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Energie Special RETURN ON INVESTMENT

Das Wirtschaftsmagazin der Zentralschweiz

Beilage vom Dienstag, 15. Juli 2008

Unternehmen, Kรถpfe, Zahlen, Fakten


Liegt Ihnen die Natur am Herzen? Mit Produkten von Coop Oecoplan können Sie ihr Sorge tragen. Zum Beispiel wenn Sie Kühl- und Gefrierschränke der höchsten Energieeffizienzklasse A++ einschalten. www.coop.ch/oecoplan

Für alle, die zuhause die Umwelt schützen.


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Editorial

Inhalt

Energie ist ein wertvolles Gut. Diese Tatsache dringt immer

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Energie aus Bioabfällen Biogasanlage Inwil nimmt im Herbst Betrieb auf

Ein Ende der Preisspirale ist derzeit nicht absehbar. Das ist die schlechte Nachricht.

Gute Fenster helfen Energie und Geld sparen Der Marktführer und der Nischenplayer

stärker in unser Bewusstsein. Die Ausgaben für Heizen, für Warmwasser und Strom belasten die Haushaltbudgets massiv.

RETURN ON INVESTMENT

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Energiespar-Contracting Siemens Building Technologies hilft Grossverbrauchern Energie sparen

Energie sparen lohnt sich für die Umwelt und für jeden Einzelnen – im Portemonnaie spürbar. Das ist die gute Nachricht. International hat die Schweiz im Bereich der erneuerbaren

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Energien während Jahren den Anschluss verpasst. Jetzt ist sie aufgewacht. In der Zentralschweiz jedenfalls hat die Wirtschaft schnell auf die neue Situation reagiert. Biogasanlagen,

16/17 Autos werden umweltfreundlicher Umfrage bei Zentralschweizer Autohäusern: Kunden schauen auf Energieeffizienz

Solarwärme, Fotovoltaik verspüren Aufwind. In den nächsten Jahren wird man sich an den Anblick

18/19 Energiebedarf in Wohnhäusern soll

reduziert werden

von Solaranlagen auf den Haus-

Zentralschweizer Kantone vereinheitlichen und verschärfen Bauvorschriften

dächern gewöhnen müssen. Müssen? – Dürfen!

Die Auftragsbücher sind randvoll Firma BE Netz, Luzern, ist schweizweit führender Anbieter von Solaranlagen

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Die Schweiz sanieren – und davon profitieren Michael Kaufmann, Vizedirektor BFE, plädiert für «schlaues Bauen»

26/27 Umweltbewusstes Handeln zahlt sich aus

Paul Felber

Gute Dämmung der Gebäudehülle reduziert Wärmeverluste bis zu 75 Prozent In Zusammenarbeit mit «Energie Schweiz», das Programm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

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EW Nidwalden löst Energiespar-Boom aus 500 000 Franken für Sonnenkollektoren und Wärmepumpen

Impressum Beigelegt in der Neuen Luzerner Zeitung, Neuen Urner Zeitung, Neuen Schwyzer Zeitung, Neuen Obwaldner Zeitung, Neuen Nidwaldner Zeitung, Neuen Zuger Zeitung vom 15. Juli 2008.

Konzept und Text: Paul Felber und Ronald Joho, akomag, Kommunikation & Medienmanagement AG, Stans/Luzern Gestaltung und Produktion: Silvia Zimmermann

Erstellt von: akomag, Kommunikation & Medienmanagement AG, Stans/Luzern, und der Neuen Luzerner Zeitung AG Herausgeberin: Neue Luzerner Zeitung AG; Erwin Bachmann, Delegierter des Verwaltungsrates, E-Mail: leitung@lzmedien.ch Verlag: Jürg Weber, Geschäfts- und Verlagsleiter, Maihofstrasse 76, Postfach, 6002 Luzern, Telefon 041 429 52 52, Fax 041 429 53 78 E-Mail: verlag@lzmedien.ch

Koordination: Andy Waldis Inserate: Publicitas AG, Hirschmattstrasse 36, 6002 Luzern, Telefon 041 227 57 57, Fax 041 227 56 66 E-Mail: zentralschweiz@publicitas.com Anzeigenleitung: Edi Lindegger

Frontbild: Christian Perret

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Gute Fenster helfen Energie und Geld sparen Fenster sind Lücken in einer Hausfassade. Die Art, wie diese Lücken geschlossen werden, beeinflusst während Jahrzehnten die Energierechnung eines Haushaltes – positiv oder negativ. Aufnahmen mit Wärmebildkameras bringen die Wahrheit an den Tag. Allzu oft zeigen sie bei Altbauten ein ähnliches Bild: Schwachstellen bei der Wärmedämmung sind Fenster und Türen. Michele Spidalieri, Niederlassungsleiter der EgoKiefer AG in Kriens, schätzt, dass sich mit dem Einbau von zertifizierten Fenstern bis zu 70 Prozent an Energie einsparen lassen – je nach Alter und Art des zu ersetzenden Fensters: «Vor allem bei Teilsanierungen ist es wichtig, Fenster mit einem hohen Wärmeschutz einzubauen.»

Fenster und Türen überprüfen Was macht denn ein gutes Fenster aus? «Die Wahl der Materialien, die Kombination der einzelnen Werkstoffe, die genaue Verarbeitung und nicht zuletzt die Qualität der Montage», sagt Michele Spidalieri. «Das beste Fenster nützt nichts, wenn es schlecht montiert ist.» In Kriens beschäftigt EgoKiefer 22 Personen, 6 davon auf Montage und 3 weitere für Serviceaufträge. In der Regel warteten Hausbesitzer viel zu lange mit Renovationen, bedauert Michele Spidalieri. «Über Jahre werden hohe Energierechnungen in Kauf genommen.» Dabei würde sich ein Check der Fenster und Türen in jedem Fall lohnen. «Bei der Wärmedämmung, dem Schallschutz und der Sicherheit sind neue Fenstergenerationen den alten haushoch überlegen», stellt er fest.

Minergie-zertifiziert Mit dem Einbau von zertifizierten Fenstern lassen sich bis zu 70 Prozent an Energie einsparen.

Bild: pd

Marktführerin EgoKiefer AG mit Niederlassung in Kriens EgoKiefer AG ist die Nr. 1 im Schweizer Fenster- und Türenmarkt und gehört zur Division Fenster und Türen der AFG Arbonia-Forster-Holding AG. In Europa zählt EgoKiefer zu den führenden Unternehmen der Branche. Der Hauptsitz befindet sich in Altstätten im St. Galler Rheintal, wo das Unternehmen 1932 gegründet worden ist. Die rund 950 Mitarbeiterinnen

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und Mitarbeiter erwirtschafteten 2007 einen Umsatz von über 230 Millionen Franken. Mit 13 Standorten ist EgoKiefer in allen Regionen der Schweiz präsent. Die Niederlassung für die Zentralschweiz befindet sich in Kriens. Sie ist zu rund 40 Prozent im Neubau tätig, etwa 60 Prozent des Umsatzes werden mit Sanierungen und Renovationen erarbeitet.

Bei der Firma EgoKiefer ist man stolz auf die hohe Ökoeffizienz der Fenster in Eigenproduktion. «Wir stellen unsere Fenster selbst her. Wir bauen nicht einfach nur Module zusammen», sagt Michele Spidalieri. «Das erlaubt uns, alle Werkstoffe miteinander zu kombinieren: Holz, Kunststoff und Metall. Insgesamt gut ein Dutzend Werkstoff-Kombinationen, je nach Kundenwunsch. Gemeinsam ist allen Fenstern, dass sie Minergie-zertifiziert sind. Dasselbe gilt für unsere Türen, die ebenfalls hohe Wärmedämmwerte aufweisen.»


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Die Metallbau Bühlmann AG baut seit 20 Jahren Kunststoff-Fenster mit Metallverstärkung.

Der Nischenplayer aus Wauwil Die Metallbau Bühlmann AG, Wauwil, stellt Fenster im Eigenbau her und ist damit in der Zentralschweiz ein gefragter Nischenplayer. Die Fenster haben hervorragende Werte in Bezug auf Wärme- und Schalldämmung sowie Einbruchsicherheit. Ein qualitativ hochwertiges Fenster muss diverse Kriterien erfüllen. Es muss vor allem energie- und schalldämmend, einbruchsicher und langlebig sein. Die Firma Metallbau Bühlmann AG im luzernischen Wauwil baut seit über 20 Jahren Kunststoff-Fenster mit Metallverstärkung. Sie sind in den letzten Jahren permanent weiter veredelt worden, sodass das Produkt heute als «Rolls-Royce» unter den Fenstern gilt, allerdings nur in Bezug auf die Qualität und nicht den Preis. «Bei den Fenstern soll man bei einem Neuoder Umbau auf keinen Fall sparen», sagt Firmenchef Herbert Bühlmann. «Von einem KunststoffFenster darf man eine Lebensdauer von mindestens zwei Generationen erwarten. Der Einbau eines hochwertigen Fensters macht sich über einen so langen Zeitraum mehrfach bezahlt. Zertifizierte Fenster, die praktisch keine Wärme nach aussen entweichen lassen, sind bares Geld wert.»

Höchste Präzision bei der Produktion.

Bilder: Beat Christen

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Energie aus Bioabfällen Anfang Oktober werden in Inwil die Vergärreaktoren der grössten Biogasanlage der Schweiz hochgefahren. Aus festen und flüssigen Bioabfällen wird Biogas produziert, aufbereitet und direkt ins Erdgasnetz eingespiesen. Die produzierte Energie entspricht rund 2 Millionen Litern Benzin oder Diesel. Gülle gibt es im Kanton Luzern im Überfluss. Bis zu 30 000 Tonnen wird die neue Anlage in Inwil jährlich verarbeiten können. Hinzu kommen weitere 15 000 Tonnen flüssige Biomasse und eine Gäranlage für feste Biomasse, mit einer Kapazität von 16 000 Tonnen. Daraus entstehen bei voller Auslastung geschätzte 1,9 Millionen Tonnen CO2-neutrales Biogas, das als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge verkauft wird.

