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Karriere Magazin JA, DAS KANN ICH AUCH!

SOMMER

AUSGABE

20 17

SOFT SKILLS

bei der Bewerbung in Szene setzen

SKILLS DEM JOB A N PA S S E N …

Oder doch umgekehrt?

ISCH LEI OAS!

B L O G . Z B P. AT

Z B P. AT

Leben und Arbeiten in Tirol


ZBP.AT

JOBS während und nach

—WU! der


SUMMER

Auf zu neuen Ufern! Vorweg: Soft Skills wirklich zu (be)greifen, ist herausfordernd. Das sagt doch schon ihr Name – die „weichen“ Fähigkeiten. Ähnlich wie Stimmungen stehen sie im Raum – transparent, abstrakt und ohne eine Gestalt zu haben. Machen wir ein Experiment: Versuchen Sie einmal ganz genau anzugeben, wie teamfähig Sie sind. Gar nicht so leicht, oder? Editorial: Brigitte Kuchenbecker

Foto: Andreas Müller

Herbert Langer, Leiter des Bereichs Soziale Kompetenz an der WU, bringt es im Gespräch mit mir auf den Punkt: „Ich kann auf die Sekunde genau messen, wie schnell jemand laufen kann. Aber wenn ich herausfinden will, wie gut jemand kommuniziert, wird es schon schwieriger.“ Denn Soft Skills sind eben nicht objektiv messbar. Man kann nicht exakt sagen, wie stark oder schwach z.B. die Team­fähigkeit eines Menschen ausgeprägt ist. Es geht vielmehr um Einschätzungen – und genau das macht Soft Skills so wenig greifbar.

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Ich habe es als sehr bereichernd erlebt, mich für diese Ausgabe des Karrieremagazins mit den „weichen“ Fähig­ keiten auseinanderzusetzen. Eine Schlüsselerkenntnis für mich war, dass man sich und seine Kompetenzen laufend erweitert. Wie? Einfach indem man Dinge wagt, Neues probiert und auch einmal ins kalte Wasser springt. Und genau das haben wir mit dieser Ausgabe des Karriere­ magazins auch gemacht. Der Weg zu dem „Karriere­magazin im Facelift“ war aufregend. So viele Ideen standen im Raum: Interviews mit „inspiring people“, die über ihre Arbeitsmotivation und -leidenschaft erzählen. Fokus auf Jobmöglichkeiten auch abseits von Wien. Gespräche über Erfahrungen beim Berufseinstieg …

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Jetzt im Nachhinein, wenn man das Ergebnis in den Händen hält, sind wir einfach glücklich. Wir haben es geschafft: Wir sind zu neuen Ufern aufgebrochen! Und natürlich sind wir sehr gespannt, wie Ihnen unser neues Karriere­ magazin gefällt … Viel Spaß beim Lesen! Ihre Brigitte Kuchenbecker

SEITE 8: SOFT SKILLS IM RAMPENLICHT

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SEITE 18: VOM FEELING HER EIN GUTES GEFÜHL …

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SEITE 26: LEBEN UND ARBEITEN IN TIROL

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SOMMERAUSGABE 2017

Karriere Magazin 3 EDITORIAL 6

E WIE ERICH

Unser Bewerbungs-Alphabet 8

SOFT SKILLS

IM RAMPENLICHT

26 VON WEGEN PIEFKE-SAGA!

Oder: Was sind Soft Skills eigentlich?

Leben und Arbeiten in Tirol

10 DAS KLEINE ICH-BIN-ICH

32 TO GO, BITTE!

Hand auf’s Herz: Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen …?

Wie lange darf Ihre tägliche Anfahrt zur Arbeit maximal dauern …?

12  KLAR KANN ICH DAS! ICH HAB’S BLOSS NOCH NIE GEMACHT!

36 GRÜNDEN LERNT MAN DURCH GRÜNDEN.

Über die eigenen Grenzen gehen und dabei Neues lernen.

Wir sprachen mit Alexander Leichter, CEO der VersandApp byrd, übers Durchstarten.

15 KOLUMNE: SELBSTKRITISCH

4 0 Z W E I M O N AT E U N D S I E B E N BEWERBUNGEN BIS ZUM JOB

16 DIE GLORREICHEN SIEBEN

Was steckt wirklich hinter den Top-7 Soft Skills in Stelleninseraten?

Wie einfach bzw. schwer ist der Berufs­ einstieg für WU-Absolvent/innen? 42 GERADE NOCH GESCHAFFT!

18 VOM FEELING HER

Pleiten, Pech und Pannen am Campus.

EIN GUTES GEFÜHL …

So werden Soft Skills in der Bewerbung „erspürt“... 2 2 WA S Z Ä H LT I S T

44 DELPHINE AM WEG ZUR ARBEIT?

WU-Alumni rund um den Globus er­ zählen über Job, Land und Leute.

E N G A G E M E N T, L E I D E N S C H A F T UND DIE FREUDE AM TUN.

46 DIE LETZTE SEITE

Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, im Gespräch.

Impressum ZBP Karrieremagazin, Ausgabe Sommer 2017 | Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: ZBP-Marketing-Service an der Wirtschaftsuniversität Wien – Verein zur Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Berufsplanung an der Wirtschaftsuniversität Wien, Welthandelsplatz 1, Gebäude LC, 1020 Wien, Tel.: +43–1–313 36– 4968, office@zbp.at | Redaktion: Brigitte Kuchenbecker | Textbeiträge: Brigitte Kuchenbecker, Karl Ledermüller, Andreas Müller, Heike Schreiner, Kristine Unlayao, Julia Zeeh | Koordination und Gestaltung: Georg Leditzky, Plutonika Design OG, Brigitte Kuchenbecker | Anzeigenservice: Brigitte Kuchenbecker, brigitte.kuchenbecker@zbp.at | Layout: Georg Leditzky, Plutonika Design OG | Druck: Outdoor-Production | Erscheinungsweise: dreimal jährlich | Auflage: 10.000 Stück | § 1 abs. 4 Gleichbehandlungsgesetz: „Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen [...] gilt die gewählte Form für beide Geschlechter.“ Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Die Zusammen­s tellung der Arbeitgeber in redaktionellen Beiträgen erfolgt aufgrund journalistischer Recherchen. Werblich kann jeder Arbeitgeber in diesem Magazin vertreten sein unter der Voraussetzung, dass dieser auch tatsächlich Stellen besetzt. Fotos (Cover und rechts): iStock / SanneBerg, Illustrationen: iStock / miakievy

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Soft Skills ADVERTISER INDEX 7  VIG 9  EY 14 

JTI

19 

H AY S

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PKF

35 

HOFER

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B AWA G P. S . K .

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PWC

43 

T PA

45 KPMG 47 P&G 48 BCG

Die angeführten Unter­n ehmen ermög­ lichen durch ihre Werbe­­­­e in­s chaltung, dass Sie ein kostenfreies Exemplar des Karriere­m agazins in Händen halten. Vielen Dank!


FROM A TO Z

E wie Erich Von Assessment Center bis Zusage – wir stellen die gängigsten Begriffe des Bewerbungs-Alphabets vor. Dieses Mal: E wie …

Text: Kristine Unlayao

ENGLISCH Durch die weltweite Vernetzung der Unternehmen gewinnt Englisch als Wirtschaftssprache immer mehr an Bedeutung. In den meisten Positionen wird man früher oder später mit internationalen Kunden, Lieferanten und Kolleg/innen rund um den Globus in Berührung kommen. Darum ist es wichtig, sich in der englischen Sprache fit zu halten. Bei der Bewerbung ist es auch schon lange Standard, die Englisch­kenntnisse anzuführen und mit dem entsprechenden Sprachniveau (A1 bis C2) zu kategorisieren.

EMPFEHLUNGSSCHREIBEN Empfehlungsschreiben in die schriftliche Bewerbung zu inkludieren ist heutzutage eher unüblich. Als Alternative zum Empfehlungsschreiben kann man, in vorheriger Ab­ stimmung mit der jeweiligen Person, einfach Referent/ innen mit Name, Positionsbezeichnung und Kontaktdaten im CV angeben.

EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT Freiwilliges soziales Engagement bietet nicht nur die ideale Möglichkeit einen sozialen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Dadurch, dass man sich neuen Herausforderungen stellt und neue Erfahrungen sammelt, kann es auch zur Erweiterung des eigenen Horizontes und der persönlichen Entwicklung beitragen. Weiters kann das Anführen von ehrenamtlichem Engagement im Lebenslauf von Vorteil bei der Bewerbung sein. Denn dieses signalisiert oft viele positive Eigenschaften und Soft Skills, wie z.B. Einsatz­ bereitschaft, Hands-on Mentalität und Empathie.

B Y T H E WAY:

E WIE EINSTEIN Albert Einstein begann erst mit drei Jahren zu sprechen. Seine Hochbega­ bung war in frühester Kindheit noch nicht abzusehen.

E WIE EVA Eva Longoria hat zwei Studienab­ schlüsse: den Bachelor in Bewegungs­ wissenschaften und den Master in „Chicano Studies“, einem Studium über Amerikaner/innen mit mexikanischer Abstammung.

E WIE ERICH Erich Kästner finanzierte sein Studium der Geschichte, Philosophie, Germa­ nistik und Theaterwissenschaft unter anderem durch den Verkauf von Parfüm oder das Sammeln der Börsenkurse für einen Buchmacher.

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SO VIELFÄLTIG WIE SIE Ihre Perspektiven bei der Vienna Insurance Group IHR PROFIL • Sie haben Freude daran, in einem internationalen Arbeitsumfeld zu arbeiten • Sie verfügen über interkulturelle Kompetenz und einer Affinität für den Raum Zentral- und Osteuropa • Sie zeigen eine lösungsorientierte Arbeitsweise und eine Hands-on-Mentalität • Sie sind kontaktfreudig und kommunikationsstark

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SPOT ON

Soft Skills im Rampenlicht Liest man sich Stelleninserate durch, stehen sie zumeist ganz oben. Und auch die Befragung unserer Firmenpartner zeigt: Soft Skills sind im Arbeitsleben absolut notwendig, um sprichwörtlich einen guten Job zu machen. Doch, einmal ehrlich: Was genau sind Soft Skills eigentlich? Und warum sind sie für eine gute Performance so wichtig? Text: Brigitte Kuchenbecker

Fotos: WU

WA S S I N D S O F T S K I L L S ?

WA R U M B R A U C H E N W I R S O F T S K I L L S ?

Bettina Fuhrmann, Leiterin des WU-Instituts für Wirt­ schaftspädagogik, erklärt: „Unter Soft Skills versteht man für gewöhnlich fächerübergreifende Fähigkeiten. Sie um­ fassen persönliche, soziale und methodische Kompetenzen.“

In modernen Arbeitswelten spielen ausgeprägte Soft Skills eine bedeutende Rolle. Unser Berufsleben findet in hochkommunikativen Umgebungen statt: Open-space Büros, shared desks und Matrixorganisationen sind keine Seltenheit sondern die Norm.

Persönliche Kompetenzen stellen das „Ich“ in den Fokus – es geht darum, wie gut man sich kennt, wie reflektiert man ist und wie man sich selbst motivieren und „führen“ kann. Soziale Kompetenzen hingegen stellen vermehrt die Interaktion in den Vordergrund – es geht um das „Wir“. „Wenn ich in einem Gespräch bin, werde ich Stimmungen und Gefühle wahrnehmen und auf diese angemessen re­ agieren.“, erklärt Herbert Langer, Leiter des Bereichs Soziale Kompetenz an der WU. Und bei der methodischen Kompetenz geht es schließ­ lich darum, aus einer Vielfalt an Techniken die passende auzuwählen. Herbert Langer: „Nehmen wir als Beispiel die Moderationskompetenz. Je nach Situation und Setting muss ich die richtige Technik anwenden, die sowohl für mich als auch für die Gruppe passt.“

In Folge werden das Miteinander im Team und die betriebsin­ terne und -externe Kommunikation zu einem Schlüssel in der Produktivität. Herbert Langer: „Insbesondere wenn es schwierige Situationen wie Beschwerden oder Konflikte gibt, spielen ausgeprägte Soft Skills eine bedeutende Rolle.“ Bettina Fuhrmann ergänzt: „Soft Skills haben in so gut wie allen Funktionen und jeder Branche eine große Bedeutung, bei jeder Form der Interaktion mit Kolleg/innen, Vorgesetzten oder Kund/innen.“

SOFT SKILLS UMFASSEN PERSÖNLICHE, SOZIALE UND METHODISCHE KOMPETENZEN.

