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z채mehebe Magazin Werkheim Uster Ausgabe 2, Juni 2015, 34. Jahrgang

Jahresbericht 2014


Kräuter & Sommerflor aus eigener Produktion

Unsere Öffnungszeiten Montag – Donnerstag 8.30 – 12.00 Uhr & 13.30 – 17.00 Uhr Freitag

8.30 – 12.00 Uhr & 13.30 – 16.30 Uhr

Nach Ladenschluss finden Sie auf unserem Verkaufstisch eine Auswahl an Gestecken zum Mitnehmen. Die Bezahlung erfolgt via Einzahlungsschein. Gärtnerei Apothekerstrasse 18 8610 Uster T 044 943 17 65 gaertnerei@werkheim-uster.ch


Inhalt Seite 4

Seite 14

Werkheim-Schiff auf Kurs in rauer See

Dienstjubiläen

Seite 7

Seite 15

Mitwirken mit Wirkung

Kommentar zur Jahresrechnung 2014

Seite 8

Seite 16

Ferien ohne Koffer packen

Bilanz

Seite 8

Seite 17

Special Olympics mit 22 Werkheim-Athleten

Betriebsrechnung

Seite 18 Seite 9

Kennzahlen

Im Beruf am Puls des Geschehens bleiben

Seite 21 Seite 10 Lebensqualität verbessern? Ja, durch SPAK!

«8610 am See» – aktiv auf & um den Greifensee

Seite 23 Seite 11 Wohnen nach Wunsch

Wir machen uns stark für Menschen mit Behinderung

Seite 12

Seite 25

Kreativ im Alltag

Herzlichen Dank für Ihre Reisebegleitung

Seite 13

Seite 26

Positives Echo mit nachhaltiger Wirkung

Unsere nächsten Termine

Impressum Herausgeber Werkheim Uster, Friedhofstrasse 3a, 8610 Uster, 044 943 17 00, info@werkheim-uster.ch, www.werkheim-uster.ch Redaktion, Gestaltung, Administration Personal & Klienten des Werkheim Uster | Foto Seite 6: Margrit Müller Druck Bucherer Druck AG, Wetzikon; CO2-neutral auf FSC-Papier Auflage 4‘200 Exemplare | Erscheinung drei mal jährlich | Jahresabonnement CHF 20.– für drei Ausgaben pro Jahr

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Werkheim-Schiff auf Kurs in rauer See Das Werkheim Uster wurde 2014 mit Beitragskürzungen konfrontiert, hat mit viel Energie Weichenstellungen für die Zukunft angepackt und die Mitwirkung der Klienten gestärkt. Ein Rückblick auf eine ereignisreiche Zeit auf hoher See an Bord des Werkheim-Schiffs. In den früheren Jahresberichten wurde das Werkheim

zu begegnen, damit das Werkheim auch zukünftig eine

wiederholt mit einem Schiff verglichen. Der Vergleich

bedarfsgerechte Begleitung gewährleisten kann. Vor

trifft in dreierlei Hinsicht zu: Erstens, was die Elemen-

allem aber ist klar, dass die Qualität unserer Betreu-

te betrifft, denen wir ausgesetzt sind. Zweitens, was

ungsarbeit nicht abgebaut wird und die Klienten nicht

die Schiffsmannschaft betrifft, die das Schiff lenkt. Und

unter dem «rauen Wetter» leiden müssen.

drittens, was die Passagiere betrifft, die wir auf unserem Schiff mitführen.

Die Mannschaft Die Mannschaft muss sich mit allen Kräften in die Rie-

Die Elemente

men legen und im Takt in die gleiche Richtung rudern.

Das uns umgebende Wasser und der Wind sind rauer

Mit der Trennung von Daniel Bachmann hatten wir im

geworden. Es sei erinnert an die Kantonsratsdebatte

vergangenen Jahr schwierige und für uns alle sehr be-

vom Dezember 2013, die dem Werkheim Uster unter

lastende Zeiten. Gleichzeitig eröffnen Veränderungen

dem Strich eine finanzielle Einbusse von CHF 130‘000

immer auch Chancen. So war das Jahr 2014 auch ein

bescherte. Für die Jahre 2015 und 2016 kündigte das

Jahr, in dem mit viel Schub Entscheide getroffen und

kantonale Sozialamt massive finanzielle Kürzungen

vorausschauend Weichenstellungen für die Zukunft

an: rund CHF 200‘000 im Jahr 2015 und CHF 800‘000

vorbereitet wurden. Mit Bernhard Krauss konnte zu-

im Jahr 2016. Eine wahrlich raue See! Wir können das

dem eine kompetente Nachfolge für die Geschäfts-

Boot nur auf Kurs halten, wenn wir es alle gemeinsam

bereichsleitung Arbeit gefunden werden. Damit ist

vorwärts bewegen und Fahrt aufnehmen. Ein bloss

die Geschäftsleitung seit März 2015 wieder vollzählig.

treibendes Boot ist nicht steuerbar. Ein wichtiger Meilenstein konnte Ende 2014 erreicht Der Stiftungsrat, das Kader und zwei Vertreter der Kli-

werden. Die Einführung des Konzepts Lebensqualität

enten haben an zwei Tagen im September 2014 Über-

wurde abgeschlossen. Das gesamte Personal ist nun

legungen angestellt, wie sich das Werkheim Uster in

in der Anwendung des Konzepts geschult und die

den kommenden Jahren weiterentwickeln soll und

gezielte Lebensqualitätsförderung auf der Basis der

muss. Der damit angestossene Prozess wird mit ei-

vier Wirkfaktoren Sinn, Partizipation, Autonomie und

nem überarbeiteten Leitbild und der Strategie 2016 –

Kompetenzerleben im ganzen Betrieb verankert. Die

2020 im Herbst 2015 abgeschlossen sein.

