1. ausgabe 2015
für alle mitarbeiter, gäste und freunde des klosters andechs und der abtei sankt bonifaz
kirche und kloster Abt Johannes Eckert wieder gewählt klosterbr auerei Nachhaltigkeit im Brauprozess panor ama Programm der Carl Orff-Festspiele Andechs 2015
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bergecho 1 . 2015
J
| editorial
ahr des Geweihten Lebens – Abgesang
Sinn und der Erfüllung des Lebens zu ma-
oder Neuaufbruch? Ordensgemein-
chen (so steht es auch im Prolog der Bene-
schaften und Klöster stehen heute im
diktsregel). Nicht umsonst besuchen uns
säkularen Zeitalter unter Druck. Überalte-
in Andechs an den »Tagen im Kloster für
rung und wenig bis gar kein Nachwuchs
junge Männer« seit nunmehr Jahrzehnten
rauben vielen Kommunitäten die Pers-
pektive und gefährden ihre Existenz. Ist
das »Jahr des Geweihten Lebens«, welches
Papst Franziskus zu Beginn des vergangenen Advents ausgerufen hat und das am
2. Februar 2016 endet, nicht doch, zumin-
junge Männer, um freilich einerseits in Lebens eine Rückbesinnung auf die Wur-
gen der persönlichen Gottsuche und des
und nostalgischen, selbstbemitleidenden
andere Menschen kommen über das Jahr
dabei einem selbstbezogenen Narzissmus
Empfindungen zu verfallen. Die eigene
Institution, bevor sie dem Vergessen an-
und zu erzählen heißt, der durch Gott ge-
heim gegeben und in die Bedeutungslo-
sigkeit entlassen wird? Oder ist die Initia-
zu finden, anderseits aber immer, um Fra-
zeln der jeweiligen Tradition ist, ohne
dest für die westliche Hemisphäre, ein
letztes Aufbäumen einer altehrwürdigen
einer schönen Umgebung etwas Erholung
eigenen Lebensentwurfes zu klären. Auch
hinweg zum Heiligen Berg, um Abstand
Geschichte selbst zu vergegenwärtigen
von ihrem Alltagsleben in Beruf und Fami-
schenkten Zeit dankbar zu begegnen. Die
geistliche Einkehr und neue Impulse zu
Rückbesinnung verharrt aber nicht im
lie zu gewinnen und neue Kraft durch die gewinnen. Zu nennen sind dabei die Ein-
tive des Papstes als Versuch eines Neuauf-
Vergangenen, sondern bildet den Grund-
kehrwochenenden für Männer, die Exerzi-
verstehen? Um Missverständnissen und
kunft gehen zu können. Die »Gegenwart
in der Bittwoche.
bei allem guten Willen sollten wir uns da-
tens, Zeichen der Gegenwart Gottes zu
das leidenschaftliche Leben im Hier und
dene Zeitalter der gut gefüllten Ordens-
Im Hier und Jetzt hören wir das Wort der
neu herbeizusehnen. Im Zeitalter von Sä-
wahr, um uns kraftvoll in unsere je eige-
nen und Freude sich neu aufzumachen,
Ordensfrauen und –männer lernen, mit
densgemeinschaften und Klöster sollen
Christin und jeden Christ gleicherma-
bruchs oder besser einer Neubesinnung zu falschen Erwartungen vorzubeugen: Selbst
vor hüten, das scheinbar vergangene golgemeinschaften und der vollen Klöster
kularismus und Pluralismus müssen wir
der Marginalisierung unserer Lebensform
und mit der Tatsache, dass man uns nicht
mehr überall ernst nimmt, zu leben. Und
stock der Umkehr, um kraftvoll in die Zu-
mit Leidenschaft leben« bedeutet zwei-
sein in den Zeichen der Zeit dieser Welt.
Schrift und nehmen die Zeichen der Zeit
ne Nachfolge Christi aufzumachen. Or-
keine Märchenparks und Heimatmuse-
en sein, sondern »Andersorte«, in denen
tien für Manager oder auch die Wallfahrt
Die Besinnung auf das Vergangene und
Jetzt sind letztendlich die Grundlage, um die Zukunft voll Hoffnung und mit neu-
er Energie zu ergreifen. Mit offenen Sin-
betrifft uns Ordensleute, aber auch jede ßen. Maria Magdalena macht es uns am
leeren Grab Jesu vor: Von der liebenden
das Evangelium konzentriert gelebt wird
Erinnerung ihrer Trauer über das Vergan-
suchende Menschen bereitgestellt wer-
Leben und der Zukunft zu (Joh 20,11–18).
und Begegnung. Die »Mystik der Begeg-
wie auch allen Christinnen und Christen,
in die Vergangenheit schauen (1), die Ge-
higkeit zu hören und anderen Menschen
Menschen werden.
Zukunft voll Hoffnung ergreifen (3). Für
Klöster und Gemeinschaften stellten von
vielleicht ist ja eben dieses Leben in der
Randständigkeit und als Randständige unsere eigentliche Bestimmung.
Papst Franziskus gibt dem »Jahr des
Geweihten Lebens« drei Ziele vor: dankbar genwart mit Leidenschaft leben (2) und die die Orden und Klöster bedeutet dies ers-
tens, dass die Erneuerung des geistlichen
und Heimat und Andockstellen für gott-
den. Klöster sind Orte der Gemeinschaft
nung«, so Franziskus, sei dabei die Fä-
zuzuhören. Gerade die benediktinischen
Anfang an Orte des Hörens dar und Orte
sich gemeinsam auf die Suche nach dem
gene und Verlorene wendet sie sich dem
Ich wünsche uns allen, uns Ordensleuten, dass wir wie Maria Magdalena österliche
fr. lukas essendorfer osb
inhalt |
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k i rc h e u n d k l o s t e r
4 Abt Johannes für weitere zwölf Jahre im Amt bestätigt 8 Die Sankt-Gregorius-Anstalt 10 Relikt einer riesigen Gletschermühle – Ein Blick in die bewegte Entstehungsgeschichte des Heiligen Berges 14 Nachruf für Diakon Erich Wunderlich 15 60. Geburtstag von Fr. Wolfgang Pürner 16 Wie heute von Gott sprechen? – Colloquium Benedictinum in Sankt Bonifaz zum Thema Ordensspiritualität 20 Die Kardinäle von Addis Abeba und Nairobi zu Besuch auf dem Heiligen Berg 22 Tage im Kloster Andechs für junge Männer
k l o s t e r b r au e r e i
24 Nachhaltiges Wachstum – Klosterbrauerei blickt auf ein gutes Jahr 2014 zurück 26 Vorreiterrolle annehmen – P. Valentin und Dr. Reiner Beer im Gespräch über Umweltschutz und benediktinische Spiritualität 30 Energie gespart – Emissionen gesenkt – neue Umweltziele der Klosterbrauerei Andechs 31 Ein Bierglasmotiv als Fenster in die Vergangenheit
Abt Johannes für weitere zwölf Jahre im Amt bestätigt
Abtwahl in Sankt Bonifaz seite 4
g a s t l i c h k e i t
32 Klösterliche Gastlichkeit an der Schenke des Bräustüberls 34 Tiramisu mit Andechser Export Dunkel 35 2000. Stammgastkarte im Bräustüberl überreicht
l a n d w i rt s c h a f t
36 20 Jahre ökologische Landwirtschaft in Andechs 38 10 Jahre Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund
v e r a n s ta lt u n g e n
39 Sommerakademie Sankt Bonifaz 2015 40 ›Der Mond‹ und ›Astutuli‹ – Zwei Neuproduktionen bei den Carl Orff-Festspielen Andechs 42 Colloquium 43 Andechser Bibelabende 44 Sommertollwood 2015 46 Vorträge und Veranstaltungen des Freundeskreises 2015
Nachhaltiges Wachstum
Klosterbrauerei Andechs blickt auf ein gutes Jahr 2014 zurück seite 24
pa n o r a m a
48 »Ich fühle mich von Gott geliebt und versorgt.«– Interview mit einem Gast der Obdachlosenhilfe in Sankt Bonifaz 50 Perspektiven für nachhaltiges Handeln 52 »ENAIP Trentino« zu Besuch in Andechs 52 TQ-Team feiert im Florian-Stadl 53 Ausstellung von Patricia Petapermal im Fürstentrakt 54 Der Betriebsausflug des Andechser Bräustüberls ins Bowling-Center in Rothenfeld
p r e s s e
›Der Mond‹ und ›Astutuli‹
Zwei Neuproduktionen bei den Carl Orff-Festspielen Andechs vom 13. Juni bis 26. Juli 2015 seite 40
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kirche und kloster
Abt Johannes für weitere zwölf Jahre im Amt bestätigt Abtwahl in Sankt Bonifaz
Der Konvent am 10. Februar 2015, dem Fest der heiligen Scholastika und Tag der Wiederwahl von Abt Johannes Eckert. Sitzend von links nach rechts: Fr. Emmanuel Rotter, Altabt Odilo Lechner, Abt Johannes Eckert, Abtpräses Barnabas Bögle, Fr. Thomas Schmidt. Stehend von links nach rechts: P. Stephan Dorner, Fr. Matthias Leidenberger, P. Benedikt Probst, P. Ulrich Rothacker (verdeckt), P. Anno Bönsch, P. Coelestin Stöcker, P. Korbinian Linsenmann, Fr. Lukas Essendorfer, P. Valentin Ziegler, Fr. Leonhard Winkle, Fr. Elija Morbach, Fr. Wolfgang Pürner. Nicht auf dem Bild: Fr. Marcus Riemer und Fr. Stephan Janker.
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»Das erinnert mich immer wieder an meine eigentliche Aufgabe
als Abt, nämlich ›Brückenbauer‹
zu sein.«
M
it dem »Leben als Wallfahrer«
spielt Abt Johannes auf seinen ständigen Wechsel zwischen
den beiden Häusern des Klosters – in Mün-
und Konzerten«.
Um diesem Auftrag nachzukommen,
wird es auch in den kommenden Jahren
chen und in Andechs – an. So ist Abt
größere Investitionen brauchen. Zum ei-
dern auch immer wieder gerne zu Fuß und
ventgebäudes von Sankt Bonifaz an, was
Johannes nicht nur mit dem Auto, son-
nen steht eine Gesamtsanierung des Kon-
in Etappen zwischen München und An-
auch zuarbeitende Bereiche des Obdachlo-
Zeit ich habe, nehme ich auch gern die
küche, Hausmeisterei und Lagerräume.
ling, Seefeld/ Hechendorf, Grafrath oder
Wirtschaftsbetrieben des Klosters weiter
dechs unterwegs: »Je nach dem, wie viel S-Bahn und steige dann entweder in WeßStarnberg aus. Wenn ich über Land ge-
he, sortieren sich viele Dinge. Das ist mir
senhauses betrifft wie etwa die Konvent-
Zum anderen muss auch in den Andechser nachhaltig investiert werden. »Wir brauchen eine solide wirtschaftliche Grund-
sehr wichtig. Auch komme ich manchmal
lage, um zum Beispiel unsere Obdachlo-
mich immer wieder an meine eigentliche
Sankt Bonifaz ebenso zu finanzieren wie
mit den Leuten ins Gespräch. Das erinnert
Am 10. Februar 2015, dem Fest der heiligen Scholastika, haben die wahlberechtigten Mönche der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs Abt Johannes für weitere zwölf Jahre in seinem Dienst als Abt bestätigt. Entsprechend den Satzungen der Bayerischen Benediktinerkongregation fand die Wahl unter dem Vorsitz von Abtpräses Barnabas Bögle OSB aus Ettal statt. Für Abt Johannes geht sein »Leben als Wallfahrer« weiter.
Wallfahrtskirche, Bräustüberl, Festspielen
Aufgabe als Abt, nämlich ›Brückenbauer‹
senarbeit und unsere Stiftsbibliothek in unser kulturelles Engagement in Mün-
zu sein, für die Brüder und die Menschen,
chen und Andechs«, so Abt Johannes. Da
Andechs kommen.«
Bonifaz die Möglichkeiten des Klosters
At tr ak tiv sein für Menschen, die Got t suchen
dankbar für die Unterstützung durch die
An Aufgaben und Herausforderungen für
diözese.
die zu uns nach Sankt Bonifaz und nach
die kommenden zwölf Jahre mangelt es
die notwendige Generalsanierung in Sankt übersteigt, ist die Abtei in diesem Bereich
öffentliche Hand sowie durch die Erz
dem Kloster nicht. Abt Johannes hat für
Werdegang – »Nah bei den Menschen bleiben«
»Mir geht es vor allem darum, mitzuhel-
Gastfreundschaft im eigentlichen und
Andechs für Menschen, die Gott in ihrem
seinem Lebensweg vielfach erfahren. Abt
sich einen klaren Schwerpunkt gesetzt:
fen, dass unser Kloster in München und
Leben suchen, attraktiv im wörtlichen
Sinn, also anziehend bleibt.« Das bedeu-
tet, die offene Haltung der Benediktsregel
übertragenen Sinne hat Abt Johannes auf
Johannes wird 1969 in Mosbach in Nord-
baden geboren. Seine Familie ist stark in
der erst Mitte der 70er Jahre gegründeten
gegenüber Gästen aller Art zu pflegen, als
katholischen Pfarrgemeinde »Sankt Bru-
Mitarbeiter. »Tagtäglich haben wir viele
aktiv. Ein Pfarrer seiner Heimatgemeinde
hannes. »Von Bedürftigen, die in der Ob-
Brenzinger. Ihm bleibt Abt Johannes bis zu
und medizinische Versorgung bei uns
den: »Das war nie ein Pfarrherr, sondern
Mönch ebenso wie als Mitarbeiterin und
ganz unterschiedliche Gäste«, so Abt Jo-
dachlosenhilfe eine warme Mahlzeit, Rat suchen, über die Nutzer der Stiftsbiblio-
thek, die Besucher unserer Bildungsver-
anstaltungen im Colloquium Benedicti-
num bis hin in Andechs zu den Wallfahrern, Pilgern, den vielen Besuchern von
der Klaus« in der Mosbacher Waldstadt
prägt den jungen Mann besonders: Leo
dessen Tod 2005 freundschaftlich verbunein Mann nah bei den Menschen«, so Abt
Johannes. »Der Wunsch, einen geistlichen Beruf zu ergreifen, ist damals schon entstanden. Aber die Entscheidung musste
noch reifen.«
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kirche und kloster
»Sankt Bonifaz hatte mich recht schnell zu Beginn
meiner Zeit in München
fasziniert. Eine klösterliEine wichtige Zeit war dabei der Zivil-
dienst im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ruhpolding zwischen 1988
und 1990. Abt Johannes im Rückblick:
»Es waren intensive Monate. Hier habe ich erfahren: Pflege ist harte, aber auch erfül-
lende Arbeit. Die häufige Konfrontation
che Gemeinschaft, die sich
Im Juli 2003 schließlich fällt die Abtwahl
stark in der Seelsorge en-
P. Johannes. Für ihn bis heute eine über-
mitten in der Großstadt
gagiert, das hat mich sehr
angesprochen.«
mit Sterben und Tod erschließt eine tiefe-
man als Zivildienstleistender wenig Ver-
der Mönche von Sankt Bonifaz in München und Andechs auf den 34jährigen
raschende Entscheidung. Am Schutzen-
gelfest, dem 2. Oktober, der zugleich Pa-
tronatstag der Bayerischen Benediktiner
ist, erhält Abt Johannes die Weihe durch den Erzbischof von München und Frei-
re Dimension des Lebens. Schön war, dass antwortungsdruck hat. Ich hatte viel Zeit,
Wahl zum Abt – Ver ant wortung übernehmen
sing, Friedrich Kardinal Wetter. Es fol-
gen zwölf bewegte Jahre, die Abt Johan-
nes nach eigenen Worten vor allem eines
immer wieder in die Berge zu gehen, vor
oder nach der Schicht. So konnte auch der
»Dem Reich Got te s jeden Tag ein Stück zur Ankunf t verhelfen.«
Entschluss reifen, das Theologiestudium in München zu beginnen. Ohne freilich
Im November 1994 legt Claudius Eckert sei-
zunächst zu wissen, auf welche konkrete
ne zeitliche Profess ab und erhält seinen
Ordensnamen Johannes. Ab 1995 begleitet
Mitarbeiter in München und Andechs und
seither das eine oder andere mittelständi-
Verantwortung. Diese wahrzunehmen, ist
berufliche Perspektive dieses Studium hin-
auslaufen sollte.«
»Sank t Bonifa z hat mich fa sziniert«
er die Exerzitien für Manager mit und hat
sche Unternehmen in Ethikfragen beraten. Seine feierliche Profess legt er im Juli 1998
lehren: »Verantwortung zu übernehmen.
Unsere Gemeinschaft hat nicht für unser Kloster, sondern auch für die Familien
unserer rund 230 Mitarbeiterinnen und
für die vielen tausend Gäste pro Jahr eine
nicht leicht. Da gibt es nicht immer den einfachen und bequemen Weg, sondern
in Andechs ab, und bindet sich auf Dau-
man muß auch einmal, selbst wenn es
seines Theologie-Studiums Kurse im Rah-
Jahr später wird Fr. Johannes mit einer Ar-
Verständnis zu erwarten ist, Konflikte an-
wissenschaftler«. »In diesen Kursen lernte
»Dienen statt Herrschen.
Beispiel Schreibmaschine schreiben mit
und Ordensspiritualität«
Daher besuchte Abt Johannes im Rahmen men der »Zusatzqualifikation für Geistes-
man auch ganz praktische Dinge, wie zum zehn Fingern«, so Abt Johannes lächelnd.
»Aber hier konnte ich auch die wichtigen Kontakte zu BMW knüpfen, die mich einen großen Teil meines weiteren Studi-
ums samt meiner Doktorarbeit beschäfti-
gen sollten.« Vor allem in den Bereichen
Religionspädagogik und Sozialethik setzt
er an die klösterliche Gemeinschaft. Ein
beit in Kooperation mit BMW zum Thema:
Unternehmenskultur
zum Doktor der Theolo
gie promoviert. 2000 erhält er zusammen mit
P. Korbinian in Andechs die Priesterweihe, die erste Weihe auf dem
Heiligen Berg seit der Sä-
einem schwer fällt und von außen wenig
gehen, um sie zu klären. Nichts anderes
meint Benedikt, wenn er
»Ich will immer und zu
schreibt: »Nicht unauf-
allererst Seelsorger sein.
richtig Frieden schlie-
ßen.« Bei so viel öffent-
Entscheidend ist, ob wir
licher Wahrnehmung ist
uns anvertraut sind,
liche Gemeinschaft wei-
Gott und seinem Reich.«
Aufgaben. Freilich ist
mit den Menschen, die
es Abt Johannes beson-
ders wichtig, die klöster-
ter zu festigen: »Das ist
Suchende bleiben, nach
eine meiner wichtigsten
er nun seine Studienschwerpunkte. Wäh-
kularisation 1803. In den
ten seines Studiums ausschöpft, trifft
ist er als Seelsorger, zunächst als Kaplan,
der Eigenart vieler zu dienen, wie Bene-
»Sankt Bonifaz hatte mich recht schnell
tätig. »Das war eine sehr schöne Zeit«,
hilft mir auch der Gedanke meines Wahl-
niert. Eine klösterliche Gemeinschaft, die
immer und zu allererst Seelsorger sein. Es
ben in Gemeinschaft bedeutet couragierte
rend der Student die breiten Möglichkeier auch eine persönliche Entscheidung:
zu Beginn meiner Zeit in München faszi-
folgenden drei Jahren
dann als Pfarrer in Erling und Machtlfing sagt Abt Johannes im Rückblick. »Ich will
sich mitten in der Großstadt stark in der
geht mir weniger um die Kirche als solche
gesprochen. Und nachdem ich in Sankt
eines Klosters. Das alles ist zwar nicht un-
Seelsorge engagiert, das hat mich sehr an-
Bonifaz und Andechs als Gast mitleben
durfte, bat ich Abt Odilo und die Gemeinschaft schließlich 1993 um Aufnahme in unser Kloster.«
oder um den Erhalt und das Wachstum
wichtig. Aber entscheidend ist, ob wir mit den Menschen, die uns anvertraut sind,
Suchende bleiben, nach Gott und seinem
Reich.«
es nicht immer einfach,
dikt den Dienst des Abtes beschreibt. Hier spruches »Lieben aus ganzem Herzen«. Le-
Beherztheit, sich auf andere Menschen
einzulassen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und das Leben mit ihnen zu tei-
len. Freilich gilt das auch für mich und so
bin ich den Mitbrüdern sehr dankbar, dass
.
sie auch mich mit meinen Schwächen an-
nehmen.«
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GENUSS & NATÜRLICHKEIT Eine bayerische Brotzeit beginnt mit einem Andechser dunkel aus der Hofpfisterei
www.hofpfisterei.de
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kirche und kloster
Die Sankt-Gregorius-Anstalt
Zur wechselvollen Geschichte von Rothenfeld bei Andechs
Ganz in der Nähe von Andechs liegt mitten im Wald, wenn auch in den letzten Jahren zunehmend an ein Gewerbegebiet angegliedert, die ehemalige Andechser Schwaige Rothenfeld – bis 1803 ein landwirtschaftliches Gut des Klosters, dann in privater Hand und von 1905 bis 1933 erneut in Andechser Besitz. Aus dieser Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammen die umfangreichen Gebäude, deren mit einem Turm bekröntes Haupthaus von weitem an eine Kirche erinnern mag. Eine Kapelle gibt es dort zwar noch heute, die eigentliche Nutzung war und ist jedoch eine andere. Stiftsarchivarin Birgitta Klemenz wirft einen Blick in die wechselvolle Geschichte von Rothenfeld.
In Rothenfeld wurde neben einer Berufsausbildung auch großer Wert gelegt auf die Freizeitgestaltung, sei es durch Sport, Theaterspielen oder hier beim gemeinsamen Musizieren. Zusammen mit der baulichen Struktur waren diese Prinzipien den damaligen Erziehungs standards weit voraus.
E
in besonderer Schwerpunkt in An-
Verein und Abtei regelte u.a. die Aufnah-
mäßen Funktion als Wirtschaftsgut
dem 1. August 1856, übertrug die Leitung
dechs war neben der stiftungsge-
für die Abtei Sankt Bonifaz in München
und Besorgung der Anstalt dem Abt von St.
das soziale Wirken. Auf Ersuchen des Bay-
Bonifaz und bestimmte die vom Verein zu
und auf persönlichen Wunsch König Ma-
des Lehr- und Aufsichtspersonals sowie
(1854–1872) 1856 ein »Rettungs- und Erzie-
linge. Er wurde zunächst für fünf Jahre
erischen Staatsministeriums des Innern
ximilians II. hatte Abt Bonifaz Haneberg
hungshaus für verwahrloste und gefährdete Jugendliche« gegründet, das nach dem Kinderfreund und Kirchenpatron
begleichenden Zahlungen für Unterhalt
die Verpflegung und Kleidung der Zög-
geschlossen, 1861 dann auf unbestimmte Zeit erneuert.
