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Karriere Magazin NICE TO MEET YOU

BE SOCIAL –

AUSGABE

FRÜHLINGS

20 18

GO OFFLINE! KANN DAS INTERNET SCHWEIGEN?

Mediaagentur-Chefin Friederike Müller-Wernhart im Gespräch DURCHS NETZWERKEN

B L O G . Z B P. AT

Z B P. AT

ZUM JOB


wachsenmitpwc.at

Grow with us.

Wir glauben fest daran, dass besondere Talente ein besonderes Umfeld brauchen, um ihr volles Potential zu entwickeln. Ein Umfeld, das individuelles Wachstum fordert und fördert – beruflich, aber auch privat. Auf diese Kultur sind wir stolz. Nicht umsonst verkörpert der Wille zu ganzheitlichem Wachstum unsere zentrale Mission: We help good things grow. Starte jetzt in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung oder Unternehmensberatung. „PwC“ bezeichnet das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere seiner Mitgliedsfirmen. Jedes Mitglied dieses Netzwerks ist ein selbstständiges Rechtssubjekt. Weitere Informationen finden Sie unter www.pwc.com/structure.


EDITORIAL

Winking Face Ziehen wir Bilanz: So wie Social Media in unser Privatleben Einzug gehalten hat, so beeinflussen die neuen Medien heute auch das Wirtschaftsleben. Man denke doch nur an Influencer als Marken­b otschafter/innen und Hashtags als Standards in der Unternehmens­kommunikation. Klar, dass soziale Netzwerke sowohl von Arbeitgebern als auch von Bewerber/innen immer öfter zur Jobsuche genutzt werden. Text: Brigitte Kuchenbecker

Foto: WU ZBP Career Center

Grund genug, dieses Karrieremagazin in den Fokus von „Be social“ zu stellen. Wie können Bewerber/innen überzeugen? Wie funktioniert Networking on- und offline? Welche Rolle spielt Social Media heute wirklich beim Bewerben? Diese und mehr Infos finden Sie auf den folgenden Seiten. Besonders freue ich mich, dass ich ein Gespräch mit Friederike Müller-Wernhart führen konnte. Die „Grande Dame“ der Digitalagenturen erzählt mir im Interview über ihr Gespür für Trends und neue Medien und erklärt, wieso der „der Kunde/die Kundin sich in der Fülle der Kommunikations­m öglichkeiten eigentlich gar nicht mehr auskennen kann“. Zu guter Letzt noch ein kleiner Apell von meiner Seite an Sie, liebe/r Leser/in: ja, New Media und Smartphones sind toll! Sie machen Spaß und ermöglichen uns, immer up-to-date zu sein. Aber, Hand aufs Herz: dadurch laufen wir Gefahr, dass wir ohne sie nicht mehr können. Eigene Digital Detox Camps sollen uns wieder lehren, Stille und „Nichts-Tun“ auszuhalten. Sie können im Kleinen für sich üben, und pro Tag z.B. eine Stunde offline sein. Denn Über­reizung ist ein Schlagwort, das an Brisanz noch zunehmen wird.

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Herzlichst, Ihre Brigitte Kuchenbecker

SEITE 32: BE SOCIAL

SEITE 24: DAS NAHTOR-ERLEBNIS BEIM FUSSBALLMATCH

SEITE 38: DIGITAL DETOX

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Be Social!

FRÜHLINGSAUSGABE 2018

Karriere Magazin

GO OFFLINE

3 EDITORIAL 6

G W I E G E H A LT

Unser Bewerbungs-Alphabet

29 OH HA — ÖH!

8 TAGESPLAN BEIM ZÄHNEPUTZEN

Wir antworten auf Ihre Fragen rund um Jobsuche und Karriereplanung

32  BE SOCIAL

Im Gespräch mit den Influencern Kathi Hingsammer und Gregor Sideris

Xing, LinkedIn & Co unter der Lupe

14 HALLO MORGEN!

38 FORGET

30 FRAGEN KOSTET NICHTS

Job Insights

TO CHECK YOUR PHONE!

16 SEE LA VIE

Digital Detox, Baby!

Leben und Arbeiten im Burgenland 40 MEHR ALS NUR 22 MEIN PERSÖNLICHES

E I N M O D E W O RT

AHA-ERLEBNIS BEIM

Wir haben WU-Studierende gefragt, wie sie zu Networking stehen

B E R U F S E I N S T I E G WA R   …

HR-Verantwortliche berichten 2 4   B E I J E D E M F U S S B A L L M AT C H

2  PWC

43 KOLUMNE:

7  HOFER

FETTNÄPFCHEN DELUXE

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GIBT ES EIN NAHTOR-ERLEBNIS

Mediaagentur-Chefin Friederike Müller-Wernhart im Gespräch

ADVERTISER INDEX B AWA G P. S . K .

1 8   P E E K   &   C L O P P E N B U R G 44 ERDIG, LIBERAL,

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U N B E R Ü H RT, F R I T T I E RT

28 KPMG

WU-Alumni rund um den Globus erzählen

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JTI

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BCG

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PKF

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EY

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T PA

46 DIE LETZTE SEITE

H AY S

Die angeführten Unter­n ehmen ermöglichen durch ihre Werbe­­­­e in­s chaltung, dass Sie ein kostenfreies Exemplar des Karriere­ magazins in Händen halten. Vielen Dank! Impressum ZBP Karrieremagazin, Ausgabe Frühling 2018 | Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: ZBP-Marketing-Service an der Wirtschaftsuniversität Wien – Verein zur Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Berufsplanung an der Wirtschaftsuniversität Wien, Welthandelsplatz 1, Gebäude LC, 1020 Wien, Tel.: +43 –1–313 36 – 4968, office @ zbp.at | Redaktion: Brigitte Kuchenbecker | Textbeiträge: Georg Kubina, Brigitte Kuchenbecker, Karin Kwapien, Barbara Moser, Andreas Müller, Moritz Kornherr, Heike Schreiner | Koordination und Gestaltung: Georg Leditzky, Plutonika Design OG, Brigitte Kuchenbecker | Anzeigenservice: Brigitte Kuchenbecker, brigitte.kuchenbecker@zbp.at Layout: Georg Leditzky, Plutonika Design OG | Druck: Outdoor-Production | Erscheinungsweise: dreimal jährlich | Auflage: 10.000 Stück | § 1 abs. 4 Gleichbehandlungsgesetz: „Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen [...] gilt die gewählte Form für beide Geschlechter.“ Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Die Zusammenstellung der Arbeitgeber in redaktionellen Beiträgen erfolgt aufgrund journalistischer Recherchen. Werblich kann jeder Arbeitgeber in diesem Magazin vertreten sein unter der Voraussetzung, dass dieser auch tatsächlich Stellen besetzt. Illustrationen (Cover und rechts): iStock / Nadzeya_Dzivakova

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FROM A TO Z

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G wie Gehalt

Karriere 2.0 Nur einen Klick entfernt!

Von Assessment Center bis Zusage – wir stellen die gängigsten Begriffe des Bewerbungs-Alphabets vor. Dieses Mal: G wie …

Text: Brigitte Kuchenbecker

Ein absolviertes Studium, eine Portion Engagement und ein gutes Netzwerk – das sind die besten Voraussetzungen für den Start einer erfolgreichen Karriere. Wie gelingt die Suche nach dem richtigen Job? Oder noch besser, wie findet mich der richtige Job?

GEHALT Als Gehalt wird das Entgelt für Angestellte bezeichnet, das in Österreich in der Regel 14 mal pro Jahr ausbezahlt wird. Es ist eine Gegenleistung, die der/die Arbeitnehmer/in vom Arbeitgeber dafür erhält, dass er/sie die Arbeitskraft zur Verfügung stellt. Zusätzlich zum monatlichen Geldbezug werden auch sonstige Sachzuwendungen (z.B. Bons für den Mittagstisch, Firmenhandy zur Privatnutzung, …) zu den Bestandteilen des Gehalts gezählt. Auch Aspekte wie Weiterbildungen, Gleitzeitvereinbarung oder die Möglichkeit zum Home Office sind Bestandteile des Pakets.

Antworten finden Sie in den sozialen Netzwerken. Große, internationale Unternehmen wie HOFER nutzen die Möglichkeit des Active Sourcings und suchen über Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn und Xing nach Talenten. Österreichs beliebtester Lebensmitteleinzelhändler gibt Tipps für motivierte Persönlichkeiten auf Jobsuche. 1. SICH RICHTIG PROFILIEREN

B Y T H E WAY:

GERINGFÜGIG BESCHÄFTIGT

G WIE GOODALL

Unter geringfügiger Beschäftigung versteht man ein Beschäftigungsverhältnis, dessen Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigt. Diese beträgt im Jahr 2018 € 438,05 monatlich. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse lassen sich zumeist gut mit einem zügigen Studienfortschritt vereinen, da sie in der Regel nicht mehr als zehn Stunden pro Woche umfassen. Um den Anspruch auf Familien-, Studien- oder sonstigen Stipendien und Beihilfen nicht zu verlieren, sind allerdings die jeweiligen Zuverdienstgrenzen zu berücksichtigen.

B r i t i s c h e Ve r h a l t e n s f o r s c h e r i n , die ihre Studien dem Leben von Schimpansen widmet. Obwohl J a n e G o o d a l l k e i n e n B a c h e l o r-­ Studienabschluss besitzt, durfte sie an der University of Cambridge in Anerkennung ihrer ertragreichen Forschungen die Promotion in Ethnologie abschließen.

GLEITZEIT

G WIE GÜ

Gleitende Arbeitszeit liegt dann vor, wenn der/die Arbeitnehmer/in innerhalb eines vereinbarten zeitlichen Rahmens Beginn und Ende seiner/ihrer täglichen Arbeitszeit selbst bestimmen kann. Wurde eine sogenannte Kernoder Blockzeit festgelegt, muss der/die Arbeitnehmer/ in während dieser Zeit in jedem Fall anwesend sein. Eine Gleitzeitvereinbarung ist nicht selbstverständlich, sondern ist als Entgegenkommen des Unternehmens zu verstehen.

Verboten gute Desserts. Jede/r kennt sie: New York Cheesecake, heiße Schoko-Vulkane, Soufflees und vieles mehr …

Ihr Online-Profil ist gleichzeitig Ihre Visitenkarte, halten Sie es deshalb immer up-to-date. Understatement ist hier fehl am Platz! Denn durch effektives Selbstmarketing werden Unternehmen auf Sie aufmerksam. 2 . Z U S AT Z Q U A L I F I K AT I O N E N L O H N E N S I C H

Sie sind ein Kommunikationstalent und haben schon diverse Inhalte publiziert? Sie veröffentlichen regelmäßig Blog­ beiträge? Dann verweisen Sie in Ihren Profilen auf den Blog oder veröffentlichen Sie Fachartikel auf entsprechenden Plattformen. Punkten Sie mit Ihren Zusatzqualifikationen und nutzen Sie die Möglichkeit, auf verschiedenen BusinessPortalen, wie LinkedIn, Xing und karriere.at, Ihren Lebens­ lauf hochzuladen.