18-Millionen-Projekt Betrieben wird die Anlage von der SwissFarmerPower Inwil AG. Mehrheitsaktionärin ist die Erdgas Zentralschweiz AG, ein Unternehmen von EWL Energie Wasser Luzern. Beteiligt sind weiter die Fenaco sowie 72 Landwirte aus der Region.

Sie investieren zusammen rund 18 Millionen Franken in die Anlage.

Flüssige und feste Biomasse In Inwil wird eine Anlage mit einem Vergärer für feste Biomasse und einem für flüssige Biomasse gebaut. Das bringt diverse Vorteile, insbesondere ein hohes Mass an Flexibilität zur Verarbeitung von Biomasse und beim Ausgleich saisonaler Schwankungen. Das beim Vergärungsprozess entstehende Biogas besteht zu rund 60 Prozent aus Methan und einem Rest Kohlendioxid. Um das Biogas in das Erdgasnetz einspeisen zu können, wird das Rohgas aufbereitet. Dabei wird der Methangehalt auf annähernd 100 Prozent erhöht.

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Begehrte Biomasse Bei der SwissFarmerPower Inwil AG ist man eifrig daran, Biomasse für den Betrieb der Anlage zu akquirieren, wie Geschäftsführer Christoph Eggerschwiler, EWL, erklärt. Können Sie Ihre Terminplanung einhalten und die Anlage im Herbst in Betrieb nehmen? Christoph Eggerschwiler: Ja, bisher verläuft alles nach Plan. Ich gehe Christoph davon aus, dass wir Eggerschwiler, Ende September Geschäftsführer den Gärprozess einleiten und die Anlage im Verlaufe des Oktobers sukzessive hochfahren können. Welche Probleme stellen sich noch bis zur Inbetriebnahme? Zurzeit sind wir vor allem damit beschäftigt, Lieferanten für feste Biomasse zu finden. Bei der flüssigen Biomasse haben wir keine Probleme. Die wird zum überwiegenden Teil von unseren Aktionären, den Landwirten, in Form von Gülle angeliefert. Mit welchen Lieferanten stehen Sie in Verhandlungen? Als Lieferanten von Bio-Abfällen kommen alle Betriebe in Frage, die in irgendeiner Form Lebensmittel verarbeiten, also industrielle Betriebe, Käsereien, Mostereien, Bierbrauereien, Restaurants und natürlich Lebensmittelgeschäfte und Grossverteiler. Gefragt ist auch Grüngut von Gemeinden. Wir haben den grossen Vorteil, dass wir alle Arten von Biomasse, sowohl flüssige als auch feste, verarbeiten können.

Der natürliche «Rohstoff» für den Betrieb der Biogasanlage in Inwil stammt von den Landwirtschaftsbetrieben der Umgebung. Bild: Archiv NLZ

Es scheint, als würde Biomasse zu einem wertvollen Gut? Das kann man so sagen. In der Schweiz hat es schon viele Anlagen, die für den Betrieb ebenfalls biogene Abfälle benötigen. Deshalb ist auf der Beschaffungsseite ein Markt im Entstehen. Durch unsere Flexibilität bei der Annahme von Biomasse haben wir aber die Möglichkeit, auch Stoffe zu verwerten, welche viele unserer Konkurrenten nicht verarbeiten können. Da der Gasertrag bei unserer Anlage einen grossen Beitrag an die Rentabilität leistet, ist für uns Biomasse umso wertvoller, je mehr Gas man damit produzieren kann.

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Baumesse zeigt Energiesparideen «Energiesparen ist beim Bauen heute ein zentrales Thema», sagt Beat Albisser. Er ist Leiter der Baumesse Zentralschweiz in Emmenbrücke. Das Potenzial werde jedoch noch längst nicht ausgeschöpft, ist er überzeugt.

Die Baumesse Zentralschweiz bietet regelmässig Kurse an – auch zum Thema Energiesparen.

«Ideen zum Anfassen» von über 300 Firmen auf rund 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

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«Ideen zum Anfassen» heisst der Leitspruch der Baumesse Zentralschweiz. Über 300 Firmen sind in der Baumesse auf zwei Etagen mit rund 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsent. Vermittelt werden Anregungen für Neubauten oder Renovationen von Häusern. «Wir verstehen uns als neutrales Beratungsforum und Bindeglied zwischen Bauherrschaft, Baufachleuten und der Bauindustrie», erklärt Ausstellungsleiter Beat Albisser. «Zur Beratung gehören deshalb auch alle Facetten des sparsamen Einsatzes von Energie.» Das betreffe beispielsweise Haustechnik, Heizung und Lüftung genauso wie die Wärmedämmung oder die Auswahl der sparsamsten Apparate. Nebst der Ausstellung bietet die Baumesse Zentralschweiz regelmässig Kurse an. Im Bereich Energie sind dies unter anderem Seminare wie «Die beste Heizung für mein Haus» oder «Minergie, Komfortlüftung, Energie sparen». Beat Albisser ist überzeugt davon, dass künftig beim Bauen der Aspekt Energie noch an Bedeutung gewinnt: «Wir stellen fest, dass Themen wie Energieoptimierung oder der Einsatz alternativer, erneuerbarer Energien für die Ausstellungsbesucher immer wichtiger werden. Wir wollen deshalb unsere Beratung im Sektor Energie noch verstärken und streben eine Zusammenarbeit mit Energiefachstellen an.» www.bmzs.ch

Bilder: pd


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Zimmermann Technik AG baut Kleinkraftwerke auf Hausdächern Eine Fotovoltaik-Anlage ist ein Kraftwerk im Kleinen. Die Zimmermann Technik AG in Reussbühl baut seit über zehn Jahren Solaranlagen und gehört in der Zentralschweiz zu den führenden Unternehmen der Branche. Angefangen hat alles mit dem Bau der ersten grösseren Fotovoltaik-Anlage der Zentralschweiz auf dem Dach der Gewerbeschule beim Bahnhof Luzern. Weitere Anlagen folgten – in erster Linie im Auftrag von Elektrizitätsunternehmen, aber auch von Firmen wie der Trisa in Triengen. «Seit kurzem ist die Nachfrage sprunghaft angestiegen», sagt Geschäftsführer Marcel Egger. «Seit der Bund die Stromversorgungsverordnung erlassen hat, die Einspeisevergütungen bis zu 90 Rappen pro Kilowattstunde vorsieht, lohnt sich der Bau einer eigenen Anlage plötzlich auch für kleinere Produzenten.»

Schweiz hat Nachholbedarf Zu früh freuen dürfen sich Einfamilienhausbesitzer allerdings nicht. Die Fördergelder sind begrenzt. Wer von der Einspeisevergütung profitieren will, muss sein Projekt anmelden. Seit Mai dieses Jahres läuft die Anmeldefrist – und wie dies zu erwarten war, ist das Kontingent für das Jahr 2009 wohl bereits ausgeschöpft. Marcel Egger ist denn auch der Meinung, «dass die vom Bund zur Verfügung gestellte Summe etwas halbherzig ausgefallen ist. Wenn ich etwa vergleiche mit Deutschland, Österreich oder Spanien, liegen da Welten dazwischen. Nicht umsonst hat sich Deutschland in den letzten Jahren zum weltweit führenden Solarmarkt entwickelt. Das war nur dank einer klugen Politik möglich. Die Schweiz hat noch grossen Nachholbedarf in diesem Bereich.»

Solarstrom ist eine gute Ergänzung Marcel Egger ist überzeugt, dass sich der Solarstrom als gute Ergänzung im Strommix behaupten wird: «Man darf die einzelnen Technologien nicht gegeneinander ausspielen. Sie sollen sich sinnvoll ergänzen.» Die Zimmermann Technik AG produziert hauptsächlich Elektroapparate, Schalt- und Steuerungsanlagen und Systeme zur Spannungsversorgung. Wie passt da der Solarbereich dazu? «Das ist eigentlich nahe liegend», erklärt Marcel Egger. «Unsere Kernkompetenz liegt im Elektrobereich. Da ist der Schritt zur Fotovoltaik nicht gross. Deshalb bieten wir beispielsweise auch keine Anlagen für Solarwärme an. Das hat eher mit Heiztechnik zu tun.» Die Zimmermann Technik AG verfügt über eine eigene Metallbauabteilung. «Das erlaubt uns, die gesamten Fotovoltaikanlagen inklusive

Eine der ersten Fotovoltaik-Anlagen in der Zentralschweiz – auf dem Dach der Gewerbeschule beim Bahnhof Luzern. Bild: Archiv NLZ

Unterbau selbst zu installieren», führt Marcel Egger aus. Darin sieht er eine zusätzliche grosse Stärke seines Unternehmens. «Wir können als Generalunternehmer einem Kunden die Anlage fixfertig auf das Hausdach montieren. Von der

Planung über die Wirtschaftlichkeitsprüfung bis zur Bewilligung sowie Montage und Wartung übernehmen wir alle Aufgaben. Wir füllen für unsere Kunden sogar die Formulare für die Einspeisevergütung aus.»

Fotovoltaikanlage ist in 9 bis 12 Jahren amortisiert Ein Beispiel: Die Einspeisevergütung für angebaute Anlagen unter 10 Kilowatt beträgt derzeit 75 Rappen pro Kilowatt. Wer seine Anlage rechtzeitig angemeldet hat und von der Vergütung profitieren kann, erhält diesen Betrag über eine Dauer von 25 Jahren garantiert. Eine Anlage in dieser Grössenordnung

ist damit schon nach etwa 9 bis 12 Jahren amortisiert. Die Lebensdauer einer Fotovoltaik-Anlage liegt bei geschätzten 30 bis 35 Jahren. Die Wartungskosten sind gering. Das eingesetzte Kapital wirft unter diesen Vorzeichen eine interessante und sichere Rendite ab.

