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Linienkreuz U2 / U5 WIR BAUEN DIE STADT VON MORGEN.


Linienkreuz

Die neuen U-Bahn-Strecken im Detail

MEHR KOMFORT Jeder dritte Fahrgast ist im Einzugsbereich von 13A, 6, 43, U3 und U6 unterwegs. Das Linienkreuz U2/U5 wird diese Linien spürbar entlasten.

Die neue U5 übernimmt die heutige U2-Strecke zwischen Karlsplatz und Rathaus und wird in der ersten Baustufe bis zur Station Frankhplatz geführt.

Im Jahr 2030 werden über zwei Millionen Menschen in unserer Stadt wohnen und arbeiten. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, muss auch das Öffi-Angebot ausgebaut und verbessert werden. Nach großen Stadtentwicklungsprojekten, wie der U2-Verlängerung nach Aspern und der U1-Verlängerung nach Oberlaa, folgt mit dem Linienkreuz U2/U5 ein wichtiger Lückenschluss im innerstädtischen U-Bahn-Netz.

In der nächsten Ausbaustufe soll Wiens erste vollautomatische U-Bahn über den Arne-Carlsson-Park und das AKH zum Elterleinplatz in Hernals verlängert werden.

Netzanalysen und Variantenuntersuchungen haben gezeigt, dass das U-Bahn-Netz so optimal erweitert wird: Die zentralen Stationen Rathaus, Neubaugasse und Pilgramgasse werden zu wichtigen U-Bahn-Knoten. Für PendlerInnen aus dem Süden entsteht neben dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Meidling am Matzleinsdorfer Platz eine dritte Umsteigemöglichkeit von der S-Bahn zur U-Bahn. Das bedeutet neue Verbindungen, kürzere Fahrzeiten und mehr Platz in den Öffis.

Die U2 bekommt ab der Station Rathaus einen komplett neuen Südast: Die lila Linie wird über die Stationen Neubaugasse, Pilgramgasse und Reinprechtsdorfer Straße zum Matzleinsdorfer Platz verlängert.

So tief wird die U2

In der nächsten Ausbaustufe geht es weiter über die Gußriegelstraße bis zum Wienerberg: Die U2 wird dann als längste U-Bahn-Linie zu einer direkten Nord-Süd-Verbindung.

MEHR E-MOBILITÄT Klimafreundliche urbane Mobilität ist auf Schiene: Mit U-Bahn und Bim kommt Wien bereits auf einen Elektromobilitätsanteil von knapp 50 Prozent – Tendenz steigend.

MEHR ARBEITSPLÄTZE Bei einer Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro entstehen alleine durch die erste Baustufe über 16.000 Arbeitsplätze.

Die U2-Station Neubaugasse wird mit rund 37 Metern der tiefste Punkt unter der Oberfläche.

Matzleinsdorfer Platz Neubaugasse

Reinprechtsdorfer Straße Der Spittelberg oder das Wiental haben ihre Namen nicht umsonst erhalten – Wien ist keine Scheibe. Neben der Beschaffenheit der Bodenschichten ist auch die Höhenlage ein wichtiger Faktor bei der Planung neuer U-Bahn-Strecken.

Pilgramgasse

Eine U-Bahn ist keine Achterbahn: vier Prozent Steigung bzw. Gefälle ist hier das Limit.

Rathaus Rund 20 Meter unter der Erde wird die U2 auf der neuen Strecke durchschnittlich unterwegs sein.

Schottentor


Wiener U-Bahn hat Geschichte Am 3. November 1969 startete der Bau der Wiener U-Bahn mit Arbeiten an gleich drei Linien parallel. Mit den ersten Abschnitten von U1, U2 und U4 entstand das Grundnetz, das in den darauf folgenden Jahren laufend erweitert wurde. Seit der feierlichen Eröffnung des ersten Streckenabschnittes zwischen Karlsplatz und Reumannplatz 1978 ist das Netz auf 78,5 km angewachsen und umfasst heute 104 Stationen.

Ein neuer U-Bahn-Tunnel entsteht

Die U5 fährt vollautomatisch

Mit einer einzigen Technik ist es nicht getan. Je nach Untergrund und Linienführung werden drei verschiedene Methoden des Tiefbaus angewandt. Die Tunnelbohrmaschine – liebevoll auch „Maulwurf“ genannt – wird für längere Tunnelabschnitte mit gleichmäßigem Querschnitt eingesetzt.