In Andechs gab es neben den Zöglin-
des Klosters den Namen St.-Nikolaus-An-
gen des Vereins bald auch die so genann-
übernahm die seit 1853 in der Armenkin-
aufgenommen hatte, sowie Regierungs-
untergebrachten Buben zwischen neun
Zuschuss gewährt wurde. Die Kosten für
ein zur Erziehung verwahrloster Jugend«
wurden bereits zu Beginn jährlich rund
stalt erhielt. Das neue Erziehungsheim
deranstalt der Vorstadt Au bei München und 14 Jahren, die der »Katholische Ver-
dort betreuen ließ. Weil der Verein um
eine gesicherte kirchliche Leitung seiner
Anstalt bemüht war, hatte er sich an Abt
Rothenfeld 2015
me der Vereinszöglinge in Andechs ab
Haneberg gewandt. Der Vertrag zwischen
ten Stiftszöglinge, die Sankt Bonifaz selbst zöglinge, für die bis 1872 ein staatlicher
das Stift waren dennoch beträchtlich, so
5.000 Gulden aufgebracht.
Am 1. Januar 1880 war eine zweite Ab-
teilung entstanden – für Knaben von 12 bis
18 Jahren, die straffällig geworden waren
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Die Sankt-Gregorius-Erziehungsanstalt Rothenfeld, benannt nach dem damaligen Abt Gregor Danner bzw. seinem Namenspatron – um das Haupthaus in der Mitte gruppieren sich die vier kleineren Häuser im Pavillonsystem Die Kirche der Gregoriusanstalt. Sie wurde später u. a. mit einem Altarbild ausgestattet, das die Verehrung des Herzens Jesu zum Thema hat.
und deshalb in eine Besserungs- oder Erziehungsanstalt eingewiesen wurden.
Auch in die Abteilung der Großen wurden bald Zöglinge aus Gemeinden und von
Privatpersonen aufgenommen. Weite-
re Anforderungen ergaben sich aus dem
Zwangserziehungsgesetz von 1902. Da es
auf Dauer nicht ratsam schien, die 9- bis
14jährigen Buben der Nikolausanstalt und
wurde die Anstalt feierlich eröffnet und
en, waren erste Gedanken an einen Neu-
vollzogen. P. Maurus Mayrhofer wurde
1919) erwarb deshalb 1905 die Schwaige
die zwei Jahre später bereits 130 Zöglinge
die Zwangszöglinge gemeinsam zu betreubau die Folge. Abt Gregor Danner (1904–
die Trennung von der St.-Nikolaus-Anstalt zum Direktor der neuen Anstalt ernannt,
Postkarte mit der alten Schwaige, dem landwirtschaftlichen Gut, das bis zur Säkularisation 1803 zum Kloster Andechs gehört hatte
beherbergte.
Rothenfeld nach 1933 : von der theologischen Hochschule zur Str af voll zugsanstalt
von Andechs entfernt bis zur Säkularisa-
hohen Kosten verbunden, die nur zum Teil
Im Zusammenhang mit den Devisen-
gewesen war.
träge abgedeckt werden konnten. Allein
demptoristen Rothenfeld dann dem Staat
Revolutionäre s pädago gisches Konzept zu Beginn de s 20. Jahrhunderts
halbe Million Mark verschlungen. Nach-
1907 begannen dort die Bauarbeiten, bis
Schließung der Nikolausanstalt zur Folge
Rothenfeld mit den dazu gehörenden Lie-
genschaften, die ca. eine halbe Stunde
tion schon einmal im Besitz des Klosters
1910 entstanden das große Haupthaus mit den Gemeinschaftsräumen und vier klei-
nere Häuser im so genannten Pavillonsys-
tem. Kleine Wohneinheiten mit zumindest annähernd familiärer Atmosphäre
und Betreuung sowie die Ausbildung in
kleinen Gruppen waren für damalige Verhältnisse revolutionär. Im Oktober 1910
Auch hier war der laufende Betrieb mit
durch Erträge und Fürsorgeerziehungsbeider Bau der Anstalt hatte mehr als eine
dem die wirtschaftlich schwierigen Jahre
nach dem Ersten Weltkrieg 1925 bereits die hatten, verkaufte Abt Bonifaz Wöhrmüller
prozessen im Dritten Reich boten die Re
als Ersatz für die Zahlung einer hohen Geldstrafe an, zu der sie in einem der
Schauprozesse verurteilt worden waren.
Am 1. April 1937 verließ der letzte Redemptorist Rothenfeld – nicht einmal vier Jahre nach dem Erwerb. Am 16. Mai 1938 wurde
(1919–1951) am 11. Juli 1933 den gesamten
hier ein Frauengefängnis eröffnet, das im
Provinz der Redemptoristen, die hier für
anstalt umgewandelt wurde. Am 1. Juni
Rothenfelder Besitz an die Oberdeutsche
Sommer 1943 in eine Frauen-Jugend-Straf-
40 bis 60 Kleriker eine theologische Hoch-
1966 wurde diese Anstalt als selbstständi-
felder Anstalt war letztlich nicht mehr zu
thenfeld Außenstelle der Strafvollzugsan-
schule einrichtete, denn auch die Rothen-
finanzieren gewesen.
ges Gefängnis aufgelöst. Seitdem ist Rostalt Landsberg am Lech.
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kirche und kloster
relikt einer riesigen gletschermühle
Ein Blick in die bewegte Entstehungsgeschichte des Heiligen Bergs
andechs
Das Alpenvorland südlich Münchens während der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren. (Zeichnung von Marie-Anne Jakob)
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In der letzten Eiszeit
überdeckte der Isar-Loisach-
Gletscher Andechs um etwa
zweihundert Meter
Der Heilige Berg mit dem Kloster Andechs ist ein Kind der letzten Eiszeit, als der Isar-Loisach-Gletscher weite Teile des Alpenvorlands überdeckte. Heute kann man vom Berg weit in alle Richtungen blicken, während die Entstehung vereinfacht dargestellt auf ein Loch im Gletscher zurückzuführen ist, in dem sich zusammengeschwemmter Schutt angesammelt hat. Der promovierte Geologe Roland Kunz lädt zu einem Streifzug in die Zeit der »Kinder tage« des Heiligen Berges ein.
W
ährend der größten Ausdeh-
»Nagelfluhfels und Moränenhügel bei Kloster Andechs«. Federzeichnung von Mattheus Schuster (1906) nach einem Aquarell von Carl Wilhelm von Gümbel.
nung der Gletscher in der letz-
ten Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren
überdeckte der Isar-Loisach-Gletscher,
von den Alpen kommend, Andechs um
etwa 200 Meter und reichte im Norden et-
wa bis zum Rothschwaiger Forst vor den
Toren von Fürstenfeldbruck. Beim Rück-
schmelzen des Gletschers verharrte das Eis
an drei verschiedenen Eisrandstadien, die
Üblicherweise bewegt sich ein Vorland-
heute weit geschwungen das durch den
gletscher durch Nachlieferung von Eis aus
mit dem Ammersee zwiebelförmig um-
einigen Zehnermetern pro Jahr in Rich-
Gletscher ausgeschurfte Zungenbecken
den Bergen der Schwerkraft folgend mit
schließen.
tung Vorland bis zu seinem äußeren Ende
Ge steinsschut t im fe sten Griff der Gletscher mühlen
abschmilzt. Dabei stellt sich ein stets sich
Solch ein Eisrand kann vom Kloster An-
schub und Abschmelzen ein, das als Vor-
dechs mit Blick nach Osten erkannt wer-
(= Gletscherstirn), wo das Eis schließlich
änderndes Gleichgewicht zwischen Nachstoß oder Rückzug an der Gletscherstirn
den und wird dort durch den Waldrand
erkennbar ist.
leicht 17.000 Jahren war das Gebiet von An-
mung die Nachlieferung von Gletschereis
Eis überdeckt. Im Sommer taute die Son-
tes Toteis. Dies bedeutet, dass solches Eis
nachgezeichnet. Zu dieser Zeit vor viel-
dechs immer noch von vielleicht 100 Meter
ne den Gletscher oberflächlich an, so dass sich der im Eis enthaltene Schutt an der
Gletscheroberfläche anreicherte. Durch
das auf dem Eis abfließende Schmelz-
wasser wurde der Schutt zusammengeschwemmt, bis das Schmelzwasser im
Bereich so genannter Gletschermühlen in den Untergrund verschwand. Dort wurde der überwiegend kantige, zusammengespülte Gesteinsschutt in dem Hohlraum
der Gletschermühle angereichert und ab-
gelagert.
Wenn z. B. durch eine abrupte Erwär-
unterbrochen wird, bildet sich so genann-
nicht mehr eingezwängt ist in den be-
schriebenen Transportmechanismus und
vor Ort regungslos, also tot, liegen bleibt.
Auch auf solchen Eisoberflächen fließt
auf der Oberfläche Schmelzwasser ab und stürzt über Gletschermühlen in den Un-
tergrund.
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kirche und kloster
Nur die verwitterungs
resistentesten Materialien
wie Quarz und Hellglimmer bleiben nach der Korrosion übrig. Die Hellglimmer
bilden die typischen Flin-
Bäckerbichl – der kleine Bruder de s Heiligen Berge s Durch die fehlende Gletscherbewegung
sind die Ablagerungen solcher Gletscher-
mühlen nunmehr erhaltungsfähig, weil
sie eben nicht mehr von der Eisbewegung
verdriftet werden. Nach dem vollständi-
gen Abschmelzen des Toteises bilden die
Der Weg nach Andechs durch da s Kiental – ein Gang durch Millionen Jahre Erdge schichte Auf dem Weg von Herrsching nach An-
dechs überwindet man durch die Kien-
talschlucht rund 170 Höhenmeter. Der
zern und so dem Gestein
den landläufigen Namen
»Flinz« gaben.
Kienbach hat sich in der Zeit seit dem
Abschmelzen der Gletscher viele Zehnermeter in den Untergrund hineingegraben. Das durch Wasserkraft erodierte
überwiegend kiesigen und kantigen Ab-
Material sammelte sich am Ausgang der
relativ steilen Hügel, der mitunter einem
sigen Schwemmfächer, der sich in den
lagerungen in der Gletschermühle einen
zerl, die in der Sonne glit-
Schlucht an und bildet heute den rie-
künstlichen Grabhügel gleicht und sich
Ammersee hinein vorgeschoben hat und
Naturbeton und e x tremer Wa sserreichtum im Kiental
sonstigen Hügel unterscheidet. Daher
auf dem später größtenteils die Ortschaft Herrsching errichtet wurde. Der Materi-
alabtrag von teils bis 100 Meter Höhe und
Daneben kommen auch feinkörnigere Va-
teils 400 Meter Breite von Schluchtrand zu
rianten mit Schluff und Ton als Haupt-
bestandteile vor, die zusammen mit den
jedenfalls von der Form auffällig von den wurde in der geologischen Fachsprache
hierfür der Begriff Tumulus gewählt, das lateinische Wort für Grabhügel.
Auf dem höchsten Tumulus der Um-
gebung steht heute das Kloster Andechs.
Schluchtrand ist beträchtlich. Auch die
Flinzsanden so gering wasserdurchlässig
nem Quadratkilometer Fläche und bis zu
die darüber liegenden Schichten bilden.
Größe des Schwemmfächers von über ei-
sind, dass sie den Grundwasserstauer für
Beim Besteigen des Berges sind die allseits
15 Meter Dicke ist beachtlich. Diese Ma-
Die Quellzone mit dem Flinz als Wasser-
ren. Vom Bräustüberl Richtung Südosten
raum von etwa 15.000 Jahren und dauert
dem so genannten Winterschachtelhalm,
steilen Böschungen sehr wohl zu spü-
blickend erkennt man in rund ein Kilo-
meter Entfernung den
Bäckerbichl, den klei-
nen unbebauten Bruder
von Andechs. Auch hier fallen die sehr steilen
Böschungsflanken auf.
Auch der Bäckerbichl
wirkt wie ein Kieshü-
gel, der eigentlich nicht hierher gehört. Oben
vom Bäckerbichl weiter nach Osten bildet man
terialumlagerung erfolgte in einem Zeit-
heute noch an. Durch die tiefe Einkerbung
Auf dem höchsten Tumulus (lat. Grabhügel) der Um gebung steht heute das
Kloster Andechs. Beim
Besteigen des Berges sind
die allseits steilen Böschungen sehr wohl zu spüren.
des Kienbachs sind die
stauer ist durch dunkelgrüne Felder mit
Equisetum hyemale, als Zeigerpflanze
für extremen Wasserreichtum im Kiental
geologischen Schichten
gekennzeichnet. Hier treten zahlreiche
aufgeschlossen.
tritte und Quellbäche fällt nach demsel-
grund im Kiental bilden
und bildet im Laufe der Zeit Kalktuff.
des Untergrunds gut
Den ältesten Unter-
die Schichten der Obe-
ren Süßwassermolas-
se, die vor etwa 10 bis 15
Millionen Jahren in ei-
nem warmen subtropi-
schen Klima abgelagert
Quellen zutage. Im Bereich der Quellausben Prinzip wie im Kaffeekocher Kalk aus In der Schichtsäule über dem Flinz
folgen die Konglomerate des Decken-
schotters, welche die nahezu senkrechten Steilhänge der Schlucht mit Wandhöhen
von teils über 30 Meter bilden. Es handelt sich um natürlich verfestigte Kiese, »Na-
einen weiteren Tumulus, der mit Wald be-
wurde. Dabei wurde Material mit einem
überschaubarer ist. Die Böschungsflan-
den Alpen durch die Verwitterung soweit
Transport im fließenden Wasser verrundet
verwitterungsresistentesten Materialien
Diese Kiese sind in einer älteren Eiszeit,
Die Hellglimmer bilden die typischen Flin-
worden. Die Verfestigung der eigentlich
standen ist und etwas kleiner und damit
ken sind recht steil und im Gipfelbereich
ist kantiger, blanker Kies an der Erdober-
fläche erkennbar. Durch solches Material
werden erst die steilen Böschungswinkel ermöglicht. Ansonsten wäre durch die
Wirkungen der Schwerkraft (z.B. Rut-
schungen) schon eine Einebnung erfolgt.
vergleichbaren Liefergebiet wie heute aus
korrodiert und aufgelöst, dass nur die am wie Quarz und Hellglimmer übrig blieben.
turbeton«. Das Material selbst besteht
aus Schmelzwasserkiesen, die durch den
und der Korngröße nach sortiert wurden.
der so genannten Mindeleiszeit gebildet
zerl, die in der Sonne glitzern und so dem
losen Kiese ebenfalls mit ausgefälltem
gaben.
heute ein noch andauernder Prozess.
Gestein den landläufigen Namen »Flinz«
Kalk erfolgte erst sekundär und ist auch
bergecho 1 . 2015 |
Geologische Karte 1 : 25.000 von Erling-Andechs mit Umgebung.
Am alten Wa sserkr af t werk de s Klosters imposant ver fe stigte Naturbeton -Wände Der Deckenschotter wird schließlich noch von der Grundmoräne, einem Geschie-
bemergel aus feinkörnigem Material, in
geologische aufnahme Hermann Jerz 1990 unter Verwendung der Aufnahmen von Wolfgang Conradi (1986) und Susanne März (1975).
dem regellos kiesige und steinige Kompo-
nenten sowie Blöcke bis über einen Kubikmeter eingelagert sind, überdeckt. Dieser Geschiebemergel wurde an der Basis des Gletschers während der letzten Eiszeit
abgelagert und bildet an der Ostseite des Kienbachtals die obersten 5 bis 10 Meter
der Schlucht. Beim Versickern von Niederschlagswasser löst sich aus dem Geschie-
kartengrundlage Topographische Karte 1 : 25.000, Blatt 8033 Tutzing
bemergel der Kalk heraus, der Sickerwas-
ser bis zur Sättigung angereichert hat. Mit
dem Auftreffen auf die darunterliegenden
Kiese mit den natürlich dort vorhande-
nen Gesteinshohlräumen verändern sich
geringfügig die Verhältnisse in der Bo-
denluftatmosphäre, so dass ein Teil des
übersättigten Kalks aus dem Sickerwas-
ser ausfällt und dort zur Verfestigung bzw.
Konglomerierung der Kiese gleich einem
Naturbeton führt.
Es ist feststellbar, dass die Konglo-
merierung der Kiese regelmäßig mit Entfernung zum Talrand abnimmt. Dies ist
dadurch erklärbar, dass die Bodenluft
atmosphäre mit der Luft in der Kienbachschlucht noch im Austausch steht und
die CO2-haltige Bodenluft mit der Atmo-
sphärenluft ausgetauscht wird, wodurch
in den Kiesen dahinter der Prozess der
Kalkausfällung fortlaufend erfolgt. Wei-
ter hinten im Berg stellt sich dagegen eher ein Gleichgewichtszustand ein. Dann versickert das kalkreiche Sickerwasser wei-
ter nach unten auf die Grundwasserober-
fläche, ohne dass es zu Kalkausfällungen
kommt.
Die Deckenschotter bilden teilweise
stark verfestigte Wände, die insbesonde-
re an dem Wasserfall mit der Brücke und dem ehemaligen Wasserkraftwerk am
Ausgang der Kienbachtalschlucht nahe
.
dem Ortsbeginn von Erling eindrucksvoll erkennbar sind.
Quartär Holozän
Pleistozän
Tertiär Miozän
Talboden und jüngste Ablagerungen
Würmeiszeitliche Erosionskante oder Terrassenkante
Sand und Sandmergel („Flinz“) der Oberen Süßwassermolasse; Tertiär
Hang- und Verwitterungsschutt; Blockschutt
Würmeiszeitliche Abschmelzschotter Schmelzwasser-Abflußrichtung
Quelle
Bachschwemmfächer
Würmmoräne allgemein, meist Ablationsmoräne auf Grundmoräne
Niedermoor
Würm-Endmoräne oder -Rückzugsmoräne mit Wallform vorwiegend stark bewegtes Relief
Sinterkalkabsätze
Drumlin
Hangrutschungen bzw. Rutschgebiet
a) Kamesartige Aufschüttung aus Kies und Sand b) Toteiskessel
Postglaziale Erosionskante oder Terrassenkante
Mindelzeitlicher Schotter, sog. Deckenschotter vorwiegend Nagelfluh
Brunnen
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bergecho 1 . 2015
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kirche und kloster
Beliebter Seelsorger verstorben Nachruf für Diakon Erich Wunderlich
E
rich Wunderlich kam 1984 nach
Raisting und trat die Stelle als Dia-
kon der Pfarrei Raisting an. Seine
Aufgabe war es, den Pfarrer zu entlasten. Er gestaltete jeden Mittwoch Früh das
gern besuchte »Morgenlob«.
Er verstand es immer sehr gut, alles
bestens vorzubereiten, was Texte und Lie-
ting nach Düsseldorf zu seinem Sohn ver-
legen. Erst verstarb seine Frau Luzie im
Jahr 2013. Im Juli 2014 kam dann die Todesnachricht von Herrn Erich Wunderlich. Er
verstarb im Alter von 94 Jahren.
Sein gutes und engagiertes Wirken als
der betraf. Über viele Jahre machte er es
Diakon, wie auch als Privatperson, wird
Jesu-Andacht an jedem ersten Sonntag im
in guter Erinnerung bleiben.
sich zur Aufgabe, die traditionelle Herz-
Monat als Abendandacht zu feiern.
In dieser Zeit war er viel unterwegs zu
über seinen Tod hinaus weiter in Raisting
Zum 10-jährigen Diakon-Jubiläum
Krankenbesuchen im Ort und auch aus-
gratulierte ihm die Vorstandschaft
men. Seine Tätigkeit war weit über die
recht herzlich:
wärts in Krankenhäusern oder AltenheiOrtsgrenze hinaus gewünscht. So unter
des Katholischen Frauenbundes
anderem im Altenheim Seefeld und im
10 Jahre! Wie viel Tage
ter Kirchenführer.
Doch Sie haben, was auch immer kam,
Kloster Andechs – auch als sehr kompeten-
Über Jahre hinweg hat Diakon Erich Wunderlich neben seinem Dienst als Diakon in der Pfarrei Raisting hier am Heiligen Berg ungezählte Gruppen durch die Wallfahrtskirche geführt. Auf seine ihm eigene charmante, fantasiereiche und einfühlsame Weise hat er vielen Menschen die Sinne geöffnet für die Geschichte der Andechser Wallfahrt, die Schönheit der Kirche und die Lebendigkeit des Glaubens. Der Familienkreis der Pfarrei Raisting hat uns freundlicherweise den Abdruck des Nachrufes erlaubt.
Wegen Krankheit, auch seiner Frau,
musste er seinen Wohnsitz 2012 von Rais-
Viele Kinder aus Raisting empfingen
von ihm das Heilige Sakrament der Taufe.
manche Freude und so manche Plage! und Sie so und so in Anspruch nahm,
nie versagt und niemals aufgegeben.
Er bereitete sich gerne mit den Eltern auf
Welch ein schönes und erfülltes Leben!
gramm vom Raistinger Frauenbund mit
Bleiben Sie so wendig und beständig
diese Feier vor. Oft bereicherte er das Pro-
interessanten Dia-Reise-Berichten und
besinnlichen Bildbetrachtungen. Seine
Worte zum Advent waren ein gern gehörter Teil der Feier.
Beim Seniorenfasching war er oft mit
seiner Frau Luzie dabei. Sie liebten beide
Und so ist und bleibt der Wunsch lebendig: uns zur Freude und zum Vorbild auch. So ist es viel mehr als nur ein Brauch,
Ihnen herzlich dankbar zu gesteh’n:
Lang noch möchten wir Sie bei uns sehn!
die Blasmusik und freuten sich über die
Auf diesem Wege sei ihm für seine Mühen
gleitete er die jährliche Wallfahrt nach
herzliches »Vergelt’s Gott« gesagt. Lieber
anschließende Maiandacht mit. Im Fami-
Frieden.
humorvollen Einlagen. Viele Jahre be-
Altötting und gestaltete des Öfteren die
lienkreis war er über 20 Jahre geistlicher Beistand.
Er las sehr gerne. Mit seinem Wissen
über Glaubens- und Lebensfragen und
durch sein freundliches, ausgeglichenes
Wesen war er in unserer Runde ein unterstützender Seelsorger und ein gern gese-
henes Mitglied. Er trug mit dazu bei, dass dieser Kreis seit nunmehr 40 Jahren besteht.
und Arbeiten als Diakon nochmals ein
.