Schiffsmannschaft rudert in die gleiche Richtung. Für den grossen und wertvollen Einsatz danken wir un-

Gleichzeitig galt es, entsprechend der finanziellen Kür-

serer Crew von Herzen!

zungen, Massnahmen zu erarbeiten. Das hiess Strukturen effizienter zu gestalten, Betreuungsressourcen

Die Passagiere

zielgerichteter zu planen und Leistungen zu überprü-

Die Passagiere – sprich unsere Klienten – müssen

fen. Klar ist: Dieses Thema wird uns auch in den nächs-

sich trotz aller Herausforderungen auf unserem Boot

ten Jahren nicht loslassen. Klar ist aber ebenso, dass

wohl fühlen. Dazu braucht es eine Mannschaft, die

es zum Charakter des Werkheim Uster gehört, dieser

den Passagieren zuhört, und Passagiere, die ihre Wün-

Herausforderung mit einer Vorwärtsstrategie proaktiv

sche äussern sowie ihre Rechte und Möglichkeiten

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Jahresbericht


wahrnehmen können. Klienten und Fachpersonal

Entscheidungsfindung macht Entscheide tatsächlich

sollen sich auf Augenhöhe begegnen. Mit diesem

besser. Der Anlass steuerte wertvolle Beiträge ans zu-

Verständnis haben wir uns im vergangenen Jahr in-

künftige Leitbild und an die Strategie des Werkheim

tensiv auseinandergesetzt. Es geht im Kern um die

Uster bei und führte dazu, dass die gesamtbetriebli-

höchstmögliche, sinnvolle Aufwertung des Selbstbe-

che Mitwirkung der Klienten mittlerweile ein fester Be-

stimmungsrechts unserer Klienten.

standteil im Werkheim Uster ist.

Der 1. Februar 2014 war ein denkwürdiger Tag in der

Vielfältige Ereignisse im Logbuch 2014

jüngeren Werkheim-Geschichte. Im Rahmen eines

Wir alle gaben uns im vergangenen Jahr redliche

Workshops haben rund 60 Klienten zusammengetra-

Mühe, das Schiff «Werkheim Uster» in einer rauen

gen, wie sie in Zukunft im Werkheim Uster wohnen

See mit sicherer Hand zu führen, zum Wohle unserer

und arbeiten möchten. Das Ergebnis beeindruckt und

Passgiere. Und das «wir alle» schliesst die vielfältige

zeigt: Gut gestaltete Mitwirkung der Klienten bei der

Unterstützung ein, die wir auch im vergangenen Jahr

Jahresbericht

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erfahren durften – sei es ideell, finanziell oder mit tat-

Auch festliche und abenteuerliche Highlights werden

kräftigem Einsatz. Vielen Dank dafür!

wir in Erinnerung behalten, wie das Werkheimfest mit den beliebten Oldtimerfahrten, die Einladung der Be-

Dankbar sind wir auch für viele kleine und grosse Er-

wohnerinnen und Bewohner zum Weihnachtsessen

lebnisse im 2014: Zum Beispiel für die erfolgreiche Er-

vom Restaurant Rössli in Illnau oder – passend zum

öffnung des sanft renovierten «8610 am See» im März.

in diesem Jahresbericht verwendeten Bild – die Ein-

Wir erinnern uns dabei gerne an die positiven Begeg-

ladungen zum Segeltörn durch den «Segelclub vom

nungen mit unseren zahlreichen Gästen am Greifen-

Greifensee» und zur Brunch-Schifffahrt durch den

see. Freude haben auch unsere neuen Insektenhotels

«Rotary Club Uster».

ausgelöst – und das nicht nur bei Wildbienen und Laufkäfern. Ebenso freuten sich die Mitarbeitenden

Im Wissen um die zahlreichen positiven Erlebnisse im

unserer Werkstätten am Ergebnis ihrer fachkundigen

vergangenen Jahr lassen uns die anstehenden Her-

Arbeit und die schön gestalteten Produkte zauberten

ausforderungen zwar respektvoll, aber trotzdem zu-

unseren Kunden beim Kauf im Emu ein Lächeln ins

versichtlich auf den Kurs des Werkheim-Schiffs blicken.

Gesicht. Auch an ganz persönlichen Meilensteinen haben wir Anteil genommen. Wir freuten uns mit, als ein Bewohner zusammen mit seiner Partnerin den Schritt wag-

Martin Bornhauser, Stiftungsratspräsident

te, neu selbständig zu Wohnen und zukünftig auf die Unterstützung durch das Werkheim verzichten kann. Geprägt hat uns aber auch der Tod von drei Klienten im vergangenen Jahr, mit denen wir während vieler Jahre auf dem Weg waren.

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Jahresbericht

Patrick Stark, Geschäftsleiter


Mitwirken mit Wirkung Mitwirkung wird seit dem 1. Februar 2014 im Werk-

Werkheim-Veranstaltungen Klienten aktiv vertreten.

heim Uster gross geschrieben. An dem Tag fand das

So beispielsweise für die Werkheim-Fasnacht, für die

erste «Mitarbeiter- und Bewohner-Forum» im Werk-

Feier des 35-Jahr-Jubiläums und für das Werkheim-

heim Uster statt – unter Ausschluss des Personals.

fest. Auch das Redaktions-Team vom «Zämehebe»

Rund 60 Teilnehmende haben sich gemeinsam mit

konnte mit zwei Klienten-Vertretern verstärkt werden.

Vertretern des Stiftungsrats und der Geschäftsleitung

Aus allen Gremien ist diesbezüglich von allen Betei-

Gedanken gemacht, wie das Werkheim Uster im Jahr

ligten viel Positives zu hören.

2020 sein soll und dabei Meilensteine zum Thema Mitwirkung gesetzt. Das Werkheim Uster wünscht

Das «Mitarbeiter- und Bewohner-Forum», mit dem

sich, dass die Menschen, an die es sein Angebot rich-

alles begann, hat inzwischen bereits zum vierten Mal

tet, aktiv mitwirken und mitgestalten können. So wur-

stattgefunden und ist zu einem wichtigen Gefäss im

den am 1. Februar 2014 auch zwei Klienten gewählt,

Werkheim Uster geworden.

die massgeblich an den Leitgedanken für das neue Leitbild des Werkheim Uster mitgearbeitet haben. In-

Heike Spilling, Geschäftsbereichsleiterin Wohnen

zwischen sind in allen Organisationskomitees von

Jahresbericht

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Ferien ohne Koffer packen 2014 wurden nun schon zum dritten Mal erfolgreich «Ferien ohne Koffer» im Werkheim durchgeführt. Damit ermöglichen wir Klientinnen und Klienten schöne Urlaubserlebnisse, ohne dass diese die Annehmlichkeiten der gewohnten Umgebung missen müssen. Während einer Woche trifft sich die Feriengruppe tagsüber, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Den Abend und die Nacht verbringt wieder jeder gemütlich in der eigenen Wohnung und im eigenen Bett. Letztes Jahr waren die Sommerferienwoche zum Motto «Tiere» und die Herbstwoche mit dem Thema «Reisen»

dass sie entweder keine Familienangehörigen mehr ha-

ein voller Erfolg. Besonders über die vielen Ausflüge

ben, die Ferien mit ihnen verbringen können, oder dass

freuten sich die Teilnehmenden: Sie reisten in den Rap-

kein passendes Ferienangebot gefunden werden kann,

perswiler Zoo, haben fleissig auf dem Bauernhof mitge-

das auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtet ist.