GEMMA U-BAHN SCHAUN! Die U-Bahn bewegte die WienerInnen aber schon Jahre vor der Eröffnung. Undenkbar unter dem Stephansdom durchzufahren. Fantastisch die Idee eines Tunnels unter dem Donaukanal. Rund 50 Jahre nach Beginn des U-Bahn-Baus in Wien bauen wir wieder im Herzen der Stadt. Wien bekommt neue Lebensadern, damit das pulsierende Zentrum und die Bezirke gut verbunden bleiben.

Rotierende Schälmesser und Schneidrollen lösen den Boden von der anstehenden Ortsbrust.

Das Material wird nach hinten transporDie Auskleidung der Tunnelröhre tiert, während die Hydraulik die Maschine erfolgt durch vorgefertigte kontinuierlich nach vorne presst. Präzisions-Stahlbetonsegmente.

Die Zeit ist reif für den Start in ein neues technologisches Zeitalter: Die U5 wird im vollautomatischen Betrieb fahren. Dazu werden die Bahnsteige mit Bahnsteigtüren ausgestattet, die sich nur öffnen, wenn ein Zug in der Station ist. Die U5 bietet dabei die Chance, sowohl im Umbau von bestehenden Stationen als auch im Neubau richtungsweisende Erfahrungen für die Wiener U-Bahn zu sammeln. Wer viel reist, kennt vollautomatische U-Bahnen bereits aus anderen Großstädten, wie Paris oder Barcelona. Tatsächlich sind auch in Wien die Züge der Linien U1 bis U4 schon lange halbautomatisch unterwegs und bekommen die Geschwindigkeit von der Leitstelle in Erdberg vorgegeben. Durch den vollautomatischen Betrieb wird die U-Bahn noch sicherer und noch zuverlässiger.

bei den Röhren der U2-Südstrecke zwischen Matzleinsdorfer Platz und Lerchenfelder Str. SICHERER

Die Bahnsteigtüren öffnen sich erst, wenn der Zug in der Station ist. Auch Verzögerungen durch Gegenstände auf den Gleisen sind damit passé.

FLEXIBLER

Auf kurzzeitigen Mehrbedarf kann einfacher reagiert werden. Auch nach Störungen sind die Züge schneller wieder pünktlich unterwegs.

SCHNELLER

Zweirichtungszüge ermöglichen schnelleres Wenden und kürzere Intervalle.

PERSÖNLICHER

Mehr Service und Information durch Personal in den Zügen und auf den Bahnsteigen.

Erfordern die Beschaffenheit des Untergrundes oder der zeitliche Ablauf eine größere Flexibilität, ist die Neue Österreichische Tunnelbauweise eine variantenreiche und lang erprobte Alternative zum Schildvortrieb mit der Tunnelbohrmaschine. Eröffnung der U2 bis Wienerberg und der U5 bis Elterleinplatz Eröffnung der U5 von Karlsplatz bis Frankhplatz – Altes AKH und der U2-Verlängerung vom Rathaus bis zum Matzleinsdorfer Platz Beginn der Arbeiten für die zweite Ausbaustufe U5 bis Elterleinplatz und in weiterer Folge der U2-Verlängerung bis Wienerberg 2018

Geplanter Baubeginn der ersten Ausbaustufe des Linienkreuz U2/U5 Ende 2018

2014

Die Vizebürgermeisterinnen Brauner und Vassilakou präsentieren das Öffi-Paket mit dem Linienkreuz U2/U5

Mithilfe von Brunnen wird der Boden entwässert.

Beginn des U-Bahn-Baus mit der ersten Ausbaustufe der Wiener U-Bahn

Spritzbeton wird auf Bögen und Baustahlgitter aufgebracht und der Tunnel verfestigt.

Streckenröhren im 1. und 8. Bezirk Bei Trassenbereichen, die unter Straßen oder in unbebautem Gebiet verlaufen, kann die U-Bahn in offener Bauweise gebaut werden.

Schlitzwände werden ausgehoben und mit Beton ausgegossen.

1969

Stahldielen oder Spieße sichern den Untergrund, während Erdreich Meter für Meter herausgebaggert wird.

Die Straßenoberfläche wird großteils wiederhergestellt. Unterirdisch wird weitergearbeitet.

Wenn der Aushub fertig ist, erhält der Tunnel eine Bodenplatte: der Innenausbau kann starten.

Schächte im Bereich der Stationen und U5-Streckenabschnitt Landesgerichtsstraße


Die U5 übernimmt die Bahnsteige der derzeitigen U2. Die neue U2-Station entsteht darunter. Am Frankhplatz entsteht die erste U5-Station als Neubau. Der nördliche Stationszugang befindet sich in der Schwarzspanierstraße.

