannes das Anliegen von Papst Franziskus auf und möch­ te einen geistlichen Beitrag zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit leisten. Sich ganz den Herausfor­ derungen der Gegenwart zu stel­ len ohne Gedanke an das, was kommt oder war, macht glücklich und barmherzig. Schon vor 2000 Jahren hat der Evangelist Lukas aus diesem Grund ganz bewusst das Wort »heute« in sein Evange­ lium eingefügt. Aktueller denn je und im Sinne des Schreibens von Papst Franziskus, »Evangelii Gau­ dium. Über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heu­ te«, geben die Heute-Worte des Lukas Orientierung in einer kom­ plexen Welt.

Abt Johannes weiter: »Das bedeutet

für uns, sich auf die konkrete Zeit einzu-

lassen, sich nicht von der Welt abzuwen-

den, in der wir leben, und sie als schlecht

abzutun. Vielmehr ist es uns aufgetragen, aufzubrechen und hineinzuwandern in

unsere Zeit. Wir sollen uns täglich neu auf

den Weg machen im Vertrauen, dass Je-

sus auch uns auf unseren Wegen begegnet.

Lukas ermutigt uns dazu, diesen zuver-

Das Lukas-Evangelium – eine Frohe Botschaft für

›Leute von Heute‹.

sichtlichen Glauben an

den Tag zu legen, dass

der Auferstandene mit-

ten unter uns lebt. (…)

Es geht also um nichts anderes als Verheuti-

ders der Evangelist Lukas gestellt. Mit sei-

gung des Evangeliums, so dass dieses sich

helfen, das Heute zu meistern. Lukas ist

Dabei wollen wir Jesus begegnen, indem

im Heute der Gemeinde gegenwärtig ist.

kreten Alltag zu übertragen.« 

nem Evangelium will er seiner Gemeinde davon überzeugt, dass der Auferstandene

Er will sie motivieren, bewegen, in ihrer

auch in unserem Leben ereignen kann.

.

wir versuchen, die Szenen in unseren kon-

konkreten Gegenwart auf die Spurensuche Gottes zu gehen. An entscheidenden Stel-

len seines Evangeliums sowie der eben-

falls von ihm verfassten Apostelgeschichte fügt er daher das Wörtchen »Heute« ein.

Diese besonderen Verweise helfen auch

uns, fast 2000 Jahre später das Evangelium zu verheutigen. Sie sind gleichsam eine

Kurzfassung des ganzen Werkes und blitzen wie Signalpunkte oder Leuchttürme

auf, die für den oft dunklen Weg lebens-

wichtige Orientierung geben.«

Dieser »Gegenwarts-Impuls« des Lu-

kas sei, so Abt Johannes, Ermutigung für

Christen aller Zeiten. Der Evangelist Lukas biete weder eine nostalgische Rückschau

auf eine Zeit, in der scheinbar alles besser war, noch eine Vertröstung auf eine

Zukunft, in der alles besser werde. Das

Lukas-Evangelium sei Frohe Botschaft für

»Leute von Heute«.

I n f o r m at i o n e n Abt Johannes Eckert Heute – Aus der Fülle der Gegenwart leben Meditationen über das Lukas-Evangelium Gebundenes Buch, Pappband, 128 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-466-37137-2 euro 15,99 [d], euro 16,50 [a], chf 21,50* (* empf. VK-Preis) Verlag: Kösel Erhältlich im Andechser Klosterladen und im Online-Shop.


bergecho 3 . 2015  |

Carl Orff-Festspiele Andechs Eine Bilderreise durch 18 Festspieljahre am Heiligen Berg

Ab Mitte Dezember erhältlich im Klosterladen und im Online-Shop unter www.andechs.de 29,95 euro 

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bergecho 3 . 2015

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kirche und kloster

»Die Zeit möchte ich nicht mehr missen « Rückblick auf die Tage für junge Männer im August 2015

Raphael Kien aus Emmerich am Rhein, 17 Jahre alt, evangelisch und nun Physikstudent im drit­ ten Semester nahm schon im vergangenen Jahr bei den Tagen für junge Männer im Kloster An­ dechs teil. Hier schildert er seine Eindrücke aus den letzten zwei Jahren.

E

»

in Protestant im katholischen Bene-

am Tag beten. Wie passen zwei Dinge, die

nieren?«, ungefähr so waren wohl

sammen? Meiner Erfahrung nach sehr gut,

diktinerkloster, kann das funktio-

meine Gedanken, als ich mich im August

2014 auf den Weg ins Kloster Andechs zu den ›Tagen für junge Männer‹ machte.

Heute weiß ich, es hat nicht nur funktio-

niert, es war für mich genau das Richtige. Gesellschaft, Spaß, ein gewisses Maß an

von Grund auf so verschieden sind, zu-

zumindest kann sich das Ergebnis sehen

lassen, denn von einer gewöhnlichen oder

klischeehaften Jugendfreizeit ist nicht mehr viel übrig.

Der Tag beginnt um 7 Uhr früh mit

dem Morgengebet, der Laudes. Für mich

Information, aber auch eine gesunde Por-

immer der erste Moment um schon sehr

All dies gehörte dazu und machte es zu ei-

Weiter geht es mit einem gemütlichen

möchte.

puls; von meditativen Übungen bis zur

tion an Disziplin, frei gewählt natürlich.

nem Erlebnis, das ich nicht mehr missen Wenn man an das Wort »Jugendfrei-

zeit« denkt, hat man ein relativ klares Bild

im Kopf. Lautstarke Jugendliche und jun-

ge Erwachsene, viele Ausflüge und Erleb-

viele Eindrücke für den Tag zu sammeln.

Frühstück und danach dem MorgenimKurzlesung kann hier alles kommen. Hier

kann man erneut einige Dinge zum Nach-

denken für den Tag mitnehmen. Nun folgt schon der Grund, weshalb man für den

nisse und am Abend Feiern, die häufiger

Aufenthalt nichts bezahlt; die Arbeitsein-

ist da das »Kloster«, etwas völlig anderes;

auf der Terrasse Unkraut jäten, die Klos-

mal die Grenzen überschreiten. Und dann

Ruhe, Disziplin, Arbeit und einige Male

sätze. Die Auswahl ist wiederum groß, ob

terräumlichkeiten säubern oder in einem


bergecho 3 . 2015  |

der Betriebe, der Wäscherei oder dem La-

den helfen, jeder kommt auf seine Kosten.

Johann Sebastian Bach

Für mich ist dies immer der Zeitpunkt am

Tag, an dem ich die gesammelten Eindrücke verarbeite. Um 12 Uhr ist die Mittags-

hore dran, gefolgt von einem sehr üppigen und leckeren Mittagessen. Schließlich

kommt der Hauptakt des Tages, das Nachmittagsprogramm. Ob man nun Schwimmen geht, eine andere religiöse Institution besichtigt oder noch etwas ganz ande-

res macht; es ist und bleibt eine schöne

Aktion am Tag, entweder um sich zu entspannen oder mehr zu sehen. Zur Vesper

um 18 Uhr ist man wieder im Kloster. Der

Tag ist fast vollendet, es folgen das Abendessen samt »Hörbuch«, die Komplet in der

Wallfahrtskirche und der Abendimpuls, um allen Teilnehmern noch mal etwas

zum Nachdenken zu geben. Schlussend-

lich kann man sich noch auf der Terrasse mit einem Bier hinsetzen oder sich voll-

Kantaten I-III Mozart Chor Andechs Orchester „Ensemble Lodron“ München Leitung: Anton Ludwig Pfell

ends zurückziehen.

Es finden sich also kaum Merkmale ei-

ner gewöhnlichen Jugendfreizeit, wie ich sie oben beschrieben habe. Zwar gibt es

auch einige Ausflüge, aber der Großteil ist doch eher ruhig gehalten. Das ist meiner

Ansicht nach auch genau das, was die Tage

ausmacht. Bezeichnend sind Fr. Lukas’ ein-

leitende Worte: »Die Tage können für jeden

.

etwas sein, man muss sich nur die Mühe

machen, sich darauf einzulassen.« 

Kloster Andechs Florian-Stadl 19. Dezember 2015, 18.00 Uhr 20. Dezember 2015, 16.00 Uhr

Vorverkauf Tel. (08152) 376-400 www.andechs.de Tel. (089) 548181 81 www.muenchenticket.de Tel. (08151) 29341  Buchhandlung Greiner Veranstalter  Kloster Andechs Kulturelle Veranstaltungen Florianstadl, Bergstrasse 2, 82346 Andechs. In Kooperation mit der Bayer. Konzert­direktion, 80331 München, Tel. (08801) 2231

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bergecho 3 . 2015

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kirche und kloster

das barocke bayern Rückblick auf die fünfte Sommerakademie in St. Bonifaz

Dr . Johanne s Erichsen Religion und Frömmigkeit in der höfisch -adeligen Welt de s 17. und 1 8 . Jahrhunderts« 14 . Juli 2015

»Das barocke Bayern« war Thema der fünften Sommer­ akademie St. Bonifaz, die die Benediktiner in der Münchner Karlstraße und der Verein der Freunde von St. Bonifaz im Juni und Juli 2015 veranstaltet haben. Von den sechs Vorträgen doku­ mentiert Prof. em. Dr. HansMichael Körner, Organisator und Leiter der Sommerakademie, hier die letzten drei in einer Zu­ sammenfassung.

D

ie 5. Sommerakademie St. Bonifaz

Dr. Johannes Erichsen, vormals Präsident

im Juni und Juli 2015 statt und war

nahm die begriffliche Polarität von Fröm-

fand an sechs Dienstag-Abenden

dem Thema »Das barocke Bayern« gewid-

met. Damit konnte diese Sommeraka-

demie unmittelbar an jene von 2014 anschließen, die sich auf die Reformation

und die Gegenreformation, somit auf das

Zeitalter der Glaubensspaltung in Bayern

konzentriert hatte. Wiederum war es ge-

lungen, einen Kreis von kompetenten Re-

der Bayerischen Schlösserverwaltung,

migkeit und Religion auf. Frömmigkeit

ordnete er einer eher privaten Einstellung

zu Gott und der Welt zu, während er unter

Religion »die öffentliche Festlegung eines

Personenverbandes« verstand,« die insbesondere für den Staat und somit auch für seine Abgrenzung gegen Nachbarstaaten

von Belang ist«. Im Rahmen des Heiligen

ferentinnen und Referenten zu gewinnen,

Römischen Reiches mit seiner 1648 aus-

ter der Sommerakademie immer als eine

Balance verwiesen Frömmigkeit und Re-

was sich für mich als Organisator und Lei-

tarierten politischen und konfessionellen

vergleichsweise leichte Aufgabe darstellt.

ligion im Bayern des 17. und 18. Jahrhun-

Bitten und Betteln wegen der Übernahme

Angesichts solcher Voraussetzungen be-

in diesem Sommer konnten sich die Ver-

telsbachischen Fürsten, auf die Präsenta-

Kuratorium der Freunde von St. Bonifaz,

Ziele in aller demonstrativen Öffentlich-

Das »Label St. Bonifaz« macht ein langes

eines Vorlesungsthemas überflüssig. Auch

anstalter, die Abtei St. Bonifaz und das

über einen regen Publikumszuspruch freu-

derts auf keinerlei gegensätzliche Struktur. stand auch keine Veranlassung für die wit-

tion ihrer konfessionellen und politischen

keit zu verzichten. – Sowohl die Fassaden­

en. Und es schaut ganz so aus, als ob die

gestaltung von Sankt Michael wie die Resi-

gesetzt werden könnte.

der Himmelskönigin basieren auf solchen

Sommerakademie auch im Jahr 2016 fort-

denzfassade mit dem 1616 enthüllten Bild


bergecho 3 . 2015  |

Voraussetzungen. Das bedeutendste Mo-

nument, über das wir zugleich am besten

informiert sind, und mit dem Maximilian I. »die Einstellung seiner Untertanen zu

prägen versuchte«, ist die Münchner Ma-

riensäule; deren Inschrift lautet: »Dem

besten höchsten Gott,/der jungfräulichen

die gegenreformatorischen Schübe, die

Vertiefung der Volksfrömmigkeit, das Wirken der nach Bayern geholten Reformor-

den – von Beginn des 16. Jahrhunderts bis

hinein ins 18. Jahrhundert – nicht primär das Werk kirchlicher Institutionen, son-

dern Teil einer staatlicherseits definierten

Gottesmutter,/der gütigsten Herrin Bay-

»Agenda«, wie man heute sagen würde.

hat/für die Bewahrung des Vaterlandes,

mend in den Herrschaftsanspruch des

erns,/der allermächtigsten Schutzherrin, der Hauptstädte, der Heere,/seiner selbst, seines Hauses und seiner Hoffnungen/

dieses immerwährende Denkmal für die

In deren Folge wurde die Kirche zuneh-

frühneuzeitlichen Staates eingebunden.

Ganz anders verhält es sich auf der ande-

ren Seite im Bereich der höheren Bildung.

Nachgeborenen/Maximilian,/Pfalzgraf zu

Putz: »Die Übertragung der administra-

Römischen Reiches Erztruchseß und Kur-

inhaltliche Kompetenz an die Jesuiten

Rhein, beider Bayern Herzog,/des Heiligen

tiven Leitung im Bildungswesen und der

Mal bei der Sommerakademie dabei war.