holfen, eine Schifffahrt auf dem See genossen, fuhren

Die «Ferien ohne Koffer» sind inzwischen so beliebt,

mit dem Postauto über den Klausenpass und durften

dass wir fürs 2015 eine zusätzliche Ferienwoche ge-

am Flughafen Zürich hinter die Kulissen blicken.

plant haben. Mitte März ging‘s schon los und die Freude war gross, als es hiess: Wir machen «Ferien ohne

Mit dem Angebot «Ferien ohne Koffer» können auch

Koffer» zum Thema «Grün»!

Klientinnen und Klienten ihre Ferientage beziehen, die sonst kaum Ferien machen können. Das liegt daran,

Jris Bray, Bereichsleiterin Wohnen 1

Special Olympics mit 22 Werkheim-Athleten Das Werkheim Uster hat vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2014

mussten sich mit dem Trostpreis begnügen. Das Tennis-

an den Nationalen Spielen der «Special Olympics» in Bern

team qualifizierte sich für die Finalspiele und beendete

teilgenommen. Die Delegation mit den 22 Sportlern trat in

das Turnier auf dem Podium. Unterstützung bekamen

den Sportarten Radfahren, Tennis und Fussball an. Der An-

die Teams durch eine eigens angereiste Fandelegation

lass wurde auf dem Bundeshausplatz eröffnet von Sport-

aus Uster. Gesellschaftliches Highlight war der Tanzabend

minister Ueli Maurer und ging dann nahtlos über in drei

bis um Mitternacht in der Festhalle mit 3000 Gästen, ei-

Tage, die gefüllt waren mit sportlichen und sozialen Hö-

nem klasse DJ und einer imposanten Light-Show. Gut ge-

hepunkten. In packenden Rennen holte sich das Radteam

kämpft, gut gefestet, Werkheim-Athleten!

Ruhm und Lorbeeren und wurde mit mehreren Medaillen belohnt. Die Fussballer trafen auf starke Gegner und

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Jahresbericht

Fritz Rathgeb, Bereichsleiter Wohnen 2


Im Beruf am Puls des Geschehens bleiben Die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden

Ebenso ermöglichte das Werkheim Uster im vergan-

hat für das Werkheim Uster einen hohen Stellenwert

genen Jahr 14 jungen Menschen, davon 12 Klienten,

– sowohl beim Fachpersonal als auch bei Klienten an

eine Lehre in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. So

geschützten Arbeitsplätzen.

bieten wir beispielsweise die Möglichkeit, eine Lehre als Kauffrau/-mann zu machen, eine Berufliche Grund-

Das Werkheim Uster fördert deshalb gezielt die Aus-

bildung als Restaurationsangestellte/r zu absolvieren

und Weiterbildung von Fachpersonal. Neben der

oder eine Praktische Ausbildung als Praktiker/in Lo-

Fachausbildung bei diversen Anbietern stellen un-

gistik abzuschliessen.

sere motivierten Praxisausbildner sicher, dass zum Beispiel im Jahr 2014 sieben Arbeitsagoginnen und

Im Zuge des bereits herrschenden Fachkräfteman-

-agogen, vier Sozialpädagoginnen und -pädagogen

gels bei den sozialen Berufen und den Berufen im Ge-

sowie vier Fachangestellte Betreuung am Arbeitsplatz

sundheitsbereich ist es für die Verantwortlichen des

professionell unterstützt wurden. Die entsprechenden

Werkheims wichtig, bestehende Mitarbeitende bei Ih-

Personen lernen nicht nur für sich selber neues theo-

rer Weiterbildung zu fördern und so Kontinuität und

retisches Wissen, sondern bringen dieses in der Praxis

Qualität zu gewährleisten.

auch in ihre Teams ein und tragen so zum aktuellen Know-how-Transfer im gesamten Betrieb bei.

Monika Schilling, Leiterin Human Resources

«Der Zukunftstag war schön! Ich habe dem Schüler gezeigt, wie man K-Lumet stopft.» Matthias Inderbitzin

Jahresbericht

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Lebensqualität verbessern? Ja, durch SPAK! Im Werkheim wird geSPAKt. Seit rund zwei Jahren

wie das Jahresgespräch und die Förderplanung basie-

setzt sich das Werkheim Uster bewusst mit der Fra-

ren inzwischen auf dem Konzept zur Lebensqualität.

ge auseinander, wie Lebensqualität entsteht und wie jede einzelne Person im Werkheim Uster dazu beitra-

Damit möglichst viele Menschen im Werkheim Uster

gen kann, dass Lebensqualität verbessert wird – die

SPAKen können, haben wir Piktogramme eingeführt,

Lebensqualität einer Person selber, aber auch die Le-

die es im Alltag einfacher machen, die abstrakten Be-

bensqualität anderer. Dem Sinn-Erleben, dem Erle-

griffe Sinn, Partizipation, Autonomie und Kompeten-

ben von Partizipation und Autonomie, sowie dem

zerleben anschaulich zu machen.

