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zämehebe Magazin Werkheim Uster Ausgabe 1, März 2013, 32. Jahrgang

«So fühl‘ ich mich gut!»


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Editorial Liebe Leserinnen und Leser Wie kommen Sie zur Ruhe? Was brauchen Sie, um sich gut zu fühlen? Bei mir ist das zum Beispiel eine lockere Joggingrunde um den Pfäffikersee am Samstagmorgen. Aber nicht nur Sport, auch andere Formen des Sich-Zeit-Nehmens können das Wohlbefinden steigern. In dieser Zämehebe-Ausgabe erzählen Bewohnerinnen und Bewohner des Werkheim Uster von ihren Wohlfühloasen – sei es eine Atemtherapie oder eine Musiktherapie. Ebenso lernen Sie auch unsere freiwilligen Fahrer kennen, die mit unzähligen Therapiefahrten solches erst ermöglichen. So richtig handfest geht es in unserer Produktion zu. Dort trägt der neue Werkstattkran ganz entscheidend zum Wohlbefinden bei – hilft er doch, schwere Lasten mit Leichtigkeit an die richtige Stelle zu bugsieren. Und haben Sie gewusst, dass auch ein Schneideplotter Glücksgefühle hervorrufen kann? So fühlt sich unsere Druckerei besonders gut, wenn sich mit dem Mimaki CJV30-130 ganz neue Möglichkeiten erschliessen. Lassen Sie sich auf Seite 19 davon anstecken. Ich lade Sie ein, sich in Ihren bequemsten Sessel zu setzen, entspannt zurückzulehnen und in Ruhe dieses Zämehebe zu lesen. Und wie der Magazintitel werden Sie dann hoffentlich auch sagen können: «So fühl‘ ich mich gut!».

Patrick Stark Geschäftsleiter

Editorial

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einfach Gut zum Druck Seit über 18 Jahren ist Bucherer Druck Wetzikon Ihr Spezialist für individuelle Drucksachen. Von der Visitenkarte bis zur Firmenbroschüre, vom auflagenstarken Offsetdruck bis zur Kleinauflage im Digitaldruck, von der Gestaltung bis zum fertigen Produkt. Was können wir für Sie tun?

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Inhalt Seite 6

Seite 16

Therapiebesuche ermöglichen

Veranstaltungshinweis Forum «Menschen mit geistiger Behinderung im Alter»

Seite 7 «Beim Spielen kann ich aus mir herauskommen»

Seite 17 Dienstjubiläen

Seite 8 Musik für Befriedigung und Fröhlichkeit im Alltag

Seite 18 Ein Kran für die Produktionsgruppe Mechanik

Seite 9 «Die Musik ist ein Kommunikationsmittel»

Seite 19 Ich bin neu und stelle mich vor

Seite 12 Harmonisch unterwegs zwischen Körper und Geist

Seite 13 «Ich bin ruhiger und muss nicht mehr so viel ‹umeschnurre›»

Seite 20 Veranstaltungshinweise Tag der offenen Türe – Produktion Turicum Werkheimfäscht 2013

Seite 21 Unsere nächsten Termine

Seite 14 Dank Engagement von freiwilligen Fahrern zum Ziel

Seite 22 Wunschliste – herzlichen Dank für Ihre Spende!

Impressum Herausgeber Werkheim Uster, Friedhofstrasse 3a, 8610 Uster, 044 943 17 00, info@werkheim-uster.ch, www.werkheim-uster.ch Redaktion, Gestaltung, Administration Personal des Werkheim Uster | Druck Bucherer Druck AG, Wetzikon; CO2-neutral auf FSC-Papier Auflage 4‘200 Exemplare | Erscheinung drei mal jährlich | Jahresabonnement CHF 20.– für drei Ausgaben pro Jahr

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Therapiebesuche ermöglichen Das Werkheim Uster ermöglicht Menschen mit einer

Bewohnerinnen und Bewohner des Werkheim Uster

Behinderung, ihr Leben in grösstmöglicher Individuali-

Therapie-Angebote in Anspruch nehmen können.

tät und Eigenverantwortung zu führen. Neben der

Spenden werden für die Kosten für Therapiestunden

Begleitung am Arbeits- oder Ausbildungsplatz und im

eingesetzt, die nicht krankenkassenfinanziert sind. Und

Wohnbereich beinhaltet dies auch das Schaffen von

engagierte freiwillige Fahrer übernehmen Transport-

weiteren Möglichkeiten, durch die sich betreute Per-

fahrten zu den jeweiligen Therapieangeboten in der

sonen weiterentwickeln und entfalten können. In die-

Region, wenn betreute Personen nicht selber den Weg

sem Sinne ist es uns wichtig, dass betreute Personen

zu Fuss, mit dem Velo oder mit den öffentlichen Ver-

Therapien besuchen können.

kehrsmitteln machen können. Ohne diese grosszügige Unterstützung von Spendern und Freiwilligen wäre es

Nur dank Unterstützung möglich

für viele betreute Mitarbeitende, Bewohnerinnen und

Solche Therapien finden sowohl in den Räumlich-

Bewohner nicht möglich, eine Therapie zu besuchen.

keiten des Werkheim als auch bei Therapeutinnen und Therapeuten in der Region statt. Spenden von

Vielfältige Bedürfnisse

Privatpersonen und Firmen sowie freiwillige Fahrer

Mit dem breit gefächerten Therapieangebot kann der

machen es möglich, dass betreute Mitarbeitende,

vielfältigen Palette von Bedürfnissen entsprochen werden: Personen, die im Werkheim Uster leben und arbeiten, gehen beispielsweise zur Körperzentrierten Atemtherapie, zur Musiktherapie, zum Wassershiatsu, zum Heilpädagogischen Reiten oder zur Maltherapie. Zudem finden im Rhythmikraum des Werkheim Uster mehrmals wöchentlich Physiotherapiestunden statt. Als eigenes Angebot bietet das Werkheim Uster logopädische Unterstützung für betreute Personen an, um Menschen mit einer Beeinträchtigung dabei zu stärken, ihre eigenen Gefühle und Meinungen auszudrücken und sich verständlich zu machen.

Wohlbefinden steigern Jede Therapie trägt dazu bei, dass sich betreute Personen wohl fühlen. Sie erleben sich selbstbewusster, beweglicher und ausgeglichener. Um diese positiven Entwicklungen weiterhin fördern zu können, hoffen wir, dass wir mit der dazu nötigen finanziellen und tatkräftigen Unterstützung auch in Zukunft den Besuch von Therapien ermöglichen können.