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by kik AG

besucherstrom

Wie kommt Strom in unsere Steckdose? Wie wird er dahin transportiert und wo und wie wird er produziert? Strom bestimmt vieles in unserem täglichen Leben – meist unbewusst. Lernen Sie in unseren Besucherzentren die Strombranche und im Speziellen die Kernenergie mit all ihren Facetten einfach und anschaulich kennen. Stellen Sie uns Ihre Fragen – wir beantworten sie gerne. Wir freuen uns auf Ihren Besuch vor Ort oder auf www.kernenergie.ch. Besuch im KKW Beznau www.nok.ch

Besuch im Axporama www.axporama.ch

Besuch im KKW Gösgen www.kkg.ch

Besuch im Zwilag www.zwilag.ch

Besuch im KKW Leibstadt www.kkl.ch

Besuch im Felslabor Grimsel www.nagra.ch

Besuch im KKW Mühleberg www.kkm.ch


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Siemens Building Technologies hilft Grossverbrauchern Energie sparen Modernisieren und Energie sparen, ohne selbst zu investieren. Siemens Building Technologies macht es möglich mit ihrem Modell «Energiespar-Contracting». Die Modernisierung der Gebäudetechnik wird durch die Einsparungen beim Energieverbrauch rückwirkend finanziert. Die Klinik Bremerhaven/Reinkenheide in Norddeutschland hat 2004 etwa 3 Millionen Franken für Energie aufgewendet. Vier Jahre später sind es noch rund 2,2 Millionen Franken. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von über 800 000 Franken pro Jahr. Der Energieverbrauch ist gesamthaft um mehr als 25 Prozent reduziert worden. Die CO2-Emmissionen wurden um 3200 Tonnen pro Jahr gesenkt. Siemens Building Technologies hat dem Spital Einsparungen in dieser Grössenordnung im Rahmen ihres Programms «Energiespar-Contracting» ermöglicht. So konnte beispielsweise der Energiebedarf für Ferndampf zur Klimatisierung, zum Kochen und zur Sterilisation um rund 6200 MWh oder um 72 Prozent verringert werden, was dem thermischen Energieverbrauch von rund 35 Einfamilienhäusern entspricht. Die Energieeinsparung für die Raumheizung liegt bei rund 5000 MWh oder 50 Prozent, das ist etwa so viel, wie 280 Einfamilienhäuser verbrauchen.

Erheblicher Sanierungsbedarf Volker Dragon, Pressechef des internationalen Sitzes von Siemens Building Technologies in Zug, bedauert, dass er kein leuchtendes Beispiel aus der Schweiz anführen kann. «Weltweit hat Siemens für rund 6500 Gebäude Projekte im Rahmen des Energiespar-Contractings realisiert mit garantierten Einsparungen von über 1,5 Milliarden Franken. In der Schweiz jedoch ist die Nachfrage praktisch inexistent.» Volker Dragon kann sich selbst nicht erklären, weshalb das so ist. «Bedarf wäre in der Schweiz nämlich durchaus vorhanden.» In vielen Gemeinden und Städten bestehe bei öffentlichen Gebäuden ein erheblicher Modernisierungsbedarf. Häufig fehle für Sanierungen jedoch das Geld, erklärt Volker Dragon. «Bislang

Einer der grössten Arbeit geber in der Zentralschweiz Siemens beschäftigt in der Schweiz knapp 7200 Personen. Rund 2300 davon gehören zur Siemens Building Technologies mit Sitz in Zug. Siemens ist damit einer der grössten industriellen Arbeitgeber in der Schweiz. Weltweit sind knapp 400 000 Mitarbeitende für Siemens tätig. Der Gesamtumsatz 2007 betrug über 100 Milliarden Schweizer Franken.

Ein Siemens-Techniker bei der Arbeit: Mit der Optimierung bestehender Anlagen können Grossverbraucher enorme Mengen an Energie einsparen. Bild: Siemens AG

ist die Energieeffizienz beispielsweise in kommunalen Gebäuden wie Spitälern, Schulen oder Schwimmbädern noch längst nicht ausgereizt. Hinzu kommt ein erhebliches Potenzial bei privaten und gewerblichen Gebäuden. Für Siemens Building Technologies eröffnet sich hier weltweit ein Marktpotenzial von rund 30 Milliarden Franken», schätzt Volker Dragon. Er hofft, dass man auch in der Schweiz erkenne, welche Chancen das Energiespar-Contracting biete. Das System sei einfach und einleuchtend. «Siemens plant und installiert die Technik, der Eigentümer des Gebäudes bezahlt die Investitionen in Raten aus den erzielten Energieeinsparungen zurück. Das bedeutet keinerlei Mehrausgaben für den Gebäudeeigner. Nach Ablauf des Vertrages fliessen die eingesparten Mittel zu 100 Prozent in seine eigene Kasse.»

Altbauten sind das Problem Fast 40 Prozent des Energieverbrauches entfallen in Europa auf den Gebäudebereich. Vor allem im Altbaubestand gibt es viel zu tun. Bestehende Gebäude brauchen etwa dreimal so viel Energie zur Beheizung wie Neubauten. Der durch Heizung und Wassererwärmung verursachte Ausstoss von Kohlendioxid könnte in Wohnhäusern um 60 Prozent und mehr gesenkt werden. Höchste Zeit also für Gebäudebesitzer, Einsparpotenziale aufzuspüren und mit Hilfe einer nachhaltigen Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung zu erschliessen. In den nächsten 20 Jahren sind in den meisten Industrieländern Effizienzgewinne von 25 bis 35 Prozent möglich.

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Solar-Interessenten rennen BE Netz die Türen ein Bei der Firma BE Netz in Luzern sind derzeit die Auftragsbücher randvoll. Mit der Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien hat der Bund einen Boom ausgelöst – vor allem bei der Fotovoltaik. BE Netz ist schweizweit einer der führenden Anbieter von Solaranlagen. «Im April dieses Jahres, kurz vor Beginn der Anmeldefrist für die Einspeisevergütung am 1. Mai, mussten wir buchstäblich kapitulieren», sagt Marion Hänni, Geschäftsleitungsmitglied der Firma BE Netz in Luzern. «Wir sind mit dem Schreiben von Offerten nicht mehr nachgekommen.» Natürlich ist man bei BE Netz über diese Entwicklung und die gute Auftragslage hoch erfreut. 2004 wurde die Firma, die sich auf erneuerbare Energien und die rationelle Nutzung von Energie spezialisiert hat, gegründet. Innerhalb von vier Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiter beinahe vervierfacht, von sechs auf 22 Personen.

«War der Bau einer Fotovoltaik-Anlage vor zehn Jahren noch eher aufwändig, ist dies heute weit gehend Routine», erklärt Geschäftsleiter Adrian Kottmann. «Innerhalb von wenigen Tagen ist eine Anlage – je nach Grösse – in der Regel montiert. Die Entwicklung von Produkten und Werkzeugen erlaubt es heute, individuelle Anlagen mit geringem Aufwand zu realisieren. Von den Erfahrungen und Produktverbesserungen bei grossen Solaranlagen profitieren nun auch Besitzer von Einfamilienhäusern – dank schneller Bauzeit und Reduktion der Kosten.» Weitere Informationen: www.benetz.ch

Selbst grössere Fotovoltaik-Anlagen können heute innerhalb weniger Tage montiert werden.

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Kostendeckende Vergütung Die Schweiz führt per 1. Januar 2009 die kostendeckende Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien ein. Der produzierte Strom kann während 25 Jahren zu einem kostendeckenden Tarif ans Netz abgegeben werden. Wer eine Neuanlage bauen will, muss sein Projekt allerdings bei der Netzgesellschaft Swissgrid anmelden. Dort besteht bereits eine lange Warteliste.

Bilder: BE Netz


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Mit weniger Treibstoff sicher ans Ziel gelangen In den nächsten Jahren sollen mehr effiziente und sparsame Fahrzeuge auf unseren Strassen rollen – gesteuert von Lenkerinnen und Lenkern, die wissen, dass man mit einer vernünftigen Fahrweise Energie und Geld sparen kann. Das wünscht sich Hermann Scherrer, Leiter Mobilität bei EnergieSchweiz. Welche Ziele verfolgt EnergieSchweiz im Bereich der Mobilität? Hermann Scherrer: Die Schweiz hat sich im Rahmen der Kioto-Vereinbarungen gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft verpflichtet, den Treibstoffverbrauch bis 2010 gegenüber 1990 um 8 Prozent zu senken. Dieses Ziel steht auch im CO2-Gesetz. Statt der verlangten Verbrauchsabnahme hatten wir 2007 jedoch eine Zunahme von 9 Prozent zu verzeichnen. EnergieSchweiz hat die Aufgabe, mit Fördermassnahmen zum Erreichen des CO2-Zieles beizutragen. Hauptschwerpunkte sind dabei Massnahmen zur Förderung energieeffizienter Fahrzeuge und der energieeffizienten Fahrweise. Beim Schwerpunkt energieeffiziente Fahrzeuge geht es um die Promotion sparsamer und effizienter Personenwagen und Zweiräder durch die Agentur EcoCar sowie um verschiedene Aktivitäten in Zusammenhang mit der energieEtikette für Personenwagen. Bei der energieeffizienten Fahrweise geht es darum, dem Fahrer beziehungsweise der Fahrerin zu zeigen, wie sie mit 10 bis 15 Prozent weniger Treibstoffverbrauch ihr Ziel trotzdem zur gleichen Zeit erreichen können. Welche Rolle spielt dabei die energieEtikette? Die energieEtikette für Neuwagen soll Transparenz schaffen. Kaufinteressierte sollen sehen und vergleichen können, welche Fahrzeuge sparsam sind und welche die Energie, bezogen auf das Fahrzeuggewicht, effizient nutzen. Welche Angaben enthält sie, und wie aussagekräftig sind sie? Die Angaben der Hersteller zum Verbrauch werden ja oft stark angezweifelt. Die Etikette informiert über den Treibstoffverbrauch in l/100 km, über den CO2-Ausstoss in g/km und über die Energieeffizienz. Diese teilt die Fahrzeuge in 7 Effizienzkategorien ein. A ist die beste Kategorie und G die Kategorie mit den grössten Verschwendern. Die Herstellerangaben werden europaweit gleich erhoben und sind daher, bezogen auf die Prüfsituation, vergleichbar und korrekt. Gemessen wird aber mit einer Grundvariante des Fahrzeuges ohne Zusatzausrüstung. Licht und Klimaanlage sind ausgeschaltet, und ausser dem Fahrergewicht werden keine Zusatzgewichte mitgeführt, d. h. keine Beifahrer, keine Schneeketten etc. Dies führt dazu, dass der reale Verbrauch oft um etwa 20 Prozent höher ist als die Werksangaben.