WIRD DIE BEDEUTUNG VON SOFT SKILLS IN ZUKUNFT STEIGEN?

BETTINA FUHRMANN

ist Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU.

H E R B E RT L A N G E R

ist Leiter des Bereichs Soziale Kompetenz an der WU.

In Zukunft wird die Bedeutung der „weichen“ Fähigkeiten aller Voraussicht nach sogar noch weiter zunehmen. Denn Arbeitstätigkeiten werden immer vielfältiger, man muss sich laufend auf neue Gegebenheiten einstellen – man denke doch nur an die zunehmende Flexibilisierung, Inter­ nationalisierung und Diversität von Teams. „Wir haben mit vielen verschiedenen Personen in vielen unterschiedlichen Situationen zu tun. Ich arbeite nicht mehr nur in einem lokalen Team, sondern ich habe Videokonferenzen über Kontinente hinweg und muss Stimmungen und Gefühle nun online über Devices erkennen und darauf reagieren.“, betont Langer.

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IN VIDEOKONFERENZEN GILT ES, STIMMUNGEN UND GEFÜHLE ÜBER KONTINENTE HINWEG ÜBER DEVICES ZU ERKENNEN.

Und auch die Stressbelastung wird immer größer. Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen zu­ sehends – das Berufsleben greift immer öfter in die Freizeit ein. „Es ist eine Komponente der persönlichen Kompetenz, dass ich Arbeits- und Berufsleben so or­ ganisiere, dass es für mich stimmig ist“, so Langer. U N D WA S I S T M I T D E N H A R D S K I L L S ?

Arbeitgeber achten bei der Personalauswahl also genau auf die Soft Skills ihrer Bewerber/innen – sie geben schließlich Auskunft über die zu erwartende Perfor­ mance. Dennoch bilden Hard Skills das Fundament jeder Bewerbung. „Hard Skills, also fachliche Kompetenzen, lassen sich durch Zeugnisse und Prüfungen objektiv belegen. Sie sind in den Bewerbungsunterlagen leicht darzustellen. Wenn es hier bereits Unstimmigkeiten gibt, kommt es gar nicht zu einem weiteren Gespräch.“, so Herbert Langer. Das ist auch nicht weiter verwun­ derlich: Fehlen die notwendigen Fachkenntnisse, kann eine Aufgabe methodisch ja gar nicht erfüllt werden. Soft Skills sind hingegen schwerer zu erheben – sie werden primär beim persönlichen Kennenlernen ge­ testet (siehe auch Artikel „Vom Feeling her ein gutes Gefühl“, Seite 18). Doch gerade, wenn sich Bewerber/ innen bzgl. ihrer fachlichen Kompetenzen wenig un­ terscheiden, wie es z.B. bei Berufseinsteiger/innen unmittelbar nach Studienabschluss oft der Fall ist, sind unterschiedlich ausgeprägte Soft Skills häufig das Zünglein an der Waage.

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TEST

AUF WELCHE KOMPETENZEN ACHTEN SIE BEI DER PERSONALAUSWAHL AM MEISTEN?

DAS KLEINE ICH-BIN-ICH

I N F O R M AT I O N & C O M M U N I C AT I O N S E R V I C E S

Wir alle haben Stärken und Schwächen. Und das ist auch gut so! Niemand muss jede Kompetenz perfekt beherrschen. Im Gegenteil: Verschieden Jobs brauchen ja auch verschiedene Fähigkeiten.

Wir achten neben der fachlichen Qualifikation auch sehr stark darauf, ob der/die Kandidat/in kommunikationsstark und lernwillig ist. Als IT Solution Consultant muss man sowohl mit der Fachabteilung, z.B. Marketing, als auch dem „hard-core ITler“ Software Developer kommunizieren.

Machen Sie den Selbst-Check und finden Sie heraus, mit welchen Soft Skills Sie bei der Bewerbung überzeugen!

M A RT I N A S I M E K , B AWA G P. S . K .

In unserer Welt dreht und verändert sich alles ständig und vor allem sehr rasch. Deswegen sind Flexibilität und die Bereitschaft Neues zu lernen ganz besonders wichtig. N E L A D A N H O , S PA R B U S I N E S S S E R V I C E S ,

U R S U L A P R O K O P P, K P S

In der Steuerberatung sollte man sehr kommunikativ und lösungsorientiert sein. Teamfähigkeit als soziale Kompetenz ist ebenso wichtig, wie das Selbstvertrauen Verantwor­ tung zu übernehmen, Herausforderungen zu suchen und selbständig zu arbeiten.

WEITER IN DIE TIEFE GEHEN?

Durch Coachings und Potenzialanalysen können Sie noch mehr über Ihre Hard und Soft Skills herausfinden. Termine finden regelmäßig im ZBP statt.

J A S M I N B U C H TA , L’ O R E A L

Bei der Personalauswahl achten wir besonders auf unter­ nehmerisches Denken, Aufgeschlossenheit durch interna­ tionale Erfahrungen, Kommunikationsstärke sowie eine ausgeprägte Begeisterungsfähigkeit.

M AY W E I N T R O D U C E : GABRIELA DIENDORFER

ist klinische Psychologin und leitet bei uns die Potenzialanalysen.

Illustrationen: iStock / miakievy

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BRINGE ICH MIT!

AUSBAUFÄHIG!

Analytisches Denken

Konfliktlösungsfähigkeit

Arbeitsmotivation

Kontaktfreude

Aufgeschlossenheit

Konzentrationsfähigkeit

Begeisterungsfähigkeit

Kooperationsbereitschaft

Beharrlichkeit

Kritikfähigkeit

Disziplin

Leistungsbereitschaft

Durchsetzungsvermögen

Lernbereitschaft

Ehrgeiz

Neugierde

Einfühlungsvermögen

Ordnungsliebe

Einsatzbereitschaft

Problemlösungsfähigkeit

Entscheidungsfähigkeit

Psychische Belastbarkeit

Flexibilität

Schnelle Auffassungsgabe

Frustrationstoleranz

Selbständigkeit

Genauigkeit

Selbstbewusstsein

Hilfsbereitschaft

Selbstreflexion

Innovatives Denken

Strukturierte Arbeitsweise

Kollegialität

Zuverlässigkeit

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NO RISK.

Klar kann ich das! Ich hab’s bloß noch nie gemacht! Fantasy-Schriftsteller Terry Pratchett hat recht. Wenn wir hie und da über unsere Grenzen gehen und uns in das Unbekannte stürzen, werden wir dadurch unser Können erweitern – und vielleicht dabei neue Perspektiven entdecken. Schließlich: wer nicht wagt, der nicht gewinnt – oder?

Text: Brigitte Kuchenbecker Illustrationen: iStock / miakievy

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NO FUN.

Wir alle kennen wohl den einen oder andere Glückspilz. Auf die Sonnenseite des Lebens gefallen, scheint es, als ob ihm die positiven Ereignisse nur so zufliegen. Und alles so leicht geht. Pechvögel hingegen blicken neidvoll auf das Erlebte. Alles eine Frage der Betrachtung. Herbert Langer, Leiter des Bereichs Soziale Kompetenz an der WU: „Glückspilze probieren viel aus. Dadurch erhöhen sie die Wahrschein­ lichkeit, zufällig auf etwas zu stoßen, das sie sehr glücklich macht. Die sogenannten Pechvögel hingegen geben dem Zufall oft gar keine Chance.“ WA R U M E I G E N T L I C H W E I T E R E N T W I C K E L N ?

Doch gehen wir einen Schritt zurück. Die eigenen Kompe­ tenzen können wir durch Erfahrungen erweitern. Doch ist das überhaupt von Nöten? Geprägt von vielen Ereignissen, Ausbildungen und Lebenserfahrungen sind wir doch zu den Menschen geworden, die wir heute sind. Wir haben Fähigkeiten – Soft und Hard Skills – und sind mehr oder weniger zufrieden mit unseren Qualifikationen. Warum also überhaupt weiterentwickeln? Warum etwas Neues ausprobieren? Natürlich: Eine absolute Notwendigkeit an sich zu arbeiten gibt es nicht. „Ich glaube aber, dass es wenige Menschen gibt, die voller Überzeugung sagen können „Ich bin wie ich bin und ich bin mit allem zufrieden.“, betont Herbert Langer. Und kaum taucht eine kleine Unzufriedenheit auf, macht es bereits durchaus Sinn, an der eigenen Weiter­ entwicklung zu arbeiten.

KOMPETENZEN DEM JOB ODER J O B D E N K O M P E T E N Z E N A N PA S S E N ?

Nehmen wir als Beispiel eine introvertierte Person. „Klar kann man durch Übung ein bisschen extravertierter und selbstsicherer werden.“, so Langer. Und diese Entwicklung kann sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld positive Auswirkungen haben. Allerdings sollte die Mo­ tivation zur Veränderung nie rein auf der Jobsituation beruhen. „Der Wunsch, die eigenen Kompetenzen zu erweitern, sollte immer von Innen herauskommen. Nicht weil es von außen, z.B. vom Arbeitsmarkt so gefordert wird.“, erklärt Langer. Inwiefern soll man also seine Kompetenzen dem Job oder den Job den Kompetenzen anpassen? Eine Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist. „Im Idealfall sucht man sich eine Position, die den eigenen Kompetenzen entgegenkommt. Bin ich eine eher introvertierte Person, dann werde ich keine Karriere anstreben, in der ich laufend mit vielen Menschen konfrontiert bin. In diesem Beruf würde ich mich sehr wahrscheinlich nicht wohlfühlen, da ich ständig unauthentisch agieren müsste.“, so Langer. Dennoch tut man natürlich gut daran, in einem beste­ henden Job offen für Neues zu sein und sich auch einmal vermeintlich herausfordernden Aufgaben zu stellen. Denn nur so kann man über sich hinauswachsen. UND WENN ICH DAS ALLES NICHT KANN?

Die Erfahrung zeigt nämlich, dass das eigene Potenzial und die eigenen Kompetenzen oft unterschätzt werden – frei nach dem Motto: Ich bin halt so und ich kann das nicht. Dann kommt man leicht in die Situation, dass man interessante Aufgaben von vornherein ausschließt in der Annahme, diese sowieso nicht erfüllen zu können. „Es gibt viele Personen, die sich zu wenig zutrauen. Sie setzen ihre Möglichkeiten zu eng an.“, so Langer.

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CHUZPE

Auch ZBP Geschäftsführerin Ursula Axmann sieht diese Tendenz: „Das liegt mir nicht ist eine Aussage, die oft vorschnell getroffen wird. Ich empfehle, Dinge angstfrei zu probieren und im Tun zu entdecken, ob man sich in die eine oder andere Richtung entwickeln möchte. Oft erlebt man dabei Überraschungen.“

ES BRAUCHT KEINE WUNDERWUZZIS

Zurück zum Anfang: Wie Glückspilze beweisen, ist man seines eigenen Glückes Schmied. Indem man Dinge pro­ biert und wagt, eröffnen sich oft vielfältige Möglichkeiten. Dabei geht es allerdings nicht darum, ein sprichwörtli­ ches „Wunderwuzzi“ aus sich zu machen, das im Idealfall alle möglichen Kompetenzen stark ausgeprägt hat. „Kein Mensch ist in allen Bereichen perfekt und kann alles. Man D A N N E I N FA C H M A C H E N ! Und schon sind wir wieder im Tun, im Ausprobieren, im muss auch nicht alles können.“, betont Ursula Axmann. Machen. „Sein Potenzial erkennt man, indem man sich „Man soll auch keinen völlig anderen Menschen aus sich immer wieder in neue Situationen begibt und Neues wagt. machen. Aber man kann mit Offenheit auf neue Heraus­ Man muss sich einen Ruck geben und offen für die neuen forderungen zugehen und alle Möglichkeiten nützen. Die Erfahrungen sein.“, so Langer. Ob diese Erfahrungen nun Skills verfeinern sich dann dabei wie von selbst.“ in einer Reise, in einem Auslandsaufenthalt oder dem Besuch einer Weiterbildung sind, sei dahingestellt. Oft reichen auch vermeintlich kleine Dinge: Das erstmalige Führen einer Projektgruppe, das Erklären des Stadtplans in einer fremden Sprache, das Ausprobieren einer neuen Sportart oder auch das Lesen eines interessanten Fach­ buches. Was zählt, ist die Erfahrung.