Erleben der eigenen Kompetenz kommt dabei zentrale Bedeutung zu. Die Auseinandersetzung mit diesen sogenannten SPAK-Faktoren hat inzwischen das Denken und Handeln im Werkheim Uster verändert. Wichtige Abläufe

Heike Spilling, Geschäftsbereichsleiterin Wohnen

«Wir organisieren zusammen das Seniorenkafi. Wir bestellen den Kuchen in der Küche, holen die Kasse beim Empfang ab und bedienen die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Nach dem Seniorenkafi bringen wir die Kasse zurück und bekommen eine Quittung für das Geld, das wir eingenommen haben.» Ursi Riedo, Annemarie Kleeb, Monika Pfenninger, Rosa Hüberli und Marie Wild (nicht auf dem Bild)

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Jahresbericht


Wohnen nach Wunsch

«Uns gefällt es in der neuen Wohnung sehr gut! Hier ist es super!» Peter Ulbl, Roger Staub, Beat Kammer und Gabriel Hubschmid (nicht auf dem Bild)

Die Freude war gross, als Ende 2014 dem Werkheim

Betreuungsstruktur wurde versucht, möglichst parti-

eine besondere Doppelgeschosswohnung in einem

zipativ vorzugehen. Für das Werkheim Uster bedeu-

Haus mit Garten zur Miete angeboten wurde. Bereits

tete dies einen entscheidenden Lernprozess mit Blick

bei der ersten Besichtigung war klar, dass diese Woh-

auf die UNO-Behindertenrechtskonvention. Heisst es

nung für eine Wohngemeinschaft ausgesprochen gut

doch dort, dass Menschen mit Behinderungen gleich-

geeignet ist.

berechtigt die Möglichkeit haben, zu entscheiden, wo und mit wem sie leben. Gerade weil in einem instituti-

Das Besondere dieser neuen Wohngruppe ist, dass bei

onellen Rahmen diese Möglichkeit der Mitbestimmung

der Vergabe der Wohnplätze von Anfang an Wert dar-

leider nicht immer umsetzbar ist, macht es umso mehr

auf gelegt wurde, die Klienten weitestgehend einzube-

Freude, zu sehen, wie gut die vier Mitbewohner mit-

ziehen und mitbestimmen zu lassen. Angefangen mit

einander zurechtkommen.

offenen Besichtigungsterminen über die gemeinsame Auswahl der Mitbewohner bis hin zur Gestaltung der

Florian Rennpferd, Bereichsleiter Aussenwohnen

Jahresbericht

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Kreativ im Alltag

Kreativität heisst «etwas neu schöpfen, etwas erfin-

ist? In welchem sozialen Umfeld fühlt sie/er sich wohl?

den, erzeugen, herstellen». Dies geschieht täglich

Kreativität wird in der täglichen Begleitung der Klienten

auch in den Ateliers und in den Werkstätten an der

gefordert. Immer wieder werden wir vor Herausforde-

Friedhofstrasse.

rungen gestellt, die individuelle Betreuungskonzepte erfordern. Aber auch Kreativität in der Produkteentwick-

Die rund 60 Arbeitsplätze werden von besonderen

lung ist gefragt. Hier widerspiegelt sich das Potential an

Menschen mit individuellen Bedürfnissen belegt. Um

Gestaltungskraft erkennbar in all den Eigenprodukten,

diesen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden,

die im Jahr 2014 in den Werkstätten hergestellt wur-

erfordert es viel Kreativität. Kreativität im Arbeitsplatz-

den. So kreierten wir beispielsweise auf Kundenwunsch

angebot bedingt ein differenziertes Hinschauen auf

ein Bettgestell aus Holz und Tennisbällen, restaurier-

die Vorlieben, Neigungen und Fähigkeiten der Klien-

ten diverse Kleinmöbel, gestalteten originelle Grusskar-

ten. Welche Hilfsmittel benötigen sie, um die geforderte

ten und woben farbenfrohe Textilien. Solche vielfältige

Aufgabe umsetzen zu können? In der Arbeitsplatzge-

Produkte können im Verkaufsladen Emu, im Laden der

staltung kommen Überlegungen zum Tragen wie: Ist

Gärtnerei, im Internet-Shop www.emu.ch, und auch di-

der Klientin, dem Klient wohl, wenn er «mitten drin»

rekt in den Werkstätten erstanden werden.

seinen Arbeitsplatz hat oder ist es ihr/ihm wohler, wenn der Arbeitsplatz am Rande des Geschehens angelegt

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Jahresbericht

Sibylle Specht, Bereichsleiterin Werkstätten


Positive Echos mit nachhaltiger Wirkung In Zusammenarbeit mit Partnerfirmen begleitet das

Werkheim-Mitarbeitenden in den verschiedenen KMUs

Werkheim Uster mittels Job-Coaching Mitarbeitende

im Tagesgeschäft immer wieder positive Feedbacks er-

an integrativen Arbeitsplätzen. So sind Mitarbeitende

halten – sei es von Arbeitskollegen, Vorgesetzten oder

vom Werkheim Uster bei der Leuenberger Medizin-

Kunden. So haben wertschätzende Rückmeldungen

technik AG in Wallisellen, bei der Schneider Umweltser-

von Kunden gegenüber Mitarbeitenden, die an ihrem

vice AG in Volketswil, Hegnau und Meilen in der IKEA

Arbeitsplatz professionell auftreten, eine nachhaltige

in Dietlikon und bei der Firma Keller Recycling-AG in

Wirkung von grossem Wert. Wir freuen uns, dass wir

Hinwil tätig. Solche Arbeitsstellen sind sehr wertvoll,

mit dem Modell des Job-Coachings auch 2014 so vie-

weil sie dazu beitragen, dass die dort tätigen Men-

le wertvolle Momente erleben durften und werden

schen ein höheres Selbstwertgefühl erleben. Die Mit-

uns auch im laufenden Jahr dafür einsetzen, dass un-

arbeitenden identifizieren sich mit den Partnerfirmen

sere Mitarbeitenden sich im Arbeitsalltag weiterentwi-

und sind sehr stolz auf ihre Arbeit. Sie können sich

ckeln können.

persönlich weiterentwickeln und leisten einen wichtigen Beitrag an die Gesellschaft. Hinzu kommt, dass die

Jürg Imhof, Bereichsleiter Integration

Jahresbericht

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Dienstjubiläen Wir gratulieren unseren Jubilarinnen und Jubilaren und danken ihnen ganz herzlich für ihre langjährige Treue! 5 Jahre

10 Jahre

15 Jahre

20 Jahre

35 Jahre

40 Jahre

14

Keller Michael Petignat Jacques Strasser Barbara Reber Brigitta Zwahlen Noemi Gafner Jasmine Gindrat Luzian Egli Joël Egli Stefan Iski Fatlum Schmid Fleur Kupper Anita Möllmer Bettina Ruchti-Nüssli Ursula Kehrli Jo Afonina Svetlana Rothenbühler Marlies Saugy Raphael Zwygart Jonathan Lorenz Daniela Bosshart Luljeta Bandli Natascha Rathgeb Fritz Müller Nathalie Engler Krähenbühl Doris Specht Küng Sibylle Niederöst Renato Kammer Beat Meier Martina Birrer René Hirzel Walter Gori Marco Inderbitzin Matthias Murbach Roger Egg Anita Griem Thomas Vernier Thomas Martinelli Silvia Heine Werner Zigerlig Martin Hostettler Peter

