1. AUSGABE 2019
K I RCH E U N D K LO S T E R Dreihostienfest 2019 G A S T L I CH K E I T Klostergasthof wieder geöffnet PANORAMA Neues Blockheizkraftwerk
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EDITORIAL
B E R G E C H O 1 · 2019
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ls Pfarrer hat man mit ganz speziellen Saisonen zu tun. Es gibt zum Beispiel eine Trau- und eine Taufsaison. Besonders für Hochzeiten wünschen sich die Paare natürlich schönes, warmes Wetter, angenehm temperierte Kirchen und Gäste, die Zeit haben. Da ist man dann schnell bei einem Termin in den Sommerferien – nicht bedenkend, dass auch Pfarrer, die mal ein bisschen aus der Mühle raus wollen, im Sommer Urlaub machen. Von daher konnte ich schon öfter Menschen glücklich machen, indem ich einfach nur sagte: Da bin ich schon wieder aus dem Urlaub zurück! Ich denke, es ist für uns wichtig, dass das Jahr nicht einfach nur so dahinläuft, sondern dass es gegliedert ist, dass nicht immer nur das Gleiche passiert. Diese Gliederung richtet sich für die meisten von uns heute natürlich nicht mehr wie früher nach den Abläufen der Landwirtschaft, sondern nach anderen Gesichtspunkten. Und es ist sicher einer davon, wann einfach sehr viele Leute Urlaub machen – sprich, wenn es im August auf einmal ruhiger wird als üblich. Und nach wie vor gliedern die Feste unseres Glaubens das Jahr mit, weil die meisten anderen Ferien an christlichen Feiertagen hängen: Weihnachten, Ostern, Pfingsten … Die Ferienzeit im Sommer ist anders als die Feste: keine Festlegungen, dass man etwas Bestimmtes feiert, keine Gebräuche, außer denen, die man selber haben will. So eine Zeit der Erholung und der Abwechslung ist ganz wichtig. Im Grunde ist es eine Variante dessen, was uns die Bibel schon im Schöpfungsbericht darbietet: Einer der Wochentage dient der Ruhe, kein Mensch kann immer einfach durcharbeiten. Genauso braucht es eine Zeit der Ruhe im Jahreslauf. Eine Zeit, durchzuatmen und danach wieder mit frischen Kräften anzupacken. Ich selber mag auch den Übergang vom Sommer in den Herbst. Wenn mit dem Ferienende in der Pfarrei wieder der „Normalbetrieb“ losgeht, wenn neue Projekte starten und wieder etwas los ist. Das spüre ich jedes Jahr sehr stark, weil mein Hauptarbeitsgebiet ja die Seelsorge für Familien, Kinder und Jugendliche ist, also für Menschen, die an die Schulferien gebunden sind, um Urlaub zu machen. Aber auch in München in der Innenstadt merkt man den Anfang im Herbst deutlich: Da ist immer dieser Punkt, wenn wieder mehr Einheimische als Touristen durch die Fußgängerzone laufen, wenn das normale Leben wieder losgeht. Für beides, für die Auszeit und die Erholung und für das normale Leben, wünsche ich Ihnen Gottes Segen!
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I N H A LT
K I R C H E U N D K L O S T E R 4
Die Bedeutung des „Friedens“ in der Benediktsregel
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Zerstörung der Basilika St. Bonifaz vor 75 Jahren
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900 Jahre Kloster Scheyern Dreihostienfest 2019
350 Jahre Wallfahrt von Winkl nach Andechs Ökumene konkret
Elend mitten unter uns
Erweiterung der Klosterbrauerei
G A S T L I C H K E I T 26
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Zum 150. Geburtstag von Kronprinz Rupprecht von Bayern
K L O S T E R B R A U E R E I 24
Wiedereröffnung des Klostergasthofes
Nachhaltigkeitspreis für den Heiligen Berg
Dreihostienfest mit Erzbischof Burger aus Freiburg
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V E R A N S TA LT U N G E N 31 32
Tage für junge Männer
Colloquium Benedictinum
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Veranstaltungs-Überblick
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Improvisationstheater bei den Andechser Miniaturen
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Andechser auf dem Tollwood
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Sommerakademie 2019
Symposium Kunst und Bier 2019
P A N O R A M A 44
Neues Blockheizkraftwerk in Betrieb
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Andechser Musikwoche
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Wohnmobilsegnung
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Firmenfeier im Florian-Stadl
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8. Andechs Trail
Wiedereröffnung des Klostergasthofes
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Wandern – Interview mit Joachim Burghardt
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Trauerseminar
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PRESSE
Neues Blockheizkraftwerk in Betrieb
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KIRCHE UND KLOSTER
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„Suche den Frieden und jage ihm nach“ Zur Bedeutung des „Friedens“ in der Benediktsregel „Friedensbote“, diesen Titel trägt das Apostolische Schreiben von Papst Paul VI. vom Oktober 1964, mit dem der Papst den heiligen Benedikt zum „Patron Europas“ erhob. Immer wieder wurde seither die Bedeutung der Benediktsregel als Friedensordnung betont. In der Benediktsregel findet sich das lateinische Wort pax – Frieden an zentralen Stellen. Abt Johannes hat einige davon genauer betrachtet. Sie haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Der Artikel basiert auf einem Vortrag, den Abt Johannes am 9. April im Rahmen des Colloquium Benedictinum zum Thema „Frieden“ gehalten hat. In dieser Ausgabe veröffentlichen wir den ersten Teil. Der zweite Teil folgt in der Ausgabe 2-2019 des Bergechos.
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n fünf von 74 Kapiteln der Benediktsregel kommt das Wort Friede vor: im Prolog und in den Kapiteln 4, 34, 53 und 65. Die Stellen im Prolog und in den Kapiteln 4 und 34 stehen im Folgenden im Mittelpunkt der Betrachtung. Alle Stellen verbindet ein gemeinsamer Grundtenor, den man als „pax benedictina“ – benediktinische Friedensordnung bezeichnen könnte: Benedikt will die Gemeinschaft der Mönche vom inneren zum äußeren Frieden führen, denn er ist überzeugt: Indem ich den inneren Frieden suche, befördere ich den äußeren Frieden!
Neuere Form der Benediktus-Medaille (Beuroner Stil und Dekor)
Diese Form wurde zum Benediktusjubiläum 1880, dem 1400. Geburtstag des Hl. Benedikt, als sogenannte Jubiläumsmedaille geschaffen und ist heute noch in Gebrauch. Oben in der Mitte ist das Wort PAX zu lesen, das Wappenwort der Benediktiner.
Was im lateinischen „Pax“ sprachlich steckt Mit dem Wort „Pax“ verwandt ist das Verb „pangere“, was so viel bedeutet wie „gutmachen“ oder „binden“, und das Wort „pacisci“, was man mit „ein Abkommen oder einen Vertrag schließen“ übersetzen kann. Unser Fremdwort „Pakt“ ist auch mit Pax verwandt. Diese kleine „WortGeschichte“ weist darauf hin, dass nach römischer Auffassung „Pax“ nicht nur „Nicht-Krieg“, sondern stets Ergebnis eines Vertrages war.
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„Frieden als Aufgabe“ – Prolog der Benediktsregel „Suche den Frieden und jage ihm nach“ fordert Benedikt im Vorwort seiner Regel den Leser auf und zitiert damit den Psalm 34. Frieden gilt es zu suchen, ihn kann man nicht haben oder festhalten. Frieden ist Prozess und Aufgabe zugleich. Frieden muss immer wieder neu erstrebt werden. Und der Imperativ „suche!“, „jage!“ wendet sich an jeden Einzelnen. Friede fängt bei mir selbst an! Benediktsr egel Vorwort, Verse 14 bis 17: „Und der Herr sucht in der Volksmenge, der er dies zuruft, einen Arbeiter für sich und sagt wieder: „Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?“ Wenn du das hörst und antwortest: „Ich“, dann sagt Gott zu dir: „Willst du wahres und unvergängliches Leben, bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor falscher Rede! Wende dich ab vom Bösen und tu das Gute; Suche den Frieden und jage ihm nach!“
KIRCHE UND KLOSTER
Wenn es heißt „Suche den Frieden und jage ihm nach“, dann ist dieses Suchen nach Frieden zum einen eng verbunden mit der Suche nach Gott (vgl. Kapitel 58,7 der Regel). Zum anderen aber ist diese „Friedens-Suche“ auch mit dem Wort der Heiligen Schrift verknüpft: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, und alles andere wird euch dazugegeben“ (Mt 6,33), das Benedikt auch im 2. Kapitel der Regel zitiert. Frieden fängt bei mir an. Ich muss ihn wollen, weil ich gute Tage zu sehen wünsche. Friedensarbeit ist Arbeit an mir selbst, indem ich mich bewusst vom Bösen abkehre und dem Guten zuwende.
„Frieden als Arbeit“ – Die Werkzeuge der geistlichen Kunst (Kapitel 4) Im vierten Kapitel der Benediktsregel, die unter der Überschrift „Die Werkzeuge der geistlichen Kunst“ steht, findet sich das Wort „Frieden“ bei zwei wichtigen FordeAus den sehr dichten Versen des Vorrungen Benedikts an seine Mönche. „Nicht wortes schält sich das „Friedens-Anliegen“ unaufrichtig Frieden schließen“ (Vers 25) Benedikts für den Leser ganz persönlich und „vor dem Sonnenuntergang Frieden heraus: Frieden braucht den Arbeiter, denn schließen“ (Vers 73). Das ganze Kapitel Friede ist permanente Arbeit, eine Kunst, liest sich wie eine Reihe von Merksprüfür die es Kunstfertigkeit braucht. Frieden chen für ein geglücktes christliches Leben. braucht Hörer, das heißt die ganz grundWenn Benedikt in diesem Kapitel von sätzliche Offenheit, „Ich“ zu sagen und sich „Werkzeugen“ der geistlichen Kunst spricht, dem Frieden zu verschreiben. Frieden fängt wird deutlich, dass Frieden „Arbeit“ bedeubei mir an! Frieden ist Dialog in der Ausein- tet. andersetzung mit einem konkreten Du. In Vers 25 heißt es auf Latein „pacem Frieden ist also eindeutig eine Frage falsam non dare“ – keinen falschen Friedes Wollens: Willst du (vis). Und Frieden den schließen. Falscher Friede hat viel mit ist zugleich ein Angebot, hat es doch etwas Heuchelei, Scheu vor Auseinandersetzung mit wahrem und bleibendem Leben zu tun. und überzogenem Harmoniebedürfnis Frieden beginnt durch die bewusste Abkehr zu tun. Bei der „Friedens-Arbeit“ muss es vom Bösen und beginnt mit dem Tun des aufrichtig zugehen. Ein offenes und resGuten. Friede ist damit ein Umkehrprozess. pektvolles Angehen von Konflikten kann
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auch Ausdruck von Wertschätzung sein. So führt „Friedens-Arbeit“ nur dann zu tragfähigen Lösungen, wenn Konflikte zu allererst einmal ernstgenommen werden. In Vers 73 des vierten Kapitels heißt es „Nach einem Streit noch vor Sonnenuntergang zum Frieden zurückkehren“. Für das Wort „Streit“ steht im Lateinischen die Formulierung „cum discordante“, sehr wörtlich übersetzt also etwa: „Hat sich eine Entzweiung des Herzens ergeben“. Offensichtlich hat Benedikt hier das vierte Kapitel des Epheserbriefes vor Augen, in dem es heißt: „Lasst Euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen. Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen. Gebt dem Teufel keinen Raum.“ Die Motive zur Friedensarbeit müssen also aufrichtig sein, ebenso wie der Wille, an einem Strang zu ziehen. Konflikte gehören nicht auf die lange Bank geschoben, sondern ihre Lösung muss aktiv angegangen werden. Friedensarbeit ist also permanente Arbeit mit jedem einzelnen und durch ihn. „Frieden als Maß zwischen Individuum und Institution“ – Die Zuteilung des Notwendigen (Kapitel 34) Frieden darf weder durch rigorose noch durch nachlässige Handhabung gefährdet werden: Glieder und Leib, Einzelner und Institution sind auf einander bezogen und miteinander verbunden. In dieser Perspektive erhält die Überschrift des Kapitels 34 wortwörtlich übersetzt ein besonderes Gewicht: „Ob alle in gleichem Maß das Notwendige erhalten sollen“. Es geht also darum, dass alle im gleichen Maß das erhalten, was wirklich „not-wendig“ ist.
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Ausschnitt der Bronzeplastik von Christine Stadler (1922 bis 2001) in der Versöhnungskapelle des Klosters.
Benediktsr egel K apitel 34: Die Zuteilung des Not wendigen Man halte sich an das Wort der Schrift: „Jedem wurde so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.“ (Apg 4,35) Damit sagen wir nicht, dass jemand wegen seines Ansehens bevorzugt werden soll, was ferne sei. Wohl aber nehme man Rücksicht auf Schwächen. Wer weniger braucht, danke Gott und sei nicht traurig. Wer mehr braucht, werde demütig wegen seiner Schwäche und nicht überheblich wegen der ihm erwiesenen Barmherzigkeit. So werden alle Glieder der Gemeinschaft im Frieden sein. Vor allem darf niemals das Laster des Murrens aufkommen, in keinem Wort und in keiner Andeutung, was auch immer als Anlass vorliegen mag. Wird einer dabei ertappt, treffe ihn eine schärfere Strafe.
Die klösterliche Gemeinschaft ist offen für Menschen ganz verschiedener Verfassung und ungleicher Kraft. Es ist daher kein leichtes Unterfangen, alle Mitglieder zu befrieden. Ziel- und Höhepunkt des Kapitels ist der Vers 5: „et omnia membra erunt in pace“ – „so werden alle Glieder der Gemeinschaft im Frieden sein“. Der Satz
steht im Futur, der Frieden liegt also vor uns. Der Abt muss daher vorausschauend die Gemeinschaft so ordnen, dass es dem Heil der Brüder dient. Friedensarbeit fragt daher nach dem Maß der Notwendigkeit und kennt weder Gleichmacherei noch Privilegien aufgrund von Parteilichkeit. Sie sieht realistisch die Schwächen und Schwachpunkte. Friedensarbeit braucht Transparenz für versteckte und destruktive Kritik (murren) und klare Sanktionen. Frieden bedeutet, als Führungskraft an einer Atmosphäre zu arbeiten, die die individuellen Bedürfnisse ernst nimmt und zulässt als Ausdruck von bereichernder Vielfalt. Friedensarbeit muss den ganzen Organismus im Blick haben. Zusammenfassung Schaut man das Vorwort der Regel und die Kapitel 4 und 34 noch einmal im Zusammenhang an, lassen sich einige zentrale Punkte für die Bedeutung des Friedens in der Benediktsregel festhalten. Im Blick auf die Stelle im Vorwort der Regel („Suche den Frieden und jage ihm nach“) zeigt sich, dass man Friede nicht haben bzw. besitzen kann, sondern dass vielmehr von jedem einzelnen Bewegung, Anstrengung und Beweglichkeit verlangt wird. Jeder ist gemeint. An alle richtet sich der Appell „Suche ihn!“, „Jage ihm nach!“ Frieden braucht Arbeit an sich selbst, und die Gemeinschaft als Ganzes muss den Frieden erreichen wollen. Die Stelle im vierten Kapitel („Nicht unaufrichtig Frieden schließen“) fordert, die Themen, die den Frieden gefährden, ernst zu nehmen. Kein Friede kann wachsen, ohne eine eindeutige Antwort auf die Fragen: „Um was geht es eigentlich?“,
„Was ist der Konfliktpunkt?“ und „Welche Motive verfolge ich bzw. verfolgen wir?“ Da Friede und Eintracht keine Fernziele sind („Nach einem Streit noch vor dem Sonnenuntergang zum Frieden zurückkehren“) gilt es, Konflikte anzugehen und nicht auf die lange Bank zu schieben. Die Frage nach dem Notwendigen und Gerechten, um die es im Kapitel 34 geht, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Frieden („So werden alle Glieder Gemeinschaft im Frieden sein“). Es dient dem Frieden, wenn jedem das Seine zukommt, nicht das Gleiche. Es gilt, das zu geben, was die „Not wendet“. Friedensarbeit braucht Transparenz, von allen Beteiligten. Wer dagegen murrt, sucht solche Transparenz zu verschleiern. Frieden ist in einer solchen Situation nur zu erreichen, wenn man die Dinge beim Namen nennt und nicht „hintenherum“ agiert. Für alle Beteiligten ist das „rechte Maß“, die discretio, eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zum Frieden. Sie hilft zu einer realistischen Sicht auf die eigenen und die Schwächen anderer und schärft den Blick für die wahren Gründe, die hinter jedem Murren verborgen sind. information Das Colloquium Benedictinum zum Thema „Frieden“ wird im November in Sankt Bonifaz fortgesetzt. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr im Zentrum Sankt Bonifaz 12. November
Frieden finden im Angesicht von Krankheit, Sterben und Tod P. Valentin Ziegler
19. November
„Pacem in Terris“ – ein ausgeträumter Traum? P. Lukas Essendorfer 26. November
Frieden hat viele Gesichter. Versöhnungsarbeit zwischen Tschechien und Deutschland Sr. Francesca Šimuniová Weitere Informationen unter www.sankt-bonifaz.de
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„Solange er unter uns weilte, konnte man vergessen, daß er nicht König war.“ Zum 150. Geburtstag von Kronprinz Rupprecht von Bayern Am 18. Mai jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag Kronprinz Rupprechts von Bayern. Er, der auch nach dem Ende der Monarchie der Kronprinz geblieben ist, verkörperte kraft seiner Persönlichkeit weiterhin das Haus Wittelsbach und schlug damit eine Brücke von den Jahrhunderten der Regentschaft in die Zeit von Demokratie und Republik. Als sein Sohn Albrecht nach Rupprechts Tod den Titel Herzog von Bayern wählte, sollte sich der Kreis schließen. Zur rechten Zeit das Richtige tun, das kann wohl als Lebensmaxime bis heute gelten.
