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Zuger Presse ⋅ Zugerbieter ⋅ Mittwoch, 24. April 2013 ⋅ Nr. 16

Energiesparen

Feuerwehr

Kleines Kraftwerk im eigenen Haus An der Albisstrasse ist die erste Brennstoffzellenheizung im Kanton Zug eingebaut worden. Das kleine Kraftwerk produziert sowohl Wärme als auch Energie.

Im Keller des frisch renovierten, über 90 Jahre alten und ehrwürdig wirkenden Mehrfamilienhauses an der Albisstrasse ist vergangene Woche Vertretern der kantonalen Energiefachstelle, der Energiekommission der Gemeinde Baar sowie weiteren Interessierten die erste Brenn-

bernd Arms, WWZ

stoffzellenheizung des Kantons Zug vorgestellt worden. Von aussen her ist das Gerät nicht besonders spektakulär, die wahren Werte liegen in dessen Innern. Und dort passiert Revolutionäres: «Anders als in herkömmlichen Gasheizungen wandeln Brennstoffzellen Biogas in einem elektrochemischen Prozess in Strom und Wärme um», erklärt Vol-

Traco Holding

Umzug von Zürich nach baar Wie die «Neue Zuger Zeitung» schreibt, wurde ein neuer Mieter für das Geschäftshaus an der Sihlbruggstrasse 111 gefunden. Janssen-Cilag, die früheren Mieter, sind in die Stadt Zug umgezogen. Per Mitte August wird das dreistöckige Gebäude in Walterswil von der Traco Holding AG belegt. Traco ist ein Familienunternehmen, das weltweit 100 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen vertreibt einerseits Industrienetzteile und Produkte für die Industrieautomation. Ein weiterer Zweig vertreibt Produkte im Anlage- und Steuerungsbau der Maschinenindustrie. csc

Aktuell Volker Nerlich, Hexis AG (links), Bernd Arms von der WWZ, Martin Seifert, Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches, sowie Architekt Felix Koch (HKK Foto sim Architekten AG) präsentieren die neue Brennstoffzellenheizung an der Albisstrasse. ker Nerlich von der Herstellerfirma Hexis AG in Winterthur. Mit dem Strom wird beispielsweise der Geschirrspüler betrieben oder das Warmwasser aufbereitet. Überschüssiger Strom wird ins Netz zurückgespiesen und der Ertrag dem Eigentümer gutgeschrieben.

Umweltschonende Technik mit minimalster CO2-Produktion Angefangen hatte alles im Jahr 2004, als die HKK Archi-

tekten Partner AG den Auftrag erhielten, eine Machbarkeitsstudie über die gesamte Liegenschaft an der schmucken Quartierstrasse auszuarbeiten. «Die Schönheit des Hauses aus den zwanziger Jahren und die gute Bausubstanz brachten uns zum Entschluss, das Haus zu renovieren, anstatt es abzureissen», sagt Architekt Felix Koch. Auf der Suche nach der Heizung standen verschiedene Optionen zur Verfügung. In Gesprächen mit den Wasser-

werken Zug wurde Koch mit dieser intelligenten und umweltschonenden Technologie bekannt gemacht. Deren CO2Produktion beträgt nur gerade ein Hundertstel der alten Ölheizung.

Jetzt will man prüfen, ob sich die Technologie bewährt Die Technologie überzeugte den Architekten Felix Koch, sodass er dem Feldversuch mit einer Brennstoffzelle zustimmte. Auch die Gemeinde

Baar konnte für die Idee gewonnen werden und unterstützte das Projekt finanziell. Der Einbau der Brennstoffzellenheizung an der Albisstrasse erfolgte im Rahmen eines Praxistauglichkeitstests der Schweizerischen Gasindustrie und ist die erste ihrer Art im Kanton Zug. «Das Projekt wird nun von den WWZ bezüglich Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit weiter verfolgt», sagt WWZ-Vertreter Bernd Arms.

Fokolar-Bewegung

Trotz Schliessung der «Pasta baar» keine Krise Weil es immer schwieriger ist, Jugendliche für Arbeitseinsätze zu gewinnen, muss die Fokolar-Bewegung per Ende April ihre PastaVerkaufsstelle schliessen. Jeannine Villiger

Viele Jahre verkaufte die Fokolar-Bewegung im eigenen Kleinbetrieb «Pasta Baar» Teigwaren. In Handarbeit hergestellt und liebevoll verpackt, wurden diese im Laden an der Heidengasse verkauft. Produziert haben die Produkte jeweils Jugendliche und Er-

wachsene, die in der Siedlung Eckstein einen gemeinschaftlichen Arbeits- und Lebensstil erprobten. Auch Praktikanten des kombinierten Brückenangebots oder Menschen mit einer Behinderung hatten die Möglichkeit, zu einem kleinen Lohn eine Arbeitserfahrung in der «Pasta Baar» zu machen. «In den letzten Jahren gestaltete sich die Suche nach Helfern jedoch als immer grössere Herausforderung, weshalb der Betrieb per Ende April geschlossen wird», erklärt Hanny Knüsel, Co-Leiterin der Fokolar-Siedlung Eckstein. Hat die Fokolar-Bewegung, die nach dem Evangelium in Partnerschaftlichkeit lebt, etwa

Mühe, junge Leute für ihre Lebensphilosophie zu begeistern? Nein, ist Hanny Knüsel überzeugt. So hätten im letzten Jahr an einem Fokolar-Festival in Budapest rund 12 000 Jugendliche teilgenommen. Anwesend sei auch eine Schweizer Delegation mit 300 Jugendlichen gewesen. Knüsel sieht jedoch schon eine Veränderung in puncto Jugendbereitschaft: «Es ist schwieriger geworden, Jugendliche für verbindliche Engagements zu begeistern.» Heutzutage habe man als junger Mensch eine Vielzahl von Verpflichtungen, die man erfüllen müsse, was so einen Einsatz erschwere, so Knüsel weiter.