Professor Eder begann seinen Vortrag mit

dem Verweis auf ganz grundsätzliche Pers-

pektiven: Die von Orden und Klöstern, von

geistlichen und weltlichen Fürsten getra-

fürst,/niederster aller Schutzbefohlenen,/

hatten aber auch zur Folge, dass nicht der

gene Barockfrömmigkeit war zum einen

Jahre 1638.«

Konzept für den Bereich von Bildung und

ren »Ernst und Nüchternheit« hierzulande

dankbar und schutzflehend gesetzt/im

Landesherr und seine Ratgeber ein neues

eine nachtridentinische Frömmigkeit, de-

Ausbildung schufen, sondern ein kirch-

»mehr und mehr überstrahlt« wurde »von

Landes von der Vermittlung elementarer

Weltbejahung«. Und weiter: »Augenfällig

cher Spitzenleistung die ganze Bandbreite

giöser Andacht sein, bunt und gerne auch

tragen«, war Aufgabe und Selbstverständ-

liquienverehrung, Wallfahrten und Bru-

setzte diesem multizentralen und weitge-

Heilige Gräber, Kreuzgänge und Passions-

licher Reformorden.« – In »der Fläche des Kulturtechniken bis hin zu wissenschaftlivon Bildung und Gelehrsamkeit in sich zu

nis: »Erst der Bruch mit der Säkularisation spannten Bildungskonzept ein Ende«.

gelöster Heiterkeit, Siegessicherheit und

und eindrucksvoll sollten die Formen reli-

repräsentativ. Marien-, Heiligen- und Rederschaftsfeste, Weihnachtskrippen und spiele – in diesem Kontext entfaltete sich

die Frömmigkeit des Barock.«

In großer Detailfülle präsentierte der

Referent den ganzen Kosmos der baro-

cken Frömmigkeit und begann dabei mit den Feldumritten, den Bittgängen und

den Prozessionen, unter denen die Fron-

leichnamsprozession die prominenteste

Dr . Hannelore Putz Die Bavaria Sanc ta : Heimstät te von Bildung und Gelehrsamkeit 21. Juli 2015

Stellung einnahm: der »Prangertag« als

die »optimale Gelegenheit, den protes-

tantischen Bürgern«, etwa in den Reichs-

städten, »katholische Glaubensfreude und

katholischen Glaubensmut zu demons-

trieren.« – Elend und Not, Krankheiten,

Die am Archiv des Bistums Passau tätige

Privatdozentin ging bei ihrem Vortrag von

Unfälle, Kindersterben, Kriege, Hungers-

katholischen Durchformung« des ganzen

Mensch und bei Vieh: Vielfältig waren die

nöte, Naturkatastrophen und Seuchen bei

dem von ihr so bezeichneten »Prozeß der

Landes aus. Beginnend unter den Herzö-

gen Wilhelm IV. und Ludwig X., konse-

quent fortgeführt unter Albrecht V., Wil-

helm V. und Maximilian I.; in der zweiten Hälfte des 17. und dann erst recht in gro-

Prof. Dr . M anfred Eder Volksfrömmigkeit und Frömmigkeitsformen im barocken Bayern 28. Juli 2015

gen Bayern« zusteuernd.

Zwei konkurrierende Gesichtspunkte

sind dabei hervorzuheben: Auf der einen Seite waren die Reform der alten Kirche,

im ganzen Land. Als den »Höhepunkt der

volkstümlichen Ausgestaltung des gesamten Kirchenjahres in der Barockzeit« ordnete Professor Eder schließlich »die Feier des Leidens, Sterbens und der Auferste-

ßen Teilen des 18. Jahrhunderts auf einen

Höhepunkt in der Ausbildung des »heili-

Motive und Anlässe für die Wallfahrten

Den Abschlussvortrag hielt ein gebürtiger Deggendorfer, der seit 2002 den Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität

Osnabrück innehat und nicht zum ersten

hung des Herrn« ein. Die Dramatisierung

des biblischen Berichts vom Palmsonntag bis zum Karfreitag und zur österlichen

.

Auferstehungsfeier kulminierte dann in den großen Karfreitagsprozessionen. 

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bergecho 3 . 2015

|  klosterbrauerei

Andechser Gefühl in Südtirol – Trentino und Venetien Pater Valentin zu Gast bei Gastronomen mit Andechser Ausschank.

Viele Partner unserer Kloster­ brauerei in Italien hatten sich lange auf diesen Besuch vom Kloster Andechs gefreut. An­ fang September war P. Valentin zusammen mit Vertriebsleiter Wolfgang Schäff und Kilian und Kaspar Kiem, unseren Exklusiv­ partnern für den Vertrieb der Andechser Klosterbiere in Italien, einige Tage in Südtirol-Trentino und in Vene­tien unterwegs. Vier der acht besuchten Gastro­ nomien stellen wir hier vor.

W

er benediktinische Gastfreundschaft kennt, wie P. Valentin

und die Mönche des Klosters An-

dechs, für den ist es schon etwas Besonde-

res, einmal selbst für ein paar Tage Gast zu sein, wie es P. Valentin bei seinem Besuch

in Südtirol und Venetien Anfang September erlebt hat: »Ich war beeindruckt, wie

Gallileo I Zum Teil schon seit Jahrzehnten schenken

Wirte in Südtirol und Venetien die klösterlichen Biere vom Heiligen Berg aus. Das

Gallileo I zum Beispiel findet sich abseits

großer Touristenströme in Fontanelle, ei-

ner kleinen nordostitalienischen Gemeinde mit knapp 6.000 Einwohnern in der

viel Mühe sich die Wirte und Familien

Provinz Treviso in Venetien. Viele Bilder

spürt man, wie lebendig die Beziehung zu

heit mit den Andechser Klosterbieren.

bei unserem Besuch gemacht haben. Da

unserem Kloster ist.« Wolfgang Schäff er-

gänzt: »Das ist sicher auch das Verdienst

unseres Partners K.Kiem GmbH, mit dem

von Andechs zeugen von der Verbunden-

Beim Besuch von P. Valentin, Wolfgang

Schäff und Kilian und Kaspar Kiem berei-

teten die Wirte Massimo Cappellotto und

wir schon seit Jahrzehnten zusammenar-

Paolo Petrovecchio als besondere Überra-

und gerne am Heiligen Berg mit Gastrono-

Typisch bayerisch und auch die Spezialität

ist mehr als ein partnerschaftliches Netz-

her auch der Name »Gallileo«, ein Wortspiel

beiten. Kilian und Kaspar Kiem sind ja oft

men, Partnern und Hoteliers zu Gast. Da

werk gewachsen. Da lebt Verbundenheit.«

schung als Vorspeise eine überlange Pizza.

des Gallileo sind die gebratenen Hendl (da-

P. Valentin zusammen mit den Wirten Paolo Petrovecchio (2. v. l.) und Massimo Cappel­ lotto (4. v. l.) und Kilian (1. v. l.) und Kaspar Kiem (3. v. l.)

mit »galletto«, dem italienischen Wort für

Hähnchen), zu denen die Andechser Klosterbiere hervorragend passen. Die Hendl

werden zuvor zwei Tage in einer speziellen

Soße eingelegt. Das Rezept kennen nur die

Wirte. Erst dann kommen die Hendl auf

den Holzkohlegrill. Dazu schmecken den

Gästen neben dem Andechser Vollbier Hell,

Weißbier Hell und Doppelbock Dunkel.

U n s e r T I PP Gallileo I Via Roma 22, 31043 Fontanelle – Treviso Tel.: +39 366 9281856 info@birreriagallileo.it www.birreriagallileo.it


bergecho 3 . 2015  |

L anahof Im Lanahof, dem neuen Bierhaus im Zen-

Hell, das immer wieder als »das Andech-

Kiem ihre ganz eigene Idee von Südtiroler

macht, und in der Flasche der Andechser

trum von Lana in Südtirol, hat die Familie Gastlichkeit verwirklicht. Der Betreiber

Martin Höllrigl betreut mit seiner Familie und den Mitarbeitern die Gäste. Mit viel

ser Geschmacks-Phänomen« die Runde

Doppelbock Dunkel. Auf Stil und Ästhetik hat die Familie Kiem bei der Gestal-

tung des Lanahofes sehr großen Wert ge-

Leidenschaft für die Gastronomie ist es

legt. Bei Kilian Kiem leuchten die Augen,

se und Wünsche ihrer Gäste tagtäglich zu

»Wir haben keine Kosten und Mühen ge-

ihnen vor allem wichtig, die Bedürfnis-

erfüllen. Im Lanahof ist eine ganz indivi-

duelle Verbindung entstanden aus gemüt-

lichem Beisammensein, Südtiroler Gast-

wenn er von wichtigen Details berichtet:

scheut, bis wir zum Beispiel eine Firma in

Garmisch-Partenkirchen gefunden haben,

die uns für die Schankanlage die großen

kultur, bayrischen und internationalen

Kupferrohre so biegen konnte, dass sie aus

des gesamten Teams.

Tresen reichten.«

style und lässiger Atmosphäre ist im La-

Heiligen Berg Bayerns ausgeführt mit Pi-

ern mit ausgewählten Biersorten, darun-

Anspruch des Lanahofes, die besondere

Bierspezialitäten sowie der Herzlichkeit Trendiges Südtirol mit lockerem Life-

nahof ebenso zu Hause, wie kultiges Bayter unser Festbier aus dem Bräustüberl,

das Andechser Spezial Hell, das Weißbier

dem Boden des Schankraumes über den Auch ein Bild des Klosters auf dem

xeln aus Hopfenblüten spricht für den

Verbindung mit dem Andechser Kloster zu unterstreichen. Und wenn der vom An-

dechser Bräustüberl inspirierte Krügetresor dann für ganz spezielle Gäste des La-

nahofes die Krüge in Verwahrung nimmt, dann gibt es wieder einen Ort mehr, wo

man das Andechser Gefühl wie mit Händen greifen kann.

U n s e r T I PP Bierhaus Lanahof Maria-Hilf-Straße 3, 39011 Lana Tel.: +39 0473 563079 info@lanahof.com www.lanahof.com

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bergecho 3 . 2015

|  klosterbrauerei

L a Scuderia in Abano Ter me

Gompm Alm

Eine ganz andere Atmosphäre herrscht im

Hoch hinaus kommt der Andechser Ge-

La Scuderia in Abano Terme südwestlich

von Padua. Giuseppe Dorio und sein Sohn

Mauro, Besitzer und Betreiber des Ob-

jektes, haben einen ehemals herrschaftlichen Pferdestall mit großem Aufwand

und noch mehr Herzblut und gastronomi-

nuss auf der Gompm Alm. Sie liegt im Hirzer-Wanderparadies im Passeiertal auf

1.800 m. Erreichbar ist sie von Saltaus aus mit der Hirzer Seilbahn oder von Verdins

mit der Seilbahn Verdins-Tall. Jeden Sonn-

tag wird das eigene Brot im Bauernofen

schem Sachverstand zu einem ganz beson-

gebacken. Obst, Gemüse, Milchprodukte

staltet. Heute verströmt die Lokalität über

Bauern oder aus dem Bioanbau bezogen,

deren Ort für kulinarische Genüsse umgezwei Etagen eine geradezu schlossartige

Herrschaftlichkeit und lädt zum Verwei-

len und Genießen ein. Da hat auch unser

Weißbier Hell einen guten Platz auf der Getränkekarte gefunden.

Um das weitläufige Ambiente der

und Fleisch werden hauptsächlich vom

mit diesen Produkten werden die Gerichte

in der Almkuchl täglich frisch zubereitet.

Auch abends öffnet Helmuth Gufler ger-

ne auf Anfrage. Die urigen Bauernstuben

bieten für bis zu 65 Personen Platz. Gefragt

ist das Gourmet-Frühstück in der Lounge-

La Scuderia in Top-Zustand zu halten, über-

Wiese. Täglich steht ein Picknick Gourmet

Zum Beispiel schneidet er eine stattli-

lungsreiche kulturelle, musikalische so-

kontrolliert höchstpersönlich, daß die

Jazz-Sessions locken immer wieder Gäste

läßt Giuseppe Dorio nichts dem Zufall.

che Anzahl von Olivenbäumen selbst und stilechten Holzmöbel alle vier Wochen

eingewachst werden, um die teuren Ein-

richtungsgegenstände möglichst lange für seine Gäste zu erhalten.

U n s e r T I PP La Scuderia Via San Lorenzo 13, Abano Terme – Padua Tel.: +39 049 860 2653 info@lascuderiahb.com www.lascuderiahb.com

Korb für seine Gäste bereit. Viele abwechs-

wie kulinarische Veranstaltungen wie

Andechser Genuß auf 1.800 Meter Höhe bietet Inhaber Helmuth Gufler (Mitte)

auf die Gompm Alm. Familien mit Kindern finden viel Abwechlung im Streichelzoo,

Kinderspielplatz, Lounge-Wiese, Kräuter-

garten, Kegelbahn.

Viele Stammgäste hat die Gompm Alm,

die auch aus Deutschland anreisen, besonders dann, wenn Sterneköche im Freien

»the unplugged taste« zelebrieren. Dazu passt einfach, dass auf der Gompm Alm

exklusiv Andechser Klosterbiere ausge-

schenkt werden und der Betreiber mit sei-

.

nem Team auch schon öfters in Andechs zu Gast war. 