Dienstjubiläen

Personal Bereich Aussenwohnen Personal Hotellerie Personal Bereich Wohnen 2 Personal Bereich Werkstätten Mitarbeiterin Hotellerie Personal Bereich Wohnen 2 Mitarbeiterin Bereich Integration Mitarbeiter Bereich Integration Mitarbeiter Bereich Produktion Mitarbeiter Bereich Produktion Mitarbeiterin Bereich Integration Personal Verwaltung Personal Bereich Wohnen 2 Personal Bereich Integration Personal Hotellerie Personal Bereich Wohnen 2 Personal Verwaltung Personal Bereich Integration Mitarbeiter Hotellerie Personal Geschäftsbereich Wohnen Personal Bereich Wohnen 1 Mitarbeiterin Bereich Produktion Bereichsleiter Wohnen 2 Mitarbeiterin Bereich Produktion Personal Bereich Wohnen 1 Bereichsleiterin Werkstätten Mitarbeiter Bereich Integration Mitarbeiter Bereich Produktion Mitarbeiterin Hotellerie Personal Bereich Wohnen 1 Personal Bereich Produktion Mitarbeiter Hotellerie Mitarbeiter Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Werkstätten Mitarbeiterin Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Integration Mitarbeiter Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Produktion Mitarbeiter Bereich Produktion Mitarbeiter Bereich Werkstätten

01.07.2015 01.07.2015 01.08.2015 15.08.2015 15.08.2015 16.08.2015 16.08.2015 23.08.2015 23.08.2015 23.08.2015 23.08.2015 01.09.2015 01.09.2015 01.09.2015 01.10.2015 11.10.2015 01.11.2015 01.11.2015 01.12.2015 13.12.2015 08.08.2015 15.08.2015 15.08.2015 22.08.2015 01.11.2015 01.12.2015 07.08.2015 21.08.2015 28.08.2015 01.08.2015 01.08.2015 21.08.2015 21.08.2015 21.08.2015 01.09.2015 01.09.2015 01.09.2015 06.10.2015 13.10.2015 24.11.2015 18.08.2015


Kommentar zur Jahresrechnung 2014 Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal hintereinander wird das Werkheim Uster für den bewussten Umgang mit seinen Ressourcen belohnt und kann – auch dank der kontinuierlichen Steigerung der Produktions- und Dienstleistungserträge – eine ausgeglichene Jahresrechnung vorweisen.

Das Jahr hatte noch nicht angefangen und schon wurden die sorgfältig getroffenen Budgetannahmen von der Aktualität überholt: Der Kantonsrat hatte entschieden, die Betriebsbeiträge pauschal zu kürzen. Was in Prozent ausgedrückt harmlos tönte, bedeutete in Franken ausgedrückt ein substantieller Betrag, der uns zusätzlich zum bereits knapp disponierten Budget in der Umsetzung der Jahresplanung herausforderte. Umso bemerkenswerter ist unter diesen Umständen das erzielte positive Jahresergebnis. Obwohl die Betriebsbeiträge für die Aufenthaltstage pro Person reduziert wurden, weist die Jahresrechnung in der Summe höhere Einnahmen aus, als dies

es sich um einen substantiellen Betrag handelt, wel-

im Vorjahr der Fall war. Dieser Effekt entstand teilwei-

cher mit keinem spezifischen Verwendungszweck ver-

se aufgrund der höheren Auslastung der Wohnplätze.

bunden worden ist, haben wir die gesamte Summe

Weiter stieg bei einigen Klienten nachweislich der Be-

dem Fonds «Investitionen» zur Finanzierung unse-

treuungsbedarf, wodurch die nächsthöhere Stufe des

rer zukünftigen Bauprojekte zugewiesen. Im vergan-

Betreuungsbeitrages entschädigt wurde.

genen Betriebsjahr haben wir dank der grosszügigen Spenden viele kleinere und grössere Wünsche erfüllen

Auffallend ist die Zunahme der Erträge aus Produktion

können. So konnte auch die Spiel- und Fussballwie-

und Dienstleistung: Einerseits setzte sich mit der aber-

se direkt vor dem Werkheimgebäude unter Einbezug

mals gesteigerten Produktivität in den angestammten

unserer Garteneinsatzgruppe erbaut werden.

Werkstätten, Produktionsbetrieben und bei den Integrationsarbeitsplätzen der Trend der letzten Jahre kon-

Für die Zukunft sind wir fest entschlossen, die Regel

tinuierlich fort. Anderseits wirkte sich die erfolgreiche

«aller guten Dinge sind drei» neu zu schreiben und

Eröffnung des Restaurants «8610 am See» am deut-

auch im nächsten Betriebsjahr eine ausgeglichene

lichsten aus. Gleich im ersten Betriebsjahr, welches

Rechnung zu erzielen – allen Umständen, welche die

mit einem Provisorium während dem Umbau begann,

finanziellen Rahmenbedingungen bestimmen, zum

konnten die Erwartungen übertroffen werden. Der

Trotz. Mit Professionalität, Kreativität und Engage-

zusätzliche Gastronomie-Betrieb hinterlässt selbst-

ment treten wir die Herausforderung der angekündig-

verständlich auch bei den Aufwandpositionen für Per-

ten Beitragskürzungen an – immer mit dem Ziel, die

sonal sowie im Lebensmittelaufwand seine Spuren.

Wohn- und Arbeitsplätze für unsere Klienten langfristig und in einer guten Qualität zu sichern.