Herr Diakon Erich Wunderlich, ruhe in
bergecho 1 . 2015 |
60. Geburtstag von Fr. Wolfgang Pürner
Z
u seinem 60.Geburtstag, den
Fr. Wolfgang Pürner Ende März 2015 gefeiert hat, gratulieren wir sehr
gedeckt ist, alles seine Ordnung hat und
auch die Gäste ihre Plätze im Refektorium
zu den Mahlzeiten finden. Darüber hinaus
herzlich. In München aufgewachsen, trat
arbeitet Fr. Wolfgang auch in der Stifts
ser Kloster Sankt Bonifaz ein. Heute ver-
mit.
meinschaft den Dienst des Gastmeisters.
wir Fr. Wolfgang von Herzen Gottes Segen,
im Laufe des Jahres eine große Zahl von
für seinen Dienst an der Gemeinschaft von
er als gelernter Bankkaufmann 2008 in unsieht Fr. Wolfgang für die klösterliche Ge-
Für ein Kloster mitten in der Stadt, das
ganz unterschiedlichen Gästen aufnimmt, ein verantwortungsvoller Dienst, der viel
Fingerspitzengefühl für die Bedürfnis-
se der Gemeinschaft und der Gäste erfor-
dert. Als Refektoriar sorgt er dafür, dass der Tisch für die täglichen Mahlzeiten
im Speisesaal des Klosters (lat. refectorium)
bibliothek mit ihren über 250.000 Bänden Für die kommenden Jahre wünschen
Gesundheit, Schaffenskraft und Ausdauer Sankt Bonifaz und ihren Gästen.
.
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bergecho 1 . 2015
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kirche und kloster
wie heute von gott sprechen?
Augustinerpater Matthäus Klein und Benediktinerin Michaela Puzicha über die Spiritualität ihrer Ordensgemeinschaften
Papst Franziskus, ein Ordensmann an der Spitze der katholischen Kirche, hat das Jahr 2015 zum Jahr der Orden erklärt. Eine Chance, die unterschiedlichen Spiritualitäten von geistlichen Gemeinschaften neu zu entdecken. Dieser Herausforderung stellten sich im Rahmen des Colloquium Benedictinum® im März vier Ordensleute: ein Augustiner-Eremit, eine Benediktinerin, ein Franziskaner und ein Jesuit. Das Andechser Bergecho dokumentiert die Vorträge des Augustiners Pater Matthäus Klein und der Benediktinerin Michaela Puzicha in einer Zusammenfassung der Autoren. Die Vorträge des Franziskaners Cornelius Bohl und des Jesuiten Stefan Kiechle folgen in der Ausgabe 2-2015.
bergecho 1 . 2015 |
P. Matthäus Klein OSA (rechts) und Abt Johannes Eckert (unten)
stets neu mit Leben erfüllt werden! So
heißt es z.B. im zweiten Kapitel: »Wenn ihr in Psalmen und Liedern zu Gott betet, dann sollen die Worte, die ihr aussprecht, auch in eurem
Herzen lebendig sein.« Ein weiteres charakte-
ristisches Kennzeichen der Augustinusre-
gel: Es ist kaum von asketischen Übungen
Die Regel de s Hl . Augustinus Augustinus schrieb seine Regel etwa um
Wenn Augustinus das Gemeinschaftsle-
hatte er schon ein gewisses Maß an per-
im Individualismus das größte Hindernis
sönlicher Erfahrung mit dem Leben als
Mönch gesammelt. Die Augustinusregel
lässt deutlich erkennen, dass sie eine Zu-
Mönche von Sankt Bonifaz vier
sah, um die Forderungen des Evangeliums zu verwirklichen. Die erste Christenge-
meinde von Jerusalem spielte bei ihm die
Rolle eines uralten Traumes vom Zusam-
Der Text der Regel enthält mindestens 35
Augustinusregel sozusagen als einen Auf-
erkennbare Hinweise auf die Bibel, und
A
ben so stark betont, dann deshalb, weil er
sammenfassung der geistlichen Vorträge
ist, die Augustinus für seine Mönche hielt.
das Colloquium Benedictinum der
Mittel zur Überwindung des Egoismus.
das Jahr 397, also ungefähr zehn Jahre
nach seiner Taufe. Zu diesem Zeitpunkt
ls Beitrag zum Jahr der Orden hat
die Rede, vielmehr setzt Augustinus den
Akzent auf das Leben in Gemeinschaft als
zwar 8 auf das Alte Testament
und 27 auf das Neue Testa-
ment. Dieser sogenannte bi-
blische Stil garantiert der Au-
menleben der Menschen. Man könnte die
ruf zur Gleichheit aller Menschen gemäß
Es geht immer um das Herz
des Menschen
dem Evangelium ansehen. Darin
schwingt implizit natürlich auch
ein Protest gegen die Ungleich-
heit in der aktuellen Gesellschaft mit, die unter Habsucht, Hoch-
klassische Ordensregeln betrachtet und
gustinusregel trotz wechseln-
fragt: Welches Gottesbild prägt die jewei-
bleibenden Wert.
leiden hat. Nach Augustins Auffassung
gustinusregel orientieren sich am Ideal
ternative zu dieser Gesellschaft bieten, in-
lem, wie wir sie aus der Apostelgeschichte
terschiedlichen Menschen bildet, deren
im Austausch mit vier Ordensleuten ge-
lige Regel? Wie kann dieses Gottesbild ins Heute übertragen werden?
der Zeiten und Kulturen einen
Die grundlegenden Aussagen der Au-
der ersten Christengemeinde von Jerusa-
mut und Machtgier schwer zu
müsste die Klostergemeinschaft eine Al-
dem sie eine Gemeinschaft von ganz un-
(4,31–35) kennen. Liebe und Gemeinschaft
Zusammenleben durch die Liebe zueinan-
auf, dass die Regel nur einige wenige kon-
geprägt ist: »Ehrt gegenseitig in euch Gott;
bilden die zentralen Werte. Es fällt sofort
krete Vorschriften oder Anordnungen für
den Einzelfall enthält. Es geht nirgendwo
der und von gegenseitiger Wertschätzung
denn jeder von euch ist sein Tempel geworden.«
Gemeinschaft bedeutet für Augustinus
um Details, sondern immer um das Herz
allerdings nicht dasselbe wie Gleichma-
druck der inneren Gesinnung sein und
wieviel Aufmerksamkeit die Regel der
des Menschen. Alles Äußerliche muss Aus-
cherei. Es ist jedenfalls sehr auffallend,
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bergecho 1 . 2015
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kirche und kloster
Auf die Frage, welches Gottesbild sich
in dieser Ordensregel zeigt, kann man meines Erachtens als Augustiner kurz
und prägnant mit dem Titel der ersten
Enzyklika unseres emeritierten Papstes Benedikt XVI. antworten: »Deus caritas
est« – »Gott ist die Liebe«. Benedikt selbst er-
innerte ja daran, dass sich diese Enzyklika
weithin dem Denken Augustins verdan-
Unterschiedlichkeit der einzelnen Kon-
ke. Und dieser schreibt: »Der Wert der Liebe kann nicht stärker zum Ausdruck gebracht wer-
ventsmitglieder beimisst und mit welcher
den als durch die Aussage, dass sie Gott ist. Liebe
dürfnissen eines jeden entgegenkommt.
kann man noch unterschätzen. Das kann man
Hochachtung sie den Wünschen und Be-
Deshalb heißt es in der Regel: »Jedem Bruder (soll) gegeben werden, was er persönlich nö-
ist mehr als eine Gabe von Gott. Eine Gabe Gottes
nicht mehr, wenn es um Gott selbst geht. Gegen-
seitig wohnen also Gott und Mensch ineinander«.
tig hat!« Was das Fehlverhalten einzelner
Während wir uns also in Bezug auf unse-
wieder die Geduld Gottes und mahnt, dass
können, wird dies bei der Liebe zu einem
gegenüber den betreffenden Menschen,
ren wir viel schärfer, wenn wir ihr nicht
Brüder angeht, betont Augustinus immer das Aufdecken von Vergehen mit Liebe
aber mit Abkehr von ihren Fehlern zu geschehen habe. Natürlich weist die Regel
auch viele zeitgebundene
Vorschriften auf, die wir heutzutage nicht mehr
auf dieselbe Art verwirk-
lichen können. Dazu
unterscheidet sich ja
das tägliche Leben eines
Menschen praktisch unmöglich. Da erfahentsprechen, z.B. wenn wir Streit anfan-
gen, jemanden beleidigen oder betrügen,
schen lehrt uns, ob unse-
re Liebe zu Gott echt und
kein Selbstbetrug ist.
ten Jahrhundert zu sehr von dem der heu-
feststellen: Ich erlebe
keinen Neid und keine
Angst, zu kurz zu
kommen. Unsere freiwillige Gütergemeinschaft
scheint mir eine gelungen gelebte Utopie.«
re Liebe zu Gott leicht etwas vormachen
Die Liebe zu einem Men-
Nordafrikaners im fünf-
»Glücklich kann ich
jemandem wehtun oder
sind. Man kann durchaus sagen, dass wir
einen Kommunismus leben, der tatsäch-
lich funktioniert: Alle Einnahmen, die
Mitbrüder erarbeitet und erwirtschaftet
gegen ihn ungerecht
haben, landen in einem Topf. Der Inhalt
be zu einem Menschen,
allen aufgeteilt, sondern jeder erhält, wie
sind. So lehrt uns die Lie-
ob unsere Liebe zu Gott
echt und kein Selbstbe-
trug ist.
Unser Heute al s Augustiner
wird nicht scheinbar »gerecht« zwischen
es Augustinus in unserer Ordensregel vor-
gibt, das, was er nötig hat. Und das kann
für jeden ganz anders aussehen. Dazu sagt
Pater Dominik aus Würzburg: »Glücklich
kann ich feststellen: Ich erlebe keinen Neid und
tigen Zeit. Den Hinweis allerdings, dass
Alle vier Jahre, wenn Vertreter aus allen
gehören, mit größerer Sorgfalt behandelt
zusammenkommen, werden die Karten
gelebte Utopie.«
ein Bruder von einem Kloster der deut-
p. matthäus klein osa
die Gegenstände, die der Gemeinschaft
deutschen Konventen zum Provinzkapitel
werden sollen als die Dinge, welche uns
neu gemischt. Es ist also möglich, dass
lassen sind, den sollte man durchaus be-
schen Augustinerprovinz in ein anderes
zu unserem persönlichen Gebrauch über-
herzigen. Es scheint nämlich in der Natur
des Menschen zu liegen, dass er genau die entgegengesetzte Haltung einnimmt. Er
.
versetzt wird. Die jeweilige Brüderge-
meinschaft, ob sie nun in Würzburg lebt
oder Münnerstadt, Erfurt oder Maria Eich,
pflegt gewöhnlich mit den eigenen Sachen
muss sich nun zusammensetzen und sich
der Gemeinschaft gehört.
wird entschieden über Gebetszeiten, Es-
sorgfältiger umzugehen als mit dem, was
keine Angst, zu kurz zu kommen. Unsere freiwil-
lige Gütergemeinschaft scheint mir eine gelungen
eine Hausordnung geben. Miteinander
senszeiten und Zeiten, in denen man ein-
fach zusammensitzt und im Gespräch mit-
einander hoffentlich wieder Kraft schöpft.
Das macht tatsächlich unser Leben aus: dass alle Dinge gemeinsam beschlossen
werden und Alleingänge die Ausnahmen
L i t e r at u r-T i pp Bavel, Tarsicius Jan van: Augustinus von Hippo, Regel für die Gemeinschaft, Augustinus-Verlag 1990; Broschüre Augustiner Nr. 4, 2015 Puzicha, Michaela: Benedikt von Nursia begegnen, Sankt Ulrich-Verlag, Augsburg 2 2008
bergecho 1 . 2015 |
Schwester Michaela Puzicha OSB
mit der zentralen Identitätsaussage aus
der Gerichtsrede im Matthäusevangelium:
»Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen,
ich war krank und ihr seid zu mir gekommen« (Mt
25,35. 40; RB 53,1.7.15), und Christus im
Fremden erkennt und im kranken Bruder (RB 36).
Benedik t und die Rede von Got t Wenn Benedikt von »Gott« spricht, spricht er von Christus. Sicher gibt es keine sys-
tematischen Überlegungen und dogmati-
schen Einlassungen Benedikts, aber deut-
des Mönchs zu Christus. Das macht die
Alle s dem anvertr auen, der alle s ver mag
im 1. Johannesbrief: »Nicht darin besteht die
Wenn wir nach einer umfassenden und
Bibel an vielen Stellen deutlich, vor allem Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass
er uns geliebt hat. �…� Er hat uns zuerst geliebt« (1 Joh 4,10.19; vgl. Joh 1,38). Es ist zuerst
zusammenfassenden Perspektive des The-
mas suchen, spricht Benedikt eine Chris-
tuserfahrung aus, die sich offensichtlich
liche Akzentuierungen. Er bleibt ganz und
die Liebe Christi, die den Mönch trägt.
in seinem Leben bewährt hat und zur Mit-
Dogmas von Nizäa – in seinem Bekennt-
Christus nichts vor ziehen
auf die Macht Christi und wendet sich an
ausdrücklich auf dem Boden des Christusnis: »Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer
Als Abschluss der ganzen Regel schreibt
Eines Wesens mit dem Vater«. Seine Aufmerk-
– Christus sollen sie überhaupt gar nichts vorzie-
Gott vom wahren Gott, gezeugt nicht geschaffen.
samkeit gilt jedoch dem gelebten Glauben und einer Wirklichkeit, die sich der Ge-
genwart des auferstandenen, erhöhten und wiederkommenden
Herrn immer bewusst ist. Es geht nicht um das
Dogma, nicht um die Lehre, sondern um Leben,
nicht um Formulierun-
Benedikt: »Christo omnino nihil praeponant
hen« (RB 72,11). Dieser Satz – an markanter
Stelle positioniert – ist die Zusammenfas-
sung seines geistlichen Testaments, als
Es geht nicht um das
Dogma, nicht um die
Lehre, sondern um Leben
gen, sondern um Beziehung, nicht um
ein Gottesbild, sondern um Erfahrung. Schon zu Beginn findet sich ein pa
das RB 72 angesehen wer-
den muss, und macht da-
mit das für ihn Wichtigs-
te im Leben des Mönchs
deutlich. Für Benedikt ist
das keine moralische oder
asketische Anweisung, sondern Ausdruck seiner Christusbeziehung.
Damit ist zugleich das große Thema
ralleler Satz in RB 4,21: »Der Liebe Christi (zu
getaufter Existenz benannt, wenn schon
praeponere.« In RB 4,21 findet sich das Wort
chen Lebens ausgesprochen wird: »… damit
Christus) nichts vorziehen – nihil amori Christi
eingangs (RB Prol. 2) der Sinn menschli-
»amor«, das im Sprachgebrauch der Bene-
du zu ihm (Christus) zurückkehrst.«
tus und dem Mönch vorbehalten bleibt
bildes Benedikts stellt die Christo-Praxie
diktusregel der Beziehung zwischen Chris(vgl. RB 4,72; 5,10; 7,34.69; 63,13; 72,3.9).
Dabei ist der Liebe Christi zum Mönch der
unbedingte Vorrang zu geben vor der Liebe
Eine entscheidende Facette des Gottes
sicher. Ebenso wichtig wie die Rechtgläubigkeit, die Orthodoxie, ist ein christus-
gemäßes Handeln, das Benedikt vorgibt
te seiner Existenz geworden ist. Er setzt den Herrn, der alles vermag – dominus, qui omnia potest (RB 28,5), und das gilt
für alle Situationen. Damit drückt er nicht
einfach eine optimistische Einstellung
aus, auch geht es nicht um einen pädago-
gischen Kunstgriff. Vielmehr gibt er seine Glaubenswirklichkeit als Bekenntnis und
Zeugnis weiter. Der Herr allein ist es, der das Heil bewirkt.
Das Vertrauen, das sich darin zeigt,
hat seine Kraft nicht aus sich selbst, sondern lebt davon, dass Benedikt auf Chris-
tus schaut. Nicht sein Vertrauen als sol-
ches ist allmächtig, sondern weil er sich
an den bindet, der alles vermag. Alles
– das ist ernst zu nehmen: alles, was un-
möglich scheint, alles, was verwundet ist,
alles, was ungelöst und ungeklärt ist – das vertraut Benedikt dem Herrn an. In der
Erfahrung Benedikts lebt der Herr, der al-
.
les, was möglich ist, Wirklichkeit werden lässt.
sr. michaela puzicha osb
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bergecho 1 . 2015
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kirche und kloster
Weltkirche in Andechs
Die Kardinäle von Addis Abeba und Nairobi zu Besuch auf dem Heiligen Berg
Am 19. März, dem Josefitag, war der Heilige Berg wieder traditio nell Ziel vieler Josefs und Jose finen, die beim Gottesdienst in der Wallfahrtskirche und anschließend im Bräustüberl ihren Namenstag gefeiert haben. Abt Johannes konnte an diesem Tag in Andechs sogar eine kleine Delegation der ostafrikanischen Bischofskonferenz (AMECEA) begrüßen.
D
er Präsident der AMECEA, Deme-
rew Kardinal Souraphiel C.M.,
äthiopisch-katholischer Erzbischof
der Andechser Wallfahrtskirche. In ei-
ner kurzweiligen Ansprache nahm Kardinal Souraphiel die Wiederauffindung des
der Hauptstadt Addis Abeba, und sein
Andechser Reliquienschatzes durch eine
bischof von Nairobi in Kenia, hatten im
Würde auch der kleinsten Lebenswesen,
gens um einen Abstecher nach Andechs
te sich sichtlich über die Aufmerksamkeit,
Stellvertreter John Kardinal Njue, Erz-
Rahmen ihres Deutschland-Besuches ei-
gebeten. missio, das internationale katho lisches Missionswerk, das die Reise der
AMECEA organisierte, nahm kurzfris-
tig Kontakt mit Abt Johannes auf und so
konnte die Delegation aus Ostafrika die
benediktinische Gastfreundschaft des Hei-
ligen Berges erleben.
Abt Johannes führte die Gäste, darun-
ter auch P. Ferdinand Lugonzo Makaka,
Generalsekretär der AMECEA und P. Chri-
Maus 1388 in den Blick. Er unterstrich die
»weil sie Gottes Geschöpfe sind« und freu-
die der Maus auch heute noch in der Wallfahrtskirche geschenkt wird.
Nach dem Gottesdienst und einer klei-
nen Stärkung im Bräustüberl führte Be-
triebsleiter Alexander Reiss die beiden
Kardinäle und die Delegation von AME-
CEA und missio durch die Klosterbrauerei.
»Das war für mich keine ganz alltägliche
Führung. Es ist schon etwas Besonderes, zwei von weltweit 123 wahlberechtigten
santus Raphael Ndaga, Leiter der Kommu-
Kardinälen durch die Klosterbrauerei zu
durch Kloster und Wallfahrtskirche. »Ich
hat sich schnell gelegt. Die beiden Kardi-
nikationsabteilung der AMECEA, zunächst freue mich, dass bei diesem Besuch im-
mer besonders sichtbar wird, wie katho-
führen. Aber das anfängliche Herzklopfen
näle waren sehr daran interessiert zu er-
fahren, wie heute in einem klösterlichen
lisch im Sinne von umfassend, vielfältig
Umfeld Bier gebraut wird. Und das Zwi-
Johannes. »Das hält den Blick weit und of-
haben sie wirklich genossen.«
Kirche ja hierzulande oft klagt, in einem
des missio-Präsidenten Monsignore Wolf-
und weltweit unsere Kirche ist«, so Abt
fen und lässt viele ›Probleme‹, über die die
ganz anderen Licht erscheinen.«
Den Festgottesdienst zum Josefitag
feierten die beiden Kardinäle zusammen
mit Abt Johannes und vielen Gästen in
(v.l.n.r.) Pater Crisantus Raphael Ndaga (Tansania), Kommunikationssekretär der AMECEA; Kardinal Berhanyesus Demerew Souraphiel C.M. (Äthiopien), Erzbischof von Addis Abeba, Präsident der AMECEA; John Kardinal Nuje (Kenia), Erzbischof von Nairobi, Vizepräsident der AMECEA; Marie-Thérèse Knöbl, missio München; Abt Johannes Eckert, Reinelde Fink, missio München; Pater Ferdinand Lugonzo Makaka (Kenia), Generalsekretär der AMECEA
ckelbier in unserem Gär- und Lagerkeller Dr. Marie-Thérèse Knöbl, Assistentin
gang Huber, und Reinelde Fink, Länder referentin der Auslandsabteilung, kom-
plettierten die Delegation von missio Mün-
chen sorgten mit für einen intensiven und
.
erlebnisreichen Austausch an diesem Tag
in Andechs.