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upprecht wurde in München geboren – als ältester Sohn von dreizehn Kindern Prinz Ludwigs von Bayern und seiner Gemahlin Erzherzogin Marie Therese von Österreich-Este. Der regierende König Ludwig II., Cousin des Vaters und mit ihm gleichaltrig, war Pate. Rupprecht wurde zuerst mit seinen älteren Schwestern erzogen, erhielt dann einen eigenen Erzieher und wurde im September 1882 Schüler des Maximilians-Gymnasiums in München. Als erster Wittelsbacher besuchte er damit eine öffentliche Schule. Nach dem Abitur schlug er die militärische Laufbahn ein, deren Ausbildung ergänzt wurde durch eine Art Studium Generale in München und Berlin. Bei seinem Aufenthalt in Berlin war er Gast im Haus Kaiser Wilhelms II. Daneben entwickelte sich Rupprecht zu einem bedeutenden Kunstkenner und -sammler und unternahm viele und große Reisen, die ihn bis nach China
Kreuz auf dem Wittelsbacher Friedhof.
und Japan führten. Die Erinnerungen daran sind in drei Büchern festgehalten, die er mit eigenen Fotografien illustrierte. Am 10. Juli 1900 heiratete Rupprecht in München die jüngste Tochter des Herzogs Karl Theodor in Bayern, Maria Gabriele. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, von denen nur der 1905 geborene Prinz Albrecht überleben sollte. Sie starben entweder als Kleinkinder oder wie der 1901 als ältester Sohn geborene Erbprinz Luitpold 1914 an Kinderlähmung. Zu diesem Zeitpunkt war auch Marie Gabriele bereits nicht mehr am Leben. Sie verstarb 1912 in Sorrent im Alter von nur 34 Jahren an den Folgen einer Nierenerkrankung, die sie sich auf einer ihrer Reisen in Begleitung Rupprechts zugezogen hatte.
Kronprinz Rupprecht war im Ersten Weltkrieg Oberbefehlshaber des 6. Armeekommandos, in dem alle bayerischen Truppen zusammengefasst waren. Die Kampfhandlungen, die sich schon im Herbst 1914 zum Stellungskrieg entwickelten und vor allem um Verdun zu großen Verlusten an Soldaten auf beiden Seiten führten, ließen ihn immer stärker zum Vertreter eines Verständigungsfriedens werden. Dabei war ihm vor allem der Erhalt der bayerischen Souveränitätsrechte wichtig, die sich u. a. in einer eigenständigen Armee äußerten. Ansonsten vertrat er den Gedanken eines sozialen Königtums: „Wir haben nur Berechtigung, wenn wir das Volk für uns haben, wenn wir sozial empfinden und sozial handeln.“
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Im Juni 1918 richtete Rupprecht einen Appell für den Frieden an den damaligen Reichskanzler Graf von Hertling und schloss sich ab Herbst 1918 mit dessen Nachfolger Max von Baden zusammen. Seinen Bemühungen war jedoch kein Erfolg beschieden. Die Ursachen für die Revolution vom November 1918 hatte Rupprecht bereits im Sommer 1917 treffend analysiert, indem er konstatierte, die Bevölkerung habe den Eindruck, die bayerische Regierung und mit ihr der König ließen sich von Berlin alles gefallen und seien deshalb mittlerweile nichts anderes als überflüssiger Ballast. Dass er mit einer solchen Einschätzung beim eigenen Vater nicht auf Verständnis hoffen konnte, dürfte offensichtlich sein. Als Ludwig III. nach seiner Flucht aus München seine Beamten und Soldaten vom Treueeid entband – was von Ministerpräsident Kurt Eisner fälschlich als Thronverzicht interpretiert und verkündet wurde – protestierte Rupprecht gegen die Ausrufung der Republik und forderte eine verfassunggebende Nationalversammlung, die über die zukünftige Staatsform entscheiden sollte. Beim Tod des Vaters 1921 formulierte er zwar keine politischen Forderungen auf ein mögliches Thronerbe, betonte aber, er sei „eingetreten in die Rechte meines Herrn Vaters“. Seine persönliche Situation gestaltete sich in den kommenden Jahren schwierig, zumal er keinen Zivilberuf erlernt hatte und zunächst – bis zur Einrichtung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds 1923 – über keinerlei Besitz und Einkünfte verfügen konnte. Am 7. April 1921 hatte er sich zum zweiten Mal vermählt – mit der dreißig Jahre jüngeren Prinzessin Antonia von Luxemburg, die ihm in den kommenden Jahren einen Sohn und fünf Töchter schenken sollte. Heinrich, der 1958 bei einem Autounfall ums Leben kam, liegt in der Schmerzhaften Kapelle der Andechser Kirche begraben, sein Halbbruder Albrecht und seine Schwester Irmingard auf dem Wittelsbacher Friedhof in Andechs.
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Kronprinz Rupprecht bei den Jubiläumsfeierlichkeiten „100 Jahre St. Bonifaz“ an einem Fenster des Konventtraktes.
Obwohl oder gerade weil er sich ganz aus der Tagespolitik heraushielt, wurde Rupprecht in den Jahren der Weimarer Republik und vor allem dann in der Zeit des Nationalsozialismus zu einer Gestalt, die gleichsam als Fels in der Brandung fungierte. Seine unverhohlene Ablehnung des Dritten Reiches führte ihn schließlich ins italienische Exil, seinen Sohn Albrecht und dessen Familie sowie seine Frau und seine Töchter in Gestapo-Haft. Der Versuch, mit Hilfe Rupprechts die Monarchie in Bayern wiederherzustellen und damit 1932/33 die Machtübernahme Hitlers in Bayern zu verhindern, war ohne Erfolg geblieben.
Er war einfach da Im November 1945 kehrte Rupprecht nach Bayern zurück und verbrachte die letzten Jahre seines Lebens vor allem in Leutstetten. Die Einrichtung des Amtes eines bayerischen Staatspräsidenten, für das er als aussichtsreichster Kandidat galt, war zwar im Landtag 1946 gescheitert, für sein Ansehen in Politik und öffentlichem Leben war diese Entscheidung jedoch ohne Bedeutung. Rupprecht war und blieb der Kronprinz, er brauchte kein Amt, er war einfach da. In den Feierlichkeiten zu seinem 85. Geburtstag 1954 kommt dies ebenso zum Ausdruck wie bei seinem Tod
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am 2. August 1955. Auf Veranlassung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner stand neben seinem Sarg in der Ludwigskirche die bayerische Königskrone. Abt Hugo Lang, der ihm die Trauerrede hielt, zitierte zu Beginn aus der Gedächtnisrede Abt Hanebergs für König Ludwig I.: „Solange der Hochselige König unter seinem Volke wandelte, konnte man es oft vergessen, daß er ein König sei“, indem er bekannte: „Solange er – Rupprecht – unter uns weilte, konnte man vergessen, daß er nicht König war.“ Abt Hugo war Rupprechts Beichtvater gewesen und hatte ihm auch die Sterbesakramente gespendet. Mit ihm setzt sich die anhaltend enge Beziehung der Wittelsbachischen Familie zu St. Bonifaz fort, die für Kronprinz Rupprecht schon zu Abt Bonifaz Wöhrmüller bestanden hatte, der u. a. der Religionslehrer des Erbprinzen Albrecht und Beichtvater der Familie gewesen war. An den hohen Festtagen wie Weihnachten und Ostern besuchte man in St. Bonifaz die Messfeier – und nicht etwa im Dom. Beigesetzt wurde Rupprecht in der Theatinerkirche. Weil er – im Gegensatz zu den regierenden Königen von Max I. Joseph bis Ludwig III. – eine Entnahme seines Herzens abgelehnt hatte, stiftete sein Sohn Albrecht eine leere Herzurne nach Altötting, um die Jahrhunderte alte Tradition der Familie und des Königshauses fortzusetzen und gleichzeitig zu beenden. Dass Albrecht dann in Andechs unterhalb der Kirche einen Friedhof anlegen ließ, der als künftiger Begräbnisort für die Familie dienen sollte, war sicher ganz im Sinne des Vaters. Ebenso wie die fortdauernde Verbindung zur Abtei St. Bonifaz und ihren Äbten bis zum heutigen Tag. B I RG I T TA K L EM EN Z , S T I F T S A RCH I VA R I N L I T ER AT U R : D ER B EI T R AG F O LG T D EM AU FS AT Z VO N D I E T ER J. W EI S S: EI N W I T T EL S B ACH ER Z W I S CH EN M O N A RCH I E U N D D EM O K R AT I E, I N: U L R I K E L EU T H EU S S ER U N D H ERM A N N RU M S CH ÖT T EL (H R S G .), KÖ N I G LU DW I G I I I. U N D DA S EN D E D ER M O N A RCH I E I N B AY ER N, M Ü N CH EN 2014, S . 67-82, PA S SI M.
KIRCHE UND KLOSTER
kronprinz rupprecht von bayern „Konnte er auch nicht als König für Bayern wirken, so hat er dem bayerischen Land und Volk nach 1918, nach 1945, doch einen Dienst erwiesen, wie nur er ihn erweisen konnte: durch seine Person hat er die bayerische Vergangenheit mit ihren Werten über das Jahr 1918 hinweg in die Gegenwart hereingerückt und die Gegenwart lebendig erhalten, als eine Mahnung, dieser Werte immer eingedenk zu bleiben.“ Max Spindler, Ungekrönt und doch ein König. Kronprinz Rupprecht von Bayern, in: ders., Erbe und Verpflichtung. Aufsätze und Vorträge zur bayerischen Geschichte, hrsg. v. Andreas Kraus, München 1966, S. 352-361, hier: S. 359f.
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„…bis auf die Grundmauern nieder- und ausgebrannt“ Die Zerstörung der Basilika St. Bonifaz vor 75 Jahren
München, 26. April 1944 Lieber Mitbruder! Wenn ein Benediktiner an der Kirche seiner Profess wie an einer Mutter hängt, so gibt es gewiss keine schmerzlichere Nachricht als die, die ich Ihnen persönlich geben möchte, nämlich, daß in den frühen Morgenstunden des Markustages 25. April, unsere liebe herrliche Basilika bis auf die Grundmauern nieder- und ausgebrannt ist. Auf verdächtig klingende Einschläge während des Fliegerangriffes in dieser Nacht hatte P. Benedikt mit den Mitbrüdern, die ihm als Einsatzmannschaft diente, sogleich Nachschau in der Kirche gehalten und dort einzelne Brandbomben auf dem Kirchenpflaster gefunden, die es jedoch zu löschen gelang. Bald darauf entdeckte man aber, daß auch das Dachgebälk der Kirche zu brennen anfing; um diesen gefährlichen Brand zu löschen, hätte es der Mittel (Leitern, Schläuche, Spritzen usw.) einer richtigen Feuerwehr bedurft, die uns aber nicht zur Verfügung gestellt werden konnte. So mussten wir von unten her zusehen, wie ein immer größerer Teil des Gebälkes von den fressenden Flammen erfasst und die ganze Kirche unter ihrem Kupfer in einen Glutofen verwandelt wurde, in dem alles hinschmolz und verbrannte: Holz, Stein, Eisen, die Fresken, Altäre, Kirchenstühle, Chorgestühl, Orgeln und Musikinstrumente usw. Was wir verhindern konnten, war lediglich ein Übergreifen des Feuers auf die Sakristei und Chorkapelle. Die beiden Sakristeien wurden vorsichtshalber geräumt und ihr Inhalt in der Gruft verstaut. Alle Patres, Brüder und Schwestern und auch befreundete Laien haben in großer Hingabe bei diesen Bemühungen das ihrige getan. Gegen Mittag hatte das Feuer sein Zerstörungswerk vollendet. Über dem ganzen Mittelschiff war nur mehr der freie Himmel gespannt, die Seitenschiffe sind noch mit dem Kupferblech überdacht, unter dem jedoch das Dachgebälk weggebrannt ist. Von allem stehen noch die vier Umfassungsmauern mit Apsis sowie das Mauerwerk, das auf den 66 Säulen aufgebaut ist. Diese 66 Säulen zeugen noch von verschwundener Pracht, aber auch diese, schon geborsten, können stürzen über Nacht. Und so gehört denn die ganze prächtige Basilika des heiligen Bonifazius mit ihren so schönen Gottesdiensten der Vergangenheit an; es war das schmerzlichste Opfer, das Gott von unserer klösterlichen Familie verlangen konnte. Aber während die Flammen noch an ihrem edlen Opfer fraßen, haben wir Patres, soweit abkömmlich, den Frühchor gebetet und ich habe beim Pater noster der Laudes im Namen aller Mitbrüder, der gegenwärtigen wie der abwesenden, es ausgesprochen: Fiat voluntas Tua sicut in Coelo et in terra. Möge Gott nun weiterhelfen in den Gefahren und Problemen der nächsten Zukunft! Herzlichst grüßt Sie [handschr.: Abt Bonifaz]
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Postkarte mit Aquarell der zerstörten Basilika aus der Serie „Bausteine für den Wiederaufbau der zerstörten Münchener Kirchen“ (1944/45).
Von Luftangriffen heimgesucht Basilika und Abtei von St. Bonifaz waren im Laufe des Zweiten Weltkriegs immer wieder von alliierten Luftangriffen betroffen. So waren in der Nacht vom 9. auf den 10. März des Jahres 1943 der zweite Stock der Abtei und damit vor allem die Stiftsbibliothek ein Raub der Flammen geworden. Von den rund 130.000 Büchern waren zwar etwa 30.000 Bände aus den wertvollsten Beständen nach Andechs ausgelagert worden, der zahlenmäßig größere in München verbliebene Rest wurde jedoch nahezu vollständig vernichtet. St. Bonifaz mit Wucht getroffen Die Basilika brannte am 25. April 1944 aus – während eines der verheerendsten Luftangriffe auf München während des Krieges. Die britischen Luftstreitkräfte profitierten von den ausgezeichneten Sichtverhältnissen
in dieser Nacht vom 24. auf den 25. April und von einer Täuschungsstrategie, die die deutsche Luftabwehr viel zu spät reagieren ließ. Weil als Hauptangriffsziel das Areal um den Münchener Hauptbahnhof und den Königsplatz mit den Verwaltungsbauten der Nationalsozialisten ausgewählt worden war, traf es auch St. Bonifaz mit voller Wucht. Die über München abgeworfenen Bomben bestanden zu mehr als 90 Prozent aus Brandbomben, durch die um 2 Uhr morgens in der gesamten Innenstadt riesige Flächenbrände entfachten wurden, die erst nach mehreren Tagen gelöscht werden konnten. Die Folgen des Angriffs waren verheerend. 136 Menschen verloren ihr Leben, 4.185 wurden zum Teil schwer verletzt. Was die Gebäude betraf, wurden 1.781 totale, 1.278 schwere, 18 mittlere, 3.551 leichte und 1.162 kleinste Schäden gezählt.
Die Basilika von St. Bonifaz nach dem Angriff vom 25./26. April 1944.
Die Basilika nach dem Luftangriff vom Januar 1945.
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Großteil der Bausubstanz unwiederbringlich verloren Weitere schwere Luftangriffe vom 12. und 13. Juli 1944 sollten die Sakristei, die Chorkapelle, die Gärtnerei und die Volksbibliothek zerstören. Der Luftangriff vom 7. Januar 1945 schließlich verwandelte die Kirche in einen Torso, ein Großteil der Bausubstanz ging dabei unwiederbringlich verloren. Als schlimmster Angriff wurde vom Konvent sicher der vom 25. April 1944 empfunden. Alles, was St. Bonifaz bis dahin ausgemacht hatte, das gesamte Freskenprogramm, die vier gewaltigen Säulenreihen, der Sternenhimmel im offenen Dachstuhl – all das wurde ein Raub der Flammen. Abt Bonifaz Wöhrmüller hat es in seinem Brief an die Mitbrüder im Feld anschaulich beschrieben: „(…) Und so gehört denn die ganze prächtige Basilika des heiligen Bonifazius mit ihren so schönen Gottesdiensten der Vergangenheit an; es war das schmerzlichste Opfer, das Gott von unserer klösterlichen Familie verlangen konnte.“ Abtporträt von Bonifaz Wöhrmüller von Franz Xaver Wilfried Braunmiller
Totaler Brandschaden Viele Bauwerke der Innenstadt waren zerstört oder schwer beschädigt: die Residenz, die Herzog-Max-Burg, die Alte und die Neue Pinakothek und das Odeon, die Bürgersaal-, die Herzogsspital-, die Damenstifts- und die Heilig-Geist-Kirche. Vom Turm von St. Peter blieb nur ein Stumpf. Für die Basilika St. Bonifaz wurde auf der Trefferkarte der Luftschutzkräfte ein totaler Brandschaden verzeichnet: der Dachstuhl komplett zerstört, die Fresken durch die Hitze abgeschmolzen, die marmornen Säulen und der Sarkophag König Ludwigs I. ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen, die gesamte Inneneinrichtung fast vollständig vernichtet.
München zunehmend unbewohnbar Doch der Luftkrieg veränderte nicht nur das äußere Erscheinungsbild Münchens, sondern machte die Stadt auch zunehmend unbewohnbar. Immer mehr Menschen verließen das Zentrum, weil sie obdachlos geworden waren oder um ihr Leben fürchteten – und viele verloren in den Bombennächten ihr Leben. So war der Pfarrsprengel von St. Bonifaz, der vor Kriegsbeginn noch 25.000 Seelen umfasst hatte, bei Kriegsende auf etwa 2.000 Menschen zusammengeschrumpft. B I RG I T TA K L EM EN Z , S T I F T S A RCH I VA R I N
L I T ER AT U R : B ER N H A R D G R AU, D I E Z ER S TÖ RU N G VO N B A SI L I K A U N D K LO S T ER I M Z W EI T EN W ELT K R I EG , I N: B I RG I T TA K L EM EN Z , PE T ER PFI S T ER , M A R I A R I TA S AG S T E T T ER (B E A R B.), L EB EN D I G E S T EI N E. S T. B O N I FA Z I N M Ü NCH EN. 150 JA H R E B EN ED I K T I N ER A BT EI U N D PFA R R EI, M Ü N CH EN 2000, S . 341-352.
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Ora et labora et lege – bete und arbeite und lies
Ansicht von Scheyern.
900 Jahre Kloster Scheyern Das Kloster Scheyern feiert in diesem Jahr sein 900. Gründungsjubiläum. Neben Metten und St. Stephan in Augsburg war auch Scheyern an der Gründung von St. Bonifaz in München und Andechs beteiligt. Das verbindet auf besondere Weise bis heute – über die gemeinsame Zugehörigkeit zur Bayerischen Benediktinerkongregation hinaus. Ad multissimos annos!
S
cheyern hat eine vielschichtige Gründungsgeschichte. Eine 1076 bei Bayrischzell durch die Gräfin Haziga, die zweite Gemahlin Graf Ottos I. von Scheyern, gegründete Einsiedelei wurde um 1080 von Mönchen aus dem Reformkloster Hirsau übernommen. Wenige Jahre später siedelte der Konvent nach Fischbachau über, das bis zur Säkularisation 1803 als Propstei des Klosters Scheyern Bestand hatte. Um 1104 verlegte Graf Otto III. von Scheyern dieses Kloster auf den
Petersberg bei Eisenhofen in der Nähe von Dachau. Und 1119 wandelte Otto V., der sich nun Graf von Wittelsbach nannte, seine verlassene Stammburg Scheyern in ein Kloster um, in das dann die Benediktiner vom Petersberg einziehen sollten. Auch Scheyern wurde 1803 aufgehoben und 1838 von König Ludwig I. wieder begründet, als drittes Männerkloster nach Metten (1830) und St. Stephan in Augsburg mit Ottobeuren (1834) und vor Weltenburg (1842), St. Bonifaz (1850) und Schäftlarn (1866).