Hermann Scherrer, Leiter Mobilität bei EnergieSchweiz.

Mitte Juni ist der neue Verbrauchskatalog erschienen. Was ist der Zweck des Katalogs, welche Angaben enthält er, und wo kann er bezogen werden? Kaufinteressierte können dank Verbrauchskatalog vergleichen, welche Neuwagentypen beim Treibstoffverbrauch und bei der Energieeffizienz am besten abschneiden. Sie sehen auch, welche Fahrzeuge zu den Top 10 einer Fahrzeugklasse gehören. Der Katalog erscheint jährlich und wird jeweils bis Ende Juli an die Neuwagenhändler ausgeliefert. Dort kann er gratis bezogen werden. Er kann auch von der Website www.energieetikette.ch heruntergeladen werden. Die Website enthält zusätzlich eine regelmässig aktualisierte Liste aller in der Schweiz angebotenen Neuwagen, was das Erstellen persönlicher Datenbankauszüge erlaubt. Welche Fahrzeuge sind aus Energie- und Klimasicht am besten? Aus Energie- und Klimasicht sind Fahrzeuge vorzuziehen, welche den geringstmöglichen CO2-Ausstoss haben. Die EU hat sich kürzlich einen durchschnittlichen CO2-Ausstoss von 120 g/km zum Ziel für 2012 gesetzt. Heute zählen Autos mit einem Ausstoss unter 140 g/km zu den

Bild: pd

besten Fahrzeugen. Um das Klimaproblem nicht durch Umweltprobleme abzulösen, ist beim Dieselkauf darauf zu achten, dass das Fahrzeug einen Partikelfilter eingebaut hat. Der Energieverbrauch hängt nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern auch vom Gebrauch und vom Fahrstil. Welche Empfehlungen geben Sie ab? Mit dem richtigen Fahrverhalten können Autofahrer/innen den Treibstoffverbrauch um bis zu 15 Prozent senken. Dieses Ziel kann beispielsweise mit einem EcoDrive-Kurs erreicht werden. Das landesweite Kursangebot ist unter www.ecodrive.ch zusammengefasst. Die Website gibt aber auch nützliche Tipps, sodass man schon ohne Kurs den Verbrauch etwas senken kann. Die grösste Einsparung erzielt, wer auf unnötige Fahrten verzichtet und für kurze Strecken das Fahrzeug stehen lässt. Kantone beginnen den Kauf von sparsamen Autos mit abgestuften Motorfahrzeugsteuern zu fördern. Halten Sie solche Massnahmen für sinnvoll? Ja, weil die Kantone damit einen Beitrag zum bewussteren Autokauf leisten.

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Luzerner Kompetenzzentrum fördert erneuerbare Energien Im internationalen Vergleich hat die Schweiz bei der Förderung von erneuerbaren Energien den Anschluss verpasst. Unter der Federführung von EnergieSchweiz sind die Bestrebungen gross, Boden gutzumachen. Auf nationaler Ebene tut sich der Kanton Luzern hervor. Der Kanton Luzern ist in der Zentralschweiz führend, wenn es um die Förderung erneuerbarer Energien geht. Dies ist zu einem grossen Teil darauf zurückzuführen, dass sich seit Frühjahr 2007 ein eigenständiges Kompetenzzentrum um die Förderung und Vernetzung von Projekten kümmert. Das Zentrum wiederum ist eingebettet in die kantonale Dienststelle Umwelt und Energie, wie Andrea Beck, Projektleiterin erneuerbare Energie, in einem Gespräch betont. In vier Bereichen setzt der Kanton Luzern gemäss seinem neuen kantonalen Energiekonzept den Hebel an: bei den Gebäuden, den erneuerbaren Energien, bei der Energieversorgung sowie bei der Mobilität. Bei den Fördermassnahmen für Gebäude stehen Investitionsanreize für Erneuerungen sowie den Bau thermischer Solaranlagen im Vordergrund. Verschärft werden sollen zudem die Wärmedämmvorschriften – dies in Übereinstimmung mit der Konferenz der kantonalen Energiedirektoren.

Beratung und Information Wie kann ich beim Bau eines Hauses, bei einer Renovation oder beim Betrieb einer Anlage gezielt Energie sparen? Genau darüber müsse man die verschiedenen Zielgruppen aufklären, ist Andrea Beck vom Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien überzeugt. «Beratung und Information sind zentrale Punkte unserer Tätigkeit. Wir organisieren beispielsweise Informationsveranstaltungen für Fachleute aus der Baubranche, für Architekten und Planer, aber auch für Hauseigentümer oder Bauherren. Wichtige Ansprechpartner sind für uns auch Gemeinden und Fachverbände.» Der Kanton Luzern fördert auch den Einsatz erneuerbarer Energien im Rahmen seines Energieprogramms. Einen Boom erleben derzeit die thermischen Solaranlagen für die Aufbereitung von Warmwasser und die Solarstromanlagen. www.energie-luzern.ch

Kanton Luzern als Vorbild Der Kanton Luzern will eine Vorbildfunktion wahrnehmen und seine eigenen Gebäude energetisch verbessern. Neu- und Umbauten sollen grundsätzlich einen hohen energietechnischen Standard erreichen und sich am aktuellen Stand der Technik – wie beispielsweise dem Minergiestandard – orientieren. Bei Neubauten wird der Minergie-P-Standard (Passivhaus) angestrebt. Windkraftanlagen sollen in der Zentralschweiz stärker gefördert werden.

Bild: Christian Perret

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Autos werden umweltfreundlicher Hohe Benzinpreise und zunehmendes Umweltbewusstsein zeigen Wirkung. Kunden schauen beim Autokauf immer ausgeprägter auf die Energieeffizienz, wie eine Umfrage in der Zentralschweiz zeigt. Die Automobilindustrie reagiert darauf mit einer breiten Palette an sparsamen Modellen.

Schnittige Kleinwagen mit einem geringen Benzinverbrauch sind gefragt.

Mario Galati ist Verkaufsleiter bei der Conrad Keiser AG in Cham. Er stellt fest: «Die Käufer von Neuwagen oder Occasionen schauen heute vermehrt auf den Treibstoffverbrauch. Die Thematisierung der Umweltprobleme in den Medien und die steigenden Benzinpreise wirken sich auf das Kaufverhalten aus. Stark motorisierte Wagen – über drei Liter Hubraum – laufen derzeit schlecht, auch im Occasionsbereich.» Beim Smart Center Luzern in Kriens-Obernau hat sich der Kundenstamm im letzten halben Jahr vergrössert. «Seit Beginn dieses Jahres haben wir markant mehr Neukunden», erklärt Verkaufsleiter Patrick Liechti. «Hielten sich Neukunden und

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Die grossen Autohäuser in der Zentralschweiz Die Emil Frey AG, Auto Koch in Ebikon, das Autocenter Hammer in Emmenbrücke und Meggen, die Conrad Keiser AG in Cham, die in der Zentralschweiz in Kriens und Eschenbach vertretene Garage Galliker AG, die Amag in Cham und Ebikon, die Windlin AG in Kerns und Kriens sowie Auto Iten in Sihlbrugg gehören zu den grösseren Autohäusern in der Zentralschweiz. An allen Standorten zusammen verkauft beispielsweise die Windlin AG pro Jahr

gut 1500 Fahrzeuge, inklusive Occasionen. Das Unternehmen beschäftigt 120 Angestellte, davon sind 30 Lehrlinge. Auto Iten hat 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa 1200 Fahrzeuge verlassen jährlich die Verkaufsräume in Sihlbrugg. Das Autocenter Hammer mit einem imposanten Angebot an Occasionen hat rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – wovon derzeit elf Lehrlinge sind.


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Überalterter Fahrzeugpark 8,4 Jahre alt ist im Durchschnitt ein Auto, das auf Schweizer Strassen verkehrt. «Das Durchschnittsalter ist in den letzten Jahren stetig angestiegen», sagt Ruedi Blessing von der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure. «1,3 Millionen Fahrzeuge sind gar über zehn Jahre alt. Das ist ein Problem. Autos mit einer veralteten Technologie verbrauchen deutlich mehr Treibstoff als Neuwagen.» Der Wagenpark in der Schweiz müsste verjüngt werden, meint Ruedi Blessing. «Aber die Autos sind mechanisch einfach langlebiger als früher, und sie rosten kaum mehr. Das ist mit ein Grund, dass sie heute länger gefahren werden.»

bestehende Kunden während Jahren etwa die Waage, so verzeichnen wir heute rund zwei Drittel an neuen Interessenten. In der Regel tauschen sie ein grösseres Fahrzeug gegen einen Smart ein.» Auch bei der Amag Schweiz ist der Trend zu sparsameren Autos unverkennbar, wie Pressesprecher Dino Graf ausführt: «Der Benzinverbrauch eines Autos hat zwar nicht für alle Kunden oberste Priorität, aber wir stellen fest, dass die Käufer vermehrt auf den Verbrauch achten. Sie wollen Fahrspass, aber möglichst effizient.»