Zu einer kleinen Stärkung hatte Abt Johannes die Gäste aus Ostafrika ins Bräustüberl eingeladen
bergecho 1 . 2015 |
020 Anz. Bergecho 19x24_neu.qxd
13.04.2006
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kirche und kloster
» L ebe einfach mal anders !« Tage im Kloster Andechs für junge Männer zwischen 16 und 26 Jahren
D
»
ie Tage im Kloster haben mir bei
ist auch ihre Herkunft. Aus handwerkli-
ich, wo ich stehe.« Ein solches und
Jungunternehmer und aus natur- und
meiner Suche geholfen, jetzt weiß
ähnliche Statements der Teilnehmer der
»Tage für junge Männer im Kloster An-
dechs« haben wir Mönche in den letzten
geisteswissenschaftlichen Studiengän-
gen kommen sie aus ganz Deutschland zu uns. Die Teilnehmerzahl variierte in den
Jahren immer wieder vernommen. Die
letzten Jahren zwischen 6 und 12 jungen
für eine Woche zu besuchen und an unse-
religiösen und kirchlichen Prägung unter-
Motivationen der jungen Männer, uns
rem Leben teilzunehmen, sind dabei ganz
Unter dem Motto »Lebe einfach mal anders!« laden die Benediktiner des Klosters Andechs junge Männer zwischen 16 und 26 Jahren vom 1. bis 8. August 2015 auf den Hl. Berg ein. Neun jungen Männern steht diese Möglichkeit wieder offen. Fr. Lukas Essendorfer begleitet auch in diesem Jahr die jungen Männer. Er hat bei den gemeinsamen Tagen die klösterliche Gemeinschaft nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Beschenkte erfahren.
chen und kaufmännischen Berufen, als
unterschiedliche: Einige wollen einfach
einmal etwas raus
aus ihrem Schul-,
Studiums- und Ar-
beitsalltag, um et-
was Ruhe zu gewinnen und neue Kraft
Männern von 16 bis 30 Jahren. Auch in der
schieden sich die Teilnehmer voneinander sehr stark. Sind einige von ihnen sehr in-
»Die Tage im Kloster haben
mir bei meiner Suche geholfen, jetzt weiß ich, wo ich stehe.«
zu schöpfen. Nicht selten stehen sie dabei
vor Lebenswenden und neuen Lebensabschnitten, sei es ein anstehender Schul-
wechsel oder der Übergang vom Studium in den Arbeitsalltag. Die Tage waren für manche in den letzten Jahren Teil eines
größeren Schnitts im Leben. Nicht immer
tensiv in das kirchliche
Leben in ihren Heimat-
gemeinden integriert,
haben andere nur einen sehr losen Bezug zum
kirchlichen und religiö-
sen Leben. Was alle Teilnehmer hingegen
in den letzten Jahren von Anfang an einte,
war ihr Interesse und ihre Aufgeschlossenheit für unsere benediktinische Le-
bensgemeinschaft im Kloster Andechs, sei
es auch nur für einige wenige Tage. Wir
Mönche heißen dabei alle jungen Männer,
läuft alles glatt und reibungslos im Leben,
gleich ob katholisch oder protestantisch,
oder anderen Teilnehmer ein willkom-
nis angehören oder sich als Agnostiker
mit den anderen Teilnehmern und uns
kommen. Die einzige Voraussetzung, die
ken. So meinte ein Teilnehmer vor einigen
die gemeinsamen Tage und den klösterli-
und die Tage bei uns waren für den einen
mener Anlass, in Ruhe und im Austausch Mönchen zu reflektieren und zu überden-
Jahren, dass er wieder mit mehr Mut aus
der gemeinsamen Woche rausgehe und er
Dinge, die jetzt anstehen, mit neuer Kraft anpacken kann.
»jetz t weiSS ich wo ich stehe« So unterschiedlich die Beweggründe der
jungen Männer sind, so unterschiedlich
ob sie einem anderen religiösen Bekennt-
oder Atheisten verstehen, bei uns will-
wir an die Teilnehmer stellen ist, sich auf chen Rhythmus einzulassen.
Wir beginnen gemeinsam jeden Tag
mit dem klösterlichen Morgenlob. Im Anschluss an das gemeinsame Frühstück
und eine kurze Morgenmeditation bege-
ben sich die Teilnehmer bis Mittag in die
Arbeitseinsätze im Umfeld des Klosters.
Im Anschluss an das Mittagslob und das
bergecho 1 . 2015 |
gemeinsame Mittagessen mit den Mön-
junge Männer im Kloster Andechs« der
i n f o r m at i o n
nähere Umgebung des Kloster Andechs.
Gesprächen und Fragen der gemeinsamen
beginn Samstag, 1. August 2015, 16.00 Uhr Treffpunkt: Pforte Kloster Andechs
chen unternehmen wir Ausflüge in die
letzten Jahre entstanden sind. Von den
Meist besuchen wir die nahegelegenen
Tage profitieren nicht nur die Teilnehmer
und Spiel zum lockeren Austausch. Nach
verstehen uns dabei nicht nur als »Gast
Badeseen und nutzen die Zeit bei Sport
dem Abendlob, der gemeinsamen Eucha-
ristiefeier und dem Abendessen bieten
wir noch inhaltliche Impulse zur bene-
diktinischen Spiritualität, zum Lesen der
Heiligen Schrift, Liturgie und christlicher
Praxis an. Je nach Witterung und Tages-
verfassung lassen wir die Abende gemeinsam bei einem kühlen Getränk gemütlich
ausklingen.
christlicher Gl aube – lebens froh, zeitgem ä SS, ak tuell
selbst, sondern auch wir Mönche. Wir
geber« und Impulsgeber für ein geglücktes Leben, sondern in diesen Tagen auch als selbst Empfangende und Lernende. Das
Nachdenken über Gott und die Welt er-
folgt durch den gemeinsamen Ideen- und
Gedankenaustausch. Kritische Fragen zu
Religion, Glauben und Kirche sind dabei
nicht nur erlaubt, sondern willkommen. Wir haben die »Tage im Kloster An-
dechs für junge Männer« als Gemein-
schaftsangebot konzipiert. Bei Bedarf be-
steht aber auch die Möglichkeit zu Einzel-
Uns Mönchen ist in diesen Tagen wich-
gesprächen und Einzelbegleitung durch
gelebter christlicher Glaube nicht staub-
Logis sind frei, dafür freuen wir uns über
sondern lebensfroh, zeitgemäß und aktu-
heit der Teilnehmer für unsere Gemein-
tig, den Teilnehmern zu vermitteln, dass trocken, abgestanden und fade sein muss, ell sein kann. Gelebter Glaube kann Spaß und Freude machen, das zeigen auch die
Freundschaften, die in den »Tagen für
uns Mönche im Kloster Andechs. Kost und
die Mitarbeit und die Aufgeschlossenschaft.
.
ende Samstag, 8. August 2015, nach dem Mittagessen gegen 14.30 Uhr teilnehmer maximal neun Personen unterkunft in einfachen Einzelzimmern mit Etagendusche und Verpflegung. kosten Kost und Logis sind frei, dafür wird um Mitarbeit im Kloster gebeten. schriftliche anmeldung (bis 24. Juli 2015) Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs Fr. Lukas Essendorfer OSB Karlstraße 34, 80333 München Tel.: +49 (0)89/55171-0 Fax.: +49 (0)89/55171-103 lukas@sankt-bonifaz.de
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bergecho 1 . 2015
| klosterbrauerei
Nachhaltiges Wachstum
Die Klosterbrauerei Andechs hat 2014 ihr nachhaltiges Wachstum fortsetzen können. Über 100.000 Hektoliter klösterlicher Bierspezialitäten hat der größte Wirtschaftsbetrieb des Klosters 2014 am Heiligen Berg gebraut und verkauft.
Klosterbrauerei Andechs blickt auf ein gutes Jahr 2014 zurück
M
it dem Ausstoß-Plus im Jahr
2014 konnte die Klosterbrauerei ein stärkeres Wachstum erzie-
len als die bayerische Brauwirtschaft im selben Jahr insgesamt. Wie der Bayeri-
sche Brauerbund (BBB) auf seiner Jahres-
pressekonferenz im Februar in München
bekanntgab, ist der Ausstoß von alkohol-
haltigen und alkoholfreien Bieren 2014 in Bayern im Vergleich zu 2013 um 600.000
auf rund 24,6 Millionen Hektoliter gestie-
gen (+ 2,5 %). Noch positiver hat sich die
Grundsätzlich ist das Ziel unserer klös-
terlichen Ökonomie qualitativ definiert:
Da das Kloster keine Einnahmen aus der Kirchensteuer erhält, müssen die Wirt-
schaftsbetriebe – auch die Klosterbrauerei –
die Mittel erwirtschaften, damit das Klos-
ter sein umfangreiches Engagement in
München und Andechs in den Bereichen
Wissenschaft, Bildung, Soziales und Kultur finanzieren kann.«
Klosterbrauerei im Vergleich zur deut-
L änger wirkende Verbr auchertrends bewirken positive Ent wicklung
vorläufigen Zahlen des Deutschen Brauer-
Wolfgang Schäff, seit 1. Oktober letzten
Brauereien rund 95 Millionen Hektoliter
rei, sieht vor allem länger wirkende Ver-
schen Brauwirtschaft entwickelt. Nach
bundes (DBB) produzierten Deutschlands
alkoholhaltige und alkoholfreie Biere ge-
genüber 94,6 Millionen Hektolitern im
Jahr 2013 (+ 0,4 %).
Christian Rieger, kaufmännischer
Leiter der Andechser Wirtschaftsbetriebe: »Wir freuen uns über diesen Erfolg.
Jahres Vertriebsleiter der Klosterbraue-
brauchertrends als Grund für die positive
Entwicklung der Brauerei: »Verbraucher achten bei der Wahl ihrer Biere wie-
der verstärkt auf Tradition, Werte und
bergecho 1 . 2015 |
Wer unsere Klosterbiere genießt, kann
ein Stück unverwechselbares ›Andech-
ser Gefühl‹ erleben – benediktinische
Gastlichkeit, barocke Kultur und bayerische Lebensart.
Regionalität. Tradition ist ein Wert, den
Berg aus einer einzigartigen Verbindung
brachten Braukunst überzeugend verkör-
tur. Im Gegensatz zu anderen oft synthe-
die größte von nur noch wenigen authen-
handelt es sich hierbei um eine ganz reale
rende Ordensgemeinschaft konzernunab-
Welt ist eben nicht stromlinienförmig auf
Einzigartigkeit und Nachhaltigkeit sind
hat in der Wallfahrt und im Kloster ihr
am Heiligen Berg verbunden.«
Kanten, die sie für unsere Gäste sympa-
ökologisches Engagement sind in Andechs
lentin Ziegler. Regionalität spielt dabei für
ten mit Blick auf große Zeiträume. Nach
dende Rolle, denn mit den Rohstoffen
die Klosterbrauerei mit ihrer altherge-
von Spiritualität, Gastlichkeit und Kul-
pern kann. Sie ist heute in Deutschland
tischen Produkt- und Marken-Universen
tischen Klosterbrauereien, die eine existie-
Markenwelt. »Diese Andechser Marken-
hängig führt. Werte wie Glaubwürdigkeit,
Marketing und Absatz getrimmt, sondern
daher eng mit der klösterlichen Braukunst
notwendiges Korrektiv, ihre Ecken und
Klösterliches Leben und ökonomisch-
thisch und glaubwürdig macht«, so P. Va-
eng verbunden. Mönche leben und arbeidem Leitsatz ›ora et labora‹ sind Beten und Arbeiten
zwei Seiten einer Medail-
le. Benedikt sagt in seiner Regel im Kapitel 48 über
die ›Ordnung der Handarbeit und der Lesung‹: »Sie
[die Mönche] sind dann wirk-
lich Mönche, wenn sie wie un-
die Klosterbrauerei ebenso eine entschei-
von ausschließlich bayerischen Lieferan-
Verbraucher achten
Brauerei technisch stetig
weiter. Diese Brautechnik
Bayerns gebraut und abgefüllt – auch für
Biere wieder verstärkt
althergebrachter Brau
grundsätzlich nicht vergeben. P. Valentin:
bei der Wahl ihrer
auf Tradition, Werte
und Regionalität.
sichert den Fortbestand
traditionen wie das Mehr-
fach-Maischverfahren oder
das Zweitank-Verfahren.
Andechser Klosterbiere be-
ten wird ausschließlich am Heiligen Berg sämtliche Exportmärkte. Lizenzen werden
»Wer unsere Klosterbiere genießt, kann
ein Stück unverwechselbares ›Andechser
Gefühl‹ erleben – eine Verbindung von be-
nediktinischer Gastlichkeit, barocker Kul-
sere Väter und die Apostel von ihrer Hände Arbeit
kommen so während des ganzen Braupro-
tur und bayerischer Lebensart.«
ren untrennbar zusammen und so gilt
einem geschmacksintensiven Bier heran-
GroSSe Sortenvielfalt
Leben: Qualität braucht Zeit. Von die-
rung und langer Lagerung von bis zu sechs
leben.« Beides – Gebet und Arbeit – gehö-
im geistlichen wie im wirtschaftlichen sem Grundsatz her entwickelt sich die
zesses die Zeit, die sie benötigen, um zu zureifen. Das ist das Ziel von kalter Gä-
Wochen. Sie sind zwar sehr zeit- und energieaufwändig, aber sie sorgen mit für den
»Fernsehbiere« mit ihrem »Einheitsgeschmack« haben zu Recht viele nach der Sortenvielfalt fragen lassen, für die das Naturpro-
dukt Bier eigentlich steht. Für diese Sor-
besonderen malzaromatischen Charakter
tenvielfalt steht traditionell die Bierland-
Umweltengagement. Durch das seit 15
lassen sich nach Angaben des Bayerischen
der Bierspezialitäten. Hinzu kommt das
Jahren praktizierte EMAS-Umweltmanagement verbessert sich die Umweltleistung der Brauerei ständig.
schaft in Süddeutschland. Allein in Bayern
Brauerbundes 40 verschiedene Biersorten unterscheiden. Analysen zeigen inzwi-
schen deutlich, dass der Verbraucher wie-
der bereit ist, für Qualität deutlich mehr
gl aubwürdig – nachhaltig – regional
auszugeben. Er sucht die Abwechslung,
Diese deutliche Verbindung der geistigen
Hier rücken dann Spezialsorten wie z.B.
richtung der Wirtschaftsbetriebe hilft,
Blick des Verbrauchers.
dig zu bleiben. Zudem lebt der Heilige
martin glaab
Grundlagen mit der ökonomischen Aus-
Gästen und Kunden gegenüber glaubwür-
das besondere Bier für besondere Anlässe.
.
der Andechser Doppelbock Dunkel in den
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bergecho 1 . 2015
| klosterbrauerei
Vorreiterrolle annehmen Pater Valentin Ziegler und Umwelt-Auditor Dr. Reiner Beer im Gespräch über Nachhaltigkeit und Umweltschutz der klösterlichen Wirtschaftsunternehmen.
Klöster denken und handeln mit langfristigen Perspektiven. Was dies für die Entwicklung der klösterlichen Wirtschaftsbetriebe in Andechs bedeutet, welchen Stellenwert Umweltschutz und Nachhaltigkeitsdenken haben, darüber hat Martin Glaab mit Pater Valentin Ziegler und dem langjährigen Umwelt-Auditor der klösterlichen Wirtschafts betriebe, Dr. Reiner Beer, gesprochen.
Pater Valentin, Sie stammen aus einer altein gesessenen Winzerfamilie in der Pfalz und haben schon früh die Bedeutung einer intakten Umwelt für ein nachhaltiges Wirtschaften hautnah erlebt. Gibt es aus dieser Zeit ein Erlebnis, von dem Sie sagen können, dass es Sie für Nachhal tigkeit sensibilisiert hat?
»Nachprüfbare Nachhaltigkeit« ist für Sie ein Lebensthema geworden, Herr Dr. Beer. Gibt es für Sie persönlich ein Schlüsselerlebnis, an dem Sie Ihre Entscheidung festmachen können, »nachprüfbare Nachhaltigkeit« zu Ihrem Beruf zu machen?
Pater Valentin Ziegler In den Jahren,
Einmal sind das meine Erinnerungen an
ren Flurbereinigungen ein großes Thema.
Mal klar, dass unsere Ressourcen endlich
Bäume gefällt und so hat sich die Land-
rund um den Club of Rome im Ohr, dass
wo ich in der Pfalz aufgewachsen bin, waBäche wurden in Betonwannen gelegt,
Dr. Reiner Beer Es gab zwei Meilensteine.
die Ölkrise 1973. Da wurde mir zum ersten sind. Deutlich habe ich die Diskussionen
schaft total verändert. An diesem Beispiel
wir noch zwanzig Jahre Öl haben und
einer Landschaft verbunden zu sein. Man
nern, dass ich an den autofreien Sonnta-
ist mir aufgegangen, was es heißt, mit
darf einfach nicht aus den Augen verlie-
ren, wo der Mensch lebt. Natürlich gab
es in dieser Zeit auch einen anderen und sensibleren Umgang mit Spritzung und
Düngung der Weinberge.
dann ist es vorbei. Ich kann mich erin-
gen mit dem Fahrrad auf der Autobahn gefahren bin. Die Frage hat mich umgetrie-
ben: Wie finden wir andere Wege, um von
A nach B zu kommen? Der zweite Meilenstein war meine Promotion. Hier ging es
mir um ein umweltfreundliches Verfah-
ren für die Gewinnung von Alphazellulose und Zellstoff aus Holz. Ich konnte ein
bergecho 1 . 2015 |
»Entscheidend ist die Leis-
tung, die ein Unternehmen
zum Schutz der Menschen, schwefelfreies Aufschlussverfahren ent-
der Ressourcen und damit
reinigung wesentlich reduzierte. Hier ist
Reiner Beer
wickeln, das die Wasser- und Luftverun-
für mich ganz deutlich geworden: Nach-
der Umwelt erbringt.«
haltig arbeiten bedeutet, möglichst wenig
Abfälle zu produzieren und die Rohstoffe am besten zu 100 Prozent nutzen.
Heute wird viel von Nachhaltigkeit gesprochen. Wofür steht der Begriff und wofür kann er nicht herhalten? Dr. Beer Ich gebrauche den Begriff »Nach-
haltigkeit« äußerst ungern, da er ganz unterschiedlich interpretiert wird. Es
gibt nachhaltige Forstwirtschaft, es
P. Valentin Benediktiner standen ja im-
der Ressourcen und damit der Umwelt er-
Sie schufen Zentren der Wissenschaft,
verbrauch, den Ausstoß von CO 2 und viele
mer auch für die Kultivierung des Landes.
bringt. Dazu schauen wir auf den Strom-
Bibliotheken und Schulen. Für uns Bene-
andere Parameter. Aber auch auf die Zahl
ständigkeit zu tun, mit einer tiefen Ver-
sundheit der Mitarbeiter. Das wiegt viel
diktiner hat Nachhaltigkeit mit Bodenbindung mit dem Land, wo das Kloster
steht. Da, wo ich als Mönch lebe, möch-
der Arbeitsunfälle, die verbesserte Ge-
schwerer als eine perfekte Dokumenta-
tion. Wir prüfen als Auditoren nicht nur
gibt nachhaltiges Finanzwesen, es gibt
te ich auch die Ressourcen, die da sind,
Plus oder Minus, sondern wir geben An-
darauf, ob ich ein Objekt auf Dauer ver-
sie so nutzen, um eben auch weiteren
besserung in den Bereichen Umwelt und
nachhaltige Gebäudewirtschaft im Blick
nutzen zum Wohle aller und ich möchte
mieten kann. Das sind alles relativ ein-
Mönchsgenerationen das Leben an die-
muss man natürlich wirtschaftlich Erfolg
Benediktiner eher in Jahrhunderten.
dimensionale Sichtweisen. Erst einmal
haben. Aber dieser Er-
folg hat unter Beachtung bestimmter Rahmenbe-
dingungen zu geschehen, die dazu beitragen, dass
wir und nachfolgende Generationen auch noch leben können. Wenn man
in Gegenden unterwegs
ist, wo das nicht selbst-
sem Ort zu ermöglichen. Da denken wir
»Für uns Benediktiner
hat Nachhaltigkeit mit
Bodenständigkeit zu tun, mit einer tiefen Verbindung mit dem Land.« P. Valentin
verständlich ist - in Asien,
Herr Dr. Beer, Sie sind welt weit unterwegs. Was erleben Sie in Regionen, wo eine Sensibilität für Nachhaltig keit nicht so entwickelt ist. Wo setzen sie an? Dr. Beer Wir versuchen
mit unseren Zertifizie-
rungen einen bestimm-
ten Grundgedanken in
in China - da sieht man erst einmal, was
die Unternehmen einzupflanzen - und
zur Verfügung steht, wenn die Luft ver-
System nach einer ISO-Norm macht be-
das bedeutet, wenn kein frisches Wasser schmutzt ist, wenn sie die Sonne nicht
das nicht nur innerhalb Europas. Ein
stimmte Vorgaben. Da gibt’s Dokumen-
sehen können und wenn auch nicht ge-
tationen, da gibt’s Papier und ich glaube,
arbeiter. Ich gebrauche lieber den Begriff
man will. Das allein macht es nicht bes-
achtet wird auf die Gesundheit der Mit-
»Umwelt und Soziales«, dann ist klar, um was es geht.
man kann so viel Papier produzieren wie
ser. Entscheidend ist die Leistung, die ein
Unternehmen zum Schutz der Menschen,
regungen, wie eine kontinuierliche VerSoziales möglich ist.
Eine solche kontinuierliche Verbesserung im Blick auf Umwelt und Soziales ist ja eigentlich dem benediktinischen Gelübde des »klöster lichen Lebenswandels« recht nahe, oder? P. Valentin Ja, dieses Gelübde möchte
den Mönch zu einem ausgewogenen Le-
ben führen, dazu, dass er sich selbst im-
mer mehr erkennt, und Gottes Einladung zur Umkehr stets neu annimmt. Für ei-
ne klösterliche Gemeinschaft heißt das, durch unser Wirtschaften zu einer solchen Ausgewogenheit auch in unserer
Umwelt beizutragen. Benedikt schreibt ja in seiner Regel: »Von ihrer Hände Arbeit sollen sie leben.« Das soll also nicht nur
die nächsten fünf Jahre geschehen.