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ENTERPRISING. OPEN. CHALLENGING. D I E S E W E RT E S T E H E N

LAUFENDE

IM ZENTRUM DER

WEITERENTWICKLUNG

UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE

ERMÖGLICHEN

VON JTI.

Das fachliche Know-how gezielt einzu­ setzen und sich laufend weiterzubilden, gilt bei JTI als Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus nimmt auch die Ent­ wicklung von Sozialkompetenzen einen zentralen Stellenwert ein. Besonders in einem stark regulierten Umfeld wie der Tabakindustrie, ist es wichtig, für die Zukunft bestmöglich gerüstet zu sein und Herausforderungen positiv gegenüberzustehen. Umso wichtiger ist es für JTI Austria, seinen Anspruch als Top Arbeitgeber mit gesellschaftli­ cher Verantwortung weiter zu festigen.

Astrid Gutschi, die seit 2013 bei JTI Austria tätig ist, ist in ihrer Funktion als Legal Managerin darauf spezialisiert, für herausfordernde rechtliche Frage­ stellungen die passenden Lösungen zu erarbeiten. „Mir ist es wichtig, qualitätsvolle Arbeit zu leisten und die gesetzten Ziele laufend zu hinterfragen und bestenfalls zu übertreffen. ‚Challenging‘ bedeutet dabei für mich, andere, aber auch mich selbst kontinuierlich zu fordern, um so das Beste aus einer Situation heraus zu holen und das optimale Ergebnis zu erzielen.“, meint Astrid Gutschi.

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Schweiz. Seit 2007 gehört die ehe­ malige Austria Tabak zur Unterneh­ mensgruppe. Für JTI Austria sind über 400 Mitarbeiter/in in Österreich tätig. Weitere Informationen auf jti.com

ÜBER JTI

JTI ist ein führendes internationales Tabakunternehmen. Das umfassende Marken-Portfolio von JTI wird in 120 Ländern vertrieben. Die Unternehmens­ zentrale befindet sich in Genf in der ADVERTORIAL

Astrid Gutschi, Legal Manager

Foto: JTI


KOLUMNE

Selbstkritisch HEIKE SCHREINER

ist gemeinsam mit Ursula Axmann ZBP Geschäftsführerin.

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einer unserer stu­ dentischen Mitarbeiter/innen: Der Bachelor war geschafft und nun wurde ein Master ins Auge gefasst. Unser ge­ samtes Team lebte mit – vom Abwägen, wohin der Weg gehen sollte („Meine ganze berufliche Zukunft hängt davon ab!!!“, O-Ton), dem Absenden der Bewerbung bis zur Einladung zum Gespräch und eben all den emotionalen Höhen und Tiefen der Kollegin. Zwei Bewerbungen wurden abgeschickt, zwei Einladungen zum Assessment Center bzw. Gruppeninterview an zwei aufeinanderfolgenden Tagen folgten. Am dritten Tag fragte ich dann schließlich, wie es gelaufen und die Gefühlslage jetzt sei. „Schwierig zu definieren.“, war die Antwort. Sie wisse nicht, ob sie sich „ausreichend gut“ präsentiert hätte. Beim Gruppeninterview hätten sich die anderen immer sofort zu Wort gemeldet, es gab einen regelrechten Kampf, wer zu Wort kam. Eine/r war besser als der/die andere, egal ob es um Uni-Leistungen oder außeruniversitäres Engagement ging. Beim Assessment Center war es die Schwierigkeit, sich auf die Übungen und die Interaktion mit den anderen zu konzentrieren. Die Outfits wurden zudem gewählt, als ob man sich für den CEO-Posten bewerben wollte. Ob sie da wohl ihre Stärken zeigen konnte? Die anderen waren ihrer Meinung nach viel mehr im Rampenlicht, konnten sich besser positionieren. Auf meine Frage, worauf die Assessor/innen oder die Interviewer/innen wohl geachtet hätten und meine Annahme, dass es vielleicht auch eine Stärke wäre, sich nicht in den Kampf um das erste Wort zu begeben, bekam ich ein Lächeln. Und nach ein paar Tagen bekam unsere studentische Kol­ legin zwei Zusagen. Sie durfte sich einen Master aussuchen. Und jetzt können wir gerne gemeinsam überlegen, welche Soft Skills hier wohl die entscheidenden waren. Klar ist jedenfalls, dass es auch Selbstreflexion und Selbstkritik braucht, um sich und die eigenen Skills weiterzuent­wickeln – aber auch nicht zu viel davon …!

Text: Heike Schreiner Foto: Jürgen Pletterbauer

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Die glorreichen Sieben Was steckt wirklich hinter den geforderten Kompetenzen in Stelleninseraten? Wir haben die Top-7 Soft Skills der Jobs, die seit Jahresbeginn auf zbp.at ausgeschrieben wurden, gescannt … Text: Brigitte Kuchenbecker

TEAMFÄHIGKEIT

KREATIVITÄT

Darum wichtig

Darum wichtig

Wir stehen im ständigen Kontakt mit Kolleg/innen, Kund/innen und Vorgesetzten – niemand arbeitet isoliert. Teamfähigkeit hilft, den Spaß bei der Arbeit zu steigern und Konflikte zu minimieren.

Meistens wird Kreativität mit Marketing-Jobs in Verbindung gebracht. Dabei ist „Out-of-the-BoxDenken“ in vielen Positionen wichtig, gerade für Uni-Absolvent/innen.

So darstellen

So darstellen

Teamfähigkeit ist eine soziale Kompetenz, die in der Interaktion sichtbar wird. Darum wird sie auch häufig in Interaktionen getestet – z.B. in Gruppen­ übungen im Assessment Center. Unser Tipp: im Vorfeld reflektieren, wie man in einer Gruppe agiert. Auch Feedback von Kolleg/innen hilft, sich besser kennenzulernen.

Unser Tipp: Mut bei den Bewerbungsunterlagen: Ein Bewerbungsschreiben als Dialog, ein Lebens­ lauf mit interessanten grafischen Elementen, … den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Aber Achtung: Bitte nicht krampfig hervorstechen wollen, sondern authentisch bleiben!

SELBSTÄNDIGES ARBEITEN

FLEXIBILITÄT

Darum wichtig Ob Praktikum oder Führungsposition – jede Aufgabe hat ihren Verantwortungsbereich. Arbeitgeber erwarten Selbstmanagement und dass übertragene To-Do´s eigenständig erfüllt werden.

So darstellen Unser Tipp: Mit Beispielen arbeiten. Man kann z.B. beschreiben, wie man bei einer Projektarbeit vor­ gegangen ist oder wie man eine herausfordernde Aufgabe gelöst hat. Auch in Empfehlungsschreiben wird oft auf die Fähigkeit zur selbständigen Arbeit hingewiesen.

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Foto: iStock / SanneBerg

Darum wichtig Grenzen – zeitlich, örtlich, fachlich – verschwimmen zusehends. Da viele Menschen Veränderungen scheuen, ist das schnelle Anpassen an neue Bedin­ gungen noch nicht selbstverständlich. Flexibilität wird zur Schlüsselkompetenz.

So darstellen Auslandsaufenthalte, das Erfüllen verschiedenster Aufgaben bei einer Projektarbeit, die Bereitschaft auch einmal Überstunden zu machen – all das beweist Flexibilität. Unser Tipp: den Lebenslauf bunt gestalten, z.B. indem man Auslandsaufenthalten genügend Raum gibt oder verschiedene Tätigkeiten stichwortartig beschreibt.


GENAUIGKEIT Darum wichtig: Schlampigkeiten sind immer mühsam – man denke nur an einen Rechenfehler in einer Budgetkalku­ lation. Wohl kein Arbeitgeber möchte das Gefühl bekommen, alles nachkontrollieren zu müssen.

So darstellen: Absolute No-Go’s in den Bewerbungsunterlagen sind Rechtschreibfehler im Motivationsschreiben, ein un­ vollständiger Lebenslauf etc … Denn all das lässt auf Ungenauigkeit schließen. Unser Tipp: Bewerbungs­ unterlagen korrekturlesen lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei!

KOMMUNIKATIONS­ STÄRKE Darum wichtig Im Job gibt es verschiedenste Ansprechpartner/innen: Mit Vorgesetzten wird man ziemlich sicher anders reden als mit der Facebook-Community, mit Kund/innen anders als mit Kolleg/innen. Immer sollte man die richtigen Worte finden.

So darstellen

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Die Kommunikationsstärke kommt in jeder Phase der Bewerbung durch – beim E-Mail Kontakt, im An­ schreiben und natürlich beim persönlichen Kennen­ lernen. Unser Tipp: Nicht zu lange und nicht zu kurze Sätze verwenden. Auf den Punkt kommen. Und: Üben, üben, üben!

BEGEISTERUNGS­ FÄHIGKEIT Darum wichtig Jeder Arbeitgeber wünscht sich motivierte Mitar­ beiter/innen. Denn wer sich für Aufgabe und Unter­ nehmen begeistert, wird mit viel Einsatz zur Arbeit kommen. Und außerdem ist die Stimmung top.

So darstellen Eine positive Ausstrahlung, Optimismus, Interesse für das neue Aufgabengebiet – all das zeigt die eigene Begeisterungsfähigkeit. Unser Tipp: Energie versprühen – in den Unterlagen und vor allem im persönlichen Treffen.

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Vom Feeling her ein gutes Gefühl … Fussball-Legende Andi Möller bringt es auf den Punkt – ok, zugegebenermaßen in einem anderen Zusammenhang. Aber auch im Bewerbungsprozess entscheidet oft das Gefühl. Warum? Weil Soft Skills im Gegensatz zu Hard Skills eben nur schwer zu erfassen sind. Ist nun alles total beliebig? Nein! Es gibt einige Techniken, die Bewerber/innen ihre sozialen Kompetenzen entlocken. Betrachten wir sie im Detail … Text: Brigitte Kuchenbecker

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Foto: iStock / RakicN


SO WERDEN HARD SKILLS GETESTET

Fangen wir aber zuerst bei den Hard Skills an: Bei diesen ist die Überprüfung verhältnismäßig leicht, da sie objektiv messbar sind. Fachliche Qualifikationen kann man auch gut im Lebenslauf darstellen, zum Beispiel, indem man den Ausbildungsweg und die einzelnen Berufsstationen stich­ wortartig beschreibt oder indem man Zeugnisse beilegt. Und auch im Gespräch kann die Fachkomponente solide getestet werden. Ursula Axmann, unsere Geschäftsführerin, erklärt: „Zur Überprüfung des Fachwissens kann etwa hinterfragt werden, wie man einen Cash-Flow berechnet oder was das EBIT bedeutet. Auch eine Fallstudie zur Markteinführung eines neuen Produkts gibt Aufschluss über das inhaltliche Know-how. Derartige Stichproben zeigen, ob ein/e Bewerber/in fachlich sattelfest ist.“ SO WERDEN SOFT SKILLS GETESTET

Bei den Soft Skills ist die Erhebung deutlich schwieriger – vor allem da sie aus den schriftlichen Unterlagen kaum abgeleitet werden können. Denn was sagt die alleinige Angabe von „Kommunikationsfähigkeit“ schon aus? Die mögliche Bandbreite an Auslegungen des Begriffes ist groß.