Neben den zahlreichen kleinen und grossen Spenden durften wir uns auch über eine Erbschaft freuen. Da

Nicole Rüttimann, Leiterin Finanzen & Controlling

Jahresbericht

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Bilanz Beträge in CHF Kasse

31.12.2014

31.12.2013

75‘625.40

89‘046.60

Post

135‘199.52

51‘758.35

Bank

953‘578.41

1‘140‘837.59

1‘164‘403.33

1‘281‘642.54

1‘677‘747.30

1‘637‘941.05

143‘056.99

169‘738.88

-1‘106.60

-50‘638.80

1‘819‘697.69

1‘757‘041.13

Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen & Leistungen Übrige Forderungen Delkredere Forderungen Vorräte

317‘625.00

275‘080.00

Vorräte

317‘625.00

275‘080.00

Aktive Rechnungsabgrenzung

596‘095.58

811‘095.82

Aktive Rechnungsabgrenzung

596‘095.58

811‘095.82

Total Umlaufvermögen

3‘897‘821.60

4‘124‘859.49

Grundstücke & Bauten

18‘570‘229.17

19‘173‘005.45

769‘457.97

469‘627.80

Anlagen & Einrichtungen Anlagen in Bau Übrige Sachanlagen Sachanlagen Wertschriften & Finanzanlagen Finanzanlagen

58‘036.97

35‘974.20

438‘698.90

444‘446.97

19‘836‘423.01

20‘123‘054.42

6‘000.00

4‘000.00

6‘000.00

4‘000.00

Total Anlagevermögen

19‘842‘423.01

20‘127‘054.42

TOTAL AKTIVEN

23‘740‘244.61

24‘251‘913.91

Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen

494‘181.35

842‘295.25

Übrige Verbindlichkeiten

340‘507.20

98‘809.91

Passive Rechnungsabgrenzung

633‘483.65

626‘220.65

Kurzfristiges Fremdkapital

1‘468‘172.20

1‘567‘325.81

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

7‘205‘000.00

8‘159‘000.00

8‘167‘663.63

8‘501‘194.48

15‘372‘663.63

16‘660‘194.48

Spendenfonds

1‘293‘875.77

620‘471.12

Schwankungsfonds Finanzierer

-570‘450.00

-839‘772.00

723‘425.77

-219‘300.88

Einbezahltes Kapital

3‘265‘136.15

3‘265‘136.15

Erarbeitetes freies Kapital

2‘770‘997.35

2‘808‘264.98

Eventualverbindlichkeiten Langfristiges Fremdkapital

Fondskapital

Jahresergebnis Organisationskapital TOTAL PASSIVEN

16

Jahresbericht

139‘849.51

170‘293.37

6‘175‘983.01

6‘243‘694.50

23‘740‘244.61

24‘251‘913.91


Betriebsrechnung Beträge in CHF Betriebsbeiträge Kanton Zürich Betriebsbeiträge übrige Kantone Pensionstaxen & Hilflosenentschädigungen Beiträge andere Finanzierer Beiträge öffentliche Hand & Taxen Erträge aus Produktion & Dienstleistungen Mieterträge Erträge aus übrige Leistungen Erträge aus erbrachten Leistungen Spendenerträge Total Erträge Personalaufwand – davon ordentlicher Personalaufwand – davon durch Spenden finanzierter Personalaufwand

Sachaufwand – davon ordentlicher Sachaufwand – davon durch Spenden finanzierter Sachaufwand

1.1. – 31.12.2014

1.1. – 31.12.2013

12‘378‘802.64

12‘319‘589.06

691‘921.53

724‘402.16

6‘572‘240.74

6‘492‘458.39

857‘238.88

764‘326.77

20‘500‘203.79

20‘300‘776.38

4‘274‘328.37

2‘936‘909.30

61‘146.63

52‘841.22

165‘399.85

130‘497.52

4‘500‘874.85

3‘120‘248.04

915‘272.11

446‘213.92

25‘916‘350.75

23‘867‘238.34

19‘415‘487.78

18‘595‘772.34

19‘327‘128.62

18‘495‘836.50

88‘359.16

99‘935.84

5‘528‘701.36

4‘751‘938.51

5‘367‘458.66

4‘652‘885.54

161‘242.70

99‘052.97

Betriebsaufwand

24‘944‘189.14

23‘347‘710.85

Betriebsergebnis

972‘161.61

519‘527.49

258.52

803.24

Finanzertrag Finanzaufwand

-105‘139.37

-102‘812.25

Finanzergebnis

-104‘880.85

-102‘009.01

Jahresergebnis ohne Fondsergebnis

867‘280.76

417‘518.48

Zuweisung zweckgebundene Spendenfonds

-915‘272.11

-446‘213.92

Verwendung zweckgebundene Spendenfonds

249‘601.86

198‘988.81

-665‘670.25

-247‘225.11

Zuweisung Schwankungsfonds Finanzierer

-61‘761.00

0.00

Fondsergebnis Schwankungsfonds Finanzierer

-61‘761.00

0.00

ZUGUNSTEN DES ORGANISATIONSKAPITALS

139‘849.51

170‘293.37

Zuweisung Organisationskapital

-139.849.51

-170‘293.37

0.00

0.00

Fondsergebnis Spendenfonds

JAHRESERGEBNIS

Jahresergebnis nach Zuweisung

Der Stiftungsrat hat an der Sitzung vom 15. April 2015 vom positiven Bericht der Revisionsstelle Kenntnis genommen und die Jahresrechnung 2014 genehmigt. Die Jahresrechnung 2014 finden Sie auf unserer Website www.werkheim-uster.ch.

Jahresbericht

17


Kennzahlen Stand 31. Dezember 2014

Es wohnen und / oder arbeiten 428 Menschen im Werkheim Uster.

18

Jahresbericht


Bewohnerinnen und Bewohner Total Bewohnerinnen und Bewohner: 121 Wohnen mit zeitweiser Betreuung: 16

Wohnen mit ständiger Betreuung: 105

Tagesstruktur Total Personen: 190 / Total Vollzeitstellen bzw. Plätze: 183 Geschützte Ausbildungsplätze: 12 / 12

Berufsfindungsjahr: 3 / 1

Integrationsprogramme: 7 / 7 Tagesstätten: 30 / 30 Integrative Arbeitsplätze: 3 / 3

Geschützte Arbeitsplätze 135 / 130

Personal Total Mitarbeitende: 238 / Vollzeitstellen: 168 (davon in Ausbildung: 16) Leitung & Verwaltung: 12 / 10

Hotellerie: 43 / 32

Geschäftsbereich Wohnen: 126 / 82 Geschäftsbereich Arbeit: 57 / 44

Insgesamt sind 418 Mitarbeitende im Werkheim Uster tätig, was 341 Vollzeitstellen entspricht.