U n s e r T I PP Gompm Alm Obertall 19, 39017 Schenna Tel.: +39 0473 949 544 info@gompmalm.it www.gompmalm.it


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bergecho 3 . 2015

|  klosterbrauerei

Die flüssige Seele des Heiligen Berges Geschichten rund um den »Andechser Doppelbock Dunkel«

In guter Gesellschaft (v. l. n. r.): Georg Queri, Andechser Doppelbock Dunkel, Nicole Rosemann und Hans Martin Bauer, die Inhaber des ›Oberen Wirts‹ zum Queri in Frieding

Alles an dieser Jahreszeit ist ir­ gendwie intensiver. Im Herbst glühen nicht nur die Bäume, Stauden und Sträucher des Alpen­vorlands in strahlenden Farben; auch ihre Früchte – prallgereifte Beeren, rotbackige Äpfel, saftige Birnen, knallrote Hage­butten und tiefbraune Nüsse – hängen schwer an ihren Ästen. Die Herbstluft trägt eine belebende Frische in sich, hält Nasen feucht, Lungen gesund und sorgt vor allem nach lan­ gen Spaziergängen für Appetit. Zur deftigen Brotzeit an dunk­ len Herbst- und Winterabenden passt kaum ein Bier besser als das traditionsreichste aus der Andechser Kloster­brauerei: der Doppelbock Dunkel.

W

er sich zu kräftigem Bergkä-

se, in Wiesenkräutern gewälz-

ter Salami und dickkrustigem

gibt es viele Starkbiere auf der Welt. Dass der Andechser Doppelbock weltweit als

deren König gilt und international Fans

Bauernbrot eine Halbe Doppelbock ein-

versammelt, liegt an einem immer wie-

herbstliches Getränk, das genügend Hit-

ser Klosterbrauer. Ihre Handwerkskunst

schenkt, wird zustimmen: es ist ein

der vollbrachten Kunststück der Andech-

ze auch für schneereiche Winter in sich

lässt den Doppelbock nicht vordergründig

einer Frucht gleicht: So wie eine Pflanze

angenehm hopfenbitter schmecken. Ihr

Hitze des Sommers in ihre Frucht leitet

ist keins der üblichen Bockbiere, die nur

trägt. Vielleicht, weil sein Entstehen dem den weichen Regen des Frühlings und die

nach Alkohol, sondern süffig, rund und

Können gründet tief, denn der Doppelbock

und ihr anschließend viel Zeit zur Rei-

während der Starkbierzeit getrunken wer-

Braumeister ihrem Doppelbock reinstes

eins von wenigen deutschen Bockbieren,

fe lässt, so schenken auch die Andechser

Wasser, beste Zutaten – und viel Zeit zum

Reifen. Seine kupferbraune Farbe, die goldene Reflexe durch das Glas schickt und

sein fester, ockergelber Schaum sind stim-

den. Der Andechser Doppelbock Dunkel ist die ganzjährig gebraut werden. So liegt

sein Ursprung auch nicht in der Fasten-

zeit, sondern hängt mit der jahrhunderte-

alten Wallfahrtstradition auf den Heiligen

mige Vorboten für den Geschmack. Feines

Berg Andechs zusammen.

und dunkler Schokolade begleiten seinen

unbezahlbar: Zeit. Passend zu den dunk-

Röstaroma, holzige Noten von Karamell wuchtigen Malzkörper.

Man sieht dem Bier schon im Glas-

krug seine Schwere an: wie ein Fels steht

der Doppelbock im Glas. Mit 7,1 Volumenprozent Alkohol und 18,5 Gewichtspro-

zent Stammwürze ist er allerdings alles

andere als ein Leisetreter. Er ist sozusa-

gen der Monolith unter den Bieren. Nun

Sein Geheimnis ist dabei so einfach wie

len Jahreszeiten lässt man es auch in der

Andechser Klosterbrauerei gemächlicher

angehen; jedenfalls, so lange es ums Bockbrauen geht. Braumeister und Betriebs-

leiter Alexander Reiss spricht vom zeitauf-

wändigsten Bier des Hauses und beschreibt seine Arbeit ein bisschen wie ein Kunst-

handwerker sein Tun, während dessen er


bergecho 3 . 2015  |

schätze seinen runden Geschmack und

empfehle deftige Speisen dazu, etwa ge-

schmorte Ochsenbackerl in kräftiger Bur-

gundersoße mit Schupfnudeln und Wurzelgemüse, alternativ ein rassiges Stück

Käse und Schmalzbrot.

Seit acht Jahren ist Hans Martin Bau-

er der Wirt des »Queri«, die 20 Jahre davor

hatten seine Eltern das urige Gasthaus,

das über Biergarten, Gewölbekeller, Veranstaltungsräume und 15 Gästezimmer ver-

fügt, liebevoll renoviert. Seit ein paar Jah-

ren versucht der junge Wirt, etwas über

die langjährige Geschichte seines Hauses

zu erfahren und ist sich sicher: Der »Que-

sein Werkstück immer wieder durch klei-

ri« stand seit jeher in enger Verbindung

sert und mit Details veredelt. »Die Kunst

auf dem Hof Lebensmittel für das Kloster

keit hinzubekommen, so dass das Ganze

früher noch Ochsengespanne das Bier aus

zum Kloster Andechs. »Ich vermute, dass

ne, kunstvolle Handgriffe formt, verbes-

und sein Bier erwirtschaftet wurden.« Wo

ist hier, die Balance aus Süße und Bitter-

dem Kloster brachten, kümmert sich heu-

anregt zum Weitertrinken«, erklärt Alex-

te ein Vertrieb um den Transport. Und es

ander Reiss. »Es ist auch unser Anliegen,

den Doppelbock gut verträglich zu halten«,

werden demnächst wieder mehr Fässer

Pause. »Bei angemessenem Genuss ist er

Weg nach Frieding finden: »Der Doppel-

mit Andechser Doppelbock Dunkel ihren

fügt er an und macht eine verschmitzte

bock hat zweimal im Jahr Saison: Einmal

das auch noch am nächsten Tag.«

Ländern kommen, um den nahen Kloster-

ten Starkbier beginnt schon mit einem

ältestes und bekanntestes Bier zu probie-

Und das zweite Mal im Herbst und den

Mehrfachmaischverfahren. Es hat seinen

rig gebrauten Starkbier sei vor allem bei

tin Bauer – aus Erfahrung.  

Der Weg zu einem derartig ausgefeil-

einzigartigen Schritt: dem traditionellen

berg zu besuchen – aber auch, um dessen

ren.« Die Nachfrage nach dem ganzjäh-

Ursprung in einer Zeit, in der das Malz

jenen Gästen groß, die nicht aus der Regi-

musste das Korn öfter aufkochen, um die

satz jedoch eher klein – der Doppelbock ist

noch nicht so gut zu lösen war. »Man

Stärke aus ihm herauszubrechen.« Und

wie es mit allem ist, das man öfter kocht,

gibt auch das moderne Malz im Mehrfachmaischverfahren mehr Geschmack frei.

»Auch die Hefe bekommt mehr Zeit, es zu

vergären, damit sie nicht in Stress gerät.«

Natürlich könnte man diese Zeitspanne verkürzen, in dem man beispielsweise

Druck erhöht oder für höhere Tempera-

turen sorgt. »Das wäre aber nicht gut für

die Verträglichkeit; das wollen wir nicht«, sagt Alexander Reiss bestimmt. Und so

heißt es für den Doppelbock: länger gären, länger und kühler lagern. Das Ergebnis als weltweit einzigartiges Bier zu bezeichnen,

greift nicht zu weit.

Das bekommt auch Hans Martin Bau-

er zu spüren. In seinem »Der Obere Wirt«

Zum Queri in Frieding serviert er seinen Gästen die komplette Palette Andechser

Braukunst – auch den Doppelbock. »Gäste aus allen Teilen Deutschlands, sehr vie-

le aus Italien und anderen europäischen

on kommen. »Insgesamt ist der Prozent-

ganz klar ein Bier für Genießer.« Er selbst

in der Fastenzeit, ab Aschermittwoch.

.

ganzen Winter hindurch«, sagt Hans Mar-

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bergecho 3 . 2015

|  klosterbrauerei

Über 2.000 Musiker in Eglfing Beim Bezirksmusikfest brachten 65 Kapellen die 1.000 Einwohner-Gemeinde zum Klingen

Vom 30. Juli bis 3. August fand in Eglfing das 53. Bezirksmusik­ fest im Bezirk Oberland statt. Im Rahmen ihres 125-jährigen Grün­ dungsjubliäums hat die Musikka­ pelle Eglfing das Bezirksmusikfest ausgerichtet – ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Eglfinger, zu dem die Musikvorstandschaft mit Dirigent Maximilian Bach und 1. Vorstand Tobias Panholzer zahl­ reiche Musikgruppen aus Nah und Fern begrüßen konnte. Auch frischgezapftes Bier aus unserer Klosterbrauerei war mit dabei und sorgte dafür, dass beim Mu­ sizieren, Singen und Feiern nie­ mand Durst leiden musste.

U

m dieses große Fest zu gestalten,

war nicht nur die Musikapelle

Eglfing mit ihren 45 aktiven Mu-

sikerinnen und Musikern auf den Beinen.

Fast das ganze Dorf hat mit angepackt. Das galt nicht nur für

Festbetrieb und Organi-

sation. Auch eine große

Festschrift ist entstanden, die die eigentlich schon etwas über 100 jährige

ausgerichtet – nach 1961, 1990 und dem

Jahr 2000.

Zum ersten Mal aber war in diesem

Jahr die Klosterbrauerei Andechs als Ge-

tränkepartner der Eglfinger mit dabei. Mit

»Des mit den Andechsern hat wirklich passt.

Auf die ist Verlass.«

fast 130 hl Vollbier Hell

und Weißbier Hell sorg-

te das Logistik-Team der

klösterlichen Brauerei da-

für, dass bei den teilweise

hochsommerlichen Tem-

Geschichte der »Eglfinger« dokumentiert.

peraturen Durst kein Thema war. Auch

bar schon einige Jahre vor dem eigentli-

diesem verlängerten Wochenende über die

Deren erste Auftritte sind nämlich offenchen Gründungsjahr 1890 erfolgt.

fast 70 hl alkoholfreie Getränke gingen an

Schanktische. Stets gut gefüllte Tank- und

Eine bewegte Geschichte prägt die

Kühlwagen sicherten den Getränke-Nach-

jahr 2015 setzt einen weiteren Höhepunkt

fanden mehrere tausend Festgäste ausrei-

Musik­kapelle Eglfing und das Jubiläums-

mit der erneuten Ausrichtung des Bezirks-

musikfestes. Denn heuer haben die Eglfin-

ger schon zum vierten Mal eines der größten Musikfeste im bayerischen Oberland

schub. Auf den 400 Bierzeltgarnituren

chend Platz. Nicht zu vergessen mehrere

Dutzend Schirme, die als Sonnenschutz an diesen Tagen immer gesucht waren. Ers-

ter Vorstand Tobias Panholzer war sicht-

lich zufrieden: »Des mit den Andechsern


bergecho 3 . 2015  |

hat wirklich passt. Auf die ist Verlass: An-

gefangen von den Sonnenschirmen, der

hervorragenden Schankanlage, die perfekt eingerichtete Weißbierbar und die prakti-

sche und ordentliche Ausstattung von Personal, Zeltgarnituren und Lastwagen.« Höhepunkt des Festes war für viele

Teilnehmer der große Festumzug. 65 Kapellen und Trommlerzüge gratulierten

mehrere Kilometer lange Umzug führte

vom Festplatz über Unter- und Obereglfing

wieder zurück zum Festzelt. Die ersten

Kapellen kamen schon wieder am Fest-

platz an, als die letzten gerade losgezogen

waren. Bei Temperaturen weit über 25

Grad war er für viele Musikerinnen und

Musiker – noch dazu teilweise in dunklen

Trachten der Knappschaften – künstlerisch wie sportlich eine Herausforderung. Aber das tat der guten Stimmung unter den

Teilnehmern von Wallgau, über Holzhausen bis Starnberg keinen Abbruch. Farb-

lich und klanglich setzten besonders die

»Associazione Amici della Musica« aus der italienischen Partnergemeinde Allumiere und die Marktmusik Haag am Hausruck

in Österreich, einen besonderen Akzent

unter den 65 Musikkapellen und Tromm-

.

lerzügen, darunter auch die Blaskapelle Erling-Andechs. 

www.andechs.de

dem Geburtstagskind musikalisch. Der

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bergecho 3 . 2015

|  gastlichkeit

15 Jahre Andechser in Mering Das Traditionsgasthaus im Herzen der Andechser Wallfahrtsgemeinde

Im Oktober 2015 feierte der An­ dechser in Mering sein 15 jähri­ ges Jubiläum. Aus diesem Anlass trafen sich alte Freunde und gu­ te Bekannte im Traditionswirts­ haus am Meringer Marktplatz. Ein Gottesdienst mit Pater Valen­ tin und Pfarrer Thomas Schwarz in der Pfarrkirche Sankt Michael durfte dabei nicht fehlen. Im An­ schluss wurde dann im Andech­ ser nicht nur mit Weißbier vom Heiligen Berg auf den Geburtstag angestoßen.