Kunden sind sehr gut informiert Wie weit kann der Verkäufer seine Kunden punkto Energieverbrauch überhaupt beraten? «Das hält sich in Grenzen», weiss Mario Galati aus Erfahrung.» Rund 350 Autos – Neuwagen und Occasionen – verkauft die Conrad Keiser AG in Cham jährlich. «Die Kunden sind heute sehr gut informiert – vor allem dank Internet und Medien. Sie wissen genau, welches Fahrzeug sie wollen.» Diese Tatsache bestätigt auch Giusi Windlin, Geschäftsleitungsmitglied der Windlin Garage in Kerns. «Die Kunden kommen mit klaren Vorstellungen zu uns. Allerdings muss man auch festhalten, dass es heute sowieso fast keine so genannten Benzinsäufer mehr gibt. Die meisten Autos verbrauchen deutlich weniger als 10 Liter pro 100 Kilometer. Der durchschnittliche Verbrauch wurde in den letzten Jahren markant gesenkt.»

Die meisten Kunden achten beim Kauf eines Autos auf den Energieverbrauch.

Neuwagen sind das Problem, sondern der völlig überalterte Fahrzeugpark auf unseren Strassen», sagt Mauro Ceotto. «Im Durchschnitt sind die

Bilder: Christian Perret

Autos, die täglich auf unseren Strassen verkehren, über acht Jahre alt – mit einer entsprechend veralteten Technik.»

Neuwagen sind generell sparsamer Wer also ein neues Auto kauft, tut etwas Gutes für die Umwelt? Was wie der Spruch eines gewieften Autoverkäufers tönt, entspricht in vereinfachter Form der Wahrheit. Die heutige Generation der Autos ist technisch immer ausgereifter und sparsamer im Verbrauch. Mauro Ceotto, Geschäftsführer von Auto Iten in Sihlbrugg, schätzt, dass jeder Neuwagen bestimmt einen Drittel weniger Treibstoff verbraucht als ein älteres Fahrzeug. Auto Iten führt acht Marken in ihrem markanten neuen Geschäftshaus beim Kreisel in Sihlbrugg. Neben Alfa Romeo und Opel ausschliesslich amerikanische Modelle. «Nicht die

Breite Palette an sparsamen Modellen Sie heissen «EfficientDynamics», «Bluemotion», «ecomotiv», «greenline» oder «BioPower». Praktisch alle Automarken reagieren auf das gesteigerte Umweltbewusstsein der Kunden mit sparsamen Modellreihen und Innovationen. Toyota und Honda bieten schon seit längerer Zeit Hybrid-Modelle an, die auf dem Markt erfolgreich sind. Saab preist seit kurzem sein Modell BioPower an, das mit Bioethanol fährt. Sparsam im Verbrauch und günstig sind natür-

lich auch alle Kleinwagen. Sie haben in der Regel ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mitte Juni ist der neue Verbrauchskatalog erschienen, der aufzeigt, welche Neuwagentypen beim Treibstoffverbrauch und bei der Energieeffizienz am besten abschneiden. Er kann bei Neuwagenhändlern gratis bezogen werden. Zu finden ist er auch auf www.energieetikette.ch.

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Neue Bauvorschriften in der Zentralschweiz Die Zentralschweizer Kantone wollen, dass in Neubauten weniger Energie verbraucht und mehr erneuerbare Energie verwendet wird. Mit den neuen Vorschriften soll der Energiebedarf halbiert und der Einsatz erneuerbarer Energien bevorzugt werden. Durchschnittlich 22 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche betrug 1975 in einem Neubau der Energiebedarf. Dank besserer Wärmedämmung, effizienteren Türen und Fenstern sank der Wert in den letzten Jahren auf unter 10 Liter pro Quadratmeter. Mit den neuen Vorschriften wollen die Zentralschweizer Kantone den Energiebedarf auf 4,8 Liter pro Quadratmeter senken, nahe an den Minergie-Standard von derzeit 4,2 Litern pro Quadratmeter. Jules Pikali von der OekoWatt GmbH in Rotkreuz ist Leiter der Energieberatungszentrale der Zentralschweizer Kantone. Er weiss, dass es zur Umsetzung der neuen Vorschriften grosse Anstrengungen braucht in den Bereichen Kommunikation und Schulung. «Planer und Architekten sind gefordert», erklärt er. «Architekten müssen bereits bei der Planung den Faktor Energie stärker gewichten. Leider tun das noch längst nicht alle. Es gibt renommierte Architekten, die in ihrer

Karriere schon Tausende von Wohnungen und Häusern gebaut, aber noch kein einziges Minergie-Haus realisiert haben», bedauert er. Auch auf der Vollzugsseite ist gemäss Pikali die Schulung wichtig: «Vollzugsverantwortliche müssen für eine faire und einheitliche Umsetzung der neuen Vorschriften sorgen. Als Kontrollorgane müssen sie kompetent sein.» Die Hälfte des Energieverbrauchs in der Schweiz entfällt auf die Beheizung der Gebäude. Entsprechend wichtig sind deshalb die energetischen Vorgaben für Neubauten. Jules Pikali ist überzeugt, dass sich der Einsatz der Kantone und Gemeinden lohnt. «In den letzten Jahren ist viel erreicht worden – dank aktiver Energieberatung, dank privaten Organisationen und einer verbesserten Gesetzgebung. Der Kanton Zug beispielsweise hat dank diesen gemeinsamen Anstrengungen die grösste Minergie-Dichte der Schweiz.»

Umsetzung in den Kantonen Im Kanton Luzern ist die Anpassung der Planungs- und Bauverordnung und der Energieverordnung per 1. Januar 2009 vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt werden die neuen Vorschriften an die Gebäudehülle und den Höchstanteil nichterneuerbarer Energien gelten. Die Anpassung des Energiegesetzes erfolgt zusammen mit der Anschlussgesetzgebung zum StromVG etwa ab 2010, wo weiter gehende Bestimmungen aufgenommen werden. Im Kanton Uri ist eine Überarbeitung des Energiereglements vorgesehen. Die Einführung der neuen Vorschriften an die Gebäudehülle und an den Höchstanteil nichterneuerbarer Energien ist per 1. Januar 2009 geplant. Weiter gehende Massnahmen erfordern eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen. Dies erfolgt etwa ab 2010. Für die Umsetzung der Mustervorschriften sind im Kanton Schwyz neue gesetzliche Grundlagen erforderlich. Mit einer Einführung der neuen Wärmedämmvorschriften ist ab 2010 zu rechnen. Für die Umsetzung der Mustervorschriften sind im Kanton Obwalden ebenfalls neue gesetzliche Grundlagen erforderlich. Mit einer Einführung der neuen Wärmedämmvorschriften ist ab 2010 zu rechnen. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten die Normen des SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) als Minimalanforderung für die Wärmedämmung. Auch der Kanton Nidwalden muss zuerst seine gesetzlichen Grundlagen anpassen. Mit einer Einführung der neuen Wärmedämmvorschriften ist ab 2010 zu rechnen. Der Kanton Zug wird voraussichtlich die neuen Vorschriften per 1. Januar 2009 übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt werden die neuen Vorschriften für die Gebäudehülle und den Höchstanteil nichterneuerbarer Energien gelten. Für weiter gehende Massnahmen ist eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen erforderlich, mit welcher nicht vor 2010 gerechnet werden kann. In allen Kantonen bleiben die Entscheide der entsprechenden politischen Gremien vorbehalten. Detaillierte Informationen zu den gesetzlichen Vorschriften unter www.energie-zentralschweiz.ch

Behagliche Wärme in den eigenen vier Wänden – dort sollte sie bleiben.

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Bild: Christian Perret


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Mit den neuen Bauvorschriften kann der Energiebedarf auf 4,8 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche reduziert werden.

Bild: Christian Perret

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Die Schweiz sanieren – und davon profitieren Die Ausgangslage ist klar: 40 Prozent unseres Energieverbrauchs stammen erstens aus Gebäuden. Der grösste Teil davon aus Heizöl und Erdgas, fossilen Brennstoffen, die unser Klima mit CO2-Emissionen stark belasten. Michael Kaufmann, Vizedirektor Bundesamt Zweitens ist Heizöl für Energie, in den letzten MoProgrammleiter Energienaten unerschwingSchweiz lich teuer geworden, die internationalen Märkte sind angespannt. Die Nachfrage steigt, die Produktion stagniert. Man spricht vom Überschreiten der Förderspitzen, vom Peak Oil. Der Ölpreis wird also langfristig noch weiter steigen. Nun ist es nichts als logisch, daraus die richtige Konsequenz zu ziehen. Und die lautet: Die Verbräuche unserer Gebäude müssen so rasch als möglich gesenkt werden, und vor allem sind

die bestehenden, Hunderttausenden von Gebäuden ab sofort energieeffizient zu sanieren. Denn in bestehenden Gebäuden wird viel Heizenergie verschwendet, und bei richtiger Sanierung kann sehr viel erreicht werden, was bei den hohen Ölpreisen schon wirtschaftlich ist. Dach- und Fassadenisolation, Ausrüstung mit modernsten Fenstern und Abdichten oder Ausmerzen von so genannten Wärmebrücken (z. B. Leckstellen zwischen beheizten und unbeheizten Gebäudeteilen) sind Massnahmen, welche den Heizölverbrauch eines durchschnittlichen Gebäudes um 30 bis 50 Prozent senken. Wenn wir in Minergie-Standard sanieren, sind es sogar 60 bis 70 Prozent! Eine nationale Sanierungskampagne, wie sie jetzt von Bundesrat Moritz Leuenberger, aber auch von vielen Parlamentarierinnen und Parlamentariern angedacht ist, ist technisch möglich und liegt auch im Interesse der MieterInnen und EigentümerInnen. Der Eigentümer hat davon seinen Vorteil, weil sein Haus qualitativ aufgewertet wird und länger lebt. Wenn er dabei erst noch die Sanierungskosten gemäss den neuen gesetzlichen Grundlagen zu 100 Prozent auf die Miete überwälzen kann, geht für

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ihn die Rechnung auf jeden Fall auf. Doch auch für die Mieterinnen und Mieter, denn wenn für meine 4-Zimmer-Wohnung die Heizkosten wegen der energieeffizienten Sanierung pro Jahr um 800 bis 1000 Franken sinken, nehme ich gerne in Kauf, dass mein Mietzins um wenige Prozent ansteigt. Von der richtigen Sanierung unserer Gebäude profitieren aber auch das Bau- und das Haustechnikgewerbe sowie jene, die erneuerbare Energien für die Gebäude bereitstellen. KMU in den Regionen können so innovative Ideen und Konzepte absetzen: zum Beispiel modernste Fenster oder Fassadenisolationen oder Solarkollektoren und Wärmepumpen. Und die Forstund die Landwirtschaft stellen Holz bereit zum Heizen oder machen Strom aus Gülle, damit die Gebäude mit erneuerbarem Strom betrieben werden. Wenn wir also aktiv darangehen, unsere Gebäude zu sanieren, profitieren davon das Klima, die Hauseigentümer, die Mieter, die einheimische Wirtschaft. Klimagerechtes Bauen ist damit im Interesse von uns allen. Und von den künftigen Generationen.