EINZELNE BEWERBUNGSSZENARIEN IM DETAIL:

BEWERBUNGSGESPRÄCH

Im Bewerbungsgespräch, in dem durch den persönlichen Kontakt die Soft Skills sowieso permanent auf dem Prüf­ stand stehen, können gezielte Fragetechniken Bewerber/ innen zusätzlich aus der Reserve locken. Ein Beispiel ist das sogenannte Stressinterview. In diesem Setting wird eine unangenehme Atmosphäre geschaffen – sei es durch bewusste Schweigepausen oder provokante Fragen à la: „Und das soll Sie von anderen Bewerber/ innen unterscheiden“? Ziel ist, hinter die Fassade von Kandidat/innen zu blicken und zu testen, wie diese bei unangenehmen Konfrontationen reagieren. Axmann: „Der Anteil von provokanten oder gar beleidigenden Fragen in Gesprächen ist minimal, beim Großteil der Bewerbungsin­ terviews werden keine gezielten Stressfragen eingeplant.“

Der Fokus liegt also vielmehr auf dem „Feeling“, auf dem Erspüren des Gegenübers. Ursula Axmann: „Die Überprüfung der Soft Skills ist komplex, sie werden aus dem Verhalten im Bewerbungsprozess abgelesen oder mit biographieorientierten Verfahren ermittelt.“

Im Gegensatz zum Stressinterview kommt die Critical Incident-Fragetechnik im Bewerbungsgespräch oft zum Einsatz. Hier werden Soft Skills durch gezielte Fragen nach negativen oder positiven Erlebnissen erhoben, z.B. „Erzählen Sie von Ihrem größten Misserfolg und wie Sie Hier wird versucht, aus der bisherigen Erfahrung Rück­ damit umgegangen sind.“ Durch diese Art von Fragestellung schlüsse auf die Soft Skills zu ziehen: Jemand, der lange lassen sich nicht nur Stärken und Schwächen erkennen, Zeit gekellnert hat, kann vermutlich mit Stress umgehen; sondern auch die Ausprägung der Selbstreflektion. eine Person, die im Verkauf tätig war, könnte anderen Menschen gegenüber offen sein; und jemand, der mit dem Rucksack durch die Welt gereist ist, wird wahrscheinlich > Flexibilität bei Veränderungen mitbringen.

ERFOLG IST EINSTELLUNGSSACHE

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ZWISCHEN DEN ZEILEN

EINZELNE BEWERBUNGSSZENARIEN IM DETAIL:

ASSESSMENT CENTER

DIE SACHE MIT DEM FEELING …

Auch im Assessment Center werden Soft Skills fortlau­ Objektiv messbar sind und bleiben Soft Skills aber nicht. fend und über die gesamte Dauer des Auswahlverfahrens „Bei all dem Aufwand, der im Personalwesen und speziell beobachtet. Je nach geforderten Qualifikationen können in der Personalauswahl betrieben wird, muss man sich unterschiedliche Übungen zum Einsatz kommen. eingestehen, dass es sich bei den Versuchen, Soft Skills zu erfassen oder gar zu messen, lediglich um eine Annäherung In der Postkorb-Übung geht es um das Priorisieren von an die Wirklichkeit handelt.“, erklärt Bettina Fuhrmann, To-Dos – Ziel ist, die vorgegebenen Aufgaben nach Dring­ Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik. Soft Skills lichkeit zu ordnen. Durch die Übung können Stressresis­ sind und bleiben eben nur sehr schwer fassbar … dem tenz, Konzentration, Arbeitsstruktur, Genauigkeit und Gefühl kommt eine bedeutende Rolle zu. Entscheidungsfähigkeit erhoben werden.

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Bei der Gruppendiskussion versuchen sich alle Kandidat/ innen auf die gemeinsame Lösung für ein Problem zu einigen. Insbesondere Kommunikationskompetenzen, die Rolle in Teams und Durchsetzungsstärke können hier beobachtet werden. Ein Rollenspiel widmet sich in der Regel „Real-Life-Szena­ rien“ – Beispiele aus der Praxis werden fiktiv nachgestellt, um zu sehen, wie Bewerber/innen auf eine bestimmte Situation reagieren. Persönliche, methodische und soziale Kompetenzen werden erhoben. P E R S Ö N L I C H K E I T S T E S T S U N D G A M I F I C AT I O N

Eine mögliche Lösung Soft Skills schwarz auf weiß dar­ zustellen sind Persönlichkeitstests und Game-Based Assessments. Axmann: „Früher wurden graphologische Gutachten oder sogar astrologische Verfahren eingesetzt, um mehr über die Persönlichkeit zu erfahren. Derzeit sind Tests eine gängige Methode zur Überprüfung von Eigenschaften oder Soft Skills. Trendy im Auswahlver­ fahren sind Video Games, die gezielt für Recruiting-Zwecke entwickelt werden.“ Bei Video Games ist die Atmosphäre locker, der TestCharakter umgangen. Auf dem Prüfstand stehen je nach Anforderung die verschiedensten Persönlichkeitskompo­ nenten wie Hilfsbereitschaft, Belastbarkeit, Detailtreue oder Geduld. Robert Newry, Management Director und Co-Founder of Arctic Shores, einem auf die Program­ mierung von Recruiting Games spezialisierten Start-up, erklärt: „Video Games werden vor allem für das GraduateRecruiting und für Positionen mit viel Kundenkontakt wie im Customer Service eingesetzt.“

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KOMPETENZNACHWEIS DER WU Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, soziale Kompetenz auch schriftlich vorzuweisen? Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirt­ schaftspädagogik an der WU, stellt den Kompe­ tenznachweis der WU vor: „Alle Studierenden, die die verpflichtende Lehrveranstaltung ‚Soziale Kompetenz‘ mit Sehr gut oder Gut absolvieren, und zusätzlich mindestens vier Workshops des Bereichs ‚Soziale Kompetenz‘ mit einem Noten­ durchschnitt von unter 2 abschließen, haben die Möglichkeit, die Ausstellung des Kompetenz­ nachweises ‚Soziale Kompetenz‘ zu beantragen. Damit können sie – zum Beispiel im Zuge einer Bewerbung – belegen, dass sie im Rahmen ihres Studiums nicht nur Fach-, sondern auch soziale Kompetenz erworben haben.“


UNSERE FIRMENPARTNER GEBEN AUSKUNFT

Wir stellen WU-Absolvent/innen ein, weil … 1

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… die Allianz Talente sucht, die sich im Studium an der WU zeitgemäßes fachliches Wissen angeeignet und mit dem Abschluss den Beweis für Eigenverantwortung und herausragende Leistungen erbracht haben.

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Michael Bilina Allianz, Human Resources

… sie die notwendigen Kompetenzen mitbringen und wir ihnen ein breites Tätigkeitsfeld bieten können, sei es in Tax, Audit, Financial Advisory oder in der Strategie-, Technologie- und Personalberatung oder als Wirtschaftsinformatiker/in im Risk Advisory und in der Forensic.

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Birgit Witzelsberger Deloitte, Talent Acquisition & Employer Branding

… wir als Anwaltskanzlei im Bereich Wirtschaftsrecht für uns optimal ausgebildete Mitarbeiter/innen bekommen. Bei uns können sie das Wissen bei der Mitarbeit an spannenden und komplexen Causen einsetzen und durch unsere exzellente weiterführende Ausbildung zum Anwalt/zur Anwältin erweitern.

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Katharina Weinhandl Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte, Human Resources

… die Ausbildung durch hochqualifizierte Lektor/ innen der Wirtschaftsuniversität in einem internationalen Umfeld mit Studierenden aus 110 Ländern die besten Voraussetzungen für den weiteren Karriere­ pfad bei Henkel bietet.

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Astrid Reitbauer Henkel, Recruiting & Employer Branding

Fotos: Allianz, Deloitte, Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte © Weinhandl, Henkel

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INTERVIEW

Was zählt ist Engagement, Leidenschaft und die Freude am Tun. 32. Stock. Ein rasend schneller Aufzug mit Glasfront und Aussicht über ganz Wien. Und dann ein Büro, das in dem funktionalen Hochhaus am Wienerberg untypisch gemütlich wirkt. Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, im Gespräch über den Schritt aus der Komfortzone, Europa und die „Schau ma Mal“-Mentalität.

Das Gespräch führte Brigitte Kuchenbecker.

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Fotos: Cochic Photography

Location: Wienerberg City, Wien Favoriten


„NA SCHAU MA MAL“ KANN SICH EIN UNTERNEHMEN HEUTE NICHT LEISTEN.

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SIE HABEN EIN AUSSERGEWÖHNLICHES BÜRO …

Ja, viele der Möbel hier erzählen eine Geschichte. Dieser Holztisch, an dem wir sitzen, wurde ursprünglich in einer Textilfabrik in Kortrijk, Belgien, zum Schneiden von Stoffen verwendet. Ich habe selbst jahrelang in Kortrijk gear­ beitet und schätze Handarbeit sehr – auch bei uns im Unternehmen wird ja viel mit der Hand gearbeitet. Das Bild hinter mir zeigt den Ursprung von Wienerberger. Hier an diesem Standort, an dem jetzt die Bürotürme der Wienerberg-City stehen, haben im 19. Jahrhundert ungefähr 11.000 Personen gearbeitet und Ziegel mit der Hand geschlagen. Und die Keramikfiguren dort auf der Anrichte stehen deshalb in meinem Büro, weil Wiener­ berger im 19. Jahrhundert der führende Produzent von Kunstkeramiken war. WIE SIND SIE GEWORDEN, WER SIE HEUTE SIND?

Sicherlich nicht dadurch, dass ich immer den leichtesten Weg gegangen bin (lacht). Ich bin im Kärntner Oberland geboren, im gebirgigsten Teil Österreichs, da gibt es nicht viel außer Land- und Forstwirtschaft. Wenn man sich nicht aktiv in die weite Welt bewegt, dann bleibt man dort. Ich bin also fest davon überzeugt, dass man für den Erfolg bereit sein muss, eine Extrameile zu gehen. Man braucht Engagement, Lernbereitschaft und Begeisterung. Wer sich immer mit einem „Passt schon“ zufrieden gibt, wird meiner Meinung nach nicht weit kommen.

ERKENNEN SIE EINE „PASST SCHON“-MENTALITÄT IN ÖSTERREICH?

Ja. Für mich ist der Hang zur Mittelmäßigkeit in Österreich stark ausgeprägt. Man analysiert nicht mehr kritisch genug, wie stark oder schwach man ist. Österreich ist ein kleiner Markt, jedes zweite Unternehmen muss exportieren. Die Diskussion darüber, sich abzuschotten, nationalistisch zu denken und Freihandelsabkommen in Frage zu stellen, ist meiner Meinung nach nicht zielführend. Und um heute international wirklich wettbewerbsfähig zu sein, muss man ein Top-Performer sein. Man muss den nötigen Biss haben – das gilt sowohl für Individuen als auch für Unternehmen. WIE WIRD MAN IHRER MEINUNG NACH ZUM TOPPERFORMER?

Nehmen wir den Sport als Beispiel: Wohl jede/r Öster­ reicher/in freut sich über den Erfolg von Ski-Ass Marcel Hirscher. Und wie gelingen ihm all die Siege? Sicherlich nicht, indem er sich mit Mittelmäßigkeit zufrieden gibt. Er trainiert sehr hart, nimmt jede Entbehrung auf sich und überlässt nichts dem Zufall. Wie oft hören wir in Öster­ reich: „Schau ma Mal.“ Das kann sich ein internationales Unternehmen mit Sitz in Österreich, wie wir es sind, nicht leisten. Genauso wenig wie Marcel Hirscher. APROPOS INTERNATIONALITÄT – WIE WICHTIG IST ES HEUTE, INS AUSLAND ZU GEHEN?