3 . P R I VAT E P O RTA L E K A R R I E R E F I T M A C H E N

Manche privaten Beiträge sollten auch privat bleiben. Daher unser Tipp: Überprüfen Sie Ihre Accounts und deren Einstellungen auf Facebook, Instagram & Co. Denn Personal­v erantwortliche machen sich über Social Media Kanäle ein Bild von potenziellen Mitarbeiter/innen. Auch Unternehmen nutzen diese Channels. Beispielsweise informiert HOFER auf Xing über aktuelle Stellenangebote, in den Instagram-Stories geben die Mitarbeiter/innen Einblicke in ihren Arbeitstag und auf Facebook informiert das Unternehmen über anstehende Events und vieles mehr. Interessiert mehr über die Online-Aktivitäten zu erfahren und HOFER als Arbeitgeber kennenzulernen? Sie sind nur einen Klick entfernt – karriere.hofer.at!

Foto: HOFER KG

G WIE GUETTA Französischer House-Produzent. Erster internationaler Erfolg im Jahr 2002 mit „Just a little more love“ – damals war David Guetta bereits 35 Jahre alt.

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INTERVIEW

Tagesplan beim Zähneputzen

Melonen, Zitronen, Kürbisse – die Auswahl bei „Obst und Gemüse Miloševi´c“ am Karmelitermarkt ist breit. Kathi Hingsammer weiß etwas über Artischocken, Gregor Sideris hört aufmerksam zu. Märkte sind ein guter Ort, um ins Gespräch zu kommen, es lag nahe die beiden hier zu treffen – schließlich sprechen sie mit ihren Websites und Social Media Profilen hunderttausende Menschen an.

Das Gespräch führte Andreas Müller. Fotos: Cochic Photography Location: Karmelitermarkt, Wien Leopoldstadt

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Gregor Sideris, 40+, und Katharina Hingsammer, 29, sind Influencer/innen. Er betreibt den Lifestyle & Reiseblog The Vienna Blog und erreicht auf Instagram (@gregsideris) 224.000 Abonnent/ innen und auf Twitter (@GregorSIDERIS) 85.000 Follower. Dazu arbeitet Sideris für IBM als Marketing Leader. Hingsammer steht hinter dem Blog Ketch’em Bunnies und dem Online-Magazin The Daily Dose, das sie gemeinsam mit einer Kollegin betreibt. Sie schreibt über Life & Style – auf Instagram folgen ihr, beide Accounts @thedailydose und @ketchembunnies zusammengenommen, über 100.000 User/innen. WIE WIRD MAN INFLUENCER/IN – IST DAS EINE BE­

SEHT IHR EURE TÄTIGKEIT ALS BUSINESS ODER GEHT ES

DU PFLEGST DEN BLOG UND DIE GANZEN SOCIAL MEDIA

­W USSTE ENTSCHEIDUNG ODER PASSIERT ES EINFACH?

EUCH PRIMÄR DARUM, EINE BOTSCHAFT ZU VERMITTELN?

KANÄLE NEBENBERUFLICH. WIE SIEHT DEIN TAGESAB-

Hingsammer: Für mich war es keine bewusste Entscheidung. Ich wollte einfach kreativ sein, fotografieren und schreiben, und habe deshalb den Blog gestartet. Durch die Entwicklung und den Aufschwung, der im Laufe der Jahre gekommen ist, konnte ich mein Hobby dann zum Beruf machen. The Daily Dose habe ich natürlich mit der Absicht gegründet, um davon leben zu können, doch da war der Aufschwung mit Ketch’em Bunnies schon da. Man muss generell einen Unterschied machen zwischen influencen und bloggen. Meine Social Media Kanäle sind eigentlich der Support für meine Beiträge, aber über diese wird man als Influencerin wahrgenommen.

Hingsammer: Ich bin seit vier Jahren selbständig, ich muss und will davon leben können. Aber mit The Daily Dose war es von Anfang an auch Ziel, junge Frauen zu inspirieren. Da achten wir darauf, Inhalte zu kreieren, die wirklich interessant sind für unsere Leser/innen. Auf meinem Blog schreibe ich über das, was mich interessiert und mein Leben betrifft.

LAUF AUS, GREGOR?

Sideris: Bei mir fing alles damit an, dass ich für IBM nach Sprecher/innen für Gastvorträge gesucht habe und merkte, wie spannend deren Leben ist – sie bekommen immer alles gezeigt und werden eingeflogen. Da dachte ich mir ‚I am on the wrong side!‘ (lacht). Das war vor zehn Jahren, da gab es den Begriff „Influencer/in“ noch gar nicht. Ich habe mich dann für das Thema Travel und Lifestyle entschieden, da es nicht in Konflikt mit meinem Beruf stand. Twitter war meine erste Plattform, dann kamen mein Blog, Instagram und Facebook dazu. Letztere sehe ich aber, wie Kathi sagt, als Verstärker, um Aufmerksamkeit für meinen Blog zu schaffen.

Sideris: Ich möchte den Leuten Möglichkeiten zeigen, sich schöne Erlebnisse zu holen mit der Lebenszeit, die sie haben. Im Gegensatz zu früher geht es heutzutage nicht mehr nur um Schule, Studieren, Arbeiten und dann Pension; die Leute sind sich bewusster, wie sie mit ihrer Zeit umgehen. Und ich möchte zeigen, dass man auch mit 40 einen Blog starten kann. Wenn jemand viele Jahre in einem Berufsfeld Erfahrung gesammelt hat und Expert/in hier ist, warum nicht dieses Know-How vermitteln? Es muss ja nicht immer um jugendliche Schönheit und wackelnde Hintern gehen. Es geht darum, passenden Content zu erstellen, der für diese Generation passt.

Sideris: Ich nehme mir in der Früh von 7 bis 9 Uhr Zeit. Zuerst überlege ich mir: Was sind meine Prioritäten für die Kanäle heute? Welche Ideen habe ich? Um 9 Uhr trinke ich dann den zweiten Kaffee und die ersten Calls stehen an. Ich arbeite für IBM im Home Office und habe jeden Tag viele Conference Calls, von 9 bis 17 Uhr. Am Abend nutze ich dann auch nochmal zwei Stunden, zum Beispiel für eine Youtube-Recherche über die Genfer Uhren-Messe, zu der ich nächste Woche fahre. Andere Menschen sitzen um diese Uhrzeit vielleicht vor dem Fernseher. WIE IST DAS BEI DIR, KATHARINA?

Hingsammer: Ich stehe jeden Tag pünktlich um 7.30 Uhr auf (lacht) und mache mir noch vor dem Frühstück den Tages­a blauf mit meiner Partnerin aus: Wann fahren wir ins Büro? Müssen wir Outfits mitnehmen, haben wir etwas zum Shooten? Müssen wir etwas kochen? Das mache ich meistens während des Zähneputzens, über Facebook Messenger. Nach dem Frühstück arbeite ich die ersten Mails von zu Hause aus ab und bin dann von 9 bis 18 Uhr im Büro. Dazwischen haben wir Shootings oder Termine, und am Abend sind dann meistens Veranstaltungen, oder

ich fahre heim und mache Sport, koche, esse. Abends arbeite ich nochmal bis 9, halb 10 Uhr und kümmere mich um die letzten E-Mails, die noch reingekommen sind. Zum Abschluss des Tages zocke ich entweder auf der Nintendo Switch oder schaue Serien (lacht). ICH DARF ALSO NICHT AN EINER 9-TO-5-ARBEITS­WOCHE HÄNGEN. WELCHE SKILLS BRAUCHE ICH NOCH?

Hingsammer: Der Name Influencer/in sagt es ja bereits – du musst Leute mitreißen und beeinflussen können. Dafür brauchst du ein Kommunikationstalent. Du musst dein Leben interessant darstellen können – sei es durch hochwertige Fotos oder weil du besonders begabt im Sprechen bist. Außerdem solltest du schon als Angestellte/r gearbeitet haben und wissen, wie ein normaler Bürojob ausschaut, wie man Angebote schreibt und wie man generell in der Berufswelt miteinander kommuniziert. Wenn du das alles kannst und da Erfahrungen gesammelt hast, kannst du gut als Selbständige/r in sämtlichen Bereichen überleben. Man muss sich als Blogger/in oder Influencer/in aber bewusst sein, dass man vielleicht sehr lange gratis arbeitet, bis das erste Geld reinkommt. Im ersten Jahr, als wir uns mit The Daily Dose selbständig gemacht haben, haben wir eigentlich nichts verdient.

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ICH HABE EIN SCHÖNES FOTO – BIN ICH GLEICH EIN SUPERSTAR?

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IM ERSTEN JAHR HABEN WIR EIGENTLICH NICHTS VERDIENT.

Sideris: Es braucht generell eine gewisse Demut und Geduld. Diese Scheinwelt verleitet schnell zu denken: ‚Okay, ich habe jetzt ein schönes Foto, ein Video ist viral gegangen und ich bin gleich ein Superstar und brauche sieben Manager/innen‘. Hier gilt es, nicht abzuheben. Um professionell zu arbeiten, braucht es auch eine Struktur und einen Redaktionsplan, man muss seine Zielgruppe und die Brands analysieren. Was ist die Sprache der Marke, mit der ich arbeite, wie passt sie zu mir?

Karriere aus Sicht der Bawag P.S.K. Trainees Karriere bedeutet …

WAS IST DAS SCHÖNE DARAN, INFLUENCER/IN ZU SEIN UND WORAUF KÖNNTET IHR GERNE VERZICHTEN?

GREGOR SIDERIS

› › Studium: Betriebswirtschaft, WU › › Jobs: seit 1995 IBM, 1989 – 1995 Hewlett Packard › › Blog: seit 2010

K AT H A R I N A H I N G S A M M E R

› › Studium: Innovation und Management im Tourismus, FH Salzburg › › Jobs: drei Jahre Sales Managerin K+K Hotels Wien, ein Jahr Management-Trainee Hotel Stein Salzburg › › Blog: seit 2012

Sideris: Ich mag, dass immer neue Herausforderungen warten, neue Plattformen, über die man sich informieren sollte oder ein neuer Facebook-Algorithmus, es bleibt immer spannend! Das Zweite ist Kreativität: Ich komme aus einer Künstlerfamilie und habe selbst Schmuckdesign und Schmuckhandwerk gelernt. Ob ich jetzt ein Schmuckstück designe oder bei einem Foto auf Komposition und Farbe achte – beides erfüllt mich total. Die Gefahr ist bei dem Ganzen natürlich, dass man sich körperlich zu sehr verausgabt. Man muss aufpassen, die Balance zu finden, indem man zum Beispiel am Wochenende Sport treibt. Hingsammer: Am meisten gefällt mir, dass ich mit so vielen, coolen Leuten in Verbindung gekommen bin. Ich mag die Freiheit, die mit dem Beruf einhergeht, dass ich so flexibel bin in meinem Leben und selber Entscheidungen treffen kann. Und als Drittes, wie Gregor sagt, dass ich kreativ arbeiten kann. Wenn ich auf etwas verzichten kann, dann vielleicht am ehesten aufs Schreiben. Und wenn ich ein bisschen mehr Geld hätte, würde ich auf jeden Fall eine Person für die Buchhaltung einstellen. Das wäre so geil!

