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Weidle Verlag  Herbst 2018

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Joost Zwagerman

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Roman  Weidle Verlag

Gimmick 


Literatur  September

Aka Morchiladze Der Filmvorführer Roman

Aus dem Georgischen von Iunona Guruli ca. 140 Seiten, fadengeheftete Broschur, 19 Euro 978-3-938803-89-9 Einband unter Verwendung eines Gemäldes von Karlo Kacharava Gefördert von

   Foto: Rafal/ Komorowski

  

Von einem Tag auf den anderen verschwindet Beso, der junge Chauffeur einer internationalen Organisation, aus Tiflis. Er läßt autobiographische Aufzeichnungen zurück, die vom Aufwachsen in einer kleinen westgeorgischen Stadt ab den 1970er Jahren erzählen. Und von der Freundschaft zum deutlich älteren Islam Sultanow, einem Fürsten, der bereits früh aus seinem Reich vertrieben wurde und nun in Besos Dorf ein isoliertes Dasein als Filmvorführer ­fristet. Beso ist der einzige, der den Kontakt zu dem Außenseiter sucht, und Islam hält fortan seine schützende Hand über den Jungen. Als Beso zum Militärdienst eingezogen wird, bewahrheiten sich die schlimmsten Befürch­ tungen: Er wird nach Afghanistan geschickt, in einen grausamen Krieg. Nur dank eines rätsel­ haften Zettels, den er von Islam bekommen hat, überlebt Beso. Zurück in seiner Heimatstadt, nimmt Beso eine bescheidene Anstellung im Heimatmuseum an, das von keinem Bewohner je besucht wird. Aber die Ruhe in Besos Arbeitsalltag trügt, die Umwälzungen im Zuge der Perestroika sind bereits im vollen Gange. Selbst in der Kleinstadt bildet sich eine Widerstandsgruppierung, die Beso um Unterstützung bittet. Ihm wird schnell klar, daß Politik nichts für ihn ist, und er versucht sich aus den Geschehnissen rauszuhalten. Den­ noch gerät er unfreiwillig zwischen die Fronten — und erregt zugleich die Aufmerksamkeit der jun­ gen Tamriko, in die er sich sofort verliebt. Doch ­Tamrikos Familie legt ihr Veto ein. Wieder hilft der Filmvorführer ...

Eines Tages verschwindet Islam, der letzte Sohn des Khans von Kirbal. Und Beso wird es seinem alten Freund gleichtun ... ist er ihm gar gefolgt? Ein Roman über eine ungleiche Freundschaft in chaotischen Zeiten und über ein Stück archaische Vergangenheit, das sich in dieser Welt behauptet. Aka Morchiladze (1966 in Tiflis geboren) ist einer der meistgelesenen Autoren Georgiens. Er studierte Georgische Geschichte an der Staat­ lichen Universität Tiflis; anschließend lehrte er dort als Dozent. Außerdem arbeitete er viele Jahre als Journalist. Insgesamt veröffentlichte er zwanzig Romane und drei Sammlungen mit Kurzgeschich­ ten. Seine Bücher wurden in Georgien zu Best­ sellern und teilweise verfilmt. Aka Morchiladze wurde fünfmal mit dem wichtigen georgischen ­Literaturpreis Saba ausgezeichnet, zuletzt 2012. Der Filmvorführer stammt aus dem Jahr 2009. Im Weidle Verlag ist der Roman Reise nach ­Karabach erschienen, übersetzt von Iunona Guruli. Aka Morchiladze kommt zur Frank­furter Buchmesse und wird gemeinsam mit Nino ­Haratischwili die Eröffnungsrede zum Gastland­ auftritt Georgiens halten. Eine kurze Lesereise schließt sich an. Iunona Guruli wurde 1978 in Tiflis geboren und lebt seit 1999 in Deutschland. Ihr erster ­Erzählungsband bekam 2016 den Saba-Preis für das beste literarische Debüt und erscheint im August unter dem Titel Wenn es nur Licht gäbe, bevor es dunkel wird.