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Therapien


«Beim Spielen kann ich aus mir herauskommen» Seit dem 1. September 2001 gehe ich zu Susanne

Klangbett eingeschlafen bin und Susanne mich wie-

Bossert in die Musiktherapie. Am Anfang habe ich die

der wecken musste…

Handorgel ausprobiert, danach habe ich immer wieder andere Instrumente kennengelernt. Zum Beispiel

Susanne malt auch mit mir. Momentan male ich ein

habe ich mit dem Balofon – das ist eine Art Xylofon

Bild mit zwei Delfinen für meine Bezugsperson. Ich

aus Holz aus Afrika –, mit Schlaghölzli oder mit dem

male auch zu Hause, wenn ich traurig oder wütend

Schlagzeug gespielt. Manchmal machen wir auch ein

bin. Dann setze ich mich an den Tisch und male zwei

Musikrätsel, bei dem man erraten muss, welches In-

Mandalas. Das beruhigt mich wieder.

strument gespielt wird. Da hatte ich auch schon eine Gitarre und ein Cello in den Fingern. Und auch mit

Ich gehe alleine zur Musiktherapie. Mit dem Velo zum

dem Gong, mit einer Flöte und mit dem Xylofon habe

Bahnhof Uster und dann mit dem Postauto nach Pfäf-

ich gespielt.

fikon. Leider kann ich nur einmal im Monat gehen.

Nach einer Musiktherapiestunde bin ich viel ruhiger

Manchmal spielt Susanne auch auf dem Klavier

in mir drin. Beim Spielen kommen manchmal Dinge

und ich singe dazu ein «Lumpeliedli», zum Beispiel

zum Vorschein, die ich dann mit Susanne besprechen

«s‘Ramseiers wei go grase». Da kommen bei mir ganz

kann. Und das tut gut. Ich bin eben eine Person, die

viele, schöne Erinnerungen auf. Mein Lieblingslied

recht «verchnorzt» ist, aber beim Spielen kann ich aus

ist ein Kletterlied. Es geht so: «Wenn wir erklimmen

mir herauskommen. Susanne merkt, dass mich etwas

schwindelnde Höh‘, Bergvagabunden sind wir…» Dann

beschäftigt, wenn sie mir in die Augen schaut. Das tut

denke ich ans Klettern, das ich sehr gerne mache.

gut, sie versteht mich. Mein Umfeld, besonders mein Freund, merkt, dass ich nach der Musiktherapie ruhi-

Kathrin Hartmann,

ger und ausgeglichener bin.

Bewohnerin und betreute Mitarbeiterin

Das Schlagzeug ist mein Lieblingsinstrument. Man kann Schlagzeug auch ganz fein und sanft spielen. Das habe ich bei Susanne gelernt. Es muss nicht immer laut sein. Susanne begleitet mich manchmal auf der Querflöte, das gefällt mir. Zuhause trommle ich ab und zu. Auch das beruhigt mich. Ich spiele meist alleine auf Instrumenten, nicht mit anderen. Aber mein kleiner Plüschbär ist immer dabei. Bei Susanne darf ich auch regelmässig aufs Klangbett liegen. Das ist ein spezielles Bett, bei dem unten Saiten angemacht sind. Wenn man darauf liegt, spürt man die Schwingungen der Saiten und das ist ein schönes Gefühl. Ich fühle mich dann wie im Meer mit ganz vielen Delfinen. Da kann ich total entspannen. Es ist mir auch schon passiert, dass ich auf dem

Musiktherapie

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Musik für Befriedigung und Fröhlichkeit im Alltag sie trommelt. Und ausserdem singt Erika auch gerne. Kurz gesagt, sie ist ein musikalisches Genie. Die Musiktherapiestunden sind sehr wichtig für Erika. Sie ist dadurch weniger emotional, ist psychisch ausgeglichener und erlebt sich selber positiv und lebendig. Musik gibt ihr Befriedigung und Fröhlichkeit in ihrem Alltag. So ist es wunderbar, dass sie ihre Fähigkeiten weiterhin pflegen kann, um Orgel, Klavier und Mundharmonika zu spielen. Einer von Erikas Höhepunkten im 2012 war es, an der Weihnachtsfeier in der Kirche Klavier spielen zu dürfen. Dafür hat sie lange Zeit vorher auf der Wohngruppe geübt. Auf der Gruppe spielt sie auch sonst viel Klavier und ist dabei fröhlich und zufrieden – und macht damit auch ihre Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zufrieden. Erika freut sich auch immer, von einem freiwilligen Fahrer in die Musiktherapie gefahren zu werden. Kurz gesagt, die Musiktherapie ist für Erika lebenswichtig. Erika Leonhard ist am 13. Dezember 1942 geboren. Seit 1974 wohnt Erika im Werkheim, sie fühlt sich hier wie zuhause. Sie geht schon über acht Jahre zu Manuel Oertli in die Musiktherapie, vorher war sie bei Susanne Bossert in Pfäffikon. Musik ist für Erika sehr wichtig, denn damit kann sie ihre Ängste und Sorgen besser bewältigen. Sie spielte verschiedene Instrumente wie beispielsweise Handorgel, Blockflöte, Mundharmonika und Orgel. Blockflöte interessiert sie nicht mehr, aber dafür umso mehr das Klavier, die Orgel und die Mundharmonika. Die Handorgel spielte sie lange nicht mehr, weil sie ihr zu schwer geworden ist. In letzter Zeit hat sie aber immer wieder mit der Handorgel musiziert. Bei ihrem Musiktherapeuten spielt sie Schlagzeug oder

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Musiktherapie

Wohngruppe W2W6


«Die Musik ist ein Kommunikationsmittel» Musiktherapie ist eine erlebniszentrierte, psychodynamisch orientierte Behandlungsmethode. Der erfahrene Musiktherapeut Manuel Oertli erzählt, wie er das körperliche und seelische Gleichgewicht von Menschen mit einer Behinderung unterstützen kann. Manuel, wie erlebst du die Arbeit mit Menschen mit

und wo ein Austausch möglich wird. So bekommen sie

einer Beeinträchtigung?

auf ihr Handeln eine Resonanz und erleben sich sel-

Es ist für mich eine sehr schöne Arbeit, weil diese Men-

ber als tätige Menschen, die etwas Sinnvolles und Hör-

schen meistens sehr klar zeigen, was sie brauchen,

bares bewirken können, auch wenn nur im Kleinen.

was ihnen gefällt und was nicht. Die meisten von ihnen können zwar nicht mit Worten kommunizieren,