GEORG

R A FA E L

… laufende Veränderungen und Adaptionen, sei es mei- … zusammen als Team an interessanten Themen zu arnerseits oder von den Aufgaben, die mir gestellt werden. beiten und dabei meine Kompetenzen laufend zu erweiDie BAWAG P.S.K. bietet mir hierbei viele Möglichkeiten, tern. Durch die Zusammenarbeit mit meinen fachlich und da mein Team und ich durch die laufende Expansion des menschlich hervorragenden Kolleg/innen bei der BAWAG Unternehmens Monat für Monat vor neue und interessante P.S.K. sowie die persönliche Weiterbildung im Rahmen des Herausforderungen gestellt werden. Traineeprogramms, kann ich meine Ziele täglich etwas höher stecken. ALEKSANDER

… die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit im Berufs- C O R I N N A leben sowie auch einen Mehrwert fürs Unternehmen zu … Unabhängigkeit und das ständige Bestreben über mich schaffen. Meine Vorstellungen vom Traineeprogramm hinaus zu wachsen. Das Traineeprogramm bei der BAWAG wurden erfüllt. P.S.K. mit seinen Persönlichkeits- und Fachseminaren ist für mich ein entscheidender Richtungsweiser. SANELA

… mit einem tollen Team arbeiten zu dürfen, ihm bei seiner Entwicklung zu helfen und gemeinsam unsere Unternehmensziele zu erreichen. Die BAWAG P.S.K. hat hoch­m otivierte und sehr gut ausgebildete Mitarbeiter/ innen, mit denen ich sehr gerne im Team sowie auch bereichsübergreifend an Projekten arbeite. Foto: BAWAG P.S.K.

VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH! ×

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JOB INSIGHTS

GOOD TO KNOW

Hallo Morgen!

NEUE PERSPEKTIVEN Philipp Morris setzt in seinem Neujahrsvorsatz 2018 auf ein neues Geschäftsmodell: der Konzern möchte von Zigaretten zukünftig rein auf Tabakalternativen wie die E-Zigaretten umsteigen. Kampagnen zur Raucher/innenentwöhnung begleiten die Initiative, interessante neue Jobpers­p ekti­v en inklusive.

Welche Kompetenzen werden wir für das Arbeiten von morgen brauchen? IT- und Fachskills reichen auch in Zeiten der Digitalisierung nicht aus. Vielmehr zählen die Soft-Skills, hier sind sich HR-Expert/innen einig.

1 SICH AUF

VER­Ä NDERUNGEN AKTIV EINLASSEN

ZEHNTAUSEND JOBS

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In den nächsten fünf bis sechs Jahren entstehen aufgrund der Pensionierungswelle 10.000 neue Jobs bei der ÖBB. In der gesamten Palette der Berufsgruppen werden neue Leute gesucht, so ÖBB-Chef Andreas Matthä 2017.

SOLIDE

MIT

MIT KOMPLEXITÄT UMGEHEN

UNSICHER­H EITEN  ODER RISIKEN KOMPETENT UMGEHEN

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IN

ZUSAMMENHÄNGEN DENKEN

FRAUENPOWER

„DU“ AUF DEM VORMARSCH Unternehmen formulieren Stelleninserate zunehmend persönlicher: 2017 wurden Bewerber/innen in 36 Prozent mehr Anzeigen geduzt als noch im Vorjahr. Jedes dritte Inserat mit „Du-Ansprache“ richtet sich an Akademiker/innen. Der Anteil an englischsprachigen Stellenanzeigen liegt konstant bei 5 Prozent – auch hier werden zwei von drei Mal Uni-Absolvent/innen adressiert.

Quelle: Joblift Deutschland

Mit Februar 2018 startet Liane Hirner als neues Vorstandsmitglied der VIG. Ab Juli 2018 wird sie die Funktion des Finanzvorstandes übernehmen. Das sechsköpfige Vorstandsteam der Vienna Insurance Group besteht damit jeweils zur Hälfte aus Frauen und Männern.

PRIORITÄTEN ERKENNEN

IM NÄCHSTEN JAHRHUNDERT WERDEN ANFÜHRER DIEJENIGEN SEIN, DIE ANDEREN MEHR MACHT GEBEN.

B I L L G AT E S MICROSOFT GRÜNDER

Quelle: HR-Report 2017 – Kompetenzen für eine digitale Welt, Hays und Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) Basis n = 591 Befragte

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Text: Brigitte Kuchenbecker

Illustration: iStock / davidcreacion, teddyandmia

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See la Vie! Wasser, Wein und nahe zu Wien. Das gilt zumindest für den nördlichen Teil des Burgenlandes. Mit dem Neusiedlersee besitzt das jüngste Bundesland Österreichs einen großen Naturschatz – den größten Steppensee Mitteleuropas. Er erzeugt das milde pannonische Klima, das auch den besten Wein gedeihen lässt. Das Naturschutzgebiet rund um den See lädt zum Entspannen ein. Und das alles nur wenige Kilometer von der Wiener Stadtgrenze. Das Meer der Wiener lockt aber nicht nur im Sommer mit seinen Schönheiten. Sind Sie schon einmal auf der größten Eisfläche Europas Schlittschuhgelaufen?

Vielleicht haben Sie es schon erraten: Ich kann nicht unvoreingenommen über dieses Bundesland berichten, denn es handelt sich um mein „Heimatland“. Seit 20 Jahren bin ich nun schon Wahl-Wienerin, aber das „Burgenland mein Heimatland“ wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Nun möchte ich Ihnen jedoch erzählen, welche Job-Chancen im Burgenland warten. Wie viele bin ich zum Studium nach Wien gegangen, danach kam der erste Job, die erste „Nicht-Studentinnen-Wohnung“, das große Glück … Viele meiner Freund/innen sind nach dem Studium wieder zurück ins Burgenland.

Text: Heike Schreiner Foto: iStock / xeipe Illustration: WikiCommons

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Verantwortung übernehmen Rückhalt bekommen

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Wer sich im Job gut entwickeln will, braucht den bestmöglichen Karrierestart: Das Traineeprogramm von P&C bereitet motivierte Absolventen in 18 Monaten auf die Position des Store Managers oder Fashion Buyers vor. Wir bieten Ihnen ein spannendes Arbeitsumfeld im Handel, in dem Sie früh Verantwortung übernehmen können. Dazu profitieren Sie von begleitenden Seminaren, besten Entwicklungsmöglichkeiten, persönlichem Mentoring und einem überdurchschnittlichen Gehalt.

W O WA RT E N D I E J O B S ? W O D I E C H A N C E N ?

W E A R E FA M I LY

Auch im Burgenland sind es eher die Hidden Champions, oft KMUs, die die Unternehmenslandschaft prägen. Es finden sich aber auch bekannte internationale Player im Burgenland: Mars Austria, Felix, Coca Cola, Lenzing.

Oft sind die im Burgenland ansässigen Unternehmen in Familienhand. „Die Chefs der Champions aus dem Mittel­ stand bleiben im Schnitt 20 Jahre an der Spitze ihres Unternehmens, bei den Großkonzernen sind es derzeit 6,1 Jahre. Der Aufbau einer Champion-Position ist ein Langstreckenlauf. Das dauert oft drei Führungs­g enerationen.“ so Thomas Haller von Simon-Kucher & Partners.

Bei den Hidden Champions gibt es viele Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energie aktiv sind oder sich durch digitale Innovation einen Vorsprung erarbeitet haben. Zwei der Hidden Champions aus dem Burgenland finden sich auch unter den Weltmarktführern in ihrem Gebiet: Isosport Verbundbauteile und Unger Stahlbau. Und zumindest mit Produkten von Isosport sind Sie sicherlich schon einmal in Berührung gekommen: Tennis-Saiten, SkiBeläge, Schutzfolien. Im Bereich der Karriere bieten die genannten KMUs, wie so viele andere, nicht massenhaft an Jobs. Mit Ferial­ praktika – auch oder gerade im Produktionsbereich – und Praktika während eines Gap-Years lässt sich ein erster Schritt machen.

Besonders geprägt von der familiären Struktur ist die Landwirtschaft, im Burgenland vor allem der Weinbau. Burgenlands Winzer/innen bauen auf einer Fläche von 13.100 ha Wein an und exportieren eine große Menge an Flaschen ins Ausland. 17,5 Prozent des burgenländischen Exports entfallen laut WKO auf Agrar-Produkte und im wesentlichsten somit auf Getreide und Wein. Und hier ergeben sich neue und alte Berufsmöglichkeiten für WUStudierende und Absolvent/innen. Die naheliegendste ist vermutlich als Absolvent/in in den Familienbetrieb einzusteigen und das gewonnene Wissen gleich umzusetzen. Rund um die Landwirtschaft, respektive den Weinbau, fallen auch Berufe, die es zu besetzen gibt: Marketing, Förderberatung, Export­b eratung, Buchhaltung, Steuerberatung etc. Jeder 17. Arbeitsplatz im Burgenland steht im Zusammenhang mit Wein. Oft sind es wieder EPUs und KMUs, die sich mit diesen Aufgaben befassen.

Mehr Infos: karriere.peek-cloppenburg.at

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HIDDEN CHAMPIONS 3.0 › › AUSTROTHERM, PURBACH UND PINK AFELD › › BECOM ELECTRONICS, LOCKENHAUS › › HERZ ENERGIETECHNIK, PINK AFELD › › LENZING FIBERS, HEILIGENKREUZ › › SEAL MAKER, PÖTTELSDORF › › TRIDONIC JENNERSDORF, JENNERSDORF Quelle: Industriellen-Vereinigung

Foto: iStock / Photitos2016

WELTMARKTFÜHRER AUS DEM BURGENLAND › › ISOSPORT VERBUNDBAUTEILE, EISENSTADT › › UNGER STAHLBAU, OBERWART 19


ZWISCHEN OPER UND OPERETTE

DAS LAND DER AUSPENDLER/INNEN

Einen Sommerjob der anderen Art kann man im Bereich der Kunst und Kultur finden. 29 Festivals zählt jeder Sommer. Vom Norden bis zum Süden finden sich Opern, Operetten, Musicals, Theater, Kabaretts, die Unterstützung im Sommer suchen. Flexibilität ist natürlich gefragt, denn die Plätze in den künstlerischen Betriebsbüros sind limitiert, aber als Statist/in, Ticket-Kontrolleur/in, Bühnenarbeiter/in oder Catering-Mitarbeiter/in lässt sich ein herrlicher Sommer verbringen und Taschengeld verdienen.

Laut Statistik Austria ist das Burgenland bundesweit das stärkste Auspendler/innen-Land. Fast 40 Prozent der berufstätigen Erwerbstätigen müssen pendeln, um zur Arbeit zu kommen. Wohin zieht es die Auspendler/ innen? Das größte Einpendler/innen-Bundesland ist Wien mit 28 Prozent. Und hier liegt dann doch der Vorteil des Burgenlandes: der Weg aus dem nördlichen Teil nach Wien kann sowohl mit dem PKW als auch mit dem Zug innerhalb von 30 bis 60 Minuten bewältigt werden. Es finden sich aber auch zahlreiche Geschichten, bei denen auch aus dem Südburgenland täglich nach Wien gefahren wird. Im Süden ist es die Nähe zu Graz, die Jobmöglichkeiten auftut.