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Als Islam Sultanow von meiner Einbe­ rufung zur Armee erfuhr, bereitete er mich auf seine Art darauf vor. Er erzählte so viel und so ausgiebig über das Land, in dem ich sicher­ lich landen würde, daß ich die ganze Nacht kein Auge zutun konnte. Er erzählte nichts von den Greueln des Gefängnisses und der Lager. Er erklärte mir lediglich, wie ich mich vor dem Schlafen warm einwickeln sollte, wie ich gegen Wanzen kämp­ fen müßte, die ich bis dahin nicht mal je gesehen hatte, wie ich den Soldaten antworten sollte, die man »Großväter« nennt und die für ihre Schi­ kanen berüchtigt sind. Er beruhigte mich und meinte, falls ich noch einen anderen Georgier in meiner Einheit finden würde, müßten wir immer zusammenhalten. Drei, vier Tage vor meiner Abreise ging ich in seinen Vorführraum, um einen Film zu sehen. Als der Film lief, drehte sich Islam Sultanow zu mir um und sagte: »Hör zu, Bruder«, er nannte mich immer so, sprach mich nie mit meinem Namen an, »einige schlimme Dinge sind mir durch den Kopf gegangen. Es sind schwierige Zeiten. Man weiß nie. Wenn du nach Afghanistan geschickt wirst, was dann?« Ich blieb mit offenem Mund stehen. Afghanistan bedeutete den Tod. In unsere Stadt wurden in den letzten acht Jahren drei junge Männer tot zurückgebracht. Keiner von ihnen war Soldat, alle arbeiteten als Fahrer. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was Afghanistan war. Ich wußte nur, daß dort Krieg herrschte und daß man unsere Jungs dorthin schickte und die Gefallenen in Zinksärgen zurückbrachte. Dabei verbot man den Angehörigen, die Särge zu öffnen, was als ein zusätzliches Unglück emp­ funden wurde, denn wenn die Eltern keine Mög­ lichkeit bekamen, ihre Toten zu sehen, fraßen sie der Schmerz und der Zweifel darüber auf, ob vielleicht gar nicht ihr Sohn zurück­gebracht worden war. Aber die Regierung sperrte sich vehement dagegen, die Zinksärge öffnen zu lassen. In der Stadt kursierte das Gerücht, man habe in einem Dorf die den Sarg begleitenden Soldaten und Offiziere zusammengeschlagen, den Sarg gewaltsam geöffnet und lediglich Säge­ mehl und einige Holzscheite vorgefunden. Das war alles, was ich über Afghanistan wußte. »Hör zu«, sagte Islam Sultanow, »ich hab für dich etwas aufgeschrieben.« Er nahm ein gefalte­ tes Blatt Papier aus der Tasche. »Ich habe es mit georgischen Buchstaben geschrieben. Du mußt es auswendig lernen. Bis du wegfährst, werde

Dauerbrenner

ich dich täglich danach fragen. Noch etwas anderes habe ich für dich vorbereitet.« Er nahm ein zweites Blatt heraus. »Das kannst du nicht lesen, aber du mußt es immer bei dir tragen. Sieh zu, daß du es nicht verlierst, unabhängig davon, wo du landest ... Wenn etwas Schlim­ mes passieren und du in die Gefangenschaft geraten solltest, sag erst, was du auswendig ­lernen mußt, und zeig dann dieses Papier vor.« Ich war am Boden zerstört. Was für eine Gefangenschaft? Darüber hatte ich kein einziges Mal nachgedacht. Wenn jemand zur Armee ein­ gezogen wird, versuchen alle ihn aufzuheitern, während Islam Sultanow ... »Komm, lies das jetzt sofort laut vor«, for­ derte er, und mein Blick entwich in Richtung des anderen Zettels, worauf etwas für mich völ­ lig Unverständliches stand: Ich weiß bis heute nicht, ob es auf arabisch oder persisch geschrie­ ben war, aber es sah allemal wunderschön aus.