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Scheyrer Kreuz.
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Viele Klöster noch in der ersten Aufbauphase seit ihrer Wiederbegründung Zum Gründungskonvent von St. Bonifaz sollten sieben Mönche gehören, drei aus St. Stephan in Augsburg, drei aus Metten und einer aus Scheyern. Das mag wenig erscheinen. Zu bedenken ist allerdings, dass sich auch diese Klöster noch in der ersten Aufbauphase seit ihrer Wiederbegründung befanden und jeder Mönch, der anderswohin entsandt wurde, zuhause eine empfindliche Lücke hinterließ. Metten war 1830 als erstes Kloster nach der Säkularisation wieder begründet worden, St. Stephan in Augsburg mit dem Priorat Ottobeuren 1834 und Scheyern 1838. Der Gründungskonvent von St. Stephan etwa bestand aus 32 Mönchen aus 16 verschiedenen Klöstern. Auch hier war Metten bereits mit vier Konventualen vertreten, alle anderen kamen aus Klöstern in der Schweiz, Südtirol, Österreich und dem Emauskloster in Prag. König Ludwig I. hatte dabei wenig Verständnis für Bedenken und Einwendungen betroffener Abteien, seine Forderungen gingen meist an der Realität vorbei. Nicht zuletzt deshalb sollten sich die Verhandlungen bis zur endgültigen Besiedelung von St. Bonifaz über mehr als drei Jahre hinziehen. Der von Ludwig als Abt von St. Bonifaz vorgesehene P. Paulus Birker von St. Stephan sah sich deshalb von seinem Abt Barnabas dem Vorwurf ausgesetzt, es wäre ihm gleichgültig, wenn St. Stephan zugrunde gehe, wenn es nur mit St. Boni-
faz etwas würde. Und als es dann endlich so weit war, hätte sich der mittlerweile abgedankte König sicher eine ganz andere Größenordnung gewünscht. Vor diesem Hintergrund relativiert sich die kleine Zahl an Mönchen von St. Bonifaz. Für eine neue Abtei waren es sicher wenige, vielleicht zu wenige, im Blick auf die Situation der Benediktiner in Bayern eine erneute Kraftanstrengung, die es nicht hoch genug einzuschätzen gilt. Deshalb seien hier auch die Namen der Gründungsmönche genannt: aus Metten P. Franz Xaver Sulzbeck als Pfarrvikar und Prior, P. Petrus Will als Kaplan (der bereits zu den Mettener Mönchen gehört hatte, die seit 1846 das Wirtschaftsgut Andechs kommissarisch betreuten) und P. Benno Müller als Bibliothekar und Aushilfspriester; aus St. Stephan in Augsburg P. Placidus Lengmüller und P. Luitpold Brunner als Kapläne sowie Abt Paulus Birker und aus Scheyern schließlich P. Pius Bayer als Kaplan. Aus der Ämterverteilung sind bereits die Schwerpunkte der künftigen Arbeit zu sehen: Pfarrseelsorge und Wissenschaft. Und auch wenn bereits ab Dezember 1850 und dann in rascher Folge erste Novizen eintraten, darunter die späteren Äbte Bonifaz Haneberg und Benedikt Zenetti, sollte es noch Jahre dauern, bis sich der Konvent von St. Bonifaz an seinen beiden Standorten in München und Andechs konsolidiert hatte und als solcher auch zusammengewachsen war. B I RG I T TA K L EM EN Z , S T I F T S A RCH I VA R I N
buch-tipp
pater pius bayer, einer der gründungsmönche von st. bonifa z
Zur Geschichte von Scheyern und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten siehe www. kloster-scheyern.de. Außerdem ist im Verlag Friedrich Pustet in Regensburg eine Publikation zum Jubiläum erschienen: Lukas Wirth OSB (Hrsg.), Kloster Scheyern. 900 Jahre Benediktiner am Stammsitz der Wittelsbacher. € 39,95. Sie ist im Buchhandel erhältlich.
Pater Pius Bayer wurde am 17. März 1823 in Forchheim in der Diözese Bamberg als Leonhard Bayer geboren. Am 20. November 1849 feierte er in Scheyern Profess und wurde am 16. März 1850 zum Priester geweiht. In den Jahren 1887 und 1888 war er Prior in Schäftlarn, dem letzten von König Ludwig I. im Jahr 1866 gestifteten Benediktinerkloster in Bayern. Das Amt des Priors von Schäftlarn hatte
von 1866 bis 1872 auch der 1850 in St. Bonifaz eingetretene und spätere Abt (1874-1904) Benedikt Zenetti ausgeübt. Pater Pius erscheint im Schematismus der Erzdiözese München und Freising im Jahr 1851 als Kaplan, 1852 als Kaplan und Katechet und 1853 als SeelsorgsHilfspriester. Ab 1854 wird er unter der Rubrik St. Bonifaz nicht mehr genannt.
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Sich neu Christus zuwenden Interview mit dem Erzbischof von Freiburg Dr. Stephan Burger
Hier spielen dann heilige Orte eine besondere Rolle, Orte, an denen man sich geborgen fühlt, die Kraft schenken, Orte, die einen zur Ruhe kommen lassen und die aufgrund ihrer Geschichte noch einmal einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herstellen. Neben vielen Wallfahrtsorten gehört Andechs hier eindeutig dazu.“ Wallfahren bedeutet ja auch, sich zu bewegen. Wo muss die Kirche sich heute bewegen und neu aufbrechen im Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit?
Am Sonntag, den 29. September, Zum Kloster Andechs führt seit über feiert der Erzbischof von Freiburg, 850 Jahren die älteste Wallfahrt Bayerns. Wallfahren ist heute wieder „in“. Welche Dr. Stephan Burger, den FestgotGründe sehen Sie dafür? tesdienst zum Dreihostienfest in „Ich denke, die Gründe sind vielfältig. Die der Andechser Wallfahrtskirche. Sehnsucht des Menschen, in seinem Leben einen Sinn zu erkennen, die Suche danach, Der Gottesdienst beginnt um drückt sich gerade auch darin aus, sich auf 9.30 Uhr. Die Prozession mit der den Weg zu machen, unterwegs zu sein. Dreihostienmonstranz schließt sich an. Um 15 Uhr wird die Ves„Orte, an denen man sich geper gefeiert. Im Vorfeld seines borgen fühlt, die Kraft schenken, Besuches zum Dreihostienfest Orte, die einen zur Ruhe konnten wir das folgende Interkommen lassen.“ view mit Erzbischof Burger führen.
„Die Kirche hat den Auftrag, die Botschaft Jesu Christi in die Welt hineinzutragen, diese Botschaft zu verkünden, sei es gelegen oder ungelegen. Es ist eine Botschaft, über die wir nicht verfügen können, sondern die von Gott kommt. Und die Kirche hat zu prüfen, ob die Möglichkeiten, die ihr gegeben sind, die vorhandenen Strukturen, die Traditionen, die wir pflegen, diesem Auftrag dienen, diese Botschaft lebendig zu erhalten, sie den Menschen nahezubringen. Insofern ist die Kirche immer eine Kirche, die der Erneuerung, der Reform bedarf, heißt, sich immer neu an der ursprünglichen Form, an Jesus Christus auszurichten und zu erneuern. Und wir erleben es ja, wie viele Reformversuche und Bemühungen es gibt, die Kirche für die Zukunft fit zu machen. Der entscheidende Schritt ist für mich der, selbst diesen Weg der Erneuerung, der Umkehr,
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der Hinwendung zu Christus zu gehen und zu leben. Hier muss ich mich bewegen, bevor ich an andere Erwartungen und Anforderungen richte.“
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Ursprungsort der Kirche ist der
Erlebnisse verbinden Sie mit dem Kloster
außenstehenden Menschen diesen
Andechs?
Ursprung näher bringen, wenn Sie etwa
„Schon als Schüler hatte ich im Rahmen eines Klassenausflugs die Möglichkeit, den heiligen Berg zu besuchen. Neben Kloster und Kirche war damals auch die gastronomische Versorgung etwas Besonderes.
an die vielen Touristen denken, die
Welche Bedeutung hat für Sie der von der
Andechs jährlich besuchen?
Deutschen Bischofskonferenz angekündigte
„Sakrale Räume wie die Andechser Wallfahrtskirche ziehen auch den nichtgläubigen Besucher in ihren Bann und faszinieren. Und nicht wenige fragen sich ja auch: Warum der Aufwand, den vergangene Generationen betrieben haben? Sie fragen nach der Geschichte. Sie wollen wissen, was es mit der Innenausstattung, mit Altären, Reliquien, mit Votivgaben, mit Gemälden und Personen auf sich hat. Insofern sind solche Gebäude schon einmal für sich Verkünder einer Botschaft. Sie geben Zeugnis von unserem Glauben. Wer dann mehr wissen will, hat immer die Möglichkeit, sich näher zu informieren, sich in die Glaubenswelt einzulassen und zu vertiefen. Kirchen und Kapellen sind für mich Orte, die allein aufgrund ihrer Existenz unaufdringlich aber bestimmt die Gottesfrage lebendig erhalten.“
„Synodale Weg“ für die Zukunft der Kirche?
„Synodale Wege gehören zur Kirche von Anbeginn an: sich miteinander der Frage stellen, wie Gott seine Kirche in die Zukunft führen will. Das bringt ja zum Ausdruck, dass die Gläubigen am Aufbau der Kirche mitwirken. Es gilt, die unterschiedlichen Überzeugungen, Meinungen, Perspektiven zu hören, zu diskutieren, zu bewerten und abzuwägen. Und, auch das gehört zu unserem katholischen Glaubensverständnis, den Weg dann in Einheit mit der Universalkirche, mit dem Papst zu gehen. Für den von der Deutschen Bischofskonferenz angekündigten „Synodalen Weg“ erhoffe ich mir dieses gegenseitige Verstehen und Klären von Positionen, um gemeinsam die Zukunft gestalten zu können.“
Welche persönlichen Begegnungen und
Abendmahlssaal. Wie kann man heute
„Sie geben Zeugnis von unserem Glauben.“ Auch als Theologiestudent in München hatte ich Gelegenheit vorbeizuschauen. Als späterer Pfarrer war es eine offizielle Pfarrwallfahrt, die mich nach Andechs geführt hat. Und jetzt als Erzbischof von Freiburg wieder hierher kommen zu dürfen, erfüllt mich mit großer Freude. Nicht zuletzt weiß ich mich hier der heiligen Hedwig verbunden und einigen Frauen im Familien- und Bekanntenkreis, die sie als Namenspatronin hatten und verehrten.“ Herzlichen Dank für das Interview.
lebensl auf von erzbischof stephan burger Stephan Burger kam am 29. April 1962 in Freiburg zur Welt. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Freiburg und München ist er am 20. Mai 1990 von Erzbischof Dr. Oskar Saier zum Priester geweiht worden. Nach Vikarsjahren in Tauberbischofsheim und Pforzheim wurde er 1995 Pfarrer der Gemeinde St. Mauritius in St. Leon-Rot im Süden des Rhein-Neckar-Kreises – in der Nähe von Heidelberg und Speyer. Neben seinem Dienst als Pfarrer absolvierte er von 2004 bis 2006 ein Aufbaustudium am Kanonistischen Institut der Universität Münster, das er mit dem
Lizentiat im Kanonischen Recht abschloss. Bereits seit 2002 war Burger am Offizialat als „Defensor vinculi“ (Bandverteidiger) und seit 2006 als „Promotor iustitiae“ (Kirchenanwalt) tätig. Von September 2007 bis Juni 2014 war Stephan Burger Offizial der Erzdiözese Freiburg. Papst Franziskus hat Stephan Burger am 30. Mai 2014 zum neuen Erzbischof von Freiburg ernannt. Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch hat ihn am 29. Juni 2014 zum Bischof geweiht. Mit der anschließenden Amtsübernahme im Freiburger Münster wurde Erzbischof Stephan Burger zu Zollitschs Nachfolger – als
fünfzehnter Erzbischof der im Jahre 1827 gegründeten Erzdiözese Freiburg. Burger leitet seit dem 26. September 2014 die für Misereor zuständige Kommission für Entwicklungsfragen der deutschen Bischofskonferenz. Als Vorsitzender des höchsten Leitungsgremiums des bischöflichen Hilfswerks verantwortet er als „MISEREOR-Bischof“ die Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien und die damit verbundenen Geldmittel. Erzbischof Stephan Burger leitet zudem seit September 2016 die „Kommission für caritative Fragen“ der Deutschen Bischofskonferenz.
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die „heiligen drei hostien“ Bei den „Heiligen Drei Hostien“ handelt es sich um konsekrierte Hostien, von denen zwei auf den Heiligen Papst Gregor den Großen (+ 604) und eine auf den Heiligen Papst Leo IX. (+ 1054) zurückgehen sollen. Sie sind schon im 12. Jahrhundert aus Rom über Bamberg auf die Andechser Burg gekommen. Die Wiederauffindung 1388 erregte großes Aufsehen und belebte die Andechser Wallfahrt neu, deren Anfänge ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Der päpstliche Kardinallegat Nikolaus von Kues heißt die Wallfahrt Mitte des 15. Jahrhunderts für gut und empfiehlt ihre weitere Durchführung. Im Zuge der Wiederbelebung der Wallfahrt wird zu Beginn des 15. Jahrhundert der Bau der Andechser Wallfahrtskirche in Angriff genommen. Herzog Ernst von Bayern fördert Wallfahrt und Seelsorge auf dem Heiligen Berg. 1455 erfolgt die Stiftung
des Benediktinerklosters durch seinen Sohn, Herzog Albrecht III. So wird aus dem Andechser Burghügel des Andechser Grafengeschlechtes der „Heilige Berg“ Bayerns. Das Dreihostienfest wird jährlich am letzten Sonntag im September – dem alten Andechser Kirchweihfest – gefeiert. Nach dem Festgottesdienst wird die Dreihostienmonstranz in feierlicher Prozession um den Heiligen Berg getragen. Im Dreihostienfest kommt Andechs als ursprüngliche ChristusWallfahrt zum Tragen. Der in Brot und Wein gegenwärtige Herr Jesus Christus wird hier verehrt. Das Andechser Dreihostienfest erinnert daran, dass Jesus Christus in seiner Kirche lebt und Menschen im Glauben zusammenführt. So ist das Dreihostienfest auch Zeichen für die Völkerwallfahrt, wie sie Jesaja beschreibt (Jes 25,6-10). Gott selbst lädt ein zum Gastmahl auf seinen Heiligen Berg.
das dreihostienfest Das Dreihostienfest zählt mit zu den ältesten Wallfahrtsfesten auf dem Heiligen Berg und verweist auf den Ursprung der Andechser Wallfahrt. Über Generationen hinweg wird hier Jesus Christus im Sakrament der Eucharistie verehrt. Auf diese bleibende Gegenwart Jesu in Brot und Wein verweisen die „Drei Heiligen Hostien“ der Dreihostienmonstranz. Wie gewohnt findet im Anschluss an den Festgottesdienst die Prozession mit der Dreihostienmonstranz um den Heiligen Berg statt. Zwei festliche geschmückte Prozessionsaltäre bilden die Stationen der Prozession unterhalb des Klosterladens und neben der Alten Apotheke. Am Nachmittag feiern wir um 15 Uhr die Vesper. Schon jetzt laden wir herzlich zu diesem besonderen Andechser Festtag ein.
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Bis Wasser aus den Schuhen lief Neue Wallfahrtskerze zum 350. Jubiläum der Wallfahrt von Winkl nach Andechs 1669 ist als Jahreszahl auf der alten Wallfahrtskerze aus Winkl zu lesen. Sie steht seit vielen Jahren in der Kerzenkammer der Andechser Wallfahrtskirche und wird nur an dem Tag in der Kirche aufgestellt, an dem die Wallfahrer aus Winkl auf den Heiligen Berg kommen. So hat sich am 1. Juni die Wallfahrt der kleinen Gemeinde mit wenigen Hundert Einwohnern zum 350. Mal gejährt. Etwas ganz Besonderes haben sich die Männer und Frauen aus dem Dorf im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech zu diesem Jubiläum ausgedacht.
von links nach rechts: Tobias Högenauer, Josef Leuterer, Waltraud Bergmeister und Ludwig Kerber.
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arum im Jahr 1669 zum ersten Mal eine Wallfahrt von Winkl nach Andechs aufbrach, ist heute nicht mehr mit letzter Sicherheit auszumachen. Möglicherweise stand am Anfang der Wallfahrtstradition ein Gelübde angesichts einer drohenden Pestepidemie. Vielleicht war es aber auch einfach die Dankbarkeit nach den Jahren des Wiederaufbaus in Folge der Schrecken des 1648 zu Ende gegangenen Dreißigjährigen Krieges.
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Wallfahrt zu Fuß, per Bahn und Schiff So kam es, dass die Wallfahrt von Winkl nach Andechs heute keine reine Fußwallfahrt mehr ist. „Dafür wären die rund 35 Kilometer doch etwas zu weit für einen Tag“, meint Ludwig Kerber. Mit ganz verschiedenen Verkehrsmitteln gehe es daher Jahr für Jahr mit 30 bis 50 Wallfahrern nach Andechs: „Von Winkl nach Egling laufen wir zu Fuß, dann geht es mit der Bahn weiter bis Utting. Von dort aus fahren wir mit dem Schiff über den Ammersee nach Herrsching und laufen dann den Rest des Weges zu Fuß durch das wunderschöne Kiental hinauf nach Andechs“.