LISTE DER SOMMERFESTIVALS: KULTUR-BURGENLAND.AT/PERFORM

S TA RT- U P M I T D E M B U R G E N L A N D C H A R M E

Auch im jüngsten Bundesland Österreichs wird gegründet. Wenig verwundern wird, dass auch die Start-ups einen fixen Bezug zur Kultur besitzen. Beispiele sind „9 Weine“, ein Wein-Abo für Einsteiger/innen, „Smart Vinemeters“, die eine verbesserte Wettervorhersage (bis zum Blatt) ermöglichen soll, oder eine Star-Abwehr (das sind jene Vögel, die die Weintrauben fressen) mit dem Winzerfalken von „skyability“. Aber auch im Start-up Feld mischt die Energie-Technologie mit. So hat es zum Beispiel „Cleen Energy“ 2017 an die Börse geschafft.

× TRIVIA › › 59 Burgen und Schlösser gibt es im Burgenland, darunter Burg Forchtenstein, Burg Bernstein, Burg Güssing, Burg Lockenhaus, Ruine Landsee, Schloss Halbturn, Schloss Esterhazy, Schloss Lackenback, Schloss Kobersdorf. › › Diversity – bereits vor dem 17. Jahrhundert war das Burgenland ein Schmelztiegel verschiedener Völker und Religionen: Ungarn, Kroaten, Heanzen (d.h. aus Sachsen stammende Volksgruppen), Roma; Katholiken, Lutheraner und Juden. › › Tamburica – ein Zupfinstrument, das vor allem unter den Burgenlandkroat/innen in Österreich, Ungarn und der Slowakei verwendet wird. Im Burgenland ist die Tamburica zum Träger der kroatischen Musik, aber im Besonderen der kroatischen Sprache geworden. › › Höchster Berg ist der Geschriebenstein mit 884 m. Der Großglockner im Vergleich misst 3798 m.

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Foto: iStock / AleksandarNakic

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UNSERE FIRMENPARTNER GEBEN AUSKUNFT

Mein persönliches Aha-Erlebnis beim Berufseinstieg war … 1

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… dass man mit Fleiß und Spaß an der Aufgabe seine Karriere in großen Schritten vorantreiben kann! Ich war direkt begeistert vom Geschäftsmodell von Hays, habe Gas gegeben und hatte sehr schnell vertriebliche Erfolge. Jetzt bin ich Teamleiterin und lerne meine eigenen Mitarbeiter/innen ein – unbeschreiblich!

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Sandra Rößner, Teamleiterin, Hays

… dass ich mir im Zuge meines Studiums zwar ein fundiertes theoretisches Wissen aneignen konnte, doch dass die wahren Herausforderungen im Berufsleben mehr als nur Fachwissen bedürfen. Besonders im Bereich Human Resources ist es enorm wichtig, seine empathischen Fähigkeiten Tag für Tag einzusetzen und mit viel Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis und strategischem Weitblick an die Dinge heranzugehen. Das Studium ist eine Lernwerkstatt, die eine solide Basis für das Berufsleben schafft. Das „richtige Lernen“ beginnt mit einem Job, der einem wirklich Spaß macht – und den habe ich gefunden!

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Alexandra Fenz, Head of Human Resources, BDO

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… dass es Mut verlangt, Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen, ohne Angst vor Rückschlägen zu haben. Du brauchst Herz für notwendiges Engagement und deine Hände, um anzupacken, wo Hilfe benötigt wird. Das unterscheidet dich gegenüber der Konkurrenz um eine offene Position. Dare to be social. Es zahlt sich mehrfach aus.

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Michael Bilina, Human Resources/Recruiting und Employer Branding, Allianz

… da ich während des Studiums durch Praktika zahlreiche berufliche Erfahrungen sammeln konnte, blieb ein tatsächliches Aha-Erlebnis aus. Es ist jedoch auf jeden Fall so, dass man mit dem Berufseinstieg einen Einblick auf persönliche Potenziale und Stärken bekommt, die einem selbst davor noch unbekannt waren. Außerdem: Das was man aus Büchern gelernt hat, lässt sich nicht immer 1:1 in den Joballtag übertragen. Aber gerade daran wächst man und entwickelt sich weiter.

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Michaela Schwarzinger, Head of Human Resources, KPMG

Zusammenstellung: Karin Kwapien Fotos: Hays, www.karlmichalski.com, Reiner Riedler, www.sebastianphilipp.com, Fotostudio Pfluegl, Thomas Unterhuber, Verena Schwarz / JEBE, feel image, Capco, REWE

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… dass es in der Bank keinen von mir erwarteten Dresscode gab. Ob knallpinke Hose, neon­ grüne Stöckel­s chuhe oder gelber Blazer. Bei der Kreativität meines Kleidungsstils werden mir genauso wenige Grenzen gesetzt wie bei der Umsetzung neuer Ideen.

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Ivana Petrusic, Recruiting & Employer Branding, BAWAG P.S.K.

… dass schnell Herausforderungen auftauchen, auf die keine Ausbildung vorbereiten kann. Vor allem in der Digitalisierungs-Beratung muss man ständig auf dem Laufenden bleiben, da wir auch globale Konzerne bei den modernsten Themen beraten. Zum Glück hatte ich von Beginn an die Weiterbildungsmöglichkeiten sowie unglaublich hilfsbereite Kolleg/innen.

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Thomas Unterhuber, Head of Human Resources, Capgemini

… die Erkenntnis, dass das Netzwerk, das man sich während des Studiums aufbaut, ein wichtiges Fundament für die derzeitige Tätigkeit sowie die zukünftige Karriere darstellt.

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Verena Schwarz, Commercial Trainee, Coca-Cola HBC

… dass fundierte theoretische Kenntnisse essentiell sind, man sich aber selbst Zeit geben muss, um praktische Erfahrung zu sammeln. Eine hohe Eigenmotivation und Einsatzfreude sowie die partnerschaftliche Unterstützung des eigenen Teams können mangelnde Berufserfahrung jedoch vielfach ausgleichen.

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Claudia Rodler, Department Manager Talent Acquisition, OMV

… dass es im Arbeitsalltag stets enormes Optimierungspotential gibt. Mit Capco kann ich die digitale Zukunft der Finanzbranche gestalten und mir macht es unglaublich viel Spaß, zusammen mit Kunden und meinen Kolleg/innen neue Strategien und innovative Lösungen zu erarbeiten und gemeinsam umzusetzen.

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Peter Ginser, Partner, Capco

… die vielfältigen Bereiche der Zentrale kennenzulernen. Wenn man an REWE denkt, denkt man oft nur an die Jobmöglichkeiten im Verkauf. Dass es hier allerdings ein eigenes Produktmanagement, eine über 350 Personen-starke IT-Abteilung oder ein eigenes In-house-Consulting gibt, das hat mich überrascht! 10

Jasmin Ghadarjani, Recruiting & Personalmarketing, REWE International 23


INTERVIEW

Bei jedem FußballMatch gibt es ab der zwölften bis fünfzehnten Minute ein Nahtor-Erlebnis! Als ich mir den Termin mit Friederike Müller-Wernhart ausmachte, habe ich mit vielen Gesprächsinhalten gerechnet – aber dass wir uns angeregt über die Fussball-Weltmeisterschaft unterhalten, hat mich zugegeben überrascht. „Es ist ein Traum für das Marketing, wenn man durch Social Media direkt in die Wohnzimmer der Konsument/innen schauen kann“, erklärt Müller-Wernhart, die bis vor ihrer Pensionierung im Februar die Geschäftsführerin von Mindshare, der besten Mediaagentur Österreichs 2017, war.

Das Gespräch führte Brigitte Kuchenbecker.

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Fotos: Cochic Photography

Location: Gigergasse, Wien Landstraße

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wird – ein Nahtor-Erlebnis sozusagen (lacht). Und ab diesem Moment spielt das Netz verrückt. Dann sieht man Postings von Videos, Kommentare, Sprüche, Bilder, fantastische Szenen. Es geht alles wahnsinnig schnell. Das ist das, was sich das klassische Marketing immer erträumt hat: Man kann direkt zusehen, was der/die Konsument/in macht – und auch die Marketing-Aktivitäten darauf auslegen. Bei dem Spiel Deutschland gegen Frankreich gab es in der dreizehnten Minute ein Tor von Mats Hummels. Und in der vierzehnten Minute haben wir das Online-Banner geändert auf „Um Hummels Willen“.

WENN ICH INTUITIV ETWAS SAGE, DANN IST DAS EIGENTLICH PURE STATISTIK.

WIE KAMEN SIE ZU IHREM „RIECHER“ BZGL. DER MINDSHARE UNTERSTÜTZT UNTERNEHMEN BEI DER

DA GIBT ES ALSO VIELE NEUE MÖGLICHKEITEN IM

DIGITALI­S IERUNG?

TRANSFORMATION IN DIE DIGITALE ZUKUNFT BZW.

MARKETING ...

E-COMMERCE. EIN KOMPLEXES THEMA?

Ja, und vor allem unmittelbare! Nehmen wir als Beispiel die Fußball-Weltmeisterschaft: hier haben wir 2014 die Reaktionen des Internets in Echtzeit gemessen und auch die digitalen Kampagnen entsprechend adaptiert. Vor dem Match war das Internet gut drauf: man sieht auf Facebook, Instagram, Twitter & Co quasi in die Wohnzimmer der Fußballfans. Es gibt Bilder von Freund/innen, die gemeinsam dem Match entgegenfiebern, ausgestattet mit Chips und den Füßen auf dem Tisch. Dann beginnt die Bundeshymne, das Internet schweigt.

Ich komme aus dem klassischen Fast-Moving-ConsumerGoods-Marketing. Datenanalyse und das strategische und taktische Denken waren hier immer wesentliche Tools. Im Marketing ist man immer mindestens zwei Jahre geistig voraus. Wenn ich intuitiv etwas sage, dann ist das eigentlich pure Statistik, weil ich ja die ganzen Zahlen und Entwicklungen in meinem Denken berücksichtige. Das Erkennen von Trends ist Handwerk – obwohl es wie Instinkt aussieht.

Ziemlich (lacht). In meinen 18 Jahren als Geschäftsführerin von Mindshare hat sich viel verändert. Früher waren die Marketingmöglichkeiten noch halbwegs überschaubar und der Kunde wusste, was er wollte. Im Juni 2010 kam dann das iPad nach Österreich – und das änderte alles. Wobei man sich damals noch gefragt hat, ob Apps überhaupt eine Zukunft haben … WELCHE TRENDS ERKENNEN SIE HEUTE?

Facebook-Pages sind eigentlich die neuen Websites von Unternehmen. Das Video-Ecosystem besteht nicht mehr nur aus Fernsehen, sondern auch aus „Over the top TV“ wie Netflix oder Youtube. Ein Spot muss in 5-Sekunden funktionieren, das Branding in der Bildsprache wird immer wichtiger. Man muss die Botschaft auch stumm bekommen, Konsument/innen werden ja nicht extra wegen der Werbung den Ton am Handy aufdrehen.

Als Kind wollte ich: Friseurin werden.

Ich bin stolz auf: Meine Leistung bei Mindshare.