Gibt es Dinge im Rahmen der Musiktherapie, zu

aber die Musik stellt für sie ein Kommunikationsmittel

denen Menschen mit einer Beeinträchtigung einen

dar, in welchem sie sich gerne ausdrücken. Sie tun dies

leichteren Zugang haben?

auf ganz verschiedene Arten und entsprechend ihren

Viele Menschen mit einer Beeinträchtigung können

Fähigkeiten: Der eine kommt zu seiner inneren Ruhe,

ihre Gefühle und inneren Regungen nicht so gut kon-

indem er auf dem Klavier immer wieder die gleichen

trollieren wie wir «Normalen». Das empfinden wir

Melodien oder auf dem Schlagzeug einen gleichförmi-

dann manchmal als lebendige Bereicherung, manch-

gen Rhythmus spielt. Der andere spielt gerne auf ver-

mal aber auch als nervende Belastung. Diese Eigenheit

schiedenen Instrumenten, wild und laut, und liebt es,

kann dazu führen, dass jemand mit einer Beeinträch-

wenn ich ebenso mitspiele. Eine dritte kann auf dem

tigung sein Interesse an der Musik viel spontaner aus-

Keyboard ganze Lieder wiedergeben und möchte die-

drücken kann. Und diese grössere Ausdrucksfreiheit

se immer wieder spielen und dabei begleitet werden.

oder -bereitschaft begünstigt die Arbeit mit Musik.

Ein vierter nähert sich einzelnen Instrumenten langsam an, lernt zu trommeln, bewegt Klangstäbe, hört

Es gibt aber auch Grenzen: Die Kommunikation ist oft

seinen Atem und seine Stimme über das Mikrophon.

weniger differenziert, die Bewegungen sind manch-

Ich versuche mit allen Klienten, in einer sicheren und

mal eingeschränkt, die motorischen Möglichkeiten

möglichst angstfreien Atmosphäre eine Ebene des

sind begrenzt, die Kreativität ist verlernt. Hier gilt es

Kontaktes entstehen zu lassen, auf welcher sie sich

anzusetzen und den Spielraum langsam zu erweitern.

angenommen und als gleichwertig behandelt fühlen

Menschen stehen bei uns im Mittelpunkt. Immer und überall. Generalagentur Uster, Jean-Jacques Gueissaz Bankstrasse 19, 8610 Uster Telefon 044 905 91 11, Fax 044 905 91 12 E-Mail uster@mobi.ch, www.mobiuster.ch

Musiktherapie

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Wie unterscheiden sich die aktive Musiktherapie

rezeptive Art ist demnach seltener und findet v.a. mit

und die rezeptive Musiktherapie?

dem Klangbett statt. Das ist eine Art Massagetisch, auf

Über das freie musikalische Spiel, also die aktive Mu-

welchem man liegen und die Schwingung von dar-

siktherapie, lassen sich Gefühle, Stimmungen, Emp-

unter gespannten Saiten hören und körperlich spü-

findungen ohne Worte ausdrücken. Dadurch werden

ren kann. Dieses Erlebnis ist in den meisten Fällen

diese fassbar, können angenommen, ausgespielt und

sehr entspannend.

verarbeitet werden. Bei der rezeptiven Musiktherapie können über das Hören von spezifisch ausgewählter

Welche Rolle spielen Instrumente in der

oder vom Therapeuten gespielter Musik tiefe Schich-

Musiktherapie?

ten des Unbewussten berührt, Verspannungen gelöst,

Die Instrumente spielen eine zentrale Rolle. Sie las-

Schmerz gelindert und wertvolle innere Erfahrungen

sen sich in Schwingung versetzen, wollen gespielt,

erlebbar gemacht werden.

geschlagen, gezupft, gestrichen, geblasen werden. Sie sind geduldig, antworten mit ihrem Klang, geben

In meiner Arbeit mit den Menschen vom Werkheim

ein ehrliches Echo. Sie werden nie wütend und sind

kommt die aktive Musiktherapie häufiger vor. Die

nie enttäuscht. Das ist wichtig, weil man so zu ihnen

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Musiktherapie


Vertrauen aufbauen kann. So werden sie langsam zu

ihren Bezugspersonen in Kontakt, mit welchen ich pe-

Freunden, Begleitern, Vertrauten. Das gibt Sicherheit,

riodisch bezüglich Verlauf und Weiterführung austau-

erweitert den eigenen Spielraum, ermöglicht neues

sche und welche mir ihre Einschätzungen mitteilen.

Handeln und letztlich Wachstum.

Auch von Angehörigen bekomme ich hin und wieder Rückmeldungen.

Daraus wird klar, warum sich gerade Menschen mit Beeinträchtigungen oft über lange Zeit die gleichen

Ich bin tief überzeugt, dass die Musiktherapie als non-

Instrumente aussuchen. Besonders beliebte Instru-

verbales Medium besonders für Menschen mit Be-

mente sind Trommeln, Schlagzeug, Klavier, Xylophon,

einträchtigungen ein sehr wirkungsvolles Medium

aber auch Blasinstrumente wie die Posaune oder das

darstellt.

Alphorn werden gerne gewählt. 2011 bist du mit der Dschungelband am WerkheimLässt du auch Gesang in der Musiktherapie

fest aufgetreten. Was für eine Band ist das?

einfliessen?

Die Dschungelband ist ein Kursangebot des Bildungs-

Wo immer möglich, beziehe ich die Stimme und spezi-

klubs der Pro Infirmis Zürich. Ich leite diesen Kurs

ell das Singen in die Arbeit mit ein. Dabei geht es nicht

schon seit bald 15 Jahren und mache das immer noch

um den «schönen, fehlerfreien Gesang», sondern um

mit grosser Freude. Das Kursziel ist immer der Auftritt

die Töne, welche so kommen, wie jemandem «der

vor einem Publikum. Im Laufe der Proben finden die

Schnabel gewachsen ist», wie man landläufig sagt.