 Aka Morchiladze Der Filmvorführer    Roman 

Weidle


Literatur  November

Joost Zwagerman Gimmick! Roman

Foto: Jost Hindermann

Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens Nachwort von Victor Schiferli ca. 260 Seiten, fadengeheftete Broschur, 23 Euro 978­3­938803­90­5

»Es gibt keine guten oder schlechten  Künstler, Walter, es gibt Künstler mit Geld,  und es gibt Künstler ohne Geld, und die  Künstler ohne Geld sind eigentlich gar  keine Künstler.« Walter van Raamsdonk (Raam) lebt in der Welt junger, erfolgreicher Künstler in Amsterdam. Diese beschäftigen sich vornehmlich mit Geld, Sex und Drogen und, auch das, produzieren hin und wieder Kunst. Die Kunst ist Raam jedoch herzlich egal. Er versucht seinen Liebeskummer um die verlorene Freundin Sammie mit Videos (meist Pornos), MTV und Musik zu übertünchen. Nachts läßt er sich in der Diskothek »Gimmick« treiben, dem Treffpunkt der postmodernen Künstler, wo er so oft mit Sammie war. Schließlich reist er in der Weltgeschichte herum, um seinen Kummer zu betäuben – aber selbst in New York kommt er nicht von seiner alten Liebe los. Wieder daheim, erhält er einen hochdotierten Auftrag, hat jedoch kein Kunstwerk dafür. Und er ist nicht in der Lage, ein neues Werk zu schaffen. Da fällt ihm ein, daß noch drei Arbeiten seines Freundes Alex in einer Ecke seines Ateliers stehen ... In parodistischer Manier zeichnet Joost Zwagerman ein drastisches Bild der späten 1980er Jahre, in denen die Kunst zum Spiel um Geld und Eitelkei­ ten verkommt. Die Coming­of­Age­Geschichte des Protagonisten steht exemplarisch für eine ganze Generation, die nach schnellem Ruhm und Reich­ tum strebt. Voller Selbstironie und Zynismus läßt Zwagerman seine Hauptfigur die Selbstbezogenheit

und Geldbesessenheit seiner Künstlerkollegen kommentieren. In Gimmick! werden Künstler zu reinen Geschäftsleuten, Kunst wird nicht mehr an ihrer Einzigartigkeit, sondern am Markt­ wert gemessen. Auch in der Liebe geht es nur ums Geschäft, für Sentimentalitäten bleibt kein Raum. Sexualität wird zu reiner Obsession, ist allgegenwärtig – und steril. Das Wertesystem der Gesellschaft ist komplett ausgehöhlt: In der inhaltsleeren Kunst ist alles erlaubt, nichts kann mehr schockieren, die Künstler und ihre Werke werden austauschbar. Nach nur wenigen Monaten ist das »Gimmick« schon wieder out. Die postmoderne Künstler­ szene ist der Schnellebigkeit des Marktes hinter­ hergehechelt. Joost Zwagerman (1963–2015) war einer der bedeutendsten niederländischen Autoren seiner Zeit. Er schrieb Gedichte, Essays, Erzäh­ lungen und Romane. Gimmick! erschien zuerst 1989 und ist inzwischen der Roman einer ganzen Generation. Er gehört in den Niederlanden mit 250.000 verkauften Exemplaren zu den meist­ gelesenen Büchern der letzten 25 Jahre. Gregor Seferens (*1964) übersetzt seit vielen Jahren aus dem Niederländischen, u. a. Harry Mulisch, Louis Paul Boon, Maarten t’Hart, Geert Mak. Er lebt in Bonn. Nach dem Erfolg von Duell folgt nun  ein weiterer Roman Joost Zwagermans  aus der Kunstszene.


Dauerbrenner

Armee« stand, steht jetzt »westlicher Sex«. Ich frage Groen, woher er das Dokument hat. Groen erwi­ dert, ein anderer japanischer Freund habe es für ihn geschrieben. »Also ist es gar kein Originaldokument?« frage ich. Groen reagiert ein wenig gereizt. »Original, Original, was soll das bedeuten? ­Original? Sind die Ringe unter deinen Augen auch original? Ja? Nun, be sensible, Raam. Dann laß sie dir im Krankenhaus wegmachen und frage, ob du sie mit nach Hause nehmen darfst. Dann kannst du einen japanischen Text darüber schreiben.« Eine nur ihm verständliche Assoziation nennt Groen Humor. Also lacht er ausgelassen und stößt dabei seinen Kaffee um. Ich sage zu Groen, er solle nicht so gestreßt reagieren. Groen sagt, er sei über­ haupt nicht gestreßt, ich solle nur nicht so dämlich darauf rumreiten, was original ist und was nicht. Und ob ich nichts anderes zu erzählen hätte.