Auf diese Frage hätte ich gerne eine Antwort: Keine. Ich habe das Gefühl, ich würde sofort auf alles eine Antwort wissen.

Könnte ich mir eine Superkraft aussuchen, wäre es: Fliegen.

Gefreut habe ich mich das letzte Mal: Als wir die beste Digitalagentur und beste Mediaagentur geworden sind. Das war immer mein Traum.

WHATCHADO-GRÜNDER ALI MAHLODJI HAT MIR EINMAL GESAGT: „DIE OFFLINE-WELT WIRD ÜBERLEBEN“. WIE SEHEN SIE DAS?

DAS INTERNET KANN SCHWEIGEN?

Ja. Das zeigt sich dadurch, dass es keine Fotos mehr gibt, maximal „Watching #GER-ARG“. UND WAS PASSIERT WÄHREND DEM MATCH?

Bei jedem Match gibt es ab der zwölften bis fünfzehnten Minute ein Ereignis, wo das erste Mal das Tor gestürmt

Das steht außer Frage. Klassisches Fernsehen hat in den letzten Jahren sogar zugenommen, das Volumen und die Sehzeit werden stetig mehr. Einzig bei den Magazinen und Printmedien würde ich mir Initiativen wünschen, um hochwertigen Journalismus zu fördern, z.B. durch Siegel oder andere Qualitätsmerkmale. Eine breite Bevölkerungsschicht erfährt die Neuigkeiten der Welt mittlerweile aus dem Facebook-Newsfeed. Ich denke, die Zeit ist reif, wertvollen Journalismus im Vergleich zu Fake-News zu schätzen.

F R I E D E R I K E M Ü L L E R - W E R N H A RT

› › Studium: Betriebswirtschaft, WU; Diplomarbeit: „Frau und Karriere im Marketing“ › › Jobs: 2000 – 2018 Mindshare, 1993 – 2000 ORF Enterprise, 1990 – 1993 Agrana, 1986 – 1990 Unilever

WENN EIN/E WU-ABSOLVENT/IN BEI MINDSHARE EINSTEIGEN WILL, WAS KANN ER/SIE SICH ERWARTEN? TREND­F ORSCHUNG, DYNAMIK, SPEED, INNOVATION?

Also einen 9 to 5 Job gibt es eher nicht (lacht). Aber wir bieten Einsteiger/innen viele verschiedene Möglichkeiten: von Influencer-Marketing und Social Media Consulting über Programmatic Advertising, E-Commerce und Search Marketing. Es gibt aber auch den klassischen Bereich, der die gesamte Bandbreite einer Kampagne abdeckt, von Print bis Mobile. WELCHEN TIPP GEBEN SIE BERUFSEINSTEIGER/INNEN?

Ich denke, es ist wichtig, eine gute Kondition zu haben: sich in einem Team einzubringen, viel zuzusehen und permanent zu lernen. Außerdem ist meiner Meinung nach quervernetztes Denken ungemein wichtig. Man braucht ein breitbandiges Sehen, man sollte erkennen, wie man Hypothesen miteinander verknüpfen kann. Dann kommt man zu einer Denkweise, die außerordentlich ist. VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH!

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× 27


OH HA – ÖH

Komm gerne persönlich vorbei! Von Montag bis Freitag, von Vormittag bis Nachmittag: insgesamt stehen die Türen des Beratungs­Z entrums der ÖH WU über 1.700 Stunden im Jahr für dich offen. Jede/r Studierende ist mit Fragen herzlich willkommen!

Audit Tax Advisory kpmg.at/karriere

Nehmen Sie Ihre Karriere in die Hand

STUDIENPLAN, PRÜFUNGEN & CO

Text: Moritz Kornherr

Foto: ÖH WU

Das BeratungsZentrum ist die erste Anlaufstelle bei Problemen aller Art im Studium. Egal, ob Fragen zum Studienplan, zu Prüfungen oder zum Studium allgemein, das Team des BeratungsZentrums versucht stets, passende und individuelle Antworten darauf zu geben. Sollte das Team des BeratungsZentrums selbst mal nicht weiterwissen, kann es die Studierenden einfach an die Spezialist/ innen im zuständigen Referat der ÖH WU weiterleiten. TA S C H E N R E C H N E R U N D K L A U S U R E N S A M M L U N G

Das Serviceangebot des BeratungsZentrums ist so vielfältig wie die Probleme und Fragen der Studierenden und beschränkt sich nicht auf die Beratung. Beispielsweise haben Studierende Zugriff auf eine fast schon erdrückende Auswahl an Informationsbroschüren, die wirklich keine Fragen mehr offenlassen. Taschenrechner und Lernmaterialien, wie die TOEFL und GMAT Vorbereitungsbücher, können außerdem gegen Kaution ausgeborgt und eigens von der ÖH WU zusammengestellte FlexLex Gesetzessammlungen speziell für Wirtschaftsrechtstudierende gekauft werden. Zudem haben Studierende Zugriff auf die ÖH WU Klausurensammlung, die alle Klausuren der letzten Jahre enthält. Diese können dann problemlos vor Ort kopiert oder abfotografiert werden. I N D I V I D U E L L E A N T W O RT E N A U F INDIVIDUELLE FRAGEN

Die ÖH WU-Website bietet zwar auch überaus viele und wichtige Informationen, die persönliche Beratung der Studierenden durch Studierende kann sie aber natürlich nicht ersetzen. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, einfach mal persönlich vorbeizukommen. Individuelle Antworten auf individuelle Fragen, das ist der große Vorteil des BeratungsZentrums der ÖH WU!

Julia Foseteder Assistant Manager 28

Kollegen. Persönlichkeiten. Menschen. Gewinner.

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FAQS

FAQS

Fragen kostet nichts! Sie haben Fragen zur Jobsuche oder Bewerbung? Schreiben Sie uns oder kommen Sie in unserer Sprechstunde vorbei: zbp.at!

Lieber Herr Kubina,

Liebe WU-Studentin, Durch die Tatsache, dass Sie den Hausbrauch schon kennen, sind Sie klar im Vorteil.

Immer wieder bekomme ich auf LinkedIn Kontaktanfragen von mir unbekannten Personen. Gibt es eigentlich so etwas wie einen Verhaltenskodex dafür?

Ich habe demnächst ein Vorstellungsgespräch an dem Institut, an dem ich schon seit einem Jahr als studentische Mitarbeiterin tätig bin. Daher kenne ich den Dresscode: Damen tragen z.B. Blusen, aber keine Sakkos. Auch die Vorgesetzten, mit denen ich das Gespräch habe, kenne ich bereits. Soll ich mich so kleiden, wie es am Institut üblich ist, oder trotzdem business-formal, wie ich es bei einer Bewerbung an einer mir fremden Institution machen würde?

Stefan Hofer

WU-Studentin

LINKEDINKONTAKTANFRAGEN

Zusammenstellung und Tipps von Georg Kubina

Liebes ZBP!

I’M RIGHT OVER HERE Sehr geehrter Herr Kubina,

DRESS TO IMPRESS

Ihr Vorschlag passt gut: Kleiden Sie sich so, wie es üblich ist am Institut, aber einen Tick eleganter. Vielleicht passt eine dunkle Hose mit einem schönen Shirt und Sakko. Sie als Person kennt man ja schon. Dadurch, dass Sie sich etwas mehr im Business Look kleiden, zeigen Sie, dass Ihnen das Vorstellungsgespräch wichtig ist.

GEORG KUBINA

wie soll ich reagieren, wenn während meines Vorstellungsgesprächs der/die Personalverantwortliche permanent auf dem Handy die E-Mails checkt, weil er/sie auf eine dringende Nachricht wartet? Julia Bauer

Sehr geehrte Frau Bauer, Im Idealfall sollte so etwas nicht vorkommen, da die Qualität des Interviews enorm darunter leidet. Als Bewerber/ in ist man ohnehin schon nervös in dieser nicht alltäglichen Situation und wird dadurch leicht aus dem Konzept gebracht. Der/Die Recruiter/in ist abgelenkt und kann sich nicht auf die Gesprächsführung bzw. das Gesagte konzentrie­ren – eine wirklich ungute Situation! Ein/e professionelle/r Recruiter/in ist sich dessen aber auch bewusst und wird sich im Voraus entschuldigen. Lassen Sie sich also nicht davon ablenken und konzentrieren Sie sich darauf, was Sie von sich erzählen wollen. Ihr beruflicher Alltag wird es wahrscheinlich auch ab und an mit sich bringen, dass Sie in stressigen Situationen professionell reagieren müssen. Somit können Sie gleich demonstrieren, wie Sie damit umgehen. Wenn Sie allerdings das Gefühl haben, dass Ihnen der/ die Interviewpartner/in gar keine Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenbringt, dann sprechen Sie ihn/sie darauf an. Aus der Reaktion werden Sie schnell merken, welche Kultur in diesem Unternehmen herrscht. Und stellen Sie sich dann die Frage, ob Sie in einem solchen Klima wirklich arbeiten wollen. 30

ist Head of Student Relations im WU ZBP Career Center. Lieber Herr Hofer, für die Pflege seines LinkedIn- oder Xing-Netzwerkes ist es sinnvoll, sich eine klare Strategie zu überlegen – ganz nach Ihrer persönlichen Überzeugung. Hier ein paar Anregungen: Ziemlich klar ist, dass Sie Kontaktanfragen von Personen, die Sie bereits kennen, einfach annehmen können. Eine kurze, persönliche Antwort genügt. Bei individuell und persönlich gehaltenen Anfragen von unbekannten Personen, mit einem klaren Bezug zu Ihrem Profil, lohnt es sich auf jeden Fall, nach Gemeinsamkeiten, Parallelen oder Verbindungen zu suchen. Gibt es diese, so eröffnen Sie den Dialog; das bietet Ihnen die Chance, einander kennenzulernen und gegebenenfalls den Kontakt zu vertiefen. Ist die Kontaktanfrage eher oberflächlich, so liegt es an Ihnen, wie Sie reagieren. Theoretisch können Sie einfach auf Ablehnen klicken, worüber Ihr Gegenüber nicht einmal informiert wird. Etwas höflicher ist noch eine kurze Antwort mit dem Hinweis, dass Sie nur Kontaktanfragen annehmen von Personen, die Sie bereits wirklich getroffen haben. Alternativ spielen Sie den Ball zurück und fragen einfach nach dem Grund für die Kontakt­aufnahme. Wenn Sie darauf überhaupt noch eine Antwort bekommen, können Sie immer noch eine Entscheidung treffen.

HERAUSFORDERUNGEN ZUR WEITERENTWICKLUNG NUTZEN ENTERPRISING – OPEN – CHALLENGING.

ÜBER JTI

D I E S E W E RT E S T E H E N I M Z E N T R U M D E R

JTI ist ein Mitglied der führenden internationalen TabakUnternehmensgruppe Japan Tobacco und in mehr als 120 Ländern operativ tätig. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Genf in der Schweiz. Seit 2007 gehört Austria Tabak zur Unternehmensgruppe, für JTI Austria sind über 400 Mitarbeiter/innen österreichweit tätig. Weitere Informationen auf jti.com/careers.

UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE VON JTI.