Weg über den Hirzel behindert

Weitere Informationen: www.strassen.zh.ch

Dienstag, 16. April, 23.10 Uhr, Haldenstrasse. Das Ablassventil auf dem Dach eines Gewerbegebäudes öffnete wegen Druckschwankungen im Sprinklersystem. Dadurch wurde der automatische Brandalarm ausgelöst.

Freitag, 19. April, 17.45 Uhr, Rathausstrasse. Im Untergeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses wurde auf einer öffentlichen Toilette geraucht. Der Rauch löste den automatischen Brandalarm aus. pd

Region

Wie die Baudirektion des Kantons Zürich schreibt, ist ab kommendem Montag mit Verkehrsbehinderungen im Dorf Hirzel zu rechnen. An der Zugerstrasse in Hirzel werden Entwässerungsleitungen, Anschlüsse und Beleuchtung erneuert. Ausserdem werden die Kanalisations- und Wasserleitungen sowie die Elektroleitungen ersetzt. Die Bauarbeiten dauern bis Mitte Dezember an. Zu den Stosszeiten ist mit Wartezeiten zu rechnen. csc

Die Feuerwehr Baar leistete folgende Einsätze:

Donnerstag, 18. April, 17.50 Uhr, Rathausstrasse. In einem Wohn- und Geschäftshaus wurden Schleifarbeiten ausgeführt. Der Staub löste den automatischen Brandalarm aus.

Simon Carrel

«Das Projekt wird nun von den WWZ bezüglich Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit weiter verfolgt.»

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Während «Pasta Baar» schliessen muss, läuft es nach wie vor zufriedenstellend im Secondhand-Laden. Im Bild Nelly Foto jav Lengacher, Leiterin des «Von und Für»-Ladens (links), und Siedlungsleiterin Hanny Knüsel.

Nebst der «Pasta Baar» hat die Fokolar-Bewegung gleich nebenan auch den Secondhand-Laden «Von und Für» initiiert, der nach dem Prinzip der Freiwilligenarbeit funktioniert. Zu günstigen Preisen können dort allerlei Alltagsgegenstände aus zweiter Hand erstanden werden. Seit einem Jahr wird der Laden von Nelly Lengacher geführt: «Es hat sich gezeigt, dass das SecondhandGeschäft einem Bedürfnis der Bevölkerung entspricht und eine Brücke zu den Bewohnern von Baar und unserer Bewegung schafft. Der erwirtschaftete Gewinn fliesst dabei vollumfänglich in verschiedene Arbeits- und Hilfsprojekte», so Knüsel.

Die Fokolar-Bewegung ist in in 182 Ländern vertreten Die Bewegung zähle weltweit rund 140 000 offizielle Anhänger und einen Freundeskreis von über 2 Millionen Menschen. Die Glaubens-Gemeinschaft setze sich für den Frieden und eine geeinte Welt ein, erklärt Knüsel. «Neue Mitglieder gewinnt die Bewegung über verschiedene Veranstaltungen, wie etwa dem jährlichen Sommertreffen, über das Engagement verschiedener Hilfsprojekte oder dem Austausch in Gesprächen.» Dabei gilt für Hanny Knüsel folgender Grundsatz: «Spreche nicht über dein Leben, bevor du gefragt wirst, aber lebe so, dass man dich fragt.»

Spieleplausch in der Ludothek

Heute Abend sind alle Spielfreudigen eingeladen, neue Brett- und Kartenspiele zu entdecken sowie vertraute und bekannte Spiele in unkomplizierter Runde wieder einmal zu spielen. Das Team der Ludothek Baar erklärt, falls notwendig, die Spielregeln. pd Mittwoch, 24. April, 20 Uhr, Ludothek baar.

Demnächst Minenwerfer treffen sich zum 21. Mal

Ehemalige Offiziere, Unteroffiziere, Gefreite und Kanoniere sowie Spezialisten der VI Kp der Bat 48 + 149 treffen sich zum Mittagessen und zu kameradschaftlichem Beisammensein. Ab 11 Uhr gibt es Apéro. Die Organisatoren betonen, dass auch neue Gesichter herzlich willkommen seien. pd Donnerstag, 2. Mai, restaurant Löwen, Allenwinden, Auskunft 044 788 15 59 oder 041 758 13 35 oder E-Mail: emil.schweizer@ sunrise.ch

Bald findet wieder die Velo-Börse statt

Wer Ausschau nach einem Occasions-Fahrrad hält oder sein gebrauchtes Velo nicht mehr benötigt, sollte sich den 4. Mai vormerken. Dann kann man von 8 bis 11 Uhr Fahrräder zum Verkauf auf den Schulhausplatz Marktgasse bringen beziehungsweise von 11 bis 14 Uhr Fahrräder kaufen. pd Samstag 4 Mai, Schulhausplatz Marktgasse. Weitere Informationen: 077 412 67 70.

Hüttenbauersaison wird eröffnet

Auf dem Abenteuerspielplatz Robi dürfen Kinder, die eine Hütte bauen möchten, nach Herzenslust hämmern, sägen, konstruieren. Am 4. Mai startet die neue Hüttenbausaison. Kinder sind eingeladen, mit Eltern oder Freunden eine Hütte zu beginnen oder an ihrer Hütte weiterzubauen. Anschliessend wird der neue PizzaFassofen einweiht. pd Samstag, 4. Mai: robi, im Jöchler, Anmeldung 041 760 05 61, E-Mail: ruth.meier-spichtig@bluewin.ch

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