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Joost Zwagerman

Gimmick 

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Roman  Weidle Verlag

Gutes Timing, Raam ! Was führt dich her?« Groen boxt gerade gegen seinen mit Graffiti bedeckten Sandsack. Ehe ich ihm antworten kann, weshalb ich gekommen bin, deutet er auf ein paar Gemälde, die in einer Ecke stehen. »Schau mal, sind diese Arbeiten nun Materie oder Transaktion?« Ich erwidere, das wüßte ich nicht, ich wollte nur meine Schlüssel holen. »Schlüssel, Schlüssel ! Shit, Raam, lenk nicht vom Thema ab, right? Welche Schlüssel meinst du übrigens?« »Die Reserveschlüssel zu meiner Wohnung. Die habe ich doch bei dir deponiert?« Ein ziemlich kleines, aber tough wirkendes Mädchen kommt aus der Küche, in den Händen zwei Tassen Kaffee. Das Mädchen geht in Ballett­ schühchen und trägt ansonsten nur eins von ­Groens weißen Hemden. »Jajajaja«, sagt Groen rasch, als er bemerkt, daß ich zu dem Mädchen rüberschaue. »Darf ich dir kurz meine neue Rettungsweste vorstellen? Du kennst sie nicht, das ist Dolfijntje. Dolfijn, das ist Raam.« Die beiden Arbeitstische von Groen liegen ­voller Zeitschriftenstapel (Interview, Flash Art, Playboy), und daher stellt das Mädchen die Tas­ sen auf den Boden. Sie hat große dunkle Augen, süd­licher Typ. Eine echte Perle mit halblangem schwarzen Haar, Fünfziger-Jahre-Frisur. Groen schlägt mir ziemlich hart auf die Schulter. »Sind diese Gemälde nun Materie oder Trans­ aktion, Raam? Mann, Mann, Mann, ich muß dir wieder alles mögliche beibringen, Dummkopf. Diese wahnsinnig guten Bilder sind Antimaterie­ transaktionen, Raam. Antimaterietransaktionen. Ich meine, verstehst du?« Ich habe noch nie von Antimaterietransaktionen gehört, doch Groen berichtet, irgendein Ameri­ kaner habe vor fünf Jahren in Rio de Janeiro die ersten Antimaterietransaktionen ausgestellt, und Europa und vor allem Amsterdam seien jetzt reif für das Konzept der Antimaterie in Verbindung mit der Transaktion. »Wo hast du Dolfijntje aufgegabelt?« frage ich. »Fuck, Raam, steck deine Scheißnase nicht in anderer Leute Angelegenheiten ! Bleib du mal fein bei deinen Schlüsseln.« Dolfijntje bringt mir Kaffee. Wir trinken Arma­ gnac dazu. Ich schaue auf die Brüste unter Dolfijn­ tjes Hemd, während Groen die Texte auf den schwarzen Blättern deklamiert. Irgendein japani­ sches Kriegsdokument. Groen erzählt, er habe die Texte zusammen mit einem japanischen Freund übersetzt und anschließend eine entscheidende Änderung angebracht. Überall, wo »die japanische

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Rückblick 

So spannt Mirbeau seine Figuren und mit ihnen den Roman auf zwischen Ästhetentum und Milieuschilderung, ­zwischen elementarer Künstlerschaft und der leuchtend blauen Welt der Ideen. Was auf den ersten Blick oft unentschie­ den wirkt, erweist sich dank Mirbeaus souveränem Umgang mit der Erzählform und der ihm eigenen Verve als packendes Experiment auf dem Weg zu den offenen Formen der klassischen Moderne. Niklas Bender, FAZ

Hotlist-Preis 2013 für das beste Buch aus einem unabhängigen Verlag.