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Energieberatungszentrale der Zentralschweizer Kantone: Tel. 041 790 80 60 Obwalden Förderung: Der Kanton Obwalden vergibt im Energiebereich zurzeit keine Förderbeiträge. Energieberatungs- und Förderstelle: Hoch- und Tiefbauamt Abteilung Hochbau Flüelistrasse 3, Postfach 1163, 6060 Sarnen Kontaktperson: Françoise Ellenberger Tel. 041 666 62 88, www.obwalden.ch Schwyz Förderung: Der Kanton Schwyz richtet keine Förderbeiträge aus, verfügt aber über mehrere Energieberatungsstellen, deren Angebot Sie nutzen können. Energieberatungs- und Förderstelle: Briefadresse: Hochbauamt Kanton Schwyz, Energiefachstelle, Postfach 1252, 6431 Schwyz Kontaktperson: Beat Voser Standortadresse: Dammstrasse 2, 6438 Ibach Tel. 041 817 70 40 (Zentrale) Tel. 041 817 70 45 (Beat Voser) www.sz.ch/energie und www.energie-zentralschweiz.ch Weitere Energieberatungsstellen: Hochbauamt Kanton Schwyz Tel. 041 817 70 45 Verein für Energiefragen Region Einsiedeln VERE, Tel. 055 418 41 91 Energieberaterverein Region Schwyz und Gersau, Tel. 041 811 81 44 Verein Energieberater Küssnacht Tel. 041 850 51 91 Luzern Förderung: Ab 1. April 2007 unterstützt der Kanton Luzern finanziell die Gebäudeerneuerung und die Installation von thermischen Solaranlagen bei bestehenden Bauten mit einem Wohnungsanteil von mindestens 60 Prozent. Die Förderbedingungen sind auf www.luzern-erneuert.ch veröffentlicht. Energieberatungsstelle: Energieberatung Kanton Luzern, c/o öko-forum, Bourbaki Panorama Luzern, Löwenplatz 11, 6004 Luzern Tel. 041 412 30 30 E-Mail: energieberatung@oeko-forum.ch www.energieberatungluzern.ch, www.luzern-erneuert.ch Gesuchseingabe: Umwelt und Energie (uwe) Kanton Luzern Laurence Hochstrasser, Libellenrain 15, Postfach 3439, 6002 Luzern Tel. 041 228 60 60 www.energie-luzern.ch, www.energie-zentralschweiz.ch

Nidwalden Förderung: Thermische Solaranlagen (Sonnenkollektoren), Holzheizungen (als Ersatz bestehender Heizanlagen), Minergie, Minergie-P werden im Kanton Nidwalden gefördert. Energieberatungs- und Förderstelle: Energiefachstelle Nidwalden, Kreuzstrasse 2, Postfach, 6370 Stans Kontaktperson: Andreas Kayser Tel. 041 618 40 54 Fax: 041 618 40 87 www.energie-zentralschweiz.ch, www.nw.ch Uri Förderung: Finanziell unterstützt werden Neubauten und Sanierungen nach dem MinergieStandard. Umfassende Sanierungen der Gebäudehülle werden auch gefördert, wenn sie den Grenzwert der Systemanforderungen für Neubauten nach der Norm SIA 380/1 erreichen. Ebenfalls unterstützt wird der Ersatz von bestehenden Heizungen durch eine Wärmepumpe oder durch eine Holzheizung sowie die Installation einer Sonnenkollektoranlage. Energieberatungs- und Förderstelle: Amt für Energie, Klausenstrasse 2, 6460 Altdorf Kontaktperson: Guido Scheiber Tel. 041 875 26 24 (Guido Scheiber) Tel. oder 041 875 26 03 (Zentrale) Fax 041 875 26 10 E-Mail: guido.scheiber@ur.ch www.ur.ch/energie und www.energie-zentralschweiz.ch Zug Förderung: Der Kanton Zug unterstützt die Nutzung des Zuger Holzes zur Wärmeerzeugung mit einem Förderprogramm. Im Weiteren verfügen verschiedene Zuger Gemeinden über Förderprogramme. Förderstelle (Energiefachstelle): Kantonale Baudirektion, Energiefachstelle, Verwaltungsgebäude 1 an der Aa, Aabachstrasse 5, Postfach 857, 6300 Zug Kontaktperson: Dr. Max Gisler Tel. 041 728 53 00 Fax 041 728 53 09 E-Mail: max.gisler@bd.zg.ch www.zug.ch und www.energie-Zentralschweiz.ch Energieberatungsstelle: Energieberatungsstelle des Kantons Zug, Zeughausgasse 9, 6301 Zug Kontaktperson: Josef Gneiss Tel. 041 728 23 82

Vorsprung durch Ideen.


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«Elektrizität spielt bei TreibhausgasReduktion entscheidende Rolle» Wo steht die Schweiz in Sachen Energie? «ROI» hat sich darüber mit Hans E. Schweickardt, CEO der EOS-Gruppe, welche die wichtigsten Elektrizitätswerke der Westschweiz umfasst, unterhalten. Hans E. Schweickardt ist auch Präsident von swisselectric. Für uns wird die Elektrizität bei der Reduktion von Treibhausgasen in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Elektrizität ist eine zukunftsträchtige Lösung, um den erheblichen CO2-Ausstoss von Heizungen und Verkehr, verantwortlich für 76 Prozent der CO2-Emissionen in der Schweiz, zu reduzieren. Wie wollen Sie das angehen? EOS hat ein Szenario ausgearbeitet, das eine Reduktion der CO2-Emissionen in der Schweiz bis 2035 um ungefähr 60 Prozent ermöglichen könnte, insbesondere mit Hilfe des Stromes. Unser Szenario beruht auf sechs Hypothesen: Drei stützen sich auf einen Technologietransfer von fossilen Energien auf andere Energieträger, beispielsweise auf den Strom. Drei andere wiederum bauen auf eine höhere Energieeffizienz. In den Sektoren Heizung und Transport wird Strom durch den Ersatz traditioneller Heizungen mit Wärmepumpen bzw. durch die Entwicklung hybrider Plug-in-Fahrzeuge sowie ein verbessertes Angebot im Bereich des öffentlichen Verkehrs eine zentrale Rolle spielen. Dieser Gewinn für den Klimaschutz wäre mit einer Zunahme des Stromverbrauches in der Höhe von 10 Milliarden kWh verbunden. Dieser Anstieg müsste dem von der Branche geschätzten Produktionsdefizit von 25 bis 35 Milliarden kWh angerechnet werden

Hans E. Schweickardt, CEO der EOS-Gruppe und Präsident von swisselectric.

Bild: pd

Sie haben unlängst gesagt, dass sich die Schweiz zwei grossen Herausforderungen stellen muss. Welche sind das? Hans E. Schweickardt: Sie sind energiepolitischer und klimapolitischer Natur. Zur Energiepolitik: Unsere Branche muss bis 2035 jährlich zwischen 25 und 30 Milliarden zusätzliche kWh produzieren, um einer Verknappung zu entgehen. Die Herausforderung an die Klimapolitik besteht in einer Reduktion unserer CO2-Emissionen, die für die Erderwärmung verantwortlich sind.

vier Grundpfeilern – nämlich der Steigerung der Energieeffizienz, der Entwicklung erneuerbarer Energien, der Erneuerung von Grosskraftwerken sowie auf Energieimporten. EOS und sämtliche Energieunternehmen der Schweiz begrüssen diesen Ansatz. EOS beispielsweise wird in den kommenden fünf Jahren rund 680 Millionen Franken in den Ausbau ihrer Produktionsanlagen investieren; 423 Millionen fallen dabei auf die Wasserkraft, das Kerngeschäft des Unternehmens, sowie auf neue erneuerbare Energien.

Da sind Strategien und Konzepte gefragt. Der Bundesrat hat im Februar 2007 eine klare Energiestrategie verabschiedet. Diese ruht auf

Bekanntlich sind Heizungen und Verkehr zu zwei Dritteln für den CO2-Ausstoss verantwortlich. Was ist zu tun?