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bergecho 1 . 2015
| klosterbrauerei
»Es ist uns wichtig, dass
unsere Identität als Mön-
che sichtbar ist – zu zeigen,
dass es für uns eine Selbst-
verständlichkeit ist, in
Umweltfragen sensibel zu sein und zu bleiben.« P. Valentin
Herr Dr. Beer, die Begleitung klösterlicher Unternehmen beim Umweltmanagementsystem EMAS ist für Sie wahrscheinlich nicht alltäglich. Welche Unterschiede sehen Sie im Vergleich zu Unternehmen ähnlicher Größenordnung, aber mit anderen Eigentümern? Dr. Beer Ich glaube, der wesentliche Un-
Pater Valentin, sie haben über Jahre mit Verant wortung für die Wirtschaftsbetriebe getragen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben in Ihrer Amtszeit als Cellerar einen großen Stellen wert erlangt. Wie haben Sie diese Zeit wahrge nommen? P. Valentin Das Wirtschaftsleben ist
terschied liegt darin, dass die einzelnen
noch schnelllebiger geworden und es hat
chen Unternehmen bewusster gesehen
Siebziger und Achtziger Jahren unsere
Aspekte der Nachhaltigkeit bei klösterliwerden. Auch werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier
mehr einbezogen, das
ist in anderen Unter-
nehmen nicht immer so. Ich denke, dass
die Kooperation mit der Belegschaft bei
klösterlichen Un-
ternehmen doch in-
sich als sehr weise herausgestellt, in den
»In Andechs wird eben nicht
nur darauf geschaut, ob sich eine Investition nach einer
kurzen Zeit rechnet, sondern
ob eine längerfristige Perspek-
tive gewahrt bleibt.« Reiner Beer
tensiver gelebt wird
Brauerei komplett
neu zu bauen. Die-
P. Valentin Am deutlichsten wurde mir
dies bei der Entscheidung für die Erneue-
rung unseres Wasserhauses und die CO 2-
Rückgewinnungsanlage, die sich sicher-
se Entscheidung war
lich nicht in betriebswirtschaftlich übli-
unumstritten im
wollten wir als Brauerei einfach CO 2-frei
dem Risiko behaftet,
le annehmen, die man uns als klösterli-
wirklich abbezahlen
hinaus zu denken und zu handeln.
sind in den Jahren die
Dr. Beer Solche Investitionen, von denen
damals nicht ganz
Konvent und war mit ob wir die Schulden
können. Natürlich Umweltfragen viel
als in weltlichen Unternehmen. Da ist
stärker in den Fokus gerückt und wir ha-
ander Leben und Arbeiten. Ich bin der
reagiert. Viele Entscheidungen haben wir
eine andere Identifikation, ein mitein-
Konkrete Nachfrage: Sie treffen sich regelmäßig im Gesamtkapitel alle sechs bis acht Wochen, wo nicht nur im geistlichen Bereich Entscheidun gen gefällt werden, sondern auch im ökonomi schen. Welche ökonomische Entscheidung war am wenigsten darauf ausgelegt, Investionen schnell wieder »reinzuholen«, sondern Nachhal tigkeit und Umweltschutz zu unterstreichen?
chen Zeiträumen rechnet, sondern hier
produzieren. Wir müssen die Vorreiterrol-
ches Unternehmen zutraut, über den Tag
Sie sprechen, Pater Valentin, dienen ja
auch nicht zu 100 Prozent immer nur dem
ben als klösterliche Unternehmen darauf
Umweltschutz, sondern mit ihnen kann
Meinung, das ist der wesentliche Punkt,
getroffen, um mit Energie, Wasser, Ab-
ren, wie zum Beispiel den Schutz der Mit-
beiten und etwas zu sagen haben, ernst
zugehen. Hier haben wir in den letzten
dass man alle, die im Unternehmen ar-
nimmt. Wichtig ist auch, dass eine noch
weitgehendere Betrachtung aller Themen
wässern noch verantwortungsvoller um-
arbeiterinnen und Mitarbeiter. Hier grei-
zehn Jahren massiv investiert. Dabei ist
sicherheit und Gesundheit ineinander.
es uns wichtig, dass unsere Identität als
durchgeführt wird, auch dort, wo es wirt-
Mönche sichtbar bleibt; also zu zeigen,
Andechs wird eben wirtschaftlich nicht
Umwelt verantwortungsbewusst waren
schaftlich nicht immer toprelevant ist. In
nur darauf geschaut, ob sich eine Investi-
tion nach einer kurzen Zeit rechnet, son-
dern ob eine längerfristige Perspektive ge-
wahrt bleibt.
man auch angrenzende Bereiche optimie-
dass wir in Fragen der Ressourcen und der und sind.
fen Aspekte von Umweltschutz, Arbeits-
Solche »Kombinationseffekte« bei Investi-
tionen werden oft übersehen und da hilft
EMAS, eine ganzheitliche Betrachtung im Unternehmen zu wahren.
bergecho 1 . 2015 |
I n f o r m at i o n Klösterlichen Unternehmen sind ja oft mit einer kritischen Öffentlichkeit konfrontiert, gerade im Blick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Sehen Sie darin auch eine Chance, P. Valentin? P. Valentin Das sehe ich differenziert.
Es gibt mit öffentlicher Wahrnehmung
unterschiedliche Erfahrungen. Um nach-
haltig zu wirtschaften und dieses Konzept dann auch durchzuhalten, dazu braucht es stabile politische Rahmenbedingun-
gen und ein schlüssiges Gesamtkonzept. Letzteres braucht Zeit und dies zu erklä-
ren und zu transportieren ist nicht immer einfach. Wir haben Potentiale für weitere
Verbesserungen und werden sie nutzen.
Ist EMAS vielleicht auch deshalb für mittelstän dische Unternehmen so attraktiv, weil es nicht nur zur Normierung und Dokumentation hilft, sondern auch in der Unternehmensentwicklung Anreize setzt? Dr. Beer Mit EMAS haben Unternehmen
ein Umweltmanagementsystem, das ih-
nen hilft, sich strukturiert mit den Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen.
Mit EMAS kann man diese Bedingun-
gen in einem System betrachten und be werten: zunächst direkte Umweltaspekte wie den Umgang mit Lärm, Wasser,
Abwasser, Abfall usw. Dann aber auch indirekte Umweltaspekte, z.B. Transport und Logistik, Mitarbeiter, sozia-
le Aspekte, Gesundheit, Arbeitssicher-
heit, gerade beim Umgang mit Gefahrund Schadstoffen, Brandschutz, einen
Rahmennotfallplan, also ein gesamtes Risikomanagementsystem.
Jetzt sind die klösterlichen Wirtschaftsbetriebe in Andechs auf EMAS-Basis seit 15 Jahren für Umweltschutz und Nachhaltigkeit engagiert. Welche Potentiale sehen Sie, Herr Dr. Beer, für Andechs, im Umweltengagement weiter Fort schritte zu erzielen? Dr. Beer Das größte Potential liegt im
System EMAS selbst. Andechs hat mit
EMAS einen festen Rahmen, um sich immer wieder neu Gedanken über das Be
stehende zu machen, neueste Technolo
gien einzubeziehen und die Rahmenbedingungen im Blick zu halten mit dem
Ziel, weiter nachhaltig zu wirtschaften.
Aber wir müssen auch die besondere Si-
tuation hier in Andechs berücksichtigen, z.B. die komplexe Hang- bzw. Berglage
des ganzen Areals. Wir wollen Ausge-
wogenheit, Kontinuität und Rentabiltät
für die nachhaltige Entwicklung unserer
.
Wirtschaftsbetriebe miteinander verbinden.
»EMAS ist ISO Plus« Der Unterschied zwischen EMAS und ISO 14001 Die Anforderungen der ISO 14001 an ein Umweltmanagementsystem sind auch Kernbestandteil von EMAS. In EMAS ist das Kapitel 4 «Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem« der ISO 14001 enthalten. EMAS verlangt die Erfüllung dieser Anforderungen und darüber hinaus jedoch noch eine sogenannte «Umwelterklärung” und besondere Anstrengungen hinsichtlich • Einhaltung von Rechtsvorschriften • Umweltleistungen • Externer Kommunikation u. Beziehungen • Einbeziehung der Arbeitnehmer Hieraus ergibt sich eine besondere Qualität von EMAS, vor allem durch die Ausrichtung auf Kommunikation, Partizipation, Dialog und Transparenz . Dies schafft Vertrauen und bringt Verbindlichkeit sowie Dynamik in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltperformance. Quelle: www.14001news.de
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bergecho 1 . 2015
| klosterbrauerei
Energie gespart – Emissionen gesenkt – neue Ziele
Klosterbrauerei Andechs mit ambitionierten Umweltzielen für 2015
Die Klosterbrauerei Andechs hat ihren Gesamtenergieverbrauch 2013 pro produziertem Hektoliter Bier um rund 3 Prozent auf unter 46 kWh gesenkt. Den Ausstoß an CO2 konnte die Brauerei im gleichen Zeitraum um weitere gut 5 Prozent auf 12,43 kg pro Hektoliter reduzieren. Dies geht aus der jetzt aktualisierten Umwelterklärung der Klosterbrauerei hervor, die den Zeitraum bis einschließlich 2013 umfasst. Um noch aktueller zu berichten, wird die Klosterbrauerei die Zahlen für das Jahr 2014 schon im ersten Halbjahr 2015 veröffentlichen. Für 2015 hat sich die Klosterbrauerei ambitionierte Ziele gesetzt. So soll der Wasserverbrauch der Flaschenwaschmaschine um bis zu 20 Prozent sinken.
A
»Eine großartige Teamleistung, auf die wir alle miteinander stolz sein können.« Alexander Reiss, Betriebsleiter der Klosterbrauerei (3. v. l.), mit Jürgen Scholz, Gefahrenstoffbeauftragter (1. v. l.), Georg Filgertshofer, Abfallbeauftragter (2. v. l.), Andreas Weikenstorfer, Umweltmanagementbeauftragter und Leiter Betriebstechnik der Klosterbrauerei (2. v. r.) und Wolfgang Westermeier, Strahlenschutzbeauftragter und Fachkraft für Arbeits sicherheit (1. v. r.). künftig noch aktueller zu berichten, wer-
weltministerin Barbara Hendricks hatte
Umwelterklärung wird sich dann auch un-
als »innovatives EMAS-Unternehmen«
Halbjahr 2015 veröffentlichen. In dieser
sere neue Kälteanlage sehr positiv auf unsere Ökobilanz auswirken.«
Für 2015 hat sich die Klosterbrauerei
mit ihrem Umweltprogramm einiges vor-
genommen. Um bis zu 20 Prozent soll der
lexander Reiss, Betriebsleiter der
Wasserverbrauch der Flaschenwaschma-
sehr zufrieden und betont: »Wir
in der Lagerhalle werden Beleuchtung,
Klosterbrauerei, ist mit den Zahlen
haben die Maßnahmen, die in der letzten
Umwelterklärung angekündigt worden
sind, konsequent umgesetzt. Hinter den
erfolgreich absolviert haben. Bundesum-
den wir die Zahlen für das 2014 schon im
schine sinken. In der Flaschenfüllerei und
Lüftung und Heizung erneuert, um auch
hier die Potentiale zur Energieeinsparung voll auszuschöpfen.
zudem die Klosterbrauerei im Januar 2014
ausgezeichnet.
Das Kloster Andechs ist auf eine in
takte Umwelt angewiesen, sowohl als
ältester Wallfahrtsort Bayerns, als auch
als Ausflugsziel für rund eine Million Besucher im Jahr. Als Produzent hochwer-
tiger Lebensmittel sind für das Kloster
ökonomisches und ökologisches Handeln
zwei Seiten einer Medaille. So ist die Klos-
terbrauerei auf ein langfristiges organi-
sches Wachstum und eine kontinuierliche
2013 hatte die Klosterbrauerei erneut
Verbesserung der Ökobilanz ausgerichtet.
sein können.« In der Umwelterklärung
EMAS-Richtlinien erhalten. EMAS steht
trägt sie einen großen Teil des pastoralen,
die Klosterbrauerei die Änderungen ihres
ist eines der weltweit anspruchsvollsten
und ihr Umweltprogramm aktualisiert.
ment. Die Klosterbrauerei Andechs gehört
Zahlen steht eine großartige Teamleis-
tung, auf die wir alle miteinander stolz
2014 mit den Zahlen von 2009 bis 2013 hat Umweltmanagementsystems dargestellt Sie ist auf www.andechs.de publiziert.
Alexander Reiss blickt aber schon vo-
raus auf die Umwelterklärung 2015: »Um
die Öko-Auditierung nach den strengen
für »Eco-Management Audit Scheme« und
Als größter Wirtschaftsbetrieb des Klosters sozialen und kulturellen Engagements
des Klosters in München und Andechs.
Systeme für nachhaltiges Umweltmanage-
Diese Aktivitäten von der Seelsorge über
damit zu den derzeit rund 20 von ca. 650
Orff-Festspielen in Andechs finanziert
mittelständischen und großen Brauerei-
en in Deutschland, die dieses EMAS-Audit
die Obdachlosenhilfe bis hin zu den Carl
.
das Kloster ohne Mittel aus der Kirchen steuer.
bergecho 1 . 2015 |
Ein Bierglasmotiv als Fenster in die Vergangenheit
Über 80 Jahre Zusammenarbeit mit Glashersteller Franz Herb
keine mehrfarbigen Motive zuließ. »Aber
bei uns in der Firma saßen die Mitarbeiter
in den 20er Jahren jeder mit einer anderen
Farbe ›bewaffnet‹, die das mit den Stahl-
rahmen ins Glas gedrückte Motiv dann bemalt haben.« Große Stückzahlen sind mit einem solchen Verfahren nie erzielt wor-
den. Franz Gensthaler: »Eine Serie von 30
Bierseidl war damals für unser Unternehmen schon ein Großauftrag«.
Unternehmen wie Franz Herb findet
man heute nur noch selten, eine Firma,
Schon über 80 Jahre währt die Zusammenarbeit zwischen der Klosterbrauerei Andechs und dem Unternehmen »Franz Herb«. Vor kurzem erhielten wir vom derzeitigen Inhaber der Firma, Franz Gensthaler, ein Dokument dieser langen und fruchtbaren Geschäftsverbindung – ein Bierglasmotiv der Klosterbrauerei, wie es in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts die Gläser der Andechser Klosterbiere zierte.
die trotz ihrer Vielzahl an Kunden und
Partnern immer noch auf Qualität statt
Quantität setzt. Seit der Gründung 1920
durch Franz Herb in der Münchner Lig-
D
eutlich zu sehen sind auf dem
Bierglasmotiv mehrere Bauten
am Klosterberg, die heute längst
salzstraße liefert das Unternehmen von
seinem oberbayerischen Sitz in Puchheim
Biergläser, Glasseidel, Steinzeugkrüge,
Biergartenmöbel und Bierfilzl in alle Welt.
verschwunden sind. So zum Beispiel im
Nach der weitgehenden Zerstörung 1943
die beiden großen Gebäude. Dabei han-
Wiederaufbau 1949 zog die gesamte Pro-
Vordergrund am Fuß des Heiligen Berges delt es sich unten um den so genannten
Langsteiner Hof, der auf dem heutigen Motor-
radparkplatz stand und
Anfang der 1970er Jahre
abgebrochen wurde. Das
größere Gebäude darü-
ber zeigt den um das Jahr
1865 errichteten Wirt-
während des Zweiten Weltkriegs und dem duktion 1972 nach Puchheim. Seit ihrem
»Die mit diesem Motiv gestalteten Andechser
Biergläser aus den 20ern
sind allesamt Unikate.« Franz Gensthaler
schaftshof. Schon 1928
Eintritt in das Unternehmen 1978 treiben Franz
und Peter Gensthaler die
Unternehmensentwick-
lung voran. 1998 folgt die Einführung eines com-
putergesteuerten Produk-
tionssystems, 2008 die
Erweiterung der Logistik.
wurde er abgetragen und an seiner Stelle
2013 wird die Direktdruckabteilung durch
ligen Berg ausgewiesen. Heute ist hier der
maschine verstärkt und schließlich heuer
unter anderem das Symposium »Kunst
Betrieb genommen.
der erste Parkplatz für Automobile am HeiSkulpturenpark zu finden, wo Jahr für Jahr
und Bier« stattfindet.
»Die mit diesem Motiv gestalteten
Andechser Biergläser aus den 20ern sind
eine weitere vollautomatische 8-Farben-
die »digital-ready-to-print-production« in Wir freuen uns auf die weitere Zu-
sammenarbeit mit unserem langjährigen
Glaslieferanten Franz Herb, damit auch in
allesamt Unikate«, so Franz Gensthaler.
Zukunft die Andechser Klosterbiere durch
umdruck-Verfahren, das zwar eigentlich
selbar bleiben.
Das liegt am damals praktizierten Stahl
.
ein individuelles Glasdesign unverwech-
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bergecho 1 . 2015
| gastlichkeit
Von der Kunst jedem als Gast zu begegnen
Klösterliche Gastlichkeit an der Schenke des Bräustüberls
An einem guten Samstag werden an der Bräustüberlschenke mehr als 4.000 Maß Andechser Klosterbier und alkoholfreie Getränke ausgeschenkt. Eine stolze Zahl und ein wichtiger Dienst an den Gästen des Heiligen Berges. Aber ebenso mitunter ein hartes Stück Arbeit. Eine kleine Reihe über die Abteilungen des Bräustüberls möchte zeigen, dass es eine Kunst ist, jedem Bräustüberl besucher als Gast zu begegnen. Den Auftakt macht die Schenke, für viele Gäste eine der Quellen der Andechser Gastlichkeit.
E
»
s gibt Tage, da kommt einfach al-
betont Josef Eckl – wieder mit einem wis-
Leiter des Andechser Bräustüberls.
dass das nicht immer der Fall ist, seit er
les zusammen«, meint Josef Eckl,
senden Lächeln – und man merkt ihm an,
Erst setzt er ein Gesicht wie »Sieben-Tage-
1997 im Bräustüberl seinen Dienst begon-
tes Lächeln deutet schon an, wie der Satz
wir auf vieles vorbereitet. Aber ein Team,
ertag, Temperaturen um 24 Grad herum,
tes Team.«
mel, leichter Wind. Für uns ein Bilder-
Die Schenke – Quelle der Andechser Ga stlichkeit
An solchen Tagen besuchen mehrere tau-
Wenn der Durst und der Andrang im
gen Berg Bayerns.
sich vor der Kasse der Schenke schnell wie
Regenwetter« auf, aber sein verschmitz-
weitergehen wird. »Wochenende oder FeiSonnenschein, ein paar Wolken am Him-
buchwetter, da haben wir richtig zu tun.« send Gäste das Bräustüberl auf dem HeiliJosef Eckl und seine Leitungskollegen
Swaantje di Pietro und Michael Jage sowie
nen hat. »Unverhofft kommt oft. Klar sind das nicht improvisieren kann, ist kein gu-
Bräustüberl besonders groß sind, bildet
aus dem Nichts eine lange Schlange. Sol-
che Fälle haben Josef Eckl und seine Kolle-
Kai Bethke als Vorarbeiter haben dann al-
gen im Blick: »Wir kennen die Wettervor-
zu sitzen und die Belegschaft, an solchen
Bus- und anderen Besuchergruppen kom-
le Hände voll zu tun. Jeder Handgriff hat
Tagen immerhin bis zu 35 Mitarbeiterin-
hersagen, wissen wann die Wallfahrts-, men. So können wir schnell reagieren.«
nen und Mitarbeiter inklusive der Saison-
Zu solchen Stoßzeiten arbeiten dann pro
motiviert sein. Vorratshaltung, Logistik,
schank.
Spüldienste – alles greift im Idealfall wie
Getränke entsprechend dem Kassenaus-
kräfte, müssen optimal organisiert und Verkauf, Kassenführung, Abräum- und
ein gut geöltes Räderweg nahezu laut- und
reibungslos ineinander. »Im Idealfall«,
Schicht bis zu acht Schankkellner am AusIn der Hauptsache geht es darum, die
druck im Blick auf Menge und Qualität
korrekt einzuschenken und an den Gast
bergecho 1 . 2015 |
auszugeben. Das hört sich zunächst ein-
Günther Wildmann, Afrim Shahinaj, Cafer Gürgen, Kai Bethke und Armin Wilhelm (vl.n.r.).
mal recht einfach an. Michael Jage, Abtei-
lungsleiter der Schenke, erklärt, was dafür eigentlich nötig ist: »Unsere Gäste wollen
zurecht eine qualifizierte und freundliche
Bedienung. Das heißt: Wir müssen jedem Gast Aufmerksamkeit schenken, konkret:
ihn ansehen und auf Rückfragen freund-
lich und kompetent eingehen können.
Das ist gerade in Stoßzeiten immer wieder eine Herausforderung.«
Damit dies aber gelingt, muss in der
Schenke jedes Mitglied im Team Könner
seines Handwerks sein. »Unsere Kollegen
müssen Schanktechnik und Ausschank-
vorgang sowohl bei Bier als auch bei den
alkoholfreien Getränken absolut sicher beherr-
schen«, so Michael Jage.
»In einem eingespielten
Team geht dies schnell,
sicher und fließend. Füll-
mengen werden weder
unter- noch überschritten,
Die Weiterentwicklung der Zapfhähne
in den vergangenen Jahrzehnten hat dazu beigetragen, dass man heute wesentlich
konstantere Ergebnisse an
»Unverhofft kommt oft.
Aber ein Team, das nicht improvisieren kann,
ist kein gutes Team.«
Schankverluste entstehen kaum und das
der Schenke erzielen kann.
Josef Eckl fasst seine Er-
fahrungen so zusammen:
»Vor gut 20 Jahren wurde
So ist Josef Eckl stolz auf die Mann-
schaft um Michael Jage: »Sinan Altinel,
Ali Ar, Kai Bethke, Erkan Bozkurt, Necmi
Duran, Johann Engel, Mentor Gashi, Cafer Gürgen, Hüseyin Karabulut, Afrim Sha-
hinaj, Pedro Pablo Soto Siera, Selayi Poy-
raz, Armin Wilhelm, Günther Wildmann und Ali Yildirim sind ein eingespieltes
oft ein großes Geheimnis
Team«, so Josef Eckl. »Jeder hat einmal ei-
macht. Es war damals we-
Und wenn ein Gast Grund zur Beschwer-
um den Schankhahn ge-
sentlich schwieriger, Bier einzuschenken,
nen schlechten Tag – Gast wie Gastgeber.
de hat, nehmen wir uns für ihn extra viel
Ganze krönt am Ende eine perfekte Blume.
da diese Hähne nicht einstellbar waren,
Zeit, um die Angelegenheit in Ruhe zu
tik haben nichts in der Schenke zu suchen.
oder schnell laufen lassen. Zu dieser Zeit
kommen.«
Nervosität, Unkonzentriertheit und Hek-
Zusammenarbeit und Ergänzung sind für uns ein Muss.«
d.h. man konnte das Bier nicht langsam war die Fähigkeit des Schankkellners noch mehr gefragt. Heute lassen sich die Zapf-
hähne ganz individuell einstellen. Dazu
Dreh - und Angelpunk t in der Schenke – der »Verteiler«
gehört neben verschiedenen Auslauftüllen
Ohne den »Verteiler« geht an Tagen mit
wie auch eine flexible Justiereinheit. So ist
ist der Organisator, der »kleine Chef«. Der
möglich, eine Halbe einzuschenken, ohne
vielen Gästen in der Schenke nichts. Er
Verteiler nimmt die Kassenbons an, leitet die Bestellung an seine Kollegen weiter
ein mehrfach verstellbarer Kompensator
es mit entsprechender Übung problemlos dass Bier bzw. Schaum überläuft.«
und reicht dann dem Gast das gewünschte
Gä sten ein guter Ga stgeber sein
keit sind hier besonders gefragt – gerade
Dennoch kommt es vor, dass auch Josef
klamationen und falschen Bestellungen.
kommen. Ihn ärgern immer wieder Zu-
Vorbereitung und überwacht die Qualität
hintergrund seiner Kollegen an der Schen-
Getränk. Konzentration und Freundlich-
auch im Umgang mit dem Gast bei Re-
Der Verteiler regelt den Getränkefluß, die
Eckl und seine Kollegen an ihre Grenzen schriften, die sich über den Migrations-
des Getränks. Macht er seine Arbeit gut,
ke beschweren: »Unsere Kolleginnen und
le Durchlaufgeschwindigkeit, so dass der
für unser gesamtes Team eine wichtige
erreicht die Schenke insgesamt eine ideaGast rasch und gut versorgt wird.