Grundsätzlich würde ich die Definition des Auslands nicht mehr als relevant erachten. Wenn man Österreich als Teil eines europäischen, gemeinsamen Marktes sieht, dann ist Europa kein Ausland. Natürlich sind die regionalen Märkte unterschiedlich – das muss einem bewusst sein. „Understanding cultural differences“ ist im Management wohl das Allerwichtigste. Diese Kompetenz kann man nur lernen, wenn man bereit ist, den Schritt aus der Komfort­ zone zu setzen. Für Studierende heißt das: Ich gehe ins

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DIE DEFINITION „AUSLAND“ IST NICHT RELEVANT. EUROPA IST KEIN AUSLAND. Ausland, ohne Eltern und ohne Freunde. Und dann starte ich neu durch. Ich suche mir eine Wohnung, organisiere mir mein Umfeld neu und baue mir einen Freundeskreis auf. Das kann sehr hart sein – aber man lernt sehr viel dabei. KANN MAN EINE KARRIERE GENAU PLANEN ODER GEHÖRT AUCH GLÜCK DAZU?

Ich denke, es benötigt beides: Das Commitment bzw. den Biss, einen Weg zu gehen und das Quäntchen Glück. Und meiner Meinung nach sind auch Optimismus, eine positive Ausstrahlung und eine gewisse Lockerheit ganz wichtig. Bleiben wir bei der Metapher des Spitzensports: Es gibt Leute, die wahnsinnig talentiert sind, die auch sehr hart an sich arbeiten, die aber nicht locker sind. Und die fliegen dann beim dritten Tor raus. Der andere nimmt ein irres Risiko, ist aber richtig gut drauf und fährt zum Sieg – weil er nicht verbissen ist, sondern mit Freude und Leidenschaft bei der Sache. In der Karriereplanung sollte man nie dem Geld nachlaufen, sonst steht es einem im Weg. Im Gegenteil: Wer mit Leidenschaft und Commitment bei der Sache ist, wird Erfolg haben.

ABER IST ES NICHT EIN WIDERSPRUCH, LOCKER UND FOKUSSIERT ZU SEIN?

Erfolg ist eine Mischung aus „mit Freude im Jetzt leben“ und „fokussiert in die Zukunft planen.“ Ich bin ehrlich entsetzt über die Radiosender in diesem Land, die schon am Montag sagen „Oje, jetzt haben wir eine ganze Ar­ beitswoche vor uns.“ Mir fehlt hier das Grundverständnis von Unternehmertum – wir haben das bei Wienerberger auch in unseren Kernwerten implementiert: Jede/r Mit­ arbeiter/in soll sich als Unternehmer/in fühlen. Jede/r, in allen Hierarchieebenen, hat seinen eigenen Verant­ wortungsbereich, mit dem er oder sie sich identifiziert. Wenn man dieses Selbstverständnis jungen Menschen nicht mitgibt, ist das ein Drama. Ich vermisse bei vielen die Leidenschaft für das, was sie aktuell tun – viele sind zu Getriebenen geworden und die Erwartungshaltung ist zu hoch. Jede/r will Generaldirektor sein, jeder will TopManager/in werden. Der ganze Start-up-Hype hat dazu geführt, dass man meint, wenn man nicht unmittelbar ein paar Millionen verdient, dann ist man nicht dabei. Das ist nicht der richtige Zugang! Durch hohe Erwartungen wird man selten erfolgreich. Was zählt ist Engagement, Offenheit und die Freude am Tun. VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH!

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Das Lachen vergeht mir wenn jemand lügt.

Als Kind wollte ich mit Menschen zusammen arbeiten.

Ich bin stolz auf den Erfolg anderer.

Könnte ich mir eine Superkraft aussuchen, wäre es Gesundheit. Die Kraft an sich ist nicht entscheidend – wenn man nicht gesund ist, kann man gar nichts machen.

Drei Wörter, die mich beschreiben fordernd, fair, respektvoll.

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BISCH A TIROLER, BISCH A MENSCH

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REDENSART


Von wegen Piefke-Saga! Wien, Wien, nur du allein? Stimmt nicht – Perspektiven für WUStudierende gibt es überall! Dieses Mal beleuchten wir Tirol. TOURISMUS, TECHNOLOGIE, GESUNDHEIT

Denkt man an Tirol, assoziiert man wohl Berge, Natur, „a deftige Brettl’Jausn“, Pulverschnee im Winter und Bade­ seen im Sommer – und ja, der Tourismus nimmt in Tirols Wirtschaft neben der Produktion und dem Handel einen hohen Stellenwert ein. „Fast 24 Prozent der gesamten Tiroler Wertschöpfung wird durch den Tourismus ausge­ löst. Nahezu jeder vierte Vollzeitarbeitsplatz in Tirol – das sind insgesamt über 75.000 – ist von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft abhängig.“, erklärt Marcus Hofer, Leiter des Bereichs Betriebsansiedlung und Standortentwicklung der Standortagentur Tirol. Nicht nur Betriebe, die unmittelbar mit dem Tourismus zu tun haben, profitieren von der Freizeitwirtschaft, sondern auch Unternehmen, die dem Tourismus vorgelagert sind – man denke nur an die Sektoren Handel, Bau, Verkehr, Kunst oder Landwirtschaft. „Besondere Bedeutung hat der Tourismus auch in Verbindung mit Technologie und Gesundheit: In diesem Kompetenzdreieck werden aktuell Innovationen und Projekte vorangetrieben, etwa beim Thema Beschneiung, Pistenmanagement oder Gesund­ heitstourismus.“, so Hofer. S TA RT- U P S W E L C O M E

Tirol versteht sich als innovationsgetriebener, leistungs­ starker Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Um Unter­ nehmensgründungen noch weiter in den Fokus zu stellen, wurde der Tiroler Wirtschaftsstandort heuer im Frühjahr beim „Go Tirol-Programm“ zehn europäischen Start-ups

Text: Brigitte Kuchenbecker Foto: iStock / NataliaDeriabina Illustration: WikiCommons

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aus Deutschland, Schweiz, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden und Österreich – alle mit innovativen IKTLösungen für den Freizeit- und Tourismusmarkt – vor­ gestellt. Hofer: „Erfreulicherweise entwickelt sich die Start-up-Szene in Tirol dynamisch, daher bauen wir auch unsere Services dementsprechend weiter aus. In der letzten Wintersaison konnten wir zum Beispiel am Inns­ brucker Hausberg, dem Patscherkofel, auf knapp 2.000 Metern Seehöhe den COWO Tirol, den höchstgelegenen Coworking-Space der Alpen, einrichten.“

SCHON GEWUSST? › › 24.000 km Berg- und Wanderwege führen durch Tirol. Zum Vergleich: Die Distanz Wien-Sydney beträgt 16.000 km. › › Jährlich im Herbst treten rund 30 Nationen im internationalen Ballon-Cup über dem Tiroler Kirchberg gegeneinander an.

EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT

Als kleine, offene Regionalwirtschaft ist Tirol vom Export geprägt. Jährlich exportiert die Tiroler Wirtschaft Waren im Wert von gut 11 Mrd. Euro. „Um solche Spitzenwerte zu erreichen, brauchen die exportierenden Unternehmen international orientierte und bestens ausgebildete Fach­ kräfte mit wirtschaftlichem Hintergrund.“, so Hofer. Und auch für die Zukunft gibt es große Pläne. Hofer: „Die Auswirkungen der Urbanisierung, die voranschreitende Digitalisierung besonders im Gesundheits- und Medi­ zinbereich, der Aufstieg neuer Exportmärkte und neue Innovationsansätze wie Open Innovation sind einige der Kernherausforderungen. Auf Basis dieser Erkenntnisse gilt es, Lösungen für die Tiroler Unternehmen zu erarbeiten, um kommende Chancen optimal nützen zu können.“

› › Das Kiachl, ein Schmalzgebäck, wird entweder süß mit Preiselbeeren bzw. Apfelmus oder deftig mit Sauerkraut gegessen. Was besser schmeckt, ist Streitfrage. › › Zur Sonnwende am 21. Juni erstrahlen Tirols Berge durch zahlreiche Bergfeuer. › › Bei den „Top of the Moutains“-Konzerten in Ischgl treten jährlich Top-Acts auf: Rihanna, Sportfreunde Stiller, Robbie Williams, Muse, Thirty Seconds to Mars, Katy Perry und viele andere waren schon da.

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Foto: iStock / Tinieder

HIERHER GEKOMMEN, GLEICHSAM GEZWUNGEN, ENDLICH AN EINEM RUHEPUNKT, AN EINEN STILLEN ORT, WIE ICH IHN MIR NUR HÄTTE WÜNSCHEN KÖNNEN. JOHANN WOLFGANG VON GOETHE 1829 ÜBER TIROL

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Das Europäische Forum Alpbach findet heuer von 16. August bis 1. September statt und widmet sich dem Thema „Konflikt und Koope­ ration“. Hunderte Expert/innen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft werden über dieses Spannungsfeld diskutieren.

ARBEITGEBER IN TIROL, EIN AUSZUG

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Binderholz BTV Darbo EGGER GE Jenbacher Gebro Pharma Handl Tyrol Hypo Tirol Bank Innsbrucker Kommunalbetriebe MED-EL Montanwerke Brixlegg Plansee Sandoz STRABAG SWARCO Swarovski Thöni Industriebetriebe TIWAG – Tiroler Wasserkraft VIKING

Klein- und Mittelbetriebe stellen 98 Prozent der Tiroler Unternehmen.

> Foto: iStock / KenWiedemann

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VON WIEN NACH TIROL. U R S U L A R A N D O L F, B E R E I C H S L E I T E R I N

VON TIROL NACH WIEN. VA L E N T I N A H A C K E R , I W W- S T U D E N T I N A U S

P E R S O N A L M A N A G E M E N T, B A N K F Ü R T I R O L U N D

D E M Z I L L E RTA L , G E R A D E T E I L N A H M E A N

VORARLBERG

E I N E M W K O - V O L O N TA R I AT I N S Y D N E Y

WARUM TIROL?

WARUM VON TIROL AN DIE WU?

Ich bin erst nach dem WU-Studium nach Tirol ausgewan­ dert, aus reinem Bauchgefühl – der Liebe wegen und ohne eine Job zu haben. Unmittelbar nach meiner zweiten Diplomprüfung in VWL habe ich meine Koffer geschnappt und bin noch am selben Tag nach Innsbruck gefahren.

Wenn man als junger Mensch nach 18 Jahren Tiroler Bergluft die Chance bekommt, in die große weite Welt aufzubre­ chen, sollte man diese einfach nutzen – Scherz beiseite!

Heute kann ich sagen, dass ich in Tirol eine sehr wertvolle neue Heimat gefunden habe. Tirol bietet einfach eine interessante Kombination: Teil des produktivsten Wirt­ schaftsraum Europas mit sehr erfolgreichen Unternehmen (viele hidden champions), charmante Menschen mit Un­ ternehmergeist und Visionen, hohe Lebensqualität und hoher Freizeitwert für alle, die gerne in der Natur sind.

Auch wenn aller Anfang schwer war, überzeugt mich Wien heute noch jeden Tag aufs Neue. Ganz abgesehen davon, dass die WU als eine der größten und angesehensten Wirtschaftsuniversitäten Europas schon an sich über­ zeugt, war mir klar, dass Wien, eine Stadt voller Kultur und Möglichkeiten jeder Art, der perfekte Ort für eine junge Studentin wie mich war. DER WIENER DIALEKT – KLAPPT DAS?

Das Studium an der WU bot eine fundierte Ausbildung mit sehr vielfältigen und ausgezeichneten Spezialisierungs­ möglichkeiten. Das und die nationalen und internationalen Vernetzungsmöglichkeiten sind eine perfekte Basis für den Einstieg in die Arbeitswelt.

Anfangs war ich ein bisschen verloren. Beispielsweise konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass mein ge­ liebtes „Fleischkassemmel“ auf einmal „Leberkässemmel“ heißt. Ich stehe heute noch an der Fleischtheke im Wiener Supermarkt und bereite mich mental auf die Bestellung vor. Aber ich bin mit meinem Tiroler Dialekt immer sehr nett in Wien aufgenommen worden.