I

n seiner Predigt vor der Feier sprach

Himmel offen zu halten, (…) offen zu blei-

an: »Wenn man sich den Weg des An-

mie und Gesellschaft und (…) die eigenen

P. Valentin Familie Baumüller direkt

dechsers in Mering anschaut, vom Kauf-

haus zum Gasthaus, dann kann man

wirklich sagen, dass Sie, liebe Familie

Baumüller, mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 15 Jahren, vielen

Menschen in ihrer Gastronomie den bayerischen Himmel ein Stück offen halten.

Dazu haben Sie viel unter-

nommen, viel gearbeitet und

immer wieder neue Ideen und

Perspektiven entwickelt zum

Wohl Ihrer Gäste.« P. Valentin bezog sich auf die biblische

ben für die Entwicklungen in Gastrono-

Gaben gut einzusetzen«, damit Leben

und leben lassen – die Grundintention des

Andechsers – weiterhin lebendig bleiben kann.

Zusammen mit Christian Rieger, dem

kaufmännischen Leiter der Andechser

Wirtschaftsbetriebe, und Verkaufsleiter

Den bayerischen

Himmel ein Stück offen halten

Ralf Heindl, ließ es sich P. Va-

lentin nach dem Gottesdienst

nicht nehmen, die Glückwünsche des Klosters Andechs persönlich zu überbringen. Bunt und zahlreich war die Schar

Gastfreundschaft, über die es im 13. Ka-

der Gäste an diesem besonderen Tag für

die Gastfreundschaft nicht, denn durch

Hans-Dieter Kandler, viele Gemeinderäte

gel beherbergt.‹ und betonte: »Das bleibt

Handwerker, Stammgäste, alte Freunde

pitel des Hebräerbriefes heißt: ›Vergesst sie haben einige, ohne es zu ahnen, En-

die Herausforderung für die Zukunft, den

den Andechser in Mering: Bürgermeister feierten ebenso mit wie Lieferanten und und gute Bekannte.


bergecho 3 . 2015  |

Für die Zukunft des Andechsers

wünschte P. Valentin Christian Baumüller, seiner Frau Eva, seinen Kindern, seiner

Mutter Marietta und den Mitarbeiterin-

nen und Mitarbeitern in Küche, Schänke und Servicebereich alles Gute, Gottes Se-

gen, eine glückliche Hand und weiterhin viele zahlreiche und treue Gäste.

Dafür stehen die Chancen nicht

schlecht, gehört doch der Andechser in

Mering heute mehr denn je zu den Gast-

häusern, in denen bayerische Gemütlich-

keit und die klösterlichen Bierspezialitä-

ten vom Heiligen Berg Bayerns eine ganz

ging aber sehr wohl in Erfüllung. Großen

besondere Verbindung eingegangen sind.

Anteil daran hatte auch der damals erst

Paradise Beach im Juli/ August dieses Jah-

gelernter Hotelfachmann und ausgebilde-

Das Public Viewing zur WM 2014 und der

res zeugen davon, dass Christian Baumül-

ler und sein Team immer noch vor Ideen

27 Jahre alte Christian Baumüller, der als

ter Koch die Geschäftsführung übernahm. Seine Mutter Marietta unterstützte schon

sprühen.

damals die Pläne und half tatkräftig mit,

der Geschichte des Hauses verbunden. In

öffnet wurde, Wärme und Gemütlichkeit

Dabei bleiben die Baumüllers immer

einer alten Chronik im Archiv von Franz

Knittel kann man einiges über die Ge-

schichte des Hauses am Marktplatz im

Herzen von Mering lesen. Das Gebäude

dem Lokal, das am 9. November 2000 ereinzuhauchen. So ziert zum Beispiel der

Andechser Wahlspruch »Genuß für Leib Mittlerweile nehmen die Gäste wei-

te Entfernungen auf sich und genießen

Mayer eröffnete 1913 sein Kaufhaus – als

rostbraten oder andere Schmankerl. Das

zum Ende des vergangenen Jahrhunderts

so konnte Christian Baumüller für seine

erstes am Ort. Nach der Geschäftsaufgabe

wurde das Gebäude von der Gemeinde ge-

kauft, um dort das Rathaus einzurichten. Dies lies sich aber nicht realisieren. Der

Traum von einem »Andechser in Mering«

links unten Fröhliche Feier: Marietta Baumüller mit Merings Pfarrer Thomas Schwartz und Ehrenbürgerin Ellen Kratzer rechts unten Mit kleinem Weißbier auf ein großes Fest angestoßen: P. Valentin mit Wirt Christian Baumüller (r.) und Verkaufs­ leiter Ralf Heindl (l.).

und Seele« die Gasträume.

mit der historischen Fassade zählt zu den

ältesten Geschäften in Mering. Leonhard

links oben Familie Baumüller zum Jubi­läumsbesuch auf dem Heiligen Berg

zum Beispiel den berühmten Zwiebel-

blieb in Fachkreisen nicht unbemerkt und schwäbisch-bayerische Küche mit frischen saisonalen Produkten, gewürzt mit medi-

.

terranen Ideen, bereits mehrere Auszeichnungen entgegennehmen. 

KONTA K T Andechser in Mering Christian und Marietta Baumüller Marktplatz 8, 86415 Mering Tel.: 08233/744150 Fax: 08233/744151 wirtshaus@andechser-mering.de www.andechser-mering.de

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bergecho 3 . 2015

|  gastlichkeit

Klösterliche Gastlichkeit im Herzen des Weltkulturerbes »Oberes Mittelrheintal«

Zwischen Boppard rheinabwärts und St. Goar rheinaufwärts fin­ det sich am östlichen Rhein­ufer im malerischen Wallfahrtsort Kamp-Bornhofen das Restaurant »Klosterstube« und das Landhaus »Sonnenhang« – idyllisch gelegen direkt unter den Burgen Sterren­ berg und Liebenstein. Seit 2008 haben sich Erika und Franz Josef Weber hier mit ihrem Restaurant und einem kleinen Hotel als be­ sondere Gastgeber einen Namen gemacht.

B

A m be sten gleich auf ein verl ängerte s Wochenende Kein Wunder, dass viele Gäste gerne auch über Nacht bleiben, oder gleich auf ein

verlängertes Wochenende. Das Landhaus Sonnenhang bietet acht komfortable

Doppel­zimmer und ein Einzelzimmer. Alle Zimmer sind im Landhausstil eingerich-

tet und verfügen über Dusche/WC. Gäste

des Landhauses können zudem die große

Außenterrasse mit Grillplatz und Sonnenwiese nutzen. Oder aber man macht sich

gleich auf den Weg und erkundet die zahllosen Sehenswürdigkeiten der einmaligen Landschaft.

Kamp-Bornhofen und das ganze

roman­tische Mittelrheintal bieten eine

Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten, z.B.

einen Besuch des Wallfahrtsklosters sollte

man nicht versäumen. Im 13. Jahrhundert

egonnen hatten die beiden Anfang

erstmals urkundlich erwähnt, beherbergt

2002 zunächst in Oberwinter bei

Bad Honnef in einem Restaurant

mit dem gleichen Namen »Klosterstube«.

Bald aber zog es Erika und Franz Josef Weber weiter hinauf ins Mittelrheintal. In

Bürgermeister Thomas Bungert beim Anstich

die Klosterkirche bedeutsame Kunstschätze. Das Gnadenbild der Gottesmutter, der

Marmor-Hochaltar aus dem 18. Jahrhun-

dert, die Kanzel und viele Sehenswürdig-

Kamp-Bornhofen pflegen die Wirtsleute

seit 2008 mit ihrer Klosterstube und dem

Bayerische Bierproben und WeiSSwurstfrühstück

keiten mehr werden Jahr für Jahr von zahl-

kleinen Hotel Landhaus »Sonnenhang« ei-

ne ganz persönliche Form von Gastlichkeit.

Bekannt ist die Klosterstube für ihre besonderen Events. An ausgesuchten Ter-

Zwischen 1391 und 1435 wurde die Wall-

minen finden Kölsch-Abende und Nächte,

vierjähriger Bauzeit ein Kloster fertigge-

frühstücke statt. Ab zehn Personen bieten

ner in Bornhofen. Dann wird das Kloster

Neun verschiedene Biersorten a m Z apfhahn

Bayerische Bierproben und Weißwurst-

In ihrem Restaurant, samt einer über-

die Klosterstuben die bayerische Bierpro-

sonen – verwöhnt das Ehepaar Weber und

Abend auf Anfrage auch exklusiv an.

lichen Speisen. Stolz sind sie auf ihre Spe-

durch Verbandsbürgermeister aus Ober­

dachten Sommerterrasse für rund 30 Per-

ihr Team die Gäste täglich mit gut bürger-

be, Weißwurstfrühstück und den Kölsch-

Rechtzeitig zur Maibockzeit wurde heuer

zialität: Spanferkel frisch vom Grill. Dazu –

wesel, Thomas Bungert, ein Original Holz-

kann man zwischen neun verschiedenen

sistiert hat dabei Max Lewentz, Sohn des

und das findet man längst nicht überall –

fass mit Bergbock Hell angestochen. As-

Biersorten wählen – alle frisch gezapft

rheinland-pfälzischen Innenministers.

ren schmecken hier das Export Dunkel,

oder ausgelassene Abende unter Freunden

Dunkel, Weißbier Hell und Dunkel. Aber

Personen. Ob Menü oder Buffet – auch

vom Fass. Von den Andechser KlosterbieSpezial Hell, Bergbock Hell, Doppelbock

auch Weinliebhaber kommen auf ihre

Kosten. Auserlesene Weine aus der Region

Mittelrhein kommen vom Weingut Fetz.

Und den Apfelwein beziehen die Wirtsleute direkt aus Frankfurt.

Auch für Hochzeiten, Familienfeiern

bietet die Klosterstube Platz für bis zu 120

große Gruppen kommen in den Genuss

der gut bürgerlichen Küche. Man denke

nur an das Spanferkel. Zwei Kegelbahnen runden das Angebot ab.

reichen Pilgern besucht und bewundert. fahrtskirche errichter. 1684 wurde nach

stellt. Bis 1813 leben und arbeiten Kapuzi-

aufgelöst. 1890 – nach dem Kultur-Kampf –

.

kommen Franziskaner nach Bornhofen, die das Kloster noch heute leiten.  

Ko n ta k t Restaurant Klosterstube und Landhaus Sonnenhang Inhaber Erika und Franz-Josef Weber Burgenstraße 14 56341 Kamp-Bornhofen Tel.: 06773/915276 Fax. 06773/959824 info@kapelle.de www.kapelle.de


bergecho 3 . 2015  |

Das Leben auf und am Bodensee feiern Die Hafenhalle – Restaurant, Biergarten und Bar – direkt am Konstanzer Hafen

Eingebettet zwischen Boden­ seeufer und historischer Altstadt von Konstanz schrei­ ben Günter Thoma und Markus Schweizer, die Be­ treiber der Hafenhalle, seit mehr als 20 Jahren Konstan­ zer Gastronomie-Geschichte.

D

irekt am Konstanzer Hafen ge-

nießt man seither im Biergarten

bei sechs Sorten frisch gezapftem

Bier (das Andechser Export Dunkel ist mit dabei), deftiger Brotzeit, Grillwurst oder

knackigen Salaten eine herrliche Aussicht auf den Bodensee. Von der Außentheke

aus kann man Konstanzer wie Touristen beim Flanieren beobachten und auf der

einladenden Holzterrasse wird genossen,

was die Bodenseeregion und die Saison zu bieten haben.

In der ehemaligen Güterhalle serviert

das Team von Günter Thoma und Markus

Atmosphäre, Gastronomie und Philo-

sophie der Hafenhalle haben die beiden

Betreiber für alle Freunde in einem eigenen Kochbuch zusammengefasst: Viele

Schweizer fangfrischen Bodenseefisch,

Rezepte und Einblicke illustrieren die Ha-

letsteak von heimischen Rindern sowie

bensqualität.

hauseigene Maultaschen und saftiges Fiwürzigen Bärlauch, feinen Spargel, lecke-

fenhallen-Vision von Gastlichkeit und Le-

ren Kürbis und vieles mehr. Dazu gibt es

Viele Events bereichern da s Hafenhallen -Jahr

und heimischen, edlen Weinen.

Durchs ganze Jahr hindurch sorgt das

eine große Auswahl von internationalen

Tag für Tag Qualität und Anspruch

Team von Günter Thoma und Markus

Schweizer zusätzlich zum kulinarischen

Genuss auch mit zahlreichen Events für

Günter Thoma und Markus Schweizer

eine ganz besondere Stimmung. Ab Ostern

im Team. Frisch zubereitete Gerichte mit

xieland-Band zum Frühschoppen auf. Der

schätzen gute Qualität – in der Küche und

spielt jeden Sonntag um halb elf eine Di-

saisonalem und regionalem Bezug sowie

Maibaum wird am letzten Aprilsonntag

Arbeit sind Eckpfeiler dieser Qualität. Mit

kalischer Begleitung der Trachtenkapelle

Lieferanten verbinden die beiden nicht

sind die Auftritte der Country-Größen Kim

Freude und Engagement an der täglichen Gästen, Mitarbeitern und langjährigen

selten langjährige Freundschaften – sie

mit tatkräftiger Unterstützung und musiStetten aufgestellt. Weitere Höhepunkte

Carson aus New Orleans und South Moun-

alle liefern immer wieder Inspiration

tain aus Ontario und natürlich Osmar

Gesamt­konzept.

und Tänzerinnen in bunt schillernden

und neue Ideen für ihr gastronomisches

Oliveira, der mit brasilianischen Klängen

Kostümen ein Stück Südamerika an den

Bodensee bringt.