In seiner Intensität läßt dieses kurze Buch keinen unberührt. Und vor allem eines ist gewiß: Man wird sowohl den Himmel über dem eigenen Lese­horizont als auch den Himmel in van Goghs Bildern danach nochmals mit anderen Augen betrachten. Sätze & Schätze

Voller Unvereinbarkeiten, dicht und rätsel­ haft schön ist diese kleine große Literatur. Ina Hartwig, Süddeutsche Zeitung

Wie ein Lichtstrahl erhellt diese Liebes­ geschichte die uns so entsetzlich gut bekannte Düsternis von Krieg und ­Diktatur. Und ihr Schöpfer führt dabei vor, wie Kunst über die Geschichte stolz triumphieren kann und darüber zeitlos wird. Alexander Cammann, Die Zeit

Eine der schönsten Liebesnovellen des zwanzigsten Jahrhunderts. Kerstin Holm, FAZ Eine geheimnisvoll changierende ­Liebesgeschichte, in der ein unerklärliches Glücksgefühl pulsiert. Nicole Henneberg, Tagesspiegel

 » Wir kennen von Petrow viele Bücher zur Kunst­ geschichte (die auch in viele Sprachen übersetzt   worden sind), aber nur wenige Texte, die zur  ›schöngeistigen Literatur‹ zählen dürfen. Abge­ sehen von ein paar philosophischen Miniaturen  und sehr schön geschriebenen Erinnerungen an  Kusmin, Anna Achmatowa, Daniil Charms, gehört  allein unsere Novelle dazu. Dafür aber ist dieser  Text einer der schönsten Prosatexte der russischen  Literatur des 20. Jahrhunderts.  Diese Erzählung  von 1946, die erst 2006 veröffentlicht wurde, war  nicht in einem Geheimfach verborgen worden:  Jedes Jahr an seinem Geburtstag, zu dem viele   Dutzend Gäste kamen, die ganze kulturelle Elite  Leningrads, begann die Feier damit, daß der   Gast geber Auszüge aus seiner Manon vorlas. Er  verheimlichte sein Meisterwerk nicht, er reichte  es nur nicht zur Publikation in sowjetischen Zeit­ schriften und  Verlagen ein – wer weiß, warum:  Weil er das für sinnlos hielt? Aus Ekel vor den  Barbaren in den damaligen Redaktionen? Aus der  klaren Einsicht heraus, daß diese kleine Erzählung  Inhalte transportiert, die mit der Sowjetliteratur  nicht kom patibel sind – stilistisch,  philosophisch  und auch politisch?«  Oleg Jurjew Aus dem Russischen von Daniel Jurjew,   Stellenkommentar von Olga Martynova, Nachwort von Oleg Jurjew. 978­3­938803­48­6

Weidle Verlag

Die Figurenzeichnung ist 1a. Da ist kein Wort zuviel. Da ist kein Kitsch, kein Klischee. Das ist immer grade so, daß man sich diese Personen wirklich gut vorstellen kann und wie die agieren, und die sind auch differenziert und gemischt genug. ... Aus diesem Buch kann man sehen und nachfühlen, regel­ recht nachfühlen, wie schnell in nackte Gewalt umschlägt, wenn jemand anfängt, ­völkisch zu definieren. Pieke Biermann, Die Literaturagenten, rbb

Wsewolod Petrow Die Manon Lescaut von Turdej Novelle  4. Auflage Aus dem Russischen von Daniel Jurjew Kommentar von Olga Martynova, Nachwort von Oleg Jurjew 128 Seiten, fadengeheftete Broschur, 16,90 Euro 978-3-938803-48-6

die Manon lescaut von turdej

In verdichteten Kapiteln und mittels stim­ miger Dialoge beschreibt Jackson, wie innerhalb kürzester Zeit die Realitäten bürgerlicher & rechtsstaatlicher Vergan­ genheit pulverisiert werden durch Anti­ semitismus, Opportunismus, Korruption, Angst & Gewalt: starke Empfehlung! Burkhard Schirdewahn, BUNT-Buchhandlung, Köln

Octave Mirbeau Diese verdammte Hand Roman Mit einem Nachwort von Pierre Michel Aus dem Französischen von Eva Scharenberg 184 Seiten, fadengeheftete Broschur, 20 Euro 978-3-938803-84-4