NACH DER ARBEIT MACHE ICH …?

UND NACH DER WU?

Ich hole mir Energie und neue Ideen in den Bergen oder beim Yoga.

Wohin mich meine Karriereplanung langfristig verschlägt, lasse ich mir jetzt noch offen: Ob Tirol, Wien oder die weite Welt … Wobei ich aber nie vergesse „Tirol isch lei oas“.

WARUM EIN STUDIUM AN DER WU?

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Fotos: BLICKFANG photographie, privat


UNSERE FIRMENPARTNER GEBEN AUSKUNFT

Wir stellen WU-Absolvent/innen ein, weil … 1

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… diese neben einer fundierten wirtschaftlichen Ausbildung auch Kompetenzen wie Teamund Kommunikationsfähigkeit sowie selbständiges und lösungsorientiertes Arbeiten mitbringen. Genau jene Fähigkeiten sind es, die wir brauchen und die uns weiterbringen, als Unternehmen und auch beim Kunden, um den „New Style of Business“ umzusetzen.

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Barbara Kneisl HP, HR Business Partner

… wir Persönlichkeiten suchen, die von Neugier, Selbständigkeit, unternehmerischem Denken und dem Willen zur stetigen Verbesserung geleitet werden. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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Michaela Schwarzinger KPMG Austria, Leitung Human Resources

… wir Parallelen zu uns feststellen: Das Streben nach Eigenverantwortung und Perfektion sowie ein ausgeprägter Unternehmergeist. Wer gerne eigenverantwortlich arbeitet, bereit ist, neue Wege zu gehen und den Mut hat, für neue Ideen einzustehen ist bei L’ORÉAL genau richtig.

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Jasmin Buchta L’ORÉAL Österreich, Recruitment Managerin

… wir für unser Marketing-Team die besten Köpfe suchen, die nach oder bereits während einer TopAusbildung den Erfolg unserer Marke in Österreich von Anfang an mitgestalten wollen.

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Ursula Riegler McDonald’s, Department Head HR, Communications & Corporate Responsibility

… wir Mitarbeiter/innen mit einer soliden Wissens­ basis brauchen, die wir rasch in das Tages­ geschäft einbinden können. Ideal finden wir langfristig Interessierte, die in einem familiären Umfeld „on the job“ weiterlernen wollen.

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Edith Steiner PKF, Verwaltungsdirektorin

Fotos: HP, KPMG Asutria, L’Oréal Österreich, McDonald’s, PKF

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TICK-TACK, TICK-TACK

To go, bitte! Wir haben Sie 2016 in unserer österreichweiten Studierendenbefragung gefragt, wie lange Ihre tägliche Anfahrt zur Arbeit maximal dauern darf. Sie haben geantwortet – und wir uns überlegt, was in dieser Zeitspanne sonst anzustellen wäre:

BIS ZU 45 MINUTEN

BIS ZU 30 MINUTEN

ZUMINDEST EINE HALBZEIT IM FUSSBALLSTADION GEHT SICH AUS.

EINE SELBST­G EMACHTE PIZZA BENÖTIGT UNGEFÄHR 20 BIS 25 MINUTEN IM OFEN.

41%

31%

20%

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BIS ZU 60 MINUTEN ESCAPE-THE-ROOM-GAMES HABEN IN DER REGEL EIN ZEITLIMIT VON EINER STUNDE.

1%

LÄNGER ALS 60 MINUTEN DIE LÄNGSTE EPISODE DER ERFOLGSSERIE „GAME OF THRONES“ DAUERT 67 MINUTEN. BIS DATO.

BIS ZU 15 MINUTEN YOUTUBER RYDOU HAT „FALLOUT 3“ IN 14 MINUTEN UND 54 SEKUNDEN DURCHGESPIELT. WELTREKORD.

Maximale Dauer täglicher Arbeitsweg (einfache Fahrt) in %, n (Total) = 3.286 Studierende von zehn österreichischen Universitäten 32


ADVERTORIAL

Soft Skills: Worauf es bei PKF auch ankommt. Die Anforderungen an Wirtschaftsprüfer/innen und Steuerberater/innen sind vorgegeben durch gesetzliche Bestimmungen, Verschwiegenheits- und Unvereinbarkeitsbestimmungen sowie berufsrechtliche Auflagen. Dennoch finden sich im Anforderungsprofil auch jede Menge Soft Skills. Denn neben der Fähigkeit, eine Steuerklärung gut abzuschließen und unter all den gesetzlichen Rahmenbedingungen die günstigste Lösung für den Kunden zu finden, kommt es im Wesentlichen darauf an, mit dem Mandanten gut zu kommunizieren, um dessen Probleme erkennen und lösen zu können.

K O M M U N I K AT I O N S F Ä H I G K E I T U N D

V E RT R A U E N S W Ü R D I G K E I T U N D

A N A LY T I S C H E S D E N K E N

LERNBEREITSCHAFT

PKF Österreicher-Staribacher berät Unternehmen und Privatpersonen in allen wirtschaftlichen und steuerlichen Angelegenheiten. Die Klienten stammen aus klein- und mittelständischen Betrieben bis hin zu börsenotierten Unternehmen, Banken und Versicherungen. Um die ver­ schiedenen Anliegen gut verstehen zu können, kommt es darauf an, die richtigen Fragen zu stellen und zuhören zu können. Für die Erfassung der Zusammenhänge und die richtigen Schlüsse für einen Lösungsansatz sind analyti­ sche Fähigkeiten von Vorteil. Dies führt in Kombination mit dem fachlichen Wissen zu der qualitätsvollen und lösungsorientierten Dienstleistung, für die PKF steht.

Die Mandanten haben das Vertrauen, sich in anspruchsvollen Situationen auf ihre Steuerberater/innen und Wirtschafts­ prüfer/innen verlassen zu können. Sie können sich sicher sein, dass ihre Anliegen vertraulich behandelt werden. Durch laufende Gesetzesänderungen oder unterschiedliche Anfragen ist es notwendig, sich ständig weiterzubilden und seine Lernbereitschaft zu leben.

TEAMFÄHIGKEIT

Da bei PKF in kleinen Teams mit direkt zugewiesenen Klienten gearbeitet wird, spiegelt sich das kollegiale Mit­ einander in der kompetenten Beratung wider.

I N T E R E S S I E RT ?

PKF Österreicher-Staribacher sucht Persönlichkeiten, die sich langfristig weiterentwickeln möchten. Als verlässli­ cher Arbeitgeber unterstützen wir unsere Mitarbeiter/ innen bei allen Aspekten ihrer Karriereplanung. Flache Hierarchien und eine Führungskultur der offenen Türen sind uns wichtig. Überdurchschnittlich qualifizierte Absolvent/innen der Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften finden bei uns Entwicklungsmöglichkeiten in der Wirtschaftsprüfung und der Steuerberatung.

pkf.at

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UNSERE FIRMENPARTNER GEBEN AUSKUNFT

Wir stellen WU-Absolvent/innen ein, weil … 1

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... für die erfolgreiche Realisierung komplexer Bauprojekte neben technischer Expertise auch das Fachwissen von hochqualifizierten Kaufleuten benötigt wird. Werden Sie Teil unseres internationalen Teams!

3 … sie neben den vielfältigen Spezialisierungsmöglich­ keiten an der WU durch internationale Erfahrungen und ein modernes und offenes Arbeitsumfeld fach­ lich und sozial super ausgebildet werden. Genau wie bei PwC.

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Julia Mayer PwC Österreich, Recruiting Lead

… diese neben einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Kompetenzen vor allem Motivation und Durchhaltevermögen mitbringen. Durch ihren lebendigen Bezug zur Praxis und ihre Neugierde tragen sie dazu bei, als REWE Group immer einen Schritt voraus zu sein.

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Jasmin Chwatal REWE International, Leitung Recruiting & Employer Branding

Katharina Aigner STRABAG AG, Human Resource Consultant

… wir gute Erfahrungen mit ihrer generalistischen Ausbildung gemacht haben. Das fachspezifische Detailwissen der Immobilienbranche bzw. im Center Management lernen sie dann in unserem Graduate Programm.

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Cornelia Herzog Unibail-Rodamco, HR Managerin

… wir großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung legen. Unsere betriebswirtschaftlichen Positionen besetzen wir daher gerne mit WU-Absolvent/innen. Zudem ist die WU ein bewährter Kooperationspartner.

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Georg Westphal VERBUND, Bereichsleiter strategisches Personalmanagement

… weil wir von der Ausbildung an der WU überzeugt sind. Zahlreiche Absolvent/innen haben bereits eine beeindruckende Karriere bei zeb gemacht und wir freuen uns auf weitere Talente.

6 Fotos: PwC Österreich, REWE International, STRABAG, Unibail-Rodamco, VERBUND, zeb.rolfes.schierenbeck.associates

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Burkhard Hanke zeb.rolfes.schierenbeck.associates, Leiter Recruiting Europa


ADVERTORIAL

Erfolgsfaktor Mensch Aus der Berufswelt nicht mehr wegzudenken: Soft Skills. Kaum ein anderer Begriff lässt einen so großen Interpretationsspielraum zu. Was sich Österreichs beliebtester Lebensmittelhändler von seinen Mitarbeiter/innen in Sachen sozialer Kompetenz wünscht und wie Hofer diese Fähigkeiten weiter ausbaut?

„Besonders wichtig in meinem Job ist außerdem, sich schnell auf geänderte Situationen einzustellen und offen für neue Bei Hofer ist dies keine „Entweder-oder“-Entscheidung, Anforderungen zu sein.“, so die gebürtige Salzburgerin. sondern vielmehr eine „Sowohl-als-auch“-Tatsache. Denn neben den fachlichen Qualifikationen sind es vor allem L A N G F R I S T I G E W E I T E R E N T W I C K L U N G die persönlichen Stärken, die der beliebte Arbeitgeber D E R K O M P E T E N Z E N N A C H M A S S kontinuierlich ausbaut. Neben Empathie, Flexibilität und Einerseits entwickelt der renommierte Arbeitgeber mittels Verantwortungsbewusstsein zählt dazu vor allem Kom­ gezielter Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der un­ munikationsstärke. ternehmenseigenen Hofer Akademie die individuellen Kompetenzen seiner Mitarbeiter/innen entlang der eigenen Fähigkeiten laufend weiter. Andererseits finden regelmäßige, REDEN IST SILBER, ZUHÖREN IST GOLD Insbesondere die verbale Kompetenz ist ein wichtiger systematische Feedback- und strukturierte Mitarbeiter/ Bestandteil in der täglichen Arbeit. Was es bedeutet, innen­­gespräche statt, welche auf einem einzigartigen und nutzbringend, effektiv und bewusst zu kommunizieren, eigens dafür entwickelten Kompetenzmodell basieren. weiß Regionalverkaufsleiterin Marlene Bayer: „Zum einen, Insbesondere dieser gemeinsame Austausch unterstützt sich selbst verständlich mitzuteilen, zum anderen dem dabei, Stärken und Entwicklungspotenziale zu erkennen Gegenüber zuzuhören und zu erkennen, ob die Botschaft sowie Wege zur Nutzung der eigenen Fähigkeiten zu finden. auch angekommen ist.“ Als Vorbild für ihre Mitarbeiter/ innen ist die 27-jährige auch dafür verantwortlich, den B E R E I T F Ü R D I E P E R S Ö N L I C H E Überblick zu bewahren, ihr Team zu motivieren und ent­ H E R A U S F O R D E R U N G ? sprechend der Fähigkeiten einzusetzen. Alle Informationen über die verantwortungsvolle Position des Regional­v erkaufsleiters/der Regionalverkaufsleiterin bei Hofer sowie spannende Erfahrungsberichte aus erster Hand finden sich online unter karriere.hofer.at. Foto: Hofer KG FA C H L I C H E S K N O W- H O W V S . S O Z I A L E K O M P E T E N Z : WA S B E I H O F E R Z Ä H LT ?