Auch zur kalten Jahreszeit lohnt sich

ein Besuch in der Hafenhalle. In den Wild-

wochen im November verwöhnen Günter

Thoma und Markus Schweizer ihre Gäste

mit Spezialitäten aus eigener Jagd aus den

Wäldern der Region. Außerdem präsentieren immer freitags unterschiedliche Bo-

.

denseewinzer beste Weine, abgestimmt

auf das Wildmenü. 

I n f o r m at i o n e n Hafenhalle Hafenstraße 10 78462 Konstanz Tel.: 07531/21126 Fax: 07531/21127 info@hafenhalle.com www.hafenhalle.com öffnungszeiten Montag bis Freitag 10.00–1.00 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertag 10.00–2.00 Uhr

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bergecho 3 . 2015

|  veranstaltungen

Colloquium

Auszug aus dem aktuellen Programm von Dezember bis April

▪▪ Fußwallfahrt

von München nach Andechs Samstag, 9. April 2016, 6 Uhr,

Marien­platz München (Mariensäule)

»Wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn?« (Psalm 24, 3)

Immer wieder haben Menschen sich

gemein­sam auf den Weg gemacht, um

»heilige Orte« aufzusuchen und sie als

Kraftquelle für den eigenen Lebensweg zu erfahren.

Start: Samstag, 9. April, 6 Uhr

Ankunft: in Andechs ca. 18 Uhr, Übernachtung im Kloster;

Abschluss: Sonntag, ca. 14 Uhr

Leitung: Sr. Rosa Maria Dick OSV v. P. und Abt Dr. Johannes Eckert OSB

Kosten: 30,– Euro

Eine verbindliche schriftliche Anmeldung ist erforderlich.

▪▪ Exerzitien im Alltag 2016 Montags 15./22./29. Februar

und 7./16./14./21. März 2016, 20 Uhr

Während der österlichen Bußzeit 2016 gibt es die Möglichkeit, an den »Exerzitien im

Alltag« in St. Bonifaz teilzunehmen. In

der Betriebsamkeit des Alltags ist es nicht

immer einfach, Zeit zu finden, still zu

werden, auf die kleinen Zeichen Gottes zu achten. Wir werden uns in gemeinsamen

COLLOQUIUM BENEDICTINUM I n f o r m at i o n Alle Veranstaltungen, wenn nicht anders angegeben, finden im Zentrum Sankt Bonifaz, Karlstr. 34, statt. Der Eintritt ist frei, sofern keine Angaben gemacht werden. Anmeldung Benediktinerabtei St. Bonifaz Karlstr. 34, 80333 München Tel.: 089/55171-112 Fax: 089/55171-103 colloquium@sankt-bonifaz.de www.sankt-bonifaz.de

▪▪ Vorweihnachtlicher Besinnungstag

Treffen und in täglicher stiller Zeit der

Besinnung miteinander auf den Weg machen, um in unserem alltäglichen Leben Gott und sein Wirken zu entdecken.

am 4. Adventsonntag 2015

Leitung: P. Anno Bönsch OSB

»Die Friedensbotschaft von Betlehem«

Die Begleithefte können an der Kloster-

Sonntag, 20. Dezember 2015, 15 bis 18 Uhr

Leitung: Altabt Dr. Odilo Lechner OSB

▪▪ Der Weihnachtskreis in der italieni-

schen Malerei zwischen Mittelalter und

Neuzeit

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 20 Uhr Referent: Richard K. Blasy

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. pforte erworben werden.

▪▪ Meditationstag – »Das Herz ist von Natur aus ruhig«

Samstag, 6. Februar 2016, 9 bis 17 Uhr

Einführung in stilles Sitzen und gegen-

standslose Meditation (aus der Tradition

christlicher Kontemplation und des Zen)

Leitung: Oskar Brandner, Tel.: 089/3243120 Gebühr: 25,– Euro


bergecho 3 . 2015  |

Konzerte ▪▪ Qi-Gong – »Ruhe in der Bewegung –

▪▪ Weihnachtskonzert

▪▪ Orgelkonzert am Passionssonntag

Montag, 11. Januar bis 21. März 2016, 20 bis 21 Uhr

Basilika St. Bonifaz

Basilika St. Bonifaz

Bewegung in der Ruhe«

Sonntag, 20.Dezember 2015, 16 Uhr,

Es sind Übungen zur Entfaltung der

Werke von: Bach, Stamitz,

tung und Kräftigung, zur Pflege der jedem

Jugend-Orchester St. Bonifaz

Es sind leichte Übungen, die von jeder-

Eintritt: frei

Selbstheilungskräfte, zur Gesunderhal-

Menschen innewohnenden Lebensenergie.

Corelli, Vivaldi, Pachelbel, u. a.

Sonntag, 13. März 2016, 16.30 Uhr,

Programm wird noch bekanntgegeben.

Bitte beachten Sie die Homepage der Abtei und die Tagespresse.

Leitung: Johannes Zahlten

Willibald Guggenmos, Domorganist

Spenden herzlich willkommen

Eintritt: 10,- Euro

findet einmal wöchentlich statt und um-

▪▪ Konzert zum Abschluss

▪▪ Meditatives Konzert zum Karfreitag

Leitung: Oskar Brandner, Tel.: 089/3243120

Mittwoch, 6. Januar 2016, 16.30 Uhr,

Basilika St. Bonifaz

mann ausgeführt werden können. Bitte

bequeme Kleidung mitbringen. Der Kurs

fasst 13 Einheiten.

Gebühr: 80,– Euro

▪▪ Facetten italienischer Städte – Geschichte, Architektur und

der Weihnachtszeit

Basilika St. Bonifaz

Motetten und Orgelwerke von

Hans Leo Hassler, Orlando di Lasso,

St. Gallen/Schweiz, Orgel

Karfreitag, 25. März 2016, 20 Uhr,

Programm wird noch bekanntgegeben.

Bitte beachten Sie die Homepage der Abtei und die Tagespresse.

Johann Sebastian Bach, Josef Gabriel

Altabt Odilo Lechner OSB, Meditation

Mittwoch, 13. Januar 2016, 20 Uhr

Vocalsolisten St. Bonifaz

Eintritt: 15,– Euro, ermäßigt 10,– Euro

Gründer­zeit

Eintritt: frei

Stadt­baukunst

Genua zwischen Mittelalter und

Mittwoch, 17. Februar 2016, 20 Uhr

Padua zwischen römischer Antike und Gründerzeit

Mittwoch, 9. März 2016, 20 Uhr Pavia zwischen Spätantike und Gründerzeit

Mittwoch, 13. April 2016, 20 Uhr

Ferrara zwischen Mittelalter und Barock­zeit

Etliche Städte Italiens entwickelten sich am Ort römischer Vorgänger, deren or-

thogonales Planschema sich noch heu-

te im Stadtplan abzeichnet. Standen im frühen Mittelalter vielerorts Bischöfe

Stadtgemeinden vor, so entfalteten sich zahlreiche im Hochmittelalter zu freien

Stadt­republiken, in denen einzelne Adels­

familien – als sogenannte »Signorien« –

die Herrschaft an sich ziehen konnten,

um seit dem 15. Jahrhundert dem Vatikan-

staat oder dem Reich der Habsburger ein-

gegliedert zu werden.

Referent: Richard K. Blasy

Rheinberger, Franz Lehrndorfer u. a.

Martin Fleckenstein, Orgel Spenden herzlich willkommen

Klenze-Quartett

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bergecho 3 . 2015

|  veranstaltungen

exerzitien für männer in führungs­ verantwortung Ein geistlicher Übungsweg

Die Andechser Exerzitien bie­ ten beruflich stark engagierten Führungskräften durch einen in­ tensiven Mitvollzug des bene­ diktinischen Lebensrhythmus die Gelegenheit, zu sich selbst zu kommen und in Ruhe über sich nachzudenken. Abt Johannes Eckert leitet die Exer­zitien in Andechs. I n f o r m at i o n termine 10. bis 14. Februar 2016 30. November bis 4. Dezember 2016 anmeldung und information Kloster Andechs, Tagungsmanagement, Elke Zeitler Tel.: +49 (0)8152/376-279 Fax: +49 (0)8152/376-239 seminare@andechs.de www.andechs.de

D

ie Andechser Exerzitien verstehen sich als geistlicher Übungsweg.

Die Teilnehmer sind während der

Exerzitien Gäste in der Klausur des Klos-

ters. Daher können an den Exerzitien nur

Männer teilnehmen.

Die Arbeitseinheiten der Andechser Ex-

erzitien leiten dazu an, die eigene Situation als Führungskraft genauer zu betrach-

ten. Anhand von ausgewählten Beispielen

aus der Bibel werden Führungssituationen reflektiert und auf die eigene Lebens- und

Unternehmenssituation übertragen.

Im Mittelpunkt dieser Exerzitien steht

die bewusste Lektüre der Benediktsregel.

Gespräche, Texte und Meditationen geben

Anregung und Anleitung für eine ganz

persönliche Besinnung und Neuorientie-

rung. Sie möchten Bausteine auf dem Weg zu einer integrierten Lebensgestaltung

und Mitarbeiterführung sein. So können

die Teilnehmer Hilfen für eine konkrete

.

(Um-)Gestaltung des eigenen Lebens und

Arbeitens gewinnen. 

»In größeren Gemeinschaf­ ten gebe man [dem Celler­

ar] Helfer. Mit ihrer Unter­

stützung kann er das ihm anvertraute Amt mit

innerer Ruhe verwalten.

Zur bestimmten Stunde

werde gegeben, was zu ge­

ben ist, und erbeten, was zu erbitten ist. Denn niemand

soll verwirrt und traurig

werden im Hause Gottes.«

Aus der Benediktsregel im 31. Kapitel über den Cellerar, den Wirtschaftsleiter eines Klosters


bergecho 3 . 2015  |

Patenschaften für die Orgel

Orgelpaten vom 30. 11. 2014 – 30. 11. 2015 Sascha Salem, Manfred Viehl, Ludwig

Benedikt Berchtold, Martha Magdalena

Keller, Jan und Nina Schaffer, Sebastian

Elias Gajda, LIBERI LIBERORUM , Wolfram

Ungethüm, Andrian B. Metze, Marietta Metze, Eduard Wätjen, Volker Koors, Elena Sofia Damur, Andreas Dissing,

Ursula Silvester, Oskar Jeissing, Rosalie Brigitte Weiermann, Mailina Elisabeth

Weiermann, Walter Haderthauer,

Klaus und Elvira Mai, Thomas Kaukal,

Elena Dietrich.

Nähere Auskünf te über Orgel- Patenschaf ten unter Tel.: 0 8 1 5 2 /376 -312 Fax: 08152/376-267

freundeskreis@andechs.de

www.andechs.de

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bergecho 3 . 2015

|  veranstaltungen

über stock und stein

Vorfreude auf das kleine Andechs-Trail Jubiläum am 16. April 2016

Zum 5. Mal findet der Andechs Trail findet 2016 statt. Viermal fiel bisher schon der Startschuss auf dem Klosterparkplatz zu die­ sem besonderen Trail, der sich mittlerweile schon zu einem Fixpunkt im Bayerischen Lauf­ kalender entwickelt hat. Und schon jetzt häufen sich die An­ fragen, wann es wieder losgeht.

österreich­ische Berglaufmeister anlockt.

Als zweites eine 8 km Strecke, die auch jeder Trail Running-Einsteiger gut be­ wältigen ist.

Treue Sponsoren Am 16. April 2016 ist es nun wieder soweit

und der Startschuss fällt zum 5. Mal. Auch

jetzt schon fragen viele Läufer, wann man sich endlich wieder anmelden kann. Es

ist schön zu beobachten, dass 60 Prozent

der Läufer seit Anfang der Veranstaltung

2012 immer wiederkommen. Wenn man fragt, was so gut gefällt, bekommt man

zu hören: »Weil das Gesamtpaket stimmt,

Anspruchsvoller Sport,

schöne Landschaft und

geselliges Beisammensein

im Bräustüberl

D

er Charakter

der Strecke über

Stock und Stein,

Bergauf-Bergab lockt

nicht nur Spezialisten

sondern auch viele na-

turbegeisterte Läufer,

anspruchsvoller Sport, schöne Land-

schaft und geselliges Beisammensein im

Bräustüberl.« Hinter vorgehaltener Hand

lässt der Sportler noch wissen, dass das

Bier nach den Strapazen natürlich hervorragend schmeckt.