Der Zugang Stadiongasse bleibt erhalten und führt künftig zu einem U5-Bahnsteig.

Frankhplatz – Altes AKH

Rathaus

Die bestehenden Zugänge Landesgerichtsstr./ Lichtenfelsgasse werden so ausgebaut, dass beide Linien direkt erreichbar sind.

Bei der Kreuzung Landesgerichtsstr./Frankhplatz/Universitätsstr. sind über eine Zwischenpassage drei Ausgänge vorgesehen.

Über einen zusätzlichen U2-Zugang wird bei der Kreuzung Josefstädter Straße/ Landesgerichtsstr. die Straßenbahnlinie 2 direkt angebunden. Auch die Anbindung an den 48A ist angedacht.

Umsteigen in die Straßenbahnlinien 43 und 44 ist so auf kurzem Weg möglich.

Wir bauen die Stadt von morgen.

Mit rund 37 Metern wird die U2-Station Neubaugasse die tiefste Station im gesamten Wiener U-BahnNetz.

Neubaugasse

Ein neuer Aufgang entsteht im 7. Bezirk zur Mariahilfer Straße. In der Kirchengasse wird es zum Siebensternplatz einen Aufgang geben, wo die Straßenbahnlinie 49 angebunden wird.

FRANKHPLATZ – ALTES AKH RATHAUS

Die U2 wird unter dem Wienfluss die U4 queren und die Pilgramgasse zu einem neuen wichtigen Umsteigeknoten machen.

NEUBAUGASSE

PILGRAMGASSE REINPRECHTSDORFER STRASSE MATZLEINSDORFER PLATZ

Der denkmalgeschützte Otto-Wagner-Aufgang bleibt erhalten und ermöglicht über ein Zwischengeschoß auch den Zugang zur U2.

Pilgramgasse

Im Bereich Sonnenhofgasse (5. Bezirk) und in der Hofmühlgasse (6. Bezirk) entstehen neue Aufgänge, damit die U2 von beiden Seiten des Wienflusses gut erreichbar ist. Anbindung an die Buslinien 13A, 14A und 12A.

Für PendlerInnen aus dem Süden entsteht neben dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Meidling ein dritter Umsteigeknoten von der S-Bahn zur U-Bahn. Die unterirdische Station der Linien 1, 6, 18, 62 und der Wiener Lokalbahn wird direkt angebunden. Neue Aufgänge werden im 10. Bezirk in der Gudrunstraße und im 5. Bezirk am Matzleinsdorfer Platz bei der Reinprechtsdorfer Straße entstehen. Anbindung an das lokale Busnetz.

Matzleinsdorfer Platz

Die erste Station im Herzen von Margareten verbessert die Öffi-Anbindung des 5. Bezirks maßgeblich. Beim Aufgang in der Spengergasse wird die Busline 59A angebunden. Der zweite Aufgang liegt in der Siebenbrunnengasse. Hier kann man künftig in den 14A umsteigen.

Reinprechtsdorfer Straße


Wir bauen auf Sie! Eine neue U-Bahn wird nicht jeden Tag gebaut, da ist das Interesse natürlich groß. Bürgernähe und Kommunikation haben beim Wiener U-Bahn-Bau deshalb eine lange Tradition.

In der künftigen U5-Station Volkstheater ist das Infocenter U2/U5 die erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Planung, Bau und Betrieb der neuen U-Bahn-Strecken. Auf über 700 m² bietet die interaktive und multimediale Ausstellung einen spannenden Einblick in den Wiener U-Bahn-Bau. Informationen zu Veranstaltungen und Öffnungszeiten finden Sie unter www.wienerlinien.at/U2U5

Unsere Ombudsleute sind die Schnittstelle zwischen Baustelle und BewohnerInnen. Sie haben ein offenes Ohr für die Anliegen der AnrainerInnen, informieren aus erster Hand und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden. Für jeden Bauabschnitt wird es eine Ansprechperson geben, die vor Ort im Baubüro und telefonisch erreichbar ist. Sollten bereits in der Planungsphase Fragen auftauchen, stehen Ihnen folgende Kontaktund Infomöglichkeiten zur Verfügung: U2U5@wienerlinien.at www.wienerlinien.at/U2U5 Auch hier halten wir Sie auf dem Laufenden:

Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Wiener Linien GmbH & Co KG Gestaltung: Rotfilter GmbH, www.rotfilter.com Druck: Gerin, 2120 Wolkersdorf, Änderungen vorbehalten. U2U5 / Linienkreuz / 03.2017

Der Umwelt zuliebe auf ökologischem Papier gedruckt.

Infofolder U2U5  
Infofolder U2U5