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INTERVIEW

Gründen lernt man durch Gründen. Im i2c Founderspace wuselt es: Lachen, Brainstorming, Musik und die Kaffee­m aschine im Dauerlauf – Alexander Leichter, CEO der Versand-App byrd, mittendrin.

Das Gespräch führte Brigitte Kuchenbecker. Fotos: Cochic Photography Location: i2c Founderspace, Wien Margareten

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INTERVIEW

M E G AT R E N D L O G I S T I K – U N D D U BIST AUFGESPRUNGEN. WIE KAM ES ZU DER IDEE VON BYRD?

Wahrscheinlich wie bei vielen Start-ups: Ich bin im Alltag auf ein „Problem“ gestoßen, das ich lösen wollte. Ich habe während meines Studiums immer wieder Sachen online verkauft und mich dabei regelmäßig über den Versand geärgert. Wohl jeder und jede kennt, wie mühsam es ist z.B. Elektronikgeräte zu verpacken. Ausschlaggebend für die Gründung von byrd war aber letztendlich der Versand eines Lusters, den ich meiner Freundin nach Hamburg schicken wollte. Ich habe mich damals nach Serviceanbietern umgesehen, die mir die Verpackung abnehmen konnten – und wurde in Österreich nicht fündig! Da beschloss ich, selbst aktiv zu werden.

ICH GLAUBE NICHT, DASS MAN SEIN LEBEN GENAU PLANEN K ANN.

WIE VIEL MUT BRAUCHT MAN, UM ZU GRÜNDEN?

HAMBURG ANGEKOMMEN?

Natürlich ist Gründen mit Risiken verbunden, wobei ich sie in meinem Alter nicht als sehr dramatisch empfinde. Mitte 20 ist man ja in der Regel noch relativ ungebunden, hat keine finanziellen Verpflichtungen und ist gerade erst dabei, sich einen Lebensstandard aufzubauen. Die größten Risiken liegen wohl in den Opportunitätskosten: Schlägt man den Weg bei einem großen Corporate ein, hat man einen tollen Unternehmensnamen im Lebenslauf und auch die Sicherheit eines stabilen Einkommens. Selbständig sein heißt hingegen viel Arbeit für wenig Geld – und keinen renommierten Unternehmensnamen im CV.

Ja (lacht). Mittlerweile hängt er aber in Berlin in der neuen Wohnung von meiner Freundin und mir.

WA R U M H A S T D U D I C H D A N N F Ü R D I E

IST DER LUSTER GUT IN

SELBSTÄNDIGKEIT ENTSCHIEDEN? W E N N M A N D E I N L E B E N B E T R A C H T E T, D E N K T M A N S I C H E I G E N T L I C H S O F O R T „ G E H T N I C H T, GIBT’S NICHT“: ALS EINZIGER ÖSTERREICHER BEI DEM LEGENDÄREN RUDERRENNEN OXFORDCAMBRIDGE, EIN PITCH ÜBER EIN SECHSSTELLIGES INVESTMENT BEI „2 MINUTEN, 2 MILLIONEN“.

Sicher nicht wegen des großen Geldes (lacht). Wer rein aufgrund des Geldes gründet, ist absolut naiv. Viele träumen vom großen Exit und Vermögen, aber passieren tut es den wenigsten. Die Motive sollten vielmehr in der Unabhängigkeit und dem Mehrwert liegen, den man für andere stiften kann.

WAR ES FÜR DICH IMMER KLAR, DASS DU EINMAL EIN EIGENES UNTERNEHMEN HABEN WIRST?

W I E S I E H T E I N T Y P I S C H E R A R B E I T S ­TA G

Jein. Gründen hat mich immer schon interessiert, deshalb habe ich mich auch für die Spezielle Entrepreneurship und Innovation entschieden. Aber einen konkreten Plan, frei nach dem Motto „Spätestens zwei Jahre nach Studienende möchte ich selbständig sein.“, hatte ich nicht. Ich glaube auch nicht, dass man sein Leben so genau planen kann.

VON DIR AUS?

Oft hört man, dass es in einem Start-up keinen wirklichen Arbeitsalltag gibt – das kann ich nur bestätigen (lacht). Für viele macht genau diese Dynamik auch den Reiz aus. Denn klar ist es spannend, nicht zu wissen, was als nächstes passieren wird! Allerdings kann es auch sehr ineffizient sein, wenn man gar keinen Plan hat. Man kommt dann leicht in ein reaktives Handeln und widmet sich einfach dem, was gerade auf einen zukommt. WIE KANN MAN DENN EFFIZIENZ SCHAFFEN?

Indem man Struktur in das Unstrukturierte bringt. Indem man sich Routinen schafft – so langweilig das klingen mag. Ich gehe z.B. jeden Morgen zur selben Zeit laufen. Dann schreibe ich mir als Anhaltspunkte meine Top-5-To-dos für den Arbeitstag auf. Als Faustregel gilt: Meetings gibt es nur am Nachmittag, produktive Arbeit am Vormittag.

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WER REIN AUFGRUND DES GELDES GRÜNDET, IST ABSOLUT NAIV. MEINST DU, KOMMT DIESER WUNSCH

A L S O B I S T D U E I N FA N D AV O N , W E N N

NACH STRUKTUR AUCH AUS DEINEN

MAN IM LEBENSLAUF EXTRACURRICULARE

Z E I T E N A L S P R O F I S P O RT L E R ?

AKTIVITÄTEN ANGIBT?

Das spielt sicherlich mit. Durch das Rudern habe ich gemerkt, wie ineffizient ich ohne Struktur bin. Ich glaube sogar, dass ich mein Studium deshalb so schnell abgeschlossen habe, weil ich durch das tägliche Training eine Struktur hatte.

Auf jeden Fall. Es haben heutzutage ohnehin fast alle eine gute Ausbildung. Was auffällt, ist ein Farbklecks: Sport, ein Auslandsaufenthalt, die Tätigkeit in einem Verein. Ich suche ja interessante Persönlichkeiten mit einem interessanten Leben für mein Unternehmen. Ich stelle lieber jemanden ein, der zwei Jahre in Afrika auf Entwicklungshilfe war, als jemanden, der klassisch Bachelor, Master und zwei Praktika absolviert hat. Bunte Leute passen besser zu unserer Start-up Mentalität.

GIBT ES SONST NOCH ASPEKTE, DIE DU DIR VOM RUDERN INS BERUFSLEBEN MITNEHMEN KONNTEST?

Ja natürlich, einige sogar! Beim Rudern habe ich meinem Boot eine Richtung vorgegeben. Ich habe erkannt, dass es viel einfacher ist, gemeinsam etwas zu erreichen als alleine. Und ich habe immer Ziele gehabt, um voranzukommen. Früher waren das halt die Weltmeisterschaften oder Olym­ pische Spiele, heute ist es ein gewisser Jahresumsatz.

WA S I S T D A S H E R A U S F O R D E R N D S T E IN DEINEM JOB?

Zum einen, als Geschäftsführer eine Richtung vorzugeben, obwohl man selbst nicht immer weiß, wohin es geht. Man muss Ziele vorgeben, die noch gar nicht sicher sind, und muss trotzdem voller Überzeugung dahinter stehen. Zum anderen finde ich das Talent Hiring schwierig. Unser Erfolg steht und fällt mit dem Team – und die richtigen Personen zu finden ist echt eine Herausforderung. Wir hatten schon viele Leute, die zwar die Idee in einem Start-up zu arbeiten geil fanden, dann aber mit der Strukturlosigkeit und der hohen Eigenverantwortung überfordert waren. Und das passt dann nicht!

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WELCHEN TIPP GIBST DU JUNGEN GRÜNDER/INNEN?

Nicht zu lange warten, sondern einfach tun. Ich glaube nicht, dass man erst jahrelange Erfahrung in einem Cor­ porate braucht, bevor man ein eigenes Unternehmen aufbauen kann. Gründen lernt man durch Gründen – man kann sich eigentlich nicht wirklich darauf vorbereiten. Und unmittelbar nach dem Studium gibt es am allerwenigsten zu verlieren, vielleicht ein bisschen Zeit. Außerdem ist es wichtig, sich eine realistische Vorstellung vom Unter­ nehmertun zu bilden: Wenn man Struktur und ein fixes Einkommen sucht und auch die Muße haben möchte, sich auf andere Sachen im Leben zu konzentrieren – viel reisen, ein Haus bauen – ist das als Unternehmer/in schwierig. VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH UND VIEL ERFOLG BEI DEINEN NÄCHSTEN SCHRITTEN!

Studium

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COME & LEARN

Bachelor BWL, Spezialisierung EI und KMU. E I N AT T R A K T I V E S P R A K T I K U M I N D E R

Überrascht war ich das letzte Mal wie schnell unsere neue Mitarbeiterin in Berlin den ersten Kunden herangezogen hat.

Ich bin stolz auf meine kleine Schwester, die für mich eine perfekte Work-Life-Balance lebt.

Könnte ich mir eine Superkraft aussuchen, wäre es die Zeit anhalten zu können, weil mir die Tage oft viel zu kurz sind.

Auf diese Frage hätte ich gerne eine Antwort Was sollte man im Leben wirklich verfolgen, um glücklich zu sein?

Drei Wörter, die mich beschreiben

B AWA G P. S . K .

Wir achten besonders darauf, jungen Talenten den Berufseinstieg zu erleichtern. Dafür bieten wir Studierenden in einem sechsmonatigen Praktikumsprogramm die Möglichkeit, zum Beispiel folgende Geschäftsbereiche kennenzulernen: › › Kommerzkunden (Vertrieb, Produkt­lösungen, Financial Markets) › › Privat- und Geschäftskunden (Marketing, Projekt­ management) › › Risikomanagement › › Finanzwesen/Controlling › › Informationstechnologie (IT) Wollen auch Sie ihre Karriere bei uns starten? Dann bewerben Sie sich auf jobs.bawagpsk.com

ausgeglichen, ehrgeizig, gesellig.

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Zwei Monate und sieben Bewerbungen bis zum Job Die Herausforderungen des Berufseinstiegs werden medial oft diskutiert. Man hört, dass Uni­ absolvent/innen befürchten, nach dem Abschluss befristete und fachlich nicht angemessene Jobs annehmen zu müssen. Gleichzeitig wird häufig von einer Generation berichtet, die selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten will und dabei vor allem auch die Work-Life-Balance in den Vordergrund stellt. Inwieweit treffen diese Beobachtungen auch auf WU-Absolvent/innen zu? Text: Karl Ledermüller und Julia Zeeh

Fotos: WU

W I E E I N FA C H B Z W. S C H W E R I S T D E R

IN WELCHEN BRANCHEN FINDEN SIE JOBS?

B E R U F S E I N S T I E G F Ü R W U - A B S O LV E N T / I N N E N ?

Die meisten Absolvent/innen entwickeln im Laufe des Stu­ diums eine relativ konkrete Vorstellung davon, in welchen Bereichen sie sich vorstellen können, nach Studienab­ schluss zu arbeiten. Erfreulich ist, dass viele Absolvent/ innen später tatsächlich in diesen Bereichen unterkommen.

Bachelorabsolvent/innen finden durchschnittlich zwei Monate nach Studienabschluss einen Job, nachdem sie im Schnitt sieben Bewerbungen versendet haben. Master­ studierende brauchen sogar nur 1,8 Monate und fünf Bewerbungen bis zum ersten Job. Ein Jahr nach Bachelor- und Masterstudienabschluss arbeiten fast alle WU-Absolvent/innen, wobei einige zu diesem Zeitpunkt auch noch ein weiteres Studium absolvieren. Arbeitslosigkeitserfahrungen über längere Zeit sind für WU-Absolvent/innen de facto nicht existent. Etwa 20 Prozent der Absolvent/innen beginnen ihren ersten Job schon während der Abschlussphase des Stu­ diums. Rekrutierungsprozesse beginnen durchaus relativ früh. Generell zeigt sich, dass WU-Absolvent/innen sehr schnell und gut am Arbeitsmarkt unterkommen.