Wse Wolod Pet roW

Felix Jackson Berlin, April 1933 Roman Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Stefan Weidle 288 Seiten, fadengeheftete Broschur, 23 Euro 978-3-938803-88-2

Wse Wolod Pet roW

die Manon lescaut von turdej W eidle V er l ag


Zurab Karumidze Dagny oder Ein Fest der Liebe Roman Aus dem Englischen von Stefan Weidle 288 Seiten, fadengeheftete Broschur, 23 Euro Einbandzeichnung: Levke Leiß Gefördert vom Georgian National Book Center 978­3­938803­85­1 Platz 3 auf der SWR-Bestenliste,  Februar 2018. Zurab Karumidze kommt zur  Frankfurter Buchmesse 2018. Das postmoderne Feuerwerk eines Georgiers, der die norwegische Rakete Dagny Juel, die Munch, Strindberg und dem Berliner Bohemien Stanisl/aw Przybyszewksi den Kopf verdrehte, zusammen mit dem Mystiker Georges Gurdjieff und dem jungen Stalin in einen phantastischen Orbit schießt. Gregor Dotzauer, Tagesspiegel

Dagny oder Ein Fest der Liebe ist ein ausschweifendes, irres, radikales, post­ modernes, faszinierendes Stück Lite­ ratur, das dem Leser alles abverlangt. Ein teuflisch­göttliches Lesevergnügen. Gérard Otremba,  soundsandbooks.com

Aka Morchiladze Reise nach Karabach Roman Aus dem Georgischen von Iunona Guruli 180 Seiten, fadengeheftete Broschur, 20 Euro Einband unter Verwendung eines Gemäldes von Karlo Kacharava Gefördert vom Georgian National Book Center 978­3­938803­87­5 Man versteht, daß Morchiladzes Roman zum Kultbuch geworden ist. In der mal rotzig­aggressiven, dann unversehens lyrischen Erzählstimme seines Helden nimmt eine Generation Gestalt an. Der junge, männliche Homo postsowjeticus, der später oft zum Klischee erstarrt ist, läßt sich hier in einer frühen Erschei­ nungsform betrachten: fatalistisch, träge und desillusioniert, aber ausgestattet mit guten Reflexen und Instinkten. Oder wie Gio: vielleicht doof, aber tough. Christoph Bartmann,  Süddeutsche Zeitung Ein Roadmovie, dessen Ende niemand vorausahnen kann. ... Die expressionisti­ sche Sprache katapultiert den Leser in eine Zeit, in ein Land, die nah und fern zugleich sind. Der vergessene Konflikt, das Land, das so weit weg im Osten liegt, sind nur zwei Zutaten, die dem Leser das Buch als fiktional erscheinen lassen. aus-erlesen.de

Shenaz Patel Die Stille von Chagos Roman Aus dem Französischen von Eva Scharenberg 160 Seiten, fadengeheftete Broschur, 18 Euro 978­3­938803­86­8 Platz 6 auf der LitpromBesten liste Weltempfänger  Winter 2017. Nominiert für den  LiBeraturpreis 2018. Ein bemerkenswertes Buch, packende Zeitgeschichte, schnörkellos geschrie­ ben, geschickt inszeniert und erzählt, unbedingt lesenswert. Ulrich Noller, WDR Shenaz Patel beschreibt einfühlsam die Sichtweise der Chagossianer, ihre Verzweiflung und ihre Trauer über die aktuell aussichtslose Situation, die einer idealisierten Vergangenheit gegenüber­ steht. Die Chagossianer scheinen wie ein mit der Insel verwachsenes Puzzlestück zu sein, das herausgebrochen und weg­ geworfen wurde. Patels Roman ist als eine literarische Anklage zu lesen, die unbemerktes Unrecht sichtbar macht. Die Autorin spricht stellvertretend für die Entwurzelten, Deplazierten und Aus­ rangierten. Für die, die im Wege waren und deswegen weichen mußten. Marie Mohrmann, Der Freitag

Shenaz Patel Die Stille von Chagos

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Zurab Karumidze Dagny oder Ein Fest der Liebe Dauerbrenner