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Und trotzdem. Wir werden eine Stromlücke haben. Wie ist die kurzfristig zu überbrücken? Wir müssen als Übergangslösung Gas-Kombikraftwerke bauen- oder Kilowattstunden zu horrenden Preisen im Ausland einkaufen! EOS hat mit dem Projekt des Gas-Kombikraftwerkes «Chavalon» eine Lösung, die zukunftsweisend ist. «Chavalon» ist das am weitesten entwickelte Projekt der Schweiz. Wir könnten 2012 starten, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen wären pragmatisch und wirtschaftlich tragbar. Die Schweizer Energiebranche ist im Wandel, Konzentrationen machen von sich reden. Auch die EOS? Die Aare Tessin AG für Elektrizität (Atel), die EOS und die EDF Schweiz sollen in den nächsten eineinhalb Jahren verschmolzen werden. Die neue Stromgruppe mit Sitz in Neuenburg wird ab 2009 in über 20 europäischen Ländern aktiv sein und einen geschätzten Umsatz von 14 Milliarden Franken pro Jahr erzielen. Das Unternehmen wird rund 9000 Personen beschäftigen, davon 3500 bis 4000 in der Schweiz.


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Schnappschuss in Luzern: Energiesparen als schlagendes Verkaufsargument.

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Bild: Beat Christen

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Finanzierungsmodell für 100 Solaranlagen Die Wasserwerke Zug AG (WWZ) und die Zuger Kantonalbank lancieren gemeinsam ein Finanzierungsmodell, um in den nächsten fünf Jahren im Strom- und Erdgasversorgungsgebiet der WWZ die Installation von 100 Solarkollektoranlagen zu unterstützen. Der Lorzenstromfonds wird aus Beiträgen aus dem verkauften Lorzenstrom der WWZ geäufnet und bezweckt unter anderem die Förderung erneuerbarer Energie. «Der unabhängige Lorzenstromfonds-Beirat hat einstimmig dafür plädiert, 100 Sonnenkollektoranlagen mit je einem Beitrag von 1000 Franken zu unterstützen», erklärt Markus Dietiker, Leiter für erneuerbare Energie der WWZ. «Fünf bis sechs Quadratmeter Sonnenkollektorfläche reichen bereits aus, um den durchschnittlichen Warmwasser-Jahresbedarf für einen Haushalt zu 70 Prozent abzudecken. Für den Rest springt die bestehende Warmwasseraufbereitung ein.»

Die Zuger Kantonalbank gewährt pro Bauvorhaben und unabhängig von anderweitigen Förderbeiträgen einen zinslosen Kredit von 10 000 Franken mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Danach kann man den Kredit zurückzahlen oder auf die normale Hypothekarfinanzierung aufstocken. Toni Luginbühl, CEO der Zuger Kantonalbank: «Während der 25-jährigen Lebensdauer einer solchen Anlage werden rund 25 Tonnen CO2 eingespart – ein schöner Beitrag gegen die Klimaerwärmung und für uns Motivation genug, eine gute Idee mit einem interessanten Finanzierungsmodell zu fördern.»

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Warm duschen dank Sonnenenergie.

«Der natürliche Energieträger Erdgas und das Kraftwerk Sonne bilden das ideale Duo für die Heizung und Warmwasseraufbereitung im Haus. Diese beiden klimafreundlichen Techniken passen bestens zusammen», erklärt Hajo Leutenegger, Direktor der WWZ. «Bei einer Umstellung der Heizung auf Erdgas und der Installation von Sonnenkollektoranlagen trägt man zur Erfüllung der Ziele des Kioto-Protokolls bei und senkt erst noch die Heizkosten.»

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Schweiz braucht Kernkraftwerke Die Schweiz verfügt über eine annähernd CO2-freie Stromproduktion. Dies ist auf den hohen Anteil an Strom aus Wasserkraft (rund 60%) und Kernenergie (40%) zurückzufühPeter Hirt, ren. Die BeibehalPräsident swissnuclear tung des heutigen Strommixes der Schweiz spielt eine wichtige Rolle, um die klimapolitischen Ziele wie die CO2-Reduktion gemäss Kioto-Protokoll zu erreichen. Der Bundesrat baut in seiner Energiepolitik auf vier Säulen. Diese umfassen nebst der Förderung der Energieeffizienz und der neuen erneuerbaren Energie, dem Energieaussenhandel auch Grosskraftwerke. Darunter erachtet der Bundesrat den Ersatz der bestehenden oder den Bau von neuen Kernkraftwerken als notwendig. Die Kernkraftwerke leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in unserem Land, sondern tragen auch entscheidend zur Klimapolitik bei: Die Kernkraftwerke weisen im Vergleich zu anderen Stromerzeugungsarten eine positive CO2-Bilanz auf. Über den gesamten Kreislauf betrachtet – vom Abbau der Uranerze über die Anreicherung, den Betrieb des Kernkraftwerks bis hin zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle und zur Stilllegung der Anlagen – werden durchschnittlich 8 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom ausgestossen. Damit belegt die Kernenergie nach der Wasserkraft (4 Gramm) den zweiten Platz, gefolgt von Windenergie (17 Gramm) und Fotovoltaik (78 Gramm). Im Hinblick auf die auslaufenden Stromlieferverträge mit Frankreich und die aus Altersgründen anstehenden Stilllegungen der Kernkraftwerke Beznau 1 und 2 sowie Mühleberg um 2020 wird der Bau von Kernkraftwerken unumgänglich. Dazu kommt, dass mit der Förderung der Energieeffizienz die Nachfrage nach Strom steigt, da fossile Brennstoffe durch Strom ersetzt werden. Die Strombranche ist sich dieser Tatsache bewusst und arbeitet deshalb an Projekten für den Bau von Kernkraftwerken. Neue Kernkraftwerke werden jedoch nur gebaut, wenn sich das Schweizer Volk in Abwägung aller Argumente dafür entscheidet. Die Kernenergie garantiert nicht nur Versorgungssicherheit, sondern schont das Klima und sorgt für günstigen Strom. Sie ist gut eingebettet im Schweizer Strommix und ergänzt die Wasserkraft und die neuen erneuerbaren Energien in idealer Weise.

Bild: Archiv NLZ

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Energieeffizientes Wohnen beginnt mit gut gedämmter Gebäudehülle Will ein Hausbesitzer seine Heizkosten reduzieren, investiert er am besten in die Gebäudehülle. Eine Dämmung von 160 Millimetern Dicke senkt Wärmeverluste bis zu 75 Prozent. Bei den steigenden Energiepreisen könnte sich das umweltbewusste Handeln früher auszahlen als erhofft.

Eine gute Dämmung senkt Wärmeverluste bis zu 75 Prozent.

Rund 35 Prozent unseres Gebäudebestandes wurden vor 1945 gebaut, weitere 38 Prozent zwischen 1946 und 1980. Die veralteten Gebäude sind oft wahre Energieschleudern. Modernisiert werden sie meistens in unkoordinierten kleinen Schritten. Dabei wäre eine umfassende, professionell geplante und realisierte Modernisierung langfristig gesehen nicht nur kostengünstiger, sondern auch energietechnisch sinnvoller.

Heizkosten sparen Bauherren senken mit Gebäudesanierungen den Energiebedarf und sparen damit gleichzeitig massiv Heizkosten. Zum Beispiel bei einem mittelgrossen Einfamilienhaus: Mit einer 180 mm dicken Aussenwärmedämmung aus Steinwolle lassen sich bei einem Ölpreis von 120 Franken pro 100 Liter pro Heizperiode rund 1500 Franken einsparen. Dazu kommen weitere Annehmlichkeiten: Die Bewohner geniessen einen hohen Wohnkomfort, und der Wert der Liegenschaft ist

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langfristig gesichert. Ein einfaches Hilfsmittel, den Modernisierungsbedarf eines Gebäudes einzuschätzen, ist die «Energiekennzahl». Um sie zu berechnen, dividiert man den Jahresenergieverbrauch einer Immobilie durch die beheizte Geschossfläche. Die Energiekennzahl 4 entspricht zum Beispiel einem Verbrauch von vier Litern pro Quadratmeter und Jahr und gilt als äusserst vorteilhaft. Gebäude mit Werten über 20 sind regelrechte Energieschleudern!

Umfassend planen Sind Fassade, Estrich, Fenster und Dach einmal modernisiert, sollte die Heizung auf den reduzierten Energiebedarf des Gebäudes abgestimmt werden. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, Alternativen wie Luft- und Wärmepumpen oder eine Holz-Pellet-Heizung zu prüfen als bei der Planung der Modernisierungsmassnahmen – und ansteigende Preise der Erdölmärkte lassen den modernen Hausbesitzer in Zukunft kalt.

Bild: pd

Dämmen mit Flumroc Bauherren und Architekten haben in den vergangenen Jahren die Vorteile von Steinwolledämmung entdeckt. Zum Beispiel die Produkte der Flumroc AG in Flums. Mit innovativen Lösungen prägt das Unternehmen seit über fünfzig Jahren den Schweizer Markt für Dämmprodukte. Die Flumroc AG ist die landesweit führende Herstellerin von Mineralwolleprodukten zur Wärmedämmung sowie für den Schall- und Brandschutz. Sie beschäftigt rund 280 Vollzeitangestellte. Die Flumroc stellt über 300 eigene, standardisierte Dämmprodukte her. Mit einem Stab von 20 technischen Beratern und einem umfassenden Dämmprodukteprogramm hat Flumroc für praktisch alle Dämmfragen an der Gebäudehülle eine Lösung. Das Unternehmen ist mit seinen Beratern auch in der Zentralschweiz stark vertreten.


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Zuversichtlicher Blick in den blauen Himmel: Windenergie hat Zukunft.

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Bild: Archiv NLZ

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EWA: Ökostrom dank Grünabfällen serungssystem. Dabei Aufteilung in Kompost chen Flüssigdünger. hochwertige, keimfreie Düngemittel.

Mit dem ersten Urner BiogasKraftwerk geht das EWA im Frühling 2009 ans Netz. Der Urner Biopower produziert Ökostrom aus Grün- und Speiseabfällen für rund 200 Haushalte. Damit wird auch ein wachsendes Entsorgungsproblem im Kanton Uri gelöst.