Auch dieses Jahr bleiben die bekannten

Sponsoren dem Andechs Trail treu. Das

die das Laufen im anspruchs­vollen Gelän-

Organisationsteam Andi Hirschberger,

de Gruppen ist hier etwas geboten, eine

ten sich jetzt schon ganz herzlich bei der

de einmal ausprobieren wollen. Für beisehr anspruchsvolle 15 km Strecke, die

auch Spitzenathleten, wie deutsche und

Stefan Paternoster und Peter Cabell möch-

.

Klosterbrauerei Andechs, Scott, VR Bank,

Xenofit und Feinkost Kahn bedanken. 


bergecho 3 . 2015  |

Wir kennen unsere Region und ihre Stärken.

“Heimat”

Daher übernehmen wir Verantwortung und engagieren uns regional. Damit sichern wir aktiv die Entwicklung und Zukunft unserer Region - und das schon seit über 100 Jahren. Zählen Sie auf uns. Stabil. Sicher. Nah.

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.

VR Bank

Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

www.vrsta.de

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bergecho 3 . 2015

|  panorama

Dankbar für ein gutes Miteinander Anerkennung für langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klosters Über Jahre hinweg haben sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abtei St. Bonifaz in München und Andechs und in den klösterlichen Wirtschafts­ betrieben engagiert: Sie wurden bei einem Mitarbeiterabend im Oktober im Klostergasthof Andechs von Abt Johannes im Namen des Konvents geehrt.

B

ei einem gemeinsamen Gottes-

dienst in der Andechser Wallfahrt-

kirche gedachten die Mönche und

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abtei St. Bonifaz in München und Andechs den im vergangenen Jahr verstorbenen

Mönche, Kolleginnen und Kollegen.

Bei der anschließenden Feier im Klos-

Ein herzlicher Dank an langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters und seiner Wirtschaftsbetriebe. (v. l. n. r.) Christian Rieger (kaufmännischer Leiter), Maria Pfaffl (Klosterladen), Fritz Bernhard (klösterliche Landwirtschaft), Fr. Leonhard Winkle (Cellerar), Hannelore Karl (Wäscherei), Abt Johannes Eckert, Claudia Bernhard (Personal­ büro) und Josef Höllrigl (Klosterbrauerei). Nicht auf dem Bild Hans-Franz Burgers, Pera Petkovic, Anna Schroll und Marion Löwe.

tergasthof dankte Abt Johannes – auch im

Namen seiner Mitbrüder in St. Bonifaz

und Andechs – mit einer humorvollen Re-

de herzlich für die langjährige Verbunden-

heit und treue Mitarbeit. Besonders hob er

Claudia Bernhard konnte schon im Ap-

Pforte in St. Bonifaz für die Anliegen vieler

das vielfältige Engagement in den einzel-

ril 2015 ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum

klösterliche Gemeinschaft wissen wir, was

teilung der klösterlichen Verwaltung. Sie

2014 um die Wünsche unserer Gäste im

bar für dieses gute und konstruktive Mitei-

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in

Juli 2015 gingen ebenso Maria Pfaffl nach

nen klösterlichen Betrieben hervor. »Als

wir an Ihnen haben. Wir sind sehr dank-

feiern. 1990 begann sie in der Personalab-

verantwortet die Personalsachbearbeitung

ein offenes Ohr hatte. Pera Petkovic küm-

merte sich über 40 Jahre bis Ende Oktober

Kiosk des Andechser Bräustüberls. Ende

nander«, so Abt Johannes.

Brauerei, Konventküche, Wäscherei und

17 Jahren Dienst im Andechser Klosterla-

konnte im September 2015 Josef Höllrigl

Jahre pausierte sie nur kurz wegen der Ge-

neun Jahren und Anna Schroll nach sieben

Auf sein 40-jähriges Betriebsjubiläum

zurückblicken. 1975 begann er in unse-

Landwirtschaft. Während der letzten 25

den, Ende August Hannelore Karl nach

burt ihrer beiden Söhne.

Jahren engagierter Mitarbeit in der Wä-

Brauer und Mälzer. Im Anschluss wurde er

langjähriger Klostergutsverwalter Fritz

August 2015 nach neun Jahren Mitarbeit

die Zeit seines Wehrdienstes »außer Haus«.

die klösterliche Landwirtschaft auf ökolo-

wohlverdienten Ruhestand. 

rer Klosterbrauerei seine Ausbildung zum

als Brauer übernommen und war nur für

In den Ruhestand ging auch unser

Bernhard. Anfang der 1990er Jahre hat er

Herr Höllrigl war über Jahre Mitglied im

gischen Landbau umgestellt. Schon Ende

sitzender.

den Ruhestand, der über vier Jahre an der

Personalrat und bis 2002 auch dessen Vor-

Mai 2014 gingen Hans-Franz Burgers in

scherei in Rente. Marion Löwe ging Ende

.

in der Obdachlosenhilfe St. Bonifaz in den


bergecho 3 . 2015  |

Italienischer Besuch

I

Andechser Bierfuizl

mini, die aus ca. 60 Kindern und Jugend-

D

und drei verschiedene Dörfer umfasst. Im

Murnau findet immer wieder unkonventi-

des Clans machten sich ältere Jugendliche

heit des Evangeliums vor Augen zu führen.

heit auf den Weg und kamen deshalb nach

er zusammen mit seiner Frau immer wie-

m Sommer war eine Gruppe von Ju-

gendlichen aus Italien in Andechs zu

Gast. Sie gehören zur Pfadfindergrup-

pe Alta Valle del Conca aus der Provinz Ri-

lichen im Alter von 8 bis 20 Jahren besteht Rahmen der alljährlichen Sommertour ab 17 zum Thema Weiße Rose und Frei-

Deutschland. Letzte Etappe war München mit dem Besuch der Gedenkstätte in der

ass die Kerngedanken der Frohen

Botschaft Jesu auch auf einem

Andechser Bierfuizl Platz haben,

zeigt hier Theodor Dohmen im Andechser

Bräustüberl. Der ehrenamtlich engagierte Helfer in der Pfarrei Sankt Nikolaus in

onelle Wege, um die Einfachheit und Klar-

1962 hat er auf dem Heiligen Berg Bay-

senhofen nach München, insgesamt 107

kommen wir gerne an diesen Ort zurück,

Klöstern und auf Campingplätzen. Auch

den bei Bier und Brotzeit im Bräustüberl

was aber aus Platzgründen leider nicht

ternationalen Seminar für Führungs-

die Seminarteilnehmer während ihres

erlichen Gottesdienstes mit P. Coelestin

in Andechs hätten sie gerne übernachtet,

und Teilnehmer zu Gast, die am 27. In-

der Wortgottesdienste.

und Dachau nach Grafrath und von dort

km mit Übernachtungen in Pfarrheimen,

schaft Herrsching waren heuer wie-

der internationale Teilnehmerinnen

kräfte der Landjugendarbeit teilnahmen.

erns geheiratet und auch hier 2012 seine

über Utting nach Andechs und über Pos-

I

m Haus der Bayerischen Landwirt-

In Sankt Wolfgang in Grafenaschau leitet

Münchner Universität. Die Gruppe marschierte von Lohhof über Haidhausen

Führungskräfte der Landjugend in Andechs

Goldene Hochzeit im Rahmen eines fei-

Stöcker feiern können. »Mehrmals im Jahr

um nach einem Kirchenbesuch mit Freunzusammen zu sein,« schreibt er. 

.

Es gehört schon zur Tradition, dass

Aufenthalts auch das Kloster Andechs

auf dem Heiligen Berg besuchen. Auch dieses Mal wurden sie herzlich von

P. Valentin Ziegler empfangen, der sie

durch die Räumlichkeiten des Klosters

und die Wallfahrtskirche führte und den

Gästen bleibende Erinnerungen vermit-

teln konnte. Direktor Dr. Wulf Treiber (auf dem Bild links neben P. Valentin)

bedankte sich bei P. Valentin sehr herz-

möglich war. Per E-mail bedankte sich

lich für die freundliche Aufnahme.

genommen haben. Auch wir wünschen

Nachricht, dass Wulf Treiber plötzlich

Weg. 

im Alter von 61 Jahren gestorben ist. 32

die Gruppe bei allen, die sie liebevoll auf­

.

den Jugendlichen Gottes Segen auf ihrem

Umso erschütternder war für uns die

und unerwartet am 4. November 2015

Jahre lang hat er die Bildungsstätte in

Herrsching geleitet. Unter seiner Füh-

rung hat sich das Haus der bayerischen

Landwirtschaft zu einer überregional

bekannten und anerkannten Instituti-

.

on entwickelt. Er möge leben in Gottes

Frieden. 

(stehend v. l. n. r.) Massimo, Paolo, Filippo, Laura, Alice M., Carolina, Tina, (vorne v. l. n. r.) Angelica, Alice C., Marion

45


46

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bergecho 3 . 2015

|  panorama

Ein gelungenes Fest Kinder- und Familientag am Heiligen Berg

Die Andechser Mönche hatten am Tag der Deutschen Einheit eingeladen und rund zehntau­ send Besucher kamen wieder zum Kinder- und Familientag auf den Heiligen Berg. Gerade bei den kleinen Besuchern hatte ein in Teilen erneuertes Programm an der Maibaumwiese großen Erfolg. Auch der Auftritt des Mitmach-Zirkus »Gniztut« von der Lebenshilfe Starnberg hat viele begeistert und selbst in die Manege gelockt.

N

atürlich wirkten Riesenbaustei-

nen, Hüpftiere, Tragerlrutschen

und die Hüpfburg wie ein Magnet

auf der Maibaumwiese, auch wenn letztere in diesem Jahr etwas kleiner ausfiel als

in den Jahren zuvor. »Gart’ln« aber war in

diesem Jahr ein großes und gefragtes The-

Eine lange Zeit und viel Engagement hat-

Betreuer über sieben Stunden kaum von

innen und Mitarbeitern der Lebenshilfe

ma. Und so kamen die Betreuerinnen und

ihren Tischen weg, wo fast ununterbrochen Kinder verschiedene

kleine Kräuterpflanzen in

Töpfe setzen, behutsam

mit Erde füllten, vorsich-

tig andrückten und an-

gossen. Bei all dem Tru-

bel rundherum hier eine

ten sie gemeinsam mit den Mitarbeiter­ Starnberg in den vorangegangenen Wo-

Über den ganzen Berg

schob sich eine vielstim­

mige gut gelaunte Schar

von Eltern und Kinder

fast andächtige Ruhe.

Wieder verwandelte der Mitmach-Zir-

kus »Gniztut« den Florian-Stadl in eine

stimmungsvolle Zirkusmanege. Begeis-

terte Zuschauer sahen die Kunststücke der

Jungen und Mädels, viele davon waren erst im Grundschulalter oder gar noch jünger.

chen in die Vorbereitung

gesteckt. Die Begeisterung steckte an und am Ende

hieß es Manage frei für alle. Klar, dass es dann die

Zuschauer nicht auf ihren Sitzen hielt und viele die

Gelegenheit nutzten, zum

Beispiel mit Tellern, Diabolos, Devil Sticks und Hula Hoops zu jonglieren oder Einrad zu fahren.

Platz war aber auch im Florian-Stadl

für Marcus Everding, der unter dem Mot-

to »Auf die Bühne bitte« wieder in die Carl


bergecho 3 . 2015  |

Orffs Musiktheater-Welt einlud. Seine

Leidenschaft teilte er gerne und erklärt,

wie Theater funktioniert und was auf und besonders hinter der Bühne während der

Vorführung zu geschehen hat. Auch hatten die Kinder-Trachtengruppen aus der

Region ihren Auftritt und zeigten ein-

drucksvoll, dass Singen und Tanzen in

Tracht – eine Menge Freude bereitet.

Über den ganzen Berg schob sich ei-

ne vielstimmige gut gelaunte Schar von

Eltern und Kinder, die oft auch Oma und

Opa noch an der Hand hatten. Abt Johan-

nes war wiederum mit Kindern und Ju-

gendlichen in der Wallfahrtskirche auf

Konzentration gefragt. Gesucht waren

die scheinbar ›alten‹ Spielstationen wie

Dosen­werfen und der Nagelbalken. Geduldig warteten die Kinder erneut vor

dem Bungee-Trampolin, bei der Minia-

turdampflok vor der Wallfahrtskirche und beim Riesenkran, um auf 60 Meter Höhe

einen besonderen Ausblick auf den Heili-

Entdeckungsreise. Die Schminkstation

gen Berg zu genießen.

Kinder­gesichtern Fabel- und Fantasie-

Spezialitäten fürs leibliche Wohl, eben-

war wieder ein gesuchter Ort, um aus

Wesen werden zu lassen. Am kleinen Weiher üb-

ten sich Jungen und Mädchen unter Anleitung von

Jakob Schetterer und seinem Team im Angeln. Richtig austoben

konnten sich die Mu-

tigen beim Tragelklet-

Die Klostermetzgerei sorgte mit Grill-

Die Grundidee, Familien

am 3. Oktober bewusst im

so wie das Brotzeit-Eckl.

wusst im Kloster Andechs in den Mittel-

ne Helfer wieder Pom-

lien – unabhängig vom Geldbeutel – mit­

Andechser Landfrauen

mes frites. Und auch die boten Kaffee und Ku-

tern unterhalb des Klosterladens. Schon

chen im Pferdestall zur Unterstützung

nen historischen Feuerwehrleiterwagen

der Alten Apotheke gegenüber der Wall-

zur Verfügung. Bei den Machtlfinger Bo-

mit Abt Johannes, der Kinder auch persön-

St. Bonifaz verkauften

hat sich bewährt

genschützen war Geschicklichkeit und

Seinen Abschluss fand der Familien-

tag mit dem gemeinsamen Gottesdienst lich segnete, wenn sie dies wollten. Die

Fr. Emmanuel und sei-

seit Jahren stellt Paul Schilcher dazu ei-

benediktinerinnen von Tutzing.