Teilnehmenden ihren Platz in der Band als Sänger oder

Die meisten Menschen haben Lieder in sich, die sie

mehr im rhythmischen Bereich (Schlagzeug, Trom-

gut kennen und gerne hören oder sogar selber sin-

meln, Perkussion, Xylophon). Einzelne Teilnehmen-

gen. Diese Lieder gilt es zu finden und zu aktivieren.

de bringen auch mal ein eigenes Instrument mit, wie

Auch sie können Sicherheit und Vertrauen vermit-

z.B. eine Gitarre, eine Trompete oder ein «Muulörgeli»,

teln und neue Schritte ermöglichen. Darüber hinaus

welche dann bei einzelnen Liedern eingesetzt werden.

ist es eine allgemein bekannte Tatsache, dass Singen gesund ist. Nicht zu vergessen das Lachen und der

Die Konzerte sind dann unsere Höhepunkte. Hier lau-

Humor, welche auch einen wichtigen Platz haben in

fen die Bandmitglieder meistens zu ihrer Hochform

meiner Arbeit.

auf, geniessen das Musizieren und freuen sich über den Applaus des Publikums. Es ist jedes Mal ein rie-

Bekommst du Rückmeldungen von deinen Klienten,

siges Fest!

Betreuenden oder Angehörigen in Bezug auf die Wirkung der Musiktherapie?

Herzlichen Dank für deine Ausführungen und

Die gängigste Rückmeldung der Klienten ist die, dass

weiterhin viel Spass beim Musizieren.

sie gerne kommen und Freude zeigen, wenn es wieder so weit ist. Diese Freude sehe ich ihnen auch an,

Interview: Anita Kupper, Kommunikation

wenn sie kommen. Wenige von ihnen sind in der Lage, verbale Rückmeldungen zu geben. Ich bin aber mit

Musiktherapie

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Harmonisch unterwegs zwischen Körper und Geist Der Begriff «körperzentrierte psychologische Beratung» klingt ja erst einmal etwas kompliziert. Dabei ist das, was die Therapeutin Patrizia Morisoli macht, so einfach wie genial. Es ist wie Massage ohne Ausziehen und Psychotherapie ohne Freud (Sigmund Freud, natürlich). Wer in das Behandlungszimmer von Patrizia Morisoli kommt, spürt sehr schnell, worum es sich hier dreht: nämlich um einen selber! In der freundlichen Atmosphäre in der Gemeinschaftspraxis in Uster ist der garstige Januarsturm draussen schnell vergessen. Sobald man die Schuhe auszieht, um in die bunten Kunststofffinken zu wechseln, scheint die Hektik des Alltags weiter weg zu sein. Wer hierher kommt, bekommt zuerst Zuwendung. In entspanntem Gesprächsklima klärt Patrizia Morisoli erst einmal die eigene Grosswetterlage. Was beschäftigt einen gerade? Wo drückt der Schuh? Und hier beginnt bereits ihre Arbeit: Denn ist es nicht für die meisten Menschen gar nicht so einfach auszudrücken, wo denn die grauen Wolken der

Werkheim Uster wohnen. «Als diplomierte Sozialpä-

Seele herkommen?

dagogin habe ich früher fast zehn Jahre im Werkheim gearbeitet und so kam der Kontakt zustande» erzählt

Patrizia Morisoli geht davon aus, dass unser Körper alle

Patrizia Morisoli. Gerade für Menschen, die ihre Ge-

unsere guten und schwierigen Erlebnisse speichert.

fühle vielleicht nicht so gut ausdrücken können, oder

Darum stellt sie ihn in den Mittelpunkt ihrer Arbeit

nicht alles verstehen, was andere ihnen sagen, ist die-

und versucht durch gezielte Körper- und Wahrneh-

ser kombinierte Ansatz von Beratung durch ein the-

mungsübungen, alte, störende Bewegungs- oder Le-

rapeutisches Gespräch und das Erleben des eigenen

bensmuster erkennen zu lernen. «Der Körper ist ein

Körpers durch Berührungen ein geeigneter Weg, sich

wunderbarer Schüler. In der Therapie kann er neue, le-

selber besser zu spüren.

bensfreundliche Muster entdecken und einüben», erklärt sie. Diese Übungen werden bekleidet, im Liegen

Die meisten Klienten von Patrizia Morisoli gehen be-

oder Stehen, in ihrer Praxis durchgeführt. Ergänzend

reits seit Jahren zu ihr. Sie geniessen die persönliche

dazu findet, je nach Bedarf, die psychologische Bera-

Zuwendung und die Möglichkeit, dem eigenen Körper

tung oder eine Atemtherapie mit Atemmassage statt.

nah zu sein. «Es ist faszinierend zu beobachten, wie

Die Patienten erlernen mit ihr die Technik des bewuss-

schnell die Leute entspannter werden» erzählt Patrizia

ten Atmens. Was fast wie ein Wellnesspaket klingt, hat

Morisoli. Das gilt natürlich für jeden Menschen, auch

einen seriösen Hintergrund. Patrizia Morisoli hat sich

wenn er nicht im Werkheim Uster wohnt.

am Institut für körperzentrierte Psychotherapie in Zürich intensiv ausbilden lassen und weiss, was sie tut.

Da kann der nächste überraschende Aprilsturm ja

Sie bietet Menschen Unterstützung dabei, «mit sich

kommen…

selber in Kontakt zu kommen und klarer und freier

www.körper-atemtherapie.ch

im Kontakt mit unseren Mitmenschen zu werden». Davon profitieren auch zahlreiche Menschen, die im

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Körperzentrierte Atemtherapie

Florian Rennpferd, Bereichsleiter Aussenwohnen


«Ich bin ruhiger und muss nicht mehr so viel ‹ummeschnurre›» Betreuerin: Hrisoula, du besuchst regelmässig eine

Was machst du denn in der Therapie sonst noch?

Therapie bei Patrizia Morisoli. Hast du Lust uns et-

Ich mache auch noch Atemübungen. Da muss ich fest

was davon zu erzählen?

«einschnaufen» und wieder «ausschnaufen».

Hrisoula: Ja, gerne. Ich werde jedes Mal ein wenig massiert, am Rücken, an den Füssen und an der Stirn.

Tut dir das gut?

Aber vorher bekomme ich noch einen Tee. Früher lag

Ja, es beruhigt mich.

ich auf einer Matte am Boden. Jetzt darf ich auf einem grossen Bett liegen.

Bist du denn manchmal sehr aufgeregt? Ja, immer wenn etwas passiert.

Wie ist diese Massage für dich? Ich habe die Massage sehr gerne. Ich fühle mich da-

Was meinst du damit?

nach wohler. Es beruhigt mich.