Elektrizitätswerk Altdorf AG

«Die vielfältigen positiven Feedbacks während der Planungsphase haben uns motiviert», verrät Werner Jauch, Leiter Energie und Mitglied der Geschäftsleitung des EWA. Nun steht das Projekt unmittelbar vor der Realisierung. Baustart ist im August 2008. 5000 Tonnen Urner Biopower Für das EW Altdorf hat das Projekt eine überregionale Bedeutung. So soll die Anlage nicht nur die Grünund Speiseabfälle der Wirte, Gemeinden und Unternehmen aus dem Kanton Uri weiterverarbeiten, sondern ihre Dienste auch den Nachbarn anbieten. «Unsere Zielgruppen befinden sich auch im Talkessel von Schwyz, in Nidwalden sowie im Tessin», bekräftigt Werner Jauch. Jährlich könnte die Anlage gut 5000 Tonnen Bioabfälle zu Strom, Wärme und Dünger weiterverarbeiten. Es

erfolgt eine und natürliBeide sind ökologische

Aus natürlichen Abfallprodukten kann Strom und Wärme gewonnen werden. Zudem entsteht keimfreier Dünger. Grafik: EWA

entsteht elektrische Energie für rund 200 Haushaltungen. «Wichtig ist, dass der Grünabfall konsequent gesammelt wird.» Und so funktionert es Der gesammelte Grün- und Speiseabfall wird gesammelt, verarbeitet und über einen «Fermenter» (Gärreaktor) laufend mit Wasser vermischt. Der Gärprozess erfolgt unter Ausschluss von Sauerstoff bei rund 55 Grad Celsius und unter ständi-

gem Bewegen der Masse. Während 14 Tagen sterben die Keime ab, und so entsteht Biogas (Methan), welches gefiltert und abgezogen wird. Der «Fermenter» wiederum ist mit einem Blockheizkraftwerk zusammengeschaltet. Dort treibt das produzierte Biogas einen Gasmotor an, der über einen Generator Strom erzeugt. Nebst Strom entsteht Wärme. Nach dem Gärprozess durchläuft die breiartige Biomasse ein Entwäs-

Facts & Figures zur Elektrizitätswerk Altdorf AG • Gesamtleistung: 75,5 Mio. Fr. • Jahresgewinn: 2,2 Mio. Fr. • Stromabsatz: 402 GWh • Stromproduktion: 230 GWh • Kraftwerkleistung: 54 MW • Mitarbeitende: 219 • davon Auszubildende: 41 Elektrizitätswerk Altdorf AG Werner Jauch, Leiter Energie, Mitglied der Geschäftsleitung Herrengasse 1, CH-6460 Altdorf Telefon+41 (0) 41 875 08 75 Fax +41 (0) 41 875 09 75 Ein Unternehmen der CKW-Gruppe www.ewa.ch E-Mail: werner.jauch@ewa.ch Alle Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2006/2007.

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ENERGIE AUS WASSER EINE OPTION Für eine sichere Energiezukunft der Schweiz spielt die Wasserkraft eine tragende Rolle. Sie allein genügt aber nicht – der richtige Mix ist entscheidend. Als das in der Westschweiz führende Stromproduktions-, Transport- und Handelsunternehmen investieren wir in alle Energieformen. Wir entwickeln die Nutzung erneuerbarer Energien weiter, setzen uns für neue Grosskraftwerke zur Stromproduktion ein, optimieren die Effizienz unserer Anlagen und fördern den Energiehandel mit unseren Nachbarländern. Damit die Schweiz nie zu wenig Energie hat.

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Elektrizitätswerk Nidwalden löst Energiespar-Boom aus Einen solchen Ansturm hatte man beim EW Nidwalden nicht erwartet: Sein Fonds zur Förderung erneuerbarer Energien war innerhalb von wenigen Monaten fast ausgeschöpft. Das positive Resultat: über 100 neu installierte Wärmepumpen und Sonnenkollektor-Anlagen für Warmwasser.

Sonnenkollektor-Anlagen sind schnell installiert.

Aufgrund des guten Geschäftsergebnisses 2007 hat das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) beschlossen, im laufenden Jahr den Einbau von Wärmepumpen und die Installation von Solarboilern finanziell zu unterstützen. Zu diesem Zweck ist ein Fonds mit 500 000 Franken geäufnet worden. «Mit dem namhaften Förderbeitrag für Sonnenkollektoren will das EWN einen echten Anreiz schaffen, um bei der Warmwasseraufbereitung auf erneuerbare Energien umzusatteln», erklärt EWN-Direktor Christian Bircher. «Die Warmwassererzeugung ist in der Regel der grösste Elektrizitätsverbraucher im Haushalt.» Mit der Förderung von Wärmepumpen wolle das EWN zudem die CO2-freie Wärmeproduktion unterstützen und den Strombedarf reduzieren.

Fonds ist bald ausgeschöpft «Der Boom, den wir mit unserem Angebot ausgelöst haben, hat uns allerdings doch etwas überrascht», sagt Christian Bircher. «Einerseits ist das natürlich sehr erfreulich. Wir konnten bisher

Bild: Archiv NLZ

dank unseren Fördergeldern den Bau von über 100 Wärmepumpen und Sonnenkollektor-Anlagen initiieren. Auf der anderen Seite wird es jetzt natürlich auch einige enttäuschte Nachfrager geben, weil der Fonds demnächst ausgeschöpft sein wird.» Ob das EWN im nächsten Jahr wiederum eine solche Förderaktion startet, kann Christian Bircher zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen: «Ich möchte da dem Verwaltungsrat nicht vorgreifen. Er entscheidet darüber – je nach Geschäftsergebnis.»

Welches Interesse hat das EWN eigentlich daran, dass die Verbraucher Strom sparen? Christian Bircher: «Energie wird generell wertvoller und teurer. Der Stromverbrauch wird in den kommenden Jahren noch weiter steigen. Wir haben als Energieversorgungsunternehmen ein Interesse daran, dass der immer wertvoller werdende Strom dort eingesetzt wird, wo es keine andern Möglichkeiten gibt. Beim Warmwasser und beim Heizen haben wir jedoch Alternativen, nämlich Sonnenkollektor-Anlagen und Wärmepumpen.»

Grosse Einsparungen mit Sonnenkollektor-Anlagen Sonnenkollektor-Anlagen bestehen aus Sonnenkollektoren, einem Wasserspeicher, Verbindungsleitungen, Armaturen und der Regelung. Sie sammeln die im Sonnenlicht enthaltene Energie und heizen damit das Warmwasser auf. Die Anlagen sind einfach zu montieren. Die Arbeiten dauern in der Regel etwa einen

Tag. Mit einer Sonnenkollektor-Anlage kann man über das Jahr gesehen rund 75 Prozent elektrische Energie einsparen. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt, der durchschnittlich 2000 Kilowattstunden konsumiert, sind das über 200 Franken Einsparungen pro Jahr.

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Komax baut Maschinen für Solarindustrie mit eigener Sonnenenergie Die Komax-Gruppe mit ihren Standorten in Dierikon und Rotkreuz produziert unter anderem erfolgreich Maschinen für die Fotovoltaikindustrie. Seit Anfang Juli betreibt das Unternehmen auf dem Dach des Produktionsgebäudes in Rotkreuz eine eigene Solaranlage. Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren, wie Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt werden kann: Kristallin- und Dünnschichttechnologie. Komax stellt nun für beide Technologien Maschinen zur Herstellung von Solarmodulen her. Die Maschinen für den kristallinen Bereich produziert Komax in York, USA, wo sich das Kompetenz-

zentrum dieser Technologie befindet. Die Maschinen für den Dünnschichtbereich werden dagegen in Rotkreuz hergestellt. Hier befindet sich auch das Kompetenzzentrum Dünnschicht. Um die Verbundenheit mit Solarstrom auch gegen aussen sichtbar zu demonstrieren und weil Komax auch aktiv in erneuerbare Energien inves-

tieren wollte, betreibt Komax seit Anfang Juli auf dem Dach des Produktionsgebäudes in Rotkreuz eine eigene Solaranlage. Diese ist mit einer Produktionsleistung von rund 40 kWp die grösste im Kanton Zug installierte Solaranlage. Die monokristalline Anlage hat eine Gesamtfläche von rund 300 Quadratmetern.

Komax geht mit dem guten Beispiel voran: die neue Solaranlage auf dem Produktionsgebäude in Rotkreuz.

Bild: pd

Komax produziert Maschinen zur Herstellung von Solarzellen und -modulen. Die Komax-Gruppe hat in der Schweiz insgesamt vier Entwicklungs- und Produktionsstandorte. In Dierikon stellt Komax Maschinen für die Kabelverarbeitung her. Gleichzeitig ist die Örtlichkeit Hauptsitz der Komax-Gruppe. Am Standort Rotkreuz produziert Komax Montageautomationssysteme für elektrische und elektronische Komponenten, mechatronische Baugruppen, Solarzellen und -module sowie medizinaltechische Produkte. Komax in Stans ist spezialisiert auf Montageanlagen, Transfersys-

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teme und Handarbeitsplätze für die Montageautomation. In La Chaux-de-Fonds produziert Komax schlüsselfertige, kundenangepasste Montageanlagen für Medizinalprodukte, Elektrokomponenten sowie Verbrauchsgüter und das hauptsächlich für die automatische Montage von Produkten mit hoher Stückzahl. Die Komax-Gruppe betreibt zudem Produktionswerke in Portugal, in Frankreich, in den USA, in Malaysia und in China. Daneben unterhält Komax ein weltumspannendes Vertriebs- und Ser-

vicenetz. Hauptabsatzmärkte sind die Automobilindustrie, die Medizinaltechnologie, die Fotovoltaik sowie die Bereiche Haushaltgeräte, Bürotechnik, Telekommunikation und Informationstechnologie. Die Gruppe erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 348,8 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) betrug 43,3 Mio. Franken und der Gruppengewinn nach Steuern 32,7 Mio. Franken. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1050 Mitarbeitende.


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