Neue Wallfahrtskerze Über einen Meter misst die neue, etwa sieben Kilogramm schwere Wallfahrtskerze, die die rund 40 Männer und Frauen am ersten Samstag im Juni von Winkl bis nach Andechs gebracht haben. Reich verziert mit einer Abbildung der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul, versehen mit der Bitte um Gottes Segen und den Jahreszahlen „1669“ und „2019“ wird die Kerze in Zukunft ihren Platz in der Kerzenkammer der Wallfahrtskirche finden. Noch heute gehört der Rosenkranz zu den Gebeten, die die Wallfahrer von Winkl nach Andechs begleiten: „Auf dem Hinweg sind es zwei volle Rosenkränze mit allen Gesätzen und die Marienlitanei“, weiß Ludwig Kerber, seit 1988 Wallfahrtsleiter von Winkl. „Da der Rückweg schneller geht, ist es auf dem Heimweg nur ein Rosenkranz.“ Noch gut erinnert er sich an die Zeit, als die Wallfahrt über zwei Tage ging: Mittwoch vor Christi Himmelfahrt und der Himmelfahrtstag selbst. „Da war ich als Ministrant dabei und weil ich das Wallfahrtskreuz tragen durfte, habe ich dafür sogar schulfrei bekommen.“
Wallfahren ist keine Frage des Alters Diesen Weg hat heuer auch Tobias Högenauer genommen. Er ist zwar erst neun Jahre alt, aber ist in diesem Jahr schon zum dritten Mal bei den Andechs-Wallfahrern dabei. „Meine Schwester, Mama, Tante und Oma sind alle schon dabei und ich wollte auch endlich einmal wissen, was des is‘“, meint er ganz unbefangen. Dieses Jahr hat er seinen Freund Simon mitgenommen und schon vor dem Start war er sich sicher „Das schaffen wir mitnand!“ Zusammen sind sie an diesem Samstag besonders früh aufgestanden, schließlich sind die Wallfahrer schon um 5.45 Uhr in der Früh in Winkl aufgebrochen, um auch rechtzeitig um 10 Uhr zum Gottesdienst in der Wallfahrtskirche anzukommen. Süßigkeiten und Wetterkapriolen Waltraud Bergmeister und Josef Leuterer gehen schon seit Jahr und Tag nach Andechs, obwohl sie inzwischen beide über 70 sind. Die Wallfahrt gehört für sie im Lauf des Jahres einfach dazu. Das Wetter hat ihnen in all den Jahren immer wieder – manchmal sogar recht üble – Streiche gespielt. „Kurz bevor wir wieder zu Hause ankamen, sind wir einmal in einen furchtbaren Hagelsturm geraten“, berichtet
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Waltraud Bergmeister. „Es wurde schwarz am Himmel und dann ging es richtig los. Das Wasser ist uns einfach vorne in die Schuhe rein- und hinten wieder rausgelaufen und die Windböen haben die Schirme komplett zerrissen.“ Aber es überwiegen die schönen Erinnerungen: „Noch heute habe ich die Kinder vor Augen, die uns bei unserer Heimkehr am Ortseingang erwartet haben“, erzählt Josef Leuterer mit einem Lächeln. „Die Süßigkeiten vom Andechser Wallfahrtsmarkt waren einfach sehr begehrt, auch wenn sie sicher nicht der einzige Grund waren, warum sie auf uns gewartet haben.“
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Ökumene konkret Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm besuchen Obdachlose in Sankt Bonifaz Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, und der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, haben am Dienstag, 30. April, gemeinsam die Obdachlosenhilfe im Haneberghaus der Abtei Sankt Bonifaz in der Münchner Innenstadt besucht. Sie halfen beim Austeilen des Mittagessens und informierten sich in persönlichen Gesprächen über die Situation der Betroffenen.
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arx und Bedford-Strohm hatten ihre Verbundenheit mit der Obdachlosenhilfe des Klosters zuvor bereits mit einer Spende zum Ausdruck gebracht. Als sie im Jahr 2017 gemeinsam mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie Bayern ausgezeichnet worden waren, hatten sie das Preisgeld von zusammen 10.000 Euro der Obdachlosenhilfe zugedacht. Im Haneberghaus werden tagtäglich 150 bis 200 Essen ausgegeben, durchschnittlich suchen pro Tag 35 Menschen den Sanitärbereich auf. In der Kleiderkammer erhalten täglich 60 bis 70 Menschen Kleidung. Die Arztpraxis der Obdachlosenhilfe behandelt pro Quartal bis zu 420 Patienten, von denen rund 20 Prozent nicht krankenversichert sind. Über 250 Menschen nutzen die Abtei als Postadresse. Das Kloster finanziert die Einrichtung aus Eigenmitteln und Spenden. Der „Ökumenische Preis bei der Katholischen Akademie in Bayern aus der Stiftung Wilhelm und Antonie Gierlichs“ wird seit 1995 vergeben. Marx und Bedford-Strohm wurden damit als höchste Repräsentanten der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland zum Ende des Reformationsgedenkjahres 2017 für ihr „leidenschaftliches Bemühen“ und ihr „außerordentliches Engagement“ um die Ökumene geehrt.
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Elend mitten unter uns Soll man Menschen, die betteln, etwas geben oder nicht?
Robert Greiner engagiert sich in der Obdachlosenhilfe von Sankt Bonifaz seit Jahren als Sozialarbeiter. Mit vielen Menschen ohne Obdach und Perspektive, von denen einige auch vom Betteln leben, ist er tagtäglich in Kontakt. Er kennt die Not und die Konflikte, denen die Gäste des Haneberghauses oft ausgesetzt sind. Für ihn kann es auf die Frage, ob man Menschen, die betteln, etwas geben soll oder nicht, keine endgültige Antwort geben. Aber Alternativen sieht er sehr wohl.
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er kennt sie nicht, diese Situation: Man freut sich auf einen entspannten Einkaufsbummel mit Freunden oder der Familie, schlendert frohgemut durch die Innenstadt – und plötzlich wird man im 30-Meter-Abstand mit all dem echten oder vermeintlichen Elend dieser Welt konfrontiert: Bettler, die ihr Schicksal mehr oder weniger plakativ zur Schau stellen und bei den potentiellen Gönnern einen Zwiespalt und ein Unbehagen auslösen.
Bedeutung des Bettelns in anderen Kulturkreisen In anderen Kulturkreisen ist Betteln eine anerkannte Dienstleistung, die von den Armen erbracht wird, damit die materiell besser Gestellten ihren religiösen und ethischen Verpflichtungen nachkommen können. Das Geben von Almosen ist also eine Gegenleistung dafür, dass es die Armen ermöglichen, eine ritualisierte „gute Tat“ zu vollbringen. Diese Kultur des „geschäftlichen“ Ausgleichs, das Bewusstsein einer Gegenleistung, ist in unserer westlichen Kultur, sofern es sie denn jemals wirklich gegeben hat, verloren gegangen.
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Die tragischen Seiten des Lebens plötzlich vor Augen Es ist vielleicht die direkte Konfrontation mit den unliebsamen Wendungen, die das Leben auch für einen selbst bereit halten kann; die Einsicht, dass das Gefühl vermeintlicher Sicherheit, die auf materiellen Gütern gründet, so flüchtig sein kann, die der Anblick von Bettlern in uns weckt und so eine Melange aus diffusen Gefühlen und einer etwas undefinierbaren Betroffenheit hervorruft. Vielleicht mischt sich auch ein Gefühl von Scham darunter, Scham darüber, dass so etwas in einem reichen Land wie dem unseren möglich ist, dass es Menschen gibt, denen es so schlecht geht, dass sie sich entwürdigen müssen, obwohl es einem selber und den allermeisten doch eigentlich gut geht. Gleichzeitig entsteht auch immer ein Gefühl der Unsicherheit darüber, wie man sich gegenüber Bettlern verhalten soll. Soll man ihnen etwas geben, sind sie wirklich bedürftig oder ist die Bettelei nur ein besonders perfide Art und Weise, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Etwa ein Geschäft, das von jemanden betrieben wird, der seine Scham verloren hat und eigentlich nicht wirklich auf das Mitleid seiner Mitmenschen angewiesen ist und vielleicht auch noch mehr verdient als jemand, der sich jeden Morgen aus dem Bett quält, um einen schlecht bezahlten Job auszuüben?
Moralischer Zwiespalt Verkompliziert wird dieser moralische Zwiespalt noch dadurch, dass sich die sogenannte organisierte Bettelei in den letzten Jahren zu einem lukrativen Geschäftsmodell in unseren Innenstädten entwickelt hat. Menschen werden in ihren Dörfern vor allem in Südosteuropa angeworben, in einen Bus gesetzt und in die reichen Städte Westeuropas verfrachtet, um hier für die Drahtzieher eine – nicht zu unterschätzende – Rendite zu erwirtschaften. Oft bleibt ihnen nur ein Bruchteil des erlösten Geldes, es kommt zu Ausbeutung und Gewaltanwendung und es trägt Züge von Menschenhandel, der mit dem vergleichbar ist, was man aus dem Bereich der Prostitution kennt. Man sieht es den Bettlern auf der Straße nicht an, ob sie auf eigene Rechnung „arbeiten“ oder Opfer solch von Gewalt und Zwang geprägter Strukturen sind. Institutionen unterstützen, die sich konkret für arme Menschen einsetzen Wenn Sie nun von mir eine endgültige Antwort auf die Frage erwarten, ob man bettelnden Menschen eine Gabe zukommen lassen soll oder nicht, muss ich Sie leider enttäuschen: Ich kann Sie Ihnen nicht geben. In den allermeisten Fällen führt der „geschäftliche“ Erfolg von Menschen, die betteln, nicht dazu, dass sich ihre Lebenssituation nachhaltig verbessert, sondern
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eher dazu, dass sie in ihrer Lage verharren und bestehende Missstände zementiert werden, da keine Notwendigkeit besteht, eine Veränderung zum Besseren anzugehen. Sinnvoller erscheint es mir oft, mit dem Geld Institutionen zu unterstützen, die sich der Verbesserung der konkreten Situation armer Menschen verschrieben haben. Mildtätigkeit nicht mit Mitgefühl verwechseln Letztendlich aber muss jeder die Entscheidung, ob man Bettlern etwas gibt oder nicht, für sich selber treffen. Es ist oft genug eine Gefühlssache, auch abhängig davon, wie der konkrete Mensch auf einen wirkt. Man sollte nur nicht den Fehler begehen, Mildtätigkeit mit Mitgefühl zu verwechseln, denn Mitgefühl hat etwas mit Interesse an diesem konkreten Menschen zu tun und ist etwas, von dem man sich nicht mit einem Euro freikaufen kann. Außerdem sollte man sich auch nicht dem Irrglauben hingeben, dass man durch die Gabe einer Münze das Leben des Beschenkten nachhaltig verbessern oder eine Änderung herbeiführen kann. Aber man kann sich das Gefühl erwerben, in einer Situation, der man ohnmächtig ausgeliefert ist, der Begegnung mit Elend und Armut, etwas Gutes, das „Richtige“ getan zu haben – und das ist ja schließlich, gerade in unseren heutigen Zeiten, auch schon etwas wert.
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Mehr Platz für Qualität Erweiterungsbau der Klosterbrauerei kommt gut voran Es ist ein beeindruckendes „Technik-Ballet“: Rund ein halbes Dutzend elektrobetriebener Gabelstapler und mobiler Hebebühnen surren elegant über den grauen Betonboden. Fast lautlos bewegen sie meterhohe Trennwände und Lüftungsrohre durch die neue Halle der Klosterbrauerei Andechs. Mehrere Dutzend Arbeiter der beteiligten Baufirmen sind inzwischen mit dem Innenausbau der Halle beschäftigt. Auf einer Grundfläche von fast zehn großen Tennisplätzen werden in der rund 2.500 Quadratmeter großen Halle in den kommenden Wochen die neue Flaschen-Füllerei und die neue Palletieranlage eingebaut. Zudem entsteht neuer Lagerraum für über eine Millionen Flaschen Andechser Klosterbier.
450 qm der neuen Halle wurden außen mit Weißtanne verblendet. So fügt sie sich harmonisch in die bisherige Bebauung ein.
J Energieeffizienz in ihrer schönsten Form – ein Element des neuen LEDBeleuchtungssystems.
eden Tag ist er auf der Baustelle unterwegs: Alexander Reiss, Betriebsleiter der Klosterbrauerei. Mit Argusaugen wacht er über die Fortschritte beim Innenausbau der neuen Halle. Genau prüft er zum Beispiel die Qualität der frisch gegossenen Betonplatte in der Halle. Schließlich muss die Platte nicht nur die neue Flaschen-Füllerei und die Palletier-Anlage zuverlässig über Jahre tragen, sondern auch die rund 1.500 Paletten mit jeweils 40 Bierträgern im Lagerbereich der neuen Halle. „Natürlich ist es wichtig, die Qualität jedes einzelnen Bauabschnitts ständig zu prüfen“, sagt Alexander Reiss. „Aber die gewünschte Qualität erreichen wir nur, wenn wir ständig mit den Mitarbeitern der beteiligten Baufirmen im Gespräch sind. So erkennen wir frühzeitig offene Fragen und können Antworten und Lösungen erarbeiten, noch ehe sich die Fragen zu einem Problem für den gesamten Baufortschritt ausweiten.“
Intelligente Lüftungsanlage Wer die neue Halle mit Alexander Reiss betritt, dem fallen sofort die vielen großvolumigen Rohrleitungen der neuen Lüftungsanlage an der Hallendecke auf. Ein Teil davon ist schon an Ort und Stelle installiert und gibt der Halle ein besonders futuristisches Aussehen. Viele weitere Rohrelemente warten – am Hallenboden sauber aufgereiht – darauf, in luftiger Höhe angebracht zu werden. Die Lüftungsanlage wird pro Stunde 25.000 Kubikmeter Luft umwälzen können, das entspricht 25 Millionen Liter Luft in einer Stunde. Im Verbund mit einer Vielzahl von Filtern ist so für eine optimale Luftzirkulation gesorgt. „Das ist uns besonders wichtig, denn mit dieser Lüftungsanlage leisten wir einen wichtiger Beitrag für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Alexander Reiss. Darüber hinaus aber sorgt das intelligente Lüftungskonzept für ein hohes Maß an Luftreinheit. Zum Beispiel wird die Abluft aus der Umgebung der Flaschenwaschmaschine über einen Wärmetauscher ins Freie geleitet, ohne dass sie noch mit anderen Abschnitten der Füllerei in Berührung kommen kann.
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3.000 Meter Edelstahlverrohrung Der Einbau des eigentlichen Maschinenparks im Bereich der Füllerei mit einer Kapazität von bis zu 24.000 Flaschen in der Stunde steht in den kommenden Wochen an. Lange wird es aber nicht mehr dauern, denn schon jetzt ist ein Teil der rund drei Kilometer langen Edelstahlverrohrung sichtbar. Jede Schweißnaht muss hier perfekt ausgeführt sein, denn die Verrohrung bildet mit die entscheidende Grundlage für eine moderne Füllereitechnik, die mit einer erneut weiterentwickelten Inspektionstechnik, besserer Bedienbarkeit und noch effizienteren Reinigungsmechanismen die Produktsicherheit der Andechser Klosterbiere wieder ein Stück verbessert. LED-Beleuchtung, die mitdenkt Neben den Lüftungsrohren fallen an der Decke sofort die runden Beleuchtungselemente ins Auge, die nur noch sehr entfernt an herkömmliche Industriebeleuchtungen erinnern. Bei der Beleuchtung der neuen Halle ist die Wahl auf ein hochmodernes LED-Beleuchtungsystem gefallen. „Dieses System denkt im wahrsten Sinne des Wortes mit“, erklärt Alexander Reiss. „Die Beleuchtung wird durch den Einsatz von Bewegungsmeldern nur in den Teilen der Lagerhalle eingeschaltet, wo Mitarbeiter
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tatsächlich aktiv sind.“ Im Außenbereich wird dieses besonders energiesparende System ebenfalls verwendet. Auch um die Lichtverschmutzung einzudämmen, wird die Beleuchtung im Außenbereich in der Nacht heruntergedimmt und schaltet nur dann auf eine höhere Lichtleistung, wenn die Bewegungsmelder aktiviert werden. Fußbodenheizung Unterhält man sich mit Alexander Reiss länger, wird deutlich, dass bei der Brauereierweiterung grundsätzlich jeder Bereich auf maximale Energieeffizienz hin überprüft worden ist. So erhält die Halle eine ganz spezielle Fußbodenheizung. Ihr Vorteil ist die sehr niedrige Vorlauftemperatur, die es möglich macht, dass auch die Abwärme von Kompressoren und Kühlungaggregaten für die Fußbodenheizung verwendet werden kann. Damit aber nicht genug. Ein Teil des Lagerhallenbodens ist nicht isoliert, sodass zur Winterzeit Erdwärme von unten in die Halle aufsteigen kann. So sind die Voraussetzungen günstig, dass die Andechser Klosterbiere in Zukunft noch umweltschonender hergestellt können, um einen wichtigen Beitrag für einen verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Umweltressourcen zu leisten. M A RT I N G L A A B
Mit Hilfe von Hebebühnen werden Belüftungsrohre, Trennwände und Edelstahlrohre im Neubau installiert.
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information Größte Einzel-Investition der Klosterbrauerei seit über 30 Jahren Mit Kosten von insgesamt 12 Millionen ist die Erweiterung der Klosterbrauerei die größte Einzel-Investition der Andechser Benediktiner in die klostereigene Brauerei seit dem vollständigen Neubau der Klosterbrauerei 1974/ 83. Damit sichert die klösterliche Gemeinschaft die ökonomische Grundlage des Klosters, setzt weiter auf eine eigene konzernunabhängige Brauerei, sichert langfristig Arbeitsplätze und kann die Obdachlosen- und Bildungsarbeit in Sankt Bonifaz weiter tragen. Die Klosterbrauerei Andechs ist heute in Deutschland die größte von nur noch wenigen authentischen Klosterbrauereien, die von einer Ordensgemeinschaft völlig konzernunabhängig geführt wird. Gebraut und abgefüllt wird nur in Andechs. Ihr Ausstoß liegt bei über 100.000 Hektoliter pro Jahr. Seit 2003 hat die klösterliche Gemeinschaft rund 30 Millionen Euro in die eigene Brauerei investiert.
Drei Kilometer Edelstahlrohre werden in der neuen Füllerei eingebaut.
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GASTLICHKEIT
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Klostergasthof Andechs feierlich wiedereröffnet Abt Johannes segnet den frisch renovierten Gasthof am Fuß des Heilligen Berges
Manfred Heissig, Ralf Sanktjohanser, Ilka Heissig, Abt Johannes Eckert, die Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler und Christian Rieger (v.l.n.r.).
Nach weniger als 100 Tagen Renovierungs- und Sanierungszeit ist der Klostergasthof am 14. Mai offiziell wiedereröffnet worden. Ralf Sanktjohanser und Manfred Heissig, die Wirte des Klostergasthofs, hatten sich eine ganz besondere Feier zur Wiedereröffnung ausgedacht. Und so blieb es nicht bei der Segnung durch Abt Johannes Eckert und den Grußworten.