In letzter Zeit sind einige Leute gestorben, die ich kannte. Das beunruhigt mich sehr und macht mich traurig. Sonst habe ich auch manchmal Stress. Hast du das Gefühl, dass dir die Therapie hilft, wenn du Stress und Sorgen hast? Ja, schon. Danach fühle ich mich wohler. Wenn ich dann in die Gruppe zurückkomme bin ich ruhiger und muss nicht mehr so viel «ummeschnurre». Wie kommst du denn in die Therapie? Ich darf mit einem freiwilligen Fahrer fahren. Das finde ich lässig. Möchtest du die Therapie auch weiterhin besuchen? Ja, sehr gerne. Hrisoula geht seit 2009 in die Körperzentrierte Atemtherapie. Sie geht ungefähr alle drei Wochen. Sie freut sich jedes Mal sehr darauf und kommt ausgeglichen zurück. Hrisoula Vakidis und Angelika Ehret, Wohngruppe W1T1

Körperzentrierte Atemtherapie

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Dank Engagement von freiwilligen Fahrern zum Ziel Viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner besuchen regelmässig eine Therapie. Für unsere gehbehinderten Betreuten ist es oft unmöglich, alleine zu den Therapeuten zu kommen. Sechs freiwillige Fahrer entlasten uns wöchentlich, indem sie Therapiefahrten übernehmen. Unsere Fahrer für Therapien – Martin Deck, Peter

Seit fünf Jahren engagiert

Hengstler, Kurt Moor, Urs Murbach, Günter Schulz und

Martin Deck hat vor fünf Jahren nach seiner frühzei-

Kurt Sigg – leisten ihren unschätzbaren Einsatz mit viel

tigen Pensionierung angefangen, als freiwilliger Fah-

Engagement und Herzblut. Zu vielen Bewohnerinnen

rer zu arbeiten. Das Autofahren ist er gewohnt, da er

und Bewohnern, die sie regelmässig fahren, haben sie

jahrelang als technischer Berater im Aussendienst tä-

auch eine persönliche Beziehung aufgebaut. Stellver-

tig war. Zudem liebt er den Umgang mit Menschen.

tretend für alle Fahrer erzählen zwei von ihnen, wie

Mit Menschen mit Beeinträchtigung kam er durch ein

sie zum Werkheim gestossen sind.

insieme-Pfingstwochenende in Kontakt, wo er seine

Werner Wengi, Günter Schulz, Kurt Sigg, Urs Murbach, Hans Frei, Kurt Moor, Peter Hengstler, Martin Deck

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Freiwillige Fahrer


Partnerin begleitet hat, die im Lager als Helferin en-

seinen ersten Einsatz an die Freiestrasse zu Patrizia

gagiert war. Ihm gefielen die Teilnehmenden mit ih-

Morisoli wahrnahm. Er schätzt die offene, ehrliche und

rer offenen, ehrlichen Art. So musste er nicht lange

ungeschminkte Art von unseren Betreuten. Für ihn ist

überlegen, als ihn eine Mutter von einem Betreuten

es schön zu spüren, wie viel Freude und Dankbarkeit

kurz vor seiner Pensionierung sagte, dass das Werk-

zurückkommt. Durch seine Freiwilligenarbeit möchte

heim immer wieder freiwillige Fahrer sucht. Sehr lie-

Kurt Moor auch unserer Gesellschaft etwas zurückge-

bevoll und schmunzelnd erzählt er von den vielen

ben. Wenn der zu fahrende Betreute nicht sprechen

Begegnungen und Anekdoten. Er schätzt es, dass die

kann, empfindet er es als eine Herausforderung, trotz-

Betreuten auf ihn zukommen und ihm erzählen, was

dem einen Weg der Verständigung zu finden.

sie gerade erlebt haben und was sie beschäftigt.

Unermüdlicher Einsatz Einmal erlebte er auch eine schwierige Situation. Er

Ergänzt wird das Team der freiwilligen Fahrer ei-

fuhr einen Betreuten zum Reiten. Als er frühzeitig zu-

nerseits durch Hans Frei (pensionierter Leiter Stadt-

rück zum Reiterhof kam, rannte ihm die Reitlehrerin

parkcafé), der die Abendfahrten für Betreute von der

schon entgegen und sagte, dass der Betreute vom

Produktion Turicum zum Hauptgebäude an der Fried-

Pferd gefallen sei. Sofort stiegen sie ins Auto und fuh-

hofstrasse vier Mal wöchentlich abdeckt. Andererseits

ren quer übers Feld zum Verunfallten. Dieser war zum

fährt Werner Wengi unsere Bewohnerinnen und Be-

Glück nicht stark verletzt. Martin setzte ihn ins Auto

wohner zu Feriendestinationen in der Schweiz, wenn

und fuhr ihn sofort zu seinem Hausarzt, der nur Prel-

diese nicht selbständig reisen können.

lungen feststellte. Ohne den unermüdlichen Einsatz unserer freiwilli-

Vom Geschäftspartner zum freiwilligen Fahrer

gen Fahrer wäre vieles gar nicht möglich. Jedes Jahr

Vor einem Jahr stiess Kurt Moor zum Team. Er kann-

se hohe Zahl zeigt uns, was für einen unschätzba-

te das Werkheim, da er von Seiten des Migros Ver-

ren Dienst sie mit ihrem Engagement leisten. Daher

teilzentrums Volketswil der Initiant und Projektleiter

an dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön für alle

für unsere Einsatzgruppe «Migros» war. Die Zusam-

Einsätze, für die unkomplizierte und sehr zuverlässige

menarbeit mit unseren Betreuten und dem Werk-

Zusammenarbeit sowie für den liebevollen und hu-

heim empfand er als bereichernd für alle Seiten und

morvollen Umgang mit unseren betreuten Bewohne-

es freut ihn, dass dieses Integrationsprojekt seit bald

rinnen und Bewohnern. Unsere freiwilligen Fahrer sind

10 Jahren erfolgreich läuft. Bei seiner Pensionierung

eine grosse Bereicherung für das ganze Werkheim.