Jahresbericht

19


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20


«8610 am See» – aktiv auf & um den Greifensee Am 1. März 2014 konnten wir nach einer viermonati-

Die Frequenzen der vier Startmonate März bis Juni

gen Innenausbauphase das «8610 am See» eröffnen.

waren weit über den Annahmen, die erwarteten

Take-out und Küche mussten unter mikrologistischen

Hochsaisonmonate Juli und August aufgrund des

Bedingungen auf engstem Raum geplant und gebaut

Regenwetters darunter. Im November und Dezem-

werden. Die Abläufe funktionieren, das Angebot wurde

ber arbeiteten wir defizitär, da die bei guter Witte-

nach und nach den Gästebedürfnissen angepasst. Die

rung gewinnbringenden Wochenenden vorwiegend

Öffnungszeiten – 365 Tage, in den Sommermonaten

verregnet waren.

auch bis spätabends geöffnet – wurden bei der Bevölkerung als Aufwertung des Erholungsgebietes der

Das Werkheim kann durch das Angebot am See ge-

Stadt aufgenommen. Mit der Vermietung von Ruder-

schützte Arbeitsplätze anbieten. Im Service ist uns

booten und neu Stand-up-Paddels konnten wir Gäste

der Ausbau an geschützten Arbeitsplätzen noch nicht

zu vermehrten Aktivitäten auf den Greifensee locken.

nach Wunsch gelungen. Wir arbeiten daran, 2015 auch dort weiteren Klienten einen Arbeitsplatz anbieten zu

Positiv wirkte sich der neu geschaffene, bediente Terras-

können.

sen- und Restaurantbereich auf die Umsatzzahlen, vor allem bei durchzogener Witterung, aus. So konnten zu-

Maik Kunz, Leiter Hotellerie

sätzlich in den Wintermonaten Geburtstagfeste, Weihnachtsfeiern und Firmenessen durchgeführt werden.

Jahresbericht

21


Das Werkheim Uster begleitet und fördert Menschen mit einer Behinderung durch ein differenziertes Angebot an Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten mit dem Ziel, ihnen ein weitgehend normales und sinnerfülltes Leben zu ermöglichen. Seit 35 Jahren stellen wir Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit und setzen uns für deren Integration in die Gesellschaft ein. Als Ustermer Unternehmen produzieren wir hochwertige Produkte und bieten massgeschneiderte Dienstleistungen für Firmen, Vereine und Privatkunden an. Dank unserer öffentlichen Gastronomie finden bei uns und im ganzen Zürcher Oberland vielfältige Begegnungen statt.

22

Jahresbericht


Wir machen uns stark für Menschen mit Behinderung Stand: 1. März 2015

Stiftungsrat Martin Bornhauser

Daniel Fuhrimann

Werner Egli

Präsident

Vize-Präsident

Finanzreferent

Annemarie Beglinger

Josef Gübeli

Claudia Heine

Mitglied

Mitglied

Mitglied

Christoph Hitz

Beat Schneider

Stefan Zigerli

Mitglied

Mitglied

Mitglied

Patrick Stark

Heike Spilling,

Bernhard Krauss

Geschäftsleiter

Geschäftsbereichs-

Geschäftsbereichs-

leiterin Wohnen

leiter Arbeit

Jris Bray

Fritz Rathgeb

Florian Rennpferd

Bereichsleiterin

Bereichsleiter

Bereichsleiter

Wohnen 1

Wohnen 2

Aussenwohnen

Martin Maag

Jürg Imhof

Bereichsleiter

Bereichsleiter

Produktion

Integration

Maik Kunz

Nicole Rüttimann

Monika Schilling

Leiter Hotellerie

Leiterin Finanzen &

Leiterin

Controlling

Human Resources

Geschäftsleitung

Bereichs- und Fachstellenleitungen

Sibylle Specht Bereichsleiterin Werkstätten

Jahresbericht

23


«Die Werkheimfasnacht ist für mich das beste Fest des Jahres! Ich sage Ihnen gerne, warum: Stellen Sie sich ein Fest vor, dessen Dekoration in monatelanger Arbeit von kreativen Köpfen und geschickten Händen geschaffen wird! Stellen Sie sich 100 Teilnehmer vor, die in vibrierender Vorfreude ein Kostüm zusammenstellen und sich passend dazu schminken! Stellen Sie sich ein Fest vor, das von einem Zeremonienmeister nach allen Regeln der DJ-Kunst zelebriert wird, und dessen Musik bei den Partygängern zu stundenlangen Tänzen führt! Stellen Sie sich ein Fest vor mit Teilnehmern, deren Augen vor Glück verklärt glänzen – ganz einfach, weil man eine Rolle spielen, jemand anderer sein darf, unterstützt vom Kostüm und den andern, die ja auch einmal anders sein dürfen: der Clown, die Hexe, der Pirat, die Ausserirdische, der Zauberer! Stellen Sie sich ein Fest vor, dessen Besucher mithelfen beim Aufräumen, um dann das Fest langsam ausklingen zu lassen! Toll, nicht?» Fritz Rathgeb, Bereichsleiter Wohnen 2

24

Jahresbericht


Herzlichen Dank für Ihre Reisebegleitung Wie zu Beginn dieses Jahresberichts beschrieben, ist

Ebenso wichtig waren die vielen positiven Momen-

das Werkheim mit einem Schiff zu vergleichen, das

te mit den zahlreichen Gästen, die uns an Bord der

2014 immer wieder auch stürmisches Wetter erleb-

«Werkheim» besucht haben: Sowohl die Gäste unse-

te. Dank dem Engagement vieler Menschen erinnern

rer Gastronomiebetriebe «Stadtparkcafé», «8610» und

wir uns aber gerne zurück an viele Tage mit schönen

«8610 am See» als auch die Kunden, die in unserem

Momenten auf hoher See.

Laden Emu, in der Gärtnerei oder an einem WerkheimMarktstand einkauften, trugen mit jeder Konsumation

Mit Ihrer wertschätzenden Art begleiteten uns Eltern,

dazu bei, dass wir den Kurs halten konnten. Dies gilt

Angehörige und gesetzliche Vertretungen auch im

auch für die vielen Aufträge, die wir 2014 für Privat-

vergangenen Jahr. Dank ihrem Vertrauen in die Werk-

kunden, Firmen und Vereine erledigen durften – sei

heim-Crew konnten wir mit Rückenwind unser Schiff

es in den Werkstätten in der Produktion in Niederus-

stets sicher durch die Gewässer manövrieren. Der Ein-

ter oder an der Friedhofstrasse, bei einem Einsatz in

satz der Schiffsmannschaft wurde dabei regelmässig

einer Partnerfirma oder wenn wir auf Wunsch einen

durch Freiwillige, die dem Werkheim grosszügig ihre

Garten pflegten.