Zugunsten der Obdach-

losenarbeit der Abtei

Kloster Andechs in den

Mittel­punkt zu stellen,

den Vorjahren an Projekte der Missions­

der Obdachlosen an. Der Büchermarkt an fahrtskirche konnte sich über wieder vie-

le Besucher freuen. Sein Erlös ging wie in

Grundidee, Familien am 3. Oktober be-

punkt zu stellen, hat sich bewährt: Fami-

einander eine gute Zeit zu schenken und

.

sie dabei Kirche, Kloster und Mönche ein-

mal anders erleben zu lassen. 

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bergecho 3 . 2015

|  panorama

Pferdesegnung beim Colomansfest in Schwangau

Abt Johannes Eckert spendete beim traditionsreichen Colomansfest am 11. Oktober in Schwangau den Pferdesegen

Mehr als 200 Pferde und auch zwei Mulis machten sich mit ihren Besitzern in diesem Jahr zur traditionellen Pferdeseg­ nung an der Colomanskirche in Schwangau auf. Immer am zwei­ ten Oktobersonntag findet das Colomansfest zusammen mit dem Colomansritt statt. Bereits früh am Morgen begann das Fest mit dem Schmücken der Pferde.

G

egen 9.30 Uhr zog der Festzug vom

getragen. Gott verschonte die Schwangau-

der Wallfahrtskirche St. Coloman.

lich dem »schwarzen Tod« zum Opfer.

Rathaus zum Festgottesdienst an

Mit der Colomansreliquie erfolgt am En-

de der Messe die feierliche Pferdesegnung

mit anschließendem dreimaligen Ritt um

er Bürger, die Gemeinde fiel nicht gänz-

Zum Dank wird seitdem jedes Jahr wäh-

rend des Colomanfestes, das damals abge-

legte Versprechen mit einem feierlichen

die Kirche.

Pferdeumritt eingelöst.

11. Jahrhundert zurück. Am heutigen Platz

Unter Verwendung von Material von

Die Wurzeln des Festes reichen bis ins

der Colomanskirche rastete 1012 der irische

Mönch Coloman auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land. Unschuldig der Spionage

verdächtigt, erhängte man den frommen

Pilger nur zwei Jahre später in Stockerau. Die Wunder, die sich an seiner Grabstätte ereigneten, verhalfen St. Coloman zu

ungeahnter Popularität bis in die heutige

Zeit.

Auch in Schwangau erhörte er die Bitt-

gesuche der Bauern in den schweren Pestjahren. Dem damals im 14. Jahrhundert

abgelegten Gelübde einer jährlichen Pferdeprozession, wird bis heute Rechnung

www.schwangau.de


bergecho 3 . 2015  |

Staunen und Innehalten Fahrt des Andechser Freundeskreises in die Benediktinerinnenabtei St. Walburg in Eichstätt

Ein Benediktinerinnenkloster mit fast 1.000-jähriger Geschichte zu besuchen, brachte 45 Mitglie­ der des Freundeskreises Kloster Andechs heuer nach Eichstätt. Amelie Erhard war dabei.

D

er archivierte Stiftungsbrief des

Klosters St. Walburg vom 24. Ju-

li 1035 nennt Graf Leodegar von

Lechsgmünd und Graisbach als Stifter im

Verbund mit Bischof Heribert von Eich-

stätt. Der Stifter wandelte unter Zugabe

von Grundbesitz das am Grab der hl. Walburga befindliche Kanonissenstift in ein

Benediktinerinnenkloster um. 1806 wird das Kloster im Zuge der Säkularisation

aufgehoben. Wegen ihres einstimmigen

Votums, ihrem Gelübde treu zu bleiben

und im Kloster verbleiben zu wollen, er-

halten die Nonnen die Erlaubnis, als Gemeinschaft ihr klösterliches Leben in St.Walburg fortsetzen zu dürfen. Auf

die Absicht weiterzuleben und wir kom-

Erstaunen und Innehalten lässt auch

men aus aller Welt« ganz im Sinne der hl.

die reiche Innenausstattung der Wall-

stammte aus Sussex in England, war eine

Barbieri von 1629 bis 1631. Das Hochaltar-

Wunsch König Ludwig I. erfolgt 1835 die

Walburga. Die Heilige lebte von 710 bis 779,

13 verbliebenen Schwestern erhalten die

Verwandte des hl. Bonifatius und Schwes-

der Maßgabe Unterricht und Erziehung

Im Jahr 890 erfolgte die Grablegung der hl.

hl. Walburga. Viel Wessobrunner Stuck

rung aus Heidenheim, wo sie damals ei-

Chorbereich für die Ordensgemeinschaft.

volle Wiedererrichtung des Klosters. Die

Erlaubnis, Novizinnen aufzunehmen mit

ter des hl. Willibald und des hl. Wunibald.

von Mädchen der Stadt Eichstätt zu über-

Walburga in Eichstätt nach der Überfüh-

und eine Novizin. Sie betreiben einen Kin-

nem Kloster vorgestanden hatte.

nehmen. Heute leben hier 30 Schwestern dergarten und ein Gästehaus und bieten

Die Führung zu Kirche und Grabstät-

die Teilnahme am monastischen Leben

te übernimmt Schwester Katharina. Sie

«Unabhängig von der wirtschaftlichen Sei-

gruft, die Architektur und Ausstattung des

an. Äbtissin M. Franziska Kloos schreibt: te sehen wir diese Arbeit als Apostolat an

Menschen, die in der Nähe eines Klosters zur Ruhe kommen wollen, Gast sein mit

der Regel des hl. Benedikt.«

Schwester Fidei in Vertretung der Äb-

tissin begrüßt die Gruppe herzlich mit

Klostergebäck und Getränken. Große Zu-

versicht und Vertrauen vermittelt sie mit

ihrem »wir sind da, wir leben und haben

fahrtskirche, entstanden durch Martin bild von Joachim Sandrart und Johann

H. Schönfeld zeigt die Verehrung der

ziert das Kirchenschiff mit Balkon und

Nach dem Rundgang und den Gesprä-

chen mit den Schwestern bot sich noch

der interessante Klosterladen an, mit aus-

schildert beeindruckend die Walburga­

gezeichneten selbsterzeugten Produkten.

geweihten Vorraumes zur barocken Pfarr-

dankte sich vielmals bei den Schwestern

und Klosterkirche. Das Verständnis für

Der Freundeskreis Kloster Andechs be-

und übergab Andechser Bier und Bücher

die ehrwürdige Wallfahrtsstätte wächst

der Edition Andechs. Ein ausgedehnter

mittelalterlichen Grablege und der unzäh-

mühlstadt« Eichstätt bei schönem Wetter

gaben. Schwester Katharina weist auf das

gen Erlebnis. 

bei den Besuchern zur Bewunderung der

ligen (über 1.000) Votivtafeln und Votiv-

Walburgisöl hin, das individuelle Attribut der hl. Walburga.

Spaziergang in der »vielschichtigen Alt-

.

machte den Tag zum erinnerungswürdi-

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bergecho 3 . 2015

|  panorama

gärung, brezn und begegnung Kunst im Fluss beim Symposium Kunst und Bier

Ganz ungewohnte Interpretationen zum Thema »Kunst und Bier« sind auf dem Skulpturenpark des Klosters Andechs beim Symposium Kunst und Bier im letzten Au­ gust entstanden. Zusammen mit der Ge­ org Zentgraf-Stiftung und der Gemeinde Andechs war das Kloster erneut Gastgeber des Symposiums »Kunst und Bier« für die drei von einer Jury ausgewählten Künstler.


bergecho 3 . 2015  |

D

I n f o r m at i o n urchdringender Kettensägen-

Sound und metallisches Meißel-

Klingen bestimmten in diesem

Jahr das Symposium »Kunst und Bier«.

Diese deutlichen akustischen Zeichen ha-

Sturm zuvor über ihre Arbeit sagte – »Per-

len im Bierglas«, gilt nun auch beim Blick auf die Skulptur: »Aus einem Holzstamm sind Würfel gesägt, scheinbar locker auf-

einander geschichtet und zum Teil mit

ben zwischen dem 17. und 21. August die

weißer Acryfarbe bemalt. Der Aufbau der

tian Schafflhuber aus Tittling und Ortrud

sen und sie öffnet sich nach oben hin. Die

Künstler Siegfried Kober aus Berlin, Chris-

Skulptur im unteren Bereich ist geschlos-

Sturm aus Rödermark gesetzt. Viele Be-

Würfel sind molekularartig in kleinen

Bräustüberl und Klostergasthof unterbra-

teren Teil aus nach oben auf.« 

sucherinnen und Besucher von Kloster,

chen ihren »Auf- oder Abstieg« vom Heili-

gen Berg und schauten den drei Preisträgern bei ihrer Arbeit über die Schultern

oder kamen mit den Künstlern bei einer

Arbeitspause ins Gespräch.

Nicht einfach war es für die Jury bei

ihrer Sitzung am 20. März im Kloster An-

dechs aus 42 Einsendungen (mehr als doppelt so viel wie 2014) die Teilnehmer für

das Symposium auszuwählen.

Siegfried Kober, der auch in Berlin

ein Gasthaus betreibt, realisierte auf dem

Symposium »Kunst und Bier« mehrere ca.

3 Meter große Holzskulpturen unter dem Motto »Begegnung«. In den figurativen

Holzstelen sieht Siegfried Kober die Begegnung von Menschen im Biergarten. Aber

die groben Strukturen der Holzskulpturen

geben natürlich auch anderen Interpretationen Raum.

Mit viel Muskelkraft und noch mehr

Fingerspitzengefühl und Sensibilität für

den Kalkstein hat Christian Schafflhuber

auf dem Symposium eine große Breze geschaffen. Das Kunstwerk wurde wie ein

»B« aufrecht aufgesockelt. Nun ist in Stein gehauen, was für Christian Schafflhuber zum Bier gehört, nämlich eine Brotzeit,

»und wenn’s nur eine Brezn ist.«

Ortrud Sturm ist auf dem Symposium

in Andechs ihrer Vorliebe für das Materi-

al Holz treu geblieben: »Seine natürlichen

Farben, Eigenschaften und organische

Strukturen sind besondere Ausdrucksträ-

ger für mich, die ich bei meiner Arbeit

bewusst nutze«. In Andechs realisierte

sie die Skulptur »Alles in Gärung«. Aus

einem einzigen Holzstamm entstand das ca. 2,20 m große Kunstwerk. Was Ortrud

.

Gruppen angelegt und lösen sich vom un-

Den Wettbewerb für Künstlerinnen und Künstler gibt es seit 2002. Eingeladen werden Künstler, die sich am öffentlichen Wettbewerb beteiligen und von der Jury ausgewählt werden. Die Gewinner werden nach Andechs eingeladen und fertigen auf dem Skulpturenpark unterhalb des Klosters ihre Kunstwerke. Die entstandenen Kunst­ werke sind Eigentum des Künstlers. Diese stellen die Kunstwerke für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren für die Ausstel­ lung im Kloster- und Gemeindegebiet zur Verfügung. Seit einigen Jahren veranstalten die Künstler auch an einem Tag ein Ferien­ programm mit Kindern im Alter zwischen 7 und 11 Jahren. Für die Gestaltung erstellen sie ein erlebnispädagogisches Konzept. 2015 war der Heilige Berg bereits zum drei­ zehnten Mal Austragungsort des Symposi­ ums »Kunst und Bier«.

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bergecho 3 . 2015

|  panorama

Glück mit dem Wind

»Internationale Deutsche Meisterschaft im Optimist-Dinghy« auf dem Ammersee

Großen Sport, große Disziplin und eine große Leistung zeigten Ende Juli auf dem Ammersee 212 Nachwuchssegler im Alter von neun bis 15 Jahren, die bei der »Internationalen Deutschen Meisterschaft im Optimist-Din­ ghy« segelten. Teilnehmer aus 13 Nationen, darunter Kanada, Indien und Tansania, waren am Start – wie auch Volker Göbner.

D

Der Ammersee – in die sem Jahr ein Stark windrevier In Rauschefahrt glitten die Jollen übers

gesagt. Die 13-Jährige aus Fürstenfeld-

ben, sich aufstellten und wie ein bocken-

Ammersee startet, hatte bereits fünf Wett-

– abgesehen vom Verlust einer guten Posi-

gewonnen, war einmal Zweite und einmal

Bug im nächsten Wellenberg stecken bliedes Pferd ihren Piloten abwarfen. Doch

tion im Wettkampf – war das nicht weiter schlimm. Bei rund 24 Grad Wassertem-

peratur waren Kenterungen nicht weiter

dramatisch, Schwimmwesten sind sowie-

de der Slowene Klemen Semelbauer.

sie das Rennen wieder aufnehmen konn-

Der Optimist – da s kleinste Dreim annboot der Welt

ten. Wer – gerade von den Kleineren – ir-

Doch diesmal wollte sich der Ammersee

rungsbooten abschleppen. Doch das war

auf, verpassten ihm viele weiße Schaum-

kronen und sorgten für eine – vor allem für

die kleinen Optis – beachtlich große Welle.