übernehmen sie alleine ca. 450 Therapiefahrten. Die-

erwähnte Daniel Bachmann, Geschäftsbereichsleiter Arbeit im Werkheim Uster, in einem Nebensatz, dass

Bernadette Degen, Sekretariat Wohnen

wir immer wieder freiwillige Fahrer suchen – einfach so, falls es ihm langweilig werden sollte. So kam es, dass Kurt Moor, nur wenige Wochen nachdem er beim Werkheim sein Interesse als freiwilliger Fahrer zeigte,

Freiwillige Fahrer

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Forum «Menschen mit geistiger Behinderung im Alter» insieme Zürcher Oberland und das Werkheim Uster führen erstmals ein gemeinsames Forum zum Thema «Betreuung betagter Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung – Herausforderungen und Chancen» durch. Wir freuen uns, Sie am Mittwoch, 29. Mai 2013 um 19.30 Uhr zu diesem Forum im Saal Seeblick des Werkheim Uster, Friedhofstrasse 3a, 8610 Uster, einzuladen. Mit Erfahrungsberichten und einer Podiumsdiskussion betrachten wir die Thematik näher:

Erfahrungen und Wohnmodelle zweier Institutionen Albrecht Hörle, Bereichsleiter Bubikon im Züriwerk, und Fritz Rathgeb, Bereichsleiter Wohnen 2 im Werkheim Uster

Einblick in den Alltag einer Betagten-Wohngruppe Ruth Schneider und Barbara Strasser, Betreuerinnen der Alters- und Pflegegruppe im Werkheim Uster

Podiumsdiskussion

Für eine Anmeldung bis 15. Mai 2013 sind wir dankbar.

– Albrecht Hörle, Züriwerk

Bitte schicken Sie diese mit Name, Adresse und Anzahl

– Fritz Rathgeb, Werkheim Uster

Personen an: insieme Zürcher Oberland, Postfach 1,

– Ruth Schneider und Barbara Strasser,

8610 Uster oder an frei@insiemezo.ch. Ein Anmelde-

Werkheim Uster

formular finden Sie auf www.werkheim-uster.ch. Da-

– Hanni Neukom,

mit wir am Forum auch auf Ihre persönlichen Fragen

Mutter einer Bewohnerin im Werkheim Uster – Markus Brandenberger, Stiftungsrat Züriwerk und

eingehen können, freuen wir uns, wenn Sie uns diese bereits mit der Anmeldung mitteilen.

Präsident Verein Beatus-Heim Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Moderation Eduard Gautschi, Redaktor Zürcher Oberländer / Anzeiger von Uster Anschliessend an die Podiumsdiskussion sind Sie herzlich zu einem Apéro eingeladen.

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Veranstaltungshinweis


Dienstjubiläen Wir gratulieren unseren Jubilarinnen und Jubilaren und danken ihnen ganz herzlich für ihre langjährige Treue! 5 Jahre

10 Jahre

15 Jahre 25 Jahre 30 Jahre 35 Jahre

Amtagé Petra Meyer Marco Larry Adebola De Nicoli Monika Ivezic Radojka Mahmoud Amir Steffen Daniel Hausammann Pascal Künzi Sandra Tränkle Agnes Gerber Alfred Gygax Barbara Pfenninger Monika

Personal Bereich Wohnen 2 Personal Bereich Wohnen 2 Personal Bereich Wohnen 1 Personal Verwaltung Personal Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Produktion Personal Bereich Aussenwohnen Personal Bereich Produktion Mitarbeiterin Bereich Hotellerie Mitarbeiterin Bereich Werkstätten Mitarbeiter Bereich Hotellerie Mitarbeiterin Bereich Hotellerie Mitarbeiterin Bereich Werkstätten

01.04.2013 01.05.2013 01.06.2013 01.04.2013 01.05.2013 05.05.2013 01.05.2013 01.05.2013 18.04.2013 18.04.2013 18.04.2013 18.04.2013 03.04.2013

Jubiläen

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Ein Kran für die Produktionsgruppe Mechanik Im letzten Zämehebe haben wir uns einen Werkstattkran gewünscht und durften bald darauf eine Spende entgegennehmen. Danke liebe Spenderin, lieber Spender, für die Erfüllung dieses Wunschs. Denn dieser Kran ist für uns ein «Ent-laster» und zugleich eine Bereicherung. Nun ist es also so weit: Die mechanische Werkstatt in

ist, kommen unsere betreuten Mitarbeiter zum Ein-

der Produktion Turicum bekommt auch einen Kran,

satz. Sie bearbeiten die Aufträge an den Maschinen.

so wie Zürich seinen Hafenkran erhalten soll. Wozu denn das? Hat dieser Kran eine Funktion oder ist er

Vor allen gefährlichen und schweren Tätigkeiten

nur Schmuck? Wird er auch am Wasser stehen und

schützen wir unsere Mitarbeiter, indem wir vom Be-

gar zum Ein- und Auswassern der Greifensee-Boote

treuungspersonal diese erledigen.

benötigt? Nicht ganz. Wir haben uns einen Kran gewünscht, weil wir festgestellt haben, dass nicht alles

Dank unserem neuen roten Kranwagen, können wir

bleibt, wie es eben noch war.

nun nicht nur unsere Rücken schonen. Wir haben jetzt auch die Möglichkeit, einigen Mitarbeitern diese an-

Denn uns scheinen die Spannmittel, welche wir täglich

spruchsvolle Arbeit zu übertragen. Neu kennen wir

in unsere Bearbeitungsmaschinen ein- und ausbauen,

die Fördermassnahme «Spannmittel Einbau», die nur mithilfe des Kranwagens möglich ist. Nochmals herzlichen Dank für dieses tolle Geschenk. Produktionsgruppe Mechanik

stets gewichtiger zu werden. Tatsächlich haben diese ein Gewicht von bis zu 31 Kilogramm. Diese Spannmittel sind Schraubstöcke, Mehrfachspanner, Teilapparate, Dreibackenfutter und Lehren in verschiedenen Grössen. Bis anhin (also als wir noch jünger waren…), setzten wir diese, einen halben Meter nach vorne gebeugt, von Hand mit unserer Muskelkraft in die Maschinen hinein. Wer bei dieser Arbeit unkonzentriert ist, schief steht oder hustet, fühlt nachher seinen Rücken. Im Bild werden gerade 26 Kilo getragen. Es ist der Grundkörper eines Mehrfachspanners. Hiermit werden bis zu sechs Teile gehalten, welche wir für unsere Kunden herstellen. Nachdem die Maschine eingerichtet

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Erfüllte Wünsche


Ich bin neu und stelle mich vor

Name:

Mimaki CJV30-130

Lieferdatum:

22. Januar 2013

Arbeitsbereich:

Druckerei, Produktion Turicum

Funktion:

Print- & Cut-Plotter

Kurzportrait «Ein Print- & Cut-Plotter kombiniert einen Grossformatdrucker mit einem Schneideplotter.» Hergestellt wurde ich in Japan und fand meinen Weg über Holland und Rümlang in die Druckerei des Werk-

Meine Stärken sind:

heim Uster. Mit meinen knapp 2,30 Metern wiege ich

Ich drucke und schneide Flex- & Flock-Folien für die

145 kg, was mich aber nicht stört, da ich auf prakti-

Veredelung von diversen Textilien (Baumwolle, Po-

schen Rollen stehe.

lyester, Sport- und Funktionsbekleidung, usw.). Dein Shirt personifiziere ich im Handumdrehen – egal ob

Die Farben bringe ich mittels eines piezoelektroni-

mit Name, Zahl oder Logo!

schen Druckkopfs auf das Material (z.B. Folie), die Tinte erhalte ich aus insgesamt 8 Kartuschen – je zwei für

– Ich drucke und schneide präzise Selbstklebefo-

die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Black (CMYK).

lien für Beschriftungen aller Art (Schaufenster,

Denn aus diesen vier Farben können alle Farben her-

Auto, Schilder, usw.).

gestellt werden. Jeweils die zweite Kartusche ist in Reserve, damit ich auch mal über Nacht alleine drucken kann, ohne dass mir die Tinte ausgeht.