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u Beginn segnete Abt Johannes den Gasthof, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Gäste und hob sehr kurzweilig die Bedeutung benediktinischer Gastfreundschaft für das Kloster und seine Betriebe hervor. Manfred Heissig und Ralf Sanktjohanser ließen ihrerseits in wenigen erfrischend offenen Worten die bewegten Wochen und Monate seit den ersten Kontakten Mitte 2018 Revue passieren. Am Anfang habe für beide die Frage gestanden: „Trauen wir uns das?“ Letztlich haben
Manfred Heissig und Ralf Sanktjohanser den Sprung gewagt. Erleichterung, Freude und Stolz darüber, dass das Wagnis gelang, sieht man ihnen beiden an diesem Abend deutlich an. Christian Rieger, kaufmännischer Leiter der Wirtschaftsbetriebe, gab schließlich den über 100 Gästen einen eindrucksvollen Überblick über die vielen und komplexen Gewerke wie Küchen-, Kühl-, Heizungs- und Lüftungstechnik, die innerhalb einer Rekordzeit von weniger als 100 Tagen realisiert werden konnten.
GASTLICHKEIT
Spürbarer Segen.
In 100 Tagen Außerordentliches geleistet Das Besondere an dieser Feier zur Wiedereröffnung aber waren die Gäste. Sogar die scheidende bayerische Bierkönigin Johanna Seiler war an diesem Abend zu einem ihrer letzten Auftritte vor dem Ende ihrer Amtszeit auf den Heiligen Berg gekommen. Wer an diesem Abend den Klostergasthof betrat, für den bekam die jüngere Vergangenheit und die Zukunft des Klostergasthofs auf ganz sympathische Weise ein Gesicht. Erleichterung, Freude und Stolz darüber, dass das Wagnis gelang … Unter den Klängen der Blaskapelle Erling-Andechs mischten sich die Vertreter der Firmen, die in den Wochen seit Jahresbeginn bei der Sanierung Außerordentliches geleistet hatten, mit vielen Frauen und Männern, die in den Vereinen und Gruppen in den Andechser Ortsteilen Erling, Frieding und Machtlfing das gesellschaftliche und kulturelle Leben prägen. So konnte mancher vom leitenden Bauplaner Karl-Heinz Kieltsch aus erster Hand erfahren, was es heißt, unter Zeitdruck 400 Meter Rohrleitungen, sechs Kilometer Stromkabel, 1,8 Kilometer Datenkabel
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Gastgeber unter Gästen.
und fast zwei Kilometer Brandmeldekabel schnell und sauber verlegen zu lassen, Firmen zu koordinieren und zu motivieren, im Zeitplan zu bleiben. Flying Buffet macht Appetit auf mehr Über den ganzen Gasthof verteilt ließen sich auch Landrat Karl Roth, die Andechser Bürgermeisterin Anna Neppel, der gesamte Vorstand des Freundeskreises Kloster Andechs, bekannte und befreundete Gastronomen aus der näheren und weiteren Umgebung und Geschäftspartner der Klosterbrauerei das „flying buffet“ schmecken. Was die Gäste an der Wiedereröffnung des Klostergasthofs aus der Küche kosten konnten, macht Appetit auf mehr. Auf die Vorspeisen wie Räucherlachstramezzini mit SahnemeerrettichDill oder Obatzter mit Laugenkonfekt folgten Spargelsalat mit Forellenkaviar, Bratensülze oder Chili-Käse Pflanzerl mit Gurken-Dill-Salat. Besonders begehrt war die Kartoffelsuppe mit geröstetem Graubrot. Das Zanderfilet auf Korianderlinsen, Kalbstafelspitz und Rahmwirsing oder Entenbrust mit Erbsenpüree gehörten mit zu den kulinarischen Höhepunkten bis hin zum Nachtisch, wo Bayerisch Creme mit Erdbeerspiegel oder ein Passionsfruchtmousse mit flambiertem Baiser den BuffetReigen beschloss.
Im Klostergasthof dreht sich fast alles ums Andechser Klosterbier.
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Heimspiel: Die Blaskapelle Erling-Andechs.
Traditionsreiches Geschenk zur Wiedereröffnung: Brot und Salz.
Andechser Stillleben.
Nicht müde wurden Manfred Heissig und Ralf Sanktjohanser, viele interessierte Gäste auch auf kleine Details in der Küche, an der Schänke und im Service aufmerksam zu machen, die es für den Gast angenehmer machen. „Viele Gäste finden, dass der Gastraum durch den Mauerdurchbruch an der Schänke eine viel stimmigere Atmosphäre und Akustik gewonnen hat“, so Ralf Sanktjohanser.
Lebendiger Ort Andechser Gastfreundschaft Mit vereinten Kräften ist nun der Klostergasthof wieder zu einem lebendigen Ort Andechser Gastfreundschaft geworden. Baulich wurde dazu unter anderem die Küche komplett erneuert. Darüber hinaus ist jetzt der Platz der alten Schänke schräg gegenüber dem Eingang wieder geöffnet. Dort wurde schon bis in die 1950er Jahre hinein das Klosterbier ausgeschenkt. Hier hat nun Schankkellner Johann Bruckner seinen festen Platz. An der neuen Schänke im Herzen des Klostergasthofes zeigt sich besonders gut, dass der Gasthof die acht Biersorten der Klosterbrauerei in den Mittelpunkt stellt und das ausgesuchte gastronomische Angebot eng mit den Biersorten in Beziehung bringt. Großer Respekt für lange Geschichte Der langen Geschichte des Klostergasthofes – 1438 wurde er erstmals urkundlich erwähnt – sind die neuen Pächter mit großem Respekt begegnet. Die mehrere hundert Jahre alten Räume für bis zu 190 Personen wurden mit viel Fingerspitzengefühl renoviert. Innerhalb kürzester Zeit konnte zusammen mit engagierten Planern, Baufirmen und Behörden die Küchen-, Kühl-,
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Ralf Sanktjohanser, Abt Johannes, Johanna Seiler und Manfred Heissig im Gespräch.
Wir haben es gewagt – Manfred Heissig blickt auf die bewegten Monate zurück.
Heizungs- und Lüftungstechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. Dafür hat das Kloster rund eine Million Euro investiert. So können die Besucher des Klostergasthofes Andechser Gastfreundschaft erleben und auf bayerisch-moderne Art erfahren, wie tief die Wurzeln dieser Tradition reichen. Ehrliche regionale Küche: kreativ interpretiert und saisonal abgestimmt Stolz auf die neue Küche und seine „Küchenhelden“ ist Manfred Heissig: „In kurzer Zeit konnten wir hier eine engagierte Mannschaft zusammenbringen, die diesen Namen wirklich verdient. Handwerkliche Arbeit und Liebe zum Produkt machen unsere Arbeit aus.“ Wie er Regionalität mit Leidenschaft und einem Gespür für gutes Essen verbindet, macht Manfred Heissig konkret am Krustenbraten fest: „Der wird schon am Vortag mariniert und
dann auf Knochen und Gemüse kross gebraten. Kümmel, Honig, Knoblauch, Petersilie und dunkles Bier verleihen ihm einen unverwechselbaren Geschmack.“ Klosterbrauerei und ihre Brautradition lebt im Klostergasthof Ralf Sanktjohanser ist es auch an diesem Abend ein großes Anliegen, die Verwurzelung des Klostergasthofs in der Region zu unterstreichen. „Man sieht es ja überdeutlich: Der Klostergasthof lebt von den Menschen, Gruppen und Vereinen, die hier leben, arbeiten und feiern. Und er lebt auch von den Ausflüglern und Touristen, die auf den Heiligen Berg kommen.“ Dass das Konzept, im Klostergasthof die Klosterbrauerei und ihre lange Brautradition erlebbar zu machen, angenommen wird, hat Ralf Sanktjohanser schon in den ersten Wochen am eigenen Leib erleben können: „Wir erhalten so viele Reservierungsanfragen und Anfragen nach Bierverkostungen,
dass wir schon an einigen Wochenenden im restlichen Jahr 2019 komplett ausgebucht sind. Also mein Tipp: Rechtzeitig anrufen!“ Spricht‘s, zwinkert Manfred Heissig zu und verschwindet in der nächsten Gästetraube – nicht ohne noch einem Gast zu seinem „Schnitt“ Andechser Spezial Hell zu verhelfen. information Klostergasthof Andechs Bergstraße 9, 82346 Andechs Telefon: 08152 98257-30 info@andechser-klostergasthof.de www.andechser-klostergasthof.de Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: Freitag: Samstag: Sonntag:
11:00 - 21:00 Uhr 11:00 - 22:00 Uhr 10:00 - 22:00 Uhr 10:00 - 21:00 Uhr
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Nachhaltigkeitspreis für den Heiligen Berg Bayerns 1. Platz in der Kategorie „Destination und Erlebniswelt“
Im März hat die Fachzeitschrift „busplaner“ das Kloster Andechs mit dem „Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis 2019“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Destination und Erlebniswelten“ belegte das Reiseziel „Kloster Andechs“ – noch vor der Insel Mainau und dem Verband „Rheinland-Pfalz Tourismus“ – den ersten Platz.
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n ihrer Begründung hob die fünfköpfige Jury aus Fachjournalisten und Tourismusexperten besonders das Konzept des „sanften Tourismus“ hervor, durch das sich das Kloster mit seinen großen Anstrengungen im Bereich Ressourcenschonung und Umweltschutz von anderen touristischen Zielen abhebe. Konzept „sanfter Tourismus“ In seiner Laudatio betonte Rainer Langhammer, Geschäftsführer des HussVerlages: „Die Klosterbrauerei Andechs und das Bräustüberl als touristisches Ziel in der wunderschönen Region Starnberg Ammersee haben seit nun fast zwanzig Jahren durchgehend die Öko-Auditierung nach EMAS erhalten, einem der weltweit anspruchsvollsten Systeme für nachhaltiges Umwelt-Management. So konnte z. B. der Wasserverbrauch im Bräustüberl in den letzten sechs Jahren um fast 35 % reduziert werden. Das ist nur eine von vielen konkreten Maßnahmen, mit denen die klösterlichen Wirtschaftsbetriebe zeigen, wie ernst es ihnen mit Umweltschutz und Bewahrung der Schöpfung am ältesten Wallfahrtsort Bayerns ist.“
Rainer Langhammer, Geschäftsführer des Huss-Verlages (r.), überreicht den 1. Preis an Martin Glaab, Öffentlichkeitsarbeit Kloster Andechs.
Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis Den Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis hat die Fachzeitschrift busplaner 2019 zum vierten Mal verliehen. Im Rahmen einer feierlichen Prämierungsfeier am 18. März im Marshall-Haus auf dem Berliner Messegelände am Vorabend der Fachmesse BUS2BUS erhielten die Gewinner in 15 Kategorien die Siegertrophäen. Anlässlich des Wettbewerbs wurden zahlreiche Themenbeiträge zu innovativen Produkten und Dienstleistungen eingereicht, die hohes Potenzial haben, die Busbranche in den kommenden Jahren nachhaltig zu
verändern – gerade was Umweltfreundlichkeit und Ressourcenschonung angeht. Der „busplaner“ erscheint im HUSSVerlag und versorgt verbandsunabhängig private Omnibusunternehmer und Reiseveranstalter mit Informationen zu den Themen Unternehmensstrategie, Mobilität, ÖPNV und Technik. Der HUSS-Verlag versorgt mit Fachzeitschriften wie unter anderem dem „busplaner“ und Sonderpublikationen die Fach- und Führungskräfte des Wirtschaftszweigs Logistik sowie der Branchen Touristik, Transport und Personenbeförderung mit Produkten, Praxis- und Hintergrundwissen.
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Entdeck‘ den Mönch in Dir
Tage für junge Männer vom 27. Juli bis 3. August Du willst einfach einmal raus aus dem Alltag, aus Schule, Studium oder Arbeit? Dir Zeit für Dich nehmen? Den eigenen Weg überdenken? Zeit mit anderen jungen Männern verbringen? Das alles geht im Rhythmus benediktinischer Mönche ganz erstaunlich gut.
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ie Benediktiner der Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs laden junge Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren ein, mit ihnen im Kloster Andechs für eine Woche im Wechsel von Gebet, Arbeit und täglichen Impulsen aus der Hl. Schrift und benediktinischer Spiritualität zu leben. Gelegenheit zu Rückzug und persönlichen Gesprächen mit den Mönchen haben ebenso ihren Platz wie Austausch und gemeinsam verbrachte Freizeit. Pater Lukas Essendorfer begleitet zusammen mit einigen Mitbrüdern die jungen Männer. Zum Programm sagt er: „Wir beten und arbeiten gemeinsam und gestalten miteinander unsere freie Zeit.
Wir beginnen den Tag mit dem klösterlichen Morgenlob. Nach dem Frühstück und einer kurzen Morgenmeditation gehen die Teilnehmer bis Mittag in die Arbeitseinsätze im Kloster oder in seinen Betrieben. Nach Mittagslob und Mittagessen mit den Mönchen unternehmen wir den ein oder anderen Ausflug. Nach dem Abendlob, der gemeinsamen Eucharistiefeier und dem Abendessen bietet der Tag noch Impulse zur benediktinischen Spiritualität, zum Lesen der Heiligen Schrift, Liturgie und christlicher Praxis. Je nach Wetter und Stimmung klingt der Abend hin und wieder bei einem kühlen Getränk gemütlich aus.“
P. Lukas Essendorfer.
information Anmeldung Pater Lukas Essendorfer Bergstraße 2 82346 Andechs Telefon: 08152 376-0 E-Mail: tageimkloster@andechs.de
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■■ Lombardei. Landschaft und Kunst zwischen Alpen und Poebene Mittwoch, 17. Juli, 11. September, 9. Oktober, 27. November 2019, 20 Uhr
R eferent. Richard K. Blasy, Fotopublizist für Architektur und Kunstgeschichte ■■ Qi-Gong „Ruhe in der Bewegung – Bewegungen in der Ruhe“
Es sind Übungen zur Entfaltung der Selbstheilungskräfte, zur Gesunderhaltung und Kräftigung, zur Pflege der jedem Menschen innewohnenden Lebensenergie. Es sind leichte Übungen, die von jedermann ausgeführt werden können. Bitte bequeme Kleidung mitbringen. Der Kurs findet einmal wöchentlich statt. Montag, 16. September, bis
Montag, 16. Dezember, 20 bis 21 Uhr
Colloquium Benedictinum Auszug aus dem aktuellen Programm von Juli bis Dezember 2019
■■ COLLOQUIUM BENEDICTINUM
Dienstag, 12. November, 20 Uhr
Frieden finden im Angesicht von
Thema: Frieden
Frieden ist ein großes Wort. 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg ist uns nach wie vor bewusst, wie zerbrechlich er ist. In Psalm 34 heißt es „Suche Frieden und jage ihm nach“. Der Vers verdeutlicht, dass Frieden immer Anstrengung und Bewegung bedeutet. Unter diesem Gesichtspunkt wollen wir uns aus verschiedenen Blickwinkeln der Thematik annähern.
Krankheit, Sterben und Tod P. Valentin Ziegler OSB Dienstag, 19. November, 20 Uhr „Pacem in terris“ – ein ausgeträumter Traum? P. Lukas Essendorfer OSB Dienstag, 26. November, 20 Uhr FRIEDEN ALS AUF(GABE) – am Beispiel der Versöhnungsarbeit zwischen Tschechien und Deutschland Sr. Francesca Šimuniová OSB
Leitung: Oskar Brandner, Telefon 089 3243120 Gebühr: 104 € für den Kurs ab September ■■ Meditationstag „Das Herz ist von Natur aus ruhig“ Samstag, 14. September und 16. November 2019, 9 bis 17 Uhr
Leitung: Oskar Brandner, Telefon 089 3243120 Gebühr: 25 €
information Alle Veranstaltungen, wenn nicht anders angegeben, finden im Zentrum Sankt Bonifaz, Karlstr. 34, statt. Der Eintritt ist frei, sofern keine Angaben gemacht werden. Anmeldung Benediktinerabtei Sankt Bonifaz Karlstr. 34, 80333 München Tel. 089 55171-112 Fax 089 55171-103 colloquium@sankt-bonifaz.de www.sankt-bonifaz.de
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Termine im Überblick Ver anstaltungen auf dem Hl. Berg 8. September 2019 Tag des offenen Denkmals Infos: www.andechs.de 3. Oktober 2019 Kinder- und Familientag Infos: www.andechs.de 23. Oktober, bis 26. Oktober 2019 Tage für Männer mit P. Anno Bönsch OSB Infos + Kontakt: ranz@andechs.de 27. November bis 1. Dezember 2019 Andechser Exerzitien – Tage für Männer in Führungsverantwortung Infos: www.andechs.de/veranstaltungen/exerzitien/
Carl Orff-Fest Andechs & Ammersee 27. Juli bis 11. August 2019 Infos: www.carl-orff-fest.de
12. Andechser Nachtflohmarkt im Florian-Stadl 19. Oktober 2019 Infos: www.andechs.de
Ver anstaltungen im Florian-Stadl 10. Oktober 2019 Lesung mit Rita Falk und Christian Tramitz: Guglhupf Geschwader, der neueste Eberhofer Roman. www.bee-veranstaltung.de 8. November 2019 Da Huawa, da Meier und I: Agrat – das brandneue Programm von HMI www.bee-veranstaltung.de 16. November 2019 Tag des Berges www.top-mountains-tours.de 22. November bis 24. November 2019 Spanschachtelmarkt Infos: www.gertrud-weiss.de 30. November 2019 Beginn 18:00 (Einlass 17 Uhr) Südtiroler Adventskonzert Weisenbläser & Alphornbläser & Klarinettenquartett der Musikkapelle Wengen, Paul und Hilda Schuen Frauenchor „Raiëta” Moderatorin/ Erzählerin: Michaela May Karten über München Ticket
Wenn Sie sich für das Andechser
Bergecho erkenntlich zeigen möchten,
freuen wir uns sehr über Ihre Unterstützung.
Kloster Andechs
IBAN: DE72 7025 0150 0438 9820 50 BIC: BYLADEM1KMS
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Katholische Profile der Weimarer Republik in Bayern: Gestalten und Probleme 9. Sommerakademie Sankt Bonifaz noch bis 23. Juli
Zur 9. Sommerakademie lädt der Verein der Freunde der Abtei St. Bonifaz heuer noch bis zum 23. Juli ein. Thema ist in diesem Jahr „Katholische Profile der Weimarer Republik in Bayern: Gestalten und Probleme“. Die Vorträge beginnen jeweils um 20 Uhr im Großen Saal des Zentrums St. Bonifaz. Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen.