.
besprechen und zu einer guten Lösung zu
Kollegen mit Migrationshintergrund sind Stütze. Wir möchten sie nicht missen.«
Selayi Poyraz an der Kasse des Bräustüberls
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bergecho 1 . 2015
| gastlichkeit
Klosterbiere einmal ganz anders genießen
Tiramisu mit Andechser Export Dunkel
Andechser Klosterbiere wecken die Experimentierfreude bei Gastronomen. Carola Petrone vom Dorf-Gasthof »Il Plonner« in Oberpfaffenhofen hat ein Tiramisu mit Andechser Export Dunkel, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat.
I
l Cielo ist italienisch, heißt »der Him-
Ein Tiramisu der besonderen Art Im angeschlossenen Biohotel »Il Plon-
Zutaten
ner« kann man im Restaurant die Bio-Kü-
▪▪ 1 Flasche Andechser Export Dunkel
Petrone. Bei ihnen dreht sich alles um das
genießen und der Fest-Service berät ger-
▪▪ 500 g Mascarpone
wollen mit unserem Essen ein Stück Him-
Dabei ist eines über die Jahre gleich geblie-
mel« und ist auch der Name des Un-
ternehmens von Carola und Domenico
Thema Essen. Ihr Anspruch ist hoch: »Wir mel auf die Erde holen.«
Dass Carola Petrone dann auch beson-
deren Ehrgeiz auf ein besonderes Tiramisu
che der Petrones mit der ganzen Familie
ne ganz individuell bei Cateringanfragen. ben: Sie lieben Kinder und lieben es, für sie zu kochen.
verwendet, versteht sich: »Ich habe schon
Kochen ganz frisch : regional – saisonal – umweltbewusst
kelbier-Tiramisu genommen, bis ich wirk-
Schon beim Einkauf achtet Carola Petro-
mehrere Anläufe für das Andechser Dun-
▪▪ 4 Eier
▪▪ 400 g Bio Dinkel Löffelbiskuit ▪▪ Saft von ½ Bio-Orange ▪▪ 50 g Zucker ▪▪ 2 EL Honig
▪▪ Dunkle Schokolade gehackt
Zubereitung Die Löffelbiskuit mit etwa 250 ml Bier
lich selbst 100% zufrieden war.« Und dabei
ne auf gesicherte Herkunft und Qualität
gut tränken. Die Eier trennen und das
Wert darauf, keine Convenience-Produkte
Produkte aus der Region: »Das ist einfach
lange rühren bis die Masse weiß wird.
dadurch bis zu 100% höher ist als bei kon-
rechter«, so Carola Petrone. Das bedeu-
carponemasse den Honig, den Oran-
legt die Leiterin von Il Cielo besonderen
zu verwenden, auch wenn der Aufwand
der verwendeten Produkte. Sie bevorzugen frischer, schmackhafter und umweltge-
ventioneller Speisenzubereitung.
tet auch, dass viele saisonale Produkte
Wie alle s begann
spiel gibt es nur in der Erdbeerzeit. Dann
Am Anfang waren Carola und Domenico
verwendet werden. Erdbeeren zum Bei-
schmecken sie nicht nur am besten, sie
Eigelb mit Zucker und Mascarpone so
Eiweiß zu Schnee schlagen. In die Mas-
gensaft und ca. 50 ml Dunkelbier geben
und gut verrühren. Die Masse darf nicht zu flüssig werden, evtl. die Flüssigkeit
reduzieren. Danach den Eischnee un-
Petrone Eltern, die sich nicht damit abfin-
kommen auch in erstklassiger Qualität
terheben. Die getränkten Biskuits in ei-
Kindergarten nur Fertiggerichte bekom-
rones.
Dann eine zweite Schicht Biskuits legen.
den wollten, dass ihre eigenen Kinder im
men sollten. Mittlerweile versorgen sie in
ihrer Frischkoch-Küche von Il Cielo täglich
viele Kinder in Schulmensen, Horten, Kindergärten und Krippen mit gesundem und
liebevoll zubereitetem Essen in zertifizierter Bio-Qualität.
.
und auf dem kürzesten Wege zu den Pet-
ne Schale geben, mit Creme auffüllen.
Mit der Creme abschließen. Das Tiramisu möglichst über Nacht in den Kühl-
schrank. Vor dem Servieren die Schoko-
lade grob hacken und über das Tiramisu
geben. Guten Appetit!
bergecho 1 . 2015 |
» Das ist aber eine nette Überraschung« Philip Waldner erhält die 2.000. Stammgastkarte des Andechser Bräustüberls
D
ie Andechser Stammgastkarte gibt
es seit über drei Jahren. Sie möchte
anregen, das vielfältige geistliche,
kulturelle und kulinarische Angebot auf
dem Heiligen Berg Bayerns regelmäßig zu
nutzen. Dazu muss man nicht schon lang-
jähriger Gast des Klosters sein, um in den
Genuss der Andechser Stammgastkarte zu
kommen.
Da s geistliche , kulturelle und kulinarische Angebot de s Klosters nutzen Zehn Prozent Nachlass auf den Eintrittspreis aller Führungen auf dem Heiligen
Berg gehören ebenso zum Angebot wie der ermäßigte Eintrittspreis für Oratorien
Am 17. Februar konnte Michael Jage, Abteilungsleiter im Andechser Bräustüberl, Philip Waldner, Vertriebsingenieur aus Herrsching, als zweitausensten Inhaber der Andechser Stammgastkarte begrüßen. Zusammen mit einer Freundin besuchte er das Andechser Bräustüberl, um bei einer Andechser Apfelweiße das Wochenende einzuläuten. Dabei erzählte uns Philip, dass er meistens zu Fuß über das Kiental ins Bräustüberl wandert. Manchmal bringt er auch seine Kollegen von »Hamamatsu Photonics« aus Herrsching mit.
konzerte. Das Andechser Bräustüberl bietet den Inhabern der Stammgastkarte
vergünstigte Getränkegutscheine. An der
Bierkasse zahlt man 12 Gutscheine und er-
hält den 13. gratis dazu.
Freunde der Werke von Carl Orff erhal-
ten gegen Vorlage ihrer Stammgastkarte
im Kartenvorverkauf des Klosters Andechs
D
ie Himmlische Wirtschaft
»Andechser am Dom« lädt ein –
mit Blick auf die Frauenkirche auf
einer der schönsten Terrassen Münchens die ersten warmen Sonnenstrahlen mit
einem frischgezapften Andechser Klosterbier und bayerischen Schmankerl zu ge-
15 Prozent Nachlass auf eine Kaufkarte
nießen.
Festspiele Andechs (je nach Verfügbar-
Tradition und ein bisserl modern. Eine
sämtlicher Aufführungen der Carl Orff-
keit). Und schließlich lockt die Andechser Klostermetzgerei mit einem Rabatt von
.
fünf Prozent beim Einkauf ab einem Ein-
kaufswert von 20,– Euro.
Der »Andechser am Dom« – ein bisserl
Wirtschaft wie Bayern – gemütlich und
lebendig. Die Familie Krätz begrüßt Sie
ganz herzlich mit dem gesamten Team.
i n f o r m at i o n
I n f o r m at i o n
Wer auch Andechser Stammgast werden will, füllt einfach das Antragsformular im Bräustüberl aus (zu finden auch unter www.andechs.de/stammgast.html)und schickt es zusammen mit einem Passfoto an: Andechser Bräustüberl, Bergstraße 2, 82346 Andechs.
Andechser am Dom Weinstraße 7a, 80333 München Tel. 089/24292920
Die Stammgastkarte liegt dann nach etwa zwei bis drei Wochen zur Abholung an der Schänke des Bräustüberls bereit.
öffnungszeiten täglich 10.00–1.00 Uhr www.andechser-am-dom.de
.
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bergecho 1 . 2015
| landwirtschaft
20 Jahre ökologische Landwirtschaft Naturland ehrt die Landwirtschaft des Klosters für nachhaltiges Umwelt-Engagement
Johann Kreitmeier, 1. Vorsitzender Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugnisse in Bayern e. V. (2. v. l.); Hans Hohenester, Naturland Präsidium/1. Vorsitzender Naturland Erzeugerring e.V. (4. v. l.); Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (2. v. r.); Hubert Heigl, 1. Vorsitzender Naturland Bayern e.V. (1. v. r.)
Seit 20 Jahren ist die Landwirtschaft des Klosters Andechs Mitglied im Naturland e.V.. So lange engagiert sich auch Klostergutsverwalter Fritz Bernhard für den ökologischen Landbau rund um den Heiligen Berg. Die Früchte einer ebenso behutsamen wie klaren Umstellung der ursprünglich konventionell betriebenen Landwirtschaft im Jahr 1995 lassen sich seit langem ernten.
F
ritz Bernhard ist stolz und dankbar
Pioniergeist und Über zeugungsarbeit
lichen Landwirtschaft: »Die Um-
»Um mit der klösterlichen Landwirtschaft
für die Auszeichnung der klöster-
stellung auf Öko-Landbau war 1995 viel
weniger selbstverständlich als es heute
scheinen mag. Zu dieser Zeit gab nur rund
auch einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten und die benedik-
tinische Tradition fortzuführen, haben
300 Betriebe in ganz Bayern, die nach den
wir die Landwirtschaft 1995 auf biologi-
Heute sind es mehr als sechs Mal so viel.
Naturlandverbandes umgestellt«, so Fritz
zeugungsarbeit gefragt.« Der lange Atem
Andechs das Glück, den Öko-Landbau in
Aufgaben der klösterlichen Landwirtschaft
Besuch, wie zuletzt der Besuch des bayeri-
Naturland-Richtlinien gearbeitet haben. Da waren schon Pioniergeist und Über-
hat sich ausgezahlt, haben sich auch die in Andechs seit der Gründung der Abtei
Sankt Bonifaz 1850 grundlegend geändert.
Diente sie damals der Sicherung der Le-
bensgrundlage für die beiden Klöster An-
dechs und Sankt Bonifaz, so werden heute
Nahrungsmittel für viele Menschen produziert.
schen Landbau nach den Richtlinien des
Bernhard. »Wir hatten und haben hier in Bayern mit zu prägen.« Auch prominenter schen Landwirtschaftsministers Helmut
Brunner 2014, unterstreichen die Bedeutung der klösterlichen Landwirtschaft.
Immer wieder ist die Landwirtschaft des
Klosters auch Ziel für verschiedene Fach-
gruppentreffen des Naturland Verban-
des. So fand im Sommer letzten Jahres ein
mehrtägiges Seminar zur Fortbildung von Öko-Landwirten im Bereich Bodenkunde
in Andechs statt.
bergecho 1 . 2015 |
Heute umfasst die klösterliche Land-
wirtschaft 320 ha Gesamtfläche. Die landwirtschaftliche Nutzfläche von 150 ha besteht aus 110 ha Acker, 30 ha Wiesen und
Weiden und 10 ha Gewässern und Hofflä-
chen. Durch eine klassische Fruchtfolge,
Zwischenfrüchte und Untersaaten sowie eine schonende Bodenbearbeitung wird
nachhaltige Bodenfruchtbarkeit sicher-
gestellt. Die Aufgabe des landwirtschaftlichen Unternehmensbereiches besteht heute u. a. darin, biologisches Brotge-
treide für die Hofpfisterei in München zu produzieren, die unter anderem das »An-
dechser Brot« herstellt. Die Ackerfläche
dient zur Erzeugung von Dinkel, Roggen,
Weizen und Hafer. Dazu werden auch 170 ha Wald bewirtschaftet. Die alten Nadelholzbestände, ca. die Hälfte der Waldfläche, wurden in den Jahren 1990 und 1992
von Stürmen stark beschädigt. Auf den
entstandenen Kahlschlägen werden wie
die bayerischen Landwirte seit nunmehr
20 Jahren bei den Fachberatern des Naturland Erzeugerrings.«
Der Naturland Landesvorsitzende in
Bayern, Hubert Heigl, wies bei der selben
auf den übrigen Flächen Mischwaldbe-
Veranstaltung auf die günstigen Rahmen-
der klösterliche Forst der freiwilligen Zer-
»Die Nachfrage vor allem nach heimischer
Richtlinien (PEFC) zur nachhaltigen Forst-
gen die stabilen Verhältnisse auf den Öko-
stände herangezogen. Seit 2000 unterliegt
tifizierung nach europaweit einheitlichen
wirtschaft. Daher kommen zum Beispiel
in den klösterlichen Wäldern keine Pesti-
bedingungen für den Öko-Landbau hin:
Öko-Ware ist ungebrochen. Zugleich zei-
Märkten, dass bei angespannten konven-
tionellen Erzeugerpreisen der Markt bereit
zide oder Insektizide zum Einsatz.
ist, den Mehrwert, den Öko-Bauern für
Erfolg beim Umstieg auf Öko -Landbau durch richtige s Betriebskonzept
güten«, sagte Heigl. Zugleich hob der Na-
Was Hans Hohenester, Vorsitzender des
gungen hervor. »Mit 273 Euro Ökoprämie
der Mitgliederversammlung der bayeri-
desweiten Spitzensatz der Öko-Förderung
Naturland-Präsidiums, Anfang März auf
die Gesellschaft erbringen, auch zu ver-
turland Landesvorsitzende die gerade in
Bayern deutlich verbesserten Förderbedinpro Hektar und Jahr wird Bayern den bun-
schen Naturland Bauern in Hohenkammer
künftig voll ausschöpfen«, betonte Heigl.
samt gesagt hat, kann auch für die klös-
kombinierbare Fördermöglichkeiten, so-
»Eine umfassende und individuelle Bera-
chen.
über den Erfolg des Öko-Landbaus insge-
terliche Landwirtschaft in Andechs gelten: tung gerade in der Umstellungsphase ist
eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg als Öko-
Betrieb. Genau diese Unterstützung finden
Hinzu kämen verschiedene weitere, auch
.
wohl bei Acker- wie auch bei Grünlandflä-
I n f o r m at i o n Der Naturland Erzeugerring bündelt unter anderem ein umfangreiches Beratungs angebot, das für den ökologischen Land bau zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das zeigt sich auch an der Entwicklung der Betriebszahlen: 1994 waren es gerade einmal 271 Naturland Betriebe in Bayern; heute sind es 1.854 Betriebe, die zusammen rund 68.000 Hektar bewirtschaften. Ins gesamt werden 6,7 Prozent der Agrarfläche Bayerns ökologisch bewirtschaftet. Die bayerische Staatsregierung will diesen Anteil bis 2020 verdoppeln und hat dafür das Landesprogramm BioRegio 2020 ins Leben gerufen.
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bergecho 1 . 2015
| landwirtschaft
10 Jahre Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund
Tagung der Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund in der Stiftung St. Johannes
Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens lud die Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund Anfang März nach Schweinspoint in die Gemeinde Marxheim in die Räumlichkeiten der Katholische Stiftung Sankt Johannes ein. Die Stiftung als Gastgeber ist selbst seit über 25 Jahren Mitglied im Natur land-Verband und erzeugt in der stiftungseigenen Gärtnerei gentechnikfreie, hochwertige Bio-Lebensmittel. Auf dem Programm stand daher neben der Besichtigung der Gärtnerei, auch die Besichtigung der im Bau befindlichen neuen landwirtschaft liche Hofstelle. Von Kloster Andechs nahmen Christian Rieger und Fritz Bernhard teil. Manuela Knipp-Lillich berichtet.
A
uf Initiative von Fr. Andreas
Schmidt und dem damaligen Spre-
cher der bayer. Umweltbeauftrag-
Auf dem richtigen Weg zur nachhaltigen Landwirtschaf t Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
sehen im ökologischen Landbau den rich-
»Best-Practice« Beispiele für eine gelun-
schaft. Ihr Wunsch ist es, dass innerhalb
abschließend Marianne Wagner, Presse-
tigen Weg für eine nachhaltige Landwirtund außerhalb der Kirche mehr Bewusst-
sein für eine ökologische Wirtschaftsweise
geschaffen wird.
Zu den Aufgaben der Arbeitsgemein-
schaft gehören neben der Vernetzung auch
sprecherin des Vermarktungs-Netzwerks
»Unser Land«. Das Netzwerk ist derzeit in
elf oberbayerischen Landkreisen vertreten. Seine Grundlage bilden sogenannte Soli-
dargemeinschaften – ein Miteinander von
Menschen aus den Bereichen Landwirt-
dabei auch von den Umweltbeauftragten
turschutz und Verbrauchern. Derzeit wer-
wird auf landwirtschaftlichen und gärtne-
in 16 verschiedenen Produktgruppen ver-
terbildung. Unterstützt wird die Gruppe der bayerischen Diözesen. Mittlerweile
rischen Flächen von über 20 Klöstern und
kirchlichen Einrichtungen in Bayern ökologischer Landbau betrieben. Eingerahmt war die Veranstaltung durch mehrere
Fachreferate.
Von der Landesanstalt für Landwirt-
schaft referierte Johannes Enzler, der Lei-
ter der Kontrollbehörde für ökologischen
Landbau in Bayern, zur neuen EU-Öko-
ten, die Arbeitsgemeinschaft »Ökologie
sowie zur geplanten Einführung eines
auf Kirchengrund« gegründet. Sie ist ein
gene regionale Vermarktung präsentierte
der fachliche Austausch sowie die Wei-
ten, Gotthard Dobmeier, wurde im Jahr
2005 in der Benediktinerabtei Plankstet-
»Be st-Pr ac tice« Beispiele aus dem Ver mark tungs -Netzwerk »Unser Land«
schaft, Handel, Handwerk, Kirchen, Na-
den unter dieser Dachmarke 110 Produkte
trieben. 60 Prozent davon ist Bioware.
Als Gäste der Tagung konnte Fr. An-
dreas Schmidt mit Robert Freiberger den
Hausherrn und Geschäftsführer der Stif-
tung Sankt Johannes sowie den Marxhei-
mer Bürgermeister Alois Schiegg und den stellvertretenden Landrat Dr. Peter Thrul
und Vertreter verschiedener Ortsgruppen
des Bund Naturschutz begrüßen. Als Ver-
verordnung, dem Projekt Bio-Regio-2020,
treterin der Umweltbeauftragten der bay-
bayerischen Öko-Siegels. Heiner Sindel,
aus Eichstätt die Tagung.
onalbewegung e.V., berichtete über den
päck verließen die Teilnehmer die ganztä-
erischen Diözesen moderierte Lisa Amon
Zusammenschluss von Klöstern und kirch-
1. Vorsitzender des Bundesverbands Regi-
gischen Landbau und/oder Gartenbau be-
Mehrwert regionaler Produkte und die Be-
gige Veranstaltung. Das gemeinsame Ziel,
deren Schwerpunkt die Erzeugung regene-
lich relevanter Gruppen bei Bewerbung
Lebensgrundlage im Bewusstsein der Kir-
lichen Einrichtungen in Bayern, die ökolotreiben, sowie kirchlichen Einrichtungen, rativer Energien ist.
deutung eines Miteinanders gesellschaft-
und Vermarktung regionaler Erzeugnisse.
Mit vielen neuen Anregungen im Ge-
die Verantwortung für die Schöpfung als
.
chen und der Gesellschaft zu verankern, bleibt auch weiterhin oberstes Ziel.
bergecho 1 . 2015 |
veranstaltungen |
barockes bayern Sommerakademie Sankt Bonifaz vom 23. Juni bis 28. Juli 2015
Auch in diesem Jahr findet in St. Bonifaz wieder die schon traditionelle Sommerakademie statt. Zum Thema »Barockes Bayern« sprechen in diesem Jahr aus gewiesene Experten im Zentrum Sankt Bonifaz.
W
ohl mit keiner anderen kultur-
geschichtlichen Epoche wird
Bayern auch heute noch so sehr
identifiziert wie mit dem Barock. Bei den
Vorträgen wird es um Frömmigkeitsformen, Wallfahrten, die Rolle des Hofes,
die kunstgeschichtlichen Ausformungen, um das Leben auf dem Land und in den
Hofmarken, um die infrastrukturelle Bedeutung der Klöster und um vieles mehr
gehen. Die Vorlesungsreihe findet immer am Dienstag um 20 Uhr im Saal des Zentrums St. Bonifaz statt, und zwar vom
23.Juni bis incl. 28. Juli 2015.
Seit 2011 beleuchtet diese Vorlesungsrei-
he, die von Professor Dr. Hans-Michael Kör-
ner, Ludwig-Maximilians-Universität München, geleitet und vom Kuratorium des
Vereins der Freunde der Abtei Sankt Bonifaz
veranstaltet wird, die verschiedenen Aspek-
te der Beziehungen zwischen Staat und Kirche, vornehmlich in Bayern. Der Säkulari-
sation (2011), dem Verhältnis von Nationalsozialismus und kath. Kirche (2012), dem
Kulturkampf des ausgehenden 19. Jahrhun-
derts (2013) und dem Konfessionellen Zeital-
.
ter im vergangen Jahr waren die bisherigen Sommerakademien gewidmet.
I n f o r m at i o n e n
Abtei Sankt Bonifaz Frau Emma Rasch, Tel.: 089/55171-112 colloquium@sankt-bonifaz.de www.sankt-bonifaz.de/freunde-tragensankt-bonifaz.html termine 30. Juni., 7. Juli, 14. Juli, 21. Juli, 28. Juli, 4. August; jeweils Dienstag, 20.00 Uhr
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bergecho 1 . 2015
| veranstaltungen
der mond und astutuli
Zwei Neuproduktionen bei den Carl Orff-Festspielen Andechs vom 13. Juni bis 26. Juli 2015
Ein vielver sprechender Auftakt der Festspielsaison: Altabt Odilo Lechner, Marcus Everding, Veronika Weber (Managerin des Münchner Rundfunk orchesters) und Christian von Gehren
Mit den beiden Neuproduktionen »Der Mond« und »Astutuli« gehen die Carl Orff-Festspiele Andechs vom 13. Juni bis 26. Juli in die 18. Saison. Mit Carl Orffs »Der Mond – ein kleines Welt theater« feiert nach zwölf Jahren diese schon lange nicht mehr gezeigte Märchenparabel auf dem Heiligen Berg Premiere. Als zweite Produktion präsentieren die Festspiele »Astutuli« – jene dralle, plastisch, bayerische Antwort Orffs auf die Verführer seiner Zeit, die sich nahtlos zu den Verführern von heute gesellen.