Der Starkwindphase folgte Flaute, kein

weiteres, meisterschaftswürdiges Rennen

ans Werk, stellten ihren Kahn alleine wie-

gendwann der Meinung war, sein Boot sei

gute sechs Windstärken wühlten den See

sie einen 17. Platz streichen.

Meisterin wurde Daniela Bartelheimer vor

an. Bei den üblichen bayerischen Winden

als Starkwindrevier präsentieren: Vier bis

Vierte. Als schlechtestes Ergebnis konnte

die Meisterschaft qualifizieren konnten,

der auf und schöpften ihn leer, auf dass

lässt sich damit eher gemütlich segeln.

fahrten mit beeindruckendem Vorsprung

kam mehr zustande – und so blieb es beim

2,3 Meter lang, 1,18 Meter breit

Quadratmeter großes Segel treibt das Boot

bruck, die für den Segelclub Inning am

so obligatorisch. Da sich alle Teilnehmer

nur mit ausreichend Regattaerfahrung für gingen die Nachwuchssegler wie die Profis

und nur 35 Kilogramm schwer. Ein 3,5

Zeitpunkt führende Daniela Bartelheimer

Wasser, bis sie so manches Mal mit dem

as Optimist-Dinghy ist eigentlich nicht mehr als eine Nussschale:

Erst Stark wind – dann Fl aute »Ich mag Starkwind«, hatte die zu diesem

Stand nach den gesegelten acht Rennen.

Cecimo Zahn aus Düsseldorf. Dritter wur-

Der »Opti« wird von den Kindern alleine

nun voll genug, ließ sich von den Siche-

gesegelt. Und doch wird er als »kleinstes

die Ausnahme.

zu einem kleinen Steuermann oder einem

Nicht viel weniger Wind war am zwei-

Dreimannboot der Welt« tituliert. Denn

Steuerfräulein gehören in der Regel ein El-

ten Tag – und nach einem Regenschauer

ternteil und ein Trainer. Mindestens eben-

neut mit drei bis vier Beaufort ein. Acht

nach die Schar der Begleitpersonen, für

gen waren schon nach drei Tagen gesegelt.

ligen Berg organisiert war. Droben wur-

tet. Doch offenbar war das Glück mit den

im Wappensaal stärkte sich die »optimisti-

Vorbereitung des ausrichtenden Augsbur-

großzügiger Unterstützung des Andechser

am dritten Tag setzte der Westwind er-

Wettfahrten bei traumhaften BedingunKein Mensch hätte darauf vorher gewet-

Tüchtigen, denn die Organisation und

ger Segler-Clubs, der von seinem Domizil in Utting immer Blick auf Andechs hat,

wurden allseits gelobt.

so groß wie die Zahl der Aktiven war dem-

die an einem Tag ein Ausflug auf den Heiden Kirche und Brauerei besichtigt – und

sche« Entourage mit Haxn und Bier (dank

Bräustüberls), so dass sie abends die Opti-

.

mist-Dinghys des Nachwuchses wieder an

Land ziehen konnten. 


bergecho 3 . 2015  |

Vergelt’s Gott

Helferfest des Landkreises Starnberg im Florian-Stadl des Klosters

Am 21. Oktober fand das erste Helferfest des Landkreises Starn­ berg im Florian-Stadl des Klosters statt. Landrat Karl Roth und Abt Johannes dankten den rund 300 ehrenamtlichen Helfer­ innen und Helfern, die sich um die Menschen kümmern, die vor Krieg und Terror aus ihrer Heimat fliehen mussten und im Landkreis Starnberg Schutz ge­ funden haben.

V

iele ehrenamtliche Helfer kümmern sich Tag für Tag um die vielen Men-

schen auf der Flucht vor Gewalt und

Zerstörung. Zum Dank an die Frauen und

Männer, die sich in den verschiedensten

Kreisen, Vereinen und Verbänden, teilweise seit Jahren um Flüchtlinge kümmern,

war dieses erste Helferfest des Landkreises

Mitte Oktober im Florian-Stadl des Klosters gedacht.

Abt Johannes begrüßte die vielen Eh-

renamtlichen herzlich im Florian-Stadl. Sie bekämen es bei ihrem Engagement

hautnah mit, was es heißt, wenn die bisher so wohlgeordnete Welt Kopf stehe.

»Wir haben die Chance dass wir wieder

neu lernen, uns zu öffnen«. Und mit Be-

zug auf das 53. Kapitel der Benediktsregel

von der Aufnahme der Gäste fügt er hinzu:

»Wir sollten uns um die Armen kümmern, denn die Reichen verschaffen sich schon

von allein Gehör« (vgl. RB 53,15).

Landrat Karl Roth bedankte sich bei

den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

an diesem Abend und betonte, dass die

Herausforderung ohne die Hilfe der vielen

Asyl-Helferkreise, Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern des Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks, vieler Soldaten der

Bundeswehr, Mitgliedern der Freiwilligen

Feuerwehren, den Teams Katastrophen-

schutz und Asyl im Starnberger Landkreis

.

und den Mitarbeitern des Landratsamtes

gar nicht zu schaffen sei. 

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bergecho 3 . 2015

|  panorama

Führung, Frauen und Fusionen Europa Club München mit der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg zu Gast im Kloster Andechs

gehört und völlig konzernunabhängig am Markt agiert. Das Bier wird nur in An-

dechs gebraut und abgefüllt. Von dort aus

wird es in ganz Deutschland vertrieben

und auch exportiert, zum Beispiel auch

in die USA. Die Mönche finanzieren ihren

Wirtschaftsbetrieb selbst und erhalten keine Kirchensteuer. Der Gewinn fließt auch

in das kulturelle und soziale Engagement der Abtei.

Bei der Führung durch das Kloster

konnten die Mitglieder vom Europa Club München unter anderem den spätbarocken Innenraum der Andechser Wall-

fahrtskirche besichtigen. Ursprünglich

als gotische Hallenkirche von 1423 – 1427

errichtet, wurde sie 1755 unter der Regie

von Johann Baptist Zimmermann zu ei-

nem wahren »Rokoko-Juwel«. Nach vielen faszinierenden Eindrücken, konnten alle

Im Juli war der Europa Club München zusammen mit der VR Bank der Region zu Gast im Kloster Andechs. Rund ein Dutzend Mitglieder des Clubs erlebten einen abwechslungs­ reichen Tag am Heiligen Berg Bayerns mit fesseln­den Vorträge und spannenden Besichtigungen von Kloster und Brauerei.

I

n Andechs wurden die Clubmitglie-

der herzlich in Empfang genommen und zur Begrüßung im Andechser

Mitglieder den Besuch bei einem gemütli-

.

chen Beisammensein und einer Bierprobe

ausklingen lassen. 

Grütznerstüberl mit Getränken und Brezen bewirtet. Nach dem Willkommen

sprach Cyrus Ahari von der VR-Bank zum

Thema »Frauen in Führungspositionen«.

I n f o r m at i o n

erei an. Hier erfuhren die Mitglieder be-

Der Europa Club München ist eine interkulturelle Plattform zur Verbes­ serung der Verständigung zwischen euro­ päischen und außereuropäischen Kulturen und zur Anbahnung europaweiter Wirt­ schaftskontakte. Er ist ein Zusammenschluss aus Diplomaten, verschiedenen Konsuln, Vertretern aus Wirtschaft und Kultur sowie begeisterten Europäern und Weltbürgern. In einer schnelllebigen Zeit schafft der Club Nachhaltigkeit, um seine Nachbarn besser kennenzulernen und Netzwerke aufzu­ bauen und zu erweitern. Der Europa Club München bietet seinen Mitgliedern solche Möglichkeiten zum Austausch und Informa­ tionsaufbau in den Bereichen Kultur, Wirt­ schaft sowie Forschung und Entwicklung.

erei allein den Benediktinermönchen

kontakt www.europa-club-muenchen.de

Die anschließende Diskussion brachte einen interessanten Erfahrungs- und Mei-

nungsaustausch. Noch immer ist es nicht einfach für Frauen, in obere Führungs-

positionen aufzusteigen, auch wenn Personalentwicklungsprogramme immer

besser auf die Bedürfnisse von Frauen zu-

geschnitten werden. Anschließend erläuterte Konrad Hallhuber von der VR Bank,

wie Fusionen von Banken funktionieren und welche rechtlichen und organisato-

rischen Rahmenbedingungen der Umsetzung eingehalten werden müssen.

An die Vorträge der VR Bank schloss

sich eine Führung durch die Klosterbrau-

merkenswerte Fakten, z. B. dass die Brauvon St. Bonifaz in München und Andechs


bergecho 3 . 2015  |

70. Geburtstag Roland Ress

S

eine langjährige Verbundenheit mit

dem Kloster Andechs brachte der Un-

ternehmer Roland Ress an seinem

70. Geburtstag zum Ausdruck. Mit klöster-

lichen Bierspezialitäten vom Heiligen Berg Bayerns feierte der langjährige Inhaber

der Ress Möbelwerkstätten in fränkischen

Bad Königshofen seinen runden Geburtstag zusammen mit seiner Frau Marian-

ne (2. v. r.), seinem Sohn Michael (1. v. r.),

Seit Jahren nimmt Roland Ress regel-

mäßig an den Andechser Exerzitien für

Ambiente und den Charakter des Speise-

saals einfügen. Die Ress Möbelwerkstätten

dem heutigen Inhaber der Möbelwerkstät-

Männer in Führungsverantwortung im

wurden 1845 gegründet und sind bis heute

kretärin im Bundesverkehrsministerium

das Refektorium, den Speisesaal der Mön-

die Inhaber gelebte Verantwortung in Ein-

ten, und der Parlamentarischen Staatsseund Bundestagsabgeordneten Dorothee

Bär (1. v. l.) und vielen weiteren Gästen.

Kloster Andechs teil. Seine Firma hat auch che, unseres Münchner Klosters St. Boni-

faz, mit Tischen und Stühlen ausgestattet,

die sich hervorragend in das klösterliche

ein Familienunternehmen; das heißt für

.

klang zu bringen mit dem Anspruch, neue

Wege zu gehen. 

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bergecho 3 . 2015

|  presse

Münchner Merkur, 30./31. Mai 2015


bergecho 3 . 2015  |

Miesbacher Merkur, 31. Oktober 2015

Starnberger Merkur, 28. September 2015

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bergecho 3 . 2015

|  presse

Süddeutsche Zeitung, 5. Juni 2015


bergecho 3 . 2015  |

Wochenblatt Haßloch, 30. September 2015

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bergecho 3 . 2015

|  presse

Geretsrieder Merkur, 14. Oktober 2015

Starnberger Merkur, 6. November 2015


bergecho 3 . 2015  |

Starnberger Merkur, 23. Oktober 2015

Süddeutsche Zeitung Starnberg, 9. November 2015

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bergecho 3 . 2015

Kreisbote, 29. Juli 2015

|  presse


bergecho 3 . 2015  |

Starnberger Merkur, 4. September 2015

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»Gottes Kommen lässt den Frieden nicht im Himmel. Gott will Frieden auf Erden.« georg moser

redaktion Christian Bolley, Martin Glaab, Birgitta Klemenz verantwortlich für anzeigen Martin Glaab gestaltung Mellon Design druck Agentur Beckenbauer, München Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier bildnachweis Titelfoto: Dr. Kurt Jakobus Alle Fotoaufnahmen durch Benediktiner­ abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs, außer: Boll Manfred (S. 49); Büttner Ansgar (S. 55); Cabell Peter (S. 42); Dr. Reimann Horst (S. 18, 19); Foto Niedermeyr (S. 35); Göbner Volker (S. 52); Heinze Winfried (S. 37); Hess Dieter (S. 17); Huber Hubert (S. 50, 51); Jahn Johannes

Allen Gästen, Freunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschen der Konvent von St. Bonifaz in München und Andechs und die Ge­ schäftsleitung ein friedvolles Weihnachtsfest und ein zufriedenes und gutes neues Jahr 2016.

(S. 41); Kronawitter Georg (S. 48); Mohr Fabian/Focus (S. 12); Paal Margret (S. 13); Panholzer Tobias (S. 32, 33); Ress Roland (S. 40); Schmid Thomas (S. 24); Schuh­bauervon Jena Stefan (S. 3–6, 21, 53); Weber Franz Josef (S. 36); Weiss Toni (S. 46, 47); ZDF/Morris Mac Matzen (S. 2); Da wir leider nicht alle Rechteinhaber von Bildmaterial erreichen konnten, bitten wir etwaige Rechteinhaber, sich mit der Klosterbrauerei Andechs unter pr@andechs.de oder 08152-376-290 in Verbindung zu setzen. Das nächste Andechser Bergecho erscheint im april 2016

impressum V.i.S.d.P.: P. Valentin Ziegler, Bergstraße 2, 82346 Andechs Tel.: 08152/376-0, Fax: 08152/376-267, www.andechs.de

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Andechser Bergecho 3-2015  
Andechser Bergecho 3-2015  
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