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ktueller Anlass für die 9. Sommerakademie Sankt Bonifaz ist der 100. Jahrestag der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung. Sie wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Sturz der Monarchien am 31 Juli 1919 in Weimar, dem Ort der ersten Verfassungsgebenden Versammlung, für den neu errichteten demokratischen Staat beschlossen. Daher greift die 9. Sommerakademie Sankt Bonifaz 2019 diese Thematik unter dem Titel „Katholische Profile der Weimarer Republik in Bayern: Gestalten und Probleme“ auf. Ausgewiesene Expertinnen und Experten beleuchten am Beispiel herausragender Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen, wie diese das gesellschaftliche, kulturelle, religiöse und politische Leben im Bayern der Weimarer Republik beeinflusst und geprägt haben.
2. Juli, 20:00 Uhr: Michael von Faulhaber
16.Juli, 20:00 Uhr: Ellen Ammann
(1917-1952), Erzbischof von München und
(1870-1932), Frauenrechtlerin und
Freising
Referent: Thomas Schütte M. A., arbeitet an einer Dissertation zum Thema Michael Kardinal Faulhaber in der bayerischen Politik 1918-1933 und ist seit 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt Kritische Online-Edition der Tagebücher von Michael Kardinal von Faulhaber (19111952). 9. Juli, 20:00 Uhr: Therese Neumann (1898-1962), die ‚Resl‘ von Konnersreuth
Referent: Christian Feldmann, Dipl.Theol., Schriftsteller und Theologe, zunächst freier Journalist und Korrespondent u. a. der Süddeutschen Zeitung, der Deutschen Presse-Agentur und der Katholischen Nachrichten-Agentur. Autor von bisher 52, in siebzehn Sprachen übersetzten Bücher.
Sozialpolitikerin
Referentin: Dr. Elfriede Schießleder, Studium der Theologie und Caritaswissenschaften in München und Passau, 2010-2018 Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes Bayern, stellvertretende Vorsitzende im Landeskomitee Katholiken in Bayern. 23. Juli, 20:00 Uhr: Heinrich Held (1868-1938), 1924-1933 bayerischer Ministerpräsident
Referent: Prof. Dr. Hermann Rumschöttel, Historiker und Archivar, war von 1997 bis 2008 Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns. Seit 1992 lehrt er an der Universität der Bundeswehr in München Neuere Geschichte, Zeitgeschichte, Militärgeschichte und Bayerische Geschichte.
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Blasmusik im Bräustüberl Jeweils von 12.00 bis 14.30 Uhr auf der Bräustüberl-Terrasse.
Nur bei Biergartenwetter! 06.07.2019 Musikvagabunden 07.07.2019 Würmtaler Blasmusik 13.07.2019 Weinrieder Blasmusik 14.07.2019 Musikverein Rammingen 20.07.2019 Billenhauser-Musikanten 21.07.2019 Max Pfluger Blaskapelle 27.07.2019 Blaskapelle Pöcking 28.07.2019 Blaskapelle Erling-Andechs 03.08.2019 Blaskapelle noch offen 04.08.2019 Hochberger Blasmusik 10.08.2019 Musikverein Dießen 11.08.2019 Wielenbacher Musikanten 17.08.2019 Blaskapelle noch offen 18.08.2019 Blasmusikfreunde Utting 24.08.2019 Blaskapelle noch offen 25.08.2019 Musikkapelle Fischen 31.08.2019 Blaskapelle noch offen 01.09.2019 Musikverein Kleinaltingen 07.09.2019 Blaskapelle noch offen 08.09.2019 Blaskapelle Erling-Andechs 14.09.2019 Musikverein Hofstetten & Hagenheim 15.09.2019 Blaskapelle Frieding
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GENUSS & NATÜRLICHKEIT Eine bayerische Brotzeit beginnt mit einem Andechser dunkel aus der Hofpfisterei
www.hofpfisterei.de
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Improvisiert glauben?! Improvisationstheater „Mixxit“ bei den Andechser Miniaturen Am 23. März sind die Andechser Miniaturen in ihr drittes Jahr gestartet. Unter dem zentralen Thema Glauben steht in diesem Jahr die Suche danach im Mittelpunkt, welche Formen von Glauben es gibt, den religiösen, den in der Sprache zu findenden, den eigenen, den von anderen. Was fasziniert uns daran, was stößt uns ab? Die Vielfältigkeit der Kunstformen zeigt dabei, wie unterschiedlich die Veranstaltungen sein können, trotz gleichem Ausgangspunkt.
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it der Frühlingsminiatur wurde sich dem Thema direkt in einer unerwarteten Form genähert. Mit dem Improvisationstheater Mixxit wurde ein Abend kreiert, der auf die Beteiligung des Zuschauers angewiesen war. So wurde das Thema direkt in das Publikum selbst getragen. Woran kann man glauben? Wo hast du schon mal deinen Glauben verloren? Was ist eine Lüge? Worin setzt du deinen Glauben? Was ist dein Talisman? Mit diesen und weiteren Fragen wurde sich gemeinsam dem Thema genähert, und so wurden die Eckpunkte der Geschichte des Abends festgelegt. Publikum wählt aus improvisierten Hauptfiguren In einem zweiten Schritt durfte sich das Publikum dann aus acht improvisierten Hauptfiguren eine aussuchen, die als der Held der Geschichte diese durchleben und deren Gefahren bestehen muss. Neben dem Staubsaugervertreter, der an seinem eigenen Ehrgeiz scheitert, über die YodaMama, die ihrem Kind beibringen muss, wie man durch Selbstvertrauen zum YodaMeister wird, bis hin zur Biologin, die Angst hat zu altern und deshalb ihre ganzen Bestrebungen darauf ausrichtet, eine Verjüngungskur zu erfinden, war viel Auswahl geboten. Es war ein Kopf-an-KopfRennen, doch die Wahl fiel schließlich auf die Biologin, die den Namen Maria Judith bekam. Der Staubsaugervertreter, der sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreute, wurde kurzerhand miteingebaut.
Michael Dietrich und Sophie Philipps.
Neu zum Thema Glauben hingeführt Während sich das Publikum ab dieser Stelle mehr oder weniger entspannt zurücklehnen konnte, ging nun der schwierige Teil für das Team des Improvisationstheaters Mixxit los. Die beiden Schauspieler Michael Dietrich und Sophie Philipps wirbelten durch die Geschichte, begleitet von den verflixt passenden Melodien des Pianisten Florian Schwartz. Sie ließen die Geschichte zu einem Blockbuster werden, den man erstaunt bis fassungslos darüber verfolgte, wie sie das machen und es dabei auch noch schaffen, den Zuschauer immer wieder auf eine neue Art zum Thema Glauben hinzuführen.
So durfte das Publikum schließlich die Biologin Maria Judith auf ihrer Suche nach der Verjüngungskur begleiten. Nachdem das Christkind in die Bakterienkultur geniest hatte, war das System außer Kontrolle geraten und Maria Judith wurde immer jünger statt älter. Was sie anfänglich noch sehr begrüßte, gefiel ihr sehr bald nicht mehr so gut, denn niemand kannte sie mehr. Nachdem sie traurig und allein von anderen Jugendlichen am Andechser Weiher zurückgelassen wurde und weder aus noch ein wusste, landete die kleine Maria bei Petrus an der Himmelspforte, der gerade seinen Briefkasten mit der Engelspost leerte. Da er selbst so viel zu
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Sophie Philipps.
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Notizzettel – improvisiert glauben.
19. Juli: Zu Tanzen glauben
tun hatte, bat er Maria Judith einen Brief für ihn zu erledigen und dem Staubsaugervertreter aus seinem Schlamassel zu helfen. Erinnert an ihren alten Freund, suchte sie den Staubsaugervertreter, der von einem ägyptischen Gott auf einer Pyramide die 10 Staubsaugervertreter-Gebote überreicht bekommen hatte, auf und fand in ihm den Mann ihrer Träume. Er erlöste sie, die zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Säugling war, von ihrem Fluch und so durfte Maria Judith lernen, dass junges Aussehen nicht so wichtig ist, denn die Menschen, die wirklich wichtig sind, lieben uns, wie wir sind. Spielort jeder Szene vom Publikum ausgesucht Mit der ersten Miniatur 2019 konnte also eine Geschichte direkt am Andechser Berg erlebt werden, denn der Spielort jeder Szene durfte vom Publikum ausgesucht werden. Orientiert an einer Karte und ergänzt mit den passenden Bildern, die an die Wand projiziert und mitgespielt wurden, bewegte man sich gemeinsam mit Maria Judith vom Pferdestall über die Maibaumwiese und die Alte Bibliothek bis hin zu dem Briefkasten, wo tatsächlich die Engelspost eingeworfen werden kann. Machen Sie sich doch einmal auf die Suche danach am Heiligen Berg.
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Vorbei ist vorbei, so ist das bei den Miniaturen, aber es gibt immer wieder neue Veranstaltungen zu entdecken, und auf der Reise zum Thema Glauben war dies erst der Anfang. Im Juli (19.) kann das Thema Glauben in einer ganz anderen Form erlebt werden, nämlich als Tanztheater. Diesmal darf sich das Publikum mit den Künstlern am Heiligen Berg bewegen. Vier Tänzerinnen bringen dem Publikum durch ihre Kunst die Schöpfungsgeschichte nahe und zeigen so einen völlig neuen Blick auf den Heiligen Berg, den Berg als Tanzparcour. Wer das erleben will, kann sich darauf einstellen, dass der Heilige Berg tanzend begangen wird.
21. September: Ver-dichteter Glauben
Im Herbst (21.9.) darf man sich darauf freuen, dem Thema Glauben in Form von Reimen, Musik und Kabarett zu begegnen. Aber Vorsicht! Mit dem Zwang des Reims ist nicht zu spaßen, nicht dass Sie am Ende einen Knoten in der Zunge haben! So etwas kann Sie nicht erschrecken? Dann kommen Sie vorbei und lassen sich überraschen. 8. November: Glaubens-Text
Beschlossen wird das Miniaturen-Jahr schließlich mit einem Glaubenstext, genauer gesagt, mit den Briefen von Paulus. Aufgearbeitet als Theatermonolog wird dies sicherlich eine spannende und außergewöhnliche Erfahrung werden.
k arten zu allen ver anstaltungen www.freundeskreis-andechs.de oder an der Klosterpforte (08152/376-0)
information Wiederaufnahme „Andechser Verwandtschaft. Soiree für zwei Heilige“ 22. und 23. November Aufgrund der großen Nachfrage gibt es Sie verfolgen die Miniaturen schon eine in diesem Jahr eine Wiederholung am Weile? Dann erinnern Sie sich vielleicht 22. und 23. November. Karten wie üblich an die Winterminiatur 2018, die Uraufonline oder an der Klosterpforte. Aufführung des Textes von Marcus Everding grund der Raumgröße ist die Zuschau„Andechser Verwandtschaft. Soiree für eranzahl auf 50 Personen begrenzt. Das zwei Heilige“ oder Sie haben davon sollten Sie sich nicht entgehen lassen. gehört?
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Symposium Kunst und Bier 2019 Drei Gewinner des Symposiums kommen im August auf den Heiligen Berg
Jurysitzung mit Barbara Rösch, P. Valentin Ziegler, Ernst Grünwald, Martin Glaab, Bürgermeisterin Anna Neppel und Hubert Huber.
Die Teilnehmer am Symposium „Kunst und Bier 2019“ stehen fest. Im Februar hat sich die Jury im Kloster Andechs getroffen, um aus den rund zwanzig Bewerbungen drei Teilnehmerinnen oder Teilnehmer auszuwählen. Vom 20. bis 27. August 2019 werden Daniel Züsli aus Cham in der Schweiz, Uwe Schwarz aus Bremen und Henning Leuschner aus Köln ihre Entwürfe auf der Skulpturenwiese unterhalb des Bräustüberls realisieren. Täglich von 10 bis 17 Uhr können dann die Besucher des Heiligen Berges den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die Attraktivität des Symposiums ist auch nach über 15 Jahren ungebrochen. Davon zeugen Bewerbungen, die die Jury bis aus Mexiko erreichten.
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ie Mitglieder der Jury – Barbara Rösch, Tochter von Symposiumsgründer Georg Zentgraf, Pater Valentin Ziegler, Bildhauer Ernst Grünwald, Martin Glaab, Pressesprecher des Klosters, Bürgermeisterin Anna Neppel und Hubert Huber, Leiter des Symposiums (im Bild von links nach rechts) – hatten bei ihrer Sitzung im Februar unter rund 20 Bewerbungen von Künstlern zu wählen. Pater Valentin Ziegler ist schon seit Jahren für das Kloster Mitglied der Jury: „Ich bin immer wieder erstaunt, mit welch überraschenden und unkonventionellen Ideen sich Künstlerinnen und Künstler dem Thema „Bier“ nähern. Auch wenn einiges den Rahmen eines solchen Symposiums sprengt, merkt man den Entwürfen an, wie intensiv sich die Bewerber mit dem Kloster und seinen Aufgaben beschäftigen.“ Hubert Huber: „Andechs inspiriert
nach wie vor viele Künstler. Das zeigen die Entwürfe, die alle von hoher künstlerischer Qualität zeugen. Sie haben uns einen frischen Blick auf die Verbindung von „Kunst und Bier“ am Heiligen Berg geöffnet.“ Daniel Züsli und die „Bar-Bier-Hocker“ Daniel Züsli aus Cham im Schweizer Kanton Zug hat die Jury mit seinen Entwürfen für mehrere „Bar-Bier-Hocker“ überzeugt. Die Skulpturen werden aus massiven Eichenstämmen gearbeitet. Daniel Züsli sagt über seine Entwürfe: „Die „Bar-BierHocker“ sind im wahrsten Sinne ‚Holz-Köpfe‘, die alle möglichen ‚Ein-Drücke‘ sammeln. So wird ein Sitzmöbel mit seinen heiter-schelmischen Charakterköpfen zur Skulptur und umgekehrt.“ Daniel Züsli
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Uwe Schwarz und die „emissionsfreie Kühlkommode“ Uwe Schwarz, geboren in OsterholzScharmbeck nördlich von Bremen, arbeitet seit 2010 als freischaffender Bildhauer. Nahezu ausschließlich mit der Kettensäge wird er eine „emissionsfreie Kühlkommode“ schaffen. Über sein archaisch anmutendes Kunstwerk sagt er: „Mich beschäftigt die Idee einer praktikablen Kühlkommode, die keine elektrische Energie benötigt. Sie wird aus einem vollen Holzstamm gesägt. Die Schubfächer sind auf Vorderund Rückseite mit Schlitzen versehen. So kann die Luft durch die Fächer zirkulieren und die darin gelagerten Bierflaschen kühlen.“
Uwe Schwarz
Henning Leuschner
Henning Leuschner und 4.300 Mal „Kronkorken-Kunst“ Henning Leuschner, geboren in Kierspe im Sauerland, beteiligt sich seit 2013 mit seinen Kunstwerken aus Kronkorken an Gruppen- und Einzelausstellungen. Er plant eine Kloster Andechs-Installation von 2,10 Meter Breite und 1,50 Meter Höhe mit rund 4.300 Kronkorken. Henning Leuschner: „Wegen der bayerischen Gaststättenkultur werde ich vorwiegend Kronkorken bayrischer Biere verwenden. Anders als bei ähnlichen Kunstwerken werde ich das gesamte Bild in Epoxidharz eingießen. Dadurch kann man das Kunstobjekt sowohl drinnen als auch draußen aufstellen.“
symposium kunst und bier Den Wettbewerb für Künstlerinnen und Künstler gibt es seit 2002. Eingeladen werden Künstler, die sich am öffentlichen Wettbewerb beteiligen und von der Jury ausgewählt werden. Die Gewinner werden nach Andechs eingeladen und fertigen auf der Wiese unterhalb des Klosters
ihre Kunstwerke. Die entstandenen Kunstwerke sind Eigentum der Künstler. Diese stellen die Kunstwerke für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren für die Ausstellung im Kloster- und Gemeindegebiet zur Verfügung. Seit einigen Jahren veranstalten die
Künstler an einem Tag ein Ferienprogramm mit Kindern im Alter zwischen 7 und 11 Jahren. Die Besucherinnen und Besucher können dann bis zum 27. August den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen und die Entstehung der Kunstwerke verfolgen.
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Tollwood: Musik-Tipps für Andechser Zelt und Lounge
Andechser Gefühl fürs Ohr
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iktoria Raith, Gründerin und Chefin des Andechser Zelts, und ihr Team verbindet eines: eine Leidenschaft für das „Andechser Gefühl“ – und das seit bald einem Vierteljahrhundert. Immer noch steckt diese Leidenschaft an und überträgt sich auf Bands, Gruppen, Kabarettisten und Kleinkünstler, die einen Monat lang im Andechser Zelt auf dem Tollwood und in der Andechser Lounge auftreten. Da ist jeder Nachmittag und Abend voller Kreativität und Dynamik. In seiner „Tollwood-Version“ schaffe es diese
gelebte Leidenschaft für das „Andechser Gefühl“, dass Bands zu Hochform auflaufen, der Funke überspringt und eine unvergleichlich einmalige Atmosphäre entsteht – jedes Jahr neu. Ganz unterschiedliche Bühnen und Stimmungen Das Andechser Zelt auf dem Tollwood bietet Auftrittsmöglichkeiten auf unterschiedlich großen Bühnen. So spielen auf der Außenbühne die Bands bereits nachmittags ab 16.00 Uhr für das Publikum im Bier-
Noch bis 21. Juli rockt im Andechser Zelt das musikalische Leben in all seinen Facetten und in der Andechser Lounge kommen unter anderem die Freunde von Kostbarkeiten aus der Münchner Kabarett- und Kleinkunst-Szene auf ihre Kosten. garten. Die Konzerte im Andechser Zelt beginnen in der Regel gegen 19.30 Uhr. Im Anschluss finden jeden Tag, außer sonntags, ab 22.00 Uhr noch Konzerte oder Kabaretts in der Andechser Lounge statt. Sonntags gibt es dort am frühen Nachmittag ein spannendes Kinderprogramm. Kultbands und Institutionen – Nostalgie und Neu-Entdeckungen Für die Zeit bis zum 21. Juli haben wir hier eine kleine Auswahl von Bands und Gruppen, die im Andechser Zelt und in der Andechser Lounge live zu erleben sind.