A
uftakt der 18. Carl Orff-Festspiele
Auf wändige Videoinstall ation für die Mond -Bühnenwelt
zur Produktion »Astutuli«, in der
Am 17. Juli feiert die Neuproduktion
Andechs ist am 13. Juni eine Soirée
Hintergründe und die Konzeption der In-
szenierung näher beleuchtet werden. Die
Premiere folgt am 19. Juni. Die zentrale
Aussage des Stückes beschäftigt sich mit
der Verführbarkeit der Massen – einst ge-
schrieben vor dem Hintergrund der dama-
ligen nationalsozialistischen Diktatur in
»Der Mond« Premiere. Basierend auf ei-
nem Grimm’schen Märchen, erzählt die
poetische Kraft von Orffs Musik, wie der
Mond an den Himmel gekommen ist. Neu ist daran vor allem die szenische Umsetzung: Eine aufwändige Videoinstallati-
on wird die Bühnenwelt dieses »kleinen
Deutschland. Das politische Stück wird
Welttheaters« schaffen. Auf filmischer
Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs,
Himmel, Erde und Hölle plastisch erlebbar
des Orchesters der Carl Orff-Festspiele
noch weiter aus. Das Werk wird musika-
von Marcus Everding, dem Künstlerischen
inszeniert. Die Musikalische Leitung
Illusionsbühne wird eine Welt zwischen
und schöpft so das Potenzial der Partitur
Andechs hat Christian von Gehren inne.
lisch von den Instrumentalisten der An-
Heiligen Berg für Bühne und Kostüme
Rundfunkorchesters unter der Leitung von
den 20. und 21. Juni sowie den 26., 27. und 28. Juni
Rolle des Petrus konnten die Festspiele den
Claudia Weinhart zeichnet erstmalig am
verantwortlich. Weitere Vorstellungen sind für
angesetzt.
dechser ORFF®-Akademie des Münchner Christian von Gehren gestaltet. Für die
renommierten Bassisten Franz Hawlata
gewinnen. Nach der Premiere am 17. Juli ist das
Stück noch an fünf weiteren Aufführungstagen zu
sehen, am 18., 19., 24., 25. und 26. Juli.
bergecho 1 . 2015 |
Nachwuchsförderung und Musik ver mit tlung Im Rahmen eines Kammerkonzertabends zeigen die Musiker der Andechser ORFF®-
Akademie des Münchner Rundfunkorchesters am 10. Juli ihr Können. Das Kloster
öffnet hierzu erneut den Fürstentrakt für die Festspielbesucher. Seinen musikali-
schen Abschluss findet der gemeinsame
Abend in der Wallfahrtskirche. Das ge-
naue Programm hierzu wird noch bekannt
gegeben.
Nachwuchsförderung und Musikver-
mittlung werden bei den Carl Orff-Fest-
spielen Andechs auch in der Saison 2015
wieder groß geschrieben. Zum sechsten
Mal findet im Rahmen der Festspiele die
Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters statt. Mit Christian
von Gehren als Musikalischem Leiter der
Akademie, unterstützt durch das Münch-
ner Rundfunkorchester, erarbeiten Musik studenten aus aller Welt in Proben und
Workshops die Partitur des Werkes »Der
Mond«. Die Idee der noch jungen ORFF®-
Akademie findet immer größeren Anklang. So haben sich in diesem Jahr nahezu 600
Instrumentalstudenten auf die rund 60
Akademieplätze beworben.
Unter dem Motto »Schule geht Thea-
ter« wird die Kooperation der Festspiele mit der LMU München fortgesetzt. Das
Angebot, den Lehramtsstudenten theaterpädagogische Aspekte für ihren Beruf nä-
herzubringen, wird durch zahlreiche Einblicke in Inszenierungsprozesse und Probenbesuche 2015 noch erweitert.
Gäbe es einen besseren Ort als das
Kloster Andechs, um das musikalische
Verbundenheit durch die Carl Orff-Fest-
spiele Andechs, die seit 1998 jährlich auf
dem Heiligen Berg stattfinden. Die BMW
Group, die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, Neumann & Müller sowie
zahlreiche Institutionen wie die Carl Orff-
ter Andechs als Träger der Festspiele.
I n f o r m at i o n
doch hier in der Wallfahrtskirche seine
Karten sind erhältlich unter Telefon 08152/376 400, bei München Ticket und allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen.
Konvent des Klosters Andechs daher dem
www.carl-orff-festspiele.de
Vermächtnis von Carl Orff lebendig zu halten? Fand der große bayerische Komponist
letzte Ruhestätte. Bis heute fühlt sich der Werk Orffs verpflichtet und pflegt diese
.
Stiftung unterstützen auch 2015 das Klos-
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bergecho 1 . 2015
| veranstaltungen
Colloquium
Auszug aus dem aktuellen Programm von April bis August Colloquium Benedic tinum ▪▪ Fußwallfahrt von München nach
Andechs – »Wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn?« (Psalm 24, 3) Samstag, 18. April 2015, 6 Uhr
Immer wieder haben Menschen sich
gemeinsam auf den Weg gemacht, um
»heilige Orte« aufzusuchen und sie als
Kraftquelle für den eigenen Lebensweg zu erfahren.
Beginn: Samstag, 18. April 2015, 6 Uhr
Treffpunkt am Marienplatz München (Mariensäule), Ankunft in Andechs
ca. 18 Uhr, Übernachtung im Kloster
Abschluss: Sonntag, 19. April 2015, 14 Uhr Leitung: Sr. Rosa Maria Dick OSV v. P. und Abt Dr. Johannes Eckert OSB
Kosten: 30,– Euro. Eine verbindliche
schriftliche Anmeldung ist erforderlich.
▪▪ Philosophischer Lesekreis
Texte mittelalterlicher Mystik – Meister Eckart
Montag, 20. April 2015, 20 Uhr
Leitung: Dr. phil. Dr. theol. Richard
Schneider & Altabt Dr. Odilo Lechner OSB
▪▪ Zwischen Adria und Apennin –
Landschaften, Stadtbilder und Kunst denkmäler in den Marken
I n f o r m at i o n Alle Veranstaltungen, wenn nicht anders angegeben, finden im Zentrum Sankt Bonifaz, Karlstr. 34, statt. Der Eintritt ist frei, sofern keine Angaben gemacht werden. Anmeldung Benediktinerabtei Sankt Bonifaz Karlstr. 34, 80333 München Telefon: 089/55171-112 Fax: 089/55171-103 colloquium@sankt-bonifaz.de www.sankt-bonifaz.de
Mittwoch, 15. April 2015, 20 Uhr
Durch die Täler um Potenza und Chieti
Durch den Südbereich zum Apennin
Mittwoch, 20. Mai 2015, 20 Uhr
Ihren landschaftlichen Reiz gewinnen die
Marken aus der Vielfalt von Hügelformationen, deren Höhen Städte und Dörfer
besetzen. Die Lage an der Adria prägt die
Kulturgeschichte dieser Region: myke-
nische Funde verraten den griechischen
Einfluss in der Antike wie im Mittelalter das »Byzantinisierende« der romani-
schen Kunst. Demgegenüber folgten der Sakral- und Profanbau der Gotik stärker
nordischen Vorbildern und die Bau- und
Bildkunst des 15. Jh. bis 18 Jh. setzte der
Renaissance und dem Barock bemerkens-
werte Akzente.Referent: Richard K. Blasy
bergecho 1 . 2015 |
Andechser Bibelabende
▪▪ Eheseminar 2015 –
Konzerte April – August 2015
Samstag, 16. Mai 2015, 9 bis 16 Uhr
▪▪ Meditatives Konzert zum Karfreitag
Leitung: Ursula Demeter
Basilika Sankt Bonifaz
einander in Liebe zugetan
Zur Vorbereitung auf Hochzeit und Ehe
Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart,
L
Abt em. Odilo Lechner OSB, Meditation
»die Herrlichkeit beim Vater«. »Erhöht«
Karfreitag, 3. April 2015, 20 Uhr,
Anmeldung bei Frau Endres, Seelsorgere-
Werke von Samuel Barber, Ludwig van
ehevorbereitung@eomuc.de
Arvo Pärt, u. a.
▪▪ Umbrien, das »grüne Herz Italiens« –
Klenze-Quartett: Kim So-Young (Violine),
ferat, Tel.: 089/2137-1549, Fax: 089/2137-1781
Landschaften, Stadtbilder, Kunst denkmäler
Mittwoch, 17. Juni 2015, 20 Uhr
Jose Francisco Monton (Violine),
Von Assisi nach Foligno
▪▪ Orgelvigil in Sankt Bonifaz
Freitag, 10. Juli 2015, 20 Uhr bis 24 Uhr, Basilika Sankt Bonifaz
der Völkerwanderungszeit zum Herzog-
Unsere Orgelvigil findet am Freitag vor
dert zum Kirchenstaat gehörend – dehnt
»Patron Europas«, statt. Innerhalb der
gen und fruchtbaren Talsenken bis zum
»Lectio« der Benediktsregel. In den Pausen
tige Landschafts-Panorama verbindet sich
Klostergarten nachklingen zu lassen.
tum von Spoleto und ab dem 16. Jahrhunsich mit bewaldeten Berg- und Hügelzü-
Felspanorama des Apennin. Dieses vielfälmit den Ambienti seiner vorwiegend mit-
telalterlich geprägten Städte wie Perugia,
dem Hochfest des Heiligen Benedikt, dem
▪▪ Meditationstag –
Choralfantasien für Orgel – 2. Konzert
P. Dr. Stephan Dorner (theologische
Leitung: Oskar Brandner, Tel.: 089/3243120 Gebühr: 48,–/64,– Euro
stehung im Heute!
Das lesen wir – als nachösterliche Ge-
.
meinde – in den Kapiteln 20–21 des Evange-
liums nach Johannes.
Sonntag, 2. August 2015, 16.30 Uhr, Basilika
▪▪ Qi-Gong: »Ruhe in der Bewegung – Montag, 13. April bis 18. Mai 2015 und
de den Auferstandenen ihre eigene Aufer-
Sankt Bonifaz
Ein feste Burg ist unser Gott, op. 27
Montag, 8. Juni bis 27. Juli 2015, je 20 bis 21 Uhr
nur zu »erfahren«, erfahren in der Begeg-
Gesamtaufführung der sieben
Leitung: Oskar Brandner, Tel.: 089/3243120
Bewegung in der Ruhe
sohn in der Liebe. Danach ist Seine Gegen-
ban, Klaus Geitner, Michael Hartmann
▪▪ Max Reger (1873–1916)
Gebühr: 25 Euro
oder auch »vollendet« ist der Menschen-
Orgel: Martin Fleckenstein, Tobias Sku-
landschaft. Referent: Richard K. Blasy
Samstag, 16. Mai 2015, 9 bis 17 Uhr
auch Sein »Hinübergang« zum Leben, in
besteht die Möglichkeit, das Gehörte im
Eintritt: 15,– Euro
»Das Herz ist von Natur aus ruhig«
als ein Ereignis: »Seine Erhöhung« oder
verschiedenen Nocturnen erfolgt eine
Spoleto, Orvieto, Todi und anderen Orten zum Bilde einer faszinierenden Kultur-
Das Johannes-Evangelium freilich sieht es
nung. So erlebt die johanneische Gemein-
(Violoncello)
Eintritt: 15,– Euro, ermäßigt 10,– Euro
Umbrer seit 295 vor Christus bei Rom, seit
erfahrung der Gemeinde feiern wir
während der »Drei Heiligen Tage«.
wart nicht mehr zu verstehen, sondern
Durch den Nordbereich nach Perugia
Umbrien – als Kernland der altitalischen
eidensgeschichte Jesu und Oster-
Johannes Zahlten (Viola), Rupert Buchner
Mittwoch, 15. Juli 2015, 20 Uhr
Auch in den folgenden Monaten beschäftigt sich Pfarrer Richard Tyroller in den Bibelabenden mit dem Evangelium nach Johannes.
Halleluja! Gott zu loben bleibe meine Seelenfreud, op. 52 Nr. 3
Auslegung) und Tobias Skuban (Orgel) Eintritt: 10,– Euro
Termine jeweils 19 Uhr im
Fürstentrakt des Klosters
5. Mai, 2. Juni und 7. Juli 2015
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bergecho 1 . 2015
Auch in diesem Jahr bieten das Andechser Zelt und die Andechser Lounge musikalische Leckerbissen. Dazu gibt es das unverwechselbare frischgezapfte Andechser Klosterbier. Das Nachmittagsprogramm findet jeweils Montag bist Donnerstag um 16.30 Uhr, Freitag/ Samstag un 16.00 Uhr statt. Außerdem gibt es sonntags jeweils eine Matinee
| veranstaltungen
sommer tollwood 2015
Dienstag, 30. Juni
Freitag, 10 Juli
19.30 Reggae Rock aus USA:
19.30 ROCKOMOTION
Mit t woch, 1. Juli
19.30 JUST DUTY FREE
PASSAFIRE
19.30 30 Jahre on stage: BOPPIN B
Andechser Zelt
Donnerstag, 2 . Juli
Samstag, 11. Juli
Sonntag, 12 . Juli 19.30 Bob Dylan, the thousand
19.30 Noche Latina:
hit wonder: THE BLISSFUL BOB
Mit t woch, 2 4 . Juni
Freitag, 3 . Juli
19.30 GM & THE BLUESBUSTERS
19.30 Let’s Party … EZ PIECES
19.30 eigenwillig: 54 IDAHO
Donnerstag, 25 . Juni
Samstag, 4 . Juli
19.30 die Latino Party:
19.30 Palo Santo
THE HIPPIE HIPPIE SHAKE Tribute Band
Freitag, 26. Juni 19.30 overfucked & underschmused
Tour 2015: PHRASENMÄHER
Samstag, 27. Juni 19.30 Ska outta Munich: SANTERIA
Sonntag, 28. Juni 15.00 Tollwood Veranstaltung:
BUNT TANZT GUT – Tänze aus aller Welt 19.30 HARD DAYS NIGHT BIG BAND
Montag, 29. Juni 19.30 Cowboys rocken in den Sonnen untergang: MANDOWAR
ROBERTO SANTAMARIA & BAND
Sonntag, 5 . Juli 19.30 LES BUMMS BOYS
Montag, 13 . Juli
Dienstag, 14 . Juli 19.30 SIMPLY SOUL
Mit t woch, 15 . Juli 19.30 SOLOzuVIERT –
Grüß Sie Gott, Austropop
Montag, 6. Juli
Donnerstag, 16. Juli
19.30 IRON HAND
19.30 ROSARIO SMOWING
Dienstag, 7. Juli
Freitag, 17. Juli
19.30 Qualitäts-Pop aus Österreich:
19.30 ZED MITCHELL
Mit t woch, 8. Juli
19.30 THE ROCKAGILLY’S
AUSTRIA 4
19.30 Pink Floyd: die wahre Weltmusik
MARC DORENDORF goes FLOYD
Donnerstag, 9. Juli 19.30 state of the art: CAJUN ROOSTERS
Samstag, 18. Juli
Sonntag, 19. Juli 11.00 Vor-Matinee:
Sakrales mit dem KULT CHOR
18.30 Roland Hefter und Mitverant
wortliche: ISAR RIDER
bergecho 1 . 2015 |
Andechser Lounge Mit t woch, 2 4 . Juni
Dienstag, 7. Juli
22.00 ANNA LEMAN
22.00 50 Jahre on stage:
Dienstag, 14 . Juli 22.00 OLIVER PÖTZSCH
HANSE SCHOIERER
liest Skurriles mit Musik
22.00 NORBERT SCHNEIDER & BAND
Mit t woch, 8. Juli
Mit t woch, 15 . Juli
Freitag, 26. Juni
(voc) & CHRISTIAN CHRISTL (pi)
der beflügelte Mann
Donnerstag, 9. Juli
Donnerstag, 16. Juli
Donnerstag, 25 . Juni
22.00 ANTUN OPIC
Samstag, 27. Juni
22.00 elegant: SCARLETT ANDREWS
22.00 CORNELIA CORBA +
22.00 KLAUS KOHLER,
22.00 Solo Pop: schneller, lauter, gieriger
22.00 TROUBLE BOYS unplugged
GERT WILDEN
JOHANNA ZEUL
Sonntag, 28. Juni
Freitag, 10 Juli
Freitag, 17. Juli
14.30 Kinderprogramm:
22.00 WOHNRAUMHELDEN
22.00 Die Gefühlsmaschinen:
18.00 PIMP PUPPETS
Samstag, 11. Juli
Simone Mutschler spielt DORNRÖSCHEN
Montag, 29. Juni 22.00 PIMP PUPPETS
Dienstag, 30. Juni 22.00 In Erinnerung an Fritz Löhner-
Beda, Fritz Grünbaum und ihre ebenfalls vergessenen Schicksalsgenossen:
SAG BEIM ABSCHIED LEISE SERVUS
Mit t woch, 1. Juli 22.00 PULSAR TRIO
Donnerstag, 2 . Juli 22.00 drei Stimmen und ein Piano:
DIE HERREN WUNDERLICH
Freitag, 3 . Juli 22.00 ZYDECO ANNIE & CAJUN TRIO
Samstag, 4 . Juli 22.00 ERIC CLAPTON
unplugged TRIBUTE
Sonntag, 5 . Juli 14.30 Kinderprogramm:
Linde Scheringers Figurentheater: DIE ZÜNDHOLZKINDER
Montag, 6. Juli 22.00 GEORG CLEMENTI TRIO
22.00 Gypsy Jazz: MAX MEINHARDT
Sonntag, 12 . Juli 14.30 Kinderprogramm: der schwarze
Zauberer und die weiße Frau
KLAUS KOHLER, der Klaviererzähler
Montag, 13 . Juli 22.00 moderne, intelligente Gitarrenmu-
sik: TIM MCMILLAN & Band (Australia)
SANDRINA SEDONA & NEPO FITZ
Samstag, 18. Juli 18:15 Kinderprogramm:
JACOB DER ZAUBERER
22.00 Nirit Sommerfeld & KLEZMORIM
Sonntag, 19. Juli 14.30 Kinderprogramm: Puppentheater
mit Lisa Schamberger: O WIE EIN EI – Geschichten aus Ötz
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bergecho 1 . 2015
»Menschen zusammen führen, die mit Andechs
verbunden sind«
Abt Johannes Eckert
| veranstaltungen
Freundeskreis Kloster Andechs Vorträge und Veranstaltungen 2015
i n f o r m at i o n
29. April, 11.00 Uhr, Fürstensaal Kloster Andechs
24. Juni, 18.00 Uhr,
ser Geschichte: Präsentation der Edition
Dr. Stephan Reimers, ehem. Bevollmäch-
Bücher des Freundeskreises zur Andech-
Andechs mit Vorstellung der neuesten
Publikation: P. Placidus Scharl – ein Wis-
Alte Bibliothek Kloster Andechs
tigter des Rates der Evangelischen Kirche
Deutschlands.
senschaftler am Heiligen Berg. Pressekon-
Vortrag zu: »Widerspruch und Mitwir-
sparkasse Starnberg.
Botschafters in Berlin und Brüssel mit
ferenz in Zusammenarbeit mit der Kreis-
9. Mai, 18.00 Uhr
Mariensingen in der Walfahrtskirche 21. Mai, 19.00 Uhr,
kung – Erfahrungen eines kirchlichen
betrieb«
3. Juli, 18.00 Uhr,
Fürstensaal Kloster Andechs
»Heute – benediktinisch leben?!«
im Rahmen der Carl Orff-Festspiele zur
Äbtissin Carmen OSB von der Gemein-
Mitglieder
Thema Neuanfang
Neuinszenierung »Astutuli«. Nur für
Zu den Veranstaltungen sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungen für Mitglieder sind als solche gekennzeichnet. Die Termine können sich wegen aktueller Entwicklungen ändern.
den Einflussmöglichkeiten im Regierungs
Florian-Stadl
Werkstattgespräch mit Marcus Everding
Freundeskreis Kloster Andechs e.V. verbindet Freunde des Klosters, fördert Kultur am Heiligen Berg, unterstützt die Carl Orff-Festspiele
Gespräch mit Abt Johannes OSB und schaft Venio (München/Prag) zum
Für die Organisation der Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung: Freundeskreis Kloster Andechs, Bergstraße, 82346 Andechs,+49 (0)8152/376-252 oder: freundeskreis@andechs.de oder www.andechs.de 1. Vorsitzender Nikolaus Neumaier/ 2. Vorsitzender Toni Aigner
bergecho 1 . 2015 |
05.04. Ostersonntag
Blaskapelle Gilching
06.04. Ostermontag
Stadtkapelle Germering
12.04. Die Musikvagabunden
Blasmusik im Bräustüberl
19.04. da blechhauffa
26.04. Stadtkapelle Weilheim 01.05. Maifeiertag
Stadtkapelle Starnberg
03.05. Musikkapelle Seefeld
10.05. Klingelbeitel – Echo
15.05. Musikkapelle Entraching 17.05. Musikkapelle Polling 24.05. Pfingstsonntag
Blaskapelle Münsing
Jeweils von 12.00 bis 14.30 Uhr
25.05. Pfingstmontag
auf der Bräustüberl-Terrasse,
Blaskapelle Frieding
nur bei Biergarten-Wetter
04.06. Blaskapelle Erling
07.06. Blaskapelle Traubing
14.06. VIP- Kapelle
21.06. Blaskapelle Hechendorf 28.06. Blaskapelle Erling
05.07. Blaskapelle Frieding
12.07. Musikverein Hochscheid- Reichenbrunn
19.07. Musikkapelle Polling 26.07. Blaskapelle Erling
Wir kennen unsere Region und ihre Stärken.
“Heimat”
Daher übernehmen wir Verantwortung und engagieren uns regional. Damit sichern wir aktiv die Entwicklung und Zukunft unserer Region - und das schon seit über 100 Jahren. Zählen Sie auf uns. Stabil. Sicher. Nah.
Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.
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bergecho 1 . 2015
| panorama
»Ich fühle mich von Gott geliebt und versorgt.«
Interview mit Christian »Yogi« aus Mülheim an der Ruhr, einem der Gäste unserer Obdachlosenhilfe
Essensausgabe im Haneberghaus
Christian Christ, Spitzname Yogi, stammt aus dem Ruhrpott, genauer aus Mülheim an der Ruhr. Seine Großmutter stammt aus Dachau und Christian war als Kind und Jugendlicher häufig bei ihr in Bayern zu Besuch. Seit zwei Jahren ist er unterwegs und hat kein festes Dach über dem Kopf, wie er sagt. Clemens Finzer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von Sankt Bonifaz, ist mit ihm ins Gespräch gekommen.
Warum werden Sie Yogi genannt?
nicht, dass ich unglücklich sein müsste.