Dunja Perkovic, seit 2015 bei JTI Austria im Marketing tätig, ist Spezialistin für das Erarbeiten von innovativen Lösungen. Um das JTI-Produktportfolio bestmöglich am Markt zu etablieren und weiterzuentwickeln, ist nicht nur ein hohes Maß an Marketing-Know-how erforderlich. „Die Fähigkeit, Marktdaten schlüssig zu interpretieren, ist mindestens genauso wichtig wie das viel zitierte Out-of-theBox-Denken“, erläutert die Marketingexpertin. Besonders in einem stark regulierten Umfeld wie der Tabakindustrie ist es wichtig, für die Zukunft bestmöglich gerüstet zu sein und Herausforderungen positiv gegenüberzustehen. Dunja Perkovic bringt genau diese Einstellung mit und ist stolz, Teil des Brand Management-Teams von JTI zu sein und so ihre Fähigkeiten in einem „Top Employer“zertifizierten globalen Konzern einbringen zu können.

Dunja Perkovic, Brand Manager bei JTI Austria

Foto: JTI

Your talent is in good company jti.com/ingoodcompany

ADVERTORIAL

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SPECIAL

Be Social „Einst lebten wir auf dem Land, dann in Städten und von jetzt an im Netz.“ – irgendwie hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg doch Recht. Seit 2003 schießen neue Social Media Plattformen buchstäblich wie die Schwammerl aus dem Boden – manche verschwinden nach einem kurzen Hype wieder und machen Platz für Neues, andere bleiben und wachsen rasend schnell. Man denke doch nur an Facebook oder Instagram? Kann man sich ein Leben ohne den blauen Like-Daumen oder die gelben Emojis überhaupt noch vorstellen?

GOOGELN SIE PERSONEN, DIE SICH BEI IHNEN BEWORBEN HABEN? Wie aber steht es um das Thema Social Media und Bewerbung? Können Social Media Plattformen tatsächlich schon als weltweite, riesige Bewerber/innen-Datenbanken angesehen werden, in denen Arbeitgeber nach Talenten fischen? SOCIAL MEDIA UND JOBS

Vorweg ein Fazit: Social Media bietet bei der Jobsuche viele Vorteile. Das beginnt bereits ganz subtil beim Finden von Stellenangeboten. „Es ist natürlich branchenabhängig“, sagt Werner Stenzel, Geschäftsführer und Social Media Experte der Mediaagentur IDENTUM. „Im Kreativbereich z.B. streuen viele Unternehmen ihre offenen Positionen über Social Media.“ In anderen Branchen weht ein anderer, „traditionellerer“ Wind – klassische Kanäle wie OnlineJobbörsen, Unternehmenswebsites oder manchmal auch Inserate in Tageszeitungen sind von New Media noch lange nicht abgelöst. In einer Umfrage unter 130 Partnerunternehmen des WU ZBP Career Center im Februar 2018 gaben die Arbeitgeber als Hauptbenefit von Social Media die zügige und unmittelbare Möglichkeit zur Information von Bewerber/ innen an – das Streuen von Jobs in der Community lag hingegen auf Platz 2. Heike Schreiner, ZBP Geschäftsführerin: „Wer auf Jobsuche ist, kann natürlich auf Xing, LinkedIn und Facebook nach interessanten Angeboten suchen. Wer aber alleine diese Medien nützt, wird einige Jobs verpassen. Die Mehrheit der Arbeitgeber setzt auf bewährte Plattformen, um die Personen zu erreichen, die gezielt auf Jobsuche sind“.

Neben dem Screenen von Unternehmens-Pages darf man aber natürlich auch die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, sich mit Personalverantwortlichen oder CEOs zu vernetzen. Nur wie? „Von Bedeutung ist ein erkennbarer und relevanter Grund. Kontaktanfragen von unbekannten Personen und ohne persönliche Nachricht werden in der Regel hinterfragt“, betont Schreiner. Allerdings ist das Vernetzen mit Arbeitgebern kein Garant für eine erfolgreiche Bewerbung. Schreiner: „Wir haben unsere Unternehmenspartner gefragt – der Großteil verfolgt die Strategie, sich erst mit den neuen Mitarbeiter/innen zu vernetzen. Nicht mit Bewerber/innen“. SOCIAL MEDIA UND GESEHEN WERDEN

Unternehmens-Pages zu beobachten und ein Profil auf Xing oder LinkedIn zu haben, bringt den Bewerbungs-Stein zwar schon ins Rollen – dennoch sei Aktivität jedem/jeder, der/ die über Social Media besonders hervorstechen will, ans Herz gelegt: Nur wer sich zeigt, wird auch gesehen! „Insbesondere auf XING und Facebook gibt es viele relevante Gruppen, die ähnlich funktionieren wie Foren. Man kann sich austauschen, miteinander vernetzen und als Experte/ Expertin präsentieren“, erklärt Stenzel. „Natürlich kann ich über Social Media auch Entscheidungsträger/innen ansprechen und direkt nach Jobs fragen. Ich empfehle aber eher, sich aktiv in der Community zu präsentieren. Wird dann irgendwo ein Bedarf aufgedeckt, kann man schnell zeigen, wie man diesen decken kann.“

SOCIAL MEDIA UND NETWORKING

Alle sind sich einig: Wer sich tages-, nein stundenaktuell über Arbeitgeber, Trends, Unternehmen oder Branchen ein Bild machen will, wird im Internet schnell fündig. „Das geht sogar so weit, dass ich erfahren kann, welche/r Mitarbeiter/in was zu Mittag isst. Eine ideale Gelegenheit für Bewerber/innen, um herauszufinden, ob sie in ein Unternehmen passen“, betont Stenzel.

Text: Brigitte Kuchenbecker Illustrationen: iStock / Nadzeya_Dzivakova

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59% SAGEN NEIN! Quelle: General Report „Be social“ Karriere­magazin Frühling 2018 des WU ZBP Career Centers (N=130 Arbeitgeber, n=39 Arbeitgeber)

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HABEN SIE SCHON EINMAL EINE/N BEWERBER/IN AUF GRUND VON SOCIAL MEDIA POSTS ABGELEHNT?

REAKTIONEN AUF EINE FRAGE VIA SOCIAL MEDIA Quelle: BEST RECRUITERS n = 267 Arbeitgeber

SOCIAL MEDIA UND SOCIAL RECRUITING

SOCIAL MEDIA UND GOOGLE

Man merkt also: neben dem „Sehen“ geht es vor allem um das „Gesehen werden“. Auf die Frage, welche Plattformen besonders im Fokus der Personalentscheider/innen stehen, zeigen XING und LinkedIn als Business-Netzwerke naturgemäß besonders auf. „Hier kann ich mich als Bewerber/in perfekt präsentieren. Ich kann meinen Lebenslauf, meine Kompetenzen und Erfahrungen darstellen und zeigen, wo ich die letzten Jahre angestellt war“, betont Schreiner.

Wir halten fest: Active Sourcing wird, wenn überhaupt, ganz gezielt eingesetzt. Gilt das auch für das Googeln nach den Namen von Bewerber/innen? „Das ist von Unternehmen zu Unternehmen sehr verschieden“, führt Heike Schreiner aus. „Die Mehrheit der von uns befragten Arbeitgeber verzichtet auf ein Googeln von allen Bewerber/innen. Einige gaben aber an, dass sie bei den Top-Kandidat/ innen oder Expert/innen das Internet befragen.“

Ist ein Profil auf XING oder LinkedIn aber gleich einem Eintrittsticket in die Personalabteilungen nationaler und internationaler Unternehmen? Werden Bewerber/innen tatsächlich über Social Media Kanäle gescoutet? „Social Recruiting gibt es natürlich – es ist aber sehr aufwendig und wird vor allem bei Spezialist/innenpositionen mit engen Filterkriterien eingesetzt. Bei Berufseinsteiger/innen, die sich bezüglich ihrer Kompetenzen noch nicht hinreichend hervorheben können, ist die klassische Bewerbung weit zielbringender“, erklärt Stenzel.

Auch die Annahme, dass der Social Media Auftritt von Bewerber/innen einen Einfluss auf den Bewerbungs­prozess haben könnte, wurde in der Unternehmensbefragung thematisiert. Das Ergebnis: Mehr als zwei Drittel der Arbeit­ geber gaben an, dass Facebook & Co den Eindruck von Bewerber/innen noch nie beeinflusst haben. Das ist aber kein Freifahrtsticket, sich im Social Web allzu kontrovers zu präsentieren. „Wie man sich z.B. auf Facebook zeigt, kann natürlich bewerbungsrelevant sein. Das wird oft vergessen, da Facebook ja primär privat genutzt wird“, meint Stenzel. Und tatsächlich gaben rund ein Drittel der befragten ZBP Unternehmenspartner an, dass sie aufgrund von Social Media schon Bewerber/innen abgelehnt haben – entweder weil der Auftritt nicht zum Unternehmen oder Team passte oder weil die Angaben im Web nicht mit denen im CV übereinstimmten. „Gibt es Zweifel, ob Äußerungen mit meinem künftigen Arbeitgeber übereinstimmen, würde ich diese Informationen lieber nicht öffentlich stellen!“, so Stenzel.

Die vom ZBP befragten Partnerunternehmen zeichnen ein ähnliches Bild: wenn Unternehmen Social Media zum sogenannten „Active Sourcing“ nutzen, dann primär um nach Top-Spezialist/innen zu suchen. Ein Viertel nutzt Social Media für Positionen ab der ersten Führungsebene und ein Zehntel für internationale Jobs. Über 40 Prozent der Arbeitgeber verzichten aber vollständig auf das Durchforsten von sozialen Netzwerken nach neuen Mitarbeiter/innen.

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70% SAGEN NEIN! Quelle: General Report „Be Social“ Karriere­magazin Frühling 2018 des WU ZBP Career Centers (N=130 Arbeitgeber, n=37 Arbeitgeber)

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In der Studie „BEST RECRUITERS 2017“ wurde an 267 österreichische Arbeitgeber die Frage nach dem Dresscode im Vorstellungsgespräch gesendet. Es wurde zum einen erhoben, wann die Unternehmen antworteten, zum anderen wurde die konkrete Hilfe­ stellung auf die Frage überprüft.

15%

B E A N T W O RT U N G D E R A N F R A G E

2%

B E A N T W O RT U N G I N N E R H A L B

83%

INNERHALB VON 24 STUNDEN*

V O N 2 B I S 3 W E R K TA G E N

KEINE RÜCKMELDUNG

*100 PROZENT DER ARBEITGEBER, DIE DIE A N F R A G E B E A N T W O RT E T E N , GINGEN AUF DIE FRAGESTELLUNG EIN.