Datum Andechser Zelt Andechser Lounge 4. Juli Frollein Smilla 16:30 bis 18:00 Uhr Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn 22:00 bis 23:45 Uhr 5. Juli Da Rocka & da Waitler 19:30 bis 22:00 Uhr Lost in a bar 22:00 bis 23:45 Uhr 6. Juli ez-pieces 19:30 bis 22:00 Uhr SOLOzuViert 22:00 bis 23:45 Uhr 7. Juli Isar Dixie Stompers 12:00 bis 14:00 Uhr Monique Sonnenschein (für Kinder) 14:15 bis 16:00 Uhr 8. Juli The Grizzlies 19:30 bis 22:00 Uhr Sauglocknläutn 22:00 bis 23:45 Uhr 9. Juli The BOTTLES 19:30 bis 22:00 Uhr Anna Lemann & Band 22:00 bis 23:45 Uhr 10. Juli Noisepollution 16:30 bis 18:00 Uhr Weiherer 22:00 bis 23:45 Uhr 11. Juli Unlimited Culture 19:30 bis 22:00 Uhr Mackefisch 22:00 bis 23:45 Uhr 12. Juli The Movement 17:15 bis 18:15 Uhr DJ-Workshop (für Jugendliche) 17:30 bis 19:00 Uhr 13. Juli Schlagerschlampen 19:00 bis 22:00 Uhr Gamskampler 22:00 bis 23:45 Uhr 14. Juli Blasorchester Türkenfeld 15:30 bis 17:00 Uhr Linde Scheringer (für Kinder) 14:15 bis 15:00 Uhr 15. Juli T.G. Copperfield 16:30 bis 18:00 Uhr Mori Dioubaté et amis 22:00 bis 23:45 Uhr 16. Juli Daisy Ultra 19:30 bis 22:00 Uhr Jasmin Bayer & Band 22:00 bis 23:45 Uhr 17. Juli Buck Rogers & The Sidetrackers 16:30 bis 18:00 Uhr Lovemen 22:00 bis 23:45 Uhr 18. Juli Tzigan Trio 16:30 bis 18:30 Uhr Swingtette de Bavière 22:00 bis 23:45 Uhr 19. Juli El Flecha Negra 19:30 bis 22:00 Uhr DJ-Workshop (für Jugendliche) 17:30 bis 19:00 Uhr 20. Juli Mr ZigZag & Band 16:00 bis 18:00 Uhr Yeni Toro y su Mambo 22:00 bis 23:45 Uhr 21. Juli The Hippie Hippie Shake Tribute Band 19:00 bis 21:00 Uhr Jacob der Zauberer (für Kinder) 14:15 bis 16:00 Uhr Alle Veranstaltungen im Andechser Zelt unter https://www.tollwood.de/veranstaltungsort/andechser-zelt/ in der Andechser Lounge unter https://www.tollwood.de/veranstaltungsort/andechser-lounge/
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Willkommen im
-Himmel “Datschi.eu” Die Datschi Cafe Kandlinger ist spezialisiert auf regionale bayrische Kuchenspezialitäten“Datschi`s”- eben Bekannt und beliebt vor allem durch den
Zwetschgendatschi. Wenn auch Sie in den Himmel möchten, dann können Sie uns besuchen im bayrischen Oberland in Hausham.(50 km südlich v. München) t chliess r und s h U 0 .0 9 net um 0 Uhr mel öff m 17.0 u n Der Him e tag rt fo P e in g-Ruhe se Diensta d n u Montag außer
In Hausham am Bahnübergang
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Neues Blockheizkraftwerk in Betrieb Mehr Energieeffizienz und weniger CO2-Emissionen
Wer sich aus Richtung Starnberg dem Kloster Andechs nähert, wird das imposante Gebäudeensemble schon aus größerer Entfernung erkennen. Und der durstige Wanderer kann sich schon einmal auf eine frisch gezapfte Andechser Halbe im Biergarten freuen. Die klösterliche Brautradition reicht bis ins Mittelalter zurück und der Braubetrieb wurde auch nach der Säkularisation 1803 weitergeführt. 1850 wurde Andechs Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und hat damit auch die Aufgabe, das wirtschaftliche Wohlergehen beider Klöster sicherzustellen. Den Mittelpunkt der Ökonomie bilden die Klosterbrauerei mit einem jährlichen Bierausstoß von über 100.000 Hektolitern und natürlich die Gastronomie. Nicht nur das Kloster, sondern auch die Gaststätten und die Brauerei benötigen sehr viel Energie in Form von Elektrizität und Wärme. Das neue Blockheizkraftwerk ist daher ein großer Schritt in Richtung Energieeffizienz.
rung des Energieverbrauchs arbeitet, insbesondere für die Klostergastronomie und die Brauerei. So war es nur folgerichtig, auch die Leistungsfähigkeit der gesamten Heizanlage zu überprüfen und diese technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Nach entsprechender Planungszeit wurde die Umstellung im Laufe des Jahres 2017 durchgeführt, so dass mittlerweile mit 2018 die Daten für ein volles Wirtschaftsjahr vorliegen.
Kleines Kraftpaket – das Blockheizkraftwerk hat 2018 42% der benötigten elektrischen Energie und 53% der Wärmeenergie geliefert.
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un fühlt sich das Kloster als Benediktinerabtei schon seit langem einer nachhaltigen Bewirtschaftung verpflichtet und hat sich daher schon im Jahr 2000 entschlossen, am EMAS-Programm der Europäischen Union teilzunehmen. EMAS, kurz für Eco-Management and Audit Scheme, ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Wer an den regelmäßigen Überprüfungen teilnimmt und entsprechende
Daten veröffentlicht, kann daher das Logo für „Geprüftes Umweltmanagement“ von EMAS verwenden. Der letzte konsolidierte Bericht von Klosterbrauerei und -gaststätten stammt aus dem Jahre 2017. Insgesamt befindet sich das Umweltmanagement des Klosters bereits im 20. Jahr und dokumentiert so die Bedeutung, die dem Thema zugemessen wird. Stetige Arbeit an der Reduzierung des Energieverbrauchs Diesem Bericht ist zu entnehmen, dass das Kloster seit Jahren stetig an der Reduzie-
Intensive Planungen und Analysen Vor der Modernisierung betrug der Wärmebedarf insgesamt rund 1,5 Mio. kWh pro Jahr. Erzeugt wurde die Wärme von zwei Heizkesseln mit einer Leistung von 700 kW, wobei der zweite redundant betrieben wird, um die erforderliche Sicherheit in der Versorgung zu gewährleisten. Als Kraftstoff war schon seit Jahren Erdgas im Einsatz, so dass hier keine Umstellung erforderlich war. Dennoch stellte sich die Frage für das Team um den Leiter Betriebstechnik der Klosterbrauerei, Andreas Weikenstorfer, mit welchen Maßnahmen hier eine deutliche Einsparung zu realisieren wäre. Der Einsatz eines Blockheizkraftwerk (BHKW) lag nahe. Nach intensiver Prüfung der in Frage kommenden Handwerkspartner fiel die Wahl auf die Firma Lackner Energie-
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technik, die jahrelange Erfahrungen im Umgang mit Blockheizkraftwerken vorweisen konnte und als Partner des Herstellers KW Energie bereits eine Vielzahl von smartblock-BHKW installiert hat. Darüber hinaus verfügt Lackner Energietechnik auch über entsprechende, fundierte Erfahrungen im Service der smartblocks. Pufferspeicher ermöglicht durchgehende Laufzeit des BHKW Angesichts des hohen Wärmebedarfs war es naheliegend, aus der zur Verfügung stehenden Palette den smartblock 50 zu wählen, der mit einer elektrischen Leistung von 50 kW und einer thermischen Leistung von 100 kW die erforderliche Leistung bereitstellen konnte. Doch der Einsatz eines BHKW erforderte noch weitere Maßnahmen. Die Heizanlage hatte bisher ohne jeden Pufferspeicher gearbeitet und die notwendige Wärme wurde je nach Bedarf vom Heizkessel erzeugt. Für den sinnvollen Einsatz des BHWK wurde es also notwendig, einen Pufferspeicher zu installieren, um eine möglichst hohe Laufzeit des smartblock zu ermöglichen. Daher wurde ein Pufferspeicher mit einer Kapazität von 8.800 Litern installiert. Ergänzt wurden die Maßnahmen durch den Austausch der bestehenden Umwälzpumpe durch eine hochmoderne, energiesparende Pumpe. Professionelle und schnelle Installation Die Installation des smartblock durch die Firma Lackner sowie dessen Einbindung in die gesamte Anlage erfolgte laut Weikenstorfer „außerordentlich professionell und in kürzester Zeit“. Im Umfeld der beiden Heizthermen sowie des großen Pufferspeichers wirkt der smartblock 50 optisch geradezu kompakt und unauffällig. Das Ergebnis der genannten Maßnahmen kann
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Der Pufferspeicher mit seiner Kapazität von 8.800 Litern hat dem BHKW eine hohe Laufzeit ermöglicht.
als voller Erfolg bezeichnet werden, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass „für das Kloster nicht ausschließlich wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund standen, sondern ebenfalls die ökologische Verantwortung, der sich das Kloster als Wirtschaftsunternehmen stellt“, wie Sprecher Martin Glaab betont. Dennoch können die Zahlen von Betriebsleiter Weikenstorfer beeindrucken. Erfreuliche Zahlen So wurden im ersten vollen Betriebsjahr 2018 insgesamt 1,1 Mio. kWh Wärme und 724.000 kWh Strom verbraucht. Nach der Modernisierung ist der Wärmeverbrauch folglich um rund 27 Prozent zurückgegangen. Das BHKW lief in diesem Zeitraum rund 6.400 Stunden und hat hierbei ca. 306.000 kWh Strom und 567.000 kWh Wärme erzeugt. Der smartblock 50 hat damit 42% der benötigten elektrischen
Energie und 53% der Wärmeenergie geliefert. Vom erzeugten Strom wurden 93% selbst genutzt, lediglich 7% wurden ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Einsparung von rund 150 Tonnen CO2 im Jahr 2018 Auch wenn das Kloster keine konkreten Zahlen zur finanziellen Einsparung nennen wollte, lässt sich erkennen, dass eine Reduzierung von 27% (400.000 kWh) bei der genutzten Wärme sowie ein Anteil von 42% (306.000 kWh) des selbst erzeugten Stroms am Gesamtverbrauch zu ganz erheblichen Kosteneinsparungen geführt haben. Dem entsprechend dürften sich die Investitionen für die Modernisierung in wenigen Jahren amortisiert haben. Und – ganz im Sinne des Umweltmanagements: Das Kloster Andechs hat durch die Modernisierungsmaßnahmen im Jahr 2018 rund 150 t CO2 G U I D O H LO CH eingespart.
blockheizkr aft werk Blockheizkraftwerke sind kompakte Motor- und Generatoreinheiten, die mechanische und thermische Energie produzieren. Die mechanische Energie wird in einem Generator zu elektrischer Energie umgewandelt. Als Antrieb werden Verbrennungsmotoren verwendet.
Durch die weitgehende Nutzung der Motorabwärme werden sehr hohe Gesamtwirkungsgrade erreicht. Durch die meist dezentrale Energieproduktion werden Übertragungsverluste minimiert. Quelle: www.lackner-bhkw.at
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Gelungene Premiere Andechser Musikwoche 2019 ein großer Erfolg Mit der Andechser Musikwoche hat vom 30. April bis 4. Mai 2019 ein Musik-Event Premiere gefeiert, das bis jetzt einmalig in der Musikgeschichte des Heiligen Berges ist. Fünf Thementage, 16 Bands mit über 80 Musikern auf zwei Bühnen, im Alten Pferdestall und im historischen FlorianStadl, haben ein begeistertes Publikum von knapp 2.500 Besuchern angezogen. Veranstalter Bernhard Schloemer schaut kurz zurück. LaBrassBanda
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ochklassige musikalische Qualität von unseren Geheimtipps aus der Region, Philip Bradatsch, Chris Mayer & The Rockets, The Munich String Band, Young Fast Running Man, Velvet Smoke, Charly Braun & The Blues Busters, DeHörmann, Stephan Schludi Trio, Joe Traxler, IMWIDO und Die Würmsee Böhmischen sowie von den bereits etablierten Künstlern Claudia Koreck, Henrik Freischlader, Folsom Prison Band, Dreiviertelblut und LaBrassBanda haben sich vereint zu einem außergewöhnlichen Musikfestival, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. In Erinnerung bleiben wird die Andechser Musikwoche sicher auch den Dreiviertelblut
Kindern und Betreuern des S.O.S.-Kinderdorfes Ammersee-Dießen, deren Spendenaufruf zur Unterstützung der dringend notwendigen Renovierungsarbeiten an den Familienhäusern tatkräftig von der Andechser Musikwoche unterstützt wurde und die zudem Besuch von Claudia Koreck bekamen – inklusive einem Ständchen. Wir haben uns sehr gefreut, Teil dieses überwältigenden Vorhabens gewesen zu sein, und bedanken uns ganz herzlich bei all den tollen Musikern, unseren unglaublichen Partnern, insbesondere dem Kloster Andechs, und den vielen Helfern, ohne deren physische, professionelle und moralische Unterstützung die Andechser Musikwoche nicht zu diesem Ereignis geworden wäre.
DeHörmann Bernhard Schloemer und Josef Pölt (VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG)
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Henrik Freischlader Band
Die Würmsee Böhmischen
Claudia Koreck
The Munich String Band
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Perfektes Trail-Laufwetter Knapp 400 Teilnehmer beim Andechs Trail genießen die Natur
Nun schon zum achten Mal veranstaltete der TSV Erling-Andechs mit großer Unterstützung der Klosterbrauerei Andechs am Samstag, 6. April, den Andechs Trail. In diesem Jahr war bei 10°C und leichter Sonne perfektes Trail-Laufwetter. Die Strecken waren in perfektem Zustand: vom Parkplatz des Klosters auf Wanderwegen und schmalen Pfaden auf zwei verschiedenen Runden zurück zum Klosterberg. Zu absolvieren war entweder der „Beginner Trail“ mit 8,4 Kilometern oder der „Expert Trail“ mit 15,8 Kilometern. Besonders die anspruchsvolle Streckenführung mit dem langen, steilen letzten Anstieg bei toller Atmosphäre hinauf auf den Klosterberg ließen das Rennen zu einem echten Erlebnis werden.
Pater Lukas Essendorfer beglückwünscht Katja KannengießerWagner (2.v.l.), Susanne Meier (1.v.r.) und Carina Gaal (2.v.r.), die in der „Altersklasse 2 weiblich“ den 1. bis 3. Platz belegten.
Andrang auf die Startplätze führte zu einem Abbruch des Anmeldeservers Schon drei Stunden nach der Freischaltung des Meldeportals im Februar musste das Organisationsteam die ersten Anmeldungen abweisen. Der Anmeldeserver quittierte sogar kurzzeitig seinen Dienst aufgrund des sehr hohen Andrangs. Neben der großen Begeisterung rund um den Andechs Trail mit seiner außergewöhnlichen Location zeigt dies laut den Organisatoren den sich verstärkenden Trend zum Laufen in der Natur.
Simon Ginder holt sich wieder den Sieg auf der kurzen Strecke Beim „Beginner Trail“ setzte sich in diesem Jahr wieder Simon Ginder (LC Buchendorf) durch, der die Streck von 8,4 Kilometern in guten 30 Minuten bewältigte. Zweiter wurde dann schon mit fast vier Minuten Abstand Daniel Schmidt. Dritter wurde Tobias Tichy (TSV Feldafing). Bei den Damen setzte sich Jelena Tancic vor Sophie Rüchardt (LC Buchendorf) und Kerstin Sollinger (LG Würm Athletik) durch.
Sebastian Hallmann viermaliger Seriensieger beim Expert Trail Beim „Expert-Trail“ über 15,4 Kilometer konnte die Stunde wieder nicht ganz geknackt werden, aber dennoch holte sich der mehrmalige deutsche Meister Sebastian Hallmann wie auch 2015, 2017 und 2018 mit 01:01:42 den Sieg auf der anspruchsvollen Strecke. Er ist auf seiner jetzt schon Hausstrecke kaum zu schlagen. Zweiter wurde Sebastian Kraus (Scott Running Team) vor dem Drittplazierten Paul Günther (Tri Team TUS Fürstenfeldbruck). Bei den Damen konnte mit einer beeindruckenden Leistung Julia Jaenicke (Ausdauernetzwerk) den Sieg holen – knapp vor Carola Dörries (Scott Running Team) und Daniela Arthofer (LG Kreis Dachau).
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Lohnende Verpflegung und lockere Stimmung im Ziel In den Gesichtern der Teilnehmer nach dem Zieleinlauf vor dem berühmten Bräustüberl war sichtlich die Freude über die Veranstaltung mit dem heutzutage nicht mehr häufig anzutreffenden familiären Ambiente zu sehen. Ein vielfaches „Schön war‘s“ war zu hören oder „Schönster Lauf, den ich kenne“. Durch die reichhaltige Verpflegung mit Kuchen, Obst, Andechser Bier und isotonischen Getränken konnten die Sportler ihre Energiespeicher schnell wieder auffüllen, bevor es zur Siegerehrung ins Bräustüberl ging. Bei der Siegerehrung im Beisein von Pater Lukas Essendorfer konnten alle Aktiven auf einen schönen Tag in der Natur zurückschauen und sich über ihre Leistungen freuen.
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Alle, die es möglich machen Auch dieses Jahr blieben die bekannten Sponsoren dem Andechs Trail treu und machten dieses Ereignis erst möglich. Das Organisationsteam Andi Hirschberger, Stefan Paternoster und Peter Cabell möchten sich ganz herzlich bei der Klosterbrauerei Andechs, Scott, TQ Systems, VR Bank, Xenofit und Feinkost Kahn bedanken.
“Heimat” “Heimat”
PE T ER C A B EL L
ie S r ü Wir f rt. vor O
Wir kennen unsere Region und ihre Stärken. Daher übernehmen wir Verantwortung und engagieren uns regional. Damit sichern wir aktiv die Entwicklung und Zukunft unserer Region und das schon seit über 120 Jahren.
VR Bank
Starnberg-Herrsching-Landsberg eG
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um Beginn der Wohnmobil-Saison segnete Pater Lukas Essendorfer am Samstag, den 27. April 2019, um 11 Uhr auf dem Stellplatz am Fuß des Heiligen Berges Wohnwagen und Wohnmobile, nicht nur aus dem Landkreis. Für Dominic Cloudt, den Betreiber des Wohnmobilstellplatzes des Klosters, ist die Segnung wieder ein besonderes Ereignis: „Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr unseren Gästen die Möglichkeit bieten können, in ein gesegnetes Reisejahr 2019 zu starten. Die
Segnung der Wohnmobile Reisemobilsegnung ist immer erlebnisreich, aber sie bietet auch besinnliche Momente für alle Beteiligten.“ Der Wohnmobilstellplatz des Klosters bietet seit 2015 40 hochwertige Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen am Kloster. Alle Informationen zum Wohnmobilstellplatz finden Sie auf der Homepage des Stellplatzes unter: www.wohnmobilstellplatz-andechs.de
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Schönheit vor der Haustür entdecken Joachim Burghardt frönt einer besonderen Leidenschaft: Wandern Der 36 jährige Joachim Burghardt aus Dachau ist vom Bergsteiger zum leidenschaftlichen Wanderer geworden. Er tritt aus seiner Haustür, wandert los und sieht so seine Heimat mit neuen Augen. Seit er immer häufiger zu Fuß unterwegs ist – auch nach Andechs, schreibt er: Bücher über die Schönheit der Natur, die sich dem erschließt, der sich Zeit nimmt. Ein Gespräch darüber, was das Wandern so kreativ, spannend und erlebnisreich macht.