Christian ›Yogi‹ Christ Habe schon mit
Deshalb bin ich vielleicht ganz untypisch,
tiert über Gott, dass Gott mich liebt, habe
getroffen, der nicht irgendwie sehr leidet
meditieren, habe das dann aber wieder
nachgedacht hat – und das berührt mich,
meiner Mutter mit sechs Jahren disku-
dann auch mit 14 Jahren angefangen zu
aufgegeben und habe ohne einen Menschen, der angehimmelt wird, meine
Spiritualität gelebt; bin mit 18 auch aus
der Kirche ausgetreten, weil der Papst mit seinen Dogmen mich sehr abgestoßen
hat, d.h. nicht, dass ich nicht an Jesus
glaube, aber in der Kirche habe ich meine Heimat nicht gefunden.
Was ist für Sie Gott?
denn bisher habe ich keinen Obdachlosen oder nicht auch über einen Selbstmord
denn ich bin ein sehr spiritueller Mensch.
Was ›raten‹ Sie den Menschen? Yogi Ich versuche zuzuhören und die
Menschen anzunehmen, so wie sie sind, und versuche zu helfen, obwohl das gar
nicht so einfach ist. Denn letztlich kann sich jeder nur selber helfen. Man muss
versuchen, Hilfe zur Selbsthilfe zu ge-
ben, anders geht es nicht. Habe mich in
Yogi Für mich ist er persönlich, wir wer-
jüngeren Jahren zu sehr hineingefühlt
nicht direkte Zwiesprache mit ihm haben.
weil ich leer war. Habe dann auch eine
den gesehen von ihm, auch wenn wir
und habe dann Depressionen bekommen,
Durch Erlebnisse und Erfahrungen im Le-
Therapie gemacht, damit ich mich nicht
dass ich geliebt werde. Dass ich obdach-
stanz wahre. Ich ziehe die Extreme an
ben weiß ich, dass ich geführt werde und
los bin oder besser gesagt, kein regelmä-
ßiges Dach über dem Kopf habe, heißt ja
zu sehr in den Menschen verliere, die Di-
– werde geliebt, aber auch gehasst. Das
musste ich auch lernen, dass ich nicht
bergecho 1 . 2015 |
Ich lebe wie die Vögel des Himmels, die sich keine Sor-
gen machen müssen, wovon sie heute und morgen leben.
Denn ich fühle mich von Gott geliebt und versorgt.
jeden lieben muss. Das geht auch nicht,
gemerkt, wenn ich eine eigene Wohnung
kannst nicht jedem helfen.
Fernsehen und gehe meinen eigenen Inte-
Was haben Sie gemacht bis zu Ihrem Aufbruch?
Zeit lang, aber dann vermisse ich etwas.
man muss auch mal Nein sagen. Du
Yogi Ich war selbständig, nie angestellt, künstlerisch tätig, habe Gravuren ge-
macht auf Glas, Schmuck, eigentlich al-
ler Art und konnte sogar viel reisen und dadurch die Welt se-
hen; lebte auch in fes-
ten Beziehungen. Aber mir wurde mal gesagt,
bevor ich mein persön-
liches Glück in einer Familie finde, muss ich meine Familie in der
Welt finden, d.h. ich
Yogi Hier bekomme ich natürlich gutes
ressen nach. Das ist zwar auch schön eine
treffe ich aber auch auf die Menschen,
Wo sind Sie anzutreffen? Yogi Schon hier im Münchner Raum.
Manchmal mache ich auch kleine Jobs
Man muss versuchen,
Hilfe zur Selbsthilfe zu
geben, anders geht es nicht.
Denn letztlich kann sich jeder nur selber helfen.
muss die selbstlose Liebe verwirklichen
und alle Menschen, die mir begegnen als
meine Familie betrachten. Ich bin ein Du-
Mensch und meine Fähigkeiten liegen
darin, mich auf die anderen einzulassen.
Und wenn ich das nicht lebe, dann bin ich nicht glücklich. Das hört sich viel-
leicht komisch an, aber dabei werde ich
immer glücklicher, auch wenn das Leben auf der Straße nicht immer einfach ist
und man nicht jede Nacht in der Waag-
rechten schlafen kann. Obwohl ich merke, dass ich das häufiger tun sollte, damit die
Beine nicht immer anschwellen. Man ist mit 50 plus eben einfach nicht mehr der
Jüngste.
Verstehen Sie sich als Seelsorger? Yogi Ja, schon irgendwie; bin ein Reisender, der versucht zu helfen. Ich war mal
bei einer Frau in Altomünster, von der es
heißt, dass Gott durch sie spricht. Und
mir hat sie gesagt, dass mir auch sehr viel
an Belastungen auferlegt wird, um meinen Weg zu finden, weil es wichtig für mich sei, aus mir herauszugehen. Ein
Mensch, der so sehr Gott liebt und von
Gott geliebt wird, für den sei es besonders
wichtig, sich hinzugeben. Und ich habe
Was bedeutet das Haneberghaus für Sie?
habe usw. bin ich sehr bequem, schaue
und verdiene mir et-
denen ich helfen kann – allerdings ohne, dass ich das plane; das ergibt sich einfach so.
Was bedeuten die Mönche von Sankt Bonifaz für Sie?
was dazu; ich habe aber
Yogi Die haben eine ähnliche Aufgabe
gefunden, das hilft mir
sen organisierten Form. Manchmal füh-
auch schon öfters Geld
wie ich, machen das aber in einer gewis-
dann. Aber eigentlich
le ich mich auch wie ein Mönch, der den
des Himmels, die sich
Lebens ausgesetzt.
müssen, wovon sie heu-
Was wäre Ihr größter Wunsch?
lebe ich wie die Vögel
keine Sorgen machen
te und morgen leben. Denn ich fühle
mich von Gott geliebt und versorgt. Ok, das mit dem Schlafplatz, da könnte es
mal häufiger ein Bett sein, aber ich leide
nicht darunter.
Essen, dafür bin ich sehr dankbar. Hier
anderen hilft. Bin der Unsicherheit des
.
Yogi Einmal in die Sonne fliegen für ein, zwei Wochen, und ausspannen.
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bergecho 1 . 2015
| panorama
Perspektiven für nachhaltiges Handeln
Klosterbrauerei Andechs unterstützt große studentische Nachhaltigkeitskonferenz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Nachhaltige Erfahrungen von Unternehmerpersönlichkeiten Bekannte Unternehmer und Experten auf dem Gebiet nachhaltigen Wirtschaftens,
Zum vierten »WFI Dialogue on Sustainability« trafen vom 28. bis 30. November 2014 auf dem Campus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (WFI) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt 120 Studierende verschiedener Studienrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum auf 30 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Reger Austausch in Diskussionsrunden, Workshops und Fallstudien zur Zukunft der Nachhaltigkeit prägten das Wochenende. Auch P. Valentin nahm an einer der Diskussionsrunden zum Thema Nachhaltigkeit teil. Benedict Schlag, einer der Veranstalter der Konferenz, blickt zurück.
wie etwa Karl Ludwig Schweisfurth oder
Marcel Brenninkmeijer, prägten mit ihren Beiträgen und ihrem Auftreten den WFI Dialogue on Sustainbility und schafften es, alle Konferenzteilnehmer eindrück-
lich mit ihren Erfahrungen zu bewegen. Die Teilnehmer konnten sich von Corpo-
rate Social Responsibility und Kommuni-
D
ie vierten Auflage des »WFI Dia-
logue on Sustainability« hatte es in sich: 120 Studierende in reger Dis-
kussion mit 30 Vertretern aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Religion und Politik. Der
Campus der WFI – Ingolstadt School of Ma-
kation über Konzepte zur Messung und Bewertung von Nachhaltigkeit in der
Unternehmenswelt oder der Umsetzung
von Klimastrategien bei Telekommunika-
tionsdienstleistern bis zur Entwicklung von Mobilitäts- und Wohnkonzepten in den Städten der Zukunft, den Chancen
nagement machte seinem Namen als offe-
von Virtual Reality im Zusammenhang
chen Dialog alle Ehre. In den Diskussions-
nachhaltiger Lebensstile informieren und
Zukunft des Nachhaltigkeitskonzepts ging
beiten.
nes Forum für engagierten wissenschaftlirunden, Workshops und Fallstudien zur
es im Kern um die Frage, in wie weit die
mit Lernkonzepten sowie der Realisierung praxisorientierte Lösungskonzepte erar-
Zum Abschluss des ersten Abends fand
Beteiligten aus Staat, Unternehmen und
eine Podiumsdiskussion statt, an der ne-
weise beitragen können.
und CEO von Green Rocket, Kurt Sigl, Prä-
Gesellschaft zu einer nachhaltigen Lebens-
ben Wolfgang Deutschmann, Gründer
sident des Bundesverbandes eMobilität
e.V., Prof. Dr. Georg-Stephan Barfuß, der Corporate Social Responsibility an der
Technischen Hochschule Ingolstadt lehrt,
bergecho 1 . 2015 |
auch P. Valentin als Vertreter des Klosters
Andechs teilnehmen konnte. Die Diskutanten befassten sich mit dem Thema
»Nachhaltigkeit muss erwachsen werden –
2015 einfinden. Thematisch wird es um
»Nachhaltigkeit« als Modebegriff gehen.
Das Wort wird inzwischen inflationär gebraucht. Unternehmen haben Profitpo-
zwischen Wunsch und Wirklichkeit nach-
tentiale im Wertewandel entdeckt und
das Gespräch und P. Valentin prägte mit
le mit. Was können wir unter dem Begriff
haltigen Handelns«. Jan Lüken moderierte seinen Statements aus der geistlichen wie
schwimmen auf der neuen Marketingwel-
»Nachhaltigkeit« einfordern und welche
auch ökonomischen Perspektive der Bene-
Vorstellungen sind eher sozialromanti-
Auch 2015 wieder eine Nachhaltigkeitskonferenz
für die Gesellschaft übernehmen? Diese
diktiner die Runde mit.
Auch in diesem Jahr wird es wieder darum gehen, dass sich die Experten von
heute und die Entscheider von morgen in Ingolstadt an der Katholischen Univer
sität Eichstätt-Ingolstadt am Campus der
WFI – School of Management zum 5-jährigen Jubiläum von 20. bis 22. November
scher Natur? Und in welchem Maß können und wollen Unternehmen Verantwortung
und noch viele weitere Fragen sind es, die
.
unser Handeln auch in Zukunft beschäfti-
gen werden.
I n f o r m at i o n DenkNachhaltig! e.V. ist eine studentische Vereinigung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Unser Ziel ist es, nachhaltiges Denken und Handeln als Selbstverständlichkeit zu etablieren. Aus dieser Motivation veranstalten wir jährlich den WFI Dialogue on Sustainability, die größte studentische Nachhaltigkeitskonferenz im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt steht dabei der interdiszi plinäre Austausch in persönlicher, exklusiver Atmosphäre, der den Nachhaltigkeitsbegriff aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet. Wir vertreten die Ansicht, dass Ethik, Nachhaltigkeit und Wirtschaft keinen Gegensatz, sondern den Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Welt darstellen. weitere informationen www.denknachhaltig.de und unter www.facebook.com/denknachhaltig
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bergecho 1 . 2015
| panorama
»ENAIP Trentino« zu Besuch in Andechs
A
m 1. Dezember 2014 besuchte die
Hotelfachschule »ENAIP Trentino«
aus Riva del Garda (TN) in Beglei-
tung von Mauro Versini die Klosterbrauerei Andechs. P. Valentin Ziegler begrüßte
die italienische Gruppe herzlich und zeigte
TQ-Team feiert im Florian-Stadl
Klosterbiere in Italien vermarktet. Mirko
D
begleitete die Gruppe und unterstrich die
genossen dabei bereits zum fünften Mal
Hauses mit dem Heiligen Berg Bayerns.
vollen Rahmen.
ren Jahren als Referent an der Hotelfach-
Weihnachtsmusik der Erlinger Blaskapel-
»ENAIP Trentino« ist eine der größten und
geschmückten Florian-Stadl und stärkten
tung im Trentino. Etwa 200 Schüler schrei-
der TQ-Geschäftsleitung und einige At-
nach einer ausführlichen Brauereiführung die Wallfahrtskirche auf dem Heiligen
Berg. Mauro Versini ist Bierbotschafter
unseres Partners Birre Kiem, der unsere
Bevilacqua, Mitarbeiter von Birre Kiem, schon jahrelange Verbundenheit seines
Mauro Versini unterrichtet seit mehre-
schule das Unterrichtsfach »Bier«. Die
renommiertesten Schulen dieser Fachrichben sich jährlich dort ein, um sich dann
in verschiedenen Berufszweigen zu spezi-
alisieren. Das abschließende Mittagessen im Grütznerstüberl des Bräustüberls ha-
.
ben die Besucherinnen und Besucher aus
dem Trentino sichtlich genossen.
as Elektronikunternehmen
TQ-Systems hat am 12. Dezem-
ber 2014 zu einer Weihnachtsfeier
in den Florian-Stadl in Andechs geladen:
Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sechs oberbayerischen Standorte einen fröhlichen Abend in einem stil Nach dem Glühweinempfang mit
le wechselten die Gäste in den liebevoll
sich am reichhaltigen Buffet. Ehrungen
traktionen lockerten den weiteren Abend
auf. So sorgte der aus dem Fernsehen be-
kannte Bauchredner Perry Paul mit seiner Show für viele Lacher und überzeugte mit
seiner ausgefeilten Technik. Ob nun mit
»Mauskatze« Amadeus, Tukan Niko, ei-
nem sprechender Motorradhelm oder Tina
Turner im Miniaturformat: alle Puppen
lieferten freche Pointen und Gesangsein lagen inklusive Jodlern.
Ein visuelles Highlight war die Tanz-
gruppe der Pöckinger Prinzengarde, die
unter anderem das Ringen von guten und
schlechten Träumen tänzerisch umsetz-
ten. Nach dem offiziellen Programm hieß es schließlich »Bühne frei« für die TQ’ler,
.
die noch lange die Tanzfläche unsicher
machten.
petra zimmermann
ko n ta kt Planen Sie eine Veranstaltung bei uns, kontakten Sie bitte Frau Elke Zeitler: Tel. 08152/376-279 oder zeitler@andechs.de
bergecho 1 . 2015 |
In der Ruhe liegt die Kraft Ausstellung von Patricia Petapermal im Fürstentrakt vom 7. April bis 30. Juni 2015
D
ie Künstlerin ist 1963 in Paris geboren. Nach einem Studium der
Finanzen und Wirtschaftswissen-
schaften in Paris, arbeitete Patricia als
Analystin in den Bereichen Wirtschafts-
prüfung, Finanzwesen und an der Börse.
Ihr Lebensplan wurde 1993 durch einen
gravierenden Unfall in London unterbrochen.
1995 zieht sie nach Straßburg und star-
tet ihre künstlerische Laufbahn mit ei-
nem Kunststudium an der »Ecole des Arts
Décoratifs de Strasbourg«. Als Tochter ei-
ner französischen Mutter und eines indi-
schen Vaters lernte sie mit zwei Kulturen
zu leben, das gibt ihr den Antrieb für ihre
künstlerischen und intellektuellen Ideen, sich in zwei Kulturen – der europäischen und der indischen Tradition – auszudrü-
cken.
Ihre grundlegenden Kenntnisse der
Techniken, der Malerei in Öl und Acryl, aber auch des Reliefs, der Collagen und
Zeichnungen führten sie zu einem klaren und dennoch abwechslungsreichen Stil,
in dem sie ihre eigenen philosophischen
Ansichten zeigt. Die Kompositionen fä-
chern sich auf in verschiedene Bereiche, die durch Gegenstände und Personen in
Form von Symbolen ausgefüllt werden.
Das Collage-System dient in ihren Bildern als kompositorisches Mittel.
Dazu verwendet sie einerseits indische
Gottheiten und traditionelle Zeichen des
Buddhismus und Hinduismus, ebenso wie u.a. Akte, Gegenstände des Alltags wie
Stühle oder Wäschestücke. Vereint in ei-
ner fensterartigen Zusammensetzung entstehen so neue Bedeutungen und schaffen
in der Beziehung zwischen Vergangenheit und Zukunft einzigartige Ansichten der
Gegenwart. In zahlreichen Ausstellungen
.
hat sich die Künstlerin bereits einen Namen in der Kunstszene gemacht.
»Blauer Stuhl«. Weitere Informationen unter www.patricia-petapermal.com Besichtigung der Ausstellung nur nach telefonischer Anmeldung: 0151/70003109
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| panorama
tausche haxe gegen bowlingkegel
Der Betriebsausflug des Andechser Bräustüberls ins Bowling-Center in Rothenfeld
Mitte November letzten Jahres schloss das Andechser Bräustüberl bereits um 17.00 Uhr, damit die Belegschaft von Kiosk, Cafeteria, Schenke und Kultur ihren Betriebsausflug starten konnte. Michael Fleddermann war dabei.
Z
iel des Unternehmens der guten
Laune war das »Bowling Islands«
in Rothenfeld … Jetzt könnte man
Ecke dieser Welt. Er hielt also auch Einzug auf den 7107 Inseln der Philippinen und
somit auch im Restaurant »Pinoy des Is-
meinen, dass ein Betriebsausflug immer
lands Bowling« in Rothenfeld. Nachdem
will schon im Bus vor lauter asphaltfres-
wohl genährt war, ging es auf die Bow-
etwas Spektakuläres sein muss, wer aber
die Belegschaft des Bräustüberl Andechs
senden Kilometern einschlafen, wenn
lingflächen. Um Streitereien, Kuppeleien
ben kann. Pünktlich um 18.00 Uhr trafen
CvK (Chefin vom Kiosk) Swaantje di Piet-
man den Spaß quasi vor der Haustüre ha-
die ersten Mitarbeiter im Bowling-Center ein. Mit der Zeit wurden es immer mehr,
insgesamt wuchs die Teilnehmerzahl auf sage und schreibe über 50 Personen.
Bevor es sportlich wurde, bekamen wir
philippinisches Essen serviert. »Pancit«,
das sind gebratene Nudeln in verschie-
denen Variationen oder auch »Ginataan«,
und Gruppenbildung zu verhindern, zog
ro einen Trumpf aus dem Ärmel. Sie hatte
Lose mit Nummern vorbereiten lassen und
jeder durfte eine Nummer ziehen. So wurden Abräumer, Verkäufer der kalten und
warmen Theke und alle anderen Mitarbeiter bunt durcheinander gemischt.
Auf sechs Bowlingbahnen verteilt ging
es nun um Punkte. Um jeden umgefalle-
das ist so etwas wie der Oberbegriff für
nen Kegel wurde gekämpft, auch wenn so
milch gekocht werden. Die Sinne beka-
der Kugeln auf der Bowlingbahn heizte
Fleisch- oder Fischgerichte, die in Kokosmen so eine Abwechslung zur täglichen
mancher Wurf ins Leere ging. Der Tanz
die Stimmung an, wenn Kollegen einen
Haxen-, Rollbraten-, Wammerl- oder Le-
»Strike« oder einen »Spare« erreichten.
ger angeboten werden. Welcher Burger
wurde die Stimmung.
berkäseverköstigung. Obwohl auch Bur-
findet nicht den Weg in die entlegenste
Je länger die Partien waren, umso besser
bergecho 1 . 2015 |
Am Ende gewannen die Besten. An die-
sem Abend war es die Gruppe 3 mit Ümit
Ar, Eva Hundhammer, Tanja Uhl, Pedro
Pablo Soto Siera, Sinan Altinel, Marie Kolbeck, Tommy Witjes und Afrim Shahinaj.
In der Einzelwertung siegte Abräumer Ferdinand Weidner vor Marianne Slizewski,
die damit die Fahne der Frauen hoch hielt, und vor Ali Yildirim.
Eine kleine Gruppe sportbegeisterter
Nachtwanderer machte sich mit Fackeln auf den Weg zurück nach Andechs. Drei
Kilometer ging es teilweise singend durch die kalte Novembernacht: Thema dabei
war »Lieder deiner Heimat«. Einziges
Problem der Wanderung war, dass die
Fackeln zu schnell zu Ende brannten, oder wir waren einfach zu langsam. So tapsten wir das letzte Stück des Weges durch den
mondscheindurchfluteten Nachthimmel zum Kloster Andechs zurück. Es war ein
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voll und ganz gelungener Betriebsausflug.
Wiederholung gewünscht!
Im Fackelschein zurück zum Kloster Andechs
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| presse
Süddeutsche Zeitung, 30. Dezember 2014
Münchner Merkur, 31.Januar 2015
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Münchner Kirchenzeitung, 8. Februar 2015
Münchner Merkur, 13. März 2015
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| presse
Harlachinger Rundschau,
11. Februar 2015
Mindelheimer Zeitung, 4. Dezember 2014
bergecho 1 . 2015  |
Starnberger Merkur,
2. März 2015
Aar-Bote/
Wiesbadener Tagblatt, 4. November 2014
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impressum
V.i.S.d.P.: P. Valentin Ziegler Bergstraße 2, 82346 Andechs
Tel.: 08152/376-0, Fax: 08152/376-267 www.andechs.de
redaktion Christian Bolley,
Martin Glaab, Birgitta Klemenz
verantwortlich für anzeigen Martin Glaab
gestaltung Mellon Design
druck Agentur Beckenbauer,
Weidmannstr. 5, 80997 München
Gedruckt auf umweltfreundlichem
Papier
bildnachweis
Titelfoto: Dr. Kurt Jakobus
Alle Fotoaufnahmen durch Benedik-
tinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs, außer: Andechser am
Dom (S. 35); Argum/Falk Heller (S. 24,
Christus, gestern und heute,
Anfang und Ende, Alpha und Omega.
Sein ist die Zeit und die Ewigkeit
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit
25); Dlouhy Markus (S. 44, 45);
Dr. Jakobus Kurt (S. 3, 25, 32); Fledder mann Michael (S. 55); fotolia /tarasov_
vl (S. 54); Frei Lisa (S. 47); Freunde der
Bayerischen Staatssammlung für Palä ontologie und Historische Geologie
München e.V. (S. 10); Fries Augustinus OSB (S. 3, 4); Grolig Constantin
(S. 50, 51); Herrle Jürgen (S. 36); Höck
Hans-Peter (S. 34); Kemmerer Bern-
in alle Ewigkeit. Amen.
hard (S. 22); Kiem Kilian (S. 52); Knipp-
liturgie der osternacht
Petapermal Patricia (S. 53); Ruha Karl
Lillich Manuela (S. 38); Paal Marg-
ret (S. 48); Petrone Domenico (S. 34);
(S. 14); Schmid Thomas (S. 39); Schuhbauer-von Jena Stefan (S. 3, 8, 42, 43);
Zimmermann Petra (S. 52).
Da wir leider nicht alle Rechteinha-
ber von Bildmaterial erreichen konn-
ten, bitten wir etwaige Rechteinhaber, sich mit der Klosterbrauerei Andechs unter pr@andechs.de oder 08152/376-
290 in Verbindung zu setzen.
Das nächste Andechser Bergecho erscheint im august 2015
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