AUF WELCHEN PLATTFORMEN SIND DIE MEISTEN ARBEIT­G EBER ÖSTERREICHS MIT EINEM KARRIERE­ PROFIL VERTRETEN? Quelle: BEST RECRUITERS n = 412 Arbeitgeber

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6 WEITERS: GLASSDOOR, K ARRIERE.REPORTER, TWITTER, INSTAGRAM, WHATSAPP, SNAPCHAT 35


BE SOCIAL

SOCIAL MEDIA UND DIE ZUKUNFT Social Media ist gekommen, um zu bleiben. Und soziale Netzwerke fassen auch immer mehr im beruflichen Kontext Fuß. Mit einem geschickten Auftritt in sozialen Netzwerken können Bewerber/innen ihre Kompetenz unterstreichen. Von einem Ablösen der tendenziell „klassischen“ Kommunikationswege sind wir aber noch weit entfernt. Das zeigen einmal mehr die befragten ZBP Partner auf: 97 Prozent setzen für das Beantworten von Bewerber/innenanfragen auf die E-Mail Korrespondenz, gefolgt von einem WebKontaktformular mit 53 Prozent. Auch das telefonische Gespräch wurde als bevorzugte Kommunikationsform erwähnt. Social Media als Kontaktmöglichkeit bei konkreten Fragen hat sich hingegen noch nicht etabliert, wie eine Erhebung von Best Recruiters aus dem Jahr 2017 auch bestätigt (siehe Grafik auf der vorherigen Seite). Bei all den Vorteilen der Digitalisierung und den „Online Welten“ wird auch in naher Zukunft die persönliche Begegnung im Bewerbungsprozess das Um und Auf bleiben. Deshalb werden auch Networking-Events, Karrieremessen und Recruiting-Tage nicht an ihrer Aktualität verlieren – das wird von den Unternehmen bestätigt. In den Worten eines befragten Arbeitgebers: „Der persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen“. In diesem Sinne „Be Social“ – on- und offline!

KAMPF DER GIGANTEN XING VS. LINKEDIN LinkedIn Weltweites Business-Netzwerk mit 467 Millionen User/innen im dritten Quartal 2016. Im Oktober 2017 kamen 30 Prozent der Nutzer/innen aus den USA, gefolgt von UK (6,3 Prozent), Indien (6,1 Prozent), Frankreich (5,1 Prozent) und Brasilien (3,8 Prozent).

Koryphäe

Xing Europäisches Business-Netzwerk mit 13,8 Millionen User/innen im dritten Quartal 2017. Im Oktober 2017 kamen 75 Prozent der Nutzer/ innen aus Deutschland, gefolgt von der Schweiz (6,6 Prozent), Österreich (4,9 Prozent), der Türkei (1,1 Prozent) und Spanien (1 Prozent).

Multitalent

Quelle: Statista 2018

BE SOCIAL: SO GEHT’S Globetrotter

Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn, Instagram … es müssen gar nicht alle Plattformen sein. Das Betreuen von Social Media Accounts ist zeitintensiv. Wählen Sie die Kanäle, die Ihnen sympathisch sind.

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Bitte keine Infos posten, hinter denen Sie nicht stehen können. Keine Fotos hochladen, die Ihnen selbst nicht gefallen. Das Bild, das Social Media von Ihnen zeigt, soll der Realität entsprechen.

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Die Kommunikation in sozialen Netzwerken ist keine Einbahnstraße. Ein soziales Netzwerk funktioniert wie jedes andere Netzwerk durch Geben und Nehmen. Wenn Ihre einzige Aktivität ist, nach Jobs zu suchen, dann wird wahrscheinlich nicht viel Response kommen.

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Bewerbungsschreiben vs. Social Media Profil: Alle Angaben müssen exakt übereinstimmen. Lieber einmal zu viel gegenchecken, als durch Schlampigkeiten für Verwirrung sorgen.

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Man kann es nicht oft genug sagen: Jede Information, die Sie im Social Web öffentlich stellen, ist für Arbeitgeber relevant. Jede! Ja, Sie sind ein/e „gläserne/r Bewerber/in“. In diesem Sinne: gehen Sie bewusst mit Ihren Daten um. Im Zweifel, die Info nicht öffentlich stellen.

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INDIVIDUAL CAREER Vielseitig, spezialisiert oder international? Sie entscheiden, wie Sie Ihre Karriere gestalten. Erfahren Sie mehr über das neue BCG-Einstiegsprogramm auf individualcareer.bcg.de

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DO MORE THINGS THAT LET YOU

GOOD TO KNOW

Forget to check your phone! D I G I TA L D E T O X

[dɪʤɪtəl di:ˈtɒks] – die digitale Entgiftung bzw. der kalte Entzug für Handyjunkies. Eine Zeitspanne ohne Smartphone, Mobile oder sonstigen Devices; eine Zeit ohne Internet, Social Media & Co. Ursprünglich als Bootcamp in Kalifornien initiiert, setzt sich der Trend mittlerweile in der ganzen Welt durch. Wer es gerne einmal im Kleinen ausprobieren mag: am Peilsteinhaus im Wienerwald ist Handyverbot – und der Wirt kontrolliert streng …

Text: Brigitte Kuchenbecker

DETOX LIGHT SO GEHT’S

ABWESENHEITSNOTIZ

› › Einen Wecker kaufen – So ist zumindest die Aufwachphase smartphonefrei. › › Eine Stunde im Flugzeugmodus – ja, ganz offline. Ohne Instagram, Telefon, Youtube und WhatsApp. Für die Mutigen und Geübten: ein Tag? Ein Wochenende? Der gesamte Urlaub? › › Die Umgebung bewusst wahrnehmen – zum Beispiel die Natur im Jahresverlauf. › › Entschleunigen – die Welt dreht sich auch weiter, wenn wir erst in zwei Stunden die neuesten Nachrichten erfahren. Versprochen!

Als Maßnahme gegen eine zu hohe Arbeitsbelastung sollen Mailkonten von Porsche-Mitarbeiter/innen im Zeitraum zwischen 19 und 6 Uhr sowie am Wochenende und im Urlaub gesperrt werden – das fordert der Betriebsratschef von Porsche in Deutschland Uwe Hück. Ein in Ansätzen ähnliches System gibt es beim Autobauer Daimler. Dort können Mitarbeiter/innen ihr Mailkonto so einstellen, dass Mails im Urlaub automatisch gelöscht und der Absender informiert wird.

Illustration: iStock / RaStudio

DIE GEWONNENE ZEIT Aufgrund von Multitasking verlängert sich unser Tag um ganze sieben Stunden. Weil wir gleichzeitig mit verschiedenen Devices arbeiten, wird ein Tag plötzlich 31 Stunden lang. Und so ist unser Tag gefüllt: SCHLAF

FREIZEIT

ARBEIT

MEDIEN

7:06

7:13

6:04

11:05

STUNDEN

STUNDEN

STUNDEN

STUNDEN

Quelle: Universum 2016

GAR NICHTS ERLEBT. AUCH SCHÖN!

BACK TO „NINE TO FIVE“?

YOU GOT A MASSAGE

9 to 5-Jobs gehören noch lange nicht der Vergangenheit an – vor allem der Generation Z sind geregelte Arbeitszeiten, unbefristete Verträge und eine klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben enorm wichtig. Der Grund: In Zeiten der unbegrenzten Erreichbarkeit ist die Gefahr groß, rund um die Uhr und überall zu arbeiten. Mit einem bewussten Abschalten nach der Arbeit wollen die ab Mitte der 90er Geborenen die Balance zwischen Beruf und Freizeit wahren.

Je pausenloser unsere Gesellschaft wird, desto stärker wächst die Anti-Stress-Industrie. Dem Global Wellness Report 2017 zufolge werden weltweit 43 Milliarden Dollar mit Wellness am Arbeitsplatz verdient – Yoga, Slow Food und Massieren während der Arbeitszeit boomen. Für 2020 wird sogar ein globaler Umsatz von 55 Milliarden Dollar erwartet.

W O L F G A N G A M A D E U S M O Z A RT

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INTERVIEW

INTERVIEW

Mehr als nur ein Modewort Wie sehen WU-Studierende das Thema Networking? Wir haben uns mit Kyrillus Aiad und Fabian Cisar unterhalten, die im fünften Semester Wirtschaftsinformatik beziehungsweise im dritten Semester IBWL an der WU studieren.

Für Fabian Cisar gab es Networking schon immer: „Das Phänomen, dass man sich mit Leuten vernetzt und dass der eine dem anderen hilft, ist nicht neu.“ Der 21-Jährige, der außerdem an der TU Physik studiert, betrachtet es als wichtig, sich früh im Studium zu vernetzen und sieht in Studierendenclubs eine gute Plattform dafür: „Man trifft dort Leute, von denen man ausgehen kann, dass sie in einer ähnlichen Branche landen. So hat man in der Uni ein Netz, auf das man vielleicht später zurückgreifen kann.“ Cisar selbst ist Teil des Investment-Clubs „WUTIS“. Auch nimmt er an Unternehmens-Workshops und Case Studies an den beiden Universitäten teil, um mit Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. „Mich interessiert, bei welcher Firma ich ein Praktikum machen kann, wo ich mich langfristig in einer Festanstellung sehen könnte, und wer welches Gehalt zahlt.“ Kyrillus Aiad, 22, war kein großer Fan von Networking – bis er im Februar letzten Jahres mit Freunden ein eigenes Unternehmen im Bereich Virtual Reality Immobilienvermarktung gestartet hat. „Dort habe ich gemerkt, es geht nicht ohne. Man braucht Kontakte in der Branche, sonst ist der Start unglaublich schwer.“ Erst als er auf Immobilien­ messen aktiv auf Teilnehmer/innen und Aussteller/innen zugegangen ist, konnte er für ihn wichtige Partner finden.

Als Bewerber/in ist man laut Kyrillus Aiad „dafür verantwortlich, dass man auffällt, dass man mit den Mitarbeiter/ innen dort spricht, dass man vielleicht einen guten ersten Eindruck hinterlässt.“ Das erhöht die Chancen darauf, eine interne E-Mail-Adresse und eine Einladung zu einem Gespräch zu bekommen. Beide sehen auch Hürden beim Networking. „Wenn ich als Bachelorstudent vor einem Managing Director im Anzug mit 15 Jahren Berufserfahrung stehe, dann ist automatisch eine gewisse Distanz da“, meint Cisar. Es helfe, wenn die andere Person einem mit Respekt begegne und man sich über gleiche Themen mit ihr austauschen könne. O F F L I N E S TAT T O N L I N E

Für beide Studierenden ist „offline“ der einfachere Weg, Networking zu betreiben. Fabian Cisar glaubt an den persönlichen Kontakt. „Vor allem, wenn man ‚von Null‘ beginnt. Man braucht auf LinkedIn und Xing schon einen gewissen Status, um Kontakte zu knüpfen.“ Aiad sieht zwar die Chance, auf diesen Plattformen interessante Personen zu finden, doch findet er es sinnvoll, sich möglichst bald in Person zu treffen. Er gibt auch zu: „Ich weiß, dass ich auf LinkedIn aktiver sein sollte, aber es ist einfach nicht meine Art, mich online zu präsentieren. Ich mache das viel lieber offline.“

K L E I N E E V E N T S , K L E I N E M I TA R B E I T E R / I N N E N

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Wenn es darum geht, Unternehmenskontakte zu knüpfen, bevorzugen beide ein Setting mit wenigen Arbeitgebern und mit Fachpersonal vor Ort. „Der/die Mitarbeiter/in aus der passenden Abteilung kann dir fachspezifische Fragen besser beantworten und besser einschätzen was du kannst“, erklärt Cisar. Aiad ergänzt: „Es kann auch ein/e ‚kleine/r‘ Mitarbeiter/in sein, die sind eh oft interessanter – und man selbst steigt ja eher erstmal auf einer solchen Ebene ein.“

Das Gespräch führte Andreas Müller.