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Lieferbares Programm (Auswahl) * 28­8 Beethovenhalle Bonn. * 37­0 Bei Dao: Gottes chinesischer Sohn. 97­3 Böhmer, Otto A.: Der Zuwender. * 03­5 Böhmer, Otto A.: Wenn die Eintracht spielt. 80­5 Borchardt, Hermann: Die Verschwörung der Zimmerleute. 87­4 Carter, Jimmy: Angesichts der Leere. * 75­2 Chudori, Leila S.: Pulang (Heimkehr nach Jakarta). 89­8 Cohen, Albert: Die Tapferen. * 74­5 Colasanti, Marina: Mein fremder Krieg. 81­2 Crane, Peter: »Wir leben nun mal auf einem Vulkan.« * 00­4 Dembitzer, Salamon: Die Geistigen. * 13­4 Dembitzer, Salamon: Visum nach Amerika. 38­6 Fantlová, Zdenka: »In der Ruhe liegt die Kraft« ... * 10­3 Federman, Raymond: Pssst ! * 21­9 Flechtheim, Alfred: »Nun mal Schluß mit den blauen Picassos !« 35­5 Fülöp­Miller, René: Katzenmusik. 18­8 Fuld / Ostermaier (Hg.): Die Göttin und ihr Sozialist. * 65­3 Goldschmidt, Pippa: Weiter als der Himmel. 86­7 Gronius, Jörg W.: Der Junior. 48­5 Gronius, Jörg W.: Ein Stück Malheur. * 02­8 Gronius, Jörg W.: Plötzlich ging alles ganz schnell. * 36­3 Gronius, Jörg W.: Horch. * 34­9 Gunnarsson, Pétur: punkt punkt komma strich. * 44­8 Gunnarsson, Pétur: ich meiner mir mich. * 56­1 Gunnarsson, Pétur: Die Rollen und ihre Darsteller. * 66­0 Gunnarsson, Pétur: Das vierte Buch über Andri. * 57­8 de Gusmão, Ana Nobre: Die Gefangene von Emily Dickinson. 93­5 de Gusmão, Ana Nobre: Die Seherin. 64­5 de Gusmão, Ana Nobre: Spiegel der Angst. 58­4 Hauser, Heinrich: Donner überm Meer. * 25­7 Hauser, Heinrich: Schwarzes Revier. * 45­5 Hauser, Heinrich: Zwischen zwei Welten. * 31­8 Hilpert, Heinz: Tagebuch für Nuschka. * 88­2 Jackson, Felix: Berlin, April 1933. * 06­6 Jentsch, Ralph: Alfred Flechtheim – George Grosz. 01­0 Joseph, Albrecht: Portraits I.: Carl Zuckmayer, Bruno Frank. 02­7 Joseph, Albrecht: Ein Tisch bei Romanoff ’s. 23­2 Joseph, Albrecht: Der letzte Vorhang. * 85­1 Karumidze, Zurab: Dagny oder Ein Fest der Liebe. * 82­0 Kidman, Fiona: Jean Batten, Pilotin. * 61­5 Kurt Klagsbrunn – Fotograf im Land der Zukunft. * 11­0 Koch, Eric: Die Braut im Zwielicht. * 16­5 Kubin, Wolfgang: Alles versteht sich auf Verrat. 44­7 Kubin, Wolfgang: Das neue Lied von der alten Verzweiflung * 64­6 Kubin, Wolfgang: Die Geschichte eines Flachmanns. 62­1 Kubin, Wolfgang: Narrentürme. * 15­8 Kubin, Wolfgang: Unterm Schnurbaum. Auslieferung GVA Göttingen Postfach 2021 37010 Göttingen Telephon +49.551.384200­0 Fax +49.551.384200­10 frester@gva­verlage.de

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Anzahl ISBN Titel Neuerscheinungen Herbst 2018 * 89­9 Morchiladze, Aka: Der Filmvorführer. * 90­5 Zwagerman, Joost: Gimmick !