– Ich drucke Blachen, Banner, Netzgitter, Windowfolie und vieles mehr bis zu einer Breite von 1,30 Metern.

Ich wurde im Werkheim eingestellt, um das jetzt schon vielfältige Angebot der Druckerei zu erweitern und zu ergänzen. Die Anforderungen an die Druckerei unter-

– Und natürlich habe ich noch weitere Fähigkeiten, die erst noch entdeckt werden müssen...

liegen einem stetigen Wandel. Vom Kunden werden Gesamtpakete erwünscht: Er möchte nur einen An-

Ich freue mich darauf, mit den Mitarbeitenden der Dru-

sprechpartner für seine Aufträge wie die Beschilde-

ckerei für unsere treuen und neuen Kunden interes-

rung, das Erscheinungsbild seiner Angestellten oder

sante Aufträge auszuführen.

die Teambekleidung. Aber auch Vereine oder private Kunden profitieren von diesem Service.

Dein Mimaki CJV30-130

Print- und Cut-Plotter

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Tag der offenen Türe – Produktion Turicum Am Samstag, 25. Mai 2013 öffnet die Produktion des Werkheim Uster die Türen zu den verschiedenen Arbeitsguppen. Von 10 bis 16 Uhr sind die Besucher eingeladen, unseren betreuten Mitarbeitenden über die Schulter zu schauen und den Arbeitsalltag im «Turicum» hautnah zu erleben. Lernen Sie den neuen Schneid- und Print-Plotter persönlich kennen, überzeugen Sie sich von den starken Fähigkeiten unseres neuen Werkstatt-Krans und lassen Sie sich unbedingt die vielfältigen Arbeiten von unseren betreuten Mitarbeitenden direkt erklären. Alle Mitarbeitenden der Produktion Turicum des Werkheim Uster freuen sich auf Ihren Besuch an der Seestrasse 110f in Uster!

Werkheimfäscht 2013 Auch in diesem Jahr feiern wir mit Ihnen unser beliebtes Werkheimfäscht. Reservieren Sie sich unbedingt folgendes Datum: Samstag, 29. Juni 2013. Um 10 Uhr geht‘s los! Das bunte Markttreiben, die vielen originellen Spiele, das riesige Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten und das vielfältige Unterhaltungsprogramm laden zum Verweilen ein. Bis um 18 Uhr können Sie auf dem Festareal – vom Heussergut bis zum Festzelt mit Seeblick – Ihr Festabzeichen tauschen, den Spielpass vervollständigen sowie mit Freunden und Bekannten plauschen. Das detaillierte Programm finden Sie ab Ende April auf www.werkheim-uster.ch.

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Termine


Unsere nächsten Termine 1. April 2013

Saison-Eröffnung Stadtparkcafé

Stadtpark Uster

13. und 14. April 2013

Frühlingsmarkt Uster

Uster

24. Mai 2013

Serenade: I Cantimbanchi, Lieder aus dem Süden

Stadtpark Uster

25. Mai 2013

Tag der offenen Tür der Produktion

Seestrasse, Uster

29. Mai 2013

Insieme-/Werkheim-Forum zum Thema «Menschen mit geistiger Behinderung im Alter»

4. Juni 2013

Friedhofstrasse 3a

Veranstaltungsabend im 8610: Dine around im Werkheim Uster

Restaurant 8610

14. Juni 2013

Serenade: Marco Gottardi, Country

Stadtpark Uster

29. Juni 2013

Werkheimfäscht

Friedhofstrasse 3a

5. Juli 2013

Serenade: Stadtjugendmusik Uster, Blasmusik

Stadtpark Uster

22. bis 26. Juli 2013

Betriebsferien & «Ferien ohne Koffer»

22. Juli bis 11. August 2013

Sommerferien Restaurant 8610

16. August 2013

Serenade: Gino Todesco, Italianità

Stadtpark Uster

6. September 2013

Serenade: Ländlertrio Bründler-Gyr, volkstümliche Musik

Stadtpark Uster

10. September 2013

Veranstaltungsabend im 8610: Wild im 8610

Restaurant 8610

Veranstaltungsabende Piemontesische Esskultur

unden 12. Februar 2013 bereits stattgefDienstag,

Dine around im Werkheim Uster

Dienstag, 4. Juni 2013

Wild im 8610

Dienstag, 10. September 2013

Meergetier im 8610

Dienstag, 5. November 2013

Die Anzahl Plätze ist begrenzt. Wir empfehlen Ihnen daher Ihren Tisch unter der Telefonnummer 044 940 8610 zu reservieren. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.werkheim-uster.ch

Unsere erweiterten Öffnungszeiten Montag

8.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Dienstag – Freitag

8.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Samstag & Sonntag 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr

(Kaffee, Kuchen & Piadine)

an Feiertagen geschlossen Restaurant Bar Events Garten Friedhofstrasse 3a 8610 Uster T 044 940 8610 8610@werkheim-uster.ch www.werkheim-uster.ch

Termine

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Wunschliste – herzlichen Dank für Ihre Spende! Der bestehende finanzielle Rahmen aus Produktionserträgen und staatlichen Beiträgen setzt dem Werkheim Uster gelegentlich enge Grenzen. Wir sind daher auf Spenden angewiesen, um kleinere und grössere Wünsche zu ermöglichen. Wie Sie in diesem Zämehebe lesen können, ist das Therapieangebot für viele betreute Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner nur dank Spenden

zwei Becken für Fussbäder

CHF 20.–

zwei Tischdecken

CHF 50.–

einmal Auftanken für Therapiefahrten

CHF 90.–

eine Therapiestunde für eine Person

CHF 110.–

ein Massagegerät

CHF 250.–

Regale für Wohnzimmer

CHF 400.–

und freiwilligen Einsätzen möglich. So finden Sie hier

eine Waschmaschine

auch einige Wünsche, die mit Therapien in Zusam-

für die Textilwerkstatt*

CHF 600.–

sechs Therapiestunden für eine Person

CHF 660.–

zwölf Therapiestunden für eine Person

CHF 1‘320.–

menhang stehen. Wir danken Ihnen, dass Sie uns dabei unterstützen, das Therapieangebot weiterhin beizubehalten!