FABIAN CISAR, 21

KYRILLUS AIAD, 22

Fotos: Cochic Photography Location: Das Campus, Campus WU Wien

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KOLUMNE

UNSERE TOP 8 TIPPS FÜRS NETWORKEN Der beste Plan ist obsolet, wenn Sie nicht zur Tat schreiten. Probieren geht über Studieren. Planen Sie regelmäßig Zeit ein, um Ihre Kontakte zu pflegen. 15 Minuten in der Woche reichen.

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Es gibt Leute, die den Eindruck erwecken, Networking wäre ihnen in die Wiege gelegt worden. Vielleicht hatten diese einfach früh die Möglichkeit zu üben? Erkundigen Sie sich nach deren Herangehensweisen. Holen Sie sich Tipps!

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Immer im Hinterkopf: Sie haben eine Menge zu bieten, z.B. eine hochwertige akademische Ausbildung. Dadurch sind Sie am Puls der Zeit. Das ist spannend für jene, die schon länger im Berufsleben stehen und dadurch nicht mehr so nahe an der Wissenschaft sind.

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In kleinen, stetigen Schritten kommen Sie ans Ziel. Zum Aufwärmen tauschen Sie sich intensiver mit Kolleg/innen aus Ihrem Praktikum aus. Dann erweitern Sie den Kreis um Kolleg/innen aus dem Ehrenamt. Darauf könnte ein Gespräch auf einer kleinen Jobmesse folgen. Vorsicht: Den eigenen Networking-Auftakt gleich mit dem/ der CEO des Traumunternehmens zu verbinden, wäre keine gute Idee. Lieber zuerst Übung sammeln.

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Fettnäpfchen deluxe Kennen Sie dieses Emoji? Nun, ich kannte es nicht. Es befindet sich leider genau neben dem :-). Auswahl und senden. Was daraus wird? Ein riesiger, roter Kussmund. Geschickt habe ich das einem mir bislang Unbekannten, dem ich nach einer kurzen Networking-Runde meine Kontakt­ daten geben wollte. Mitten im Trubel des Events. Unsere Kommunikation verändert sich. Und da ich keine Visitenkarte mehr hatte, wählte ich bei diesem Networking-Event eben das klassische SMS.

Ein solides Netzwerk entsteht nicht in zwei Wochen. Wollen Sie bereits bei der ersten Jobsuche darauf zurückgreifen, sollten Sie eher zwei Jahre einplanen.

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Nie schlecht über andere sprechen. Die Welt ist klein und Sie wissen nicht, wer wen kennt. Auf diese Art in ein Fettnäpfchen zu treten, wäre ein echter Fauxpas.

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Bloß nicht entmutigen lassen. Nur weil Sie zu Ihrem/ Ihrer letzten Gesprächspartner/in keinen Draht gefunden haben, heißt das nicht, dass das immer so ist. Schwamm drüber und weitermachen!

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BARBARA MOSER

ist im WU ZBP Career Center Head of Employer Relations.

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Never lunch alone: Nutzen Sie mehr Möglichkeiten, 8 um sich zu vernetzen. Ein Tipp von Ute Blindert, Autorin von „Per Netzwerk zum Job“ und dem Podcast „Karrierebooster Netzwerke(n)“.

DIE NÄCHSTEN GELEGENHEITEN FÜRS NETWORKING DIE LANGE NACHT DER UNTERNEHMEN

› › 10. April: Per Shuttle zum ersten Job! 40 Arbeitgeber öffnen ihre Türen. R O U N D TA B L E – A U S TA U S C H U N T E R S T U D I E R E N D E N

› › Meine Stärken sichtbar machen: 11. April › › Praktikum: 25. April › › Die Gehaltsfrage: 16. Mai MEET YOUR JOB

› › 30. Mai: Führen Sie Bewerbungsgespräche mit bis zu 12 Arbeitgebern, direkt an der WU.

HEIKE SCHREINER

ist gemeinsam mit Ursula Axmann ZBP Geschäftsführerin.

Bewerbungsvideos per Snapchat, Skype Interviews für den neuen Job, Terminkoordination per Doodle, FAQs über den Arbeitgeber per WhatsApp. Und dennoch wollen sich alle persönlich kennenlernen. Networking boomt. Ich bin ja keine Freundin des Smalltalks, des losen Erstgesprächs. Ich bewundere Menschen, die darin geschickt sind und solche Gelegenheiten ausspähen. Während des Studiums hatte ich meinen Freundeskreis und lernte in diversen Arbeitsgruppen neue Leute kennen, die entweder zu Freund/innen wurden, oder Bekannte blieben. Als es dann zur Jobsuche kam und mich Freund/innen auf die Career Calling (damals noch „Absolventenmesse“) aufmerksam machten, spazierte ich völlig unvorbereitet hin. „Das ist wie der Kirchtag der Arbeitgeber“ staunte ein Student am Eingang. Ich war mehr eingeschüchtert als bereit, dachte mir aber „Jetzt bist du schon da, dann gehst du auch mal kurz rein“. Und dann kam auch ich ins Staunen: die Personalist/innen kamen auf mich zu! Fragten, was ich denn studiere, SBWL, wo ich meinen späteren Jobwunsch sehe. Es gab natürlich auch viele, die sich nicht so offen zeigten. Da fiel es auch mir dann schwer (nein, ehrlich: ich blieb weg) hinzugehen. Eine Kollegin im Career Center hat uns dann die NetworkingTipps von Will Kintish vorgestellt. Und die funktionieren wirklich. Ich hab sie gleich bei meiner letzten Konferenz ausprobiert – und bin nicht im Handy versunken und habe Mails abgearbeitet. Dass es dann halt doch wieder zu einem kleinen Fauxpas kam – ich habe gelernt damit umzugehen ;-).

CAREER CALLING

› › 24. Oktober: Österreichs größte Karrieremesse in der Messe Wien.

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Text: Barbara Moser

Foto: Jürgen Pletterbauer

Text: Heike Schreiner Foto: Jürgen Pletterbauer

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AUSWÄRTSSPIEL

Erdig, liberal, unberührt, frittiert

AMSTERDAM Alexander Grotz ist gebürtig aus Bayern und studierte International Management an der WU. Seit sieben Jahren arbeitet er für Philips – nach Stationen in Österreich, Indien und Deutschland derzeit in Amsterdam als „Senior Global Product Manager“ für die Sparte „Healthy Sleep Solutions / Vita Light“.

WU-Alumni im Ausland erzählen von ihren Erfahrungen vor Ort. Interview: Andreas Müller

SINGAPUR Daniel Koestl, ursprünglich aus Kärnten, lebt seit 2014 in Singapur und arbeitet als „Director Purchasing“ für HeidelbergCement. Er ist verantwortlich für die Einkaufsaktivitäten des Konzerns im Asien-Pazifik-Raum.

Was ist Ihre Lieblingsspeise?

Nach einer Beratungstätigkeit in Wien bin ich vor zehn Jahren zu meinem heutigen Arbeitgeber nach Heidelberg gewechselt. Ich wollte aber schon immer an exotischere Ziele und bin dann gemeinsam mit meiner Frau erst nach Togo für drei Jahre und anschließend nach Singapur gezogen. Das war kein schwieriger Schritt, denn obwohl ich die Erfahrung in Togo nicht missen möchte, hat man in Singapur letztlich ein einfacheres und besseres Leben.

Beef Rendang, das ist extrem gut­, und natürlich Tiger Bier.

Wir haben einen sehr niedrigen Frauenanteil und entsprechend rustikal geht es bei uns zu. Ich würde sagen, die Zementindustrie ist ehrlich, erdig, und dreckig, im wahrsten Sinne des Wortes. Zement ist letztlich nichts anderes als Pulver, das muss man herstellen, und da ist es am Ende dann staubig. Generell braucht man ein Gespür dafür, wie man sich in den verschiedenen Ländern, in denen unsere Fabriken sind, verhalten sollte. Allein die Gehalts­ unterschiede bei den Kolleg/innen in Bangladesch und Australien sind gewaltig.

Was war Ihr erstes Aha-Erlebnis in Singapur? Obwohl sich die Menschen hier eigentlich sehr ans Gesetz halten, gilt das für den Straßen­verkehr überhaupt nicht. Dieser Kontrast ist mir sofort aufgefallen. 44

Das Auffälligste ist, dass man alles mit dem Fahrrad macht. Ich fahre mit dem Fahrrad ins Büro, wie unser CEO und auch unsere Kunden. Die niederländische Kultur ist sehr liberal, jede/r kann und darf machen und anziehen was er/sie will, solange er/sie die anderen damit nicht stört. Es gibt kaum Hierarchien und gerade hier bei Philips wird auch vom Praktikanten/von der Praktikantin erwartet, dass er/sie einen Kommentar in einem Meeting abgibt. Hier wird weniger darauf geschaut, wie du aussiehst und was dein Titel ist, sondern darauf, was du kannst. In Amsterdam verhält es sich aber ähnlich wie in vielen anderen Großstädten: Man interessiert sich wenig dafür, was der/die Nachbar/in von nebenan im Leben macht.

Was stört Sie an der Stadt?

Was hat Sie nach Singapur geführt?

Wie kann man sich das Arbeiten in der Betonindustrie vorstellen?

Was macht Amsterdam für Sie besonders?

Das schlechte Wetter und das Essen. Das hat hier einfach keinen Stellenwert, die Niederländer/innen sind mit einem sehr einfachen Sandwich zur Mittagszeit zufrieden. Viele einheimische Gerichte wie z.B. „Bitterballen“ sind so frittiert, die will man höchstens nach einer langen Clubnacht essen.

Was sollte man hier mal gesehen haben?

Was sollte man hier mal gesehen haben?

Das MacRitchie Reservoir. Ein noch unberührter Dschungel mit verschlammten Wegen, mitten in der Stadt. Hier kann man gut wandern und joggen, während man Affen zur linken und Schlangen zur rechten Seite hat.

Auf jeden Fall den Vondelpark! Erinnert mich ein bisschen an den Central Park. Hier kommen alle Schichten zusammen und man kann rund um die Uhr Leute antreffen, die dort joggen, Workouts absolvieren oder Tourist/innen, die kiffen.

Was ist Ihre nächste Station? Es kann für mich gerne bei Philips weitergehen, gerne auch nochmal in einem Land außerhalb der EU. Wenn ich beispielsweise nach Asien oder in die USA möchte, ist es einfacher, wenn der Arbeitgeber mich dabei unterstützt. DANIEL KOESTL,

ALEXANDER GROTZ

SINGAPUR

AMSTERDAM, NIEDERLANDE

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› › im Land seit 2013 › › Position: Senior Global Product Manager › › Branche: Gesundheitstechnologie › › Studium: International Management, WU; Schwerpunkt: IMM (International Marketing & Management) › › ehemaliger ZBP Mitarbeiter :-)

im Land seit 2014 Position: Director Purchasing Branche: Baustoffe Studium: Handelswissenschaft, WU; Schwerpunkt: Transport­w irtschaft/Logistik & Produktions­m anagement

Fotos: iStock / Pragya Chalisgaonkar,

iStock / petekarici, privat

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