KARL LEDERMÜLLER

ist Leiter der Evaluierung und Qualitätsentwicklung der WU.

Studierende, die den Bachelor Wirtschaftsrecht absolviert haben, arbeiten besonders häufig im Bereich Rechts- & Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Auch WISOAbsolvent/innen arbeiten in diesen Branchen, viele kommen beispielsweise aber auch in den Branchen Handel, Finanzund Versicherungsdienstleistungen oder Unternehmens­ beratung unter.

STARKE FLEXIBILITÄT AM ARBEITSMARKT.

Bei Masterabsolvent/innen wird die Berufswahl natür­ lich durch das gewählte Masterprogramm beeinflusst. Trotzdem ermöglicht ein WU-Abschluss starke Flexibi­ lität am Arbeits­m arkt: Beispielsweise kommt etwa die Hälfte der Masterabsolvent/innen in spezifischen Wirt­ schaftsbranchen unter, die andere Hälfte arbeitet über alle Branchen verteilt. S I N D W U - A B S O LV E N T / I N N E N M I T IHREM JOB ZUFRIEDEN?

JULIA ZEEH

ist verantwortlich für das WU Student Panel Monitoring.

Die Berufseinsteiger/innen sind drei bis fünf Jahre nach Abschluss mehrheitlich sehr glücklich mit ihrer Berufswahl: Drei Viertel sind mit ihrem derzeitigen Job zufrieden und nur etwa ein Fünftel möchte sich beruflich verändern.

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W U S T U D E N T PA N E L M O N I T O R I N G Seit 2010/11. Informationen über die Studierenden und Absolvent/innen (beispielsweise hinsichtlich ihrer Berufspläne oder ihre Zufriedenheit mit dem Studium). Daten über Befragungen (Panel).

A B S O LV E N T / I N N E N M O N I T O R I N G Seit 2012. Analyse von Arbeitsmarktstatus, Arbeitsmarkt­integration, Arbeitslosigkeitserfahrung für die gesamte WU. Daten über Systemdaten aus der Arbeitsmarktdatenbank.

Die meisten Absolvent/innen bleiben in den ersten Jahren nach Studienabschluss im selben Wirtschafts­ zweig und sogar fast 1,5 Jahre im ersten Job tätig. Geringe Loyalität zum Arbeitgeber dürfte also auf WUAbsolvent/innen weniger zutreffen, vermutlich auch, da diese bereits bald nach Abschluss unbefristete Stellen angeboten bekommen. Die meisten Absolvent/innen kommen in Jobs unter, die ihrer Qualifikation entsprechen: Sowohl mit dem Niveau der Aufgaben als auch mit der beruflichen Po­ sition sind die Alumnis sehr zufrieden. Zwar haben drei Jahre nach Abschluss erst wenige Absolvent/innen Leitungsfunktionen inne, dafür arbeiten die meisten eigenverantwortlich. WA S S C H Ä T Z E N W U - A B S O LV E N T / I N N E N AN IHRER JETZIGEN POSITION?

WU-Absolvent/innen schätzen sehr, dass sie im ersten Job nach dem Studium bereits Verantwortung in einem eigenständigen Arbeitsbereich übernehmen können. Besonders positiv ist auch, dass die meisten von einem breiten Tätigkeitsspektrum, angenehmer Arbeitsat­ mosphäre und hoher Beschäftigungssicherheit bei der derzeitigen Stelle berichten. Insgesamt zeigt sich, dass eine ausgewogene WorkLife-Balance für WU-Absolvent/innen wichtig und in den meisten Fällen auch gegeben ist, fachliche Aspekte und Karrieremöglichkeiten aber nicht an Wichtigkeit verloren haben. Der Berufseinstieg verläuft für WUAbsolvent/innen meist sehr unkompliziert und der Groß­ teil arbeitet sehr rasch in unbefristeten und fachlich angemessenen Jobs.

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AWKWARD

Gerade noch geschafft! Wir haben Mitarbeiter/innen der ÖH WU nach ihrer unangenehmsten Situation in der Studienzeit gefragt – und wie sie sich daraus gerettet haben. Zusammenstellung und Fotos: Andreas Müller

oeh-wu.at

1 SASKIA BÖHLER, 18

2 NADJA RIAHI, 23

BACHELOR WISO,

BACHELOR WISO,

GEPLANTER SCHWERPUNKT IBW

SCHWERPUNKT SOZIOÖKONOMIE

Nach dem Weggehen schlafe ich immer mal wieder in der Wiener U-Bahn ein. Nicht nur einmal habe ich des­ wegen meine Haltestelle verpasst – mir ist es sogar schon passiert, dass ich zwei Stunden in ganz Wien hin- und hergefahren bin! Vielleicht liegt es daran, dass ich aus Vorarlberg komme, wo die Öffis nur bis maximal 12 fahren. Jetzt stelle ich mir immer einen Handywecker – ich weiß schon ganz genau, wie lange ich für wie viele Stationen brauche. So wache ich zumindest rechtzeitig auf.

Vor den ÖH-Kursen verteilen wir manchmal Freigetränke an Studierende. Ein Herr, der vom Alter her wohl kaum mehr ein Student sein konnte, wollte auch eines, aber ich schlug seine Bitte aus. Dann fragte er nach, ob man für den Kursleiter keine Ausnahme machen könne? Das war vielleicht unangenehm, ich habe ihn echt nicht erkannt, obwohl die Kursleiter bei uns eigentlich ein- und ausgehen!

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KARRIERETIPPS VON SABINE BARESCH, HR MANAGER FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER SOLLEN BEWERBER/INNEN ANGA­

WAS MÜSSEN ABSOLVENT/INNEN

­B EN ZU PERSÖNLICHEN HOBBYS/IN-

MITBRINGEN, UM IN IHREM UNTER-

INNEN:

TERESSEN IM LEBENSLAUF MACHEN?

NEHMEN EINGESTELLT ZU WERDEN?

Gerne! Wir möchten schließlich auch die Person hinter der Bewerbung ken­ nenlernen. Vor allem außergewöhnliche Hobbys oder Interessen finde ich immer sehr spannend und bleiben auch oft im Gedächtnis.

Als international agierende Kanzlei sind sehr gute Englisch­k entnisse wesent­ lich für das tägliche Arbeiten bei uns. Darüber hinaus achten wir stark auf die Persönlichkeit des Bewerbers/der Bewerberin wie Teamfähigkeit, Com­ mitment, Motivation, Drive und den berühmten Blick über den Tellerrand.

Gerade zu Beginn sollte man keine Scheu vor Fragen haben, Initiative zeigen und den Austausch mit Kolleg/ innen suchen.

DIE WICHTIGSTE FRAGE IM BEWER-

MEIN TIPP FÜR BERUFSEINSTEIGER/

BUNGSGESPRÄCH?

„Wer sind Sie und warum sitzen Sie gerade hier?“ In den Gesprächen wollen wir herausfinden, ob jemand gut zu uns passt. Dabei ist es uns besonders wichtig, sowohl die Persön­ lichkeit des Bewerbers/der Bewerberin besser kennenzulernen als auch die Motivation für unser Unternehmen und den angestrebten Beruf als Rechtsan­ waltsanwärter/in zu verstehen.

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Foto: Freshfields Bruckhaus Deringer

Berufseinsteiger/innen für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung gesucht! Nähere Informationen und Möglichkeit zur Bewerbung: karriere.tpa-group.at Kontakt: TPA Steuerberatung GmbH Katharina Gruber Tel.: +43 (1) 58835-366

www.tpa-group.at 43


AUSWÄRTSSPIEL

Delphine am Weg zur Arbeit? Weihnachtsfeiern bei 30 Grad? WU-Alumni rund um den Globus erzählen über Job, Land und Leute. Interviews: Andreas Müller

alumni.at

D O R I S S P I E LT H E N N E R DOWN UNDER Was hat Sie nach Australien geführt? Überraschenderweise … die Liebe (lacht)! Nach einigen Jahren in Wien bin ich zuerst beruf­ lich nach San Francisco gegangen und habe dort meinen heutigen Partner, einen Australier, kennen­ gelernt. 2008 sind wir dann zunächst nach Melbourne und schließlich nach Sydney gezogen.

Das Schönste an Ihrem Arbeitsalltag? Das „Pendeln“ mittels Fähre von Manly nach Sydney CBD: Delphine, Sonne, Sturm.

Das Herausforderndste? Die “Tyranny of Distance” und die involvierten Arbeitszeiten. Unsere Mitarbeiter/innen sitzen in München, Singapur, New York, auf den Philippinen und in Ost-Europa. Das bedeutet Video Calls von 6 Uhr morgens bis spät in der Nacht.

Erstes „Aha“-Erlebnis: Die hohe Dichte an Vertrautem. Als ich das erste Mal den Fernseher einschaltete, ertönte Kommissar Rex auf Wienerisch und im Lebens­ mittelladen um die Ecke kann ich Manner­ schnitten kaufen.

Regionale Lieblingsspeise? Der Kaffee! Mit so vielen italienischen Wurzeln ist der hier perfektioniert!

D O R I S S P I E LT H E N N E R S Y D N E Y, A U S T R A L I E N

› › im Land seit 2008 › › Geschäftsführerin bei Practice Insight › › Branche: Software

Das muss man hier gesehen haben: Der Sydney Harbour und seine Strände mit Skyline.

Fotos: privat, iStock / idmanjoe Illustrationen: iStock / miakievy

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AUSWÄRTSSPIEL

IGNAZ FÜSGEN IN MY AFRICAN DREAM Was hat Sie nach Südafrika geführt? Ich bekam aus heiterem Himmel ein Jobangebot von einem englischen Headhunter bei einer der größten Anwaltskanzleien Afrikas. Die positiven Erfahrungen aus meinem Auslandsstudienjahr in Stellenbosch und die vielen Entwicklungs- und Freizeitmöglich­ keiten für die ganze Familie haben dann den Ausschlag gegeben.

Das Schönste an Ihrem Arbeitsalltag? In einer der grünsten, familienfreundlichsten und laut GQ angesagtesten Metropolen weltweit zu arbeiten. Mitten in der Innenstadt nutzen wir als fünfköpfige Familie die ausgedehnten Parkanlagen und können am Wochenende in etwas mehr als einer Auto­stunde zum „Tiere schauen“ fahren, wie es unsere Kinder so nennen.

Das Herausforderndste? Fingerspitzengefühl beweisen und sich immer wieder vor Augen führen, dass in Afrika andere Regeln gelten. Die kulturelle und religiöse Vielfalt erfordert Rücksichtnahme und Hintergrundwissen, ohne gleich zu verkrampfen. Zum Beispiel beten bei Begräbnissen prominenter ANC-Veteranen Vertreter der musli­ mischen, jüdischen, hinduistischen und christlichen Gemeinde gemeinsam in einer Kirche.

Erstes „Aha“-Erlebnis: Eine „Year-end Function“, also eine Weihnachtsfeier, bei über 30 Grad, mit Weihnachtsliedern und in Wild West-Kostümen.

IGNAZ FÜSGEN JOHANNESBURG, SÜDAFRIKA

Regionale Lieblingsspeise?

› › im Land seit 2012 › › Policy Advisor, Management Consultant, Entrepreneur bei KOHMAP Consulting/Avuka Training and Coaching › › Branche: Unternehmensberatung und Coaching

Melktert (Milch-Tarte) und Droe Wors (Trockenwurst).

Das muss man hier gesehen haben: Im Norden Johannesburg während der Jacaranda-Blüte, im Süden die Stellenbosch- und Franschhoek-Weinrouten.

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Willkommen im Team: Barbara Salge kommt nach drei Jahren Baby­p ause zurück ins ZBP. Sie ist ab sofort für unser Marketing zuständig. Milana Vujicic ist unsere neue TeamAssistentin und wird Sie zukünftig bei uns im Office willkommen heißen. Und Georg Kubina ist zurück aus der Väter­karenz. Er beschäftigt sich mit all Ihren Anliegen rund um Jobeinstieg, Bewerbung und Berufswahl.

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Fotos: ZBP

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