Zeit schenkten, unterstützt. Ausserdem konnten wir durch viele kleine und grosse Spenden einen Mehrwert

Wir danken Ihnen von Herzen, dass Sie uns auf unse-

für unsere Passagiere schaffen, der ohne diese Unter-

rer Reise wohlgesinnt begleiten und freuen uns über

stützung nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank!

viele weitere wertvolle Begegnungen mit Ihnen!

Jahresbericht

25


Unsere nächsten Termine 20. Juni 2015

Werkheimfäscht – Markt, Festwirtschaft, Spiele, Live-Musik

Friedhofstrasse 3a,

Einweihung Sportwiese, Karussell Kreisreisen

Uster

3. Juli 2015

Serenade: Militärspiel Uster, Blasmusik

Stadtparkcafé Uster

13. Juli bis 14. August 2015

Emu Verkaufsladen: Ladenschluss 17.00 Uhr

Emu

20. bis 24. Juli 2015

Betriebsferien & «Ferien ohne Koffer»

20. bis 24. Juli 2015

Sommerferien Verkaufsladen Emu & Gärtnerei

20. Juli bis 7. August 2015

Sommerferien Restaurant 8610

14. August 2015

Serenade: Melch-Däniker-Trio, Jazz

Stadtparkcafé Uster

22. & 23. August 2015

Dörflifest Wagerenhof mit Werkheim-Marktstand

Wagerenhof, Uster

4. bis 6. September 2015

Stadtfest Uster mit Werkheim-Beteiligung

Zentrum Uster

11. September 2015

Serenade: The Six Pack, 6-Mann-Dixiband

Stadtparkcafé Uster

14. bis 18. September 2015

«Ferien ohne Koffer»

10. & 11. Oktober 2015

Grüninger Herbstmarkt mit Werkheim-Marktstand

Grüningen

22. bis 25. Oktober 2015

Uster Messe mit Werkheim-Beteiligung

Stadt- & Landihalle Uster

31. Oktober 2015

Saisonende Stadtparkcafé

Stadtpark

10. November 2015

Veranstaltungsabend «Tavolata im 8610»

Restaurant 8610

21. & 22. November 2015

Winterzauber Seegräben mit Werkheim-Marktstand

Seegräben

26. November 2015

Eröffnung Weihnachtsausstellung Gärtnerei

Gärtnerei, Uster

26. & 27. November 2015

Uster Märt mit Werkheim-Marktstand

Uster

29. November 2015

Weihnachtsmarkt Pfäffikon mit Werkheim-Stand

Pfäffikon ZH

18. Dezember 2015

Weihnachtsfeier

Reformierte Kirche, Uster

Florastrasse 42 · Postfach · 8613 Uster 3 Tel. 044 943 60 10 · Fax 044 943 60 19

Technische Beratungen Kunststoffe Entwicklungen Werkzeuge Konstruktionen Maschinen Handel

26

Termine

Emu & Gärtnerei


Werkheim Uster – Produktion & Dienstleistung Druck

Emu

Siebdruck | Tampondruck | Print- & Cut-Plotten Textilien | technische Artikel | Blachen | Plakate | diverse Beschriftungen

Verkaufsladen | Geschenke | Spielsachen aus Holz Dekorationsartikel | Grusskarten | Eigenprodukte Alltagsgegenstände

Gärtnerei Mechanik Drehen & Fräsen CNC & manuell Sägen | Gleitschleifen | Nieten | Pressen

Verkaufsladen | selbstgezogene Kräuter & Topfpflanzen Grabschmuck

8610 Montage Einfache bis anspruchsvolle Baugruppen komplette Produkte | Kabelkonfektion | Löten

Restaurant | Bar | Events | Garten | Catering

Stadtparkcafé April bis Oktober Gesund | integrativ | Uster plus | Kultur

Versand & Verpackung

8610 am See

Verpacken | Etikettieren | Abzählen | Abfüllen | Applizieren Mailings

Terrasse | Gaststube | Take out | Events | Bootsvermietung

Holzbearbeitung individuelle Kundengeschenke | Gebrauchs- & Dekorationsartikel | Serien ab 30 Stück

Kontakt

Textilien

Produktion & Dienstleistungen – Offerten & Aufträge Seestrasse 110f | 8610 Uster T 044 575 25 55 | produktion@werkheim-uster.ch

Handgewebte Stoffe | Näharbeiten Tischsets | Tücher für Küche & Bad | Taschen | Etuis

Garteneinsatz Apothekerstrasse 18 | 8610 Uster T 044 943 17 12 | garteneinsatz@werkheim-uster.ch

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Emu Friedhofstrasse 3a | 8610 Uster T 044 943 17 69 | emu@werkheim-uster.ch Online-Shop: www.emu.ch

Produkte Werkstätten Dekorationen | originelle Einzelprodukte | kleine Serien

Gärtnerei Apothekerstrasse 18 | 8610 Uster T 044 943 17 65 | gaertnerei@werkheim-uster.ch

Einsätze vor Ort

8610 Restaurant | Bar | Events | Garten Friedhofstrasse 3a | 8610 Uster | T Reservationen 044 940 8610 T Events 044 943 17 41 | 8610@werkheim-uster.ch

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Flexibel oder stationär | spontan oder regelmässig Stadtparkcafé Landihalle | 8610 Uster | T 043 943 17 47

Garteneinsatz Rasenmähen | Laubrechen | Kleingehölze & Stauden schneiden | Neu- & Umgestaltungen

8610 am See Terrasse | Gaststube | Take out | Events | Bootsvermietung Schifflände | Uferweg 3 | 8610 Uster | T 044 943 17 48 8610amsee@werkheim-uster.ch


u h i e w n i E

e s e i w t r ng Spo

Werkheimfäscht Samstag, 20. Juni 2015 – 11.00 bis 18.00 Uhr Friedhofstrasse 3a, Uster Markt – Spiele – Festwirtschaft Live-Musik – Karussell «Kreisreisen» Das detaillierte Festprogramm finden Sie unter www.werkheim-uster.ch Beschränkte Anzahl Parkplätze – bitte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Werkheim Uster Friedhofstrasse 3a 8610 Uster T 044 943 17 00 www.werkheim-uster.ch

Zaemehebe 2 / 2015 / Jahresbericht 2014  
Zaemehebe 2 / 2015 / Jahresbericht 2014  
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