Was hat den Anstoß zu Ihrem neuen Wanderführer: „Rund um München. Vom Dachauer Land bis ins Alpenvorland“ gegeben?
Joachim Burghardt: „Dass sich für mich die Chance auftat, diesen Wanderführer zu schreiben, kam überraschend – aber ich musste nicht lange überlegen. Es war zwar klar, dass das Buch viel Zeit und Kraft kosten würde, schließlich galt es mehr als 50 Touren erst mal ausfindig zu machen und zu planen, dann zu begehen, zu fotografieren und zu beschreiben – aber ich wusste, dass es ein begeisterndes Abenteuer werden würde, die eigene Heimat zu Fuß neu zu erkunden und über zwei Jahre hinweg die
Münchner Umgebung als Wanderer zu durchstreifen. Und das war es dann tatsächlich auch: ein Abenteuer. Ich habe auf den Recherchetouren zu diesem Buch viele unvergessliche Tage erlebt.“ Nun ist das Kloster Andechs als ältester Wallfahrtsort Bayerns nicht unbedingt ein verschwiegener Ort in Oberbayern. Warum gehört es dennoch zu Ihren persönlichen Vorlieben?
„Erstens, weil ich dort gleich mehrere Dinge finden kann, die ich mir vom Wandern erhoffe: ein wohltuendes Naturerlebnis in einer abwechslungsreichen Land-
schaft, den Wallfahrtsort mit seiner tiefen spirituellen und historischen Dimension, nicht zuletzt auch das Bräustüberl als einen urigen, gemütlichen Ort der Rast. Ich könnte auch sagen: Genuss für Leib und Seele. Oder noch kürzer: Heimat! Zweitens, weil die Wanderungen nach Andechs in den letzten 15 Jahren immer wieder auch meinen Lebensweg begleitet haben. Ich bin auf vielen verschiedenen Wegen hinaufgegangen, und jedes Mal waren die Begleitumstände andere: Zuerst zu zweit mit meiner Frau, wenig später mit unserer kleinen Tochter im Kinderwagen, ein andermal mit einem guten Freund im Winter von München her, wieder ein anderes Mal allein und mit Sorgen im Gepäck in einem weiten Bittgang von Dachau aus, dann wieder mit der ganzen Familie, zu zweit als Vater-Tochter-Tour oder allein in einem wunderschönen Frühlingsspaziergang – wenn ich mich an meine vielen Besuche in Andechs erinnere, dann denke ich immer auch an die entsprechende Station meines Lebenswegs zurück.“
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Joachim Burghardt
Welches ist Ihr Lieblingsweg nach Andechs? Könnten Sie ihn kurz beschreiben?
„Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich zwei Lieblingswege nennen: Der eine führt von Norden her nach Andechs, von Seefeld über Widdersberg und dann über einen versteckten, geheimnisvollen Waldpfad, auf dem man kilometerweit dahinwandert, bis man in die freie, bilderbuchartige Landschaft vor Andechs hinaustritt und mit Bergblick das letzte Stück zum „Heiligen Berg“ zurücklegt. Der andere ist der weite Weg von München her und führt über Starnberg. Es ist schon wirklich ein fantastisches Erlebnis, wenn man am südlichen Münchner Stadtrand startet, durch die weiten Wälder erst einmal zum Starnberger See geht, um dann dem Jakobsweg durch die Maisinger Schlucht und Aschering hinüber nach Andechs zu folgen. So oder so: Meine Lieblingswege beinhalten
eigentlich immer den typisch Andechser Dreiklang – zuerst stundenlang wandern, dann in der Klosterkirche das geistige Ziel der Tour finden, zuletzt im Bräustüberl einkehren. Und als „Nachklang“ schließt sich daran meist noch der Abstieg durchs Kiental nach Herrsching an. Wandern ist ja eine eher „gemütliche Freizeitbeschäftigung“. Was macht für Sie die Faszination des Wanderns aus und wie sind Sie darauf gestoßen?
„Die Faszination des Wanderns besteht für mich in seiner Vielschichtigkeit. Wandern ist nicht einfach nur Sport, es ist mehr als das. „Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele“ (Josef Hofmiller) – damit ist etwas gemeint, was wir heute „Ganzheitlichkeit“ nennen; Wandern spricht den ganzen Menschen an. Wandern kann einerseits etwas sehr Körperliches
sein – man denke an das Gewicht des Rucksacks, die Müdigkeit nach längeren Strecken, die Fußschmerzen, aber es ist auch eine geistige Tätigkeit: Es regt mein Denken und meine Fantasie an, es lädt mich ein zum Nachdenken – über die Landschaften, die ich durchwandere, über das Wirken und Werkeln der Menschen, über die Vorgänge in der Natur, über den Wandel im Laufe der Geschichte, über mich selbst. Wandern ist kreativ, es ist spannend und erlebnisreich, und es ist natürlich auch sehr gesund! Mal ist es ein besonders schönes Gemeinschaftserlebnis, ein anderes Mal steht die sportliche Leistung im Vordergrund, wieder ein anderes Mal bleiben vor allem Tierbegegnungen, Pflanzenfunde, Fernblicke, heimatkundliche oder kulinarische Impressionen in Erinnerung. Und wenn man als Pilger unterwegs ist, ist noch mal alles anders!
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All diese Dimensionen sind unter dem Begriff „Wandern“ verborgen, man muss sie nur entdecken. Wie ich darauf gestoßen bin? Nun, ich bin viel berggestiegen und gewandert und habe mich nach und nach auch mit Aspekten auseinandergesetzt, die nicht immer so vordergründig sind. Hilfreich waren zum Beispiel Bücher und Aufsätze über das Pilgern, über Wandern und Philosophie, aber auch über die geologische Entstehungsgeschichte unserer Landschaft. All das trägt zum tieferen Verständnis bei – wobei man natürlich nie an ein Ende stößt, bestenfalls erschließt man sich ein kleines Stück von der unermesslich großen Wirklichkeit.“ Früher waren Sie eher als Gipfelstürmer unterwegs. Das hat sich im Laufe der Jahre verändert. Warum?
„Das hat einen ganz simplen praktischen Grund: Als ungebundener Student hatte ich früher alle Freiheiten, ständig in die Berge zu fahren – heute bin ich als Vater von drei Kindern familiär gebunden und darüber hinaus auch beruflich eingespannt; da liegt es nahe, dass der Aktionsradius etwas enger und die Ziele moderater werden. In dieser Situation hat es einfach „gepasst“, den Blick auf die Landschaften vor der eigenen Haustür zu werfen und nicht mehr so sehr in die Ferne (und Höhe)
zu schweifen. Aber ich sage auch ganz ehrlich: Wer die Berge einmal ins Herz geschlossen hat, der bekommt sie da nicht mehr so leicht weg. Er bleibt ihnen, wenn es ernst war mit der Bergleidenschaft, ein Leben lang verbunden. Ob aktiver oder passiver Bergsteiger – an Föhntagen wird unweigerlich der suchende Blick zum Horizont gehen: Sind sie da, die geliebten Berge? Und ich bin ganz zuversichtlich und eigentlich auch ziemlich sicher, dass ich früher oder später – wenn die erforderlichen Freiheiten da sind – wieder verstärkt in den Bergen unterwegs sein werde.“
buch-tipp Joachim Burghardt: „Rund um München. Vom Dachauer Land bis ins Alpenvorland.“ 58 Touren. Mit GPS-Tracks; Bergverlag Rother; ISBN: 978-3-7633-4471-0
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Konstante in Zeiten des Wandels Firmenfeiern im Florian-Stadl: 180 Jahre Leiner GmbH
Die Fassade des Florian-Stadls im LEINER Stil in Szene gesetzt.
Ende Januar feierte die Leiner GmbH, ein im Schwäbischen verwurzelter Hersteller für Sonnenund Regenschutz, ihr 180-jähriges Bestehen im Florian-Stadl des Klosters Andechs. Dass der ehemalige Heustadl des Klosters ein stimmungsvoller Ort für ein seltenes Firmenjubiläum war, steht für Tamara Ogorek vom Marketing der Firma außer Frage. Sie blickt auf eine besondere Veranstaltung zurück.
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ast 400 Personen, darunter sowohl Kunden als auch Lieferanten und langjährige Geschäftspartner des mittelständischen Unternehmens aus Horgau, ließen es sich bei traditionell bayerischer Küche und Andechser Klosterbier gut gehen.
Ein gelungener Abend für Gäste und Veranstalter Der bekannte Sportmoderator Tom Bartels moderierte den Abend und kündigte viele verschiedene Bühnenhighlights an. Neben der Cover Band StreetLIVE Family haben die Gäste der Firma Leiner einen Spitzen-
auftritt der Original Spider Murphy Gang erlebt. Die Stimmung im Stadl war durchweg überwältigend. Bereits gut gelaunt erschienen die Gäste aus ganz Deutschland und dem angrenzendem Ausland in bayerischer Tracht und ließen sich von der Feierlaune anstecken. Der Persönlichkeitstrainer Jörg Löhr aus Augsburg stimmte die Gäste ein zum Thema Motivation, Erfolg und Wandel. Denn ein Unternehmen in der heutigen Zeit zu 180 Jahren Beständigkeit und Erfolg zu führen, erfordert Aufgeschlossenheit und Lust auf Wandel und Veränderung. Insgesamt ein Abend, an den man sich gerne erinnert.
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Bühnenhighlight: Die Spider Murphy Gang.
Geschäftsführer Jürgen Schulz ist sichtlich stolz auf 180 LEINER!
Persönlichkeitstrainer Jörg Löhr fesselt die Gäste mit einem interessanten Vortrag.
Die Gäste lauschen dem Bühnengeschehen im Innenraum des Florian-Stadls.
Im Florian–Stadl verbinden sich Tradition und Moderne Warum für Leiner der Florian-Stadl ein rundum passender Ort für dieses nicht alltägliche Firmenjubiläum war, stand für den Geschäftsführer Jürgen Schulz schnell fest: „Leiner versteht sich selbst als schwäbisches Traditionsunternehmen, das seine Aufgabe auch darin sieht, die Tradition in Zeiten der Veränderung und immer neuer wandelnder Anforderungen zu bewahren und den Spagat dazwischen zu meistern. Nach Besichtigung des FlorianStadls waren sich alle Beteiligten einig, dass sich die Location bestens eignet, an unsere Tradition und Werte zu erinnern, während sich die Veranstalter und Gäste gemeinsam auf die Zukunft, neue Herausforderungen und Marktgegebenheiten einstimmen.“
Veranstaltungsmanagement Schon bei der Planung unseres Firmenjubiläums in Andechs wurden wir von Elke Zeitler und ihrem Team voll unterstützt. Auch beim Aufbau, am Veranstaltungstag selbst wie auch beim Abbau waren sie jederzeit erreichbar und flexibel und halfen unkompliziert, offene Fragen zu klären. So konnten wir uns ganz auf die eigentliche Veranstaltung und unsere Gäste konzentrieren, was sicher zum Erfolg beigetragen hat. Leiner – ein mittelständisches Traditionsunternehmen Gegründet 1839 als schwäbischer Schlossereibetrieb, ist Leiner heute ein erfolgreiches mittelständisches Traditionsunternehmen, das sich seit 1975 auf die Produktion von Markisen und Beschattungsanlagen spezialisiert hat. Mehr als 180 Jahre Kompetenz
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im Metallbau verbindet Leiner mit permanenter Neu- und Weiterentwicklung der Produkte sowie Aufgeschlossenheit gegenüber dem Wandel der Zeit. Das Unternehmen ist fest am Produktionsstandort Deutschland verwurzelt. Mit fast 120 Mitarbeitern produzieren sie ausschließlich in Horgau und Dinkelscherben in Bayern auf fast 17.000 qm Fläche für den weltweiten Vertrieb. Zur Produktpalette gehören unter anderem sowohl die klassische Gelenkarmmarkise wie auch das Terrassenfaltdach Pergola Sunrain Q und Terrassenglassystem Area. Mit den Sunrain-Markisen hat die Firma ein patentiertes Produktsystem im Programm: Es bietet sowohl privaten Anwendern wie auch der Gastronomie neue, flexible Möglichkeiten für ein ganzheitliches textiles Outdoor-Konzept mit Schutz vor Sonne, Wind und Regen.
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Das Neue wird immer im Schmerz geboren Angebote des Klosters für Menschen in Trauer
Gemeinsam mit dem Kloster Andechs bieten Renate und Josef Ilg sowie P. Valentin Ziegler im Juli und Oktober Auszeiten für Menschen in Trauer und im November ein Trauerseminar an. Ihre jahrelangen Erfahrungen in der Trauerarbeit haben sie hier kurz zusammengefasst.
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enn Menschen von ihrem großen, oft langen Abschied, vom Tod ihres lieben Menschen erzählen, dann wird es still. Es tut ihnen gut, wenn gehört wird, was sie erlebt haben. Sie machen uns andere zu Zeugen ihrer Liebe und ihres Schmerzes. Sie können ausdrücken, was sie noch immer mit sich tragen und was sie sich für sich und für die Verstorbenen wünschen. In den Schätzen ihrer Erinnerung leben viele Bilder ihrer Liebe, aber auch des Schmerzes, wenn der gelebte Alltag nicht gelungen war. Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit Gespräche mit Leidgeprüften haben Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit. Alle verstehen, warum es so schwer ist, wieder Freude zu empfinden, und dass Freude in vielen Stunden oft nur zur Vergangenheit gehört. Es darf noch einmal erinnert werden an die Augenblicke kostbaren Lebens. Des-
information halb brauchen Auszeiten für Trauernde Gespräch und Stille zum Nachspüren, sie brauchen Raum für Verletzungen und Ärger. Und: Mit den anderen Teilnehmern bin ich nicht allein in diesen meinen Schwierigkeiten. Auf alte und neue Kraftquellen stoßen Die spontane Stille in der Gruppe oder für mich und mit anderen in der Wallfahrtskirche öffnet auch nach innen zu alten oder neuen Kraftquellen. Der schützende Raum, die Atmosphäre des Klosters ist ein besonderer Gastgeber, denn immer schon wurden Pilgernde und Trauernde fraglos aufgenommen. Wenn sie wieder gehen, hatten sie Zeit für sich und alles, was sie bewegt. Wenn es gut war, gehen sie den Berg, den sie schweren Herzens heraufgingen, ein wenig leichter wieder hinunter. Niemand ist immer allein bei Gott und den Menschen!
Freitag, 19. Juli 2019 10.00 - 17.30 Uhr; Treffpunkt: St. Martin Kirche Andechsstraße 15 in 82211 Herrsching; Teilnehmerbeitrag: 49 € Freitag, 25. Oktober 2019 13.00 - 17.30 Uhr; Treffpunkt: St. Martin Kirche Andechsstraße 15 in 82211 Herrsching; Teilnehmerbeitrag: 24 € Trauerseminar im Kloster Andechs: 8. bis 9. November; Das Neue wird immer im Schmerz geboren (Graham Green) Information und Anmeldung: Kloster Andechs 08152/376-253 oder ranz@andechs.de; weitere Informationen: www.andechs.de
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Ihr zuverlässiger Par tner am Bau
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Bonifatiusbote, 21. April 2019
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Miesbacher Merkur, 20. April 2019
Fürstenfeldbrucker Tagblatt, 29. Mai 2019
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Schongauer Nachrichten, 7. Juni 2018
Parsberg Echo, 3. April 2019
Starnberger Merkur, 16. Mai 2019
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Das Ulrichsbistum, 4./5. Mai 2019
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Starnberger Merkur, 23. April 2019
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V. I. S. D. P. Benediktinerabtei St. Bonifaz
in München und Andechs K.d.Ö.R. P. Valentin Ziegler Bergstraße 2 · 82346 Andechs Telefon 08152 376-0 · Fax 08152 376-267 www.andechs.de R EDAK TION Christian Bolley, Martin Glaab, Birgitta Klemenz VER ANT WORTLICH FÜR ANZEIGEN
Martin Glaab GES TALTUNG Sankt Michaelsbund BILDNACHWEIS
Titelfoto: Kloster Andechs Alle Fotoaufnahmen durch Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs, außer: Baar Herrmann (S. 7); Burghardt Joachim (S. 51 - 53); Buzin Katharina (S. 38, 39); Cloudt Dominic (S. 50); Dlouhy Markus (S. 42); Gmünder Elias (S. 40); Hloch Guido (S. 3, 44, 45); Fotoagentur Kiderle Robert (S. 13); Kloster Scheyern (S. 14); Koder Christian (S. 48, 49); Köppe Roger / Erzbistum Freiburg (S. 3, 15)); Laser Ulla (S. 3, 26 - 29); LEINER GmbH (S. 54, 55); Leuschner Henning (S. 41); Mohr Fabian (S. 23); Munzert Rainer (S. 46, 47); Obermeier Peter (S. 41); Schmid Thomas (S. 16); Weigand Stefan (S. 31); Bildagentur AdobeStock (S. 22)
DRUCK Agentur Beckenbauer Weidmannstraße 5, 80997 München
Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier
Süddeutsche Zeitung, 20. März 2019 Das nächste Andechser Bergecho erscheint voraussichtlich im Dezember 2019
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Diese Postkarte aus dem Jahre 1899 stammt aus der historischen Postkarten-Sammlung des Freundeskreises Kloster Andechs. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Karten fördert der Freundeskreis die Kultur auf dem Heiligen Berg. Die Postkarten stammen aus dem Fundus der Stiftung der Kreissparkasse Starnberg, die diese dem Freundeskreis kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Die Postkarten-Sammlung ist in unserem Andechser Klosterladen erhältlich.
Geh aus, mein Her z, u nd suche Fr eud in dieser lieben Sommer zeit a n deines Got tes Ga ben; sch au a n der schönen Gä rten Zier u nd siehe, w ie sie mir u nd dir sich ausgeschmück et h a ben… Ich selber k a nn u nd m ag nicht ruhn, des grossen Got tes grosses Tu n erw eck t mir a lle Sinnen; ich singe mit, w enn a lles singt, u nd l a sse, wa s dem Höchsten k lingt, aus meinem Her zen r innen. PAU L G E R H A R DT