Anzahl ISBN 83­6 * 09­7 * 17­2 * 12­7 34­8 95­9 74­4 46­1 * 79­0 59­1 91­1 * 83­7 19­5 *76­9 * 63­9 * 23­3 * 67­7 * 04­2 * 84­4 22­5 07­2 00­3 * 87­5 98­0 82­9 * 30­1 68­3 * 07­3 66­9 * 50­9 * 71­4 * 60­8 * 62­2 30­0 * 86­8 * 48­6 * 72­1 31­7 * 54­7 14­0 33­1 * 27­1 56­0 27­0 * 78­3 47­8 21­8 * 22­6 * 01­1 77­5 * 80­6 * 81­3

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Titel Kubin, Wolfgang: Schattentänzer. Kulessa, Hanne: Der Große Schwarze Akt. Kuperman, Nathalie: Frühstück mit Mick Jagger. Lafargue, Jérôme: Freund Butler. Landsberger, Artur: Berlin ohne Juden. Landsberger, Artur: Liebe und Bananen. Lawrence, D. H.: Aarons Stab. Lawrence, D. H.: Vögel, Blumen und wilde Tiere. Ljungberg, Ann­Marie: Dunkelheit, bleib bei mir. Lustig, Jan: Ein Rosenkranz von Glücksfällen. Mahler, Gustav: »Liebste Justi !« Malek, Niroz: Der Spaziergänger von Aleppo. Marienthal, Hal: Schumanns Reise. Matveev, Michel: Das Viertel der Maler. Matveev, Michel: Die Armee der namenlosen Revolutionäre. Matveev, Michel: Die Gehetzten. Mentula, Mooses: Nordlicht – Südlicht. Mirbeau, Octave: 628­E8. Mirbeau, Octave: Diese verdammte Hand. Mohr, Max: Das Einhorn. Mohr, Max: Frau ohne Reue. Mohr, Max: Venus in den Fischen. Morchiladze, Aka: Reise nach Karabach Muggenthaler, Johannes: Das Fremdenzimmer. Muggenthaler, Johannes: Der Idiotenhügel. Muggenthaler, Johannes: Die letzte Trauung. Muggenthaler, Johannes: Regen und andere Niederschläge. Muktupa­vela, Laima: Das Champignonvermächtnis. Newman, Richard: Alma Rosé. Nixon, Carl: Rocking Horse Road. Nixon, Carl: Lucky Newman. Nixon, Carl: Settlers Creek. Orelli, Giovanni: Die Brille des Gionata Lerolieff . de Pascoaes, Teixeira: Napoleon. Patel, Shenaz: Die Stille von Chagos. Petrow, Wsewolod: Die Manon Lescaut von Turdej. Radlowa, Anna: Tatarinowa. Eric Schaal, Photograph. Sahl, Hans: Die hellen Nächte. Schaeffer, Albrecht: Helianth (3 Bände im Schuber). Schmitz, Oscar A. H.: Bürgerliche Bohème. Seeber, Ursula / Weidle, Barbara: Edmund Wolf. Sinclair, Upton u. a.: Werter Genosse, die Maliks ... Siodmak, Curt: Unter Wolfsmenschen. Amerika. Slauerhoff , Jan Jacob: Das verbotene Reich. Thelen, Albert Vigoleis: Briefe an T. de Pascoaes. Thelen, Albert Vigoleis: Literatur in der Fremde. Wagner, Karl: Weiter im Blues. Zu Peter Handke. Weidle, Barbara (Hg.): Kurt Wolff . Zhai Yongming: Kaffeehauslieder. Zink, Rui: Die Installation der Angst. Zwagerman, Joost: Duell.

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€ 19,– 21,– 19,– 23,– 19,– 21,– 23,– 19,– 23,– 16,– 48,– 17,– 21,– 19,– 16,90 23,– 23,– 29,– 20,– 19,– 19,– 19,– 20,– 19,– 21,– 21,– 19,– 23,– 34,– 19,90 23,– 23,– 16,90 29,– 18,– 16,90 17,90 44,– 16,90 84,– 21,– 25,– 34,– 28,– 20,– 19,– 19,– 21,– 25,– 19,– 18,– 17,–

Unsere Bücher erscheinen in  unreformierter Recht s chreibung, und daran wird sich nie etwas ändern.

Soweit nicht anders erwähnt, werden  die Bücher von Friedrich Forssman und  Stefan Weidle gestaltet, und auch daran  wird sich nie etwas ändern. Klimaneutral gedruckt NatureOffice.com DE­077­134232

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