Neue, extra stabile Stühle für Pausenraum (CHF 200.– pro Stück)

CHF 6‘000.–

* Gerne nehmen wir auch eine Occasion-Waschmaschine in gutem Zustand entgegen.

Wir freuen uns über jeden Beitrag. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Postcheckkonto 80-85-1 Stiftung Werkheim Uster IBAN CH38 0900 0000 8000 0085 1 Falls ein Wunsch mehrmals erfüllt wird, erlauben wir uns, die entsprechende Spende für andere Wünsche zugunsten von Menschen mit einer Behinderung einzusetzen.

Herzlichen Dank für die Spenden für die zwei mobilen Fussballtore, für das Racletteöfeli, für die Velohelme, für den Velounterstand und für den Werkstattkran. Ebenso vielen Dank für die zehn Velohelme, die wir von Veloplus erhalten haben.

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Wunschliste & Dank


Werkheim Uster – Produktion & Dienstleistung Druck

Gartenarbeiten

Vom technischen Artikel über den Kunststoffkoffer bis zum Kugelschreiber – wir drucken im Tampondruckverfahren einoder mehrfarbig bis zu einem Durchmesser von 80 mm auf alle gängigen Materialien. Im Siebdruckverfahren bedrucken wir Werbeartikel und Textilien (Switcher-Net-Partner).

Unsere Garteneinsatzgruppe bietet Privaten, industriellen Betrieben oder Liegenschaftenverwaltungen diverse Gartenund Unterhaltsarbeiten an: Rasenmähen, Laubrechen, Kleingehölze und Stauden schneiden oder Gärten neu anlegen.

Emu Holzverarbeitung Wir realisieren für Sie individuelle Kundengeschenke, Gebrauchs- und Dekorationsartikel aus Holz (Serien ab 30 Stück).

Mechanische Bearbeitung Wir sägen, drehen, fräsen oder bohren alle gängigen Materialien mit CNC-Maschinen oder konventionell. Von der Materialbeschaffung bis zur Spedition bieten wir die ganze Dienstleistungspalette, u.a. für Kunden aus der Flugzeug- und Textilmaschinenindustrie.

Montage Wir montieren in mittleren bis grossen Serien einfache bis anspruchsvolle Baugruppen oder komplette Produkte. Unsere Kunden sind u.a. Betriebe aus den Sektoren Apparatebau, Elektrozubehör oder Fertigungsautomation.

Textil Wir weben für Sie von Hand Ihre persönlichen, nach Ihren Wünschen designte Textilien, wie z.B. Tischsets, Saunatücher oder Taschen. Auch Näharbeiten führen wir gerne für Sie aus.

K-Lumet Mit der Anzündhilfe K-Lumet entfachen Sie ohne Kleinholz und Papier geruchsfrei ein Feuer. Ein Docht, Restenholz, Ringe aus Kartonrollen und Kerzenresten sind die Bestandteile der K-Lumets.

Einsätze vor Ort Kann die Arbeit nicht in unseren Werkstätten erbracht werden, kommen wir gerne zu Ihnen und erledigen den Auftrag in Ihren Firmen-Räumlichkeiten. Wie auch andere Kunden schätzt z.B. das Migros Verteilzentrum in Volketswil, wo eine unserer Einsatzgruppen fest stationiert ist, diesen Service sehr.

Versand und Verpackung Wir konfektionieren, verpacken, kuvertieren, etikettieren, frankieren, falten, heften, lochen, kleben und sortieren Ihre Mailings, Schulungsunterlagen oder Musterbücher. Auch das Abzählen, Abfüllen und Verpacken von Schüttgütern gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Geschenke, Spielsachen aus Holz, Dekorationsartikel, Grusskarten, Eigenprodukte und Alltagsgegenstände in originellem Design finden Sie in unserem Verkaufsladen Emu.

Gärtnerei Ein vielfältiges Sortiment an selbstgezogenen Kräutern erwartet Sie in unserer Gärtnerei mit integriertem Verkaufslokal. Ebenso arrangieren wir Gestecke als Grabschmuck oder zur Dekoration.

8610 – Restaurant | Bar | Events | Garten In unserem Restaurant 8610 mit Bar und Garten bereiten wir einheimische Produkte mediterran zu. Zudem organisieren wir für Sie Bankette für bis zu 120 Personen in unseren Räumlichkeiten und Caterings für 40 bis 300 Personen im Raum Zürcher Oberland.

Stadtparkcafé Im Stadtparkcafé in Uster bewirten wir Sie gerne von April bis Oktober. Auf Anfrage bieten wir auch Aperitifs für Gruppen bis 30 Personen.

Kontakt Produktionsaufträge Seestrasse 110f 8610 Uster T 044 575 25 55 produktion@werkheim-uster.ch Gartenarbeiten Apothekerstrasse 18 8610 Uster T 044 943 17 12 garteneinsatz@werkheim-uster.ch Emu Friedhofstrasse 3a 8610 Uster T 044 943 17 69 emu@werkheim-uster.ch www.emu.ch Gärtnerei Apothekerstrasse 18 8610 Uster T 044 943 17 65 gaertnerei@werkheim-uster.ch Stadtparkcafé Landihalle 8610 Uster T 043 943 17 47 8610 Restaurant Bar Events Garten Friedhofstrasse 3a 8610 Uster T Reservationen 044 940 8610 T Events 044 943 17 41 8610@werkheim-uster.ch

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite www.werkheim-uster.ch.


Ab 1. April wieder täglich geöffnet Apéros für Gruppen bis 30 Personen im Stadtpark. Reservationen unter Telefon 044 943 17 41

Unsere Öffnungszeiten Montag – Freitag 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr Samstag 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr Sonntag 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Bei schönem Wetter auch längere Öffnungszeiten. Landihalle Quellenstrasse 8610 Uster T 044 943 17 47 www.werkheim-uster.ch

Zämehebe 1/2013  

Hauszeitschrift des Werkheim Uster

Zämehebe 1/2013  

Hauszeitschrift des Werkheim Uster

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